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In base all'art. 43 cpv. 3 LPGA, l'amministrazione può, in provvedimenti concreti, sia sospendere l'erogazione sia imporre al richiedente della prestazione i costi per misure di accertamento. Un esempio corrispondente è il provvedimento della precedente istanza, che ha sospeso l'erogazione e ha addebitato al ricorrente costi di Fr. 2'250.–.
“Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 11. Dezember 2019 (IVSTA-act. 272), mit welcher die Auszahlung der bisher ausgerichteten halben Invalidenrente gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG eingestellt und dem Beschwerdeführer die Kosten der Abklärungsmassnahmen von Fr. 2'250.- auferlegt worden sind.”
“Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 11. Dezember 2019 (IVSTA-act. 272), mit welcher die Auszahlung der bisher ausgerichteten halben Invalidenrente gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG eingestellt und dem Beschwerdeführer die Kosten der Abklärungsmassnahmen von Fr. 2'250.- auferlegt worden sind.”
art. 43 cpv. 2 LPGA consente il rifiuto di atti di collaborazione nella misura in cui siano irragionevoli. Nella decisione richiamata il ricorrente ha contestato che la resistente abbia trascurato tale questione di ragionevolezza; ha prodotto procure limitate ai fini della protezione dei dati nonché una precedente decisione sull'opposizione, sostenendo che non esiste alcun nesso tra il precedente e il nuovo infortunio, per cui l'autorità ha avuto un'adeguata opportunità per chiarire la questione.
“Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), die Beschwerdegegnerin übersehe den Gehalt von Art. 43 Abs. 2 ATSG, nach dem Mitwirkungshandlungen verweigert werden könnten, soweit sie unzumutbar seien. Die Beschwerdegegnerin habe ihm eine Generalvollmacht unterbreitet, die den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes (Art. 4 und Art. 12 des Bundesgesetztes über den Datenschutz, DSG) zuwiderlaufe, da keinerlei Eingrenzungen des Erkundungsrechts darin enthalten seien. Er seinerseits habe zwei Vollmachtformulare eingesandt, welche datenschutzrechtlich korrekt eingegrenzt gewesen seien. Auch habe er die Einsprache aus dem Jahr 2009 (richtig wohl: den Einspracheentscheid aus dem Jahr 2013 betreffend den Unfall im Jahr 2009) zu den Akten gereicht. Die Beschwerdegegnerin habe somit ersehen können, dass rechtskräftig entschieden worden sei, dass die Folgen des Erstunfalls vollumfänglich abgeheilt seien. Der neue Unfall habe sich Jahre später abgespielt, weshalb bereits aus dem Einspracheentscheid ersichtlich werde, dass keinerlei Zusammenhang zwischen dem ursprünglichen und dem neuen Unfall bestehe. Die Beschwerdegegnerin habe somit hinreichende Möglichkeiten gehabt, den Sachverhalt abzuklären (S.”
Se l'amministrazione dà seguito a una nuova domanÚ, si appliÊ, conformemente all'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'obbligo d'indagine e di chiarimento. L'amministrazione deve accertare d'ufficio i fatti rilevanti ai fini del diritto e chiarirli fino a quando non esista una chiarezza sufficiente riguardo ai fatti necessari per la valutazione del diritto.
“Januar 2020 kann deshalb einzig so interpretiert werden, dass die Beschwerdegegnerin damit eine Neuanmeldung mit einem Gesuch um Wiederausrichtung von Ergänzungsleistungen abgewiesen hat. Die Beschwerdegegnerin ist aber offensichtlich nicht von einer Neuanmeldung ausgegangen, denn sonst hätte sie den Beschwerdeführer aufgefordert, ein Anmeldeformular auszufüllen und sie hätte den Anspruch auf Ergänzungsleistungen umfassend geprüft. Da die Beschwerdegegnerin weder das Anmeldeformular hat ausfüllen lassen noch den Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab 1. November 2019 umfassend geprüft hat (vgl. Art. 12 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELG, SR 831.30, laut dem der Anspruch auf jährliche Ergänzungsleistungen ab dem Beginn des Monats besteht, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind) und auch im angefochtenen Einspracheentscheid nicht von einer Neuanmeldung ausgegangen ist, hat sie im Ergebnis ihre Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. April 2020 beruht also auf einem Sachverhalt, der nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Er erweist sich deshalb als rechtswidrig und ist aufzuheben. Die Sache ist zur umfassenden Prüfung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen ab 1. November 2019 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat unter anderem die Aufhebung der Verfügung vom 29. Oktober 2019 beantragt. Gegen diese Verfügung ist aber keine Einsprache erhoben worden (vgl. E. 2), weshalb sie in formelle Rechtskraft erwachsen ist. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. April 2020 hat nur die Überprüfung der Rechtmässigkeit der Verfügung vom 14. Januar 2020 zum Gegenstand gehabt. Mangels eines Anfechtungsobjekts in der Form eines Einspracheentscheids ist auf die Beschwerde betreffend die Aufhebung der Verfügung vom 29. Oktober 2019 nicht einzutreten. Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist.”
“Juli 2022 in Aussicht gestellt, auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 7. März 2022 (Urk. 9/175) nicht einzutreten (Urk. 9/183). Nachdem der Beschwerdeführer Einwand erhoben (Urk. 9/185) und Dr. B.___ ihren Bericht vom 1. September 2022 (Urk. 9/187) eingereicht hatte, erliess die Beschwerdegegnerin am 12. Januar 2023 einen neuen Vorbescheid, mit welchem sie in Aussicht stellte, einen Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen (Urk. 9/189). Mit Verfügung vom 14. November 2023 wies die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren ab (Urk. 2). Aus dem Gesagten – wie auch aus der Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2024 (Urk. 8) – ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren abwies, nachdem sie auf die Neuanmeldung des Beschwer-deführers eingetreten war (vgl. auch Urk. 9/188/3), mithin eine Änderung des massgeblichen Sachverhalts als glaubhaft gemacht erachtet hatte. Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein, so gilt der Untersuchungs-grundsatz. Danach hat sie den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_382/2020 vom 7. Oktober 2020 E. 2.2 mit Hinweis).”
Se sussistono discrepanze o dubbi plausibili o riconoscibili relativamente alle indicazioni retributive, possono essere necessari accertamenti supplementari; a ciò può appartenere — in particolare per chiarire specifiche indicazioni salariali — una richiesta di chiarimento al datore di lavoro. Se l'ente assicurativo omette tali accertamenti ragionevoli, ciò può costituire una violazione dell'obbligo d'istruzione e di accertamento ai sensi dell'art. 43 LPGA e compromettere la legittimità della decisione.
“Richtigerweise sei auf die konkreten Lohnangaben abzustellen, insbesondere nachdem von keiner Seite geltend gemacht werde und auch Anhaltspunkte dafür fehlten, dass der Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden heute nicht mehr bei der B.________ AG arbeiten würde. Die Feststellung, wonach in den Jahren 2010 bis 2012 schwankende Einkommen vorgelegen hätten, sei offensichtlich unrichtig. Der IK-Auszug enthalte für das Jahr 2010 einen erklärungsbedürftigen Ausreisser. Die Angaben der Arbeitgeberin im Schreiben vom 16. März 2018 und in den Arbeitgeberfragebogen seien konsistent. Wenn man dem Valideneinkommen das zuletzt in den Jahren 2010 bis 2012 erzielte und auf das Jahr 2019 hochgerechnete Einkommen von Fr. 78'355.- oder den von der B.________ AG für das Jahr 2018 angegebenen Lohn von Fr. 81'180.- zugrunde lege, werde der Invaliditätsgrad von 40 % ohne weiteres erreicht. Die Wiedererwägung halte damit nicht stand. Sollten die Lohnausweise wider Erwarten als unzulässige Noven qualifiziert werden, sei der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 43 ATSG vorzuwerfen, indem sie trotz der Diskrepanz zwischen dem Lohn im IK-Auszug und den Angaben der Arbeitgeberin weitere Abklärungen (insbesondere eine Rückfrage bei der B.________ AG) unterlassen habe.”
“Compte tenu des exigences en matière de preuve de l'existence d'un salaire dit "social" (consid. 5.2 supra) et des éléments allant dans le sens d'un rendement diminué de la recourante pour un temps de présence de 60 % (rapport du docteur C.________ du 8 avril 2021), l'office AI aurait été tenu d'interpeller l'employeur de la recourante sur ce point. Le défaut d'instruction à cet égard porte atteinte au devoir d'instruction de l'assureur social (prévu par l'art. 43 LPGA), ce que la juridiction cantonale a manqué à tort de relever. En conséquence, la cause doit être renvoyée à l'office intimé pour instruction complémentaire sur ce point. La conclusion subsidiaire de la recourante est bien fondée, ce qui conduit à l'annulation de l'arrêt entrepris et de la décision du 16 septembre”
Secondo l'art. 43 LPGA, all'amministrazione spetta l'accertamento primario dei fatti rilevanti ai fini della decisione. Nella fattispecie concretamente citata, l'autorità avrebbe dovuto, in particolare, sentire gli ex superiori e concedere quindi all'assicurata la possibilità di prendere posizione. Devono essere evitati accertamenti incompleti, poiché l'amministrazione è titolare dell'onere di acquisizione delle prove e dell'accertamento.
“A fronte di tale puntuale indicazione, l'UAI avrebbe pertanto dovuto procedere ad un colloquio con gli ex superiori dell’assicurata, per poi interpellare quest’ultima per osservazioni, in ossequio al suo diritto di essere sentito (rispettivamente procedere - se lo stato di salute psichico dell’insorgente lo consente - ad un colloquio, in contraddittorio, tra gli interessati). Tale modo di procedere si imponeva tanto più che, nel caso di specie, la questione da dirimere avente per oggetto la riduzione del pensum lavorativo nel 2011 (per motivi di salute o per scelta di vita) è decisiva ai fini del giudizio, in particolare in merito all'applicabilità, o meno, del metodo misto con la suddivisione operata dall’amministrazione (80% salariata e 20% casalinga), rispettivamente del metodo ordinario del raffronto dei redditi (100% salariata). In una sentenza 9C_675/2009 del 28 maggio 2010 consid. 8.3, la Corte federale ha ricordato che l'accertamento dei fatti incombe in primo luogo all'amministrazione in forza dell'obbligo derivante dall'art. 43 LPGA, e ha rilevato: " (…). 8.3 Ad ogni modo si ricorda alla ricorrente che l'accertamento dei fatti incombeva in primo luogo a lei stessa in forza dell'obbligo derivante dall'art. 43 LPGA, secondo il quale l'assicuratore esamina le domande, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno (cfr. per analogia la sentenza 8C_122/2008 del 10 marzo 2008 consid. 3). Anche per questa ragione essa non può ora rimproverare alla Corte cantonale un accertamento asseritamente lacunoso per non avere approfondito un aspetto - per altro insufficientemente sostanziato in sede cantonale come pure in sede federale, non potendosi dal solo doppio ruolo assunto da F.________ inferire un serio indizio di manifesto abuso di diritto - che avrebbe potuto e dovuto essere da lei acclarato. Come già avuto modo di affermare in altro ambito, l'amministrazione non può infatti rimandare gli approfondimenti necessari all'accertamento dei fatti determinanti alla procedura di opposizione e tanto meno a quella giudiziaria di ricorso senza in questo modo contravvenire allo scopo perseguito dalle relative disposizioni che è quello di sgravare in definitiva i tribunali (cfr.”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicurativo deve accertare d'ufficio il fatto rilevante ai fini della decisione in modo corretto e completo. Se dalla documentazione risultano lacune, spetta all'ente procedere agli accertamenti integrativi necessari e, se del caso, acquisire una perizia mediÊ o altre informazioni.
“Cette investigation s’impose ici, dans la mesure où on ignore si la chute du 18 décembre 2017 a décompensé la polyarthrite dont est affectée la recourante ou si la luxation de la hernie discale est totalement indépendante de cette pathologie. Il s’agit donc de compléter le dossier sur cette question, en actualisant les pièces médicales et en recueillant l’intégralité du dossier de l’assurance-accidents. c) Au surplus, à compter de janvier 2019, l’assurée a annoncé avoir repris son activité au taux de 30 %. On ignore en l’état la durée effective de cette reprise et comment la capacité résiduelle de travail a évolué depuis lors, quand bien même son contrat de travail a été résilié. On ignore également si l’assurée a envisagé de s’inscrire à l’assurance-chômage ou si elle a repris une autre activité lucrative. Il s’agit dès lors d’actualiser le volet médical pour déterminer la capacité de travail résiduelle de l’assurée et de s’enquérir de l’évolution de sa situation économique, avant de statuer sur son droit aux prestations. d) Les compléments ci-dessus sont indubitablement du ressort de l’intimé (cf. art. 43 al. 1 LPGA), à qui il y a lieu de renvoyer la cause pour complément d’instruction et nouvelle décision pour la période débutant le 24 avril 2018 (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5 ; cf. également : Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). 13. Sur le vu de ce qui précède, le recours doit être admis pour la période s’étendant du 7 décembre 2010 au 23 janvier 2018. Il y a lieu de réformer les décisions querellées et de rectifier le droit à la rente de l’assurée dans cet intervalle. L’assurée a droit au versement des rentes suivantes, en tenant compte des délais de trois mois prévus à l’art. 88a al. 1 et 2 RAI, selon l’évolution de l’état de santé : Date de début Date de fin Degré d’invalidité en % Fraction de rente 1er décembre 2011 30 avril 2012 100 / 75 Rente entière 1er mai 2012 30 novembre 2012 50 Demi-rente 1er décembre 2012 31 mars 2013 70 Rente entière 1er août 2013 31 janvier 2014 100 Rente entière Il convient par ailleurs de renvoyer la cause à l’intimé pour la période débutant le 24 janvier 2018 afin qu’il procède aux compléments d’instruction indispensables avant de rendre une nouvelle décision (cf.”
“während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). 3.2. Bei einem IV-Grad von mindestens 40% besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs). 3.4. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachpersonen, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist.”
“Ainsi il résulte du dossier qu’un suivi psychiatrique était en place dès le mois de mars 2022 et que le soupçon d’un trouble psychiatrique avec répercussion sur la capacité de travail avait d’emblée été émis par les autres médecins. Un diagnostic a finalement été posé par un spécialiste en psychiatrie confirmant l’existence d’un trouble. Il est lieu d’ajouter que les rapports médicaux des psychiatres ont été produits avant la décision sur opposition et sont dès lors recevables, contrairement à ce que semble affirmer l’intimée. Cela étant les rapports au dossier ne suffisent pas pour déterminer les éventuels effets de cette atteinte sur la capacité de travail qui doit être appréciée au terme d’une procédure probatoire structurée (cf. consid. 3d ci-dessus). Or il appartenait à l’intimée de procéder aux investigations nécessaires avant d’examiner la situation à la lumière des indicateurs prévus par la jurisprudence. c) La cause doit par conséquent être renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). L’intimée devra compléter le dossier en requérant un rapport auprès du psychiatre traitant et, cas échéant, en mettant en œuvre une expertise psychiatrique, qui devra notamment se prononcer sur l’évolution de la maladie psychiatrique et de la capacité de travail du recourant au-delà du 31 mars 2023. Il appartiendra ensuite à l’intimée de rendre une nouvelle décision. 5. a) Il résulte de ce qui précède que le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à M.________ pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, le recourant ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 3 juillet 2023 par M.________ est annulée, la cause lui étant renvoyée pour instruction complémentaire au sens des considérants, puis nouvelle décision.”
“c) L’incapacité de travail du recourant ayant débuté le 21 mars 2021, la survenance de l’invalidité, s’agissant d’une rente, se situe au plus tôt à la date dès laquelle le recourant a présenté, en moyenne, une incapacité de travail de 40 % au moins pendant une année sans interruption notable (art. 28 al. 1 let. b LAI), en l’occurrence en mars 2022. A cette date, le recourant comptait, compte tenu de l’entier de sa période de cotisations auprès de son employeur suisse et de ses cotisations à l’étranger, plus de trois ans de cotisations. A la date de la survenance de l’invalidité, il remplissait donc les conditions générales d’assurance relatives au nombre minimal d’années de cotisations sociales. d) Vu la motivation de la décision attaquée, l’intimé n’a pas examiné si les autres conditions d’octroi d’une rente étaient réalisées. Il convient, par conséquent de renvoyer la cause à l’intimé – à qui il incombe au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA – , cette solution apparaissant comme la plus opportune. La décision attaquée doit donc être annulée et la cause renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction et nouvelle décision. 6. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’intimé pour qu’il examine si, hormis le nombre d’année de cotisations, les autres conditions d’octroi d’une rente sont réalisées. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestation de l’AI devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). En l’espèce, les frais judiciaires, arrêtés à 600 fr., sont mis à la charge de l’intimé, qui succombe. c) Vu le sort de ses conclusions, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2’000 fr.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 737 La determinazione delle discipline specialistiche è effettuata, nelle perizie mono- e bidisciplinari, dall'ente assicuratore; nelle perizie polidisciplinari spetta all'ufficio periti. Secondo il tenore letterale della legge, questa decisione è definitiva e non è soggetta a ricorso né impugnabile.
“Am 1. Januar 2022 traten die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) in Kraft (AS 2021 705). Laut Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen. Nach Art. 44 Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 ATSG werden die Fachdisziplinen bei mono- und bidisziplinären Gutachten vom Versicherungsträger, bei polydisziplinären Gutachten von der Gutachterstelle abschliessend festgelegt (vgl. dazu auch BBl 2017 2626 f., 2683). Im Vergleich zur bisherigen Rechtslage stellt dies einen grossen Umbruch dar, weil die versicherte Person bisher die Anordnung einer mono- oder bidisziplinären Begutachtung rügen konnte, wenn sie beispielsweise der Ansicht war, dass eine polydisziplinäre Begutachtung notwendig sei (vgl. Marco Weiss, Anmerkungen zur geplanten Revision des Art. 44 ATSG, in SZS 2018 S. 486 f.). Kraft ausdrücklicher Gesetzesvorschrift ist der Entscheid des Versicherungsträgers (bei Expertisen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a und b ATSG) bzw. der Gutachterstelle (bei Expertisen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. c ATSG) abschliessend, womit in beiden Fällen keine Beschwerdemöglichkeit mehr besteht (vgl.”
Nell'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA non si tratta principalmente della fondatezza sostanziale del diritto alla prestazione, bensì dell'accertamento di una violazione colpevole degli obblighi di informazione o di collaborazione. La sanzione si fonÚ formalmente su tale violazione dell'obbligo e non su un accertamento sostanziale definitivo del diritto alla prestazione.
“Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 25. Januar 2022 zu Recht einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin infolge Verletzung ihrer Mitwirkungspflichten verneinte. Dabei steht nicht die materielle Begründetheit des Anspruchs auf eine Rente respektive berufliche Massnahmen zur Diskussion, sondern die Festlegung einer Sanktion in Anwendung von Art. 21 Abs. 4 respektive Art. 43 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 7b Abs. 1 IVG.”
LPGA art. 43 n. 735 La prassi mostra che l'assicurazione può assumere la gestione del caso dopo gli accertamenti effettuati; nella presente decisione la CNA ha assunto il caso (lettera del 31 gennaio 2023) (cfr. fonte).
“TRIBUNAL CANTONAL AA 58/24 - 119/2024 ZA24.020129 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 13 novembre 2024 _______________________ Composition : M. NEU, président M. Oppikofer et Mme Glas, assesseurs Greffier : M. Addor ***** Cause pendante entre : E.________, à Q.________, recourant, représenté par Me Jean-Michel Duc, avocat à Lausanne, et CAISSE NATIONALE SUISSE D’ASSURANCE EN CAS D’ACCIDENTS, à Lucerne, intimée. _______________ Art. 43 al. 1 LPGA et 6 al. 1 LAA E n f a i t : A. Né en 1989, E.________ (ci-après : l’assuré ou le recourant) percevait des indemnités de l’assurance-chômage depuis le 3 mai 2021 et était à ce titre assuré contre le risque d’accident professionnel et non professionnel auprès de la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents (ci-après : la CNA ou l’intimée). Le 21 novembre 2022, l’assuré s’est blessé à l’épaule droite après être tombé dans les escaliers. Il a présenté une incapacité totale de travail dès le 24 novembre 2022. Après avoir procédé, le 6 décembre 2022, à une radiographie et à une échographie de l’épaule droite, le Dr D.________, spécialiste en radiologie, a conclu à l’existence d’une tendino-bursite de surface de la coiffe avec de petites calcifications et à un probable conflit sous-acromial au niveau de la portion supérieure du sous-scapulaire et antérieure du supra-épineux (rapport du 6 décembre 2022). La CNA a pris en charge le cas (courrier du 31 janvier 2023).”
LPGA art. 43 n. 734 Nei procedimenti di riapertura, revisione o di nuova presentazione della domanÚ l'obbligo istruttorio può essere limitato: è necessario che il richiedente dimostri in modo credibile che si sia verificata una modifiÊ sostanziale dei fatti rilevanti per il diritto alla prestazione. In assenza di tale verosimiglianza, l'amministrazione può invitare l'assicurato a presentare i mezzi di prova pertinenti e fissargli un termine adeguato; se tale invito/termine non viene concesso, non può procedere alla riapertura o alla revisione.
“a) Toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement (art. 17 al. 2 LPGA). b) Lorsqu’un assuré dépose une demande de révision, il doit établir de façon plausible que l’impotence ou l’étendue du besoin d’aide ou de soins s’est aggravée de manière à modifier son droit aux prestations (art. 87 al. 2 RAI applicable par renvoi de l’art. 66bis al. 2 RAVS). Cette exigence doit permettre à l’administration d’écarter sans plus ample examen des demandes de révision dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments que précédemment sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). Ainsi, le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Dès lors, lorsqu’un assuré dépose une demande de révision sans rendre plausible que l’impotence ou l’étendue du besoin d’aide ou de soins s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Un tel avertissement n’est nécessaire que si les moyens proposés sont pertinents, en d’autres termes s’ils sont de nature à rendre plausibles les faits allégués (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.3). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une demande de révision, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
Obbligo di cooperazione: l'art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'ente assicurativo all'accertamento d'ufficio; nella prassi tale obbligo è spesso adempiuto chiedendo alla persona assicurata di procurare documenti mancanti o di aggiornare la situazione documentale (p. es. stima del valore di mercato, rapporti medici integrativi). Se i certificati o i rapporti medici presentati non sono sufficienti come prova, l'ente deve informare la persona interessata e invitarla a fornire integrazioni (in particolare un rapporto dettagliato del medico curante con indicazioni sulle diagnosi, sull'influenza sulla capacità lavorativa, sulla valutazione prognostiÊ e sulla durata richiesta).
“Ergänzt wird der Untersuchungsgrundsatz schliesslich durch den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) und Art. 42 ATSG. Demgemäss darf im Verwaltungsverfahren bei der Entscheidung nicht auf ein Beweismittel abgestellt werden, ohne der betroffenen Person die Möglichkeit zu geben, an der Beweisabnahme mitzuwirken oder zumindest nachträglich zum Beweisergebnis Stellung zu nehmen (BGE 117 V 282 E. 4c). 3.3. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes liegt nach Meinung der Beschwerdeführerin deshalb vor, weil die Beschwerdegegnerin nicht selbst eine Verkehrswertschätzung durchgeführt habe, sondern die Beschwerdeführerin dazu aufgefordert habe, eine solche zu veranlassen bzw. einzureichen (Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 1. Februar 2019, vgl. AB 6, Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 20. September 2018, bei den Verfahrensakten). 3.3.1 Zwar haben die Sozialversicherungsträger den Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Nach ständiger Praxis trifft die Versicherten hierbei aber eine Mitwirkungspflicht. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin ihrer Mitwirkungspflicht unstreitig nachgekommen, indem sie selbst eine Verkehrswertschätzung veranlasst hat. 3.3.2 Die Beschwerdeführerin hat im Zusammenhang mit den Aufforderungen der Beschwerdegegnerin gemäss den vorliegenden Akten im gesamten verwaltungsinternen Verfahren nie geltend gemacht, es sei ihr, als ortskundiger und der Landessprache mächtigen Person, nicht zumutbar eine Verkehrswertschätzung in Auftrag zu geben. Vielmehr ist den vorliegenden Akten zu entnehmen, dass anlässlich eines Gesprächs zwischen den Parteien vom 12. April 2018 vereinbart wurde, die Schätzung durch die Beschwerdeführerin erstellen zu lassen. Offensichtlich unter anderem, weil die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit bereits einmal eine Schätzung in Auftrag gegeben hatte und daher auf Erfahrungswerte zurückgreifen konnte (vgl. Aktennotiz vom 12. April 2018 und vom 4. Oktober 2018, bei den Verfahrensakten).”
“Die Rechtsprechung verlangt einen Entscheid binnen Frist, die nach der Natur der Sache und nach den gesamten übrigen Umständen angemessen erscheint (vgl. E. 1.2 hiervor). Gemäss der vorliegenden Aktenlage trieb die Beschwerdegegnerin das Verfahren seit der Neuanmeldung zum Leistungsbezug vom 18. Januar 2022 und seit dem Erlass des Vorbescheids vom 3. April 2023 angemessen voran. So unternahm sie regelmässig Verfahrensschritte, die angesichts der laufend und zahlreich eingereichten und eingegangenen Arzt- und Spitalberichte und der daraus ersichtlichen Veränderungen der medizinischen Situation der Beschwerdeführerin auch angezeigt waren. Mit Blick auf die Gerichtspraxis (E. 1.2) kann der Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht vorgeworfen werden, sie sei zu lange untätig geblieben. Vielmehr kam sie ihrer Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG nach, indem sie die Sache im Einwandverfahren neuerlich ihrem RAD zur Beurteilung vorlegte, dies, nachdem die Beschwerdeführerin diverse weitere ärztliche Berichte hatte einreichen lassen (Urk. 7/161-166). Dass die zuständige RAD-Ärztin angesichts der in den von der Beschwerdeführerin eingereichten Berichten ab März 2023 neu dokumentierten anhaltenden Schmerzzustände in der rechten Hüftregion das Einholen weiterer Berichte für eine abschliessende Beurteilung vor Verfügungserlass als notwendig erachtete, stellt denn auch kein rechtsverzögerndes Verhalten durch eine positive Anordnung (E. 1.3) dar. Vielmehr trug die Beschwerdegegnerin damit den sich aus den Akten ergebenden Veränderungen des medizinischen Sachverhalts Rechnung, welche möglicherweise zu einer im Vergleich zum Vorbescheid vom 29. März 2023 (Urk. 7/150) abweichenden Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit führen können. Dass sie diese Abklärungsschritte nicht selber vornahm, sondern die Beschwerdeführerin zur Aktualisierung der medizinischen Aktenlage aufforderte (Urk.”
“Il n'en demeure pas moins que cette jurisprudence sur la force obligatoire de l'évaluation de l'invalidité par les organes de l'assurance-invalidité ne s'applique qu'à la condition que ceux-ci aient eu à se prononcer sur le cas et que l'intéressé ait été qualifié de personne partiellement invalide par une décision entrée en force. Mais même dans ce cas, les organes d'exécution en matière de prestations complémentaires doivent se prononcer de manière autonome sur l'état de santé de l'intéressé lorsqu’est invoquée une modification intervenue depuis l'entrée en force du prononcé de l'assurance-invalidité. Aussi, le SPC n’est-il pas fondé à se prévaloir d'un manque de connaissances spécialisées pour écarter d'emblée toute mesure d'instruction au sujet de l'état de santé d'une personne (arrêts du Tribunal fédéral 8C_68/2007 du 14 mars 2008 consid. 5.3 et les références et 8C_172/2007 du 6 février 2008 consid. 7.2 ; ATAS/910/2017 du 17 octobre 2017 consid. 4). En l’absence d’un rapport établissant, de manière probante, l’existence d’une incapacité de travail, il revient au SPC, dans le cadre de son devoir d’instruction (cf. art. 43 al. 1 LPGA), d’informer l'intéressé que les pièces versées au dossier sont dénuées de force probante et l'inviter à requérir un rapport indiquant les différentes affections, en particulier celles qui ont une incidence sur la capacité de travail, et précisant la durée de travail exigible, le pronostic sur l'évolution des affections, ainsi que les facteurs personnels susceptibles d'influencer les possibilités du patient de retrouver un emploi (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_722/2007 du 17 juillet 2008 consid. 3.3 et la référence). Le cas échéant, il incombe au SPC de s’enquérir de la procédure en cours devant l’assurance-invalidité et de requérir la décision ainsi que les rapports ou expertises y relatifs (ATAS/31/2018 du 17 janvier 2018 consid. 11). On rappellera que l'assurance-invalidité se base sur un marché du travail équilibré pour déterminer le degré d'invalidité - au sens d'un élément de fait objectif - alors que dans le domaine des prestations complémentaires, il faut se baser sur la situation réelle, non seulement de la personne ayant droit aux prestations complémentaires, mais aussi du marché du travail (ATF 140 V 267 consid.”
“Dans l'arrêt 8C_172/2007 précité, le Tribunal fédéral s'est prononcé sur la valeur probante d'un rapport établi par le médecin traitant de l'épouse d'un bénéficiaire de prestations complémentaires et produit par celui-ci à l'appui de son opposition à une décision par laquelle des prestations avaient été calculées compte tenu d'un revenu hypothétique annuel. Il a jugé que ce rapport médical contenait tous les renseignements nécessaires pour se prononcer au sujet de la capacité de travail de l'intéressée, dès lors qu’il indiquait les différentes affections, en particulier celles qui avaient une incidence sur la capacité de travail, précisait la durée de travail exigible et contenait un pronostic sur l'évolution des affections, ainsi que les facteurs personnels susceptibles d'influencer les possibilités de l'intéressée de retrouver un emploi (arrêt 8C_172/2007 précité, consid. 8). Dans son arrêt 8C_68/2007 du 14 mars 2008 (consid. 5.3), le Tribunal fédéral a considéré que la recourante ne pouvait nier d'emblée l'existence de toute incapacité de travail au seul motif que le certificat médical produit n'établissait pas de manière probante la présence d'une telle incapacité. Saisie d'une opposition, elle devait au moins, dans le cadre de son devoir d'instruire le cas (cf. art. 43 al. 1 LPGA), informer l'intimé que le certificat en cause était dénué de force probante et l'inviter à requérir du médecin prénommé un rapport qui contînt les renseignements ci-dessus mentionnés. S'agissant de la casuistique, le Tribunal fédéral a jugé que l'on pouvait exiger d'une épouse âgée de 39 ans atteinte de fibromyalgie et mère de trois enfants de 6, 9 et 12 ans qu'elle exerce une activité lucrative au moins à mi-temps, compte tenu de l’aide que pouvait lui amener son conjoint (arrêt du Tribunal fédéral 8C_470/2008 du 29 janvier 2009 consid. 5.3). Il a également confirmé que l'on pouvait raisonnablement exiger d'une femme de 40 ans, en bonne santé et mère de sept enfants, dont le dernier était âgé de 2 ans, qu'elle augmentât son temps de travail à concurrence de 50% (arrêt du Tribunal fédéral des assurances P 29/04 du 9 novembre 2004 consid. 4.4). La chambre de céans a, quant à elle, exclu tout gain potentiel pour une épouse n'ayant aucune formation, ne parlant pratiquement pas le français et ayant quatre enfants dont deux en bas âge (ATAS/750/2004 du 28 septembre 2004 consid.”
Nei casi medicalmente incerti o complessi, il potere discrezionale dell'assicuratore giustifiÊ spesso l'adozione di perizie bidisciplinari o polidisciplinari. La scelta dell'ente incaricato della perizia rientra, nell'ambito della direzione del procedimento, nella competenza dell'assicuratore; la persona assicurata può, conformemente all'art. 44 LPGA, rifiutare il perito designato per motivi giustificati e avanzare proposte alternative, ma non dispone di un diritto di veto generale che annullerebbe la competenza dell'assicuratore a designare l'organo peritale.
“Entscheid Versicherungsgericht, 02.03.2021 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Anordnung einer bidisziplinären (kardiologischen und psychiatrischen) Begutachtung stellt keine unzulässige second opinion dar, da die Beschwerdegegnerin im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens von einem medizinisch noch nicht spruchreif abgeklärten”
“Festzuhalten ist aber auch, dass dies nicht bedeutet, dass die zu beauftragende Gutachterstelle nur noch mit dem Einverständnis der versicherten Person bezeichnet werden dürfe, sobald sie personenbezogene Einwendungen vorgebracht hätten. Eine so weitgehende Priorisierung der einvernehmlichen Gutachtenseinholung käme einem Vetorecht der versicherten Person gleich; ist ein Einwand begründet, so bedeutet dies nicht, dass Gegenvorschlägen der versicherten Person ohne Weiteres zu folgen wäre. Ansonsten drohte wiederum eine - nunmehr freilich unter umgekehrten Vorzeichen - ergebnisorientierte Auswahl der Gutachterstelle (BGE 139 V 349 E. 5.2.1). 3. 3.1. Vorliegend hatte die IV-Stelle zunächst beabsichtigt, einen Gutachter auszuwählen und zu beauftragen, der nicht dem E____ angehört, nämlich Dr. med. F____. Sie beauftragte dann zwar tatsächlich Dr. med. I____, aber aus dem Email der IV-Stelle an das E____ vom 1. März 2021, dem Schreiben vom 18. März 2021 und der Zwischenverfügung vom 14. April 2021 geht eindeutig die Absicht hervor, dass sie vorhatte, den nicht dem E____ angehörenden Dr. med. F____ zu beauftragen. Es liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG in der Kompetenz der IV-Stelle, die begutachtende Person unter Einhaltung von Art. 44 ATSG zu bestimmen. Auch Art. 57 Abs. 1 IVG legt die Aufgaben der IV-Stelle fest, und die IV-Stelle beschafft die erforderlichen Unterlagen (Art. 69 Abs. 2 IVV). Das E____ ist jedoch auf die Nachfrage nach einer Konsensbeurteilung (Email vom 4. März 2021) nicht eingegangen und liess auch das Schreiben vom 18. März 2021 unbeantwortet. Dies veranlasste die IV-Stelle sodann den beim E____ tätigen Dr. med. I____ zu beauftragen. Zu prüfen ist daher, ob das Vorgehen der IV-Stelle, unter diesen Umständen ohne Weiteres Dr. med. I____ zu beauftragen, korrekt war. 3.2. Liesse man zu, dass eine zuvor mit einem polydisziplinären Gutachten befasste Gutachterstelle - hier das E____ - eine Konsensbeurteilung wie hier mit Dr. med. F____, also einem externen Gutachter ablehnt, und die IV-Stelle daher zwingend auf einen Gutachter oder eine Gutachterin dieser Gutachterstelle zurückgreifen müsste, würde das zu einer Kompetenzverschiebung der IV-Stelle, dem vom Gesetz festgelegten Durchführungsorgan, und einem Entzug der Aufgaben von der IV-Stelle hin zur Gutachterstelle führen.”
“Ihren späteren Aussagen komme rechtsprechungsgemäss ein geringerer Beweiswert zu als den Aussagen der ersten Stunde. Der Hausarzt habe am 24. September 2021 ebenfalls vermerkt, dass die Beschwerdeführerin Rechtshänderin sei. 2.2. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass sie bei der Begutachtung keinen Dolmetscher beigezogen habe, weil sie anwaltlich nicht vertreten gewesen sei, und dass eine Verständigung auf Deutsch mit ihr sehr schwierig sei, weswegen es denkbar sei, dass die unterschiedlichen Angaben aufgrund der sprachlichen Verständigungsprobleme entstanden seien. Möglicherweise sei dies auch auf eine Beidhändigkeit zurückzuführen, sie schreibe aber mit links, sodass sie zumindest linksdominante Beidhänderin sei. 2.3. Die Parteien sind sich darin einig, dass auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. E____ und F____ abgestellt werden kann. 3. 3.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. 3.2. Die Verfahrensleitung liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_481/2013, E. 3.4.). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der”
“Angesichts der Verfahrensdauer sei es nicht angebracht, zusätzliche, in ihrer Dauer noch nicht absehbare Verfahrensverzögerungen in Kauf zu nehmen. Auch bestehe kein rechtlicher Anspruch darauf, dass eine Begutachtung in einem gleichzeitig stattfindenden zivilrechtlichen Verfahren abgewartet werde. Auf diese Weise käme einem zivilgerichtlichen Gutachten stets Vorrang zu, was mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung nicht vereinbar sei. 2.3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Antrag auf Verfahrenssistierung zu Recht abgewiesen hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er nach Art. 44 ATSG der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. 3.2. Die Verfahrensleitung liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_481/2013, E. 3.4.). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Sind die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt, so beschafft die IV-Stelle die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen. Zu diesem Zwecke können Berichte und Auskünfte verlangt, Gutachten eingeholt, Abklärungen an Ort und Stelle vorgenommen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beigezogen werden (Art. 69 Abs.”
“Zunächst ist festzuhalten, dass das zuhanden der Taggeldversicherung erstattete bidisziplinäre Gutachten im Rahmen eines privatrechtlichen Versicherungsverhältnisses eingeholt wurde, weshalb die im Invalidenversicherungsrecht geltenden Parteirechte nicht in gleichem Umfang zur Anwendung gelangen. Des Weiteren war die Beschwerdegegnerin berechtigt, das Gutachten beizuziehen und darauf abzustellen. Denn Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2011 vom 5. Juli 2011 E. 3.2).”
Secondo la fonte [0], l'ente assicurativo determina la natura e l'entità degli accertamenti necessari (art. 43 cpv. 1bis LPGA). La determinazione delle discipline specialistiche avviene quindi in via definitiva da parte dell'ente assicurativo (per le perizie mono-/bidisciplinari) o dall'ufficio peritale (per le perizie polidisciplinari), per cui, secondo la medesima fonte, non è prevista alcuna possibilità di ricorso avverso tali decisioni.
“Am 1. Januar 2022 traten die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) in Kraft (AS 2021 705). Laut Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen. Nach Art. 44 Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 ATSG werden die Fachdisziplinen bei mono- und bidisziplinären Gutachten vom Versicherungsträger, bei polydisziplinären Gutachten von der Gutachterstelle abschliessend festgelegt (vgl. dazu auch BBl 2017 2626 f., 2683). Im Vergleich zur bisherigen Rechtslage stellt dies einen grossen Umbruch dar, weil die versicherte Person bisher die Anordnung einer mono- oder bidisziplinären Begutachtung rügen konnte, wenn sie beispielsweise der Ansicht war, dass eine polydisziplinäre Begutachtung notwendig sei (vgl. Marco Weiss, Anmerkungen zur geplanten Revision des Art. 44 ATSG, in SZS 2018 S. 486 f.). Kraft ausdrücklicher Gesetzesvorschrift ist der Entscheid des Versicherungsträgers (bei Expertisen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. a und b ATSG) bzw. der Gutachterstelle (bei Expertisen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 lit. c ATSG) abschliessend, womit in beiden Fällen keine Beschwerdemöglichkeit mehr besteht (vgl.”
Mancando i documenti o le certificazioni mediche necessari per la valutazione rilevante ai fini del diritto, la persona assicurata è tenuta, ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA, a fornire le prove ragionevolmente esigibili. Se, nell'ambito del principio dell'istruttoria, non è possibile accertare il fatto nonostante un'adeguata chiarificazione, la mancanza di prove può essere valutata, nella valutazione probatoria, a sfavore della parte che intendeva derivare diritti dal fatto non provato.
“November 2021 – mithin drei Tage vor Erlass der Verfügung – kann ebenfalls nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden. Darin hat der Beschwerdeführer zwar erwähnt, dass sich insbesondere sein psychischer Gesundheitszustand verschlechtert habe und er seine Psychiaterin habe kontaktieren müssen (Urk. 8/131 S. 2). Weitere Angaben beziehungsweise entsprechende Belege fehlen jedoch. Er beantragte, es sei vor Erlass der Verfügung aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes ein aktueller Bericht bei Dr. B.___ einzuholen (Urk. 8/131/ S. 2). Die Beschwerdegegnerin hat zu Recht darauf verzichtet, da eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands mit dem Einwand weder medizinisch belegt noch nachvollziehbar begründet wurde (Urk. 8/133 S. 2). Abgesehen davon, dass im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen besteht (vgl. vorstehend E. 4.1), hat der Untersuchungsgrundsatz seine Grenzen insbesondere auch in der Mitwirkungspflicht der Versicherten (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-)Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Vorliegend finden sich im Einwand keine Ausführungen zum Ausmass der behaupteten psychischen Verschlechterung. Der Umstand allein, dass der Beschwerdeführer seine Psychiaterin «habe kontaktieren müssen» (Urk. 8/131 S. 2), sagt noch nichts über seinen Gesundheitszustand, und noch weniger über seine Arbeitsfähigkeit aus. Es wäre ihm ohne weiteres zumutbar gewesen, im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht entsprechende Belege einzureichen. Im Übrigen konnte mit der behaupteten Kontaktaufnahme auch nicht nachgewiesen werden, dass sich der Beschwerdeführer tatsächlich schon zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses in psychiatrischer Behandlung befand.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
art. 43 cpv. 3 LPGA è in linê di principio applicabile accanto all'art. 7b cpv. 1 LAI. Le sanzioni di cui all'art. 43 cpv. 3 LPGA sono soggette al principio di proporzionalità; in particolare va considerata l'entità della colpa della persona assicurata.
“November 2019 E. 4.1 mit Hinweis). Gemäss Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar. Die Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungspflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3 mit Hinweis).”
“Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.4 und 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je mit Hinweisen). Die Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungspflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3 mit Hinweisen). Rechtsstaatliche Voraussetzung für eine Leistungskürzung oder -verweigerung ist ausserdem, dass zwischen dem Verhalten der versicherten Person und dem Eintritt oder der Verschlimmerung der Invalidität ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 111 V 186). Eine Leistungskürzung (oder –verweigerung) kommt daher nur solange in Frage, als das den Eintritt oder die Verschlimmerung der Invalidität kausal verursachende, qualifizierte Verschulden der versicherten Person Wirkung hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_830/2012 vom 13.”
Il mero verificarsi di complessità procedurali, di un'ampia mole di documentazione o di carenze nelle conoscenze giuridiche non dà automaticamente diritto all'assistenza legale a pagamento o alla rappresentanza ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA. Piuttosto, devono emergere motivi concreti e sufficienti che rendano effettivamente necessario il ricorso a un rappresentante legale; il principio dell'istruttoria, da solo, non determina, senza ulteriore giustificazione, un'esigenza di rappresentanza.
“Der Beschwerdeführer begründet die Notwendigkeit für den Beizug eines rechtskundigen Rechtsvertreters im Einspracheverfahren damit, es habe sich beim zu beurteilenden sozialversicherungsrechtlichen Status der Nebenerwerbstätigkeit um eine hochkomplexe Materie gehandelt (Beschwerde S. 26 Rz. 66). Dem ist entgegenzuhalten, dass einerseits nicht die gesamten vom Beschwerdeführer genannten vertraglichen Grundlagen für die hier interessierende Nebenerwerbstätigkeit von Belang waren und andererseits die Abgrenzung zwischen selbstständiger und unselbstständiger Erwerbstätigkeit regelmässig mit gewissem Aufwand verbunden ist, ohne dass sich hieraus – im Lichte des geltenden Untersuchungsgrundsatzes im Verwaltungsverfahrens (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) – bereits ein Vertretungserfordernis ableiten liesse. Ebenso vermag die vom Beschwerdeführer geltend gemachte fehlende Rechtskenntnis keinen entsprechenden Anspruch zu begründen (BGer 9C_485/2016, E. 4.2). Insgesamt bestehen keine zureichenden Gründe für eine ausnahmsweise Entschädigung der vorprozessualen Aufwendungen.”
“qu’en l’espèce, le recourant avance le caractère complexe de son dossier, tant au plan des faits que du droit, qu’il met notamment en exergue la durée importante de l’instruction de son dossier (plus de sept ans) ainsi que la taille de celui-ci (près de mille pages), qu’il relève également que la situation présente une certaine complexité sur le plan médical, avec un accident survenu alors qu’il suivait des mesures de réadaptation financées par l’intimé, si bien qu’une procédure en matière d’assurance-accidents ainsi qu’une procédure en matière de responsabilité civile sont venues se greffer sur la procédure en matière d’assurance-invalidité déjà en cours, que, compte tenu des circonstances, il estime que lui imposer de faire appel à un assistant social ou à un autre organisme de protection des intérêts des assurés dans le cadre de la présente procédure engendrerait une perte de temps ainsi que des frais supplémentaires inutiles, que cette argumentation ne convainc toutefois pas, qu’en l’occurrence, le litige porte sur l’évaluation de la capacité de travail du recourant ainsi que sur le droit de celui-ci à des mesures d’ordre professionnel, respectivement à une rente d’invalidité, qu’il s’agit-là de questions qui se posent communément dans la plupart des procédures ayant pour objet le droit à des prestations de l’assurance-invalidité et qui ne comportent intrinsèquement aucune difficulté particulière, que la procédure dans le domaine des assurances sociales suisses est régie par le principe inquisitoire, d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (cf. art. 43 al. 1 LPGA), qu’il ne ressort du dossier aucun élément selon lequel l’intervention d’une tierce personne aurait été nécessaire pour garantir les droits du recourant dans le cadre de la procédure administrative, qu’il apparaît au contraire que le recourant a été très longtemps apte à procéder seul dans le cadre de la procédure administrative et à gérer de manière autonome l’ensemble des questions administratives liées à sa demande, ce qu’il a notamment démontré tout au long des mesures d’ordre professionnel allouées par l’intimé, qu’il ressort par ailleurs de l’expertise psychiatrique mise en œuvre au cours de l’instruction que le recourant ne présente aucune limitation fonctionnelle significative sur le plan psychique (rapport du docteur Schroeter du 31 janvier 2019), que le recourant ne met pas évidence de circonstances propres à la présente affaire qui justifieraient une assistance que seul un avocat serait en mesure d’apporter, qu’on ne saurait par conséquent parler, en l’état de la procédure, d’un état de fait et de questions juridiques complexes auxquels le recourant ne pourrait pas faire face seul ou avec l’aide d’un assistant social ou d’une association chargée de la défense des intérêts des assurés, qu’il apparaît ainsi que l’assistance n’est objectivement pas indiquée au vu des circonstances concrètes du cas d’espèce, qu’il importe peu que le recourant soit assisté par son mandataire dans le cadre de deux procédures parallèles en matière d’assurance-accidents et de responsabilité civile, dès lors que la nécessité de l’assistance gratuite ne doit être examinée qu’à l’aune du dossier pour laquelle elle est demandée, que fort de ces constats, il n’y a pas lieu d’examiner si les autres conditions cumulatives mises à l’octroi de l’assistance juridique gratuite sont données, que, sur le vu de ce qui précède, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision attaquée confirmée, qu’il convient de statuer selon la procédure simplifiée prévue par l’art.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 727 Se lo stato degli atti non consente di accertare in modo sufficiente i fatti rilevanti per la decisione o sussistono gravi dubbi sulla prova, l'ente assicuratore è tenuto d'ufficio ad effettuare o a promuovere accertamenti complementari (p. es. accertamenti medici, acquisizione di documenti commerciali, approfondimenti sul reddito o sulla situazione abitativa). L'omissione di tali accertamenti può costituire una violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA; nella prassi, accertamenti incompleti conducono regolarmente all'annullamento della decisione e al rinvio all'amministrazione per il completamento dell'accertamento dei fatti.
“Der Beschwerdeführer hatte nämlich bereits im Frühjahr 2015 darauf hingewiesen, dass er keine andere Wohnung gefunden habe und dass er sich deshalb gezwungen gesehen habe, diese Wohnung zu mieten, obwohl er lieber eine grössere Wohnung gemietet hätte. Das deutet darauf hin, dass der Beschwerdeführer faktisch gezwungen gewesen sein könnte, den übersetzten Mietzins zumindest so lange zu akzeptieren, bis er eine andere Wohnung hätte finden können. Die Aussage des Beschwerdeführers, für ihn sei es sehr schwierig gewesen, eine Wohnung zu finden, kann nicht als völlig unglaubhaft qualifiziert werden. Anhand der dem Gericht vorliegenden Akten lässt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer im September 2014 eine geeignete Wohnung zu einem deutlich tieferen Mietzins hätte finden können, nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantworten. Diesbezüglich erweist sich der relevante Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb er als rechtswidrig aufzuheben ist. Die Sache ist zur Vervollständigung der Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird eine unabhängige Fachperson als Sachverständige damit beauftragen zu klären, wie die Aussichten des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung aller persönlichen und wohnungsmarktlichen Umstände gewesen sind, im September 2014 eine geeignete Wohnung zu einem deutlich tieferen Mietzins zu finden. Die von der Beschwerdegegnerin zu beauftragende Fachperson wird sich auch zur Frage zu äussern haben, wie hoch der orts- und marktübliche Mietzins für eine geeignete Wohnung in jener Zeit gewesen ist. Sollte die Abklärung ergeben, dass der Beschwerdeführer überwiegend wahrscheinlich die Möglichkeit gehabt hätte, eine geeignete Wohnung zu einem deutlich tieferen Mietzins zu mieten, läge tatsächlich ein Verzicht in der Form von überhöhten Mietzinsausgaben vor. In diesem Fall müsste bei der Anspruchsberechnung für die Zeit ab September 2014 anstelle des tatsächlich bezahlten Mietzinses von 1’450 Franken ein hypothetischer orts- und marktüblicher Mietzins berücksichtigt werden.”
“3 hiervor) ausgeführt, stellen das treuhänderische Unterzeichnen der Lohnmeldungen und das Entgegennehmen der Zahlungsbefehle für sich allein betrachtet noch keine organspezifischen Tätigkeiten dar, weil sie sich in Handlungen erschöpfen, welche die Willensbildung der Gesellschaft nicht im Sinne von Lehre und Rechtsprechung massgebend beeinflussen. Dies gilt auch dann, wenn der Beschwerdeführer als "alleiniger Verantwortlicher vor Ort" für einzelne administrative Arbeiten beauftragt war. Voraussetzung der Haftbarkeit im Grundsatz ist vielmehr, dass er disponieren und Zahlungen an die Ausgleichskasse veranlassen konnte. Ob dem so ist, kann nur anhand der Statuten und des Organisationsreglements der Gesellschaft, insbesondere der Vereinbarungen hinsichtlich der delegierten Aufgaben und Befugnisse resp. der erteilten Vollmachten verlässlich eruiert werden. Solche Unterlagen fehlen gänzlich, weshalb zur entscheidenden Frage, ob dem Beschwerdeführer Geschäftsführungsbefugnisse zukamen und ob bei ihm eine materielle oder faktische Organeigenschaft im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 52 Abs. 1 AHVG zu bejahen ist, keine verlässliche Aussage gemacht werden kann. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt. Demnach beruht der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. Februar 2020 auf unzureichenden Unterlagen und unvollständigen Abklärungen, weshalb er aufzuheben ist. Da es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, wird die Beschwerdegegnerin angehalten, anhand der einschlägigen Geschäftsunterlagen den Aufgabenbereich und die übertragenen Aufgaben und Befugnisse des Beschwerdeführers und seine damit verbundene Stellung in der Gesellschaft abzuklären und hernach über dessen Haftung neu zu entscheiden. Die Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen.”
“1 ELG während der Karenzfrist noch eine Verlegung des gewöhnlichen Aufenthaltsortes ins Ausland mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Die Beschwerdegegnerin hat versucht, die Unsicherheit bezüglich des massgebenden Sachverhaltes mit einer Würdigung der ihr vorliegenden Beweismittel zu überwinden, aber ihre Beweiswürdigung steht auf wackligen Füssen, denn es ist entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin nicht ausgeschlossen, dass der Beschwerdeführer seine beiden Bankkarten abwechselnd für Geldbezüge verwendet hat. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, die beiden Karten seien aufgrund des „Einsatzmusters“ überwiegend wahrscheinlich von zwei verschiedenen Personen benutzt worden, vermag deshalb nicht zu überzeugen. Damit steht nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, wo der Beschwerdeführer während der Dauer der Karenzfrist seinen gewöhnlichen Aufenthalt gehabt hat. Die Beschwerdegegnerin hätte weitere Abklärungen vornehmen müssen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen; er muss aufgehoben werden. Mit Blick auf die Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens respektive der Sachverhaltsabklärung ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer offenbar ein falsches Verständnis von seiner Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung (Art. 28 ATSG) hat. Zwar trifft es zu, dass die Sachverhaltsabklärung im Sozialversicherungsverfahren von der Untersuchungspflicht der Verwaltung beherrscht wird, aber diese Untersuchungspflicht muss selbstverständlich durch eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person ergänzt sein, da bestimmte Abklärungen ohne die Mitwirkung der versicherten Person gar nicht möglich sind. Ohne die Mitwirkung des Beschwerdeführers hätte die Beschwerdegegnerin beispielsweise weder Belege über die Reisedaten noch Belege über Geldbezüge zu den Akten nehmen können, weil nur der Beschwerdeführer selbst seinen Reisepass hat herausgeben können und weil die Bank ohne die Zustimmung des Beschwerdeführers keine Auskünfte erteilt hätte. Der vom Beschwerdeführer bereits während des Verwaltungsverfahrens mehrfach vorgebrachte Hinweis, die Beschwerdegegnerin würde seine Mitwirkungspflicht überstrapazieren, trifft deshalb offensichtlich nicht zu.”
“b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, il incombait à l’intimé, en vertu de l’art. 43 al. 1 LPGA, de procéder à une instruction complète de la situation médicale afin de déterminer précisément les limitations fonctionnelles de la recourante avant de procéder à l’enquête à son domicile. En l’absence d’un tableau clinique complet, objectif et cohérent, il n’est pas possible d’accorder une pleine valeur probante au rapport correspondant rédigé le 20 décembre 2019. Il n’est pas non plus envisageable de retenir les avis des médecins traitants de la recourante, lesquels se sont limités pour l’essentiel à rapporter les propos de leur patiente. Il appartient dès lors à l’intimé de compléter les pièces médicales et de procéder à toute mesure d’instruction utile afin de fixer les limitations fonctionnelles pouvant être prises en compte in casu. Il s’agira ensuite de confronter les conclusions médicales objectives aux données ressortant de l’enquête réalisée au domicile de la recourante et d’examiner si les restrictions rapportées par ses médecins traitants peuvent ou non être suivies. L’intimé déterminera, cas échéant, la nécessité d’un complément d’enquête au domicile de la recourante.”
“Le Tribunal fédéral a précisé cette jurisprudence, en indiquant qu’un renvoi à l’administration est en principe possible lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur les points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). bb) En l’occurrence, compte tenu des pièces dont l’OAI disposait au moment de rendre la décision litigieuse, il n’a pas violé le droit fédéral en rejetant la demande de prestations. Toutefois, le rapport du 11 décembre 2019 du Dr Y.________ que le recourant a produit au stade de son recours a mis en évidence la nécessité d’une instruction complémentaire sur le plan psychique. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAI – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, pour qu’il en complète l’instruction. Il lui incombera de réunir les rapports médicaux nécessaires, ainsi que de mettre en œuvre toutes autres mesures jugées utiles, afin de déterminer la nature de l’atteinte à la santé psychique du recourant, et ses répercussions sur sa capacité de travail, en indiquant précisément le début et la durée d’une incapacité éventuelle. Il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision. d) Compte tenu de l’issue du litige, la requête du recourant tendant à la mise en œuvre d’une expertise judiciaire pluridisciplinaire doit être rejetée (appréciation anticipée des preuves ; ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 140 I 285 consid. 6.3.1 ; 130 II 425 consid. 2.1 ; 122 II 464 consid. 4a ; 122 III 219 consid. 3c et 120 Ib 224 consid. 2b). 7. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. b) En dérogation à l’art.”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283).”
LPGA art. 43 n. 726 Nel settore delle prestazioni complementari (PC) il dovere di collaborazione della persona assicurata ha un peso rilevante; essa è tenuta in particolare a fornire informazioni sulla sua situazione economiÊ e personale.
“Führen die Abklärungen des Versicherungsträgers bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör oder des Untersuchungsgrundsatzes. Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse erwartet werden können (Urteil des Bundesgerichts 9C_152/2010 vom 24. August 2011 E. 4.5 mit Hinweisen). Das Untersuchungsprinzip wird jedoch dadurch eingeschränkt, dass den Beteiligten gewisse Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsfeststellung auferlegt werden. Die Mitwirkungspflicht der Parteien im Bereich der Sozialversicherungen ist ausdrücklich in Art. 28 Abs. 2 und Art. 43 Abs. 2 ATSG geregelt. Im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV kommt der Mitwirkungspflicht der Parteien ein erhebliches Gewicht zu, da diese am besten über den massgebenden Sachverhalt, also über ihre wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse Bescheid wissen (vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, S. 89 f.). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkfrist einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
LPGA, art. 43 n. 725 La disciplina del procedimento segue il principio del procedimento inquisitorio: l'ente assicurativo ha l'obbligo primario di indagine e di istruttoria e provveÞ d'ufficio agli accertamenti necessari nonché alla raccolta delle prove necessarie. Tale obbligo si estenÞ fino a quando le circostanze di fatto rilevanti per la valutazione della prestazione richiesta non risultino sufficientemente chiarite.
“C’est le moment de la démission effective du conseil d’administration qui est déterminant s’agissant de l’effectivité de la sortie du cercle des personnes ayant une influence considérable sur la marche de l’entreprise et non, en cas de contradiction, la date de la radiation de l’inscription au registre du commerce ou celle de la publication dans la feuille officielle suisse du commerce (ATF 126 V 134 consid. 5b). La jurisprudence étend l’exclusion du droit à l’indemnité de chômage à l’assuré travaillant dans l’entreprise individuelle de son époux (art. 31 al. 3 let. b LACI ; TF 8C_374/2010 du 12 juillet 2010) et aux conjoints des personnes qui fixent les décisions que prend l’employeur et occupent une fonction dirigeante au sein de l’entreprise (art. 31 al. 3 let. c LACI). En effet, les conjoints peuvent exercer une influence sur la perte de travail qu’ils subissent, ce qui rend leur chômage difficilement contrôlable ; aussi longtemps que cette influence subsiste, il existe une possibilité de réengagement (TF 8C_155/2011 du 25 janvier 2012 consid. 3.3 ; TF 8C_1004/2010 du 29 juin 2011 consid. 4.3). 4. a) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 9C_88/2013 du 4 septembre 2013 consid. 4.1.2 ; 9C_414/2014 du 31 juillet 2014 consid. 3.1.3). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4 ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). b) De jurisprudence constante, le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées d’après l’état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue. Les faits survenus postérieurement et ayant modifié cette situation doivent faire l’objet d’une nouvelle décision administrative (ATF 131 V 242 consid. 2.1 ; 121 V 362 consid. 1b ; TF 9C_719/2016 du 1er mai 2017 consid. 2). Le juge doit cependant prendre en compte les faits survenus postérieurement dans la mesure où ils sont étroitement liés à l’objet du litige et de nature à influencer l’appréciation au moment où la décision attaquée a été rendue (ATF 99 V 98 consid.”
“En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_877/2018 du 24 juillet 2019 consid. 5). 5. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (TF I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 6). 6. a) Dans sa réponse du 7 avril 2020, l’office AI voudrait que la qualification procédurale de la décision attaquée soit revue, en ce sens qu’il s’agissait en réalité d’un refus d’entrer en matière, faute pour l’assuré d’avoir rendu plausible une modification de son état de santé. Tel n’est à l’évidence pas le cas. La décision attaquée du 21 janvier 2020 est certes une décision fondée sur l’exclusion d’une péjoration de l’état de santé, mais après une entrée en matière – à la suite de la réouverture de l’instruction par avis de détection précoce, puis après avoir requis le dépôt d’une nouvelle demande formelle –, sur la documentation médicale nouvelle produite par l’assuré.”
“363 heures par semaine alors qu’une semaine compte seulement 168 heures. Non seulement cela signifierait un besoin continu de soins à domicile tout au long de la semaine, jour et nuit sans interruption pendant le sommeil, et qu’il y aurait, en outre, encore 16.363 heures par semaine pendant lesquelles la présence d’une deuxième personne simultanée serait indispensable, étant précisé que selon le rapport, le seul acte nécessitant deux personnes simultanément est le lever/coucher sans élévateur, qui est estimé à 1.16 heure par semaine. Cela suffit à retenir que l’évaluation faite par ParaHelp ne saurait être considérée comme probante. d) Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). 7. a) Il convient encore d’examiner le dies a quo des effets de la révision. Dans sa décision du 18 juillet 2018, la CNA a fait partir la contribution aux soins nouvellement calculée à partir du 1er mai 2018. Le recourant considère que la contribution modifiée doit déjà lui être versée à partir du 1er septembre 2017, date à laquelle son état s’est fortement péjoré (cf. réplique). b) Dans l’ATF 133 V 57 consid. 6.8, le Tribunal fédéral a laissé ouvert le point de savoir si des prestations durables au sens de l’art. 17 al. 2 LPGA ne peuvent être adaptées qu’avec effet pour l’avenir, bien que le libellé de la disposition ne le mentionne pas explicitement, contrairement à l’art. 17 al. 1 LPGA, qui s’applique aux rentes d’invalidité. Une partie de la doctrine considère que tel est le cas (cf. auteurs cités dans l’ATF précité), notamment du fait qu’un effet rétroactif devrait être expressément prévu par la loi ou son ordonnance d’exécution (comme c’est par exemple le cas à l’art. 88bis al.”
LPGA art. 43 n. 724 Nel caso di perizie poco chiare o incomplete può essere necessario valutare complessivamente le perizie parziali parallele e trarne una conclusione coerente. Errori evidenti nella formulazione della conclusione (ad esempio errori di calcolo) compromettono la forza probatoria di una perizia soltanto nella misura in cui mettono in dubbio la risposta sostanziale alle questioni rilevanti per la decisione.
“Entscheid Versicherungsgericht, 04.07.2024 Art. 28 IVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines polydisziplinären Administrativgutachtens. Unvollständige Konsensbeurteilung. Ungenügende Begründung für eine revidierte Diagnose und Arbeitsfähigkeitsschätzung in einem Teilgutachten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juli 2024, IV 2023/155). Entscheid vom 4. Juli 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2023/155 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Karl Gehler, LL.M., Hofmann Gehler Schmidlin, Lattenhofweg 4, Postfach 2151, 8645 Jona, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
“Au surplus, en ce qui concerne l'intrication des limitations d'origine pneumologique et celles constatées au niveau psychiatrique, elle apparaît évidente, les deux experts médicaux de ces disciplines ayant tous deux relevé qu'elles consistaient en des troubles de l'attention, de la concentration et du sommeil ainsi qu'une fatigabilité chronique. 5.3.7 Il faut certes aussi reconnaître qu'au début de leur conclusion consensuelle relative à la capacité de travail dans une activité adaptée, les experts ont mentionné une "incapacité de travail à 45% depuis 11.2014", alors qu'ils terminent leur appréciation en concluant à l'incapacité de travail précitée de 40%. Cela étant, la question de la force probante d'une expertise médicale doit être examinée dans chaque cas concret en fonction des réponses apportées par l'expertise aux questions déterminantes pour le cas d'espèce. Le fait de se fonder tout de même sur une expertise pluridisciplinaire, si les évaluations de tous les rapports partiels composant l'expertise s'avèrent concluantes, alors que les conclusions de l'expertise principale ne peuvent être pleinement comprises, ne viole pas déjà l'art. 43 al. 1 LPGA (principe de l'instruction d'office en procédure administrative d'assurance sociale). Une appréciation des preuves qui reconnaît une entière valeur probante à certains rapports partiels d'une expertise interdisciplinaire ne peut dès lors pas être qualifiée de contraire au droit fédéral pour la seule raison qu'une autre partie de l'expertise n'apparaît pas probante en elle-même (ATF 143 V 124 c. 2.2.4; SVR 2018 IV n° 27 c. 4.2.2). Or en l'occurrence, il faut admettre que la contradiction intrinsèque à l'évaluation consensuelle précitée de la capacité de travail dans une activité adaptée n'est pas à même de mettre en doute la crédibilité de l'expertise du 17 juillet 2023 dans son ensemble. En effet, à la lecture de ce paragraphe final de la conclusion consensuelle (c. 5.3.6 ci-avant), force est de reconnaître que cette contradiction n'est qu'apparente, dans la mesure où le premier pourcentage d'incapacité de travail mentionné de 45% résulte manifestement d'une erreur de calcul. On en veut pour preuve que la dernière phrase indique expressément qu'il convient d'additionner les incapacités de travail respectives de 25% pour la pneumologie et la moitié des 30% d'ordre psychiatrique.”
L'obbligo di indagine e di chiarimento previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA impone all'ente assicuratore di adottare d'ufficio le misure istruttorie necessarie fino a quando i fatti rilevanti per la questione giuridiÊ non siano adeguatamente chiariti (grado probatorio della preponderanza delle probabilità). Se l'autorità intenÞ decidere per insufficiente collaborazione della persona assicurata nel fascicolo esistente o chiudere l'istruttoria, deve prima notificare un sollecito scritto (mise en demeure) con l'indicazione delle conseguenze giuridiche e fissare un termine adeguato.
“1 let. a LAI), s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b) et si au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (let. c), qu’est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée, résultant d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 8 al. 1 LPGA et art. 4 al. 1 LAI), que pour se prononcer sur l’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position (ATF 132 V 93 consid. 4 ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid. 5.1) ; attendu que selon le principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA), qu’en l’espèce, sur le plan médical, le Dr C.________ et les médecins généticiens du Centre hospitalier Q.________ ont considéré nécessaire de recueillir un avis neurologique au sujet de la recourante, en particulier compte tenu des résultats de l’IRM cérébrale du 28 octobre 2020, suggérant une possible maladie démyélinisante, que le SMR s’est dans un premier temps prononcé dans le même sens, indiquant qu’il était essentiel d’attendre les résultats des investigations neurologiques pour statuer sur la suite à donner au dossier de la recourante, que lesdites investigations n’ont pas été menées avant la reddition de la décision, car la recourante ne s’est pas rendue aux rendez-vous fixés, que la recourante était certes soumise à l’obligation de renseigner et de collaborer à l’instruction de sa demande, et qu’un refus inexcusable de s’y conformer pouvait amener l’assureur à se prononcer en l’état du dossier ou à clore l’instruction (art. 43 al. 3 LPGA), qu’afin que l’assureur puisse procéder de la sorte, il doit avoir adressé une mise en demeure écrite à la personne assurée, l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable (idem), qu’en l’occurrence, une telle mise en demeure n’a pas été adressée à la recourante, et que l’excuse avancée par cette dernière, soit son état de santé psychique, n’a pas été examinée, qu’en outre, comme l’a relevé la recourante, la décision a été rendue sans que le rapport de sa médecin psychiatre ne soit recueilli et donc pris en compte, alors que le SMR avait indiqué qu’il y avait lieu de savoir si elle bénéficiait d’un tel suivi, que la demande de rapport a été envoyée à une adresse erronée, sans aucune nouvelle tentative d’envoi, malgré les indications répétées de la recourante, qu’on ne saurait dès lors retenir sans instruction complémentaire que le rapport de la Dre S.”
“________ du 28 octobre 2022 et les explications fournies par C.________ les 2 décembre 2022 et 1er mai 2023 ne constituent pas des appréciations conformes aux exigences de la jurisprudence fédérale pour déterminer si le moyen auxiliaire sollicité est adéquat et économique. On ajoutera que fait également défaut au dossier du recourant le devis comparatif sollicité par l’intimé le 18 novembre 2022. En l’absence d’une nouvelle expertise auprès d’une clinique ORL agréée selon le chiffre 2053* CMAI et d’un devis comparatif relatif au modèle Phonak Lyric, il s’avère impossible de statuer sur la prise en charge des coûts supplémentaires revendiqués, ni d’ailleurs d’en déterminer précisément le montant. 15. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA).”
“Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (vgl. KOSS UVG-Nabold, N 53, 59 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 65 f. zu Art. 6; Nabold, a.a.O., S. 58, 61; BGE 129 V 177 E. 3.1 f. sowie in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, je mit Hinweisen). Die Adäquanz spielt im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen indessen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2). Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen von Art. 43 Abs. 1 ATSG (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 106 zu Art. 61). Im Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58). Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.”
Nel caso transfrontaliero esaminato, con riferimento all'UE, era applicabile l'art. 43 cpv. 1 LPGA. Il procedimento amministrativo e il procedimento di ricorso di primo grado sono soggetti al principio dell'istruttoria d'ufficio: amministrazione e giudiÎ devono d'ufficio provvedere all'accertamento corretto e completo del fatto rilevante. Inoltre, il Tribunale amministrativo federale non è vincolato dalle allegazioni delle parti (applicazione del diritto d'ufficio).
“Auf die eingereichte Beschwerde ist, nachdem die Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses infolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entfallen ist (vgl. Art. 69 Abs. 1bis und 2 IVG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG; BVGer2-act. 11), einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. Zum Beschwerdeverfahren ist Folgendes festzuhalten: 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das Bundesverwaltungsgericht nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 2.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). 3. Nachfolgend ist zunächst das anwendbare materielle Recht und der zeitlich massgebende Sachverhalt zu bestimmen: 3.1 Die Beschwerdeführerin ist indische Staatsangehörige und mit einem Schweizer Bürger verheiratet (vgl. oben Bst. A). Gemäss Bundesgerichtsurteil 8C_660/2018 vom 7. Mai 2019 haben sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr Ehemann Wohnsitz in Deutschland (vgl. auch nachfolgend E. 5.2), weshalb - sofern sich die Wohnsitzsituation zwischenzeitlich nicht verändert hat (vgl. dazu nachfolgend E. 5.3 ff. und 6) - offensichtlich ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit Bezug zur EU vorliegt (vgl.”
In caso di istruttoria incompleta, l'amministrazione deve integrare l'accertamento dei fatti e, se necessario, disporre accertamenti medici specialistici neutrali o perizie. In presenza di questioni particolarmente complesse o altamente specializzate, può essere opportuno disporre l'intervento di uno specialista adeguatamente qualificato (eventualmente operante in ambito universitario).
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra en particulier à l’intimée de mettre en œuvre une expertise, auprès d’un médecin-dentiste neutre et indépendant, afin de clarifier l’atteinte à la santé présentée par le recourant au niveau de la dent n° 31. Il incombera en particulier à l’expert de déterminer si le recourant a présenté un granulome dentaire interne idiopathique et, le cas échéant, si cette affection était évitable et si le traitement proposé par le Dr X.________ répond aux principes d’économicité, d’adéquation et d’efficacité. Il appartiendra ensuite à l’intimée de rendre une nouvelle décision. 7. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis et la décision sur opposition rendue le 13 janvier 2021 par l’intimé annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction au sens des considérants et nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA). Vu le sort de ses conclusions, la partie recourante a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont il devait se rendre compte au moment où il a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. L’expertise psychiatrique n’a pas valeur probante. L’intimé n’a pas non plus investigué les céphalées présentées par la recourante. Dans ces conditions, l’intimé ne pouvait se permettre de statuer. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à l’intimé, dès lors que c’est à lui qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il devra mettre en œuvre une nouvelle expertise psychiatrique, cas échéant avec examen neuropsychologique compte tenu du résultat du test des matrices de Raven et de l’évaluation cognitive, après avoir complété son instruction et recueilli l’intégralité du dossier de la recourante auprès du D.________. 8. Compte tenu de l’issue du litige, il ne sera pas donné suite aux mesures d’instruction requises par la recourante, soit son audition et celle de son mari (appréciation anticipée des preuves, cf. consid. 5b supra) ni à la requête de débats publics (TF 9C_335/2021 du 9 février 2022). 9. a) Le recours doit par conséquent être admis et la décision litigieuse annulée, l’affaire étant renvoyée à l’intimé pour nouvelle instruction dans le sens des considérants. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, laquelle succombe.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin que, sur le plan rhumatologique – ce qui inclut la problématique ophtalmique susmentionnée (cf. rapport du 24 novembre 2020 du Dr T.________) – , elle mette en œuvre une expertise neutre, ou, à tout le moins, dans un premier temps, procède à un examen clinique au SMR, par un spécialiste à même de motiver lege artis une capacité de travail résiduelle objective. De surcroît, la recourante a fait valoir, dans son acte de recours, qu’elle connaissait des difficultés psychologiques en lien avec sa symptomatologie douloureuse, étant précisé que la Dre P.________ a, dans son rapport du 3 décembre 2018, brièvement évoqué que l’existence d’une composante dépressive n’était pas exclue. Or, aucun rapport sur le plan psychique n’a été porté au dossier et, à ce stade, il n’a pas été allégué de suivi ou de traitement psychiatrique, le soin est dès lors laissé à l’intimé de déterminer s’il y a lieu d’investiguer cette problématique. 8. a) En définitive, le recours est admis, eu égard aux conclusions de la recourante, la décision querellée est annulée et la cause est renvoyée à l’office intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision.”
“Or, ceci n’a été effectué qu’en partie, ne serait-ce parce que les diagnostics cardiologiques incapacitants qui ont été rapportés le 16 décembre 2021 par le Dr H______ n’ont fait l’objet d’aucune mention de la part du SMR, ce dernier ayant décidé – sans s’en expliquer – de focaliser l’instruction médicale sur les seuls aspects psychiatriques et orthopédiques du dossier (ci‑dessus : consid. 8.1). Les éléments allégués par le recourant, sur le plan psychiatrique et orthopédique, ne sont pas de nature à remettre en cause les conclusions du rapport d’expertise du 3 janvier 2023, à tout le moins sur la base de l’état de fait tel qu’il se présentait au moment de la décision litigieuse. Néanmoins, compte tenu du caractère lacunaire de l’instruction menée jusqu’à ce moment précis (voir supra), la chambre de céans ne dispose pas, en l’état, d’assez d'éléments pour se prononcer sur une modification de l’état de santé, depuis le 1er décembre 2012, qui serait propre à influencer le degré d’invalidité du recourant. Il convient donc d’admettre partiellement le recours, d’annuler la décision du 28 août 2023 et de renvoyer la cause à l’intimé pour qu’il en complète l’instruction, au besoin par une expertise, avant de rendre une nouvelle décision (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Compte tenu du renvoi et de la teneur des certificats médicaux des médecins traitants, par appréciation anticipée des preuves (ATF 122 II 464 consid. 4a ; 122 III 219 consid. 3c), il ne sera pas procédé à l’audition des trois médecins traitants cités par le recourant. 9. 9.1 Partant, le recours sera partiellement admis, la décision litigieuse sera annulée et la cause renvoyée à l’intimé, pour instruction complémentaire au sens des considérants et nouvelle décision. 9.2 Le recourant, assisté d’un avocat, obtient partiellement gain de cause ; dès lors, une indemnité de CHF 1'500.- lui sera accordée, à titre de participation à ses frais et dépens, à charge de l’intimé (art. 61 let. g LPGA ; art. 89H al. 3 LPA ; art. 6 du règlement sur les frais émoluments et indemnités en procédure administrative du 30 juillet 1986 [RFPA – E 5 10.03]). 9.3 La procédure en matière d’assurance-invalidité n’étant pas gratuite (cf. art. 69 al. 1bis LAI), un émolument de CHF 200.- sera mis à charge de l’intimé.”
“________ ; encore faut-il être en mesure de fournir une explication scientifiquement convaincante au sujet des nécroses pulpaires spontanées présentées par le recourant, ce dont le docteur C.________ s’est abstenu. e) En définitive, il y a lieu de constater que le dossier ne permet pas de trancher la question de savoir si le recourant peut prétendre à la prise en charge du traitement litigieux au titre des art. 31 al. 1 let. b LAMal et 18 al. 1 let. d OPAS. En l’absence d’une analyse exhaustive de la problématique dentaire présentée par le recourant répondant, notamment aux questions de savoir si, d’une part, l’atteinte dentaire subie par le recourant constituait une séquelle du traitement de son cancer et si, d’autre part, elle était objectivement évitable moyennant une hygiène bucco-dentaire suffisante, l’instruction doit être complétée. Il convient ainsi de renvoyer la cause à l’intimée, autorité à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle mette en œuvre une expertise conformément aux exigences découlant de l’art. 44 LPGA. Compte tenu de la nature très particulière de la problématique présentée par le recourant, l’expertise devra être confiée à un spécialiste de rang universitaire. 8. a) Il découle de ce qui précède que le recours doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. fbis LPGA), c) Le recourant obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Etant donné l’importance et la complexité du litige, il convient d’arrêter l’indemnité de dépens à 2’000 fr., débours et TVA compris, et de la mettre à la charge de l’intimée (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.”
LPGA art. 43 n. 720 Prima di tener conto di un ipotetico reddito da attività lucrativa, alla persona assicurata va, se necessario, concesso un termine realistico per l'adattamento o la reintegrazione (p. es. dopo una lunga astinenza dal lavoro o in età avanzata). L'autorità amministrativa deve enunciare gli obblighi di collaborazione in modo chiaro e sufficientemente concreto; qualora la persona assicurata non ottemperi a tale obbligo, prima di adottare una decisione di non presa in considerazione (non-entrée) o conseguenze analoghe le deve essere notificato per iscritto un sollecito che esponga espressamente ciò che è richiesto e conceÚ un termine adeguato.
“Il importe, lors de la fixation d'un revenu hypothétique, de tenir compte du fait que la reprise – ou l'extension – d'une activité lucrative exige une période d'adaptation, et qu'après une longue absence de la vie professionnelle, une pleine intégration sur le marché de l'emploi n'est plus possible à partir d'un certain âge. Les principes prévus en matière d'entretien après le divorce sont aussi pertinents à cet égard. Ainsi tient-on compte, dans le cadre de la fixation d'une contribution d'entretien, de la nécessité éventuelle d'une insertion ou réinsertion professionnelle. Sous l'angle du calcul PC, les principes susévoqués peuvent être mis en œuvre, s'agissant de la reprise ou de l'extension d'une activité lucrative, par l'octroi à la personne concernée d'une période – réaliste – d'adaptation, avant d'envisager la prise en compte d'un revenu hypothétique (pratique VSI 2001 p. 128; arrêt TF 9C_630/2013 du 29 septembre 2014 consid. 5.2 et 3; DPC, ch. 3482.06). 3. Au sens de l'art. 43 al. 1, 1ère phrase, LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L'art. 43 al. 2 LPGA prévoit pour sa part que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. L'art. 43 al. 3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Selon la jurisprudence, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants.”
“Il importe, lors de la fixation d'un revenu hypothétique, de tenir compte du fait que la reprise – ou l'extension – d'une activité lucrative exige une période d'adaptation, et qu'après une longue absence de la vie professionnelle, une pleine intégration sur le marché de l'emploi n'est plus possible à partir d'un certain âge. Les principes prévus en matière d'entretien après le divorce sont aussi pertinents à cet égard. Ainsi tient-on compte, dans le cadre de la fixation d'une contribution d'entretien, de la nécessité éventuelle d'une insertion ou réinsertion professionnelle. Sous l'angle du calcul PC, ces principes peuvent être mis en œuvre, s'agissant de la reprise ou de l'extension d'une activité lucrative, par l'octroi à la personne concernée d'une période – réaliste – d'adaptation, avant d'envisager la prise en compte d'un revenu hypothétique (pratique VSI 2001 p. 128; arrêt TF 9C_630/2013 du 29 septembre 2014 consid. 5.2 et 3; DPC, ch. 3482.06). 3. Au sens de l'art. 43 al. 1, 1ère phrase, LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L'art. 43 al. 2 LPGA prévoit pour sa part que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. L'art. 43 al. 3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Selon la jurisprudence, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants.”
La giurisprudenza valuta con prudenza la necessità di una rappresentanza legale nei procedimenti amministrativi e nelle procedure di decisione preliminare nel diritto delle assicurazioni sociali. In virtù del principio d'ufficio d'accertamento previsto dall'art. 43 LPGA, secondo il quale gli enti assicurativi devono chiarire d'ufficio e con la partecipazione delle parti i fatti rilevanti per il diritto, la rappresentanza legale va considerata necessaria solo in casi eccezionali. Devono sussistere questioni giuridiche o di fatto particolarmente complesse, e non deve risultare manifesto che terzi (p. es. rappresentanti di associazioni o persone di fiducia esperte di enti sociali) possano tutelare gli interessi.
“Die Beschwerdegegnerin wies das Gesuch mangels sachlicher Gebotenheit und auf Grund fehlender Notwendigkeit ab. Demgegenüber bejahte sie die Voraussetzung der finanziellen Bedürftigkeit auf Grund der Sozialhilfeabhängigkeit (IV 2016/320: act. G 1.1). Ob eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung sachlich notwendig ist, beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls. Die Rechtsnatur des Verfahrens ist ohne Belang. Grundsätzlich fällt die unentgeltliche Rechtsverbeiständung für jedes staatliche Verfahren in Betracht, in das die gesuchstellende Person einbezogen wird oder das zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist (BGE 128 I 227 E. 2.3 mit Hinweisen). Die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Vorbescheidverfahren wird in der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung namentlich mit Blick darauf, dass die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur zurückhaltend bejaht. Es müssen sich danach schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen, und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 201 E. 4.1 in fine; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2012, 9C_878/2012, E. 3.6 und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2, je mit Hinweis darauf, dass die IV-Stellen unter Umständen auf soziale Einrichtungen hinzuweisen haben, die fachkundige Unterstützung im Verwaltungsverfahren bieten [würden], und darauf aufmerksam zu machen haben, bei diesen ein entsprechendes Gesuch zu stellen). Insbesondere vermag nach dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung selbst die hohe Bedeutung medizinischer Gutachten für sich allein genommen die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung nicht zu begründen. Es bedarf vielmehr weiterer Umstände, welche die Sache als nicht (mehr) einfach und eine anwaltliche Vertretung als notwendig erscheinen lassen (Urteile des Bundesgerichts vom 16.”
“Ob die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist, beurteilt sich nach den konkreten objektiven und subjektiven Umständen. Praktisch ist im Einzelfall zu fragen, ob eine nicht bedürftige Partei unter sonst gleichen Umständen vernünftigerweise eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt beiziehen würde, weil sie selber zu wenig rechtskundig ist und das Interesse am Prozessausgang den Aufwand rechtfertigt (BGE 103 V 46, 98 V 115; vgl. auch BGE 130 I 180 E. 2.2, 128 I 225 E. 2.5.2 mit Hinweisen). An die Notwendigkeit der Verbeiständung durch einen Rechtsanwalt im Verwaltungsverfahren (Art. 37 Abs. 4 ATSG) ist ein strenger Massstab anzulegen. Die Notwendigkeit ist namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. So vermögen etwa Sprachschwierigkeiten und fehlende Rechtskenntnisse allein keine Notwendigkeit zu begründen. Die aus diesen oder ähnlichen Gründen auf Unterstützung angewiesenen Rechtsuchenden haben sich in einem sachverhaltlich wie rechtlich relativ einfach gelagerten Verwaltungsverfahren mit dem Beizug von Fach- und Vertrauensleuten sozialer Institutionen oder unentgeltlicher Rechtsberatungen zu behelfen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_760/2016 vom 3. März 2017 E. 4.2.2).”
“unbestritten, und es wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für beide Beschwerdeverfahren bewilligt (IV 2018/379, act. G 6; IV 2019/21, act. G 5). Zu prüfen bleibt somit die Frage der Notwendigkeit der Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren. Den höheren Anforderungen im Verwaltungsverfahren soll insofern Rechnung getragen werden, als die Erforderlichkeit der Vertretung eingehend zu prüfen ist. Dabei wird auf die Schwierigkeit des Falles und auf die Verfahrensphase abgestellt (BBl 1999 4595; vgl. auch BGE 132 V 201; Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2009, 9C_816/2008, E. 4.1). Die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren wird in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung namentlich mit Blick darauf, dass die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur zurückhaltend bejaht. Es müssen sich danach schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 201 E. 4.1 in fine; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 2. September 2019, 8C_353/2019, E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 26. November 2012, 9C_878/2012, E. 3.6 und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2, je mit Hinweis darauf, dass die IV-Stellen unter Umständen auf soziale Einrichtungen hinzuweisen haben, die fachkundige Unterstützung im Verwaltungsverfahren bieten [würden], und darauf aufmerksam zu machen haben, bei diesen ein entsprechendes Gesuch zu stellen). Von Bedeutung ist schliesslich auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Die hohe Bedeutung medizinischer Gutachten für sich allein genommen vermag die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung nicht zu begründen (vgl.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 718 Principio dell'accertamento d'ufficio: ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA l'ente assicuratore deve accertare d'ufficio il fatto rilevante ai fini del diritto e compiere le necessarie verifiche. L'autorità deve limitarsi ai fatti pertinenti all'oggetto della controversia. Le parti hanno un obbligo di collaborazione e sono tenute a fornire i mezzi di prova ragionevolmente esigibili. Se, nonostante le indagini d'ufficio, non è possibile accertare un fatto che raggiunga almeno la preponderanza della probabilità, le conseguenze giuridiche sfavorevoli ricadranno sulla parte che intendeva fondare diritti sul fatto non provato.
“Au demeurant, l’appréciation de l’expert ne repose pas uniquement sur les observations qu’il a directement effectuées mais tient compte de l’intégralité du dossier médical mis à sa disposition, ce qui permet au praticien d’avoir une représentation complète de l’évolution de la situation médicale (arrêt TF 9C_844/2009 du 29 mars 2010 consid. 4.3). 3.3. En outre, il y a lieu d’attacher plus de poids à l’opinion motivée d’un expert qu’à l’appréciation de l’incapacité de travail par le médecin traitant dès lors que celui-ci, vu la relation de confiance qui l’unit à son patient, est généralement enclin, en cas de doute, à prendre parti pour lui (ATF 125 V 351 consid. 3b/cc et les références citées). Cette réserve s’applique également aux rapports médicaux que l’intéressé sollicite de médecins non traitants spécialement mandatés pour étayer un dossier médical. Toutefois, le simple fait qu’un certificat médical est établi à la demande d’une partie et est produit pendant la procédure ne justifie pas en soi des doutes quant à sa valeur probante (ATF 125 V 353 consid. 3b/dd et les références citées). 4.éléments de procédure. 4.1. La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Selon l’art. 43 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Dans la conduite de la procédure, l’assureur dispose d’un large pouvoir d’appréciation en ce qui concerne la nécessité, l’étendue et l’adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n’est en outre pas absolu dans la mesure où sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références). Celui-ci comprend en particulier l’obligation des parties d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d’elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l’absence de preuves (ATF 117 V 264 consid.”
“Allerdings verkennt die Beschwerdegegnerin, dass sie diese Beweislage zusammen mit den Hinweisen auf die Bindung an die (fehlende) Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung nicht einfach zu Lasten des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau würdigen darf (vgl. Urk. 2 S. 4). Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, weshalb der Versicherungsträger von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat. Dieser Grundsatz gilt zwar nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a, 121 V 210 E. 6c, je mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungspflicht begriffsnotwendig aus. Die Beschwerdegegnerin verkennt Sinn und Zweck des Untersuchungsgrundsatzes, wenn sie ohne weitere Abklärungen gestützt auf die vorliegenden Unterlagen eine dauerhafte gesundheitliche Einschränkung einzig mit dem Hinweis auf fehlende Erkenntnisse aus einem invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren sowie die für eine selbständige Beurteilung der Invalidität fehlenden fachlichen Voraussetzungen der Durchführungsorgane verneinte und folglich die Aufnahme einer Tätigkeit für zumutbar erachtete.”
“Im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Der Versicherungsträger prüft nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt jedoch erst dann zum Zug, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1; 144 V 427 E. 3.2; 137 V 210 E. 1.2.1 und 2.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt. Zum einen findet er sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 mit Hinweis auf BGE 122 V 158 E. 1a und BGE 121 V 210 E. 6c); zum anderen umfasst die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (vgl. Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 43 und 273; BGE 117 V 282 E. 4a). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E.”
Nel settore dell'assicurazione contro la disoccupazione l'art. 43 cpv. 3 LPGA, per giurisprudenza costante, non si appliÊ: le disposizioni specifiche dell'assicurazione contro la disoccupazione (in particolare l'art. 26 cpv. 2 OACI in combinazione con l'art. 17 e l'art. 30 LACI) consentono — salvo un'assenza giustificabile — la sospensione immediata o la cessazione delle prestazioni in caso di mancata presentazione dei giustificativi entro il termine senza giustificazione. Una concessione di un ulteriore termine ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA non è necessaria in questo ambito; presentazioni tardive non comportano necessariamente la revoÊ della sanzione.
“Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 139 V 164).”
“c LACI, le droit de l’assuré à l’indemnité est suspendu lorsqu’il est établi que celui-ci ne fait pas tout ce qu’on peut raisonnablement exiger de lui pour trouver un travail convenable. Cette prescription doit être mise en relation avec la règle de l’art. 17 LACI, qui fixe les devoirs de l’assuré, principalement celui d’entreprendre tout ce qu’on peut raisonnablement exiger de lui pour éviter le chômage et l’abréger, en particulier en cherchant du travail ; l’assuré doit pouvoir apporter la preuve des efforts qu’il a fournis (al. 1), raison pour laquelle une formule doit être remise à l’ORP pour chaque période de contrôle. b) A teneur de l’art. 26 al. 2 OACI l’assuré doit remettre la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant ou le premier jour ouvrable qui suit cette date (1ère phrase). En l’absence d’excuse valable, des recherches d’emploi remises tardivement ne sont plus prises en considération et ne peuvent donc plus faire l’objet d’un examen sous l’angle quantitatif et qualitatif (cf. ATF 139 V 164 consid. 3.1 et 133 V 89 consid. 6.2). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant en l’occurrence que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi. La LPGA ne s’applique pas dans ce domaine (Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Zurich 2014, n. 30 ad art. 17 LACI, p. 205). La sanction se justifie dès le premier manquement, et cela sans exception (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; 8C_885/2012 et 8C_886/2012 du 2 juillet 2013 consid. 5). Il en résulte ainsi que, sauf excuse valable, une suspension du droit à l’indemnité peut être prononcée si les preuves ne sont pas fournies dans le délai de l’art. 26 al. 2 OACI, sans qu’un délai supplémentaire ne doive être imparti ; peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3 ; TF 8C_365/2016 du 3 mars 2017 consid. 3.2 et la référence). 4. a) L’assureur social – et le juge des assurances sociales en cas de recours – doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu’en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“1 LACI, la personne assurée qui fait valoir des prestations d'assurance doit, avec l'assistance de l'office du travail compétent, entreprendre tout ce qu'on peut raisonnablement exiger d'elle pour éviter le chômage ou l'abréger. En particulier, il lui incombe de chercher du travail, au besoin en dehors de la profession qu'elle exerçait précédemment. Elle doit pouvoir apporter la preuve des efforts qu'elle a fournis. D'après l'art. 30 al. 1 let. c LACI, la personne assurée doit être suspendue dans l'exercice de son droit à l'indemnité lorsqu'elle ne fait pas tout ce qu'on peut raisonnablement exiger d'elle pour trouver un travail convenable. Pour déterminer si une personne assurée a déployé des efforts suffisants en vue de trouver un emploi convenable, il faut non seulement tenir compte de la quantité, mais également de la qualité de ses démarches (ATF 139 V 524 c. 2.1.1 et c. 2.1.4). 2.2 En liant le devoir de diminution du dommage à une sanction en cas de non-respect de ce devoir, la LACI a voulu inciter les personnes assurées à rechercher un emploi et à éviter la mise à contribution abusive de l'assurance-chômage. Cette sanction est exclusivement soumise aux dispositions spécifiques de l’AC (non pas à l'art. 43 al. 3 LPGA). Il en résulte que, sauf excuse valable, une suspension du droit à l'indemnité peut être prononcée si les preuves de recherches d'emploi ne sont pas fournies dans le délai de l'art. 26 al. 2 OACI, sans qu'un délai supplémentaire ne doive être imparti. Peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d'opposition (ATF 139 V 164 c. 3.2 et 3.3; Bulletin LACI Indemnité de chômage du Secrétariat d'Etat à l'économie (SECO), dans sa teneur de janvier 2022 [Bulletin LACI IC], B324a). 2.3 L'administration en tant qu'autorité de décision et le juge, en cas de recours, ne peuvent considérer un fait comme établi que lorsqu'ils sont convaincus de son existence. En droit des assurances sociales, pour autant que la loi n'en dispose pas autrement, le juge doit fonder sa décision sur les faits qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. La simple possibilité de l'existence d'un fait ne suffit pas. Le juge doit bien plus retenir les éléments qui, parmi les faits possibles, lui paraissent les plus probables (ATF 144 V 427 c.”
“Le litige porte sur le bien-fondé de la suspension du droit du recourant à l’indemnité de chômage pour une durée de dix jours dès le 1er juin 2023, pour remise tardive des recherches d’emploi relatives au mois de mai 2023. 3. a) Aux termes de l’art. 17 al. 1 LACI, l’assuré qui fait valoir des prestations d’assurance doit, avec l’assistance de l’office du travail compétent, entreprendre tout ce qu’on peut raisonnablement exiger de lui pour éviter le chômage ou l’abréger, en particulier en cherchant du travail ; il doit pouvoir apporter la preuve des efforts qu’il a fournis. Le non-respect des devoirs prévus à l’art. 17 LACI peut donner lieu à une suspension du droit à l’indemnité de chômage (art. 30 al. 1 LACI et 45 al. 3 OACI). b) Selon l’art. 26 al. 2 OACI, l’assuré doit remettre la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant ou le premier jour ouvrable qui suit cette date. A l’expiration de ce délai, et en l’absence d’excuse valable, les recherches d’emploi ne sont plus prises en considération (ATF 145 V 90 consid. 3.1). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant en l’occurrence que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi. La sanction se justifie dès le premier manquement, et cela sans exception (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; 8C_885/2012 et 8C_886/2012 du 2 juillet 2013 consid. 5). Il en résulte ainsi que, sauf excuse valable, une suspension du droit à l’indemnité peut être prononcée si les preuves ne sont pas fournies dans le délai de l’art. 26 al. 2 OACI, sans qu’un délai supplémentaire ne doive être imparti ; peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3 ; TF 8C_365/2016 du 3 mars 2017 consid. 3.2 et la référence). Déterminer si l’assuré peut faire valoir une excuse valable au sens de l’art. 26 al. 2 OACI revient à se poser la question de l’existence d’un empêchement non fautif au sens de l’art. 41 LPGA relatif à la restitution de délai, disposition qui concrétise un principe général du droit découlant du principe de proportionnalité et de l’interdiction du formalisme excessif (TF 8C_50/2007 du 4 septembre 2007 consid.”
LPGA art. 43 n. 716 Una determinazione del grado d'invalidità ottenuta dall'ufficio AI a titolo di assistenza amministrativa non vincola i tribunali; una revisione giudiziale del grado d'invalidità rimane comunque possibile.
“Die für die Ergänzungsleistung zuständige Behörde lässt in den von Art. 4 Abs. 1 lit. d ELG erfassten Fällen den Invaliditätsgrad durch die IV-Stelle abklären und übernimmt die - im Rahmen ihrer Abklärungspflicht nach Art. 43 ATSG eingeholte - Invaliditätsbemessung der IV-Stelle (vgl. vorstehend E. 1.1.5). Die bloss amtshilfeweise erfolgte Invaliditätsbemessung der IV-Stelle bewirkt jedoch keine Verbindlichkeit in dem Sinne, als dass die gerichtliche Überprüfung des Invaliditätsgrades anlässlich der Beurteilung des Anspruchs auf Zusatzleistungen ausgeschlossen wäre (vgl. hierzu das Urteil des Bundesgerichts 9C_710/2017 vom 13. Dezember 2017 E. 3.3). Nachfolgend ist zu prüfen, ob auf die amtshilfeweise Invaliditätsbemessung der IV-Stelle abgestellt werden kann.”
È tuttora oggetto di esame nella giurisprudenza l'ammissibilità di un mezzo di impugnazione sostanziale avverso una perizia disposta a titolo precauzionale (decisione incidentale). Ciò riguarÚ l'interpretazione e l'applicazione dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA alla luÎ delle modifiche entrate in vigore il 1.1.2022; considerazioni analoghe si rinvengono anche in pronunÎ più recenti (fino al 2025).
“A cet égard, la recourante s’est prévalue d’un préjudice irréparable en présence d’une expertise qui tend uniquement à obtenir une seconde opinion, situation qui ouvre la voie du recours contre la décision incidente selon la jurisprudence fédérale (ATF 137 V 210). Elle s’est référée à un arrêt rendu par le Tribunal des assurances sociales du canton de Zurich qui admet la persistance d’une voie de recours contre une décision incidente pour des motifs matériels après l’entrée en vigueur du nouvel art. 44 LPGA. Pour sa part, l’intimée s’en est remise à justice après avoir relevé que la recourante ne contestait pas le principe de l’expertise mais son étendue, sans faire valoir de préjudice irréparable. c) Il convient d’examiner si, à la lumière des dispositions topiques modifiées au 1er janvier 2022, un recours se prévalant de griefs matériels est recevable contre une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise. 4. a) L’art. 43 al. 1 LPGA dispose que l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit. Selon l’art. 43 al. 1bis LPGA, en vigueur depuis le 1er janvier 2022, l’assureur détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire. L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). b) A teneur de l’art. 44 al. 1 LPGA, si l’assureur juge une expertise nécessaire dans le cadre de mesures d’instruction médicale, il en fixe le type selon les exigences requises ; trois types sont possibles : expertise monodisciplinaire (let. a), expertise bidisciplinaire (let. b) et expertise pluridisciplinaire (let. c). Si l’assureur doit recourir aux services d’un ou de plusieurs experts indépendants pour élucider les faits dans le cadre d’une expertise, il communique leur nom aux parties ; les parties peuvent récuser les experts pour les motifs indiqués à l’art. 36 al. 1 LPGA et présenter des contre-propositions dans un délai de dix jours (al. 2). Selon l’art. 36 al. 1 LPGA, les personnes appelées à rendre ou à préparer des décisions sur des droits ou des obligations doivent se récuser si elles ont un intérêt personnel dans l’affaire ou si, pour d’autres raisons, elles semblent prévenues.”
L'ente assicuratore è tenuto a effettuare d'ufficio gli accertamenti necessari e ne determina la natura e l'estensione (art. 43 cpv. 1 e 1bis LPGA). Se, a causa di una rinuncia ingiustificata alla collaborazione, si deciÞ sulla base degli atti, il quadro fattuale va valutato sostanzialmente in base agli atti disponibili. Nel diritto delle assicurazioni sociali, a tal fine è determinante il grado di prova della probabilità preponderante.
“3a et les références ; TF 9C_453/2017 & 9C_454/2017 du 6 mars 2018 consid. 4.2). 6. a) Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. Aux termes de l'art. 43 LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). b) L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Cette disposition a une portée générale et concerne – sous réserve de l’art. 21 al. 4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). c) Lorsque l'assuré manque à son obligation de renseigner, l'art. 43 al. 3 LPGA prévoit que l'administration est en droit de se prononcer en l'état du dossier (l'alternative du refus d'entrer en matière n'étant pas pertinente ici). Elle ne peut alors se contenter d'examiner la situation sous l'angle du seul refus de collaboration de l'assuré, mais doit procéder à une évaluation du point de vue matériel à la lumière des pièces au dossier (TF I 988/06 du 28 mars 2007 consid.”
“43 ATSG) keine Änderung erfahren haben und der Leistungsanspruch nicht materiell zu beurteilen ist, spielt die Frage, welche Bestimmungen gemäss WEIV dem Entscheid zu Grunde zu legen sind, letztlich jedoch keine Rolle. 4. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 3). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass - wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen - der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (BGE 117 V 261 E. 3b; SVR 2010 IV Nr. 30 S. 94, 9C_961/2008 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2012, 8C_396/2012, E. 2.2). 5. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 713 Perizie non completamente comprensibili o insufficientemente motivate (compresi i rapporti del medico fiduciario) possono violare l'obbligo d'istruzione dell'istituto assicurativo ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA; in tali casi può essere necessaria un'istruzione integrativa o il rinvio per ulteriori accertamenti.
“____ setzt sich in der Folge nur rudimentär mit den konkreten Einwendungen und Erläuterungen der fachärztlich spezialisierten Ärzte des Spitals D.____ und des Spitals E.____ auseinander. Die Verpflichtung des Krankenversicherers gemäss Anhang 1 Ziff, 11 KLV, die Empfehlungen der Vertrauensärzte zu berücksichtigen, bedeutet nicht, dass dies unbesehen von Qualität und Aussagekraft stets in zustimmendem Sinne zu erfolgen hat. Darüber hinaus ist nicht eindeutig erkennbar, welche Äusserungen von Dr. H.____ stammen und welche nachträglich von der Administration der Beschwerdegegnerin ergänzt bzw. eingefügt worden sind (so z.B. bei der handschriftlichen Notiz "14 Tage AÜP" auf den Aktennotizen vom 21. August 2020). Den Beurteilungen des Vertrauensarztes fehlt es somit an jeglicher Transparenz. Die versicherungsinternen Abklärungen der Beschwerdegegnerin vermögen nicht zu überzeugen, weshalb gestützt darauf keine rechtsgenügliche Beurteilung des Kostenübernahmegesuchs vorgenommen werden kann. Mit dieser Vorgehensweise verletzte die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG, was zur Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids führt.”
“La motivation du premier des arguments sur lesquels la médecin d’arrondissement a fondé sa conclusion apparait dès lors insuffisante. Au demeurant, il ne ressort pas non plus de son rapport du 30 août 2022 que la Dre G.________ aurait fait l’anamnèse du recourant ou posé les diagnostics actuellement invalidants pour ensuite exclure tout lien de causalité avec l’accident. Les éléments qui précèdent laissent subsister un doute sur la fiabilité et la validité des constatations de la médecin d’arrondissement concernant l’état de santé du recourant ensuite de l’accident du 20 octobre 2021. En définitive, il convient de les qualifier d’incomplètes et insuffisamment motivées, en plus d’avoir été formulées sur la base d’un dossier lacunaire. Toute force probante suffisante à l’examen du lien de causalité litigieux en l’espèce doit donc leur être déniée. En définitive, il y a lieu de renvoyer la cause à la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents, à qui incombe l’instruction de la demande (art. 43 al. 1 LPGA), pour instruction complémentaire et nouvelle décision. 6. Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition rendue le 20 janvier 2023 par l’intimée annulée, la cause étant renvoyée à cette autorité pour instruction complémentaire, puis nouvelle décision. Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, le recourant ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 20 janvier 2023 par la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction et nouvelle décision. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires ni alloué de dépens. Le président : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ Z.________, ‑ Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents, - Office fédéral de la santé publique, par l'envoi de photocopies.”
“Da es die IV-Stelle unterliess, sich in der angefochtenen Zwischenverfügung vom 20. Juli 2021 auch mit den Einwänden der Versicherten gegen die Dres. B.____, D.____ und E.____ auseinanderzusetzen, leidet der angefochtene Entscheid an einem Begründungsmangel und beinhaltet insoweit eine Gehörsverletzung. Nachdem nun aber dem Kantonsgericht sowohl in tatsächlicher wie auch in rechtlicher Hinsicht uneingeschränkte Kognition zukommt und die Beschwerdeführerin ihre Einwände ohne Einschränkungen vorbringen konnte, steht einer Heilung des Begründungsmangels der Zwischenverfügung nichts im Wege. Sie drängt sich geradezu auf, da eine Rückweisung der Streitsache zur Heilung des Begründungsmangels lediglich einen verfahrensmässigen Leerlauf zur Folge hätte und die dadurch verbundene Verzögerung des Verfahrens auch nicht im Interesse der Parteien ist. 3.1 Materiell streitig und zu prüfen ist, ob die Kritik der Beschwerdeführerin an der Zuteilung des Begutachtungsauftrags an die PMEDA als solche und an die Dres. B.____, D.____, E.____ und F.____ im Besonderen fundiert ist. 3.2 Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die”
Se il quadro medico non è sufficientemente chiarito, la questione va di regola rinviata all'amministrazione (al prestatore delle prestazioni) per un chiarimento integrativo. Spetta in primo luogo all'amministrazione effettuare gli accertamenti d'ufficio previsti dall'art. 43 cpv. 1 LPGA; questi possono, a seconÚ dell'esigenza, comprendere l'acquisizione di perizie o referti integrativi, la richiesta ai medici curanti e, se del caso, un accertamento multidisciplinare.
“S. 17). Unklar bleibt somit – auch mit Blick auf den hiervor wiedergegebenen Tippfehler – das genaue Ausmass sowie der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019, weswegen der Sachverhalt hinsichtlich der Frage nach einem allfälligen befristeten Rentenanspruch (unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] bis spätestens April 2019) nicht liquid ist und sich als punktuell ergänzungsbedürftig erweist. Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich im vorliegenden Verfahren Weiterungen hinsichtlich der erwerblichen Aspekte der Invaliditätsbemessung (Beschwerde S. 7). Die der Verwaltung obliegende, den höchstrichterlichen Anforderungen genügende Erstabklärung fehlt vorliegend. Die Beschwerdegegnerin hat das Erforderliche nachzuholen. Damit kommt diese Aufgabe hier nicht dem angerufenen Gericht, sondern in erster Linie der Verwaltung zu, welche bisher ihren Abklärungspflichten (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nur ungenügend nachgekommen ist. Die höchstrichterliche Rechtsprechung sieht denn auch vor, dass eine Rückweisung der Sache möglich ist, wenn sie allein in der notwendigen Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.), was nach dem Dargelegten hier der Fall ist. Die Beschwerdegegnerin – an welche in diesbezüglicher Gutheissung der Beschwerde die Akten zurückzuweisen sind – hat demnach bei Dr. med. C.________ ein ergänzendes bzw. präzisierendes Gutachten bezüglich der Frage nach dem Ausmass und dem Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019 einzuholen. Hierzu werden vorgängig bei den behandelnden Ärzten die echtzeitlichen Behandlungsaufzeichnungen (Krankengeschichten) zu edieren sein. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin über den streitigen befristeten Rentenanspruch neu zu verfügen haben.”
“________ que ce médecin a pu arriver à la conclusion que la capacité de travail demeurait entière dans une activité adaptée aux limitations fonctionnelles, que ce rapport SMR ne repose ainsi pas sur des arguments solides, qu'ainsi faute d’élément suffisant pour se prononcer sur l’aspect médical relatif aux atteintes de l'appareil locomoteur et ostéoarticulaires du recourant, ainsi que sur sa capacité de travail résiduelle, en particulier dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles, de nouvelles investigations sont nécessaires, que le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire, qu'un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative, qu'a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5), qu'en l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause, qu'il convient par conséquent de renvoyer la cause à l'intimé, dès lors que c’est à lui qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA) et qu'une expertise pluridisciplinaire devra dès lors être mise en œuvre, laquelle comprendra à tout le moins des volets ostéoarticulaire et psychiatrique, ainsi que tout autre domaine de spécialité jugé utile, le recourant devant par ailleurs être assisté d’un interprète dans le cadre de cette mesure d’instruction, qu'au vu de l'issue de la cause, il est inutile de donner suite à la requête du recourant tendant la mise en œuvre d'une expertise multidisciplinaire judiciaire ; attendu que le recours doit par conséquent être admis et la décision litigieuse annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision, qu’en dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires (art. 69 al. 1bis LAI), qu’il y a lieu, au vu des circonstances, de fixer les frais à 400 fr.”
“Nach dem vorstehend Dargelegten erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt noch nicht vollständig und damit rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung ist unter diesen Umständen möglich, da sie in der notwendigen Klarstellung, Präzisierung und Ergänzung des J._______-Gutachtens vom 8. Oktober 2018 begründet liegt (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Beschwerde vom 28. Januar 2019 ist demnach insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 12. Dezember 2018 - soweit mit dieser ein Rentenanspruch über den 30. November 2016 hinaus verneint wird - aufzuheben ist und die Akten im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur Durchführung weiterer Abklärungen und anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung zurückzuweisen sind.”
“Force est de constater que le rapport d’expertise du 13 juin 2017 ne répond guère à ces questions, pas plus que l’appréciation complémentaire de la Dre C.________. Partant, la Cour n’est pas en mesure de statuer à satisfaction de droit – que ce soit pour la période antérieure à l’aggravation de juin 2013, comme c’était déjà le cas dans l’arrêt du 4 juillet 2016, mais également pour la période subséquente s’agissant de l’amélioration de l’état de santé sur laquelle l’OAI s’est fondé pour réduire le droit à la rente dès le 1er avril 2018. c) En définitive, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction en vue de déterminer l’existence d’une atteinte psychosomatique, son étendue et l’interaction d’une telle atteinte avec les troubles somatiques (singulièrement, la spondylarthropathie) de la recourante. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAl – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément à l’art. 44 LPGA comportant à tout le moins un volet psychiatrique et un volet rhumatologique, étant ici expressément réservée la faculté d’y associer, le cas échéant, toute autre spécialité médicale jugée opportune. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de se positionner sur les autres arguments et réquisitions d’instruction de la recourante. 8. Finalement, il ne saurait être donné suite à la requête de la recourante visant à la prise en charge par l’OAI des honoraires du Dr L.________ relatifs à l’élaboration du rapport du 31 octobre 2017 (cf. mémoire de recours du 15 avril 2019 p. 15), ce compte-rendu ne s’étant pas avéré indispensable à la résolution du litige (cf. art. 45 LPGA ; voir également TF 8C_511/2020 du 15 avril 2021 consid.”
“a) Dans le domaine de l'assurance-invalidité, une personne assurée ne peut prétendre à une rente que si elle a présenté une incapacité de travail d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si au terme de cette année, elle est invalide à 40 % au moins (art. 28 al. 1 let. b et c LAI). Est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l'aptitude de l'assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d'activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d'une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (art. 6 LPGA). b) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.3 et la référence). En matière d’assurance-invalidité, il revient au premier chef à l’office AI de mettre en œuvre les mesures d’instruction nécessaires auxquelles il se doit de procéder afin de constituer un dossier complet sur le plan médical (art. 57 al. 1 let. f LAI et art. 69 RAI [règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment établis a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s'impose lorsque les données recueillies par l'administration en cours d'instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 139 V 99 consid.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Dans la mesure où le recourant présente des atteintes tant au niveau psychiatrique qu’au niveau somatique, il appartient à l’OAI de mettre en œuvre un examen bidisciplinaire comportant un volet psychiatrique et somatique, auprès de spécialistes qui veilleront à procéder à une appréciation globale de la capacité de travail du recourant et son évolution depuis le 1er avril 2017. 8. a) Vu ce qui précède, le recours doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction au sens des considérants et nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr. et mis à la charge de l’OAI, qui succombe. c) Obtenant gain de cause avec l’assistance d’un mandataire qualifié, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“a) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra à l’OAI d’actualiser le dossier et de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément à l’art. 44 LPGA comportant un volet psychiatrique et somatique, auprès de spécialistes qui veilleront à procéder à une appréciation globale de la capacité de travail du recourant et son évolution depuis le 1er février 2017, respectivement le 29 janvier 2019. Cette expertise devra en outre se conformer aux exigences fixées par la jurisprudence fédérale applicable à l’évaluation des troubles somatoformes douloureux et pathologies assimilées, ainsi que des troubles psychiques. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions du recourant. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de se positionner sur les autres arguments du recourant. 8. a) Le recours est par conséquent admis et la cause renvoyée à l’OAI pour instruction complémentaire au sens des considérants, puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art.”
“Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). En l’espèce, il se justifie de renvoyer la cause à l’intimée à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il n’y a ainsi pas matière à ordonner une expertise judiciaire, si bien que la requête en ce sens formulée par le recourant doit être rejetée. 8. a) Compte tenu de ce qui précède, le recours doit être admis et la cause renvoyée à l’intimée pour instruction complémentaire sous la forme d’une expertise orthopédique avec volet radiologique et nouvelle décision. Les experts devront en particulier se prononcer sur la question de l’existence ou non d’une lésion (déchirure) de la partie haute du tendon sous-scapulaire et, le cas échéant, préciser, au moyen du dossier radiologique, à partir de quand cette lésion est visible et dans quelle mesure elle peut être mise en relation avec l’accident survenu le 28 janvier 2019, compte tenu des atteintes de l’épaule droite du recourant antérieures à l’accident du 28 janvier 2019. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA). c) Vu le sort de ses conclusions, la partie recourante a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), pour procéder à une nouvelle expertise de médecine interne, rhumatologique et psychiatrique. Une fois les résultats de l’instruction complémentaire médicale obtenus, il incombera à l’intimé de procéder au calcul des revenus avec et sans invalidité de la recourante pour déterminer le degré d’invalidité. 12. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants, avant nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2’000 fr.”
“a) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, l’instruction menée par l’intimée est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il lui appartiendra dans un premier temps de constituer un dossier complet, en sollicitant notamment des rapports auprès des médecins traitant, avant de mettre en œuvre une expertise bidisciplinaire, comportant un volet rhumatologique et un volet psychiatrique. Les experts désignés disposeront de la faculté d’y associer toute autre spécialité médicale jugée opportune. Il incombera ensuite à l’intimée de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante, étant rappelé que lorsque l'administration rend une nouvelle décision après que la cause lui a été renvoyée pour instruction complémentaire, la limite temporelle de son examen ne s'étend pas seulement à la période courant jusqu'à la date de la décision initiale, mais également à la période postérieure à celle-ci jusqu'à la date de la nouvelle décision (TF 9C_457/2013 du 26 décembre 2013 consid. 5.2). 6. a) En conclusion, le recours doit être admis et la décision sur opposition litigieuse annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérations puis nouvelle décision.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 711 Nel determinare le prestazioni complementari, l'amministrazione non può applicare il principio d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA in modo arbitrario — cioè non applicarlo affatto o applicarlo solo in modo selettivo a singole voci di entrata o di spesa; è necessario garantire un'applicazione completa e non arbitraria.
“Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2020 Art. 17 Abs. 2 ATSG. Revisionsverfahren. Selbst wenn die bundesgerichtliche "Kalenderjahr-Praxis" gesetzmässig wäre, könnte es nicht der Willkür der EL-Durchführungsstellen überlassen sein, bei der Festsetzung einer Ergänzungsleistung auf den Beginn jedes Kalenderjahres den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG gar nicht oder nur für willkürlich ausgewählte einzelne Einnahmen- oder Ausgabenpositionen anzuwenden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2020, EL 2019/17). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 9C_771/2020. Entscheid vom 18. November 2020 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2019/17 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Ergänzungsleistung zur AHV”
In caso di perizia psichiatriÊ, il perito deve interpellare i medici curanti e includere i loro riscontri diagnostici nella valutazione complessiva. Se la perizia è disposta nell'ambito del principio dell'indagine, la persona assicurata è tenuta a collaborare (art. 43 cpv. 2 LPGA).
“864), il appartient au spécialiste en psychiatrie d'indiquer si le tableau clinique comporte des éléments pertinents au plan psychiatrique caractéristiques d'une atteinte à la santé psychique équivalant à une maladie durable et influençant de manière autonome la capacité de travail. Quant au fait qu'il faut procéder à une approche globale de l’influence du trouble avec l’ensemble des pathologies concomitantes, y compris somatiques, selon la jurisprudence applicable en cas d'affections psychiques (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7), c'est le lieu de rappeler qu'il n'est pas inhabituel que l'expert psychiatre s'entretienne avec les médecins traitants (in casu les Drs F______, H______ et E______) avant de livrer son appréciation du cas. Aussi pourra et devra-t-il prendre tous les renseignements utiles auprès de ces derniers pour intégrer dans un résultat global les restrictions de la capacité de travail qui en découlent, sans qu'il ne soit nécessaire de mettre sur pied une expertise neurologique pour les raisons exposées supra. Dès lors qu'il y a lieu de réaliser une expertise psychiatrique en application de la maxime inquisitoire, le recourant est tenu de s'y soumettre (art. 43 al. 2 LPGA), étant relevé que le rapport du psychiatre traitant du 28 septembre 2023 fait état de l'appréciation subjective du recourant pour s'opposer au caractère raisonnablement exigible de cet examen, ce qui ne suffit pas (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_259/2022 du 20 septembre 2022 consid. 5.1.1). En particulier, aucun rapport médical n'objective en temps réel le mal-être important et les idées noires du recourant en raison des expertises antérieures subies. 8.4 Le mandat d'expertise bidisciplinaire a été attribué au centre Swiss Expertises Médicales, aux Drs I______ (psychiatre) et K______ (neurologue), de manière aléatoire, conformément à l'art. 72bis RAI (relatif aux expertises médicales bi- et pluridisciplinaires), en vigueur depuis le 1er janvier 2022. Cette disposition prévoit que les expertises impliquant deux disciplines médicales doivent être réalisées par un centre d’expertises médicales ou un binôme d’experts, liés dans les deux cas à l’OFAS par une convention (al. 1bis) et que l’attribution du mandat d’expertise doit se faire de manière aléatoire (al.”
LPGA art. 43 n. 709 Valutazione anticipata della prova: se l'amministrazione ha già chiarito il profilo medico in modo adeguato ai requisiti del diritto e non sussistono indizi concreti contrari all'affidabilità delle perizie o dei documenti pertinenti, può rinunciare a ulteriori indagini (valutazione anticipata della prova). Tale rinuncia va esaminata con rigore; perizie sufficienti, comprensibili e motivate di norma non giustificano la necessità di ulteriori accertamenti.
“Nach dem Gesagten ist die Aktenlage bezüglich des linken Daumens weder unvollständig noch widersprüchlich. Eine diesbezügliche Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 61 lit. c ATSG) ist der Vorinstanz nicht vorzuwerfen. Soweit rechtserheblich, ist diese ihrer Verpflichtung zu umfassender Sachverhaltsermittlung in jeder Hinsicht nachgekommen und durfte in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen) von der eventualiter beantragten Rückweisung zu weiterer medizinischen Abklärung absehen, weshalb der Beschwerdeführer auch letztinstanzlich im Eventualstandpunkt nicht durchdringt. Damit steht fest, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse, soweit sie unfallbedingt sind, nicht in revisionsrechtlich relevantem Mass verschlechtert haben. Die vorinstanzliche Würdigung der medizinischen Unterlagen in Bezug auf die Frage einer unfallbedingten Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Ende Dezember 2015 ist demnach weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. Beim angefochtenen Entscheid hat es mithin sein Bewenden.”
“S. 10). Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Laufzeit der Infusion betrage nun 20 Stunden pro Tag (Beschwerde S. 10, Rz. 27), betrifft dies einen Sachverhalt, der nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 13. Oktober 2020 (AB 120) eingetreten und daher vorliegend nicht zu berücksichtigen ist (vgl. zum massgebenden Sachverhalt BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Die Gutachter haben zudem nachvollziehbar dargelegt, dass weder im allgemeininternistischen und orthopädischen noch im psychiatrischen Fachbereich eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu stellen ist. Der medizinische Sachverhalt wurde seitens der Verwaltung in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb sich weitere Erhebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).”
“2b). Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25 S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). 3.4. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1, BGE 125 V 351, 352 E. 3a und BGE 122 V 157, 160 E. 1c). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
Se i documenti medici non sono significativi e la persona assicurata, nonostante ripetute e regolari richieste di collaborazione, non fornisÎ ulteriori elementi probatori, l'ente assicurativo può concludere l'accertamento e — sulla base dell'art. 43 LPGA — determinare un reddito ipotetico da attività lucrativa.
“Le recourant allègue que son épouse – âgée de 35 ans – ne peut pas travailler en raison de son état de santé. Il demande que le Tribunal instruise l'état de santé de celle-ci. 4.1. La Cour de céans constate, à l'instar de la Caisse, que le rapport médical produit au dossier n'est manifestement pas probant pour attester d'une incapacité de travail de l'épouse du recourant. Il se limite à attester de soins prodigués en 2017 et à mentionner des diagnostics sans pourtant se prononcer sur l'effet de ceux-ci sur la capacité d'exercer une activité lucrative. En outre, aucune pièce relative aux éléments cités au consid. 2 ci-dessus, permettant exceptionnellement de renoncer à la prise en compte d'un revenu hypothétique, n'a été produite au dossier. Il est finalement constaté que le recourant a dûment été informé à plusieurs reprises de son devoir de collaborer et qu'il n'incombe pas au Tribunal de compléter l'instruction sur ce point, tout comme il était loisible à la Caisse de trancher le fond de l'affaire en application de l'art. 43 LPGA. Partant, c'est à juste titre que la Caisse a retenu qu'une prise d'emploi par l'épouse du recourant était exigible et, par conséquent, qu'elle a tenu compte d'un revenu hypothétique dans le calcul du montant de la prestation complémentaire. 4.2. Il convient ensuite de confirmer que le montant pris en compte doit être considéré comme adéquat au vu des conditions personnelles de l'épouse. Renvoi est fait à la lettre de la Caisse du 15 avril 2021 qui explique que c'est à tort – au vu de l'âge de l'épouse (35 ans) – que seul un salaire hypothétique correspondant au montant des besoins vitaux (art. 10 LPC) a été pris en compte. En l'espèce, la Caisse a retenu dans ses décisions un montant de CHF 19'450.- (jusqu'au 30 avril 2021), respectivement de CHF 19'610.- (à partir du 1er mai 2021), par an, au titre de revenu hypothétique. Elle a fait une application analogue de l'art. 14b let. b OPC-AVS/AI. Selon cette disposition, le revenu de l'activité lucrative à prendre en compte pour les veuves non invalides et sans enfant à charge, entre la 41e et la 50e année, correspond au moins au montant maximum destiné à la couverture des besoins vitaux des personnes seules selon l'art.”
LPGA art. 43 n. 707 Casi particolari / tecniÊ del procedimento: In caso di nuova presentazione dopo una decisione divenuta definitiva o in presenza di una documentazione già esaustiva, possono essere sufficienti accertamenti interni del fascicolo. Contro la disposizione, la forma o la scelta delle discipline di una perizia (multi-)disciplinare, la persona assicurata può far valere i rimedi incidentali.
“Januar 2020 (IV-Akte 20) das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers mangels Vorliegens eines Gesundheitsschadens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit rechtskräftig abgewiesen hatte, meldete sich der Beschwerdeführer im Februar 2021 mit einem Revisionsbegehren wieder zum Leistungsbezug an und brachte vor, sein Gesundheitszustand habe sich zwischenzeitlich verschlechtert. Insbesondere hätten sich eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie eine rezidivierende depressive Störung bei gegenwärtig mittelgradiger Episode eingestellt (Schreiben des Rechtsvertreters vom 4. Februar 2021, IV-Akte 29). Die Beschwerdegegnerin kam wiederum zum Ergebnis, es liege nach wie vor kein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor und verneinte einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung mit der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 22. Oktober 2021 (IV-Akte 82) erneut. 2.2. Der Beschwerdeführer kritisiert im Wesentlichen, indem die Beschwerdegegnerin keine verwaltungsexternen medizinischen Abklärungen eingeleitet habe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz von Art. 43 ATSG verletzt. Es gehe nicht an, lediglich auf ein Aktengutachten des RAD abzustellen, zumal es sich beim zuständigen RAD-Arzt nicht um einen Facharzt für Psychiatrie gehandelt habe. Die Sache sei deshalb in Gutheissung der Beschwerde an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein polydisziplinäres Gutachten einhole und im Anschluss daran erneut über seinen Leistungsanspruch befinde. 2.3. Demgegenüber argumentiert die Beschwerdegegnerin, ihrem RAD hätten umfangreiche Akten der behandelnden Ärztinnen und Ärzte, des KIGA BL, der Krankenkasse und der Krankentaggeldversicherung vorgelegen. Zusammen mit dem Observationsbericht würde die gestützt darauf ergangene Aktenbeurteilung des RAD rechtsprechungsgemäss eine hinreichende Basis für ihren Entscheid darstellen. 2.4. Mit Verfügung vom 22. Januar 2020 (IV-Akte 20) wurde entschieden, dass beim Beschwerdeführer zum damaligen Zeitpunkt kein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist. Der Beschwerdeführer hat darauf verzichtet, dagegen ein Rechtsmittel zu ergreifen, womit jener Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.”
“Cet arrêt porte certes sur les expertises pluridisciplinaires confiées à des centres d’observation médicale de l’AI (COMAI). Les exigences qui s'en dégagent sont toutefois également applicables aux expertises mono- ou bi-disciplinaires (Ulrich KIESER, ATSG‑Kommentar, 3ème éd. 2015, n. 29 ad art. 44 LPGA ; ATF 139 V 349 consid. 3 à 5 ; ATAS/444/2019 du 21 mai 2019 consid. 2). 5.2 En l'espèce, le recours contre la décision incidente du 28 septembre 2023 portant sur la mise en œuvre d'une expertise bidisciplinaire a été interjeté dans la forme (art. 61 let. b LPGA) et le délai prévus par la loi (art. 38 al. 3 LPGA en lien avec l'art. 60 al. 2 LPGA). Le recourant satisfait par ailleurs à la condition du préjudice irréparable (dans ce sens : ATAS/444/2019 précité consid. 2). Partant, le recours est recevable. 6. Le litige, tel que circonscrit pas la décision querellée, porte uniquement sur le bien-fondé de la décision de l'intimé de mettre sur pied une expertise psychiatrique et neurologique. 7. 7.1 L'art. 43 LPGA dispose que l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux‑ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). 7.2 L'assuré peut faire valoir contre une décision incidente d'expertise médicale non seulement des motifs formels de récusation contre les experts, mais également des motifs matériels, tels que par exemple le grief que l'expertise constituerait une « second opinion » superflue, contre la forme ou l'étendue de l'expertise, par exemple le choix des disciplines médicales dans une expertise pluridisciplinaire, ou contre l'expert désigné, en ce qui concerne notamment sa compétence professionnelle (ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.7 ; 138 V 271 consid. 1.1). 7.3 Selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art.”
LPGA art. 43 n. 706 Rifiuto: Il rifiuto di sottoporsi a un accertamento è in genere giustificabile quando l'accertamento prescritto non è necessario o non è ragionevolmente esigibile. Sanzioni sono ipotizzabili solo se l'accertamento era necessario e ragionevolmente esigibile e il rifiuto è ingiustificabile. Se la persona assicurata omette ingiustificatamente il proprio obbligo di collaborazione, l'assicuratore, previa regolare procedura di sollecito e periodo di riflessione, può decidere in base agli atti o pronunciare il non ingresso in merito.
“Auch sei das Mahn- und Bedenkzeitverfahren unzureichend erfolgt. Die Verneinung eines Umschulungsanspruches könne daher nicht als korrekt erachtet werden (vgl. insb. S. 4 ff. der Beschwerde; siehe auch die Replik). 2.3. Vorliegend strittig und zu prüfen ist daher, ob der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist und die Beschwerdegegnerin nach einem korrekt durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahren mit Verfügung vom 11. Dezember 2023 (IV-Akte 297) zu Recht einen weiteren Leistungsanspruch des Beschwerdeführers abgelehnt hat. 3. 3.1. 3.1.1. Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Versicherten (BGE 125 V 193, 195 E. 2). Danach haben sie sich den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Mahn- und Bedenkzeitverfahren; Art. 43 Abs. 3 ATSG). 3.1.2. Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und 2 ATSG muss die angeordnete Untersuchung somit notwendig und zumutbar sein. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist die Weigerung, sich der Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich entschuldbar (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.1.). Voraussetzung der Sanktion ist daneben auch, dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl.”
“Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2020 KV Nr. 23 S. 111 E. 8.3.2). Die Versicherten und ihre Arbeitgeber haben beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 1 und 2 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Die Versicherten haben beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken (Art. 28 Abs. 1 ATSG). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Die versicherte Person hat sich ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
La sanzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA è soggetta al principio di proporzionalità. Se la collaborazione rifiutata viene in seguito prestata senza riserve, la sanzione (il non entrare in materia o decisioni fondate sugli atti) può essere riferita soltanto al periodo durante il quale la collaborazione è stata effettivamente rifiutata; con la successiva disponibilità a collaborare, prestata senza riserve, viene meno il nesso causale tra la sospensione delle prestazioni e la violazione dell'obbligo di collaborazione, sicché le prestazioni devono essere nuovamente prese in considerazione da quel momento.
“Zu berücksichtigen ist jedoch auch bei der nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz. Denn wenn die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht wird, kann sich die festgelegte Sanktion nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5 S. 590 f.). Spätestens bei der nachträglichen Erklärung der Mitwirkungsbereitschaft entfällt der Kausalzusammenhang zwischen der verfügten Leistungseinstellung und der Verletzung der Mitwirkungspflicht. Hat indessen - wie im hier zu beurteilenden Fall - die versicherte Person die ihr obliegende Mitwirkung später nicht ausdrücklich und vorbehaltlos angeboten, hat sie keinen Anspruch darauf, dass ihr die Invalidenrente auf Zusehen hin weiterhin auszurichten ist. Andernfalls hätte es der Versicherte in der Hand, die Dauer der Rentenzahlungen zu verlängern. Analog zum Fall einer anhaltenden Mitwirkungspflichtverweigerung im Falle einer Erstanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung gemäss Art. 21 Abs.”
“in BGE 139 V 585) ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie in verschiedenen Konstellationen zu verfahren ist, wenn eine versicherte Person, deren verweigernde Haltung mit einer Leistungseinstellung nach Art. 43 Abs. 3 ATSG sanktioniert wurde, später ihre vorbehaltlose Mitwirkung anbietet. Zusammengefasst erwog es, massgebend sei die Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes. Denn werde die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, könne sich die festgelegte Sanktion – Nichteintreten oder Entscheid aufgrund der Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert worden sei (E. 6.3.7.5). Hinsichtlich der Leistungseinstellung, die während einer von Amtes wegen eingeleiteten Revision verfügt wurde, kam das Bundesgericht daher zum Schluss, mit Kenntnisnahme der Bereitschaftserklärung der vorbehaltlosen Einwilligung der versicherten Person in die Abklärungsmassnahme sei der Versicherungsträger in der Lage gewesen, das Revisionsverfahren fortzusetzen. Demnach sei ab jenem Zeitpunkt die bisherige Rente erneut auszurichten und zwar bis zum Zeitpunkt, in welchem dem Versicherungsträger im Rahmen des laufenden Rentenrevisionsverfahrens gegebenenfalls der rechtsgenügliche Nachweis einer anspruchsrelevanten erheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse gelinge (E.”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Person vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG können die Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person der IV-Stelle die Auskunft nicht erteilt, welche diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben benötigt. Die Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht ist nur relevant, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt. Eine solche schuldhafte Verletzung kann angenommen werden, wenn das Verhalten der Person nicht mehr nachvollziehbar ist. Als Sanktionen vorgesehen sind ein Nichteintreten oder ein Entscheid aufgrund der Akten. Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die festgelegte Sanktion nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde. Eine allenfalls später erklärte Bereitschaft, an der Abklärung mitzuwirken, ist als Neuanmeldung zu betrachten (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 2020 N 103, N 110, N 114, N 117 zu Art.”
“Zu betonen ist nochmals, dass hier nicht wie bei einer eigentlichen Neuanmeldung zu verfahren und zu prüfen ist, ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenablehnung am 15. April 2014 (Urk. 8/27) eine erhebliche Sachverhaltsänderung eingetreten ist. Die damalige Rentenverneinung basierte nämlich nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs, da der Beschwerdeführer der IV-Stelle damals die Einholung von Arztberichten verunmöglicht und damit seine Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ATSG verweigert hatte (Urk. 8/12-17, Urk. 8/18, Urk. 8/20-26). Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegte Sanktion – hier der Erlass der renten-verneinenden Verfügung gestützt auf die damals vorhandenen Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 114 mit Hinweis). Der strittige Rentenanspruch ist somit ohne Bindung an die frühere Beurteilung zu prüfen (vgl. E. 4. des Urteils des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2020.00452 vom 5. August 2021).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 704 Il rifiuto di partecipare a una perizia polidisciplinare non determina automaticamente il non entrare in materia ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. L'inaccettabilità della perizia (p.es. a causa di un disturbo da stress post-traumatico, PTSD) deve essere dimostrata con preponderanza di probabilità.
“Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2022 Art. 43 Abs. 3 ATSG. Rechtmässigkeit einer als Sanktionsverfügung ergangenen Nichteintretensverfügung. Unzumutbarkeit einer polydisziplinären Begutachtung bei einem an einer PTBS leidenden Beschwerdeführer nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan. Rückweisung zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Dezember 2022, IV 2021/228). Entscheid vom 8. Dezember 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2021/228 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Eugen Mätzler, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente; Nichteintreten”
LPGA art. 43 n. 703 Le persone assicurate sono obbligate a cooperare e a sottoporsi a esami medici o specialistici nella misura in cui tali accertamenti siano necessari e ragionevolmente esigibili per la valutazione. Se la persona assicurata non adempie senza giustificato motivo all'obbligo di cooperazione, l'ente assicurativo può decidere sulla base degli atti oppure sospendere gli accertamenti e decidere di non entrare in materia o di respingere la domanÚ. Prima di procedere è necessario diffidare la persona assicurata per iscritto, informarla sulle conseguenze giuridiche e concederle un termine congruo per riflettere (cfr. art. 43 cpv. 3 LPGA nella prassi).
“Dezember 2021 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Da im vorliegenden Verfahren die anwendbaren Bestimmungen betreffend Mitwirkungspflicht (Art. 43 ATSG) keine Änderung erfahren haben und der Leistungsanspruch nicht materiell zu beurteilen ist, spielt die Frage, welche Bestimmungen gemäss WEIV dem Entscheid zu Grunde zu legen sind, letztlich jedoch keine Rolle. 4. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 3). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass - wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen - der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (BGE 117 V 261 E.”
“1) et que la décision attaquée date d'avant l'entrée en vigueur de cette modification, il faut examiner le droit à la rente selon les normes en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. 2.2 Aux termes de l'art. 28 LPGA, les assurés et les employeurs doivent collaborer gratuitement à l'exécution des différentes lois sur les assurances sociales (al. 1). Quiconque fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit, fixer les prestations dues et faire valoir les prétentions récursoires (al. 2). Selon l'art. 43 al. 1 phr. 1 LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (voir également l'art. 69 al. 2 du règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité [RAI, RS 831.201]). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). L'art. 49 al. 1 LPGA dispose par ailleurs que l'assureur doit rendre par écrit les décisions qui portent sur des prestations, créances ou injonctions importantes avec lesquelles l'intéressé n'est pas d'accord. 2.3 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité et, partant, le droit aux prestations de l'AI, l'administration a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
Le prospettive di successo per una decisione sugli atti ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA sussistono solo quando la persona assicurata o una persona avente diritto alle prestazioni abbia colposamente violato il proprio obbligo di collaborazione. Se inveÎ l'obbligo d'informazione non è adempiuto da un curante/medico, ciò non comporta, secondo le decisioni e i commentari citati, una sanzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA e una decisione sugli atti in questa situazione è inammissibile; vanno inveÎ adottate altre misure d'accertamento (p.es. convocazione a un esame specialistico).
“Ein Aktenentscheid kommt nach Art. 43 Abs. 3 ATSG nur in Frage, wenn die versicherte Person oder eine Person, die Leistungen beanspruchen will, die ihr obliegende Mitwirkungspflicht schuldhaft verletzt. Im vorliegenden Fall war es jedoch nicht der Beschwerdeführer, welcher seiner Mitwirkungspflicht in Bezug auf das Einreichen des Berichtes nicht nachkam. Vielmehr kam Dr. B.___ beziehungsweise der Psychologe Y.___ seiner Pflicht zur Auskunftserteilung gemäss Art. 6a Abs. 1 IVG nicht nach. Für diese Pflichtverletzung hat der Gesetzgeber jedoch keine Sanktion vorgesehen. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (vgl. BGE 134 V 189 E. 3.1 ff., Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 100). Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. B.___ beziehungsweise von Psychologe Y.___ ausgestellt werden musste. Es geht nicht an, in einer solchen Konstellation, wenn der Behandler auf die Aufforderung Berichte einzureichen nicht reagiert, diese Pflicht mit der Androhung eines Aktenentscheides auf die versicherte Person abzuwälzen. Der Beschwerdeführer selbst gab in seiner Anmeldung bekannt, dass er beim Psychologen Y.___ in Behandlung sei, womit er die erforderliche Ermächtigung im Sinne von Art. 6a Abs. 1 IVG erteilt hat (Urk. 5/3). Mit Schreiben vom 1. April 2019 (Urk. 5/55) bestätigte der Beschwerdeführer, immer noch in Behandlung bei Psychologe Y.___ und Dr. med. B.___ zu stehen und selbst mit der Beschwerde und der Replik brachte er vor, dass ein Bericht von diesen vorliegen sollte.”
“___ wiederholt erfolglos aufgefordert, den ihm zugestellten ärztlichen Fragebogen auszufüllen und einzureichen (vgl. Urk. 6/123, Urk. 6/130, Urk. 132 f.). Mithin wurde die Abklärung des medizinischen Sachverhaltes durch die Säumnis von Dr. Z.___ erschwert resp. verunmöglicht und war es nicht der Beschwerdeführer, welcher die Beschwerdegegnerin durch die Verletzung seiner Mitwirkungs- und Auskunftspflicht daran hinderte, den Leistungsanspruch abzuklären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.2). Ein Aktenentscheid kommt nach Art. 43 Abs. 3 ATSG indes nur in Frage, wenn die versicherte Person oder eine Person, die Leistungen beanspruchen will, die ihr obliegende Mitwirkungspflicht schuldhaft verletzt. Vorliegend kam Dr. Z.___ seiner Pflicht zur Auskunftserteilung gemäss Art. 6a Abs. 1 IVG nicht nach. Für diese Pflichtverletzung hat der Gesetzgeber jedoch keine Sanktion vorgesehen. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (BGE 134 V 189 E. 3.1 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 100). Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. Z.___ selbst ausgefüllt werden musste. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 100). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt durch Aufbietung zu einer fachärztlichen Untersuchung (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 69 Abs. 2 IVV) abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen.”
“Mithin wurde die Abklärung des medizinischen Sachverhaltes durch die Säumnis von Dr. B.___ erschwert respektive verunmöglicht und war es nicht der Beschwerdeführer, welcher die Beschwerdegegnerin durch die Verletzung seiner Mitwirkungs- und Auskunftspflicht daran hinderte, den Leistungsanspruch abzuklären. Ein Aktenentscheid kommt nach Art. 43 Abs. 3 ATSG indes nur in Frage, wenn die versicherte Person oder eine Person, die Leistungen beanspruchen will, die ihr obliegende Mitwirkungspflicht schuldhaft verletzt. Vorliegend kam Dr. B.___ seiner Pflicht zur Auskunftserteilung gemäss Art. 6a Abs. 1 IVG nicht nach. Für diese Pflichtverletzung hat der Gesetzgeber jedoch keine Sanktion vorgesehen. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (BGE 134 V 189 E. 3.1 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, N. 100 zu Art. 43 ATSG; BSK ATSG-Pärli/Kunz, N. 42 zu Art. 28 ATSG).”
La questione se i documenti disponibili consentano una valutazione giuridicamente sufficiente e quale forma di ulteriori accertamenti debba eventualmente essere intrapresa rientra nel potere discrezionale dell'ente assicurativo (art. 43 cpv. 1bis LPGA). I tribunali intervengono in tale discrezionalità solo per giustificato motivo.
“E. 4.1). Der Entscheid, ob aufgrund der vorhandenen Akten bereits eine rechtsgenügliche Beurteilung vorgenommen werden kann oder eine zusätzliche Abklärung angezeigt ist, liegt demnach ebenso im Ermessen der Verwaltung wie die Wahl der Art der Abklärung (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). In dieses Ermessen greifen die Gerichte ohne triftigen Grund nicht ein (vgl. BGer-Urteil 8C_828/2013 vom”
LPGA art. 43 n. 700 Se una perizia è disposta mediante provvedimento, la persona assicurata deve ricevere, con il provvedimento, il catalogo delle domanÞ rivolte al perito (questionario).
“Gemäss der bis am 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung von Art. 44 ATSG hatte der Versicherungsträger, wenn er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen musste, der Partei deren oder dessen Namen bekannt zu geben. Diese konnte den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen. Art. 44 ATSG kommt als Ergänzung von Art. 43 Abs. 1 ATSG zum Tragen. Ein Gutachten ist einzuholen, wenn der nach Art. 43 Abs. 2 ATSG zu erhebende Sachverhalt durch den Sozialversicherungsträger als nicht genügend beurteilt wird, er mithin weitere ärztliche oder fachliche Untersuchungen für notwendig erachtet (Schiavi, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N 3 zu Art. 44). Mit BGE 137 V 210 vom 28. Juni 2011 hielt das Bundesgericht zudem fest, dass der versicherten Person mit der verfügungsmässigen Anordnung der Begutachtung der Katalog mit den an den Gutachter gerichteten Fragen zur Stellungnahme zu unterbereiten ist (E. 3.4.2.9; vgl. dazu auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Rz. 42 zu Art. 44). Diese zur Invalidenversicherung ergangene Rechtsprechung findet auch im Bereich der Unfallversicherung Anwendung (BGE 138 V 318 vom 13. August 2012 E. 6).”
“Gemäss der bis am 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung von Art. 44 ATSG hatte der Versicherungsträger, wenn er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen musste, der Partei deren oder dessen Namen bekannt zu geben. Diese konnte den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen. Art. 44 ATSG kommt als Ergänzung von Art. 43 Abs. 1 ATSG zum Tragen. Ein Gutachten ist einzuholen, wenn der nach Art. 43 Abs. 2 ATSG zu erhebende Sachverhalt durch den Sozialversicherungsträger als nicht genügend beurteilt wird, er mithin weitere ärztliche oder fachliche Untersuchungen für notwendig erachtet (Schiavi, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N 3 zu Art. 44). Mit BGE 137 V 210 vom 28. Juni 2011 hielt das Bundesgericht zudem fest, dass der versicherten Person mit der verfügungsmässigen Anordnung der Begutachtung der Katalog mit den an den Gutachter gerichteten Fragen zur Stellungnahme zu unterbereiten ist (E. 3.4.2.9; vgl. dazu auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Rz. 42 zu Art. 44). Diese zur Invalidenversicherung ergangene Rechtsprechung findet auch im Bereich der Unfallversicherung Anwendung (BGE 138 V 318 vom 13. August 2012 E. 6).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 699 Il giudiÎ o il Tribunale delle assicurazioni può procedere d'ufficio ad accertamenti integrativi (p. es. perizia giudiziale) oppure rimettere la causa all'amministrazione. Un rinvio è particolarmente giustificato quando l'istanza precedente ha effettuato constatazioni solo sommariamente o quando questioni rilevanti ai fini della decisione non sono ancora state chiarite.
“In effetti, in assenza dei citati accertamenti complementari non era, né è, possibile determinarsi con cognizione di causa, ed il necessario grado della verosimiglianza preponderante, sullo stato di salute del ricorrente e sull'incidenza delle affezioni di cui soffre sulla capacità a svolgere un'attività sostitutiva adeguata. In particolare, un rinvio all'autorità inferiore si giustifica, dal profilo delle garanzie procedurali (in particolare quello della doppia istanza con piena cognizione) nei casi in cui, come nella fattispecie, è richiesto un accertamento peritale in un ambito che non è stato (o comunque insufficientemente) chiarito nella procedura di prima istanza, ma che lo avrebbe dovuto essere prima dell'emanazione della decisione litigiosa, gli elementi per dovere agire in tal senso essendo già presenti agli atti di causa (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 [cfr., in particolare, anche il consid. 7.3 del presente giudizio]). Peraltro, il Tribunale federale ha già avuto modo pure di precisare che in virtù dell'art. 43 LPGA nonché degli art. 12 e 13 PA e dell'art. 19 PA in relazione con l'art. 40 PCF (RS 273), il Tribunale accerta, con la collaborazione delle parti, i fatti determinanti per la soluzione della controversia, assume le prove necessarie e le valuta liberamente. Secondo giurisprudenza, se il giudice ritiene che i fatti non sono sufficientemente delucidati, può, peraltro non senza qualche limitazione (cfr. DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4), sia rinviare la causa all'amministrazione per completamento dell'istruzione sia procedere lui medesimo a tale istruzione complementare. Un rinvio all'amministrazione che ha per scopo di completare l'accertamento dei fatti non viola né i principi della semplicità e della celerità né il principio inquisitorio. In particolare, un siffatto rinvio appare in generale siccome giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (sentenza del TF 9C_162/2007 del 3 aprile 2008 consid.”
“In effetti, in assenza dei citati accertamenti complementari non era, né è, possibile determinarsi con cognizione di causa, ed il necessario grado della verosimiglianza preponderante, sullo stato di salute del ricorrente e sull'incidenza delle affezioni di cui soffre sulla capacità a svolgere un'attività sostitutiva adeguata. In particolare, un rinvio all'autorità inferiore si giustifica, dal profilo delle garanzie procedurali (in particolare quello della doppia istanza con piena cognizione) nei casi in cui, come nella fattispecie, è richiesto un accertamento peritale interdisciplinare in ambiti che non sono stati (o comunque insufficientemente) chiariti nella procedura di prima istanza, ma che lo avrebbero dovuto essere prima dell'emanazione della decisione litigiosa, gli elementi per dovere agire in tal senso essendo già presenti agli atti di causa (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 [cfr., in particolare, il consid. 12 del presente giudizio]). Peraltro, il Tribunale federale ha già avuto modo pure di precisare che in virtù dell'art. 43 LPGA nonché degli art. 12 e 13 PA e dell'art. 19 PA in relazione con l'art. 40 PCF (RS 273), il Tribunale accerta, con la collaborazione delle parti, i fatti determinanti per la soluzione della controversia, assume le prove necessarie e le valuta liberamente. Secondo giurisprudenza, se il giudice ritiene che i fatti non sono sufficientemente delucidati, può, peraltro non senza qualche limitazione (cfr. DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4), sia rinviare la causa all'amministrazione per completamento dell'istruzione sia procedere lui medesimo a tale istruzione complementare. Un rinvio all'amministrazione che ha per scopo di completare l'accertamento dei fatti non viola né i principi della semplicità e della celerità né il principio inquisitorio. In particolare, un siffatto rinvio appare in generale siccome giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (sentenza del TF 9C_162/2007 del 3 aprile 2008 consid.”
“Ils ne peuvent pas se contenter de reprendre sans autre examen le degré d'invalidité de l'assureur-accident ou de l'office AI (cf. ATF 133 V 549 consid. 6 et les références citées ; arrêts du TF 8C_330/2021 du 8 juin 2021 consid. 4.2 ; 8C_224/2019 du 18 septembre 2019 consid. 4.3). Par conséquent, le fait que le recourant continue à percevoir une rente d'invalidité de 42% de la SUVA n'est pas pertinent dans le cadre de la présente cause devant le Tribunal de céans, lequel n'est pas lié par le jugement cantonal relatif à l'assurance-accident. 5. 5.1 Au vu de tout ce qui précède, ni l'état de santé du recourant ni sa capacité de travail respectivement de gain n'ont été dûment établis par l'autorité inférieure qui n'a pas effectué toutes les mesures d'instruction, ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical et économique afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur le droit aux prestations d'invalidité du recourant, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Partant, il s'avère ainsi nécessaire de clarifier les faits de la cause dans son ensemble. 5.2 Aux termes de l'art. 61 al. 1 PA, l'autorité de recours statue elle-même sur l'affaire ou exceptionnellement la renvoie avec des instructions impératives à l'autorité inférieure. Le Tribunal fédéral a précisé à cet égard que le renvoi de l'affaire à l'autorité inférieure se justifie notamment lorsqu'il s'agit d'enquêter sur une situation médicale qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen complet, respectivement lorsque l'autorité inférieure n'a nullement instruit une question déterminante pour l'examen du droit aux prestations ou lorsqu'un éclaircissement, une précision ou un complément d'expertise s'avère nécessaire (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 ; arrêt du TF 8C_633/2014 du 11 décembre 2014 consid 3.2 et 3.3). Dans le cas concret, il se justifie, en application de l'art. 61 al. 1 PA, de renvoyer la cause à l'autorité inférieure afin qu'elle procède aux mesures d'instruction nécessaires, puis rende une nouvelle décision.”
“4) - si oppone al rinvio della causa all'autorità inferiore per completamento dell'istruttoria. In effetti, in assenza dei citati accertamenti complementari non era, né è possibile determinarsi con cognizione di causa ed il necessario grado della verosimiglianza preponderante sullo stato di salute del ricorrente e sull'incidenza delle affezioni di cui soffre sulla residua capacità lavorativa e sulla sua evoluzione. In particolare, un rinvio all'autorità inferiore si giustifica, dal profilo delle garanzie procedurali (in particolare quello della doppia istanza con piena cognizione) nei casi in cui, come nella fattispecie, è richiesto un ulteriore accertamento peritale in ambiti che non sono stati sufficientemente chiariti nella procedura di prima istanza, ma che lo avrebbero dovuto essere prima dell'emanazione della decisione litigiosa (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 [cfr., in particolare, il consid. 5 del presente giudizio]). Peraltro, il Tribunale federale ha già avuto modo pure di precisare che in virtù dell'art. 43 LPGA nonché degli art. 12 e 13 PA e dell'art. 19 PA in relazione con l'art. 40 PCF (RS 273), il Tribunale accerta, con la collaborazione delle parti, i fatti determinanti per la soluzione della controversia, assume le prove necessarie e le valuta liberamente. Secondo giurisprudenza, se il giudice ritiene che i fatti non sono sufficientemente delucidati, può, peraltro non senza qualche limitazione (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 secondo cui un rinvio resta possibile laddove si impongono accertamenti medici in merito ad una questione che non è ancora stata oggetto di alcun approfondimento, rispettivamente laddove è necessario un semplice chiarimento o completamento di una perizia), sia rinviare la causa all'amministrazione per completamento dell'istruzione, sia procedere lui medesimo a tale istruzione complementare. Un rinvio all'amministrazione che persegue lo scopo di completare l'accertamento dei fatti non viola né i principi della semplicità e della celerità né il principio inquisitorio. In particolare, un siffatto rinvio appare in generale giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (sentenza del TF 9C_162/2007 del 3 aprile 2008 consid.”
“4) - si oppone al rinvio della causa all'autorità inferiore per completamento dell'istruttoria. In effetti, in assenza di tali accertamenti complementari, non era, né è, possibile determinarsi con cognizione di causa, ed il necessario grado della verosimiglianza preponderante, sullo stato di salute del ricorrente e sull'incidenza delle affezioni di cui soffre sulla residua capacità lavorativa. In particolare, un rinvio all'autorità inferiore si giustifica, dal profilo delle garanzie procedurali (segnatamente quello della doppia istanza con piena cognizione) nei casi in cui, come nella fattispecie, è richiesto un accertamento peritale indispensabile per potersi determinare nel caso in esame con cognizione di causa (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4) e che peraltro l'autorità inferiore avrebbe già dovuto richiedere prima di emanare la decisione impugnata, gli elementi per dover agire in tal senso essendo già noti prima dell'emanazione della decisione impugnata. Peraltro, il Tribunale federale ha già avuto modo pure di precisare che in virtù dell'art. 43 LPGA nonché degli art. 12 e 13 PA e dell'art. 19 PA in relazione con l'art. 40 PCF (RS 273), il Tribunale accerta, con la collaborazione delle parti, i fatti determinanti per la soluzione della controversia, assume le prove necessarie e le valuta liberamente. Secondo giurisprudenza, se il giudice ritiene che i fatti non sono sufficientemente delucidati, può, peraltro non senza qualche limitazione (cfr. DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4), sia rinviare la causa all'amministrazione per completamento dell'istruzione sia procedere lui medesimo a tale istruzione complementare. Un rinvio all'amministrazione che ha per scopo di completare l'accertamento dei fatti non viola né i principi della semplicità e della celerità né il principio inquisitorio. In particolare, un siffatto rinvio appare in generale siccome giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (cfr.”
“” (DTF 137 V 263-265) In una sentenza 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 - dunque successiva a quella pubblicata in DTF 137 V 210 -, emanata in materia di assicurazione contro gli infortuni, il Tribunale federale ha ribadito i principi sviluppati nella DTF 135 V 465, in particolare che, in presenza di dubbi circa l’affidabilità di rapporti allestiti da medici di fiducia, il giudice (cantonale) è libero di scegliere se ordinare direttamente una perizia giudiziaria oppure rinviare gli atti all’amministrazione affinché disponga essa stessa una perizia seguendo la procedura di cui all’art. 44 LPGA: " Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).” (STF 8C_59/2011, consid. 5.2) In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1; STCA 35.2020.88 dell’8 febbraio 2021 consid. 2.10; STCA 35.2020.70 del 1° marzo 2021 consid. 2.10; STCA 35.2020.100 del 22 marzo 2021 consid. 2.10; STCA 35.2021.12 del 16 giugno 2021 consid. 2.10). Con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 pag. 137 segg., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio.”
Se una persona assicurata manÊ ingiustificatamente a un appuntamento di accertamento necessario per la valutazione e un ricovero ospedaliero richiesto contestualmente è ritenuto dall'amministrazione non giustificato dal punto di vista medico, ciò può essere considerato una violazione dell'obbligo di collaborazione ai sensi dell'art. 43 LPGA e, di conseguenza, può comportare il rifiuto delle prestazioni.
“Dopo aver acquisito il rapporto di dimissione della Clinica __________ dell’11 dicembre 2019 (pag. 631 incarto AI) e la valutazione del 27 dicembre 2019 del medico SMR, dr. med. __________ (pag. 634 incarto AI), con decisione del 4 marzo 2020, preavvisata dal progetto del 22 gennaio 2020 (pag. 636 incarto AI), l’UAI ha respinto la richiesta di prestazioni con le seguenti motivazioni: " Con decisione del 23.01.2017 (confermata dal TCA tramite Sentenza dell’11.09.2017) le è stata soppressa la rendita intera con grado AI del 100% in corso dal 01.04.2010 in quanto non si è attenuto all’obbligo di collaborare. Con decisione incidentale del 18.07.2019 per tramite del suo ex rappresentante legale è stato informato sulle conseguenze qualora l’obbligo di collaborare non venisse, nuovamente, adempiuto. Considerato come lei non si sia presentato al previsto appuntamento del 02.12.2019 presso il Dr. __________ si rifiuta il diritto a prestazioni causa il persistere dell’infrazione dell’obbligo di collaborare (art. 43 LPGA). Osservazioni al progetto di decisione del 22.01.2020: Abbiamo ricevuto le sue mail del 26.02.2020 e del 18.02.2020. Come già comunicatole via posta elettronica il 28.01.2020 ribadiamo che il nostro Servizio Medico Regionale (SMR) ha ritenuto che il ricovero dal mattino del 30.11.2019 al pomeriggio del 02.12.2019 non era medicalmente giustificato e lei dunque avrebbe potuto benissimo presentarsi all’accertamento peritale previsto lunedì 2 dicembre 2019 alle ore 10:00.” (doc. A2) 1.27. RI 1, rappresentato dall’avv. RA 1, è insorto al TCA contro la predetta decisione, chiedendone l’annullamento e domandando di essere posto al beneficio dell’assistenza giudiziaria con gratuito patrocinio (doc. I). L’insorgente contesta il rifiuto di attribuirgli una rendita, sostenendo che l’amministrazione sarebbe stata condizionata da quanto accaduto nell’ambito della precedente procedura. Egli sottolinea la contraddizione delle posizioni dell’UAI circa la sospensione della procedura peritale con contestuale richiesta di dar seguito all’accertamento medico, rilevando che si è visto misconoscere la validità del ricovero presso la Clinica __________ allorché gli viene rifiutato l’accesso agli atti, in violazione del diritto di essere sentito, per motivi medici.”
L'autorità, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, deve procedere ad ulteriori accertamenti delle circostanze rilevanti ai fini del diritto sostanziale; ciò può — qualora gli atti non offrano una base sufficiente per una decisione o non sia possibile chiarire pareri medici discordanti — comportare la disposizione di una perizia medico-specialistiÊ indipendente dall'amministrazione (p. es. ortopediÊ) e di altri accertamenti integrativi.
“Im Sozialversicherungsrecht gilt generell das Untersuchungsprinzip. Dem- nach hat die Behörde im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; vgl. auch KIESER, Kommentar ATSG, Zürich/St. Gallen 2020, Art. 43 Rz. 13 ff .; Urteil des Bundesgerichts 8C_398/2018 vom 5. Dezember 2019 E.3.1). Die Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich im kantonalen Gerichtsverfahren (KIESER, a.a.O. Art. 43 Rz. 30). - 11 - Um beurteilen zu können, ob vorliegend ein qualifizierter Kausalzusam- menhang zwischen dem Geburtsgebrechen des Beschwerdeführers und dem sekundären Gesundheitsschaden besteht, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung stellen (BGE 132 V 93 E.4). Dabei können sich die IV-Stellen und im Streitfall die Sozia- lversicherungsgerichte auf die RAD (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizini- sche Sachverständige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind, viel- mehr gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwer- deverfahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (BGE 143 V 124 E.”
“________ considère l'absence de gêne lors de la pratique très régulière du football en deuxième division, et l'apparition soudaine d'une instabilité subjective après l'accident du 11 mars 2020 et l'événement du 15 avril 2020, comme un indice sérieux du fait que l'accident du 11 mars 2020 a causé la lésion ligamentaire, ou l'a aggravée, permettant de tenir cette hypothèse comme la plus probable. On ne saurait, à ce stade, réduire cette argumentation à un simple raisonnement post hoc ergo propter hoc — il s'agit plutôt de déterminer si l'absence de gêne antérieure au 11 mars 2020 est véritablement compatible, dans la situation du recourant, avec une dégénérescence relativement avancée du ligament croisé antérieur —, ni la réfuter sur la base du seul avis contraire du médecin-conseil de l'intimée, émis pendant la procédure de recours. 6. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimée, à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA, pour qu’elle en reprenne l’instruction, ordonne une expertise orthopédique conformément à l'art. 44 LPGA, puis statue à nouveau. Il appartiendra notamment à l'expert de déterminer, au vu de l'ensemble des éléments à sa disposition (anamnèse personnelle et médicale, dossier médical antérieur à l'accident du 11 mars 2020 et à l'événement du 15 avril 2020, rapports médicaux et protocole opératoire postérieurs à ces événements), si l'existence d'une atteinte dégénérative ou maladive du ligament croisé, antérieure à l'accident du 11 mars 2020, est vraisemblable au degré de la vraisemblance prépondérante et, cas échéant, si l'on peut établir au degré de la vraisemblance prépondérante que l'accident du 11 mars 2020, respectivement l’événement du 15 avril 2020, a aggravé ou non cette lésion. Si tel ne devait pas être le cas, il est probable que l'on puisse en conclure également que l'atteinte au ligament croisé antérieur est principalement d'origine dégénérative ; il conviendra néanmoins d'interroger l'expert sur ce point également.”
“Il n’appartient toutefois pas à la Cour de céans, en l’état, d’endosser le rôle de l’expert médical et de revoir cette dénomination. Toujours est-il est que le Dr Y.________ a clairement exposé que, de son point de vue, la zone lésée du TFCC était périphérique et non centrale, et qu’elle concernait la fonction de l’articulation radio-ulnaire distale, autrement dit la fonction ligamentaire de ce complexe, et non la fonction cartilagineuse (ou méniscale). Cette appréciation est restée sans réponse de la part de l’intimée et la Cour de céans ne peut pas départager les avis du Dr K.________ et du Dr Y.________ sur ce point, sans expertise médicale. L’instruction menée par l’intimée est donc lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il lui appartiendra de mettre en œuvre une expertise orthopédique, conformément à l’art. 44 LPGA, et dans ce cadre d’inviter l’expert à se déterminer plus précisément sur le point de savoir si la lésion subie par l’assuré doit être qualifiée de lésion d’un ligament ou non. En particulier, l’expert précisera, de manière soigneusement détaillée, s’il lui parait pertinent de distinguer la situation entre une lésion périphérique du TFCC et une lésion centrale, en admettant de qualifier une lésion périphérique de lésion ligamentaire. 7. a) Vu ce qui précède, le recours est admis et la décision sur opposition litigieuse annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants et nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA), ni d’allouer de dépens, la partie recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I.”
“hiervor). Nach dem Gesagten folgt, dass die Sache nicht spruchreif ist, weil nicht geklärt ist, ob beziehungsweise inwieweit die von der Beschwerdeführerin geklagten Gesundheitsbeeinträchtigungen an der Schulter in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 16. Juni 2021 stehen. Auch für den Schluss, dass der Status quo sine am 21. Juli 2022 erreicht worden sei – wie in der Verfügung vom 23. September 2021 (UV-act. A3) explizit ausgeführt wurde –, bieten die Akten keine hinreichende Grundlage. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2021 (UV-act. A10) ist somit in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen und deshalb aufzuheben. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein verwaltungsunabhängiges Gutachten einhole, welches nicht nur die Frage der natürlichen Kausalität, sondern auch alle weiteren offenen medizinischen Fragen (etwa nach der Wertigkeit der noch bestehenden Schulterbeschwerden) nachvollziehbar beantwortet. Hernach wird die Beschwerdegegnerin über die Ansprüche der Beschwerdeführerin ab 22. Juli 2021 neu zu verfügen haben. Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. f ATSG). Im UVG ist eine solche Kostenpflicht nicht vorgesehen. Das Verfahren ist deshalb kostenlos. Die obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1.”
“Auch wenn sich die Ärzte hinsichtlich Diagnose und Befundlage einig sind, widersprechen sich ihre Ansichten in Bezug auf die Einordnung der Meniskusschädigung als traumatisch oder degenerativ/krankhaft. Damit ist es der Beschwerdegegnerin nicht gelungen, anhand der für oder gegen eine traumatische Genese sprechenden Kriterien überzeugend und nachvollziehbar einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest überwiegend wahrscheinlich ist (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2; 138 V 218 E. 6; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 8C_740/2020 vom 7. April 2021 E. 4.2; 8C_59/2020 vom 14. April 2020 E. 5.4). Die bei den Akten befindlichen medizinischen Unterlagen lassen keine zuverlässige Beantwortung der rechtserheblichen Frage, ob die Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, zu. Bei dieser Ausgangslage wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, die Angelegenheit weiter abzuklären, was sie in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht getan hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_347/2021 vom 10. November 2021 E. 4.4). Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein Gutachten über die hier streitige Frage einhole und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.”
“Cette question n’a toutefois pas été traitée au niveau de la décision sur opposition, mais seulement dans le cadre de la présente procédure. L’intimée, reprenant l’avis du Dr J.________ du 28 mai 2024, a considéré que le Prof. D.________ ne posait que des hypothèses, ce qui impliquait que la causalité naturelle ne restait que possible. Or ce constat n’est pas corrélé par les constatations du Prof. D.________, qui fait plus que de simples hypothèses. Quoi qu’il en soit, la question litigieuse ne porte pas sur le lien de causalité entre une éventuelle rechute et l’accident, mais bien sur la question de savoir si la poursuite du traitement était susceptible d’apporter une amélioration sensible de l’état de la recourante. Au vu des considérations ci-dessus, il se justifie d’annuler la décision sur opposition litigieuse et de renvoyer le dossier à l’intimée dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il incombera à Y.________ de mettre en œuvre une expertise orthopédique. A l’issue de cette instruction complémentaire, l’intimée rendra une nouvelle décision. 6. a) En définitive, le recours doit être admis et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, la recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la juge unique prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 19 octobre 2023 par Y.________ est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens.”
“Sachverhalts vorliegt. Es liegt keine medizinische Beurteilung bei den Akten, welche es dem Gericht erlauben würde, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob der heutige Gesundheitsschaden, dessen Mass auch unklar ist, auf die traumatischen Verletzungen vom 1. und 3. Oktober 2022 zurückzuführen sind. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität verpflichtet gewesen. Rückweisung an die Vorinstanz zur Vornahme ergänzender Abklärungen und anschliessend neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2024, UV 2024/18). Entscheid vom 4. November 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrice Borio Geschäftsnr. UV 2024/18 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen Baloise Versicherung AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Oskar Müller, Steinhauserstrasse 51, Postfach 7552, 6302 Zug, Gegenstand Versicherungsleistungen Sachverhalt A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. November 2019 als Geschäftsführer bei der B.___ GmbH (nachfolgend: Arbeitgeberin) tätig und dadurch bei der Baloise Versicherung AG (nachfolgend: Baloise) insbesondere gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 1.”
Per le procedure in cui la domanÚ di prestazione è stata presentata prima del 1° gennaio 2022, potevano essere applicate le disposizioni in vigore fino al 31 dicembre 2021; nel caso qui citato si rileva che le norme applicabili in materia di obblighi di collaborazione ai sensi dell'art. 43 LPGA non sono state modificate, per cui la questione della loro collocazione temporale non assume infine alcuna rilevanza ai fini della decisione.
“Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) wären die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 2022, 8C_455/2021, E. 2). Dabei ist jedoch darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer sich im vorliegenden Verfahren bereits im Dezember 2016 zum Leistungsbezug angemeldet hat. Ein Eintritt der Invalidität vor dem 1. Januar 2022 kann - wie nachfolgend in Erwägung 9.5.2 festgehalten - daher nicht ausgeschlossen werden. Unter diesen Umständen blieben aber die bis 31. Dezember 2021 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Da im vorliegenden Verfahren die anwendbaren Bestimmungen betreffend Mitwirkungspflicht (Art. 43 ATSG) keine Änderung erfahren haben und der Leistungsanspruch nicht materiell zu beurteilen ist, spielt die Frage, welche Bestimmungen gemäss WEIV dem Entscheid zu Grunde zu legen sind, letztlich jedoch keine Rolle. 4. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10.”
“festgehalten - daher nicht ausgeschlossen werden. Unter diesen Umständen blieben aber die bis 31. Dezember 2021 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Da im vorliegenden Verfahren die anwendbaren Bestimmungen betreffend Mitwirkungspflicht (Art. 43 ATSG) keine Änderung erfahren haben und der Leistungsanspruch nicht materiell zu beurteilen ist, spielt die Frage, welche Bestimmungen gemäss WEIV dem Entscheid zu Grunde zu legen sind, letztlich jedoch keine Rolle.”
Nei procedimenti relativi a cure all'estero il referto del medico fiduciario costituisÎ spesso la base. Se il medico fiduciario ritiene che i presupposti per la copertura dei costi siano soddisfatti o non giunga a una conclusione chiara, l'assicuratore sottopone all'Ufficio federale della sanità pubbliÊ (UFSP) una perizia specialistiÊ. La perizia dell'UFSP deve pronunciarsi in particolare sulle questioni se il trattamento in Svizzera non sia realizzabile o lo sia solo con rischi elevati e se efficacia, appropriatezza ed economicità del trattamento estero siano comprovate. L'UFSP richiama gli assicuratori ad effettuare, ai sensi dell'art. 43 LPGA, gli accertamenti necessari.
“Kommt der Vertrauensarzt gestützt auf diese klar zum Schluss, dass es sich nicht um eine Pflichtleistung einer medizinischen Behandlung im Ausland handelt, lehnt der Krankenversicherer die Kostenübernahme ab. Erachtet er die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme als erfüllt, unterbreitet er dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Fachgutachten; ebenso kann er ans BAG gelangen, wenn er zu keinem klaren Schluss kommt. Das Fachgutachten hat sich dabei zu folgenden Fragen zu äussern: 1. Ist die medizinische Behandlung in der Schweiz nicht oder nur mit hohen Risiken für die betroffene Person durchführbar? 2. Ist die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Behandlung im Ausland belegt? Verneint das BAG eine dieser Fragen, teilt es dies dem Vertrauensarzt des Versicherers mit. Bejaht es beide Fragen, gibt es dem Vertrauensarzt die Empfehlung ab, die Kosten der medizinischen Behandlung im Ausland zu übernehmen. Schliesslich weist das BAG die Krankenversicherer auf ihre Pflicht hin, gestützt auf Art. 43 ATSG die notwendigen Abklärungen betreffend Leistungspflicht vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 170 E. 8.3 m.H.a. Informationsschreiben des BAG vom 8.4.2008 an die KVG-Versicherer und ihre Rückversicherer über die medizinischen Behandlungen im Ausland, abrufbar unter: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-versicherer-aufsicht/kreis-und-informationsschreiben/informationsschreiben-internationales.html). Das fehlende Verzeichnis schliesst die Anspruchsberechtigung nicht aus (vgl. BGE 128 V 75). 2.4. Das Territorialitätsprinzip ist ein wichtiger Grundsatz in der schweizerischen Krankenpflegeversicherung (vgl. BBl 2016 S. 8). Das Bundesgericht ist bei der Annahme der Ausnahmetatbestände denn auch sehr zurückhaltend. Nach der Rechtsprechung ist eine Ausnahme vom Territorialitätsprinzip gemäss Art. 34 Abs. 2 KVG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 KVV nur möglich, wenn in der Schweiz überhaupt keine Behandlungsmöglichkeit besteht oder aber im Einzelfall eine innerstaatlich praktizierte therapeutische Massnahme im Vergleich zur auswärtigen Behandlungsalternative für die betroffene Person wesentliche und erheblich höhere Risiken mit sich bringt und damit eine mit Blick auf den angestrebten Heilungserfolg medizinisch verantwortbare und in zumutbarer Weise durchführbare, mithin zweckmässige Behandlung in der Schweiz konkret nicht gewährleistet ist (vgl.”
“Kommt der Vertrauensarzt gestützt auf diese klar zum Schluss, dass es sich nicht um eine Pflichtleistung einer medizinischen Behandlung im Ausland handelt, lehnt der Krankenversicherer die Kostenübernahme ab. Erachtet er die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme als erfüllt, unterbreitet er dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Fachgutachten; ebenso kann er ans BAG gelangen, wenn er zu keinem klaren Schluss kommt. Das Fachgutachten hat sich dabei zu folgenden Fragen zu äussern: 1. Ist die medizinische Behandlung in der Schweiz nicht oder nur mit hohen Risiken für die betroffene Person durchführbar? 2. Ist die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Behandlung im Ausland belegt? Verneint das BAG eine dieser Fragen, teilt es dies dem Vertrauensarzt des Versicherers mit. Bejaht es beide Fragen, gibt es dem Vertrauensarzt die Empfehlung ab, die Kosten der medizinischen Behandlung im Ausland zu übernehmen. Schliesslich weist das BAG die Krankenversicherer auf ihre Pflicht hin, gestützt auf Art. 43 ATSG die notwendigen Abklärungen betreffend Leistungspflicht vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 170 E. 8.3 m.H.a. Informationsschreiben des BAG vom 8.4.2008 an die KVG-Versicherer und ihre Rückversicherer über die medizinischen Behandlungen im Ausland, abrufbar unter: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-versicherer-aufsicht/kreis-und-informationsschreiben/informationsschreiben-internationales.html). Das fehlende Verzeichnis schliesst die Anspruchsberechtigung nicht aus (vgl. BGE 128 V 75). 2.4. Das Territorialitätsprinzip ist ein wichtiger Grundsatz in der schweizerischen Krankenpflegeversicherung (vgl. BBl 2016 S. 8). Das Bundesgericht ist bei der Annahme der Ausnahmetatbestände denn auch sehr zurückhaltend. Nach der Rechtsprechung ist eine Ausnahme vom Territorialitätsprinzip gemäss Art. 34 Abs. 2 KVG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 KVV nur möglich, wenn in der Schweiz überhaupt keine Behandlungsmöglichkeit besteht oder aber im Einzelfall eine innerstaatlich praktizierte therapeutische Massnahme im Vergleich zur auswärtigen Behandlungsalternative für die betroffene Person wesentliche und erheblich höhere Risiken mit sich bringt und damit eine mit Blick auf den angestrebten Heilungserfolg medizinisch verantwortbare und in zumutbarer Weise durchführbare, mithin zweckmässige Behandlung in der Schweiz konkret nicht gewährleistet ist (vgl.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 694 L'ente assicurativo determina, caso per caso, quali ambiti debbano essere esaminati e a quale profondità siano necessarie le verifiche; quanto alla necessità, all'entità e all'appropriatezza degli accertamenti medici dispone di un ampio margine di discrezionalità. Per gli accertamenti può avvalersi di professionisti medici interni all'ente assicurativo. Il principio dell'indagine vale altresì nel processo in materia di assicurazioni sociali: giudiÎ e amministrazione devono d'ufficio provvedere a un accertamento completo dei fatti, e spetta anche al giudiÎ decidere sui mezzi necessari per l'accertamento.
“Ist eine versicherte Person nach einem Unfall wieder in der Lage, in ihrer angestammten Tätigkeit vollzeitlich erwerbstätig zu sein, wird der Fall in der Regel selbst dann abzuschliessen sein, wenn die Fortsetzung einer medizinischen Behandlung die Befindlichkeit noch weiter verbessern könnte (Urteile 8C_970/2012 vom 31. Juli 2013 E. 3.4 und 8C_432/2009 vom 2. November 2009 E. 5.1). Die Möglichkeit einer namhaften Besserung bestimmt sich dabei prognostisch und nicht aufgrund einer retrospektiven Beurteilung (Urteile 8C_888/2013 vom 2. Mai 2015 E. 4.1 mit Hinweisen und 8C_432/2009 vom 2. November 2009 E. 3.2). Kann von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden und sind zugleich die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG (Pflegeleistungen und Kostenvergütungen nach Festsetzung einer Invalidenrente) nicht erfüllt, hat der Unfallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. Der obligatorische Krankenversicherer tritt an seine Stelle (BGE 140 V 130, 132 E. 2.2 und BGE 134 V 109, 115 E. 4.2). 4.4. 4.4.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). 4.4.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.”
“Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG), da die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt nicht rechtsgenügend abgeklärt und der RAD die Berichte des Kantonsspitals A.___ vom 25. Februar und 8. April 2022 (Urk. 3/3-4) nicht berücksichtigt habe (Urk. 1 S. 3). In diesem Zusammenhang gilt es zunächst festzuhalten, dass es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung besteht ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen). Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk.”
art. 43 cpv. 1 LPGA rientra nel principio dell'accertamento: amministrazione e giudiÎ hanno d'ufficio il dovere di provvedere all'accertamento corretto e completo del fatto rilevante ai fini del diritto. Nei casi transfrontalieri con collegamento all'UE tale ambito di obbligo può ugualmente trovare applicazione (cfr. la pronuncia citata).
“Auf die eingereichte Beschwerde ist, nachdem die Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses infolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entfallen ist (vgl. Art. 69 Abs. 1bis und 2 IVG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG; BVGer2-act. 11), einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. Zum Beschwerdeverfahren ist Folgendes festzuhalten: 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das Bundesverwaltungsgericht nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 2.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). 3. Nachfolgend ist zunächst das anwendbare materielle Recht und der zeitlich massgebende Sachverhalt zu bestimmen: 3.1 Die Beschwerdeführerin ist indische Staatsangehörige und mit einem Schweizer Bürger verheiratet (vgl. oben Bst. A). Gemäss Bundesgerichtsurteil 8C_660/2018 vom 7. Mai 2019 haben sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr Ehemann Wohnsitz in Deutschland (vgl. auch nachfolgend E. 5.2), weshalb - sofern sich die Wohnsitzsituation zwischenzeitlich nicht verändert hat (vgl. dazu nachfolgend E. 5.3 ff. und 6) - offensichtlich ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit Bezug zur EU vorliegt (vgl.”
“Auf die eingereichte Beschwerde ist, nachdem die Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses infolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entfallen ist (vgl. Art. 69 Abs. 1bis und 2 IVG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG; BVGer2-act. 11), einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. Zum Beschwerdeverfahren ist Folgendes festzuhalten: 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das Bundesverwaltungsgericht nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 2.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). 3. Nachfolgend ist zunächst das anwendbare materielle Recht und der zeitlich massgebende Sachverhalt zu bestimmen: 3.1 Die Beschwerdeführerin ist indische Staatsangehörige und mit einem Schweizer Bürger verheiratet (vgl. oben Bst. A). Gemäss Bundesgerichtsurteil 8C_660/2018 vom 7. Mai 2019 haben sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr Ehemann Wohnsitz in Deutschland (vgl. auch nachfolgend E. 5.2), weshalb - sofern sich die Wohnsitzsituation zwischenzeitlich nicht verändert hat (vgl. dazu nachfolgend E. 5.3 ff. und 6) - offensichtlich ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit Bezug zur EU vorliegt (vgl.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 692 Nel valutare la ragionevolezza devono essere considerati fattori soggettivi (p. es. età, stato di salute, esperienze pregresse con accertamenti), tuttavia tali circostanze vanno valutate in modo oggettivo. Gli accertamenti abituali presso un centro di perizie si considerano, in mancanza di circostanze concrete che vi si oppongano, in linê di principio ragionevoli.
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Was mit dem Begriff notwendig gemeint ist, geht aus Art. 43 Abs. 1 ATSG hervor. Es sind Untersuchungen, welche dazu dienen, den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und richtig zu ermitteln (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage, Basel 2020, Art. 43 Rz. 21). Die kumulativ zu erfüllende Voraussetzung der Zumutbarkeit ist objektiv und subjektiv zu verstehen, wobei die zu Art. 21 Abs. 2 ATSG entwickelten Grundsätze analog gelten. Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären. Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende Person aus ihrer eigenen (subjektiven) Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar betrachtet oder nicht, sondern darum, dass die subjektiven Umstände (etwa Alter der Person, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen) in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht. Die üblichen Untersuchungen in einer Gutachtenstelle sind ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als zumutbar zu betrachten (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Was mit dem Begriff notwendig gemeint ist, geht aus Art. 43 Abs. 1 ATSG hervor. Es sind Untersuchungen, welche dazu dienen, den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und richtig zu ermitteln (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage, Basel 2020, Art. 43 Rz. 21). Die kumulativ zu erfüllende Voraussetzung der Zumutbarkeit ist objektiv und subjektiv zu verstehen, wobei die zu Art. 21 Abs. 2 ATSG entwickelten Grundsätze analog gelten. Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären. Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende Person aus ihrer eigenen (subjektiven) Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar betrachtet oder nicht, sondern darum, dass die subjektiven Umstände (etwa Alter der Person, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen) in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht. Die üblichen Untersuchungen in einer Gutachtenstelle sind ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als zumutbar zu betrachten (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
Prima che l'ente assicurativo avvii una procedura di sollecito e periodo di riflessione (art. 43 cpv. 3 LPGA), deve svolgere accertamenti ragionevoli e cercare di procurarsi con altri mezzi le informazioni rilevanti mancanti. Il sollecito non può sostituire le indagini necessarie; la possibilità di non entrare in materia per mancata collaborazione deve essere applicata solo con moderazione, quando i dati necessari non possono essere ottenuti senza particolari difficoltà.
“________ d’obtenir le nom des assureurs sociaux qui ont été amenés à se déterminer au sujet de la prise en charge des prestations ainsi que la copie des décisions éventuelles, la recourante a demandé à l’intimée de préciser les documents et renseignements dont elle avait besoin et rappelé que celle-ci était en mesure d’obtenir les renseignements nécessaires directement auprès des institutions d’assurance. S’il est vrai que la recourante aurait pu être plus claire dans la transmission des informations relatives à ses assureurs sociaux, il n’en demeure pas moins qu’elle a fourni à Z.________, par lettre du 29 novembre 2016, le décompte de participation du [...], annonçant ainsi implicitement qu’il s’agissait de son assureur-maladie actuel. A noter par ailleurs que Z.________ a transmis les pièces du dossier de la recourante à cet assureur en date du 5 octobre 2016, se référant à une lettre de celui-ci du 20 septembre 2016 qui ne figure pas dans le dossier transmis à la Cour de céans. La recourante a en outre envoyé à Z.________ plusieurs rapports médicaux dont il ressort clairement qu’elle bénéficie d’une rente de l’OAI. A cet égard, il convient de rappeler que le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné en application de l’art. 43 al. 3 LPGA que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible, ce qui n’est pas le cas notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 consid. 2 ; 97 V 173 consid. 3). Force est de constater que de nombreux documents ont été produits par la recourante à la suite des demandes de Z.________. Elle s’est notamment adressée aux médecins qui l’ont suivie entre 2007 et 2016, et a transmis à Z.________ les rapports qu’elle a reçus de ces médecins. On ne saurait dès lors conclure qu’elle a refusé de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA. Z.________ n’était dès lors pas légitimée à se fonder sur cette disposition pour refuser d’entrer en matière sur l’annonce de rechute faite par la recourante, respectivement pour statuer sur la base des pièces au dossier.”
“Sie hat sich vielmehr darauf beschränkt, den Beschwerdeführer zur Einreichung von Unterlagen, die das Bestehen einer Schuld belegen könnten, aufzufordern (Schreiben vom 22. Januar 2020, 20. Februar 2020, 29. Mai 2020 und 24. Juni 2020, Aktenbund I, EL-act. 18, 21, 37, 38). Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verpflichtet die Beschwerdegegnerin jedoch, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen selber vorzunehmen und zwar so lange, bis dieser mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht respektive bis eine materielle Beweislosigkeit besteht (vgl. Ueli Kieser, Kommentar ATSG, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 17). Der Untersuchungsgrundsatz geht der Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung vor (Kieser, a.a.O., Art. 28 N 13 und 19). Die Beschwerdegegnerin hätte also versuchen müssen, den rechtserheblichen Sachverhalt auf andere Weise abzuklären, wenn der Beschwerdeführer keine Unterlagen einreicht, die den von ihm dargelegten Sachverhalt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen. Insbesondere hat sie kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 43 Abs. 3 ATSG) durchführen dürfen, solange sie nicht versucht hat, den relevanten Sachverhalt anderweitig abzuklären. Die vom Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vertretene Auffassung, laut der das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen in einem Entscheid vom 1. Juni 2021 "überzogene Anforderungen an die Untersuchungspflicht" gestellt habe, weil das Versicherungsgericht die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen hatte, obwohl die Beschwerdeführerin auf mehrmaliges Nachfragen der Beschwerdegegnerin keine Belege betreffend einen behaupteten Kauf von Möbeln eingereicht hatte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2021, 9C_377/2021, E. 5.3, und den aufgehobenen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juni 2021, EL 2019/61, E. 5.4), reduziert im Ergebnis die Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers zumindest in den Fällen, in denen es naheliegt, dass die versicherte Person Beweise betreffend einen von ihr behaupteten Sachverhalt vorlegen kann, auf die Pflicht, die versicherte Person aufzufordern, ihre Mitwirkungspflicht zu erfüllen.”
“Der Verweis auf die in der Mitteilung vom 21. September 2021 genannten Säumnisfolgen genügt nicht, um von einem Mahn- und Bedenkzeitverfahren abzusehen. Dies muss vorliegend umso mehr gelten, als sich die Beschwerdegegnerin in Bezug auf den Nichtantritt der vorgesehenen Behandlung in der Klinik A.___ lediglich auf die Rückmeldung der betreffenden Klinik vom 4. November 2021 stützte (Urk. 6/73) und eine Rückfrage bei der Beschwerdeführerin selber nach Lage der Akten bis zum Erlass des Vorbescheids nicht mehr erfolgte. Hinzu kommt, dass der behandelnde Facharzt im mit dem Einwand eingereichten Bericht vom 17. Dezember 2022 auf eine alternative Behandlungsmöglichkeit hinwies (Urk. 6/87/1-2 unten), welche die Beschwerdegegnerin beziehungsweise die hinzugezogene Ärztin des RAD indessen ungeprüft liess (Urk. 6/89 S. 2 unten). Die Beschwerdegegnerin war damit nicht befugt, ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens aufgrund einer Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Abklärung gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG oder der Schadenminderungspflicht gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG einen Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin zu verneinen. Somit ist die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach korrekt durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu entscheide. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.”
“4 Lorsqu'elle se heurte à un refus de collaborer, l'autorité administrative peut déclarer irrecevable la requête dont elle est saisie. Elle doit cependant faire usage de cette possibilité avec la plus grande retenue, uniquement lorsque les éléments disponibles ou pouvant être rassemblés sans difficultés particulières ne permettent pas un examen sur le fond (ATF 108 V 229 consid. 2; arrêts du Tribunal fédéral 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1 et 9C_736/2016 du 9 octobre 2017, consid. 4.2.1). 8. Quant aux PCC, elles sont, conformément à l'art. 1A al. 1 LPCC, en cas de silence de ladite loi, régies par la LPC et ses dispositions d'exécution fédérales et cantonales (let. a), ainsi que par la LPGA et ses dispositions d'exécution (let. b). Conformément à l'art. 11 al. 3 LPCC, le service peut suspendre ou supprimer le versement de la prestation lorsque le bénéficiaire refuse de fournir ou tarde à remettre les renseignements demandés. Cette disposition a une portée analogue à l'art. 43 al. 3 LPGA qui s'applique. 9. L'art. 27 LPGA prévoit que, dans les limites de leur domaine de compétence, les assureurs et les organes d’exécution des diverses assurances sociales sont tenus de renseigner les personnes intéressées sur leurs droits et obligations (al. 1). Chacun a le droit d’être conseillé, en principe gratuitement, sur ses droits et obligations. Sont compétents pour cela les assureurs à l’égard desquels les intéressés doivent faire valoir leurs droits ou remplir leurs obligations. Le Conseil fédéral peut prévoir la perception d’émoluments et en fixer le tarif pour les consultations qui nécessitent des recherches coûteuses (al. 2). Si un assureur constate qu’un assuré ou ses proches ont droit à des prestations d’autres assurances sociales, il les en informe sans retard (al. 3). Cette disposition s’applique à la procédure en matière de prestations complémentaires (arrêt du Tribunal fédéral 8C_624/2007 du 20 mai 2008 consid. 6.3.1.1). Le devoir de conseil a pour but que la personne se comporte de telle sorte que surviennent les conséquences juridiques voulues par la loi (arrêt du Tribunal fédéral 8C_475/2009 du 22 février 2010 consid.”
Se mancano precisazioni da parte della persona assicurata, l'autorità può formulare richieste mirate di informazioni (ad es. riguardo a prestazioni in denaro o alle condizioni abitative) e diffidare la persona interessata per iscritto a collaborare; se necessario, può minacciare il ricorso al mezzo previsto dall'art. 43 cpv. 3 LPGA. Accertamenti complementari, come l'audizione di testimoni, sono menzionati in quanto possibile misura.
“3 ATSG der Beschwerdegegnerin erlaubt, den Beschwerdeführer mit einem Druckmittel zur Erfüllung seiner Mitwirkungspflicht anzuhalten, nämlich mit der Androhung, dass sie bei einer Verletzung der ihm zumutbaren Mitwirkungspflicht sein Leistungsbegehren nicht weiter behandeln werde. Der Beschwerdeführer hat behauptet, dass die Geldbezüge von seinem Bankkonto teilweise durch seine Angehörigen erfolgt seien. Bislang hat er aber nicht detailliert dargelegt, wer welchen Bezug getätigt hat. Die entsprechende Konkretisierung der Angaben des Beschwerdeführers könnte einen wesentlichen Erkenntnisgewinn bezüglich des Aufenthaltsortes des Beschwerdeführers in den der Anmeldung vorangegangenen Jahren verschaffen. Ohne diese Konkretisierung dürfte es kaum möglich sein, den massgebenden Sachverhalt mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erstellen. Nur der Beschwerdeführer selbst ist in der Lage, die entsprechenden Details zu liefern. Die Beschwerdegegnerin wird ihn deshalb im wieder aufzunehmenden Verwaltungsverfahren auffordern, für jeden Geldbezug anzugeben, von wem dieser getätigt worden ist. Nötigenfalls wird sie Gebrauch vom im Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Druckmittel machen. Auch die Antwort auf die Frage, ob die Wohnung, die formal vom Beschwerdeführer gemietet worden ist, für die aber offenbar regelmässig der Sohn des Beschwerdeführers den Mietzins bezahlt hat, effektiv vom Beschwerdeführer bewohnt worden ist, dürfte zur Klärung des massgebenden Sachverhalts beitragen. Diesbezüglich dürften als zusätzliche Abklärungsmassnahmen insbesondere Zeugenbefragungen – etwa der Nachbarn des Beschwerdeführers oder des Hauswartes – in Betracht fallen. Die Beschwerdegegnerin wird zu prüfen haben, ob allenfalls darüber hinaus noch weitere Abklärungen notwendig und erfolgversprechend sind. Jedenfalls wird sie so lange nicht definitiv über das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers verfügen können, als der Sachverhalt noch nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht oder als dem Untersuchungsgrundsatz noch nicht vollumfänglich Rechnung getragen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art.”
“Dès lors, en l'état du dossier, il s'avère impossible pour le Tribunal d'établir, au degré de vraisemblance requis (voir supra consid. 5.4), tous les éléments du budget de l'intéressée, nécessaires au calcul du minimum vital de cette dernière. 8. Vu ce qui précède, la créance de CHF 251'473.- invoquée par la Caisse de compensation du canton de Y. à l'égard de la recourante est susceptible d'être compensée avec les rentes de vieillesse servies à cette dernière. Dans la mesure toutefois où le dossier ne permet ni d'évaluer le minimum vital de l'intéressée, ni de se prononcer en l'état du dossier conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA, la décision sur opposition attaquée doit être annulée et le dossier renvoyé à l'autorité inférieure. Celle-ci rendra une nouvelle décision une fois que la documentation utile à la détermination du minimum vital et à la compensation litigieuse aura été clairement requise de la recourante et après que cette dernière, le cas échéant, aura été mise en demeure de produire cette documentation, conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA. 9. La procédure est gratuite pour les parties (art. 85bis al. 2 LAVS), de sorte qu'il n'est pas perçu de frais de procédure. Dans la mesure où la recourante a agi sans être représentée par un ou une mandataire professionnel le en procédure de recours et n'a pas démontré avoir supporté des frais élevés en raison de la présente cause, il ne lui est pas alloué de dépens (art. 64 al. 1 PA, art. 7 al. 1 du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral [FITAF, RS 173.320.2]). Il n'est pas non plus alloué de dépens à l'autorité inférieure (art. 7 al. 3 FITAF). Par ces motifs, le Tribunal administratif fédéral prononce : 1. Le recours est admis en ce sens que la décision sur opposition du 17 décembre 2019 est annulée et la cause renvoyée à la Caisse suisse de compensation pour nouvelle décision après instruction complémentaire dans le sens des considérants. 2. Il n'est pas perçu de frais de procédure, ni alloué de dépens.”
L'autorità può, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, disporre perizie pluridisciplinari o bidisciplinari. Tali perizie rientrano nel potere discrezionale dell'autorità, servono all'accertamento necessario dei fatti ai fini della decisione finale e non devono essere qualificate, per questo motivo, come una «second opinion» illecita. Nella misura in cui dagli atti non risultino oneri insopportabili per l'assicurato, non sussiste un ostacolo generale alla loro disposizione.
“Entscheid Versicherungsgericht, 02.03.2021 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Anordnung einer bidisziplinären (kardiologischen und psychiatrischen) Begutachtung stellt keine unzulässige second opinion dar, da die Beschwerdegegnerin im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens von einem medizinisch noch nicht spruchreif abgeklärten”
“Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach dem Gutachten von Dr. C.____ kein ausreichender Beweiswert zukommt, um den fraglichen medizinischen Sachverhalt im erforderlichen Masse zu klären, erscheint in einer summarischen Würdigung der medizinischen Unterlagen, wie sie hier zur Anwendung gelangen hat (vgl. E. 3.2 hiervor), plausibel. Wie Dr. D.____ in seiner Beurteilung zutreffend aufzeigt, lässt das Gutachten von Dr. C.____ verschiedene Fragen offen. Insbesondere setzte sich Dr. C.____ nicht oder nur unzureichend mit den nach dem Ereignis vom Oktober 2013 zeitnah erstellten Fakten, der offenbar fehlenden Behandlungsintensivierung und dem somatischen Krankheitsverlauf auseinander. Dies erschwert oder verunmöglicht die Beurteilung der relevanten Frage, ob allenfalls unfallfremde somatische Erkrankungsumstände für den Verlauf seit 2013 (mit-) verantwortlich sind. Mit Blick auf die in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierte Abklärungspflicht und den der Beschwerdegegnerin zukommenden Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine Neubegutachtung anordnete. Da sich auch die Frage nach den Auswirkungen allfälliger unfallfremder Faktoren auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit stellt, erscheint es auch angebracht, die zusätzlichen Abklärungen in Form eines polydisziplinären (orthopädischen, neurologischen und psychiatrischen) Gutachtens vornehmen zu lassen. Diese Neubegutachtung dient der für den Endentscheid notwendigen Sachverhaltsabklärung und stellt nicht bloss eine "second opinion" dar, wie die Beschwerdeführerin sinngemäss moniert. Weil die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt und zudem keine Hinweise ersichtlich sind, dass der Beschwerdeführerin die Begutachtung beschwerdebedingt nicht zumutbar wäre, besteht für das Kantonsgericht kein Anlass, korrigierend einzugreifen.”
“In pflichtgemässer summarischer Würdigung der medizinischen Unterlagen erscheint die Argumentation der Beschwerdegegnerin somit plausibel. Mit Blick auf die in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierte Abklärungspflicht und den der Beschwerdegegnerin zukommenden Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine polydisziplinäre Begutachtung anordnete. Diese dient der für den Endentscheid notwendigen Sachverhaltsabklärung und stellt keine "second opinion" dar, wie der Beschwerdeführer geltend macht. Weil die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt und zudem keine Hinweise ersichtlich sind, dass dem Beschwerdeführer die Begutachtung beschwerdebedingt nicht zumutbar wäre, besteht für das Kantonsgericht kein Anlass, korrigierend einzugreifen.”
“Par ailleurs, la situation médicale n’étant pas élucidée, la mise en œuvre d’une mesure d’observation, suggérée par l’assuré, auprès d’un COPAI ne saurait suppléer à l’absence d’une expertise reconnue probante, étant rappelé que les données médicales l’emportent au demeurant sur les constatations faites à l’occasion des stages d’observation professionnelle. Il n’y a dès lors pas lieu de substituer un stage d’observation à la nouvelle expertise. 6.8. Il ne faut enfin pas perdre de vue que, jusqu’au terme de la procédure administrative sur laquelle il garde la haute main et dans la conduite de laquelle il jouit d’un large pouvoir d’appréciation, l’OAI reste seul maître des actes d’instruction qu’il estime (ou non) devoir encore accomplir, et qu’il n’appartient donc ni à l’assuré ni même, à ce stade, au juge de lui indiquer lesquels il doit encore réaliser ou dont il doit s’abstenir. 6.9. C’est dès lors à bon droit que, conformément à son devoir de prendre d’office les mesures d’instruction nécessaires à l’appréciation du cas au sens des art. 43 al. 1 LPGA et 69 al. 2 RAI, l’administration a décidé de mettre sur pied une nouvelle expertise bidisciplinaire, rhumatologique et psychiatrique, sans que l’on puisse lui reprocher d’avoir voulu simplement recueillir une second opinion. 6.10. Bien que l’on comprenne que la charge émotionnelle liée à la réalisation de cette future expertise puisse représenter pour l’assuré, si ce n’est une atteinte à son intégrité physique ou psychique (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.7), du moins une incursion dans celle-ci, cela ne signifie pas pour autant que dite expertise impliquerait un risque exceptionnellement élevé pour sa santé. L’assuré n’a en effet ni démontré ni même rendu vraisemblable l’existence d’un tel risque. En particulier, ni devant l’administration ni devant la Cour, il n’a été en mesure de fournir un certificat médical documentant son incapacité alléguée à participer à cette nouvelle expertise, certificat médical qu’il s’était pourtant réservé le droit de produire en cours de procédure de recours.”
Riferimento: LPGA, art. 43 n. 688 Nel quadro dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, le relazioni dei medici curanti possono, in caso di nuove richieste di prestazioni, essere sufficienti a documentare in modo plausibile nuove limitazioni funzionali ovvero «facts nouveaux» e a motivare così la necessità di ulteriori accertamenti d'ufficio o, se del caso, la disposizione di una perizia. La relazione del medico curante non sostituisÎ però automaticamente una perizia specialistiÊ.
“Le SMR perd ainsi de vue que, au stade de l’entrée en matière sur une nouvelle demande de prestations, le médecin traitant n’a pas vocation à remplacer une évaluation expertale, mais à mettre en lumière des faits nouveaux susceptibles de rendre plausible la nécessité d’un nouvel examen du droit aux prestations. Enfin, la question du diagnostic n’est pas décisive en présence de plausibles nouvelles limitations fonctionnelles et d’une péjoration de l’état de santé psychique tout de même attestée par deux psychiatres différents (dissociation, difficultés dans le suivi des routines et des règles de la vie courante, isolement social, interaction en groupe). d) Aussi, c’est de manière contraire au droit fédéral que l’office intimé a refusé d’entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations déposée par le recourant, si bien qu’il convient de renvoyer la cause à cet office afin qu’il entre en matière sur la nouvelle demande de prestations puis, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), mette en œuvre les mesures d’instruction idoines aux fins d’éclaircir la situation sur le plan psychiatrique, le cas échéant par le biais d’une expertise. 6. a) L’institution de la révision au sens de l’art. 17 LPGA, qui suppose un changement de circonstances, doit être distinguée de deux autres institutions voisines, prévues à l’art. 53 LPGA, qui permettent également de modifier une décision pourvue de l’autorité de chose jugée. Il s’agit d’une part de la reconsidération, qui implique que la décision (administrative) initiale était manifestement erronée, et, d’autre part, de la révision procédurale de la décision initiale, qui suppose la découverte de faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (Moser-Szeless, Commentaire romand LPGA, no 6 ad art. 17 LPGA). La révision procédurale de jugement est quant à elle régie par l’art. 61 let. i LPGA, lequel prévoit que la procédure cantonale devant le tribunal cantonal des assurances sociale est réglée par le droit cantonal, qui doit prévoir que les jugements sont soumis à révision si des faits ou moyens de preuve nouveaux sont découverts ou si un crime ou un délit a influencé le jugement.”
“Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Nach Art. 17 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer versicherten Person erheblich verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, namentlich eine Veränderung des Gesundheitszustands (BGE 141 V 9, 10 f. E. 2.3, BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343. 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung (BGE 134 V 131, 132 E. 3, BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.1). 3.3. Sowohl das Sozialversicherungsverfahren (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) als auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht werden vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). 4. 4.1. In der Verfügung vom 25. September 2020 (IV-Akte 67) ging die Beschwerdegegnerin von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Dabei stellte sie auf die Diagnose des behandelnden Arztes Dr. med. D____, FMH Augenheilkunde, ab. Dieser diagnostizierte beim Beschwerdeführer ein rezidivierendes zystoides zentrales Netzhautödem nach Venenastverschluss und ein Monokelauge. Er erklärte, das rechte Auge sei vollständig blind und beim linken Auge bestehe ein instabiler Visus. Aus diesem Grund attestierte er dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Dabei erachtete er eine Tätigkeit von drei bis vier Stunden täglich als zumutbar (Bericht vom 20. Juni 2019, IV-Akte 49). Im RAD-Bericht vom 26. September 2019 (IV-Akte 54) kam pract. med. E____ zum Schluss, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % für Tätigkeiten ohne erhöhte Anforderungen an das Sehvermögen nachvollziehbar sei.”
Il principio inquisitorio di art. 43 cpv. 1 LPGA non si appliÊ al procedimento ai sensi dell'art. 87 cpv. 3 RAI. Se dai documenti presentati non emerge una modifiÊ plausibile della situazione, l'amministrazione deve concedere all'assicurato un termine adeguato per la presentazione di documenti pertinenti e avvisarlo che, in difetto, non darà seguito alla pratiÊ.
“4b et les références). Elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI (actuellement art. 87 al. 3 RAI) et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (cf. arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) – qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“2b). Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé, n'appelle pas à une révision au sens de l'art. 17 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité (LAI; RS 831.20; arrêt TF 9C_89/2013 du 12 août 2013 consid. 4.1 et les références citées). Les principes régissant la révision selon l’art. 17 LPGA étant applicables par analogie aux cas prévus à l’art 87 RAI, il doit en aller de même s'agissant d'une nouvelle demande, comme ici. Selon la jurisprudence, le fait pour l'OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d'instruction médicale. On ne peut en déduire que l'office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI. L'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale. La conviction de l'administration ou du juge n'a pas besoin d'être fondée sur la preuve pleinement apportée qu'une modification déterminante est survenue; des indices d'une telle modification suffisent alors même que la possibilité subsiste qu'une instruction plus poussée ne permettra pas de l'établir (arrêt TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018 consid. 3.3 et les références). La jurisprudence en matière de nouvelle demande considère que le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à cette procédure dans la mesure où l'assuré a eu l'occasion de présenter des pièces médicales pour rendre plausible une modification de la situation. Dans ce cas, le juge est en droit d'apprécier le caractère plausible des faits allégués par le requérant au regard des seules pièces déposées devant l'administration et n'a pas à prendre en compte les rapports médicaux déposés ultérieurement ni à ordonner une expertise complémentaire (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt TF 8C_880/2017 du 22 juin 2018 consid. 5.1). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“2b). Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé, n'appelle pas à une révision au sens de l'art. 17 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité (LAI; RS 831.20; arrêt TF 9C_89/2013 du 12 août 2013 consid. 4.1 et les références citées). Les principes régissant la révision selon l’art. 17 LPGA étant applicables par analogie aux cas prévus à l’art 87 RAI, il doit en aller de même s'agissant d'une nouvelle demande, comme ici. 2.3. Selon la jurisprudence, le fait pour l'OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d'instruction médicale. On ne peut en déduire que l'office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI. L'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
“Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA [RS 830.1]), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration devait appliquer par analogie l'art. 73 a RAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1 er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce qui se justifiait aussi sous l'angle de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“En revanche, une appréciation différente de la même situation médicale ne permet pas de rendre plausible une aggravation au sens de l'art. 87 al. 2 RAI (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_619/2022 du 22 juin 2023 consid. 5.1 et les références). L'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref. Elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (ATF 109 V 108 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). 6.4. Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 et les références). La personne assurée a en effet le fardeau de la preuve en ce qui concerne l'existence d'un changement plausible des circonstances depuis le dernier refus de prestations entré en force (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_619/2022 du 22 juin 2023 consid. 3.2 et les références). Eu égard au caractère atypique de cette procédure dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 [Cst. - RS 101] ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 686 Se la collaborazione precedentemente rifiutata viene prestata in un momento successivo, da quel momento cessa il nesso causale tra il rifiuto di collaborare e la sanzione disposta. La sanzione (p. es. sospensione delle prestazioni, decisione basata sugli atti) può riguardare soltanto il periodo durante il quale la collaborazione è stata rifiutata; l'ente assicuratore deve quindi proseguire la procedura e, eventualmente, ripristinare l'erogazione delle prestazioni.
“3 ATSG durch Leistungseinstellung zu sanktionieren (Urteil des BGer 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1 m.H. auch BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1). Sodann führt nach der Rechtsprechung die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Rentenrevision zur Umkehr der Beweislast. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser nachzuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (vgl. Urteile des BGer 8C_789/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3, 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.3, 8C_110/2012 vom 16. November 2012 E. 2). Schliesslich ist der Verhältnismässigkeitsgrundsatz praxisgemäss auch bei der gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion zu berücksichtigen. Denn wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die festgelegte Sanktion - Nichteintreten, Entscheid aufgrund der Akten - nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde. Spätestens bei der nachträglichen Erklärung der Mitwirkungsbereitschaft entfällt der Kausalzusammenhang zwischen der verfügten Leistungseinstellung und der Verletzung der Mitwirkungspflicht. Ab diesem Zeitpunkt hat der Versicherungsträger das Rentenrevisionsverfahren fortzusetzen und die Rente wieder auszurichten (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5 und 6.3.8; Urteil 9C_244/2016 E. 3.3).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 685 L'autorità può fissare all'assicurato termini per la presentazione di documenti integrativi; la durata del termine è rimessa alla discrezionalità dell'amministrazione e deve essere adeguata. Spetta all'assicurato chiedere una proroga del termine se non è in grado di rispettare la scadenza fissata. Una sospensione prolungata dell'istruttoria d'ufficio (p.es. per più mesi) non solleva di norma l'assicurato dall'obbligo di produrre mezzi di prova; l'amministrazione deve inoltre comunicare che non entrerà nel merito se l'assicurato non soddisú le richieste probatorie.
“[Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]), en particulier, le droit de chacun de s’expliquer avant qu’une décision ne soit prise à son détriment, celui de fournir des preuves quant aux faits de nature à influer sur le sort de la décision, celui d’avoir accès au dossier, celui de participer à l’administration des preuves, d’en prendre connaissance et de se déterminer à leur propos (ATF 142 II 218 consid. 2.3 ; 141 V 557 consid. 3.1 et références citées). L’assureur social a la faculté de fixer des délais à l’assuré aux fins de transmettre des informations dont il peut avoir besoin dans le cadre de l’instruction du dossier, ou de se conformer à un comportement attendu de lui. La durée du délai relève de son pouvoir d’appréciation et peut varier en fonction de ce qui est attendu de l’assuré (Anne-Sylvie Dupont, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless (édit.), Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 9 ad art. 40 LPGA). c) Il convient de relever que l’absence de mesures d’instruction pendant six mois s’explique par la surcharge notoire de la Caisse cantonale de chômage compte tenu des effets de la pandémie sur le marché du travail. Cela étant, le recourant n’était pour sa part pas empêché de produire d’autres pièces durant cette période compte tenu du principe inquisitoire qui gouverne la procédure en matière d’assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Or, il n’a produit aucun document durant cette période. On rappelle ici que le délai fixé le 10 septembre 2020 pour le 14 septembre 2020 visait à obtenir la production de documents supposés en main de l’intéressé qui alléguait justement que ses problèmes de santé l’avaient empêché d’exercer sa profession dans des conditions sereines. Dès lors, un bref délai de quatre jours n’apparaît pas d’emblée insoutenable. En outre et à supposer que le délai imparti par l’intimée était trop court pour procéder utilement, le recourant aurait pu demander une prolongation du délai (art. 40 al. 3 LPGA), ce qu’il n’a toutefois pas requis. Au demeurant, une éventuelle violation du droit d’être entendu devrait quoi qu’il en soit être tenue pour guérie, le recourant ayant eu la faculté d’exposer l’ensemble de ses moyens dans le cadre de la présente procédure de recours devant la Cour de céans qui statue avec un plein pouvoir d’examen en fait et en droit. Il a en particulier pu produire le rapport du CHUV du 12 novembre 2019 qu’il allègue ne pas avoir eu l’occasion de produire dans le cadre de la procédure d’opposition (ATF 142 II 218 consid.”
“S. 16 f.), ist nicht willkürlich: Die Beschwerdegegnerin kam ihrer Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach, indem sie die Beschwerdeführerin am 28. Juni 2019 darum bat, mitzuteilen, bei welchen Ärzten sie sich in Behandlung befinde. Sie durfte darauf vertrauen, dass die Beschwerdeführerin einen späteren Arztwechsel melden und allfällige aktuellere Berichte einreichen würde. Dies insbesondere, da auch der Beschwerdeführerin bewusst war, dass eine Begutachtung bevorstand. Welche relevanten Berichte dem psychiatrischen Gutachter nicht vorgelegen haben sollen, wurde im Übrigen zu keinem Zeitpunkt substanziiert (vor Bundesgericht wäre die Beschwerdeführerin damit verspätet, Art. 99 Abs. 1 BGG).”
“Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA [RS 830.1]), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration devait appliquer par analogie l'art. 73 a RAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1 er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce qui se justifiait aussi sous l'angle de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
LPGA art. 43 n. 684 Una riduzione o un rifiuto delle prestazioni per mancata collaborazione presuppone una violazione colpevole (non scusabile) dell'obbligo di collaborazione. Se sussistono motivi scusabili — ad es. l'incapacità a collaborare dovuta a malattia o, secondo la giurisprudenza, anche l'anosognosia nelle psicosi — la sanzione è esclusa.
“Eine Leistungskürzung respektive -verweigerung im Sinne von Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 ATSG setzt insbesondere eine schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht voraus. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Urteile des Bundesgerichts 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 vom 30. Januar 2007 E. 5.1; vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Rn 103 zu Art. 43). Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 35 zu Art. 7-7b).”
“Eine Leistungskürzung respektive -verweigerung im Sinne von Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 ATSG setzt insbesondere eine schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht voraus. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Urteile des Bundesgerichts 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 vom 30. Januar 2007 E. 5.1; vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Rn 103 zu Art. 43). Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 35 zu Art. 7-7b).”
“Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1; Urteil BGer 9C_1037/2010 vom 10. Oktober 2011 E. 5.1). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung. 3.4. 3.4.1. Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Versicherten (BGE 125 V 193, 195 E. 2). Danach haben sie sich den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Mahn- und Bedenkzeitverfahren; Art. 43 Abs. 3 ATSG). 3.4.2. Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und 2 ATSG muss die angeordnete Untersuchung somit notwendig und zumutbar sein. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist die Weigerung, sich der Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich entschuldbar (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.1.). Voraussetzung der Sanktion ist daneben auch, dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl.”
“1 En l'espèce, le SMR a constaté en 2022, à la lecture des rapports médicaux versés au dossier, que les médecins interrogés avaient posé plusieurs diagnostics au fil du temps, dont il retenait que l’assurée présentait un diagnostic de psychose non organique associé à un trouble anxieux présent depuis plusieurs années, avec une rupture de traitement psychiatrique et médicamenteux, une anosognosie partielle et difficulté pour elle à identifier ses difficultés et à se mobiliser pour mettre en place ce qu’il fallait pour son avenir. Il a également relevé l’instauration d’une mesure de curatelle, un arrêt de ses études probablement en raison des problèmes de santé psychiatrique et le constat qu’elle présentait un meilleur fonctionnement global sous traitement de neuroleptiques. Il était donc nécessaire d'obtenir plus de renseignements, par la mise en œuvre d'une expertise, avec bilan neuropsychologique incluant des tests de validation des symptômes et test de QI. Subséquemment, le 11 septembre 2023, il a estimé que la psychose non organique associée à un trouble anxieux pouvait être la raison de la non-collaboration de l’assurée. Il a maintenu cet avis en juin 2024. Par conséquent, s'agissant de l'obligation de collaborer, il convient de constater que la participation de la recourante à une expertise médicale était nécessaire et exigible conformément à l'art. 43 al. 2 LPGA, ce que la recourante ne conteste d'ailleurs pas. 4.2 Il s’agit de déterminer si la recourante a violé son devoir de collaboration en étant injoignable par le Centre G______, puis en ne se présentant pas aux rendez-vous prévus en date des 22 août 2023, 5 septembre 2023 puis du 3 juillet 2024 malgré la sommation du 24 juin 2024 l'avisant qu'à défaut, l'intimé statuerait en l'état du dossier et mettrait les frais d'expertise à sa charge. Il convient d'examiner si son comportement peut être qualifié d'inexcusable. 4.3 Il ressort de la procédure que la psychiatre qui a pu suivre l’assurée durant plusieurs mois a posé un diagnostic de psychose non organique sans précision F29 et de troubles anxieux sans précision F41 dont sa patiente est anosognosique. Elle avait relevé en outre que sa patiente était peu collaborante, qu’elle ne parvenait pas à identifier ses difficultés et à se mobiliser seule, que ce soit pour son avenir ou même pour son quotidien (notamment faire les courses, les repas, entretenir sa chambre et investir les soins).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 683 Se inizialmente risulta una collaborazione insufficiente, la persona assicurata può successivamente, collaborando, presentare nuovamente la domanÚ; l'autorità deciÞ quindi di nuovo a partire dal momento della presentazione dei documenti integrativi. Un provvedimento emesso in precedenza per mancata collaborazione ingiustificata non viene revocato automaticamente dalla successiva disponibilità a collaborare; in caso di nuova domanÚ va verificato se si debba riesaminare un precedente diniego della prestazione.
“Soit les preuves recueillies jusqu’alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction, soit le dossier n’est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d’instruction requis par l’assureur. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le refus d’entrer en matière ou le rejet de la demande de prestations prononcé par l’assureur, puisque le dossier ne permet pas d’établir, au degré de preuve requis par les circonstances, l’existence des conditions du droit à la prestation. d) Cela étant, si la personne assurée se montre par la suite disposée à collaborer à l’instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir l’assureur d’une nouvelle demande de prestations. Si les nouveaux éléments recueillis sont de nature à justifier une appréciation différente de la situation, l’assureur devra alors rendre une nouvelle décision avec effet à compter du dépôt de la nouvelle demande (Jacques Olivier Piguet, op. cit., nos 55 - 56 ad art. 43 LPGA). 4. a) Dans le cas présent, l’assuré semble avoir demandé une prolongation de délai le 19 février 2020 pour la remise du document à demander au Service des automobiles et de la navigation. L’échange téléphonique aurait dû faire l’objet d’une verbalisation enregistrée au dossier (cf. art. 43 al. 1, deuxième phrase, LPGA et art. 46 LPGA). Cela n’est toutefois pas déterminant pour l’issue du litige. Alors même qu’il avait reçu le projet de décision du 15 juin 2020 de refus de prise en charge de la transformation de son véhicule, l’assuré n’a eu aucune réaction. Dans ces conditions, l’OAI était en droit d’en conclure, le 27 août 2020, que l’assuré ne collaborait pas suffisamment à l’instruction de la cause. De son côté, le recourant soutient désormais avoir entrepris les démarches nécessaires auprès du Service des automobiles et de la navigation et n’avoir pas encore reçu les conclusions de ce service, restant dans l’attente des résultats d’examens complémentaires mis en œuvre – en l’occurrence, une expertise médicale réalisée le 29 juin 2020 par l’Unité de médecine et psychologie du Trafic sur mandat du Service des automobiles et de la navigation.”
“2 und 3 IVV statuierte analoge Anwendung der für die Rentenrevision geltenden Regeln entfällt (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 600/99 vom 6. Juli 2000 E. 1; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 126 zu Art. 30-31 IVG). Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG (vgl. E. 3.3 hiervor) gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit nicht ungeschehen (vgl. Urteile 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6 und 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.1). In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150, 9C_244/2016 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteile 9C_236/2021 vom 3. September 2021 und 8C_494/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 4.1; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 114 u. 116 zu Art. 43 ATSG; JACQUES OLIVIER PIGUET, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, N. 56 zu Art. 43 ATSG).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 682 Per le nuove domanÞ di prestazioni (in particolare nella prassi AI), secondo la giurisprudenza citata l'accertamento è, in linê di principio, limitato ai documenti presentati fino al momento della decisione dell'autorità, purché la persona assicurata abbia avuto l'opportunità di produrre documentazione mediÊ per rendere plausibile una variazione rilevante. Relazioni presentate successivamente non devono, in tal caso, più essere prese in considerazione né devono essere disposti ulteriori accertamenti.
“Solo se nella nuova domanda di rendita (rispettivamente domanda di revisione) l'assicurato non rende verosimile la rilevante mutazione, facendo tuttavia riferimento a mezzi di prova, segnatamente rapporti medici, non ancora prodotti o da richiedere dall'amministrazione, quest'ultima deve impartire all'interessato un termine per produrre il mezzo di prova in questione con l'avvertenza che in caso contrario non entrerà nel merito della domanda (cfr. consid. 5.2.5). Nella recente STF 9C_555/2023 del 15 aprile 2024 il Tribunale federale, rifacendosi a quanto già rilevato nella STF 9C_576/2021 del 2 febbraio 2022, in merito alla possibilità di presentare una nuova domanda di prestazioni ha affermato quanto segue: " 4.2 (…) La jurisprudence relative à une nouvelle demande de prestations de l'assurance-invalidité, dûment rappelée dans l'arrêt entrepris, requiert en effet que celle-ci présente à l'administration des éléments suffisants pour rendre plausible une aggravation de l'état de santé (cf. art. 87 al. 2 et 3 RAI). Dans cette mesure, le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à une telle procédure, la juridiction de première instance étant tenue d'examiner le bien-fondé de la décision de non-entrée en matière de l'office AI en fonction uniquement des documents produits jusqu'à la date de celle-ci (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt 9C_627/2020 du 17 novembre 2020 consid. 4.2). Dès lors que les pièces auxquelles la recourante se réfère ont été établies les 22 novembre 2022 et 26 janvier 2023, soit postérieurement à la décision du 17 octobre 2022, c'est à bon droit que la juridiction cantonale n'en a pas tenu compte dans le cadre de son examen.". Va ancora rilevato che per quanto concerne gli attuali art. 87 cpv. 2 e 3 OAI, è sufficiente rendere verosimile un rilevante cambiamento e non è richiesta la prova della verosimiglianza preponderante valida nell'ambito delle assicurazioni sociali. Non è necessario portare la prova piena per convincere l'amministrazione che è subentrato un rilevante cambiamento rispetto all'ultima decisione cresciuta in giudicato.”
“Selon la jurisprudence relative à une nouvelle demande de prestations de l'assurance-invalidité, dûment rappelée par l'instance précédente, le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à cette procédure dans le mesure où, comme en l'espèce, la personne assurée a eu l'occasion de présenter des pièces médicales pour rendre plausible une modification de la situation. Dans ce cas, la juridiction de première instance examine le bien-fondé de la décision de non-entrée en matière de l'office AI en fonction uniquement des documents produits jusqu'à la date de celle-ci et n'a pas à prendre en compte les rapports médicaux déposés ultérieurement ni à ordonner une expertise complémentaire (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt 9C_555/2023 du 15 avril 2024 consid. 4.2). Il s'ensuit que la juridiction cantonale n'avait pas à tenir compte, dans le cadre de son examen, des pièces produites postérieurement à la décision du 11 mai”
Se i rapporti medici disponibili sono incompleti o sussistono gravi dubbi sulla loro coerenza, l'autorità deve, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, disporre d'ufficio gli accertamenti medici specialistici necessari o una perizia. Ciò vale anche quando perizie o relazioni interne all'assicurazione (p. es. perizie RAD) non risultano convincenti e pertanto non possono essere utilizzate come base probatoria valiÚ.
“Weiter ist zur Frage der Rechtsverzögerung Folgendes festzuhalten: Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft die IV-Stelle die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 137 V 210 E. 1.2.1 S. 219). Die IV-Stelle hat folglich den medizinischen Sachverhalt mit der erforderlichen Sorgfalt zu untersuchen und zu beurteilen. Wenn sie Zweifel an der Schlüssigkeit der vorliegenden medizinischen Unterlagen hat oder diese als unvollständig erachtet, ist sie gehalten, eine fachärztliche Beurteilung der offenen Fragen anzuordnen. Die durch die Einholung eines medizinischen Gutachtens verursachte Verzögerung des Abklärungsverfahrens stellt grundsätzlich keine unzulässige Rechtsverzögerung dar (Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 3.2.1 mit Hinweis auf das bundesgerichtliche Urteil I 946/05 vom 11.”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mittels Auskünften ärztlicher Fachpersonen zu führen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_80/2021 vom 7. Juli 2021 E. 2.2.). 5.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). 5.3. Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, kann nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225, 229 E.”
“Nach dem Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt als nicht rechtsgenüglich abgeklärt, da sich insbesondere die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit und deren Entwicklung ab dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (1. August 2019) und des Wartejahres nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beurteilen lässt. Weitere medizinische Abklärungen sind daher in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) unumgänglich, bevor über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin entschieden werden kann. Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_125/2023 vom 8. August 2023 E. 5.7 [zur Publikation vorgesehen] und 9C_8/2022 vom 6. März 2023 E. 5.3, je mit Hinweisen). Mit Blick auf die Aktenlage fällt vorderhand die Einholung eines Gutachtens in den Fachdisziplinen Orthopädie und/oder Neurologie in Betracht. Die Einordnung, welche Disziplinen an der Begutachtung zu beteiligen sind, obliegt allerdings grundsätzlich dem RAD und letztverantwortlich den beauftragten medizinischen Sachverständigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_150/2022 vom 7. November 2022 E. 10.2 und 8C_431/2021 vom 26. Januar 2022 E. 4.1 mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung vom 5. Oktober 2022 (Urk. 2) ist somit aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den gesamten Leistungsanspruch erneut verfüge.”
“28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.1.2. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist eine materielle Anspruchsvoraussetzung für die Rentenberechtigung, diejenige nach Art. 29 Abs. 1 IVG ist eine solche verfahrensmässiger Natur (formelle Karenzfrist; BGE 142 V 547, 550 E. 3.2). 3.1.3. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.2. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 3.3. 3.3.1. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E.”
“Les informations recueillies à l'occasion du stage professionnel - appuyées par les avis du médecin traitant - sont suffisantes pour susciter des doutes sérieux sur la fiabilité et la validité des conclusions du médecin d'arrondissement, ceci à plus forte raison que le docteur D.________ a rendu son dernier rapport sur pièces, sans avoir examiné à nouveau le recourant. Partant, une expertise médicale au sens de l'art. 44 LPGA s'impose en vue de se déterminer sur la stabilisation de l'état de santé et sur la capacité résiduelle du recourant dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles. L'expertise comprendra au moins des volets orthopédique et rhumatologique, sans qu'il soit nécessaire d'ordonner, à ce stade, qu'elle comprenne d'autres domaines de spécialisation ni d'en définir plus précisément les modalités. Comme il appartient en premier lieu à l'assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d'office l'ensemble des faits déterminants, et, le cas échéant, d'administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 268 consid. 5; arrêt 8C_696/2022 du 2 juin 2023 consid. 4.5 et les références), la cause sera renvoyée à l'intimée afin qu'elle mette en oeuvre une telle expertise et rende une nouvelle décision sur le droit du recourant aux prestations d'assurance. Le recours se révèle ainsi bien fondé.”
Se sussiste il sospetto di un disturbo psichico (p. es. disturbo dello spettro autistico, disabilità intellettiva), la sola mancanza di una diagnosi psichiatriÊ finora «validata» non giustifiÊ il rifiuto della prestazione. Il Tribunale federale ha rilevato che non è richiesta una prescrizione probatoria più rigorosa e che, in tali casi, può applicarsi l'obbligo di accertamento dell'assicuratore ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“Autismus-Spektrum-Störungen werden im Klassifizierungssystem ICD-10 mit dem Code F84 und Intelligenzminderungen mit einem Code F70-F79 erfasst, die im Kapitel V "Psychische und Verhaltensstörungen" eingeordnet sind. Damit liegt beim Versicherten ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert vor, der grundsätzlich geeignet ist, Anspruch auf Leistungen nach Art. 7 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 KLV zu begründen. Anders als die Vorinstanz anzunehmen scheint, statuierte das Bundesgericht diesbezüglich im Urteil 9C_307/2020 vom 10. August 2020 E. 3.2 (vgl. nachfolgende E. 4.5.2) weder eine besondere Anspruchsvoraussetzung (in Form bestimmter Untersuchungen oder Testungen) noch eine über den im Sozialversicherungsrecht geltenden Regelbeweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 138 V 218 E. 6) hinausgehende Beweisvorschrift. Demzufolge lässt sich die umstrittene Leistung nicht allein mit dem Argument verweigern, dass bislang eine ("validierte") psychiatrische Diagnose fehle. Das hat auch das kantonale Gericht erkannt, indem es in diesem Zusammenhang auf die Untersuchungspflicht der EGK (vgl. Art. 43 ATSG) verwiesen hat.”
Rapporti e accertamenti della SMR o dei medici assicurativi interni possono assumere per il giudiÎ pieno valore probatorio, purché conducano a risultati convincenti, siano motivati in modo oggettivo e approfondito e non vi siano contraddizioni o indizi concreti che ne compromettano l'affidabilità. In tali casi, tuttavia, devono essere applicati criteri stringenti nella valutazione probatoria; se sussistono anche solo lievi dubbi sul contenuto dei rapporti medici presentati, è necessaria un'istruttoria integrativa o un accertamento complementare. (Riferimento a art. 43 cpv. 2 LPGA: obbligo di collaborare a esami necessari e ragionevoli.)
“6 LPGA, à exercer une activité lucrative ou à accomplir ses travaux habituels dans une mesure qui peut être raisonnablement exigée de lui. Ils sont indépendants dans l'évaluation médicale des cas d'espèce. Fondé sur les données de son service médical, l'office AI sera en mesure de déterminer les prestations à allouer, lesquelles doivent reposer sur des rapports médicaux satisfaisant aux exigences d'une qualité probante (arrêt du Tribunal fédéral 9C_1063/2009 du 22 janvier 2010 consid. 4.2.3). Pour effectuer leurs tâches, les SMR peuvent se prononcer sur dossier (art. 59 al. 2bis LAI et 49 al. 1 RAI) ou examiner les assurés au sein du SMR (art. 49 al. 2 RAI). L'OAI peut également confier à un médecin expert indépendant la charge d'une expertise (art. 59 al. 3 LAI et 44 LPGA). Selon cette dernière disposition, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. À noter que l'art. 43 al. 2 LPGA prévoit que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. L'art. 44 LPGA prévoyant les conditions de mise en œuvre d'une expertise externe indépendante ne s'applique pas aux examens médicaux réalisés par les SMR (ATF 135 V 254 consid. 3.4). Cela étant, le juge peut accorder pleine valeur probante aux rapports et expertises établis par les médecins d'un assureur social aussi longtemps que ceux-ci aboutissent à des résultats convaincants, que leurs conclusions sont sérieusement motivées, que ces avis ne contiennent pas de contradictions et qu'aucun indice concret ne permet de mettre en cause leur bien‑fondé (ATF 125 V 351 consid. 3b/ee). Dans de telles constellations, il convient toutefois de poser des exigences sévères à l'appréciation des preuves. Une instruction complémentaire sera ainsi requise, s'il subsiste des doutes, même minimes, quant au bien-fondé des rapports et expertises médicaux versés au dossier par l'assureur (ATF 135 V 465 consid.”
“6 LPGA, à exercer une activité lucrative ou à accomplir ses travaux habituels dans une mesure qui peut être raisonnablement exigée de lui. Ils sont indépendants dans l'évaluation médicale des cas d'espèce. Fondé sur les données de son service médical, l'office AI sera en mesure de déterminer les prestations à allouer, lesquelles doivent reposer sur des rapports médicaux satisfaisant aux exigences d'une qualité probante (arrêt du Tribunal fédéral 9C_1063/2009 du 22 janvier 2010 consid. 4.2.3). Pour effectuer leurs tâches, les SMR peuvent se prononcer sur dossier (art. 59 al. 2bis LAI et 49 al. 1 RAI) ou examiner les assurés au sein du SMR (art. 49 al. 2 RAI). L'OAI peut également confier à un médecin expert indépendant la charge d'une expertise (art. 59 al. 3 LAI et 44 LPGA). Selon cette dernière disposition, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. À noter que l'art. 43 al. 2 LPGA prévoit que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. L'art. 44 LPGA prévoyant les conditions de mise en œuvre d'une expertise externe indépendante ne s'applique pas aux examens médicaux réalisés par les SMR (ATF 135 V 254 consid. 3.4). Cela étant, Le juge peut accorder pleine valeur probante aux rapports et expertises établis par les médecins d'un assureur social aussi longtemps que ceux-ci aboutissent à des résultats convaincants, que leurs conclusions sont sérieusement motivées, que ces avis ne contiennent pas de contradictions et qu'aucun indice concret ne permet de mettre en cause leur bien‑fondé. Le simple fait que le médecin consulté est lié à l'assureur par un rapport de travail ne permet pas encore de douter de l'objectivité de son appréciation ni de soupçonner une prévention à l'égard de l'assuré. Ce n'est qu'en présence de circonstances particulières que les doutes au sujet de l'impartialité d'une appréciation peuvent être considérés comme objectivement fondés.”
“Fondé sur les données de son service médical, l'office AI sera en mesure de déterminer les prestations à allouer, lesquelles doivent reposer sur des rapports médicaux satisfaisant aux exigences d'une qualité probante (arrêt du Tribunal fédéral 9C_1063/2009 du 22 janvier 2010 consid. 4.2.3). Pour effectuer leurs tâches, les SMR peuvent se prononcer sur dossier (art. 49 al. 1 RAI) ou examiner les assurés au sein du SMR (art. 49 al. 2 RAI). Lors de la détermination des capacités fonctionnelles (art. 54a al. 3 LAI), la capacité de travail attestée médicalement pour l’activité exercée jusque-là et pour les activités adaptées est évaluée et justifiée en tenant compte, qualitativement et quantitativement, de toutes les ressources et limitations physiques, mentales ou psychiques (art. 49 al. 1bis RAI). L'OAI peut également confier à un médecin expert indépendant la charge d'une expertise (art. 59 al. 3 LAI et 44 LPGA). Selon cette dernière disposition, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. À noter que l'art. 43 al. 2 LPGA prévoit que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. Ainsi, si l'art. 44 LPGA prévoyant les conditions de mise en œuvre d'une expertise externe indépendante ne s'applique pas aux examens médicaux réalisés par les SMR (ATF 135 V 254 consid. 3.4), le juge peut néanmoins accorder pleine valeur probante aux rapports et expertises établis par les médecins d'un assureur social aussi longtemps que ceux-ci aboutissent à des résultats convaincants, que leurs conclusions sont sérieusement motivées, que ces avis ne contiennent pas de contradictions et qu'aucun indice concret ne permet de mettre en cause leur bien‑fondé. Le simple fait que le médecin consulté est lié à l'assureur par un rapport de travail ne permet pas encore de douter de l'objectivité de son appréciation ni de soupçonner une prévention à l'égard de l'assuré. Ce n'est qu'en présence de circonstances particulières que les doutes au sujet de l'impartialité d'une appréciation peuvent être considérés comme objectivement fondés.”
Nei casi di straordinaria diminuzione del patrimonio e nelle richieste di prestazioni complementari il dovere di collaborazione previsto dall'art. 43 cpv. 2 LPGA riveste notevole importanza. La persona avente diritto deve indicare i fatti rilevanti per il diritto (p. es. relativi alla carriera lavorativa, al consumo del patrimonio o alla situazione economiÊ) e, nella misura del possibile, documentarli. Se dichiara che un patrimonio precedentemente esistente non sussiste più, grava su di lei l'onere della prova che esso è stato ceduto per obbligo legale o in cambio di una controprestazione adeguata; a tal fine non è sufficiente una mera attestazione credibile, ma è necessario che risulti la probabilità preponderante. Le autorità possono disporre accertamenti supplementari e richiamare le parti ai loro doveri di collaborazione.
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c i.V.m. Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 ELG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten resp. der Parteien beschränkt (vgl. Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG; BGE 138 V 86 E. 5.2.3; 125 V 193 E. 2), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2017, 9C_763/2016, E. 2.1 mit Hinweisen). Bei einer ausserordentlichen Abnahme des Vermögens hat die leistungsansprechende Person diejenigen Tatsachen zu behaupten und soweit möglich auch zu belegen, die einen Vermögensverzicht ausschliessen. Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, trägt sie die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer rechtlichen Pflicht oder gegen eine adäquate Gegenleistung hingegeben worden ist. Dabei genügt weder die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts noch Glaubhaftmachen, sondern es gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Dieser ist erfüllt, wenn für die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Das Untersuchungsprinzip wird jedoch dadurch eingeschränkt, dass den Beteiligten gewisse Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsfeststellung auferlegt werden. Die Mitwirkungspflicht der Parteien im Bereich der Sozialversicherungen ist ausdrücklich in Art. 28 Abs. 2 und Art. 43 Abs. 2 ATSG geregelt. Im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV kommt der Mitwirkungspflicht der Parteien ein erhebliches Gewicht zu, da diese am besten über den massgebenden Sachverhalt, also über ihre wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse Bescheid wissen (vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, S. 89 Rz. 219). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkfrist einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Wenn auch die Beweislast, dass der leistungsspezifische Invaliditätsfall erst nach ein- respektive dreijähriger Beitragszahlung eingetreten ist, beim Beschwerdeführer liegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2014 vom 8. August 2014 E. 5 mit Hinweis) und es namentlich bei psychischen Störungen schwierig ist, die Arbeitsfähigkeit rückwirkend und überdies für einen weit zurückliegenden Zeitraum zuverlässig zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2014 vom 8. August 2014 E. 6.2 mit Hinweis), so ist doch nicht auszuschliessen, dass ergänzende Abklärungen hierzu verwertbare Erkenntnisse liefern. Es sind deshalb weitere Abklärungen nötig. Die Sache ist hierfür an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Mit Blick auf die Aktenlage wird sie zunächst ergänzende Einkünfte bei den ehemaligen Arbeitgebern in der Schweiz zu den Gründen der Auflösung der Arbeitsverhältnisse und allfälligen krankheitsbedingten Absenzen einzuholen haben. Sodann wird der Beschwerdeführer aufzufordern sein, seine Erwerbsbiographie in Italien unter Einreichung geeigneter Beweismittel darzulegen. In diesem Zusammenhang ist er bereits hier auf seine Mitwirkungspflichten nach Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG und die Folgen der Beweislosigkeit (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4. März 2021 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 427 E. 3.2) hinzuweisen. Nach diesbezüglicher Vervollständigung der Aktenlage wird die Frage nach dem Beginn der schizophrenen Erkrankung und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines psychiatrischen Aktengutachtens zu klären sein. In demselben wird die Frage nach dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit auch unter Berücksichtigung der Berufsbiographie zu beurteilen sein. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.”
Riferimento: art. 43 cpv. 3 LPGA, n. 677. La sanzione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA si appliÊ solo se la violazione dell'obbligo di informazione o di collaborazione è imputabile alla persona assicurata o al soggetto che richieÞ prestazioni; omissioni di terzi o di un successore non possono essere automaticamente addebitate alla persona assicurata. La sanzione richieÞ inoltre un'omissione inescusabile; una notifiÊ insufficiente o altri motivi possono giustificare la mancata collaborazione. Prima di applicare la sanzione l'autorità deve diffidare per iscritto e concedere un termine congruo per adempiere.
“Erst am 30. Juni 2022 nahm sie mit dem Nachfolger der Beschwerdeführerin Kontakt auf und legte mit ihm den Prüfungstermin für 13. September 2022 fest. Davon hatte die Beschwerdeführerin keine Kenntnis und auf das was folgte auch keinen Einfluss, da sie nicht mehr im Betrieb involviert war. Dementsprechend wusste sie auch nicht, dass der Termin vom 13. September 2022 geplatzt war und die Ausgleichskasse mit Mahnung vom 12. Oktober 2022 dem Inhaber der E. GmbH androhte, die gesamte Corona-Erwerbsersatzentschädigung zurückzufordern, sollte er die Überprüfung des Anspruchs bis zum 11. November 2022 nicht ermöglichen. Die Ausgleichskasse forderte schliesslich androhungsgemäss die erbrachten Leistungen mit Verfügungen vom 1. Dezember 2022 von D. (Zeitraum 1. April 2021 bis 31. Dezember 2021) und von der Beschwerdeführerin (Zeitraum 17. September 2020 bis 31. März 2021) zurück, allein aufgrund der unterbliebenen Mitwirkung von D. . 3.4 Die Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht nach Art. 43 Abs. 3 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 ATSG ist allerdings nur massgebend, wenn sie auf die versicherte Person beziehungsweise auf die leistungsbeanspruchende Person zurückgeht. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Nicht die Beschwerdeführerin hat ihre Mitwirkung verweigert, da sie nie Teil des Abklärungs- und Prüfungsprozesses war, sondern ihr Nachfolger, der von der Ausgleichskasse und der C. AG als Ansprechpartner und Verantwortlicher bestimmt worden war. Seine Versäumnisse können der Beschwerdeführerin jedoch nicht angelastet werden. Es wäre an der Ausgleichskasse gewesen, weitere Informationen von der Versicherten und Leistungsempfängerin direkt einzufordern oder mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen zu versuchen, den massgebenden Sachverhalt zu erstellen. In der Verfügung vom 1. Dezember 2022 wird zwar darauf hingewiesen, dass eine eingehende Prüfung der Unterlagen nunmehr ergeben habe, dass die Versicherte die Corona-Erwerbsersatzentschädigung zurückzahlen müsse. Wie diese Prüfung konkret ausgesehen hat, namentlich ohne im Besitz der bei der E.”
“Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. La disposition prévoit ainsi une décision au fond sur la base des pièces au dossier, mettant un terme à la procédure (sous réserve de recours), ou la possibilité d'une décision d'irrecevabilité de la demande dont l'assureur est saisi, mettant également dans ce cas un terme à la procédure en tant que décision finale (sous réserve de recours) et non d'ordonnancement de la procédure au sens d'une décision incidente (ATF 131 V 42 consid. 3; Thierry Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, n° 830), mais l'assureur doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (ATF 108 V 229 ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 5.4 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd. 2020, art. 43 LPGA n° 111). 7.2 La sanction de l'art. 43 al. 3 LPGA ne peut s'appliquer que si le comportement de l'assuré est inexcusable. Subjectivement, il est nécessaire qu'il puisse être considéré comme responsable de ses actes. Cette condition n'est pas remplie lorsqu'en raison d'une maladie ou pour d'autres raisons, il n'est pas à même d'apprécier les conséquences de sa manière d'agir ou de se comporter d'après cette appréciation (arrêt du Tribunal fédéral 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références ; Michel Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants (AVS) et de l'assurance-invalidité (AI), 2011, n° 2884 ; Ueli Kieser, op. cit., art. 43 LPGA n° 103). Il en va de même lorsque, en raison de troubles psychogènes, il n'est pas en mesure de donner suite aux mesures ordonnées (arrêts du Tribunal fédéral I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5 et I 371/05 du 1er septembre 2006 consid. 6.2 et les références). Dans son recours, l'intéressé relève ne pas avoir reçu « correctement » les premiers écrits, raison pour laquelle il n'aurait pas pu y répondre.”
“On ne décèle en rien qu'il aurait été victime d'une maladie ou aurait rencontré une autre raison, de sorte qu'il n'était pas à même d'apprécier les conséquences de sa manière d'agir ou de se comporter d'après cette appréciation. Il ressort du dossier que l'ensemble des actes de l'OAIE a été envoyé à l'adresse du recourant telle qu'indiquée dans la demande de prestations de l'AI, même s'il y manque un « (...) » à « (...) » (cf. adresse donnée par l'assuré dans son recours). La plupart l'ont par ailleurs été sous pli recommandé. Au surplus, le Tribunal remarque que le recourant a dû recevoir ces actes, dont la décision du 19 septembre 2023, dans la mesure où il a été en mesure de l'attaquer devant le Tribunal de céans par la voie d'un recours. Il a d'ailleurs joint cette pièce et la mise en demeure par l'OAIE le 9 mai 2023 comme moyens de preuve. Ayant à tout le moins reçu la mise en demeure par l'OAIE, il pouvait être raisonnablement attendu du recourant déjà ce moment-là qu'il prenne contact avec dit office afin de lui expliquer les éventuelles difficultés rencontrées. 7.3 Dans la présente cause le Tribunal de céans relève que l'OAIE a agi conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA. En effet, il a, une fois la demande de prestations reçue le 9 février 2023 (OAIE pce 3), accusé réception de cette demande et invité le recourant en date du 3 mars 2023 à produire les documents nécessaires à son examen, dont certains en annexe au courrier et à retourner remplis et signés. Il l'a averti en outre des conséquences en cas de manquement à l'obligation de collaborer (perte d'un éventuel droit au paiement d'un intérêt moratoire ; OAIE pce 5). Il ressort du dossier que le recourant n'y a pas donné suite. Le 9 mai 2023, l'autorité inférieure l'a mis en demeure en rappelant les documents, le cas échéant, annexés à lui faire parvenir, tout en lui impartissant un délai de 30 jours dès réception et en l'avertissant qu'à défaut, la demande de prestations ne pourrait pas être examinée et qu'une décision de non-entrée en matière serait notifiée. Il appert au demeurant que le délai de réflexion imparti par l'OAIE peut être qualifié de convenable (cf. s'agissant de la notion de délai convenable, l'arrêt du Tribunal fédéral I 605/04 du 11 janvier 2005 consid.”
Se il livello funzionale rimane invariato e le constatazioni peritali sono essenzialmente concordanti, l'ente assicurativo può rinunciare a un nuovo accertamento in loco. Tale rinuncia non viola l'art. 43 cpv. 1 LPGA, purché le perizie disponibili e il fascicolo d'accertamento costituiscano una base decisionale soliÚ.
“- 283.7) auf eine erneute Abklärung vor Ort verzichtet wurde, entgegen der impliziten Annahme der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde, S. 10 Ziff. III Art. 9) keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) dar. Denn das funktionelle Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin hat sich im Verlauf – abgesehen von der gutachterlich attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit vom 1. Januar bis 1. Juni 2018 (vgl. act. II 188 S. 2) – nicht wesentlich verändert. Entsprechend stimmen denn auch die von den Gutachtern der MEDAS C.________ und der MEDAS D.________ geschilderten funktionellen Einschränkungen und die basierend darauf erstellten Zumutbarkeitsprofile für die Zeit ab dem Juni 2018 im Wesentlichen überein (vgl. E. 3.4.3 hiervor). Wie die Abklärungsfachperson in der Stellungnahme vom 22. Mai 2024 (act. II 296 S. 2 Ziff. 1) zutreffend dargelegt hat, könne dem Betätigungsvergleich "Situation gültig ab Juni 2018" im Abklärungsbericht vom 14. März 2024 entnommen werden, dass sich die Umschreibung der behinderungsbedingten Einschränkungen auch mit dem durch die Gutachter der MEDAS D.________ angepassten Zumutbarkeitsprofil vereinbaren lasse. Bereits damals habe die Beschwerdeführerin Arbeiten an die Familienangehörigen delegiert resp.”
“- 283.7) auf eine erneute Abklärung vor Ort verzichtet wurde, entgegen der impliziten Annahme der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde, S. 10 Ziff. III Art. 9) keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) dar. Denn das funktionelle Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin hat sich im Verlauf – abgesehen von der gutachterlich attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit vom 1. Januar bis 1. Juni 2018 (vgl. act. II 188 S. 2) – nicht wesentlich verändert. Entsprechend stimmen denn auch die von den Gutachtern der MEDAS C.________ und der MEDAS D.________ geschilderten funktionellen Einschränkungen und die basierend darauf erstellten Zumutbarkeitsprofile für die Zeit ab dem Juni 2018 im Wesentlichen überein (vgl. E. 3.4.3 hiervor). Wie die Abklärungsfachperson in der Stellungnahme vom 22. Mai 2024 (act. II 296 S. 2 Ziff. 1) zutreffend dargelegt hat, könne dem Betätigungsvergleich "Situation gültig ab Juni 2018" im Abklärungsbericht vom 14. März 2024 entnommen werden, dass sich die Umschreibung der behinderungsbedingten Einschränkungen auch mit dem durch die Gutachter der MEDAS D.________ angepassten Zumutbarkeitsprofil vereinbaren lasse. Bereits damals habe die Beschwerdeführerin Arbeiten an die Familienangehörigen delegiert resp.”
Una decisione fondata sull'art. 43 LPGA è ammissibile solo se la mancata collaborazione ostacola l'accertamento di fatti essenziali ai fini della valutazione del caso, in particolare di quelli necessari per la determinazione del grado d'invalidità o dei presupposti che danno diritto alla prestazione. La mancanza di documenti che hanno soltanto carattere formale e riguardano eventualmente il calcolo della prestazione non giustifiÊ automaticamente un provvedimento ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“147) o eventualmente anche tramite lo psichiatra curante. Avrebbe pure potuto tentare di convocare l’assicurato per un colloquio (art. 69 OAI). Dall’incarto si evince tra l’altro come l’USSI avesse nel luglio 2015 provveduto ad acquisire dall’assicurato parte dei documenti richiesti dall’Ufficio AI (doc. AI pag. 129). Tali passi istruttori non avrebbero in effetti presentato particolari difficoltà o complicazioni. Sia peraltro sottolineato che la sanzione dell’amministrazione, consistente nel rigetto della richiesta di prestazioni, appare in ogni modo a maggior ragione affrettata e non condivisibile ove si osservi che la documentazione richiesta e non prodotta dall’assicurato non riguarda l’accertamento del suo stato di salute e della sua abilità lavorativa e, quindi, i presupposti materiali del diritto ad una rendita d’invalidità (cfr. consid. 2.3), ma questioni meramente formali tutt’al più rilevanti solo in fase di calcolo della prestazione dovuta. In merito sia ricordato che una decisione in base agli atti giusta l’art. 43 LPGA si giustifica unicamente in presenza di una mancata collaborazione dell'assicurato riferita all’accertamento di fatti rilevanti per la definizione della situazione, segnatamente del grado di invalidità o per la fissazione delle prestazioni (cfr. STF 8C_417/2008 del 28 ottobre 2008; cfr. anche la cifra marginale 7014 CIGI con riferimento a STF 9C_345/2007), circostanza questa che difficilmente appare verificarsi nella fattispecie con il mancato invio della sentenza di divorzio, del certificato di famiglia rispettivamente della decisione dell'USSI. Va peraltro osservato che numerose indicazioni utili, in particolare riguardo alla sua attività lavorativa (cessata in modo definitivo nel febbraio 2009), sono comunque evincibili dalla documentazione all’inserto, essendo invariate successivamente alla revisione della prestazione dell’ottobre”
LPGA art. 43 n. 674 Se la persona assicurata, nonostante un sollecito scritto e la concessione di un congruo termine di riflessione, continua ingiustificatamente a non adempiere all'obbligo di collaborazione, l'ente assicuratore può, sulla base dello stato degli atti disponibile, sospendere gli accertamenti e disporre il non ingresso in materia. In caso di comportamento deliberatamente renitente, tale decisione va particolarmente motivata.
“Elle dispose à cet égard d'une grande liberté d'appréciation. Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en oeuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction. En tout état de cause, l'assuré n'est pas habilité à requérir une décision formelle afin de faire examiner l'opportunité d'une mesure d'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.5 p. 108). S'il se soustrait à une telle mesure alors que celle-ci est objectivement et subjectivement exigible (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 214/01 du 25 octobre 2001, consid. 2b), il prend - délibérément - le risque que sa demande soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante. En procédure de recours, le juge ne doit alors examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA et 73 RAI sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte (arrêts du Tribunal fédéral des assurances I 906/05 du 23 janvier 2007, consid. 6, U 489/00 du 31 août 2001, consid. 2b et I 214/01 du 25 octobre 2001, consid. 3 et les références). Il ne se justifie pas - et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure - d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation.”
“Auch bezüglich Leidensdruck wirft dieses Verhalten Fragen auf. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer im Rahmen des gesundheitlich Möglichen bemüht gewesen wäre, kooperativ zu sein, wie er dies selbst geltend gemacht hat (E. 2.2). Insgesamt steht damit ohne Weiteres fest, dass der Beschwerdeführer der ihm auferlegten Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren nach wie vor nicht nachkommt und keine entschuldbaren Gründe für die Verletzung vorliegen. Solange sich der Beschwerdeführer einer solchen mindestens zweiwöchentlich stattfindenden Behandlung nicht unterzogen hat, erscheint damit - entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers - die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung als nicht zielführend und es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangt ist, dass der aktuelle Gesundheitszustand aufgrund der mangelnden Mitwirkung des Beschwerdeführers nach wie vor nicht festgestellt werden kann. Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund des renitenten Verhaltens des Beschwerdeführers zu keinen weiteren Erhebungen zur Abklärung eines allfälligen Rentenanspruchs verpflichtet. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2023 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.”
Obblighi concreti di collaborazione: l'art. 43 LPGA è nella prassi integrato dall'obbligo di fornire informazioni e di collaborare. Gli assicurati devono, nella misura ragionevolmente necessaria, fornire informazioni sui fatti e presentare documenti che conoscono meglio (p.es. indicazioni sull'attività lucrativa, sulla valutazione degli immobili o documentazione per l'esercizio di pretese di regresso). Se gli interessati non adempiono ingiustificatamente all'obbligo di collaborazione, l'autorità è autorizzata ad adottare decisioni sulla base degli atti o ad archiviare il procedimento; in determinati casi possono inoltre essere previste o ordinate multe amministrative o altre sanzioni di diritto amministrativo.
“Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve (ATF 145 V 90 consid. 3.2 p. 92). En l'espèce, il ne ressort pas des constatations de la cour cantonale que le recourant avait déclaré ses activités en lien avec le groupe C.________ aux autorités de chômage. En effet, alors qu'il utilisait l'adresse e-mail officielle de la société C.________ depuis le 27 octobre 2015 au plus tard, il n'a pas mentionné travailler pour le groupe C.________ dans les formulaires "Indications de la personne assurée" des mois d'octobre, novembre et décembre”
“Eventualiter sei der von G____ geschätzte Liegenschaftswert von EUR 217'440.00 aufgrund der Angemessenheitsbewertung von H____ vom 15. Juli 2019 (AB 8) um 20% zu reduzieren und gestützt darauf die Rückforderung neu zu berechnen. Die Beschwerdegegnerin entgegnet, der Untersuchungsgrundsatz sei vorliegend nicht verletzt. Dieser werde durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten ergänzt. Auf die Schätzung vom 30. Januar 2019 könne daher ohne Weiteres abgestellt werden. Daran vermöge auch die Angemessenheitsbewertung vom 15. Juli 2019 von H____ nichts zu ändern. 2.2. Streitig ist vorliegend die Bewertung der fraglichen, in I____ gelegenen Liegenschaft. Die übrigen Positionen der Berechnung der Ergänzungsleistungen (nachfolgend EL-Berechnung) sind zu Recht unbestritten. Auf weitere Ausführungen hierzu wird deshalb verzichtet. 3. 3.1. Zunächst ist zur Rüge der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes Stellung zu nehmen. 3.2. Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren ist beherrscht vom Untersuchungsgrundsatz, welcher in Art. 43 ATSG normiert ist. Danach haben die Versicherungsträger und die Gerichte für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes von Amtes wegen zu sorgen (Urteil des Bundesgerichts 8C_592/2012 vom 23. November 2012, E. 5.1 mit Hinweis; BGE 125 V 193 E. 2). Dieser Untersuchungsgrundsatz gilt allerdings nicht ohne Einschränkung. Vielmehr wird er durch die Mitwirkungspflicht der Parteien ergänzt (BGE 122 V 157 E. 1a mit Hinweisen). Gemäss der Mitwirkungspflicht nach Art. 28 ATSG müssen die versicherten Personen alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistung erforderlich sind. Dabei erstreckt sich die Mitwirkungspflicht insbesondere auf Tatsachen, welche die gesuchstellende Partei besser kennt als die Behörde und welche diese ohne die Mitwirkung der Betroffenen gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben kann (BGE 138 II 465 E. 8.6.4 S. 497). Ergänzt wird der Untersuchungsgrundsatz schliesslich durch den Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art.”
“Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss gemäss Art. 28 Abs. 2 ATSG, in seiner Fassung seit dem 1. Januar 2021, unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind. In der Fassung bis zum 31. Dezember 2020 war die Auskunftserteilung für die Durchsetzung des Regressanspruchs noch nicht vorgeschrieben. Entsprechend der Regelung von Art. 43 ATSG, prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Abs. 1). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Abs. 3).”
“Das Vorgehen der Ausgleichskasse ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerinnen haben es trotz mehrmaliger Aufforderungen unterlassen, auf den Lohnbescheinigungen für die Kontrollperiode 2020 zu bestätigen, dass sie keine AHV-beitragspflichtigen Arbeitnehmenden beschäftigen, womit sie ihre Auskunftspflicht gemäss Art. 43 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 AHVG verletzt haben. Durch ihr Verhalten war es der Ausgleichskasse nicht möglich zu prüfen, ob die Angaben von C.____, wonach dieser bei einem persönlichen Besuch bei der Ausgleichskasse im Jahr 2019 mitgeteilt hatte, dass die Beschwerdeführerinnen keine Angestellten hätten, auch für das Jahr 2020 zutreffen. Die Ausgleichskasse hat sodann das Verfahren für die Auferlegung von Ordnungsbussen eingehalten, indem sie die Mahnungen mit der Androhung verbunden hat, dass nach unbenutztem Fristenablauf eine Busse auferlegt werde (Art. 205 Abs. 1 AHVV), und die Bussenverfügungen begründet hat (Art. 91 Abs. 2 AHVG). Bei dieser Sachlage sind die Verfügungen vom”
“Par ailleurs, dès lors que la recourante a réceptionné personnellement, à deux reprises en 2017, des commandements de payer et s’y est opposée au nom de la société, il y a lieu de retenir qu’elle savait, à tout le moins à compter de mars 2017, que les cotisations sociales de la part employeur n’étaient pas payées. Or, elle n’a produit aucun élément tendant à établir qu’elle aurait entrepris de démarches, avec l’associé gérant, afin de remédier à cette problématique, tandis que l’intimée n’a requis aucune précision sur ce point. Il s’agit cependant d’informations essentielles pour déterminer, cas échéant, si une faute peut être imputée à la recourante dans l’hypothèse où la qualité d’organe de fait lui est reconnue. 6. En définitive, il convient de constater que l’instruction menée par l’intimée n’est pas complète et ne permet pas en l’état de se prononcer en connaissance de cause sur le rôle de la recourante au sein de P.________ Sàrl. La résolution de cette question est pourtant cruciale, avant de déterminer si un comportement fautif peut éventuellement lui être imputé. Ce constat a pour corollaire que la cause doit être retournée à la caisse intimée, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA, applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LAVS), afin qu’elle procède à des mesures d’instruction complémentaires. Elle veillera ainsi, notamment, à requérir, en mains de la recourante, en la rendant attentive à son obligation de collaborer (cf. art. 28 LPGA), la preuve de toutes les rémunérations perçues de la part de la société pour son activité, tous les courriers et courriels échangés dans ce cadre, ainsi que le nombre d’heures consacrées à cette activité, le cas échéant au moyen de notes d’honoraires faisant état de sa facturation. La caisse invitera par ailleurs, entre autres, la recourante à la renseigner aussi exhaustivement que possible sur le rôle qu’elle jouait auprès de la société, la fréquence de ses contacts avec l’associé gérant, les activités qu’elle déployait pour le compte de la société, ainsi que son cahier des charges. Il s’agira pour l’intéressée d’indiquer, par écrit et/ou dans le cadre d’auditions, notamment, pourquoi c’est elle qui a formé opposition aux commandements de payer notifiés les 24 mars et 8 septembre 2017, pour quelles raisons elle était inscrite au Registre du commerce, à quelle fréquence se tenaient les assemblées générales de la société, les renseignements qu’elle aura sollicités du gérant après avoir appris le non-paiement des cotisations ayant fait l’objet des poursuites précitées, ainsi que la nature des relations la liant à la société, depuis son inscription en qualité de directrice au Registre du commerce.”
LPGA art. 43 n. 672 L'ente assicurativo è soggetto al principio dell'accertamento; qualora dalle deduzioni delle parti o da altri elementi del fascicolo emergano indizi, deve procedere d'ufficio agli accertamenti necessari e più approfonditi.
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283).”
“3 und BGE 130 V 343. 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 112 V 371, 372 E. 2b). Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25 S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl. BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). 3.3. 3.3.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegt die Abklärung der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (vgl. Art. 54 bis 56 i.V. m. Art. 57 Abs. 1 lit. c bis g IVG sowie BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). 3.3.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit.”
l'art. 43 cpv. 2 LPGA obbliga la persona assicurata a sottoporsi ad accertamenti medici o specialistici, nella misura in cui siano necessari e ragionevolmente esigibili per la valutazione. Se la persona assicurata omette ingiustificatamente di adempiere a tale obbligo di cooperazione, le prestazioni, ai sensi dell'art. 21 cpv. 4 LPGA (in collegamento con l'art. 7b LAI), possono essere ridotte o rifiutate, temporaneamente o definitivamente. Presupposto è un sollecito scritto preventivo con l'indicazione delle conseguenze giuridiche e la concessione di un congruo termine di riflessione; per misure irragionevoli (p. es. quelle che mettono in pericolo la vita o la salute) non sono esigibili.
“Gemäss Art. 7 Abs. l des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
“Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Massnahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG).”
LPGA art. 43 n. 670 Se i referti medici sono poco chiari o non sufficientemente chiariti, spetta all'assicuratore integrare e/o aggiornare il dossier medico prima di decidere sulle richieste di prestazioni. Ciò può comprendere in particolare la disposizione di perizie integrative o aggiornate e accertamenti multidisciplinari.
“Cette démarche est d'ailleurs d'autant plus critiquable que l'ampleur de l'obésité du recourant n'est pas clairement établie, l'expertise de 2016 évoquant en effet que l'intéressé mesure 1,88 m alors que celle de 2020 fait état d'une taille de 1,77 m. Enfin, il convient encore de relever qu'en tant que l'intimé a repris l'avis du spécialiste en orthopédie et en traumatologie du SMR (par renvoi, dans sa décision, au rapport de ce service du 10 juillet 2020), selon lequel l'obésité ne remet de toute manière pas en cause l'exigibilité d'une activité en position assise, celui-ci s'est écarté de l'expertise de 2020, qui ne fait aucunement état d'une telle conclusion. 6. Par conséquent, au vu de ce qui précède, il apparaît que l'intimé ne pouvait pas se fonder sur l'expertise réalisée en 2020 pour prononcer la décision attaquée et qu'il se devait d'instruire davantage la question de l'ampleur exacte des causes et des conséquences de l'obésité sur la capacité de travail du recourant. Faute d'avoir agi en ce sens, l'intimé a donc fondé sa décision sur un état de fait médical insuffisamment éclairci et a, partant, violé le principe d’instruction d’office auquel il est tenu (art. 43 al. 1 LPGA). Il convient dès lors d'annuler la décision entreprise du 5 août 2020 et de renvoyer la cause à l'intimé pour instruction complémentaire, à savoir pour la mise en œuvre (éventuellement après une actualisation des rapports du médecin traitant) d'une instruction médicale globale, par la mise sur pied d'une expertise investiguant l'ampleur ainsi que les causes de l'obésité, de même que les éventuelles limitations fonctionnelles découlant de cette dernière, en tenant notamment compte de l'influence de cette problématique sur les atteintes affectant le membre inférieur du recourant. Ce faisant, point n'est encore besoin de trancher la question de savoir si l'intimé était fondé à renoncer à transmettre les objections du recourant du 16 avril 2020 au second expert consulté (voir p. 8 du recours). 7. 7.1 En conclusion, le recours doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l'intimé pour instruction complémentaire au sens des considérants et nouvelle décision. 7.2 Les frais de la procédure devant le TA, fixés forfaitairement à Fr.”
“Il en va de même s’agissant de l’augmentation des douleurs du rachis, entre autres, rapportée dès l’été 2019, et de ses conséquences éventuelles sur la capacité de travail de la recourante. Au sujet des diagnostics d’ordre psychiatrique, il conviendra de veiller à ce que le schéma d’évaluation au moyen d’indicateurs, préconisé par la jurisprudence récente, soit respecté (ATF143 V 418). Au surplus et comme constaté ci-avant, on ne connait pas avec certitude la durée effective de l’incapacité de travail de la recourante compte tenu de la succession des pathologies qu’elle avance, ni comment sa capacité de travail a évolué depuis lors. Il s’agit donc d’actualiser le volet médical pour déterminer sa capacité de travail résiduelle avant de statuer sur son droit aux prestations pour la période subséquente à l’accident d’octobre 2018. En effet, la Cour de céans n’est pas en mesure de se prononcer sur la capacité de travail de la recourante pour cette période. d) Les compléments ci-dessus sont indubitablement du ressort de l’intimé (art. 43 al. 1 LPGA), à qui il y a lieu de renvoyer la cause pour complément d’instruction et nouvelle décision pour la période débutant le 15 octobre 2018 (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 7. Quand bien même le recours doit être partiellement admis pour les motifs qui précèdent et renvoyé à l’intimé, le principe de l’économie de la procédure impose d’examiner le statut de la recourante. a) Selon la jurisprudence, une enquête ménagère effectuée au domicile de la personne assurée constitue en règle générale une base appropriée et suffisante pour évaluer les empêchements dans l'accomplissement des travaux habituels. En ce qui concerne la valeur probante d'un tel rapport d'enquête, il est essentiel qu'il ait été élaboré par une personne qualifiée qui a connaissance de la situation locale et spatiale, ainsi que des empêchements et des handicaps résultant des diagnostics médicaux. Il s'agit en outre de tenir compte des indications de la personne assurée et de consigner les opinions divergentes des participants.”
“On ne peut par conséquent exclure que les opérations subies par la recourante en septembre et décembre 2019 aient pu engendrer une incapacité de travail de plus de trois mois (durée déterminante pour une éventuelle modification du droit, voir art. 88a al. 2 RAI), et ce avant la date de décision attaquée (février 2020). 6. Sur le vu de ce qui précède, il apparaît que l'intimé ne pouvait pas se fonder sur l'expertise pluridisciplinaire réalisée en 2019 pour prononcer la décision attaquée. Il devait instruire davantage l'existence et l'importance de l'atteinte psychiatrique, de même que la question de l'interaction entre cette atteinte et les maux somatiques. Par ailleurs, il devait également prendre en compte les conséquences des opérations aux chevilles intervenues à fin 2019 et dont il avait connaissance. Faute d'avoir agi en ce sens, l'intimé a donc fondé sa décision sur un état de fait médical insuffisamment éclairci et a, partant, violé le principe d’instruction d’office auquel il était tenu (art. 43 al. 1 LPGA). Il convient dès lors d'annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l'intimé pour instruction complémentaire. Celui-ci mettra en œuvre (éventuellement sous la forme d'un complément d'expertise) une instruction médicale se prononçant sur la capacité de travail de la recourante et permettant de définir avec précision, d'une part, les atteintes psychiatriques et leur interaction avec les maux somatiques et, d'autre part, les conséquences des opérations survenues à fin 2019. Sur le vu de ce renvoi en raison de l'absence de valeur probante de l'expertise pluridisciplinaire, point n'est besoin de trancher la question du caractère probant de l'enquête économique sur le ménage. 7. 7.1 En conclusion, le recours doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l'intimé pour instruction complémentaire au sens des considérants et nouvelle décision. 7.2 Les frais de la procédure devant le TA, fixés forfaitairement à Fr. 800.-, sont mis à la charge de l'intimé, qui succombe (art.”
“1 Au regard de ce qui précède, il convient d'admettre le recours en ce sens que la décision contestée est annulée et le dossier renvoyé à l'OAIE pour compléments d'instruction et nouvelle décision. Ce renvoi de la cause est indiqué en l'espèce bien qu'il doive rester exceptionnel au regard de l'exigence de la célérité de la procédure (cf. art. 29 Cst. [RS 101]; TF 8C_633/2014 du 11 décembre 2014 consid. 3.1). En effet, selon la jurisprudence, le renvoi de l'affaire à l'autorité inférieure pour nouvelle instruction est justifié lorsqu'il s'agit notamment d'enquêter sur une situation de fait qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen complet (cf. ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4; TF 8C_633/2014 cité consid. 3.2 et 3.3). Or en l'occurrence, l'état de santé de l'assuré et ses répercussions sur sa capacité de travail n'ont pas encore été établis d'un point de vue psychiatrique. Au regard des différentes atteintes du recourant, de la durée de la procédure, initiée par la demande de prestations formulée les 19 et 28 décembre 2011, et dans la mesure où l'Office devra suite au renvoi de l'affaire actualiser le dossier médical à la date de la nouvelle décision à rendre (cf. art. 43 al. 1 LPGA; notamment : TF 9C_288/2010 du 22 décembre 2010 consid. 4.1; 9C_149/2009 du 14 juillet 2009 consid. 4.4), il appartiendra à l'OAIE de mettre en place une nouvelle expertise médicale pluridisciplinaire en Suisse (cf. Michel Valterio, op. cit., art. 57 n° 15). Celle-ci devra notamment porter sur les volets de la médecine interne, cardiologique, rhumatologique et psychiatrique. L'Office AI déterminera ensuite le taux d'invalidité de l'assuré et rendra une nouvelle décision. 12.2 Au regard de ce qui précède, il n'y a pas lieu de procéder à une expertise médicale judiciaire, l'état de santé de l'assuré et ses répercussions sur sa capacité de travail n'ayant pas encore été établis entièrement. Pour autant que les conclusions préalables du recourant visaient une telle expertise, elles sont rejetées. 13. 13.1 Il n'est pas perçu de frais de procédure. Le recourant lequel, du reste, a obtenu gain de cause suite à l'annulation de la décision contestée et au renvoi du dossier pour complément d'instructions et nouvelle décision (cf.”
“Il n’excluait par ailleurs pas que l’angoisse présentée par le recourant ne soit pas uniquement liée à sa consommation d’alcool et de cannabis, en relevant qu’il était difficile d’interpréter les scores obtenus au moyen des échelles d’évaluation usuelles en raison de cette consommation (cf. rapport d’expertise psychiatrique du 25 novembre 2005, p. 19). Ainsi, l’abstinence du cannabis et la diminution drastique de la consommation d’alcool constatée depuis 2017 constitue une modification importante du status, pouvant amener à une évaluation différente de la situation psychique du recourant et des conséquences de celle-ci sur sa capacité de gain. d) En définitive, l’intimé a refusé toute prestation au recourant sur la base d’une expertise établie en 2005, alors que plusieurs éléments au dossier amènent au constat que l’anamnèse sur laquelle cette évaluation se fondait a subi d’importantes modifications depuis lors. Il faut ainsi constater que l’instruction est incomplète. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à l’intimé, dès lors que c’est à lui qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il lui appartiendra ainsi de mettre en œuvre une expertise psychiatrique répondant aux exigences de l’art. 44 LPGA, puis de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions du recourant. 7. a) Vu ce qui précède, le recours doit être admis, la décision sur opposition litigieuse étant annulée et la cause renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de l’intimé, qui succombe. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). La liste des opérations déposées le 24 mars 2022 par Me Tissot-Daguette ne peut pas être intégralement suivie. Il convient en effet de retrancher les opérations de transmission de pièces.”
“Demnach seien weitere Störungen wie Persönlichkeitsstörungen, Veränderungen nach Trauma, wahnhafte Störungen etc. nachvollziehbar klar ausgeschlossen worden (IV-act. 147-4). Dass im Rahmen der Begutachtung eine sorgfältige Diagnostik durchgeführt worden ist, in deren Rahmen eine wahnhafte Störung nicht festgestellt worden ist, schliesst aber nicht aus, dass sich nach der Begutachtung eine derartige entwickelt haben könnte. Wie bereits gesagt, hat auch Dr. J.___ diese im ersten Bericht nach der Begutachtung noch nicht erwähnt, sondern eine Veränderung erst später bemerkt. Folglich ist potentiell eine wesentliche Veränderung im psychopathologischen Befund eingetreten, die abklärungsbedürftig erscheint. Dies gilt umso mehr, als das Gutachten vom 27. Januar 2020 im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 6. Juli 2022 bereits über zwei Jahre alt gewesen ist, sodass sich in diesem Zeitraum insgesamt eine psychische Veränderung hat ergeben können. Indem die Beschwerdegegnerin die erforderlichen Abklärungen unterlassen hat, hat sie ihre Untersuchungspflicht verletzt (Art. 43 Abs. 1 ATSG), sodass die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung zurückzuweisen ist. Die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens drängt sich nicht auf, da die Beschwerdegegnerin bereits ein sehr umfassendes Gutachten mit sorgfältiger Diagnostik bei Dr. H.___ und Dipl. Psych. I.___ eingeholt hat, sodass die Einholung ergänzender Ausführungen im Sinne einer Verlaufsbeurteilung als sinnvoll erscheint (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Der Entscheid darüber, ob die Verlaufsbeurteilung allein gestützt auf die Aktenlage vorgenommen werden kann oder eine erneute Untersuchung der Beschwerdeführerin erfordert, ist durch die medizinischen Fachpersonen zu beurteilen. Ausserdem sind die Sachverständigen um eine Konkretisierung und Erläuterung ihrer Arbeitsfähigkeitsschätzung zu ersuchen (vgl. oben E. 3.3), damit der Rentenanspruch, sofern es zu keiner beruflichen Eingliederung kommen sollte, abschliessend beurteilt werden kann. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache ist zur Vornahme weiterer Abklärungen und zur anschliessenden neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.”
“5 % dans l’activité ménagère, se fondant vraisemblablement sur l’enquête ménagère du 27 octobre 2021 qui concluait à un tel empêchement depuis le mois de décembre 2020, celui-ci s’élevant avant cette date à 24 %, compte tenu des variations de l’état psychique de l’assurée. L’intimé avait toutefois retenu un empêchement ménager de 24 % dans ses décisions des 22 février et 18 mars 2022. En l’occurrence, au vu de l’aggravation de l’état de santé attestée par les psychiatres traitants en mai 2023, l’OAI ne pouvait se contenter de se baser sur les chiffres rapportés par l’enquête ménagère en octobre 2020 pour une période où l’assurée semblait aller mieux, mais se devait d’approfondir l’instruction à cet égard. c) Au vu de ce qui précède, les éléments au dossier ne permettent pas de définir le statut de la recourante ni l’empêchement lié à l’activité ménagère. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimé, à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA, pour qu’il en reprenne l’instruction et mette en œuvre une nouvelle enquête ménagère destinée à déterminer le statut actuel de l’intéressée, respectivement le point de savoir si le statut de celle-ci a effectivement connu une modification depuis l’enquête ménagère du 27 octobre 2021 et les décisions de février et mars 2022, ainsi que l’empêchement lié à l’activité ménagère. 8. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant retournée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de l’intimé, vu l’issue du litige. Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens, la recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I.”
Il principio d'ufficio d'accertamento (art. 43 LPGA) non è assoluto: è limitato dall'obbligo di collaborazione delle parti. Le parti sono tenute, nella misura ragionevolmente esigibile, a contribuire all'accertamento dei fatti; se non vi adempiono, possono sopportare le conseguenze negative di una prova mancante. L'autorità deve proseguire gli accertamenti finché i fatti necessari per la valutazione non sono sufficientemente chiariti; può tuttavia rinunciare a ulteriori mezzi di prova quando, a seguito di un'attenta valutazione delle prove, determinati fatti risultano più probabili e ulteriori indagini probabilmente non modificherebbero tale valutazione (valutazione anticipata delle prove).
“37 LTAF, la procédure devant le Tribunal administratif fédéral est régie par la PA, pour autant que la LTAF n'en dispose pas autrement. 1.3 En vertu de l'art. 3 let. dbis PA, la procédure en matière d'assurances sociales n'est pas régie par la PA dans la mesure où la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA, RS 830.1) est applicable. Conformément à l'art. 1 al. 1 LAVS, les dispositions de la LPGA s'appliquent à l'assurance-vieillesse et survivants, à moins que la LAVS ne déroge expressément à la LPGA. 1.4 Selon l'art. 59 LPGA, quiconque est touché par la décision ou la décision sur opposition et a un intérêt digne de protection à ce qu'elle soit annulée ou modifiée, a qualité pour recourir. Ces conditions sont remplies. 1.5 Déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 52 PA), le recours est recevable. 2. 2.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA; Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, 138 V 218 consid. 6). 2.2 Le principe de l'instruction d'office est toutefois contrebalancé par le devoir de collaboration des parties (art. 13 PA) qui sont tenues de collaborer à la constatation des faits dans les procédures qu'elles introduisent elles-mêmes, dans celles où elles prennent des conclusions indépendantes et dans les autres cas prévus par la loi. Ce devoir porte avant tout sur les faits que les parties connaissent mieux que les autorités et que ces dernières ne pourraient, à défaut de collaboration des parties, pas du tout ou seulement avec des efforts disproportionnés établir elles-mêmes (ATF 132 II 113 consid.”
“Cette éventualité est réalisée non seulement lorsque la personne assurée refuse expressément un travail convenable qui lui est assigné, mais également déjà lorsqu’elle s’accommode du risque que l’emploi soit occupé par quelqu’un d’autre ou fait échouer la perspective de conclure un contrat de travail (ATF 122 V 34 consid. 3 ; TF 8C_756/2020 du 3 août 2021 consid. 3.1 et les références). 4. a) Le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 et les références citées). b) La procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 LPGA). Cette règle n’est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire. Cela comporte en partie l’obligation d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s’expose à devoir supporter les conséquences de l’absence de preuve (ATF 145 V 90 consid. 3.2). En droit de l’assurance-chômage et à titre d’exemple, en matière de remise de la liste des recherches d’emploi, le Tribunal fédéral a presque toujours retenu que, malgré les pertes de documents pouvant se produire dans toute administration, les assurés supportaient les conséquences de l’absence de preuve en ce qui concerne la remise de ladite liste (cf. ATF 145 V 90 consid. 3.2 précité). En ce qui concerne les courriers électroniques, compte tenu du manque de fiabilité du trafic électronique en général, et en particulier des difficultés liées à la preuve de l’arrivée d’un message électronique dans la sphère de contrôle du destinataire, l’expéditeur d’un courriel est invité à requérir du destinataire une confirmation de réception de son envoi (y compris des pièces annexées au courriel), et de réagir en l’absence de cette dernière en déposant son pli auprès de la Poste ou en réessayant de l’envoyer par voie électronique.”
“_______, orthopédiste à l'Hôpital de (...) qui avait opéré l'assuré (OAIE, doc. 64 pp. 381 ss), et du Dr F._______, médecin généraliste et médecin traitant du recourant (OAIE, doc. 65 pp. 386 ss), qui concluaient tous deux à une capacité de travail entière dans une activité adaptée. Par ailleurs, les atteintes au plan ostéoarticulaire (au niveau du rachis, du poignet droit, de la cheville gauche, de l'épaule gauche et des genoux) n'empêchaient pas l'exercice d'une activité adaptée à temps plein. Le taux d'invalidité avait ensuite été calculé en procédant à une comparaison des revenus. Pour le revenu sans invalidité, l'OAIE avait retenu un montant de 75'910,43 francs, basé sur les indications du dernier employeur du recourant, et un montant statistique de 67'608,25 francs pour le revenu avec invalidité. Le recourant présentait dès lors un degré d'invalidité de 10,94%, insuffisant pour ouvrir le droit à la rente. 9. 9.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 145 V 97 consid. 8.5 ; 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 138 V 218 consid. 6). Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3). Partant, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves, que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (ATF 146 III 73 consid.”
“Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt du Tribunal fédéral 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales (arrêt du Tribunal fédéral 8C_667/2012 du 12 juin 2013 consid. 4.1). L'assureur n'a pas à épuiser toutes les possibilités d'investigations, s'il estime, par une appréciation anticipée des preuves fournies par les investigations auxquelles il a déjà procédé, que certains faits présentent le degré de preuve requis par les circonstances et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (Jacques Olivier PIGUET, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 12 ad art. 43 LPGA). Selon la jurisprudence, il est par ailleurs admissible de se fonder de manière déterminante sur un rapport du SMR. Même si celui-ci a pour fonction d'opérer la synthèse des renseignements médicaux versés au dossier, de prendre position à leur sujet et de prodiguer des recommandations quant à la suite à donner au dossier sur le plan médical, et qu'il ne contient aucune observation clinique, il n'est cependant pas dénué de toute valeur probante. Il convient toutefois de poser des exigences strictes en matière de preuve ; une expertise devra être ordonnée si des doutes, même faibles, subsistent quant à la fiabilité ou à la pertinence des constatations effectuées par le SMR (ATF 142 V 58 consid. 5 ; 135 V 465 consid. 4.4 et 4.6 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_371/2018 du 16 août 2018 consid. 4.3.1). Si l’administration ou le juge, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves fournies par les investigations auxquelles ils doivent procéder d’office, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d’autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation, il est superflu d’administrer d’autres preuves (appréciation anticipée des preuves ; ATF 145 I 167 consid.”
LPGA art. 43 n. 668 Se, in base agli accertamenti effettuati dall'ente assicurativo, risulta che la persona assicurata è, a partire da un determinato momento, totalmente incapaÎ di svolgere un'attività lucrativa, va escluso ogni reddito ipotetico da lavoro; rilevanti sono i proventi pensionistici effettivamente percepiti.
“Le juge doit examiner deux conditions, à savoir si l'on peut raisonnablement exiger d'une personne qu'elle exerce une activité lucrative ou augmente celle-ci – ce qui est une question de droit – et si la personne a la possibilité effective d'exercer l'activité ainsi déterminée et quel revenu elle peut en obtenir – ce qui est une question de fait (ATF précité 147 III 249 consid. 3.4.4 ; ATF 143 III 233 consid. 3.2 et la réf. ; TF 5A 768/2022 du 21 juin 2023 consid. 6.2). Afin de déterminer si un revenu hypothétique doit être imputé, les circonstances concrètes de chaque cas sont déterminantes. Les critères dont il faut tenir compte sont notamment l'âge, l'état de santé, les connaissances linguistiques, la formation (passée et continue), l'expérience professionnelle, la flexibilité sur les plans personnel et géographique, la situation sur le marché du travail, etc. (ATF précité 147 III 308 consid. 5.6 ; TF 5A 768/2022 précité consid. 6.2 ; TF 5A 1065/2021 du 2 mai 2023 consid. 5.1 ; TF 5A 464/2022 du 31 janvier 2023 consid. 3.1.2). 2.2 En l'espèce, la décision de l'OAl retient que l'appelante subit une incapacité de travail et de gain, dans toute activité, de 100% depuis le 13 décembre 2018. Rendue au terme d'une procédure au cours de laquelle il y a lieu de présumer que, conformément à l'art. 43 LPGA (loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales du 6 octobre 2000 ; RS 830.1), toutes les mesures d'instruction nécessaires ont été prises, cette décision dispose d'une force probante certaine. Il est dès lors constant que l'appelante est incapable à 100 % de travailler dans quelque activité lucrative que ce soit, de sorte qu'il est exclu de lui imputer un revenu hypothétique du travail. Par conséquent, il sied de s’en tenir aux revenus effectivement réalisés par l’appelante, soit 1'862 fr. à titre de rente AI et 453 fr. 35 à titre de rente LPP d’invalidité, soit des revenus mensuels totaux de 2'315 fr. 35. Il n’y a au demeurant pas lieu d’ajouter à ce montant la rente complémentaire pour enfant allouée à l’appelante à hauteur de 745 fr., dès lors que cette dernière est tenue de la transmettre à l’enfant majeur en formation en vertu de l’art. 285a al. 2 CC. 3. Dans son arrêt du 20 septembre 2022 (n° 476), la Cour de céans n'a pas eu à se poser la question de la répartition d'un excédent entre les parties.”
Non sussiste un diritto incondizionato delle parti alla presentazione di una perizia esterna al RAD ovvero all'istanza. Se una perizia debba essere prodotta o presa in considerazione dipenÞ dal principio dell'istruttoria e quindi dall'art. 43 cpv. 1bis LPGA, nonché dal concreto bisogno d'accertamento e dalle circostanze del singolo caso.
“Die Frage, ob ein Gutachten zur Stellungnahme dem RAD vorzulegen ist, betrifft die Untersuchungspflicht der Behörde. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Nach Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen. Der in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerte Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Nach der Rechtsprechung (Entscheid des BGer vom 3. Mai 2023, 9C_389/ 2022, E. 5.3.2) besteht kein unbedingter gesetzlicher Anspruch, dass ein Gutachten dem RAD vorgelegt wird. Gründe für eine Ausnahme (BGer 9C_389/2022, E. 6.2) sind hier nicht gegeben, zumal im vorliegenden Fall nicht (aus rechtlichen Gründen) von den gutachterlichen Schlüssen abgewichen wurde.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 666 La mancata informazione preventiva, ad esempio sull'indipendenza, l'imparzialità o il segreto professionale di un'interprete, non costituisÎ di per sé un diritto a rifiutarsi di sottoporsi agli accertamenti medici o specialistici necessari e ragionevolmente esigibili ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA.
“27 ATSG darüber informiert worden sei, dass die Dolmetscherin unabhängig und unparteiisch sei und der beruflichen Schweigepflicht unterliege. Gemäss Art. 27 ATSG ("Aufklärung und Beratung") sind die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen verpflichtet, im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereiches die interessierten Personen über ihre Rechte und Pflichten aufzuklären (Abs. 1). Ferner hat jede Person Anspruch auf grundsätzlich unentgeltliche Beratung über ihre Rechte und Pflichten. Dafür zuständig sind die Versicherungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind (vgl. Abs. 2). Inwiefern Kenntnis von Unabhängigkeit, Unparteilichkeit und Schweigepflicht der Dolmetscherin zu den Rechten und Pflichten des Beschwerdeführers gehören soll, ist nicht ersichtlich. Dementsprechend ergibt sich aus Art. 27 ATSG kein Recht des Beschwerdeführers darauf, diesbezüglich vorgängig informiert zu werden. Der Beschwerdeführer legt denn auch nicht dar, welche Folgen die nicht erfolgte Information nach sich gezogen hätte (vgl. auch Art. 43 Abs. 2 ATSG betr. die Pflicht der versicherten Person, sich notwendigen und zumutbaren ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen). Die Rüge des Beschwerdeführer über diesbezüglich fehlende Information greift somit ins Leere.”
Se il fascicolo è incompleto o i documenti medici disponibili non costituiscono una base probatoria sufficiente per una decisione, l'ente assicuratore deve integrare l'istruttoria ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA prima di pronunciarsi nuovamente. A tal fine possono — a seconÚ delle necessità — rientrare, ad esempio, l'acquisizione di rapporti integrativi, la richiesta di fatture mancanti o di elenchi delle prestazioni, l'ottenimento delle cartelle cliniche nonché la raccolta di informazioni presso erogatori di prestazioni, datori di lavoro precedenti o medici specialisti (compresa la disposizione di una perizia medico-specialistiÊ).
“Par surabondance, il est rappelé qu’en vertu des principes légaux et jurisprudentiels rappelés ci-avant (consid. 5), il appartient à l’assureur d’instruire la cause en priorité, soit de prendre d’office les mesures d’instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont il a besoin. L’art. 42 LAMal fixe les modalités de facturation et définit le débiteur de la prestation. Ainsi, le fournisseur de prestations doit remettre au débiteur de la rémunération une facture détaillée et compréhensible. Il doit aussi lui transmettre toutes les indications nécessaires lui permettant de vérifier le calcul de la rémunération et le caractère économique de la prestation. En l’occurrence, il ne ressort pas du dossier transmis par l’intimée que celle-ci ait interpelé le Dr N.________ ou la Clinique [...]. Il est par ailleurs étonnant que la recourante n’ait pu fournir aucune facture concernant les diverses interventions. Il appartient dès lors à l’intimée, en vertu du principe inquisitoire applicable dans le domaine de l’assurance-maladie obligatoire (art. 43 al. 1 LPGA), de compléter l’instruction en interpellant les fournisseurs de prestations et en leur rappelant leurs obligations (art. 42 al. 3 LAMal), le cas échéant en mettant en demeure la recourante de produire les diverses factures reçues, et en cas d’échec des démarches, de rendre une décision, susceptible de recours, fixant le montant des prestations légales dues pour ces différentes interventions. Il convient de lui renvoyer la cause à cette fin. 9. a) Au vu de ce qui précède, il y a lieu d’admettre partiellement le recours et de réformer la décision sur opposition litigieuse s’agissant de l’indemnisation de l’ablation des prothèses mammaires et de la capsulectomie bilatérale, que l’intimée doit prendre en charge pour les deux seins. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, applicable conformément à l’art. 83 LPGA). c) La recourante, qui obtient partiellement gain de cause avec l’assistance d’un mandataire qualifié, a droit à des dépens réduits.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). En l’espèce, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction afin de déterminer la date de la survenance de l’invalidité en recueillant des renseignements auprès du corps médical, des anciens employeurs et de la recourante. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAl – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de procéder à un complément d’instruction auprès des employeurs de la recourante pour connaître les périodes d’incapacité de travail, les raisons de la fin des rapports de travail et s’il existe éventuellement des dossiers concernant la recourante auprès de leurs assureurs. Il reviendra à l’I.________ d’établir le contenu et la chronologie du suivi de manière précise et détaillée, ainsi que le contexte dans lequel il a débuté. Enfin, l’intimé se renseignera auprès de la recourante pour connaître les coordonnées précises de ses employeurs ainsi que les dates auxquelles elle prétend avoir travaillé et savoir s’il y a eu une prise en charge médicale avant le suivi auprès de l’I.________. Dans ce contexte, l’intimé pourra aussi mettre en œuvre toute autre mesure d’instruction qui apparaîtra nécessaire sur le vu des premiers éléments recueillis. Cela fait, il reviendra à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur la demande de rente AI ordinaire et extraordinaire tout en prenant en compte les éventuelles cotisations de son mari, ainsi que les bonifications pour tâches éducatives ou d’assistance.”
“d) Dans le cadre de l’instruction conduite qui se caractérise par de nombreuses lacunes et l’absence d’éléments cliniques objectifs permettant de départager des avis médicaux diamétralement opposés en l’état actuel du dossier, l’intimée n’était pas légitimée à refuser la prise en charge du cas en faisant prévaloir l’avis du Dr X.________ retenant un lien de causalité naturelle et adéquate seulement possible entre la dissection de l’artère carotide interne gauche dans sa portion extra-crânienne qui s’est manifestée le 6 avril 2022 et la chute du recourant dans les escaliers quelques jours auparavant le 19 mars 2022. e) Cela étant, il convient de retenir que la décision attaquée repose sur des éléments laissant augurer des sérieux motifs de douter de leur bienfondé dans le cas très particulier qu’il convient de résoudre. Sur le plan médical, le dossier est insuffisamment instruit (cf. consid. 5b-c supra) et ne permet pas à la Cour de statuer en toute connaissance de cause sur le présent différend. Il se justifie dès lors d’annuler la décision querellée et de renvoyer la cause à l’intimée – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Dans ce contexte, il lui appartiendra notamment de déterminer – moyennant l’obtention de l’avis spécialisé d’un médecin neurologue ou toute autre mesure d’instruction qui apparaîtra nécessaire sur le vu des premiers éléments recueillis (par exemple, une IRM avec séquences FAT-SAT, angioscanner ou ultrasonographie, tomodensitométrie, échographies Doppler, etc.) – l’origine de la dissection de l’artère carotide interne gauche qui s’est manifestée le 6 avril 2022, avant de statuer à nouveau sur le droit aux prestations. 6. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis, la décision sur opposition litigieuse annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, le recourant ayant procédé sans le concours d’un mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b).”
“Quant aux rapports du Dr G______, sur lesquels se fonde le recourant, s’ils font certes état de l’existence d’un lien de causalité naturelle entre l’accident et les douleurs de l’intéressé au bas du dos et à la poitrine, ce médecin traitant justifie toutefois son opinion uniquement par le fait que son patient ne présentait aucune plainte avant l’accident. Or, on rappellera que le seul fait que des symptômes douloureux ne se sont manifestés qu'après la survenance d'un accident ne suffit pas à établir un rapport de causalité naturelle avec cet accident (raisonnement « post hoc, ergo propter hoc »). Ainsi, à défaut d’une instruction suffisante de la part de l’intimée permettant une appréciation adéquate de la question litigieuse du lien de causalité naturelle entre l’accident du 20 juillet 2022 et les troubles dont souffrait le recourant au bas du dos et au thorax, il se justifie de renvoyer la cause à l’intimée afin qu’elle procède à des investigations complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, administrer les preuves nécessaires, si besoin par une expertise, avant de rendre une nouvelle décision (cf. art. 43 al. 1 LPGA). 10. 10.1 Le recours sera partiellement admis, dans la mesure de sa recevabilié. La décision litigieuse sera annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour instruction complémentaire et nouvelle décision. 10.2 Le recourant, qui n’est pas représenté, n’a pas droit à des dépens (art. 61 let. g LPGA a contrario). 10.3 Pour le surplus, la procédure est gratuite (art. 61 let. fbis LPGA a contrario et 89H al. 1 LPA). PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant 1. Admet partiellement le recours, dans la mesure de sa recevabilité. 2. Annule la décision sur opposition de l’intimée du 5 janvier 2024. 3. Renvoie la cause à l’intimée pour instruction complémentaire au sens des considérants et nouvelle décision. 4. Dit que la procédure est gratuite. 5. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art.”
“La motivation du premier des arguments sur lesquels la médecin d’arrondissement a fondé sa conclusion apparait dès lors insuffisante. Au demeurant, il ne ressort pas non plus de son rapport du 30 août 2022 que la Dre G.________ aurait fait l’anamnèse du recourant ou posé les diagnostics actuellement invalidants pour ensuite exclure tout lien de causalité avec l’accident. Les éléments qui précèdent laissent subsister un doute sur la fiabilité et la validité des constatations de la médecin d’arrondissement concernant l’état de santé du recourant ensuite de l’accident du 20 octobre 2021. En définitive, il convient de les qualifier d’incomplètes et insuffisamment motivées, en plus d’avoir été formulées sur la base d’un dossier lacunaire. Toute force probante suffisante à l’examen du lien de causalité litigieux en l’espèce doit donc leur être déniée. En définitive, il y a lieu de renvoyer la cause à la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents, à qui incombe l’instruction de la demande (art. 43 al. 1 LPGA), pour instruction complémentaire et nouvelle décision. 6. Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition rendue le 20 janvier 2023 par l’intimée annulée, la cause étant renvoyée à cette autorité pour instruction complémentaire, puis nouvelle décision. Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, le recourant ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 20 janvier 2023 par la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction et nouvelle décision. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires ni alloué de dépens. Le président : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ Z.________, ‑ Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents, - Office fédéral de la santé publique, par l'envoi de photocopies.”
“Or, ceci n’a été effectué qu’en partie, ne serait-ce parce que les diagnostics cardiologiques incapacitants qui ont été rapportés le 16 décembre 2021 par le Dr H______ n’ont fait l’objet d’aucune mention de la part du SMR, ce dernier ayant décidé – sans s’en expliquer – de focaliser l’instruction médicale sur les seuls aspects psychiatriques et orthopédiques du dossier (ci‑dessus : consid. 8.1). Les éléments allégués par le recourant, sur le plan psychiatrique et orthopédique, ne sont pas de nature à remettre en cause les conclusions du rapport d’expertise du 3 janvier 2023, à tout le moins sur la base de l’état de fait tel qu’il se présentait au moment de la décision litigieuse. Néanmoins, compte tenu du caractère lacunaire de l’instruction menée jusqu’à ce moment précis (voir supra), la chambre de céans ne dispose pas, en l’état, d’assez d'éléments pour se prononcer sur une modification de l’état de santé, depuis le 1er décembre 2012, qui serait propre à influencer le degré d’invalidité du recourant. Il convient donc d’admettre partiellement le recours, d’annuler la décision du 28 août 2023 et de renvoyer la cause à l’intimé pour qu’il en complète l’instruction, au besoin par une expertise, avant de rendre une nouvelle décision (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Compte tenu du renvoi et de la teneur des certificats médicaux des médecins traitants, par appréciation anticipée des preuves (ATF 122 II 464 consid. 4a ; 122 III 219 consid. 3c), il ne sera pas procédé à l’audition des trois médecins traitants cités par le recourant. 9. 9.1 Partant, le recours sera partiellement admis, la décision litigieuse sera annulée et la cause renvoyée à l’intimé, pour instruction complémentaire au sens des considérants et nouvelle décision. 9.2 Le recourant, assisté d’un avocat, obtient partiellement gain de cause ; dès lors, une indemnité de CHF 1'500.- lui sera accordée, à titre de participation à ses frais et dépens, à charge de l’intimé (art. 61 let. g LPGA ; art. 89H al. 3 LPA ; art. 6 du règlement sur les frais émoluments et indemnités en procédure administrative du 30 juillet 1986 [RFPA – E 5 10.03]). 9.3 La procédure en matière d’assurance-invalidité n’étant pas gratuite (cf. art. 69 al. 1bis LAI), un émolument de CHF 200.- sera mis à charge de l’intimé.”
LPGA art. 43 n. 664 Se sussiste un motivo di revisione, il diritto alla rendita va riesaminato in modo comprensivo (in tutte le sue parti) sotto il profilo fattuale e giuridico; le valutazioni precedenti non vincolano l'autorità. Come punto di riferimento temporale per il confronto delle situazioni vale l'ultimo provvedimento divenuto definitivo che si fonÚ su un esame sostanziale del diritto.
“Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force reposant sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit, et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5). Lorsque les faits déterminants pour le droit à la rente se sont modifiés au point de faire apparaître un changement important de l'état de santé motivant une révision, le degré d'invalidité doit être fixé à nouveau sur la base d'un état de fait correct et complet, sans référence à des évaluations d'invalidité antérieures (ATF 141 V 9 consid. 2.3). 6.6 Selon l'art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré. 7. 7.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor/Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 138 V 218 consid. 6). Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 ; 138 V 218 consid. 6). Partant, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves : ATF 131 I 153 consid.”
“1) wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert. 3.3.3. Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 147 V 167, 169 E. 4.1; BGE 141 V 9, 10 f. E. 2.3). 3.4. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3; BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). Im vorliegenden Fall bildet daher die Verfügung vom 16. November 2015 (IV-Akte 141) den Referenzzeitpunkt. 4. 4.1. Gemäss Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Abs. 1). Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Abs. 1bis). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 4.2. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist.”
Secondo la giurisprudenza citata (EL 2024/4), la sospensione di un procedimento amministrativo può essere obbligatoria fino alla conclusione di un procedimento parallelo se quest'ultimo è rilevante per l'accertamento dei fatti e per la valutazione del diritto alla prestazione; in caso contrario, la conduzione del procedimento nonché l'obbligo d'indagine e d'accertamento restano a carico dell'assicuratore ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Entscheid Versicherungsgericht, 04.06.2024 Sistierung des Verwaltungsverfahrens bis zum Abschluss des IV-Verfahrens des Ehepartners der EL-Ansprecherin. Die Sistierung des EL-Verwaltungsverfahrens ist nicht nur sinnvoll und zweckmässig, sondern zwingend notwendig gewesen: Hätte die EL-Durchführungsstelle in dieser Situation über den EL-Anspruch der EL-Ansprecherin entschieden, hätte sie ihre Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. Würde das laufende IV-Verfahren ergeben, dass der Ehepartner der EL-Ansprecherin Anspruch auf eine IV-Rente hat, könnte, sofern eine Korrektur der entsprechenden EL-Verfügung überhaupt möglich wäre, eine daraus resultierende Rückforderung wegen der Verwirkungsfristen verwirken oder sich als uneinbringlich erweisen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 4. Juni 2024, EL 2024/4). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 4. Juni 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2024/4 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Soziale Dienste der Stadt B.___, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Ergänzungsleistung zur IV (Sistierung des Verwaltungsverfahrens)”
“Entscheid Versicherungsgericht, 04.06.2024 Sistierung des Verwaltungsverfahrens bis zum Abschluss des IV-Verfahrens des Ehepartners der EL-Ansprecherin. Die Sistierung des EL-Verwaltungsverfahrens ist nicht nur sinnvoll und zweckmässig, sondern zwingend notwendig gewesen: Hätte die EL-Durchführungsstelle in dieser Situation über den EL-Anspruch der EL-Ansprecherin entschieden, hätte sie ihre Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. Würde das laufende IV-Verfahren ergeben, dass der Ehepartner der EL-Ansprecherin Anspruch auf eine IV-Rente hat, könnte, sofern eine Korrektur der entsprechenden EL-Verfügung überhaupt möglich wäre, eine daraus resultierende Rückforderung wegen der Verwirkungsfristen verwirken oder sich als uneinbringlich erweisen. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 4. Juni 2024, EL 2024/4). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 4. Juni 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2024/4 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Soziale Dienste der Stadt B.___, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Ergänzungsleistung zur IV (Sistierung des Verwaltungsverfahrens)”
I reperti di imaging e le nuove conoscenze mediche devono essere valutati tempestivamente nell'ambito dell'accertamento d'ufficio previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA. L'omissione di prendere in considerazione nuovi documenti di imaging rilevanti o constatazioni mediche può violare il principio dell'accertamento e, nei casi opportuni, giustificare il rinvio della causa.
“TRIBUNAL CANTONAL AA 58/24 - 119/2024 ZA24.020129 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 13 novembre 2024 _______________________ Composition : M. NEU, président M. Oppikofer et Mme Glas, assesseurs Greffier : M. Addor ***** Cause pendante entre : E.________, à Q.________, recourant, représenté par Me Jean-Michel Duc, avocat à Lausanne, et CAISSE NATIONALE SUISSE D’ASSURANCE EN CAS D’ACCIDENTS, à Lucerne, intimée. _______________ Art. 43 al. 1 LPGA et 6 al. 1 LAA E n f a i t : A. Né en 1989, E.________ (ci-après : l’assuré ou le recourant) percevait des indemnités de l’assurance-chômage depuis le 3 mai 2021 et était à ce titre assuré contre le risque d’accident professionnel et non professionnel auprès de la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents (ci-après : la CNA ou l’intimée). Le 21 novembre 2022, l’assuré s’est blessé à l’épaule droite après être tombé dans les escaliers. Il a présenté une incapacité totale de travail dès le 24 novembre 2022. Après avoir procédé, le 6 décembre 2022, à une radiographie et à une échographie de l’épaule droite, le Dr D.________, spécialiste en radiologie, a conclu à l’existence d’une tendino-bursite de surface de la coiffe avec de petites calcifications et à un probable conflit sous-acromial au niveau de la portion supérieure du sous-scapulaire et antérieure du supra-épineux (rapport du 6 décembre 2022). La CNA a pris en charge le cas (courrier du 31 janvier 2023).”
“Le fait que l’expert ait évoqué une importante raideur du rachis lombaire, avec une distance « doigts-sol » de 30 cm, ne saurait à cet égard remettre en cause cette conclusion, dès lors qu’il n’avait pas fait mention de l’existence d’une scoliose et d’une lordose dans son rapport, alors même qu’il était en possession des résultats d’imagerie de la colonne lombaire du recourant. Certes, ces constatations médicales ne sont pas suffisantes pour se prononcer de manière définitive sur les effets des troubles lombaires posé sur la capacité de travail du recourant. Elles rendent toutefois plausible une aggravation de son état de santé sur le plan somatique, laquelle est susceptible d’exercer une influence sur sa capacité de travail. e) Il s’ensuit que l’office intimé a violé le droit fédéral en refusant d’entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations déposée le 21 juin 2023 par le recourant. Il convient en conséquence de renvoyer la cause à cette autorité, afin qu’elle entre en matière sur cette demande puis, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), mette en œuvre les mesures d’instruction idoines aux fins d’éclaircir la situation sur le plan physique. 5. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis et la décision rendue le 30 juillet 2024 par l’intimé annulée. La cause est renvoyée à ce dernier afin qu’il entre en matière sur la demande de prestations déposée le 21 juin 2023 par le recourant. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2'500 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.”
LPGA art. 43 n. 661 Valore probatorio dei referti medici: decisivo è il loro contenuto. Un elevato valore probatorio presuppone un esame esaustivo e comprensibile e una motivazione ben fondata delle conclusioni. I certificati che attestano semplicemente un'inabilità al lavoro senza motivarla hanno solo scarso valore probatorio. I referti del medico curante vanno valutati con particolare rigore a causa del possibile interesse di parte. Nella misura in cui una perizia sia stata acquisita al di fuori della procedura prevista dall'art. 44 LPGA, essa ha, in linê di principio, soltanto il valore probatorio di constatazioni mediche interne all'assicurazione.
“1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Sozialversicherungsträger hat den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 [nachfolgend: BSK ATSG], N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256, 261 E. 4; BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 4.3. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.”
“L’élément déterminant pour la valeur probante d’un rapport médical n’est ni son origine ni sa désignation, mais son contenu. Il importe notamment que la description des interférences médicales soit claire et que les conclusions de l’expert soient bien motivées (TF 5A_266/2017 du 29 novembre 2017 consid. 6.3 ; TF 4A_318/2016 du 3 août 2016 consid. 6.2 ; TF 4A_481/2014 du 20 février 2015 consid 2.4.1). Une attestation médicale qui relève l’existence d’une incapacité de travail sans autres explications n’a ainsi pas une grande force probante (TF 5A_239/2017 du 14 septembre 2017 consid. 2.4, FamPra.ch 2018 p. 212). En ce qui concerne les rapports établis par un médecin traitant, le juge doit prendre en considération le fait que ce médecin peut être enclin, en cas de doute, à prendre parti pour son patient en raison de la relation de confiance nouée (ATF 125 V 351 consid 3 ; TF 4A_318/2016 du 3 août 2016 consid. 6.2 ; TF 4A_481/2014 du 20 février 2015 consid. 2.4.1). En revanche, rendue au terme d’une procédure au cours de laquelle il y a lieu de présumer que, conformément à l’art. 43 LPGA (loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales du 6 octobre 2000 ; RS 830.1), toutes les mesures d’instruction nécessaires ont été prises, une décision de l’office d’assurance-invalidité dispose d’une force probante certaine. 9.4.2 En l’occurrence, il n’est pas prouvé que l’appelante soit totalement incapable de travailler pour des raisons médicales. Les certificats médicaux établis par le médecin traitant de l’appelante ne l’emportent pas sur l’appréciation de l’Office AI, qui se fonde sur une expertise rhumatologique et psychiatrique. En revanche, il ressort du projet de décision de cet office que l’appelante présente une incapacité de travail permanente de 50% pour des raisons médicales. Les faits allégués par l’intimé pour contester toute incapacité de travail de l’appelante, à savoir que celle-ci aurait, au printemps 2020, remplacé ses parents dans des travaux de nettoyage ou de conciergerie conséquents, ne sont pas établis. Il ressort en effet de l’instruction que les parents de l’appelante ont la charge d’entretenir des bâtiments scolaires et que, pendant le confinement du printemps 2020, alors que les écoles n’étaient fréquentées que par quelques enseignants et que ses parents étaient retenus en [.”
“En outre, il y a lieu d’attacher plus de poids à l’opinion motivée d’un expert qu’à l’appréciation de l’incapacité de travail par le médecin traitant dès lors que celui-ci, vu la relation de confiance qui l’unit à son patient, est généralement enclin, en cas de doute, à prendre parti pour lui (ATF 125 V 351 consid. 3b/cc et les références citées). Cette réserve s’applique également aux rapports médicaux que l’intéressé sollicite de médecins non traitants spécialement mandatés pour étayer un dossier médical. Toutefois, le simple fait qu’un certificat médical est établi à la demande d’une partie et est produit pendant la procédure ne justifie pas en soi des doutes quant à sa valeur probante (ATF 125 V 353 consid. 3b/dd et les références citées). 4.éléments de procédure. 4.1. La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Selon l’art. 43 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Dans la conduite de la procédure, l’assureur dispose d’un large pouvoir d’appréciation en ce qui concerne la nécessité, l’étendue et l’adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n’est en outre pas absolu dans la mesure où sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références). Celui-ci comprend en particulier l’obligation des parties d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d’elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l’absence de preuves (ATF 117 V 264 consid.”
“Im Sozialversicherungsrecht gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Der Verwaltungsträger wie auch im Streitfall das Gericht haben sich aufgrund des gesamten Beweismaterials eine Meinung darüber zu bilden, ob die umstrittenen Tatsachen mit dem Beweisgrad der über-wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind oder nicht (Kieser, ATSG-Komm., 3. Aufl. 2020, Art. 43 ATSG N 61). Liegt – wie hier – ein von der Krankentaggeldversicherung nicht im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten vor, kommt diesem der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (BGer-Urteile 9C_580/2018 vom”
Se sussiste un accertamento d'ufficio legalmente sufficiente ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, ulteriori indagini sono di regola superflue; in tal caso il tribunale non è tenuto a intervenire nel potere discrezionale dell'amministrazione (apprezzamento anticipato della prova).
“S. 3 Ziff. 4.3; 119 S. 3 Ziff. 3). Nach dem Dargelegten wurde auch der Sachverhalt betreffend Einschränkungen im Haushalt seitens der Verwaltung in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb sich weitere Erhebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Damit besteht für das Gericht kein Anlass, in das Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht ihres Ehemannes und ihrer Schadenminderungspflicht im Bereich Haushalt zu 6.3% eingeschränkt ist, was ausgehend von einem Status 70 % Haushalt (vgl. E. 4 hiervor) einer gewichteten Einschränkung von”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 659 In occasione di accertamenti svolti in loco, le constatazioni redatte devono contenere osservazioni proprie e concrete degli accertatori; la mera riproduzione di indicazioni fornite da terzi (ad es. dai genitori) non è sufficiente.
“Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2022 Art. 42 IVG, Art. 37 + 39 IVV. Art. 43 ATSG. Hilflosenentschädigung und Intensivpflegezuschlag. Untersuchungsgrundsatz. Die Abklärung vor Ort ist ungenügend, da sie keine Beobachtungen enthält, sondern lediglich die Angaben der Eltern des Beschwerdeführers wiedergibt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2022, IV 2021/19). Entscheid vom 15. März 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Annina Janett Geschäftsnr. IV 2021/19 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Hilflosenentschädigung für Minderjährige und Intensivpflege-zuschlag”
“Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2022 Art. 42 IVG, Art. 37 + 39 IVV. Art. 43 ATSG. Hilflosenentschädigung und Intensivpflegezuschlag. Untersuchungsgrundsatz. Die Abklärung vor Ort ist ungenügend, da sie keine Beobachtungen enthält, sondern lediglich die Angaben der Eltern des Beschwerdeführers wiedergibt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2022, IV 2021/19). Entscheid vom 15. März 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Annina Janett Geschäftsnr. IV 2021/19 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Hilflosenentschädigung für Minderjährige und Intensivpflege-zuschlag”
“Entscheid Versicherungsgericht, 15.03.2022 Art. 42 IVG, Art. 37 + 39 IVV. Art. 43 ATSG. Hilflosenentschädigung und Intensivpflegezuschlag. Untersuchungsgrundsatz. Die Abklärung vor Ort ist ungenügend, da sie keine Beobachtungen enthält, sondern lediglich die Angaben der Eltern des Beschwerdeführers wiedergibt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. März 2022, IV 2021/19). Entscheid vom 15. März 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Annina Janett Geschäftsnr. IV 2021/19 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Irja Zuber, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Hilflosenentschädigung für Minderjährige und Intensivpflege-zuschlag”
L'art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'autorità amministrativa — e, nel procedimento cantonale, anche il tribunale delle assicurazioni sociali — all'accertamento d'ufficio del fatto giuridicamente rilevante. L'obbligo d'indagine perdura finché non sussiste chiarezza sufficiente sui fatti necessari per la valutazione del diritto alla prestazione.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 E. 3.2.1).”
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2).”
“Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatz ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 200 E. 1.4.). Grundsätzlich liegt es jedoch im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1; Urteil BGer 9C_1037/2010 vom 10. Oktober 2011 E. 5.1). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung.”
“Gemäss des in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatzes ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 200 E. 1.4.). Grundsätzlich liegt es jedoch im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E.”
“versicherte Personen, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind, Anspruch auf eine Rente. Dabei ist unter Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit zu verstehen (Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG; BGE 130 V 343, 347 E. 3.3). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Schliesslich wird eine Rente nach Art. 28 Abs. 1 IVG nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind (vgl. Art. 28 Abs. 1bis IVG). 3.2. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 4. 4.1. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1). Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
Se le constatazioni fattuali o mediche necessarie per la valutazione giuridiÊ sono insufficienti, l'art. 43 LPGA, nella giurisprudenza, giustifiÊ di norma il rinvio all'amministrazione per il completamento dell'istruttoria. Ciò vale in particolare quando la mancanza di perizie specialistiche, di accertamenti interdisciplinari o l'aggiornamento della documentazione mediÊ comportano la necessità di ulteriori accertamenti.
“In effetti, in assenza dei citati accertamenti complementari non era, né è, possibile determinarsi con cognizione di causa, ed il necessario grado della verosimiglianza preponderante, sullo stato di salute del ricorrente e sull'incidenza delle affezioni di cui soffre sulla capacità a svolgere un'attività sostitutiva adeguata. In particolare, un rinvio all'autorità inferiore si giustifica, dal profilo delle garanzie procedurali (in particolare quello della doppia istanza con piena cognizione) nei casi in cui, come nella fattispecie, è richiesto un accertamento peritale in un ambito che non è stato (o comunque insufficientemente) chiarito nella procedura di prima istanza, ma che lo avrebbe dovuto essere prima dell'emanazione della decisione litigiosa, gli elementi per dovere agire in tal senso essendo già presenti agli atti di causa (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 [cfr., in particolare, anche il consid. 7.3 del presente giudizio]). Peraltro, il Tribunale federale ha già avuto modo pure di precisare che in virtù dell'art. 43 LPGA nonché degli art. 12 e 13 PA e dell'art. 19 PA in relazione con l'art. 40 PCF (RS 273), il Tribunale accerta, con la collaborazione delle parti, i fatti determinanti per la soluzione della controversia, assume le prove necessarie e le valuta liberamente. Secondo giurisprudenza, se il giudice ritiene che i fatti non sono sufficientemente delucidati, può, peraltro non senza qualche limitazione (cfr. DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4), sia rinviare la causa all'amministrazione per completamento dell'istruzione sia procedere lui medesimo a tale istruzione complementare. Un rinvio all'amministrazione che ha per scopo di completare l'accertamento dei fatti non viola né i principi della semplicità e della celerità né il principio inquisitorio. In particolare, un siffatto rinvio appare in generale siccome giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (sentenza del TF 9C_162/2007 del 3 aprile 2008 consid.”
“43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, ainsi qu’il a été remarqué sous consid. 11c ci-dessus, l’état de fait sur le plan psychique demeure incomplet. Font en effet défaut les informations concernant la prise en charge psychiatrique assumée au sein de l’Hôpital Y.________, singulièrement par le Dr R.________. L’intimé ne pouvait ignorer ces éléments mentionnés dans plusieurs rapports médicaux. De surcroît, le Dr R.________ avait sollicité le dossier de la recourante au stade de la procédure d’audition informant l’intimé de son mandat thérapeutique (cf.”
“a) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, la Cour de céans s’estime insuffisamment renseignée sur l’évolution médicale de la situation depuis les décisions de l’intimé de mars et avril 2016, sur les diagnostics devant être précisément retenus et leur degré de sévérité, ainsi que sur les ressources à disposition de la recourante pour mettre à profit une éventuelle capacité de travail. Manquent également au dossier de l’intimé les pièces qui permettent de retracer précisément les périodes d’activité de la recourante à compter d’avril 2016, singulièrement les contrats de travail et les gains réalisés.”
“Ils ne peuvent pas se contenter de reprendre sans autre examen le degré d'invalidité de l'assureur-accident ou de l'office AI (cf. ATF 133 V 549 consid. 6 et les références citées ; arrêts du TF 8C_330/2021 du 8 juin 2021 consid. 4.2 ; 8C_224/2019 du 18 septembre 2019 consid. 4.3). Par conséquent, le fait que le recourant continue à percevoir une rente d'invalidité de 42% de la SUVA n'est pas pertinent dans le cadre de la présente cause devant le Tribunal de céans, lequel n'est pas lié par le jugement cantonal relatif à l'assurance-accident. 5. 5.1 Au vu de tout ce qui précède, ni l'état de santé du recourant ni sa capacité de travail respectivement de gain n'ont été dûment établis par l'autorité inférieure qui n'a pas effectué toutes les mesures d'instruction, ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical et économique afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur le droit aux prestations d'invalidité du recourant, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Partant, il s'avère ainsi nécessaire de clarifier les faits de la cause dans son ensemble. 5.2 Aux termes de l'art. 61 al. 1 PA, l'autorité de recours statue elle-même sur l'affaire ou exceptionnellement la renvoie avec des instructions impératives à l'autorité inférieure. Le Tribunal fédéral a précisé à cet égard que le renvoi de l'affaire à l'autorité inférieure se justifie notamment lorsqu'il s'agit d'enquêter sur une situation médicale qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen complet, respectivement lorsque l'autorité inférieure n'a nullement instruit une question déterminante pour l'examen du droit aux prestations ou lorsqu'un éclaircissement, une précision ou un complément d'expertise s'avère nécessaire (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 ; arrêt du TF 8C_633/2014 du 11 décembre 2014 consid 3.2 et 3.3). Dans le cas concret, il se justifie, en application de l'art. 61 al. 1 PA, de renvoyer la cause à l'autorité inférieure afin qu'elle procède aux mesures d'instruction nécessaires, puis rende une nouvelle décision.”
“Sur le plan intellectuel, l'assuré montre peu de capacités pour un travail administratif de bureau à cause d'une grande lenteur dans ce genre de domaine ainsi que d'importantes difficultés dans l'utilisation du français écrit, les fautes à l'écrit étant nombreuses et la production inexploitable professionnellement. Il est proposé, sous d'importantes réserves, d'orienter l'assuré vers des activités de gestion de stock (sous réserve d'un port de charges limité), de logistique et/ou de gestion de commandes (sans manutention) et de chauffeur de limousines (sans port de charges). 8.10 Sur le vu de ce qui précède, ni l'état de santé ni la capacité résiduelle de travail respectivement de gain de l'assuré n'ont été dûment établis à satisfaction de droit par l'autorité inférieure qui n'a pas pris toutes les mesures d'instruction ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur la demande de prestations d'invalidité du recourant, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Dans ces circonstances, il convient d'annuler la décision litigieuse et de renvoyer le dossier à l'autorité inférieure afin que celle-ci complète l'instruction de celui-ci. En particulier, elle procédera à une expertise sur le plan orthopédique afin qu'un spécialiste évalue, en regard tant de la main gauche que des séquelles résultant des greffes, l'impact des limitations fonctionnelles et des troubles fonctionnels subis par l'assuré dans l'exercice d'une activité lucrative adaptée à son état de santé global, afin d'établir au degré de la vraisemblance prépondérante la capacité résiduelle de travail respectivement de gain de l'assuré. Pour ce faire, l'autorité fera appel à un ou plusieurs expert(s) indépendant(s) (art. 44 PGA) désigné(s) dans le respect des droits de participation de l'assuré (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.9) et en application de la plateforme d'attribution aléatoire SuisseMED@P (cf. art. 72bis RAI ; ATF 139 V 349 consid. 5.2.1). Si d'autres évaluations que celle susmentionnée se révèlent nécessaires au regard de l'ensemble des plaintes et des atteintes à la santé constatées, l'(es) expert(s) ordonnera(ont) la mise en oeuvre de celles-là (arrêt du TF 8C_124/2008 du 17 octobre 2008 consid.”
Riferimento: art. 43 LPGA n. 656 Se il fatto medico rilevante ai fini della valutazione — in particolare la controversa causalità dell'infortunio — non è stato chiarito in modo definitivo, l'ente assicurativo deve effettuare accertamenti supplementari ai sensi dell'art. 43 LPGA. Se tali accertamenti non vengono compiuti, la decisione si basa su una situazione di fatto insufficientemente chiarita ed è da annullare; devono essere ordinati ulteriori accertamenti.
“Damit besteht ein Defizit bei der Ermittlung des relevanten medizinischen Sachverhalts. Eine abschliessende Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage ist daher nicht möglich. Bei dieser Sachlage hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, im Rahmen der ihr obliegenden Untersuchungspflicht (Art. 43 ATSG) zur Klärung der medizinischen Sachlage ergänzende Abklärungen durchzuführen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist somit aufzuheben, und es sind weitere Abklärungen in Bezug auf die Unfallkausalität der Beschwerden vorzunehmen.”
“August 2019, dass sich die Beweglichkeit zwar deutlich verbessert habe, dass jedoch weiterhin Beschwerden mit wiederkehrend auftretenden Instabilitäts- und Schnappphänomenen bestehen würden. Ferner wird in diesem Bericht um Wiedererwägung des Entscheids gebeten, da eindeutig von einer Kausalität zum Unfallereignis ausgegangen wird. Wie aus dem Sprechstundenbericht vom 30. September 2019 hervorgeht, litt die Beschwerdeführerin auch nach dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung an starken lateralseitigen Schmerzen. Auch war ihr Kniegelenk nach wie vor geschwollen. Aufgrund eines erhöhten Leidensdrucks sowie weiterhin bestehender starker Schmerzen erfolgte schliesslich am 3. Oktober 2019 der operative Eingriff. Auch aus dem Operationsbericht können Anhaltspunkte entnommen werden, dass als Ursache der Meniskusläsion das Unfallgeschehen angesehen wird. Aufgrund des Gesagten lässt sich die streitige Kausalitätsfrage nicht abschliessend beurteilen. Damit besteht ein Defizit bei der Ermittlung des relevanten medizinischen Sachverhalts. Bei dieser Sachlage hat es die Beschwerdegegnerin unterlassen, im Rahmen der ihr obliegenden Untersuchungspflicht (Art. 43 ATSG) zur Klärung der medizinischen Sachlage ergänzende Abklärungen durchzuführen. Der angefochtene Einspracheentscheid ist somit aufzuheben und es sind weitere Abklärungen in Bezug auf die Unfallkausalität der Beschwerden vorzunehmen.”
“Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält es sich nur, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_669/2019, E. 4; SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94; Andreas Traub, Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der wesentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: SZS 2009 S. 479 ff.). Damit bestehen an der Einschätzung von Dr. C.____ doch nicht bloss geringe Zweifel. Folglich kann vorliegend für die abschliessende Beurteilung der streitigen Kausalitätsfrage nicht auf ihn abgestellt werden. Die Beschwerdegegnerin hat es unterlassen, im Rahmen der ihr obliegenden Untersuchungspflicht (Art. 43 ATSG) ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Der angefochtene Einspracheentscheid stützt sich auf eine ungenügend geklärte Sachlage und ist folglich aufzuheben. Weitere Abklärungen zur Frage der Unfallkausalität sind vorzunehmen.”
LPGA art. 43 n. 655 Se per la valutazione mancano accertamenti medici specialistici rilevanti ai fini della decisione, ciò può — nella misura in cui senza tali accertamenti la fattispecie determinante non può essere accertata con la necessaria certezza — giustificare l'annullamento della decisione e il rinvio all'assicuratore per il completamento dell'istruttoria (eventualmente previa acquisizione di perizie specialistiche). Un tale rinvio è tuttavia indicato soltanto se l'istruttoria è effettivamente necessaria per chiarire i fatti medici rilevanti ai fini della valutazione giuridiÊ.
“Urteil des Bundesgerichts 8C_618/2019 vom 18. Februar 2020 E. 6.2.3). Nach dem Gesagten (E. 5.2) lassen die bei den Akten befindlichen medizinischen Unterlagen keine zuverlässige Beantwortung der rechtserheblichen Tatfrage zu, und es steht nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass die genannten Listenverletzungen vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung beruhen. Erforderlich wäre der Nachweis, dass die Listenverletzung im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 % auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Mit den Darlegungen von Prof. C.___ lässt sich dieser Nachweis nicht erbringen. Vielmehr erscheint angesichts der fundierten Vorbringen der Beschwerdeführerin eine traumatische Ursache ebenso wahrscheinlich. Unter diesen Umständen kann die gesetzliche Vermutung, bei der Beschwerdeführerin liege eine von der Beschwerdegegnerin zu übernehmende unfallähnliche Körperschädigung vor, (noch) nicht zum Zuge kommen. Diese hat vielmehr aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) ein klärendes medizinisches Gutachten nach Art. 44 ATSG zu veranlassen und danach über ihre Leistungspflicht erneut zu verfügen (Urteile des Bundesgerichts 8C_267/2019 vom 30. Oktober 2019 E. 7.2.2, sowie 8C_618/2019 vom 18. Februar 2020 E. 8.2).”
“Cela étant, le Tribunal est lié - tout comme l'OAIE - par les considérations matérielles figurant dans l'arrêt de renvoi C-186/2015 (ATF 133 V 477 consid. 5.2.3 ; 128 III 191 consid. 4a ; TF 9C_114/2017 du 21 août 2017 consid. 6.1.2 ; 9C_203/2011 du 22 novembre 2011 consid. 4.2 et références), lequel admet l'application des dispositions finales de la 6e révision de la LAI. Le grief de la recourante sur ce point tombe donc à faux et doit être rejeté. 7. 7.1 La demi-rente de la recourante devant être réexaminée en vertu des dispositions finales susmentionnées, il y a lieu d'examiner le droit à la rente de la recourante au 1er janvier 2015, lorsqu'elle a été supprimée, comme s'il s'agissait d'évaluer une première demande de prestations (cf. ATF 140 V 197 consid. 6.2.3 ; 139 V 547 E. 10.1.1 et 10.1.2 ; TF 9C_688/2016 du 16 février 2017 consid. 3.2 ; TAF C-2820/2019 du 18 janvier 2021 consid. 5). 7.2 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Moor/Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art. 69 al. 2 RAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3721), prescrit que l'Office AI réunit, lorsque les conditions d'assurance sont remplies les pièces nécessaires pour évaluer le droit aux prestations. L'Office AI récolte en particulier des rapports médicaux bien que la notion d'invalidité soit de nature économique/juridique et non médicale (cf. consid. 5.1). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid. 6 ; 132 V 93 consid. 4 ; 125 V 256 consid. 4 ; voir également ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références).”
“b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’espèce, faute pour l’intimé d’avoir satisfait à son obligation d’instruction ressortant de l’art. 43 LPGA, il s’impose de lui renvoyer la cause pour procéder à un complément d’instruction. Il lui appartiendra dans ce contexte d’actualiser les données médicales du registre somatique et d’examiner s’il y a lieu de suivre l’appréciation de la CNA s’agissant d’une pleine capacité de travail dans une activité adaptée dès le 11 octobre 2021. En outre, il incombera également à l’intimé de s’enquérir de l’évolution du suivi spécialisé assumé par le Dr J.________, de recueillir les informations utiles s’agissant de la prise en charge réalisée par la Dre W.________ et enfin de procéder à une expertise psychiatrique du recourant, destinée à fixer précisément les diagnostics l’affectant, les éventuelles limitations fonctionnelles de ce registre, la capacité de travail, ainsi que son évolution depuis la première prise en charge spécialisée débutée en novembre 2020. Dite expertise devra également se prononcer au regard de la grille d’indicateurs ressortant de la jurisprudence fédérale (cf. ATF 141 V 281).”
“L'OAIE s'est limité aux indications sommaires de la recourante concernant les tâches ménagères (cf. OAIE pce 34). En outre, le Tribunal constate que pour le cinquième domaine du tableau de la gestion du ménage, soit les soins et assistance aux enfants et aux proches, aucune indication n'a été retenue alors que l'assurée est connue pour prendre soin de son époux qui a eu un accident grave (cf. OAIE pce 39 p. 7). Partant, l'instruction est lacunaire également à cet égard. 9.8 En conséquence, le Tribunal constate que tant les rapports des médecins traitants de la recourante que l'instruction effectuée par l'OAIE ne sont pas suffisants pour apprécier l'état de santé et les limitations fonctionnelles de la recourante dans son ensemble. En outre, l'autorité inférieure n'a pas effectué toutes les mesures d'instruction, ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur la demande de prestations d'invalidité du recourant, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Partant, il s'avère ainsi nécessaire de clarifier les faits de la cause dans son ensemble. 10. 10.1 Selon l'art. 61 al. 1 PA, l'autorité de recours statue elle-même sur l'affaire ou, exceptionnellement, la renvoie avec des instructions impératives à l'autorité inférieure. Le renvoi est indiqué en l'espèce bien qu'il doive rester exceptionnel compte tenu de l'exigence de célérité de la procédure (art. 29 Cst. ; arrêt TF 8C_633/2014 du 11 décembre 2014 consid. 2.2). Le Tribunal fédéral a précisé que le renvoi est notamment justifié lorsqu'il s'agit d'enquêter sur une situation médicale qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen, respectivement lorsque l'autorité inférieure n'a nullement instruit une question déterminante pour l'examen du droit aux prestations ou lorsqu'un éclaircissement, une précision ou un complément d'expertise s'avèrent nécessaires (cf. ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 ; arrêt du TF 8C_633/2014 du 11 décembre 2014 consid. 3.2 et 3.3 ; arrêt du Tribunal administratif fédéral C-3038/2016 du 2 avril 2019 consid.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV no 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., nos 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé pour instruction complémentaire, quoi qu’en dise le recourant. En effet, l’OAI n’a pas correctement investigué l’état de santé du recourant sous l’angle rhumatologique et orthopédique et n’a pas du tout instruit le dossier du point de vue neurologique, de sorte qu’il n’appartient pas à la Cour de céans d’instruire et trancher cette dernière problématique, dans la mesure où elle n’a jusqu'à présent fait l'objet d'aucun éclaircissement.”
In caso di malattie psichiche, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA sussiste altresì l'obbligo di informazione e di collaborazione della persona assicurata; nella valutazione della capacità lavorativa devono pertanto essere svolti accertamenti approfonditi.
“Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen (BGE 148 V 49 E. 6.2.2, 145 V 215 E. 5, 143 V 409 und 418, 141 V 281) richtig dargelegt. Gleiches gilt bezüglich der Abklärung (Art. 43 ATSG), insbesondere der Auskunfts- und Mitwirkungspflichten der versicherten Person (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. hierzu auch nicht publ. E. 3.3 des Urteils BGE 139 V 585, veröffentlicht in SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21), des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (E. 1 hiervor; BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.”
Nel valutare le relazioni mediche, va considerato che i medici curanti, in ragione del loro incarico terapeutico, possono essere inclini a esprimersi a favore dei pazienti; ciò deve essere tenuto in conto nella ponderazione delle loro relazioni. Al contrario, alle perizie amministrative o giudiziarie spetta un particolare valore probatorio; il giudiÎ non può discostarsi dalla loro valutazione senza ragioni fondate. Per tali ragioni si intendono, in particolare, reperti contraddittori, valutazioni divergenti e motivate di altri periti esperti o una perizia superiore convincente, che possono giustificare ulteriori accertamenti. Questi principi sono collegati all'obbligo di indagine e di accertamento previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativoder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 5.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Berichte wiedergegeben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind.”
“Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachperson ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Ober-gutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer Fachexperten als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt gehalten wird, sei es, dass ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen gezogen werden (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). 4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_16312007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57 12019, E. 3.2). 5.1. Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2022 auf das psychiatrische Gutachten von Dr. D. vom 27. Dezember 2021. Dieser diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nach ICD-10 (1) eine schizoide Persönlichkeitsstörung (F60.”
Se le voci di calcolo sono poco chiare o controverse, o mancano documenti economici, l'autorità è tenuta, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, ad effettuare gli accertamenti complementari necessari. Se a tal fine è necessaria un'integrazione dell'istruttoria, la pratiÊ deve essere rinviata all'amministrazione per il suo completamento.
“Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2020 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung, da verschiedene Berechnungspositionen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG, Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG. Eigenmietwertanrechnung. Der Fall zeigt klar auf, dass es keine gesetzliche Grundlage für die Anrechnung des Eigenmietwertes auf der Ausgabenseite gibt, sondern dass die fiktive Ausgabe ausschliesslich der Kompensation einer unsinnigen und unzulässigen Eigenmietwertanrechnung auf der Einnahmenseite dient. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2020, EL 2019/20). Entscheid vom 6. November 2020 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2019/20 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St.”
“Denn gemäss den Facharztberichten der Klinik hatte im Zeitraum der voranstehenden Klinikaufenthalte je eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden (IV-act. 33-4 und 62-4). Auf diese aktenkundigen Arbeitsfähigkeitsschätzungen betreffend die stationären/halbstationären Klinikaufenthalte der Beschwerdeführerin hat sich Dr. P.___ in der Arbeitsfähigkeitsschätzung in seinem Teilgutachten konkret bezogen. Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung ist jedoch nicht vereinbar mit der polydisziplinären Arbeitsfähigkeitsschätzung, wonach in der angestammten Tätigkeit seit 16. Juni 2014 und in einer leidensadaptierten Tätigkeit seit der Kündigung der Arbeitsstelle im November 2015 eine 20% Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die Beschwerdegegnerin hätte die widersprüchlichen und unklaren Ausführungen bei den Arbeitsfähigkeitsschätzungen (insbesondere bezüglich der Frage, inwieweit während der stationären/teilstationären Behandlungen eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und einer adaptierten Tätigkeit bestanden hat) klären müssen. Indem sie dies nicht getan hat, hat sie Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt, der sie verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Da eine Ergänzung bzw. Klarstellung im Sinne der obigen Ausführungen bislang nicht erfolgt ist, ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Nach der Auffassung des Bundesgerichts ist die Rückweisung in diesem Fall zulässig (vgl. BGE 137 V 210, E. 4.4.1.4, wonach eine Sache zurückgewiesen werden kann, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 15. November 2019, 8C_525/2019, E. 3.3). Die Beschwerdegegnerin wird damit die verbleibende Arbeitsfähigkeit mittels Rückfrage bei der Gutachterstelle K.___ AG ergänzend abzuklären haben. Die Sache ist daher zur Gutachtensergänzung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.”
“ff. WEL) dürfte vorliegend ausser Betracht fallen, da bei volljährigen Personen keine Genehmigung des Unterhaltsvertrags erforderlich ist (BSK ZGB I-Breitschmid, Art. 287 N 4). Da die Abklärung des massgeblichen Sachverhalts zu den ureigenen Aufgaben der Beschwerdegegnerin zählt (Art. 43 Abs. 1 ATSG), ist die Sache zu weiteren Abklärungen betreffend die familienrechtliche Unterhaltspflicht an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin hat in der Anspruchsberechnung ab 1. Februar 2019 bis 29. Februar 2020 einen (anteilsmässigen) Mietzins (vgl. Art. 16c ELV) von Fr. 6'200.-- angerechnet. Dies entspricht einem Drittel des Eigenmietwerts von Fr. 18'600.-- der von den Eltern und dem Beschwerdeführer bis zur Operation des Beschwerdeführers am 7. Januar 2020 gemeinsam bewohnten und im Eigentum der Eltern stehenden Wohnung (EL-act. 28). Der Beschwerdeführer hat im Anmeldeformular angegeben, dass er zur Untermiete bei seinen Eltern wohne und dass der Mietzins Fr. 9'600.-- betrage. Gemäss den Bankkontoauszügen bezahlt er aber keinen Mietzins. Aufgrund seiner eigenen Angaben, dass die Eltern bislang für sämtliche Kosten anfallenden aufgekommen seien, ist vielmehr davon auszugehen, dass er unentgeltlich bei seinen Eltern gewohnt hat. Das unentgeltliche Wohnen stellt eine Naturalleistung der Eltern dar.”
LPGA art. 43 n. 651 Nel disporre una perizia deve essere valutata la sua sopportabilità. Come possibili motivi di insopportabilità possono rilevare, in particolare, difficoltà di viaggio/trasporto, un concreto pericolo per la salute nonché l’onere derivante da accertamenti estesi (polidisciplinari). Vanno considerati, caso per caso, anche rimedi meno gravosi (p. es. supporto al trasporto, perizia a domicilio, procedure di indagine più delicate). La questione della sopportabilità può essere verificata già nell’ambito del provvedimento interlocutorio.
“A sa lecture, force est de reconnaître que, malgré les troubles dont souffre indéniablement la recourante et dont la gravité ne saurait être niée, une impossibilité absolue pour celle-ci de se déplacer à Nyon pour se soumettre à l'expertise bidisciplinaire prévue n'était pas établie selon un degré de vraisemblance prépondérante au moment où la décision contestée du 21 mai 2021 a été rendue (moment généralement déterminant en droit des assurances sociales pour l'appréciation de l'état de fait et des moyens de preuve, ATF 131 V 242 c. 2.1, 130 V 138 c. 2.1). Le cas échéant, il est loisible à la recourante de prendre contact avec l'intimé suffisamment tôt pour requérir de l'aide dans l'organisation du transport de son domicile au centre d'expertise, par exemple par un service de taxis pour personnes handicapées, afin d'éviter les transports publics (voir JTA AI/2017/538 c. 3.5). 3.6 En conséquence, l'intimé pouvait à juste titre exiger de la part de la recourante qu'elle se rende à Nyon pour se prêter aux examens médicaux nécessaires dans le cadre d'une expertise bidisciplinaire, afin de procéder à des investigations plus approfondies quant à son état de santé et sa capacité de travail. La recourante n'ayant pas donné suite à la mise en demeure formellement conforme à ce qu'exige l'art. 43 al. 3 LPGA, qui lui a été adressée le 30 avril 2021, c'est à bon droit que l'intimé a considéré qu'elle refusait de collaborer à l'instruction de manière adéquate et a rendu la décision contestée du 21 mai 2021. 4. 4.1 Au vu de ce qui précède, le recours est rejeté. 4.2 Aux termes de l'art. 61 let. fbis LPGA en relation avec l'art.69 al. 1bis LAI, la procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l'AI devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires. La recourante, qui n'obtient pas gain de cause, doit ainsi supporter les frais de la procédure, fixés forfaitairement à Fr. 500.-. Vu l'issue de la procédure, il n'y a pas lieu de lui allouer de dépens (art. 61 let. g LPGA a contrario). 4.3 La recourante a toutefois requis le bénéfice de l'assistance judiciaire, limitée aux frais de justice. 4.3.1 Sur requête, l'autorité administrative ou de justice administrative dispense du paiement des frais de procédure et de l'obligation éventuelle de fournir des avances ou des sûretés la partie qui ne dispose pas de ressources suffisantes et dont la cause ne paraît pas dépourvue de toute chance de succès.”
“Zu Recht nicht geltend gemacht wird von der Beschwerdegegnerin, dass sie aufgrund einer Verletzung der Mitwirkungspflicht durch den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG zu einem Entscheid aufgrund der Akten berechtigt gewesen wäre. Hierfür hätte sie, nachdem der Beschwerdeführer ihr im Nachgang zum Schreiben vom 15. Juni 2020 betreffend Gutachtensanordnung (Urk. 10/146) mitgeteilt hatte, er könne zufolge einer Einreisesperre nicht zur Begutachtung in die Schweiz einreisen, diesen nicht nur zur Einreichung nicht näher definierter ärztlicher Unterlagen zum Gesundheitszustand und der Bestätigung des Migrationsamtes auffordern müssen (Urk. 10/148). Vielmehr hätte sie den Beschwerdeführer, nachdem dieser offensichtlich keine Bestätigung bezüglich Einreisesperre hatte vorlegen können und mit Mail vom 17. August 2020 darum gebeten hatte, angesichts seines Gesundheitszustandes auf eine Begutachtung in der Schweiz zu verzichten (Urk. 10/149), unter neuerlichem Hinweis auf die Folgen einer Verletzung seiner Mitwirkungspflichten unmissverständlich zur Begutachtung in der Schweiz auffordern müssen oder zumindest dazu, medizinische Berichte aus Mazedonien einzureichen, welche eine umfassende Beurteilung seines Gesundheitszustandes zuliessen respektive sich dort umfassend begutachten zu lassen.”
“1bis ATSG die erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung (in Bezug auf die Rüge einer unzulässigen «second opinion» im Rahmen der Anfechtung einer Zwischenverfügung; vgl. BGE 137 V 210 E.3.4.2.7) hätte korrigiert werden sollen. 2.1.8. Gleiches gilt im Übrigen auch für die vorliegend vorgebrachten Einwände, mit denen der Beschwerdeführer geltend macht, die mittels Zwischenverfügung angeordnete medizinische Begutachtung sei ihm aus medizinischen Gründen nicht zumutbar (vgl. Beschwerde, Rz. 21; Replik, S. 3 f.). Die kantonale und bundesverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zeigen, dass die Frage der medizinischen Zumutbarkeit einer Begutachtung von Versicherungsgerichten mit Blick auf den Prozessverlauf oft dann beantwortet wird, wenn ein Versicherungsträger aufgrund der unterlassenen Teilnahme einer versicherten Person an einer Begutachtung nicht auf deren Leistungsbegehren eintritt und das zuständige Gericht folgedessen zu klären hat, ob die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG schuldhaft veranlasst hatte (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 200 24 501 vom 30. September 2024 E. 3; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4677/2011 vom 18. Oktober 2013 E. 4; vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV 2022/132 vom 16. Mai 2023 E. 3.4; vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2022.00320 vom 28. März 2023 E. 3-4). Aus prozessökonomischen Gründen erscheint es jedoch sachlich gerechtfertigt, Rügen betreffend die medizinische Zumutbarkeit einer Begutachtung, wie sie vorliegend vom Beschwerdeführer vorgebracht werden, im Rahmen ihrer Anordnung mittels Zwischenverfügung zu überprüfen. Auch aus diesem Gesichtspunkt ist daher vorliegend auf die Beschwerde einzutreten. 2.1.9. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte Begutachtung sei weder notwendig noch zumutbar. 3. 3.1. Umstritten und im Folgenden zu prüfen ist, ob die beabsichtigte Begutachtung notwendig und zumutbar ist und somit, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Zwischenverfügung vom 1.”
“1bis ATSG die erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung (in Bezug auf die Rüge einer unzulässigen «second opinion» im Rahmen der Anfechtung einer Zwischenverfügung; vgl. BGE 137 V 210 E.3.4.2.7) hätte korrigiert werden sollen. 2.1.8. Gleiches gilt im Übrigen auch für die vorliegend vorgebrachten Einwände, mit denen der Beschwerdeführer geltend macht, die mittels Zwischenverfügung angeordnete medizinische Begutachtung sei ihm aus medizinischen Gründen nicht zumutbar (vgl. Beschwerde, Rz. 21; Replik, S. 3 f.). Die kantonale und bundesverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zeigen, dass die Frage der medizinischen Zumutbarkeit einer Begutachtung von Versicherungsgerichten mit Blick auf den Prozessverlauf oft dann beantwortet wird, wenn ein Versicherungsträger aufgrund der unterlassenen Teilnahme einer versicherten Person an einer Begutachtung nicht auf deren Leistungsbegehren eintritt und das zuständige Gericht folgedessen zu klären hat, ob die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG schuldhaft veranlasst hatte (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 200 24 501 vom 30. September 2024 E. 3; vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4677/2011 vom 18. Oktober 2013 E. 4; vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen IV 2022/132 vom 16. Mai 2023 E. 3.4; vgl. Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2022.00320 vom 28. März 2023 E. 3-4). Aus prozessökonomischen Gründen erscheint es jedoch sachlich gerechtfertigt, Rügen betreffend die medizinische Zumutbarkeit einer Begutachtung, wie sie vorliegend vom Beschwerdeführer vorgebracht werden, im Rahmen ihrer Anordnung mittels Zwischenverfügung zu überprüfen. Auch aus diesem Gesichtspunkt ist daher vorliegend auf die Beschwerde einzutreten. 2.1.9. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte Begutachtung sei weder notwendig noch zumutbar. 3. 3.1. Umstritten und im Folgenden zu prüfen ist, ob die beabsichtigte Begutachtung notwendig und zumutbar ist und somit, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Zwischenverfügung vom 1.”
“Gestützt auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte und Therapeuten vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, die mit einer externen polydisziplinären Begutachtung und/oder einem stationären Aufenthalt verbundenen Anstrengungen und Einflüsse hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine langdauernde oder gar dauernde Verschlechterung des Gesundheitszustands zur Folge. Es handle sich dabei einerseits um das Leitsymptom von ME/CFS, die so genannte postexertionelle Malaise (PEM), anderseits um das Risiko einer Retraumatisierung im Rahmen der komplexen PTBS. Die Gefahr einer gesundheitlichen Verschlechterung sei nicht theoretischer Natur. Die Einschätzung der Ärzteschaft und Therapeuten, wonach sie eine solche im Fall einer externen Begutachtung inklusive Reisen und/oder eines stationären Klinikaufenthalts mit hoher Wahrscheinlichkeit erlitte, beruhe auf deren konkreten Erfahrungen und Erkenntnissen im Rahmen der Behandlungen und Therapiesitzungen. Da die von der IV-Stelle als notwendig erachtete Begutachtung eine Gefahr für die Gesundheit darstelle, sei diese objektiv betrachtet nicht zumutbar. Es sei deshalb nachvollziehbar, dass die Versicherte eine Begutachtung in der von der IV-Stelle vorgesehenen Form abgelehnt habe, so dass ihr kein unentschuldbares Verhalten vorgeworfen werden könne. Die Voraussetzungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG bzw. für einen Nichteintretensentscheid seien somit nicht erfüllt und es bleibe bei der Pflicht der IV-Stelle, den medizinischen Sachverhalt und die Ansprüche der Beschwerdeführerin von Amtes wegen weiter abzuklären. Jene falle nicht einfach dahin, wenn herkömmliche Abklärungsmassnahmen wie hier nicht griffen. Es müsse vielmehr versucht werden, eine einzelfallbezogene, angemessene Lösung zu finden. Dabei sei etwa die Möglichkeit einer (behutsamen) Begutachtung zu Hause durch geeignete Fachpersonen zu prüfen. Die Beschwerdeführerin sei denn auch bereit, bei den weiteren Abklärungen mitzuwirken, sofern ihre Gesundheit dadurch nicht gefährdet werde.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 08.12.2022 Art. 43 Abs. 3 ATSG. Rechtmässigkeit einer als Sanktionsverfügung ergangenen Nichteintretensverfügung. Unzumutbarkeit einer polydisziplinären Begutachtung bei einem an einer PTBS leidenden Beschwerdeführer nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan. Rückweisung zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Dezember 2022, IV 2021/228). Entscheid vom 8. Dezember 2022 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz) und Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2021/228 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Eugen Mätzler, Poststrasse 23, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente; Nichteintreten”
“Vielmehr müsse es möglich sein, bei veränderten Umständen auf einen solchen bloss verfahrensleitenden und nicht in Rechtskraft erwachsenen Entscheid zurückzukommen. Leider sei es auch seinem Rechtsvertreter bis zum 30. August 2022 nicht möglich gewesen, von seinem behandelnden Psychotherapeuten Z.___ das Arztzeugnis vom 25. März 2022 und einen Bericht zur Frage erhältlich zu machen, ob er aus gesundheitlichen Gründen ab 25. März 2022 in der Lage gewesen und immer noch sei, für eine psychiatrische Begutachtung nach Bern zu reisen, oder ob er auf eine Begutachtung in Zürich angewiesen sei. Deshalb ersuche er nun das Sozialversicherungsgericht um Einholung der entsprechenden Unterlagen. Zwar sei eine psychiatrische Begutachtung notwendig, deren Durchführung in Bern sei ihm aus gesundheitlichen Gründen aber nicht zumutbar. Somit bestehe gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG auch keine Pflicht, sich einer Begutachtung in Bern zu unterziehen. Deshalb fehle es vorliegend an einer Verletzung der Mitwirkungspflicht und daher an einer weiteren Voraussetzung einer Sanktionierung nach Art. 43 Abs. 3 ATSG. Folglich müsse die Angelegenheit zur Durchführung einer Begutachtung bei Dr. F.___ in Zürich und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden (S. 6-8).”
“Vorliegend begründet die Vorinstanz die Abweisung des Leistungsbegehrens mit einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht seitens der Beschwerdeführerin. Deshalb ist vorliegend strittig und zu prüfen, ob die verlangte Mitwirkung der Vorinstanz rechtmässig, das heisst, ob die Begutachtung in der Schweiz notwendig (vgl. nachfolgend E. 5.2) und der Beschwerdeführerin zumutbar war (vgl. nachfolgend E. 5.3). Bejahendenfalls ist weiter zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin einer Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist (vgl. nachfolgend E. 5.4) und die Vorinstanz ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 Abs. 3 ATSG durchgeführt hat (vgl. nachfolgend E. 5.5).”
Determinante è il momento in cui la persona assicurata rinuncia alla sua posizione di rifiuto. La sanzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA può riguardare soltanto il periodo durante il quale la collaborazione è stata rifiutata. Se la collaborazione viene offerta in seguito in modo espresso e incondizionato, viene meno il nesso causale tra la sospensione delle prestazioni e la violazione dell'obbligo di collaborare per il passato; le prestazioni devono essere erogate nuovamente a partire dal momento della collaborazione successiva, a condizione che sussistano i requisiti per il diritto. Se inveÎ la disponibilità a collaborare non viene dichiarata in modo espresso e incondizionato, la prestazione può restare sospesa in via duratura; una successiva disponibilità deve allora essere trattata come una nuova domanÚ e valutata per il futuro.
“Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Gestützt auf Art. 7b Abs. 2 IVG können die Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG in den dort aufgezählten Fällen ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden. Die Leistungsverweigerung oder –einstellung wegen unterlassener Mitwirkung im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG ist in dem Sinne als resolutiv bedingter Endentscheid zu verstehen, als die Leistungen ab demjenigen Zeitpunkt wieder zu erbringen sind, ab dem die Mitwirkung nachträglich geleistet wird, sofern sich die Anspruchsvoraussetzungen alsdann als erfüllt erweisen (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5; vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 Rz 114). Wurde ein Leistungsanspruch infolge Widersetzlichkeit gegen zumutbare Abklärungen abgelehnt, so ist er keiner materiellen Prüfung unterzogen worden, weshalb bei einer Neuanmeldung keine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen nachgewiesen werden muss.”
“Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar. Die zu verfügende Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungspflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen. Daraus folgt gemäss Bundesgericht, dass bei einer anhaltenden Mitwirkungspflichtverweigerung im Falle einer Erstanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung die später erklärte Bereitschaft zur Mitwirkung als Neuanmeldung zu betrachten ist. Massgebend ist der Zeitpunkt, in dem der Versicherte seine verweigernde Haltung aufgibt und sich bereit erklärt, an der Abklärung der Verhältnisse mitzuwirken. Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit somit nicht ungeschehen. In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist.”
“Gemäss der Rechtsprechung ist bei der nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu berücksichtigen. Denn wenn die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht wird, kann sich die festgelegte Sanktion nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5). Spätestens bei der nachträglichen Erklärung der Mitwirkungsbereitschaft entfällt der Kausalzusammenhang zwischen der verfügten Leistungseinstellung und der Verletzung der Mitwirkungspflicht. Hat indessen die versicherte Person die ihr obliegende Mitwirkung später nicht ausdrücklich und vorbehaltlos angeboten, hat eine Leistungseinstellung vorerst auf Dauer zu erfolgen, wobei eine später allenfalls erklärte Bereitschaft zur Mitwirkung als Neuanmeldung zu betrachten wäre (Urteile des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5, 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6). Massgebend ist der Zeitpunkt, in welchem die versicherte Person ihre verweigernde Haltung aufgibt und sich bereit erklärt, sich der gebotenen medizinischen Untersuchung zu unterziehen, und es ist für die Zukunft zu prüfen, ob auf eine bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_244/2016 vom 16.”
LPGA art. 43 n. 649 In caso di reclami riguardanti reperti degenerativi preesistenti, spetta all'ente assicurativo approfondire gli accertamenti nell'ambito delle indagini d'ufficio; se necessario, deve essere disposta una perizia.
“Aucune fracture ou lésion structurelle post-traumatique n’a été mise en évidence par l’IRM du 5 octobre 2020, mais uniquement des éléments dégénératifs. Ceux-ci étaient d’ailleurs déjà connus et avaient été visualisés en 2018 à l’occasion d’une IRM effectuée des suites du sinistre survenu en octobre 2017 ; l’assuré s’était alors blessé au genou gauche et une IRM de contrôle avait été réalisée au genou droit. L’IRM du 5 octobre 2020 a ainsi révélé un œdème sous-chondral focal et de petite taille, ce qui correspond à une lésion dégénérative de stade IV du genou. Compte tenu de ces éléments et se fondant sur l’appréciation du Dr K.________, la CNA a considéré que l’accident du 16 septembre 2020 a cessé de déployer ses effets au plus tard six mois après sa survenance s’agissant du genou droit, sans que ce constat ne soit remis en cause. e) Vu ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition litigieuse annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée, à qui il appartient en premier lieu d’instruire conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), pour la mise en œuvre d’une expertise puis nouvelle décision. 7. A titre de mesures d’instruction, le recourant a requis la mise en œuvre d’une expertise judiciaire, subsidiairement l’audition du Dr N.________. Au vu du sort du recours et du renvoi de la cause à l’intimée, ces réquisitions sont devenues sans objet. 8. a) Le recourant requiert que les frais de rapports du Dr N.________, établis pour les besoins de la cause, soient mis à la charge de la CNA. b) Selon l’art. 45 al. 1 LPGA, les frais de l’instruction sont pris en charge par l’assureur qui a ordonné les mesures ; à défaut, l’assureur rembourse les frais occasionnés par les mesures indispensables à l’appréciation du cas ou comprises dans les prestations accordées ultérieurement. Tel est notamment le cas lorsque l’état de fait médical ne peut être établi de manière concluante que sur la base de documents recueillis et produits par la personne assurée, si bien que l’on peut reprocher à l’assureur de n’avoir pas établi, en méconnaissance de la maxime inquisitoire applicable, les faits déterminants pour la solution du litige (TF 9C_619/2021 du 12 septembre 2022 consid.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 648 La giurisprudenza ritiene che l'acquisizione di perizie mediche, di norma, non costituisÊ un ritardo procedurale indebido nel procedimento di accertamento. Le sospensioni del procedimento possono spesso essere inevitabili e devono essere valutate nel loro complesso. Il principio della celerità del procedimento ceÞ al principio dell'istruttoria di cui all'art. 43 LPGA; l'interesse a una decisione rapiÚ non ha dunque la precedenza sull'interesse a un'istruttoria completa.
“Kriterien hierfür sind namentlich Umfang und Schwierigkeit der aufgeworfenen Sachverhalts- und Rechtsfragen, die Schwere der Betroffenheit des Einzelnen, aber auch das Verhalten der Beteiligten (Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweisen sowie BGE 135 I 265, 277 E. 4.4, 130 I 312, 332 E. 5.2 = Praxis 2006 Nr. 37, S. 280, 119 Ib 311, 325 E. 5b, vgl. auch BGE 131 V 407, 409 E. 1.1, sowie Ueli Kieser, Art. 56 N 33). Allfällige Verfahrensstillstände können einer Behörde zudem nicht ohne weiteres vorgeworfen werden, da sie oft unumgänglich sind. Liegen wiederholte Stillstände vor, so greift eine Gesamtbetrachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.2, Urteil des EVG I 946/05 vom 11. Mai 2007 E. 5.2 sowie BGE 124 I 139). Im Weiteren gilt in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der Grundsatz der Raschheit des Verfahrens (vgl. Art. 52 Abs. 2, Art. 61 lit. a ATSG); dem steht jedoch insbesondere der Untersuchungsgrundsatz der Verwaltung gemäss Art. 43 ATSG entgegen. Dabei hat das Interesse an einer raschen Entscheidung keinen Vorrang vor dem Interesse an einer vollständigen Untersuchung (Urteile des Bundesgerichts 9C_448/2014 vom 4. September 2014 E. 4.2 und 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 3.2.1., SVR 2007 IV Nr. 44 S. 144, sowie Urteil des EVG I 946/05 vom 11. Mai 2007 E. 5.4). Verzögert die Einholung eines medizinischen Gutachtens das Abklärungsverfahren, so stellt dies in aller Regel keine unzulässige Rechtsverzögerung dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_366/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3. und 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 3.2.1. sowie SVR 2010 UV Nr. 16 S. 61). 3. 3.1. Vorliegend ergibt sich, dass das Urteil des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt IV.2018.124 vom 16. Januar 2019 (IV-Akte 64) am 8. März 2019 versandt wurde und am 11. M.z 2019 bei der Beschwerdegegnerin einging (vgl. IV-Akte 64, S. 1 und 11). Einige Wochen später, am 18. April 2019, bestellte die Beschwerdegegnerin einen neuen Auszug aus dem individuellen Konto bei der Ausgleichskasse Basel-Stadt (IV-Akte 65).”
Sussistono (anche solo) lievi dubbi cirÊ l'affidabilità o la coerenza di accertamenti medici interni all'assicurazione, l'ente assicurativo deve, in base all'art. 43 cpv. 1 LPGA, procedere d'ufficio ad accertamenti integrativi. Se tali accertamenti non sono sufficienti, deve eventualmente essere disposta, conformemente all'art. 44 LPGA, una perizia esterna all'amministrazione effettuata da un esperto non previamente coinvolto. Ciò vale anche nel settore dell'assicurazione contro gli infortuni.
“2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdigung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht sind. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind.”
“Zusammenfassend ist festzuhalten, dass an der Zuverlässigkeit der Beurteilungen von Dr. F.___ (Suva-act. 24, act. G 3.3, G 7.1), wonach die am 15. Januar 2020 arthroskopisch behandelte Supraspinatussehnenruptur links (act. G 3.1) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausschliesslich einen degenerativ-verschleissbedingten Vorzustand darstelle (vgl. act. G 7.1), zumindest Zweifel bestehen, weil gestützt auf die von ihm thematisierten, an sich massgebenden Beurteilungskriterien, in Bezug auf den konkreten Fall eine traumatische Ätiologie nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Eine andere ärztliche Kausalitätsbeurteilung liegt nicht vor. Dem Gericht ist es jedoch allein gestützt auf die Aktenbeurteilungen von Dr. F.___ nicht möglich, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob bei der Arthroskopie vom 15. Januar 2020 eine traumatische Verletzung oder ein degenerativer Vorzustand behandelt worden ist. Angesichts des Gesagten wäre die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Einholung einer nicht vorbefassten Begutachtung verpflichtet gewesen (BGE 135 V 470 E. 4.4). Nachdem - wie gesagt - bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte ergänzende Abklärungen erforderlich machen, wird sie solche nachzuholen haben. Die Angelegenheit ist mithin zur Veranlassung einer solchen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dazu bleibt, wenn auch nur im Rahmen eines obiter dictum zu ergänzen, dass - sofern die weiteren Abklärungen ergeben sollten, dass es sich bei der Supraspinatussehnenruptur nicht um eine beim Unfall vom 11. Juli 2019 erlittene neue, strukturelle Verletzung, sondern um einen degenerativen Vorzustand gehandelt hat - eine vorübergehende oder richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes in Betracht kommt (vgl. Erwägung 2.4). So erwähnt Dr. F.___ in seiner Beurteilung vom 11. August 2020, das Ereignis vom 11. Juli 2019 habe (lediglich) zu einem Symptomatischwerden eines verschleissbedingten Vorzustandes ohne strukturelle Verletzung geführt (act.”
“Vu ce qui précède, il n'est en l'état pas possible de nier l'existence d'un lien de causalité entre l'accident et les lésions affectant l'épaule gauche du recourant, ni d'ailleurs de reconnaître la fiabilité et la validité des constatations des médecins de l'intimée. Cela dit, les autres appréciations médicales au dossier ne permettent pas non plus de se prononcer en connaissance de cause sur l'existence d'un tel lien. Lorsqu'il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l'appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l'assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d'office l'ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d'administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5; arrêt 8C_401/2019 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3 et les références). Dès lors, la cause ne sera pas renvoyée à l'autorité précédente, comme le requiert le recourant, mais à l'intimée, afin que celle-ci mette en oeuvre une expertise dans une procédure au sens de l'art. 44 LPGA et qu'elle rende une nouvelle décision. Dans cette mesure, le recours se révèle bien fondé.”
“Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (ATF 132 V 93 consid. 4). b) Sont considérés comme nécessaires tous les moyens de preuve qui permettent d’établir les faits pertinents pour l’application du droit. Si le pouvoir d’appréciation de l’assureur est grand dans la mise en œuvre d’un examen médical, il n’est cependant pas illimité. Il doit ainsi se laisser guider par son devoir d’objectivité et d’impartialité et garder à l’esprit l’intérêt général d’une gestion économique et rationnelle de l’assurance (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 10 ad art. 43 LPGA ; TF 9C_1012/2008 précité consid. 3.2.1). Le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l'assureur de recueillir une « second opinion » sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L'assuré ne dispose pas non plus d'une telle possibilité. Il ne s'agit en particulier pas de remettre en question l'opportunité d'une évaluation médicale au moyen d'un second avis médical, mais de voir dans quelle mesure et étendue une instruction sur le plan médical doit être ordonnée pour que l'état de fait déterminant du point de vue juridique puisse être considéré comme établi au degré de la vraisemblance prépondérante (TF 8C_667/2012 du 12 juin 2013 consid. 4.2 ; 9C_1012/2008 précité consid. 3.2.2 ; Jacques Olivier Piguet, ibidem ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd., Zurich/Bâle/Genève 2020, nn. 17ss et 29 ad art. 43 LPGA). La nécessité de mettre en œuvre une nouvelle expertise découle du point de savoir si les rapports médicaux au dossier remplissent les exigences matérielles et formelles auxquelles sont soumises les expertises médicales.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 646 L'autorità amministrativa deve, in base al principio dell'accertamento d'ufficio, effettuare gli accertamenti necessari e raccogliere informazioni; deve adottare misure istruttorie integrative quando la documentazione è incompleta. Una valutazione fondata esclusivamente sugli atti è ammessa solo se sussiste un quadro probatorio privo di lacune. Nella misura in cui gli accertamenti medici sono necessari e ragionevolmente esigibili, la persona assicurata è tenuta a sottoporvisi.
“2 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre. En particulier, le juge ne saurait statuer, en présence de rapports médicaux contradictoires, sans avoir examiné l'ensemble des preuves disponibles et sans indiquer les motifs qui le conduisent à retenir un avis médical plutôt qu'un autre (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 125 V 351 c. 3a). Les expertises recueillies par les assureurs en procédure administrative auprès de médecins spécialistes externes, réalisées sur la base d'observations approfondies et d'investigations complètes, en pleine connaissance du dossier et qui aboutissent à des résultats convaincants, revêtent une pleine valeur probante, tant qu'il n'existe pas d'indices concrets contre leur fiabilité (ATF 137 V 210 c. 1.3.4, 135 V 465 c. 4.4, 125 V 351 c. 3b/bb; SVR 2019 IV n° 40 c. 3, 2018 IV n° 27 c. 4.2.2). 2.3 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2e, 122 V 157 c. 1a; SVR 2009 IV n° 4 c. 4.2.2). 3. 3.1 L'Office AI a estimé que l'assuré était en mesure d’exercer à temps complet une activité légère en position assise de préférence, excluant le port fréquent de charges au-delà de 5 kg et celui occasionnel de charges de plus de 10 kg, de même que les positions en porte-à-faux ou accroupie.”
“So ist angesichts der gegebenen Aktenlage nicht nachvollziehbar, wieso Dr. H.___ am 17. Juli 2023 - und damit noch zeitnah zum Ereignis vom 8. Juni 2023 - die Notwendigkeit von bildgebenden Abklärungen nicht erkannte respektive deren Nachholung nicht veranlasste. Sie scheint bei ihrer medizinischen Beurteilung angenommen zu haben, dass der Beschwerdeführer von sich aus sämtliche notwendigen Abklärungsmassnahmen initiieren müsse. Es ist jedoch laut Art. 43 Abs. 1 ATSG am Versicherungsträger, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Eine Begründung, wieso die von Dr. H.___ durchaus als fehlend bemängelte Bildgebung (UV-act. 21-6) nicht nachgeholt wurde, enthält Dr. H.___s Beurteilung nicht. Von einer fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers ist aufgrund der Akten nicht auszugehen, zumal nichts Entsprechendes dokumentiert wurde. Der Beschwerdeführer erklärt denn im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auch, der Beschwerdegegnerin mehrfach eine Nachuntersuchung und auch eine aktuelle Bildgebung angeboten zu haben (act. G1 S. 3 unten). Eine reine Beurteilung aufgrund der Akten kann jedoch nur dann beweiskräftig sein, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18.”
“Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteile des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.4.2, und vom 14. Oktober 2015, 8C_571/2015, E.2.2.3 je mit Hinweisen; SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
In presenza di reperti medici poco chiari o non completamente chiariti può, ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA, essere disposta una perizia mediÊ integrativa; ciò può includere, in particolare nei casi somatico‑psichici complessi, una perizia psichiatriÊ specialistiÊ. Se dalla valutazione delle prove risulta che punti medici decisivi non sono sufficientemente chiariti o che una perizia amministrativa non è probatoria, il giudiÎ deve di regola acquisire una perizia giudiziale o rinviare la causa all'istanza precedente per un'istruzione integrativa.
“En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). 6. La recourante reproche à l’intimé d’avoir statué sans ordonner d’expertise pluridisciplinaire et conteste avoir violé son obligation de participer à l’instruction de la cause. a) Selon l’art. 43 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). Par ailleurs, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Cet article dispose en outre que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) En l’espèce, une expertise psychiatrique est à l’évidence nécessaire. Le médecin traitant de la recourante l’a adressée à de nombreux spécialistes dans différentes branches de la médecine somatique. Malgré tous les examens réalisés, aucun d’entre eux n’a pu poser un diagnostic expliquant les symptômes de la recourante, sauf à évoquer des atteintes de type psychosomatique. L’intimé devait donc ordonner une expertise psychiatrique, ce qu’il a fait à juste titre. c) La recourante nie avoir refusé de se soumettre à une telle expertise et soutient en avoir uniquement contesté les modalités.”
“Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25 S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). 3.4. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Das Gericht würdigt die Beweise in jedem Fall nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. z.B. BGE 144 V 427, 429 E. 3.2, BGE 138 V 218, 221 f. E. 6 und BGE 115 V 133, 142 f. E. 8a und b). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat das kantonale Sozialversicherungsgericht in der Regel dann ein Gerichtsgutachten einzuholen, wen es im Rahmen der Beweiswürdigung zum Schluss kommt, ein bereits erhobener medizinischer Sachverhalt müsse (insgesamt oder in wesentlichen Teilen) noch gutachterlich geklärt werden oder eine Administrativexpertise sei in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig.”
“Le Tribunal fédéral a précisé que le renvoi est notamment justifié lorsqu'il s'agit d'enquêter sur une situation médicale qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen, respectivement lorsque l'autorité inférieure n'a nullement instruit une question déterminante pour l'examen du droit aux prestations ou lorsqu'un éclaircissement, une précision ou un complément d'expertise s'avèrent nécessaires (cf. ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 ; arrêt du TF 8C_633/2014 du 11 décembre 2014 consid. 3.2 et 3.3 ; arrêt du TAF C-3038/2016 du 2 avril 2019 consid. 12 et les références citées). En l'espèce, il ressort du dossier que l'appréciation médicale de l'ensemble des atteintes à la santé de la recourante n'a pas été instruite comme il se doit et mérite des éclaircissements. Partant, il se justifie, en application de l'art. 61 al. 1 PA, de renvoyer la cause à l'autorité inférieure afin qu'elle procède aux mesures d'instruction nécessaires, puis rende une nouvelle décision. 10.2 L'autorité inférieure requerra le dossier médical complet de l'intéressée auprès de ses médecins traitants, en particulier toutes les informations nécessaires relatives au traitement médicamenteux de l'intéressé, et, ensuite, mettra en oeuvre une expertise médicale en Suisse, sous réserve de l'art. 43 al. 2 LPGA, en particulier dans les domaines de la psychiatrie et de la rhumatologie, ainsi que dans toute autre discipline jugée nécessaire par les experts (art. 44 LPGA ; ATF 139 V 349 consid. 3.3). La question de savoir comment les différentes incapacités de travail (activité habituelle, activité adaptée) et comment les différentes limitations fonctionnelles s'articulent fera l'objet d'une discussion consensuelle entre les experts (ATF 143 V 124 consid. 2.2.4 ; arrêt du TF 8C_483/2020 du 26 octobre 2020 consid. 4.1). 11. Partant, le recours doit être admis et la décision du 1er mai 2023 annulée. La cause doit être renvoyée à l'autorité inférieure pour instruction complémentaire dans le sens des considérants et nouvelle décision. 12. Vu l'issue du litige, il n'y a pas lieu de percevoir de frais de procédure. La recourante a en effet obtenu gain de cause par le renvoi de l'affaire à l'autorité inférieure (ATF 132 V 215 consid. 2.6) et aucun frais de procédure ne peut être mis à la charge de l'autorité inférieure (art.”
Dai dibattiti parlamentari non emergono elementi sufficientemente chiari da far ritenere che l'art. 43 cpv. 1bis LPGA debba limitare l'ammissibilità di motivi sostanziali d'impugnazione nei confronti di perizie polidisciplinari o correggere la giurisprudenza pertinente del Tribunale federale.
“Eine derartige Einschränkung kann im Übrigen auch nicht aus der parlamentarischen Beratung zu Art. 44 ATSG abgeleitet werden. Zwar wurde einem Minderheitsantrag in der nationalrätlichen Beratung nicht Folge geleistet, wonach in Art. 44 Abs. 4 ATSG wie folgt normiert werden sollte: «Hält der Versicherungsträger trotz Ablehnungsantrag an der Anordnung der Begutachtung, an den vorgesehenen Sachverständigen oder an den Fragen fest, so teilt er dies der Partei durch Zwischenverfügung mit.» (vgl. Amtliches Bulletin [AB] 2019 N 115, Geschäftsnummer 17.022; zur Begründung siehe AB 2019 N 108). Allein daraus kann aber nicht abgeleitet werden, der Gesetzgeber habe die zulässigen Anfechtungsgründe gegen die Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung begrenzen wollen. Diesbezüglich ist im Übrigen anzumerken, dass dieser Minderheitsantrag vom Nationalrat ohne inhaltliche Diskussion und in einer mehrere Anträge umfassenden Blockabstimmung abgelehnt wurde (AB 2019 N 115 f.). 2.1.7. Im Ergebnis sind keine hinreichend klaren Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass mit Art. 43 Abs. 1bis ATSG die erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung (in Bezug auf die Rüge einer unzulässigen «second opinion» im Rahmen der Anfechtung einer Zwischenverfügung; vgl. BGE 137 V 210 E.3.4.2.7) hätte korrigiert werden sollen. 2.1.8. Gleiches gilt im Übrigen auch für die vorliegend vorgebrachten Einwände, mit denen der Beschwerdeführer geltend macht, die mittels Zwischenverfügung angeordnete medizinische Begutachtung sei ihm aus medizinischen Gründen nicht zumutbar (vgl. Beschwerde, Rz. 21; Replik, S. 3 f.). Die kantonale und bundesverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zeigen, dass die Frage der medizinischen Zumutbarkeit einer Begutachtung von Versicherungsgerichten mit Blick auf den Prozessverlauf oft dann beantwortet wird, wenn ein Versicherungsträger aufgrund der unterlassenen Teilnahme einer versicherten Person an einer Begutachtung nicht auf deren Leistungsbegehren eintritt und das zuständige Gericht folgedessen zu klären hat, ob die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht gemäss Art.”
“Eine derartige Einschränkung kann im Übrigen auch nicht aus der parlamentarischen Beratung zu Art. 44 ATSG abgeleitet werden. Zwar wurde einem Minderheitsantrag in der nationalrätlichen Beratung nicht Folge geleistet, wonach in Art. 44 Abs. 4 ATSG wie folgt normiert werden sollte: «Hält der Versicherungsträger trotz Ablehnungsantrag an der Anordnung der Begutachtung, an den vorgesehenen Sachverständigen oder an den Fragen fest, so teilt er dies der Partei durch Zwischenverfügung mit.» (vgl. Amtliches Bulletin [AB] 2019 N 115, Geschäftsnummer 17.022; zur Begründung siehe AB 2019 N 108). Allein daraus kann aber nicht abgeleitet werden, der Gesetzgeber habe die zulässigen Anfechtungsgründe gegen die Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung begrenzen wollen. Diesbezüglich ist im Übrigen anzumerken, dass dieser Minderheitsantrag vom Nationalrat ohne inhaltliche Diskussion und in einer mehrere Anträge umfassenden Blockabstimmung abgelehnt wurde (AB 2019 N 115 f.). 2.1.7. Im Ergebnis sind keine hinreichend klaren Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass mit Art. 43 Abs. 1bis ATSG die erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung (in Bezug auf die Rüge einer unzulässigen «second opinion» im Rahmen der Anfechtung einer Zwischenverfügung; vgl. BGE 137 V 210 E.3.4.2.7) hätte korrigiert werden sollen. 2.1.8. Gleiches gilt im Übrigen auch für die vorliegend vorgebrachten Einwände, mit denen der Beschwerdeführer geltend macht, die mittels Zwischenverfügung angeordnete medizinische Begutachtung sei ihm aus medizinischen Gründen nicht zumutbar (vgl. Beschwerde, Rz. 21; Replik, S. 3 f.). Die kantonale und bundesverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zeigen, dass die Frage der medizinischen Zumutbarkeit einer Begutachtung von Versicherungsgerichten mit Blick auf den Prozessverlauf oft dann beantwortet wird, wenn ein Versicherungsträger aufgrund der unterlassenen Teilnahme einer versicherten Person an einer Begutachtung nicht auf deren Leistungsbegehren eintritt und das zuständige Gericht folgedessen zu klären hat, ob die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht gemäss Art.”
LPGA art. 43 n. 643 Per la concessione di una prestazione è indispensabile l'accertamento medico dei danni oggettivi alla salute; l'ente assicuratore deciÞ con quali mezzi (p. es. perizia specialistiÊ o perizia bidisciplinare) effettua tale accertamento.
“g VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung durch Präsidialentscheid über Beschwerden gegen selbständig anfechtbare prozess- und verfahrensleitende Verfügungen gemäss Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000. Bei der vorliegend angefochtenen Zwischenverfügung der IV-Stelle vom 22. Januar 2019 handelt es sich um eine solche verfahrensleitende Verfügung im Sinne der genannten Bestimmung. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde fällt somit in die Kompetenz der präsidierenden Person des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht. 2. Streitig ist zunächst, ob die IV-Stelle zu Recht eine bidisziplinäre Begutachtung angeordnet hat. 2.1 Laut Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 2.2 Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen”
LPGA art. 43 n. 642 Qualora la persona assicurata (o altri aventi diritto alle prestazioni) non risponÚ ingiustificatamente agli obblighi di informazione e di collaborazione, l'ente assicuratore può, dopo un sollecito scritto contenente l'indicazione delle conseguenze giuridiche e dopo aver concesso un termine congruo, o decidere sulla base degli atti oppure interrompere gli accertamenti e pronunciare la non entrata in materia o il rigetto. La possibilità del rigetto sussiste in particolare quando, a causa della carenza di elementi presentati, non è più possibile un esame nel merito delle pretese vantate; a tale sanzione si deve ricorrere con moderazione.
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. auch Art. 7b Abs. 1 IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, kann der Versicherungsträger gegebenenfalls das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.1 mit Hinweisen).”
“Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve (ATF 125 V 193 consid. 2 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 5.1). En l'espèce, les documents demandés par l'OAIE, soit le questionnaire à l'assuré, le questionnaire pour indépendants, l'attestation de cessation d'activité ou de radiation du registre du commerce, la déclaration fiscale pour les années de 2019 à 2023 et tous les documents médicaux en possession du recourant, sont essentiels pour déterminer si l'assuré présente une incapacité de travail, une perte de gain à quelle hauteur et donc s'il est invalide, ainsi que s'il compte en principe au moins trois années de cotisations en Suisse. Or, seul l'assuré est en mesure d'informer de façon efficiente l'administration sur ces aspects. 7. 7.1 Selon l'art. 43 al. 3 LPGA, si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. La disposition prévoit ainsi une décision au fond sur la base des pièces au dossier, mettant un terme à la procédure (sous réserve de recours), ou la possibilité d'une décision d'irrecevabilité de la demande dont l'assureur est saisi, mettant également dans ce cas un terme à la procédure en tant que décision finale (sous réserve de recours) et non d'ordonnancement de la procédure au sens d'une décision incidente (ATF 131 V 42 consid. 3; Thierry Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, n° 830), mais l'assureur doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (ATF 108 V 229 ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid.”
“Daraufhin führte die Vorinstanz das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durch. Sie forderte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 3. März 2022 auf, innerhalb von 30 Tagen mit konkreten Nachweisen wie Mietvertrag, Strom- und Wasserrechnungen zu belegen, dass er und seine Ehefrau faktisch zwei unterschiedliche Haushalte bewohnten. Die Vorinstanz stellte in Aussicht, ohne Zustellung der verlangten Belege in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG einen Einspracheentscheid aufgrund der vorliegenden Akten zu erlassen (SAK-act. 66). Der Beschwerdeführer reagierte mit E-Mail vom 27. März 2022 auf die Aufforderung mit Ausführungen zu seiner Lebens-situation, ohne jedoch sachdienliche Dokumente zu den Akten zu geben (SAK-act. 67). So erwähnte der Beschwerdeführer namentlich eine unheilbare Herzkrankheit, aufgrund derer er sich am Meer (auf B._______ [Spanien] und an der Nordsee) aufhalte. Konkrete Nachweise reichte er nicht ein. In der Folge erliess die Vorinstanz den Einspracheentscheid aufgrund der ihr vorliegenden Akten und wies die Einsprache gegen die Plafonierung der Rente ab (SAK-act. 69).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 641 Le sanzioni previste dall'art. 43 cpv. 3 LPGA vanno applicate con la massima moderazione. Il non entrare in materia è ammissibile solo quando una valutazione di merito della domanÚ di prestazione sulla base degli atti, senza la collaborazione della parte, è esclusa; una decisione di merito basata sugli atti è possibile solo se i fatti rilevanti ai fini del diritto non possono essere ulteriormente precisati indipendentemente dall'accertamento ragionevolmente esigibile che è stato rifiutato. Prima di disporre la sanzione la persona interessata deve essere richiamata per iscritto, informata delle conseguenze giuridiche e le deve essere concesso un termine ragionevole per riflettere.
“Mais l'assureur ne peut se prononcer en l'état du dossier ou refuser d'entrer en matière - le choix de l'une ou l'autre décision dépendra notamment de l'avancement de l'instruction de la cause et de ses conséquences pour l'assuré ou d'éventuels tiers intéressés -, que s'il ne lui est pas possible d'élucider les questions de faits encore ouvertes sans difficultés ni complications particulières malgré l'absence de collaboration de l'assuré (cf. ATF 108 V 231 ss, 97 V 177; MAURER, Unfallversicherungsrecht, p. 255)." (sottolineature della redattrice). In STF 9C_763/2016 del 9 ottobre 2017 il TF ha precisato che un provvedimento di non entrata nel merito di giustifica solo quando una valutazione della domanda di prestazioni sulla base degli atti senza la collaborazione della parte è esclusa. Al contrario, una decisione materiale in base agli atti può essere pronunciata solo quando la fattispecie rilevante giuridicamente non si può chiarire ulteriormente e in misura sufficiente indipendentemente dal provvedimento di accertamento che l’assicurato senza validi motivi rifiuta di dar seguito (cfr. anche DTF 9C_553/2016 del 17 novembre 2015). Inoltre, secondo Kieser (op. cit, ad art. 43 n. 101, pag. 780): " c) Art. 43 Abs. 3 ATSG bezieht sich schliesslich lediglich auf Leistungsbegehren. Soweit die Abklärung eine Versicherungs-unterstellung oder eine Beitragsfrage betrifft, kann eine Anwendung gegebenenfalls in analoger Weise erfolgen oder es ist auf die im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehene Sanktion bzw. Folge zurückzugreifen (vgl. z.B. Art. 24 Abs. 5 AHVV betreffend die Festsetzung von Akontobeiträgen in der AHV).". A pag. 780, n. 104, il medesimo autore afferma ancora: " Die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktionen können erst nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens angeordnet werden (vgl. dazu BBl 1999 4600; I 988/06 und SVR 2008 IV Nr. 17. I 677/05 E. 5.2). Dieses Verfahren entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist (vgl. für näheres ATSG-Kommentar, Art. 21 Rz. 147 ff.). Es handelt sich um eine ausnahmslos zu beachtende Verfahrensregel, und es kann auch nicht davon abgewichen werden, wenn die betreffende Person zu erkennen gibt, dass sie der ihr obliegenden Pflicht jedenfalls nicht nachkommen will (vgl.”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach Art. 7b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129; BBl 2005 4459) können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person sich zumutbaren und notwendigen ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen nicht unterzieht (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Die Regelung von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind nunmehr grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des BGer 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je m.H.). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. dazu Urteile des BGer 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 vom 30. Januar 2007 E. 5.1).”
“Cette règle de procédure ne souffre aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s’y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d’instruction raisonnablement exigible (Jacques Olivier Piguet, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 57 ad art. 43 LPGA et les références). De surcroît, les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l’obligation de renseigner ou de collaborer au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_396/2012 du 16 octobre 2012 consid. 5 ; 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA et les références). Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état sur le dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Il doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu’avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque les éléments disponibles ou pouvant être rassemblés sans difficultés particulières ne permettent pas un examen sur le fond (ATF 108 V 229 consid. 2 ; TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1 ; TFA U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). En effet, le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 précité ; 97 V 173 consid.”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch ist nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3 S. 47). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (SVR 2018 EL Nr. 4 S. 10 E. 2.2). Eine nach verweigerter Mitwirkung später allenfalls erklärte Bereitschaft, die Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten zu erfüllen, ist als Neuanmeldung zu betrachten (SVR 2019 IV Nr. 8 S. 25 E. 5.1, 2017 IV Nr. 50 S. 151 E. 3.3 und 3.4).”
Conseguenze della violazione dell'obbligo di collaborazione: chi, ingiustificatamente, viola gli obblighi di informazione o di collaborazione sopporta le conseguenze della mancanza di prove che ne deriva. Se per l'accertamento del diritto alla prestazione mancano documenti o accertamenti necessari, la prestazione può essere respinta mediante decisione basata sugli atti oppure si può non entrare nel merito (art. 43 cpv. 3 LPGA; n. 640).
“Zu Recht wurde vorliegend nicht in Abrede gestellt, dass das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt wurde. Darüber hinaus wurde weder etwas vorgebracht noch ist etwas ersichtlich, was das Verschulden des Beschwerdeführers entfallen liesse. Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer seinen Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen. Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf die Akten zu entscheiden. Es muss in diesem Zusammenhang festgehalten werden, dass bei einem derartigen Aktenentscheid nicht mehr von Bedeutung ist, dass der Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt ist. Die Folgen der Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen, welcher seiner Obliegenheit nicht nachgekommen ist (vgl. vorstehend E. 6.1).”
“II 121) erfolgte Rückweisung der Sache zur materiellen Anspruchsprüfung an die Beschwerdegegnerin schliesst ein erneutes Nichteintreten auf die Neuanmeldung vom 18. Juli 2019 (act. II 96) zufolge Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers im weiteren Verwaltungsverfahren zwar nicht aus. Darin, dass die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren abwies statt darauf nicht einzutreten, ist jedoch nicht eine falsche Rechtsfolge zu erblicken (Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 8). Denn durch die fehlende Mitwirkung vereitelte der Beschwerdeführer die vollständige Sachverhaltsermittlung und kommt es zur Beweislastumkehr (Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 402 f.; SVR 2014 UV Nr. 7 S. 23 E. 3.3). Da aufgrund der unvollständigen medizinischen Aktenlage nach wie vor kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen ist und das Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. E. 2.2.2 hiervor; act. II 178, 180 - 182) korrekt durchgeführt wurde, verneinte die Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf die Akten einen Leistungsanspruch zu Recht.”
“S. 469). Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin an der Begutachtung durch die mittels Zufallsprinzips vergebenen Begutachtungsstelle festgehalten hat. Folglich steht fest, dass der Beschwerdeführer seine Mitwirkungspflicht verletzt hat und für diese Verletzung keine entschuldbaren Gründe geltend gemacht werden können. Da die Begutachtung unzweifelhaft und unbestrittenermassen notwendig ist und der Beschwerdeführer auf die Folgen der unterlassenen Mitwirkung hingewiesen worden war (AB 132), durfte die Beschwerdegegnerin als Rechtsfolge gestützt auf die Akten über die Leistungsansprüche befinden (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG bzw. Art. 7b Abs. 1 IVG). Da mangels Vorliegens schlüssiger medizinischer Berichte ein invalidisierender Gesundheitsschaden mit dem in der Sozialversicherung geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) ohne Begutachtung derzeit (auch nicht teilweise) zu erstellen ist, wurde das Leistungsbegehren zu Recht abgewiesen. Auch die Überbindung der Annullierungskosten in der Höhe von Fr. 1'650.-- ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden (vgl. E. 2.5 hiervor), zumal der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten signalisiert hat, an der Begutachtung teilzunehmen, und die Untersuchungstermine erst kurzfristig (am Tag der vorgesehenen Begutachtung [15. Februar 2021]; vgl. AB 139 und 143) platzen liess (vgl. BGE 145 V 314 E. 5.4.2 S. 319). Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.”
“Soweit die Beschwerdeführerin in der Beschwerde erstmals darlegte, dass es sich bei ihren Forderungen um Beträge handelt, die am 13. September und 4. November 2019 gepfändet wurden, obschon man ihr versprochen hatte, die Betreibung zu sistieren (vgl. E. 2.2), ist nochmals daran zu erinnern, dass der rechtserhebliche Sachverhalt im Beschwerdeverfahren nach den tatsächlichen Verhältnissen zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheid zu beurteilen ist (vgl. E. 3.4). Dass die Beschwerdeführerin nachträglich nähere Angaben zu ihren Forderungen machte, ändert nichts daran, dass sie ihrer Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 28 Abs. 2 bzw. Art. 43 Abs. 3 ATSG bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids nicht nachgekommen war und die Beschwerdegegnerin daher zu Recht nicht auf ihre Forderungen eingetreten ist. Es kann daher offen bleiben, ob diese Angaben der Beschwerdeführerin ohne Belege ausreichen, um die von ihr behauptete Forderung überprüfen zu können.”
“Das kantonale Gericht kam zum Schluss, dass angesichts der widersprüchlichen und lückenhaften Aktenlage der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Bruttolohn von Fr. 110'496.60 zuzüglich Mittagszulagen von Fr. 3000.- nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad erstellt sei. Es könne zwar angenommen werden - oder jedenfalls nicht ausgeschlossen werden -, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls tatsächlich bei der B.________ AG angestellt gewesen sei, jedoch mit einem deutlich tieferen Gehaltsanspruch. Die Vorinstanz bejahte ferner eine unentschuldbare Verletzung der Mitwirkungspflicht, weshalb die Suva berechtigt gewesen sei, aufgrund der vorhandenen Akten zu entscheiden (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). Es sei somit nicht zu beanstanden, dass sie von einem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 3200.- ausgegangen sei.”
“generell für sonstige Auftragnehmer belegen würden. Daran vermag die seitens des Beschwerdeführers beantragte Zeugenaussage des Geschäftsführers der H. GmbH nichts zu ändern. Zum einen vermag dessen Aussage alleine insbesondere den fraglichen Zahlungsfluss an die D. GmbH in bar nicht zu belegen. Vielmehr liegt es am Beschwerdeführer selbst, entsprechende echtzeitliche Beweise namentlich in Form von Quittungen oder Bankbelegen beizubringen, ohne welche ein entsprechender Zahlungsbeweis letztlich schlicht nicht erbracht werden kann. Auf die beantragte Einvernahme des Geschäftsführers der H. GmbH ist daher in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten. Es tritt hinzu, dass die vom Beschwerdeführer erstmals im Gerichtsverfahren beantragten Beweisanträge für das Gericht ohnehin unbeachtlich sind. Soweit er dadurch nach dem korrekt durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahren (oben, Erwägung 5.1) überhaupt seine nachträgliche Bereitschaft zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG kundgetan hat, handelt sich um eine neue, erst nach Erlass des angefochtenen Entscheids ergangene Tatsache. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der rechtserhebliche Sachverhalt im Beschwerdeverfahren vor dem Sozialversicherungsgericht indessen gerade in Fällen bezüglich verletzter Mitwirkungspflicht grundsätzlich nach den tatsächlichen Verhältnissen im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheids zu beurteilen (SVR 2000 IV Nr. 23 S. 69). Entgegen der von ihm replicando vertretenen Auffassung (a.a.O., Ziffer 29) besteht kein Anlass, von diesem Grundsatz im hier vorliegenden Fall abzuweichen, nachdem der Beschwerdeführer im Rahmen des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens am 3. Februar 2021 letztmals aufgefordert worden war, der Beschwerdegegnerin entsprechende Detailunterlagen zuzustellen (Beilage 44, 47 und 53 zur Beschwerdeantwort). Dass er trotz mehrmaliger Aufforderung nicht einmal Terminkalenderauszüge, Telefonnotizen oder sonstige Korrespondenzen genereller Natur wie namentlich Emails eingereicht hat, welche seine Arbeitstätigkeit im Sinne der von ihm behaupteten Verantwortung für die Lieferung und Montage von Geräten und der dafür notwendigen Arbeiten (Replik, Ziffer 28 und 40) nahelegen würden, ist ebenso wenig nachvollziehbar wie dessen Einwand, die Abrechnungen mit der F.”
In altri ambiti della previdenza sociale, giurisprudenza e prassi ritengono che le disposizioni speciali sugli obblighi specifici di cessazione dell'assicurazione o di produzione di documenti prevalgano e che la sospensione della prestazione possa avvenire senza la concessione di un ulteriore termine. Nel diritto dell'assicurazione contro la disoccupazione, le prove presentate in ritardo, secondo i termini previsti dalla normativa speciale, spesso non vengono più considerate, senza che, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, debba essere concesso un ulteriore differimento. In casi come le prestazioni complementari, nella prassi la prestazione viene sospesa fino alla presentazione dei documenti richiesti, se questi sono essenziali per l'accertamento del diritto.
“Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 139 V 164).”
“Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 139 V 164).”
“Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern (vgl. BGE 133 V 89 E. 6.1.1 S. 91). Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 139 V 164).”
“Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätz-liche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 139 V 164).”
“c LACI, le droit de l’assuré à l’indemnité est suspendu lorsqu’il est établi que celui-ci ne fait pas tout ce qu’on peut raisonnablement exiger de lui pour trouver un travail convenable. Cette prescription doit être mise en relation avec la règle de l’art. 17 LACI, qui fixe les devoirs de l’assuré, principalement celui d’entreprendre tout ce qu’on peut raisonnablement exiger de lui pour éviter le chômage et l’abréger, en particulier en cherchant du travail ; l’assuré doit pouvoir apporter la preuve des efforts qu’il a fournis (al. 1), raison pour laquelle une formule doit être remise à l’ORP pour chaque période de contrôle. b) A teneur de l’art. 26 al. 2 OACI l’assuré doit remettre la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant ou le premier jour ouvrable qui suit cette date (1ère phrase). En l’absence d’excuse valable, des recherches d’emploi remises tardivement ne sont plus prises en considération et ne peuvent donc plus faire l’objet d’un examen sous l’angle quantitatif et qualitatif (cf. ATF 139 V 164 consid. 3.1 et 133 V 89 consid. 6.2). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant en l’occurrence que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi. La LPGA ne s’applique pas dans ce domaine (Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Zurich 2014, n. 30 ad art. 17 LACI, p. 205). La sanction se justifie dès le premier manquement, et cela sans exception (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; 8C_885/2012 et 8C_886/2012 du 2 juillet 2013 consid. 5). Il en résulte ainsi que, sauf excuse valable, une suspension du droit à l’indemnité peut être prononcée si les preuves ne sont pas fournies dans le délai de l’art. 26 al. 2 OACI, sans qu’un délai supplémentaire ne doive être imparti ; peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3 ; TF 8C_365/2016 du 3 mars 2017 consid. 3.2 et la référence). 4. a) L’assureur social – et le juge des assurances sociales en cas de recours – doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu’en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“Le non-respect des devoirs prévus à l’art. 17 LACI peut donner lieu à une suspension du droit à l’indemnité de chômage (art. 30 al. 1 LACI et 45 al. 3 OACI). La suspension du droit à l’indemnité est destinée à poser une limite à l’obligation de l’assurance-chômage d’allouer des prestations pour des dommages que la personne assurée aurait pu éviter ou réduire. En tant que sanction administrative, elle a pour but de faire répondre la personne assurée, d’une manière appropriée, du préjudice causé à l’assurance-chômage par son comportement fautif (ATF 133 V 89 consid. 6.2.2 ; 125 V 197 consid. 6a). c) Selon l’art. 26 al. 2 OACI, l’assuré doit remettre la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant pour le premier jour ouvrable qui suit cette date. A l’expiration de ce délai, et en l’absence d’excuse valable, les recherches d’emploi ne sont plus prises en considération (ATF 145 V 90 consid. 3.1). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi. La sanction se justifie dès le premier manquement, sans exception (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; TF 8C_885/2012 et 8C_886/2012 du 2 juillet 2013 consid. 5). Il en résulte que, sans excuse valable, une suspension du droit à l’indemnité peut être prononcée si les preuves ne sont pas fournies dans le délai de l’art. 26 al. 2 OACI, sans qu’un délai supplémentaire ne doive être imparti ; peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3 ; TF 8C_365/2016 du 3 mars 2017 consid. 3.2 et la référence citée). Déterminer si l’assuré peut faire valoir une excuse valable au sens de l’art. 26 al. 2 OACI revient à se poser la question de l’existence d’un empêchement non fautif au sens de l’art.”
“Le non-respect des devoirs prévus à l’art. 17 LACI peut donner lieu à une suspension du droit à l’indemnité de chômage (art. 30 al. 1 LACI et 45 al. 3 OACI). La suspension du droit à l’indemnité est destinée à poser une limite à l’obligation de l’assurance-chômage d’allouer des prestations pour des dommages que la personne assurée aurait pu éviter ou réduire. En tant que sanction administrative, elle a pour but de faire répondre la personne assurée, d’une manière appropriée, du préjudice causé à l’assurance-chômage par son comportement fautif (ATF 133 V 89 consid. 6.2.2 ; 125 V 197 consid. 6a). c) Selon l’art. 26 al. 2 OACI, l’assuré doit remettre la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant pour le premier jour ouvrable qui suit cette date. A l’expiration de ce délai, et en l’absence d’excuse valable, les recherches d’emploi ne sont plus prises en considération (ATF 145 V 90 consid. 3.1). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi. La sanction se justifie dès le premier manquement, sans exception (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; TF 8C_885/2012 et 8C_886/2012 du 2 juillet 2013 consid. 5). Il en résulte que, sans excuse valable, une suspension du droit à l’indemnité peut être prononcée si les preuves ne sont pas fournies dans le délai de l’art. 26 al. 2 OACI, sans qu’un délai supplémentaire ne doive être imparti ; peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3 ; TF 8C_365/2016 du 3 mars 2017 consid. 3.2 et la référence citée). Déterminer si l’assuré peut faire valoir une excuse valable au sens de l’art. 26 al. 2 OACI revient à se poser la question de l’existence d’un empêchement non fautif au sens de l’art.”
“Die Einstellung der Leistungen ab dem 1. August 2020 basiert gemäss den Begründungen in der Verfügung vom 22. März 2022 und im Einspracheentscheid vom 31. Mai 2022 auf Art. 28 Abs. 1 und 2 ATSG (Mitwirkung beim Vollzug) und auf Art. 43 Abs. 3 ATSG (Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht). Die Beschwerdegegnerin erblickte die Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht darin, dass die Beschwerdeführerin mehrfach gebeten worden sei, die Steuererklärung per Todestag inklusive Steuerinventar sowie eine Aufstellung und Belege über allgemeine Schulden per Todestag und Todesfallkosten inklusive Grabstein über ihre verstorbene Mutter einzureichen. Ebenfalls sei vergeblich versucht worden, die Beschwerdeführerin telefonisch zu erreichen. Die angeforderten Unterlagen seien nicht eingereicht worden. Der Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab August 2020 könne nicht neu berechnet werden, solange nicht bekannt sei, wie hoch das Vermögen von der Mutter der Beschwerdeführerin per Todestag gewesen sei. Die Besorgung der Unterlagen liege in deren Verantwortung und sei eine Bringschuld (Urk. 8/48 S. 1). Die Beschwerdeführerin könne die angeforderten Unterlagen problemlos bei Z.___ verlangen. Falls dieser nicht bereit sei, die Unterlagen auszuhändigen, sei es zumindest möglich, die Steuererklärung per Todestag beim Steueramt anzufordern.”
“Ende des Jahres 1998 habe er eine kleine Parzelle im Tessin gekauft, die er aber im Jahr 2000 „aus bekannten Gründen“ mit einem Verlust wieder habe verkaufen müssen. Am 20. Juli 2020 wies die EL-Durchführungsstelle den EL-Bezüger darauf hin (EL-act. I/23), dass er nachweislich verschiedene falsche Angaben gemacht habe. In den Unterlagen schienen zwei verschiedene (bankinterne) Referenzen für die Hypothekarschulden auf, was zur Annahme zwinge, dass er mehrere Hypothekarkreditverträge abgeschlossen habe. Die amtliche Liegenschaftsschätzung im Jahr 2019 habe andere Schätzwerte als jene aus dem Jahr 2009 ergeben. Sie, die EL-Durchführungsstelle, müsse auf einer wahrheitsgetreuen Auskunft und auf der Einreichung sämtlicher Hypothekarschulden und Hypothekarzinsen in den Jahren 2015–2019 beharren. Sie gewähre dem EL-Bezüger dafür eine Frist bis zum 20. August 2020. Am 25. August 2020 mahnte sie den EL-Bezüger zur Erfüllung seiner Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung bis spätestens am 28. September 2020; für den Fall der Nichterfüllung drohte sie ihm gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG die Einstellung der laufenden Ergänzungsleistung per 1. Oktober 2020 an (EL-act. I/22). Am 24. September 2020 gab der EL-Bezüger an (EL-act. I/21), er entschuldige sich für seine unrichtigen Angaben bezüglich der amtlichen Schätzung. Für ihn sei die angebliche Wertsteigerung nicht nachvollziehbar. Dem Schreiben lagen Bankauszüge betreffend den Hypothekarkredit bei. Die gesamte Hypothekarschuld hatte stets 600’000 Franken betragen. Sie hatte sich aus einer „ersten“ Hypothek und einer Festhypothek zusammengesetzt, die unter je einer der von der EL-Durchführungsstelle in deren Schreiben vom 20. Juli 2020 erwähnten (bankinternen) Referenzen geführt worden waren. Die Zinsschuld hatte sich in den Jahren 2014 und 2015 auf je 14’205 Franken, im Jahr 2016 auf 11’707 Franken und ab dem Jahr 2017 auf 6’692 Franken pro Jahr belaufen. Ein Sachbearbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte (EL-act. I/20), die Ergänzungsleistung müsste an sich rückwirkend per 1. Januar 2016 revidiert werden. Für das Jahr 2016 führe die revisionsweise Korrektur aber nicht zu einer Veränderung des Betrages der Ergänzungsleistung, weshalb die Anpassung per 1.”
“Das bald 70 Jahre alte Haus müsste eigentlich dringend durch ein Sechsfamilienhaus ersetzt werden. Er, der EL-Bezüger, besitze nur dieses Einfamilienhaus. Die amtliche Schätzung im Jahr 2019 sei identisch mit jener im Jahr 2009 (vgl. EL-act. V/26–1: amtlicher Verkehrswert 735’000 Franken, amtlicher Mietwert 32’520 Franken) ausgefallen. Die EL-Durchführungsstelle nahm in der Folge eine Kopie der Verfügung vom 10. April 2019 betreffend die amtliche Liegenschaftsschätzung zu den Akten, laut der sich der Mietwert auf 32’400 Franken und der amtliche Verkehrswert auf 1’000’000 Franken beliefen (EL-act. I/29). Am 11. Mai 2020 forderte sie den EL-Bezüger auf anzugeben (EL-act. I/30), ob er noch weitere Hypothekarkredite aufgenommen habe, per wann die Hypothekarzinsen angepasst worden seien und auf welchen Wert der Rebberg im Tessin amtlich geschätzt worden sei. Am 12. Juni 2020 mahnte sie den EL-Bezüger zur Erfüllung seiner Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung bis spätestens am 13. Juli 2020, wobei sie ihm gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG für den Fall der Nichterfüllung die Einstellung der Ergänzungsleistungen per 1. Juli 2020 androhte (EL-act. I/26). Am 7. Juli 2020 antwortete der EL-Bezüger (EL-act. 24), er habe keine andere Hypothekarschuld, aber er schulde seiner Schwester 250’000 Franken und einen Zins von vier Prozent pro Jahr. Er habe nie einen Rebberg im Tessin besessen. Ende des Jahres 1998 habe er eine kleine Parzelle im Tessin gekauft, die er aber im Jahr 2000 „aus bekannten Gründen“ mit einem Verlust wieder habe verkaufen müssen. Am 20. Juli 2020 wies die EL-Durchführungsstelle den EL-Bezüger darauf hin (EL-act. I/23), dass er nachweislich verschiedene falsche Angaben gemacht habe. In den Unterlagen schienen zwei verschiedene (bankinterne) Referenzen für die Hypothekarschulden auf, was zur Annahme zwinge, dass er mehrere Hypothekarkreditverträge abgeschlossen habe. Die amtliche Liegenschaftsschätzung im Jahr 2019 habe andere Schätzwerte als jene aus dem Jahr 2009 ergeben. Sie, die EL-Durchführungsstelle, müsse auf einer wahrheitsgetreuen Auskunft und auf der Einreichung sämtlicher Hypothekarschulden und Hypothekarzinsen in den Jahren 2015–2019 beharren.”
Il tribunale non deve, in linê di principio, trasferire la procedura di accertamento al proprio livello. In caso di insufficiente chiarimento amministrativo del fatto, è di norma opportuno rinviare la pratiÊ all'ente assicurativo per ulteriori accertamenti e una nuova valutazione; l'acquisizione di una perizia giudiziaria nel procedimento di ricorso è ammessa solo in via eccezionale, poiché altrimenti verrebbe trasferito il compito d'indagine spettante agli organi di esecuzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Der medizinische Sachverhalt erweist sich als ungenügend abgeklärt, worin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu erblicken ist. Dem Antrag der Beschwerdeführerin, das Gericht habe selbst ein Gutachten anzuordnen (Urk. 1 S. 2), kann angesichts der aufgezeigten Lücken im rechtserheblichen Sachverhalt nicht gefolgt werden, würde damit doch das Abklärungsverfahren von der Verwaltungs- auf die Gerichtsebene verlagert.”
“Die Sache ist folglich gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG zur weiteren Abklärung bzw. Vervollständigung der Akten in medizinischer Hinsicht (E. 5.6) sowie zur anschliessenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung ist hier rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4; 141 V 281 E. 6.4) ausnahmsweise möglich, da relevante Fragen bzw. Aspekte bisher vollständig ungeklärt blieben (vgl. E. 6.4). Würde eine derart mangelhafte Sachverhaltsabklärung bzw. -würdigung durch Einholung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfahren korrigiert, bestünde die Gefahr der unerwünschten Verlagerung der den Durchführungsorganen vom Gesetz übertragenen Pflicht, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären (Art. 43 Abs. 1 ATSG), auf das Gericht (vgl. Urteil des BVGer C-6529/2014 vom 4. Juli 2016 E. 7.4).”
Secondo il principio dell'accertamento d'ufficio (art. 43 cpv. 1 LPGA) le autorità amministrative e giudiziarie sono tenute d'ufficio a garantire un'istruttoria corretta e completa dei fatti rilevanti ai fini del diritto. Ciò comprenÞ anche l'accertamento dello stato di salute e la valutazione della capacità lavorativa; a tal fine le autorità si avvalgono di documentazione mediÊ e di pareri specialistici.
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2008, Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
“1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
Citazione: LPGA art. 43 n. 636 Per violazioni di lieve entità può essere presa in considerazione, per ragioni di proporzionalità, una sanzione processuale attenuata; la giurisprudenza indiÊ, per casi comparabili, una durata della sospensione da uno a quattro giorni, a condizione che gli sforzi di ricerÊ di un impiego siano stati qualitativamente e quantitativamente sufficienti e che il comportamento precedente dell'assicurato sia irreprensibile. La valutazione delle prove avviene secondo la preponderanza della probabilità. Inoltre, l'accertamento d'ufficio è limitato dall'obbligo di collaborazione delle parti; chi non fornisÎ le prove necessarie in misura ragionevole deve tenere conto delle conseguenze sfavorevoli della mancanza di prove.
“En cas de léger retard, de recherches d’emploi qualitativement et quantitativement suffisantes et d’un comportement jusque-là irréprochable de l’assuré, une suspension de l’ordre de un à quatre jours doit néanmoins être prononcée en application du principe de proportionnalité (TF 8C_64/2012 du 26 juin 2012 consid. 3.2 ; 8C_2/2012 du 14 juin 2012 consid. 3.2 ; cf. également Directive LACI IC, ch. D33a). g) Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 et les références citées). h) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve (ATF 145 V 90 consid. 3.2). 4. En l’espèce, il est constant que la recourante s’est inscrite auprès de l’ORP le 11 décembre 2023, que l’ORP a invité l’assurée à un premier entretien de conseil et de contrôle fixé au 10 janvier 2024, que l’assurée a remis spontanément à l’ORP la preuve de ses recherches d’emploi effectuées entre le 11 et le 31 décembre 2023 lors de ce premier entretien du 10 janvier 2024 et que celles-ci sont suffisantes. Est litigieux le point de savoir si l’assurée a fautivement attendu son premier entretien avec son conseiller, le 10 janvier 2024, pour produire la liste des recherches d’emploi effectuées entre le 11 et le 31 décembre 2023 comme l’a retenu la DGEM.”
In virtù del principio dell'istruttoria (art. 43 LPGA) la necessità di un'assistenza gratuita da parte di un avvocato nel procedimento amministrativo in materia di assicurazioni sociali va riconosciuta solo in casi eccezionali. Di norma si richiedono questioni giuridiche o di fatto complesse e l'impossibilità che terzi (p. es. rappresentanti di associazioni, uffici di assistenza, altri esperti o persone di fiducia) possano tutelare adeguatamente gli interessi, affinché la rappresentanza legale sia oggettivamente giustificata.
“Die Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung ist auch nur in Ausnahmefällen zu bejahen, weil im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43 ATSG). Danach haben die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln (BGE 136 V 376). Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens.”
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG, vgl. dazu BGE 136 V 377 E. 4.1.1), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Massgebend ist dabei auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Sozialarbeiter bzw. eine Sozialarbeiterin oder durch Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen in Frage kommt (BGE 132 V 200, E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E.”
“Die Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung ist auch nur in Ausnahmefällen zu bejahen, weil im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43 ATSG). Danach haben die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln (BGE 136 V 376). Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E. 2.1, vom 7. Juli 2016, 8C_676/2015, E. 7.1, vom 14. Juni 2017, 9C_680/2016, E. 4.1.1, vom 6. April 2017, 9C_29/2017, E.”
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG, vgl. dazu BGE 136 V 377 E. 4.1.1), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Massgebend ist dabei auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Sozialarbeiter bzw. eine Sozialarbeiterin oder durch Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen in Frage kommt (vgl. BGE 132 V 200, E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 7.”
“und Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2018, 9C_877/2017, E. 8.2). Art. 37 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in Sozialversicherungsverfahren dann bewilligt wird, wenn die Verhältnisse es erfordern. Kumulativ setzt dies die Bedürftigkeit der versicherten Person, die Nichtaussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie die sachliche Gebotenheit der Rechtsvertretung voraus (BGE 132 V 200 E. 4.1). Die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung als Voraussetzung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren ist nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Denn aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) haben Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln. Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalls, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Dabei fallen neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts auch in der Person des Versicherten oder der Versicherten liegende Gründe in Betracht, wie etwa die Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden (BGE 125 V 32 E.”
Riferimento: LPGA, art. 43 n. 634 L'amministrazione dispone di un ampio margine di discrezionalità quanto agli accertamenti specialistici necessari ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA; deve adottare soltanto le misure istruttorie necessarie per l'esame della domanÚ di prestazione. Il potere istruttorio non comprenÞ, in linê di principio, il diritto di ottenere una «second opinion» sui fatti già accertati da una perizia, quando la perizia è disponibile.
“Das kantonale Gericht hat schliesslich kein Bundesrecht verletzt, indem es die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) durch die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit einer pneumologischen Abklärung verneint hat. Nachdem die seitens Dr. med. C.________ im September 2021 gestellte pneumologische Verdachtsdiagnose den Gutachtern bekannt gewesen war (vgl. den Aktenauszug im Gutachten S. 18 f.) und sie diesbezüglich nach klinischer Untersuchung der Beschwerdeführerin keine Veranlassung zum Beizug eines Pneumologen gesehen hatten (die Verantwortung für die fachliche Güte eines Gutachtens liegt letztlich bei den Experten: BGE 139 V 349 E. 3.3), durfte die Beschwerdegegnerin von weiteren Abklärungen aufgrund der besagten Verdachtsdiagnose absehen.”
“Von den vom Beschwerdeführer beantragten Abklärungen betreffend orphan diseases über die Kosek (Urk. 6 S. 2, Urk. 66 S. 9, Protokoll S. 21 f. Ziff. 21) ist ebenfalls abzusehen. Die vom Versicherungsträger vorzunehmende Abklärung (Art. 43 Abs. 1 ATSG) beziehen sich nur auf die für die Prüfung des Leistungsbegehrens notwendigen Abklärungen. Eine allfällige trotz vielfacher fachärztlicher Abklärungen unbekannte oder strittige Ätiologie von gesundheitlichen Beschwerden gehört nicht dazu. Massgeblich sind die funktionellen Auswirkungen von Krankheitsbildern. Die Genese ist dabei zweitrangig. Etwas Anderes ist es, wenn verschiedene Ärzte eine unterschiedliche diagnostische Einordnung eines Beschwerdebilds vornehmen. In beiden Fällen ist aber jedenfalls im Rahmen des Abklärungsverfahrens (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und erst Recht im Rahmen eines Gerichtsverfahrens eine Abklärung über den Verein Kosek, einer Koordinationsplattform für die Verbesserung der Versorgungssituation für Betroffene von seltenen Krankheiten, nicht angezeigt. Die Suche nach einer ursächlichen Erklärung für ein Leiden Mithilfe der Kosek, soweit sich diese dazu überhaupt zuständig erklären würde, mag therapeutisch von Bedeutung sein, im Hinblick auf die hier interessierende Abklärung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit jedenfalls sind davon keine zielführenden Erkenntnisse zu erwarten.”
“Cela revient à examiner, par analogie avec l’art. 17 al. 1 LPGA (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), si entre la dernière décision de refus de rente – qui repose sur un examen matériel du droit à la rente, avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus conformes au droit – et la décision litigieuse, un changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, s’est produit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Il faut par conséquent procéder de la même manière qu’en cas de révision au sens de cette disposition, qui prévoit que, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. 5. a) L’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés. Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le pouvoir d'appréciation de l'administration dans la mise en œuvre d'un examen médical n'est cependant pas illimité ; cette dernière doit se laisser guider par les principes de l'Etat de droit, tels les devoirs d'objectivité et d'impartialité, ainsi que le principe d’administration rationnelle (TF 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid. 3.2.1 et les références citées). En particulier, selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l'assureur de recueillir une « second opinion » sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas.”
“Selon la jurisprudence, le devoir de prendre d’office les mesures d’instruction nécessaires à l’appréciation du cas au sens de l’art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l’assureur de recueillir une « second opinion » sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L’assuré ne dispose pas non plus d’une telle possibilité. Il ne s’agit en particulier pas de remettre en question l’opportunité d’une évaluation médicale au moyen d’un second avis médical, mais de voir dans quelle mesure et quelle étendue une instruction sur le plan médical doit être ordonnée pour que l’état de fait déterminant du point de vue juridique puisse être considéré comme établi au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 141 V 330 consid. 5.2 ; 137 V 210 consid. 3.4.2.7 ; TF 8C_776/2018 du 9 mai 2019 consid. 5.1 ; 9C_499/2013 du 20 février 2014 consid. 6.4.2.1 et les références citées ; cf. également Jacques Olivier Piguet, Commentaire romand de la Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 10 ad art. 43 LPGA ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2020, nos 17 et 29 ad art.”
LPGA art. 43 n. 633 Prima che l'amministrazione sospenÚ o interrompa le prestazioni, deve diffidare per iscritto la persona assicurata; la diffiÚ deve indicare concretamente quale obbligo di collaborazione è richiesto e quali conseguenze giuridiche possono derivare da un ulteriore rifiuto, e deve concedere alla persona assicurata un congruo termine per adempiere. Se la sospensione già pronunciata debba essere estesa o mantenuta a causa della mancanza di ulteriori documenti, è necessaria una nuova diffiÚ specifiÊ.
“3 ATSG hat das Bundesgericht die Auffassung vertreten, dass in einer solchen Verfahrenssituation gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Auszahlungsstopp verfügt werden könne (BGE 139 V 585). Das bedeutet, dass der Versicherungsträger sämtliche weiteren Zahlungen verweigern kann, bis die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Rentenrevisionsverfahren doch noch nachkommt. Dieses „Druckmittel“ ist augenscheinlich geeignet, den Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Überwindung der Verfahrensblockade – zu erreichen. Das Bundesgericht vertritt allerdings gelegentlich auch die Auffassung, der Art. 43 Abs. 3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden.”
“3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4.”
“De surcroît, afin d'être légitimée à suspendre, respectivement à maintenir la suspension du droit à la rente d'invalidité au moyen de sa communication du 1er février 2021, l'intimée devait préalablement en avoir informé le recourant, en respectant les conditions de l'art. 43 al. 3 LPGA, ce qui n'a pas été le cas. En particulier, celle-ci avait l'obligation d'avertir le recourant qu'elle entendait étendre la portée de la suspension déjà prononcée. Le but initial de cette mesure était en effet de sanctionner l'absence de production du formulaire relatif à la situation professionnelle du recourant, de sorte que l'intimée ne pouvait l'étendre à l'absence de remise de l'attestation LPP et des relevés du compte bancaire – ou, d'ailleurs, des copies des contrats d'assurance-maladie perte de gain et d'affiliation à la LPP, lesquelles étaient également requises –, en l'absence d'un nouvel avertissement préalable conforme à l'art. 43 al. 3 LPGA. Enfin, dans son rappel du 10 mars 2021, tout en citant l'art. 43 al. 3 LPGA, l'intimée a répété maintenir la suspension du droit à la rente, cette mention appelant les mêmes explications que celles développées pour le courrier du 1er février 2021. L'intimée a également fixé un délai au 12 avril 2021 au recourant pour produire les documents demandés. Néanmoins, elle n'a pas fait état d'une éventuelle suppression définitive du droit à la rente d'invalidité en cas de défaut de collaboration. On ne saurait ainsi considérer que l'intimée a averti le recourant des conséquences d'une éventuelle violation de son devoir de collaborer, au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA, avant de supprimer sa rente d'invalidité par décision du 6 mai 2021. f) Eu égard à ce qui précède, il y a lieu de constater que l'intimée n'a pas respecté les conditions prévues par l'art. 43 al. 3 LPGA, de sorte qu'elle n'était pas légitimée à suspendre, respectivement supprimer le droit à la rente d'invalidité du recourant entre le 1er juillet 2020 et le 29 septembre 2021. 7. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision sur opposition litigieuse réformée, en ce sens que l'intimée doit verser au recourant les rentes d'invalidité supprimées à tort entre le 1er juillet 2020 et le 29 septembre 2021.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 632 In presenza di una situazione di fatto incerta, i pareri prognostici medici devono essere acquisiti con particolare cura ai fini della valutazione dello stato finale. Di regola incombe all'assicuratore / all'autorità l'onere di provare una modifiÊ sostanziale del grado d'invalidità; se tale modifiÊ non viene accertata in modo sufficiente, deve essere mantenuta la situazione giuridiÊ precedente.
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Dies gilt insbesondere auch für die Rechtsfrage, ob mit Blick auf den Endzustand weiterhin von einer namhaften Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse auszugehen ist. Auch hier bilden Grundlage für die Beurteilung in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff der Prognose erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2020, 8C_183/2020, E. 2.3).”
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Dies gilt insbesondere auch für die Rechtsfrage, ob mit Blick auf den Endzustand weiterhin von einer namhaften Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse auszugehen ist. Auch hier bilden Grundlage für die Beurteilung in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff der Prognose erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2020, 8C_183/2020, E. 2.3).”
“1 de l’art. 88a al. 1 RAI) ; on attendra en revanche trois mois au cas où le caractère évolutif de l’atteinte à la santé, notamment la possibilité d’une aggravation, ne permettrait pas un jugement immédiat (phr. 2 de la disposition ; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 666/81 du 30 mars 1983 consid. 3, in RCC 1984 p. 137 s.). En règle générale, pour examiner s’il y a lieu de réduire ou de supprimer la rente immédiatement ou après trois mois, il faut examiner pour le futur si l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable (arrêt du Tribunal fédéral 9C_32/2015 du 10 septembre 2015 consid. 4.1). L’OAI doit réduire ou supprimer la rente avec effet à la fin du mois au cours duquel le délai de trois mois a expiré (voir arrêt du Tribunal fédéral 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.5 dans le même sens). 4.3 Selon les règles générales du droit des assurances sociales, l’assureur doit établir les faits pertinents. En vertu du principe inquisitoire énoncé à l’art. 43 al. 1 LPGA, il est tenu de procéder d’office aux investigations nécessaires et de recueillir les renseignements requis, les renseignements fournis oralement devant être consignés par écrit. En principe, il incombe à l’assureur de prouver une modification importante du degré d’invalidité lorsqu’il veut réduire ou supprimer une rente (arrêt du Tribunal fédéral 8C_481/2013 du 7 novembre 2013 consid. 3.1 non publié in : ATF 139 V 585). Si une modification des faits déterminante pour le droit aux prestations n’est pas établie au degré de la vraisemblance prépondérante, la situation juridique qui prévalait jusqu’alors est maintenue conformément au principe du fardeau matériel de la preuve (arrêt du Tribunal fédéral 8C_481/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.4 et les références ; pour un cas d’application : cf. notamment l’arrêt du Tribunal fédéral 9C_333/2015 du 17 juillet 2015 consid. 3.2). 5. Est réputée invalidité, l’incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art.”
LPGA art. 43 n. 631 L'amministrazione deve procurarsi i rapporti medici necessari; l'accertamento dello stato di salute e delle limitazioni funzionali ad esso connesse rientra nelle competenze del medico. La valutazione giuridiÊ finale, in particolare quale capacità lavorativa o di guadagno possa essere attribuita alla persona assicurata, spetta inveÎ all'amministrazione e, se del caso, al giudiÎ.
“3 La rente d'invalidité est échelonnée selon le degré de l'incapacité de gain. L'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50%, à trois-quarts de rente s'il est invalide à 60% et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins (art. 28 al. 2 LAI). Les rentes correspondant à un degré d'invalidité inférieur à 50 % sont versées aux ressortissants suisses et aux ressortissants d'un Etat membre de l'Union européenne, à compter de l'entrée en vigueur des nouveaux règlements n° 883/2004, indépendamment de leur domicile et résidence (cf. art. 10 al. 1 du règlement n° 1408/71 [ATF 130 V 253 consid. 2.3] et art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004 déterminants malgré l'art. 29 al. 4 LAI). 4.4 Aux termes de l'art. 88bis al. 2 let. a RAI, une diminution ou une suppression de la rente prend, de règle générale, effet, au plus tôt, le premier jour du deuxième mois qui suit la notification de la décision. 5. 5.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure administrative (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255; voir aussi art. 69 al. 2 RAI). L'Office AI récolte en particulier des rapports médicaux bien que la notion d'invalidité soit de nature économique/juridique et non médicale (cf. consid. 4.1). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler, compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid. 6; 132 V 93 consid. 4; voir également ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références). Toutefois, l'évaluation finale des conséquences fonctionnelles d'une atteinte à la santé, voire le point de savoir quelle capacité de travail peut être exigée de la personne assurée constitue une question de droit et il appartient à l'administration et, cas échéant, au tribunal de la pratiquer (ATF 144 V 50 consid.”
“) est entré en force de chose jugée puisqu'aucun recours n'a été formulé à son encontre (cf. Faits, let. Ac). En conséquence, l'état de fait jugé, limité au 16 septembre 2009 lorsque la décision contestée a été entreprise (cf. consid. 3.2), forme le point de départ temporel du présent examen à pratiquer. Dès lors, le Tribunal examinera le bienfondé de la décision attaquée du 20 mars 2019 (AI pce 272) en se prononçant sur les questions de savoir si le recourant a subi une modification notable de sa situation depuis le 16 septembre 2009 et si cette modification est propre à influer sur son droit à une rente d'invalidité. Ceci est incontesté entre les parties. Concrètement, dans un premier temps, le TAF déterminera la situation prévalant le 16 septembre 2009 (cf. consid. 8). Il examinera ensuite celle du 20 mars 2019 (consid. 9 à 10) et la comparera à la situation antérieure (consid. 10.2). 7. 7.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA) - aussi celle devant le Tribunal de céans (cf. consid. 2.2 ci-dessus) - l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art. 69 al. 2 RAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3721), prescrit que l'Office AI réunit, lorsque les conditions d'assurance sont remplies - comme en l'occurrence (cf. consid. 4 ci-dessus) - les pièces nécessaires pour évaluer le droit aux prestations. L'Office AI récolte en particulier des rapports médicaux bien que la notion d'invalidité soit de nature économique/juridique et non médicale (cf. consid. 5.1). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid.”
LPGA art. 43 n. 630 Se lo stato di fatto medico (p. es. in caso di documentazione mediÊ contraddittoria o insufficiente, in particolare anche sotto il profilo psichiatrico) non è sufficientemente accertato, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA devono essere compiuti accertamenti supplementari. Se inveÎ lo stato di fatto è sufficientemente chiarito, in base agli accertamenti si possono altresì disporre concessioni di rendite con effetto retroattivo.
“f.; ebenso IV-Dok 26.3, IV-Dok 44). Aufgrund dieser Widersprüchlichkeit wird das B.____ nach erfolgter Aktenergänzung durch die IV-Stelle somit auch den Beginn einer allfälligen Arbeitsunfähigkeit namentlich in psychiatrischer Hinsicht erneut zu beurteilen haben. Vorliegend präsentiert sich der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG somit als ungenügend abgeklärt. Dies führt in Gutheissung der Beschwerde zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung und zur Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts im Sinne der Erwägungen.”
“Zusammenfassend folgt aus dem Gesagten, dass die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG genügend abklärte und gestützt darauf dem Beschwerdeführer zu Recht vom 1. Juni 2011 bis 31. August 2011, vom 1. Juli 2012 bis 31. März 2013 und vom 1. Dezember 2013 bis 31. März 2014 eine ganze Invalidenrente zusprach. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.”
Limiti del principio dell'accertamento: art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'ente assicurativo all'accertamento d'ufficio; ciò non escluÞ però che l'amministrazione sia responsabile della raccolta e dell'esibizione del materiale probatorio pertinente (non si configura un obbligo di prova della parte nel senso dell'onere della prova). Se la documentazione presenta lacune (p. es. dati economici mancanti, cartelle cliniche incomplete), l'assicuratore è tenuto in primo luogo a completare l'istruttoria e, se del caso, a richiedere ulteriori chiarimenti o perizie; altrimenti il giudiÎ del ricorso può rimettere la causa all'assicuratore per integrare l'istruttoria.
“Liegt weder ein Arbeitsvertrag noch ein öffentlichrechtliches Anstellungsverhältnis vor, gilt es unter Würdigung der wirtschaftlichen Umstände in ihrer Gesamtheit zu beurteilen, ob die Arbeitnehmereigenschaft gegeben ist. Entscheidend für die Bejahung der Arbeitnehmereigenschaft ist, ob geleistete Arbeit, ein Unterordnungsverhältnis und die Vereinbarung eines Lohnanspruchs in irgendeiner Form vorliegen. Einer tatsächlichen Lohnauszahlung bedarf es hingegen nicht (Urteile des Bundesgerichts vom 24. Januar 2020, 8C_538/2019, E. 2.3, und vom 8. Mai 2019, 8C_790/2018, E. 3.2, je mit weiteren Hinweisen). Hervorzuheben ist, dass sich die Frage nach der Arbeitnehmereigenschaft – in Anlehnung an die Praxis zur Abgrenzung der selbständigen von der unselbständigen Erwerbstätigkeit im Beitragsbereich der AHV (BGE 123 V 161 E. 1) – regelmässig nach der äusseren Erscheinungsform wirtschaftlicher Sachverhalte und nicht nach allfällig davon abweichenden internen Vereinbarungen der Beteiligten beurteilt. 2.3 Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Zu beachten ist weiter, dass der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der verfügenden Verwaltungsstelle ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E.”
“duplique de l’intimée du 8 janvier 2020). Faute d’élément au dossier, il n’apparaît pas possible de comprendre et apprécier l’adéquation du taux retenu par l’intimée, apparemment sur la base de la table 21 de la CNA (Indemnisation des atteintes à l’intégrité selon la LAA, Indemnité pour atteinte à l’intégrité en cas de lésions médullaires) pour laquelle divers postes entrent en jeu. bb) En l’espèce, il ressort du considérant qui précède que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire en ce qui concerne les aspects somatiques pertinents pour calculer le taux de l’indemnité pour atteinte à l’intégrité physique. Le dossier ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à l’intimée pour compléter l’instruction et notamment pour mettre en œuvre un complément d’expertise. C’est en effet à l’assureur qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Dans le cadre du complément d’instruction, le recourant pourra faire valoir ses moyens et le cas échéant produire un avis de son médecin traitant comme il le requiert dans sa réplique du 7 décembre 2020. 12. Si l’administration ou le juge, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves fournies par les investigations auxquelles ils doivent procéder d’office, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d’autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation, il est alors superflu d’administrer d’autres preuves (appréciation anticipée des preuves ; ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). En l’occurrence, le dossier est complet. Il permet à la Cour de céans de statuer, de sorte qu’il n’y a pas lieu de donner suite aux auditions requises par le recourant. S’agissant du rapport et de l’expertise requis en ce qui concerne le taux de l’indemnité pour atteinte à l’intégrité, ils deviennent sans objet dès lors que la cause est renvoyée à l’intimée sur ce point (cf.”
“c) En conclusion, il convient de retenir que la recourante a, sur la base des renseignements médicaux au dossier, présenté du mois de juillet 2012 au mois de janvier 2016 une incapacité totale de travailler, puis présente, depuis le mois de février 2016, une capacité de travail de 50 % dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles qu’elle ne peut toutefois mettre en valeur que dans le cadre d’un atelier protégé sans exigences de rendement. Sur la base de ces éléments, force est de constater que la survenance de l’invalidité est manifestement postérieure à l’arrivée de la recourante en Suisse et que, partant, celle-ci remplit les conditions d’assurance pour l’ensemble des atteintes à la santé présentées. 9. Reste à calculer le degré d’invalidité présenté par la recourante. A cet égard, la Cour constate qu’en l’absence de renseignements quant au salaire d’invalide réalisable dans un atelier protégé, elle n’est pas en mesure de statuer sur le droit à la rente de la recourante pour la période postérieure au 30 avril 2016. Dès lors qu’il appartient en premier lieu à l’intimé d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), il convient par conséquent de lui renvoyer la cause afin qu’il recueille les données économiques nécessaires et procède à une comparaison des revenus afin de déterminer le degré d’invalidité de la recourante au-delà du 30 avril 2016. 10. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée en tant qu’elle porte sur le droit à la rente pour la période postérieure au 30 avril 2016, la cause étant renvoyée à l’office intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires (art. 69 al. 1bis LAI). En l’espèce, il convient d’arrêter les frais judiciaires à 600 fr. et de les mettre à la charge de l’office intimé. c) Le recourante, qui obtient gain de cause avec l’assistance d’un mandataire professionnel, a droit à des dépens pour la procédure devant le Tribunal cantonal, qu’il convient de fixer à 2'200 fr.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 628 Decisione su documenti / Rinuncia a ulteriori accertamenti (valutazione probatoria anticipata): Se l'ente assicurativo, dopo gli accertamenti doverosi effettuati d'ufficio, ha constatato, nella dovuta valutazione delle prove, che determinati fatti sussistono con probabilità preponderante e che ulteriori mezzi di prova probabilmente non modificherebbero tale risultato, può rinunciare ad accertamenti integrativi e utilizzare la documentazione disponibile. Un simile procedimento non viola di per sé il principio dell'istruttoria ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA (e non inciÞ necessariamente sul diritto di essere ascoltati), purché gli accertamenti già effettuati siano sufficienti per la valutazione con il grado probatorio della probabilità preponderante.
“Soweit der Beschwerdeführer schliesslich eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) durch die IV-Stelle rügt (vgl. E. 3.2), kann ihm nicht gefolgt werden, zumal die IV-Stelle auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten kann, wenn sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung). Darin liegt weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d). Davon, dass die von ihr getätigten Abklärungen eine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers erlaubten, ging die IV-Stelle nach dem Gesagten denn auch zu Recht aus.”
“Denn einerseits schliessen sowohl PD Dr. med. E.________ als auch PD Dr. med. G.________ auf einen relevanten Vorzustand, der die nach dem Unfall aufgetretenen Rückenbeschwerden einer degenerativen Ursache zuordnet. Andererseits hat die Unfallversicherung für das Dahinfallen ihrer Leistungspflicht nicht den Nachweis einer unfallfremden Ursache zu erbringen, sondern es reicht, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufzuzeigen vermag, dass die geklagten Beschwerden nicht (mehr) auf den Unfall zurückzuführen sind (vgl. dazu etwa das vorinstanzlich zitierte Urteil 8C_416/2010 vom 29. November 2010 E. 2.2). An diesem Ergebnis ändert auch der Umstand nichts, dass es sich bei der Einschätzung des PD Dr. med. E.________ um eine reine Aktenbeurteilung handelt. Denn es geht hier um die ärztliche Beurteilung der natürlichen Kausalität bei einem an sich feststehenden medizinischen Sachverhalt und lückenlosen Befund (SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63, 8C_239/2008 E. 7.2). So liegt auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG vor. PD Dr. med. E.________ standen sämtliche Unterlagen der SWICA, mithin sämtliche Berichte und Unterlagen der behandelnden Ärzte zur Verfügung, die er auch in seine Beurteilung miteinbezog. Weitere medizinische Abklärungen zur Frage der unfallbedingten somatischen Folgen sind auch unter Einbezug der Äusserungen der behandelnden Ärzte nicht notwendig.”
“Laut vorinstanzlichem Entscheid fehlt es an einem Nachweis dafür, dass während eines SKH-Einsatzes psychische Beschwerden festgestellt und bei der Suva-MV angemeldet worden wären. Soweit dies der Beschwerdegegner unter Geltendmachung einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c und Art. 43 Abs. 1 ATSG) bestreitet, legt er nicht dar und ist nicht ersichtlich, gestützt auf welche echtzeitlich erstellten Belege Gegenteiliges zuverlässig nachweisbar sein könnte. Der gegenteilige Standpunkt beruht ausschliesslich auf den nachträglichen anamnestischen Angaben des Beschwerdegegners. Bei gegebener Aktenlage hat das kantonale Gericht in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung bundesrechtskonform auf ergänzende Sachverhaltserhebungen verzichtet (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 und SVR 2016 IV Nr. 33 S. 102, 8C_590/2015 E. 6, je mit Hinweisen; Urteil 8C_875/2017 vom 5. Juli 2018 E. 6.4 i.f.). Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz und der Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass hier - in Bezug auf die nachdienstlich gemeldeten psychischen Beschwerden - einzig eine Haftung nach Art. 6 MVG in Frage kommt.”
“A cet égard, il est rappelé que dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Ce devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés. Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales (TF 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid. 3.2.1). Sont considérés comme nécessaires tous les moyens de preuve qui permettent d’établir les faits pertinents à l’application du droit. L’assureur n’a, au demeurant, pas à épuiser toutes les possibilités d’investigation, s’il estime, par une appréciation anticipée des preuves fournies par les investigations auxquelles il a déjà procédé, que certains faits présentent le degré de preuve requis par les circonstances et que d’autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (Jacques-Olivier Piguet, in Dupont / Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n°9 ss ad art.”
“Mit dem RAD und den vom Krankentaggeldversicherer hinzugezogenen Gutachterpersonen ist nach dem Gesagten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen. Mit Blick auf die Beurteilung von Dr. D.___ ist dies seit September 2021 anzunehmen (Urk. 9/15/24 f.), zumal sich der medizinische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im späteren Verlauf im Wesentlichen lediglich dahingehend veränderte, dass zusätzlich Beschwerden am linken OSG auftraten (vgl. Urk. 9/19/28, 9/19/30 f.). Eine dadurch bedingte quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ist allerdings weder dokumentiert noch naheliegend. Inwiefern von den subeventualiter beantragten weiteren medizinischen Abklärungen andere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten wären, ist bei dieser Ausgangslage nicht ersichtlich. Über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen besteht auf der Grundlage des von der Beschwerdegegnerin in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ermittelten Sachverhalts hinreichende Klarheit; über den Leistungsanspruch kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Von zusätzlichen Abklärungen ist folglich in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
LPGA art. 43 n. 627 La persona assicurata è tenuta a collaborare; deve fornire informazioni complete e veritiere. Inoltre, qualsiasi modifiÊ rilevante ai fini del diritto alla prestazione — in particolare dello stato di salute, della capacità lavorativa o di guadagno nonché delle condizioni personali e, se del caso, economiche — deve essere comunicata senza indugio e senza sollecitazione. L'esistenza dell'obbligo di comunicazione si valuta in base alle circostanze concrete del singolo caso e all'attenzione ragionevolmente esigibile dalla persona obbligata a comunicare.
“Die Versicherten sind im Verwaltungsverfahren zur Mitwirkung und Auskunft verpflichtet (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Hierzu gehört, dass die versicherte Person vollständige und wahrheitsgetreue Angaben zu machen hat. Für das Ausfüllen der Anmeldeformulare hält dies Art. 29 Abs. 2 ATSG positivrechtlich fest. Art. 31 ATSG sodann verpflichtet die versicherte Person dazu, jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden. Für die Invalidenversicherung findet dieser Grundsatz in Art. 77 IVV seinen expliziten Niederschlag. Diese Bestimmung verlangt, dass die versicherte Person, die Leistungen beansprucht, jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse, unverzüglich und unaufgefordert der IV-Stelle anzuzeigen hat. Ob eine Meldepflicht besteht, beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalles. Massgebend ist die Umschreibung der Aufmerksamkeit, welche der meldepflichtigen Person zumutbar ist.”
“Die Versicherten sind im Verwaltungsverfahren zur Mitwirkung und Auskunft verpflichtet (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Hierzu gehört, dass die versicherte Person vollständige und wahrheitsgetreue Angaben zu machen hat. Für das Ausfüllen der Anmeldeformulare hält dies Art. 29 Abs. 2 ATSG positivrechtlich fest. Art. 31 ATSG sodann verpflichtet die versicherte Person dazu, jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden. Für die Invalidenversicherung findet dieser Grundsatz in Art. 77 IVV seinen expliziten Niederschlag. Diese Bestimmung verlangt, dass die versicherte Person, die Leistungen beansprucht, jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse, unverzüglich und unaufgefordert der IV-Stelle anzuzeigen hat. Ob eine Meldepflicht besteht, beurteilt sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalles. Massgebend ist die Umschreibung der Aufmerksamkeit, welche der meldepflichtigen Person zumutbar ist.”
L'obbligo di verifiÊ dell'ente assicuratore previsto dall'art. 43 LPGA può riguardare anche gli accertamenti sull'efficacia, sull'appropriatezza e sull'economicità dei trattamenti all'estero. L'UFSP ha richiamato gli assicuratori malattia al loro dovere di effettuare, ai sensi dell'art. 43 LPGA, gli accertamenti necessari concernenti l'obbligo di prestazione.
“Ist die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Behandlung im Ausland belegt? Verneint das BAG eine dieser Fragen, teilt es dies dem Vertrauensarzt des Versicherers mit. Bejaht es beide Fragen, gibt es dem Vertrauensarzt die Empfehlung ab, die Kosten der medizinischen Behandlung im Ausland zu übernehmen. Schliesslich weist das BAG die Krankenversicherer auf ihre Pflicht hin, gestützt auf Art. 43 ATSG die notwendigen Abklärungen betreffend Leistungspflicht vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 170 E. 8.3 m.H.a. Informationsschreiben des BAG vom”
La massima d'ufficio ai sensi dell'art. 43 LPGA non pregiudiÊ il principio della parità delle armi; non modifiÊ la garanzia della parità di trattamento procedurale.
“Das vom Beschwerdeführer angerufene Prinzip der Waffengleichheit vermag angesichts der im Rahmen des Sozialversicherungsverfahrens geltenden Offizialmaxime (Art. 43 ATSG) nichts zu ändern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_835/2016 vom 3. Februar 2017 E. 6.4.2.). Auch, der Umstand, dass (gemäss den Angaben des Beschwerdeführers) noch andere, parallele Verfahren laufen, ändert nichts an der Komplexität der vorliegenden Streitigkeit mit der Beschwerdegegnerin. Die Krankenversicherung ist aufgrund von Art. 70 Abs. 2 lit. a ATSG vorleistungspflichtig, wenn die Übernahme von Sachleistungen durch die Krankenversicherung, die Unfallversicherung, die Militärversicherung oder die Invalidenversicherung umstritten ist. Ausserdem können sich aus den Abklärungen (namentlich in Auftrag gegebenen Gutachten) der einen Versicherung für die andere Versicherung hilfreiche Erkenntnisse ergeben. Im Übrigen ist vorliegend aber kein Zusammenhang ersichtlich, welcher das vorliegende Verfahren verkompliziert hätte bzw. die professionelle Vertretung durch einen Rechtsanwalt im vorliegenden Verfahren notwendig gemacht hätte. Die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin eine privatrechtliche Aktiengesellschaft ist ändert daran nichts zumal sie im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung eine öffentlich-rechtliche Aufgabe erfüllen.”
All'ente assicurativo spetta, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA, la competenza decisionale esclusiva sulla natura e sull'estensione degli accertamenti necessari. Lo scopo di questa disposizione è permettere all'AI di disporre gli accertamenti necessari e determinanti nel modo più rapido possibile e senza ritardi.
“Art. 43 Abs. 1bis ATSG sieht seit dem 1. Januar 2022 vor, dass der Versicherungsträger die Art und den Umfang der not- wendigen Abklärungen bestimmt. Spezifische Übergangsbestim- mungen zu dieser Änderung vom 19. Juni 2020 enthält das ATSG nicht. In der Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) wird dazu ausgeführt, dass auf der Grundlage des in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsprinzips der Versicherer entscheide, welche Abklärungsmassnahmen nötig seien, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfüllt seien. Damit die IV die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV getroffenen Entscheid vorzugehen (siehe BBl 2017 2535 2682).”
La partecipazione a un esame medico o specialistico non può essere imposta con mezzi esecutivi ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA. Se la persona assicurata rifiuta l'esame senza giustificazione, ciò comporta svantaggi pratici; la giurisprudenza indiÊ le relative conseguenze del rifiuto ingiustificato di sottoporsi all'accertamento. Se un presunto peggioramento dello stato di salute non viene accertato conformemente al diritto federale, a causa dell'onere probatorio materiale permane lo stato giuridico preesistente.
“Wie der Beschwerdeführer zutreffend feststellt, kann er mit Blick auf Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht exekutorisch zur Teilnahme an der medizinischen Begutachtung gezwungen werden, doch hat er praxisgemäss die Konsequenzen einer unentschuldbaren Untersuchungsverweigerung zu tragen (vgl. Urteil 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.3 f. mit Hinweisen). Solange der rechtserhebliche Sachverhalt hinsichtlich der mit Neuanmeldung geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht bundesrechtskonform festgestellt werden kann, ist eine anspruchsrelevante Änderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, weshalb es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand bleibt (E. 4.2.1 i.f.).”
Se l'obbligo d'accertamento previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA è manifestamente violato, ciò può soddisfare i presupposti perché l'ente assicurativo riveÚ provvedimenti formalmente definitivi e li corregga. È necessario che il provvedimento sia indubitabilmente errato oppure che sussista un evidente vizio di procedimento o di accertamento (accertamento incompleto dei fatti).
“Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Ces principes sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (ATF 130 V 380 consid. 2.1 p. 381 s.; 129 V 110 consid. 1.1 p. 110, arrêt 8C_39/2019 du 10 juillet 2019 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (arrêt 8C_706/2019 du 28 août 2020 consid. 4.2, destiné à la publication). Selon la jurisprudence, la condition du caractère manifestement erroné est ainsi réalisée lorsque la décision a été rendue en violation manifeste du principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) sur la base d'un état de fait établi de manière incomplète. L'exigence du caractère manifestement erroné de la décision est également réalisée lorsque le droit à des prestations d'assurance a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière incorrecte (ATF 140 V 77 précité consid. 3.1 p. 79; 138 V 147 consid. 3.3 p. 328).”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Nach der Rechtsprechung ist das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit etwa bei Vorliegen einer eindeutigen Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG sowie bei Ausserachtlassung der im Zeitpunkt der Gewährung der Rente geltenden Rechtsprechung zu den unklaren Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage erfüllt. Verfügungen der Unfallversicherer, bei welchen eine Rentenzusprechung ohne explizite oder wenigstens implizite Prüfung der Adäquanz erfolgte, stellen eine Leistungszusprechung auf Grund falscher Rechtsanwendung und damit eine zweifellos rechtsfehlerhafte Verfügung dar, so dass der Unfallversicherer berechtigt ist, darauf zurückzukommen. Gestützt auf diese zweifellose Unrichtigkeit kann eine Überprüfung erfolgen, ohne dass gefragt werden muss, ob die ursprüngliche Verfügung auch im Ergebnis, d. h. im Dispositiv zweifellos unrichtig ist. Dadurch soll mit Wirkung "ex nunc et pro futuro" ein rechtskonformer Zustand hergestellt werden. Dabei ist wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung über die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente zu ermitteln (in BGE 145 V 55 nicht publizierte E.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 621 Una valutazione discordante di un medico curante non giustifiÊ automaticamente dubbi su una perizia amministrativa o giudiziaria. Se tuttavia i medici curanti indicano fatti oggettivamente verificabili e rilevanti ai fini della valutazione che sono stati trascurati nella perizia, da ciò possono derivare ulteriori accertamenti. Questi principi derivano dalla giurisprudenza sviluppata in relazione all'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des bzw. der therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes bzw. Ärztin einerseits und von Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten und Expertinnen anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte bzw. Ärztinnen wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 7.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen.”
“Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Administrativoder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 7. Die IV-Stelle stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf das Gutachten von Dr. med. B. vom 1. März 2021. Die Beschwerdeführerin macht vorweg eine Befangenheit von Dr. B. geltend und bringt ausserdem vor, es hätte ein Einigungsverfahren durchgeführt werden müssen.”
“3a) qui permettent de leur reconnaître pleine valeur probante. À cet égard, il convient de rappeler qu’au vu de la divergence consacrée par la jurisprudence entre un mandat thérapeutique et un mandat d’expertise (ATF 124 I 170 consid. 4; SVR 2008 IV n. 15 p. 43), on ne saurait remettre en cause une expertise ordonnée par l’administration ou le juge et procéder à de nouvelles investigations du seul fait qu’un ou plusieurs médecins traitants ont une opinion contradictoire. Il n’en va différemment que si ces médecins traitants font état d’éléments objectivement vérifiables ayant été ignorés dans le cadre de l’expertise et qui sont suffisamment pertinents pour remettre en cause les conclusions de l’expert (arrêt du Tribunal fédéral 8C_755/2020 du 19 avril 2021 consid. 3.2 et les références). 10. 10.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d’après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n’est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire. Celui-ci comprend en particulier l’obligation de ces dernières d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d’elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l’absence de preuves (ATF 125 V 193 consid. 2; VSI 1994, p. 220 consid. 4). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d’absence de preuve, c’est à la partie qui voulait en déduire un droit d’en supporter les conséquences, sauf si l’impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s’applique toutefois que s’il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d’établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid.”
Nell'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA va concettualmente distinta l'obbligazione di collaborazione dall'obbligo di mitigazione del danno (art. 21 cpv. 4 LPGA). Le lettere di sollecito devono essere motivate nel merito e redatte in modo chiaro e strutturato; un sempliÎ rinvio a un foglio informativo, in particolare, non è sufficiente quando quest'ultimo non è stato inserito nel fascicolo.
“Damit ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer seiner Schadenminderungspflicht nachgekommen ist. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, ist dies jedoch nicht entscheidend, da die Beschwerde so oder so abzuweisen ist. Im übrigen ist in grundsätzlicher Hinsicht darauf hinzuweisen, dass die Handhabung der Beschwerdegegnerin mit der Schadenminderungs- und der Mitwirkungspflicht mangelhaft ist. Es wird nicht unterschieden zwischen der Schadenminderungspflicht nach Art. 21 Abs. 4 ATSG, die den Zweck hat, die Versicherten dazu anzuhalten, den Schaden zu mindern, und der Mitwirkungspflicht nach Art. 43 Abs. 3 ATSG, die den Zweck hat, die Versicherten dazu zu verpflichten, bei der Abklärung des Sachverhalts mitzuwirken. Beide Pflichten haben zwar ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren, jedoch unterschiedliche Sanktionen, nämlich die Verweigerung oder Kürzung der Leistungen bei Verletzung der Schadenminderungspflicht und die Nichteintreten oder Aktenentscheid bei Verletzung der Mitwirkungspflicht. Daran ändert nichts, dass durchaus Konstellationen denkbar sind, wo die gleichzeitige Auferlegung beider Pflichten sinnvoll sein kann. Im vorliegenden Fall zielt das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 21. April 2020 auf beide Pflichten, diese werden allerdings nicht näher ausgeführt, sondern lediglich auf das Informationsblatt «Invalidenversicherung: Ihre Mitwirkungspflicht» verwiesen, dass im Dossier nicht zu finden ist (Urk. 13/122/1-2). Das beigelegte Rücksendeformular wiederum ist mit «Schadenminderungspflicht: Angaben der Behandler und Einverständniserklärung» umschrieben (Urk. 13/122/3-4). Mehr begriffliche Klarheit, Transparenz und Stringenz wären zumindest sehr wünschenswert.”
“Im Übrigen ist in grundsätzlicher Hinsicht darauf hinzuweisen, dass die Handhabung der Beschwerdegegnerin mit der Schadenminderungs- und der Mitwirkungspflicht mangelhaft ist. Es wird nicht unterschieden zwischen der Schadenminderungspflicht nach Art. 21 Abs. 4 ATSG, die den Zweck hat, die Versicherten dazu anzuhalten, den Schaden zu mindern, und der Mitwirkungspflicht nach Art. 43 Abs. 3 ATSG, die den Zweck hat, die Versicherten dazu zu verpflichten, bei der Abklärung des Sachverhalts mitzuwirken. Beide Pflichten haben zwar ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren, jedoch unterschiedliche Sanktionen, nämlich die Verweigerung oder Kürzung der Leistungen bei Verletzung der Schadenminderungspflicht und das Nichteintreten oder der Aktenentscheid bei Verletzung der Mitwirkungspflicht. Daran ändert nichts, dass durchaus Konstellationen denkbar sind, wo die gleichzeitige Auferlegung beider Pflichten sinnvoll sein kann. Im vorliegenden Fall zielt das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 27. Februar 2020 auf beide Pflichten, diese werden allerdings nicht näher ausgeführt, sondern lediglich auf das Informationsblatt «Invalidenversicherung: Ihre Mitwirkungspflicht» verwiesen, das im Dossier nicht zu finden ist (Urk. 7/50). Das beigelegte Rücksendeformular wiederum ist mit «Schadenminderungspflicht: Angaben der Behandler und Einverständniserklärung» umschrieben (Urk. 7/50/3; Urk. 7/55). Mehr begriffliche Klarheit, Transparenz und Stringenz wären zumindest sehr wünschenswert.”
Valutazione probatoria anticipata: l'ente assicurativo può rinunciare all'esecuzione di ulteriori misure probatorie quando, dopo gli accertamenti d'ufficio e una dovuta, completa valutazione probatoria, giunga alla convinzione che un determinato fatto sussista con probabilità preponderante e che ulteriori prove non modificherebbero tale esito. In tal caso la rinuncia a ulteriori acquisizioni probatorie non viola né il principio dell'accertamento d'ufficio ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA né il diritto di essere sentiti (diritto al contraddittorio).
“Das Administrativverfahren vor der Beschwerdegegnerin wie auch der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz der freien Beweiswürdigung auf. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b; 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen) zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E.”
“Schliesslich kann der IV-Stelle auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) vorgeworfen werden, kann sie doch auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten, sofern sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung). Darin liegt weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d). Davon, dass die von ihr getätigten Abklärungen eine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers erlaubten, ging die Beschwerdegegnerin – wie nachfolgend zu zeigen ist (E. 5) – zu Recht aus.”
“Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich sinngemäss aufgrund des Umstandes, dass die Stellungnahme von dipl. med. A.___ vom 29. Dezember 2020 (Urk. 11/87) weder Dr. Z.___ noch dem RAD vorgelegt wurde, eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rügt, kann ihr nicht gefolgt werden, zumal die IV-Stelle auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten kann, wenn sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung). Darin liegt weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d). Davon, dass das von ihr eingeholte Gutachten von Dr. Z.___ eine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin erlaubte, ging die IV-Stelle angesichts des vorstehend Ausgeführten (vgl. E. 4.1-4.6) denn auch zu Recht aus.”
“Zwar liegen einige erwerbliche Aspekte wie beispielsweise das vom Beschwerdeführer in Ausübung der selbständigen Erwerbstätigkeit bewältigte Arbeitspensum nach wie vor im Dunkeln; es ist allerdings davon auszugehen, dass sich diese offenen Fragen mit Blick auf den Zeitablauf retrospektiv nicht mehr klären lassen. Die medizinische Aktenlage erweist sich mit Blick auf den langjährigen Abklärungszeitraum seit dem Rückweisungsurteil vom 30. Dezember 2011 (Urk. 9/86) ebenfalls als vergleichsweise dürftig. Allerdings unternahm die Beschwerdegegnerin bereits die notwendigen Schritte, um an sämtliche hausärztlichen Unterlagen zu gelangen, was indes ohne Erfolg blieb (vgl. Urk. 9/161, 9/165 und 9/171 f.). Es gilt zudem zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer selbst nicht geltend macht, seit der Begutachtung in der Z.___ sei eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten. Im Ergebnis lässt sich der Sachverhalt jedenfalls auch anhand der vorliegenden Akten soweit ermitteln, dass in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG über den Leistungsanspruch zumindest mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen). Von weiteren Abklärungen sind keine anderen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
“Bei einer damit hinreichend klaren Aktenlage besteht vorliegend kein weiterer Abklärungsbedarf, weshalb entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 10) weder ein Gerichtsgutachten einzuholen ist, noch eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zu erfolgen hat. Insbesondere liegt diesbezüglich keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor, zumal die IV-Stelle auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten kann, wenn sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen; BGE 124 V 90 E. 4b). Angesichts des vorstehend Ausgeführten ist sie denn auch zu Recht davon ausgegangen.”
“Soweit der Beschwerdeführer schliesslich eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) durch die IV-Stelle rügte (vgl. E. 2.2), kann ihm nicht gefolgt werden, zumal die IV-Stelle auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten kann, wenn sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung). Darin liegt weder eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes noch eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. 144 V 361 E. 6.5, 136 I 299 E. 5.3). Davon, dass die von ihr getätigten Abklärungen eine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers erlaubten, ging die IV-Stelle nach dem Gesagten denn auch zu Recht aus. Mangels entsprechender Hinweise auf eine (längerandauernde) Verschlechterung des Gesundheitszustandes in psychiatrischer Hinsicht bedurfte es folglich weder eines Verlaufsgutachtens noch einer Beurteilung durch einen Psychiater des RAD.”
“Bei einer damit hinreichend klaren Aktenlage besteht vorliegend kein weiterer Abklärungsbedarf, weshalb entgegen dem Vorbringen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 2) weder ein Gerichtsgutachten einzuholen ist, noch eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zu erfolgen hat. Insbesondere liegt diesbezüglich keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor, zumal die IV-Stelle auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten kann, wenn sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen; BGE 124 V 90 E. 4b). Angesichts des vorstehend Ausgeführten ist sie denn auch zu Recht hiervon ausgegangen.”
“44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 352, 353 E. 3b/bb). 3.4. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag behandelnder Fach-personen einerseits und von Begutachtungsauftrag begutachtender Fachpersonen andererseits lässt es rechtsprechungsgemäss nicht zu, ein Administrativ- oder Ge-richtsgutachten stets in Frage zu stellen, wenn behandelnde Fachpersonen zu an-derslautenden Einschätzungen gelangen (Urteil 8C_461/2021 vom 3. März 2022, E. 4.1). Aussagen von behandelnden Ärzten sind grundsätzlich mit Vorbehalt zu wür-digen, da es einer Erfahrungstatsache entspricht, dass behandelnde Ärzte im Hin-blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465, 470 E. 4.5 mit Hinweisen). 3.5. Im Administrativverfahren nach Art. 43 Abs. 1 ATSG wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess nach Art. 61 lit. c ATSG gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung). 4. 4.1. 4.1.1. Die Gutachter der E____ GmbH attestierten dem Beschwerdeführer folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 1.”
“Inwiefern von den eventualiter beantragten weiteren medizinischen Abklärungen andere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten wären, ist bei der konkreten Ausgangslage namentlich der beweiskräftigen RAD-Beurteilung, an der keine auch nur geringen Zweifel bestehen nicht ersichtlich. Über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen besteht auf der Grundlage des von der Beschwerdegegnerin in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ermittelten Sachverhalts hinreichende Klarheit; über den Leistungsanspruch kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Von zusätzlichen Abklärungen ist folglich in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 618 In assenza di ulteriore necessità di accertamento, l'autorità può limitarsi, per quanto riguarÚ l'accertamento medico, ai referti dei medici curanti e alle perizie medico-legali/ufficiali. Ulteriori indagini non sono necessarie in ogni caso; i periti dispongono inoltre di un ampio margine di discrezionalità nella scelta dei metodi d'indagine. Le perizie amministrative e giudiziarie non devono essere scartate in via generale, salvo che i medici curanti non evidenzino discrepanze concrete, non meramente soggettive e rilevanti ai fini della valutazione.
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Im Rahmen der Abklärungen holte die Beschwerdegegnerin verschiedene Berichte des behandelnden Arztes sowie Stellungnahmen des vertrauensärztlichen Dienstes ein (vgl. act. IIA 10 - 20). Dabei konnte sie sich hinsichtlich der medizinischen Abklärungen auf diese, für den Sachverhalt wesentlichen Abklärungen beschränken. Ein weiterer Abklärungsbedarf ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht ansatzweise näher bezeichnet. Soweit sie in diesem Zusammenhang wiederum einen ungenügenden Einbezug geltend zu machen scheint (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 2.5) ist auf das Voranstehende (vgl. E. 2.2.1 hiervor) zu verweisen. Allfällige Verletzungen der ärztlichen Sorgfaltspflicht des behandelnden Arztes im Zusammenhang mit der Aufklärung und Durchführung der medikamentösen Therapie sind sodann vom Anwendungsbereich von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht erfasst und könnten damit nicht der Beschwerdegegnerin angelastet werden (vgl. zudem E. 1.2 hiervor). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist nicht erkennbar.”
“Gleichzeitig hielt er fest, der Befund sei überwiegend wahrscheinlich irrelevant (Urk. 7/62/59). Insbesondere hätten Gedächtnis- und Konzentrationseinschränkungen bisher weder ärztlicherseits im Fokus gestanden oder den Schwerpunkt der geklagten Beschwerden gebildet noch sei damit der Verlust der Arbeitsfähigkeit begründet worden (Urk. 7/62/64). An anderer Stelle wies Dr. B.___ zudem darauf hin, dass der bei der Beschwerdeführerin gemessene Wert von 97 myg/l (vgl. Urk. 7/62/56) innerhalb des Grenzwertes gemäss der SUVA-Richtlinien für beruflich nicht exponierte Personen figuriert und die Auswirkung einer tolerierbaren Bleibelastung Gegenstand noch nicht abgeschlossener wissenschaftlicher Betrachtung sei (vgl. Urk. 7/62/58 f.). Bei dieser Sachlage sowie im Lichte dessen, dass die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles umfasst, sich vielmehr auf den rechtserheblichen Sachverhalt, mithin Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist, beschränkt (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Kieser, a.a.O., Art. 43 N 20 mit Hinweisen), drängten sich neuropsychologische Weiterungen vorliegend nicht auf. Alsdann kann von der Dauer der Untersuchung nicht auf die Zuverlässigkeit der ärztlichen Stellungnahme geschlossen werden; der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016, E. 3.2.2). Darüber hinaus kommt der Expertin oder dem Experten bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden ein weiter Ermessensspielraum zu. Insbesondere ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanamnestische Angaben eingeholt (oder Zusatzuntersuchungen) angeordnet werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Die in methodischer Hinsicht erhobenen Einwände gehen damit ins Leere. Zudem handelt es sich beim bemängelten Mini-ICF-Rating um eine anerkannte und häufig eingesetzte Methode in der Sozial- und Versicherungsmedizin, deren Verwendung sich im gutachterlichen Betrieb bei psychosomatischen Leiden bewährt hat und welche für ein Mindestmass an Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit der Folgenabschätzung bei derartigen Leiden sorgen kann (vgl.”
“In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativoder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5.5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2018, 9C_273/2017, E. 3.1). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen. 6.1 Im Auftrag des Taggeldversicherers erstattete Dr. med. D. , FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, am 10. Mai 2020 ein spezialärztliches Gutachten. Die Versicherte beklage Schmerzen in der rechten Hand, die den Faustschluss limitieren würden, eine 30-minütige Morgensteifigkeit sowie abends zunehmende Schmerzen über der rechten Hand und in der tiefen Lumbalregion.”
LPGA art. 43 n. 617 Nella determinazione del reddito del valido e del reddito dell'invalido si deve procedere nel modo più concreto possibile. I valori basati sull'esperienza e le medie statistiche possono essere utilizzati soltanto se, nel farlo, vengono adeguatamente considerati i fattori personali e professionali rilevanti per la retribuzione nel singolo caso concreto.
“Die Invalidenversicherung schützt als Volksversicherung unteranderem vor dem Risiko gesundheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 41 Abs. 2 und Art. 112 BV). Im Versicherungsfall steht der oder die einzelne versicherte Person im Fokus: Deren Gesundheitszustand mit seinen funktionellen Auswirkungen und erwerblichen Folgen gilt es nach Art. 43 ATSG von Amtes wegen (unter ihrer Mitwirkung) nach Massgabe des Beweisgrades überwiegender Wahrscheinlichkeit möglichst genau zu ermitteln. Im Hinblick darauf hat sich in langjähriger Rechtsprechung der Grundsatz BGE 150 V 410 S. 426 etabliert, dass beim Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) die Bestimmung sowohl des Validen- wie auch des Invalideneinkommens so konkret wie möglich zu geschehen hat (BGE 148 V 419 E. 5.2, BGE 148 V 174 E. 6.2 und 9.2.2; BGE 143 V 295 E. 2.2 und 4.2.1; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile 8C_346/2022 vom 14. Februar 2023 E. 4.2; 8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E. 3.4.2.1; vgl. ferner MEYER/ REICHMUTH, a.a.O., Überschrift vor N. 32 zu Art. 28a IVG, N. 49 und 81 sowie explizit 93, alle zu Art. 28a IVG, je mit Hinweisen auf die Rechtsprechung; MOSER-SZELESS, a.a.O., N. 17 und 30 zu Art. 16 ATSG). Auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte darf nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E.”
“Die Invalidenversicherung schützt als Volksversicherung unter anderem vor dem Risiko gesundheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 41 Abs. 2 und Art. 112 BV). Im Versicherungsfall steht der oder die einzelne versicherte Person im Fokus: Deren Gesundheitszustand mit seinen funktionellen Auswirkungen und erwerblichen Folgen gilt es nach Art. 43 ATSG von Amtes wegen (unter ihrer Mitwirkung) nach Massgabe des Beweisgrades überwiegender Wahrscheinlichkeit möglichst genau zu ermitteln. Im Hinblick darauf hat sich in langjähriger Rechtsprechung der Grundsatz etabliert, dass beim Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) die Bestimmung sowohl des Validen- wie auch des Invalideneinkommens so konkret wie möglich zu geschehen hat (BGE 148 V 419 E. 5.2, 174 E. 6.2 und 9.2.2; 143 V 295 E. 2.2 und 4.2.1; 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 4.1; Urteile 8C_346/2022 vom 14. Februar 2023 E. 4.2; 8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E. 3.4.2.1; vgl. ferner Meyer/Reichmuth, a.a.O., Überschrift vor N. 32 zu Art. 28a IVG, N. 49 und N. 81 sowie explizit N. 93, alle zu Art. 28a IVG, je mit Hinweisen auf die Rechtsprechung; Moser-Szeless, a.a.O., N. 17 und N. 30 zu Art. 16 ATSG). Auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte darf nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E.”
“Die Invalidenversicherung schützt als Volksversicherung unter anderem vor dem Risiko gesundheitsbedingter Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 41 Abs. 2 und Art. 112 BV). Im Versicherungsfall steht der oder die einzelne versicherte Person im Fokus: Deren Gesundheitszustand mit seinen funktionellen Auswirkungen und erwerblichen Folgen gilt es nach Art. 43 ATSG von Amtes wegen (unter ihrer Mitwirkung) nach Massgabe des Beweisgrades überwiegender Wahrscheinlichkeit möglichst genau zu ermitteln. Im Hinblick darauf hat sich in langjähriger Rechtsprechung der Grundsatz etabliert, dass beim Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) die Bestimmung sowohl des Validen- wie auch des Invalideneinkommens so konkret wie möglich zu geschehen hat (BGE 148 V 419 E. 5.2, 174 E. 6.2 und 9.2.2; 143 V 295 E. 2.2 und 4.2.1; 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 4.1; Urteile 8C_346/2022 vom 14. Februar 2023 E. 4.2; 8C_738/2021 vom 8. Februar 2023 E. 3.4.2.1; vgl. ferner Meyer/Reichmuth, a.a.O., Überschrift vor N. 32 zu Art. 28a IVG, N. 49 und N. 81 sowie explizit N. 93, alle zu Art. 28a IVG, je mit Hinweisen auf die Rechtsprechung; Moser-Szeless, a.a.O., N. 17 und N. 30 zu Art. 16 ATSG). Auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte darf nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E.”
Nessuna «second opinion» di routine. L'art. 43 LPGA non giustifiÊ che l'ente assicurativo richieÚ una «second opinion» diversa soltanto perché una perizia già esistente non è di suo gradimento. Ulteriori perizie sono giustificate solo se sussistono ragioni oggettive — in particolare quando le perizie a disposizione non soddisfano i requisiti di contenuto e probatori richiesti dalla giurisprudenza o presentano vizi evidenti. L'ente assicurativo dispone senz'altro di un ampio margine di discrezionalità nel determinare la natura e la portata degli accertamenti, tuttavia le ragioni che giustificano indagini mediche più approfondite devono essere plausibili e risultare dagli atti.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine „second opinion“ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Entscheidend dafür, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, ob die bereits vorliegenden Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E.”
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine «second opinion» zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2). Entscheidend dafür, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, ob die bereits vorliegenden Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2, vgl. zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2).”
“Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen nach Art. 43 ATSG beinhalten nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (BGE 141 V 330 E. 5.2). Entscheidend für die Frage, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, inwieweit die bereits vorliegenden Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2).”
“Gegen einen Zwischenentscheid über die Anordnung einer Begutachtung kann nach seinem Erlass beim kantonalen Versicherungsgericht Beschwerden erhoben werden. Die Anordnung einer erneuten Begutachtung kann unter gewissen Voraussetzungen auch noch mit Beschwerden gegen die Endverfügung angefochten werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_174/2020 vom 2. November 2020 E. 6.2.1). Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen nach Art. 43 ATSG beinhalten nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine «second opinion» zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (BGE 141 V 330 E. 5.2). Entscheidend für die Frage, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, inwieweit die bereits vorliegenden Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Bei einfacher Ergänzungsbedürftigkeit eines Gutachtens (zufolge von Unklarheiten, unvollständiger Beantwortung oder dem Auftauchen neuer Fragen) darf grundsätzlich kein Wechsel der Gutachterstelle stattfinden, sondern erst bei schwerwiegenden Mängeln, welche eine umfangreiche medizinische Stellungnahme nicht mehr erwarten lassen. Offene Fragen oder Zweifel an den Schlussfolgerungen eines Gutachtens sollen deshalb in erster Linie mit dessen Verfassern geklärt werden (BGE 137 V 210 E. 3.3.1).”
“b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Rechtsprechungsgemäss beinhalten die für die Beurteilung des Leistungsbegehrens von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG kein Recht des Versicherungsträgers, eine «second opinion» zu dem bereits in einem Gutachten umfassend abgeklärten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (vgl. Ueli Kieser, Art. 44 N 81; BGE 141 V 330, 339 E. 5.2., und BGE 137 V 210, 257 E. 3.4.2.7 sowie Urteile des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2. und U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2 = SVR 2007 UV Nr. 33). Für die Frage, ob ein weiteres Gutachten notwendig ist, ist entscheidend, ob das bereits in den Akten liegende Gutachten (oder auch mehrere sich bereits in den Akten befindenden Gutachten) die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2. und U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2 = SVR 2007 UV Nr. 33). 3.4. Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 615 Se i documenti richiesti non vengono presentati nonostante un sollecito scritto e un termine ragionevole, l'ente assicurativo può determinare (stimare) il reddito rilevante sulla base degli atti. Ciò corrisponÞ alla prassi applicata nei fascicoli decisionali in esame.
“-- zog sie einen Freibetrag von Fr. 1'500.-- ab, was Fr. 20'394.-- ergab. Davon rechnete sie 2/3, mithin Fr. 13’596.-- als Nettoerwerbseinkommen an. Die Beschwerdegegnerin forderte den Beschwerdeführer am 30. Oktober 2023 auf, einen Lohnausweis oder die Lohnabrechnung Januar 2023 von seinem Sohn Z.___ bis am 10. November 2023 einzureichen (Urk. 8/50/35). Am 15. November 2023 forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer erneut auf, die fehlenden Unterlagen bis am 23. November 2023 einzureichen unter der Androhung, dass sie sonst gestützt auf Art. 43 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) anhand der Akten entscheide (Urk. 8/50/34). Der Beschwerdeführer reichte die fehlenden Unterlagen, soweit ersichtlich, innert Frist nicht ein (vgl. Urk. 8/50). In der Folge setzte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 28. November 2023 (Urk. 8/50/2-9, Rev. 15) das jährliche Erwerbseinkommen für Z.___ für die Zeitdauer ab Dezember 2022 im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG anhand der Akten fest. Dabei ging sie von einem Bruttolohn von Fr. 30'000.-- (Fr. 2'500.-- x 12) aus und zog Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt Fr. 1'920.-- (Fr. 2'500.-- x”
Onere della prova per diffiÚ e periodo di riflessione: Per l'irrogazione di sanzioni ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA deve essere previamente svolta una procedura scritta di diffiÚ e di periodo di riflessione. L'ente assicurativo deve dimostrare l'esecuzione della diffiÚ e del periodo di riflessione concesso; se tali prove non risultano dagli atti, la sanzione non può fondarsi sull'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“Mais l'assureur ne peut se prononcer en l'état du dossier ou refuser d'entrer en matière - le choix de l'une ou l'autre décision dépendra notamment de l'avancement de l'instruction de la cause et de ses conséquences pour l'assuré ou d'éventuels tiers intéressés -, que s'il ne lui est pas possible d'élucider les questions de faits encore ouvertes sans difficultés ni complications particulières malgré l'absence de collaboration de l'assuré (cf. ATF 108 V 231 ss, 97 V 177; MAURER, Unfallversicherungsrecht, p. 255)." (sottolineature della redattrice). Inoltre, secondo Kieser, in ATSG-Kommentar, Zurigo 2003, ad art. 43 n. 38, pag. 440, " c) Art. 43 Abs. 3 ATSG bezieht sich schliesslich lediglich auf Leistungsbegehren. Soweit die Abklärung eine Versicherungs-unterstellung oder eine Beitragsfrage betrifft, kann eine Anwendung gegebenenfalls in analoger Weise erfolgen oder es ist auf die im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehene Sanktion bzw. Folge zurückzugreifen (vgl. z.B. Art. 24 Abs. 5 AHVV betreffend die Festsetzung von Akontobeiträgen in der AHV).". A pag. 441, n. 40 ad art. 43, l'autore afferma ancora: " Die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktionen können erst nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens angeordnet werden (vgl. dazu BBl 1999 4600). Dieses entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist (vgl. für näheres ATSG-Kommentar, Art. 21 Rz. 68 ff.). Es handelt sich um eine ausnahmslos zu beachtende Verfahrensregel, und es kann auch nicht davon abgewichen werden, wenn die betreffende Person zu erkennen gibt, dass sie der ihr obliegenden Pflicht jedenfalls nicht nachkommen will (vgl. BGE 122 V 219 f. in analoger Anwendung; vgl. ferner SVR 1998 UV Nr. 1 sowie Maeschi, Kommentar, Rz. 20 zu Art. 87 MVG). Dabei obliegt dem Verwaltungs-träger die Beweislast, wenn der Nachweis der Mahnung strittig ist (vgl. dazu SVR 1995 IV Nr. 41). Die zu erlassende Mahnung hat keinen Verfügungscharakter; denn sie betrifft nicht eine durch-setzbare Rechtspflicht, sondern eine Obliegenheit der Partei (vgl. SVR 1998 UV Nr. 1).". In sostanza l'amministrazione, quando deve effettuare degli atti istruttori, può decidere in base agli atti solo se non può accertare in alcun modo i fatti determinanti e dopo aver diffidato l'assicurato per iscritto, avvertendolo delle conseguenze giuridiche e impartendogli un adeguato termine di riflessione.”
“Entsprechend bleibt - mangels konkreter gegenteiliger Hinweise - der einmal begründete Wohnsitz des Ehegatten der Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Deutschland weiter bestehen. In diesem Zusammenhang ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass es im vorliegenden Verfahren - entgegen den diversen Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung, wonach die Vorinstanz von einer Nachweispflicht der Beschwerdeführerin ausgeht - zu keiner Umkehr der Beweislast infolge einer Verletzung der Auskunft- und Mitwirkungspflichten gekommen sein kann. Zwar kann der Versicherungsträge bei unentschuldbarer Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wobei die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Umkehr der Beweislast führt (vgl. Urteil des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2 m.w.H.). Allerdings hat der Versicherungsträger hierfür gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen. Ein solches ist jedoch den Akten nicht zu entnehmen.”
“Aufgrund des Dargelegten ergibt sich, dass der medizinische Sachverhalt für einen materiellen Entscheid zu wenig abgeklärt ist und die Leistungspflicht überdies auch nicht aufgrund einer Verletzung der Mitwirkungsplicht im Rahmen der Abklärung gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG oder der Schadenminderungspflicht gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG verneint werden kann. Somit ist die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese nach Durchführung ergänzender Abklärungen – oder nach korrekt durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren betreffend Mitwirkungspflicht bei der Abklärung im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG – über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu entscheide. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.”
La determinazione della tipologia di perizia da parte dell'ufficio AI può essere oggetto di revisione giudiziaria prima della perizia. Tale verifiÊ preventiva va riconosciuta nell'ambito di un'interpretazione conforme alla Costituzione e alla Convenzione dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA, in particolare con riferimento al diritto a un giusto processo (art. 6 n. 1 CEDU).
“Wie sich aus der Auslegung der massgeblichen Bestimmungen ergibt, schliesst das Gesetz eine gerichtliche Überprüfung der durch die IV-Stelle angeordneten Gutachtensart (Art. 44 Abs. 1 ATSG) vor der Begutachtung nicht aus. Soweit im KSVI aus Art. 43 Abs. 1bis ATSG eine abschliessende Entscheidkompetenz der IV-Stelle betreffend Wahl der Gutachtensart abgeleitet wird, kann dem nicht gefolgt werden. In der Botschaft zur Weiterentwicklung der IV wurde zu dieser Bestimmung zwar festgehalten, damit die IV-Stelle die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV-Stelle getroffenen Entscheid vorzugehen (BBl 2017 S. 2682). Im Gesetzestext wird aber gerade keine abschliessende Kompetenz der IV-Stelle (anders als in Art. 44 Abs. 3 [Fragen an die Sachverständigen] und 5 [Fachdisziplinen im Rahmen der angeordneten Gutachtensart] ATSG) erwähnt. Ebenso wenig findet sich diese abschliessende Kompetenz im Gesetzestext von Art.”
“Daher sei im Rahmen einer verfassungs- und konventionskonformen Auslegung die Eintretensvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren zu bejahen, zumal die nicht sachgerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirken werde (E. 3.4.2.7). Das Bundesgericht änderte mit diesem Leitentscheid seine vorherige Rechtsprechung und hielt fest, die Gehörs- und Partizipationsrechte der versicherten Person seien zu stärken. Diese müsse die Möglichkeit haben, eine Gutachtensanordnung gerichtlich überprüfen zu lassen (vgl. E. 3.4.2.7). Unter diesen Umständen sei die schweizerische Ordnung des Abklärungsverfahrens grundsätzlich mit Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR0.101) vereinbar (vgl. E. 4.2). Es ist davon auszugehen, dass dem Bundesrat (und der Verwaltung) als Verfasser der Botschaft diese bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden betreffend Gutachtensanordnungen und damit auch betreffend Wahl der Gutachtensart bekannt war und er daran mit seinem Verweis in der Botschaft auf die bestehenden Beschwerdemöglichkeiten als ausreichendes Mittel (BBl 2017 S.2682) nichts ändern wollte. Auch mit Blick darauf kann aus Art. 43 Abs. 1bis ATSG nicht abgeleitet werden, die Anordnung der Gutachtensart könne nicht gerichtlich überprüft werden. Eine medizinische Untersuchung stellt für die versicherte Person nach wie vor einen erheblichen Eingriff in die physische oder psychische Integrität dar. Diese muss daher bereits vorgängig gegen eine Gutachtensanordnung durch die IV-Stelle vorgehen können, wenn sie die Ansicht vertritt, die Art der vorgesehenen Begutachtung sei nicht sachgerecht. Ansonsten wäre ihr Recht auf ein faires Verfahren nach Art.6 Ziff. 1 EMRK verletzt. Daher ist im Rahmen einer verfassungs- und konventionskonformen Auslegung auch unter neuem Recht die vorgängige Überprüfung der angeordneten Gutachtensart zu bestätigen.”
L'acquisizione di una «second opinion» non rientra, in linê di principio, nel diritto di investigazione previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA. Una nuova perizia è opportuna soltanto se i motivi addotti dall'ente assicurativo a sostegno di ciò sono plausibili. Ciò si verifiÊ, per esempio, in presenza di evidenti errori di valutazione, quando una perizia esistente sarebbe fin dall'inizio inidonê, quando vi siano indizi di motivazioni decisionali estranî alla materia, oppure quando le perizie già in possesso non soddisfino i requisiti di contenuto e di prova conformi alla prassi.
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_957/2010, E. 6.1). Entscheidend bei der Beurteilung der Frage, ob eine unzulässige "second opinion" eingeholt wurde, sind die Gründe, die der Versicherungsträger für die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen anführt. Diese müssen plausibel erscheinen. Das Gericht greift bei der Frage der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung in das Ermessen des mit der Abklärung betrauten Versicherungsträgers nur dann ein, wenn klar erkennbare Fehleinschätzungen vorliegen, eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder Anhaltspunkte bestehen, dass sich der Träger bei seinem Entscheid von sachfremden Motiven leiten liess (vgl.”
“Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2020, 9C_721/2019, E. 3 mit Hinweisen). Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht. Entscheidend für die Frage, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, inwieweit die bereits vorliegenden Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2 mit Hinweisen).”
“1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3). Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107). Der Versicherungsträger hat nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist laut dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden notwendigen Abklärungen beinhalten nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht. Die Notwendigkeit der Anordnung eines weiteren Gutachtens ergibt sich aus der Beantwortung der Frage, ob bereits bei den Akten liegende Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2, mit weiteren Verweisen). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E.”
“Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2020, 9C_721/2019, E. 3 mit Hinweisen). Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_957/2010, E. 6.1). 7.3 Um abschliessend festzustellen, ob es sich bei der Begutachtung von PD Dr. D. um eine unzulässige "second opinion" zu dem von Dr. B. festgestellten medizinischen Sachverhalt handelt, ist entscheidend, ob die Gründe, welche die Beschwerdegegnerin für die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen anführt, plausibel erscheinen. Denn das Gericht greift bei der Frage der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung in das Ermessen der mit der Abklärung betrauten Verwaltung nur dann ein, wenn klar erkennbare Fehleinschätzungen vorliegen, eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder Anhaltspunkte bestehen, dass sich die Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid von sachfremden Motiven leiten liess (Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht vom 10.”
LPGA art. 43 n. 611 Se gli accertamenti medici o le perizie disponibili sono incompleti, contraddittori o inutilizzabili ai fini della valutazione della capacità lavorativa, l'autorità deve, di regola, disporre ulteriori accertamenti prima di adottare una decisione sugli atti. Ciò può comprendere la formulazione di domanÞ integrative al perito, l'acquisizione di una perizia integrativa o — a seconÚ delle necessità — un nuovo esame specialistico (p. es. neuropsicologico/psichiatrico) o una valutazione in regime di ricovero.
“Wenige Zeilen später hat die psychiatrische Sachverständige dann aber festgehalten, unter einer optimierten psychiatrischen und psychopharmakologischen Behandlung werde die Arbeitsfähigkeit innerhalb von sechs Monaten auf 80 Prozent gesteigert werden können. Aus der Sicht eines medizinischen Laien lässt sich die Frage, ob sich diese Prognose nur auf die angestammte Tätigkeit bezogen hat, ebenso wenig beantworten wie die Frage, ob der Beschwerdeführerin ideal leidensadaptierte Tätigkeiten bereits in ihrem damaligen Zustand oder erst nach einer optimierten Behandlung zu 80 Prozent zumutbar gewesen sind. Dem Gutachten lässt sich auch nicht eindeutig entnehmen, ob das Arbeitsfähigkeitsattest wesentlich durch die Benzodiazepinabhängigkeit beeinflusst gewesen ist. Die Frage, ob die Beschwerdeführerin an einem eigentlichen Abhängigkeitssyndrom im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelitten hat, ist von der psychiatrischen Sachverständigen nicht eindeutig beantwortet worden. Die Beschwerdegegnerin hätte der Sachverständigen entsprechende Ergänzungsfragen stellen müssen, um ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG) vollumfänglich zu erfüllen. Indem sie dies nicht getan, sondern lediglich eine Mutmassung darüber getroffen hat, wie die Aussagen der psychiatrischen Sachverständigen zu verstehen sein könnten, hat sie ihre Untersuchungspflicht verletzt, weshalb die angefochtene Verfügung als rechtswidrig zu qualifizieren und aufzuheben ist. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, da es um die Ergänzung eines bestehenden Gutachtens geht (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4, S. 264). Die Beschwerdegegnerin wird die psychiatrische Sachverständige anhalten, die noch offenen Fragen im Sinne einer Ergänzung des Gutachtens zu beantworten. Anschliessend wird sie neu verfügen. Da bei diesem Verfahrensausgang in Bezug auf die Kosten des Verfahrens von einem vollumfänglichen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen ist, hat die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten zu bezahlen. Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.- festzusetzen. Das Gericht wird der Beschwerdeführerin den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zurückerstatten.”
“180-55 unten), und obwohl das Verhalten der Beschwerdeführerin während vor allem der psychiatrischen Untersuchung mit der geschilderten erheblichen Schmerzproblematik nicht in Einklang zu bringen gewesen war (vgl. IV-act. 180-55 f.), ist davon ausgegangen worden, dass der Beschwerdeführerin keine mangelnde Kooperation vorzuwerfen sei (vgl. IV-act. 180-55 oben). Nach dem oben Dargelegten sind die Schlussfolgerungen des estimed-Gutachtens für die Arbeitsfähigkeit nicht beweiskräftig. Namentlich ist die gutachterlich attestierte orthopädisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 40 % für adaptierte Tätigkeiten nicht nachvollziehbar gemacht worden. Aber auch die Arbeitsunfähigkeit von 30 % in Form einer Leistungsminderung bei voller Präsenzzeit, welche im psychiatrischen Teilgutachten attestiert worden ist, kann angesichts der erwähnten Unzulänglichkeit in der Begründung (vor allem zu den Standardindikatoren, namentlich der fehlenden Behandlung) nicht bereits als überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen betrachtet werden. Aus diesen Gründen wird durch die Beschwerdegegnerin eine Ergänzung des Gutachtens vom 17. Dezember 2017 veranlasst werden müssen. Zum einen wird die Beschwerdeführerin nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zur Mitwirkung bei einer neuen neuropsychologischen Untersuchung aufzufordern sein, damit dort valide Ergebnisse erhoben werden können. Zum andern wird die Beschwerdegegnerin weitere ergänzende Rückfragen betreffend die Begründung der Arbeitsunfähigkeit an die estimed AG stellen müssen. Die konkreten Auswirkungen der gutachterlich erhobenen Befunde auf die Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit in einer angepassten Tätigkeit werden sowohl in orthopädischer wie in psychiatrischer und in interdisziplinärer Hinsicht nachvollziehbar zu beschreiben sein. Dabei ist zu beachten, dass (angesichts der IV-Anmeldung vom Januar 2012) der medizinische Sachverhalt in der Zeit von anfangs 2011 bis 25. Februar 2019 (Verfügungserlass) relevant ist. Auch die Folgen des erst nach der estimed-Begutachtung, am 4. März 2018, erfolgten Skiunfalls (rechtes Knie) einschliesslich der beiden daraufhin vorgenommenen Operationen vom April 2018 und (nach angegebener erneuter Kniedistorsion beidseits) vom Oktober 2018 sowie der Metallentfernung vom 1.”
“November 2020 forderte die IV-Stelle die MEDAS Interlaken Unterseen GmbH auf, eine psychiatrische Arbeitsfähigkeitsschätzung sowie eine entsprechend ergänzte Konsens-Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben (IV-act. 161). Der psychiatrische Sachverständige antwortete am 28. Dezember 2020 (IV-act. 164), er könne nicht einfach die von der neuropsychologischen Sachverständigen und von ihm selbst festgestellten Befunde, die auf eine Aggravation hindeuteten, ausklammern, denn dadurch würde er das Gutachten verfälschen. Er sehe sich deshalb ausserstande, die Rückfrage der IV-Stelle zu beantworten. Nach einer internen Besprechung zwischen dem Sachbearbeiter der IV-Stelle, einem Mitarbeiter des Rechtsdienstes und den RAD-Ärzten D.___ und Dr. B.___ beschloss die IV-Stelle, ein zweites Gutachten in Auftrag zu geben (IV-act. 165). Im Februar 2021 fand eine zweite interne Besprechung mit denselben Teilnehmern statt, bei der beschlossen wurde, kein poly-, sondern nur ein monodisziplinäres (psychiatrisches inkl. neuropsychologisches) Gutachten einzuholen (IV-act. 170). Die IV-Stelle informierte den Versicherten am 17. Februar 2021 über die vorgesehene Begutachtung und forderte ihn unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG auf, im Rahmen der Untersuchungen eine volle Leistungsbereitschaft zu erbringen; sie drohte ihm an, dass sie andernfalls die Erhebungen einstellen und einen Nichteintretensentscheid erlassen werde (IV-act. 176). Am 14. Juni 2021 erstattete die SMAB AG das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene psychiatrische und neuropsychologische Gutachten (IV-act. 181). Der neuropsychologische Sachverständige hielt fest, die Untersuchung habe insgesamt dreieinhalb Stunden gedauert. Die Aufmerksamkeit des Versicherten habe im mittleren bis tiefen Bereich gelegen, geschwankt und im Verlauf abgenommen. Das Arbeitstempo sei verlangsamt gewesen. Die Belastbarkeit habe reduziert gewirkt. Im Untersuchungsverlauf habe der Versicherte drei Pausen eingelegt, die er für Toilettengänge benutzt habe. Zudem habe er mehrere kürzere Unterbrechungen zwischen den Testverfahren eingelegt und angegeben, sein Kopf und seine Augen seien ermüdet. Die Selbständigkeit und das strategische Vorgehen seien ausreichend gewesen. Der Versicherte habe eine Schonhaltung der dominanten rechten Hand gezeigt.”
“________ rückwirkend ab Oktober 2014 bis Ende Februar 2017 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit sei nicht näher begründet worden und aufgrund der Akten nicht nachvollziehbar. Die IV-Stelle habe somit zu Recht erkannt, es lasse sich nicht feststellen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit Oktober 2014 aus objektiver Sicht eingeschränkt sei. Nachdem zwei ambulante Begutachtungen nicht zu verwertbaren Ergebnissen geführt hätten, sei nachvollziehbar, dass sie eine stationäre Begutachtung als notwendig erachtet habe. Medizinische Gründe, die eine solche als unzumutbar erscheinen liessen, seien nicht ersichtlich. Die IV-Stelle habe den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. November 2021 letztmalig aufgefordert, bis 29. November 2021 eine unterzeichnete Bereitschaftserklärung betreffend eine Begutachtung zu retournieren. Andernfalls sehe sie sich gezwungen, dies als Verweigerung der Begutachtung zu verstehen und aufgrund der Akten zu entscheiden. Dies werde eine Abweisung seines Leistungsgesuchs zur Folge haben. Die IV-Stelle habe somit das Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 Abs. 3 ATSG korrekt durchgeführt. Der Beschwerdeführer sei seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, weshalb sie berechtigt gewesen sei, androhungsgemäss einen Aktenentscheid zu fällen. Ergänzend sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Lichte des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" (BGE 148 V 397 E. 6.2.4) ab 1. Oktober 2015 keinen Rentenanspruch gehabt habe, da keine medizinisch begründete Eingliederungsunfähigkeit vorgelegen habe. Insgesamt sei eine anspruchsrelevante Invalidität nicht feststellbar, weshalb er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen habe und sein Leistungsanspruch zu Recht verneint worden sei.”
“In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202). Zusammenfassend geht aus den einschlägigen Materialien (der bereits im Bericht der Kommission des Ständerates vom 27. September 1990 vorgesehene Wortlaut – „unentschuldbar“ – wurde bei den parlamentarischen Diskussionen diskussionslos übernommen) also nur hervor, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung jedenfalls schuldhaft verletzt haben muss. Verglichen mit einer parallelen Regelung im Art. 13 Abs. 2 VwVG, die einen Nichteintretensentscheid für den – nicht näher qualifizierten – Fall vorsieht, dass eine gesuchstellende Person die notwendige und zumutbare Mitwirkung verweigern, muss die Hürde für die Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG höher sein. Ein im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG „unentschuldbares“ Verhalten liegt gemäss Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 103, nur vor, „wenn das Verhalten der Person nicht mehr nachvollziehbar ist, was etwa dann gegeben ist, wenn ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist“. Diese Interpretation erweist sich allerdings mit Blick auf die oben wiedergegebenen, wesentlich schwächeren Formulierungen in den Materialien zum ATSG und UVG als zu eng. Als „unentschuldbar“ ist die Verweigerung einer Mitwirkung zu qualifizieren, wenn keine sachlichen Gründe vorliegen, die die Weigerung rechtfertigen könnten. Das ist vorliegend in Bezug auf eine erneute handchirurgische Begutachtung der Fall gewesen, denn das handchirurgische Teilgutachten der estimed AG ist selbst nach einer ergänzenden Stellungnahme des Sachverständigen zu den gezielten Rückfragen der Beschwerdegegnerin respektive des RAD nicht beweistauglich gewesen, weshalb sich eine erneute handchirurgische Begutachtung als unumgänglich erweist (vgl.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 610 L'amministrazione è, secondo il principio dell'istruttoria, obbligata a effettuare accertamenti ragionevoli e a comunicare in modo concreto al richiedente, prima dell'emanazione di un provvedimento di non entrata in materia, quali documenti siano necessari per la valutazione (p. es. per la considerazione dei debiti). Non può trasferire unilateralmente compiti sull'assicurato quando questi non è in grado di procurarsi i documenti richiesti senza difficoltà. Se l'autorità omette le indagini necessarie, ciò può giustificare la fiducia degli assicurati nel mantenimento della copertura.
“Cette information était pourtant facilement accessible à l'intimée, dans la mesure où elle ressortait de l'extrait du registre du commerce concernant ladite société, des fiches de salaire transmises le 20 juillet 2020 par le recourant et des explications fournies par ce dernier à l'intimée au cours d'un entretien téléphonique du 2 septembre 2020. De surcroît, en présence d'un seul courrier, lequel lui avait été réexpédié avec la mention « a déménagé », il incombait à l'intimée de s'assurer de la correction de l'adresse, cas échéant de rechercher la nouvelle adresse ou de s'adresser à l'associé-gérant de la société susmentionnée par l'envoi d'un courrier au domicile de ce dernier, étant rappelé que, tout comme le recourant, l'employeur a une obligation de collaborer, conformément à l'art. 28 al. 1 LPGA. Il découle de ce qui précède que l'intimée a failli à sa propre obligation d'instruire, au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA, et n'a pas tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible, condition requise pour appliquer l'art. 43 al. 3 LPGA. Par la suite, dans ses courriers des 7 décembre 2020, 1er février 2021 et 10 mars 2021, l'intimée s'est déchargée de la responsabilité de la production desdits contrats sur le recourant. Nonobstant les lacunes procédurales inhérentes auxdits courriers, tel que cela sera discuté ci-dessous (cf. consid. 6e infra), il y a lieu de préciser que, faute d'être partie au contrat d'assurance entre l'employeur et l'institution de prévoyance LPP, respectivement l'assureur-maladie perte de gain, le recourant n'était pas en position d'obtenir les pièces requises. Si l'absence de réponse du recourant aux courriers des 7 décembre 2020, 1er février 2021 et 10 mars 2021, ainsi que son comportement consistant à avoir patienté jusqu'à son opposition du 26 mai 2021 pour se prévaloir des difficultés à obtenir certains documents peuvent être désapprouvés, il n'en demeure pas moins qu'il ne pouvait raisonnablement être exigé du recourant qu'il communique les contrats précités et qu'on ne saurait retenir que c'est de manière inexcusable que celui-ci aurait refuser de collaborer.”
“4 Um ihrer Pflicht zur genügenden Begründung nachzukommen, wird sich die Beschwerdegegnerin im neuen Einspracheentscheid im Detail mit den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen und den weiteren Akten sowie seiner Argumentation auseinanderzusetzen haben. Sie wird begründet und nachvollziehbar darzulegen haben, welche Schulden und welche Darlehensrückzahlungen aus welchem Grund berücksichtigt oder eben nicht berücksichtigt werden. Dies bedingt, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer bereits vor Erlass des neuen Einspracheentscheids explizit mitteilt, welche Unterlagen im Detail benötigt werden und von ihm einzureichen sind, wenn er Schulden und Darlehen angerechnet haben will. Zu einer derartigen Vorgehensweise ist die Beschwerdegegnerin aufgrund des im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 43 ATSG verpflichtet. Erst wenn der Beschwerdeführer keine Unterlagen oder Belege zu den geltend gemachten Schulden einreicht, kann die Beschwerdegegnerin gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Darüber hinaus sollte sich der neue Einspracheentscheid auch in nachvollziehbarer Weise dazu äussern, ab wann kein Anspruch mehr besteht. 4. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Einsprache und die Ergänzungen des Beschwerdeführers die Anforderungen an eine formgültige Einsprache gemäss Art. 10 ATSV erfüllen. Die Beschwerdegegnerin wäre deshalb verpflichtet gewesen, auf die Einsprache einzutreten. Dies führt zur Gutheissung der vorliegenden Beschwerde und zur Aufhebung des angefochtenen Nichteintretensentscheids vom 11. Dezember 2023. Die Angelegenheit ist zur materiellen Beurteilung der Einsprache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird nach der Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne vorstehender”
In caso di rifiuto ingiustificato di collaborare (art. 43 cpv. 3 LPGA), l'ente assicuratore può, dopo lo svolgimento della procedura scritta di messa in mora e del periodo di riflessione, decidere sulla base degli atti oppure interrompere gli accertamenti e pronunciare la non entrata in materia. Se la collaborazione viene prestata in un momento successivo, nella prassi ciò è considerato come una nuova domanÚ; la sanzione applicata riguarÚ quindi soltanto il periodo durante il quale la collaborazione è stata rifiutata. Una disponibilità alla collaborazione dichiarata dopo l'emanazione di una decisione fondata sull'art. 43 cpv. 3 LPGA non annulla il rifiuto precedentemente opposto.
“Zweck der periodischen Überprüfung ist es, den EL-Anspruch der versicherten Personen an die aktuellen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse anzupassen und dabei nicht gemeldete Änderungen zu berücksichtigen (Erwin Carigiet/Uwe Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, Rz. 344). Bei der Überprüfung sind die versicherten Personen mitwirkungspflichtig. Sie müssen die einverlangten Unterlagen vollständig und innert der angesetzten Frist einreichen sowie die Angaben unterschriftlich bestätigen. Art. 28 Abs. 2 ATSG sieht dementsprechend vor, dass Personen, die Versicherungsleistungen beanspruchen, unentgeltlich alle Auskünfte zu erteilen haben, die zur Abklärung des Anspruches und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Kommen sie ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger, nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens, aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Mitwirkungspflicht - als Korrelat zum Untersuchungsgrundsatz (BGE 125 V 193 E. 2) - hat allgemeine Bedeutung und gilt daher auch im Gebiet der Ergänzungsleistungen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. September 2009, 9C_180/2009, E. 4.2.1). Wird die verweigerte Mitwirkung zu einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die festgelegte Sanktion (Nichteintreten oder Entscheid aufgrund der Akten) nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert worden ist. Wenn die bisher gewährte Leistung wegen verweigerter Mitwirkung verfügungsweise vorerst eingestellt wird, ist eine später allenfalls erklärte Bereitschaft, an der Abklärung mitzuwirken, als Neuanmeldung zu betrachten (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 43 N 114 ff.).”
“Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Gestützt auf Art. 7b Abs. 2 IVG können die Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG in den dort aufgezählten Fällen ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden. Die Leistungsverweigerung oder –einstellung wegen unterlassener Mitwirkung im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG ist in dem Sinne als resolutiv bedingter Endentscheid zu verstehen, als die Leistungen ab demjenigen Zeitpunkt wieder zu erbringen sind, ab dem die Mitwirkung nachträglich geleistet wird, sofern sich die Anspruchsvoraussetzungen alsdann als erfüllt erweisen (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5; vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 Rz 114). Wurde ein Leistungsanspruch infolge Widersetzlichkeit gegen zumutbare Abklärungen abgelehnt, so ist er keiner materiellen Prüfung unterzogen worden, weshalb bei einer Neuanmeldung keine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen nachgewiesen werden muss.”
“Wie die Beschwerdeführerin zutreffend geltend macht, verstösst die vorinstanzliche Vorgabe nicht nur gegen den Wortlaut von Art. 43 Abs. 3 ATSG, sondern auch gegen die dazu ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung. Zwar ist der Vorinstanz insofern beizupflichten, als bei der nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu berücksichtigen ist. Aus diesem Grundsatz folgt aber gemäss Rechtsprechung, dass bei einer anhaltenden Mitwirkungspflichtverweigerung im Falle einer Erstanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung die später erklärte Bereitschaft zur Mitwirkung als Neuanmeldung zu betrachten ist. Massgebend ist der Zeitpunkt, in welchem der Versicherte seine verweigernde Haltung aufgibt und sich bereit erklärt, an der Abklärung der Verhältnisse mitzuwirken (SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150, 9C_244/2016 E. 3.3 mit Hinweisen). Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit nicht ungeschehen (vgl. Urteile 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6, 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.1). In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150, 9C_244/2016 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_494/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 4.1). Ist aber die Aufgabe der Widersetzlichkeit praxisgemäss als Neuanmeldegrund zu betrachten, so besteht kein Anlass, bei einer verweigerten Mitwirkung von den gesetzlich vorgesehenen Rechtsfolgen ("auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen") abzugehen und das Verwaltungsverfahren (lediglich) zu sistieren.”
“Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Abs. 3). In zeitlicher Hinsicht besteht die Rechtsfolge von Art. 21 ATSG und Art. 7b IVG grundsätzlich in einer andauernden Kürzung oder Verweigerung, die so lange aufrechtzuerhalten ist, als das den Eintritt oder die Verschlimmerung der Invalidität kausal verursachende qualifizierte Verschulden der versicherten Person wirkt (BGE 119 V 241, Urteil des Bundesgerichts 8C_394/2018 vom 11. März 2019, E. 3.2, Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 48 zu Art. 7-7b). Bei einer Neuanmeldung muss keine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen nachgewiesen werden, wenn ein Leistungsanspruch infolge Widersetzlichkeit gegen zumutbare Abklärungen abgelehnt worden ist. Die in Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV statuierte analoge Anwendung der für die Rentenrevision geltenden Regeln entfällt. Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit indes nicht ungeschehen. In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_404/2021 vom 22. März 2022 E. 5.2.1).”
“Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar. Die zu verfügende Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungspflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen. Daraus folgt gemäss Bundesgericht, dass bei einer anhaltenden Mitwirkungspflichtverweigerung im Falle einer Erstanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung die später erklärte Bereitschaft zur Mitwirkung als Neuanmeldung zu betrachten ist. Massgebend ist der Zeitpunkt, in dem der Versicherte seine verweigernde Haltung aufgibt und sich bereit erklärt, an der Abklärung der Verhältnisse mitzuwirken. Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit somit nicht ungeschehen. In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist.”
“Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar. Die zu verfügende Sanktion bei verletzter Schadenminderungs- oder Mitwirkungspflicht hat sich an das Verhältnismässigkeitsprinzip zu halten und insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person zu berücksichtigen. Daraus folgt gemäss Bundesgericht, dass bei einer anhaltenden Mitwirkungspflichtverweigerung im Falle einer Erstanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung die später erklärte Bereitschaft zur Mitwirkung als Neuanmeldung zu betrachten ist. Massgebend ist der Zeitpunkt, in dem der Versicherte seine verweigernde Haltung aufgibt und sich bereit erklärt, an der Abklärung der Verhältnisse mitzuwirken. Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit somit nicht ungeschehen. In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist. Eine blosse Sistierung des Verwaltungsverfahrens für die Dauer der verweigerten Mitwirkung ist gemäss Bundesgericht indessen weder nach dem Wortlaut des Gesetzes vorgesehen noch aufgrund des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes geboten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_236/2021 vom 3. September 2021 E. 2).”
“Il appert au demeurant que le délai de réflexion imparti par l'OAIE peut être qualifié de convenable (cf. s'agissant de la notion de délai convenable, l'arrêt du Tribunal fédéral I 605/04 du 11 janvier 2005 consid. 3.2 concernant l'art. 21 al. 4 LPGA). Il résulte du dossier que le recourant n'a pas non plus réagi dans le délai imparti à cet effet. L'OAIE a alors rendu le 19 juillet 2023 un projet de décision de non-entrée en matière pour manque de collaboration, tout en signalant la possibilité d'émettre des objections dans les 30 jours dès réception. Le recourant n'a, à la lumière du dossier, pas contesté le projet de décision en temps utile. L'autorité inférieure n'est, par la décision entreprise du 19 septembre 2023, pas entrée en matière sur la demande de prestations du recourant. 7.4 En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, de rejet de prestations ou de non-entrée en matière de la demande de prestations, rendue à la suite de la procédure de sommation de l'art. 43 al. 3 LPGA, sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte (arrêts du Tribunal fédéral U 489/00 du 31 août 2001 consid. 2b et I 214/01 du 25 octobre 2001 consid. 3 et les références ; Michel Valterio, op. cit., n° 2887). Il ne se justifie pas - et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure - d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise ou de la pièce à produire manquante. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction (cf. p. ex. arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007), soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration et la non-entrée en matière. Cela étant, en cas de rejet de la demande ou de non-entrée en matière, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
“Nach Abschluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit dem Erwerb des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) ..., Fachrichtung …- und …, bestanden Zweifel, ob die Tätigkeit als ... als den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst zu qualifizieren war. Zwecks Klärung der Arbeitsfähigkeit und der weiteren Leistungspflicht beabsichtigte die Beschwerdegegnerin deshalb die Durchführung einer AMA, an welcher der Beschwerdeführer jedoch nicht teilnahm (act. II 74), woraufhin die Beschwerdegegnerin mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 11. Juni 2014 (act. II 77) in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG auf das Leistungsbegehren nicht eintrat. Mangels einer materiellen Prüfung des damaligen Rentenanspruchs ist die im März 2021 erfolgte Wiederanmeldung zum Leistungsbezug (act. II 82) folglich nicht in analoger Anwendung der Rentenrevisionsregeln (Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]), sondern wie eine Erstanmeldung zu beurteilen, womit der Nachweis einer Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen entfällt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 22. März 2022, 8C_404/2021, E. 5.2.1; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, S. 445, Rz. 129).”
Se manÊ un preavviso scritto preliminare con l'indicazione delle conseguenze giuridiche e un congruo termine di riflessione, l'autorità non può, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, legittimamente basarsi unicamente sugli atti per non entrare in materia o per emanare una decisione (p. es. una tassazione). Il preavviso deve essere sufficientemente concreto; tale esigenza vale, in linê di principio, senza eccezioni.
“Zu dieser Untersuchung erschien die Beschwerdeführerin nach Lage der Akten allerdings nicht (vgl. Urk. 6/86-89; Urk. 6/90 S. 9). Der Grund hierfür lässt sich den Akten nicht schlüssig entnehmen. Die daraufhin – ohne vorgängige Durchführung des erforderlichen Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (vgl. hierzu nachstehend E. 3.2) - erlassene leistungsabweisende Verfügung vom 9. November 2015 (Urk. 6/93) erfolgte unter anderem mit dem Hinweis darauf, dass die geplante medizinische Untersuchung vom 5. Mai 2015 auf Wunsch der Beschwerdeführerin hin verschoben und der neue Termin vom 8. September 2015 kommentarlos nicht wahrgenommen worden sei (vgl. Urk. 6/93 S. 2). In der Verfügung wurde ferner festgehalten, dass die Beschwerdeführerin über ein voraussichtliches Arbeitsverhältnis in einem Pensum von 100 % und den Wunsch, keine IV-Leistungen zu beziehen, informiert habe (Urk. 6/93 S. 2). Das Säumnis der Beschwerdeführerin wurde entsprechend als schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht gewertet und das Leistungsbegehren gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abgewiesen. Eine eigentliche materielle Prüfung gestützt auf beweiskräftige ärztliche Berichte konnte folglich nicht stattfinden.”
“Par ailleurs, en l’absence totale de mention d’une éventuelle taxation d’office de la masse salariale pour les années 2018 et 2019 en cas de violation de l’obligation de renseigner et de collaborer au contrôle périodique, la recourante ne pouvait supputer l’imminence d’une taxation d’office, ce d’autant qu’elle avait produit les déclarations nominatives des années 2018 et 2019. c) En l’occurrence, la seule sommation au dossier avec commination de taxation d’office date du 8 mars 2019 et concerne la production de la déclaration nominative des salaires 2018. Elle n’a certes pas été suivie immédiatement d’effet puisque la recourante a attendu le 28 février 2020 pour produire la déclaration requise par voie de sommation. L’intimée n’a toutefois pas rendu de décision de taxation d’office de la masse salariale 2018 dans l’intervalle. Par ailleurs, l’intimée ne conteste pas que la taxation d’office de la masse salariale 2019 n’a fait l’objet d’aucune sommation préalable. 5. a) C’est le lieu de rappeler la règle de l’art. 43 al. 3 LPGA, savoir que si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière (art. 43 al. 3 LPGA). Or pour qu’un manquement à l’obligation de collaborer ou de renseigner entraîne les conséquences juridiques prévues à l’art. 43 al. 3 LPGA, il faut que l’assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques d’un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Cette règle de procédure ne souffre d’aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s’y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d’instruction raisonnablement exigible (ATF 122 V 218 consid. 4b ; Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], op. cit., no 57 ad art. 43 LPGA). b) La procédure de sommation spécifique aux art.”
“August 2020, IV 2018/206, E. 5.1). Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens, bei dem der Verdacht besteht, dass die versicherte Person zu weniger als 40% invalid sein könnte, stellt nur die Einstellung der Rente die geeignete Sanktion dar. Der Beschwerdeführer hat im Rahmen der medizinischen Begutachtung durch Dres. J.___ und K.___, also in einem Anwendungsfall von Art. 43 Abs. 2 ATSG, eingeschränkt mitgewirkt. Er hat damit seine Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt. Nach dem in E. 5.1 Gesagten hätte die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG durchführen müssen, dies unter der Androhung einer Sanktion gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG. Weil sie dies unterlassen hat, hat sie Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG und Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG verletzt. Die Sache ist daher zur erneuten psychiatrischen Begutachtung (inklusive eine erneute neuropsychologische Abklärung) nach der Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG unter der Androhung einer Sanktion gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird dem Beschwerdeführer also androhen, dass sie die Rentenzahlungen stoppen werde, wenn er bei der erneuten Begutachtung nicht vollumfänglich mitwirken sollte. Die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur erneuten psychiatrischen Begutachtung ist ohne weiteres zulässig, da es zur gesetzlichen Pflicht der den Sachverhalt abklärenden Verwaltung gehört, bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht der versicherten Person das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen. Das Instrument des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens ist dem für das Versicherungsgericht anwendbaren kantonalen Verfahrensrecht (Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1) fremd, womit dem Versicherungsgericht im Rahmen der Einholung eines Gerichtsgutachtens auch kein Mittel zur Verfügung stünde, auf eine versicherte Person, die ihre Mitwirkungspflicht verletzt, Druck auszuüben, damit sie ihrer Pflicht nachkommen würde.”
“4 LPGA, les prestations peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement si l’assuré se soustrait ou s’oppose, ou encore ne participe pas spontanément, dans les limites de ce qui peut être exigé de lui, à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou d’offrir une nouvelle possibilité de gain. Une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable doit lui avoir été adressée. Les traitements et les mesures de réadaptation qui présentent un danger pour la vie ou pour la santé ne peuvent être exigés. 3.2. Au sens de l’art. 43 al. 1, 1ère phrase LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L’art. 43 al. 2 LPGA prévoit pour sa part que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. L'art. 43 al. 3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le dispositif est complété par l'art. 7b al. 2 LAI prévoyant qu'il peut être renoncé à la mise en demeure et au délai de réflexion si l'assuré ne communique pas les renseignements dont l'Office AI a besoin pour remplir les tâches qui lui sont assignées par la loi. Selon la jurisprudence, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants.”
LPGA art. 43 n. 607 L'amministrazione può acquisire atti di terzi per l'accertamento dei fatti (ad es. atti della Suva, dell'assicurazione per l'indennità giornaliera di malattia, del registro di commercio o atti fiscali cantonali) e basare le proprie valutazioni sul loro contenuto. La mancanza di tali documenti può comportare una valutazione incompleta. I fornitori di prestazioni ovvero terzi non espressamente nominati sono, in base alle disposizioni applicabili, tenuti a fornire su richiesta le informazioni e i documenti necessari all'accertamento (ad es. estratto/cartella cliniÊ).
“Das bedeute, dass die Invalidenversicherung denselben IV-Grad anwende wie die Suva. Der IV-Grad betrage 4 %, wodurch kein Anspruch auf eine IV-Rente bei der Invalidenversicherung entstehe. Wenn es sich um rein unfallbedingte Einschränkungen handle, sei die IV-Stelle befugt, mit den Abklärungsergebnissen der Suva zu koordinieren. Sodann bestehe kein Anlass für einen leidensbedingten Abzug (Urk. 2). Im Rahmen der Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2020 ergänzte die Beschwerdegegnerin, auch wenn nicht im Einzelnen auf die im Einwand angeführte Kritik an der Nachvollziehbarkeit eingegangenen worden sei, sei eine sachgerechte Beschwerde möglich gewesen. Sie müsse sich nicht ausdrücklich mit jeder tatbestandlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen (BGE 124 V 180 e. la und E. 2b) Das rechtliche Gehör sei daher nicht verletzt. Indem sämtliche medizinische Unterlagen (inkl. Suva-Akten) eingeholt und gewürdigt worden seien, sei die Invalidenversicherung dem Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nachgekommen (Urk. 6).”
“Mit dieser offenen Formulierung habe die Beschwerdegegnerin insbesondere, aber nicht nur, um Zustellung der Austrittsberichte gebeten. Denn ansonsten hätte sie auf die Klammer verzichtet und damit einzig sämtliche "Austrittsberichte" verlangt. Folglich sei davon auszugehen, dass sie mit der gewählten Formulierung "Sämtliche (Austritts-) Berichte seit dem Jahr 2010" um Zustellung sämtlicher Berichte ersucht habe, wobei unter den Begriff "Berichte" nicht nur die Eintritts-, Austritts- und Verlaufsberichte, sondern mit Blick auf Art. 6a IVG eben auch die weiteren Unterlagen fielen, wie vorliegend der Extrait, wobei es sich offensichtlich um die Krankengeschichte der Beschwerdeführerin handle. Inwiefern das kantonale Gericht mit dieser Einordnung Recht verletzt haben soll, ist nicht ersichtlich. Die Beschwerdegegnerin ist von Gesetzes wegen verpflichtet, die zur Prüfung eines Leistungsanspruchs notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen (Untersuchungspflicht; Art. 43 Abs. 1 ATSG). Art. 6a Abs. 2 IVG enthält sodann unter anderem für in der Anmeldung zum Leistungsbezug nicht namentlich erwähnte Leistungserbringer nach Art. 36-40 KVG eine Pflicht, auf Anfrage alle Auskünfte zu erteilen und alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die für die Abklärung des Anspruchs erforderlich sind (ERWIN MURER, Invalidenversicherungsgesetz [Art. 1-27 bis IVG], 2014, N. 7 und 30 zu Art. 6a IVG). Inwiefern sachdienliche Ausführungen in einer Krankengeschichte nicht darunter fallen sollen, erhellt nicht, wird doch explizit von "alle Unterlagen" gesprochen. Dass der Inhalt des Extraits relevant war, ist sodann unstrittig. Auch kann der Extrait nicht mit einer reinen internen Notiz (vgl. E. 2.2.2 hiervor) gleichgesetzt werden. Die Ermächtigung zur Herausgabe erfolgt (unter Vorbehalt des vorliegend unbestritten nicht erteilten ausdrücklichen Auskunftsverbots) von Gesetzes wegen. Einer weiteren "spezifischen Rechtfertigung" bedarf es somit nicht. Die Beschwerdegegnerin informierte die Beschwerdeführerin schliesslich im April 2019 über die Kontaktaufnahme zur C.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1, Urteil des BGer 8C_720/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.2). Dieser Aufgabe ist die Vorinstanz im vorliegenden Fall nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Die RAD-Ärztin hat die Stellungnahme aufgrund der vorhandenen Dokumente, aber in Unkenntnis der Akten des Krankentaggeldversicherers abgegeben. Aus den vorhandenen Akten ergibt sich kein vollständiges Bild des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Verfügung bzw. der Aktenbeurteilung. So ist der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit ab April 2019 ebenso unklar wie die Häufigkeit der Durchfälle, was Dr.”
“Dass die Ausgleichskasse die Unterlagen des kantonalen Steueramtes Zürich beizog und die darauf beruhenden Stellungnahmen einholte, findet im Untersuchungsgrundsatz von Art. 43 Abs. 1 ATSG eine formellrechtliche und in der beitragsrechtlichen Anknüpfung an das Steuerrecht (vgl. vorangehende E. 2.2.2 und 2.3) eine materiellrechtliche Grundlage. Ob die Ausgleichskasse die umstrittene Beitragspflicht aus der Qualifikation der fraglichen Vermögenswerte durch die kantonale Steuerbehörde herleiten durfte, ist keine Frage der Kognition oder deren Einschränkung, sondern eine solche des materiellen Rechts, mit der sich das kantonale Gericht durchaus befasst hat. Sodann ergibt sich spätestens aus dem Schreiben des kantonalen Steueramtes vom 18. November 2022, dessen Inhalt dem Beschwerdeführer beim Erlass der Verfügungen vom 22. November 2022 zur Kenntnis gebracht worden war, weshalb es die hier interessierenden Liegenschaften (auch in den Jahren 2017 und 2018) als Geschäftsvermögen betrachtet hatte. Damit hatte der Betroffene Gelegenheit, sich dazu noch vor dem Erlass des Einspracheentscheids (vgl. Art. 42 ATSG) zu äussern, was er denn auch in der Einsprache vom 20. Dezember 2022 tat.”
“pro Kilometer als unhaltbar tief erschienen seien (E. 6.2). Das hiesige Gericht erwog sodann, dass die Ausgleichskasse in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) den Sachverhalt in Bezug auf den von den A.___-Fahrern erzielten AHV-beitragspflichtigen Verdienst abzuklären habe, und dass sie die entsprechenden Angaben entweder bei den einzelnen A.___-Fahrern erhältlich machen oder auf dem Wege der Amtshilfe an den Sitzen der A.___ B.V. und der E.___ B.V. in C.___ in Erfahrung zu bringen habe (E. 6.3), weshalb die Sache zur Ermittlung der entsprechenden Lohnsummen und anschliessend erneuter Festsetzung der Beiträge an die Ausgleichskasse zurückgewiesen wurde (Dispositiv-Ziffer 1, Urteil noch nicht rechtskräftig).”
L'ente assicuratore deve esaminare e decidere senza indugio le istanze ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA; non può limitarsi ad attendere lo svolgimento di procedimenti di terzi di lunga durata, nella misura in cui ciò comporterebbe il rischio di compromettere l'applicazione di sanzioni previste da altre disposizioni. Se in seguito, in virtù di nuovi fatti decisivi, emerge un esito diverso (p. es. sentenza giudiziaria), è possibile un riesame o una revisione successiva.
“Nella sua risposta del 3 agosto 2022 la Cassa propone di respingere il ricorso. L’amministrazione sostiene innanzitutto che la questione relativa alla contestazione del licenziamento con effetto immediato non è stata determinante per l’emanazione della decisione di sospensione: " (…) Viene rammentato che, secondo l'art. 28 e l'art. 31 LPGA, la persona assicurata è tenuta a notificare alla Cassa qualsiasi cambiamento importante sopraggiunto nelle condizioni determinanti per l'erogazione di una prestazione. Non incombe alla Cassa nell'ambito dell'art. 43 al. 1 LPGA di chiedere all'assicurata se abbia inoltrato una procedura nei confronti del suo ultimo datore di lavoro o no. Nella fattispecie, sulla base dell'art. 30 cpv. 1 lett. a LADI nonché in conformità all'avviso giuridico della SECO, l'informazione omessa non è stata determinante per la decisione di sospensione delle indennità. Va invece considerato che la Cassa deve pronunciare una decisione ed eseguirla prontamente a partire dal momento in cui viene a conoscenza dei fatti perché, secondo l'art. 30 cpv. 3 LADI, la sospensione decade 6 mesi dopo l'inizio del termine di sospensione. Dato che una procedura nei confronti del datore di lavoro dura generalmente ben più di 6 mesi, la Cassa non può aspettare l'esito di una tale procedura, altrimenti il termine di 6 mesi decadrebbe ed essa non avrebbe più la possibilità di pronunciare una sanzione. Del resto, secondo la legge, la Cassa ha l'obbligo di rendere una tale decisione se non vuoi subire le conseguenze stabilite nell'art. 82 LADI. Inoltre, se ci sono fatti nuovi, come per esempio una decisione del tribunale che afferma un licenziamento abusivo, esiste sempre la possibilità di una revisione d'ufficio in base all'art.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 605 Secondo la giurisprudenza, le informazioni ottenute oralmente o per telefono sono da considerare ammissibili solo per questioni secondarie; per informazioni decisive o centrali le indicazioni devono inveÎ essere fornite per iscritto oppure annotate in un verbale o in un modulo.
“Il permet notamment au justiciable de s’expliquer avant qu’une décision ne soit prise à son détriment, de fournir valablement des preuves quant aux faits de nature à influer sur le sort de la décision, d'avoir accès au dossier, de participer à l’administration des preuves, d'en prendre connaissance et de se déterminer à leur propos (ATF 142 II 218 consid. 2.3; 135 I 279 consid. 2.3; 135 II 286 consid. 5.1; arrêt TAF A‑8271/2015 du 29 août 2016 consid. 3.1.2). Le droit d'être entendu impose en outre à l'autorité de motiver clairement sa décision (ATF 134 I 83 consid. 4.1; arrêt TF 4A_408/2010 du 7 octobre 2010 consid. 2.1; arrêt TAF A‑5228/2016 du 25 avril 2017 consid. 3.2.1). En matière d'assurances sociales, ce principe est concrétisé à l'art. 42 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA ; RS 830.1. L'art. 42 LPGA prévoit ainsi que : "Les parties ont le droit d'être entendues. Il n’est pas nécessaire de les entendre avant une décision sujette à opposition". Aux termes de l'art. 43 al. 1 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit. Selon la jurisprudence, la consignation de renseignements pris par oral ou par téléphone dans une note (téléphonique) ne constitue pas un moyen de preuve valable. En effet, une telle façon de procéder ne permet pas à l'assuré de vérifier ni quelles questions ont été posées à la personne qui renseigne l'autorité ni l'état de fait qui lui a été exposé. L'assuré n'a pas non plus la possibilité de poser des questions complémentaires ou de corriger ou compléter les éléments de fait donnés à la personne amenée à fournir des renseignements. La prise de renseignement par oral ou par téléphone n'est ainsi admissible que lorsqu'elle concerne des points secondaires. Lorsqu'elle concerne toutefois des éléments centraux de la cause, elle ne peut être effectuée qu'au moyen d'un formulaire écrit. Partant, si un tiers amené à fournir des renseignements est interrogé par oral, ses réponses doivent être consignées dans un procès-verbal (ATF 117 V 282, consid.”
LPGA art. 43 n. 604 La persona assicurata non può imporre all'amministrazione come questa debba condurre il processo istruttorio (p.es. la scelta o l'esclusione di determinati periti o l'imposizione di una perizia esclusivamente consensuale). L'amministrazione deciÞ quali mezzi di prova acquisire; a tal fine è vincolata a un comportamento oggettivo, economico e adeguato e non può impiegare procedure in modo arbitrario (in particolare non può richiedere una seconÚ perizia unicamente allo scopo di mettere in discussione la perizia già esistente).
“Le 6 novembre 2020, la représentante de l’assuré a demandé à l’OAI que ce dernier lui envoie une copie du dossier de son mandant, requête à laquelle l’intimé a donné suite le 10 novembre 2020. Or, il figure au dossier un courriel du Centre J.________ du 3 novembre 2020 selon lequel un bilan neuropsychologique devait être organisé, et qu’il pourrait être confié à A.________, et avoir lieu le 16 décembre 2020. L’assuré a alors fait en sorte d’être examiné par S.________ juste avant cette date, puisqu’elle l’a vu en séance des 30 novembre, 3 et 9 décembre 2020, et ce alors même qu’il disposait d’une ordonnance du Dr F.________ depuis le 1er juillet 2019 – soit datant de près d’une année et demi auparavant – visant l’établissement d’un bilan neuropsychologique avec S.________ (au demeurant pour « état de burn out », et non pas un trouble du registre autistique). Or, si l'assuré peut certes refuser de se soumettre à des examens médicaux ou techniques qui ne sont pas nécessaires ou qui ne peuvent raisonnablement être exigés (art. 43 al. 2 LPGA), il ne saurait en revanche dicter à l'administration la façon dont elle doit instruire le cas, c'est-à-dire lui indiquer les actes d'instruction qu'elle doit accomplir ou ceux dont elle doit s'abstenir (cf. TF 9C_448/2014 du 4 septembre 2014 consid. 7). C’est toutefois ce que font ici le recourant, comme son psychiatre traitant. Rien ne justifie toutefois en l’occurrence que l’assuré ne fasse pas l’objet du complément d’expertise en cause. Comme l’a en effet relevé le Dr K.________ du SMR dans ses avis successifs (des 30 mars, 6 et 11 mai 2021), la méthodologie et les résultats obtenus par S.________ ne sont pas présentés clairement, ni exhaustivement ; ses conclusions ne permettent en outre pas de déterminer le degré de gravité du trouble neuropsychologique et l’incapacité de travail associée. Son rapport ne remplit pas les réquisits jurisprudentiels permettant de lui reconnaître une pleine valeur probante. Cela étant, il figure au dossier, si bien que les experts psychiatre et neuropsychologue en tiendront compte dans leur évaluation.”
“Au vu de l'ATF 139 V 349, il faut considérer que la désignation consensuelle d'un expert ne constitue pas un droit pouvant être déduit en justice, dès lors qu'il s'agit d'une simple incombance et non d'une obligation, et que le caractère obligatoire de la procédure de désignation consensuelle se limite aux cas dans lesquels l'Office AI souhaite confier une expertise mono- ou bidisciplinaire à un COMAI. b) En l’espèce, la recourante estime que la mise en œuvre de l’expertise ordonnée par l’arrêt cantonal du 22 mars 2021 doit intervenir de manière consensuelle et propose, dans ce sens, le nom de différents spécialistes. Elle considère que la manière de procéder de l’OAI – mise en place d’une expertise pluridisciplinaire et donc du système prévu à l’art. 72bis RAI – la priverait de la possibilité de participer au choix des experts. Or, si la personne assurée peut certes refuser de se soumettre à des examens médicaux ou techniques qui ne sont pas nécessaires ou qui ne peuvent raisonnablement être exigés (cf. art. 43 al. 2 LPGA), elle ne saurait en revanche dicter à l'administration la façon dont elle doit instruire le cas, c'est-à-dire lui indiquer les actes d'instruction qu'elle doit accomplir ou ceux dont elle doit s'abstenir (TF 9C_448/2014 du 4 septembre 2014 consid. 7). De plus, l’assurée ne saurait se prévaloir d’un droit à la mise en œuvre d’une expertise sur une base consensuelle, celui-ci ne pouvant être déduit en justice (cf. ATF 139 V 349). Partant, son grief doit être rejeté. 5. La recourante fait enfin valoir que le volet de médecine interne est inutile et qu’elle ne souhaite pas se plier à une expertise dans ce domaine. a) L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Sont considérés comme nécessaires tous les moyens de preuve qui permettent d’établir les faits pertinents pour l’application du droit.”
“Selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA et de l’art. 69 al. 2 RAI ne comprend toutefois pas le droit de l'assureur de recueillir un second avis médical (second opinion) sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L'assuré ne dispose d'ailleurs pas non plus d'une telle possibilité. Si l'assureur n'est donc pas autorisé à remettre en question le bien-fondé d'une évaluation médicale au moyen d'un second avis médical, il est néanmoins tenu d'examiner si et dans quelle mesure il convient de compléter l'instruction, afin que l'état de fait déterminant pour la solution du litige soit établi au degré de la vraisemblance prépondérante (arrêt TF 8C_592/2021 du 4 mai 2022 consid. 7.1.2 et la référence citée). 4. En vertu de l’art. 28 al. 1 LPGA, les assurés et les employeurs doivent collaborer gratuitement à l’exécution des différentes lois sur les assurances sociales. Selon l’art. 43 al. 2 LPGA, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés. 4.1. La jurisprudence pose la présomption selon laquelle les mesures diagnostiques sont en règle générale exigibles à moins qu’elles représentent (pour la santé de l’expertisé) un risque exceptionnellement élevé qui ne soit dès lors pas justifiable d’un point de vue juridique. Elle rappelle que la manière dont un examen médical doit être conduit en détail relève de la responsabilité des médecins examinateurs auxquels il appartient de s’en tenir à l'état actuel de la science médicale (arrêt TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 et les références citées). 4.2. Si l'assuré peut certes refuser de se soumettre à des examens médicaux ou techniques qui ne sont pas nécessaires ou qui ne peuvent raisonnablement être exigés, il ne saurait en revanche dicter à l'administration la façon dont elle doit instruire le cas, c'est-à-dire lui indiquer les actes d'instruction qu'elle doit accomplir ou ceux dont elle doit s'abstenir (arrêt TF 9C_448/2014 du 4 septembre 2014 consid.”
art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'ente assicurativo all'accertamento d'ufficio; tale obbligo è tuttavia limitato dagli obblighi di collaborazione delle parti. Se nella documentazione del fascicolo mancano indicazioni sui precedenti curanti, ciò può ridurre le possibilità di approfondimento. Tuttavia, nelle perizie psichiatriche è determinante l'esame clinico con anamnesi, rilevazione dei sintomi e osservazione del comportamento; la mancata disponibilità di precedenti documenti non identificati non deve necessariamente pregiudicare il valore probatorio della perizia.
“6), ist festzustellen, dass erstere in ihrer Anmeldung vom 25. Juli 2018 (Urk. 11/8) ausschliesslich Dr. D.___ als behandelnde Ärztin bezeichnete (S. 7). Welche weiteren Berichte hätten eingeholt werden müssen und was sich daraus bis zum massgeblichen Zeitpunkt des gerichtlichen Überprüfungszeitraums, dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 10. Oktober 2019 (Urk. 2), für die Beschwerdeführerin respektive deren Arbeits(un)fähigkeit hätte ergeben sollen, legte die Beschwerdeführerin nicht dar. Vielmehr geht aus dem Bericht von Dr. D.___ vom 25. Oktober 2018 (Urk. 11/29) hervor, dass sich die Beschwerdeführerin bereits mehrmals in psychiatrische Behandlungen begeben hatte, sich jedoch nicht an die Namen der Behandler sowie die Behandlungszeiten erinnern konnte (S. 3). Auch im Verlaufe des Standortgesprächs vom 30. August 2018 (Urk. 11/17) nannte die Beschwerdeführerin keine weiteren behandelnden medizinischen Fachpersonen. Zwar gilt im Rahmen des Sozialversicherungsverfahrens der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG), dieser wird aber durch die Mitwirkungspflichten der Parteien beschränkt (BGE 138 V 86 E. 5.2.3, mit Hinweisen), weshalb das Vorgehen der Beschwerdegegnerin an dieser Stelle nicht zu beanstanden ist. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass bei psychiatrischen Expertisen die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_728/2018 vom 21. März 2019 E. 3.3). Dass Dr. A.___ allfällig vorhandene und von der Beschwerdeführerin nicht bezeichnete Unterlagen über frühere Behandlungen der Beschwerdeführerin nicht zur Verfügung standen, vermag den Beweiswert des Gutachtens daher nicht zu schmälern.”
“S. 16 f.), ist nicht willkürlich: Die Beschwerdegegnerin kam ihrer Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach, indem sie die Beschwerdeführerin am 28. Juni 2019 darum bat, mitzuteilen, bei welchen Ärzten sie sich in Behandlung befinde. Sie durfte darauf vertrauen, dass die Beschwerdeführerin einen späteren Arztwechsel melden und allfällige aktuellere Berichte einreichen würde. Dies insbesondere, da auch der Beschwerdeführerin bewusst war, dass eine Begutachtung bevorstand. Welche relevanten Berichte dem psychiatrischen Gutachter nicht vorgelegen haben sollen, wurde im Übrigen zu keinem Zeitpunkt substanziiert (vor Bundesgericht wäre die Beschwerdeführerin damit verspätet, Art. 99 Abs. 1 BGG).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 602 Documentazione mediÊ mancante o presentata in ritardo non può essere utilizzata arbitrariamente a sfavore della persona assicurata. Se un fatto rilevante ai fini della decisione sulla prestazione viene valutato senza i necessari accertamenti medici, ciò viola il diritto di essere ascoltati e, di regola, impone il proseguimento dell'istruttoria.
“Selon la jurisprudence, renoncer à l'administration d'autres moyens de preuves (appréciation anticipée des preuves; notamment : ATF 141 I 60 consid. 3.3; 140 I 285 consid. 6.3.1; 124 V 90 consid. 4b; TF 9C_384/2019 du 1er octobre 2019 consid. 4.1; 9C_68/2017 du 18 avril 2017 consid. 4.3.2) viole le droit d'être entendu de la personne concernée si un fait pertinent - tels, en l'occurrence, les problèmes de dos invoqués - était apprécié sans faire appel aux connaissances médicales nécessaires (cf. TF 8C_277/2012 du 12 octobre 2012 consid. 2.3.3; voir aussi 8C_794/2016 du 28 avril 2017 consid. 4.2; Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 4e édition 2020, art. 43 ch. 68; voir aussi Jacques Olivier Piguet, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 43 ch. 12). L'envoi tardif des documents par l'assurée dans le cadre de la présente procédure ne saurait la priver d'une instruction complète de sa demande de prestations du 21 juin 2017, étant du reste constant que l'Office AI n'avait pas procédé selon l'art. 43 al. 3 LPGA d'après lequel il peut notamment se prononcer en l'état du dossier si la personne assurée, après avoir été mise en demeure et avertie des conséquences juridiques, refuse dans le délai imparti de manière inexcusable de se confirmer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction. En vue de l'expertise rhumatologique à mettre en place, les rapports médicaux relatifs aux opérations de tunnels carpiens des deux mains des 13 janvier et 5 avril 2017, ayant justifié une incapacité de travail jusqu'au 7 juillet 2017 (TAF pce 1 annexe 7), devront être produits. A tort, le dossier constitué par l'Office AI ne les contient pas. 10.6 Pour conclure, le TAF constate que l'état psychique et somatique de l'assurée n'a pas encore été établi selon le degré de la vraisemblance prépondérante (cf. consid. 10.2.3) et que l'instruction du dossier doit être poursuivie. En l'état actuel du dossier, le TAF ne saurait donc confirmer que l'assurée ne présentait pas d'atteinte à la santé, ni de limitations fonctionnelles susceptibles de justifier une incapacité de travail durable et qu'il n'existait aucun lien de causalité entre l'atteinte à la santé et l'incapacité de gain avancée.”
LPGA art. 43 n. 601 Il contestare l'utilità o la necessità di una perizia mediÊ dà di norma luogo a un interesse meritevole di tutela e, quindi, all'ammissibilità di un'impugnazione cantonale (ricorso). L'amministrazione dispone, nell'adozione di accertamenti, di un ampio margine di discrezionalità; tuttavia questo non è illimitato e deve conformarsi a principi quali oggettività, imparzialità e proporzionalità dell'azione amministrativa.
“1 de la loi 20 mars 1981 sur l’assurance-accidents (LAA; RS 832.20), contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, telles celles de mise en œuvre d'une expertise médicale, sont sujettes à recours dans les 30 jours devant l'Instance de céans (cf. art. 56 al. 1, 57 et 60 LPGA), et ce sans que l'assuré puisse se voir opposer l'absence de préjudice irréparable, qui est une condition de recevabilité du recours contre les décisions incidentes en règle générale, car leur portée sur l'issue du litige, compte tenu des moyens dont l'assuré dispose dans la procédure judiciaire au fond, est suffisamment importante pour admettre de principe que le risque d'un tel préjudice existe (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). En l'espèce, interjeté dans les formes et délais légaux, le recours est recevable. 2. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est en outre pas absolu dans la mesure où sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid.”
“b) Selon la jurisprudence, l’assuré qui, faute de consensus, entend contester la mise en œuvre d’une expertise médicale, au motif qu’il s’agirait d’une simple « second opinion » inutile à l’établissement des faits, satisfait en principe aux conditions de l’intérêt digne de protection et du préjudice irréparable nécessaires pour pouvoir déférer l’affaire auprès du tribunal cantonal des assurances sociales compétent pour en connaître (ATF 139 V 339 consid. 4.4 et 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). Tel est le cas en l’occurrence. Pour le reste, le recours a été déposé en temps utile compte tenu des féries (art. 38 al. 4 let. c LPGA) auprès du tribunal compétent (art. 93 al. 1 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respecte pour le surplus les formalités prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA), de sorte qu’il est recevable. 2. Le litige porte sur le point de savoir si l’intimée est en droit de mettre en œuvre une nouvelle expertise orthopédique, singulièrement sur la valeur probante de l’expertise établie par la Dre E.__________ le 30 mars 2023. 3. a) Conformément à l’art. 43 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). Il détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (al. 1bis). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés. Dans la conduite de la procédure, l’assureur dispose d’un large pouvoir d’appréciation en ce qui concerne la nécessité, l’étendue et l’adéquation de recueillir des données médicales. Le pouvoir d’appréciation de l’administration dans la mise en œuvre d’un examen médical n’est cependant pas illimité ; cette dernière doit se laisser guider par les principes de l’Etat de droit, tels les devoirs d’objectivité et d’impartialité, ainsi que le principe d’administration rationnelle (TF 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid.”
LPGA art. 43 n. 600 Se sussistono dubbi oggettivi sull'imparzialità dei pareri acquisiti, la decisione non può essere fondata su di essi; la questione va rinviata all'amministrazione per ulteriori accertamenti.
“Unter diesen Umständen bestehen objektiv gewisse Zweifel an der Unparteilichkeit der im Beschwerdeverfahren zusätzlich eingeholten Stellungnahme (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2009, 9C_575/2009, E. 3.2.2.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2017, 9C_643/2016, E. 4.2, und Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2018, UV 2017/107, E. 2.4). Zusammenfassend bestehen nicht zu unterdrückende Zweifel an den RAD-Beurteilungen, sodass die Entscheidung über den Rentenanspruch sich nicht auf diese abstützen kann. Auch die übrigen medizinischen Akten wie beispielsweise das verkehrsmedizinische Gutachten vom 20. Oktober 2022, welches keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthält (vgl. act. G 6.1), erlauben es nicht, den Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzusetzen. Vor diesem Hintergrund ist die angefochtene Verfügung in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb sie aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Einholung eines Gerichtsgutachtens drängt sich nicht auf, nachdem die Beschwerdegegnerin selber noch kein Gutachten eingeholt und auch der Beschwerdeführer im Eventualantrag die Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung beantragt hat (vgl. act. G 1 S. 2). In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung und zur anschliessend neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (vgl.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 599 In caso di rifiuto di collaborare nella procedura di revisione della rendita, nella prassi è prioritariamente indicata la sospensione del pagamento della rendita quale misura sanzionatoria; la procedura di messa in mora e periodo di riflessione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA deve essere eseguita obbligatoriamente. La revoÊ sostanziale immediata della rendita è considerata giuridicamente controversa: la dottrina e la giurisprudenza cantonale in genere ritengono la sospensione dei pagamenti il rimedio adeguato, mentre il Tribunale federale ritiene ammissibile, in taluni casi, una soluzione definitiva di revoÊ.
“3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres.”
“Die Beschwerdegegnerin war nämlich zur Auffassung gelangt, dass sie zur Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ein weiteres medizinisches Gutachten einholen müsse, die Beschwerdeführerin hatte sich aber geweigert, an einer solchen Begutachtung mitzuwirken. Daraufhin hatte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zur Mitwirkung bei der Begutachtung gemahnt und ihr angedroht, dass sie andernfalls ihr Rentenbegehren „sanktionsweise“ abweisen werde. Die angefochtene Verfügung vom 21. September 2021 ist ergangen, nachdem die Beschwerdeführerin sich erneut ausdrücklich geweigert hatte, an einer Begutachtung mitzuwirken. Zu prüfen ist in diesem Beschwerdeverfahren also ausschliesslich, ob es rechtmässig gewesen ist, das Leistungsbegehren in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG „vorläufig“ abzuweisen. Nach der bundesgerichtlichen Auffassung soll es zulässig sein, eine laufende Rente in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG „definitiv“ revisionsweise aufzuheben und damit einen materiellen Entscheid zu erlassen, der sich ausschliesslich auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG stützt (vgl. den unveröffentlichten Teil von BGE 139 V 585 = Urteil des Bundesgerichtes 8C_481/2013 vom 7.”
art. 43 cpv. 3 LPGA si appliÊ principalmente alle domanÞ di prestazione. Nella misura in cui l'accertamento riguarÚ l'assoggettamento all'assicurazione o questioni contributive, può eventualmente essere presa in considerazione un'applicazione analogiÊ; in caso contrario si deve ricorrere alle sanzioni o alle conseguenze previste dalla normativa speciale pertinente.
“Au lieu de se prononcer sur le fond, en l'état du dossier, l'assureur peut également, cas échéant, rendre une décision d'irrecevabilité de la demande dont il est saisi (cf. ATF 108 V 230 s. consid. 2; v. également UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zurich 1999, ch. 229, pp. 108 s.; MAURER, Unfallversicherungsrecht, p. 256; HARDY LANDOLT, Das Zumutbarkeitsprinzip im schweizerischen Sozialversicherungsrecht, thèse Zurich 1995, pp. 172 ss, ainsi que l'art. 43 al. 3 LPGA). Mais l'assureur ne peut se prononcer en l'état du dossier ou refuser d'entrer en matière - le choix de l'une ou l'autre décision dépendra notamment de l'avancement de l'instruction de la cause et de ses conséquences pour l'assuré ou d'éventuels tiers intéressés -, que s'il ne lui est pas possible d'élucider les questions de faits encore ouvertes sans difficultés ni complications particulières malgré l'absence de collaboration de l'assuré (cf. ATF 108 V 231 ss, 97 V 177; MAURER, Unfallversicherungsrecht, p. 255)." (sottolineature della redattrice). Inoltre, secondo Kieser, in ATSG-Kommentar, Zurigo 2003, ad art. 43 n. 38, pag. 440, " c) Art. 43 Abs. 3 ATSG bezieht sich schliesslich lediglich auf Leistungsbegehren. Soweit die Abklärung eine Versicherungs-unterstellung oder eine Beitragsfrage betrifft, kann eine Anwendung gegebenenfalls in analoger Weise erfolgen oder es ist auf die im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehene Sanktion bzw. Folge zurückzugreifen (vgl. z.B. Art. 24 Abs. 5 AHVV betreffend die Festsetzung von Akontobeiträgen in der AHV).". A pag. 441, n. 40 ad art. 43, l'autore afferma ancora: " Die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktionen können erst nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens angeordnet werden (vgl. dazu BBl 1999 4600). Dieses entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist (vgl. für näheres ATSG-Kommentar, Art. 21 Rz. 68 ff.). Es handelt sich um eine ausnahmslos zu beachtende Verfahrensregel, und es kann auch nicht davon abgewichen werden, wenn die betreffende Person zu erkennen gibt, dass sie der ihr obliegenden Pflicht jedenfalls nicht nachkommen will (vgl. BGE 122 V 219 f.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 597 Prima di una sanzione la persona interessata deve essere avvertita per iscritto e informata delle possibili conseguenze giuridiche (cfr. decisioni in 0, 1). L'amministrazione deve adempiere attivamente ai suoi obblighi d'indagine e di chiarimento e adottare tutte le misure ragionevolmente necessarie per l'acquisizione delle prove; nelle operazioni probatorie con rilievo estero valgono requisiti più elevati in relazione all'obbligo di collaborazione della persona assicurata (3). Nella scelta di perite e periti va perseguito un approccio orientato al consenso; va tentato un accordo con la persona assicurata anche quando non sussistono motivi formali di esclusione o di astensione (2, 4).
“Questo Tribunale, alla luce dello svolgimento dei fatti e della giurisprudenza applicabile al caso di specie deve concludere che la decisione dell’amministrazione, per i motivi che seguono, è corretta. In concreto con comunicazione del 12 febbraio 2019 l’UAI ha informato l’insorgente della necessità di un accertamento medico, ordinando una perizia psichiatrica ad opera del dr. med. __________ e, conformemente a quanto previsto dall’art. 43 cpv. 3 LPGA, tramite ingiunzione contenuta nel medesimo provvedimento, ha reso attento l’assicurato che “se egli rifiuta in modo ingiustificato di compiere il suo dovere di informare o di collaborare, l’ufficio AI può decidere in base agli atti o chiudere l’inchiesta e decidere di non entrare in materia (art. 43 LPGA)” (doc. 188, incarto AI, pag. 555 incarto AI, sottolineatura del redattore). L’insorgente è pertanto stato reso attento circa il suo obbligo di collaborare e delle conseguenze in caso di rifiuto ingiustificato. La procedura di accertamento peritale, sospesa in seguito alla richiesta dell’assicurato di poter previamente esaminare gli atti (pag. 571 incarto AI), è stata riattivata il 31 maggio 2019 (pag. 591 incarto AI), in seguito alla richiesta dell’allora rappresentante dell’assicurato (pag. 589 incarto AI). Quest’ultimo, dopo la concessione di una proroga, ha preso posizione il 15 luglio 2019 sul previsto accertamento medico, allegando un certificato della curante, dr.ssa med. __________, FMH psichiatria e psicoterapia, sostenendo l’impossibilità e l’inesigibilità per il ricorrente di sottoporsi ad una nuova perizia e domandandone in sostanza l’annullamento (pag.”
“del 22 ottobre 2020 il TCA ha rilevato: " (…) In concreto con comunicazione del 12 febbraio 2019 l’UAI ha informato l’insorgente della necessità di un accertamento medico, ordinando una perizia psichiatrica ad opera del dr. med. __________ e, conformemente a quanto previsto dall’art. 43 cpv. 3 LPGA, tramite ingiunzione contenuta nel medesimo provvedimento, ha reso attento l’assicurato che “se egli rifiuta in modo ingiustificato di compiere il suo dovere di informare o di collaborare, l’ufficio AI può decidere in base agli atti o chiudere l’inchiesta e decidere di non entrare in materia (art. 43 LPGA)” (doc. 188, incarto AI, pag. 555 incarto AI, sottolineatura del redattore). L’insorgente è pertanto stato reso attento circa il suo obbligo di collaborare e delle conseguenze in caso di rifiuto ingiustificato. La procedura di accertamento peritale, sospesa in seguito alla richiesta dell’assicurato di poter previamente esaminare gli atti (pag. 571 incarto AI), è stata riattivata il 31 maggio 2019 (pag. 591 incarto AI), in seguito alla richiesta dell’allora rappresentante dell’assicurato (pag. 589 incarto AI). Quest’ultimo, dopo la concessione di una proroga, ha preso posizione il 15 luglio 2019 sul previsto accertamento medico, allegando un certificato della curante, dr.ssa med. __________, FMH psichiatria e psicoterapia, sostenendo l’impossibilità e l’inesigibilità per il ricorrente di sottoporsi ad una nuova perizia e domandandone in sostanza l’annullamento (pag. 601-602 incarto AI). Acquisito il parere del medico SMR, dr. med. __________, FMH psichiatria e psicoterapia, l’UAI in data 18 luglio 2019 ha emesso una decisione incidentale in cui, alla luce del rifiuto di collaborare, ha confermato la necessità di un accertamento medico, ha confermato il nome del perito ed ha confermato la sede dell’accertamento.”
“Quand bien même le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas entièrement du fardeau de la preuve ; ainsi, s’il n’est pas possible d’établir un état de fait vraisemblablement conforme à la réalité, il est statué en défaveur de la partie qui entendait déduire un droit d’un état de fait demeuré sans preuve (ATF 139 V 176 cons. 5.2). Lorsque les faits à prouver sont des faits créateurs de droit, la partie qui supporte les conséquences de l’absence de preuve est celle qui fait valoir le droit ; en matière d’assurances sociales, il s’agit en règle générale de la personne assurée. Avant de conclure à l’impossibilité d’établir les faits, l’assureur doit, conformément au principe inquisitoire, entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible pour recueillir les moyens de preuves utiles (Piguet, in : Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 45 ad art. 43 LPGA). Le devoir d’instruction s’applique également à l’instruction de demandes qui présentent des éléments d’extranéité. Les instruments à disposition des autorités suisses leur permettant de recueillir des moyens de preuve situés à l’étranger étant néanmoins limités, il y a lieu de poser des exigences élevées quant à l’obligation de collaborer de la personne assurée (Piguet, op. cit., n. 59 ad art. 43 LPGA). 4. a) En l’espèce, il convient d’examiner s’il se justifie d’admettre une exception au principe de la territorialité. A l’appui de son recours, l’intéressé soutient que la pratique en matière de phalloplastie est insuffisante en Suisse et que l’intimée n’est pas parvenue à déterminer de manière précise et documentée le nombre de phalloplasties pratiquées en vue de se prononcer en toute connaissance de cause sur l’adéquation des traitements proposés. Il requiert en conséquence que l’OFS fournisse des renseignements plus circonstanciés, en donnant le nombre effectif de phalloplasties effectuées en Suisse ces cinq dernières années, les techniques utilisées à cette fin et le nombre de médecins pratiquant cette opération. Il reproche, au surplus, aux équipes médicales suisses de s’appuyer sur l’expertise du Dr F.________, lequel est proche des 80 ans et pratique une technique (RFF) qui tend à être abandonnée. b) En l’espèce, il résulte du dossier que l’intimée a procédé à diverses mesures d’instruction.”
“Dies veranlasste die IV-Stelle sodann den beim E____ tätigen Dr. med. I____ zu beauftragen. Zu prüfen ist daher, ob das Vorgehen der IV-Stelle, unter diesen Umständen ohne Weiteres Dr. med. I____ zu beauftragen, korrekt war. 3.2. Liesse man zu, dass eine zuvor mit einem polydisziplinären Gutachten befasste Gutachterstelle - hier das E____ - eine Konsensbeurteilung wie hier mit Dr. med. F____, also einem externen Gutachter ablehnt, und die IV-Stelle daher zwingend auf einen Gutachter oder eine Gutachterin dieser Gutachterstelle zurückgreifen müsste, würde das zu einer Kompetenzverschiebung der IV-Stelle, dem vom Gesetz festgelegten Durchführungsorgan, und einem Entzug der Aufgaben von der IV-Stelle hin zur Gutachterstelle führen. Zusätzlich würde es ein faktisches Vetorecht der vorbefassten Gutachterstelle bedeuten. Dies ist mit den Grundsätzen von Art. 43 und Art. 44 ATSG nicht vereinbar. Die Aufgaben der IV-Stelle sind nämlich gesetzlich in Art. 57 Abs. 1 IVG präzisiert, der Untersuchungsgrundsatz in Art. 43 ATSG festgelegt und Art. 44 ATSG sieht das sogenannte Einigungsverfahren vor. Diese Aufgaben können der IV-Stelle nicht von einer Gutachterstelle indirekt entzogen werden. Zu beachten ist des Weiteren, dass, wenn die Gutachterstelle eine Konsensbeurteilung mit einem externen Gutachter bzw. mit einer externen Gutachterin ablehnt bzw. wie vorliegend auf eine entsprechende Anfrage der IV-Stelle gar nicht erst eingeht, diese damit das in Art. 44 ATSG vorgesehene Einigungsverfahren zwischen Versicherer und versicherter Person unterläuft. Die höchstrichterlichen Korrektive zur Stärkung der Partizipationsrechte gebieten jedoch ein konsensorientiertes Vorgehen bei der Auswahl einer Gutachterperson, welches über die blosse Prüfung allfälliger Ablehnungs- bzw. Ausstandsgründe hinaus - im Interesse einer verbesserten Akzeptanz bei den Betroffenen - auf ein Einvernehmen mit den Versicherten abzielen muss. Eine Einigung ist daher auch dann zu versuchen, wenn keine Ausschliessungs- und Ausstandsgründe vorliegen.”
“En dernier lieu, le complément d’expertise du 4 mars 2020, à teneur duquel il conviendrait de faire lire le rapport d’expertise du 28 novembre 2019 au Dr Z.________, interpelle. Le rôle de l’expert n’est en effet pas d’obtenir l’approbation de l’un de ses confrères sur son travail, mais bien de prendre position sur les questions qui lui sont soumises. Dans ces conditions, l’expertise du Dr T.________, au demeurant non titulaire du titre FMH dont il se prévaut, ne remplit pas les réquisits jurisprudentiels permettant de lui reconnaître une pleine valeur probante. Puisqu’une nouvelle expertise s’impose quoi qu’il en soit, les griefs du recourant quant à la mauvaise connaissance du Dr T.________ de la langue française, l’enregistrement non autorisé des entretiens, ou encore le fait que la communication du 24 juillet 2019 mentionnait la désignation du Dr X.________ en qualité d’expert, alors que c’est finalement le Dr T.________ qui a été désigné en remplacement, - sans que l’intéressé en soit informé -, souffrent de demeurer indécis. Pour le surplus, et quoi qu’en dise le recourant, conformément à l’art. 43 LPGA, il y a bien lieu de renvoyer la cause à l’OAI, à qui il appartient en premier lieu d’instruire, afin qu’il mette en œuvre une nouvelle expertise avec volet psychiatrique. Les pièces au dossier ne permettent en effet pas d’établir l’« incapacité de travail totalement invalidante » sur les plans tant psychiatrique que somatique dont l’intéressé se prévaut dans son écriture du 30 août 2021, respectivement de considérer que la Cour des assurances sociales disposerait de toutes les pièces lui permettant de faire droit à son recours, comme le recourant le soutient par écriture du 4 octobre 2021. A toutes fins utiles, il est d’ores et déjà rappelé au recourant qu’il est tenu de se soumettre aux examens médicaux nécessaires à l’appréciation du cas, au risque que l’OAI se prononce en l’état du dossier (cf. art. 43 al. 2 et 3 LPGA), étant relevé que les pièces au dossier démontrent qu’il est en mesure de se rendre régulièrement auprès de médecins (cf. également avis SMR du 8 novembre 2021, ch. 5), si bien qu’il sera en mesure de se faire expertiser.”
Se lo stato degli atti è sostanzialmente chiaro e costituisÎ una base sufficiente per la valutazione, non sono necessari ulteriori accertamenti; in tal caso non sussiste violazione dell'art. 43 LPGA.
“Bei dieser Ausgangslage besteht kein Anlass für weitere Abklärungen. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 ATSG) kann der Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen werden.”
“Compte tenu de ce qui précède, l’intimé n’a pas violé son obligation d’instruire (art. 43 LPGA) et n’avait pas à mettre en œuvre des mesures d’instruction supplémentaires. Il convient ainsi de retenir que le recourant disposait d’une pleine capacité de travail dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles à compter du mois de février”
“Somit ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Gutachten des MZR abstellte, da es eine genügende Grundlage zur Beurteilung des Rentenanspruchs in der relevanten Zeitspanne liefert. Anlass für weitere medizinische Abklärungen besteht nicht. Die Beschwerdegegnerin ist ihrer Abklärungspflicht in genügender Weise nachgekommen und hat den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 ATSG nicht verletzt. Folglich ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer seit jeher die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100% zumutbar ist.”
LPGA art. 43 n. 595 Il termine di riflessione deve essere determinato concretamente secondo la prassi; periodi di più settimane — in particolare termini di cirÊ 30 giorni — sono spesso ritenuti adeguati. È possibile una proroga motivata del termine. Se tra una precedente procedura di sollecito e di riflessione e un successivo annullamento del procedimento intercorrono periodi più lunghi (nella prassi, ad esempio, oltre cirÊ 2 anni), secondo la giurisprudenza il procedimento deve essere riavviato.
“Nachdem die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 16. Juli 2020 zunächst eine Frist bis zum 20. August 2020 angesetzt hatte (vgl. Urk. 7/31), verlängerte sie diese mit Schreiben vom 8. September 2020 bis zum 5. Oktober 2020 (vgl. Urk. 7/35). Die der Beschwerdeführerin eingeräumte Bedenkzeit, die letztlich bis zum 5. Oktober 2020 dauerte, war angemessen. Aufgrund der in beiden Schreiben erfolgten Androhung der Säumnisfolgen ist somit von einer rechtsgenügenden Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) auszugehen.”
“On ne décèle en rien qu'il aurait été victime d'une maladie ou aurait rencontré une autre raison, de sorte qu'il n'était pas à même d'apprécier les conséquences de sa manière d'agir ou de se comporter d'après cette appréciation. Il ressort du dossier que l'ensemble des actes de l'OAIE a été envoyé à l'adresse du recourant telle qu'indiquée dans la demande de prestations de l'AI, même s'il y manque un « (...) » à « (...) » (cf. adresse donnée par l'assuré dans son recours). La plupart l'ont par ailleurs été sous pli recommandé. Au surplus, le Tribunal remarque que le recourant a dû recevoir ces actes, dont la décision du 19 septembre 2023, dans la mesure où il a été en mesure de l'attaquer devant le Tribunal de céans par la voie d'un recours. Il a d'ailleurs joint cette pièce et la mise en demeure par l'OAIE le 9 mai 2023 comme moyens de preuve. Ayant à tout le moins reçu la mise en demeure par l'OAIE, il pouvait être raisonnablement attendu du recourant déjà ce moment-là qu'il prenne contact avec dit office afin de lui expliquer les éventuelles difficultés rencontrées. 7.3 Dans la présente cause le Tribunal de céans relève que l'OAIE a agi conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA. En effet, il a, une fois la demande de prestations reçue le 9 février 2023 (OAIE pce 3), accusé réception de cette demande et invité le recourant en date du 3 mars 2023 à produire les documents nécessaires à son examen, dont certains en annexe au courrier et à retourner remplis et signés. Il l'a averti en outre des conséquences en cas de manquement à l'obligation de collaborer (perte d'un éventuel droit au paiement d'un intérêt moratoire ; OAIE pce 5). Il ressort du dossier que le recourant n'y a pas donné suite. Le 9 mai 2023, l'autorité inférieure l'a mis en demeure en rappelant les documents, le cas échéant, annexés à lui faire parvenir, tout en lui impartissant un délai de 30 jours dès réception et en l'avertissant qu'à défaut, la demande de prestations ne pourrait pas être examinée et qu'une décision de non-entrée en matière serait notifiée. Il appert au demeurant que le délai de réflexion imparti par l'OAIE peut être qualifié de convenable (cf. s'agissant de la notion de délai convenable, l'arrêt du Tribunal fédéral I 605/04 du 11 janvier 2005 consid.”
“Daraufhin führte die Vorinstanz das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durch. Sie forderte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 3. März 2022 auf, innerhalb von 30 Tagen mit konkreten Nachweisen wie Mietvertrag, Strom- und Wasserrechnungen zu belegen, dass er und seine Ehefrau faktisch zwei unterschiedliche Haushalte bewohnten. Die Vorinstanz stellte in Aussicht, ohne Zustellung der verlangten Belege in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG einen Einspracheentscheid aufgrund der vorliegenden Akten zu erlassen (SAK-act. 66). Der Beschwerdeführer reagierte mit E-Mail vom 27. März 2022 auf die Aufforderung mit Ausführungen zu seiner Lebens-situation, ohne jedoch sachdienliche Dokumente zu den Akten zu geben (SAK-act. 67). So erwähnte der Beschwerdeführer namentlich eine unheilbare Herzkrankheit, aufgrund derer er sich am Meer (auf B._______ [Spanien] und an der Nordsee) aufhalte. Konkrete Nachweise reichte er nicht ein. In der Folge erliess die Vorinstanz den Einspracheentscheid aufgrund der ihr vorliegenden Akten und wies die Einsprache gegen die Plafonierung der Rente ab (SAK-act. 69).”
“Daran ändern die Vorbringen der Beschwerdegegnerin nichts. Es trifft zwar zu, dass sie bereits im Jahr 2019 ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt hat. Dieses richtete sich aber an den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer und bezog sich auf die Begutachtung bei der E.____ GmbH. Zwischen dieser Abmahnung des Versicherten im Mai 2019 und dem Abbruch der Abklärungen beim Zentrum K.____ Ende Oktober 2021 lagen mehr als 2 Jahre. Bei dieser Sachlage hätte die IV-Stelle das zwingend vorgeschriebene Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG erneut durchführen müssen.”
LPGA art. 43 n. 594 In caso di relazioni mediche contraddittorie, l'ente assicurativo deve valutare oggettivamente l'intero materiale probatorio e indicare le ragioni per le quali preferisÎ una perizia mediÊ rispetto a un'altra. Se il fascicolo presenta dubbi o non è sufficiente per una decisione certa, l'autorità è tenuta d'ufficio a effettuare accertamenti complementari ovvero ulteriori indagini.
“En particulier, le juge ne saurait statuer, en présence de rapports médicaux contradictoires, sans avoir examiné l'ensemble des preuves disponibles et sans indiquer les motifs qui le conduisent à retenir un avis médical plutôt qu'un autre (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 125 V 351 c. 3a). La valeur probante d'un rapport médical dépend du fait que les points litigieux importants aient fait l'objet d'une étude fouillée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu'il prenne également en considération les plaintes exprimées, qu'il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical soit claire et enfin que les conclusions de l'expert soient bien motivées. Ainsi, ni la provenance du moyen de preuve, ni l'appellation du mandat confié au médecin (rapport ou expertise) ne sont déterminantes pour la force probante d'un tel document (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 134 V 231 c. 5.1, 125 V 351 c. 3a). 2.4 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2e, 122 V 157 c. 1a; SVR 2009 IV n° 4 c. 4.2.2). 3. 3.1 Dès l'abord, l'on précisera que ni le statut mixte de 50%/50% reconnu à l'assurée ni la part d'empêchements de 20% admise dans les travaux ménagers (taux d'incapacité s'élevant à 10% après pondération) ne sont litigieux.”
“En particulier, le juge ne saurait statuer, en présence de rapports médicaux contradictoires, sans avoir examiné l'ensemble des preuves disponibles et sans indiquer les motifs qui le conduisent à retenir un avis médical plutôt qu'un autre (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 125 V 351 c. 3a). La valeur probante d'un rapport médical dépend du fait que les points litigieux importants aient fait l'objet d'une étude fouillée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu'il prenne également en considération les plaintes exprimées, qu'il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical soit claire et enfin que les conclusions de l'expert soient bien motivées. Ainsi, ni la provenance du moyen de preuve, ni l'appellation du mandat confié au médecin (rapport ou expertise) ne sont déterminantes pour la force probante d'un tel document (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 134 V 231 c. 5.1, 125 V 351 c. 3a). 2.4 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2e, 122 V 157 c. 1a; SVR 2009 IV n° 4 c. 4.2.2). 3. 3.1 L’intimé se rallie aux conclusions du médecin rhumatologue de son SMR et, après avoir par ailleurs écarté l’hypothèse d’une fibromyalgie au moyen d’une expertise psychiatrique, nie la présence chez l’assurée d’une spondylarthrite, à tout le moins d’une maladie active de ce type, n’admettant pour seules limitations fonctionnelles objectives et durables des troubles dégénératifs axiaux.”
“2, 132 V 93 c. 4; SVR 2018 IV n° 27 c. 4.2.1). En revanche, il n'appartient pas au médecin de s'exprimer sur le degré d'une rente éventuelle, étant donné que la notion d'invalidité n'est pas seulement déterminée par des facteurs médicaux, mais également des facteurs économiques (cf. art. 16 LPGA). 2.5 Selon le principe de la libre appréciation des preuves, le juge des assurances sociales doit, quelle que soit leur provenance, examiner l'ensemble des moyens de preuve de manière objective et décider s'ils permettent de trancher la question des droits litigieux de manière sûre. En particulier, le juge ne saurait statuer, en présence de rapports médicaux contradictoires, sans avoir examiné l'ensemble des moyens de preuve disponibles et sans indiquer les motifs qui le conduisent à retenir un avis médical plutôt qu'un autre (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 125 V 351 c. 3a). 2.6 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2e, 122 V 157 c. 1a; SVR 2009 IV n° 4 c. 4.2.2). 3. 3.1 Fondé en particulier sur l'avis du SMR et le rapport d'enquête économique sur le ménage qu'il a considéré comme probants, l'intimé a retenu que la recourante était en mesure d'exercer son activité habituelle à 80%, arrêtant le taux d'invalidité à 20%, insuffisant pour ouvrir le droit à une rente.”
“Dies bedeutet, dass alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen Berichten der Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht sind. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 4.1 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer am 6. Februar 2018 eine anspruchsbegründende Verletzung zuzog. Streitig ist, ob das Ereignis als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. 4.2 Als Unfall gilt laut Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere Faktor ist zentrales Begriffsmerkmal eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 134 V 72 E. 4.1.1). Nach der Rechtsprechung ist der äussere Faktor ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist (BGE 142 V 219 E.”
“Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). c) Selon l’art. 43 al. 1 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit. Ils peuvent émaner des employeurs, des médecins, des assurances (sociales et privées), des organes officiels ou de toute autre personne dont le témoignage apparaît utile à l’établissement des faits. La personne assurée est tenue d’autoriser lesdites personnes ou institutions à donner les renseignements requis (cf. art. 28 al. 3 LPGA). En règle générale, la demande de renseignements prendra la forme d’un questionnaire envoyé par l’assureur à la personne ou à l’institution concernée (Jacques Olivier Piguet, Commentaire romand de la Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 15 ad art. 43 LPGA et les références). d) Il peut arriver que les déclarations successives de la personne assurée soient contradictoires. En pareilles circonstances, il convient de retenir la première affirmation qui correspond généralement à celle que la personne intéressée a faite alors qu’elle n’était pas consciente de ses conséquences juridiques, les nouvelles explications pouvant être, consciemment ou non, le produit de réflexions ultérieures (ATF 142 V 590 consid.”
I rapporti del SMR possono essere determinanti ai fini della decisione; una perizia mediÊ integrativa non è obbligatoria in ogni caso, purché il SMR esponga in modo comprensibile i fatti medici rilevanti e le proprie valutazioni e non sussistano fondati dubbi sulle sue constatazioni. Se inveÎ sussistono dubbi sull'affidabilità o sulla rilevanza delle constatazioni del SMR, secondo la giurisprudenza va disposta una perizia.
“Le SMR s'est également exprimé de manière probante, soit en se référant à la littérature médicale, pour expliquer que la recourante ne pouvait rien déduire en sa faveur de l'existence d'une maladie de Baastrup, qui n'était pas une véritable affection mais un simple phénomène radiologique (dos. AI 58/2). Enfin, la comparaison du rapport du quatrième chirurgien orthopédique du 21 avril 2021 avec le reste du dossier (en particulier avec les précédents rapports de ce chirurgien) permet de confirmer que ce document n'a pas révélé d'éléments nouveaux. En conclusion, force est d'admettre que l'avis du SMR, découlant de ses rapports des 11 décembre 2020 et 6 mai 2021, s'impose à un degré de vraisemblance prépondérante (degré de preuve usité en droit des assurances sociales; ATF 144 V 427 c. 3.2), vis-à-vis de ceux des médecins et spécialistes traitants. Ces rapports du SMR pouvaient donc servir de base au prononcé litigieux, sans qu'une expertise ne soit encore nécessaire. Cette réquisition de preuve doit par conséquent être rejetée (voir p. 5 in fine et 9 du recours). Ce faisant, c'est également à tort que la recourante prétend que l'intimé a violé son devoir d'instruction (art. 43 LPGA; voir c. 2.6). 8. Enfin, il convient d'indiquer à l'intention de la recourante, dès lors qu'elle se prévaut de la jurisprudence concernant l'examen du caractère invalidant des troubles somatoformes douloureux (ATF 141 V 281; dont la validité a été étendue à l'ensemble des troubles psychiques, voir ATF 143 V 418 c. 4.2), qu'ainsi qu'elle l'a admis (p. 4 in fine du recours), le dossier est exempt d'un quelconque avis ou diagnostic psychiatrique jusqu'à la date de la décision attaquée (ce que le SMR a d'ailleurs aussi souligné; dos. AI 49/4; voir aussi p. 4 s. du rapport du SMR du 17 septembre 2021). Et pour cause, puisque le diagnostic de trouble somatoforme douloureux se caractérise par le fait qu'alors que des plaintes physiques sont rapportées (entraînant des limitations concrètes dans les fonctions de la vie quotidienne; ATF 141 V 281 c. 2.1.1), aucune explication claire de leur origine n'est pour autant possible (ATF 130 V 396 c. 6.1). Ce diagnostic vise donc une situation différente de celle de la recourante, dont les atteintes ont été clairement identifiées et illustrées par des radiographies (IRM).”
“Contrairement à ce qu'ont retenu à tort les premiers juges, on ne saurait admettre que l'office recourant a violé son obligation d'instruire d'office la demande (cf. art. 43 LPGA) en se fondant sur l'avis des médecins du SMR, sans avoir préalablement mis en oeuvre une expertise médicale conformément à la procédure prévue à l'art. 44 LPGA. En effet, il ressort du rapport du SMR du 22 février 2021 que ses auteurs se sont exprimés sur les avis des médecins traitants et qu'ils ont clairement justifié les diagnostics ainsi que leur évaluation de la capacité de travail. Plus particulièrement, en ce qui concerne le diagnostic de dépression réactionnelle évoqué par les docteurs C.________ et D.________, les docteurs G.________ et H.________ ont indiqué les motifs qui les ont conduits à nier la présence d'une quelconque pathologie psychiatrique caractérisée. De plus, ils n'ont laissé indécise aucune question pertinente d'ordre médical. À cet égard, la juridiction cantonale s'est limitée à indiquer que les constatations du docteur D.________ faisaient apparaître des doutes suffisants quant au bien-fondé des conclusions du SMR, sans toutefois mentionner en quoi consisteraient ces doutes, ni pour quelle raison l'appréciation des docteurs G.”
“Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt du Tribunal fédéral 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales (arrêt du Tribunal fédéral 8C_667/2012 du 12 juin 2013 consid. 4.1). L'assureur n'a pas à épuiser toutes les possibilités d'investigations, s'il estime, par une appréciation anticipée des preuves fournies par les investigations auxquelles il a déjà procédé, que certains faits présentent le degré de preuve requis par les circonstances et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (Jacques Olivier PIGUET, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 12 ad art. 43 LPGA). Selon la jurisprudence, il est par ailleurs admissible de se fonder de manière déterminante sur un rapport du SMR. Même si celui-ci a pour fonction d'opérer la synthèse des renseignements médicaux versés au dossier, de prendre position à leur sujet et de prodiguer des recommandations quant à la suite à donner au dossier sur le plan médical, et qu'il ne contient aucune observation clinique, il n'est cependant pas dénué de toute valeur probante. Il convient toutefois de poser des exigences strictes en matière de preuve ; une expertise devra être ordonnée si des doutes, même faibles, subsistent quant à la fiabilité ou à la pertinence des constatations effectuées par le SMR (ATF 142 V 58 consid. 5 ; 135 V 465 consid. 4.4 et 4.6 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_371/2018 du 16 août 2018 consid. 4.3.1). Si l’administration ou le juge, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves fournies par les investigations auxquelles ils doivent procéder d’office, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d’autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation, il est superflu d’administrer d’autres preuves (appréciation anticipée des preuves ; ATF 145 I 167 consid.”
LPGA art. 43 n. 592 In caso di lesioni cerebrali può essere disposta una perizia polidisciplinare (p. es. psichiatria, neuropsicologia, neurologia). L'ammissibilità dell'accertamento va valutata in base al rapporto tra lo scopo perseguito e la compromissione della persona assicurata (rapporto scopo‑compromissione); vanno considerate circostanze oggettive e soggettive.
“Unter diesem Aspekt respektive unter Berücksichtigung der Tatsache, dass bei den Gutachtern der Kliniken C____ die Frage der Kausalität des Unfalls im Vordergrund stand, welche hier im IV-Verfahren unerheblich ist, ist kein Grund erkennbar, weshalb im vorliegenden Verfahren nicht eine aktuelle Begutachtung des Beschwerdeführers durchzuführen ist. Nichts einzuwenden ist auch gegen den Antrag der Beschwerdegegnerin auf teilweise Gutheissung der Beschwerde, es sei eine polydisziplinäre Begutachtung in den Disziplinen Psychiatrie, Neuropsychologie und Neurologie anzuordnen, zumal es sich bei dem vorliegend im Zentrum stehenden invaliditätsbegründenden Gesundheitsschaden, dessen Auswirkungen auf die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen ist, um eine Hirnverletzung handelt (vgl. BA, S. 1; vgl. die Diagnosestellung im neurologischen [IV-Akte 113, S. 31) und neuropsychologischen [IV-Akte 113, S. 38] Gutachten sowie psychiatrischen Konsiliargutachten [IV-Akte 113, S. 60] der Kliniken C____). 5. 5.1. Art. 43 Abs. 2 ATSG zufolge setzt die Pflicht zur Teilnahme von versicherten Person an ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen voraus, dass diese wie soeben ausgeführt (vgl. E. 4.1.1.-4.1.2. hiervor und Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG sowie Art. 57 Abs. 3 IVG) notwendig und zumutbar sind. Bei der Beurteilung der zweiten, kumulativ zu erfüllenden Voraussetzung der Zumutbarkeit von ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen gelten die zu Art. 21 Abs. 4 ATSG entwickelten Grundsätze, wo es um die Zumutbarkeit einer Behandlung oder einer Massnahme zur Eingliederung ins Erwerbsleben geht, analog (vgl. Peter Forster, Art. 43 N 28, in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux (Hrsg.), Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, 1. Auflage, Zürich 2021 und Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, N 92 zu Art. 43 ATSG). Gemäss der Rechtsprechung zu Art. 21 Abs. 4 ATSG ist die Mitwirkung zumutbar, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung des Pflichtigen steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen.”
“Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, einzutreten. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass der Versicherungsträger die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen vorzunehmen hat. Dabei bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sie sich den für die Beurteilung ihres Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 4.2. Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen eine Begutachtung als notwendig, so obliegt ihm gemäss Art. 44 Abs. 1 ATSG die Entscheidung, ob diese mono-, bi- oder polydisziplinär zu erfolgen hat. Bei polydisziplinären Gutachten sind drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt. Sie sind namentlich für Fälle vorgesehen, bei denen der Gesundheitsschaden zwar auf eine oder zwei Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesichert ist (Massimo Aliotta, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage 2020, Art. 44 N 10). Solche Gutachten haben gemäss Art. 72bis Abs. 1 IVV bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat das BSV die webbasierte Vergabeplattform SuisseMed@P eingerichtet, über welche der gesamte Verlauf der Gutachtenseinholung gesteuert und kontrolliert wird (vgl.”
LPGA art. 43 n. 591 Se è disponibile una perizia motivata redatta da un perito neutrale incaricato dall'amministrazione o dal giudiÎ, la sua valutazione va di norma ponderata più favorevolmente rispetto alla valutazione dei medici curanti; questi ultimi, a causa del rapporto di fiducia, possono essere tendenzialmente di parte a favore dell'assicurato. L'autorità può pertanto fare affidamento su una tale valutazione professionale neutrale, nella misura in cui la perizia sia pertinente per la valutazione del caso e sia adeguatamente motivata e comprensibile.
“En outre, l'on ne saurait remettre en cause une expertise ordonnée par l'administration ou un juge et procéder à de nouvelles investigations du seul fait qu'un ou plusieurs médecins traitants ont une opinion contradictoire (arrêt TF 9C_201/2007 du 29 janvier 2008). Il y a lieu d’attacher plus de poids à l’opinion motivée d’un expert qu’à l’appréciation de l’incapacité de travail par le médecin traitant dès lors que celui-ci, vu la relation de confiance qui l’unit à son patient, est généralement enclin, en cas de doute, à prendre parti pour lui (ATF 125 V 351 consid. 3b/cc et les références citées). 3. 3.1. D'après l'art. 7 al. 1 LPGA, l’assuré doit entreprendre tout ce qui peut être raisonnablement exigé de lui pour réduire la durée et l’étendue de l’incapacité de travail (art. 6 LPGA) et pour empêcher la survenance d’une invalidité (art. 8 LPGA). L'art. 7b al. 1 LPGA ajoute que les prestations peuvent être réduites ou refusées conformément à l’art. 21 al. 4 LPGA si l’assuré a manqué aux obligations prévues à l’art. 7 de la présente loi ou à l’art. 43 al. 2 LPGA. En vertu de l'art. 21 al. 4 LPGA, les prestations peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement si l’assuré se soustrait ou s’oppose, ou encore ne participe pas spontanément, dans les limites de ce qui peut être exigé de lui, à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou d’offrir une nouvelle possibilité de gain. Une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable doit lui avoir été adressée. Les traitements et les mesures de réadaptation qui présentent un danger pour la vie ou pour la santé ne peuvent être exigés. 3.2. Au sens de l’art. 43 al. 1, 1ère phrase LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L’art. 43 al. 2 LPGA prévoit pour sa part que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés.”
In caso di mancata collaborazione senza giustificazione deve essere avviata la procedura di sollecito e periodo di riflessione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA; solo dopo un sollecito scritto, l'indicazione delle conseguenze giuridiche e un periodo di riflessione adeguato, l'ente erogatore può disporre in base agli atti o chiudere il procedimento. Per il rifiuto di sottoporsi a un accertamento medico, l'art. 7b cpv. 1 LAI preveÞ che quale sanzione possa essere applicata la riduzione o il diniego della prestazione richiesta (cfr. art. 21 cpv. 4 LPGA).
“Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin sämtliche Mittel auszuschöpfen, um den Sachverhalt zur Prüfung des Leistungsanspruchs ausreichend abzuklären (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Dies bedeutet, dass eine erneute psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben ist. Da der Beschwerdeführer bei der letzten Begutachtung unzureichend mitgewirkt hat, besteht die Gefahr, dass er seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 28 ATSG) erneut verletzen könnte. Um dieser Gefahr zu begegnen respektive um eine versicherte Person zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht zu bewegen, sieht das Gesetz das sogenannte Mahn- und Bedenkzeitverfahren vor: Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsabklärung in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Er muss die versicherte Person vorher schriftlich gemahnt, auf die Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt haben. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG hat also zum Zweck, nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auf die versicherte Person Druck auszuüben, damit sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt und das Verfahren ordnungsgemäss weitergeführt werden kann (vgl. Tobias Bolt, Folgen einer Mitwirkungspflichtverletzung, in: JaSo 2016, S. 176). Nun ordnet Art. 7b Abs. 1 IVG aber an, dass auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bei einer medizinischen Untersuchung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht die in Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten, sondern die in Art. 21 Abs. 4 ATSG (eigentlich für die Verletzung der Schadenminderungspflicht) vorgesehene Sanktion der Kürzung oder Verweigerung der anbegehrten Leistung zur Anwendung kommen muss. Die Regelung von Art. 7b Abs. 1 IVG bedeutet also für die in Art. 43 Abs. 2 ATSG geregelte Pflicht zur Mitwirkung bei medizinischen Untersuchungen, dass bei der Anwendung von Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG als Sanktion nur die Kürzung oder die Verweigerung der anbegehrten Leistung möglich ist.”
“________ rückwirkend ab Oktober 2014 bis Ende Februar 2017 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit sei nicht näher begründet worden und aufgrund der Akten nicht nachvollziehbar. Die IV-Stelle habe somit zu Recht erkannt, es lasse sich nicht feststellen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit Oktober 2014 aus objektiver Sicht eingeschränkt sei. Nachdem zwei ambulante Begutachtungen nicht zu verwertbaren Ergebnissen geführt hätten, sei nachvollziehbar, dass sie eine stationäre Begutachtung als notwendig erachtet habe. Medizinische Gründe, die eine solche als unzumutbar erscheinen liessen, seien nicht ersichtlich. Die IV-Stelle habe den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. November 2021 letztmalig aufgefordert, bis 29. November 2021 eine unterzeichnete Bereitschaftserklärung betreffend eine Begutachtung zu retournieren. Andernfalls sehe sie sich gezwungen, dies als Verweigerung der Begutachtung zu verstehen und aufgrund der Akten zu entscheiden. Dies werde eine Abweisung seines Leistungsgesuchs zur Folge haben. Die IV-Stelle habe somit das Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 Abs. 3 ATSG korrekt durchgeführt. Der Beschwerdeführer sei seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, weshalb sie berechtigt gewesen sei, androhungsgemäss einen Aktenentscheid zu fällen. Ergänzend sei darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Lichte des Grundsatzes "Eingliederung vor Rente" (BGE 148 V 397 E. 6.2.4) ab 1. Oktober 2015 keinen Rentenanspruch gehabt habe, da keine medizinisch begründete Eingliederungsunfähigkeit vorgelegen habe. Insgesamt sei eine anspruchsrelevante Invalidität nicht feststellbar, weshalb er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen habe und sein Leistungsanspruch zu Recht verneint worden sei.”
“Mit Blick auf die vorstehend dargelegte Vorgehensweise der Vorinstanz ist erstellt, dass diese hinsichtlich der vorgesehenen medizinischen Begutachtung in der Schweiz das Mahn- und Bedenkzeitverfahren in korrekter Weise gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG durchgeführt hat. Auf die Folgen der Mitwirkungsverweigerung wurde der Beschwerdeführer hingewiesen und die rentenaufhebende Verfügung erging rund ein halbes Jahr, nachdem das Gesuch um Aufhebung des Reiseverbots rechtskräftig abgelehnt worden war. Offen bleiben kann bei dieser Sachlage die Frage, ob sich der Entscheid der Vorinstanz auch auf Art. 7b Abs. 2 Bst. d IVG hätte stützen können.”
LPGA art. 43 n. 589 L'ente assicurativo può rifiutare una sospensione, in particolare se ciò dovesse comportare ritardi procedurali imprevedibili. Dispone di un ampio margine di discrezionalità in merito alla necessità, alla portata e all'adeguatezza degli accertamenti. Non sussiste alcun diritto ad attendere una perizia disposta da un tribunale civile.
“Angesichts der Verfahrensdauer sei es nicht angebracht, zusätzliche, in ihrer Dauer noch nicht absehbare Verfahrensverzögerungen in Kauf zu nehmen. Auch bestehe kein rechtlicher Anspruch darauf, dass eine Begutachtung in einem gleichzeitig stattfindenden zivilrechtlichen Verfahren abgewartet werde. Auf diese Weise käme einem zivilgerichtlichen Gutachten stets Vorrang zu, was mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung nicht vereinbar sei. 2.3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Antrag auf Verfahrenssistierung zu Recht abgewiesen hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er nach Art. 44 ATSG der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. 3.2. Die Verfahrensleitung liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_481/2013, E. 3.4.). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Sind die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt, so beschafft die IV-Stelle die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen. Zu diesem Zwecke können Berichte und Auskünfte verlangt, Gutachten eingeholt, Abklärungen an Ort und Stelle vorgenommen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beigezogen werden (Art. 69 Abs.”
LPGA art. 43 n. 588 Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicuratore è tenuto d'ufficio ad accertare in modo corretto e completo il fatto rilevante ai fini del diritto. Gli accertamenti necessari a tal fine devono, in linê di principio, essere conclusi prima dell'emanazione del provvedimento e non possono essere trasferiti al procedimento d'opposizione o a quello giudiziario; accertamenti integrativi possono emergere dall'opposizione.
“Die Abklärung des Sachverhaltes ist gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen vorzunehmen. Danach hat der Versicherungsträger von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen, indem er die vorgebrachten Begehren prüft, die notwendigen Abklärungen vornimmt und die erforderlichen Auskünfte einholt (Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 136 V 377 E. 4.1.1; vgl. auch Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70 Rz. 2 f.). Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. April 2020, 8C_641/2019, E. 3.3.1 und vom 28. Februar 2019, 8C_701/2018, E. 4.1). Die Verwaltung darf die für die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen nicht in das Einspracheverfahren verschieben (BGE 132 V 374 E. 5; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.2.1). Im Einspracheverfahren soll der Versicherungsträger jedoch als ungenügend erkannte Abklärungen, Fehlbeurteilungen oder Missverständnisse kostenlos und weitgehend formfrei ausräumen können, ohne dass ein Gericht angerufen werden muss (BGE 132 V 375 E. 6.1, 131 V 412 E. 2.1.2.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2009, 8C_528/2009, E.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG ist es alsdann der Versicherungsträger und damit die Suva, welche die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_393/2014 vom 18. September 2014 E. 3.1.3). Der rechtserhebliche Sachverhalt ist dabei vor Verfügungserlass abzuklären. Diese Aufgabe darf nicht ins Einspracheverfahren verlegt werden. Vorbehalten bleiben ergänzende Abklärungen, zu denen die in der Einsprache vorgebrachten Einwände Anlass geben (vgl. BGE 132 V 368). Es kann folglich nicht angehen, dass der relevante Sachverhalt und ein allfälliger Abklärungsbedarf von der Verwaltung erstmals im Gerichtsverfahren abschliessend geprüft werden können. Dies würde zu einer massiven Verkürzung des Rechtsmittelweges für die Versicherten und einer zusätzlichen Arbeitslast der Gerichte führen.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Das Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Die Verwaltung darf die für die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen rechtsprechungsgemäss grundsätzlich nicht ins Einspracheverfahren verschieben, da dieses sonst weitgehend seinen Sinn und Zweck verlöre, letztlich die Gerichte zu entlasten (BGE 132 V 368 E. 5 mit Hinweisen).”
Nel riconoscimento delle malattie professionali devono essere posti requisiti relativamente rigorosi: secondo la giurisprudenza sussiste un nesso «fortemente predominante» quando la causa professionale può essere valutata almeno al 75%. Inoltre, di regola occorre dimostrare che l'assicurato sia stato esposto per una certa durata a un tipico rischio professionale; una singola lesione verificatasi una sola volta non è di norma sufficiente. Il principio d'accertamento d'ufficio di cui all'art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'ente assicurativo a svolgere d'ufficio gli accertamenti necessari e a raccogliere le informazioni richieste.
“Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch entstehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 zur UVV entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des «stark überwiegenden» Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Dabei sind an die Annahme einer Berufskrankheit relativ strenge Anforderungen zu stellen. Grundsätzlich ist in jedem Einzelfall Beweis darüber zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%-ige) bis ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b). Verlangt wird, dass der Versicherte für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist bzw. war. Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen). 5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch entstehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 zur UVV entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des «stark überwiegenden» Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Dabei sind an die Annahme einer Berufskrankheit relativ strenge Anforderungen zu stellen. Grundsätzlich ist in jedem Einzelfall Beweis darüber zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%-ige) bis ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b). Verlangt wird, dass der Versicherte für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist bzw. war. Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen). 5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch entstehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 zur UVV entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des «stark überwiegenden» Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Dabei sind an die Annahme einer Berufskrankheit relativ strenge Anforderungen zu stellen. Grundsätzlich ist in jedem Einzelfall Beweis darüber zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%-ige) bis ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b). Verlangt wird, dass der Versicherte für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist bzw. war. Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen). 5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 586 Una decisione può basarsi su perizie interne all'assicurazione. Ciò presuppone però che vengano imposti requisiti rigorosi riguardo all'imparzialità del perito interno e all'affidabilità della documentazione. Se sussistono anche solo lievi dubbi sull'attendibilità o sulla coerenza delle constatazioni formulate internamente, di regola deve essere disposta una perizia esterna all'assicurazione. Non sussiste un diritto formale a ottenere una perizia esterna.
“Auch der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin diese weitere Beurteilung nicht bei einem versicherungsexternen Gutachter einholte, muss insofern als zulässig und in Übereinstimmung mit Art. 43 ATSG betrachtet werden, als es keinen förmlichen Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung gibt. Ein solcher besteht weder in verfassungsrechtlicher Hinsicht noch unter Berücksichtigung von Art. 6 Abs. 1 EMRK. Damit kann ein Entscheid allein auf versicherungsinterne Grundlagen abgestützt werden, wobei aber an die Unparteilichkeit des internen Gutachters und an die Zuverlässigkeit dieser Unterlagen strenge Anforderungen zu stellen sind. Eine versicherungsexterne Begutachtung ist dann in der Regel vom kantonalen Versicherungsgericht anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (Ueli Kieser, a.a.O., N 46 zu Art. 43 und N 67b zu Art. 44).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 585 Il principio dell'istruttoria (art. 43 cpv. 1 LPGA) obbliga di norma l'ente assicurativo a effettuare d'ufficio e, se del caso, a integrare gli accertamenti rilevanti ai fini della decisione, prima di disporre una procedura di sollecito e periodo di riflessione o di pronunciare la non entrata in materia per mancata collaborazione ingiustificata. Un simile comportamento è particolarmente necessario quando il quadro di fatto rilevante non può essere chiarito direttamente dagli atti o quando terzi (p. es. i medici curanti) non possono o non vogliono fornire informazioni. Nella misura in cui risulti tuttavia evidente che la persona assicurata possa agevolmente presentare la documentazione necessaria, l'obbligo dell'autorità si riduÎ a un invito alla collaborazione; una decisione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA va adottata soltanto se, nonostante ragionevoli tentativi di accertamento, un ulteriore chiarimento non è possibile.
“Allemal ist zu berücksichtigen, dass die für die Partei "günstigere Variante" zu wählen ist (vgl. BGE 108 V 231 f.). Wird gegen den betreffenden Entscheid des Versicherungsträgers ein Rechtsmittel eingelegt, ist im Rahmen der Überprüfung desselben vorfrageweise zu klären, ob die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war oder nicht (vgl. SVR 1998 UV Nr. 1).". Le sentenze dell'Alta Corte del 23 gennaio 2007 (I 906/05, consid. 5.4 e 6) e del 6 luglio 2007 (U 316/06, consid. 3.1.1) riprendono la succitata giurisprudenza del 2003 del Tribunale Federale delle Assicurazioni riguardante l'art. 43 cpv. 3 LPGA e la completano ulteriormente come segue: " (…) 5.4 (…) Au lieu de se prononcer sur le fond, en l'état du dossier, l'assureur peut également, selon les circonstances, rendre une décision d'irrecevabilité de la demande dont il est saisi. Il ne doit cependant faire usage de cette possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (art 43 al. 3 LPGA et 73 RAI; cf. ATF 108 V 229 consid. 2 p. 230; voir également, Ueli Kieser, ATSG-Kommentar: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, Zurich 2003, n. 41 ad art. 43; Kölz/ Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2ème édition 1998, ch. 275; Ueli Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zurich 1999, no 229, p. 108 s.; Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungs-recht, p. 256; Gabriela Riemer-Kafka, Die Pflicht zur Selbstverantwortung, Fribourg 1999, p. 210). 6. Conformément au principe inquisitoire, il appartient en premier chef à l'administration de déterminer, en fonction de l'état de fait à élucider, quelles sont les mesures d'instruction qu'il convient de mettre en oeuvre dans un cas d'espèce. Elle dispose à cet égard d'une grande liberté d'appréciation. Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en oeuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction.”
“Sie hat sich vielmehr darauf beschränkt, den Beschwerdeführer zur Einreichung von Unterlagen, die das Bestehen einer Schuld belegen könnten, aufzufordern (Schreiben vom 22. Januar 2020, 20. Februar 2020, 29. Mai 2020 und 24. Juni 2020, Aktenbund I, EL-act. 18, 21, 37, 38). Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verpflichtet die Beschwerdegegnerin jedoch, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen selber vorzunehmen und zwar so lange, bis dieser mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht respektive bis eine materielle Beweislosigkeit besteht (vgl. Ueli Kieser, Kommentar ATSG, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 17). Der Untersuchungsgrundsatz geht der Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung vor (Kieser, a.a.O., Art. 28 N 13 und 19). Die Beschwerdegegnerin hätte also versuchen müssen, den rechtserheblichen Sachverhalt auf andere Weise abzuklären, wenn der Beschwerdeführer keine Unterlagen einreicht, die den von ihm dargelegten Sachverhalt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen. Insbesondere hat sie kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 43 Abs. 3 ATSG) durchführen dürfen, solange sie nicht versucht hat, den relevanten Sachverhalt anderweitig abzuklären. Die vom Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vertretene Auffassung, laut der das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen in einem Entscheid vom 1. Juni 2021 "überzogene Anforderungen an die Untersuchungspflicht" gestellt habe, weil das Versicherungsgericht die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen hatte, obwohl die Beschwerdeführerin auf mehrmaliges Nachfragen der Beschwerdegegnerin keine Belege betreffend einen behaupteten Kauf von Möbeln eingereicht hatte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2021, 9C_377/2021, E. 5.3, und den aufgehobenen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juni 2021, EL 2019/61, E. 5.4), reduziert im Ergebnis die Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers zumindest in den Fällen, in denen es naheliegt, dass die versicherte Person Beweise betreffend einen von ihr behaupteten Sachverhalt vorlegen kann, auf die Pflicht, die versicherte Person aufzufordern, ihre Mitwirkungspflicht zu erfüllen.”
“Il est vrai que les déclarations de ce dernier en procédure cantonale (lettre du 16 novembre 2001) laissent augurer certaines difficultés quant à sa collaboration à la procédure. Il convient toutefois de rappeler, sur ce point, que selon les circonstances, l'assureur social se heurtant à un manque de collaboration d'une partie peut, après lui avoir imparti un délai pour respecter ses obligations et l'avoir avertie des conséquences de son attitude, se prononcer en l'état du dossier; le cas échéant, il pourra rejeter la demande présentée par cette partie en considérant que les faits dont elle entend tirer un droit ne sont pas démontrés (cf. ATF 117 V 264 consid. 3b et les références). Au lieu de se prononcer sur le fond, en l'état du dossier, l'assureur peut également, cas échéant, rendre une décision d'irrecevabilité de la demande dont il est saisi (cf. ATF 108 V 230 s. consid. 2; v. également UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zurich 1999, ch. 229, pp. 108 s.; MAURER, Unfallversicherungsrecht, p. 256; HARDY LANDOLT, Das Zumutbarkeitsprinzip im schweizerischen Sozialversicherungsrecht, thèse Zurich 1995, pp. 172 ss, ainsi que l'art. 43 al. 3 LPGA). Mais l'assureur ne peut se prononcer en l'état du dossier ou refuser d'entrer en matière - le choix de l'une ou l'autre décision dépendra notamment de l'avancement de l'instruction de la cause et de ses conséquences pour l'assuré ou d'éventuels tiers intéressés -, que s'il ne lui est pas possible d'élucider les questions de faits encore ouvertes sans difficultés ni complications particulières malgré l'absence de collaboration de l'assuré (cf. ATF 108 V 231 ss, 97 V 177; MAURER, Unfallversicherungsrecht, p. 255)." (sottolineature della redattrice). In STF 9C_763/2016 del 9 ottobre 2017 il TF ha precisato che un provvedimento di non entrata nel merito di giustifica solo quando una valutazione della domanda di prestazioni sulla base degli atti senza la collaborazione della parte è esclusa. Al contrario, una decisione materiale in base agli atti può essere pronunciata solo quando la fattispecie rilevante giuridicamente non si può chiarire ulteriormente e in misura sufficiente indipendentemente dal provvedimento di accertamento che l’assicurato senza validi motivi rifiuta di dar seguito (cfr.”
“November 2021 mit Hinweis auf die Zustellung des Fragebogens vor mehr als einem Monat [nicht in den Akten], Urk. 9/279), auf weitere Abklärungsschritte verzichtet hat, ist sie ihrer Abklärungspflicht nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Nachdem im ursprünglichen Verfahren psychiatrische Diagnosen vorgelegen hatten, der Beschwerdeführer im Formular zur Neuanmeldung angab, seit 2017 in der Praxis von Dr. C.___ in Behandlung zu stehen und mit dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. C.___ vom 2. September 2021 ein Hinweis auf eine weiterdauernde psychische Problematik mit allfällig einhergehender Arbeitsunfähigkeit vorlag, hätte die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht weitere Abklärungen zum psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in die Wege leiten müssen. Wird die in Art. 28 Abs. 3 Satz 2 ATSG postulierte Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies entgegen der impliziten Annahme der Beschwerdegegnerin nicht zu einem Vorgehen nach Art. 43 Abs. 3 ATSG führen, mithin vorliegend zu einem Entscheid aufgrund der Akten infolge Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht. Denn die Verletzung geht nicht auf die versicherte respektive leistungsansprechende Person zurück; vielmehr kam der delegierende Psychiater Dr. C.___ offensichtlich seiner Auskunftspflicht nicht nach. In solchen Fällen ist denn auch, sollte sich das Einholen eines Berichts als unmöglich erweisen, mit sonstigen Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N 100 zu Art. 43 ATSG). Von einer Beweislosigkeit bezüglich einer allfälligen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes, welche sich zu Lasten des Beschwerdeführers auswirken würde, durfte die Beschwerdegegnerin beim vorliegenden Akten- und Verfahrensstand klarerweise nicht ausgehen (Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4. März 2021 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 427 E. 3.2, 8C_257/2018 vom 24. August 2018 E. 3.2.2 mit Hinweis).”
“Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. B.___ selbst hätte erstellt werden müssen. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., N. 100 zu Art. 43 ATSG, Pärli/Kunz, a.a.O., N. 42 zu Art. 28 ATSG). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt mittels einer Untersuchung durch den regionalen ärztlichen Dienst (RAD) oder Einholung eines verwaltungsexternen Gutachtens abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen (vgl. zum Ganzen auch Urteil des hiesigen Gerichts IV.2021.00039 vom 23. April 2021 E. 4).”
Per la valutazione del valore probatorio dei referti medici conta il loro contenuto: sono decisivi il fatto che il referto sia esaustivo rispetto alle questioni controverse, si fondi su accertamenti completi, tenga conto dei disturbi lamentati, sia stato redatto in conoscenza degli atti precedenti (anamnesi) e che l'esposizione delle correlazioni mediche nonché le conclusioni siano comprensibili e adeguatamente motivate. L'origine o la qualificazione di un documento come «referto» o «perizia» non sono in linê di principio determinanti (nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA).
“Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens die Beweiskraft fehlt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).”
“Da auch die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 2. 2.1. Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, gestützt auf das beweiskräftige Gutachten von Dr. H____ vom 20. Mai 2020 habe man zu Recht das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers verneint. Bei dieser Ausgangslage müsse auch die Ablehnung eines Rentenanspruches als korrekt erachtet werden (vgl. insb. die Beschwerdeantwort). Der Beschwerdeführer wendet hiergegen zur Hauptsache ein, auf das Gutachten von Dr. H____ könne nicht abgestellt werden. Es erfülle die Beweisanforderungen nicht (vgl. insb. die Beschwerde). 2.2. Zu prüfen ist daher im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht gestützt auf die vorliegenden Akten mit Verfügung vom 5. Januar 2021 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. 3. 3.1. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.2. 3.2.1. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 3.2.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.”
“Bei der Beurteilung der Arbeits (un) fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen (Art. 43 Abs. 1 ATSG) beinhalten nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (BGE 141 V 330 E. 5.2). Administrativgutachten sind für die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren für das Gericht verbindlich, sofern nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). Entscheidend für die Frage, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist somit, inwieweit die bereits vorliegenden Gutachten die von der Rechtsprechung gestellten inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteile 8C_604/2021 vom 25. Januar 2022 E. 8; 8C_133/2021 vom 25. August 2021 E. 4.2; vgl. auch Urteil 8C_60/2023 vom 14. Juli 2023 E. 6.1).”
L'ente assicuratore determina la natura e l'entità degli accertamenti necessari; se ritiene necessaria una perizia, stabilisÎ, ai sensi dell'art. 44 cpv. 1 LPGA, se debba essere eseguita una perizia monodisciplinare, bidisciplinare o polidisciplinare. Nelle perizie mono- e bidisciplinari le discipline specialistiche sono indicate dall'ente assicuratore; nelle perizie polidisciplinari è l'organismo peritale a determinare in via definitiva le discipline specialistiche coinvolte.
“Die begutachtenden Somatiker empfahlen eine psychiatrische Abklärung, was sich auch mit Blick auf die übrige Aktenlage als angezeigt erweist und worüber unter den Parteien Einigkeit besteht. Inwiefern die medizinische Sachlage darüber hinaus nicht hinreichend abgeklärt und eine polydisziplinäre Abklärung notwendig sein soll, ist nicht einsichtig und hat der Beschwerdeführer nicht plausibilisiert. Die pneumologische Verlaufskontrolle im Spital D.___ vom Mai 2023 hat denn auch keine Progredienz der pneumologischen Leiden im Vergleich zum Vorbefund vom Oktober 2022 ergeben (Urk. 7/119 f.; vgl. auch die RAD-Stellungnahme vom 19. Juni 2023, Urk. 7/124/6). Im Hinblick auf die beantragte (erneute) Abklärung in den Fachrichtungen Pneumologie und Innere Medizin (vgl. Urk. 1 Ziff. 11) ist auch auf die Unzulässigkeit einer "second opinion" hinzuweisen (BGE 141 V 330 E. 5.2 S. 339; 138 V 271 E. 1.1 S. 274 f.). Festzuhalten bleibt schliesslich, dass der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen bestimmt (Art. 43 Abs. 1bis ATSG, in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung) und die Fachdisziplinen bei mono- und bidisziplinären Gutachten vom Versicherungsträger und bei polydisziplinären Gutachten von der Gutachterstelle abschliessend festgelegt werden (Art. 44 Abs. 5 in Verbindung mit Abs. 1 lit. a-c ATSG; vgl. dazu auch BGE 139 V 349). Dies schliesst nicht aus, dass der psychiatrische Gutachter einen interdisziplinären Austausch zur Einschätzung der gesamten Arbeits- und Leistungsfähigkeit als notwendig erachtet. Es besteht kein Grund, dieser medizinischen Beurteilung aus juristischer Sicht vorzugreifen.”
“Januar 2022 entstehen, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 Anwendung (vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1.1.2022, Rz. 9100). Da sich die Beschwerdeführerin am 2. März 2015 zum Leistungsbezug angemeldet hat, entstünde ein möglicher Rentenanspruch unter Beachtung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG – bei zudem erfülltem Wartejahr – frühestens ab 1. September 2015 und somit vor dem 1. Januar 2022. In zeitlicher Hinsicht sind Verfahrensvorschriften jedoch grundsätzlich nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen sofort auf hängige Verfahren anwendbar (vgl. BGE 115 II 97 E. 2c). Daher sind betreffend Gutachtensanordnung die ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen zu beachten. 3. 3.1. Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Gestützt auf Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen. Erachtet er im Rahmen von medizinischen Abklärungen ein Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis eine der folgenden Arten fest (Art. 44 Abs. 1 ATSG): lit. a monodisziplinäres Gutachten; lit. b bidisziplinäres Gutachten; lit. c polydisziplinäres Gutachten. 3.2. In Art. 44 Abs. 7 lit. a ATSG wurde die Kompetenz des Bundesrates zur Regelung für die Gutachtensvergabe festgehalten. Gestützt darauf erliess er Art. 72bis IVV. Medizinische Gutachten, an denen drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, haben bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat (Art. 72bis Abs. 1 IVV). Medizinische Gutachten, an denen zwei Fachdisziplinen beteiligt sind, haben bei einer Gutachterstelle oder einem Sachverständigen-Zweierteam zu erfolgen, mit der oder dem das BSV eine Vereinbarung getroffen hat (Art. 72bis Abs. 1bis IVV). Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art.”
“Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Dabei bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Erachtet er im Rahmen von medizinischen Abklärungen ein Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis eine der folgenden Arten fest (Art. 44 Abs. 1 ATSG): monodisziplinäres Gutachten; bidisziplinäres Gutachten; polydisziplinäres Gutachten. Bei Gutachten nach lit. a und b werden die Fachdisziplinen vom Versicherungsträger, bei Gutachten nach lit. c von der Gutachterstelle abschliessend festgelegt (Art. 44 Abs. 5 ATSG).”
LPGA art. 43 cpv. 2 n. 582 Ritardi ingiustificati dell'istruttoria possono essere rilevanti ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA; l'amministrazione deve condurre la procedura senza ritardi ingiustificabili, valutando caso per caso se gli accertamenti effettuati (ad es. nei casi esteri o in indagini di lunga durata) fossero ancora, per motivi legati ai termini, adeguati e necessari.
“In una sentenza 9C_448/2014 del 4 settembre 2014 l'Alta Corte ha negato che l'Ufficio AI abbia compiuto un diniego di giustizia, ritenendo che l’amministrazione, come del resto richiesto anche dall’assicurata, abbia attivamente svolto tutti gli atti istruttori necessari al fine di disporre di un incarto completo, verificando in particolare, in maniera approfondita, quale fosse lo stato di salute globale dell’interessata. Il TF ha infatti rilevato che: " (…) 7. L'attitude de la recourante est contradictoire. Elle se plaint du fait que l'intimé aurait retardé sa prise de décision en instruisant inutilement le volet oncologique, alors qu'elle lui avait elle-même demandé, le 6 mars 2012, qu'il fût procédé à une nouvelle appréciation globale de son état de santé, à teneur du jugement du 18 avril 2011, en réactualisant ses données médicales de façon à ce que les atteintes à la santé psychique et somatique fussent prises en considération. Par ailleurs, il sied de rappeler que l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Si l'assuré peut certes refuser de se soumettre à des examens médicaux ou techniques qui ne sont pas nécessaires ou qui ne peuvent raisonnablement être exigés (art. 43 al. 2 LPGA), il ne saurait en revanche dicter à l'administration la façon dont elle doit instruire le cas, c'est-à-dire lui indiquer les actes d'instruction qu'elle doit accomplir ou ceux dont elle doit s'abstenir. Dans le cas d'espèce, les investigations mises en oeuvre par l'intimé n'apparaissaient pas superflues au point de constituer un déni de justice, d'autant que l'intimé a finalement pu rendre une décision en toute connaissance de cause. De plus, l'intimé a activement mené son instruction, ainsi que cela ressort des rapports médicaux régulièrement versés au dossier jusqu'au dépôt du recours pour déni de justice. Le grief de retard injustifié est infondé." In una sentenza C-1653/2014 del 23 luglio 2014, il Tribunale amministrativo federale ha accolto il ricorso per denegata/ritardata giustizia in una procedura in tema di rendita di invalidità per assicurati residenti all’estero, riconoscendo che all’amministrazione - alla quale incombeva, secondo una sentenza di rinvio, l’onere di realizzare una perizia pluridisciplinare al fine di stabilire se lo stato di salute dell’assicurata fosse effettivamente migliorato tanto da sopprimerle il diritto ad una rendita intera della quale beneficiava, oppure no - doveva essere imputato un ritardo ingiustificato nel non essere stata in grado di predisporre una perizia pluridisciplinare in applicazione del metodo aleatorio, nonostante i quasi 17 mesi trascorsi dalla richiesta di autorizzazione a trasmettere l’incarto dell’interessata agli esperti per lo svolgimento di una perizia e il ricorso per denegata giustizia (cfr.”
“Zur Prüfung der Rechtmässigkeit der verlangten Mitwirkung durch die Vorinstanz ist zunächst festzuhalten, dass die versicherte Person sich gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (vgl. auch oben E. 4.3.2). Die Notwendigkeit einer Untersuchung ergibt sich zudem bereits aus Absatz 1, der im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes der Behörde die Pflicht auferlegt, die notwendige Untersuchung zur Sachverhaltsfeststellung zu unternehmen (Kieser, a.a.O., Art. 43 Rz. 13; 89). In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass das Bundesverwaltungsgericht die Sache mit Urteil vom 12. April 2018 zur materiellen Prüfung des Leistungsbegehrens an die Vorinstanz zurückgewiesen hat (IVSTA-act. 201; vgl. auch oben Bst. C.b). Diese Feststellung bindet die Verwaltung und auch das Gericht (vgl. hierzu BGE 135 III 334 E. 2; Urteil des BGer 8C_680/2015 vom 14. Dezember 2015 E. 4.1 und 4.3.3), wobei sich das Bundesverwaltungsgericht nicht zur Art der Abklärung beziehungsweise der Untersuchung in der Schweiz geäussert hat. In der Folge hat die Vorinstanz mit Zwischenverfügung vom 3.”
Se la persona interessata, nonostante un sollecito scritto, fornisÎ le informazioni o i documenti richiesti solo parzialmente o in modo incompleto e ciò non è giustificabile, l'ente assicuratore può decidere in base agli atti e negare le prestazioni. Per tale decisione sono rilevanti le specifiche richieste documentali nonché il sollecito precedente (termine e avviso sulle conseguenze giuridiche).
“), il 26 ottobre 2022, nonostante le precise domande dell’amministrazione, ha prodotto, contravvenendo al proprio obbligo di collaborare (cfr. consid. 2.10.), soltanto una tabella relativa al portafoglio clienti del 2019, che si riferisce quindi esclusivamente al periodo precedente alla pandemia, senza per contro trasmettere i dati concernenti il portafoglio clienti alla fine del 2020, rispettivamente alla fine del 2021 e quello precedente alla guerra in Ucraina. Inoltre, come rilevato dalla parte resistente, l'insorgente non ha indicato per ogni cliente quanto è calata l'attività lavorativa a suo favore rispetto al totale dell'attività per tale cliente e non è stato precisato se le diminuzioni in questione, sono, perlomeno indicativamente, da collegare alla pandemia o alla guerra (cfr. doc. 8; 9; III; consid. 1.6; 2.9.). La Sezione del lavoro, del resto, il 17 ottobre 2022 aveva assegnato all’insorgente un adeguato termine (di dieci giorni) per dare seguito alle proprie richieste e l’ha informata sulle conseguenze giuridiche ai sensi dell’art. 43 LPGA in caso di inadempimento dell’obbligo di informare entro il termine fissato, e meglio che nell’eventualità di una mancata trasmissione di quanto domandato sarebbe stato possibile decidere in base agli atti in suo possesso (cfr. cfr. doc. 8). Alla luce delle considerazioni che precedono, il TCA deve concludere che la Sezione del lavoro, in casu, ha ossequiato l’art. 43 cpv. 3 LPGA. 2.12. Questa Corte ritiene, poi, che il modo di operare della Sezione del lavoro, la quale si è basata sugli atti in suo possesso e ha negato alla società ricorrente il diritto a indennità per lavoro ridotto per i mesi da ottobre a dicembre 2022, meriti conferma. In primo luogo, infatti, fornendo solo parzialmente le informazioni e i documenti richiesti dall’amministrazione, l’insorgente – la quale, peraltro, da un lato, essendo attiva nell’ambito fiduciario, avrebbe dovuto comprendere senza difficoltà le domande della parte resistente, dall’altro, nemmeno ha postulato la concessione di una proroga per integrare le indicazioni mancanti – ha reso alquanto complesso, se non impossibile, il compito della Sezione del lavoro di chiarire le questioni concernenti la perdita di lavoro (cfr.”
“Per la documentazione richiesta ed ogni ulteriore informazione (in particolare: conteggi salari, contratto di lavoro e disdetta del medesimo, accrediti stipendi dal giorno dell'assunzione ad oggi; dichiarazione cassa AVS; assoggettamento secondo pilastro; contabilità: mastro stipendi e giornale ove si evincono le registrazioni dei salari), il signor RI 1 ha invitato CO 1 a scrivere direttamente al signor __________ che figurava come amministratore unico della __________. Alla richiesta di CO 1 e con email del 30 marzo 2023 il signor Poma risponde di non ritenere opportuno fornire informazioni confidenziali a terzi, considerando la richiesta di CO 1 "superflua, in base al corso di specie". Copia dell'email è inviata all'avvocato __________. Con email dello stesso giorno, CO 1 informa il signor __________ che l'art. 28 LPGA prevede l'obbligo per gli assicurati, come per il datore di lavoro, di collaborazione nell'esecuzione. È accordato un termine al 30 aprile 2023 per fornire la documentazione richiesta. L'avvocato indicato dal signor __________ non è informato in quanto non pervenuta a CO 1 regolare procura. Ai sensi dell'art. 43 LPGA le persone che pretendono prestazioni hanno l'obbligo di collaborare e informare l'assicuratore. L'istruzione svolta da CO 1 ha permesso di stabilire che il salario annunciato per il periodo antecedente l'evento del 10 novembre 2022 di CHF 12'500 mensili non risulta essere in linea con la realtà. La perizia contabile prima (vedi considerazioni espresse nella decisione del 5 dicembre 2023) e l'estratto conto definitivo per l'anno 2022 richiesto da CO 1 a __________ e ricevuto il 14 marzo 2024 poi, indicano chiaramente la realtà dei fatti. Da quest'ultimo documento si evince che per l'anno 2022 è stato dichiarato reddito annuale di CHF 64'638 - ovvero CHF 5'386.50 mensili. La questione a ricercare la ragione per cui è stato indicato un salario più elevato può rimanere aperta. Decisiva, perché possa già essere applicato l'art. 46 cpv. 2 LAINF, è la circostanza che il ricorrente sapeva del salario non corrispondente alla realtà. Così facendo, egli era cosciente che sarebbero state versate indennità giornaliere più elevate rispetto a quelle che sarebbero state concesse con la dichiarazione del salario effettivo e reale.”
Se la persona assicurata, dopo una preventiva procedura di sollecito e un periodo di riflessione, non adempie ingiustificatamente ai propri obblighi di collaborazione e in tal modo impedisÎ di fatto un accertamento previsto, l'amministrazione può, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, disporre il non avvio della procedura oppure sospendere le prestazioni. Per ottemperare all'onere di sottoporsi a un accertamento non è sufficiente la sola presenza nei locali dello studio del perito.
“Der Beschwerdegegner hat die psychiatrische Begutachtung unbestrittenermassen verhindert, wie Dr. med. C.________ im Bericht vom 2. Oktober 2014 im Einzelnen geschildert hat, wobei sein Verhalten nicht mit den in den Akten aufgeführten psychischen Störungen erklärt werden könne und für einige der diagnostizierten Leiden hochgradig untypisch sei. Das Vorliegen eines strategischen, zweckgebundenen Verhaltens könne nicht ausgeschlossen werden. Hinreichend schlüssige Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner zum vorgesehenen Untersuchungszeitpunkt nicht urteilsfähig war, fehlen, woran nichts ändert, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeblich daran zweifelte, dass der Versicherte den Begutachtungstermin einhalten würde. Somit ist als erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdegegner seinen Mitwirkungspflichten nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist. Wie die IV-Stelle zutreffend bemerkt, setzt die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen Sachverhalts der Missachtung der Mitwirkungspflichten nicht voraus, dass die Verwaltung der versicherten Person in allen Einzelheiten vorschreiben müsste, wie sie sich zu verhalten hat. Ebenso wenig kann es für die Einhaltung der Auflage, sich einer Begutachtung zu unterziehen, genügen, in den Praxisräumlichkeiten des Gutachters zu erscheinen. Die Verwaltung war daher grundsätzlich befugt, die Rentenzahlungen einzustellen.”
LPGA art. 43 n. 579 Le modalità dell'accertamento (p. es. lingua, persona di accompagnamento, registrazione) possono essere rilevanti ai fini della valutazione della collaborazione e, di conseguenza, della possibilità di adottare una decisione sui soli atti. L'autorità determina la forma dell'accertamento, ma deve esaminare le istanze dell'assicurato che siano fondate, comprensibili e ragionevoli e, se del caso, prenderle in considerazione o chiarirle in altro modo.
“La recourante reproche à l’intimé d’avoir statué sans ordonner d’expertise pluridisciplinaire et conteste avoir violé son obligation de participer à l’instruction de la cause. a) Selon l’art. 43 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). Par ailleurs, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Cet article dispose en outre que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) En l’espèce, une expertise psychiatrique est à l’évidence nécessaire. Le médecin traitant de la recourante l’a adressée à de nombreux spécialistes dans différentes branches de la médecine somatique. Malgré tous les examens réalisés, aucun d’entre eux n’a pu poser un diagnostic expliquant les symptômes de la recourante, sauf à évoquer des atteintes de type psychosomatique. L’intimé devait donc ordonner une expertise psychiatrique, ce qu’il a fait à juste titre. c) La recourante nie avoir refusé de se soumettre à une telle expertise et soutient en avoir uniquement contesté les modalités. Par l’intermédiaire de son avocat, elle a émis, dans un premier temps, trois conditions pour se soumettre à l’expertise, à savoir être assistée par une personne de confiance lors de l’entretien clinique, obtenir l’enregistrement de cet entretien et que cet entretien se déroule en allemand. L’intimé lui a répondu que l’entretien pourrait se dérouler en allemand, mais qu’en revanche, elle ne pourrait pas s’y faire accompagner d’une tierce personne, ni obtenir un enregistrement.”
“Demgemäss forderte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 16. Juli 2020 dazu auf, sich in eine adäquate psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung in ihrer Muttersprache zu begeben. Gleichzeitig wies sie die Beschwerdeführerin darauf hin, eine Nichtteilnahme an der auferlegten Massnahme könne dazu führen, dass aufgrund der Akten entschieden werde (vgl. Urk. 7/31). Im Schreiben vom 8. September 2020 drohte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin erneut einen Aktenentscheid an und zitierte ausdrücklich Art. 43 Abs. 3 ATSG (vgl. Urk. 7/35). Nachdem angesichts des Dargelegten erst die Aufnahme einer fachärztlichen, psychiatrischen Behandlung durch die Beschwerdeführerin es erlaubt hätte abzuklären, ob überhaupt ein invalidenversicherungsrechtlicher Gesundheitsschaden vorliegt oder nicht, war die seitens der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 16. Juli 2020 angeordnete psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung als Abklärungsmassnahme zu verstehen, welche denn auch entsprechend unter dem Titel der Mitwirkungspflicht in der Abklärung erfolgte (vgl. auch Urk. 7/40/7). Wenngleich das sozialversicherungsrechtliche Administrativverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist, kann es nicht Aufgabe der Beschwerdegegnerin sein, die Beschwerdeführerin erstmals einer fachärztlichen Behandlung zuzuführen, sondern findet der Untersuchungsgrundsatz sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht der Partei (E. 1.4).”
Gli aventi diritto sono obbligati a collaborare: devono fornire a titolo gratuito tutte le informazioni necessarie per l'accertamento del diritto (art. 28 cpv. 2 LPGA) e sono inoltre soggetti agli obblighi di notifiÊ previsti nell'OPC-AVS/AI nei confronti dell'organo di esecuzione.
“Damit habe es den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Zudem bringt sie in der Replik vor, das ASB habe für den Zeitraum ab Januar 2020 die gleichen Vermögenserträge angerechnet wie in den Verfügungen mit Gültigkeit ab Mai 2019. Dies sei nicht korrekt und müsse korrigiert werden. 4.4. Gemäss Art. 9 Abs. 5 lit. d ELG i.V.m. Art. 23 Abs. 1 ELV sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgebend. Eine Neuberechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist in den in Art. 25 Abs. 1 ELV genannten Fällen möglich, namentlich bei einer voraussichtlich länger dauernden Verminderung des Vermögens (Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV). Gemäss Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL), Stand 1. Januar 2020, N 3641.02 kann eine Neuberechnung einmal pro Kalenderjahr auf einen entsprechenden Antrag hin erfolgen. 4.5. Es trifft grundsätzlich zu, dass das ASB aufgrund von Art. 43 Abs. 1 ATSG die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Wer Versicherungsleistungen (bzw. hier Ergänzungsleistungen) beansprucht, muss sodann unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Gemäss Art. 24 Satz 1 ELV hat die anspruchsberechtigte Person, ihr gesetzlicher Vertreter bzw. ihre gesetzliche Vertreterin oder gegebenenfalls die Drittperson oder die Behörde, welcher eine Ergänzungsleistung ausbezahlt wird, sogar eine Meldepflicht. Sie muss vor jeder Änderung der persönlichen und vor jeder ins Gewicht fallenden Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse der anspruchsberechtigten Person unverzüglich eine Mitteilung an die kantonale Durchführungsstelle machen. Im Übrigen haben die mit der Festsetzung und Auszahlung der Ergänzungsleistungen betrauten Stellen die wirtschaftlichen Verhältnisse periodisch, mindestens aber alle vier Jahre zu überprüfen (Art.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 02.05.2022 Art. 14 Abs. 1 lit. a ELG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Ergänzungsleistung. Kostenpflicht bei Zahnbehandlungen. Untersuchungsgrundsatz (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Mai 2022, EL 2021/46). Entscheid vom 2. Mai 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. EL 2021/46 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Ergänzungsleistung zur AHV (Krankheits- und Behinderungs-kosten)”
Istruzioni amministrative (p.es. linî guiÚ, circolari) non sono vincolanti per il Tribunale delle assicurazioni sociali; il Tribunale le prenÞ tuttavia in considerazione quando costituiscono una concretizzazione delle disposizioni di legge adeguata al singolo caso e convincente. Nell'ambito del principio d'istruzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, fa parte delle indagini d'ufficio tener conto di tali istruzioni amministrative nella misura in cui esse contribuiscono all'accertamento corretto e completo dei fatti giuridicamente rilevanti.
“Allerdings findet auch eine verfassungskonforme Auslegung ihre Grenzen im klaren Wortlaut und Sinn einer Gesetzesbestimmung (BGE 142 V 442 E. 5.1, 141 V 221 E. 5.2.1, 140 V 449 E. 4.2). 3.2 Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 mit Hinweisen). 4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 5.1 Der vorliegenden Streitsache liegt folgender Sachverhalt zu Grunde: 5.2. Die Beschwerdeführerin ist beim Zentrum D. in X. angestellt. Am 31. Dezember 2021 kam ihre Tochter B. zur Welt. Am 27. April 2022 meldete sich die Beschwerdeführerin bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug einer Entschädigung für die Betreuung ihrer Tochter ab 23.”
“e), die Leistung der Apothekerinnen und Apotheker bei der Abgabe von nach Buchstabe c verordneten Arzneimitteln (lit. f) und die medizinisch notwendigen Transportkosten (lit. g). 3.4. Verwaltungsweisungen richten sich grundsätzlich nur an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Indes berücksichtigt das Gericht die Kreisschreiben bzw. Wegleitungen insbesondere dann und weicht nicht ohne triftigen Grund davon ab, wenn sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen und eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben enthalten. Dadurch trägt es dem Bestreben der Verwaltung Rechnung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten. Auf dem Wege von Verwaltungsweisungen dürfen keine über Gesetz und Verordnung hinausgehenden Einschränkungen eines materiellen Rechtsanspruches eingeführt werden (BGE 142 V 442 E. 5.2). 4. 4.1. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig. Massnahmen zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts müssen vorgenommen oder veranlasst werden, wenn dazu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht. Rechtserheblich sind dabei alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes sind etwa weitere Abklärungen vorzunehmen, wenn der festgestellte Sachverhalt unauflösbare Widersprüche enthält oder eine entscheidwesentliche Tatfrage bislang auf einer unvollständigen Beweisgrundlage beantwortet wurde (BGE 146 V 240 E. 8.1 mit Hinweisen). 4.2. 4.2.1. Der RAD steht den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung (Art. 54a Abs. 2 IVG). Sie legen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person für die Ausübung einer zumutbaren Erwerbstätigkeit oder einer Tätigkeit im Aufgabenbereich fest (Art.”
L'amministrazione deve, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, applicare il principio di accertamento d'ufficio e procedere d'ufficio alle verifiche necessarie. Per fare ciò si avvale della documentazione mediÊ dei curanti e può basare la valutazione mediÊ, tra l'altro, su rapporti del servizio medico regionale (RAD) o su periti medici esterni. Contemporaneamente, il principio di accertamento d'ufficio non vale in modo illimitato: i doveri di cooperazione delle parti limitano gli accertamenti d'ufficio.
“1 mit Hinweisen; Samuelsson, a.a.O., S. 355 f., Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in SZS 2017 S. 34). Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse, konkret zur Beurteilung der Tatfrage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S. 357 f.). Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 2 ff., N 20; BGE 122 V 158 E. 1a, 121 V 210 E. 6c). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen, 138 V 221 f. E. 6). Die Verwaltung respektive das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Die Frage, ob sich ein Unfallereignis im Rechtssinn ereignet hat (vgl. Erwägung 2.1), und falls ja, die weitere Frage, ob zwischen dem Unfallereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist (vgl. Erwägung 2.2), und ebenso die Frage, ob eine Schädigung vorwiegend durch Abnützung oder Krankheit verursacht ist (vgl. Erwägung 2.”
“Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.2. Nach Art. 17 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer versicherten Person erheblich verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, namentlich eine Veränderung des Gesundheitszustands (BGE 141 V 9, 10 f. E. 2.3, BGE 134 V 131, 132 E. 3 und BGE 130 V 343. 349 f. E. 3.5 mit Hinweisen). Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung (BGE 134 V 131, 132 E. 3, BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.1). 3.3. Sowohl das Sozialversicherungsverfahren (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) als auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht werden vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). 4. 4.1. In der Verfügung vom 25. September 2020 (IV-Akte 67) ging die Beschwerdegegnerin von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus. Dabei stellte sie auf die Diagnose des behandelnden Arztes Dr. med. D____, FMH Augenheilkunde, ab. Dieser diagnostizierte beim Beschwerdeführer ein rezidivierendes zystoides zentrales Netzhautödem nach Venenastverschluss und ein Monokelauge. Er erklärte, das rechte Auge sei vollständig blind und beim linken Auge bestehe ein instabiler Visus. Aus diesem Grund attestierte er dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Dabei erachtete er eine Tätigkeit von drei bis vier Stunden täglich als zumutbar (Bericht vom 20. Juni 2019, IV-Akte 49). Im RAD-Bericht vom 26. September 2019 (IV-Akte 54) kam pract. med. E____ zum Schluss, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % für Tätigkeiten ohne erhöhte Anforderungen an das Sehvermögen nachvollziehbar sei.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Diese Untersuchungspflicht (vgl. E. 2.3) gilt auch im Neuanmeldeverfahren, sofern der Versicherungsträger auf die Neuanmeldung eintritt (vgl. E. 5.1.1; Susanne Bollinger, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar zum ATSG, 2020, Art. 61 Rz. 41). Was den für die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG und Art. 28 ff. IVG) erforderlichen medizinischen Sachverstand angeht, kann die IV-Stelle sich hierfür auf den RAD (Art. 59 Abs. 2 und 2bis IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung [AS 2007 5129] bzw. Art. 54a IVG in der seit 1. Januar 2022 geltenden Fassung [AS 2021 705]), die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte (Art. 28 Abs. 3 ATSG) oder auf externe medizinische Sachverständige wie die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) stützen (Art. 59 Abs. 3 IVG).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 575 Secondo la giurisprudenza, il rifiuto colpevole o non giustificabile di adempiere agli obblighi di informazione o di collaborazione durante l'erogazione di rendite in corso determina l'inversione dell'onere della prova: la persona assicurata deve allora dimostrare che il suo stato di salute o altre circostanze decisive non si sono modificate in misura tale da influire sul grado d'invalidità.
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen und zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs vom Versicherten die Erfüllung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern. Es muss ihr möglich sein, ihn - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - auch im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG durch Leistungseinstellung zu sanktionieren (Urteil des BGer 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1 m.H. auch BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1). Sodann führt nach der Rechtsprechung die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Rentenrevision zur Umkehr der Beweislast. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser nachzuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (vgl. Urteile des BGer 8C_789/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3, 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.3, 8C_110/2012 vom 16. November 2012 E. 2). Schliesslich ist der Verhältnismässigkeitsgrundsatz praxisgemäss auch bei der gestützt auf Art.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen, zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs von der Versicherten die Erfüllung der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern und sie - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - im Sinn von Art. 43 Abs. 3 ATSG mit Sanktionen bis hin zur Leistungseinstellung belegen (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1; Urteile des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2; 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1, in: SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150). Die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht hat nach der Rechtsprechung sodann eine Umkehr der Beweislast zur Folge: Verweigert die versicherte Person in unentschuldbarer Weise ihre Auskunfts- und Mitwirkungspflicht, indem sie den Versicherungsträger bei laufenden Rentenleistungen daran hindert, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, wird die Beweislast umgekehrt, indem die versicherte Person nachzuweisen hat, dass sich entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (Urteil des BGer 8C_481/2013 vom 7.”
“Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer schliesslich, soweit er dafürhält, es hätten weitere Abklärungen zu seiner Arbeitsunfähigkeit durchgeführt werden müssen. Diesem Vorbringen steht entgegen, dass der Versicherte mit seinem Verhalten bewusst - in schuldhafter Verletzung seiner Aufklärungs- und Mitwirkungspflicht - eine korrekte Beurteilung seines Gesundheitszustandes und seiner Arbeitsfähigkeit verhindert hat, denn aufgrund der von ihm gezeigten, ausgeprägten Verzerrungen war es gutachterlicherseits nicht möglich, die Auswirkungen der feststehenden Aggravation einzuschätzen, d.h. die Arbeitsfähigkeitsschätzung um den Umfang der Aggravation zu bereinigen (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 2.2.2). Es trifft zu, dass es grundsätzlich die Aufgabe der Verwaltung ist, den Sachverhalt im Zusammenhang mit einer von ihr beabsichtigten Rentenaufhebung oder -reduktion abzuklären, was allerdings die versicherte Person durch ihr Verhalten verunmöglichen kann. Liegt darin - wie hier der Fall - eine unentschuldbare Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG), hat dies rechtsprechungsgemäss eine Umkehr der Beweislast zur Folge, indem die versicherte Person nachzuweisen hat, dass sich entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (Urteil 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Diesen Beweis kann der Beschwerdeführer nicht erbringen. Nach den nicht offensichtlich unrichtigen und damit für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen lässt sich nicht eruieren, ob und allenfalls in welchem Umfang aktuell noch immer eine Arbeitsunfähigkeit gegeben ist (gemäss Prof. Dr. med. G.________ besteht mindestens eine Teilarbeitsfähigkeit und ist selbst eine volle Arbeitsfähigkeit durchaus denkbar). Es verletzt kein Bundesrecht, den Versicherten die Folgen dieser Beweislosigkeit tragen zu lassen (vgl. zur Beweislosigkeit: BGE 138 V 218 E. 6; Urteil 9C_732/2015 vom 29. März 2016 E. 3.1.2).”
“Zusammenfassend lassen sämtliche Einwände des Beschwerdeführers keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. B.________ vom 10. Januar 2022 erkennen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4). Die Vorinstanz hat foglich zu Recht darauf abgestellt. Demnach steht fest, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen nicht im behaupteten Ausmass vorliegen und die tatsächlich vorhandenen Ressourcen weit höher einzuschätzen sind als vom Beschwerdeführer angegeben. Ob allenfalls eine leichtere psychische Störung vorliegt, konnte der Gutachter aufgrund der nicht authentisch präsentierten Beschwerden nicht beurteilen. Der Beschwerdeführer hat also durch sein Verhalten eine Beurteilung seines Gesundheitszustands verunmöglicht und damit seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG), auf die er mit Schreiben vom 22. März 2021 noch explizit hingewiesen worden war, - schuldhaft - verletzt. Dies hat rechtsprechungsgemäss eine Umkehr der Beweislast zur Folge (vgl. Urteil 9C_455/2022 vom 13. November 2023 E. 9 mit Hinweis). Die Vorinstanz hat demnach bundesrechtskonform erwogen, die Beweislosigkeit bezüglich Vorliegens eines relevanten Gesundheitsschadens gehe zu Lasten des Beschwerdeführers. Mithin ist im Verfügungszeitpunkt (19. Oktober 2022) sowohl in somatischer als auch in psychischer Hinsicht von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen, wie das kantonale Gericht im Ergebnis richtig erwogen hat.”
La giurisprudenza richieÞ, per l'applicazione di una sanzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, più del mero mancato rilascio di informazioni: il comportamento dell'assicurato deve essere «ingiustificabile» e la collaborazione richiesta deve essere legittima. L'istituto assicurativo è tenuto, parallelamente, a compiere tutte le indagini ragionevoli per chiarire il caso; non può trasferire l'onere della collaborazione su questioni che rientrano nei propri compiti d'accertamento. L'applicazione della sanzione deve essere proporzionata e utilizzata con moderazione (p. es. quando senza ulteriori accertamenti ragionevoli non è possibile adottare una decisione sostanziale). Un'eventuale sanzione può riguardare soltanto il periodo in cui la collaborazione è stata rifiutata. La giurisprudenza esige inoltre un sollecito scritto preventivo con un congruo termine di riflessione, senza possibilità di deroga.
“Si la personne assurée ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l’inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l’état de fait pertinent, indépendamment des mesures d’instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l’assuré s’est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c. 6.3.7.5; SVR 2019 IV n° 8 c. 5.1, n° 69 c. 2.2). 2.3 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue. Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent normalement faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 131 V 242 c. 2.1, 130 V 138 c. 2.1). 3. 3.1 Dans la décision contestée, l'intimé indique refuser d'entrer en matière sur la demande de prestations AI, au motif que le recourant n'a pas rempli son obligation de collaborer en n'amenant pas la preuve de son abstinence aux stupéfiants (cannabis), malgré le fait qu'il a été informé par courrier recommandé du 4 mai 2017 des conséquences d'un refus de coopérer.”
“], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). Les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l’obligation de renseigner ou de collaborer n’entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable (art. 43 al. 3, première phrase, LPGA). Tel est le cas si aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Il en va différemment lorsque la personne assurée n’est pas en mesure, en raison d’une maladie ou pour d’autres motifs, de donner suite aux mesures ordonnées (TF 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références ; I 166/06 op. cit. consid. 5.1 et 5.2 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). c) En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l’art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l’état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n’a d’ailleurs aucun sens sous l’angle de l’économie de la procédure – d’examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu’alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction, soit le dossier n’est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d’instruction requis par l’assureur. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le refus d’entrer en matière ou le rejet de la demande de prestations prononcé par l’assureur, puisque le dossier ne permet pas d’établir, au degré de preuve requis par les circonstances, l’existence des conditions du droit à la prestation. d) Cela étant, si la personne assurée se montre par la suite disposée à collaborer à l’instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir l’assureur d’une nouvelle demande de prestations.”
“En principe, l’assuré ne supporte ni le fardeau de l’allégation ni celui de l’administration des preuves (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_398/2018 du 5 décembre 2018 consid. 3.1 ; 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1 ; 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Cette maxime doit cependant être relativisée par son corollaire, soit le devoir de collaborer des parties, lequel comprend l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela est raisonnablement exigible, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués. Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). b) Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 consid.”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach Art. 7b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129; BBl 2005 4459) können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person sich zumutbaren und notwendigen ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen nicht unterzieht (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Die Regelung von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind nunmehr grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des BGer 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je m.H.). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. dazu Urteile des BGer 8C_528/2009 vom 3.”
“3 LPGA confère à l’autorité administrative amenée à statuer la possibilité de se prononcer en l’état du dossier ou de clore l’instruction et de ne pas entrer en matière, à la condition d’avoir adressé audit assuré une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques de son refus et lui impartissant un délai de réflexion convenable (TF 8C_195/2013 du 15 octobre 2013 consid. 2.1). Pour qu’un manquement à l’obligation de collaborer ou de renseigner entraîne les conséquences juridiques prévues à l’art. 43 al. 3 LPGA, il faut que l’assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques d’un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Cette règle de procédure ne souffre aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s’y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d’instruction raisonnablement exigible (Jacques Olivier Piguet, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 57 ad art. 43 LPGA et les références). De surcroît, les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l’obligation de renseigner ou de collaborer au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_396/2012 du 16 octobre 2012 consid. 5 ; 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA et les références). Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état sur le dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Il doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu’avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque les éléments disponibles ou pouvant être rassemblés sans difficultés particulières ne permettent pas un examen sur le fond (ATF 108 V 229 consid. 2 ; TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. dazu Urteile des BGer 9C_68/2015 vom 24. April 2015 E. 2.3 und 5.1, 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 E. 5.1). Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. Urteil des BGer 9C_994/2009 vom 22.”
Se ai fini della valutazione mancano perizie o altri documenti rilevanti per la decisione oppure vengono presentati con ritardo, l'amministrazione deve integrare l'istruttoria del caso e trasmettere i documenti integrati all'autorità competente; se omette di farlo, ciò può costituire una violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Il y a lieu de relever toutefois que cette analyse, faite sans que le médecin d’arrondissement n’examine personnellement le recourant, est antérieure à l’intervention chirurgicale du 13 janvier 2021 et qu’elle ne tient ainsi pas compte de l’ensemble des circonstances du cas d’espèce, si bien qu’elle n’emporte pas la conviction. d) Force est de constater que les douleurs au genou droit du recourant et les interventions chirurgicales qu’il a subies les 13 janvier et 10 février 2021 pourraient éventuellement entrer dans le cadre d’une rechute de l’accident du 22 juillet 2016. Les deux rapports opératoires produits par le recourant en cours de procédure ne permettent pas, compte tenu de leur caractère technique, à la Cour de statuer sur cette question en pleine connaissance de cause. Il en va de même, au vu de leur contenu respectif, des rapports d’imagerie des 5 novembre 2020 et 6 janvier 2021 et des certificats médicaux versés en cours de procédure. Il convient par conséquent de transmettre le dossier à l’intimée, à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle recueille les renseignements médicaux utiles et statue à nouveau. 6. a) En définitive, le recours doit être rejeté et la décision sur opposition du 13 novembre 2020 confirmée. Pour autant, la cause doit néanmoins être renvoyée à l’intimée pour qu’elle procède conformément au considérant précédent. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, applicable conformément à l’art. 82a LPGA), ni d’allouer de dépens au recourant, dès lors qu’il n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision sur opposition rendue le 13 novembre 2020 par la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents, est confirmée. III. Le dossier est transmis à la Caisse nationale suisse d’assurance en cas d’accidents pour qu’elle procède conformément aux considérants. IV. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), pour procéder à une nouvelle expertise de médecine interne, rhumatologique et psychiatrique. Une fois les résultats de l’instruction complémentaire médicale obtenus, il incombera à l’intimé de procéder au calcul des revenus avec et sans invalidité de la recourante pour déterminer le degré d’invalidité. 12. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants, avant nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2’000 fr.”
“Indem die Beschwerdegegnerin es unterlassen hat, die um die Expertisen des lic. phil. G.________ vom 29. März 2021 sowie der Dres. med. F.________ und D.________ vom 28. Mai 2021 ergänzten Akten erneut dem RAD vorzulegen, wurde demnach das in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerte Untersuchungsprinzip verletzt. Auf die Verfügung vom 15. Februar 2022 kann daher ebenso wenig abgestellt werden wie auf das diese nicht im Sinne eines unvollständig erhobenen Sachverhalts korrigierende angefochtene kantonale Urteil. Beide Rechtsakte sind aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie lege artis im Sinne der Erwägungen verfahre.”
Nel procedimento preliminare o in caso di nuove iscrizioni (cfr. la prassi relativa all'art. 87 RAI) la persona assicurata ha l'onere della prova di dimostrare una modifiÊ plausibile delle circostanze. Se dai documenti presentati non emergono indizi sufficienti, l'amministrazione può fissare alla persona assicurata un termine congruo e avvisarla per iscritto delle conseguenze giuridiche della non entrata in merito; se la persona assicurata rimane inattiva senza giustificazione, è possibile non entrare in merito.
“Erwägung, dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt (BGE 140 III 86 E. 2; 134 V 53 E. 3.3), während rein appellatorische Kritik nicht ausreicht (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3), dass dem angefochtenen Urteil im Wesentlichen zu entnehmen ist, der Beschwerdeführer habe seine Mitwirkungspflicht nach Art. 43 Abs. 3 ATSG durch Nichteinreichung der für die Bestimmung des beitragsrechtlichen Status im Weinhandel erforderlichen Unterlagen in unentschuldbarer Weise verletzt, dass die Vorinstanz gestützt darauf zum Schluss gelangt ist, die Beschwerdegegnerin sei zu Recht auf die Neuanmeldung vom 1. April 2020 nicht eingetreten, womit der Beschwerdeführer für die entsprechende Tätigkeit als unselbstständig Erwerbender anzusehen sei, dass der Beschwerdeführer in seinen Eingaben nichts anführt, was darauf hindeutete, die vorinstanzlichen”
“Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués. Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué (ATF 130 V 64 cons. 5.2.5 ; arrêts du TF des 27.07.2013 [9C_789/2012] cons. 2.3 et 11.09.2008 [9C_708/2007] cons. 2.3). Le Tribunal fédéral a ainsi limité l'application par analogie de l'article 73 aRAI (actuellement art. 43 al. 3 LPGA) à la procédure à suivre, soit la fixation par l'autorité d'un délai en rendant attentif aux conséquences du non-respect des exigences d'une part, et la conséquence sous forme de non-entrée en matière sur la demande de révision d'autre part. Il n'a pas étendu cette application par analogie à la question de savoir si, dans l'hypothèse où l'assuré ne donne pas suite à la demande de l'administration, ce manque de réaction intervient sans excuse valable (art. 73 aRAI), respectivement de manière inexcusable (art. 43 al. 3 LPGA). En effet, l'examen de l'existence d'un motif excusable ne peut intervenir que dans les situations où la charge de l'établissement des faits incombe à l'autorité et où il existe en contrepartie une obligation de collaborer ou de renseigner à charge de l'assuré, c'est-à-dire lorsque l'autorité est entrée en matière sur une demande de prestations et procède à son examen au fond. La procédure de l'article 87 al. 2 RAI relève quant à elle d'une procédure préalable au caractère atypique dans laquelle les exigences posées envers l'assuré sont plus larges et où la responsabilité de rendre plausible une détérioration de son état de santé est exclusivement à sa charge. Autrement dit, dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d'entrer en matière sur une nouvelle demande, l'examen du juge est d'emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l'instruction du dossier (arrêt du TF du 06.08.2012 [9C_959/2011] cons. 4.3).”
“Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit à la prestation d'assurance (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71 consid. 3 ; arrêts du Tribunal fédéral 8C_29/2023 précité consid. 3 ; 8C_619/2022 précité consid. 5.1). 4.3 Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 - actuellement 2 et 3 - RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_880/2017 du 22 juin 2018 consid. 5.1). La personne assurée a en effet le fardeau de la preuve en ce qui concerne l’existence d’un changement plausible des circonstances depuis le dernier refus de prestations entré en force (arrêt du Tribunal fédéral 8C_619/2022 du 22 juin 2023 consid. 3.2 et les références). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 2 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (art. 5 al. 3 ainsi que 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 - Cst. - RS 101 ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit à la prestation d'assurance (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71 consid. 3 ; arrêts du Tribunal fédéral 8C_29/2023 précité consid. 3 ; 8C_619/2022 précité consid. 5.1). 4.3 Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 - actuellement 2 et 3 - RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_880/2017 du 22 juin 2018 consid. 5.1). La personne assurée a en effet le fardeau de la preuve en ce qui concerne l’existence d’un changement plausible des circonstances depuis le dernier refus de prestations entré en force (arrêt du Tribunal fédéral 8C_619/2022 du 22 juin 2023 consid. 3.2 et les références). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 2 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (art. 5 al. 3 ainsi que 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 - Cst. - RS 101 ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 571 L'impedimento strategico o volutamente tattico di una perizia può essere valutato come mancata collaborazione ingiustificata ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA e, in tal modo, giustificare l'applicazione delle conseguenze giuridiche ivi previste. La giurisprudenza citata ritiene possibile tale valutazione quando il comportamento non può essere spiegato dalla documentazione (p. es. dai disturbi diagnosticati) e sussistano indizi chiari di un comportamento finalizzato e strategico.
“Der Beschwerdegegner hat die psychiatrische Begutachtung unbestrittenermassen verhindert, wie Dr. med. C.________ im Bericht vom 2. Oktober 2014 im Einzelnen geschildert hat, wobei sein Verhalten nicht mit den in den Akten aufgeführten psychischen Störungen erklärt werden könne und für einige der diagnostizierten Leiden hochgradig untypisch sei. Das Vorliegen eines strategischen, zweckgebundenen Verhaltens könne nicht ausgeschlossen werden. Hinreichend schlüssige Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner zum vorgesehenen Untersuchungszeitpunkt nicht urteilsfähig war, fehlen, woran nichts ändert, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeblich daran zweifelte, dass der Versicherte den Begutachtungstermin einhalten würde. Somit ist als erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdegegner seinen Mitwirkungspflichten nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist. Wie die IV-Stelle zutreffend bemerkt, setzt die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen Sachverhalts der Missachtung der Mitwirkungspflichten nicht voraus, dass die Verwaltung der versicherten Person in allen Einzelheiten vorschreiben müsste, wie sie sich zu verhalten hat. Ebenso wenig kann es für die Einhaltung der Auflage, sich einer Begutachtung zu unterziehen, genügen, in den Praxisräumlichkeiten des Gutachters zu erscheinen. Die Verwaltung war daher grundsätzlich befugt, die Rentenzahlungen einzustellen.”
“Der Beschwerdegegner hat die psychiatrische Begutachtung unbestrittenermassen verhindert, wie Dr. med. C.________ im Bericht vom 2. Oktober 2014 im Einzelnen geschildert hat, wobei sein Verhalten nicht mit den in den Akten aufgeführten psychischen Störungen erklärt werden könne und für einige der diagnostizierten Leiden hochgradig untypisch sei. Das Vorliegen eines strategischen, zweckgebundenen Verhaltens könne nicht ausgeschlossen werden. Hinreichend schlüssige Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner zum vorgesehenen Untersuchungszeitpunkt nicht urteilsfähig war, fehlen, woran nichts ändert, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeblich daran zweifelte, dass der Versicherte den Begutachtungstermin einhalten würde. Somit ist als erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdegegner seinen Mitwirkungspflichten nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist. Wie die IV-Stelle zutreffend bemerkt, setzt die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen Sachverhalts der Missachtung der Mitwirkungspflichten nicht voraus, dass die Verwaltung der versicherten Person in allen Einzelheiten vorschreiben müsste, wie sie sich zu verhalten hat. Ebenso wenig kann es für die Einhaltung der Auflage, sich einer Begutachtung zu unterziehen, genügen, in den Praxisräumlichkeiten des Gutachters zu erscheinen. Die Verwaltung war daher grundsätzlich befugt, die Rentenzahlungen einzustellen.”
LPGA art. 43 n. 570 In caso di disturbi psichici, di regola deve essere disposta una perizia psichiatriÊ specialistiÊ. La perizia deve valutare la capacità lavorativa funzionale e, nel farlo, attenersi agli indicatori standard definiti nell'ATF 141 V 281. Inoltre deve pronunciarsi, nella misura in cui ciò è rilevante per il diritto alla rendita, sull'intero periodo potenzialmente pertinente al diritto alla rendita e motivare in modo comprensibile gli accertamenti diagnostici e le constatazioni relative alla capacità lavorativa.
“Zum einen ist der Beschwerdeführer seit März 2021 wieder im bisherigen Pensum von rund 50 % als Korrektor tätig (vgl. Urk. 6/26/3, 6/33/2), was im Widerspruch zur attestierten Arbeitsunfähigkeit steht. Zum anderen finden sich Anhaltspunkte, dass die angestammte Tätigkeit mit Zeitdruck und Abend- beziehungsweise Nachtarbeit verbunden ist, wobei sich Letzteres wiederum ungünstig auf die Tagesstrukturierung auszuwirken scheint. Der Beschwerdeführer zog deshalb bereits einen Berufswechsel in Betracht (vgl. Urk. 6/13/2 f., 6/23/11). Es steht daher die Frage im Raum, ob dem Beschwerdeführer unter verbesserten Arbeitsbedingungen in einer leidensadaptierten Tätigkeit nicht ein höheres Pensum zuzumuten wäre, als seitens des behandelnden Psychiaters attestiert wurde. Vor diesem Hintergrund sind weitere Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht notwendig. Die beschwerdeweise beantragte erneute Kontaktierung von Dr. C.___ wird dabei für sich allein nicht ausreichend respektive zielführend sein. Die Beschwerdegegnerin wird in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) ein psychiatrisches Gutachten zu veranlassen haben. Dieses muss dem Rechtsanwender eine Beurteilung des Nachweises einer funktionellen Leistungseinschränkung erlauben. Gefordert sind vorab Angaben zur Schwere des Leidens und zu dessen Folgen für die Leistungsfähigkeit, die nach Massgabe der in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren (vgl. vorstehende E. 1.4.2) abzuhandeln beziehungsweise dementsprechend auch formal zu strukturieren sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_681/2020 vom 23. Juli 2021 E. 5.2.2). Vorgängig ist ausserdem die Einholung früherer Arztberichte sofern vorhanden in Erwägung zu ziehen, da sich der Beschwerdeführer wiederholt dahingehend äusserte, bereits seit seiner Jugend insbesondere unter erheblicher Müdigkeit, Antriebslosigkeit und verringerter Belastbarkeit zu leiden (vgl. Urk. 6/12/2, 6/23/12, 6/26/2 und 6/33/4).”
“Vor diesem Hintergrund erweisen sich weitere medizinische Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) als unumgänglich, da aktuell über die für die Beurteilung des streitigen Rentenanspruchs erforderlichen Tatsachen keine hinreichende Klarheit besteht und eine direkte Leistungszusprache im Streitfall einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Fachpersonen kaum je in Frage kommt (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5). Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. BGE 149 V 218 E. 5.7, Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2022 vom 6. März 2023 E. 5.3, je mit Hinweisen). Das von der Beschwerdegegnerin einzuholende psychiatrische Gutachten wird sich zur Arbeitsfähigkeit während des gesamten potentiell anspruchsrelevanten Zeitraums zu äussern und sich insbesondere an den in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren zu orientieren haben, die grundsätzlich für sämtliche psychischen Leiden Anwendung finden (vgl. BGE 143 V 418 E. 7). Darüber hinaus wird die Gutachterperson dazu Stellung zu nehmen haben, ob aus fachärztlicher Sicht medizinische namentlich auch medikamentöse – Behandlungs-möglichkeiten bestehen und (bejahendenfalls) inwiefern diese zumutbar sind.”
“Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, compte tenu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel (ATF 142 V 106 c. 4.4). Les experts médicaux doivent motiver le diagnostic de telle manière que l'organe d'application du droit puisse comprendre si les critères de classification sont effectivement remplis (ATF 143 V 124 c. 2.2.2, 141 V 281 c. 2.1.1). Selon la jurisprudence du TF, le point de savoir si une atteinte à la santé psychique entraîne une invalidité ouvrant le droit à une rente se détermine au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée (ATF 143 V 418 c. 7, 141 V 281 c. 4.1). Cela vaut pour l'ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 2.5 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2e, 122 V 157 c. 1a; SVR 2020 KV n° 23 c. 8.3.2). 3. 3.1 Dans sa première décision du 24 avril 2023 (voir son édition complète au dossier intimé [dos. int.] 295/1-12) dont la motivation vaut également pour la seconde décision du 25 mai 2023, l’intimé indique se rallier à l’expertise pluridisciplinaire du 4 octobre 2022 qui, selon lui, revêt une entière force probante.”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA la direzione del procedimento spetta all'ente assicuratore. La giurisprudenza riconosÎ all'ente un ampio margine di discrezionalità quanto alla necessità, all'entità e all'adeguatezza degli accertamenti medici.
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1; vgl. auch Art. 57 Abs. 3 IVG). Die grosse Vielfalt von Begutachtungssituationen erfordert Flexibilität (BGE 139 V 349 E. 3.2 S. 352). Dem Versicherungsträger kommt in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen denn auch ein grosser Ermessensspielraum zu (Urteil 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4, nicht publ. in: BGE 139 V 585, aber in: SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21). Hier ordnet sich Art. 72bis IVV in gesetzessystematischer Hinsicht auf Verordnungsstufe ein, indem er in verfahrensmässiger Hinsicht die Abklärung der Verhältnisse mittels polydisziplinären medizinischen Gutachten (Fünfter Abschnitt des IVV "Das Verfahren", lit. B "Die Abklärung der Verhältnisse", Titel von Art. 72bis IVV "polydisziplinäre medizinische Gutachten") regelt.”
“2 IVG) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen, beschafft und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann (BGE 132 V 93 E. 4. mit weiteren Hinweisen). 2.6. Nach dem Untersuchungsgrundsatz hat die Verwaltung den rechtserheblichen Sachverhalt von sich aus abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein. Sie bestimmt daher von sich aus, wie der Beweis zu führen ist. Die Begutachtung bildet Teil dieses Abklärungsverfahrens, wobei dieser im sozialversicherungsrechtlichen Leistungsverfahren, insbesondere bei der Feststellung einer gesundheitlichen Beeinträchtigung, eine überaus grosse Bedeutung zukommt (vgl. auch Art. 69 IVV, BGE 132 V 93 E. 5.2.8). 2.7. Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im Rahmen der Verfahrensleitung hat er einen grossen Ermessensspielraum hinsichtlich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen (Urteile des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_481/2013, E. 3.4. und vom 12. März 2010, 9C_28/2010, E. 4.1). 2.8. Hinsichtlich der Notwendigkeit des Erlasses einer Zwischenverfügung bei Nichteinigung für die Anordnung einer Expertise erwog das Bundesgericht in BGE 137 V 210 Erw. 3.4.2.6: Unter all diesen Umständen ist zunächst, mehr als bisher der Fall, das Bestreben um eine einvernehmliche Gutachtenseinholung in den Vordergrund zu stellen. Dem Vorbild dieser Bestimmung entsprechend liegt es in der beiderseitigen Verantwortung von IV-Stelle und versicherter Person, vermeidbare Verfahrensweiterungen abzuwenden. Zu bedenken ist auch, dass eine auf beiderseitigem Einverständnis beruhende Begutachtung zu tragfähigeren Beweisergebnissen führt, die bei der betroffenen Person zudem auf bessere Akzeptanz stossen.”
“Januar 2022 die bisherige bundesgerichtliche Rechtsprechung hätte korrigiert und insofern eine Beschränkung der Beschwerdemöglichkeiten der versicherten Person vorgenommen werden sollen. Eine derartige Einschränkung kann im Übrigen auch nicht aus der parlamentarischen Beratung zu Art. 44 ATSG abgeleitet werden. Zwar wurde einem Minderheitsantrag in der nationalrätlichen Beratung, wonach in Art. 44 Abs. 4 ATSG ausdrücklich normiert werden sollte, dass bei fehlender Einigung zwischen Versicherungsträger und versicherter Person über die Anordnung einer Begutachtung eine Zwischenverfügung zu erlassen sei, nicht Folge geleistet. Allein daraus kann aber nicht abgeleitet werden, der Gesetzgeber habe die zulässigen Anfechtungsgründe gegen die Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung begrenzen wollen. 3.3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, einzutreten. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass der Versicherungsträger die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen vorzunehmen hat. Dabei bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sie sich den für die Beurteilung ihres Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 4.2. Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen eine Begutachtung als notwendig, so obliegt ihm gemäss Art.”
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111; Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2; Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 20 zu Art. 43 ATSG).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 568 Se il richiedente ha omesso indagini precauzionali o misure di tutela (p. es. pagamento anticipato senza garanzia), l'ente assicurativo può, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, per la durata di un procedimento presumere una rinuncia alla consumabilità del patrimonio investito. L'autorità deve chiarire il fatto e, in particolare, accertare l'entità del consumo ipotetico del patrimonio da computare.
“Entscheid Versicherungsgericht, 23.04.2024 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Anrechnung eines hypothetischen Vermögens infolge des Verzichts auf die Verzehrbarkeit des investierten Kapitals. Der EL-Ansprecher hätte vor dem Kauf eines Hauses "ab Plan" in Kenia via Vorkasse die Finanzkraft des Bauunternehmens sorgfältig abklären und sich gegen den Verlust des investierten Kapitals − z.B. über eine Bankgarantie − absichern müssen. Da der EL-Ansprecher dies unterlassen hat, muss für die Dauer des Prozesses in Kenia, in dem er unter anderem um die Rückerstattung des Kaufpreises und der zusätzlichen Investitionen klagt, von einem Verzicht auf die Verzehrbarkeit des Vermögens ausgegangen werden. Rückweisung der Sache unter anderem zur Abklärung der Höhe des anrechenbaren hypothetischen Vermögensverzehrs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. April 2024, EL 2023/34). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 8C_383/2024. Entscheid vom 23. April 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr.”
Nell'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, il rifiuto di sottoporsi a perizie è considerato non giustificabile solo se non sussistono ragioni oggettive di giustificazione e il comportamento non risulta più comprensibile per l'assicuratore. Al contrario, i rifiuti possono essere giustificabili quando una ulteriore perizia appare superflua o eccessivamente gravosa. Analogamente, disturbi insorti di recente o che non sono riconoscibili come rilevanti dalla persona interessata possono far venir meno l'obbligo di collaborazione.
“3 UVG hingewiesen worden ist (BBl 1991 II 261). In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202). Zusammenfassend geht aus den einschlägigen Materialien (der bereits im Bericht der Kommission des Ständerates vom 27. September 1990 vorgesehene Wortlaut – „unentschuldbar“ – wurde bei den parlamentarischen Diskussionen diskussionslos übernommen) also nur hervor, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung jedenfalls schuldhaft verletzt haben muss. Verglichen mit einer parallelen Regelung im Art. 13 Abs. 2 VwVG, die einen Nichteintretensentscheid für den – nicht näher qualifizierten – Fall vorsieht, dass eine gesuchstellende Person die notwendige und zumutbare Mitwirkung verweigern, muss die Hürde für die Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG höher sein. Ein im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG „unentschuldbares“ Verhalten liegt gemäss Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 103, nur vor, „wenn das Verhalten der Person nicht mehr nachvollziehbar ist, was etwa dann gegeben ist, wenn ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist“. Diese Interpretation erweist sich allerdings mit Blick auf die oben wiedergegebenen, wesentlich schwächeren Formulierungen in den Materialien zum ATSG und UVG als zu eng. Als „unentschuldbar“ ist die Verweigerung einer Mitwirkung zu qualifizieren, wenn keine sachlichen Gründe vorliegen, die die Weigerung rechtfertigen könnten. Das ist vorliegend in Bezug auf eine erneute handchirurgische Begutachtung der Fall gewesen, denn das handchirurgische Teilgutachten der estimed AG ist selbst nach einer ergänzenden Stellungnahme des Sachverständigen zu den gezielten Rückfragen der Beschwerdegegnerin respektive des RAD nicht beweistauglich gewesen, weshalb sich eine erneute handchirurgische Begutachtung als unumgänglich erweist (vgl.”
“In Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten der estimed AG erweist sich zwar die Arbeitsfähigkeitsschätzung als ungenügend begründet, da aus der Sicht eines medizinischen Laien nicht nachvollziehbar ist, weshalb eine leichtgradige depressive Episode und eine chronische Schmerzstörung die Arbeitsfähigkeit selbst an einem ideal leidensadaptierten Arbeitsplatz erheblich, nämlich um 30 Prozent, einschränken sollten, aber das bedeutet nicht, dass die Beschwerdeführerin nochmals psychiatrisch hätte begutachtet werden müssen. Der psychiatrische Sachverständige der estimed AG hätte auf eine entsprechende Rückfrage der Beschwerdegegnerin hin wohl eine überzeugende Begründung für seine Arbeitsfähigkeitsschätzung nachgeliefert. In diesem Fall hätte eine monodisziplinäre, handchirurgische Begutachtung zur Sachverhaltsermittlung ausgereicht. Da jede Begutachtung einen Eingriff in die Persönlichkeit der Beschwerdeführerin darstellt, kann diese nicht verpflichtet werden, sich einer unnötigen Begutachtung zu unterziehen. Bezüglich der vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung (vgl. IV-act. 181) erweist sich die Weigerung der Beschwerdeführerin folglich als „entschuldbar“. Die Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG ist somit als rechtswidrig zu qualifizieren, was bedeutet, dass die angefochtene Verfügung ersatzlos aufzuheben ist, das Verwaltungsverfahren also ungehindert weiterlaufen wird. Die Beschwerdegegnerin wird prüfen, ob ein erneutes „Mahn- und Bedenkzeitverfahren“ durchzuführen sein wird, das sich allerdings auf die zwingend notwendige Begutachtung beschränken wird. Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geltend gemachte Vertretungsaufwand erweist sich als angemessen. Der auf das materielle Rentenbegehren, auf das nicht eingetreten werden kann, entfallende Teil des Vertretungsaufwandes kann zwar an sich nicht entschädigt werden, aber die entsprechende Argumentation ist auch für das massgebende Prozessthema sachgerecht gewesen, weshalb kein nicht zu entschädigender Anteil des Aufwandes ausgeschieden werden kann.”
“5 Die IV-Stelle macht geltend, das vorliegende Beschwerdeverfahren hätte verhindert werden können, wenn der seit dem 20. März 2023 anwaltlich vertretene Versicherte sie rechtzeitig über die Ellenbogenproblematik und den entsprechenden MRT-Befund (Bericht des Instituts D. vom 19. April 2023) in Kenntnis gesetzt hätte. Indem er dies unterlassen habe, habe er den vorliegenden Prozess unnötig verursacht. Dieser Umstand sei bei der Verteilung der Kosten zu berücksichtigen. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, dass er nicht gut Deutsch spreche, unter multiplen gesundheitlichen Beschwerden leide und seit Anfang 2023 Schmerzen im Ellbogen verspürt habe. Wenn die Beschwerdegegnerin die erforderliche medizinische Untersuchung veranlasst hätte, wären diese Beschwerden früher festgestellt worden. 7.6 Der Beschwerdegegnerin ist insofern beizupflichten, als leistungsansprechende Personen im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts mitzuwirken und Auskunft zu erteilen haben (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Dem Beschwerdeführer kann im vorliegenden Fall jedoch nicht mit Sicherheit eine Verletzung der Mitwirkungspflicht vorgeworfen werden. Zu seinen Gunsten ist zu berücksichtigen, dass die Ellenbogenschmerzen, welche gemäss MRT-Bericht am 19. April 2023 festgestellt wurden, erst seit Mitte Februar 2023 bestanden. Es handelte sich somit um ein relativ neues Beschwerdebild, dessen Relevanz für das IV-Verfahren für den Beschwerdeführer nicht unmittelbar ersichtlich war. Hinzu kommt, dass der besagte MRT-Bericht nicht an den Beschwerdeführer selbst, sondern an den behandelnden Arzt Dr. med. F. , FMH Allgemeine Innere Medizin, versandt wurde. Folglich hatte der Beschwerdeführer keine direkte Kenntnis vom Inhalt und den Ergebnissen der Abklärungen. Unter diesen Umständen war es für ihn nicht ohne Weiteres erkennbar, dass die Ellenbogenbeschwerden für das IV-Verfahren relevant sein könnten. Eine Mitwirkungspflicht setzt jedoch voraus, dass dem Versicherten die Bedeutung bestimmter Tatsachen für das Verfahren bekannt war oder für ihn zumindest erkennbar sein musste.”
LPGA art. 43 n. 566 Prima della revoÊ o della riduzione della rendita, l'ente assicurativo deve, nell'ambito della sua istruttoria d'ufficio, verificare se siano necessarie misure di riabilitazione o se tali misure siano già state attuate, e aggiornare di conseguenza il dossier medico. Ciò può comprendere richieste di chiarimenti ai medici curanti e agli specialisti pertinenti, nonché l'acquisizione di accertamenti medici supplementari o di perizie. Se la documentazione è incompleta, la pratiÊ deve essere rinviata all'autorità competente per un'istruttoria integrativa.
“Elle a donc droit à ce que son besoin de mesures de réadaptation soit spécifiquement examiné avant la suppression de sa rente. Cet examen n'a pas été effectué par l'intimé, dont la décision ne contient aucune constatation sur l'exigibilité d'une réadaptation par soi-même selon les règles spécifiques qui s’appliquent aux assurés âgés de 55 ans révolus. Sur ce point également, le dossier de l’intimé est incomplet et ne permet pas de statuer en toute connaissance de cause sur la suppression de la rente d’invalidité au 30 juin 2019. 9. Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause sur le droit de la recourante à des prestations de l’assurance-invalidité pour la période courant dès le 1er juillet 2019. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra à l’intimé d’actualiser le dossier médical, tant auprès du médecin traitant de l’assurée que des spécialistes orthopédistes et en réadaptation qui la suivent. Il déterminera, sur la base des éléments versés au dossier, si la mise en œuvre d’une expertise est nécessaire pour se prononcer valablement sur le degré d’invalidité de la recourante ainsi que ses limitations fonctionnelles. Dans le cadre de son examen, l’OAI n’omettra pas d’apprécier l’exigibilité sur la base de la situation médicale de l’assurée dans son ensemble, tenant compte de toutes ses pathologies, y compris l’atteinte au genou droit. Une fois l’instruction dûment complétée au plan médical, il incombera encore à l’intimé d’examiner spécifiquement si la recourante peut se voir imposer l’obligation de se réadapter par elle-même. 10. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis, et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’office intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision.”
“rapport final de la REA du 2 février 2021 et le calcul annexé) sans qu’il soit nécessaire de mettre préalablement en œuvre des mesures destinées à l’aider à se réinsérer dans le monde du travail, l’intimé n’a pas appliqué les exigences jurisprudentielles rappelées au considérant 4c ci-dessus. Conséquemment, le calcul du degré d’invalidité effectué par l’intimé le 2 février 2021 ne peut pas être confirmé en tant que la détermination du revenu d’invalide suppose que l’office AI a mis en œuvre toutes les mesures de réadaptation exigibles au préalable ou qu’il est clair que de telles mesures ne sont pas nécessaires pour maintenir ou améliorer la capacité de gain de la personne assurée (Margit Moser-Szeless, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 28 ad art. 16 et n. 17ss ad art. 7 LPGA). b) Compte tenu de ce qui précède, le dossier de l’intimé est incomplet et ne permet pas de statuer en toute connaissance de cause sur la suppression de la rente d’invalidité au 31 janvier 2021. Conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA ; cf. ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5), le dossier sera retourné à l’OAI afin que celui-ci reprenne l’instruction de la cause et qu’il détermine si des mesures d’ordre professionnel – cas échéant, lesquelles – doivent être allouées au recourant pour qu’il atteigne sa capacité de travail médico-théorique ou s’il peut être exigé de sa part qu’il se réadapte par lui-même. Ce n’est qu’à l’issue de cet examen et de la mise en œuvre d’éventuelles mesures de réintégration sur le marché du travail que l’intimé pourra reprendre le calcul du degré d’invalidité et statuer sur le sort de la rente. A cet égard, on rappelle l’obligation du recourant de réduire le dommage en participant à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible de sa part et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou de lui offrir une nouvelle possibilité de gain. Cette obligation peut le cas échéant et après sommation être sanctionnée par l’art. 21 al. 4 LPGA qui permet à l’assurance de refuser ou de réduire ses prestations si l’assuré manque à ses devoirs.”
LPGA art. 43 n. 565 In caso di accertamenti interrotti o risalenti a lungo tempo, la procedura di diffiÚ e il periodo di riflessione (art. 43 cpv. 3 LPGA) devono essere eseguiti nuovamente prima di irrogare una sanzione; i solleciti precedenti non sono automaticamente sufficienti.
“Dem Beschwerdeführer wäre deshalb vor Erlass des Vorbescheids und der angefochtenen Verfügung unter substantiierter Bezugnahme auf das von ihm geforderte Verhalten schriftlich mitzuteilen gewesen, welche Folgen seine Widersetzlichkeit nach sich zieht, und er wäre erneut aufzufordern gewesen, seiner zumutbaren Schadensminderungspflicht nachzukommen. Indem der Gutachtensauftrag beim Zentrum K.____ abgebrochen und in der Folge der Vorbescheid erlassen wurde, wurde das zwingend vorgeschriebene Verfahren nicht eingehalten. Aus diesem Grund ist die Verfügung vom 2. März 2022, mit welcher das Nichteintreten auf das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers beschlossen wurde, nicht rechtmässig ergangen. 7.5.1 Daran ändern die Vorbringen der Beschwerdegegnerin nichts. Es trifft zwar zu, dass sie bereits im Jahr 2019 ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt hat. Dieses richtete sich aber an den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer und bezog sich auf die Begutachtung bei der E.____ GmbH. Zwischen dieser Abmahnung des Versicherten im Mai 2019 und dem Abbruch der Abklärungen beim Zentrum K.____ Ende Oktober 2021 lagen mehr als 2 Jahre. Bei dieser Sachlage hätte die IV-Stelle das zwingend vorgeschriebene Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG erneut durchführen müssen. 7.5.2 Auch die Argumentation, wonach es dem Beschwerdeführer freistehe, sich erneut zum Leistungsbezug anzumelden, legitimiert das Verhalten der Beschwerdegegnerin nicht. Dabei ist zu beachten, dass der Nichteintretensentscheid der IV-Stelle vom 2. März 2022, mit dem die verweigerte Mitwirkung sanktioniert wurde, dem Verwaltungsverfahren ein Ende setzt. Er stellt somit keine prozess- oder verfahrensleitende Zwischenverfügung dar, sondern einen Endentscheid (BGE 131 V 42”
“Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin berechtigt war, ohne vorgängige Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG den Begutachtungsauftrag beim Zentrum K.____ abzubrechen und Nichteintreten zu verfügen. Dieses Verfahren entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist, und es handelt sich dabei um eine ausnahmslos zu beachtende Verfahrensregel (BGE 122 V 118 E. 4b; Kieser, ATSG-Kommentar, a.a.O., Art. 43 Abs. 3 Rz. 104 mit Hinweisen). Es kann selbst dann nicht davon abgewichen werden, wenn die betreffende Person zu erkennen gibt, dass sie der ihr obliegenden Pflicht jedenfalls nicht nachkommen will.”
“Daran ändern die Vorbringen der Beschwerdegegnerin nichts. Es trifft zwar zu, dass sie bereits im Jahr 2019 ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt hat. Dieses richtete sich aber an den nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer und bezog sich auf die Begutachtung bei der E.____ GmbH. Zwischen dieser Abmahnung des Versicherten im Mai 2019 und dem Abbruch der Abklärungen beim Zentrum K.____ Ende Oktober 2021 lagen mehr als 2 Jahre. Bei dieser Sachlage hätte die IV-Stelle das zwingend vorgeschriebene Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG erneut durchführen müssen.”
Se, dopo la ricezione della denuncia, nell'ambito dell'obbligo d'accertamento (art. 43 cpv. 1 LPGA) non si riesÎ a individuare un evento iniziale ricordabile o si riscontra solo un evento iniziale del tutto secondario/innocuo, gli accertamenti medici e peritali acquistano rilevanza. Nella questione di delimitazione, che deve essere esaminata dai professionisti medici, tra un danno corporeo di tipo infortunistico e una causa dovuta a usura ovvero a malattia, vanno considerati lo stato preesistente e le circostanze della prima comparsa dei disturbi. In assenza di un corrispondente punto di ancoraggio iniziale, ciò facilita tipicamente la prova liberatoria dell'assicuratore contro gli infortuni, il quale deve dimostrare, avvalendosi di valutazioni mediche probanti, con il grado di prova della preponderanza della probabilità, che l'usura o la malattia costituiscono la causa principale.
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“2 UVG ist kein äusserer Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 UVV mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung (UKS), die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
Quando l'evoluzione della malattia è incerta, instabile o potenzialmente progressiva, in base all'obbligo di accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA può essere opportuno disporre una perizia sull'evoluzione cliniÊ o accertamenti medici di più lunga durata prima di decidere una modifiÊ della concessione della rendita. Nella prassi, nei casi appropriati, si considera un periodo di accertamento di cirÊ tre mesi, in particolare quando una prognosi a breve termine non consente ancora di stabilire se un miglioramento o un peggioramento sia duraturo.
“Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteile des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.4.2, und vom 14. Oktober 2015, 8C_571/2015, E.2.2.3 je mit Hinweisen; SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“1 de l’art. 88a al. 1 RAI) ; on attendra en revanche trois mois au cas où le caractère évolutif de l’atteinte à la santé, notamment la possibilité d’une aggravation, ne permettrait pas un jugement immédiat (phr. 2 de la disposition ; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 666/81 du 30 mars 1983 consid. 3, in RCC 1984 p. 137 s.). En règle générale, pour examiner s’il y a lieu de réduire ou de supprimer la rente immédiatement ou après trois mois, il faut examiner pour le futur si l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable (arrêt du Tribunal fédéral 9C_32/2015 du 10 septembre 2015 consid. 4.1). L’OAI doit réduire ou supprimer la rente avec effet à la fin du mois au cours duquel le délai de trois mois a expiré (voir arrêt du Tribunal fédéral 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.5 dans le même sens). 4.3 Selon les règles générales du droit des assurances sociales, l’assureur doit établir les faits pertinents. En vertu du principe inquisitoire énoncé à l’art. 43 al. 1 LPGA, il est tenu de procéder d’office aux investigations nécessaires et de recueillir les renseignements requis, les renseignements fournis oralement devant être consignés par écrit. En principe, il incombe à l’assureur de prouver une modification importante du degré d’invalidité lorsqu’il veut réduire ou supprimer une rente (arrêt du Tribunal fédéral 8C_481/2013 du 7 novembre 2013 consid. 3.1 non publié in : ATF 139 V 585). Si une modification des faits déterminante pour le droit aux prestations n’est pas établie au degré de la vraisemblance prépondérante, la situation juridique qui prévalait jusqu’alors est maintenue conformément au principe du fardeau matériel de la preuve (arrêt du Tribunal fédéral 8C_481/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.4 et les références ; pour un cas d’application : cf. notamment l’arrêt du Tribunal fédéral 9C_333/2015 du 17 juillet 2015 consid. 3.2). 5. Est réputée invalidité, l’incapacité de gain totale ou partielle présumée permanente ou de longue durée, résultant d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art.”
“Juni 2022 und insbesondere die darin abgegebene Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht überzeugen, ist die darauf basierende RAD-Stellungnahme ebenfalls nicht beweiskräftig. Aufgrund der sich abzeichnenden stark negativen Entwicklung des Gesundheitszustandes hätte die Beschwerdegegnerin eine Verlaufsbegutachtung anordnen müssen. Das wird die Beschwerdegegnerin nachzuholen haben. Die Verzögerung bei der Einholung eines Verlaufsgutachtens dürfte sich möglicherweise sogar als Vorteil erweisen, denn sie ermöglicht eine Beurteilung der Entwicklung des Krankheitsbildes des Beschwerdeführers über einen längeren Zeitraum. Möglicherweise hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers inzwischen stabilisiert, so dass eine längerfristige medizinische Prognose und damit auch eine längerfristig gültige Arbeitsfähigkeitsschätzung möglich ist, welche die Zusprache einer Invalidenrente für die Zukunft zulässt. Der massgebende Sachverhalt erweist sich damit als unzureichend abgeklärt, weshalb die beiden angefochtenen Verfügungen in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen sind und als rechtswidrig aufgehoben werden müssen. Da es nicht die Sache des Versicherungsgerichtes sein kann, die ureigenste Aufgabe der Beschwerdegegnerin – die Sachverhaltsabklärung – zu übernehmen, ist die Sache zur Fortsetzung der Sachverhaltsermittlung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird eine Verlaufsbegutachtung des Beschwerdeführers in Auftrag geben und anschliessend erneut über eine Rentenzusprache entscheiden. Sollte die Verlaufsbegutachtung ergeben, dass die onkologische Gesundheitsbeeinträchtigung tatsächlich längerdauernde, schwere Phasen der vollständigen Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat, wird die Beschwerdegegnerin prüfen, ob eine immer wieder durch Phasen hoher oder vollständiger Arbeitsunfähigkeit unterbrochene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem Arbeitsmarkt noch verwertbar ist. Sie wird gegebenenfalls die Frage beantworten müssen, ob es einen Arbeitgeber gibt, der bereit wäre, den Beschwerdeführer trotz unvorhersehbarer und jeweils längerdauernder Absenzen zu beschäftigen.”
LPGA art. 43 n. 562 Se il quadro medico non è chiarito in modo completo, la pratiÊ può essere rinviata per completare gli accertamenti, in particolare per la definizione di un profilo concreto di idoneità bi‑ o multidisciplinare. Si può rinunciare ad ulteriori accertamenti medici quando, dopo un'attenta valutazione, è prevedibile che non forniscano nuovi elementi decisivi ai fini della decisione.
“Nach dem Dargelegten erweist sich der medizinische Sachverhalt im Lichte des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) als unvollständig abgeklärt. In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 12. Juni 2020 (AB 144) aufzuheben und die Sache ist zur Bestimmung eines konkreten bidisziplinären Zumutbarkeitsprofils an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Von Interesse ist dabei insbesondere die Einschränkung in einer …, auf welche die Beschwerdegegnerin für den Einkommensvergleich abgestellt hat. Eine neue bidisziplinäre Begutachtung ist hierfür nicht nötig, sondern es genügt, wenn der RAD bzw. idealerweise die mit dem vorliegenden Fall bereits befasste RAD-Ärztin Dr. med. I.________ und der Gutachter PD Dr. med. E.________ aus somatisch-psychiatrischer Sicht ein solches Zumutbarkeitsprofil definieren. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin über den streitigen Rentenanspruch neu zu verfügen. Der bisherige Anspruch auf eine Dreiviertelsrente ist zu Recht unbestritten und auch weiterhin ausgewiesen. Damit erübrigt es sich, dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme und zum allfälligen Rückzug der Beschwerde zu geben (vgl.”
“Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung bezweckt, einen als nicht rechtsgenüglich abgeklärt gerügten Sachverhalt zu vervollständigen (vgl. u.a. Susanne Bollinger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 [nachfolgend: BSK ATSG], N 42 zu Art. 61 ATSG). Der Sozialversicherungsträger hat dabei den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, BSK ATSG, N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Führen die vorzunehmenden Abklärungen bei sorgfältiger und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1.). Wenn also von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen entscheidwesentlichen Aufschlüsse mehr zu erwarten sind, kann auf weitergehende medizinische Erhebungen und Gutachten verzichtet werden (Schiavi, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). Diese Grundsätze müssen auch bei einer Rückweisung zur Anwendung gelangen. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen muss es als zulässig erachtet werden, dass einer zwischenzeitlich gewonnenen neuen Erkenntnis zum Durchbruch verholfen wird, wenn diese mit Gesetz und Verordnung übereinstimmt.”
“a) L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Sont considérés comme nécessaires tous les moyens de preuve qui permettent d’établir les faits pertinents pour l’application du droit. Si l’assureur dispose à cet égard d’un large pouvoir d’appréciation dans le choix des mesures d’instruction qu’il souhaite mettre en œuvre, il n’est pas habilité à ordonner n’importe quel moyen de preuve. Il doit veiller à agir de manière objective et impartiale, en gardant à l’esprit l’intérêt général à une gestion économique et rationnelle de l’assurance. Ainsi, l’assureur n’est pas autorisé à recueillir un nouvel avis (« second opinion ») sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque les conclusions de celle-ci ne lui conviennent pas (Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 10 ad art. 43 LPGA). b) En l’occurrence, la situation médicale de la recourante doit être examinée dans sa globalité en tenant compte des interactions entre ses différentes atteintes, ainsi que de ses ressources. Elle présente en effet des atteintes complexes, à la fois somatiques et psychiques, ainsi que différents troubles (sommeil p. ex.) et syndromes douloureux, de sorte que la mise en œuvre d’un volet de médecine interne paraît adéquate non seulement pour aider à la synthèse des expertises rhumatologique et psychiatrique mais également pour examiner l’ensemble des troubles que présente l’assurée et qui sortent des autres domaines plus spécialisés. Ainsi, la mesure d’instruction en cause est nécessaire et peut être raisonnablement exigée. Au demeurant, la recourante ne fait valoir aucune circonstance mettant en doute le caractère exigible de la mesure. On peut ajouter que l’assurée elle-même avait requis la mise en œuvre d’une expertise pluridisciplinaire comprenant un volet de médecine interne dans son acte de recours, ainsi que dans ses déterminations (cf.”
LPGA art. 43 n. 561 In caso di situazione fattuale poco chiara devono essere effettuati accertamenti supplementari, ad esempio sullo svolgimento della giornata, sugli hobby (p. es. equitazione) e sulle terapie. Se accertamenti di natura organiÊ o specialistiÊ non consentono una valutazione conclusiva, possono essere richieste perizie medico-specialistiche aggiuntive (p. es. psichiatriche).
“Nach dem Gesagten ergibt sich somit, dass aufgrund der vorliegenden Akten die nötigen Angaben für die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 für den entscheidrelevanten Zeitraum fehlen. Die Beschwerdegegnerin wird in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 2 ATSG) den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin näher abklären und sich dabei namentlich auch mit deren Ressourcen ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn auseinandersetzen müssen, darunter insbesondere der Tagesablauf, das Ausmass der Hobbies, das Reiten und die Therapiereitstunden mit dem Pferd. Bei Letzteren ist neben dem zeitlichen Umfang ebenfalls zu prüfen, ob es sich dabei um eine (leidensangepasste) Erwerbstätigkeit handelt. Je nach Ausgang der ergänzenden Angaben ist die Verwertbarkeit einer allfälligen Arbeitsfähigkeit zu prüfen. In diesem Sinne ist unklar, ob im massgebenden Beurteilungszeitraum eine anspruchsrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse vorliegt. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 23. September 2021 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzenden Abklärungen im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin im Kontext der Neuanmeldung vom 19.”
“3), weshalb der adäquate Zusammenhang mit (lange andauernden) psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel zu verneinen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_734/2021 vom 8. Juli 2022 E. 3.1.5). Vor diesem Hintergrund erschliesst sich auf den ersten Blick die Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung nicht. Mit Blick auf die Verfahrenshoheit der Beschwerdegegnerin im Abklärungsverfahren und dem damit verbundenen grossen Ermessensspielraum (vgl. E. 3.2. hiervor), dem Umstand, dass ein Schmerzsyndrom (vgl. E. 4.1. hiervor) auch psychische Ursachen haben kann, erscheint die psychiatrische Untersuchung für die Beurteilung des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin jedoch dann notwendig, wenn die zuerst durchzuführende organische Beurteilung in den Fachrichtungen Orthopädie und Neurologie keine abschliessende Beurteilung des rechtsrelevanten Sachverhaltes erlaubt. In einem solchen Fall ist eine zusätzliche psychiatrische Begutachtung als notwendig und daher auch als zumutbar im Sinne von Art. 43 Abs. 2 ATSG anzusehen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). 5.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich gestützt auf das orthopädisch/chirurgische Gutachten vom 27. März 2018 die Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden, insbesondere des im Raum stehenden CRPS, nicht zuverlässig beurteilen lässt. Die bestehende Aktenlage lässt keine abschliessende Bewertung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu, weshalb sich auch unter diesem Gesichtspunkt weitergehende Abklärungen aufdrängen. Vor diesem Hintergrund ist die Veranlassung einer erneuten Begutachtung im Sinne der”
“Wenn auch die Beweislast, dass der leistungsspezifische Invaliditätsfall erst nach ein- respektive dreijähriger Beitragszahlung eingetreten ist, beim Beschwerdeführer liegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2014 vom 8. August 2014 E. 5 mit Hinweis) und es namentlich bei psychischen Störungen schwierig ist, die Arbeitsfähigkeit rückwirkend und überdies für einen weit zurückliegenden Zeitraum zuverlässig zu beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_167/2014 vom 8. August 2014 E. 6.2 mit Hinweis), so ist doch nicht auszuschliessen, dass ergänzende Abklärungen hierzu verwertbare Erkenntnisse liefern. Es sind deshalb weitere Abklärungen nötig. Die Sache ist hierfür an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Mit Blick auf die Aktenlage wird sie zunächst ergänzende Einkünfte bei den ehemaligen Arbeitgebern in der Schweiz zu den Gründen der Auflösung der Arbeitsverhältnisse und allfälligen krankheitsbedingten Absenzen einzuholen haben. Sodann wird der Beschwerdeführer aufzufordern sein, seine Erwerbsbiographie in Italien unter Einreichung geeigneter Beweismittel darzulegen. In diesem Zusammenhang ist er bereits hier auf seine Mitwirkungspflichten nach Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG und die Folgen der Beweislosigkeit (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4. März 2021 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 427 E. 3.2) hinzuweisen. Nach diesbezüglicher Vervollständigung der Aktenlage wird die Frage nach dem Beginn der schizophrenen Erkrankung und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Rahmen eines psychiatrischen Aktengutachtens zu klären sein. In demselben wird die Frage nach dem Verlauf der Arbeitsfähigkeit auch unter Berücksichtigung der Berufsbiographie zu beurteilen sein. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.”
LPGA art. 43 n. 560 Se l'ente assicurativo esternalizza gli accertamenti, deve assicurarsi che i soggetti esterni incaricati forniscano le informazioni rilevanti ai fini della decisione nella qualità richiesta. Se il fatto rilevante ai fini del diritto e gli atti non vengono così sufficientemente chiariti, l'ente assicurativo può disporre una perizia esterna all'amministrazione, basata su un accertamento personale.
“Art. 43 Abs. 1 ATSG schreibt vor, dass der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt. Lagert er diese Aufgabe - zulässigerweise - an externe Abklärungsstellen aus, so hat er sicherzustellen, dass er von den beauftragten Stellen alle entscheiderheblichen Angaben in der erforderlichen Qualität erhält (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.2 f.). Laut Art. 45 Abs. 1 ATSG übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat (Satz 1). Hat er keine Massnahmen angeordnet, übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruches unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Satz 2). Mit BGE 139 V 496 E. 4.4 hat das Bundesgericht für den Bereich der Invalidenversicherung Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage zu berücksichtigen sind, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können. Es erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen.”
“Nach dem hiervor Dargelegten kann weder auf die Einschätzung der RAD-Ärztin med. pract. F.________ noch auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte abgestellt werden. Damit hat die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Sie wird deshalb ein verwaltungsexternes, auf einer persönlichen Untersuchung beruhendes Gutachten zu veranlassen haben.”
In presenza di profili medici incerti, l'amministrazione è tenuta, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, ad accertare lo stato di salute e la capacità funzionale; ciò comprenÞ, oltre alla diagnosi, anche la valutazione degli effetti sulla capacità di lavoro e, se del caso, delle misure di reinserimento professionale. In caso di questioni complesse o multidimensionali devono essere avviati accertamenti interdisciplinari ovvero la consultazione di più esperti (consulti/concilium).
“Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Gesagten weder in psychiatrischer noch in somatischer Sicht genügend abgeklärt, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin, die ihre gesetzliche Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) klar verletzt hat, zurückzuweisen ist, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus psychischer und somatischer Sicht abkläre. Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes auch prüfen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang insbesondere darauf, dass im Rahmen der weiteren Abklärungen gegebenenfalls Eingliederungsmassnahmen zu prüfen sind.”
“________ qui mentionnait que le pronostic était difficile à formuler « vu la présence concomitante de l’affection somatique ») – or la présence d’une pseudarthrose pouvant expliquer les douleurs de l’assurée n’a pas été examinée – ou avec le contexte professionnel, s’agissant du burnout dont elle a été victime dans le cadre d’une surcharge de travail. En outre, dans le rapport du SMR du 21 février 2017, on ne trouve pas clairement de pondération, de discussion consensuelle, alors que la recourante présente plusieurs co-morbidités associées. b) Compte tenu de ce qui précède, il se justifie de mettre en œuvre une expertise bidisciplinaire, regroupant les volets rhumatologique et psychiatrique, étant précisé que les experts sont libres de s’adjoindre les services d’un autre spécialiste, notamment l’avis d’un neurochirurgien, voire d’un radiologue, conformément à l'art. 44 LPGA. Dans la mesure où la Cour de céans n’est pas à même de statuer en l’état du dossier, il convient de renvoyer la cause à l’autorité précitée, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). c) Dans le cadre de la nouvelle décision, il conviendra également que l’intimé tienne compte d’un statut de personne active à 65% et de ménagère à 35%. En effet, plusieurs éléments démontrent au degré de la vraisemblance prépondérante que la recourante aurait travaillé à 65 % en étant en bonne santé (cf. déclaration précoce du 19 novembre 2014, formulaire de détermination du statut signé le 17 mars 2015, entretien téléphonique du 21 juillet 2015 avec M. M.________, rapport SMR du 31 mai 2016 et avenant au contrat de travail du 1er mars 2013). A cet égard, la motivation de l’enquêtrice qui retient un statut de personne active à 60% et ménagère à 40% ne convainc pas. Celle-ci parvient à ce constat uniquement sur la base des déclarations de la recourante qu’elle juge confuses dans la mesure où l’assurée ne se souvenait plus du nombre d’heures travaillées par jour. On ne saurait faire abstraction du contrat et des déclarations de l’employeur qui font état d’une augmentation contractuelle du taux de travail, en 2013, à 65%.”
“Dans ses expertises de 2013 et 2016, l’expert V.________ n’a en effet pas indiqué dans quelle mesure l’incapacité de travail qu’il attestait était liée à une diminution de la capacité de rendement et dans quelle mesure elle était liée à une diminution du taux d’activité exigible. Peut-être a-t-il considéré qu’un rendement plus ou moins élevé pouvait être attendu du recourant selon son taux d’activité, compte tenu de la diminution constatée de son élan vital. A ce stade, une concertation entre les deux experts paraît dès lors nécessaire pour définir la capacité de travail du recourant compte tenu de l’ensemble de ses atteintes à la santé. 5. Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra à l’intimé de demander davantage d’éclaircissements à l’expert A.________, et d’exiger qu’il motive son constat relatif à la diminution de rendement, ou à l’absence de diminution de rendement du recourant dans une activité adaptée. L’expert prendra soin de s’exprimer clairement sur la durée d’une éventuelle incapacité de travail liée à l’intervention pratiquée en janvier 2017, éventuellement sur une incapacité de travail antérieure liée aux atteintes traitées lors de cette intervention. Il appartiendra surtout à l’OAI d’inviter les experts A.________ et V.________ à se mettre en rapport pour préciser conjointement leurs constatations relatives à la capacité résiduelle de travail du recourant, d’un point de vue interdisciplinaire. 6. a) Le recours est par conséquent admis et la cause renvoyée à l’OAI pour instruction complémentaire au sens des considérants, puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art.”
“20]), que les décisions des offices AI cantonaux peuvent directement faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du siège de l’office concerné (art. 56 al. 1 LPGA et art. 69 al. 1 let. a LAI), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA), qu’en l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable, attendu que le litige a pour objet le droit du recourant à une rente de l’assurance-invalidité, respectivement à des rentes pour enfant, au-delà du 30 novembre 2018 ; attendu que selon le principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA), que pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position, que la tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler, qu’en outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1), que dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante (ATF 144 V 427 consid.”
LPGA art. 43 n. 558 La disposizione richieÞ una violazione non scusabile (colpevole) dell'obbligo di fornire informazioni o di cooperare. Prima di applicare una sanzione la persona interessata deve essere messa in mora per iscritto, informata delle conseguenze giuridiche e le deve essere concesso un termine congruo di riflessione.
“Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 3 ATSG liegt eine Verletzung der Mitwirkungspflicht nur dann vor, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt ist. Sie muss somit schuldhaft sein (vgl. auch Art. 73 IVV). Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Kieser, ATSG-Kommentar, N 39 zu Art. 43). (…).” Nella sentenza U 48/07 del 6 novembre 2007 il ricorrente si era rifiutato di sottoporsi ad una perizia medica pluridisciplinare ordinata dal giudice, motivando di avere rifiutato di sottoporsi a questa misura d'accertamento quando è stata ordinata dall'assicuratore, perché aveva perso la fiducia in quest'ultimo. Il Tribunale federale ha ritenuto che un tale motivo non scusava il rifiuto dell'assicurato di sottoporsi ad una perizia medica necessaria per l'apprezzamento del suo caso, dato che le parti potevano, se caso, far valere, presso l'assicuratore, fondati motivi per ricusare il perito e presentare delle controproposte (art.”
“1 1ère phrase LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. L'art. 43 al. 3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d'inexcusable lorsqu'aucun motif légitime n'est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible (arrêt TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Selon la jurisprudence relative à l’art. 43 al. 3 LPGA, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants. Cela signifie par voie de conséquence que dès lors que l'autorité inférieure peut se prononcer sur la base de l'état de fait, la sanction de la non-entrée en matière ne lui est plus ouverte. Inversement, dès lors que le dossier ne lui permet pas de se prononcer, l'autorité inférieure prononce une décision de non-entrée en matière (arrêt TC FR 608 2021 190 du 14 décembre 2021 consid. 3 et les références). En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte.”
Il mancato, ingiustificato rispetto delle convocazioni per accertamenti medici disposti può, ai sensi dell'art. 43 LPGA, comportare che l'ente assicuratore, per mancanza di collaborazione, deciÚ sulla base degli atti oppure sospenÚ l'accertamento e disponga il non ingresso nel merito o il diniego delle prestazioni. Un ricovero ospedaliero occasionale e volontario non è automaticamente riconosciuto come motivo giustificativo, salvo che dagli atti non risulti che fosse giustificato dal punto di vista medico o improrogabile.
“Dopo aver acquisito il rapporto di dimissione della Clinica __________ dell’11 dicembre 2019 (pag. 631 incarto AI) e la valutazione del 27 dicembre 2019 del medico SMR, dr. med. __________ (pag. 634 incarto AI), con decisione del 4 marzo 2020, preavvisata dal progetto del 22 gennaio 2020 (pag. 636 incarto AI), l’UAI ha respinto la richiesta di prestazioni con le seguenti motivazioni: " Con decisione del 23.01.2017 (confermata dal TCA tramite Sentenza dell’11.09.2017) le è stata soppressa la rendita intera con grado AI del 100% in corso dal 01.04.2010 in quanto non si è attenuto all’obbligo di collaborare. Con decisione incidentale del 18.07.2019 per tramite del suo ex rappresentante legale è stato informato sulle conseguenze qualora l’obbligo di collaborare non venisse, nuovamente, adempiuto. Considerato come lei non si sia presentato al previsto appuntamento del 02.12.2019 presso il Dr. __________ si rifiuta il diritto a prestazioni causa il persistere dell’infrazione dell’obbligo di collaborare (art. 43 LPGA). Osservazioni al progetto di decisione del 22.01.2020: Abbiamo ricevuto le sue mail del 26.02.2020 e del 18.02.2020. Come già comunicatole via posta elettronica il 28.01.2020 ribadiamo che il nostro Servizio Medico Regionale (SMR) ha ritenuto che il ricovero dal mattino del 30.11.2019 al pomeriggio del 02.12.2019 non era medicalmente giustificato e lei dunque avrebbe potuto benissimo presentarsi all’accertamento peritale previsto lunedì 2 dicembre 2019 alle ore 10:00.” (doc. A2) 1.27. RI 1, rappresentato dall’avv. RA 1, è insorto al TCA contro la predetta decisione, chiedendone l’annullamento e domandando di essere posto al beneficio dell’assistenza giudiziaria con gratuito patrocinio (doc. I). L’insorgente contesta il rifiuto di attribuirgli una rendita, sostenendo che l’amministrazione sarebbe stata condizionata da quanto accaduto nell’ambito della precedente procedura. Egli sottolinea la contraddizione delle posizioni dell’UAI circa la sospensione della procedura peritale con contestuale richiesta di dar seguito all’accertamento medico, rilevando che si è visto misconoscere la validità del ricovero presso la Clinica __________ allorché gli viene rifiutato l’accesso agli atti, in violazione del diritto di essere sentito, per motivi medici.”
“Accertato che l’UAI ha applicato correttamente l’art. 43 LPGA e che infine l’assicurato non ha opposto resistenza alla decisione dell’amministrazione di sottoporlo ad un accertamento specialistico in ambito psichiatrico, resta da esaminare se l’assenza alla visita peritale del 2 dicembre 2019 alle ore 10:00 presso il dr. med. __________, FMH psichiatria e psicoterapia, è stata giustificata. La risposta è negativa. Dagli atti emerge che domenica 1° dicembre 2019 delle ore 16:47 l’insorgente ha informato l’UAI di essere ricoverato in clinica (pag. 626 incarto AI). Martedì 3 dicembre 2019 il ricorrente ha sostenuto di essersi recato al pronto soccorso dell’Ospedale __________ venerdì sera, di essere stato trasferito all’__________ di __________ con un’autoambulanza dove è giunto alle 01:00 circa di sabato e di essere rimasto degente 3 giorni, fino a lunedì sera (pag. 628 incarto AI). Dal referto dell’11 dicembre 2019 della Clinica __________ emerge che si è trattato di un ricovero volontario (pag.”
“Accertato che l’UAI ha applicato correttamente l’art. 43 LPGA e che infine l’assicurato non ha opposto resistenza alla decisione dell’amministrazione di sottoporlo ad un accertamento specialistico in ambito psichiatrico, resta da esaminare se l’assenza alla visita peritale del 2 dicembre 2019 alle ore 10:00 presso il dr. med. __________, FMH psichiatria e psicoterapia, è stata giustificata. La risposta è negativa. Dagli atti emerge che domenica 1° dicembre 2019 delle ore 16:47 l’insorgente ha informato l’UAI di essere ricoverato in clinica (pag. 626 incarto AI). Martedì 3 dicembre 2019 il ricorrente ha sostenuto di essersi recato al pronto soccorso dell’Ospedale __________ venerdì sera, di essere stato trasferito all’__________ di __________ con un’autoambulanza dove è giunto alle 01:00 circa di sabato e di essere rimasto degente 3 giorni, fino a lunedì sera (pag. 628 incarto AI). Dal referto dell’11 dicembre 2019 della Clinica __________ emerge che si è trattato di un ricovero volontario (pag.”
“del 22 ottobre 2020 il TCA ha rilevato: " (…) In concreto con comunicazione del 12 febbraio 2019 l’UAI ha informato l’insorgente della necessità di un accertamento medico, ordinando una perizia psichiatrica ad opera del dr. med. __________ e, conformemente a quanto previsto dall’art. 43 cpv. 3 LPGA, tramite ingiunzione contenuta nel medesimo provvedimento, ha reso attento l’assicurato che “se egli rifiuta in modo ingiustificato di compiere il suo dovere di informare o di collaborare, l’ufficio AI può decidere in base agli atti o chiudere l’inchiesta e decidere di non entrare in materia (art. 43 LPGA)” (doc. 188, incarto AI, pag. 555 incarto AI, sottolineatura del redattore). L’insorgente è pertanto stato reso attento circa il suo obbligo di collaborare e delle conseguenze in caso di rifiuto ingiustificato. La procedura di accertamento peritale, sospesa in seguito alla richiesta dell’assicurato di poter previamente esaminare gli atti (pag. 571 incarto AI), è stata riattivata il 31 maggio 2019 (pag. 591 incarto AI), in seguito alla richiesta dell’allora rappresentante dell’assicurato (pag. 589 incarto AI). Quest’ultimo, dopo la concessione di una proroga, ha preso posizione il 15 luglio 2019 sul previsto accertamento medico, allegando un certificato della curante, dr.ssa med. __________, FMH psichiatria e psicoterapia, sostenendo l’impossibilità e l’inesigibilità per il ricorrente di sottoporsi ad una nuova perizia e domandandone in sostanza l’annullamento (pag. 601-602 incarto AI). Acquisito il parere del medico SMR, dr. med. __________, FMH psichiatria e psicoterapia, l’UAI in data 18 luglio 2019 ha emesso una decisione incidentale in cui, alla luce del rifiuto di collaborare, ha confermato la necessità di un accertamento medico, ha confermato il nome del perito ed ha confermato la sede dell’accertamento.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 29.03.2022 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Allgemeine/Innere Medizin, Neuropsychologie, Orthopädie und Psychiatrie). Verweigerung der Mitwirkung bei der Begutachtung. Untersuchungspflicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung. Abmahnung der Mitwirkungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. März 2022, IV 2020/248). Entscheid vom 29. März 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2020/248 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
“Entscheid Versicherungsgericht, 24.05.2022 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Orthopädie, Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychologie und Psychiatrie). Verweigerung der Mitwirkung bei der Begutachtung. Untersuchungspflicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung. Abmahnung der Mitwirkungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Mai 2022, IV 2021/109). Entscheid vom 24. Mai 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2021/109 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hardy Landolt, Schweizerhofstrasse 14, Postfach 1576, 8750 Glarus, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
L'autorità è soggetta al principio dell'accertamento d'ufficio (art. 43 cpv. 1 LPGA) e deve d'ufficio provvedere all'accertamento esatto e completo della residenza o del soggiorno abituale. Se omette gli accertamenti necessari, ciò può comportare che le decisioni sulle prestazioni fondate su tali accertamenti debbano essere annullate come illegittime e infondate.
“April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit [SR 0.831.109.268.1]), und die Ausnahmebestimmung von Art. 9 Abs. 2 IVG sei i.c. nicht einschlägig. Nichterwerbstätige seien laut Art. 1b IVG i.V.m. Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG der Invalidenversicherung unterstellt, wenn sie in der Schweiz Wohnsitz (im Sinne von Art. 13 ATSG) haben. Sodann hat das Bundesverwaltungsgericht mit der Begründung, dass A.________ gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ZGB den Wohnsitz mit seinen Eltern resp. seiner Mutter teile, deren Wohnsitz im Zeitpunkt der Geburt überprüft. Es kam zum Schluss, dass die Eltern während ihres rund sechs Monate dauernden Aufenthaltes keinen Wohnsitz in der Schweiz begründet hätten. A.________ habe somit ebenfalls keinen schweizerischen Wohnsitz und deshalb auch keine Versicherteneigenschaft gehabt. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen habe aber hinsichtlich der Versicherungsunterstellung keine Abklärungen getroffen. Ihre Leistungszusprachen hätten demnach auf einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes von Art. 43 Abs. 1 ATSG beruht, weshalb sie gesetzeswidrig und zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG seien.”
“Zwar muss er dann früher als geplant in die Schweiz zurückgekehrt sein, denn er ist mehrere Jahre vor seiner Ehefrau wieder in die Schweiz eingereist, um hier zu leben, aber die Akten belegen seine Anwesenheit in der Schweiz erst ab Februar 2009, was bedeutet, dass der Beschwerdeführer möglicherweise während insgesamt eineinhalb Jahren in der Türkei gelebt haben könnte. Da diese Zeit in den für die Beantwortung der Frage nach der Erfüllung der Karenzfrist massgebenden Zeitraum ab Oktober 2007 fällt, ist die Erfüllung der Karenzfrist bereits durch diesen Umstand ernsthaft in Frage gestellt. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen hat sich die Beschwerdegegnerin nicht näher damit befasst. Sie hat es insbesondere unterlassen abzuklären, wie lange der Auslandsaufenthalt des Beschwerdeführers in der Türkei gedauert hat und wann der Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort wieder zurück in die Schweiz verlegt hat. Damit erweist sich der massgebende Sachverhalt als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen ist und als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Da es nicht die Sache des Versicherungsgerichtes sein kann, ein Versäumnis der Beschwerdegegnerin bei der Erfüllung ihrer ureigensten Aufgabe – der Sachverhaltsermittlung – zu beheben, und da dem Beschwerdeführer die Einsprachemöglichkeit nicht vorenthalten werden soll, ist die Sache zur vollständigen Erfüllung der Untersuchungspflicht an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sollte sich ergeben, dass der Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen Aufenthalt (entgegen seiner Erklärung vom Juni 2007, er wolle die Schweiz definitiv verlassen) bereits ab Oktober 2007 wieder in der Schweiz gehabt hat, wird die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen bezüglich der Frage zu tätigen haben, ob es nach Oktober 2007 zu einer (vorübergehenden) Verlegung des gewöhnlichen Aufenthaltes in die Türkei gekommen ist. Die entsprechende Vermutung liegt insbesondere für die Zeit bis März 2014 nahe, weil bis zu diesem Zeitpunkt die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdeführers noch in der Türkei gelebt haben.”
“Auf die eingereichte Beschwerde ist, nachdem die Pflicht zur Leistung eines Kostenvorschusses infolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entfallen ist (vgl. Art. 69 Abs. 1bis und 2 IVG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG; BVGer2-act. 11), einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 52 Abs. 1 VwVG). 2. Zum Beschwerdeverfahren ist Folgendes festzuhalten: 2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 2.2 Gemäss dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das Bundesverwaltungsgericht nicht an die Begründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2013/46 E. 3.2). 2.3 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). 3. Nachfolgend ist zunächst das anwendbare materielle Recht und der zeitlich massgebende Sachverhalt zu bestimmen: 3.1 Die Beschwerdeführerin ist indische Staatsangehörige und mit einem Schweizer Bürger verheiratet (vgl. oben Bst. A). Gemäss Bundesgerichtsurteil 8C_660/2018 vom 7. Mai 2019 haben sowohl die Beschwerdeführerin als auch ihr Ehemann Wohnsitz in Deutschland (vgl. auch nachfolgend E. 5.2), weshalb - sofern sich die Wohnsitzsituation zwischenzeitlich nicht verändert hat (vgl. dazu nachfolgend E. 5.3 ff. und 6) - offensichtlich ein grenzüberschreitender Sachverhalt mit Bezug zur EU vorliegt (vgl.”
LPGA art. 43 n. 555 Nei casi particolarmente singolari o seguiti per lungo tempo, le valutazioni dei medici curanti possono essere prese maggiormente in considerazione a causa del loro contatto personale. Tuttavia, l'ufficio AI o il servizio medico (RAD) possono redigere rapporti sufficienti e comprensibili, cosicché non è necessaria una perizia esterna. Se, inveÎ, sussistono dubbi fondati sulla affidabilità o sulla coerenza della valutazione del RAD, si possono rendere necessari ulteriori accertamenti medici.
“In einem Fall wie dem vorliegenden, wo die Einschränkungen des Beschwerdeführers und die konkreten Umstände in hohem Mass einzigartig sind, muss den Einsichten der behandelnden Ärzte grössere Bedeutung zugemessen werden, da sie aufgrund ihres persönlichen, langjährigen Kontakts mit dem Patienten wichtige Aspekte benennen können, die bei einem Aktengutachten oder auch bei einer einmaligen Begutachtung des Versicherten unerkannt oder ungewürdigt bleiben würden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Diesbezüglich ist auch die Kritik des Beschwerdeführers bzw. seiner Eltern, dass der RAD den Fall medizinisch gewürdigt hat, ohne ihn persönlich untersucht zu haben, gerechtfertigt. Ausserdem spricht die gelungene Adaption an das BAHA-Implantat mit der vorhandenen elterlichen Unterstützung durchaus dafür, dass auch eine Adaption an ein CI erfolgreich sein kann. 7.5 Zusammenfassend bestehen teilweise nicht nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzung des RAD. Es stellt sich deshalb die Frage, ob weitere medizinische Abklärungen notwendig sind. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Die Beurteilungen der RAD-Ärzte weisen weder formale noch inhaltliche Mängel auf und sind für die streitigen Belange umfassend. Insbesondere berücksichtigen sie die geklagten Beschwerden. Ihre Einschätzungen sind zudem in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein und sind insgesamt auch in Bezug auf die Schlussfolgerungen plausibel. Es besteht daher kein Anlass, von der vom RAD vorgenommenen Zumutbarkeitsbeurteilung abzuweichen. Demnach ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass dem Versicherten sowohl die angestammten Tätigkeiten als auch adaptierte leichte bis mittelschere Verweistätigkeiten zu 100 % zumutbar sind. 8.2.1 Daran ändern die Vorbringen in der Beschwerde nichts. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin wäre verpflichtet gewesen, den medizinischen Sachverhalt durch Einholen eines externen Gutachtens abschliessend zu klären. Dazu ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin nach Art. 43 Abs. 1 ATSG unter anderem die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Im vorliegenden Fall unterbreitete die IV-Stelle die eingeholten Berichte dem RAD, der – wie vorstehend ausgeführt – zuverlässig und nachvollziehbar die medizinische Situation beurteilte. Unter diesen Umständen war die IV-Stelle nicht verpflichtet, den medizinischen Sachverhalt durch Einholen eines externen Gutachtens abzuklären. Die Auffassung des Beschwerdeführers geht daher fehl. 8.2.2. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Ausführungen und Schlussfolgerungen in der Verfügung vom 5. Dezember 2022 würden im Wesentlichen auf der RAD-Beurteilung von Dr. H. vom 1. Dezember 2021 beruhen, der aber nicht über einen Facharzttitel der Psychiatrie verfüge. Auf die von Dr. H. postulierte 100%ige Arbeitsfähigkeit ab 7. Mai 2020 könne daher nicht abgestellt werden. Mit dem Beschwerdeführer ist zunächst festzustellen, dass die fachliche Qualifikation eines Arztes oder einer Ärztin gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts für die Würdigung medizinischer Berichte eine erhebliche Rolle spielt (SVR 2009 IV Nr.”
Se l'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA non rileva un evento inizialmente ricordabile oppure rileva soltanto un evento del tutto irrilevante, ciò facilita di regola la prova liberatoria dell'assicuratore contro gli infortuni; la ponderazione viene quindi effettuata sulla base dell'intero spettro causale e delle valutazioni mediche.
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“2 UVG grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70). Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksich-tigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Ein-schätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
Perizie non ottenute mediante la procedura prevista dall'art. 44 LPGA hanno soltanto il valore probatorio di accertamenti medici interni all'assicurazione. L'art. 43 LPGA obbliga però l'ente assicuratore a compiere gli accertamenti necessari per valutare l'obbligo di prestazione e, nella misura in cui ciò sia necessario, a eseguire indagini o esami supplementari.
“Im Sozialversicherungsrecht gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Der Verwaltungsträger wie auch im Streitfall das Gericht haben sich aufgrund des gesamten Beweismaterials eine Meinung darüber zu bilden, ob die umstrittenen Tatsachen mit dem Beweisgrad der über-wiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind oder nicht (Kieser, ATSG-Komm., 3. Aufl. 2020, Art. 43 ATSG N 61). Liegt – wie hier – ein von der Krankentaggeldversicherung nicht im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten vor, kommt diesem der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Feststellungen zu (BGer-Urteile 9C_580/2018 vom”
“Ist die Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Behandlung im Ausland belegt? Verneint das BAG eine dieser Fragen, teilt es dies dem Vertrauensarzt des Versicherers mit. Bejaht es beide Fragen, gibt es dem Vertrauensarzt die Empfehlung ab, die Kosten der medizinischen Behandlung im Ausland zu übernehmen. Schliesslich weist das BAG die Krankenversicherer auf ihre Pflicht hin, gestützt auf Art. 43 ATSG die notwendigen Abklärungen betreffend Leistungspflicht vorzunehmen (vgl. BGE 145 V 170 E. 8.3 m.H.a. Informationsschreiben des BAG vom”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA l'amministrazione deve chiarire proattivamente le istanze e procedere d'ufficio alle indagini necessarie. La giurisprudenza richieÞ, di regola, una procedura probatoria strutturata basata su indicatori; a tal fine vanno utilizzati e valutati indicatori standardizzati (in particolare le limitazioni funzionali e aspetti quali la resistenza alla terapia).
“c) Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 4.1 et les références citées). 5. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (TF I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 6). b) Si l’administration ou le juge, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves fournies par les investigations auxquelles ils doivent procéder d’office, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d’autres mesures probatoires ne pourrait plus modifier cette appréciation, il est superflu d’administrer d’autres preuves (appréciation anticipée des preuves ; ATF 131 I 153 consid. 3, 125 I 127 consid. 6c/cc). Une telle manière de procéder ne viole pas le droit d’être entendu selon l’art.”
“6). En règle générale, il convient de prendre en considération des indicateurs standards classés selon leurs caractéristiques communes (c. 4.1.3), qui sont répartis dans les catégories "degré de gravité fonctionnel" (c. 4.3) et "cohérence" (c. 4.4). La grille d’évaluation présentée est de nature juridique (c. 5). La reconnaissance d'un taux d'invalidité fondant le droit à une rente ne sera admise que si, dans le cas d'espèce, les répercussions fonctionnelles de l'atteinte à la santé médicalement constatée sont établies de manière concluante et exempte de contradictions, et avec (au moins) un degré de vraisemblance prépondérante, à l'aide des indicateurs standard. Si tel n'est pas le cas, c'est à la personne assurée de supporter les conséquences de l'absence de preuve (c. 6). Cela vaut pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 3.5 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2e, 122 V 157 c. 1a; SVR 2009 IV n° 4 c. 4.2.2). 4. 4.1 Dans sa décision contestée et sa réponse au recours, l'intimé reconnaît une entière valeur probante à la seconde expertise psychiatrique établie le 25 mai 2022. En revanche, il considère qu'il lui incombe d'apprécier à l'aune des critères juridiques déduits de la pratique du TF si une atteinte à la santé de nature à influer de façon durable sur les aptitudes professionnelles de l'assuré est présente ou non.”
“4 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht in BGE 143 V 409 entschieden hat, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Entscheid Versicherungsgericht, 09.07.2024 Art. 28 IVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. Würdigung eines Administrativgutachtens. Standardindikatoren-Katalog (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Juli 2024, IV 2014/116). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 9. Juli 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2024/116 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marco Bivetti, rechtsanwälte.og 42, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
LPGA art. 43 n. 551 Con l'aumentare dell'intervallo temporale tra l'evento e i disturbi, vanno poste esigenze più elevate in ordine alla prova del nesso di causalità naturale; l'onere della prova incombe sulla persona assicurata. Nel contesto del Long Covid va verificato se sussista ancora un contributo (anche parziale) causalmente rilevante della malattia o dell'evento; l'obbligo di prestazione viene meno solo se è accertato, con prevalente probabilità, che non esiste più alcuna quota causale, neppure parziale.
“Es obliegt vielmehr der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Werden durch einen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt der Unfallversicherer den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen hingegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_506/2008, E. 3.1.2). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2014, 8C_747/2013, E. 3.2). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Entscheid Versicherungsgericht, 16.01.2024 Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 9 UVG; Art. 11 UVV; Anhang 1 zur UVV: Vorliegend ist vom Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne einer am 29. Oktober 2021 bestätigten Covid-Infektion auszugehen. Der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin für die Zeit ab dem 12. April 2022 ist unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht als Rückfall zu prüfen. Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die vorübergehenden gesetzlichen Leistungen – soweit von der Fortsetzung der medizinischen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG) – entfällt nur dann, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die Berufskrankheit für die geklagte Long-Covid-Symptomatik keinen (teil-)kausalen Anteil (mehr) hat. Es gibt nicht zu unterdrückende Zweifel an der versicherungsmedizinischen neurologischen Aktenbeurteilung. Rückweisung zur weiteren medizinischen Abklärung und neuen Verfügung. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.”
Il principio d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA impone all'ente assicuratore l'obbligo di chiarire d'ufficio i fatti rilevanti ai fini del diritto; a tal fine spetta a quest'ultimo un ampio margine di discrezionalità quanto alla necessità, all'entità e all'adeguatezza delle indagini mediche. I controlli giudiziari intervengono solo in misura limitata in tale discrezionalità; secondo la giurisprudenza un intervento è opportuno soltanto in caso di valutazioni manifestamente errate, se una perizia sarebbe inidonê fin dall'inizio o se esistono indizi di motivazioni estranî alla materia. Non sussiste il diritto di ottenere ulteriori "second opinion", purché le perizie disponibili soddisfino i requisiti di contenuto e probatori.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine „second opinion“ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E.”
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_957/2010, E. 6.1). Entscheidend bei der Beurteilung der Frage, ob eine unzulässige "second opinion" eingeholt wurde, sind die Gründe, die der Versicherungsträger für die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen anführt. Diese müssen plausibel erscheinen. Das Gericht greift bei der Frage der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung in das Ermessen des mit der Abklärung betrauten Versicherungsträgers nur dann ein, wenn klar erkennbare Fehleinschätzungen vorliegen, eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder Anhaltspunkte bestehen, dass sich der Träger bei seinem Entscheid von sachfremden Motiven leiten liess (vgl.”
“Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2020, 9C_721/2019, E. 3 mit Hinweisen). Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht. Entscheidend für die Frage, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, inwieweit die bereits vorliegenden Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2 mit Hinweisen).”
“1.3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2019, 8C_801/2018, E. 4.3). Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107). Der Versicherungsträger hat nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist laut dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden notwendigen Abklärungen beinhalten nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht. Die Notwendigkeit der Anordnung eines weiteren Gutachtens ergibt sich aus der Beantwortung der Frage, ob bereits bei den Akten liegende Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllen (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2, mit weiteren Verweisen). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E.”
“Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz sind die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Art. 43 N 20 mit Hinweisen). Die Untersuchungen sind einzustellen, wenn die Akten vollständig sind, d.h. wenn die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen, welche an die einzelnen Beweismittel gestellt werden, erfüllt sind und eine Würdigung dieser Beweismittel mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Sachverhalt ergibt. Es besteht insoweit kein Anspruch darauf, zusätzliche second opinions einzuholen, und zwar weder seitens der versicherten Person noch seitens des Versicherungsträgers (Kieser, a.”
“Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Mai 2020, 9C_721/2019, E. 3 mit Hinweisen). Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_957/2010, E. 6.1). 7.3 Um abschliessend festzustellen, ob es sich bei der Begutachtung von PD Dr. D. um eine unzulässige "second opinion" zu dem von Dr. B. festgestellten medizinischen Sachverhalt handelt, ist entscheidend, ob die Gründe, welche die Beschwerdegegnerin für die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen anführt, plausibel erscheinen. Denn das Gericht greift bei der Frage der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung in das Ermessen der mit der Abklärung betrauten Verwaltung nur dann ein, wenn klar erkennbare Fehleinschätzungen vorliegen, eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder Anhaltspunkte bestehen, dass sich die Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid von sachfremden Motiven leiten liess (Urteile des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht vom 10.”
In base all'art. 43 cpv. 1 LPGA, nell'ambito dell'accertamento d'ufficio in caso di inabilità lavorativa di lunga durata rientra anche la verifiÊ se siano prese in considerazione attività lavorative ragionevoli in un'altra professione. Per un confronto reddituale significativo occorre in particolare accertare le opportunità occupazionali e la qualificazione professionale; nei giovani assicurati va inoltre considerato il momento di eventuali ulteriori formazioni o di decisioni formative. All'occorrenza va fatto ricorso a un accertamento di orientamento professionale. Le decisioni possono essere adottate solo quando la situazione di fatto sia stata a tal riguardo sufficientemente chiarita.
“Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf. arrêt TF 9C_36/2018 du 17 mai 2018 consid. 4.2 et les références); il n'a pas droit à une rente lorsqu'il serait en mesure, au besoin en changeant de profession, d'obtenir un revenu excluant une invalidité ouvrant droit à une rente; la réadaptation par soi-même est un aspect de l'obligation de diminuer le dommage et prime aussi bien le droit à une rente que celui à des mesures de réadaptation. 2.4. La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA]) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid. 5.2 et les références). Le droit de faire administrer des preuves suppose que le fait à prouver soit pertinent, que le moyen de preuve proposé soit nécessaire pour constater ce fait et que la demande soit présentée selon les formes et délais prescrits (cf.”
“Januar 2012, 8C_629/2011, hielt das Bundesgericht fest, dass der Beweis für die Anrechnung der beruflichen Weiterbildung nicht erbracht sei. In diesem Fall verunfallte ein Sanitärmonteurlernender im ersten Lehrjahr. Die Vorinstanzen gingen deshalb vom Valideneinkommen im Zeitpunkt des Rentenbeginns als Sanitärmonteur aus. Der Versicherte machte hingegen einen Lohn eines technischen Kaufmanns geltend. Er hatte nach dem Unfall bei der Ausbildung zum technischen Kaufmann überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft gezeigt und diese auch abgeschlossen. Er hatte sich jedoch erst nach dem Unfall auf Anraten des Lehrmeisters zu dieser Ausbildung entschlossen. Das Bundesgericht gelangte zum Schluss, dass lediglich das Einkommen als Sanitärinstallateur berücksichtigt werden könne, da der Entscheid zur Ausbildung zum technischen Kaufmann erst nach dem Unfall erfolgt sei. Es ergibt sich somit keine vom Grundsatz abweichende Beurteilung für junge Versicherte gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung. 4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 5.1 Der rechtserhebliche Sachverhalt stellt sich wie folgt dar: 5.2. Der Beschwerdeführer erlitt am 22. August 2011 bei einem Motorradunfall ein Polytrauma mit einer kompletten Paraplegie (sub Th8). Zu diesem Zeitpunkt befand er sich in Ausbildung zum Detailhandelsfachmann EFZ bei B.”
“2.1) an die Beschwerdegegnerin rechtfertigt. Im Sinne eines obiter dictum wird darauf hingewiesen, dass für den an die Begutachtung anschliessenden Einkommensvergleich klar sein muss, worin die Validenkarriere des Beschwerdeführers besteht. Der Beschwerdeführer verfügt nicht über einen schweizerisch offiziell anerkannten Berufsabschluss (wie EBA, EBZ etc.). Die Beschwerdegegnerin hat die berufliche Qualifikation des Beschwerdeführers nicht abgeklärt. Die dem Gericht vorliegenden Akten lassen es deshalb nicht zu, die berufliche Qualifikation des Beschwerdeführers zu beurteilen. Damit ein Einkommensvergleich und damit eine abschliessende Prüfung des Rentenbegehrens möglich ist, muss die berufliche Qualifikation des Beschwerdeführers wohl vorgängig durch eine berufsberaterische Fachperson abgeklärt werden. Auch in dieser Hinsicht dürfte sich der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erweisen. Die angefochtene Abweisung des Rentenbegehrens ist somit in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen und muss deshalb als rechtswidrig aufgehoben werden. Da es nicht die Sache des Versicherungsgerichtes sein kann, die ureigenste Aufgabe der Beschwerdegegnerin, nämlich die Sachverhaltsabklärung, zu übernehmen, ist die Sache zur Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird den Beschwerdeführer zumindest medizinisch begutachten lassen. Die Auswahl der beizuziehenden medizinischen Disziplinen bleibt der Beschwerdegegnerin überlassen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von 600 Franken erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (vgl. BGE 132 V 235 E. 6.1). Dementsprechend sind die Gerichtskosten von insgesamt 600 Franken vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.”
LPGA art. 43 n. 548 Il non entrare in materia è ammesso solo con particolare cautela. Se l'ente assicuratore si imbatte in un comportamento di mancata collaborazione ingiustificabile, può o chiudere l'istruttoria e decidere di non entrare in materia oppure — nella misura in cui i fatti possano essere chiariti sulla base degli atti senza particolari difficoltà o senza oneri sproporzionati — decidere sul merito in base agli atti. Condizione in ogni caso è un previo sollecito scritto con indicazione delle conseguenze giuridiche e la concessione di un congruo termine di riflessione; questa regola procedurale è obbligatoria. Inoltre, la sanzione nel diritto assicurativo può essere applicata solo se l'ente ha altresì compiuto tutto quanto ragionevolmente esigibile per chiarire d'ufficio i fatti.
“En principe, l’assuré ne supporte ni le fardeau de l’allégation ni celui de l’administration des preuves (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_398/2018 du 5 décembre 2018 consid. 3.1 ; TF 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1). Cette maxime doit cependant être relativisée par son corollaire, soit le devoir de collaborer des parties, lequel comprend l’obligation d’apporter, dans la mesure où cela est raisonnablement exigible, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués. Ce principe est également concrétisé dans le domaine de l’assurance-accidents par l’art. 55 OLAA (ordonnance fédérale du 20 décembre 1982 sur l’assurance-accidents ; RS 832.202). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d’absence de preuve, c’est à la partie qui voulait en déduire un droit d’en supporter les conséquences (TF 9C_91/2017 précité consid. 3.1). Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. À cet effet, il doit avoir adressé à l’intéressé une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible ; il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut.”
“3 LPGA, il faut que l'assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques d'un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Cette règle de procédure ne souffre aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s'y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d'instruction raisonnablement exigible (Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 57 ad art. 43 LPGA et les références). c) De surcroît, les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l'obligation de renseigner ou de collaborer au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA n'entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d'inexcusable. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_396/2012 du 16 octobre 2012 consid. 6 ; TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). d) Selon l'art. 43 al. 3 LPGA, l'assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l'état sur le dossier, soit clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Il doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque les éléments disponibles ou pouvant être rassemblés sans difficultés particulières ne permettent pas un examen sur le fond (ATF 108 V 229 consid. 2 ; TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1 ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). En effet, le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 299 précité ; 97 V 173 consid.”
“1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz deshalb verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert (vgl. sogleich nachfolgend). Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Für den Bereich der Unfallversicherung wird diese Mitwirkungspflicht in Art. 55 Abs. 1 UVV dahingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder, aber auch die Belege über die Verdienstverhältnisse; sie muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu erteilen. Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann, wenn die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Hierfür muss er die versicherte Person vorab schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen, und es ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 2014, 8C_58/2014, E. 5). Dabei hängt es von den Umständen des Einzelfalles ab, wann die Verwaltung bei schuldhafter Unterlassung der notwendigen und zumutbaren Mitwirkung der gesuchstellenden Person bei der Sachverhaltsabklärung einen Nichteintretensentscheid oder einen materiellen Entscheid aufgrund der Akten fällen darf. Ein materieller Entscheid drängt sich etwa dort auf, wo der Sachverhalt sich auch ohne Mitwirkung der Partei ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand abklären lässt, wenn die vorliegenden Akten einen Teilanspruch begründen und wo schützenswerte Interessen Dritter ein solches Vorgehen erfordern.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 547 Le presentazioni elettroniche (p. es. e-mail) non comportano, in mancanza di una base legale, di norma l'osservanza del termine. In deroga, le istanze possono essere considerate tempestive quando l'autorità inoltra, in modo ammissibile, un atto elettronico pervenuto entro il termine o — in virtù del suo obbligo di trasmissione — sarebbe tenuta a trasmettere il documento da trattare come tempestivo all'istanza competente; se tale inoltro non avviene, l'interessato non deve esserne indebitamente svantaggiato. (Fondato sulla giurisprudenza relativa alla comunicazione elettroniÊ nei procedimenti ai sensi della LPGA.)
“Il n'existe d'ailleurs aucune base légale relative à la communication électronique des administrés avec les autorités, applicable dans le cadre de la procédure administrative régie par la LPGA. Ainsi, la communication électronique des administrés avec les autorités d'assurances sociales n'est pas possible (cf. ATF 145 V 90 p. 94 consid. 6.2.1 ; 142 V 152 consid. 2.4 et 4.6 ; voir également Valérie Défago Gaudin in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 19 ad art. 52 LPGA et nos 13 ss ad art. 55 LPGA). c) Quand bien même le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas entièrement du fardeau de la preuve ; en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait déduire un droit du fait non prouvé d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver ledit fait peut être imputée à la partie adverse, circonstance qui entraîne un renversement du fardeau de la preuve (ATF 139 V 176, c. 5.2 ; ATF 138 V 218, c. 6 ; voir Jacques Olivier Piguet in op. cit. n° 44 ad art. 43 LPGA). Il incombe à l’assuré de prouver que les documents qu’il a envoyés ont réellement été envoyés et qu’ils l’ont été à temps (Anne-Sylvie Dupont in op. cit. n° 8 ad art 39). 4. a) En l'espèce, le recourant concède qu'une opposition doit intervenir par écrit, mais s'étonne que son courriel du 31 mars 2023 exposant sa volonté de s'opposer à la décision du 2 mars 2023 soit resté sans réponse. Quant à l'intimée, elle retient ne jamais avoir reçu le courriel en question, rappelant au demeurant que ce moyen ne pouvait quoi qu'il en soit constituer une opposition recevable. b) En l'occurrence, il apparaît d'emblée que l'opposition formée par le recourant par écrit le 25 avril 2023 à l'encontre de la décision du 2 mars 2023 est manifestement tardive, cette dernière intervenant bien au-delà du délai de trente jours prévu par la loi (art. 52 al. 1 LPGA), et ce malgré la suspension du délai d'opposition durant les féries pascales (cf. art. 38 al. 4 let. a LPGA). c) Quant au courrier électronique du 31 mars 2023, un tel moyen ne peut, à lui-seul, constituer une opposition recevable (cf.”
“1 et 3 de l'ordonnance sur la suspension des délais dans les procédures civiles et administratives pour assurer le maintien de la justice en lien avec le coronavirus [RS 173.110.4]). Déposé le 5 juin 2020 auprès de la Poste, l'acte du recourant semble tardif. Le Tribunal relève néanmoins que le précité avait clairement manifesté son désaccord avec la décision litigieuse et son intention de recourir à son encontre par un courriel envoyé à l'autorité inférieure le 13 avril 2020, soit dans le délai de recours (cf. consid. D.a supra). Conformément aux art. 8 PA et 30 LPGA, celle-ci était tenue de transférer ledit courriel au Tribunal de céans comme objet de sa compétence. Le fait qu'elle s'en soit abstenue ne saurait prétériter le recourant, dont le mémoire de recours est ainsi réputé avoir été déposé en temps utile (art. 21 al. 2 PA et art. 39 al. 2 LPGA). 1.5 Le recours, qui respecte au demeurant les formes requises par la loi (art. 52 al. 1 PA), est ainsi recevable. 2. 2.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (cf. art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (cf. Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd., 2011, n° 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (cf. ATF 139 V 176 consid. 5.2). 2.2 En outre, le Tribunal applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (cf. art. 62 al. 4 PA ; cf. ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op. cit., n° 2.2.6.5 ; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2e éd., 2015, p. 243). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (cf. ATF 122 V 157 consid. 1a et 121 V 204 consid. 6c). 2.3 Le présent litige porte sur la suppression, par voie de révision (art.”
L'ente esecutore deve informare la persona assicurata del suo obbligo di collaborazione ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA e delle possibili conseguenze di un suo mancato adempimento. Nel quadro dell'accertamento dei fatti deve essere applicato il principio dell'istruttoria; a tal fine, ai fini della valutazione della competenza e del diritto alla prestazione, sono particolarmente rilevanti le indicazioni sul luogo di soggiorno o sullo stato di ricovero in una struttura.
“der WEL) überprüfen. Die Durchführungsstelle wird den Beschwerdeführer auf seine Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung und die Folgen deren Nichtbeachtung hinzuweisen haben (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hernach wird sie erneut über ihre Zuständigkeit zu entscheiden haben. Im Fall eines negativen Entscheids wird sie eine Nichteintretensverfügung zu erlassen (vgl. Müller, a.a.O., S. 303 f. Rz 870) und bei bejahter Zuständigkeit - nach Prüfung der Leistungsvoraussetzungen - über den Anspruch auf Zusatzleistungen zu verfügen haben. Da die Durchführungsstelle für Zusatzleistungen der Gemeinde A.___ davon ausgeht, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in Winterthur hat (Urk. 7), bleibt auf Folgendes hinzuweisen: Ist der Wohnsitz zwischen zwei oder mehreren Durchführungsstellen für Ergänzungsleistungen strittig und gelingt es nicht, eine Einigung zu finden, hat nach der Verwaltungspraxis die Durchführungsstelle des Aufenthaltsorts eine provisorische Ergänzungsleistung auszuzahlen. Ergibt sich später aufgrund einer Verständigung oder eines Gerichtsurteils, dass eine andere Stelle zuständig ist, hat diese die provisorisch ausgerichteten Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten (Rz”
“Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Da der Anspruch auf EL für die Zeit ab 1. Januar 2021 Gegenstand des Verfahrens bildet, sind vorliegend die ab 1. Januar 2021 geltenden Normen anzuwenden, die im Folgenden in der entsprechenden Fassung zitiert werden. 2. Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c i.V.m. Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 ELG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten resp. der Parteien beschränkt (vgl. Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG; BGE 138 V 86 E. 5.2.3; 125 V 193 E. 2), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2017, 9C_763/2016, E. 2.1 mit Hinweisen). 3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin bei der Ermittlung der EL für die Zeit ab 1. Januar 2022 als zu Hause lebende Person (Art. 10 Abs. 1 ELG) oder als Person, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim lebt (Art. 10 Abs. 2 ELG), zu betrachten ist. Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. Juli 2022 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2). 4.1 Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art.”
art. 43 cpv. 1 LPGA stabilisÎ, nel diritto delle assicurazioni sociali, il principio dell'accertamento d'ufficio: gli enti assicurativi e gli organi di controllo devono chiarire d'ufficio i fatti pertinenti. Le decisioni si basano sul grado di prova della preponderanza della probabilità; la sempliÎ possibilità che un fatto sia avvenuto non è sufficiente. Se, nonostante gli accertamenti, non emergono prove, di regola sopporta le conseguenze la parte che avrebbe dovuto fornire la prova; il principio tuttavia non è assoluto e può essere limitato, ad esempio quando l'impossibilità di provare è imputabile alla controparte. Non esiste un principio generale per cui, in caso di dubbio, si debba decidere a favore dell'assicurato.
“Die Abklärung des für die Beurteilung von Ansprüchen versicherter Personen notwendigen Sachverhalts hat gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die verfügende wie auch die eine Verfügung überprüfende Behörde bzw. das Gericht von Amtes wegen vorzunehmen. Demnach haben die Versicherung und das Sozialversicherungsgericht von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, für die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, in welcher Art über die Rechte und Pflichten einer versicherten Person zu entscheiden ist (vgl. Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70 N 4 mit weiteren Hinweisen). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. Cristina Schiavi, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl.”
“Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid. 5b et les références ; 125 V 193 consid. 2 et les références ; cf. 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3 et les références). Aussi n’existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l’administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l’assuré (ATF 135 V 39 consid. 6.1 et la référence). La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation de ces dernières d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 125 V 193 consid. 2 ; VSI 1994, p. 220 consid. 4). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid.”
“5.1 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3 ; 126 V 353 consid. 5b ; 125 V 193 consid. 2 et les références). Aussi n'existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l'administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l'assuré (ATF 126 V 319 consid. 5a). 5.2 La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) et par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation de ces dernières d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 145 V 90 consid. 3.2 ; 125 V 193 consid. 2 ; VSI 1994, p. 220 consid. 4). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid.”
LPGA art. 43 n. 544 L'autorità conduÎ la procedura d'accertamento; compete tuttavia alla parte presentare i referti medici e le prove necessari per l'esame. Nella fase preliminare di accertamento/udienza i documenti mancanti devono essere forniti dal richiedente; i referti medici prodotti successivamente sono presi in considerazione nella fase amministrativa solo in misura limitata e, di regola, non vengono più utilizzati senza ulteriori formalità.
“Pour le reste, le recourant n’a produit aucune pièce médicale relative aux autres atteintes alléguées, soit des troubles circulatoires et lymphatiques, une péjoration des troubles de la vue, une hernie discale en L4 à gauche et des problèmes en L3. S’agissant plus particulièrement des troubles neurologiques des membres inférieurs avec œdèmes chroniques, ils sont certes évoqués par le Dr J.________ dans son rapport du 30 août 2021 ; ce médecin n’a toutefois donné aucune explication quant à un éventuel impact de ces troubles sur la question de l’impotence. c) Il convient par ailleurs de souligner que le recourant a disposé, jusqu’au 17 janvier 2022, d’un temps suffisant pour produire les documents conformes aux exigences posées par l’office intimé dans son courrier du 18 août 2021. Dans le cadre d’une demande de révision de prestations au sens de l’art. 87 al. 2 RAI, il appartient à la partie requérante de produire les rapports médicaux nécessaires à l’examen de sa demande. Il ne saurait dès lors être reproché à l’office intimé une violation de la maxime inquisitoire (art. 43 al. 1 LPGA), au motif que celui-ci n’avait pas requis la production d’un rapport médical aux médecins traitants du recourant. d) L’office intimé n’a, en conséquence, pas violé le droit fédéral en estimant que les rapports médicaux produits par le recourant n’apportaient pas d’éléments médicaux nouveaux et en refusant d’entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations déposée le 17 août 2022 par le recourant. 5. Finalement, il est précisé que la Cour de céans ne saurait prendre en compte des éléments produits postérieurement à la procédure administrative. Il n’y a dès lors pas lieu de requérir la production, respectivement d’attendre la production par le recourant de nouveaux rapports des Dres C.________ et P.________, ni de prendre en considération les explications du recourant quant à la thérapie menée depuis le mois de décembre 2019 par la Dre C.________ et son évolution dès le mois de janvier 2022, éléments dont le recourant s’est prévalu pour la première fois en procédure de recours. 6.”
“On relèvera en outre que la recourante s’est déterminée sur le projet de décision du 23 janvier 2023 par un courrier du 13 février 2023 et que l’OAI a pris position sur ces objections par courrier du 9 mai 2023. Ainsi, au vu des arguments développés par la recourante dans son courrier du 23 janvier 2023, force est d’admettre que la recourante avait compris les motifs de rejet de l’intimé et a pu se déterminer en connaissance de cause. Au demeurant, elle a été en mesure de faire valoir ses arguments dans le cadre de son recours devant la Cour de céans, laquelle dispose d’un plein pouvoir d’examen (art. 56 ss LPGA ; ATF 145 I 167 consid. 4.4 ; 142 II 218 consid. 2.8.1 ; 137 I 195 consid. 2.3.2 ; TF 9C_205/2013 du 1er octobre 2013 consid. 1.3 et la référence citée), de sorte qu’une éventuelle violation de son droit d’être entendue devrait être quoi qu’il en soit considérée comme réparée. Quant aux autres reproches faits par la recourante, du moment qu’ils portent sur le refus implicite de donner suite aux mesures d’instruction requises, le grief tiré de la violation du droit d’être entendu se confond avec celui de l’obligation d’instruire (art. 43 al. 1 LPGA), respectivement de constatation manifestement inexacte ou incomplète des faits pertinents et d’appréciation des preuves entachées d’arbitraire. Ils seront donc examinés avec le fond du litige. c) On relèvera encore ici que la recourante a allégué, au cours de la procédure administrative, qu’il appartenait à l’OAI d’instruire et de réunir toutes les pièces nécessaires à la prise de position. Il n’en est cependant rien dans la mesure où l’OAI avait rendu un projet de décision le 23 janvier 2023 conformément à l’art. 57a LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021) et que l’on se trouvait dans la phase d’audition préalable. Il appartenait ainsi à la recourante de faire part de ses observations (art. 73ter al. 1 RAI) et non à l’OAI de réunir les documents que la recourante jugeait nécessaires. La recourante a d’ailleurs implicitement admis ce fait du moment qu’elle a informé l’OAI, par courrier du 31 mars 2023, que le Dr S.________ allait produire un rapport dans le courant du mois d’avril 2023.”
“[Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]), en particulier, le droit de chacun de s’expliquer avant qu’une décision ne soit prise à son détriment, celui de fournir des preuves quant aux faits de nature à influer sur le sort de la décision, celui d’avoir accès au dossier, celui de participer à l’administration des preuves, d’en prendre connaissance et de se déterminer à leur propos (ATF 142 II 218 consid. 2.3 ; 141 V 557 consid. 3.1 et références citées). L’assureur social a la faculté de fixer des délais à l’assuré aux fins de transmettre des informations dont il peut avoir besoin dans le cadre de l’instruction du dossier, ou de se conformer à un comportement attendu de lui. La durée du délai relève de son pouvoir d’appréciation et peut varier en fonction de ce qui est attendu de l’assuré (Anne-Sylvie Dupont, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless (édit.), Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 9 ad art. 40 LPGA). c) Il convient de relever que l’absence de mesures d’instruction pendant six mois s’explique par la surcharge notoire de la Caisse cantonale de chômage compte tenu des effets de la pandémie sur le marché du travail. Cela étant, le recourant n’était pour sa part pas empêché de produire d’autres pièces durant cette période compte tenu du principe inquisitoire qui gouverne la procédure en matière d’assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Or, il n’a produit aucun document durant cette période. On rappelle ici que le délai fixé le 10 septembre 2020 pour le 14 septembre 2020 visait à obtenir la production de documents supposés en main de l’intéressé qui alléguait justement que ses problèmes de santé l’avaient empêché d’exercer sa profession dans des conditions sereines. Dès lors, un bref délai de quatre jours n’apparaît pas d’emblée insoutenable. En outre et à supposer que le délai imparti par l’intimée était trop court pour procéder utilement, le recourant aurait pu demander une prolongation du délai (art. 40 al. 3 LPGA), ce qu’il n’a toutefois pas requis. Au demeurant, une éventuelle violation du droit d’être entendu devrait quoi qu’il en soit être tenue pour guérie, le recourant ayant eu la faculté d’exposer l’ensemble de ses moyens dans le cadre de la présente procédure de recours devant la Cour de céans qui statue avec un plein pouvoir d’examen en fait et en droit. Il a en particulier pu produire le rapport du CHUV du 12 novembre 2019 qu’il allègue ne pas avoir eu l’occasion de produire dans le cadre de la procédure d’opposition (ATF 142 II 218 consid.”
“Auch wenn der mandatierte Rechtsvertreter damit von sich aus - ob letztlich notwendigerweise oder nicht kann hier offen bleiben - Verschiedenes zur Beweismittelbeschaffung unternommen hat, zur Begründung eines Aufwandes aufgrund eines besonders hohen Komplexitätsgrades der Sache und zur Begründung der Abwendung eines drohenden, schlicht unhaltbaren, nicht wieder gut zu machenden Unrechts ist dies jedenfalls nicht geeignet. Im Einwand vom 8. Mai 2020 rügte der Rechtsvertreter das MEDAS-Gutachten an sich, das Auswahlverfahren und die Verletzung von Mitwirkungsrechten bei dessen Einholung (Urk. 10/99/1-2). Auch in den darauffolgenden zahlreichen weiteren E-Mails des Rechtsvertreters an die Beschwerdegegnerin ging es im Wesentlichen um die Kritik am MEDAS-Gutachten und den Wunsch um Mitbestimmung beim weiteren Vorgehen im Abklärungsverfahren (Urk. 10/103, 107, 109-110, 113-114, 119, 121, 126-127, 132-133, 137-140, 142, 145-146, 151, 154, 157, 159). Ein «einvernehmliches Festlegen des weiteren Vorgehens im Abklärungsverfahren», wie dies von Seiten des Beschwerdeführers verlangt wurde (Urk. 10/109/3), ist indes nicht vorgesehen und es besteht - ausserhalb der gewährten Mitwirkungsrechte - insbesondere kein Anspruch darauf. Vielmehr ist es Sache der Beschwerdegegnerin, das Abklärungsverfahren zu leiten (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 44 ATSG). Wenn - wie hier - die gewährten Mitwirkungsrechte vor der Begutachtung, namentlich Einwendungen gegen die angezeigten Gutachterpersonen und Fachdisziplinen sowie das Stellen von Zusatzfragen, vom damaligen Vertreter nicht wahrgenommen wurden, kann dies nicht nach Kenntnis der Begutachtung nachträglich nachgeholt werden, wenn die versicherte Person mit der Begutachtung und/oder deren Ergebnis nicht einverstanden ist, indem stattdessen nunmehr eine einvernehmlich festgelegte neue medizinische Abklärung verlangt wird. Erst Recht ist es nicht unhaltbar, dass die hierfür herangezogene anwaltliche Rechtsvertretung von der Beschwerdegegnerin nicht entschädigt wurde.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 543 Nell'ambito degli accertamenti può essere necessario verificare se un comportamento anomalo sia dovuto al fatto che la persona assicurata è incapaÎ di comprendere la propria malattia. Se le informazioni specialistiche disponibili (p. es. documentazione infermieristiÊ, accertamento dello stato psichiatrico) non sono sufficienti, l'ente assicuratore deve richiedere documentazione integrativa; qualora in seguito non venga fornita una risposta adeguata, può rifiutare il pagamento.
“Il est notamment recommandé de faire une comparaison avec le niveau d’activité sociale avant l’atteinte à la santé. Il s’agit également de vérifier si des traitements sont mis à profit ou, au contraire, sont négligés. Cela ne vaut toutefois qu’aussi longtemps que le comportement en question n’est pas influencé par la procédure en matière d’assurance en cours. On ne peut pas conclure à l’absence de lourdes souffrances lorsqu’il est clair que le fait de ne pas recourir à une thérapie recommandée et accessible ou de ne pas s’y conformer doit être attribué à une incapacité (inévitable) de la personne assurée de comprendre sa maladie. De manière similaire, le comportement de la personne assurée dans le cadre de sa réadaptation professionnelle (par soi-même) doit être pris en considération. Dans ce contexte également, un comportement incohérent est un indice que la limitation invoquée serait due à d’autres raisons qu’à une atteinte à la santé assurée (ATF 141 V 281 consid. 4.4 et les références citées). 4. a) Conformément à l’art. 43 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). Il détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (al. 1bis). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés. Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le pouvoir d'appréciation de l'administration dans la mise en œuvre d'un examen médical n'est cependant pas illimité ; cette dernière doit se laisser guider par les principes de l'Etat de droit, tels les devoirs d'objectivité et d'impartialité, ainsi que le principe d’administration rationnelle (TF 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid.”
“Entscheidend für die Leistungspflicht des Krankenversicherers ist insbesondere, dass es sich um krankheitsbedingte Pflegemassnahmen und nicht um Vorkehren handelt, die aus anderen persönlichen oder sozialen Gründen erbracht werden (BGE 131 V 178 E. 2.2). BGE 150 V 273 S. 281 Für die Anordnung von Massnahmen der ambulanten psychiatrischen Krankenpflege resp. - genauer - für die Festlegung deren Umfangs ist eine überprüfbare zuverlässige Grundlage in Form einer nachvollziehbaren aktuellen psychiatrischen Statuserhebung und Diagnosestellung erforderlich, mit anderen Worten ist eine genügende fachärztliche Abstützung (Befund, Diagnose, Therapie) notwendig. Genügen die vorhandenen Angaben (in der Pflegedokumentation) nicht, um die Leistungspflicht in zuverlässiger Weise beurteilen zu können, hat der Krankenversicherer ergänzende Unterlagen einzuverlangen. Wird dieser Aufforderung nicht oder nur ungenügend nachgekommen, kann er die Vergütung der geltend gemachten Leistungen ablehnen (BGE 131 V 178 E. 2.4; Urteil 9C_307/2020 vom 10. August 2020 E. 3.2; vgl. auch Art. 43 ATSG).”
LPGA art. 43 n. 542 Obbligo di motivazione: la motivazione può limitarsi ai punti essenziali per la decisione. Deve tuttavia essere redatta in modo tale che la persona interessata possa comprendere la portata della decisione e, se del caso, impugnarla davanti all'istanza superiore avendo conoscenza delle considerazioni rilevanti.
“Im Rahmen der Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 42 und Art. 43 Abs. 3 ATSG) ist weiter nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, so dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheides Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2; 134 I 83 E. 4.1). Dies war dem Beschwerdeführer offensichtlich möglich, weshalb eine Verletzung der Begründungspflicht vorliegend nicht ersichtlich ist.”
“Im Rahmen der Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 42 und Art. 43 Abs. 3 ATSG) ist zudem nicht erforderlich, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, so dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheides Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2; 134 I 83 E. 4.1). Dies war dem Beschwerdeführer offensichtlich möglich, weshalb eine Verletzung der Begründungspflicht vorliegend nicht ersichtlich ist.”
LPGA art. 43 n. 541 Se la persona assicurata omette ingiustificabilmente di adempiere agli obblighi di informazione o di collaborazione, un adempimento successivo nel procedimento di ricorso o di revisione non può comportare una nuova valutazione nel merito di un diritto alla prestazione già negato a seguito del ritardo di collaborazione. In particolare, i documenti presentati successivamente nel procedimento di impugnazione non possono determinare che un provvedimento fondato sul ritardo di collaborazione venga riesaminato nel merito.
“Entscheidet eine Bundesbehörde über entsprechende Leistungen, Forderungen und Anordnungen, richtet sich das Verfahren zunächst nach den Art. 27 bis Art. 54 ATSG (was etwa die Notwendigkeit der Durchführung eines Einspracheverfahrens mit sich bringt) beziehungsweise nach dem anzuwendenden versicherungszweigspezifischen Einzelgesetz. Soweit damit ein Verfahrensbereich nicht abschliessend geregelt wird, kommt ergänzend das Verwaltungsverfahrensgesetz zur Anwendung (Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 144 V 97 E. 3.4; 137 V 210 E. 3.4; Urteil des BVGer B-1806/2021 vom 22. Februar 2022 E. 3.1; Kieser, SK-ATSG, Art. 55 N 36). Die sozialversicherungsrechtliche Untersuchungs- beziehungsweise Abklärungspflicht ist an mehreren Stellen im ATSG geregelt; für einige Aspekte, die hier nicht einschlägig sind, ist auf die subsidiär massgebenden Bestimmungen des VwVG zurückzugreifen (Kieser, SK-ATSG, Art. 43 N 2 ff.). Die Mitwirkungspflichten sind ebenfalls im ATSG geregelt sowie die Folgen von deren Verletzung (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Eine allfällige spätere Erfüllung der Mitwirkungspflicht kann nicht zu einer erneuten Anspruchsprüfung des infolge Verletzung der Mitwirkungspflicht aberkannten Anspruchs führen (vgl. Flückiger, a.a.O., N 4.103). Alsdann besteht für eine Anwendung von Art. 32 Abs. 2 VwVG kein Raum. Gleiches gilt, soweit der Beschwerdeführer dafürhält, dass das Bundesverwaltungsgericht die nun im Beschwerdeverfahren einreichten Belege zur Überprüfung des geltend gemachten Arbeitsausfalls gestützt auf Art. 32 Abs. VwVG berücksichtigen und nach Art. 61 Abs. 1 VwVG in der Sache selbst entscheiden müsse. Der Beschwerdeführer kann, nachdem er die durchzuführende Kontrolle durch sein Verhalten vereitelte, nicht im Beschwerdeverfahren Belege nachreichen, sondern hat die entsprechenden Konsequenzen aus seinem Versäumnis zu tragen.”
“Soweit der Beschwerdeführer diese Konsequenz seiner früheren Mitwirkungsverweigerung auf dem Weg der prozessualen Revision der Verfügung vom 6. August 2014 abzuwenden versucht, verkennt er, dass der Leistungsanspruch im Erstanmeldungsverfahren keiner materiellen Prüfung unterzogen wurde. Die neuen Gutachten mögen allenfalls belegen, dass er seit dem Unfalltag zu 100 % arbeitsunfähig war; sie beziehen sich damit aber von vornherein nicht auf die damalige Entscheidgrundlage - nämlich die Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers - und sind daher auch nicht geeignet, ihre eindeutige Fehlerhaftigkeit aufzuzeigen (vgl. BGE 144 V 245 E. 5.5.5; Urteil 8C_720/2009 vom 15. Februar 2010 E. 5.2). Lediglich der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die neuen Gutachten selbst dann nicht zu einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG führen würden, wenn die leistungsverweigernde Verfügung der IV-Stelle vom 6. August 2014 auf einer Prüfung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die Aktenlage beruht hätte (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Revision hat nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen Nachlässigkeit zu ermöglichen (Urteil 8C_188/2023 vom 31. Mai 2024 E. 3.3 mit Hinweisen). Erst recht nicht vermag sie ein Versäumnis zu beheben, wie es hier mit der damaligen Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers offenkundig zu bejahen ist. Es wäre ihm unbenommen gewesen, sich der medizinischen Begutachtung zu unterziehen und der IV-Stelle damit die Abklärung seines Gesundheitszustands sowie seiner Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen oder, falls notwendig, ergänzende Abklärungen bezüglich seiner Handbeschwerden zu verlangen.”
LPGA art. 43 n. 540 In caso di istanze ripetute relative a una precedente decisione già conclusa con esame materiale, l'amministrazione verifiÊ anzitutto la plausibilità generale delle nuove argomentazioni. Se i mezzi di prova presentati o annunciati non sono a priori idonei a rendere verosimile la presunta modifiÊ di fatti rilevanti ai fini del diritto alla prestazione, l'amministrazione può decidere di non entrare nel merito senza ulteriori accertamenti. Se inveÎ i mezzi di prova vengono ancora offerti e appaiono in linê di principio pertinenti (ossia idonei a rendere plausibile la presunta modifiÊ dei fatti), l'amministrazione deve fissare all'assicurato un termine adeguato per la loro integrazione e avvertirlo che, in caso contrario, non entrerà nel merito.
“Il y aura également lieu, vu l’argumentation subsidiaire du recours, d’examiner si les conditions d’une reconsidération sont réalisées. 3. a) Lorsqu’une rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, une nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations, entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). b) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 et 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Lorsqu’elle est saisie d’une nouvelle demande, l’administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l’assuré sont, d’une manière générale, plausibles. Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autre investigation par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l’assuré que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une nouvelle demande, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier. Le juge doit donc examiner la situation d’après l’état de fait tel qu’il se présentait à l’administration au moment où celle-ci a statué.”
“b) Lorsqu’une personne assurée dépose une demande de révision, elle doit établir de façon plausible que l’impotence ou l’étendue du besoin d’aide ou de soins s’est aggravée de manière à modifier son droit aux prestations (art. 87 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité [RAI ; RS 831.021]). Cette exigence doit permettre à l’administration d’écarter sans plus ample examen des demandes de révision dans lesquelles la personne assurée se borne à répéter les mêmes arguments que précédemment sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). Par dernier examen matériel du droit aux prestations, il faut entendre la dernière décision entrée en force rendue avec une appréciation des preuves et une constatation des faits pertinents (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71). c) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Lorsqu’elle est saisie d’une demande de révision, l’administration doit donc commencer par examiner si les allégations de la personne assurée sont, d’une manière générale, plausibles. Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autre investigation par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de la personne assurée que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). En particulier, lorsqu’une personne assurée dépose une demande de révision sans rendre plausible que l’impotence ou l’étendue du besoin d’aide ou de soins s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’elle propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon elle être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’à défaut, elle n’entrera pas en matière sur sa demande.”
“a) Toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement (art. 17 al. 2 LPGA). b) Lorsqu’un assuré dépose une demande de révision, il doit établir de façon plausible que l’impotence ou l’étendue du besoin d’aide ou de soins s’est aggravée de manière à modifier son droit aux prestations (art. 87 al. 2 RAI applicable par renvoi de l’art. 66bis al. 2 RAVS). Cette exigence doit permettre à l’administration d’écarter sans plus ample examen des demandes de révision dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments que précédemment sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). Ainsi, le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Dès lors, lorsqu’un assuré dépose une demande de révision sans rendre plausible que l’impotence ou l’étendue du besoin d’aide ou de soins s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Un tel avertissement n’est nécessaire que si les moyens proposés sont pertinents, en d’autres termes s’ils sont de nature à rendre plausibles les faits allégués (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.3). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une demande de révision, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
“a) Lorsqu’une rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, une nouvelle demande ne peut être examinée que si la personne assurée rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI). Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations, entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles la personne assurée se borne à répéter les mêmes arguments sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). Par dernier examen matériel du droit à la rente, il faut entendre la dernière décision entrée en force rendue avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71). b) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 et 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Lorsqu’elle est saisie d’une nouvelle demande, l’administration doit donc commencer par examiner si les allégations de la personne assurée sont, d’une manière générale, plausibles. Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autre investigation par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de la personne assurée que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une nouvelle demande, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
LPGA art. 43 n. 539 Se determinate quote di impegno o di presenza di terzi (p. es. del coniuge) non sono sufficientemente accertabili, l'istituto di assicurazione deve disporre, prima dell'adozione della decisione, accertamenti supplementari (p. es. integrazione della perizia, rilevazione dei tempi di presenza), affinché l'onere rimborsabile possa essere determinato con il grado di prova richiesto.
“B/28) lässt sich beispielsweise entnehmen, dass für das regelmässige Absaugen (im Durchschnitt viermal pro Stunde) ein Aufwand von 2’688 Minuten pro Monat = 44,8 Stunden pro Monat berücksichtigt worden ist, was bedeutet, dass der von der Sachverständigen des Gesundheitsdepartementes ermittelte Gesamtaufwand zum Teil jenen Aufwand beinhaltet hat, den die Ehefrau geleistet hat. Der knapp gehaltene Abklärungsbericht vom 29. August 2019 enthält keine Ausführungen, die es erlauben würden, den von der Sachverständigen berücksichtigten Anteil der Ehefrau am gesamten Pflege- und Betreuungsaufwand von 296 Stunden pro Monat mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit abzugrenzen. Dieser Anteil von x Stunden müsste aber bekannt sein, damit über das Leistungsbegehren entschieden werden könnte, denn der vergütungspflichtige Gesamtaufwand beläuft sich nach dem soeben Ausgeführten auf 296 + 730 – x Stunden (wovon natürlich nur jener Teil durch Ergänzungsleistungen zu decken ist, der nicht bereits durch den Assistenzbeitrag, die Hilflosenentschädigung und die Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung abgedeckt gewesen ist). Der Sachverhalt erweist sich damit als unzureichend ermittelt, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen und folglich als rechtswidrig aufzuheben ist. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die Sachverständige des Gesundheitsdepartementes auffordern, ihren Bericht vom 29. August 2019 so zu ergänzen, dass auch die Präsenzzeiten der Ehefrau vollumfänglich berücksichtigt sind. Dieser Verfahrensausgang gilt hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen als ein Obsiegen der Beschwerdeführer. Gerichtskosten sind allerdings keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis). Die Beschwerdeführer haben einen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Der erforderliche Vertretungsaufwand ist als insgesamt durchschnittlich zu qualifizieren, denn die Akten sind zwar überdurchschnittlich umfangreich gewesen, aber dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ist der massgebende Sachverhalt aus dem Verwaltungs- und Einspracheverfahren bereits bestens bekannt gewesen. Zudem hat sich das Beschwerdeverfahren nur auf eine isolierte Rechtsfrage beschränkt. Die Parteientschädigung ist folglich auf 3’500 Franken (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.”
LPGA art. 43 n. 538 Nella misura in cui accertamenti medici o specialistici siano necessari e ragionevolmente esigibili per la valutazione, la persona assicurata deve sottoporvisi. L'ente assicuratore può, ai fini degli accertamenti, disporre perizie mediche, effettuare accertamenti in loco e, a tal fine, avvalersi di professionisti medici interni o esterni.
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2) und kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Sind die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt, so beschafft die IV-Stelle die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen. Zu diesem Zwecke können Berichte und Auskünfte verlangt, Gutachten eingeholt, Abklärungen an Ort und Stelle vorgenommen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beigezogen werden (Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 3.3. Die IV-Stelle ist im Administrativverfahren als einem Einparteienverfahren bis und mit Verfügungserlass hoheitlich handelndes, an das Gesetz gebundenes und zum objektiven, neutralen Vollzug verpflichtetes Durchführungsorgan der Versicherung (Urteil des Bundesgerichts vom 9. September 2015, 9C_167/2015, E. 3.4.4.; siehe auch BGE 136 V 376 E. 4.1). 3.4. Mit Art. 43 Abs. 1 ATSG weist das Gesetz dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (Art. 54-56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c-g IVG). Was den für die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG und Art. 28 ff. IVG) erforderlichen medizinischen Sachverstand angeht, kann die IV-Stelle sich hierfür unter anderem auf die externen medizinischen Sachverständigen (Art.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person dieser zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Gemäss des in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatzes ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 200 E. 1.4.). Grundsätzlich liegt es jedoch im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1; Urteil BGer 9C_1037/2010 vom 10. Oktober 2011 E. 5.1). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 537 Se questioni somatiche sono rilevanti ai fini della valutazione, devono essere richiesti accertamenti specialistici settoriali o perizie medico-specialistiche (ad es. cardiologia, gastroenterologia). La qualifiÊ professionale di chi redige i rapporti o del medico che li valuta è di notevole importanza nella valutazione della documentazione mediÊ. In caso di affezioni complesse o di quadri patologici eterogenei è opportuno un accertamento multidisciplinare.
“Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die im Rahmen des Revisionsverfahrens zu berücksichtigenden Vergleichszeitpunkte vorliegend sehr weit auseinanderliegen (vgl. oben E. 6.2). Ausgangspunkt für die Beurteilung der strittigen Frage ist das Gutachten von Dr. B. vom 20. Mai 2006. Dieser diagnostizierte eine Dysthymia bei neurotischer Persönlichkeit mit Regressionstendenz und zeitweiliger Überforderung, eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, und eine Polytoxikomanie und attestierte eine Arbeitsfähigkeit von 4 Stunden täglich in einer Hilfsarbeitertätigkeit. Im Revisionsgesuch vom 30. Dezember 2022 wurde insbesondere auf den im März 2022 erlittenen Herzinfarkt und einen behandlungsbedürftigen Diabetes mellitus hingewiesen und geltend gemacht, dass sich der Gesundheitszustand aufgrund dieser somatischen Erkrankungen verschlechtert habe. Bereits unter diesem Aspekt wäre die Beschwerdegegnerin – nachdem sie auf das Gesuch des Versicherten eingetreten ist – im Sinne einer umfassenden Feststellung des medizinischen Sachverhalts gemäss Art. 43 ATSG verpflichtet gewesen, diesbezüglich die erforderlichen Abklärungen vorzunehmen. Dr. H. anerkannte in seinem Bericht vom 16. Februar 2023 das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit. Er stellte sich jedoch auf den Standpunkt, dass diese nur von begrenztem Ausmass sei und keinen zusätzlichen Einfluss auf die bereits im Jahr 2006 attestierte Arbeitsfähigkeit des Versicherten habe. Dr. H. verfügt neben seinem Facharzttitel in Psychiatrie auch über einen solche für Innere Medizin, aber nicht über einen solchen in Kardiologie. Da die fachliche Qualifikation einer Ärztin für die Würdigung medizinischer Berichte aber eine erhebliche Rolle spielt (SVR 2009 IV Nr. 56, 9C_323/2009 E. 4.3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 1. Mai 2007, I 536/06, E. 6.3, vom 10. April 2007, I 362/06, E. 3.2.1 und vom 22. Februar 2007, I 211/06, E. 5.4.1) und der berichtende oder zumindest der den Bericht visierende Arzt sich über eine allgemein anerkannte Facharztausbildung in der gefragten medizinischen Disziplin ausweisen können muss (Urteil vom 20.”
“Januar 2024 würdigt, vermerkt ist, die Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse nach einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse, das Auftreten eines insulinabhängigen Diabetes und die chronischen Bauchbeschwerden führten zu einer geringeren körperlichen Ausdauer, wobei es schwierig sei, dies in Bezug auf eine geeignete Arbeit zu quantifizieren (BVGer-act. 13), dass deshalb angezeigt erscheint, die von der Vorinstanz vorgeschlagenen neurologischen und orthopädischen Berichte sowie den Bericht des geplanten MRT der Lendenwirbelsäule einzuholen, dass zusätzlich - wie von der Beschwerdeführerin gefordert (BVGer-act. 1 Seite 3) - ein gastroenterologischer Bericht oder eine Einordnung der vorhandenen gastroenterologischen Berichte durch eine Fachärztin oder einen Facharzt der Gastroenterologie einzuholen ist und sich der Bericht oder die fachärztliche Einordnung zur Auswirkung der Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit zu äussern hat, dass die Vorinstanz entsprechend ihrer Verpflichtung zur allseitigen und umfassenden Sachverhaltsabklärung (Art. 43 ATSG) nötigenfalls weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben wird, wobei im jetzigen Zeitpunkt von einer verbindlichen gerichtlichen Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung abzusehen ist, die Vorinstanz aber zu berücksichtigen haben wird, dass die umfassende administrative Erstbegutachtung regelmässig polydisziplinär anzulegen ist, namentlich wenn verschiedenartige Leiden für sich und in ihrem Zusammenwirken invalidisierend wirken können (BGE 139 V 349 E. 3.2; Urteil des BGer 9C_330/2018 vom 5. Februar 2019 E. 5.1.1), dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 141 V 281 E. 11.1;132 V 215 E. 6), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens weder der Beschwerdeführerin noch der Vorinstanz Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 [e contrario] und Abs. 2 VwVG), dass der Beschwerdeführerin entsprechend der von ihr geleistete Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihr zu benennendes Konto zurückzuerstatten ist, dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art.”
L'obbligo di notifiÊ (art. 77 OAI) costituisÎ una specificazione del principio della buona feÞ. Il suo adempimento agevola l'istituto assicuratore nell'accertamento dei fatti rilevanti ai fini del diritto alla prestazione (art. 43 cpv. 1 LPGA). Perché si configuri una violazione dell'obbligo di notifiÊ è necessario un comportamento colpevole; secondo la giurisprudenza basta la colpa lieve. Una tale violazione può dar luogo a riduzioni retroattive o a richieste di restituzione nonché ad altre sanzioni.
“In der seit 1. Januar 2015 geltenden Fassung wird diese Vorschrift ergänzt durch den Zusatz» « , unabhängig davon, ob die Verletzung der Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war». Nach Art. 77 IVV hat die berechtigte Person jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. Die Meldepflicht stellt eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben dar. Die versicherte Person, die Leistungen beziehen will oder solche bezieht, hat zur Ermittlung des anspruchsrelevanten Sachverhalts beizutragen. «Sie weiss am besten, wie es um sie steht» (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2016 vom 29. November 2016 E. 6.1). Durch die Erfüllung der Meldepflicht wird dem Versicherungsträger die Abklärung des massgeblichen Sachverhalts erleichtert (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Eine Meldepflichtverletzung setzt ein schuldhaftes Fehlverhalten voraus, wobei bereits eine leichte Fahrlässigkeit genügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_601/2016 vom 29. November 2016 E. 6.1 mit Hinweis auf BGE 118 V 214 E. 2a S. 218; Urteil 9C_658/2015 vom 9. Mai 2016 E. 4.1).”
“Rückwirkend wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, wenn die unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss Art. 77 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV; Urteil des Bundesgerichts 9C_391/2015 vom 28. Januar 2016 E. 2.2 mit Hinweis). Nach Art. 77 IVV hat die berechtigte Person jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. Die Meldepflicht stellt eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben dar. Die versicherte Person, die Leistungen beziehen will oder solche bezieht, hat zur Ermittlung des anspruchsrelevanten Sachverhalts beizutragen. Sie weiss am besten, wie es um sie steht. Durch die Erfüllung der Meldepflicht wird dem Versicherungsträger die Abklärung des massgeblichen Sachverhalts erleichtert (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Eine Meldepflichtverletzung setzt ein schuldhaftes Fehlverhalten voraus, wobei bereits eine leichte Fahrlässigkeit genügt (Urteile des Bundesgerichts 8C_601/2016 und 8C_602/2016 vom 29. November 2016 E. 6.1 mit Hinweisen).”
“201]); oder rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn der Bezüger die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm nach Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV). Gemäss Art. 77 IVV haben die Berechtigten oder ihre gesetzlichen Vertreter sowie Behörden oder Dritte, denen die Leistung zukommt, jede für den Leistungsanspruch wesentliche Änderung, insbesondere eine solche des Gesundheitszustandes, der Arbeits- oder Erwerbsfähigkeit sowie der persönlichen und gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen. Die Meldepflicht stellt eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben dar. Die versicherte Person, die Leistungen beziehen will oder solche bezieht, hat zur Ermittlung des anspruchsrelevanten Sachverhalts beizutragen. Sie weiss über ihre persönlichen Verhältnisse am besten Bescheid. Durch die Erfüllung der Meldepflicht wird dem Versicherungsträger die Abklärung des massgeblichen Sachverhalts erleichtert (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2018, 8C_26/2018, E. 4.3.2 mit Hinweis). Nach der Rechtsprechung setzt eine Meldepflichtverletzung ein schuldhaftes Fehlverhalten voraus, wobei bereits eine leichte Fahrlässigkeit genügt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Oktober 2018, 9C_221/2018, E. 6.1 mit Hinweisen). Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV wurde auf den 1. Januar 2015 hin revidiert. Seit dieser Revision und der damit eingefügten Ergänzung um den zweiten Satzteil kann bei einer Meldepflichtverletzung oder einer unrechtmässigen Erwirkung der Rente die Leistung rückwirkend auf den Zeitpunkt der erheblichen Änderung angepasst werden, ohne dass die Meldepflichtverletzung (oder die unrechtmässige Erwirkung) kausal für die Weiterausrichtung der Rente gewesen sein muss. Aus dieser Verordnungsänderung ergibt sich, dass der Zeitpunkt der Kenntnis der IV-Stelle über die Verbesserung des Gesundheitszustandes der Versicherten im Falle einer Meldepflichtverletzung nicht länger die Grenze der Rückforderbarkeit bildet (Urteil des Bundesgerichts vom 8.”
“Jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen ist von den Bezügerinnen und Bezügern, ihren Angehörigen oder Dritten, denen die Leistung zukommt, dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden (Art. 31 Abs. 1 ATSG; Art. 77 IVV). Für den Tatbestand der Meldepflichtverletzung ist ein schuldhaftes Fehlverhalten erforderlich, wobei nach ständiger Rechtsprechung bereits leichte Fahrlässigkeit genügt (BGE 118 V 214 E. 2a; Urteil 9C_294/2018 vom 28. November 2018 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Meldepflicht stellt eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben dar (BGE 145 V 141 E. 7.3.4). Die versicherte Person, die Leistungen beziehen will oder solche bezieht, hat zur Ermittlung des anspruchsrelevanten Sachverhalts beizutragen. Sie weiss am besten, wie es um sie steht. Durch die Erfüllung der Meldepflicht wird dem Versicherungsträger die Abklärung des massgeblichen Sachverhalts erleichtert. Dieser muss beurteilen können, ob und bejahendenfalls im welchem Umfang einer versicherten Person Leistungen zustehen (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Urteile 9C_221/2018 vom 16. Oktober 2018 E. 6.1 und 8C_26/2018 vom 27. September 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; vgl. auch Urteil 8C_735/2014 vom 3. März 2015 E. 3.2.1 zur Auskunfts- und Meldepflicht in der Arbeitslosenversicherung). Eine Verletzung der Meldepflicht kann dazu führen, dass Versicherungsleistungen zu Unrecht weiterhin ausgerichtet und bezogen werden. Die Meldepflicht dient in diesen Fällen den Interessen des Versicherungsträgers, indem sie diesen vor ungerechtfertigten Zahlungen und damit vor Schaden bewahren soll (BGE 140 IV 11 E. 2.4.4).”
In base all'art. 43 cpv. 1 LPGA vige un principio istruttorio (inquisitorio): l'ente assicurativo è tenuto ad accertare d'ufficio i fatti rilevanti. Le prove sono libere e devono essere valutate secondo il criterio della probabilità preponderante. Inoltre, le parti sono soggette a un obbligo di collaborazione; se non possono produrre i documenti necessari e ciò non è imputabile all'autorità o alla controparte, possono essere chiamate a sopportare le conseguenze negative della mancata prova.
“Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid. 5b et les références ; ATF 125 V 193 consid. 2 et les références ; cf. ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3 et les références). Aussi n’existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l’administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l’assuré (ATF 135 V 39 consid. 6.1 et la référence). 12.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation de ces dernières d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 125 V 193 consid. 2; VSI 1994, p. 220 consid. 4). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid.”
“5.1 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3 ; 126 V 353 consid. 5b ; 125 V 193 consid. 2 et les références). Aussi n'existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l'administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l'assuré (ATF 126 V 319 consid. 5a). 5.2 La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) et par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation de ces dernières d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 145 V 90 consid. 3.2 ; 125 V 193 consid. 2 ; VSI 1994, p. 220 consid. 4). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid.”
“Ein solches ist auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der Ausführung sich aber noch in der Spannweite des Üblichen bewegt (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2003, U 322/02, E. 4.4; BGE 130 V 117 E. 2.2). Die leistungsansprechende Person muss die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens glaubhaft machen. Zur Glaubhaftmachung genügt es nicht, einen Gesundheitsschaden nachzuweisen, der möglicherweise auf ein Unfallereignis zurückgehen könnte, sondern es müssen über das konkrete Geschehen wahre, genaue und wenn möglich ins Einzelne gehende Daten namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Umstände des Ereignisses ein Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuklären. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind. Zu diesem Zweck hat es den Sachverhalt von Amtes wegen zu untersuchen, kann aber die Mitwirkung der Parteien beanspruchen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, §70 N2 ff., N20; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 29). Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Der Entscheid ist, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 534 Obbligo di collaborazione: La persona assicurata è tenuta a collaborare all'accertamento dei fatti. Se, senza giustificazione e in modo inescusabile, non adempie all'obbligo di fornire informazioni o di collaborazione, l'ente assicurativo — previa diffiÚ scritta con indicazione delle conseguenze giuridiche e concessione di un termine adeguato — può, alternativamente, decidere sulla base degli atti o sospendere le indagini e non entrare nel merito. Presupposti e limiti: Una sanzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA può essere applicata solo se l'amministrazione ha parallelamente compiuto tutto quanto era ragionevolmente richiesto per formare il fascicolo nella maniera più completa possibile; essa non può scaricare sul dovere di collaborazione della persona assicurata il proprio onere d'accertamento. Se sulla base degli atti è possibile una valutazione sul merito, è dovuta una decisione in base agli atti; se ciò non è possibile, può eventualmente essere adottata la decisione di non entrare nel merito. La scelta e la definizione della misura devono essere proporzionate; nella misura del possibile deve essere adottata la soluzione più favorevole alla persona assicurata.
“1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten derjenigen Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Recht ableiten wollte (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, N 70 zu Art. 43 ATSG). Beweislosigkeit darf jedoch erst dann angenommen werden, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu ermitteln, der mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht (vgl. Kieser, a.a.O., N 68 zu Art. 43 ATSG). In Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes hat die Behörde aus eigener Initiative vorzugehen und darf Parteivorbringen nicht mit der generellen Begründung abtun, sie seien nicht belegt worden (Kieser, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). In Ergänzung zur Untersuchungspflicht der Verwaltung trifft die versicherten Personen beziehungsweise die Leistungsansprecher jedoch gestützt auf Art. 28 ATSG eine Pflicht zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung.”
“Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). b) L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Cette disposition a une portée générale et concerne – sous réserve de l’art. 21 al. 4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). c) Lorsque l'assuré manque à son obligation de renseigner, l'art. 43 al. 3 LPGA prévoit que l'administration est en droit de se prononcer en l'état du dossier (l'alternative du refus d'entrer en matière n'étant pas pertinente ici). Elle ne peut alors se contenter d'examiner la situation sous l'angle du seul refus de collaboration de l'assuré, mais doit procéder à une évaluation du point de vue matériel à la lumière des pièces au dossier (TF I 988/06 du 28 mars 2007 consid. 7, in SVR 2007 IV n° 48 p. 156). d) L'application de l'art. 43 al. 3 LPGA dans un cas où des prestations sont en cours et où l'assuré qui les perçoit refuse de manière inexcusable de se conformer à son devoir de renseigner ou de collaborer à l'instruction de la procédure de révision, empêchant par là que l'organe d'exécution de l'assurance-invalidité établisse les faits pertinents, suppose que le fardeau de la preuve soit renversé. En principe, il incombe bien à l'administration d'établir une modification notable des circonstances influençant le degré d'invalidité de l'assuré, si elle entend réduire ou supprimer la rente.”
“Quand bien même le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas entièrement du fardeau de la preuve ; ainsi, s’il n’est pas possible d’établir un état de fait vraisemblablement conforme à la réalité, il est statué en défaveur de la partie qui entendait déduire un droit d’un état de fait demeuré sans preuve (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 115 V 133 consid. 8a). Lorsque les faits à prouver sont des faits créateurs de droit, la partie qui supporte les conséquences de l’absence de preuve est celle qui fait valoir le droit ; en matière d’assurances sociales, il s’agit en règle générale de la personne assurée. Avant de conclure à l’impossibilité d’établir les faits, l’assureur doit, conformément au principe inquisitoire, entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible pour recueillir les moyens de preuves utiles (Jacques-Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 45 ad art. 43 LPGA). L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible. Selon cette disposition, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible (Jacques-Olivier Piguet, op. cit., n. 50 ad art. 43 LPGA). Le devoir d’instruction s’applique également à l’instruction de demandes qui présentent des éléments d’extranéité.”
“4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Il en va différemment lorsque la personne assurée n’est pas en mesure, en raison d’une maladie ou pour d’autres motifs, de donner suite aux mesures ordonnées (TF 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références citées ; I 166/06 déjà cité consid. 5.1 et 5.2 ; cf. Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (cf. TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1, et les références citées ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 52 ad art. 43 LPGA). c) Conformément au principe inquisitoire, il appartient en premier chef à l'administration de déterminer, en fonction de l'état de fait à élucider, quelles sont les mesures d'instruction qu'il convient de mettre en œuvre dans un cas d'espèce.”
“3 LPGA, l’assicuratore può pronunciarsi in base agli atti o rifiutarsi di entrare nel merito (la scelta dell’una o dell’altra variante dipende dallo stato di avanzamento della causa), soltanto se non gli è possibile di chiarire le questioni di fatto ancora aperte senza particolari difficoltà o complicazione o costi particolari anche senza la collaborazione dell’assicurato (cfr. DTF 108 V 231 ss, 97 V 177; cfr. anche DTF 9C_763/2016 del 9 ottobre 2017; cfr. anche la cifra 7013 della CIGI). In particolare, una decisione materiale in base agli atti può essere pronunciata solo quando la fattispecie rilevante giuridicamente non si può acclarare ulteriormente e in misura sufficiente, senza eccessive difficoltà, segnatamente mediante complementi di informazione ordinati dall’amministrazione medesima, malgrado la mancata e ingiustificata collaborazione dell’assicurato (e dopo averlo diffidato per iscritto, avvertendolo delle conseguenze giuridiche e impartendogli un adeguato termine di riflessione) (cfr. anche le STF 9C_553/2016 del 17 novembre 2016 e 8C_417/2008 del 28 ottobre 2008 consid. 6.2; cfr. anche Schiavi, op. cit. all’art. 43 n. 35). La sanzione presa in applicazione dell’art. 43 cpv. 3 LPGA deve inoltre essere proporzionata (STF 9C_244/2016 del 16 gennaio 2017). Nell’applicare una delle sanzioni previste dall’art. 43 LPGA, il comportamento dell’assicurato può quindi venir sanzionato soltanto quando l’assicuratore ha fatto, parallelamente, tutto il possibile per formare un dossier il più completo possibile. Non è infatti ammissibile scaricare sull’assicurato le misure istruttorie che il suo dovere di istruire d’ufficio i fatti determinanti gli impone di prendere. Ne discende che anche l’attitudine passiva rispettivamente anche il rifiuto di collaborare della persona assicurata non comportano necessariamente un pregiudizio, e meglio nella misura in cui l’assicuratore sarebbe in grado di fondarsi su elementi dell’incarto diversi da quelli che aveva richiesto all’assicurato rispettivamente qualora, senza passi eccessivamente complicati, avrebbe potuto o potrebbe ottenere altrimenti le informazioni che gli mancano (Piguet, op. cit., all’art. 43 n. 52 e 53). In effetti, conformemente al dianzi richiamato principio inquisitorio, incombe primariamente all’amministrazione di determinare, in base allo stato dei fatti da chiarire, quali sono le più opportune misure istruttorie da mettere in pratica, ritenuto che “se elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en oeuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction“ (cfr.”
“3 LPGA prevede due tipi di sanzioni: l'Ufficio AI può decidere in base agli atti in suo possesso oppure può non entrare nel merito della richiesta di prestazioni (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 4a ed., art. 43 LPGA, n. 103 e 110). Le sanzioni contemplate all'art. 43 cpv. 3 LPGA, possono essere inflitte solo dopo diffida scritta, avvertimento delle conseguenze giuridiche e assegnazione di un termine di riflessione per decidere (sentenza del TF 9C_266/2012 del 29 agosto 2012 consid. 1.1). La legge non specifica quale delle due sanzioni dell'art. 43 LPGA prediligere; la scelta dell'una o dell'altra dipenderà segnatamente dall'avanzamento dell'istruzione del caso (e meglio se in base agli atti è possibile pronunciare una decisione; Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111) e dalle conseguenze per l'assicurato o per eventuali terzi interessati (sentenza del TF K 53/02 del 25 febbraio 2003 consid. 5.3). Nella misura del possibile, deve essere scelta l'opzione più favorevole all'assicurato (DTF 108 V 229 consid. 2; Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111). 4.3.3 L'Ufficio AI, tuttavia, non può pronunciarsi sulla base degli atti né rifiutarsi di entrare in materia se gli è possibile delucidare i fatti senza difficoltà, né complicazioni speciali, malgrado la mancata collaborazione dell'assicurato (sentenza del TF 9C_266/2012 consid. 1.1). 4.3.4 Secondo giurisprudenza, la facoltà di non entrare nel merito va utilizzata con un certo riserbo. Se, infatti, sulla base degli atti è possibile emanare una decisione di merito, non va emesso un provvedimento di irricevibilità (sentenza del TF 9C_266/2012 consid. 1.1; DTF 131 V 42 consid. 3). Una decisione di non entrata nel merito si giustifica quando la violazione dell'obbligo di collaborare riguarda una condizione di ammissibilità della domanda (Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111). Allorquando fondandosi sugli atti a disposizione dell'Ufficio AI, senza la partecipazione dell'assicurato, un esame nel merito della domanda è escluso, va pronunciata una decisione di non entrata nel merito (sentenza del TF 8C_882/2009 del 19 febbraio 2010 consid.”
Ai sensi dell'art. 43 LPGA spetta all'autorità ordinante / all'ente assicurativo l'accertamento se le misure conservative costituiscano una possibilità terapeutiÊ alternativa efficaÎ. Se deve essere affermata l'efficacia di tale alternativa, occorre verificare quale delle prestazioni in questione sia più idonê; ne può conseguire l'esclusione della copertura dei costi per una prestazione chirurgiÊ.
“Schliesslich ist für die Vergütung der Mammareduktionsplastik durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung von Bedeutung, ob konservative Massnahmen eine wirksame alternative Behandlungsmöglichkeit darstellen oder dargestellt hätten. Dabei ist unter dem Gesichtspunkt der Wirksamkeit einer Leistung nicht in erster Linie die möglichst vollständige Beseitigung der körperlichen oder psychischen Beschwerden entscheidend. Vielmehr ist danach zu fragen, ob das Ziel der Behandlung, mithin Beschwerdefreiheit und/oder Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Funktionalität, objektiv erreichbar ist. Ist die Wirksamkeit einer alternativen Behandlungsmöglichkeit zu bejahen, stellt sich schliesslich die Frage, welche der beiden Leistungen die zweckmässigere ist, was je nachdem dazu führen kann, dass die Kostenübernahmepflicht für eine grundsätzlich wirksame Reduktionsplastik entfällt (vgl. BGE 130 V 299 E. 6.1 und 6.2.1.1). 5.1 Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 ATSG) hat die verfügende Behörde bzw. das Gericht die Abklärung des”
“Schliesslich ist für die Vergütung der Mammareduktionsplastik durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung von Bedeutung, ob konservative Massnahmen eine wirksame alternative Behandlungsmöglichkeit darstellen oder dargestellt hätten. Dabei ist unter dem Gesichtspunkt der Wirksamkeit einer Leistung nicht in erster Linie die möglichst vollständige Beseitigung der körperlichen oder psychischen Beschwerden entscheidend. Vielmehr ist danach zu fragen, ob das Ziel der Behandlung, mithin Beschwerdefreiheit und/oder Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Funktionalität, objektiv erreichbar ist. Ist die Wirksamkeit einer alternativen Behandlungsmöglichkeit zu bejahen, stellt sich schliesslich die Frage, welche der beiden Leistungen die zweckmässigere ist, was je nachdem dazu führen kann, dass die Kostenübernahmepflicht für eine grundsätzlich wirksame Reduktionsplastik entfällt (vgl. BGE 130 V 299 E. 6.1 und 6.2.1.1). 5.1 Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 ATSG) hat die verfügende Behörde bzw. das Gericht die Abklärung des”
Citation: LPGA art. 43 n. 532 Se la persona assicurata o l'impresa rifiuta ingiustificatamente di prestare la collaborazione richiesta (p.es. prova dell'attività aziendale o collaborazione in seÞ di controlli sui datori di lavoro), l'ente assicurativo può, sulla base degli atti, ritenere fondata l'attività asserita o il diritto fatto valere oppure interrompere gli accertamenti e decidere di non entrare nel merito o di revocare/negare le prestazioni. Condizione è una preventiva diffiÚ scritta con un termine congruo e l'indicazione esplicita delle conseguenze giuridiche minacciate (p.es. revoÊ e richiesta di rimborso).
“Gemäss Art. 28 Abs. 1 ATSG haben die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Indem sie der Beschwerdegegnerin, wie vorstehend dargestellt (vgl. E. 4.1), die notwendigen Unterlagen (Werkverträge, Kundenlisten, Bankbelege etc.) zum Nachweis der behaupteten Aufnahme der Geschäftstätigkeit trotz mehrfacher Aufforderung und Androhung der Nichtgewährung des Versicherungsschutzes (act. II 54 S. 9 f., 14 f.) nicht zugestellt hat, ist die F.________ GmbH ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Aktenlage (vgl. dazu Art. 43 Abs. 3 ATSG) davon ausgegangen ist, die F.________ GmbH habe keine Geschäftstätigkeit aufgenommen, und in der Konsequenz auf die Erfassung des Betriebs sowie die Gewährung des Unfallschutzes verzichtet hat (vgl. act. II 54 S. 3 und 13). Hieran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer als Geschäftsführer der F.________ GmbH gegenüber der Ausgleichskasse des Kantons E.________ in der Lohndeklaration pro 2017 vom 27. Mai 2018 angegeben hat, ab Februar 2018 würden für zwei Mitarbeiter Löhne in der Höhe von je ca. Fr. 4'800.-- ausbezahlt (act. II 54 S. 1). Einerseits sind entsprechende Lohnzahlungen nicht belegt worden und andererseits hat die Gesellschaft der Ausgleichskasse des Kantons E.________ in der Lohndeklaration pro 2018 (act. II 63 S. 1 ff.) mitgeteilt, im Jahr 2018 seien keine beitragspflichtigen Löhne ausbezahlt worden. Eine Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers für die F.________ GmbH ist damit weder für den Unfallzeitpunkt noch für den vorhergehenden Zeitraum nachgewiesen und der Beschwerdeführer selbst hat eine solche auch fortlaufend in Abrede gestellt, womit er sich auch diesbezüglich nicht auf eine Versicherungsdeckung durch die Beschwerdegegnerin berufen kann.”
“Die Vorinstanz und die beauftragte Treuhandstelle haben ihrerseits alles Zumutbare unternommen, um die Arbeitgeberkontrolle durchzuführen: Die beauftragte Treuhandstelle hat telefonisch, schriftlich, per Einschreiben und via E-Mail sowohl an die Adressen des Betriebs als auch an C._______ sowie A._______ sel. über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten erfolglos versucht, den Betrieb zu kontaktieren und einen Termin für die Arbeitgeberkontrolle zu vereinbaren. Schliesslich hat die beauftragte Treuhandstelle die letztmals angesetzte Frist, nachdem der Betrieb im Januar 2022 die Angabe von Terminvorschlägen nach abgelaufener Frist angekündigt hatte, faktisch sogar noch um zwei Wochen erstreckt. Die Bemühungen der beauftragten Treuhandstelle sind hinreichend dokumentiert. Mittels Angabe der massgebenden gesetzlichen Grundlagen ist die mandatierte Treuhandstelle gegenüber dem Betrieb auch der Aufklärungspflicht nach Art. 27 Abs. 1 ATSG nachgekommen. Mit der schriftlichen Fristansetzung vom 16. Dezember 2021 wurden im Einklang mit den anwendbaren Bestimmungen die Folgen der Nichteinhaltung angedroht (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) und ausgeführt, dass die bezogenen Versicherungsleistungen vollständig aberkannt und zurückgefordert würden und auf nachträglich eingereichte Unterlagen und neue Terminvorschläge nicht mehr eingetreten würde. Art. 40 Abs. 2 ATSG, wonach die Folgen eines Fristversäumnisses anzudrohen sind, erfasst über den Wortlaut der Bestimmung ("Frist für eine bestimmte Handlung") hinaus auch Termine (Kieser, SK ATSG, Art. 40 N 12). Bei Kurzarbeitsentschädigung werden Leistungen aufgrund summarischer Abklärungen provisorisch gewährt und ein gründliches Beweisverfahren findet erst nachträglich anlässlich einer Arbeitgeberkontrolle statt (Urteile des BGer C 269/03 vom 25. Mai 2004 E. 3.2.1 und C 223/00 vom 5. Februar 2001 E. 4 a/bb). Die Arbeitgeberkontrolle eröffnet die Möglichkeit bisher vorgelegte Unterlagen (bspw. Arbeitszeiterfassungen) anhand von anderen bei der Kontrolle aufgefundenen betrieblichen Unterlagen abzugleichen und auf ihre Korrektheit zu prüfen (vgl. Urteile des BGer 8C_306/2023 vom 7.”
“Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Beweislast für anspruchsbegründenden Tatsachen, vorliegend für die geltend gemachten Arbeitsausfälle, ohnehin den leitungsansprechenden Betrieb trifft (Urteile des BGer 8C_681/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.7 und 8C_334/2013 vom 15. November 2013 E. 2). Die Arbeitgeberkontrolle ist gesetzlich vorgesehen und es kann nicht darauf verzichtet werden, weil der betroffene Betrieb der Ansicht ist, dass sie im Fall dieses speziellen Betriebs entbehrlich oder unerheblich sei. Die Verletzung der Mitwirkungspflicht nach Art. 28 ATSG führt zu den angedrohten Folgen. Vorliegend konnte das Beweisverfahren für den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für die betreffenden Mitarbeitenden nicht durchgeführt werden (oben E. 4.2) beziehungsweise die Rechtsmässigkeit der bezogenen Leistungen nicht überprüft werden (oben E. 3.3). Die Vorinstanz konnte ihrem gesetzlichen Auftrag, der Überprüfung der Auszahlungen der Kassen sowie der Überprüfung der ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen bei den Arbeitgebern (oben E. 3.3) nicht nachkommen. Sie durfte ihre Erhebungen einstellen (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) und gestützt auf die vorhandenen Akten verfügen, dass die beanspruchte Kurzarbeitsentschädigung infolge Unkontrollierbarkeit des geltend gemachten Arbeitsausfalls im Zeitraum März bis Juni 2020 sowie Januar bis April 2021 aberkannt werden müsse.”
LPGA art. 43 n. 531 Se la durata dell'ospedalizzazione o la capacità di essere contattato/di spostarsi non sono chiare, l'istituto di previdenza deve chiarire concretamente la compatibilità mediÊ della richiesta di contatto o dell'accertamento richiesto. In presenza di dubbi fondati sulla compatibilità, il mancato esame della domanÚ potrebbe non essere giustificato.
“Nach Lage der Akten ergibt sich sodann weiter und ist zwischen den Parteien unbestritten, dass sich die Beschwerdeführerin in der daraufhin unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 ATSG bis am 31. August 2022 dauernden Frist zur Kontaktaufnahme nicht bei der Beschwerdegegnerin gemeldet hat (vorstehend E. 5.3). Obwohl keine medizinischen Berichte der Ärzte der Z.___ sowie der A.___ über die in diesem Zeitraum erfolgten stationären Aufenthalte in den Akten liegen, ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der im Juli 2022 geplanten Haushaltsabklärung (noch) stationär hospitalisiert war. Allerdings bleiben mangels entsprechender Austrittsberichte sowohl die effektive Dauer der Klinikaufenthalte unklar, als auch, ob und wann die Beschwerdeführerin tatsächlich entlassen wurde. Somit ist ungewiss, ob die Beschwerdeführerin auch im Zeitpunkt des Fristablaufs zur Kontaktaufnahme am 31. August 2022 noch stationär behandelt wurde. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es der Beschwerdeführerin krankheitsbedingt überhaupt zumutbar gewesen ist, von der Klinik aus Kontakt mit der Beschwerdegegnerin aufzunehmen. Dies ist entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl.”
“Zusammenfassend ist festzuhalten, dass gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage die (subjektive) Zumutbarkeit beziehungsweise Unzumutbarkeit der vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung nicht mit dem erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilt werden kann. Es ist aufgrund der medizinischen Berichte nicht auszuschliessen, dass die Weigerung der Beschwerdeführerin, sich extern begutachten zu lassen, auf krankheitsbedingten Gründen und nicht auf einem ihr vorzuwerfenden Verschulden gründet. Bei den gegebenen Verhältnissen verbietet sich jedenfalls der Schluss, dass ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist und sich das Verhalten der Beschwerdeführerin als schlechthin unverständlich erweist (Kieser, a.a.O., Art. 43 ATSG N 103). Die angefochtene Nichteintretensverfügung war daher nicht gerechtfertigt, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutzuheissen und die Sache zur Fortführung des Verfahrens – Einholung eines psychiatrischen Gutachtens am Wohnort der Versicherten zur Beurteilung von Ansprüchen gegenüber der IV sowie der Notwendigkeit und der subjektiven Zumutbarkeit einer gegebenenfalls weitergehenden (bi- oder polydisziplinären) Begutachtung bzw. deren Ausgestaltung – an die IV-Stelle zurückzuweisen ist.”
LPGA art. 43 n. 530 Le perizie del SMR possono sostituire l'accertamento d'ufficio se motivano in modo chiaro e comprensibile le diagnosi e la valutazione della capacità lavorativa e non lascino aperte questioni mediche rilevanti; in caso contrario sono necessari accertamenti più approfonditi (p. es. richieste di chiarimenti o ulteriori perizie).
“Contrairement à ce qu'ont retenu à tort les premiers juges, on ne saurait admettre que l'office recourant a violé son obligation d'instruire d'office la demande (cf. art. 43 LPGA) en se fondant sur l'avis des médecins du SMR, sans avoir préalablement mis en oeuvre une expertise médicale conformément à la procédure prévue à l'art. 44 LPGA. En effet, il ressort du rapport du SMR du 22 février 2021 que ses auteurs se sont exprimés sur les avis des médecins traitants et qu'ils ont clairement justifié les diagnostics ainsi que leur évaluation de la capacité de travail. Plus particulièrement, en ce qui concerne le diagnostic de dépression réactionnelle évoqué par les docteurs C.________ et D.________, les docteurs G.________ et H.________ ont indiqué les motifs qui les ont conduits à nier la présence d'une quelconque pathologie psychiatrique caractérisée. De plus, ils n'ont laissé indécise aucune question pertinente d'ordre médical. À cet égard, la juridiction cantonale s'est limitée à indiquer que les constatations du docteur D.________ faisaient apparaître des doutes suffisants quant au bien-fondé des conclusions du SMR, sans toutefois mentionner en quoi consisteraient ces doutes, ni pour quelle raison l'appréciation des docteurs G.”
Se è trascorso un notevole intervallo di tempo rispetto a perizie precedenti o se si sono verificati nuovi eventi sanitari intervenuti, l'art. 43 cpv. 1 LPGA può giustificare l'ordinazione di ulteriori accertamenti e, eventualmente, di una nuova perizia. Le perizie già acquisite possono comunque essere utilizzate nella misura in cui risultino ancora significative e non sussistano indizi concreti che ne mettano in dubbio l'affidabilità.
“hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen vorliegend in Bezug auf das Gutachten der medaffairs AG vom 10. Juni 2020 grundsätzlich nicht vor. Das Gutachten beruht auf eingehenden Untersuchungen der Versicherten und berücksichtigt auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte. Zudem geht es auf die geklagten Beschwerden ein und vermittelt ein hinreichendes Bild über den Gesundheitszustand der Versicherten. Die fachärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist begründet. Daran vermögen auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin letztlich nichts zu ändern. Insbesondere kann das Gutachten der medaffairs AG nicht als unzulässige second opinion gelten. Zwar beinhaltet die Sachverhaltsabklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht das Recht des Versicherungsträgers, zu einem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt eine Zweitmeinung einzuholen, und die versicherte Person ist nicht verpflichtet, sich einer weiteren Begutachtung zu unterziehen, wenn der Sachverhalt bereits genügend abgeklärt ist (BGE 136 V 156 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Davon kann vorliegend indes keine Rede sein. So liegen zwischen dem monodisziplinären psychiatrischen Gutachten von Dr. B.____ vom 24. Mai 2014 und dem umstrittenen polydisziplinären Gutachten der medaffairs AG vom 10. Juni 2020 mehr als sechs Jahre. Überdies hat die Beschwerdeführerin in dieser Zeit einen schwereren Unfall erlitten und ist rheumatisch erkrankt. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, war damit die Indikation zu weiteren Abklärungen und auch zu einer neuen Einschätzung des psychischen Gesundheitszustands ohne Weiteres gegeben. Lediglich der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der die Begutachtung anordnende Zwischenentscheid entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin keine res iudicata darstellt und das Vorbringen der unzulässigen second opinion deshalb auch in diesem Verfahrensstadium geprüft werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 2.”
“Damit zeigt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG genügend abklärte. Gestützt auf das Gutachten der SMAB AG ist davon auszugehen, dass seit der letztmaligen Rentenprüfung im Jahr 2018 - zumindest zwischenzeitlich in psychiatrischer Hinsicht und dauerhaft in Bezug auf die lumbalen Rückenbeschwerden - eine gesundheitliche Verschlechterung eingetreten ist, weshalb die Beschwerdegegnerin korrekterweise auf die Neuanmeldung vom 29. März 2019 eintrat und den Rentenanspruch prüfte. Die Beschwerdegegnerin ging zudem zu Recht davon aus, dass kein eigentlicher Ausschlussgrund im Sinne einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation gegeben ist.”
LPGA art. 43 n. 528 L'organo esecutore seleziona periti medici idonei e li coinvolge al fine di chiarire la circostanza giuridicamente rilevante, in conformità al principio dell'istruttoria.
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, sodass gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; Susanne Leuzinger-Naef, Die Auswahl der medizinischen Sachverständigen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], Soziale Sicherheit - Soziale Unsicherheit, Bern 2010, S. 413 f.).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 527 Se la persona assicurata rifiuta, senza motivi giustificati, di partecipare agli accertamenti medici o specialistici, ciò può comportare che non venga disposta alcuna ulteriore perizia ovvero che ulteriori accertamenti vengano rifiutati, in particolare quando da tali misure non ci si possa attendere nuovi elementi di rilievo.
“Es wurde indes bereits versucht, die Beschwerdeführerin psychiatrisch abzuklären, was letztlich an ihrem Verhalten - inkonsistenten Angaben und fehlendem «Mitmachen» (Urk. 10/103/44 und Urk. 10/103/46) - gescheitert ist. Die vorgenommene psychiatrische Abklärung hat daher nicht zu einer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehenden Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit geführt. Überdies ist eine praktische Abklärung auch angesichts dessen, dass sich die Beschwerdeführerin gar keine Arbeit mehr vorstellen kann (Urk. 10/103/37), kaum von Nutzen, da sie sich in einer allfälligen Abklärung wohl ihrer Selbsteinschätzung entsprechend verhalten würde. Rechtsprechungsgemäss ist es im Weiteren nicht Sache des kantonalen Gerichts, ein Gutachten anzuordnen, wenn die Versicherte die Mitwirkung daran im Verwaltungsverfahren ohne stichhaltige Gründe verweigert hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_29/2020 vom 16. März 2020 E. 3.2.3). Der Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG). Da von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen wie dargelegt keine neuen wesentlichen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist die Rüge der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Urk. 1 S. 11) nicht begründet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_257/2018 vom 24. August 2018 E. 3.3.2 mit Hinweis). Anzufügen bleibt, dass angesichts der nachvollziehbaren Darlegungen des psychiatrischen Gutachters, der eine Arbeitsunfähigkeit schlüssig verneinte, und mangels beweiskräftiger gegenteiliger Einschätzungen anderer Ärzte auf die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens zu verzichten ist (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1).”
l'art. 43 cpv. 3 LPGA autorizza l'ente assicurativo, previa diffiÚ scritta con indicazione delle conseguenze giuridiche e concessione di un congruo termine di riflessione, a rinunciare a ulteriori accertamenti e a decidere sulla base dell'istruttoria esistente ovvero a non entrare in materia. La diffiÚ deve indicare in modo sufficientemente preciso quale cooperazione si richieÞ. Il non ingresso in materia è consentito soltanto se le informazioni mancanti sono necessarie per l'accertamento del diritto e non possono essere ottenute senza oneri rilevanti. Gli accertamenti possono essere ripresi in seguito qualora sussistano le condizioni necessarie.
“4 LPGA, les prestations peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement si l’assuré se soustrait ou s’oppose, ou encore ne participe pas spontanément, dans les limites de ce qui peut être exigé de lui, à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou d’offrir une nouvelle possibilité de gain. Une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable doit lui avoir été adressée. Les traitements et les mesures de réadaptation qui présentent un danger pour la vie ou pour la santé ne peuvent être exigés. 3.2. Au sens de l’art. 43 al. 1, 1ère phrase LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L’art. 43 al. 2 LPGA prévoit pour sa part que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. L'art. 43 al. 3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le dispositif est complété par l'art. 7b al. 2 LAI prévoyant qu'il peut être renoncé à la mise en demeure et au délai de réflexion si l'assuré ne communique pas les renseignements dont l'Office AI a besoin pour remplir les tâches qui lui sont assignées par la loi. Selon la jurisprudence, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants.”
“Nach dem Gesagten ergibt sich, dass das von der Beschwerdegegnerin faktisch verfügte Nichteintreten auf das Leistungsgesuch mit Verfügung vom 14. Februar 2024 gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG zulässig war und nicht zu beanstanden ist, was zur Abweisung der Beschwerde führt. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Mutter des Versicherten die IV-Anmeldung am 12. März 2024 der Beschwerdegegnerin eingereicht hat (Urk. 6/13) und letztere gestützt darauf gemäss eigenen Angaben die Abklärungen wieder aufnehmen und danach über den Anspruch auf medizinische Massnahmen entscheiden wird (Urk. 5 S. 2).”
Per disturbi poco chiari, multifattoriali o interdisciplinari può essere necessaria una perizia bi- o pluridisciplinare. Tali perizie (p. es. combinazioni somatico/psichiatrico, ortopedico/reumatologico/neuropsicologico eÌ.) servono a chiarire le influenze reciproche delle patologie e a valutare il loro effetto complessivo sulla capacità di lavoro; ciò corrisponÞ all'obbligo d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“________, spécialiste en médecine interne générale, a également retenu une incapacité de travail de 100% pour "raison maladie toujours en investigation" dans un certificat du 21 septembre 2017 (dossier AI p. 118). Par conséquent, il sied de constater que plusieurs médecins traitants ayant examiné le recourant sous l'angle somatique ont retenu une atteinte à la santé dont découle une incapacité de travail, bien qu'ils n'arrivent pas à poser un diagnostic précis. Etant donné qu'une incapacité de travail totale a été constatée par les médecins traitants, celle-ci aurait dû être examinée par l'autorité intimée, indépendamment d'un diagnostic concret. Ce n'est pas le diagnostic médical à lui seul qui importe mais l'impact de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail (cf. arrêt TF 9C_911/2017 du 16 mars 2018 consid. 3.1). Afin d'examiner cet impact et vu la situation médicale complexe sur plusieurs domaines de la médecine, une expertise bi- voire pluridisciplinaire parait judicieuse en l'espèce. En procédant uniquement à une expertise psychiatrique, l'autorité intimée a violé son obligation d'établir les faits selon l'art. 43 al. 1 LPGA. Ne serait-ce que pour ce seul motif, le recours doit être admis. 3.4. S'agissant de la valeur probante du rapport d'expertise psychiatrique du 17 mai 2019 effectué par le Dr C.________, force est de constater que sur les 16 pages de ce document (dont seulement deux pages de constatations), le trouble somatoforme n'a été mentionné qu'une seule fois, au chapitre six, nommé "Diagnostics" (dossier AI p. 192). L'expert s'est contenté d'indiquer que le trouble somatoforme a été évoqué, mais qu'il n'y a pas d'éléments pertinents pour poser ce diagnostic. Les éléments pertinents mentionnés n'ont cependant pas été discutés dans le rapport d'expertise, notamment aucun examen des critères diagnostiques selon la classification internationale des maladies (ICD-10) n'a été fait. Or, étant donné que les médecins traitants de F.________ ont discuté la possibilité d'un trouble somatoforme sous-jacent (dossier AI p. 138 et 101), il incombait à l'expert d'évaluer les critères de ce diagnostic de manière circonstanciée.”
“Der Beschwerdeführer hatte zwischen 1995 und 2010 aufgrund eines Rückenleidens eine halbe IV-Rente bezogen. Auch heute bestehen bei ihm, wie etwa dem Bericht von Dr. D._____ vom 7. Mai 2019 entnommen werden kann, verschiedene - zumindest teilweise -objektivierbare Beeinträchtigungen im Rückenbereich (vgl. E. 6.2.1 hiervor). Vor diesem Hintergrund wäre es angezeigt gewesen, den Gesundheitszustand des Versicherten auch aus rheumatologischer Sicht gutachterlich abklären und anschliessend die Arbeitsfähigkeit des Versicherten durch den psychiatrischen und den rheumatologischen Gutachter gemeinsam aus bidisziplinärer Sicht beurteilen zu lassen. Indem sich die IV-Stelle stattdessen darauf beschränkte, ausschliesslich ein psychiatrisches Gutachten einzuholen, kam sie ihrer Pflicht zur umfassenden Abklärung des massgebenden medizinischen Sachverhalts (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht im erforderlichen Masse nach. Diesbezüglich ist zu erwähnen, dass auch Dr. E._____ in seinem Bericht vom 7. Mai 2019 ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass seines Erachtens zur Beurteilung der mittel- bis längerfristigen Arbeitsfähigkeit des Versicherten ein mehrdisziplinäres Gutachten mit Übersetzer unumgänglich sei. In gleichem Sinne hatte sich im Übrigen auch schon der zuständige Integrationsberater der IV-Stelle im "Abschlussbericht der Eingliederungsmassnahmen" vom 19. Juli 2016 geäussert.”
“Die Argumentation der Beschwerdegegnerin, wonach dem Gutachten von Dr. C.____ kein ausreichender Beweiswert zukommt, um den fraglichen medizinischen Sachverhalt im erforderlichen Masse zu klären, erscheint in einer summarischen Würdigung der medizinischen Unterlagen, wie sie hier zur Anwendung gelangen hat (vgl. E. 3.2 hiervor), plausibel. Wie Dr. D.____ in seiner Beurteilung zutreffend aufzeigt, lässt das Gutachten von Dr. C.____ verschiedene Fragen offen. Insbesondere setzte sich Dr. C.____ nicht oder nur unzureichend mit den nach dem Ereignis vom Oktober 2013 zeitnah erstellten Fakten, der offenbar fehlenden Behandlungsintensivierung und dem somatischen Krankheitsverlauf auseinander. Dies erschwert oder verunmöglicht die Beurteilung der relevanten Frage, ob allenfalls unfallfremde somatische Erkrankungsumstände für den Verlauf seit 2013 (mit-) verantwortlich sind. Mit Blick auf die in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierte Abklärungspflicht und den der Beschwerdegegnerin zukommenden Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz eine Neubegutachtung anordnete. Da sich auch die Frage nach den Auswirkungen allfälliger unfallfremder Faktoren auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit stellt, erscheint es auch angebracht, die zusätzlichen Abklärungen in Form eines polydisziplinären (orthopädischen, neurologischen und psychiatrischen) Gutachtens vornehmen zu lassen. Diese Neubegutachtung dient der für den Endentscheid notwendigen Sachverhaltsabklärung und stellt nicht bloss eine "second opinion" dar, wie die Beschwerdeführerin sinngemäss moniert. Weil die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt und zudem keine Hinweise ersichtlich sind, dass der Beschwerdeführerin die Begutachtung beschwerdebedingt nicht zumutbar wäre, besteht für das Kantonsgericht kein Anlass, korrigierend einzugreifen.”
“Es liegen Beschwerden aus den Fachbereichen Gastroenterologie, Rheumatologie und Psychiatrie vor (vgl. Stellungnahme des RAD vom 20. April 2021, IV-Akte 113). Gemäss in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankertem Untersuchungsprinzip ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (vgl. BGE 133 V 200 E. 1.4.). Diesem Auftrag ist die Beschwerdegegnerin - wie sie in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht ausführt - mit der Einholung lediglich eines monodisziplinären Gutachtens nicht in ausreichendem Masse nachgekommen. Vielmehr ist die Durchführung einer entsprechenden polydisziplinären Begutachtung zur Klärung des medizinischen Sachverhalts erforderlich.”
“A l’aune des éléments concordants relevés par l’ensemble du corps médical et de l’état actuel des connaissances médicales en matière de « Cancer related fatigue » sur lesquels se base la jurisprudence rappelée ci-avant, l’avis médical SMR du 19 janvier 2021 selon lequel « il n’est pas nécessaire d’avoir une évaluation oncologique car les traitements actifs aigus sont terminés » n’est pas pertinent. c) Au vu des pièces actuelles au dossier, notamment la question des effets invalidants d’une fatigue liée à un cancer n’ayant pas du tout été examinée dans le cadre de l’expertise bidisciplinaire du N.________ et son complément alors que les médecins consultés par l’assurée (Drs J.________, O.________, L.________ et U.__________) la mentionnaient comme atteinte principale justifiant l’incapacité de travail, les faits pertinents n’ont ainsi pas été constatés de manière satisfaisante et l’instruction s’avère lacunaire sur l’appréciation de l’état de santé oncologique de l’assurée. Compte tenu de cette lacune, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l'intimé – à qui il appartient au premier chef d'instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l'art. 43 al. 1 LPGA – pour qu’il en complète l’instruction, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera à l'intimé de compléter l'instruction médicale en mettant en œuvre une expertise pluridisciplinaire (médecine interne, oncologie, neurologie et psychiatrie) conformément à l'art. 44 LPGA, étant ici expressément réservée la faculté d’y associer, le cas échéant, toute autre spécialité médicale jugée opportune par les experts. Il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision. 5. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 400 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Le point de savoir si la recourante présente effectivement des troubles psychologiques, neurologiques ou neuropsychologiques n’a pas été élucidé à satisfaction de droit. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Un complément d’instruction avec une expertise pluridisciplinaire comprenant à tout le moins des volets psychiatriques, neurologiques et de médecine interne – vu également les problèmes hématologiques de la recourante – est nécessaire, le SMR ou les experts pouvant le cas échéant y adjoindre toutes spécialités qu’ils estimeraient utiles. Il conviendra préalablement de réinterroger le Dr J.________ pour qu’il explique avec précision dans quelle mesure et durant quelle période sa patiente a bénéficié d’aide à domicile, ceci afin que les experts puissent se prononcer en toute connaissance de cause sur le potentiel caractère uniforme des limitations affectant la recourante. c) Dès lors que le recours doit être admis pour ces motifs, il est superfétatoire de statuer sur les autres arguments soulevés par la recourante, ceci notamment en relation avec d’éventuelles mesures professionnelles. 7. a) En définitive, le recours doit être admis et la cause renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants, puis nouvelle décision.”
“Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2). Nach dem Gesagten fehlt es an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben. Dabei drängt sich eine mindestens bidisziplinäre Begutachtung auf, da sowohl mit Bezug auf den Bewegungsapparat als auch die Psyche Beschwerdebilder vorliegen und eine Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen zwischen den Störungen erforderlich ist. Das einzuholende Gutachten hat sich insbesondere auch zu den bei psychischen Erkrankungen beachtlichen Standardindikatoren zu äussern (vgl. BGE 143 V 409, 143 V 418). Darüber hinaus wird die Beschwerdegegnerin allenfalls Abklärungen zur Qualifikation der Beschwerdeführerin durchzuführen haben, da aufgrund der jetzigen Aktenlage offen bleibt, ob die Beschwerdeführerin neben ihrer teilzeitlichen Erwerbstätigkeit im Rahmen von 60 % auch im Haushalt und damit in einem versicherungsrechtlich bedeutsamen Aufgabenbereich tätig ist (vgl. Art. 6 und Art. 8 Abs. 3 ATSG). Bejahendenfalls hätte die Beschwerdegegnerin zudem zu prüfen, inwiefern die Beschwerdeführerin durch die Gesundheitsbeeinträchtigung im Aufgabenbereich eingeschränkt ist.”
“Cette problématique, liée principalement à des troubles du sommeil, n’a pas fait l’objet d’un examen consciencieux de la part du SMR. On relève en particulier que celui-ci n’examine pas la problématique de l’insomnie et se trompe lorsqu’il affirme que le recourant est appareillé depuis l’été 2014 et que son état est amélioré depuis lors, puisqu’il ressort des rapports établis par la Dresse M.________ que ce traitement a été mal toléré et que le trouble respiratoire était en dernier lieu d’intensité modérée à sévère (rapports des 22 août 2014 et 20 octobre 2017 ; voir également rapport d’expertise du Dr R.________ du 30 janvier 2017). d) Par conséquent, en l’absence d’une appréciation médicale exhaustive prenant en compte les interactions entre les plans somatique et psychique, l’instruction doit être complétée. Il convient de renvoyer la cause à l’office intimé, autorité à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’il mette en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément aux exigences découlant de l’art. 44 LPGA, expertise qui devra notamment comprendre des volets rhumatologique, diabétologique et psychiatrique, ainsi qu’une analyse objective du phénomène de fatigue. e) Il n'y a pour le reste pas lieu de traiter les autres griefs du recourant, à propos du taux d’abattement notamment, l’OAI devant revoir la situation sur le plan médical et les conséquences qui en résultent. C. Reprenant l’instruction, l’OAI a confié au Centre B.________ d’A.________ la réalisation d’une expertise pluridisciplinaire comportant un volet rhumatologique (Dresse S.________, spécialiste en médecine physique et réadaptation et en rhumatologie), endocrinologique/diabétologique (Dr J.________, spécialiste en médecine interne générale et en endocrinologie/diabétologie) et psychiatrique (Dr C.________, spécialiste en psychiatrie et psychothérapie). Dans leur rapport de synthèse du 7 janvier 2020 (évaluation consensuelle), les experts ont posé les diagnostics suivants « ayant ou non une incidence sur la capacité de travail » : - douleurs chroniques du coude droit avec limitations articulaires, arthrose post-traumatique du coude (2014), status après accident (en 1983-1984) ; - douleurs du pouce gauche, rhizarthrose probable, status post amputation de l’index et du médius (phalanges distales de l’index et d’un tiers du médius) suite à un traumatisme par écrasement (octobre 1981) ; - lombalgies chroniques avec sciatalgies intermittentes à bascule à prédominance droite sur hernie discale L5-S1 médiane, canal lombaire étroit rétréci en L5-S1, rétrécissement foraminal bilatéral L5-S1, status après cure de hernie discale L4-L5 droite (1991) ; - neuropathie cubitale gauche modérée (essentiellement myélénique ; électroneuromyogramme du 9 février 2011) ; - arthropathie débutante cunéo-naviculaire interne, séquelles de déchirure du ligament talo-fibulaire du pied droit (IRM d’avril 2018) ; - status post périarthrite scapulo-humérale gauche sur lésion du sus-épineux (2014) ; - status après enthésopathie proximale et aponévropathie du pied droit (IRM d’avril 2018) ; - trouble dépressif, épisode actuel moyen, avec symptômes somatiques ; - personnalité paranoïaque ; - diabète de type II, actuellement insulino-requérant dans un contexte de syndrome métabolique depuis 1997 ; - apnées du sommeil sévères et intolérance du traitement par CPAP.”
“rapport du 15 mars 2021, dans lequel il retenait un taux d’atteinte à l’intégrité de 10 % pour les atteintes orthopédiques découlant de l’accident précité). Dans la mesure où le taux retenu résulte de l’addition des estimations effectuées par les spécialistes prénommés, il ne peut être retenu. En effet, en s’abstenant de procéder à une évaluation de l’ensemble du dommage subi par le recourant, l’intimée a contrevenu à l’art. 36 al. 3 OLAA. Aussi convient-il, sur ce point, de compléter l’instruction aux fins d’effectuer une pondération des différents taux retenus au moyen d’une appréciation d’ensemble. 10. Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause sur l’ensemble des points litigieux. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à la CNA, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il lui appartiendra de compléter l’instruction médicale par une évaluation bi-disciplinaire, orthopédique et neuropsychologique, qui elle seule permettra d’apprécier le plus objectivement possible la capacité de travail et les limitations fonctionnelles dans une activité adaptée, tout comme l’indemnité pour atteinte à l’intégrité devra également être appréciée sur la base de l’ensemble des atteintes à la santé présentées par le recourant. 11. Compte tenu de l’issue de la présente procédure, la requête du recourant tendant à la mise en œuvre de mesures d’instruction complémentaires sous la forme d’une expertise portant sur les aspects somatique et psychique de son état de santé est sans objet, de même que sa requête de suspension de la présente procédure jusqu’à droit connu sur la demande de prestations de l’assurance-invalidité déposée par ses soins. 12. En définitive, le recours, partiellement bien fondé, doit être admis, ce qui entraîne l’annulation de la décision attaquée et le renvoi de la cause à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision.”
“Il est incontesté que la recourante souffre de diverses atteintes à la santé, de sorte que son degré d’invalidité doit être déterminé sur la base d’une évaluation médicale globale, tenant compte des éventuelles interactions entre ces atteintes (TF 9C_252/2021 consid. 6 et les références). Ce d’autant plus que plusieurs médecins ont indiqué que le cas d’espèce était complexe (cf. rapports des Drs N.________ du 12 février 2019, Z.________ du 29 janvier 2020 p. 25, et du SMR du 16 avril 2020). En l’espèce, les diagnostics principaux sur lesquels les médecins n’ont pas trouvé de consensus relèvent de domaines différents (somatique génétique ou psychique et psychosomatique), et semblent susceptibles d’expliquer – ou non – certaines plaintes et limitations déclarées par la recourante. Ainsi, quand bien même la dénomination diagnostique n’est pas déterminante du point de vue des assurances sociales, il semblerait qu’elle ne soit pas dénuée de toute pertinence vu les circonstances du cas d’espèce. En particulier, l’appréciation des limitations psychiques diffère apparemment radicalement selon la reconnaissance du syndrome d’Ehlers-Danlos hypermobile ou non. b) Les compléments ci-dessus sont indubitablement du ressort de l’intimé (art. 43 al. 1 LPGA), à qui il y a lieu de renvoyer la cause pour reprise de l’instruction et nouvelle décision pour la période débutant dès le mois d’octobre 2017 (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). Il lui appartiendra de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément aux exigences découlant de l’art. 44 LPGA, qui devra notamment comprendre des volets de rhumatologie, de médecine physique, voire de médecine interne générale, et de psychiatrie. Il lui conviendra de veiller à ce que le schéma d’évaluation des troubles psychiques au moyen d’indicateurs, préconisé par la jurisprudence récente, soit respecté (ATF143 V 418). L’évolution de la capacité de travail depuis le mois d’octobre 2017 compris devra être retracée. La possibilité sera laissée aux experts de s'adjoindre les services d'un médecin spécialiste d'un ou plusieurs autre(s) domaine(s) s'ils l'estiment pertinent, en particulier en neuropsychologie. Il paraît en outre opportun d'examiner les effets des troubles du sommeil, de la fatigue et des céphalées de la recourante, qui sont évoqués à plusieurs reprises dans le dossier.”
“Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Gesagten weder in psychiatrischer noch in somatischer Sicht genügend abgeklärt, weshalb die Sache an die Beschwerdegegnerin, die ihre gesetzliche Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) klar verletzt hat, zurückzuweisen ist, damit diese den Gesundheitszustand und die funktionelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus psychischer und somatischer Sicht abkläre. Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes auch prüfen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang insbesondere darauf, dass im Rahmen der weiteren Abklärungen gegebenenfalls Eingliederungsmassnahmen zu prüfen sind.”
LPGA art. 43 n. 524 Prima che l'amministrazione, a causa della mancata fornitura di informazioni o della mancata collaborazione, deciÚ sulla base degli atti o disponga di non entrare in materia, deve diffidare per iscritto la persona interessata, concederle un termine congruo e informarla delle conseguenze giuridiche. Se le prove presentate sono inidonî o incomplete, devono essere formulate richieste concrete di integrazione delle prove rilevanti; successivamente l'amministrazione può decidere sulla base degli atti se la persona non ottempera a tali diffiÞ.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018 consid. 3.3; 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Cst.; RS 101; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 [Cst.; RS 101]; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“-- hat es sich somit um einen Verzicht auf die Verzehrbarkeit dieses Geldes gehandelt, weshalb dieses − zumindest bis zum Abschluss des Prozesses in Kenia − als hypothetisches Vermögen in der EL-Anspruchsberechnung zu berücksichtigen ist. Nach dem Abschluss des Prozesses in Kenia wird die Beschwerdegegnerin die Anrechnung des hypothetischen Vermögens überprüfen, sofern der Beschwerdeführer dann wieder in der Schweiz lebt und sich zum Bezug von Ergänzungsleistungen angemeldet hat. Die Akten enthalten keinen Bankbeleg betreffend die Gutschrift der am 9. November 2015 getätigten Überweisung von Fr. 320'028.--. Es steht also nicht fest, zu welchem Umrechnungskurs der Hauspreis von KES 13'099'000.-- in der EL-Anspruchsberechnung als hypothetisches Vermögen anzurechnen ist. Die Beschwerdegegnerin wird den Beschwerdeführer noch einmal auffordern müssen, den entsprechenden Bankbeleg einzureichen, da der bezahlte Hauspreis auf diese Weise am präzisesten in Schweizer Franken umgerechnet werden kann. Sollte der Beschwerdeführer seiner − nötigenfalls gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG abgemahnten − Mitwirkungspflicht nicht nachkommen, müsste die Beschwerdegegnerin den Kaufpreis anhand des damaligen Tageskurses in Schweizer Franken umrechnen. Anzumerken bleibt, dass eine Amortisation des anrechenbaren hypothetischen Vermögens um jährlich Fr. 10'000.-- im Sinne von Art. 17a aELV nicht möglich ist, da das Vermögen nicht endgültig verloren, sondern derzeit bloss nicht verzehrbar ist. Als Nächstes ist zu prüfen, ob die geltend gemachten Ausgaben für den Lebensunterhalt in Kenia in den Jahren 2015 bis 2020 belegt sind. Das Gericht hat in seinem Entscheid vom 25. Januar 2022 darauf hingewiesen, dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer nicht nur hätte auffordern müssen, grössere Ausgaben zu belegen, sondern sämtliche Ausgaben in Kenia detailliert, beispielsweise durch Bankkontoauszüge, nachzuweisen. Das Gericht hat zudem festgehalten, dass Nachweise für Zahlungen per Telefon ("M-Pesa") mittels entsprechender Telefonabrechnungen (bzw. mittels über die App abrufbare Auszüge der Transaktionen) nachzuweisen seien.”
“Welche Ausgaben die geplante Boutique betroffen haben und welche für den persönlichen Bedarf bestimmt gewesen sind, erschliesst sich aus den eingereichten Unterlagen nicht. Auch lassen sich den Akten keine weiteren Informationen zu der angeblich geplanten Boutique in Kenia entnehmen: Insbesondere bleibt unklar, um was für eine Boutique es sich gehandelt hat, ob diese je eröffnet worden ist, ob die erworbene Ware verkauft worden ist oder ob sie weiterhin im Besitz des Beschwerdeführers ist. Unklar ist auch, ob und falls ja, wofür der Beschwerdeführer das bezogene Bargeld ausgegeben hat. Die Beschwerdegegnerin wird den Beschwerdeführer demnach − sofern nicht bereits aufgrund der Anrechnung des hypothetischen Vermögensverzehrs ein Einnahmenüberschuss resultiert − auch auffordern, Informationen und Belege über die hohen Ausgaben für Einkäufe und die hohen Bargeldbezüge in den Jahren 2015 und 2016 einzureichen. Das Versicherungsgericht weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass, sollte nach den weiteren Sachverhaltsabklärungen (unter der − nötigenfalls gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG abgemahnten − Mitwirkung des Beschwerdeführers) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen, dass der Beschwerdeführer das Bargeldausgegeben hat und die erworbenen Waren nicht mehr in seinem Besitz sind, ein Nachweis für die Ursache der Vermögensverminderung also definitiv fehlen würde, kein Anwendungsfall des Art. 11 Abs. 1 lit. g aELG vorläge, sondern von einem nach wie vor effektiv vorhandenen Vermögen auszugehen wäre. Art. 17a Abs. 1 aELV, laut dem der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10'000.-- vermindert wird, fände dann keine Anwendung. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auch die geltend gemachten Ausgaben für den Lebensunterhalt in Kenia in den Jahren 2015 bis 2020 nur unvollständig belegt worden sind. Das Gericht hat die Beschwerdegegnerin im Entscheid vom 25. Januar 2022 angewiesen, abzuklären, ob der Beschwerdeführer seine in der Schweiz lebende Ehefrau und seine Tochter unterstützt hat, als er in Kenia gelebt hat.”
L'art. 43 cpv. 2 LPGA pone l'obbligo di collaborazione della persona assicurata come correlato del principio dell'istruttoria. In particolare, la persona assicurata è tenuta a sottoporsi ad accertamenti medici o specialistici nella misura in cui questi siano necessari e ragionevoli ai fini della valutazione. La norma limita l'accertamento d'ufficio soprattutto rispetto a fatti che la persona interessata conosÎ meglio e che l'autorità altrimenti potrebbe raccogliere solo con un onere sproporzionato.
“Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2). Art. 28 Abs. 1 ATSG hält in einem allgemeinen Grundsatz fest, dass die Versicherten beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken haben. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss nach Art. 28 Abs. 2 ATSG unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Weiter hat sich die versicherte Person, soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus.”
LPGA art. 43 n. 522 Principio dell'accertamento d'ufficio: l'istituto assicurativo è tenuto d'ufficio ad accertare i fatti e a svolgere le indagini necessarie nonché a raccogliere le informazioni pertinenti. Esso definisÎ il programma istruttorio e dispone di un ampio margine di discrezionalità in ordine alla necessità, all'entità e all'adeguatezza di accertamenti medici rilevanti. Gli obblighi di ulteriore istruttoria permangono finché i fatti rilevanti ai fini della valutazione del diritto alla prestazione non risultino sufficientemente chiariti.
“Si plusieurs traitements sont envisageables, il y a lieu de procéder à une balance entre coûts et bénéfices du traitement (ATF 124 V 196 consid. 3). 2.3. En droit des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par le tribunal, lequel apprécie librement les preuves sans être lié par des règles formelles. Mais ce principe n'est pas absolu. Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 125 V 195 consid. 2). Car si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve: en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences (ATF 117 V 264 consid. 3 et références citées). Selon l'art. 43 LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. A teneur de l'art. 57 al. 4 LAMal, le médecin-conseil donne son avis à l'assureur sur des questions médicales ainsi que sur des questions relatives à la rémunération et à l'application des tarifs. Il examine en particulier si les conditions de prise en charge d'une prestation sont remplies. Dans la conduite de la procédure administrative, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). 2.4. Le juge des assurances sociales apprécie librement les preuves, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse. Dès lors, il doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“S'il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l'affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu'une autre. En ce qui concerne la valeur probante d'un rapport médical, ce qui est déterminant, c'est que les points litigieux aient fait l'objet d'une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu'il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu'il ait été établi en pleine connaissance de l'anamnèse, que la description du contexte médical et l'appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions de l'expert soient dûment motivées. Au demeurant, l'élément déterminant pour la valeur probante n'est ni l'origine du moyen de preuve ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1; 125 V 351 consid. 3a p. 352; 122 V 157 consid. 1c et les références). 4.4 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, l'autorité définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, elle ne tient pour existants que les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2; 139 V 176 consid. 5.3; 138 V 218 consid. 6). Partant de là, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves cf.”
“Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 ATSG) hat die verfügende Behörde bzw. das Gericht die Abklärung des Sachverhalts von Amtes wegen vorzunehmen. Danach haben sowohl der Sozialversicherungsträger als auch das Sozialversicherungsgericht von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, für die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen. Um die sich im Zusammenhang mit der Vergütung der Kosten einer Mammareduktionsplastik durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung stellenden Fragen beantworten zu können, ist die Krankenversicherung beispielsweise auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Dabei ist es deren Aufgabe, aufgrund von Anamnese, Befund und Diagnose die Notwendigkeit der Behandlung an sich sowie die in Betracht fallenden therapeutischen Möglichkeiten zu bezeichnen (vgl. Urteil des EVG vom 5. Juni 2003, K 46/02, E. 4.3.2).”
“1), le droit applicable en l'espèce serait celui en vigueur dès le 1er janvier 2022 dès lors que la décision administrative litigieuse a été rendue après cette date. Toutefois, sous le titre « exemption de l’adaptation des rentes en cours pour les bénéficiaires âgés d’au moins 55 ans », la lettre c des dispositions transitoires de la modification du 19 juin 2020 prévoit que l'ancien droit reste applicable pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant l’entrée en vigueur de cette modification et qui avaient au moins 55 ans à l’entrée en vigueur de cette modification. Tel est le cas en l'espèce, dès lors que le recourant bénéficie d'un quart de rente depuis le 1er mars 2017 et était âgé de 60 ans et onze mois au 1er janvier 2022. 3. Principe inquisitoire et conduite de la procédure administrative, notamment dans les cas où il s’agit d’examiner si les conditions d’une révision du droit à la rente sont remplies 3.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (voir al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (voir ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales.”
“Secondo la giurisprudenza, la grande diversità delle situazioni peritali esige flessibilità e l’assicuratore gode di un ampio margine d’apprezzamento per quanto concerne la necessità, l’estensione e l’adeguatezza delle indagini mediche (DTF 147 V 79 consid. 7.4.2 e i riferimenti ivi menzionati). Da parte sua, in ossequio al dovere di collaborare all’istruttoria della causa, l’assicurato è tenuto a sottoporsi agli esami medici e specialistici necessari all’apprezzamento dei fatti e che sono ragionevolmente esigibili (art. 43 cpv. 2 LPGA). Sono ritenuti necessari tutti quei mezzi di prova che consentono di stabilire i fatti pertinenti per l’applicazione del diritto. Nell’ambito dell’analisi del carattere ragionevolmente esigibile del provvedimento, non è determinante l’apprezzamento soggettivo della persona assicurata ma piuttosto se le circostanze soggettive (quali l’età, lo stato di salute o le esperienze pregresse) autorizzano, sul piano oggettivo, il provvedimento in questione (J. O. Piguet, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, ad art. 43 LPGA n. 10 et 11). Giusta l’art. 43 cpv. 3 LPGA, se l’assicurato o altre persone che pretendono prestazioni, nonostante un’ingiunzione, rifiutano in modo ingiustificato di compiere il loro dovere d’informare o di collaborare, l’assicuratore può, dopo diffida scritta e avvertimento delle conseguenze giuridiche e dopo aver impartito un adeguato termine di riflessione, decidere in base agli atti o chiudere l’inchiesta e decidere di non entrare in materia. Tuttavia, vi è violazione del dovere di collaborare ai sensi di questa norma soltanto se essa è stata commessa in maniera ingiustificabile. In questo senso, la violazione deve essere colpevole, ciò che è il caso se non si è in presenza di alcun motivo giustificativo o se il comportamento della persona assicurata appare manifestamente incomprensibile (STF 9C_259/2022 del 20 settembre 2022 consid. 5.1.1 e i riferimenti ivi citati). Nel caso di specie, questa Corte è dell’avviso che la decisione dell’CO 1 di sottoporre l’insorgente ad accertamenti peritali bidisciplinari non sia censurabile da nessun punto di vista.”
“A compter du 1er janvier 2015, sont également applicables dans les relations entre la Suisse et les Etats membres de l'Union européenne (UE) les modifications apportées notamment au règlement n° 883/2004 par les règlements (UE) n° 1244/2010 (RO 2015 343), n° 465/2012 (RO 2015 345) et n° 1224/2012 (RO 2015 353). Toutefois, même après l'entrée en vigueur de l'ALCP et des règlements de coordination, l'invalidité ouvrant droit à des prestations de l'assurance-invalidité suisse se détermine exclusivement d'après le droit suisse (ATF 130 V 253 consid. 2.4 ; arrêt du TF 9C_573/2012 du 16 janvier 2013 consid. 4). 4. 4.1 Au sens de l'art. 49 PA, le recourant peut invoquer devant le Tribunal administratif fédéral la violation du droit fédéral, y compris l'excès ou l'abus du pouvoir d'appréciation (let. a), de même que la constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b) et l'inopportunité de la décision (let. c). 4.2 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3ème éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 138 V 218 consid. 6). Par ailleurs, il applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.5 ; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2ème éd. 2015, p. 243). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (ATF 122 V 157 consid. 1a ; 121 V 204 consid. 6c ; Moser/Beusch/Kneubühler/Kayser, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3ème éd.”
Se la collaborazione precedentemente rifiutata viene prestata successivamente, la sanzione adottata ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA (non entrata in materia o decisione sulla base degli atti) può riguardare soltanto il periodo durante il quale la collaborazione è effettivamente stata rifiutata. Una successiva disponibilità a collaborare, di norma, non dà diritto alla revoÊ retroattiva della sanzione per il periodo interessato; piuttosto, la collaborazione tardiva va considerata come motivo per una nuova valutazione o per la presentazione di una nuova domanÚ.
“Zu berücksichtigen ist jedoch auch bei der nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz. Denn wenn die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht wird, kann sich die festgelegte Sanktion nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5 S. 590 f.). Spätestens bei der nachträglichen Erklärung der Mitwirkungsbereitschaft entfällt der Kausalzusammenhang zwischen der verfügten Leistungseinstellung und der Verletzung der Mitwirkungspflicht. Hat indessen - wie im hier zu beurteilenden Fall - die versicherte Person die ihr obliegende Mitwirkung später nicht ausdrücklich und vorbehaltlos angeboten, hat sie keinen Anspruch darauf, dass ihr die Invalidenrente auf Zusehen hin weiterhin auszurichten ist. Andernfalls hätte es der Versicherte in der Hand, die Dauer der Rentenzahlungen zu verlängern. Analog zum Fall einer anhaltenden Mitwirkungspflichtverweigerung im Falle einer Erstanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung gemäss Art. 21 Abs.”
“Si la personne assurée ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l’inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l’état de fait pertinent, indépendamment des mesures d’instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l’assuré s’est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c. 6.3.7.5; SVR 2019 IV n° 8 c. 5.1, n° 69 c. 2.2). 2.3 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue. Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent normalement faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 131 V 242 c. 2.1, 130 V 138 c. 2.1). 3. 3.1 Dans la décision contestée, l'intimé indique refuser d'entrer en matière sur la demande de prestations AI, au motif que le recourant n'a pas rempli son obligation de collaborer en n'amenant pas la preuve de son abstinence aux stupéfiants (cannabis), malgré le fait qu'il a été informé par courrier recommandé du 4 mai 2017 des conséquences d'un refus de coopérer.”
“Zweck der periodischen Überprüfung ist es, den EL-Anspruch der versicherten Personen an die aktuellen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse anzupassen und dabei nicht gemeldete Änderungen zu berücksichtigen (Erwin Carigiet/Uwe Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, Rz. 344). Bei der Überprüfung sind die versicherten Personen mitwirkungspflichtig. Sie müssen die einverlangten Unterlagen vollständig und innert der angesetzten Frist einreichen sowie die Angaben unterschriftlich bestätigen. Art. 28 Abs. 2 ATSG sieht dementsprechend vor, dass Personen, die Versicherungsleistungen beanspruchen, unentgeltlich alle Auskünfte zu erteilen haben, die zur Abklärung des Anspruches und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Kommen sie ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger, nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens, aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Mitwirkungspflicht - als Korrelat zum Untersuchungsgrundsatz (BGE 125 V 193 E. 2) - hat allgemeine Bedeutung und gilt daher auch im Gebiet der Ergänzungsleistungen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. September 2009, 9C_180/2009, E. 4.2.1). Wird die verweigerte Mitwirkung zu einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die festgelegte Sanktion (Nichteintreten oder Entscheid aufgrund der Akten) nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert worden ist. Wenn die bisher gewährte Leistung wegen verweigerter Mitwirkung verfügungsweise vorerst eingestellt wird, ist eine später allenfalls erklärte Bereitschaft, an der Abklärung mitzuwirken, als Neuanmeldung zu betrachten (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 43 N 114 ff.).”
“Zwar wurde bereits mit Verfügung vom 15. April 2014 (Urk. 13/27), welche in Rechtskraft erwachsen ist, das Bestehen eines Rentenanspruchs verneint. Vorliegend ist aber nicht wie bei einer eigentlichen Neuanmeldung zu verfahren und zu prüfen, ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenablehnung eine erhebliche Sachverhaltsänderung eingetreten ist. Die Rentenverneinung vom 15. April 2014 basierte nämlich nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs, da der Beschwerdeführer der IV-Stelle damals die Einholung von Arztberichten verunmöglicht und damit seine Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ATSG verweigert hatte (Urk. 13/12-17, Urk. 13/18, Urk. 13/20-26). Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegte Sanktion – hier der Erlass der rentenverneinenden Verfügung gestützt auf die damals vorhandenen Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 103 mit Hinweis). Der strittige Rentenanspruch ist somit ohne Bindung an die frühere Beurteilung zu prüfen.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 520 Vizi di forma di singoli scritti (p.es. la lettera del 1° febbraio 2021) possono far sì che la presunta procedura di diffiÚ e del periodo di riflessione non sia conforme al diritto. In tal caso un successivo provvedimento di non entrata in materia, di archiviazione o di diniego della prestazione non può essere fondato.
“Dass vor dem Leistungseinstellungszeitpunkt ein entsprechendes Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt worden wäre, wurde nicht geltend gemacht. Erst im Einspracheentscheid vom 8. April 2022 verwies die Beschwerdegegnerin auf ihr Schreiben vom 1. Februar 2021 (Suva-act. 49), in welchem sie der Beschwerdeführerin die gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG geforderte Bedenkzeit (bis zum 26. Februar 2021) eingeräumt habe. Mit E-Mail vom 25. Februar 2021 habe die Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sie weiterhin keine Antibiotikatherapie machen wolle. In dieser Situation seien der Beschwerdeführerin bis zum 28. Februar 2021 Taggelder zu entrichten (Suva-act. 139-11 f.). Es ist entsprechend zu prüfen, ob vor dem 28. Februar 2021, insbesondere aufgrund des Schreibens vom 1. Februar 2021, tatsächlich ein rechtskonformes Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt worden war. Zwar räumte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1. Februar 2021 eine Bedenkzeit ein, allerdings verwies sie auf Art. 43 ATSG (hinsichtlich der Mitwirkungspflicht bei den Abklärungen des Versicherungsträgers) und drohte der Versicherten an, im Unterlassungsfall eine Nichteintretensverfügung zu erlassen. Mithin musste die Beschwerdeführerin aufgrund des Schreibens vom 1. Februar 2021 nicht mit einer (materiellen) Leistungsverweigerung bzw. -einstellung rechnen, wie sie die Beschwerdegegnerin letztlich mittels Verfügung vom 7. Dezember 2021 (Suva-act. 124) bzw. Einspracheentscheid vom 8. April 2022 (Suva-act. 139) erlassen hat. Das Schreiben vom 1. Februar 2021 genügt den Anforderungen von Art. 21 Abs. 4 ATSG nach Gesagtem nicht. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass Gleiches auch für das Schreiben vom 27. Januar 2021 – welches sich an Dr. C.___ richtete – gilt. Insbesondere fehlte es darin an der Darlegung der Rechtsfolgen bei fehlender Durchführung der Antibiotikatherapie (Suva-act. 44). Unter diesen Umständen kann offenbleiben, ob eine blosse Zustellung an die Beschwerdeführerin in Kopie (Suva-act.”
“Dass vor dem Leistungseinstellungszeitpunkt ein entsprechendes Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt worden wäre, wurde nicht geltend gemacht. Erst im Einspracheentscheid vom 8. April 2022 verwies die Beschwerdegegnerin auf ihr Schreiben vom 1. Februar 2021 (Suva-act. 49), in welchem sie der Beschwerdeführerin die gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG geforderte Bedenkzeit (bis zum 26. Februar 2021) eingeräumt habe. Mit E-Mail vom 25. Februar 2021 habe die Beschwerdeführerin mitgeteilt, dass sie weiterhin keine Antibiotikatherapie machen wolle. In dieser Situation seien der Beschwerdeführerin bis zum 28. Februar 2021 Taggelder zu entrichten (Suva-act. 139-11 f.). Es ist entsprechend zu prüfen, ob vor dem 28. Februar 2021, insbesondere aufgrund des Schreibens vom 1. Februar 2021, tatsächlich ein rechtskonformes Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt worden war. Zwar räumte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1. Februar 2021 eine Bedenkzeit ein, allerdings verwies sie auf Art. 43 ATSG (hinsichtlich der Mitwirkungspflicht bei den Abklärungen des Versicherungsträgers) und drohte der Versicherten an, im Unterlassungsfall eine Nichteintretensverfügung zu erlassen. Mithin musste die Beschwerdeführerin aufgrund des Schreibens vom 1. Februar 2021 nicht mit einer (materiellen) Leistungsverweigerung bzw. -einstellung rechnen, wie sie die Beschwerdegegnerin letztlich mittels Verfügung vom 7. Dezember 2021 (Suva-act. 124) bzw. Einspracheentscheid vom 8. April 2022 (Suva-act. 139) erlassen hat. Das Schreiben vom 1. Februar 2021 genügt den Anforderungen von Art. 21 Abs. 4 ATSG nach Gesagtem nicht. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass Gleiches auch für das Schreiben vom 27. Januar 2021 – welches sich an Dr. C.___ richtete – gilt. Insbesondere fehlte es darin an der Darlegung der Rechtsfolgen bei fehlender Durchführung der Antibiotikatherapie (Suva-act. 44). Unter diesen Umständen kann offenbleiben, ob eine blosse Zustellung an die Beschwerdeführerin in Kopie (Suva-act.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 519 L'art. 43 cpv. 1 LPGA sancisÎ il principio d'istruttoria: l'amministrazione e, in caso di ricorso, il giudiÎ hanno, d'ufficio, il dovere di accertare correttamente e compiutamente i fatti rilevanti ai fini del diritto, il che comprenÞ anche l'esame della questione se una malattia sia di origine professionale.
“Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch entstehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 zur UVV entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des «stark überwiegenden» Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75% durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Dabei sind an die Annahme einer Berufskrankheit relativ strenge Anforderungen zu stellen. Grundsätzlich ist in jedem Einzelfall Beweis darüber zu führen, ob die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%-ige) bis ausschliessliche berufliche Verursachung vorliegt (BGE 126 V 183 E. 4b). Verlangt wird, dass der Versicherte für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist bzw. war. Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen). 5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in Y. , weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde, die im Übrigen frist- und formgerecht erhoben worden ist, zuständig. 2. Vorliegend ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin im Dezember 2020 an Covid-19 erkrankt ist. Strittig ist hingegen, ob die Covid-19-Erkrankung als Berufskrankheit anzuerkennen ist und die Beschwerdegegnerin deshalb Leistungen als UVG-Versicherer zu erbringen hat. 3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen”
LPGA art. 43 n. 518 Se l'assicurato presenta i documenti richiesti dopo un sollecito preliminare e il termine di riflessione concesso, il provvedimento di sospensione/di revoÊ cessa di avere effetto quale misura procedurale; l'autorità può, di conseguenza, riesaminare e determinare nuovamente il diritto alla prestazione ovvero revocare la sospensione.
“Sie ist bei genauer Betrachtung also eine Kombination aus einer Beschwerde im Sinne der Art. 56 ff. des Bundesgesetzes über den Allgemeinten Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) betreffend die ordentlichen Ergänzungsleistungen und aus einem kantonalrechtlichen Rekurs im Sinne der Art. 40 ff. des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP/SG, sGS 951.1) betreffend die ausserordentlichen Ergänzungsleistungen. Die gemeinsame Behandlung im Einsprache- und im Beschwerdeverfahren hat nur verfahrensökonomische Gründe gehabt; die beiden Streitgegenstände können dadurch nicht zu einem Streitgegenstand "verschmolzen" sein. Den Parteien steht es deshalb frei, nur den Beschwerdeentscheid betreffend die ordentlichen Ergänzungsleistungen beim Bundesgericht oder nur den Rekursentscheid betreffend die ausserordentlichen Ergänzungsleistungen beim Verwaltungsgericht anzufechten. Diesem Umstand wird mit einer entsprechenden Aufteilung des Dispositivs Rechnung getragen. Die Beschwerdegegnerin hat nach der Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 43 Abs. 3 ATSG mit einer Verfügung vom 19. März 2020 die Ergänzungsleistungen per 31. März 2020 eingestellt. Nachdem die Beschwerdeführerin im April 2020 die für die periodische Überprüfung der Ergänzungsleistungen notwendigen Unterlagen eingereicht hat, hat die Beschwerdegegnerin die Verfügung vom 10. April 2020 erlassen, mit der sie den EL-Anspruch rückwirkend ab 1. November 2017 neu festgesetzt hat. Dieses Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist korrekt gewesen, denn das Mahn- und Bedenkzeitverfahrens hat zum Zweck, auf die versicherte Person Druck auszuüben, damit sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt und das Verfahren ordnungsgemäss weitergeführt werden kann. Kommt sie ihrer Mitwirkungspflicht nach und reicht sie die für die Weiterführung oder den Abschluss des Verfahrens notwendigen Unterlagen ein, ist der Zweck erreicht, weshalb die Einstellungsverfügung (als verfahrensleitende Verfügung) dahinfällt (vgl. Tobias Bolt, Folgen einer Mitwirkungspflichtverletzung, in: JaSo 2016, S. 176 ff.). Die Verfügung vom 19.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 517 Principio dell'accertamento d'ufficio: Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'amministrazione e il tribunale hanno il dovere di accertare d'ufficio in modo completo i fatti rilevanti. Spetta, in linê di principio, all'istanza competente la discrezionalità di scegliere i mezzi di accertamento necessari. Se l'accertamento dei fatti è insufficiente, il tribunale può rinviare la pratiÊ all'amministrazione per il suo completamento.
“Selon le principe inquisitoire, qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_746/2011 du 13 mars 2012 consid. 1.2). Ainsi, pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration - en cas de recours, le tribunal - se base sur des documents médicaux, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. Particulièrement, la tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle proportion et dans quelles activités elle est incapable de travail. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux peuvent encore, raisonnablement, être exigés de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4, 115 V 133 consid. 2, 114 V 310 consid. 2c, 105 V 156 consid. 1). Conformément au principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales (art. 61 let. c LPGA), le juge n’est pas lié par des règles formelles pour constater les faits au regard des preuves administrées, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve qu’elle qu’en soit la provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“1 ATSG) in der angefochtenen Verfügung wiedergegeben wurden, so dass darauf verwiesen werden kann (Urk. 2 S. 3), dass bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente besteht (Art. 28 Abs. 2 IVG), dass die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) zur Bemessung des Invaliditätsgrades auf Unterlagen angewiesen ist, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben, wobei es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4), dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist, indem der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt (Art. 43 Abs. 1 ATSG), dass das Gericht die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen kann, wenn der”
“1) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. 3.2. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 Satz 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (vgl. u.a. BGE 144 I 21, 23 E. 2.1). 3.4. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 3.5. Um den Gesundheitszustand einer versicherten Person beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Fachperson ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
“Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.4. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.3. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (sowohl in der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung, als auch in der seit Januar 2022 geltenden Version) frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG (siehe auch Art. 43 Abs. 1bis ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung) statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 4.2. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f.”
“3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'autorità deve esporre, nel suo provvedimento, le considerazioni istruttorie rilevanti ai fini della decisione. Una motivazione solo sommaria o difetti nell'accertamento d'ufficio non comportano automaticamente la nullità della decisione; è necessario verificare se il vizio sia talmente grave da giustificarne la nullità.
“und 20. September 2022 (Urk. 9/23, 9/35) zu Recht nicht in Frage. Er rügt vielmehr, die beiden Entscheide würden auf schwerwiegenden Verfahrensfehlern beruhen, wobei er in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Begründungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) und des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) geltend macht. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht in den Verfügungen insbesondere unter Hinweis darauf verneint, es sei nicht bewiesen, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Schadenereignisses bei der Y.___ GmbH zu den geltend gemachten Konditionen angestellt gewesen sei. Zudem führte sie aus, dass kein Nachweis für die Lohnzahlung erbracht worden sei. Damit hat sie die Überlegungen genannt, von denen sie sich hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. in BGE 148 III 69 nicht publizierte E. 4.1 des Urteils 4A_496/2021; Urteil des Bundesgerichts 8C_508/2022 vom 24. Januar 2023 E. 5.2.1 mit Hinweis); sie hat mithin die besagten Grundsätze hinreichend eingehalten. Aber selbst wenn davon ausgegangen würde, dass die Begründung zu knapp ausgefallen ist und den rechtsprechungsgemässen Anforderungen nicht genügt, könnte jedenfalls nicht von einem derart schwerwiegenden Mangel ausgegangen werden, der die Annahme der Nichtigkeit rechtfertigen würde. Gleiches ist im Ergebnis in Bezug auf die gerügte Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes festzuhalten.”
Se i referti medici e le perizie amministrative depositati agli atti non costituiscono una base decisionale affidabile, i tribunali, in applicazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, hanno ordinato l'assunzione di una perizia giudiziale per l'accertamento definitivo del fatto medico rilevante.
“Der blosse Hinweis auf die Tatsache, dass die Versicherte in der Lage gewesen sei, während zwei Wochen Ferien in Italien zu verbringen, eine neue partnerschaftliche Beziehung einzugehen, Sport zu treiben und an der Haushaltsführung teilzunehmen, liessen für sich allein keine gesicherten Schlüsse auf die Ressourcen der Beschwerdeführerin zu. Somit würden konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens von Dr. I.____ sprechen, weshalb in Anwendung der gefestigten bundesgerichtlichen Praxis zum Beweiswert externer Gutachten nicht darauf abgestellt werden könne. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden würden, seien die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht beweiskräftig. Damit präsentierte sich der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG als nicht genügend abgeklärt. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts bei Dr. K.____ ein psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben.”
“____ beschreibe kein eigentliches leidensangepasstes Tätigkeitsprofil, sondern nenne lediglich die aktuell ausgeübte Tätigkeit als Eingangskontrolleur bei B.____ sowie einige «angepasste Hilfstätigkeiten». Im Hinblick auf die festgestellten Einschränkungen bezüglich Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, Durchhaltefähigkeit und Selbstbehauptungsfähigkeit, Kontaktfähigkeit zu Dritten sowie Verkehrsfähigkeit wäre ein angepasstes Anforderungsprofil zu beschreiben gewesen. Auch scheine der Gutachter nicht exploriert zu haben, dass die aktuelle Tätigkeit des Beschwerdeführers sehr geringe Anforderungen stelle und mit einem grossen Entgegenkommen seitens des Arbeitgebers verbunden sei. Eine Auseinandersetzung mit den aktenkundigen abweichenden Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit finde sich im Gutachten ebenfalls nicht. Da folglich weder das (nicht beweistaugliche) psychiatrische Gutachten noch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte eine verlässliche Entscheidungsgrundlage bildeten, erachtete das Kantonsgericht den massgebenden medizinischen Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG als nicht genügend abgeklärt. Daher beschloss es, unter Berücksichtigung der in BGE 137 V 210 dargelegten Rechtsprechung, den Fall auszustellen und zur abschliessenden Klärung der medizinischen Sachlage ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben.”
“Oktober 2022 zeigt auf, dass die dazumal festgestellten Unzulänglichkeiten keine verlässliche Entscheidungsgrundlage gebildet haben. So hat der Gerichtsgutachter festgestellt, dass die C. -Gutachter die erlittenen Ereignisse in den Jahren 2011 und 2012 fälschlicherweise nicht als auslösende Schadenereignisse bezeichnet haben. Ebenfalls als falsch hat Dr. F. die Aussage der C. kritisiert, dass eine Hill’Sachs-Läsion sowie eine Hpyerlaxität gegeben seien. Betrachtet man die detaillierte Auseinandersetzung des Gerichtsgutachters mit dem ursprünglich von der Axa in Auftrag gegebenen Gutachten der C. , bestätigt sich, dass dieses Verwaltungsgutachten in keiner Weise den rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein überzeugendes Verwaltungsgutachten genügen konnte. Gleichzeitig boten auch die übrigen, bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen einschliesslich des Aktengutachtens von Dr. D. keine verlässliche Entscheidungsgrundlage. Waren die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren demnach letztlich nicht beweiskräftig genug und war der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG dazumal nur ungenügend abgeklärt worden, erwies sich die Einholung des Gerichtsgutachtens von Dr. F. keinesfalls als unnötig, sondern vielmehr als unerlässlich. Die Kosten dieses Gerichtsgutachtens, welche sich gemäss der eingereichten Rechnung von Dr. F. vom 24. Oktober 2022 im Umfang von Fr. 14'300.— und gemäss der Rechnung der G. AG vom 11. August 2022 für die Bilduntersuchungen in der Höhe von Fr.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 514 Una perizia mediÊ disposta contro la volontà della persona assicurata può costituire una significativa lesione della sua integrità fisiÊ e/o psichiÊ. Una decisione interlocutoria che dispone l'esecuzione di tale perizia può pertanto, in linê di principio, essere impugnata mediante un rimedio giurisdizionale cantonale immediato (ricorso diretto al Tribunale cantonale delle assicurazioni), poiché può arrecare all'assicurato un danno irreparabile.
“Une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Et le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). En l'espèce, interjeté dans les formes et délais légaux par une assurée dûment représentée auprès du Tribunal cantonal contre une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise, le recours est recevable. 2. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (voir al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (voir ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“Une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Et le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). 1.2. Le recours, interjeté en temps utile et dans les formes légales par un assuré directement visé par la décision attaquée, portant sur la mise sur pied d'une expertise psychiatrique lui causant un préjudice irréparable, et dûment représenté, est recevable en tous points. 2. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (cf. ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“Une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Et le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). 1.2. Le recours, interjeté en temps utile et dans les formes légales par une assurée directement visée par la décision attaquée, portant sur la mise sur pied d'une expertise psychiatrique lui causant un préjudice irréparable, et dûment représentée, est recevable en tous points. 2. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (cf. ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“20), contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, telles celles de mise en œuvre d'une expertise médicale, sont sujettes à recours dans les 30 jours auprès du tribunal cantonal des assurances (voir art. 56 al. 1, 57 et 60 LPGA; art. 1 al. 1 et 69 al. 1 let. a LAI); qu'une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7); que, dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2); qu'en matière d'assurance-invalidité (voir ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides; que, conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
In casi eccezionali di violazioni qualificate degli obblighi — in particolare di quelle che, secondo la giurisprudenza, vanno qualificate come reati penali rilevanti o infrazioni di gravità comparabile — possono essere prese in considerazione deroghe al regolare procedimento di diffiÚ e periodo di riflessione e sanzioni più immediate (cfr. giurisprudenza sull'art. 7b LAI). Al contrario, per le altre violazioni ingiustificate degli obblighi di collaborazione o di comunicazione, in linê di principio va applicato il procedimento di diffiÚ e periodo di riflessione previsto dall'art. 43 cpv. 3 LPGA. In caso di modifiche retroattive delle prestazioni fondate su violazioni dell'obbligo di comunicazione, non è sempre necessario il procedimento di diffiÚ e periodo di riflessione.
“21 Abs. 4 ATSG unverzüglich und ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren zu kürzen oder zu verweigern. Es sind dies die Verletzungen der Auskunfts-, Melde- und Anmeldepflicht sowie die unrechtmässige Leistungserwirkung mitsamt dem Versuch dazu. Die Rechtsprechung hat den Anwendungsbereich von Art. 7b Abs. 2 IVG auf Fälle qualifizierter Pflichtverletzung beschränkt, z.B. strafrechtlich relevante Betrugshandlung oder wenigstens bewusste Verfälschung medizinischer Untersuchungsergebnisse, etwa durch Vortäuschen eines beeinträchtigten Gesundheitszustandes mit dem Ziel, Versicherungsleistungen zu erschleichen; in allen anderen Fällen ist selbst bei unentschuldbarer Verletzung der Mitwirkungspflicht zunächst das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen (Urteil des BGer 8C_743/2018 vom 27. Mai 2019 E. 5.2.2 m.w.H.; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, S. 86 Rz. 30 zu Art. 7-7b IVG mit Hinweis auf Urteil 9C_744/2011 vom 30. November 2011). Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG und Art. 7b Abs. 1 IVG sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des BGer 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1; 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je mit Hinweisen).”
“Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im IVG (SR 831.20) sowie im ATSG (SR 830.1) in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535), dies mitsamt entsprechendem Verordnungsrecht. Die dem angefochtenen Urteil zugrunde liegende Verfügung erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des ATSG und der ATSV (SR 830.11) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (BGE 148 V 174 E. 4.1). 2.2. Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen zur Mitwirkungspflicht der Versicherten und zu den Folgen im Fall ihrer schuldhaften Verletzung, unter Einschluss des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens, zutreffend dargelegt (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Dies gilt gleichermassen für die IV-rechtliche Spezialnorm gemäss Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG, wonach Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden können, wenn der IV-Stelle die Auskünfte nicht erteilt werden, die diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe benötigt. 2.3. Zu wiederholen ist der Gehalt von Art. 53 Abs. 2 ATSG: Danach kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und - was nach der Rechtsprechung auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c) - wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. In diesem Sinne dient die Wiedererwägung der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung bei der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E.”
“An der grundsätzlichen Zulässigkeit einer (teilweisen) Sistierung ändert nichts, dass der Beschwerdeführer mit der Reduktion von einer ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente einen Teil seines Einkommens verliert, denn auch eine allfällige Sozialhilfebedürftigkeit begründet für sich genommen nicht ohne weiteres ein überwiegendes Interesse des Beschwerdeführers an der Weiterausrichtung der ganzen Rente (vgl. E. 2.2 hiervor). Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe seine Bereitschaft zur Mitwirkung nunmehr erklärt (Beschwerde S. 3, 6), kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten, liegt doch der teilweisen Sistierung der Invalidenrente nicht eine (frühere) Verletzung der Mitwirkungspflicht, sondern eine Meldepflichtverletzung zugrunde (vgl. auch Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 9). Der Beschwerdeführer beanstandet weiter, die sanktionsweise Rentenherabsetzung mit Verfügung vom 6. Juli 2020 (act. IIA 116) sei ohne Anhörungsverfahren erfolgt; eine einschneidende und den verfassungsrechtlichen Gehörsanspruch ausschaltende Massnahme könne nur bei einer qualifizierten Pflichtverletzung durchgeführt werden, wobei ein solcher Fall hier nicht vorliege (Beschwerde S. 8 f.). Vorliegend war jedoch kein Vorbescheidverfahren und auch kein vorgängiges Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne Art. 43 Abs. 3 ATSG durchzuführen. Zum einen ordnete die Beschwerdegegnerin keine definitive Rechtsfolge an, sondern traf bloss eine vorsorgliche Massnahme, zum anderen setzt die mit einer Meldepflichtverletzung begründete rückwirkende Leistungsänderung kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren voraus (vgl. Urs Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 2010, S. 229 N. 1201). Konnte sich die Beschwerdegegnerin damit auf einen zulässigen Grund für die sofortige teilweise Sistierung der laufenden Invalidenrente berufen, so bleibt zu prüfen, ob auch die Prozessaussichten in der Hauptsache für die angeordnete vorsorgliche Massnahme sprechen.”
LPGA art. 43 n. 512 Un rinvio per un esame integrativo, secondo la giurisprudenza citata, non comporta automaticamente un pregiudizio irreparabile per la parte interessata. La parte conserva la possibilità di fornire prove a discarico; dal solo rinvio non può desumersi un tale pregiudizio irreparabile.
“Mangels ersichtlicher Beschwer in Bezug auf die insoweit unbestrittenen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen ist nicht nachvollziehbar, inwiefern für die Beschwerdeführerin aus der Rückweisung zur Prüfung der Unfallkausalität der über den 25. September 2017 hinaus geklagten Beeinträchtigungen im linken Daumen ein nicht wieder gutzumachender Nachteil resultieren könnte. Nach Massgabe der gesetzlichen Regelung von Art. 6 Abs. 2 UVG steht der Beschwerdeführerin der Entlastungsbeweis (vgl. BGE 146 V 51 E. 8.2.2) offen, dass dem an sich unbestrittenen Unfall vom 12. Mai 2017 in Bezug auf die diagnostizierten Listenverletzungen keine - auch nur untergeordnete - Teilursächlichkeit zukommt. Allein aus der gesetzlichen Parteirollenverteilung, wonach der Unfallversicherer bei entsprechend gegebenen Umständen in Bezug auf das allfällige Misslingen des Gegenbeweises (vgl. BGE 146 V 51 E. 8.2.2.1 i.f.) die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, kann die Beschwerdeführerin im Falle der Rückweisung zu ergänzenden medizinischen Abklärungen insbesondere mit Blick auf den im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil ableiten. Denn gelingt der Beschwerdeführerin der Entlastungsbeweis, kann sich der Beschwerdegegner mangels eines geltend gemachten alternativen initialen Ereignisses auch nicht mehr auf Art. 6 Abs. 2 UVG berufen (vgl. BGE 146 V 51 E. 9.2). Soweit sich aus dem angefochtenen Urteil (E. 5.4.1) von der Rechtsprechung abweichende Schlussfolgerungen ziehen lassen sollten, würde dies die Rechtslage verkennen. Demnach verbleibt der Beschwerdeführerin in Bezug auf das angefochtene Urteil auch mit Blick auf die unbestrittenen Abklärungen zum Hergang des Unfallereignisses (vgl. E. 2.1 hievor) soviel Entscheidungsspielraum, dass sie durch die beanstandete Rückweisung nicht gezwungen ist, eine ihres Erachtens rechtswidrige neue Verfügung zu erlassen (vgl. E. 1.2 i.f.).”
LPGA art. 43 n. 511 Se sussiste un motivo materiale di revisione, il diritto va riesaminato ex novo sotto il profilo fattuale e giuridico; le valutazioni precedenti non vincolano. È inveÎ irrilevante una valutazione che si limiti a esprimersi in termini diversi su un quadro fattuale sostanzialmente invariato.
“1 ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (a.) oder auf 100 % erhöht (b.). 4.1.3. Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 147 V 167, 169 E. 4.1; BGE 141 V 9, 10 f. E. 2.3). 4.1.4. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3; BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). 4.2. Im vorliegenden Fall bildet daher die Verfügung vom 26. April 2019 (IV-Akte 160) den Referenzzeitpunkt. 5. 5.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG (siehe auch Art. 43 Abs. 1bis ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung) statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 5.2. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f.”
Se manÊ una disposizione cantonale corrispondente all'art. 43 cpv. 3 LPGA, la causa può essere rinviata all'autorità amministrativa affinché questa disponga un sollecito con un congruo termine di riflessione e, se del caso, ordini nuove perizie. Nella giurisprudenza citata il rinvio è stato considerato come un completo accoglimento della ricorrente, con le conseguenti ripercussioni sulle spese e sugli indennizzi.
“Daraus folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2020 verfrüht – nämlich ohne ein vorgängiges „Mahn- und Bedenkzeitverfahren“ – ergangen ist, weshalb sie als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin hat nicht gestützt auf den Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG auf die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verzichtet werden können, weil sich jene Bestimmung nur in einer allgemeinen Weise auf die Mitwirkungspflicht der versicherten Personen bei der Sachverhaltsabklärung bezieht, während der Art. 7b Abs. 1 IVG, der spezifisch die Mitwirkung bei einer Begutachtung betrifft, die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verlangt. Da nach der wegen der Verweigerung der Mitwirkung bei der neuropsychologischen und psychiatrischen Untersuchung gescheiterten Begutachtung nun die Gefahr einer (weiteren) Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Raum steht und da das kantonale Recht für das gerichtliche Verfahren keine dem Art. 43 Abs. 3 ATSG analoge Regelung kennt, mit dem das Versicherungsgericht die Beschwerdeführerin zur vollumfänglichen Kooperation im Rahmen einer Begutachtung im Auftrag des Gerichtes anhalten und bei Nichtbefolgen „sanktionieren“ könnte, muss die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden. Diese wird eine weitere psychiatrische und neuropsychologische Begutachtung in die Wege leiten und die Beschwerdeführerin konkret und spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung abmahnen. Sie wird ihr androhen, dass sie bei einer weiteren Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung keine Rentenleistungen mehr auszahlen werde. Die Rückweisung einer Sache zur weiteren Abklärung gilt rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind deshalb der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Diese hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der für die Bemessung dieser Entschädigung massgebende erforderliche Vertretungsaufwand ist als unterdurchschnittlich zu qualifizieren, weil der Sachverhalt dem Rechtsvertreter bereits bestens bekannt gewesen ist und weil der Rechtsvertreter nur die Replik und nicht auch die Beschwerdeschrift hat verfassen müssen.”
art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'ente assicurativo ad avviare d'ufficio l'accertamento dei fatti, ma gli riconosÎ un margine di discrezionalità limitato: non è autorizzato a disporre una 'second opinion' semplicemente perché una perizia esistente non gli è gradita, al fine di sostituirla o di mettere unilateralmente in discussione conclusioni peritali consolidate. Tuttavia l'ente può e deve disporre ulteriori accertamenti medici quando le perizie già disponibili risultino insufficienti sul piano del contenuto o probatorio, oppure quando sussistano altre ragioni oggettive e comprensibili per integrare l'istruttoria; le ragioni di tali integrazioni devono apparire plausibili.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine „second opinion“ zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271 E.”
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungsträgers liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2011, 8C_957/2010, E. 6.1). Entscheidend bei der Beurteilung der Frage, ob eine unzulässige "second opinion" eingeholt wurde, sind die Gründe, die der Versicherungsträger für die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen anführt. Diese müssen plausibel erscheinen. Das Gericht greift bei der Frage der Notwendigkeit einer weiteren Begutachtung in das Ermessen des mit der Abklärung betrauten Versicherungsträgers nur dann ein, wenn klar erkennbare Fehleinschätzungen vorliegen, eine Begutachtung von vornherein untauglich angelegt wäre oder Anhaltspunkte bestehen, dass sich der Träger bei seinem Entscheid von sachfremden Motiven leiten liess (vgl.”
“___-Gutachten Stellung zu nehmen, unter Berücksichtigung der neu eingegangenen Arztberichte, der seitens der Beschwerdeführerin erhobenen Rügen sowie der psychosozialen Faktoren (Urk. 6/289/3, Urk. 6/311/3-4). Ein eigentlicher Fragenkatalog, wie er bei der Einholung eines polydisziplinären Gutachtens in der Regel Verwendung findet, ist nicht aktenkundig, was die Beschwerdeführerin auch bemängelt, ohne indes eigene Fragen zu formulieren (Urk. 1 S. 12). Die Aufforderung an die neuen Gutachter zur ausführlichen Würdigung des A.___-Gutachtens zielt im Wesentlichen auf die Einholung einer sogenannten «second opinion» ab. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen nach Art. 43 ATSG beinhalten jedoch nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine «second opinion» zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (BGE 141 V 330 E. 5.2, Urteil des Bundesgerichts 8C_133/2021 vom 25. August 2021 E. 4.2). Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang, dass der Versicherungsträger laut dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet ist, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgericht 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2).”
“Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz sind die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Art. 43 N 20 mit Hinweisen). Die Untersuchungen sind einzustellen, wenn die Akten vollständig sind, d.h. wenn die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen, welche an die einzelnen Beweismittel gestellt werden, erfüllt sind und eine Würdigung dieser Beweismittel mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Sachverhalt ergibt. Es besteht insoweit kein Anspruch darauf, zusätzliche second opinions einzuholen, und zwar weder seitens der versicherten Person noch seitens des Versicherungsträgers (Kieser, a.”
“Selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l'assureur de recueillir un second avis médical ( second opinion) sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas; l'assuré ne dispose d'ailleurs pas non plus d'une telle possibilité. Si l'assureur n'est donc pas autorisé à remettre en question le bien-fondé d'une évaluation médicale au moyen d'un second avis médical, il est néanmoins tenu d'examiner si et dans quelle mesure il convient de compléter l'instruction, afin que l'état de fait déterminant pour la solution du litige soit établi au degré de la vraisemblance prépondérante (arrêt 9C_499/2013 du 20 février 2014 consid. 6.4.2.1 et les références).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 508 In caso di questioni concrete rilevanti sotto il profilo assicurativo, l'ente assicuratore può disporre accertamenti medici specialistici integrativi; ciò comprenÞ, ad esempio, accertamenti neurologici, psichiatrici, ortopedici o reumatologici, l'impiego di strumenti specifici (p. es. valutazioni della fatiÊ), in caso di necessità mediÊ anche una rachicentesi (puntura lombare) nonché l'acquisizione di referti operatori, nella misura in cui questi siano necessari per l'adeguato accertamento dei fatti che costituiscono la pretesa.
“________ (rapports du 16 octobre 2014 et 3 mars 2016) et le Dr G.________ (rapports du 26 mars 2019 et 2 juillet 2019) rend plausible – au degré de la vraisemblance prépondérante – un syndrome de type Cancer related fatigue (cf. Joly F, Lange M, Dos Santos M, Vaz-Luis I, et al. Long-Term Fatigue and Cognitive Disorders in Breast Cancer Survivors, Cancers [Basel], 2019 Nov 28;11[12]:1896). Par conséquent, les limitations sur la capacité de travail y relatives doivent être éclaircies dès lors qu’elles peuvent influer le droit à la rente ou aux mesures professionnelles. De plus, on relève qu’il existe des outils d'évaluation spécifiques de cette pathologie (ex. Berger A. M., Mooney K., Alvarez-Perez A., et al., National Comprehensive Cancer Network [NCCN] Clinical Practice Guidelines in Oncology: Cancer-related fatigue, Version 1, 2016, http://www.nccn.org/ professionals/physician gls/pdf/fatigue.pdf.) qui n'ont pas été mis en œuvre pour la recourante en violation du principe inquisitoire inscrit à l’art. 43 al. 1 LPGA. En particulier, rien ne permet d’exclure ou d’affirmer que les symptômes soient imputables à la maladie (cancer ou traitements consécutifs) ou uniquement à la ménopause. L’impact sur la capacité de travail n’est pas évalué. On relève aussi que d’autres diagnostics (somatisation, neurasthénie, syndrome de fatigue chronique, voire atteinte neurologique) pourraient entrer en ligne de compte (TF 9C_106/2019 du 6 août 2019 consid. 2.3.3). En effet, même si le Dr G.________ n’a pas observé d’éléments en faveur d’une atteinte psychique, l’assurée s’est tout de même plainte d’une « fragilité psychique réactionnelle » lors d’un entretien le 18 mai 2018 avec un responsable de l’OAI et la psychologue du travail responsable du bilan d’orientation professionnelle. De même, si le Dr I.________ a semblé dans un premier temps exclure une composante psychique, il soulève tout de même la question de la dépression dans le courrier électronique adressé le 14 mai 2019 à la responsable SMR pour le canton de Vaud.”
“Zu prüfen ist vorab, ob die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt rechtsgenüglich im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG und 69 Abs. 2 IVV abgeklärt hat, bevor sie die angefochtene Verfügung erlassen hat. Hierzu ist festzustellen, dass die Vorinstanz anerkennt, dass ihre Verfügung vom 26. Februar 2020 - in neurologischer Hinsicht - auf einem mangelhaft eruierten medizinischen Sachverhalt beruht (B-act. 15). Somit kann von teilweise übereinstimmenden Anträgen der Parteien ausgegangen werden. Weiter ist zu prüfen, ob ergänzende fachmedizinische Abklärungen in den Gebieten Psychiatrie, Orthopädie beziehungsweise Rheumatologie geboten gewesen wären: Zum einen rügt der Beschwerdeführer, er könne die Einschätzung in psychiatrischer Hinsicht nicht nachvollziehen. Zum anderen liegt das letzte bidisziplinäre Gutachten vom 25. Januar 2017, in welchem der psychiatrische und rheumatologische Krankheitsgrad beurteilt und als nicht IV-relevant qualifiziert wird, schon mehrere Jahre zurück.”
“Or force est de constater que les diverses atteintes subies par la recourante à son tendon d’Achille au fil du temps ont concerné des zones différentes : alors qu’elle avait précédemment souffert d’une tendinopathie non-insertionnelle (affectant le corps du tendon) du tendon d’Achille, elle a présenté, à la suite de l’événement du 29 mai 2020, une rupture totale insertionnelle (à l’insertion du tendon) du tendon d’Achille. Enfin, rien ne permet d’exclure que la rupture du tendon d’Achille n’a pas une origine traumatique. Le dossier ne contient en effet aucune description précise de la position dans laquelle se trouvait la recourante et du mouvement qu’elle effectuait au moment précis de la rupture de son tendon, de sorte que l’on ignore dans quelle mesure le tendon d’Achille était sollicité au moment des faits. d) Sur le vu de ce qui précède, force est de constater que la décision entreprise repose sur une instruction lacunaire. Par conséquent, il se justifie d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimée, à qui il appartient au premier chef d’instruire conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle mette en œuvre les mesures d’instruction idoines en vue d’éclaircir les questions faisant l’objet du considérant 4c ci-dessus. Cela fait, il lui appartiendra de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante. 5. En définitive, le recours doit être admis et la décision sur opposition attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. 6. a) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020 ; cf. art. 83 LPGA). b) Bien qu’obtenant gain de cause, la recourante n’a pas droit à l’octroi de dépens ou d’une indemnité de partie dès lors qu’elle n’est pas représentée en justice et que les efforts déployés dans le cadre de la présente procédure ne dépassent pas la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires personnelles (ATF 127 V 205 consid.”
“Dans un arrêt du 16 novembre 2018, la Ie Cour des assurances sociales a reconnu l'existence d'un lien de causalité naturelle et adéquate entre les morsures de tique et la neuroborréliose dont le diagnostic avait été attesté par une expertise privée et une expertise judiciaire se basant toutes les deux sur les résultats obtenus après deux ponctions lombaires (605 2017 300). Dans cet arrêt, elle avait considéré que la ponction lombaire constituait le moyen de preuve "scientifique" pour établir une neuroborréliose. Cet arrêt a été confirmé par le Tribunal fédéral, dont le jugement mettait fin à la procédure sur la question de la responsabilité de la SUVA (8C_4/2019 du 18 juin 2019). Saisi à nouveau dans le cadre de cette affaire, la Cour cantonale a expliqué, dans un arrêt du 11 janvier 2021, qu'une ponction lombaire était indispensable pour établir la présence d'une neuroborréliose (605 2020 35 consid. 8.3), se référant à un arrêt du Tribunal fédéral (8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 3). 4. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). 4.1. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée. Dans ce domaine, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid. 5b; 125 V 193 consid. 2 et les références citées; arrêt TF 8C_704/2007 du 9 avril 2008 consid.”
“___, welche sich auf Psychoonkologie spezialisiert hat (vgl. www.zepp.ch/ueber-uns), eine Cancer-related Fatigue verneint hat (E. 2.3.2). Diese Beurteilung teilen die behandelnde Psychiaterin und die behandelnde Psychotherapeutin in ihrer Stellungnahme vom 23. Juni 2020, worin sie festgehalten haben, dass das bei der Beschwerdeführerin bestehende Beschwerdebild und die damit verbundenen Einschränkungen nicht durch ein fatigue syndrome bedingt seien (E. 2.2.3). Prof. Dr. Z.___ begründete die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit - trotz entsprechender Nachfrage durch die Beschwerdegegnerin - nicht näher und legte nicht dar, welche funktionellen Einschränkungen aus onkologischer Sicht die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würden. Vielmehr erwähnte er primär psychische Gründe, ohne jedoch objektivierbare Befunde aufzuführen (vgl. E. 2.1.3-2.1.4). Daher kann weder der Beschwerdegegnerin vorgehalten werden, dass sie den medizinischen Sachverhalt in somatischer Hinsicht zu wenig abgeklärt habe (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), noch besteht für das Sozialversicherungsgericht Anlass, solche zusätzlichen Abklärungen vorzunehmen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Zu prüfen bleibt, ob die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in psychischer Hinsicht eingeschränkt ist.”
“En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en complète connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Dans la mesure où le recourant présente uniquement des atteintes au niveau somatique, il appartiendra à l’intimé de mettre en œuvre un examen orthopédique, auprès du SMR ou d’un expert, afin de déterminer la capacité de travail du recourant dans une activité adaptée, ainsi que ses limitations fonctionnelles.”
“Les premiers juges n'ont toutefois pas requis le rapport opératoire, ni de plus amples informations à ce sujet. Or, compte tenu de la motivation du jugement attaqué, l'existence ou non d'une lésion objectivable apparaissait déterminante. En définitive, la cause n'est manifestement pas en l'état d'être tranchée. Il existe en l'espèce trop d'éléments incertains (présence ou non du fragment osseux ou d'une calcification au regard de la dernière opération du recourant, le cas échéant examen du lien de causalité naturelle avec l'accident et des éventuelles limitations fonctionnelles consécutives). Comme il appartient en premier lieu à l'assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d'office l'ensemble des faits déterminants (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5; arrêt 8C_445/2021 du 14 janvier 2022 consid. 4.4), la cause sera renvoyée à l'intimée pour qu'elle complète l'instruction sur les points susmentionnés, puis rende une nouvelle décision sur le droit du recourant à des prestations d'assurance au-delà du 30 novembre”
“Les articulations sacro-iliaques et la symphyse pubienne sont de morphologie normales. Remaniements dégénératifs lombo-sacrés. Structure osseuse sans lésion focale suspecte. Pas de lésion traumatique récente, ni ancienne. b) Ces éléments n’ont pas davantage été investigués par l’intimé. Le rapport d’expertise du Dr J.________ mentionne certes une « possible périarthrite des deux hanches », mais s’avère insuffisant pour se déterminer à cet égard, ce spécialiste s’étant focalisé sur la problématique de l’accident survenu au genou gauche dans le contexte du mandat délivré par l’assureur-accidents. Il s’ensuit qu’il n’est pas possible de statuer sur les conséquences des atteintes du bassin et de la hanche sur la capacité résiduelle de travail du recourant. 10. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA).”
“________, neurologue, a fait état d’une recrudescence de migraines sans aura accompagnées de vertiges survenues deux mois plus tôt, écartant une artérite temporale et encourageant l’assurée à poursuivre le Saroten® 20 mg avec la prescription du Xanax® 0,25 mg en réserve. Comme en convient l’intimé dans sa duplique du 20 juin 2022, une recrudescence des migraines et des vertiges n’étant pas exclue postérieurement à l’expertise de la CRR et à l’évaluation du Prof. N.________, soit antérieurement à la décision litigieuse, la Cour de céans ne saurait dès lors se fonder sur la seule appréciation des experts de la CRR et du Prof. N.________ pour admettre une pleine capacité de travail de la recourante dans une activité adaptée. 7. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances sociales examine l’opportunité de renvoyer la cause à l’administration afin qu’elle procède à un complément d’instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d’établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l’état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2023 Art. 6, 10 und 19 Abs. 1 UVG; Art. 67 Abs. 2 UVV; Art. 43 Abs. 1 ATSG: Bevor mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, ob es sich bei der Operation vom 28. September 2022 um eine zweckmässige, indizierte Behandlung gehandelt hat, kann die Frage nach dem medizinischen Endzustand nicht beantwortet werden. Aber auch unabhängig von der Operationsindikation überzeugen die Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin zur Frage, wann der medizinische Endzustand i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG eingetreten ist, nicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2023, UV 2023/25) Entscheid vom 6. November 2023 Besetzung Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. UV 2023/25 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Manuela Küng-Studach, Müller, Streiff & Partner AG, Zürcherstrasse 25, Postfach 326, 8730 Uznach, gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Versicherungsleistungen”
LPGA art. 43 n. 507 Se l'ente assicurativo intenÞ ridurre o revocare una rendita d'invalidità già concessa, grava su di esso l'onere dell'allegazione e della prova di una variazione del grado d'invalidità rilevante ai fini del diritto alla prestazione. Se una siffatta variazione, rilevante ai fini della revisione, non può essere dimostrata con la preponderanza delle probabilità, resta, secondo il principio dell'onere probatorio materiale, invariato lo stato giuridico precedente.
“1 ATSG sind laufende Invalidenrenten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person, wobei die reale Veränderung eines medizinischen Sachverhalts von einer bloss nur nominellen Differenz zu unterscheiden ist. Darüber hinaus ist eine Rente aber auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). Es obliegt dem Versicherungsträger, eine erhebliche Veränderung des Invaliditätsgrades nachzuweisen, wenn er eine Rente reduzieren oder aufheben will (SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21). Hintergrund bildet der Umstand, dass der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Verwaltung verpflichtet, von Amtes wegen Gründe für und gegen das Vorliegen oder Fehlen eines Sachumstands heranzuziehen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.2). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts mit Blick auf eine revisionsweise Änderung einer zuvor zugesprochenen Versicherungsleistung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt (BGE 129 V 177 E. 3.1), bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_48/2013, E. 2.4).”
“1 ATSG sind laufende Invalidenrenten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person, wobei die reale Veränderung eines medizinischen Sachverhalts von einer bloss nur nominellen Differenz zu unterscheiden ist. Darüber hinaus ist eine Rente aber auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). Es obliegt dem Versicherungsträger, eine erhebliche Veränderung des Invaliditätsgrades nachzuweisen, wenn er eine Rente reduzieren oder aufheben will (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Dezember 2016, 8C_575/2016, E. 5.3 mit weiteren Hinweisen). Hintergrund bildet der Umstand, dass der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Verwaltung verpflichtet, von Amtes wegen Gründe für und gegen das Vorliegen oder Fehlen eines Sachumstands heranzuziehen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.2). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts mit Blick auf eine revisionsweise Änderung einer zuvor zugesprochenen Versicherungsleistung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt (BGE 129 V 177 E. 3.1), bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_48/2013, E. 2.4).”
“1 ATSG sind laufende Invalidenrenten für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes der versicherten Person, wobei die reale Veränderung eines medizinischen Sachverhalts von einer bloss nur nominellen Differenz zu unterscheiden ist. Darüber hinaus ist eine Rente aber auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). Es obliegt dem Versicherungsträger, eine erhebliche Veränderung des Invaliditätsgrades nachzuweisen, wenn er eine Rente reduzieren oder aufheben will (SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21). Hintergrund bildet der Umstand, dass der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Verwaltung verpflichtet, von Amtes wegen Gründe für und gegen das Vorliegen oder Fehlen eines Sachumstands heranzuziehen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.2). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts mit Blick auf eine revisionsweise Änderung einer zuvor zugesprochenen Versicherungsleistung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt (BGE 129 V 177 E. 3.1), bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_48/2013, E. 2.4).”
In caso di richieste di revisione o di nuove domanÞ la persona assicurata deve provare in modo credibile la modifiÊ dei fatti rilevanti. Se l'amministrazione dà seguito alla nuova richiesta di prestazione, essa deve tuttavia, in base al principio dell'accertamento d'ufficio (art. 43 LPGA), procedere d'ufficio all'ulteriore accertamento corretto e completo del fatto rilevante ai fini del diritto.
“Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b). Zur Frage des Bedeutungsgehalts des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV hat das Bundesgericht in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Person mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a).”
“Zur Frage des Bedeutungsgehalts des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV hat das Bundesgericht in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Person mit dem Revisionsgesuch oder der Neuanmeldung die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Tritt die Verwaltung auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie demgegenüber gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a).”
Se in una precedente valutazione medico-legale la collaborazione è stata insufficiente, l'organo d'assicurazione deve esaurire tutti i mezzi; ciò comprenÞ l'ingiunzione di una nuova perizia psichiatriÊ. La procedura di ammonimento e di riflessione prevista dall'art. 43 cpv. 3 LPGA serve a indurre la persona assicurata a adempiere al proprio obbligo di collaborazione.
“Die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts ist damit noch nicht abgeschlossen, denn von einer unzureichenden Mitwirkung des Beschwerdeführers bei der Begutachtung kann nicht auf eine objektive Beweislosigkeit geschlossen werden, die eine Einstellung der Rente ausschliessen würde. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin sämtliche Mittel auszuschöpfen, um den Sachverhalt zur Prüfung des Leistungsanspruchs ausreichend abzuklären (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Dies bedeutet, dass eine erneute psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben ist. Da der Beschwerdeführer bei der letzten Begutachtung unzureichend mitgewirkt hat, besteht die Gefahr, dass er seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 28 ATSG) erneut verletzen könnte. Um dieser Gefahr zu begegnen respektive um eine versicherte Person zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht zu bewegen, sieht das Gesetz das sogenannte Mahn- und Bedenkzeitverfahren vor: Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsabklärung in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Er muss die versicherte Person vorher schriftlich gemahnt, auf die Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt haben. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG hat also zum Zweck, nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auf die versicherte Person Druck auszuüben, damit sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt und das Verfahren ordnungsgemäss weitergeführt werden kann (vgl. Tobias Bolt, Folgen einer Mitwirkungspflichtverletzung, in: JaSo 2016, S. 176). Nun ordnet Art. 7b Abs. 1 IVG aber an, dass auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bei einer medizinischen Untersuchung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht die in Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten, sondern die in Art.”
Grado della prova: Nel procedimento ai sensi dell'art. 43 LPGA vale, in linê di principio, il grado probatorio della preponderanza della probabilità. La mera possibilità o una sempliÎ ipotesi non sono sufficienti. La probabilità si considera prevalente «quando alla convinzione fondata non si oppongono obiezioni concrete».
“S. 324 f. sowie BGE 111 V 370 E. 2b S. 374). Ab wann überwiegende Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, lässt sich kaum quantifizieren. Auch das Schrifttum äussert sich übereinstimmend mit der Rechtsprechung dahingehend, dass die blosse Annahme einer Möglichkeit oder einer Hypothese nicht ausreicht, während anderseits auch nicht die strikte Annahme der zu beweisenden Tatsache (wie im Zivilprozess) zu verlangen ist (Kieser, a.a.O., N. 59 zu Art. 43 ATSG; Cristina Schiavi, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 11 zu Art. 43 ATSG). Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend, als der begründeten Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen (Kieser, a.a.O.).”
“Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 E. 2 und 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).”
“Dieser Grad übersteigt einerseits die Annahme einer blossen Möglichkeit beziehungsweise einer Hypothese und liegt andererseits unter demjenigen der strikten Annahme der zu beweisenden Tatsache. Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend, als der begründeten Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen (Kieser, a.a.O., N. 53 und 59 ff. zu Art. 43 ATSG). Ausserdem gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ist für den Beweiswert grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch dessen Kennzeichnung massgebend (KIESER, a.a.O., N. 61 ff. zu Art. 43 ATSG; BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). Das Sozialversicherungsgericht hat somit alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung der streitigen Frage gestatten (BGE 122 V 157 E. 1c; 125 V 351 E. 3a). Der Sachverhalt ist gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von der Behörde soweit zu ermitteln, dass über die infrage stehende Tatsache zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (KIESER, a.a.O., N. 20 zu Art. 43 ATSG). Beweislosigkeit wird angenommen, wenn der Sachverhalt nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt betrachtet werden kann (KIESER, a.a.O., N. 68 ff. zu Art. 43 ATSG).”
“Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Dieser Grad übersteigt einerseits die Annahme einer blossen Möglichkeit beziehungsweise einer Hypothese und liegt andererseits unter demjenigen der strikten Annahme der zu beweisenden Tatsache. Die Wahrscheinlichkeit ist insoweit überwiegend, als der begründeten Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen (KIESER, ATSG-Kommentar, N 53 und 59 ff. zu Art. 43 ATSG; Locher/Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70, Rz. 58 ff.). Ausserdem gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ist für den Beweiswert grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch dessen Kennzeichnung massgebend (KIESER, ATSG-Kommentar, N 61 ff. zu Art. 43 ATSG; BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). Das Sozialversicherungsgericht hat somit alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung der streitigen Frage gestatten (BGE 122 V 157 E. 1c; 125 V 351 E. 3a). Die Praxis misst dabei dem Prinzip Bedeutung zu, wonach den sogenannten «Aussagen der ersten Stunde» ein besonderes Gewicht zukommt (BGE 121 V 45 E. 2a; 143 V 168 E. 5.2.2). Der Sachverhalt ist gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von der Behörde soweit zu ermitteln, dass über die infrage stehende Tatsache zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (KIESER, ATSG-Kommentar, N 20 zu Art. 43 ATSG m.H.). Beweislosigkeit wird angenommen, wenn der Sachverhalt nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt betrachtet werden kann (KIESER, ATSG-Kommentar, N 68 ff. zu Art. 43 ATSG m.H.).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 503 In caso di indicazioni mancanti o poco chiare cirÊ la causale del pagamento o dell'obbligazione, l'ente assicurativo deve procedere d'ufficio agli accertamenti necessari. A tal fine può, in particolare, richiedere i nomi dei possibili creditori e, se necessario (anche per via di assistenza giudiziaria), interrogarli come testimoni oppure ottenere informazioni o documenti (p. es. iscrizioni nel registro delle imprese, documenti contabili) presso terzi, anziché basarsi unicamente sulle dichiarazioni della persona assicurata.
“55-2) ist weder belegt, dass damit Schulden getilgt worden sind (der Zahlungszweck ist unklar), noch dass tatsächlich Geld geflossen ist. Das Vorbringen des Rechtsvertreters, dass sich das Ehepaar aufgrund der Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens des Ehemanns habe verschulden müssen, ist zwar plausibel. Damit ist aber noch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann tatsächlich verschuldet haben respektive ob und falls ja wofür das Alterskapital verwendet worden ist. Es steht also nicht fest, ob und gegebenenfalls wann sich das hypothetische Vermögen infolge des Eingehens von Schulden vermindert hat. Mindestens bis zum Zeitpunkt der effektiven Auszahlung des Alterskapitals bleibt das entsprechende hypothetische Vermögen aber unverändert. Der Sachverhalt ist damit in Bezug auf die Anrechnung von Schulden, die vom hypothetischen Vermögen in Abzug zu bringen wären, unzureichend abgeklärt worden. Die Beschwerdegegnerin hat damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Die Sache ist deshalb zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Falls bei der Beschwerdeführerin keine Unterlagen betreffend das Eingehen von Schulden erhältlich gemacht werden können, könnten die Namen der Gläubiger erfragt und diese als Zeugen (allenfalls rechtshilfeweise) einvernommen werden (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 14 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren, VwVG, SR 172.021). In Bezug auf die weiteren Berechnungspositionen ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die angerechneten Beträge falsch sein könnten. Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen ist und die Sache ist zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist gemäss der nach Art. 82a ATSG anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung von Art. 61 lit. a ATSG kostenlos. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten.”
“Die vom Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vertretene Auffassung, laut der das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen in einem Entscheid vom 1. Juni 2021 "überzogene Anforderungen an die Untersuchungspflicht" gestellt habe, weil das Versicherungsgericht die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen hatte, obwohl die Beschwerdeführerin auf mehrmaliges Nachfragen der Beschwerdegegnerin keine Belege betreffend einen behaupteten Kauf von Möbeln eingereicht hatte (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Oktober 2021, 9C_377/2021, E. 5.3, und den aufgehobenen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juni 2021, EL 2019/61, E. 5.4), reduziert im Ergebnis die Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers zumindest in den Fällen, in denen es naheliegt, dass die versicherte Person Beweise betreffend einen von ihr behaupteten Sachverhalt vorlegen kann, auf die Pflicht, die versicherte Person aufzufordern, ihre Mitwirkungspflicht zu erfüllen. Diese Auffassung widerspricht aber dem klaren Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 ATSG, der den Versicherungsträger eindeutig verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Indem sich die Beschwerdegegnerin in der vorliegend zu beurteilenden Streitsache darauf beschränkt hat, vom Beschwerdeführer Nachweise betreffend die von ihm geltend gemachte Schuldentilgung zu verlangen, obwohl es naheliegend gewesen wäre, den Sachverhalt bei Nichteinreichen von überzeugenden Beweismitteln auf andere Weise, insbesondere bei den vom Beschwerdeführer als Gläubiger bezeichneten Dritten, abzuklären, hat die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Die Sache ist deshalb zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die weiteren Beweiserhebungen könnten etwa darin bestehen, bei der G.___ GmbH Auskünfte darüber einzuholen, ob und gegebenenfalls wann und in welcher Höhe sie dem Beschwerdeführer ein Darlehen gewährt hat, und sie um die Einreichung von entsprechenden Belegen aufzufordern. Im Weiteren könnte C.___ als Zeugin einvernommen werden.”
“___ GmbH der Rückzahlung von Schulden gedient hat; sie vermag den Sachverhalt aber nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Diese Bescheinigung ist nämlich erst nachträglich im Rahmen der Einsprache gegen die Verfügung vom 13. März 2020 ausgestellt worden. Sie sagt auch nichts darüber aus, wann und in welcher Höhe dem Beschwerdeführer ein Darlehen gewährt worden sein soll. Wie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vorgebracht hat, müsste eine früher bestandene Schuld des Vereins J.___ bei der G.___ GmbH aus der Buchführung der G.___ GmbH ersichtlich sein. Auch C.___ könnte über relevante Informationen zum abzuklärenden Sachverhalt verfügen. Die Beschwerdegegnerin hat jedoch gar nicht versucht, den Sachverhalt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Beweismitteln umfassend abzuklären. Sie hat sich vielmehr darauf beschränkt, den Beschwerdeführer zur Einreichung von Unterlagen, die das Bestehen einer Schuld belegen könnten, aufzufordern (Schreiben vom 22. Januar 2020, 20. Februar 2020, 29. Mai 2020 und 24. Juni 2020, Aktenbund I, EL-act. 18, 21, 37, 38). Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verpflichtet die Beschwerdegegnerin jedoch, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen selber vorzunehmen und zwar so lange, bis dieser mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht respektive bis eine materielle Beweislosigkeit besteht (vgl. Ueli Kieser, Kommentar ATSG, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 17). Der Untersuchungsgrundsatz geht der Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung vor (Kieser, a.a.O., Art. 28 N 13 und 19). Die Beschwerdegegnerin hätte also versuchen müssen, den rechtserheblichen Sachverhalt auf andere Weise abzuklären, wenn der Beschwerdeführer keine Unterlagen einreicht, die den von ihm dargelegten Sachverhalt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen. Insbesondere hat sie kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 43 Abs. 3 ATSG) durchführen dürfen, solange sie nicht versucht hat, den relevanten Sachverhalt anderweitig abzuklären. Die vom Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vertretene Auffassung, laut der das Versicherungsgericht des Kantons St.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 502 Se sussistono fondati dubbi cirÊ l'affidabilità o la completezza degli accertamenti medici interni all'assicurazione, l'ente assicurativo deve adottare misure integrative di istruzione; ciò può comprendere l'effettuazione di ulteriori accertamenti interni o la richiesta di una perizia esterna o di una perizia sottoposta al giudiÎ ai sensi dell'art. 44 LPGA. In mancanza di tali integrazioni, il giudiÎ deve, se del caso, annullare la decisione impugnata e rinviare la causa all'ente assicurativo per il completamento dell'istruzione.
“Enfin, le rapport du 6 mars 2020 du psychiatre traitant ne fait que confirmer la nécessité d’une expertise psychiatrique afin de statuer en parfaite connaissance de cause sur l’évolution depuis le 1er avril 2014 de la capacité de travail exigible. c) Au vu des pièces actuelles au dossier, l’instruction s’avère lacunaire sur l’appréciation de l’état de santé psychique de l’assuré, plus particulièrement son évolution depuis la dernière décision litigieuse, mais encore les éléments recueillis sont insuffisants pour se prononcer à l’aune de la jurisprudence récente selon laquelle tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées ; cf. consid. 3e supra). Les faits pertinents n’ont ainsi pas été constatés de manière complète. Compte tenu de ces carences, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l'intimé – à qui il appartient au premier chef d'instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l'art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera à l'intimé de compléter l'instruction médicale en mettant en œuvre une expertise psychiatrique conformément à l'art. 44 LPGA, l’expert étant libre de l’assortir d’un examen neuropsychologique, dans la mesure où le médecin traitant mentionne une baisse de la mémoire avec des oublis, des difficultés de concentration et d’attention (cf. rapport du 28 décembre 2017 de la Dre F.________ p. 3). L’OAI veillera ainsi à ce que l’expertise soit complète et, en cas de besoin, devra requérir les compléments nécessaires avant de rendre une nouvelle décision. 6. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. b) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1) Nella presente fattispecie, il TCA ritiene che siano soddisfatti i presupposti per un rinvio degli atti all’istituto convenuto (cfr. STF 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 e DTF 135 V 465), già per il fatto che esso ha fondato la decisione impugnata sul solo parere del proprio medico di fiducia. Per le ragioni già esposte al considerando 2.8., si giustifica pertanto l’annullamento della decisione su opposizione impugnata e il rinvio degli atti all’assicuratore resistente affinché disponga un approfondimento peritale esterno (art. 44 LPGA) volto ad accertare l’eziologia, traumatica oppure morbosa, dei disturbi al gomito sinistro posteriormente al 1° marzo 2020.”
“1 in fine), le tribunal ne peut pas, lorsqu'il existe des doutes quant à la fiabilité et la pertinence des constatations des médecins internes à l'assurance, procéder à une appréciation des preuves définitive en se fondant d'une part sur les rapports produits par l'assuré et, d'autre part, sur ceux des médecins internes à l'assurance. Pour lever de tels doutes, il doit soit ordonner une expertise judiciaire, soit renvoyer la cause à l'organe de l'assurance pour qu'il mette en œuvre une expertise dans le cadre de la procédure prévue par l'art. 44 LPGA (ATF 135 V 465 consid. 4.5 et 4.6). La jurisprudence attire l'attention sur la relation de confiance qui s'établit immanquablement entre le médecin traitant et son patient, ainsi que sur l'indépendance présumée d'un médecin lié à un assureur par un rapport de travail, mais n'en déduit pas pour autant une quelconque règle de préséance (arrêt TF 9C_843/2007 du 28 juillet 2008 consid. 3). 5. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est toutefois pas absolu. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références). Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 117 V 264 consid. 3b et les références). 6. En l’espèce, le litige porte sur la question de savoir si l'état de santé du recourant s'est modifié au point de justifier une augmentation de sa rente LAA et de l’IPAI.”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 4.2. 4.2.1. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 3a mit Hinweis auf BGE 125 V 352). 4.2.2. Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann nur dann abgestellt werden, wenn keine geringen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. BGE 142 V 58, 65 E. 5.1; BGE 139 V 225, 229 E. 5.2; BGE 135 V 465, 469 E. 4.4 und 471 E.”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, i referti medici che l'ente assicuratore o l'istanza precedente devono acquisire ai fini dell'accertamento vanno presi in considerazione anche se si riferiscono alla situazione di salute anteriore alla decisione rilevante. Analogamente, nel procedimento di ricorso di primo grado possono essere ammessi vere novità probatorie, nella misura in cui consentono deduzioni sullo stato di fatto fino all'adozione della decisione sull'opposizione. La mancata considerazione di tali documenti rilevanti ai fini della valutazione può violare il principio dell'istruttoria (art. 43 cpv. 1 LPGA).
“________ selon lequel l’état de son santé de son patient n’était pas stabilisé et induisait une totale incapacité de travail, vu l’écriture du 2 novembre 2020 du l’OAI et l’avis du SMR du 26 octobre 2020 proposant d’interroger le service de gastro-entérologie du J.________ afin de confirmer que les plaintes et la symptomatologie du recourant depuis novembre 2017 sont en lien avec une pancréatite chronique ou une autre atteinte à la santé en cours d’investigation, et proposant au tribunal une liste de questions à transmettre au J.________, vu l’écriture du recourant du 30 novembre 2020 maintenant ses conclusions dans le sens d’une admission du recours suivie du renvoi de la cause à l’autorité intimée, au motif que les mesures d’instruction proposées relevaient des tâches incombant à l’autorité de première instance ; attendu que selon le principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), que selon la jurisprudence, le juge doit tenir compte des faits survenus postérieurement à la décision litigieuse dans la mesure où ils sont étroitement liés à l'objet du litige et de nature à influencer l'appréciation au moment où la décision attaquée a été rendue ; en particulier, même s'il a été rendu postérieurement à la date déterminante, un rapport médical doit être pris en considération s'il a trait à la situation antérieure à cette date (TF 9C_269/2018 du 25 juillet 2018 consid. 4.2 et les références citées), qu’en l’espèce, il y a lieu de prendre en compte les pièces déposées par l’assuré dans le cadre de la procédure de recours, puisqu’elles se rapportent à une période antérieure à la décision litigieuse, que le rapport du 10 septembre 2020 des Drs R.________ et T.________ retient le diagnostic de pancréatite chronique, que ces médecins n’expliquent toutefois pas quel est l’impact de cette atteinte sur la capacité de travail et les limitations fonctionnelles du recourant, qu’il appartient aux médecins de se prononcer sur la capacité de travail d'un assuré, ses limitations fonctionnelles et le type d'activités encore exigibles (ATF 125 V 256 consid.”
“3 mit Hinweis auf BGE 131 V 407 E. 2.1.2.1 S. 412; 116 V 246 E. 1a S. 248), hätten Vorinstanz und Suva die nach dem Entscheid VB 16/017 vom 30. August 2017 eingereichten Dokumente zum medizinischen Sachverhalt in die Beurteilung miteinbeziehen müssen, wie der Beschwerdeführer zu Recht einwendet. Die Vorinstanz wäre überdies gehalten gewesen, auch die im kantonalen Verfahren mit Schreiben vom 27. Mai 2020 eingebrachten Berichte zu den Akten zu nehmen. Auch wenn sich damit der für die sozialversicherungsgerichtliche Kontrolle soeben skizzierte Prüfungszeitraum nicht über den Zeitpunkt des angefochtenen Entspracheentscheids hinaus bis hin zu jenem des Gerichtsentscheids verlagert, sind aber Noven, auch echte, im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren sehr wohl insoweit zugelassen, als sie Rückschlüsse auf den Sachverhalt bis zum Erlass des Einspracheentscheids erlauben. Das gegenteilige Vorgehen im angefochtenen Entscheid verletzt durch diese unvollständige Sachverhaltsermittlung den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) und somit Bundesrecht. Nachdem, wie oben dargelegt, mit dem Entscheid vom 30. August 2017 kein Teil (end) entscheid vorliegt, wäre die Vorinstanz zudem gehalten gewesen, sich auch mit den Einwendungen hinsichtlich Unfallkausalität der geklagten Beschwerden, Arbeitsfähigkeit und Ermittlung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen auseinanderzusetzen und diese zu würdigen.”
Se in punti decisivi rileva un'eziologia mediÊ incerta o mancano fatti essenziali, l'assicuratore deve integrare l'istruzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA. Ciò comprenÞ l'acquisizione di informazioni mediche supplementari e, se necessario, l'audizione del datore di lavoro per chiarire le condizioni di lavoro. Se dall'esame risulta che gli atti a disposizione non sono sufficienti per valutare la causalità o la natura della malattia, l'amministrazione può disporre perizie multidisciplinari o rinviare la pratiÊ all'autorità per un'integrazione dell'istruzione.
“ATF 117 V 354 ; TFA U 35/05 du 12 janvier 2006 consid. 4.2). Or, aucun médecin spécialisé dans les domaines utiles ne s’est prononcé de manière circonstanciée sur ce point, de sorte que l’instruction doit être complétée à ce sujet. c) Au vu de l’étiologie incertaine de l’atteinte ORL du recourant, il n’est pas possible d’admettre ou de nier que l’affection en question ait été causée ou aggravée exclusivement ou de manière prépondérante par des substances de la liste ou l’activité de logisticien exercée pour le compte de N.________. Dans la mesure où les éléments à disposition au dossier n’apparaissent pas suffisamment étayés pour élucider tant la question de la nature des substances auxquelles aurait été exposé le recourant que la question de la causalité qualifiée, il s’avère nécessaire de renvoyer la cause à l’intimée pour complément d’instruction, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Partant, il lui appartiendra de déterminer – notamment en interpellant l’employeur – les conditions de travail du recourant auprès de N.________, en particulier à quelles substances il a été exposé, les circonstances du déraillement du train le 25 avril 2015, l’implication du recourant dans cet événement et si celui-ci a pu être confronté aux produits toxiques ensuite du déraillement alors qu’il travaillait à son poste. En fonction du résultat de cette instruction, il incombera à l’intimée de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire (dans le sens du consid. 5b/iv supra et conformément aux exigences découlant de l’art. 44 LPGA), expertise qui devra notamment comprendre des volets en médecine oto-rhino-laryngologique, allergologique, immunologique et toxicologique, étant ici expressément réservée la faculté d’y associer, le cas échéant, toute autre spécialité médicale jugée opportune par les experts. Il appartiendra ensuite à l’intimée de rendre une nouvelle décision ». C. Reprenant l’instruction, la CNA a procédé à des investigations pour déterminer les conditions de travail du recourant auprès de N.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’occurrence, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction en recueillant des renseignements auprès du corps médical et des anciens employeurs du recourant. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimé – auquel il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. 8. a) Le recourant a sollicité la mise en œuvre de débats publics. b) Le juge peut s’abstenir de mettre en œuvre des débats publics dans les cas prévus à l’art. 6 par. 1 CEDH (Convention européenne de sauvegarde des droits de l’homme et des libertés fondamentales du 4 novembre 1950 ; RS 0.101), lorsque la demande est abusive, chicanière, ou dilatoire, lorsqu'il apparaît clairement que le recours est infondé, irrecevable ou, au contraire, manifestement bien-fondé ou encore lorsque l'objet du litige porte sur des questions hautement techniques (ATF 141 I 97 consid. 5.1 ; TF 9C_601/2022 du 6 juin 2023 consid. 2.2 avec les références citées). b) En l’espèce, il résulte des considérations exposées, ci-avant, que le recours est manifestement bien-fondé, de sorte qu’il n’y a pas lieu de donner suite à la requête de débats publics formulée par le recourant. 9. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis et la décision rendue le 27 juin 2024 par l’intimé annulée, la cause étant renvoyée à ce dernier pour instruction complémentaire au sens des considérants, puis nouvelle décision.”
“Partant, les explications nouvelles, rectifiant une erreur commise par l’employeur dans le questionnaire complété en avril 2023 devaient être prises en considération par l’intimé dans le cadre d’un examen complet des faits pertinents de la cause. Se fondant sur les déclarations erronées de l’employeur rédigées en avril 2023, l’intimé a tiré des conclusions insoutenables qui l’ont conduit à retenir un degré d’invalidité de 37 % de la recourante ne justifiant plus le maintien du droit à une demi-rente allouée depuis le 1er mai 2017 sur la base d’un taux de 52 %. d) Au vu de cette lacune dans l’instruction – qui a manifestement une incidence sur l’issue du litige dès lors qu’elle a trait au taux d’activité, respectivement au rendement de l’intéressée, ainsi qu’à sa rémunération, et donc à la comparaison des revenus déterminants pour établir le degré d’invalidité (cf. art. 16 LPGA) –, il se justifie d’annuler la décision attaquée, manifestement erronée, de compléter l’instruction et par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAI – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Si cela devait s’avérer nécessaire, il incombera à l’intimé d’interpeller l’employeur de la recourante afin d’obtenir d’éventuelles explications complémentaires, respectivement de reprendre l’instruction sur le plan médical afin d’éprouver le rendement effectif de l’assurée de manière aussi objective que possible. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante. 7. a) En définitive bien-fondé, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’office intimé afin qu’il complète l’instruction dans le sens de ce qui précède puis rende une nouvelle décision. L’issue du recours rend par conséquent sans objet la requête d’effet suspensif. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 499 Principio d'indagine: l'ente assicurativo deve accertare d'ufficio il fatto rilevante ai fini del diritto in modo corretto e completo. Ciò incluÞ l'acquisizione e la valutazione delle informazioni necessarie nonché della documentazione mediÊ. L'obbligo d'indagine perdura finché non sussiste una chiarezza sufficiente sui fatti necessari per la valutazione del diritto; se l'autorità rinuncia ad ulteriori accertamenti, ciò è consentito solo quando è stabilito con preponderante probabilità che ulteriori indagini non modificherebbero la valutazione (valutazione anticipata delle prove). Le informazioni fornite oralmente devono essere annotate per iscritto.
“1 mit Hinweisen; Samuelsson, a.a.O., S. 355 f., Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in SZS 2017 S. 34). Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse, konkret zur Beurteilung der Tatfrage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S. 357 f.). Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 2 ff., N 20; BGE 122 V 158 E. 1a, 121 V 210 E. 6c). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen, 138 V 221 f. E. 6). Die Verwaltung respektive das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Die Frage, ob sich ein Unfallereignis im Rechtssinn ereignet hat (vgl. Erwägung 2.1), und falls ja, die weitere Frage, ob zwischen dem Unfallereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist (vgl. Erwägung 2.2), und ebenso die Frage, ob eine Schädigung vorwiegend durch Abnützung oder Krankheit verursacht ist (vgl. Erwägung 2.”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.3. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.4. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachpersonen, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 3.5. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E.”
“Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 352, 353 E. 3b/bb). 3.5. Im Administrativverfahren nach Art. 43 Abs. 1 ATSG wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess nach Art. 61 lit. c ATSG gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung). 4. 4.1. 4.1.1. Der Beschwerdeführer wurde am 1. März 2021 resp. 8. März 2021 von den Gutachtern Dres.”
Se sussistono fondati dubbi sull'affidabilità di perizie mediche esistenti, in linê di principio è l'ente assicuratore che deve prioritariamente effettuare accertamenti integrativi e, se del caso, disporre una perizia nell'ambito della procedura amministrativa (art. 43 ff. LPGA). Il giudiÎ, tuttavia, non è escluso: in determinati casi può ordinare egli stesso una perizia giudiziaria oppure rinviare la questione all'amministrazione affinché questa promuova ulteriori accertamenti.
“” (DTF 137 V 263-265) In una sentenza 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 - dunque successiva a quella pubblicata in DTF 137 V 210 -, emanata in materia di assicurazione contro gli infortuni, il Tribunale federale ha ribadito i principi sviluppati nella DTF 135 V 465, in particolare che, in presenza di dubbi circa l’affidabilità di rapporti allestiti da medici di fiducia, il giudice (cantonale) è libero di scegliere se ordinare direttamente una perizia giudiziaria oppure rinviare gli atti all’amministrazione affinché disponga essa stessa una perizia seguendo la procedura di cui all’art. 44 LPGA: " Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).” (STF 8C_59/2011, consid. 5.2) In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1; STCA 35.2020.88 dell’8 febbraio 2021 consid. 2.10; STCA 35.2020.70 del 1° marzo 2021 consid. 2.10; STCA 35.2020.100 del 22 marzo 2021 consid. 2.10; STCA 35.2021.12 del 16 giugno 2021 consid. 2.10). Con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 pag. 137 segg., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio.”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA l'istituto assicuratore può decidere sulla base degli atti in caso di rinuncia ingiustificata alla collaborazione. La giurisprudenza ha inoltre confermato che, nelle circostanze ivi descritte — in particolare quando l'accertamento peritale è necessario, non sussistono motivi giustificabili e gli appuntamenti saltano all'ultimo momento — può essere altresì ammesso l'addebito dei costi di annullamento.
“S. 469). Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin an der Begutachtung durch die mittels Zufallsprinzips vergebenen Begutachtungsstelle festgehalten hat. Folglich steht fest, dass der Beschwerdeführer seine Mitwirkungspflicht verletzt hat und für diese Verletzung keine entschuldbaren Gründe geltend gemacht werden können. Da die Begutachtung unzweifelhaft und unbestrittenermassen notwendig ist und der Beschwerdeführer auf die Folgen der unterlassenen Mitwirkung hingewiesen worden war (AB 132), durfte die Beschwerdegegnerin als Rechtsfolge gestützt auf die Akten über die Leistungsansprüche befinden (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG bzw. Art. 7b Abs. 1 IVG). Da mangels Vorliegens schlüssiger medizinischer Berichte ein invalidisierender Gesundheitsschaden mit dem in der Sozialversicherung geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) ohne Begutachtung derzeit (auch nicht teilweise) zu erstellen ist, wurde das Leistungsbegehren zu Recht abgewiesen. Auch die Überbindung der Annullierungskosten in der Höhe von Fr. 1'650.-- ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden (vgl. E. 2.5 hiervor), zumal der Beschwerdeführer mit seinem Verhalten signalisiert hat, an der Begutachtung teilzunehmen, und die Untersuchungstermine erst kurzfristig (am Tag der vorgesehenen Begutachtung [15. Februar 2021]; vgl. AB 139 und 143) platzen liess (vgl. BGE 145 V 314 E. 5.4.2 S. 319). Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicuratore è tenuto a chiarire d'ufficio i fatti; nel procedimento di ricorso il principio d'istruttoria vale anche per il giudiÎ. L'ente deciÞ nell'ambito del suo potere discrezionale sulla necessità, l'ampiezza e l'appropriatezza degli accertamenti. Fondato sul principio d'istruttoria, il fatto deve essere accertato nella misura necessaria a poter decidere sul diritto alla prestazione almeno con il grado di probabilità prevalente. Le perizie di esperti sono a questo scopo regolarmente di importanza centrale.
“3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Anspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht würdigt die Beweise in jedem Fall nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. z.B. BGE 144 V 427, 429 E. 3.2, BGE 138 V 218, 221 f. E. 6 und BGE 115 V 133, 142 f.”
“Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. 3.2. Art. 44 ATSG sieht vor, dass der Versicherungsträger, wenn er zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen muss, der Partei deren oder dessen Namen bekannt gibt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. Zum einen werden von den triftigen Gründen die eigentlichen gesetzlichen Ausstandsgründe (Art.”
“Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im Rahmen der Verfahrensleitung hat er einen grossen Ermessensspielraum hinsichtlich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherer den Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 360 E. 5b) entscheiden kann. Dabei kommt Sachverständigengutachten eine massgebende Rolle zu (Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2010, 9C_28/2010, E. 4.1 mit Hinweisen).”
“Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.4. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 3.5. Gemäss den Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 bleibt der bisherige Rentenanspruch für Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert (Abs. 1). Der bisherige Rentenanspruch bleibt auch nach einer Änderung des Invaliditätsgrades nach Art. 17 Abs. 1 ATSG bestehen, sofern die Anwendung von Art. 28b IVG zur Folge hat, dass der bisherige Rentenanspruch bei einer Erhöhung des Invaliditätsgrades sinkt oder bei einem Sinken des Invaliditätsgrades ansteigt (Abs. 2). 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG (siehe auch Art. 43 Abs. 1bis ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung) statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 4.2. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f.”
“Vorab ist festzuhalten, dass der Versicherungsträger laut dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet ist, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgericht 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Ob sich weitere Abklärungen in der Form einer erneuten Begutachtung rechtfertigen, hängt davon ab, inwieweit ein bereits vorliegendes Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllt (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen).”
Se la documentazione mediÊ è incerta, contraddittoria o incompleta, l'ente assicuratore deve, ai sensi dell'art. 43 LPGA, integrare d'ufficio l'istruttoria. Deve effettuare gli accertamenti necessari e, a seconÚ della complessità, disporre una perizia mediÊ pluridisciplinare; qualora sia necessaria un'integrazione dell'istruttoria, la pratiÊ va, se del caso, rinviata all'autorità.
“________ relatives à la capacité de travail résiduelle du recourant, alors que dans un rapport du 11 mai 2020, il considère qu’un CT-scan et son complément scintigraphique « démontre[nt] effectivement une pseudarthrose au niveau L5-S1 ». Dans le rapport établi le 30 septembre 2020 en collaboration avec le Dr L.________, le Dr R.________ paraît confirmer à nouveau une pseudarthrose et poser une indication chirurgicale. Par ailleurs, la fusion osseuse qu’il s’attendait à observer un an après l’intervention chirurgicale de février 2019 (cf. son rapport du 10 février 2020) n’était toujours pas présente selon ses constatations du 23 décembre 2020. Dans ces conditions, il n’est pas possible de statuer en se fondant finalement sur le seul rapport du 23 décembre 2020 du Dr R.________ pour considérer que le bilan final auquel se référaient les experts de D.________ était favorable. Le dossier étant insuffisamment instruit, il convient de renvoyer la cause à l’intimé, à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 LPGA, afin qu’il complète l’instruction par une nouvelle expertise pluridisciplinaire comprenant des volets orthopédique, neurologique et psychiatrique, en invitant les experts à clarifier la situation, sans renvoyer à de nouveaux bilans ultérieurs du médecin traitant, ce qui contribue peu à l’instruction du dossier. Cas échéant, les experts procéderont eux-mêmes aux examens nécessaires en demandant éventuellement l’élargissement du mandat d’expertise. 7. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants, puis nouvelle décision. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de donner suite à l’audition de témoins suggérée par le recourant. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l'octroi ou le refus de prestations de l'AI devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires (art. 69 al. 1bis LAI). En l’occurrence, il convient d'arrêter ces frais à 600 fr.”
“________ ne satisfont pas aux réquisits jurisprudentiels permettant de leur reconnaître une valeur probante suffisante pour fonder valablement la décision entreprise. C'est à tort que l’intimée soutient que son dossier a fait l'objet d'une instruction exhaustive au plan médical. Compte tenu de la complexité de la problématique, elle ne pouvait se contenter des brefs avis de ses médecins-conseil et devait au contraire poursuivre l'instruction jusqu'à constituer un dossier complet. Les éléments apportés par les Drs X.________ et N.________ suffisent en tous les cas à faire naître le doute sur le bienfondé des conclusions des Drs P.________ et Q.________, qui restent insuffisamment étayées au plan médical et qui n'expliquent pas pour quels motifs médicaux objectifs les avis des Drs X.________ et N.________ ont été écartés. Cela étant, le dossier de l'intimée ne permet pas de trancher la question litigieuse en toute connaissance de cause. Dès lors que c'est à l'assureur-accidents qu'incombe en premier lieu l'obligation d'instruire et d'établir d'office l'ensemble des faits déterminants avant de rendre sa décision (art. 43 LPGA), il convient de lui renvoyer la cause afin qu’elle mette en œuvre une expertise pluridisciplinaire, comprenant au moins un volet orthopédique et neurologique, selon la procédure de l'art. 44 LPGA. Il appartiendra aux experts d'examiner si la symptomatologie survenue dès le mois de juin 2020 résulte exclusivement de causes étrangères à l'accident du 14 août 2018 ou si, au contraire, elle peut être mise en lien de causalité naturelle et adéquate avec ledit accident, dont elle constituerait une rechute. Il convient notamment de trancher la question de savoir si la symptomatologie telle que décrite par le Dr N.________ constitue effectivement une évolution typique d'une atteinte traumatique, telle qu'une entorse. Ceci fait, il appartiendra à l'intimée de rendre une nouvelle décision statuant sur le droit aux prestations du recourant (TF 8C_445/2021 du 14 janvier 2022 consid. 4.4). Compte tenu des considérations qui précèdent, il n'y a pas lieu de donner une suite favorable aux mesures d'instructions requises par le recourant, dès lors que son audition ainsi que celle des Drs X.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé, pour instruction complémentaire. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une nouvelle expertise pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis le 1er janvier 2021, à déterminer si une aggravation de son état de santé est ou non survenue durant l’été 2022 et à statuer sur sa capacité résiduelle de travail à l’aune de la grille des indicateurs préconisée par la jurisprudence fédérale, ainsi que sur les éventuels empêchements ménagers justifiés objectivement sur le plan médical.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé, pour instruction complémentaire. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une nouvelle expertise pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis décembre 2019, d’un point de vue cardiologique, rhumatologique, neurologique, voire psychiatrique.”
“a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Kieser, op. cit., n° 15 et 20 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé, pour instruction complémentaire. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une expertise médicale pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis décembre 2012, y compris d’un point de vue neurologique, voire neuropsychiatrique, afin d’avoir une appréciation médicale globale de l’évolution de l’état de santé de la recourante tenant compte des aspects qui doivent faire l’objet d’une instruction complémentaire.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4ème éd., 2020, n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 18. Vu la violation de son devoir d’instruction par l’intimé, il y a lieu de lui renvoyer la cause pour la compléter sur le plan médical. En particulier, il lui incombera d’actualiser les pièces médicales, en sollicitant notamment des rapports auprès des spécialistes en charge du recourant, susceptibles de fournir des précisions sur le tableau clinique objectif présenté par ce dernier. En fonction des résultats de ce complément, il appartiendra à l’intimé de mettre en œuvre une expertise bidisciplinaire (chirurgie orthopédique et neurologie), destinée à objectiver les capacités et les limitations fonctionnelles du recourant, ainsi que les conséquences concrètes de ces dernières en termes d’impotence (accomplissement des actes ordinaires de la vie ; par exemple, auprès d’un centre d’expertise tel que la [.”
“3 Compte tenu de ce qui précède, le Tribunal de céans constate que depuis la décision initiale d'octroi de rente du 10 mai 2022, le recourant a développé une atteinte à la santé psychique venue s'ajouter aux troubles ostéoarticulaires ayant présidé à l'octroi d'une demi-rente à compter du 1er mai 2021, lesquels n'apparaissent de surcroît pas s'être résorbés, mais bien plutôt s'être aggravés. Partant, l'amélioration notable de l'état de santé opposée à l'assuré n'apparait pas établie au degré de la vraisemblance prépondérante, de sorte que la décision du 13 juillet 2023 de suppression de la demi-rente fondée sur ce motif n'apparaît pas fondée en droit et doit être annulée. 9. 9.1 Compte tenu des troubles somatiques et psychiques susmentionnés, le Tribunal constate que l'OAIE n'a pas pris toutes les mesures d'instruction, ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical avant de pouvoir statuer en connaissance de cause sur l'éventuelle révision du droit à la demi-rente de l'assuré, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Dans ces circonstances, il convient de renvoyer le dossier à l'autorité inférieure en application de l'art. 61 al. 1 PA afin qu'elle complète son instruction en ordonnant la mise en oeuvre d'une expertise pluridisciplinaire en rhumatologie et/ou orthopédie, neurologie et psychiatrie - avec tests neuropsychologiques, si besoin est auprès d'experts indépendants (art. 44 LPGA), désignés dans le respect des droits de participation de l'assuré (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.9) et en application de la plateforme d'attribution aléatoire SuisseMED@P au sens de l'art. 72bis al. 2 RAI (ATF 139 V 349 consid. 5.2.1). Cette expertise devra répondre en particulier aux exigences de la jurisprudence du Tribunal fédéral en matière de maladies psychiques (ATF 141 V 281 ; 143 V 409 ; 143 V 418). Les experts seront invités à se prononcer de façon précise et appropriée sur l'évolution de l'état de santé et de la capacité de travail du recourant dans son activité habituelle ainsi que dans une activité lucrative de substitution, cela jusqu'au moment de l'établissement de leur rapport.”
“3.4 Au vu des développements précités, force est de constater qu'il subsiste des doutes décisifs sur l'état de santé et les limitations fonctionnelles en résultant respectivement sur la capacité résiduelle de travail et de gain de l'assuré. Partant, l'OAIE ne pouvait valablement fonder la décision litigieuse sur la prise de position médicale SM/OAIE du 15 juin 2021 du Dr L._______. Aussi le Tribunal de céans considère-t-il que l'instruction de la présente procédure de révision ne permet pas en l'état de statuer en connaissance de cause sur une éventuelle amélioration de l'état de santé et de la capacité résiduelle de travail respectivement de gain de l'assuré. A ce défaut, l'autorité inférieure n'a pas pris toutes les mesures d'instruction ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur l'éventuelle diminution du droit à la rente de l'assuré, cela en violation de l'art. 43 LPGA. A cet égard, le rapport du 10 mai 2021 du Dr M._______ (spécialiste en chirurgie orthopédique et traumatologie) selon lequel l'existence des lésions présentées par l'assuré ainsi que les séquelles fonctionnelles du processus néoplasique et de l'hormonothérapie substitutive s'opposeraient à toute amélioration de la capacité fonctionnelle du patient - ne saurait suffire pour statuer in casu en connaissance de cause, ces constats étant établis par un médecin traitant (cf. supra consid, 6.2.2) ne disposant de surcroît pas des connaissances spécialisées en urologie et/ou oncologie. 7.3.5 Par conséquent, il convient de renvoyer le dossier à l'OAIE en application de l'art. 61 al. 1 PA afin qu'il complète l'instruction de la cause en ordonnant la mise en oeuvre d'une expertise pluridisciplinaire, le cas échéant d'une procédure probatoire structurée (cf. supra consid. 6.1, 2ème§) dans les disciplines de l'oncologie, de l'urologie, de l'orthopédie, ainsi que, le cas échéant, de la psychiatrie - l'assuré évoquant une humeur déprimée (cf.”
“Damit zeigt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer nach Erhalt des MEDAS-Gutachtens, das sie zu Recht als nicht beweistauglich erachtete, nochmals selbst im Rahmen von Art. 44 ATSG polydisziplinär gutachterlich hätte abklären lassen müssen. In dem sie darauf verzichtete und gestützt auf eine widersprüchliche und in mehreren Punkten ungeklärte medizinische Aktenlage die Arbeitsunfähigkeit beurteilte, liegt eine Verletzung von Art. 43 ATSG vor. In Anbetracht dieser Umstände ist ausnahmsweise davon abzusehen, ein Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben. Stattdessen ist die Angelegenheit zur Vornahme neuer medizinischer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.”
Se la causalità dell'infortunio è stata sostenuta e inizialmente provata, l'assicuratore contro gli infortuni ha l'onere della prova che il nesso causale sia venuto meno. L'obbligo di prestazione dell'assicuratore cessa solo quando lo stato di salute corrisponÞ nuovamente al status quo ante o allo status quo sine, cioè quando i disturbi si fondano soltanto ed esclusivamente su cause estranî all'infortunio. L'art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'autorità/il soggetto assicuratore ad accertare d'ufficio i fatti pertinenti; l'entità degli accertamenti da compiere dipenÞ dal singolo caso. Le valutazioni mediche interne non hanno lo stesso valore probatorio di una perizia esterna; se sussistono dubbi sull'affidabilità o sulla coerenza degli atti, devono essere disposti accertamenti integrativi ovvero una perizia esterna.
“Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.1. mit Hinweis auf Urteil 8C_819/2016 vom 4. August 2017 E. 3.2.1), entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_484/2014 vom 1. April 2015 E. 2.1., 8C_354/2007 vom 4. August 2008 E. 2.2). Die Beweislast für den Wegfall des Kausalzusammenhangs liegt beim Unfallversicherer (Urteile des Bundesgerichts 8C_263/2016 vom 24. August 2016 E. 4.2. und 8C_453/2012 vom 14. Dezember 2012 E. 2.3.1, je mit Hinweisen). 3.3. 3.3.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.3.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen”
“Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_484/2014 vom 1. April 2015 E. 2.1., 8C_354/2007 vom 4. August 2008 E. 2.2 und U 488/06 vom 10. April 2007 E. 2.2). Die Beweislast für den Wegfall des Kausalzusammenhangs liegt beim Unfallversicherer (Urteile des Bundesgerichts 8C_263/2016 vom 24. August 2016 E. 4.2. und 8C_453/2012 vom 14. Dezember 2012 E. 2.3.1, je mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_819/2016 vom 4. August 2017 E. 3.2.1.). 3.3. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.4. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind beratende Ärzte, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteil des Bundesgerichts 8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweis). Deren Berichten stellen rechtsprechungsgemäss keine Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG dar und es kommt ihnen praxisgemäss auch nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem extern in Auftrag gegebenen Gutachten. Es wird ihnen jedoch stets Beweiswert zuerkannt, sofern sie den oben genannten Anforderungen an einen Arztbericht entsprechen. Beim Entscheid eines Versicherungsfalles ohne Einholung eines externen Gutachtens bestehen strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung. Schon geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bewirken, dass ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 139 V 225, 229 E.”
“Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_484/2014 vom 1. April 2015 E. 2.1., 8C_354/2007 vom 4. August 2008 E. 2.2 und U 488/06 vom 10. April 2007 E. 2.2). Die Beweislast für den Wegfall des Kausalzusammenhangs liegt beim Unfallversicherer (Urteile des Bundesgerichts 8C_263/2016 vom 24. August 2016 E. 4.2. und 8C_453/2012 vom 14. Dezember 2012 E. 2.3.1, je mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_819/2016 vom 4. August 2017 E. 3.2.1.). 3.3. 3.3.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.3.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.”
LPGA art. 43 n. 493 L'ente assicurativo può coinvolgere personale medico interno all'assicurazione e disporre perizie mediche. Il risultato di tali perizie non goÞ di preminenza automatiÊ; il loro valore probatorio deve essere valutato liberamente. Tra i criteri decisivi figurano, tra l'altro, l'affidabilità, la coerenza del contenuto nonché se il rapporto è completo, si fonÚ su accertamenti adeguati e sulla conoscenza degli atti precedenti e se le conclusioni sono adeguatamente motivate e comprensibili.
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2) und kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Er leide heute noch an starken Beschwerden und es sei ihm maximal ein Pensum von 50 % über den Tag verteilt möglich. Vom behandelnden Arzt werde ihm gar eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Das von der Beschwerdegegnerin angenommen Invalideneinkommen sei zu hoch. Davon sei ein leidensbedingter Abzug "von mindestens 25 % zu gewähren". 2.3. Streitig ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin hat. Der Fallabschluss an sich und die zugesprochene Integritätsentschädigung in Höhe von 15 % sind nicht umstritten. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung ihres Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG]) und sie infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (Art. 18 UVG). 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). 3.2.3 Das Bundesgericht hat bereits verschiedentlich festgehalten, dass das Versicherungsgericht die Beweise frei zu würdigen hat und für den Beweiswert eines medizinischen Berichtes im Besonderen weder dessen Herkunft noch dessen Bezeichnung massgebend sind.”
“Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133, 140 E. 6c/aa aufgestellten Grundsätze massgebend. Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz nach den gemäss der sogenannten "HWS-Praxis" in BGE 117 V 359, 366 E. 6a und BGE 117 V 369, 382 E. 4b festgelegten und in BGE 134 V 109, 127 ff. E. 10.2 f. modifizierten Kriterien (BGE 127 V 102, 103 E. 5b/bb und Urteil des Bundesgerichts 8C_12/2016 vom 1. Juni 2016 E. 7.1). Sowohl bei der Anwendung der "Psycho-Praxis" als auch der "HWS-Praxis" ist bei der Beurteilung der adäquaten Kausalität vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen und sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien beizuziehen (BGE 138 V 248, 251 E. 4., BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 und BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). 3.3. 3.3.1 Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). 3.3.2 Das Bundesgericht hat bereits verschiedentlich festgehalten, dass das Versicherungsgericht die Beweise frei zu würdigen hat und für den Beweiswert eines medizinischen Berichtes im Besonderen weder dessen Herkunft noch dessen Bezeichnung massgebend sind. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist namentlich viel mehr entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a und BGE 122 V 157, 160 f.”
In presenza di contraddizioni rilevanti o di perizie mediche/psichiatriche divergenti che, su punti decisivi, conducono a conclusioni contrapposte e che non possono essere chiarite in modo affidabile mediante ulteriori accertamenti d'ufficio, l'ente assicurativo è tenuto, nell'ambito del principio dell'istruttoria ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, ad approfondire l'istruttoria; ciò può giustificare l'ordinanza di una perizia giudiziale (c.d. 'Surexpertise').
“La recourante a dès lors droit à une rente entière dès le 1er février 2014. 7. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée réformée en ce sens que l’assurée a droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er février 2014. b) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être arrêtés à 400 fr. et être mis à la charge de l’office intimé. En présence d’expertises psychiatriques présentant des divergences conséquentes en matière de diagnostics et des conclusions diamétralement opposées en termes de capacité de travail, ni l’une ni l’autre ne répondant de surcroît aux critères jurisprudentiels posés par l’ATF 141 V 281, l’intimé aurait déjà dû compléter l’instruction en application de son devoir d’instruire la cause d’office (art. 43 al. 1 LPGA) et ordonner une surexpertise. Pour ces motifs, les frais d’expertise judiciaire, d’un montant de 13'334 fr. 60 (12'000 fr. d’honoraires pour soixante heures, 1'000 fr. de travail administratif et 334 fr. 60 de frais de laboratoire), seront mis à sa charge (art. 45 al. 1 LPGA ; cf. ATF 137 V 210 consid. 4.4 ; TF 9C_758/2019 consid. 3.2 du 4 février 2020). c) Par ailleurs, assistée d’un mandataire qualifié, la recourante a droit à des dépens, qu’il convient de fixer à 3'000 fr., débours et TVA compris (art. 61 let. g LPGA, art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), et de mettre à la charge de l’intimé. Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision rendue le 3 février 2017 par l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud est réformée en ce sens que T.________ a droit à une rente d’invalidité entière dès le 1er février 2014. III. Les frais judicaires, arrêtés à 400 fr.”
“Le titre de spécialiste (FMH) n'en est en revanche pas une condition (TF 9C_270/2007 du 12 août 2008 consid. 3.3). Ce qui est déterminant pour le juge, lorsqu'il a à apprécier un rapport médical, ce sont les compétences professionnelles de son auteur, dès lors que l'administration et les tribunaux doivent pouvoir se reposer sur les connaissances spécialisées de l'expert auquel ils font précisément appel en raison de son savoir particulier. Aussi, le rôle de l'expert médical dans une discipline médicale spécifique suppose-t-il des connaissances correspondantes bien établies de la part de l'auteur du rapport médical ou du moins du médecin qui vise celui-ci (TF 9C_53/2009 du 29 mai 2009 consid. 4.2 et les arrêts cités). b) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_667/2012 du 12 juin 2013 consid. 4.1 ; 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 5. En l’occurrence, l’OAI s’est fondé, pour rendre la décision attaquée, sur le rapport d’expertise du Dr T.________ du 28 novembre 2019, et son complément du 4 mars 2020. Toutefois, cet office a expliqué, par écriture spontanée du 30 juin 2021, que le Dr T.”
“On ne saurait toutefois dénier toute valeur probante aux avis de synthèse du SMR, dès lors qu’ils contiennent des informations utiles à la prise de décision pour l’administration ou les tribunaux, sous forme d’un résumé de la situation médicale et d’une appréciation de celle-ci (ATF 142 V 58 consid. 5.1 ; TF 9C_10/2017 du 27 mars 2017 consid. 5.1 et les références citées ; TF 9C_542/2011 du 26 janvier 2012 consid. 4.1 et les références citées). Il convient cependant de poser des exigences strictes en matière de preuve ; une expertise devra être ordonnée si des doutes, même faibles, subsistent quant à la fiabilité ou à la pertinence des constatations effectuées par le SMR (ATF 135 V 465 consid. 4.6 ; TF 9C_10/2017 précité consid. 5.1 et les références citées). 6. a) En l’occurrence, tous les médecins qui se sont prononcés sur le cas de la recourante s’accordent sur son atteinte à la santé, soit une polyarthrite rhumatoïde séronégative, ainsi que sur l'incapacité totale de travail dans son activité habituelle de concierge (voire de serveuse). b) Cela étant, la recourante se plaint d’une violation par l’intimé de son obligation d’instruire au sens l’art. 43 al. 1 LPGA s’agissant de l’évaluation de sa capacité de travail résiduelle dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles. Il y a lieu d’adhérer au grief de la recourante. En effet, l’intimé a fondé la décision litigieuse sur l’avis du SMR du 9 juin 2020, selon lequel la recourante disposait d’une pleine capacité de travail dans une activité adaptée à compter du mois de novembre 2017. Tel que l’a justement exposé l’intéressée, cet avis du SMR se réfère exclusivement au rapport du 29 mai 2020 de la Dre P.________, dont il s’avère que la teneur relève d’une erreur de lecture de la part de cette médecin. Cette dernière entendait mentionner que la recourante était complétement incapable de travailler dans une activité adaptée, depuis 2017, tel que cela ressort de son rapport rectificatif du 11 février 2021. Ces explications sont convaincantes et correspondent d’ailleurs à l’appréciation communiquée antérieurement par la Dre P.________ dans son certificat médical du 26 août 2019 et dans son rapport du 29 janvier 2020.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 491 Se nella diffiÚ manÊ un'avvertenza espressa e concretamente riferita agli anni o ai periodi interessati cirÊ la conseguenza giuridiÊ (p. es. determinazione d'ufficio o sospensione/revoÊ delle prestazioni), la successiva applicazione di tale sanzione non è ammessa secondo le decisioni citate. La diffiÚ deve essere fatta per iscritto, indicare concretamente le conseguenze giuridiche e concedere un termine adeguato; in caso contrario la sanzione può essere considerata illegittima e comportare la riammissione nel termine o l'obbligo di pagare somme arretrate.
“Par ailleurs, en l’absence totale de mention d’une éventuelle taxation d’office de la masse salariale pour les années 2018 et 2019 en cas de violation de l’obligation de renseigner et de collaborer au contrôle périodique, la recourante ne pouvait supputer l’imminence d’une taxation d’office, ce d’autant qu’elle avait produit les déclarations nominatives des années 2018 et 2019. c) En l’occurrence, la seule sommation au dossier avec commination de taxation d’office date du 8 mars 2019 et concerne la production de la déclaration nominative des salaires 2018. Elle n’a certes pas été suivie immédiatement d’effet puisque la recourante a attendu le 28 février 2020 pour produire la déclaration requise par voie de sommation. L’intimée n’a toutefois pas rendu de décision de taxation d’office de la masse salariale 2018 dans l’intervalle. Par ailleurs, l’intimée ne conteste pas que la taxation d’office de la masse salariale 2019 n’a fait l’objet d’aucune sommation préalable. 5. a) C’est le lieu de rappeler la règle de l’art. 43 al. 3 LPGA, savoir que si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière (art. 43 al. 3 LPGA). Or pour qu’un manquement à l’obligation de collaborer ou de renseigner entraîne les conséquences juridiques prévues à l’art. 43 al. 3 LPGA, il faut que l’assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques d’un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Cette règle de procédure ne souffre d’aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s’y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d’instruction raisonnablement exigible (ATF 122 V 218 consid. 4b ; Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], op. cit., no 57 ad art. 43 LPGA). b) La procédure de sommation spécifique aux art. 14 al. 4 let. b LAVS et 34a RAVS s’avère ainsi, sous l’angle de l’art. 43 al. 3 LPGA, impérative et même l’incurie des organes de la recourante ne permettait pas d’y déroger. L’acte de sommation devait être notifié à la recourante avec l’indication qu’à défaut de production des pièces comptables ou autres informations complémentaires requises, les masses salariales 2018 et 2019 feraient l’objet d’une taxation d’office, nonobstant la communication en date du 28 février 2020 des déclarations nominatives des salaires 2018 et 2019.”
“c) Dans un premier temps, l'intimée a requis du recourant la remise d'un formulaire relatif à sa situation professionnelle. Pour ce faire, elle a, tout d'abord, notifié au recourant deux courriers en date des 30 avril et 25 mai 2020, dans lesquels elle lui a rappelé son devoir de collaborer et la possibilité offerte à l'assureur de se prononcer en l'état du dossier, en application de l'art. 43 al. 3 LPGA. Faute de réaction du recourant, l'intimée a pris position dans une communication du 6 juillet 2020. Cette dernière correspond simultanément à une mise en demeure et à une décision de mesures provisionnelles, l'intimée ayant à la fois imparti au recourant un délai au 5 août 2020 afin de produire le document susdit, et suspendu provisoirement le versement de la rente d'invalidité dès le 1er juillet 2020, tout en précisant qu'en cas de persistance dans le refus de renseigner, elle rendrait une décision définitive de suppression de rente. Cette manière de procéder n'est toutefois pas admissible. L'art. 43 al. 3 LPGA impose en effet à l'intimée de mettre préalablement en demeure le recourant et de l'avertir des futures conséquences juridiques d'un défaut de collaboration. Or, dans ses courriers précédents des 30 avril et 25 mai 2020, l'intimée n'a jamais mentionné entendre suspendre, respectivement supprimer le droit à la rente d'invalidité du recourant. Ainsi, elle n'était pas autorisée à prononcer directement cette sanction dans sa décision de mesures provisionnelles du 6 juillet 2020. Elle devait se limiter à menacer le recourant d'une éventuelle suspension en cas d'absence de collaboration dans le délai fixé au 5 août 2020. Pour le surplus, le recourant a donné suite à la mise en demeure dans le délai imparti, ayant remis, à l'appui de ses courrier recommandé et courriel du 20 juillet 2020, le formulaire demandé, ainsi que ses fiches de salaire relatives au mois d'août 2019 à juin 2020. Dès lors, rien ne justifiait que l'intimée maintienne la suspension provisoire de la prestation d'assurance au-delà du 20 juillet 2020, ce dont le recourant s'est d'ailleurs étonné dans son courrier du 16 octobre 2020.”
“Die Vorinstanz und die beauftragte Treuhandstelle haben ihrerseits alles Zumutbare unternommen, um die Arbeitgeberkontrolle durchzuführen: Die beauftragte Treuhandstelle hat telefonisch, schriftlich, per Einschreiben und via E-Mail sowohl an die Adressen des Betriebs als auch an C._______ sowie A._______ sel. über einen Zeitraum von dreieinhalb Monaten erfolglos versucht, den Betrieb zu kontaktieren und einen Termin für die Arbeitgeberkontrolle zu vereinbaren. Schliesslich hat die beauftragte Treuhandstelle die letztmals angesetzte Frist, nachdem der Betrieb im Januar 2022 die Angabe von Terminvorschlägen nach abgelaufener Frist angekündigt hatte, faktisch sogar noch um zwei Wochen erstreckt. Die Bemühungen der beauftragten Treuhandstelle sind hinreichend dokumentiert. Mittels Angabe der massgebenden gesetzlichen Grundlagen ist die mandatierte Treuhandstelle gegenüber dem Betrieb auch der Aufklärungspflicht nach Art. 27 Abs. 1 ATSG nachgekommen. Mit der schriftlichen Fristansetzung vom 16. Dezember 2021 wurden im Einklang mit den anwendbaren Bestimmungen die Folgen der Nichteinhaltung angedroht (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) und ausgeführt, dass die bezogenen Versicherungsleistungen vollständig aberkannt und zurückgefordert würden und auf nachträglich eingereichte Unterlagen und neue Terminvorschläge nicht mehr eingetreten würde. Art. 40 Abs. 2 ATSG, wonach die Folgen eines Fristversäumnisses anzudrohen sind, erfasst über den Wortlaut der Bestimmung ("Frist für eine bestimmte Handlung") hinaus auch Termine (Kieser, SK ATSG, Art. 40 N 12). Bei Kurzarbeitsentschädigung werden Leistungen aufgrund summarischer Abklärungen provisorisch gewährt und ein gründliches Beweisverfahren findet erst nachträglich anlässlich einer Arbeitgeberkontrolle statt (Urteile des BGer C 269/03 vom 25. Mai 2004 E. 3.2.1 und C 223/00 vom 5. Februar 2001 E. 4 a/bb). Die Arbeitgeberkontrolle eröffnet die Möglichkeit bisher vorgelegte Unterlagen (bspw. Arbeitszeiterfassungen) anhand von anderen bei der Kontrolle aufgefundenen betrieblichen Unterlagen abzugleichen und auf ihre Korrektheit zu prüfen (vgl. Urteile des BGer 8C_306/2023 vom 7.”
Per l’applicazione dell’art. 43 cpv. 1bis LPGA sussistono incertezze riguardo al suo rapporto con l’art. 57 cpv. 3 IVG. Né il messaggio né la KSVI riveduta forniscono indicazioni specifiche in proposito; inoltre la KSVI, in vigore dal 1° gennaio 2022, non contiene una disposizione esplicita sull’acquisizione di perizie esterne all’assicurazione (monodisciplinari), come era inveÎ menzionato nella versione precedente della KSVI.
“Interessanterweise wurde Art. 57 Abs. 3 IVG, trotz In- krafttreten von Art. 43 Abs. 1bis ATSG per 1. Januar 2022, beibehal- ten (vgl. dazu AS 2021 705 S. 16 und 22 sowie BBl 2017 2535 2682, wobei bei letzterem aber spezifisch auf die Abklärungsaufgaben seitens der IV Bezug genommen wird). Die Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterent- wicklung der IV) äussert sich aber nicht spezifisch zum Verhältnis von Art. 57 Abs. 3 IVG und Art. 43 Abs. 1bis ATSG. Das per 1. Januar 2022 revidierte KSVI enthält ebenfalls keine Hinweise zum Verhält- nis dieser Bestimmungen zueinander bzw. den Auswirkungen des 67 4/7 Sozialversicherung PVG 2022 neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG. Betreffend die Einholung von (mo- nodisziplinären) versicherungsexternen Gutachten wird im ab dem 1. Januar 2022 gültigen KSVI - im Gegensatz zur vorangegangenen Version des KSVI (Rz. 2076.4, sechster Spiegelstrich; Stand:”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'obbligo d'indagine e di chiarimento incombe all'ente assicurativo; esso determina i mezzi e l'entità degli accertamenti necessari. L'ufficio AI deciÞ di regola quali discipline specialistiche debbano essere coinvolte in una perizia. Possono essere disposte perizie di esperti, le quali rivestono un ruolo determinante, poiché l'ente assicurativo deve accertare i fatti rilevanti dal punto di vista giuridico nella misura necessaria per poter decidere sul diritto alla prestazione con prevalente probabilità.
“Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Seitens der IV-Stelle obliegt es grundsätzlich dem RAD, eine umfassende Einordnung vorzunehmen, welche Fachdisziplinen an einer erforderlichen Begutachtung zu beteiligen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 2019, 9C_296/2018, E. 6. 1). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherer den Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 360 E. 5b) entscheiden kann. Dabei kommt Sachverständigengutachten eine massgebende Rolle zu (Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2010, 9C_28/2010, E. 4.1 mit Hinweisen).”
Nel caso di un ricalcolo delle prestazioni complementari, su apposita domanÚ di norma può essere effettuato un ricalcolo una volta per anno solare (cfr. WEL n. 3641.02). L'art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'ente assicuratore a effettuare d'ufficio gli accertamenti necessari; oltre a ciò per i beneficiari e per gli uffici di esecuzione valgono gli obblighi di collaborazione e di comunicazione previsti dalle disposizioni sulle prestazioni complementari.
“Damit habe es den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Zudem bringt er in der Replik vor, das ASB habe für den Zeitraum ab Januar 2020 die gleichen Vermögenserträge angerechnet wie in den Verfügungen mit Gültigkeit ab Mai 2019. Dies sei nicht korrekt und müsse korrigiert werden. 4.4. Gemäss Art. 9 Abs. 5 lit. d ELG i.V.m. Art. 23 Abs. 1 ELV sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgebend. Eine Neuberechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist in den in Art. 25 Abs. 1 ELV genannten Fällen möglich, namentlich bei einer voraussichtlich länger dauernden Verminderung des Vermögens (Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV). Gemäss Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL), Stand 1. Januar 2020, N 3641.02 kann eine Neuberechnung einmal pro Kalenderjahr auf einen entsprechenden Antrag hin erfolgen. 4.5. Es trifft grundsätzlich zu, dass das ASB aufgrund von Art. 43 Abs. 1 ATSG die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Wer Versicherungsleistungen (bzw. hier Ergänzungsleistungen) beansprucht, muss sodann unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Gemäss Art. 24 Satz 1 ELV hat die anspruchsberechtigte Person, ihr gesetzlicher Vertreter bzw. ihre gesetzliche Vertreterin oder gegebenenfalls die Drittperson oder die Behörde, welcher eine Ergänzungsleistung ausbezahlt wird, sogar eine Meldepflicht. Sie muss vor jeder Änderung der persönlichen und vor jeder ins Gewicht fallenden Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse der anspruchsberechtigten Person unverzüglich eine Mitteilung an die kantonale Durchführungsstelle machen. Im Übrigen haben die mit der Festsetzung und Auszahlung der Ergänzungsleistungen betrauten Stellen die wirtschaftlichen Verhältnisse periodisch, mindestens aber alle vier Jahre zu überprüfen (Art.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 487 Una fissazione di un termine con avviso cirÊ le conseguenze (p. es. il diniego di entrare nel merito) è necessaria solo se i mezzi di prova offerti o annunciati dall'assicurato sono pertinenti, cioè appaiono idonei a rendere plausibili i fatti da lui addotti.
“L'administration ou le juge peuvent cependant renoncer à procéder à des mesures d'instruction lorsqu'ils parviennent à la conclusion que les questions complémentaires ne sont pas décisives pour la solution du litige ou qu'elles ne pourraient les amener à modifier leur opinion (appréciation anticipée des preuves; arrêts TF 9C_509/2011 du 4 février 2011 consid. 4.4.1 et 9C_881/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.2; ATF 135 V 465 consid. 4.3.2, 134 I 140 consid. 5.3, 130 II 425 consid. 2.1, 124 V 90 consid. 4b, 122 II 4654 consid. 4a). Lorsque l'administration ne donne pas suite à une requête visant à poser des questions complémentaires à l'expert, la violation du droit d'être entendu invoquée en procédure de recours concerne en réalité la valeur probante de l'expertise et n'a pas de portée propre par rapport au grief tiré d'une mauvaise appréciation des preuves (cf. ATF 130 II 425 consid. 2.1). 2.4. Selon la jurisprudence, le fait pour l'OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d'instruction médicale. On ne peut en déduire que l'office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI. L'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
“Le litige porte sur le refus de l’intimé d’entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations présentée par la recourante le 17 juin 2020, singulièrement sur la question de savoir si l’intéressée a rendu plausible, eu égard aux pièces produites devant l’intimé, une modification significative de son état de santé depuis la décision de refus de prestations du 5 novembre 2018, entrée en force. 3. a) Lorsqu’une rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, une nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations, entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). b) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 et 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Ainsi, lorsqu’un assuré dépose une nouvelle demande sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Un tel avertissement n’est nécessaire que si les moyens proposés sont pertinents, en d’autres termes s’ils sont de nature à rendre plausibles les faits allégués (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.3). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une nouvelle demande, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
“Par dernier examen matériel du droit aux prestations, il faut entendre la dernière décision entrée en force rendue avec une appréciation des preuves et une constatation des faits pertinents (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71). D’après la jurisprudence, l’exigence ancrée à l’art. 87 al. 2 RAI doit permettre à l'administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force d'écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l'assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 130 V 64 consid. 5.2.3 ; 117 V 198 consid. 4b et les références). Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles. Si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrer en matière (ATF 117 V 198 consid. 3a ; TF 9C_75/2021 du 15 novembre 2021 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_576/2021 du 2 février 2022 consid. 3.2). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l’administration pouvait appliquer par analogie l’art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) – qui permet aux organes de I’AI de statuer en l’état du dossier en cas de refus de l’assuré de coopérer – à la procédure régie par l’art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s’en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst. [Constitution fédérale suisse du 18 avril 1999, RS 101] ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé, n’appelle pas à une révision au sens de l’art. 17 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA ; RS 830.1), applicable par le renvoi de l’art. 1 al. 1 de la loi du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité (LAI ; RS 831.20 ; arrêt TF 9C_89/2013 du 12 août 2013 consid. 4.1 et les références citées). Les principes régissant la révision selon l’art. 17 LPGA étant applicables par analogie aux cas prévus à l’art. 87 RAI, il doit en aller de même s’agissant d’une nouvelle demande, comme ici. Selon la jurisprudence, le fait pour l’OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d’instruction médicale. On ne peut en déduire que l’office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 3 RAI. L’administration peut appliquer par analogie l’art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l’AI de statuer en l’état du dossier en cas de refus de l’assuré de coopérer – à la procédure régie par l’art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s’en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d’autres termes qu’ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
Le dichiarazioni dettagliate e presenti nel questionario raccolto dall'ente assicurativo costituiscono un indizio rilevante del fatto accertato. Se le affermazioni rese successivamente, dopo l'emanazione di un provvedimento di diniego della prestazione, divergono su punti decisivi, esse — a condizione che le domanÞ nel questionario siano state formulate in modo chiaro — risultano di norma poco convincenti. Queste considerazioni derivano dall'obbligo d'accertamento dell'ente assicurativo ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Nach Gesagtem handelt es sich bei dem nach Erlass der leistungsverneinenden Verfügung vom 5. Januar 2022 geschilderten Ereignishergang nicht lediglich um Präzisierungen ihrer vor diesem Zeitpunkt gemachten Angaben, sondern um davon in entscheidenden Punkten abweichende Angaben. Die Aussagen der Beschwerdeführerin im Fragebogen zum Unfallhergang stellen daher ein gewichtiges Indiz dar, welches gegen die spätere Version spricht. Zudem gilt es zu beachten, dass es nach der Rechtsprechung, wenn der Unfallversicherer in Nachachtung seiner Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Untersuchungsgrundsatz; Art. 43 Abs. 1 ATSG) mittels Fragebogen eine detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse durchführt, nicht überzeugt, wenn die versicherte Person den entsprechenden Sachverhalt erst nach der abschlägigen Verfügung darlegt (Urteile des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 14. November 2013 E. 4.2 und 8C_436/2009 vom 22. Oktober 2009 E. 6.2). Da die Fragestellung im Fragebogen genügend klar war, kann die Beschwerdeführerin zudem auch aus der Formulierung der Fragen im Fragebogen nichts zu ihren Gunsten ableiten.”
L'ente assicurativo dispone, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, di un ampio margine di discrezionalità quanto alla necessità, all'entità e all'adeguatezza degli accertamenti medici. Le perizie di esperti ovvero i pareri medici svolgono un ruolo determinante nella valutazione dello stato di salute giuridicamente rilevante.
“Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz sind die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Art. 43 N 20 mit Hinweisen).”
“Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Seitens der IV-Stelle obliegt es grundsätzlich dem RAD, eine umfassende Einordnung vorzunehmen, welche Fachdisziplinen an einer erforderlichen Begutachtung zu beteiligen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 2019, 9C_296/2018, E. 6. 1). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz hat der Versicherer den Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass er über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 126 V 360 E. 5b) entscheiden kann. Dabei kommt Sachverständigengutachten eine massgebende Rolle zu (Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2010, 9C_28/2010, E. 4.1 mit Hinweisen).”
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen verpflichtet Verwaltung und Gericht auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, den sie als den zutreffenden erachten, und ihm jene Auslegung zu geben, von der sie überzeugt sind (BGE 119 V 347, 349 E. 1a).”
La cassa di disoccupazione è, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, in forza del principio dell'accertamento d'ufficio, tenuta a effettuare gli accertamenti necessari per stabilire i fatti rilevanti ai fini del diritto riguardanti la situazione economiÊ del figlio maggiorenne, nella misura in cui ciò sia necessario per valutare un obbligo di mantenimento a favore del figlio maggiorenne e le pretese derivanti da tale obbligo (p. es. il diritto a un'indennità giornaliera più elevata).
“a AVIG haben die Organe der Arbeitslosenversicherung vorfrageweise über die Mündigenunterhaltspflicht zu befinden. In diesem Zusammenhang haben sie unter anderem die Rechtsfrage der Zumutbarkeit der Unterhaltsverpflichtung i. S. v. Art. 277 Abs. 2 ZGB zu beantworten (BGE 130 V 237 ff.). Zumutbarkeit gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB bedeutet, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern der Leistungsfähigkeit des Kindes gegenüberzustellen sind. Die Eigenverantwortung des mündigen Kindes geht der Unterhaltspflicht der Eltern in jedem Fall vor (vgl. Art. 276 Abs. 3 ZGB), weshalb dieses, soweit mit der Ausbildung vereinbar, alle Möglichkeiten auszuschöpfen hat, um den Unterhalt während der Ausbildung nach Möglichkeiten selbst zu bestreiten und namentlich einem Erwerb nachzugehen, wobei allenfalls ein hypothetisches Einkommen aufzurechnen ist (Urteil BGer 8C_882/2009 vom 19. Februar 2010 E. 5.1 mit Hinweisen u. a. auf BGE 130 V 237). Um die Frage der Unterhaltspflicht als Voraussetzung für den geltend gemachten Anspruch auf ein höheres Taggeld beantworten zu können, ist die Arbeitslosenkasse nach Art. 43 Abs. 1 ATSG aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes dazu verpflichtet, die zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungsmassnahmen hinsichtlich der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kindes zu tätigen (vorerwähntes Urteil BGer 8C_882/2009 E. 5.2).”
“a AVIG haben die Organe der Arbeitslosenversicherung vorfrageweise über die Mündigenunterhaltspflicht zu befinden. In diesem Zusammenhang haben sie unter anderem die Rechtsfrage der Zumutbarkeit der Unterhaltsverpflichtung i. S. v. Art. 277 Abs. 2 ZGB zu beantworten (BGE 130 V 237 ff.). Zumutbarkeit gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB bedeutet, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern der Leistungsfähigkeit des Kindes gegenüberzustellen sind. Die Eigenverantwortung des mündigen Kindes geht der Unterhaltspflicht der Eltern in jedem Fall vor (vgl. Art. 276 Abs. 3 ZGB), weshalb dieses, soweit mit der Ausbildung vereinbar, alle Möglichkeiten auszuschöpfen hat, um den Unterhalt während der Ausbildung nach Möglichkeiten selbst zu bestreiten und namentlich einem Erwerb nachzugehen, wobei allenfalls ein hypothetisches Einkommen aufzurechnen ist (Urteil BGer 8C_882/2009 vom 19. Februar 2010 E. 5.1 mit Hinweisen u. a. auf BGE 130 V 237). Um die Frage der Unterhaltspflicht als Voraussetzung für den geltend gemachten Anspruch auf ein höheres Taggeld beantworten zu können, ist die Arbeitslosenkasse nach Art. 43 Abs. 1 ATSG aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes dazu verpflichtet, die zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungsmassnahmen hinsichtlich der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kindes zu tätigen (vorerwähntes Urteil BGer 8C_882/2009 E. 5.2).”
LPGA art. 43 n. 483 In caso di rinvio, spetta all'amministrazione/ente assicuratore integrare l'istruttoria. Ciò comprenÞ in particolare l'aggiornamento delle cartelle cliniche nonché l'adozione e l'esecuzione degli ulteriori accertamenti o perizie necessari.
“Ainsi, la recourante aurait droit à trois quarts de rente d’invalidité du 1er septembre 2019 au 29 février 2020, puis à une demi-rente d’invalidité du 1er mars au 31 août 2020 (trois mois après l’augmentation de la capacité de travail de la recourante dès le 8 mai 2020). b) Pour la période du 1er septembre 2020 au 31 janvier 2022, le taux d’invalidité globale s’élève à 35,74 % [0.4 x 0.80] + [18,7 % x 0.20], un taux insuffisant pour ouvrir un droit à une rente de l’assurance-invalidité. c) Pour la période dès le 1er février 2022, le taux d’invalidité global ne peut être déterminé dans la mesure où les empêchements ménagers doivent être réévalués dès le 1er février 2022. 12. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée réformée en ce sens que la recourante a droit à trois quarts de rente du 1er septembre 2019 au 29 février 2020, puis à une demi-rente du 1er mars au 31 août 2020. La décision doit pour le surplus être annulée et la cause renvoyée à l’OAI, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA) pour qu’il complète l’instruction en actualisant la situation médicale de la recourante, notamment concernant l’évolution de la maladie, l’efficacité du traitement et la capacité de travail et en faisant réaliser une nouvelle enquête à domicile, puis qu’il rende une nouvelle décision statuant sur la demande de rente AI et de mesures professionnelles. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) Il n’y a pas lieu d’allouer des dépens, la partie recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision rendue le 14 septembre 2022 par l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud est réformée en ce sens que J.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 16. a) Vu la violation de son devoir d’instruction par l’intimé, il y a lieu de lui renvoyer la cause pour la compléter sur le plan médical. En particulier, il lui incombera d’actualiser les pièces de son dossier, tout particulièrement auprès de l’Hôpital G.________, afin de vérifier si le recourant a ou non bénéficié d’un séjour en neuro-rééducation. A défaut, il lui appartiendra de mettre en œuvre une évaluation sur ce plan selon les recommandations formulées par les experts du P.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’espèce, il ne pouvait échapper à l’intimé que le rapport d’expertise du Dr E.________ était insuffisant (compte tenu de ses lacunes et incohérences notamment) pour statuer sur le droit aux prestations du recourant, de sorte que ce document ne pouvait se voir accorder valeur probante. La Cour de céans estimant que l’intimé a failli à son obligation d’élucider les faits à satisfaction, il s’agit dès lors de lui renvoyer la cause pour complément d’instruction.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4ème éd., 2020, n° 17 et 29 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 18. Au vu des lacunes encore présentes dans le dossier du recourant, il s’impose de renvoyer la cause à l’intimé pour instruction complémentaire, telle que ressortant des considérants 14d et 15d supra. Il lui incombera de réexaminer la nature et la date de survenance des difficultés liées à l’accomplissement de l’acte « se déplacer/entretenir des contacts sociaux », de solliciter les informations utiles en lien avec la question de la surveillance personnelle permanente et de chiffrer à nouveau le surcroît de temps consacré aux actes ordinaires de la vie, pertinent sous l’angle du supplément pour soins intenses (en particulier notamment eu égard à la prise en compte d’une aide durable et importante pour la réalisation de l’acte « manger » dès l’âge de 3 ans).”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA il fatto deve essere accertato in modo tale da poter decidere su un diritto alle prestazioni con il grado di prova della maggior probabilità. La mera possibilità di un fatto non è sufficiente; va inveÎ ritenuta la rappresentazione dei fatti che, valutate tutte le possibili spiegazioni, risulta la più probabile.
“In verfahrensrechtlicher Hinsicht bleibt darauf hinzuweisen, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht ist, wonach Versicherungsträger und Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen haben (Art. 43 Abs. 1 ATSG bzw. Art. 61 lit. c ATSG; BGE 125 V 195 E. 2). Dies bedeutet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen dann vorzunehmen sind, wenn und soweit hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht. Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b).”
“Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatz ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 200 E. 1.4.). Grundsätzlich liegt es jedoch im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1; Urteil BGer 9C_1037/2010 vom 10. Oktober 2011 E. 5.1). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung.”
“Die Abklärung des für die Beurteilung von Ansprüchen versicherter Personen notwendigen Sachverhalts hat gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die verfügende wie auch die eine Verfügung überprüfende Behörde bzw. das Gericht von Amtes wegen vorzunehmen. Demnach haben die Versicherung und das Sozialversicherungsgericht von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, für die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, in welcher Art über die Rechte und Pflichten einer versicherten Person zu entscheiden ist (vgl. Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70 N 4 mit weiteren Hinweisen). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. Cristina Schiavi, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl.”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6).”
Se l'accertamento medico è incompleto (p. es. mancano esami di imaging) e tali indagini siano necessarie per la valutazione e ragionevolmente esigibili, ciò può giustificare il rinvio all'autorità precedente per il completamento dell'istruttoria ovvero per l'esecuzione di ulteriori accertamenti specialistici o di una perizia ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA.
“So ist angesichts der gegebenen Aktenlage nicht nachvollziehbar, wieso Dr. H.___ am 17. Juli 2023 - und damit noch zeitnah zum Ereignis vom 8. Juni 2023 - die Notwendigkeit von bildgebenden Abklärungen nicht erkannte respektive deren Nachholung nicht veranlasste. Sie scheint bei ihrer medizinischen Beurteilung angenommen zu haben, dass der Beschwerdeführer von sich aus sämtliche notwendigen Abklärungsmassnahmen initiieren müsse. Es ist jedoch laut Art. 43 Abs. 1 ATSG am Versicherungsträger, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Eine Begründung, wieso die von Dr. H.___ durchaus als fehlend bemängelte Bildgebung (UV-act. 21-6) nicht nachgeholt wurde, enthält Dr. H.___s Beurteilung nicht. Von einer fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers ist aufgrund der Akten nicht auszugehen, zumal nichts Entsprechendes dokumentiert wurde. Der Beschwerdeführer erklärt denn im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auch, der Beschwerdegegnerin mehrfach eine Nachuntersuchung und auch eine aktuelle Bildgebung angeboten zu haben (act. G1 S. 3 unten). Eine reine Beurteilung aufgrund der Akten kann jedoch nur dann beweiskräftig sein, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Mangels Bildgebung kann vorliegend nicht von der Erfüllung dieser Voraussetzungen ausgegangen werden.”
“En l'espèce, il ressort du dossier que l'appréciation médicale de l'ensemble des atteintes à la santé de la recourante n'a pas été instruite comme il se doit et mérite des éclaircissements. Partant, il se justifie, en application de l'art. 61 al. 1 PA, de renvoyer la cause à l'autorité inférieure afin qu'elle procède aux mesures d'instruction nécessaires, puis rende une nouvelle décision. Il est au demeurant précisé que la recourante a eu l'occasion de retirer son recours ou de se prononcer sur le risque de reformatio in pejus conformément à la jurisprudence du Tribunal fédéral (ATF 137 V 314 consid. 3.2.4 ; cf. supra consid. C.f). 8.2 L'instruction à venir ne se résumera pas à une simple interpellation des médecins traitants quant aux atteintes de la recourante, mais concernera l'état de santé de l'intéressée dans son ensemble. L'autorité inférieure requerra le dossier médical complet de l'intéressée auprès de ses médecins traitants et, ensuite, mettra en oeuvre une expertise médicale en Suisse, sous réserve de l'art. 43 al. 2 LPGA, en particulier dans le domaine de la psychiatrie, ainsi que dans toute autre discipline jugée nécessaire par les experts (art. 44 LPGA ; ATF 139 V 349 consid. 3.3). La question de savoir comment les différentes incapacités de travail (activité habituelle, activité adaptée) et comment les différentes limitations fonctionnelles s'articulent fera l'objet d'une discussion consensuelle entre les experts (ATF 143 V 124 consid. 2.2.4 ; arrêt du TF 8C_483/2020 du 26 octobre 2020 consid. 4.1). 9. Partant, le recours doit être admis et les décisions du 16 mai 2023 annulées. La cause doit être renvoyée à l'autorité inférieure pour instruction complémentaire dans le sens des considérants et nouvelle décision. 10. 10.1 Vu l'issue du litige, la recourante ne doit pas participer aux frais de procédure (cf. art. 63 al. 1 PA). En effet, selon la jurisprudence fédérale, une partie est considérée comme ayant obtenu gain de cause lorsque l'affaire est renvoyée, comme en l'espèce, à l'autorité inférieure pour instructions complémentaires et nouvelle décision (ATF 132 V 215 consid.”
Una decisione di non entrata in materia ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA presuppone che la persona assicurata sia stata precedentemente diffidata per iscritto, informata sulle conseguenze giuridiche e le sia stato concesso un termine ragionevole. Inoltre devono essere rispettati i principi procedurali, in particolare il diritto al contraddittorio; ciò comprenÞ la procedura preliminare/preavviso (art. 57a LAI). La violazione di tali obblighi procedurali formali può determinare l'annullamento della decisione di non entrata in materia, indipendentemente dalle prospettive di successo del procedimento di impugnazione sul merito.
“En premier lieu, il convient d'examiner d'office si l'autorité inférieure a correctement mené, d'un point de vue formel, la procédure qui a abouti au prononcé de la décision litigieuse et, en particulier, si elle a respecté son obligation de rendre un préavis au sens de l'art. 57a LAI. Le non-respect de cette obligation légale, s'il était établi, devrait être sanctionné selon les principes relatifs à la violation du droit d'être entendu (Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung IVG, 4e éd. 2023, n° 4 ad art. 57a LAI, avec réf.) et serait ainsi susceptible d'entraîner l'annulation de la décision attaquée indépendamment des chances de succès du recours sur le fond (cf. ATF 149 I 91 consid. 3.2, 148 IV 22 consid. 5.5.2 et 144 I 11 consid. 5.3). 5.1 5.1.1 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. Selon l'art. 43 al. 3 LPGA, si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Une décision d'irrecevabilité qui sanctionne un refus de collaborer au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA constitue une décision finale (ATF 131 V 42 consid. 3). 5.1.2 Au moyen d'un préavis, l'office AI communique à l'assuré toute décision finale qu'il entend prendre au sujet d'une demande de prestations ou au sujet de la suppression ou de la réduction d'une prestation déjà allouée. L'assuré a le droit d'être entendu, conformément à l'art. 42 LPGA (art. 57a al. 1 LAI). Le sens et le but de la procédure de préavis est de permettre une discussion simple des faits et d'améliorer ainsi l'acceptation de la décision par les assurés (ATF 134 V 97 consid.”
LPGA art. 43 n. 479 Se, nonostante un sollecito scritto e l'avvertimento sulle conseguenze giuridiche, non viene fornita una collaborazione giustificata, è ammissibile decidere sulla base degli atti (decisione sugli atti ovvero non entrata in materia), purché una simile decisione sia possibile in base al materiale documentale disponibile. La prassi documenta che il provvedimento con fissazione di un termine e l'avviso della possibilità di una decisione sugli atti viene utilizzato per far rispettare scadenze ovvero per ottenere informazioni.
“Aus diesem Grund sei ein persönliches Gespräch betreffend das weitere Vorgehen erforderlich (Suva-act. 10 und 11). In ihrer E-Mailantwort vom 17. Oktober 2016 erklärte die Beschwerdeführerin, dass überhaupt kein Interesse an einer Versicherung bei ihr bestehe und eine Versicherungspflicht in den vergangenen Jahren bereits zwei Mal verneint worden sei. Dass die Suva nun nach neuerlicher Besichtigung zu einem anderen Schluss gelange, entbehre jeglicher Grundlage (Suva-act. 12). C.c Am 17. Januar 2018 nahm die Suva zwecks Vereinbarung eines persönlichen Besprechungstermins zur Vornahme abschliessender Abklärungen erneut mit der Beschwerdeführerin telefonisch Kontakt auf. Nachdem Letztere sich anlässlich dieses Telefongesprächs geweigert hatte, mit der Suva einen Termin zu vereinbaren, und ihr in Aussicht gestellt hatte, dass sie keinen weiteren Besuch seitens der Suva empfangen werde, forderte die Suva die Beschwerdeführerin - unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht nach Art. 28 ATSG und die Möglichkeit eines Aktenentscheids bei Verletzung dieser Pflicht nach Art. 43 ATSG - am 25. Januar 2018 schriftlich auf, sich zwecks Terminvereinbarung bis am 16. Februar 2018 mit der Suva in Verbindung zu setzten (Suva-act. 16 und 17). Mit Schreiben vom 14. Februar 2018 teilte die Beschwerdeführerin der Suva erneut mit, dass sie - wie in der Vergangenheit von der Suva selbst wiederholt festgestellt - die Voraussetzungen für eine Unterstellung unter den Zuständigkeitsbereich der Vorinstanz nicht erfülle, weshalb sich eine erneute Überprüfung (Besprechung, Betriebsbesichtigung) erübrige (Suva-act. 18). D. D.a Mit Verfügung vom 20. September 2018 unterstellte die Suva die Beschwerdeführerin für die obligatorische Unfallversicherung ab 1. Januar 2019 ihrem Zuständigkeitsbereich und teilte sie sowohl für die Berufsunfallversicherung (BUV) als auch für die Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) zu 87% der Risikogemeinschaft 55D und zu 13% der Risikogemeinschaft 11C zu. Zur Begründung der Unterstellung verwies die Suva auf Art. 66 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.”
“Oktober 2016 mitgeteilt hatte, dass sie aufgrund des Betriebsbesuchs im Dezember 2015 und interner Abklärungen ein weiteres persönliches Gespräch für erforderlich halte, weshalb sie die Beschwerdeführerin um die Vereinbarung eines weiteren Termins ersuche, erklärte die Beschwerdeführerin in ihrer E-Mailantwort vom 17. Oktober 2016, dass keinerlei Interesse an einer Versicherung bei der Suva bestehe und eine Versicherungspflicht in den vergangenen Jahren ohnehin bereits verneint worden sei. Zwecks Vereinbarung eines persönlichen Besprechungstermins nahm die Vorinstanz am 17. Januar 2018 erneut mit der Beschwerdeführerin telefonisch Kontakt auf, wobei sich Letztere anlässlich dieses Telefongesprächs weigerte, mit der Suva einen Termin zu vereinbaren, und ihr in Aussicht stellte, dass sie keinen weiteren Besuch seitens der Suva empfangen werde. In der Folge forderte die Suva die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 25. Januar 2018 - unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht nach Art. 28 ATSG und die Möglichkeit eines Aktenentscheids bei Verletzung dieser Pflicht nach Art. 43 ATSG - erneut auf, sich zwecks Terminvereinbarung mit ihr in Verbindung zu setzten. In ihrer Antwort vom 14. Februar 2018 verneinte die Beschwerdeführerin die Zuständigkeit der Vorinstanz und teilte dieser mit, dass sich eine erneute Überprüfung (Besprechung, Betriebsbesichtigung) damit erübrige. Daraufhin erliess die Vorinstanz gestützt auf die Akten (namentlich ihren Bericht vom 21. Dezember 2015 [Suva-act. 13] und Auszüge aus der Homepage der Beschwerdeführerin vom 16. Januar und vom 23. April 2018 [Suva-act. 15 und 21]) am 20. September 2018 die in Aussicht gestellte Verfügung (vgl. oben Bst. C und D.a).”
“Per la documentazione richiesta ed ogni ulteriore informazione (in particolare: conteggi salari, contratto di lavoro e disdetta del medesimo, accrediti stipendi dal giorno dell'assunzione ad oggi; dichiarazione cassa AVS; assoggettamento secondo pilastro; contabilità: mastro stipendi e giornale ove si evincono le registrazioni dei salari), il signor RI 1 ha invitato CO 1 a scrivere direttamente al signor __________ che figurava come amministratore unico della __________. Alla richiesta di CO 1 e con email del 30 marzo 2023 il signor Poma risponde di non ritenere opportuno fornire informazioni confidenziali a terzi, considerando la richiesta di CO 1 "superflua, in base al corso di specie". Copia dell'email è inviata all'avvocato __________. Con email dello stesso giorno, CO 1 informa il signor __________ che l'art. 28 LPGA prevede l'obbligo per gli assicurati, come per il datore di lavoro, di collaborazione nell'esecuzione. È accordato un termine al 30 aprile 2023 per fornire la documentazione richiesta. L'avvocato indicato dal signor __________ non è informato in quanto non pervenuta a CO 1 regolare procura. Ai sensi dell'art. 43 LPGA le persone che pretendono prestazioni hanno l'obbligo di collaborare e informare l'assicuratore. L'istruzione svolta da CO 1 ha permesso di stabilire che il salario annunciato per il periodo antecedente l'evento del 10 novembre 2022 di CHF 12'500 mensili non risulta essere in linea con la realtà. La perizia contabile prima (vedi considerazioni espresse nella decisione del 5 dicembre 2023) e l'estratto conto definitivo per l'anno 2022 richiesto da CO 1 a __________ e ricevuto il 14 marzo 2024 poi, indicano chiaramente la realtà dei fatti. Da quest'ultimo documento si evince che per l'anno 2022 è stato dichiarato reddito annuale di CHF 64'638 - ovvero CHF 5'386.50 mensili. La questione a ricercare la ragione per cui è stato indicato un salario più elevato può rimanere aperta. Decisiva, perché possa già essere applicato l'art. 46 cpv. 2 LAINF, è la circostanza che il ricorrente sapeva del salario non corrispondente alla realtà. Così facendo, egli era cosciente che sarebbero state versate indennità giornaliere più elevate rispetto a quelle che sarebbero state concesse con la dichiarazione del salario effettivo e reale.”
La sanzione prevista dall'art. 43 cpv. 3 LPGA si appliÊ solo in caso di una violazione ingiustificabile degli obblighi di informazione o di collaborazione. Se mancano ragioni giustificative o il comportamento della persona assicurata è del tutto incomprensibile, la sanzione è possibile; inveÎ, i mancati adempimenti sono di regola giustificabili quando derivano, ad esempio, da malattia o da disturbi di origine psicogena che annullano la capacità di comprendere o la responsabilità, ovvero rendono irragionevole l'esecuzione della misura.
“A proposito del carattere ingiustificato del rifiuto commesso da un assicurato, con sentenza del 1° settembre 2006 (I 371/05) l'allora Tribunale federale delle assicurazioni ha rilevato quanto segue: " (…) 6.2 Die Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht ist nur relevant, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt (Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG (vgl. Erw. 4.1 hievor; BBl 1991 II 261; Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 43 Rz 39). Dies trifft nicht zu, wenn sich die versicherte Person aus psychogenen Gründen, die Krankheitswert haben, weigert, zu einer angeordneten Massnahme Hand zu bieten (EVGE 1962 S. 45 Erw. 2; Urteile C. vom 7. Dezember 2005 Erw. 3.3.2, I 124/05, und S. vom 29. August 2003 Erw. 1.3, I 21/03). Die Problematik, ob dem Versicherten eine Begutachtung durch Dr. med. H. aus psychischen Gründen unzumutbar ist, wurde von der IV-Stelle nicht geprüft, da dies vor Erlass der Verfügung vom 6. Dezember 2004 noch nicht vorgebracht wurde. Die Sache ist somit an die IV-Stelle zu überweisen, damit sie hierüber befinde. (…)". Ed ancora, il 30 gennaio 2007 (I 166/06) si è così pronunciato: " 5.1 Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 3 ATSG liegt eine Verletzung der Mitwirkungspflicht nur dann vor, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt ist. Sie muss somit schuldhaft sein (vgl. auch Art. 73 IVV). Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Kieser, ATSG-Kommentar, N 39 zu Art. 43). (…).". Nella sentenza del 6 novembre 2007 (U 48/07), il ricorrente si era rifiutato di sottoporsi ad una perizia medica pluridisciplinare ordinata dal giudice, motivando di avere rifiutato di sottoporsi a questa misura d'accertamento quando è stata ordinata dall'assicuratore, perché aveva perso la fiducia in quest'ultimo. Il Tribunale federale ha ritenuto che un tale motivo non scusava il rifiuto dell'assicurato di sottoporsi ad una perizia medica necessaria per l'apprezzamento del suo caso, dato che le parti potevano, se caso, far valere, presso l'assicuratore, fondati motivi per ricusare il perito e presentare delle controproposte (art.”
“Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. La disposition prévoit ainsi une décision au fond sur la base des pièces au dossier, mettant un terme à la procédure (sous réserve de recours), ou la possibilité d'une décision d'irrecevabilité de la demande dont l'assureur est saisi, mettant également dans ce cas un terme à la procédure en tant que décision finale (sous réserve de recours) et non d'ordonnancement de la procédure au sens d'une décision incidente (ATF 131 V 42 consid. 3; Thierry Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, n° 830), mais l'assureur doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (ATF 108 V 229 ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 5.4 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd. 2020, art. 43 LPGA n° 111). 7.2 La sanction de l'art. 43 al. 3 LPGA ne peut s'appliquer que si le comportement de l'assuré est inexcusable. Subjectivement, il est nécessaire qu'il puisse être considéré comme responsable de ses actes. Cette condition n'est pas remplie lorsqu'en raison d'une maladie ou pour d'autres raisons, il n'est pas à même d'apprécier les conséquences de sa manière d'agir ou de se comporter d'après cette appréciation (arrêt du Tribunal fédéral 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références ; Michel Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants (AVS) et de l'assurance-invalidité (AI), 2011, n° 2884 ; Ueli Kieser, op. cit., art. 43 LPGA n° 103). Il en va de même lorsque, en raison de troubles psychogènes, il n'est pas en mesure de donner suite aux mesures ordonnées (arrêts du Tribunal fédéral I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5 et I 371/05 du 1er septembre 2006 consid. 6.2 et les références). Dans son recours, l'intéressé relève ne pas avoir reçu « correctement » les premiers écrits, raison pour laquelle il n'aurait pas pu y répondre.”
“Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung. 3.4. 3.4.1. Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Versicherten (BGE 125 V 193, 195 E. 2). Danach haben sie sich den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Mahn- und Bedenkzeitverfahren; Art. 43 Abs. 3 ATSG). 3.4.2. Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und 2 ATSG muss die angeordnete Untersuchung somit notwendig und zumutbar sein. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist die Weigerung, sich der Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich entschuldbar (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.1.). Voraussetzung der Sanktion ist daneben auch, dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_528/2009 vom 3. November 209 E. 7.2). Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa, weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_994/2009 vom 22. März 2010 E.”
“Soweit ärztliche und fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, haben sich die versicherten Personen diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Eine unentschuldbare Verletzung dieser Mitwirkungspflicht kann nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren einen Entscheid aufgrund der Akten oder Nichteintreten zur Folge haben (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war, und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. Urteil des BGer 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2; vgl. Urteile des BVGer C-5454/2016 vom 8. Juni 2017 E. 4.2 sowie C-4166/2014 vom 1. Oktober 2015 E. 3.6 mit Hinweis auf Urteil des BGer 9C_28/2010 vom 12. März 2010).”
LPGA art. 43 n. 477 La persona assicurata è tenuta, in particolare, a rendere noti i fatti che conosÎ meglio dell'autorità e che l'autorità altrimenti non potrebbe acquisire, o non potrebbe acquisirli se non con uno sforzo irragionevole.
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 476 In presenza di complesse interazioni somatico‑psichiche va accertato in che modo i reperti somatici e psichici si influenzino reciprocamente sulla capacità funzionale e sul grado d'invalidità. Se necessario, occorrono accertamenti supplementari; la fonte indiÊ come metodo preferenziale un accertamento domestico.
“Im Rahmen der erstmaligen Beurteilung des Leistungsanspruchs wurden zudem somatische Erkrankungen mit Auswirkung auf die funktionelle Leistungsfähigkeit festgestellt, darunter insbesondere Kniebeschwerden (Urk. 11/116/5) und ein LWS-Syndrom (Urk. 11/123/3; vgl. E. 2.3). Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) auch prüfen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang insbesondere darauf, dass im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrades gegebenenfalls weitere Erhebungen im Hinblick auf den invalidenversicherungsrechtlichen Status der bis anhin teilerwerbstätigen Beschwerdeführerin sowie die konkreten Einschränkungen im Aufgabenbereich erforderlich sein werden, vorzugsweise im Rahmen einer Haushaltsabklärung.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 475 L'ente assicuratore è tenuto ad accertare d'ufficio in modo adeguato la situazione di fatto e a raccogliere le informazioni necessarie. Qualora manchino accertamenti necessari o risultino questi insufficienti, ciò può rendere necessario il rinvio per l'integrazione dell'istruttoria o l'acquisizione di perizie integrative.
“S. 17). Unklar bleibt somit – auch mit Blick auf den hiervor wiedergegebenen Tippfehler – das genaue Ausmass sowie der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019, weswegen der Sachverhalt hinsichtlich der Frage nach einem allfälligen befristeten Rentenanspruch (unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] bis spätestens April 2019) nicht liquid ist und sich als punktuell ergänzungsbedürftig erweist. Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich im vorliegenden Verfahren Weiterungen hinsichtlich der erwerblichen Aspekte der Invaliditätsbemessung (Beschwerde S. 7). Die der Verwaltung obliegende, den höchstrichterlichen Anforderungen genügende Erstabklärung fehlt vorliegend. Die Beschwerdegegnerin hat das Erforderliche nachzuholen. Damit kommt diese Aufgabe hier nicht dem angerufenen Gericht, sondern in erster Linie der Verwaltung zu, welche bisher ihren Abklärungspflichten (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nur ungenügend nachgekommen ist. Die höchstrichterliche Rechtsprechung sieht denn auch vor, dass eine Rückweisung der Sache möglich ist, wenn sie allein in der notwendigen Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.), was nach dem Dargelegten hier der Fall ist. Die Beschwerdegegnerin – an welche in diesbezüglicher Gutheissung der Beschwerde die Akten zurückzuweisen sind – hat demnach bei Dr. med. C.________ ein ergänzendes bzw. präzisierendes Gutachten bezüglich der Frage nach dem Ausmass und dem Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019 einzuholen. Hierzu werden vorgängig bei den behandelnden Ärzten die echtzeitlichen Behandlungsaufzeichnungen (Krankengeschichten) zu edieren sein. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin über den streitigen befristeten Rentenanspruch neu zu verfügen haben.”
“1 LPGA, de requérir de l’intéressée les pièces permettant de prouver ses dires, par exemple la convention ou le jugement de divorce de ses parents établissant sa garde durant sa minorité, la police d’assurance-maladie obligatoire des soins conclue en Suisse pour toute période précédant le 8 juillet 2016, les factures ou tout document relatifs aux loisirs sportifs exercés en Suisse avant 2016, une attestation de domicile de ses parents relative à la période précédant leur divorce, etc. Il était également loisible à la Caisse d’auditionner le père de l’assurée pour le cas notamment où le jugement de divorce ne permettrait pas d’établir la fréquence des séjours de sa fille à son domicile après le divorce. ccc) Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en toute connaissance de cause sur la question de la résidence habituelle de la recourante avant le 8 juillet 2016. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra notamment à l’intimée d’obtenir les pièces utiles auprès de l’assurée, éventuellement d’auditionner le père de cette dernière, et de rendre une nouvelle décision. 7. a) En définitive, le recours doit être admis, la décision sur opposition litigieuse annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA). Vu le sort de ses conclusions, la recourante a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 1’500 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), et de la mettre intégralement à la charge de l’intimée. Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 24 septembre 2021 par la Caisse cantonale de chômage, Division juridique est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision.”
“Gesetzliche Bestimmungen, welche die Versicherungsträger lediglich zur Überprüfung der Leistungsansprüche verpflichten, stellen dabei rechtsprechungsgemäss keine Normen zum Schutz des Vermögens der betroffenen Person dar (BGE 137 V 76 E. 3.3.1; Urteil des BGer 8C_283/2016 vom 24. Januar 2017 E. 4.2; Pribnow, a.a.O., N. 29 zu Art. 78 ATSG). Vorliegend wäre die Vorinstanz in Nachachtung ihrer Abklärungspflicht sowie des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. dazu Art. 43 Abs. 1 ATSG; vgl. dazu auch Kieser, ATSG-Kommentar, N. 10 f. und N. 13 ff. zu Art. 78 ATSG) gehalten gewesen, von der Beschwerdeführerin die notwendigen Dokumente zum Nachweis der angezeigten Geburt einzufordern und alsdann über den Kinderrentenanspruch zu verfügen. Indem sie dies unterlassen hat, ist sie ihrer gesetzlichen Pflicht zur weiteren Abklärung des Sachverhaltes und zur Anwendung des einschlägigen Rechts von Amtes wegen (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht nachgekommen. Damit hat sie ihre Pflicht zur näheren Prüfung des Leistungsanspruchs nicht beachtet. Allerdings dient auch Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht unmittelbar dem Schutz des Vermögens vor dem Handeln respektive Nichthandeln der Behörde. Es handelt sich vielmehr auch hier - wie in den vorstehend zitierten Urteilen (BGE 137 V 76 E. 3.3.1; Urteil 8C_283/2016 E. 4.2) - um eine Norm, welche den Versicherungsträger lediglich zur Überprüfung der Leistungsansprüche verpflichtet. Solche Normen bezwecken - wie vorstehend ausgeführt - nicht den Schutz des Vermögens der interessierten Personen. Die Verletzung von Art. 43 Abs. 1 ATSG vermag demnach für sich allein noch keine Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 78 Abs. 1 ATSG zu begründen. Soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang einwendet, sie dürfe ohne Weiteres von einer korrekten Bearbeitung ihrer Mitteilung bezüglich der Geburt ihres Sohnes ausgehen, beschlägt dieser Einwand die genannte Pflicht zur Überprüfung der angemeldeten Ansprüche. Eine Widerrechtlichkeit im Sinne von Art. 78 ATSG kann daraus für sich allein noch nicht abgeleitet werden.”
“6/14/2), weshalb eine Verifizierung seiner Einschätzung unterblieb. Dr. Z.___ hielt in seinen Berichten, letztmals am 10. Februar 2023, lediglich fest, eine den Beschwerden angepasste Tätigkeit wäre gegebenenfalls möglich, ohne körperlich grössere Belastung. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssten und in welchem prozentualen Ausmass sich eine Tätigkeit gegebenenfalls realisieren liesse, legte der Hausarzt des Beschwerdeführers nicht dar. Die Beschwerdegegnerin legte das medizinische Dossier nicht ihrem RAD vor (Art. 59 Abs. 2bis IVG, Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]), anstatt dessen hielt der Kundenberater am 24. Februar 2023 unter Hinweis auf die prospektive Einschätzung von Dr. C.___ fest, der Beschwerdeführer sei angepasst 100 % arbeitsfähig (Urk. 6/16/2). Auch wenn in der Beschwerde (Urk. 1) die Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit nicht beanstandet wurde, erscheint der medizinische Sachverhalt von der Beschwerdegegnerin in Verletzung von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht genügend abgeklärt worden zu sein, und es ist daher gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht überwiegend wahrscheinlich belegt, dass dem Beschwerdeführer in einer Verweisungstätigkeit körperlich leichte Arbeit im Vollpensum (Urk. 2) zugemutet werden kann. Kommt hinzu, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch verneinte – was vom Beschwerdeführer explizit anerkannt wurde (Urk. 1) –, obschon das Wartejahr (Beginn am 9. Mai 2022) bei Verfügungserlass am 20. April 2023 noch gar nicht abgelaufen war. Doch selbst wenn der Invaliditätsgrad wie von der Beschwerdegegnerin berechnet 21 % betragen sollte (Urk. 6/16/3) – es kann offen bleiben, ob die Nebenerwerbstätigkeit bei der D.___ GmbH (Urk. 6/12/2) bei der Ermittlung der Vergleichseinkommen zu Recht unberücksichtigt blieb – wäre offensichtlich, dass das Wirbelsäulenleiden des Beschwerdeführers einen zwar nicht rentenbegründenden aber dennoch wesentlichen Einfluss auf seine Erwerbsfähigkeit (Art. 7 ATSG) zeitigen würde.”
“Mithin stellte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 18. August 2023 (AB 321) auf eine Administrativexpertise ab, die zwar eine verlässliche Grundlage für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und damit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bis März 2022 sowie ab dem Begutachtungszeitpunkt darstellt, aber in Bezug auf die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit für die Zeit dazwischen nicht genügt. Damit hat sie den Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Erforderlich ist somit – nach vorgängiger Einholung der detaillierten Behandlungsunterlagen über den Verlauf des psychischen Gesundheitszustandes – eine Ergänzung des psychiatrischen MEDAS-Gutachtens (AB 294.3). Weil lediglich eine Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100, 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264; SVR 2016 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.1), besteht kein Anlass für das Einholen eines Gerichtsgutachtens (Erik Furrer, Rechtliche und praktische Aspekte auf dem Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversicherung, in SZS 2019 S. 4 mit Hinweisen).”
La sanzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA è applicabile soltanto in caso di violazione ingiustificabile (colpevole) dell'obbligo di informazione/di collaborazione della persona assicurata. Il comportamento deve essere imputabile alla persona assicurata e comportare un ostacolo all'accertamento dei fatti. L'ente può applicare tale conseguenza giuridiÊ solo dopo un previo richiamo scritto con l'indicazione delle conseguenze e dopo aver concesso un congruo termine di riflessione; in linê di principio deve procedere con moderazione; parallelamente è tenuto a compiere tutto quanto ragionevolmente esigibile per chiudere il fascicolo in altro modo prima di irrogare la sanzione.
“Da die Diskrepanzen durch eine Rückfrage an die Sachverständigen nicht haben ausgeräumt werden können, hat die Beschwerdegegnerin beschlossen, eine weitere polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu geben. Sie hätte zwar die Beschwerdeführerin auch einfach observieren lassen können. Eine solche Observation hätte angesichts der noch offenen Fragen durchaus erhellende Erkenntnisse liefern können. Der Beschwerdegegnerin dürfte aber bewusst gewesen sein, dass eine Rentenverfügung, die sich auf Observationsergebnisse und nicht auf medizinische Erkenntnisse stützt, kaum je als rechtmässig qualifiziert werden kann, weshalb sie nach einer Observation wohl doch noch eine medizinische Begutachtung hätte in die Wege leiten müssen. Grundsätzlich ist die Beschwerdeführerin gemäss dem Art. 43 Abs. 2 ATSG verpflichtet gewesen, an einer solchen weiteren Begutachtung mitzuwirken. Folglich stellt sich die Frage, ob sie mit ihrer Weigerung, sich erneut begutachten zu lassen, ihre Mitwirkungspflicht „unentschuldbar“ verletzt hat. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG enthält keine Definition des Begriffs „unentschuldbar“. Im Bericht der Kommission des Ständerates zur Parlamentarischen Initiative Allgemeiner Teil Sozialversicherung vom 27. September 1990 (BBl 1991 II 185 ff.) findet sich dazu ebenfalls nichts. Vielmehr heisst es dort, dass eine – nicht näher qualifizierte – „schuldhafte“ Verletzung der Mitwirkungspflicht einen Entscheid aufgrund der Akten oder einen Nichteintretensentscheid zur Folge haben könne, wobei auf die damals bestehende Regelung im Art. 47 Abs. 3 UVG hingewiesen worden ist (BBl 1991 II 261). In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202). Zusammenfassend geht aus den einschlägigen Materialien (der bereits im Bericht der Kommission des Ständerates vom 27. September 1990 vorgesehene Wortlaut – „unentschuldbar“ – wurde bei den parlamentarischen Diskussionen diskussionslos übernommen) also nur hervor, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung jedenfalls schuldhaft verletzt haben muss.”
“Cette règle de procédure ne souffre aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s’y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d’instruction raisonnablement exigible (Jacques Olivier Piguet, in : Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 57 ad art. 43 LPGA et les références). De surcroît, les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l’obligation de renseigner ou de collaborer au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_396/2012 du 16 octobre 2012 consid. 5 ; 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA et les références). Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état sur le dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Il doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu’avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque les éléments disponibles ou pouvant être rassemblés sans difficultés particulières ne permettent pas un examen sur le fond (ATF 108 V 229 consid. 2 ; TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1 ; TFA U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). c) Le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 précité ; 97 V 173 consid.”
“Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. La disposition prévoit ainsi une décision au fond sur la base des pièces au dossier, mettant un terme à la procédure (sous réserve de recours), ou la possibilité d'une décision d'irrecevabilité de la demande dont l'assureur est saisi, mettant également dans ce cas un terme à la procédure en tant que décision finale (sous réserve de recours) et non d'ordonnancement de la procédure au sens d'une décision incidente (ATF 131 V 42 consid. 3; Thierry Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, n° 830), mais l'assureur doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (ATF 108 V 229 ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 5.4 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd. 2020, art. 43 LPGA n° 111). 7.2 La sanction de l'art. 43 al. 3 LPGA ne peut s'appliquer que si le comportement de l'assuré est inexcusable. Subjectivement, il est nécessaire qu'il puisse être considéré comme responsable de ses actes. Cette condition n'est pas remplie lorsqu'en raison d'une maladie ou pour d'autres raisons, il n'est pas à même d'apprécier les conséquences de sa manière d'agir ou de se comporter d'après cette appréciation (arrêt du Tribunal fédéral 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références ; Michel Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants (AVS) et de l'assurance-invalidité (AI), 2011, n° 2884 ; Ueli Kieser, op. cit., art. 43 LPGA n° 103). Il en va de même lorsque, en raison de troubles psychogènes, il n'est pas en mesure de donner suite aux mesures ordonnées (arrêts du Tribunal fédéral I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5 et I 371/05 du 1er septembre 2006 consid. 6.2 et les références). Dans son recours, l'intéressé relève ne pas avoir reçu « correctement » les premiers écrits, raison pour laquelle il n'aurait pas pu y répondre.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 473 Una sanzione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA è applicabile solo in caso di rifiuto di cooperazione ingiustificabile. Il comportamento è ingiustificabile quando non è riconoscibile alcun motivo oggettivo di giustificazione oppure quando il comportamento della persona assicurata appare del tutto incomprensibile o non più comprensibile. La soglia per l'applicazione della disposizione è relativamente elevata; devono essere prese in considerazione ragioni giustificanti (p.es. incapacità di cooperare dovuta a malattia).
“In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202). Zusammenfassend geht aus den einschlägigen Materialien (der bereits im Bericht der Kommission des Ständerates vom 27. September 1990 vorgesehene Wortlaut – „unentschuldbar“ – wurde bei den parlamentarischen Diskussionen diskussionslos übernommen) also nur hervor, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung jedenfalls schuldhaft verletzt haben muss. Verglichen mit einer parallelen Regelung im Art. 13 Abs. 2 VwVG, die einen Nichteintretensentscheid für den – nicht näher qualifizierten – Fall vorsieht, dass eine gesuchstellende Person die notwendige und zumutbare Mitwirkung verweigern, muss die Hürde für die Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG höher sein. Ein im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG „unentschuldbares“ Verhalten liegt gemäss Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 103, nur vor, „wenn das Verhalten der Person nicht mehr nachvollziehbar ist, was etwa dann gegeben ist, wenn ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist“. Diese Interpretation erweist sich allerdings mit Blick auf die oben wiedergegebenen, wesentlich schwächeren Formulierungen in den Materialien zum ATSG und UVG als zu eng. Als „unentschuldbar“ ist die Verweigerung einer Mitwirkung zu qualifizieren, wenn keine sachlichen Gründe vorliegen, die die Weigerung rechtfertigen könnten. Das ist vorliegend in Bezug auf eine erneute handchirurgische Begutachtung der Fall gewesen, denn das handchirurgische Teilgutachten der estimed AG ist selbst nach einer ergänzenden Stellungnahme des Sachverständigen zu den gezielten Rückfragen der Beschwerdegegnerin respektive des RAD nicht beweistauglich gewesen, weshalb sich eine erneute handchirurgische Begutachtung als unumgänglich erweist (vgl.”
“Nach Art. 43 Abs. 3 ATSG liegt eine Verletzung der Mitwirkungspflicht nur dann vor, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt ist. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2009, 8C_528/2009, E. 7.2 mit Hinweisen; Kieser, a.a.O., Art. 43 Rz. 103 mit Hinweisen).”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach Art. 7b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129; BBl 2005 4459) können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person sich zumutbaren und notwendigen ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen nicht unterzieht (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Die Regelung von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind nunmehr grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des BGer 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je m.H.). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. dazu Urteile des BGer 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 vom 30. Januar 2007 E. 5.1).”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. dazu Urteile des BGer 9C_68/2015 vom 24. April 2015 E. 2.3 und 5.1, 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 E. 5.1). Anders verhält es sich, wenn die Verletzung der Mitwirkungspflicht auf entschuldbaren Gründen beruht, etwa weil sie der versicherten Person nicht zugerechnet werden kann, da sie krankheitshalber oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. Urteil des BGer 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.2; vgl. Urteile des BVGer C-5454/2016 vom 8. Juni 2017 E. 4.2 sowie C-4166/2014 vom 1. Oktober 2015 E. 3.6 mit Hinweis auf Urteil des BGer 9C_28/2010 vom 12. März 2010).”
“Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Der Versicherungsträger kann auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die leistungsansprechende Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Der Versicherungsträger muss die leistungsansprechende Person vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen, zudem ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. BGE 122 V 218 E. 4b). Eine schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht liegt vor, wenn das Verhalten der leistungsansprechenden Person nicht nachvollziehbar ist, etwa weil ein Rechtfertigungsgrund nicht erkennbar ist oder das Verhalten schlechthin unverständlich ist (Urteil des BGer 8C_396/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 5; vgl. auch Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4. Auflage, Art. 43 N 103). Die Verletzung der Mitwirkungspflicht ist demgegenüber gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung entschuldbar, wenn sie der leistungsansprechenden Person nicht zugerechnet werden kann, da diese krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen nicht in der Lage war, ihren Pflichten nachzukommen (vgl. Urteil des BGer 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 4.1 m.H.).”
Il prestatore d'assicurazione o l'autorità che adotta la decisione hanno, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'obbligo primario di accertare d'ufficio in modo corretto e completo lo stato di fatto rilevante ai fini del diritto. Gli accertamenti necessari devono essere effettuati prima dell'adozione della decisione; l'amministrazione non può trasferire tali compiti al procedimento di opposizione. Anche giudici e autorità, nel procedimento di ricorso, sono tenuti a un obbligo d'indagine d'ufficio. Un affidamento esclusivo alle perizie processuali civili sarebbe incompatibile con la competenza procedurale e con il principio dell'accertamento d'ufficio.
“Die Abklärung des Sachverhaltes ist gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen vorzunehmen. Danach hat der Versicherungsträger von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen, indem er die vorgebrachten Begehren prüft, die notwendigen Abklärungen vornimmt und die erforderlichen Auskünfte einholt (Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 136 V 377 E. 4.1.1; vgl. auch Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, § 70 Rz. 2 f.). Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. April 2020, 8C_641/2019, E. 3.3.1 und vom 28. Februar 2019, 8C_701/2018, E. 4.1). Die Verwaltung darf die für die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen nicht in das Einspracheverfahren verschieben (BGE 132 V 374 E. 5; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.2.1). Im Einspracheverfahren soll der Versicherungsträger jedoch als ungenügend erkannte Abklärungen, Fehlbeurteilungen oder Missverständnisse kostenlos und weitgehend formfrei ausräumen können, ohne dass ein Gericht angerufen werden muss (BGE 132 V 375 E. 6.1, 131 V 412 E. 2.1.2.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2009, 8C_528/2009, E.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1).”
“Dies ist jedoch bei einer Beauftragung durch den Zivilrichter nicht möglich. Zusätzlich ist im Bereich des Invalidenversicherungsrechts zu beachten, dass bei psychiatrischen Gutachten für sämtliche psychische Erkrankungen das strukturierte Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 durchzuführen ist (BGE 143 V 418). Zudem, würde man Gutachten nach zivilprozessrechtlichen Grundsätzen den Vorzug geben, könnte so eine Möglichkeit geschaffen werden, MEDAS-Gutachten zu vermeiden, wenn man ein haftpflichtrechtliches Verfahren anstrengt (siehe dazu auch BGE 139 V 349 E. 4.1). 4.3. Der Beschwerdeführer bringt vor, er könne dem zivilgerichtlichen Gutachter den IV-Fragenkatalog vorlegen lassen und der Beschwerdegegnerin Gelegenheit geben, Ergänzungsfragen zu stellen. Die Beschwerdegegnerin ist jedoch mangels Parteistellung nicht in den Zivilprozess eingebunden und kann selbständig keinen Einfluss auf die Fragestellung und die Beweiswürdigung nehmen. Die Beschwerdegegnerin wäre damit von den Verfahrenshandlungen des Beschwerdeführers abhängig, was mit dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG festgelegten Untersuchungsgrundsatz und ihrer damit verbundenen Verfahrenshoheit nicht vereinbar ist. Auch wiederspräche dies der Stellung der Beschwerdegegnerin als hoheitlich handelndes, an das Gesetz gebundenes und zum objektiven, neutralen Vollzug verpflichtetes Durchführungsorgan. Darüber hinaus stehe es dem Beschwerdeführer im jetzigen Prozessstadium auch frei, die Klagebewilligung verfallen zu lassen. Die Fortsetzung des zivilrechtlichen Verfahrens und die Beantragung eines Gutachtens liegen ausschliesslich in der Disposition der Parteien des Zivilprozesses. 4.4. Zu beachten ist des Weiteren, dass Gegenstand des zivilprozessualen Beweises rechtserhebliche, streitige Tatsachen sind (Art. 150 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]). Dem zivilprozessualen Beweisverfahren sind somit nur solche Tatsachen zugänglich, die für die rechtliche Beurteilung eines Falls bedeutsam sind, mithin solche, deren Verwirklichung eine Rechtsfolge nach sich zieht.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG ist es alsdann der Versicherungsträger und damit die Suva, welche die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_393/2014 vom 18. September 2014 E. 3.1.3). Der rechtserhebliche Sachverhalt ist dabei vor Verfügungserlass abzuklären. Diese Aufgabe darf nicht ins Einspracheverfahren verlegt werden. Vorbehalten bleiben ergänzende Abklärungen, zu denen die in der Einsprache vorgebrachten Einwände Anlass geben (vgl. BGE 132 V 368). Es kann folglich nicht angehen, dass der relevante Sachverhalt und ein allfälliger Abklärungsbedarf von der Verwaltung erstmals im Gerichtsverfahren abschliessend geprüft werden können. Dies würde zu einer massiven Verkürzung des Rechtsmittelweges für die Versicherten und einer zusätzlichen Arbeitslast der Gerichte führen.”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicurativo deve, d'ufficio, accertare e valutare lo stato di fatto medico con la diligenza necessaria, conformemente al principio dell'accertamento. Il fatto che tali accertamenti medici richiedano di regola un certo periodo di tempo deve essere tenuto in considerazione nella valutazione dell'esistenza di un'eccessiva durata del procedimento.
“Vorab ist festzuhalten, dass nach Art. 43 Abs. 1 ATSG der Versicherungsträger die Begehren prüft, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt und die erforderlichen Auskünfte einholt (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (BGE 137 V 210 E. 1.2.1 S. 219). Die Beschwerdegegnerin hat folglich den medizinischen Sachverhalt mit der erforderlichen Sorgfalt zu untersuchen und zu beurteilen. Dass diese Abklärungspflicht regelmässig eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, ist bei der Beurteilung, ob eine Rechtsverzögerung vorliegt, zu berücksichtigen.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 470 Se l'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA non rileva un evento inizialmente ricordabile oppure rileva soltanto un evento del tutto marginale o innocuo, ciò facilita di regola la prova liberatoria dell'assicuratore infortuni; la mancanza di un tale punto di aggancio temporale va considerata nella ponderazione mediÊ delle cause.
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so ver-einfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
LPGA art. 43 n. 469 Presupposto per una sanzione per mancata collaborazione è che la collaborazione richiesta fosse legittima e che la violazione non sia giustificabile. Prima di decidere di non entrare in merito è, in linê di principio, necessario garantire preventivamente il diritto di essere ascoltato o concedere un preavviso. Si può rinunciare a un rinvio volto a sanare una violazione del diritto di essere ascoltato quando il recupero dell'udito sarebbe una mera formalità vana o un requisito procedurale inopportuno.
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach Art. 7b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129; BBl 2005 4459) können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person sich zumutbaren und notwendigen ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen nicht unterzieht (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Die Regelung von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind nunmehr grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des BGer 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je m.H.). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. dazu Urteile des BGer 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 vom 30. Januar 2007 E. 5.1).”
“Ce nonobstant, il convient de renoncer à renvoyer l'affaire à l'administration pour qu'elle accorde le droit d'être entendu, dans le sens d'une guérison du vice, même en cas de violation grave du droit d'être entendu, si et dans la mesure où le renvoi constituerait une vaine formalité et aboutirait à un allongement inutile de la procédure, incompatibles avec l'intérêt de la partie concernée à un jugement rapide de la cause (ATF 136 V 117 consid. 4.2.2.2 avec réf.). Néanmoins, un renvoi a toujours lieu lorsque l'autorité inférieure a rendu une décision de non-entrée en matière et n'a donc pas procédé à un examen matériel (ATAF 2008/8 consid. 12 ; arrêt du TAF B-6372/2010 du 31 janvier 2011 consid. 4.1 avec réf. ; Moser/Beusch/Kneubühler/Kayser, op. cit., n. 3.195). 5.2 En l'espèce, si l'autorité inférieure a, par écrit du 17 juillet 2019, correctement mis en demeure l'assurée de se conformer à son obligation de renseigner et de collaborer à l'instruction, en l'avertissant des conséquences juridiques de l'absence de remise de la documentation et des informations requises, et lui a imparti un délai de réflexion convenable pour ce faire (cf. Faits, let. B.c.g supra), elle n'a en revanche pas communiqué de préavis à l'assurée avant de rendre, le 7 octobre 2019, sa décision de non-entrée en matière. Or, indépendamment de l'application de la procédure de mise en demeure avec délai de réflexion au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA, l'OAIE ne pouvait pas renoncer à communiquer un préavis sur la décision d'irrecevabilité qu'il entendait prendre, dans la mesure où celle-ci constituait une décision finale portant sur la troisième demande de prestations de la recourante (cf. consid. 5.1.1 supra). C'est par conséquent en violation grave du droit d'être entendue de celle-ci que l'OAIE a statué sans préavis préalable le 7 octobre 2019 sur la troisième demande de prestations de l'assurée. En outre, par décision du 7 octobre 2019, l'autorité inférieure a déclaré irrecevable la troisième demande de prestations d'invalidité déposée par l'assurée et n'a donc pas examiné celle-ci au fond. Comme l'admission d'une violation grave du droit d'être entendu n'a pas d'incidence sur l'issue matérielle de l'affaire et qu'il n'appartient pas à l'autorité de recours d'examiner sur le fond une demande de prestations d'invalidité à la place de l'administration, la guérison de la violation du droit d'être entendu par le Tribunal ne se justifie pas au regard du prononcé de non-entrée en matière litigieux.”
LPGA art. 43 n. 468 art. 43 cpv. 1 obbliga l'ente assicuratore ad accertare d'ufficio il fatto giuridicamente rilevante. Esso determina la natura e l'estensione degli accertamenti necessari a tal fine e può, in particolare, disporre perizie mediche; nel settore dell'assicurazione per l'invalidità l'accertamento incombe all'ufficio AI competente.
“Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 112 V 371, 372 E. 2b). Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25, S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 f. E. 3., BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 und Urteil des Bundesgerichts 9C_477/2022 vom 18. Januar 2023 E. 2.2. mit Hinweisen). 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegt die Abklärung der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (vgl. Art. 54 bis 56 i.V. m. Art. 57 Abs. 1 lit. c bis g IVG sowie BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.”
“Sachverhalts ist unerheblich (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3, BGE 115, V 308, 313 E. 4a/bb, BGE 112 V 371, 372 E. 2b, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2.). Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3, BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.1 ff.). 3.3. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Im Falle der Invalidenversicherung sind dies die IV-Stellen (Art. 54-56 i.V.m. Art. 57 Abs. 1 lit. c-g und Abs. 3 IVG sowie Art. 69 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; vgl. BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders vorliegend der IV-Stelle , über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden. Namentlich darüber, ob ein einfacher Arztbericht genügt oder ob weitere Abklärungen notwendig sind. Dabei hat der Versicherungsträger wie das Sozialversicherungsgericht (vgl. dazu Art.”
“auch Urteil des Bundesgerichts 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2.). Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3, BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.1). Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 117 V 198, 200 E. 4b). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 467 Se una nuova domanÚ o una domanÚ incompleta non appare immediatamente plausibile, l'amministrazione deve prima diffidare per iscritto la persona assicurata, indicando concretamente i mezzi di prova da presentare (pertinenti e idonei rispetto ai fatti asseriti) e concedendo un termine adeguato (termine di diffiÚ/termine di riflessione) per la loro integrazione. Deve altresì essere indicata in modo inequivocabile la possibile conseguenza giuridiÊ del mancato adempimento. I mezzi richiesti devono essere idonei a rendere plausibili le modifiche dedotte; la procedura deve dare conto dei principi della tutela della fiducia e della buona feÞ.
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). 2.2. Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf. arrêt TF 9C_789/2012 précité consid. 2.2 et les réf.). Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué, non d'après celui existant au temps du jugement (cf.”
“b) Lorsque la rente, l'allocation pour impotent ou la contribution d'assistance a été refusée parce que le degré d'invalidité était insuffisant, parce qu'il n'y avait pas d'impotence ou parce que le besoin d'aide ne donnait pas droit à une contribution d'assistance, la nouvelle demande ne peut être examinée que si elle établit de façon plausible que l'invalidité, l'impotence ou l'étendue du besoin de soins ou du besoin d'aide découlant de l'invalidité de l'assuré s'est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI). Cette exigence doit permettre à l'administration, qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force, d'écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l'assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 133 V 108 cons. 5.2, 130 V 64 cons. 5.2.3, 125 V 410 cons. 2b). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'article 87 al. 2 RAI (ATF 130 V 64 cons. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales et aux principes découlant de la protection de la bonne foi, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'article 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 01.01.2003) à la procédure régie par l'article 87 al. 2 RAI. Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles. Si tel n'est pas le cas, par exemple si l’assuré se borne à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués. Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué (ATF 130 V 64 cons. 5.2.5; arrêts du TF des 27.”
“3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
“Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués. Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué (ATF 130 V 64 cons. 5.2.5 ; arrêts du TF des 27.07.2013 [9C_789/2012] cons. 2.3 et 11.09.2008 [9C_708/2007] cons. 2.3). Le Tribunal fédéral a ainsi limité l'application par analogie de l'article 73 aRAI (actuellement art. 43 al. 3 LPGA) à la procédure à suivre, soit la fixation par l'autorité d'un délai en rendant attentif aux conséquences du non-respect des exigences d'une part, et la conséquence sous forme de non-entrée en matière sur la demande de révision d'autre part. Il n'a pas étendu cette application par analogie à la question de savoir si, dans l'hypothèse où l'assuré ne donne pas suite à la demande de l'administration, ce manque de réaction intervient sans excuse valable (art. 73 aRAI), respectivement de manière inexcusable (art. 43 al. 3 LPGA). En effet, l'examen de l'existence d'un motif excusable ne peut intervenir que dans les situations où la charge de l'établissement des faits incombe à l'autorité et où il existe en contrepartie une obligation de collaborer ou de renseigner à charge de l'assuré, c'est-à-dire lorsque l'autorité est entrée en matière sur une demande de prestations et procède à son examen au fond. La procédure de l'article 87 al. 2 RAI relève quant à elle d'une procédure préalable au caractère atypique dans laquelle les exigences posées envers l'assuré sont plus larges et où la responsabilité de rendre plausible une détérioration de son état de santé est exclusivement à sa charge.”
“Im Übrigen konnte die geplante bidisziplinäre Begutachtung, welche aus medizinischer Sicht allenfalls weitere Erkenntnisse hinsichtlich einer allfälligen Hilflosigkeit des Beschwerdeführers hätte bringen können, nicht durchgeführt werden, da er den zwei Untersuchungsterminen (25. Januar und 6. Februar 2023 [Urk. 11/354]) ohne Entschuldigung fern blieb. Vom ersten Untersuchungstermin am 25. Januar 2023 meldete er sich erst nach dem geplanten Beginn der Untersuchung ab (Urk. 11/358/1; vgl. auch Urk. 3/220-222, Urk. 6 S. 3). Die ihm danach zugestellte Bereitschaftserklärung, den zweiten Termin und den Ersatztermin einzuhalten, retournierte er nicht (Urk. 11/360-361) und versäumte den zweiten Termin vom 6. Februar 2023 unentschuldigt (Urk. 11/363). Soweit ärztliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen, wenn die versicherte Person den Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Am 26. Januar 2023 hatte die IV-Stelle den Beschwerdeführer schriftlich gemahnt, sich bis spätestens am 6. Februar 2023 mit der Gutachtensstelle zwecks Vereinbarung eines Ersatztermins in Verbindung zu setzen, ihr bis zu diesem Datum die beiliegende Bereitschaftserklärung ausgefüllt und unterzeichnet zu retournieren und den zweiten Termin vom 6. Februar 2023 pünktlich wahrzunehmen. Zudem hatte sie ihn darauf hingewiesen, dass sie, sollte er diesen Auflagen nicht nachkommen, dies als verweigerte Mitwirkung bei der Begutachtung verstehen müsste und aufgrund der vorhandenen Akten entscheiden würde, was sich zu seinen Ungunsten auswirken könnte (Urk. 11/360/1-2). Der Beschwerdeführer macht geltend, die Begutachtungstermine aus entschuldbaren Gründen nicht wahrgenommen zu haben.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 466 In caso di documentazione incompleta o obsoleta, ovvero in presenza di rapporti familiari o di cura non chiari, l'istruttoria svolta dall'ente assicuratore deve essere integrata; ciò può avvenire in particolare mediante una visita domiciliare o un'indagine, al fine di chiarire la situazione effettiva sul posto e l'entità concreta dell'assistenza prestata dai familiari e di aggiornare i fascicoli.
“En l’espèce, le rapport d’enquête n’indique pas clairement quelle est l’aide déjà apportée par les membres de la famille, que ce soit pour les tâches ménagères ou les actes ordinaires de la vie. L’enquêteur estime en outre que les membres de la famille peuvent augmenter leur participation aux activités du ménage, mais sans toutefois détailler leur situation concrète, et ne permet dès lors pas de conclure qu’ils ont effectivement la possibilité d’apporter davantage d’aide, sans que celle-ci n’apparaisse comme excessive. Il convient donc d’éclaircir ces points. e) Au vu de ce qui précède, le dossier n’apparaît pas suffisamment instruit pour pouvoir se prononcer en connaissance de cause sur le droit du recourant à l’octroi d’une chaise Vela à titre de moyen auxiliaire. Il convient donc d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l’OAI, dès lors que c’est à lui qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). L’intimé est invité à compléter l’instruction en actualisant la situation médicale du recourant, notamment quant à ses limitations fonctionnelles actuelles, puis à faire réaliser une nouvelle enquête à domicile qui contienne une évaluation exhaustive de l’aide exigible des proches. Il appartiendra ensuite à l’OAI de rendre une nouvelle décision sur le droit du recourant à une chaise Vela, en examinant si ce moyen auxiliaire est nécessaire à rétablir, maintenir ou améliorer sa capacité d’accomplir ses travaux habituels. 5. a) Le recours est par conséquent admis. b) La décision rendue le 17 novembre 2020 par l’OAI est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction dans le sens des considérants, puis nouvelle décision. c) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 400 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige.”
“d), qu’en l’espèce, il apparaît que le recourant vit de manière indépendante dans son propre logement en résidence principale depuis le 1er décembre 2023, soit depuis une date antérieure à l’émission de la décision querellée, que l’on ignore en l’état si la mesure de curatelle instaurée en faveur du recourant le 10 août 2021 a effectivement été levée, que, quoi qu’il soit, l’OAI s’est fondé, pour rendre la décision attaquée, sur des informations obsolètes quant au lieu de vie du recourant, lequel a emménagé dans son propre logement à [...] à compter du 1er décembre 2023, qu’il s’agit dès lors de compléter l’instruction du cas en vérifiant si la mesure de curatelle a été levée et, à défaut, de déterminer si le recourant remplit notamment la condition prévue à l’art. 39b let. a RAI, que dans ce contexte, ainsi que l’intimé l’a proposé, un complément d’instruction s’impose, notamment sous la forme d’une enquête au domicile du recourant, attendu que selon le principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA), que, dans son écriture du 21 mai 2024, l’intimé a expressément conclu à l’annulation de la décision entreprise et au renvoi de la cause pour instruction complémentaire avant nouvelle décision. que toutefois, l’acquiescement est en principe inopérant en droit des assurances sociales, dans lequel prévaut la maxime d’office (art. 43 al. 1 et 61 let. c LPGA), en ce sens qu’il ne dispense pas le juge de se prononcer sur le recours, de sorte qu’il y a lieu de rendre une décision sur le fond (TF 8C _331/2020 du 4 mars 2021 ; 9C_149/2017 du 10 octobre 2017 consid. 1 et la référence citée), que le dossier constitué par l’OAI étant insuffisamment instruit en l’état eu égard notamment au changement de lieu de vie du recourant, il se justifie de lui renvoyer la cause pour complément d’instruction (ATF 137 V 210 consid. 4.4.14 et les références citées), que la décision attaquée doit en conséquence être annulée et la cause renvoyée à l’OAI pour nouvelle décision, après complément d’instruction, notamment après la mise en œuvre d’une enquête au domicile du recourant, attendu que selon les art.”
“En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). c) Selon le principe inquisitoire, qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaire et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions soient suffisamment élucidés (TF 9C_88/2013 du 4 septembre 2013 consid. 4.1.2). 6. Dans le cas d’espèce, l’intimé a considéré que, sans atteinte à la santé, la recourante aurait exercé une activité lucrative à 100 %. Or la situation familiale de l’intéressée a évolué depuis qu’elle a complété le formulaire « détermination du statut (part active/part ménagère) » le 5 juin 2020. En effet, après son mariage, elle a donné naissance à une fille le 18 juin 2022 ; par ailleurs, elle était enceinte au moment de la rédaction des rapports du Dr V.________ des 23 et 27 août 2024. Dans la mesure où le dossier tel que constitué ne permet pas de déterminer le point de savoir si le statut de la recourante a connu une modification depuis le dépôt de sa demande de prestations le 18 mai 2020, il convient, pour ce premier motif déjà, d’annuler la décision attaquée et de renvoyer le dossier à l’office intimé afin qu’il en complète l’instruction en mettant notamment en œuvre une enquête ménagère destinée à déterminer le statut actuel de l’intéressée, respectivement l’empêchement lié à l’activité ménagère.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 465 Nel TAF C-726/2020 la sospensione delle prestazioni, tra l'altro fondata su art. 43 cpv. 3 LPGA, è stata ritenuta ingiustificata. Il Tribunale ha annullato la decisione impugnata e ha rinviato la causa all'istanza inferiore per disporre nuovamente una perizia polidisciplinare.
“Bei diesem Ergebnis wurde die bisherig ausgerichtete halbe Rente zu Unrecht gestützt auf Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 43 Abs. 3 ATSG eingestellt. Der angefochtene Entscheid ist deshalb aufzuheben. Die Sache wird an die Vorinstanz zur erneuten Veranlassung einer polydisziplinären Begutachtung unter Beachtung der vorgenannten Rahmenbedingungen und Parteirechte zurückgewiesen.”
Se sussistono dubbi cirÊ l'affidabilità e la rilevanza delle constatazioni dei medici dell'assicurazione, il giudiÎ non può procedere a una valutazione probatoria definitiva; deve o disporre una perizia giudiziale o rinviare la causa all'organo assicurativo per l'esecuzione di una perizia (ai sensi dell'art. 44 LPGA). Il procedimento resta improntato al principio d'ufficio di indagine di cui all'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“1 in fine), le tribunal ne peut pas, lorsqu'il existe des doutes quant à la fiabilité et la pertinence des constatations des médecins internes à l'assurance, procéder à une appréciation des preuves définitive en se fondant d'une part sur les rapports produits par l'assuré et, d'autre part, sur ceux des médecins internes à l'assurance. Pour lever de tels doutes, il doit soit ordonner une expertise judiciaire, soit renvoyer la cause à l'organe de l'assurance pour qu'il mette en œuvre une expertise dans le cadre de la procédure prévue par l'art. 44 LPGA (ATF 135 V 465 consid. 4.5 et 4.6). La jurisprudence attire l'attention sur la relation de confiance qui s'établit immanquablement entre le médecin traitant et son patient, ainsi que sur l'indépendance présumée d'un médecin lié à un assureur par un rapport de travail, mais n'en déduit pas pour autant une quelconque règle de préséance (arrêt TF 9C_843/2007 du 28 juillet 2008 consid. 3). 5. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est toutefois pas absolu. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références). Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 117 V 264 consid. 3b et les références). 6. En l’espèce, le litige porte sur la question de savoir si l'état de santé du recourant s'est modifié au point de justifier une augmentation de sa rente LAA et de l’IPAI.”
“1 in fine), le tribunal ne peut pas, lorsqu'il existe des doutes quant à la fiabilité et la pertinence des constatations des médecins internes à l'assurance, procéder à une appréciation des preuves définitive en se fondant d'une part sur les rapports produits par l'assuré et, d'autre part, sur ceux des médecins internes à l'assurance. Pour lever de tels doutes, il doit soit ordonner une expertise judiciaire, soit renvoyer la cause à l'organe de l'assurance pour qu'il mette en œuvre une expertise dans le cadre de la procédure prévue par l'art. 44 LPGA (ATF 135 V 465 consid. 4.5 et 4.6). La jurisprudence attire l'attention sur la relation de confiance qui s'établit immanquablement entre le médecin traitant et son patient, ainsi que sur l'indépendance présumée d'un médecin lié à un assureur par un rapport de travail, mais n'en déduit pas pour autant une quelconque règle de préséance (arrêt TF 9C_843/2007 du 28 juillet 2008 consid. 3). 4. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est toutefois pas absolu. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références). Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 117 V 264 consid. 3b et les références). 5. En l’espèce, le litige porte sur la question de savoir si l'état de santé du recourant, en lien avec la maladie professionnelle que constitue son asthme, a subi depuis la décision sur opposition du 19 juin 2019 un changement notable justifiant l’octroi d’une rente d’invalidité LAA.”
Se sussistono dubbi sull'affidabilità o sul valore probatorio delle valutazioni mediche interne all'assicurazione, l'ente assicurativo o l'amministrazione devono procedere a chiarimenti integrativi (art. 43 cpv. 1 LPGA). Se l'autorità di ricorso ritiene che la situazione procedurale non sia sufficientemente chiarita, può rinviare la materia all'amministrazione per il completamento dell'istruttoria oppure, se necessario, disporre essa stessa una perizia giudiziaria.
“2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Nella presente fattispecie, l’assicuratore solo con la risposta di causa ha sollevato per la prima volta la questione della non conformità della diagnosi posta con la limitatio del farmaco in esame ed ha fondato la richiesta di reiezione del ricorso esclusivamente sul parere del proprio medico fiduciario. In casi del genere, per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid. 3.2.; STCA”
“________, dans quelle mesure il a fait abstraction du contexte social de la recourante pour se prononcer sur son cas. dd) Enfin, il apparaît que les critiques formulées par la Dre G.________, à l’issue de son rapport du 14 octobre 2020, n’ont pas été portées à la connaissance de l’expert, ce qui aurait éventuellement permis à ce dernier de justifier plus avant ou de moduler la teneur de ses conclusions. d) En définitive, le défaut d’un complément d’expertise ou d’un avis étayé subséquent de la part du Dr L.________, lequel aurait permis de dissiper les doutes subsistant sur la valeur probante de son rapport du 11 septembre 2020, empêche la Cour de céans de se prononcer sur la capacité de travail effective de la recourante. 8. a) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in: SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire.”
“Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilungen der Rehaklinik K.____ und des Kreisarztes Dr. F.____ bestehen. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.3 hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die versicherungsinternen Beurteilungen abgestellt werden. Hält man sich zum einen die Komplexität des Beschwerdebilds des Versicherten und zum andern die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende Pflicht des Versicherungsträgers, den rechtserheblichen (medizinischen) Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), vor Augen, so müssen die von der Suva im Verwaltungsverfahren getroffenen Abklärungen letztlich als nicht ausreichend bezeichnet werden. Es sind deshalb weitere Abklärungen vorzunehmen. Dabei ist zu beachten, dass gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden können, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 263 ff. E. 4.4.1 ff). Da die Beschwerdegegnerin nicht alle erforderlichen Abklärungen vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen.”
“3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“1 in fine), le tribunal ne peut pas, lorsqu'il existe des doutes quant à la fiabilité et la pertinence des constatations des médecins internes à l'assurance, procéder à une appréciation des preuves définitive en se fondant d'une part sur les rapports produits par l'assuré et, d'autre part, sur ceux des médecins internes à l'assurance. Pour lever de tels doutes, il doit soit ordonner une expertise judiciaire, soit renvoyer la cause à l'organe de l'assurance pour qu'il mette en œuvre une expertise dans le cadre de la procédure prévue par l'art. 44 LPGA (ATF 135 V 465 consid. 4.5 et 4.6). La jurisprudence attire l'attention sur la relation de confiance qui s'établit immanquablement entre le médecin traitant et son patient, ainsi que sur l'indépendance présumée d'un médecin lié à un assureur par un rapport de travail, mais n'en déduit pas pour autant une quelconque règle de préséance (arrêt TF 9C_843/2007 du 28 juillet 2008 consid. 3). 4. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est toutefois pas absolu. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références). Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 117 V 264 consid. 3b et les références). 5. En l’espèce, le litige porte sur la question de savoir si l'état de santé du recourant, en lien avec la maladie professionnelle que constitue son asthme, a subi depuis la décision sur opposition du 19 juin 2019 un changement notable justifiant l’octroi d’une rente d’invalidité LAA.”
L'art. 43 cpv. 1bis LPGA va interpretato nel senso che la decisione sulle misure di accertamento necessarie rientra nel potere discrezionale dell'assicuratore (ovvero dell'ufficio AI). L'accertamento dei fatti avviene d'ufficio.
“Januar 2022 kann - wie nachfolgend in Erwägung 9.5.2 festgehalten - daher nicht ausgeschlossen werden. Unter diesen Umständen blieben aber die bis 31. Dezember 2021 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Da im vorliegenden Verfahren die anwendbaren Bestimmungen betreffend Mitwirkungspflicht (Art. 43 ATSG) keine Änderung erfahren haben und der Leistungsanspruch nicht materiell zu beurteilen ist, spielt die Frage, welche Bestimmungen gemäss WEIV dem Entscheid zu Grunde zu legen sind, letztlich jedoch keine Rolle. 4. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 3). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass - wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen - der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (BGE 117 V 261 E.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Falle der Invalidenversicherung sind dies die IV-Stellen (Art. 54-56 i.V.m. Art. 57 Abs. 1 lit. d und e und Abs. 3 IVG sowie Art. 69 IVV; vgl. BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders vorliegend der IV-Stelle , über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Ärztliche Untersuchungen im Besonderen müssen zumutbar und notwendig sein, damit sich die versicherte Person diesen unterziehen muss (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.4. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.3. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (sowohl in der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung, als auch in der seit Januar 2022 geltenden Version) frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG (siehe auch Art. 43 Abs. 1bis ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung) statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 4.2. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 461 In caso di malattie psichiche, di regola devono essere effettuati ulteriori accertamenti specialistici (psichiatrici) nell'ambito di una procedura probatoria strutturata secondo BGE 141 V 281. L'esecuzione di tali accertamenti incombe d'ufficio all'ente assicurativo ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Enfin, le rapport du 6 mars 2020 du psychiatre traitant ne fait que confirmer la nécessité d’une expertise psychiatrique afin de statuer en parfaite connaissance de cause sur l’évolution depuis le 1er avril 2014 de la capacité de travail exigible. c) Au vu des pièces actuelles au dossier, l’instruction s’avère lacunaire sur l’appréciation de l’état de santé psychique de l’assuré, plus particulièrement son évolution depuis la dernière décision litigieuse, mais encore les éléments recueillis sont insuffisants pour se prononcer à l’aune de la jurisprudence récente selon laquelle tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées ; cf. consid. 3e supra). Les faits pertinents n’ont ainsi pas été constatés de manière complète. Compte tenu de ces carences, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l'intimé – à qui il appartient au premier chef d'instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l'art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera à l'intimé de compléter l'instruction médicale en mettant en œuvre une expertise psychiatrique conformément à l'art. 44 LPGA, l’expert étant libre de l’assortir d’un examen neuropsychologique, dans la mesure où le médecin traitant mentionne une baisse de la mémoire avec des oublis, des difficultés de concentration et d’attention (cf. rapport du 28 décembre 2017 de la Dre F.________ p. 3). L’OAI veillera ainsi à ce que l’expertise soit complète et, en cas de besoin, devra requérir les compléments nécessaires avant de rendre une nouvelle décision. 6. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. b) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art.”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 4.2. 4.2.1. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 3a mit Hinweis auf BGE 125 V 352). 4.2.2. Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann nur dann abgestellt werden, wenn keine geringen Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. BGE 142 V 58, 65 E. 5.1; BGE 139 V 225, 229 E. 5.2; BGE 135 V 465, 469 E. 4.4 und 471 E.”
“Wie bereits einleitend ausgeführt, sind auch leichte bis mittelschwere Depressionen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgaben von BGE 141 V 281 zu unterziehen (vgl. vorstehend E. 1.5). Eine psychiatrische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, welche sich an den normativen Vorgaben orientiert und eine Überprüfung der attestierten funktionellen Einschränkungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren (vgl. vorstehend E. 1.4) zuliesse, liegt jedoch weder mit den Berichten der Behandler noch mit der Beurteilung der RAD-Ärztin vor. Vor diesem Hintergrund erweisen sich aus psychiatrischer Sicht weitere medizinische Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) als unumgänglich. Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (BGE 149 V 218 E. 5.7). Demnach sind durch die Beschwerdegegnerin – nach vorfrageweiser Abklärung ihrer Zuständigkeit (Art. 55 Abs. 1 IVG, Art. 40 Abs. 1, 2bis und 2quater IVV) - der psychische Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in bisheriger und allfällig angepasster Tätigkeit umfassend abzuklären, wobei insbesondere die in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren zu berücksichtigen sein werden. In diesem Zusammenhang wird auch dazu Stellung zu nehmen sein, ob aus fachärztlicher Sicht medizinische namentlich auch medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bestehen und (bejahendenfalls) inwiefern diese zumutbar sind. An den Beschwerdeführer gerichtet ist diesbezüglich bereits an dieser Stelle zu betonen, dass eine fortgesetzte zumutbare Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die Einnahme von geeigneten Medikamenten umfasst, aus rechtlicher Sicht in aller Regel eine zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung darstellt, selbst wenn diese mit gewissen Nebenwirkungen einhergehen (vgl.”
In caso di nuova domanÚ l'assicurato deve presentare all'amministrazione elementi sufficienti perché un peggioramento rilevante dello stato di salute risulti plausibile. È sufficiente rendere credibile tale cambiamento; non è richiesto a tal fine il requisito probatorio della prevalenza della probabilità. Se dai documenti presentati risulta che le informazioni rilevanti non sono state rese plausibili, l'amministrazione può concedere all'assicurato un termine per presentare i mezzi di prova indicati; altrimenti non può entrare nel merito. I principi si fondano sulla giurisprudenza relativa all'applicabilità del principio dell'istruttoria d'ufficio ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA in tali procedimenti.
“La jurisprudence relative à une nouvelle demande de prestations de l'assurance-invalidité, dûment rappelée dans l'arrêt entrepris, requiert que l'assuré présente des éléments suffisants pour rendre plausible une aggravation de l'état de santé (cf. art. 87 al. 2 et 3 RAI). En effet, le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à une telle procédure, de sorte que la juridiction de première instance est tenue d'examiner le bien-fondé de la décision de non-entrée en matière de l'office AI en fonction uniquement des documents produits jusqu'à la date de celle-ci (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt 9C_576/2021 du 2 février 2022 consid. 3.2). A partir du 29 septembre 2021, jour où l'intimé a fait savoir au recourant qu'il n'avait pas rendu plausibles les faits qu'il alléguait, l'intéressé a bénéficié d'un délai de plus de trois mois (compte tenu d'une ultime prolongation accordée à sa demande le 13 décembre 2021) pour se déterminer et déposer ses moyens de preuve. En pareilles circonstances (proximité temporelle de la précédente décision de refus; allégués non documentés), un tel délai précédant un refus d'entrée en matière doit être qualifié de raisonnable. S'il fallait suivre le raisonnement du recourant, l'administration devrait suspendre indéfiniment le traitement de ce genre de demandes (voir par ex.”
“Solo se nella nuova domanda di rendita (rispettivamente domanda di revisione) l'assicurato non rende verosimile la rilevante mutazione, facendo tuttavia riferimento a mezzi di prova, segnatamente rapporti medici, non ancora prodotti o da richiedere dall'amministrazione, quest'ultima deve impartire all'interessato un termine per produrre il mezzo di prova in questione con l'avvertenza che in caso contrario non entrerà nel merito della domanda (cfr. consid. 5.2.5). Nella recente STF 9C_555/2023 del 15 aprile 2024 il Tribunale federale, rifacendosi a quanto già rilevato nella STF 9C_576/2021 del 2 febbraio 2022, in merito alla possibilità di presentare una nuova domanda di prestazioni ha affermato quanto segue: " 4.2 (…) La jurisprudence relative à une nouvelle demande de prestations de l'assurance-invalidité, dûment rappelée dans l'arrêt entrepris, requiert en effet que celle-ci présente à l'administration des éléments suffisants pour rendre plausible une aggravation de l'état de santé (cf. art. 87 al. 2 et 3 RAI). Dans cette mesure, le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à une telle procédure, la juridiction de première instance étant tenue d'examiner le bien-fondé de la décision de non-entrée en matière de l'office AI en fonction uniquement des documents produits jusqu'à la date de celle-ci (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt 9C_627/2020 du 17 novembre 2020 consid. 4.2). Dès lors que les pièces auxquelles la recourante se réfère ont été établies les 22 novembre 2022 et 26 janvier 2023, soit postérieurement à la décision du 17 octobre 2022, c'est à bon droit que la juridiction cantonale n'en a pas tenu compte dans le cadre de son examen.". Va ancora rilevato che per quanto concerne gli attuali art. 87 cpv. 2 e 3 OAI, è sufficiente rendere verosimile un rilevante cambiamento e non è richiesta la prova della verosimiglianza preponderante valida nell'ambito delle assicurazioni sociali. Non è necessario portare la prova piena per convincere l'amministrazione che è subentrato un rilevante cambiamento rispetto all'ultima decisione cresciuta in giudicato.”
In presenza di malattie psichiche la valutazione della capacità di lavoro o di guadagno ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA va effettuata sulla base dei cosiddetti indicatori standard. Nel procedimento amministrativo le perizie mediche redatte da medici specialisti esterni, che si basano su esami approfonditi e sull'esame degli atti e che giungono a risultati conclusivi e motivati, devono in linê di principio essere prese in considerazione; esse hanno pieno valore probatorio nel procedimento, salvo che non sussistano indizi concreti contrari all'affidabilità della perizia.
“3 IVG). D.h. ein Anspruch besteht dann, wenn Vater oder Mutter der ausländischen Person, falls sie ausländische Staatsangehörige sind, bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben und sie selbst in der Schweiz invalid geboren sind oder sich bei Eintritt der Invalidität seit mindestens einem Jahr oder seit der Geburt ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten haben. Den in der Schweiz invalid geborenen Kindern gleichgestellt sind Kinder mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die im Ausland invalid geboren sind und deren Mutter sich dort unmittelbar nach der Geburt während höchstens zwei Monate aufgehalten hat. 3.4. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
“wird die rückwirkend zugesprochene Rente abgestuft, sind die revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 17 ATSG und Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) auf die Änderung des Anspruchs anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1 und BGE 109 V 125, 126 E. 4a). Es ist demnach zu beurteilen, ob sich der zunächst für eine bestimmte Dauer bejahte rentenbegründende Invaliditätsgrad der betroffenen Person ab einem bestimmten Zeitpunkt in einem derartigen Ausmass verändert hat, dass kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht. Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Während dabei die Stellung der Diagnose eine Tatsachenfeststellung ist, stellt die ärztliche Feststellung der Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit anhand der rechtserheblichen Indikatoren eine frei überprüfbare Rechtsfrage dar (BGE 141 V 281, 308 E.”
“In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Wird, wie vorliegend, rückwirkend eine befristete Rente zugesprochen, sind die revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 17 ATSG und Art. 88a IVV auf die Änderung des Anspruchs anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1 und BGE 109 V 125, 126 E. 4a). Es ist demnach zu beurteilen, ob sich der zunächst für eine bestimmte Dauer bejahte rentenbegründende Invaliditätsgrad der betroffenen Person ab einem bestimmten Zeitpunkt in einem derartigen Ausmass verändert hat, dass kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht. 3.4. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1, BGE 125 V 351, 352 E. 3a und BGE 122 V 157, 160 E. 1c). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
In caso di istruttoria incompleta dei fatti relativi al fabbisogno familiare, la questione controversa deve essere rinviata all'ente assicurativo per un accertamento integrativo. L'ente assicurativo è tenuto a procedere d'ufficio agli accertamenti necessari (principio dell'istruttoria d'ufficio; cfr. art. 43 cpv. 1 LPGA).
“Enfin, si la lessive est faite dans l’appartement de l’assuré par son père ou les assistants (cf. communication interne du 12 mars 2020), rien au dossier ne permet en revanche de savoir si le reste de l’entretien du linge (repassage, pliage, rangement) est effectué en commun avec le linge de son père et de sa compagne ou séparément (sous-domaine « 2.5 Lessive/entretien des vêtements »). c) Il découle de ce qui précède que si c’est bien à juste titre que l’OAI a tenu compte d’un budget réparti sur onze mois pour le calcul annuel de la contribution d’assistance (art. 39g al. 2 let. b RAI), l’office s’est en revanche fondé sur une instruction lacunaire pour déterminer le besoin d’assistance de l’assuré dans le domaine « Ménage ». La Cour n’est, dès lors, pas en mesure de statuer à satisfaction de droit. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à l’intimé, dès lors c’est à lui qu’il incombe en premier lieu d’instruire – conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra ainsi à l’OAI d’investiguer plus avant le besoin d’aide concret du recourant sur le plan ménager puis, cela fait, de statuer à nouveau. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de donner suite aux réquisitions du recourant, en particulier celle visant à la tenue d’une inspection locale (cf. mémoire de recours du 17 juillet 2020 p. 2 et réplique du 29 janvier 2021 p. 5). 8. a) En conclusion, le recours doit être partiellement admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Cependant, lorsqu'une partie a été mise au bénéfice de l'assistance judiciaire, les frais judiciaires, ainsi qu'une équitable indemnité au conseil juridique désigné d'office pour la procédure, sont supportés par le canton (art.”
Se, nell'ambito del dovere d'accertamento dell'assicuratore (art. 43 cpv. 1 LPGA), non risulta alcun evento inizialmente ricordabile o tale evento ha rilevanza soltanto secondaria, ciò di norma semplifiÊ l'onere probatorio di esonero dell'assicuratore infortuni. Viceversa, lunghi intervalli temporali tra l'evento (eventualmente asserito) e l'insorgenza dei sintomi aumentano i requisiti per la dimostrazione di un nesso causale adeguato.
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“La seule présence d'une lésion corporelle figurant dans la liste prévue à l'art. 6 al. 2 let. a – h LAA engendre désormais la présomption qu'il s'agit d'une lésion corporelle assimilée qui doit être prise en charge par l'assureur-accidents. Toutefois, la possibilité d'une preuve libératoire prévue à l'art. 6 al. 2 LAA continue de rendre nécessaire la distinction entre les lésions corporelles assimilées à un accident incombant à l'assureur-accidents et les lésions au sens de la liste dont la cause réside dans l'usure ou une maladie et qui sont à la charge de l'assureur-maladie. Aussi, la question d'un événement initial dont on se souvient et qu'on peut identifier demeure également pertinente après la révision de la LAA, notamment en raison de l'importance d'un lien de rattachement temporel. La preuve libératoire que peut apporter l'assureur-accidents se trouve en règle générale simplifiée lorsqu'aucun événement initial n'a été établi lors de la phase d'instruction faisant suite à l'annonce d'une lésion figurant dans la liste (voir art. 43 al. 1 LPGA) ou qu'il s'agit d'un événement tout à fait mineur ou anodin. En effet, l'éventail complet des causes de la lésion corporelle en question doit être pris en compte pour opérer la distinction précitée qui est en premier lieu du ressort des spécialistes de la santé. Outre l'état médical préexistant, il y a lieu de mettre en lumière l'ensemble des circonstances liées à la première apparition des douleurs. Les différents indices qui parlent en faveur ou contre l'usure ou une maladie doivent être mis en balance d'un point de vue médical. Pour admettre une preuve libératoire, l'assureur-accidents doit, sur la base d'appréciations médicales concluantes - à un degré de vraisemblance prépondérante - établir que la lésion corporelle concernée est principalement, à savoir à plus de 50% dans tout l'éventail des causes possibles, imputable à l'usure ou à une maladie. Si l'éventail des causes réside uniquement dans des éléments qui indiquent une usure ou une maladie, il s'ensuit immanquablement que l'assureur-accidents est parvenu à apporter une preuve libératoire et qu'il est inutile de procéder à des clarifications supplémentaires (ATF 146 V 51 c.”
“Les rechutes et les séquelles tardives se rattachent par définition à un événement accidentel. Corrélativement, elles ne peuvent faire naître une obligation de l'assureur-accidents (initial) de verser des prestations que s'il existe un lien de causalité naturelle et adéquate entre les nouvelles plaintes de l'intéressé et l'atteinte à la santé causée à l'époque par l'accident assuré (ATF 123 V 137 consid. 3a; 118 V 293 consid. 2c et les références). 5.2. Plus le temps écoulé entre l'accident et la manifestation de l'affection est long, plus les exigences quant à la preuve d'un rapport de causalité doivent être sévères (arrêt TF 8C_171/2016 du 29 avril 2016 consid. 2.2 et les références). 6. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). 6.1. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée. Dans ce domaine, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid. 5b; 125 V 193 consid. 2 et les références citées; arrêt TF 8C_704/2007 du 9 avril 2008 consid.”
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). 2.2. Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 456 Il gestore dell'assicurazione dispone, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, di un ampio margine di discrezionalità quanto alla necessità, all'entità e all'adeguatezza degli accertamenti. Il principio dell'accertamento lo obbliga, d'ufficio, a indagare nella misura necessaria affinché si possa decidere sulla pretesa di prestazione con probabilità preponderante. Il dovere di un procedimento celere non prevale quindi, in linê di principio, sul principio dell'accertamento.
“Der Beschwerdeführerin ist darin beizupflichten, dass Art. 29 Abs. 1 BV den Grundsatz des Beschleunigungsgebots verankert und die ungerechtfertigte Verzögerung eines Entscheids verbietet (SVR 2007 IV Nr. 44 S. 144, I 946/05 E. 5.1). Im sozialversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahren steht die Untersuchungspflicht der Verwaltung (Art. 43 ATSG) in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Anspruch auf ein zügiges Vorantreiben des Verfahrens. Das Gebot des raschen Verfahrens hat dabei grundsätzlich keinen Vorrang vor dem Untersuchungsgrundsatz (SVR 2007 IV Nr. 44 S. 144, I 946/05 E. 5.3). Dieses darf insbesondere nicht zur Folge haben, dass deswegen der medizinische Sachverhalt nicht mit der erforderlichen Sorgfalt untersucht und beurteilt wird (BGE 119 Ib 311 E. 5). Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz sind die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Bleiben nach ersten Abklärungsschritten Zweifel an der Vollständigkeit oder der Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. vorstehend E. 1.5, sowie auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 2020, Art. 43 Rz 20).”
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen zu erfolgen hat, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung besteht ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen).”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben die Versicherungsträger von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Ihre Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Bleiben erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_257/2018 vom 24. August 2018 E. 3.3.2 mit Hinweisen).”
La garanzia del diritto di essere ascoltati e le possibilità di ricorso esistenti restano garantite ai sensi dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA. Secondo la giurisprudenza del Tribunale federale e i materiali parlamentari, con il ricorso possono in particolare essere sollevate obiezioni secondo cui la disposizione di una perizia mediÊ non è necessaria (cfr. in materia la giurisprudenza BGE 137 V 210 e i messaggi e le note esplicative relative alla modifiÊ).
“3 IVG («Bis zum Erlass einer Verfügung entscheiden die IV-Stellen, welche Abklärungen massgebend und notwendig sind.»), welcher trotz Inkrafttreten von Art. 43 Abs. 1bis ATSG per 1. Januar 2022 beibehalten wurde, führt denselben Schlusssatz betreffend die Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten aus (vgl. Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. Revision] vom 22. Juni 2005, BBl 2005 4459, S. 4571). 2.1.5. Ferner wird in der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 ausgeführt, dass es für die vom Bundesgericht (BGE 137 V 210 und BGE 139 V 349) festgehaltenen Punkten zu den Anforderungen an ein faires Verfahren, die auf Verordnungs- und Weisungsstufe umgesetzt worden seien (vgl. Rz. 3067.1 Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI), Gültig ab 1. Januar 2022, Stand: 1. Februar 2023), noch keine Gesetzesgrundlage bestehe (BBl 2017 2525, S. 2626). 2.1.6. Der in den Ausführungen der Botschaft zum Art. 43 Abs. 1bis ATSG (BBl 2017 2525, S. 2682) und der Botschaft zum Art. 57 Abs. 3 IVG (BBl 2005 4459, S. 4571) letztgenannte Satz («Der versicherten Person stünden mit der Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV-Stelle getroffenen Entscheid vorzugehen.») legt den Schluss nahe, dass diese Botschaften in Kenntnis der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hinsichtlich der Anfechtbarkeit von Zwischenverfügungen betreffend die Anordnung einer Begutachtung formuliert wurde (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7). Beschwerdeweise geltend gemacht werden können nach dieser Praxis namentlich Einwendungen, die in Aussicht genommene Begutachtung sei nicht notwendig, weil der”
“Ist der Text nicht eindeutig und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Auslegungsinstrumente gesucht werden (sog. Methodenpluralismus, vgl. BGE 140 II 289, 291 f. E. 3.2). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440, 453 E. 13). 3.2.2. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist. Nach einer im Schrifttum vertretenen Auffassung habe der Gesetzgeber mit der Rechtsnorm die Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung einer Begutachtung ausschliessen wollen. Dieser Ansicht nach könne mittels Beschwerde unter Geltung der neuen Rechtslage nicht mehr geltend gemacht werden, die Begutachtung sei nicht notwendig. Allerdings sei die Sache nicht ganz klar, zumal das Bundesgericht diese Beschwerdemöglichkeit in BGE 137 V 210 ausdrücklich bejaht habe, obschon das IVG seit dem 1. Januar 2008 mit Art. 57 Abs. 3 bereits eine dem neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sehr ähnliche Bestimmung enthalten habe (Thomas Flückiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungsrecht Entwicklungen und Grenzen, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2021, 2022, S. 55 ff., S. 68). 3.2.3. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 (Botschaft) wird ausgeführt, dass der Versicherer entscheide, welche Abklärungsmassnahmen nötig seien, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfüllt seien. Damit die IV-Stelle die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV-Stelle getroffenen Entscheid vorzugehen (BBI 2017 2525, S. 2682).”
“Janu- ar 2008 geltenden Art. 57 Abs. 3 IVG sehr ähnlich lauten und teil- weise identisch mit dem (Gesetzes-)Text und den Materialen zum neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sind. Die Existenz von Art. 57 Abs. 3 IVG habe das Bundesgericht aber nicht daran gehindert, die Be- schwerdemöglichkeiten mit BGE 137 V 210 gegen die Anordnung einer Begutachtung auszubauen, wobei Art. 57 Abs. 3 IVG - soweit ersichtlich - im erwähnten Urteil überhaupt nicht erwähnt werde (siehe zum Ganzen FlüCKiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungs- recht - Entwicklungen und Grenzen, in: Kieser [Hrsg.], Sozialversi- cherungsrechtstagung 2021, Zürich/St. Gallen 2022, S. 55 ff. 68 ff.).”
Se non sussiste una prova convincente, l'obbligo di accertamento dell'ente assicuratore non si limita a sollecitare semplicemente la persona assicurata a presentare documenti. L'art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga inveÎ l'ente a svolgere d'ufficio gli accertamenti necessari; ciò può comprendere, nei confronti dei terzi indicati dall'assicurato (ad es. creditori o società nominati per nome), di ottenere informazioni e di richiedere loro documentazione, nella misura in cui ciò sia utile per chiarire il quadro fattuale.
“Juni 2021, EL 2019/61, E. 5.4), reduziert im Ergebnis die Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers zumindest in den Fällen, in denen es naheliegt, dass die versicherte Person Beweise betreffend einen von ihr behaupteten Sachverhalt vorlegen kann, auf die Pflicht, die versicherte Person aufzufordern, ihre Mitwirkungspflicht zu erfüllen. Diese Auffassung widerspricht aber dem klaren Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 ATSG, der den Versicherungsträger eindeutig verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Indem sich die Beschwerdegegnerin in der vorliegend zu beurteilenden Streitsache darauf beschränkt hat, vom Beschwerdeführer Nachweise betreffend die von ihm geltend gemachte Schuldentilgung zu verlangen, obwohl es naheliegend gewesen wäre, den Sachverhalt bei Nichteinreichen von überzeugenden Beweismitteln auf andere Weise, insbesondere bei den vom Beschwerdeführer als Gläubiger bezeichneten Dritten, abzuklären, hat die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Die Sache ist deshalb zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die weiteren Beweiserhebungen könnten etwa darin bestehen, bei der G.___ GmbH Auskünfte darüber einzuholen, ob und gegebenenfalls wann und in welcher Höhe sie dem Beschwerdeführer ein Darlehen gewährt hat, und sie um die Einreichung von entsprechenden Belegen aufzufordern. Im Weiteren könnte C.___ als Zeugin einvernommen werden. Erst anschliessend kann beurteilt werden, ob dem Beschwerdeführer ein hypothetisches Vermögen anzurechnen ist. Als Einnahmen werden auch hypothetische Einkünfte aus Vermögen, auf welches verzichtet worden ist, angerechnet (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. g aELG). Ob und gegebenenfalls wie hoch die hypothetischen Erträge aus dem hypothetischen Vermögen sind, kann erst ermittelt werden, wenn feststeht, ob ein hypothetisches Vermögen anzurechnen ist. In Bezug auf die weiteren Berechnungspositionen ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die angerechneten Beträge falsch sein könnten.”
“___ GmbH der Rückzahlung von Schulden gedient hat; sie vermag den Sachverhalt aber nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Diese Bescheinigung ist nämlich erst nachträglich im Rahmen der Einsprache gegen die Verfügung vom 13. März 2020 ausgestellt worden. Sie sagt auch nichts darüber aus, wann und in welcher Höhe dem Beschwerdeführer ein Darlehen gewährt worden sein soll. Wie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vorgebracht hat, müsste eine früher bestandene Schuld des Vereins J.___ bei der G.___ GmbH aus der Buchführung der G.___ GmbH ersichtlich sein. Auch C.___ könnte über relevante Informationen zum abzuklärenden Sachverhalt verfügen. Die Beschwerdegegnerin hat jedoch gar nicht versucht, den Sachverhalt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Beweismitteln umfassend abzuklären. Sie hat sich vielmehr darauf beschränkt, den Beschwerdeführer zur Einreichung von Unterlagen, die das Bestehen einer Schuld belegen könnten, aufzufordern (Schreiben vom 22. Januar 2020, 20. Februar 2020, 29. Mai 2020 und 24. Juni 2020, Aktenbund I, EL-act. 18, 21, 37, 38). Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verpflichtet die Beschwerdegegnerin jedoch, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen selber vorzunehmen und zwar so lange, bis dieser mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht respektive bis eine materielle Beweislosigkeit besteht (vgl. Ueli Kieser, Kommentar ATSG, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 17). Der Untersuchungsgrundsatz geht der Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung vor (Kieser, a.a.O., Art. 28 N 13 und 19). Die Beschwerdegegnerin hätte also versuchen müssen, den rechtserheblichen Sachverhalt auf andere Weise abzuklären, wenn der Beschwerdeführer keine Unterlagen einreicht, die den von ihm dargelegten Sachverhalt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen. Insbesondere hat sie kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 43 Abs. 3 ATSG) durchführen dürfen, solange sie nicht versucht hat, den relevanten Sachverhalt anderweitig abzuklären. Die vom Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vertretene Auffassung, laut der das Versicherungsgericht des Kantons St.”
LPGA art. 43 n. 453 Nelle perizie va rispettata la necessità e la proporzionalità: l'organo assicurativo può disporre soltanto gli accertamenti necessari per la verifiÊ del diritto alle prestazioni. Perizie multiple ripetute o puramente formali, nonché second opinion ingiustificate, possono essere inammissibili per ragioni di proporzionalità e a causa dei costi a carico dello Stato.
“Bei der zweiten Auftragsvergabe hat es sich also um die Erstellung eines bidisziplinären (internistisch und neurologisch) Gutachtens mit einer allfälligen psychiatrischen Verlaufsbegutachtung gehandelt. Diese Konstellation ist vom klaren Wortlaut von Art. 72bis IVV nicht erfasst. Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass ein Absprechen des Beweiswerts des vorliegenden Gutachtens rein aus formalen Gründen und damit eine erneute Begutachtung in allen drei Fachdisziplinen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung, BV, SR 101) verletzen würde. Jede medizinische Begutachtung stellt nämlich einen Eingriff in die körperliche und geistige Unversehrtheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar und ist daher nur dann durchzuführen, wenn dies zur Abklärung der Leistungsansprüche notwendig und für die zu untersuchende Person zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hierbei fallen auch finanzielle Interessen des Staates in dem Sinne ins Gewicht, dass nur die notwendigen Sachverhaltsabklärungen durchzuführen sind (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Eine Verletzung von Art. 72bis IVV ist damit zu verneinen. Im Folgenden ist das Gutachten vom 12. Juli 2018 auf seinen Beweiswert zu prüfen. Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden aufgestellten und später auf alle psychischen Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen, anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl. BGE 141 V 281; 143 V 409 und 143 V 418). Bei einem zwecks Rentenrevision erstellten Gutachten hängt der Beweiswert zudem wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Thema, nämlich auf eine allfällige erhebliche Änderung des Sachverhalts, bezieht.”
“Da die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt und ihr deshalb im Rahmen der Verfahrensleitung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zukommt, muss im vorliegenden Verfahren die gerichtliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- respektive Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben. Entscheidend ist, ob die Gründe, die die Beschwerdegegnerin für die Notwendigkeit einer weiteren psychiatrischen Abklärung anführt, plausibel erscheinen (Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich IV.2021.00766 vom 29. März 2022 E. 4.1). 3. 3.1. Wird eine Begutachtung veranlasst und mittels Verfügung angeordnet, so kann die versicherte Person mit Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich erheben, wie etwa vorliegend der Einwand, es handle sich bei der mit Verfügung vom 8. Februar 2022 angeordneten polydisziplinären Begutachtung um eine unnötige second opinion (vgl. BGE 138 V 271 E. 1.1). Es ist daher im Folgenden zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin unzulässiger Weise eine erneute Begutachtung der Beschwerdeführerin anordnete. 3.2. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. 3.3. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden notwendigen Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271, 274 f.”
art. 43 cpv. 2 LPGA obbliga la persona assicurata a sottoporsi — nella misura in cui accertamenti medici o specialistici siano necessari e ragionevoli per la valutazione — a tali accertamenti. Questo obbligo è collegato al principio dell'accertamento e all'obbligo generale di collaborazione degli assicurati ai sensi dell'art. 28 LPGA; tuttavia il principio dell'accertamento non è illimitato.
“Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2). Art. 28 Abs. 1 ATSG hält in einem allgemeinen Grundsatz fest, dass die Versicherten beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken haben. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss nach Art. 28 Abs. 2 ATSG unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Weiter hat sich die versicherte Person, soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person dieser zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2). Art. 28 Abs. 1 ATSG hält in einem allgemeinen Grundsatz fest, dass die Versicherten beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken haben. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss nach Art. 28 Abs. 2 ATSG unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Weiter hat sich die versicherte Person, soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
Se la persona assicurata rifiuta ingiustificatamente di collaborare, l'organo d'assicurazione può, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, decidere sulla base degli atti o pronunciare il non ingresso in materia. Se la persona assicurata in seguito si dichiara disponibile a collaborare e vengono presentati nuovi documenti decisivi ai fini della decisione, può presentare una nuova domanÚ; l'amministrazione deve riesaminare la pratiÊ se i nuovi elementi giustificano una valutazione diversa. Se la nuova presentazione della domanÚ dà luogo a un diritto alla rendita, l'inizio della rendita è eventualmente determinato dall'art. 29 cpv. 1 LAI (posticipo di sei mesi dalla presentazione della nuova domanÚ).
“La question de l'exigibilité subjective doit également être clarifiée de manière objective : il ne s'agit donc pas de savoir si la personne concernée considère l'examen comme raisonnablement exigible sur la base de sa propre perception subjective, mais d'évaluer objectivement les circonstances subjectives, par exemple l'âge, l'état de santé, les expériences antérieures en matière d'examens, afin de déterminer si ces circonstances permettent ou non l'examen (cf. ATF 134 V 61 consid. 4.2.1). L'exigibilité objective est notamment liée au fait qu'un examen médical, voire une expertise, peut toucher à la liberté personnelle d'une personne assurée, sachant que seules de légères atteintes aux droits fondamentaux de la liberté personnelle doivent être acceptées par les assurés. En l'absence d'un motif concret s'y opposant, les examens usuels dans un centre d'expertise doivent généralement être considérés comme raisonnables (arrêts du TF 8C_283/2020 du 4 août 2020 consid. 4 et réf. citées). 4.2 Si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut, selon l'art. 43 al. 3 LPGA, se prononcer sur l'état du dossier et clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. L'assureur doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Ainsi, l'assuré qui ne se soumet pas à une mesure exigible prend délibérément le risque que sa demande de prestations soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations. Celle-ci devra rendre une nouvelle décision, si les nouveaux éléments recueillis sont de nature à justifier une appréciation différente de la situation (arrêt du TF 9C_236/2021 du 3 septembre 2021 consid. 2 et réf. citées).”
“arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007), soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration et la non-entrée en matière. Cela étant, en cas de rejet de la demande ou de non-entrée en matière, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations. Celle-ci devra rendre une nouvelle décision, si les nouveaux éléments recueillis sont de nature à justifier une appréciation différente de la situation (arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 6). Il s'ensuit de la nouvelle demande un droit à la rente, le cas échéant, reporté au nouveau point de départ du droit à la rente après un délai de six mois suivant le dépôt de la nouvelle demande selon l'art. 29 al. 1 LAI. 8. 8.1 Compte tenu de ce qui précède, le Tribunal de céans doit examiner si c'est à raison que sur la base de l'état de fait existant, l'OAIE n'est pas entré en matière. 8.2 Comme on l'a vu l'art. 43 al. 3 LPGA doit indiquer qu'à défaut de collaborer l'assureur pourra rendre sa décision au fond en l'état du dossier ou, subsidiairement, rendre une décision de non-entrée en matière. Dans les deux cas, conformément à l'art. 57a al. 1 LAI, au moyen d'un préavis, l'office AI communique à l'assuré toute décision finale qu'il entend prendre au sujet d'une demande de prestations, ou au sujet de la suppression ou de la réduction d'une prestation déjà allouée ainsi que toute décision qu'il entend prendre au sujet d'une suspension à tire provisionnel des prestations, et l'assuré a le droit d'être entendu, conformément à l'art. 42 LPGA. L'art. 57a al. 1 LAI énonce que le préavis est requis pour toute décision finale. En l'espèce, l'OAIE a adressé un préavis à l'assuré du 19 juillet 2023 et l'a assorti du délai de 30 jours pour se prononcer, octroyant ainsi à l'assuré le droit de se déterminer. Le droit d'être entendu, expressément réservé par l'art. 57a al. 1 LAI, vaut également ensuite d'une procédure de sommation selon l'art.”
LPGA art. 43 n. 450 In presenza di contraddizioni, incertezze o di valutazioni mediche discordanti, devono essere eseguiti accertamenti medici complementari o indagini peritali; la valutazione del fatto giuridicamente rilevante non può basarsi esclusivamente su valutazioni retrospettive o soltanto sulle dichiarazioni dei medici curanti, qualora ciò non consenta di raggiungere una chiarezza sufficiente sui fatti determinanti per il diritto alla prestazione.
“2b). Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25 S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
“Juni 2021 lediglich eine leichte Zunahme der HWS-Degeneration sowie L4-Stenose festhielten (vgl. Urk. 8/299/11), bezogen sie sich zum Vergleich auf die bildgebende Untersuchung vom Januar 2019 (Urk. 8/299/14). Bei alle dem bestehen immerhin konkrete Anhaltspunkte dafür, dass – gegebenenfalls auch nur vorübergehend – eine Verschlechterung eingetreten ist, welche den Beschwerdeführer über das 2018 gutachterlich festgestellte Ausmass (vgl. Urk. 8/276 S. 10) in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt haben könnte. Mithin ist die Sache zur Abklärung der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zudem kann es in umstrittenen Fällen nicht Sache der behandelnden Ärzte sein, verbindlich zur Arbeitsunfähigkeit Stellung zu nehmen (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Mai 2011, 9C_152/2011). Die Rückweisung zur weiteren Abklärung steht schliesslich auch im Einklang damit, dass in erster Linie die IV-Stelle für die richtige und vollständige Sachverhaltsabklärung zu sorgen hat (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Zusammenfassend lag der angefochtenen Verfügung kein hinreichend abgeklärter medizinischer Sachverhalt zugrunde, welcher eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der rechtskräftigen Verfügung vom 8. Mai 2019 erlaubt hätte. Da die Beschwerdegegnerin zunächst ergänzende medizinische Abklärungen zu tätigen hat, kann im vorliegenden Beschwerdeverfahren offen bleiben, wie es sich mit der Invaliditätsbemessung im Einzelnen verhält.”
“Die retrospektive Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter stützt sich also nicht auf das Ergebnis der gutachterlichen Untersuchung, sondern auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Behandler. Den Berichten des behandelnden Neurochirurgen Dr. C.___ ist allerdings keine Begründung dafür zu entnehmen, dass die Spondylodese L4-S1 vom 13. Dezember 2019 und die ISG-Arthrodese bds. vom 1. Mai 2020 zu einer fünfzehnmonatigen ununterbrochenen vollständigen Arbeitsunfähigkeit geführt haben sollen. Dass diese Arbeitsfähigkeitsschätzung falsch ist, zeigt allein schon die Tatsache, dass der Beschwerdeführer ab dem 7. Dezember 2020 in einem Pensum von 20 %, ab dem 21. Dezember 2020 in seiner in einem Pensum von 40 % und ab dem 4. Januar 2021 in einem Pensum von 50 % in seiner bisherigen Tätigkeit als Schweisser gearbeitet hat und damit spätestens ab Januar 2021 nicht mehr vollständig arbeitsunfähig gewesen sein kann. Auch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der Zeit vor der Begutachtung sind somit weitere Abklärungen notwendig. Demnach ist die angefochtene Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG vollumfänglich aufzuheben und die Sache ist zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne des oben Ausgeführten an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die Verwaltung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (BGE 132 V 215 E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist.”
“Zudem gingen die behandelnden Arztpersonen abweichend vom RAD von einer deutlich geringeren Arbeitsfähigkeit aus. So wurde seitens der Psychiatrischen Universitätsklinik E.___, in welcher sich der Beschwerdeführer ab dem 17. August 2020 während mehrerer Monate in tagesklinischer Behandlung befand, erst nach Abschluss der Therapie ein Einstieg mit einem 30%-Pensum für realistisch erachtet mit einer denkbaren stufenweisen Steigerung auf 70-80 % binnen sechs bis zwölf Monaten (Urk. 7/30/9). Dr. F.___ nahm diese Einschätzung zwar zur Kenntnis (Urk. 7/52/12), setzte sich damit jedoch nicht näher auseinander. Es besteht jedenfalls eine deutliche Diskrepanz zu ihrer Beurteilung, wonach ab dem 25. Juni 2020 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (Urk. 7/52/8), was für den Laien nicht nachvollziehbar ist. Im Übrigen gingen M. Sc. G.___ und Dr. H.___ in ihrem Bericht vom 3. November 2022 gar von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus (Urk. 7/51/10). Vor diesem Hintergrund erweisen sich weitere medizinische Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) als unumgänglich, da aktuell über die für die Beurteilung des streitigen Rentenanspruchs erforderlichen Tatsachen keine hinreichende Klarheit besteht und entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers eine direkte Leistungszusprache im Streitfall einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Fachpersonen kaum je in Frage kommt (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5). Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_125/2023 vom 8. August 2023 E. 5.7 [zur Publikation vorgesehen] und 9C_8/2022 vom 6. März 2023 E. 5.3, je mit Hinweisen). Das von der Beschwerdegegnerin einzuholende psychiatrische Gutachten wird sich zur Arbeitsfähigkeit während des gesamten potentiell anspruchsrelevanten Zeitraums zu äussern und sich insbesondere an den in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren zu orientieren haben, die grundsätzlich für sämtliche psychische Leiden und gegebenenfalls auch für Suchtverhalten Anwendung finden (vgl.”
“Dass die Vorinstanz bei dieser Sachlage zwar eine Auswirkung der festgestellten erheblichen Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit für wahrscheinlich erachtete, aber Zweifel an der attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten hatte, ist nachvollziehbar. Damit fehlte ihr nun allerdings eine verlässliche medizinische Entscheidgrundlage, wie sie zur Beurteilung des streitigen Leistungsanspruchs unabdingbar ist (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1; SVR 2018 UV Nr. 27 S. 94, 8C_830/2015 E. 5.2). Gleichzeitig gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass es sich im Rahmen zusätzlicher Ermittlungen als unmöglich hätte erweisen können, eine Arbeitsfähigkeit zu ermitteln, die unter Berücksichtigung der durch BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen zu überzeugen vermochte (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3 mit Hinweisen), in welchem Fall von weiteren Abklärungsmassnahmen abzusehen gewesen wäre. Es stellt keine Bundesrechtsverletzung dar, dass die Vorinstanz unter diesen Umständen weitere Sachverhaltsabklärungen für angezeigt hielt, dies mit dem Ziel, eine verlässliche Arbeitsfähigkeitsschätzung und ein stimmiges Gesamtbild zu erlangen. Vielmehr kam sie damit ihrer Untersuchungspflicht nach (Art. 61 lit. c ATSG), welche (wie diejenige des Versicherungsträgers; vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; vgl. auch E. 4.4) so lange andauert, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen, hier mithin über den Grad der Arbeitsunfähigkeit, hinreichende Klarheit besteht (SVR 2013 UV Nr. 9 S. 29, 8C_592/2012 E. 5.1 mit Hinweis; Urteil 8C_676/2023 vom 22. Mai 2024 E. 3.2). Dieser Punkt war aufgrund der im Verwaltungsverfahren zusammengetragenen und der Vorinstanz eingereichten Akten noch nicht erreicht.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 449 Se l'adempimento degli obblighi di collaborazione è avvenuto in ritardo ma effettivamente e qualitativamente sufficiente, l'autorità può disporre una sanzione più lieve; un ritardo occasionale o di lieve entità non giustifiÊ automaticamente la stessa sanzione prevista per un'omissione totale (cfr. sentenza in cui un'istanza presentata con cinque giorni di ritardo ma di elevata qualità è stata punita con la sospensione del diritto per un giorno). Contestualmente, l'assicurato ha l'onere della prova cirÊ l'adempimento tempestivo o effettivo; mere dichiarazioni apparentemente plausibili non sono sufficienti a provare la presentazione o la sua data.
“Les actes commis durant la période d'observation et qui font l'objet de la suspension sont déterminants pour fixer la prolongation de la durée de suspension (art. 45 al. 1 OACI). 4.5 Le Tribunal fédéral a jugé qu'un assuré qui remet ses recherches hors délai ne doit pas se voir imposer la même sanction que celui qui ne procède à aucune recherche d'emploi, surtout si le retard est léger et survient pour la première fois pendant la période de contrôle. Il a ainsi confirmé qu’un formulaire de recherches remis pour la première fois avec cinq jours de retard alors que l’assurée avait fait des recherches de qualité justifiait une sanction, non pas de cinq jours de suspension du droit à l’indemnité, mais d'un jour seulement (arrêt du Tribunal fédéral 8C_2/2012 du 14 juin 2012). Le Tribunal fédéral a jugé qu'une sanction s'imposait, même en cas de retard minime (soit un jour, arrêt du Tribunal fédéral 8C_604/2018 du 5 novembre 2018). 5. 5.1 Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve. Malgré les pertes de documents pouvant se produire dans toute administration, la jurisprudence a presque toujours indiqué que les assurés supportaient les conséquences de l'absence de preuve en ce qui concerne la remise de la liste des recherches d'emploi (ATF 145 V 90 consid. 3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_747/2018 du 20 mars 2019 consid. 2.2 ; également arrêt du Tribunal fédéral C 294/99 du 14 décembre 1999 consid. 2a, in DTA 2000 n. 25 p. 122) et la date effective de la remise (ATF 145 V 90 consid. 3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral C 3/07 du 3 janvier 2008 consid. 3.2). Le fait que des allégations relatives à la remise des justificatifs de recherches d'emploi (ou relatives à la date de celle-ci) soient plausibles ne suffit pas à démontrer une remise effective des justificatifs (ou une remise à temps).”
Secondo la giurisprudenza, il diritto a pagamenti arretrati derivante dalla revoÊ di una sospensione delle prestazioni è di natura federale. Nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, le assicurazioni malattia devono tenere conto dell'estinzione dei crediti in sospeso e comunicare all'autorità competente la sospensione delle prestazioni e la sua revoÊ dopo l'estinzione di tali crediti.
“Ebenso wie der Leistungsanspruch und der Leistungsaufschub (vgl. vorangehende E. 2.1) ist der umstrittene Nachzahlungsanspruch infolge Aufhebung des Leistungsaufschubs bundesrechtlicher Natur. Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 KVG). Weshalb die Sanitas resp. die kantonale Beschwerdeinstanz den Abschluss des Konkursverfahrens nicht im Sinne einer "bloss" materiellen Voraussetzung für den Nachzahlungsanspruch hätte berücksichtigen dürfen, leuchtet nicht ein. Nach dem Wortlaut von Art. 64a Abs. 7 KVG schieben "die Versicherer" ("l'assureur"; "l'assicuratore") die Leistungen auf und erstatten der zuständigen Behörde Meldung "über den Leistungsaufschub und dessen Aufhebung nach Begleichung der ausstehenden Forderungen" ("de la suspension de sa prise en charge et, lorsque les assurés ont acquitté leurs créances, de l'annulation de cette suspension"; "della sospensione delle prestazioni e dell'annullamento di tale sospensione dopo il pagamento die crediti in arretrato da parte degli assicurati"). Eine umfassende Beurteilung erübrigt sich. Aus dem Zitierten ergibt sich zumindest klar (vgl. zur Bedeutung des Wortlauts bei der Auslegung BGE 145 V 2 E. 4.1; Urteil 9C_174/2020 vom 2. November 2020 E. 7.3.1, zur Publikation vorgesehen), dass die Krankenversicherer die Forderungsbegleichung zu beachten haben.”
Se la violazione dell'obbligo di collaborazione è dovuta esclusivamente al comportamento di terzi (ad es. dell'ultimo datore di lavoro) e non è imputabile alla persona assicurata, ciò non giustifiÊ, secondo la giurisprudenza, l'applicazione delle sanzioni previste dall'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“In materieller Hinsicht ist zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht unter anderem auf die Nichteinreichung des vom letzten Arbeitgeber auszufüllenden und unterzeichneten Fragebogens über die Arbeits- und Lohnverhältnisse von Unselbständigerwerbenden stützt. Die Nichtbefolgung der Auskunftspflicht durch den letzten Arbeitgeber geht nicht auf den Beschwerdeführer zurück und kann nicht zum Vorgehen gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG führen (vgl. vorstehende E. 4.2).”
I criteri di valutazione della necessità oggettiva di una nomina di rappresentante nel procedimento ai sensi dell'art. 43 LPGA sono in particolare: la complessità delle questioni giuridiche, l'assenza di chiarezza del quadro fattuale, la fase del procedimento, la capacità dell'assicurato di districarsi nel procedimento nonché le peculiarità delle norme procedurali applicabili. Inoltre va verificato se sia ragionevole la rappresentanza da parte di assistenti sociali, rappresentanti di associazioni o di altri operatori specializzati e di fiducia di istituzioni sociali. L'assistenza tramite un avvocato è necessaria solo in casi eccezionali; se è prevedibile un'ingerenza particolarmente grave nella posizione giuridiÊ dell'assicurato, di norma la nomina di un rappresentante è opportuna, altrimenti solo in presenza di ulteriori difficoltà fattuali o giuridiche che l'assicurato non è in grado di affrontare da solo.
“unbestritten, und es wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für beide Beschwerdeverfahren bewilligt (IV 2018/379, act. G 6; IV 2019/21, act. G 5). Zu prüfen bleibt somit die Frage der Notwendigkeit der Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren. Den höheren Anforderungen im Verwaltungsverfahren soll insofern Rechnung getragen werden, als die Erforderlichkeit der Vertretung eingehend zu prüfen ist. Dabei wird auf die Schwierigkeit des Falles und auf die Verfahrensphase abgestellt (BBl 1999 4595; vgl. auch BGE 132 V 201; Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2009, 9C_816/2008, E. 4.1). Die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren wird in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung namentlich mit Blick darauf, dass die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur zurückhaltend bejaht. Es müssen sich danach schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 201 E. 4.1 in fine; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 2. September 2019, 8C_353/2019, E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 26. November 2012, 9C_878/2012, E. 3.6 und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2, je mit Hinweis darauf, dass die IV-Stellen unter Umständen auf soziale Einrichtungen hinzuweisen haben, die fachkundige Unterstützung im Verwaltungsverfahren bieten [würden], und darauf aufmerksam zu machen haben, bei diesen ein entsprechendes Gesuch zu stellen). Von Bedeutung ist schliesslich auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Die hohe Bedeutung medizinischer Gutachten für sich allein genommen vermag die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung nicht zu begründen (vgl.”
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG, vgl. dazu BGE 136 V 377 E. 4.1.1), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Massgebend ist dabei auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Sozialarbeiter bzw. eine Sozialarbeiterin oder durch Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen in Frage kommt (BGE 132 V 200, E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E. 2.1, vom 7. Juli 2016, 8C_676/2015, E. 7.1, nicht publ. in BGE 142 V 342, vom 14. Juni 2017, 9C_ 680/2016, E. 4.1.1, vom 6. April 2017, 9C_29/2017, E. 1 und vom 23. Februar 2016, 8C_931/2015, E. 3, publ.”
“Dezember 2019 E. 5.1). Der im verwaltungsinternen Verfahren geltende Untersuchungsgrundsatz (s. dazu Art. 43 ATSG) rechtfertigt es, an die Voraussetzungen, unter denen eine anwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen strengen Massstab anzulegen (BGE 125 V 32, 36 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2016 vom 7. April 2017 E. 2.1). Die anwaltliche Vertretung im Verwaltungsverfahren drängt sich mit anderen Worten nur in Ausnahmefällen auf, d.h. wenn die Angelegenheit rechtlich oder tatsächlich schwierig ist und eine Verbeiständung durch Verbandsvertreter, Fürsorger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt. Grundsätzlich geboten ist die Verbeiständung auch, falls ein besonders starker Eingriff in die Rechtsstellung der versicherten Person droht, andernfalls bloss, wenn zur relativen Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen die versicherte Person auf sich alleine gestellt nicht gewachsen ist (BGE 142 V 342 nicht publ. E. 7.1 des Urteils des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016; 125 V 32, 35 f.”
“Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung setzt die Bedürftigkeit der gesuchstellenden Person, die fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie die sachliche Gebotenheit des Beizugs eines Anwalts voraus (BGE 132 V 200 E. 4.1). Dabei ist das Erfordernis der sachlichen Gebotenheit einer Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Es müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Von Bedeutung ist auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurecht zu finden (BGE 125 V 32 E. 4b). Mit Blick darauf, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen (u.a. EL-Durchführungsstellen) also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), drängt sich eine Verbeiständung nur ausnahmsweise auf (BGE 132 V 200 E. 4.1). Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin erstmals mit Verfügung vom 3. April 2015 rückwirkend ab 1. Juli 2011 eine Ergänzungsleistung zugesprochen. Bis heute ist der EL-Anspruch der Beschwerdeführerin nicht rechtskräftig festgesetzt worden. Die Beschwerdegegnerin hat mehrmals leistungszusprechende Verfügungen ersetzt, ohne dass sie dies für einen Laien nachvollziehbar begründet hätte. Die rückwirkende Korrektur ab Anspruchsbeginn und die Korrektur als Folge der periodischen Revision sind für einen Laien nicht entwirrbar miteinander verwoben worden, indem sich die Neuberechnungszeiträume teilweise überlappt haben. Die Beschwerdeführerin ist somit aufgrund der Komplexität der Sache in verfahrensrechtlicher Hinsicht als Laiin in allen Einspracheverfahren auf rechtlichen Beistand angewiesen gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat die sachliche Gebotenheit des Beizugs des Rechtsvertreters in den Einspracheverfahren daher zu Unrecht verneint.”
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG, vgl. dazu BGE 136 V 376 E. 4.1.1), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (vgl. BGE 130 I 178 E. 3.2; 125 V 32 E. 4b). Massgebend ist dabei auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Sozialarbeiter bzw. eine Sozialarbeiterin oder durch Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen in Frage kommt (vgl. BGE 132 V 200 E. 4.1; vgl. auch Ueli Kieser, a.a.O., Art. 37 N 37 ff.). Falls ein besonders starker Eingriff in die Rechtsstellung der versicherten Person droht, ist die Verbeiständung grundsätzlich geboten, andernfalls bloss, wenn zur relativen Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht gewachsen ist (vgl. BGE 132 V 200 E. 4.1; 125 V 35 E. 4b).”
“Nach Art. 37 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) wird der gesuchstellenden Person im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren eine unentgeltliche Rechtsvertretung bewilligt, wo es die Verhältnisse erfordern. Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung besteht, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint und die Vertretung zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist (Art. 29 Abs. 3 BV). Insbesondere die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung ist nur in Ausnahmefällen zu bejahen, weil im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43 ATSG), die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln haben. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Vertretung nicht grundsätzlich aus. Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Des Weiteren muss eine gehörige Interessenwahrung durch Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E.”
In caso di rifiuto parziale o totale, oppure di insufficiente collaborazione agli accertamenti medici o specialistici ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA, si deve innanzitutto procedere alla procedura di messa in mora e di termine di riflessione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. Solo dopo l'esito negativo di tale procedura possono essere prese in considerazione, a titolo di sanzione, la riduzione o il rifiuto della prestazione richiesta (ovvero, nelle decisioni relative alle rendite, la sospensione della rendita), come risulta dal rinvio dall'art. 7b cpv. 1 LAI all'art. 21 cpv. 4 LPGA.
“1 IVG und damit auch nicht auf die Verletzung der Mitwirkungspflicht bei einer medizinischen Untersuchung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG. Vielmehr listet er andere Arten von Pflichten auf, die eine Kürzung oder Verweigerung der anbegehrten Leistung ohne ein vorgängiges Mahn- und Bedenkzeitverfahren zulassen. Dabei bezieht sich nur Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG unmittelbar auf die Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, nämlich auf die Pflicht, der IV-Stelle jene Auskünfte zu erteilen, die diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe benötigt. Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG wurde von der vorberatenden Kommission des Nationalrats eingefügt und vom Parlament diskussionslos angenommen (Amtliches Bulletin Nationalrat 2006 N 346, Sitzung vom 21. März 2006; Amtliches Bulletin Ständerat 2006 N 602, Sitzung vom 22. Juni 2006). Ausführungen zu den Gründen, weshalb diese Regelung in Art. 7b Abs. 2 IVG aufgenommen wurde, fehlen. Wäre mit diesen Auskünften – über den klaren Gesetzeswortlaut hinaus – auch die Mitwirkung bei medizinischen Untersuchungen gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG gemeint, hätte der Gesetzgeber, der in Art. 7b Abs. 1 IVG den Art. 43 Abs. 2 ATSG angeführt hat, diesen in Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG konsequenterweise ebenfalls ausdrücklich genannt. Der Wortlaut von Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG gibt also den Regelungsinhalt abschliessend wieder. Das bedeutet, dass eine Verletzung der Pflicht, bei medizinischen Untersuchungen umfassend mitzuwirken, erst nach der erfolglosen Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens durch eine Kürzung oder Verweigerung der anbegehrten Leistung geahndet werden darf (vgl. zum Ganzen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. August 2020, IV 2018/206, E. 5.1). Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens, bei dem der Verdacht besteht, dass die versicherte Person zu weniger als 40% invalid sein könnte, stellt nur die Einstellung der Rente die geeignete Sanktion dar. Der Beschwerdeführer hat im Rahmen der medizinischen Begutachtung durch Dres. J.___ und K.___, also in einem Anwendungsfall von Art.”
“3 ATSG kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsabklärung in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Er muss die versicherte Person vorher schriftlich gemahnt, auf die Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt haben. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG hat also zum Zweck, nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auf die versicherte Person Druck auszuüben, damit sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt und das Verfahren ordnungsgemäss weitergeführt werden kann (vgl. Tobias Bolt, Folgen einer Mitwirkungspflichtverletzung, in: JaSo 2016, S. 176). Nun ordnet Art. 7b Abs. 1 IVG aber an, dass auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bei einer medizinischen Untersuchung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht die in Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten, sondern die in Art. 21 Abs. 4 ATSG (eigentlich für die Verletzung der Schadenminderungspflicht) vorgesehene Sanktion der Kürzung oder Verweigerung der anbegehrten Leistung zur Anwendung kommen muss. Die Regelung von Art. 7b Abs. 1 IVG bedeutet also für die in Art. 43 Abs. 2 ATSG geregelte Pflicht zur Mitwirkung bei medizinischen Untersuchungen, dass bei der Anwendung von Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG als Sanktion nur die Kürzung oder die Verweigerung der anbegehrten Leistung möglich ist. Das ist der einzige Regelungsinhalt von Art. 7b Abs. 1 IVG in Bezug auf die Pflicht zur Mitwirkung bei medizinischen Untersuchungen. Das bedeutet, dass Art. 43 Abs. 3 Satz 2 ATSG unverändert anwendbar bleibt. Bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG kann die anbegehrte Leistung also erst nach der erfolglosen Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens gekürzt oder verweigert werden. Art. 7b Abs. 2 IVG, der eine sanktionsweise Kürzung oder Verweigerung der anbegehrten Leistung ohne ein vorgängiges Mahn- und Bedenkzeitverfahren zulässt, bezieht sich nicht auf Art. 7b Abs. 1 IVG und damit auch nicht auf die Verletzung der Mitwirkungspflicht bei einer medizinischen Untersuchung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG. Vielmehr listet er andere Arten von Pflichten auf, die eine Kürzung oder Verweigerung der anbegehrten Leistung ohne ein vorgängiges Mahn- und Bedenkzeitverfahren zulassen.”
“Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Gestützt auf Art. 7b Abs. 2 IVG können die Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG in den dort aufgezählten Fällen ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden. Die Leistungsverweigerung oder –einstellung wegen unterlassener Mitwirkung im Sinne von Art.”
“Aus den Akten geht zwar hervor, dass der Beschwerdeführer während des Verwaltungsverfahrens, insbesondere bei der Terminabsprache der Begutachtung (Urk. 6/270, Urk. 6/273) wie auch in der Begutachtung selbst nicht ausreichend mitwirkte. So hielt der orthopädische Gutachter eine eingeschränkte Kooperation während der gutachterlichen Befragung und der klinischen Untersuchung fest (Urk. 6/292/137 und 145). Weiter lehnte der Beschwerdeführer Zusatzuntersuchungen, wie etwa Medikamentencompliance-Bestimmungen im Blut ab und er liess auch die von den orthopädischen und neurologischen Gutachtern vorgeschlagenen zusätzlichen bildgebenden Untersuchungen nicht durchführen (Urk. 6/292/98, Urk. 6/292/99, Urk. 6/292/143). Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat jedoch der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Art. 43 Abs. 2 ATSG legt fest, dass die versicherte Person sich ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Dazu gehört auch die Teilnahme an einer vom Versicherungsträger angeordneten Begutachtung im Sinne von Art. 44 ATSG (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 92 und 96). Ein Entscheid aufgrund der vorliegenden Akten oder die Einstellung der Erhebungen kommt gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG nur in Frage, wenn die versicherte Person ihrer Auskunfts- und Mitwirkungspflicht nicht nachkommt. Der Versicherungsträger muss die Person vor dieser Sanktionierung schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen. Sodann ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Kieser, a.a.O., Art. 43 Rz 104 mit Hinweisen). Vor diesem Hintergrund hätte die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der gutachterlichen Empfehlung (Urk. 6/292/98 und 143) die als notwendig erachteten Zusatzuntersuchungen durchführen lassen müssen, um die Aktenlage zu vervollständigen.”
l'art. 44 LPGA non si appliÊ agli accertamenti medici effettuati dai servizi medici interni (SMR). Tuttavia, referti e perizie redatti da medici dei servizi interni possono assumere valore probatorio, purché siano motivati in modo convincente, privi di contraddizioni e non sussistano indizi concreti che ne mettano in dubbio il risultato; il solo vincolo di natura lavoristiÊ del medico nei confronti dell'assicuratore non costituisÎ di per sé una sfiducia oggettivamente fondata.
“6 LPGA, à exercer une activité lucrative ou à accomplir ses travaux habituels dans une mesure qui peut être raisonnablement exigée de lui. Ils sont indépendants dans l'évaluation médicale des cas d'espèce. Fondé sur les données de son service médical, l'office AI sera en mesure de déterminer les prestations à allouer, lesquelles doivent reposer sur des rapports médicaux satisfaisant aux exigences d'une qualité probante (arrêt du Tribunal fédéral 9C_1063/2009 du 22 janvier 2010 consid. 4.2.3). Pour effectuer leurs tâches, les SMR peuvent se prononcer sur dossier (art. 59 al. 2bis LAI et 49 al. 1 RAI) ou examiner les assurés au sein du SMR (art. 49 al. 2 RAI). L'OAI peut également confier à un médecin expert indépendant la charge d'une expertise (art. 59 al. 3 LAI et 44 LPGA). Selon cette dernière disposition, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. À noter que l'art. 43 al. 2 LPGA prévoit que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. L'art. 44 LPGA prévoyant les conditions de mise en œuvre d'une expertise externe indépendante ne s'applique pas aux examens médicaux réalisés par les SMR (ATF 135 V 254 consid. 3.4). Cela étant, Le juge peut accorder pleine valeur probante aux rapports et expertises établis par les médecins d'un assureur social aussi longtemps que ceux-ci aboutissent à des résultats convaincants, que leurs conclusions sont sérieusement motivées, que ces avis ne contiennent pas de contradictions et qu'aucun indice concret ne permet de mettre en cause leur bien‑fondé. Le simple fait que le médecin consulté est lié à l'assureur par un rapport de travail ne permet pas encore de douter de l'objectivité de son appréciation ni de soupçonner une prévention à l'égard de l'assuré. Ce n'est qu'en présence de circonstances particulières que les doutes au sujet de l'impartialité d'une appréciation peuvent être considérés comme objectivement fondés.”
Prima di applicare l'art. 43 cpv. 3 LPGA, l'ente assicurativo deve mettere in mora per iscritto la persona interessata, informarla delle conseguenze giuridiche e concederle un congruo termine di riflessione.
“Zu diesen Verfahrensbestimmungen gehört die Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG. Sie auferlegt dem Versicherungsträger, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und hierzu die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die versicherten Personen trifft in Ergänzung zur Untersuchungspflicht der Verwaltung eine Pflicht zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung, die in Art. 28 ATSG geregelt ist. Kommt eine versicherte Person dieser Pflicht in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen, wobei er die betroffene Person vorher unter Ansetzung einer angemessenen Bedenkzeit schriftlich mahnen und auf diese Rechtsfolge hinweisen muss.”
“Das Untersuchungsprinzip wird jedoch dadurch eingeschränkt, dass den Beteiligten gewisse Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsfeststellung auferlegt werden. Die Mitwirkungspflicht der Parteien im Bereich der Sozialversicherungen ist ausdrücklich in Art. 28 Abs. 2 und Art. 43 Abs. 2 ATSG geregelt. Im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV kommt der Mitwirkungspflicht der Parteien ein erhebliches Gewicht zu, da diese am besten über den massgebenden Sachverhalt, also über ihre wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse Bescheid wissen (vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Auflage, Zürich/ Basel/Genf 2009, S. 56). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkfrist einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG zu unterziehen. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.”
In caso di questioni psichiatriche o altre questioni complesse, l'ente assicurativo può, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, disporre una perizia superiore o una nuova perizia specializzata se le perizie parziali esistenti risultano contraddittorie o non consentono una valutazione affidabile e definitiva dello stato di salute.
“___ - auf Grundlage einer Bewertung des «behandelnden Psychiaters» - für den freien Arbeitsmarkt innerhalb eines Pensums von maximal 50 % festgehaltene uneingeschränkte Leistungsfähigkeit basiere auf der Voraussetzung des Bestehens einer Persönlichkeitsstörung. Diese habe gutachterlich jedoch nicht verifiziert werden können, weshalb die abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sich massgeblich mit der geänderten Diagnose einer Persönlichkeitsakzentuierung begründen lasse. Damit verbunden sei ein deutlich erweitertes Spektrum positiver Ressourcen (Urk. 10/51). Unter Berücksichtigung, dass der behandelnde Psychiater am 16. Juni 2020 zum psychiatrischen Gutachten ausführlich Stellung genommen hatte (vgl. E. 3.6), woraufhin RAD-Arzt Dr. G.___ am 28. August 2020 festhielt, es würden zwei konträre Aussagen seitens Gutachter und Behandler vorliegen mit einer Abweichung der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 100 % (Urk. 10/82/8 f.), erlaubte das psychiatrische Teilgutachten auch nach Erstattung der Beantwortung der Rückfragen in wesentlichen Punkten keine zuverlässige und abschliessende Beurteilung des psychiatrischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers. Der Versicherungsträger ist laut dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Ob sich weitere Abklärungen in der Form einer erneuten Begutachtung rechtfertigen, hängt davon ab, inwieweit ein bereits vorliegendes Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllt (Urteil des Bundesgericht 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Entgegen den Einwendungen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 19) ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin einzig eine Oberbegutachtung auf dem Fachgebiet der Psychatrie veranlasste, die in der Folge von Dr.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 441 I rapporti interni del RAD non sono perizie ai sensi dell'art. 44 LPGA, costituiscono tuttavia documenti del fascicolo rilevanti ai fini della decisione. Su tale rapporto interno ci si può basare, purché soddisfi i requisiti probatori generali richiesti per i referti medici; esso però non ha lo stesso valore probatorio di una perizia mediÊ.
“106, S. 852 und BGE 130 V 343, 348 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen) besteht bei Hilfsmitteln darin, dass eine Person die wegen eines Gesundheitsschadens durch einen länger dauernden vollständigen oder teilweisen Ausfall eines Körperteils oder einer Körperfunktion bei einer der in Art. 21 Abs. 1 oder 2 IVG aufgezählten Tätigkeiten behindert ist und daher des Einsatzes eines Hilfsmittels bedarf, um den Mangel (möglichst) auszugleichen. Die Erforderlichkeit des Hilfsmittels muss aus dem Gesundheitsschaden resultieren. Ausserdem muss dieses für die Erfüllung des gesetzlich geschützten Bereichs notwendig sein (Urteile des Bundesgerichts 9C_647/2018 vom 1. Februar 2019 E. 3.1. und 8C_818/2016 vom 3. August 2017 E. 3.3. mit Hinweisen). 3.6. 3.6.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG, vgl. auch BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.6.2 Die IV-Stelle kann zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts bzw. der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs den RAD beiziehen (vgl. Art. 49 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 IVV). Verfassen die RAD-Ärztinnen und -Ärzte interne Berichte, erheben sie nicht selber medizinische Befunde, sondern würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_73/2011 vom 1. April 2011 E. 5.4 und I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3). Solche Berichte haben nicht denselben Beweiswert wie ärztliche Gutachten, d.h. sie stellen keine Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG (vgl. BGE 135 V 254, 258 ff. E. 3.4.1 f.) jedoch entscheidrelevante Aktenstücke dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_220/2017 vom 5. Oktober 2017 E. 3. und I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3). Damit auf einen internen RAD-Bericht abgestellt werden kann, muss er die allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht erfüllen.”
“106, S. 852 und BGE 130 V 343, 348 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen) besteht bei Hilfsmitteln darin, dass eine Person die wegen eines Gesundheitsschadens durch einen länger dauernden vollständigen oder teilweisen Ausfall eines Körperteils oder einer Körperfunktion bei einer der in Art. 21 Abs. 1 oder 2 IVG aufgezählten Tätigkeiten behindert ist und daher des Einsatzes eines Hilfsmittels bedarf, um den Mangel (möglichst) auszugleichen. Die Erforderlichkeit des Hilfsmittels muss aus dem Gesundheitsschaden resultieren. Ausserdem muss dieses für die Erfüllung des gesetzlich geschützten Bereichs notwendig sein (Urteile des Bundesgerichts 9C_647/2018 vom 1. Februar 2019 E. 3.1. und 8C_818/2016 vom 3. August 2017 E. 3.3. mit Hinweisen). 3.6. 3.6.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG, vgl. auch BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.6.2 Die IV-Stelle kann zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts bzw. der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs den RAD beiziehen (vgl. Art. 49 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 IVV). Verfassen die RAD-Ärztinnen und -Ärzte interne Berichte, erheben sie nicht selber medizinische Befunde, sondern würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_73/2011 vom 1. April 2011 E. 5.4 und I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3). Solche Berichte haben nicht denselben Beweiswert wie ärztliche Gutachten, d.h. sie stellen keine Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG (vgl. BGE 135 V 254, 258 ff. E. 3.4.1 f.) jedoch entscheidrelevante Aktenstücke dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_220/2017 vom 5. Oktober 2017 E. 3. und I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3). Damit auf einen internen RAD-Bericht abgestellt werden kann, muss er die allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht erfüllen.”
LPGA art. 43 n. 440 L'autorità non è tenuta ad attendere indagini annunciate e può rinunciare ad ulteriori accertamenti quando, dopo una valutazione anticipata delle prove, ritiene che accertamenti supplementari non apporterebbero nuovi elementi rilevanti ai fini della decisione e non modificherebbero la valutazione.
“En l’espèce, le recourant a pu obtenir un délai pour produire des rapports médicaux complémentaires, ce qu’il a fait en produisant le rapport du service de chirurgie orthopédique du 27 septembre 2019. Ce document, ainsi que les autres rapports médicaux dont il se prévalait, ont été soumis pour appréciation au SMR le 22 novembre 2019. Ils ont ainsi été dûment pris en considération par l’autorité intimée, de sorte qu’aucune violation du droit d’être entendu ne saurait être constatée sur ce point. 5.2. Quant à savoir si l’OAI était tenu d’attendre le 9 janvier 2020 avant de prendre sa décision, force est d’admettre que tel n’est pas le cas. Conformément à la jurisprudence susmentionnée (cf. supra consid. 2.3. et 2.4.), le refus de l’OAI d’attendre le résultat des examens annoncés est assimilable à un refus de procéder à des mesures d’instruction complémentaires, ce que l’administration est libre de faire lorsque de telles mesures n’apparaissent pas décisives ou qu'elles ne pourraient l’amener à modifier son opinion. On rappellera à cet égard que le principe inquisitoire de l’art. 43 al. 1 LPGA ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI, dans la mesure où il appartient à l’assuré de rendre plausible une aggravation de son état de santé. Dans ce contexte, une demande de prolongation de délai interjetée dans le cadre d’une nouvelle demande paraît ainsi d’emblée contraire à l’esprit de cette procédure particulière. Quoi qu’il en soit, les documents produits par le recourant à l’appui d’une nouvelle demande, dans le cadre de ses objections puis à l’échéance du délai supplémentaire accordé, ne permettaient manifestement pas à l’OAI de tenir pour plausible une modification notable de son état de santé. Sur le plan orthopédique en effet, le recourant s’était limité à évoquer la survenance de chutes, confirmées par la Dre F.________ dans son rapport du 30 juillet 2019. Une chute est également documentée par le biais du rapport de consultation aux urgences du 21 août 2019. Cela étant, ni ce rapport ni celui de la consultation ultérieure du 27 septembre 2019, qui constatent l’absence de fracture et un « genou stable », ne laissent entrevoir une réelle aggravation objective, mais se limitent à confirmer la persistance des douleurs – sans explication sur leur cause (« pas de problème au niveau du genou et il est bien possible que les douleurs proviennent d’une autre origine ») – déjà présentes et documentées depuis des années.”
“A cet égard, il est rappelé que dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Ce devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés. Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales (TF 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid. 3.2.1). Sont considérés comme nécessaires tous les moyens de preuve qui permettent d’établir les faits pertinents à l’application du droit. L’assureur n’a, au demeurant, pas à épuiser toutes les possibilités d’investigation, s’il estime, par une appréciation anticipée des preuves fournies par les investigations auxquelles il a déjà procédé, que certains faits présentent le degré de preuve requis par les circonstances et que d’autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (Jacques-Olivier Piguet, in Dupont / Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n°9 ss ad art.”
“Wie sich aus den Erwägungen hiervor ergibt (E. 3.2-3.4), hat die Beschwerdegegnerin den entscheidwesentlichen Sachverhalt entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 5 ff.) genügend abgeklärt und ihre Abklärungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht verletzt. Von weiteren Beweismassnahmen, insbesondere von der beantragten Begutachtung (Urk. 1 S. 5), sind keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_607/2011 vom 16. März 2012 E. 7.2).”
“Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin den entscheidwesentlichen Sachverhalt genügend abgeklärt und ihre Abklärungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG erfüllt. Von weiteren Beweismassnahmen, insbesondere von der beantragten Begutachtung (Urk. 1 S. 4), sind keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 136 I 229 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_607/2011 vom 16. März 2012 E. 7.2).”
Se il sollecito non è formulato in modo concreto o è fuorviante, l'art. 43 cpv. 3 LPGA non può essere applicato legittimamente. La procedura di sollecito e il periodo di riflessione devono comunicare alla persona assicurata in modo chiaro e specifico la collaborazione richiesta nonché le conseguenze giuridiche concretamente minacciate in caso di ulteriore rifiuto; in mancanza di tale precisazione, ciò non giustifiÊ la misura adottata successivamente.
“Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen.”
“Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde.”
“c) Dans un premier temps, l'intimée a requis du recourant la remise d'un formulaire relatif à sa situation professionnelle. Pour ce faire, elle a, tout d'abord, notifié au recourant deux courriers en date des 30 avril et 25 mai 2020, dans lesquels elle lui a rappelé son devoir de collaborer et la possibilité offerte à l'assureur de se prononcer en l'état du dossier, en application de l'art. 43 al. 3 LPGA. Faute de réaction du recourant, l'intimée a pris position dans une communication du 6 juillet 2020. Cette dernière correspond simultanément à une mise en demeure et à une décision de mesures provisionnelles, l'intimée ayant à la fois imparti au recourant un délai au 5 août 2020 afin de produire le document susdit, et suspendu provisoirement le versement de la rente d'invalidité dès le 1er juillet 2020, tout en précisant qu'en cas de persistance dans le refus de renseigner, elle rendrait une décision définitive de suppression de rente. Cette manière de procéder n'est toutefois pas admissible. L'art. 43 al. 3 LPGA impose en effet à l'intimée de mettre préalablement en demeure le recourant et de l'avertir des futures conséquences juridiques d'un défaut de collaboration. Or, dans ses courriers précédents des 30 avril et 25 mai 2020, l'intimée n'a jamais mentionné entendre suspendre, respectivement supprimer le droit à la rente d'invalidité du recourant. Ainsi, elle n'était pas autorisée à prononcer directement cette sanction dans sa décision de mesures provisionnelles du 6 juillet 2020. Elle devait se limiter à menacer le recourant d'une éventuelle suspension en cas d'absence de collaboration dans le délai fixé au 5 août 2020. Pour le surplus, le recourant a donné suite à la mise en demeure dans le délai imparti, ayant remis, à l'appui de ses courrier recommandé et courriel du 20 juillet 2020, le formulaire demandé, ainsi que ses fiches de salaire relatives au mois d'août 2019 à juin 2020. Dès lors, rien ne justifiait que l'intimée maintienne la suspension provisoire de la prestation d'assurance au-delà du 20 juillet 2020, ce dont le recourant s'est d'ailleurs étonné dans son courrier du 16 octobre 2020.”
“3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
“aufgeführt, ist die Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zwingend notwendig. Dem Beschwerdeführer wäre deshalb vor Erlass des Vorbescheids und der angefochtenen Verfügung unter substantiierter Bezugnahme auf das von ihm geforderte Verhalten schriftlich mitzuteilen gewesen, welche Folgen seine Widersetzlichkeit nach sich zieht, und er wäre erneut aufzufordern gewesen, seiner zumutbaren Schadensminderungspflicht nachzukommen. Indem der Gutachtensauftrag beim Zentrum K.____ abgebrochen und in der Folge der Vorbescheid erlassen wurde, wurde das zwingend vorgeschriebene Verfahren nicht eingehalten. Aus diesem Grund ist die Verfügung vom 2. März 2022, mit welcher das Nichteintreten auf das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers beschlossen wurde, nicht rechtmässig ergangen.”
LPGA art. 43 n. 438 Prima di un'ispezione domiciliare o sul luogo, la documentazione mediÊ deve essere raccolta in modo completo, oggettivo e coerente e, se necessario, integrata; solo su tale base l'assicuratore può valutare in modo sensato le limitazioni della persona assicurata. Se un nuovo sopralluogo non è possibile (p.es. in caso di decesso), devono essere effettuate indagini sostitutive ragionevoli, ad esempio accertamenti scritti successivi del collaboratore competente o interviste al personale di cura, nella misura in cui ciò contribuisÊ a chiarire la circostanza pertinente.
“b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, il incombait à l’intimé, en vertu de l’art. 43 al. 1 LPGA, de procéder à une instruction complète de la situation médicale afin de déterminer précisément les limitations fonctionnelles de la recourante avant de procéder à l’enquête à son domicile. En l’absence d’un tableau clinique complet, objectif et cohérent, il n’est pas possible d’accorder une pleine valeur probante au rapport correspondant rédigé le 20 décembre 2019. Il n’est pas non plus envisageable de retenir les avis des médecins traitants de la recourante, lesquels se sont limités pour l’essentiel à rapporter les propos de leur patiente. Il appartient dès lors à l’intimé de compléter les pièces médicales et de procéder à toute mesure d’instruction utile afin de fixer les limitations fonctionnelles pouvant être prises en compte in casu. Il s’agira ensuite de confronter les conclusions médicales objectives aux données ressortant de l’enquête réalisée au domicile de la recourante et d’examiner si les restrictions rapportées par ses médecins traitants peuvent ou non être suivies. L’intimé déterminera, cas échéant, la nécessité d’un complément d’enquête au domicile de la recourante.”
“Natürlich kann kein erneuter Augenschein erfolgen, da die Versicherte verstorben ist. Der zuständige Fachmitarbeiter der SAHB dürfte aber allenfalls noch in der Lage sein, wenigstens einen Teil der von ihm gemachten Feststellungen nachträglich schriftlich festzuhalten. Zudem könnte eine Befragung des Pflegepersonals des Pflegeheims, in dem die Versicherte zuletzt gelebt hat, weitere relevante Hinweise in Bezug auf die Frage liefern, ob der fragliche Rollstuhl vor allem für die Pflege oder für die Fortbewegung benötigt worden ist und ob das Heim überhaupt – aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung oder aufgrund von öffentlich-rechtlichen Vorschriften – verpflichtet gewesen ist, der Versicherten einen einfachen Rollstuhl oder einen Pflegerollstuhl abzugeben. Indem die Beschwerdegegnerin auf einen nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellten Sachverhalt abgestellt hat, ohne dass eine objektive Beweislosigkeit vorgelegen hätte, hat sie ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich damit als rechtswidrig, weshalb er aufzuheben ist. Die Sache ist zur Vervollständigung der Sachverhaltsabklärung, das heisst zur Beantwortung der Fragen, ob die Versicherte einen „Spezial-Rollstuhl“ benötigt hat, und – wenn nicht – ob das Heim, in dem sie gelebt hat, aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung oder aufgrund von öffentlich-rechtlichen Vorschriften verpflichtet gewesen ist, der Versicherten einen einfachen Rollstuhl oder einen Pflegerollstuhl abzugeben, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind gemäss dem nach Art. 83 ATSG in diesem Verfahren anwendbaren Art. 61 lit. a ATSG in der bis zum 31. Dezember 2020 gültigen Fassung keine zu erheben. Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. Mai 2020 wird aufgehoben und die Sache wird zur Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.”
LPGA art. 43 n. 437 Dopo un sollecito scritto contenente l'indicazione sufficiente di quanto si richieÞ alla persona assicurata, con l'avvertenza sulle conseguenze giuridiche e dopo la concessione di un congruo termine di riflessione, l'ente assicuratore può decidere sulla base degli atti oppure dichiarare la non entrata in materia. La scelta tra queste due opzioni dipenÞ dallo stato dell'istruzione e dalle conseguenze prevedibili per la persona assicurata o per terzi; nella misura del possibile deve essere adottata la soluzione più favorevole alla persona assicurata. Tuttavia l'autorità non può astenersi da un esame di merito senza giustificato motivo, se le questioni fattuali rilevanti possono essere chiarite dagli atti senza particolari difficoltà. Una non entrata in materia è da considerare in particolare quando la violazione dell'obbligo di collaborazione riguarÚ un presupposto di ammissibilità della domanÚ di prestazione.
“3 LPGA prevede due tipi di sanzioni: l'Ufficio AI può decidere in base agli atti in suo possesso oppure può non entrare nel merito della richiesta di prestazioni (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 4a ed., art. 43 LPGA, n. 103 e 110). Le sanzioni contemplate all'art. 43 cpv. 3 LPGA, possono essere inflitte solo dopo diffida scritta, avvertimento delle conseguenze giuridiche e assegnazione di un termine di riflessione per decidere (sentenza del TF 9C_266/2012 del 29 agosto 2012 consid. 1.1). La legge non specifica quale delle due sanzioni dell'art. 43 LPGA prediligere; la scelta dell'una o dell'altra dipenderà segnatamente dall'avanzamento dell'istruzione del caso (e meglio se in base agli atti è possibile pronunciare una decisione; Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111) e dalle conseguenze per l'assicurato o per eventuali terzi interessati (sentenza del TF K 53/02 del 25 febbraio 2003 consid. 5.3). Nella misura del possibile, deve essere scelta l'opzione più favorevole all'assicurato (DTF 108 V 229 consid. 2; Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111). 4.3.3 L'Ufficio AI, tuttavia, non può pronunciarsi sulla base degli atti né rifiutarsi di entrare in materia se gli è possibile delucidare i fatti senza difficoltà, né complicazioni speciali, malgrado la mancata collaborazione dell'assicurato (sentenza del TF 9C_266/2012 consid. 1.1). 4.3.4 Secondo giurisprudenza, la facoltà di non entrare nel merito va utilizzata con un certo riserbo. Se, infatti, sulla base degli atti è possibile emanare una decisione di merito, non va emesso un provvedimento di irricevibilità (sentenza del TF 9C_266/2012 consid. 1.1; DTF 131 V 42 consid. 3). Una decisione di non entrata nel merito si giustifica quando la violazione dell'obbligo di collaborare riguarda una condizione di ammissibilità della domanda (Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111). Allorquando fondandosi sugli atti a disposizione dell'Ufficio AI, senza la partecipazione dell'assicurato, un esame nel merito della domanda è escluso, va pronunciata una decisione di non entrata nel merito (sentenza del TF 8C_882/2009 del 19 febbraio 2010 consid.”
“111) e dalle conseguenze per l'assicurato o per eventuali terzi interessati (sentenza del TF K 53/02 del 25 febbraio 2003 consid. 5.3). Nella misura del possibile, deve essere scelta l'opzione più favorevole all'assicurato (DTF 108 V 229 consid. 2; Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111). 4.3.3 L'Ufficio AI, tuttavia, non può pronunciarsi sulla base degli atti né rifiutarsi di entrare in materia se gli è possibile delucidare i fatti senza difficoltà, né complicazioni speciali, malgrado la mancata collaborazione dell'assicurato (sentenza del TF 9C_266/2012 consid. 1.1). 4.3.4 Secondo giurisprudenza, la facoltà di non entrare nel merito va utilizzata con un certo riserbo. Se, infatti, sulla base degli atti è possibile emanare una decisione di merito, non va emesso un provvedimento di irricevibilità (sentenza del TF 9C_266/2012 consid. 1.1; DTF 131 V 42 consid. 3). Una decisione di non entrata nel merito si giustifica quando la violazione dell'obbligo di collaborare riguarda una condizione di ammissibilità della domanda (Kieser, op. cit., art. 43 LPGA, n. 111). Allorquando fondandosi sugli atti a disposizione dell'Ufficio AI, senza la partecipazione dell'assicurato, un esame nel merito della domanda è escluso, va pronunciata una decisione di non entrata nel merito (sentenza del TF 8C_882/2009 del 19 febbraio 2010 consid. 6.2). 4.3.5 Malgrado la mancata collaborazione dell'assicurato, l'Ufficio AI può pronunciarsi in base agli atti se è non possibile accertare i fatti senza difficoltà né complicazioni speciali (sentenza del TF 8C_417/2008 del 28 ottobre 2008 consid. 6.2). Se i fatti giuridicamente rilevanti non possono essere accertati ulteriormente, a prescindere dalla misura istruttoria necessaria e ragionevole, in presenza di un rifiuto di collaborazione dell'assicurato, va pronunciata una decisione in base agli atti (sentenza del TF 9C_266/2012 consid. 1.1). 4.4 Secondo giurisprudenza, la diffida deve indicare in modo sufficientemente esplicito cosa si aspetta l'autorità dall'assicurato (sentenza del TF 9C_961/2008 del 30 novembre 2009 consid.”
Secondo art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicurativo, dopo la ricezione della segnalazione di una lesione ricompresa nelle liste, deve chiarire esattamente le circostanze connesse all'infortunio. Tali accertamenti sono il presupposto perché l'assicurazione infortuni, sulla base di valutazioni mediche dotate di valore probatorio, possa fornire la prova liberatoria con il grado di probabilità prevalente (›50 %).
“Hervorzuheben ist, dass gemäss dem zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen).”
“Hervorzuheben ist, dass gemäss der zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen Rechtsprechung in BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der betreffenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (vgl. auch Urteil 8C_593/2021 vom 6. Januar 2022 E. 2.3).”
“Zu wiederholen ist, dass gemäss dem zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen).”
“Hervorzuheben ist, dass gemäss der zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen Rechtsprechung in BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen; SVR 2022 UV Nr. 37 S. 146, 8C_593/2021 E. 2.3).”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung (UKS), die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 435 La violazione dell'obbligo di fornire informazioni e di collaborare va sanzionata soltanto se il comportamento della persona assicurata è ingiustificabile. L'amministrazione/ufficio AI deve pertanto verificare espressamente se il rifiuto sia giustificabile per motivi legati a una malattia — in particolare di natura psicogena — o per altri motivi giustificativi. Se tale verifiÊ non viene effettuata, il provvedimento non può essere fondato sulla sanzione di art. 43 cpv. 3 LPGA; la questione va rimessa all'autorità competente per gli accertamenti corrispondenti oppure la sanzione non deve essere applicata.
“A proposito del carattere ingiustificato del rifiuto commesso da un assicurato, con sentenza del 1° settembre 2006 (I 371/05) l'allora Tribunale federale delle assicurazioni ha rilevato quanto segue: " (…) 6.2 Die Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht ist nur relevant, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt (Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG (vgl. Erw. 4.1 hievor; BBl 1991 II 261; Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 43 Rz 39). Dies trifft nicht zu, wenn sich die versicherte Person aus psychogenen Gründen, die Krankheitswert haben, weigert, zu einer angeordneten Massnahme Hand zu bieten (EVGE 1962 S. 45 Erw. 2; Urteile C. vom 7. Dezember 2005 Erw. 3.3.2, I 124/05, und S. vom 29. August 2003 Erw. 1.3, I 21/03). Die Problematik, ob dem Versicherten eine Begutachtung durch Dr. med. H. aus psychischen Gründen unzumutbar ist, wurde von der IV-Stelle nicht geprüft, da dies vor Erlass der Verfügung vom 6. Dezember 2004 noch nicht vorgebracht wurde. Die Sache ist somit an die IV-Stelle zu überweisen, damit sie hierüber befinde. (…)". Ed ancora, il 30 gennaio 2007 (I 166/06) si è così pronunciato: " 5.1 Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 3 ATSG liegt eine Verletzung der Mitwirkungspflicht nur dann vor, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt ist. Sie muss somit schuldhaft sein (vgl. auch Art. 73 IVV). Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Kieser, ATSG-Kommentar, N 39 zu Art. 43). (…).". Nella sentenza del 6 novembre 2007 (U 48/07), il ricorrente si era rifiutato di sottoporsi ad una perizia medica pluridisciplinare ordinata dal giudice, motivando di avere rifiutato di sottoporsi a questa misura d'accertamento quando è stata ordinata dall'assicuratore, perché aveva perso la fiducia in quest'ultimo. Il Tribunale federale ha ritenuto che un tale motivo non scusava il rifiuto dell'assicurato di sottoporsi ad una perizia medica necessaria per l'apprezzamento del suo caso, dato che le parti potevano, se caso, far valere, presso l'assicuratore, fondati motivi per ricusare il perito e presentare delle controproposte (art.”
“Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. La disposition prévoit ainsi une décision au fond sur la base des pièces au dossier, mettant un terme à la procédure (sous réserve de recours), ou la possibilité d'une décision d'irrecevabilité de la demande dont l'assureur est saisi, mettant également dans ce cas un terme à la procédure en tant que décision finale (sous réserve de recours) et non d'ordonnancement de la procédure au sens d'une décision incidente (ATF 131 V 42 consid. 3; Thierry Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, n° 830), mais l'assureur doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (ATF 108 V 229 ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 5.4 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd. 2020, art. 43 LPGA n° 111). 7.2 La sanction de l'art. 43 al. 3 LPGA ne peut s'appliquer que si le comportement de l'assuré est inexcusable. Subjectivement, il est nécessaire qu'il puisse être considéré comme responsable de ses actes. Cette condition n'est pas remplie lorsqu'en raison d'une maladie ou pour d'autres raisons, il n'est pas à même d'apprécier les conséquences de sa manière d'agir ou de se comporter d'après cette appréciation (arrêt du Tribunal fédéral 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références ; Michel Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants (AVS) et de l'assurance-invalidité (AI), 2011, n° 2884 ; Ueli Kieser, op. cit., art. 43 LPGA n° 103). Il en va de même lorsque, en raison de troubles psychogènes, il n'est pas en mesure de donner suite aux mesures ordonnées (arrêts du Tribunal fédéral I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5 et I 371/05 du 1er septembre 2006 consid. 6.2 et les références). Dans son recours, l'intéressé relève ne pas avoir reçu « correctement » les premiers écrits, raison pour laquelle il n'aurait pas pu y répondre.”
“1). Au lieu de se prononcer sur le fond, en l’état du dossier, l’assureur peut également clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière. La variante principale est donc qu’une décision matérielle doit être prise sur la base du dossier, une décision de non-entrée en matière ne devant être prise qu’à titre alternatif, si une décision matérielle n’est pas possible (arrêt du Tribunal fédéral 9C_28/2010 du 12 mars 2010 consid. 5 et les arrêts cités). Mais l’assureur ne peut se prononcer en l’état du dossier ou refuser d’entrer en matière que s’il ne lui est pas possible d’élucider les faits sans difficultés ni complications spéciales, malgré l’absence de collaboration de l’assuré (arrêt du Tribunal fédéral U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 et les références). 7.6 Les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l’obligation de renseigner ou de collaborer n’entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable (art. 43 al. 3 LPGA). Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible (arrêt du Tribunal fédéral I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5 ; Jacques-Olivier PIGUET, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). En tant que l’art. 43 al. 1 et 2 LPGA prévoit que les mesures d’instruction ordonnées doivent être nécessaires et pouvoir être raisonnablement exigées, la non-réalisation de l’une de ces deux conditions rend en principe excusable le refus de la personne assurée se soumettre à une expertise (arrêt du Tribunal fédéral 8C_283/2020 du 4 août 2020 consid. 3.1 et l’arrêt cité). Ainsi, un défaut de collaboration est en particulier excusable lorsqu’il s’explique pour des raisons des raisons de santé – notamment psychiques (arrêt du Tribunal fédéral 9C_994/2009 du 22 mars 2010 consid. 5.2). 7.7 Lorsqu’il est saisi d’un recours de la personne assurée, interjeté contre la décision rejetant sa demande au motif que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l’état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante, le juge ne doit alors examiner que si la décision, rendue conformément à l’art.”
In presenza di relazioni patrimoniali poco chiare, nel senso dell'art. 43 cpv. 1 LPGA devono essere compiuti accertamenti concreti, per esempio se si tratti di una rinuncia patrimoniale (ad es. concessione gratuita di un diritto di abitazione o rinuncia nell'ambito di una divisione ereditaria), come sia stato utilizzato un eventuale lascito e quale fosse il valore di mercato del bene trasferito al momento della disposizione. Nella misura in cui sia rilevante, va altresì verificato se un'incapacità dovuta a malattia abbia influenzato il comportamento. In difetto di tali accertamenti, la giurisprudenza ha qualificato la situazione come violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA e ha rinviato la materia per integrare l'accertamento dei fatti.
“Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2009 noch nicht um eine spätere EL-Bedürftigkeit wissen konnte, wäre irrelevant, denn entscheidend wäre nur, dass sie ihre wirtschaftliche Situation ohne Not massiv verschlechtert hätte. Nun findet sich in den Akten aber kein Hinweis darauf, was der Grund für die Einräumung des unentgeltlichen Wohnrechtes gewesen ist, von welchen Überlegungen sich die Beschwerdeführerin hat leiten lassen und ob sie allenfalls eine adäquate Gegenleistung dafür erhalten hat. Bei dieser Aktenlage ist es nicht möglich, die Frage zu beantworten, ob die Beschwerdeführerin das Wohnrecht allenfalls unentgeltlich eingeräumt hat, ohne dass sie rechtlich dazu verpflichtet gewesen wäre, beziehungsweise ob sie freiwillig auf Vermögen im Betrag der Differenz zwischen dem Marktwert der Wohnung ohne Wohnrecht und jenem mit Wohnrecht verzichtet hat. Der Sachverhalt erweist sich damit als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid als in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen und deshalb rechtswidrig aufgehoben werden muss. Die Sache ist zur Vervollständigung der Sachverhaltsabklärung und zur anschliessenden neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die Beschwerdeführerin und/oder den Sohn zu den Gründen, zu den Umständen und zu einer allfälligen Gegenleistung für die Einräumung des Wohnrechts befragen. Der Umstand, dass der Sohn die Beschwerdeführerin in dieser Sache vertritt, schliesst eine solche Befragung nicht aus. Sollte sich im Zuge dieser Abklärungen ergeben, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich das unentgeltliche Wohnrecht freiwillig und ohne eine angemessene Gegenleistung eingeräumt und damit im Sinne des Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG auf Vermögen verzichtet hat, wäre das entsprechende Verzichtsvermögen, ein entsprechender hypothetischer Vermögensverzehr sowie entsprechende (fiktive) Vermögenserträge anzurechnen, die der Beschwerdeführerin tatsächlich zur Verfügung gestanden wären, wenn sie die Wohnung zum Marktwert verkauft hätte.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 07.06.2021 Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG. Anrechnung eines hypothetischen Vermögens resp. eines Verzichtsvermögens. Die EL-Durchführungsstelle hat ihre Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt, indem sie nicht abgeklärt hat, was mit dem Geld aus der Erbschaft passiert ist. Ausserdem hätte die EL-Durchführungsstelle abklären müssen, ob seine Krankheit den Beschwerdeführer hinsichtlich der Vermögensverschwendung "schuldunfähig" gemacht hat. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung an die EL-Durchführungsstelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juni 2021, EL 2019/63). Entscheid vom 7. Juni 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2019/63 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Soziale Dienste B.___, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Ergänzungsleistung zur IV”
“Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2024 Art. 9a ELG. Vermögensschwelle. Art. 11a Abs. 2 ELG. Anrechnung eines hypothetischen Vermögens. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Verzicht auf Vermögen im Rahmen einer Erbteilung. Die EL-Ansprecherin hat den Kaufpreis für das in der Erbmasse befindliche Grundstück aufgrund einer Auflage im Testament alleine festlegen können. Indem sie den Kaufpreis unter dem Marktwert angesetzt und das Grundstück nach dem Erwerb ihrem Sohn zum selben Preis weiterverkauft hat, hat sie auf Vermögen verzichtet. Das EL-rechtlich einzig sinnvolle Verhalten der EL-Ansprecherin hätte darin bestanden, die Liegenschaft zum Marktwert entweder an eine Nichte oder an einen Neffen (testamentarisch eingeräumtes Vorkaufsrecht) oder aber an einen Dritten zu verkaufen. Um die Höhe des anrechenbaren hypothetischen Vermögens ermitteln zu können, muss daher der Marktwert der Liegenschaft im Zeitpunkt der Erbteilung feststehen. Rückweisung der Sache an die EL-Durchführungsstelle zur weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 2024, EL 2023/49). Entscheid vom 18.”
In caso di violazione ingiustificata degli obblighi di informazione o di collaborazione, l'ente assicuratore può, ai sensi dell'art. 43 LPGA, decidere sulla base degli atti oppure chiudere l'istruttoria e dichiarare di non entrare in materia, sospendere la prestazione oppure procedere all'archiviazione conclusiva del procedimento; prima di ciò è necessaria una diffiÚ scritta con l'indicazione delle conseguenze giuridiche e un congruo termine per adempiere.
“28 LPGA comprend notamment le devoir de transmettre les documents déterminants (CR LPGA-Guy LONGCHAMP, n. 12 ad art. 28). 6. 6.1 Aux termes de l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. Conformément à l'art. 43 LPGA, intitulé « instruction de la demande », l'assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). Si l'assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). L'obligation de collaborer ancrée à l'art. 43 LPGA a une portée générale en assurances sociales et vaut ainsi également dans le domaine des PC (arrêt du Tribunal fédéral des assurances 9C_180/2009 du 9 septembre 2009 consid. 4.2.1). 7. 7.1 En vertu de l'art. 5A de la loi sur les prestations fédérales complémentaires à l’assurance-vieillesse et survivants et à l’assurance-invalidité du 14 octobre 1965 (LPFC - J 4 20), la personne intéressée et les employeurs doivent collaborer gratuitement à l'exécution de la loi (al. 1). Celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues (al. 2). Selon l'art. 5B LPFC, si l'intéressé refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction de son dossier, le service peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière (al. 1). Le refus de collaborer ou de fournir les renseignements nécessaires peut entraîner la suspension du versement des prestations (al.”
“Juni 2022 während des vorliegenden laufenden Verfahrens ist der Streitgegenstand resp. das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers weggefallen und die Beschwerde damit gegenstandslos geworden. Bei Gegenstandslosigkeit bedarf es einer verfahrensabschliessenden Abschreibung, die im vorliegenden Fall, da sich der Beschwerdeführer mit der Abschreibung durch den Instruktionsrichter mit Eingabe vom 4. Juli 2022 nicht einverstanden erklärte, durch die Kammer des Sozialversicherungsgerichts erfolgt. 4.8. Lediglich der Vollständigkeit halber ist der Beschwerdeführer hinsichtlich des Zeitpunkts der Renteneinstellung auf folgende Punkte hinzuweisen: Eine Rentenaufhebung infolge einer von der versicherten Person gemeldeten Verbesserung des Gesundheitszustands ist stets erst auf einen Zeitpunkt in der Zukunft und nicht per sofort oder gar rückwirkend möglich (vgl. bereits die E-Mail an den Beschwerdeführer von E____ am 09.09.2021, IV-Akte 107). Die Beschwerdegegnerin trägt diesbezüglich eine auf Art. 43 ATSG gestützte umfassende Untersuchungspflicht, welche während des ganzen Verfahrens und damit bereits vor Rechtskraft der rentenzusprechenden Verfügung gilt. Vor diesem Hintergrund hat die Beschwerdegegnerin zu Recht als Nachweis für die wiedererlangte volle Arbeitsfähigkeit vom Beschwerdeführer einen aktuellen Arbeitsvertrag und die drei letzten Lohnabrechnungen einverlangt. Nachdem der Beschwerdeführer trotz zweifacher Aufforderung nicht bereit war, die nötigen Unterlagen offenzulegen, hat die Beschwerdegegnerin zu Gunsten des Beschwerdeführers auf weitere Abklärungen verzichtet und am 22. Juni 2022 die entsprechende renteneinstellende Verfügung erlassen. Der Zeitpunkt der Renteneinstellung erweist sich damit als korrekt. 5. 5.1. Aus diesen Ausführungen ergibt sich, dass die Beschwerde zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abzuschreiben ist. 5.2. Wird ein Verfahren gegenstandslos wird in erster Linie diejenige Partei kosten- und entschädigungspflichtig, deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat oder bei der die Gründe eingetreten sind, die zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens geführt haben.”
LPGA art. 43 n. 432 Esecuzione: in caso di violazione ripetuta e ingiustificata dell'obbligo di fornire informazioni e di collaborare, le autorità competenti possono minacciare e comminare multe amministrative secondo la procedura applicabile. L'autorità può altresì richiamare l'attenzione sulla possibilità di una decisione basata sugli atti o preannunciarne l'adozione, qualora gli obblighi di collaborazione non vengano adempiuti.
“Das Vorgehen der Ausgleichskasse ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerinnen haben es trotz mehrmaliger Aufforderungen unterlassen, auf den Lohnbescheinigungen für die Kontrollperiode 2020 zu bestätigen, dass sie keine AHV-beitragspflichtigen Arbeitnehmenden beschäftigen, womit sie ihre Auskunftspflicht gemäss Art. 43 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 AHVG verletzt haben. Durch ihr Verhalten war es der Ausgleichskasse nicht möglich zu prüfen, ob die Angaben von C.____, wonach dieser bei einem persönlichen Besuch bei der Ausgleichskasse im Jahr 2019 mitgeteilt hatte, dass die Beschwerdeführerinnen keine Angestellten hätten, auch für das Jahr 2020 zutreffen. Die Ausgleichskasse hat sodann das Verfahren für die Auferlegung von Ordnungsbussen eingehalten, indem sie die Mahnungen mit der Androhung verbunden hat, dass nach unbenutztem Fristenablauf eine Busse auferlegt werde (Art. 205 Abs. 1 AHVV), und die Bussenverfügungen begründet hat (Art. 91 Abs. 2 AHVG). Bei dieser Sachlage sind die Verfügungen vom”
“Aus diesem Grund sei ein persönliches Gespräch betreffend das weitere Vorgehen erforderlich (Suva-act. 10 und 11). In ihrer E-Mailantwort vom 17. Oktober 2016 erklärte die Beschwerdeführerin, dass überhaupt kein Interesse an einer Versicherung bei ihr bestehe und eine Versicherungspflicht in den vergangenen Jahren bereits zwei Mal verneint worden sei. Dass die Suva nun nach neuerlicher Besichtigung zu einem anderen Schluss gelange, entbehre jeglicher Grundlage (Suva-act. 12). C.c Am 17. Januar 2018 nahm die Suva zwecks Vereinbarung eines persönlichen Besprechungstermins zur Vornahme abschliessender Abklärungen erneut mit der Beschwerdeführerin telefonisch Kontakt auf. Nachdem Letztere sich anlässlich dieses Telefongesprächs geweigert hatte, mit der Suva einen Termin zu vereinbaren, und ihr in Aussicht gestellt hatte, dass sie keinen weiteren Besuch seitens der Suva empfangen werde, forderte die Suva die Beschwerdeführerin - unter Hinweis auf die Mitwirkungspflicht nach Art. 28 ATSG und die Möglichkeit eines Aktenentscheids bei Verletzung dieser Pflicht nach Art. 43 ATSG - am 25. Januar 2018 schriftlich auf, sich zwecks Terminvereinbarung bis am 16. Februar 2018 mit der Suva in Verbindung zu setzten (Suva-act. 16 und 17). Mit Schreiben vom 14. Februar 2018 teilte die Beschwerdeführerin der Suva erneut mit, dass sie - wie in der Vergangenheit von der Suva selbst wiederholt festgestellt - die Voraussetzungen für eine Unterstellung unter den Zuständigkeitsbereich der Vorinstanz nicht erfülle, weshalb sich eine erneute Überprüfung (Besprechung, Betriebsbesichtigung) erübrige (Suva-act. 18). D. D.a Mit Verfügung vom 20. September 2018 unterstellte die Suva die Beschwerdeführerin für die obligatorische Unfallversicherung ab 1. Januar 2019 ihrem Zuständigkeitsbereich und teilte sie sowohl für die Berufsunfallversicherung (BUV) als auch für die Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) zu 87% der Risikogemeinschaft 55D und zu 13% der Risikogemeinschaft 11C zu. Zur Begründung der Unterstellung verwies die Suva auf Art. 66 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.”
LPGA art. 43 n. 431 L'ente assicuratore è libero nella scelta del metodo per l'accertamento del fabbisogno di cure e di assistenza; la legge non prescrive uno specifico strumento d'accertamento (p. es. RAI-HC) e il suo impiego non è obbligatorio.
“3.3.2.1. Wie schon angedeutet, rügt der Beschwerdeführer die erfolgte Abklärung insbesondere in methodischer Hinsicht. Der tatsächliche Pflegebedarf, wie er im Abklärungszeitpunkt bestanden habe, sei ohne Beizug eines anerkannten Abklärungsinstruments erhoben worden. 3.3.2.2. Das Bundesgericht hat sich im bereits zitierten Urteil 8C_569/2019 vom 28. August 2020 eingehend mit dieser Kritik auseinandergesetzt (E. 7). Im damaligen vorinstanzlichen Entscheid erwog das kantonale Gericht, dass das Unfallversicherungsrecht, im Gegensatz zum Krankenversicherungsrecht (Art. 8 KLV) oder zur Invalidenversicherung (Art. 69 Abs. 2 IVV), für die Abklärung des Pflegebedarfs weder konkretisierende Bestimmungen noch einen Verweis auf die Vorgaben in der KLV (oder der IVV) enthalte. Der Gesetzgeber schreibe nicht vor, in welcher Form die notwendigen Abklärungen gemäss dem nach Art. 1 Abs. 1 UVG anwendbaren Art. 43 Abs. 1 ATSG zu geschehen habe. Demnach sei die Suva in der Wahl der Methode zur Bestimmung des Pflegeaufwands frei gewesen und es lasse sich nicht beanstanden, dass sie diesen individuell für den Einzelfall bestimmt und nicht auf RAI-HC abgestellt habe. Diese Sichtweise schützte das Bundesgericht mit ausführlicher Begründung, worauf verwiesen wird (E. 7.4.1 des zitierten Urteils). Aus dem im Bereich der Krankenversicherung ergangenen Urteil 9C_176/2016 vom 21. Februar 2017 vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Sodann ist nicht ersichtlich, inwiefern der vom Beschwerdeführer erstmals vor Bundesgericht aufgelegte Bericht des Bundesamtes für Gesundheit vom 10. März 2017 betreffend Mindestanforderungen für Pflegebedarfssysteme hier relevant sein soll. Dass das vom Beschwerdeführer vorgeschlagene System die Mindestanforderungen am besten erfüllt, heisst nicht, dass es das einzig zugelassene System sein soll. 3.3.2.3. Davon abgesehen ist hervorzuheben, dass die von der Beschwerdegegnerin beigezogene Abklärungsperson als dipl.”
LPGA art. 43 n. 430 In materia mediÊ o di invalidità, l'amministrazione deve chiarire d'ufficio le circostanze e acquisire la documentazione mediÊ necessaria e, se del caso, ottenere perizie. I referti medici devono essere esaustivi e comprensivi sotto ogni profilo rispetto alle questioni controverse; a tal fine l'amministrazione può attivamente richiedere informazioni, disporre perizie specialistiche e svolgere accertamenti in loco nella misura in cui ciò sia necessario per una valutazione completa.
“Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV fest, dass die IV-Stellen, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen können.”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.3. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.4. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachpersonen, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 3.5. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E.”
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2008, Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Auch unter der Herrschaft des ATSG fällt es der IV-Stelle zu, nach Eingang der Anmeldung zum Leistungsbezug die Verhältnisse abzuklären (Art. 57 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, in Verbindung mit Art. 69 ff. der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 IVV (in der seit 1. Januar 2003 in Kraft stehenden Fassung in Verbindung mit Art. 1 und Art. 57 Abs. 2 IVG) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen, beschafft und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
“Par conséquent, il est manifeste qu’au moment où ils ont été invités à émettre leurs avis respectifs, aucune pièce figurant au dossier ne permettait aux Drs F.________ et Z.________ de conclure à l’existence d’une capacité de travail complète de l’assuré sans procéder à un examen clinique complémentaire de l’intéressé, ni disposer du dossier d’imagerie médicale. Ce constat a pour corollaire que l’instruction effectuée par l’intimé s’avère lacunaire sur la question de la capacité de travail de l’assuré dans une activité adaptée à ses lésions fonctionnelles. Les pièces produites par l’intéressé dans le cadre de son recours ne permettant pas d’y remédier, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l’intimé. Cette solution apparaît en effet comme la plus opportune au vu de l’importance des carences relevées. Du reste, il appartient au premier chef à l’assureur d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales en vertu de l’art. 43 al. 1 LPGA. Il incombera ainsi à l’intimé de compléter l’instruction médicale, notamment en ordonnant une expertise comprenant en particulier des examens neurologiques et rhumatologiques, conformément à l’art. 44 LPGA, avant de rendre une nouvelle décision. Au vu de l’évolution « sinistrosique » évoquée par le Dr M.________ le 18 novembre 2020, une évaluation psychiatrique sera également nécessaire dans le cadre de l’expertise. 6. a) Le recours doit par conséquent être admis et la décision litigieuse annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour compléter l’instruction dans le sens des considérants puis rendre une nouvelle décision. b) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA (applicable dans sa teneur au 31 décembre 2020 en vertu de l’art 83 LPGA), la procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr.”
L'ente assicuratore può, in caso di ingiustificato rifiuto di collaborazione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, decidere sulla base dello stato del fascicolo oppure interrompere gli accertamenti e non entrare nel merito. Tuttavia, una sanzione nei confronti della persona assicurata è ipotizzabile solo se l'ente ha in precedenza compiuto tutto quanto ragionevolmente necessario per l'acquisizione degli atti e delle prove e non poteva scaricare su quest'ultima l'onere derivante dall'obbligo di collaborazione. Un comportamento passivo o un rifiuto non comportano automaticamente conseguenze sfavorevoli, in particolare quando l'ente può basarsi su altri dati disponibili o quando le informazioni mancanti sarebbero state reperibili altrove senza oneri irragionevoli.
“Quand bien même le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas entièrement du fardeau de la preuve ; ainsi, s’il n’est pas possible d’établir un état de fait vraisemblablement conforme à la réalité, il est statué en défaveur de la partie qui entendait déduire un droit d’un état de fait demeuré sans preuve (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 115 V 133 consid. 8a). Lorsque les faits à prouver sont des faits créateurs de droit, la partie qui supporte les conséquences de l’absence de preuve est celle qui fait valoir le droit ; en matière d’assurances sociales, il s’agit en règle générale de la personne assurée. Avant de conclure à l’impossibilité d’établir les faits, l’assureur doit, conformément au principe inquisitoire, entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible pour recueillir les moyens de preuves utiles (Jacques-Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 45 ad art. 43 LPGA). L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible. Selon cette disposition, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible (Jacques-Olivier Piguet, op. cit., n. 50 ad art. 43 LPGA). Le devoir d’instruction s’applique également à l’instruction de demandes qui présentent des éléments d’extranéité.”
“Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Cette disposition a une portée générale et concerne – sous réserve de l’art. 21 al. 4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Il en va différemment lorsque la personne assurée n’est pas en mesure, en raison d’une maladie ou pour d’autres motifs, de donner suite aux mesures ordonnées (TF 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références citées ; I 166/06 déjà cité consid. 5.1 et 5.2 ; cf. Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (cf.”
“En principe, l’assuré ne supporte ni le fardeau de l’allégation ni celui de l’administration des preuves (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_398/2018 du 5 décembre 2018 consid. 3.1 ; TF 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1). Cette maxime doit cependant être relativisée par son corollaire, soit le devoir de collaborer des parties, lequel comprend l’obligation d’apporter, dans la mesure où cela est raisonnablement exigible, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués. Ce principe est également concrétisé dans le domaine de l’assurance-accidents par l’art. 55 OLAA (ordonnance fédérale du 20 décembre 1982 sur l’assurance-accidents ; RS 832.202). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d’absence de preuve, c’est à la partie qui voulait en déduire un droit d’en supporter les conséquences (TF 9C_91/2017 précité consid. 3.1). Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. À cet effet, il doit avoir adressé à l’intéressé une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible ; il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut.”
LPGA art. 43 cpv. 1 n. 428 L'art. 43 cpv. 1 LPGA istituisÎ l'obbligo inquisitorio d'accertamento a carico degli assicuratori: essi devono d'ufficio compiere gli accertamenti necessari e ottenere le informazioni richieste. L'obbligo di istruzione si estenÞ nella misura in cui è necessario che i fatti determinanti per la valutazione siano sufficientemente chiariti.
“________ ont évoqué une problématique psychiatrique remontant à l’année 2013 dans le contexte d’un conflit conjugal, pour laquelle la recourante aurait été prise en charge. On ne dispose d’aucune information à cet égard, en particulier en termes diagnostiques. On relèvera d’ailleurs que le Dr U.________ avait également mentionné une telle problématique dans son rapport à l’intimé du 6 mars 2015. On ajoutera que le Dr V.________ a fait état du suivi psychiatrique entamé auprès de l’Hôpital Y.________ sous l’égide du Département de psychiatrie du Centre hospitalier X.________ aux termes de son rapport du 23 mai 2017, sans que l’intimé n’ait sollicité de renseignements à cet égard. Le dossier de l’intimé apparaît donc incomplet sur le plan psychiatrique, au point que la Cour de céans n’est pas en mesure de trancher le présent litige. 12. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA).”
“Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV fest, dass die IV-Stellen, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen können.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Auch unter der Herrschaft des ATSG fällt es der IV-Stelle zu, nach Eingang der Anmeldung zum Leistungsbezug die Verhältnisse abzuklären (Art. 57 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, in Verbindung mit Art. 69 ff. der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 IVV (in der seit 1. Januar 2003 in Kraft stehenden Fassung in Verbindung mit Art. 1 und Art. 57 Abs. 2 IVG) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen, beschafft und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Auch unter der Herrschaft des ATSG fällt es der IV-Stelle zu, nach Eingang der Anmeldung zum Leistungsbezug die Verhältnisse abzuklären (Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 IVV (in der seit 1. Januar 2003 in Kraft stehenden Fassung in Verbindung mit Art. 1 und Art. 57 Abs. 2 IVG) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen, beschafft und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
“Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann.”
“Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann.”
LPGA art. 43 n. 427 Se l'accertamento (sistematico) svolto dall'ente assicurativo non raggiunge il grado di prova della preponderanza della probabilità necessario per la valutazione, la decisione impugnata deve essere annullata e la causa rinviata all'amministrazione per l'integrazione dell'istruttoria.
“Januar 2020 kann deshalb einzig so interpretiert werden, dass die Beschwerdegegnerin damit eine Neuanmeldung mit einem Gesuch um Wiederausrichtung von Ergänzungsleistungen abgewiesen hat. Die Beschwerdegegnerin ist aber offensichtlich nicht von einer Neuanmeldung ausgegangen, denn sonst hätte sie den Beschwerdeführer aufgefordert, ein Anmeldeformular auszufüllen und sie hätte den Anspruch auf Ergänzungsleistungen umfassend geprüft. Da die Beschwerdegegnerin weder das Anmeldeformular hat ausfüllen lassen noch den Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab 1. November 2019 umfassend geprüft hat (vgl. Art. 12 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELG, SR 831.30, laut dem der Anspruch auf jährliche Ergänzungsleistungen ab dem Beginn des Monats besteht, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern sämtliche gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind) und auch im angefochtenen Einspracheentscheid nicht von einer Neuanmeldung ausgegangen ist, hat sie im Ergebnis ihre Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. April 2020 beruht also auf einem Sachverhalt, der nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist. Er erweist sich deshalb als rechtswidrig und ist aufzuheben. Die Sache ist zur umfassenden Prüfung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf Ergänzungsleistungen ab 1. November 2019 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat unter anderem die Aufhebung der Verfügung vom 29. Oktober 2019 beantragt. Gegen diese Verfügung ist aber keine Einsprache erhoben worden (vgl. E. 2), weshalb sie in formelle Rechtskraft erwachsen ist. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. April 2020 hat nur die Überprüfung der Rechtmässigkeit der Verfügung vom 14. Januar 2020 zum Gegenstand gehabt. Mangels eines Anfechtungsobjekts in der Form eines Einspracheentscheids ist auf die Beschwerde betreffend die Aufhebung der Verfügung vom 29. Oktober 2019 nicht einzutreten. Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist.”
“Or, la prise en compte d’une impotence de degré faible, reposant de fait uniquement sur les allégations de la recourante à l’attention de l’enquêtrice de l’intimé, apparaît incompatible avec les conclusions communiquées par les experts du D.________ sur le plan psychique. La décision rendue en matière d’impotence affaiblit par conséquent d’autant la position soutenue par l’intimé dans le cadre de l’examen du droit à la rente. 14. En synthèse, il convient de conclure que le dossier de la recourante est constellé de contradictions et d’incohérences, tant sur le plan médical que du point de vue des décisions rendues par l’intimé, tandis que la décision litigieuse repose, en plus, sur une méthode erronée d’évaluation de l’invalidité. En l’état, la Cour de céans n’est par conséquent pas en mesure de se prononcer sur le droit à la rente de la recourante à compter du 1er janvier 2021. 15. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA).”
L'art. 43 cpv. 1bis LPGA attribuisÎ all'ente assicurativo la competenza di determinare la natura e l'entità degli accertamenti necessari per l'accertamento dei diritti.
“Januar 2022 kann - wie nachfolgend in Erwägung 9.5.2 festgehalten - daher nicht ausgeschlossen werden. Unter diesen Umständen blieben aber die bis 31. Dezember 2021 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Da im vorliegenden Verfahren die anwendbaren Bestimmungen betreffend Mitwirkungspflicht (Art. 43 ATSG) keine Änderung erfahren haben und der Leistungsanspruch nicht materiell zu beurteilen ist, spielt die Frage, welche Bestimmungen gemäss WEIV dem Entscheid zu Grunde zu legen sind, letztlich jedoch keine Rolle. 4. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 3). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass - wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen - der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (BGE 117 V 261 E.”
“Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht vorherrschenden Untersuchungsgrundsatz prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG).”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2020 KV Nr. 23 S. 111 E. 8.3.2).”
Se l'istruttoria esistente presenta incertezze rilevanti o non consente di rilevare in modo sufficiente fatti essenziali (p.es. organizzazione familiare, entità dell'aiuto da parte di terzi, disponibilità di trattamenti/terapeuti, documentazione mediÊ aggiornata), l'amministrazione deve integrare l'istruttoria ai sensi dell'art. 43 LPGA. A tal fine può in particolare disporre l'acquisizione di ulteriori atti, interpellare nuovamente la persona incaricata degli accertamenti e — se necessario — ordinare un nuovo esame sul posto (visita domiciliare). Se tali integrazioni non sono presenti e i fatti decisivi per la decisione non risultano sufficientemente chiariti, il rinvio all'amministrazione per il completamento dell'istruttoria è appropriato.
“A cet égard, il sied de rappeler que le fait que certaines activités soient effectuées plus lentement ou ne le soient qu’avec peine ou qu’à certains moments ne signifie pas que l’assuré, sans l’aide nécessaire pour ces tâches, devrait être placé en home (cf. consid. 5c supra). De surcroît, les huit heures par semaine alléguées ne prennent pas en considération le temps consacré aux courses dites « lourdes » par la fille de la recourante, dont on ignore à quelle hauteur elle participe aux tâches ménagères. Le rapport reste par ailleurs muet sur l’organisation familiale qui prévalait avant l’atteinte à la santé. On rappellera que l’obligation de diminuer le dommage implique que l’on peut attendre des membres de la communauté familiale qu’ils participent à la tenue du ménage, sans que cela constitue une charge disproportionnée pour eux. Or les éléments au dossier ne permettent pas d’établir si le besoin de soutien de la recourante – s’il s’avère régulier et durable – peut être raisonnablement assumé par sa fille, qui étudie à l’Ecole [...] de [...]. Il s’ensuit qu’il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA), pour qu’il complète l’instruction en réinterpellant l’enquêtrice afin qu’elle étaye son appréciation, voire qu’il mette en œuvre une nouvelle enquête à domicile. Il appartient en particulier à l’intimé d’établir le nombre d’heures par semaine pour lesquelles le soutien d’un tiers est nécessaire au vu des limitations fonctionnelles médicalement établies, puis de déterminer ce qui peut être effectivement pris en charge par un proche en application de l’obligation de diminuer le dommage. 9. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 400 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La recourante voit ses conclusions admises, de sorte qu'elle peut prétendre à une indemnité de dépens à la charge de l'intimé.”
“Ce point revêtait une importance d’autant plus grande qu’il a reconnu, en octroyant une rente entière d’invalidité à l’intéressée, que celle-ci présentait d’importantes atteintes à la santé entraînant de nombreuses limitations fonctionnelles, ce qui paraît plutôt contradictoire. C’est le lieu de relever qu’aucun document au dossier ne permet de déterminer quelle est l’aide réelle apportée par le fils de la recourante à sa mère. L’enquête du 15 octobre 2019 souffre à cet égard d’un cruel manque de motivation, l’évaluatrice se bornant à admettre une aide partielle sans en expliciter l’importance ou la nature. A cet égard, on constate que certaines pièces au dossier paraissent attester que le fils de la recourante n’exerce son activité professionnelle qu’à temps partiel, sans que l’office intimé n’ait investigué la question de savoir si cette situation résulte d’un choix et, cas échéant, si ce choix repose sur un réel besoin d’aide de la recourante. L’audition de l’intéressé aurait au moins permis de clarifier les propos de sa mère et de fonder une appréciation motivée de la mesure de l’aide apportée, respectivement de son exigibilité. Il s’ensuit qu’il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA), pour qu’il complète l’instruction en réinterpellant l’enquêtrice afin qu’elle étaye son appréciation, voire qu’il mette en œuvre une nouvelle enquête à domicile. Il appartient en particulier à l’intimé d’établir le nombre d’heures par semaine pour lesquelles le soutien d’un tiers est nécessaire au vu des limitations fonctionnelles médicalement établies, puis de déterminer ce qui peut être effectivement pris en charge par un proche en application de l’obligation de diminuer le dommage. 7. Le dossier est complet. Il permet ainsi à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu de donner suite à la mesure d’instruction requise par la recourante, savoir la tenue de débats publics avec audition de la recourante et de son fils. En effet, une telle mesure d’instruction ne serait pas de nature à modifier les considérations qui précèdent, les faits pertinents sur le plan médical ayant pu être constatés à satisfaction de droit (appréciation anticipée des preuves ; ATF 144 II 427 consid.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, compte tenu des lacunes d’instruction du dossier, il s’impose de renvoyer la cause à l’intimé pour instruction complémentaire. Il lui incombera de déterminer précisément le statut du recourant (proportion consacrée à une ou plusieurs activités lucratives à temps partiel et proportion dévolue aux tâches ménagères, au regard notamment de la situation financière du couple) et les empêchements rencontrés dans l’accomplissement des tâches ménagères par le biais d’une enquête réalisée à son domicile.”
“Cependant, l’intimée n’a pas vérifié si l’intégralité des traitements suivis était effectivement disponible plus près d’B______. Les établissements hospitaliers qu’elle a suggérés – sans s’enquérir au préalable des prestations offertes par ceux-ci – n'acceptent pas de patients ambulatoires. Les démarches entreprises par le recourant auprès de ces hôpitaux et d’une autre clinique, et son allégation non contestée par l’intimée sur le traitement de fasciathérapie uniquement possible à Annecy, semblent en réalité suggérer que toutes les thérapies nécessaires ne sont pas réalisables plus près de son domicile. S’agissant en particulier des traitements d'homéopathie, acupuncture et psychologie, réalisables en France selon l’avis exprimé par l’intimée dans son courriel d’octobre 2021 et sa décision sur opposition, force est de constater que la SUVA n’a pas vérifié si les praticiens qu’elle évoquait acceptaient de nouveaux patients. Or, il lui appartenait, eu égard à ses obligations en matière d’instruction (cf. art. 43 LPGA), de déterminer s’il était concrètement exigible du recourant, au vu des possibilités de traitement et des disponibilités des fournisseurs de soins, qu’il poursuive les soins et thérapies à proximité d’B______. Dans ces conditions, elle ne pouvait se contenter d’indemniser forfaitairement les frais de transport en justifiant implicitement sa position par la possibilité – non vérifiée – de se soumettre à des traitements plus proches. Il y a ainsi lieu de renvoyer la cause à l’intimée, à charge pour elle d’examiner concrètement quels traitements étaient réalisables à proximité du domicile du recourant dès le 1er novembre 2021, en s’assurant également de la disponibilité dès cette date des praticiens entrant en considération, avant de statuer une nouvelle fois sur les coûts de transport en fonction des résultats de ses investigations. Si les mesures d’instruction révèlent que certains traitements devaient être poursuivis à Genève, il sera admissible, au vu de la doctrine et de la recommandation 1/94, de ne rembourser que les coûts correspondant aux tarifs pratiqués par les entreprises de transport sociales, lesquels devront toutefois couvrir tous les trajets nécessaires.”
“Die letzte Abklärung vor Ort mit persönlicher Befragung der Beschwerdeführerin durch die Abklärungsfachperson fand im Januar 2020 und damit mehr als vier Jahre vor dem Entscheid über das Erhöhungsgesuch statt. Unbestritten ist aus medizinischer Sicht, dass es sich um einen progredienten Verlauf der Krankheit handelt. Zudem ergab die Befragung der Beschwerdeführerin konkrete Hinweise auf eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands und der Einschränkungen der Beschwerdeführerin und damit auch des Umfangs der Hilfeleistungen und der Präsenz durch die Familienmitglieder. Auch hier sind somit weitere medizinische Unterlagen und insbesondere eine Abklärung zuhause bei der Beschwerdeführerin notwendig, um rechtsgenüglich beurteilen zu können, ob die dauernde persönliche Überwachung gegeben ist. Diese Aufgabe kann das Kantonsgericht mangels geeigneter Fachkenntnisse nicht selbst wahrnehmen, weshalb ein abschliessender Entscheid betreffend Erhöhung der Hilflosenentschädigung aufgrund des ungenügend abgeklärten Sachverhalts derzeit nicht möglich. 5. Damit rechtfertigt es sich aufgrund der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG, die Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 18. Juli 2024 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nochmals eine Abklärung der Hilflosigkeit bei der Beschwerdeführerin zuhause durchführen und weitere medizinische Unterlagen zum Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin einholen lässt. Nach Durchführung dieser Untersuchungsmassnahmen durch die IV-Stelle wird sie über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine höhere Hiflosenentschädigung als die bisher zugesprochene neu zu entscheiden haben. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheissen. 6.1 Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AHVG sieht in Art. 85bis Abs. 2 AHVG keine Kostenpflicht vor, weshalb der vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 6.2 Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der”
“Elle a en revanche besoin d’aide pour passer l’aspirateur et la panosse, nettoyer les sanitaires, faire le repassage et étendre la lessive (cf. point 4.2.1 du rapport d’enquête du 18 juillet 2022). Il ressort d’ailleurs du rapport du Dr J.________ du 26 janvier 2022 que la recourante ne peut pas porter de charges lourdes, notamment la lessive. Ainsi, s’il n’est pas contesté que la recourante a depuis longtemps besoin d’aide pour les travaux lourds (cf. point 4.2 du rapport du 21 novembre 2013), il ressort du rapport du 18 juillet 2022 qu’elle a désormais besoin d’une aide-ménagère pour les travaux de ménage courants (cf. point 4.2.1) alors qu’en 2013 elle s’occupait de l’entretien courant de son appartement. Si un besoin d’accompagnement est ainsi indéniable, il reste toutefois à déterminer si ce besoin est nécessaire en moyenne au moins deux heures par semaine (cf. ch. 2012 CSI), ce à quoi le rapport d’enquête du 18 juillet 2022 ne permet pas de répondre. b) Il s’ensuit qu’il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA), pour qu’il complète l’instruction en mettant en œuvre une nouvelle enquête, à domicile cette fois, ayant pour but de déterminer la durée que représentent les actes pour lesquels la recourante a besoin d’une aide-ménagère. 14. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants, puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La recourante voit ses conclusions admises avec l’assistance d’un mandataire qualifié et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2’500 fr.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 424 L'autorità, conformemente al principio dell'istruttoria d'ufficio, è tenuta a svolgere d'ufficio gli accertamenti necessari finché non sussista una chiarezza sufficiente sui fatti necessari per la valutazione delle prestazioni. Ciò comprenÞ, di norma, l'acquisizione di informazioni mediche sulla terapia, sull'evoluzione della malattia e sulla prognosi dell'esito finale.
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Dies gilt insbesondere auch für die Rechtsfrage, ob mit Blick auf den Endzustand weiterhin von einer namhaften Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse auszugehen ist. Auch hier bilden Grundlage für die Beurteilung in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff der Prognose erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2020, 8C_183/2020, E. 2.3).”
“Entscheid Versicherungsgericht, 04.12.2024 Art. 28 IVG. Art. Art. 28a Abs. 3 IVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. „Statusfrage“. Abklärungspflicht. Prognostische Arbeitsfähigkeitsschätzung. Instabiler Gesundheitszustand (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Dezember 2024, IV 2024/46). Entscheid vom 4. Dezember 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2024/46 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Jonas Steiner, schadenanwaelte AG, Buchserstrasse 18, Postfach, 5001 Aarau 1, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
art. 43 cpv. 1bis LPGA obbliga l'ente assicurativo all'accertamento ufficiale dei fatti. Nell'ambito del suo potere discrezionale deve decidere sulla natura e sull'estensione degli accertamenti necessari; fondandosi sul principio d'istruttoria, il fatto deve essere accertato in modo tale che la questione del diritto alla prestazione possa essere decisa almeno con il grado di prova della preponderanza delle probabilità.
“Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.4. Gemäss Art. 28b IVG in der seit dem 1. Januar 2022 anwendbaren Fassung wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.3. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (sowohl in der bis 31. Dezember 2021 anwendbar gewesenen Fassung, als auch in der seit Januar 2022 geltenden Version) frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG (siehe auch Art. 43 Abs. 1bis ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung) statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 4.2. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f.”
“102 zu Art. 28b IVG). 3.2. 3.2.1. Gestützt auf Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG haben u.a. versicherte Personen, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind, Anspruch auf eine Rente. 3.2.2. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem IV-Grad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50 % ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60 % ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70 % ein Anspruch auf eine ganze Rente. 3.2.3. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG (siehe auch Art. 43 Abs. 1bis ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung) statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). 4.2. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist.”
“Art. 43 Abs. 1bis ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2).”
LPGA art. 43 n. 422 In caso di insufficiente collaborazione, l'ente assicurativo può valorizzare gli elementi documentali disponibili nel fascicolo e fissare alla persona assicurata dei termini per la presentazione integrativa di documenti. Se non si reagisÎ entro il termine, può essere adottata una decisione fondata sulla documentazione agli atti. Ciò è connesso all'obbligo di collaborazione della persona assicurata, nella misura in cui taluni fatti sono meglio provabili da parte sua.
“Cet administrateur a en effet indiqué avoir retrouvé les "montants versés" et un certificat de salaire concernant l'assurée, sans contrat de travail écrit, tout en précisant qu'il avait payé les cotisations sociales dues et que, de son point de vue, l'intéressée avait été salariée par son mari (dos. int. 49). 5.2 5.2.1 A l'instar de l'intimé, il convient d'admettre que les pièces recueillies par ce dernier (extrait du compte individuel AVS, attestation de salaires adressée à la caisse de compensation, certificat de salaire, justificatifs annexés aux demandes de RHT) permettent d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante (degré de preuve exigé en droit des assurances sociales; ATF 144 V 427 c. 3.2), que la recourante a bénéficié entre mars et mai 2020 d'une activité salariée, s'inscrivant dans un rapport de travail. Quoi qu'en dise l'intéressée, l'absence au dossier d'un contrat écrit ne permet pas d'infirmer ce constat, dès lors que la conclusion d'un contrat de travail n'est soumise à aucune forme spéciale (art. 320 al. 1 et 2 du Code des obligations [CO, RS 220]). En tant que la recourante reproche ensuite à l'intimé une violation du principe inquisitoire (art. 43 LPGA), il doit lui être opposé que le principe de l'instruction d'office ne s'applique pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2, 122 V 157 c. 1a; SVR 2020 KV n° 23 c. 8.3.2). Ce devoir comprend en particulier l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé des parties, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (RCC 1989 p. 384 c. 3). Le devoir de collaboration d’une partie s’étend en particulier aux faits que celle-ci connaît mieux que l’administration et que cette dernière, à défaut de collaboration de l’intéressée, ne pourrait pas du tout ou seulement au prix d’efforts disproportionnés établir elle-même (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.1). 5.2.2 Du dossier constitué par l'intimé, il ressort en l'occurrence que l'assurée, bien qu'expressément invitée à deux reprises à s'expliquer sur le salaire attesté dans l'extrait de son compte individuel AVS pour 2020, ainsi que sur les raisons pour lesquelles elle n'avait pas annoncé l'emploi correspondant (dos.”
“CSC 53), la CSC ha assegnato all'interessato un termine di 10 giorni per esibire, per il periodo oggetto di contestazione, le distinte di salario (per l'attività come dipendente) e la decisione di fissazione dei contributi (per l'attività come indipendente), con la precisazione che, in caso di mancato riscontro, sarebbe stata pronunciata una decisione in base alla documentazione presente agli atti (art. 43 cpv. 3 LPGA). 2.3 Con scritto del 2 novembre 2023 (doc. CSC 55), l'interessato ha contestato nuovamente il periodo contributivo e l'importo dei redditi risultanti dall'esercizio di un'attività lucrativa. Ha prodotto la decisione di fissazione dei contributi del 2020 e dei certificati di salario del 2020 e del 2023. 2.4 Con diffida raccomandata del 24 novembre 2023 (doc. CSC 58), la CSC ha assegnato all'interessato un termine di 10 giorni per esibire le distinte di salario come dipendente (presso la società [...]), da gennaio a marzo 2020 e da gennaio a dicembre 2021, nonché la decisione di fissazione dei contributi come indipendente per il 2022, con la precisazione che, in caso di mancato riscontro, sarebbe stata pronunciata una decisione in base alla documentazione presente agli atti (art. 43 LPGA). 2.5 Con scritto del 6 dicembre 2023 (doc. CSC 59), l'interessato ha precisato che il rapporto di lavoro come dipendente (presso la società [...]) è iniziato ad aprile 2020. Ha prodotto i certificati di salario del 2021. Ha poi segnalato di non avere (ancora) ricevuto la decisione di fissazione dei contributi come indipendente per il 2022. 2.6 Il 13 maggio 2024 (doc. CSC 69), la Cassa di compensazione del Cantone B._______ ha prodotto l'estratto del conto individuale dell'interessato per l'attività come indipendente per l'anno 2022. 2.7 Con decisione del 5 giugno 2024 (doc. CSC 71 [è indicato che questa decisione sostituisce la decisione del 5 ottobre 2023]), la CSC ha deciso di assegnare all'interessato una rendita di vecchiaia di fr. 1'042.- al mese dal 1° novembre 2023. Nella propria decisione, la CSC ha precisato, sotto la rubrica "complemento d'informazione", che "a seguito di una tassazione correttiva o definitiva, il conto individuale dei contributi è stato aggiornato e la rendita è stata ricalcolata per questo motivo".”
LPGA art. 43 n. 421 Le spese giudiziarie possono essere imposte all'assicuratore; nei procedimenti per i quali è stata concessa la gratuità non vengono riscosse spese giudiziarie. Inoltre, in caso di violazione degli obblighi di informazione o di collaborazione possono essere attribuite spese di parte o indennizzi.
“Les frais de procédure, fixés forfaitairement à Fr. 800.-, sont mis à la charge de l'Office AI Berne. L'Office AI Berne versera à la recourante la somme de Fr. 1'621.30 (débours et TVA compris) au titre de dépens pour la présente procédure judiciaire. Le présent jugement est notifié (R): - au mandataire de la recourante, - à l'intimé, - à l'Office fédéral des assurances sociales, et communiqué (A): - à E.________. La présidente: Le greffier: Voie de recours Dans les 30 jours dès la notification de ses considérants, le présent jugement peut faire l'objet d'un recours en matière de droit public auprès du Tribunal fédéral, Schweizerhofquai 6, 6004 Lucerne, au sens des art. 39 ss, 82 ss et 90 ss de la loi fédérale du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral (LTF, RS 173.110). Art. 394 ZGBart. 394 CCart. 394 CC Art. 395 ZGBart. 395 CCart. 395 CC Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA 9C_309/2019 Art. 7b IVGart. 7b LAIart. 7b LAI Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA 9C_309/2019 Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA Art. 7b IVGart. 7b LAIart. 7b LAI Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA Art. 7b IVGart. 7b LAIart. 7b LAI Art. 56 ATSGart. 56 LPGAart. 56 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 15 VRPGart. 15 LPJAart. 15 VRPG Art. 74 VRPGart. 74 LPJAart. 74 VRPG Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 BGE 136 V 279ATF 136 V 279DTF 136 V 279 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 130 V 352ATF 130 V 352DTF 130 V 352 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art.”
“Aufgrund der Kostenlosigkeit des Verfahrens sind keine Gerichtskosten zu erheben. Der Hof erkennt: I. Die Beschwerde wird abgewiesen. II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. III. Zustellung. Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig. Freiburg, 31. Januar 2022/dki Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 608 2021 193 Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA BGE 132 V 393ATF 132 V 393DTF 132 V 393 9C_662/2016 BGE 136 I 229ATF 136 I 229DTF 136 I 229 8C_794/2016 9C_662/2016 BGE 144 II 326ATF 144 II 326DTF 144 II 326 BGE 141 V 657ATF 141 V 657DTF 141 V 657 9C_132/2021 BGE 147 V 278ATF 147 V 278DTF 147 V 278 Art. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfallart. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfallart. 2 Ordinanza COVID-19 perdita di guadagno Art. 12 ATSGart. 12 LPGAart. 12 LPGA Art. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfallart. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfallart. 2 Ordinanza COVID-19 perdita di guadagno Art. 15 Covid-19-Gesetzart. 15 Covid-19-Gesetzart. 15 Legge COVID-19 Art. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfallart. 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfallart. 2 Ordinanza COVID-19 perdita di guadagno Art. 16 Covid-19-Verordnung Zertifikateart. 16 Covid-19-Verordnung Zertifikateart. 16 Covid-19-Verordnung Zertifikate erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos608 2021 19331.01.2022Urteil des II.”
“Soweit weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgeschrieben. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung auferlegt. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 4'714.55 (inkl. Auslagen und MWST), zu ersetzen. Zu eröffnen (R): - Rechtsanwalt MLaw B.________ z.H. der Beschwerdeführerin - IV-Stelle Bern (samt Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 11. Januar 2023 und Austrittsbericht des Spitals I.________ vom 19. Dezember 2022) - Bundesamt für Sozialversicherungen Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. BVR 2024 390 VGE 4 Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 22 OrR VGart. 22 ROr TAart. 22 OrR VG Art. 57 ATSGart. 57 LPGAart. 57 LPGA Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 59 ATSGart. 59 LPGAart. 59 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG Art. 74ter IVVart. 74ter RAIart. 74ter OAI Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 8 IVGart. 8 LAIart. 8 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart.”
Le mancate accertamenti sul canone di locazione effettivo (p. es. se l'assicurato abbia pagato un canone e quale sia l'entità dell'attuale canone di locazione dell'appartamento) costituiscono, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, una violazione del principio dell'accertamento e possono comportare il rinvio all'ufficio amministrativo. Solo dopo l'accertamento dell'attuale canone di locazione dell'abitazione è possibile valutare se il canone concordato nel contratto di sublocazione fosse eccessivo.
“Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2024 Art. 53 Abs. 2 ATSG: Wiedererwägung einer Wiedererwägungsverfügung. Art. 43 Abs. 1 ATSG: Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Art. 16c Abs. 1 ELV: Mietzinsaufteilung "nach Köpfen". Art. 16c ELV ist nur anwendbar, wenn kein rechtsverbindliches Untermietverhältnis vorliegt. Die EL-Durchführungsstelle hat nicht abgeklärt, ob der Versicherte für den Februar 2020 einen Mietzins bezahlt hat und wie hoch der aktuelle Wohnungsmietzins ist. Erst wenn der aktuelle Wohnungsmietzins feststeht, kann beurteilt werden, ob der im Untermietvertrag vorgesehene Mietzins übersetzt gewesen ist, d.h. ob der Versicherte einen zu hohen, nicht marktkonformen Mietzins und damit (zu hohe) anerkannte Ausgaben akzeptiert hat. Rückweisung der Sache zur Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens an die EL-Durchführungsstelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2024, EL 2024/23). Entscheid vom 6. November 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2024/23 Parteien A.”
“Der Untermietvertrag hat es dem Beschwerdeführer erlaubt, ein Zimmer für sich allein zu benützen und die Küche, das Bad/die Dusche, die Waschküche und den Estrich/Keller mitzubenützen. Um beurteilen zu können, ob der vereinbarte Mietzins übersetzt gewesen ist, muss der jeweils aktuelle, von der Hauptmieterin zu entrichtende Wohnungsmietzins bekannt sein. Bei den Akten liegt lediglich der Hauptmietvertrag unbekannten Datums. Aus dem Hauptmietvertrag geht hervor, dass der Mietbeginn der 1. Dezember 2002 gewesen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mietzins in der Zeit zwischen Dezember 2002 und Februar 2020 angepasst worden ist, ist gross. Den Akten sind jedoch weder Belege über allfällige Mietzinsanpassungen noch ein aktueller Zahlungsbeleg der Mitbewohnerin zu entnehmen. Die Beschwerdegegnerin wird die Höhe des Wohnungsmietzinses aus dem Hauptmietvertrag ab dem Jahr 2020 somit noch ermitteln. Im Anschluss wird sie abklären müssen, ob der zwischen dem Beschwerdeführer und der Hauptmieterin vereinbarte Mietzins für das Untermietverhältnis marktkonform gewesen ist. Die Sache ist somit gestützt auf Art. 43 Abs. 1 ATSG zur weiteren Abklärung betreffend den ab 1. Februar 2020 anrechenbaren Mietzins an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Mit der Aufhebung der Verfügung vom 30. August 2023 erübrigen sich Ausführungen zur von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Verrechnung der Rückforderungen für den Zeitraum 1. Februar 2020 bis 30. Juni 2023 mit den Nachzahlungen für die Monate 1. Juli bis 31. August 2023 und zur Prüfung des Erlasses der Rückforderung von Amtes wegen nach Art. 20 Abs. 3 ELG. Demnach ist die Sache zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Sache wird zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2024 Art. 53 Abs. 2 ATSG: Wiedererwägung einer Wiedererwägungsverfügung. Art. 43 Abs. 1 ATSG: Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Art. 16c Abs. 1 ELV: Mietzinsaufteilung "nach Köpfen". Art. 16c ELV ist nur anwendbar, wenn kein rechtsverbindliches Untermietverhältnis vorliegt. Die EL-Durchführungsstelle hat nicht abgeklärt, ob der Versicherte für den Februar 2020 einen Mietzins bezahlt hat und wie hoch der aktuelle Wohnungsmietzins ist. Erst wenn der aktuelle Wohnungsmietzins feststeht, kann beurteilt werden, ob der im Untermietvertrag vorgesehene Mietzins übersetzt gewesen ist, d.h. ob der Versicherte einen zu hohen, nicht marktkonformen Mietzins und damit (zu hohe) anerkannte Ausgaben akzeptiert hat. Rückweisung der Sache zur Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens an die EL-Durchführungsstelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2024, EL 2024/23). Entscheid vom 6. November 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2024/23 Parteien A.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 419 L'amministrazione deve, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, compiere preliminarmente e in via autonoma tutti gli accertamenti ragionevolmente esigibili; non può semplicemente appellarsi all'atteggiamento di inattività della persona assicurata. Tuttavia, se l'accertamento dei fatti mostra che gli atti disponibili sono sufficienti per una valutazione sostanziale, è ammessa una decisione fondata sugli atti. Se la persona assicurata non collabora senza giustificato motivo e in tal modo impedisÎ l'accertamento completo, ciò può comportare la negazione del diritto alla prestazione per mancanza di prova (inversione dell'onere della prova ovvero mancata dimostrazione di un danno alla salute invalidante).
“Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1, et les références citées ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 52 ad art. 43 LPGA). c) Lorsque l’assuré manque à son obligation de renseigner, l’art. 43 al. 3 LPGA prévoit que l’administration est en droit de se prononcer en l’état du dossier (l’alternative du refus d’entrer en matière n’étant pas pertinente dans le cas d’espèce). Elle ne peut alors se contenter d’examiner la situation sous l’angle du seul refus de collaboration de l’assuré, mais doit procéder à une évaluation du point de vue matériel à la lumière des pièces au dossier (TF 9C_961/2008 du 30 novembre 2009 consid. 6.3 ; I 988/06 du 28 mars 2007 consid. 7). d) En procédure de recours, le juge ne doit alors examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure – d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction.”
“II 121) erfolgte Rückweisung der Sache zur materiellen Anspruchsprüfung an die Beschwerdegegnerin schliesst ein erneutes Nichteintreten auf die Neuanmeldung vom 18. Juli 2019 (act. II 96) zufolge Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers im weiteren Verwaltungsverfahren zwar nicht aus. Darin, dass die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren abwies statt darauf nicht einzutreten, ist jedoch nicht eine falsche Rechtsfolge zu erblicken (Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 8). Denn durch die fehlende Mitwirkung vereitelte der Beschwerdeführer die vollständige Sachverhaltsermittlung und kommt es zur Beweislastumkehr (Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 402 f.; SVR 2014 UV Nr. 7 S. 23 E. 3.3). Da aufgrund der unvollständigen medizinischen Aktenlage nach wie vor kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen ist und das Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. E. 2.2.2 hiervor; act. II 178, 180 - 182) korrekt durchgeführt wurde, verneinte die Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf die Akten einen Leistungsanspruch zu Recht.”
“II 121) erfolgte Rückweisung der Sache zur materiellen Anspruchsprüfung an die Beschwerdegegnerin schliesst ein erneutes Nichteintreten auf die Neuanmeldung vom 18. Juli 2019 (act. II 96) zufolge Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers im weiteren Verwaltungsverfahren zwar nicht aus. Darin, dass die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren abwies statt darauf nicht einzutreten, ist jedoch nicht eine falsche Rechtsfolge zu erblicken (Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 8). Denn durch die fehlende Mitwirkung vereitelte der Beschwerdeführer die vollständige Sachverhaltsermittlung und kommt es zur Beweislastumkehr (Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, S. 402 f.; SVR 2014 UV Nr. 7 S. 23 E. 3.3). Da aufgrund der unvollständigen medizinischen Aktenlage nach wie vor kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen ist und das Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. E. 2.2.2 hiervor; act. II 178, 180 - 182) korrekt durchgeführt wurde, verneinte die Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf die Akten einen Leistungsanspruch zu Recht.”
“Die Beschwerdeführerin kam der ihr auferlegten wöchentlichen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung in ihrer Muttersprache und damit ihrer Mitwirkungspflicht im Rahmen der Abklärung innert angesetzter Frist nicht nach, vermochte die bei der Psychologin Z.___ wahrgenommene Therapie die Anforderungen an eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wie dargelegt offenkundig nicht zu erfüllen. Auch die mit Beschwerde eingereichte Bestätigung (vgl. Urk. 3) vermag daran nichts zu ändern, zumal auch diese Behandlung bei einer Psychologin und nicht bei einer psychiatrischen Fachperson erfolgt. Damit fehlt es nach wie vor an einer psychiatrischen, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützten Diagnose (vgl. E. 1.2). Entschuldbare Gründe, weshalb der Beschwerdeführerin eine Mitwirkung nicht möglich sein sollte, sind keine ersichtlich und werden von ihr auch nicht geltend gemacht. Entsprechend durfte die Beschwerdegegnerin auf Grund der Akten verfügen (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“4 LPGA, les prestations peuvent être réduites ou refusées temporairement ou définitivement si l’assuré se soustrait ou s’oppose, ou encore ne participe pas spontanément, dans les limites de ce qui peut être exigé de lui, à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle raisonnablement exigible et susceptible d’améliorer notablement sa capacité de travail ou d’offrir une nouvelle possibilité de gain. Une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable doit lui avoir été adressée. Les traitements et les mesures de réadaptation qui présentent un danger pour la vie ou pour la santé ne peuvent être exigés. 3.2. Au sens de l’art. 43 al. 1, 1ère phrase LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L’art. 43 al. 2 LPGA prévoit pour sa part que l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. L'art. 43 al. 3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le dispositif est complété par l'art. 7b al. 2 LAI prévoyant qu'il peut être renoncé à la mise en demeure et au délai de réflexion si l'assuré ne communique pas les renseignements dont l'Office AI a besoin pour remplir les tâches qui lui sont assignées par la loi. Selon la jurisprudence, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants.”
Le dichiarazioni rese oralmente devono essere riportate per iscritto; ciò deriva dal principio dell'obbligo d'accertamento dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht vorherrschenden Untersuchungsgrundsatz prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG).”
“Der Versicherungsträger ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet sie, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Gemäss Art. 29 hat zudem, wer eine Versicherungsleistung beansprucht, sich beim zuständigen Versicherungsträger in der für die jeweilige Sozialversicherung gültigen Form anzumelden (Abs. 1), und dabei die vom Versicherungsträger für die Anmeldung und zur Abklärung des Anspruches auf Leistungen unentgeltlich zur Verfügung gestellten Formulare vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem zuständigen Versicherungsträger zuzustellen (Abs. 2).”
“Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16 und Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Abs. 1bis). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Abs. 2). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen. Ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Abs. 3).”
Se il tenore letterale dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA non è univoco, è necessaria l'interpretazione; punto di partenza rimane il testo. Nella misura in cui sono possibili diverse interpretazioni, devono essere impiegati gli ordinari strumenti interpretativi (pluralismo metodologico). Per disposizioni di recente introduzione occorre, in particolare, tener conto della volontà del legislatore storico.
“Beschwerde vom 4. November 2021, S. 2). Erstellt sei, dass die Beschwerdeführerin an einem Antikörpermangelsyndrom leide, welches «zu einer ausgeprägten Fatigue, zu rezidivierenden Infekten seit dem Kindesalter, Gelenk- und Muskelschmerzen, Überempfindlichkeit der Haut/Schleimhäute, grippeähnliche(n) Symptome(n), Halsschmerzen, Stressintoleranz, Verdauungs- und Hautprobleme(n)» führe, was von der Beschwerdegegnerin auch nicht in Frage gestellt werde. Ebenso wenig würden die damit zusammenhängenden Konsequenzen in Frage gestellt. Es sei nicht einzusehen, «was bei klarer Diagnosestellung und klarem klinischen Befund und klarer Zuweisung der Befunde zur gestellten Diagnose gutachterlich abzuklären sein» solle (vgl. Beschwerde vom 4. November 2021, S. 9). 3. 3.1. Zu prüfen ist zunächst, ob auf die Beschwerde einzutreten ist, soweit damit beanstandet wird, die in Aussicht gestellte Begutachtung sei nicht notwendig, weil der medizinische Sachverhalt bereits umfassend abgeklärt worden sei. 3.2. 3.2.1. Art. 43 Abs. 1bis ATSG sieht vor, dass der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen bestimmt. Die Auslegung einer Rechtsnorm ist notwendig, wo der Gesetzeswortlaut nicht klar ist oder Zweifel bestehen, ob ein scheinbar klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016, Rz. 175). Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht eindeutig und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Auslegungsinstrumente gesucht werden (sog. Methodenpluralismus, vgl. BGE 140 II 289, 291 f. E. 3.2). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440, 453 E. 13). 3.2.2. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist.”
“Zu prüfen ist zunächst, ob auf die Beschwerde einzutreten ist, soweit damit beanstandet wird, die in Aussicht gestellte Begutachtung sei nicht notwendig, weil der medizinische Sachverhalt bereits umfassend abgeklärt worden sei. 3.2. 3.2.1. Art. 43 Abs. 1bis ATSG sieht vor, dass der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen bestimmt. Die Auslegung einer Rechtsnorm ist notwendig, wo der Gesetzeswortlaut nicht klar ist oder Zweifel bestehen, ob ein scheinbar klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016, Rz. 175). Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht eindeutig und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Auslegungsinstrumente gesucht werden (sog. Methodenpluralismus, vgl. BGE 140 II 289, 291 f. E. 3.2). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440, 453 E. 13). 3.2.2. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist. Nach einer im Schrifttum vertretenen Auffassung habe der Gesetzgeber mit der Rechtsnorm die Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung einer Begutachtung ausschliessen wollen. Dieser Ansicht nach könne mittels Beschwerde unter Geltung der neuen Rechtslage nicht mehr geltend gemacht werden, die Begutachtung sei nicht notwendig. Allerdings sei die Sache nicht ganz klar, zumal das Bundesgericht diese Beschwerdemöglichkeit in BGE 137 V 210 ausdrücklich bejaht habe, obschon das IVG seit dem 1. Januar 2008 mit Art. 57 Abs. 3 bereits eine dem neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sehr ähnliche Bestimmung enthalten habe (Thomas Flückiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungsrecht Entwicklungen und Grenzen, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2021, 2022, S. 55 ff., S. 68). 3.2.3. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15.”
LPGA art. 43 n. 416 Nei casi fortemente individuali o unici (ad es. contatti personali di assistenza protratti nel tempo) le valutazioni dei medici curanti devono essere particolarmente prese in considerazione; esse possono assumere un'importanza significativa rispetto a una perizia basata sugli atti quando segnalano aspetti concreti, non meramente soggettivi, che sarebbero rimasti inosservati nel corso dell'iter di valutazione. Ciò non impliÊ tuttavia che una perizia amministrativa o giudiziaria debba essere automaticamente respinta.
“In einem Fall wie dem vorliegenden, wo die Einschränkungen des Beschwerdeführers und die konkreten Umstände in hohem Mass einzigartig sind, muss den Einsichten der behandelnden Ärzte grössere Bedeutung zugemessen werden, da sie aufgrund ihres persönlichen, langjährigen Kontakts mit dem Patienten wichtige Aspekte benennen können, die bei einem Aktengutachten oder auch bei einer einmaligen Begutachtung des Versicherten unerkannt oder ungewürdigt bleiben würden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Diesbezüglich ist auch die Kritik des Beschwerdeführers bzw. seiner Eltern, dass der RAD den Fall medizinisch gewürdigt hat, ohne ihn persönlich untersucht zu haben, gerechtfertigt. Ausserdem spricht die gelungene Adaption an das BAHA-Implantat mit der vorhandenen elterlichen Unterstützung durchaus dafür, dass auch eine Adaption an ein CI erfolgreich sein kann. 7.5 Zusammenfassend bestehen teilweise nicht nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzung des RAD. Es stellt sich deshalb die Frage, ob weitere medizinische Abklärungen notwendig sind. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, öffentlichrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 7.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Stellen aus den Gutachten und Berichten wiedergegeben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 415 Se l'amministrazione può violare colpevolmente il suo obbligo d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, possono essere addebitate a essa le spese di parte — nonostante la vittoria della controparte. Tale deroga rispetto al principio generale del soccombente si fonÚ sul principio del causante; essa è pertanto giustificata solo quando l'amministrazione ha effettuato accertamenti soltanto molto rudimentali.
“Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Partei grundsätzlich Anspruch auf Ersatz der Parteikosten des Verfahrens vor dem kantonalen Versicherungsgericht. Auch im Rahmen dieser Bestimmung gilt jedoch das Verursacherprinzip, wonach unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat. Dies kann insbesondere eine Parteientschädigung zu Lasten des obsiegenden Versicherungsträgers beziehungsweise Durchführungsorgans begründen. In Anwendung des Verursacherprinzips können der Verwaltung namentlich dann Parteikosten auferlegt werden, wenn sie ihre Abklärungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG schuldhaft verletzt hat. Eine solche Durchbrechung des Unterliegerprinzips rechtfertigt sich allerdings nur, wenn die Verwaltung lediglich sehr rudimentäre Abklärungen vorgenommen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2019 vom 8. April 2020 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Partei grundsätzlich Anspruch auf Ersatz der Parteikosten des Verfahrens vor dem kantonalen Versicherungsgericht. Auch im Rahmen dieser Bestimmung gilt jedoch das Verursacherprinzip, wonach unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat. Dies kann insbesondere eine Parteientschädigung zu Lasten des obsiegenden Versicherungsträgers beziehungsweise Durchführungsorgans begründen. In Anwendung des Verursacherprinzips können der Verwaltung namentlich dann Parteikosten auferlegt werden, wenn sie ihre Abklärungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG schuldhaft verletzt hat. Eine solche Durchbrechung des Unterliegerprinzips rechtfertigt sich allerdings nur, wenn die Verwaltung lediglich sehr rudimentäre Abklärungen vorgenommen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2019 vom 8. April 2020 E. 3.2 mit Hinweisen, nicht publ. in BGE 146 V 121).”
Se la ragionevolezza di una perizia ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA — in particolare la capacità di viaggio — è contestata, va accertato caso per caso se ciò comporti un pregiudizio non altrimenti risarcibile; un tale pregiudizio è presupposto per impugnare autonomamente un provvedimento interlocutorio emanato dall'ufficio AI (cfr. TAF).
“- zu präzisieren, dass gemäss der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts ein nicht wiedergutzumachender Nachteil ohne Weiteres anzunehmen ist, wenn die Notwendigkeit einer Begutachtung (Art. 44 ATSG) bestritten wird. Ist hingegen die Zumutbarkeit einer Begutachtung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG und insbesondere die Reisefähigkeit einer versicherten Person umstritten, ist mangels bundesgerichtlicher Äusserung dazu und e contrario für diese Fälle eingehend zu prüfen, ob ein nicht wiedergutzumachender Nachteil vorliegt, da dieser gemäss Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG Voraussetzung dafür ist, eine Zwischenverfügungen selbständig anfechten zu können (vgl. oben E. 3.1.1).”
“Somit ist zusammenfassend festzuhalten, dass die bisherige grundsätzliche Bejahung des nicht wiedergutzumachenden Nachteils in IV-Verfahren (im Zusammenhang mit der Anordnung einer Begutachtung) durch das Bundesgericht jeweils im Hinblick auf die Notwendigkeit einer Begutachtung und die Einhaltung der qualitätsbezogenen Rahmenbedingungen erfolgt ist. Nicht geäussert hat sich das Bundesgericht in den angeführten Entscheiden jedoch dazu, ob eine im Rahmen von Art. 43 Abs. 2 ATSG geltend gemachte Unzumutbarkeit einer Begutachtung (und in diesem Zusammenhang insbesondere eine geltend gemachte Reiseunfähigkeit) ebenfalls einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann und damit eine von einer IV-Stelle diesbezüglich erlassene Zwischenverfügung vor einem kantonalen Gericht oder dem Bundesverwaltungsgericht selbständig anfechtbar ist.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 413 Nel procedimento di assicurazione sociale vige il principio d'indagine; la persona richiedente è tuttavia tenuta a contribuire, nella misura ragionevolmente esigibile, all'accertamento. Se, senza giustificato motivo, non adempie a tale obbligo di cooperazione (p. es. consegna della documentazione mediÊ, perizie o attestazioni di reddito), l'ente assicurativo può decidere sulla base degli atti oppure interrompere gli accertamenti e decidere il non esame della domanÚ; in tal caso l'interessato sopporta le conseguenze dell'assenza di prove.
“1, 130 III 321 E. 3.2 f.; Samuelsson, a.a.O., S. 355 f.; Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in SZS 2017 S. 34). Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse, konkret zur Beurteilung der Tatfrage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S. 357 f.). Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Im Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Indessen ist die leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, bei den Abklärungen mitzuwirken (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). So sind praxisgemäss die einzelnen Umstände des Unfalls vom Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, indem er unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind (BGE 114 V 298 E. 5b). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 138 V 218 E. 6 und 117 V 261 E. 3b, je mit Hinweisen). Wird also auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4.”
“Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 130 I 180 consid. 3.2 ; 125 V 193 consid. 2). C'est ainsi que lorsqu'un assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer, l'art. 43 al. 3 LPGA confère à l'autorité administrative amenée à statuer la possibilité de se prononcer en l'état du dossier ou de clore l'instruction et de ne pas entrer en matière, à la condition d'avoir adressé audit assuré une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques de son refus et lui impartissant un délai de réflexion convenable (TF 8C_195/2013 du 15 octobre 2013 consid. 2.1). Par ailleurs, dans le contexte particulier de la révision d'une prestation durable en cours (art. 17 al. 1 LPGA), il convient d'admettre un renversement du fardeau de la preuve si la personne assurée refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner et de collaborer, au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA, empêchant ainsi l'assureur-accidents d'administrer les preuves nécessaires et d'établir les faits pertinents. Il appartiendra alors à l'assuré d'établir que son état de santé, ou d'autres circonstances déterminantes, n'ont pas subi de modifications susceptibles de changer le taux d'invalidité qu'il présente (cf. TF 8C_431/2015 du 22 septembre 2015 consid. 3.3 ; TF 9C_961/2008 du 30 novembre 2009 consid. 6.3.3 et les références ; Jacques Olivier Piguet, in Dupont / Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 54 ad art. 43 LPGA). b) Pour qu'un manquement à l'obligation de collaborer ou de renseigner entraine les conséquences juridiques prévues à l'art. 43 al. 3 LPGA, il faut que l'assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques d'un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Cette règle de procédure ne souffre aucune exception.”
“Für den Bereich der Unfallversicherung wird die Mitwirkungspflicht in Art. 55 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) dahingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder und Belege über die Verdienstverhältnisse; sie muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu erteilen (Art. 55 Abs. 1 UVV). Die versicherte Person muss sich zudem weiteren vom Versicherungsträger angeordneten Abklärungsmassnahmen unterziehen, insbesondere zumutbaren medizinischen Untersuchungen, die der Diagnose und der Bestimmung der Leistungen dienen. Unzumutbar sind medizinische Massnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit des Versicherten darstellen (Art. 55 Abs. 2 UVV; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_110/2012 vom 16. November 2012 E. 2). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann, wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.”
“Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve (ATF 125 V 193 consid. 2 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 5.1). En l'espèce, les documents demandés par l'OAIE, soit le questionnaire à l'assuré, le questionnaire pour indépendants, l'attestation de cessation d'activité ou de radiation du registre du commerce, la déclaration fiscale pour les années de 2019 à 2023 et tous les documents médicaux en possession du recourant, sont essentiels pour déterminer si l'assuré présente une incapacité de travail, une perte de gain à quelle hauteur et donc s'il est invalide, ainsi que s'il compte en principe au moins trois années de cotisations en Suisse. Or, seul l'assuré est en mesure d'informer de façon efficiente l'administration sur ces aspects. 7. 7.1 Selon l'art. 43 al. 3 LPGA, si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. La disposition prévoit ainsi une décision au fond sur la base des pièces au dossier, mettant un terme à la procédure (sous réserve de recours), ou la possibilité d'une décision d'irrecevabilité de la demande dont l'assureur est saisi, mettant également dans ce cas un terme à la procédure en tant que décision finale (sous réserve de recours) et non d'ordonnancement de la procédure au sens d'une décision incidente (ATF 131 V 42 consid. 3; Thierry Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, n° 830), mais l'assureur doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (ATF 108 V 229 ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid.”
LPGA art. 43 n. 412 In caso di provvedimento interlocutorio che riguarÚ la disposizione di una perizia mediÊ, di regola si deve presumere che da ciò possa derivare un danno irreparabile. Tali provvedimenti interlocutori possono quindi, di norma, essere impugnati mediante ricorso immediato e separato.
“En cas de décision incidente portant sur la mise en œuvre d’une expertise médicale, l'assuré ne peut pas se voir opposer le fait que la condition du préjudice irréparable ne serait pas remplie. En effet la portée de ce type de décisions sur l'issue du litige, compte tenu des moyens dont l'assuré dispose dans la procédure judiciaire au fond, est suffisamment importante pour admettre de principe que le risque d'un tel préjudice existe (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). Interjeté en temps utile, compte tenu de la suspension de délai de fin d’année, et dans les formes légales par une assurée dûment représentée et directement atteinte par une décision incidente sujette à recours direct et séparé auprès de l'autorité judiciaire compétente à raison du lieu et de la matière, le recours est recevable. 2. Règles relatives à l’expertise et à la récusation d’un expert. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. 2.2. Selon la jurisprudence, les règles sur l'impartialité des membres d'un tribunal valent en principe pour les experts (ATF 132 V 93 consid. 7.1). En conséquence, un expert passe pour prévenu lorsqu'il existe des circonstances propres à faire naître un doute sur son impartialité. La récusation d'un expert n'est pas limitée aux cas dans lesquels une prévention effective est établie, car une disposition interne de l'expert ne peut guère être prouvée; il suffit que les circonstances donnent l'apparence de la prévention et fassent redouter une activité partiale.”
“20), contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, telles celles de mise en œuvre d'une expertise médicale, sont sujettes à recours dans les 30 jours auprès du tribunal cantonal des assurances (voir art. 56 al. 1, 57 et 60 LPGA; art. 1 al. 1 et 69 al. 1 let. a LAI); qu'une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7); que, dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2); qu'en matière d'assurance-invalidité (voir ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides; que, conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
Se il quadro medico è oscuro o incompleto, di regola deve essere avviata un'istruttoria mediÊ integrativa; ciò può comprendere la disposizione di una perizia interdisciplinare o pluridisciplinare esterna all'ente assicurativo oppure la rimessione della pratiÊ all'amministrazione per il completamento degli accertamenti. L'obbligo istruttorio dell'ente assicurativo/dell'autorità ai sensi dell'art. 43 LPGA si estenÞ al punto che i fatti rilevanti ai fini della decisione devono essere chiariti nella misura necessaria, fino a quando lo stato di fatto medico rilevante per la decisione non risulti sufficientemente accertato.
“Nach dem Dargelegten ist der medizinische Sachverhalt in diagnostischer Hinsicht und bezüglich der funktionellen Auswirkungen im Lichte des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) unvollständig abgeklärt. Die Beschwerde ist daher – soweit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2) – dahingehend gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 26. September 2022 (AB 68) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie vorab die medizinischen Akten vervollständige bzw. aktualisiere und hernach im Rahmen eines versicherungsexternen polydisziplinären Gutachtens nach Art. 44 ATSG – mindestens die Fachdisziplinen Psychiatrie, Neurologie und Neuropsychologie umfassend – den medizinischen Sachverhalt und das funktionelle Leistungsvermögen interdisziplinär abkläre sowie anschliessend neu verfüge (vgl. BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162). Falls gestützt auf das noch einzuholende Gutachten von einem Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen wäre, wären von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der weiteren Abklärungen zudem die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sowie das Bestehen einer Frühinvalidität (vgl.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé, pour instruction complémentaire. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une nouvelle expertise pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis le 1er janvier 2021, à déterminer si une aggravation de son état de santé est ou non survenue durant l’été 2022 et à statuer sur sa capacité résiduelle de travail à l’aune de la grille des indicateurs préconisée par la jurisprudence fédérale, ainsi que sur les éventuels empêchements ménagers justifiés objectivement sur le plan médical.”
“a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Kieser, op. cit., n° 15 et 20 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé, pour instruction complémentaire. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une expertise médicale pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis décembre 2012, y compris d’un point de vue neurologique, voire neuropsychiatrique, afin d’avoir une appréciation médicale globale de l’évolution de l’état de santé de la recourante tenant compte des aspects qui doivent faire l’objet d’une instruction complémentaire.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4ème éd., 2020, n° 17 et 29 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) Vu l’instruction lacunaire du tableau clinique présenté par la recourante à compter d’octobre 2020, il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé pour compléter le dossier notamment sur le plan médical. Il lui incombera, après avoir obtenu le détail des incapacités de travail prononcées en faveur de la recourante depuis octobre 2020 et actualisé les pièces médicales, de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire de l’intéressée.”
Per la valutazione di un diritto a prestazioni, secondo le decisioni citate, sono di norma necessari accertamenti attuali sul posto; accertamenti effettuati esclusivamente per telefono spesso non sono sufficienti ai fini di un accertamento giuridicamente adeguato del quadro fattuale ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“Unter den vorliegenden Umständen erscheint es jedenfalls als fraglich, dass der Beschwerdeführer mit Blick auf seine gesundheitlichen Einschränkungen überhaupt noch in der Lage ist, beispielsweise seine Mahlzeiten selbständig zuzubereiten oder beim Putzen der Wohnung mitzuhelfen. Den Ausführungen der Kasse in deren Vernehmlassung lässt sich diesbezüglich jedenfalls nichts entnehmen, was auf die pandemiebedingt lediglich telefonisch durchgeführten Abklärungen der Verwaltung zurückzuführen sein dürfte. Eine detaillierte Abklärung vor Ort, wie sie praxisgemäss ohnehin notwendig wäre, erweist sich mithin zwecks ergänzender Erhebung der massgeblichen Umstände als notwendig. Da zudem weder eine Nachfrage bei Dr. B.____ noch anderweitige, objektive Abklärungsergebnisse zu den Beweggründen der befristeten Einweisung des Beschwerdeführers in das Alters- und Pflegeheim während des Spitalaufenthalts seiner Ehefrau in den Akten liegen (IV-Dok 15), erweist es sich unter dem Aspekt der Abklärung des Sachverhalts von Amtes wegen (Art. 43 ATSG) als unerlässlich, den allfälligen Anspruch auf eine HE mittelschweren Grads unter dem Gesichtspunkt einer lebenspraktischen Begleitung gemäss Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV im Rahmen eines aktuellen Abklärungsberichts vor Ort einer näheren Prüfung zu unterziehen. Dabei wird die Abklärungsperson den Schwerpunkt ihrer Abklärungen namentlich darauf zu richten haben, ob der Versicherte ohne häusliche Begleitung einer Drittperson überhaupt selbständig zu wohnen in der Lage ist.”
“Die letzte Abklärung vor Ort mit persönlicher Befragung der Beschwerdeführerin durch die Abklärungsfachperson fand im Januar 2020 und damit mehr als vier Jahre vor dem Entscheid über das Erhöhungsgesuch statt. Unbestritten ist aus medizinischer Sicht, dass es sich um einen progredienten Verlauf der Krankheit handelt. Zudem ergab die Befragung der Beschwerdeführerin konkrete Hinweise auf eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands und der Einschränkungen der Beschwerdeführerin und damit auch des Umfangs der Hilfeleistungen und der Präsenz durch die Familienmitglieder. Auch hier sind somit weitere medizinische Unterlagen und insbesondere eine Abklärung zuhause bei der Beschwerdeführerin notwendig, um rechtsgenüglich beurteilen zu können, ob die dauernde persönliche Überwachung gegeben ist. Diese Aufgabe kann das Kantonsgericht mangels geeigneter Fachkenntnisse nicht selbst wahrnehmen, weshalb ein abschliessender Entscheid betreffend Erhöhung der Hilflosenentschädigung aufgrund des ungenügend abgeklärten Sachverhalts derzeit nicht möglich. 5. Damit rechtfertigt es sich aufgrund der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG, die Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 18. Juli 2024 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nochmals eine Abklärung der Hilflosigkeit bei der Beschwerdeführerin zuhause durchführen und weitere medizinische Unterlagen zum Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin einholen lässt. Nach Durchführung dieser Untersuchungsmassnahmen durch die IV-Stelle wird sie über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine höhere Hiflosenentschädigung als die bisher zugesprochene neu zu entscheiden haben. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheissen. 6.1 Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AHVG sieht in Art. 85bis Abs. 2 AHVG keine Kostenpflicht vor, weshalb der vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 6.2 Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der”
L'obbligo di accertamento ai sensi dell'art. 43 LPGA si estenÞ, in linê di principio, fino a che i fatti necessari per la valutazione del diritto siano adeguatamente chiariti. Indizi concreti emergenti dalle argomentazioni delle parti o dagli atti impongono l'obbligo di effettuare accertamenti supplementari. Viceversa, non sussiste l'obbligo di ulteriori indagini nella misura in cui dagli atti medici disponibili non emergano nuovi elementi rilevanti ai fini della valutazione.
“Si plusieurs traitements sont envisageables, il y a lieu de procéder à une balance entre coûts et bénéfices du traitement (ATF 124 V 196 consid. 3). 2.3. En droit des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par le tribunal, lequel apprécie librement les preuves sans être lié par des règles formelles. Mais ce principe n'est pas absolu. Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 125 V 195 consid. 2). Car si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve: en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences (ATF 117 V 264 consid. 3 et références citées). Selon l'art. 43 LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. A teneur de l'art. 57 al. 4 LAMal, le médecin-conseil donne son avis à l'assureur sur des questions médicales ainsi que sur des questions relatives à la rémunération et à l'application des tarifs. Il examine en particulier si les conditions de prise en charge d'une prestation sont remplies. Dans la conduite de la procédure administrative, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). 2.4. Le juge des assurances sociales apprécie librement les preuves, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse. Dès lors, il doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“Der Versicherungsträger prüft in Anwendung von Art. 43 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Abs. 1). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).”
“Der Beschwerdeführerin ist darin beizupflichten, dass Art. 29 Abs. 1 BV den Grundsatz des Beschleunigungsgebots verankert und die ungerechtfertigte Verzögerung eines Entscheids verbietet (SVR 2007 IV Nr. 44 S. 144, I 946/05 E. 5.1). Im sozialversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahren steht die Untersuchungspflicht der Verwaltung (Art. 43 ATSG) in einem gewissen Spannungsverhältnis zum Anspruch auf ein zügiges Vorantreiben des Verfahrens. Das Gebot des raschen Verfahrens hat dabei grundsätzlich keinen Vorrang vor dem Untersuchungsgrundsatz (SVR 2007 IV Nr. 44 S. 144, I 946/05 E. 5.3). Dieses darf insbesondere nicht zur Folge haben, dass deswegen der medizinische Sachverhalt nicht mit der erforderlichen Sorgfalt untersucht und beurteilt wird (BGE 119 Ib 311 E. 5). Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz sind die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann.”
“Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin beziehungsweise die amtshilfeweise beigezogene IV-Stelle ihre Pflicht zur Vornahme der notwendigen Abklärungen von Amtes wegen im Sinne von Art. 43 ATSG verletzt und es besteht weiterer Abklärungsbedarf. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, insbesondere in angepasster Tätigkeit, bestehen Unklarheiten und weiterer Abklärungsbedarf (vorstehend E. 4.2). Nach Durchführung der notwendigen Abklärungen wird die Beschwerdegegnerin gestützt auf den von der IV-Stelle mitgeteilten Invaliditätsgrad erneut über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Zusatzleistungen zu verfügen haben. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Einspracheentscheid ist aufzuheben. Das Gericht erkennt:”
“Diesbezüglich sei aufgrund der degenerativen Veränderungen nicht mit einer weiteren spontanen Besserung zu rechnen. Sicherlich habe auch die Fussproblematik einen Einfluss, was vom Orthopäden beurteilt werden müsse. Nach Kenntnisnahme dieser Berichte bestätigte die RAD-Ärztin am 17. Dezember 2020 (IV-Akten, S. 417 ff.), an ihrer bisherigen Stellungnahme könne festgehalten werden. Es würden sich keine neuen medizinischen Erkenntnisse ergeben. Dr. med. J.________ übersehe, dass der Beschwerdeführer Rechtshänder sei und die Problematik der linken Hand im von der Suva übernommenen Zumutbarkeitsprofil bereits berücksichtigt worden sei. Damit kann nicht gehört werden, die IV-Stelle habe sich für ihren Entscheid einzig auf die Suva-Unterlagen abgestützt, welche nur die Entwicklung bis Mai 2018 berücksichtigen. Insofern sich aus den weiteren medizinischen Akten keine Hinweise auf eine relevante Verschlechterung bzw. Entwicklung der Situation ergab, bestand für die IV-Stelle keine Pflicht, den Sachverhalt weiter abzuklären, weshalb eine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 ATSG zu verneinen ist. Daran ändert die Ansicht von Dr. med. F.________ hinsichtlich der Notwendigkeit eines Gutachtens durch einen Fuss-Spezialisten nichts. So begründet er nicht weiter, wieso aus seiner Sicht überhaupt ein Gutachten notwendig ist und er bringt auch keine Kritik an der Sichtweise der IV-Stelle vor. Weiter legt der Beschwerdeführer selber keine medizinischen Unterlagen vor, aus welchen sich eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergibt bzw. dass der Sichtweise der RAD-Ärztin nicht gefolgt werden kann. So genügt es nicht, auf die Abklärungspflichten der IV-Stelle gemäss Art. 43 ATSG hinzuweisen. Vielmehr haben die Versicherten im Rahmen ihrer Mitwirkungspflichten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zumutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben. Auch der Bericht des K.________ vom 10. Februar 2021 (IV-Akten, S. 437 f.) führt nicht zu einer anderen Sichtweise. Darin wurde vermerkt, es sei von einer leichten Zunahme der degenerativen Veränderungen auszugehen.”
LPGA art. 43 n. 408 Se persistono dubbi oggettivi sull'affidabilità o sull'imparzialità di accertamenti medici interni all'assicurazione, devono essere effettuate, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, indagini supplementari. Per eliminare tali dubbi la pratiÊ può essere rinviata all'amministrazione affinché questa acquisisÊ una perizia esterna, oppure il giudiÎ può ordinare una perizia giudiziale.
“3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“1 in fine), le tribunal ne peut pas, lorsqu'il existe des doutes quant à la fiabilité et la pertinence des constatations des médecins internes à l'assurance, procéder à une appréciation des preuves définitive en se fondant d'une part sur les rapports produits par l'assuré et, d'autre part, sur ceux des médecins internes à l'assurance. Pour lever de tels doutes, il doit soit ordonner une expertise judiciaire, soit renvoyer la cause à l'organe de l'assurance pour qu'il mette en œuvre une expertise dans le cadre de la procédure prévue par l'art. 44 LPGA (ATF 135 V 465 consid. 4.5 et 4.6). La jurisprudence attire l'attention sur la relation de confiance qui s'établit immanquablement entre le médecin traitant et son patient, ainsi que sur l'indépendance présumée d'un médecin lié à un assureur par un rapport de travail, mais n'en déduit pas pour autant une quelconque règle de préséance (arrêt TF 9C_843/2007 du 28 juillet 2008 consid. 3). 4. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est toutefois pas absolu. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références). Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 117 V 264 consid. 3b et les références). 5. En l’espèce, le litige porte sur la question de savoir si l'état de santé du recourant, en lien avec la maladie professionnelle que constitue son asthme, a subi depuis la décision sur opposition du 19 juin 2019 un changement notable justifiant l’octroi d’une rente d’invalidité LAA.”
“Unter diesen Umständen bestehen objektiv gewisse Zweifel an der Unparteilichkeit der im Beschwerdeverfahren zusätzlich eingeholten Stellungnahme (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2009, 9C_575/2009, E. 3.2.2.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 18. Januar 2017, 9C_643/2016, E. 4.2, und Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2018, UV 2017/107, E. 2.4). Zusammenfassend bestehen nicht zu unterdrückende Zweifel an den RAD-Beurteilungen, sodass die Entscheidung über den Rentenanspruch sich nicht auf diese abstützen kann. Auch die übrigen medizinischen Akten wie beispielsweise das verkehrsmedizinische Gutachten vom 20. Oktober 2022, welches keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit enthält (vgl. act. G 6.1), erlauben es nicht, den Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit festzusetzen. Vor diesem Hintergrund ist die angefochtene Verfügung in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb sie aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Einholung eines Gerichtsgutachtens drängt sich nicht auf, nachdem die Beschwerdegegnerin selber noch kein Gutachten eingeholt und auch der Beschwerdeführer im Eventualantrag die Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung beantragt hat (vgl. act. G 1 S. 2). In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung und zur anschliessend neuen Verfügung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung an die Verwaltung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (vgl.”
Se per la valutazione mancano documenti medici essenziali (p.es. la documentazione psichiatriÊ) o gli accertamenti specialistici sono incompleti, può essere opportuno, ai sensi dell'art. 43 LPGA, rinviare la materia all'ente assicurativo affinché questi completi gli atti o effettui i necessari accertamenti specialistici. Un rinvio è particolarmente giustificato quando la questione controversa non è ancora stata accertata o è stata chiarita solo sommariamente, ovvero quando è necessaria la precisazione o l'integrazione di una perizia già acquisita. In alternativa il giudiÎ può disporre egli stesso accertamenti integrativi.
“43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, ainsi qu’il a été remarqué sous consid. 11c ci-dessus, l’état de fait sur le plan psychique demeure incomplet. Font en effet défaut les informations concernant la prise en charge psychiatrique assumée au sein de l’Hôpital Y.________, singulièrement par le Dr R.________. L’intimé ne pouvait ignorer ces éléments mentionnés dans plusieurs rapports médicaux. De surcroît, le Dr R.________ avait sollicité le dossier de la recourante au stade de la procédure d’audition informant l’intimé de son mandat thérapeutique (cf.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 16. a) Vu la violation de son devoir d’instruction par l’intimé, il y a lieu de lui renvoyer la cause pour la compléter sur le plan médical. En particulier, il lui incombera d’actualiser les pièces de son dossier, tout particulièrement auprès de l’Hôpital G.________, afin de vérifier si le recourant a ou non bénéficié d’un séjour en neuro-rééducation. A défaut, il lui appartiendra de mettre en œuvre une évaluation sur ce plan selon les recommandations formulées par les experts du P.”
“In effetti, in assenza dei citati accertamenti complementari non era, né è, possibile determinarsi con cognizione di causa, ed il necessario grado della verosimiglianza preponderante, sullo stato di salute del ricorrente e sull'incidenza delle affezioni di cui soffre sulla capacità a svolgere un'attività sostitutiva adeguata. In particolare, un rinvio all'autorità inferiore si giustifica, dal profilo delle garanzie procedurali (in particolare quello della doppia istanza con piena cognizione) nei casi in cui, come nella fattispecie, è richiesto un accertamento peritale interdisciplinare in ambiti che non sono stati (o comunque insufficientemente) chiariti nella procedura di prima istanza, ma che lo avrebbero dovuto essere prima dell'emanazione della decisione litigiosa, gli elementi per dovere agire in tal senso essendo già presenti agli atti di causa (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 [cfr., in particolare, il consid. 10.3 del presente giudizio]). Peraltro, il Tribunale federale ha già avuto modo pure di precisare che in virtù dell'art. 43 LPGA nonché degli art. 12 e 13 PA e dell'art. 19 PA in relazione con l'art. 40 PCF (RS 273), il Tribunale accerta, con la collaborazione delle parti, i fatti determinanti per la soluzione della controversia, assume le prove necessarie e le valuta liberamente. Secondo giurisprudenza, se il giudice ritiene che i fatti non sono sufficientemente delucidati, può, peraltro non senza qualche limitazione (cfr. DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4), sia rinviare la causa all'amministrazione per completamento dell'istruzione sia procedere lui medesimo a tale istruzione complementare. Un rinvio all'amministrazione che ha per scopo di completare l'accertamento dei fatti non viola né i principi della semplicità e della celerità né il principio inquisitorio. In particolare, un siffatto rinvio appare in generale siccome giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (sentenza del TF 9C_162/2007 del 3 aprile 2008 consid.”
“4) - si oppone al rinvio della causa all'autorità inferiore per completamento dell'istruttoria. In effetti, in assenza dei citati accertamenti complementari non era, né è possibile determinarsi con cognizione di causa ed il necessario grado della verosimiglianza preponderante sullo stato di salute della ricorrente e sull'incidenza delle affezioni di cui soffre sulla residua capacità lavorativa e sulla sua evoluzione. In particolare, un rinvio all'autorità inferiore si giustifica, dal profilo delle garanzie procedurali (in particolare quello della doppia istanza con piena cognizione) nei casi in cui, come nella fattispecie, è richiesto un completamento peritale in un ambito non sufficientemente chiarito nella procedura di prima istanza - in concreto quello psichiatrico - ma che lo avrebbe dovuto essere prima dell'emanazione della decisione litigiosa (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 [cfr., in particolare, il consid. 5 del presente giudizio]). Peraltro, il Tribunale federale ha già avuto modo di precisare che in virtù dell'art. 43 LPGA nonché degli art. 12 e 13 PA e dell'art. 19 PA in relazione con l'art. 40 PCF (RS 273), il Tribunale accerta, con la collaborazione delle parti, i fatti determinanti per la soluzione della controversia, assume le prove necessarie e le valuta liberamente. Secondo giurisprudenza, se il giudice ritiene che i fatti non sono sufficientemente delucidati, può, peraltro non senza qualche limitazione (DTF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 secondo cui un rinvio resta possibile laddove si impongono accertamenti medici in merito ad una questione che non è ancora stata oggetto di alcun approfondimento, rispettivamente laddove è necessario un semplice chiarimento o completamento di una perizia), sia rinviare la causa all'amministrazione per completamento dell'istruzione, sia procedere lui medesimo a tale istruzione complementare. Un rinvio all'amministrazione che persegue lo scopo di completare l'accertamento dei fatti non viola né i principi della semplicità e della celerità né il principio inquisitorio. In particolare, un siffatto rinvio appare in generale giustificato se l'amministrazione ha proceduto ad una constatazione dei fatti sommaria nella speranza che in caso di ricorso sarebbe poi stato il Tribunale ad effettuare i necessari accertamenti fattuali (sentenza del TF 9C_162/2007 del 3 aprile 2008 consid.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 406 Se l'assicurato, nonostante un sollecito scritto infruttuoso e il termine di riflessione concesso, non adempie ingiustificatamente ai propri obblighi di comunicazione o di collaborazione, l'ente assicurativo può accertare i fatti sulla base degli atti (p.es. con una stima fondata del reddito) oppure pronunciarsi per il non accoglimento della domanÚ di prestazione, purché sussistano i presupposti necessari.
“-- zog sie einen Freibetrag von Fr. 1'500.-- ab, was Fr. 20'394.-- ergab. Davon rechnete sie 2/3, mithin Fr. 13’596.-- als Nettoerwerbseinkommen an. Die Beschwerdegegnerin forderte den Beschwerdeführer am 30. Oktober 2023 auf, einen Lohnausweis oder die Lohnabrechnung Januar 2023 von seinem Sohn Z.___ bis am 10. November 2023 einzureichen (Urk. 8/50/35). Am 15. November 2023 forderte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer erneut auf, die fehlenden Unterlagen bis am 23. November 2023 einzureichen unter der Androhung, dass sie sonst gestützt auf Art. 43 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) anhand der Akten entscheide (Urk. 8/50/34). Der Beschwerdeführer reichte die fehlenden Unterlagen, soweit ersichtlich, innert Frist nicht ein (vgl. Urk. 8/50). In der Folge setzte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 28. November 2023 (Urk. 8/50/2-9, Rev. 15) das jährliche Erwerbseinkommen für Z.___ für die Zeitdauer ab Dezember 2022 im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG anhand der Akten fest. Dabei ging sie von einem Bruttolohn von Fr. 30'000.-- (Fr. 2'500.-- x 12) aus und zog Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt Fr. 1'920.-- (Fr. 2'500.-- x”
“Insgesamt bestehen nach der Aktenlage keine Anhaltspunkte für eine medizinisch begründete Reiseunfähigkeit, vielmehr ist nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; SVR 2022 UV Nr. 41 S. 163 E. 3.3) in tatsächlicher Hinsicht erstellt, dass dem Beschwerdeführer die Anreise zur MEDAS in … zumutbar ist; allenfalls könnte er während der Zugreise immer wieder aufstehen oder ein spezielles Kissen verwenden (vgl. auch Bericht des RAD vom 5. August 2024). Der Beschwerdeführer ist damit seiner Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen (E. 2.3 hiervor). Aufgrund der Aktenlage lässt sich derzeit keine materielle Beurteilung der Leistungsansprüche des Beschwerdeführers durchführen, weshalb die Beschwerdegegnerin auf das Leistungsbegehren zu Recht nicht eingetreten ist. Dass die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 Abs. 3 ATSG (vgl. E. 2.4 hiervor) nicht korrekt durchgeführt hätte (vgl. E. 3.2 hiervor), ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer denn auch zu Recht nicht geltend gemacht. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass es dem Beschwerdeführer unbenommen bleibt, sich erneut zum Leistungsbezug anzumelden, sobald er zur Einhaltung der Mitwirkungspflicht bereit ist.”
Finché non è stata decisa in modo definitivo l'ammissibilità di una (nuova) perizia, il rifiuto di collaborare non poteva essere considerato ingiustificabile ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. In mancanza di una decisione interlocutoria definitiva sulla ammissibilità della perizia, la giurisprudenza citata si oppone a un rifiuto della prestazione fondato su una carenza colpevole di collaborazione.
“Januar 2022 geltenden Fassung, noch dem Sinn der Bestimmung, noch der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Mitwirkungsrechten der Versicherten im Zusammenhang mit der Anordnung von Gutachten entspreche und daher keine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen darstelle (vgl. dazu Urteile des hiesigen Gerichts IV.2023.00352 vom 20. Oktober 2023 E. 3.4 und E. 3.5 unter Hinweis auf Urteile IV.2023.00169 vom 30. August 2023 E. 3.6 und IV.2022.00385 vom 2. März 2023 E. 4.5). Daraus folgt, dass die Leistungsverweigerung gestützt auf die Akten wegen schuldhafter fehlender Mitwirkung bei der Abklärung so lange nicht erfolgen durfte, als über die Zulässigkeit der vom Beschwerdeführer beanstandeten neuerlichen Begutachtung mittels Zwischenverfügung rechtskräftig entschieden war. Daraus ergibt sich mithin für den vorliegenden Fall, dass - da bei Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung kein (rechtskräftiger) Zwischenentscheid über die Rechtmässigkeit der neuerlichen Begutachtung vorlag - die Mitwirkungsverweigerung nicht im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG unentschuldbar war. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer, nachdem er zunächst wiederholt vergeblich um eine Zwischenverfügung gebeten hatte, zuletzt selber den Erlass der Leistungsverfügung beantragt hat, kann doch darin jedenfalls kein Eingeständnis einer schuldhaften Mitwirkungsverweigerung erblickt werden, zumal er weiterhin stets zum Ausdruck brachte, die neuerliche Begutachtung stelle eine unzulässige «second opinion» dar.”
LPGA art. 43 n. 404 Effetto processuale davanti al giudiÎ: in caso di decisione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, il giudiÎ esamina la legittimità dell'atto amministrativo sulla base dello stato degli atti così come si presentava all'amministrazione al momento della sua decisione. Può confermare la decisione fondata sugli atti oppure annullare la decisione impugnata di non entrata in materia e rinviare la questione all'amministrazione per ulteriori accertamenti.
“La prestation complémentaire annuelle doit ainsi être augmentée, réduite ou supprimée lorsque les dépenses reconnues, les revenus déterminants et la fortune subissent une diminution ou une augmentation pour une durée qui sera vraisemblablement longue (art. 25 al. 1 let. c OPC-AVS/AI [ordonnance du 15 janvier 1971 sur les prestations complémentaires à l’assurance vieillesse, survivants et invalidité ; RS 831.301). c) Selon l'art. 43 al. 3 LPGA, si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (Erwin Carigiet/Uwe Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/AI, 2e éd. 2009, p. 57; TF 9C_180/2009 du 9 septembre 2009, consid. 4.2.1). En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l’art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l’état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n’a d’ailleurs aucun sens sous l’angle de l’économie de la procédure – d’examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 55 ad art. 43 LPGA). d) Selon l’art. 25 al. 1 LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. A teneur de l’art. 4 al. 1 OPGA (ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11), la restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile. Ces deux conditions matérielles sont cumulatives et leur réalisation est nécessaire pour que la remise de l’obligation de restituer soit accordée (ATF 126 V 48 consid. 3c ; TF 9C_43/2020 du 13 octobre 2020 consid. 3). e) En l’espèce, l’intimée a eu connaissance le 1er octobre 2021 du fait que la recourante avait déménagé.”
“Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués. Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué (ATF 130 V 64 cons. 5.2.5 ; arrêts du TF des 27.07.2013 [9C_789/2012] cons. 2.3 et 11.09.2008 [9C_708/2007] cons. 2.3). Le Tribunal fédéral a ainsi limité l'application par analogie de l'article 73 aRAI (actuellement art. 43 al. 3 LPGA) à la procédure à suivre, soit la fixation par l'autorité d'un délai en rendant attentif aux conséquences du non-respect des exigences d'une part, et la conséquence sous forme de non-entrée en matière sur la demande de révision d'autre part. Il n'a pas étendu cette application par analogie à la question de savoir si, dans l'hypothèse où l'assuré ne donne pas suite à la demande de l'administration, ce manque de réaction intervient sans excuse valable (art. 73 aRAI), respectivement de manière inexcusable (art. 43 al. 3 LPGA). En effet, l'examen de l'existence d'un motif excusable ne peut intervenir que dans les situations où la charge de l'établissement des faits incombe à l'autorité et où il existe en contrepartie une obligation de collaborer ou de renseigner à charge de l'assuré, c'est-à-dire lorsque l'autorité est entrée en matière sur une demande de prestations et procède à son examen au fond. La procédure de l'article 87 al. 2 RAI relève quant à elle d'une procédure préalable au caractère atypique dans laquelle les exigences posées envers l'assuré sont plus larges et où la responsabilité de rendre plausible une détérioration de son état de santé est exclusivement à sa charge. Autrement dit, dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d'entrer en matière sur une nouvelle demande, l'examen du juge est d'emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l'instruction du dossier (arrêt du TF du 06.08.2012 [9C_959/2011] cons. 4.3).”
“Le 21 février 2020, le mandataire de la recourante a produit sa note d’honoraires. En droit: 1. 1.1 La décision de l’Office AI Berne du 30 juillet 2019 représente l’objet de la contestation; elle ressortit au droit des assurances sociales. Bien qu'intitulée "refus de prise en charge d'autres prestations AI", elle prononce un refus d’entrer en matière sur la demande de prestations de la recourante faute de collaboration de sa part dans l’instruction de sa demande. S’agissant de l’objet du litige, l’intimé invoque l’irrecevabilité de la conclusion tendant à l’octroi de prestations, vu que l’objet de la contestation est une non-entrée en matière. A cet égard, on ne peut que le suivre lorsqu'il reconnaît que la motivation de la décision et l'instruction qui ressort de son dossier ne permettent pas d’admettre qu'il ait examiné le cas au fond et qu’il refuse en réalité aussi matériellement les prestations au sens de l'art. 7b al. 1 de la loi fédérale du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité (LAI, RS 831.20) auquel il se réfère aussi, en plus de l'art. 43 al. 3 LPGA, les deux dispositions ne s'excluant en principe pas mais coexistant (TF 9C_309/2019 du 7 novembre 2019 c. 4.2.4). Toutefois, au niveau de l'instance judiciaire cantonale, l’examen d'un refus d'entrer en matière fondé sur l’art. 43 al. 3 LPGA, qui prévoit non seulement la sanction ici en cause d’une non-entrée en matière, mais aussi celles de trancher en l’état, de réduire ou de refuser (matériellement) des prestations (voir aussi l’art. 7b al. 1 LAI), donc une décision matérielle, n'exclut pas, vu la cognition de l'autorité judiciaire saisie (voir c. 1.4 ci-dessous), que celle-ci aboutisse à un jugement au fond. Du reste, en l’occurrence, l’intimé a par la suite aussi invoqué dans ses écrits en cours de procédure l’art. 21 al. 4 LPGA, qui, tout comme l’art. 7b al. 1 LAI, ne prévoit pas la sanction du refus d’entrer en matière, mais uniquement un refus matériel. Pour ces raisons, même si l’intimé ne s’est en l’espèce pas du tout prononcé au fond, les conclusions matérielles de la recourante ne peuvent être déclarées irrecevables.”
“Bien qu'intitulée "refus de prestations AI", elle prononce un refus d’entrer en matière sur la demande de prestations du recourant faute de collaboration de sa part dans l’instruction de sa demande. L'objet du litige porte sur l'annulation de cette décision et le renvoi du dossier à l'intimé afin qu'il complète son instruction médicale et statue ensuite matériellement sur la demande. 1.2 Interjeté en temps utile et dans les formes prescrites, auprès de l’autorité de recours compétente, par une partie disposant de la qualité pour recourir, représentée par une mandataire dûment constituée, le recours est recevable (art. 56 ss de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA; RS 830.1], art. 69 al. 1 let. a de la loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité [LAI; RS 831.20] et art. 15 et 74 ss de la loi cantonale du 23 mai 1989 sur la procédure et la juridiction administratives [LPJA, RSB 155.21]). 1.3. Eu égard à l'alternative prévue à l'art. 43 al. 3 LPGA (voir ci-dessous c. 2.2) pour sanctionner un défaut de collaboration dans l'instruction, quand bien même en l'espèce l'intimé (en dépit de l'intitulé ambigu de la décision) a choisi de ne pas entrer en matière, et compte tenu aussi du pouvoir d'examen du TA (voir ci-dessous c. 1.4), il se justifie de renoncer à la compétence du juge unique qui est prévue pour juger d'un recours contre une décision d'irrecevabilité (art. 57 al. 6 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l'organisation des autorités judiciaires et du Ministère public, LOJM [RSB 161.1]). Par conséquent, le jugement de la cause incombe à la Cour des affaires de langue française du TA dans sa composition ordinaire de trois juges (art. 54 al. 1 let. c et 56 al. 1 LOJM). 1.4 Le TA examine librement la décision contestée et n’est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Est réputée invalidité l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée (art.”
“Vorab ist hinsichtlich des massgebenden Referenzzeitpunktes festzustellen, dass die letzte rechtskräftige vollständige materielle Beurteilung des Rentenanspruchs im Rahmen der Verfügung vom 22. September 2015 (AB 64) erfolgte. Im Zusammenhang mit der späteren Verfügung vom 10. Oktober 2017 (AB 101) veranlasste die Beschwerdegegnerin zwar ebenfalls materielle Abklärungen (vgl. AB 82), brach diese jedoch mangels Mitwirkung des Beschwerdeführers (vgl. dazu Art. 43 Abs. 3 ATSG) ab und trat auf die Neuanmeldung von Januar 2017 (AB 70) nicht ein. Dies ergibt sich eindeutig aus dem insoweit vorrangigen Dispositiv (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 11. September 2019, 8C_156/2019, E. 3.3) und der diesem entsprechenden Begründung in der Verfügung vom 10. Oktober 2017 (AB 101), während deren Überschrift "Keine Kostengutsprache für Leistungen der IV" (AB 101/1) inhaltlich unpräzise war. Demnach handelte es sich bei der betreffenden Verfügung um einen Prozess- und nicht um einen Sachentscheid. Mangels einer abgeschlossenen vollständigen materiellen Prüfung des Rentenspruchs bildet folglich – entgegen den Schreiben der Beschwerdegegnerin vom”
LPGA art. 43 n. 403 Gli assicurati sono soggetti a un obbligo di collaborazione che limita il principio dell'accertamento d'ufficio; riguarÚ in particolare i fatti che gli assicurati conoscono meglio e che l'autorità altrimenti non potrebbe acquisire affatto o solo con un onere sproporzionato.
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2).”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c i.V.m. Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
In procedimenti civili (p. es. controversie relative ad assicurazioni complementari) si appliÊ la regola fondamentale in materia probatoria prevista dall'art. 8 CC, per cui l'attore è gravato dell'onere della prova dei fatti che fondano la pretesa. Il principio di accertamento previsto dall'art. 43 LPGA non trova applicazione in tali processi civili.
“Im Falle der Beweislosigkeit trägt mithin nicht der Versicherer, sondern die versicherte Person die Beweislast (Urteile des Bundesgerichts 4A_246/2015 vom 17. August 2015 E. 2.2; 4A_243/2017 vom 30. Juni 2017 E. 3.2.2). Der Versicherer kann den Gegenbeweis antreten, etwa indem er die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit nachweist; dabei handelt es sich jedoch nicht um einen von ihm zu erbringenden Hauptbeweis (Urteil des Bundesgerichts 4A_66/2017 vom 14. Juli 2017 E. 3.2). Die genannte Beweislastverteilung gilt gemäss Bundesgericht nicht nur für die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen, sondern auch diejenige in einer angepassten Tätigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_592/2015 vom 18. März 2016 E. 4.2). In diesem Punkt unterscheidet sich der vorliegende Zivilprozess betreffend eine Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung somit massgeblich von Verfahren im Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG). So schliesst der Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 ATSG die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts oder der Verwaltungsstelle ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift jedoch erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (statt vieler: BGE 144 V 427 E. 3.2).”
“Wie bereits dargelegt (vgl. E. 1.4 hiervor), folgt aus der beweisrechtlichen Grundregel von Art. 8 ZGB, dass der Kläger die Beweislast für die anspruchsbegründenden Tatsachen trägt. Der vorliegende Zivilprozess betreffend eine Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung unterscheidet sich damit massgeblich von Verfahren im Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG). So schliesst der Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 ATSG die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/bb; Maurer, Sozialversicherungsrecht, Bd. I,”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 401 Principio d'indagine: secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicuratore è obbligato a chiarire d'ufficio il fatto rilevante ai fini del diritto e a raccogliere le informazioni necessarie. Tale obbligo d'indagine sussiste finché non vi sia sufficiente chiarezza sui fatti necessari per la valutazione del diritto alla prestazione; di norma il fatto deve essere accertato fino al punto che sul diritto alla prestazione si possa decidere almeno con il grado probatorio della probabilità prevalente.
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2).”
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2).”
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_815/2012 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2.1).”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicurativo deve accertare d'ufficio il fatto giuridicamente rilevante in modo corretto e completo. Nella misura in cui ciò sia necessario per chiarire lo stato di fatto di natura mediÊ o altri aspetti rilevanti, può e deve avvalersi di pareri medici specialistici esterni, di specialisti o — nei casi complessi — di valutazioni pluridisciplinari.
“Im Sozialversicherungsrecht gilt generell das Untersuchungsprinzip. Dem- nach hat die Behörde im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; vgl. auch KIESER, Kommentar ATSG, Zürich/St. Gallen 2020, Art. 43 Rz. 13 ff .; Urteil des Bundesgerichts 8C_398/2018 vom 5. Dezember 2019 E.3.1). Die Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich im kantonalen Gerichtsverfahren (KIESER, a.a.O. Art. 43 Rz. 30). - 11 - Um beurteilen zu können, ob vorliegend ein qualifizierter Kausalzusam- menhang zwischen dem Geburtsgebrechen des Beschwerdeführers und dem sekundären Gesundheitsschaden besteht, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung stellen (BGE 132 V 93 E.4). Dabei können sich die IV-Stellen und im Streitfall die Sozia- lversicherungsgerichte auf die RAD (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizini- sche Sachverständige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind, viel- mehr gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwer- deverfahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (BGE 143 V 124 E.”
“Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV fest, dass die IV-Stellen, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen können.”
“vu la réplique de l’assuré du 24 avril 2019, complétant son mémoire de recours, contestant tant l’aspect médical que l’aspect économique de l’analyse effectuée par l’OAI dans la décision entreprise, et sollicitant des mesures d’instruction complémentaire, soit notamment une expertise médicale pluridisciplinaire, vu la duplique de l’OAI du 16 mai 2019, par laquelle il s’est référé à un avis du 13 mai 2019 du Service médical régional (SMR), où ce dernier a relevé qu’un « complément d’instruction par un chirurgien de la main » et une « évaluation des capacités fonctionnelles du poignet droit » seraient nécessaires pour se prononcer sur la capacité de travail exigible dans une activité adaptée des suites de l’opération du 20 novembre 2017, vu la détermination de l’assuré du 11 juin 2019, par laquelle il s’est rallié à l’appréciation du SMR et requis la mise en œuvre d’une expertise orthopédique, produisant en outre un tirage du protocole opératoire du 15 mars 2019, relatif à l’ablation du matériel d’ostéosynthèse, vu la production par l’assuré, le 7 décembre 2020, d’une copie d’un rapport de stage en ateliers, réalisé entre le 22 septembre 2020 et le 22 novembre 2020, lequel a conclu à une capacité de travail de 50 % dans une activité adaptée, vu la liste des activités produite par Me Brenci le 7 décembre 2020, faisant état de 10 heures consacrées à la présente affaire, vu les pièces versées au dossier ; attendu que le recours, formé en temps utile, remplit les autres conditions de forme, de sorte qu’il est recevable (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’aux termes de l’art. 82 LPA-VD (loi vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD, l’autorité peut renoncer à l’échange d’écritures ou, après celui-ci, à toute autre mesure d’instruction, lorsque le recours paraît manifestement irrecevable, bien ou mal fondé (al. 1), que, dans ces cas, elle rend à bref délai une décision d’irrecevabilité, d’admission ou de rejet sommairement motivée (art. 82 al. 2 LPA-VD), attendu que, selon l’art. 43 al. 1 LPGA, l’assureur – en l’espèce l’OAI – examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin, qu’il peut recourir aux services d’un expert indépendant pour élucider les faits (art. 44 al. 1 LPGA), que, selon le principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, il revient au premier chef à l’autorité intimée de mettre en œuvre les mesures d’instruction nécessaires auxquelles elle se doit de procéder afin de constituer un dossier complet sur le plan médical (art. 43 al. 1 et 2 LPGA ; art. 57 al. 1 let. f LAI [loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20] ; art. 69 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201] ; ATF 137 V 210 ; cf. aussi la note de Bettina Kahil-Wolff, in : JdT 2011 I 215 à propos de cet arrêt), qu’un renvoi à l’administration est en principe possible lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative (ATF 137 V 210 consid.”
“Zusammenfassend ist festzuhalten, dass an der Zuverlässigkeit der Beurteilungen der Dres. F.___ und G.___, wonach die Makulanarbe bzw. Atrophie links mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein degenerativer Vorzustand sei, ganz erhebliche Zweifel bestehen. Den Feststellungen von Dr. H.___ kann nichts entgegengehalten werden, was die Zweifel an den Einschätzungen der Dres. F.___ und G.___ beheben könnte, auch wenn sie für die Annahme einer überwiegend wahrscheinlichen Unfallbedingtheit aufgrund der bestehenden Unklarheiten und der entgegengesetzten Beurteilung der Versicherungsmediziner für sich allein ebenfalls noch nicht genügen. Es ist daher dem Gericht anhand der vorliegenden medizinischen Akten nicht möglich, abschliessend zu beurteilen, ob die Makulanarbe links mit der Folge einer schweren Sehminderung links durch den Unfall vom 22. Dezember 2017 verursacht wurde oder ob sie die Folge einer degenerativen Krankheit ist. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Kieser, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 43) zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen hinsichtlich Unfallkausalität gehalten gewesen. Nachdem bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte ergänzende Abklärungen erforderlich machen, wird sie solche nachzuholen haben (vgl. Erwägung 2.2). Die Angelegenheit ist mithin zur Veranlassung einer versicherungsexternen fachmedizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 7. Januar/10. März 2020 (act. G 1, G 5) unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 9. Dezember 2019 (Suva-act. 114) dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung hinsichtlich Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31.”
“Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung des Kreisarztes Dr. G.____ bestehen. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 6.2 hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die betreffende versicherungsinterne Beurteilung abgestellt werden. Der angefochtene Einspracheentscheid ist deshalb aufzuheben. Im Hinblick auf das weitere Vorgehen gilt es zu berücksichtigen, dass die Suva den medizinischen Sachverhalt bisher lediglich versicherungsintern durch einen Allgemeinmediziner hat beurteilen lassen. Hält man sich zum einen die Komplexität des Beschwerdebildes des Versicherten und zum andern die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende Pflicht des Versicherungsträgers, den rechtserheblichen (medizinischen) Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), vor Augen, so müssen die von der Suva im Verwaltungsverfahren getroffenen Abklärungen letztlich als nicht ausreichend bezeichnet werden. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die Angelegenheit an die Suva zurückzuweisen. Diese wird nunmehr ein versicherungsexternes Gutachten mit fachärztlichen Untersuchungen im Bereich Orthopädie einzuholen haben. Darin wird abzuklären sein, an welchen somatischen Unfallfolgen der Versicherte leidet und ob hinsichtlich dieser somatischen Unfallfolgen der medizinische Endzustand erreicht ist. Zudem werden die Gutachter, falls sie den medizinischen Endzustand als erreicht erachten, das Ausmass der unfallbedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu beurteilen haben. Anschliessend wird die Suva gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.”
“Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er nach Art. 44 ATSG der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. 2.3. Die IV-Stelle ist im Administrativverfahren als einem Einparteienverfahren bis und mit Verfügungserlass hoheitlich handelndes, an das Gesetz gebundenes und zum objektiven, neutralen Vollzug verpflichtetes Durchführungsorgan der Versicherung (Urteil des Bundesgerichts vom 9. September 2015, 9C_167/2015, E. 3.4.4.; Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, N. 3 zu Art. 53-57 IVG; siehe auch BGE 136 V 376 E. 4.1). 2.4. Mit Art. 43 Abs. 1 ATSG weist das Gesetz dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (Art. 54-56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c-g IVG). Was den für die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG und Art. 28 ff. IVG) erforderlichen medizinischen Sachverstand angeht, kann die IV-Stelle sich hierfür unter anderem auf die externen medizinischen Sachverständigen (Art. 59 Abs. 3 IVG) stützen (BGE 136 V 376 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). 2.5. In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 IVV (in Verbindung mit Art. 1 und Art. 57 Abs. 2 IVG) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen, beschafft und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann (BGE 132 V 93 E.”
art. 43 cpv. 3 LPGA va inteso principalmente come strumento di agevolazione del procedimento ovvero come mezzo di pressione volto a rimuovere un blocco procedurale. La giurisprudenza chiarisÎ che le possibilità di reazione previste nel comma non possono essere interpretate come una sanzione nel senso di un riconoscimento «sanzionatorio» di una rendita; un tale riconoscimento positivo della rendita sarebbe evidentemente contrario allo scopo dell'articolo. Occorre pertanto osservare che l'art. 43 cpv. 3 mira primariamente a far rispettare l'obbligo di collaborazione mediante la minaccia di concrete conseguenze procedurali e non a costituire, a favore dell'assicurato, un fondamento materiale della prestazione.
“Zu prüfen ist in diesem Beschwerdeverfahren also ausschliesslich, ob es rechtmässig gewesen ist, das Leistungsbegehren in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG „vorläufig“ abzuweisen. Nach der bundesgerichtlichen Auffassung soll es zulässig sein, eine laufende Rente in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG „definitiv“ revisionsweise aufzuheben und damit einen materiellen Entscheid zu erlassen, der sich ausschliesslich auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG stützt (vgl. den unveröffentlichten Teil von BGE 139 V 585 = Urteil des Bundesgerichtes 8C_481/2013 vom 7. November 2013, E. 3.3). Wenn es tatsächlich möglich wäre, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „negativen“ materiellen Entscheid zu erlassen, müsste es aber auch zulässig sein, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen.”
“3 ATSG „definitiv“ revisionsweise aufzuheben und damit einen materiellen Entscheid zu erlassen, der sich ausschliesslich auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG stützt (vgl. den unveröffentlichten Teil von BGE 139 V 585 = Urteil des Bundesgerichtes 8C_481/2013 vom 7. November 2013, E. 3.3). Wenn es tatsächlich möglich wäre, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „negativen“ materiellen Entscheid zu erlassen, müsste es aber auch zulässig sein, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen.”
“3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
LPGA art. 43 n. 398 Per le perizie pluridisciplinari vale quanto segue: i periti medici sono autorizzati a svolgere una perizia mediÊ in un cantone solo se per tale cantone è presente un'autorizzazione all'esercizio della professione o una conferma di notifiÊ, nonché l'iscrizione nel registro delle professioni mediche. È ammessa una perizia al di fuori del cantone di seÞ della MEDAS esecutriÎ, a condizione che i periti medici coinvolti siano in possesso della relativa autorizzazione o della conferma di notifiÊ del cantone in cui si svolge la perizia.
“Entscheid Versicherungsgericht, 02.06.2021 Art. 43 ATSG. Art. 34 und Art. 35 MedBG. Polydisziplinäres Gutachten. Ärztliche Sachverständige sind in einem Kanton erst dann zur Durchführung einer medizinischen Begutachtung befugt, wenn eine Berufsausübungsbewilligung oder eine Meldebestätigung dieses Kantons vorliegt und der entsprechende Eintrag ins Medizinalberuferegister erfolgt ist. Auch im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung durch eine MEDAS ist eine Begutachtung ausserhalb des Sitzkantons dieser MEDAS zulässig (vorliegend St. Gallen), sofern der entsprechende Sachverständige über eine Berufsausübungsbewilligung bzw. Meldebestätigung des Kantons des Durchführungsorts (vorliegend Graubünden) verfügt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 2. Juni 2021, IV 2020/236). Entscheid vom 2. Juni 2021 Besetzung Einzelrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/236 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic.”
Sulla base dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, l'ente assicurativo può sospendere il pagamento di ulteriori prestazioni e addebitare costi alla persona interessata; ciò risulta dal provvedimento pertinente nel procedimento citato.
“Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 11. Dezember 2019 (IVSTA-act. 272), mit welcher die Auszahlung der bisher ausgerichteten halben Invalidenrente gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG eingestellt und dem Beschwerdeführer die Kosten der Abklärungsmassnahmen von Fr. 2'250.- auferlegt worden sind.”
Se mancano documenti che hanno solo rilevanza formale (p. es. per il calcolo della prestazione), ciò non giustifiÊ automaticamente un diniego della domanÚ di prestazione ai sensi dell'art. 43 LPGA. Un provvedimento basato sugli atti o il non entrare nel merito ai sensi dell'art. 43 è quindi giustificato soltanto quando la mancata collaborazione influisÎ sull'accertamento di fatti che sono essenziali per la determinazione del diritto alla prestazione (in particolare la valutazione del grado di invalidità o la determinazione dell'entità della prestazione).
“147) o eventualmente anche tramite lo psichiatra curante. Avrebbe pure potuto tentare di convocare l’assicurato per un colloquio (art. 69 OAI). Dall’incarto si evince tra l’altro come l’USSI avesse nel luglio 2015 provveduto ad acquisire dall’assicurato parte dei documenti richiesti dall’Ufficio AI (doc. AI pag. 129). Tali passi istruttori non avrebbero in effetti presentato particolari difficoltà o complicazioni. Sia peraltro sottolineato che la sanzione dell’amministrazione, consistente nel rigetto della richiesta di prestazioni, appare in ogni modo a maggior ragione affrettata e non condivisibile ove si osservi che la documentazione richiesta e non prodotta dall’assicurato non riguarda l’accertamento del suo stato di salute e della sua abilità lavorativa e, quindi, i presupposti materiali del diritto ad una rendita d’invalidità (cfr. consid. 2.3), ma questioni meramente formali tutt’al più rilevanti solo in fase di calcolo della prestazione dovuta. In merito sia ricordato che una decisione in base agli atti giusta l’art. 43 LPGA si giustifica unicamente in presenza di una mancata collaborazione dell'assicurato riferita all’accertamento di fatti rilevanti per la definizione della situazione, segnatamente del grado di invalidità o per la fissazione delle prestazioni (cfr. STF 8C_417/2008 del 28 ottobre 2008; cfr. anche la cifra marginale 7014 CIGI con riferimento a STF 9C_345/2007), circostanza questa che difficilmente appare verificarsi nella fattispecie con il mancato invio della sentenza di divorzio, del certificato di famiglia rispettivamente della decisione dell'USSI. Va peraltro osservato che numerose indicazioni utili, in particolare riguardo alla sua attività lavorativa (cessata in modo definitivo nel febbraio 2009), sono comunque evincibili dalla documentazione all’inserto, essendo invariate successivamente alla revisione della prestazione dell’ottobre”
Sulla base dell'art. 43 LPGA (principio dell'istruttoria) la necessità di una rappresentanza legale nel procedimento amministrativo interno in materia di assicurazioni sociali può essere ritenuta soltanto in casi eccezionali. Rilevano, ai fini della sua obiettiva necessità, la presenza di questioni giuridiche o di fatto complesse e l'impossibilità di tutelare gli interessi tramite terzi (p. es. rappresentanti di associazioni, uffici o servizi di assistenza sociale o altri professionisti e persone di fiducia di istituzioni sociali). Nella valutazione vanno considerati i fatti del singolo caso, le particolarità delle norme procedurali applicabili e la capacità della persona assicurata di orientarsi nel procedimento.
“Das Erfordernis der sachlichen Gebotenheit der anwaltlichen Vertretung ist nur in Ausnahmefällen zu bejahen, da im Sozialversicherungsrecht gemäss Art. 43 ATSG der Untersuchungsgrundsatz gilt. Dieser verpflichtet die Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen, den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln (BGE 136 V 376). Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalles, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Dabei fallen neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts auch in der Person des Versicherten oder der Versicherten liegende Gründe in Betracht, wie etwa die Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden (BGE 125 V 32 E.”
“Dezember 2019 E. 5.1). Der im verwaltungsinternen Verfahren geltende Untersuchungsgrundsatz (s. dazu Art. 43 ATSG) rechtfertigt es, an die Voraussetzungen, unter denen eine anwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen strengen Massstab anzulegen (BGE 125 V 32, 36 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2016 vom 7. April 2017 E. 2.1). Die anwaltliche Vertretung im Verwaltungsverfahren drängt sich mit anderen Worten nur in Ausnahmefällen auf, d.h. wenn die Angelegenheit rechtlich oder tatsächlich schwierig ist und eine Verbeiständung durch Verbandsvertreter, Fürsorger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt. Grundsätzlich geboten ist die Verbeiständung auch, falls ein besonders starker Eingriff in die Rechtsstellung der versicherten Person droht, andernfalls bloss, wenn zur relativen Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen die versicherte Person auf sich alleine gestellt nicht gewachsen ist (BGE 142 V 342 nicht publ. E. 7.1 des Urteils des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016; 125 V 32, 35 f.”
“Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 139 III 475 E. 2.2 mit Hinweis). Bei den Voraussetzungen der finanziellen Bedürftigkeit und der fehlenden Aussichtslosigkeit ist im Verwaltungsverfahren keine strengere Prüfung als im Gerichtsverfahren angebracht (Kieser, a.a.O., Art. 37 N 43). Demgegenüber ist die Voraussetzung der Erforderlichkeit der Vertretung für das Verwaltungsverfahren strenger zu prüfen als im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit. f ATSG (Urteil des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E. 2.1 mit Hinweisen). Eine Rechtsprechung, die darauf hinausliefe, in praktisch allen oder den meisten Verwaltungsverfahren die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung zu bejahen oder diese unter den gleichen Voraussetzungen wie im Beschwerdeverfahren zu gewähren, stände im Widerspruch zur gesetzlichen Regelung (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2018, 8C_240/2018, E. 3.2). 3.3 Die grundsätzliche Geltung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) rechtfertigt darüber hinaus einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht an sich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1, 125 V 32 E. 4b; Urteile des Bundesgerichts vom 3. Mai 2018, 8C_240/2018, E. 3.2 und vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E. 2.1, mit Hinweisen). In jedem Fall sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens zu berücksichtigen. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden.”
Se è necessaria un'approfondita indagine specialistiÊ, l'amministrazione deve integrare l'istruzione mediÊ e disporre una perizia specialistiÊ o polidisciplinare ai sensi dell'art. 44 LPGA; ciò comprenÞ, a seconÚ del caso, almeno un ramo d'accertamento psichiatrico e uno somatico (p. es. reumatologico o ortopedico) e, eventualmente, la medicina delle dipendenze e accertamenti relativi a patologie da dipendenza.
“Force est de constater que le rapport d’expertise du 13 juin 2017 ne répond guère à ces questions, pas plus que l’appréciation complémentaire de la Dre C.________. Partant, la Cour n’est pas en mesure de statuer à satisfaction de droit – que ce soit pour la période antérieure à l’aggravation de juin 2013, comme c’était déjà le cas dans l’arrêt du 4 juillet 2016, mais également pour la période subséquente s’agissant de l’amélioration de l’état de santé sur laquelle l’OAI s’est fondé pour réduire le droit à la rente dès le 1er avril 2018. c) En définitive, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction en vue de déterminer l’existence d’une atteinte psychosomatique, son étendue et l’interaction d’une telle atteinte avec les troubles somatiques (singulièrement, la spondylarthropathie) de la recourante. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAl – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément à l’art. 44 LPGA comportant à tout le moins un volet psychiatrique et un volet rhumatologique, étant ici expressément réservée la faculté d’y associer, le cas échéant, toute autre spécialité médicale jugée opportune. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de se positionner sur les autres arguments et réquisitions d’instruction de la recourante. 8. Finalement, il ne saurait être donné suite à la requête de la recourante visant à la prise en charge par l’OAI des honoraires du Dr L.________ relatifs à l’élaboration du rapport du 31 octobre 2017 (cf. mémoire de recours du 15 avril 2019 p. 15), ce compte-rendu ne s’étant pas avéré indispensable à la résolution du litige (cf. art. 45 LPGA ; voir également TF 8C_511/2020 du 15 avril 2021 consid.”
“a) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra à l’OAI d’actualiser le dossier et de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément à l’art. 44 LPGA comportant un volet psychiatrique et somatique, auprès de spécialistes qui veilleront à procéder à une appréciation globale de la capacité de travail du recourant et son évolution depuis le 1er février 2017, respectivement le 29 janvier 2019. Cette expertise devra en outre se conformer aux exigences fixées par la jurisprudence fédérale applicable à l’évaluation des troubles somatoformes douloureux et pathologies assimilées, ainsi que des troubles psychiques. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions du recourant. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de se positionner sur les autres arguments du recourant. 8. a) Le recours est par conséquent admis et la cause renvoyée à l’OAI pour instruction complémentaire au sens des considérants, puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art.”
“Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe possible lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, le cas de la recourante n’a pas été investigué de manière convaincante et exhaustive sur les plans psychiatrique et somatique. Le dossier n’étant pas complet, l’intimé n’était pas fondé à statuer sur le droit aux prestations sans procéder à l’instruction du cas sur le plan médical. Compte tenu de ces carences, il convient d'annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l'intimé – à qui il appartient au premier chef d'instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l'art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera à l'intimé de compléter l'instruction médicale en mettant en œuvre une expertise pluridisciplinaire (à tout le moins de médecine interne, psychiatrique et rhumatologique) conformément à l'art. 44 LPGA. Il appartiendra finalement à l’OAI d’inviter les experts à préciser conjointement leurs constatations relatives à la capacité résiduelle de travail de la recourante, d’un point de vue interdisciplinaire. d) Au vu de l’issue du litige, la requête de la recourante tendant à la mise en œuvre d’une expertise judiciaire est sans objet. Il n’est par ailleurs pas nécessaire, compte tenu du renvoi pour mise en œuvre d’un complément d’instruction décidé, de se prononcer à ce stade sur les griefs soulevés par la recourante sur le plan économique. 6. a) Le recours doit être admis, ce qui entraine l’annulation de la décision rendue par l’OAI, la cause lui étant renvoyée pour mise en œuvre d’une expertise pluridisciplinaire dans le sens des considérants, puis nouvelle décision.”
“________ considère l'absence de gêne lors de la pratique très régulière du football en deuxième division, et l'apparition soudaine d'une instabilité subjective après l'accident du 11 mars 2020 et l'événement du 15 avril 2020, comme un indice sérieux du fait que l'accident du 11 mars 2020 a causé la lésion ligamentaire, ou l'a aggravée, permettant de tenir cette hypothèse comme la plus probable. On ne saurait, à ce stade, réduire cette argumentation à un simple raisonnement post hoc ergo propter hoc — il s'agit plutôt de déterminer si l'absence de gêne antérieure au 11 mars 2020 est véritablement compatible, dans la situation du recourant, avec une dégénérescence relativement avancée du ligament croisé antérieur —, ni la réfuter sur la base du seul avis contraire du médecin-conseil de l'intimée, émis pendant la procédure de recours. 6. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimée, à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA, pour qu’elle en reprenne l’instruction, ordonne une expertise orthopédique conformément à l'art. 44 LPGA, puis statue à nouveau. Il appartiendra notamment à l'expert de déterminer, au vu de l'ensemble des éléments à sa disposition (anamnèse personnelle et médicale, dossier médical antérieur à l'accident du 11 mars 2020 et à l'événement du 15 avril 2020, rapports médicaux et protocole opératoire postérieurs à ces événements), si l'existence d'une atteinte dégénérative ou maladive du ligament croisé, antérieure à l'accident du 11 mars 2020, est vraisemblable au degré de la vraisemblance prépondérante et, cas échéant, si l'on peut établir au degré de la vraisemblance prépondérante que l'accident du 11 mars 2020, respectivement l’événement du 15 avril 2020, a aggravé ou non cette lésion. Si tel ne devait pas être le cas, il est probable que l'on puisse en conclure également que l'atteinte au ligament croisé antérieur est principalement d'origine dégénérative ; il conviendra néanmoins d'interroger l'expert sur ce point également.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle mette en œuvre une expertise sur le plan psychiatrique, de préférence avec un spécialiste en addictions, étant relevé que les parties semblent déjà s’être entendues pour la désignation du Dr T.________. c) Il découle également de ce qui précède que les mesures d’instruction requises par la recourante auprès de la Cour de céans, tendant à la mise en œuvre d’une expertise judiciaire et à l'audition du Dr P.________, sont rejetées. 8. a) En définitive, le recours doit être admis, la décision litigieuse annulée et la cause renvoyée à l'intimé pour instruction complémentaire et nouvelle décision dans le sens des considérants. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1 bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“En définitive, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction en vue de déterminer l’existence d’atteintes à la santé psychique (y compris sous l’angle d’une éventuelle dépendance à l’alcool au sens de l’ATF 145 V 215), psychosomatique ou rhumatologique susceptibles d’influer sur la capacité de travail de l’assurée. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAl – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de mettre en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément à l’art. 44 LPGA comportant à tout le moins un volet psychiatrique et un volet rhumatologique, étant ici expressément réservée la faculté d’y associer, le cas échéant, toute autre spécialité médicale jugée opportune. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de se positionner sur les autres arguments des parties.”
“12 VwVG) respektive lässt sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht schlüssig und zuverlässig beurteilen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; [...]). Es kann deshalb nicht - im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. hierzu BGE 136 I 229 E. 5 und 131 I 153 E. 3; Urteil des BGer I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4, in: Sozialversicherungsrecht [SVR] - Rechtsprechung 14/2007, IV Nr. 45 S. 149) - davon ausgegangen werden, dass von einer medizinisch nachvollziehbar und schlüssig begründeten Expertise keine verwertbaren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu den Diagnosen und zum Grad der Arbeitsunfähigkeit zu erwarten sind (vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 m.H.). Das gilt selbst unter dem Aspekt, dass retrospektive Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit schwierig sind und entsprechende Begutachtungen deshalb erhöhten Ansprüchen genügen müssen (vgl. hierzu Urteil des BVGer C-1421/2013 vom 29. September 2014 E. 3.4.2 m.H.). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur Neuvergabe der an sich unbestrittenen polydisziplinären Begutachtung (zur Voraussetzung des Zusammenwirkens von verschiedenen Fachdisziplinen für die sachgerechte Beurteilung der Frage der Arbeitsfähigkeit vgl. BGE 140 V 193) im Rahmen des Zufallsprinzips ist unter den gegebenen Umständen angezeigt und aufgrund der geltenden Bundesgerichtsrechtsprechung möglich, da eine Verlagerung der Expertentätigkeit von der administrativen auf die gerichtliche Ebene sachlich nicht wünschbar ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.2). Im Rahmen dieser notwendigen polydisziplinären Begutachtung haben die Expertinnen und Experten auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Gesundheitsverschlechterung ab Juli 2018, die nach Verfügungserlass vom 2. Juli 2019 erstellten ärztlichen Dokumente (so auch den aktenkundigen Bericht der N. vom 2. Dezember 2019 [...]) sowie den Umstand, dass die Zumutbarkeit in einem strukturierten Beweisverfahren zu prüfen ist respektive anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters zu erfolgen hat (BGE 143 V 418 E.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 393 Principio dell'istruttoria: ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'amministrazione e, in caso di ricorso, il Tribunale delle assicurazioni sociali devono accertare d'ufficio i fatti rilevanti ai fini del diritto e svolgere gli accertamenti necessari. L'obbligo d'istruttoria perdura fino a quando non sussiste, riguardo ai fatti necessari per la valutazione della pretesa, una chiarezza sufficiente oppure, quanto meno, una probabilità preponderante.
“Tritt die Verwaltung auf ein Revisionsgesuch ein (vgl. Art. 87 Abs. 2 IVV), so gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben Sozialversicherungsträger (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und im Beschwerdefall das Sozialversicherungsgericht (Art. 61 lit. c ATSG) den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil 8C_641/2019 vom 8. April 2020 E. 3.3.1, nicht publ. in: BGE 146 V 121).”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).”
“Zu ergänzen ist, dass das Gericht nach dem im Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f. mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG) oder der verfügenden Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 222 mit Hinweisen; Urteile 8C_282/2020 vom 3. September 2020 E. 6.1; 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3).”
“In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist darauf hinzuweisen, dass die Verwaltung als verfügende Instanz und das Gericht im Beschwerdefall eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen dürfen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Das Gericht hat seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, sodann nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht, vielmehr ist jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 353 E. 5b). Zudem sind das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.1 f.).”
LPGA art. 43 n. 392 Un sempliÎ sospetto nei confronti dell'ente assicurativo non giustifiÊ automaticamente il rifiuto ingiustificabile di una perizia. L'obbligo di cooperazione è violato soltanto in caso di comportamento colpevole («ingiustificabile»); obiezioni concrete nei confronti di un perito possono essere sollevate e trattate nel procedimento senza che ciò comporti la revoÊ generale dell'obbligo di cooperare.
“Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 3 ATSG liegt eine Verletzung der Mitwirkungspflicht nur dann vor, wenn sie in unentschuldbarer Weise erfolgt ist. Sie muss somit schuldhaft sein (vgl. auch Art. 73 IVV). Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (Kieser, ATSG-Kommentar, N 39 zu Art. 43). (…).” Nella sentenza U 48/07 del 6 novembre 2007 il ricorrente si era rifiutato di sottoporsi ad una perizia medica pluridisciplinare ordinata dal giudice, motivando di avere rifiutato di sottoporsi a questa misura d'accertamento quando è stata ordinata dall'assicuratore, perché aveva perso la fiducia in quest'ultimo. Il Tribunale federale ha ritenuto che un tale motivo non scusava il rifiuto dell'assicurato di sottoporsi ad una perizia medica necessaria per l'apprezzamento del suo caso, dato che le parti potevano, se caso, far valere, presso l'assicuratore, fondati motivi per ricusare il perito e presentare delle controproposte (art.”
“Da die Diskrepanzen durch eine Rückfrage an die Sachverständigen nicht haben ausgeräumt werden können, hat die Beschwerdegegnerin beschlossen, eine weitere polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu geben. Sie hätte zwar die Beschwerdeführerin auch einfach observieren lassen können. Eine solche Observation hätte angesichts der noch offenen Fragen durchaus erhellende Erkenntnisse liefern können. Der Beschwerdegegnerin dürfte aber bewusst gewesen sein, dass eine Rentenverfügung, die sich auf Observationsergebnisse und nicht auf medizinische Erkenntnisse stützt, kaum je als rechtmässig qualifiziert werden kann, weshalb sie nach einer Observation wohl doch noch eine medizinische Begutachtung hätte in die Wege leiten müssen. Grundsätzlich ist die Beschwerdeführerin gemäss dem Art. 43 Abs. 2 ATSG verpflichtet gewesen, an einer solchen weiteren Begutachtung mitzuwirken. Folglich stellt sich die Frage, ob sie mit ihrer Weigerung, sich erneut begutachten zu lassen, ihre Mitwirkungspflicht „unentschuldbar“ verletzt hat. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG enthält keine Definition des Begriffs „unentschuldbar“. Im Bericht der Kommission des Ständerates zur Parlamentarischen Initiative Allgemeiner Teil Sozialversicherung vom 27. September 1990 (BBl 1991 II 185 ff.) findet sich dazu ebenfalls nichts. Vielmehr heisst es dort, dass eine – nicht näher qualifizierte – „schuldhafte“ Verletzung der Mitwirkungspflicht einen Entscheid aufgrund der Akten oder einen Nichteintretensentscheid zur Folge haben könne, wobei auf die damals bestehende Regelung im Art. 47 Abs. 3 UVG hingewiesen worden ist (BBl 1991 II 261). In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202). Zusammenfassend geht aus den einschlägigen Materialien (der bereits im Bericht der Kommission des Ständerates vom 27. September 1990 vorgesehene Wortlaut – „unentschuldbar“ – wurde bei den parlamentarischen Diskussionen diskussionslos übernommen) also nur hervor, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung jedenfalls schuldhaft verletzt haben muss.”
LPGA art. 43 n. 391 Se le circostanze mediche sono state chiarite da una perizia affidabile in modo tale che il diritto alla prestazione possa essere deciso con il grado di prova della preponderanza della probabilità, di norma non sono necessari ulteriori accertamenti. In tal caso non sussiste né a favore dell'assicurato né a favore dell'assicuratore il diritto a far eseguire perizie integrative o una «seconÚ opinione»; gli accertamenti possono pertanto essere sospesi, purché siano soddisfatti i requisiti formali e sostanziali delle relazioni mediche disponibili.
“Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz sind die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt dem Versicherungsträger nach der Rechtsprechung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Art. 43 N 20 mit Hinweisen). Die Untersuchungen sind einzustellen, wenn die Akten vollständig sind, d.h. wenn die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen, welche an die einzelnen Beweismittel gestellt werden, erfüllt sind und eine Würdigung dieser Beweismittel mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Sachverhalt ergibt. Es besteht insoweit kein Anspruch darauf, zusätzliche second opinions einzuholen, und zwar weder seitens der versicherten Person noch seitens des Versicherungsträgers (Kieser, a.”
“Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG beinhalten rechtsprechungsgemäss nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu einem bereits (in einem Gutachten) festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieses nicht seinen Vorstellungen entspricht (vgl. BGE 141 V 330, 339 E. 5.2). Ist der medizinische Sachverhalt genügend abgeklärt, dann handelt es sich bei einem ergänzend eingeholten Gutachten um eine unzulässige "second opinion" (vgl. dazu u.a. BGE 141 V 330, 339 E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 137 V 210, 257 E. 3.4.2.7; siehe auch die Urteile des Bundesgerichts 9C_353/2020 vom 5. Mai 2021 E. 4.1 und 9C_609/2018 vom 6. März 2019 E. 3.6).”
“43 LPGA dispose que l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux‑ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). 7.2 L'assuré peut faire valoir contre une décision incidente d'expertise médicale non seulement des motifs formels de récusation contre les experts, mais également des motifs matériels, tels que par exemple le grief que l'expertise constituerait une « second opinion » superflue, contre la forme ou l'étendue de l'expertise, par exemple le choix des disciplines médicales dans une expertise pluridisciplinaire, ou contre l'expert désigné, en ce qui concerne notamment sa compétence professionnelle (ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.7 ; 138 V 271 consid. 1.1). 7.3 Selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l'assureur de recueillir une « second opinion » sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L'assuré ne dispose pas non plus d'une telle possibilité. Il ne s'agit en particulier pas de remettre en question l'opportunité d'une évaluation médicale au moyen d'un second avis médical, mais de voir dans quelles mesure et étendue une instruction sur le plan médical doit être ordonnée pour que l'état de fait déterminant du point de vue juridique puisse être considéré comme établi au degré de la vraisemblance prépondérante. La nécessité de mettre en œuvre une nouvelle expertise découle du point de savoir si les rapports médicaux au dossier remplissent les exigences matérielles et formelles auxquelles sont soumises les expertises médicales. Cela dépend de manière décisive de la question de savoir si le rapport médical traite de manière complète et circonstanciée des points litigieux, se fonde sur des examens complets, prend également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, a été établi en pleine connaissance de l'anamnèse et contient une description du contexte médical et une appréciation de la situation médicale claires, ainsi que des conclusions dûment motivées de l'expert (arrêt du Tribunal fédéral 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid.”
“L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés. Dans la conduite de la procédure, l’assureur dispose d’un large pouvoir d’appréciation en ce qui concerne la nécessité, l’étendue et l’adéquation de recueillir des données médicales. Le pouvoir d’appréciation de l’administration dans la mise en œuvre d’un examen médical n’est cependant pas illimité ; cette dernière doit se laisser guider par les principes de l’Etat de droit, tels les devoirs d’objectivité et d’impartialité, ainsi que le principe d’administration rationnelle (TF 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid. 3.2.1 et les références citées). En particulier, selon la jurisprudence, le devoir de prendre d’office les mesures d’instruction nécessaires à l’appréciation du cas au sens de l’art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l’assureur de recueillir une « second opinion » sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L’assuré ne dispose pas non plus d’une telle possibilité. Il ne s’agit en particulier pas de remettre en question l’opportunité d’une évaluation médicale au moyen d’un second avis médical, mais de voir dans quelle mesure une instruction sur le plan médical doit être ordonnée pour que l’état de fait déterminant du point de vue juridique puisse être considéré comme établi au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 141 V 330 consid. 5.2 ; 137 V 210 consid. 3.4.2.7 ; TF 8C_776/2018 du 9 mai 2019 consid. 5.1 ; 9C_499/2013 du 20 février 2014 consid. 6.4.2.1 et les références citées ; cf. également Jacques-Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 10 ad art. 43 LPGA ; Ueli Kieser, 4ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2020, nos 17 et 29 ad art. 43 LPGA).”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA spetta all'ente assicuratore chiarire d'ufficio il fatto rilevante e ottenere le informazioni necessarie. Gli assicurati non sono quindi autorizzati a fatturare autonomamente all'amministrazione perizie private a pagamento; al contrario, occorre richiedere gli accertamenti richiesti all'amministrazione e contestare eventuali carenze nel procedimento amministrativo o, se del caso, in quello giudiziario.
“Der erwähnte Ablauf zeigt, dass sich die Beschwerdegegnerin von Beginn weg kooperativ und gewillt zeigte, die Angelegenheit neu zu prüfen. Der Beschwerdeführer hatte damit keine Veranlassung, ein Gutachten einzuholen, ist es doch Sache der Verwaltung, den massgebenden Sachverhalt abzuklären. Denn nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nimmt der Versicherungsträger - und nicht der Versicherte selber - die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Den Versicherten steht es mithin nicht frei, den Gang des Verwaltungsverfahrens zu bestimmen, die ihnen gutscheinenden Abklärungen selber zu veranlassen und der Versicherung in Rechnung zu stellen. Die Beschwerdegegnerin hatte im Zeitpunkt der Gutachtenseinholung durch den Beschwerdeführer noch gar keine Kenntnis über die detaillierten Vorbringen in der Beschwerdeergänzung. Es ist anzunehmen, dass sie von sich aus eine Begutachtung angeordnet hätte. Der Beschwerdeführer hätte dies einspracheweise beantragen und bei Weigerung im Rahmen des Gerichtsverfahrens monieren können. Ob bei absehbarer Weigerung der Beschwerdegegnerin zur Gutachtenseinholung ein Privatgutachten angezeigt gewesen wäre, braucht vorliegend nicht entschieden zu werden.”
LPGA art. 43 n. 389 Nel procedimento in materia di assicurazioni sociali vige il principio dell'accertamento d'ufficio: l'autorità o il tribunale accerta d'ufficio i fatti rilevanti e valuta liberamente le prove. Per accertati si intendono soltanto i fatti provati; laddove gli orientamenti decisionali pertinenti lo prevedano, il parametro può essere la preponderanza di probabilità. Il principio dell'accertamento d'ufficio è limitato dall'obbligo di collaborazione delle parti nella misura in cui esse dispongono di fatti che l'autorità non può accertare da sé senza un onere sproporzionato.
“37 LTAF, la procédure devant le Tribunal administratif fédéral est régie par la PA, pour autant que la LTAF n'en dispose pas autrement. 1.3 En vertu de l'art. 3 let. dbis PA, la procédure en matière d'assurances sociales n'est pas régie par la PA dans la mesure où la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA, RS 830.1) est applicable. Conformément à l'art. 1 al. 1 LAVS, les dispositions de la LPGA s'appliquent à l'assurance-vieillesse et survivants, à moins que la LAVS ne déroge expressément à la LPGA. 1.4 Selon l'art. 59 LPGA, quiconque est touché par la décision ou la décision sur opposition et a un intérêt digne de protection à ce qu'elle soit annulée ou modifiée, a qualité pour recourir. Ces conditions sont remplies. 1.5 Déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 52 PA), le recours est recevable. 2. 2.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA; Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, 138 V 218 consid. 6). 2.2 Le principe de l'instruction d'office est toutefois contrebalancé par le devoir de collaboration des parties (art. 13 PA) qui sont tenues de collaborer à la constatation des faits dans les procédures qu'elles introduisent elles-mêmes, dans celles où elles prennent des conclusions indépendantes et dans les autres cas prévus par la loi. Ce devoir porte avant tout sur les faits que les parties connaissent mieux que les autorités et que ces dernières ne pourraient, à défaut de collaboration des parties, pas du tout ou seulement avec des efforts disproportionnés établir elles-mêmes (ATF 132 II 113 consid.”
“_______, orthopédiste à l'Hôpital de (...) qui avait opéré l'assuré (OAIE, doc. 64 pp. 381 ss), et du Dr F._______, médecin généraliste et médecin traitant du recourant (OAIE, doc. 65 pp. 386 ss), qui concluaient tous deux à une capacité de travail entière dans une activité adaptée. Par ailleurs, les atteintes au plan ostéoarticulaire (au niveau du rachis, du poignet droit, de la cheville gauche, de l'épaule gauche et des genoux) n'empêchaient pas l'exercice d'une activité adaptée à temps plein. Le taux d'invalidité avait ensuite été calculé en procédant à une comparaison des revenus. Pour le revenu sans invalidité, l'OAIE avait retenu un montant de 75'910,43 francs, basé sur les indications du dernier employeur du recourant, et un montant statistique de 67'608,25 francs pour le revenu avec invalidité. Le recourant présentait dès lors un degré d'invalidité de 10,94%, insuffisant pour ouvrir le droit à la rente. 9. 9.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 145 V 97 consid. 8.5 ; 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 138 V 218 consid. 6). Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3). Partant, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves, que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (ATF 146 III 73 consid.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 388 Se il quadro probatorio presentato risulta incompleto o inidoneo, l'autorità amministrativa deve, di regola, fissare all'assicurato un termine congruo per la trasmissione di documenti integrativi e avvertirlo che, in mancanza di cooperazione, non entrerà nel merito. Se l'assicurato rimane inadempiente, l'autorità amministrativa può, per mancanza di mezzi di prova, astenersi dall'esame della questione oppure sospendere (provvisoriamente) o revocare le prestazioni, purché siano state rispettate le norme procedurali.
“Elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018, consid. 3.3; 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Cst.; RS 101; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“Aux termes d'un courrier du 7 décembre 2020, la CNA a signalé à l'intéressé ne pas avoir reçu les documents demandés en date du 22 octobre 2020. De surcroît, son courrier du 21 octobre 2020, adressé à l'employeur, lui avait été réexpédié avec la mention « a déménagé », ce dont cette autorité s'étonnait dans la mesure où, en date du 2 septembre 2020, l'assuré lui avait confirmé l'adresse de P.________ Sàrl. Par conséquent, la CNA a exigé que lui soient communiquées, en sus des documents requis dans son courrier du 22 octobre 2020, les copies des contrats réclamées le 21 octobre 2020 à l'employeur. Le 27 janvier 2021, la C.________ a informé la CNA ne plus représenter l'assuré. Par courrier du 1er février 2021, la CNA a enjoint l'assuré de lui remettre les pièces demandées en date du 7 décembre 2020. Dans l'intervalle, la suspension du droit à la rente d'invalidité était maintenue. Dans un courrier de rappel du 10 mars 2021, la CNA a octroyé un délai au 12 avril 2021 à l'assuré pour lui transmettre les documents mentionnés dans ses correspondances des 7 décembre 2020 et 1er février 2021, et, tout en rappelant la teneur de l'art. 43 al. 1 LPGA, a maintenu la suspension du versement de la rente d'invalidité. Par décision du 6 mai 2021, la CNA a supprimé le droit à la rente d'invalidité de l'assuré à compter du 1er juillet 2020, celui-ci ne lui ayant fourni aucune des pièces requises. Le 26 mai 2021, l'assuré, désormais sous la plume de la fiduciaire M.________ SA, s'est opposé à la décision du 6 mai précédent, laquelle devait être annulée. Il a en substance exposé que l'attestation d'affiliation LPP n'avait pu être obtenue, la Fondation S.________ ayant sollicité des éclaircissements de l'employeur avant de délivrer ledit document. De surcroît, il a exposé avoir déjà fait parvenir des extraits de son compte bancaire à la CNA. Par décision sur opposition du 1er septembre 2021, la CNA a rejeté l'opposition et retiré l'effet suspensif d'un éventuel recours. Elle a considéré que la suppression de la rente était justifiée, l'intéressé n'ayant transmis aucun des documents requis par la CNA, ceci plus de cinq mois après le courrier de rappel du 10 mars 2021 et alors que les extraits du compte bancaire, à tout le moins, étaient à l'entière disposition de l'assuré.”
“A cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref. Elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI (actuellement 87 al. 3 RAI) et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (cf. arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués. Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué (arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.3; ATF 130 V 64 consid.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 387 Secondo la giurisprudenza, gli accertamenti sono in linê di principio considerati ragionevolmente esigibili, salvo che comportino per la persona sottoposta ad accertamento un rischio per la salute eccezionalmente elevato. Se una mancata cooperazione sia giustificabile va valutato caso per caso; gravi patologie psichiatriche (p. es. con anosognosia) possono costituire un tale motivo di giustificazione.
“Selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA et de l’art. 69 al. 2 RAI ne comprend toutefois pas le droit de l'assureur de recueillir un second avis médical (second opinion) sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L'assuré ne dispose d'ailleurs pas non plus d'une telle possibilité. Si l'assureur n'est donc pas autorisé à remettre en question le bien-fondé d'une évaluation médicale au moyen d'un second avis médical, il est néanmoins tenu d'examiner si et dans quelle mesure il convient de compléter l'instruction, afin que l'état de fait déterminant pour la solution du litige soit établi au degré de la vraisemblance prépondérante (arrêt TF 8C_592/2021 du 4 mai 2022 consid. 7.1.2 et la référence citée). 4. En vertu de l’art. 28 al. 1 LPGA, les assurés et les employeurs doivent collaborer gratuitement à l’exécution des différentes lois sur les assurances sociales. Selon l’art. 43 al. 2 LPGA, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés. 4.1. La jurisprudence pose la présomption selon laquelle les mesures diagnostiques sont en règle générale exigibles à moins qu’elles représentent (pour la santé de l’expertisé) un risque exceptionnellement élevé qui ne soit dès lors pas justifiable d’un point de vue juridique. Elle rappelle que la manière dont un examen médical doit être conduit en détail relève de la responsabilité des médecins examinateurs auxquels il appartient de s’en tenir à l'état actuel de la science médicale (arrêt TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 et les références citées). 4.2. Si l'assuré peut certes refuser de se soumettre à des examens médicaux ou techniques qui ne sont pas nécessaires ou qui ne peuvent raisonnablement être exigés, il ne saurait en revanche dicter à l'administration la façon dont elle doit instruire le cas, c'est-à-dire lui indiquer les actes d'instruction qu'elle doit accomplir ou ceux dont elle doit s'abstenir (arrêt TF 9C_448/2014 du 4 septembre 2014 consid.”
“1 En l'espèce, le SMR a constaté en 2022, à la lecture des rapports médicaux versés au dossier, que les médecins interrogés avaient posé plusieurs diagnostics au fil du temps, dont il retenait que l’assurée présentait un diagnostic de psychose non organique associé à un trouble anxieux présent depuis plusieurs années, avec une rupture de traitement psychiatrique et médicamenteux, une anosognosie partielle et difficulté pour elle à identifier ses difficultés et à se mobiliser pour mettre en place ce qu’il fallait pour son avenir. Il a également relevé l’instauration d’une mesure de curatelle, un arrêt de ses études probablement en raison des problèmes de santé psychiatrique et le constat qu’elle présentait un meilleur fonctionnement global sous traitement de neuroleptiques. Il était donc nécessaire d'obtenir plus de renseignements, par la mise en œuvre d'une expertise, avec bilan neuropsychologique incluant des tests de validation des symptômes et test de QI. Subséquemment, le 11 septembre 2023, il a estimé que la psychose non organique associée à un trouble anxieux pouvait être la raison de la non-collaboration de l’assurée. Il a maintenu cet avis en juin 2024. Par conséquent, s'agissant de l'obligation de collaborer, il convient de constater que la participation de la recourante à une expertise médicale était nécessaire et exigible conformément à l'art. 43 al. 2 LPGA, ce que la recourante ne conteste d'ailleurs pas. 4.2 Il s’agit de déterminer si la recourante a violé son devoir de collaboration en étant injoignable par le Centre G______, puis en ne se présentant pas aux rendez-vous prévus en date des 22 août 2023, 5 septembre 2023 puis du 3 juillet 2024 malgré la sommation du 24 juin 2024 l'avisant qu'à défaut, l'intimé statuerait en l'état du dossier et mettrait les frais d'expertise à sa charge. Il convient d'examiner si son comportement peut être qualifié d'inexcusable. 4.3 Il ressort de la procédure que la psychiatre qui a pu suivre l’assurée durant plusieurs mois a posé un diagnostic de psychose non organique sans précision F29 et de troubles anxieux sans précision F41 dont sa patiente est anosognosique. Elle avait relevé en outre que sa patiente était peu collaborante, qu’elle ne parvenait pas à identifier ses difficultés et à se mobiliser seule, que ce soit pour son avenir ou même pour son quotidien (notamment faire les courses, les repas, entretenir sa chambre et investir les soins).”
LPGA art. 43 n. 386 Per l'accertamento d'ufficio sono determinanti, in particolare, lo stato del quadro clinico, il decorso e l'esito dei trattamenti e delle misure riabilitative, le risorse personali disponibili nonché la concreta manifestazione della compromissione nella vita quotidiana. L'obbligo d'indagine impone all'ente assicuratore di adottare le misure istruttorie necessarie per accertare tali fatti.
“La phase diagnostique doit mieux prendre en considération le fait qu'un diagnostic présuppose un certain degré de gravité. Le déroulement et l'issue des traitements thérapeutiques et des mesures de réadaptation professionnelle fournissent également des conclusions sur les conséquences de l'affection psychosomatique. Il convient également de bien intégrer la question des ressources personnelles dont dispose la personne concernée, eu égard en particulier à sa personnalité et au contexte social dans lequel elle évolue. Jouent également un rôle essentiel les questions de savoir si les limitations alléguées se manifestent de la même manière dans tous les domaines de la vie (travail et loisirs) et si la souffrance se traduit par un recours aux offres thérapeutiques existantes. 3. La recourante fait grief à l'OAI d'avoir considéré que la demande AI était tardive, de n'avoir ainsi pas chiffré la (l'in-)capacité de travail de l'assurée avant août 2021 et d'avoir retenu que l'incapacité de travail de la recourante avait débuté en août 2021. Ce faisant, se fondant sur l'art. 43 LPGA, qui impose à l'assureur d'examiner les demandes, de prendre d’office les mesures d’instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont il a besoin, la recourante estime que l'OAI a violé son devoir d'instruction au sens où il a contrevenu à son devoir d'établir les faits pertinents (mémoire de recours p. 8 n° 9 et p. 10 n° 26). 3.1. Selon l'art. 4 al. 2 LAI, l'invalidité est réputée survenue dès qu'elle est, par sa nature et sa gravité, propre à ouvrir droit aux prestations entrant en considération. La LAI conçoit par conséquent le cas d'invalidité en fonction de la prestation spécifique qu'il induit (ATF 137 V 417 consid. 2.2.3). Selon la pratique des tribunaux, ce moment doit être déterminé objectivement sur la base de l'état de santé de l'assuré; des facteurs externes fortuits, comme en particulier la connaissance subjective par la personne requérant des prestations, ne sont pas pertinents (ATF 112 V 275 consid. 1b). Le moment de la survenance de l'invalidité ne dépend ni de la date où une demande a été déposée ni de celle à partir de laquelle une prestation est requise.”
Se ulteriori accertamenti medici presumibilmente non sono più determinanti ai fini della decisione, l'ente assicuratore può rinunciare ad acquisirli. Una tale rinuncia è compatibile con l'art. 43 LPGA e, tenuto conto dell'economia procedurale, non viene contestata, in particolare quando la questione relativa alla rendita o la decisione possono già essere valutate in modo affidabile.
“Der Sozialversicherungsträger hat dabei den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, BSK ATSG, N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Führen die vorzunehmenden Abklärungen bei sorgfältiger und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1.). Wenn also von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen entscheidwesentlichen Aufschlüsse mehr zu erwarten sind, kann auf weitergehende medizinische Erhebungen und Gutachten verzichtet werden (Schiavi, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). Diese Grundsätze müssen auch bei einer Rückweisung zur Anwendung gelangen. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen muss es als zulässig erachtet werden, dass einer zwischenzeitlich gewonnenen neuen Erkenntnis zum Durchbruch verholfen wird, wenn diese mit Gesetz und Verordnung übereinstimmt. Die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin, mithin der Verzicht auf die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens, erscheint folglich dann als korrekt, wenn sich die Rentenfrage losgelöst von der medizinischen Situation hinreichend zuverlässig beurteilen lässt (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_158/2021 vom 19. April 2021 E. 2.1.3.). Der Verzicht auf weitere medizinische Abklärungen verstösst unter Berücksichtigung der Verfahrensökonomie nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz bzw. der Anweisung des vorinstanzlichen Gerichts zu weiteren medizinischen Abklärungen, wenn die Beschwerdegegnerin zufolge neuer Erkenntnisse zur Überzeugung gelangt, dass weitere medizinische Abklärungen an der bereits erfolgten Überzeugung, in casu eines rentenausschliessenden Erwerbseinkommens, nichts zu ändern vermögen (vgl.”
“Der Sozialversicherungsträger hat den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 [nachfolgend: BSK ATSG], N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Führen die vorzunehmenden Abklärungen bei sorgfältiger und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1.). Wenn also von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen entscheidwesentlichen Aufschlüsse mehr zu erwarten sind, kann auf weitergehende medizinische Erhebungen und Gutachten verzichtet werden (Schiavi, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). Der Verzicht auf weitere medizinische Abklärungen verstösst unter Berücksichtigung der Verfahrensökonomie nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz, wenn die Beschwerdegegnerin zufolge neuer Erkenntnisse zur Überzeugung gelangt, dass weitere medizinische Abklärungen an der bereits erfolgten Überzeugung, in casu eines rentenausschliessenden Erwerbseinkommens, nichts zu ändern vermögen (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung auch das Urteil des Bundesgerichts 9C_216/2020 vom 8. Juli 2020 E. 3.2). Denn die Einholung eines entbehrlichen Gutachtens würde naturgemäss nicht nur unnötige zusätzliche Kosten verursachen, sondern auch zu einer weiteren Verlängerung des Verfahrens führen. 5.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E.”
Per taluni ambiti, in particolare i termini di comunicazione relativi alle attestazioni di ricerÊ di lavoro ai sensi della LACI/OACI, l'art. 43 cpv. 3 LPGA non si appliÊ. In questi casi non va effettuata alcuna reintegrazione del termine ai sensi dell'art. 41 LPGA; la sanzione si fonÚ sulle disposizioni speciali di legge dell'assicurazione contro la disoccupazione. La questione di un'omissione giustificabile va esaminata ai sensi dell'art. 41 LPGA (restituzione dei termini).
“Une telle mesure vise à poser une limite à l’obligation de l’assurance-chômage d’allouer des prestations pour des dommages que l’assuré aurait pu éviter ou réduire. En tant que sanction administrative, la suspension du droit à l’indemnité a ainsi pour but de faire répondre l’assuré, d’une manière appropriée, du préjudice causé à l’assurance-chômage par son comportement fautif (ATF 133 V 89 consid. 6.1.1 et 6.2.2, 126 V 520 consid. 4 et 126 V 130 consid. 1 ; TF 8C_40/2016 du 21 avril 2016 consid. 2.3). b) Selon l’art. 26 al. 2 OACI, l’assuré doit remettre à l’ORP la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant ou le premier jour ouvrable qui suit cette date. A l’expiration de ce délai, et en l’absence d’excuse valable, les recherches d’emploi ne sont plus prises en considération et ne peuvent donc plus faire l’objet d’un examen sous l’angle quantitatif et qualitatif (art. 26 al. 2 OACI ; ATF 145 V 90 consid. 3.1 ; 133 V 89 consid. 6.2). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant en l’occurrence que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi ; les art. 21 et 43 al. 3 LPGA ne s’appliquent pas dans ce domaine (cf. art. 1 al. 2 LACI ; ATF 139 V 164 consid. 3.2 ; Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Zurich 2014, n. 30 ad art. 17 LACI). Peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3). Déterminer si l’assuré peut faire valoir une excuse valable au sens de l’art. 26 al. 2 OACI revient à se poser la question de l’existence d’un empêchement non fautif au sens de l’art. 41 LPGA relatif à la restitution de délai, disposition qui concrétise un principe général du droit découlant du principe de proportionnalité et de l’interdiction du formalisme excessif (TF 8C_50/2007 du 4 septembre 2007 consid. 4.2). Selon l’art. 41 LPGA, si le requérant ou son mandataire a été empêché, sans sa faute, d’agir dans le délai fixé, celui-ci est restitué pour autant que, dans les 30 jours à compter de celui où l’empêchement a cessé, le requérant ou son mandataire ait déposé une demande motivée de restitution et ait accompli l’acte omis.”
Citazione: art. 43 LPGA n. 383 In caso di accertamento insufficiente ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA — ad esempio perché le posizioni relative a entrate, uscite o al patrimonio non risultano determinate con la necessaria probabilità preponderante — ciò può giustificare un rinvio per un accertamento integrativo.
“Der Mietwert der selbstbewohnten Liegenschaft ist zuletzt im August 2014 neu geschätzt und die Anspruchsberechnung entsprechend angepasst worden (EL-act. 114 und 117, D. 1). Eine Neubeurteilung der Schätzung erfolgt in der Regel alle zehn Jahre (Art. 6 Abs. 1 des Gesetzes über die Durchführung der Grundstückschätzung, sGS 814.1). Bei den Liegenschaftserträgen dürfte somit seit dem 1. August 2014 keine Veränderung eingetreten sein. Nach der Auffassung des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen wäre der Eigenmietwert weder als Ausgaben- noch als Einnahmenposition zu berücksichtigen (siehe z.B. Entscheid vom 1. Juli 2014, EL 2013/23). Da es sich bei dem diesem Beschwerdeverfahren zugrunde liegenden Verwaltungsverfahren jedoch um ein reines Revisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 2 ATSG gehandelt hat, besteht im vorliegenden Verfahren keine Möglichkeit, die Rechtmässigkeit der Anrechnung des Eigenmietwertes in der Anspruchsberechnung zu überprüfen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt hat, da nicht alle Einnahmen- und Ausgabenpositionen der Anspruchsberechnung im Zeitraum 1. August 2016 bis 31. Juli 2017 sowie ab 1. August 2017 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Kinder, deren anrechenbare Einnahmen die anerkannten Ausgaben übersteigen, fallen für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ausser Betracht (Art. 9 Abs. 4 ELG). Nachdem die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt haben wird, wird sie die entsprechenden Vergleichsrechnungen vornehmen. Demnach ist der angefochtene Einspracheentscheid in teilweiser Gutheissung der Beschwerde (hinsichtlich des bundesrechtlichen, die ordentliche Ergänzungsleistung betreffenden Teils) und des Rekurses (hinsichtlich des kantonalrechtlichen, die ausserordentliche Ergänzungsleistung betreffenden Teils) aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art.”
Alla non entrata in merito prevista dall'art. 43 cpv. 3 LPGA si deve ricorrere solo con la massima cautela. La non entrata in merito è ammissibile soltanto quando una valutazione sostanziale della domanÚ di prestazione, sulla base dell'intera documentazione, è esclusa senza la partecipazione della parte. Nei casi-limite e di dubbio va scelta la soluzione più favorevole al richiedente.
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch ist nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3 S. 47). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens auf Grund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (SVR 2018 EL Nr. 4 S. 10 E. 2.2).”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch ist nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3 S. 47). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (SVR 2018 EL Nr. 4 S. 10 E. 2.2).”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Von der Möglichkeit, auf ein Leistungsgesuch nicht einzutreten, ist nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahmen, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_763/2016 vom 9. Oktober 2017 E. 2.2). Eine geringfügige Verletzung der Mitwirkungspflicht rechtfertigt kein Nichteintreten und kann eine Rechtsverweigerung darstellen. Wenn ein materieller Entscheid möglich ist, soll kein Nichteintretensentscheid gefällt werden (vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, S.”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommt die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Person vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach den Gesetzesmaterialien (vgl. BBl 1994 V 948 f.) ist von der Möglichkeit des Nichteintretens nicht prioritär Gebrauch zu machen (siehe auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 Rz. 111 m.H.). Auch gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist von der Möglichkeit, auf ein Leistungsgesuch nicht einzutreten, nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (Urteil des BGer 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.3 m.H.). In Grenz- und Zweifelsfällen ist die für den Gesuchsteller günstigere Variante zu wählen, wobei z.”
Se sussistono elementi nuovi o indizi rilevanti, l'ente assicurativo deve, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, d'ufficio ordinare accertamenti approfonditi e integrare di conseguenza il fascicolo. Ciò può – a seconÚ della questione – comprendere, in particolare, l'acquisizione o la precisazione delle basi di calcolo (p. es. per il calcolo del reddito), la specificazione dei periodi di osservazione pertinenti o l'acquisizione di documentazione mediÊ nonché di ulteriori accertamenti medici. Se inveÎ dallo stato degli atti non è prevedibile l'emergere di nuovi elementi rilevanti ai fini della decisione, l'autorità può astenersi dall'effettuare indagini supplementari.
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1).”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).”
“e) Au final, il s’avère que les éléments médicaux avancés par le recourant rendent plausible une modification de son état de santé tant sur le plan somatique que psychique depuis la dernière décision de refus de prestations rendue le 1er novembre 2010. L’appréciation de l’état de santé de l’intéressé et de sa capacité de travail ne concorde plus avec les indications ressortant des documents médicaux produits à l’appui de la dernière demande de prestations du 3 mai 2019. Ainsi, le SMR ne pouvait qualifier la situation d’inchangée sans procéder à un minimum d’investigations sur le fond, ce dont il s’est abstenu. A ce stade, il n’appartient toutefois pas au Tribunal d’ordonner la forme que doit prendre cette instruction, mais uniquement à l’intimé d’entrer en matière sur la demande de prestations déposée le 3 mai 2019. En conséquence, il y a lieu de renvoyer la cause à l’office AI afin qu’il entre en matière sur cette demande de prestations puis, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), mette en œuvre les mesures d’instruction idoines aux fins d’éclaircir les questions faisant l’objet des considérants 4c et 4d ci-dessus. Concrètement, il s’agira d’éprouver les atteintes à la santé alléguées et leur répercussion en termes de capacité de travail. 5. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé afin qu’il entre en matière sur la demande de prestations du 3 mai 2019, instruise effectivement la cause puis rende une nouvelle décision. b) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis, première phrase, LAI). En l’espèce, il convient d’arrêter les frais de justice à 400 fr. et de les mettre à la charge de l’office AI, qui succombe. c) Obtenant gain de cause sans l’assistance d’un mandataire qualifié, le recourant n’a pas droit à des dépens (art.”
“Quand bien même la CNA lui a fourni des explications à ce propos dans son courrier du 2 février 2018, force est de constater qu’elles ne répondent pas à l’ensemble des objections soulevées par le recourant. En effet, l’administration ne s’est pas prononcée sur la période temporelle retenue pour le calcul du gain de valide (2010 à 2014) alors même que le recourant l’avait expressément invitée à se déterminer au sujet des revenus des années 2010 à 2012 (cf. courrier du 15 mars 2018). Dans ces conditions, il se justifie de renvoyer, sur ce point également, la cause à l’intimée afin qu’elle précise sa démarche et procède à un nouveau calcul du revenu sans invalidité, notamment au regard de l’évaluation différente retenue par l’office AI à l’appui de sa décision du 20 novembre 2018. c) Sur le vu de ce qui précède, il s’avère que le dossier de l’intimée est insuffisamment instruit s’agissant de l’évaluation de la perte de gain, respectivement du degré d’invalidité. Les pièces au dossier ne permettent pas au tribunal de trancher ces questions en toute connaissance de cause. Il se justifie donc de renvoyer le dossier à l’intimée, à qui il appartient au premier chef d’instruire (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle procède à une nouvelle évaluation de la perte de gain subie par le recourant, autrement dit effectue un nouveau calcul des revenus avec et sans invalidité. Il incombera ensuite à l’intimée de rendre une nouvelle décision statuant sur le droit du recourant à une rente d’invalidité, étant rappelé que le renvoi n’inclut pas le réexamen de la capacité de travail et de l’octroi d’une indemnité pour atteinte à l’intégrité (cf. considérants 4 et 5a/bb ci-dessus). 6. En définitive, le recours est partiellement admis et la décision sur opposition du 15 mars 2018 annulée en tant qu’elle porte sur la perte de gain subie par le recourant, respectivement son degré d’invalidité. A cet égard, la cause est renvoyée à l’intimée pour instruction complémentaire sous la forme d’un nouveau calcul des revenus avec et sans invalidité conformément aux considérants, suivie d’une nouvelle décision sur le droit du recourant à une rente d’invalidité. La décision entreprise est confirmée pour le surplus.”
“Elles reviennent à soutenir que les lésions présentes objectivement à l’imagerie étaient déjà existantes avant l’événement traumatique et que celui-ci n’était susceptible d’entraîner et n’avait entraîné aucune péjoration objective de celles-ci. Or, pour pouvoir retenir une telle conclusion, il faudrait que soit établi, au degré de la vraisemblance prépondérante, que les ruptures du tendon mises en évidence aux arthro-IRM des 25 et 28 janvier 2019, étaient – quant à leur existence et à leur étendue – antérieures à l’événement traumatique du 24 décembre 2018, ce qui ne ressort pas du dossier. A cet égard, il convient de rappeler que c’est à l’assurance-accidents qu’incombe la preuve libératoire que les causes accidentelles d’une atteinte à la santé ne jouent plus de rôle et doivent ainsi être considérées comme ayant disparu (cf. TF 8C_441/2017 du 6 juin 2018 consid. 3.3). Dans cette optique, l’intimée avait l’obligation d’instruire d’office les éléments médicaux déterminants pour la résolution du cas (art. 43 al. 1 LPGA) et ne pouvait pas se contenter, eu égard à la problématique notoirement complexe de la genèse d’une lésion de la coiffe des rotateurs, des avis médicaux très peu motivés de son médecin-conseil – qui ne sauraient constituer une preuve libératoire au sens de la jurisprudence – pour mettre un terme à la prise en charge des lésions constatées à la suite de l’événement traumatique. Quant au point de vue exposé par le Dr V.________ le 2 juillet 2019, il ne saurait non plus suffire à retenir, au degré de la vraisemblance prépondérante, un lien de causalité naturelle entre l’événement traumatique et les lésions présentées par le recourant à ses deux épaules. e) Sur le vu de ce qui précède, il convient de retenir que la décision entreprise repose, faute d’une analyse détaillée et objective de la situation concrète du recourant, sur des éléments insuffisants. Il se justifie donc de renvoyer le dossier à l’intimée, à qui il appartient au premier chef d’instruire (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle mette en œuvre une expertise (art.”
“Der Beschwerdeführer ist medizinisch-theoretisch in einer dem somatischen Zumutbarkeitsprofil angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig (körperlich leichte und mittelschwere wechselbelastende Tätigkeiten sind ganztags über 8.5 Stunden ohne zusätzliche Leistungsminderung zumutbar; zu vermeiden sind Zwangshaltungen der HWS [z.B. längeres Sitzen mit vorgeneigtem Kopf], stereotype Kopfbewegungen, Rotation im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbeiten, armbelastende Tätigkeiten mit Arbeiten über Bauchhöhe, das Besteigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung sowie repetitive, stereotype Bewegungsabläufe im Bereich der HWS [act. IIB 260 S. 3]), während in psychiatrischer Hinsicht weiterhin kein invalidisierender Gesundheitsschaden besteht (vgl. E. 3.6.1 hiervor). Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten, sodass die Beschwerdegegnerin darauf verzichten durfte. Dies verstösst nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und auch nicht gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung [BV; SR 101]) und das Gebot eines fairen Verfahrens (Art. 9 BV i.V.m. Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).”
LPGA art. 43 n. 380 In caso di incertezza mediÊ il fatto deve essere accertato in modo tale che sul diritto alla prestazione si possa decidere con il grado probatorio della probabilità prevalente. Le informazioni fornite dai medici e le valutazioni del RAD costituiscono a tal fine regolarmente mezzi di prova essenziali.
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2).”
“In Bezug auf die wirtschaftlichen Folgen der Gesundheitsstörung kritisiert die Beschwerdeführerin die Anwendung des statistischen Invalideneinkommens aus dem Kompetenzniveau 2. 2.3. In ihrer Beschwerdeantwort bringt die Beschwerdegegnerin vor, sie habe die von der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichten Arztberichte ihrem RAD zur Stellungnahme unterbreitet. Dieser habe mit einer Anpassung des Belastungsprofils auf den Befund am linken Ellbogen reagiert (vgl. Stellungnahme vom 16. Februar 2023, IV-Akte 214), was jedoch ohne Auswirkung auf den Invaliditätsgrad sei. Die Anwendung eines Invalideneinkommens des Kompetenzniveaus 1 wiederum beeinflusse den Rentenanspruch nicht, da ein Invaliditätsgrad von gerundet 39% nach wie vor nicht rentenbegründend sei. 3. 3.1. Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). 3.2. 3.2.1. Gemäss des in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatzes ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 200 E. 1.4.). Grundsätzlich liegt es jedoch im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E.”
“Inwiefern von den eventualiter beantragten weiteren medizinischen Abklärungen andere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten wären, ist bei der konkreten Ausgangslage namentlich der beweiskräftigen RAD-Beurteilung, an der keine auch nur geringen Zweifel bestehen nicht ersichtlich. Über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen besteht auf der Grundlage des von der Beschwerdegegnerin in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ermittelten Sachverhalts hinreichende Klarheit; über den Leistungsanspruch kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Von zusätzlichen Abklärungen ist folglich in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
Il valore probatorio delle relazioni mediche si misura in base al loro contenuto e alla qualità materiale (chiara esposizione dei riscontri medici e motivazione coerente delle conclusioni). Una decisione dell'ufficio AI possieÞ rilevante valore probatorio quando il procedimento è stato adeguatamente istruito. Le perizie provenienti da procedimenti estranei (civili) non sostituiscono gli accertamenti che l'ente assicuratore deve effettuare ai sensi dell'art. 43 LPGA né la conduzione del procedimento di accertamento in materia di assicurazione per l'invalidità.
“L’élément déterminant pour la valeur probante d’un rapport médical n’est ni son origine ni sa désignation, mais son contenu. Il importe notamment que la description des interférences médicales soit claire et que les conclusions de l’expert soient bien motivées (TF 5A_266/2017 du 29 novembre 2017 consid. 6.3 ; TF 4A_318/2016 du 3 août 2016 consid. 6.2 ; TF 4A_481/2014 du 20 février 2015 consid 2.4.1). Une attestation médicale qui relève l’existence d’une incapacité de travail sans autres explications n’a ainsi pas une grande force probante (TF 5A_239/2017 du 14 septembre 2017 consid. 2.4, FamPra.ch 2018 p. 212). En ce qui concerne les rapports établis par un médecin traitant, le juge doit prendre en considération le fait que ce médecin peut être enclin, en cas de doute, à prendre parti pour son patient en raison de la relation de confiance nouée (ATF 125 V 351 consid 3 ; TF 4A_318/2016 du 3 août 2016 consid. 6.2 ; TF 4A_481/2014 du 20 février 2015 consid. 2.4.1). En revanche, rendue au terme d’une procédure au cours de laquelle il y a lieu de présumer que, conformément à l’art. 43 LPGA (loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales du 6 octobre 2000 ; RS 830.1), toutes les mesures d’instruction nécessaires ont été prises, une décision de l’office d’assurance-invalidité dispose d’une force probante certaine. 9.4.2 En l’occurrence, il n’est pas prouvé que l’appelante soit totalement incapable de travailler pour des raisons médicales. Les certificats médicaux établis par le médecin traitant de l’appelante ne l’emportent pas sur l’appréciation de l’Office AI, qui se fonde sur une expertise rhumatologique et psychiatrique. En revanche, il ressort du projet de décision de cet office que l’appelante présente une incapacité de travail permanente de 50% pour des raisons médicales. Les faits allégués par l’intimé pour contester toute incapacité de travail de l’appelante, à savoir que celle-ci aurait, au printemps 2020, remplacé ses parents dans des travaux de nettoyage ou de conciergerie conséquents, ne sont pas établis. Il ressort en effet de l’instruction que les parents de l’appelante ont la charge d’entretenir des bâtiments scolaires et que, pendant le confinement du printemps 2020, alors que les écoles n’étaient fréquentées que par quelques enseignants et que ses parents étaient retenus en [.”
“), weil es sich um einen erheblichen Eingriff in die physische und psychische Integrität handle (BGE 137 V 271 E. 3.4.2.7 S. 257) und der Eingriff vorliegend besonders schwer wiege, da ein polydisziplinäres Gutachten mit fünf Fachdisziplinen sehr umfassend und entsprechend äusserst belastend für die Beschwerdeführerin sei. Im Ergebnis erachtet die Beschwerdeführerin diese Anordnung des Gutachtens durch die Beschwerdegegnerin als unverhältnismässig. 4.2. Der Ansicht der Beschwerdeführerin kann vorliegend aus mehreren Gründen nicht gefolgt werden. 4.3. Zunächst ist vorliegend darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin einer gesetzlichen Abklärungspflicht unterliegt. Sie hat einen gesetzlichen Auftrag. Diesen muss die Beschwerdegegnerin wahrnehmen und zugleich wahrnehmen können. Die Beantragung eines medizinischen Gutachtens in einem anderen, von der vorliegenden Streitsache losgelösten Verfahren, kann keinen Untergang der gesetzlichen Abklärungspflicht bewirken. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt widerspricht das vorgeschlagene Vorgehen Art. 43 ATSG, wonach die IV-Stelle die Leitung des invalidenversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahrens innehat. 4.4. Zudem ist zu berücksichtigen, dass es sich vorliegend um zwei völlig unterschiedliche Verfahren handelt (Sozialversicherungsprozess, Haftpflichtprozess). Die Vergleichbarkeit eines Gutachtens in der Invalidenversicherung und eines solchen im Haftpflichtprozess ist eingeschränkt, da den einzelnen Gutachten nicht nur eine abweichende Fragestellung, sondern auch ein unterschiedlicher Fokus zugrunde liegt. Als Beispiel kann hier die Standardindikatorenprüfung genannt werden. Ihr kommt in invalidenversicherungsrechtlichen Belangen eine grosse Bedeutung zu, sie ist in haftlichtrechtlichen Verfahren jedoch deutlich weniger relevant. Aufgrund der abweichenden Fragestellungen im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren spielt es entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin auch keine Rolle, dass die Beschwerdeführerin Gutachter vorgeschlagen hat, welche auch mit sozialversicherungsrechtlichen Belangen vertraut sind.”
LPGA art. 43 n. 378 L'ente assicurativo deve d'ufficio accertare posizioni di reddito e di patrimonio mancanti o poco chiare (ad es. proventi da depositi di risparmio/titoli, rendite LPP, proventi da locazione). Se tali accertamenti non vengono effettuati, ciò può comportare l'annullamento della decisione e il rinvio della pratiÊ per ulteriori accertamenti.
“Die Beschwerdegegnerin hat richtigerweise die Mieteinnahmen in der Höhe von Fr. 7'800.-- (12 x Fr. 650.--) berücksichtigt. Erträge aus Sparguthaben hat sie demgegenüber keine angerechnet. Gemäss der Veranlagungsberechnung der Kantons- und Gemeindesteuer haben sich die Einkünfte aus Wertschriften und Guthaben im Jahr 2017 auf Fr. 24.-- belaufen. Das deutet darauf hin, dass auch im Jahr 2018 solche Einkünfte erzielt worden sind. Die Beschwerdegegnerin wird die ab 1. März 2018 anzurechnenden Erträge aus Sparguthaben/ Wertschriften ermitteln. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass verschiedene Einnahmenpositionen der Anspruchsberechnung, namentlich der anzurechnende Vermögensverzehr, die BVG-Rente und die anzurechnenden Vermögenserträge, nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Zur Klärung der Frage, ob die Beschwerdeführerin ab 1. März 2018 einen EL-Anspruch hat, sind daher weitere Abklärungen notwendig. Demnach ist die Beschwerde wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG dahingehend gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 7. März 2019 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
LPGA art. 43 n. 377 L'art. 43 cpv. 1 LPGA istituisÎ nel procedimento di assicurazione sociale il principio dell'accertamento d'ufficio: l'autorità amministrativa competente è tenuta d'ufficio a garantire l'accertamento corretto e completo dei fatti rilevanti ai fini del diritto e assume pertanto la responsabilità primaria per l'acquisizione delle prove. L'onere della prova nel senso di un obbligo di condurre la prova è così escluso; le parti sono solamente obbligate a collaborare e corrono un rischio soltanto nella misura in cui, in caso di perdurante mancanza di prove, si deciÚ a sfavore della parte che intendeva fondare i propri diritti su un fatto non provato.
“Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben der Sozialversicherungsträger (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und das kantonale Versicherungsgericht (Art. 61 lit. c ATSG) von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen daher die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 117 V 261 E.”
“Zu ergänzen ist, dass das Gericht (wie schon die Verwaltung) nach dem im Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f. mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG) oder der verfügenden Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 222 mit Hinweisen; Urteile 8C_282/2020 vom 3. September 2020 E. 6.1; 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3).”
“Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache der verfügenden Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) oder des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Die Parteien tragen in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen; zum Ganzen: erwähntes Bundesgerichtsurteil 8C_398/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 3.2).”
LPGA art. 43 n. 376 La mancanza o l'incompletezza di esami di imaging deve essere disposta d'ufficio nella misura in cui risulti rilevante per la valutazione mediÊ; l'autorità deve perciò compiere gli accertamenti necessari e ottenere le informazioni richieste.
“So ist angesichts der gegebenen Aktenlage nicht nachvollziehbar, wieso Dr. H.___ am 17. Juli 2023 - und damit noch zeitnah zum Ereignis vom 8. Juni 2023 - die Notwendigkeit von bildgebenden Abklärungen nicht erkannte respektive deren Nachholung nicht veranlasste. Sie scheint bei ihrer medizinischen Beurteilung angenommen zu haben, dass der Beschwerdeführer von sich aus sämtliche notwendigen Abklärungsmassnahmen initiieren müsse. Es ist jedoch laut Art. 43 Abs. 1 ATSG am Versicherungsträger, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Eine Begründung, wieso die von Dr. H.___ durchaus als fehlend bemängelte Bildgebung (UV-act. 21-6) nicht nachgeholt wurde, enthält Dr. H.___s Beurteilung nicht. Von einer fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers ist aufgrund der Akten nicht auszugehen, zumal nichts Entsprechendes dokumentiert wurde. Der Beschwerdeführer erklärt denn im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auch, der Beschwerdegegnerin mehrfach eine Nachuntersuchung und auch eine aktuelle Bildgebung angeboten zu haben (act. G1 S. 3 unten). Eine reine Beurteilung aufgrund der Akten kann jedoch nur dann beweiskräftig sein, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18.”
“d) Dans le cadre de l’instruction conduite qui se caractérise par de nombreuses lacunes et l’absence d’éléments cliniques objectifs permettant de départager des avis médicaux diamétralement opposés en l’état actuel du dossier, l’intimée n’était pas légitimée à refuser la prise en charge du cas en faisant prévaloir l’avis du Dr X.________ retenant un lien de causalité naturelle et adéquate seulement possible entre la dissection de l’artère carotide interne gauche dans sa portion extra-crânienne qui s’est manifestée le 6 avril 2022 et la chute du recourant dans les escaliers quelques jours auparavant le 19 mars 2022. e) Cela étant, il convient de retenir que la décision attaquée repose sur des éléments laissant augurer des sérieux motifs de douter de leur bienfondé dans le cas très particulier qu’il convient de résoudre. Sur le plan médical, le dossier est insuffisamment instruit (cf. consid. 5b-c supra) et ne permet pas à la Cour de statuer en toute connaissance de cause sur le présent différend. Il se justifie dès lors d’annuler la décision querellée et de renvoyer la cause à l’intimée – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Dans ce contexte, il lui appartiendra notamment de déterminer – moyennant l’obtention de l’avis spécialisé d’un médecin neurologue ou toute autre mesure d’instruction qui apparaîtra nécessaire sur le vu des premiers éléments recueillis (par exemple, une IRM avec séquences FAT-SAT, angioscanner ou ultrasonographie, tomodensitométrie, échographies Doppler, etc.) – l’origine de la dissection de l’artère carotide interne gauche qui s’est manifestée le 6 avril 2022, avant de statuer à nouveau sur le droit aux prestations. 6. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis, la décision sur opposition litigieuse annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, le recourant ayant procédé sans le concours d’un mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b).”
art. 43 cpv. 1 LPGA obbliga l'autorità a chiarire d'ufficio le istanze e a raccogliere le informazioni necessarie. Nel settore delle prestazioni complementari ciò signifiÊ concretamente che, nell'accertamento, devono essere considerati anche i periodi precedenti rilevanti ai fini del calcolo (in particolare il reddito da patrimonio conseguito nell'anno civile precedente e il patrimonio al 1° gennaio). Occorre inoltre tener conto che un ricalcolo delle prestazioni è possibile nei casi previsti dalla legge — in particolare in caso di prevedibile riduzione del patrimonio di durata prolungata. Inoltre, gli uffici competenti devono verificare periodicamente la situazione economiÊ, comunque almeno ogni quattro anni.
“Damit habe es den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Zudem bringt sie in der Replik vor, das ASB habe für den Zeitraum ab Januar 2020 die gleichen Vermögenserträge angerechnet wie in den Verfügungen mit Gültigkeit ab Mai 2019. Dies sei nicht korrekt und müsse korrigiert werden. 4.4. Gemäss Art. 9 Abs. 5 lit. d ELG i.V.m. Art. 23 Abs. 1 ELV sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgebend. Eine Neuberechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist in den in Art. 25 Abs. 1 ELV genannten Fällen möglich, namentlich bei einer voraussichtlich länger dauernden Verminderung des Vermögens (Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV). Gemäss Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL), Stand 1. Januar 2020, N 3641.02 kann eine Neuberechnung einmal pro Kalenderjahr auf einen entsprechenden Antrag hin erfolgen. 4.5. Es trifft grundsätzlich zu, dass das ASB aufgrund von Art. 43 Abs. 1 ATSG die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Wer Versicherungsleistungen (bzw. hier Ergänzungsleistungen) beansprucht, muss sodann unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Gemäss Art. 24 Satz 1 ELV hat die anspruchsberechtigte Person, ihr gesetzlicher Vertreter bzw. ihre gesetzliche Vertreterin oder gegebenenfalls die Drittperson oder die Behörde, welcher eine Ergänzungsleistung ausbezahlt wird, sogar eine Meldepflicht. Sie muss vor jeder Änderung der persönlichen und vor jeder ins Gewicht fallenden Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse der anspruchsberechtigten Person unverzüglich eine Mitteilung an die kantonale Durchführungsstelle machen. Im Übrigen haben die mit der Festsetzung und Auszahlung der Ergänzungsleistungen betrauten Stellen die wirtschaftlichen Verhältnisse periodisch, mindestens aber alle vier Jahre zu überprüfen (Art.”
“Damit habe es den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Zudem bringt er in der Replik vor, das ASB habe für den Zeitraum ab Januar 2020 die gleichen Vermögenserträge angerechnet wie in den Verfügungen mit Gültigkeit ab Mai 2019. Dies sei nicht korrekt und müsse korrigiert werden. 4.4. Gemäss Art. 9 Abs. 5 lit. d ELG i.V.m. Art. 23 Abs. 1 ELV sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgebend. Eine Neuberechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist in den in Art. 25 Abs. 1 ELV genannten Fällen möglich, namentlich bei einer voraussichtlich länger dauernden Verminderung des Vermögens (Art. 25 Abs. 1 lit. c ELV). Gemäss Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL), Stand 1. Januar 2020, N 3641.02 kann eine Neuberechnung einmal pro Kalenderjahr auf einen entsprechenden Antrag hin erfolgen. 4.5. Es trifft grundsätzlich zu, dass das ASB aufgrund von Art. 43 Abs. 1 ATSG die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Wer Versicherungsleistungen (bzw. hier Ergänzungsleistungen) beansprucht, muss sodann unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Gemäss Art. 24 Satz 1 ELV hat die anspruchsberechtigte Person, ihr gesetzlicher Vertreter bzw. ihre gesetzliche Vertreterin oder gegebenenfalls die Drittperson oder die Behörde, welcher eine Ergänzungsleistung ausbezahlt wird, sogar eine Meldepflicht. Sie muss vor jeder Änderung der persönlichen und vor jeder ins Gewicht fallenden Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse der anspruchsberechtigten Person unverzüglich eine Mitteilung an die kantonale Durchführungsstelle machen. Im Übrigen haben die mit der Festsetzung und Auszahlung der Ergänzungsleistungen betrauten Stellen die wirtschaftlichen Verhältnisse periodisch, mindestens aber alle vier Jahre zu überprüfen (Art.”
Se la persona assicurata non adempie senza giustificazione agli obblighi di sottoporsi ad accertamenti e di collaborazione di cui all'art. 43 cpv. 2 LPGA, ciò può comportare la riduzione o il rifiuto delle prestazioni ai sensi dell'art. 21 cpv. 4 LPGA (in combinato con l'art. 7b LAI), purché l'accertamento sia necessario e ragionevolmente esigibile. Prima di una tale conseguenza giuridiÊ la persona assicurata deve essere diffidata per iscritto, informata delle conseguenze e le deve essere concesso un congruo termine per riflettere. Nella decisione vanno considerate le circostanze del singolo caso, in particolare l'entità della colpa. Non si impone la partecipazione forzata a una perizia; tuttavia il rifiuto può comportare le conseguenze sopra descritte.
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
“Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Massnahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG).”
“Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Behandlungen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art. 43 Abs. 3 ATSG der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Die versicherte Person muss vorher ebenfalls schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; sodann ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Nach Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art.”
“Wie der Beschwerdeführer zutreffend feststellt, kann er mit Blick auf Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht exekutorisch zur Teilnahme an der medizinischen Begutachtung gezwungen werden, doch hat er praxisgemäss die Konsequenzen einer unentschuldbaren Untersuchungsverweigerung zu tragen (vgl. Urteil 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.3 f. mit Hinweisen). Solange der rechtserhebliche Sachverhalt hinsichtlich der mit Neuanmeldung geltend gemachten Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht bundesrechtskonform festgestellt werden kann, ist eine anspruchsrelevante Änderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, weshalb es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand bleibt (E. 4.2.1 i.f.).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 373 Le relazioni mediche e la documentazione sanitaria costituiscono un elemento di valutazione importante per l'amministrazione, al fine di accertare l'entità dell'incapacità di lavoro. Il medico valuta lo stato di salute e assume una posizione motivata sull'incapacità di lavoro; sulle conseguenze giuridiche di tali accertamenti (p. es. il diritto a misure di integrazione professionale o a prestazioni pensionistiche) deciÞ in via definitiva l'autorità. Tale rilevanza delle informazioni mediche è pertinente per la procedura ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, quando la mancanza di collaborazione mette a rischio l'acquisizione delle prove.
“Quiconque fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit, fixer les prestations dues et faire valoir les prétentions récursoires (al. 2). Selon l'art. 43 al. 1 phr. 1 LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (voir également l'art. 69 al. 2 du règlement fédéral du 17 janvier 10961 sur l'assurance-invalidité [RAI, RS 831.201]). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). L'art. 49 al. 1 LPGA dispose par ailleurs que l'assureur doit rendre par écrit les décisions qui portent sur des prestations, créances ou injonctions importantes avec lesquelles l'intéressé n'est pas d'accord. 2.2 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité et, partant, le droit aux prestations de l'AI, l'administration a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. Le médecin n'a en revanche pas la compétence de statuer en dernier ressort sur les conséquences de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail. Il se contente bien plus de prendre position sur l'incapacité de travail, à savoir de procéder à une évaluation qu'il motive de son point de vue le plus substantiellement possible. En fin de compte, les données fournies par le médecin constituent un élément important pour l'appréhension juridique de la question des travaux pouvant encore être exigés de l'assuré (ATF 140 V 193 c.”
“Quiconque fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit, fixer les prestations dues et faire valoir les prétentions récursoires (al. 2). Selon l'art. 43 al. 1 phr. 1 LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (voir également l'art. 69 al. 2 du règlement fédéral du 17 janvier 10961 sur l'assurance-invalidité [RAI, RS 831.201]). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). L'art. 49 al. 1 LPGA dispose par ailleurs que l'assureur doit rendre par écrit les décisions qui portent sur des prestations, créances ou injonctions importantes avec lesquelles l'intéressé n'est pas d'accord. 2.2 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité et, partant, le droit aux prestations de l'AI, l'administration a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. Le médecin n'a en revanche pas la compétence de statuer en dernier ressort sur les conséquences de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail. Il se contente bien plus de prendre position sur l'incapacité de travail, à savoir de procéder à une évaluation qu'il motive de son point de vue le plus substantiellement possible. En fin de compte, les données fournies par le médecin constituent un élément important pour l'appréhension juridique de la question des travaux pouvant encore être exigés de l'assuré (ATF 140 V 193 c.”
LPGA art. 43 n. 372 L'autorità può, in una valutazione probatoria anticipata, rinunciare a ulteriori accertamenti se i documenti e le perizie acquisiti d'ufficio, valutati con la diligenza dovuta, fanno apparire il fatto rilevante come prevalentemente probabile e non risulta che ulteriori misure probatorie conducano a nuove risultanze rilevanti ai fini della decisione.
“Bei einer insoweit hinreichend klaren Aktenlage besteht vorliegend kein weiterer Abklärungsbedarf, weshalb entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kein (weiteres) psychiatrisches und neuropsychologisches Gutachten einzuholen ist. Insbesondere liegt diesbezüglich keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor, zumal die IV-Stelle auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten kann, wenn sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen; BGE 124 V 90 E. 4b). Angesichts des vorstehend Ausgeführten ist sie denn auch zu Recht davon ausgegangen.”
“Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (statt vieler: Entscheide des Bundesgerichts vom 3. Mai 2021, 8C_164/2021, E. 3.2.1, und vom 17. Februar 2021, 8C_783/2020, E. 5.2, je mit Hinweisen). Sowohl die in den IV-Akten enthaltenen als auch die im Beschwerdeverfahren eingereichten medizinischen Stellungnahmen der Behandler bringen keine wesentlichen Aspekte vor, welche von den Gutachtern nicht berücksichtigt worden wären, und vermögen daher keine ernsthaften Zweifel an den Ergebnissen der Begutachtung zu wecken. Folglich ist das Gutachten beweiskräftig und es kann darauf abgestellt werden. Der Beschwerdeführer beantragt den Beizug sämtlicher Akten des Hausarztes Dr. M.___ sowie die Befragung der Dres. L.___, O.___ und P.___ als sachverständige Zeugen (act. G 1; act. G 11). Gemäss Art. 61 Abs. 1 lit. c in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG klärt das Gericht bzw. die Verwaltung unter Mitwirkung der Parteien den massgeblichen Sachverhalt ab. Das Gericht ist für die Erhebung des Beweismaterials zuständig (U. Kieser, a.a.O., N 127 zu Art. 61). Auf die Abnahme eines Beweismittels kann verzichtet werden, wenn die zu beweisende Tatsache nicht wesentlich ist (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157) oder wenn das Gericht aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür annehmen kann, seine Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (sog. antizipierte Beweiswürdigung, BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148). In einer (zulässigen) antizipierten Beweiswürdigung kann keine Gehörsverletzung (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162) und auch kein Verstoss gegen den Untersuchungsgrundsatz erblickt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Januar 2008, 9C_552/2007, E. 5.1). Auch besteht diesfalls kein Anspruch auf eine Parteibefragung bzw. auf eine öffentliche Verhandlung (Urteil vom 16. Oktober 2018, 9C_321/2018, E.”
“Folglich ist für den gesamten zu beurteilenden Zeitraum von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen. Nicht massgeblich ist die diesbezüglich von pract. med. Z.___ am 25. Juli 2022 «im Längsschnittverlauf» attestierte Arbeitsfähigkeit von 75 % seit Januar 2019 (Urk. 7/78/10). Eine überzeugende Begründung für die Abweichung von der früheren Beurteilung liegt nicht vor. Der RAD-Arzt merkte vielmehr zutreffend an, dass die Arbeitsfähigkeit nach den Einschätzungen des Psychiatriezentrums D.___ im Wesentlichen durch die somatischen Einschränkungen bedingt sei, woran sich seither nichts geändert habe. Inwiefern von den eventualiter beantragten weiteren medizinischen Abklärungen andere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten wären, ist bei der konkreten Ausgangslage nicht ersichtlich. Über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen besteht auf der Grundlage des von der Beschwerdegegnerin in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ermittelten Sachverhalts hinreichende Klarheit; über den Leistungsanspruch kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Von zusätzlichen Abklärungen ist folglich in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
Se, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, si minaccia la possibile sospensione delle prestazioni o il mancato ingresso nelle stesse, l'ente erogatore dovrebbe precisare quali informazioni richieÞ (p. es. il luogo e la data d'inizio di un ricovero o di un trattamento semiresidenziale) e fissare un termine chiaro. La diffiÚ scritta prescritta dalla legge e la concessione di un congruo periodo di riflessione devono essere rispettate; inoltre, nel procedimento preliminare va garantito il diritto all'ascolto.
“118), die mittelgradige Ausprägung der depressiven Störung sei angesichts der Befundschilderung des Sachverständigen nur „knapp“ ausgewiesen; es handle sich wohl eher um eine leichtgradige depressive Störung. Die Behauptung, im Vordergrund stehe ein Abhängigkeitssyndrom, sei angesichts der vom behandelnden Psychiater verordneten Dosis von Benzodiazepinen fragwürdig. Die vom Sachverständigen empfohlene Auflage erscheine als „weniger sinnvoll“. Die Versicherte solle angehalten werden, die laufende Therapie in den nächsten Monaten zu intensivieren. Dabei sollte der Benzodiazepinkonsum überprüft und allenfalls behandelt werden. Sie, die RAD-Ärztin, habe dieses Vorgehen bereits mit dem behandelnden Psychiater besprochen. Am 13. Februar 2019 forderte die IV-Stelle die Versicherte auf (IV-act. 121), sich in den nächsten Monaten intensiver – stationär oder teilstationär – psychiatrisch behandeln zu lassen. Sie müsse der IV-Stelle bis spätestens am 8. März 2019 angeben, wo sie die stationäre oder teilstationäre Behandlung durchführen und wann sie damit beginnen werde. Andernfalls werde die IV-Stelle in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG „die Erhebungen einstellen und auf Ihr Gesuch nicht eintreten“. Die Versicherte teilte am 5. März 2019 mit, dass sie sich ab dem 23. April 2019 teilstationär im Psychiatriezentrum F.___ behandeln lassen werde (IV-act. 123). Am 6. August 2019 berichtete das Psychiatrie-Zentrum F.___ (IV-act. 133), die Versicherte habe sich vom 23. April 2019 bis zum 6. Juni 2019 in einer tagesklinischen Behandlung befunden. Sie leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer gegenwärtig mittelgradigen Episode. Zudem liege ein schädlicher Gebrauch von Sedativa vor. Die Vitalitätseinschränkung sowie die hohe Erschöpfbarkeit, die während der Behandlung festgestellt worden seien, seien als depressive Symptome zu qualifizieren. Die laufende „low dose“-Behandlung mit einem Benzodiazepin sei in Anbetracht der starken Anspannung durchaus indiziert. Aufgrund einer starken Überforderung der Versicherten, am allgemeinen Tagesklinikprogramm teilzunehmen, sei ein Wechsel in ein reduziertes Programm erfolgt.”
“arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007), soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration et la non-entrée en matière. Cela étant, en cas de rejet de la demande ou de non-entrée en matière, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations. Celle-ci devra rendre une nouvelle décision, si les nouveaux éléments recueillis sont de nature à justifier une appréciation différente de la situation (arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 6). Il s'ensuit de la nouvelle demande un droit à la rente, le cas échéant, reporté au nouveau point de départ du droit à la rente après un délai de six mois suivant le dépôt de la nouvelle demande selon l'art. 29 al. 1 LAI. 8. 8.1 Compte tenu de ce qui précède, le Tribunal de céans doit examiner si c'est à raison que sur la base de l'état de fait existant, l'OAIE n'est pas entré en matière. 8.2 Comme on l'a vu l'art. 43 al. 3 LPGA doit indiquer qu'à défaut de collaborer l'assureur pourra rendre sa décision au fond en l'état du dossier ou, subsidiairement, rendre une décision de non-entrée en matière. Dans les deux cas, conformément à l'art. 57a al. 1 LAI, au moyen d'un préavis, l'office AI communique à l'assuré toute décision finale qu'il entend prendre au sujet d'une demande de prestations, ou au sujet de la suppression ou de la réduction d'une prestation déjà allouée ainsi que toute décision qu'il entend prendre au sujet d'une suspension à tire provisionnel des prestations, et l'assuré a le droit d'être entendu, conformément à l'art. 42 LPGA. L'art. 57a al. 1 LAI énonce que le préavis est requis pour toute décision finale. En l'espèce, l'OAIE a adressé un préavis à l'assuré du 19 juillet 2023 et l'a assorti du délai de 30 jours pour se prononcer, octroyant ainsi à l'assuré le droit de se déterminer. Le droit d'être entendu, expressément réservé par l'art. 57a al. 1 LAI, vaut également ensuite d'une procédure de sommation selon l'art.”
Il mancato adempimento della collaborazione formale (p. es. l'assenza di un indirizzo di domicilio comunicato all'autorità) può costituire un inadempimento ingiustificato dell'obbligo di collaborazione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA e, in determinate ipotesi, giustificare un provvedimento basato sugli atti o il diniego di entrare nel merito ovvero la sospensione dell'erogazione. Un precedente rifiuto di collaborare può inoltre rendere difficoltosa o escludere la possibilità di ricorrere per revisione per fatti o perizie depositati successivamente, poiché tali nuovi mezzi di prova non sono in grado di smentire la motivazione decisionale originaria (rifiuto di collaborare).
“Die Vorinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung einerseits auf die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG, wonach formell rechtskräftige Verfügungen in Revision gezogen werden müssten, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Andererseits sei gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG vorgesehen, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen könne, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Versicherte hätten beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Komme die versicherte Person, die Leistungen beanspruche, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so könne der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Im Revisionsverfahren verfüge die IV-Stelle entweder eine Leistungseinstellung oder eine Leistungsaufhebung. Im vorliegenden Verfahren sei der Wohnsitz des Ehemannes der Beschwerdeführerin streitig. Beschwerdeweise werde vorgebracht, der gemeinsame Wohnsitz der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes in Deutschland sei eindeutig erstellt. Allerdings halte auch der Rechtsvertreter hierzu fest, dass leider ein offizieller, also ein behördlich gemeldeter Wohnsitz fehle. Wenn der Rechtsvertreter vorbringe, der Grundsatz ne bis in idem sei verletzt, da das Bundesgericht festgestellt habe, dass die Beschwerdeführerin «unter den gleichen Voraussetzungen wie eine Schweizer Bürgerin Anspruch auf eine Invalidenrente» habe, so übersehe er, dass das Gericht in der gleichen Erwägung ausführt, die Voraussetzungen des persönlichen Geltungsbereichs des FZA seien «als Ehefrau eines in Deutschland wohnhaften Schweizers» erfüllt.”
“Soweit der Beschwerdeführer diese Konsequenz seiner früheren Mitwirkungsverweigerung auf dem Weg der prozessualen Revision der Verfügung vom 6. August 2014 abzuwenden versucht, verkennt er, dass der Leistungsanspruch im Erstanmeldungsverfahren keiner materiellen Prüfung unterzogen wurde. Die neuen Gutachten mögen allenfalls belegen, dass er seit dem Unfalltag zu 100 % arbeitsunfähig war; sie beziehen sich damit aber von vornherein nicht auf die damalige Entscheidgrundlage - nämlich die Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers - und sind daher auch nicht geeignet, ihre eindeutige Fehlerhaftigkeit aufzuzeigen (vgl. BGE 144 V 245 E. 5.5.5; Urteil 8C_720/2009 vom 15. Februar 2010 E. 5.2). Lediglich der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die neuen Gutachten selbst dann nicht zu einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG führen würden, wenn die leistungsverweigernde Verfügung der IV-Stelle vom 6. August 2014 auf einer Prüfung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die Aktenlage beruht hätte (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Revision hat nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen Nachlässigkeit zu ermöglichen (Urteil 8C_188/2023 vom 31. Mai 2024 E. 3.3 mit Hinweisen). Erst recht nicht vermag sie ein Versäumnis zu beheben, wie es hier mit der damaligen Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers offenkundig zu bejahen ist. Es wäre ihm unbenommen gewesen, sich der medizinischen Begutachtung zu unterziehen und der IV-Stelle damit die Abklärung seines Gesundheitszustands sowie seiner Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen oder, falls notwendig, ergänzende Abklärungen bezüglich seiner Handbeschwerden zu verlangen.”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, spetta all'ente assicuratore l'obbligo di procedere all'istruzione dovuta; esso deve acquisire d'ufficio le informazioni economiche mancanti che sono rilevanti per le decisioni di merito (p. es. dati retributivi, informazioni sull'economia domestiÊ / relazione sull'economia domestiÊ, dati fiscali e patrimoniali). Se tali informazioni mancano o se l'istruzione economiÊ è incompleta, nei provvedimenti citati è stato disposto il rinvio per istruttoria complementare.
“Dès lors qu'ils ont estimé que l'activité habituelle d'assistante de direction n'était plus exigible en raison des exigences élevées qu'elle requérait en termes de relations sociales, difficilement compatibles avec les troubles digestifs dont elle souffrait, il n'est pas possible de procéder à une simple comparaison des revenus en pour-cent pour fixer le degré d'invalidité pour la part consacrée par la recourante à l'exercice d'une activité lucrative. Plus généralement, il y a lieu de constater que l'instruction menée par l'intimé sur le plan économique est lacunaire et ne permet pas de trancher le litige à satisfaction de droit, dès lors que le dossier ne contient, notamment, aucun élément relatif au salaire que la recourante percevait au moment de la survenance de son incapacité de travail, ni de rapport d'enquête économique sur le ménage destiné à établir le taux d'empêchement pour la part que l'intéressée consacrait à l'accomplissement de ses travaux habituels. Pour ces motifs, il se justifie de renvoyer le dossier à l'office intimé, à qui il appartient au premier chef d'instruire (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu'il recueille les renseignements nécessaires au calcul du degré d'invalidité de la recourante.”
“d) Le recourant, qui demande que la Cour de céans procède à la réforme de la décision entreprise s’agissant des revenus sans qu’il ne soit procédé à un renvoi de la cause à l’intimée, perd de vue que le montant de fortune indiqué dans la décision attaquée – à savoir 93'621 fr. – a une incidence sur la détermination des cotisations personnelles dues pour l’année 2019. En l’occurrence, force est de constater que le montant indiqué dans la décision querellée ne correspond ni au montant de 73'000 fr. figurant dans la déclaration d’impôts 2019, ni à celui de 55'000 fr. indiqué par le recourant. Or celui-ci ne discute pas ce point dans ses écritures, estimant que la Cour de céans dispose de tous les éléments pour réformer la décision sur opposition du 2 février 2022. En l’état, il n’est pas possible de déterminer quel montant il y aurait lieu de prendre en compte à titre de fortune pour la fixation des cotisations personnelles de 2019, si bien qu’il convient de renvoyer la cause à l’intimée à qui il incombe en premier lieu d’instruire d’instruire cette question, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). 6. a) En définitive, le recours doit être admis, la décision querellée annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour instruction complémentaire, corrections et nouvelle décision, s’agissant des revenus et de la fortune déterminants en 2019 pour fixer les cotisations personnelles AVS/AI/APG dues par le recourant pour la période du 1er janvier au 31 octobre 2019. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. a LPGA). c) Vu le sort de ses conclusions, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 1’200 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]). La liste des opérations du 19 décembre 2022 produite par Me Bacon ne peut en effet être entièrement suivie. L’activité déployée dépasse ce qu’admet la pratique de la Cour de céans dans l’estimation du temps objectivement requis pour le traitement de cas de ce genre eu égard à l’importance, à la valeur et à la complexité du litige.”
La messa in mora deve essere formulata in modo concreto e specifico: deve indicare i dati o i documenti mancanti, fissare un termine congruo per la loro integrazione e annunciare in modo preciso le conseguenze giuridiche in caso di ulteriore rifiuto ingiustificato (p. es. provvedimento sulla base degli atti, cessazione degli accertamenti/non entrata in materia, eventuale riduzione o rifiuto delle prestazioni). Indicazioni generiche non sono sufficienti.
“Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen.”
“3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
“Dagegen wird es Sache des Beschwerdeführers sein, im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG; Art. 24 ELV) die für die Verkehrswertschätzung erforderlichen Angaben zu machen. Er muss der Beschwerdegegnerin aufgrund seiner Mitwirkungspflicht sämtliche Unterlagen zur Verfügung stellen, welche die Verkehrswertschätzung ermöglichen (Art. 28 Abs. 2 ATSG), wie etwa den Nachweis des Kaufpreises und der getätigten Investitionen - zum Beispiel die Klimaanlage (vorstehend E. 4.1.2) - , wobei zu letzterem allenfalls auch die im Kanton Zürich eingereichten Steuererklärungen Aufschluss geben könnten. Zudem hat er die Personen und Amtsstellen für die erforderlichen Abklärungen zur Auskunft ermächtigen (Art. 28 Abs. 3 ATSG). Die aktive Rolle, welche die Beschwerdegegnerin bei der Abklärung einzunehmen hat, gebietet dabei, dass sie die einzureichenden Unterlagen genau bezeichnet und den Beschwerdeführer explizit und unter Ankündigung von Säumnisfolgen dazu auffordert, sie einzureichen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 [Cst.; RS 101]; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
Una decisione esclusivamente basata sugli atti (perizia sugli atti) è compatibile con l'art. 43 LPGA, purché dai referti medici disponibili e dagli altri documenti emergano elementi sufficientemente oggettivi e significativi per la valutazione del caso. In mancanza di tali documenti o qualora gli atti non forniscano un quadro chiaro dell'entità delle limitazioni dello stato di salute, una decisione fondata solo sugli atti può risultare insufficiente e rendere necessarie ulteriori accertamenti (p. es. un esame personale).
“Una valutazione sulla base dei soli atti medici (“Aktengutachten”) senza visitare l’assicurato, esplica validamente i suoi effetti se, come nel caso di specie, si dispone di sufficienti elementi risultanti da altri accertamenti personali e se si tratta di valutare la fattispecie sulla base di dati medici oggettivi già accertati, di modo che la valutazione medica diretta della persona assicurata viene messa in secondo piano (cfr. sentenza 9C_524/2017 del 21 marzo 2018, consid. 5.1; sentenza 8C_184/2013 del 7 giugno 2013 consid. 2.5; sentenza 9C_839/2008 del 29 ottobre 2009 consid. 5.4). In concreto non vi è pertanto stata alcuna violazione da parte dell’Ufficio AI del principio inquisitorio ed in particolare dell’art. 43 LPGA. A questo proposito, in DTF 145 V 90, al consid. 3.2 il Tribunale federale ha ribadito che nell’ambito delle assicurazioni sociali la procedura è retta dal principio inquisitorio, secondo cui i fatti rilevanti devono essere accertato d’ufficio dall’autorità (art. 43 LPGA). Tuttavia, questa regola non è assoluta. La sua portata è limitata dall’obbligo delle parti di collaborare. Ciò implica l’obbligo per la parte di produrre, nella misura in cui può essere ragionevolmente richiesto, le prove atte a comprovare i fatti invocati, ritenuto che in caso contrario l’assicurato deve sopportare le conseguenze dell’assenza di prove In concreto, l’insorgente non ha prodotto alcuna documentazione medica atta a mettere in dubbio quanto accertato dal medico SMR. Egli, pur invocando la possibile presenza di una patologia psicosomatica, non ha neppure allegato alcun certificato medico in merito, neppure di natura psichiatrica. In queste condizioni non vi è alcun motivo per procedere con ulteriori accertamenti e segnatamente con l’allestimento di una perizia pluridisciplinare come auspicato dal ricorrente. Va qui rammentato che conformemente alla costante giurisprudenza, qualora l'istruttoria da effettuare d'ufficio conduca l'amministrazione o il giudice, in base a un apprezzamento coscienzioso delle prove, alla convinzione che la probabilità di determinati fatti deve essere considerata predominante e che altri provvedimenti probatori non potrebbero modificare il risultato (valutazione anticipata delle prove), si rinuncerà ad assumere altre prove (cfr.”
“Der Ehemann ergänzte, dass seiner Ehefrau beim Auftreten einer Atemnot, der Panik und der Sterbeangst auch Morphintropfen helfen würden. Diese würden aber nicht sofort wirken, weshalb es wichtig sei, dass jemand bei ihr sitze. Neben der Atemnot, der Panik und der Sterbeangst komme es gelegentlich zu Herzrhythmusstörungen mit Vorhofflimmern. Letztes Jahr sei es dramatisch gewesen, weil ein Divertikulum geplatzt sei. Die Anästhesie aufgrund der nachfolgenden Operation habe die Lunge weiter geschädigt. Man sitze zwar nicht immer neben der Ehefrau, schätze aber immer ein Gefährdungsrisiko ein. 4.3.2 Diese Schilderungen wecken begründete Zweifel am Entscheid der abklärenden IV-Stelle, im Rahmen des Revisionsgesuchs auf eine persönliche Abklärung bei der Beschwerdeführerin zuhause zu verzichten und die Beurteilung der Frage, ob eine dauernde persönliche Überwachung gegeben ist, gestützt auf die Akten vorzunehmen. Ein Aktenentscheid ist zwar grundsätzlich zulässig und durchaus mit dem Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 ATSG vereinbar. Vorausgesetzt dafür ist aber, dass aus den medizinischen Berichten und den weiteren Unterlagen ein klarer Sachverhalt in Bezug auf das Ausmass der gesundheitlichen Einschränkungen und die notwendigen Hilfestellungen hervorgeht. Dies ist vorliegend fraglich, denn es liegen keine medizinischen Berichte vor, die umfassend und unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Diagnosen konkret zur Frage Stellung nehmen, ob eine dauernde persönliche Überwachung aus medizinischer Sicht plausibel erscheint. In den medizinischen Akten ist die schwere Atemnot zwar dokumentiert. Der von der Beschwerdeführerin als lebensbedrohlich wahrgenommener Zustand, wenn sie bei einer Atemnot die Tropfen nicht mehr alleine einnehmen kann, fand jedoch in den medizinischen Akten keinen Niederschlag. Auch die Tachykardien mit dem Vorhofflimmern werden in den medizinischen Akten zwar als Diagnosen erwähnt, ihre Auswirkungen auf den Alltag und den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin, wenn eine Tachykardie und eine Atemnot gleichzeitig plötzlich auftreten, werden in den medizinischen Akten nicht thematisiert.”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA spetta all'amministrazione l'accertamento dovuto del fatto giuridicamente rilevante; solo quando, nonostante tali sforzi investigativi, sia impossibile accertare un fatto che sia almeno prevalentemente probabile, grava sulla persona assicurata l'onere della prova dei fatti che giustificano la prestazione. Si appliÊ il grado di prova della probabilità predominante.
“Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a; 121 V 210 E. 6c). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsrecht tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei einer leistungsbegründenden Tatfrage liegt die Beweislast somit bei der versicherten Person. Diese Beweisregel greif allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E.”
“Für den so qualifizierten Kausalzusammenhang trägt die versicherte Person die Beweislast, wenn ein solcher Zusammenhang trotz pflichtgemässer Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht bewiesen werden kann (vgl. RKUV 1988 Nr. U 61 S. 450 f. E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts U 557/06 vom 4. Oktober 2007 E. 2; zum im Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatz vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). Es gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_420/2007 vom 29. Januar 2008 E. 5 und E. 5.3).”
“Kann die vorwiegende oder stark überwiegende Ursächlichkeit der beruflichen Tätigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden, trägt die versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2022 vom 13. März 2023 E. 4.3.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_516/2020 vom 3. Februar 2021 E. 4.2.1). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 138 V 218, 221 E. 6; Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich UV.2022.00114 vom 15. Dezember 2022 E. 1.4; Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich UV.2021.00167 vom 21. September 2022 E. 1.3; Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich UV.2017.00281 vom 22. Oktober 2019 E. 2.4.1). 3.3. Für das Vorliegen des Kausalzusammenhangs trägt die versicherte Person die Beweislast, wenn ein solcher Zusammenhang trotz pflichtgemässer Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht bewiesen werden kann (zum im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218, 221 E. 6). 4. 4.1. Die als Anhang 1 zur UVV vom Bundesrat erstellte Liste führt unter Ziff. 2 lit. b als arbeitsbedingte Erkrankung unter anderem «Infektionskrankheiten» auf, die als Folge von «Arbeiten in Spitälern, Laboratorien, Versuchsanstalten und dergleichen» auftreten. 4.2. Zwischen den Parteien zu Recht unbestritten ist, dass es sich bei der in Frage stehenden Covid-19-Erkrankung um eine Infektionskrankheit im Sinne von Ziff. 2 lit. b Anhang 1 zur UVV handelt. Weiter ist erforderlich, dass sich die versicherte Person die Infektionskrankheit im Rahmen ihrer Tätigkeit in einem Spital, Laboratorium, Versuchsanstalt oder dergleichen zuzog. Es ist daher zunächst zu prüfen, ob die Klinik F____ als Institution im Sinne von Ziff. 2 lit. b Anhang 1 UVV zu qualifizieren ist. 4.3. 4.3.1. Bei der Frage, welche Institutionen erfasst sind, ist darauf abzustellen, in welchen Institutionen eine prinzipiell erhöhte Gefahr einer Infektion besteht (Kaspar Gehring/Ueli Kieser, Pflegefachpersonen und Covid-19 Blick auf die Versicherungssituation, Pflegerecht 2021 S.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 365 Principio dell'istruttoria: l'autorità decidente è tenuta a chiarire d'ufficio e per propria iniziativa i fatti rilevanti ai fini del diritto, senza essere vincolata alle allegazioni delle parti o alle istanze probatorie. Se dalle allegazioni delle parti o da altri elementi contenuti negli atti emerge un motivo sufficiente, devono essere effettuati o disposti accertamenti supplementari. Il principio dell'istruttoria non vale in modo illimitato; è collegato agli obblighi di cooperazione delle parti.
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2020 KV Nr. 23 S. 111 E. 8.3.2).”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2020 KV Nr. 23 S. 111 E. 8.3.2).”
In caso di palese violazione del principio d'indagine (art. 43 cpv. 1 LPGA), che abbia determinato un accertamento incompleto dei fatti, il provvedimento formalmente definitivo può essere considerato «indiscutibilmente errato». In tali casi è ammesso un riesame; questo può — qualora la rettifiÊ sia di notevole importanza — comportare anche il recupero delle prestazioni indebitamente erogate. Il riesame non è soggetto a limitazione di termine.
“Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Ces principes sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (ATF 130 V 380 consid. 2.1 p. 381 s.; 129 V 110 consid. 1.1 p. 110, arrêt 8C_39/2019 du 10 juillet 2019 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (arrêt 8C_706/2019 du 28 août 2020 consid. 4.2, destiné à la publication). Selon la jurisprudence, la condition du caractère manifestement erroné est ainsi réalisée lorsque la décision a été rendue en violation manifeste du principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) sur la base d'un état de fait établi de manière incomplète. L'exigence du caractère manifestement erroné de la décision est également réalisée lorsque le droit à des prestations d'assurance a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière incorrecte (ATF 140 V 77 précité consid. 3.1 p. 79; 138 V 147 consid. 3.3 p. 328).”
“Dass die Beschwerdeführerin dies jedoch unterlassen hat, ist nachweislich der Akten offenbar alleine dem Umstand geschuldet, dass sich keine entsprechenden Nachweise in ihren Unterlagen befunden haben, die es ihr überhaupt erlaubt hätten, den strittigen Anspruch auf KAE näher zu belegen, andernfalls die Kasse die fraglichen Dokumente im Rahmen ihrer Akteneinsicht nämlich später aufgefunden hätte (Kassen-Dok 550). Insgesamt hat der Entscheid wesentliche Sachverhalt demnach nicht rechtsgenüglich abgeklärt werden können, was nicht nur zur Unrechtmässigkeit der ursprünglichen Leistungsausrichtung führt, sondern gemäss bundesgerichtlicher Praxis auch einen Grund für die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit darstellt. So ist daran zu erinnern, dass die Wiedererwägung der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich einer unrichtigen Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts dient, worunter insbesondere auch eine ursprünglich unvollständige Sachverhaltsabklärung auf Grund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG fällt (oben, Erwägung 2.2). So verhält es sich auch hier. Ob sich die Kasse anlässlich ihrer ursprünglich fehlerhaften Ausrichtung der KAE bewusst war, dass die Sachverhaltsabklärung ungenügend war und eine Auszahlung der KAE infolge der zuvor wiederholt aufgezeigten Mängel in den eingereichten Unterlagen (weiterhin) ausgeschlossen hätte, ist entgegen der von der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung unerheblich. Hintergrund bildet der Umstand, dass ein solcher Fehler nichts an der der zweifellosen Unrichtigkeit zu ändern vermag (oben, Erwägung 2.3). Alleine die Tatsache der offensichtlich unvollständigen und widersprüchlichen Sachverhaltsermittlung genügt deshalb für eine wiedererwägungsweise Rückforderung der von der Kasse zweifellos zu Unrecht auf einer mangelhaften Basis ausgerichteten KAE. Damit bleibt im vorliegenden Fall auch unerheblich, ob die Kasse ihre ursprünglichen Zahlungen möglicherweise in der Erwartung, dass die fehlenden Unterlagen noch nachgereicht würden, in vollem Bewusstsein der ungenügenden Sachverhaltsabklärung geleistet hat.”
“2 ATSG wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dabei unterliegt die Wiedererwägung keiner Befristung (vgl. Urteil des BGer 8C_424/2013 vom 21. November 2014 E. 3). Zweifellose Unrichtigkeit meint, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung unvertretbar war, weil sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder weil massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 138 V 324 E. 3.3). Qualifiziert unrichtig ist die Verfügung auch, wenn ihr ein unvollständiger Sachverhalt zugrunde liegt, so wenn eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dazu führte, dass die Invaliditätsbemessung nicht auf einer nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit beruht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Urteile des BGer 9C_466/2010 vom 23. August 2010 E. 3.2.2 und 9C_307/2011 vom 23. November 2011 E. 3.2 m. H.). Die Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit beurteilt sich nach der Rechtslage im Zeitpunkt des Verfügungserlasses, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis (vgl. BGE 138 V 147 E. 2.1).”
“Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine solche rückwirkende Korrektur. 5.2 Für die Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen Verfügung darf – vor dem Hintergrund der damaligen Rechtslage einschliesslich der geltenden Rechtspraxis (BGE 138 V 147 E. 2.1) – kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung bestehen. Eine Leistungszusprechung ist in der Regel als zweifellos unrichtig anzusehen, wenn sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte, massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden oder auch bei einer unrichtigen Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (BGE 115 V 308 E. 4a/cc; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2015, 9C_384/2015, E. 6.2 mit Hinweisen). Anlass für eine Wiedererwägung kann namentlich eine auf einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) beruhende unvollständige Sachverhaltsabklärung sein (Urteil des Bundesgerichts vom 27. November 2018, 9C 621/2018, E. 4.1 mit Hinweis). 5.3 Gemäss BGE 122 V 367 ist ein Zwischenverdienst und auch ein später ausbezahlter Bonus nach dem Entstehungsprinzip anzurechnen (vgl. auch BGE 150 V 235 E. 7.4.4). Diese Rechtslage ist eindeutig und es ist kein Grund ersichtlich, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Der Bonus über Fr. 2'500.00, welcher zweifellos für die Arbeitsleistung im Jahr 2022 ausbezahlt worden ist, ist folglich auch im Jahr 2022 anzurechnen und nicht im Monat April 2023, wie dies die Arbeitslosenkasse mit Verfügung vom 30. Mai 2023 getan hat. Die Verfügung vom 30. Mai 2023 ist demzufolge zweifellos unrichtig. 5.4 Die Wiedererwägung setzt ausserdem – wie bereits in E. 5.1 ausgeführt – voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Bewilligung verstrichen ist.”
La carenza di documenti deve essere chiarita attivamente dall'amministrazione. In adempimento dell'art. 43 cpv. 1 LPGA l'autorità deve, in caso di assenza di prove, effettuare accertamenti integrativi e raccogliere le informazioni necessarie (p. es. ricevute, estratti conto bancari o informazioni da terzi ovvero dagli erogatori di prestazioni), prima di emanare un provvedimento decisorio.
“Nach dem Tod des Ehemannes am 31. Oktober 2014 hat sich das Vermögen der Beschwerdeführerin von 231’586 Franken (Stand am 31. Oktober 2014) auf 65’333 Franken (Stand am 31. Dezember 2017) verringert. Das entspricht einem Vermögensrückgang von 166’253 Franken innerhalb von gut drei Jahren. Allerdings hat die Beschwerdeführerin ihren beiden Söhnen zusammen 26’845 Franken (vgl. act. G 3.1.26–27) auszahlen und die Todesfallkosten von insgesamt 52’560 Franken (vgl. act. G 3.1.26–26) begleichen müssen, wodurch sich das Vermögen im Jahr 2016 um insgesamt 79’405 Franken verringert hat. Dadurch reduziert sich der (übrige) Vermögensverbrauch von 166’253 Franken auf 86’848 Franken. Die Beschwerdeführerin hat angegeben, dass sie ihre Wohnung neu habe möblieren müssen. Die entsprechenden Ausgaben werden wohl als ein angemessener (d.h. nicht übertriebenem Luxus geschuldeter) Vermögensverbrauch zu qualifizieren sein, aber die Akten enthalten keine entsprechenden Kaufbelege. In Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) hätte die Beschwerdegegnerin diesbezüglich weitere Abklärungen tätigen müssen. Da sie dies nicht getan hat, ist die Verfügung vom 29. November 2018 respektive der angefochtene Einspracheentscheid „verfrüht“ beziehungsweise in Verletzung der Untersuchungspflicht ergangen, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Die Sache ist zur vollständigen Erfüllung der Untersuchungspflicht an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird versuchen, anhand von Quittungen, Bankauszügen oder Nachfragen bei den entsprechenden Möbelhäusern (an deren Namen sich die Beschwerdeführerin oder deren Söhne noch erinnern dürften) zu ermitteln, wie hoch die Ausgaben der Beschwerdeführerin für die neue Wohnungseinrichtung gewesen sind. Beim entsprechenden Betrag dürfte es sich wohl um einen angemessenen Vermögensverbrauch gehandelt haben. Die definitive Würdigung wird aber erst nach dem Abschluss der ergänzenden Abklärungen erfolgen können. Andere ausserordentliche Ausgaben in der Zeit zwischen November 2014 und Dezember 2017 sind gemäss den Akten nicht getätigt worden.”
“Da es allerdings auch bei einem ununterbrochenen „Pikettdienst“ nach der allgemeinen Lebenserfahrung durchaus möglich ist, gewisse Erledigungen nebenbei zu verrichten, kann nicht der gesamte Zeitbedarf von 579,49 Stunden berücksichtigt werden. Der relevante Anteil beträgt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wenigstens die Hälfte, also 290 Stunden pro Monat respektive 3’480 Stunden pro Jahr. Die Ehefrau des Beschwerdeführers hat diesen Aufwand in der Zeit vom 26. September 2019 bis zum 9. Dezember 2019 vorübergehend nicht selbst („gratis“) übernehmen können, weil sie in dieser Zeit dazu krankheitsbedingt nicht in der Lage gewesen sind. Für den insgesamt 5 + 31 + 30 + 9 = 75 Tage umfassenden Zeitraum hat die ungedeckte Pflege und Betreuung folglich durch direkt angestelltes Pflegepersonal geleistet werden müssen. Die Beschwerdegegnerin hat den Wert dieser Pflegeleistungen anhand eines pauschalen Stundensatzes, den sie mit einer ebenfalls pauschal „ermittelten“ Stundenzahl multipliziert hat, errechnet. Damit hat sie ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Massgebend kann nicht ein Pauschalbetrag, sondern nur jener Betrag sein, der dem Versicherten effektiv in Rechnung gestellt worden ist. In der Erwartung, dass die Beschwerdegegnerin wenigstens dieses Sachverhaltselement sorgfältig abklären wird, ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird in Erfahrung bringen, wer die notwendige Zusatzpflege im hier massgebenden Zeitraum geleistet hat, wie viele Stunden dafür aufgewendet worden sind, wie hoch der effektive Stundensatz gewesen ist und welcher Betrag letztlich in Rechnung gestellt worden ist. Diesen Betrag wird sie den Beschwerdeführern vergüten. Nach der Auffassung des Bundesgerichtes müsste in dieser Situation eine reformatio in peius angedroht werden, weil das wieder aufzunehmende Verwaltungsverfahren möglicherweise mit einem tieferen oder gar keinem Anspruch der Beschwerdeführer enden könnte. Eine solche Androhung einer reformatio in peius wäre aber sinnlos, da der Ausgang des wieder aufzunehmenden Verwaltungsverfahrens im jetzigen Zeitpunkt noch so offen ist, dass sich das Gericht bei einem Hinweis auf eine mögliche reformatio in peius gar nicht zur Höhe des Risikos, dass das Ergebnis der Sachverhaltsabklärung sich für die Beschwerdeführer nachteilig auf deren Anspruch auswirken würde, äussern könnte.”
Riferimento: LPGA, art. 43, n. 362 In caso di inadempimento colpevole e protratto degli obblighi di informazione o di cooperazione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA (p. es. ripetuta mancata presentazione agli appuntamenti, rifiuto della collaborazione professionale), l'ente assicurativo può sospendere le misure di reinserimento già in atto ovvero le prestazioni. Sono necessari la precedente procedura di diffiÚ e il periodo di riflessione nonché la proporzionalità della misura. La sospensione può essere limitata alla durata del comportamento di rifiuto.
“Nach dem Ausgeführten verletzte der Beschwerdeführer seine Mitwirkungs-pflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG bei der Abklärung von beruflichen Eingliederungsmassnahmen, indem er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung – trotz Ansetzung angemessener Fristen zuletzt unter Androhung konkreter Säumnisfolgen – weder zur weiteren Zusammenarbeit mit der Beschwerdegegnerin äusserte (insbesondere sämtliche Termine verstreichen liess, ohne eigene anzubieten, die Bereitschaftserklärung nicht unterzeichnete und sich auch sonst nicht zum weiteren Vorgehen vernehmen liess) noch realistische Berufsoptionen einbrachte (die also seinem Ausbildungsniveau entsprachen oder die er andernfalls teils selbst zu finanzieren vermöchte). Damit verunmöglichte er eine Unterstützung seitens der Beschwerdegegnerin bei der beruflichen Reintegration nach gesundheitlich bedingtem Verlust der letzten Arbeitsstelle.”
“Das kantonale Gericht legte im Urteil vom 10. April 2024 in Auseinandersetzung mit den Parteivorbringen und in Würdigung der Akten dar, weshalb die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 11. Dezember 2023 von einem nicht mehr vorhandenen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ausgehen durfte. Demnach habe der Beschwerdeführer die ihm obliegenden Mitwirkungspflichten bei der Abklärung der Anspruchsvoraussetzungen wiederholt schuldhaft verletzt, zuletzt nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 Abs. 3 ATSG. Dies berechtige zur Einstellung der bisher erbrachten beruflichen Eingliederungsmassnahmen. Dabei mass es dem Arbeits- und Reiseunfähigkeitszeugnis der Arztpraxis B.________ vom 27. September 2023 in Würdigung der gesamten Umstände, insbesondere auch weil es rückwirkend ausgestellt wurde, kein entscheidwesentliches Gewicht bei.”
“43 LPGA – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – doivent être appliquées selon le principe de la proportionnalité et se rapporter à la période pendant laquelle l'assuré refuse de collaborer. Lorsque celui-ci refuse temporairement et de manière inexcusable de se soumettre à une expertise médicale envisagée dans une procédure de révision, l'assureur-accidents peut suspendre ses prestations jusqu'à ce que l'intéressé se déclare prêt à se soumettre sans réserve à la mesure d'instruction ordonnée par une décision entrée en force (Jean- Frésard / Moser-Szeless in: Meyer (éd.), Sécurité sociale, 3e éd., p. 1126). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d'inexcusable lorsqu'aucun motif légitime n'est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible (arrêt TC FR 608 2022 82 du 27 septembre 2022 consid. 3 et la référence citée). 2.4. En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure – d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
LPGA art. 43 n. 361 Se il fascicolo è lacunoso o contraddittorio e sono necessari accertamenti integrativi, la questione viene rinviata all'ente assicurativo affinché integri l'istruttoria e successivamente adotti una nuova decisione.
“f) En l’état du dossier, on constate qu’il manque aussi une appréciation complète et détaillée sur le point de savoir dans quelle mesure les atteintes à la santé sont susceptibles d’avoir un effet sur la capacité de travail de la recourante, en particulier sur le taux d’activité exigible dans une activité adaptée, et respectivement examiner si, parmi les activités professionnelles pratiquées, il en existe éventuellement une qui soit adaptée au handicap physique. g) Compte tenu de tout ce qui précède, les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière complète. L’instruction est lacunaire sur la fixation des limitations fonctionnelles et l’appréciation de la capacité de travail notamment dans une activité adaptée à l’état de santé physique défaillant. Compte tenu de ces carences, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l’intimé – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera à l’intimé de compléter l’instruction médicale avant de rendre une nouvelle décision. 6. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de l’intimé, vu l’issue du litige. La recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2’500 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.”
“A cela s’ajoute que la question de savoir si ces atteintes sont de même origine (art. 29bis RAI) que celles ayant fondé l’octroi de la rente entière ne peut être tranchée en l’absence d’informations médicales exhaustives. Il ne saurait dès lors être prétendu que ces atteintes entraînent un nouveau délai d’attente dont l’échéance serait postérieure à la décision litigieuse, avec pour corollaire qu’elles excèderaient l’objet du litige. L’instruction s’avère lacunaire sur l’évaluation de l’état de santé de l’assuré, respectivement son évolution depuis le dernier trimestre 2021, mais encore les éléments recueillis sont insuffisants pour se prononcer, sans autre complément d’instruction, sur la capacité de travail de l’intéressé. Les faits pertinents n’ont ainsi pas été constatés de manière complète. Compte tenu de ces carences, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l’intimé – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il appartiendra dès lors à l’intimé de compléter l’instruction médicale, dans un premier temps en requérant un rapport exhaustif auprès de la Dre W.________, cas échéant en ordonnant d’autres preuves, avant de statuer le moment venu à nouveau sur le droit aux prestations. 8. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. Compte tenu de l’issue du litige, il n’est pas nécessaire de statuer en l’état sur les griefs du recourant en lien avec la détermination de son préjudice économique, respectivement sur le revenu avec invalidité et l’abattement de 10 % retenus par l’office intimé dans le calcul du degré d’invalidité. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art.”
“Aussi, dans la mesure où il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence des constatations effectuées par le SMR, on se trouve dans la situation visée par la jurisprudence qui impose de compléter l’instruction (cf. consid. 4d supra). c) En l’état actuel du dossier, il n’est pas possible de trancher la question de savoir si le recourant présente une (ou plusieurs) atteinte à la santé ayant une incidence sur sa capacité de travail résiduelle au-delà de la fin janvier 2021. Le dossier est en effet lacunaire, principalement sur la problématique de la main ou de l’épaule et de la répercussion de ces atteintes à la santé sur la capacité de travail du recourant ainsi que sur les limitations fonctionnelles. En outre la date de l’amélioration de l’état de santé du recourant avec une capacité de travail entière dès le 1er février 2021 dans une activité adaptée aux limitations fonctionnelles est peu compréhensible et semble contredite par les pièces au dossier. Il y a ainsi lieu d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimé, à qui il incombe au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA, pour qu’il en complète l’instruction. Ainsi, après avoir sollicité d’éventuels renseignements complémentaires auprès des médecins consultés par le recourant, l’intimé renverra le dossier au SMR pour un examen relatif aux limitations fonctionnelles en lien avec ses problèmes de main et épaule et leur incidence sur sa capacité de travail. Cela fait, l’intimé rendra une nouvelle décision. 6. Compte tenu de l’issue du litige, il n’y a pas lieu de donner suite aux mesures d’instruction requises par le recourant, étant entendu qu’elles n’apporteraient pas d’éléments de nature à modifier les considérations qui précèdent, et sont donc inutiles. 7. a) Il résulte de ce qui précède que le recours doit être admis, et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires (art.”
“Or, la prise en compte d’une impotence de degré faible, reposant de fait uniquement sur les allégations de la recourante à l’attention de l’enquêtrice de l’intimé, apparaît incompatible avec les conclusions communiquées par les experts du D.________ sur le plan psychique. La décision rendue en matière d’impotence affaiblit par conséquent d’autant la position soutenue par l’intimé dans le cadre de l’examen du droit à la rente. 14. En synthèse, il convient de conclure que le dossier de la recourante est constellé de contradictions et d’incohérences, tant sur le plan médical que du point de vue des décisions rendues par l’intimé, tandis que la décision litigieuse repose, en plus, sur une méthode erronée d’évaluation de l’invalidité. En l’état, la Cour de céans n’est par conséquent pas en mesure de se prononcer sur le droit à la rente de la recourante à compter du 1er janvier 2021. 15. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 360 Principio procedurale: ai sensi dell'art. 43 LPGA nel settore delle assicurazioni sociali si appliÊ il principio dell'istruttoria d'ufficio; l'autorità e, nel procedimento di ricorso, il tribunale chiariscono d'ufficio i fatti rilevanti ai fini del diritto. Spetta all'autorità decisoria o al tribunale valutare con quali mezzi e in quale misura procedere agli accertamenti; essi acquisiscono le prove liberamente e, in via sussidiaria, sotto la propria responsabilità. La decisione deve essere adottata secondo il criterio della prevalente probabilità. Il potere di rinunciare a ulteriori accertamenti presuppone tuttavia che l'autorità/il tribunale, dopo un'attenta valutazione delle prove, sia convinto che ulteriori misure probatorie non modificherebbero l'esito; gli obblighi di collaborazione delle parti limitano il principio dell'istruttoria d'ufficio.
“Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen). Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b und 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. (Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Damit wird die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen (Untersuchungsgrundsatz) statuiert. Dabei liegt es im Ermessen des Versicherungsträgers – und im Beschwerdefall des Gerichts –, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im Rahmen der Verfahrensleitung hat er einen grossen Ermessensspielraum bezüglich der Notwendigkeit, des Umfangs und der Zweckmässigkeit von Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage (Peter Forster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, Zürich 2021, N. 1 f. zu Art. 43 ATSG; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen). Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Peter Foster, a.a.O. N. 8, vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1 und 8C_520/2014 vom 29.”
“Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 193 E. 2 und 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen). Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, zum anderen nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b und 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).”
“3 let. dbis PA). Selon les principes généraux du droit intertemporel, les règles de procédure s'appliquent dans leur version en vigueur ce jour (ATF 130 V 1 consid. 3.2). 1.2 Le Tribunal administratif fédéral examine d'office et avec une pleine cognition sa compétence et les conditions de recevabilité des recours qui lui sont soumis (art. 7 PA ; ATAF 2016/15 consid. 1 ; 2014/4 consid. 1.2). Aussi est-il compétent pour connaître du présent recours (art. 31, 32 et 33 let. d LTAF ; art. 69 al. 1 let. b LAI [RS 831.20]). 1.3 Dans la mesure où la recourante est directement touchée par la décision du 18 novembre 2019 et a un intérêt digne d'être protégé à ce qu'elle soit annulée ou modifiée, elle a qualité pour recourir (art. 59 LPGA et 48 al. 1 PA). Pour le surplus, déposé en temps utile, dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 50 al. 1 PA ; art. 52 al. 1 PA), le recours est recevable. 2. La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 138 V 218 consid. 6). Par ailleurs, il applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.5 ; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2e éd. 2015, p. 243). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (ATF 122 V 157 consid. 1a ; 121 V 204 consid. 6c ; Moser/Beusch/Kneubühler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2e éd.”
“2 La procédure devant le Tribunal administratif fédéral est en principe régie par la PA (art. 37 LTAF), sous réserve des dispositions particulières de la LPGA (RS 830.1 ; art. 3 let. dbis PA). Selon les principes généraux du droit intertemporel, les règles de procédure précitées s'appliquent dans leur version en vigueur ce jour (ATF 130 V 1 consid. 3.2). 1.3 Quiconque est touché par la décision ou la décision sur opposition et a un intérêt digne d'être protégé à ce qu'elle soit annulée ou modifiée a qualité pour recourir (art. 59 LPGA et 48 al. 1 PA). Ces conditions sont remplies en l'espèce. 1.4 Déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 50 al. 1 PA ; art. 52 al. 1 PA), et l'avance sur les frais de procédure ayant été dûment acquittée (art. 63 al. 4 PA ; TAF pce 6), le recours est recevable. 2. Le litige porte sur le droit de la recourante à une rente d'invalidité. 3. La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, l'autorité de première instance, comme l'autorité de recours définissent les faits et apprécient les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, ils ne tiennent pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 138 V 218 consid. 6). Si des doutes subsistent, il leur appartient de compléter l'instruction de la cause, pour autant que l'on puisse attendre un résultat probant des mesures d'instruction entrant raisonnablement en considération (arrêt du Tribunal fédéral 9C_574/2009 du 5 mars 2010 consid. 5 et les réf. cit.). Par ailleurs, le Tribunal administratif fédéral applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op. cit., ch.”
“La modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (Développement continu de l'AI ; RO 2021 705 ; FF 2020 5373 ; Message du Conseil fédéral du 15 février 2017 [FF 2017 2363]), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706), entrées en vigueur le 1er janvier 2022, ne sont pas applicables en l'espèce. 3.2 En outre, le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue, en l'espèce le 26 février 2020. Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1, 130 V 138 consid. 2.1, 121 V 362 consid. 1b). Ils doivent néanmoins être pris en considération lorsqu'ils sont étroitement liés à l'objet du litige et de nature à influencer l'appréciation au moment où la décision attaquée a été rendue (cf. arrêts du TF 9C_758/2020 du 25 mai 2021 consid. 3.2, 9C_34/2017 du 20 avril 2017 consid. 5.2 et les réf. cit.). 4. La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Pierre Moor / Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3ème éd., 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, 138 V 218 consid. 6). Le principe de la libre appréciation des preuves s'applique de manière générale à toute procédure de nature administrative, que ce soit devant l'administration ou le juge. Si ces derniers, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation, il est superflu d'administrer d'autres preuves (appréciation anticipée des preuves [ATF 140 I 285 consid. 6.3.1 ; arrêt du TAF C-281/2019 du 2 novembre 2021 consid. 4.”
“Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 ATSG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet zum einen sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (Art. 28 ff. ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a je mit Hinweisen). Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b und 125 V 195 E. 2 je mit Hinweisen).”
L'art. 43 cpv. 1 LPGA è sostanzialmente identico all'art. 61 LPGA. Per questo motivo non nuoÎ al ricorrente fondare la sua doglianza sull'art. 43 cpv. 1 anziché sull'art. 61 LPGA; il Tribunale federale appliÊ il diritto d'ufficio (art. 106 cpv. 1 LTF).
“Vorweg ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer nicht schadet, sich bei seiner Rüge auf Art. 43 Abs. 1 ATSG, der den Untersuchungsgrundsatz auf Verwaltungsstufe statuiert, statt auf Art. 61 lit. c ATSG, der den Untersuchungsgrundsatz für das kantonale Gerichtsverfahren festhält, zu stützen. Denn die beiden Artikel sind inhaltlich identisch (vgl. statt vieler BGE 143 V 269 E. 5.2 S. 279 sowie Susanne Bollinger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 36 zu Art. 61 ATSG und Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2020, N. 106 zu Art. 61 ATSG) und das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG).”
“Vorweg ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer nicht schadet, sich bei seiner Rüge auf Art. 43 Abs. 1 ATSG, der den Untersuchungsgrundsatz auf Verwaltungsstufe statuiert, statt auf Art. 61 lit. c ATSG, der den Untersuchungsgrundsatz für das kantonale Gerichtsverfahren festhält, zu stützen. Denn die beiden Artikel sind inhaltlich identisch (vgl. statt vieler BGE 143 V 269 E. 5.2 S. 279 sowie Susanne Bollinger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 36 zu Art. 61 ATSG und Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2020, N. 106 zu Art. 61 ATSG) und das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG).”
L'art. 43 cpv. 1 LPGA istituisÎ a carico dell'ente assicuratore un ampio obbligo di svolgere accertamenti d'ufficio; tale dovere di indagine assume particolare rilievo soprattutto in caso di prolungata incapacità lavorativa. Nella misura in cui la situazione probatoria lo suggerisÊ, incombe altresì sull'assicurato l'obbligo di compiere ragionevoli sforzi di riabilitazione personale (auto-riabilitazione), sicché il mancato adempimento di misure corrispondenti può rilevare ai fini della valutazione del diritto alle prestazioni.
“Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf. arrêt TF 9C_36/2018 du 17 mai 2018 consid. 4.2 et les références); il n'a pas droit à une rente lorsqu'il serait en mesure, au besoin en changeant de profession, d'obtenir un revenu excluant une invalidité ouvrant droit à une rente; la réadaptation par soi-même est un aspect de l'obligation de diminuer le dommage et prime aussi bien le droit à une rente que celui à des mesures de réadaptation. 2.4. La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA]) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid. 5.2 et les références). Le droit de faire administrer des preuves suppose que le fait à prouver soit pertinent, que le moyen de preuve proposé soit nécessaire pour constater ce fait et que la demande soit présentée selon les formes et délais prescrits (cf.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2021 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Rente der Invalidenversicherung. Invaliditätsbemessung. Zumutbare Arbeitsfähigkeit für ideal leidensadaptierte Tätigkeiten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2021, IV 2020/172). Entscheid vom 16. November 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2020/172 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Christa Rempfler, Advokatur am Falkenstein, Falkensteinstrasse 1, Postfach, 9016 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 357 L'ente esecutore deve accertare il fatto e può a tal fine disporre e organizzare accertamenti medici o tecnico‑professionali. Alle fatture e ricevute presentate, nonché ad altri documenti, sono richiesti requisiti probatori elevati; perciò il loro valore probatorio può essere limitato. La persona assicurata è soggetta a un elevato obbligo di collaborazione; una collaborazione omessa o tardiva può, in determinati casi, essere sanata mediante domanÞ integrative ovvero mediante atti procedurali successivi. In caso di persistenza della mancata collaborazione, l'autorità deve richiamare l'interessato al suo obbligo di collaborazione e può esaminare eventuali conseguenze processuali.
“Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Sind die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt, so beschafft die IV-Stelle die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen. Zu diesem Zwecke können Berichte und Auskünfte verlangt, Gutachten eingeholt, Abklärungen an Ort und Stelle vorgenommen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beigezogen werden (Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 3.3. Die IV-Stelle ist im Administrativverfahren als einem Einparteienverfahren bis und mit Verfügungserlass hoheitlich handelndes, an das Gesetz gebundenes und zum objektiven, neutralen Vollzug verpflichtetes Durchführungsorgan der Versicherung (Urteil des Bundesgerichts vom 9. September 2015, 9C_167/2015, E. 3.4.4.; siehe auch BGE 136 V 376 E. 4.1). 3.4. Mit Art. 43 Abs. 1 ATSG weist das Gesetz dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (Art. 54-56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c-g IVG). Was den für die Invaliditätsbemessung (Art. 16 ATSG und Art. 28 ff. IVG) erforderlichen medizinischen Sachverstand angeht, kann die IV-Stelle sich hierfür unter anderem auf die externen medizinischen Sachverständigen (Art.”
“Eine versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). 3.2. 3.2.1. Gemäss des in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatzes ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 200 E. 1.4.). Grundsätzlich liegt es jedoch im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1; Urteil BGer 9C_1037/2010 vom 10. Oktober 2011 E. 5.1). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung. 3.2.2. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können (vgl.”
“Im Übrigen ist zu bemerken, dass die von der Beschwerdeführerin eingereichten Rechnungen und Quittungen auch nicht als hinreichend beweiskräftig erachtet werden können. Denn es gilt zu beachten, dass die Leistungspflicht des Krankenversicherers verlässliche Angaben zu den abklärungs- und behandlungsbedürftigen Beschwerden sowie den erfolgten Untersuchungen und Behandlungen voraussetzt. Dabei sind an den Beweiswert eingereichter Unterlagen hohe Anforderungen zu stellen, zumal eigene Abklärungen des Versicherers im Ausland nur beschränkt möglich sind (vgl. u.a. das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts K 222/05 vom 29. August 2006 E. 4.2). Die versicherte Person und der behandelnde Arzt haben dem Krankenversicherer alle medizinischen Grundlagen dafür zu liefern, dass er die Voraussetzungen einer Leistungspflicht prüfen kann. Dabei sind auch an die Mitwirkungspflicht der versicherten Person (Art. 43 Abs. 2 ATSG) hohe Anforderungen zu stellen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2015 vom 8. August 2016 E. 3.1.).”
“Schliesslich brachte der Beschwerdeführer vor, es sei zu beachten, dass seine Mitwirkungsrechte bei der Vergabe des ursprünglichen Aktengutachtens von Dr. Y.___ vom 28. Juli 2020 (Urk. 7/7) nicht beachtet worden seien, womit eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs vorliege. Dies versuche die Beschwerdegegnerin nun durch das Stellen von Zusatzfragen zu heilen. Ein solches «Gebaren» dürfe nicht geschützt werden (Urk. 1 S. 6 unten und S. 7 oben). Soweit Art. 44 ATSG (in der bis 31. Dezember 2021, bei Erstellung des Gutachtens in Kraft gewesenen Fassung) sowie BGE 137 V 210 uneingeschränkt auf Aktengutachten und nicht nur auf Begutachtungen mit Untersuchungen im Sinne von Art. 44 in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 ATSG Anwendung finden (vgl. E. 1.2.2 und E. 1.3.1), ist dem Beschwerdeführer darin zuzustimmen, dass das Gutachten vom 28. Juli 2020 (Urk. 7/7) unter Verletzung seiner Mitwirkungsrechte zustande gekommen ist, erlangte er doch erst mit Zustellung der Verfügung vom 3. September 2020 (Urk. 7/6) davon Kenntnis. Nachdem er im Zusammenhang mit der Erstellung des ursprünglichen Aktengutachtens durch Dr. Y.___ jedoch keine Ausstandsgründe gegen denselben geltend machte und ihm die Beschwerdegegnerin im Zuge des Einspracheverfahrens und somit noch im laufenden Verwaltungsverfahren wiederholt die Möglichkeit einräumte, Ergänzungsfragen zu stellen (vgl. Urk. 7/2 S. 2, Urk. 7/4 S. 1), wäre eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs jedenfalls geheilt (E. 1.4). Hieraus eine Befangenheit von Dr. Y.___ zufolge Vorbefassung ableiten zu wollen, ginge deutlich über den Schutzgedanken von Art. 44 ATSG und die darin postulierten Mitwirkungsrechte hinaus. Es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern die Aktenbeurteilung als Ganzes durch das verspätete Zustellen von Fragen des Beschwerdeführers zu Ungunsten desselben beeinflusst würde.”
“der WEL) überprüfen. Die Durchführungsstelle wird den Beschwerdeführer auf seine Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung und die Folgen deren Nichtbeachtung hinzuweisen haben (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hernach wird sie erneut über ihre Zuständigkeit zu entscheiden haben. Im Fall eines negativen Entscheids wird sie eine Nichteintretensverfügung zu erlassen (vgl. Müller, a.a.O., S. 303 f. Rz 870) und bei bejahter Zuständigkeit - nach Prüfung der Leistungsvoraussetzungen - über den Anspruch auf Zusatzleistungen zu verfügen haben. Da die Durchführungsstelle für Zusatzleistungen der Gemeinde A.___ davon ausgeht, dass der Beschwerdeführer seinen Wohnsitz in Winterthur hat (Urk. 7), bleibt auf Folgendes hinzuweisen: Ist der Wohnsitz zwischen zwei oder mehreren Durchführungsstellen für Ergänzungsleistungen strittig und gelingt es nicht, eine Einigung zu finden, hat nach der Verwaltungspraxis die Durchführungsstelle des Aufenthaltsorts eine provisorische Ergänzungsleistung auszuzahlen. Ergibt sich später aufgrund einer Verständigung oder eines Gerichtsurteils, dass eine andere Stelle zuständig ist, hat diese die provisorisch ausgerichteten Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten (Rz”
LPGA art. 43 n. 356 In caso di perizie mediche contrastanti, l'autorità deve motivare perché privilegia una perizia rispetto a un'altra; è determinante la valutazione sostanziale del contenuto (p. es. indagini approfondite, considerazione dell'anamnesi e dei disturbi dichiarati, nonché conclusioni comprensibili e motivate). La valutazione della prova avviene nell'ambito del procedimento inquisitorio; decisiva è la probabilità preponderante. In particolare, nella prova liberatoria dell'assicuratore infortuni sono necessarie valutazioni mediche probanti: l'assicuratore deve dimostrare che una causa nell'intero spettro causale sussista con probabilità preponderante (>50%).
“S'il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l'affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu'une autre. En ce qui concerne la valeur probante d'un rapport médical, ce qui est déterminant, c'est que les points litigieux aient fait l'objet d'une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu'il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu'il ait été établi en pleine connaissance de l'anamnèse, que la description du contexte médical et l'appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions de l'expert soient dûment motivées. Au demeurant, l'élément déterminant pour la valeur probante n'est ni l'origine du moyen de preuve ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1; 125 V 351 consid. 3a p. 352; 122 V 157 consid. 1c et les références). 4.4 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, l'autorité définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, elle ne tient pour existants que les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2; 139 V 176 consid. 5.3; 138 V 218 consid. 6). Partant de là, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves cf.”
“Ergänzend ist festzuhalten, dass gemäss dem zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen; zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_347/2021 vom 10. November 2021 E. 2.3). Hat der Unfallversicherer ein Ereignis anerkannt, kann jedoch anhand der medizinischen Abklärungen nachweisen, dass die Listenverletzung nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang dazu steht, so ist damit gleichzeitig erstellt, dass die Listenverletzung vorwiegend, d.”
“1 ; 125 V 351 consid. 3 ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). Le Tribunal fédéral a rappelé qu'il n'appartient pas au juge de remettre en cause le diagnostic retenu par un médecin et de poser de son propre chef des conclusions qui relèvent de la science et des tâches du corps médical. Il convient bien plutôt pour la partie qui entend remettre en cause le bien-fondé du point de vue médical, sur lequel se sont fondées les autorités judiciaires, de mettre en évidence des éléments objectivement vérifiables – de nature notamment clinique ou diagnostique – qui auraient été ignorés dans le cadre de l'appréciation et qui seraient suffisamment pertinents (TF 9C_855/2015 du 2 mai 2016 consid. 4.3). c) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L'art. 43 LPGA prévoit en effet que l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). En matière d'assurance-invalidité, l'art. 69 al. 2 RAI précise que si les conditions d'assurance sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation.”
Se il datore di lavoro non ottempera al proprio obbligo di collaborazione, l'ente assicurativo può, ai sensi dell'art. 43 LPGA, decidere sulla base degli atti. In pratiÊ ciò può comportare che i pagamenti salariali vengano stimati e che vengano addebitate retribuzioni soggette al pagamento dei premi; i documenti presentati possono inoltre essere valutati come evidentemente falsificati.
“März 2022 für die Beantwortung der Fragen gemäss Schreiben vom 3. Februar 2022 gesetzt. Ferner wies die Suva explizit darauf hin, falls die Beschwerdeführerin ihrer Mitwirkungspflicht als Arbeitgeber nicht nachkomme, werde anhand der Akten entscheiden (Art. 43 ATSG). Dies könne zur Folge haben, dass die Barzahlungen an die erwähnten Subunternehmer als prämienpflichtige Lohnsumme in Rechnung gestellt würden. Eine Antwort blieb gemäss den Akten jedoch aus. Gemäss dem Feststellungsblatt zur Revision 1610-8560.8 A.________ GmbH vom 19. Mai 2022 (Suva-Akten Nr. 250) richtete die Beschwerdeführerin 2019 Barzahlungen in der Höhe von CHF 300'284.- und 2020 in der Höhe von CHF 343'156.87 an die C.________ GmbH aus. Es handle sich um regelmässige, ausserordentlich hohe Barzahlungen ohne Detailnachweise (Werkverträge, Subunternehmerverträge, Stundenlisten, etc.). Trotz mehrfacher Nachfrage seien die Fragen der Suva zu den Barzahlungen nicht vollständig beantwortet worden. Deshalb werde gestützt auf Art. 43 ATSG aufgrund der Akten entschieden. Es seien lediglich einige Bestätigungen der C.________ GmbH eingereicht worden. Mehrere dieser Dokumente seien offensichtlich gefälscht. So sei u. a. eine Bestätigung der Beitragszahlung der SVA Zug eingereicht worden. Die SVA Zug existiere nicht. Die kantonale Ausgleichskasse in Zug heisst "Ausgleichskasse Zug". Die eingereichte Bestätigung der Suva bezüglich UVG-Versicherung und Prämienzahlung sei von der Suva nie ausgestellt worden und sei somit ebenfalls offensichtlich gefälscht. Von der Gründung am 2. April 2019 bis am 22. Juni 2021 sei E.________ als einziger Gesellschafter und Geschäftsführer bei der C.________ GmbH eingetragen, seither sei es F.________. Mangels Mitwirkung sei die C.________ GmbH bis heute nicht der Suva unterstellt. Abklärungen bei der AHV hätten ergeben, dass weder für 2019 noch für 2020 Löhne gemeldet worden seien. Gemäss Aussagen von D.________ habe er das Bargeld E.________ übergeben, weitere Fragen zur Zusammenarbeit seien nicht beantwortet worden.”
Se l'ente assicurativo ritiene necessaria una perizia mediÊ, deciÞ conformemente all'art. 44 cpv. 1 LPGA se questa debba essere svolta in modo mono-, bi- o polidisciplinare. Le perizie polidisciplinari comprendono tre o più discipline specialistiche e sono previste in particolare quando la natura del problema di salute non è ancora pienamente accertata. Ciò va considerato in relazione all'obbligo di collaborazione dell'assicurato ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA.
“Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, einzutreten. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass der Versicherungsträger die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen vorzunehmen hat. Dabei bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sie sich den für die Beurteilung ihres Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 4.2. Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen eine Begutachtung als notwendig, so obliegt ihm gemäss Art. 44 Abs. 1 ATSG die Entscheidung, ob diese mono-, bi- oder polydisziplinär zu erfolgen hat. Bei polydisziplinären Gutachten sind drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt. Sie sind namentlich für Fälle vorgesehen, bei denen der Gesundheitsschaden zwar auf eine oder zwei Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesichert ist (Massimo Aliotta, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage 2020, Art. 44 N 10). Solche Gutachten haben gemäss Art. 72bis Abs. 1 IVV bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat das BSV die webbasierte Vergabeplattform SuisseMed@P eingerichtet, über welche der gesamte Verlauf der Gutachtenseinholung gesteuert und kontrolliert wird (vgl.”
“Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, einzutreten. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass der Versicherungsträger die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen vorzunehmen hat. Dabei bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sie sich den für die Beurteilung ihres Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 4.2. Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen eine Begutachtung als notwendig, so obliegt ihm gemäss Art. 44 Abs. 1 ATSG die Entscheidung, ob diese mono-, bi- oder polydisziplinär zu erfolgen hat. Bei polydisziplinären Gutachten sind drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt. Sie sind namentlich für Fälle vorgesehen, bei denen der Gesundheitsschaden zwar auf eine oder zwei Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesichert ist (Massimo Aliotta, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage 2020, Art. 44 N 10). Solche Gutachten haben gemäss Art. 72bis Abs. 1 IVV bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat das BSV die webbasierte Vergabeplattform SuisseMed@P eingerichtet, über welche der gesamte Verlauf der Gutachtenseinholung gesteuert und kontrolliert wird (vgl.”
Se le relazioni mediche disponibili non sono conclusive o non hanno valore probatorio, i risultati degli accertamenti nel procedimento amministrativo sono considerati privi di valore probatorio. In tal caso il fatto medico rilevante ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA risulta non sufficientemente chiarito e sono necessari ulteriori accertamenti.
“Aufgrund dieser Ausführungen stellt das Gutachten von Dr. F.____ vom 28. September 2018 - entgegen der Ansicht der RAD-Ärztin Dr. G.____ - keine zuverlässige Entscheidgrundlage dar. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte nicht schlüssig genug sind, um darauf abzustellen, sind die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht beweiskräftig. Damit präsentiert sich der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG als nicht genügend abgeklärt.”
Nei procedimenti ai sensi dell'art. 43 LPGA, in caso di ricalcoli particolarmente complessi, intrecciati o poco chiari — ad esempio in presenza di correzioni multiple e sovrapposte di provvedimenti — può ritenersi fondata la necessità oggettiva di ricorrere a un'assistenza legale (eventualmente gratuita). Un sempliÎ diniego generale da parte dell'autorità non è in tali casi giustificato senza ulteriori motivazioni.
“Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung setzt die Bedürftigkeit der gesuchstellenden Person, die fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie die sachliche Gebotenheit des Beizugs eines Anwalts voraus (BGE 132 V 200 E. 4.1). Dabei ist das Erfordernis der sachlichen Gebotenheit einer Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Es müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Von Bedeutung ist auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurecht zu finden (BGE 125 V 32 E. 4b). Mit Blick darauf, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen (u.a. EL-Durchführungsstellen) also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), drängt sich eine Verbeiständung nur ausnahmsweise auf (BGE 132 V 200 E. 4.1). Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin erstmals mit Verfügung vom 3. April 2015 rückwirkend ab 1. Juli 2011 eine Ergänzungsleistung zugesprochen. Bis heute ist der EL-Anspruch der Beschwerdeführerin nicht rechtskräftig festgesetzt worden. Die Beschwerdegegnerin hat mehrmals leistungszusprechende Verfügungen ersetzt, ohne dass sie dies für einen Laien nachvollziehbar begründet hätte. Die rückwirkende Korrektur ab Anspruchsbeginn und die Korrektur als Folge der periodischen Revision sind für einen Laien nicht entwirrbar miteinander verwoben worden, indem sich die Neuberechnungszeiträume teilweise überlappt haben. Die Beschwerdeführerin ist somit aufgrund der Komplexität der Sache in verfahrensrechtlicher Hinsicht als Laiin in allen Einspracheverfahren auf rechtlichen Beistand angewiesen gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat die sachliche Gebotenheit des Beizugs des Rechtsvertreters in den Einspracheverfahren daher zu Unrecht verneint.”
“Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung setzt die Bedürftigkeit der gesuchstellenden Person, die fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie die sachliche Gebotenheit des Beizugs eines Anwalts voraus (BGE 132 V 200 E. 4.1). Dabei ist das Erfordernis der sachlichen Gebotenheit einer Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Es müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Von Bedeutung ist auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurecht zu finden (BGE 125 V 32 E. 4b). Mit Blick darauf, dass das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen (u.a. EL-Durchführungsstellen) also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), drängt sich eine Verbeiständung nur ausnahmsweise auf (BGE 132 V 200 E. 4.1). Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin erstmals mit Verfügung vom 3. April 2015 rückwirkend ab 1. Juli 2011 eine Ergänzungsleistung zugesprochen. Bis heute ist der EL-Anspruch der Beschwerdeführerin nicht rechtskräftig festgesetzt worden. Die Beschwerdegegnerin hat mehrmals leistungszusprechende Verfügungen ersetzt, ohne dass sie dies für einen Laien nachvollziehbar begründet hätte. Die rückwirkende Korrektur ab Anspruchsbeginn und die Korrektur als Folge der periodischen Revision sind für einen Laien nicht entwirrbar miteinander verwoben worden, indem sich die Neuberechnungszeiträume teilweise überlappt haben. Die Beschwerdeführerin ist somit aufgrund der Komplexität der Sache in verfahrensrechtlicher Hinsicht als Laiin in allen Einspracheverfahren auf rechtlichen Beistand angewiesen gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat die sachliche Gebotenheit des Beizugs des Rechtsvertreters in den Einspracheverfahren daher zu Unrecht verneint.”
Per rispondere alla questione dell'obbligo di mantenimento dei figli maggiorenni, la cassa / l'ente assicurativo deve, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, effettuare d'ufficio gli accertamenti necessari e, in particolare, accertare le condizioni economiche per verificare la sopportabilità.
“a AVIG haben die Organe der Arbeitslosenversicherung vorfrageweise über die Mündigenunterhaltspflicht zu befinden. In diesem Zusammenhang haben sie unter anderem die Rechtsfrage der Zumutbarkeit der Unterhaltsverpflichtung i. S. v. Art. 277 Abs. 2 ZGB zu beantworten (BGE 130 V 237 ff.). Zumutbarkeit gemäss Art. 277 Abs. 2 ZGB bedeutet, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern der Leistungsfähigkeit des Kindes gegenüberzustellen sind. Die Eigenverantwortung des mündigen Kindes geht der Unterhaltspflicht der Eltern in jedem Fall vor (vgl. Art. 276 Abs. 3 ZGB), weshalb dieses, soweit mit der Ausbildung vereinbar, alle Möglichkeiten auszuschöpfen hat, um den Unterhalt während der Ausbildung nach Möglichkeiten selbst zu bestreiten und namentlich einem Erwerb nachzugehen, wobei allenfalls ein hypothetisches Einkommen aufzurechnen ist (Urteil BGer 8C_882/2009 vom 19. Februar 2010 E. 5.1 mit Hinweisen u. a. auf BGE 130 V 237). Um die Frage der Unterhaltspflicht als Voraussetzung für den geltend gemachten Anspruch auf ein höheres Taggeld beantworten zu können, ist die Arbeitslosenkasse nach Art. 43 Abs. 1 ATSG aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes dazu verpflichtet, die zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungsmassnahmen hinsichtlich der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kindes zu tätigen (vorerwähntes Urteil BGer 8C_882/2009 E. 5.2).”
Nel caso di incertezze sull'utilizzo del patrimonio (p. es. se il capitale di vecchiaia sia stato erogato o se siano stati estinti debiti), l'ente assicurativo è tenuto, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, ad accertare attivamente la situazione di fatto. A tal fine possono essere richiesti i nomi di creditori o debitori e questi possono essere coinvolti per chiarire lo scopo del pagamento; ciò può, se necessario, avvenire anche per via di assistenza giudiziaria. Accertamenti omessi o insufficienti possono costituire una violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“55-2) ist weder belegt, dass damit Schulden getilgt worden sind (der Zahlungszweck ist unklar), noch dass tatsächlich Geld geflossen ist. Das Vorbringen des Rechtsvertreters, dass sich das Ehepaar aufgrund der Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens des Ehemanns habe verschulden müssen, ist zwar plausibel. Damit ist aber noch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann tatsächlich verschuldet haben respektive ob und falls ja wofür das Alterskapital verwendet worden ist. Es steht also nicht fest, ob und gegebenenfalls wann sich das hypothetische Vermögen infolge des Eingehens von Schulden vermindert hat. Mindestens bis zum Zeitpunkt der effektiven Auszahlung des Alterskapitals bleibt das entsprechende hypothetische Vermögen aber unverändert. Der Sachverhalt ist damit in Bezug auf die Anrechnung von Schulden, die vom hypothetischen Vermögen in Abzug zu bringen wären, unzureichend abgeklärt worden. Die Beschwerdegegnerin hat damit den Untersuchungsgrundsatz verletzt (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Die Sache ist deshalb zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Falls bei der Beschwerdeführerin keine Unterlagen betreffend das Eingehen von Schulden erhältlich gemacht werden können, könnten die Namen der Gläubiger erfragt und diese als Zeugen (allenfalls rechtshilfeweise) einvernommen werden (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 14 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren, VwVG, SR 172.021). In Bezug auf die weiteren Berechnungspositionen ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die angerechneten Beträge falsch sein könnten. Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen ist und die Sache ist zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist gemäss der nach Art. 82a ATSG anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung von Art. 61 lit. a ATSG kostenlos. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 349 Nel caso di una decisione interlocutoria relativa all'esecuzione di una perizia medica, di regola deve presumersi il rischio di un pregiudizio irreparabile; ciò non esclude l'ammissibilità di un ricorso immediato. A tali decisioni si applicano inoltre i principi sull'imparzialità degli esperti nonché la possibilità di contestare o di ricusare un esperto.
“En cas de décision incidente portant sur la mise en œuvre d’une expertise médicale, l'assuré ne peut pas se voir opposer le fait que la condition du préjudice irréparable ne serait pas remplie. En effet la portée de ce type de décisions sur l'issue du litige, compte tenu des moyens dont l'assuré dispose dans la procédure judiciaire au fond, est suffisamment importante pour admettre de principe que le risque d'un tel préjudice existe (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). Interjeté en temps utile, compte tenu de la suspension de délai de fin d’année, et dans les formes légales par une assurée dûment représentée et directement atteinte par une décision incidente sujette à recours direct et séparé auprès de l'autorité judiciaire compétente à raison du lieu et de la matière, le recours est recevable. 2. Règles relatives à l’expertise et à la récusation d’un expert. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. 2.2. Selon la jurisprudence, les règles sur l'impartialité des membres d'un tribunal valent en principe pour les experts (ATF 132 V 93 consid. 7.1). En conséquence, un expert passe pour prévenu lorsqu'il existe des circonstances propres à faire naître un doute sur son impartialité. La récusation d'un expert n'est pas limitée aux cas dans lesquels une prévention effective est établie, car une disposition interne de l'expert ne peut guère être prouvée; il suffit que les circonstances donnent l'apparence de la prévention et fassent redouter une activité partiale.”
Nell'applicazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, per la valutazione delle questioni mediche si deve far riferimento a pareri medici. Una relazione medica soddisfa i requisiti della giurisprudenza quando è completa rispetto alle questioni controverse, si fonda su accertamenti approfonditi, prende in considerazione i disturbi lamentati, è redatta in conoscenza degli atti precedenti e descrive in modo coerente e motivato i nessi medici e le conclusioni. Le perizie di specialiste e specialisti esterni che rispettano tali requisiti possono ricevere pieno valore probatorio nel procedimento amministrativo, salvo che non emergano indizi concreti che ne mettano in dubbio l'affidabilità.
“auch Urteil des Bundesgerichts 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2.). Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3, BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.1). Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 117 V 198, 200 E. 4b). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
“28 Abs. 1 lit. b und c IVG). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). 3.1.2. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist eine materielle Anspruchsvoraussetzung für die Rentenberechtigung, diejenige nach Art. 29 Abs. 1 IVG ist eine solche verfahrensmässiger Natur (formelle Karenzfrist; BGE 142 V 547, 550 E. 3.2). 3.1.3. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.2. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 3.3. 3.3.1. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E.”
“Im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Der Versicherungsträger prüft nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Für die Beurteilung von Rechtsfragen, denen medizinische Sachverhalte zugrunde liegen, ist das Gericht auf Angaben und Unterlagen von medizinischen Fachpersonen, namentlich von Ärztinnen und Ärzten, angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist nach höchstrichterlicher Praxis entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a).”
“2b). Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25 S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). 3.4. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1, BGE 125 V 351, 352 E. 3a und BGE 122 V 157, 160 E. 1c). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
In caso di applicazione manifestamente errata o insufficiente dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, la decisione d'opposizione impugnata o il provvedimento può essere annullato e la questione rinviata all'amministrazione per ulteriori accertamenti. La precedente istanza deve indicare quali omissioni concrete di accertamento sussistono e perché tali omissioni, valutate conformemente al diritto federale, escluderebbero ogni ragionevole dubbio sulla correttezza del provvedimento.
“Zwar stellte die Vorinstanz fest, dass die IV-Stelle in offenkundiger Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) die notwendigen Abklärungen bei der Rentenrevision 2010/2011 nicht mit der erforderlichen Sorgfalt getätigt habe. Sie legte aber nicht dar, welche konkreten Abklärungsversäumnisse bei bundesrechtskonformer Würdigung der Beweislage jeden vernünftigen Zweifel an der Unrichtigkeit (vgl. E. 5.1.1 hievor) der beiden Verfügungen vom 12. Oktober 2011 und 27. November 2012 hätten ausschliessen lassen.”
“Demnach ist die Beschwerde wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG dahingehend gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 3.”
“Mai 2019) ist wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die anrechenbaren Mietzinsausgaben und betreffend die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde gegen Ziff. 3 des Einspracheentscheides vom 27. August 2019 (Gesuche um unentgeltliche Rechtsverbeiständung in den Einspracheverfahren gegen die Verfügungen vom 25. Juni 2018 und 20. Mai 2019) ist dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Weiteren ist die Beschwerde gegen Ziff. 1 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (EL 2020/42, Abschreibung des Einspracheverfahrens gegen die Verfügung vom 30. Januar 2020) abzuweisen. Die Ziff. 2 und 3 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (Verfügungen vom 5. Februar 2020 und 25. März 2020, EL 2020/42) sind wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die Höhe des ab 1. November 2015 anrechenbaren Freizügigkeitsguthabens sowie der hieraus angefallenen hypothetischen Zinsen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde gegen Ziff. 4 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (Gesuche um unentgeltliche Rechtsverbeiständung in den Einspracheverfahren gegen die Verfügungen vom 30. Januar 2020, 5. Februar 2020 und 25. März 2020) ist dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch anwendbaren Fassung). Die Beschwerdeführerin obsiegt in Bezug auf beide Beschwerden (EL 2019/64 und EL 2020/42), denn wird die angefochtene Verfügung bzw. der angefochtene Einspracheentscheid aufgehoben, so liegt in Bezug auf die Verfahrenskosten immer ein vollumfängliches Obsiegen vor (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.”
“Gallen vom 16. November 2016, IV 2014/559 E. 2.2; Entscheid vom 26. Juni 2017, EL 2016/8 E. 5.2), wäre diese ohne weiteres eingehalten. Die relative Verwirkungsfrist wäre vorliegend aber auch eingehalten, wenn auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung abgestellt würde, da die Beschwerdegegnerin erst im September 2019 Kenntnis von den neuen Tatsachen erhalten hat. Die Beschwerdegegnerin ist davon ausgegangen, dass sich der Rückforderungsanspruch aus einer strafbaren Handlung des Beschwerdeführers herleitet und sich die absolute Verwirkungsfrist deshalb auf 15 Jahre verlängert hat. Sollten die weiteren Abklärungen ergeben, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum 1. Oktober 2004 bis 31. Mai 2016 tatsächlich zu Unrecht Ergänzungsleistungen bezogen hat, so müsste die Beschwerdegegnerin noch abklären, ob tatsächlich eine strafbare Handlung vorliegt, welche die absolute Verwirkungsfrist verlängert. Demnach ist der angefochtene Einspracheentscheid wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In einem durchschnittlich aufwändigen EL-Fall hat das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen gemäss seiner bisherigen Praxis eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- zugesprochen.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 346 Principio d'accertamento: Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'istituto di assicurazione è, in linea di principio, tenuto ad accertare d'ufficio il fatto rilevante ai fini del diritto. Ciò comprende l'ottenimento delle informazioni necessarie nonché la determinazione della natura e dell'estensione degli accertamenti necessari.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Untersuchungsgrundsatz; Art. 43 Abs. 1 ATSG). Das Gegenstück dazu ist die Mitwirkungspflicht der versicherten Person. Aufgrund dieser haben die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken (Art. 28 Abs. 1 ATSG). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (aArt. 28 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung) bzw. die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2021 gültigen Fassung). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art.”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2020 KV Nr. 23 S. 111 E. 8.3.2). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen.”
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 3). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass - wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen - der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann.”
La verifica della sopportabilità ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA fa parte dell'esame di proporzionalità: gli accertamenti medici o specialistici possono essere effettuati soltanto se sono necessari ai fini dell'accertamento e sopportabili per la persona assicurata. Si devono evitare perizie ripetute o nuovi accertamenti estensivi qualora ciò comporti una violazione del principio di proporzionalità. Nella ponderazione va altresì considerato che devono essere eseguiti soltanto gli accertamenti di fatto necessari (considerazione, nella ponderazione degli interessi, degli aspetti finanziari dell'ente assicuratore).
“Die Vergabe eines Verlaufsgutachtens an denselben Gutachter, der ein Erstgutachten erstattet hat, ist nicht zu beanstanden, kann dies doch den Aufschlusswert zur Beurteilung der medizinischen Entwicklung erhöhen, weil sich der Gutachter bereits früher einlässlich mit der zu begutachtenden Person befasst hat. Bei der zweiten Auftragsvergabe hat es sich also um die Erstellung eines bidisziplinären (internistisch und neurologisch) Gutachtens mit einer allfälligen psychiatrischen Verlaufsbegutachtung gehandelt. Diese Konstellation ist vom klaren Wortlaut von Art. 72bis IVV nicht erfasst. Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass ein Absprechen des Beweiswerts des vorliegenden Gutachtens rein aus formalen Gründen und damit eine erneute Begutachtung in allen drei Fachdisziplinen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung, BV, SR 101) verletzen würde. Jede medizinische Begutachtung stellt nämlich einen Eingriff in die körperliche und geistige Unversehrtheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar und ist daher nur dann durchzuführen, wenn dies zur Abklärung der Leistungsansprüche notwendig und für die zu untersuchende Person zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hierbei fallen auch finanzielle Interessen des Staates in dem Sinne ins Gewicht, dass nur die notwendigen Sachverhaltsabklärungen durchzuführen sind (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Eine Verletzung von Art. 72bis IVV ist damit zu verneinen. Im Folgenden ist das Gutachten vom 12. Juli 2018 auf seinen Beweiswert zu prüfen. Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden aufgestellten und später auf alle psychischen Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen, anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl.”
“Nach Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Abs. 1). Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Abs. 1bis). Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen ein Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis eine der folgenden Arten fest: a. monodisziplinäres Gutachten; b. bidisziplinäres Gutachten; c. polydisziplinäres Gutachten (Art. 44 Abs. 1 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 344 Per domande nuove o poco chiare, l'amministrazione deve diffidare per iscritto l'assicurato, concedergli un termine adeguato ovvero un periodo di riflessione e informarlo sulle conseguenze giuridiche (decisioni sostitutive basate sugli atti o non entrata in materia). Ciò presuppone che i mezzi di prova offerti dall'assicurato risultino idonei a rendere plausibili i fatti asseriti. La possibilità di non entrare in materia deve essere applicata con cautela quando non è possibile esaminare la questione sulla base degli atti.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI (actuellement art. 87 al. 3 RAI) et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). 3.2. Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (cf. arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) – qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve (ATF 125 V 193 consid. 2 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 5.1). En l'espèce, les documents demandés par l'OAIE, soit le questionnaire à l'assuré, le questionnaire pour indépendants, l'attestation de cessation d'activité ou de radiation du registre du commerce, la déclaration fiscale pour les années de 2019 à 2023 et tous les documents médicaux en possession du recourant, sont essentiels pour déterminer si l'assuré présente une incapacité de travail, une perte de gain à quelle hauteur et donc s'il est invalide, ainsi que s'il compte en principe au moins trois années de cotisations en Suisse. Or, seul l'assuré est en mesure d'informer de façon efficiente l'administration sur ces aspects. 7. 7.1 Selon l'art. 43 al. 3 LPGA, si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. La disposition prévoit ainsi une décision au fond sur la base des pièces au dossier, mettant un terme à la procédure (sous réserve de recours), ou la possibilité d'une décision d'irrecevabilité de la demande dont l'assureur est saisi, mettant également dans ce cas un terme à la procédure en tant que décision finale (sous réserve de recours) et non d'ordonnancement de la procédure au sens d'une décision incidente (ATF 131 V 42 consid. 3; Thierry Tanquerel, Manuel de droit administratif, 2011, n° 830), mais l'assureur doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque un examen sur le fond n'est pas possible sur la base du dossier (ATF 108 V 229 ; arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007 consid.”
L'ente assicurativo determina la natura e l'entità degli accertamenti necessari ai sensi dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA e deve osservare il principio dell'accertamento. Può avvalersi di personale medico interno all'ente assicurativo per gli accertamenti; nell'assicurazione per l'invalidità l'accertamento è di competenza dell'ufficio AI territorialmente competente.
“Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25, S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 f. E. 3., BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 und Urteil des Bundesgerichts 9C_477/2022 vom 18. Januar 2023 E. 2.2. mit Hinweisen). 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegt die Abklärung der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (vgl. Art. 54 bis 56 i.V. m. Art. 57 Abs. 1 lit. c bis g IVG sowie BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Das Gericht würdigt die Beweise in jedem Fall nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. z.B. BGE 144 V 427, 429 E. 3.2, BGE 138 V 218, 221 f. E. 6 und BGE 115 V 133, 142 f. E. 8a und b).”
“E. 3.5 mit Hinweisen). Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3, BGE 115, V 308, 313 E. 4a/bb, BGE 112 V 371, 372 E. 2b, vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2.). Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3, BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 sowie Urteile des Bundesgerichts 9C_477/2022 vom 18. Januar 2023 E. 2.2. mit Hinweisen und 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.1). 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegt die Abklärung der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (vgl. Art. 54 bis 56 i.V. m. Art. 57 Abs. 1 lit. c bis e IVG sowie BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). 3.2.2 Das Bundesgericht hat bereits verschiedentlich festgehalten, dass das Versicherungsgericht die Beweise frei zu würdigen hat und für den Beweiswert eines medizinischen Berichtes im Besonderen weder dessen Herkunft noch dessen Bezeichnung massgebend sind. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist namentlich viel mehr entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E.”
Se, nell'ambito della perizia da disporre ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA, viene acquisito un parere peritale, l'elenco dei quesiti indirizzati al perito deve essere preventivamente portato a conoscenza della persona assicurata (cfr. ATF 137 V 210; applicazione anche nell'assicurazione contro gli infortuni).
“Gemäss der bis am 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung von Art. 44 ATSG hatte der Versicherungsträger, wenn er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen musste, der Partei deren oder dessen Namen bekannt zu geben. Diese konnte den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen. Art. 44 ATSG kommt als Ergänzung von Art. 43 Abs. 1 ATSG zum Tragen. Ein Gutachten ist einzuholen, wenn der nach Art. 43 Abs. 2 ATSG zu erhebende Sachverhalt durch den Sozialversicherungsträger als nicht genügend beurteilt wird, er mithin weitere ärztliche oder fachliche Untersuchungen für notwendig erachtet (Schiavi, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N 3 zu Art. 44). Mit BGE 137 V 210 vom 28. Juni 2011 hielt das Bundesgericht zudem fest, dass der versicherten Person mit der verfügungsmässigen Anordnung der Begutachtung der Katalog mit den an den Gutachter gerichteten Fragen zur Stellungnahme zu unterbereiten ist (E. 3.4.2.9; vgl. dazu auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Rz. 42 zu Art. 44). Diese zur Invalidenversicherung ergangene Rechtsprechung findet auch im Bereich der Unfallversicherung Anwendung (BGE 138 V 318 vom 13. August 2012 E. 6).”
“Gemäss der bis am 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung von Art. 44 ATSG hatte der Versicherungsträger, wenn er zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen musste, der Partei deren oder dessen Namen bekannt zu geben. Diese konnte den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen. Art. 44 ATSG kommt als Ergänzung von Art. 43 Abs. 1 ATSG zum Tragen. Ein Gutachten ist einzuholen, wenn der nach Art. 43 Abs. 2 ATSG zu erhebende Sachverhalt durch den Sozialversicherungsträger als nicht genügend beurteilt wird, er mithin weitere ärztliche oder fachliche Untersuchungen für notwendig erachtet (Schiavi, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N 3 zu Art. 44). Mit BGE 137 V 210 vom 28. Juni 2011 hielt das Bundesgericht zudem fest, dass der versicherten Person mit der verfügungsmässigen Anordnung der Begutachtung der Katalog mit den an den Gutachter gerichteten Fragen zur Stellungnahme zu unterbereiten ist (E. 3.4.2.9; vgl. dazu auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Rz. 42 zu Art. 44). Diese zur Invalidenversicherung ergangene Rechtsprechung findet auch im Bereich der Unfallversicherung Anwendung (BGE 138 V 318 vom 13. August 2012 E. 6).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 341 Se, dal punto di vista medico, manca una diagnosi sospetta confermata oppure, per mancanza di indizi concreti o per il decorso di un periodo rilevante, non è ragionevole attendersi che ulteriori accertamenti producano risultati nuovi e significativi, l'ente assicurativo può rinunciare a ulteriori accertamenti. Ciò è stato riconosciuto, ad esempio, in relazione a perdite dentali non chiarite dopo trattamenti ortodontici, in interventi valutati di natura estetica e nei casi di cause di morte non più accertabili con preponderante probabilità. Tale astensione è consentita ai sensi dell'art. 43 LPGA, nella misura in cui la documentazione non faccia prevedere ulteriori accertamenti proficui.
“In seiner Stellungnahme vom 13. Februar 2020 hat PD Dr. C.____ denn auch eingeräumt, dass sie im vorliegenden Fall bisher nicht in der Lage gewesen seien, die Diagnose zu benennen. Der Zahnverlust nach kieferorthopädischer Behandlung bleibt damit nach wie vor unklar. Der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass der Versicherungsträger keine weiteren Abklärungen für das Vorliegen einer allfälligen Krankheit vorzukehren hat, wenn es aus medizinischer Sicht nicht gelingt, eine Verdachtsdiagnose zu bestätigen resp. per se eine Diagnose zu stellen. Es kommt hinzu, dass eine weitere medizinische Expertise mangels Vorliegens von konkreten Anhaltspunkten und aufgrund des Zeitablaufs auch keinen Aufschluss geben könnte, weswegen es nach der kieferorthopädischen Therapie zu Zahnverlusten gekommen ist, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet werden kann (sog. antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3, 131 I 153 E. 3, 126 V 130 E. 2a). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG wegen ungenügender Aktenlage ist vor diesem Hintergrund zu verneinen.”
“Während dem mit der Beschwerde eingereichten undatierten Schreiben zu entnehmen ist, dass die Beschwerdeführerin bereits eine Woche vor dem 21. Juli 2020 an Schmerzen gelitten und ein Spital aufgesucht habe (vgl. act. G 1.4), führt sie in ihrer Beschwerde aus, ab dem 20. Juli 2020 starke Bauchschmerzen verspürt zu haben und am 21. Juli 2020 in ein mit Covid-Patienten überfülltes Spital gegangen zu sein, wo sie schliesslich an eine private Ärztin überwiesen worden sei (vgl. act. G 1 S. 3). Zusammenfassend ist gestützt auf die schlüssige Beurteilung von Dr. F.___ und unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass es sich bei der am 22. Juli 2020 in E.___ durchgeführten Operation um keine Notfallbehandlung und auch sonst um keine Pflichtleistung der Krankenpflegeversicherung, sondern um einen ästhetischen Eingriff gehandelt hat. Weitere Abklärungen drängen sich nicht auf, weshalb entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl. act. G 1) auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes auszumachen ist (vgl. Art. 43 ATSG). Zusammenfassend ist die Beschwerde im Sinne der Erwägungen abzuweisen. Gerichtskosten sind bei der vorliegenden Leistungsstreitigkeit keine zu erheben (vgl. Art. 61 lit. fbis ATSG). Anspruch auf eine Parteientschädigung hat die Beschwerdeführerin bei diesem Verfahrensausgang ebenfalls nicht. Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird abgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
“___ schlecht eingestellte Diabetes mellitus überwiegend wahrscheinlich zu einer Stress-Blutung oder zu einer cardiovaskulären Todesursache geführt haben, lässt auch Dr. F.___ offen. Er hat in seinem Bericht vom 28. Juni 2023 explizit ausgeführt, dass keine abschliessende sichere Diagnose, die zum Tod geführt habe, gestellt werden könne (Suva-act. 215). Zusammenfassend lässt sich aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die unfallbedingten Beeinträchtigungen zumindest eine Teilursache des am 26. Oktober 2022 eingetretenen Todes des Versicherten dargestellt haben. Von weiteren Abklärungen sind keine wesentlich besseren Erkenntnisse mehr zu erwarten, da es sich dabei nur um Aktenbeurteilungen handeln könnte und sich entsprechend den echtzeitlichen Berichten zum Todesfall (Legalinspektionsbericht, Rettungseinsatz) die Todesursache nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bestimmen lässt. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf weitere Abklärungen verzichtet hat. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) ist nicht auszumachen. Die Beweislosigkeit wirkt sich zu Ungunsten der Beschwerdeführerin aus (vgl. dazu oben E. 2.3). Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen den angefochtenen Einspracheentscheid vom 2. August 2023 abzuweisen. Gerichtskosten sind mangels entsprechender spezialgesetzlicher Grundlage keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG). Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin auch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird abgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
Se permangono dubbi persistenti sulla valutazione svolta dal medico interno all'assicurazione o la documentazione medica non consente una risposta conclusiva alle questioni rilevanti per la prestazione, l'amministrazione deve adempiere al suo obbligo d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA. Ciò può richiedere l'acquisizione di accertamenti esterni integrativi, eventualmente una perizia polidisciplinare, nonché la presa in considerazione di nuove relazioni mediche. La necessità di una perizia polidisciplinare va valutata caso per caso.
“Entscheid Versicherungsgericht, 25.11.2021 Art. 43 Abs. 1 ATSG: Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zumindest gewisse Zweifel an der Richtigkeit der vom versicherungsinternen Arzt vorgenommenen Arbeitsfähigkeitsschätzung bestehen. Folglich kann die Beurteilung des versicherungsinternen Arztes nicht als alleinige Grundlage für die Beurteilung des Rentenanspruchs dienen. Die übrige medizinische Aktenlage lässt ebenfalls keine abschliessende Beurteilung des Rentenanspruchs zu. Der angefochtene Einspracheentscheid ist nach dem Gesagten in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen, weshalb er als rechtswidrig aufzuheben und die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen, namentlich zur Einholung einer externen, polydisziplinären Expertise, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. November 2021, UV 2021/8). Entscheid vom 25. November 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr.”
“12 VwVG) respektive lässt sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht schlüssig und zuverlässig beurteilen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; [...]). Es kann deshalb nicht - im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. hierzu BGE 136 I 229 E. 5 und 131 I 153 E. 3; Urteil des BGer I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4, in: Sozialversicherungsrecht [SVR] - Rechtsprechung 14/2007, IV Nr. 45 S. 149) - davon ausgegangen werden, dass von einer medizinisch nachvollziehbar und schlüssig begründeten Expertise keine verwertbaren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu den Diagnosen und zum Grad der Arbeitsunfähigkeit zu erwarten sind (vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 m.H.). Das gilt selbst unter dem Aspekt, dass retrospektive Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit schwierig sind und entsprechende Begutachtungen deshalb erhöhten Ansprüchen genügen müssen (vgl. hierzu Urteil des BVGer C-1421/2013 vom 29. September 2014 E. 3.4.2 m.H.). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur Neuvergabe der an sich unbestrittenen polydisziplinären Begutachtung (zur Voraussetzung des Zusammenwirkens von verschiedenen Fachdisziplinen für die sachgerechte Beurteilung der Frage der Arbeitsfähigkeit vgl. BGE 140 V 193) im Rahmen des Zufallsprinzips ist unter den gegebenen Umständen angezeigt und aufgrund der geltenden Bundesgerichtsrechtsprechung möglich, da eine Verlagerung der Expertentätigkeit von der administrativen auf die gerichtliche Ebene sachlich nicht wünschbar ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.2). Im Rahmen dieser notwendigen polydisziplinären Begutachtung haben die Expertinnen und Experten auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Gesundheitsverschlechterung ab Juli 2018, die nach Verfügungserlass vom 2. Juli 2019 erstellten ärztlichen Dokumente (so auch den aktenkundigen Bericht der N. vom 2. Dezember 2019 [...]) sowie den Umstand, dass die Zumutbarkeit in einem strukturierten Beweisverfahren zu prüfen ist respektive anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters zu erfolgen hat (BGE 143 V 418 E.”
“Or, l’intimée n’a jamais vérifié comment les chaussures orthopédiques étaient supportées par l’assuré, qui ne les avait semble-t-il toujours pas reçues en juillet 2021, selon le courrier électronique du 19 juillet 2021 de la CNA à [...]. De même, l’intimée n’a, à tort, pas jugé utile d’attendre le résultat de la scintigraphie osseuse prévue aux dires du recourant en août 2021. Au vu de ce qui précède, l’intimée s’est fondée sur des avis peu convaincants, voire discutables, ayant été mis en doute par les rapports des Drs P.________ et Z.________ produits subséquemment, tandis que les autres pièces au dossier sont insuffisantes en l’état pour répondre aux questions litigieuses. Dès lors, l’instruction menée par l’intimée est lacunaire et ne permet pas de se prononcer à satisfaction de droit sur la situation de l’assuré. Il convient donc de renvoyer la cause à l'intimée, afin qu'elle mette en œuvre une expertise médicale rhumatologique ou orthopédique, conforme à l’art. 44 LPGA, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). La possibilité sera laissée à l'expert de s'adjoindre les services d'un médecin spécialiste d'un ou plusieurs autre(s) domaine(s) s'il l'estime pertinent. Il appartiendra auparavant à l’intimée de compléter le dossier en y joignant les derniers rapports du Dr P.________ et du Dr Z.________, ainsi que le compte-rendu de la scintigraphie osseuse ordonnée. L’intimée prendra également en charge l’examen pratiqué par le Dr P.________, sur sa proposition, le 8 mai 2021, et l’examen IRM complémentaire qu’il a ordonné. Il n’y a pas lieu de se prononcer, à ce stade, sur la prise en charge de la suite du traitement, qui devra également faire l’objet d’un examen et d’une décision par l’intimée. On soulignera à toutes fins utiles que cette dernière se doit de prendre les mesures qu’exige le traitement approprié des suites de l’accident, conformément aux art. 10 et 48 LAA. 5. a) Il résulte de ce qui précède que le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant retournée à la CNA pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision.”
“Die Nichtberücksichtigung des psychiatrischen Teilgutachtens des ZMB führt nicht zur Beweisuntauglichkeit des gesamten Gutachtens, auch wenn die interdisziplinäre Ausrichtung ein zentrales Wesensmerkmal der MEDAS-Gutachten ist und bei komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Einschätzung der Leistungsfähigkeit auf umfassender, die Teilergebnisse verschiedener medizinischer Disziplinen integrierender Grundlage erfolgen muss (BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Optimal ist, wenn - unabhängig davon, welche Fachrichtungen bei der Durchführung der polydisziplinären Begutachtung berücksichtigt wurden - die abschliessende, gesamthafte Beurteilung von Kausalität und Arbeitsunfähigkeit auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes erfolgt, damit die Ergebnisse aus den einzelnen Fachrichtungen zusammengeführt und dargelegt werden können (Urteil 8C_323/2007 vom 25. Februar 2008 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Zwingende Voraussetzung für die Beweistauglichkeit eines polydisziplinären Gutachtens ist dies jedoch nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen und ein anderes Fachgutachten eingeholt wird. Denn letztlich beurteilt sich die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, stets anhand des konkreten Einzelfalls bzw. danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Die Vorinstanz hat nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, weshalb dem somatischen Teil des ZMB-Gutachtens vom 21. Januar 2020 - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - Beweiskraft zukommt. Wie die Vorinstanz willkürfrei feststellte, ist die medizinische Situation insoweit durch die vorliegenden beweiswertigen Akten hinreichend abgeklärt, weshalb in dieser Konstellation die erneute Begutachtung in lediglich zwei Fachgebieten (Psychiatrie und Neuropsychologie) notwendig aber auch genügend war. Dies verletzt kein Bundesrecht.”
“Cette problématique, liée principalement à des troubles du sommeil, n’a pas fait l’objet d’un examen consciencieux de la part du SMR. On relève en particulier que celui-ci n’examine pas la problématique de l’insomnie et se trompe lorsqu’il affirme que le recourant est appareillé depuis l’été 2014 et que son état est amélioré depuis lors, puisqu’il ressort des rapports établis par la Dresse M.________ que ce traitement a été mal toléré et que le trouble respiratoire était en dernier lieu d’intensité modérée à sévère (rapports des 22 août 2014 et 20 octobre 2017 ; voir également rapport d’expertise du Dr R.________ du 30 janvier 2017). d) Par conséquent, en l’absence d’une appréciation médicale exhaustive prenant en compte les interactions entre les plans somatique et psychique, l’instruction doit être complétée. Il convient de renvoyer la cause à l’office intimé, autorité à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’il mette en œuvre une expertise pluridisciplinaire conformément aux exigences découlant de l’art. 44 LPGA, expertise qui devra notamment comprendre des volets rhumatologique, diabétologique et psychiatrique, ainsi qu’une analyse objective du phénomène de fatigue. e) Il n'y a pour le reste pas lieu de traiter les autres griefs du recourant, à propos du taux d’abattement notamment, l’OAI devant revoir la situation sur le plan médical et les conséquences qui en résultent. C. Reprenant l’instruction, l’OAI a confié au Centre B.________ d’A.________ la réalisation d’une expertise pluridisciplinaire comportant un volet rhumatologique (Dresse S.________, spécialiste en médecine physique et réadaptation et en rhumatologie), endocrinologique/diabétologique (Dr J.________, spécialiste en médecine interne générale et en endocrinologie/diabétologie) et psychiatrique (Dr C.________, spécialiste en psychiatrie et psychothérapie). Dans leur rapport de synthèse du 7 janvier 2020 (évaluation consensuelle), les experts ont posé les diagnostics suivants « ayant ou non une incidence sur la capacité de travail » : - douleurs chroniques du coude droit avec limitations articulaires, arthrose post-traumatique du coude (2014), status après accident (en 1983-1984) ; - douleurs du pouce gauche, rhizarthrose probable, status post amputation de l’index et du médius (phalanges distales de l’index et d’un tiers du médius) suite à un traumatisme par écrasement (octobre 1981) ; - lombalgies chroniques avec sciatalgies intermittentes à bascule à prédominance droite sur hernie discale L5-S1 médiane, canal lombaire étroit rétréci en L5-S1, rétrécissement foraminal bilatéral L5-S1, status après cure de hernie discale L4-L5 droite (1991) ; - neuropathie cubitale gauche modérée (essentiellement myélénique ; électroneuromyogramme du 9 février 2011) ; - arthropathie débutante cunéo-naviculaire interne, séquelles de déchirure du ligament talo-fibulaire du pied droit (IRM d’avril 2018) ; - status post périarthrite scapulo-humérale gauche sur lésion du sus-épineux (2014) ; - status après enthésopathie proximale et aponévropathie du pied droit (IRM d’avril 2018) ; - trouble dépressif, épisode actuel moyen, avec symptômes somatiques ; - personnalité paranoïaque ; - diabète de type II, actuellement insulino-requérant dans un contexte de syndrome métabolique depuis 1997 ; - apnées du sommeil sévères et intolérance du traitement par CPAP.”
“Il a en effet posé le diagnostic de fibromyalgie, mais a renoncé à en évaluer les conséquences sur la capacité de travail de la recourante. Par ailleurs, l’appréciation du caractère invalidant d’une fibromyalgie doit se faire avec le concours d’un médecin spécialisé en psychiatrie (cf. consid. 4c supra). En l’espèce, une expertise psychiatrique sera donc nécessaire à cet effet. En outre, le Prof. X.________ a fait état, le 4 novembre 2021, d’un malaise avec perte de connaissance, suivi d’une « intervention en octobre 2020 », qui n’ont pas été instruits par l’intimé. Des investigations complémentaires sont nécessaires sur ce point également. En l’état, les rapports médicaux au dossier sont insuffisants pour allouer les prestations demandées par la recourante dans ses conclusions principales, mais justifient un renvoi pour complément d’instruction par l’intimé, à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA. Il incombera à l’intimé, dans un premier temps, de compléter ses investigations en se renseignant auprès des médecins traitants sur d’éventuels examens récents ou sur une intervention d’un cardiologue en octobre 2020 ou postérieurement. Dans un deuxième temps, il lui appartiendra d’ordonner une expertise pluridisciplinaire comprenant des volets rhumatologiques, neurologiques et psychiatriques. L’intimé déterminera également si, compte tenu des renseignements pris au préalable auprès des médecins traitants, un volet cardiologique devra être intégré à l’expertise. 6. a) En définitive, le recours doit être admis, et la décision attaquée annulée, la cause étant retournée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l'octroi ou le refus de prestations de l'AI devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires (art. 69 al. 1bis LAI). En l’occurrence, il convient d'arrêter ces frais à 400 fr.”
La mancanza di consapevolezza della malattia può — nella misura in cui costituisce parte del disturbo psichico — comportare che il comportamento della persona assicurata volto a rifiutare la terapia non sia considerato colpa; ciò può, di conseguenza, impedire una riduzione o il rifiuto delle prestazioni ai sensi dell'art. 7b LAI.
“Nach Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 IVG). Ist eine versicherte Person bezüglich einer psychischen Problematik nicht einsichtig und lehnt eine entsprechende Therapie ab, gereicht ihr dies unter Umständen dann nicht zum Verschulden, wenn die fehlende Krankheitseinsicht gerade Teil des Leidens selbst ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_82/2013 vom 20. März 2013 E. 3 mit Hinweisen).”
Un avvertimento ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA deve essere effettuato nel contesto di una misura di accertamento concretamente disposta. Una comunicazione informale che richiede soltanto un'assicurazione generale (un avviso "in bianco") non soddisfa tale requisito.
“Die Beschwerdegegnerin hat zwar zu Recht darauf hingewiesen, dass eine entsprechende Abmahnung nach der Auffassung des Bundesgerichtes (BGE 132 V 93) und des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen (vgl. das Urteil IV 2009/20 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 13. Mai 2009) keinen Verfügungscharakter hat. Aber sie hat übersehen, dass ihr formloses Schreiben vom 25. Juni 2024 keine solche typische Abmahnung gewesen ist. Eine Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG ergeht nämlich notwendigerweise im Rahmen der Anordnung einer Abklärungsmassnahme, denn sie ist nur ein Hinweis auf die Rechtsfolgen des Art. 43 Abs. 3 ATSG für den Fall, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit der konkret angeordneten Abklärungsmassnahme nicht erfüllen sollte. Entgegen der offenbar von der Beschwerdegegnerin vertretenen Ansicht ist es nicht die Weigerung der versicherten Person, ihre Mitwirkung für eine erst geplante Abklärungsmassnahme zuzusichern, die die Rechtsfolgen des Art. 43 Abs. 3 ATSG eintreten lässt, sondern vielmehr die Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der späteren Durchführung dieser Abklärungsmassnahme. Die Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG bezweckt lediglich die Aufklärung der versicherten Person über die Konsequenzen, die eine allfällige Verletzung der Mitwirkungspflicht nach sich ziehen kann. Die Reaktion der versicherten Person auf eine solche Abmahnung ist irrelevant. Entscheidend ist nur, ob die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung erfüllt. Nur wenn die Beschwerdegegnerin eine weitere Begutachtung angeordnet und den Beschwerdeführer im Zuge dessen auf die Folgen einer erneuten Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen hätte, könnte ihre Auffassung, ein solcher Hinweis sei keine beschwerdefähige Verfügung, zutreffend sein. Das formlose Schreiben vom 25. Juni 2024 hat allerdings keine Anordnung einer weiteren Begutachtung und auch keine im Zusammenhang mit einer solchen Anordnung verbundene Abmahnung der Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers bei dieser Begutachtung enthalten. Mit ihrem Schreiben vom 25. Juni 2024 hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer nur verpflichten wollen, eine Art „Blanko“-Zusicherung im Hinblick auf eine allfällig noch folgende Begutachtung zu erklären.”
“Gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG kann ein Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nachkommt, obwohl sie vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen worden ist. Die Beschwerdegegnerin hat zwar zu Recht darauf hingewiesen, dass eine entsprechende Abmahnung nach der Auffassung des Bundesgerichtes (BGE 132 V 93) und des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen (vgl. das Urteil IV 2009/20 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 13. Mai 2009) keinen Verfügungscharakter hat. Aber sie hat übersehen, dass ihr formloses Schreiben vom 25. Juni 2024 keine solche typische Abmahnung gewesen ist. Eine Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG ergeht nämlich notwendigerweise im Rahmen der Anordnung einer Abklärungsmassnahme, denn sie ist nur ein Hinweis auf die Rechtsfolgen des Art. 43 Abs. 3 ATSG für den Fall, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit der konkret angeordneten Abklärungsmassnahme nicht erfüllen sollte. Entgegen der offenbar von der Beschwerdegegnerin vertretenen Ansicht ist es nicht die Weigerung der versicherten Person, ihre Mitwirkung für eine erst geplante Abklärungsmassnahme zuzusichern, die die Rechtsfolgen des Art. 43 Abs. 3 ATSG eintreten lässt, sondern vielmehr die Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der späteren Durchführung dieser Abklärungsmassnahme. Die Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG bezweckt lediglich die Aufklärung der versicherten Person über die Konsequenzen, die eine allfällige Verletzung der Mitwirkungspflicht nach sich ziehen kann. Die Reaktion der versicherten Person auf eine solche Abmahnung ist irrelevant. Entscheidend ist nur, ob die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung erfüllt. Nur wenn die Beschwerdegegnerin eine weitere Begutachtung angeordnet und den Beschwerdeführer im Zuge dessen auf die Folgen einer erneuten Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen hätte, könnte ihre Auffassung, ein solcher Hinweis sei keine beschwerdefähige Verfügung, zutreffend sein.”
“Gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG kann ein Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nachkommt, obwohl sie vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen worden ist. Die Beschwerdegegnerin hat zwar zu Recht darauf hingewiesen, dass eine entsprechende Abmahnung nach der Auffassung des Bundesgerichtes (BGE 132 V 93) und des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen (vgl. das Urteil IV 2009/20 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 13. Mai 2009) keinen Verfügungscharakter hat. Aber sie hat übersehen, dass ihr formloses Schreiben vom 25. Juni 2024 keine solche typische Abmahnung gewesen ist. Eine Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG ergeht nämlich notwendigerweise im Rahmen der Anordnung einer Abklärungsmassnahme, denn sie ist nur ein Hinweis auf die Rechtsfolgen des Art. 43 Abs. 3 ATSG für den Fall, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit der konkret angeordneten Abklärungsmassnahme nicht erfüllen sollte.”
La direzione del procedimento spetta all'istituto assicuratore. Quest'ultimo determina – nell'ampio margine di discrezionalità previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA – la necessità, l'entità e l'appropriatezza degli accertamenti medici ovvero delle perizie. Le funzioni della direzione del procedimento non possono essere delegate a una parte del procedimento in modo tale che questa, di fatto, indirizzi le indagini o la scelta delle perizie.
“Auch müsse das Gutachten den Besonderheiten des Invalidenversicherungsverfahrens gerecht werden. Das vom Beschwerdeführer beantragte Vorgehen würde vielmehr dazu führen, dass Aufgaben der Verfahrensleitung im IV-Verfahren gewissermassen auf eine der Parteien des zivilrechtlichen Verfahrens übertragen würden, was mit Art. 43 ATSG nicht vereinbar sei. Auch sei fraglich, ob das Zivilgericht dem Antrag des Beschwerdeführers entsprechen werde. Angesichts der Verfahrensdauer sei es nicht angebracht, zusätzliche, in ihrer Dauer noch nicht absehbare Verfahrensverzögerungen in Kauf zu nehmen. Auch bestehe kein rechtlicher Anspruch darauf, dass eine Begutachtung in einem gleichzeitig stattfindenden zivilrechtlichen Verfahren abgewartet werde. Auf diese Weise käme einem zivilgerichtlichen Gutachten stets Vorrang zu, was mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung nicht vereinbar sei. 2.3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Antrag auf Verfahrenssistierung zu Recht abgewiesen hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er nach Art. 44 ATSG der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. 3.2. Die Verfahrensleitung liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_481/2013, E. 3.4.). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Sind die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt, so beschafft die IV-Stelle die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen.”
“Auch müsse das Gutachten den Besonderheiten des Invalidenversicherungsverfahrens gerecht werden. Das vom Beschwerdeführer beantragte Vorgehen würde vielmehr dazu führen, dass Aufgaben der Verfahrensleitung im IV-Verfahren gewissermassen auf eine der Parteien des zivilrechtlichen Verfahrens übertragen würden, was mit Art. 43 ATSG nicht vereinbar sei. Auch sei fraglich, ob das Zivilgericht dem Antrag des Beschwerdeführers entsprechen werde. Angesichts der Verfahrensdauer sei es nicht angebracht, zusätzliche, in ihrer Dauer noch nicht absehbare Verfahrensverzögerungen in Kauf zu nehmen. Auch bestehe kein rechtlicher Anspruch darauf, dass eine Begutachtung in einem gleichzeitig stattfindenden zivilrechtlichen Verfahren abgewartet werde. Auf diese Weise käme einem zivilgerichtlichen Gutachten stets Vorrang zu, was mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung nicht vereinbar sei. 2.3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Antrag auf Verfahrenssistierung zu Recht abgewiesen hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er nach Art. 44 ATSG der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. 3.2. Die Verfahrensleitung liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_481/2013, E. 3.4.). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Sind die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt, so beschafft die IV-Stelle die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen.”
LPGA art. 43 n. 336 Una perizia basata esclusivamente sulla documentazione può essere ammissibile e sufficiente ai sensi dell'art. 43 LPGA quando gli atti disponibili forniscono elementi medici oggettivi e sufficienti. La mancanza di accertamenti personali del perito non è automaticamente censurabile, purché la documentazione costituisca una base adeguata per una valutazione medica e quindi non appaiano necessarie ulteriori indagini.
“Mit dem Beschwerdeführer ist weiter festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin nach Eingang des Gutachtens von pract. med. D.____ im Januar 2020 weitere medizinische Berichte einholte und durch den RAD würdigen liess. Dieses Vorgehen ist mit Blick auf Art. 43 ATSG nicht zu beanstanden. Dabei ist aber zu beachten, dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die Berichte von Dr. F.____ vom 30. Juli 2018 und 29. Januar 2019 dem Gutachter vorgelegen haben (vgl. Seite 10 und 13 des Gutachtens). Pract. med. D.____ konnte diese Unterlagen daher in seine Gesamtbeurteilung einfliessen lassen und dabei insbesondere auch die von Dr. F.____ betonten Schwierigkeiten bei der Einordnung in eine Gruppe und in der Planung sowie Organisation berücksichtigen. Mit Blick auf die Ausführungen von Dr. F.____ ist zu beachten, dass sie auch noch auf eine starke Einschränkung der Ressourcen hinweist, ohne diese genau zu konkretisieren. Pract. med. D.____ thematisierte gleich wie Dr. F.____ die problematische Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Mutter. Er führte diesbezüglich aus, dass der Umstand einer überprotektiven Mutter als kritisch zu bewerten sei. Durch deren dauernde Überbesorgtheit um den mittlerweile erwachsenen Versicherten sei es diesem bisher nicht gelungen, Schwierigkeiten adäquat zu bewältigen.”
“Somit ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Gutachten des MZR abstellte, da es eine genügende Grundlage zur Beurteilung des Rentenanspruchs in der relevanten Zeitspanne liefert. Anlass für weitere medizinische Abklärungen besteht nicht. Die Beschwerdegegnerin ist ihrer Abklärungspflicht in genügender Weise nachgekommen und hat den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 ATSG nicht verletzt. Folglich ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer seit jeher die Ausübung einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100% zumutbar ist.”
“L’assenza di propri esami diretti non costituisce, di per sé, un motivo per mettere in dubbio la validità di un rapporto SMR se esso soddisfa altrimenti le esigenze di natura probatoria generalmente riconosciute (sentenza 9C_323/2009 pubblicata in SVR 2009 IV n. 56 pag. 174; cfr. anche sentenza 9C_294/2011 del 24 febbraio 2012, consid. 4.2 e sentenza 9C_787/2012 del 20 dicembre 2012, consid. 4.2.1). Una valutazione sulla base dei soli atti medici (“Aktengutachten”) senza visitare l’assicurato, esplica validamente i suoi effetti se, come nel caso di specie, si dispone di sufficienti elementi risultanti da altri accertamenti personali e se si tratta di valutare la fattispecie sulla base di dati medici oggettivi già accertati, di modo che la valutazione medica diretta della persona assicurata viene messa in secondo piano (cfr. sentenza 9C_524/2017 del 21 marzo 2018, consid. 5.1; sentenza 8C_184/2013 del 7 giugno 2013 consid. 2.5; sentenza 9C_839/2008 del 29 ottobre 2009 consid. 5.4). In concreto non vi è pertanto stata alcuna violazione da parte dell’Ufficio AI del principio inquisitorio ed in particolare dell’art. 43 LPGA. A questo proposito, in DTF 145 V 90, al consid. 3.2 il Tribunale federale ha ribadito che nell’ambito delle assicurazioni sociali la procedura è retta dal principio inquisitorio, secondo cui i fatti rilevanti devono essere accertato d’ufficio dall’autorità (art. 43 LPGA). Tuttavia, questa regola non è assoluta. La sua portata è limitata dall’obbligo delle parti di collaborare. Ciò implica l’obbligo per la parte di produrre, nella misura in cui può essere ragionevolmente richiesto, le prove atte a comprovare i fatti invocati, ritenuto che in caso contrario l’assicurato deve sopportare le conseguenze dell’assenza di prove In concreto, l’insorgente non ha prodotto alcuna documentazione medica atta a mettere in dubbio quanto accertato dal medico SMR. Egli, pur invocando la possibile presenza di una patologia psicosomatica, non ha neppure allegato alcun certificato medico in merito, neppure di natura psichiatrica. In queste condizioni non vi è alcun motivo per procedere con ulteriori accertamenti e segnatamente con l’allestimento di una perizia pluridisciplinare come auspicato dal ricorrente.”
art. 43 cpv. 3 LPGA istituisce — previa diffida scritta e concessione di un termine congruo di riflessione — la possibilità, in caso di omessa collaborazione ingiustificata, di decidere in base allo stato degli atti o di non entrare nel merito. La norma ha una portata generale e non si limita agli obblighi di collaborazione di natura medica. In pratica rientrano in tale fattispecie, tra l'altro, l'impedire una perizia o il mancato presentarsi a un accertamento ordinato sul mercato del lavoro (AMA); tali comportamenti sono stati qualificati, nelle decisioni citate, come omessa collaborazione ingiustificata e hanno portato a provvedimenti di non entrata o a decisioni fondate sugli atti.
“Der Beschwerdegegner hat die psychiatrische Begutachtung unbestrittenermassen verhindert, wie Dr. med. C.________ im Bericht vom 2. Oktober 2014 im Einzelnen geschildert hat, wobei sein Verhalten nicht mit den in den Akten aufgeführten psychischen Störungen erklärt werden könne und für einige der diagnostizierten Leiden hochgradig untypisch sei. Das Vorliegen eines strategischen, zweckgebundenen Verhaltens könne nicht ausgeschlossen werden. Hinreichend schlüssige Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner zum vorgesehenen Untersuchungszeitpunkt nicht urteilsfähig war, fehlen, woran nichts ändert, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeblich daran zweifelte, dass der Versicherte den Begutachtungstermin einhalten würde. Somit ist als erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdegegner seinen Mitwirkungspflichten nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist. Wie die IV-Stelle zutreffend bemerkt, setzt die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen”
“b) Le litige porte sur le point de savoir si l’intimé était fondé à refuser la demande de prestations de l’assurance-invalidité au motif que l’assuré n’avait pas suffisamment collaboré à l’instruction. 3. a) Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, quiconque fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit, fixer les prestations dues et faire valoir les prétentions récursoires. Aux termes de l'art. 43 al. 1 LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit. Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Cette disposition a une portée générale et concerne – sous réserve de l’art. 21 al. 4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid.”
“Nach Abschluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit dem Erwerb des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) ..., Fachrichtung …- und …, bestanden Zweifel, ob die Tätigkeit als ... als den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst zu qualifizieren war. Zwecks Klärung der Arbeitsfähigkeit und der weiteren Leistungspflicht beabsichtigte die Beschwerdegegnerin deshalb die Durchführung einer AMA, an welcher der Beschwerdeführer jedoch nicht teilnahm (act. II 74), woraufhin die Beschwerdegegnerin mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 11. Juni 2014 (act. II 77) in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG auf das Leistungsbegehren nicht eintrat. Mangels einer materiellen Prüfung des damaligen Rentenanspruchs ist die im März 2021 erfolgte Wiederanmeldung zum Leistungsbezug (act. II 82) folglich nicht in analoger Anwendung der Rentenrevisionsregeln (Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]), sondern wie eine Erstanmeldung zu beurteilen, womit der Nachweis einer Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen entfällt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 22. März 2022, 8C_404/2021, E. 5.2.1; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, S. 445, Rz. 129).”
Qualora sussistano dubbi sull'attendibilità o sulla rilevanza delle perizie mediche, incombe in primo luogo all'ente assicurativo procedere, ai sensi dell'art. 43 LPGA, con atti istruttori integrativi e, ove necessario, disporre una perizia ai sensi dell'art. 44 LPGA. In alternativa, il giudice — anziché compiere egli stesso i provvedimenti amministrativi — può rinviare la questione all'ente assicurativo o, nei casi appropriati, ordinare una perizia giudiziale.
“In una sentenza 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 - dunque successiva a quella pubblicata in DTF 137 V 210 - emanata in materia di assicurazione contro gli infortuni, il Tribunale federale ha ribadito i principi sviluppati nella DTF 135 V 465, in particolare che, in presenza di dubbi circa l’affidabilità di rapporti allestiti da medici di fiducia, il giudice (cantonale) è libero di scegliere se ordinare direttamente una perizia giudiziaria oppure rinviare gli atti all’amministrazione affinché disponga essa stessa una perizia seguendo la procedura di cui all’art. 44 LPGA: " Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).” (STF 8C_59/2011 consid. 5.2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Nella presente fattispecie, l’CO 1 ha fondato la decisione su opposizione impugnata esclusivamente sul parere del proprio medico fiduciario. In un caso del genere, per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid.”
“In una sentenza 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 - dunque successiva a quella pubblicata in DTF 137 V 210 - emanata in materia di assicurazione contro gli infortuni, il Tribunale federale ha ribadito i principi sviluppati nella DTF 135 V 465, in particolare che, in presenza di dubbi circa l’affidabilità di rapporti allestiti da medici di fiducia, il giudice (cantonale) è libero di scegliere se ordinare direttamente una perizia giudiziaria oppure rinviare gli atti all’amministrazione affinché disponga essa stessa una perizia seguendo la procedura di cui all’art. 44 LPGA: " Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).” (STF 8C_59/2011 consid. 5.2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid. 3.2.; STCA 35.2020.13 del 22 settembre 2020, STCA 35.2019.139 del 16 settembre 2020, STCA 35.2019.136 del 7 settembre 2020, STCA 35.2019.134 del 3 settembre 2020; STCA 35.2014.103 dell’11 marzo 2015 consid.”
“” (DTF 137 V 263-265) In una sentenza 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 - dunque successiva a quella pubblicata in DTF 137 V 210 -, emanata in materia di assicurazione contro gli infortuni, il Tribunale federale ha ribadito i principi sviluppati nella DTF 135 V 465, in particolare che, in presenza di dubbi circa l’affidabilità di rapporti allestiti da medici di fiducia, il giudice (cantonale) è libero di scegliere se ordinare direttamente una perizia giudiziaria oppure rinviare gli atti all’amministrazione affinché disponga essa stessa una perizia seguendo la procedura di cui all’art. 44 LPGA: " Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).” (STF 8C_59/2011, consid. 5.2) In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si vedano pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1; STCA”
“2 – dunque successiva a quella pubblicata in DTF 137 V 210 -, emanata in materia di assicurazione contro gli infortuni, il Tribunale federale ha ribadito i principi sviluppati nella DTF 135 V 465, in particolare che, in presenza di dubbi circa l’affidabilità di rapporti allestiti da medici di fiducia, il giudice (cantonale) è libero di scegliere se ordinare direttamente una perizia giudiziaria oppure rinviare gli atti all’amministrazione affinché disponga essa stessa una perizia seguendo la procedura di cui all’art. 44 LPGA: " Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Infine, con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 p. 137 ss., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio.”
LPGA art. 43 n. 333 Se manca un accertamento medico necessario, la questione deve essere rinviata all'autorità di primo grado per l'istruttoria integrativa (p. es. acquisizione di una perizia medica); successivamente l'autorità deve pronunciarsi nuovamente. Non si devono adottare decisioni definitive né sospendere prestazioni senza un adeguato accertamento preventivo, qualora gli atti non contengano gli accertamenti medici necessari per una valutazione vincolante.
“________ considère l'absence de gêne lors de la pratique très régulière du football en deuxième division, et l'apparition soudaine d'une instabilité subjective après l'accident du 11 mars 2020 et l'événement du 15 avril 2020, comme un indice sérieux du fait que l'accident du 11 mars 2020 a causé la lésion ligamentaire, ou l'a aggravée, permettant de tenir cette hypothèse comme la plus probable. On ne saurait, à ce stade, réduire cette argumentation à un simple raisonnement post hoc ergo propter hoc — il s'agit plutôt de déterminer si l'absence de gêne antérieure au 11 mars 2020 est véritablement compatible, dans la situation du recourant, avec une dégénérescence relativement avancée du ligament croisé antérieur —, ni la réfuter sur la base du seul avis contraire du médecin-conseil de l'intimée, émis pendant la procédure de recours. 6. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimée, à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA, pour qu’elle en reprenne l’instruction, ordonne une expertise orthopédique conformément à l'art. 44 LPGA, puis statue à nouveau. Il appartiendra notamment à l'expert de déterminer, au vu de l'ensemble des éléments à sa disposition (anamnèse personnelle et médicale, dossier médical antérieur à l'accident du 11 mars 2020 et à l'événement du 15 avril 2020, rapports médicaux et protocole opératoire postérieurs à ces événements), si l'existence d'une atteinte dégénérative ou maladive du ligament croisé, antérieure à l'accident du 11 mars 2020, est vraisemblable au degré de la vraisemblance prépondérante et, cas échéant, si l'on peut établir au degré de la vraisemblance prépondérante que l'accident du 11 mars 2020, respectivement l’événement du 15 avril 2020, a aggravé ou non cette lésion. Si tel ne devait pas être le cas, il est probable que l'on puisse en conclure également que l'atteinte au ligament croisé antérieur est principalement d'origine dégénérative ; il conviendra néanmoins d'interroger l'expert sur ce point également.”
“Le port de l’attelle était par ailleurs prolongé de trois semaines, une prolongation d’une durée équivalente étant réservée. A elles seules, ces prescriptions mettent à mal l’appréciation du Dr T.________ quant au statu quo sine vel ante dans un délai de six semaines après l’accident, d’autant que ce médecin se réfère au constat du Z.________ pour fonder son appréciation. Rien ne permet d’exclure que les lésions présentées après le 11 décembre 2019 par le recourant à la suite de l’accident du 27 août 2019 ne trouvent pas leur source dans une origine traumatique. L’intimée n’avait aucune raison, faute d’avoir investigué la causalité entre l’accident et ces lésions, de mettre fin au versement de ses prestations (frais de traitement et indemnités journalières). c) Sur le vu de ce qui précède, force est de constater que la décision entreprise repose sur une instruction lacunaire. Par conséquent, il se justifie d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimée, à qui il appartient au premier chef d’instruire conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle mette en œuvre une expertise en vue d’éclaircir les questions faisant l’objet du considérant 5b ci-dessus. Cela fait, il lui appartiendra de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions du recourant. 6. Bien fondé, le recours doit par conséquent être admis, ce qui entraîne l’annulation de la décision attaquée et le renvoi de la cause à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. 7. a) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA). b) Vu le sort de ses conclusions, la partie recourante a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 3'000 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), et de la mettre intégralement à la charge de la partie intimée. Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I.”
“Il n’appartient toutefois pas à la Cour de céans, en l’état, d’endosser le rôle de l’expert médical et de revoir cette dénomination. Toujours est-il est que le Dr Y.________ a clairement exposé que, de son point de vue, la zone lésée du TFCC était périphérique et non centrale, et qu’elle concernait la fonction de l’articulation radio-ulnaire distale, autrement dit la fonction ligamentaire de ce complexe, et non la fonction cartilagineuse (ou méniscale). Cette appréciation est restée sans réponse de la part de l’intimée et la Cour de céans ne peut pas départager les avis du Dr K.________ et du Dr Y.________ sur ce point, sans expertise médicale. L’instruction menée par l’intimée est donc lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il lui appartiendra de mettre en œuvre une expertise orthopédique, conformément à l’art. 44 LPGA, et dans ce cadre d’inviter l’expert à se déterminer plus précisément sur le point de savoir si la lésion subie par l’assuré doit être qualifiée de lésion d’un ligament ou non. En particulier, l’expert précisera, de manière soigneusement détaillée, s’il lui parait pertinent de distinguer la situation entre une lésion périphérique du TFCC et une lésion centrale, en admettant de qualifier une lésion périphérique de lésion ligamentaire. 7. a) Vu ce qui précède, le recours est admis et la décision sur opposition litigieuse annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants et nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA), ni d’allouer de dépens, la partie recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I.”
“hiervor). Nach dem Gesagten folgt, dass die Sache nicht spruchreif ist, weil nicht geklärt ist, ob beziehungsweise inwieweit die von der Beschwerdeführerin geklagten Gesundheitsbeeinträchtigungen an der Schulter in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 16. Juni 2021 stehen. Auch für den Schluss, dass der Status quo sine am 21. Juli 2022 erreicht worden sei – wie in der Verfügung vom 23. September 2021 (UV-act. A3) explizit ausgeführt wurde –, bieten die Akten keine hinreichende Grundlage. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Oktober 2021 (UV-act. A10) ist somit in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen und deshalb aufzuheben. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein verwaltungsunabhängiges Gutachten einhole, welches nicht nur die Frage der natürlichen Kausalität, sondern auch alle weiteren offenen medizinischen Fragen (etwa nach der Wertigkeit der noch bestehenden Schulterbeschwerden) nachvollziehbar beantwortet. Hernach wird die Beschwerdegegnerin über die Ansprüche der Beschwerdeführerin ab 22. Juli 2021 neu zu verfügen haben. Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist (Art. 61 lit. f ATSG). Im UVG ist eine solche Kostenpflicht nicht vorgesehen. Das Verfahren ist deshalb kostenlos. Die obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung gegenüber der Beschwerdegegnerin (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1.”
“Sachverhalts vorliegt. Es liegt keine medizinische Beurteilung bei den Akten, welche es dem Gericht erlauben würde, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob der heutige Gesundheitsschaden, dessen Mass auch unklar ist, auf die traumatischen Verletzungen vom 1. und 3. Oktober 2022 zurückzuführen sind. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität verpflichtet gewesen. Rückweisung an die Vorinstanz zur Vornahme ergänzender Abklärungen und anschliessend neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2024, UV 2024/18). Entscheid vom 4. November 2024 Besetzung Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Beatrice Borio Geschäftsnr. UV 2024/18 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen Baloise Versicherung AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Oskar Müller, Steinhauserstrasse 51, Postfach 7552, 6302 Zug, Gegenstand Versicherungsleistungen Sachverhalt A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. November 2019 als Geschäftsführer bei der B.___ GmbH (nachfolgend: Arbeitgeberin) tätig und dadurch bei der Baloise Versicherung AG (nachfolgend: Baloise) insbesondere gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 1.”
“Cette question n’a toutefois pas été traitée au niveau de la décision sur opposition, mais seulement dans le cadre de la présente procédure. L’intimée, reprenant l’avis du Dr J.________ du 28 mai 2024, a considéré que le Prof. D.________ ne posait que des hypothèses, ce qui impliquait que la causalité naturelle ne restait que possible. Or ce constat n’est pas corrélé par les constatations du Prof. D.________, qui fait plus que de simples hypothèses. Quoi qu’il en soit, la question litigieuse ne porte pas sur le lien de causalité entre une éventuelle rechute et l’accident, mais bien sur la question de savoir si la poursuite du traitement était susceptible d’apporter une amélioration sensible de l’état de la recourante. Au vu des considérations ci-dessus, il se justifie d’annuler la décision sur opposition litigieuse et de renvoyer le dossier à l’intimée dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il incombera à Y.________ de mettre en œuvre une expertise orthopédique. A l’issue de cette instruction complémentaire, l’intimée rendra une nouvelle décision. 6. a) En définitive, le recours doit être admis et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, la recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la juge unique prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 19 octobre 2023 par Y.________ est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens.”
In presenza di indizi rilevanti di una malattia psichica o di una compromissione della capacità di giudizio/di azione, l'ente assicurativo è tenuto, nell'ambito del suo obbligo di accertamento ai sensi dell'art. 43 LPGA, a disporre i corrispondenti accertamenti psichiatrici ovvero una perizia psichiatrica.
“S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). 6. La recourante reproche à l’intimé d’avoir statué sans ordonner d’expertise pluridisciplinaire et conteste avoir violé son obligation de participer à l’instruction de la cause. a) Selon l’art. 43 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). Par ailleurs, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Cet article dispose en outre que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) En l’espèce, une expertise psychiatrique est à l’évidence nécessaire.”
“Hierzu äusserte sich die Vorinstanz im angefochtenen Einspracheenscheid nicht. Soweit sie in ihrer Duplik vom 20. Dezember 2021 ausführt, es würden bis dato keine Unterlagen oder Berichte vorliegen, die eine beeinträchtigte Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers bescheinigen würden, kann ihr nicht beigepflichtet werden. Vielmehr lassen die Ausführungen im Bericht der Klinik C.____ vom 8. März 2021 Zweifel an der Urteils- und Handlungsfähigkeit des Beschwerdeführers aufkommen. Demnach leidet der Versicherte seit Jahren an einer schweren psychischen Erkrankung (bipolar affektiven Störung), die in den letzten acht Jahren zu dreizehn Hospitalisationen in der Klinik C.____ geführt hat. Weiter wird darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer in manischen Phasen die Situationen krankheitsbedingt komplett falsch einschätzt und den Bezug zur Realität verliert (vgl. act. 5). Zu solchen Zuständen mag es passen, vorhandenes Geld verschwenderisch auszugeben. Daher hätte die Beschwerdegegnerin im Rahmen der ihr obliegenden Abklärungspflicht (Art. 43 ATSG) die Urteils- bzw. Handlungsfähigkeit des Versicherten weiter abklären müssen. Dieser Aspekt ist relevant, weil er den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers beschlägt. Da es die Beschwerdegegnerin trotz gewichtiger Hinweise auf eine krankheitsbedingte Beeinträchtigung der Urteils- bzw. Handlungsfähigkeit des Versicherten unterliess, den Sachverhalt in diesem Punkt rechtsgenüglich zu prüfen, und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, ist der angefochtene Einspracheentscheid schon aus diesem Grund aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den Sachverhalt ergänzend abzuklären.”
“Der Sachverhalt bedarf folglich weiterer Abklärung (Art. 43 ATSG) in Form einer medizinischen Begutachtung (Art. 44 ATSG). Nachdem im Zuge der Neuanmeldung keine solche erfolgt ist, ist die Sache zur ergänzenden Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese hat – nachdem nach derzeitiger Aktenlage keine Anhaltspunkte für eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestehen – ein psychiatrisches Gutachten zu veranlassen, mit welchem unter Berücksichtigung der einschlägigen Rechtsprechung insbesondere zur Frage nach einer revisionsbegründenden Veränderung Stellung zu nehmen sein wird (vgl. SVR 2018 IV Nr. 13 S. 40 E. 4.2 und 4.2.1) sowie das aktuell gültige Zumutbarkeitsprofil zu definieren ist. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin neu über den Rentenanspruch zu verfügen.”
Ai fini dell'accertamento del momento rilevante della cessazione delle funzioni di organo, è determinante il momento effettivo in cui la persona assicurata non può più agire come organo; le annotazioni formali (p. es. registro di commercio, FOSC) non sono decisive se contraddicono l'effettivo venir meno dell'incarico. L'art. 43 cpv. 1 LPGA corrisponde al principio inquisitorio dell'accertamento: l'ente assicuratore deve procedere d'ufficio alle necessarie verifiche e valutare la situazione probatoria secondo il principio della prevalenza della probabilità.
“En définitive, c’est le moment auquel l'assuré ne peut plus agir en qualité d'organe de la société qui est déterminant et non, en cas de contradiction, la date de la radiation de l’inscription au registre du commerce ou celle de la publication dans la FOSC (ATF 126 V 134 consid. 5b ; 122 V 270 consid. 3 ; TF 8C_102/2018 du 21 mars 2018 consid. 6.3). c) Ainsi, d'après la directive LACI relative au domaine de l’indemnité de chômage du Secrétariat d’Etat à l’économie (ci-après : SECO) dans son édition du 1er juillet 2024 (ci-après : Directive LACI IC), si la caisse peut établir, p. ex. au moyen d'une décision de l'assemblée générale relative au départ du conseil d'administration ou d'un acte notarié concernant le transfert des parts sociales de la société à responsabilité limitée à un tiers, la date du départ réel, c'est cette date qui sera déterminante pour fixer celle du départ définitif (Directive IC LACI, ch. 28). d) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 9C_88/2013 du 4 septembre 2013 consid. 4.1.2 ; 9C_414/2014 du 31 juillet 2014 consid. 3.1.3). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4 ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). e) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid.”
LPGA art. 43 n. 330 Se i presupposti della prestazione restano non provati nonostante le indagini effettuate dall'istituto assicurativo ai sensi dell'art. 43 LPGA, ciò va a scapito della parte che invoca diritti basati su fatti non provati. La giurisprudenza presume regolarmente, in tali casi, che la persona assicurata sia in grado di svolgere un'attività lucrativa (assenza di invalidità).
“1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten derjenigen Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Recht ableiten wollte (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, N 70 zu Art. 43 ATSG). Beweislosigkeit darf jedoch erst dann angenommen werden, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes einen Sachverhalt zu ermitteln, der mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht (vgl. Kieser, a.a.O., N 68 zu Art. 43 ATSG). In Anwendung des Untersuchungsgrundsatzes hat die Behörde aus eigener Initiative vorzugehen und darf Parteivorbringen nicht mit der generellen Begründung abtun, sie seien nicht belegt worden (Kieser, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). In Ergänzung zur Untersuchungspflicht der Verwaltung trifft die versicherten Personen beziehungsweise die Leistungsansprecher jedoch gestützt auf Art. 28 ATSG eine Pflicht zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung.”
“Nach der allgemeinen Beweisregel (Art. 8 des Zivilgesetzbuches, ZGB) obliegt es bei erstmaliger Rentenprüfung der versicherten Person die invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Denn sie leitet daraus Rechte, den Anspruch auf eine Invalidenrente, ab. Gelingt es der versicherten Person, unter Einbezug der im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes gebotenen Abklärungen des Versicherungsträgers (Art. 43 ATSG) beziehungsweise - im Beschwerdefall - des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG), nicht, den geklagten Gesundheitsschaden und dessen invalidisierende Auswirkungen nachzuweisen, trägt sie daher die Folgen der Beweislosigkeit und sie verfügt über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt. Vermutet wird daher Validität, nicht Invalidität (BGE 140 V 290 E. 4.1; 139 V 547 E. 8.1). Bleiben die Auswirkungen eines objektivierbaren wie auch eines nicht (bildgebend) fassbaren Leidens auf die Arbeitsfähigkeit trotz in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes sorgfältig durchgeführter Abklärungen vage und unbestimmt, ist der Beweis für die Anspruchsgrundlage nicht geleistet und nicht zu erbringen (BGE 140 V 290 E. 4.1 mit Hinweisen auf die Literatur). 1.5 Auszugehen ist davon, dass Erwerbsfähigkeit vermutet wird (vorstehend E. 1.4) und ein Gesundheitsschaden, der zu Leistungen der Invalidenversicherung berechtigt, eine bestimmte Dauerhaftigkeit aufweisen und die Arbeitsfähigkeit erheblich einschränken muss.”
LPGA art. 43 n. 329 Per la cessazione della sfera d'influenza – anche in caso di persistente iscrizione nel registro di commercio – è determinante il momento dell'effettiva rinuncia all'incarico. L'ente assicurativo, ciò nonostante, deve procedere ad accertamenti d'ufficio e adottare le misure istruttorie necessarie finché i fatti rilevanti ai fini della fattispecie non sono sufficientemente chiariti.
“Cependant, si malgré le maintien de l’inscription au Registre du commerce, la personne assurée prouve qu’elle ne possède effectivement plus ce pouvoir, il n’y a pas détournement de la loi. C’est le moment de la démission effective du conseil d’administration qui est déterminant s’agissant de l’effectivité de la sortie du cercle des personnes ayant une influence considérable sur la marche de l’entreprise et non, en cas de contradiction, la date de la radiation de l’inscription au Registre du commerce ou celle de la publication dans la Feuille officielle suisse du commerce (ATF 126 V 134 consid. 5b ; TF 8C_102/2018 du 21 mars 2018 consid. 6.3 ; TF 8C_1016/2012 du 19 août 2013 consid. 4.3 et les références). 4. a) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 9C_88/2013 du 4 septembre 2013 consid. 4.1.2 ; 9C_414/2014 du 31 juillet 2014 consid. 3.1.3). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4 ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). b) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid.”
Se i terzi obbligati alla comunicazione (p. es. i medici curanti) non trasmettono la documentazione richiesta, l'istituto assicuratore non può, esclusivamente a causa della mancanza di tali atti di terzi, disporre la non entrata in materia ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA basandosi soltanto sugli atti. In tali casi devono invece essere adottate altre misure di chiarimento (p. es. visita da parte del servizio medico regionale o acquisizione di una perizia esterna all'amministrazione), al fine di chiarire il fatto determinante prima di decidere sulla domanda di prestazioni.
“November 2021 mit Hinweis auf die Zustellung des Fragebogens vor mehr als einem Monat [nicht in den Akten], Urk. 9/279), auf weitere Abklärungsschritte verzichtet hat, ist sie ihrer Abklärungspflicht nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Nachdem im ursprünglichen Verfahren psychiatrische Diagnosen vorgelegen hatten, der Beschwerdeführer im Formular zur Neuanmeldung angab, seit 2017 in der Praxis von Dr. C.___ in Behandlung zu stehen und mit dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. C.___ vom 2. September 2021 ein Hinweis auf eine weiterdauernde psychische Problematik mit allfällig einhergehender Arbeitsunfähigkeit vorlag, hätte die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht weitere Abklärungen zum psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in die Wege leiten müssen. Wird die in Art. 28 Abs. 3 Satz 2 ATSG postulierte Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies entgegen der impliziten Annahme der Beschwerdegegnerin nicht zu einem Vorgehen nach Art. 43 Abs. 3 ATSG führen, mithin vorliegend zu einem Entscheid aufgrund der Akten infolge Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht. Denn die Verletzung geht nicht auf die versicherte respektive leistungsansprechende Person zurück; vielmehr kam der delegierende Psychiater Dr. C.___ offensichtlich seiner Auskunftspflicht nicht nach. In solchen Fällen ist denn auch, sollte sich das Einholen eines Berichts als unmöglich erweisen, mit sonstigen Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N 100 zu Art. 43 ATSG). Von einer Beweislosigkeit bezüglich einer allfälligen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes, welche sich zu Lasten des Beschwerdeführers auswirken würde, durfte die Beschwerdegegnerin beim vorliegenden Akten- und Verfahrensstand klarerweise nicht ausgehen (Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4. März 2021 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 427 E. 3.2, 8C_257/2018 vom 24. August 2018 E. 3.2.2 mit Hinweis).”
“Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. B.___ selbst hätte erstellt werden müssen. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., N. 100 zu Art. 43 ATSG, Pärli/Kunz, a.a.O., N. 42 zu Art. 28 ATSG). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt mittels einer Untersuchung durch den regionalen ärztlichen Dienst (RAD) oder Einholung eines verwaltungsexternen Gutachtens abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen (vgl. zum Ganzen auch Urteil des hiesigen Gerichts IV.2021.00039 vom 23. April 2021 E. 4).”
La diffida deve essere effettuata per iscritto e indicare in modo chiaro e comprensibile per i non addetti al diritto le conseguenze giuridiche e un termine ragionevole. L'amministrazione deve concedere all'interessato un termine supplementare concreto e avvertirlo espressamente delle possibili conseguenze dell'inadempimento. La procedura di diffida e il periodo di riflessione svolti dovrebbero essere documentati negli atti; in mancanza di tale documentazione, l'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA può essere compromessa o esclusa.
“Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé, n'appelle pas à une révision au sens de l'art. 17 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité (LAI; RS 831.20; arrêt TF 9C_89/2013 du 12 août 2013 consid. 4.1 et les références citées). Les principes régissant la révision selon l’art. 17 LPGA étant applicables par analogie aux cas prévus à l’art 87 RAI, il doit en aller de même s'agissant d'une nouvelle demande, comme ici. Selon la jurisprudence, le fait pour l'OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d'instruction médicale. On ne peut en déduire que l'office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI. L'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf. arrêt TF 9C_789/2012 précité consid. 2.2 et les réf.). Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué, non d'après celui existant au temps du jugement (cf.”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI [actuellement art. 87 al. 3 RAI] et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (cf. arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Unter diesen Umständen hätte die Beschwerdegegnerin das Schreiben vom 1. März 2021 auch nicht als Einsprache entgegennehmen dürfen. Die Verfahrensfehler seien ausserordentlich gravierend. Mangels gültigem Anfechtungsgegenstand und mangels Einsprache sei der Einspracheentscheid vom 15. Juni 2021 nichtig. Alsdann werde die Zustellung des Schreibens vom 17. Mai 2021, womit der Beschwerdeführer aufgefordert worden sei, weitere Unterlagen einzureichen, bestritten. Ohnehin sei der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt als Verwaltungsrat aus sämtlichen Unternehmen ausgeschieden gewesen. Die Aufforderung zur Auskunftserteilung sei damit von Vornherein unwirksam, da sie die Auskunft über dem Beschwerdeführer fremde juristische Personen betroffen habe. Dieser habe weder die Möglichkeit noch das Recht gehabt, entsprechende Informationen erhältlich zu machen und beizubringen. Selbst wenn das Schreiben vom 17. Mai 2021 zugestellt worden sei, habe unter diesen Umständen kein rechtsgültiges Mahn- und Bedenkfristverfahren erfolgen können. Art. 43 Abs. 3 ATSG komme vorliegend nicht zur Anwendung. In Nachachtung des sozialversicherungsrechtlichen Untersuchungsgrundsatzes hätte die Beschwerdegegnerin die entsprechenden Informationen nicht beim Beschwerdeführer, sondern bei der ehemaligen Arbeitgeberin bzw. vorgenannten Unternehmen einholen müssen. Gegenüber der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hätten sich die vorgenannten Unternehmen bereit erklärt, die Aktienbücher einzureichen. Daraus sei ersichtlich, dass der Beschwerdeführer an keinem der Unternehmen finanziell beteiligt gewesen sei; Alleinaktionärin sei eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Hong Kong. Diese sei im Besitz des Schwagers des Beschwerdeführers. Mit Schreiben vom 12. August 2021 habe die Schwester des Beschwerdeführers und Verwaltungsrätin der einschlägigen Firmen bestätigt, dass der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt effektiv Einfluss auf die Entscheidfindung der Firmen gehabt habe. Dass Letzterer auch nach der Rückkehr seiner Schwester in die Schweiz im Juni 2020 und insbesondere nach der Kündigung per 31.”
“Sämtliche unbestrittenermassen zugestellten Schreiben waren an die Mutter des Versicherten adressiert. In einer Sprache, die auch für juristische Laien verständlich ist, wurde sie jeweils aufgefordert, die erforderlichen Unterlagen einzureichen. Mit Schreiben vom 22. November 2023 (Urk. 6/4) wurde ausserdem in Nachachtung von Art. 43 Abs. 3 ATSG ausdrücklich auf die Rechtsfolge aufmerksam gemacht, dass aufgrund der vorliegenden Akten entschieden und das Leistungsgesuch womöglich abgewiesen werden könnte, falls die erforderlichen Unterlagen nicht bis spätestens 8. Dezember 2023 eingereicht würden. Damit wurde der Mutter des Versicherten eine angemessene Bedenkzeit im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG eingeräumt, um die angeforderten Informationen zur Verfügung zu stellen, und sie wurde korrekt auf die Folgen im Säumnisfall hingewiesen. Die Mutter des Versicherten stellte nicht in Abrede, auf die Schreiben der Beschwerdegegnerin nicht reagiert zu haben (Urk. 1). Sie wies zwar in ihrer Beschwerde darauf hin, dass sie durch ihre familiären und beruflichen Pflichten stark belastet sei. Damit konnte sie aber nicht konkret aufzeigen, inwiefern es ihr nicht möglich gewesen sein soll, der Beschwerdegegnerin die geforderten Informationen zukommen zu lassen, zumal diese Schritte mit einem relativ geringen Zeitaufwand verbunden sind. Damit liegt eine unentschuldbare Verletzung der Auskunftspflicht vor (vgl.”
“Entsprechend bleibt - mangels konkreter gegenteiliger Hinweise - der einmal begründete Wohnsitz des Ehegatten der Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in Deutschland weiter bestehen. In diesem Zusammenhang ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass es im vorliegenden Verfahren - entgegen den diversen Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung, wonach die Vorinstanz von einer Nachweispflicht der Beschwerdeführerin ausgeht - zu keiner Umkehr der Beweislast infolge einer Verletzung der Auskunft- und Mitwirkungspflichten gekommen sein kann. Zwar kann der Versicherungsträge bei unentschuldbarer Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflichten durch die versicherte Person gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wobei die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Umkehr der Beweislast führt (vgl. Urteil des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2 m.w.H.). Allerdings hat der Versicherungsträger hierfür gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen. Ein solches ist jedoch den Akten nicht zu entnehmen.”
Se mancano indizi sufficienti di incapacità di intendere e di volere e al contempo sussistono indizi chiari di un comportamento strategico e mirato, ciò può essere sufficiente per qualificare il rifiuto di collaborare, dopo il precedente procedimento di diffida e il periodo di riflessione, come ingiustificabile ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“L’Alta Corte ha confermato l’agire dell’UAI („[…] 3.2. Der Beschwerdegegner hat die psychiatrische Begutachtung unbestrittenermassen verhindert, wie Dr. med. C.________ im Bericht vom 2. Oktober 2014 im Einzelnen geschildert hat, wobei sein Verhalten nicht mit den in den Akten aufgeführten psychischen Störungen erklärt werden könne und für einige der diagnostizierten Leiden hochgradig untypisch sei. Das Vorliegen eines strategischen, zweckgebundenen Verhaltens könne nicht ausgeschlossen werden. Hinreichend schlüssige Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner zum vorgesehenen Untersuchungszeitpunkt nicht urteilsfähig war, fehlen, woran nichts ändert, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeblich daran zweifelte, dass der Versicherte den Begutachtungstermin einhalten würde. Somit ist als erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdegegner seinen Mitwirkungspflichten nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist. Wie die IV-Stelle zutreffend bemerkt, setzt die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen”
“L’Alta Corte ha confermato l’agire dell’UAI („[…] 3.2. Der Beschwerdegegner hat die psychiatrische Begutachtung unbestrittenermassen verhindert, wie Dr. med. C.________ im Bericht vom 2. Oktober 2014 im Einzelnen geschildert hat, wobei sein Verhalten nicht mit den in den Akten aufgeführten psychischen Störungen erklärt werden könne und für einige der diagnostizierten Leiden hochgradig untypisch sei. Das Vorliegen eines strategischen, zweckgebundenen Verhaltens könne nicht ausgeschlossen werden. Hinreichend schlüssige Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner zum vorgesehenen Untersuchungszeitpunkt nicht urteilsfähig war, fehlen, woran nichts ändert, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeblich daran zweifelte, dass der Versicherte den Begutachtungstermin einhalten würde. Somit ist als erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdegegner seinen Mitwirkungspflichten nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist. Wie die IV-Stelle zutreffend bemerkt, setzt die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen”
Per questioni giuridiche di natura medica sono necessari referti medici chiari e ben motivati; ai fini del loro valore probatorio rilevano, tra l'altro, l'entità e l'esaustività degli accertamenti, la considerazione dei disturbi lamentati e della documentazione pregressa nonché conclusioni comprensibili e motivate. Le perizie di specialisti esterni che soddisfano i requisiti della giurisprudenza possono assumere pieno valore probatorio. I rapporti RAD sono senz'altro rilevanti ai fini della decisione e valutano i reperti disponibili, ma non costituiscono perizie ai sensi dell'art. 44 LPGA.
“Im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Der Versicherungsträger prüft nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Für die Beurteilung von Rechtsfragen, denen medizinische Sachverhalte zugrunde liegen, ist das Gericht auf Angaben und Unterlagen von medizinischen Fachpersonen, namentlich von Ärztinnen und Ärzten, angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist nach höchstrichterlicher Praxis entscheidend, ob der Bericht für die strittigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a).”
“Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 352, 353 E. 3b/bb). 3.3. Im Administrativverfahren nach Art. 43 Abs. 1 ATSG wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess nach Art. 61 lit. c ATSG gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen”
“05 orthopädische Schuheinlagen, sofern sie eine notwendige Ergänzung einer medizinischen Eingliederungsmassnahme darstellen. 3.5.3 Die leistungsspezifische Invalidität (Art. 4 Abs. 2 IVG, vgl. dazu z.B. BGE 140 V 246, 252 E. 6.1 = Praxis 2014 Nr. 106, S. 852 und BGE 130 V 343, 348 E. 3.3.2 mit weiteren Hinweisen) besteht bei Hilfsmitteln darin, dass eine Person die wegen eines Gesundheitsschadens durch einen länger dauernden vollständigen oder teilweisen Ausfall eines Körperteils oder einer Körperfunktion bei einer der in Art. 21 Abs. 1 oder 2 IVG aufgezählten Tätigkeiten behindert ist und daher des Einsatzes eines Hilfsmittels bedarf, um den Mangel (möglichst) auszugleichen. Die Erforderlichkeit des Hilfsmittels muss aus dem Gesundheitsschaden resultieren. Ausserdem muss dieses für die Erfüllung des gesetzlich geschützten Bereichs notwendig sein (Urteile des Bundesgerichts 9C_647/2018 vom 1. Februar 2019 E. 3.1. und 8C_818/2016 vom 3. August 2017 E. 3.3. mit Hinweisen). 3.6. 3.6.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG, vgl. auch BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.6.2 Die IV-Stelle kann zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts bzw. der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs den RAD beiziehen (vgl. Art. 49 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 IVV). Verfassen die RAD-Ärztinnen und -Ärzte interne Berichte, erheben sie nicht selber medizinische Befunde, sondern würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_73/2011 vom 1. April 2011 E. 5.4 und I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3). Solche Berichte haben nicht denselben Beweiswert wie ärztliche Gutachten, d.h. sie stellen keine Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG (vgl. BGE 135 V 254, 258 ff. E. 3.4.1 f.) jedoch entscheidrelevante Aktenstücke dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_220/2017 vom 5.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 324 Le mancate o insufficienti indagini specialistiche possono costituire una chiara violazione del principio dell'accertamento (art. 43 LPGA). Se sussiste una tale violazione evidente, il provvedimento può essere considerato, secondo la giurisprudenza, indubitabilmente errato e giustificare un riesame ai sensi dell'art. 53 cpv. 2 LPGA ovvero una rettifica. È decisivo che non sussista un ragionevole dubbio sull'erroneità e che la valutazione debba essere effettuata in base alla situazione di fatto e di diritto esistente al momento dell'adozione del provvedimento.
“1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).”
“2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sog. Wiedererwägung). Zweifellose Unrichtigkeit in diesem Sinne setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung besteht, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich nach der bei Erlass der Verfügung bestehenden Sach- und Rechtslage, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis. Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder weil massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_670/2019 vom 19. Februar 2020 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 140 V 77 E. 3.1, 138 V 324 E. 3.3). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Von erheblicher Bedeutung ist die Berichtigung von rechtskräftigen Verfügungen oder Einspracheentscheiden stets, wenn sie periodische Leistungen zum Gegenstand haben (vgl. BGE 140 V 85 E. 4.4). 1.5 Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen (BGE 138 V 147 E. 2.3). Die Wiedererwägung ist zulässig, wenn der Vergleich zweifellos unrichtig war; das heisst, sie hängt entscheidend davon ab, was Gegenstand eines Vergleichs sein kann.”
“1). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (BGE 148 V 195 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_335/2022 vom 2. März 2023 E. 2.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3). In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_343/2021 vom 26. Oktober 2021 E. 3.1 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 148 V 195 E. 5.3 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_344/2023 vom 31. Januar 2024 E. 5.2). Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf Art. 17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substituierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 323 Se la documentazione è già in grado di chiarire sufficientemente le questioni mediche rilevanti, può essere sufficiente, in luogo di una ripetizione completa della perizia pluridisciplinare, una perizia integrativa mirata in determinate discipline specialistiche. Determinante è sempre il singolo caso: ciò che conta è se le questioni rilevanti ai fini giuridici possano essere risolte sulla base delle competenze disponibili. L'esclusione parziale di una parte di una perizia non determina automaticamente l'inidoneità probatoria dell'intera perizia; in tali casi la limitazione ad alcuni ambiti specialistici può essere sufficiente e ammissibile.
“So führt die Nichtberücksichtigung des psychiatrischen Teilgutachtens nicht zur Beweisuntauglichkeit des gesamten Gutachtens, auch wenn die interdisziplinäre Ausrichtung ein zentrales Wesensmerkmal der MEDAS-Gutachten ist und bei komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Einschätzung der Leistungsfähigkeit auf umfassender, die Teilergebnisse verschiedener medizinischer Disziplinen integrierender Grundlage erfolgen muss (BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Optimal ist, wenn - unabhängig davon, welche Fachrichtungen bei der Durchführung der polydisziplinären Begutachtung berücksichtigt wurden - die abschliessende, gesamthafte Beurteilung von Kausalität und Arbeitsunfähigkeit auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes erfolgt, damit die Ergebnisse aus den einzelnen Fachrichtungen zusammengeführt und dargelegt werden können (Urteil 8C_323/2007 vom 25. Februar 2008 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Zwingende Voraussetzung für die Beweistauglichkeit eines polydisziplinären Gutachtens ist dies jedoch nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen und ein anderes Fachgutachten eingeholt wird. Denn letztlich beurteilt sich die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, stets anhand des konkreten Einzelfalls bzw. danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Die Vorinstanz hat hier nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, weshalb dem somatischen Teil des MEDAS-Gutachtens - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - Beweiskraft zukommt. Wie die Vorinstanz willkürfrei feststellte, ist die medizinische Situation insoweit durch die vorliegenden beweiswertigen Akten hinreichend abgeklärt (vgl. nachstehende E. 4.3.2), weshalb in dieser Konstellation die erneute Begutachtung in lediglich zwei Fachgebieten (Psychiatrie und Neuropsychologie) notwendig aber auch genügend ist. Dies verletzt kein Bundesrecht.”
“Die Nichtberücksichtigung des psychiatrischen Teilgutachtens des ZMB führt nicht zur Beweisuntauglichkeit des gesamten Gutachtens, auch wenn die interdisziplinäre Ausrichtung ein zentrales Wesensmerkmal der MEDAS-Gutachten ist und bei komplexen gesundheitlichen Beeinträchtigungen die Einschätzung der Leistungsfähigkeit auf umfassender, die Teilergebnisse verschiedener medizinischer Disziplinen integrierender Grundlage erfolgen muss (BGE 137 V 210 E. 1.2.4). Optimal ist, wenn - unabhängig davon, welche Fachrichtungen bei der Durchführung der polydisziplinären Begutachtung berücksichtigt wurden - die abschliessende, gesamthafte Beurteilung von Kausalität und Arbeitsunfähigkeit auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes erfolgt, damit die Ergebnisse aus den einzelnen Fachrichtungen zusammengeführt und dargelegt werden können (Urteil 8C_323/2007 vom 25. Februar 2008 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Zwingende Voraussetzung für die Beweistauglichkeit eines polydisziplinären Gutachtens ist dies jedoch nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen und ein anderes Fachgutachten eingeholt wird. Denn letztlich beurteilt sich die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, stets anhand des konkreten Einzelfalls bzw. danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Die Vorinstanz hat nachvollziehbar und schlüssig dargelegt, weshalb dem somatischen Teil des ZMB-Gutachtens vom 21. Januar 2020 - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - Beweiskraft zukommt. Wie die Vorinstanz willkürfrei feststellte, ist die medizinische Situation insoweit durch die vorliegenden beweiswertigen Akten hinreichend abgeklärt, weshalb in dieser Konstellation die erneute Begutachtung in lediglich zwei Fachgebieten (Psychiatrie und Neuropsychologie) notwendig aber auch genügend war. Dies verletzt kein Bundesrecht.”
Se una perizia lascia aperte questioni essenziali o è poco chiara, l'autorità deve, prima di adottare una decisione sulla base degli atti o prima di disporre di non tener conto dei periti, porre domande integrative oppure incaricare un'integrazione della perizia, per adempiere al proprio obbligo d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“Wenige Zeilen später hat die psychiatrische Sachverständige dann aber festgehalten, unter einer optimierten psychiatrischen und psychopharmakologischen Behandlung werde die Arbeitsfähigkeit innerhalb von sechs Monaten auf 80 Prozent gesteigert werden können. Aus der Sicht eines medizinischen Laien lässt sich die Frage, ob sich diese Prognose nur auf die angestammte Tätigkeit bezogen hat, ebenso wenig beantworten wie die Frage, ob der Beschwerdeführerin ideal leidensadaptierte Tätigkeiten bereits in ihrem damaligen Zustand oder erst nach einer optimierten Behandlung zu 80 Prozent zumutbar gewesen sind. Dem Gutachten lässt sich auch nicht eindeutig entnehmen, ob das Arbeitsfähigkeitsattest wesentlich durch die Benzodiazepinabhängigkeit beeinflusst gewesen ist. Die Frage, ob die Beschwerdeführerin an einem eigentlichen Abhängigkeitssyndrom im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelitten hat, ist von der psychiatrischen Sachverständigen nicht eindeutig beantwortet worden. Die Beschwerdegegnerin hätte der Sachverständigen entsprechende Ergänzungsfragen stellen müssen, um ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG) vollumfänglich zu erfüllen. Indem sie dies nicht getan, sondern lediglich eine Mutmassung darüber getroffen hat, wie die Aussagen der psychiatrischen Sachverständigen zu verstehen sein könnten, hat sie ihre Untersuchungspflicht verletzt, weshalb die angefochtene Verfügung als rechtswidrig zu qualifizieren und aufzuheben ist. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, da es um die Ergänzung eines bestehenden Gutachtens geht (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4, S. 264). Die Beschwerdegegnerin wird die psychiatrische Sachverständige anhalten, die noch offenen Fragen im Sinne einer Ergänzung des Gutachtens zu beantworten. Anschliessend wird sie neu verfügen. Da bei diesem Verfahrensausgang in Bezug auf die Kosten des Verfahrens von einem vollumfänglichen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen ist, hat die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten zu bezahlen. Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.- festzusetzen. Das Gericht wird der Beschwerdeführerin den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zurückerstatten.”
“Wenige Zeilen später hat die psychiatrische Sachverständige dann aber festgehalten, unter einer optimierten psychiatrischen und psychopharmakologischen Behandlung werde die Arbeitsfähigkeit innerhalb von sechs Monaten auf 80 Prozent gesteigert werden können. Aus der Sicht eines medizinischen Laien lässt sich die Frage, ob sich diese Prognose nur auf die angestammte Tätigkeit bezogen hat, ebenso wenig beantworten wie die Frage, ob der Beschwerdeführerin ideal leidensadaptierte Tätigkeiten bereits in ihrem damaligen Zustand oder erst nach einer optimierten Behandlung zu 80 Prozent zumutbar gewesen sind. Dem Gutachten lässt sich auch nicht eindeutig entnehmen, ob das Arbeitsfähigkeitsattest wesentlich durch die Benzodiazepinabhängigkeit beeinflusst gewesen ist. Die Frage, ob die Beschwerdeführerin an einem eigentlichen Abhängigkeitssyndrom im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelitten hat, ist von der psychiatrischen Sachverständigen nicht eindeutig beantwortet worden. Die Beschwerdegegnerin hätte der Sachverständigen entsprechende Ergänzungsfragen stellen müssen, um ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG) vollumfänglich zu erfüllen. Indem sie dies nicht getan, sondern lediglich eine Mutmassung darüber getroffen hat, wie die Aussagen der psychiatrischen Sachverständigen zu verstehen sein könnten, hat sie ihre Untersuchungspflicht verletzt, weshalb die angefochtene Verfügung als rechtswidrig zu qualifizieren und aufzuheben ist. Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, da es um die Ergänzung eines bestehenden Gutachtens geht (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4, S. 264). Die Beschwerdegegnerin wird die psychiatrische Sachverständige anhalten, die noch offenen Fragen im Sinne einer Ergänzung des Gutachtens zu beantworten. Anschliessend wird sie neu verfügen. Da bei diesem Verfahrensausgang in Bezug auf die Kosten des Verfahrens von einem vollumfänglichen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen ist, hat die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten zu bezahlen. Diese sind ermessensweise auf Fr. 600.- festzusetzen. Das Gericht wird der Beschwerdeführerin den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zurückerstatten.”
La conduzione della procedura scritta di sollecito e del periodo di riflessione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA rientra nella competenza dell'organo di esecuzione competente. I tribunali non sono chiamati a svolgere questa fase procedurale in luogo dell'amministrazione; al massimo possono, in un successivo procedimento, verificare se la decisione amministrativa risultante sia conforme ai fatti e al diritto. Qualora siano interessati diversi assicuratori, ciascun assicuratore deve svolgere la procedura di sollecito e del periodo di riflessione nell'ambito della propria istruttoria.
“Ein allfälliger Anspruch auf eine thailändische Rente könne sich direkt auf die Höhe der Leistungen auswirken. Deshalb seien die Beschwerdeführenden aufzufordern, umgehend den thailändischen Rentenentscheid einzureichen und ihre Mitwirkungspflicht wahrzunehmen (Urk. 6 S. 2; vgl. auch Urk. 7/44/3). Sollten diese Ausführungen als Antrag an das Gericht zu verstehen sein, die Beschwerdeführenden zur Einhaltung ihrer Mitwirkungspflicht anzuhalten, kann darauf nicht eingetreten werden. Ein allfälliger Anspruch auf eine thailändische Rente wurde bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen für das Jahr 2019, welche Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids bildet, nicht berücksichtigt (Urk. 2, Urk. 7/42 S. 1). Die Durchführungsstelle macht auch nicht geltend, ihr Einspracheentscheid sei durch das Gericht entsprechend abzuändern (Urk. 6 S. 2). Damit fehlt es bereits an einem beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsobjekt. Zudem ist die Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG, wenn versicherte Personen ihren Auskunfts- und Mitwirkungspflichtgen gemäss Art. 28 ATSG nicht nachkommen, Aufgabe der Durchführungsstelle und nicht des Gerichts. Das Gericht könnte höchstens in einem allfälligen anschliessenden Beschwerdeverfahren prüfen, ob die Durchführungsstelle die Ergänzungsleistungen unter Berücksichtigung der (gegebenenfalls nicht erfüllten) Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführenden korrekt ermittelt hat. Das Gericht erkennt:”
“_______ soutient que l'intéressé, n'ayant pas collaboré avec la SUVA, doit se voir imputer le manque de clarté de l'état de fait médical et que l'Office AI n'est pas tenu de procéder à des clarifications supplémentaires dès lors que les atteintes dont souffre le recourant sont purement accidentelles (TAF pce 76). A cet égard, le Tribunal relève que le raisonnement de l'OAI-B._______ ne saurait être suivi dès lors que l'instruction effectuée par la SUVA concernant les atteintes liées à l'accident était lacunaire. De plus, il sied également de constater que contrairement aux indications du SMR de l'OAI-B._______, il existe d'autres atteintes non accidentelles, soit l'atteinte à l'épaule droite ayant fait l'objet de la première demande de prestations AI, pour laquelle le médecin du SMR retient les mêmes limitations fonctionnelles qu'en 2010, tout en indiquant que cette atteinte ne se retrouve plus dans les diagnostics à partir de l'année 2015 (cf. supra consid. 7.3.8). Par ailleurs, selon l'art. 43 al. 3 LPGA, si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. A cet égard, l'OAI-B._______ ne peut tirer aucune conclusion de la décision de la SUVA se basant sur l'art. 43 al. 3 LPGA dans la mesure où les conséquences d'un défaut de la collaboration divergent entre l'AI et l'assurance-accident (cf. TAF C-5770/2023 du 21 novembre 2023 consid. 7.4) et que chaque assureur doit donc suivre la procédure de sommation de l'art. 43 al. 3 LPGA dans sa propre instruction. Enfin, l'assurance-invalidité n'est pas liée par l'évaluation de l'invalidité de l'assurance-accidents (pour plus de précision cf. ATF 133 V 549 consid. 6). 7.7 Compte tenu de ce qui précède, il convient de constater que tant les rapports médicaux des médecins traitants du recourant que l'instruction effectuée par l'OAI-B.”
Se l'autorità non è in grado di fornire la prova di una valida messa a conoscenza riguardo ai termini per l'esercizio o ai termini di impugnazione, da ciò non devono derivare effetti negativi in termini di scadenze; l'indicazione del destinatario o della presentazione è, in tali casi, da considerarsi tempestiva.
“Sous l'angle de la preuve, il incombe à l'autorité qui entend se prévaloir de la tardiveté d'une demande d'exemption d'apporter la preuve de la notification de l'acte par lequel l'assuré a été informé sur l'existence et les modalités du droit d'option ; à défaut, aucune conséquence ne saurait être tirée de l'échéance du délai d'exercice du droit d'option (ATF 136 V 295 consid. 5.8-5.10 ; arrêts du TF 9C_531/2019 précité du 17 février 2020 consid. 6.2 et 9C_561/2016 précité consid. 5.2, 9C_1040/2009 du 7 décembre 2010 et du TAF C-5183/2019 du 8 novembre 2021 consid. 8.3.2 et C-2194/2018 du 17 juin 2019 consid. 12.4.4 ; cf. également arrêts du TAF C-4161/2018 du 30 août 2022 consid. 4.2.4, C-622/2019 du 3 février 2022 consid. 6.6, C-3961/2018 du 31 mars 2020 consid. 6, C-7135/2018 du 16 octobre 2019 consid. 7, C-2522/2016 du 25 septembre 2019 consid. 5.3 et C-5359/2017 précité consid. 7.4 et C-2522/2016 du 25 septembre 2019 consid. 5.3). 3.6 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, l'autorité définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, elle ne tient pour existants que les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2; 139 V 176 consid. 5.3; 138 V 218 consid. 6). Partant de là, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves cf.”
“2a). En l'espèce, l'enquête postale relative au pli recommandé (...) adressé au recourant en vue de la notification de la décision sur opposition du 6 mai 2020 n'a pas permis d'établir la date à laquelle celle-ci avait été notifiée au recourant (CSC pce 14 p. 3). Partant, l'autorité inférieure n'a pas apporté la preuve de la notification au recourant de la décision sur opposition du 6 mai 2020. Le recourant ayant déclaré avoir reçu celle-ci le 17 juillet 2020 (cf. supra lettre C.a), il convient de considérer que le présent recours, posté le 11 août 2020, a été déposé en temps utile, ce que l'autorité inférieure ne conteste du reste pas. 1.5 Ainsi déposé dans les formes requises par la loi (art. 52 al. 1 PA), le présent recours est recevable quant à la forme. 2. 2.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire. Cela signifie que le Tribunal administratif fédéral définit les faits d'office et apprécie les preuves librement (art. 12 PA et art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6 ; Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3 p. 293). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, 138 V 218 consid. 6). Le principe de la libre appréciation des preuves s'applique de manière générale à toute procédure de nature administrative, que ce soit devant l'administration ou le juge. Si ces derniers, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation, il est superflu d'administrer d'autres preuves (appréciation anticipée des preuves [ATF 140 I 285 consid. 6.3.1, 131 I 353 consid. 3, 122 II 464 consid. 4a ; arrêts du TAF C-604/2021 du 16 octobre 2023 consid. 4.2, C-281/2019 du 2 novembre 2021 consid. 4.2 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 319 Nel caso di fatti interni o psichici di difficile accertamento, l'amministrazione è tenuta a un chiarimento del fatto particolarmente accurato. Nel procedimento volto a verificare l'esistenza di una malattia professionale l'obbligo d'indagine si limita agli accertamenti rilevanti per tale questione; ulteriori accertamenti patogenetici sono necessari soltanto nella misura in cui siano utili per la valutazione della malattia professionale. La scelta del metodo concreto per determinare, ad esempio, il fabbisogno di assistenza spetta all'ente assicuratore (non è imposto l'uso di un determinato strumento come il RAI‑HC).
“Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche, adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Während bei schweren Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den psychischen Folgen in der Regel zu bejahen ist, weil nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung Unfälle solcher Intensität geeignet sind, invalidisierende Gesundheitsschäden auch psychischer Natur zu bewirken, ist der adäquate Kausalzusammenhang bei leichten bzw. banalen Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 ff.). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“3.3.2.1. Wie schon angedeutet, rügt der Beschwerdeführer die erfolgte Abklärung insbesondere in methodischer Hinsicht. Der tatsächliche Pflegebedarf, wie er im Abklärungszeitpunkt bestanden habe, sei ohne Beizug eines anerkannten Abklärungsinstruments erhoben worden. 3.3.2.2. Das Bundesgericht hat sich im bereits zitierten Urteil 8C_569/2019 vom 28. August 2020 eingehend mit dieser Kritik auseinandergesetzt (E. 7). Im damaligen vorinstanzlichen Entscheid erwog das kantonale Gericht, dass das Unfallversicherungsrecht, im Gegensatz zum Krankenversicherungsrecht (Art. 8 KLV) oder zur Invalidenversicherung (Art. 69 Abs. 2 IVV), für die Abklärung des Pflegebedarfs weder konkretisierende Bestimmungen noch einen Verweis auf die Vorgaben in der KLV (oder der IVV) enthalte. Der Gesetzgeber schreibe nicht vor, in welcher Form die notwendigen Abklärungen gemäss dem nach Art. 1 Abs. 1 UVG anwendbaren Art. 43 Abs. 1 ATSG zu geschehen habe. Demnach sei die Suva in der Wahl der Methode zur Bestimmung des Pflegeaufwands frei gewesen und es lasse sich nicht beanstanden, dass sie diesen individuell für den Einzelfall bestimmt und nicht auf RAI-HC abgestellt habe. Diese Sichtweise schützte das Bundesgericht mit ausführlicher Begründung, worauf verwiesen wird (E. 7.4.1 des zitierten Urteils). Aus dem im Bereich der Krankenversicherung ergangenen Urteil 9C_176/2016 vom 21. Februar 2017 vermag der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Sodann ist nicht ersichtlich, inwiefern der vom Beschwerdeführer erstmals vor Bundesgericht aufgelegte Bericht des Bundesamtes für Gesundheit vom 10. März 2017 betreffend Mindestanforderungen für Pflegebedarfssysteme hier relevant sein soll. Dass das vom Beschwerdeführer vorgeschlagene System die Mindestanforderungen am besten erfüllt, heisst nicht, dass es das einzig zugelassene System sein soll. 3.3.2.3. Davon abgesehen ist hervorzuheben, dass die von der Beschwerdegegnerin beigezogene Abklärungsperson als dipl.”
“Dabei handelt es sich zwangsläufig um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der Pflegeperson berücksichtigen muss, welche indessen als innere Tatsachen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich sind und in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden müssen. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, insoweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitberücksichtigt werden. Ebenso sind Feststellungen über innere oder psychische Tatsachen Tatfragen. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die ausschliesslich - losgelöst vom konkreten Sachverhalt - auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden (Urteil des Bundesgerichts I 708/06 vom 23. November 2006 E. 3.1). Die Verwaltung hat angesichts der Beweisschwierigkeiten den anspruchsbegründenden Sachverhalt besonders sorgfältig zu erheben (Urteile des Bundesgerichts 9C_152/2010 vom 24. August 2011 E. 4.3 und 8C_773/2008 vom 11. Februar 2009 E. 5.2, je mit Hinweis). Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Dieser Bestimmung entspricht im kantonalen Sozialversicherungsprozess Art. 61 lit. c ATSG. Nach dem Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bezüge zum - auf Verwaltungs- und erstinstanzlicher Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz der freien Beweiswürdigung auf. Führen die Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweis) und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör oder des Untersuchungsgrundsatzes (antizipierende Beweiswürdigung; vgl.”
“Weitergehende Abklärungen sind – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 6 f. Ziff. 6) – nicht angezeigt. So zeigten die Dres. med. H.________ und I.________ übereinstimmend und überzeugend begründet auf, dass mit Blick auf die anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers und die übrigen erhobenen allergologischen und pneumologischen Befunde eine Wiederholung der Epikutantestung für die sich vorliegend stellenden Fragen nicht erforderlich war (vgl. AB 73/3). Eine umfassendere pathogenetische Abklärung der Atemwegsbeschwerden war angesichts der Beschränkung der Abklärungspflicht auf die Frage nach dem Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder 2 UVG auch mit Blick auf Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht erforderlich. In diesem Sinne kann vorliegend auch offen bleiben, ob angesichts des vom Beschwerdeführer angegebenen konsequenten Tragens von FFP3-Schutzmasken während der Arbeit (vgl. Beschwerde S. 5 Art. 4; siehe auch AB 56/2) die berufsfremden Faktoren, insbesondere die verschiedenen Allergien, der langjährige Tabakkonsum und die Adipositas, nicht gar ausschliesslich für die geklagten Atemwegsbeschwerden massgeblich waren.”
art. 43 cpv. 3 LPGA costituisce il correlativo del principio di accertamento d'ufficio: gli obblighi di collaborazione limitano il dovere di istruttoria dell'autorità. In caso di mancata collaborazione ingiustificata, l'ente assicuratore può, nei limiti previsti dalla legge, decidere sulla base degli atti o decidere di non entrare nel merito, con conseguente riduzione del principio di accertamento d'ufficio.
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je m.w.H.). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6).”
Citazione: art. 43 n. 317 LPGA Accertamento probatorio: Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA il fatto rilevante ai fini del diritto deve essere accertato d'ufficio. La prova del nesso causale naturale deve essere fornita principalmente mediante le dichiarazioni di medici specialisti. Ai fini del valore probatorio di un referto medico è determinante che esso sia sufficientemente dettagliato rispetto alle questioni controverse, si basi su indagini adeguate, prenda in considerazione i disturbi lamentati e sia redatto in conoscenza degli atti precedenti; le conclusioni mediche devono essere motivate in modo comprensibile. Le mere affermazioni "post hoc" (riferimento a uno stato privo di disturbi anteriore all'evento senza ulteriore motivazione) non sono sufficienti per l'accertamento probatorio del nesso di causalità.
“Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des im Verwaltungsverfahren wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218, 221 E. 6; BGE 117 V 261, 264 E. 3b). 4. 4.1. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 4.2. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mittels Auskünften ärztlicher Fachpersonen zu führen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_352/2015 vom 24. September 2015 E. 3.2.1 mit Hinweis). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225, 229 E.”
“a-h UVG genannte Körperschädigung vor, führt dies zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 51, 69 E. 8.6 und 70 E. 9.2; siehe auch die Urteile des Bundesgerichts 8C_593/2021 vom 6. Januar 2022 E. 2.3. und 8C_618/2019 vom 18. Februar 2020 E. 5.). 5. 5.1. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mittels Auskünften ärztlicher Fachpersonen zu führen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_80/2021 vom 7. Juli 2021 E. 2.2.). 5.2. 5.2.1. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). 5.2.2. Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, kann nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225, 229 E.”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1; 133 V 196 E. 1.4). 4.2. 4.2.1. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des Bundesgerichts 8C_480/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 4.2.1). Begründen ärztliche Auskünfte die Unfallkausalität der geklagten Beschwerden einzig mit dem Hinweis auf den vor dem Unfall beschwerdefreien Zustand, so liegt darin ein beweisrechtlich unzulässiger «Post-hoc-ergo-propter-hoc»-Schluss vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_355/2018 E. 3.2; BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Solches reicht für den rechtsgenüglichen Nachweis eines Kausalzusammenhangs nicht aus (Urteile des Bundesgerichts 8C_244/2023 vom 19. Oktober 2023 E. 5.1 und 8C_125/2013 vom 8. August 2023 E. 5.6). 4.2.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4; vgl. auch BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3.). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mittels Auskünften ärztlicher Fachpersonen zu führen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_80/2021 vom 7. Juli 2021 E. 2.2.). 3.7. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). 3.8. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind beratende Ärzte, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des Bundesgerichts 8C_740/2020 vom 7.”
Affinché l'art. 43 cpv. 3 LPGA possa trovare applicazione, l'assicurato deve essere stato previamente diffidato per iscritto e informato sulle conseguenze giuridiche nonché su un ragionevole termine di riflessione. La diffida è procedimentalmente obbligatoria. Inoltre l'ente assicuratore non può, con l'omissione delle proprie indagini, costringere la persona obbligata all'assicurazione a farsi carico della mancanza di mezzi di prova: deve parallelamente svolgere tutte le indagini ragionevoli e costituire un fascicolo il più completo possibile. Solo se questo obbligo è adempiuto potrà decidere, sulla base degli atti, per il ritardo ingiustificato nella collaborazione o sospendere le indagini e decidere di non entrare nel merito.
“Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 130 I 180 consid. 3.2 ; 125 V 193 consid. 2). C'est ainsi que lorsqu'un assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer, l'art. 43 al. 3 LPGA confère à l'autorité administrative amenée à statuer la possibilité de se prononcer en l'état du dossier ou de clore l'instruction et de ne pas entrer en matière, à la condition d'avoir adressé audit assuré une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques de son refus et lui impartissant un délai de réflexion convenable (TF 8C_195/2013 du 15 octobre 2013 consid. 2.1). Par ailleurs, dans le contexte particulier de la révision d'une prestation durable en cours (art. 17 al. 1 LPGA), il convient d'admettre un renversement du fardeau de la preuve si la personne assurée refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner et de collaborer, au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA, empêchant ainsi l'assureur-accidents d'administrer les preuves nécessaires et d'établir les faits pertinents. Il appartiendra alors à l'assuré d'établir que son état de santé, ou d'autres circonstances déterminantes, n'ont pas subi de modifications susceptibles de changer le taux d'invalidité qu'il présente (cf. TF 8C_431/2015 du 22 septembre 2015 consid. 3.3 ; TF 9C_961/2008 du 30 novembre 2009 consid. 6.3.3 et les références ; Jacques Olivier Piguet, in Dupont / Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 54 ad art. 43 LPGA). b) Pour qu'un manquement à l'obligation de collaborer ou de renseigner entraine les conséquences juridiques prévues à l'art. 43 al. 3 LPGA, il faut que l'assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques d'un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Cette règle de procédure ne souffre aucune exception.”
“43 LPGA, dans sa teneur en vigueur dès le 1er janvier 2022, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). L’assureur détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (al. 1bis). Par ailleurs, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Cet article dispose en outre que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Pour qu’un manquement à l’obligation de collaborer ou de renseigner entraîne les conséquences juridiques prévues à l’art. 43 al. 3 LPGA, il faut que l’assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques d’un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable (TF 9C_553/2016 du 17 novembre 2016 consid. 2.1). Cette règle de procédure ne souffre aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s’y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d’instruction raisonnablement exigible (ATF 122 V 218). Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible ; il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut.”
“Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit à la prestation d'assurance (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71 consid. 3 ; arrêts du Tribunal fédéral 8C_29/2023 précité consid. 3 ; 8C_619/2022 précité consid. 5.1). 4.3 Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 - actuellement 2 et 3 - RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_880/2017 du 22 juin 2018 consid. 5.1). La personne assurée a en effet le fardeau de la preuve en ce qui concerne l’existence d’un changement plausible des circonstances depuis le dernier refus de prestations entré en force (arrêt du Tribunal fédéral 8C_619/2022 du 22 juin 2023 consid. 3.2 et les références). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 2 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (art. 5 al. 3 ainsi que 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 - Cst. - RS 101 ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
In caso di intervallo temporale prolungato o di documentazione medica obsoleta, può essere giustificato un aggiornamento pluridisciplinare degli accertamenti; la valutazione della ragionevolezza dell'obbligo di collaborare deve essere effettuata caso per caso (art. 43 cpv. 2 LPGA).
“Die Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung erscheint auch unter Berücksichtigung der Tatsache gerechtfertigt, dass zwischen der erstmaligen Untersuchung bei PD Dr. B.____ am 19. März 2018 und dem mehrwöchigen Aufenthalt in der Klinik D.____ im Herbst 2018 sowie dem Erlass der angefochtenen Verfügung fast vier Jahre vergangen sind. Da aufgrund der medizinischen Berichte nicht rechtsgenügend festgestellt werden kann, wie sich der Gesundheitszustand des Versicherten zwischenzeitlich entwickelt hat, drängt sich auch unter diesem Aspekt eine Aktualisierung der medizinischen Unterlagen auf. Damit steht fest, dass die IV-Stelle zu Recht die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen bejahte, was im Übrigen auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. In Hinblick auf den, den Versicherungsträgern in dieser Hinsicht zuerkannten grossen Ermessensspielraum, ist das Vorgehen der IV-Stelle ohnehin nicht zu beanstanden (BGE 147 V 79 E. 7.4.2). 7.2.1 In einem nächsten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob dem Beschwerdeführer die Mitwirkung an der vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung auch zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Davon ist auszugehen, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung der pflichtigen versicherten Person steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen (Christian Meyer, Die Praxis zu den Mitwirkungspflichten im Verwaltungsverfahren, recht 2020, S. 64). Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende versicherte Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht (BGE 134 V 61 E. 4.2.1). Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen (Cristina Schiavi, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.”
“Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, einzutreten. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass der Versicherungsträger die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen vorzunehmen hat. Dabei bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sie sich den für die Beurteilung ihres Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 4.2. Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen eine Begutachtung als notwendig, so obliegt ihm gemäss Art. 44 Abs. 1 ATSG die Entscheidung, ob diese mono-, bi- oder polydisziplinär zu erfolgen hat. Bei polydisziplinären Gutachten sind drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt. Sie sind namentlich für Fälle vorgesehen, bei denen der Gesundheitsschaden zwar auf eine oder zwei Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesichert ist (Massimo Aliotta, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage 2020, Art. 44 N 10). Solche Gutachten haben gemäss Art. 72bis Abs. 1 IVV bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat das BSV die webbasierte Vergabeplattform SuisseMed@P eingerichtet, über welche der gesamte Verlauf der Gutachtenseinholung gesteuert und kontrolliert wird (vgl.”
Per l'accertamento del quadro sanitario rilevante, l'ente assicurativo deve, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, acquisire la documentazione medica necessaria e, se del caso, perizie specialistiche. Le relazioni e le perizie mediche devono tener conto degli atti e — se rilevante ai fini della valutazione — valutare comparativamente lo stato di salute anteriore e quello attuale, affinché i fatti necessari per la determinazione dell'invalidità o per una questione di revisione siano sufficientemente chiariti.
“Selon le principe inquisitoire, qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_746/2011 du 13 mars 2012 consid. 1.2). Ainsi, pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration - en cas de recours, le tribunal - se base sur des documents médicaux, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. Particulièrement, la tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle proportion et dans quelles activités elle est incapable de travail. En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux peuvent encore, raisonnablement, être exigés de l'assuré (ATF 125 V 256 consid. 4, 115 V 133 consid. 2, 114 V 310 consid. 2c, 105 V 156 consid. 1). Conformément au principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales (art. 61 let. c LPGA), le juge n’est pas lié par des règles formelles pour constater les faits au regard des preuves administrées, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve qu’elle qu’en soit la provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“Die Frage, ob eine revisionsbegründende Änderung stattgefunden hat, ist durch die Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes zu beurteilen. Zentrales Beweisthema der Expertise ist demnach nicht bloss die Feststellung des aktuellen Gesundheitszustandes und seiner funktionellen Auswirkungen, sondern gerade auch der Vergleich dieses Befundes mit den ursprünglichen Beschwerden. Spricht sich ein Gutachten nicht in hinreichender Weise darüber aus, ob und bejahendenfalls inwiefern eine effektive Veränderung der gesundheitlichen Situation im entscheidrelevanten Referenzzeitraum stattgefunden hat, mangelt es ihm, sofern sich eine entsprechende Sachlage nicht ohnehin augenfällig präsentiert, am rechtlich erforderlichen Beweiswert (Urteil BGer 9C_244/2017 vom 26. Oktober 2017 E. 5.2.1.). 3.3. 3.3.1. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). 3.3.2. Ein medizinisches Gutachten erfüllt die rechtsprechungsgemässen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). 3.3.3. Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
“En effet, lorsque l’intéressé souffre de plusieurs atteintes à la santé, celles-ci exercent généralement des effets conjoints sur la capacité de travail. C’est pourquoi, dans une telle situation, le degré d’invalidité doit être déterminé sur la base d’une évaluation médicale globale portant sur toutes les atteintes ; une simple addition des degrés d’incapacité de travail résultant de chaque atteinte considérée individuellement n’est pas admissible (TF 8C_548/2013 du 2 octobre 2013 consid. 5.2.2 ; TF 8C_518/2007 du 7 décembre 2007 consid. 3.2 ; TFA I 207/04 du 23 juin 2004 consid. 7 ; TFA I 131/03 du 22 mars 2004 consid. 2.3 ; TFA I 209/03 du 17 juin 2003 consid. 3.2.1 ; TFA I 143/03 du 26 mai 2003 consid. 3.3). 10. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l’opportunité de renvoyer la cause à l’administration afin qu’elle procède à un complément d’instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d’établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l’état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2e éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA).”
LPGA art. 43 n. 313 La persona assicurata deve essere informata che è prevista una perizia e messa al corrente della specialità interessata nonché delle perite e dei periti previsti in funzione della specialità e della disponibilità.
“Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung muss die Vergabe monodisziplinärer Gutachten durch eine Unfallversicherung wie bei der Invalidenversicherung nicht nach dem Zufallsprinzip erfolgen (vgl. sinngemäss BGE 138 V 318, 322 E. 6.1.1 und Urteil des Bundesgerichts 8C_112/2020 vom 13. Mai 2020 E. 5.2., in welchen offen gelassen wurde, ob das für die Invalidenversicherung in Art. 72bis Abs. 1 und 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] normierte Zufallsprinzip bei Gutachten mit mehr als drei Fachrichtungen auch bei der Unfallversicherung gelten müsste, sowie BGE 137 V 210, 242 E. 3.1.1 und BGE 139 V 349, 351 E. 2.2. und 357 E. 5.4, in welchen das Bundesgericht festhielt, dass die Vergabe mono- und bidisziplinärer Gutachten nicht über eine zentrale Plattform erfolgen muss). Sodann gelten im Verfahren der Unfallversicherung die gleichen Verfahrens-, Gehörs- und Partizipationsrechte (BGE 138 V 318, 322 E. 6.1.2). Dies bedeutet, dass die Unfallversicherung der versicherten Person den Umstand, dass eine Begutachtung stattfinden soll und die nach Fachrichtung und Verfügbarkeit vorgesehenen Gutachterinnen und Gutachter mitteilt (vgl.”
In caso di fondati dubbi sulla forza probatoria o sulla completezza delle perizie psichiatriche disponibili, l'amministrazione, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, deve integrare l'istruttoria e può disporre una nuova perizia psichiatrica indipendente. A tale scopo, se pertinente, la validità e il valore probatorio dei test neuropsicologici devono essere esaminati criticamente; se del caso vanno disposte perizie psichiatriche monodisciplinari, alle quali, se necessario, possono essere affiancati accertamenti neuropsicologici.
“Oktober 2003 von Dr. med. K____, Fachärztin für Allgemeinmedizin, FMH, IV-Akte 12) und den in kurzer Zeitfolge darauf berichteten kognitiven Probleme darstelle. Die Lokalisation und das Ausmass des Kavernoms korrespondiere überdies nicht mit der Art und dem Ausmass der berichteten kognitiven Beeinträchtigungen. Eine valide Testung der allfälligen kognitiven Störung des Beschwerdeführers war im Übrigen aufgrund der subjektiv geschilderten minimalen Belastbarkeit nicht valide möglich. Nach dem Gesagten stellt das Kavernom somit angesichts des sich seit jeher unverändert präsentierenden Beschwerdebildes kein geeignetes Element dar, um eine Verschlechterung der gesundheitlichen Verhältnisse glaubhaft erscheinen zu lassen. Eine anspruchsrelevante Veränderung im Sinne einer revisionsbegründenden Gesundheitsveränderung ist somit in diesem Zusammenhang zu verneinen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_237/2014 vom 21. Januar 2015, E. 5 und 6). Eine Verletzung der Sachverhaltsabklärungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG ergibt sich somit nicht. 4.3. Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus psychiatrischer Sicht geltend. Er beruft sich in diesem Zusammenhang insbesondere auf den Bericht seines behandelnden Psychiaters vom 20. Februar 2020 (IV-Akte 241), welcher eine Exazerbation der depressiven Symptomatik festgestellt habe. 4.4. 4.4.1. Aus medizinischer Sicht beruhte die ablehnende Verfügung vom 5. September 2016 auf dem psychiatrischen Gutachten vom 29. Januar 2016, verfasst von Prof. Dr. med. I____, Leitender Arzt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, FMH, mit neuropsychologischem Fachgutachten, erstellt von Dipl. Psych. L____, Eidg. Anerkannte Psychotherapeutin, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, Zertifizierte Neuropsychologische Gutachterin SIM (IV-Akte 183). Prof. Dr. med. I____ stütze seine gutachterliche Beurteilung auf vier Untersuchungen sowie einen stationären Aufenthalt in den UPK vom 26. Februar 2015 bis zum 6. März 2015. Mit Urteil vom 2.”
“Die fachärztlich erhobenen Diagnosen und Ausführungen der behandelnden Psychiaterin hätten die IV-Stelle deshalb veranlassen müssen, den psychischen Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Versicherten vor Verfügungserlass aus psychiatrischer Sicht eingehender abzuklären. Indem die IV-Stelle jedoch vor Verfügungserlass lediglich eine (abschliessende) versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung des Arbeitsmediziners Dr. E. eingeholt hat, ist sie ihrer – sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebenden – Pflicht, für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes besorgt zu sein (vgl. E. 4 hiervor), nur unzureichend nachgekommen. Bei dieser unzureichenden Aktenlage ist die Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit ohne zusätzliche – insbesondere – psychiatrische Abklärungen jedenfalls zweifelhaft. Die entsprechende Rüge der Beschwerdeführerin erweist sich insoweit als begründet. 6.4 Da nach dem Gesagten Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung von Dr. E. bestehen, kann nicht auf seine Beurteilung abgestellt werden. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt. Namentlich kann keine verlässliche Aussage bezüglich der Arbeitsfähigkeit der Versicherten in angepassten Verweistätigkeiten gemacht werden. Die angefochtene Verfügung vom 7. Juni 2022 ist deshalb aufzuheben und es sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. 7. Rechtsprechungsgemäss können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff.”
“On ne dispose pas non plus d’informations sur l’acceptation par la recourante des traitements de ses atteintes psychiques ni de son adhésion aux traitements proposés (cf. rapport du Dr V.________ du 19 décembre 2022). C’est donc à tort que le SMR conclut à une pleine capacité de travail dans l’activité habituelle, sans avoir instruit sur le plan médical le bien-fondé des constatations et conclusions de N.________, fut-il psychologue traitant. c) Sur le vu de ce qui précède, il s’avère que, en raison des lacunes de l’instruction, les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière complète et probante, qu’ils concernent l’état de santé de la recourante dans sa globalité ou les conséquences de cet état de santé sur sa capacité de travail. L’instruction doit être complétée et il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’office AI – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant la plus opportune. Il incombera en premier lieu à l’office intimé de mettre en œuvre une expertise psychiatrique indépendante au sens de l’art. 44 LPGA afin de déterminer si l’assurée dispose d’une capacité de travail dans l’activité habituelle (vendeuse dans le commerce de détail), voire dans une activité adaptée. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante. 5. En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’office intimé afin qu’il complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. 6. a) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. b) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“1), lequel n’était pas retenu lors de l’expertise de 2015. Aussi, il apparait que les rapports du Dr D.________ mettent en doute les conclusions du SMR, dont on rappellera que les avis n’ont que pour fonction d’opérer la synthèse des renseignements médicaux versés au dossier et de prodiguer des recommandations quant à la suite à donner au dossier sur le plan médical. Dans pareilles circonstances, l’instruction doit être complétée par la mise en œuvre d’une expertise monodisciplinaire confiée à un expert psychiatre, lequel pourra au besoin s’adjoindre les services d’un neuropsychologue. Une expertise somatique n’apparait pas nécessaire, en l’absence d’élément nouveau sur ce plan depuis l’expertise du Centre B.________ de 2015. d) L’instruction lacunaire ne permettant pas de se prononcer en connaissance de cause, il convient par conséquent de renvoyer la cause à l’OAI, à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). A toutes fins utiles et en dernier lieu, on relèvera que la recourante est âgée de 61 ans depuis le [...] mars 2024 et que, selon la jurisprudence, le moment où la question de la mise en valeur de la capacité (résiduelle) de travail pour un assuré proche de l’âge de la retraite sur le marché de l’emploi doit être examinée correspond au moment auquel il a été constaté que l’exercice (partiel) d’une activité lucrative était médicalement exigible, soit dès que les documents médicaux permettent d’établir de manière fiable les faits y relatifs (ATF 138 V 457 consid. 3.3 ; TF 9C_716/2014 du 19 février 2015 consid. 4.2). Il est par ailleurs admis que le seuil à partir duquel on peut parler d’âge avancé se situe autour de 60 ans, même si le Tribunal fédéral n’a pas fixé d’âge limite jusqu’à présent (ATF 138 V 457 consid. 3.1 ; TF 9C_612/2007 du 14 juillet 2008 consid. 5.2). L’exigibilité ne pourra donc être définitivement constatée qu’à la date de réception future du rapport d’expertise. La question pourrait ainsi se poser d’examiner le cas de la recourante sous l’angle de la jurisprudence fédérale rappelée ci-avant en lien avec les assurés proches de l’âge de la retraite.”
“1d). A contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il y a lieu de retrancher du dossier le rapport d’expertise du 22 août 2022 de la Dre P.________ entaché d’un vice formel et a priori matériel. Ainsi, en l’absence au dossier d’une appréciation psychiatrique suffisamment motivée pour établir de manière objective si le recourant présente une atteinte psychique d’une gravité telle que la mise en valeur de sa capacité de travail sur le marché du travail ne peut plus du tout ou seulement partiellement être exigible de sa part, il convient de considérer que ces aspects n’ont pas fait l’objet d’un éclaircissement. Dès lors que c’est à l’intimé qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à cet assureur pour complément d’instruction. Compte tenu du retrait du dossier du rapport d’expertise précité, l’intimé mettra en œuvre une nouvelle expertise psychiatrique qu’elle confiera à un autre spécialiste en psychiatrie que la Dre P.________. En effet, même si cette médecin s'efforçait d'occulter complètement son évaluation basée sur les entretiens réalisés lors de l’expertise viciée, on ne peut pas garantir qu'elle ne continuerait pas à être influencée par sa première expertise. Une fois le rapport d’expertise rendu, il appartiendra à l’intimé de rendre une nouvelle décision sur la demande du 7 décembre 2020 du recourant. 9. a) aa) L'art. 30 al. 3 Cst., selon lequel l'audience et le prononcé du jugement sont publics, ne confère pas au justiciable de droit à une audience publique. Il se limite à garantir qu'une telle audience se déroule publiquement lorsqu'il y a lieu d'en tenir une. Le droit à des débats existe seulement pour les causes qui bénéficient de la protection de l'art.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 04.09.2024 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Invalidenrente. Prüfung eines psychiatrischen Gutachtens und einer neuropsychologischen Beurteilung. Erhebliche Zweifel an der Beweiskraft des psychiatrischen Gutachtens. Fehlende Validität der Ergebnisse der neuropsychologischen Testung. Verletzung der Untersuchungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. September 2024, IV 2023/145). Entscheid vom 4. September 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2023/145 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
“complément d'expertise psychiatrique précité, § 6) date du 5 mai 2017, mentionne un trouble cognitif léger attentionnel et phasique d'origine mixte (thymique et métabolique) au pronostic favorable et se réfère par ailleurs à un rapport du 23 janvier 2017 de la Dre Z.________, à teneur duquel la recourante présentait alors des troubles cognitifs sans retentissement sur son niveau de fonctionnement dans la vie quotidienne. La détermination des taux de capacité de travail dans l'activité habituelle et de capacité de travail dans une activité adaptée ne sont pas claires non plus (comp. rapport d'expertise précité, ch. 8.1 et 8.2, et complément d'expertise psychiatrique précité, § 5, 7 et 9). Compte tenu de ce qui précède, le rapport d'expertise du 7 février 2019 du Dr D.________ et son complément du 11 juin 2019 ne peuvent être qualifiés de complets, compréhensibles et concluants. A l'aune des réquisits jurisprudentiels y relatifs, ils ne sauraient ainsi se voir attribuer une pleine valeur probante. En conséquence, c’est à juste titre que l’intimé a ordonné la mise en œuvre d'une nouvelle expertise médicale psychiatrique, laquelle ne peut être considérée comme une « second opinion » prohibée par l’art. 43 al. 1 LPGA (comp. supra consid. 6 let. a). 8.2. a) Deuxièmement, il sied d'examiner si l'intimé a violé le droit fédéral lorsqu'il a considéré que le rapport d'expertise du 25 mars 2021 du Dr S.________ pouvait se voir attribuer une pleine valeur probante, contrairement à celui du 7 février 2019 du Dr D.________ et son complément du 11 juin 2019. b) En l'occurrence, le Dr S.________ a procédé à une anamnèse complète et détaillée de la recourante, et ce sur les plans tant professionnel, affectif et social, socio-économique que psychiatrique (cf. rapport d'expertise du 25 mars 2021 du Dr S.________, ch. 3, spéc. 3.2) et l'a rencontrée personnellement aux fins de recueillir ses plaintes et l'entendre sur sa journée-type (cf. op. cit., ch. 3.2.10) notamment. Les constatations de cet expert se fondent sur un examen complet du dossier (cf. op. cit., ch. 2), les données de l’anamnèse et les constats objectifs de son examen clinique (cf. op. cit., ch. 4.3). Le Dr S.________ a expliqué quels diagnostics étaient retenus et pour quelles raisons (cf.”
Nel caso di questioni somatiche/ortopediche, una documentazione completa (relazioni di trattamento, perizie, pareri e referti) può consentire un accertamento dei fatti ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA in modo sufficiente. Ulteriori pareri medici non sono necessari nella misura in cui gli atti siano completi e non sia prevedibile un sostanziale incremento informativo da un'ulteriore comunicazione; ciò vale anche se il medico curante non ha nulla di nuovo da aggiungere sul piano contenutistico o rifiuta di fornire un ulteriore parere.
“Denn einerseits schliessen sowohl PD Dr. med. E.________ als auch PD Dr. med. G.________ auf einen relevanten Vorzustand, der die nach dem Unfall aufgetretenen Rückenbeschwerden einer degenerativen Ursache zuordnet. Andererseits hat die Unfallversicherung für das Dahinfallen ihrer Leistungspflicht nicht den Nachweis einer unfallfremden Ursache zu erbringen, sondern es reicht, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufzuzeigen vermag, dass die geklagten Beschwerden nicht (mehr) auf den Unfall zurückzuführen sind (vgl. dazu etwa das vorinstanzlich zitierte Urteil 8C_416/2010 vom 29. November 2010 E. 2.2). An diesem Ergebnis ändert auch der Umstand nichts, dass es sich bei der Einschätzung des PD Dr. med. E.________ um eine reine Aktenbeurteilung handelt. Denn es geht hier um die ärztliche Beurteilung der natürlichen Kausalität bei einem an sich feststehenden medizinischen Sachverhalt und lückenlosen Befund (SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63, 8C_239/2008 E. 7.2). So liegt auch keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG vor. PD Dr. med. E.________ standen sämtliche Unterlagen der SWICA, mithin sämtliche Berichte und Unterlagen der behandelnden Ärzte zur Verfügung, die er auch in seine Beurteilung miteinbezog. Weitere medizinische Abklärungen zur Frage der unfallbedingten somatischen Folgen sind auch unter Einbezug der Äusserungen der behandelnden Ärzte nicht notwendig.”
“Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin dadurch, dass sie die vom Beschwerdeführer geforderte Stellungnahme von PD Dr. B.___ zu den versicherungsrechtlich wesentlichen Fragestellungen (Urk. 1 S. 12) nicht eingeholt hat, den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt hat. Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Art. 43 Abs. 1 ATSG; anwendbar im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung gestützt auf Art. 1 Abs. 1 UVG und Art. 2 ATSG). Was die Berichte des behandelnden Kniespezialisten PD Dr. B.___ betrifft, so ist aktenkundig, dass die Beschwerdegegnerin die jeweiligen Untersuchungs- und Operationsberichte beigezogen hat. Diesbezüglich rügt der Beschwerdeführer keine Unvollständigkeit der Akten. Für ihn ist für die Sachverhaltsabklärung aber zusätzlich noch eine Stellungnahme von PD Dr. B.___ zu den versicherungsrechtlich wesentlichen Fragestellungen nötig. Laut Beschwerdeführer bezieht sich dies sowohl auf die Frage des medizinischen Endzustandes als auch auf allenfalls notwendige medizinische Massnahmen oder die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 12). Dazu ist festzuhalten, dass die von PD Dr. B.___ erhobenen Befunde und seine Beurteilungen und Prognosen - inklusive der mit dem Beschwerdeführer besprochenen und der von diesem gewählten Behandlungsoptionen - und dessen Arbeitsunfähigkeitsatteste bereits in den Akten der Beschwerdegegnerin vorhanden sind.”
“1 S. 12). Dazu ist festzuhalten, dass die von PD Dr. B.___ erhobenen Befunde und seine Beurteilungen und Prognosen - inklusive der mit dem Beschwerdeführer besprochenen und der von diesem gewählten Behandlungsoptionen - und dessen Arbeitsunfähigkeitsatteste bereits in den Akten der Beschwerdegegnerin vorhanden sind. PD Dr. B.___ würde in einer weiteren Stellungnahme nicht von seinen bisherigen Berichten abweichen. Von einer solchen Stellungnahme wären somit keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten. Hinzu kommt, dass PD Dr. B.___ - auf Anfrage des Beschwerdeführers hin - bereits ausdrücklich erklärte, dass er dazu nicht Hand bieten möchte. Zur Begründung führte er an, dass er als behandelnder Arzt versicherungsrechtliche Fragen nicht beantworten könne (Urk. 3/7). Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 13) hat die Beschwerdegegnerin somit dadurch, dass sie die von ihm geforderte zusätzliche Stellungnahme von PD Dr. B.___ nicht eingeholt hat, den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht verletzt.”
“Vorab ist auf den Einwand des Beschwerdeführers einzugehen, wonach die Beschwerdegegnerin in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes den Sachverhalt zu wenig abgeklärt und den Grundsatz der freien Beweiswürdigung verletzt habe (vgl. Urk. 1 S. 2). Der Versicherungsträger ist laut dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Der Beschwerdeführer machte im Rahmen seiner Anmeldung bei der Invalidenversicherung Arm-, Schulter-, Nackenschmerzen, Schmerzen in den Beinen sowie ein Einschlafgefühl an der rechten Hand/Arm geltend (Urk. 6/4 Ziff. 6.1). Im Vordergrund stehen somit die somatischen Beschwerden an den Extremitäten sowie dem Rumpf. Diesbezüglich liegen medizinische Berichte des behandelnden Arztes (vorstehend E. 3.1-3.2) sowie ein orthopädisches und ein neurologisches Gutachten (vorstehend E. 3.3-3.4), welche zuhanden der Taggeldversicherung erstattet wurden, und die Stellungnahme des RAD-Arztes (vorstehend E. 3.7) in den Akten.”
“1 Der Beschwerdeführer macht in formeller Hinsicht zunächst die Verletzung seines rechtlichen Gehörs mit der Begründung geltend, die Ausgleichskasse habe keine eigene Sachverhaltsabklärung vorgenommen, sondern auf den fehlerhaft festgestellten Sachverhalt der Steuerbehörden abgestellt. Ferner habe sie seinen Gehörsanspruch auch dadurch verletzt, indem sie sich zur Begründung des Einspracheentscheids lediglich auf die Ausführungen des Steuergerichts abgestützt habe. 2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift (BGE 132 V 368 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Als persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt das rechtliche Gehör, dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid betroffenen Person auch tatsächlich hört, ernsthaft prüft und in ihrer Entscheidfindung angemessen berücksichtigt (BGE 136 I 188 E. 2.2.1 mit Hinweis). 2.3.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG obliegt es grundsätzlich dem Versicherungsträger, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann. Welche Abklärungsmassnahmen notwendig sind, hängt regelmässig von den zu klärenden Sachverhaltselementen ab (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 Rz. 21). Wurde die Sachverhaltsermittlung bereits von einer anderen Behörde vorgenommen und liegen die entsprechenden Ergebnisse, namentlich die einschlägigen Beweisunterlagen, schon vor, so ist die verfügende Behörde nicht verpflichtet, dieselben Beweise erneut zu erheben. Vielmehr darf sie die massgeblichen Unterlagen − im vorliegenden Fall die Akten der Steuerverwaltung − beiziehen und würdigen. Wenn die Akten vollständig sind, d.h., wenn die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen, welche an die einzelnen Beweismittel gestellt werden, erfüllt sind und eine Würdigung dieser Beweismittel mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit einen bestimmten Sachverhalt ergibt, sind keine weiteren Untersuchungen notwendig (Kieser, a.”
Secondo l'art. 43 LPGA, l'autorità deve rispettare il principio dell'istruttoria e, d'ufficio, compiere tutto quanto ragionevole per chiarire il quadro fattuale. Se può procurarsi le informazioni necessarie con modalità alternative senza un onere sproporzionato, ciò solleva la persona assicurata; viceversa, l'autorità non può limitarsi a invocare la mancata collaborazione della persona assicurata se essa stessa è rimasta inattiva. Nella misura in cui ulteriori accertamenti non consentano di attendersi risultati sostanzialmente migliori, l'autorità può rinunciarvi; tuttavia la mancanza di prove residua può avere conseguenze sfavorevoli per la persona assicurata.
“Quand bien même le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas entièrement du fardeau de la preuve ; ainsi, s’il n’est pas possible d’établir un état de fait vraisemblablement conforme à la réalité, il est statué en défaveur de la partie qui entendait déduire un droit d’un état de fait demeuré sans preuve (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 115 V 133 consid. 8a). Lorsque les faits à prouver sont des faits créateurs de droit, la partie qui supporte les conséquences de l’absence de preuve est celle qui fait valoir le droit ; en matière d’assurances sociales, il s’agit en règle générale de la personne assurée. Avant de conclure à l’impossibilité d’établir les faits, l’assureur doit, conformément au principe inquisitoire, entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible pour recueillir les moyens de preuves utiles (Jacques-Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 45 ad art. 43 LPGA). L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible. Selon cette disposition, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible (Jacques-Olivier Piguet, op. cit., n. 50 ad art. 43 LPGA). Le devoir d’instruction s’applique également à l’instruction de demandes qui présentent des éléments d’extranéité.”
“4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Il en va différemment lorsque la personne assurée n’est pas en mesure, en raison d’une maladie ou pour d’autres motifs, de donner suite aux mesures ordonnées (TF 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références citées ; I 166/06 déjà cité consid. 5.1 et 5.2 ; cf. Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (cf. TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1, et les références citées ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 52 ad art. 43 LPGA). c) Conformément au principe inquisitoire, il appartient en premier chef à l'administration de déterminer, en fonction de l'état de fait à élucider, quelles sont les mesures d'instruction qu'il convient de mettre en œuvre dans un cas d'espèce.”
“___ schlecht eingestellte Diabetes mellitus überwiegend wahrscheinlich zu einer Stress-Blutung oder zu einer cardiovaskulären Todesursache geführt haben, lässt auch Dr. F.___ offen. Er hat in seinem Bericht vom 28. Juni 2023 explizit ausgeführt, dass keine abschliessende sichere Diagnose, die zum Tod geführt habe, gestellt werden könne (Suva-act. 215). Zusammenfassend lässt sich aufgrund der vorliegenden Aktenlage nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die unfallbedingten Beeinträchtigungen zumindest eine Teilursache des am 26. Oktober 2022 eingetretenen Todes des Versicherten dargestellt haben. Von weiteren Abklärungen sind keine wesentlich besseren Erkenntnisse mehr zu erwarten, da es sich dabei nur um Aktenbeurteilungen handeln könnte und sich entsprechend den echtzeitlichen Berichten zum Todesfall (Legalinspektionsbericht, Rettungseinsatz) die Todesursache nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bestimmen lässt. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf weitere Abklärungen verzichtet hat. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) ist nicht auszumachen. Die Beweislosigkeit wirkt sich zu Ungunsten der Beschwerdeführerin aus (vgl. dazu oben E. 2.3). Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen den angefochtenen Einspracheentscheid vom 2. August 2023 abzuweisen. Gerichtskosten sind mangels entsprechender spezialgesetzlicher Grundlage keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG). Dem Verfahrensausgang entsprechend hat die Beschwerdeführerin auch keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird abgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 309 A causa dell'effetto devolutivo della Rechtsöffnung o del ricorso, la cassa dovrebbe, durante un procedimento di ricorso o di opposizione pendente, in linea di principio non svolgere indagini istruttorie. Accertamenti complementari avrebbero, per quanto possibile, dovuto essere effettuati già in una fase procedurale precedente (ad es. nell'opposizione). Tuttavia, per ragioni di economia processuale o per altri motivi imperativi, possono rendersi opportune delle eccezioni.
“Questa Corte ritiene che, visto l’effetto devolutivo del deposito dell’impugnativa - implicante il passaggio all'autorità di ricorso della trattazione della causa, oggetto della decisione impugnata (cfr. DTF 143 V 393 consid. 8.2.; STF 8C_284/2014 del 16 dicembre 2014 consid. 5.2.2.; DTF 127 V 228 consid. 2.b.aa; STFA C 325/00 del 28 marzo 2002) -, la Cassa non avrebbe dovuto procedere a degli atti istruttori mentre era pendente la procedura ricorsuale davanti al TCA. Di transenna il TCA osserva che si sarebbe evitata la necessità di esperire degli accertamenti pendente causa, se invece di decidere il posticipo dell’apertura del termine quadro al 1° marzo 2020 unitamente alla decisione su opposizione del 1° luglio 2020 con la quale è stata annullata la sospensione di 45 giorni ex art. 30 cpv. 1 lett. a LADI del 7 aprile 2020 (cfr. doc. B=33; consid. 1.3.), fosse stata emanata una decisione formale relativa alla data di inizio del diritto all’indennità di disoccupazione. In applicazione dell’art. 43 LPGA (cfr. STF 9C_675/2009 del 28 maggio 2010 consid. 8.3.; DTF 136 V 113 consid. 5.2.), l’amministrazione avrebbe così potuto procedere agli approfondimenti del caso durante la procedura di opposizione. Per motivi di economia processuale (cfr. STF 9C_181/2015 del 10 febbraio 2016 consid. 2.1., pubblicata in DTF 142 V 67; STF 9C_222/2020 del 18 giugno2020 consid. 4.3.), ritenuto in particolare il principio di celerità vigente in ambito di assicurazioni sociali (cfr. STF 9C_295/2015 del 10 novembre 2015 consid. 1; STF 9C_83/2012 del 9 maggio 2012 consid. 2; STF 9C_418/2009 del 24 agosto 2009 consid. 1), si rinuncia in ogni caso a rinviare gli atti alla Cassa per emettere una decisione su opposizione concernente l’apertura del termine quadro, in quanto in casu, tutto ben considerato e ritenuto tra l’altro che il TCA gode di pieno potere cognitivo, “… una simile operazione si esaurirebbe in un vuoto esercizio formale e procrastinerebbe inutilmente il processo …” (cfr.”
LPGA art. 43 n. 308 In caso di mancata collaborazione, l'autorità può chiedere alla persona assicurata di fornire fatti o documenti che l'autorità stessa non può ottenere da sola o non può ottenere con un ragionevole dispendio di mezzi; ciò comprende, ad esempio, la presentazione di referti medici. L'obbligo riguarda soprattutto i fatti che la persona assicurata conosce meglio dell'autorità.
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). 3.5. Grundsätzlich liegt es im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c i.V.m. Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2).”
LPGA art. 43 n. 307 Se la persona assicurata rifiuta gli accertamenti cui è tenuta a collaborare, l'ufficio AI può rinviare la pratica per ulteriori chiarimenti e successivamente emanare un nuovo provvedimento. Prima di procedere in tal modo, la persona deve essere richiamata per iscritto a collaborare.
“Entscheid Versicherungsgericht, 29.03.2022 Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Art. 43 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Allgemeine/Innere Medizin, Neuropsychologie, Orthopädie und Psychiatrie). Verweigerung der Mitwirkung bei der Begutachtung. Untersuchungspflicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuverfügung. Abmahnung der Mitwirkungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. März 2022, IV 2020/248). Entscheid vom 29. März 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2020/248 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
LPGA art. 43 n. 306 Nella prassi il sollecito avviene tipicamente nell'ambito di una procedura di sollecito e di periodo di riflessione; l'amministrazione può in tale sede richiedere specifiche prove (p. es. fatture, preventivi, documenti del veicolo o la quantificazione delle spese di decesso) e fissare un termine adeguato. Quando i termini vengono prorogati più volte, l'amministrazione invia spesso ulteriori solleciti formulati in modo chiaro, prima di decidere eventualmente sulla base degli atti o di sospendere le prestazioni.
“TRIBUNAL CANTONAL AI 296/20 - 56/2021 ZD20.036076 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 17 février 2021 __________________ Composition : M. Métral, juge unique Greffier : M. Germond ***** Cause pendante entre : A.__________, à [...], recourant, et Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud, à Vevey, intimé. _______________ Art. 43 al. 3 LPGA E n f a i t : A. A.__________ (ci-après : l’assuré ou le recourant), né en [...], ressortissant portugais, est titulaire d’un permis de séjour « B » en Suisse, où il vit depuis 2015. Il a subi une amputation transtibiale selon Bugess droite, réalisée le 10 mai 2019 par les médecins du Service de chirurgie vasculaire au CHUV de Lausanne. Le 20 juin 2019, l’assuré a sollicité auprès de l’Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud (ci-après : l’OAI ou l’intimé) la prise en charge des frais de transformation de son véhicule à moteur. Dans le cadre de l’instruction de cette demande de prise en charge, l’OAI a, par courrier du 27 juin 2019, invité l’intéressé à prendre contact avec le Service des automobiles et de la navigation (SAN) à Lausanne, puis à lui transmettre les conclusions écrites de ce service quant aux aménagements spéciaux devant être entrepris, ainsi qu’un certificat médical attestant la nécessité des transformations envisagées et un devis du fournisseur. Le 22 août 2019, l’OAI a adressé un rappel à l’assuré, en lui demandant également de lui faire parvenir une copie de la carte grise / permis de circulation ainsi que de la facture d’achat du véhicule.”
“Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 20. November 2019 (Urk. 7/32) und - nach mehrmaliger Fristerstreckung – letztmals mit Schreiben vom 10. Juni 2020 (Urk. 7/56) sowohl im Sinne einer der Abklärung des Gesundheitsschadens vorgelagerten Mitwirkungspflicht als auch im Sinne der Schadenminderung zu einer Drogenabstinenz von Cannabinoide und THC sowie einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung während dreier Monate aufgefordert. Bei der damit verbundenen Androhung eines Entscheides aufgrund der Akten stützte sich die Beschwerdegegnerin auf Art. 43 Abs. 3 ATSG, welche Bestimmung sie im Schreiben vom 20. November 2019 ausdrücklich zitiert hat (Urk. 7/32/2) und welche - entsprechend dem Titel «Abklärung» - einer Abklärungsmassnahme entspricht. Nachdem der Beschwerdeführer den geforderten Nachweis bis am 2. Juli 2020 (Urk. 7/56/2) nicht erbracht hatte, fällte sie androhungsgemäss einen Sachentscheid aufgrund der Akten (Urk. 2), mithin ohne detaillierte, weiterführende Abklärung des Leistungsanspruchs.”
“--, zog davon Todesfallkosten in der geschätzten Höhe von Fr. 5'000.-- ab und gelangte auf diese Weise zum Betrag von Fr. 33'398.--, in dessen Umfang sie von der Beschwerdeführerin die an Y.___ ausgerichteten kantonalen Beihilfen und Gemeindezuschüsse von insgesamt Fr. 68'224.-- (Fr. 34'456.-- + Fr. 33'768.--) zurückforderte. Die Festlegung dieses Rückforderungsbetrags ist nicht zu beanstanden. Der Bruttobetrag von Fr. 38'398.-- entspricht dem Stand eines Kontos bei der Migros-Bank, lautend auf die Erben von Y.___ (Urk. 6/17/3). Die Beschwerdeführerin selber deklarierte in der Steuererklärung per Todesdatum vom 9. Oktober 2013 den etwas höheren Betrag von Fr. 39'654.-- (Urk. 6/17/1), der sich durch den Einbezug des Saldos von Fr. 1'256.75 eines Mieterkautionssparkontos bei der UBS AG per Ende 2012 erklärt (Urk. 6/17/2). Dass die Beschwerdegegnerin sodann Todesfallkosten im geschätzten Betrag von Fr. 5'000.-- vom Bruttovermögen in Abzug brachte, ist im Hinblick auf die Regelung in Art. 43 Abs. 3 ATSG korrekt, nachdem die Beschwerdeführerin durch das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 21. November 2018 Gelegenheit erhalten hatte, diese Kosten zu beziffern und zu belegen (Urk. 6/8/1), jedoch davon keinen Gebrauch gemacht, sondern im Brief vom 3. Januar 2019 lediglich ihre Rückerstattungspflicht bestritten hatte (Urk. 6/7). Soweit die Beschwerdeführerin des Weiteren in diesem Brief und wiederum in der Beschwerdeschrift (Urk. 1) auf die Aufwendungen hinwies, die sie für Y.___ schon zu deren Lebzeiten getätigt habe, so können diese Aufwendungen anders als die Todesfallkosten nicht zu einem geschätzten Betrag vom Bruttovermögen abgezogen werden. Denn es ist nicht belegt und wurde auch nicht geltend gemacht, dass für diese Aufwendungen eine Entschädigung vereinbart worden wäre, die als Schuld auf dem Nachlass lastete (vgl. Druey, a.a.O., S. 184). Daran ändert auch nichts, dass Y.___ mit der Einsetzung der Beschwerdeführerin als Alleinerbin möglicherweise ihrer Dankbarkeit für die erbrachten Dienstleistungen Ausdruck hatte verleihen wollen.”
“Sie erkundigte sich unter anderem danach, ob der Mietzins von 1’450 Franken marktüblich sei und den „üblichen EL-Richtlinien“ entspreche und wie allfällige diesbezügliche Unsicherheiten beseitigt werden könnten. Die EL-Durchführungsstelle antwortete am 29. Januar 2018 (EL-act. 41), mit Blick auf den Wohnungsmarkt erscheine der Mietzins als „eher hoch“. Allenfalls sei es sinnvoll, eine Abklärung vor Ort durchzuführen. Mit einem Schreiben vom 13. März 2018 forderte die EL-Durchführungsstelle den EL-Bezüger auf, bei ihr vorzusprechen, damit die offenen Fragen zur Wohnsituation beantwortet werden könnten (EL-act. 40). Der EL-Bezüger holte die eingeschriebene Sendung nicht ab (EL-act. 37). Am 5. April 2018 mahnte die EL-Durchführungsstelle den EL-Bezüger zur Erfüllung seiner Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung (EL-act. 35). Sie setzte einen neuen Besprechungstermin an und drohte dem EL-Bezüger an, dass sie die Ergänzungsleistung einstellen werde, wenn er den Termin nicht wahrnehme. Der EL-Bezüger reagierte nicht auf dieses Schreiben, weshalb die EL-Durchführungsstelle die Ergänzungsleistung mit einer Verfügung vom 20. April 2018 gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einstellte (EL-act. 34). Am 2. Mai 2018 teilte ein Bekannter des EL-Bezügers der EL-Durchführungsstelle telefonisch mit, dass dieser sich im Ausland aufhalte, dort erkrankt sei und erst in etwa zehn Tagen wieder in die Schweiz werde zurückreisen können (EL-act. 33). Die EL-Durchführungsstelle unternahm nichts. Die Ausgleichskasse meldete der IV-Stelle am 29. Juni 2018 den Vollzug einer Renteneinstellung per Juli 2018 (EL-act. 32). Die EL-Durchführungsstelle erliess am 3. Juli 2018 eine Verfügung, mit der sie die Ergänzungsleistung als Folge der Rentenaufhebung definitiv per 1. Juli 2018 aufhob (EL-act. 31). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in formelle Rechtskraft. Offenbar nahm die EL-Durchführungsstelle am 29. August 2018 eine Besichtigung der Wohnung des EL-Bezügers vor, denn ein Sachbearbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte am 6. November 2018 (EL-act. 21–6), bei einer „AOS“ (wohl: Abklärung an Ort und Stelle) habe sich gezeigt, dass es sich beim zusätzlichen Zimmer nicht um ein Attikazimmer, sondern um eine unbewohnbare Abstellkammer im Estrich handle, die der EL-Bezüger bereits seit Dezember 2012 benutze.”
“der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, WEL, Stand 1. Januar 2019). Die Beschwerdegegnerin hat die ausgewiesene Hypothekarschuld von Fr. 150'000.-- (siehe EL-act. 26-4 und 27-17) korrekt vom Vermögen in Abzug gebracht. Das Darlehen von Fr. 65'000.-- von der verstorbenen Mutter hat sie richtigerweise nicht abgezogen, da dieses bei der Erbteilung verrechnet worden ist. Die Beschwerdeführerin hat geltend gemacht, per 31. Dezember 2017 bei diversen Gläubigern Schulden in der Höhe von insgesamt Fr. 5'000.-- gehabt zu haben (EL-act. 20-2). Belege für diese Schulden hat sie bislang jedoch nicht eingereicht. Die Beschwerdegegnerin wird die Beschwerdeführerin (allenfalls unter Verweis auf Art. 43 Abs. 3 ATSG) auffordern müssen, einen Nachweis über den Bestand dieser Schulden zu erbringen. Schliesslich hat die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 12. Mai 2020 Steuerschulden bei der Gemeinde C.___ von Fr. 14'090.80 (act. G 11.3) und bei den Gemeinden F.___ und B.___ von Fr. 3'601.05 (act. G 11) geltend gemacht. Die Rückzahlung der Schulden an die Sozialämter sei noch ungeklärt; es liege nur eine provisorische Zusammenstellung der Gemeinden D.___/B.___ in der Höhe von Fr. 42'146.85 und der Gemeinde C.___ im Betrag von Fr. 123'980.60 vor. Die Beschwerdegegnerin wird auch bezüglich der geltend gemachten Schulden weitere Abklärungen vornehmen. Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen, einschliesslich der Renten der AHV und der IV (Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG). Die Beschwerdeführerin hat angegeben, dass ihr keine BVG-Rente ausgerichtet werde und dass sie auch nie eine Kapitalauszahlung erhalten habe (EL-act. 28-6). Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 18.”
Se la persona assicurata, nonostante un precedente sollecito scritto e la concessione di un termine adeguato, rifiuta senza giustificato motivo di collaborare, l'istituto assicurativo può, ai sensi dell'art. 43 LPGA, pronunciarsi sulla base degli atti oppure sospendere l'accertamento e decidere di non entrare in materia. In singoli casi — per es., quando dopo il decorso del termine diventa esecutiva una tassazione d'ufficio — tale misura è possibile se sono soddisfatti i presupposti procedurali.
“TRIBUNAL CANTONAL AVS 55/20 - 39/2021 ZC20.051902 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 30 juillet 2021 __________________ Composition : Mme DESSAUX, présidente Mmes Pasche et Durussel, juges Greffier : M. Schild ***** Cause pendante entre : T.________, à […], recourante, et Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS, à Vevey, intimée. _______________ Art. 43 LPGA ; art. 14 LAVS ; art. 34a et 38 RAVS E n f a i t : A. T.________ (ci-après : l’employeur ou la recourante) est affiliée en tant qu’employeur auprès de la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS (ci-après : la Caisse ou l’intimée). Le 8 mars 2019, la Caisse a adressé à l’employeur une sommation relative à la déclaration nominative des salaires 2018. Le document était attendu dans les dix jours, l’employeur étant rendu attentif que passé ce délai, il serait procédé à une taxation d’office, à la notification d’une nouvelle taxe de 100 fr. et à une dénonciation pour refus de renseigner. Le 15 janvier 2020, après plusieurs reports de rendez-vous et courriers d’admonestation de la Caisse, un contrôle par le secteur Conseil & Révision de l’intimée a pu avoir lieu dans les locaux de l’employeur afin de procéder à la révision de la période courant du 1er janvier 2015 au 31 décembre 2018. Le 28 février 2020, T.________ a communiqué à la Caisse les déclarations de salaires d’un montant de 106'563 fr.”
“1 c) Le juge apprécie la légalité des décisions attaquées d’après l’état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue. Les faits survenus postérieurement et ayant modifié cette situation doivent faire l’objet d’une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1). Le juge doit cependant prendre en compte les faits survenus postérieurement dans la mesure où ils sont étroitement liés à l’objet du litige et de nature à influencer l’appréciation au moment où la décision attaquée a été rendue. En particulier, même s’il a été rendu postérieurement à la date déterminante, un rapport médical doit être pris en considération s’il a trait à la situation antérieure à cette date (ATF 99 V 98 consid. 4 ; TF 8C_239/2020 du 19 avril 2021 consid. 7.2.1). d) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. L’art. 43 LPGA prévoit en effet que l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). En matière d’assurance-invalidité, l’art. 69 al. 2 RAI précise que si les conditions d’assurance sont remplies, l’office Al réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l’état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l’indication de mesures déterminées de réadaptation.”
“66 (nell’UR di un beneficiario dell’assistenza sociale è stata computata anche la figlia e la madre di quest’ultima, nonostante non abitassero sempre nello stesso appartamento) e STCA 39.2021.5-6 del 7 marzo 2022 (il padre dei due figli dell’assicurata è stato considerato nell’UR della ricorrente, benché ognuno avesse una propria abitazione in due paesi distinti) citate al consid. 2.5. 2.8. Da quanto sopra discende che per poter decidere in merito alla domanda di AFI/API formulata dalla ricorrente nell’aprile 2022 __________ deve essere inserito nella sua unità economica. L’amministrazione necessita, di conseguenza, di avere accesso anche alle informazioni personali e finanziarie di quest’ultimo, le quali però non le sono state fornite nonostante le richieste da parte del Comune di __________ (cfr. doc. 1Z4; 1X4) e la diffida della Cassa del 6 maggio 2021 (recte: 2022), in cui è stato precisato che “conformemente a quanto prescritto nell’art. 43 LPGA, con questa lettera la diffidiamo a farci pervenire quanto richiesto entro il 20 maggio 2022. Se entro questo termine non otterremo un riscontro da parte sua, nostro malgrado ci vedremo costretti a dover decidere in base agli atti o a chiudere l’inchiesta di non entrare in materia” (cfr. doc. 3; cfr. consid. 2.2.). Di conseguenza con il suo agire la ricorrente ha violato l’obbligo di collaborazione previsto dall’art. 21 Lap (cfr. consid. 2.2.), mettendo la Cassa nella situazione di non poter emanare una decisione di merito. Non è, quindi, censurabile il modo di procedere dell’amministrazione che, giusta gli artt. 43 LPGA e 14 cpv. 3 Reg.Laps (cfr. consid. 2.2.), non è entrata in materia sulla domanda di assegni integrativi e di prima infanzia formulata dall’insorgente nel mese di aprile 2022. 2.9. La ricorrente, nel ricorso, ha chiesto che “sia indetta una pubblica udienza (art. 6 CEDU) anche per poter esporre il mio punto di vista” (cfr. doc. I).”
“En effet, de jurisprudence constante, le juge apprécie en règle générale la légalité des décisions entreprises d'après l'état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 132 V 215 consid. 3.1.1). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 130 V 130 consid. 2.1). Dans ces conditions, l’expertise du Dr I______ ne peut qu’être suivie, étant relevé que celle de la Dre J______ n’est pas spécifiquement contestée. 4.1.2 Le recourant estime par ailleurs qu’une expertise judiciaire rhumatologique et psychiatrique est nécessaire. À cet égard, l’intimé a mandaté le G ______ pour réaliser une expertise pluridisciplinaire, comprenant également les volets rhumatologique et psychiatrique, qu’il a jugé utile d’investiguer. Il n’appartient cependant pas à la chambre de céans d’effectuer l’instruction médicale requise, en l’absence de toute instruction de la part de l’intimé, ce d’autant qu’un défaut de collaboration peut être retenu à l’encontre du recourant. En effet, à teneur de l’art. 43 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1) ; il détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (al. 1bis) ; l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2) ; si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). Or, par sommation du 22 décembre 2022, l’OAI a enjoint le recourant à contacter le G______ d’ici au 9 janvier 2023 afin de se soumettre aux expertises rhumatologique et psychiatrique, lesquelles étaient indispensables, faute de quoi il statuerait en l’état du dossier.”
Per le cure all'estero, agli obblighi di collaborazione dell'assicurato (art. 43 cpv. 2 LPGA) devono essere richiesti requisiti più stringenti. Le fatture e le ricevute presentate, in caso di dubbio, hanno valore probatorio limitato, poiché gli accertamenti diretti dell'assicuratore all'estero sono possibili solo in misura ridotta. L'assicurato e il medico curante devono fornire all'assicuratore malattia gli elementi medici necessari affinché quest'ultimo possa verificare i presupposti dell'obbligo di prestazione.
“Im Übrigen ist zu bemerken, dass die von der Beschwerdeführerin eingereichten Rechnungen und Quittungen auch nicht als hinreichend beweiskräftig erachtet werden können. Denn es gilt zu beachten, dass die Leistungspflicht des Krankenversicherers verlässliche Angaben zu den abklärungs- und behandlungsbedürftigen Beschwerden sowie den erfolgten Untersuchungen und Behandlungen voraussetzt. Dabei sind an den Beweiswert eingereichter Unterlagen hohe Anforderungen zu stellen, zumal eigene Abklärungen des Versicherers im Ausland nur beschränkt möglich sind (vgl. u.a. das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts K 222/05 vom 29. August 2006 E. 4.2). Die versicherte Person und der behandelnde Arzt haben dem Krankenversicherer alle medizinischen Grundlagen dafür zu liefern, dass er die Voraussetzungen einer Leistungspflicht prüfen kann. Dabei sind auch an die Mitwirkungspflicht der versicherten Person (Art. 43 Abs. 2 ATSG) hohe Anforderungen zu stellen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2015 vom 8. August 2016 E. 3.1.).”
“Im Übrigen ist zu bemerken, dass die von der Beschwerdeführerin eingereichten Rechnungen und Quittungen auch nicht als hinreichend beweiskräftig erachtet werden können. Denn es gilt zu beachten, dass die Leistungspflicht des Krankenversicherers verlässliche Angaben zu den abklärungs- und behandlungsbedürftigen Beschwerden sowie den erfolgten Untersuchungen und Behandlungen voraussetzt. Dabei sind an den Beweiswert eingereichter Unterlagen hohe Anforderungen zu stellen, zumal eigene Abklärungen des Versicherers im Ausland nur beschränkt möglich sind (vgl. u.a. das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts K 222/05 vom 29. August 2006 E. 4.2). Die versicherte Person und der behandelnde Arzt haben dem Krankenversicherer alle medizinischen Grundlagen dafür zu liefern, dass er die Voraussetzungen einer Leistungspflicht prüfen kann. Dabei sind auch an die Mitwirkungspflicht der versicherten Person (Art. 43 Abs. 2 ATSG) hohe Anforderungen zu stellen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2015 vom 8. August 2016 E. 3.1.).”
Un accertamento multiprofessionale non può essere semplicemente omesso; se manca la necessaria collaborazione della persona assicurata a tali accertamenti, l'istanza precedente può respingere la domanda di prestazione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. Prima di ciò devono essere concessi un sollecito e un termine adeguato.
“Bei diesem Ergebnis wurde die bisherig ausgerichtete halbe Rente zu Unrecht gestützt auf Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 43 Abs. 3 ATSG eingestellt. Der angefochtene Entscheid ist deshalb aufzuheben. Die Sache wird an die Vorinstanz zur erneuten Veranlassung einer polydisziplinären Begutachtung unter Beachtung der vorgenannten Rahmenbedingungen und Parteirechte zurückgewiesen.”
“Vorliegend ist die dreijährige Mindestbeitragsdauer angesichts der von der Beschwerdeführerin in den Jahren 1988 bis 1995 (51 Monate) an die schweizerische AHV/IV geleisteten Beiträge erfüllt (vgl. IVSTA-act. 89; zit. Urteil C-3041/2014 vom 28. September 2016 E. 5). Ebenfalls klar ist die Statusfrage. Bei der Bemessung der Invalidität der Beschwerdeführerin, welche bis heute nicht erwerbstätig ist, ist die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs anzuwenden (vgl. E. 5.1.3). Es muss seitens der Vorinstanz unter Mitwirkung der Beschwerdeführerin folglich geklärt werden, in welchem Mass diese unfähig ist, sich im Haushalt zu betätigen (vgl. E. 5.1.6; zit. Urteil C-3041/2014 vom 28. September 2016 E. 5). Da die Beschwerdeführerin laut der angefochtenen Verfügung an den erforderlichen Abklärungen - d.h. an der polydisziplinären Nachuntersuchung in der Schweiz - aber nicht mitwirken will, hat die Vorinstanz das Leistungsbegehren gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abgewiesen (vgl. Bst. B.m).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 302 Nella procedura d'opposizione la conferma o la ripetizione di precedenti deduzioni può essere sufficiente; non è obbligatorio presentare nuovi elementi di fatto, poiché nella procedura d'opposizione vige il principio dell'istruttoria d'ufficio e l'autorità riesamina la decisione (art. 43 LPGA).
“Die Begründung braucht nicht zuzutreffen, sie muss aber sachbezogen sein (vgl. BGE 131 II 449 E. 13). Diesen geringen Anforderungen genügt die Einsprache der Beschwerdeführerin. Es ist ohne Weiteres erkennbar, dass sie sich mit ihren Eingaben gegen die Einstellung in der Anspruchsberechtigung stellt. In ihrer nachgebesserten Eingabe vom 12. März 2023 wird ausdrücklich auf die angefochtene Verfügung Bezug genommen. Ihr Anfechtungswille ist damit klar erkennbar. Dass sie sich inhaltlich auf eine Wiederholung ihrer Vorbringen im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs beschränkt, schadet der Formgültigkeit der Einsprache nicht. Das Einspracheverfahren dient seiner Natur nach dazu, dass die verfügende Behörde ihren Entscheid nochmals überprüfen und gegebenenfalls abändern oder aufheben kann (vgl. BGE 142 V 337 E. 3.2.2). Dabei ist nicht verlangt, dass die einsprechende Person neue Vorbringen oder Tatsachen anführt, zumal im Einspracheverfahren – wie auch im Beschwerdeverfahren – der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43 ATSG). Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Beschwerdegegnerin selbst in der angefochtenen Verfügung bloss kurz und oberflächlich mit der Stellungnahme der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und ihre Vorbringen lediglich im Rahmen der Verschuldensbemessung berücksichtigt hat. Es erscheint deshalb naheliegend, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache ihren Standpunkt wiederholt und bekräftigt. Letztlich enthält die Einsprache der Beschwerdeführerin damit sowohl ein erkennbares Begehren als auch eine genügende Begründung.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 301 Il mero inoltro di nuovi documenti all'ufficio peritale non comporta automaticamente l'obbligo di assunzione dei costi. Determinante è se dai documenti presentati risulti che i periti abbiano dovuto effettuare un nuovo esame della persona assicurata.
“Zunächst macht der Beschwerdeführer geltend, Anfang 2013 habe die IV-Stelle dem ABI das Privatgutachten zur Stellungnahme unterbreitet; bereits das Einholen einer Stellungnahme sei als Anordnung weiterer Abklärungen zu werten, weshalb schon aus diesem Grund eine Pflicht der Beschwerdegegnerin zur Kostenübernahme bestehe. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden: Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person zu prüfen. Daraus folgt auch, dass der Versicherungsträger die von der versicherten Person eingereichten medizinischen Unterlagen auf deren Gehalt hin zu prüfen hat. Ist - wie vorliegend - bereits eine Begutachtung im Sinne von Art. 44 ATSG erfolgt, so mag es in manchen Fällen angezeigt sein, die neu eingereichten Dokumente der Begutachtungsstelle zur Stellungnahme zu unterbreiten. Aus einer entsprechenden Vorgehensweise des Versicherungsträgers kann indes nicht abgeleitet werden, die neuen Unterlagen seien für die Entscheidfindung unerlässlich gewesen; dies gilt jedenfalls solange, als nicht aufgrund der eingereichten Dokumente eine neue Exploration der versicherten Person durch die Gutachter erfolgt (vgl. dazu nachfolgend E. 4.2).”
Se, a causa di complessità fattuali o di calcolo — per esempio a seguito di ricalcoli sovrapposti — si determina una situazione che un profano non riesce a districare, l'autorità deve, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, verificare se sussista la necessità oggettiva del ricorso a una rappresentanza legale. Se da ciò risulta la necessità, vanno eventualmente chiariti i presupposti per la rappresentanza legale gratuita.
“Die rückwirkende Korrektur ab Anspruchsbeginn und die Korrektur als Folge der periodischen Revision sind für einen Laien nicht entwirrbar miteinander verwoben worden, indem sich die Neuberechnungszeiträume teilweise überlappt haben. Die Beschwerdeführerin ist somit aufgrund der Komplexität der Sache in verfahrensrechtlicher Hinsicht als Laiin in allen Einspracheverfahren auf rechtlichen Beistand angewiesen gewesen. Die Beschwerdegegnerin hat die sachliche Gebotenheit des Beizugs des Rechtsvertreters in den Einspracheverfahren daher zu Unrecht verneint. Demzufolge ist die Sache zur weiteren Abklärung (insbesondere zur Prüfung der Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Demnach ist die Beschwerde gegen Ziff. 1 des Einspracheentscheides vom 27. August 2019 (EL 2019/64, Abschreibung des Einspracheverfahrens gegen die Verfügung vom 25. Juni 2018) abzuweisen. Ziff. 2 des Einspracheentscheides vom 27. August 2019 (Verfügung vom 20. Mai 2019) ist wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die anrechenbaren Mietzinsausgaben und betreffend die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde gegen Ziff. 3 des Einspracheentscheides vom 27. August 2019 (Gesuche um unentgeltliche Rechtsverbeiständung in den Einspracheverfahren gegen die Verfügungen vom 25. Juni 2018 und 20. Mai 2019) ist dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Weiteren ist die Beschwerde gegen Ziff. 1 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (EL 2020/42, Abschreibung des Einspracheverfahrens gegen die Verfügung vom 30. Januar 2020) abzuweisen. Die Ziff. 2 und 3 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (Verfügungen vom 5. Februar 2020 und 25. März 2020, EL 2020/42) sind wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die Höhe des ab 1.”
Nell'ambito degli accertamenti ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, nelle questioni psichiatriche vanno considerati gli indicatori standard indicati nella DTF 141 V 281. Inoltre, l'ente assicuratore deve chiarire se, dal punto di vista di uno specialista, esistano possibilità di trattamento medico, in particolare terapie farmacologiche, e in che misura tali trattamenti possano essere considerati ragionevoli per l'assicurato.
“Vor diesem Hintergrund erweisen sich aus psychiatrischer Sicht weitere medizinische Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) als unumgänglich, da aktuell über die für die Beurteilung des streitigen Leistungsanspruchs erforderlichen Tatsachen keine hinreichende Klarheit besteht (vorstehend, E. 5.2). Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. BGE 149 V 218 E. 5.7). Demnach sind durch die Beschwerdegegnerin der psychische Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in bisheriger und allfällig angepasster Tätigkeit umfassend abzuklären, wobei insbesondere die in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren zu berücksichtigen sein werden. Darüber hinaus wird dazu Stellung zu nehmen sein, ob aus fachärztlicher Sicht medizinische namentlich auch medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bestehen und (bejahendenfalls) inwiefern diese zumutbar sind. An die Beschwerdeführerin gerichtet ist in diesem Zusammenhang aber bereits an dieser Stelle zu betonen, dass eine fortgesetzte zumutbare Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme von geeigneten Medikamente umfasst, aus rechtlicher Sicht in aller Regel eine zumutbare Form allgemeiner Schadenminderung darstellt, selbst wenn diese mit gewissen Nebenwirkungen einhergehen (vgl.”
LPGA art. 43 n. 298 Nel valutare gli assicurati prossimi all'età pensionabile, va effettuata una valutazione complessiva per stabilire se sia prevedibile un rapporto di lavoro realistico in un mercato del lavoro equilibrato. Devono essere esaminati in particolare: la disponibilità del datore di lavoro; le prestazioni richieste all'assicurato in ragione dell'età e dello stato di salute; l'eventuale adeguamento del posto di lavoro; l'esperienza professionale e la situazione sociale; la capacità di adattamento a una nuova attività; la retribuzione prevedibile e i contributi alla previdenza professionale dovuti dal datore di lavoro; nonché la durata prevedibile del rapporto di lavoro.
“69 al. 1 let. b de la loi fédérale du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité (LAI, RS 831.20), connaît des recours interjetés par les personnes résidant à l'étranger contre les décisions prises par l'OAIE, que la procédure devant le TAF en matière d'assurances sociales est régie par la loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative (PA, RS 172.021) dans la mesure où la LTAF, la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA, RS 830.1) ou la LAI ne sont pas applicables (cf. art. 37 LTAF, 3 let. dbis PA et 2 LPGA en relation avec l'art. 1 al. 1 LAI), que le recourant, particulièrement touché par la décision attaquée, a un intérêt digne de protection à son annulation ou à sa modification (art. 59 LPGA et 48 al. 1 PA) et dispose ainsi de la qualité pour recourir, que déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 50 al. 1 PA ; 52 al. 1 PA ; 63 al. 4 PA), le recours est recevable, qu'en vertu des art. 43 LPGA et 69 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201), l'autorité inférieure doit examiner les demandes de prestations d'invalidité, prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueillir les renseignements et les pièces dont il a besoin, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation, que notamment la constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents est un motif de recours (art. 49 let. b PA), que le litige porte sur le droit du recourant à des prestations de l'AI dans un contexte de nouvelle demande, que le recourant fait en particulier grief à l'OAIE de n'avoir pas procédé à un examen de son employabilité, alors qu'il est âgé de 61 ans et 11 mois, affecté par de nombreux maux, éloigné du marché du travail depuis plus de 9 ans, sur le point d'atteindre l'âge de la retraite en France et qu'il ne peut raisonnablement être considéré qu'un employeur suisse soit prêt à engager un assuré proche de l'âge de la retraite, qu'il devrait selon toute vraisemblance former, en acceptant une baisse de rendement de l'ordre de 20%, accompagné d'une santé fragile et verser des cotisations de prévoyance professionnelle plus élevées que pour un employé plus jeune et en bonne santé, tout en précisant que l'employeur devrait encore accepter de prendre en charge les charges administratives liées au permis G et que le travail administratif retenu par les experts est inadapté à son cas, que lorsqu'il s'agit d'évaluer l'invalidité d'un assuré qui se trouve proche de l'âge donnant droit à la rente de vieillesse, il faut procéder à une analyse globale de la situation et se demander si, de manière réaliste, cet assuré est en mesure de retrouver un emploi sur un marché équilibré du travail ; que cela revient à déterminer, dans le cas concret, si un employeur potentiel consentirait objectivement à engager l'assuré, compte tenu notamment des activités qui restent exigibles de sa part en raison d'affections physiques ou psychiques, de l'adaptation éventuelle de son poste de travail à son handicap, de son expérience professionnelle et de sa situation sociale, de ses capacités d'adaptation à un nouvel emploi, du salaire et des contributions patronales à la prévoyance professionnelle obligatoire, ainsi que de la durée prévisible des rapports de travail (ATF 145 V 2 consid.”
Le dichiarazioni scritte del datore di lavoro possono essere sufficienti per l'adempimento dell'obbligo d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, quando gli accertamenti rilevanti ai fini della decisione siano già stati raccolti e documentati presso il datore di lavoro prima dell'adozione del provvedimento. L'autorità è sollevata da tale onere solo nella misura in cui tali accertamenti risultino effettivamente giuridicamente sufficienti.
“hiervor). Der Vorgesetzte nahm zu den Umständen, die zur Kündigung führten, im Schreiben vom 4. Februar 2022 und damit vor Erlass der Verfügung 20. April 2022 ausführlich Stellung und führte mehrere Gründe an – darunter auch das weisungswidrige Verhalten und die mangelhafte Arbeitsweise der Beschwerdeführerin –, die ihn letztlich zur Kündigung bewogen hatten. Darauf weist die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung zur Recht hin. Sie kam ihrer Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG im Vorfeld des Verfügungserlasses dementsprechend genügend nach.”
Una perizia di evoluzione può — come osserva il Tribunale delle assicurazioni nella decisione citata — essere disposta presso lo stesso ufficio peritale che ha redatto la perizia iniziale, purché valuti esclusivamente l’evoluzione sopravvenuta e non confermi nuovamente la valutazione precedente.
“Entscheid Versicherungsgericht, 10.11.2021 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Anordnung einer Verlaufsbegutachtung bei der Gutachtenstelle, die das Erstgutachten erstattet hatte. Rechtmässigkeit der Gutachtensanordnung bejaht, da die Gutachtenstelle nicht ihre eigene frühere Einschätzung, sondern erst den danach eingetretenen Verlauf zu beurteilen hatte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. November 2021, IV 2021/96). Entscheid vom 10. November 2021 Besetzung Einzelrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/96 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael E. Meier, RENKER, BÜNZLI & PARTNER, Bahnhofstrasse 15, Postfach 171, 5600 Lenzburg, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Begutachtung (Abklärungsstelle)”
“Entscheid Versicherungsgericht, 10.11.2021 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Anordnung einer Verlaufsbegutachtung bei der Gutachtenstelle, die das Erstgutachten erstattet hatte. Rechtmässigkeit der Gutachtensanordnung bejaht, da die Gutachtenstelle nicht ihre eigene frühere Einschätzung, sondern erst den danach eingetretenen Verlauf zu beurteilen hatte (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. November 2021, IV 2021/96). Entscheid vom 10. November 2021 Besetzung Einzelrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2021/96 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael E. Meier, RENKER, BÜNZLI & PARTNER, Bahnhofstrasse 15, Postfach 171, 5600 Lenzburg, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Begutachtung (Abklärungsstelle)”
Citazione: LPGA art. 43 n. 295 L'ente assicurativo è tenuto, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a svolgere d'ufficio gli accertamenti necessari. Il concetto di misura comprende tutte le fasi di accertamento pertinenti, alle quali possono rientrare anche perizie. In linea di principio la persona assicurata non è tenuta a promuovere autonomamente propri accertamenti. Se gli accertamenti vengono effettuati all'estero, ciò è irrilevante ai fini dell'obbligo di effettuare gli accertamenti necessari; devono essere disposti accertamenti locali relativi al valore o alla situazione di fatto, purché possano essere ottenuti con oneri ragionevoli o sopportabili. Dall'art. 44 LPGA si desume inoltre che l'ente assicurativo è previsto quale committente di una perizia.
“Damit wird ein Bezug zur Geltung des Untersuchungsprinzips hergestellt, wonach der Verwaltungsträger von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Kieser, a.a.O., Rz. 21 zu Art. 45 ATSG). Die Vornahme der notwendigen Abklärungen obliegt dem Versicherungsträger (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), weshalb die Partei grundsätzlich keine eigenen Abklärungen einzuleiten hat (Kieser, a.a.O., Rz. 27 zu Art. 45 ATSG). Der Begriff der Massnahme umfasst alle infrage kommenden Abklärungsschritte. Nicht von Bedeutung ist, ob die Abklärung in der Schweiz oder im Ausland erfolgte (Kieser, a.a.O., Rz. 22 zu Art. 45 ATSG). Im EL-Kommentar vertreten Jöhl und Usinger-Egger sodann ausdrücklich den Standpunkt, dass die verschiedentlich anzutreffende Verwaltungspraxis, den Marktwert von Immobilien anhand irgendeines amtlichen Wertes zu bestimmen, den EL-Bezügern aber gleichzeitig die Möglichkeit einzuräumen, eine privat in Auftrag gegebene (und bezahlte) Marktwertschätzung einzureichen, auf die dann anstelle des amtlichen Wertes abgestellt würde, mit Blick auf Art. 45 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG gesetzeswidrig sei (Jöhl/Usinger-Egger, a.a.O., S. 1850 FN. 720). Ferner erschliesst sich auch aus dem Wortlaut von Art. 44 ATSG, dass der Versicherungsträger und nicht die versicherte Person als Auftraggeber eines Gutachtens vorgesehen ist. Denn danach muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, wobei er der Partei vorab den Namen der oder des unabhängigen Sachverständigen bekannt zu geben hat (Art. 44 ATSG). Die Bestimmung bezieht sich dabei nicht nur auf medizinische Gutachten, sondern es kommen auch andere Sachgutachten in Frage, beispielsweise wirtschaftliche und berufskundliche Gutachten (Kieser, a.a.O., Rz. 27 zu Art. 44 ATSG). Schliesslich hat das Bundesgericht in einem Fall, in welchem es den Verkehrswert einer Liegenschaft in Tunesien zu ermitteln galt, erklärt, dass die kantonale Amtsstelle die notwendigen Abklärungen, namentlich die dort angezeigte Schätzung, vorzunehmen habe, sofern diese mit vernünftigem Aufwand zu bekommen sei (vgl.”
“Damit wird ein Bezug zur Geltung des Untersuchungsprinzips hergestellt, wonach der Verwaltungsträger von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Kieser, a.a.O., Rz. 21 zu Art. 45 ATSG). Die Vornahme der notwendigen Abklärungen obliegt dem Versicherungsträger (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), weshalb die Partei grundsätzlich keine eigenen Abklärungen einzuleiten hat (Kieser, a.a.O., Rz. 27 zu Art. 45 ATSG). Der Begriff der Massnahme umfasst alle infrage kommenden Abklärungsschritte. Nicht von Bedeutung ist, ob die Abklärung in der Schweiz oder im Ausland erfolgte (Kieser, a.a.O., Rz. 22 zu Art. 45 ATSG). Im EL-Kommentar vertreten Jöhl und Usinger-Egger sodann ausdrücklich den Standpunkt, dass die verschiedentlich anzutreffende Verwaltungspraxis, den Marktwert von Immobilien anhand irgendeines amtlichen Wertes zu bestimmen, den EL-Bezügern aber gleichzeitig die Möglichkeit einzuräumen, eine privat in Auftrag gegebene (und bezahlte) Marktwertschätzung einzureichen, auf die dann anstelle des amtlichen Wertes abgestellt würde, mit Blick auf Art. 45 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG gesetzeswidrig sei (Jöhl/Usinger-Egger, a.a.O., S. 1850 FN. 720). Ferner erschliesst sich auch aus dem Wortlaut von Art. 44 ATSG, dass der Versicherungsträger und nicht die versicherte Person als Auftraggeber eines Gutachtens vorgesehen ist. Denn danach muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, wobei er der Partei vorab den Namen der oder des unabhängigen Sachverständigen bekannt zu geben hat (Art. 44 ATSG). Die Bestimmung bezieht sich dabei nicht nur auf medizinische Gutachten, sondern es kommen auch andere Sachgutachten in Frage, beispielsweise wirtschaftliche und berufskundliche Gutachten (Kieser, a.a.O., Rz. 27 zu Art. 44 ATSG). Schliesslich hat das Bundesgericht in einem Fall, in welchem es den Verkehrswert einer Liegenschaft in Tunesien zu ermitteln galt, erklärt, dass die kantonale Amtsstelle die notwendigen Abklärungen, namentlich die dort angezeigte Schätzung, vorzunehmen habe, sofern diese mit vernünftigem Aufwand zu bekommen sei (vgl.”
Le osservazioni costituiscono regolarmente un ingente intervento nella privacy e richiedono una adeguata base legale. La Corte europea dei diritti dell'uomo (CEDU) ha rilevato che l'art. 43 LPGA (in connessione con la normativa allora vigente) non costituiva una base legale sufficientemente chiara e dettagliata per le osservazioni private. Di conseguenza, le osservazioni disposte possono violare l'art. 8 CEDU e l'art. 13 Cost.
“Observationen stellen regelmässig einen erheblichen Eingriff in die Privats- phäre und damit in die Grundrechte (Art. 13 BV und Art. 8 EMRK) der observierten Person dar. Sie bedürfen gemäss Art. 36 Abs. 1 BV einer genügenden gesetzli- chen Grundlage. Mit Entscheid vom 18. Oktober 2016 in Sachen Vukota-Bojic ge- gen die Schweizerische Eidgenossenschaft (Nr. 61838/10) hielt der EGMR fest, dass die Schweiz mit Art. 43 ATSG in Verbindung mit Art. 96 UVG nach damali- gem Recht über keine hinreichend klare und detaillierte gesetzliche Grundlage für die Anordnung und Durchführung privater Observationen im Unfallversicherungs- recht verfüge. Eine trotzdem angeordnete Observation verletzte damit Art. 8 EMRK und sei demzufolge rechtswidrig. In BGE 143 I 377 übernahm das Bundes- gericht die dargelegte Rechtsprechung des EGMR auch für das Verwaltungsver- fahren betreffend die Invalidenversicherung. Das Gericht entschied, dass auch in diesem Verfahren mit Art. 59 Abs. 5 IVG keine genügende Rechtsgrundlage für eine Observation vorhanden sei und eine solche deshalb Art. 8 EMRK und Art. 13 BV verletzte. Im Verwaltungsverfahren seien die Observationsergebnisse deshalb nur nach einer Abwägung der tangierten öffentlichen und privaten Interessen ver- wertbar. Vorliegend beauftragte die SVA Graubünden die J. am 23. April 2014 mit einer allgemeinen Vorabklärung (StA act. II.13.1). Basierend auf dem daraufhin erstellten Bericht vom 11.”
Qualora gli atti non forniscano prove sufficientemente significative, l'ente assicuratore è obbligato, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a integrare l'istruttoria. In particolare, può richiedere informazioni integrative ai medici curanti e ad altri fornitori di prestazioni, nonché svolgere accertamenti presso i (precedenti) datori di lavoro (p. es. in relazione ai periodi di incapacità lavorativa). Se necessario, devono essere disposte ulteriori misure istruttorie idonee alla chiarificazione dei fatti.
“Il a ensuite recouru contre la décision attaquée, et pu se déterminer dans le cadre d’un triple échange d’écritures, sans que l’on ne puisse discerner de violation de son droit d’être entendu de la part de l’intimé. 6. a) L’intimé est entré en matière sur la troisième demande de prestations du recourant, de juillet 2020, et a procédé à l’instruction du cas. Il convient dès lors d’examiner si, entre la dernière décision de refus de prestations entrée en force et fondée sur un examen complet, soit celle du 11 juillet 2017, et la décision attaquée du 3 mai 2021, l’état de santé du recourant s’est modifié de façon à influencer son droit à des prestations de l’assurance-invalidité. b) Dans ce contexte, le recourant fait pour l’essentiel grief à l’OAI d’avoir violé son devoir d’instruction, en se fondant sur le rapport du SMR du 19 octobre 2020, qu’il juge lacunaire, alors qu’il ne fait à ses yeux pas de doute que son état s’est aggravé. Lorsque l’OAI entre en matière sur une nouvelle demande de prestations, il lui incombe en effet d’instruire la cause jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (art. 43 al. 1 LPGA ; TF 8C_667/2012 du 12 juin 2013 consid. 4.1). Or, en l’occurrence, la nouvelle demande n’est motivée que par un nouveau diagnostic, à savoir le syndrome du piriforme, dont le Dr E.________ précise qu’il a été confirmé par un avis professoral aux N.________ (rapport du 4 juillet 2020). Conformément à son devoir d’instruction, l’OAI a dès lors demandé au Prof. V.________ de compléter un rapport médical, afin de le renseigner sur l’état de son patient. Il a été donné suite à cette demande par un rapport du 20 septembre 2020 établi par le Dr S.________, confirmant le diagnostic de syndrome du piriforme à droite. On notera à cet égard que le seul fait que ce rapport ait été complété par le Dr S.________, qui était alors chef de clinique auprès des N.________, ne permet pas de considérer, comme le soutient le recourant, qu’il n’aurait aucune portée. Il est en effet très courant, auprès des hôpitaux universitaires notamment, que des médecins du service concerné complètent les rapports, sans que ces derniers ne soient pour autant dénués de portée.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). En l’espèce, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction afin de déterminer la date de la survenance de l’invalidité en recueillant des renseignements auprès du corps médical, des anciens employeurs et de la recourante. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAl – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de procéder à un complément d’instruction auprès des employeurs de la recourante pour connaître les périodes d’incapacité de travail, les raisons de la fin des rapports de travail et s’il existe éventuellement des dossiers concernant la recourante auprès de leurs assureurs. Il reviendra à l’I.________ d’établir le contenu et la chronologie du suivi de manière précise et détaillée, ainsi que le contexte dans lequel il a débuté. Enfin, l’intimé se renseignera auprès de la recourante pour connaître les coordonnées précises de ses employeurs ainsi que les dates auxquelles elle prétend avoir travaillé et savoir s’il y a eu une prise en charge médicale avant le suivi auprès de l’I.________. Dans ce contexte, l’intimé pourra aussi mettre en œuvre toute autre mesure d’instruction qui apparaîtra nécessaire sur le vu des premiers éléments recueillis. Cela fait, il reviendra à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur la demande de rente AI ordinaire et extraordinaire tout en prenant en compte les éventuelles cotisations de son mari, ainsi que les bonifications pour tâches éducatives ou d’assistance.”
“En conséquence, il convient de tenir compte de l'âge de la personne, de son état de santé, de ses connaissances linguistiques, de sa formation professionnelle, de l'activité exercée jusqu'ici, du marché de l'emploi et, cas échéant, du temps plus ou moins long pendant lequel elle a été éloignée de la vie professionnelle. Il faut cependant octroyer au conjoint selon la jurisprudence un délai de transition réaliste pour la prise exigible d'une activité lucrative ou l'augmentation du taux d'activité, aussi bien lorsque des prestations sont en cours que dans le cadre d'une première demande de PC. Ce principe ne vaut pas lorsqu'au vu de l'obtention prévisible des PC par l'un des conjoints, en raison par exemple de l'accession à l'âge de la retraite AVS et de la cessation de l'activité lucrative, l'autre conjoint a disposé de suffisamment de temps pour une intégration professionnelle (ATF 142 V 12 c. 3.2 et 5.4; SVR 2021 EL n° 2 c. 2.3). Si, en dépit d'une capacité de travail résiduelle (partielle), le conjoint ne cherche pas ou seulement de façon insuffisante un emploi, il viole par là son obligation de diminuer le dommage (SVR 2016 EL n° 1 c. 3.2.1). 3.5 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Il détermine la nature et l'étendue de l'instruction nécessaire (art. 43 al. 1bis LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2, 122 V 157 c. 1a; SVR 2020 KV n° 23 c. 8.3.2). 3.6 L'administration en tant qu'autorité de décision et le juge, en cas de recours, ne peuvent considérer un fait comme établi que lorsqu'ils sont convaincus de son existence.”
Le visite domiciliari devono essere documentate e motivate in modo tale che le constatazioni effettuate risultino comprensibili e verificabili. Visite domiciliari insufficientemente motivate o non chiarite in modo definitivo giustificano regolarmente il rinvio al competente ente assicurativo per l'integrazione dell'istruttoria.
“Ce point revêtait une importance d’autant plus grande qu’il a reconnu, en octroyant une rente entière d’invalidité à l’intéressée, que celle-ci présentait d’importantes atteintes à la santé entraînant de nombreuses limitations fonctionnelles, ce qui paraît plutôt contradictoire. C’est le lieu de relever qu’aucun document au dossier ne permet de déterminer quelle est l’aide réelle apportée par le fils de la recourante à sa mère. L’enquête du 15 octobre 2019 souffre à cet égard d’un cruel manque de motivation, l’évaluatrice se bornant à admettre une aide partielle sans en expliciter l’importance ou la nature. A cet égard, on constate que certaines pièces au dossier paraissent attester que le fils de la recourante n’exerce son activité professionnelle qu’à temps partiel, sans que l’office intimé n’ait investigué la question de savoir si cette situation résulte d’un choix et, cas échéant, si ce choix repose sur un réel besoin d’aide de la recourante. L’audition de l’intéressé aurait au moins permis de clarifier les propos de sa mère et de fonder une appréciation motivée de la mesure de l’aide apportée, respectivement de son exigibilité. Il s’ensuit qu’il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA), pour qu’il complète l’instruction en réinterpellant l’enquêtrice afin qu’elle étaye son appréciation, voire qu’il mette en œuvre une nouvelle enquête à domicile. Il appartient en particulier à l’intimé d’établir le nombre d’heures par semaine pour lesquelles le soutien d’un tiers est nécessaire au vu des limitations fonctionnelles médicalement établies, puis de déterminer ce qui peut être effectivement pris en charge par un proche en application de l’obligation de diminuer le dommage. 7. Le dossier est complet. Il permet ainsi à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu de donner suite à la mesure d’instruction requise par la recourante, savoir la tenue de débats publics avec audition de la recourante et de son fils. En effet, une telle mesure d’instruction ne serait pas de nature à modifier les considérations qui précèdent, les faits pertinents sur le plan médical ayant pu être constatés à satisfaction de droit (appréciation anticipée des preuves ; ATF 144 II 427 consid.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, compte tenu des lacunes d’instruction du dossier, il s’impose de renvoyer la cause à l’intimé pour instruction complémentaire. Il lui incombera de déterminer précisément le statut du recourant (proportion consacrée à une ou plusieurs activités lucratives à temps partiel et proportion dévolue aux tâches ménagères, au regard notamment de la situation financière du couple) et les empêchements rencontrés dans l’accomplissement des tâches ménagères par le biais d’une enquête réalisée à son domicile.”
“Die letzte Abklärung vor Ort mit persönlicher Befragung der Beschwerdeführerin durch die Abklärungsfachperson fand im Januar 2020 und damit mehr als vier Jahre vor dem Entscheid über das Erhöhungsgesuch statt. Unbestritten ist aus medizinischer Sicht, dass es sich um einen progredienten Verlauf der Krankheit handelt. Zudem ergab die Befragung der Beschwerdeführerin konkrete Hinweise auf eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands und der Einschränkungen der Beschwerdeführerin und damit auch des Umfangs der Hilfeleistungen und der Präsenz durch die Familienmitglieder. Auch hier sind somit weitere medizinische Unterlagen und insbesondere eine Abklärung zuhause bei der Beschwerdeführerin notwendig, um rechtsgenüglich beurteilen zu können, ob die dauernde persönliche Überwachung gegeben ist. Diese Aufgabe kann das Kantonsgericht mangels geeigneter Fachkenntnisse nicht selbst wahrnehmen, weshalb ein abschliessender Entscheid betreffend Erhöhung der Hilflosenentschädigung aufgrund des ungenügend abgeklärten Sachverhalts derzeit nicht möglich. 5. Damit rechtfertigt es sich aufgrund der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG, die Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 18. Juli 2024 an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nochmals eine Abklärung der Hilflosigkeit bei der Beschwerdeführerin zuhause durchführen und weitere medizinische Unterlagen zum Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin einholen lässt. Nach Durchführung dieser Untersuchungsmassnahmen durch die IV-Stelle wird sie über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine höhere Hiflosenentschädigung als die bisher zugesprochene neu zu entscheiden haben. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheissen. 6.1 Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AHVG sieht in Art. 85bis Abs. 2 AHVG keine Kostenpflicht vor, weshalb der vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. 6.2 Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Einspracheentscheid auf und weist es die Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der”
“Elle a en revanche besoin d’aide pour passer l’aspirateur et la panosse, nettoyer les sanitaires, faire le repassage et étendre la lessive (cf. point 4.2.1 du rapport d’enquête du 18 juillet 2022). Il ressort d’ailleurs du rapport du Dr J.________ du 26 janvier 2022 que la recourante ne peut pas porter de charges lourdes, notamment la lessive. Ainsi, s’il n’est pas contesté que la recourante a depuis longtemps besoin d’aide pour les travaux lourds (cf. point 4.2 du rapport du 21 novembre 2013), il ressort du rapport du 18 juillet 2022 qu’elle a désormais besoin d’une aide-ménagère pour les travaux de ménage courants (cf. point 4.2.1) alors qu’en 2013 elle s’occupait de l’entretien courant de son appartement. Si un besoin d’accompagnement est ainsi indéniable, il reste toutefois à déterminer si ce besoin est nécessaire en moyenne au moins deux heures par semaine (cf. ch. 2012 CSI), ce à quoi le rapport d’enquête du 18 juillet 2022 ne permet pas de répondre. b) Il s’ensuit qu’il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA), pour qu’il complète l’instruction en mettant en œuvre une nouvelle enquête, à domicile cette fois, ayant pour but de déterminer la durée que représentent les actes pour lesquels la recourante a besoin d’une aide-ménagère. 14. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants, puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La recourante voit ses conclusions admises avec l’assistance d’un mandataire qualifié et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2’500 fr.”
Ai sensi dell'art. 43 LPGA incombe all'ente assicurativo un obbligo ufficiale di indagine e di chiarimento. Nei procedimenti concernenti le prestazioni dell'assicurazione per l'invalidità l'amministrazione deve d'ufficio compiere gli accertamenti necessari alla valutazione e, in particolare, acquisire relazioni e informazioni mediche. Seppure l'accertamento dell'invalidità in sé costituisca una questione di valutazione economico‑giuridica, le perizie e le relazioni mediche servono a stabilire i presupposti sanitari e le limitazioni funzionali che ne derivano.
“Toutefois, cette restriction ne s'applique pas lorsque la personne assurée est une ressortissante suisse ou d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un de ces pays (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.4 L'art. 88a al. 1 RAI dispose que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. 6.5 A la teneur de l'art. 88bis al. 2 let. a RAI, la diminution ou la suppression de la rente d'invalidité prend, de règle générale, effet au plus tôt, le premier jour du deuxième mois qui suit la notification de la décision. 7. 7.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (cf. art. Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art. 69 al. 2 RAI prescrit que l'Office AI réunit lorsque les conditions d'assurance sont remplies les pièces nécessaires pour évaluer le droit aux prestations. En effet, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique (cf. consid. 6.1), les données fournies par les médecins constituent un élément utile pour apprécier les conséquences fonctionnelles de l'atteinte à la santé (ATF 143 V 418 consid. 6). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne assurée est incapable de travailler au vu de ses limitations (ATF 125 V 256 consid. 4; 115 V 133 consid. 2 et 114 V 310 consid. 3c; RCC 1991 p.”
“3 La rente d'invalidité est échelonnée selon le degré de l'incapacité de gain. L'assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50%, à trois-quarts de rente s'il est invalide à 60% et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins (art. 28 al. 2 LAI). Les rentes correspondant à un degré d'invalidité inférieur à 50 % sont versées aux ressortissants suisses et aux ressortissants d'un Etat membre de l'Union européenne, à compter de l'entrée en vigueur des nouveaux règlements n° 883/2004, indépendamment de leur domicile et résidence (cf. art. 10 al. 1 du règlement n° 1408/71 [ATF 130 V 253 consid. 2.3] et art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004 déterminants malgré l'art. 29 al. 4 LAI). 4.4 Aux termes de l'art. 88bis al. 2 let. a RAI, une diminution ou une suppression de la rente prend, de règle générale, effet, au plus tôt, le premier jour du deuxième mois qui suit la notification de la décision. 5. 5.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure administrative (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255; voir aussi art. 69 al. 2 RAI). L'Office AI récolte en particulier des rapports médicaux bien que la notion d'invalidité soit de nature économique/juridique et non médicale (cf. consid. 4.1). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler, compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid. 6; 132 V 93 consid. 4; voir également ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références). Toutefois, l'évaluation finale des conséquences fonctionnelles d'une atteinte à la santé, voire le point de savoir quelle capacité de travail peut être exigée de la personne assurée constitue une question de droit et il appartient à l'administration et, cas échéant, au tribunal de la pratiquer (ATF 144 V 50 consid.”
“Il apparaissait de la comparaison de ces revenus que l'assuré ne subissait aucun préjudice économique du fait de ses atteintes à la santé (cf. consid. 13.2 à 14 de l'arrêt; AI pce 105 pp. 30 s.). 7.3 En conclusion, selon la situation prévalant le 2 décembre 2015, l'assuré souffrait de lombo-pseudo-sciatalgies gauches chroniques, de discopathies lombaires, de hernie inguinale bilatérale, d'un traumatisme de la cheville gauche, d'inguinalgies, de la maladie de Verneuil ainsi que d'une obésité morbide et en raison des atteintes rhumatologiques, il ne pouvait plus exercer son activité habituelle, mais dans une activité adaptée aux limitations décrites par l'expert rhumatologue sa capacité de travail était dès le 25 juin 2011 de 90%. Enfin, malgré ses atteintes à la santé, l'assuré ne subissait aucun préjudice économique et, partant, n'avait pas droit à une prestation de l'assurance-invalidité. 8. Il sied d'examiner la situation au 6 novembre 2019, lorsque la décision querellée a été rendue (cf. consid. 6.4). 8.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA) - aussi celle devant le Tribunal de céans (cf. consid. 2.2 ci-dessus) - l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art. 69 al. 2 RAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3721), prescrit que l'Office AI réunit, lorsque les conditions d'assurance sont remplies - comme en l'occurrence (cf. consid. 4 ci-dessus) - les pièces nécessaires pour évaluer le droit aux prestations. L'Office AI récolte en particulier des rapports médicaux bien que la notion d'invalidité soit de nature économique/juridique et non médicale (cf. consid. 5.1). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid.”
Se la constatazione della capacità lavorativa, rilevante per la valutazione del diritto alla prestazione, non può essere effettuata con preponderante probabilità sulla base degli atti disponibili, ciò giustifica l'annullamento del provvedimento e il rinvio all'amministrazione per un accertamento complementare. Nella giurisprudenza tale rinvio viene regolarmente disposto per violazione del principio dell'istruttoria (art. 43 cpv. 1 LPGA); nella prassi è spesso valutato come pieno accoglimento dei ricorrenti, con le relative conseguenze in ordine alle spese giudiziarie e alle spese delle parti.
“Die Angaben zur Arbeitsfähigkeit sind unvollständig bezüglich des Verlaufs seit Ablauf des Wartejahres (ab Oktober 2016). Es ist durch den Sachverständigen zu ergänzen, ob es längere Phasen ab Oktober 2016 gegeben hat, in denen der Beschwerdeführer längerdauernd, also mehr als sechs Monate, über 40 % arbeitsunfähig in einer adaptierten Tätigkeit gewesen ist. Die blosse Ergänzung eines Gutachtens rechtfertigt nach der aktuellen bundesgerichtlichen Auffassung eine Rückweisung (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f. mit Hinweisen). Die Sache ist deshalb aus Gründen der Verhältnismässigkeit zur näheren Begründung der Arbeitsfähigkeitsschätzung und zur dazu allenfalls notwendigen ergänzenden Abklärung gastroenterologischer Natur an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die notwendige Ergänzung des gastroenterologischen Teilgutachtens und der Konsensbeurteilung des ABI gemäss den obenstehenden Erwägungen anfordern. Demnach ist die angefochtene Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) aufzuheben. Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und die Sache ist zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die Verwaltung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu werten (BGE 132 V 215 E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist.”
“Demgegenüber legt die Beschwerdegegnerin zusammenfassend dar, sie habe zum massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 10. Dezember 2021 zu Recht einen Anspruch auf IV-Leistungen verneint, da mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine IV-relevante gesundheitliche Einschränkung beim Beschwerdeführer weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht habe nachgewiesen werden können (Beschwerdeantwort vom 15. März 2022 Ziff. 5.3.). Im Zusammenhang mit dem vom Beschwerdeführer neu eingereichten Bericht von Dr. med. D____ vom 10. Januar 2022 bemerkt die Beschwerdegegnerin, sie sei bereit, diesen Bericht als Neuanmeldung mit Wirkung ab Januar 2022 entgegenzunehmen, entsprechende Abklärungen zu tätigen und eine neue Verfügung zu erlassen. 2.3. Im Zentrum des vorliegenden Verfahrens steht folglich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nachgekommen ist und ob sie zu Recht davon ausging, zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses im Dezember 2021 habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine invalidenrechtlich relevante gesundheitliche Einschränkung bestanden. 3. 3.1. Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsgrundsatz ist die Verwaltungsbehörde gehalten, von sich aus und ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 133 V 200 E. 1.4.). Grundsätzlich liegt es jedoch im Ermessen des Versicherungsträgers, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln die Sachverhaltsabklärung zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1; Urteil BGer 9C_1037/2010 vom 10. Oktober 2011 E. 5.1). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung.”
“Nach pflichtgemässer Würdigung der vorhandenen ärztlichen Unterlagen ergibt sich zusammenfassend weder auf der Basis der gutachterlichen Exploration von Dr. B.____ noch auf der Basis der Einschätzung des RAD ein hinreichend nachvollziehbares Bild über den Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten. Damit präsentiert sich der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG als ungenügend abgeklärt. Dies führt in Gutheissung der Beschwerde zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung und zur Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur ergänzenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts im Sinne der Erwägungen.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). bb) Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause sur la question du rétablissement du statu quo sine vel ante, respectivement sur la fin du versement des indemnités journalières ainsi que de la prise en charge des traitements médicaux en lien avec l’accident du 20 septembre 2020. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il lui reviendra de soumettre le cas à un médecin d’arrondissement, le cas échéant à un expert en chirurgie orthopédique et traumatologie de l'appareil locomoteur. Compte tenu de ce qui précède, il n'y a pas lieu de mettre en œuvre l’expertise judiciaire requise par le recourant. 8. a) En définitive, il convient d’admettre le recours, d’annuler la décision litigieuse et de renvoyer le dossier de la cause relatif à l’accident du 20 septembre 2020 à l’intimée pour complément d’instruction et nouvelle décision, ainsi que de lui transmettre le dossier relatif à l’accident du 15 mars 1984 pour qu’elle procède conformément aux considérants. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA). c) Vu le sort de ses conclusions, la partie recourante a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2'000 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.”
“Mai 2019) ist wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die anrechenbaren Mietzinsausgaben und betreffend die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde gegen Ziff. 3 des Einspracheentscheides vom 27. August 2019 (Gesuche um unentgeltliche Rechtsverbeiständung in den Einspracheverfahren gegen die Verfügungen vom 25. Juni 2018 und 20. Mai 2019) ist dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Weiteren ist die Beschwerde gegen Ziff. 1 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (EL 2020/42, Abschreibung des Einspracheverfahrens gegen die Verfügung vom 30. Januar 2020) abzuweisen. Die Ziff. 2 und 3 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (Verfügungen vom 5. Februar 2020 und 25. März 2020, EL 2020/42) sind wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die Höhe des ab 1. November 2015 anrechenbaren Freizügigkeitsguthabens sowie der hieraus angefallenen hypothetischen Zinsen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerde gegen Ziff. 4 des Einspracheentscheides vom 2. September 2020 (Gesuche um unentgeltliche Rechtsverbeiständung in den Einspracheverfahren gegen die Verfügungen vom 30. Januar 2020, 5. Februar 2020 und 25. März 2020) ist dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch anwendbaren Fassung). Die Beschwerdeführerin obsiegt in Bezug auf beide Beschwerden (EL 2019/64 und EL 2020/42), denn wird die angefochtene Verfügung bzw. der angefochtene Einspracheentscheid aufgehoben, so liegt in Bezug auf die Verfahrenskosten immer ein vollumfängliches Obsiegen vor (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.”
Riferimento: art. 43 n. 289 LPGA Nel caso di nuove domande o di riaperture presentate poco dopo una decisione precedente respinta, l'autorità è autorizzata a porre requisiti più rigorosi circa la plausibilità dei fatti esposti. In particolare, può richiedere la presentazione di documenti pertinenti a sostegno dei fatti asseriti, concedere all'assicurato un termine ragionevole per l'integrazione e avvertirlo che, in mancanza, non entrerà nel merito della questione. Il principio secondo cui l'autorità deve accertare d'ufficio i fatti rilevanti ai fini della decisione (art. 43 cpv. 1 LPGA) non trova pertanto applicazione incondizionata in questo contesto procedurale.
“Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autres investigations par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l’assuré que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref. Elle jouit sur ce point d’un certain pouvoir d’appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l’administration a tranché la question de l’entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c’est-à-dire quand l’administration a refusé d’entrer en matière en se fondant sur l’art. 87 al. 3 RAI et que l’assuré a interjeté recours pour ce motif (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2 ; 9C_316/2011 du 20 février 2012 consid. 3.2 ; 9C_959/2011 du 6 août 2012 consid. 1.2). 4. a) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 2 RAI (ATF 125 V 195 consid. 2 ; 122 V 158 consid. 1a et les références). Lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 ; 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.3). b) Dans un litige relatif à un refus d’entrer en matière, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
“A cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref. Elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI [actuellement 87 al. 3 RAI] et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (voir arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (voir art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (voir art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (voir art. 5 al. 3 et 9 Cst.; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autres investigations par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l’assuré que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref. Elle jouit sur ce point d’un certain pouvoir d’appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l’administration a tranché la question de l’entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c’est-à-dire quand l’administration a refusé d’entrer en matière en se fondant sur l’art. 87 al. 3 RAI et que l’assuré a interjeté recours pour ce motif (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2 ; 9C_316/2011 du 20 février 2012 consid. 3.2 ; 9C_959/2011 du 6 août 2012 consid. 1.2). c) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 et 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Ainsi, lorsqu’un assuré dépose une nouvelle demande sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Un tel avertissement n’est nécessaire que si les moyens proposés sont pertinents, en d’autres termes s’ils sont de nature à rendre plausibles les faits allégués (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.3). d) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une nouvelle demande, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
L'art. 43 cpv. 3 LPGA va inteso come mezzo di pressione processuale. Se la persona assicurata non adempie ingiustificatamente all'obbligo di collaborazione, l'ente d'assicurazione può, dopo un sollecito scritto e la concessione di un congruo termine di riflessione, decidere sulla base degli atti o interrompere gli accertamenti; ciò giustifica in particolare la sospensione temporanea delle prestazioni (blocco dei pagamenti). L'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA deve avvenire in modo proporzionato e si riferisce al periodo del rifiuto. Viceversa, un'interpretazione dogmatica e teleologica impedisce di emanare, sulla base dell'art. 43 cpv. 3 LPGA e senza ulteriori accertamenti, una decisione materiale definitiva (sia, "a titolo sanzionatorio", una concessione positiva sia una revoca materiale definitiva), nella misura in cui ciò ostacolerebbe l'obiettivo dell'accertamento integrale dei fatti.
“3 ATSG hat das Bundesgericht die Auffassung vertreten, dass in einer solchen Verfahrenssituation gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Auszahlungsstopp verfügt werden könne (BGE 139 V 585). Das bedeutet, dass der Versicherungsträger sämtliche weiteren Zahlungen verweigern kann, bis die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Rentenrevisionsverfahren doch noch nachkommt. Dieses „Druckmittel“ ist augenscheinlich geeignet, den Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Überwindung der Verfahrensblockade – zu erreichen. Das Bundesgericht vertritt allerdings gelegentlich auch die Auffassung, der Art. 43 Abs. 3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden.”
“1 ATSG hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen, was bedeutet, dass ihn die Pflicht zur Ermittlung des massgebenden Sachverhaltes trifft. Diese Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers wird durch eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung ergänzt (vgl. Art. 28 ATSG). Kommt die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger laut dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten verfügen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen, auf die Rechtsfolgen hinweisen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einräumen. Weil der Sinn und Zweck des Sozialversicherungsverfahrensrechtes darin besteht, dem materiellen Sozialversicherungsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, das heisst den Sozialversicherungsträger in die Lage zu versetzen, das materielle Recht auf einen vollständig ermittelten Sachverhalt anzuwenden, kann der Art. 43 Abs. 3 ATSG augenscheinlich nicht bezwecken, dem Sozialversicherungsträger einen möglichst einfachen „Ausstieg“ aus einer „unbequemen“ verfahrensrechtlichen Situation zu ermöglichen. Ein solcher Ausstieg aus einem Verwaltungsverfahren wäre nämlich nichts anderes als eine Kapitulation vor den sich stellenden Schwierigkeiten, denn es hätte zur Folge, dass der eigentliche Zweck des Verwaltungsverfahrens – die vollständige Sachverhaltsermittlung und die anschliessende Rechtsanwendung – definitiv nicht erreicht werden könnte. Aus systematischer und teleologischer Sicht kann der Art. 43 Abs. 3 ATSG nur als eine Regelung interpretiert werden, die es dem Sozialversicherungsträger erlauben soll, mittels eines „Druckmittels“ eine Verfahrensblockade zu überwinden, nämlich die versicherte Person dazu zu bringen, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Bezieht die versicherte Person bereits eine Rente und verweigert sie ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren, das für sie die Gefahr einer Rentenherabsetzung oder gar Rentenaufhebung birgt, sind die im Art.”
“3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
“1 ATSG) ein weiteres medizinisches Gutachten einholen müsse, die Beschwerdeführerin hatte sich aber geweigert, an einer solchen Begutachtung mitzuwirken. Daraufhin hatte die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zur Mitwirkung bei der Begutachtung gemahnt und ihr angedroht, dass sie andernfalls ihr Rentenbegehren „sanktionsweise“ abweisen werde. Die angefochtene Verfügung vom 21. September 2021 ist ergangen, nachdem die Beschwerdeführerin sich erneut ausdrücklich geweigert hatte, an einer Begutachtung mitzuwirken. Zu prüfen ist in diesem Beschwerdeverfahren also ausschliesslich, ob es rechtmässig gewesen ist, das Leistungsbegehren in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG „vorläufig“ abzuweisen. Nach der bundesgerichtlichen Auffassung soll es zulässig sein, eine laufende Rente in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG „definitiv“ revisionsweise aufzuheben und damit einen materiellen Entscheid zu erlassen, der sich ausschliesslich auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG stützt (vgl. den unveröffentlichten Teil von BGE 139 V 585 = Urteil des Bundesgerichtes 8C_481/2013 vom 7. November 2013, E. 3.3). Wenn es tatsächlich möglich wäre, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „negativen“ materiellen Entscheid zu erlassen, müsste es aber auch zulässig sein, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt.”
“43 LPGA – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – doivent être appliquées selon le principe de la proportionnalité et se rapporter à la période pendant laquelle l'assuré refuse de collaborer. Lorsque celui-ci refuse temporairement et de manière inexcusable de se soumettre à une expertise médicale envisagée dans une procédure de révision, l'assureur-accidents peut suspendre ses prestations jusqu'à ce que l'intéressé se déclare prêt à se soumettre sans réserve à la mesure d'instruction ordonnée par une décision entrée en force (Jean- Frésard / Moser-Szeless in: Meyer (éd.), Sécurité sociale, 3e éd., p. 1126). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d'inexcusable lorsqu'aucun motif légitime n'est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible (arrêt TC FR 608 2022 82 du 27 septembre 2022 consid. 3 et la référence citée). 2.4. En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure – d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
LPGA art. 43 n. 287 In caso di mancata collaborazione ripetuta o renitente, l'ente assicurativo — previa diffida scritta e la concessione di un congruo termine di riflessione o di una proroga — può interrompere gli accertamenti e disporre il non esame della pratica. La giurisprudenza conferma che, in presenza di comportamento renitente, non sono necessari ulteriori accertamenti; come esempio tipico sono state indicate violazioni ripetute degli obblighi (ad es. test antidroga positivi nonostante siano già stati fatti richiami sugli obblighi di collaborazione).
“2 ATSG unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind. In der Invalidenversicherung ermächtigt die versicherte Person mit der Geltendmachung des Leistungsanspruchs die in der Anmeldung erwähnten Personen und Stellen, den Organen der Invalidenversicherung alle Auskünfte zu erteilen und alle Unterlagen zur Verfügung zu stellen, die für die Abklärung von Leistungs- und Regressansprüchen erforderlich sind. Diese Personen und Stellen sind zur Auskunft verpflichtet (Art. 6a Abs. 1 IVG; vgl. auch Art. 28 Abs. 3 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Auch bezüglich Leidensdruck wirft dieses Verhalten Fragen auf. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer im Rahmen des gesundheitlich Möglichen bemüht gewesen wäre, kooperativ zu sein, wie er dies selbst geltend gemacht hat (E. 2.2). Insgesamt steht damit ohne Weiteres fest, dass der Beschwerdeführer der ihm auferlegten Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren nach wie vor nicht nachkommt und keine entschuldbaren Gründe für die Verletzung vorliegen. Solange sich der Beschwerdeführer einer solchen mindestens zweiwöchentlich stattfindenden Behandlung nicht unterzogen hat, erscheint damit - entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers - die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung als nicht zielführend und es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangt ist, dass der aktuelle Gesundheitszustand aufgrund der mangelnden Mitwirkung des Beschwerdeführers nach wie vor nicht festgestellt werden kann. Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund des renitenten Verhaltens des Beschwerdeführers zu keinen weiteren Erhebungen zur Abklärung eines allfälligen Rentenanspruchs verpflichtet. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2023 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.”
“Cette nouvelle jurisprudence s'applique en principe directement et pour tous les cas qui sont pendants au moment du changement (voir TF 9C_309/2019 du 7 novembre 2019 c. 4.1 avec la référence; VGE 200.2019.572.IV du 21 août 2020 c. 2.2.2). Il découle de ce qui précède que la nécessité de faire la distinction entre dépendance primaire ou secondaire n'a plus lieu d'être pour juger du caractère invalidant de l'ensemble des troubles, une violation de l'obligation de sevrage dans un but d'instruction ne pouvant justifier un refus d'entrer en matière. Une cure de sevrage peut toutefois être envisagée sous l'angle de l'obligation de diminuer le dommage, dont la violation peut entraîner une réduction ou un refus des prestations (art. 7 al. 1 et al. 2 let. d LAI en lien avec art. 21 al. 4 LPGA; TF 9C_309/2019 du 7 novembre 2019 c. 4.2.2 in fine). 6 6.1 En l'espèce, sur un plan formel, il ressort du dossier que l'intimé, par courrier du 4 mai 2017, a demandé au recourant de collaborer au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA et de se conformer aux recommandations de l'expert, à savoir un traitement neuroleptique sous l'égide d'un psychiatre et, notamment, une abstinence au cannabis pendant une durée d'au moins six mois en prouvant l'abstinence par des tests de laboratoire. L'intimé a indiqué les conséquences d'une éventuelle non-collaboration de la part de l'assuré. Ce dernier s'est déclaré d'accord de collaborer par appel téléphonique du 6 juin 2017. Par la suite, l'intimé a rappelé à plusieurs reprises au recourant son devoir de collaborer et lui a en plus, par préorientation du 25 juin 2018, indiqué qu'il projetait effectivement de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations pour défaut de collaboration. A cela s'ajoute qu'en 2016, l'intimé lui avait déjà rendu une décision de non-entrée en matière pour défaut de collaboration. Il en résulte que le recourant était pleinement au courant des conséquences d'une violation de son obligation de collaborer, lorsque l'intimé a retenu sur la base de l'analyse de laboratoire du 7 février 2019 avec un résultat positif au cannabis un défaut de collaboration.”
“Aufgrund der Unterlagen, die erhältlich gemacht worden sind, hat die Kasse die Erfüllung der Beitragszeit während der Beitragsrahmenfrist geprüft und gelangte auf 6,353 Beitragsmonate. Für einen beträchtlichen Zeitraum innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit ist der Beschwerdeführer in C. als arbeitslos gemeldet gewesen und hat dort gemäss dem U1-Formular, ausgefüllt von der Agentur für Arbeit, bereits für insgesamt sechs Monate Leistungen bei Arbeitslosigkeit bezogen. Die Beitragszeiten, die die Arbeitslosenkasse in ihrer Auflistung der Beitragsmonate nennt, können gestützt auf die vorhandenen Unterlagen nachvollzogen werden. Sogar diesbezüglich sind die Akten allerdings unvollständig. Darüber hinaus lassen sich weitere Beitragszeiten nicht nachweisen, allenfalls können sie aber als glaubhaft im Sinne von Art. 29 Abs. 4 AVIV gelten. 4.2 Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, es sei Aufgabe der Arbeitslosenkasse, weitere Unterlagen zu beschaffen, ist er bereits im Verwaltungsverfahren darauf hingewiesen worden, dass ihn eine Mitwirkungspflicht trifft. Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht nämlich vor, dass versicherte Personen oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten treffen. Falls sie diesen Pflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen, kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. In Art. 29 Abs. 1 AVIV sind die Unterlagen aufgelistet, die von der versicherten Person der Kasse einzureichen sind, darunter die Arbeitgeberbescheinigungen für die letzten zwei Jahre (vgl. Ziff. 3.1 hiervor). Die Kasse hat den Beschwerdeführer zur Einreichung der Unterlagen unter detaillierter Auflistung aufgefordert und hat ihm auch eine Nachfrist gesetzt. Sie hat ihn auf seine Pflichten hingewiesen und über die Konsequenzen aufgeklärt, falls die Unterlagen nicht erhältlich gemacht werden können. 4.3 Der Beschwerdeführer hätte zum Nachweis der Erfüllung der Beitragszeit in erster Linie die Arbeitgeberbescheinigungen vorlegen müssen. Er hätte aber beispielsweise auch Lohnabrechnungen oder allfällige Lohnausweise für die einzelnen Arbeitsverhältnisse vorlegen können und ausgehend davon wären allenfalls weitere Nachfragen bei den ehemaligen Arbeitgebern möglich gewesen oder die einzelnen Beitragszeiten hätten gestützt auf Art.”
L'amministrazione deve, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, procedere d'ufficio agli accertamenti necessari per la determinazione dei fatti rilevanti; ciò comprende, nella valutazione del grado d'invalidità, anche gli accertamenti economici/relativi alla capacità di guadagno (p. es. il reddito dell'invalido o del valido) e, se del caso, il completamento dell'istruttoria in merito al grado d'invalidità. Il procedimento è soggetto al principio dell'accertamento d'ufficio.
“2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (BGE 141 V 15, E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 114 V 310, E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“1 LAI), qu’un taux d’invalidité de 40 % donne droit à un quart de rente, un taux d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un taux d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois-quarts de rente et un taux d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI), qu’en l'espèce, il sied de constater que l’intimé s'est rallié dans le cadre de sa duplique aux conclusions du Dr T.________, que ce faisant il a admis que l'assurée présentait une incapacité de travail de 50 % de septembre 2018 à ce jour, sous réserve de la période comprise entre mars et octobre 2020, durant laquelle l'état de santé s'est aggravé et la capacité de travail était nulle, qu’au vu de ce qui précède et des pièces du dossier, cette appréciation n’apparaît pas critiquable, que cela étant, l'OAI n’a pas procédé au calcul du degré d'invalidité découlant des taux d'incapacité précités, que l’instruction doit être complétée et actualisée sur ce plan, raison pour laquelle il se justifie d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimé – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune, que le recours se révèle ainsi bien fondé, les faits pertinents n’ayant pas été constatés de manière complète sur le plan économique (art. 98 let. b LPA-VD) ; attendu qu’en dérogation à l'art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestations portant sur l'octroi ou le refus de prestations de l'AI devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires (art. 69 al. 1bis LAI), qu’en l'espèce, il convient d'arrêter les frais judiciaires à 400 fr. et de les mettre à charge de l’intimé, qui succombe, qu'obtenant gain de cause avec l’assistance d’un mandataire qualifié, la recourante a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA), qu’il convient d’arrêter à 2’800 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), et de mettre à la charge de l’intimé qui succombe, qu’à ce montant s’ajoutent les frais d’expertise du Dr T.”
Nel quadro dell'obbligo d'inchiesta e d'accertamento disciplinato dall'art. 43 cpv. 1 LPGA, la giurisprudenza del Tribunale federale prevede in linea di principio che le malattie psichiche siano sottoposte a una procedura probatoria strutturata e guidata da indicatori, secondo il BGE 141 V 281. Questa procedura aperta agli esiti serve, nella valutazione del carattere invalidante dei disturbi psichici, alla rilevazione sistematica degli indicatori pertinenti.
“17 LPGA (TF 9C_441/2008 du 10 juin 2009 consid. 4.1). d) Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 4.1 et les références citées) et suppose en premier lieu que celles-ci soient diagnostiquées par l’expert selon les règles de l’art (ATF 141 V 281 précité, consid. 2.1.2 et 2.2). 4. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 9C_88/2013 du 4 septembre 2013 consid. 4.1.2). En matière d’assurance-invalidité, il revient au premier chef à l’office AI de mettre en œuvre les mesures d’instruction nécessaires auxquelles il se doit de procéder afin de constituer un dossier complet sur le plan médical (art. 57 al. 1 let. f LAI et art. 69 RAI [règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.”
“Entscheidend ist aber, welche Auswirkungen eine gesundheitliche Beeinträchtigung auf das funktionelle Leistungsvermögen hat. Gemäss der seit November 2017 geltenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 143 V 409 und 418) gelangt in diesem Zusammenhang grundsätzlich für sämtliche psychischen Leiden das indikatorengeleitete Beweisverfahren im Sinne von BGE 141 V 281 zur Anwendung. Dabei bilden die Behandlungs- und Eingliederungsresistenz nur einen der einzubeziehenden Faktoren (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1). Die vorhandenen Berichte der Behandler lassen jedoch ebenfalls keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit betreffend den psychischen Gesundheitszustand zu. Sowohl der Gutachter, med. pract. C.___, als auch der Hausarzt, med. pract. B.___, äusserten lediglich den Verdacht auf eine Depression respektive Angst- und Panikstörung. Zur Arbeitsfähigkeit in psychischer Hinsicht äusserten sie sich nicht. Die Berichte ermöglichen damit jedenfalls keine Beurteilung der massgebenden Indikatoren. In Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) erweisen sich weitere psychiatrische Abklärungen nur schon aus diesem Grund als unumgänglich.”
“En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). c) Selon le principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (cf. TF 8C_746/2011 du 13 mars 2012 consid. 1.2). 5. Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4). 6. Dans sa décision du 15 décembre 2021, l’office intimé s’est prononcé sous l’angle du droit à des mesures professionnelles et de celui à une rente d’invalidité, considérant sur la base de l’expertise psychiatrique du Dr T.”
“In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Berichte wiedergegeben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind.”
“4 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht in BGE 143 V 409 entschieden hat, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
Possono essere disposte indennità a carico dell'amministrazione secondo il principio del responsabile quando questa abbia adempiuto il proprio obbligo di chiarimento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA in modo colpevole e soltanto molto rudimentario; tuttavia una tale deroga al principio della parte soccombente è giustificata solo in questi casi di chiarimenti gravemente insufficienti.
“Zu prüfen bleibt der Antrag des Beschwerdeführers auf Zusprache einer Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 11 S. 2 oben). Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Partei grundsätzlich Anspruch auf Ersatz der Parteikosten des Verfahrens vor dem kantonalen Versicherungsgericht. Auch im Rahmen dieser Bestimmung gilt jedoch das Verursacherprinzip, wonach unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat. Dies kann insbesondere eine Parteientschädigung zu Lasten des obsiegenden Versicherungsträgers beziehungsweise Durchführungsorgans begründen. In Anwendung des Verursacherprinzips können der Verwaltung namentlich dann Parteikosten auferlegt werden, wenn sie ihre Abklärungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG schuldhaft verletzt hat. Eine solche Durchbrechung des Unterliegerprinzips rechtfertigt sich allerdings nur, wenn die Verwaltung lediglich sehr rudimentäre Abklärungen vorgenommen hat (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2019 vom 8. April 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Wie vorstehend dargelegt (vorstehend E. 4.4), kann in der Beurteilung durch Dr. E.___ vom 23. August 2022, auf welche die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid abstellte, keine beweiswertige medizinische Entscheidgrundlage erblickt werden. Auch wenn hinsichtlich der im Beschwerdeverfahren eingereichten Zusatzbeurteilung durch Dr. E.___ vom 3. Oktober 2023 von einer noch zulässigen Sachverhaltsvervollständigung im Rahmen einer an den Versicherungsmediziner gerichteten Rückfrage auszugehen ist (vorstehend E. 4.3), ist zu betonen, dass die Frage der Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer über den 31. August 2022 hinaus geklagten Beschwerden erst in dieser Beurteilung nachvollziehbar und schlüssig beantwortet wurde.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 283 Applicazione intertemporale: i provvedimenti emessi prima del 1° gennaio 2022 devono essere applicati secondo le regole di collaborazione vigenti fino al 31 dicembre 2021; ciò comprende l'art. 43 cpv. 3 LPGA nella versione precedente.
“Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im IVG (SR 831.20) sowie im ATSG (SR 830.1) in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535), dies mitsamt entsprechendem Verordnungsrecht. Die dem angefochtenen Urteil zugrunde liegende Verfügung erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) sowie des ATSG und der ATSV (SR 830.11) in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (BGE 148 V 174 E. 4.1). 2.2. Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen zur Mitwirkungspflicht der Versicherten und zu den Folgen im Fall ihrer schuldhaften Verletzung, unter Einschluss des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens, zutreffend dargelegt (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Dies gilt gleichermassen für die IV-rechtliche Spezialnorm gemäss Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG, wonach Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden können, wenn der IV-Stelle die Auskünfte nicht erteilt werden, die diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgabe benötigt. 2.3. Zu wiederholen ist der Gehalt von Art. 53 Abs. 2 ATSG: Danach kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und - was nach der Rechtsprechung auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c) - wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. In diesem Sinne dient die Wiedererwägung der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung bei der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 282 L'assenza di prescrizioni metodologiche di legge non vincola strumenti non normativi come il «Manual d'application de la méthode RAI‑Home care». Tali manuali contengono regole di raccomandazione senza carattere normativo e non sono vincolanti per l'ente assicurativo e per il giudice.
“Elle présente dès lors les qualifications professionnelles nécessaires pour évaluer les besoins concrets en soins individuels (ATF 147 V 16 consid. 7.4.2 ; TF 8C_591/2020 du 3 février 2021 consid. 3.3.2.3). On ne voit par ailleurs pas, et le recourant n’explicite pas son propos, pour quelle raison les compétences de l’enquêtrice ne seraient pas suffisantes pour évaluer les besoins en soins d’une personne tétraplégique. Par surcroît, comme le relève la CNA, c’est la même enquêtrice qui avait procédé aux enquêtes à domicile en 2015, puis établi le rapport pour l’allocation pour impotent et celui sur le déroulement de la journée (cf. rapports des 16 décembre 2015). Or c’est précisément sur ce second rapport que s’était basée l’intimée pour calculer sa participation aux soins à domicile dans sa décision du 3 mai 2016, qui n’a pas été contestée. Il est ainsi surprenant que le recourant émette dorénavant une critique concernant les compétences de l’enquêtrice, dont l’expérience n’a pu que s’enrichir avec les années auprès de la FSCMA. d) En ce qui concerne la méthodologie utilisée, il faut tout d’abord relever que la loi, notamment l’art. 43 LPGA, ne prescrit aucune méthode spécifique, aucune procédure précise et détaillée, ni aucun standard pour évaluer les besoins individuels et concrets en soins à domicile. Pour cela, il faudrait une prescription normative, qui ne saurait être créée par la jurisprudence, mais requiert l'intervention du législateur (ATF 147 V 16 consid. 7.4.1). Dans sa réplique, le recourant fait valoir qu’on doit pouvoir s’écarter des minutages standards proposés dans le système RAI-Home care. On ignore cependant si l’enquêtrice s’est effectivement référée à certaines valeurs retenues dans cet outil d’évaluation, par exemple pour réduire le temps nécessaire à certains soins par rapport au minutage annoncé. Elle ne le précise pas dans le rapport contesté et la CNA n’en fait pas mention non plus. Quoi qu’il en soit, le Tribunal fédéral a eu l’occasion de préciser que le « Manuel d'application de la méthode RAI-Home care pour les services à domicile en Suisse » (Resident Assessment Instrument - Homecare) regroupe des recommandations dans le domaine des soins à domicile établies par des particuliers qui n'ont aucun caractère normatif et ne lient pas le juge.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 281 Il Tribunale delle assicurazioni ha rilevato che, per la valutazione della capacità lavorativa nell’attività abituale, può essere necessario un profilo dettagliato dei carichi della prestazione svolta in precedenza; un profilo corrispondente deve essere preso in considerazione nell’accertamento medico.
“Entscheid Versicherungsgericht, 10.05.2022 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Würdigung eines medizinischen Gutachtens. Notwendigkeit eines detaillierten Belastungsprofils der bisherigen Tätigkeit zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Teilweise Gutheissung der Beschwerde. Rückweisung der Sache an die IV-Stelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Mai 2022, IV 2021/73). Entscheid vom 10. Mai 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2021/73 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Andermatt, Teufener Strasse 8, Postfach 130, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
“Entscheid Versicherungsgericht, 10.05.2022 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Würdigung eines medizinischen Gutachtens. Notwendigkeit eines detaillierten Belastungsprofils der bisherigen Tätigkeit zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit. Teilweise Gutheissung der Beschwerde. Rückweisung der Sache an die IV-Stelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Mai 2022, IV 2021/73). Entscheid vom 10. Mai 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2021/73 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Andermatt, Teufener Strasse 8, Postfach 130, 9001 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
LPGA art. 43 n. 280 Il soggetto che rivendica il diritto alla prestazione deve provare in modo credibile i fatti rilevanti ai fini del diritto alla prestazione. Se l'esposizione resta incompleta, contraddittoria o in generale non plausibile, sicché la sussistenza dei presupposti non appare almeno probabile, l'amministrazione può negare l'obbligo di prestazione o chiudere la pratica come non perseguibile senza ulteriori accertamenti; ciò vale in particolare anche quando, in caso di nuova presentazione della domanda, non vengono indicati elementi plausibili che facciano presupporre una modifica delle circostanze.
“1, 130 III 321 E. 3.2 f.; Samuelsson, a.a.O., S. 355 f.; Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in SZS 2017 S. 34). Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse, konkret zur Beurteilung der Tatfrage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S. 357 f.). Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Im Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Indessen ist die leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, bei den Abklärungen mitzuwirken (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). So sind praxisgemäss die einzelnen Umstände des Unfalls vom Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, indem er unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind (BGE 114 V 298 E. 5b). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 138 V 218 E. 6 und 117 V 261 E. 3b, je mit Hinweisen). Wird also auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4.”
“2 RAI doit permettre à l'administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force d'écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l'assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 130 V 64 consid. 5.2.3 ; 117 V 198 consid. 4b et les références). Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles. Si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrer en matière (ATF 117 V 198 consid. 3a ; TF 9C_75/2021 du 15 novembre 2021 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_576/2021 du 2 février 2022 consid. 3.2). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l’administration pouvait appliquer par analogie l’art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) – qui permet aux organes de I’AI de statuer en l’état du dossier en cas de refus de l’assuré de coopérer – à la procédure régie par l’art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s’en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst. [Constitution fédérale suisse du 18 avril 1999, RS 101] ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d’autres termes qu’ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
Una segnalazione tempestiva della persona assicurata (p. es. mediante un modulo per il rilevamento precoce) può indurre l'ente assicurativo a svolgere accertamenti ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“TRIBUNAL CANTONAL AI 394/20 - 229/2021 ZD20.048664 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 3 août 2021 __________________ Composition : Mme Röthenbacher, présidente MM. Oppikofer et Perreten, assesseurs Greffière : Mme Monod ***** Cause pendante entre : B.________, à [...], recourante, représentée par Inclusion Handicap, Me Florence Bourqui, avocate, à Lausanne et Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud, à Vevey, intimé. _______________ Art. 43 LPGA ; art. 28 LAI. E n f a i t : A. B.________ (ci-après : l’assurée ou la recourante), ressortissante somalienne née en 1985, est entrée en Suisse à l’âge de 14 ans pour y rejoindre sa mère. Célibataire, elle est mère de deux enfants, nés en 2014 et 2017. Sur le plan professionnel, elle a obtenu une attestation de formation élémentaire (AFP) en qualité d’employée de collectivité, délivrée en 2006 par le Centre K.________. Elle a ensuite exercé diverses activités dans l’hôtellerie, la restauration et l’intendance, à temps partiel. Suivie sur le plan psychologique à la Consultation [...] du Centre hospitalier C.________ depuis décembre 2017, l’assurée s’est adressée à l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud (ci-après : l’OAI ou l’intimé), en déposant un formulaire de détection précoce le 19 avril 2018. Dans le cadre d’un entretien au sein dudit office le 2 mai 2018, elle a précisé souffrir d’un retard mental léger à moyen depuis la naissance et d’un trouble dépressif récurrent, dans le contexte d’un analphabétisme partiel, ce qui entravait son maintien durable en emploi (cf.”
art. 43 cpv. 3 LPGA si applica soltanto quando la persona assicurata o il richiedente abbia colpevolmente violato il proprio obbligo di collaborazione. Se un medico o un terzo non fornisce le informazioni richieste, ciò non giustifica automaticamente una decisione basata sugli atti ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. In tali casi è invece necessario procedere ad ulteriori accertamenti (p.es. convocazione per un esame specialistico) prima che possa essere adottata una decisione fondata sullo stato della documentazione.
“3 ATSG indes nur in Frage, wenn die versicherte Person oder eine Person, die Leistungen beanspruchen will, die ihr obliegende Mitwirkungspflicht schuldhaft verletzt. Vorliegend kam Dr. Z.___ seiner Pflicht zur Auskunftserteilung gemäss Art. 6a Abs. 1 IVG nicht nach. Für diese Pflichtverletzung hat der Gesetzgeber jedoch keine Sanktion vorgesehen. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (BGE 134 V 189 E. 3.1 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 100). Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. Z.___ selbst ausgefüllt werden musste. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 100). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt durch Aufbietung zu einer fachärztlichen Untersuchung (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 69 Abs. 2 IVV) abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen. Kommt schliesslich hinzu, dass im Schreiben vom 30. April 2020 «Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht» fälschlicherweise auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (statt Art. 28 Abs. 2 ATSG) hingewiesen wurde (vgl. Urk. 6/127). Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht einen Aktenentscheid gefällt hat. Vielmehr sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. Zu diesem Zweck ist die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und die Beschwerde gutzuheissen.”
“Selon la jurisprudence, renoncer à l'administration d'autres moyens de preuves (appréciation anticipée des preuves; notamment : ATF 141 I 60 consid. 3.3; 140 I 285 consid. 6.3.1; 124 V 90 consid. 4b; TF 9C_384/2019 du 1er octobre 2019 consid. 4.1; 9C_68/2017 du 18 avril 2017 consid. 4.3.2) viole le droit d'être entendu de la personne concernée si un fait pertinent - tels, en l'occurrence, les problèmes de dos invoqués - était apprécié sans faire appel aux connaissances médicales nécessaires (cf. TF 8C_277/2012 du 12 octobre 2012 consid. 2.3.3; voir aussi 8C_794/2016 du 28 avril 2017 consid. 4.2; Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 4e édition 2020, art. 43 ch. 68; voir aussi Jacques Olivier Piguet, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 43 ch. 12). L'envoi tardif des documents par l'assurée dans le cadre de la présente procédure ne saurait la priver d'une instruction complète de sa demande de prestations du 21 juin 2017, étant du reste constant que l'Office AI n'avait pas procédé selon l'art. 43 al. 3 LPGA d'après lequel il peut notamment se prononcer en l'état du dossier si la personne assurée, après avoir été mise en demeure et avertie des conséquences juridiques, refuse dans le délai imparti de manière inexcusable de se confirmer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction. En vue de l'expertise rhumatologique à mettre en place, les rapports médicaux relatifs aux opérations de tunnels carpiens des deux mains des 13 janvier et 5 avril 2017, ayant justifié une incapacité de travail jusqu'au 7 juillet 2017 (TAF pce 1 annexe 7), devront être produits. A tort, le dossier constitué par l'Office AI ne les contient pas. 10.6 Pour conclure, le TAF constate que l'état psychique et somatique de l'assurée n'a pas encore été établi selon le degré de la vraisemblance prépondérante (cf. consid. 10.2.3) et que l'instruction du dossier doit être poursuivie. En l'état actuel du dossier, le TAF ne saurait donc confirmer que l'assurée ne présentait pas d'atteinte à la santé, ni de limitations fonctionnelles susceptibles de justifier une incapacité de travail durable et qu'il n'existait aucun lien de causalité entre l'atteinte à la santé et l'incapacité de gain avancée.”
LPGA art. 43 n. 277 Nel caso di fascicoli incompleti o di rifiuto di collaborazione, non si può decidere a sfavore della persona assicurata unicamente per le lacune. Occorre invece utilizzare gli elementi di prova disponibili e, mediante libera valutazione della prova, accertare lo stato di fatto in modo da determinare la rappresentazione più verosimile; ulteriori indagini devono essere disposte solo se con accertamenti supplementari è ragionevole attendersi di ottenere elementi decisivi ai fini della decisione.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). Art. 43 Abs. 2 ATSG legt fest, dass die versicherte Person sich ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 92 und 96). Ist eine ärztliche Untersuchung nicht zumutbar, ist auf diese zu verzichten. Solchenfalls verbietet es sich, auf die wegen der – zu Recht - verweigerten Mitwirkung unvollständigen Akten allein abzustellen. Vielmehr ist mit den sonst zur Verfügung stehenden Mitteln anzustreben, das verfehlte Resultat soweit als möglich zu erreichen und daraufhin mit einer freien Beweiswürdigung denjenigen Sachverhalt zu erstellen, der am ehesten zutrifft (vgl.”
“Zwar liegen einige erwerbliche Aspekte wie beispielsweise das vom Beschwerdeführer in Ausübung der selbständigen Erwerbstätigkeit bewältigte Arbeitspensum nach wie vor im Dunkeln; es ist allerdings davon auszugehen, dass sich diese offenen Fragen mit Blick auf den Zeitablauf retrospektiv nicht mehr klären lassen. Die medizinische Aktenlage erweist sich mit Blick auf den langjährigen Abklärungszeitraum seit dem Rückweisungsurteil vom 30. Dezember 2011 (Urk. 9/86) ebenfalls als vergleichsweise dürftig. Allerdings unternahm die Beschwerdegegnerin bereits die notwendigen Schritte, um an sämtliche hausärztlichen Unterlagen zu gelangen, was indes ohne Erfolg blieb (vgl. Urk. 9/161, 9/165 und 9/171 f.). Es gilt zudem zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer selbst nicht geltend macht, seit der Begutachtung in der Z.___ sei eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten. Im Ergebnis lässt sich der Sachverhalt jedenfalls auch anhand der vorliegenden Akten soweit ermitteln, dass in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG über den Leistungsanspruch zumindest mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen). Von weiteren Abklärungen sind keine anderen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
“________ apparaît reposer sur des investigations approfondies et complètes, aboutissant à un résultat cohérent, les observations subséquentes des spécialistes du Centre hospitalier C.________ sont de nature à faire douter des conclusions du K.________. Il est indispensable, pour se prononcer en toute connaissance de cause in casu, que les rapports émis postérieurement au rapport d’expertise du K.________, produits par le recourant, soient soumis au Dr L.________, singulièrement au collège des experts, pour détermination, discussion et éventuelle confirmation des conclusions communiquées le 15 janvier 2018. On ajoutera que les avis du SMR sur les évaluations psychiatriques du Centre hospitalier C.________ sont insuffisamment étayés pour se passer d’un complément émanant des experts du K.________. 12. a) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire.”
Nel quadro dell'art. 43 cpv. 1 LPGA l'ente assicuratore deve chiarire con cura le circostanze concomitanti di una lesione segnalata e inserita in una lista. In particolare devono essere rilevati lo stato anteriore e le circostanze della prima comparsa dei disturbi. Nella delimitazione, da valutare sotto il profilo medico, tra usura/malattia e infortunio, i vari indizi vanno ponderati dal punto di vista medico. Se il ventaglio causale può essere composto esclusivamente da elementi che indicano usura o malattia, la prova liberatoria dell'assicuratore contro gli infortuni si considera fornita; in caso contrario l'assicuratore deve dimostrare, sulla base di valutazioni mediche probatorie, con grado di probabilità preponderante, che la lesione è dovuta prevalentemente (>50 %) a usura o malattia.
“Ergänzend ist festzuhalten, dass gemäss dem zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen).”
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“sowie Trommelfellverletzungen (Bst. h). Das Bestehen einer vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung hängt nicht länger vom Vorliegen eines äusseren Ereignisses ab. Die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 UVG genannte Körperschädigung vorliegt, führt zur Vermutung, dass es sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung handelt, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aus der Leistungspflicht befreien, wenn er beweist, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist (Zusatzbotschaft vom 19. September 2014 zur Änderung des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, in BBl 2014 7934 f.). Der Unfallversicherer steht bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d. h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist.”
“Das Vorliegen einer in Art. 6 Abs. 2 lit. a h UVG genannten Körperschädigung führt zur Vermutung, es handle sich um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunkts relevant. Allerdings steht der Unfallversicherer bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers (BGE 146 V 51 E. 8.6).”
“Entsprechend der Regelung von Art. 6 Abs. 2 Bst. f erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch bei Sehnenrissen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Der Unfallversicherer steht bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d. h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist.”
“Outre l'état antérieur, les circonstances de la première apparition des troubles doivent également être examinées plus en détails (par exemple, un bilan traumatologique du genou est une aide utile pour l'évaluation médicale des blessures au genou, publié in BMS 2016 p. 1742 ss). Les différents indices qui parlent en faveur ou en défaveur de l'usure ou de la maladie doivent être pondérés d'un point de vue médical. L'assureur-accidents doit prouver, sur la base d'évaluations médicales probantes – au degré de la vraisemblance prépondérante – que la lésion en question est due de manière prépondérante à l'usure ou à la maladie, c'est-à-dire à plus de 50% de l'ensemble des facteurs en cause. Si la « palette des causes » se compose uniquement d'éléments indiquant une usure ou une maladie, il s'ensuit inévitablement que l'assureur-accidents a apporté la preuve de la « libération » et qu'il n'est pas nécessaire d'apporter des clarifications supplémentaires (consid. 8.2.2.1 et 8.6 ; aussi arrêt du Tribunal fédéral 8C_13/2021 précité consid. 2.2). En définitive, toujours selon ledit ATF 146 V 51, dans le cadre de son devoir d'instruction (cf. art. 43 al. 1 LPGA), l'assureur-accidents doit clarifier les circonstances exactes du sinistre à l'annonce d'une lésion selon la liste. Si celle-ci est imputable à un événement accidentel au sens de l'art. 4 LPGA, l'assureur‑accidents est tenu de verser des prestations jusqu'à ce que l'accident ne représente plus la cause naturelle et suffisante, c'est-à-dire que l'atteinte à la santé est fondée uniquement et exclusivement sur des causes autres qu'accidentelles (voir consid. 5.1 et 8.5). Si, en revanche, tous les critères de la définition de l'accident au sens de l'art. 4 LPGA ne sont pas remplis, l'assureur-accidents est généralement responsable pour une lésion selon la liste selon l'art. 6 al. 2 LAA dans la version en vigueur depuis le 1er janvier 2017, à moins qu'il puisse prouver que la lésion est principalement due à une usure ou maladie (consid. 9.1). 5.4 La plupart des éventualités assurées (par exemple la maladie, l'accident, l'incapacité de travail, l'invalidité, l'atteinte à l'intégrité physique ou mentale) supposent l'instruction de faits d'ordre médical.”
“2 Die AXA anerkennt im angefochtenen Einspracheentscheid, dass sich der Versicherte am 12. Oktober 2020 eine Bandläsion am rechten Knie und somit eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG zugezogen hat. Von weiteren Erörterungen hierzu kann deshalb abgesehen werden. Strittig ist hingegen, ob der AXA im Hinblick auf eine Befreiung von ihrer Leistungspflicht für diese Verletzung der sogenannte Entlastungsbeweis gelingt. 4.3 Wie das Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vom 10. Juni 2024 (8C_1/2024) unter Hinweis auf den Entscheid BGE 146 V 51 hervorgehoben hat, führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. ah UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 3.2 des genannten Urteils vom 10. Juni 2024, 8C_1/2024, mit weiteren Hinweisen). 5.1 Die AXA holte zur Klärung des medizinischen Sachverhalts die Aktenbeurteilungen ihres beratenden Arztes Dr.”
Il tenore letterale dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA non è univoco quanto al fatto se e in quali casi sia possibile proporre ricorso contro disposizioni relative alla perizia (oggetto e portata). Per l'interpretazione deve pertanto essere adottato un pluralismo metodologico; per disposizioni recenti va in particolare considerata la volontà del legislatore storico. In dottrina si sostiene che il legislatore avrebbe inteso escludere la possibilità di ricorso; la questione rimane tuttavia aperta, tanto più che il Tribunale federale in precedenti decisioni ha affermato l'esistenza di tale possibilità e il messaggio legislativo menziona la competenza decisionale esclusiva dell'ente assicurativo, richiamando al contempo il diritto di essere ascoltati e le possibilità di ricorso.
“Zu prüfen ist zunächst, ob auf die Beschwerde einzutreten ist, soweit damit beanstandet wird, die in Aussicht gestellte Begutachtung sei nicht notwendig, weil der medizinische Sachverhalt bereits umfassend abgeklärt worden sei. 3.2. 3.2.1. Art. 43 Abs. 1bis ATSG sieht vor, dass der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen bestimmt. Die Auslegung einer Rechtsnorm ist notwendig, wo der Gesetzeswortlaut nicht klar ist oder Zweifel bestehen, ob ein scheinbar klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016, Rz. 175). Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht eindeutig und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Auslegungsinstrumente gesucht werden (sog. Methodenpluralismus, vgl. BGE 140 II 289, 291 f. E. 3.2). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440, 453 E. 13). 3.2.2. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist. Nach einer im Schrifttum vertretenen Auffassung habe der Gesetzgeber mit der Rechtsnorm die Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung einer Begutachtung ausschliessen wollen. Dieser Ansicht nach könne mittels Beschwerde unter Geltung der neuen Rechtslage nicht mehr geltend gemacht werden, die Begutachtung sei nicht notwendig. Allerdings sei die Sache nicht ganz klar, zumal das Bundesgericht diese Beschwerdemöglichkeit in BGE 137 V 210 ausdrücklich bejaht habe, obschon das IVG seit dem 1. Januar 2008 mit Art. 57 Abs. 3 bereits eine dem neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sehr ähnliche Bestimmung enthalten habe (Thomas Flückiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungsrecht Entwicklungen und Grenzen, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2021, 2022, S. 55 ff., S. 68). 3.2.3. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15.”
“2.1.2. Die Auslegung einer Rechtsnorm ist notwendig, wo der Gesetzeswortlaut nicht klar ist oder Zweifel bestehen, ob ein scheinbar klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 175). Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht eindeutig und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Auslegungsinstrumente gesucht werden (sog. Methodenpluralismus, vgl. BGE 140 II 289 E. 3.2). Das Bundesgericht befolgt bei der Auslegung von Gesetzesnormen einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es ab, die einzelnen Auslegungselemente einer Prioritätsordnung zu unterstellen (BGE 148 V 311 E. 6.1). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440 E. 13). 2.1.3. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist. Flückiger vertritt die Auffassung, der Gesetzgeber habe mit der Rechtsnorm die Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung einer Begutachtung ausschliessen wollen. Dieser Ansicht nach könne unter Geltung der neuen Rechtslage nicht mehr mittels Beschwerde geltend gemacht werden, die Begutachtung sei nicht notwendig. Allerdings sei die Sache nicht ganz klar, zumal das Bundesgericht diese Beschwerdemöglichkeit in BGE 137 V 210 ausdrücklich bejaht habe, obschon das IVG seit dem 1. Januar 2008 mit Art. 57 Abs. 3 bereits eine dem neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sehr ähnliche Bestimmung enthalten habe (Thomas Flückiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungsrecht Entwicklungen und Grenzen, in: Ueli Kieser (Hrsg.), Sozialversicherungsrechtstagung 2021, Zürich/St. Gallen 2022, S. 68). 2.1.4. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15.”
“Das Bundesgericht befolgt bei der Auslegung von Gesetzesnormen einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es ab, die einzelnen Auslegungselemente einer Prioritätsordnung zu unterstellen (BGE 148 V 311 E. 6.1). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440 E. 13). 2.1.3. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist. Flückiger vertritt die Auffassung, der Gesetzgeber habe mit der Rechtsnorm die Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung einer Begutachtung ausschliessen wollen. Dieser Ansicht nach könne unter Geltung der neuen Rechtslage nicht mehr mittels Beschwerde geltend gemacht werden, die Begutachtung sei nicht notwendig. Allerdings sei die Sache nicht ganz klar, zumal das Bundesgericht diese Beschwerdemöglichkeit in BGE 137 V 210 ausdrücklich bejaht habe, obschon das IVG seit dem 1. Januar 2008 mit Art. 57 Abs. 3 bereits eine dem neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sehr ähnliche Bestimmung enthalten habe (Thomas Flückiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungsrecht Entwicklungen und Grenzen, in: Ueli Kieser (Hrsg.), Sozialversicherungsrechtstagung 2021, Zürich/St. Gallen 2022, S. 68). 2.1.4. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 wird ausgeführt, dass der Versicherer entscheide, welche Abklärungsmassnahmen nötig seien, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfüllt seien. Damit die IV-Stelle die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV-Stelle getroffenen Entscheid vorzugehen (BBI 2017 2525, S.”
Gli accertamenti medici integrativi devono essere effettuati dall'ente assicurativo ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA quando il fatto rilevante ai fini del diritto non è sufficientemente chiarito o la situazione probatoria appare contraddittoria. In tali casi può rendersi necessaria l'acquisizione di perizie medico‑specialistiche aggiornate; le discipline da coinvolgere (p. es. ortopedia, neurologia, urologia/proctologia) dipendono dal concreto quadro medico e dalla responsabilità dell'amministrazione o dei periti medici incaricati.
“Aufgrund dieser Faktoren würde es sich bei seinen Diagnosen nicht um Fehldiagnosen handeln. 6.8 Zur Stellungnahme von Dr. C. äusserte PD Dr. D. mit Schreiben vom 28. Februar 2022, dass es sich bei MADRS und BDI um psychometrische Depressionsskalen handle, die hauptsächlich subjektive Beschwerdeangaben abbilden würden, so dass nach wie vor unklar sei, auf welche objektive Befunde Dr. C. seine Beurteilung abstütze. 7.1. Die IV-Stelle ging im aktuellsten Abklärungsbericht vom 19. November 2020 gestützt auf das Gutachten von Dr. B. vom 28. März 2017 von einer Einschränkung der Beschwerdeführerin von 50 % im Haushalt aus. Nach diesem Abklärungsbericht, jedoch noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 21. Juli 2022 veranlasste die IV-Stelle wegen einer möglichen Veränderung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eine weitere psychiatrische Begutachtung, woraufhin PD Dr. D. die Einschränkungen der Beschwerdeführerin mit Gutachten vom 31. August 2021 evaluierte. Zu prüfen ist, ob vorliegend auf das Gutachten von Dr. B. oder jenes von PD Dr. D. abzustellen ist. 7.2 Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die”
“A ce titre, il y aura lieu de procéder à un complément du cas par un spécialiste sur les plans urologique et proctologique en vue de clarifier la capacité de travail effective du recourant, avant de soumettre ces renseignements au SMR pour un avis, l’intimé demeurant libre d’ordonner toutes autres mesures d’instruction utiles. Il appartiendra également à l’intimé de procéder à une réévaluation du recourant par un neurologue concernant les troubles de la marche évoqués supra et la motivation de l’incapacité de travail ainsi que d’interpeller les neurochirurgiens du W.________. Il lui appartiendra ensuite de rendre une nouvelle décision. 7. a) Il résulte de ce qui précède que le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction au sens des considérants. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 400 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. Dans la mesure où l’intimé aurait déjà dû, au vu des pièces qu’il avait au dossier, compléter l’instruction en application de son devoir d’instruire la cause d’office (art. 43 al.1 LPGA), les frais d’expertise judiciaire, d’un montant de 4'010 fr. seront mis à sa charge (art. 45 al.1 LPGA ; cf. ATF 137 V 210 consid. 4.4 ; TF 9C_758/2019 consid. 3.2 du 4 février 2020). c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 3'000 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), et de la mettre à la charge de la partie intimée. Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision rendue le 16 janvier 2019 par l’Office de l’assurance‑invalidité pour le canton de Vaud est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. III. Les frais judiciaires, arrêtés à 400 fr. (quatre cents francs), sont mis à la charge de l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud.”
“Nach dem Gesagten erweist sich der medizinische Sachverhalt als nicht rechtsgenüglich abgeklärt, da sich insbesondere die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit und deren Entwicklung ab dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (1. August 2019) und des Wartejahres nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beurteilen lässt. Weitere medizinische Abklärungen sind daher in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) unumgänglich, bevor über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin entschieden werden kann. Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_125/2023 vom 8. August 2023 E. 5.7 [zur Publikation vorgesehen] und 9C_8/2022 vom 6. März 2023 E. 5.3, je mit Hinweisen). Mit Blick auf die Aktenlage fällt vorderhand die Einholung eines Gutachtens in den Fachdisziplinen Orthopädie und/oder Neurologie in Betracht. Die Einordnung, welche Disziplinen an der Begutachtung zu beteiligen sind, obliegt allerdings grundsätzlich dem RAD und letztverantwortlich den beauftragten medizinischen Sachverständigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_150/2022 vom 7. November 2022 E. 10.2 und 8C_431/2021 vom 26. Januar 2022 E. 4.1 mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung vom 5. Oktober 2022 (Urk. 2) ist somit aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den gesamten Leistungsanspruch erneut verfüge.”
“Il a ensuite indiqué que dans une telle activité, une pleine capacité de travail était attendue. Il n’est cependant pas clair de savoir si son appréciation portait uniquement sur les atteintes aux épaules et au poignet, ou sur l’ensemble des troubles présentés par le recourant. Au vu de l’ensemble de ce qui précède, les appréciations de la Dre Q.________ n’apparaissent dès lors pas suffisamment convaincantes. 8. Compte tenu des pièces au dossier et de la situation médicale en cause – qui comporte plusieurs atteintes –, la CNA ne pouvait en l’occurrence se dispenser de procéder à un examen clinique du recourant afin de pouvoir établir sa capacité de travail et ses limitations fonctionnelles en toute connaissance de cause. La capacité de travail retenue doit en outre être appréciée et motivée au regard des douleurs résiduelles présentées par le recourant, dont l’existence a été reconnue par les différents médecins traitants. L’instruction étant lacunaire, la cause doit par conséquent être renvoyée à la CNA, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (art. 43 al. 1 LPGA). Il conviendra à l’intimée de requérir éventuellement des renseignements médicaux détaillés auprès des médecins traitants, puis d’obtenir une appréciation médicale basée sur un examen clinique du recourant et dont les conclusions seront motivées au regard des avis médicaux au dossier ainsi que des douleurs résiduelles. Etant donné les atteintes à prendre en compte, cet examen devra être confié à un spécialiste en chirurgie orthopédique et traumatologie de l’appareil locomoteur ou à un spécialiste en médecine physique et réadaptation. La CNA est libre de confier cet examen médical à un médecin d’arrondissement disposant des qualifications précitées ou de faire réaliser une expertise, si elle l’estime nécessaire. Il incombera ensuite à l’intimée de rendre une nouvelle décision statuant sur le droit à la rente du recourant. Dans ce cadre, l’intimée veillera en particulier à tenir compte de l’art. 20 al. 2 LAA et examinera la question d’une éventuelle surindemnisation. 9. a) Au vu de l’issue du litige, il n’est pas nécessaire d’examiner le calcul du degré d’invalidité auquel la CNA a procédé.”
“Es ist in erster Linie Aufgabe des Unfallversicherers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 149 V 218 E. 5.7 mit Hinweis). Die Sache ist daher an die Suva zurückzuweisen, damit sie - nach Ergänzung der medizinischen Aktenlage zum Vorzustand an der linken Schulter - im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein schulterorthopädisches Gutachten einhole und anschliessend über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers ab 12. Februar 2023 neu verfüge (vgl. BGE 149 V 218 E. 5.7 i.f. mit Hinweisen).”
“Ainsi, et contrairement à ce qu’a soutenu le SMR dans ses avis des 14 septembre 2023, 25 janvier, 8 avril et 6 juin 2024, la question du caractère incapacitant des tremblements pouvait déjà se poser avant la réalisation de l’expertise en 2022. En outre, il existe un doute suffisant quant à l’impact de ces éléments sur la capacité de travail. Il conviendra ainsi de mettre en œuvre un examen sur le plan neurologique. On ajouter encore que la Dre H.________ a, dans son rapport du 21 février 2023, indiqué que le recourant connaissait un ralentissement psychomoteur, ce qu’elle avait déjà indiqué dans son rapport du 26 mai 2021, tout comme la Dre A.________ dans son rapport du 30 mars 2021 (pp. 9 et 13). Il y aura ainsi également lieu de prévoir un complément au plan neuropsychologique. 8. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2e éd.”
“Si les symptômes persistent pendant plus de douze mois (ou en cas de convalescence après une forme grave, après la fin des mesures thérapeutiques), le groupe de travail préconise une expertise de base en médecine interne/infectiologie et en neurologie/neuropsychologie. Selon les autres symptômes et troubles cardinaux, des spécialistes en pneumologie, rhumatologie, cardiologie, ORL ou psychiatrie peuvent être consultés si nécessaire, en vue de compléter l’exploration dans le cadre de l’expertise en fonction des symptômes. Ces spécialistes doivent utiliser, pour l’examen des symptômes post COVID-19, des instruments bien établis, sensibles et spécifiques, instruments servant à vérifier objectivement la plausibilité des troubles dans le cas d’espèce et à déterminer le degré de sévérité des restrictions. 3.3 La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation de ces dernières d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 125 V 193 consid. 2 ; VSI 1994, p. 220 consid. 4). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid.”
Quando, nell'ambito degli accertamenti che l'ente assicurativo deve effettuare ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA dopo la ricezione della denuncia, non è possibile rilevare un evento iniziale ricordabile — o soltanto un evento di natura del tutto secondaria o innocua — ciò semplifica di norma la prova liberatoria dell'assicuratore infortunistico. Nella delimitazione medica va considerato l'intero spettro delle cause e gli indizi vanno ponderati di conseguenza.
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“2 UVG grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70). Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksich-tigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Ein-schätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
In virtù del principio d'istruttoria sancito dall'art. 43 LPGA, la necessità di una rappresentanza legale nel procedimento amministrativo in materia di diritto delle assicurazioni sociali deve, di regola, essere ritenuta solo in casi eccezionali. Una rappresentanza legale è oggettivamente necessaria soltanto quando si pongono questioni giuridiche o di fatto difficili e le circostanze concrete del singolo caso (per esempio la capacità della persona assicurata di orientarsi nel procedimento) rendono non ragionevole la difesa personale. Nella valutazione va anche considerato se una sufficiente tutela degli interessi possa essere assicurata da terzi (p. es. assistenti sociali, rappresentanti di associazioni o persone esperte e di fiducia di istituzioni sociali). Per la concessione di un'assistenza legale gratuita deve pertanto essere adottato un criterio rigoroso.
“Urteile des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E. 2.1, vom 10. April 2015, 8C_48/2015, E. 4.1, publ. in: ARV 2015 S. 161, und vom 24. Januar 2006, I 812/05, E. 4.3). Eine Rechtsprechung, die darauf hinausliefe, in praktisch allen oder den meisten Verwaltungsverfahren die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung zu bejahen oder diese unter den gleichen Voraussetzungen wie im Beschwerdeverfahren zu gewähren, stände im Widerspruch zur gesetzlichen Regelung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Mai 2018, 8C_240/2018, E. 3.2). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit einer anwaltlichen Ver-tretung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzes-gebundenheit zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG, vgl. dazu BGE 136 V 377 E. 4.1.1), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Massgebend ist dabei auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Sozialarbeiter bzw. eine Sozialarbeiterin oder durch Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen in Frage kommt (BGE 132 V 200, E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E.”
“Die Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung ist auch nur in Ausnahmefällen zu bejahen, weil im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43 ATSG). Danach haben die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln (BGE 136 V 376). Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens.”
“Wo die Verhältnisse es erfordern, wird der gesuchstellenden Person für das Verwaltungsverfahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt (Art. 37 Abs. 4 ATSG). Kumulative Voraussetzungen für eine solche unentgeltliche Verbeiständung sind Bedürftigkeit, sachliche Gebotenheit der Vertretung sowie Nichtaussichtslosigkeit der Rechtsbegehren (BGE 132 V 200 E. 4.1 S. 200 f.). Die Notwendigkeit der anwaltlichen Verbeiständung ist im Verwaltungsverfahren, in welchem der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43 ATSG), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Des Weiteren muss eine gehörige Interessenwahrung durch Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen ausser Betracht fallen (BGE 125 V 32 E. 4b S. 35; Urteil 9C_29/2017 vom 6. April 2017 E. 1 mit Hinweisen). Grundsätzlich geboten ist die Verbeiständung auch, falls ein besonders starker Eingriff in die Rechtsstellung des Bedürftigen droht; andernfalls bloss, wenn zur relativen Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin auf sich alleine gestellt nicht gewachsen ist (BGE 130 I 182 E.”
“Die Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung ist auch nur in Ausnahmefällen zu bejahen, weil im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt (Art. 43 ATSG). Danach haben die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln (BGE 136 V 376). Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E. 2.1, vom 7. Juli 2016, 8C_676/2015, E. 7.1, vom 14. Juni 2017, 9C_680/2016, E. 4.1.1, vom 6. April 2017, 9C_29/2017, E.”
LPGA art. 43 n. 271 Spetta all'ente assicuratore o, rispettivamente, all'operatore del diritto, stabilire, nel singolo caso, quali ambiti debbano essere accertati e con quale grado di approfondimento; ciò può significare, ad esempio, che sia sufficiente un semplice referto medico oppure che debbano essere disposti accertamenti medici ulteriori o più approfonditi.
“3.1. Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Anspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht würdigt die Beweise in jedem Fall nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. z.B. BGE 144 V 427, 429 E. 3.2, BGE 138 V 218, 221 f. E. 6 und BGE 115 V 133, 142 f.”
“Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG) 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.”
“Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird eine Rente bei einer Verbesserung des Gesundheitszustands in der Regel im Sinne von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV drei Monate über die Veränderung des Gesundheitszustandes hinaus gewährt (Urteil des Bundesgerichts 9C_687/2018 vom 16. Mai 2019 E. 2. mit Hinweisen). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 2 IVV). Wurde die Revision von der versicherten Person verlangt, erfolgt die Erhöhung der Rente gemäss Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV frühestens von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde (lit. a). 3.4. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger (wie das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Im Falle der Invalidenversicherung sind dies die IV-Stellen (Art. 54-56 i.V.m. Art. 57 Abs. 1 lit. c-g und Abs. 3 IVG sowie Art. 69 IVV; vgl. BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders vorliegend der IV-Stelle , über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden. Namentlich darüber, ob ein einfacher Arztbericht genügt oder ob weitere Abklärungen notwendig sind. Dabei hat der Versicherungsträger wie das Sozialversicherungsgericht (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) die Beweismittel frei zu würdigen.”
“1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). 3.2. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.3. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders vorliegend der IV-Stelle , über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden. Namentlich darüber, ob ein einfacher Arztbericht genügt oder ob weitere Abklärungen notwendig sind. Dabei hat der Versicherungsträger wie das Sozialversicherungsgericht die Beweismittel frei zu würdigen. Im Beschwerdeverfahren hat das Gericht demnach zu prüfen, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 122 V 157, 160 E. 1b und 1c). 3.4. Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben.”
Una chiara violazione del principio dell'indagine ai sensi dell'art. 43 LPGA — in particolare quando necessari accertamenti specialistici non sono stati effettuati affatto o non sono stati svolti con la diligenza dovuta — può comportare che un provvedimento venga qualificato come «indubbiamente errato» e consenta una riconsiderazione.
“___ in die Prüfung einzubeziehen ist. Unter Verweis auf die obgenannten Erwägungen ist deshalb festzuhalten, dass zwar keine Anzeichen für eine offensichtliche Unrichtigkeit des Gutachtens A.___/B.___ bestehen. Die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der gestützt auf dieses Gutachten ergangenen Verfügung vom 29. April 2014 sind deshalb nicht erfüllt. Denn die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Die beantragte wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 29. April 2014 (vgl. Urk. 1 S. 2) fällt damit ausser Betracht, zumal das Gericht ohnehin die Verwaltung nicht zu einer Wiedererwägung anhalten kann (BGE 133 V 50 E. 4.2.1).”
“1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf Art. 17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substituierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl.”
“2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sog. Wiedererwägung). Zweifellose Unrichtigkeit in diesem Sinne setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung besteht, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich nach der bei Erlass der Verfügung bestehenden Sach- und Rechtslage, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis. Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder weil massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Urteil des Bundesgerichts 8C_670/2019 vom 19. Februar 2020 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 140 V 77 E. 3.1, 138 V 324 E. 3.3). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Von erheblicher Bedeutung ist die Berichtigung von rechtskräftigen Verfügungen oder Einspracheentscheiden stets, wenn sie periodische Leistungen zum Gegenstand haben (vgl. BGE 140 V 85 E. 4.4).”
“1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf Art. 17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substituierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl.”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA l'ente assicurativo deve accertare d'ufficio i fatti rilevanti. Quando si tratta della determinazione di un'indennità per bisogno di assistenza o dell'accertamento di un fabbisogno di aiuto domestico dovuto a malattia, secondo la prassi operativa e procedurale di norma va effettuata una verifica complementare in loco. Ciò vale in particolare in caso di prima presentazione della domanda per un'indennità per bisogno di assistenza e, in linea di principio, anche nelle procedure di revisione.
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Der rechtserhebliche Sachverhalt ist von Amtes wegen unter Mitwirkung der Versicherten zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1, 133 V 196 E. 1.4). Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung der Hilflosigkeit ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich. Ersterer hat anzugeben, inwiefern die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschränkt ist. Der Versicherungsträger kann an Ort und Stelle weitere Abklärungen (Art. 69 Abs. 2 IVV) vornehmen. Gemäss Randziffern 8130 und 8131 der hier anwendbaren Fassung des Kreisschreibens über die Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH, Stand 1. Januar 2018) hat die IV-Stelle unter anderem im Falle einer erstmaligen Anmeldung um eine Hilflosenentschädigung immer eine Abklärung vor Ort und Stelle durchzuführen. Bei Unklarheiten über physische oder psychische bzw. geistige Störungen oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2021 Art. 14 Abs. 1 lit. b ELG. Art. 9 VKB. Vergütung der Kosten für eine Haushaltshilfe. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zur Ermittlung des krankheitsbedingt notwendigen Hilfebedarfs bei der Verrichtung von Haushaltsarbeiten sind eine medizinische Abklärung und anschliessend eine Abklärung an Ort und Stelle notwendig. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2021, EL 2020/5). Entscheid vom 2. September 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2020/5 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Bilgeri, Advokatur am Falkenstein, Falkensteinstrasse 1, Postfach, 9016 St. Gallen, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Krankheitskostenvergütung (Ergänzungsleistungen zur AHV)”
“Art. 43 Abs. 1 ATSG verpflichtet die Verwaltung in jedem Verfahren, den massgebenden Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären. Die Beschränkung des Revisionsverfahrens auf einzelne Sachverhaltselemente rechtfertigt keine herabgesetzte Sachverhaltsabklärung. Der relevante Sachverhalt muss daher auch in einem Revisionsverfahren umfassend eruiert und namentlich darauf überprüft werden, ob eine wesentliche Veränderung nicht nur der gesundheitlichen Verhältnisse, sondern auch deren Auswirkungen im Alltag eingetreten ist (oben, Erwägung 4.2). Dabei ist bei der Erarbeitung der Grundlagen für die Bemessung einer allfälligen Hilflosigkeit eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich. Im Revisionsverfahren gilt die Untersuchungspflicht mithin genau gleich wie in einem Verfahren, das den gesamten anspruchsbegründenden Sachverhalt beschlägt. Die IV-Stelle hat deshalb für die Bemessung der Hilflosigkeit auch bei der Revision einer HE grundsätzlich stets eine Abklärung an Ort und Stelle in die Wege zu leiten.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 268 La persona assicurata che, senza giustificazione, si rifiuta di fornire informazioni o di collaborare può indurre l'ente assicurativo, previo sollecito scritto e concessione di un adeguato termine di riflessione, a decidere sulla base degli atti oppure a interrompere gli accertamenti e a decidere di non entrare nel merito. Per le prestazioni in corso, secondo la giurisprudenza sono possibili sanzioni fino alla sospensione delle prestazioni; inoltre, in tali casi, l'onere della prova può essere invertito a favore dell'amministrazione.
“Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). b) L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Cette disposition a une portée générale et concerne – sous réserve de l’art. 21 al. 4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). c) Lorsque l'assuré manque à son obligation de renseigner, l'art. 43 al. 3 LPGA prévoit que l'administration est en droit de se prononcer en l'état du dossier (l'alternative du refus d'entrer en matière n'étant pas pertinente ici). Elle ne peut alors se contenter d'examiner la situation sous l'angle du seul refus de collaboration de l'assuré, mais doit procéder à une évaluation du point de vue matériel à la lumière des pièces au dossier (TF I 988/06 du 28 mars 2007 consid. 7, in SVR 2007 IV n° 48 p. 156). d) L'application de l'art. 43 al. 3 LPGA dans un cas où des prestations sont en cours et où l'assuré qui les perçoit refuse de manière inexcusable de se conformer à son devoir de renseigner ou de collaborer à l'instruction de la procédure de révision, empêchant par là que l'organe d'exécution de l'assurance-invalidité établisse les faits pertinents, suppose que le fardeau de la preuve soit renversé. En principe, il incombe bien à l'administration d'établir une modification notable des circonstances influençant le degré d'invalidité de l'assuré, si elle entend réduire ou supprimer la rente.”
“Elle dispose à cet égard d'une grande liberté d'appréciation. Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en oeuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction. En tout état de cause, l'assuré n'est pas habilité à requérir une décision formelle afin de faire examiner l'opportunité d'une mesure d'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.5 p. 108). S'il se soustrait à une telle mesure alors que celle-ci est objectivement et subjectivement exigible (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 214/01 du 25 octobre 2001, consid. 2b), il prend - délibérément - le risque que sa demande soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante. En procédure de recours, le juge ne doit alors examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA et 73 RAI sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte (arrêts du Tribunal fédéral des assurances I 906/05 du 23 janvier 2007, consid. 6, U 489/00 du 31 août 2001, consid. 2b et I 214/01 du 25 octobre 2001, consid. 3 et les références). Il ne se justifie pas - et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure - d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation.”
“Anzumerken ist, dass auch die Anwendung der Sanktionsnorm von Art. 43 Abs. 3 ATSG zu keinem anderen Ergebnis führt. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer bereits mit Schreiben vom 31. August 2016 eine Schadenminderungspflicht durch psychoanalytisch-psychotherapeutische Behandlung auferlegt (Urk. 12/73, vgl. auch Urk. 12/74/2). Der Abbruch der Behandlung bei der Psychologin A.___ war nicht mit dem Gesundheitszustand zu erklären und der Beschwerdeführer macht auch nicht substanziiert geltend, dass der zuständige Krankenversicherer die Übernahme der Therapie verweigert hätte. Die Überprüfung, ob die prognostizierte Verbesserung der Erwerbsfähigkeit nach konsequent durchgeführter Therapie tatsächlich eintritt, war aufgrund der mangelnden Mitwirkung des Beschwerdeführers nicht möglich. Bei laufenden Leistungen kommt es bei der unentschuldbaren Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht zu einer Umkehr der Beweislast (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_668/2018 vom 13. Februar 2019 E. 5.1 und 5.4, 9C_94/2018 vom 4. März 2019 E. 2.2, 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E.”
“Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass, wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen, der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Dieses Mahn- und Bedenkzeitverfahren entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist (Kürzung und Verweigerung von Leistungen; nicht in BGE 139 V 585 publizierte E. 3.3 des Urteils des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013; Urteil des Bundesgerichts 8C_110/2012 vom 16. November 2012 E. 2). Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger, welcher die versicherte Person vorher auf die Rechtsfolge eines Entscheid auf Grund der Akten hingewiesen hat, bei Säumnis androhungsgemäss das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (Urteile des Bundesgerichts 8C_396/2012 vom 16.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen, zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs von der Versicherten die Erfüllung der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern und sie - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - im Sinn von Art. 43 Abs. 3 ATSG mit Sanktionen bis hin zur Leistungseinstellung belegen (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1; Urteile des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2; 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1, in: SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150). Die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht hat nach der Rechtsprechung sodann eine Umkehr der Beweislast zur Folge: Verweigert die versicherte Person in unentschuldbarer Weise ihre Auskunfts- und Mitwirkungspflicht, indem sie den Versicherungsträger bei laufenden Rentenleistungen daran hindert, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, wird die Beweislast umgekehrt, indem die versicherte Person nachzuweisen hat, dass sich entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (Urteil des BGer 8C_481/2013 vom 7.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 267 Ambito dell'indagine: L'ente assicurativo deve chiarire i fatti d'ufficio. Può disporre perizie mediche, acquisire i referti medici necessari e valutarne l'idoneità. Se gli atti non forniscono sufficiente chiarezza o i referti risultano insufficienti, devono essere compiuti accertamenti supplementari, in particolare acquisendo ulteriori informazioni dai medici curanti o mediante esami supplementari.
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen zu erfolgen hat, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung besteht ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen).”
“Zu ergänzen ist, dass das Gericht nach dem im Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f. mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG) oder der verfügenden Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 222 mit Hinweisen; Urteile 8C_282/2020 vom 3. September 2020 E. 6.1; 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3).”
“2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind, als Berufskrankheiten. Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig (vgl. Art. 6 ATSG) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG). 4.2. Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor den am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Gesetzesbestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (vgl. z.B. Urteile des Bundesgerichts 8C_470/2018 vom 18. September 2018 E. 2, 8C_333/2018 vom 25. September 2018 E. 3 und 8C_155/2017 vom 22. Mai 2017 E. 2.). 4.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4. und BGE 125 V 351, 353E.”
“Diese Symptome seien eindeutig im Zusammenhang mit den Schwierigkeiten am Arbeitsplatz zu sehen, weshalb er dem Beschwerdeführer dringend empfohlen habe, den Arbeitsplatz zu wechseln. Da Dr. E.____ als Facharzt der Allgemeinen Inneren Medizin keine adäquate psychiatrische Beurteilung vornehmen konnte, überwies er den Beschwerdeführer an Dr. D.____. Dieser bestätigte in der Folge die Auffassung des Hausarztes und riet dem Beschwerdeführer zur Kündigung der Stelle. Diese Zeugnisse erfüllen somit grundsätzlich die Anforderungen, welche das Bundesgericht in diesem Zusammenhang an eine rechtsgenügende medizinische Beurteilungsgrundlage stellt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 2013, 8C_943/2021, E. 3.4). Die von der Beschwerdegegnerin vertretene gegenteilige Ansicht ändert daran nicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Rahmen der Sachverhaltsabklärung nicht angeht, bei den behandelnden Ärzten Arztzeugnisse gemäss vorgegebenen Formularen und Fragen einzuholen und diese sodann ohne weitere Untersuchung des Sachverhalts als ungenügend zu bezeichnen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdegegnerin wäre vielmehr verpflichtet gewesen, insbesondere bei Dr. D.____ weitere Informationen einzuholen, nachdem sie dessen Bericht vom 6. Mai 2020 als unzureichend betrachtet hatte. Da die Arztzeugnisse der Dres. D.____ und E.____ aber nach Auffassung des Kantonsgerichts überzeugend sind und sich nicht nur vage, sondern klar und unmissverständlich zu den im Zeitpunkt der Kündigung bestehenden gesundheitlichen Beschwerden äussern, kann rechtsgenügend festgestellt werden, dass ein weiterer Verbleib des Beschwerdeführers an der Stelle der B.____ AG nicht zumutbar war. Unter diesen Umständen erübrigten sich diesbezüglich weitergehende Sachverhaltsabklärungen.”
“Wie sich aus den Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. E.___ vom 3. November 2020 und vom 9. März 2021 ohne Weiteres ergibt, ermöglichen die vorliegenden medizinischen Akten keine abschliessende Beurteilung der Frage, ob die beantragte genetische Diagnostik erforderlich ist im Sinne von Ziff. 1020 KSME, mithin ob eine präzisere Diagnose eine notwendige Voraussetzung für die Behandlung der Beschwerdeführerin darstellt. Weshalb die Beschwerdegegnerin davon abgesehen hat, die vom RAD empfohlenen Abklärungen zu tätigen, geht aus den Akten nicht hervor. Da sie auf das erneute Gesuch um Kostengutsprache eingetreten ist, hatte sie den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG).”
LPGA art. 43 n. 266 Nel procedimento cantonale di ricorso, integrazioni puntuali della situazione di fatto da parte dell'amministrazione sono, di regola, ammesse. Accertamenti più approfonditi, come una perizia medica completa con la partecipazione dell'assicurato o altri mezzi di prova dispendiosi in termini di tempo, possono invece eccedere il quadro procedurale. L'esame giurisdizionale si concentra per lo più sulla plausibilità delle ragioni addotte dall'amministrazione per ulteriori accertamenti ovvero sul controllo dell'abuso di tali ordinanze.
“Da die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens bei der Beschwerdegegnerin liegt und ihr deshalb im Rahmen der Verfahrensleitung ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zukommt, muss im vorliegenden Verfahren die gerichtliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- respektive Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben. Entscheidend ist, ob die Gründe, die die Beschwerdegegnerin für die Notwendigkeit einer weiteren psychiatrischen Abklärung anführt, plausibel erscheinen (Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich IV.2021.00766 vom 29. März 2022 E. 4.1). 3. 3.1. Wird eine Begutachtung veranlasst und mittels Verfügung angeordnet, so kann die versicherte Person mit Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich erheben, wie etwa vorliegend der Einwand, es handle sich bei der mit Verfügung vom 8. Februar 2022 angeordneten polydisziplinären Begutachtung um eine unnötige second opinion (vgl. BGE 138 V 271 E. 1.1). Es ist daher im Folgenden zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin unzulässiger Weise eine erneute Begutachtung der Beschwerdeführerin anordnete. 3.2. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. 3.3. Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden notwendigen Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (BGE 138 V 271, 274 f.”
“Der Beschwerde kommt nach Art. 56 ff. des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet (zusammen mit der Beschwerdeantwort des Versicherungsträgers) demnach grundsätzlich die alleinige Zuständigkeit des kantonalen Gerichts, über das in der angefochtenen Verfügung (bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid) geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidungsgrundlagen (Urteil des Bundesgerichts 8C_284/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 5.2). Wie das Bundesgericht im vom Beschwerdeführer zitierten (Urk. 11 S. 4 Mitte) Urteil 8C_410/2013 vom 15. Januar 2014 ausgeführt hat, dient die dargelegte Regelung – zusammen mit dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG für das Verwaltungsverfahren statuierten Untersuchungsgrundsatz (vgl. dazu E. 5.1 des zitierten Urteils) – nebst der Abgrenzung der Zuständigkeiten dem Gebot der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens (Art. 61 lit. a ATSG). Aus dem vom Bundesgericht in diesem Zusammenhang mehrfach zitierten BGE 127 V 228 ergibt sich, dass im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren eine Sachverhaltsvervollständigung durch die Verwaltung im Rahmen punktueller Abklärungen rechtsprechungsgemäss in aller Regel noch zulässig ist, wohingegen umfassendere Abklärungen wie eine medizinische Begutachtung mit Mitwirkung der versicherten Person oder vergleichbare zeitraubende Beweismassnahmen den Rahmen sprengen (Urteile des Bundesgerichts 8C_284/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 5.3 und 8C_410/2013 vom 15. Januar 2014 E. 5.4, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_49/2017 vom 28. Februar 2017 E. 3.3).”
Se sussistono dubbi sui dati relativi all'erogazione delle prestazioni o alla presenza indicati nelle tabelle di fatturazione, l'autorità deve, per adempiere al proprio obbligo d'indagine (art. 43 cpv. 1 LPGA), rivolgere richieste chiarificatrici ai prestatori che emettono le fatture (p. es. i medici curanti), al fine di accertare le date precise delle consultazioni e, conseguentemente, i periodi rilevanti.
“Folglich müssen entweder die Übersichtsblätter der obligatorischen Krankenpflegeversicherung als Beleg für effektive Behandlungen ungeeignet oder die Einträge im Reisepass unvollständig sein. Möglicherweise sind die in den Übersichtsblättern der obligatorischen Krankenpflegeversicherung genannten Daten nicht aussagekräftig, weil sie nicht die Daten der Leistungserbringung, sondern die Daten der Rechnungsstellung ausweisen. Dafür spricht der Umstand, dass es nur drei Übereinstimmungen zwischen den Daten in den Übersichtsblättern und den vom behandelnden Rheumatologen angegebenen Konsultationsdaten gibt (27. November 2013, 18. Dezember 2013 und 27. Januar 2014), während alle anderen Daten divergieren. Die Übersichtsblätter der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind somit nicht geeignet, die Anwesenheit des Beschwerdeführers in der Schweiz an den erwähnten Daten mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Die daraus resultierende Unsicherheit bezüglich des massgebenden Sachverhaltes hätte von der Beschwerdegegnerin zur Erfüllung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) durch eine Rückfrage an die rechnungsstellenden Ärzte betreffend die genauen Konsultationsdaten behoben werden müssen. Die mit diesen Rückfragen gewonnenen Sachverhaltserkenntnisse wären wohl von entscheidender Bedeutung gewesen, wie sich aus den nachfolgenden Ausführungen ergibt: In den Monaten Juni bis und mit September 2013 hat die gesamte Familie des Beschwerdeführers noch in der Türkei gelebt. Wenn sich der Beschwerdeführer in diesem Zeitraum für eine längere Zeit (ebenfalls) in der Türkei aufgehalten hätte, müsste wohl von einer Verlegung des gewöhnlichen Aufenthaltsortes des Beschwerdeführers in die Türkei ausgegangen werden, da ein solcher länger dauernder Aufenthalt offenkundig bezweckt hätte, dass der Beschwerdeführer wieder mit seiner Ehefrau und seinen Kindern hätte zusammen sein können, was ein sehr starkes Indiz für den Willen wäre, den gewöhnlichen Aufenthaltsort zumindest für einige Zeit zu verlegen. Der Beschwerdeführer hat am”
La documentazione medica mancante o incompleta non deve recare pregiudizio alla persona assicurata. L'ente assicuratore è tenuto, in tali casi, a compiere ulteriori accertamenti; ciò può in particolare comportare la prescrizione di una visita specialistica ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA.
“Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (BGE 134 V 189 E. 3.1 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 100). Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. Z.___ selbst ausgefüllt werden musste. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 100). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt durch Aufbietung zu einer fachärztlichen Untersuchung (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 69 Abs. 2 IVV) abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen. Kommt schliesslich hinzu, dass im Schreiben vom 30. April 2020 «Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht» fälschlicherweise auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (statt Art. 28 Abs. 2 ATSG) hingewiesen wurde (vgl. Urk. 6/127). Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht einen Aktenentscheid gefällt hat. Vielmehr sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. Zu diesem Zweck ist die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und die Beschwerde gutzuheissen.”
“So ist angesichts der gegebenen Aktenlage nicht nachvollziehbar, wieso Dr. H.___ am 17. Juli 2023 - und damit noch zeitnah zum Ereignis vom 8. Juni 2023 - die Notwendigkeit von bildgebenden Abklärungen nicht erkannte respektive deren Nachholung nicht veranlasste. Sie scheint bei ihrer medizinischen Beurteilung angenommen zu haben, dass der Beschwerdeführer von sich aus sämtliche notwendigen Abklärungsmassnahmen initiieren müsse. Es ist jedoch laut Art. 43 Abs. 1 ATSG am Versicherungsträger, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Eine Begründung, wieso die von Dr. H.___ durchaus als fehlend bemängelte Bildgebung (UV-act. 21-6) nicht nachgeholt wurde, enthält Dr. H.___s Beurteilung nicht. Von einer fehlenden Mitwirkung des Beschwerdeführers ist aufgrund der Akten nicht auszugehen, zumal nichts Entsprechendes dokumentiert wurde. Der Beschwerdeführer erklärt denn im Rahmen des Beschwerdeverfahrens auch, der Beschwerdegegnerin mehrfach eine Nachuntersuchung und auch eine aktuelle Bildgebung angeboten zu haben (act. G1 S. 3 unten). Eine reine Beurteilung aufgrund der Akten kann jedoch nur dann beweiskräftig sein, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Mangels Bildgebung kann vorliegend nicht von der Erfüllung dieser Voraussetzungen ausgegangen werden.”
In una situazione come quella presente, l'ufficio AI era tenuto a sottoporre gli atti al RAD per un parere medico-assicurativo specifico, prima di negare, a seguito dell'esame degli indicatori, un danno alla salute con carattere invalidante. L'omissione di tale trasmissione può violare l'obbligo d'indagine e di accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Angesichts der namentlich mit Blick auf die attestierte Arbeitsunfähigkeit derart stimmig und in sich widerspruchsfrei dokumentierten gesundheitlichen Situation wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, bevor sie anhand der Prüfung der rechtserheblichen Indikatoren einen invalidisierenden Gesundheitsschaden verneinte, die Sache im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht in Anwendung der hiervor dargelegten Grundsätze dem RAD zur spezifisch versicherungsmedizinischen Stellungnahme vorzulegen. In einer Konstellation wie der vorliegenden ist es Kernaufgabe des RAD, sich zur Plausibilität der gutachterlichen Folgenabschätzung nach Massgabe der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 zu äussern und gegenüber der Verwaltung die Gründe bei Verneinung zu benennen. Daran ändert nichts, dass die Indikatorenprüfung letztlich vom Rechtsanwender vorzunehmen ist, bedarf es doch im Zweifelsfall hierfür vorgängig einer sorgfältigen Sichtung und Würdigung des vorhandenen Beweismaterials durch den RAD (vgl. SVR 2023 IV Nr. 49 S. 166 E. 6.2 ff.). Dadurch, dass die Beschwerdegegnerin es unterliess, dem RAD – nachdem dieser die versicherungspsychiatrische Begutachtung empfohlen hatte (AB 44 S. 5) – die Akten nach Vorliegen des Gutachtens vom 21. April 2023 (AB 60.1) erneut vorzulegen, verletzte sie die Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Sachverhalt erweist sich demnach insoweit als nicht rechtsgenüglich abgeklärt und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie das Erforderliche nachholt und danach erneut über den Leistungsanspruch verfügt.”
LPGA art. 43 n. 262 La mancanza di giustificativi di pagamento può, nella misura in cui ciò sia ragionevolmente esigibile, essere compensata da prove sostitutive (p. es. verifica sulla base delle informazioni trasmesse all'ufficio delle imposte o del valore locativo ovvero del valore fiscale di mercato dell'abitazione). L'obbligo dell'ente assicuratore di procedere con accertamenti d'ufficio rimane; al contempo, l'obbligo di collaborazione della persona assicurata limita l'acquisizione delle prove e, in caso di cooperazione insufficiente, può comportare conseguenze pregiudizievoli per la parte.
“[…] » Les explications apportées par la recourante, quand bien même elles permettent de comprendre le fonctionnement du ménage commun, ne suffisent en revanche pas à chiffrer précisément les montants acquittés, supposés correspondre à son loyer, lesquels fluctuent d’ailleurs chaque mois. Il n’est donc pas possible de vérifier que le loyer prévu par le contrat de bail valable dès le 1er janvier 2006 est effectivement payé, ainsi que le requiert pourtant la jurisprudence fédérale citée sous consid. 6c supra (cf. en particulier : TF 9C_638/2009 du 12 juillet 2010 consid. 2 et références citées). Dans ce contexte, il apparaît que la production des pièces requises par l’intimée aux termes de sa correspondance à la recourante du 22 décembre 2022 permettraient de déterminer si les montants que la recourante allègue avoir versés au comptant ressortent effectivement des données communiquées à l’administration fiscale par son fils ou, à défaut, de se fonder sur la valeur locative du logement concerné au sens de l’art. 12 OPC-AVS/AI. 8. a) La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits déterminants pour la solution du litige doivent être constatés d’office par l’assureur (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Ce principe n’est toutefois pas absolu. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire (cf. notamment : art. 28 al. 1 et 2 LPGA). Celui-ci comprend en particulier l’obligation des parties d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d’elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l’absence de preuves (ATF 130 I 180 consid. 3.2 ; 125 V 193 consid. 2). C’est ainsi que lorsqu’un assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer, l’art. 43 al. 3 LPGA confère à l’autorité administrative amenée à statuer la possibilité de se prononcer en l’état du dossier ou de clore l’instruction et de ne pas entrer en matière, à la condition d’avoir adressé audit assuré une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques de son refus et lui impartissant un délai de réflexion convenable (TF 8C_195/2013 du 15 octobre 2013 consid.”
Se la persona assicurata non si sottopone, senza giustificazione, agli accertamenti medici o specialistici necessari e ragionevoli disposti ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA, l'ente assicurativo può previamente ammonire per iscritto gli interessati, concedere loro un congruo termine di riflessione e successivamente sospendere le indagini oppure decidere sulla base degli atti. L'assenza di prove derivante da tale comportamento può essere valutata a favore dell'autorità; le pretese ricavate da una situazione di fatto non provata possono pertanto essere respinte come non dimostrate.
“Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über den für die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang (BGE 142 V 435 E. 1; 129 V 177 E. 3.1), die Mitwirkungspflicht der versicherten Person hinsichtlich diesbezüglicher medizinischer Abklärungen nach Art. 43 Abs. 2 ATSG sowie die Folgen bei deren Verletzung nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (Art. 43 Abs. 3 ATSG) zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist, dass praxisgemäss der Versicherte, der in unentschuldbarer Weise die Mitwirkung an einer Begutachtung verweigert und dadurch eine Beweislosigkeit hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhangs verursacht, deren Folgen zu tragen hat (Urteil 8C_87/2018 vom 16. August 2018 E. 4.2 mit Hinweis).”
“Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Abs. 2). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. auch Art. 7b Abs. 1 IVG). Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG muss die angeordnete Untersuchung notwendig und zumutbar sein. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist die Weigerung, sich der Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich entschuldbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.1). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, kann der Versicherungsträger gegebenenfalls das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.1 mit Hinweisen).”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c i.V.m. Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-)Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
Se manca una base medica probatoria o sufficiente, l'art. 43 cpv. 1 LPGA impone all'amministrazione di effettuare accertamenti medici supplementari. Ciò può comprendere una perizia bi- o pluridisciplinare. Se il fatto rilevante ai fini del diritto non è dunque sufficientemente chiarito, ciò conduce di regola al rinvio della pratica all'amministrazione per ulteriore istruttoria e per una nuova decisione.
“Nach dem Gesagten fehlt es an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben (vgl. E. 1.5 vorstehend). Dabei drängt sich eine polydisziplinäre Begutachtung auf, da sowohl somatische als auch psychiatrische Beschwerdebilder vorliegen und von fachärztlicher Seite eine Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen zwischen den krankheitswertigen Störungen erforderlich ist. Demzufolge ist die angefochtene Verfügung vom 28. Dezember 2018 (Urk. 2) im Sinne des Eventualantrages des Beschwerdeführers aufzuheben und die Angelegenheit ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch neu entscheide.”
“Da die Vorinstanz unbestritten ihrer Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht hinreichend nachgekommen ist und sie den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt hat, indem sie insbesondere keine polydisziplinäre medizinische Abklärung vor Verfügungserlass veranlasst hat, ist die angefochtene Verfügung vom 26. Februar 2020 aufzuheben.”
“Nach dem Gesagten fehlt es an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben (vgl. E. 1.5 vorstehend). Dabei drängt sich eine polydisziplinäre Begutachtung auf, da sowohl somatische als auch psychiatrische Beschwerdebilder vorliegen - wobei die diagnostizierten hemikraniellen Kopfschmerzen des Beschwerdeführers (Urk. 10/157/1) bisher noch gar nicht in die Beurteilung einbezogen wurden - und eine Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen zwischen den krankheitswertigen Störungen erforderlich ist. Das einzuholende Gutachten hat sich auch zu den entsprechenden Standardindikatoren zu äussern (vgl. BGE 143 V 409, 143 V 418). Ferner ist insbesondere der zeitliche Verlauf der Arbeitsfähigkeit näher zu untersuchen. Demzufolge ist die angefochtene Verfügung vom 14. November 2019 (Urk. 2), dem Antrag des Beschwerdeführers entsprechend, in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch neu entscheide.”
“Juni 2020 von Dr. K.___ (Urk. 13/134/6 f.) die allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an versicherungsinterne ärztliche Feststellungen nicht, da nicht unerhebliche Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis). Sodann kann für die Beurteilung des Gesundheitszustandes ebenfalls nicht auf die Einschätzungen der behandelnden Ärzte abgestellt werden, da sich diesen weder eine fachärztliche beziehungsweise interdisziplinäre Beurteilung eines lückenlosen Befundes noch eine den bundesgerichtlichen Anforderungen entsprechende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit entnehmen lässt. Es fehlt daher an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, den allfälligen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt somit als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben (vgl. E. 1.5 vorstehend). Dabei drängt sich eine polydisziplinäre Begutachtung auf, da sowohl somatische als auch psychiatrische Beschwerdebilder vorliegen und eine Gesamtbetrachtung der Wechselwirkungen zwischen den krankheitswertigen Störungen erforderlich ist. Das einzuholende Gutachten wird sich insbesondere auch zu den entsprechenden Standardindikatoren zu äussern haben (vgl. BGE 143 V 409, 143 V 418). In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur weiteren Abklärung und neuem Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.”
“12 VwVG) respektive lässt sich der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht schlüssig und zuverlässig beurteilen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/bb; [...]). Es kann deshalb nicht - im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (vgl. hierzu BGE 136 I 229 E. 5 und 131 I 153 E. 3; Urteil des BGer I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4, in: Sozialversicherungsrecht [SVR] - Rechtsprechung 14/2007, IV Nr. 45 S. 149) - davon ausgegangen werden, dass von einer medizinisch nachvollziehbar und schlüssig begründeten Expertise keine verwertbaren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu den Diagnosen und zum Grad der Arbeitsunfähigkeit zu erwarten sind (vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 8C_189/2008 vom 4. Juli 2008 E. 5 m.H.). Das gilt selbst unter dem Aspekt, dass retrospektive Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit schwierig sind und entsprechende Begutachtungen deshalb erhöhten Ansprüchen genügen müssen (vgl. hierzu Urteil des BVGer C-1421/2013 vom 29. September 2014 E. 3.4.2 m.H.). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur Neuvergabe der an sich unbestrittenen polydisziplinären Begutachtung (zur Voraussetzung des Zusammenwirkens von verschiedenen Fachdisziplinen für die sachgerechte Beurteilung der Frage der Arbeitsfähigkeit vgl. BGE 140 V 193) im Rahmen des Zufallsprinzips ist unter den gegebenen Umständen angezeigt und aufgrund der geltenden Bundesgerichtsrechtsprechung möglich, da eine Verlagerung der Expertentätigkeit von der administrativen auf die gerichtliche Ebene sachlich nicht wünschbar ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.2). Im Rahmen dieser notwendigen polydisziplinären Begutachtung haben die Expertinnen und Experten auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Gesundheitsverschlechterung ab Juli 2018, die nach Verfügungserlass vom 2. Juli 2019 erstellten ärztlichen Dokumente (so auch den aktenkundigen Bericht der N. vom 2. Dezember 2019 [...]) sowie den Umstand, dass die Zumutbarkeit in einem strukturierten Beweisverfahren zu prüfen ist respektive anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters zu erfolgen hat (BGE 143 V 418 E.”
“Nachdem die Vorinstanz ihrer Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht hinreichend nachgekommen ist und den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt hat, ist die Beschwerde insofern gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 27. Mai 2021 aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, damit sie in Zusammenarbeit mit dem RAD ein interdisziplinäres Gutachten in der Schweiz im Sinne von Art. 72bis IVV (nach dem Zufallsprinzip) einhole und anschliessend erneut über das Leistungsbegehren entscheide.”
LPGA art. 43 n. 259 In caso di istanza di revisione, spetta alla parte richiedente dimostrare la sussistenza di fatti nuovi o di mezzi di prova; se non vi riesce, l'istanza deve essere respinta. L'ente assicurativo non è tenuto a procedere d'ufficio a un nuovo e completo accertamento del fatto; tuttavia, se i fatti nuovi o i mezzi di prova presentati forniscono indizi sufficienti di un motivo di revisione, l'ente assicurativo deve adottare le misure istruttorie necessarie per accertare la situazione.
“1 LPGA, les délais applicables à la révision de décisions rendues sur recours par une autorité soumise à la loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative (PA; RS 172.021) sont également déterminants en matière de décisions rendues par un assureur social. La demande de révision doit ainsi être adressée par écrit à l’autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision (délai relatif), mais au plus tard dix ans après la notification de la décision administrative ou de la décision sur opposition (délai absolu) (ATF 143 V 105 consid. 2.1 et les références). 3.4. Selon la jurisprudence, il appartient à la partie qui présente une requête de révision de rendre vraisemblable l’existence de faits ou moyens de preuve nouveaux. Si elle n’y parvient pas, la demande de révision doit être rejetée par l’assureur social. En particulier, celui-ci n’est pas tenu d’établir à nouveau les faits de manière complète au sens de l’art. 43 LPGA et de rechercher de manière active des nouveaux faits ou moyens de preuve. Cependant, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard (Moser-Szeless, art. 31 n. 62s. et les références). 3.5. L’art. 53 al. 2 LPGA traite pour sa part de la reconsidération, prévoyant que l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 4. Règles relatives à la révision de la rente en cas de modification du taux d’invalidité Selon l'art. 17 al. 1 LPGA, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée.”
“Dans un cas dans lequel la question déterminante sous l’angle de la révision était de savoir à partir de quand la personne assurée présentait ou ne présentait plus un trouble de stress post-traumatique, le Tribunal fédéral a considéré que l’assureur-accidents n’avait eu une connaissance suffisante de la réponse qu’après que cette question ait été tranchée en instance fédérale à l’issue de la procédure en matière d’assurance-invalidité. Aussi, le délai de 90 jours pour la révision de la décision de l’assurance-accidents ne pouvait courir qu’après que l’assureur-accidents ait pris connaissance de l’arrêt fédéral (ATF 143 V 105 consid. 2.5.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 61 ad art. 53 LPGA). Par ailleurs, selon la jurisprudence, il appartient à la partie qui présente une requête de révision de rendre vraisemblable l’existence de faits ou moyens de preuve nouveaux (ATF 127 V 353 consid. 5b). Si elle n’y parvient pas, la demande de révision doit être rejetée par l’assureur social (arrêt du Tribunal fédéral 8C_797/2011 du 15 février 2012 consid. 5.2). En particulier, celui-ci n’est pas tenu d’établir à nouveau les faits de manière complète au sens de l’art. 43 LPGA et de rechercher de manière active des nouveaux faits ou moyens de preuve (arrêt du Tribunal fédéral 9C_955/2012 du 13 février 2013 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Au contraire, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard. Tel est le cas lorsqu’une observation de la personne assurée a été mise en place, les résultats de la surveillance devant en principe être appréciés par un médecin (arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.17 63). Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid.”
In presenza di forme economiche particolari (p. es. aziende agricole), nell'ambito dell'obbligo di verifica e di chiarimento previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA sono necessarie constatazioni dettagliate, in particolare una descrizione approfondita dell'azienda e dei suoi settori di attività, indicazioni sulle ore di lavoro effettivamente prestate nonché sulla natura delle attività svolte e, se del caso, un confronto tra entrate e spese. Solo sulla base di tali accertamenti specifici è possibile determinare in modo appropriato il reddito imputabile alla persona interessata.
“Font également défaut, en l’occurrence, une description précise de l’exploitation agricole du recourant et des champs d’activités impliqués dans son bon fonctionnement, le total des heures de travail consacrées quotidiennement à l’exploitation, ainsi que la nature exacte des activités déployées par le recourant, respectivement par son épouse. Ce n’est qu’une fois ces éléments recueillis qu’il sera possible de chiffrer précisément le revenu concrètement imputable au recourant dans son exploitation agricole, en s’inspirant éventuellement de la méthode extraordinaire d’évaluation de l’invalidité (cf. consid. 7b supra), et de mettre à jour le revenu d’invalide déterminant pour procéder à une comparaison des revenus conforme aux exigences de l’art. 16 LPGA. 11. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4ème éd., 2020, n° 17 et 29 ad art.”
“- au-delà de cet âge. 3.4 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3 ; 126 V 353 consid. 5b ; 125 V 193 consid. 2 et les références). Aussi n'existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l'administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l'assuré (ATF 126 V 319 consid. 5a). La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) et par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation de ces dernières d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 145 V 90 consid. 3.2 ; 125 V 193 consid. 2 ; VSI 1994, p. 220 consid. 4). 4. 4.1 En l’espèce, dans son tableau comparant les dépenses et les revenus à la base de sa décision de compensation – initiale – du 27 juillet 2022 et repris dans sa décision sur opposition querellée ainsi que dans sa réponse au fond au recours, l’intimée établit de la manière suivante la situation économique du recourant, mensuellement : DÉPENSES - « Minimum vital » pour un couple CHF 1'700.- - Enfant CHF 600.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 257 In caso di lesione segnalata nella lista, l'art. 43 cpv. 1 LPGA impone all'assicuratore infortuni l'obbligo di accertare con cura le circostanze concomitanti. La presenza di un danno corporeo previsto dall'art. 6 cpv. 2 LAINF comporta la presunzione che si tratti di un danno assimilabile all'infortunio, che l'assicuratore infortuni è tenuto a coprire. L'assicuratore può sottrarsi all'obbligo di prestazione se dimostra, mediante valutazioni mediche probatorie, con il grado della probabilità predominante, che la lesione è dovuta prevalentemente (cioè per oltre il 50% nell'insieme dello spettro causale) a usura o malattia. Per la prova liberatoria devono essere esaminati in particolare lo stato precedente e le circostanze della prima comparsa dei disturbi; l'assenza di un evento iniziale o un evento iniziale di entità minima facilita di norma la prova liberatoria.
“Ergänzend ist festzuhalten, dass gemäss dem zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen).”
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Das Vorliegen einer in Art. 6 Abs. 2 lit. a h UVG genannten Körperschädigung führt zur Vermutung, es handle sich um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunkts relevant. Allerdings steht der Unfallversicherer bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers (BGE 146 V 51 E. 8.6).”
“sowie Trommelfellverletzungen (Bst. h). Der Unfallversicherer steht bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Nebst dem Vorzustand sind auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d. h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. (Urteil BGer 8C_267/2019 vom 30. Oktober 2019 E. 6; BGE 146 V 51).”
“2 Die AXA anerkennt im angefochtenen Einspracheentscheid, dass sich der Versicherte am 12. Oktober 2020 eine Bandläsion am rechten Knie und somit eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG zugezogen hat. Von weiteren Erörterungen hierzu kann deshalb abgesehen werden. Strittig ist hingegen, ob der AXA im Hinblick auf eine Befreiung von ihrer Leistungspflicht für diese Verletzung der sogenannte Entlastungsbeweis gelingt. 4.3 Wie das Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vom 10. Juni 2024 (8C_1/2024) unter Hinweis auf den Entscheid BGE 146 V 51 hervorgehoben hat, führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. ah UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Dieser kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 3.2 des genannten Urteils vom 10. Juni 2024, 8C_1/2024, mit weiteren Hinweisen). 5.1 Die AXA holte zur Klärung des medizinischen Sachverhalts die Aktenbeurteilungen ihres beratenden Arztes Dr.”
LPGA art. 43 n. 256 Il giudice esamina la situazione di diritto e di fatto, in linea di principio, in base allo stato degli atti fino al momento della misura o della decisione controversa. Relazioni o referti presentati successivamente vanno presi in considerazione solo in misura limitata; essi sono particolarmente rilevanti quando servono come mezzi di prova retrospettivi per rendere credibili fatti anteriori e, in tal modo, possono influenzare la valutazione della situazione esistente al momento della decisione.
“Le recourant a déposé deux rapports médicaux à l'appui de son recours. Ceux-ci ne sont cependant pas susceptibles de remettre en cause le bien-fondé de la décision. En effet, le juge se limite à l’examen des rapports versés au dossier jusqu’au moment de la mesure litigieuse pour décider si un refus d’entrer en matière est justifié (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt TF 9C_265/2017 du 14 juin 2017 consid. 5.2.). De ce fait, le rapport du RFSM datant du 6 août 2020 relatant un séjour dans leur centre de soins hospitaliers qui a eu lieu entre le 12 et le 17 juin 2020 suite à de multiples injections de Méthadone et de Ritaline à partir du 7 juin 2020 ne sera pas examiné dans le cadre de la présente procédure. Il en est de même du rapport opératoire du Dr D.________ suite à l'intervention du 2 décembre 2020 pour une gonarthrose gauche. L'argument du recourant consistant à dire qu'il n'y a pas de renversement du fardeau de la preuve et que c'est à l'OAI de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires en vertu de l'art. 43 LPGA n'est d'aucun secours dans le cas d'espèce. 5.3. La Cour constate que, dans le cadre de la nouvelle demande, le recourant a produit uniquement un rapport, à savoir celui du Dr C.________, son psychiatre traitant depuis 2019. Le Dr C.________ ne remet pas en cause l'expertise probante du Dr B.________ et les diagnostics posés. Au contraire, il prétend que chacun des diagnostics "apporte en partie une clé de compréhension sur le polymorphisme symptomatique présenté par le patient" et que "tous ces diagnostics sont valables dans une certaine mesure mais qu'ils s'inscrivent (et découlent probablement dans un contexte plus large des consommations multiples et abusives de substances psychoactives au long cours". Le médecin fait état de "troubles mentaux et de consommation de substances psychoactives multiples. Ces troubles pourraient à mon avis expliquer et les symptômes actuels et I'incapacité de A.________ au travail" Il utilise une terminologie large et vague en parlant de "troubles mentaux" et ne les précise guère.”
“1 Il 1° gennaio 2022 sono entrate in vigore le modifiche del 19 giugno 2020 della LAI e della LPGA (Ulteriore sviluppo dell'AI; RU 2021 705; FF 2017 2191) e le modifiche del 3 novembre 2021 dell'OAI (RU 2021 706). Dal profilo temporale, con riserva di disposizioni particolari di diritto transitorio, sono applicabili le disposizioni in vigore al momento della realizzazione dello stato di fatto che deve essere valutato giuridicamente o che produce conseguenze giuridiche (DTF 146 V 364 consid. 7.1; 144 V 210 consid. 4.3.1; 143 V 446 consid. 3.3; 139 V 335 consid. 6.2; 138 V 475 consid. 3.1). 2.2 Nel caso in esame, si applicano le disposizioni legali nella loro versione in vigore al 1° gennaio 2022, data a partire dalla quale potrebbe sorgere al più presto il diritto alla rendita (consid. D.d e 5.3.3), nella misura in cui sono adempiuti i presupposti dell'art. 28 LAI, così come le ulteriori modifiche entrate in vigore successivamente e fino alla data della decisione impugnata (19 giugno 2023). 3. 3.1 Secondo l'art. 43 LPGA e l'art. 69 OAI, l'UAIE esamina le domande concernenti le prestazioni d'invalidità, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno, in particolare circa lo stato di salute del richiedente, la sua attività, la sua capacità di lavoro e la sua idoneità all'integrazione. 3.2 Giusta l'art. 49 lett. b PA, l'accertamento inesatto ed incompleto dei fatti giuridicamente rilevanti è un motivo di ricorso. 3.3 Il potere cognitivo di questo Tribunale è delimitato dalla data della decisione impugnata. Il giudice delle assicurazioni sociali esamina infatti la decisione impugnata sulla base della situazione di fatto esistente al momento in cui essa è stata resa (DTF 132 V 215 consid. 3.1.1; 130 V 445 consid. 1.2). Tiene tuttavia conto dei fatti verificatisi dopo tale data quando essi possano imporsi quali elementi d'accertamento retrospettivo della situazione anteriore alla decisione stessa (DTF 129 V 1 consid. 1.2; 121 V 362 consid. 1b), in altri termini se gli stessi sono strettamente connessi all'oggetto litigioso e se sono suscettibili di influire sull'apprezzamento del giudice al momento in cui detta decisione litigiosa è stata resa (sentenze del TF 8C_278/2011 del 26 luglio 2011 consid.”
LPGA art. 43 n. 255 La scelta dei mezzi e dei metodi impiegati per l'accertamento del fatto spetta alla discrezionalità dell'assicuratore. Quest'ultimo può coinvolgere professionisti medici interni all'assicurazione e designare organismi peritali; determinate misure metodiche (p. es. l'acquisizione di informazioni anamnestiche fornite da terzi o indagini supplementari) non sono obbligatorie in ogni caso. Allo stesso modo, non sussiste un diritto generale per cui una perizia debba essere sempre presentata al RAD.
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2) und kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Festzuhalten ist aber auch, dass dies nicht bedeutet, dass die zu beauftragende Gutachterstelle nur noch mit dem Einverständnis der versicherten Person bezeichnet werden dürfe, sobald sie personenbezogene Einwendungen vorgebracht hätten. Eine so weitgehende Priorisierung der einvernehmlichen Gutachtenseinholung käme einem Vetorecht der versicherten Person gleich; ist ein Einwand begründet, so bedeutet dies nicht, dass Gegenvorschlägen der versicherten Person ohne Weiteres zu folgen wäre. Ansonsten drohte wiederum eine - nunmehr freilich unter umgekehrten Vorzeichen - ergebnisorientierte Auswahl der Gutachterstelle (BGE 139 V 349 E. 5.2.1). 3. 3.1. Vorliegend hatte die IV-Stelle zunächst beabsichtigt, einen Gutachter auszuwählen und zu beauftragen, der nicht dem E____ angehört, nämlich Dr. med. F____. Sie beauftragte dann zwar tatsächlich Dr. med. I____, aber aus dem Email der IV-Stelle an das E____ vom 1. März 2021, dem Schreiben vom 18. März 2021 und der Zwischenverfügung vom 14. April 2021 geht eindeutig die Absicht hervor, dass sie vorhatte, den nicht dem E____ angehörenden Dr. med. F____ zu beauftragen. Es liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG in der Kompetenz der IV-Stelle, die begutachtende Person unter Einhaltung von Art. 44 ATSG zu bestimmen. Auch Art. 57 Abs. 1 IVG legt die Aufgaben der IV-Stelle fest, und die IV-Stelle beschafft die erforderlichen Unterlagen (Art. 69 Abs. 2 IVV). Das E____ ist jedoch auf die Nachfrage nach einer Konsensbeurteilung (Email vom 4. März 2021) nicht eingegangen und liess auch das Schreiben vom 18. März 2021 unbeantwortet. Dies veranlasste die IV-Stelle sodann den beim E____ tätigen Dr. med. I____ zu beauftragen. Zu prüfen ist daher, ob das Vorgehen der IV-Stelle, unter diesen Umständen ohne Weiteres Dr. med. I____ zu beauftragen, korrekt war. 3.2. Liesse man zu, dass eine zuvor mit einem polydisziplinären Gutachten befasste Gutachterstelle - hier das E____ - eine Konsensbeurteilung wie hier mit Dr. med. F____, also einem externen Gutachter ablehnt, und die IV-Stelle daher zwingend auf einen Gutachter oder eine Gutachterin dieser Gutachterstelle zurückgreifen müsste, würde das zu einer Kompetenzverschiebung der IV-Stelle, dem vom Gesetz festgelegten Durchführungsorgan, und einem Entzug der Aufgaben von der IV-Stelle hin zur Gutachterstelle führen.”
“Gleichzeitig hielt er fest, der Befund sei überwiegend wahrscheinlich irrelevant (Urk. 7/62/59). Insbesondere hätten Gedächtnis- und Konzentrationseinschränkungen bisher weder ärztlicherseits im Fokus gestanden oder den Schwerpunkt der geklagten Beschwerden gebildet noch sei damit der Verlust der Arbeitsfähigkeit begründet worden (Urk. 7/62/64). An anderer Stelle wies Dr. B.___ zudem darauf hin, dass der bei der Beschwerdeführerin gemessene Wert von 97 myg/l (vgl. Urk. 7/62/56) innerhalb des Grenzwertes gemäss der SUVA-Richtlinien für beruflich nicht exponierte Personen figuriert und die Auswirkung einer tolerierbaren Bleibelastung Gegenstand noch nicht abgeschlossener wissenschaftlicher Betrachtung sei (vgl. Urk. 7/62/58 f.). Bei dieser Sachlage sowie im Lichte dessen, dass die behördliche und richterliche Abklärungspflicht nicht unbesehen alles umfasst, sich vielmehr auf den rechtserheblichen Sachverhalt, mithin Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist, beschränkt (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Kieser, a.a.O., Art. 43 N 20 mit Hinweisen), drängten sich neuropsychologische Weiterungen vorliegend nicht auf. Alsdann kann von der Dauer der Untersuchung nicht auf die Zuverlässigkeit der ärztlichen Stellungnahme geschlossen werden; der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016, E. 3.2.2). Darüber hinaus kommt der Expertin oder dem Experten bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden ein weiter Ermessensspielraum zu. Insbesondere ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanamnestische Angaben eingeholt (oder Zusatzuntersuchungen) angeordnet werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Die in methodischer Hinsicht erhobenen Einwände gehen damit ins Leere. Zudem handelt es sich beim bemängelten Mini-ICF-Rating um eine anerkannte und häufig eingesetzte Methode in der Sozial- und Versicherungsmedizin, deren Verwendung sich im gutachterlichen Betrieb bei psychosomatischen Leiden bewährt hat und welche für ein Mindestmass an Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit der Folgenabschätzung bei derartigen Leiden sorgen kann (vgl.”
“Die Frage, ob ein Gutachten zur Stellungnahme dem RAD vorzulegen ist, betrifft die Untersuchungspflicht der Behörde. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Nach Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen. Der in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerte Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Nach der Rechtsprechung (Entscheid des BGer vom 3. Mai 2023, 9C_389/ 2022, E. 5.3.2) besteht kein unbedingter gesetzlicher Anspruch, dass ein Gutachten dem RAD vorgelegt wird.”
Il valore probatorio dei referti medici dipende in modo decisivo dal fatto che il rapporto sia esaustivo rispetto alle questioni controverse, si basi su accertamenti completi, tenga conto dei disturbi lamentati, sia redatto in conoscenza degli atti precedenti (anamnesi) e che l’esposizione dei nessi medici nonché le conclusioni siano motivate in modo comprensibile. In mancanza di tali elementi, si riduce il valore probatorio della perizia e ciò può indicare un accertamento insufficiente ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Sozialversicherungsträger hat den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 [nachfolgend: BSK ATSG], N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256, 261 E. 4; BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 4.3. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.”
“1 IVG haben Anspruch auf eine Rente versicherte Personen, die: ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a.); während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b); und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 3.1.2. Gestützt auf Art. 28b IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt (Abs. 1). Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die im Gesetz festgelegten prozentualen Anteile (Abs. 4). 3.2. Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruches nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. 4. 4.1. Gemäss Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Abs. 1). Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Abs. 1bis). 4.2. Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidgrundlagen (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachperson, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist. Des Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 4.3. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 mit Hinweis auf BGE 125 V 351, 352 E.”
LPGA art. 43 n. 253 Prima di adottare sanzioni per un inadempimento ingiustificato dell'obbligo di collaborazione (p. es. sospensione delle prestazioni o diniego di entrata in materia), la giurisprudenza richiede l'avvio di una preventiva procedura di sollecito e di riflessione. Il sollecito deve riferirsi in modo concreto e specifico al comportamento contestato, indicare chiaramente l'obbligo di regolarizzazione che l'assicuratore si attende e descrivere le possibili conseguenze giuridiche in caso di persistente rifiuto, in modo tale che la persona assicurata possa comprendere cosa le viene richiesto e a quali conseguenze può andare incontro in caso di ulteriore mancata collaborazione.
“Daraus folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2020 verfrüht – nämlich ohne ein vorgängiges „Mahn- und Bedenkzeitverfahren“ – ergangen ist, weshalb sie als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin hat nicht gestützt auf den Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG auf die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verzichtet werden können, weil sich jene Bestimmung nur in einer allgemeinen Weise auf die Mitwirkungspflicht der versicherten Personen bei der Sachverhaltsabklärung bezieht, während der Art. 7b Abs. 1 IVG, der spezifisch die Mitwirkung bei einer Begutachtung betrifft, die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verlangt. Da nach der wegen der Verweigerung der Mitwirkung bei der neuropsychologischen und psychiatrischen Untersuchung gescheiterten Begutachtung nun die Gefahr einer (weiteren) Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Raum steht und da das kantonale Recht für das gerichtliche Verfahren keine dem Art. 43 Abs. 3 ATSG analoge Regelung kennt, mit dem das Versicherungsgericht die Beschwerdeführerin zur vollumfänglichen Kooperation im Rahmen einer Begutachtung im Auftrag des Gerichtes anhalten und bei Nichtbefolgen „sanktionieren“ könnte, muss die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden. Diese wird eine weitere psychiatrische und neuropsychologische Begutachtung in die Wege leiten und die Beschwerdeführerin konkret und spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung abmahnen. Sie wird ihr androhen, dass sie bei einer weiteren Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung keine Rentenleistungen mehr auszahlen werde. Die Rückweisung einer Sache zur weiteren Abklärung gilt rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind deshalb der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Diese hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der für die Bemessung dieser Entschädigung massgebende erforderliche Vertretungsaufwand ist als unterdurchschnittlich zu qualifizieren, weil der Sachverhalt dem Rechtsvertreter bereits bestens bekannt gewesen ist und weil der Rechtsvertreter nur die Replik und nicht auch die Beschwerdeschrift hat verfassen müssen.”
“Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr.”
“Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr. F.___ folglich eine weitere psychiatrische Begutachtung – einschliesslich einer erneuten neuropsychologischen Testung – anordnen und die Beschwerdeführerin im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung anhalten müssen. Diese „Abmahnung“ hätte sich am Verhalten der Beschwerdeführerin orientieren müssen, das letztlich zum Scheitern der Begutachtung geführt hat: Die Beschwerdeführerin hat die neuropsychologische Testung nach drei viertel Stunden vorzeitig abgebrochen; sie hat aber auch während des durchgeführten Teils der neuropsychologischen Tests ein Antwortverhalten gezeigt, das zuverlässige Schlussfolgerungen bezüglich ihrer neurokognitiven Fähigkeiten verunmöglicht hat (inkonsistente und unplausible Symptomproduktion; auffällige Resultate in den Symptomvalidierungstests); in der psychiatrischen Begutachtung hat sie es dem Sachverständigen Dr. F.___ mit ihren ausweichenden Antworten und ihrem nicht authentischen Verhalten verunmöglicht, den objektiven Befund zu erfassen. Die Beschwerdegegnerin hätte die Beschwerdeführerin folglich darauf hinweisen müssen, dass sie bei einer erneuten Begutachtung die neuropsychologische Testung vollständig durchführen und die Fragen so beantworten müsse, dass der neuropsychologische Sachverständige zuverlässige Rückschlüsse auf die neurokognitiven Funktionen ziehen könne.”
“Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr. F.___ folglich eine weitere psychiatrische Begutachtung – einschliesslich einer erneuten neuropsychologischen Testung – anordnen und die Beschwerdeführerin im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung anhalten müssen. Diese „Abmahnung“ hätte sich am Verhalten der Beschwerdeführerin orientieren müssen, das letztlich zum Scheitern der Begutachtung geführt hat: Die Beschwerdeführerin hat die neuropsychologische Testung nach drei viertel Stunden vorzeitig abgebrochen; sie hat aber auch während des durchgeführten Teils der neuropsychologischen Tests ein Antwortverhalten gezeigt, das zuverlässige Schlussfolgerungen bezüglich ihrer neurokognitiven Fähigkeiten verunmöglicht hat (inkonsistente und unplausible Symptomproduktion; auffällige Resultate in den Symptomvalidierungstests); in der psychiatrischen Begutachtung hat sie es dem Sachverständigen Dr. F.___ mit ihren ausweichenden Antworten und ihrem nicht authentischen Verhalten verunmöglicht, den objektiven Befund zu erfassen. Die Beschwerdegegnerin hätte die Beschwerdeführerin folglich darauf hinweisen müssen, dass sie bei einer erneuten Begutachtung die neuropsychologische Testung vollständig durchführen und die Fragen so beantworten müsse, dass der neuropsychologische Sachverständige zuverlässige Rückschlüsse auf die neurokognitiven Funktionen ziehen könne.”
“7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr. F.___ folglich eine weitere psychiatrische Begutachtung – einschliesslich einer erneuten neuropsychologischen Testung – anordnen und die Beschwerdeführerin im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung anhalten müssen. Diese „Abmahnung“ hätte sich am Verhalten der Beschwerdeführerin orientieren müssen, das letztlich zum Scheitern der Begutachtung geführt hat: Die Beschwerdeführerin hat die neuropsychologische Testung nach drei viertel Stunden vorzeitig abgebrochen; sie hat aber auch während des durchgeführten Teils der neuropsychologischen Tests ein Antwortverhalten gezeigt, das zuverlässige Schlussfolgerungen bezüglich ihrer neurokognitiven Fähigkeiten verunmöglicht hat (inkonsistente und unplausible Symptomproduktion; auffällige Resultate in den Symptomvalidierungstests); in der psychiatrischen Begutachtung hat sie es dem Sachverständigen Dr.”
“Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können Leistungen der Invalidenversicherung nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Als Folge der verletzten Mitwirkungspflicht kann der Versicherungsträger gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG Nichteintreten beschliessen oder das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer bezieht sich in seinem Gesuch vom 23. Juli 2019 auf die letztinstanzlich mit Bundesgerichtsurteil 9C_29/2020 vom 16. März 2020 (Urk. 6/201) bestätigte Verfügung vom 21. Juni 2017 (Urk. 6/176), in welchem der Rentenanspruch ab 1. November 2010 beurteilt und verneint wurde (Unfall im Juli 2009, Anmeldung bei der Invalidenversicherung im Mai 2010, Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Beschwerdeführer hatte sich seinerzeit auch nach dem rechtskonform durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahren geweigert, an der von der Beschwerdegegnerin angeordneten B.___-Begutachtung teilzunehmen. Um die schuldhafte Pflichtverletzung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG zu sanktionieren, hätte die Beschwerdegegnerin zwar auch Nichteintreten beschliessen und die Leistungen ungeachtet einer vertieften Prüfung der Aktenlage verweigern können.”
LPGA art. 43 n. 252 Se per integrare l'accertamento ufficiale sono necessari perizie mediche private o consulenze, le spese sostenute possono essere imputate all'assicuratore sociale come spese nell'ambito dell'indennità di procedura, nella misura in cui tali costi appaiano necessari e rilevanti per la decisione della controversia.
“Dans ses déterminations du 20 août 2019 déposées en instance cantonale, l'office intimé avait conclu à l'admission du recours et au renvoi de la cause pour mise en oeuvre d'une expertise psychiatrique, compte tenu du rapport du docteur B.________ du 12 juin 2019 qui mettait en évidence un trouble de l'humeur et un possible trouble de la personnalité. Adhérant à ce point de vue, la juridiction cantonale lui avait renvoyé la cause afin de compléter l'instruction. Les frais engagés par la recourante se sont avérés pleinement justifiés, car cette démarche auprès du docteur B.________ a permis de mettre à jour un point lacunaire de l'instruction d'office (cf. art. 43 LPGA). Puisque cet avis médical était nécessaire à la résolution du litige, ces frais, que la recourante fait valoir à hauteur de 600 fr., devaient en conséquence être pris en considération par le tribunal cantonal, au titre de frais liés à un avis médical pertinent et mis à la charge de l'assureur social comme dépens. A défaut d'indication sur les frais relatifs à la documentation médicale produite par la recourante en instance cantonale, il ne ressort pas du jugement attaqué si les coûts du rapport du docteur B.________ ont été inclus dans l'indemnité de dépens de 1800 fr., ou s'ils ont été omis.”
L'ente assicurativo è tenuto, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, all'obbligo di verifica e di accertamento. La persona assicurata è obbligata, ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA, a sottoporsi ad accertamenti medici o specialistici nella misura in cui essi siano necessari ai fini della valutazione e ragionevolmente esigibili da parte sua.
“Der Versicherungsträger prüft in Anwendung von Art. 43 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten (Abs. 1). Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2) und kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Die Versicherten haben beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken (Art. 28 Abs. 1 ATSG). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Die versicherte Person hat sich ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
Il rifiuto di sottoporsi a un accertamento ritenuto superfluo o non giustificato può essere considerato giustificabile; in tali casi l'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA è illegittima.
“In Bezug auf das psychiatrische Teilgutachten der estimed AG erweist sich zwar die Arbeitsfähigkeitsschätzung als ungenügend begründet, da aus der Sicht eines medizinischen Laien nicht nachvollziehbar ist, weshalb eine leichtgradige depressive Episode und eine chronische Schmerzstörung die Arbeitsfähigkeit selbst an einem ideal leidensadaptierten Arbeitsplatz erheblich, nämlich um 30 Prozent, einschränken sollten, aber das bedeutet nicht, dass die Beschwerdeführerin nochmals psychiatrisch hätte begutachtet werden müssen. Der psychiatrische Sachverständige der estimed AG hätte auf eine entsprechende Rückfrage der Beschwerdegegnerin hin wohl eine überzeugende Begründung für seine Arbeitsfähigkeitsschätzung nachgeliefert. In diesem Fall hätte eine monodisziplinäre, handchirurgische Begutachtung zur Sachverhaltsermittlung ausgereicht. Da jede Begutachtung einen Eingriff in die Persönlichkeit der Beschwerdeführerin darstellt, kann diese nicht verpflichtet werden, sich einer unnötigen Begutachtung zu unterziehen. Bezüglich der vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung (vgl. IV-act. 181) erweist sich die Weigerung der Beschwerdeführerin folglich als „entschuldbar“. Die Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG ist somit als rechtswidrig zu qualifizieren, was bedeutet, dass die angefochtene Verfügung ersatzlos aufzuheben ist, das Verwaltungsverfahren also ungehindert weiterlaufen wird. Die Beschwerdegegnerin wird prüfen, ob ein erneutes „Mahn- und Bedenkzeitverfahren“ durchzuführen sein wird, das sich allerdings auf die zwingend notwendige Begutachtung beschränken wird. Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der Beschwerdeführerin wird der von ihr geleistete Kostenvorschuss von 600 Franken zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin geltend gemachte Vertretungsaufwand erweist sich als angemessen. Der auf das materielle Rentenbegehren, auf das nicht eingetreten werden kann, entfallende Teil des Vertretungsaufwandes kann zwar an sich nicht entschädigt werden, aber die entsprechende Argumentation ist auch für das massgebende Prozessthema sachgerecht gewesen, weshalb kein nicht zu entschädigender Anteil des Aufwandes ausgeschieden werden kann.”
art. 43 cpv. 3 LPGA va inteso come uno strumento con il quale l'ente di assicurazione sociale può superare un'impasse procedurale causata dal rifiuto di collaborare da parte della persona assicurata. Le misure ivi previste (decisione sulla base degli atti, sospensione degli accertamenti, non entrata in materia) agiscono come strumenti di pressione e non sono pensate per consentire all'ente di assicurazione sociale un «abbandono» generale del procedimento. Il loro impiego deve essere restrittivo e rimanere vincolato ai presupposti previsti dalla legge (p.es. sollecito, avviso sulle conseguenze giuridiche, termine adeguato per la riflessione).
“Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen, auf die Rechtsfolgen hinweisen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einräumen. Weil der Sinn und Zweck des Sozialversicherungsverfahrensrechtes darin besteht, dem materiellen Sozialversicherungsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, das heisst den Sozialversicherungsträger in die Lage zu versetzen, das materielle Recht auf einen vollständig ermittelten Sachverhalt anzuwenden, kann der Art. 43 Abs. 3 ATSG augenscheinlich nicht bezwecken, dem Sozialversicherungsträger einen möglichst einfachen „Ausstieg“ aus einer „unbequemen“ verfahrensrechtlichen Situation zu ermöglichen. Ein solcher Ausstieg aus einem Verwaltungsverfahren wäre nämlich nichts anderes als eine Kapitulation vor den sich stellenden Schwierigkeiten, denn es hätte zur Folge, dass der eigentliche Zweck des Verwaltungsverfahrens – die vollständige Sachverhaltsermittlung und die anschliessende Rechtsanwendung – definitiv nicht erreicht werden könnte. Aus systematischer und teleologischer Sicht kann der Art. 43 Abs. 3 ATSG nur als eine Regelung interpretiert werden, die es dem Sozialversicherungsträger erlauben soll, mittels eines „Druckmittels“ eine Verfahrensblockade zu überwinden, nämlich die versicherte Person dazu zu bringen, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Bezieht die versicherte Person bereits eine Rente und verweigert sie ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren, das für sie die Gefahr einer Rentenherabsetzung oder gar Rentenaufhebung birgt, sind die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten „Druckmittel“ nicht geeignet, sie zur Aufgabe ihrer Verweigerungshaltung zu bewegen, denn sowohl bei einem Entscheid aufgrund der Akten als auch bei einem Einstellen des Rentenrevisionsverfahrens bleibt es bei der bisherigen Rente. Für diese besondere Verfahrenssituation fehlt im Art. 43 Abs. 3 ATSG also eine passende Regelung (respektive ein geeignetes „Druckmittel“). In einer lückenfüllenden Interpretation des Art.”
“3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 248 Riserbo nel non entrare nel merito: il non entrare nel merito deve essere applicato solo con la massima cautela. È considerato soltanto quando, sulla base degli atti, è esclusa una valutazione di merito della domanda di prestazione senza la partecipazione della parte. Nella misura in cui, in base agli atti disponibili, è possibile adottare una decisione di merito, questa dovrebbe essere preferita al non entrare; in tal caso va scelta la soluzione più favorevole per la persona assicurata.
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch ist nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3 S. 47). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (SVR 2018 EL Nr. 4 S. 10 E. 2.2).”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch ist nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3 S. 47). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (SVR 2018 EL Nr. 4 S. 10 E. 2.2).”
“Ist eine Verletzung der Mitwirkungspflicht ausgewiesen, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Das Gesetz gibt keine Richtlinien vor, wie zwischen den beiden Erledigungsmöglichkeiten zu wählen ist. Das Bundesgericht hat indessen festgehalten, dass von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen ist (BGE 131 V 42 E. 3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2009, 8C_528/2009, E. 4.2.2). Soweit aufgrund der verfügbaren Akten ein materieller Entscheid möglich ist, soll kein Nichteintretensentscheid gefällt werden. Ein Nichteintreten hat insoweit insbesondere dort Bedeutung, wo die nicht wahrgenommene Mitwirkungspflicht eine Eintretensvoraussetzung betrifft; hingegen ist diese Sanktion nicht zulässig, wo der Sachverhalt auch ohne Mitwirkung der Partei sich ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand abklären lässt. In jedem Fall ist die für die versicherte Person günstigere Variante zu wählen (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2007, I 42/06, E. 5.2 mit Verweis auf BGE 108 V 229; Kieser, a.”
“Ist eine Verletzung der Mitwirkungspflicht ausgewiesen, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Das Gesetz gibt keine Richtlinien vor, wie zwischen den beiden Erledigungsmöglichkeiten zu wählen ist. Das Bundesgericht hat indessen festgehalten, dass von der Möglichkeit des Nichteintretens auf ein Leistungsgesuch nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen ist (BGE 131 V 42 E. 3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2009, 8C_528/2009, E. 4.2.2). Soweit aufgrund der verfügbaren Akten ein materieller Entscheid möglich ist, soll kein Nichteintretensentscheid gefällt werden. Ein Nichteintreten hat insoweit insbesondere dort Bedeutung, wo die nicht wahrgenommene Mitwirkungspflicht eine Eintretensvoraussetzung betrifft; hingegen ist diese Sanktion nicht zulässig, wo der Sachverhalt auch ohne Mitwirkung der Partei sich ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand abklären lässt. In jedem Fall ist die für die versicherte Person günstigere Variante zu wählen (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2007, I 42/06, E. 5.2 mit Verweis auf BGE 108 V 229; Kieser, a.”
“1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz deshalb verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert (vgl. sogleich nachfolgend). Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Für den Bereich der Unfallversicherung wird diese Mitwirkungspflicht in Art. 55 Abs. 1 UVV dahingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder, aber auch die Belege über die Verdienstverhältnisse; sie muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu erteilen. Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann, wenn die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Hierfür muss er die versicherte Person vorab schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen, und es ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 2014, 8C_58/2014, E. 5). Dabei hängt es von den Umständen des Einzelfalles ab, wann die Verwaltung bei schuldhafter Unterlassung der notwendigen und zumutbaren Mitwirkung der gesuchstellenden Person bei der Sachverhaltsabklärung einen Nichteintretensentscheid oder einen materiellen Entscheid aufgrund der Akten fällen darf. Ein materieller Entscheid drängt sich etwa dort auf, wo der Sachverhalt sich auch ohne Mitwirkung der Partei ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand abklären lässt, wenn die vorliegenden Akten einen Teilanspruch begründen und wo schützenswerte Interessen Dritter ein solches Vorgehen erfordern.”
LPGA art. 43 n. 247 Se, ai fini della decisione, è necessario soltanto un chiarimento, una precisazione o un'integrazione di un parere già acquisito, di regola è sufficiente il rinvio all'amministrazione per integrare l'istruttoria. Una perizia giudiziaria è presa in considerazione prioritariamente quando gli atti raccolti dall'amministrazione non presentano, su punti decisivi, una forza probatoria sufficiente.
“S. 17). Unklar bleibt somit – auch mit Blick auf den hiervor wiedergegebenen Tippfehler – das genaue Ausmass sowie der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019, weswegen der Sachverhalt hinsichtlich der Frage nach einem allfälligen befristeten Rentenanspruch (unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] bis spätestens April 2019) nicht liquid ist und sich als punktuell ergänzungsbedürftig erweist. Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich im vorliegenden Verfahren Weiterungen hinsichtlich der erwerblichen Aspekte der Invaliditätsbemessung (Beschwerde S. 7). Die der Verwaltung obliegende, den höchstrichterlichen Anforderungen genügende Erstabklärung fehlt vorliegend. Die Beschwerdegegnerin hat das Erforderliche nachzuholen. Damit kommt diese Aufgabe hier nicht dem angerufenen Gericht, sondern in erster Linie der Verwaltung zu, welche bisher ihren Abklärungspflichten (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nur ungenügend nachgekommen ist. Die höchstrichterliche Rechtsprechung sieht denn auch vor, dass eine Rückweisung der Sache möglich ist, wenn sie allein in der notwendigen Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.), was nach dem Dargelegten hier der Fall ist. Die Beschwerdegegnerin – an welche in diesbezüglicher Gutheissung der Beschwerde die Akten zurückzuweisen sind – hat demnach bei Dr. med. C.________ ein ergänzendes bzw. präzisierendes Gutachten bezüglich der Frage nach dem Ausmass und dem Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019 einzuholen. Hierzu werden vorgängig bei den behandelnden Ärzten die echtzeitlichen Behandlungsaufzeichnungen (Krankengeschichten) zu edieren sein. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin über den streitigen befristeten Rentenanspruch neu zu verfügen haben.”
“Der blosse Hinweis auf die Tatsache, dass die Versicherte in der Lage gewesen sei, während zwei Wochen Ferien in Italien zu verbringen, eine neue partnerschaftliche Beziehung einzugehen, Sport zu treiben und an der Haushaltsführung teilzunehmen, liessen für sich allein keine gesicherten Schlüsse auf die Ressourcen der Beschwerdeführerin zu. Somit würden konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens von Dr. I.____ sprechen, weshalb in Anwendung der gefestigten bundesgerichtlichen Praxis zum Beweiswert externer Gutachten nicht darauf abgestellt werden könne. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bilden würden, seien die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren nicht beweiskräftig. Damit präsentierte sich der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG als nicht genügend abgeklärt. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, den Fall auszustellen und zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts bei Dr. K.____ ein psychiatrisches Gerichtsgutachten in Auftrag zu geben.”
“Nach dem vorstehend Dargelegten erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt noch nicht vollständig und damit rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG). Eine Rückweisung der Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung ist unter diesen Umständen möglich, da sie in der notwendigen Klarstellung, Präzisierung und Ergänzung des J._______-Gutachtens vom 8. Oktober 2018 begründet liegt (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Die Beschwerde vom 28. Januar 2019 ist demnach insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 12. Dezember 2018 - soweit mit dieser ein Rentenanspruch über den 30. November 2016 hinaus verneint wird - aufzuheben ist und die Akten im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zur Durchführung weiterer Abklärungen und anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung zurückzuweisen sind.”
“________, dans quelle mesure il a fait abstraction du contexte social de la recourante pour se prononcer sur son cas. dd) Enfin, il apparaît que les critiques formulées par la Dre G.________, à l’issue de son rapport du 14 octobre 2020, n’ont pas été portées à la connaissance de l’expert, ce qui aurait éventuellement permis à ce dernier de justifier plus avant ou de moduler la teneur de ses conclusions. d) En définitive, le défaut d’un complément d’expertise ou d’un avis étayé subséquent de la part du Dr L.________, lequel aurait permis de dissiper les doutes subsistant sur la valeur probante de son rapport du 11 septembre 2020, empêche la Cour de céans de se prononcer sur la capacité de travail effective de la recourante. 8. a) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in: SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire.”
“Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). En l’espèce, il se justifie de renvoyer la cause à l’intimée à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il n’y a ainsi pas matière à ordonner une expertise judiciaire, si bien que la requête en ce sens formulée par le recourant doit être rejetée. 8. a) Compte tenu de ce qui précède, le recours doit être admis et la cause renvoyée à l’intimée pour instruction complémentaire sous la forme d’une expertise orthopédique avec volet radiologique et nouvelle décision. Les experts devront en particulier se prononcer sur la question de l’existence ou non d’une lésion (déchirure) de la partie haute du tendon sous-scapulaire et, le cas échéant, préciser, au moyen du dossier radiologique, à partir de quand cette lésion est visible et dans quelle mesure elle peut être mise en relation avec l’accident survenu le 28 janvier 2019, compte tenu des atteintes de l’épaule droite du recourant antérieures à l’accident du 28 janvier 2019. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA). c) Vu le sort de ses conclusions, la partie recourante a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“___ nicht überzeugen kann, da dessen Behandlungsberichte gleichlautend und rudimentär sind (siehe Stellungnahme des RAD vom 26. November 2019, IV-act. 219-2) und aufgrund des Behandlungsverhältnisses zudem der objektive Anschein der Befangenheit besteht. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung steht es dem Versicherungsgericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014, 8C_633/2014 E. 3.2; BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Im vorliegenden Fall drängt es sich auf, dass die Beschwerdegegnerin die Präzisierung und Ergänzung des Gutachtens des ZIMB in Auftrag gibt, zumal sie vorab − in Zusammenarbeit mit ihrer Berufsberatung − noch ein detailliertes Belastungsprofil der Tätigkeit des Berufsbeistandes wird erstellen müssen. Demnach ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG aufzuheben und die Sache zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Beschwerdegegnerin ist in Bezug auf die Qualifikation des Beschwerdeführers als vollerwerbstätig an die Rechtsauffassung gebunden, die dem Rückweisungsentscheid zugrunde liegt (Art. 56 Abs. 2 VRP, sGS 951.1). Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die Verwaltung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (BGE 132 V 215 E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 246 Se una nuova domanda o istanza è incompleta oppure le dichiarazioni dell'assicurato non appaiono sostanzialmente plausibili, l'amministrazione può, invocando l'art. 43 cpv. 3, pronunciarsi in modo vincolante sulla documentazione disponibile. Prima di non entrare nel merito, deve tuttavia concedere all'assicurato un termine supplementare ragionevole, specificamente indicato, per la presentazione di mezzi di prova pertinenti e informarlo per iscritto che, in mancanza di tali elementi, non entrerà nel merito della questione. Le prove offerte a tal fine devono inoltre essere di natura tale da rendere plausibili i fatti asseriti.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018 consid. 3.3; 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Cst.; RS 101; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 3.2. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf. arrêt TF 9C_789/2012 précité consid. 2.2 et les réf.). Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué, non d'après celui existant au temps du jugement (cf.”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI [actuellement art. 87 al. 3 RAI] et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (cf. arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
Secondo il BGE 145 V 215, le sindromi da dipendenza diagnosticate da medici specialisti, rispettivamente i disturbi legati al consumo, sono da considerare di rilevanza patologica e devono essere trattate, nella verifica dei presupposti per il diritto alle prestazioni, come gli altri disturbi psichici. Nell'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA va pertanto considerato che la giurisprudenza ha adattato la prassi nei confronti delle dipendenze e che è opportuna un'applicazione prudente e, se del caso, più restrittiva degli obblighi di collaborazione. La valutazione deve in particolare chiarire, mediante un accertamento normato e strutturato, se le diagnosi influenzano la capacità di guadagno.
“En novembre 2017, le TF a décidé que cela valait pour l’ensemble des troubles psychiques (ATF 143 V 418 c. 7.2). 5.2 Concernant le droit à des prestations de l'AI en cas de toxicomanie et d'alcoolisme, le TF a également changé sa jurisprudence (voir aussi lettre-circulaire n° 395 du 28 novembre 2019 de l'Office fédéral des assurances sociales [OFAS]). 5.2.1 Sous l'ancienne pratique, la dépendance, qu'elle prît la forme de l'alcoolisme, de la pharmacodépendance ou de la toxicomanie, ne constituait pas en soi une invalidité au sens de la loi, mais ne jouait un rôle dans l'AI que lorsqu'elle avait provoqué une maladie ou un accident qui entraînait une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique nuisant à la capacité de gain, ou qu'elle résultait elle-même d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique qui a valeur de maladie (ATF 124 V 265 c. 3c; SVR 2016 IV n° 3 c. 2.2.1). Sous cette ancienne jurisprudence, la violation de l'exigence d'un sevrage pouvait entraîner un refus d'entrer en matière au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA lorsqu'il s'agissait d'une addiction maladive primaire, c'est-à-dire une dépendance indépendante d'autres atteintes antérieures l'ayant provoquée, alors qu'en cas d'addiction secondaire elle devait être analysée sous l'angle de l'obligation de diminuer le dommage au sens de l'art. 21 al. 4 LPGA et 7b al. 1 LAI, bien que l'art. 43 al. 3 LPGA pouvait s'appliquer en parallèle (voir TF 9C_370/2013 du 22 novembre 2013 c. 3 et 4.2.1). 5.2.2 Dans un arrêt de juillet 2019 (ATF 145 V 215), le TF est parvenu à la conclusion qu'un syndrome de dépendance à des substances psychoactives ou des troubles liés à la consommation de telles substances, dûment diagnostiqués par un médecin spécialiste, correspondent à un phénomène ayant caractère de maladie, et qu'il fallait dès lors procéder de la même manière que pour les autres troubles psychiques (à cet égard voir l'ATF 141 V 281), soit clarifier au moyen d'une grille d'évaluation normative et structurée si le syndrome de dépendance, respectivement les troubles de consommation, liés à des substances addictives diagnostiqués par des spécialistes influent sur la capacité de travail de la personne concernée.”
LPGA art. 43 n. 244 L'ente assicuratore è tenuto a esaminare le istanze, a procedere d'ufficio agli accertamenti necessari e a ottenere le informazioni necessarie; le informazioni fornite oralmente devono essere documentate per iscritto.
“Une limitation de la capacité d'exécuter une tâche ou une action ne peut fonder le droit à une prestation que si elle est la conséquence d'une atteinte à la santé qui a été diagnostiquée de manière indiscutable par un médecin spécialiste de la discipline concernée (ATF 145 V 215 c. 5.1). Le seul diagnostic d'une atteinte à la santé ne suffit pas pour admettre que cette dernière a un caractère invalidant. Selon le texte clair de la loi, c'est l'influence de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail et de gain qui est déterminante. La question cruciale réside dans le fait de savoir si l'on peut exiger de la personne assurée, au vu de la souffrance éprouvée, qu'elle travaille à temps plein ou à temps partiel. Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.2 L’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (art. 43 al. 1 LPGA). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Si la personne assurée ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 243 Nel procedimento ai sensi dell'art. 43 LPGA (procedimento in materia di assicurazioni sociali) vale in linea di principio la massima procedurale inquisitoria: l'ente assicurativo ovvero l'autorità deve d'ufficio compiere gli accertamenti necessari e raccogliere le informazioni richieste; essa individua i mezzi di prova e valuta liberamente le prove. Anche il tribunale amministrativo applica il diritto d'ufficio e non è vincolato dalle argomentazioni giuridiche presentate dalle parti; allo stesso tempo si limita, di regola, ai fatti e alle censure rilevanti nel procedimento e nella decisione impugnata e assume come esistenti soltanto ciò che è provato o, eventualmente, ciò che risulta dal grado della preponderante probabilità.
“4 du règlement (CE) n° 883/2004, les personnes auxquelles ce règlement s'applique, bénéficient en principe des mêmes prestations et sont soumises aux mêmes obligations, en vertu de la législation de tout Etat membre, que les ressortissants de celui-ci. Toutefois, même après l'entrée en vigueur de l'ALCP et des règlements de coordination, l'invalidité ouvrant droit à des prestations de l'assurance-invalidité suisse se détermine exclusivement d'après le droit suisse (art. 46 al. 3 du règlement n° 883/2004, en relation avec l'annexe VII dudit règlement ; ATF 130 V 253 consid. 2.4 ; arrêt du TF 9C_573/2012 du 16 janvier 2013 consid. 4). 3. 3.1 Selon l'art. 49 PA, le recourant peut invoquer devant le Tribunal administratif fédéral la violation du droit fédéral, y compris l'excès ou l'abus du pouvoir d'appréciation (let. a), de même que la constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b) et l'inopportunité de la décision (let. c). 3.2 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA; Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2; 138 V 218 consid. 6). Par ailleurs, il applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.5; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2e éd. 2015, p. 243). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (ATF 122 V 157 consid. 1a; 121 V 204 consid. 6c; Moser/Beusch/Kneubühler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 3e éd.”
“1), ainsi qu'au règlement (CE) no 987/2009 du Parlement européen et du Conseil du 16 septembre 2009 fixant les modalités d'application du règlement (CE) no 883/2004 (RS 0.831.109.268.11 ; cf. art. 1 al. 1 de l'annexe II en relation avec la section A de l'annexe II et art.153a LAVS). A compter du 1er janvier 2015, sont également applicables dans les relations entre la Suisse et les Etats membres de l'Union européenne (UE) les modifications apportées notamment au règlement (CE) no 883/2004 par les règlements (UE) no 1244/2010 (RO 2015 343), no 465/2012 (RO 2015 345) et no 1224/2012 (RO 2015 353). Même après l'entrée en vigueur de l'ALCP et des règlements de coordination, l'invalidité ouvrant droit à des prestations de l'assurance-invalidité suisse se détermine exclusivement d'après le droit suisse (art. 46 par. 3 du règlement (CE) no 883/2004 a contrario ; ATF 130 V 253 consid. 2.4 ; arrêt du TF 9C_573/2012 du 16 janvier 2013 consid. 4 et les références citées). 3. La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3ème éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, 138 V 218 consid. 6). Par ailleurs, il applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.5 ; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2ème éd., 2015, p. 243 ; Jérôme Candrian, Introduction à la procédure administrative, 2013, no 176). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (ATF 122 V 157 consid.”
“Dès lors qu'en l'occurrence, la décision litigieuse a été rendue le 17 janvier 2022, la présente cause doit en principe être examinée à l'aune des nouvelles dispositions légales du 19 juin 2020 (développement continu de l'AI), entrées en vigueur le 1er janvier 2022 (RO 2021 705; FF 2017 2363), pour la période suivant le 1er janvier 2022, et, s'il y a lieu de statuer sur des droits nés jusqu'au 31 décembre 2021, au regard des normes alors déterminantes. La lettre c des dispositions transitoires de la modification du 19 juin 2020 est toutefois réservée, le recourant, né en 1964, étant âgé de 57 ans le 1er janvier 2022. Selon cette disposition, l'ancien droit reste applicable aux bénéficiaires de rente dont le droit est né avant l'entrée en vigueur de la modification et qui avaient au moins 55 ans à l'entrée en vigueur de celle-ci. 3.2.2 S'agissant des nouvelles règles de procédure, celles-ci s'appliquent de règle générale pleinement dès leur entrée en vigueur aux causes qui sont encore pendantes, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 137 II consid. 7.4.5; 130 V 1 consid. 3.2; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8e édition, 2020, n° 296 s., Moor/Flückiger/Martenet, Droit administratif, Vol. I: Les fondements généraux, 2012, p. 186 s.). 4. Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA) - aussi celle devant le Tribunal de céans (cf. consid. 2.2 ci-dessus) - l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art. 69 al. 2 RAI, dans sa teneur en vigueur depuis le 1er janvier 2022 (RO 2021 706), prescrit que l'office AI réunit, lorsque les conditions d'assurance sont remplies, les pièces nécessaires pour évaluer le droit aux prestations. L'office AI récolte en particulier des rapports médicaux. Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid. 6; 132 V 93 consid. 4; 125 V 256 consid. 4; voir également ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références).”
Nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, una perizia può essere precisata o integrata nella misura in cui ciò sia richiesto da nuova documentazione medica presentata. Sia l'ente assicuratore sia la persona assicurata possono porre al perito domande di chiarimento o di integrazione.
“Der Beschwerdeführer rügt vorab bezüglich der gutachterlichen Stellungnahme vom 5. November 2020 (AB 150), die Beschwerdegegnerin hätte diese im Rahmen des Vorbescheidverfahrens überhaupt nicht einholen dürfen. Diese Auffassung ist unzutreffend. Der Versicherungsträger ist berechtigt, bei Bedarf nach Vorliegen des versicherungsexternen Gutachtens Erläuterungs- oder Ergänzungsfragen an die Sachverständigen zu stellen; dasselbe Recht steht auch der versicherten Person zu (statt vieler: BGE 136 V 113 E. 5.4 S. 116; Massimo Aliotta, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 44 N. 51 mit Hinweisen). Vorliegend gaben erst die mit der ergänzenden Einwandbegründung vom 19. Mai 2020 (AB 146) neu eingereichten Stellungnahmen der behandelnden Ärzte hierzu Anlass und das Vorgehen der Beschwerdeführer ist insbesondere auch mit Blick auf die geltende Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) in keiner Weise zu beanstanden. Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rechtsprechung zielt sodann an der Sache vorbei, zumal sie den Ausstand von Sachverständigen im Hinblick auf eine erneute bzw. Verlaufsbegutachtung betrifft (vgl. den zitierten Entscheid des BGer vom 14. September 2009, 9C_273/2009, E. 3.4), während hier bloss eine ergänzende gutachterliche Stellungnahme zu neu eingereichten medizinischen Unterlagen im Rahmen derselben Expertise zu beurteilen ist. Dies ist gemäss dem vom Beschwerdeführer zitierten Bundesgerichtsentscheid überdies selbst bei einer gutachterlichen Vorbefassung zulässig, soweit der Gutachter andere Fragen zu beantworten oder sein erstes Gutachten lediglich zu erklären, zu erläutern oder zu ergänzen hat (BGer 9C_273/2009, E. 3.4 in fine). Soweit zudem im Rahmen einer Verlaufsbegutachtung der erneute Beizug derselben, mit dem Fall bereits vertrauten Vorgutachtern sachgerecht und dem Aufschlusswert des Gutachtens dienlich ist (BGE 147 V 79 E.”
LPGA art. 43 n. 241 Se la diffida e il termine supplementare sono stati correttamente concessi e la procedura è stata rispettata, il giudice esamina lo stato di fatto in base alla situazione come si presentava all'amministrazione al momento della sua decisione (e non in base alla situazione al momento della sentenza). Se il comportamento procedurale (fissazione del termine/diffida) è stato corretto, la valutazione interna dell'amministrazione dei fatti e delle prove è, di regola, determinante.
“1 et 9C_881/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.2; ATF 135 V 465 consid. 4.3.2, 134 I 140 consid. 5.3, 130 II 425 consid. 2.1, 124 V 90 consid. 4b, 122 II 4654 consid. 4a). Lorsque l'administration ne donne pas suite à une requête visant à poser des questions complémentaires à l'expert, la violation du droit d'être entendu invoquée en procédure de recours concerne en réalité la valeur probante de l'expertise et n'a pas de portée propre par rapport au grief tiré d'une mauvaise appréciation des preuves (cf. ATF 130 II 425 consid. 2.1). 2.4. Selon la jurisprudence, le fait pour l'OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d'instruction médicale. On ne peut en déduire que l'office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI. L'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf. arrêt TF 9C_789/2012 précité consid. 2.2 et les réf.). Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué, non d'après celui existant au temps du jugement (cf.”
“b) Lorsque la rente, l'allocation pour impotent ou la contribution d'assistance a été refusée parce que le degré d'invalidité était insuffisant, parce qu'il n'y avait pas d'impotence ou parce que le besoin d'aide ne donnait pas droit à une contribution d'assistance, la nouvelle demande ne peut être examinée que si elle établit de façon plausible que l'invalidité, l'impotence ou l'étendue du besoin de soins ou du besoin d'aide découlant de l'invalidité de l'assuré s'est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI). Cette exigence doit permettre à l'administration, qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force, d'écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l'assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 133 V 108 cons. 5.2, 130 V 64 cons. 5.2.3, 125 V 410 cons. 2b). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'article 87 al. 2 RAI (ATF 130 V 64 cons. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales et aux principes découlant de la protection de la bonne foi, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'article 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 01.01.2003) à la procédure régie par l'article 87 al. 2 RAI. Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles. Si tel n'est pas le cas, par exemple si l’assuré se borne à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués. Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué (ATF 130 V 64 cons. 5.2.5; arrêts du TF des 27.”
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). 2.2. Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf. arrêt TF 9C_789/2012 précité consid. 2.2 et les réf.). Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué, non d'après celui existant au temps du jugement (cf.”
Per le perizie mediche ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA possono essere incaricati solo professionisti sanitari in possesso della necessaria autorizzazione all'esercizio della professione.
“Entscheid Versicherungsgericht, 02.12.2021 Art. 43 Abs. 2 ATSG und Art. 34 MedBG. Gutachtensanordnung. Mit der medizinischen Begutachtung dürfen nur medizinische Fachpersonen beauftragt werden, die über die erforderliche Berufsausübungsbewilligung verfügen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Dezember 2021, IV 2020/249). Entscheid vom 2. Dezember 2021 Besetzung Einzelrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/249 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Wyss, Stampfenbachstrasse 161, 8006 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Begutachtung”
“Entscheid Versicherungsgericht, 02.12.2021 Art. 43 Abs. 2 ATSG und Art. 34 MedBG. Gutachtensanordnung. Mit der medizinischen Begutachtung dürfen nur medizinische Fachpersonen beauftragt werden, die über die erforderliche Berufsausübungsbewilligung verfügen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Dezember 2021, IV 2020/249). Entscheid vom 2. Dezember 2021 Besetzung Einzelrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2020/249 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Wyss, Stampfenbachstrasse 161, 8006 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Begutachtung”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ufficio AI può acquisire accertamenti radiologici complementari oppure ottenere o presentare valutazioni radiologiche mediche. Tali valutazioni possono essere prese in considerazione nel processo decisionale; se la loro valutazione è comprensibile e attendibile, non sussiste necessariamente l'obbligo di richiedere inoltre una perizia esterna.
“Entscheid Versicherungsgericht, 10.07.2023 Art. 28 IVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG: Würdigung medizinischer Berichte und RAD-Beurteilungen. Rückweisung zur weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Juli 2023, IV 2022/135). Entscheid vom 10. Juli 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn (Vorsitz), Christiane Gallati Schneider und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. IV 2022/135 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Diggelmann, Neugasse 14, 9401 Rorschach, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
“Die Beurteilungen der RAD-Ärzte weisen weder formale noch inhaltliche Mängel auf und sind für die streitigen Belange umfassend. Insbesondere berücksichtigen sie die geklagten Beschwerden. Ihre Einschätzungen sind zudem in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der aktuellen medizinischen Situation ein und sind insgesamt auch in Bezug auf die Schlussfolgerungen plausibel. Es besteht daher kein Anlass, von der vom RAD vorgenommenen Zumutbarkeitsbeurteilung abzuweichen. Demnach ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass dem Versicherten sowohl die angestammten Tätigkeiten als auch adaptierte leichte bis mittelschere Verweistätigkeiten zu 100 % zumutbar sind. 8.2.1 Daran ändern die Vorbringen in der Beschwerde nichts. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin wäre verpflichtet gewesen, den medizinischen Sachverhalt durch Einholen eines externen Gutachtens abschliessend zu klären. Dazu ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin nach Art. 43 Abs. 1 ATSG unter anderem die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen hat. Im vorliegenden Fall unterbreitete die IV-Stelle die eingeholten Berichte dem RAD, der – wie vorstehend ausgeführt – zuverlässig und nachvollziehbar die medizinische Situation beurteilte. Unter diesen Umständen war die IV-Stelle nicht verpflichtet, den medizinischen Sachverhalt durch Einholen eines externen Gutachtens abzuklären. Die Auffassung des Beschwerdeführers geht daher fehl. 8.2.2. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, die Ausführungen und Schlussfolgerungen in der Verfügung vom 5. Dezember 2022 würden im Wesentlichen auf der RAD-Beurteilung von Dr. H. vom 1. Dezember 2021 beruhen, der aber nicht über einen Facharzttitel der Psychiatrie verfüge. Auf die von Dr. H. postulierte 100%ige Arbeitsfähigkeit ab 7. Mai 2020 könne daher nicht abgestellt werden. Mit dem Beschwerdeführer ist zunächst festzustellen, dass die fachliche Qualifikation eines Arztes oder einer Ärztin gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts für die Würdigung medizinischer Berichte eine erhebliche Rolle spielt (SVR 2009 IV Nr.”
Presupposti della sanzione: l'accertamento disposto deve essere necessario per la valutazione e ragionevolmente esigibile. Una sanzione presuppone che l'ordine sia stato legittimo e che la violazione dell'obbligo di collaborazione sia ingiustificabile. L'astensione dall'esame (Nichteintreten) è ammessa solo con cautela e si pone in considerazione soltanto quando, sulla base del fascicolo, una valutazione sostanziale della domanda è esclusa senza la collaborazione della persona assicurata; se ciò non si verifica, l'autorità può decidere negativamente nel merito basandosi sugli atti (eventualmente da integrare).
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach Art. 7b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129; BBl 2005 4459) können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person sich zumutbaren und notwendigen ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen nicht unterzieht (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Die Regelung von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind nunmehr grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des BGer 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je m.H.). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl. dazu Urteile des BGer 8C_528/2009 vom 3. November 2009 E. 7 und I 166/06 vom 30. Januar 2007 E. 5.1).”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommt die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Person vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach den Gesetzesmaterialien (vgl. BBl 1994 V 948 f.) ist von der Möglichkeit des Nichteintretens nicht prioritär Gebrauch zu machen (siehe auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 Rz. 111 m.H.). Auch gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist von der Möglichkeit, auf ein Leistungsgesuch nicht einzutreten, nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist. Umgekehrt kann ein materieller Entscheid aufgrund der Akten erst ergehen, wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt unabhängig von der als notwendig und zumutbar erachteten Abklärungsmassnahme, der sich die versicherte Person ohne entschuldbaren Grund widersetzt hat, nicht weiter vervollständigen lässt (Urteil des BGer 9C_341/2020 vom 4.”
“Als Folge der verletzten Mitwirkungspflicht kann der Versicherungsträger gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG Nichteintreten beschliessen oder das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer bezieht sich in seinem Gesuch vom 23. Juli 2019 auf die letztinstanzlich mit Bundesgerichtsurteil 9C_29/2020 vom 16. März 2020 (Urk. 6/201) bestätigte Verfügung vom 21. Juni 2017 (Urk. 6/176), in welchem der Rentenanspruch ab 1. November 2010 beurteilt und verneint wurde (Unfall im Juli 2009, Anmeldung bei der Invalidenversicherung im Mai 2010, Art. 29 Abs. 1 IVG). Der Beschwerdeführer hatte sich seinerzeit auch nach dem rechtskonform durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahren geweigert, an der von der Beschwerdegegnerin angeordneten B.___-Begutachtung teilzunehmen. Um die schuldhafte Pflichtverletzung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG zu sanktionieren, hätte die Beschwerdegegnerin zwar auch Nichteintreten beschliessen und die Leistungen ungeachtet einer vertieften Prüfung der Aktenlage verweigern können. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hat sie aber kein Nichteintreten beschlossen, sondern mit der besagten Verfügung den Anspruch des Beschwerdeführers gestützt auf die vorhandene (ergänzungsbedürftige) Aktenlage materiell beurteilt und als nicht ausgewiesen erachtet.”
Nel caso di una compromissione multifattoriale o non chiara della volontà (p. es. intreccio di dipendenza e disturbi psichici/somatici), il rifiuto di sottoporsi a una cura di disintossicazione o la mancanza di cooperazione non possono essere automaticamente qualificati come «ingiustificabili» ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. In tali casi, prima di infliggere una sanzione è indicato un accertamento medico‑multidisciplinare degli effetti sulla salute e della compromissione della capacità di volere.
“Il semble bien plus que la dépendance à l'alcool dont souffre la recourante s'est développée à la suite de ses problèmes de santé somatiques et s'est accentuée par la suite en raison de la persistance de ses douleurs, de ses problèmes de couple et de son licenciement. Une intrication multifactorielle entre les diverses atteintes à la santé et la dépendance à l'alcool apparaît dès lors indéniable. Cela étant, même si, comme l'affirme l'intimé dans son mémoire de réponse du 17 octobre 2019, ce dernier, au vu des différents rapports de son SMR, n'a pas nié d'emblée un éventuel caractère invalidant de la dépendance à l'alcool de la recourante, mais a estimé qu'une abstinence était exigible, il n'en demeure pas moins que si l'on admet que la dépendance présente en l'espèce un caractère dit "secondaire", il faut avant tout élucider les répercussions sur la capacité de travail des atteintes psychiques et/ou des troubles somatiques primaires. Dans un tel cas, et cela valait déjà à la lumière de l'ancienne jurisprudence, un refus de se soumettre à une sommation de sevrage préalable à l'élucidation des troubles primaires ne pourrait être qualifié d'inexcusable au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA. La personne assurée dont on ignore à quel point la volonté est atteinte par la maladie, compte tenu de l'intrication de la dépendance et des autres atteintes diagnostiquées, ne peut être sanctionnée pour défaut de collaboration à l'instruction en raison de l'échec d'un sevrage. D'autre part, si la dépendance est qualifiée de "primaire", la jurisprudence récente du TF précitée prohibe la pratique du refus d'entrer en matière en cas de refus de collaboration à un sevrage. Il s'ensuit que si l'intimé est parti du principe d'une dépendance dite "primaire" pour rendre sa décision du 30 juillet 2019 (ce qu'il nie dans ses prises de position au cours de la présente procédure), force est de conclure que cette pratique ne peut pas/plus être admise et s'il s'est fondé sur un trouble de consommation problématique d'alcool secondaire, sa sommation en vue d'une mesure d'instruction n'est pas non plus admissible (et ne l'était pas déjà avant les précisions récentes de la jurisprudence). 4.4 En conséquence, il faut retenir qu'en l'espèce, afin de pouvoir évaluer l'état de santé de la recourante et ses conséquences sur la capacité de travail, il y a lieu de procéder à une expertise médicale pluridisciplinaire englobant l'ensemble des atteintes à la santé de la recourante, y compris le syndrome de dépendance ou la consommation problématique d'alcool constatés par les divers avis médicaux figurant au dossier, qui fournira les renseignements nécessaires à une évaluation de l'invalidité au moyen des indicateurs standards découlant de la grille d'évaluation normative et structurée en deux niveaux, applicable d'après la jurisprudence relative aux troubles psychiques et affections assimilées (voir ci-dessus la jurisprudence citée au ch.”
“En l'occurrence, au vu du dossier, on constate que le diagnostic de syndrome de dépendance à la cocaïne a été retenu sans équivoque à plusieurs reprises par les spécialistes des établissements hospitaliers dans lesquels la recourante a séjourné ces dernières années. En outre, il n'a jamais été possible d'évaluer concrètement l'influence de la dépendance à l'alcool, à la cocaïne et à d'autres substances sur le comportement de la recourante et sur sa capacité de travail en distinguant celle-ci des autres atteintes à la santé psychique diagnostiquées par les médecins ayant été appelés à se prononcer. Il est possible que le syndrome de dépendance dont souffre la recourante se soit développé à la suite de ses problèmes de santé et s'est accentué par la suite en raison de l'évolution défavorable de ses autres atteintes psychiques et de son cadre de vie, en particulier de ses problèmes de couple et des deux IVG qui s'en sont suivies. Dans un tel cas, et cela valait déjà à la lumière de l'ancienne jurisprudence, un refus de se soumettre à une sommation de sevrage préalable à l'élucidation des troubles primaires ne pourrait être qualifié d'inexcusable au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA. La personne assurée dont on ignore à quel point la volonté est atteinte par la maladie, compte tenu de l'intrication de la dépendance et des autres atteintes diagnostiquées, ne peut être sanctionnée pour défaut de collaboration à l'instruction en raison de l'échec d'un sevrage. Par ailleurs, même si la dépendance doit être qualifiée de "primaire", la jurisprudence récente du TF précitée prohibe la pratique du refus d'entrer en matière en cas de violation de collaboration à un sevrage. Il s'ensuit que si l'intimé est parti du principe d'une dépendance dite "primaire" pour rendre sa décision du 15 juin 2020, sa pratique ne peut pas/plus être admise, et s'il s'est fondé sur un trouble de consommation problématique d'alcool et de cocaïne secondaire, sa sommation en vue d'une mesure d'instruction n'est pas non plus admissible (et ne l'était déjà pas avant les précisions récentes de la jurisprudence). A cet égard, comme le rappelle aussi le recours, la teneur de la lettre circulaire AI n° 395 de l'OFAS du 28 novembre 2019 ne prête pas à équivoque.”
“Wie sich eindeutig aus den medizinischen Akten der Behandler aus der Zeit ab August 2017 ergibt, leidet die Beschwerdeführerin nach einhelliger Meinung der medizinischen Fachpersonen bei Vorliegen erheblicher psychosozialer Faktoren einerseits an einer depressiven Störung und andererseits an einem Abhängigkeitssyndrom im Zusammenhang mit Alkohol, welche sich nach ärztlicher Einschätzung auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (E. 3.1-13). Was das Abhängigkeitssyndrom anbelangt, ist zu berücksichtigen, dass das Bundesgericht mit BGE 145 V 215 seine Rechtsprechung dahingehend änderte, dass auch eine primäre Abhängigkeit von psychotropen Substanzen grundsätzlich als invalidisierender Gesundheitsschaden in Frage kommt, dessen Auswirkungen nach dem strukturierten Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 zu beurteilen sind. Entsprechend ist die Auflage einer Entzugsbehandlung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG nicht statthaft, da damit die Qualifikation des Suchtgeschehens und seiner erwerblichen Auswirkungen als zum vornherein invalidenversicherungsrechtlich irrelevant und deshalb auszuscheiden vorweggenommen würde. Wie es sich damit aber verhält, ist indes im Abklärungsverfahren erst zu untersuchen (Urteil des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.2).”
LPGA art. 43 n. 236 Per questioni mediche molto specifiche o tecnicamente specializzate, l'istruttoria può richiedere l'acquisizione di una perizia specialistica; in tali casi particolari la perizia può essere affidata a uno specialista di rango universitario. L'amministrazione deve procedere agli accertamenti necessari a tal fine.
“d) Dans le cadre de l’instruction conduite qui se caractérise par de nombreuses lacunes et l’absence d’éléments cliniques objectifs permettant de départager des avis médicaux diamétralement opposés en l’état actuel du dossier, l’intimée n’était pas légitimée à refuser la prise en charge du cas en faisant prévaloir l’avis du Dr X.________ retenant un lien de causalité naturelle et adéquate seulement possible entre la dissection de l’artère carotide interne gauche dans sa portion extra-crânienne qui s’est manifestée le 6 avril 2022 et la chute du recourant dans les escaliers quelques jours auparavant le 19 mars 2022. e) Cela étant, il convient de retenir que la décision attaquée repose sur des éléments laissant augurer des sérieux motifs de douter de leur bienfondé dans le cas très particulier qu’il convient de résoudre. Sur le plan médical, le dossier est insuffisamment instruit (cf. consid. 5b-c supra) et ne permet pas à la Cour de statuer en toute connaissance de cause sur le présent différend. Il se justifie dès lors d’annuler la décision querellée et de renvoyer la cause à l’intimée – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Dans ce contexte, il lui appartiendra notamment de déterminer – moyennant l’obtention de l’avis spécialisé d’un médecin neurologue ou toute autre mesure d’instruction qui apparaîtra nécessaire sur le vu des premiers éléments recueillis (par exemple, une IRM avec séquences FAT-SAT, angioscanner ou ultrasonographie, tomodensitométrie, échographies Doppler, etc.) – l’origine de la dissection de l’artère carotide interne gauche qui s’est manifestée le 6 avril 2022, avant de statuer à nouveau sur le droit aux prestations. 6. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis, la décision sur opposition litigieuse annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, le recourant ayant procédé sans le concours d’un mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b).”
“________ ; encore faut-il être en mesure de fournir une explication scientifiquement convaincante au sujet des nécroses pulpaires spontanées présentées par le recourant, ce dont le docteur C.________ s’est abstenu. e) En définitive, il y a lieu de constater que le dossier ne permet pas de trancher la question de savoir si le recourant peut prétendre à la prise en charge du traitement litigieux au titre des art. 31 al. 1 let. b LAMal et 18 al. 1 let. d OPAS. En l’absence d’une analyse exhaustive de la problématique dentaire présentée par le recourant répondant, notamment aux questions de savoir si, d’une part, l’atteinte dentaire subie par le recourant constituait une séquelle du traitement de son cancer et si, d’autre part, elle était objectivement évitable moyennant une hygiène bucco-dentaire suffisante, l’instruction doit être complétée. Il convient ainsi de renvoyer la cause à l’intimée, autorité à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle mette en œuvre une expertise conformément aux exigences découlant de l’art. 44 LPGA. Compte tenu de la nature très particulière de la problématique présentée par le recourant, l’expertise devra être confiée à un spécialiste de rang universitaire. 8. a) Il découle de ce qui précède que le recours doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. fbis LPGA), c) Le recourant obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Etant donné l’importance et la complexité du litige, il convient d’arrêter l’indemnité de dépens à 2’000 fr., débours et TVA compris, et de la mettre à la charge de l’intimée (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.”
L'art. 43 cpv. 3 LPGA è di regola applicabile accanto alle norme sanzionatorie speciali; ciò non esclude l'art. 7b cpv. 1 LAI. Per l'obbligo di collaborare agli accertamenti medici (art. 43 cpv. 2 LPGA), tuttavia, la prassi prevede che debba trovare applicazione la sanzione della riduzione o del rifiuto della prestazione ai sensi dell'art. 7b LAI.
“Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin sämtliche Mittel auszuschöpfen, um den Sachverhalt zur Prüfung des Leistungsanspruchs ausreichend abzuklären (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Dies bedeutet, dass eine erneute psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben ist. Da der Beschwerdeführer bei der letzten Begutachtung unzureichend mitgewirkt hat, besteht die Gefahr, dass er seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 28 ATSG) erneut verletzen könnte. Um dieser Gefahr zu begegnen respektive um eine versicherte Person zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht zu bewegen, sieht das Gesetz das sogenannte Mahn- und Bedenkzeitverfahren vor: Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsabklärung in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Er muss die versicherte Person vorher schriftlich gemahnt, auf die Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt haben. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG hat also zum Zweck, nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auf die versicherte Person Druck auszuüben, damit sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt und das Verfahren ordnungsgemäss weitergeführt werden kann (vgl. Tobias Bolt, Folgen einer Mitwirkungspflichtverletzung, in: JaSo 2016, S. 176). Nun ordnet Art. 7b Abs. 1 IVG aber an, dass auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bei einer medizinischen Untersuchung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht die in Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten, sondern die in Art. 21 Abs. 4 ATSG (eigentlich für die Verletzung der Schadenminderungspflicht) vorgesehene Sanktion der Kürzung oder Verweigerung der anbegehrten Leistung zur Anwendung kommen muss. Die Regelung von Art. 7b Abs. 1 IVG bedeutet also für die in Art. 43 Abs. 2 ATSG geregelte Pflicht zur Mitwirkung bei medizinischen Untersuchungen, dass bei der Anwendung von Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG als Sanktion nur die Kürzung oder die Verweigerung der anbegehrten Leistung möglich ist.”
“Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind indes grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.4 mit Hinweisen und 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts 9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 5). Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungsabweisung im Wesentlichen mit der - aus ihrer Sicht - schuldhaften Verweigerung der Mitwirkung und folglich gestützt auf formelle Gesichtspunkte. Vorliegend einschlägig ist somit die Sanktionsnorm des Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 ATSG, welche die Leistungskürzung respektive -verweigerung vorsieht (vgl. vorstehend E. 1.2-1.3). Es bleibt zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer eine schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht vorzuwerfen ist.”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach Art. 7b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; AS 2007 5129; BBl 2005 4459) können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person sich zumutbaren und notwendigen ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen nicht unterzieht (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Die Regelung von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind nunmehr grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des BGer 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, 9C_370/2013 vom 22. November 2013 E. 3, je m.H.). Voraussetzung der Sanktion ist, dass die Mitwirkung, die verlangt wurde, rechtmässig war (SVR 1998 UV Nr. 1), und dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte.”
La necessità di una rappresentanza legale da parte di un avvocato nei procedimenti di decisione preliminare/administrativi in materia di assicurazioni sociali va valutata con prudenza. A causa del principio dell'accertamento (art. 43 LPGA) si applica un criterio rigoroso: un diritto alla rappresentanza sussiste solo in casi eccezionali. Tra i criteri determinanti figurano, tra l'altro, la difficoltà delle questioni giuridiche o di fatto, la fase procedurale, la capacità della persona assicurata di orientarsi nel procedimento e la circostanza che la tutela degli interessi da parte di terzi (p. es. assistenti sociali, operatori specializzati o persone di fiducia delle istituzioni sociali) sia esclusa.
“unbestritten, und es wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung für beide Beschwerdeverfahren bewilligt (IV 2018/379, act. G 6; IV 2019/21, act. G 5). Zu prüfen bleibt somit die Frage der Notwendigkeit der Rechtsvertretung im Vorbescheidverfahren. Den höheren Anforderungen im Verwaltungsverfahren soll insofern Rechnung getragen werden, als die Erforderlichkeit der Vertretung eingehend zu prüfen ist. Dabei wird auf die Schwierigkeit des Falles und auf die Verfahrensphase abgestellt (BBl 1999 4595; vgl. auch BGE 132 V 201; Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2009, 9C_816/2008, E. 4.1). Die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren wird in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung namentlich mit Blick darauf, dass die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur zurückhaltend bejaht. Es müssen sich danach schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 201 E. 4.1 in fine; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 2. September 2019, 8C_353/2019, E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 26. November 2012, 9C_878/2012, E. 3.6 und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2, je mit Hinweis darauf, dass die IV-Stellen unter Umständen auf soziale Einrichtungen hinzuweisen haben, die fachkundige Unterstützung im Verwaltungsverfahren bieten [würden], und darauf aufmerksam zu machen haben, bei diesen ein entsprechendes Gesuch zu stellen). Von Bedeutung ist schliesslich auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Die hohe Bedeutung medizinischer Gutachten für sich allein genommen vermag die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung nicht zu begründen (vgl.”
“Beim Erfordernis der Notwendigkeit einer unentgeltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren ist ein strenger Massstab anzulegen, dies namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG). Im Verwaltungsverfahren besteht nur in Ausnahmefällen ein Anspruch auf anwaltliche Vertretung; es müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1; BGE 142 V 342 nicht publizierte E. 7.1 des Urteils 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016). Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalles, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Dabei fallen neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts auch in der Person des Betroffenen liegende Gründe in Betracht, wie etwa seine Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_697/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 3 und 8C_557/2014 vom 18. November 2014 E. 4.2). Auch die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung ist vorliegend zu bejahen, zumal beim Beschwerdeführer die Auffassung von etwas komplexeren Inhalten deutlich erschwert ist (vgl.”
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG, vgl. dazu BGE 136 V 377 E. 4.1.1), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (BGE 130 I 180 E. 3.2, 125 V 32 E. 4b). Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls, Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie weitere Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch bei der versicherten Person liegende Gründe in Betracht, etwa ihre Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden. Massgebend ist dabei auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Sozialarbeiter bzw. eine Sozialarbeiterin oder durch Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen in Frage kommt (BGE 132 V 200, E. 4.1; Urteile des Bundesgerichts vom 7. April 2017, 8C_669/2016, E.”
“Ob die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten ist, beurteilt sich nach den konkreten objektiven und subjektiven Umständen. Praktisch ist im Einzelfall zu fragen, ob eine nicht bedürftige Partei unter sonst gleichen Umständen vernünftigerweise eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt beiziehen würde, weil sie selber zu wenig rechtskundig ist und das Interesse am Prozessausgang den Aufwand rechtfertigt (BGE 103 V 46, 98 V 115; vgl. auch BGE 130 I 180 E. 2.2, 128 I 225 E. 2.5.2 mit Hinweisen). Beim Erfordernis der Notwendigkeit einer unentgeltlichen Verbeiständung im Verwaltungsverfahren ist ein strenger Massstab anzulegen, dies namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG). Im Verwaltungsverfahren besteht nur in Ausnahmefällen ein Anspruch auf anwaltliche Verbeiständung; es müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 7.1; BGE 132 V 200 E. 4.1 in fine). Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalles, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Dabei fallen neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts auch in der Person des Betroffenen liegende Gründe in Betracht, wie etwa seine Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts 8C_557/2014 vom 18. November 2014 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen).”
“und Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2018, 9C_877/2017, E. 8.2). Art. 37 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in Sozialversicherungsverfahren dann bewilligt wird, wenn die Verhältnisse es erfordern. Kumulativ setzt dies die Bedürftigkeit der versicherten Person, die Nichtaussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie die sachliche Gebotenheit der Rechtsvertretung voraus (BGE 132 V 200 E. 4.1). Die Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung als Voraussetzung des Anspruchs auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren ist nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Denn aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) haben Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln. Um die Notwendigkeit bejahen zu können, müssen sich gemäss höchstrichterlicher Praxis schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss ausser Betracht fallen (BGE 132 V 200 E. 4.1). Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalls, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Dabei fallen neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts auch in der Person des Versicherten oder der Versicherten liegende Gründe in Betracht, wie etwa die Fähigkeit, sich im Verfahren zurechtzufinden (BGE 125 V 32 E.”
L'obbligo di collaborazione è collegato al principio dell'accertamento; poiché quest'ultimo non è assoluto, la mancata collaborazione ingiustificata può limitare notevolmente l'accertamento dei fatti e, di conseguenza, giustificare l'applicazione dell'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je m.w.H.). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 232 Se gli accertamenti medici non sono sufficienti dal punto di vista giuridico, deve essere acquisita una perizia interdisciplinare. Tale perizia deve comprendere le discipline finora coinvolte e deve essere effettuata in Svizzera da medici specialisti che non si siano precedentemente occupati della questione.
“Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass der vorinstanzlichen Verfügung vom 31. Juli 2019 in medizinischer Hinsicht ein nicht rechtsgenüglich abgeklärter Sachverhalt zugrunde liegt (vgl. Art. 12 und Art. 49 Bst. b VwVG sowie Art. 43 ATSG), weshalb hier über den streitigen Rentenanspruch des Beschwerdeführers nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann und die genannte Verfügung aufzuheben ist. In den Akten fehlen umfassende, schlüssige, hinreichend begründete und nachvollziehbare medizinische Angaben zur Frage, wie sich der Gesundheitszustand und die Funktionseinschränkungen des Beschwerdeführers seit spätestens dem Jahre 2017 entwickelt haben. Erforderlich sind entsprechende medizinische Angaben zum Gesundheitsverlauf und der damit einhergehenden Arbeits(un)fähigkeit des Beschwerdeführers in der bisherigen Tätigkeit (als Projektleiter im Sanitärbereich) und in einer leidensangepassten Tätigkeit, wobei deren medizinisches Anforderungsprofil zu bestimmen ist. Zu diesem Zweck ist ein interdisziplinäres Gutachten, welches insbesondere die bisher involvierten Fachrichtungen (Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin) umfassen soll, bei mit der Sache nicht vorbefassten Facharztpersonen in der Schweiz einzuholen.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 231 Se sussistono fondati dubbi sulla attendibilità o sulla rilevanza di una valutazione medica (di fiducia), è principalmente l'ente assicurativo/l'amministrazione che deve effettuare accertamenti supplementari e, se del caso, disporre una perizia medico‑specialistica indipendente (art. 43 cpv. 1 LPGA). I tribunali cantonali e federali spesso rinviano in tali casi gli atti all'amministrazione, invece di ordinare essi stessi una perizia giudiziaria.
“2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid. 3.2.; STCA 35.2020.13 del 22 settembre 2020, STCA 35.2019.139 del 16 settembre 2020, STCA 35.2019.136 del 7 settembre 2020, STCA 35.2019.134 del 3 settembre 2020; STCA 35.2014.103 dell’11 marzo 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.96 del 25 febbraio 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.47 del 2 febbraio 2015 consid. 2.8., STCA 35.2014.66 del 22 dicembre 2014 consid. 2.9 e 35.2014.50 del 10 novembre 2014 consid. 2.13; D. Cattaneo "Les erreurs les plus fréquentes des expertises medicales dans les assurances sociales" in CGRSS n. 50 – 2014 pag. 137 seg. n. 15 pag. 140). Per le ragioni esposte in precedenza, si giustifica l’annullamento della decisione su opposizione impugnata.”
“En cas de doute, l'intimé aurait du mettre en oeuvre une expertise médicale conformément à son devoir d'instruction (art. 43 al. 1 LPGA).”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Infine, con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 p. 137 ss., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio. È in effetti in primo luogo compito dell’amministrazione disporre degli atti istruttori complementari volti ad accertare d’ufficio tutti i fatti pertinenti e, se del caso, raccogliere le prove necessarie prima di rendere la propria decisione (questo principio è stato confermato ancora con le sentenze 8C_523/2022 del 23 febbraio 2023 consid.”
“Insgesamt lässt sich das funktionelle Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin auf Basis des psychiatrischen Teilgutachtens nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bestimmen. Es liegen somit konkrete Indizien vor, die gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens sprechen, weshalb diesem in Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kein Beweiswert zukommt. Auch die übrige Aktenlage, wie namentlich der Bericht von Dr. I.___ und der Psychologin Frau J.___ (Urk. 9/261), erweist sich in dieser Hinsicht nicht als aussagekräftig, denn diese objektivierten die von ihnen attestierte Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht mittels der Standardindikatoren. In Anbetracht der bislang - sowohl durch die Gutachterin als auch die Beschwerdegegnerin als Rechtsanwenderin - weitgehend fehlenden Auseinandersetzung mit den Standardindikatoren erweist sich die Sachverhaltsabklärung der Beschwerdegegnerin als ungenügend. Sie wird daher im Rahmen des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergänzende medizinische Abklärungen betreffend den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der massgeblichen Indikatoren (BGE 141 V 281) vorzunehmen haben. Da keine Zweifel am Beweiswert der weiteren Teilgutachten ersichtlich sind und auch keine Veränderung des somatischen Gesundheitszustandes seit der Begutachtung behauptet wurde, erscheint mit Blick auf die gegebene Aktenlage vorderhand lediglich eine erneute psychiatrische Begutachtung erforderlich. Allfällige Weiterungen hinsichtlich zusätzlicher Fachrichtungen, namentlich im Hinblick auf einen neuerlichen interdisziplinären Austausch, bleiben bei fachärztlich begründetem Bedarf vorbehalten. Vor diesem Hintergrund ist die angefochtene Verfügung vom 18. Juli 2022 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache ist wie von der Beschwerdeführerin eventualiter beantragt, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch neu verfüge.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 139 V 99 consid. 1.1 et la référence). b) En l’occurrence, il s’avère que les conclusions de l’expert psychiatre X.________ quant à la date posée pour un retour à une pleine capacité de travail sur le plan psychique ne revêtent pas un caractère probant. L’instruction doit dès lors être complétée et actualisée. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’office AI – auquel il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA – cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de mettre en œuvre une expertise psychiatrique indépendante au sens de l’art. 44 LPGA, apte à établir une variation plausible et dûment motivée, propre au trouble en question, de l’amélioration de la capacité de travail entre septembre 2019 et décembre 2020. Cela fait, il incombera à l’office AI de rendre une nouvelle décision sur le droit éventuel du recourant à des prestations de l’assurance-invalidité, étant précisé que le constat d’une capacité de travail entière à la date du rapport d’expertise du Centre M.________ du 10 décembre 2020 n’est pas remis en cause faute d’arguments somatiques et psychiques en faveur d’une incapacité de travail à ce moment-là. c) Dès lors qu’un complément d’instruction est nécessaire concernant la situation médicale du recourant, il s’avère vain de débattre de son éventuelle capacité résiduelle de gain sur le marché du travail entrant en considération pour lui. 7. Au vu de ce qui précède et dans la mesure où le recourant a conclu principalement à l’allocation d’une rente entière de l’assurance-invalidité non limitée dans le temps, son recours doit être partiellement admis.”
“Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteile des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.4.2, und vom 14. Oktober 2015, 8C_571/2015, E. 2.2.3 je mit Hinweisen; SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 4.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 230 Se sussistono perizie mediche contrastanti, l'autorità o il tribunale non possono, senza motivazione, preferire una relazione rispetto all'altra. Determinante per il valore probatorio di una relazione medica è il suo contenuto: in particolare se i punti controversi sono stati esaminati in modo approfondito, se la relazione si basa su accertamenti completi, se sono stati considerati i disturbi lamentati dall'assicurato, se il perito conosceva l'anamnesi contenuta negli atti e se la valutazione nonché le conclusioni sono motivate in modo oggettivamente comprensibile. L'autorità deve esporre tali considerazioni nella sua valutazione della prova.
“S'il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l'affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu'une autre. En ce qui concerne la valeur probante d'un rapport médical, ce qui est déterminant, c'est que les points litigieux aient fait l'objet d'une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu'il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu'il ait été établi en pleine connaissance de l'anamnèse, que la description du contexte médical et l'appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions de l'expert soient dûment motivées. Au demeurant, l'élément déterminant pour la valeur probante n'est ni l'origine du moyen de preuve ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1; 125 V 351 consid. 3a p. 352; 122 V 157 consid. 1c et les références). 4.4 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, l'autorité définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, elle ne tient pour existants que les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2; 139 V 176 consid. 5.3; 138 V 218 consid. 6). Partant de là, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves cf.”
“En particulier, selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l'assureur de recueillir une « second opinion » sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L'assuré ne dispose pas non plus d'une telle possibilité. Il ne s'agit en particulier pas de remettre en question l'opportunité d'une évaluation médicale au moyen d'un second avis médical, mais de voir dans quelle mesure une instruction sur le plan médical doit être ordonnée pour que l'état de fait déterminant du point de vue juridique puisse être considéré comme établi au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 141 V 330 consid. 5.2, 137 V 210 consid. 3.4.2.7 ; TF 8C_776/2018 du 9 mai 2019 consid. 5.1 ; 9C_499/2013 du 20 février 2014 consid. 6.4.2.1 et les références citées ; cf. également Jacques-Olivier Piguet, Commentaire romand de la Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 10 ad art. 43 LPGA ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2e éd., nos 12 et 17 ad art. 43 LPGA). La nécessité de mettre en œuvre une nouvelle expertise découle du point de savoir si les rapports médicaux au dossier remplissent les exigences matérielles et formelles auxquelles sont soumises les expertises médicales pour se voir reconnaître une pleine valeur probante (cf. TF 8C_667/2012 du 12 juin 2013 consid. 4.2). b) Selon l’art. 61 let. c LPGA, le juge apprécie librement les preuves médicales sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées.”
“La valeur probante d'un rapport médical ou d'une expertise est de plus liée à la condition que le médecin qui se prononce dispose de la formation spécialisée nécessaire et de compétences professionnelles dans le domaine d'investigation (arrêts du TF 9C_555/2017 du 22 novembre 2017 consid. 3.1 et les réf. cit. et 9C_745/2010 du 30 mars 2011 consid. 3.2). 5.3 Lorsqu'au stade de la procédure administrative, une expertise confiée par un assureur à un médecin indépendant en application de l'art. 44 LPGA est établie par un spécialiste reconnu, sur la base d'observations approfondies et d'investigations complètes, de même qu'en pleine connaissance du dossier, et que l'expert aboutit à des résultats convaincants, il y a lieu de reconnaître pleine valeur probante à ces résultats, aussi longtemps qu'aucun indice concret, tel que des contradictions manifestes ou des éléments essentiels ignorés, ne permet de douter de leur bien-fondé et fiabilité (ATF 137 V 210 consid. 2.2.2, 135 V 465 consid. 4.4 et 125 V 351 consid. 3b/bb). 5.4 Conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 LPGA), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (cf. art. 69 al. 2 RAI). Elle dispose, dans la conduite de la procédure, d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation des investigations médicales (ATF 147 V 79 consid. 7.4.2). Le devoir d'instruction de l'office AI s'étend de toutes les manières jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêts du TF 9C_259/2022 du 20 septembre 2022 consid. 5.1.1 et 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid. 3.2.1). Le principe inquisitoire est néanmoins tempéré par l'obligation de collaborer de la personne assurée, qui est tenue de se conformer à son obligation de renseigner et de collaborer à l'instruction (art. 43 al. 2 LPGA). Si elle s'y refuse de manière inexcusable, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière, pourvu qu'il l'ait préalablement mis en demeure (art.”
“1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Sozialversicherungsträger hat den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 [nachfolgend: BSK ATSG], N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256, 261 E. 4; BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). 4.3. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.”
LPGA art. 43 n. 229 Quando la violazione dell'obbligo è di lieve entità o la colpa è scarsa, la proporzionalità, secondo la prassi, non giustifica il rifiuto permanente di avviare misure di reinserimento professionale; in tali casi non è indicato un mancato avvio o l'applicazione permanente di sanzioni.
“Letztlich trägt die angefochtene Verfügung den Titel «Einstellung der Eingliederungsmassnahmen». Die «Einstellung» wurde zutreffend damit begründet, dass der Beschwerdeführer vor Erlass der angefochtenen Verfügung seinen Pflichten nicht nachgekommen war, d.h. nicht engagiert mitgearbeitet hatte, weshalb Eingliederungsmassnahmen aus damaliger Sicht nicht sinnvoll durchführbar waren. Dies ist auch nicht weiter strittig. Eine materielle Anspruchsprüfung fand im Rahmen der angefochtenen Verfügung nicht statt. Die Randbemerkung, dass die (gemeint konkludente) Zusprache der Berufsberatung durch eine kulante Auslegung der Akten erfolgt sei, ändert daran nichts. Ungeachtet dessen, ob die vorliegend angefochtene Verfügung ihrem Wesen nach als Einstellung der Eingliederungsmassnahmen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG oder als Nichteintreten auf das Gesuch um Eingliederungsmassnahmen (ohne materielle Rechtkraft) nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu qualifizieren ist, wiegt die vom Beschwerdeführer bisher begangene Pflichtverletzung nicht schwer genug, um unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit eine dauerhafte Verweigerung von Eingliederungsmassnahmen zu rechtfertigen. Er hat unmittelbar nach dem Erstgespräch nicht mehr (hinreichend) auf Anfragen der Beschwerdegegnerin reagiert. Weder lässt sich der Verfügung vom 9. Februar 2023 entnehmen, dass die Eingliederung rentenwirksam wäre, noch hatte die Beschwerdegegnerin bis dahin Vorkehren getroffen, die nennenswerte Kosten oder relevanten Aufwand verursacht hätten. Die Säumnis des Beschwerdeführers ist insoweit nicht mit dem Abbruch einer für die Erwerbsfähigkeit entscheidenden medizinischen Behandlung oder kostspieligen Umschulung vergleichbar. Eine dauerhafte Verweigerung von Eingliederungsmassnahmen war seitens der Beschwerdegegnerin denn auch nicht beabsichtigt, wies sie doch sowohl im angefochtenen Entscheid als auch der Beschwerdeantwort darauf hin, dass ein künftiges Gesuch für Eingliederungsmassnahmen «generell neu» (Urk.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 228 Se sussistono ragionevoli dubbi circa l'affidabilità o la rilevanza della valutazione del perito medico, spetta in primo luogo all'ente assicurativo svolgere accertamenti d'ufficio integrativi e raccogliere i mezzi di prova necessari; ciò può, se del caso, comprendere anche la disposizione di una perizia esterna (art. 44 LPGA). La giurisprudenza ammette in tali casi il rinvio all'amministrazione affinché questa esegua gli accertamenti integrativi prima che venga adottata una decisione.
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Esperiti i necessari accertamenti medici, l’amministrazione si pronuncerà nuovamente sul diritto alle prestazioni dell’assicurata. In queste condizioni la richiesta della ricorrente di richiamare gli atti dell’incarto”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Nella presente fattispecie, il TCA ritiene che siano soddisfatti i presupposti per un rinvio degli atti all’istituto convenuto (cfr. STF 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 e DTF 135 V 465), già per il solo fatto che esso ha fondato la decisione su opposizione impugnata sul parere del proprio medico fiduciario. Per le ragioni già esposte al considerando 2.9., si giustifica pertanto l’annullamento della decisione su opposizione impugnata e il rinvio degli atti all’assicuratore resistente affinché disponga un approfondimento peritale esterno (art. 44 LPGA) volto ad accertare l’eziologia, morbosa oppure traumatica, dei disturbi interessanti l’occhio sinistro dell’assicurato, che sono stati oggetto dell’intervento chirurgico del 4 dicembre 2019.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Nella presente fattispecie, il TCA ritiene che siano soddisfatti i presupposti per un rinvio degli atti all’istituto convenuto (cfr. STF 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 e DTF 135 V 465), già per il fatto che esso ha fondato la decisione impugnata sul solo parere del proprio medico di __________. Per le ragioni già esposte al considerando 2.7., si giustifica l’annullamento della decisione su opposizione impugnata nella misura in cui all’assicurato è stata attribuita una rendita d’invalidità del 33% e il rinvio degli atti all’assicuratore resistente affinché disponga un approfondimento peritale esterno (art. 44 LPGA) volto a definire l’esigibilità lavorativa tenuto conto del solo danno infortunistico di natura somatica.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Inoltre, con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 p. 137 ss., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio. È in effetti in primo luogo compito dell’amministrazione disporre degli atti istruttori complementari volti ad accertare d’ufficio tutti i fatti pertinenti e, se del caso, raccogliere le prove necessarie prima di rendere la propria decisione (questo principio è stato confermato ancora con le sentenze 8C_274/2021 del 31 marzo 2023 consid.”
Se il fatto rilevante per il diritto alla prestazione — ad esempio la questione se e in quale misura debbano essere computate le spese professionali (p. es. l'abbonamento U‑Abo) — non risulta dai fascicoli, l'ente assicurativo è tenuto, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a svolgere d'ufficio le necessarie indagini e a raccogliere le informazioni occorrenti.
“Ob und gegebenenfalls in welcher Höhe beim Beschwerdeführer im hier zu beurteilenden Zeitraum bis 14. September 2021 Berufskosten einzubeziehen sind, erschliesst sich aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht. Dieser Aspekt ist aber relevant, da er seinen Leistungsanspruch beschlägt. Die Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich keinerlei Abklärungen getroffen und es damit versäumt, den Sachverhalt in diesem Punkt rechtsgenüglich abzuklären. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt. Da es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, wird die Beschwerdegegnerin angehalten, zu prüfen, ob sich die Aufwendungen für das U-Abo unmittelbar aus einer Berufstätigkeit ergeben und bei der Bemessung des Leistungsanspruchs einzurechnen sind.”
“Ob und gegebenenfalls in welcher Höhe beim Beschwerdeführer im hier zu beurteilenden Zeitraum bis 14. September 2021 Berufskosten einzubeziehen sind, erschliesst sich aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht. Dieser Aspekt ist aber relevant, da er seinen Leistungsanspruch beschlägt. Die Beschwerdegegnerin hat diesbezüglich keinerlei Abklärungen getroffen und es damit versäumt, den Sachverhalt in diesem Punkt rechtsgenüglich abzuklären. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt. Da es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, wird die Beschwerdegegnerin angehalten, zu prüfen, ob sich die Aufwendungen für das U-Abo unmittelbar aus einer Berufstätigkeit ergeben und bei der Bemessung des Leistungsanspruchs einzurechnen sind.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 226 Nel caso di perizie contraddittorie o polidisciplinari non rileva la loro provenienza, bensì il loro valore probatorio sostanziale. Determinante è se, sulla base della perizia, sia possibile rispondere alle questioni giuridicamente rilevanti. Perizie parziali coerenti o risultati parziali possono pertanto essere riconosciuti come dotati di pieno valore probatorio dall'istituto assicurativo, anche se altre conclusioni parziali o una valutazione conclusiva complessiva risultano lacunose o contraddittorie.
“Der abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit kommt damit dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2013, 9C_425/2013, E. 4.3.1). Eine solche zusammenfassende Beurteilung auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes zur Zusammenführung und Darlegung der Ergebnisse aus den einzelnen Fachrichtungen ist ideal, aber nicht zwingend (Urteile des Bundesgerichts vom 15. Januar 2016, 9C_889/2015, E. 2.2; vom 25. Februar 2013, 9C_556/2012, E. 4; vom 25. Februar 2008, 8C_323/2007, E. 4.3.2 mit Hinweisen). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens - z.B. der Schlussbeurteilung - die Beweiskraft fehlt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4; Urteile des Bundesgerichts vom 25. Februar 2013, 9C_556/2012, E. 4 und vom 8. Februar 2012, 9C_687/2011, E. 3.2.2).”
“In der Konsensbeurteilung wurde auf Seite 17 aber auch klar festgestellt, dass im Januar 2015 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht attestiert worden sei und der Beschwerdeführer im Jahr 2017 die psychiatrische Behandlung beendet habe, wobei für diesen Zeitpunkt keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit vorliegen würden. Daraus wird deutlich, dass auch die Gutachter des C.____ entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers den aktuellen Gesundheitszustand und die aktuelle Arbeitsfähigkeit mit dem rentenrechtlich relevanten Zeitpunkt von im Jahr 2015 verglichen haben und nicht mit jenem im Januar 2019, als Dr. I.____ ihm eine 80%ige Arbeitsfähigkeit attestierte. Unter diesen Umständen steht fest, dass im Vergleich zur Situation im Jahr 2015 eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist. Selbst wenn auf die Konsensbeurteilung nicht abgestellt werden könnte, würde dies nicht dazu führen, dass das C.____-Gutachten gesamthaft nicht beweistauglich wäre. Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens - hier der Schlussbeurteilung - die Beweiskraft fehlt (vgl. BGE 143 V 124”
“Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens die Beweiskraft fehlt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).”
“Au surplus, en ce qui concerne l'intrication des limitations d'origine pneumologique et celles constatées au niveau psychiatrique, elle apparaît évidente, les deux experts médicaux de ces disciplines ayant tous deux relevé qu'elles consistaient en des troubles de l'attention, de la concentration et du sommeil ainsi qu'une fatigabilité chronique. 5.3.7 Il faut certes aussi reconnaître qu'au début de leur conclusion consensuelle relative à la capacité de travail dans une activité adaptée, les experts ont mentionné une "incapacité de travail à 45% depuis 11.2014", alors qu'ils terminent leur appréciation en concluant à l'incapacité de travail précitée de 40%. Cela étant, la question de la force probante d'une expertise médicale doit être examinée dans chaque cas concret en fonction des réponses apportées par l'expertise aux questions déterminantes pour le cas d'espèce. Le fait de se fonder tout de même sur une expertise pluridisciplinaire, si les évaluations de tous les rapports partiels composant l'expertise s'avèrent concluantes, alors que les conclusions de l'expertise principale ne peuvent être pleinement comprises, ne viole pas déjà l'art. 43 al. 1 LPGA (principe de l'instruction d'office en procédure administrative d'assurance sociale). Une appréciation des preuves qui reconnaît une entière valeur probante à certains rapports partiels d'une expertise interdisciplinaire ne peut dès lors pas être qualifiée de contraire au droit fédéral pour la seule raison qu'une autre partie de l'expertise n'apparaît pas probante en elle-même (ATF 143 V 124 c. 2.2.4; SVR 2018 IV n° 27 c. 4.2.2). Or en l'occurrence, il faut admettre que la contradiction intrinsèque à l'évaluation consensuelle précitée de la capacité de travail dans une activité adaptée n'est pas à même de mettre en doute la crédibilité de l'expertise du 17 juillet 2023 dans son ensemble. En effet, à la lecture de ce paragraphe final de la conclusion consensuelle (c. 5.3.6 ci-avant), force est de reconnaître que cette contradiction n'est qu'apparente, dans la mesure où le premier pourcentage d'incapacité de travail mentionné de 45% résulte manifestement d'une erreur de calcul. On en veut pour preuve que la dernière phrase indique expressément qu'il convient d'additionner les incapacités de travail respectives de 25% pour la pneumologie et la moitié des 30% d'ordre psychiatrique.”
Secondo la giurisprudenza: se una persona assicurata, dopo una decisione di non entrata in materia fondata sull'art. 43 cpv. 3 LPGA, dichiara successivamente la propria disponibilità a collaborare, ciò non annulla automaticamente la precedente decisione di non entrata in materia. Una successiva disponibilità può essere trattata come una nuova presentazione della domanda o come una nuova istanza. La sanzione (non entrata in materia o diniego delle prestazioni) riguarda esclusivamente il periodo durante il quale la collaborazione è stata rifiutata ingiustificatamente.
“1 ; TF 9C_505/2010 précité ; TF U 316/06 précité ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 52 ad art. 43 LPGA). e) En particulier, la jurisprudence a admis que lorsque l'assureur-accidents met en œuvre d'office une procédure de révision de la rente, sans toutefois connaître de motif matériel de révision, et qu'après mise en demeure et notification d'un délai de réflexion, l'assuré refuse temporairement et de manière inexcusable de se soumettre à l'expertise envisagée, l'assureur-accidents peut, conformément au principe de proportionnalité, suspendre ses prestations, respectivement ne pas entrer en matière sur la demande (sur ce dernier point, cf. TF 9C_477/208 du 28 août 2018 consid. 5.1 et les références), jusqu'à ce que l'assuré se déclare prêt à se soumettre sans réserve à l'expertise ordonnée par une décision entrée en force (ATF 139 V 585 consid. 6.3.7 et 6.3.8). Toutefois, l'accord de l'assuré à la mesure d'instruction ordonnée précitée, exprimé postérieurement au prononcé de la décision fondée sur l'art. 43 al. 3 LPGA, ne rend pas sans effet le refus initial ayant entraîné la non-entrée en matière. C'est pourquoi un recours dans lequel l'assuré se déclare après coup prêt à se soumettre à l'expertise envisagée doit, cas échéant, être considéré comme une nouvelle demande. Ce nouvel examen du droit à la prestation pour le futur permet, sous l'angle du principe de la proportionnalité, de prendre en considération le fait que la sanction décidée (en l'espèce, non entrée en matière) ne concerne que la période pendant laquelle l'assuré refuse de collaborer (TF 9C_477/208 précité). 5. Conformément à l’art. 61 let. c et d LPGA, le juge des assurances sociales établit les faits et le droit d’office, et statue sans être lié par les griefs et conclusions des parties. Son devoir d’examen d’office est toutefois limité par celui des parties de collaborer à l’instruction de la cause, d’alléguer les faits déterminants et de motiver leurs conclusions. Le juge n’est pas tenu, en particulier, de soulever d’office toutes les questions de fait ou de droit qui pourraient théoriquement se poser en rapport avec l’objet du litige.”
“43 LPGA – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – doivent être appliquées selon le principe de la proportionnalité et se rapporter à la période pendant laquelle l'assuré refuse de collaborer. Lorsque celui-ci refuse temporairement et de manière inexcusable de se soumettre à une expertise médicale envisagée dans une procédure de révision, l'assureur-accidents peut suspendre ses prestations jusqu'à ce que l'intéressé se déclare prêt à se soumettre sans réserve à la mesure d'instruction ordonnée par une décision entrée en force (Jean- Frésard / Moser-Szeless in: Meyer (éd.), Sécurité sociale, 3e éd., p. 1126). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d'inexcusable lorsqu'aucun motif légitime n'est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible (arrêt TC FR 608 2022 82 du 27 septembre 2022 consid. 3 et la référence citée). 2.4. En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure – d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
Nel caso di ulteriori elementi di fatto rilevanti per il diritto alla prestazione, l'autorità deve accertarli ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA. Ciò riguarda, per esempio, che fine abbiano fatto i beni ereditari e — nella misura in cui sia rilevante ai fini della valutazione della dissipazione del patrimonio — se sussista un'incapacità di intendere e di volere dovuta a malattia.
“Entscheid Versicherungsgericht, 07.06.2021 Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG. Anrechnung eines hypothetischen Vermögens resp. eines Verzichtsvermögens. Die EL-Durchführungsstelle hat ihre Untersuchungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt, indem sie nicht abgeklärt hat, was mit dem Geld aus der Erbschaft passiert ist. Ausserdem hätte die EL-Durchführungsstelle abklären müssen, ob seine Krankheit den Beschwerdeführer hinsichtlich der Vermögensverschwendung "schuldunfähig" gemacht hat. Teilweise Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung an die EL-Durchführungsstelle (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juni 2021, EL 2019/63). Entscheid vom 7. Juni 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2019/63 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Soziale Dienste B.___, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Ergänzungsleistung zur IV”
LPGA art. 43 n. 223 I fatti che la persona assicurata conosce meglio e che possono essere forniti solo da lei senza un onere sproporzionato devono essere esposti nell'ambito dell'obbligo di collaborazione ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA. Se, nonostante il principio d'ufficio di accertamento, un tale quadro fattuale non può essere chiarito (mancanza di prove), la decisione viene emessa a sfavore della parte che intende dedurre diritti dal fatto non provato.
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
In caso di violazione colpevole e ingiustificata degli obblighi di informazione o di collaborazione, nei confronti di una rendita già in pagamento può essere adottato uno strumento provvisorio e finalizzato di pressione: la sospensione dell'erogazione della rendita. Una decisione sostanziale immediata e definitiva (p. es. la revoca permanente della rendita) di norma non è giustificata finché può ragionevolmente prevedersi che la persona assicurata, previa diffida e concessione di un termine di riflessione (procedura di diffida e termine di riflessione), adempia ancora agli obblighi di collaborazione. Devono essere rispettate le prescrizioni procedurali dell'art. 43 cpv. 3 LPGA; la sospensione dell'erogazione costituisce il mezzo idoneo per superare l'impasse procedurale, mentre una decisione sostanziale anticipata viene adottata solo in casi eccezionali e nelle circostanze che lo giustificano.
“3 ATSG nur als eine Regelung interpretiert werden, die es dem Sozialversicherungsträger erlauben soll, mittels eines „Druckmittels“ eine Verfahrensblockade zu überwinden, nämlich die versicherte Person dazu zu bringen, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Bezieht die versicherte Person bereits eine Rente und verweigert sie ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren, das für sie die Gefahr einer Rentenherabsetzung oder gar Rentenaufhebung birgt, sind die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten „Druckmittel“ nicht geeignet, sie zur Aufgabe ihrer Verweigerungshaltung zu bewegen, denn sowohl bei einem Entscheid aufgrund der Akten als auch bei einem Einstellen des Rentenrevisionsverfahrens bleibt es bei der bisherigen Rente. Für diese besondere Verfahrenssituation fehlt im Art. 43 Abs. 3 ATSG also eine passende Regelung (respektive ein geeignetes „Druckmittel“). In einer lückenfüllenden Interpretation des Art. 43 Abs. 3 ATSG hat das Bundesgericht die Auffassung vertreten, dass in einer solchen Verfahrenssituation gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Auszahlungsstopp verfügt werden könne (BGE 139 V 585). Das bedeutet, dass der Versicherungsträger sämtliche weiteren Zahlungen verweigern kann, bis die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Rentenrevisionsverfahren doch noch nachkommt. Dieses „Druckmittel“ ist augenscheinlich geeignet, den Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Überwindung der Verfahrensblockade – zu erreichen. Das Bundesgericht vertritt allerdings gelegentlich auch die Auffassung, der Art. 43 Abs. 3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige.”
“Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen.”
“Das Versicherungsgericht erwog, eine "Abmahnung" im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG könne erst als Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der versicherten Person erfolgen, nicht im Vorfeld einer Begutachtung gleichsam "auf Vorrat" bzw. präventiv. Da demnach kein rechtskonformes Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt worden sei, habe die Verletzung der Mitwirkungspflicht auch nicht sanktioniert werden dürfen. So oder anders komme im Falle bereits laufender Rente auch bei Verletzung der Mitwirkungspflicht trotz korrekt durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahrens einzig ein Rentenauszahlungsstopp in Frage, nicht jedoch eine Aufhebung der Rente.”
“Januar 2022 geltenden Fassung, noch dem Sinn der Bestimmung, noch der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Mitwirkungsrechten der Versicherten im Zusammenhang mit der Anordnung von Gutachten entspreche und daher keine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen darstelle (vgl. dazu Urteile des hiesigen Gerichts IV.2023.00352 vom 20. Oktober 2023 E. 3.4 und E. 3.5 unter Hinweis auf Urteile IV.2023.00169 vom 30. August 2023 E. 3.6 und IV.2022.00385 vom 2. März 2023 E. 4.5). Daraus folgt, dass die Leistungsverweigerung gestützt auf die Akten wegen schuldhafter fehlender Mitwirkung bei der Abklärung so lange nicht erfolgen durfte, als über die Zulässigkeit der vom Beschwerdeführer beanstandeten neuerlichen Begutachtung mittels Zwischenverfügung rechtskräftig entschieden war. Daraus ergibt sich mithin für den vorliegenden Fall, dass - da bei Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung kein (rechtskräftiger) Zwischenentscheid über die Rechtmässigkeit der neuerlichen Begutachtung vorlag - die Mitwirkungsverweigerung nicht im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG unentschuldbar war. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer, nachdem er zunächst wiederholt vergeblich um eine Zwischenverfügung gebeten hatte, zuletzt selber den Erlass der Leistungsverfügung beantragt hat, kann doch darin jedenfalls kein Eingeständnis einer schuldhaften Mitwirkungsverweigerung erblickt werden, zumal er weiterhin stets zum Ausdruck brachte, die neuerliche Begutachtung stelle eine unzulässige «second opinion» dar.”
Se, nell'ambito degli accertamenti prescritti dall'art. 43 cpv. 1 LPGA, non è possibile individuare un evento iniziale ricordabile oppure si riscontra soltanto un evento di entità del tutto trascurabile, ciò semplifica di norma la prova liberatoria dell'assicuratore infortuni rispetto a una causa della lesione elencata riconducibile ad usura o a malattia.
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dans un arrêt de principe du 24 septembre 2019 (ATF 146 V 51), le Tribunal fédéral a précisé que selon l’interprétation de l’art. 6 al. 2 LAA, l’application de cette disposition ne présuppose aucun facteur extérieur et donc aucun événement accidentel ou générant un risque de lésion accru au sens de la jurisprudence relative à l'art. 9 al. 2 aOLAA. Cependant, la possibilité pour l’assureur-accidents de rapporter la preuve prévue par l’art. 6 al. 2 LAA impose de distinguer la lésion corporelle assimilée, d’une lésion corporelle figurant dans la liste due à l'usure et à la maladie à charge de l’assurance-maladie. Dans ce contexte, la question d'un événement initial reconnaissable et identifiable est également pertinente après la révision de la LAA – notamment en raison de l'importance d'un lien temporel (couverture d'assurance ; compétence de l'assureur-accidents; calcul du gain assuré ; questions juridiques intertemporelles). Par conséquent, dans le cadre de son devoir d’instruction (cf. art. 43 al. 1 LPGA), l'assureur-accidents doit clarifier les circonstances exactes du sinistre à l’annonce d’une lésion selon la liste. Si celle-ci est imputable à un événement accidentel au sens de l'art. 4 LPGA, l'assureur-accidents est tenu de verser des prestations jusqu'à ce que l'accident ne représente plus la cause naturelle et suffisante, c'est-à-dire que l’atteinte à la santé est fondée uniquement et exclusivement sur des causes autres qu’accidentelles (voir consid. 5.1 et 8.5). Si, en revanche, tous les critères de la définition de l'accident au sens de l'art. 4 LPGA ne sont pas remplis, l'assureur-accidents est généralement responsable pour une lésion selon la liste selon l'art. 6 al. 2 LAA dans la version en vigueur depuis le 1er janvier 2017, à moins qu’il puisse prouver que la lésion est principalement due à une usure ou maladie (consid. 9.1). Si aucun événement initial ne peut être établi, ou si seul un événement bénin ou anodin peut être établi, cela simplifie de toute évidence la preuve de la libération pour l'assureur-accident.”
Una palese violazione del principio d'accertamento (art. 43 cpv. 1 LPGA) — in particolare quando gli accertamenti necessari (specialistici) mancano del tutto o non sono stati effettuati con la diligenza richiesta — può portare a qualificare un provvedimento o una concessione di prestazioni come «indubbiamente errata». Il Tribunale federale osserva inoltre che, di norma, le concessioni di prestazioni sono considerate indubbiamente errate quando si basano su norme giuridiche errate o quando disposizioni rilevanti non sono state applicate o sono state applicate in modo errato.
“Zunächst ist zu prüfen, ob die Verfügungen der IV-Stelle zwecks Bestätigung des unveränderten Anspruchs auf eine ganze Invalidenrente vom 12. Oktober 2011 und 27. November 2012 vom kantonalen Gericht bundesrechtskonform als zweifellos unrichtig erkannt wurden. Die Bejahung der Rechtsfrage nach der zweifellosen Unrichtigkeit (JOHANNA DORMANN, Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 35f zu Art. 105 BGG) begründete die Vorinstanz mit einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG).”
“Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. Zurückhaltung bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen. Eine vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis vertretbare Beurteilung der (invaliditätsmässigen) Anspruchsvoraussetzungen kann nicht zweifellos unrichtig sein (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414; SVR 2021 UV Nr. 1 S. 4 E. 6.1, 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1). Eine Leistungszusprache ist in der Regel dann als zweifellos unrichtig anzusehen, wenn sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Darunter fällt insbesondere eine auf klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) beruhende unvollständige Sachverhaltsabklärung (Entscheid des BGer vom 1. April 2019, 8C_730/2018, E. 4; vgl. auch Entscheid des BGer vom 1. Februar 2021, 8C_660/2020, E. 2.2).”
“In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen (fachärztlichen) Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Zurückhaltung bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen. Eine vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis vertretbare Beurteilung der (invaliditätsmässigen) Anspruchsvoraussetzungen kann nicht zweifellos unrichtig sein (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414; SVR 2021 UV Nr. 1 S. 4 E. 6.1, 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1). Eine Leistungszusprache ist in der Regel dann als zweifellos unrichtig anzusehen, wenn sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Darunter fällt insbesondere eine auf klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) beruhende unvollständige Sachverhaltsabklärung (Entscheide des Bundesgerichts [BGer] vom 1. Februar 2021, 8C_660/2020, E. 2.2, und vom 1. April 2019, 8C_730/2018, E. 4).”
Prima di applicare i mezzi di pressione previsti dall'art. 43 cpv. 3 LPGA (provvedimento basato sugli atti, sospensione degli accertamenti o non-entrata in materia), l'ente assicuratore deve instaurare una procedura scritta di sollecito e di termine di riflessione. Il sollecito deve essere concreto e orientato al comportamento della persona assicurata, indicare chiaramente l'obbligo di collaborazione da adempiere nonché la conseguenza giuridica minacciata in caso di ulteriore rifiuto, e concedere alla persona assicurata un termine di riflessione o di reazione adeguato. In particolare, nei procedimenti di revisione delle rendite è generalmente prevista quale misura idonea la sospensione del pagamento della rendita; una decisione materiale definitiva anticipata a sfavore della persona assicurata è incompatibile con lo scopo dell'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr. F.___ folglich eine weitere psychiatrische Begutachtung – einschliesslich einer erneuten neuropsychologischen Testung – anordnen und die Beschwerdeführerin im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung anhalten müssen. Diese „Abmahnung“ hätte sich am Verhalten der Beschwerdeführerin orientieren müssen, das letztlich zum Scheitern der Begutachtung geführt hat: Die Beschwerdeführerin hat die neuropsychologische Testung nach drei viertel Stunden vorzeitig abgebrochen; sie hat aber auch während des durchgeführten Teils der neuropsychologischen Tests ein Antwortverhalten gezeigt, das zuverlässige Schlussfolgerungen bezüglich ihrer neurokognitiven Fähigkeiten verunmöglicht hat (inkonsistente und unplausible Symptomproduktion; auffällige Resultate in den Symptomvalidierungstests); in der psychiatrischen Begutachtung hat sie es dem Sachverständigen Dr.”
“Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen.”
“3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4.”
“3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
“August 2020, IV 2018/206, E. 5.1). Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens, bei dem der Verdacht besteht, dass die versicherte Person zu weniger als 40% invalid sein könnte, stellt nur die Einstellung der Rente die geeignete Sanktion dar. Der Beschwerdeführer hat im Rahmen der medizinischen Begutachtung durch Dres. J.___ und K.___, also in einem Anwendungsfall von Art. 43 Abs. 2 ATSG, eingeschränkt mitgewirkt. Er hat damit seine Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt. Nach dem in E. 5.1 Gesagten hätte die Beschwerdegegnerin das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG durchführen müssen, dies unter der Androhung einer Sanktion gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG. Weil sie dies unterlassen hat, hat sie Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG und Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG verletzt. Die Sache ist daher zur erneuten psychiatrischen Begutachtung (inklusive eine erneute neuropsychologische Abklärung) nach der Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG unter der Androhung einer Sanktion gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird dem Beschwerdeführer also androhen, dass sie die Rentenzahlungen stoppen werde, wenn er bei der erneuten Begutachtung nicht vollumfänglich mitwirken sollte. Die Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur erneuten psychiatrischen Begutachtung ist ohne weiteres zulässig, da es zur gesetzlichen Pflicht der den Sachverhalt abklärenden Verwaltung gehört, bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht der versicherten Person das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchzuführen. Das Instrument des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens ist dem für das Versicherungsgericht anwendbaren kantonalen Verfahrensrecht (Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1) fremd, womit dem Versicherungsgericht im Rahmen der Einholung eines Gerichtsgutachtens auch kein Mittel zur Verfügung stünde, auf eine versicherte Person, die ihre Mitwirkungspflicht verletzt, Druck auszuüben, damit sie ihrer Pflicht nachkommen würde.”
Se l'autorità amministrativa non ha adempiuto al suo obbligo d'indagine o d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, oppure si è fondata su una perizia medica manifestamente inadeguata o insufficiente, possono essere addebitati a essa i costi di una perizia giudiziaria. I criteri stabiliti dal Tribunale federale per l'AI sono da applicare anche in ambiti comparabili (p. es. assicurazione contro gli infortuni).
“Art. 43 Abs. 1 ATSG schreibt vor, dass der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt. Laut Art. 45 Abs. 1 ATSG übernimmt er die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat (Satz 1). Hat er keine Massnahmen angeordnet, übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruches unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Satz 2). Mit BGE 139 V 496 E. 4.4 hat das Bundesgericht für den Bereich der Invalidenversicherung Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage zu berücksichtigen sind, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können. Dies ist namentlich der Fall, wenn die Verwaltung zur Klärung der medizinischen Situation auf eine Expertise abgestellt hat, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht erfüllt. Diese Kriterien sind auch im Bereich der Unfallversicherung anzuwenden (BGE 140 V 70 E. 6; Urteil des Bundesgerichts 8C_64/2019 vom 27.”
“Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mit der angefochtenen Verfügung vom 4. August 2020 einen befristeten Rentenanspruch für insgesamt 23 Monate zugesprochen. Die Korrektur der angefochtenen Verfügung führt damit zu einer Besserstellung des Beschwerdeführers. Damit dringt der Beschwerdeführer mit seinem Hauptanliegen – der Korrektur der von ihm als rechtswidrig erachteten angefochtenen Verfügung – vollumfänglich durch, weshalb hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen von einem vollständigen Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen ist. Die Gerichtskosten sind angesichts des weit überdurchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf den Maximalbetrag von 1’000 Franken festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die unterliegende Beschwerdegegnerin hat zudem die Kosten des Gerichtsgutachtens von 11’352.50 Franken zu bezahlen. Sie müsste diese Kosten auch tragen, wenn sie obsiegt hätte, da sie sich in ihrer angefochtenen Verfügung auf ein offenkundig untaugliches medizinisches Gutachten gestützt und damit ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt hat, weshalb es sich bei den Kosten für das Gerichtsgutachten um notwendige Abklärungskosten im Sinne des Art. 45 Abs. 1 Satz 2 ATSG gehandelt hat, die die Beschwerdegegnerin tragen muss. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung auszurichten. Deren Betrag ist nach dem Zeitaufwand festzusetzen; die obere Grenze beträgt 15’000 Franken (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO; sGS 963.75). Angesichts des weit überdurchschnittlichen Aufwandes für die Vertretung in diesem Beschwerdeverfahren rechtfertigt sich die Zusprache einer den in der Kostennote vom 14. September 2020 (act. G 54.1) geltend gemachten Aufwand abdeckenden Parteientschädigung. Der Rechtsvertreter hat mit einem in Zürich wohl üblichen Stundenansatz von 300 Franken gerechnet. Im Kanton St. Gallen beträgt der übliche Stundenansatz aber 250 Franken. Man könnte sich zwar auf den Standpunkt stellen, dass der Rechtsvertreter seine Ausgaben im Kanton Zürich bestreiten muss und deshalb darauf angewiesen ist, eine Entschädigung zum vollen üblichen Zürcher Stundenansatz zu erhalten, aber die Möglichkeit, in einem ausserkantonalen Prozess eine Entschädigung zu einem tieferen Stundensatz zu erhalten, gehört zum Risiko, das der Rechtsvertreter aus unternehmerischer Sicht abwägen muss, bevor er sich entscheidet, das Mandat anzunehmen, weshalb keine Veranlassung besteht, einen im Kanton St.”
“Im angefochtenen Urteil wurde die Überbindung der Kosten des Gerichtsgutachtens an die IV-Stelle damit begründet, dass der Sachverhalt im Verwaltungsverfahren unzureichend abgeklärt worden sei. Dabei ging das kantonale Gericht zu Recht von einer entsprechenden, der IV-Stelle anzulastenden Abklärungslücke aus, denn da die von ihr getätigten Sachverhaltsermittlungen, wie in E. 4.3 dargelegt, eine Beurteilung des streitigen Anspruchs noch nicht zuliessen, wäre (auch) sie aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu weiteren Vorkehren verpflichtet gewesen. Soweit die Beschwerdeführerin darauf hinweist, dass Kosten von Gerichtsgutachten, welche eine unzulässige und überflüssige Zweitmeinung darstellen, nicht zu ihren Lasten gehen dürfen, ist ihr entgegenzuhalten, dass eine solche Konstellation hier nicht vorlag. Die Höhe der überbundenen Kosten wurde in der Beschwerde im Übrigen nicht beanstandet.”
L'ente assicurativo può, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, fondarsi su una perizia acquisita, purché il suo valore probatorio non sia concretamente messo in discussione. La perizia deve includere in maniera sufficiente gli atti precedenti e i referti antecedenti e verificare la comparabilità con i riscontri precedenti; inoltre i referti esterni rilevanti (p. es. risultati EFL) devono essere valutati adeguatamente.
“Soweit die Beschwerdeführerin im Rahmen des ihr obliegenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) den medizinischen Sachverhalt abzuklären hatte, stellte sie selber - zumindest hinsichtlich des massgebenden Gesundheitsschadens (vgl. E. 4 hievor) - auf das von ihr im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholte asim-Gutachten ab. Wie dargelegt, bringt sie weder gegen die Beweiskraft des asim-Gutachtens (vgl. E. 3.2 und”
“Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Gesagten ungenügend abgeklärt, insbesondere wurden die Ergebnisse der EFL von den Gutachtern nicht ausreichend gewürdigt und es fehlt eine schlüssige und nachvollziehbare Herleitung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, welche sich mit anderslautenden (fach-)ärztlichen Einschätzungen auseinandersetzt. Die Sache ist deshalb und wegen der formellen Mängel (vgl. vorstehende E. 4.3.5) an die Beschwerdegegnerin, die ihre gesetzliche Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt hat, zurückzuweisen, damit diese den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der Ergebnisse der EFL abkläre. In diesem Zusammenhang wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes auch prüfen müssen, ob gegebenenfalls Eingliederungsmassnahmen angezeigt sind.”
“Die Frage, ob eine revisionsbegründende Änderung stattgefunden hat, ist durch die Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes zu beurteilen. Zentrales Beweisthema der Expertise ist demnach nicht bloss die Feststellung des aktuellen Gesundheitszustandes und seiner funktionellen Auswirkungen, sondern gerade auch der Vergleich dieses Befundes mit den ursprünglichen Beschwerden. Spricht sich ein Gutachten nicht in hinreichender Weise darüber aus, ob und bejahendenfalls inwiefern eine effektive Veränderung der gesundheitlichen Situation im entscheidrelevanten Referenzzeitraum stattgefunden hat, mangelt es ihm, sofern sich eine entsprechende Sachlage nicht ohnehin augenfällig präsentiert, am rechtlich erforderlichen Beweiswert (Urteil BGer 9C_244/2017 vom 26. Oktober 2017 E. 5.2.1.). 3.3. 3.3.1. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). 3.3.2. Ein medizinisches Gutachten erfüllt die rechtsprechungsgemässen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). 3.3.3. Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
L'amministrazione/il competente ente assicurativo non può far effettuare gli accertamenti necessari per la determinazione dei fatti soltanto nell'ambito del procedimento di ricorso o davanti al tribunale. L'art. 43 LPGA obbliga l'amministrazione/il competente ente assicurativo a svolgere d'ufficio e prima dell'adozione del provvedimento le indagini necessarie; il trasferimento di tali compiti alle fasi successive del procedimento è contrario allo scopo della norma, che è quello di sgravare i tribunali.
“Ad ogni modo si ricorda alla ricorrente che l'accertamento dei fatti incombeva in primo luogo a lei stessa in forza dell'obbligo derivante dall'art. 43 LPGA, secondo il quale l'assicuratore esamina le domande, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno (cfr. per analogia la sentenza 8C_122/2008 del 10 marzo 2008 consid. 3). Anche per questa ragione essa non può ora rimproverare alla Corte cantonale un accertamento asseritamente lacunoso per non avere approfondito un aspetto - per altro insufficientemente sostanziato in sede cantonale come pure in sede federale, non potendosi dal solo doppio ruolo assunto da F.________ inferire un serio indizio di manifesto abuso di diritto - che avrebbe potuto e dovuto essere da lei acclarato. Come già avuto modo di affermare in altro ambito, l'amministrazione non può infatti rimandare gli approfondimenti necessari all'accertamento dei fatti determinanti alla procedura di opposizione e tanto meno a quella giudiziaria di ricorso senza in questo modo contravvenire allo scopo perseguito dalle relative disposizioni che è quello di sgravare in definitiva i tribunali (cfr.”
“Ad ogni modo si ricorda alla ricorrente che l'accertamento dei fatti incombeva in primo luogo a lei stessa in forza dell'obbligo derivante dall'art. 43 LPGA, secondo il quale l'assicuratore esamina le domande, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno (cfr. per analogia la sentenza 8C_122/2008 del 10 marzo 2008 consid. 3). Anche per questa ragione essa non può ora rimproverare alla Corte cantonale un accertamento asseritamente lacunoso per non avere approfondito un aspetto - per altro insufficientemente sostanziato in sede cantonale come pure in sede federale, non potendosi dal solo doppio ruolo assunto da F.________ inferire un serio indizio di manifesto abuso di diritto - che avrebbe potuto e dovuto essere da lei acclarato. Come già avuto modo di affermare in altro ambito, l'amministrazione non può infatti rimandare gli approfondimenti necessari all'accertamento dei fatti determinanti alla procedura di opposizione e tanto meno a quella giudiziaria di ricorso senza in questo modo contravvenire allo scopo perseguito dalle relative disposizioni che è quello di sgravare in definitiva i tribunali (cfr.”
“Ad ogni modo si ricorda alla ricorrente che l'accertamento dei fatti incombeva in primo luogo a lei stessa in forza dell'obbligo derivante dall'art. 43 LPGA, secondo il quale l'assicuratore esamina le domande, intraprende d'ufficio i necessari accertamenti e raccoglie le informazioni di cui ha bisogno (cfr. per analogia la sentenza 8C_122/2008 del 10 marzo 2008 consid. 3). Anche per questa ragione essa non può ora rimproverare alla Corte cantonale un accertamento asseritamente lacunoso per non avere approfondito un aspetto - per altro insufficientemente sostanziato in sede cantonale come pure in sede federale, non potendosi dal solo doppio ruolo assunto da F.________ inferire un serio indizio di manifesto abuso di diritto - che avrebbe potuto e dovuto essere da lei acclarato. Come già avuto modo di affermare in altro ambito, l'amministrazione non può infatti rimandare gli approfondimenti necessari all'accertamento dei fatti determinanti alla procedura di opposizione e tanto meno a quella giudiziaria di ricorso senza in questo modo contravvenire allo scopo perseguito dalle relative disposizioni che è quello di sgravare in definitiva i tribunali (cfr.”
LPGA art. 43 n. 215 Nel caso di diagnosi combinate somatiche e psichiche, nonché in caso di accertamenti medici insufficienti, devono essere effettuati accertamenti complementari (p. es. accertamento delle attività domestiche) o nuovi accertamenti. Se del caso, va inoltre valutata l'opportunità di misure di integrazione professionale.
“Im Rahmen der erstmaligen Beurteilung des Leistungsanspruchs wurden zudem somatische Erkrankungen mit Auswirkung auf die funktionelle Leistungsfähigkeit festgestellt, darunter insbesondere Kniebeschwerden (Urk. 11/116/5) und ein LWS-Syndrom (Urk. 11/123/3; vgl. E. 2.3). Demzufolge wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) auch prüfen müssen, ob und wie sich die psychischen Diagnosen mit den somatischen Erkrankungen in ihren Auswirkungen gegenseitig beeinflussen respektive wie die Arbeitsfähigkeit in der Gesamtschau zu beurteilen ist. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang insbesondere darauf, dass im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrades gegebenenfalls weitere Erhebungen im Hinblick auf den invalidenversicherungsrechtlichen Status der bis anhin teilerwerbstätigen Beschwerdeführerin sowie die konkreten Einschränkungen im Aufgabenbereich erforderlich sein werden, vorzugsweise im Rahmen einer Haushaltsabklärung.”
“Der medizinische Sachverhalt ist nach dem Gesagten ungenügend abgeklärt, wobei es neben einer nachvollziehbaren Diagnostik insbesondere an einer schlüssigen und nachvollziehbaren Herleitung der Arbeitsfähigkeit fehlt. Die Sache ist deshalb an die Beschwerdegegnerin - die ihre gesetzliche Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt hat - zurückzuweisen, damit diese den psychischen Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers rechtsgenüglich abkläre und hernach über seinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung neu entscheide. In diesem Zusammenhang wird die Beschwerdegegnerin neben den genannten Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes und des Grundsatzes «Eingliederung vor Rente» auch prüfen müssen, ob gegebenenfalls Eingliederungsmassnahmen angezeigt sind. Dies gilt auch mit Bezug auf eine allfällige neue Schadenminderungspflicht, nachdem die von der Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer am 6. April 2021 auferlegten Massnahmen (Urk. 7/31) auf dem nicht beweiskräftigen Gutachten von Dr. Z.___ beruhten.”
Principio d'accertamento (art. 43 cpv. 1 LPGA): l'autorità amministrativa e il giudice sono obbligati d'ufficio a chiarire in modo corretto e completo il fatto rilevante ai fini del diritto; tale obbligo permane fino a quando non sia raggiunta una chiarezza sufficiente per la valutazione del diritto. In caso di malattie psichiche deve, in linea di principio, essere applicata una procedura probatoria strutturata (cfr. in particolare ATF 141 V 281 ss.).
“Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche, adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Während bei schweren Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den psychischen Folgen in der Regel zu bejahen ist, weil nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung Unfälle solcher Intensität geeignet sind, invalidisierende Gesundheitsschäden auch psychischer Natur zu bewirken, ist der adäquate Kausalzusammenhang bei leichten bzw. banalen Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 ff.). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Um festzustellen, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, sind sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. 4.5 Nach der Rechtsprechung (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.1) liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor, wenn die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass solche Ausschlussgründe die Annahme einer Gesundheitsbeeinträchtigung verbieten, so besteht von vornherein keine Grundlage für eine Invalidenrente (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG). Soweit die betreffenden Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbstständigten Gesundheitsschädigung (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a) auftreten, sind deren Auswirkungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2). 5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht entschieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwickelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die – unter Berücksichtigung von leistungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Berichte wiedergegeben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind.”
“1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“4 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht in BGE 143 V 409 entschieden hat, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren zu unterziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
LPGA art. 43 n. 213 In caso di rifiuto o di irragionevolezza delle modalità di accertamento previste dall'organo assicurativo, vanno esaminate soluzioni specifiche per il singolo caso. Ciò comprende in particolare la possibilità di un accertamento domiciliare da parte di professionisti idonei. Un accertamento all'estero è preso in considerazione solo se l'ente straniero dimostra in modo comprovato di essere equivalente ai principi della medicina assicurativa svizzera. Va altresì valutata l'adattamento delle modalità di accertamento nella misura in cui la salute della persona assicurata o altre circostanze concrete lo giustifichino.
“Schliesslich sei der Beschwerdeführer aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, für die Kosten des nicht aussichtslosen und komplexen Verfahrens aufzukommen, weshalb ihm die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu gewähren seien (BVGer-act. 3). B.n Mit Vernehmlassung vom 16. November 2020 führte die Vorinstanz aus, dass die Begutachtung in Nordmazedonien nicht möglich gewesen sei. Insofern eine psychiatrische Erkrankung im Raum stehe, seien für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematische Indikatoren ausschlaggebend und die Beurteilung habe stets in der Schweiz zu erfolgen. Einzig dann, wenn der ausländischen Abklärungsstelle die Grundsätze der schweizerischen Versicherungsmedizin vertraut seien und sie damit gleichwertig sei, könne eine Begutachtung im Ausland in Betracht kommen. Dies sei bei Nordmazedonien nicht der Fall. Im Weiteren sei das Einreiseverbot auf staatsgefährdendes Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen und somit selbstverschuldet. Er habe seine Mitwirkungspflichten verletzt und eine Umkehr der Beweislast sei eingetreten. Was die anwendbare Rechtsgrundlage für den Entscheid betreffe, könne offenbleiben, ob sich dieser auf Art. 43 Abs. 3 ATSG oder auch auf die Ausnahmebewilligung in Art. 7b Abs. 2 Bst. d IVG stütze. So sei der Beschwerdeführer transparent von der IV-Stelle über die Notwendigkeit der Begutachtung in der Schweiz sowie die dafür notwendige Aussetzung der Einreisesperre informiert worden und die nochmalige Ansetzung einer Frist zwecklos gewesen (BVGer-act. 6). B.o Mit Zwischenverfügung vom 7. Januar 2021 hiess der damals zuständige Instruktionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gut (BVGer-act. 10). B.p Mit Replik vom 1. Februar 2021 führte der Beschwerdeführer aus, die Rekurskommission habe nicht angeordnet, dass die medizinische Begutachtung zwingend in der Schweiz stattfinden müsse. Auch das Bundesgericht habe diese Vorgabe nie aufgestellt. Mit einer vorgängigen Instruktion könne sichergestellt werden, dass die Grundsätze der schweizerischen Versicherungsmedizin eingehalten seien. Weiter bestehe seit mehr als 18 Jahren ein Abkommen zwischen der Schweiz und der Republik Nordmazedonien (Nachfolgerstaat der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien), worin die gegenseitige Hilfeleistung geregelt sei.”
“Gestützt auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte und Therapeuten vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, die mit einer externen polydisziplinären Begutachtung und/oder einem stationären Aufenthalt verbundenen Anstrengungen und Einflüsse hätten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine langdauernde oder gar dauernde Verschlechterung des Gesundheitszustands zur Folge. Es handle sich dabei einerseits um das Leitsymptom von ME/CFS, die so genannte postexertionelle Malaise (PEM), anderseits um das Risiko einer Retraumatisierung im Rahmen der komplexen PTBS. Die Gefahr einer gesundheitlichen Verschlechterung sei nicht theoretischer Natur. Die Einschätzung der Ärzteschaft und Therapeuten, wonach sie eine solche im Fall einer externen Begutachtung inklusive Reisen und/oder eines stationären Klinikaufenthalts mit hoher Wahrscheinlichkeit erlitte, beruhe auf deren konkreten Erfahrungen und Erkenntnissen im Rahmen der Behandlungen und Therapiesitzungen. Da die von der IV-Stelle als notwendig erachtete Begutachtung eine Gefahr für die Gesundheit darstelle, sei diese objektiv betrachtet nicht zumutbar. Es sei deshalb nachvollziehbar, dass die Versicherte eine Begutachtung in der von der IV-Stelle vorgesehenen Form abgelehnt habe, so dass ihr kein unentschuldbares Verhalten vorgeworfen werden könne. Die Voraussetzungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG bzw. für einen Nichteintretensentscheid seien somit nicht erfüllt und es bleibe bei der Pflicht der IV-Stelle, den medizinischen Sachverhalt und die Ansprüche der Beschwerdeführerin von Amtes wegen weiter abzuklären. Jene falle nicht einfach dahin, wenn herkömmliche Abklärungsmassnahmen wie hier nicht griffen. Es müsse vielmehr versucht werden, eine einzelfallbezogene, angemessene Lösung zu finden. Dabei sei etwa die Möglichkeit einer (behutsamen) Begutachtung zu Hause durch geeignete Fachpersonen zu prüfen. Die Beschwerdeführerin sei denn auch bereit, bei den weiteren Abklärungen mitzuwirken, sofern ihre Gesundheit dadurch nicht gefährdet werde.”
“La recourante reproche à l’intimé d’avoir statué sans ordonner d’expertise pluridisciplinaire et conteste avoir violé son obligation de participer à l’instruction de la cause. a) Selon l’art. 43 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). Par ailleurs, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Cet article dispose en outre que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) En l’espèce, une expertise psychiatrique est à l’évidence nécessaire. Le médecin traitant de la recourante l’a adressée à de nombreux spécialistes dans différentes branches de la médecine somatique. Malgré tous les examens réalisés, aucun d’entre eux n’a pu poser un diagnostic expliquant les symptômes de la recourante, sauf à évoquer des atteintes de type psychosomatique. L’intimé devait donc ordonner une expertise psychiatrique, ce qu’il a fait à juste titre. c) La recourante nie avoir refusé de se soumettre à une telle expertise et soutient en avoir uniquement contesté les modalités. Par l’intermédiaire de son avocat, elle a émis, dans un premier temps, trois conditions pour se soumettre à l’expertise, à savoir être assistée par une personne de confiance lors de l’entretien clinique, obtenir l’enregistrement de cet entretien et que cet entretien se déroule en allemand. L’intimé lui a répondu que l’entretien pourrait se dérouler en allemand, mais qu’en revanche, elle ne pourrait pas s’y faire accompagner d’une tierce personne, ni obtenir un enregistrement.”
Grado di prova e conseguenze probatorie: secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, nel diritto delle assicurazioni sociali vale in linea di principio il criterio della prevalente probabilità. Per talune tipologie di procedimento (in particolare una nuova domanda o una richiesta di revisione nella giurisprudenza AI) si applicano requisiti attenuati; in tali casi è sufficiente la dimostrazione credibile di una modifica rilevante ai fini del diritto alla prestazione. Un'inversione o un trasferimento dell'onere della prova è ammesso soltanto in via eccezionale, segnatamente quando l'impossibilità di fornire una prova sia imputabile all'autorità o a circostanze a essa riconducibili.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). 4.3. Le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale. La conviction de l'administration ou du juge n'a pas besoin d'être fondée sur la preuve pleinement apportée qu'une modification déterminante est survenue; des indices d'une telle modification suffisent alors même que la possibilité subsiste qu'une instruction plus poussée ne permettra pas de l'établir (arrêt TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018 consid. 3.3 et les références). La jurisprudence en matière de nouvelle demande considère que le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à cette procédure dans la mesure où l'assuré a eu l'occasion de présenter des pièces médicales pour rendre plausible une modification de la situation. Dans ce cas, le juge est en droit d'apprécier le caractère plausible des faits allégués par le requérant au regard des seules pièces déposées devant l'administration et n'a pas à prendre en compte les rapports médicaux déposés ultérieurement ni à ordonner une expertise complémentaire (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt TF 8C_880/2017 du 22 juin 2018 consid. 5.1). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“Der zeitliche Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruches mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung (BGE 133 V 108; 130 V 71 E. 3.2.3). Wurde gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen nach Abs. 2 erfüllt sind. Dieser Absatz sieht vor, dass wenn ein Gesuch um Revision eingereicht wird, darin glaubhaft zu machen ist, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Im Verfahren der Neuanmeldung nach Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV spielt der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) insoweit nicht, als die versicherte Person in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweisführungslast trifft (Urteil BGer 9C_367/2016 vom 10. August 2016 E. 2.3 mit Hinweisen). Legt sie ihrem Gesuch keine Beweismittel bei, hat ihr die IV-Stelle eine angemessene Frist anzusetzen, um solche einzureichen, verbunden mit dem Hinweis, dass ansonsten auf das erneute Leistungsbegehren nicht eingetreten werden könne. Bei Nichteintreten legt die Beschwerdeinstanz ihrer Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot (Urteil BGer 9C_236/2011 vom 8. Juli 2011 E. 2.1.2). Mit dem Beweismass des "Glaubhaftmachens" sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen.”
“Tel peut-être le cas aussi lorsqu'il présente un caractère, dans un sens large, qui rend les rapports de travail intenables (DTA 1995 no 18 p. 107 et 108 consid. 1, 1993/1994 no 26 p. 183 et 184 consid. 2a; SJ 1992 p. 551 consid. 1; ATF 112 V 245 consid. 1). Le chômage lui est dès lors imputable non seulement lorsqu'il s'est rendu coupable d'une violation de ses engagements contractuels proprement dits, mais aussi lorsqu'il a fourni à l'employeur un motif de dénonciation valable, par une attitude fautive, que ce soit à l'intérieur ou à l'extérieur de l'entreprise, pendant ou hors des heures de travail (DTA 1954 no 32 p. 29). 3. Dispositions relatives à l'instruction et au degré de preuve 3.1. Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est toutefois pas absolu. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid. 1a; 121 V 210 consid. 6c et les références citées). Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 117 V 264 consid. 3b et les références citées). 3.2. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée.”
“Für den so qualifizierten Kausalzusammenhang trägt die versicherte Person die Beweislast, wenn ein solcher Zusammenhang trotz pflichtgemässer Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nicht bewiesen werden kann (vgl. RKUV 1988 Nr. U 61 S. 450 f. E. 1b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts U 557/06 vom 4. Oktober 2007 E. 2; zum im Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatz vgl. auch Art. 61 lit. c ATSG; BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). Es gilt der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_420/2007 vom 29. Januar 2008 E. 5 und E. 5.3). Eine Umkehr der Beweislast tritt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur ausnahmsweise dann ein, wenn eine Partei einen Beweis aus Gründen nicht erbringen kann, welche nicht von ihr, sondern von der Behörde zu verantworten sind (BGE 92 I 253 E. 3, 138 V 218 E. 8.1.1 mit Hinweisen).”
“Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible; ce degré suppose bien plutôt que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération. Dit autrement, le seuil de ce degré de la vraisemblance prépondérante est atteinte si les motifs de tenir une allégation pour exacte sont, d'un point de vue objectif, tellement impérieux que les autres possibilités hypothétiques n'entrent pas sérieusement en considération. La simple possibilité d'un certain état de fait ne suffit pas pour remplir cette exigence de preuve. Il n'y a donc pas de principe selon lequel l'administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l'assuré. 2.8. La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA]) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid. 5.2 et les références). Le droit de faire administrer des preuves suppose que le fait à prouver soit pertinent, que le moyen de preuve proposé soit nécessaire pour constater ce fait et que la demande soit présentée selon les formes et délais prescrits (cf.”
La persona assicurata o la persona che richiede prestazioni è tenuta, nell'ambito del principio istruttorio di cui all'art. 43 cpv. 1 LPGA, a fornire gratuitamente le informazioni necessarie per l'accertamento del diritto alle prestazioni (cfr. art. 28 cpv. 2 LPGA). Deve in particolare far valere quei fatti che conosce meglio e che l'autorità altrimenti non potrebbe accertare o potrebbe accertare solo con uno sforzo sproporzionato. Se la persona non adempie ingiustificatamente ai doveri di informazione o di collaborazione, ciò può comportare — previa diffida scritta con un congruo termine — conseguenze negative sul piano probatorio o conseguenze procedurali, fino alla non entrata in merito o al rigetto provvisorio.
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht ist nur massgebend, wenn sie auf die versicherte Person bzw. auf die leistungsbeanspruchende Person zurückgeht. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt oder einen Arbeitgeber nicht befolgt, kann dies nicht zum Vorgehen gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG führen. Vielmehr ist in solchen Fällen mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt zu erstellen (vgl.”
“Der Versicherungsträger ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet sie, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Gemäss Art. 29 hat zudem, wer eine Versicherungsleistung beansprucht, sich beim zuständigen Versicherungsträger in der für die jeweilige Sozialversicherung gültigen Form anzumelden (Abs. 1), und dabei die vom Versicherungsträger für die Anmeldung und zur Abklärung des Anspruches auf Leistungen unentgeltlich zur Verfügung gestellten Formulare vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem zuständigen Versicherungsträger zuzustellen (Abs. 2).”
“3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres.”
“Die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts ist damit noch nicht abgeschlossen, denn von einer unzureichenden Mitwirkung des Beschwerdeführers bei der Begutachtung kann nicht auf eine objektive Beweislosigkeit geschlossen werden, die eine Einstellung der Rente ausschliessen würde. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin sämtliche Mittel auszuschöpfen, um den Sachverhalt zur Prüfung des Leistungsanspruchs ausreichend abzuklären (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Dies bedeutet, dass eine erneute psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben ist. Da der Beschwerdeführer bei der letzten Begutachtung unzureichend mitgewirkt hat, besteht die Gefahr, dass er seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 28 ATSG) erneut verletzen könnte. Um dieser Gefahr zu begegnen respektive um eine versicherte Person zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht zu bewegen, sieht das Gesetz das sogenannte Mahn- und Bedenkzeitverfahren vor: Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsabklärung in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Er muss die versicherte Person vorher schriftlich gemahnt, auf die Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt haben. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG hat also zum Zweck, nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auf die versicherte Person Druck auszuüben, damit sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt und das Verfahren ordnungsgemäss weitergeführt werden kann (vgl.”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 138 V 86 E. 5.2.3, 125 V 193 E. 2 und 122 V 157 E. 1a, je m.w.H.), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-)Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (Urteil des BGer 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2; Urteil des BVGer C-3143/2021 vom 12. Juni 2023 E. 3.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch BVGE 2015/1 E. 4.2). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2, 138 V 218 E. 6).”
Per una rendita già in corso, il rimedio adeguato in caso di persistente rifiuto di cooperare è, in linea di principio, la sospensione dell'erogazione; la procedura di diffida e il periodo di riflessione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA devono essere esperiti prima. Il Tribunale federale ha tuttavia, in casi isolati, sostenuto un'interpretazione integrativa secondo cui, a determinate condizioni (violazione colpevole/qualificata degli obblighi e conseguente assenza di prove), può essere presa in considerazione anche una revoca sostanziale della rendita o un'inversione dell'onere della prova; tale interpretazione è però controversa.
“Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen.”
“3 ATSG hat das Bundesgericht die Auffassung vertreten, dass in einer solchen Verfahrenssituation gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Auszahlungsstopp verfügt werden könne (BGE 139 V 585). Das bedeutet, dass der Versicherungsträger sämtliche weiteren Zahlungen verweigern kann, bis die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Rentenrevisionsverfahren doch noch nachkommt. Dieses „Druckmittel“ ist augenscheinlich geeignet, den Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Überwindung der Verfahrensblockade – zu erreichen. Das Bundesgericht vertritt allerdings gelegentlich auch die Auffassung, der Art. 43 Abs. 3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden.”
“Das Versicherungsgericht erwog, eine "Abmahnung" im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG könne erst als Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der versicherten Person erfolgen, nicht im Vorfeld einer Begutachtung gleichsam "auf Vorrat" bzw. präventiv. Da demnach kein rechtskonformes Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt worden sei, habe die Verletzung der Mitwirkungspflicht auch nicht sanktioniert werden dürfen. So oder anders komme im Falle bereits laufender Rente auch bei Verletzung der Mitwirkungspflicht trotz korrekt durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahrens einzig ein Rentenauszahlungsstopp in Frage, nicht jedoch eine Aufhebung der Rente.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen und zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs vom Versicherten die Erfüllung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern. Es muss ihr möglich sein, ihn - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - auch im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG durch Leistungseinstellung zu sanktionieren (Urteil des BGer 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1 m.H. auch BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1). Sodann führt nach der Rechtsprechung die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Rentenrevision zur Umkehr der Beweislast. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser nachzuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (vgl.”
Se la persona assicurata rifiuta ingiustificatamente di collaborare, l'organo competente può, conformemente all'art. 43 cpv. 3 LPGA, decidere in base agli atti o porre fine al procedimento. Tale sanzione presuppone però che l'organo abbia previamente compiuto ogni sforzo ragionevole per integrare gli atti; non può scaricare sulla persona assicurata le indagini necessarie ai fini dell'accertamento. Un comportamento passivo o di rifiuto non comporta automaticamente conseguenze negative, in particolare quando l'organo può basarsi su altre conoscenze disponibili o le informazioni mancanti possano essere reperite altrove senza eccessivo onere. Qualora si decida in base agli atti, è necessario un esame sostanziale del caso sulla base dei documenti disponibili.
“2 ; cf. Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (cf. TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1, et les références citées ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 52 ad art. 43 LPGA). c) Conformément au principe inquisitoire, il appartient en premier chef à l'administration de déterminer, en fonction de l'état de fait à élucider, quelles sont les mesures d'instruction qu'il convient de mettre en œuvre dans un cas d'espèce. Elle dispose à cet égard d'une grande liberté d'appréciation. Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction. S'il se soustrait à une telle mesure alors que celle-ci est objectivement et subjectivement exigible, il prend - délibérément - le risque que sa demande soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante (TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 et les réf. citées ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 54 ad art.”
“Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Cette disposition a une portée générale et concerne – sous réserve de l’art. 21 al. 4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 50 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Il en va différemment lorsque la personne assurée n’est pas en mesure, en raison d’une maladie ou pour d’autres motifs, de donner suite aux mesures ordonnées (TF 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références citées ; I 166/06 déjà cité consid. 5.1 et 5.2 ; cf. Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder.”
“Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible ; il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut. Lorsque l’assureur se prononce en l’état du dossier, il ne peut se contenter d’examiner la situation sous l’angle du seul refus de collaboration de la personne assurée, mais doit procéder à une appréciation matérielle du cas à la lumière des pièces au dossier (Jacques-Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 46, 50, 52 et 54 ad art. 43 LPGA, et les références citées). b) Conformément à l’art. 61 let. c et d LPGA, le juge des assurances sociales établit les faits et le droit d’office, et statue sans être lié par les griefs et conclusions des parties. Son devoir d’examen d’office est toutefois limité par celui des parties de collaborer à l’instruction de la cause, d’alléguer les faits déterminants et de motiver leurs conclusions. Le juge n’est pas tenu, en particulier, de soulever d’office toutes les questions de fait ou de droit qui pourraient théoriquement se poser en rapport avec l’objet du litige. Il peut se limiter à traiter les griefs soulevés, hormis lorsqu’une lacune de la décision litigieuse ressort clairement du dossier et que sa rectification aurait une influence notable sur l’issue du procès (ATF 119 V 347 consid. 1). 5. a) En l’espèce, l’intimée a refusé de prendre en charge l’accident du 21 août 2018, motif pris que le recourant n’avait pas démontré de manière convaincante l’existence d’un emploi ou d’un droit au salaire au moment de l’accident.”
LPGA art. 43 n. 208 Le informazioni fornite oralmente devono essere annotate per iscritto.
“Januar 2022 kann - wie nachfolgend in Erwägung 9.5.2 festgehalten - daher nicht ausgeschlossen werden. Unter diesen Umständen blieben aber die bis 31. Dezember 2021 gültigen Bestimmungen anwendbar (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9101). Da im vorliegenden Verfahren die anwendbaren Bestimmungen betreffend Mitwirkungspflicht (Art. 43 ATSG) keine Änderung erfahren haben und der Leistungsanspruch nicht materiell zu beurteilen ist, spielt die Frage, welche Bestimmungen gemäss WEIV dem Entscheid zu Grunde zu legen sind, letztlich jedoch keine Rolle. 4. Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 3). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass - wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen - der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (BGE 117 V 261 E.”
Nonostante approfonditi accertamenti medici, possono essere disposte osservazioni supplementari quando, senza di esse, un'efficace valutazione funzionale non sarebbe possibile o sarebbe irragionevolmente resa difficile. Una tale disposizione può essere compatibile con l'obbligo prioritario di accertamento dell'ente assicurativo ai sensi dell'art. 43 LPGA, se quest'ultimo ha previamente effettuato gli accertamenti medici pertinenti. Nella prassi menzionata la persona assicurata è stata informata prima del ricorso al materiale di osservazione.
“) – die Durchführung einer Observation erforderlich und angezeigt. Denn trotz weitreichender medizinischer Abklärungen wäre eine effektive Abklärung des funktionellen Leistungsvermögens angesichts der weiterhin auffälligen und inkonsistenten Schmerzangaben sowie der unzureichenden Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers bei den Therapiemassnahmen (vgl. etwa AB 89/4 f.) nicht möglich respektive zumindest unverhältnismässig erschwert gewesen (vgl. Art. 43a Abs. 1 lit. b ATSG). Daran ändert nichts, dass die Haftpflichtversicherung die Frage der Beschwerdegegnerin nach vorgängig erfolgten anderweitigen Abklärungen mit "Nein" beantwortete (vgl. AB 165/2 [E-Mail der Haftpflichtversicherung an die Beschwerdegegnerin vom 10. August 2022]), da die Beschwerdegegnerin bereits selber vor der Einsichtnahme in das Observationsmaterial weitreichende medizinische Abklärungen einschliesslich einer mehrwöchigen multimodalen stationären Behandlung des Beschwerdeführers (vgl. dazu AB 89) veranlasst hatte, mithin der ihr zukommenden vorrangingen Abklärungspflicht (Art. 43 ATSG) zur Genüge nachgekommen war. Die Beschwerdegegnerin orientierte den Beschwerdeführer sodann vor Erlass der dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrundeliegenden Verfügung vom 23. September 2022 (AB 185) mit Schreiben vom 11. August 2022 (AB 168) über den Einbezug des Observationsmaterials (vgl. dazu Art. 43a Abs. 7 ATSG).”
“) – die Durchführung einer Observation erforderlich und angezeigt. Denn trotz weitreichender medizinischer Abklärungen wäre eine effektive Abklärung des funktionellen Leistungsvermögens angesichts der weiterhin auffälligen und inkonsistenten Schmerzangaben sowie der unzureichenden Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers bei den Therapiemassnahmen (vgl. etwa AB 89/4 f.) nicht möglich respektive zumindest unverhältnismässig erschwert gewesen (vgl. Art. 43a Abs. 1 lit. b ATSG). Daran ändert nichts, dass die Haftpflichtversicherung die Frage der Beschwerdegegnerin nach vorgängig erfolgten anderweitigen Abklärungen mit "Nein" beantwortete (vgl. AB 165/2 [E-Mail der Haftpflichtversicherung an die Beschwerdegegnerin vom 10. August 2022]), da die Beschwerdegegnerin bereits selber vor der Einsichtnahme in das Observationsmaterial weitreichende medizinische Abklärungen einschliesslich einer mehrwöchigen multimodalen stationären Behandlung des Beschwerdeführers (vgl. dazu AB 89) veranlasst hatte, mithin der ihr zukommenden vorrangingen Abklärungspflicht (Art. 43 ATSG) zur Genüge nachgekommen war. Die Beschwerdegegnerin orientierte den Beschwerdeführer sodann vor Erlass der dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrundeliegenden Verfügung vom 23. September 2022 (AB 185) mit Schreiben vom 11. August 2022 (AB 168) über den Einbezug des Observationsmaterials (vgl. dazu Art. 43a Abs. 7 ATSG).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 206 Se gli accertamenti disposti d'ufficio, a seguito di una valutazione probatoria accurata e incentrata sul contenuto, conducono alla convinzione che un determinato fatto sia preponderantemente probabile e che ulteriori indagini mediche non modificherebbero tale risultato, l'ente assicurativo può, per ragioni di economia procedurale, rinunciare a ulteriori perizie mediche (valutazione anticipata della prova). In tal caso l'amministrazione dispone di un ampio margine di discrezionalità.
“Der Sozialversicherungsträger hat dabei den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, BSK ATSG, N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Führen die vorzunehmenden Abklärungen bei sorgfältiger und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1.). Wenn also von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen entscheidwesentlichen Aufschlüsse mehr zu erwarten sind, kann auf weitergehende medizinische Erhebungen und Gutachten verzichtet werden (Schiavi, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). Diese Grundsätze müssen auch bei einer Rückweisung zur Anwendung gelangen. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen muss es als zulässig erachtet werden, dass einer zwischenzeitlich gewonnenen neuen Erkenntnis zum Durchbruch verholfen wird, wenn diese mit Gesetz und Verordnung übereinstimmt. Die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin, mithin der Verzicht auf die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens, erscheint folglich dann als korrekt, wenn sich die Rentenfrage losgelöst von der medizinischen Situation hinreichend zuverlässig beurteilen lässt (sog. antizipierte Beweiswürdigung; vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_158/2021 vom 19. April 2021 E. 2.1.3.). Der Verzicht auf weitere medizinische Abklärungen verstösst unter Berücksichtigung der Verfahrensökonomie nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz bzw. der Anweisung des vorinstanzlichen Gerichts zu weiteren medizinischen Abklärungen, wenn die Beschwerdegegnerin zufolge neuer Erkenntnisse zur Überzeugung gelangt, dass weitere medizinische Abklärungen an der bereits erfolgten Überzeugung, in casu eines rentenausschliessenden Erwerbseinkommens, nichts zu ändern vermögen (vgl.”
“1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Sozialversicherungsträger hat den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 [nachfolgend: BSK ATSG], N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Führen die vorzunehmenden Abklärungen bei sorgfältiger und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1.). Wenn also von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen entscheidwesentlichen Aufschlüsse mehr zu erwarten sind, kann auf weitergehende medizinische Erhebungen und Gutachten verzichtet werden (Schiavi, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). Der Verzicht auf weitere medizinische Abklärungen verstösst unter Berücksichtigung der Verfahrensökonomie nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz, wenn die Beschwerdegegnerin zufolge neuer Erkenntnisse zur Überzeugung gelangt, dass weitere medizinische Abklärungen an der bereits erfolgten Überzeugung, in casu eines rentenausschliessenden Erwerbseinkommens, nichts zu ändern vermögen (vgl.”
LPGA art. 43 n. 205 Oneri di formazione o di studio non chiari devono essere chiariti dall'ente assicurativo mediante acquisizione di informazioni idonee presso il fornitore della formazione o la commissione d'esame (ad es. impegno temporale medio, requisiti d'esame), affinché la decisione relativa alla prestazione possa essere adeguatamente motivata.
“Soweit die Beschwerdegegnerin sich auf den Standpunkt stellt, dass der Hinweis auf die bereits bestandenen Prüfungen unerheblich sei, kann ihr demnach nicht gefolgt werden. Inwiefern bei einer Regelstudiendauer von vier Jahren noch Raum für ausserschulische Aktivitäten oder eine Erwerbstätigkeit verbleibt, lässt sich anhand der vorliegenden Akten nicht abschliessend beantworten, zumal die Vorbereitungen auf die IAL offensichtlich sehr individuell ausgestaltet werden können. Wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 2.3 hiervor), wird der effektive Ausbildungsaufwand meist aufgrund der Auskünfte des Ausbildungsanbieters über die durchschnittlich aufzuwendende Zeit für die Ausbildung eruiert. Vor diesem Hintergrund wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, entsprechende Auskünfte bei der Academia einzuholen. Dies umso mehr, als sie in der Vernehmlassung selbst anführt, dass sich ein ungefährer Zeitaufwand für die einzelnen Fächer nicht der Homepage der Weiterbildungseinrichtung entnehmen lasse. Die ungeklärt gebliebene Frage kann angesichts der vorliegenden Aktenlage nicht der Versicherten im Sinne der Beweislosigkeit ange-lastet werden. Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG obliegt es dem Versicherungsträger, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann. Vorliegend hat die Ausgleichkasse den rechtserheblichen Sachverhalt, namentlich die für den Entscheid relevante Frage, ob der Aufwand für die internationale Matura (insbesondere bei einer verkürzten Studiendauer von 2,5 Jahren) überwiegend wahrscheinlich mit mindestens 20 Stunden pro Woche zu veranschlagen ist, nicht abgeklärt. Da es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, hat die Familienausgleichskasse, die für die Beurteilung der streitigen Ausbildungszulagen notwendigen Abklärungen durchzuführen. Sie wird deshalb angehalten, den Anspruch der Beschwerdeführerin vollständig abzuklären. Dabei wird sie bei der Prüfungsleitung geeignete Auskünfte einzuholen und zu prüfen haben, ob der benötigte Zeitaufwand für den IAL-Abschluss überwiegend wahrscheinlich mindestens 20 Stunden pro Woche ausmacht.”
“Soweit die Beschwerdegegnerin sich auf den Standpunkt stellt, dass der Hinweis auf die bereits bestandenen Prüfungen unerheblich sei, kann ihr demnach nicht gefolgt werden. Inwiefern bei einer Regelstudiendauer von vier Jahren noch Raum für ausserschulische Aktivitäten oder eine Erwerbstätigkeit verbleibt, lässt sich anhand der vorliegenden Akten nicht abschliessend beantworten, zumal die Vorbereitungen auf die IAL offensichtlich sehr individuell ausgestaltet werden können. Wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 2.3 hiervor), wird der effektive Ausbildungsaufwand meist aufgrund der Auskünfte des Ausbildungsanbieters über die durchschnittlich aufzuwendende Zeit für die Ausbildung eruiert. Vor diesem Hintergrund wäre die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, entsprechende Auskünfte bei der Academia einzuholen. Dies umso mehr, als sie in der Vernehmlassung selbst anführt, dass sich ein ungefährer Zeitaufwand für die einzelnen Fächer nicht der Homepage der Weiterbildungseinrichtung entnehmen lasse. Die ungeklärt gebliebene Frage kann angesichts der vorliegenden Aktenlage nicht der Versicherten im Sinne der Beweislosigkeit ange-lastet werden. Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG obliegt es dem Versicherungsträger, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann. Vorliegend hat die Ausgleichkasse den rechtserheblichen Sachverhalt, namentlich die für den Entscheid relevante Frage, ob der Aufwand für die internationale Matura (insbesondere bei einer verkürzten Studiendauer von 2,5 Jahren) überwiegend wahrscheinlich mit mindestens 20 Stunden pro Woche zu veranschlagen ist, nicht abgeklärt. Da es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, hat die Familienausgleichskasse, die für die Beurteilung der streitigen Ausbildungszulagen notwendigen Abklärungen durchzuführen. Sie wird deshalb angehalten, den Anspruch der Beschwerdeführerin vollständig abzuklären. Dabei wird sie bei der Prüfungsleitung geeignete Auskünfte einzuholen und zu prüfen haben, ob der benötigte Zeitaufwand für den IAL-Abschluss überwiegend wahrscheinlich mindestens 20 Stunden pro Woche ausmacht.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 204 Se il richiedente adotta un comportamento di rifiuto, l'amministrazione deve fissare per iscritto un termine congruo e informarlo delle conseguenze giuridiche della mancata collaborazione; solo dopo ciò può decidere sulla base degli atti o della documentazione disponibile ovvero decidere di non entrare in materia. Condizione per tale procedura è che i mezzi di prova su cui si fonda la domanda o che sono stati annunciati non appaiano fin dall'inizio manifestamente inidonei o non pertinenti; l'amministrazione può non entrare in materia solo se i mezzi presentati non sono idonei a rendere plausibili i fatti asseriti.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI [actuellement 87 al. 3 RAI] et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (voir arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (voir art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (voir art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (voir art. 5 al. 3 et 9 Cst.; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé, n'appelle pas à une révision au sens de l'art. 17 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité (LAI; RS 831.20; arrêt TF 9C_89/2013 du 12 août 2013 consid. 4.1 et les références citées). Les principes régissant la révision selon l’art. 17 LPGA étant applicables par analogie aux cas prévus à l’art 87 RAI, il doit en aller de même s'agissant d'une nouvelle demande, comme ici. 2.3. Selon la jurisprudence, le fait pour l'OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d'instruction médicale. On ne peut en déduire que l'office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI. L'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf. arrêt TF 9C_789/2012 précité consid. 2.2 et les réf.). Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué, non d'après celui existant au temps du jugement (cf.”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 [Cst.; RS 101]; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 203 In caso di questioni di fatto che fanno venir meno il diritto (p. es. perdita della rilevanza causale a seguito dello status quo ante/sine), l'onere della prova incombe sull'assicuratore. Decisiva è la prova secondo la preponderanza delle probabilità; il fatto rilevante ai fini giuridici deve essere accertato d'ufficio, e in particolare le informazioni fornite dai medici sono determinanti per provare il nesso di causalità naturale o il suo venir meno.
“Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (BGE 146 V 51, 56 E. 5.1.). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung muss ebenso mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender Kausalzusammenhang gegeben ist nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (vgl. BGE 146 V 51, 56 E. 5.1). 4. 4.1. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 4.2. 4.2.1. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 3a mit Hinweis auf BGE 125 V 352). 4.2.2. Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen kommt praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens erledigt werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen.”
“Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4; vgl. auch BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3.). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mittels Auskünften ärztlicher Fachpersonen zu führen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_80/2021 vom 7. Juli 2021 E. 2.2.). 3.7. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). 3.8. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind beratende Ärzte, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des Bundesgerichts 8C_740/2020 vom 7.”
Principio d'indagine: l'amministrazione e il Tribunale delle assicurazioni sociali devono d'ufficio provvedere all'accertamento corretto e completo dei fatti rilevanti ai fini del diritto (art. 43 cpv. 1 LPGA). Ciò comprende in particolare l'accertamento delle questioni di causalità ed è particolarmente importante in caso di cause multiple, di ricadute o di conseguenze tardive, nonché quando intercorre un notevole intervallo di tempo tra l'evento e i disturbi.
“Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche, adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Während bei schweren Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den psychischen Folgen in der Regel zu bejahen ist, weil nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung Unfälle solcher Intensität geeignet sind, invalidisierende Gesundheitsschäden auch psychischer Natur zu bewirken, ist der adäquate Kausalzusammenhang bei leichten bzw. banalen Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 ff.). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 30 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Stehen hingegen psychische Unfallfolgeschäden zur Beurteilung, so hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Danach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall erforderlich, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist bzw. ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7). 2.3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen”
“36 UVG setzt mit anderen Worten voraus, dass der Unfall und der Vorzustand derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsschadens zu sprechen ist. Beide Ursachen sind in einem solchen Fall für den gleichen Schaden kausal. Keine gemeinsame Verursachung liegt jedoch vor, und Art. 36 UVG ist dann nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa wenn der Unfall und der Vorzustand verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die Krankheitsbilder gerade nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a). Mit Art. 36 UVG wird das Kausalitätsprinzip mit anderen Worten teilweise durchbrochen. Der Unfallversicherer hat diesfalls für Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und Hilflosenentschädigungen ohne Einschränkung aufzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenverursachung vor, kann deshalb auch keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen erfolgen (BGE 121 V 326 E. 3c). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können (BG. E 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2). Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der ursprünglich anlässlich des versicherten Unfalls erlittenen Gesundheitsschädigung ebenfalls ein (natürlicher und adäquater) Kausalzusammenhang besteht (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Die dargelegten Beweisgrundsätze (oben, Erwägungen 2.2 f.) gelten daher auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil A. des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit Hinweisen). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
Qualora pervenga una comunicazione relativa a una violazione di lista, l'assicuratore, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, è tenuto ad accertare con cura le circostanze concomitanti e la prima comparsa dei disturbi. A tale scopo devono essere valutati in particolare lo stato precedente e i diversi indizi dal punto di vista medico. Se l'assicuratore contro gli infortuni può sollevarsi da responsabilità, deve dimostrarlo sulla base di valutazioni mediche probanti con il grado di prova della preponderanza delle probabilità ("più del 50%").
“Ergänzend ist festzuhalten, dass gemäss dem zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen).”
“Hervorzuheben ist, dass gemäss dem zu Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) ergangenen BGE 146 V 51 grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung führt, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Der Unfallversicherer kann sich aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit - nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (E. 8.6 und E. 9.2 mit weiteren Hinweisen).”
“2 UVG besteht eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur, sofern er nicht den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. 4.2. 4.2.1. Das Vorliegen einer in Art. 6 Abs. 2 lit. a h UVG genannten Körperschädigung führt zur Vermutung, es handle sich um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehen Möglichkeit des Gegenbeweises ergibt sich die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunkts relevant. Allerdings steht der Unfallversicherer bei Vorliegen einer Listenverletzung grundsätzlich in der Pflicht, Leistungen zu erbringen, solange er nicht den Nachweis für eine vorwiegende Bedingtheit durch Abnützung oder Erkrankung erbringt. Dies setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Lässt sich dabei kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers (BGE 146 V 51 E. 8.6). 4.2.2. Nebst den in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfragen ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, das heisst im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50% auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E.”
Perizie parziali, che coprono soltanto singole regioni corporee o soltanto singole valutazioni specialistiche, non sono sufficienti quando il caso concreto richiede un accertamento peritale complessivo; altrimenti possono violare i requisiti dell'art. 43 LPGA.
“Zur Beurteilung der Rentenfrage kann aber auch nicht das handchirurgische Gutachten von Dr. P. und die entsprechende Ergänzung herangezogen werden. Die Suva beauftragte Dr. P. mit der gutachterlichen Abklärung des Vorzustands und der Unfallkausalität betreffend das Ereignis vom 12. Mai 2017 aus handchirurgischer Sicht und lediglich bezogen auf den verletzten Daumen (vgl. Auftrag der Suva an Dr. P. vom 3. November 2021). Dr. P. kam aber nicht die Aufgabe zu, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus handchirurgischer Optik zu beurteilen, schon gar nicht, eine gesamtheitliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abzugeben. Selbst wenn das Gutachten inhaltlich aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht zu überzeugen vermag, kann es das Gutachten von Dr. I. nicht tel quel ersetzen und an dessen Stelle in die Konsensbeurteilung des MEDAS-Gutachtens "eintreten". Gerade beim Beschwerde-bild des Beschwerdeführers muss zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung die gutachterliche Abklärung eine gesamtheitliche Betrachtung umfassen, ansonsten sie den Untersuchungsgrundsatz von Art. 43 ATSG verletzt.”
In caso di accertamento medico insufficiente e di violazione del principio dell'istruttoria (art. 43 LPGA), può essere giustificato addebitare le spese per una perizia giudiziaria alla parte soccombente.
“Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 20. Februar 2020 ausführlich dargelegt, lag der angefochtenen Verfügung ein in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Das Gutachten von med. pract. C.____, auf das sich die Beschwerdegegnerin beruft, erscheint im Lichte der Darlegungen von Dr. D.____ als untauglich. Aufgrund des mangelhaft abgeklärten Sachverhalts und der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG rechtfertigt es sich, die Kosten für das Gerichtsgutachten von Dr. D.____ in der Höhe von insgesamt Fr. 9'848.10 der Beschwerdegegnerin zu auferlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 E. 4.4).”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 198 Se la persona assicurata non adempie ingiustificatamente ai propri obblighi di collaborazione, ciò si traduce spesso nella pratica nell'impossibilità di ricostruire un quadro fattuale sufficientemente probabile e nel conseguente rigetto delle richieste di prestazioni per mancanza di probabilità. Ciò è particolarmente evidente nei procedimenti in materia di infortuni e assume una rilevanza particolare nei casi di prestazioni complementari, per l'importanza della conoscenza dei fatti da parte delle parti.
“1, 130 III 321 E. 3.2 f.; Samuelsson, a.a.O., S. 355 f.; Markus Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der Umsetzung, in SZS 2017 S. 34). Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse, konkret zur Beurteilung der Tatfrage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen angewiesen, die ihr von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S. 357 f.). Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Im Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Indessen ist die leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, bei den Abklärungen mitzuwirken (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). So sind praxisgemäss die einzelnen Umstände des Unfalls vom Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, indem er unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallmässigen Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht des Unfallversicherers. Im Streitfall obliegt es dem Gericht zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erfüllt sind (BGE 114 V 298 E. 5b). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann (BGE 138 V 218 E. 6 und 117 V 261 E. 3b, je mit Hinweisen). Wird also auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt – die blosse Möglichkeit genügt nicht (Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4.”
“Das Untersuchungsprinzip wird jedoch dadurch eingeschränkt, dass den Beteiligten gewisse Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsfeststellung auferlegt werden. Die Mitwirkungspflicht der Parteien im Bereich der Sozialversicherungen ist ausdrücklich in Art. 28 Abs. 2 und Art. 43 Abs. 2 ATSG geregelt. Im Bereich der Ergänzungsleistungen zur AHV/IV kommt der Mitwirkungspflicht der Parteien ein erhebliches Gewicht zu, da diese am besten über den massgebenden Sachverhalt, also über ihre wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse Bescheid wissen (vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, S. 89 f.). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkfrist einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Als Nachweise der Arbeitsbemühungen des Ehemannes im September 2018 hat der Rechtsvertreter fünf Bewerbungsschreiben eingereicht, wobei sich zwei Bewerbungen wohl auf dieselbe Stelle bezogen haben dürften (vgl. EL-act. 48-7, 45-2). Eine Bewerbung ist ausserdem auf eine nicht freie Stelle erfolgt (EL-act. 48-4, 111-8). Damit sind die Arbeitsbemühungen gemäss den Vorgaben der Beschwerdegegnerin unzureichend gewesen, weshalb der Ehemann im September 2018 ebenfalls selbstverschuldet arbeitslos gewesen ist. Der am 25. September 2018 fiktiv ausbezahlte Lohn hätte der Existenzsicherung bis Ende Oktober 2018 gedient, weshalb der Beschwerdeführerin bis zum 31. Oktober 2018 ein hypothetisches Erwerbseinkommen ihres Ehemannes anzurechnen ist. Ab Oktober 2018 hat sich der Ehemann stets auf fünf oder mehr Stellen beworben. Bei welchen Stellen es sich um tatsächlich freie Stellen gehandelt hat, ist nur teilweise belegt. Nachdem die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2018 unter Hinweis auf Art. 43 Abs. 3 ATSG darauf hingewiesen hatte, dass auch die Stelleninserate einzureichen seien (EL-act. 105), hat die Beschwerdeführerin zu den Bewerbungsschreiben zumeist auch die entsprechenden Stelleninserate eingereicht. Das Bewerbungsdossier und die Bewerbungsschreiben sind qualitativ ausreichend gewesen. Der Ehemann hat sich dazu am 10. September 2018 beim RAV beraten lassen und in der Folge ein Musterbewerbungsschreiben benutzt, das er jeweils geringfügig an die jeweils ausgeschriebene Stelle angepasst hat. In einer Gesamtbetrachtung ist ab Oktober 2018 – übereinstimmend mit der Beschwerdegegnerin – von ernsthaften und ausreichenden Arbeitsbemühungen auszugehen, weshalb der Ehemann ab diesem Zeitpunkt unverschuldet arbeitslos gewesen ist. Der Beschwerdeführerin ist deshalb ab 1. November 2018 bis 31. März 2019 kein hypothetisches Erwerbseinkommen ihres Ehemannes anzurechnen. Zusammenfassend ergibt sich die Anrechnung eines hypothetischen Erwerbseinkommens des Ehemannes von Fr. 53'009.-- für folgende Zeiträume: 1.”
Se la documentazione medica è incerta, lacunosa o contraddittoria, l'amministrazione/ufficio AI è tenuta, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a disporre d'ufficio ulteriori accertamenti medici. La giurisprudenza richiede in tali casi regolarmente una perizia specialistica in psichiatria; secondo le necessità può essere ordinata un'integrazione neuropsicologica. La necessità di ulteriori accertamenti specialistici, oltre a quelli indicati, dipende dalle esigenze del caso e dalla discrezionalità dell'autorità.
“Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur psychiatrischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung steht auch im Einklang damit, dass in erster Linie die IV-Stelle für die richtige und vollständige Sachverhaltsabklärung zu sorgen hat (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; E. 1.4).”
“C’est en effet le lieu de rappeler que, s’agissant des rapports établis par les médecins traitants de l’assuré, le juge peut et doit tenir compte du fait que, selon l’expérience, la relation thérapeutique et le rapport de confiance qui les lient à leur patient les placent dans une situation délicate pour constater les faits dans un contexte assécurologique (ATF 125 V 351 consid. 3b/bb et cc et les références citées ; TF 8C_796/2016 du 14 juin 2017 consid. 3.3). On ne saurait donc non plus se rallier à cette estimation de la capacité de travail de la recourante sans autre complément d’instruction. e) Au vu des pièces actuelles au dossier, l’instruction s’avère lacunaire sur l’évaluation de l’état de santé psychique de l’assurée, respectivement son évolution depuis le mois de juin 2016, mais encore les éléments recueillis sont insuffisants pour se prononcer, sans autre complément d’instruction, sur la capacité de travail de l’intéressée à l’aune de la jurisprudence actuelle (ATF 141 V 281 et 143 V 418 consid. 6 - 7). Les faits pertinents n’ont ainsi pas été constatés de manière complète. Compte tenu de ces carences, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l’intimé – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera dès lors à l’intimé de compléter l’instruction médicale en mettant en œuvre une expertise psychiatrique conformément à l’art. 44 LPGA qui devra satisfaire en particulier aux standards requis par la jurisprudence en matière d’évaluation du droit à une rente de l’assurance-invalidité en cas de troubles psychiques, avant de statuer sur le droit aux prestations. 7. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. Le sort du recours rend sans objet la requête de suspension de cause du 9 septembre 2021. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr.”
“________ du 21 mars 2016, il a en effet considéré que le recourant n’était plus suivi pour ses troubles psychiques et n’a ensuite plus requis aucun rapport réactualisé de la part du psychiatre traitant, alors même que le Dr W.________ l’a informé à deux reprises que le suivi psychiatrique était à nouveau en cours (cf. ses rapports des 12 septembre 2016 et 26 septembre 2018). Ce faisant, il a transmis un dossier lacunaire sur le plan psychiatrique aux experts. L’experte psychiatre n’a ensuite pas non plus pris la peine d’éclaircir suffisamment les points qui devaient l’être comme démontré ci-dessus. Dans ces conditions, l’OAI ne pouvait se permettre de statuer sans attendre les résultats de l’examen neuropsychologique. Ceux-ci ne font que confirmer que la situation médicale du recourant n’est pas claire sur le plan psychiatrique. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à l’OAI, dès lors que c’est à lui qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Le recourant ne soulève aucun grief à l’encontre des volets rhumatologique et de médecine interne de l’expertise. Il n’apparaît en effet pas nécessaire de compléter l’instruction sur le plan somatique, sous réserve d’une modification de l’état de santé du recourant depuis la décision litigieuse. 6. a) Le recours doit par conséquent être admis. La décision rendue le 10 septembre 2020 par l’OAI est annulée, la cause lui étant renvoyée pour instruction complémentaire, sous la forme notamment d’une nouvelle expertise psychiatrique avec examen neuropsychologique, puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 400 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“Nach dem Gesagten liegen konkrete Indizien vor, die gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens sprechen, weshalb diesem in Nachachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kein Beweiswert zukommt. In Anbetracht der ungenügenden Sachverhaltsabklärung und des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) wird die Beschwerdegegnerin ergänzende medizinische Abklärungen betreffend den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung der massgeblichen Indikatoren (BGE 141 V 281) vorzunehmen haben. In Betracht zu ziehen ist dabei auch eine ergänzende neuropsychologische Abklärung, welche die Gutachter zur Einschätzung der kognitiven Leistungsfähigkeit zwar für notwendig erachteten, aber dennoch nicht veranlassten (vgl. Urk. 8/90/9, 8/90/111 und 8/92/2). Da beschwerdeweise an den anderen Teilen des A.___-Gutachtens keine spezifische Kritik geübt und auch keine Veränderung des somatischen Gesundheitszustandes seit der Begutachtung behauptet wurde, ist mit Blick auf die gegebene Aktenlage vorderhand lediglich eine erneute psychiatrische Begutachtung anzuordnen. Allfällige Weiterungen hinsichtlich zusätzlicher Fachrichtungen, namentlich im Hinblick auf einen neuerlichen interdisziplinären Austausch, bleiben bei fachärztlich begründetem Bedarf vorbehalten. Festzuhalten ist demnach, dass sich gestützt auf das psychiatrische A.”
“Auf dessen Beurteilung alleine liesse sich mangels fachärztlicher Qualifikation der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers folglich ohnehin nicht erstellen, weshalb auch vom Einholen eines Berichts des Psychologen Y.___, wie vom Beschwerdeführer beantragt (Urk. 1 S. 2), abzusehen ist. Zuzustimmen ist der Beschwerdegegnerin auch darin, dass die Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr. C.___ (E. 3.2.4) mangels Nachvollziehbarkeit ebenfalls keine Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers zulassen und damit auch nicht auf das Vorliegen eines Revisionsgrundes (E. 1.4) schliessen lassen. Hingegen geht die Beschwerdegegnerin fehl in der Annahme, der Umstand, dass sie bis zum Verfügungserlass keinen ausführlichen Bericht von Dr. C.___ erhalten habe, wirke sich beweisrechtlich zu Lasten des Beschwerdeführers aus und zwar in dem Sinne, dass keine Verschlechterung, mithin kein Revisionsgrund erstellt sei (Urk. 2 S. 2). Nachdem die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers eingetreten ist (E. 2.1), hat sie in Nachachtung des in dieser Verfahrensphase zum Tragen kommenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.2.2 mit Hinweis) vertieft abzuklären, ob sich die gesundheitlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers seit der Verfügung vom 14. November 2018 in gemäss Art. 17 ATSG erheblichem Masse verändert haben. Indem sie nach telefonischer Besprechung mit Dr. C.___ vom 20. August 2021 (Urk. 9/268) und offensichtlich zweimaliger erfolgloser Aufforderung, einen Bericht einzureichen (vgl. Erinnerung Arztbericht vom 22. November 2021 mit Hinweis auf die Zustellung des Fragebogens vor mehr als einem Monat [nicht in den Akten], Urk. 9/279), auf weitere Abklärungsschritte verzichtet hat, ist sie ihrer Abklärungspflicht nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Nachdem im ursprünglichen Verfahren psychiatrische Diagnosen vorgelegen hatten, der Beschwerdeführer im Formular zur Neuanmeldung angab, seit 2017 in der Praxis von Dr. C.___ in Behandlung zu stehen und mit dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. C.___ vom 2. September 2021 ein Hinweis auf eine weiterdauernde psychische Problematik mit allfällig einhergehender Arbeitsunfähigkeit vorlag, hätte die Beschwerdegegnerin in Nachachtung der ihr obliegenden Untersuchungspflicht weitere Abklärungen zum psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in die Wege leiten müssen.”
“L’intimé ne pouvait par conséquent se fonder sur celle-ci pour se prononcer sur la capacité de travail du recourant. 6. Au vu des pièces actuelles au dossier, l’instruction s’avère lacunaire sur l’appréciation de l’état de santé psychique de l’assuré, les éléments recueillis étant en outre insuffisants pour se prononcer à l’aune de la jurisprudence récente selon laquelle tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées ; cf. consid. 3e supra). Les faits pertinents n’ont ainsi pas été constatés de manière complète. L’appréciation consensuelle des experts n’est pas non plus satisfaisante. Compte tenu de ces carences, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l'intimé – à qui il appartient au premier chef d'instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l'art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera à l'intimé de compléter l'instruction médicale en mettant en œuvre une expertise, à tout le moins psychiatrique, conformément à l'art. 44 LPGA. Celle-ci permettra notamment de se prononcer sur le nouveau diagnostic de THADA posé par le Dr V.________ dans son rapport du 4 avril 2022. Une évaluation consensuelle de l’état de santé du recourant, tenant compte des éventuelles interactions entre les différentes atteintes psychiques et physiques et de leur influence sur la capacité de travail exigible de celui-ci, devra cas échéant être mise en œuvre avec l’aide de l’expert rhumatologue. La possibilité sera en outre laissée à l’expert psychiatre de s'adjoindre les services d'un médecin spécialiste d'un ou plusieurs autre(s) domaine(s) s'il l'estime pertinent. A l’issue de cette instruction complémentaire, l’OAI rendra une nouvelle décision. 7. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision querellée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI pour instruction complémentaire dans le sens des considérants et nouvelle décision.”
“April 2021 aufgrund mindestens geringer Zweifel an deren Zuverlässigkeit nicht abgestellt werden kann (vgl. vorstehende E. 1.5). So vermag namentlich die Schlussfolgerung von Dr. F.___, dass aktuell kein arbeitsrelevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei (Urk. 10/14/3), nicht zu überzeugen. Es ist daran zu erinnern, dass die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt soweit zu ermitteln hat, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht und mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit über den Leistungsanspruch entschieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Die derzeitige Aktenlage lässt dies nicht zu, da nicht rechtsgenüglich feststellbar ist, welche funktionellen Einschränkungen störungsbedingt vorliegen und wie sich diese konkret sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht auf die Erwerbsfähigkeit auswirken. Weitere medizinische Abklärungen sind daher in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) unumgänglich, bevor über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers entschieden werden kann, zumal im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Fachpersonen kaum je in Frage kommt (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5). Mit Blick auf die gegebene Aktenlage wird die Beschwerdegegnerin eine psychiatrische Begutachtung anzuordnen haben, welche sich insbesondere an den in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren zu orientieren haben wird, die grundsätzlich für sämtliche psychische Leiden Anwendung finden (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 143 V 418 E. 7.1).”
“1d). A contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il y a lieu de retrancher du dossier le rapport d’expertise du 22 août 2022 de la Dre P.________ entaché d’un vice formel et a priori matériel. Ainsi, en l’absence au dossier d’une appréciation psychiatrique suffisamment motivée pour établir de manière objective si le recourant présente une atteinte psychique d’une gravité telle que la mise en valeur de sa capacité de travail sur le marché du travail ne peut plus du tout ou seulement partiellement être exigible de sa part, il convient de considérer que ces aspects n’ont pas fait l’objet d’un éclaircissement. Dès lors que c’est à l’intimé qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à cet assureur pour complément d’instruction. Compte tenu du retrait du dossier du rapport d’expertise précité, l’intimé mettra en œuvre une nouvelle expertise psychiatrique qu’elle confiera à un autre spécialiste en psychiatrie que la Dre P.________. En effet, même si cette médecin s'efforçait d'occulter complètement son évaluation basée sur les entretiens réalisés lors de l’expertise viciée, on ne peut pas garantir qu'elle ne continuerait pas à être influencée par sa première expertise. Une fois le rapport d’expertise rendu, il appartiendra à l’intimé de rendre une nouvelle décision sur la demande du 7 décembre 2020 du recourant. 9. a) aa) L'art. 30 al. 3 Cst., selon lequel l'audience et le prononcé du jugement sont publics, ne confère pas au justiciable de droit à une audience publique. Il se limite à garantir qu'une telle audience se déroule publiquement lorsqu'il y a lieu d'en tenir une. Le droit à des débats existe seulement pour les causes qui bénéficient de la protection de l'art.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 196 In caso di prima valutazione o quando le valutazioni precedenti sono obsolete o hanno subito ritardi prolungati, di regola è indicata una valutazione iniziale o una nuova valutazione aggiornata e pluridisciplinare. L'amministrazione deve, in tale contesto, aggiornare il quadro documentale medico prima di adottare una nuova decisione.
“1 Au regard de ce qui précède, il convient d'admettre le recours en ce sens que la décision contestée est annulée et le dossier renvoyé à l'OAIE pour compléments d'instruction et nouvelle décision. Ce renvoi de la cause est indiqué en l'espèce bien qu'il doive rester exceptionnel au regard de l'exigence de la célérité de la procédure (cf. art. 29 Cst. [RS 101]; TF 8C_633/2014 du 11 décembre 2014 consid. 3.1). En effet, selon la jurisprudence, le renvoi de l'affaire à l'autorité inférieure pour nouvelle instruction est justifié lorsqu'il s'agit notamment d'enquêter sur une situation de fait qui n'a pas encore fait l'objet d'un examen complet (cf. ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4; TF 8C_633/2014 cité consid. 3.2 et 3.3). Or en l'occurrence, l'état de santé de l'assuré et ses répercussions sur sa capacité de travail n'ont pas encore été établis d'un point de vue psychiatrique. Au regard des différentes atteintes du recourant, de la durée de la procédure, initiée par la demande de prestations formulée les 19 et 28 décembre 2011, et dans la mesure où l'Office devra suite au renvoi de l'affaire actualiser le dossier médical à la date de la nouvelle décision à rendre (cf. art. 43 al. 1 LPGA; notamment : TF 9C_288/2010 du 22 décembre 2010 consid. 4.1; 9C_149/2009 du 14 juillet 2009 consid. 4.4), il appartiendra à l'OAIE de mettre en place une nouvelle expertise médicale pluridisciplinaire en Suisse (cf. Michel Valterio, op. cit., art. 57 n° 15). Celle-ci devra notamment porter sur les volets de la médecine interne, cardiologique, rhumatologique et psychiatrique. L'Office AI déterminera ensuite le taux d'invalidité de l'assuré et rendra une nouvelle décision. 12.2 Au regard de ce qui précède, il n'y a pas lieu de procéder à une expertise médicale judiciaire, l'état de santé de l'assuré et ses répercussions sur sa capacité de travail n'ayant pas encore été établis entièrement. Pour autant que les conclusions préalables du recourant visaient une telle expertise, elles sont rejetées. 13. 13.1 Il n'est pas perçu de frais de procédure. Le recourant lequel, du reste, a obtenu gain de cause suite à l'annulation de la décision contestée et au renvoi du dossier pour complément d'instructions et nouvelle décision (cf.”
“Da vorliegend auch psychiatrische Diagnosen im Raum stehen, ist auch dem Hinweis des RAD beizupflichten, wonach das Ausmass der Arbeitsfähigkeit unter Evaluation der Standardindikatoren (vgl. BGE 141 V 281) zu beurteilen sei. Eine solche Würdigung ist bislang nach Lage der Akten nicht erfolgt. Abschliessend ist darauf hinzuweisen, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bislang einzig auf Diagnosen und Einschätzungen von behandelnden Ärztinnen und Ärzten respektive Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten beruht. In diesem Kontext ist zu beachten, dass es als Erfahrungstatsache gilt, dass behandelnde Ärzte (seien dies Hausärzte oder spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen) im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_317/2019 vom 30. September 2019 E. 4.2.3). Die Darstellungen der Behandelnden sind daher mit Zurückhaltung zu würdigen, was ebenfalls für eine umfassende Begutachtung spricht. 6.3. Bei dieser Sachlage ist mit Blick auf die in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierte Abklärungspflicht nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin eine polydisziplinäre Begutachtung für notwendig erachtet. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass vorliegend eine erstmalige Begutachtung der Beschwerdeführerin thematisiert wird und gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine umfassende administrative Erstbegutachtung regelmässig polydisziplinär anzulegen sei (BGE 139 V 349, 352 E. 3.2). Weil zudem weder Hinweise vorgebracht wurden noch ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführerin die Begutachtung beschwerdebedingt nicht zumutbar wäre, besteht kein Anlass, korrigierend einzugreifen. Die Beschwerde ist demnach in diesem Punkt abzuweisen. 7. 7.1. Mit ihrer Zwischenverfügung vom 3. März 2022 hat die Beschwerdegegnerin angeordnet, es werde nach dem Zufallsprinzip ein Gutachten mit den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, Psychiatrie, Neuropsychologie, Infektiologie und ORL (HNO) in Auftrag gegeben (Ziff. 1). Weiter wird festgehalten, es bleibe der ausgewählten Gutachtenstelle ausdrücklich unbenommen, konsiliarisch einen bzw.”
“Er betonte erneut, dass die Begründung des Versicherten für das Fernbleiben an den Begutachtungsterminen beim Zentrum K.____ nicht einleuchtend sei. Dabei sei festzustellen, dass die Begutachtungsstelle auch die Möglichkeit einer Übernachtung biete, damit sich der Beschwerdeführer akklimatisieren könne. Weiter sei es aktenkundig falsch, wenn er behaupte, er könne keine Termine irgendwelcher Art wahrnehmen. Es stehe fest, dass er regelmässig die Praxen der behandelnden Fachärzte besuche, welche zum Teil weiter entfernt lägen als jene des Zentrums K.____. Weiter würde ihm - falls es ihm gesundheitsbedingt schwerfallen sollte, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen - die Kostengutsprache für eine Taxifahrt gewährt. Ferner könnten die Angstbeschwerden - sollten sie überhandnehmen - wirksam und zweckmässig medikamentös durch die behandelnden Ärzte des Zentrums K.____ unterbrochen werden. 7.1 Gestützt auf die vorstehenden Berichte ist zunächst zu prüfen, ob die vorgesehene polydisziplinäre Begutachtung eine notwendige Abklärung im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG ist. PD Dr. B.____ führte in seinem Gutachten vom 26. März 2018 aus, der Beschwerdeführer leide an einer Agoraphobie mit Panikstörung, einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode, und einer leichten Intelligenzminderung, was ihn zu 100% in der Arbeitsfähigkeit einschränke. Bei einer adäquaten Behandlung der Angststörung könne aber innerhalb von 6 Monaten eine vollständige Arbeitsfähigkeit erreicht werden. Diese Beurteilung leuchtet nicht ein und widerspricht den seit März 2018 durch die behandelnden Ärzte attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit trotz Behandlung. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle unter Berücksichtigung der Ausführungen des RAD-Arztes Dr. J.____ vom 5. Januar 2021 und 10. Dezember 2021 weitere Abklärungen in die Wege leitete. Dies umso mehr, als PD Dr. B.____ die Intelligenzminderung auf Daten aus dem Jahr 2003 stützte und keine eigenen Untersuchungen dazu anstellte. Es kann daher diesbezüglich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit beurteilt werden, ob und in welchem Ausmass die beim Versicherten im Alter von 15 Jahren festgestellte Intelligenzminderung noch vorliegt und ihn allenfalls beeinträchtigt.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 195 In assenza di un accordo bilaterale di sicurezza sociale, ai fini della valutazione giuridica va fatto riferimento allo stato del diritto interno fino al momento del provvedimento impugnato. Nel procedimento vige l'obbligo inquisitorio di accertamento d'ufficio (massima dell'ufficio): l'autorità è tenuta a svolgere d'ufficio gli accertamenti rilevanti e a raccogliere e valutare d'ufficio le prove. Sono rilevanti soltanto i fatti provati o, eventualmente, la preponderanza della probabilità; si può rinunciare a ulteriori indagini solo quando, dopo un'accurata valutazione delle prove, risulti che misure supplementari non possono più modificare la valutazione (la valutazione anticipata delle prove è ammessa solo entro limiti ristretti).
“Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 143 V 446 consid. 3.3 ; 136 V 24 consid. 4.3 ; 132 V 215 consid. 3.1.1). En l'espèce, la recourante est une ressortissante suisse et thaïlandaise, a droit à une rente de veuve selon la LAVS, et est domiciliée en Thaïlande, Etat avec lequel la Suisse n'a pas conclu de convention de sécurité sociale. Dès lors, la présente cause doit être examinée à l'aune des dispositions du droit interne suisse en vigueur dans leur teneur jusqu'au 10 avril 2019, date de la décision litigieuse, qui marque la limite dans le temps du pouvoir d'examen de l'autorité de recours. 5. La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor/Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 138 V 218 consid. 6). Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 ; 138 V 218 consid. 6). Partant, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves : ATF 131 I 153 consid.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 194 Se una richiesta di prestazione è stata respinta a causa del rifiuto di collaborare a accertamenti ragionevoli, senza che il diritto sia stato esaminato nel merito, l'assicurato non deve dimostrare un mutamento delle circostanze di fatto in caso di nuova presentazione della domanda. L'amministrazione deve allora riesaminare il diritto e può, a seconda delle necessità, disporre ulteriori accertamenti o perizie. Presupposto è che effettivamente non abbia avuto luogo un esame nel merito; una successiva dichiarazione di disponibilità a collaborare non sanerà automaticamente il precedente rifiuto di collaborare.
“Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Leistungen können gemäss Art. 7b Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 dieses Gesetzes oder nach Art. 43 Absatz 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Gestützt auf Art. 7b Abs. 2 IVG können die Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG in den dort aufgezählten Fällen ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden. Die Leistungsverweigerung oder –einstellung wegen unterlassener Mitwirkung im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG ist in dem Sinne als resolutiv bedingter Endentscheid zu verstehen, als die Leistungen ab demjenigen Zeitpunkt wieder zu erbringen sind, ab dem die Mitwirkung nachträglich geleistet wird, sofern sich die Anspruchsvoraussetzungen alsdann als erfüllt erweisen (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5; vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 Rz 114). Wurde ein Leistungsanspruch infolge Widersetzlichkeit gegen zumutbare Abklärungen abgelehnt, so ist er keiner materiellen Prüfung unterzogen worden, weshalb bei einer Neuanmeldung keine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen nachgewiesen werden muss.”
“Die Beschwerdeführerin lässt vorbringen, die Leistungsablehnung gemäss Verfügung vom 26. März 2018 sei in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten erfolgt, weil sie damals nicht zur rheumatologischen Begutachtung durch Dr. med. C.________ erschienen sei. Die Sanktion (bestehend im Entscheid aufgrund der Akten) könne nur solange andauern, als das obstruktive Verhalten fortbestehe. Ihre Aufgabe der Verweigerung, an medizinischen Untersuchungen mitzuwirken, sei als Neuanmeldung zu behandeln. Bereits aus diesem Grund hätte die IV-Stelle den Leistungsanspruch auf das Gesuch vom März 2020 hin neu abklären und unter anderem ein rheumatologisches Gutachten in Auftrag geben müssen, wozu sie im angefochtenen Entscheid zu verpflichten gewesen wäre.”
“Es ist der Beschwerdeführerin im Grundsatz insoweit beizupflichten, als bei einer Neuanmeldung keine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen nachgewiesen werden muss, wenn ein Leistungsanspruch infolge Widersetzlichkeit gegen zumutbare Abklärungen abgelehnt worden ist. Dies gilt aber nur, sofern der Leistungsanspruch keiner materiellen Prüfung unterzogen wurde. Es genügt diesfalls, dass die versicherte Person ihren Widerstand aufgibt und mit der Verwaltung kooperiert. Die in Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV statuierte analoge Anwendung der für die Rentenrevision geltenden Regeln entfällt (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 600/99 vom 6. Juli 2000 E. 1; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 126 zu Art. 30-31 IVG). Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG (vgl. E. 3.3 hiervor) gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit nicht ungeschehen (vgl. Urteile 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6 und 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.1). In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150, 9C_244/2016 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteile 9C_236/2021 vom 3. September 2021 und 8C_494/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 4.1; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 114 u. 116 zu Art. 43 ATSG; JACQUES OLIVIER PIGUET, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, N. 56 zu Art. 43 ATSG).”
“Nach Abschluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit dem Erwerb des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) ..., Fachrichtung …- und …, bestanden Zweifel, ob die Tätigkeit als ... als den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst zu qualifizieren war. Zwecks Klärung der Arbeitsfähigkeit und der weiteren Leistungspflicht beabsichtigte die Beschwerdegegnerin deshalb die Durchführung einer AMA, an welcher der Beschwerdeführer jedoch nicht teilnahm (act. II 74), woraufhin die Beschwerdegegnerin mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 11. Juni 2014 (act. II 77) in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG auf das Leistungsbegehren nicht eintrat. Mangels einer materiellen Prüfung des damaligen Rentenanspruchs ist die im März 2021 erfolgte Wiederanmeldung zum Leistungsbezug (act. II 82) folglich nicht in analoger Anwendung der Rentenrevisionsregeln (Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]), sondern wie eine Erstanmeldung zu beurteilen, womit der Nachweis einer Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen entfällt (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 22. März 2022, 8C_404/2021, E. 5.2.1; Meyer/ Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, S. 445, Rz. 129).”
Se, nel corso dell'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, non è possibile rilevare né un evento iniziale ricordabile né accertamenti medici sufficienti, ciò di norma agevola la prova liberatoria dell'assicuratore infortunistico; referti carenti o lacunosi possono dunque condurre a escludere un obbligo di prestazione per evento assimilabile a un infortunio.
“2 UVG ist kein äusserer Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 UVV, in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; gültig gewesen bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
“Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202; in Kraft bis 31. Dezember 2016) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so vereinfacht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E.”
Forma e contenuto della diffida: Una diffida ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA deve riferirsi a una misura di accertamento concretamente disposta ed è da intendersi come reazione a un comportamento già manifestato di mancata collaborazione. Non può essere emessa a puro titolo preventivo o in modo generico («assicurazione in bianco»), bensì deve indicare concretamente quale comportamento è contestato e quali conseguenze giuridiche possono derivare in relazione alla misura di accertamento ordinata.
“Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr. F.___ folglich eine weitere psychiatrische Begutachtung – einschliesslich einer erneuten neuropsychologischen Testung – anordnen und die Beschwerdeführerin im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung anhalten müssen. Diese „Abmahnung“ hätte sich am Verhalten der Beschwerdeführerin orientieren müssen, das letztlich zum Scheitern der Begutachtung geführt hat: Die Beschwerdeführerin hat die neuropsychologische Testung nach drei viertel Stunden vorzeitig abgebrochen; sie hat aber auch während des durchgeführten Teils der neuropsychologischen Tests ein Antwortverhalten gezeigt, das zuverlässige Schlussfolgerungen bezüglich ihrer neurokognitiven Fähigkeiten verunmöglicht hat (inkonsistente und unplausible Symptomproduktion; auffällige Resultate in den Symptomvalidierungstests); in der psychiatrischen Begutachtung hat sie es dem Sachverständigen Dr.”
“Die Beschwerdegegnerin hat zwar zu Recht darauf hingewiesen, dass eine entsprechende Abmahnung nach der Auffassung des Bundesgerichtes (BGE 132 V 93) und des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen (vgl. das Urteil IV 2009/20 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 13. Mai 2009) keinen Verfügungscharakter hat. Aber sie hat übersehen, dass ihr formloses Schreiben vom 25. Juni 2024 keine solche typische Abmahnung gewesen ist. Eine Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG ergeht nämlich notwendigerweise im Rahmen der Anordnung einer Abklärungsmassnahme, denn sie ist nur ein Hinweis auf die Rechtsfolgen des Art. 43 Abs. 3 ATSG für den Fall, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit der konkret angeordneten Abklärungsmassnahme nicht erfüllen sollte. Entgegen der offenbar von der Beschwerdegegnerin vertretenen Ansicht ist es nicht die Weigerung der versicherten Person, ihre Mitwirkung für eine erst geplante Abklärungsmassnahme zuzusichern, die die Rechtsfolgen des Art. 43 Abs. 3 ATSG eintreten lässt, sondern vielmehr die Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der späteren Durchführung dieser Abklärungsmassnahme. Die Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG bezweckt lediglich die Aufklärung der versicherten Person über die Konsequenzen, die eine allfällige Verletzung der Mitwirkungspflicht nach sich ziehen kann. Die Reaktion der versicherten Person auf eine solche Abmahnung ist irrelevant. Entscheidend ist nur, ob die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung erfüllt. Nur wenn die Beschwerdegegnerin eine weitere Begutachtung angeordnet und den Beschwerdeführer im Zuge dessen auf die Folgen einer erneuten Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen hätte, könnte ihre Auffassung, ein solcher Hinweis sei keine beschwerdefähige Verfügung, zutreffend sein. Das formlose Schreiben vom 25. Juni 2024 hat allerdings keine Anordnung einer weiteren Begutachtung und auch keine im Zusammenhang mit einer solchen Anordnung verbundene Abmahnung der Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers bei dieser Begutachtung enthalten. Mit ihrem Schreiben vom 25. Juni 2024 hat die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer nur verpflichten wollen, eine Art „Blanko“-Zusicherung im Hinblick auf eine allfällig noch folgende Begutachtung zu erklären.”
Gli accertamenti che l'ente assicurativo deve compiere ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA si limitano a quanto necessario per l'esame della domanda di prestazione; determinanti sono le ripercussioni funzionali delle patologie. La genesi è, in linea di principio, di importanza secondaria, per cui accertamenti eziologici più approfonditi — ad esempio riguardo a malattie rare — di norma non sono necessari.
“Von den vom Beschwerdeführer beantragten Abklärungen betreffend orphan diseases über die Kosek (Urk. 6 S. 2, Urk. 66 S. 9, Protokoll S. 21 f. Ziff. 21) ist ebenfalls abzusehen. Die vom Versicherungsträger vorzunehmende Abklärung (Art. 43 Abs. 1 ATSG) beziehen sich nur auf die für die Prüfung des Leistungsbegehrens notwendigen Abklärungen. Eine allfällige trotz vielfacher fachärztlicher Abklärungen unbekannte oder strittige Ätiologie von gesundheitlichen Beschwerden gehört nicht dazu. Massgeblich sind die funktionellen Auswirkungen von Krankheitsbildern. Die Genese ist dabei zweitrangig. Etwas Anderes ist es, wenn verschiedene Ärzte eine unterschiedliche diagnostische Einordnung eines Beschwerdebilds vornehmen. In beiden Fällen ist aber jedenfalls im Rahmen des Abklärungsverfahrens (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und erst Recht im Rahmen eines Gerichtsverfahrens eine Abklärung über den Verein Kosek, einer Koordinationsplattform für die Verbesserung der Versorgungssituation für Betroffene von seltenen Krankheiten, nicht angezeigt. Die Suche nach einer ursächlichen Erklärung für ein Leiden Mithilfe der Kosek, soweit sich diese dazu überhaupt zuständig erklären würde, mag therapeutisch von Bedeutung sein, im Hinblick auf die hier interessierende Abklärung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit jedenfalls sind davon keine zielführenden Erkenntnisse zu erwarten.”
Una soppressione del limite disposta ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA o una sanzione analoga resta, fatto salvo il controllo di proporzionalità, in vigore soltanto fino a quando la persona interessata non presenta le informazioni o i documenti richiesti; la sanzione viene meno una volta che la collaborazione è stata prestata.
“Praxisgemäss muss bei einer gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG verfügten Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz berücksichtigt werden (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5). Nach dem Erhalt des Schreibens vom 3. März 2022 (SAK-act. 66) musste dem Beschwerdeführer die Rechtsfolge bei fehlender Mitwirkung (Entplafonierung der Rente) klar sein. Zudem war ein materieller Aktenentscheid vorliegend angezeigt (vgl. BGE 131 V 42 E. 3). Dabei durfte die Vorinstanz auf weitere Abklärungen verzichten, zumal es sich bei den eingeforderten Nachweisen zur Wohnsituation um Umstände handelte, über welche der Beschwerdeführer besser Bescheid wusste als die Vorinstanz und welche diese ohne seine Mitwirkung nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand abklären konnte (E. 2.4; vgl. Urteil 9C_341/2020 E. 2.3). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung ist sodann zu berücksichtigen, dass die Entplafonierung der Rente des Beschwerdeführers nur so lange aufrechterhalten bleibt, bis der Beschwerdeführer seiner Auskunftspflicht nachkommt und ihm der Nachweis der getrennten Wohnungen beziehungsweise der Aufhebung der kostensenkenden Hausgemeinschaft gelingt (vgl.”
“Praxisgemäss muss bei einer gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG verfügten Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz berücksichtigt werden (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5). Nach dem Erhalt des Schreibens vom 3. März 2022 (SAK-act. 66) musste dem Beschwerdeführer die Rechtsfolge bei fehlender Mitwirkung (Entplafonierung der Rente) klar sein. Zudem war ein materieller Aktenentscheid vorliegend angezeigt (vgl. BGE 131 V 42 E. 3). Dabei durfte die Vorinstanz auf weitere Abklärungen verzichten, zumal es sich bei den eingeforderten Nachweisen zur Wohnsituation um Umstände handelte, über welche der Beschwerdeführer besser Bescheid wusste als die Vorinstanz und welche diese ohne seine Mitwirkung nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand abklären konnte (E. 2.4; vgl. Urteil 9C_341/2020 E. 2.3). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung ist sodann zu berücksichtigen, dass die Entplafonierung der Rente des Beschwerdeführers nur so lange aufrechterhalten bleibt, bis der Beschwerdeführer seiner Auskunftspflicht nachkommt und ihm der Nachweis der getrennten Wohnungen beziehungsweise der Aufhebung der kostensenkenden Hausgemeinschaft gelingt (vgl.”
Nel procedimento amministrativo ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, le perizie di medici specialisti esterni, redatte a seguito di esami approfonditi e dopo aver preso visione dei fascicoli precedenti e che conducano a valutazioni fondate, possono acquisire pieno valore probatorio nella valutazione delle prove. Ciò vale tuttavia solo fintanto che non emergano indizi concreti che mettano in dubbio l'affidabilità della perizia.
“3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch die schädigenden Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 1 UVG). Die vom Bundesrat erstellte Liste dieser Stoffe und Arbeiten befindet sich in Anhang 1 zur Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202). Überdies gelten gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind, als Berufskrankheiten. Soweit nichts Anderes bestimmt ist, sind Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald der Betroffene erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig (vgl. Art. 6 ATSG) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4. und BGE 125 V 351, 353E.”
“Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 352, 353 E. 3b/bb). 3.4. Im Administrativverfahren nach Art. 43 Abs. 1 ATSG wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess nach Art. 61 lit. c ATSG gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung). 4. 4.1. 4.1.1. Der Beschwerdeführer wurde von Dr. L____ rheumatologisch und von Dr.”
“Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2019 IV Nr. 40 S. 128 E. 3, 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens die Beweiskraft fehlt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.2).”
In caso di mancata e ingiustificata presentazione di informazioni o documenti, l'ente assicuratore può, conformemente all'art. 43 cpv. 3 LPGA, decidere sulla base degli atti; ciò può comportare stime o la valutazione che determinate circostanze non siano da considerarsi provate, con la conseguenza che l'assicurato sopporta gli effetti della mancanza di prova. Tuttavia, in casi particolari di revisione, la prassi riconosce talvolta anche un'inversione dell'onere della prova a favore dell'ente assicuratore quando gli atti non forniscono indicazioni su cambiamenti della situazione.
“Angesichts dieses Vertrauensverhältnisses könne dieser Bescheinigung keine ausschlaggebende Beweiskraft zukommen. Weitere Unterlagen, welche den Abschluss eines Darlehensvertrags zwischen dem Versicherten und der G.___ GmbH belegen würden, lägen nicht vor. Damit sei es dem Versicherten nicht gelungen, eine der an die G.___ GmbH geleisteten Zahlung zugrundeliegende Rechtspflicht nachzuweisen. Der Versicherte trage die Folgen der Beweislosigkeit, weshalb ihm die Fr. 50'000.-- als Vermögensverzicht anzurechnen seien. Hinsichtlich der Zahlung von Fr. 20'000.-- an C.___ sei festzuhalten, soweit der Versicherte die Ansicht zu vertreten scheine, er könne das Einreichen von Belegen von einer Bedingung abhängig mache, sei er darauf hinzuweisen, dass ihn bei der Sachverhaltsabklärung eine Mitwirkungspflicht treffe (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Es liege nicht an ihm zu entscheiden, welche Beweise die EL-Durchführungsstelle zu erheben habe. Die EL-Durchführungsstelle habe ihn mehrfach aufgefordert, entsprechende Belege einzureichen. Auch habe sie ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG durchgeführt. Dennoch habe er keine Belege eingereicht. Der Versicherte trage die Beweislast dafür, dass er die Zahlung an C.___ in Erfüllung einer rechtlichen Pflicht und gegen eine adäquate Gegenleistung geleistet habe. Weder das eine noch das andere vermöge der Versicherte zu belegen. Es sei deshalb davon auszugehen, dass die Zahlung ohne Rechtspflicht erfolgt sei. Dem Versicherten seien die Fr. 20'000.-- sowie einen darauf entfallenden hypothetischen Ertrag zu Recht als Verzichtsvermögen angerechnet worden. Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte in der EL-Anspruchsberechnung ab 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 einen Vermögensverzicht von Fr. 70'000.-- und ab 1. Januar 2020 von Fr. 60'000.-- (vgl. die Berechnungsblätter, Aktenbund I, EL-act. 3-5). Im Weiteren führte sie aus, hinsichtlich des Antrags, die auf den Zeitraum vom 1. September 2018 bis 31. Dezember 2018 entfallenden Prämienpauschalen für die obligatorische Krankenpflegeversicherung seien direkt dem Versicherten auszuzahlen, sei festzuhalten, dass der Krankenversicherer diesen Betrag an die offenen Prämienschulden des Versicherten angerechnet habe.”
“Dans le contexte particulier de la révision d’une prestation durable, une telle appréciation peut toutefois conduire à un résultat singulier. Lorsque la personne assurée ne se conforme pas à son devoir de renseigner ou de collaborer et que le dossier ne contient aucun élément permettant d’admettre que les circonstances déterminantes se sont modifiées, l’absence de renseignements aurait pour résultat, compte tenu de la répartition du fardeau de la preuve, que l’assureur ne pourrait réduire ou supprimer la prestation. En d’autres termes, l’absence de collaboration de la personne assurée n’entraînerait, dans le cadre particulier de la révision, aucune conséquence défavorable pour elle. Compte tenu du caractère non admissible d’une telle solution, il convient d’admettre dans un tel cas un renversement du fardeau de la preuve au détriment de la personne assurée. Il appartient alors à cette dernière d’établir que les circonstances déterminantes n’ont pas subi de modifications susceptibles de modifier le droit à la prestation. En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l’art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l’état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n’a d’ailleurs aucun sens sous l’angle de l’économie de la procédure – d’examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, nos 46, 50, 52, 54 et 55 ad art. 43 LPGA et les références). 4. a) En l’espèce, le recourant soutient que la demande de renseignements adressée par la caisse intimée serait exagérée dès lors qu’elle lui réclamait de joindre tous ses comptes bancaires et/ou postaux. Contrairement à ce qu’allègue le recourant, les renseignements ou justificatifs demandés étaient nécessaires pour pouvoir procéder à la révision d’office de son dossier. L’octroi des prestations complémentaires retenait à titre de revenus uniquement sa rente AVS (cf. plans de calculs en annexe aux décisions des 15 mai 2017 et 30 décembre 2020). Or le tableau transmis par l’assuré par courriel du 26 octobre 2021 fait état d’une activité lucrative indépendante vraisemblablement exercée depuis plusieurs années et difficile à évaluer en l’absence des pièces justificatives idoines, ce d’autant plus que l’intéressé est, selon les éléments financiers versés au dossier (pièce 26), taxé d’office sur le plan fiscal.”
“Nachdem der Beschwerdeführer den beiden Aufforderungen der Beschwerdegegnerin vom 30. Oktober und 15. November 2023, einen Lohnausweis oder die Lohnabrechnung Januar 2023 von seinem Sohn Z.___ einzureichen, nicht nachgekommen ist, hat sie androhungsgemäss gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG anhand der Akten entschieden. Sie ging folglich von der Annahme aus, dass Z.___ die dreimonatige Probezeit erfolgreich bestanden und eine gute Arbeitsleistung erbracht hat und daher ab Dezember 2022 einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 2'500.-- erzielte (vgl. vorstehend E. 3.4.3). Dies ist nicht zu beanstanden. Der Einwand des Beschwerdeführers, es sei von einem jährlichen Bruttolohn von lediglich Fr. 24'000.-- (Fr. 2'000.-- x 12) auszugehen (Urk. 1 S. 4), erweist sich daher als unbegründet. Die Beschwerdegegnerin ging für die Zeitdauer ab Dezember 2022 somit zu Recht von einem jährlichen Bruttoeinkommen von Fr. 30'000.-- aus und zog Sozialversicherungsbeiträge von insgesamt Fr. 1'920.-- ab. Hinsichtlich der von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Berufsauslagen in der Höhe von Fr. 570.-- macht der Beschwerdeführer geltend, dass diese falsch berechnet worden seien. Z.___ müsse zwei Mal pro Monatmit Bus und Zug von A.___ nach Winterthur und zurück, was Fr.”
LPGA art. 43 n. 187 In presenza di una documentazione scarsa o incompleta, il controllo giudiziale si limita a una verifica di plausibilità o di abuso. La conduzione del procedimento e la determinazione degli accertamenti necessari spettano, in ragione dell'autorità procedurale e dell'ampio margine di discrezionalità, all'ente assicurativo.
“Die Beurteilung der Kliniken C____ beruhe damit auf einem unvollständigen Sachverhalt, womit die medizinische Beweisgrundlage ebenfalls unvollständig sei (BA, S. 2). Es sei ferner auch nicht auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer seit der Begutachtung im 2016 einen verbesserten Umgang mit seinen Beschwerden gefunden habe (BA, S. 3; Duplik, S. 1). Es sei vorliegend nicht sinnvoll, die neue Begutachtung durch die Kliniken C____ durchführen zu lassen. Es müsse zwingend das Observationsmaterial medizinisch gewürdigt werden, womit neues Beweismaterial in die Beurteilung miteinzubeziehen sei. In dieser Konstellation sei ein Sachverständigenwechsel für eine unvoreingenommene Würdigung förderlich. Wegen der klärungsbedürftigen Diskrepanz seien für die neue Begutachtung unbeteiligte Sachverständige beizuziehen (BA, S. 3). 4. 4.1. 4.1.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Gestützt auf Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (vgl. auch Art. 57 Abs. 3 IVG). Notwendig sind jene Untersuchungen, welche dazu dienen, den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und richtig zu ermitteln (vgl. Cristina Schiavi, Art. 43 N 21, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger [Hrsg], Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage, Basel 2020). 4.1.2. Zur Klärung, ob ein verwaltungsexternes medizinisches Gutachten einzuholen ist, müsste die vorliegende medizinische Aktenlage auf ihre Vollständigkeit und Schlüssigkeit hin überprüft werden. Eine eingehende Prüfung der Dokumente würde aber dazu führen, dass die Endverfügung im Hinblick auf die Beurteilung der medizinischen Sachlage weitgehend präjudiziert würde. Weil die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens beim Versicherungsträger liegt und ihm deshalb im Rahmen der Verfahrensleitung ein grosser Ermessensspielraum zukommt, muss im vorliegenden Verfahren die richterliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- respektive Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben.”
“Die Beurteilung der Kliniken C____ beruhe damit auf einem unvollständigen Sachverhalt, womit die medizinische Beweisgrundlage ebenfalls unvollständig sei (BA, S. 2). Es sei ferner auch nicht auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer seit der Begutachtung im 2016 einen verbesserten Umgang mit seinen Beschwerden gefunden habe (BA, S. 3; Duplik, S. 1). Es sei vorliegend nicht sinnvoll, die neue Begutachtung durch die Kliniken C____ durchführen zu lassen. Es müsse zwingend das Observationsmaterial medizinisch gewürdigt werden, womit neues Beweismaterial in die Beurteilung miteinzubeziehen sei. In dieser Konstellation sei ein Sachverständigenwechsel für eine unvoreingenommene Würdigung förderlich. Wegen der klärungsbedürftigen Diskrepanz seien für die neue Begutachtung unbeteiligte Sachverständige beizuziehen (BA, S. 3). 4. 4.1. 4.1.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Gestützt auf Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (vgl. auch Art. 57 Abs. 3 IVG). Notwendig sind jene Untersuchungen, welche dazu dienen, den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und richtig zu ermitteln (vgl. Cristina Schiavi, Art. 43 N 21, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger [Hrsg], Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage, Basel 2020). 4.1.2. Zur Klärung, ob ein verwaltungsexternes medizinisches Gutachten einzuholen ist, müsste die vorliegende medizinische Aktenlage auf ihre Vollständigkeit und Schlüssigkeit hin überprüft werden. Eine eingehende Prüfung der Dokumente würde aber dazu führen, dass die Endverfügung im Hinblick auf die Beurteilung der medizinischen Sachlage weitgehend präjudiziert würde. Weil die Verfahrenshoheit bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens beim Versicherungsträger liegt und ihm deshalb im Rahmen der Verfahrensleitung ein grosser Ermessensspielraum zukommt, muss im vorliegenden Verfahren die richterliche Prüfung bei einer knappen Beurteilung der Aktenlage im Sinne einer Plausibilitäts- respektive Missbrauchskontrolle ihr Bewenden haben.”
Durante il percepimento della rendita, secondo la prassi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, di regola deve essere disposta una sospensione provvisoria o condizionata della rendita (sospensione dei pagamenti) quale mezzo di pressione. Una decisione definitiva e sostanziale a sfavore dell'assicurato (revoca/negazione definitiva) è ammessa solo alle condizioni — ritenute dalla giurisprudenza più rigorose — (cfr. anche art. 17 LPGA e le regole pertinenti in materia di diritto alla prestazione).
“Entscheid Versicherungsgericht, 22.10.2020 Art. 17 und 43 Abs. 3 ATSG. Sinn und Zweck von Art. 43 Abs. 3 ATSG ist das Ausüben von Druck, dass die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt. Vorläufiger Leistungsstopp als das geeignete Druckmittel. Die Beschwerdegegnerin hätte einen bedingten Rentenstopp statt eine definitive Renteneinstellung verfügen müssen. Da die Anforderungen an eine definitive Renteneinstellung gemäss Art. 17 ATSG nicht erfüllt gewesen sind und da die Beschwerdegegnerin keine bedingte Einstellung der Rente bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer die abgemahnte Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen würde, angeordnet hat, ist die angefochtene Verfügung gesetzeswidrig. Aufhebung der Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Oktober 2020, IV 2018/271). Entscheid vom 22. Oktober 2020 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull Geschäftsnr. IV 2018/271 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur.”
“3 ATSG hat das Bundesgericht die Auffassung vertreten, dass in einer solchen Verfahrenssituation gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Auszahlungsstopp verfügt werden könne (BGE 139 V 585). Das bedeutet, dass der Versicherungsträger sämtliche weiteren Zahlungen verweigern kann, bis die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Rentenrevisionsverfahren doch noch nachkommt. Dieses „Druckmittel“ ist augenscheinlich geeignet, den Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Überwindung der Verfahrensblockade – zu erreichen. Das Bundesgericht vertritt allerdings gelegentlich auch die Auffassung, der Art. 43 Abs. 3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden.”
“3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 185 Una decisione di non assumere l'obbligo di prestazione è ammessa soltanto se le informazioni mancanti sono effettivamente necessarie per l'accertamento del fatto e per la determinazione delle prestazioni dovute e se l'autorità non può procurarsi tali informazioni in altro modo senza costi o oneri considerevoli. La giurisprudenza richiede inoltre che il sollecito scritto indichi in modo sufficientemente preciso quali informazioni sono richieste all'assicurato.
“3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Selon la jurisprudence, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants. Cela signifie par voie de conséquence que dès lors que l'autorité inférieure peut se prononcer sur la base de l'état de fait, la sanction de la non-entrée en matière ne lui est plus ouverte. Inversement, dès lors que le dossier ne lui permet pas de se prononcer, l'autorité inférieure prononce une décision de non-entrée en matière (arrêt TAF C-6129/2012 du 18 septembre 2013 consid. 6.1.2). En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure – d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
“1 1ère phrase LPGA, l'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Selon l'art. 28 al. 2 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit fournir gratuitement tous les renseignements nécessaires pour établir ce droit et fixer les prestations dues. L'art. 43 al. 3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d'inexcusable lorsqu'aucun motif légitime n'est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible (arrêt TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Selon la jurisprudence relative à l’art. 43 al. 3 LPGA, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants. Cela signifie par voie de conséquence que dès lors que l'autorité inférieure peut se prononcer sur la base de l'état de fait, la sanction de la non-entrée en matière ne lui est plus ouverte. Inversement, dès lors que le dossier ne lui permet pas de se prononcer, l'autorité inférieure prononce une décision de non-entrée en matière (arrêt TC FR 608 2021 190 du 14 décembre 2021 consid. 3 et les références). En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte.”
“3 LPGA dispose que si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière; il doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Selon la jurisprudence, la mise en demeure doit indiquer de façon suffisamment explicite ce que l'autorité attend de l'assuré. En outre, lorsque l'assuré ne donne pas suite à une mise en demeure, l'administration peut prononcer une décision de non-entrée en matière uniquement si les informations requises sont nécessaires pour éclaircir l'état des faits et déterminer les prestations dues et qu'elle ne peut se procurer celles-ci sans frais importants. Cela signifie par voie de conséquence que dès lors que l'autorité inférieure peut se prononcer sur la base de l'état de fait, la sanction de la non-entrée en matière ne lui est plus ouverte. Inversement, dès lors que le dossier ne lui permet pas de se prononcer, l'autorité inférieure prononce une décision de non-entrée en matière (arrêt TC FR 608 2021 190 du 14 décembre 2021 consid. 3 et les références). En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure – d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 184 Una mancata collaborazione può essere giustificata se la persona assicurata è effettivamente impedita, per motivi di salute (in particolare di natura psichica), a ottemperare agli obblighi di collaborazione; ciò vale anche in caso di demenza nella misura in cui la malattia impedisca la collaborazione. I disturbi psichici, tuttavia, non giustificano automaticamente: deve essere dimostrato o accertato che la malattia impedisca concretamente la collaborazione. L'art. 43 cpv. 3 LPGA si applica soltanto in caso di mancato adempimento non giustificato.
“Die Beschwerdegegnerin ist dementsprechend zu Unrecht nicht auf das Zusatzleistungsgesuch des Beschwerdeführers eingetreten. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, den rechtserheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und falls nötig, eine Marktwertschätzung mit entsprechenden Kostenfolgen einzuholen. Für die Beschaffung der benötigten Dokumente ist die Beschwerdegegnerin auch auf die Mitwirkung des Beschwerdeführers - soweit es ihm möglich ist - und seine Ehefrau angewiesen. Diese sind gestützt auf ihre Mitwirkungspflicht (vgl. vorstehend E. 1.3) gehalten, der Beschwerdegegnerin alle für die Schätzung des Werts der Liegenschaft und der Eigentumswohnung dienliche Unterlagen - wie beispielsweise Kaufverträge und weitere Grundbuchauszüge – wie auch die übrigen von der Beschwerdegegnerin verlangten Angaben (vorstehend E. 3.3) einzureichen. Dabei ist aufgrund der Demenz des Beschwerdeführers jedoch zu berücksichtigen, dass Art. 43 Abs. 3 ATSG nur Rechtsfolgen bei unentschuldbarem Nicht-Nachkommen der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht statuiert. Hinzuweisen ist zudem auf die Vermögensschwelle von Fr. 200'000.-- bei Ehepaaren (vgl. vorstehend E. 1.1).”
“Bei Beurteilung der Frage, ob der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist oder ob sein Verhalten unverschuldet war, kann ergänzend die Rechtsprechung zur Fristwiederherstellung gemäss Art. 41 ATSG herangezogen werden. Gemäss Art. 41 ATSG wird für eine Fristwiederherstellung vorausgesetzt, dass die versicherte Person oder ihre Vertretung unverschuldeterweise abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln. Für eine Fristwiederherstellung wird mithin ein unverschuldetes Versäumnis vorausgesetzt und es darf keine auch bloss leichte Fahrlässigkeit vorliegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_821/2016 vom 2. Februar 2017 E. 2.2). Gemäss der Rechtsprechung kann Krankheit ein unverschuldetes (zur Fristwiederherstellung gemäss Art. 41 ATSG führendes) Hindernis sein, doch muss die Erkrankung derart sein, dass die rechtsuchende Person oder ihre Vertretung durch sie davon abgehalten wird, selber innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme der Handlung zu beauftragen (Urteil des Bundesgerichts 2C_401/2007 vom 21.”
“Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible (arrêt du Tribunal fédéral I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5 ; Jacques-Olivier PIGUET, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA). En tant que l’art. 43 al. 1 et 2 LPGA prévoit que les mesures d’instruction ordonnées doivent être nécessaires et pouvoir être raisonnablement exigées, la non-réalisation de l’une de ces deux conditions rend en principe excusable le refus de la personne assurée se soumettre à une expertise (arrêt du Tribunal fédéral 8C_283/2020 du 4 août 2020 consid. 3.1 et l’arrêt cité). Ainsi, un défaut de collaboration est en particulier excusable lorsqu’il s’explique pour des raisons des raisons de santé – notamment psychiques (arrêt du Tribunal fédéral 9C_994/2009 du 22 mars 2010 consid. 5.2). 7.7 Lorsqu’il est saisi d’un recours de la personne assurée, interjeté contre la décision rejetant sa demande au motif que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l’état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante, le juge ne doit alors examiner que si la décision, rendue conformément à l’art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l’état de fait existant (incomplet), est correcte (arrêts du Tribunal fédéral des assurances I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 6, U 489/00 du 31 août 2001 consid. 2b et I 214/01 du 25 octobre 2001 consid. 3 et les références). Il ne se justifie pas – et cela n’a d’ailleurs aucun sens sous l’angle de l’économie de la procédure – d’examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu’alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d’instruction. Soit le dossier n’est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d’instruction requis par l’administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l’administration, puisque le dossier ne permet pas d’établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l’existence des conditions du droit à la prestation (arrêt du Tribunal fédéral U 316/06 du 6 juillet 2007 consid.”
“L’Alta Corte ha confermato l’agire dell’UAI („[…] 3.2. Der Beschwerdegegner hat die psychiatrische Begutachtung unbestrittenermassen verhindert, wie Dr. med. C.________ im Bericht vom 2. Oktober 2014 im Einzelnen geschildert hat, wobei sein Verhalten nicht mit den in den Akten aufgeführten psychischen Störungen erklärt werden könne und für einige der diagnostizierten Leiden hochgradig untypisch sei. Das Vorliegen eines strategischen, zweckgebundenen Verhaltens könne nicht ausgeschlossen werden. Hinreichend schlüssige Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdegegner zum vorgesehenen Untersuchungszeitpunkt nicht urteilsfähig war, fehlen, woran nichts ändert, dass die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde angeblich daran zweifelte, dass der Versicherte den Begutachtungstermin einhalten würde. Somit ist als erstellt zu betrachten, dass der Beschwerdegegner seinen Mitwirkungspflichten nach vorgängig durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist. Wie die IV-Stelle zutreffend bemerkt, setzt die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen”
art. 43 cpv. 3 LPGA può essere applicato solo se l'ente assicurativo ha contestualmente adottato tutte le misure per rendere i fascicoli il più completi possibile. In particolare, una sanzione è esclusa se l'ente assicurativo avrebbe potuto basarsi su altri dati disponibili o avrebbe potuto procurarsi le informazioni mancanti senza uno sforzo sproporzionato; analogamente, la presentazione di ampia documentazione contraddice l'esistenza di un rifiuto inescusabile di collaborazione da parte dell'assicurato.
“A cet égard, il convient de rappeler que le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné en application de l’art. 43 al. 3 LPGA que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible, ce qui n’est pas le cas notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 consid. 2 ; 97 V 173 consid. 3). Force est de constater que de nombreux documents ont été produits par la recourante à la suite des demandes de Z.________. Elle s’est notamment adressée aux médecins qui l’ont suivie entre 2007 et 2016, et a transmis à Z.________ les rapports qu’elle a reçus de ces médecins. On ne saurait dès lors conclure qu’elle a refusé de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA. Z.________ n’était dès lors pas légitimée à se fonder sur cette disposition pour refuser d’entrer en matière sur l’annonce de rechute faite par la recourante, respectivement pour statuer sur la base des pièces au dossier. d) Se pose toutefois la question de déterminer si, sur la base des documents produits, Z.________ pouvait refuser d’entrer en matière sur l’annonce de rechute faite par la recourante, faute d’éléments suffisants permettant de conclure à l’existence d’une rechute. Le Tribunal fédéral a en effet eu l’occasion de préciser que par analogie avec la procédure prévue à l’art. 87 al. 3 RAI (auparavant art. 87 al. 4 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]) relative au dépôt d’une nouvelle demande de prestations en matière d’assurance-invalidité, la personne qui sollicite l’octroi de prestations doit rendre plausible l’existence d’une modification importante de l’état de fait, c’est-à-dire d’une rechute ou d’une séquelle tardive, pour que l’assureur-accident doive entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations (TF U 55/07 du 13 novembre 2007 consid.”
“A cet égard, il convient de rappeler que le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné en application de l’art. 43 al. 3 LPGA que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible, ce qui n’est pas le cas notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 consid. 2 ; 97 V 173 consid. 3). Force est de constater que de nombreux documents ont été produits par la recourante à la suite des demandes de Z.________. Elle s’est notamment adressée aux médecins qui l’ont suivie entre 2007 et 2016, et a transmis à Z.________ les rapports qu’elle a reçus de ces médecins. On ne saurait dès lors conclure qu’elle a refusé de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA. Z.________ n’était dès lors pas légitimée à se fonder sur cette disposition pour refuser d’entrer en matière sur l’annonce de rechute faite par la recourante, respectivement pour statuer sur la base des pièces au dossier. d) Se pose toutefois la question de déterminer si, sur la base des documents produits, Z.________ pouvait refuser d’entrer en matière sur l’annonce de rechute faite par la recourante, faute d’éléments suffisants permettant de conclure à l’existence d’une rechute. Le Tribunal fédéral a en effet eu l’occasion de préciser que par analogie avec la procédure prévue à l’art. 87 al. 3 RAI (auparavant art. 87 al. 4 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]) relative au dépôt d’une nouvelle demande de prestations en matière d’assurance-invalidité, la personne qui sollicite l’octroi de prestations doit rendre plausible l’existence d’une modification importante de l’état de fait, c’est-à-dire d’une rechute ou d’une séquelle tardive, pour que l’assureur-accident doive entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations (TF U 55/07 du 13 novembre 2007 consid.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 182 Qualora la documentazione sia incerta o sussistano dubbi fondati, l'istituto assicuratore deve disporre gli ulteriori accertamenti necessari. Ciò comprende in particolare l'acquisizione di un parere del SMR; se il parere del SMR non fornisce una chiarificazione definitiva o manca, deve essere ordinata — nella misura in cui sia necessario e ragionevolmente esigibile per la valutazione di questioni mediche — una perizia medica.
“Ainsi, en cas de nouvelle demande de rente, le délai de six mois prévu à l’art. 29 al. 1 LAI doit être respecté, celui-ci étant de nature procédurale (ATF 142 V 547 consid. 3). Dans un arrêt 8C_888/2011 du 7 mai 2012 considérant 5.2 (publié in SVR 2012 IV n° 48 p. 176), le Tribunal fédéral a jugé qu'aucune prestation de rente ne pouvait être octroyée avant le dépôt de la nouvelle demande, même si l'article 29bis RAI prévoit que sera déduite de la période d'attente celle qui a précédé le premier octroi (arrêt du Tribunal fédéral 9C_348/2014 du 16 octobre 2014 consid. 3.2.2). A noter que l’art. 29bis RAI trouve uniquement application lorsque la suppression de rente est entrée en force et que dans les trois ans, il y a une reprise de l’invalidité (MEYER / REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 2022, n° 25 ad Art. 29 LAI). 5.4 Conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 LPGA), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin. En particulier, elle doit mettre en œuvre une expertise lorsqu'il apparaît nécessaire de clarifier les aspects médicaux du cas (ATF 117 V 283 consid. 4a). 6. 6.1 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités revêtent une importance significative ou entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 et les références).”
“Or, des difficultés de concentration semblaient déjà s'être manifestées lors de la mesure d'orientation professionnelle et, de manière plus générale, la fatigue découlant d'un cancer (Cancer-related Fatigue) est admise par la littérature médicale et la jurisprudence (ATF 139 V 346 consid. 3). Bien que postérieur à la date de la décision entreprise, son rapport médical, qui conclut à une incapacité totale de travail de la recourante, doit ainsi être pris en considération, puisqu'il se prononce sur une situation médicale antérieure, découlant directement des suites du traitement du cancer (ATF 99 V 98 consid. 4 et les arrêts cités ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_269/2018 du 25 juillet 2018 consid. 4.2). Dans le cas d'espèce, le SMR ne s'est pas prononcé sur le résultat de la mesure d'orientation professionnelle. Il ne s’est pas davantage déterminé sur le rapport médical du Dr E______ du 1er mai 2024 produit devant la chambre de céans. Or, l’absence de prise en compte par l’OAI du résultat de la mesure d’orientation professionnelle constitue une violation de la maxime inquisitoire au sens de l'art. 43 LPGA et contrevient aux art. 54a LAI et 49 al. 1bis RAI, qui prescrivent que le SMR doit évaluer les capacités fonctionnelles de la personne assurée en tenant compte, tant quantitativement que qualitativement, de toutes ses ressources et limitations physiques, mentales et psychiques. Au vu des quelques jours d'orientation professionnelle réalisés, un doute raisonnable existe quant à l'étendue des limitations fonctionnelles de la recourante et au rendement qu'elle peut atteindre dans une activité adaptée, pour autant qu'elle dispose encore d'une capacité de travail exploitable. La cause doit ainsi être renvoyée à l'intimé afin qu'il sollicite une prise de position du SMR quant au bilan professionnel et au rapport médical du Dr E______ du 1er mai 2024. Dans l'hypothèse où le SMR ne partagerait pas les conclusions de l'oncologue traitant concernant l'incapacité totale de travail de la recourante, l'intimé devrait mettre en œuvre une expertise médicale afin de clarifier la situation, tant sous l'angle des suites du cancer que sous l'angle des limitations liées à l'atteinte au rachis, en vue de déterminer précisément les limitations fonctionnelles et la capacité de travail de la recourante ainsi qu'une éventuelle diminution de rendement.”
“Hinsichtlich des neurologischen Gesundheitszustandes machte die Beschwerdeführerin im ersten Vorbescheidverfahren im September 2019 eine Verschlechterung geltend (act. II 162, 168). Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der Folge im Wesentlichen auf den neuropsychologischen Abklärungsbericht vom 5. April 2022 (act. II 168 S. 2 - 11) sowie die diesbezüglichen Stellungnahmen der RAD-Ärztin Dr. med. J.________ vom 16. Juni 2022 (act. II 173) und insbesondere vom 19. Dezember 2022 (act. II 190). Aufgrund dieser Unterlagen erscheint eine zwischenzeitlich eingetretene, allfällig anspruchsrelevante Verschlechterung der kognitiven Funktionen im Zusammenhang mit der progredient verlaufenden MS-Erkrankung nicht ausgeschlossen. Gestützt auf diese Ausgangslage wäre die Beschwerdegegnerin in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 43 ATSG deshalb verpflichtet gewesen, die Auswirkungen dieser allfälligen Verschlechterung auf die Arbeitsfähigkeit genauer abzuklären. Dies ist indessen nach dem aktuellen Stand der medizinischen Akten bisher nicht hinreichend geschehen, wie nachfolgend darzulegen ist: Die RAD-Neurologin Dr. med. J.________ stütze sich für ihre abschliessende Aktenbeurteilung vom 19. Dezember 2022 (act. II 190) auf den neuropsychologischen Abklärungsbericht von M. Sc. I.________ vom 5. April 2022 (act. II 168 S. 2 - 11) und hielt das Einholen eines aktuellen neurologischen Untersuchungsberichts der behandelnden Neurologin für sinnvoll (act. II 173 S. 4). Der eingeforderte Bericht von Dr. med. H.________ datiert zwar vom 18. November 2022 (act. II 193), ging indes erst nach Erstattung der abschliessenden RAD-Stellungnahme vom 19. Dezember 2022 (act. II 190) bei der Beschwerdegegnerin ein (vgl. Eingangsdatum 30. Januar 2023 [vgl. act. II Inhaltsverzeichnis S. 2]). Letztere verzichtete in der Folge darauf, diesen neurologischen Verlaufsbericht dem RAD vorzulegen, weshalb dem Aktenbericht der RAD-Ärztin vom 19.”
La mancanza di trasparenza degli atti (p.es. rapporti dei medici fiduciari non comprensibili o poco chiari, assenza di documentazione scritta) può costituire una violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA; in tali casi l'ente di assicurazione è tenuto a svolgere accertamenti integrativi — eventualmente mediante audizioni —.
“____ setzt sich in der Folge nur rudimentär mit den konkreten Einwendungen und Erläuterungen der fachärztlich spezialisierten Ärzte des Spitals D.____ und des Spitals E.____ auseinander. Die Verpflichtung des Krankenversicherers gemäss Anhang 1 Ziff, 11 KLV, die Empfehlungen der Vertrauensärzte zu berücksichtigen, bedeutet nicht, dass dies unbesehen von Qualität und Aussagekraft stets in zustimmendem Sinne zu erfolgen hat. Darüber hinaus ist nicht eindeutig erkennbar, welche Äusserungen von Dr. H.____ stammen und welche nachträglich von der Administration der Beschwerdegegnerin ergänzt bzw. eingefügt worden sind (so z.B. bei der handschriftlichen Notiz "14 Tage AÜP" auf den Aktennotizen vom 21. August 2020). Den Beurteilungen des Vertrauensarztes fehlt es somit an jeglicher Transparenz. Die versicherungsinternen Abklärungen der Beschwerdegegnerin vermögen nicht zu überzeugen, weshalb gestützt darauf keine rechtsgenügliche Beurteilung des Kostenübernahmegesuchs vorgenommen werden kann. Mit dieser Vorgehensweise verletzte die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG, was zur Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids führt.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2021 Art. 17 Abs. 2 ATSG. Revision der Ergänzungsleistungen auf Gesuch hin. Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG. Anrechnung eines hypothetischen Vermögens. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Unterstützungsleistungen der Eltern während eines laufenden IV-Verfahrens, um Sozialhilfebezug zu vermeiden. Mündliche Vereinbarung über eine Pflicht zur Rückerstattung der Unterstützungsleistungen, falls der Versicherte eine Nachzahlung von Sozialversicherungsleistungen erhält. Der Beweis der damaligen mündlichen Vereinbarung hätte nur durch eine Einvernahme des Versicherten und seiner Eltern (und allenfalls der Schwester) erbracht werden können. Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung an die EL-Durchführungsstelle. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2021, EL 2020/28). Entscheid vom 4. November 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2020/28 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, Amparo Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St.”
L'istituto assicurativo competente deve d'ufficio verificare se sono applicabili le norme di totalizzazione dei regolamenti di coordinamento dell'UE, integrare di conseguenza l'istruzione e decidere motivatamente sulle pretese. Ciò corrisponde al principio inquisitorio ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“A cet effet, l’institution compétente d’un Etat membre dont la législation subordonne l’acquisition, le maintien, le recouvrement ou la durée du droit aux prestations à l’accomplissement soit de périodes d’assurance, soit de périodes d’emploi, soit de périodes d’activité non salariée, tient compte, dans la mesure nécessaire, des périodes d’assurance, d’emploi ou d’activité non salariée accomplies sous la législation de tout autre Etat membre comme si elles avaient été accomplies sous la législation qu’elle applique ; toutefois, lorsque la législation applicable subordonne le droit aux prestations à l’accomplissement de périodes d’assurance, les périodes d’emploi ou d’activité non salariée accomplies sous la législation d’un autre Etat membre ne sont prises en compte qu’à la condition que ces périodes eussent été considérées comme périodes d’assurance si elles avaient été accomplies en vertu de la législation applicable (premier paragraphe). b) Ayant clairement soulevé et identifié la portée manifeste de l’application de la réglementation européenne, l’intimée s’est toutefois abstenue d’y répondre en renonçant à l’examen du cas de l’assuré sous cet angle, se bornant à laisser la question ouverte comme si elle relevait de la compétence de l’autorité judiciaire de recours. Or il revient au premier chef à l’autorité administrative, en l’occurrence la Caisse intimée, de vérifier que les dispositions des différents accords afférentes au principe de la totalisation des périodes de cotisation trouvent à s’appliquer (cf. également à ce propos ch. E1 ss, en particulier E16 ss, de la Circulaire édictée par le Secrétariat d’Etat à l’économie relative aux conséquences des règlements [CE] n° 883/2004 et 987/2009 sur l'assurance-chômage [Circulaire IC 883]). S’en étant abstenue, l’intimée n’a pas respecté le principe inquisitoire consacré par l’art. 43 LPGA et a signifié son intention d’en reporter la charge sur la Cour de céans aux termes de sa réponse du 20 février 2019. Il lui incombe pourtant de remédier à cette carence en instruisant la cause avec diligence. A cela s’ajoute qu’elle a contrevenu à l’art. 49 LPGA en ne statuant pas de manière motivée sur le droit aux prestations litigieuses, ce qui procède d’une violation du droit d’être entendu, singulièrement relève d’un comportement confinant à l’arbitraire. Enfin, il ne revient pas à l’autorité judiciaire de trancher en premier ressort, sauf à violer la garantie de la double instance. 8. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision sur opposition attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée pour qu’elle complète l’instruction au sens des considérants puis rende une nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judicaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA), ni d’allouer de dépens, le recourant ayant agi sans le concours d’un mandataire (art.”
“Dans ce contexte, l'ALCP fait référence depuis le 1er avril 2012 au règlement (CE) no 883/2004 du Parlement européen et du Conseil du 29 avril 2004 portant sur la coordination des systèmes de sécurité sociale (ci-après : règlement (CE) no 883/2004, RS 0.831.109.268.1), ainsi qu'au règlement (CE) no 987/2009 du Parlement européen et du Conseil du 16 septembre 2009 fixant les modalités d'application du règlement (CE) no 883/2004 (ci-après : règlement no 987/2009, RS 0.831.109.268.11 ; cf. art. 1 al. 1 de l'annexe II de l'ALCP en relation avec la section A de l'annexe II de l'ALCP et art. 153a LAVS). A compter du 1er janvier 2015, sont également applicables dans les relations entre la Suisse et les Etats membres de l'Union européenne (UE) les modifications apportées notamment au règlement (CE) no 883/2004 par les règlements (UE) no 1244/2010 (RO 2015 343), no 465/2012 (RO 2015 345) et no 1224/2012 (RO 2015 353). 3. 3.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; cf. ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (cf. ATF 139 V 176 consid. 5.2 et 138 V 218 consid. 6). En outre, le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue. Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1, 130 V 138 consid. 2.1 et 121 V 362 consid. 1b). Ils doivent néanmoins être pris en considération lorsqu'ils sont étroitement liés à l'objet du litige et de nature à influencer l'appréciation au moment où la décision attaquée a été rendue (cf.”
LPGA art. 43 n. 179 Prima di pronunciare una decisione di non entrare nel merito, l'ente assicurativo deve diffidare per iscritto la persona interessata, indicando in modo concreto e specifico l'obbligo di collaborazione violato e le possibili conseguenze giuridiche, in modo tale che sia chiaro per la persona cosa ci si aspetta da lei; deve inoltre esserle concesso un congruo termine di riflessione. Un avviso formulato in termini generici o di carattere puramente preventivo non soddisfa tali requisiti. L'espletamento della procedura di diffida e del periodo di riflessione è condizione necessaria per una legittima decisione di non entrare nel merito.
“Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde.”
“Zunächst fällt auf, dass die mit Schreiben vom 18. November 2021 erteilten Auflagen im angefochtenen Entscheid als Massnahmen zur Schadenminderung interpretiert wurden (mit Hinweis auf Art. 7 Abs. 1 IVG und Art. 21 Abs. 4 ATSG; Urk. 2 S. 2; vgl. auch Urk. 7/64/4). Im genannten Schreiben führte die Beschwerdegegnerin zwar ebenfalls Art. 7 IVG auf, wies aber gleichzeitig auf die Mitwirkungspflicht und die rechtlichen Konsequenzen hin, falls dieser nicht nachgekommen werden sollte (Verfügung aufgrund der Akten oder Einstellung der Erhebungen; Art. 43 Abs. 3 ATSG). In einem weiteren Abschnitt machte sie darauf aufmerksam, es könne zur Folge haben, dass der Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob der Beschwerdeführer die Massnahme durchgeführt hätte, falls er nicht bis zum 17. Dezember 2021 mitteile, wo er diese durchführen lasse. Dasselbe gelte, wenn er die Massnahme bis zum 1. Februar 2022 nicht gestartet habe. Dies könne zur Abweisung des Gesuchs führen (Urk. 7/43/1 f.). Im Schreiben vom 18. November 2021 hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer somit die verfügungsweise erfolgte Verweigerung der Rentenleistung gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG nicht in Aussicht gestellt. Sie erwähnte diese gesetzliche Grundlage im Rahmen der Erteilung der Auflagen nicht und wies in ihren Ausführungen auf die Mitwirkungs-, nicht aber auf die Schadenminderungspflicht hin (vgl. Urk. 7/43/1 f.). Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren wurde demnach nur schon vor diesem Hintergrund nicht rechtskonform durchgeführt; eine in Art. 7b Abs. 2 IVG genannte Konstellation (vorstehend E.”
“Das Nichteintreten begründet die Vorinstanz im vorliegenden Fall mit einer Verletzung der Mitwirkungspflicht seitens der Beschwerdeführerin. Deshalb ist vorliegend strittig und zu prüfen, ob die verlangte Mitwirkung der Vorinstanz rechtmässig war und bejahendenfalls ist weiter zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin der Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen ist und deshalb die Vorinstanz - nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 43 Abs. 3 ATSG - zu Recht nicht auf das Leistungsbegehren eingetreten ist.”
Se sussistono dubbi circa una posizione assimilabile a quella del datore di lavoro (ad es. a causa di una partecipazione azionaria, dello status di fondatore o della funzione di consulente), ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA le circostanze di fatto devono essere accertate d'ufficio. Ciò può comprendere, fra l'altro, l'accesso alle iscrizioni nei registri e al libro degli azionisti nonché accertamenti sullo status di attività e sulla persistenza del potere decisionale. Sulla base di tali accertamenti la collocabilità deve, se del caso, essere riesaminata.
“Sodann führte der Beschwerdeführer am 10. März 2022 aus, dass er als Gründer Aktien im Umfang von 50 % besessen habe. Er beabsichtige jedoch, 35 % zu verkaufen und nur noch 15 % der Aktien der A.___ AG zu halten. Ob der Aktienverkauf effektiv stattgefunden hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich. In der Beschwerde wird zwar vorgebracht, dass der Beschwerdeführer aus dem Startup sowohl als Aktionär als auch als Mitarbeiter komplett ausgeschieden sei (Urk. 1 S. 6), Beweise dafür lieferte der Beschwerdeführer jedoch keine. Es kann somit nicht abschliessend geprüft werden, ob der Beschwerdeführer nach wie vor aufgrund seiner finanziellen Beteiligung an der A.___ AG und seiner allfälligen Mitarbeit als Advisor (vgl. Urk. 8/43) eine arbeitgeberähnliche Stellung innehat und folglich weiterhin über eine massgebende Entscheidbefugnis verfügt (vgl. obenstehende E. 1.2). Die Sache ist somit dem Beschwerdegegner zurückzuweisen, damit er in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Vermittlungsfähigkeit in Bezug auf die allfällige definitive Aufgabe der arbeitgeberähnlichen Stellung ab 9. März 2022 prüft.”
“En outre, il faut relever que le recourant ne disposait que d’une signature collective à deux de sorte qu’il ne lui était pas possible d’influer seul sur le processus de décision de l’entreprise. Enfin, l’argument de l’intimée selon lequel le recourant aurait accepté un rôle de représentation après sa démission n’est corroboré par aucune pièce du dossier et ne saurait être suivi. A l’aune des éléments précités, il faut admettre que l’inscription du recourant au Registre du commence ne correspondait plus à la réalité depuis le 15 octobre 2021 déjà, date de la fin de ses rapports de travail. Ainsi, lorsqu’il a sollicité les indemnités de chômage dès le 20 octobre 2021, le recourant n’occupait plus une position assimilable à celle d’un employeur. 6. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision entreprise annulée, le dossier étant renvoyé à l’intimée afin qu'elle examine si les autres conditions dont dépend le droit à l'indemnité de chômage sont réalisées. En effet, c’est à elle qu’il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire, selon l’art. 43 al. 1 LPGA (consid. 4a supra). b) Il n'y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. fbis LPGA). c) Obtenant gain de cause avec l’assistance d’un mandataire qualifié, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA), qu’il convient d’arrêter à 2'000 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), et de mettre intégralement à la charge de l’intimée qui succombe. Par ces motifs, la juge unique prononce : I. Le recours est admis II. La décision sur opposition rendue le 12 mai 2022 par la Caisse cantonale de chômage, Division juridique, est annulée, la cause lui étant renvoyée pour instruction complémentaire dans le sens des considérants. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires. IV. La Caisse cantonale de chômage, Division juridique, versera à M.________ une indemnité de 2'000 fr.”
“März 2022 aus, dass er als Gründer Aktien im Umfang von 50 % besessen habe. Er beabsichtige jedoch, 35 % zu verkaufen und nur noch 15 % der Aktien der C.___ AG zu halten. In der Beschwerde wird zwar vorgebracht, dass der Beschwerdeführer aus dem Startup sowohl als Aktionär als auch als Mitarbeiter komplett ausgeschieden sei (Urk. 2/1 S. 6). Beweise dafür lieferte der Beschwerdeführer jedoch keine. Aus dem Aktienbuch der C.___ AG vom 28. Februar 2022 (Urk. 8/3) geht hervor, dass ihm zu diesem Zeitpunkt die Aktien Nr. 500’001-650'000 noch gehörten. Er hat lediglich 350'000 Aktien verkauft (Urk. 8/5), womit er noch 15 % der Aktien hält. Es kann aber nicht abschliessend geprüft werden, ob der Beschwerdeführer nach wie vor aufgrund seiner allfälligen Mitarbeit als Advisor (vgl. Urk. 2/8/43) eine arbeitgeberähnliche Stellung innehat und folglich weiterhin über eine massgebende Entscheidbefugnis verfügt (vgl. obenstehende E. 1.2). Die Sache ist somit dem Beschwerdegegner zurückzuweisen, damit er in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) die Vermittlungsfähigkeit in Bezug auf die allfällige definitive Aufgabe der arbeitgeberähnlichen Stellung ab 9. März 2022 prüft.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 177 Conseguenze psichiche dell'infortunio: in caso di danni psichici alla salute è necessario effettuare, caso per caso, una verifica particolare dell'adeguatezza causale. Nell'ambito del principio d'istruttoria ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'amministrazione deve verificare d'ufficio l'adeguatezza causale e, in caso di fondati dubbi, disporre accertamenti medici approfonditi.
“Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche, adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). Während bei schweren Unfällen der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und den psychischen Folgen in der Regel zu bejahen ist, weil nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung Unfälle solcher Intensität geeignet sind, invalidisierende Gesundheitsschäden auch psychischer Natur zu bewirken, ist der adäquate Kausalzusammenhang bei leichten bzw. banalen Unfällen in der Regel ohne weiteres zu verneinen, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 ff.). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 112 V 30 E. 1b). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb). Stehen hingegen psychische Unfallfolgeschäden zur Beurteilung, so hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfolgen. Danach ist für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall erforderlich, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist bzw. ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 115 V 133 E. 7). 2.3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen”
L'istanza assicurativa non può appoggiarsi esclusivamente alla valutazione di un medico fiduciario di terzi senza aver proceduto a un proprio esame e, se del caso, a chiarimenti integrativi; l'omissione di tali accertamenti può costituire una violazione dell'obbligo di accertamento ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“Unter Berücksichtigung sämtlicher Faktoren komme der behandelnde Psychiater zum Schluss, dass sie eine deutliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit aufweise, die so gravierend sei, dass eine verwertbare Arbeitsleistung auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr erbracht werden könne. Ferner habe mittels Mini-ICF-APP eine psychiatrische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durchgeführt, die starke Beeinträchtigungen in mehreren berufsrelevanten Fähigkeiten ergeben habe. Es sei somit nicht korrekt, dass die körperlichen Beschwerden zu einer psychischen Belastung geführt hätten, die rechtlich gesehen nicht zu einem Leistungsanspruch führe. Zudem sei die neuropsychologische Diagnostik verwertbar und bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 4 f.). Die Krankentaggeldversicherung und die Invalidenversicherung würden die Invalidität nach unterschiedlichen Parametern beurteilen und festsetzen. Somit könne die Beschwerdegegnerin nicht ohne Weiteres auf die Beurteilung des Vertrauensarztes des Krankentaggeldversicherers abstellen. Indem die Beschwerdegegnerin dies dennoch getan habe, sei sie der Abklärungspflicht nicht in genügender Weise nachgekommen, womit sie den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 ATSG verletzt habe (Urk. 1 S. 6).”
In caso di mancato adempimento ingiustificato degli obblighi di informazione e di collaborazione, l'ente assicurativo può, conformemente all'art. 43 cpv. 3 LPGA, decidere sulla base degli atti oppure sospendere gli accertamenti e decidere di non entrare nel merito. Ciò presuppone un sollecito scritto preventivo con l'indicazione delle conseguenze giuridiche e un termine di riflessione adeguato. La giurisprudenza ammette, in determinate configurazioni procedurali (in particolare in relazione all'art. 87 RAI), un'applicazione analoga dell'art. 73 aRAI ovvero dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, essendo l'amministrazione vincolata ai principi di buona fede e dovendo generalmente concedere agli interessati un termine per la presentazione di prove rilevanti.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018, consid. 3.3; 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Cst.; RS 101; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Elle dispose à cet égard d'une grande liberté d'appréciation. Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en oeuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction. En tout état de cause, l'assuré n'est pas habilité à requérir une décision formelle afin de faire examiner l'opportunité d'une mesure d'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.5 p. 108). S'il se soustrait à une telle mesure alors que celle-ci est objectivement et subjectivement exigible (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 214/01 du 25 octobre 2001, consid. 2b), il prend - délibérément - le risque que sa demande soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante. En procédure de recours, le juge ne doit alors examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA et 73 RAI sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte (arrêts du Tribunal fédéral des assurances I 906/05 du 23 janvier 2007, consid. 6, U 489/00 du 31 août 2001, consid. 2b et I 214/01 du 25 octobre 2001, consid. 3 et les références). Il ne se justifie pas - et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure - d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation.”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI [actuellement 87 al. 3 RAI] et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (cf. arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Die Mitwirkungspflicht erstreckt sich auf sämtliche für den Entscheid wesentlichen Tatsachen und gilt insbesondere für Tatsachen, welche die Behörde ohne Mitwirkung der Parteien gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 124 II 365, 361 E. 2b). Dazu gehört auch die Substantiierungspflicht, welche besagt, dass die wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein müssen. Die erhobenen Einwände müssen überprüfbar sein (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, seit dem 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 29. September 2004, H 21/04, E. 4.3). 3.2.2. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die die Leistungspflicht beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Person vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). 3.3. Die jährliche EL entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Art. 10 ELG hält fest, welche finanziellen Aufwendungen zu den anerkannten Ausgaben zählen. Die anrechenbaren Einnahmen werden in Art. 11 ELG aufgelistet. Gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG wird bei alleinstehenden Bezügerinnen und Bezügern einer Invalidenrente wie der Beschwerdeführerin ein Fünfzehntel des Reinvermögens, welches CHF 37'500.00 übersteigt, als Einnahme angerechnet. Gehört der Bezügerin respektive dem Bezüger oder einer Person, die in die Berechnung der EL eingeschlossen ist, eine Liegenschaft, die mindestens von einer dieser Personen bewohnt wird, so ist nur der CHF 112'500.00 übersteigende Wert der Liegenschaft beim Vermögen zu berücksichtigen (Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG). 3.4. Erbschaften sind in der EL-Berechnung als Vermögen anzurechnen, auch wenn sie noch nicht verteilt (und somit ausbezahlt) wurden, denn zeitlich massgebend ist nicht der Zeitpunkt der Erbteilung, sondern derjenige des Erwerbs der Erbschaft nach Art.”
“Auch bezüglich Leidensdruck wirft dieses Verhalten Fragen auf. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer im Rahmen des gesundheitlich Möglichen bemüht gewesen wäre, kooperativ zu sein, wie er dies selbst geltend gemacht hat (E. 2.2). Insgesamt steht damit ohne Weiteres fest, dass der Beschwerdeführer der ihm auferlegten Schadenminderungs- und Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren nach wie vor nicht nachkommt und keine entschuldbaren Gründe für die Verletzung vorliegen. Solange sich der Beschwerdeführer einer solchen mindestens zweiwöchentlich stattfindenden Behandlung nicht unterzogen hat, erscheint damit - entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers - die Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung als nicht zielführend und es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangt ist, dass der aktuelle Gesundheitszustand aufgrund der mangelnden Mitwirkung des Beschwerdeführers nach wie vor nicht festgestellt werden kann. Die Beschwerdegegnerin ist gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund des renitenten Verhaltens des Beschwerdeführers zu keinen weiteren Erhebungen zur Abklärung eines allfälligen Rentenanspruchs verpflichtet. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2023 als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.”
“Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.4 mit Hinweisen und 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts 9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 5). Zwar drohte die IV-Stelle mit Schreiben vom 3. Mai 2019 (Urk. 12/119) - wie übrigens bereits im Schreiben vom 31. August 2016 - einen Aktenentscheid an, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass dies zu einer Kürzung oder Verweigerung der Leistung respektive zu einer Rentenaufhebung führen könne. In der angefochtenen Verfügung vom 28. Oktober 2019 begründete sie die Rentenaufhebung im Wesentlichen damit, dass unklar sei, ob noch ein massgebender Gesundheitsschaden vorliege. Gemäss medizinischer Einschätzung könne der Gesundheitszustand durch eine psychotherapeutische Behandlung deutlich verbessert werden. Man gehe nun von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aus.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 174 Procedure di diagnostica per immagini non invasive, eventuali prelievi di sangue per esami di laboratorio e accertamenti psichiatrici basati sul colloquio sono in genere considerati ragionevolmente esigibili. Una perizia psichiatrica supplementare può allora essere necessaria — e quindi ragionevolmente esigibile — se l'accertamento organomedico (p. es. ortopedia/neurologia) non consente una valutazione conclusiva del quadro fattuale rilevante. Inoltre, in caso di lunghe lacune temporali nella documentazione, può essere giustificato un aggiornamento della documentazione medica.
“Die Vergabe eines Verlaufsgutachtens an denselben Gutachter, der ein Erstgutachten erstattet hat, ist nicht zu beanstanden, kann dies doch den Aufschlusswert zur Beurteilung der medizinischen Entwicklung erhöhen, weil sich der Gutachter bereits früher einlässlich mit der zu begutachtenden Person befasst hat. Bei der zweiten Auftragsvergabe hat es sich also um die Erstellung eines bidisziplinären (internistisch und neurologisch) Gutachtens mit einer allfälligen psychiatrischen Verlaufsbegutachtung gehandelt. Diese Konstellation ist vom klaren Wortlaut von Art. 72bis IVV nicht erfasst. Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass ein Absprechen des Beweiswerts des vorliegenden Gutachtens rein aus formalen Gründen und damit eine erneute Begutachtung in allen drei Fachdisziplinen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung, BV, SR 101) verletzen würde. Jede medizinische Begutachtung stellt nämlich einen Eingriff in die körperliche und geistige Unversehrtheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar und ist daher nur dann durchzuführen, wenn dies zur Abklärung der Leistungsansprüche notwendig und für die zu untersuchende Person zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hierbei fallen auch finanzielle Interessen des Staates in dem Sinne ins Gewicht, dass nur die notwendigen Sachverhaltsabklärungen durchzuführen sind (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Eine Verletzung von Art. 72bis IVV ist damit zu verneinen. Im Folgenden ist das Gutachten vom 12. Juli 2018 auf seinen Beweiswert zu prüfen. Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden aufgestellten und später auf alle psychischen Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen, anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl.”
“3), weshalb der adäquate Zusammenhang mit (lange andauernden) psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel zu verneinen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_734/2021 vom 8. Juli 2022 E. 3.1.5). Vor diesem Hintergrund erschliesst sich auf den ersten Blick die Notwendigkeit einer psychiatrischen Begutachtung nicht. Mit Blick auf die Verfahrenshoheit der Beschwerdegegnerin im Abklärungsverfahren und dem damit verbundenen grossen Ermessensspielraum (vgl. E. 3.2. hiervor), dem Umstand, dass ein Schmerzsyndrom (vgl. E. 4.1. hiervor) auch psychische Ursachen haben kann, erscheint die psychiatrische Untersuchung für die Beurteilung des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin jedoch dann notwendig, wenn die zuerst durchzuführende organische Beurteilung in den Fachrichtungen Orthopädie und Neurologie keine abschliessende Beurteilung des rechtsrelevanten Sachverhaltes erlaubt. In einem solchen Fall ist eine zusätzliche psychiatrische Begutachtung als notwendig und daher auch als zumutbar im Sinne von Art. 43 Abs. 2 ATSG anzusehen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.4). 5.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich gestützt auf das orthopädisch/chirurgische Gutachten vom 27. März 2018 die Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden, insbesondere des im Raum stehenden CRPS, nicht zuverlässig beurteilen lässt. Die bestehende Aktenlage lässt keine abschliessende Bewertung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu, weshalb sich auch unter diesem Gesichtspunkt weitergehende Abklärungen aufdrängen. Vor diesem Hintergrund ist die Veranlassung einer erneuten Begutachtung im Sinne der”
“Die Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung erscheint auch unter Berücksichtigung der Tatsache gerechtfertigt, dass zwischen der erstmaligen Untersuchung bei PD Dr. B.____ am 19. März 2018 und dem mehrwöchigen Aufenthalt in der Klinik D.____ im Herbst 2018 sowie dem Erlass der angefochtenen Verfügung fast vier Jahre vergangen sind. Da aufgrund der medizinischen Berichte nicht rechtsgenügend festgestellt werden kann, wie sich der Gesundheitszustand des Versicherten zwischenzeitlich entwickelt hat, drängt sich auch unter diesem Aspekt eine Aktualisierung der medizinischen Unterlagen auf. Damit steht fest, dass die IV-Stelle zu Recht die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen bejahte, was im Übrigen auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. In Hinblick auf den, den Versicherungsträgern in dieser Hinsicht zuerkannten grossen Ermessensspielraum, ist das Vorgehen der IV-Stelle ohnehin nicht zu beanstanden (BGE 147 V 79 E. 7.4.2). 7.2.1 In einem nächsten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob dem Beschwerdeführer die Mitwirkung an der vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung auch zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Davon ist auszugehen, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung der pflichtigen versicherten Person steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen (Christian Meyer, Die Praxis zu den Mitwirkungspflichten im Verwaltungsverfahren, recht 2020, S. 64). Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende versicherte Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht (BGE 134 V 61 E. 4.2.1). Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen (Cristina Schiavi, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.”
“Die gutachterlichen Untersuchungen der von der Beschwerdegegnerin angedachten Fachdisziplinen (Allgemeine/Innere Medizin, Orthopädie, Urologie, Neurologie und Psychiatrie; vgl. Urk. 5/119) sind dem Beschwerdeführer grundsätzlich zumutbar; ob (neue) bildgebende Verfahren, allenfalls eine Blutentnahme für die Laboruntersuchung, notwendig wären, obliegt im Ermessen und Entscheid der fachärztlichen Gutachterinnen. Solche sind nicht invasiv oder als gesundheitsgefährdend anzusehen. Auch die psychiatrische, gesprächsbasierte Untersuchung ist dem Beschwerdeführer zuzumuten. Der Beschwerdeführer widersetzte sich demnach ärztlichen und fachlichen Untersuchungen, die für die Beurteilung notwendig und zumutbar waren (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
LPGA art. 43 n. 173 La forza probatoria di una perizia si determina in base al suo contenuto. Perizie parziali possono assumere pieno valore probatorio quanto alle questioni da decidere, anche in mancanza di una valutazione conclusiva consensuale. L'assenza di una discussione consensuale tra i medici specialisti coinvolti non comporta di per sé il rigetto di una perizia pluridisciplinare; ciò che conta è se le questioni rilevanti dal punto di vista giuridico possano essere risolte sulla base delle competenze espresse nella perizia.
“Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128).”
“Der abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit kommt damit dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (Urteil 9C_425/2013 vom 16. September 2013 E. 4.3.1). Eine solche zusammenfassende Beurteilung auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes zur Zusammenführung und Darlegung der Ergebnisse aus den einzelnen Fachrichtungen ist ideal, aber nicht zwingend (Urteile 9C_889/2015 vom 15. Januar 2016 E. 2.2, 9C_556/2012 vom 25. Februar 2013 E. 4, 8C_323/2007 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten ist daher nicht bereits deshalb bundesrechtswidrig, weil keine abschliessende Konsensdiskussion stattgefunden hat. Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich, wie dargelegt, im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens die Beweiskraft fehlt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4).”
“Der abschliessenden, gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit kommt damit dann grosses Gewicht zu, wenn sie auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte erfolgt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2013, 9C_425/2013, E. 4.3.1). Eine solche zusammenfassende Beurteilung auf der Grundlage einer Konsensdiskussion der einzelnen Gutachter oder unter Leitung eines fallführenden Arztes zur Zusammenführung und Darlegung der Ergebnisse aus den einzelnen Fachrichtungen ist ideal, aber nicht zwingend (Urteile des Bundesgerichts vom 15. Januar 2016, 9C_889/2015, E. 2.2; vom 25. Februar 2013, 9C_556/2012, E. 4; vom 25. Februar 2008, 8C_323/2007, E. 4.3.2 mit Hinweisen). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert abgesprochen wird. Dies hat auch umgekehrt zu gelten, wenn sich die Schlussfolgerungen im Hauptgutachten, das nicht in einer interdisziplinären Konsensbesprechung der beteiligten Fachärzte entstand, nicht nachvollziehen und sich nicht mit den Teilgutachten vereinbaren lassen, die Beurteilungen in allen Teilgutachten jedoch als schlüssig zu bezeichnen sind. Eine Beweiswürdigung, welche überzeugenden Teilkonsilien vollen Beweiswert zuerkennt, kann somit nicht allein deshalb als bundesrechtswidrig bezeichnet werden, weil einem weiteren Teil des Gutachtens - z.B. der Schlussbeurteilung - die Beweiskraft fehlt (BGE 143 V 124 E. 2.2.4; Urteile des Bundesgerichts vom 25. Februar 2013, 9C_556/2012, E. 4 und vom 8. Februar 2012, 9C_687/2011, E. 3.2.2). 3.6 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
Un difetto ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA si considera scoperto soltanto quando i documenti o le prove richieste siano effettivamente stati forniti. Pertanto il recupero non può essere ordinato con efficacia anteriore a tale momento di scoperta.
“Dass das kantonale Gericht unter diesen Umständen mit der Beschwerdegegnerin von einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch den Beschwerdeführer ausging, verstösst nicht gegen Bundesrecht und namentlich auch nicht gegen Art. 43 Abs. 3 ATSG. Damit kann die Frage offenbleiben, ob es darauf im Rahmen von Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV überhaupt ankommt. Jedenfalls gilt nach dem Gesagten der Mangel erst mit der Beibringung der angeforderten Unterlagen am 18. Dezember 2018 als entdeckt, weshalb die Rente nicht vor Dezember 2018 wieder auszurichten ist.”
LPGA art. 43 n. 171 La persona assicurata deve fornire le prove necessarie a documentare i propri sforzi di ricerca di un impiego; l'assenza di tali documenti può comportare conseguenze giuridiche sfavorevoli. L'ente assicuratore (ovvero il tribunale sociale nel procedimento d'impugnazione) deve esaminare in modo oggettivo i mezzi probatori disponibili; l'obbligo d'ufficio d'accertamento è tuttavia limitato dall'obbligo di collaborazione delle parti, per cui la parte deve, nei limiti ragionevoli, assumersi l'onere della produzione delle prove e, in caso contrario, sopportare le conseguenze derivanti dalla mancanza di prova.
“c) Pour trancher le point de savoir si l’assuré a fait des efforts suffisants pour trouver un travail convenable, il faut tenir compte aussi bien de la quantité que de la qualité des démarches entreprises. Si dix à douze recherches d’emploi par mois sont en principe suffisantes, on ne peut cependant pas s’en tenir de manière schématique à une limite purement quantitative et il faut examiner la qualité des démarches de l’assuré au regard des circonstances concrètes (ATF 139 V 524 consid. 2.1.4 ; TF 8C_463/2018 du 14 mars 2019 consid. 3). 4. a) L’assureur social – et le juge des assurances sociales en cas de recours – doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu’en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. Le juge apprécie librement les preuves, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse de celles-ci (art. 61 let. c LPGA). b) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve. En matière d’indemnités de chômage, l’assuré supporte les conséquences de l’absence de preuve en ce qui concerne la remise de pièces nécessaires pour faire valoir le droit à l’indemnité (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 2 ; TF 8C_460/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; TF 8C_591/2012 du 29 juillet 2013 consid. 4 et les références). En d’autres termes, l’assuré doit apporter les preuves de ses recherches d’emploi et supporte les conséquences de l’absence de preuve. Le fait que des allégations relatives à la remise des justificatifs de recherches d’emploi ou à la date de celle-ci soient plausibles ne suffit pas à démontrer une remise effective, respectivement à temps, des justificatifs.”
Se il reddito ipotetico da attività lucrativa non è sufficientemente chiarito, devono essere effettuati ulteriori accertamenti ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA. Nella prassi si raccomanda di consultare specialisti della consulenza professionale (p. es. ufficio AI) per determinare il reddito da attività lucrativa ragionevolmente esigibile. Se mancano accertamenti sufficienti e il reddito non può essere determinato con la probabilità richiesta, la questione va rinviata per ulteriori accertamenti.
“Das in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit erzielte Erwerbseinkommen ist deshalb − insbesondere weil es einen Provisionsanteil enthalten hat − für die Ermittlung der Höhe des anrechenbaren hypothetischen Erwerbseinkommens nicht aussagekräftig. Auch hat die Arbeitslosenkasse den versicherten Verdienst (von Fr. 7'216.--) offensichtlich nicht anhand des aus dieser zuletzt ausgeübten unselbständigen Erwerbstätigkeit erzielten Einkommens ermittelt. Bezüglich der vom Ehemann der Beschwerdeführerin vor der Tätigkeit für die Rechtsschutzversicherung ausgeübten Tätigkeit enthalten die Akten praktisch keine Angaben. Einzig dem Auszug der Einwohnerkontrolle Z.___, ist zu entnehmen, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin früher für ein IT-Unternehmen, C.___ GmbH gearbeitet hatte (Dossier 1, act. 75-3). Demnach steht die Höhe des vom Ehemann der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2018 erzielbaren hypothetischen Erwerbseinkommens nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest. Diesbezüglich ist die Sache gestützt auf Art. 43 Abs. 1 ATSG zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird zur Abklärung des zumutbaren Erwerbseinkommens des Ehemannes der Beschwerdeführerin eine Fachperson aus dem Bereich der Berufsberatung (idealerweise der IV-Stelle St. Gallen) beziehen. Der Vollständigkeit halber bleibt anzumerken, dass gemäss der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom hypothetischen Bruttoerwerbseinkommen nicht nur die AHV-/IV-/EO-Beiträge, sondern auch die Kosten für die Beiträge an die obligatorische Nichtberufsunfallversicherung und die Beiträge an die berufliche Vorsorge abgezogen werden müssen (siehe z.B. Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2019, EL 2018/11 E. 2.7.2). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin dem Ehemann der Beschwerdeführerin vom 1. Juni 2016 bis 31. August 2017 zu Recht eine hypothetische Arbeitslosenentschädigung von jährlich Fr. 63'466.-- angerechnet hat. Für den Zeitraum 1. Juni 2016 bis 31.”
Per la concessione dell'assistenza legale gratuita valgono requisiti cumulativi: indigenza economica, assenza di manifesta infondatezza della richiesta (verifica ex ante delle prospettive di successo) e la necessità oggettiva della rappresentanza. La necessità di una rappresentanza da parte di un avvocato nel diritto delle assicurazioni sociali va affermata con cautela, poiché l'art. 43 LPGA prevede il principio dell'accertamento: gli organi esecutivi devono chiarire d'ufficio i fatti rilevanti ai fini del diritto, per cui solo in casi eccezionali una rappresentanza legale è giustificata per ragioni oggettive.
“3 Die unentgeltliche Verbeiständung ist nur zu gewähren, wenn die Rechtsvorkehr nicht aussichtslos ist. Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante betrachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 mit Hinweisen). 3.4.1 Das Erfordernis der sachlichen Gebotenheit der anwaltlichen Vertretung ist nur in Ausnahmefällen zu bejahen, da im Sozialversicherungsrecht gemäss Art. 43 ATSG der Untersuchungsgrundsatz gilt. Dieser verpflichtet die Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen, den rechtserheblichen”
“dazu auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Oktober 2015, KV-SG 2014/6), wird der gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern (Art. 37 Abs. 4 ATSG). Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren sind (in Analogie zum gerichtlichen Verfahren) die sachliche Gebotenheit der Vertretung, die finanzielle Bedürftigkeit und die fehlende Aussichtslosigkeit (vgl. BBl 1999 4595; Urteil des Bundesgerichts vom 8. November 2012, 8C_717/2012, E. 2). Die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren wird namentlich mit Blick darauf, dass die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur zurückhaltend bejaht (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit Hinweisen). Demnach müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss grundsätzlich ausser Betracht fallen (BGE 132 V 201 E. 4.1 in fine mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2012, 9C_878/2012, E. 3.6, und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2, mit Hinweis darauf, dass die IV-Stellen unter Umständen auf soziale Einrichtungen hinzuweisen haben, die fachkundige Unterstützung im Verwaltungsverfahren bieten [würden], und darauf aufmerksam zu machen haben, dass bei diesen ein entsprechendes Gesuch zu stellen sei). Von Bedeutung ist schliesslich auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen; zum Ganzen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.”
LPGA art. 43 n. 168 Nella misura in cui sia necessario per l'accertamento imposto dalla legge, i documenti di cura pertinenti (in particolare le cartelle cliniche) devono essere acquisiti preventivamente, prima che la perizia sia integrata o si pronunci sulla domanda.
“S. 17). Unklar bleibt somit – auch mit Blick auf den hiervor wiedergegebenen Tippfehler – das genaue Ausmass sowie der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019, weswegen der Sachverhalt hinsichtlich der Frage nach einem allfälligen befristeten Rentenanspruch (unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201] bis spätestens April 2019) nicht liquid ist und sich als punktuell ergänzungsbedürftig erweist. Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich im vorliegenden Verfahren Weiterungen hinsichtlich der erwerblichen Aspekte der Invaliditätsbemessung (Beschwerde S. 7). Die der Verwaltung obliegende, den höchstrichterlichen Anforderungen genügende Erstabklärung fehlt vorliegend. Die Beschwerdegegnerin hat das Erforderliche nachzuholen. Damit kommt diese Aufgabe hier nicht dem angerufenen Gericht, sondern in erster Linie der Verwaltung zu, welche bisher ihren Abklärungspflichten (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) nur ungenügend nachgekommen ist. Die höchstrichterliche Rechtsprechung sieht denn auch vor, dass eine Rückweisung der Sache möglich ist, wenn sie allein in der notwendigen Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.), was nach dem Dargelegten hier der Fall ist. Die Beschwerdegegnerin – an welche in diesbezüglicher Gutheissung der Beschwerde die Akten zurückzuweisen sind – hat demnach bei Dr. med. C.________ ein ergänzendes bzw. präzisierendes Gutachten bezüglich der Frage nach dem Ausmass und dem Verlauf der Arbeitsunfähigkeit vor Februar 2019 einzuholen. Hierzu werden vorgängig bei den behandelnden Ärzten die echtzeitlichen Behandlungsaufzeichnungen (Krankengeschichten) zu edieren sein. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin über den streitigen befristeten Rentenanspruch neu zu verfügen haben.”
“Mithin stellte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 18. August 2023 (AB 321) auf eine Administrativexpertise ab, die zwar eine verlässliche Grundlage für die Beurteilung des medizinischen Sachverhalts und damit der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bis März 2022 sowie ab dem Begutachtungszeitpunkt darstellt, aber in Bezug auf die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit für die Zeit dazwischen nicht genügt. Damit hat sie den Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Erforderlich ist somit – nach vorgängiger Einholung der detaillierten Behandlungsunterlagen über den Verlauf des psychischen Gesundheitszustandes – eine Ergänzung des psychiatrischen MEDAS-Gutachtens (AB 294.3). Weil lediglich eine Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100, 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264; SVR 2016 IV Nr. 4 S. 12 E. 3.1), besteht kein Anlass für das Einholen eines Gerichtsgutachtens (Erik Furrer, Rechtliche und praktische Aspekte auf dem Weg zum Gerichtsgutachten in der Invalidenversicherung, in SZS 2019 S. 4 mit Hinweisen).”
“6/14/2), weshalb eine Verifizierung seiner Einschätzung unterblieb. Dr. Z.___ hielt in seinen Berichten, letztmals am 10. Februar 2023, lediglich fest, eine den Beschwerden angepasste Tätigkeit wäre gegebenenfalls möglich, ohne körperlich grössere Belastung. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssten und in welchem prozentualen Ausmass sich eine Tätigkeit gegebenenfalls realisieren liesse, legte der Hausarzt des Beschwerdeführers nicht dar. Die Beschwerdegegnerin legte das medizinische Dossier nicht ihrem RAD vor (Art. 59 Abs. 2bis IVG, Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]), anstatt dessen hielt der Kundenberater am 24. Februar 2023 unter Hinweis auf die prospektive Einschätzung von Dr. C.___ fest, der Beschwerdeführer sei angepasst 100 % arbeitsfähig (Urk. 6/16/2). Auch wenn in der Beschwerde (Urk. 1) die Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit nicht beanstandet wurde, erscheint der medizinische Sachverhalt von der Beschwerdegegnerin in Verletzung von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht genügend abgeklärt worden zu sein, und es ist daher gestützt auf die vorhandene medizinische Aktenlage nicht überwiegend wahrscheinlich belegt, dass dem Beschwerdeführer in einer Verweisungstätigkeit körperlich leichte Arbeit im Vollpensum (Urk. 2) zugemutet werden kann. Kommt hinzu, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch verneinte – was vom Beschwerdeführer explizit anerkannt wurde (Urk. 1) –, obschon das Wartejahr (Beginn am 9. Mai 2022) bei Verfügungserlass am 20. April 2023 noch gar nicht abgelaufen war. Doch selbst wenn der Invaliditätsgrad wie von der Beschwerdegegnerin berechnet 21 % betragen sollte (Urk. 6/16/3) – es kann offen bleiben, ob die Nebenerwerbstätigkeit bei der D.___ GmbH (Urk. 6/12/2) bei der Ermittlung der Vergleichseinkommen zu Recht unberücksichtigt blieb – wäre offensichtlich, dass das Wirbelsäulenleiden des Beschwerdeführers einen zwar nicht rentenbegründenden aber dennoch wesentlichen Einfluss auf seine Erwerbsfähigkeit (Art. 7 ATSG) zeitigen würde.”
Citazione: art. 43 LPGA n. 167 Principio d'istruttoria (art. 43 LPGA): gli enti assicurativi e i tribunali devono accertare d'ufficio il fatto giuridicamente rilevante e compiere le necessarie verifiche. Essi determinano di regola d'ufficio i fatti e le prove pertinenti e valutano liberamente i mezzi di prova. Il principio d'istruttoria è limitato dalla collaborazione delle parti; l'autorità può omettere accertamenti supplementari se le parti non adempiono ai loro obblighi di collaborazione.
“Der Versicherungsträger prüft in Anwendung von Art. 43 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Abs. 1). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).”
“Dans la mesure où le recourant est directement touché par la décision attaquée et a un intérêt digne d'être protégé à ce qu'elle soit annulée ou modifiée, il a qualité pour recourir (art. 59 de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA, RS 830.1] et 48 al. 1 de la loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative [PA, RS 172.021]). Déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 50 al. 1 PA ; art. 52 al. 1 PA), et l'avance sur les frais de procédure ayant été dûment acquittée (art. 63 al. 4 PA), le recours est recevable. 2. Le litige porte en l'espèce sur le droit du recourant à une rente de l'AI. En particulier, il fait suite à un arrêt de renvoi du Tribunal administratif fédéral rendu le 25 avril 2016 (C-1035/2015), de sorte qu'il convient d'examiner si l'autorité inférieure a complété l'instruction et s'est déterminée en conformité avec ledit arrêt (voir supra let. B.b). 3. 3.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, ATF 138 V 218 consid. 6). Par ailleurs, il applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.5 ; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2e éd. 2015, p. 243). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (ATF 122 V 157 consid. 1a, ATF 121 V 204 consid. 6c ; André Moser/Michael Beusch/Lorenz Kneubühler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2e éd.”
“Selon les principes généraux du droit intertemporel, les règles de procédure précitées s'appliquent dans leur version en vigueur ce jour (ATF 130 V 1 consid. 3.2). 1.3 Quiconque est touché par la décision ou la décision sur opposition et a un intérêt digne d'être protégé à ce qu'elle soit annulée ou modifiée a qualité pour recourir (art. 59 LPGA et 48 al. 1 PA). Ces conditions sont remplies en l'espèce. 1.4 Déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 50 al. 1 PA ; art. 52 al. 1 PA), le recours est recevable. 2. Le litige porte en l'espèce sur le droit de la recourante à une rente de l'AI et à des mesures d'ordre professionnel. 3. 3.1 Au sens de l'art. 49 PA, la recourante peut invoquer devant le Tribunal administratif fédéral la violation du droit fédéral, y compris l'excès ou l'abus du pouvoir d'appréciation (let. a), de même que la constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b) et l'inopportunité de la décision (let. c). 3.2 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, ATF 138 V 218 consid. 6). Par ailleurs, il applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.5 ; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2e éd. 2015, p. 243). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (ATF 122 V 157 consid. 1a, ATF 121 V 204 consid. 6c ; André Moser/Michael Beusch/Lorenz Kneubühler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2e éd.”
“Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren ist beherrscht vom Untersuchungsgrundsatz, welcher in Art. 43 ATSG normiert ist. Danach haben die Versicherungsträger und die Gerichte für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes von Amtes wegen zu sorgen (Urteil des Bundesgerichts 8C_592/2012 vom 23. November 2012, E. 5.1 mit Hinweis; BGE 125 V 193 E. 2). Dieser Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien ergänzt (BGE 122 V 157 E. 1a mit Hinweisen).”
“Das kantonale Gericht legte die rechtlichen Grundlagen in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) zutreffend dar. Gleiches gilt in Bezug auf die Hinweise zu dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz, wonach der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen haben, und zu der dabei den Parteien obliegenden Mitwirkungspflicht (Art. 43 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1; 110 V 48 E. 4a). Richtig sind auch die Ausführungen zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung ärztlicher Berichte und Gutachten (BGE 143 V 124 E. 2.2.2; 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.”
Se sono necessarie perizie giudiziarie integrative perché lo stato di fatto medico non è stato sufficientemente chiarito (violazione del principio dell'istruttoria ai sensi dell'art. 43 LPGA), i costi della perizia giudiziaria possono essere imputati alla controparte. Le decisioni del Tribunale cantonale dimostrano che, in caso di insufficiente accertamento medico, l'onere dei costi è stato trasferito alla resistente.
“Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 20. Februar 2020 ausführlich dargelegt, lag der angefochtenen Verfügung ein in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Das Gutachten von med. pract. C.____, auf das sich die Beschwerdegegnerin beruft, erscheint im Lichte der Darlegungen von Dr. D.____ als untauglich. Aufgrund des mangelhaft abgeklärten Sachverhalts und der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG rechtfertigt es sich, die Kosten für das Gerichtsgutachten von Dr. D.____ in der Höhe von insgesamt Fr. 9'848.10 der Beschwerdegegnerin zu auferlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 E. 4.4).”
“März 2020 ausführlich dargelegt, lag der angefochtenen Verfügung ein in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Das Gutachten von Dr. B.____, auf das sich die Beschwerdegegnerin berief, erscheint im Lichte der Darlegungen von PD Dr. C.____ als untauglich. Er hält dazu ab S. 35 fest, dass sich Dr. B.____ mit den Auswirkungen der Persönlichkeitspathologie deutlich zu wenig auseinandergesetzt habe, sodass er den Schweregrad der Persönlichkeitsstörung nicht erfasst habe. Dr. B.____ habe dem Cannabiskonsum zu viel Gewicht beigemessen. Die Explorandin habe nicht im von ihm beschriebenen Ausmass Cannabis konsumiert. Während er den Cannabiskonsum auch als Grund für das häufige Zuspätkommen und die Absenzen im Berufsleben in den Vordergrund rücke, übersehe er die zahlreichen negativen Urin-Drogenscreenings. Es sei gerade typisch für Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typ, dass die betroffenen Personen wiederholt zu spät kommen und häufige Absenzen aufweisen würden. Somit rechtfertigt es sich aufgrund des mangelhaft abgeklärten Sachverhalts und der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG, die Kosten für das Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ in der Höhe von insgesamt Fr. 6'309.10 der Beschwerdegegnerin zu auferlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 E. 4.4).”
“Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 15. Oktober 2020 ausführlich begründet, lag der angefochtenen Verfügung ein in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Somit rechtfertigt es sich aufgrund der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG, die Kosten für das Gerichtsgutachten in der Höhe von insgesamt Fr. 7'000.-- der Beschwerdegegnerin zu auferlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1, 139 V 502 E. 4.4).”
LPGA art. 43 n. 165 L'accertamento d'ufficio ai sensi dell'art. 43 LPGA è centrale per la determinazione del grado di invalidità. L'autorità, nel procedimento inquisitorio, è tenuta d'ufficio a ricercare i fatti e a valutare le prove. Essa può astenersi da ulteriori indagini solo se, dopo un'attenta valutazione delle prove, determinati fatti risultano stabiliti con prevalente probabilità; la valutazione avviene tenendo conto delle considerazioni pertinenti al metodo di comparazione del reddito.
“Il faut se demander ce que la personne assurée aurait fait si l'atteinte à la santé n'était pas survenue (voir notamment arrêts du TF 9C_279/2018 du 28 juin 2018 consid. 2.2 ; 9C_552/2016 du 9 mars 2017 consid. 4.2 ; 9C_875/2015 du 11 mars 2016 consid. 6.2). S'agissant d'une personne exerçant une activité lucrative à temps complet, le taux d'invalidité est fixé d'après la méthode ordinaire de comparaison des revenus. Conformément à l'art. 16 LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 28a al. 1 LAI, le revenu que la personne assurée aurait pu obtenir si elle n'était pas invalide (revenu sans invalidité) est comparé avec celui qu'elle pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut être raisonnablement exigée d'elle après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu d'invalide). La différence entre ces deux revenus permet de calculer le taux d'invalidité (cf. notamment ATF 137 V 334 consid. 3.1.1 ; arrêt du TF 8C_536/2017 du 5 mars 2018 consid. 5.1). 7. 7.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor / Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 138 V 218 consid. 6). Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 ; 138 V 218 consid. 6). Partant, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves : ATF 131 I 153 consid.”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicuratore è obbligato ad accertare d'ufficio il fatto giuridicamente rilevante e a richiedere le informazioni e i documenti necessari a tal fine. All'occorrenza deve attivarsi per ottenere mezzi di prova concreti o invitare la persona assicurata a presentarli, nella misura in cui ciò sia necessario per chiarire la situazione giuridica (p. es. sentenza o accordo sull'affidamento, polizze malattia, referti medici/perizie, radiografie, documenti attestanti i guadagni). L'obbligo di istruzione non è tuttavia assoluto e viene limitato dall'obbligo di cooperazione della persona assicurata; l'omissione delle indagini necessarie può costituire una violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“La procédure dans le domaine des assurances sociales est pourtant régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Ce principe n'est certes pas absolu. Sa portée est en effet restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut raisonnablement être exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 125 V 193 consid. 2 et les références citées). A réception de l’opposition de l’assurée, par laquelle celle-ci faisait valoir des arguments pertinents quant à la question de sa résidence en Suisse, l’intimée ne pouvait se contenter de rendre une décision sur opposition confirmant sa précédente décision sans autre mesure d’instruction. Il lui appartenait en effet, conformément à l’art. 43 al. 1 LPGA, de requérir de l’intéressée les pièces permettant de prouver ses dires, par exemple la convention ou le jugement de divorce de ses parents établissant sa garde durant sa minorité, la police d’assurance-maladie obligatoire des soins conclue en Suisse pour toute période précédant le 8 juillet 2016, les factures ou tout document relatifs aux loisirs sportifs exercés en Suisse avant 2016, une attestation de domicile de ses parents relative à la période précédant leur divorce, etc. Il était également loisible à la Caisse d’auditionner le père de l’assurée pour le cas notamment où le jugement de divorce ne permettrait pas d’établir la fréquence des séjours de sa fille à son domicile après le divorce. ccc) Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en toute connaissance de cause sur la question de la résidence habituelle de la recourante avant le 8 juillet 2016. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art.”
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Für den Bereich der Unfallversicherung wird diese Mitwirkungspflicht in Art. 55 Abs. 1 UVV dahingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder und Belege über die Verdienstverhältnisse; sie muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu erteilen.”
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt selbst abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz deshalb verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert (vgl. sogleich nachfolgend). Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Für den Bereich der Unfallversicherung wird diese Mitwirkungspflicht in Art. 55 Abs. 1 UVV dahingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder, aber auch die Belege über die Verdienstverhältnisse; sie muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu erteilen.”
“Die Behauptungen der Beschwerdegegnerin, seine heutigen Beschwerden seien nicht mehr unfallkausal und der Status quo sine sei spätestens am 5. September 2019 eingetreten, würden sich auf zwei unsubstantiierte und nicht begründete Meinungen ihrer eigenen Ärzte stützen und seien damit nicht gehörig bewiesen. Insbesondere ergebe sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht, woraus die Beschwerdegegnerin genau ableite, dass nach gerade mal sechs Monaten keine Leistungen mehr geschuldet sein sollten. Der klaren Feststellung, dass eine durch den Unfall verursachte Frozen Shoulder vorliege, stehe lediglich eine nur spärlich bis gar nicht begründete Behauptung gegenüber, dass diese nicht durch den Unfall verursacht worden sei. Eine solche Annahme könne aber erst getroffen werden, wenn keine erheblichen Zweifel mehr bestünden und von weiteren Abklärungen keine neuen Erkenntnisse mehr erwartet werden könnten. Gerade auch letzteres treffe hier nicht zu, da noch nie eine umfassende gutachterliche Abklärung der Schulter stattgefunden habe. Die Beschwerdegegnerin habe daher ihre Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt (Urk. 1 S. 3 ff.).”
L'ente assicurativo può applicare l'art. 43 cpv. 3 LPGA solo se ha effettuato, in base alle circostanze, gli accertamenti necessari. Non può limitarsi a invocare la mancanza di collaborazione se avrebbe potuto, senza un onere irragionevole, svolgere ulteriori indagini o utilizzare fonti d'informazione disponibili; soltanto in caso di mancata collaborazione ingiustificabile, nonostante sollecito scritto e congruo termine, sono ammissibili le conseguenze previste dall'art. 43 cpv. 3.
“En principe, l’assuré ne supporte ni le fardeau de l’allégation ni celui de l’administration des preuves (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_398/2018 du 5 décembre 2018 consid. 3.1 ; 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1 ; 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Cette maxime doit cependant être relativisée par son corollaire, soit le devoir de collaborer des parties, lequel comprend l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela est raisonnablement exigible, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués. Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). b) Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 consid.”
“Gemäss Art. 28 Abs. 1 ATSG haben die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Indem sie der Beschwerdegegnerin, wie vorstehend dargestellt (vgl. E. 4.1), die notwendigen Unterlagen (Werkverträge, Kundenlisten, Bankbelege etc.) zum Nachweis der behaupteten Aufnahme der Geschäftstätigkeit trotz mehrfacher Aufforderung und Androhung der Nichtgewährung des Versicherungsschutzes (act. II 54 S. 9 f., 14 f.) nicht zugestellt hat, ist die F.________ GmbH ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Aktenlage (vgl. dazu Art. 43 Abs. 3 ATSG) davon ausgegangen ist, die F.________ GmbH habe keine Geschäftstätigkeit aufgenommen, und in der Konsequenz auf die Erfassung des Betriebs sowie die Gewährung des Unfallschutzes verzichtet hat (vgl. act. II 54 S. 3 und 13). Hieran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer als Geschäftsführer der F.________ GmbH gegenüber der Ausgleichskasse des Kantons E.________ in der Lohndeklaration pro 2017 vom 27. Mai 2018 angegeben hat, ab Februar 2018 würden für zwei Mitarbeiter Löhne in der Höhe von je ca. Fr. 4'800.-- ausbezahlt (act. II 54 S. 1). Einerseits sind entsprechende Lohnzahlungen nicht belegt worden und andererseits hat die Gesellschaft der Ausgleichskasse des Kantons E.________ in der Lohndeklaration pro 2018 (act. II 63 S. 1 ff.) mitgeteilt, im Jahr 2018 seien keine beitragspflichtigen Löhne ausbezahlt worden. Eine Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers für die F.________ GmbH ist damit weder für den Unfallzeitpunkt noch für den vorhergehenden Zeitraum nachgewiesen und der Beschwerdeführer selbst hat eine solche auch fortlaufend in Abrede gestellt, womit er sich auch diesbezüglich nicht auf eine Versicherungsdeckung durch die Beschwerdegegnerin berufen kann.”
“Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Beweislast für anspruchsbegründenden Tatsachen, vorliegend für die geltend gemachten Arbeitsausfälle, ohnehin den leitungsansprechenden Betrieb trifft (Urteile des BGer 8C_681/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.7 und 8C_334/2013 vom 15. November 2013 E. 2). Die Arbeitgeberkontrolle ist gesetzlich vorgesehen und es kann nicht darauf verzichtet werden, weil der betroffene Betrieb der Ansicht ist, dass sie im Fall dieses speziellen Betriebs entbehrlich oder unerheblich sei. Die Verletzung der Mitwirkungspflicht nach Art. 28 ATSG führt zu den angedrohten Folgen. Vorliegend konnte das Beweisverfahren für den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für die betreffenden Mitarbeitenden nicht durchgeführt werden (oben E. 4.2) beziehungsweise die Rechtsmässigkeit der bezogenen Leistungen nicht überprüft werden (oben E. 3.3). Die Vorinstanz konnte ihrem gesetzlichen Auftrag, der Überprüfung der Auszahlungen der Kassen sowie der Überprüfung der ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen bei den Arbeitgebern (oben E. 3.3) nicht nachkommen. Sie durfte ihre Erhebungen einstellen (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) und gestützt auf die vorhandenen Akten verfügen, dass die beanspruchte Kurzarbeitsentschädigung infolge Unkontrollierbarkeit des geltend gemachten Arbeitsausfalls im Zeitraum März bis Juni 2020 sowie Januar bis April 2021 aberkannt werden müsse.”
Accertamenti specialistici omessi o insufficienti possono costituire una chiara violazione del principio dell'istruttoria ai sensi dell'art. 43 LPGA. Se sussiste tale evidente carenza, il provvedimento può essere considerato manifestamente errato e giustificare una riconsiderazione ovvero l'annullamento.
“1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf Art. 17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substituierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl.”
“___ in die Prüfung einzubeziehen ist. Unter Verweis auf die obgenannten Erwägungen ist deshalb festzuhalten, dass zwar keine Anzeichen für eine offensichtliche Unrichtigkeit des Gutachtens A.___/B.___ bestehen. Die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der gestützt auf dieses Gutachten ergangenen Verfügung vom 29. April 2014 sind deshalb nicht erfüllt. Denn die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Die beantragte wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 29. April 2014 (vgl. Urk. 1 S. 2) fällt damit ausser Betracht, zumal das Gericht ohnehin die Verwaltung nicht zu einer Wiedererwägung anhalten kann (BGE 133 V 50 E. 4.2.1).”
“2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). 2.3.2 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf Art. 17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substituierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl.”
LPGA art. 43 n. 161 L'ente assicuratore può disporre perizie mediche. Tali perizie devono essere esaustive, basarsi su indagini complete e sulla conoscenza degli atti precedenti, nonché motivare adeguatamente le conclusioni.
“a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch zudem frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). 4. 4.1. 4.1.1 In seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 7. Mai 2020 nannte Dr. D____ eine leichtgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.00) als einzige Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Eine Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellte er nicht (IV-Akte 61, S.”
“In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Rechtsprechungsgemäss beinhalten die für die Beurteilung des Leistungsbegehrens von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen im Sinne von Art. 43 ATSG kein Recht des Versicherungsträgers, eine «second opinion» zu dem bereits in einem Gutachten umfassend abgeklärten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (vgl. Ueli Kieser, Art. 44 N 81; BGE 141 V 330, 339 E. 5.2., und BGE 137 V 210, 257 E. 3.4.2.7 sowie Urteile des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2. und U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2 = SVR 2007 UV Nr. 33). Für die Frage, ob ein weiteres Gutachten notwendig ist, ist entscheidend, ob das bereits in den Akten liegende Gutachten (oder auch mehrere sich bereits in den Akten befindenden Gutachten) die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2. und U 571/06 vom 29. Mai 2007 E. 4.2 = SVR 2007 UV Nr. 33). 3.4. Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E.”
La soglia per un comportamento "ingiustificabile" ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA è più elevata rispetto a quella prevista da regole più generali di non entrata in materia. Secondo i materiali preparatori la persona assicurata deve aver violato colpevolmente il proprio obbligo di collaborazione; si considera ingiustificabile il rifiuto quando non sono riconoscibili ragioni oggettive che possano giustificarlo. Nei materiali non è fornita una definizione più ristretta o assolutamente generalizzante.
“3 UVG hingewiesen worden ist (BBl 1991 II 261). In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202). Zusammenfassend geht aus den einschlägigen Materialien (der bereits im Bericht der Kommission des Ständerates vom 27. September 1990 vorgesehene Wortlaut – „unentschuldbar“ – wurde bei den parlamentarischen Diskussionen diskussionslos übernommen) also nur hervor, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung jedenfalls schuldhaft verletzt haben muss. Verglichen mit einer parallelen Regelung im Art. 13 Abs. 2 VwVG, die einen Nichteintretensentscheid für den – nicht näher qualifizierten – Fall vorsieht, dass eine gesuchstellende Person die notwendige und zumutbare Mitwirkung verweigern, muss die Hürde für die Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG höher sein. Ein im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG „unentschuldbares“ Verhalten liegt gemäss Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 103, nur vor, „wenn das Verhalten der Person nicht mehr nachvollziehbar ist, was etwa dann gegeben ist, wenn ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist“. Diese Interpretation erweist sich allerdings mit Blick auf die oben wiedergegebenen, wesentlich schwächeren Formulierungen in den Materialien zum ATSG und UVG als zu eng. Als „unentschuldbar“ ist die Verweigerung einer Mitwirkung zu qualifizieren, wenn keine sachlichen Gründe vorliegen, die die Weigerung rechtfertigen könnten. Das ist vorliegend in Bezug auf eine erneute handchirurgische Begutachtung der Fall gewesen, denn das handchirurgische Teilgutachten der estimed AG ist selbst nach einer ergänzenden Stellungnahme des Sachverständigen zu den gezielten Rückfragen der Beschwerdegegnerin respektive des RAD nicht beweistauglich gewesen, weshalb sich eine erneute handchirurgische Begutachtung als unumgänglich erweist (vgl.”
“In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202). Zusammenfassend geht aus den einschlägigen Materialien (der bereits im Bericht der Kommission des Ständerates vom 27. September 1990 vorgesehene Wortlaut – „unentschuldbar“ – wurde bei den parlamentarischen Diskussionen diskussionslos übernommen) also nur hervor, dass die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung jedenfalls schuldhaft verletzt haben muss. Verglichen mit einer parallelen Regelung im Art. 13 Abs. 2 VwVG, die einen Nichteintretensentscheid für den – nicht näher qualifizierten – Fall vorsieht, dass eine gesuchstellende Person die notwendige und zumutbare Mitwirkung verweigern, muss die Hürde für die Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG höher sein. Ein im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG „unentschuldbares“ Verhalten liegt gemäss Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 N 103, nur vor, „wenn das Verhalten der Person nicht mehr nachvollziehbar ist, was etwa dann gegeben ist, wenn ein Rechtfertigungsgrund nicht einmal ansatzweise erkennbar ist oder wenn das Verhalten schlechthin unverständlich ist“. Diese Interpretation erweist sich allerdings mit Blick auf die oben wiedergegebenen, wesentlich schwächeren Formulierungen in den Materialien zum ATSG und UVG als zu eng. Als „unentschuldbar“ ist die Verweigerung einer Mitwirkung zu qualifizieren, wenn keine sachlichen Gründe vorliegen, die die Weigerung rechtfertigen könnten. Das ist vorliegend in Bezug auf eine erneute handchirurgische Begutachtung der Fall gewesen, denn das handchirurgische Teilgutachten der estimed AG ist selbst nach einer ergänzenden Stellungnahme des Sachverständigen zu den gezielten Rückfragen der Beschwerdegegnerin respektive des RAD nicht beweistauglich gewesen, weshalb sich eine erneute handchirurgische Begutachtung als unumgänglich erweist (vgl.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 159 Le componenti retributive occulte (p. es. sotto forma di rimborsi spese che in realtà non costituiscono un mero rimborso di costi) devono essere verificate e, se del caso, aggiunte alla retribuzione assicurata. L'assicurazione determina d'ufficio la retribuzione assicurata per le pretese di indennità giornaliera nell'ambito del principio di indagine ancorato nell'art. 43 cpv. 1 LPGA; pertanto è da prevedersi l'esecuzione di indagini corrispondenti.
“Die hier interessierende Frage, wie mit der Spesenentschädigung der Klägerin umzugehen ist, wird indes in beiden Rechtsgebieten übereinstimmend beurteilt: Spesenentschädigungen bilden nicht Bestandteil des versicherten Ver- diensts bzw. Lohns, soweit es sich effektiv um Unkostenersatz handelt. Beinhalten Spesenentschädigungen aber "versteckte" Lohnzahlungen, sind sie dem versicher- ten Verdienst bzw. dem Lohn hinzuzurechnen (BSK OR I-Portmann/Rudolph, Art. 322 N 35; Streiff/von Kaenel/Rudolph, a.a.O., Art. 324a/b N 9; BSK UVG-Vol- lenweider/Brunner, Art. 15 N 14; OFK KVG/UVG-Kieser/Gehring/Bollinger, UVG 15 N 16). Raum für eine Differenz zwischen der Lohnfortzahlungspflicht der Beklagten und den Unfalltaggeldern bleibt nicht. Denn selbst wenn die Beklagte der Unfallver- sicherung wegen eines zu tief deklarierten Lohns zu wenig Prämien bezahlt hätte, wird der versicherte Verdienst im Leistungsfall von Amtes wegen durch die Unfall- versicherung ermittelt (vgl. den in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungs- grundsatz) und ist es Sache der Unfallversicherung, entsprechende Prämiennach- forderungen vorzunehmen (OFK KVG/UVG-Kieser/Gehring/Bollinger, UVG 15 N 11; BSK UVG-Vollenweider/Brunner, Art. 15 N 6), womit der Taggeldanspruch der Klägerin nicht geschmälert worden wäre. Die Differenzzahlungspflicht der Beklag- ten wird durch einen allfälligen verdeckten Lohnbestandteil in Form von Spesen nicht realisiert. Es geht nicht an, dass in einer solchen Konstellation die Koordina- tionsnorm von Art. 324b OR durch die Geltendmachung eines potentiellen Scha- denersatzanspruchs gegenüber der Arbeitgeberin via Art. 97 OR ausgehebelt wird. Dies würde dem dargelegten Sinn und Zweck von Art. 324b OR zuwiderlaufen, die Arbeitgeberin bei bestehendem anderem Versicherungsschutz zu entlasten. Die al- leinige Tragung der Prämien der Berufsunfallversicherung durch die Arbeitgeberin - 13 - wird denn auch durch diesen Umstand gerechtfertigt (vgl. BSK UVG-Gächter/Ger- ber, Art.”
“Weiter sei zu beachten, dass sie seit ihrem Unfall im November 2019 weitgehend durchgehend zu 100 % arbeitsunfähig sei und es dem gesetzli- chen Arbeitnehmerschutz zuwiderlaufen würde, wenn die Verantwortung für die korrekte Meldung des versicherten Lohns ihr auferlegt würde (Urk. 33 Rz. 55). 3.Die Beklagte entgegnet, die Klägerin ziehe den falschen Schluss, dass zwi- schen einem "versicherten Verdienst" bzw. "gemeldeten Verdienst" und dem "tat- sächlichen Verdienst" zu unterscheiden sei (Urk. 38 Rz. 36). Das UVG sehe vor, dass sich Taggelder nach dem versicherten Verdienst bemessen würden (Art. 15 Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gelte nicht irgendein gemeldeter Lohn, son- dern "der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn" im Sinne der AHV-Gesetzgebung (Art. 15 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 22 Abs. 2 UVV). Der versicherte Lohn entspreche gemäss UVG folglich von Gesetzes wegen dem AHV-rechtlichen Lohn, unabhängig davon, was der Unfallversicherung gemeldet worden sei (Urk. 38 Rz. 38). Dieser "versicherte Verdienst" und die Höhe des Unfalltaggelds würde von der Unfallver- sicherung von Amtes wegen ermittelt und festgesetzt (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 55 f. UVV; Urk. 38 Rz. 39 und Urk. 49 Rz. 14). Der versicherten Person stehe somit im Umfang des tatsächlich vor dem Unfall bezogenen AHV-rechtlichen Lohns bzw. eines darauf basierenden Taggelds ein direktes, gesetzliches Forderungs- recht gegenüber der Unfallversicherung zu (Urk. 38 Rz. 40). Sei die versicherte Person der Auffassung, dass entweder der versicherte Verdienst gemäss UVG i.V.m. AHVG oder das Taggeld selbst nicht korrekt ermittelt und/oder bemessen worden seien, habe sie ihr Forderungsrecht direkt gegenüber der Unfallversiche- rung auf dem sozialversicherungsrechtlichen Weg geltend zu machen (Urk. 38 Rz. 40 und Urk. 49 Rz. 10). Die Klägerin gebe in Rz. 36 der Berufung selbst zu erkennen, dass ihr bewusst sei, dass zum von der Unfallversicherung zu ermitteln- den versicherten Verdienst unter Umständen auch Spesen oder sonstige "ver- steckte Lohnbestandteile" zu zählen seien. Sie anerkenne damit, dass sie auch im Umfang solcher behaupteter versteckter Lohnbestandteile ein direktes Forderungs- recht gegenüber der Unfallversicherung gehabt hätte (Urk.”
LPGA art. 43 n. 158 L'istanza precedente può adempiere al proprio obbligo d'accertamento, ad esempio mediante verifiche tecnico-finanziarie con il partner di pagamento e mediante richieste formali di rimborso alla banca beneficiaria; l'ampiezza necessaria degli accertamenti va valutata caso per caso.
“) 2015 sofort gesperrt worden sei und die Veränderung des Kontostands im Gegenteil darauf schliessen lasse, dass weiterhin Transaktionen möglich gewesen seien. Erstellt sei nur, dass die Rentenzahlung für den August 2016 mit dem Vermerk «Konto gekündigt» an die Vorinstanz retourniert worden sei. Weshalb der Beschwerdeführer keinen Auszug für das betreffende Konto bis zur Saldierung beigebracht habe, sei nicht nachvollziehbar. Der Verweis auf den Auszug für das eigene Konto des Beschwerdeführers bei der gleichen Bank sei dagegen unbehelflich. Im Ergebnis sei nicht auf seine Sachverhaltsdarstellung abzustellen, wonach die Rentenzahlungen auf dem Konto seines Vaters nicht eingegangen seien (E. 4.3). B._______ bzw. der Beschwerdeführer als dessen Erbe hätten im Verhältnis zur Vorinstanz für die von B._______ mit dem Empfang der monatlichen Rentenzahlungen beauftragte Zahlstelle einzustehen, und allfällige Unregelmässigkeiten seitens der Empfängerbank bei der Verbuchung von Zahlungseingängen oder bei der Kontoführung würden nicht zu Lasten der Vorinstanz gehen. Diese habe weiter ihrer Abklärungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG Genüge getan, indem sie zwei «finanztechnische Untersuchungen» mit dem Zahlungspartner E._______ durchgeführt habe. Zudem habe sie die Empfängerbank mit Schreiben vom 10. August 2017 und Mahnung vom 19. Oktober 2017 erfolglos zur Rücküberweisung der Fr. 15'606.- aufgefordert. Mehr habe die Vorinstanz nicht tun können und müssen (E. 4.4). Der Beschwerdeführer habe im Übrigen keine weiteren Einwände gegen die Rechtmässigkeit der verfügten Rückforderung erhoben. Es seien denn auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, weshalb die Rückforderung im Betrag von Fr. 15'606.- nicht rechtmässig sein sollte (E. 4.5). Zusammenfassend sei festzuhalten, dass sich die Beschwerde als unbegründet erweise, weshalb sie abzuweisen sei (E. 5.).”
LPGA art. 43 n. 157 Le istruzioni amministrative interne e la prassi amministrativa devono essere prese in considerazione nella determinazione della natura degli accertamenti necessari, purché consentano una concretizzazione delle disposizioni di legge adeguata al singolo caso e equa. L'amministrazione non può discostarsi da tali istruzioni senza un valido motivo; deve motivare di conseguenza la propria decisione nel caso concreto.
“Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 365 E 2.4 mit Hinweisen). Ungeachtet Rz. 3067.1 KSVI hat die IV-Stelle vorliegend eine Verfügung betreffend Gutachtensanordnung erlassen. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, findet Rz. 3067.1 KSVI im Gesetz denn auch keine Stütze. 2.2. Aus den massgebenden gesetzlichen Grundlagen ergibt sich Folgendes: Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Gestützt auf Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen. Erachtet er im Rahmen von medizinischen Abklärungen ein Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis eine der folgenden Arten fest (Art. 44 Abs. 1 ATSG): (a) monodisziplinäres Gutachten; (b) bidisziplinäres Gutachten; (c) polydisziplinäres Gutachten. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des”
“Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 141 V 365 E 2.4 mit Hinweisen). Ungeachtet Rz. 3067.1 KSVI hat die IV-Stelle vorliegend eine Verfügung betreffend Gutachtensanordnung erlassen. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, findet Rz. 3067.1 KSVI im Gesetz denn auch keine Stütze. 2.2. Aus den massgebenden gesetzlichen Grundlagen ergibt sich Folgendes: Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Gestützt auf Art. 43 Abs. 1bis ATSG bestimmt er die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen. Erachtet er im Rahmen von medizinischen Abklärungen ein Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis eine der folgenden Arten fest (Art. 44 Abs. 1 ATSG): (a) monodisziplinäres Gutachten; (b) bidisziplinäres Gutachten; (c) polydisziplinäres Gutachten. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des”
Citazione: LPGA art. 43 n. 156 Se i fatti medici rilevanti ai fini della decisione non possono essere chiariti in modo soddisfacente oppure se le perizie esistenti sono, quanto al contenuto o al valore probatorio, incomplete o contraddittorie, l'organo assicurativo può disporre accertamenti complementari. In caso di questioni complesse, in particolare psichiatriche, ciò giustifica in particolare l'acquisizione di una perizia indipendente dall'assicurazione o multidisciplinare oppure il rinvio del procedimento per integrazione dell'istruttoria; la valutazione mira a verificare se le perizie disponibili contengano gli accertamenti esaustivi necessari per rispondere alle questioni poste e una motivazione comprensibile.
“Die im Sinne von Art. 43 ATSG notwendigen Abklärungen (vgl. E. 2.2 vorne) beinhalten jedoch nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt. Es geht hier namentlich nicht darum, die Tunlichkeit einer medizinischen Massnahme mittels Einholung einer Zweitmeinung zu hinterfragen, sondern darum, in welchem Umfang und in welcher Tiefe Abklärungen vorzunehmen sind, damit der rechtserhebliche Sachverhalt als mit dem massgebenden Beweisgrad erstellt gelten kann. Dabei ergibt sich die Notwendigkeit der Anordnung eines weiteren Gutachtens aus der Beantwortung der Frage, ob bereits bei den Akten liegende Gutachten die inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen an eine zu erstattende ärztliche Expertise erfüllen. Dies hängt entscheidend davon ab, ob sie für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend sind und in diesem Rahmen auf den erforderlichen allseitigen Abklärungen beruhen; die geklagten Beschwerden wiedergeben und sich damit auseinandersetzen, was vor allem bei psychogenen Fehlentwicklungen nötig ist; in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden sind; in der Darlegung der medizinischen Zustände, Entwicklungen und Zusammenhänge einleuchten; und die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die Rechtsanwender sie kritisch nachvollziehen können (Entscheid des BGer vom 29.”
“Die Einschätzung von Dr. E.____ ist damit mit Zweifeln behaftet, weshalb sie die Beurteilung der behandelnden Ärzte nicht entkräften kann. Die Beurteilungen von Prof. F.____ und Prof. D.____ sind aber auch nicht derart klar, dass das Kantonsgericht gestützt darauf ohne Weiteres eine Leistungszusprache verfügen könnte. Unter anderem ist unklar, welche Beschwerden (Hand, Arm, Nacken) durch die posttraumatischen degenerativen Veränderungen der HWS überhaupt ausgelöst werden, und wie sich diese in der Zwischenzeit seit der Rückfallmeldung entwickelt haben. Es besteht somit weiterer Abklärungsbedarf in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt, der als komplex bezeichnet werden kann. Dafür sind offensichtlich spezifische fachärztliche Kenntnisse notwendig. Folglich ist die Angelegenheit wegen Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 43 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein versicherungsunabhängiges Gutachten veranlasse. Dabei sind die Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers gemäss Art. 44 ATSG einzuhalten. Vor Anordnung des Gutachtens kommt ihm der Anspruch zu, sich zur Gutachterperson und zu den Gutachterfragen zu äussern (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird der Beschwerdeführer folglich die Möglichkeit haben, dem Experten bzw. der Expertin allfällige Fragen zu unterbreiten.”
“Dans ce cadre, le degré de gravité de la dépendance doit être pris en considération, car à l'instar des autres pathologies mentales, la dépendance implique une interaction du trouble en tant que maladie avec des facteurs psychosociaux et socioculturels, ces derniers devant être écartés s'ils entraînent des limitations fonctionnelles directes. Le devoir de limiter le dommage s'applique également en cas de syndrome de dépendance, de sorte que l'assuré peut être tenu de participer activement à des traitements médicaux raisonnables (cf. art. 7 al. 2 lit. d LAI). A défaut de se conformer à son devoir de limiter le dommage, l'assuré encourt le risque d'une réduction voire d'une suppression des prestations en application de l'art. 7b al. 1 LAI en lien avec l'art. 21 al. 4 LPGA. 4.6 Compte tenu des troubles somatiques et psychiques susmentionnés, le Tribunal constate que l'OAIE n'a pas pris toutes les mesures d'instruction ni recueilli tous les renseignements nécessaires à l'établissement complet des faits déterminants sur le plan médical afin de pouvoir statuer en connaissance de cause sur la demande de prestations d'invalidité du recourant, cela en violation de l'art. 43 LPGA. Dans ces circonstances, on ne voit pas de motifs justifiant de s'écarter des conclusions de l'autorité inférieure tendant à admettre partiellement le recours, à annuler la décision attaquée et à renvoyer le dossier à l'autorité inférieure en application de l'art. 61 al. 1 PA afin qu'elle complète son instruction en ordonnant la mise en oeuvre d'une procédure probatoire structurée respectivement d'une expertise pluridisciplinaire en neurologie, psychiatrie et orthopédie, ainsi que l'exécution d'un test neuropsychologique et d'un électroneuromyogramme des membres inférieurs, auprès d'experts indépendants (art. 44 LPGA), désignés dans le respect des droits de participation de l'assuré (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.9) et en application de la plateforme d'attribution aléatoire SuisseMED@P au sens de l'art. 72bis al. 2 RAI (ATF 139 V 349 consid. 5.2.1). Les experts seront invités à se prononcer de façon précise et appropriée sur l'état de santé et la capacité de travail de l'assuré dans son métier ainsi que dans une activité lucrative raisonnablement exigible au moment de l'établissement de leur rapport.”
“43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, les importantes lacunes du rapport d’expertise pluridisciplinaire du P.________ et l’absence de détermination des experts sur les compléments légitimement requis par l’intimé justifient le renvoi de la cause à ce dernier pour mise en œuvre d’une nouvelle expertise pluridisciplinaire. Il apparaît particulièrement pertinent en l’occurrence de disposer d’un consilium pour statuer sur la capacité de travail de la recourante dans une approche fonctionnelle globale du cas d’espèce.”
“1 LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances sociales examine l’opportunité de renvoyer la cause à l’administration afin qu’elle procède à un complément d’instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d’établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l’état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe possible lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, le cas du recourant a été investigué de manière convaincante et exhaustive du point de vue somatique. Sur le plan psychiatrique, il sied de constater le manque de clarté et de pertinence des conclusions du rapport d’expertise psychiatrique du 4 octobre 2019, éléments également mis en exergue par l’intimé (cf. avis juriste du 20 février 2020), lequel a estimé nécessaire de solliciter des éclaircissements sur une dizaine de points.”
“1 LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l’état de fait déterminant n’est pas suffisamment établi, ou qu’il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l’administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l’instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances sociales examine l’opportunité de renvoyer la cause à l’administration afin qu’elle procède à un complément d’instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d’établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l’état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l’assureur pour complément d’instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l’administration est en principe possible lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, il appartiendra à l’OAI de réinterpeller l’expert psychiatre afin que ce dernier explique les raisons qui lui permettent de concilier l’évaluation faite de la progression de la capacité de travail de la recourante en mars 2019 avec les constatations cliniques notées dans son rapport du mois de décembre 2018, et si ces conclusions sont à son avis encore d’actualité. Il lui appartiendra également de se prononcer sur la question de la dépendance aux benziodiazépines et leur éventuelle incidence sur la capacité de travail.”
LPGA art. 43 n. 155 Valutazioni divergenti da parte dei medici curanti non giustificano di per sé ulteriori accertamenti. Tali divergenze sono infatti idonee a determinare indagini supplementari o a richiedere una particolare attenzione solo quando i medici curanti espongono fatti o aspetti importanti — e non meramente soggettivi — che siano rimasti non rilevati o non valutati nel corso della perizia.
“Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, öffentlichrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 6. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 7.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Stellen aus den Gutachten und Berichten wiedergegeben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind.”
“In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativoder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 5.5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 9. April 2018, 9C_273/2017, E. 3.1). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Entscheid als zentral erweisen. 6.1 Im Auftrag des Taggeldversicherers erstattete Dr. med. D. , FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, am 10. Mai 2020 ein spezialärztliches Gutachten. Die Versicherte beklage Schmerzen in der rechten Hand, die den Faustschluss limitieren würden, eine 30-minütige Morgensteifigkeit sowie abends zunehmende Schmerzen über der rechten Hand und in der tiefen Lumbalregion.”
L'art. 43 cpv. 3 LPGA consente all'ente assicurativo, previa diffida scritta e concessione di un termine di riflessione adeguato, di adottare «mezzi di pressione» nei confronti degli assicurati che violano in modo ingiustificabile obblighi di informazione o di collaborazione. Tra i mezzi riconosciuti dalla giurisprudenza figura in particolare la sospensione temporanea dell'erogazione delle prestazioni fino all'adempimento dell'obbligo di collaborazione; ciò vale specialmente nei procedimenti di revisione delle rendite. La chiusura materiale definitiva del procedimento (p. es. la soppressione della rendita unicamente per violazione dell'obbligo di collaborazione) è controversa in dottrina e giurisprudenza e viene riconosciuta solo a condizioni molto ristrette. Le prescrizioni formali della procedura di diffida e del termine di riflessione devono comunque essere sempre rispettate.
“3 ATSG nur als eine Regelung interpretiert werden, die es dem Sozialversicherungsträger erlauben soll, mittels eines „Druckmittels“ eine Verfahrensblockade zu überwinden, nämlich die versicherte Person dazu zu bringen, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Bezieht die versicherte Person bereits eine Rente und verweigert sie ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren, das für sie die Gefahr einer Rentenherabsetzung oder gar Rentenaufhebung birgt, sind die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten „Druckmittel“ nicht geeignet, sie zur Aufgabe ihrer Verweigerungshaltung zu bewegen, denn sowohl bei einem Entscheid aufgrund der Akten als auch bei einem Einstellen des Rentenrevisionsverfahrens bleibt es bei der bisherigen Rente. Für diese besondere Verfahrenssituation fehlt im Art. 43 Abs. 3 ATSG also eine passende Regelung (respektive ein geeignetes „Druckmittel“). In einer lückenfüllenden Interpretation des Art. 43 Abs. 3 ATSG hat das Bundesgericht die Auffassung vertreten, dass in einer solchen Verfahrenssituation gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Auszahlungsstopp verfügt werden könne (BGE 139 V 585). Das bedeutet, dass der Versicherungsträger sämtliche weiteren Zahlungen verweigern kann, bis die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Rentenrevisionsverfahren doch noch nachkommt. Dieses „Druckmittel“ ist augenscheinlich geeignet, den Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Überwindung der Verfahrensblockade – zu erreichen. Das Bundesgericht vertritt allerdings gelegentlich auch die Auffassung, der Art. 43 Abs. 3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige.”
“3 ATSG hat das Bundesgericht die Auffassung vertreten, dass in einer solchen Verfahrenssituation gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Auszahlungsstopp verfügt werden könne (BGE 139 V 585). Das bedeutet, dass der Versicherungsträger sämtliche weiteren Zahlungen verweigern kann, bis die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Rentenrevisionsverfahren doch noch nachkommt. Dieses „Druckmittel“ ist augenscheinlich geeignet, den Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Überwindung der Verfahrensblockade – zu erreichen. Das Bundesgericht vertritt allerdings gelegentlich auch die Auffassung, der Art. 43 Abs. 3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen, zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs von der Versicherten die Erfüllung der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern und sie - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG mit Sanktionen bis hin zur Leistungseinstellung belegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Zumutbar ist die Mitwirkung bei einer angeordneten Begutachtung, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung des Pflichtigen steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen. Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen.”
“Das Versicherungsgericht erwog, eine "Abmahnung" im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG könne erst als Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der versicherten Person erfolgen, nicht im Vorfeld einer Begutachtung gleichsam "auf Vorrat" bzw. präventiv. Da demnach kein rechtskonformes Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt worden sei, habe die Verletzung der Mitwirkungspflicht auch nicht sanktioniert werden dürfen. So oder anders komme im Falle bereits laufender Rente auch bei Verletzung der Mitwirkungspflicht trotz korrekt durchgeführten Mahn- und Bedenkzeitverfahrens einzig ein Rentenauszahlungsstopp in Frage, nicht jedoch eine Aufhebung der Rente.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen und zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs vom Versicherten die Erfüllung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern. Es muss ihr möglich sein, ihn - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - auch im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG durch Leistungseinstellung zu sanktionieren (Urteil des BGer 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1 m.H. auch BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1). Sodann führt nach der Rechtsprechung die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Rentenrevision zur Umkehr der Beweislast. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser nachzuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (vgl.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen, zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs von der Versicherten die Erfüllung der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern und sie - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - im Sinn von Art. 43 Abs. 3 ATSG mit Sanktionen bis hin zur Leistungseinstellung belegen (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1; Urteile des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2; 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1, in: SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150). Die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht hat nach der Rechtsprechung sodann eine Umkehr der Beweislast zur Folge: Verweigert die versicherte Person in unentschuldbarer Weise ihre Auskunfts- und Mitwirkungspflicht, indem sie den Versicherungsträger bei laufenden Rentenleistungen daran hindert, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, wird die Beweislast umgekehrt, indem die versicherte Person nachzuweisen hat, dass sich entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (Urteil des BGer 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.3, nicht publ. in: BGE 139 V 585, aber in: SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21; vgl. ferner Urteile des BGer 9C_455/2022 vom 13. November 2023 E. 9; 9C_ 315/2018 vom 5. März 2019 E. 6.3.2.1; 8C_733/2010 vom 10.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 153 Se l'ente assicuratore esternalizza accertamenti a soggetti terzi, deve garantire che da questi gli vengano forniti tutti i dati rilevanti per la decisione nella qualità richiesta. In presenza di carenze nell'accertamento amministrativo, può — qualora sussista un nesso tra la lacuna investigativa e la necessità di una misura probatoria giudiziaria — essere presa in considerazione l'imposizione a carico dell'assicuratore dei costi di una perizia.
“Art. 43 Abs. 1 ATSG schreibt vor, dass der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vornimmt. Lagert er diese Aufgabe - zulässigerweise - an externe Abklärungsstellen aus, so hat er sicherzustellen, dass er von den beauftragten Stellen alle entscheiderheblichen Angaben in der erforderlichen Qualität erhält (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.2). Laut Art. 45 Abs. 1 ATSG übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat (Satz 1). Hat er keine Massnahmen angeordnet, übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruches unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Satz 2). Mit BGE 139 V 496 E. 4.4 hat das Bundesgericht für den Bereich der Invalidenversicherung Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage zu berücksichtigen sind, ob die Kosten eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können. Es erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen.”
“Begründet wurde diese Erkenntnis damit, dass nach Art. 43 Abs. 1 ATSG der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen hat. Lagert er diese Aufgabe - zulässigerweise - an externe Abklärungsstellen aus, so hat er sicherzustellen, dass er von den beauftragten Stellen alle entscheiderheblichen Angaben in der erforderlichen Qualität erhält (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.2). Laut Art. 45 Abs. 1 ATSG übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat (Satz 1). Hat er keine Massnahmen angeordnet, übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruches unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Satz 2). In BGE 137 V 210 E. 4.4.2 ist das Bundesgericht vor diesem Hintergrund zum Schluss gelangt, dass in Fällen, in welchen zur Durchführung einer vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Verfahrensfairness entfällt, die nach tarifvertraglicher Regelung berechneten Kosten einer Begutachtung der MEDAS dem Versicherungsträger auferlegt werden können.”
In caso di constatazioni mediche poco chiare o incomplete, l'amministrazione è obbligata, ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA, a effettuare gli accertamenti integrativi necessari; ciò può riguardare, ad esempio, informazioni sullo svolgimento della giornata, sugli hobby o circostanze analoghe. Viceversa, l'amministrazione non è autorizzata a disporre una second opinion soltanto al fine di sostituire i fatti già accertati da una perizia, qualora non concordi con il relativo esito.
“Nach dem Gesagten ergibt sich somit, dass aufgrund der vorliegenden Akten die nötigen Angaben für die Durchführung eines strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 für den entscheidrelevanten Zeitraum fehlen. Die Beschwerdegegnerin wird in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 2 ATSG) den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin näher abklären und sich dabei namentlich auch mit deren Ressourcen ab dem frühestmöglichen Rentenbeginn auseinandersetzen müssen, darunter insbesondere der Tagesablauf, das Ausmass der Hobbies, das Reiten und die Therapiereitstunden mit dem Pferd. Bei Letzteren ist neben dem zeitlichen Umfang ebenfalls zu prüfen, ob es sich dabei um eine (leidensangepasste) Erwerbstätigkeit handelt. Je nach Ausgang der ergänzenden Angaben ist die Verwertbarkeit einer allfälligen Arbeitsfähigkeit zu prüfen. In diesem Sinne ist unklar, ob im massgebenden Beurteilungszeitraum eine anspruchsrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse vorliegt. Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung vom 23. September 2021 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzenden Abklärungen im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin im Kontext der Neuanmeldung vom 19.”
“Or, si la personne assurée peut certes refuser de se soumettre à des examens médicaux ou techniques qui ne sont pas nécessaires ou qui ne peuvent raisonnablement être exigés (cf. art. 43 al. 2 LPGA), elle ne saurait en revanche dicter à l'administration la façon dont elle doit instruire le cas, c'est-à-dire lui indiquer les actes d'instruction qu'elle doit accomplir ou ceux dont elle doit s'abstenir (TF 9C_448/2014 du 4 septembre 2014 consid. 7). De plus, l’assurée ne saurait se prévaloir d’un droit à la mise en œuvre d’une expertise sur une base consensuelle, celui-ci ne pouvant être déduit en justice (cf. ATF 139 V 349). Partant, son grief doit être rejeté. 5. La recourante fait enfin valoir que le volet de médecine interne est inutile et qu’elle ne souhaite pas se plier à une expertise dans ce domaine. a) L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Sont considérés comme nécessaires tous les moyens de preuve qui permettent d’établir les faits pertinents pour l’application du droit. Si l’assureur dispose à cet égard d’un large pouvoir d’appréciation dans le choix des mesures d’instruction qu’il souhaite mettre en œuvre, il n’est pas habilité à ordonner n’importe quel moyen de preuve. Il doit veiller à agir de manière objective et impartiale, en gardant à l’esprit l’intérêt général à une gestion économique et rationnelle de l’assurance. Ainsi, l’assureur n’est pas autorisé à recueillir un nouvel avis (« second opinion ») sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque les conclusions de celle-ci ne lui conviennent pas (Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 10 ad art. 43 LPGA). b) En l’occurrence, la situation médicale de la recourante doit être examinée dans sa globalité en tenant compte des interactions entre ses différentes atteintes, ainsi que de ses ressources. Elle présente en effet des atteintes complexes, à la fois somatiques et psychiques, ainsi que différents troubles (sommeil p.”
“Selon la jurisprudence, le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA et de l’art. 69 al. 2 RAI ne comprend toutefois pas le droit de l'assureur de recueillir un second avis médical (second opinion) sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque celle-ci ne lui convient pas. L'assuré ne dispose d'ailleurs pas non plus d'une telle possibilité. Si l'assureur n'est donc pas autorisé à remettre en question le bien-fondé d'une évaluation médicale au moyen d'un second avis médical, il est néanmoins tenu d'examiner si et dans quelle mesure il convient de compléter l'instruction, afin que l'état de fait déterminant pour la solution du litige soit établi au degré de la vraisemblance prépondérante (arrêt TF 8C_592/2021 du 4 mai 2022 consid. 7.1.2 et la référence citée). 4. En vertu de l’art. 28 al. 1 LPGA, les assurés et les employeurs doivent collaborer gratuitement à l’exécution des différentes lois sur les assurances sociales. Selon l’art. 43 al. 2 LPGA, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés. 4.1. La jurisprudence pose la présomption selon laquelle les mesures diagnostiques sont en règle générale exigibles à moins qu’elles représentent (pour la santé de l’expertisé) un risque exceptionnellement élevé qui ne soit dès lors pas justifiable d’un point de vue juridique. Elle rappelle que la manière dont un examen médical doit être conduit en détail relève de la responsabilité des médecins examinateurs auxquels il appartient de s’en tenir à l'état actuel de la science médicale (arrêt TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 et les références citées). 4.2. Si l'assuré peut certes refuser de se soumettre à des examens médicaux ou techniques qui ne sont pas nécessaires ou qui ne peuvent raisonnablement être exigés, il ne saurait en revanche dicter à l'administration la façon dont elle doit instruire le cas, c'est-à-dire lui indiquer les actes d'instruction qu'elle doit accomplir ou ceux dont elle doit s'abstenir (arrêt TF 9C_448/2014 du 4 septembre 2014 consid.”
LPGA art. 43 n. 151 Le indagini consuete in un centro peritale sono di norma oggettivamente ragionevoli, salvo che non sussistano circostanze concrete in senso contrario. Se un accertamento peritale sia medicalmente giustificabile o, nel caso concreto, ragionevole, deve essere deciso dal perito medico nell'ambito della valutazione peritale.
“Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht (Urteil des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 4.2.1 m.H. auf BGE 134 V 53 E. 4.2.1). Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen (Cristina Schiavi, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, 2020, Art. 43 ATSG N 24). Untersuchungen in einer Gutachterstelle sind ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als zumutbar zu betrachten (Ueli Kieser, Kommentar ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 43 ATSG N 92 m.H.). Es obliegt daher in erster Linie der versicherten Person, das Vorliegen einer Reiseunfähigkeit darzutun und zu begründen. An ein Arztzeugnis betreffend die Reiseunfähigkeit werden hohe Anforderungen gestellt. Es muss hinreichend begründet sein (Urteil des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 4.2.1; Urteil des BVGer C-7047/2016 vom 5. November 2018 E. 6.5 m.H.).”
“Dabei hat eine versicherte Person, die Versicherungsleistungen beansprucht, auch eine gewisse Belastung durch die erforderlichen Abklärungen in Kauf zu nehmen. Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen. Die üblichen Untersuchungen in einer Gutachtensstelle sind ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als zumutbar zu betrachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 4.2.1). Die Frage, ob eine gutachtliche Abklärung medizinisch verantwortbar (respektive zumutbar) ist, ist vom ärztlichen Sachverständigen zu beantworten (vgl. Urteil des BGer 9C_918/2015 vom 18. Dezember 2015 E. 2; vgl. auch Cristina Schiavi, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 22 f. zu Art. 43 ATSG).”
Quando sussistono dubbi sull'attendibilità o sulla rilevanza del parere del servizio medico, l'ente assicurativo è tenuto d'ufficio a effettuare accertamenti complementari e, se necessario, a procedere all'assunzione di prove. All'occorrenza, l'amministrazione deve essere incaricata di ordinare una perizia esterna ai sensi dell'art. 44 LPGA oppure di ritirare gli atti per l'esecuzione di tali accertamenti.
“2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid. 3.2.; STCA 35.2020.13 del 22 settembre 2020, STCA 35.2019.139 del 16 settembre 2020, STCA 35.2019.136 del 7 settembre 2020, STCA 35.2019.134 del 3 settembre 2020; STCA 35.2014.103 dell’11 marzo 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.96 del 25 febbraio 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.47 del 2 febbraio 2015 consid. 2.8., STCA 35.2014.66 del 22 dicembre 2014 consid. 2.9 e 35.2014.50 del 10 novembre 2014 consid. 2.13; D. Cattaneo "Les erreurs les plus fréquentes des expertises medicales dans les assurances sociales" in CGRSS n. 50 – 2014 pag. 137 seg. n. 15 pag. 140). Per le ragioni esposte in precedenza, si giustifica l’annullamento della decisione su opposizione impugnata.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Nella presente fattispecie, il TCA ritiene che siano soddisfatti i presupposti per un rinvio degli atti all’istituto convenuto (cfr. STF 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 e DTF 135 V 465). In effetti, l’CO 1 ha fondato la decisione impugnata sul solo parere del suo medico __________. Per le ragioni già esposte al considerando 2.7., si giustifica pertanto l’annullamento della decisione su opposizione impugnata e il rinvio degli atti all’assicuratore resistente affinché disponga gli accertamenti suggeriti dai sanitari della Clinica di neurologia del __________ e, successivamente, ne sottoponga le risultanze al proprio Servizio medico per presa di posizione. L’amministrazione si pronuncerà quindi di nuovo in merito al diritto alle prestazioni dal profilo temporale e materiale.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Infine, con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 p. 137 ss., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio. È in effetti in primo luogo compito dell’amministrazione disporre degli atti istruttori complementari volti ad accertare d’ufficio tutti i fatti pertinenti e, se del caso, raccogliere le prove necessarie prima di rendere la propria decisione.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Infine, con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 p. 137 ss., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio. È in effetti in primo luogo compito dell’amministrazione disporre degli atti istruttori complementari volti ad accertare d’ufficio tutti i fatti pertinenti e, se del caso, raccogliere le prove necessarie prima di rendere la propria decisione (questo principio è stato confermato ancora con le sentenze 8C_274/2021 del 31 marzo 2023 consid.”
L'accertamento domestico previsto, alla luce della situazione medica incerta e della mancanza di valutazioni sulla capacità di svolgere le attività domestiche, era necessario ai fini della valutazione e, in linea di principio, ragionevolmente esigibile ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA.
“Dass vorliegend eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt angezeigt war, hielt bereits das hiesige Gericht mit Urteil vom 14. September 2021 (Prozess Nr. IV.2020.00537; Urk. 7/49) fest (vorstehend E. 3). Anlässlich der in Umsetzung dieses Urteils erfolgten Abklärungen der medizinischen Situation erachtete RADÄrztin Dr. B.___ eine AD-Abklärung angesichts der durch die Beschwerdegegnerin vorgenommenen Qualifikation der Beschwerdeführerin als im Haushalt Tätige ebenfalls als indiziert (vorstehend E. 4.4). Ob dieser Qualifikation gefolgt werden kann, lässt sich aufgrund der jetzigen Aktenlage, insbesondere der - auch im Verlauf - nicht geklärten medizinischen Situation (nachstehend E. 6.4), noch nicht beurteilen. Sodann finden sich auch in den neu eingeholten Arztberichten keine Einschätzungen zur Funktionsfähigkeit im Haushalt, welche die fehlende Haushaltabklärung allenfalls hätte ersetzen oder ergänzen können. Die von der Beschwerdegegnerin geplante Haushaltsabklärung ist demnach als für die Beurteilung notwendig und grundsätzlich zumutbar im Sinne von Art. 43 Abs. 2 ATSG zu erachten (vorstehend E. 1.2).”
“Dass vorliegend eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt angezeigt war, hielt bereits das hiesige Gericht mit Urteil vom 14. September 2021 (Prozess Nr. IV.2020.00537; Urk. 7/49) fest (vorstehend E. 3). Anlässlich der in Umsetzung dieses Urteils erfolgten Abklärungen der medizinischen Situation erachtete RADÄrztin Dr. B.___ eine AD-Abklärung angesichts der durch die Beschwerdegegnerin vorgenommenen Qualifikation der Beschwerdeführerin als im Haushalt Tätige ebenfalls als indiziert (vorstehend E. 4.4). Ob dieser Qualifikation gefolgt werden kann, lässt sich aufgrund der jetzigen Aktenlage, insbesondere der - auch im Verlauf - nicht geklärten medizinischen Situation (nachstehend E. 6.4), noch nicht beurteilen. Sodann finden sich auch in den neu eingeholten Arztberichten keine Einschätzungen zur Funktionsfähigkeit im Haushalt, welche die fehlende Haushaltabklärung allenfalls hätte ersetzen oder ergänzen können. Die von der Beschwerdegegnerin geplante Haushaltsabklärung ist demnach als für die Beurteilung notwendig und grundsätzlich zumutbar im Sinne von Art. 43 Abs. 2 ATSG zu erachten (vorstehend E. 1.2).”
Secondo il principio dell'istruttoria (art. 43 cpv. 1 LPGA) il giudice può, in caso di accertamenti amministrativi interni insufficienti, ordinare un approfondimento degli accertamenti medici necessari; può obbligare l'ufficio AI a eseguire ulteriori accertamenti, in particolare multidisciplinari. Se le perizie amministrative sono ritenute prive di valore probatorio, il giudice è autorizzato a disporre una perizia giudiziaria; alle condizioni indicate dalla giurisprudenza le spese relative possono essere addebitate all'ufficio AI.
“Als ungewöhnlich gilt er dann, wenn er nach einem objektiven Massstab nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Die Ungewöhnlichkeit macht den alltäglichen Vorgang zu einem einmaligen Vorfall (BGE 134 V 72, 76 E. 4.1 und E. 4.1.1 mit Hinweisen sowie BGE 112 V 201, 202 f. E. 1; vgl. auch Forster, Art. 4 N 9). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst (vgl. Peter Forster, Art. 4 N 9, Ueli Kieser, Art. 4 N 45, BGE 118 V 283, 283 E. 2a und BGE 112 V 201, 202 f. E. 1.). Die fünf Tatbestandselemente müssen kumulativ erfüllt sein, damit ein Unfall im Sinne des Gesetzes vorliegt (vgl. BGE 142 V 219, 221 E. 4.3 = Praxis 2016 Nr. 103, sowie Irene Hofer in: Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar zum ATSG, Basel 2020, Art. 4 N 6). 3.3. Der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird wie das Sozialversicherungsverfahren (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Das Gericht würdigt die Beweise in jedem Fall nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. z.B. BGE 144 V 427, 429 E. 3.2, BGE 138 V 218, 221 f. E. 6 und BGE 115 V 133, 142 f. E. 8a und b). 4. 4.1. Zum Hergang des Mückenstichereignisses und den Folgen ergibt sich aus den Akten Folgendes: gemäss den Angaben des Beschwerdeführers in der Schadenmeldung vom 8. September 2021 (AB 3.04) habe er am 6. August 2021 um 19.00 Uhr einen Mückenstich erlitten, der zu einer allergischen Reaktion im Oberschenkel und einer anschliessenden Superinfektion und einer Abszessbildung geführt habe. Aus dem Bericht der Radiologie und Nuklearmedizin des E____spitals [.”
“Laut dem nach Massgabe des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) veranlassten BEGAZ-Gutachten war gesamtmedizinisch von einer maximal 30%-igen Einschränkung der Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit auszugehen. Gestützt darauf verneinte die IV-Stelle wiederum einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Verfügung vom 15. November 2016). Hiergegen liess der Versicherte beschwerdeweise unter anderem eine erneute polydisziplinäre Begutachtung beantragen. Weil das BEGAZ-Gutachten nach Auffassung des kantonalen Gerichts den praxisgemässen Anforderungen im Sinne von BGE 141 V 281 E. 2.1 nicht genügte, verpflichtete es die Beschwerdegegnerin mit Rückweisungsurteil vom 30. Mai 2017 zu weiteren multidisziplinären Abklärungen und zur anschliessenden Neuverfügung.”
“Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in den Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (BGE 137 V 210 E. 4.4.2). 9.2.2 Vorliegend gelangte das Kantonsgericht anlässlich seiner Urteilsberatung vom 26. Januar 2023 zum Ergebnis, dass auf das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische Teilgutachten von Dr. D. vom 21. Februar 2022 nicht abgestellt werden könne. Das Kantonsgericht beschloss daher letztlich ein bidisziplinäres Gerichtsgutachten bei Dr. I. und PD Dr. H. in Auftrag zu geben. Waren die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren demnach letztlich nicht beweiskräftig genug und war der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG dazumal nur ungenügend abgeklärt worden, erwies sich die Einholung des Gerichtsgutachtens vom 26./28. Juni 2023 keinesfalls als unnötig, sondern vielmehr als unerlässlich. Im Lichte der geschilderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind demnach die Kosten der Begutachtung der IV-Stelle aufzuerlegen. Diese Kosten belaufen sich insgesamt auf Fr.9'847.50; sie setzen sich zusammen aus den Honorarrechnungen der Gutachter Dr. I. vom 29. Juni 2023 im Betrag von Fr. 3'600.-- und PD Dr. H. vom 5. Juli 2023 im Betrag von Fr. 6'000.-- sowie den Dolmetscherkosten von Fr. 247.50 gemäss Rechnung des Ausländerdienstes Baselland vom 22. Juli 2023. 9.3.1 Gemäss Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Stellt man vorliegend ausschliesslich auf den Prozessausgang ab, so würde dem Versicherten als unterliegender Partei nach dem Wortlaut der genannten Bestimmung keine Parteientschädigung zustehen. Wie bereits bei der Verlegung der ordentlichen Verfahrenskosten festgestellt worden ist, besteht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch im Rahmen von Art.”
LPGA art. 43 n. 147 Principio dell'istruttoria: nel procedimento di revisione o di riesame l'autorità competente deve chiarire d'ufficio i fatti rilevanti ai fini del diritto. Gli elementi necessari del fascicolo (p. es. indicazioni su entrate/uscite, referti medici sul decorso o sulla terapia) devono essere integrati e, nella misura in cui ciò sia necessario per valutare il diritto alla prestazione, devono essere disposti accertamenti o perizie interne all'assicurazione o esterne. L'ampiezza delle indagini è determinata dal concreto bisogno di chiarimento e va valutata tenendo conto degli obblighi di collaborazione delle parti; ove necessario la questione va rinviata all'amministrazione per ulteriori accertamenti.
“Der Mietwert der selbstbewohnten Liegenschaft ist zuletzt im August 2014 neu geschätzt und die Anspruchsberechnung entsprechend angepasst worden (EL-act. 114 und 117, D. 1). Eine Neubeurteilung der Schätzung erfolgt in der Regel alle zehn Jahre (Art. 6 Abs. 1 des Gesetzes über die Durchführung der Grundstückschätzung, sGS 814.1). Bei den Liegenschaftserträgen dürfte somit seit dem 1. August 2014 keine Veränderung eingetreten sein. Nach der Auffassung des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen wäre der Eigenmietwert weder als Ausgaben- noch als Einnahmenposition zu berücksichtigen (siehe z.B. Entscheid vom 1. Juli 2014, EL 2013/23). Da es sich bei dem diesem Beschwerdeverfahren zugrunde liegenden Verwaltungsverfahren jedoch um ein reines Revisionsverfahren nach Art. 17 Abs. 2 ATSG gehandelt hat, besteht im vorliegenden Verfahren keine Möglichkeit, die Rechtmässigkeit der Anrechnung des Eigenmietwertes in der Anspruchsberechnung zu überprüfen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz nach Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt hat, da nicht alle Einnahmen- und Ausgabenpositionen der Anspruchsberechnung im Zeitraum 1. August 2016 bis 31. Juli 2017 sowie ab 1. August 2017 mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Kinder, deren anrechenbare Einnahmen die anerkannten Ausgaben übersteigen, fallen für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ausser Betracht (Art. 9 Abs. 4 ELG). Nachdem die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt haben wird, wird sie die entsprechenden Vergleichsrechnungen vornehmen. Demnach ist der angefochtene Einspracheentscheid in teilweiser Gutheissung der Beschwerde (hinsichtlich des bundesrechtlichen, die ordentliche Ergänzungsleistung betreffenden Teils) und des Rekurses (hinsichtlich des kantonalrechtlichen, die ausserordentliche Ergänzungsleistung betreffenden Teils) aufzuheben und die Sache ist zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art.”
“IIE 177) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie die medizinischen Akten durch entsprechende Verlaufsberichte vervollständige und anschliessend in der Fachrichtung Urologie sowie bedarfsweise in weiteren Fachdisziplinen den medizinischen Sachverhalt aus unfallversicherungsrechtlicher Perspektive vollständig abkläre und anschliessend neu über das Revisionsgesuch entscheide. Bei dieser Konstellation ist es nicht Sache des Verwaltungsgerichts, die gebotenen medizinischen und erwerblichen Abklärungen, insbesondere auch eine erstmalige versicherungsexterne Begutachtung i.S.v. Art. 44 ATSG hinsichtlich der sich stellenden unfallversicherungsrechtlichen Fragen selber zu veranlassen. Es besteht denn auch kein grundsätzlicher Anspruch auf eine gerichtliche Expertise (BGE 137 V 210 E. 2.2.2 S. 232, 136 V 376 E. 4.2.2 S. 379). Vielmehr haben diese Abklärungen – wie vom Beschwerdeführer explizit beantragt (Beschwerde S. 1 Ziff. I/2) – durch die originär hierfür zuständige Verwaltung (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu erfolgen (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.).”
“___ erneut neurologisch untersucht worden sei und im November 2022 eine Abklärung im Zentrum P.___ stattfinde (Urk. 8/210/1, Urk. 8/211, Urk. 8/216). Denn Massnahmen zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts müssen vorgenommen oder veranlasst werden, wenn dazu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.1, BGE141 V 281 E. 3.4.2.2), was hier der Fall war. Die Erwägung im angefochtenen Entscheid, es sei im IV-Einwandverfahren an der Beschwerdeführerin, ihr - der Beschwerdegegnerin - Beweismittel für eine veränderte oder verschlechterte gesundheitliche Situation einzureichen (Urk. 2 S. 3), trifft nicht zu. Nachdem die Beschwerdegegnerin auf das Revisionsgesuch der Beschwerdeführerin eingetreten war, oblag die Abklärung des entscheidrelevanten Sachverhaltes unter Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes - vorbehältlich der Mitwirkungspflichten der Beschwerdeführerin (Art. 28 ATSG) - nach wie vor der Beschwerdegegnerin (Art. 43 Abs. 1 ATSG). 3.3.3In Bezug auf die im Mai 2021 festgestellte craniale Mikroembolie (Urk. 8/154) und der daraufhin vom 25. bis 26. August 2021 erfolgten operativen kardiologischen Behandlung mittels perkutanem PFO-Verschluss am Spital K.___ (Urk. 8/183) ist den Akten sodann kein Verlaufsbericht zur Behandlung und dem Gesundheitszustand nach dem operativen Eingriff und der Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Die zuvor erfolgte kardiologische Beurteilung von Dr. N.___ vom 13. Juli 2021 (Urk. 8/171) und auch ihr Bericht vom 30. August 2021, in welchem sie sich lediglich auf die Erstkonsultation vom Juli 2021 bezog (Urk. 8/177), sagen dazu nichts aus. Es ist daher ungewiss, ob und gegebenenfalls inwiefern sowie wie lange aus kardiologischer Sicht diesbezüglich die Leistungsfähigkeit nach der Operation beeinträchtigt war. 3.3.4Nach dem Gesagten kann bei der derzeitigen Aktenlage entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden, dass eine wesentliche, anspruchsrelevante Gesundheitsveränderung seit der letzten materiellen Prüfung des Rentenanspruchs im Oktober 2014 (vgl.”
“La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid. 5.2 et les références). Dans le cadre de l’application de l’art. 43 al. 1 LPGA, l’assureur dispose d’une grande latitude pour déterminer quels moyens doivent être mis en œuvre pour déterminer les faits pertinents. L’objet de la preuve dépend de la situation concrète en fait et en droit. Le principe inquisitoire commande ainsi de déterminer l’état de fait pertinent dans la mesure où cela s’avère nécessaire pour pouvoir se prononcer, au degré de la vraisemblance prépondérante, sur le droit aux prestations (arrêt du Tribunal fédéral 8C_815/2012 consid. 3.2.1). Si une révision des prestations a été demandée en application de l’art. 17 al. 1 LPGA, cela implique que l’assureur se penche sur l’évolution de l’état de santé jusqu’à la prise d’une décision sur opposition. Il lui incombe ainsi de procéder aux investigations nécessaires pour la période concernée (Ueli KIESER, ATSG-Kommentar, 4e éd., 2020, ad art. 43 LPGA, p. 760 n. 23). 8. 8.1 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante.”
Secondo la giurisprudenza citata, il provvedimento deve essere annullato e la causa rinviata affinché l'amministrazione, dopo l'astinenza dal THC accertata, possa acquisire una nuova perizia ovvero, dopo lo svolgimento della procedura ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, pronunciarsi nuovamente sulla revisione della rendita. Ciò consente di sospendere il procedimento fino al verificarsi dell'astinenza richiesta e successivamente decidere nuovamente.
“Aus dem Gesagten folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 20. Mai 2016 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie nach erfolgter THC-Abstinenz des Beschwerdeführers ein neues Gutachten einhole beziehungsweise nach Durchführung des Verfahrens von Art. 43 Abs. 3 ATSG neu über die Rentenrevision verfüge.»”
“Aus dem Gesagten folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 20. Mai 2016 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit sie nach erfolgter THC-Abstinenz des Beschwerdeführers ein neues Gutachten einhole beziehungsweise nach Durchführung des Verfahrens von Art. 43 Abs. 3 ATSG neu über die Rentenrevision verfüge.»”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 145 Ulteriori accertamenti non sono necessari quando il fatto giuridicamente rilevante è già così chiarito da consentire di decidere sulla spettanza della prestazione almeno con prevalente probabilità (valutazione anticipata della prova), oppure quando da ulteriori indagini non ci si può attendere elementi rilevanti ai fini della decisione.
“Auf die Beurteilung des RAD, wonach der Beschwerdeführer mit kürzeren Unterbrüchen in einer angepassten Tätigkeit seit jeher voll arbeitsfähig sei, kann demnach abgestellt werden. Weitergehende medizinische Abklärungen sind nicht erforderlich. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG liegt nicht vor.”
“S. 3 Ziff. 4.3; 119 S. 3 Ziff. 3). Nach dem Dargelegten wurde auch der Sachverhalt betreffend Einschränkungen im Haushalt seitens der Verwaltung in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb sich weitere Erhebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Damit besteht für das Gericht kein Anlass, in das Ermessen der Verwaltung einzugreifen. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der Mitwirkungspflicht ihres Ehemannes und ihrer Schadenminderungspflicht im Bereich Haushalt zu 6.3% eingeschränkt ist, was ausgehend von einem Status 70 % Haushalt (vgl. E. 4 hiervor) einer gewichteten Einschränkung von”
“Hierzu ist zu bemerken, dass diese Thematik soweit ersichtlich einzig von Dr. G.___ mit Bericht vom 31. Januar 2018 aufgegriffen wurde (Urk. 7/137/13, 7/137/15). In den aktuelleren Berichten von Dr. K.___ und denjenigen des H.___ finden sich keine Hinweise darauf, dass sich der Beschwerdeführer dadurch in schwerwiegender Weise belastet fühlt (vgl. Urk. 7/150, 7/168/5 ff.). Auch anlässlich der gutachterlichen Exploration wies der Beschwerdeführer nicht auf die nun geltend gemachten Traumata hin, obschon seine Herkunft und der dortige Umgang mit ethnischen Minderheiten wie den aramäischen Christen zur Sprache kam (vgl. Urk. 7/159/60). Dies wäre jedoch zu erwarten gewesen, wenn ihn diese Thematik derart beschäftigt, dass er sich dadurch in seiner psychischen Gesundheit und in seiner Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt sieht. Von den beantragten weiteren Abklärungen sind vor diesem Hintergrund keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten; eine unvollständige Feststellung des Sachverhalts beziehungsweise eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) liegt nicht vor. Auch die übrigen Einwände des Beschwerdeführers sind nicht geeignet, das psychiatrische Teilgutachten in Frage zu stellen. Einerseits belegt die Chronifizierung eines bestehenden Krankheitsbilds für sich allein keine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_217/2017 vom 30. Mai 2017 E. 5.2), weshalb die gutachterliche Einschätzung, wonach der Chronifizierungsgrad des psychosomatischen Leidens seit der Begutachtung durch Dr. A.___ zugenommen habe, nicht der Schlussfolgerung widerspricht, dass sich der Gesundheitszustand seither gesamthaft nicht verschlechtert habe (Urk. 7/159/71 f. u. 74). Der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers ist unbegründet (vgl. Urk. 1 S. 5 Ziff. 8.1). Andererseits erschliesst sich nicht, inwiefern die vom Beschwerdeführer zitierten redaktionellen Ungenauigkeiten in der Teilexpertise (Urk. 1 S. 8 Ziff. 8.10; vgl. auch Urk. 7/168/8) die im Ergebnis auschlaggebende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu seinen Ungunsten hätte beeinflussen sollen.”
“Unter diesen Umständen ist bloss möglich, aber nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sich die Beschwerdeführerin beim Sturz vom 5. Februar 2019 eine Verletzung der Zähne 14 und 15 zugezogen hat, welche zumindest als Teilursache der bereits durchgeführten Zahnextraktion und der noch ausstehenden Implantation (act. II M8 f.) gelten kann. Die Beschwerdeführerin hat somit hinsichtlich der Behandlung der Zähne 14 und 15 keinen Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung. Der medizinische Sachverhalt wurde seitens der Verwaltung in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb sich weitere Erhebungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).”
“Weitergehende Abklärungen sind – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 6 f. Ziff. 6) – nicht angezeigt. So zeigten die Dres. med. H.________ und I.________ übereinstimmend und überzeugend begründet auf, dass mit Blick auf die anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers und die übrigen erhobenen allergologischen und pneumologischen Befunde eine Wiederholung der Epikutantestung für die sich vorliegend stellenden Fragen nicht erforderlich war (vgl. AB 73/3). Eine umfassendere pathogenetische Abklärung der Atemwegsbeschwerden war angesichts der Beschränkung der Abklärungspflicht auf die Frage nach dem Vorliegen einer Berufskrankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 oder 2 UVG auch mit Blick auf Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht erforderlich. In diesem Sinne kann vorliegend auch offen bleiben, ob angesichts des vom Beschwerdeführer angegebenen konsequenten Tragens von FFP3-Schutzmasken während der Arbeit (vgl. Beschwerde S. 5 Art. 4; siehe auch AB 56/2) die berufsfremden Faktoren, insbesondere die verschiedenen Allergien, der langjährige Tabakkonsum und die Adipositas, nicht gar ausschliesslich für die geklagten Atemwegsbeschwerden massgeblich waren.”
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2).”
Per taluni quadri medici (in particolare casi vertebrali e ortopedici) l'art. 43 cpv. 1 LPGA può comportare un maggiore onere di accertamento. In particolare, possono rendersi necessari accertamenti radiologici o ortopedici di follow‑up; per lombalgie/lomboischialgie post‑traumatiche, secondo la giurisprudenza, si ritiene che lo status quo sine venga raggiunto dopo tre o quattro mesi, mentre un peggioramento traumatico di un preesistente stato degenerativo della colonna vertebrale clinicamente silente si considera di norma concluso dopo sei‑nove mesi, e comunque al più tardi dopo un anno. In mancanza di tali accertamenti sul decorso, essenziali per il caso (p. es. in caso di problemi protesici), l'amministrazione è tenuta a proseguire gli accertamenti o a rimettere la pratica.
“Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2020, 8C_552/2020, E. 3.2 und vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.4.2 je mit Hinweisen; SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]). 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Entscheid Versicherungsgericht, 25.02.2025 Rentenerhöhungsgesuch. Art. 17 Abs. 1 ATSG. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Das von der IV-Stelle eingeholte Verlaufsgutachten, gemäss welchem seit der letzten materiellen Überprüfung des Rentenanspruchs keine längerdauernde erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten eingetreten ist, überzeugt, soweit es den Gesundheitszustand bis zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung betrifft. Die IV-Stelle hätte allerdings eine orthopädische Verlaufsabklärung vornehmen müssen, da zwischen der gutachterlichen Untersuchung und dem Verfügungszeitpunkt eine Schaftlockerung bei einem Status nach einem Knie-TEP-Wechsel links festgestellt worden ist, welche gemäss den behandelnden Ärzten zumindest einen Teil der persistierenden Schmerzen als auch die Belastungsintoleranz erklärt. Rückweisung der Sache zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Februar 2025, IV 2024/134). «Entscheid als PDF» «IV_2024-134_01.pdf» anzeigen”
Se la persona assicurata manca in misura rilevante nel reperimento di documenti perché non è parte dei rapporti contrattuali esterni interessati o perché i documenti non possono essere ottenuti altrove senza uno sforzo eccessivo, l’assenza dei documenti non deve essere automaticamente considerata come un’ingiustificabile violazione dell’obbligo di collaborazione. Ulteriori sanzioni ai sensi dell’art. 43 cpv. 3 LPGA richiedono inoltre che l’ente assicurativo abbia previamente diffidato per iscritto le persone interessate, richiamandole alle conseguenze giuridiche e concedendo un termine ragionevole per valutare la situazione; vizi formali di tali diffide (p. es. mancata indicazione del termine o delle conseguenze giuridiche) possono impedire l’applicazione delle sanzioni.
“Nonobstant les lacunes procédurales inhérentes auxdits courriers, tel que cela sera discuté ci-dessous (cf. consid. 6e infra), il y a lieu de préciser que, faute d'être partie au contrat d'assurance entre l'employeur et l'institution de prévoyance LPP, respectivement l'assureur-maladie perte de gain, le recourant n'était pas en position d'obtenir les pièces requises. Si l'absence de réponse du recourant aux courriers des 7 décembre 2020, 1er février 2021 et 10 mars 2021, ainsi que son comportement consistant à avoir patienté jusqu'à son opposition du 26 mai 2021 pour se prévaloir des difficultés à obtenir certains documents peuvent être désapprouvés, il n'en demeure pas moins qu'il ne pouvait raisonnablement être exigé du recourant qu'il communique les contrats précités et qu'on ne saurait retenir que c'est de manière inexcusable que celui-ci aurait refuser de collaborer. Il découle de ce qui précède que le défaut de production des deux contrats susdits n'est pas imputable au recourant et ne permettait pas à l'intimée de faire application de l'art. 43 al. 3 LPGA. e) Demeure finalement l'attestation LPP et les relevés du compte bancaire (dès le 1er juillet 2019) du recourant. L'intimée a, tout d'abord, requis de ce dernier la production desdits documents par courriers des 22 octobre et 7 décembre 2020, à teneur desquels elle n'a pas fixé de délai au recourant pour s'exécuter ou mentionné les éventuelles conséquences juridiques d'un défaut de collaboration. Ces correspondances ne correspondent ainsi pas à des avertissements répondant aux exigences de l'art. 43 al. 3 LPGA. Par la suite, l'intimée a notifié au recourant un courrier de rappel du 1er février 2021, lequel présente les mêmes lacunes que ceux des 22 octobre et 7 décembre 2020. L'intimée a toutefois ajouté « maintenir la suspension du versement de la rente d'invalidité ». Néanmoins, ladite suspension n'était pas justifiée, tel qu'exposé ci-dessus (cf. consid. 6c supra), de sorte qu'elle ne pouvait être maintenue. De surcroît, afin d'être légitimée à suspendre, respectivement à maintenir la suspension du droit à la rente d'invalidité au moyen de sa communication du 1er février 2021, l'intimée devait préalablement en avoir informé le recourant, en respectant les conditions de l'art.”
“Da die Beschwerdeführerin vorliegend nicht bereit ist, die Unterlagen selber zu beschaffen (Anfrage Z.___ oder Steueramt) oder der Beschwerdegegnerin diesbezüglich in irgendeiner Art und Weise behilflich zu sein (Vollmacht), ist nicht ersichtlich, durch welche Beweismassnahmen die Beschwerdegegnerin die Höhe der Erbschaft feststellen kann. Die Beschwerdegegnerin ist ihrem Untersuchungsgrundsatz nachgekommen und die Beschwerdeführerin hat ihre Mitwirkungspflicht nach Art. 28 ATSG verletzt. Es handelt sich dabei nach dem Gesagten um Angaben, die für die Beurteilung ihres Zusatzleistungsanspruchs erforderlich sind, und sie konnten im Sinne der weiteren Voraussetzung für eine Sanktion nach Art. 43 Abs. 3 ATSG von der Beschwerdegegnerin auch nicht ohne übermässigen Aufwand anderswo beschafft werden.”
Se la persona assicurata non adempie agli obblighi di cooperazione previsti dall'art. 43 cpv. 1 LPGA — per esempio omettendo di fornire informazioni necessarie sui fatti o rifiutando accertamenti medici approfonditi — ciò può essere valutato negativamente ai fini probatori a suo carico; in mancanza di adeguata sostanzializzazione, essa sopporta le conseguenze della mancanza di prove.
“10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG anzurechnen. Dieser betrug im Jahr 2019 Fr. 19'450.--. Bei einem Invaliditätsgrad von 40 bis unter 50% erhöht sich der Betrag um einen Drittel (Art. 14a Abs. 2 lit. a ELV). 3.3. Die Vermutung eines Einkommensverzichts kann durch den Nachweis, dass invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit übermässig erschweren oder verunmöglichen, widerlegt werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_190/2009 vom 11. Mai 2009 E. 3.2 mit Hinweisen). Dies bedingt, dass die versicherte Person intensive Bemühungen um ihrem Leistungsprofil entsprechende Arbeitsstellen nachweist (Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl., 2009 S. 154 ff.; Urteil des Bundesgerichts 9C_680/2016 vom 14. Juni 2017 E. 3.4.2). Dabei besteht eine verstärkte Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung durch das Durchführungsorgan der EL (Art. 43 Abs. 1 ATSG) in dem Sinne, dass sie die Umstände geltend zu machen hat, welche nach ihrer Auffassung geeignet sind, die Vermutung eines Einkommensverzichts umzustossen. Werden solche Umstände nicht geltend gemacht und sind sie auch nicht ohne weiteres ersichtlich, oder führen die Abklärungen zu keinem schlüssigen Ergebnis, hat die invalide Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 117 V 153 E. 3b). Sie hat sich anrechnen zu lassen, was sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung an Erwerbseinkommen tatsächlich noch erzielen könnte (Urteil des Bundesgerichts 9C_505/2013 vom 31. Juli 2013 E. 2.2). 3.4. Der EL-beziehenden Person darf kein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, wenn sie trotz ausreichender Arbeitsbemühungen keine Stelle findet. Diese Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die Person beim RAV zur Arbeitsvermittlung angemeldet ist und qualitativ und quantitativ ausreichende Stellenbemühungen nachweist (Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherung zum ELG [WEL] Stand 1.”
“Der allfällige tatsächliche gesundheitsbedingte Abbruch des Eingliederungsprogramms an sich würde schliesslich ohnehin keine erhebliche und andauernde Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft machen, ist es doch primär ärztliche Aufgabe, anhand der objektiven Befunderhebung die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. April 2014, 8C_101/2014, E. 5.1 mit Hinweisen). Zu berücksichtigen ist des Weiteren die geringe Therapieintensität: Der Beschwerdeführer sieht seine Hausärztin alle ein bis zwei Monate, wurde in der Rheumatologie des Kantonsspitals St. Gallen erst nach einer über dreijährigen Pause wieder vorstellig und vereinbarte danach keine Folgetermine. Ausserdem bestand zum Zeitpunkt des Nichteintretensentscheids bereits seit über einem Jahr keine Physiotherapieverordnung. Die Einnahme des NSAR erfolgt in einer offensichtlich sehr geringen Dosierung (vgl. zum Ganzen Stellungnahme des RAD, IV-act. 82). Ausserdem lehnte der Beschwerdeführer Infiltrationen der LWS genauso ab wie zweimal eine neuerliche MRT (vgl. IV-act. 79-7 ff., 79-12 ff. und 79-16 ff.). Hierzu ist zu bemerken, dass im Verfahren der Neuanmeldung nach Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 IVG und Art. 2 ATSG) insoweit nicht spielt, als die versicherte Person in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweisführungslast trifft (Urteile des Bundesgerichts vom 10. August 2016, 9C_367/2016, E. 2.3 und vom 8. Juli 2011, 9C_236/2011 E. 2.1.2 mit Hinweis). Dass der Beschwerdeführer weitergehende medizinische Abklärungen abgelehnt hat, wirkt sich damit insofern zu seinen Lasten aus, als dass er ohne abschliessenden klinischen Befund keine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen vermag. Schliesslich ist die rein subjektive Einschätzung des Beschwerdeführers in Bezug auf seine Arbeitsfähigkeit nicht massgebend (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. April 2014, 8C_101/2014, E. 5.1 mit Hinweisen). Dass der Beschwerdeführer geltend macht, er verspüre zunehmende Schmerzen im Rückenbereich, ist deshalb unbeachtlich. Selbst wenn auf die subjektive Einschätzung mit der Angabe vermehrter Schmerzen abgestellt würde, ist anzunehmen, dass sich die Schmerzen unter Beachtung der im MEDAS-Gutachten beschriebenen Adaptionskriterien nicht in einer erheblichen Differenz der Arbeitsfähigkeitsschätzung auswirken würden.”
In virtù del principio d'ufficio (art. 43 LPGA), la necessità di una rappresentanza legale da parte di un avvocato nel procedimento amministrativo è riconosciuta con prudenza. Nei casi semplici o non particolarmente complessi, alla persona assicurata si richiede di avvalersi di consulenze legali gratuite o di ricorrere al coinvolgimento di esperti e persone di fiducia delle istituzioni sociali o dell'assistenza sociale, anziché rivolgersi automaticamente a un avvocato.
“An diesem Ergebnis ändert auch das vom Beschwerdeführer angerufene Prinzip der Waffengleichheit nichts. Zwar wird die sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeiständung durch den Umstand allein, dass die zuständigen Behörden gestützt auf die im Verwaltungsverfahren zur Anwendung gelangende Offizialmaxime (Art. 43 ATSG) gehalten sind, an der Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts massgeblich mitzuwirken, nicht generell ausgeschlossen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt es jedoch, an die Voraussetzungen, unter denen eine rechtsanwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen strengen Massstab anzulegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Februar 2017, 8C_835/2016, E. 6.4.2). Insbesondere wird die vom Beschwerdeführer angerufene Waffengleichheit nicht ernsthaft in Frage gestellt, nur weil die IV-Stelle bei der Prüfung eines Leistungsanspruchs in aller Regel über profundere Kenntnisse der geltenden Rechtslage verfügt als die betroffene versicherte Person (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2016, 8C_246/2015, E. 3.2.2). Da es sich vorliegend nicht um einen besonders komplexen Fall handelt, hat sich der Beschwerdeführer für eine rechtliche Unterstützung mit dem Beizug von Personen der Sozialhilfebehörde oder von Fach- und Vertrauensleuten sozialer Institutionen zu behelfen (vgl.”
“Dazu ist anzumerken, dass allein verschiedene Begründungen der Vorinstanz keine spezielle Komplexität zu begründen vermögen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_559/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.4.1 und 7.4.2). Fehlende Rechtskenntnisse der versicherten Person - respektive hier deren Beiständin - vermögen die Notwendigkeit der anwaltlichen Verbeiständung bereits im Vorbescheidverfahren respektive einen «Ausnahmefall» im Sinne der Rechtsprechung ebenfalls nicht zu begründen. Die auf Unterstützung angewiesenen Rechtsuchenden haben sich in einem - wie hier - sachverhaltlich und rechtlich nicht speziell komplexen Verwaltungsverfahren mit dem Beizug von Fach- und Vertrauensleuten sozialer Institutionen/unentgeltlicher Rechtsberatungen zu behelfen. Dass dies objektiv nicht möglich gewesen wäre, legt der Beschwerdeführer nicht substanziiert dar und ist nicht ersichtlich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_559/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.4.2 mit Hinweisen). Dass die Beschwerdegegnerin ihre Rechtsabteilung eingeschaltet hat, führt angesichts der Offizialmaxime (Art. 43 ATSG) auch mit Blick auf das Prinzip der Chancengleichheit zu keinem anderen Schluss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 7.2 [nicht publiziert in BGE 142 V 342]). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung hätte sich der Beschwerdeführer bzw. seine Mutter als dessen Beiständin deshalb mit dem Beizug von Fach- und Vertrauenspersonen sozialer Institutionen oder unentgeltlicher Rechtsberatungen zu behelfen gehabt. Nach dem Gesagten erweist sich die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde in diesem Punkt führt.”
“dazu auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Oktober 2015, KV-SG 2014/6), wird der gesuchstellenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern (Art. 37 Abs. 4 ATSG). Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren sind (in Analogie zum gerichtlichen Verfahren) die sachliche Gebotenheit der Vertretung, die finanzielle Bedürftigkeit und die fehlende Aussichtslosigkeit (vgl. BBl 1999 4595; Urteil des Bundesgerichts vom 8. November 2012, 8C_717/2012, E. 2). Die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Verwaltungsverfahren wird namentlich mit Blick darauf, dass die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit (BGE 136 V 376) zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG), nur zurückhaltend bejaht (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit Hinweisen). Demnach müssen sich schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen stellen und eine Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen) muss grundsätzlich ausser Betracht fallen (BGE 132 V 201 E. 4.1 in fine mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 26. November 2012, 9C_878/2012, E. 3.6, und vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2, mit Hinweis darauf, dass die IV-Stellen unter Umständen auf soziale Einrichtungen hinzuweisen haben, die fachkundige Unterstützung im Verwaltungsverfahren bieten [würden], und darauf aufmerksam zu machen haben, dass bei diesen ein entsprechendes Gesuch zu stellen sei). Von Bedeutung ist schliesslich auch die Fähigkeit der versicherten Person, sich im Verfahren zurechtzufinden (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2013, 9C_908/2012, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen; zum Ganzen Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 140 Eventuali violazioni del dovere di diligenza del medico curante, connesse all'obbligo di informazione o alla terapia, non rientrano nell'ambito di applicazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA e, pertanto, non possono in linea di principio essere imputate all'ente assicurativo.
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Im Rahmen der Abklärungen holte die Beschwerdegegnerin verschiedene Berichte des behandelnden Arztes sowie Stellungnahmen des vertrauensärztlichen Dienstes ein (vgl. act. IIA 10 - 20). Dabei konnte sie sich hinsichtlich der medizinischen Abklärungen auf diese, für den Sachverhalt wesentlichen Abklärungen beschränken. Ein weiterer Abklärungsbedarf ist nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht ansatzweise näher bezeichnet. Soweit sie in diesem Zusammenhang wiederum einen ungenügenden Einbezug geltend zu machen scheint (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 2.5) ist auf das Voranstehende (vgl. E. 2.2.1 hiervor) zu verweisen. Allfällige Verletzungen der ärztlichen Sorgfaltspflicht des behandelnden Arztes im Zusammenhang mit der Aufklärung und Durchführung der medikamentösen Therapie sind sodann vom Anwendungsbereich von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht erfasst und könnten damit nicht der Beschwerdegegnerin angelastet werden (vgl. zudem E. 1.2 hiervor). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist nicht erkennbar.”
LPGA art. 43 n. 139 È ragionevole esigere la cooperazione quando lo scopo perseguito sia proporzionato al gravame imposto alla persona assicurata. Nella verifica della proporzionalità devono essere considerati sia i fattori oggettivi sia quelli soggettivi. Gli aspetti soggettivi (ad esempio età, stato di salute, esperienze precedenti con accertamenti) devono tuttavia essere valutati in termini oggettivi, ossia va accertato se tali circostanze consentano o escludano oggettivamente l'effettuazione dell'accertamento.
“Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Zumutbar ist die Mitwirkung, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung des Pflichtigen steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen. Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht. Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Die Verfahrensleitung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. November 2013, 8C_481/2013, E. 3.4). Die kumulativ zu erfüllende Voraussetzung der Zumutbarkeit ist objektiv und subjektiv zu verstehen. Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht (vgl. BGE 134 V 61 E. 4.2.1 S. 71).”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Was mit dem Begriff notwendig gemeint ist, geht aus Art. 43 Abs. 1 ATSG hervor. Es sind Untersuchungen, welche dazu dienen, den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig und richtig zu ermitteln (Cristina Schiavi, Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage, Basel 2020, Art. 43 Rz. 21). Die kumulativ zu erfüllende Voraussetzung der Zumutbarkeit ist objektiv und subjektiv zu verstehen, wobei die zu Art. 21 Abs. 2 ATSG entwickelten Grundsätze analog gelten. Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären. Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende Person aus ihrer eigenen (subjektiven) Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar betrachtet oder nicht, sondern darum, dass die subjektiven Umstände (etwa Alter der Person, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen) in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht. Die üblichen Untersuchungen in einer Gutachtenstelle sind ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als zumutbar zu betrachten (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
“Die Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung erscheint auch unter Berücksichtigung der Tatsache gerechtfertigt, dass zwischen der erstmaligen Untersuchung bei PD Dr. B.____ am 19. März 2018 und dem mehrwöchigen Aufenthalt in der Klinik D.____ im Herbst 2018 sowie dem Erlass der angefochtenen Verfügung fast vier Jahre vergangen sind. Da aufgrund der medizinischen Berichte nicht rechtsgenügend festgestellt werden kann, wie sich der Gesundheitszustand des Versicherten zwischenzeitlich entwickelt hat, drängt sich auch unter diesem Aspekt eine Aktualisierung der medizinischen Unterlagen auf. Damit steht fest, dass die IV-Stelle zu Recht die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen bejahte, was im Übrigen auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. In Hinblick auf den, den Versicherungsträgern in dieser Hinsicht zuerkannten grossen Ermessensspielraum, ist das Vorgehen der IV-Stelle ohnehin nicht zu beanstanden (BGE 147 V 79 E. 7.4.2). 7.2.1 In einem nächsten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob dem Beschwerdeführer die Mitwirkung an der vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung auch zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Davon ist auszugehen, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung der pflichtigen versicherten Person steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen (Christian Meyer, Die Praxis zu den Mitwirkungspflichten im Verwaltungsverfahren, recht 2020, S. 64). Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende versicherte Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht (BGE 134 V 61 E. 4.2.1). Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen (Cristina Schiavi, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.”
“Or, un tel risque n'est pas susceptible de se présenter en matière d'obligation de collaborer à l'instruction puisque la violation des devoirs correspondants fait précisément obstacle à la mise en oeuvre de l'expertise envisagée (cf. consid. 4.2 ci-dessous). De là, on peine à identifier en quoi consiste l'avantage de l'assuré à contester l'exigibilité d'une mesure d'instruction avant que - le cas échéant - ne soit sanctionné son défaut de collaboration à l'occasion d'une décision formatrice sur le droit aux prestations (cf. ainsi arrêt du TAF C-5367/2016 du 16 octobre 2017). Le recourant n'établissant pas un tel intérêt, il apparaît ainsi douteux que son recours soit recevable, comme le fait d'ailleurs remarquer l'OAIE. 4. Cela étant, il n'est pas nécessaire de trancher ici la question de l'existence d'un préjudice irréparable au sens de l'art. 46 al. 1 let. a PA. Ainsi que l'a retenu l'autorité précédente, il faut exclure en effet toute raison faisant obstacle au déplacement de l'assuré en Suisse en vue de se soumettre à l'expertise pluridisciplinaire nécessaire à l'examen de son droit aux prestations. 4.1 Selon l'art. 43 al. 2 LPGA, l'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés. La collaboration est réputée raisonnable lorsque le but poursuivi est en rapport avec le préjudice subi par la personne tenue de collaborer. Pour cette évaluation, il convient de prendre en compte aussi bien les circonstances objectives que subjectives. La question de l'exigibilité subjective doit également être clarifiée de manière objective : il ne s'agit donc pas de savoir si la personne concernée considère l'examen comme raisonnablement exigible sur la base de sa propre perception subjective, mais d'évaluer objectivement les circonstances subjectives, par exemple l'âge, l'état de santé, les expériences antérieures en matière d'examens, afin de déterminer si ces circonstances permettent ou non l'examen (cf. ATF 134 V 61 consid. 4.2.1). L'exigibilité objective est notamment liée au fait qu'un examen médical, voire une expertise, peut toucher à la liberté personnelle d'une personne assurée, sachant que seules de légères atteintes aux droits fondamentaux de la liberté personnelle doivent être acceptées par les assurés.”
Possibili conseguenze di un rifiuto di collaborare reiterato o ingiustificato possono essere: determinazione d'ufficio o liquidazione coatta (cfr. decisione [0], con riferimento a una sanzione supplementare sotto forma di una nuova tassa) e denuncia per rifiuto di fornire informazioni (cfr. [0]). Ulteriori conseguenze procedurali: ai sensi dell'art. 43 LPGA l'ente assicurativo può, previa diffida scritta con fissazione di un termine, decidere sulla base degli atti oppure sospendere le indagini e pronunciare il non ingresso nel merito (cfr. [1]).
“TRIBUNAL CANTONAL AVS 55/20 - 39/2021 ZC20.051902 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 30 juillet 2021 __________________ Composition : Mme DESSAUX, présidente Mmes Pasche et Durussel, juges Greffier : M. Schild ***** Cause pendante entre : T.________, à […], recourante, et Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS, à Vevey, intimée. _______________ Art. 43 LPGA ; art. 14 LAVS ; art. 34a et 38 RAVS E n f a i t : A. T.________ (ci-après : l’employeur ou la recourante) est affiliée en tant qu’employeur auprès de la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS (ci-après : la Caisse ou l’intimée). Le 8 mars 2019, la Caisse a adressé à l’employeur une sommation relative à la déclaration nominative des salaires 2018. Le document était attendu dans les dix jours, l’employeur étant rendu attentif que passé ce délai, il serait procédé à une taxation d’office, à la notification d’une nouvelle taxe de 100 fr. et à une dénonciation pour refus de renseigner. Le 15 janvier 2020, après plusieurs reports de rendez-vous et courriers d’admonestation de la Caisse, un contrôle par le secteur Conseil & Révision de l’intimée a pu avoir lieu dans les locaux de l’employeur afin de procéder à la révision de la période courant du 1er janvier 2015 au 31 décembre 2018. Le 28 février 2020, T.________ a communiqué à la Caisse les déclarations de salaires d’un montant de 106'563 fr.”
“En pareilles circonstances, l'intérêt de l'administration apparaît généralement prépondérant, puisque dans l'hypothèse où l'effet suspensif serait accordé et le recours serait finalement rejeté, l'intérêt de l'administration à ne pas verser des prestations paraît l'emporter sur celui de la personne assurée; il serait effectivement à craindre qu'une éventuelle procédure en restitution des prestations versées à tort ne se révèle infructueuse (ATF 119 V 503 consid. 4 et les références; voir également arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 267/98 du 22 octobre 1998, in VSI 2000 p. 184 consid. 5 ; Hansjörg SEILER, in Praxiskommentar zum VwVG, n. 103 ad art. 55 PA). La jurisprudence a également précisé que le retrait de l'effet suspensif prononcé dans le cadre d'une décision de diminution ou de suppression de rente à la suite d'une procédure de révision couvrait également la période courant jusqu'à ce qu'une nouvelle décision soit rendue après le renvoi de la cause par le tribunal cantonal des assurances pour instruction complémentaire, pour autant que la procédure de révision n'a pas été initiée de façon abusive (ATF 129 V 370 et 106 V 18 ; voir également arrêt du Tribunal fédéral 8C_451/2010 du 10 novembre 2010 consid. 2 à 4, in SVR 2011 IV n. 33 p. 96 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_207/2014 du 1er mai 2014 consid. 5.3). 5. 5.1 Selon l’art. 43 LPGA, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1) ; l’assureur détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (al. 1bis) ; l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2) ; si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). 5.2 Selon l’art. 55 al. 2 OLAA, l’assuré ou ses survivants doivent donner tous les renseignements nécessaires et tenir à disposition les pièces qui servent à déterminer les circonstances et les suites de l’accident et à fixer les prestations d’assurance, en particulier les rapports médicaux, les rapports d’expertises, les radiographies et les pièces permettant de déterminer le gain de l’assuré.”
LPGA art. 43 n. 137 L'autorità deve accertare d'ufficio in modo esaustivo i fatti rilevanti ai fini del diritto; non può limitare arbitrariamente le indagini a singole voci di entrata o di spesa. In particolare, l'applicazione del principio dell'accertamento non può essere lasciata alla scelta arbitraria di singole poste (per quanto riguarda la prassi dell'anno solare v. decisione EL 2019/17).
“Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2020 Art. 17 Abs. 2 ATSG. Revisionsverfahren. Selbst wenn die bundesgerichtliche "Kalenderjahr-Praxis" gesetzmässig wäre, könnte es nicht der Willkür der EL-Durchführungsstellen überlassen sein, bei der Festsetzung einer Ergänzungsleistung auf den Beginn jedes Kalenderjahres den Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG gar nicht oder nur für willkürlich ausgewählte einzelne Einnahmen- oder Ausgabenpositionen anzuwenden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2020, EL 2019/17). Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nicht eingetreten 9C_771/2020. Entscheid vom 18. November 2020 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. EL 2019/17 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Ergänzungsleistung zur AHV”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2009 IV Nr. 4 S. 7 E. 4.2.2).”
Nel caso di violazione colpevole e ingiustificata dell'obbligo di collaborazione ai sensi dell'art. 43 LPGA, nella prassi ciò comporta uno spostamento dell'onere della prova e delle conseguenze probatorie a favore dell'assicuratore; la persona assicurata deve allora esporre e provare i fatti mancanti rilevanti ai fini del diritto alla prestazione.
“En d’autres termes, l’absence de collaboration de la personne assurée n’entraînerait, dans le cadre particulier de la révision, aucune conséquence défavorable pour elle. Compte tenu du caractère non admissible d’une telle solution, il convient d’admettre dans un tel cas un renversement du fardeau de la preuve au détriment de la personne assurée. Il appartient alors à cette dernière d’établir que les circonstances déterminantes n’ont pas subi de modifications susceptibles de modifier le droit à la prestation. En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, rendue conformément à l’art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l’état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n’a d’ailleurs aucun sens sous l’angle de l’économie de la procédure – d’examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, nos 46, 50, 52, 54 et 55 ad art. 43 LPGA et les références). 4. a) En l’espèce, le recourant soutient que la demande de renseignements adressée par la caisse intimée serait exagérée dès lors qu’elle lui réclamait de joindre tous ses comptes bancaires et/ou postaux. Contrairement à ce qu’allègue le recourant, les renseignements ou justificatifs demandés étaient nécessaires pour pouvoir procéder à la révision d’office de son dossier. L’octroi des prestations complémentaires retenait à titre de revenus uniquement sa rente AVS (cf. plans de calculs en annexe aux décisions des 15 mai 2017 et 30 décembre 2020). Or le tableau transmis par l’assuré par courriel du 26 octobre 2021 fait état d’une activité lucrative indépendante vraisemblablement exercée depuis plusieurs années et difficile à évaluer en l’absence des pièces justificatives idoines, ce d’autant plus que l’intéressé est, selon les éléments financiers versés au dossier (pièce 26), taxé d’office sur le plan fiscal. Il convient de constater que l’intimée n’avait pas d’autres moyens que de s’adresser au recourant pour constituer un dossier aussi complet que possible en obtenant les renseignements nécessaires sur sa situation économique.”
“Gegen die Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens durch die IV-Stelle bringt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht keine Einwände vor. Da er nach dem Gesagten seine Mitwirkungspflicht nach Art. 43 ATSG schuldhaft verletzte, trägt er die Beweislast dafür, dass bei ihm eine rechtlich relevante Invalidität vorliegt. Mit anderen Worten hat er nachzuweisen, dass eine rentenbegründende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht (vgl. auch nicht publ. E. 3.3 des Urteils BGE 139 V 585, veröffentlicht in SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21; Urteil 9C_94/2018 vom 4. März 2019 E. 5 Ingress). Diesen Nachweis erachtete die Vorinstanz zu Recht als nicht erbracht, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 135 Se la documentazione è dal punto di vista medico incerta o non conclusiva, devono essere disposti ulteriori accertamenti medici. Ciò può, in particolare, comprendere l'acquisizione di perizie di medici specialisti o un esame da parte dello SMR, nonché altri accertamenti medici idonei. Se il fatto medico determinante non risulta comunque sufficientemente chiarito, la pratica può essere rinviata all'amministrazione per il completamento dell'istruttoria.
“Sodann ist nicht nachvollziehbar, gestützt auf welche Grundlagen die IV-Stelle von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten und als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgeht, zumal Dr. D.____ in seinem Gutachten vom 31. Januar 2013 ab April 2012 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgegangen ist. Vor diesem Hintergrund bestehen mehr als nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der massgebenden Feststellung des RAD, wonach die Versicherte in der angestammten und einer angepassten Tätigkeit ab dem 1. Februar 2016 zu 50% arbeitsfähig sei. Dies gilt vorliegend umso mehr, als keine fachärztlichen Gutachten vorhanden sind und Dr. I.____ die Beschwerdeführerin nie persönlich untersucht hat. Da Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung von Dr. I.____ bestehen, kann nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.4 hiervor) bei diesem Beweisergebnis auf ihre Beurteilung nicht abgestellt werden. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend abgeklärt. Namentlich kann keine verlässliche Aussage bezüglich einer allfälligen Arbeitsfähigkeit der Versicherten gemacht werden. Die angefochtene Verfügung vom 30. Januar 2020 ist deshalb aufzuheben und es sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen.”
“Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass weder die Genese der Marklagerläsionen noch der allfällige Zusammenhang derselben mit den verbleibenden Beschwerden genügend abgeklärt worden ist. Dabei kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass sich aus weiteren Abklärungen neue Erkenntnisse ergeben könnten. Die von der Beschwerdegegnerin durchgeführte spezielle Adäquanzprüfung war damit, in Ermangelung einer klaren Sachlage hinsichtlich allenfalls organisch nachweisbaren Gesundheitsschädigungen, verfrüht. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG noch nicht ausreichend abgeklärt. Gestützt darauf kann der Anspruch des Beschwerdeführers auf die gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung nicht abschliessend beurteilt werden. Folglich ist der rechtserhebliche Sachverhalt durch geeignete weitere medizinische Abklärungen zu vervollständigen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. März 2020 ist somit aufzuheben und es sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il lui incombera ainsi de compléter l’instruction par la mise en œuvre d’un examen bidisciplinaire rhumatologique et psychiatrique au SMR – étant rappelé qu’il n’existe pas de droit formel à une expertise menée par un médecin externe à l’assurance (ATF 135 V 465 consid. 4) ; le cas échéant par une expertise pluridisciplinaire avec, si nécessaire, un volet oto-rhino-laryngologique. L’intimé statuera ensuite à nouveau, étant rappelé que l’assuré est désormais âgé de 62 ans. 8. Compte tenu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision entreprise annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr.”
“Ces éléments, qui apparaissent certes plausibles au vu de l’atteinte médullaire affectant la recourante, sont toutefois insuffisamment étayés pour être retenus tels quels au titre de besoin d’accompagnement pour faire face aux nécessités de la vie au sens entendu par l’art. 38 RAI. L’infirmier C.________ ajoute au demeurant des problèmes de maintien d’un réseau social qui ne sont corroborés par aucun document médical (cf. rapport de ce dernier du 2 mai 2020). 11. En définitive, force est de constater qu’il n’est pas possible de se prononcer en l’état sur le droit de la recourante à une allocation pour impotent. Fait défaut dans le cas particulier un tableau clinique précis reflétant l’état de santé objectif de la recourante et les conséquences fonctionnelles engendrées par les différentes atteintes à la santé l’affectant. 12. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire.”
“En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_877/2018 du 24 juillet 2019 consid. 5). 5. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (TF I 906/05 du 23 janvier 2007 consid. 6). b) En outre, selon une jurisprudence constante, le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant au moment de la clôture de la procédure administrative. Les faits survenus postérieurement et ayant modifié cette situation doivent faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 131 V 242 consid. 2.1 et 121 V 362 consid. 1b et les références citées). 6. En l’espèce, le recourant conteste la décision de refus de rente rendue le 24 février 2020 par l’OAI au motif, d’une part, que les suites de l’accident subi le 26 avril 2016 occasionnent encore à ce jour une incapacité totale de travail et, d’autre part, que la pancréatite aigüe dont il souffre depuis le mois de février 2019 n’a fait l’objet d’aucune investigation ni d’aucun développement dans la décision entreprise.”
“Les compléments ci-dessus sont indubitablement du ressort de l’intimé (art. 43 al. 1 LPGA), à qui il y a lieu de renvoyer la cause pour reprise de l’instruction et nouvelle décision pour la période débutant dès le mois de mars 2020, a minima en mettant en œuvre un nouvel examen clinique du SMR (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5).”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 139 V 99 consid. 1.1 et la référence). b) En l’occurrence, il s’avère que les conclusions de l’expert psychiatre X.________ quant à la date posée pour un retour à une pleine capacité de travail sur le plan psychique ne revêtent pas un caractère probant. L’instruction doit dès lors être complétée et actualisée. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’office AI – auquel il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA – cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de mettre en œuvre une expertise psychiatrique indépendante au sens de l’art. 44 LPGA, apte à établir une variation plausible et dûment motivée, propre au trouble en question, de l’amélioration de la capacité de travail entre septembre 2019 et décembre 2020. Cela fait, il incombera à l’office AI de rendre une nouvelle décision sur le droit éventuel du recourant à des prestations de l’assurance-invalidité, étant précisé que le constat d’une capacité de travail entière à la date du rapport d’expertise du Centre M.________ du 10 décembre 2020 n’est pas remis en cause faute d’arguments somatiques et psychiques en faveur d’une incapacité de travail à ce moment-là. c) Dès lors qu’un complément d’instruction est nécessaire concernant la situation médicale du recourant, il s’avère vain de débattre de son éventuelle capacité résiduelle de gain sur le marché du travail entrant en considération pour lui. 7. Au vu de ce qui précède et dans la mesure où le recourant a conclu principalement à l’allocation d’une rente entière de l’assurance-invalidité non limitée dans le temps, son recours doit être partiellement admis.”
LPGA art. 43 n. 134 Se, dopo un'attenta valutazione probatoria incentrata sul contenuto, si può ritenere che determinati fatti siano accertati secondo il criterio della probabilità prevalente e che ulteriori accertamenti o perizie probabilmente non modificherebbero in modo decisivo la valutazione, si può rinunciare ad ulteriori assunzioni probatorie o respingere un rinvio. Tale procedura presuppone un esame scrupoloso della situazione probatoria.
“Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung bezweckt, einen als nicht rechtsgenüglich abgeklärt gerügten Sachverhalt zu vervollständigen (vgl. u.a. Susanne Bollinger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 [nachfolgend: BSK ATSG], N 42 zu Art. 61 ATSG). Der Sozialversicherungsträger hat dabei den Sachverhalt so lange abzuklären, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Cristina Schiavi, BSK ATSG, N 2 zu Art. 43 ATSG, mit weiteren Hinweisen). Dabei steht der Verwaltung ein grosser Ermessenspielraum zu (Schiavi, a.a.O., N 6 zu Art. 43 ATSG). Führen die vorzunehmenden Abklärungen bei sorgfältiger und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör vor (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 2020 E. 3.2.1.). Wenn also von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen entscheidwesentlichen Aufschlüsse mehr zu erwarten sind, kann auf weitergehende medizinische Erhebungen und Gutachten verzichtet werden (Schiavi, a.a.O., N 13 zu Art. 43 ATSG). Diese Grundsätze müssen auch bei einer Rückweisung zur Anwendung gelangen. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Rechtsanwendung von Amtes wegen muss es als zulässig erachtet werden, dass einer zwischenzeitlich gewonnenen neuen Erkenntnis zum Durchbruch verholfen wird, wenn diese mit Gesetz und Verordnung übereinstimmt.”
“A compter du 1er janvier 2015, sont également applicables dans les relations entre la Suisse et les Etats membres de l'Union européenne (UE) les modifications apportées notamment au règlement n° 883/2004 par les règlements (UE) n° 1244/2010 (RO 2015 343), n° 465/2012 (RO 2015 345) et n° 1224/2012 (RO 2015 353). Toutefois, même après l'entrée en vigueur de l'ALCP et des règlements de coordination, l'invalidité ouvrant droit à des prestations de l'assurance-invalidité suisse se détermine exclusivement d'après le droit suisse (art. 46 al. 3 du règlement n° 883/2004, en relation avec l'annexe VII dudit règlement ; ATF 130 V 253 consid. 2.4 ; arrêt du TF 9C_573/2012 du 16 janvier 2013 consid. 4), étant précisé que la documentation médicale et administrative fournie par les institutions de sécurité sociale d'un autre Etat membre doit être prise en considération (art. 49 al. 2 du règlement n° 987/2009). 4. La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la procédure inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor/Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2). Partant de là, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (cf. ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves cf. ATF 131 I 153 consid. 3 ; 130 II 425 consid. 2). Par ailleurs, il applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (art. 62 al. 4 PA), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op.”
“Schliesslich ergeben sich auch aus den übrigen, sich nicht zur Kausalität äussernden medizinischen Berichten (act. IIB M3; M4; M8) keine Anhaltspunkte, die zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzungen von Dr. med. E.________ wecken. Da der Sachverhalt somit hinreichend abgeklärt ist (Art. 43 ATSG), besteht kein Anlass, die Sache entsprechend dem beschwerdeweisen Eventualantrag zwecks weiterer Abklärungen zurückzuweisen.”
Se la collaborazione è ingiustificatamente rifiutata e perciò, in base all'art. 43 cpv. 3 LPGA, viene disposta una sospensione delle prestazioni o un provvedimento «sulla base degli atti», la sanzione è, in applicazione del principio di proporzionalità, limitata al periodo durante il quale la collaborazione è stata rifiutata. Se la persona assicurata fornisce successivamente, senza riserve, la collaborazione richiesta (o dichiara in modo inequivocabile la propria disponibilità a collaborare), la prestazione deve essere di nuovo erogata dal momento dell'effettiva collaborazione ovvero dal momento in cui l'ente assicurativo è venuto a conoscenza della disponibilità senza riserve; la sanzione non può avere effetto oltre la fase di rifiuto. Inoltre, la successiva disponibilità può essere considerata come una nuova comunicazione dei fatti o una nuova richiesta, il che può rendere necessario, se del caso, avviare nuovamente il procedimento.
“Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.2 L’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (art. 43 al. 1 LPGA). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Si la personne assurée ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l’inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l’état de fait pertinent, indépendamment des mesures d’instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l’assuré s’est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c.”
“Si la personne assurée ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l’inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l’état de fait pertinent, indépendamment des mesures d’instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l’assuré s’est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c. 6.3.7.5; SVR 2019 IV n° 8 c. 5.1, n° 69 c. 2.2). 2.3 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue. Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent normalement faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 131 V 242 c. 2.1, 130 V 138 c. 2.1). 3. 3.1 Dans la décision contestée, l'intimé indique refuser d'entrer en matière sur la demande de prestations AI, au motif que le recourant n'a pas rempli son obligation de collaborer en n'amenant pas la preuve de son abstinence aux stupéfiants (cannabis), malgré le fait qu'il a été informé par courrier recommandé du 4 mai 2017 des conséquences d'un refus de coopérer.”
“in BGE 139 V 585) ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie in verschiedenen Konstellationen zu verfahren ist, wenn eine versicherte Person, deren verweigernde Haltung mit einer Leistungseinstellung nach Art. 43 Abs. 3 ATSG sanktioniert wurde, später ihre vorbehaltlose Mitwirkung anbietet. Zusammengefasst erwog es, massgebend sei die Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes. Denn werde die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, könne sich die festgelegte Sanktion – Nichteintreten oder Entscheid aufgrund der Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert worden sei (E. 6.3.7.5). Hinsichtlich der Leistungseinstellung, die während einer von Amtes wegen eingeleiteten Revision verfügt wurde, kam das Bundesgericht daher zum Schluss, mit Kenntnisnahme der Bereitschaftserklärung der vorbehaltlosen Einwilligung der versicherten Person in die Abklärungsmassnahme sei der Versicherungsträger in der Lage gewesen, das Revisionsverfahren fortzusetzen. Demnach sei ab jenem Zeitpunkt die bisherige Rente erneut auszurichten und zwar bis zum Zeitpunkt, in welchem dem Versicherungsträger im Rahmen des laufenden Rentenrevisionsverfahrens gegebenenfalls der rechtsgenügliche Nachweis einer anspruchsrelevanten erheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse gelinge (E.”
“Les prestations peuvent ainsi être réduites ou refusées temporairement ou définitivement. Une mise en demeure écrite avertissant l'assuré des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable doit lui avoir été adressée (art. 7b al. 1 LAI en relation avec l'art. 21 al. 4 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l’inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l’état de fait pertinent, indépendamment des mesures d’instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l’assuré s’est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c. 6.3.7.5; SVR 2019 IV n° 8 c. 5.1, n° 69 c. 2.2). 2.3 L'administration en tant qu'autorité de décision et le juge, en cas de recours, ne peuvent considérer un fait comme établi que lorsqu'ils sont convaincus de son existence. En droit des assurances sociales, pour autant que la loi n'en dispose pas autrement, le juge doit fonder sa décision sur les faits qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. La simple possibilité de l'existence d'un fait ne suffit pas. Le juge doit bien plus retenir les éléments qui, parmi les faits possibles, lui paraissent les plus probables (ATF 138 V 218 c. 6). 3. 3.1 Dans la décision attaquée et dans sa réponse, l'intimé a rappelé que, le 4 juin 2020, il avait rendu la recourante attentive à son devoir de collaborer et aux conséquences en cas de refus de coopérer.”
“Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). 2.2 Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l'inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l'état de fait pertinent, indépendamment des mesures d'instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l'assuré s'est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c. 6.3.7.5). Si après avoir refusé de collaborer à la procédure, l'assuré se déclare ultérieurement prêt à se conformer à son obligation de fournir des renseignements ou à son devoir de collaboration, ce fait doit être considéré comme une nouvelle demande (SVR 2018 IV n° 50 c. 3.3 et 3.4). 2.3 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité et, partant, le droit aux prestations de l'AI, l'administration a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. Le médecin n'a en revanche pas la compétence de statuer en dernier ressort sur les conséquences de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail.”
LPGA art. 43 n. 132 I documenti medici mancanti di terzi non devono recare pregiudizio alla persona assicurata. Qualora tali documenti non siano disponibili, l'autorità è tenuta ad accertare il quadro fattuale pertinente mediante indagini supplementari (p.es. ordinando un accertamento medico specialistico ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA), anziché adottare una decisione basata esclusivamente sugli atti.
“Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (BGE 134 V 189 E. 3.1 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 100). Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. Z.___ selbst ausgefüllt werden musste. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 100). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt durch Aufbietung zu einer fachärztlichen Untersuchung (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 69 Abs. 2 IVV) abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen. Kommt schliesslich hinzu, dass im Schreiben vom 30. April 2020 «Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht» fälschlicherweise auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (statt Art. 28 Abs. 2 ATSG) hingewiesen wurde (vgl. Urk. 6/127). Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht einen Aktenentscheid gefällt hat. Vielmehr sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. Zu diesem Zweck ist die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und die Beschwerde gutzuheissen.”
Possibilità di ricorso e conseguenze: L'illegittimità di un provvedimento procedurale ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA può essere fatta valere successivamente in un ricorso contro un eventuale provvedimento sanzionatorio emanato. Un provvedimento procedurale arbitrario non comporta dunque necessariamente un danno irreparabile, purché il provvedimento successivo sia impugnabile e consenta così il controllo giudiziario.
“Die verfahrensleitende Verfügung vom 25. Juni 2024 entspringt zwar einer nahezu willkürlichen Fehlanwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG. Aber das ändert nichts daran, dass diese Rechtswidrigkeit auch noch in einer Beschwerde gegen eine allfällige spätere Sanktionsverfügung gerügt werden kann. Die besondere Qualität der Rechtswidrigkeit der verfahrensleitenden Verfügung vom 25. Juni 2024 kann also keinen nicht wieder gut zu machenden Nachteil entstehen lassen, weil die anschliessende Verfügung anfechtbar sein wird. Die in der verfahrensleitenden Verfügung vom 25. Juni 2024 verlangte Zusicherung wäre nämlich, wenn sie denn abgegeben würde, nicht absolut bindend; der Beschwerdeführer könnte seiner Zusicherung zuwiderhandeln, ohne sich damit gesetzwidrig zu verhalten. Also bewirkt die verfahrensleitende Verfügung vom 25. Juni 2024 keinen nicht wieder gut zu machenden Nachteil, weshalb die Eintretensvoraussetzung des lückenfüllend analog anwendbaren Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG nicht erfüllt ist. Auch die Eintretensvoraussetzung des Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ist offenkundig nicht erfüllt, denn die materielle Beurteilung der verfahrensleitenden Verfügung vom 25.”
Ai sensi dell'art. 43 cpv. 1bis LPGA, l'assicuratore determina quali misure d'accertamento sono necessarie e in quale misura devono essere eseguite. La norma mira a consentire all'AI di ordinare gli accertamenti necessari e determinanti in modo rapido e senza ritardi; a tal fine è stata attribuita all'assicuratore la competenza decisionale esclusiva. Agli assicurati, secondo le spiegazioni contenute nei messaggi, restano garantiti il diritto di essere sentiti e la possibilità di proporre ricorso contro le decisioni adottate dall'AI.
“Art. 43 Abs. 1bis ATSG sieht seit dem 1. Januar 2022 vor, dass der Versicherungsträger die Art und den Umfang der not- wendigen Abklärungen bestimmt. Spezifische Übergangsbestim- mungen zu dieser Änderung vom 19. Juni 2020 enthält das ATSG nicht. In der Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) wird dazu ausgeführt, dass auf der Grundlage des in Art. 43 Abs. 1 ATSG verankerten Untersuchungsprinzips der Versicherer entscheide, welche Abklärungsmassnahmen nötig seien, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfüllt seien. Damit die IV die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV getroffenen Entscheid vorzugehen (siehe BBl 2017 2535 2682).”
“Gallen 2022, S. 68). 2.1.4. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 wird ausgeführt, dass der Versicherer entscheide, welche Abklärungsmassnahmen nötig seien, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfüllt seien. Damit die IV-Stelle die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV-Stelle getroffenen Entscheid vorzugehen (BBI 2017 2525, S. 2682). Auch die Botschaft zum Artikel 57 Abs. 3 IVG («Bis zum Erlass einer Verfügung entscheiden die IV-Stellen, welche Abklärungen massgebend und notwendig sind.»), welcher trotz Inkrafttreten von Art. 43 Abs. 1bis ATSG per 1. Januar 2022 beibehalten wurde, führt denselben Schlusssatz betreffend die Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten aus (vgl. Botschaft zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [5. Revision] vom 22. Juni 2005, BBl 2005 4459, S. 4571). 2.1.5. Ferner wird in der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 ausgeführt, dass es für die vom Bundesgericht (BGE 137 V 210 und BGE 139 V 349) festgehaltenen Punkten zu den Anforderungen an ein faires Verfahren, die auf Verordnungs- und Weisungsstufe umgesetzt worden seien (vgl. Rz. 3067.1 Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI), Gültig ab 1. Januar 2022, Stand: 1. Februar 2023), noch keine Gesetzesgrundlage bestehe (BBl 2017 2525, S. 2626). 2.1.6. Der in den Ausführungen der Botschaft zum Art. 43 Abs. 1bis ATSG (BBl 2017 2525, S. 2682) und der Botschaft zum Art. 57 Abs. 3 IVG (BBl 2005 4459, S.”
Integrazioni o informazioni raccolte per via telefonica possono essere considerate come verbale di informazione redatto per iscritto ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, purché la conversazione sia effettivamente stata trascritta per iscritto e l'interessato abbia avuto accesso al fascicolo nonché la possibilità di prendere posizione.
“Le grief tiré d'une violation de l'art. 29 al. 2 Cst. est mal fondé. En raison du renvoi de la cause à l'intimé pour compléter l'instruction sur plusieurs points, ordonné par la juridiction cantonale le 6 juillet 2016, l'office AI a requis des renseignements auprès de l'ancien directeur technique démissionnaire en juin 2013, C.________. Le complément d'instruction a pris la forme d'un entretien téléphonique avec le prénommé, le 17 janvier 2018, qui a dûment été consigné par écrit conformément à l'art. 43 al. 1 LPGA (note d'entretien téléphonique du 18 janvier 2018). Par ailleurs, le recourant était en mesure, en tout temps, de consulter son dossier auprès de l'intimé ou de la juridiction cantonale, qui lui a expressément accordé un délai à cet égard (cf. courrier du 5 juin 2019). Par conséquent, il a eu l'occasion non seulement d'avoir accès à l'ensemble des pièces de son dossier, mais également de s'exprimer sur celles-ci, singulièrement sur le procès-verbal d'entretien du 18 janvier 2018, au plus tard au cours de la procédure de recours de première instance. Son reproche de ne pas avoir eu la possibilité de se prononcer à ce sujet tombe par conséquent à faux. Pour le reste, l'argumentation du recourant en lien avec l'absence d'audition des directeurs techniques successifs de l'entreprise se confond avec celui d'arbitraire dans l'appréciation arbitraire (anticipée) des preuves et doit être examiné sous cet angle.”
LPGA art. 43 n. 128 Nel concedere una rendita è necessaria una verifica dell'adeguatezza. Una violazione del principio dell'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA o l'inosservanza della giurisprudenza rilevante per quadri sintomatologici incerti può far apparire la decisione chiaramente viziata sotto il profilo giuridico. In tali casi l'assicuratore è legittimato a revocare la concessione erronea della prestazione.
“Nach der Rechtsprechung ist das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit etwa bei Vorliegen einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG erfüllt (vgl. etwa Bundegerichtsurteile 8C_638/2017 vom 25. Januar 2018 E. 2.2, 8C_746/2017 vom 22. Dezember 2017 E. 2.2). Ebenso wird bei Ausserachtlassung der im Zeitpunkt der Gewährung der Rente geltenden Rechtsprechung zu den unklaren Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage nach BGE 130 V 352 (nunmehr: BGE 141 V 281) die zweifellose Unrichtigkeit bejaht (Bundesgerichtsurteile 9C_727/2016 vom 10. März 2017 E. 3.4 und 8C_68/2013 vom 14. Mai 2013 E. 3.4). Gleich wie bei der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes oder der Ausserachtlassung der bei unklaren Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage massgeblichen spezifischen Rechtsprechung von BGE 130 V 352 (nunmehr: BGE 141 V 281) stellt eine Rentenzusprechung ohne explizite oder wenigstens implizite Prüfung der Adäquanz eine Leistungszusprechung auf Grund falscher Rechtsanwendung und damit eine zweifellos rechtsfehlerhafte Verfügung dar, so dass der Unfallversicherer berechtigt ist, darauf zurückzukommen.”
LPGA art. 43 n. 127 Una decisione interlocutoria che ordina l'esecuzione di una perizia e alla quale la persona assicurata si oppone può costituire una rilevante compromissione della sua integrità fisica o psichica e, dunque, un pregiudizio irreparabile. Tali decisioni intermedie che ordinano l'esecuzione di una perizia possono pertanto, in linea di principio, essere impugnate mediante un ricorso immediato dinanzi al tribunale cantonale delle assicurazioni.
“Une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Et le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). En l'espèce, interjeté dans les formes et délais légaux par une assurée dûment représentée auprès du Tribunal cantonal contre une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise, le recours est recevable. 2. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (voir al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (voir ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“Une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Et le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). 1.2. Le recours, interjeté en temps utile et dans les formes légales par un assuré directement visé par la décision attaquée, portant sur la mise sur pied d'une expertise psychiatrique lui causant un préjudice irréparable, et dûment représenté, est recevable en tous points. 2. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (cf. ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“20), contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, telles celles de mise en œuvre d'une expertise médicale, sont sujettes à recours dans les 30 jours auprès du tribunal cantonal des assurances (voir art. 56 al. 1, 57 et 60 LPGA; art. 1 al. 1 et 69 al. 1 let. a LAI); qu'une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution. Le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte. Une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7); que, dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2); qu'en matière d'assurance-invalidité (voir ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides; que, conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
Nel procedimento di diritto delle assicurazioni sociali vale senz'altro il principio della celerità; tuttavia esso si confronta col principio dell'istruttoria previsto dall'art. 43 LPGA. L'interesse a un approfondimento completo può prevalere sull'interesse a una decisione rapida; i ritardi dovuti a indagini necessarie (p. es. l'acquisizione di perizie mediche) di regola non costituiscono un'ingiustificata dilazione della giustizia. Se la durata del procedimento corrisponda al diritto a una tutela giurisdizionale entro un termine ragionevole dipende dal singolo caso (tra l'altro in base all'entità e alla difficoltà dell'accertamento dei fatti nonché al comportamento delle parti).
“Ob sich die gegebene Verfahrensdauer mit dem Anspruch auf Rechtsschutz innert angemessener Frist verträgt, ist einzelfallbezogen zu prüfen. Kriterien hierfür sind namentlich Umfang und Schwierigkeit der aufgeworfenen Sachverhalts- und Rechtsfragen, die Schwere der Betroffenheit des Einzelnen, aber auch das Verhalten der Beteiligten (Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweisen sowie BGE 135 I 265, 277 E. 4.4, 130 I 312, 332 E. 5.2 = Praxis 2006 Nr. 37, S. 280, 119 Ib 311, 325 E. 5b, vgl. auch BGE 131 V 407, 409 E. 1.1). Allfällige Verfahrensstillstände können einer Behörde zudem nicht ohne weiteres vorgeworfen werden, da sie oft unumgänglich sind. Liegen wiederholte Stillstände vor, so greift eine Gesamtbetrachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 2.2, Urteil des EVG I 946/05 vom 11. Mai 2007 E. 5.2 sowie BGE 124 I 139). Im Weiteren gilt in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der Grundsatz der Raschheit des Verfahrens (vgl. Art. 52 Abs. 2, Art. 61 lit. a ATSG); dem steht jedoch insbesondere der Untersuchungsgrundsatz der Verwaltung gemäss Art. 43 ATSG entgegen. Dabei hat das Interesse an einer raschen Entscheidung keinen Vorrang vor dem Interesse an einer vollständigen Untersuchung (Urteile des Bundesgerichts 9C_448/2014 vom 4. September 2014 E. 4.2 und 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 3.2.1., SVR 2007 IV Nr. 44 S. 144, sowie Urteil des EVG I 946/05 vom 11. Mai 2007 E. 5.4). Verzögert die Einholung eines medizinischen Gutachtens das Abklärungsverfahren, so stellt dies in aller Regel keine unzulässige Rechtsverzögerung dar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_366/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3. und 8C_210/2013 vom 10. Juli 2013 E. 3.2.1.). 3. 3.1. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob ein Fall von Rechtsverzögerung vorliegt. 3.2. In einem ersten Schritt ergibt sich aufgrund der Urteile des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 28. November 2018 (IV-Akte 199), vom 12. Februar 2020 (IV-Akte 245) und 25. November 2020 (IV-Akte 300), dass der Beschwerdeführerin ein Anspruch auf eine Viertelrente zukommt. Infolge des im August 2020 eröffneten Urteils des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 12.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 125 In caso di violazione dell'obbligo di collaborazione va eseguita la procedura prescritta di diffida e di periodo di riflessione. La diffida deve indicare in modo concreto e specifico quale obbligo di collaborazione è in questione e quali conseguenze comporterà un ulteriore rifiuto. Nei procedimenti di revisione della rendita non è opportuna una conclusione materiale definitiva del procedimento per il rifiuto di collaborare; come misura intermedia adeguata si può invece adottare la sospensione della rendita, fermo restando che la procedura di diffida deve comunque essere svolta.
“3 ATSG erlaube einen „definitiven“, materiellen Abschluss des Verwaltungsverfahrens in Verbindung mit einer Umkehr der Beweislast: Verweigere die versicherte Person in einem Rentenrevisionsverfahren ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung, liege eine Beweislosigkeit hinsichtlich des Fortbestandes der Invalidität vor, die eine Aufhebung der Rente rechtfertige. Diese lückenfüllende Auslegung des Art. 43 Abs. 3 ATSG kann schon deshalb nicht zutreffend sein, weil in einer solchen Situation (noch) keine objektive Beweislosigkeit vorliegt, die eine Anwendung der Beweislastverteilungsregeln rechtfertigen würde. Solange nämlich damit gerechnet werden kann, dass die versicherte Person – „unter Druck“ – ihre Mitwirkungspflicht doch noch erfüllen werde, kann von einer Fortsetzung der Sachverhaltsabklärung ein wesentlicher Erkenntnisgewinn erwartet werden. Ein „definitiver“, das Verwaltungsverfahren insofern „verfrüht“ abschliessender materieller Entscheid würde dem eigentlichen Sinn und Zweck des Art. 43 Abs. 3 ATSG – der Durchsetzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG – diametral zuwider laufen. Das Mittel der Wahl bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren kann folglich nur ein Rentenauszahlungsstopp sein. Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres.”
Se nel caso di salute ipotetico sussiste un'occupazione a tempo pieno, la determinazione del grado d'invalidità può avvenire mediante un confronto dei redditi. Se emergono incertezze circa i presupposti o lo stato di salute, l'ente assicurativo deve effettuare accertamenti supplementari ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA (ad es. pareri medici).
“Entscheid Versicherungsgericht, 16.03.2021 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Die Beschwerdeführerin wäre im hypothetischen Gesundheitsfall zu 100% erwerbstätig. Die Invaliditätsbemessung hat somit anhand eines reinen Einkommensvergleichs zu erfolgen. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. März 2021, IV 2019/31). Entscheid vom 16. März 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2019/31 Parteien A.___ Beschwerdeführerin, vertreten durch Goran Babic, Pat. Rechtsagent, Hauptstrasse 65, 9400 Rorschach, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
“während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). 3.2. Bei einem IV-Grad von mindestens 40% besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs). 3.4. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachpersonen, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist.”
Nella dottrina si sostiene talvolta che l'art. 43 cpv. 1bis LPGA possa escludere la possibilità di ricorso contro l'ordine di una perizia. Ciò non è però chiaro né definitivamente accertato; il Tribunale federale ha espressamente riconosciuto tale possibilità di ricorso in decisioni precedenti. Il messaggio sulla revisione dell'AI sottolinea che l'assicuratore deve decidere esclusivamente quali accertamenti siano necessari affinché l'ufficio AI possa agire rapidamente e senza ritardi; alla persona assicurata, in cambio, sono garantiti il diritto di essere ascoltata e le possibilità di ricorso.
“Ist der Text nicht eindeutig und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Auslegungsinstrumente gesucht werden (sog. Methodenpluralismus, vgl. BGE 140 II 289, 291 f. E. 3.2). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440, 453 E. 13). 3.2.2. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist. Nach einer im Schrifttum vertretenen Auffassung habe der Gesetzgeber mit der Rechtsnorm die Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung einer Begutachtung ausschliessen wollen. Dieser Ansicht nach könne mittels Beschwerde unter Geltung der neuen Rechtslage nicht mehr geltend gemacht werden, die Begutachtung sei nicht notwendig. Allerdings sei die Sache nicht ganz klar, zumal das Bundesgericht diese Beschwerdemöglichkeit in BGE 137 V 210 ausdrücklich bejaht habe, obschon das IVG seit dem 1. Januar 2008 mit Art. 57 Abs. 3 bereits eine dem neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sehr ähnliche Bestimmung enthalten habe (Thomas Flückiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungsrecht Entwicklungen und Grenzen, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2021, 2022, S. 55 ff., S. 68). 3.2.3. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 (Botschaft) wird ausgeführt, dass der Versicherer entscheide, welche Abklärungsmassnahmen nötig seien, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfüllt seien. Damit die IV-Stelle die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV-Stelle getroffenen Entscheid vorzugehen (BBI 2017 2525, S. 2682).”
“Das Bundesgericht befolgt bei der Auslegung von Gesetzesnormen einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es ab, die einzelnen Auslegungselemente einer Prioritätsordnung zu unterstellen (BGE 148 V 311 E. 6.1). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440 E. 13). 2.1.3. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist. Flückiger vertritt die Auffassung, der Gesetzgeber habe mit der Rechtsnorm die Beschwerdemöglichkeit gegen die Anordnung einer Begutachtung ausschliessen wollen. Dieser Ansicht nach könne unter Geltung der neuen Rechtslage nicht mehr mittels Beschwerde geltend gemacht werden, die Begutachtung sei nicht notwendig. Allerdings sei die Sache nicht ganz klar, zumal das Bundesgericht diese Beschwerdemöglichkeit in BGE 137 V 210 ausdrücklich bejaht habe, obschon das IVG seit dem 1. Januar 2008 mit Art. 57 Abs. 3 bereits eine dem neuen Art. 43 Abs. 1bis ATSG sehr ähnliche Bestimmung enthalten habe (Thomas Flückiger, Rechtsschutz im Sozialversicherungsrecht Entwicklungen und Grenzen, in: Ueli Kieser (Hrsg.), Sozialversicherungsrechtstagung 2021, Zürich/St. Gallen 2022, S. 68). 2.1.4. In der Botschaft über die Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV) vom 15. Februar 2017 wird ausgeführt, dass der Versicherer entscheide, welche Abklärungsmassnahmen nötig seien, um zu bestimmen, ob die Voraussetzungen für den Leistungsanspruch erfüllt seien. Damit die IV-Stelle die notwendigen und massgebenden Abklärungen möglichst rasch und ohne Verzögerungen anordnen könne, solle ihr die ausschliessliche Entscheidkompetenz zukommen. Damit solle verhindert werden, dass das Verfahren in die Länge gezogen werde. Der versicherten Person stünden mit der Gewährleistung des rechtlichen Gehörs und den Beschwerdemöglichkeiten genügend Mittel zur Verfügung, gegen den von der IV-Stelle getroffenen Entscheid vorzugehen (BBI 2017 2525, S.”
L'ente assicuratore determina la natura e l'entità degli accertamenti medici, in particolare se debba essere acquisita una perizia monodisciplinare, bidisciplinare o polidisciplinare. Al momento della prescrizione va valutata la sopportabilità degli esami per la persona assicurata. Dalla giurisprudenza risulta che una perizia non può essere svalutata in modo generale per ragioni meramente formali e che, di conseguenza, non può essere disposta una ripetizione più ampia di tutte le discipline nella misura in cui ciò lederebbe il principio di proporzionalità e i requisiti di sopportabilità previsti dall'art. 43 cpv. 2 LPGA.
“Nach Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Abs. 1). Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Abs. 1bis). Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen ein Gutachten als notwendig, so legt er je nach Erfordernis eine der folgenden Arten fest: a. monodisziplinäres Gutachten; b. bidisziplinäres Gutachten; c. polydisziplinäres Gutachten (Art. 44 Abs. 1 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Die Vergabe eines Verlaufsgutachtens an denselben Gutachter, der ein Erstgutachten erstattet hat, ist nicht zu beanstanden, kann dies doch den Aufschlusswert zur Beurteilung der medizinischen Entwicklung erhöhen, weil sich der Gutachter bereits früher einlässlich mit der zu begutachtenden Person befasst hat. Bei der zweiten Auftragsvergabe hat es sich also um die Erstellung eines bidisziplinären (internistisch und neurologisch) Gutachtens mit einer allfälligen psychiatrischen Verlaufsbegutachtung gehandelt. Diese Konstellation ist vom klaren Wortlaut von Art. 72bis IVV nicht erfasst. Zu berücksichtigen ist im Weiteren, dass ein Absprechen des Beweiswerts des vorliegenden Gutachtens rein aus formalen Gründen und damit eine erneute Begutachtung in allen drei Fachdisziplinen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung, BV, SR 101) verletzen würde. Jede medizinische Begutachtung stellt nämlich einen Eingriff in die körperliche und geistige Unversehrtheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar und ist daher nur dann durchzuführen, wenn dies zur Abklärung der Leistungsansprüche notwendig und für die zu untersuchende Person zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hierbei fallen auch finanzielle Interessen des Staates in dem Sinne ins Gewicht, dass nur die notwendigen Sachverhaltsabklärungen durchzuführen sind (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Eine Verletzung von Art. 72bis IVV ist damit zu verneinen. Im Folgenden ist das Gutachten vom 12. Juli 2018 auf seinen Beweiswert zu prüfen. Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden aufgestellten und später auf alle psychischen Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen, anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl.”
“Die Notwendigkeit einer polydisziplinären Begutachtung erscheint auch unter Berücksichtigung der Tatsache gerechtfertigt, dass zwischen der erstmaligen Untersuchung bei PD Dr. B.____ am 19. März 2018 und dem mehrwöchigen Aufenthalt in der Klinik D.____ im Herbst 2018 sowie dem Erlass der angefochtenen Verfügung fast vier Jahre vergangen sind. Da aufgrund der medizinischen Berichte nicht rechtsgenügend festgestellt werden kann, wie sich der Gesundheitszustand des Versicherten zwischenzeitlich entwickelt hat, drängt sich auch unter diesem Aspekt eine Aktualisierung der medizinischen Unterlagen auf. Damit steht fest, dass die IV-Stelle zu Recht die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abklärungen bejahte, was im Übrigen auch vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird. In Hinblick auf den, den Versicherungsträgern in dieser Hinsicht zuerkannten grossen Ermessensspielraum, ist das Vorgehen der IV-Stelle ohnehin nicht zu beanstanden (BGE 147 V 79 E. 7.4.2). 7.2.1 In einem nächsten Schritt ist die Frage zu beantworten, ob dem Beschwerdeführer die Mitwirkung an der vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung auch zumutbar ist (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Davon ist auszugehen, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung der pflichtigen versicherten Person steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen (Christian Meyer, Die Praxis zu den Mitwirkungspflichten im Verwaltungsverfahren, recht 2020, S. 64). Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende versicherte Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht (BGE 134 V 61 E. 4.2.1). Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen (Cristina Schiavi, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.”
Se la ragionevolezza dell'obbligo di sottoporsi a un esame medico/specialistico ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA — in particolare l'idoneità a viaggiare — è controversa, ciò, secondo la giurisprudenza esistente, non costituisce automaticamente un pregiudizio irreparabile. In assenza di chiarimenti del Tribunale federale, in tali casi occorre verificare se effettivamente sussista un pregiudizio irreparabile; la questione dell'impugnabilità di un corrispondente provvedimento interlocutorio si determina dunque caso per caso in base ai presupposti del VwVG.
“Somit ist zusammenfassend festzuhalten, dass die bisherige grundsätzliche Bejahung des nicht wiedergutzumachenden Nachteils in IV-Verfahren (im Zusammenhang mit der Anordnung einer Begutachtung) durch das Bundesgericht jeweils im Hinblick auf die Notwendigkeit einer Begutachtung und die Einhaltung der qualitätsbezogenen Rahmenbedingungen erfolgt ist. Nicht geäussert hat sich das Bundesgericht in den angeführten Entscheiden jedoch dazu, ob eine im Rahmen von Art. 43 Abs. 2 ATSG geltend gemachte Unzumutbarkeit einer Begutachtung (und in diesem Zusammenhang insbesondere eine geltend gemachte Reiseunfähigkeit) ebenfalls einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann und damit eine von einer IV-Stelle diesbezüglich erlassene Zwischenverfügung vor einem kantonalen Gericht oder dem Bundesverwaltungsgericht selbständig anfechtbar ist.”
“], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 46 Rz. 2). Gemäss Art. 5 Abs. 2 VwVG gelten Zwischenverfügungen zwar auch als Verfügungen. Eine Beschwerde gegen selbstständig eröffnete Zwischenverfügungen ist jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig (Art. 45 und 46 VwVG), wie nachfolgend aufzuzeigen ist. 3.1 3.1.1 Eine Beschwerde gegen selbstständig eröffnete Zwischenverfügungen, die - wie hier - nicht Zuständigkeitsfragen oder Ausstandsbegehren betreffen, ist nach ständiger Rechtsprechung nur zulässig, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken könnte (Bst. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen würde (Bst. b). Gemäss der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist ein nicht wiedergutzumachender Nachteil ohne Weiteres anzunehmen und damit auf die Beschwerde durch das Gericht einzutreten, wenn die Notwendigkeit einer Begutachtung (Art. 44 ATSG) bestritten wird. Ist hingegen die Zumutbarkeit einer Begutachtung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG und insbesondere die Reisefähigkeit einer versicherten Person umstritten, ist mangels bundesgerichtlicher Äusserung dazu und e contrario für diese Fälle eingehend zu prüfen, ob ein nicht wiedergutzumachender Nachteil vorliegt, da dieser gemäss Art. 46 Abs. 1 Bst. a VwVG Voraussetzung dafür ist, eine Zwischenverfügungen selbständig anfechten zu können (vgl. Urteil des BVGer C-4010/2022 vom 26. Februar 2025 E. 3.1). 3.1.2 Zur Anfechtbarkeit von Zwischenverfügungen bei Gutachtensanordnung, ohne dass bereits eine Gutachtensstelle bezeichnet worden wäre, gilt es das Nachfolgende zu präzisieren: Kein nicht wiedergutzumachender Nachteil hinsichtlich der Notwendigkeit einer Begutachtung liegt vor, wenn in einer Zwischenverfügung noch gar keine Gutachterstelle bezeichnet, sondern lediglich die Bestimmung einer solchen in Anwendung von Art. 72bis der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) durch das Zuweisungssystem "Suisse MED@P" angekündigt wurde. Das oberste Gericht führte in seiner gefestigten Rechtsprechung dazu aus, dass eine Zwischenverfügung, in welcher keine Gutachterstelle benannt, sondern nur die Bestimmung einer solchen in Anwendung des Zuweisungssystems "SuisseMED@P" angekündigt werde, weder im erstinstanzlichen Verfahren noch vor Bundesgericht anfechtbar sei.”
art. 43 cpv. 1 LPGA enuncia il principio dell'istruttoria: l'amministrazione e il tribunale devono accertare d'ufficio il fatto rilevante ai fini del diritto in modo esatto e completo. I fatti possono essere considerati provati solo se l'autorità o il tribunale sono convinti della loro sussistenza.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist laut dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuieren Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen. Die Verfahrensleistung liegt dabei beim Versicherungsträger, dessen Ermessensspielraum in Bezug auf Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen gross ist. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der konkreten Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Liegen bereits Gutachten vor, ist für die Frage, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, entscheidend, inwieweit diese Gutachten die praxisgemässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG) beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1).”
LPGA art. 43 n. 119 Se la persona assicurata non presta, senza giustificato motivo, la collaborazione richiesta (p. es. omettendo di presentare documenti necessari), l'ente assicurativo può decidere sulla base degli atti; ciò può comportare l'assunzione di un determinato rapporto contributivo (ad es. attività dipendente) e quindi le relative conseguenze giuridiche.
“Gegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung, Beschwerde gegen das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 3. März 2022 (VSBES.2021.124). Nach Einsicht in die durch eine undatierte "persönliche Anmerkung" ergänzte Beschwerde vom 30. März 2022 (Poststempel) gegen das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 3. März 2022 betreffend AHV/IV/EO-Beiträge und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, in Erwägung, dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt (BGE 140 III 86 E. 2; 134 V 53 E. 3.3), während rein appellatorische Kritik nicht ausreicht (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3), dass dem angefochtenen Urteil im Wesentlichen zu entnehmen ist, der Beschwerdeführer habe seine Mitwirkungspflicht nach Art. 43 Abs. 3 ATSG durch Nichteinreichung der für die Bestimmung des beitragsrechtlichen Status im Weinhandel erforderlichen Unterlagen in unentschuldbarer Weise verletzt, dass die Vorinstanz gestützt darauf zum Schluss gelangt ist, die Beschwerdegegnerin sei zu Recht auf die Neuanmeldung vom 1. April 2020 nicht eingetreten, womit der Beschwerdeführer für die entsprechende Tätigkeit als unselbstständig Erwerbender anzusehen sei, dass der Beschwerdeführer in seinen Eingaben nichts anführt, was darauf hindeutete, die vorinstanzlichen”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, in caso di nuove istanze di prestazione è spesso sufficiente una rappresentazione plausibile della variazione (ossia che si sia verificato un peggioramento oppure che l'evento non si sia verificato), purché l'assicurato la renda credibile. Se sono disponibili perizie significative e tempestive o un fascicolo completo, l'autorità può — eventualmente mediante una valutazione anticipata della prova — rinunciare ad ulteriori accertamenti. La lunghezza o la complessità di un fascicolo, invece, non fondano automaticamente il diritto all'assistenza giuridica o processuale gratuita.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). 4.3. Le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale. La conviction de l'administration ou du juge n'a pas besoin d'être fondée sur la preuve pleinement apportée qu'une modification déterminante est survenue; des indices d'une telle modification suffisent alors même que la possibilité subsiste qu'une instruction plus poussée ne permettra pas de l'établir (arrêt TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018 consid. 3.3 et les références). La jurisprudence en matière de nouvelle demande considère que le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à cette procédure dans la mesure où l'assuré a eu l'occasion de présenter des pièces médicales pour rendre plausible une modification de la situation. Dans ce cas, le juge est en droit d'apprécier le caractère plausible des faits allégués par le requérant au regard des seules pièces déposées devant l'administration et n'a pas à prendre en compte les rapports médicaux déposés ultérieurement ni à ordonner une expertise complémentaire (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt TF 8C_880/2017 du 22 juin 2018 consid. 5.1). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
“Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die entscheidende Frage, in welcher psychischen Verfassung sich der Versicherte wenige Augenblicke vor dem Suizid befunden hatte, retrospektiv noch eingehender abgeklärt werden könnte. Einerseits liegt bereits der Bericht von Dr. B.___ mit ausgesprochen zeitnah erhobenen Befunden vor, welcher noch am Vortag ein persönliches Gespräch mit dem Versicherten geführt hatte. Der Bericht nimmt ausserdem Bezug auf die Krankheitsentwicklung während der Behandlungsdauer von mehr als zwei Jahren. Sein Bericht erweist sich als aussagekräftig und überzeugend, weshalb auch nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin letztlich nicht auf der Beantwortung der im Einspracheverfahren gestellten Rückfragen (Urk. 9/36, 9/38) bestanden hat. Andererseits sind die detaillierten fremdanamnestischen Auskünfte der Lebenspartnerin des Versicherten im Gutachten von Dr. C.___ enthalten und bereits in die Beurteilung eingeflossen. Bei diesen Gegebenheiten besteht auch in Anbetracht des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein weiterer Abklärungsbedarf.”
“Dès lors, c’est à juste titre que l’intimée n'a pas versé d'indemnités journalières pour la part de 50 % relative à l'incapacité de travail préexistante à l'accident et s’est limitée à la prise en charge des conséquences résultant de l’acte chirurgical du 9 janvier 2018 à l’épaule droite, en lien avec l’accident survenu le 20 avril 2014, à hauteur de 50%. A cet égard, le fait qu’V.________SA ait mis fin au droit aux indemnités journalières à la fin de la durée maximale prévue par le contrat n’est pas déterminant (TF 8C_403/2019 du 17 avril 2020 consid. 4.2 et 8C_942/2015 du 7 juillet 2016 consid. 4.3). Enfin, comme l’a relevé à juste titre l’intimée, il ne lui appartient pas de se prononcer sur les prestations à long terme pour l’incapacité de travail à 50% qui perdure pour les lombalgies. Cette question incombe à l’OAI qui, d’ailleurs, selon un projet de décision du 31 janvier 2020, s’est prononcé en faveur de l’octroi d’une rente entière d’invalidité à la recourante dès le 1er novembre 2017. 5. Dans le cadre de son recours, l’intéressée a sollicité la mise en œuvre d’une expertise multidisciplinaire. Au stade de la réponse, l’intimée a, de son côté, requis la production du dossier constitué auprès d’V.________SA dans la présente cause. a) La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire (art. 43 al. 1 LPGA), selon lequel les faits déterminants pour la solution du litige doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin avec la collaboration des parties. Il administre les preuves nécessaires et les apprécie librement (art. 61 let. c LPGA). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_398/2018 du 5 décembre 2018 consid. 3.1 ; 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1 ; 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si l’administration ou le juge, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves fournies par les investigations auxquelles ils doivent procéder d’office, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d’autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation, il est alors superflu d’administrer d’autres preuves (appréciation anticipée des preuves ; ATF 144 II 427 consid.”
“qu’en l’espèce, le recourant avance le caractère complexe de son dossier, tant au plan des faits que du droit, qu’il met notamment en exergue la durée importante de l’instruction de son dossier (plus de sept ans) ainsi que la taille de celui-ci (près de mille pages), qu’il relève également que la situation présente une certaine complexité sur le plan médical, avec un accident survenu alors qu’il suivait des mesures de réadaptation financées par l’intimé, si bien qu’une procédure en matière d’assurance-accidents ainsi qu’une procédure en matière de responsabilité civile sont venues se greffer sur la procédure en matière d’assurance-invalidité déjà en cours, que, compte tenu des circonstances, il estime que lui imposer de faire appel à un assistant social ou à un autre organisme de protection des intérêts des assurés dans le cadre de la présente procédure engendrerait une perte de temps ainsi que des frais supplémentaires inutiles, que cette argumentation ne convainc toutefois pas, qu’en l’occurrence, le litige porte sur l’évaluation de la capacité de travail du recourant ainsi que sur le droit de celui-ci à des mesures d’ordre professionnel, respectivement à une rente d’invalidité, qu’il s’agit-là de questions qui se posent communément dans la plupart des procédures ayant pour objet le droit à des prestations de l’assurance-invalidité et qui ne comportent intrinsèquement aucune difficulté particulière, que la procédure dans le domaine des assurances sociales suisses est régie par le principe inquisitoire, d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (cf. art. 43 al. 1 LPGA), qu’il ne ressort du dossier aucun élément selon lequel l’intervention d’une tierce personne aurait été nécessaire pour garantir les droits du recourant dans le cadre de la procédure administrative, qu’il apparaît au contraire que le recourant a été très longtemps apte à procéder seul dans le cadre de la procédure administrative et à gérer de manière autonome l’ensemble des questions administratives liées à sa demande, ce qu’il a notamment démontré tout au long des mesures d’ordre professionnel allouées par l’intimé, qu’il ressort par ailleurs de l’expertise psychiatrique mise en œuvre au cours de l’instruction que le recourant ne présente aucune limitation fonctionnelle significative sur le plan psychique (rapport du docteur Schroeter du 31 janvier 2019), que le recourant ne met pas évidence de circonstances propres à la présente affaire qui justifieraient une assistance que seul un avocat serait en mesure d’apporter, qu’on ne saurait par conséquent parler, en l’état de la procédure, d’un état de fait et de questions juridiques complexes auxquels le recourant ne pourrait pas faire face seul ou avec l’aide d’un assistant social ou d’une association chargée de la défense des intérêts des assurés, qu’il apparaît ainsi que l’assistance n’est objectivement pas indiquée au vu des circonstances concrètes du cas d’espèce, qu’il importe peu que le recourant soit assisté par son mandataire dans le cadre de deux procédures parallèles en matière d’assurance-accidents et de responsabilité civile, dès lors que la nécessité de l’assistance gratuite ne doit être examinée qu’à l’aune du dossier pour laquelle elle est demandée, que fort de ces constats, il n’y a pas lieu d’examiner si les autres conditions cumulatives mises à l’octroi de l’assistance juridique gratuite sont données, que, sur le vu de ce qui précède, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision attaquée confirmée, qu’il convient de statuer selon la procédure simplifiée prévue par l’art.”
“Insgesamt sind jedenfalls keine konkreten Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen würden, von der Beurteilung von Dr. D.____ abzuweichen. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach gestützt auf die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Zwangshaltungen, zusammengefasst rückenschonend, im Umfang von 80% arbeitsfähig ist. Vor diesem Hintergrund durfte die Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 137 V 64 E. 5.2, 136 I 229 E. 5.3) - ohne gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu verstossen - auf weitere medizinische Abklärungen verzichten.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 117 L'istituto d'assicurazione è tenuto a accertare d'ufficio i fatti rilevanti ai fini del diritto (principio dell'istruttoria). Tuttavia tale principio non è applicabile in modo illimitato: la sua portata è limitata dagli obblighi di collaborazione delle parti, in particolare quando sussistono fatti che le parti conoscono meglio e che l'autorità, senza la loro collaborazione, non potrebbe raccogliere o potrebbe raccogliere solo con uno sforzo sproporzionato.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2). Art. 28 Abs. 1 ATSG hält in einem allgemeinen Grundsatz fest, dass die Versicherten beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken haben. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss nach Art. 28 Abs. 2 ATSG unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Weiter hat sich die versicherte Person, soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, diesen zu unterziehen (Art.”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt. Er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 138 V 86 E. 5.2.3; 125 V 193 E. 2 und 122 V 157 E. 1a, je m.w.H.), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-)Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (Urteil des BGer 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2; Urteil des BVGer C-3143/2021 vom 12. Juni 2023 E. 3.2.1 mit Hinweisen; vgl. auch BVGE 2015/1 E. 4.2). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2, 138 V 218 E. 6).”
LPGA art. 43 n. 116 Una perizia psichiatrica alla quale l'assicurato si oppone può costituire una grave lesione dell'integrità fisica e/o psichica e, come tale, riguardare un bene giuridico protetto dalla Costituzione. L'ordinanza incidentale di una simile perizia può pertanto arrecare un pregiudizio irreparabile ed è, in linea di principio, impugnabile mediante ricorso cantonale immediato. Inoltre, nel procedimento vige il principio inquisitorio dell'istruzione, secondo il quale l'ente assicurativo è tenuto d'ufficio ad acquisire gli accertamenti e le informazioni necessari.
“a LAI); qu'une expertise à laquelle un assuré s’oppose représente une atteinte considérable à son intégrité physique et/ou psychique, bien juridique absolument protégé par la Constitution; et le fait que l’assuré pourrait contester l’expertise plus tard, dans le cadre du recours au fond, au motif qu’elle était inutile, ne peut réparer une telle atteinte; qu'une décision incidente ordonnant la mise en œuvre d’une expertise est ainsi de nature à causer à l’assuré un préjudice irréparable et peut dès lors, quant à son principe, être attaquée par le biais d’un recours immédiat auprès du tribunal cantonal des assurances (voir ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7); que le recours, interjeté en temps utile et dans les formes légales par un assuré directement visé par la décision attaquée - portant sur la mise sur pied d'une expertise psychiatrique lui causant un préjudice irréparable - et dûment représenté, est recevable; que, dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA); que, d'après l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201), si les conditions de la demande de prestations sont remplies, l’office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l’état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l’indication de mesures déterminées de réadaptation; des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l’aide publique ou privée aux invalides; que le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2); dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation (arrêt TF 9C_101/2008 du 30 juin 2009 consid. 3.2.1); le principe inquisitoire n'est toutefois pas absolu et sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid.”
Prima dell'emanazione di un provvedimento o di una decisione di non entrare in materia, deve essere osservata la procedura di sollecito e di riflessione di cui all'art. 43 cpv. 3 LPGA. La persona interessata deve essere informata per iscritto, in forma sostanziale, su quale comportamento le è richiesto, invitata ad adottare misure ragionevoli per attenuare il danno e avvertita delle conseguenze giuridiche di una mancata collaborazione ingiustificata.
“aufgeführt, ist die Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zwingend notwendig. Dem Beschwerdeführer wäre deshalb vor Erlass des Vorbescheids und der angefochtenen Verfügung unter substantiierter Bezugnahme auf das von ihm geforderte Verhalten schriftlich mitzuteilen gewesen, welche Folgen seine Widersetzlichkeit nach sich zieht, und er wäre erneut aufzufordern gewesen, seiner zumutbaren Schadensminderungspflicht nachzukommen. Indem der Gutachtensauftrag beim Zentrum K.____ abgebrochen und in der Folge der Vorbescheid erlassen wurde, wurde das zwingend vorgeschriebene Verfahren nicht eingehalten. Aus diesem Grund ist die Verfügung vom 2. März 2022, mit welcher das Nichteintreten auf das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers beschlossen wurde, nicht rechtmässig ergangen.”
“Inwiefern die Prognose von Dr. H.___ durch die nicht fortgeführte medikamentöse Behandlung in Frage gestellt wurde, bleibt offen. Die Beschwerdegegnerin ging diesem Aspekt nicht weiter nach und wies den Beschwerdeführer, soweit aktenkundig, in diesem Zusammenhang auch nicht in der vom Gesetz vorgesehenen Weise (Art. 43 Abs. 3 ATSG) auf seine Schadenminderungspflicht hin. Stattdessen ging sie weiterhin von einer hinreichend ausgewiesenen vollständigen Arbeitsunfähigkeit bis zum Abschluss der beruflichen Massnahmen per Ende August 2018 aus (Urk. 6/129/2 f. u. 6 f.). Bis Ende August 2018 erfolgten im Übrigen auch entsprechende Taggeldzahlungen der Krankentaggeldversicherung. Ab dem 1. September 2018 sodann wurde wiederum von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgegangen und überdies eine Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung vorgenommen (Urk. 6/100, Urk. 6/120). Letzteres korrespondiert mit den Angaben im IK-Auszug, wonach der Beschwerdeführer ab September 2018 bis und mit Dezember 2018 Arbeitslosenentschädigung bezog (Urk. 6/139/3). Für die Zeit danach bis zur Aufnahme der Tätigkeit bei der I.___ AG ab 1. August 2019 (Urk. 6/141/1) sind im IK-Auszug keine Eintragungen mehr vorhanden. Eine zwischenzeitliche Arbeitsunfähigkeit ist allerdings nicht aktenkundig. Somit ist für die Zeit ab Januar bis und mit August 2018 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.”
Principio: LPGA art. 43 cpv. 1 obbliga l'amministrazione a chiarire d'ufficio i fatti rilevanti. In integrazione a ciò, gli uffici AI, nella misura in cui sussistano i presupposti assicurativi, possono procurarsi i documenti necessari, richiedere relazioni e informazioni, ottenere perizie, effettuare accertamenti in loco e avvalersi di specialisti.
“Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV fest, dass die IV-Stellen, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen können.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Auch unter der Herrschaft des ATSG fällt es der IV-Stelle zu, nach Eingang der Anmeldung zum Leistungsbezug die Verhältnisse abzuklären (Art. 57 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, in Verbindung mit Art. 69 ff. der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 IVV (in der seit 1. Januar 2003 in Kraft stehenden Fassung in Verbindung mit Art. 1 und Art. 57 Abs. 2 IVG) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen, beschafft und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist.”
“Nach Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 57 IVG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV fest, dass die IV-Stellen, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen können.”
“Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann.”
Prima di adottare sanzioni o un provvedimento di non entrata nel merito occorre verificare e — nella misura in cui sia necessario per la questione giuridica e ragionevolmente esigibile — integrare il quadro del fascicolo mediante ulteriori accertamenti e, eventualmente, mediante l'avvio di misure di integrazione. Un avvertimento con un congruo termine di riflessione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA è in particolare da prendere in considerazione quando la persona assicurata o altri aventi diritto si rifiutano di collaborare all'accertamento; le sanzioni devono essere applicate con prudenza e sono ammissibili solo se l'amministrazione, da parte sua, ha compiuto tutto il necessario per chiarire i fatti.
“Eine Invalidenrente soll also erst und nur dann zugesprochen werden, wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft sind, welche Eingliederungsmassnahmen zur Verbesserung der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit bieten (Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 E. 3.2.1, vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rz 1 zu Art. 1a und Rz 7 zu Art. 28). Je nach Ergebnis der Gesundheitsabklärung ist daher nicht auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin (erneut) Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen hat, zumal auch die Ärzte des Z.___-Gutachtens darauf hinwiesen, dass eine steigerbare Arbeitsfähigkeit bei schrittweise geführter beruflicher Integration bestehe (vgl. vorstehend E. 3.5). Der von der Beschwerdegegnerin eingeschlagene Weg, im medizinischen Sachverhalt einen Rentenanspruch zu prüfen und diesen dann mit dem besagten Grundsatz «Eingliederung vor Rente» zu verneinen, erscheint im Lichte dieser Ausführungen als das falsche Vorgehen. In concreto hat nicht vor Abschluss von beruflichen Massnahmen, welche der Beschwerdeführerin bei Weigerung im Rahmen der Schadenminderungspflicht mittels Mahn- und Bedenkzeitverfahrens aufzuerlegen sind (Art. 21 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 43 Abs. 3 ATSG), über den Rentenanspruch verfügt werden dürfen. Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) ist deshalb aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese weitere Abklärungen in medizinischer Hinsicht tätige und anschliessend – nach Durchführung von allfälligen Eingliederungsmassnahmen - über das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin neu entscheide. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.”
“En principe, l’assuré ne supporte ni le fardeau de l’allégation ni celui de l’administration des preuves (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_398/2018 du 5 décembre 2018 consid. 3.1 ; TF 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1). Cette maxime doit cependant être relativisée par son corollaire, soit le devoir de collaborer des parties, lequel comprend l’obligation d’apporter, dans la mesure où cela est raisonnablement exigible, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués. Ce principe est également concrétisé dans le domaine de l’assurance-accidents par l’art. 55 OLAA (ordonnance fédérale du 20 décembre 1982 sur l’assurance-accidents ; RS 832.202). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d’absence de preuve, c’est à la partie qui voulait en déduire un droit d’en supporter les conséquences (TF 9C_91/2017 précité consid. 3.1). Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. À cet effet, il doit avoir adressé à l’intéressé une mise en demeure écrite l’avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible ; il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut.”
Se le perizie medico‑specialistiche sono difettose o insufficientemente motivate, l'autorità non può, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, rinunciare a integrare l'istruttoria; la semplice acquisizione di un ulteriore (secondo) parere non sostituisce una perizia medico‑specialistica autonoma e dotata di una motivazione sostanzialmente fondata. La perizia integrativa deve soddisfare i rigorosi requisiti in termini di ampiezza, accertamenti, conoscenza dell'anamnesi e di motivazione che consenta la ricostruzione del ragionamento; in caso di particolare complessità può essere disposta una perizia di qualificazione specialistica superiore (p. es. uno specialista universitario).
“Du reste, l’article du Dr Lädermann précité mentionne diverses études montrant que les patients asymptomatiques âgés entre 60 et 70 ans présentaient rarement des lésions transfixiantes (de l’ordre de 3 à 10 % selon les études). En l’absence d’éléments objectivables exposés par le Dr C.________, ces statistiques affaiblissent l’hypothèse soutenue par ce dernier, selon laquelle le recourant présentait au moment de l’accident, alors qu’il était âgé de 63 ans et asymptomatique, une lésion transfixiante d’origine dégénérative tellement avancée que le tendon aurait pu se rompre naturellement dans un délai de deux mois. d) Par conséquent, il faut constater que l’instruction est incomplète, dès lors que l’intimée s’est fondée uniquement sur les avis insuffisamment étayés, voire discutables, du Dr C.________, tandis que les autres pièces au dossier ne permettent pas non plus de répondre aux questions litigieuses. Il convient par conséquent de lui renvoyer la cause, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra ainsi à l’intimée de mettre en œuvre une expertise orthopédique répondant aux exigences de l’art. 44 LPGA, puis de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions du recourant. 7. a) Vu ce qui précède, le recours doit être admis, la décision sur opposition litigieuse étant annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA). c) Obtenant gain de cause avec l’assistance d’une avocate d’une assurance de protection juridique, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 800 fr., débours et TVA compris (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), et de la mettre intégralement à la charge de la partie intimée. Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I.”
“dd) Compte tenu des éléments qui précèdent, l’expertise du X.________ s’avère insatisfaisante et ne permet pas de se positionner à satisfaction de droit. Dès lors, l’intimé ne pouvait se fonder sur celle-ci pour se prononcer sur la capacité de travail de la recourante, ainsi que sur l’exigibilité du traitement et, partant, refuser de prester. 7. Vu ce qui précède, l’état de santé de la recourante et ses conséquences sur sa capacité de travail (et de gain) n’ont pas pu être établis de manière probante. Les rapports du Dr T.________ sont en effet insuffisants pour se prononcer à la lumière des indicateurs jurisprudentiels. L’instruction menée par l’intimé est lacunaire – ce dont l’autorité devait se rendre compte au moment où elle a statué – et ne permet donc pas de se prononcer en connaissance de cause. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il incombera à l’OAI de mettre en œuvre une expertise psychiatrique, laquelle devra notamment se prononcer sur l’influence d’un éventuel trouble hypochondriaque sur l’échec des traitements entrepris et sur l’incidence d’un traitement adéquat sur la capacité de travail de l’intéressée. A l’issue de cette instruction complémentaire, l’intimé rendra une nouvelle décision. 8. a) En définitive, le recours doit être admis et la cause renvoyée à l’intimé pour instruction complémentaire au sens des considérants puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de l’intimé, vu l’issue du litige. c) La recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). La liste des opérations déposée le 21 octobre 2022 par Me Landert ne saurait être intégralement suivie.”
“2 Cette disposition n'a pas pour but d'examiner la faisabilité d'une mesure médicale en obtenant un second avis, mais de déterminer l'ampleur des investigations nécessaires afin d'établir l'état de fait déterminant au degré de la vraisemblance prépondérante. Dans ce contexte, la nécessité de mettre en œuvre une nouvelle expertise résulte de la réponse à la question de savoir si les expertises déjà versées au dossier satisfont aux exigences que doivent revêtir de tels rapports en matière de contenu et de valeur probante (arrêt du Tribunal fédéral U.571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2 in SVR 2007 UV n° 33 p. 111). L'élément déterminant pour la valeur probante d'un rapport médical est que les points litigieux importants aient fait l'objet d'une étude fouillée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu'il prenne également en considération les plaintes exprimées, qu'il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description des interférences médicales soit claire et enfin que les conclusions de l'expert soient bien motivées (ATF 125 V 351 consid. 3). 4.3 Le devoir de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires à l'appréciation du cas au sens de l'art. 43 al. 1 LPGA ne comprend pas le droit de l'assureur de recueillir un second avis médical (second opinion) sur les faits déjà établis par une expertise lorsque celle-ci ne lui convient pas. L'assuré ne dispose d'ailleurs pas non plus d'une telle possibilité (arrêt du Tribunal fédéral 9C_499/2013 du 20 février 2014 consid. 6.4.2.1). 5. 5.1 En l'espèce, l’expert se prononce clairement pour un état de santé stabilisé depuis le 1er juin 2022 (expertise, p. 17. ch. 4). En revanche, il n’explique pas les raisons pour lesquelles il s’écarte de la date de stabilisation retenue par le Dr F______, alors même qu’il dispose d’une IRM lombaire du 2 novembre 2021, dont il ne tire apparemment aucune conséquence sur la stabilisation de l’état de santé (expertise, p. 11), ainsi que d’une radio fonctionnelle de la colonne lombaire du 1er juin 2022 qu’il décrit, sans toutefois se déterminer sur une stabilisation, ou non, de l’état de santé (expertise, p. 11). Interpellé dans le cadre du mandat de complément d’expertise, la réponse fournie par l’expert dans le complément d’expertise du 28 décembre 2022 n’est pas acceptable, dès lors que l’on peut attendre de l’expert qu’il s’exprime sur l’évolution de l’état de santé entre 2019 et le 1er juin 2022, sur la base des rapports médicaux et de l’imagerie médicale présents au dossier.”
“________ ; encore faut-il être en mesure de fournir une explication scientifiquement convaincante au sujet des nécroses pulpaires spontanées présentées par le recourant, ce dont le docteur C.________ s’est abstenu. e) En définitive, il y a lieu de constater que le dossier ne permet pas de trancher la question de savoir si le recourant peut prétendre à la prise en charge du traitement litigieux au titre des art. 31 al. 1 let. b LAMal et 18 al. 1 let. d OPAS. En l’absence d’une analyse exhaustive de la problématique dentaire présentée par le recourant répondant, notamment aux questions de savoir si, d’une part, l’atteinte dentaire subie par le recourant constituait une séquelle du traitement de son cancer et si, d’autre part, elle était objectivement évitable moyennant une hygiène bucco-dentaire suffisante, l’instruction doit être complétée. Il convient ainsi de renvoyer la cause à l’intimée, autorité à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’elle mette en œuvre une expertise conformément aux exigences découlant de l’art. 44 LPGA. Compte tenu de la nature très particulière de la problématique présentée par le recourant, l’expertise devra être confiée à un spécialiste de rang universitaire. 8. a) Il découle de ce qui précède que le recours doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants puis nouvelle décision. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. fbis LPGA), c) Le recourant obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Etant donné l’importance et la complexité du litige, il convient d’arrêter l’indemnité de dépens à 2’000 fr., débours et TVA compris, et de la mettre à la charge de l’intimée (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 111 Limiti: Gli obblighi di collaborazione in materia di assicurazioni sociali di cui all'art. 43 LPGA non si applicano nel processo civile; in tale procedimento valgono le norme e i principi processuali civili pertinenti.
“Diese Rechtsprechung bezieht sich nicht auf privatrechtliche Haftpflicht- ansprüche (wie jenen aus Art. 328 OR), sondern auf den öffentlich-rechtlichen Anspruch auf Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, welcher überdies in prozessua- ler Hinsicht nicht der Zivilprozessordnung, sondern dem öffentlichen bzw. sozial- versicherungsrechtlichen Verfahrensrecht untersteht. Angesichts der Verschie- denheit der beiden Ansprüche und deren Zwecksetzungen sowie der für ihre Be- - 24 - urteilung unterschiedlichen materiell- und verfahrensrechtlichen Grundlagen ver- steht sich von selbst, dass die Rechtsprechung zum öffentlich-rechtlichen An- spruch auf Sozialversicherungsleistungen nicht ohne weiteres auf die Beurteilung eines privatrechtlichen Haftpflichtanspruchs übertragen werden kann. Deshalb gelten im vorliegenden Zivilprozess nicht – auch nicht mittelbar im Sinne einer Harmonisierung der Rechtsprechung – die Vorschriften des ELG und die sozial- versicherungsrechtliche Praxis zur verstärkten Mitwirkungspflicht des EL- Ansprechers bei der Sachverhaltsabklärung gemäss Art. 43 ATSG (vgl. BGer 9C_255/2013 vom 12. September 2013, E. 2.3), sondern ausschliesslich die Best- immungen des Privatrechts, die zivilprozessualen Verfahrensregeln (insbes. Art. 8 ZGB, Art. 247 Abs. 2 ZPO, Art. 160 Abs. 1 ZPO) und die hierzu entwickelten Grundsätze. Allein der Umstand, dass der Kläger freiwillig auf die Verwertung sei- ner noch vorhandenen Resterwerbsfähigkeit verzichtet haben soll, wie in der Be- rufung (ohne Hinweise auf Aktenstellen, an denen er dies eingeräumt hat) geltend gemacht wird (Urk. 71 Rz 64 f.), belegt oder indiziert nicht und lässt auch nicht no- torisch erscheinen, dass er ihm billigerweise zumutbare Schadenminderungs- massnahmen unterlassen hat. Entsprechend vermag dieser Umstand die Beklag- te auch nicht von ihrer diesbezüglichen Behauptungs- und Substantiierungslast zu entbinden.”
LPGA art. 43 n. 110 Gli enti assicurativi e il tribunale sono vincolati al principio dell'accertamento d'ufficio. Devono provvedere d'ufficio all'accertamento corretto e completo dei fatti rilevanti e, se necessario, ordinare ulteriori misure istruttorie o d'accertamento, fino a quando le circostanze necessarie non siano state adeguatamente chiarite.
“1 LAA délimite ainsi temporellement le droit au traitement médical et le droit à la rente d’invalidité, le moment déterminant étant celui auquel l’état de santé peut être considéré comme relativement stabilisé (TFA U 391/00 du 9 mai 2001, consid. 2a). Par amélioration sensible de l’état de santé, il faut donc entendre l’amélioration ou la récupération de la capacité de travail (ATF 134 V 109 consid. 4.3 et les références citées). L’utilisation du terme « sensible » par le législateur montre que l’amélioration que doit amener une poursuite du traitement médical doit être significative. Des améliorations insignifiantes ne suffisent pas (ATF 134 V 109 consid. 4.3). En particulier, il n’y a pas d'amélioration sensible si une mesure thérapeutique ne peut que soulager pour un temps limité les plaintes liées à une atteinte à la santé qui est stabilisée (RAMA 2005 n° U 557 p. 388 ; TFA U 244/2004 arrêt du 20 mai 2005, consid. 3.1). 4. La maxime inquisitoire, consacrée à l'art. 61 let. c LPGA pour la procédure devant le tribunal cantonal des assurances, impose au juge d'établir d'office les faits déterminants pour la solution du litige et d'administrer, le cas échéant, les preuves nécessaires (cf. ATF 125 V 193 consid. 2 p. 195; cf. art. 43 al. 1 LPGA pour la procédure d'instruction de l'assureur). Des mesures d'instruction s'imposent s'il y a des raisons suffisantes de douter des faits constatés dans la décision contestée ou de compléter ces faits au regard de la motivation du recours ou du dossier de l'autorité intimée (ATF 146 V 240 consid. 8.1 p. 248; JEAN MÉTRAL, in : Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, n° 53 ad art. 61 LPGA et les références). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1). En cas de doute sur le sérieux de l'existence d'un fait, il appartient au juge de compléter l'instruction de la cause, pour autant que l'on puisse attendre un résultat probant des mesures d'instruction entrant raisonnablement en considération (ATF 130 II 425 consid. 2.1 p. 429 et les références ; arrêts TF 8C_641/2019 du 8 avril 2020 consid. 3.3.1, non publié in : ATF 146 V 121, mais in : SVR 2020 MV n.”
“La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (SVR 2013 UV n° 9 p. 29, arrêts 8C_592/2012 du 23 novembre 2012 consid. 5.1 et les références; 9C_1012/2008 du 30 juin 2009 consid. 3.2.1 et les références).”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6).”
Per la valutazione sono determinanti le circostanze di fatto al momento della conclusione del procedimento amministrativo; accertamenti medici successivi non possono mutare automaticamente tale valutazione a svantaggio dell'interessato. Inoltre l'art. 43 cpv. 1 LPGA impone che l'autorità non possa concludere, senza verifica e senza differenziazione, per un'incapacità lavorativa totale, in particolare in presenza di una documentazione contraddittoria.
“Ob die Beschwerdegegnerin wie beschwerdeweise vorgebracht mit ihrem Vorgehen den Untersuchungsgrundsatz im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt hat, erscheint im Übrigen fraglich, braucht jedoch nicht abschliessend geklärt zu werden. So sind für die richterliche Beurteilung eines Falles grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens massgebend (BGE 121 V 362 E. 1b, 99 V 98), dessen sich auch der Beschwerdeführer bewusst ist (Urk. 8 S. 2). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die nach Erlass der angefochtenen Verfügung von der Suva vorgenommenen medizinischen Abklärungen (vgl. Urk. 9) etwas an der Tatsache zu ändern vermöchten, dass bis 29. September 2020 keine Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit attestiert worden war. Insgesamt ergibt sich, dass der Entscheid der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden und demgemäss die gegen diesen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.”
“Dezember 2021 ausgeführt, die Fahreignung dürfte gegeben sein, da sich zwar Hinweise auf attentionale und exekutive Defizite ergeben hätten, solche aber nicht in dem Ausmass bestehen würden, dass sich klare Zweifel an der Fahreignung ergäben. Sodann hätten sich in der klinischen Verhaltensbeobachtung keine Hinweise auf eine relevante Ermüdung oder massgebende Schwankung der Konzentration gezeigt, was sich mit den eigen- und fremdanamnestischen Angaben, welche nicht auf signifikante Einschränkungen der Fahreignung hindeuteten, decke. Aus rein neuropsychologischer Sicht dürfte die Funktionsfähigkeit mit diesen Befunden unter den meisten beruflichen Anforderungen eingeschränkt sein, wobei der orientierende Wert aus neuropsychologischer Sicht 30 - 50 % betrage. Prinzipiell wäre eine Tätigkeit mit geringem beruflichem Anforderungsprofil zumutbar, wobei aufgrund der Gesamtsituation von einer Arbeitsunfähigkeit in angepasstem Rahmen von 50 % auszugehen sei (Urk. 6/34/4). In Verletzung ihrer Untersuchungspflicht, wonach solange Abklärungen zu tätigen sind, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Art. 43 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2019 vom 8. April 2020 E. 3.3.1, nicht publ. in: BGE 146 V 121), hat die Beschwerdegegnerin ohne weiteres auf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in jeglicher Tätigkeit geschlossen (E. 3.3). Trotz der widersprüchlichen Aktenlage, gemäss derer Dr. C.___ kurze Zeit nach der Neurorehabilitation, welche den Angaben der Beschwerdeführerin und ihres Sohnes zufolge zu einer deutlichen Verbesserung geführt hatte (vgl. Urk. 6/34/3: besser laufen, fühle sich stärker, sei nicht mehr so müde; keine Konzentrationsprobleme), einen höheren Behinderungsscore - nämlich einen solchen von”
LPGA art. 43 n. 108 Nell'accertamento d'ufficio va adottato un criterio prospettico, facendo riferimento alla situazione al momento della conclusione del caso. Decisivo è stabilire se sia prevedibile che ulteriori trattamenti comportino ancora un miglioramento rilevante; determinante può essere, in particolare, l'aumento prevedibile o il ripristino della capacità lavorativa. Miglioramenti di scarsa entità non sono sufficienti.
“hat sich das Bundesgericht einlässlich mit der Thematik befasst, in welchem Zeitpunkt der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen und - gegebenenfalls - den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen hat (BGE 134 V 113 E. 3.2). Dies habe, so das Bundesgericht, gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG in dem Zeitpunkt zu geschehen, in welchem von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden könne und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen seien (BGE 134 V 113 ff. E. 4). Die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber verdeutliche dabei, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen genügten nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3 mit Hinweisen). Wenn eine entsprechende Verbesserung nicht erwartet werden kann, ist der Fall deshalb abzuschliessen. 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes zu verstehen sei, umschreibe das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei (vgl. etwa Art. 1a und Art. 4 UVG), werde sich dies namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber verdeutliche dabei, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeutende Verbesserungen genügten nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen). Wenn eine entsprechende Verbesserung nicht erwartet werden kann, ist der Fall deshalb abzuschliessen. Dabei hat eine prospektive Betrachtungsweise gestützt auf die Verhältnisse im Zeitpunkt des Fallabschlusses Platz zu greifen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2022, 8C_604/2021, E. 7.1). 3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
LPGA art. 43 n. 107 L'obbligo di collaborazione delle parti costituisce il correlato del principio dell'accertamento d'ufficio e ne delimita la portata. Autorità e giudici limitano i loro accertamenti ai fatti rilevanti ai fini del diritto; le affermazioni prive di un motivo sufficiente non vengono esaminate automaticamente, mentre quando dai fascicoli o dalle deduzioni delle parti emerga un motivo vanno effettuati accertamenti supplementari.
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je m.w.H.). Die behördliche und richterliche Abklärungspflicht umfasst damit nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (vgl. F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2).”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG; BGE 125 V 193 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je m.w.H.). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6).”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche So-zialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG; BGE 125 V 195 E. 2 und 122 V 158 E. 1a, je m.w.H.). Die behördliche und richterliche Abklärungspflicht umfasst damit nicht unbesehen alles, was von einer Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheblichen Sachverhalt. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist (vgl. F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 1983, S. 43 und 273). In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2).”
LPGA art. 43 n. 106 In caso di malattie psichiche, la valutazione della capacità di lavoro/di guadagno deve essere effettuata sulla base di indicatori standardizzati quale criterio oggettivo. Le perizie mediche nel procedimento devono essere esaustive, tenere conto della documentazione pregressa e pervenire a conclusioni plausibili e motivate. Le perizie di specialisti esterni devono, nel procedimento amministrativo, essere in linea di principio prese in considerazione come linea guida e possono acquisire pieno valore probatorio, salvo che non emergano indizi concreti contrari alla loro affidabilità.
“Referenzzeitpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131, 132 E. 3, BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 sowie Urteil des Bundesgerichts 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 3.1). Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9, 11 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 117 V 198, 200 E. 4b). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
“1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht würdigt die Beweise in jedem Fall nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. z.B. BGE 144 V 427, 429 E. 3.2, BGE 138 V 218, 221 f. E. 6 und BGE 115 V 133, 142 f. E. 8a und b). 3.3. Im Rahmen ihrer Abklärungen kann die IV-Stelle insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
“88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) auf die Änderung des Anspruchs anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1 und BGE 109 V 125, 126 E. 4a). Es ist demnach zu beurteilen, ob sich der zunächst für eine bestimmte Dauer bejahte rentenbegründende Invaliditätsgrad der betroffenen Person ab einem bestimmten Zeitpunkt in einem derartigen Ausmass verändert hat, dass kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht. Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Während dabei die Stellung der Diagnose eine Tatsachenfeststellung ist, stellt die ärztliche Feststellung der Arbeitsfähigkeit bzw. -unfähigkeit anhand der rechtserheblichen Indikatoren eine frei überprüfbare Rechtsfrage dar (BGE 141 V 281, 308 E. 7 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_603/2019 vom 22.”
LPGA art. 43 n. 105 Esecuzione pratica: l'amministrazione può, ai fini dell'accertamento, fissare termini, imporre obblighi di collaborazione o misure specifiche (p.es. astinenza) e procedere ad accertamenti complementari. Se la persona assicurata non ottempera ingiustificatamente a tali obblighi, l'autorità può, decorso il termine fissato, decidere sulla base degli atti o disporre di non entrare in materia. Se in seguito viene comunque prestata la collaborazione, la persona assicurata può presentare una nuova istanza di prestazione, che dovrà essere nuovamente valutata alla luce dei nuovi mezzi di prova.
“Die Beschwerdegegnerin forderte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. September 2021 im Sinne einer der Abklärung des Gesundheitsschadens vorgelagerten Mitwirkungspflicht (gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG) zu einer sechsmonatigen Alkoholabstinenz bei mindestens zweiwöchentlicher psychiatrisch-suchtmedizinischer Begleitung auf. Sie setzte dem Beschwerdeführer Frist bis zum 30. September 2021, damit er mitteile, wo er die erwähnte Massnahme durchführe. Mit der Aufforderung verband sie die Androhung eines Entscheids aufgrund der Akten oder eines Nichteintretens (Urk. 9/45). Nachdem sich der Beschwerdeführer innert der ihm angesetzten Frist nicht hatte verlauten lassen und die weiteren Abklärungen der Beschwerdegegnerin ergeben hatten, dass sich der Beschwerdeführer keinem Alkoholentzug unterzog, fällte sie androhungsgemäss einen Sachentscheid aufgrund der Akten (Urk. 2), mithin ohne detaillierte, weiterführende Abklärung des Leistungsanspruchs.”
“Ob der Beschwerdeführer in den Monaten März 2017 und März sowie Juli 2018 einer beitragspflichtigen Erwerbstätigkeit nachging, ist eine Tatfrage, über die das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 144 V 427, 429 E. 3.2). Der Sozialversicherungsprozess ist zwar vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht und das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige sowie vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Erw. 3.5.). Die Tragweite des Grundsatzes wird jedoch durch die Pflicht der Leistungen beanspruchenden Person, an der Untersuchung des Falls mitzuwirken, eingeschränkt (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Auskunfts- sowie Mitwirkungspflichten umfassen insbesondere die Pflicht, die durch die Art des Rechtsstreits und der geltend gemachten Tatsachen gebotenen Beweise zu erbringen, soweit dies vernünftigerweise verlangt werden kann (BGE 125 V 193, 195 E. 2). Kommt die um Leistung ersuchende Person den Pflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger respektive das Gericht nach schriftlicher Mahnung, Hinweis auf die Rechtsfolgen sowie Gewährung einer angemessenen Bedenkzeit aufgrund der Akten entscheiden (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Mit der Beschwerde hat der Versicherte Kopien zweier Schlichtungsgesuche je vom 28. Februar 2019 eingereicht. Mit Verfügung vom 12. April 2019 hat die Instruktionsrichterin das vorliegende Beschwerdeverfahren sistiert, denn erfahrungsgemäss lassen sich aufgrund der Prozessakten in arbeitsrechtlichen Streitigkeiten Hinweise zur Klärung der Frage nach der Dauer einer beitragspflichtigen Tätigkeit gewinnen. Die Sistierung wurde erst mit Verfügung der Instruktionsrichterin vom 30. August 2022 wieder aufgehoben. Die Aufhebung der Sistierung erfolgte, nachdem der Beschwerdeführer den wiederholten, klaren Anweisungen der Instruktionsrichterin, die Verfahrensakten sowie die Erledigungsbeschlüsse zu den Verfahren vor Bezirksgericht Baden und Zivilgericht Basel-Stadt einzureichen bzw. zum Verfahrensstand in den Schlichtungsverfahren zu berichten (vgl. unter anderem die Verfügungen der Instruktionsrichterin vom 2. Januar 2020 und vom 30. November 2021) nicht nachgekommen war. Auch der letztmaligen Aufforderung, die Verfahrensakten zu den erwähnten Verfahren einzureichen und den Stand seiner Bemühungen zur Einforderung der eingeklagten Lohnzahlungen darzulegen und zu belegen (vgl.”
“___ die Abgrenzung reversibler von irreversiblen Drogenkonsumeffekten nicht möglich war, kam er in seiner Beurteilung zum Schluss, dass keine kognitive Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit in geistig einfachen Tätigkeiten attestierbar sei (Urk. 7/75/164). Diese Einschätzung wurde im Gesamtgutachten übernommen. Die Annahme einer vollen Arbeitsfähigkeit (quasi im Sinne der Auferlegung der Beweislast) gestützt auf einen ungenügend abgeklärten Sachverhalt ist jedoch unzulässig. In Widerspruch zu seinen Ausführungen in der Beurteilung erklärte Dr. I.___ im Rahmen der Beantwortung des Fragenkatalogs bei der Beschreibung der Merkmale einer leidensangepassten Tätigkeit zwar, dass zumindest eine Arbeitsfähigkeit in geistig einfachen Tätigkeiten denkbar sei (Urk. 7/75/167). Selbst wenn man damit eine grundsätzliche Zumutbarkeit einer einfachen Tätigkeit als ausgewiesen erachten wollte, bliebe deren zeitlicher Umfang unklar. Die Beschwerdegegnerin wäre daher, soweit sie sich betreffend Möglichkeit der Abstinenz auf das D.___-Gutachten und nicht auf Dr. E.___ stützt (vgl. Urk. 3 S. 16), zumindest gehalten gewesen, dem Beschwerdeführer im Sinne seiner Mitwirkungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.2) eine Abstinenz aufzuerlegen und hernach seinen Gesundheitszustand erneut zu beurteilen.”
“Somit ergibt sich, dass beim aktuellen Erkenntnisstand nicht zuverlässig über die Unfallkausalität entschieden werden kann. Die Beschwerdegegnerin ordnete trotz der übereinstimmenden ärztlichen Empfehlungen keine diagnostische Blockade des Nervus cutaneus dorsalis medialis an, insbesondere nicht mittels eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG (vgl. oben E. 1.5). Erst nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens kann bei fortgesetzter Verweigerung der Mitwirkungspflicht ohne weitere Abklärungen aufgrund der Akten entschieden werden (vgl. Urteil des Bundegerichts 8C_87/2018 vom 16. August 2018 E. 4.2). Da es sich um eine bisher ungeklärte Frage handelt, ist die Sache zur Vornahme der noch erforderlichen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (vgl. oben E. 1.6).”
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 [Cst.; RS 101]; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“La question de l'exigibilité subjective doit également être clarifiée de manière objective : il ne s'agit donc pas de savoir si la personne concernée considère l'examen comme raisonnablement exigible sur la base de sa propre perception subjective, mais d'évaluer objectivement les circonstances subjectives, par exemple l'âge, l'état de santé, les expériences antérieures en matière d'examens, afin de déterminer si ces circonstances permettent ou non l'examen (cf. ATF 134 V 61 consid. 4.2.1). L'exigibilité objective est notamment liée au fait qu'un examen médical, voire une expertise, peut toucher à la liberté personnelle d'une personne assurée, sachant que seules de légères atteintes aux droits fondamentaux de la liberté personnelle doivent être acceptées par les assurés. En l'absence d'un motif concret s'y opposant, les examens usuels dans un centre d'expertise doivent généralement être considérés comme raisonnables (arrêts du TF 8C_283/2020 du 4 août 2020 consid. 4 et réf. citées). 4.2 Si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut, selon l'art. 43 al. 3 LPGA, se prononcer sur l'état du dossier et clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. L'assureur doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Ainsi, l'assuré qui ne se soumet pas à une mesure exigible prend délibérément le risque que sa demande de prestations soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations. Celle-ci devra rendre une nouvelle décision, si les nouveaux éléments recueillis sont de nature à justifier une appréciation différente de la situation (arrêt du TF 9C_236/2021 du 3 septembre 2021 consid. 2 et réf. citées).”
L'obbligo di collaborazione comprende — nella misura indicata dalla fonte — in particolare la messa a disposizione di referti medici, perizie e di altri documenti nonché l'autorizzazione a terzi a consegnare tali documenti e a fornire informazioni. L'art. 43 cpv. 3 LPGA è applicabile solo se la persona assicurata o altri beneficiari non adempiono ingiustificabilmente agli obblighi di informazione/collaborazione; è necessaria una preventiva diffida scritta con l'indicazione delle conseguenze giuridiche e la concessione di un termine di riflessione adeguato.
“Für den Bereich der Unfallversicherung wird die Mitwirkungspflicht in Art. 55 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) dahingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder und Belege über die Verdienstverhältnisse; sie muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu erteilen (Art. 55 Abs. 1 UVV). Die versicherte Person muss sich zudem weiteren vom Versicherungsträger angeordneten Abklärungsmassnahmen unterziehen, insbesondere zumutbaren medizinischen Untersuchungen, die der Diagnose und der Bestimmung der Leistungen dienen. Unzumutbar sind medizinische Massnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit des Versicherten darstellen (Art. 55 Abs. 2 UVV; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_110/2012 vom 16. November 2012 E. 2). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann, wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.”
Se esistono opzioni terapeutiche conservative efficaci o altre alternative, oppure se tali opzioni sarebbero state disponibili, ciò può far venire meno l'obbligo di copertura dei costi per un intervento (p. es. mastoplastica riduttiva). In tal caso, nel quadro dell'accertamento ai sensi dell'art. 43 LPGA va verificato quale delle prestazioni prese in considerazione debba essere preferita sotto il profilo dell'appropriatezza.
“Schliesslich ist für die Vergütung der Mammareduktionsplastik durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung von Bedeutung, ob konservative Massnahmen eine wirksame alternative Behandlungsmöglichkeit darstellen oder dargestellt hätten. Dabei ist unter dem Gesichtspunkt der Wirksamkeit einer Leistung nicht in erster Linie die möglichst vollständige Beseitigung der körperlichen oder psychischen Beschwerden entscheidend. Vielmehr ist danach zu fragen, ob das Ziel der Behandlung, mithin Beschwerdefreiheit und/oder Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Funktionalität, objektiv erreichbar ist. Ist die Wirksamkeit einer alternativen Behandlungsmöglichkeit zu bejahen, stellt sich schliesslich die Frage, welche der beiden Leistungen die zweckmässigere ist, was je nachdem dazu führen kann, dass die Kostenübernahmepflicht für eine grundsätzlich wirksame Reduktionsplastik entfällt (vgl. BGE 130 V 299 E. 6.1 und 6.2.1.1). 5.1 Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 ATSG) hat die verfügende Behörde bzw. das Gericht die Abklärung des”
“Schliesslich ist für die Vergütung der Mammareduktionsplastik durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung von Bedeutung, ob konservative Massnahmen eine wirksame alternative Behandlungsmöglichkeit darstellen oder dargestellt hätten. Dabei ist unter dem Gesichtspunkt der Wirksamkeit einer Leistung nicht in erster Linie die möglichst vollständige Beseitigung der körperlichen oder psychischen Beschwerden entscheidend. Vielmehr ist danach zu fragen, ob das Ziel der Behandlung, mithin Beschwerdefreiheit und/oder Wiederherstellung der körperlichen und psychischen Funktionalität, objektiv erreichbar ist. Ist die Wirksamkeit einer alternativen Behandlungsmöglichkeit zu bejahen, stellt sich schliesslich die Frage, welche der beiden Leistungen die zweckmässigere ist, was je nachdem dazu führen kann, dass die Kostenübernahmepflicht für eine grundsätzlich wirksame Reduktionsplastik entfällt (vgl. BGE 130 V 299 E. 6.1 und 6.2.1.1). 5.1 Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 ATSG) hat die verfügende Behörde bzw. das Gericht die Abklärung des”
LPGA art. 43 n. 102 Se il reddito da lavoro di terzi (p. es. del coniuge) è rilevante ai fini della determinazione dell'importo della prestazione, l'ente assicurativo è tenuto, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a svolgere gli accertamenti necessari. Ciò può comprendere la richiesta dell'attestazione delle retribuzioni annuali, di tutte le buste paga mensili nonché informazioni sul lavoro a tempo parziale, sull'incapacità di lavoro o sulle prestazioni assicurative.
“Die Beschwerdegegnerin hätte im Rahmen der ihr obliegenden Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG das Erwerbseinkommen des Ehemannes im Jahr 2019 weiter abklären müssen. Dieser Aspekt ist relevant, weil er die Beitragshöhe der Beschwerdeführerin beschlägt. Da es die Beschwerdegegnerin trotz gewichtiger Hinweise unterliess, den Sachverhalt in diesem Punkt rechtsgenüglich abzuklären, und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, ist der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den Sachverhalt ergänzend abzuklären. Die Beschwerdegegnerin wird beim Ehemann erneut den Jahreslohnausweis für das Jahr 2019 einzufordern haben. Zudem wird sie bei der B.____ AG sämtliche monatlichen Lohnabrechnungen für das Jahr 2019 verlangen müssen. Gleichzeitig wird sie sich bei der B.____ AG erkundigen müssen, ob der Ehemann im Jahr 2019 in gewissen Phasen aufgrund einer teilweisen Arbeitsunfähigkeit teilzeitlich arbeitete oder ob er während des ganzen Jahres zu 100% krankgeschrieben war. Beim Krankentaggeldversicherer G.”
“___ nachgefragt, wie hoch die im Lohn enthaltene Nachzahlung der Kinderzulagen gewesen sei (EL-act. 11). Die Antwort der Gemeinde liegt nicht bei den Akten. Im Feststellungsblatt vom 3. Februar 2020 hat die zuständige EL-Sachbearbeiterin notiert, dass im Lohn 2018 Nachzahlungen von Kinderzulagen von Fr. 23'800.-- sowie die laufenden Kinderzulagen von Fr. 4'800.-- enthalten seien. Der effektive Lohn habe im Jahr 2018 somit Fr. 10'531.-- betragen (EL-act. 10). Sollte sich das Erwerbseinkommen per 1. Januar 2019 erhöht haben (gemäss Art. 23 Abs. 1 ELV sind in zeitlicher Hinsicht in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen massgebend), wäre das Erwerbseinkommen rückwirkend ab 1. Januar 2019 anzupassen (vgl. Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV). Die Beschwerdegegnerin wird also noch die entsprechenden Belege betreffend die Nachzahlung und Anrechnung der Kinderzulagen in dem im Lohnausweis 2018 angegebenen Bruttolohn einholen müssen. Demnach ist der angefochtene Einspracheentscheid wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die im Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 31. März 2019 anrechenbaren Unterhaltsleistungen des Beschwerdeführers, betreffend das ab 1. Januar 2019 anrechenbare Vermögen und die ab 1. Januar 2019 anrechenbaren Vermögenserträge sowie betreffend das ab 1. Januar 2019 anrechenbaren Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch anwendbaren Fassung). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 101 L'ente assicurativo decide in base alla documentazione e alle deduzioni delle parti quali mezzi di accertamento sono necessari. Può stabilire che una semplice relazione medica sia sufficiente oppure disporre ulteriori accertamenti medici o perizie (p. es. test neuropsicologici), se ciò è necessario per una valutazione affidabile del diritto alla prestazione. Ulteriori accertamenti devono essere disposti se dagli atti o dalle deduzioni delle parti emergono indizi pertinenti.
“8 ATSG) ist (lit. c). 3.2. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 3.3. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders vorliegend der IV-Stelle , über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden. Namentlich darüber, ob ein einfacher Arztbericht genügt oder ob weitere Abklärungen notwendig sind. Dabei hat der Versicherungsträger wie das Sozialversicherungsgericht die Beweismittel frei zu würdigen. Im Beschwerdeverfahren hat das Gericht demnach zu prüfen, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 122 V 157, 160 E. 1b und 1c). 3.4. Um den medizinischen Sachverhalt beurteilen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256, 261 E.”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Bis zum Erlass einer Verfügung entscheiden die IV-Stellen, welche Abklärungen massgebend und notwendig sind (Art. 57 Abs. 3 IVG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hiezu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283).”
“404 de l'annexe à l'OIC-DFI, jugé conforme à la loi par le Tribunal fédéral, sont reconnus en tant qu'infirmité congénitale les troubles congénitaux du comportement chez les enfants non atteints d’un retard mental, avec preuves cumulatives de troubles du comportement au sens d’une atteinte pathologique de l'affectivité ou de la capacité d’établir des contacts (ch. 1), de troubles de l'impulsion (ch. 2), de troubles de la perception (fonctions perceptives; ch. 3), de troubles de la capacité de concentration (ch. 4), ainsi que de troubles de la mémorisation (ch. 5). Le diagnostic doit être posé et le traitement débuté avant l’accomplissement de la neuvième année de l'intéressé, de même que le traitement de ces troubles doit avoir débuté avant cette date. Il s'agit de conditions du droit à la prestation pour les mesures médicales au sens de l'art. 13 LAI, auxquelles il ne peut être renoncé (ATF 122 V 113 c. 1b; TF 9C_435/2014 du 10 septembre 2014 c. 4.1 et les références). 2.4 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Il détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (art. 43 al. 1bis LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 146 V 240 c. 8.3.2, 125 V 193 c. 2, 122 V 157 c. 1a). 3. 3.1 Dans la décision attaquée, l'intimé a nié tout droit à des mesures médicales, en indiquant qu'une infirmité congénitale au sens du ch. 404 de l'annexe à l'OIC-DFI pouvait être admise uniquement si des troubles de la compréhension, de la concentration et de la mémoire étaient identifiés, au moyen de tests neuropsychologiques, comme étant des troubles partiels des performances.”
“Beschwerde vom 4. November 2021, S. 2). Erstellt sei, dass die Beschwerdeführerin an einem Antikörpermangelsyndrom leide, welches «zu einer ausgeprägten Fatigue, zu rezidivierenden Infekten seit dem Kindesalter, Gelenk- und Muskelschmerzen, Überempfindlichkeit der Haut/Schleimhäute, grippeähnliche(n) Symptome(n), Halsschmerzen, Stressintoleranz, Verdauungs- und Hautprobleme(n)» führe, was von der Beschwerdegegnerin auch nicht in Frage gestellt werde. Ebenso wenig würden die damit zusammenhängenden Konsequenzen in Frage gestellt. Es sei nicht einzusehen, «was bei klarer Diagnosestellung und klarem klinischen Befund und klarer Zuweisung der Befunde zur gestellten Diagnose gutachterlich abzuklären sein» solle (vgl. Beschwerde vom 4. November 2021, S. 9). 3. 3.1. Zu prüfen ist zunächst, ob auf die Beschwerde einzutreten ist, soweit damit beanstandet wird, die in Aussicht gestellte Begutachtung sei nicht notwendig, weil der medizinische Sachverhalt bereits umfassend abgeklärt worden sei. 3.2. 3.2.1. Art. 43 Abs. 1bis ATSG sieht vor, dass der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen bestimmt. Die Auslegung einer Rechtsnorm ist notwendig, wo der Gesetzeswortlaut nicht klar ist oder Zweifel bestehen, ob ein scheinbar klarer Wortlaut den wahren Sinn der Norm wiedergibt (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich 2016, Rz. 175). Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht eindeutig und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach der wahren Tragweite der Rechtsnorm unter Berücksichtigung der Auslegungsinstrumente gesucht werden (sog. Methodenpluralismus, vgl. BGE 140 II 289, 291 f. E. 3.2). Bei jungen Gesetzen respektive Bestimmungen ist insbesondere der Wille des historischen Gesetzgebers von Bedeutung (vgl. BGE 138 II 440, 453 E. 13). 3.2.2. Dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1bis ATSG ist nicht eindeutig zu entnehmen, wann eine ärztliche Begutachtung der versicherten Person vorzunehmen beziehungsweise dies zu unterlassen ist.”
Se non sono rispettati i presupposti procedurali dell'art. 43 cpv. 3 LPGA (p. es. assenza della procedura preliminare di sollecito e di periodo di riflessione), la decisione impugnata può essere annullata come prematura e la questione rinviata all'amministrazione per un nuovo accertamento (in particolare per una nuova perizia).
“Daraus folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2020 verfrüht – nämlich ohne ein vorgängiges „Mahn- und Bedenkzeitverfahren“ – ergangen ist, weshalb sie als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin hat nicht gestützt auf den Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG auf die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verzichtet werden können, weil sich jene Bestimmung nur in einer allgemeinen Weise auf die Mitwirkungspflicht der versicherten Personen bei der Sachverhaltsabklärung bezieht, während der Art. 7b Abs. 1 IVG, der spezifisch die Mitwirkung bei einer Begutachtung betrifft, die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verlangt. Da nach der wegen der Verweigerung der Mitwirkung bei der neuropsychologischen und psychiatrischen Untersuchung gescheiterten Begutachtung nun die Gefahr einer (weiteren) Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Raum steht und da das kantonale Recht für das gerichtliche Verfahren keine dem Art. 43 Abs. 3 ATSG analoge Regelung kennt, mit dem das Versicherungsgericht die Beschwerdeführerin zur vollumfänglichen Kooperation im Rahmen einer Begutachtung im Auftrag des Gerichtes anhalten und bei Nichtbefolgen „sanktionieren“ könnte, muss die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden. Diese wird eine weitere psychiatrische und neuropsychologische Begutachtung in die Wege leiten und die Beschwerdeführerin konkret und spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung abmahnen. Sie wird ihr androhen, dass sie bei einer weiteren Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung keine Rentenleistungen mehr auszahlen werde. Die Rückweisung einer Sache zur weiteren Abklärung gilt rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind deshalb der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Diese hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der für die Bemessung dieser Entschädigung massgebende erforderliche Vertretungsaufwand ist als unterdurchschnittlich zu qualifizieren, weil der Sachverhalt dem Rechtsvertreter bereits bestens bekannt gewesen ist und weil der Rechtsvertreter nur die Replik und nicht auch die Beschwerdeschrift hat verfassen müssen.”
Per valutare il concreto incremento dell'autonomia garantito da un ausilio, nonché per accertare il numero preciso di ore del fabbisogno di assistenza, può essere necessario un accertamento domiciliare; l'amministrazione è tenuta, ai sensi dell'art. 43 LPGA, a compiere gli accertamenti necessari e, in caso di dubbio, a disporre una visita domiciliare.
“a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4ème éd., 2020, n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 16. a) En l’occurrence, on peut retenir que l’intimé a failli à son obligation d’instruire la cause à satisfaction, alors qu’il aurait dû procéder à une évaluation au domicile de la recourante pour déterminer le gain d’autonomie que lui prodiguerait le moyen auxiliaire litigieux. b) Il convient donc de renvoyer la cause à l’intimé pour procéder au complément précité. Il lui appartiendra également de solliciter le devis relatif à l’appareillage concerné afin de s’assurer du respect du principe de la proportionnalité.”
“Elle a en revanche besoin d’aide pour passer l’aspirateur et la panosse, nettoyer les sanitaires, faire le repassage et étendre la lessive (cf. point 4.2.1 du rapport d’enquête du 18 juillet 2022). Il ressort d’ailleurs du rapport du Dr J.________ du 26 janvier 2022 que la recourante ne peut pas porter de charges lourdes, notamment la lessive. Ainsi, s’il n’est pas contesté que la recourante a depuis longtemps besoin d’aide pour les travaux lourds (cf. point 4.2 du rapport du 21 novembre 2013), il ressort du rapport du 18 juillet 2022 qu’elle a désormais besoin d’une aide-ménagère pour les travaux de ménage courants (cf. point 4.2.1) alors qu’en 2013 elle s’occupait de l’entretien courant de son appartement. Si un besoin d’accompagnement est ainsi indéniable, il reste toutefois à déterminer si ce besoin est nécessaire en moyenne au moins deux heures par semaine (cf. ch. 2012 CSI), ce à quoi le rapport d’enquête du 18 juillet 2022 ne permet pas de répondre. b) Il s’ensuit qu’il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé, à qui il appartient en premier lieu d’instruire (cf. art. 43 LPGA), pour qu’il complète l’instruction en mettant en œuvre une nouvelle enquête, à domicile cette fois, ayant pour but de déterminer la durée que représentent les actes pour lesquels la recourante a besoin d’une aide-ménagère. 14. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants, puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La recourante voit ses conclusions admises avec l’assistance d’un mandataire qualifié et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Il convient d’arrêter cette indemnité à 2’500 fr.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 98 In caso di incapacità lavorativa di lunga durata o di invalidità, l'accertamento d'ufficio può altresì verificare se all'assicurato possano essere richieste attività ragionevoli che vadano al di là del ramo o della professione; l'assicurato deve, nell'ambito dell'assicurazione per l'invalidità, compiere tutto quanto è ragionevolmente esigibile per ridurre il danno o per ripristinare la capacità di guadagno. La procedura di cui all'art. 43 cpv. 1 segue il principio dell'indagine (principio inquisitorio), la cui portata è tuttavia limitata: le parti sono obbligate a collaborare e, alle condizioni ivi indicate, continuano a sopportare il rischio della prova, qualora senza la loro collaborazione non sia possibile accertare un fatto sufficiente ai fini della decisione.
“Singulièrement, en cas d'incapacité de travail de longue durée, l'activité qui peut être exigée de l'assuré peut aussi relever d'une autre profession ou d'un autre domaine d'activité (cf. art. 6 al. 1 seconde phrase LPGA). En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf. arrêt TF 9C_36/2018 du 17 mai 2018 consid. 4.2 et les références); il n'a pas droit à une rente lorsqu'il serait en mesure, au besoin en changeant de profession, d'obtenir un revenu excluant une invalidité ouvrant droit à une rente; la réadaptation par soi-même est un aspect de l'obligation de diminuer le dommage et prime aussi bien le droit à une rente que celui à des mesures de réadaptation. 2.4. La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA]) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid. 5.2 et les références). Le droit de faire administrer des preuves suppose que le fait à prouver soit pertinent, que le moyen de preuve proposé soit nécessaire pour constater ce fait et que la demande soit présentée selon les formes et délais prescrits (cf.”
Prima che l'ente assicuratore, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, adotti una decisione basata sugli atti o decida di non entrare in materia, deve sollecitare per iscritto la persona avente diritto alla prestazione, informarla delle conseguenze giuridiche concrete e concederle un periodo di riflessione adeguato. Una semplice comunicazione informativa, priva di un'indicazione concreta del termine o delle conseguenze giuridiche, non è sufficiente; la procedura di sollecito e del periodo di riflessione deve essere eseguita in modo formalmente corretto.
“4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art. 43 Abs. 3 ATSG der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.”
“Entgegen ihrer Auffassung war die Beschwerdegegnerin nicht berechtigt, einen Aktenentscheid gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG zu fällen, zumal sie vorgängig kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt hatte. Die Mitteilung vom 4. März 2020 (Urk. 11/2) bezeichnete sie selbst entsprechend ihrem Titel als «Willkommensschreiben». Diese ist also weder als Mahnung noch als Nachfristansetzung betitelt. Sie diente offensichtlich der allgemeinen Information des Beschwerdeführers und dürfte jeder versicherten Person nach der Anmeldung zugestellt werden. Eine konkrete Verletzung der Mitwirkungspflicht wurde darin nicht gerügt. Ebenso wenig wurde dem Beschwerdeführer eine Frist zur Einreichung der Unterlagen angesetzt. Vielmehr wurde er unter Beilage einer (nicht aktenkundigen) Broschüre und unter Anfügung einiger Gesetzesbestimmungen in allgemeiner Form gebeten, Unterlagen beizubringen. Daran vermag der Hinweis, es werde angenommen, er wolle keine Ansprüche gegenüber der Arbeitslosenversicherung stellen, falls er «keinerlei» Unterlagen/Angaben einreiche, nichts zu ändern (dazu auch E. 3.4). Im Übrigen lagen der Beschwerdegegnerin beim Verfassen dieses Schreibens nach eigenen Angaben bereits erste Unterlagen bezüglich des Arbeitsverhältnisses mit der B.”
“4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art. 43 Abs. 3 ATSG der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Die versicherte Person muss vorher ebenfalls schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; sodann ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.”
“Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein. Massgebend für die Beantwortung der Frage nach einem Rentenanspruch ist der Invaliditätsgrad, der wiederum wesentlich davon abhängt, welche Tätigkeiten der versicherten Person aus medizinischer Sicht in welchem Umfang zumutbar sind. Zur Beantwortung dieser Frage hat die IV-Stelle des Fürstentums Liechtenstein im Frühjahr 2016 ein handchirurgisches Gutachten eingeholt.”
“Januar 2022 angesetzte allgemein-internistische Begutachtung konnte unbestrittenermassen nicht durchgeführt werden, nachdem die Ehefrau - ohne entsprechendes Anrecht darauf, zumal es gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung alleine im Ermessen der einzelnen Gutachterperson liegt, den Beizug einer Drittperson ausnahmsweise zu bewilligen (vgl. BGE 132 V 443 E. 3) - darauf beharrte, bei der Untersuchung im Untersuchungszimmer anwesend zu sein. Schliesslich verliessen der Beschwerdeführer und seine Ehefrau die Gutachterstelle ohne entsprechende Untersuchung. Nachdem sich der Beschwerdeführer der allgemein-internistischen Begutachtung vom 20. Januar 2022 verweigert hatte, forderte die Beschwerdegegnerin ihn mit Schreiben vom 21. Januar 2021 letztmalig auf, seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen und eine unterzeichnete Bereitschaftserklärung betreffend Begutachtung zu retournieren (vgl. E. 3.7). Andernfalls sehe sie sich gezwungen, dies als Verweigerung der Begutachtung zu verstehen und aufgrund der vorliegenden Akten zu entscheiden. Dies werde zur Folge haben, dass sein Gesuch um Leistungen der Invalidenversicherung abgewiesen werde. Die Beschwerdegegnerin hat somit das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG korrekt durchgeführt. Obwohl der Beschwerdeführer mit der unterzeichneten Bereitschaftserklärung vom 24. Januar 2022 (E. 3.8) unter anderem bestätigt hatte, sich der angeordneten ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, scheiterte auch die zweite (psychiatrische) Begutachtung vom 7. Februar”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Bei einer Verletzung der Mitwirkungspflicht sind zwei Sanktionen vorgesehen: Nichteintreten auf das Leistungsbegehren oder Entscheidung aufgrund der Akten (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Dementsprechend durfte die Beschwerdegegnerin einen Entscheid aufgrund der Akten fällen, unter der Voraussetzung, dass sie nach Art. 43 Abs. 3 Satz 2 ATSG formell korrekt vorgegangen ist.”
Prima di applicare le sanzioni previste dall'art. 43 cpv. 3 LPGA (p.es. non entrare in materia, sospensione degli accertamenti, provvedimento basato sugli atti), la persona interessata deve essere preventivamente avvisata per iscritto, informata delle conseguenze giuridiche incombenti e le deve essere concesso un congruo termine di riflessione. Dottrina e giurisprudenza considerano tale procedura di avviso e di concessione del termine di riflessione un presupposto processuale che, in linea di principio, deve essere osservato; discostarsene non è agevolmente ammesso.
“Mais l'assureur ne peut se prononcer en l'état du dossier ou refuser d'entrer en matière - le choix de l'une ou l'autre décision dépendra notamment de l'avancement de l'instruction de la cause et de ses conséquences pour l'assuré ou d'éventuels tiers intéressés -, que s'il ne lui est pas possible d'élucider les questions de faits encore ouvertes sans difficultés ni complications particulières malgré l'absence de collaboration de l'assuré (cf. ATF 108 V 231 ss, 97 V 177; MAURER, Unfallversicherungsrecht, p. 255)." (sottolineature della redattrice). Inoltre, secondo Kieser, in ATSG-Kommentar, Zurigo 2003, ad art. 43 n. 38, pag. 440, " c) Art. 43 Abs. 3 ATSG bezieht sich schliesslich lediglich auf Leistungsbegehren. Soweit die Abklärung eine Versicherungs-unterstellung oder eine Beitragsfrage betrifft, kann eine Anwendung gegebenenfalls in analoger Weise erfolgen oder es ist auf die im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehene Sanktion bzw. Folge zurückzugreifen (vgl. z.B. Art. 24 Abs. 5 AHVV betreffend die Festsetzung von Akontobeiträgen in der AHV).". A pag. 441, n. 40 ad art. 43, l'autore afferma ancora: " Die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktionen können erst nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens angeordnet werden (vgl. dazu BBl 1999 4600). Dieses entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist (vgl. für näheres ATSG-Kommentar, Art. 21 Rz. 68 ff.). Es handelt sich um eine ausnahmslos zu beachtende Verfahrensregel, und es kann auch nicht davon abgewichen werden, wenn die betreffende Person zu erkennen gibt, dass sie der ihr obliegenden Pflicht jedenfalls nicht nachkommen will (vgl. BGE 122 V 219 f. in analoger Anwendung; vgl. ferner SVR 1998 UV Nr. 1 sowie Maeschi, Kommentar, Rz. 20 zu Art. 87 MVG). Dabei obliegt dem Verwaltungs-träger die Beweislast, wenn der Nachweis der Mahnung strittig ist (vgl. dazu SVR 1995 IV Nr. 41). Die zu erlassende Mahnung hat keinen Verfügungscharakter; denn sie betrifft nicht eine durch-setzbare Rechtspflicht, sondern eine Obliegenheit der Partei (vgl. SVR 1998 UV Nr. 1).". In sostanza l'amministrazione, quando deve effettuare degli atti istruttori, può decidere in base agli atti solo se non può accertare in alcun modo i fatti determinanti e dopo aver diffidato l'assicurato per iscritto, avvertendolo delle conseguenze giuridiche e impartendogli un adeguato termine di riflessione.”
“Bei der Ermittlung des Sachverhalts hat allerdings auch die versicherte Person mitzuwirken, weil sie den zur Festlegung sozialversicherungsrechtlicher Rechte und Pflichten massgebenden Sachverhalt am besten kennt. Insofern bilden die Mitwirkungspflichten eine gewisse Ergänzung und Einschränkung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2007 vom 2. Juli 2008 E. 6.3). Und zwar haben laut Art. 28 Abs. 2 ATSG Personen, die Versicherungsleistungen beanspruchen, unentgeltlich alle Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruches und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Kommen sie ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger, nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens, aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Mitwirkungs-pflicht - als Korrelat zum Untersuchungsgrundsatz (BGE 125 V 193 E. 2) - hat allgemeine Bedeutung und gilt auch im Gebiet der Ergänzungsleistungen (Art. 1 Abs. 1 ELG; Urteil des Bundesgerichts 9C_180/2009 vom 9. September 2009 E. 4.2.1).”
“In STF 9C_763/2016 del 9 ottobre 2017 il TF ha precisato che un provvedimento di non entrata nel merito di giustifica solo quando una valutazione della domanda di prestazioni sulla base degli atti senza la collaborazione della parte è esclusa. Al contrario, una decisione materiale in base agli atti può essere pronunciata solo quando la fattispecie rilevante giuridicamente non si può chiarire ulteriormente e in misura sufficiente indipendentemente dal provvedimento di accertamento che l’assicurato senza validi motivi rifiuta di dar seguito (cfr. anche DTF 9C_553/2016 del 17 novembre 2015). Inoltre, secondo Kieser (op. cit, ad art. 43 n. 101, pag. 780): " c) Art. 43 Abs. 3 ATSG bezieht sich schliesslich lediglich auf Leistungsbegehren. Soweit die Abklärung eine Versicherungs-unterstellung oder eine Beitragsfrage betrifft, kann eine Anwendung gegebenenfalls in analoger Weise erfolgen oder es ist auf die im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehene Sanktion bzw. Folge zurückzugreifen (vgl. z.B. Art. 24 Abs. 5 AHVV betreffend die Festsetzung von Akontobeiträgen in der AHV).". A pag. 780, n. 104, il medesimo autore afferma ancora: " Die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktionen können erst nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens angeordnet werden (vgl. dazu BBl 1999 4600; I 988/06 und SVR 2008 IV Nr. 17. I 677/05 E. 5.2). Dieses Verfahren entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist (vgl. für näheres ATSG-Kommentar, Art. 21 Rz. 147 ff.). Es handelt sich um eine ausnahmslos zu beachtende Verfahrensregel, und es kann auch nicht davon abgewichen werden, wenn die betreffende Person zu erkennen gibt, dass sie der ihr obliegenden Pflicht jedenfalls nicht nachkommen will (vgl. BGE 122 V 219 f. in analoger Anwendung; vgl. ferner SVR 1998 UV Nr. 1 sowie Maeschi, Kommentar, Rz. 20 zu Art. 87 MVG). Dabei obliegt dem Verwaltungs-träger die Beweislast, wenn der Nachweis der Mahnung strittig ist (vgl. dazu SVR 1995 IV Nr. 41). Die zu erlassende Mahnung hat keinen Verfügungscharakter; denn sie betrifft nicht eine durchsetzbare Rechtspflicht, sondern eine Obliegenheit der Partei (vgl. SVR 1998 UV Nr. 1).". L'art.”
“Vor Erlass einer Sanktion muss der Versicherungsträger die versicherte Person gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen einer mangelnden Mitwirkung hinweisen; es ist ihr dabei eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Dieses Verfahren entspricht demjenigen, welches nach Art. 21 Abs. 4 ATSG durchzuführen ist. Es handelt sich um eine ausnahmslos zu beachtende Verfahrensregel.”
“Zusammenfassend ergibt sich aufgrund der Aktenlage, dass der Beschwerdeführer bisher von der Beschwerdegegnerin nie aufgefordert worden ist, die notwendigen Unterlagen zur Beurteilung seines Vermögens innert einer vorgegebenen Frist mit Hinweis auf die Säumnisfolgen gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG einzureichen. Die Beschwerdegegnerin hat zur Berechnung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf Zusatzleistungen für die Jahre 2020 bis 2022 auf den bekannten Vermögensstand per 31. Dezember 2018 abgestellt, wobei sie beim Vermögensverzicht jeweils Fr. 10'000.-- pro Jahr abgezogen hat, ohne jedoch ein entsprechendes Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. vorstehend E. 1.7). durchzuführen. Die Beschwerdegegnerin wäre jedoch gehalten gewesen, den Beschwerdeführer vorher schriftlich zu mahnen und ihn auf seine Auskunfts- und Mitwirkungspflichten sowie auf die Rechtsfolgen bei Zuwiderhandlung hinzuweisen. Dies wäre unabdingbare Voraussetzung für einen Entscheid aufgrund der Akten trotz nicht vollständig abgeklärtem Sachverhalt gewesen (vgl. hierzu das Urteil des Bundesgerichts 9C_553/2016 vom 17. November 2016). Die Sache ist demnach an die Beschwerdegegnerin zur korrekten Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zurückzuweisen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.”
“Von einer qualifizierten Pflichtverletzung gemäss Art. 7b Abs. 2 IVG kann vorliegend keine Rede sein. Der Verweis auf die in der Mitteilung vom 7. Dezember 2020 genannten Säumnisfolgen genügt im konkreten Fall nicht, um von einem Mahn- und Bedenkzeitverfahren abzusehen. Dem Beschwerdeführer ist vielmehr unter substanziierter Bezugnahme auf das von ihm geforderte Verhalten schriftlich mitzuteilen, welche Folgen seine Widersetzlichkeit nach sich ziehen kann, und er ist aufzufordern, seiner zumutbaren Schadenminderungspflicht nachzukommen. Dazu ist ihm eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Die Beschwerdegegnerin war damit nicht befugt, ohne Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens aufgrund einer Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Abklärung gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG oder der Schadenminderungspflicht gemäss Art. 21 Abs. 4 ATSG einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu verneinen. Somit ist die Sache in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach korrekt durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu entscheide. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA l'istituto di assicurazione deve d'ufficio accertare in modo esatto e completo i fatti rilevanti ai fini del diritto. Ciò comprende accertamenti medici sullo stato di salute e sulla capacità lavorativa, nonché accertamenti di natura reddituale, in particolare il confronto dei redditi ai sensi dell'art. 16 LPGA per la determinazione del grado d'invalidità e dei conseguenti scaglioni di rendita.
“während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). 3.2. Bei einem IV-Grad von mindestens 40% besteht ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem IV-Grad von mindestens 50% ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem IV-Grad von mindestens 60% ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von mindestens 70% ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 3.3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs). 3.4. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung ist es Aufgabe der ärztlichen Fachpersonen, den Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist.”
“3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 3.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
L'assicuratore effettua gli accertamenti d'ufficio e determina, nell'ambito dell'art. 43 cpv. 1 e 1bis LPGA, il tipo e la portata degli accertamenti necessari. Secondo l'art. 43 cpv. 2 LPGA, la persona assicurata deve sottoporsi ad accertamenti medici o specialistici solo nella misura in cui questi siano necessari e ragionevoli per la valutazione. Il principio dell'accertamento è limitato dall'obbligo di collaborazione della persona assicurata.
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG zu unterziehen. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.”
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts prüft der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 1 ATSG die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhalten. Der Versicherungsträger bestimmt auch die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert. Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Urteil des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2010, 8C_733/2010, E. 3). Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass - wenn die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen - der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (BGE 117 V 261 E.”
“Was die Abklärung angeht, ist zu beachten, dass im Sozialversicherungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz gilt. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c i.V.m. Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG). Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art. 43 Abs. 3 ATSG der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen.”
“Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. auch Art. 7b Abs. 1 IVG). Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG muss die angeordnete Untersuchung notwendig und zumutbar sein. Als zumutbar gilt gemäss Art. 7a IVG jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist die Weigerung, sich der Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich entschuldbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.1). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, kann der Versicherungsträger gegebenenfalls das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10.”
In base all'art. 43 cpv. 1 LPGA vale nel procedimento amministrativo il principio dell'istruttoria: l'autorità deve d'ufficio chiarire i fatti rilevanti ai fini del diritto. Nel settore delle assicurazioni sociali la decisione — salvo che la legge non disponga diversamente — deve essere adottata secondo il grado di prova della prevalenza della probabilità; la mera possibilità di un fatto non è sufficiente. Il principio dell'istruttoria esclude in larga misura l'onere classico della prova a carico delle parti nel senso dell'obbligo esclusivo di fornire il materiale probatorio; qualora tuttavia si giunga alla mancanza di prove, la decisione va a sfavore della parte che intendeva ricavare diritti dal fatto non provato.
“Zu ergänzen ist, dass das Gericht nach dem im Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat. Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f. mit Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG) oder der verfügenden Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 222 mit Hinweisen; Urteile 8C_282/2020 vom 3. September 2020 E. 6.1; 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3).”
“Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 V 218 E. 6).”
“Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2).”
“Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen zu erfolgen hat, wobei es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts liegt, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung besteht ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_721/2019 vom 27. Mai 2020 E. 3 mit Hinweisen).”
“Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61 lit. c ATSG) oder der verfügenden Verwaltungsstelle (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen; Urteile 8C_282/2020 vom 3. September 2020 E. 6.1; 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3).”
LPGA art. 43 n. 92 In caso di nuove istanze, l'ente assicurativo deve innanzitutto verificare se le dichiarazioni fornite dall'assicurato appaiono nel loro complesso plausibili. Se non appaiono plausibili, l'autorità può definire la domanda mediante decisione di non entrata in materia, senza ulteriori accertamenti. Se l'assicurato dichiara che presenterà successivamente determinati documenti o relazioni mediche, di norma gli va concesso un termine congruo per la produzione di tali mezzi di prova (in linea di principio rilevanti); contestualmente va avvisato che, in difetto, l'autorità non entrerà nel merito. Tale prassi segue la limitazione dell'ambito d'indagine inquisitoria nelle nuove istanze sviluppata dalla giurisprudenza.
“Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autres investigations par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l’assuré que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref. Elle jouit sur ce point d’un certain pouvoir d’appréciation que le juge doit en principe respecter. Ainsi, le juge ne doit examiner comment l’administration a tranché la question de l’entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c’est-à-dire quand l’administration a refusé d’entrer en matière en se fondant sur l’art. 87 al. 3 RAI et que l’assuré a interjeté recours pour ce motif (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2 ; 9C_316/2011 du 20 février 2012 consid. 3.2 ; 9C_959/2011 du 6 août 2012 consid. 1.2). 4. a) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 2 RAI (ATF 125 V 195 consid. 2 ; 122 V 158 consid. 1a et les références). Lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 ; 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.3). b) Dans un litige relatif à un refus d’entrer en matière, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
“L'administration ou le juge peuvent cependant renoncer à procéder à des mesures d'instruction lorsqu'ils parviennent à la conclusion que les questions complémentaires ne sont pas décisives pour la solution du litige ou qu'elles ne pourraient les amener à modifier leur opinion (appréciation anticipée des preuves; arrêts TF 9C_509/2011 du 4 février 2011 consid. 4.4.1 et 9C_881/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.2; ATF 135 V 465 consid. 4.3.2, 134 I 140 consid. 5.3, 130 II 425 consid. 2.1, 124 V 90 consid. 4b, 122 II 4654 consid. 4a). Lorsque l'administration ne donne pas suite à une requête visant à poser des questions complémentaires à l'expert, la violation du droit d'être entendu invoquée en procédure de recours concerne en réalité la valeur probante de l'expertise et n'a pas de portée propre par rapport au grief tiré d'une mauvaise appréciation des preuves (cf. ATF 130 II 425 consid. 2.1). 2.4. Selon la jurisprudence, le fait pour l'OAI de prendre conseil auprès du SMR au sujet des pièces produites ne constitue pas une mesure d'instruction médicale. On ne peut en déduire que l'office est implicitement entré en matière sur la nouvelle demande déposée par un assuré (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 3.2). Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI. L'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi. Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 3.2. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
“Le litige porte sur le refus de l’intimé d’entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations présentée par la recourante le 17 juin 2020, singulièrement sur la question de savoir si l’intéressée a rendu plausible, eu égard aux pièces produites devant l’intimé, une modification significative de son état de santé depuis la décision de refus de prestations du 5 novembre 2018, entrée en force. 3. a) Lorsqu’une rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, une nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations, entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). b) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 et 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Ainsi, lorsqu’un assuré dépose une nouvelle demande sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Un tel avertissement n’est nécessaire que si les moyens proposés sont pertinents, en d’autres termes s’ils sont de nature à rendre plausibles les faits allégués (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.3). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une nouvelle demande, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier.”
“Par dernier examen matériel du droit aux prestations, il faut entendre la dernière décision entrée en force rendue avec une appréciation des preuves et une constatation des faits pertinents (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71). D’après la jurisprudence, l’exigence ancrée à l’art. 87 al. 2 RAI doit permettre à l'administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force d'écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l'assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 130 V 64 consid. 5.2.3 ; 117 V 198 consid. 4b et les références). Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles. Si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrer en matière (ATF 117 V 198 consid. 3a ; TF 9C_75/2021 du 15 novembre 2021 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 ; TF 9C_576/2021 du 2 février 2022 consid. 3.2). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l’administration pouvait appliquer par analogie l’art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) – qui permet aux organes de I’AI de statuer en l’état du dossier en cas de refus de l’assuré de coopérer – à la procédure régie par l’art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s’en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst. [Constitution fédérale suisse du 18 avril 1999, RS 101] ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
L'art. 43 cpv. 3 LPGA può essere applicato accanto a disposizioni che giustificano sanzioni (ad es. l'art. 7b LAI). Tuttavia, esso non può essere impiegato in luogo delle conseguenze sanzionatorie espressamente previste da altre norme (come la riduzione o il rifiuto delle prestazioni ai sensi dell'art. 7b LAI).
“Die Regelungen von Art. 43 Abs. 3 ATSG (Nichteintreten oder Sachentscheid aufgrund der Akten) und Art. 7b Abs. 1 IVG (Kürzung oder Verweigerung der Leistung) sind grundsätzlich nebeneinander anwendbar (Urteile des Bundesgerichts 9C_309/2019 vom 7. November 2019 E. 4.2.4 mit Hinweisen und 9C_744/2011 vom 30. November 2011 E. 5.1, vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts 9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 5). Zwar drohte die IV-Stelle mit Schreiben vom 3. Mai 2019 (Urk. 12/119) - wie übrigens bereits im Schreiben vom 31. August 2016 - einen Aktenentscheid an, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass dies zu einer Kürzung oder Verweigerung der Leistung respektive zu einer Rentenaufhebung führen könne. In der angefochtenen Verfügung vom 28. Oktober 2019 begründete sie die Rentenaufhebung im Wesentlichen damit, dass unklar sei, ob noch ein massgebender Gesundheitsschaden vorliege. Gemäss medizinischer Einschätzung könne der Gesundheitszustand durch eine psychotherapeutische Behandlung deutlich verbessert werden. Man gehe nun von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aus.”
“Die hier mit Schreiben vom 20. November 2019 (Urk. 7/32) und letztmals vom 10. Juni 2020 (Urk. 7/56) mitgeteilte Auflage zur Drogenabstinenz und dreimonatigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung hätte somit allein als medizinische Behandlungsmassnahme gestützt auf die Schadenminderungspflicht (Art. 7 und 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG) erfolgen dürfen. Da die Beschwerdegegnerin diese Anordnung unter dem Titel der Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren sowie (nach durchgeführtem Mahn- und Bedenkzeitverfahren) die Leistungsprüfung gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG schliesslich ohne Weiterungen aufgrund der Akten vornahm, kann ihr nicht gefolgt werden und war das Vorgehen unrechtmässig. Denn die hier allein in Frage stehende Sanktionsnorm des Art. 7b IVG (in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG) sieht einzig die Leistungskürzung oder -verweigerung vor, nicht aber den Entscheid aufgrund der Akten, wie ihn Art. 43 Abs. 3 ATSG für den Fall der verweigerten Auskunft oder Mitwirkung kennt.”
In caso di raccolta di prove con rilievo estero, ai sensi dell'art. 43 LPGA l'ente assicuratore è tenuto, nell'ambito del suo dovere di verifica e d'accertamento, a compiere tutto quanto ragionevolmente può essere richiesto per procurarsi mezzi di prova utili. Poiché le possibilità di acquisizione di prove all'estero sono limitate, ciò giustifica maggiori obblighi di collaborazione a carico dell'assicurato; questi è, nella misura del caso, tenuto a fornire ulteriori informazioni e a collaborare all'ottenimento di documenti esteri. Solo se l'ente assicuratore ha previamente svolto le indagini ragionevoli, può, in caso di mancata collaborazione ingiustificata dell'assicurato, adottare provvedimenti a suo svantaggio (p. es. decisione basata sugli atti o non entrata in materia).
“], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 45 ad art. 43 LPGA). L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou lorsque le comportement de la personne assurée apparaît comme totalement incompréhensible. Selon cette disposition, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état du dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible (Jacques-Olivier Piguet, op. cit., n. 50 ad art. 43 LPGA). Le devoir d’instruction s’applique également à l’instruction de demandes qui présentent des éléments d’extranéité. Les instruments à disposition des autorités suisses leur permettant de recueillir des moyens de preuve situés à l’étranger étant néanmoins limités, il y a lieu de poser des exigences élevées quant à l’obligation de collaborer de la personne assurée (Jacques-Olivier Piguet, op. cit., n. 59 ad art. 43 LPGA). 5. En l’espèce, il convient en premier lieu d’examiner s’il existe une exception au principe de territorialité, étant précisé que la condition de l'urgence n'est pas réalisée dans la mesure où un déplacement à l'étranger exclut précisément le caractère d'urgence d'une prestation médicale. Il y a lieu par conséquent d’examiner si l'opération en cause constituait une prestation non fournie en Suisse au sens de l'art. 36 al. 1 OAMal. a) La recourante, née de genre masculin, est suivie depuis octobre 2013 sur le plan psychothérapeutique, puis depuis décembre 2014 sur le plan endocrinologique, dans un contexte de transsexualisme d’homme à femme (dysphorie de genre) dans le but de réassignation sexuelle.”
“Quand bien même le principe inquisitoire dispense les parties de l’obligation de prouver, il ne les libère pas entièrement du fardeau de la preuve ; ainsi, s’il n’est pas possible d’établir un état de fait vraisemblablement conforme à la réalité, il est statué en défaveur de la partie qui entendait déduire un droit d’un état de fait demeuré sans preuve (ATF 139 V 176 cons. 5.2). Lorsque les faits à prouver sont des faits créateurs de droit, la partie qui supporte les conséquences de l’absence de preuve est celle qui fait valoir le droit ; en matière d’assurances sociales, il s’agit en règle générale de la personne assurée. Avant de conclure à l’impossibilité d’établir les faits, l’assureur doit, conformément au principe inquisitoire, entreprendre tout ce qui est raisonnablement exigible pour recueillir les moyens de preuves utiles (Piguet, in : Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 45 ad art. 43 LPGA). Le devoir d’instruction s’applique également à l’instruction de demandes qui présentent des éléments d’extranéité. Les instruments à disposition des autorités suisses leur permettant de recueillir des moyens de preuve situés à l’étranger étant néanmoins limités, il y a lieu de poser des exigences élevées quant à l’obligation de collaborer de la personne assurée (Piguet, op. cit., n. 59 ad art. 43 LPGA). 4. a) En l’espèce, il convient d’examiner s’il se justifie d’admettre une exception au principe de la territorialité. A l’appui de son recours, l’intéressé soutient que la pratique en matière de phalloplastie est insuffisante en Suisse et que l’intimée n’est pas parvenue à déterminer de manière précise et documentée le nombre de phalloplasties pratiquées en vue de se prononcer en toute connaissance de cause sur l’adéquation des traitements proposés. Il requiert en conséquence que l’OFS fournisse des renseignements plus circonstanciés, en donnant le nombre effectif de phalloplasties effectuées en Suisse ces cinq dernières années, les techniques utilisées à cette fin et le nombre de médecins pratiquant cette opération. Il reproche, au surplus, aux équipes médicales suisses de s’appuyer sur l’expertise du Dr F.________, lequel est proche des 80 ans et pratique une technique (RFF) qui tend à être abandonnée. b) En l’espèce, il résulte du dossier que l’intimée a procédé à diverses mesures d’instruction.”
Riferimento normativo: LPGA art. 43 n. 89 Prima di decidere di non entrare in materia, l'amministrazione deve diffidare per iscritto l'assicurato, concedergli un termine adeguato per la presentazione integrativa dei mezzi di prova e minacciare espressamente che, in caso contrario, non entrerà nel merito della questione. Si presuppone che i mezzi di prova offerti dall'assicurato siano rilevanti, ossia appaiano idonei a rendere plausibili i fatti addotti.
“Ainsi, le juge ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 4 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif. Ce contrôle par l'autorité judiciaire n'est en revanche pas nécessaire lorsque l'administration est entrée en matière sur la nouvelle demande (ATF 109 V 108 consid. 2b). Toutefois, le degré de la preuve exigée par l'art. 87 al. 2 RAI n'est pas celui de la haute vraisemblance prépondérante généralement exigée en matière d'assurance sociale (arrêts TF 9C_676/2018 du 27 novembre 2018, consid. 3.3; 9C_881/2007 du 22 février 2008 consid. 2.2 et 9C_708/2007 du 11 septembre 2008 consid. 2.2). Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration pouvait appliquer par analogie l'art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Cst.; RS 101; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués.”
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). 2.2. Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf. arrêt TF 9C_789/2012 précité consid. 2.2 et les réf.). Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué, non d'après celui existant au temps du jugement (cf.”
“Le juge ne doit examiner comment l’administration a tranché la question de l’entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c’est-à-dire quand l’administration a refusé d’entrer en matière et que l’assuré a interjeté recours pour ce motif (ATF 109 V 108 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). 4.2 Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 et les références). La personne assurée a en effet le fardeau de la preuve en ce qui concerne l’existence d’un changement plausible des circonstances depuis le dernier refus de prestations entré en force (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_619/2022 du 22 juin 2023 consid. 3.2 et les références). Eu égard au caractère atypique de cette procédure dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l’administration pouvait appliquer par analogie l’art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) – qui permet aux organes de l’AI de statuer en l’état du dossier en cas de refus de l’assuré de coopérer – à la procédure régie par l’art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s’en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 [Cst. – RS 101] ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d’autres termes qu’ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (arrêt du Tribunal fédéral 8C_308/2015 du 8 octobre 2015 consid.”
“Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA [RS 830.1]), ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Eu égard au caractère atypique de celle-ci dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l'administration devait appliquer par analogie l'art. 73 a RAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1 er janvier 2003) - qui permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer - à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce qui se justifiait aussi sous l'angle de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 Cst.). Ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions. Cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués. Si cette procédure est respectée, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué (ATF 130 V 64 consid.”
La cassa/ufficio AI è obbligata, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a procedere a propri accertamenti e non può limitarsi ad affidarsi senza verifica a attestazioni formali estere o a provvedimenti di autorizzazione. Non sono determinanti soltanto i documenti formali; l'autorità deve, se necessario, interrogare la persona interessata e tenere conto di circostanze quali gli spostamenti pendolari o i modelli di ritorno settimanale. Alla cassa compete inoltre la verifica della qualifica di frontaliero.
“___ beziehungsweise G.___ in B.___ – verfügt, wobei die entsprechenden Miet-/Kaufverträge fehlen und unklar ist, an welcher Adresse der Beschwerdeführer einwohnerrechtlich angemeldet war. Auch ist nicht aktenkundig, ob der Beschwerdeführer für sein Auto über ein CH-Kennzeichen verfügt. Was die familiären Verhältnisse betrifft, vermerkte der Beschwerdeführer auf dem Fragebogen «Unterhaltspflicht gegenüber Kindern» (Urk. 8/50), dass seine beiden Kinder (Jahrgang 2000 und 2003) ebenfalls an der vorgenannten Adresse in F.___ wohnhaft sind (Urk. 8/50). Aus den Akten geht hervor, dass sie über eine Schweizerische Krankenversicherungskarte KVG der Gemeinsamen Einrichtung KVG verfügen (Urk. 8/40, Urk. 8/48) und die Tochter an der Universität H.___ immatrikuliert ist (Studienbescheinigung FS 2020, Urk. 8/48). Unter den gegebenen Umständen kann ein Wohnsitz beziehungsweise Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht ohne Weiteres verneint werden. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf Art. 43 Abs. 1 ATSG verpflichtet gewesen, hinsichtlich der Wohnsitzfrage (und der Grenzgängereigenschaft) eigene Abklärungen zu tätigen, statt unbesehen auf den Bewilligungsbescheid der Bundesagentur für Arbeit vom 18. Mai 2020 (Urk. 8/17-20) abzustellen. Gemäss KS ALE 883 Rz. A84 liegt die Kompetenz zur Bestimmung des Wohnorts bei der Kasse, wobei nicht ausschliesslich formale Kriterien (Wohnsitzbescheinigung und dergleichen) massgebend sind, sondern vielmehr die betreffende Person zum Wohnort unter Zugrundelegung bestimmter Kriterien (Pendelbewegungen, wöchentliche Rückkehr etc.) zu befragen ist. Die Prüfung der Eigenschaft als Grenzgänger obliegt ebenfalls den Kassen (KS ALE 883 Rz. A37). Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben von Seiten der Bundesagentur für Arbeit nie zu seinen tatsächlichen persönlichen Verhältnissen beziehungsweise seinem Lebensmittelpunkt befragt wurde (Urk. 1 S. 6 Ziff. 15), mithin der Bewilligungsbescheid vom 18. Mai 2020 (Urk. 8/17-20) allenfalls ebenfalls nicht auf den gebotenen Abklärungen beruht.”
“___ beziehungsweise G.___ in B.___ – verfügt, wobei die entsprechenden Miet-/Kaufverträge fehlen und unklar ist, an welcher Adresse der Beschwerdeführer einwohnerrechtlich angemeldet war. Auch ist nicht aktenkundig, ob der Beschwerdeführer für sein Auto über ein CH-Kennzeichen verfügt. Was die familiären Verhältnisse betrifft, vermerkte der Beschwerdeführer auf dem Fragebogen «Unterhaltspflicht gegenüber Kindern» (Urk. 8/50), dass seine beiden Kinder (Jahrgang 2000 und 2003) ebenfalls an der vorgenannten Adresse in F.___ wohnhaft sind (Urk. 8/50). Aus den Akten geht hervor, dass sie über eine Schweizerische Krankenversicherungskarte KVG der Gemeinsamen Einrichtung KVG verfügen (Urk. 8/40, Urk. 8/48) und die Tochter an der Universität H.___ immatrikuliert ist (Studienbescheinigung FS 2020, Urk. 8/48). Unter den gegebenen Umständen kann ein Wohnsitz beziehungsweise Lebensmittelpunkt des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht ohne Weiteres verneint werden. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf Art. 43 Abs. 1 ATSG verpflichtet gewesen, hinsichtlich der Wohnsitzfrage (und der Grenzgängereigenschaft) eigene Abklärungen zu tätigen, statt unbesehen auf den Bewilligungsbescheid der Bundesagentur für Arbeit vom 18. Mai 2020 (Urk. 8/17-20) abzustellen. Gemäss KS ALE 883 Rz. A84 liegt die Kompetenz zur Bestimmung des Wohnorts bei der Kasse, wobei nicht ausschliesslich formale Kriterien (Wohnsitzbescheinigung und dergleichen) massgebend sind, sondern vielmehr die betreffende Person zum Wohnort unter Zugrundelegung bestimmter Kriterien (Pendelbewegungen, wöchentliche Rückkehr etc.) zu befragen ist. Die Prüfung der Eigenschaft als Grenzgänger obliegt ebenfalls den Kassen (KS ALE 883 Rz. A37). Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben von Seiten der Bundesagentur für Arbeit nie zu seinen tatsächlichen persönlichen Verhältnissen beziehungsweise seinem Lebensmittelpunkt befragt wurde (Urk. 1 S. 6 Ziff. 15), mithin der Bewilligungsbescheid vom 18. Mai 2020 (Urk. 8/17-20) allenfalls ebenfalls nicht auf den gebotenen Abklärungen beruht.”
LPGA art. 43 n. 87 Le autorità amministrative non possono avvalersi a proprio favore di un momento di revisione anticipato provocato mediante abuso del diritto. Se è accertata una tale provocazione, non è possibile l'annullamento o la riduzione retroattiva delle prestazioni a partire da quel momento anticipato; l'adeguamento sostanziale vincolante deve essere riferito al momento del provvedimento di adeguamento sostanziale che deve ancora essere emanato.
“Die wiederholten Hinweise der Beschwerdegegnerin auf die bundesgerichtliche Auffassung zum „überlebenden“ Revisionszeitpunkt haben dabei deutlich gemacht hat, dass diese damit gerechnet hat, den frühen Revisionszeitpunkt auch bei einer zu erwartenden gerichtlichen Aufhebung der Verfügung „retten“ zu können. Hier liegt also ein seltener Fall einer rechtsmissbräuchlichen Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes vor, weshalb eine rückwirkende Aufhebung der Rente per Ende Dezember 2012 nicht in Frage kommen kann (vgl. dazu bspw. auch den Entscheid IV 2013/492 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 9. April 2014 sowie den Entscheid IV 2013/141 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 7. Mai 2015, mit Hinweisen). Folglich wird die Beschwerdegegnerin mit Blick auf die Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens (vgl. E. 2) verbindlich im Sinne des Art. 56 Abs. 2 VRP verpflichtet, der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung den dann aktuellen Sachverhalt zugrunde zu legen und die Rente – sollte eine Anpassung in Anwendung der Schlussbestimmung zur IVG-Revision 6a notwendig sein – erst auf den sich aus dem Datum der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung ergebenden Zeitpunkt anzupassen. Gemäss dem Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen, was bedeutet, dass ihn die Pflicht zur Ermittlung des massgebenden Sachverhaltes trifft. Diese Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers wird durch eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung ergänzt (vgl. Art. 28 ATSG). Kommt die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger laut dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten verfügen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen, auf die Rechtsfolgen hinweisen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einräumen. Weil der Sinn und Zweck des Sozialversicherungsverfahrensrechtes darin besteht, dem materiellen Sozialversicherungsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, das heisst den Sozialversicherungsträger in die Lage zu versetzen, das materielle Recht auf einen vollständig ermittelten Sachverhalt anzuwenden, kann der Art.”
“Die wiederholten Hinweise der Beschwerdegegnerin auf die bundesgerichtliche Auffassung zum „überlebenden“ Revisionszeitpunkt haben dabei deutlich gemacht hat, dass diese damit gerechnet hat, den frühen Revisionszeitpunkt auch bei einer zu erwartenden gerichtlichen Aufhebung der Verfügung „retten“ zu können. Hier liegt also ein seltener Fall einer rechtsmissbräuchlichen Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes vor, weshalb eine rückwirkende Aufhebung der Rente per Ende Dezember 2012 nicht in Frage kommen kann (vgl. dazu bspw. auch den Entscheid IV 2013/492 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 9. April 2014 sowie den Entscheid IV 2013/141 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 7. Mai 2015, mit Hinweisen). Folglich wird die Beschwerdegegnerin mit Blick auf die Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens (vgl. E. 2) verbindlich im Sinne des Art. 56 Abs. 2 VRP verpflichtet, der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung den dann aktuellen Sachverhalt zugrunde zu legen und die Rente – sollte eine Anpassung in Anwendung der Schlussbestimmung zur IVG-Revision 6a notwendig sein – erst auf den sich aus dem Datum der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung ergebenden Zeitpunkt anzupassen. Gemäss dem Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen, was bedeutet, dass ihn die Pflicht zur Ermittlung des massgebenden Sachverhaltes trifft. Diese Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers wird durch eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung ergänzt (vgl. Art. 28 ATSG). Kommt die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger laut dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten verfügen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen, auf die Rechtsfolgen hinweisen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einräumen. Weil der Sinn und Zweck des Sozialversicherungsverfahrensrechtes darin besteht, dem materiellen Sozialversicherungsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, das heisst den Sozialversicherungsträger in die Lage zu versetzen, das materielle Recht auf einen vollständig ermittelten Sachverhalt anzuwenden, kann der Art.”
I rifiuti di collaborazione per motivi di salute sono riconosciuti come giustificati solo se è fornita documentazione medica. In mancanza di tali riscontri, la perdurante passività, di regola, non può essere considerata giustificata e può comportare il non entrare in materia ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“L’intéressé n’a pas non plus réagi au projet de décision, ne donnant finalement les renseignements requis par l’intimé qu’en procédure de recours. Le recourant est ainsi resté passif durant de nombreux mois, malgré le rappel des conséquences possibles sur le plan du traitement de sa demande de prestations AI. Dans son recours, l’intéressé n’explique pas les raisons de son silence, évoquant uniquement les « conséquences morales » engendrées par son état de santé et un manque de connaissance de la bureautique et des questions administratives. L’intéressé n’a cependant fourni aucun élément d’ordre médical susceptible de démontrer qu’il n’était pas capable, en raison de son état de santé, de répondre au questionnaire de l’intimé. Etant par ailleurs suivi par les services sociaux, qui lui délivrent le revenu d’insertion depuis de nombreuses années, il pouvait cas échéant s’adresser à son assistant social pour le soutenir dans ses démarches administratives. Il n’a pas non plus cherché à contacter l’intimé pour donner les renseignements requis d’une autre manière. En conséquence, force est de constater que la sommation requise par l’art. 43 al. 3 LPGA a été valablement notifiée au recourant et que la passivité de celui-ci n’était pas excusable. b) Cependant, l’intimé déclare dans sa réponse que les renseignements fournis par le recourant dans son recours lui permettent de poursuivre ses investigations et propose que l’affaire lui soit renvoyée. Or, ces informations sont entièrement superposables à celles contenues dans la demande d’AI déposée par le recourant. Elles font également échos aux renseignements donnés par son médecin traitant dans son rapport du 7 mai 2020. Ainsi, les noms des médecins et hôpitaux auxquels le recourant s’est adressé pour le suivi de ses atteintes aux jambes étaient déjà connus de l’intimé en juillet 2020, lorsque les renseignements litigieux ont été demandés. A cet égard, l’intimé a relevé, au moment de saisir le SMR pour avis en novembre 2020, que le Service d’orthopédie et de traumatologie du K.________ n’avait pas complété le rapport médical qui lui avait été soumis, se limitant à transmettre la copie du rapport de consultation établi le 30 octobre 2019 à l’intention du médecin traitant.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 19.09.2024 Art. 43 Abs. 3 ATSG: Die Beschwerdeführerin erklärte mehrfach, an einer vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung wegen der damit verbundenen psychischen Belastung nicht teilnehmen zu können, ohne dafür medizinische Belege vorzulegen. Die Begutachtung erweist sich als notwendig und zumutbar. Die Beschwerdegegnerin ist auf das Leistungsbegehren zu Recht nicht eingetreten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. September 2024, IV 2024/66). Entscheid vom 19. September 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2024/66 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente (Nichteintreten)”
Riferimento: LPGA, art. 43 n. 85 Misura di accertamento versus riduzione del danno: solo quando una misura può essere qualificata come accertamento ai sensi dell'art. 43 LPGA ne consegue per l'ente assicuratore un obbligo di adottare un provvedimento e, in linea di principio, un obbligo di copertura dei costi. Se l'invito ha invece come unico scopo la riduzione del danno, si tratta di un onere di diritto delle assicurazioni sociali senza obbligo di provvedimento; non è prevista una copertura dei costi da parte dell'AI per tale scopo.
“Bereits aus der ursprünglichen Auferlegung der Massnahme am 28. Januar 2022 (Urk. 9/60) lässt sich unmissverständlich herauslesen, dass die auferlegte Reha einzig und alleine der Schadenminderung dient und in keiner Weise auch nur teilweise einen Anteil eines Abklärungscharakters hat. So wurde die Reha gemäss Wortlaut bereits im Schreiben vom 28. Januar 2022 zur Verbesserung des Gesundheitszustandes (nicht zur Untersuchung respektive Abklärung) auferlegt, weil dadurch zu erwarten ist, dass die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit wieder in ihrem bisherigen Pensum ausführen kann («dass [Sie] dadurch Ihre bisherige Tätigkeit wieder im bisherigen Pensum ausführen können»; S. 1). Dass im gleichen Schreiben - und worauf die Argumentation der Beschwerdeführerin beruht - laufende Abklärungen und ein Verweis auf Art. 43 ATSG erwähnt sind (Urk. 9/60 S. 1), steht dem nicht entgegen. Die Beschwerdegegnerin war in ihrer fortlaufenden Kommunikation mit der Beschwerdeführerin in der Folge stets eindeutig und teilte dieser jeweils mit, dass es sich um eine Massnahme mit dem einzigen Zweck der gesundheitlichen Verbesserung handelt. In den die ursprüngliche Aufforderung ersetzenden Schreiben vom 14. Juli 2022 (Urk. 9/93) und vom 21. September 2022 (Urk. 9/99), mit welchen die Auferlegung der Durchführung der Reha zeitlich nach hinten verschoben wurde, finden sich denn auch die potentiell irreführenden Passagen nicht mehr. Dass der auferlegten Reha keinerlei Abklärungszweck zukommt, ergibt sich auch daraus, dass die Beschwerdegegnerin diese der Beschwerdeführerin auferlegte ohne jegliche eigene Kontaktaufnahme mit einer medizinischen Institution, um diese mit einer Untersuchung zu beauftragen, welche einen exploratorischen Charakter haben könnte. Auch die Krankenkasse ging ohne Weiteres davon aus, dass es sich nicht um eine dem Leistungskatalog der Invalidenversicherung zuzuordnende, auf eine Abklärungsmassnahme zurückführende Leistung geht, nahm sie doch direkt eine eigene Leistungspflicht an und erteilte der Beschwerdeführerin umgehend eine Kostengutsprache für die Behandlung von 21 Tagen mit der Option auf Verlängerung (vgl.”
“2), bleibt im Folgenden lediglich zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin eine materielle Verfügungspflicht trifft. Entscheidend dafür ist der Charakter der vier- bis sechswöchigen psychosomatischen Behandlung. Bei der Aufforderung der IV-Stelle an eine versicherte Person zur Durchführung einer medizinischen Behandlung im Sinne einer Schadenminderungspflicht handelt es sich nicht um eine rechtlich erzwingbare Pflicht, sondern um eine sozialversicherungsrechtliche Last, deren Erfüllung die Voraussetzung der Entstehung oder des Fortbestandes eines Rentenanspruches ist, weshalb dafür keine Verfügungspflicht besteht (BGE 146 I 62 E. 5.4.2, Urteile des Bundesgerichts 8C_510/2011 vom 17. Oktober 2012 E. 3 und 9C_816/2008 vom 12. März 2009 E. 3). Die Kostenübernahme einer Massnahme betreffend einer auferlegten Schadenminderungspflicht ist denn im Invalidenversicherungsrecht auch nicht vorgesehen. Anders verhielte es sich für den Fall, dass es sich bei der der vier- bis sechswöchigen psychosomatischen Behandlung um eine Abklärungsmassnahme im Sinne von Art. 43 ATSG handelte, wovon die Beschwerdeführerin ausgeht (E. 2.2). Diesfalls hätte die Beschwerdegegnerin die Kosten zu übernehmen (Art. 45 Abs. 1 ATSG) und entsprechend bestünde eine Verfügungspflicht.”
Le perizie di specialisti esterni (perizie amministrative o giudiziarie) che soddisfano i criteri sostanziali e probatori richiesti dalla giurisprudenza possono, nel procedimento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, essere in linea di principio valutate con pieno valore probatorio, purché non sussistano indizi concreti contrari all'affidabilità della perizia.
“3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch die schädigenden Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind (Art. 9 Abs. 1 UVG). Die vom Bundesrat erstellte Liste dieser Stoffe und Arbeiten befindet sich in Anhang 1 zur Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202). Überdies gelten gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind, als Berufskrankheiten. Soweit nichts Anderes bestimmt ist, sind Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald der Betroffene erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig (vgl. Art. 6 ATSG) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG). 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4. und BGE 125 V 351, 353E.”
“Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 352, 353 E. 3b/bb). 3.4. Im Administrativverfahren nach Art. 43 Abs. 1 ATSG wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess nach Art. 61 lit. c ATSG gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung). 4. 4.1. 4.1.1. Der Beschwerdeführer wurde von Dr. L____ rheumatologisch und von Dr.”
“Der Anspruch auf eine Rente entsteht jedoch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). Wird, wie vorliegend, rückwirkend eine befristete Rente zugesprochen, sind die revisionsrechtlichen Bestimmungen von Art. 17 ATSG und Art. 88a Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) auf die Änderung des Anspruchs anwendbar (BGE 140 V 207, 211 f. E. 4.1 und BGE 109 V 125, 126 E. 4a). Es ist demnach zu beurteilen, ob sich der zunächst für eine bestimmte Dauer bejahte rentenbegründende Invaliditätsgrad der betroffenen Person ab einem bestimmten Zeitpunkt in einem derartigen Ausmass verändert hat, dass kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht. 3.2. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes bzw. eines medizinischen Gutachtens ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1; BGE 125 V 351, 352 E. 3a; BGE 122 V 157, 160 E. 1c). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 351, 353 E.”
“Bei der Beurteilung der Arbeits (un) fähigkeit stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Die für die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuführenden Abklärungen (Art. 43 Abs. 1 ATSG) beinhalten nicht das Recht des Versicherungsträgers, eine "second opinion" zu dem bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn dieser nicht seinen Vorstellungen entspricht (BGE 141 V 330 E. 5.2). Administrativgutachten sind für die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren für das Gericht verbindlich, sofern nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). Entscheidend für die Frage, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist somit, inwieweit die bereits vorliegenden Gutachten die von der Rechtsprechung gestellten inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteile 8C_604/2021 vom 25. Januar 2022 E. 8; 8C_133/2021 vom 25. August 2021 E. 4.2; vgl. auch Urteil 8C_60/2023 vom 14. Juli 2023 E. 6.1).”
Per le malattie psichiche o le dipendenze va valutata, caso per caso, la sopportabilità delle misure psichiatriche-psicoterapeutiche in regime stazionario o ambulatoriale. Accertamenti e trattamenti psichiatrici-psicoterapeutici possono essere necessari ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA; i trattamenti disintossicanti o altre misure possono essere disposti soltanto nella misura in cui siano necessari per la valutazione e siano sopportabili per la persona assicurata.
“2) werden als Gründe für die Abweisung des Leistungsbegehrens die Verletzung der dreimonatigen Abstinenzpflicht genannt, dass die Arbeitsfähigkeit gesteigert werden könne und dass die Behandlungsmöglichkeiten nicht ausgeschöpft seien. Ob es sich bei den angeordneten Massnahmen um solche im Rahmen der Mitwirkungspflicht bei der Abklärung (Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 ATSG) handelt - wovon die Beschwerdegegnerin in ihrem Schreiben vom 23. Oktober 2019 ausging - oder ob sie dem Beschwerdeführer unter dem Titel der Schadenminderungspflicht (Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG) auferlegt wurden - wie dies im Feststellungsblatt (Urk. 6/50/8) ausgeführt wurde - kann vorliegend offen bleiben. Denn Art. 7b Abs. 1 IVG legt in beiden Fällen fest, dass Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden können, wenn die auferlegten Massnahmen nicht erfüllt wurden. Eine Entzugsbehandlung kann zudem unter beiden Titeln nur angeordnet werden, wenn sie zumutbar ist (Art. 21 Abs. 4 und Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 7a IVG).”
“Die versicherte Person hat sich, soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Bezug auf die Voraussetzung der Zumutbarkeit gelten die zu Art. 21 Abs. 4 ATSG entwickelten Grundsätze analog (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 92 zu Art. 43 ATSG). Nie zumutbar ist eine Verhaltensweise, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellt. Diagnostische, rehabilitative oder therapeutische Massnahmen stellen grundsätzlich keine solche Gefahr dar (Kieser, a.a.O., N 128 f. zu Art. 21 ATSG). Nach der Einzelgesetzgebung gilt eine medizinische Massnahme dann als zumutbar, wenn sie zu diagnostischen Zwecken nötig ist oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eine erhebliche Besserung verspricht (so Art. 18 Abs. 2 Bundesgesetz über die Militärversicherung, MVG). Diese Festlegung hat allgemeine Bedeutung, da sie eine Konkretisierung der Zumutbarkeit darstellt (Kieser, a.a.O., N 135 zu Art. 21 ATSG). Wie bereits erwähnt, erwies sich die seitens der Beschwerdegegnerin angeordnete psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zur fachpsychiatrischen Einschätzung des psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin als notwendig.”
“Die Mitwirkungspflicht nach Art. 43 Abs. 2 ATSG ist an die doppelte Voraussetzung geknüpft, dass die Untersuchung notwendig ist und dass sie für die versicherte Person zumutbar ist (Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4. Aufl., 2020, N 90 zu Art. 43). Die behandelnden Ärzte der Z.___ attestierten allesamt eine volle Arbeitsunfähigkeit (vgl. hierzu E. 3.1 - 3.2, E. 3.4, E. 3.6-3.7), wobei Dr. C.___ und Dr. D.___ konstatierten, dass sie es als sinnvoll erachten würden, dem Beschwerdeführer einen stationären Aufenthalt zu empfehlen um ihn bezüglich seiner Einschränkungen und Fähigkeiten beobachten zu können (E. 3.1). In der Folge erachteten auch Dr. I.___ und zu Beginn Dr. J.___ eine stationäre Therapie als zumutbar, wobei Dr. J.___ ab September 2020 erstmals äusserte, dass sie der Meinung sei, dass der Beschwerdeführer aufgrund der komplexen Angststörung nicht aus der Familie herauskönne (vgl. E. 3.4.2) und im Verlauf klarstellte, dass sie davon ausgehe, dass der Antritt einer stationären Behandlung krankheitsbedingt schwierig sei (vgl.”
“Zusammenfassend kann nicht ohne weitere medizinischen Abklärungen von der Zumutbarkeit der geforderten Massnahmen ausgegangen werden. Diesbezüglich besteht weiterer Abklärungsbedarf. Auch ergibt sich aus den vorhandenen Akten jedenfalls kein medizinisch hinreichend nachvollziehbares Bild über den psychischen Gesundheitszustand sowie über eine mögliche Suchterkrankung und deren Auswirkungen auf die Eingliederungsfähigkeit und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. 4.6. Damit überzeugt auch die Verneinung eines Anspruches auf berufliche Massnahmen ohne weitere Abklärung nicht. Es erscheint daher angebracht, dass die Beschwerdegegnerin zunächst den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Rahmen einer umfassenden gutachterlichen Beurteilung abklärt. Dabei hat sich die Gutachtensperson auch zur Frage zu äussern, ob die Einhaltung der auferlegten Schadenminderungsauflagen zumutbar ist. 5. 5.1. Bei alledem ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass sich die versicherte Person nach Art. 43 Abs. 2 ATSG ärztlichen und fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Zumutbar ist die Mitwirkung, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung des Pflichtigen steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen. Dabei ist die Frage der subjektiven Zumutbarkeit ebenfalls objektiv zu klären: Es geht mithin nicht etwa darum, ob die betreffende Person aus ihrer eigenen, subjektiven Wahrnehmung heraus die Untersuchung als zumutbar erachtet, sondern darum, dass die subjektiven Umstände, etwa Alter, Gesundheitszustand, bisherige Erfahrungen mit Abklärungen, in einer objektiven Betrachtung dahingehend gewürdigt werden, ob diese Umstände die Untersuchung zulassen oder nicht. Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 82 In presenza di una documentazione insufficiente per la valutazione di merito (p. es. idoneità alla rendita, grado d'invalidità), l'ente assicurativo deve stabilire la natura e l'entità degli accertamenti d'ufficio da svolgere e, nella misura in cui, sulla base delle istanze delle parti o di altri elementi del fascicolo, sussista motivo sufficiente, disporre indagini supplementari per colmare le lacune probatorie.
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und feststellen muss. Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158; SVR 2020 KV Nr. 23 S. 111 E. 8.3.2). Die Versicherten und ihre Arbeitgeber haben beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art.”
“En particulier, un autre diagnostic ou la suppression d'un diagnostic ne représentent une aggravation, respectivement, une amélioration de l'état de santé propres à motiver une révision que si ces changements de circonstances touchent le droit à la rente (ATF 141 V 9 c. 5.2; SVR 2020 IV n° 25 c. 3). 2.6 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité, l'administration (ou le juge, en cas de recours) a besoin de documents que le médecin et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. En outre, les données fournies par le médecin constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore exiger de l'assuré (ATF 140 V 193 c. 3.2, 132 V 93 c. 4; SVR 2021 IV n° 54 c. 2.3). 2.7 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Il détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (art. 43 al. 1bis LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2, 122 V 157 c. 1a; SVR 2020 KV n° 23 c. 8.3.2). 3. 3.1 Dans sa décision contestée et sa réponse au recours, l’intimé indique se rallier aux conclusions de l’expertise bidisciplinaire du 22 décembre 2023. Il en infère d’abord que l’état de santé psychique n’a pas connu de modification déterminante depuis la crise survenue à la suite de l’accouchement de la recourante (en 2003), a fortiori donc depuis l’évaluation psychiatrique du 20 juillet 2011 servant de base d’appréciation pour cette comparaison.”
“Cette présomption légale peut être renversée en apportant la preuve du contraire, en ce sens que la personne assurée peut également invoquer des circonstances qui n’étaient d’aucune importance lors de l’évaluation de l’invalidité, mais qui l’empêchent néanmoins d’exploiter sa capacité résiduelle de travail théorique sur le plan économique. Il s’agit de toutes les circonstances qui entravent ou compliquent excessivement la réalisation d’un revenu, telles que l’âge, une formation et des connaissances linguistiques lacunaires, la situation du marché du travail, mais aussi les circonstances personnelles qui empêchent la personne concernée d’exploiter d’une manière exigible sa capacité de gain résiduelle. Le revenu hypothétique que la personne assurée pourrait effectivement réaliser est déterminant pour le calcul des prestations complémentaires (ATF 141 V 343 c. 3.3, 140 V 267 c. 2.2, 117 V 153 c 2c, 202 c. 2a; SVR 2020 EL n° 6 c. 5.2). 4.4 L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). Il détermine la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (art. 43 al. 1bis LPGA). Le principe de l'instruction d'office signifie que l'instance rendant une décision doit instruire et établir l'état de fait déterminant d'office, de sa propre initiative et sans être liée par les arguments et réquisitions de preuve des parties. Sont juridiquement déterminants, tous les faits dont l'existence a une incidence sur les éléments litigieux. Dans ce contexte, les autorités administratives doivent toujours entreprendre des mesures supplémentaires lorsque les allégués des parties ou d'autres pièces du dossier ne constituent pas des éléments suffisants permettant de statuer (ATF 117 V 282 c. 4a). Le principe de l'instruction d'office ne s'applique néanmoins pas de manière illimitée, mais a pour corollaire le devoir de collaborer des parties (ATF 125 V 193 c. 2, 122 V 157 c. 1a; SVR 2020 KV n° 23 c. 8.3.2). 5. 5.1 Dans sa décision sur opposition, l'intimée a renvoyé à la présomption juridique selon laquelle la recourante serait en mesure de réaliser le revenu hypothétique résultant de l'art.”
LPGA art. 43 n. 81 Con una documentazione sufficientemente chiara, l'autorità amministrativa può rinunciare a ulteriori perizie, nella misura in cui, in base a una valutazione probatoria dovuta, ritiene che accertamenti supplementari non muterebbero in modo significativo l'esito della decisione. Deve indicare chiaramente le ragioni per cui non si ritiene probabile l'emergere di nuovi elementi rilevanti ai fini della decisione (valutazione anticipata della prova).
“Zusammenfassend bestehen keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Vollständigkeit der versicherungsinternen RAD-Aktenbeurteilungen vom 18. Juli 2019 (AB 100 f.) und vom 6. September 2019 (AB 105), weshalb auf die entsprechenden Schlussfolgerungen zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit abgestellt werden kann. Der Beschwerdeführer war medizinisch-theoretisch seit Ende Oktober 2016 in einer dem somatischen Zumutbarkeitsprofil angepassten Tätigkeit ohne besondere kognitive Anforderungen und mit möglichst wenig interpersonellen Kontakten vollschichtig und ohne zusätzliche Leistungseinschränkungen, mithin zu 100 % arbeitsfähig (AB 105/11). Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu erwarten, sodass die Beschwerdegegnerin darauf verzichten durfte. Dies verstösst nicht gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und auch nicht gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung [BV; SR 101]) und das Gebot eines fairen Verfahrens (Art. 9 BV i.V.m. Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4).”
“Insgesamt sind jedenfalls keine konkreten Gründe ersichtlich, die es rechtfertigen würden, von der Beurteilung von Dr. D.____ abzuweichen. Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach gestützt auf die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. D.____ davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Zwangshaltungen, zusammengefasst rückenschonend, im Umfang von 80% arbeitsfähig ist. Vor diesem Hintergrund durfte die Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 137 V 64 E. 5.2, 136 I 229 E. 5.3) - ohne gegen den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu verstossen - auf weitere medizinische Abklärungen verzichten.”
“Bei einer insoweit hinreichend klaren Aktenlage besteht vorliegend kein weiterer Abklärungsbedarf, weshalb entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kein (weiteres) psychiatrisches und neuropsychologisches Gutachten einzuholen ist. Insbesondere liegt diesbezüglich keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor, zumal die IV-Stelle auf die Abnahme weiterer Beweise dann verzichten kann, wenn sie nach den von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und weitere Beweismassnahmen könnten an diesem Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen; BGE 124 V 90 E. 4b). Angesichts des vorstehend Ausgeführten ist sie denn auch zu Recht davon ausgegangen.”
“Folglich ist für den gesamten zu beurteilenden Zeitraum von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen. Nicht massgeblich ist die diesbezüglich von pract. med. Z.___ am 25. Juli 2022 «im Längsschnittverlauf» attestierte Arbeitsfähigkeit von 75 % seit Januar 2019 (Urk. 7/78/10). Eine überzeugende Begründung für die Abweichung von der früheren Beurteilung liegt nicht vor. Der RAD-Arzt merkte vielmehr zutreffend an, dass die Arbeitsfähigkeit nach den Einschätzungen des Psychiatriezentrums D.___ im Wesentlichen durch die somatischen Einschränkungen bedingt sei, woran sich seither nichts geändert habe. Inwiefern von den eventualiter beantragten weiteren medizinischen Abklärungen andere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten wären, ist bei der konkreten Ausgangslage nicht ersichtlich. Über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen besteht auf der Grundlage des von der Beschwerdegegnerin in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ermittelten Sachverhalts hinreichende Klarheit; über den Leistungsanspruch kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Von zusätzlichen Abklärungen ist folglich in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
“Nach dem Gesagten ist im Zeitraum zwischen der MEDAS-Begutachtung und dem Abschluss des Verwaltungsverfahrens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weder in somatischer noch in psychiatrischer Hinsicht eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. Folglich ist für den gesamten gerichtlichen Überprüfungszeitraum von der gutachterlich retrospektiv ab Juni 2017 attestierten 64%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten auszugehen (vgl. vorstehende E. 3.3.2). Inwiefern von den eventualiter beantragten weiteren medizinischen Abklärungen andere entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten wären, ist bei der konkreten Ausgangslage nicht ersichtlich. Über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen besteht auf der Grundlage des von der Beschwerdegegnerin in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ermittelten Sachverhalts hinreichende Klarheit; über den Leistungsanspruch kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_521/2021 vom 22. März 2022 E. 3.1.2). Von zusätzlichen Abklärungen ist folglich in antizipierter Beweiswürdigung abzusehen (BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).”
art. 43 cpv. 2 LPGA obbliga la persona assicurata a sottoporsi agli accertamenti medici o specialistici necessari e ragionevoli per la valutazione. Se la persona assicurata non adempie a tale obbligo di collaborazione senza giustificato motivo, le prestazioni possono, previa diffida scritta e dopo la concessione di un congruo termine, essere ridotte o negate.
“Gemäss Art. 7 Abs. l des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
“Gemäss Art. 7 Abs. l IVG muss die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Nach Art. 7 Abs. 2 IVG muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen, worunter insbesondere auch medizinische Massnahmen nach Art. 25 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) fallen. Nach Art. 7b Abs. l IVG können Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist. Art. 21 Abs. 4 ATSG bestimmt, dass einer versicherten Person die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, entzieht oder widersetzt oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Die versicherte Person muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Art. 43 Abs. 2 ATSG bestimmt, dass sich die versicherte Person ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat, soweit diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind. Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann nach Art.”
LPGA art. 43 n. 79 In presenza di contraddizioni rilevanti tra relazioni dettagliate di esperti, può essere necessario richiedere una perizia ai sensi dell'art. 43 LPGA; la mancata esecuzione di tale accertamento può costituire una violazione dell'art. 43 LPGA.
“Zu guter Letzt ist festzustellen, dass sich die Auffassungen von Prof. D.____ und Dr. C.____ in verschiedenen Punkten erheblich widersprechen. Sowohl Prof. D.____ als auch Dr. C.____ äussern sich nicht nur in einfachen Aktennotizen, sondern in ausführlichen Berichten zu den entscheidwesentlichen Sachverhaltsfragen. Hinzu kommt, dass auch Dr. G.____ in seiner im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstellten Aktenbeurteilung vom 5. März 2018 die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden bejaht und entgegen Dr. C.____ nicht davon ausgeht, dass nach sechs bis 12 Wochen der status quo ante eingetreten und es lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekommen ist. Diese Ausgangslage machte die Einholung eines Gutachtens gemäss Art. 44 ATSG unumgänglich, was die Beschwerdegegnerin aber nicht veranlasste, weshalb eine Verletzung von Art. 43 ATSG vorliegt.”
“Zu guter Letzt ist festzustellen, dass sich die Auffassungen von Prof. D.____ und Dr. C.____ in verschiedenen Punkten erheblich widersprechen. Sowohl Prof. D.____ als auch Dr. C.____ äussern sich nicht nur in einfachen Aktennotizen, sondern in ausführlichen Berichten zu den entscheidwesentlichen Sachverhaltsfragen. Hinzu kommt, dass auch Dr. G.____ in seiner im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstellten Aktenbeurteilung vom 5. März 2018 die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden bejaht und entgegen Dr. C.____ nicht davon ausgeht, dass nach sechs bis 12 Wochen der status quo ante eingetreten und es lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes gekommen ist. Diese Ausgangslage machte die Einholung eines Gutachtens gemäss Art. 44 ATSG unumgänglich, was die Beschwerdegegnerin aber nicht veranlasste, weshalb eine Verletzung von Art. 43 ATSG vorliegt.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 78 Nel chiarimento dei fatti che l'ente assicurativo deve svolgere ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, i pareri medici non sono sufficienti se motivano la causalità dell'infortunio unicamente facendo riferimento a uno stato privo di disturbi anteriore all'evento. Tali conclusioni post hoc non sono sufficienti; le dichiarazioni mediche devono invece motivare in modo comprensibile come abbiano accertato il nesso di causalità naturale. Ai fini del valore probatorio di un referto medico è decisivo che quest'ultimo si fondi su esami esaustivi, tenga conto dei disturbi lamentati, sia stato redatto con cognizione degli atti precedenti (anamnesi) e che le conclusioni mediche siano motivate in modo coerente.
“Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1; 133 V 196 E. 1.4). 4.2. 4.2.1. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Urteil des Bundesgerichts 8C_480/2021 vom 6. Dezember 2021 E. 4.2.1). Begründen ärztliche Auskünfte die Unfallkausalität der geklagten Beschwerden einzig mit dem Hinweis auf den vor dem Unfall beschwerdefreien Zustand, so liegt darin ein beweisrechtlich unzulässiger «Post-hoc-ergo-propter-hoc»-Schluss vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_355/2018 E. 3.2; BGE 119 V 335 E. 2b/bb). Solches reicht für den rechtsgenüglichen Nachweis eines Kausalzusammenhangs nicht aus (Urteile des Bundesgerichts 8C_244/2023 vom 19. Oktober 2023 E. 5.1 und 8C_125/2013 vom 8. August 2023 E. 5.6). 4.2.2. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.”
“Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des im Verwaltungsverfahren wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218, 221 E. 6; BGE 117 V 261, 264 E. 3b). 4. 4.1. Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz ist der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). 4.2. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens ist in erster Linie mittels Auskünften ärztlicher Fachpersonen zu führen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_352/2015 vom 24. September 2015 E. 3.2.1 mit Hinweis). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). Auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225, 229 E.”
“Lorsque le juge des assurances sociales constate qu'une instruction est nécessaire, il doit en principe mettre lui-même en œuvre une expertise lorsqu'il considère que l'état de fait médical doit être élucidé par une expertise ou que l'expertise administrative n'a pas de valeur probante (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.3 et 4.4.1.4). Un renvoi à l’administration reste possible, notamment quand il est fondé uniquement sur une question restée complètement non instruite jusqu'ici, lorsqu'il s'agit de préciser un point de l'expertise ordonnée par l'administration ou de demander un complément à l'expert (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.3 et 4.4.1.4 ; SVR 2010 IV n. 49 p. 151 consid. 3.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_760/2011 du 26 janvier 2012 consid. 3). De plus, il appartient en premier lieu à l'assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d'office l'ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d'administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision, en vertu de l'art. 43 al. 1 LPGA (ATF 132 V 368 consid. 5 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_696/2022 du 2 juin 2023 consid. 4.5 et les références). 10. En l'espèce, se fondant sur l'appréciation médicale du Dr F______, l'intimée a considéré que la condition du lien de causalité entre l'accident du 19 novembre 2019 et les troubles du recourant n'était pas remplie. Il s'agit donc de déterminer si l'évaluation du médecin précité peut se voir accorder une pleine valeur probante. À ce titre, la chambre de céans observe que le médecin d'arrondissement s'est exprimé à trois reprises au sujet du cas. Dans son premier avis du 27 janvier 2023, il a brièvement indiqué que le lien de causalité n'était pas donné, car aucune problématique ophtalmologique n'était retrouvée, à l'exception de douleurs. Cette première prise de position n'est pas suffisamment détaillée pour permettre de comprendre le raisonnement du spécialiste. En effet, il n'explique pas en quoi des douleurs oculaires ne seraient pas un problème ophtalmologique, ni n'examine si les autres troubles dont le recourant se plaignait en mai 2022 (vision floue après 45 minutes et larmoiement de l'œil gauche au soleil) pourraient être une conséquence, ou non, de l'accident.”
Se la mancanza di informazioni o di collaborazione deriva da circostanze che non possono essere imputate alla persona assicurata (p. es. se medici, precedenti datori di lavoro o persone giuridiche diverse dalla persona assicurata non presentano i documenti richiesti), una decisione basata sugli atti ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA non è ammissibile. In tali casi l'ente assicurativo deve avviare ulteriori accertamenti o ottenere direttamente le informazioni necessarie dai terzi interessati, anziché respingere la domanda per mancata presentazione dei documenti da parte della persona assicurata senza ulteriori indagini.
“3 ATSG indes nur in Frage, wenn die versicherte Person oder eine Person, die Leistungen beanspruchen will, die ihr obliegende Mitwirkungspflicht schuldhaft verletzt. Vorliegend kam Dr. Z.___ seiner Pflicht zur Auskunftserteilung gemäss Art. 6a Abs. 1 IVG nicht nach. Für diese Pflichtverletzung hat der Gesetzgeber jedoch keine Sanktion vorgesehen. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (BGE 134 V 189 E. 3.1 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 100). Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. Z.___ selbst ausgefüllt werden musste. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 100). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt durch Aufbietung zu einer fachärztlichen Untersuchung (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 69 Abs. 2 IVV) abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen. Kommt schliesslich hinzu, dass im Schreiben vom 30. April 2020 «Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht» fälschlicherweise auf Art. 21 Abs. 4 ATSG (statt Art. 28 Abs. 2 ATSG) hingewiesen wurde (vgl. Urk. 6/127). Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht einen Aktenentscheid gefällt hat. Vielmehr sind weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. Zu diesem Zweck ist die angefochtene Verfügung aufzuheben, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und die Beschwerde gutzuheissen.”
“Unter diesen Umständen hätte die Beschwerdegegnerin das Schreiben vom 1. März 2021 auch nicht als Einsprache entgegennehmen dürfen. Die Verfahrensfehler seien ausserordentlich gravierend. Mangels gültigem Anfechtungsgegenstand und mangels Einsprache sei der Einspracheentscheid vom 15. Juni 2021 nichtig. Alsdann werde die Zustellung des Schreibens vom 17. Mai 2021, womit der Beschwerdeführer aufgefordert worden sei, weitere Unterlagen einzureichen, bestritten. Ohnehin sei der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt als Verwaltungsrat aus sämtlichen Unternehmen ausgeschieden gewesen. Die Aufforderung zur Auskunftserteilung sei damit von Vornherein unwirksam, da sie die Auskunft über dem Beschwerdeführer fremde juristische Personen betroffen habe. Dieser habe weder die Möglichkeit noch das Recht gehabt, entsprechende Informationen erhältlich zu machen und beizubringen. Selbst wenn das Schreiben vom 17. Mai 2021 zugestellt worden sei, habe unter diesen Umständen kein rechtsgültiges Mahn- und Bedenkfristverfahren erfolgen können. Art. 43 Abs. 3 ATSG komme vorliegend nicht zur Anwendung. In Nachachtung des sozialversicherungsrechtlichen Untersuchungsgrundsatzes hätte die Beschwerdegegnerin die entsprechenden Informationen nicht beim Beschwerdeführer, sondern bei der ehemaligen Arbeitgeberin bzw. vorgenannten Unternehmen einholen müssen. Gegenüber der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hätten sich die vorgenannten Unternehmen bereit erklärt, die Aktienbücher einzureichen. Daraus sei ersichtlich, dass der Beschwerdeführer an keinem der Unternehmen finanziell beteiligt gewesen sei; Alleinaktionärin sei eine Kapitalgesellschaft mit Sitz in Hong Kong. Diese sei im Besitz des Schwagers des Beschwerdeführers. Mit Schreiben vom 12. August 2021 habe die Schwester des Beschwerdeführers und Verwaltungsrätin der einschlägigen Firmen bestätigt, dass der Beschwerdeführer zu keinem Zeitpunkt effektiv Einfluss auf die Entscheidfindung der Firmen gehabt habe. Dass Letzterer auch nach der Rückkehr seiner Schwester in die Schweiz im Juni 2020 und insbesondere nach der Kündigung per 31.”
“In materieller Hinsicht ist zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht unter anderem auf die Nichteinreichung des vom letzten Arbeitgeber auszufüllenden und unterzeichneten Fragebogens über die Arbeits- und Lohnverhältnisse von Unselbständigerwerbenden stützt. Die Nichtbefolgung der Auskunftspflicht durch den letzten Arbeitgeber geht nicht auf den Beschwerdeführer zurück und kann nicht zum Vorgehen gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG führen (vgl. vorstehende E. 4.2).”
Conseguenze procedurali e tutela giurisdizionale: Le ordinanze relative a perizie mediche o specialistiche possono essere impugnate. In caso di dubbi sui perizi medici disponibili, il giudice può disporre egli stesso una perizia giudiziaria oppure rinviare la causa all'ente assicurativo affinché questi proceda ad accertamenti complementari ai sensi dell'art. 43 LPGA (in combinato disposto con l'art. 44 LPGA). In caso di violazione del principio dell'istruttoria ai sensi dell'art. 43 LPGA, i giudici, in singoli casi e secondo la prassi dei tribunali cantonali, hanno imputato i costi di una perizia giudiziaria all'autorità.
“1 de la loi du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité (LAI; RS 831.20), contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, telles celles de mise en œuvre d'une expertise médicale, sont sujettes à recours dans les 30 jours devant l'Instance de céans (cf. art. 56 al. 1, 57 et 60 LPGA; art. 1 al. 1 et 69 al 1 let. a LAI), et ce sans que l'assuré puisse se voir opposer l'absence de préjudice irréparable, qui est une condition de recevabilité du recours contre les décisions incidentes en règle générale, car leur portée sur l'issue du litige, compte tenu des moyens dont l'assuré dispose dans la procédure judiciaire au fond, est suffisamment importante pour admettre de principe que le risque d'un tel préjudice existe (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). En l'espèce, interjeté dans les formes et délais légaux, le recours est recevable. 2. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (cf. ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“In una sentenza 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 - dunque successiva a quella pubblicata in DTF 137 V 210 - emanata in materia di assicurazione contro gli infortuni, il Tribunale federale ha ribadito i principi sviluppati nella DTF 135 V 465, in particolare che, in presenza di dubbi circa l’affidabilità di rapporti allestiti da medici di fiducia, il giudice (cantonale) è libero di scegliere se ordinare direttamente una perizia giudiziaria oppure rinviare gli atti all’amministrazione affinché disponga essa stessa una perizia seguendo la procedura di cui all’art. 44 LPGA: " Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471).” (STF 8C_59/2011 consid. 5.2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Nella presente fattispecie, l’CO 1 ha fondato la decisione su opposizione impugnata esclusivamente sul parere del proprio medico fiduciario. In un caso del genere, per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid.”
“März 2020 ausführlich dargelegt, lag der angefochtenen Verfügung ein in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Das Gutachten von Dr. B.____, auf das sich die Beschwerdegegnerin berief, erscheint im Lichte der Darlegungen von PD Dr. C.____ als untauglich. Er hält dazu ab S. 35 fest, dass sich Dr. B.____ mit den Auswirkungen der Persönlichkeitspathologie deutlich zu wenig auseinandergesetzt habe, sodass er den Schweregrad der Persönlichkeitsstörung nicht erfasst habe. Dr. B.____ habe dem Cannabiskonsum zu viel Gewicht beigemessen. Die Explorandin habe nicht im von ihm beschriebenen Ausmass Cannabis konsumiert. Während er den Cannabiskonsum auch als Grund für das häufige Zuspätkommen und die Absenzen im Berufsleben in den Vordergrund rücke, übersehe er die zahlreichen negativen Urin-Drogenscreenings. Es sei gerade typisch für Persönlichkeitsstörungen vom Borderline-Typ, dass die betroffenen Personen wiederholt zu spät kommen und häufige Absenzen aufweisen würden. Somit rechtfertigt es sich aufgrund des mangelhaft abgeklärten Sachverhalts und der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG, die Kosten für das Gerichtsgutachten von PD Dr. C.____ in der Höhe von insgesamt Fr. 6'309.10 der Beschwerdegegnerin zu auferlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 E. 4.4).”
“Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 23. April 2020 ausführlich begründet, lag der angefochtenen Verfügung ein in medizinischer Hinsicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Somit rechtfertigt es sich aufgrund der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 ATSG, die Kosten für das Gerichtsgutachten in der Höhe von insgesamt Fr. 14'309.30 der Beschwerdegegnerin zu auferlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1 und 139 V 502 E. 4.4).”
Se gli accertamenti richiesti dall'ente assicurativo ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA sono stati effettuati e sono già presenti nel fascicolo numerosi referti recenti, di norma non sussiste diritto al rimborso per ulteriori referti o pareri medici disposti dall'assicurato.
“der Aufstellung) ist jedoch nicht zu erklären, zumal im Laufe des Prozesses von durchschnittlicher Dauer keine relevanten neuen Erkenntnisse gewonnen wurden und keine Partei ihre Argumentation änderte. Mehr als 3 Stunden, um sich vom Beschwerdeführer instruieren zu lassen und diesen auf dem Laufenden zu halten, lassen sich deshalb nicht begründen. Es bleibt abschliessend darauf hinzuweisen, dass bereits zahlreiche und aktuelle Berichte der Behandlungspersonen aktenkundig waren, die keinen Anlass zur Einholung präzisierender Auskünfte gaben. Solange die Beschwerdegegnerin ihre Abklärungspflicht wahrnimmt (Art. 43 Abs. 1 ATSG), besteht kein Grund vom Beschwerdeführer zusätzlich veranlasste Stellungnahmen seiner Ärzte zu entschädigen. Dies gilt entsprechend für die mit den Behandlungspersonen geführte Korrespondenz im Umfang von 1.66 Stunden (Pos. 1.7, 1.8, 2.2,”
La diffida scritta ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA deve pervenire correttamente al destinatario. In caso di mancata corretta notificazione (p. es. per cambio d'indirizzo noto o per evidente errore nell'indirizzo), l'ente assicurativo non può applicare automaticamente le conseguenze giuridiche previste dalla norma. L'ente assicurativo è tenuto a provvedere all'accertamento o all'ottenimento del corretto indirizzo, purché questo sia facilmente reperibile.
“Ainsi, elle n'était pas autorisée à prononcer directement cette sanction dans sa décision de mesures provisionnelles du 6 juillet 2020. Elle devait se limiter à menacer le recourant d'une éventuelle suspension en cas d'absence de collaboration dans le délai fixé au 5 août 2020. Pour le surplus, le recourant a donné suite à la mise en demeure dans le délai imparti, ayant remis, à l'appui de ses courrier recommandé et courriel du 20 juillet 2020, le formulaire demandé, ainsi que ses fiches de salaire relatives au mois d'août 2019 à juin 2020. Dès lors, rien ne justifiait que l'intimée maintienne la suspension provisoire de la prestation d'assurance au-delà du 20 juillet 2020, ce dont le recourant s'est d'ailleurs étonné dans son courrier du 16 octobre 2020. Par conséquent, outre le fait qu'aucune violation de son devoir de collaborer ensuite de la mise en demeure du 6 juillet 2020 ne saurait être reprochée au recourant, il y a lieu de constater que l'intimée ne pouvait faire application des conséquences juridiques de l'art. 43 al. 3 LPGA et que la suspension du droit à la rente d'invalidité, prononcée le 6 juillet 2020, était infondée. d) Dans un deuxième temps, par courrier du 21 octobre 2020, l'intimée a requis de l'employeur la production des copies de ses contrats d'assurance-maladie perte de gain et d'affiliation à la LPP. Néanmoins, elle a commis une erreur en notifiant ladite correspondance à l'avenue [...], [...], alors que l'adresse de P.________ Sàrl se situait, à l'époque des faits, à l'avenue [...], [...]. Cette information était pourtant facilement accessible à l'intimée, dans la mesure où elle ressortait de l'extrait du registre du commerce concernant ladite société, des fiches de salaire transmises le 20 juillet 2020 par le recourant et des explications fournies par ce dernier à l'intimée au cours d'un entretien téléphonique du 2 septembre 2020. De surcroît, en présence d'un seul courrier, lequel lui avait été réexpédié avec la mention « a déménagé », il incombait à l'intimée de s'assurer de la correction de l'adresse, cas échéant de rechercher la nouvelle adresse ou de s'adresser à l'associé-gérant de la société susmentionnée par l'envoi d'un courrier au domicile de ce dernier, étant rappelé que, tout comme le recourant, l'employeur a une obligation de collaborer, conformément à l'art.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 73 Se la collaborazione viene dichiarata soltanto dopo l'emanazione del provvedimento e tale dichiarazione non è espressa e incondizionata, il mezzo di prova prodotto nel procedimento di grado inferiore non dà diritto a essere preso in considerazione. Secondo la giurisprudenza, una collaborazione successiva non dichiarata espressamente e senza riserve va considerata come un nuovo fatto/una nuova presentazione della domanda; il fatto giuridicamente rilevante deve, in linea di principio, essere valutato in base alle circostanze esistenti al momento dell'emanazione del provvedimento. Solo in presenza di una chiara e incondizionata disponibilità a collaborare viene meno, eventualmente con effetto per il futuro, il nesso causale tra il provvedimento e il rifiuto di collaborare.
“Dieser Bericht wurde dem Gericht erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens mit Eingabe vom 10. Januar 2024 zugestellt (Urk. 23-24). Es fragt sich, ob dieses Beweismittel im vorliegenden Beschwerdeverfahren beachtlich ist, obschon die IV-Stelle ihre Verfügungen vom 25. Mai 2023 nach dem Gesagten gestützt auf die damals vorhandenen Akten erlassen durfte, weil der Beschwerdeführer seine Mitwirkung bei der beabsichtigten bidisziplinären Begutachtung in unentschuldbarer Weise verletzt hatte. Von Belang ist zunächst, dass sich der Beschwerdeführer allein durch die Einreichung des Berichts von Dr. I.___ vom 5. September 2023 noch nicht ausdrücklich und vorbehaltlos bereit erklärt hat, die ihm obliegende Mitwirkung bei der angeordneten bidisziplinären Begutachtung wahrzunehmen (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Sodann handelte es sich bei einer allfälligen nachträglichen Bereitschaft des Beschwerdeführers zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG um eine neue, erst nach Erlass der angefochtenen Verfügungen vom 25. Mai 2023 (Urk. 2/1-2) eingetretene Tatsache, welche als Neuanmeldung zu betrachten wäre (Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5). Zudem ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts der rechtserhebliche Sachverhalt im Beschwerdeverfahren vor dem Sozialversicherungsrichter grundsätzlich nur nach den tatsächlichen Verhältnissen zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung zu beurteilen (vgl. bezüglich verletzter Mitwirkungspflicht SVR 2000 IV Nr. 23 S. 69). Es besteht hier kein Anlass, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Angesichts des weiterhin fehlenden Mitwirkungswillens bei den von der Beschwerdegegnerin angeordneten Abklärungen ist der neu eingereichte psychiatrische Bericht unbeachtlich. Der Beschwerdeführer kann daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass es dem Beschwerdeführer selbstverständlich frei steht, sich gegenüber der IV-Stelle vorbehaltlos bereit zu erklären, an der bidisziplinären Begutachtung mitzuwirken.”
“Gemäss der Rechtsprechung ist bei der nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu berücksichtigen. Denn wenn die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht wird, kann sich die festgelegte Sanktion nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5). Spätestens bei der nachträglichen Erklärung der Mitwirkungsbereitschaft entfällt der Kausalzusammenhang zwischen der verfügten Leistungseinstellung und der Verletzung der Mitwirkungspflicht. Hat indessen die versicherte Person die ihr obliegende Mitwirkung später nicht ausdrücklich und vorbehaltlos angeboten, hat eine Leistungseinstellung vorerst auf Dauer zu erfolgen, wobei eine später allenfalls erklärte Bereitschaft zur Mitwirkung als Neuanmeldung zu betrachten wäre (Urteile des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5, 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6). Massgebend ist der Zeitpunkt, in welchem die versicherte Person ihre verweigernde Haltung aufgibt und sich bereit erklärt, sich der gebotenen medizinischen Untersuchung zu unterziehen, und es ist für die Zukunft zu prüfen, ob auf eine bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_244/2016 vom 16.”
LPGA art. 43 n. 72 Gli atti precedenti, in particolare i rapporti medici e sociali relativi alla minorità, devono essere presi in considerazione nell'ambito dell'accertamento d'ufficio. Al passaggio alla maggiore età tali documenti pregressi possono avviare o influenzare la procedura, poiché l'ufficio, d'ufficio, verifica il diritto e compie gli accertamenti necessari.
“Il s’agit en outre de tenir compte des indications de la personne assurée et de consigner les opinions divergentes des participants. Enfin, le contenu du rapport doit être plausible, motivé et rédigé de façon suffisamment détaillée en ce qui concerne les diverses limitations et correspondre aux indications relevées sur place. Lorsque le rapport constitue une base fiable de décision, le juge ne saurait remettre en cause l’appréciation de l’auteur de l’enquête que s’il est évident qu’elle repose sur des erreurs manifestes (ATF 130 V 61 consid. 6.1 et 6.2). 6. a) En l’espèce, l’intimé a octroyé au recourant une allocation pour impotent de degré moyen à domicile dès le 1er avril 2018 à la suite d’une demande présentée le 30 avril 2019 (art. 48 al. 1 LAI), en se fondant sur le rapport d’enquête à domicile du 4 octobre 2019. L’intéressé prétend à la reconnaissance du droit à l’allocation de degré moyen depuis le 30 avril 2014 (cf. consid. 2b ci-dessus). b) Il convient d’examiner à la lumière du principe inquisitoire (art. 43 LPGA) à quelle mesure d’instruction l’intimé était tenu de procéder et le cas échéant s’il y a effectivement procédé, que ce soit pendant la minorité du recourant ou lorsqu’il a accédé à la majorité. L’Office fédéral des assurances a précisé la portée de l’obligation d’instruire le droit aux prestations et spécialement celui à une allocation pour impotent dans la CIIAI. Aux termes de la circulaire précitée (CIIAI ch. 2031, p. 42), les assurés mineurs qui, lorsqu’ils atteignent leur 18e année, sont au bénéfice d’une prestation périodique de l’AI ou d’autres mesures (par ex. médicales), sont réputés annoncés à l’AI en vue de l’examen du droit à une indemnité journalière, à une rente ou à une allocation pour impotent. Il appartient à l’office AI d’examiner d’office le droit à ces prestations. En d’autres termes, il faut examiner si les éléments du dossier constitué par l’office AI lui imposaient d’examiner d’office le droit à une allocation d’impotence à la majorité de l’intéressé. Il s’agit de vérifier si les rapports émanant des médecins et des intervenants sociaux laissaient présager l’existence d’une éventuelle impotence avant le dépôt de la demande litigieuse.”
“Mit dem Beschwerdeführer ist weiter festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin nach Eingang des Gutachtens von pract. med. D.____ im Januar 2020 weitere medizinische Berichte einholte und durch den RAD würdigen liess. Dieses Vorgehen ist mit Blick auf Art. 43 ATSG nicht zu beanstanden. Dabei ist aber zu beachten, dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers die Berichte von Dr. F.____ vom 30. Juli 2018 und 29. Januar 2019 dem Gutachter vorgelegen haben (vgl. Seite 10 und 13 des Gutachtens). Pract. med. D.____ konnte diese Unterlagen daher in seine Gesamtbeurteilung einfliessen lassen und dabei insbesondere auch die von Dr. F.____ betonten Schwierigkeiten bei der Einordnung in eine Gruppe und in der Planung sowie Organisation berücksichtigen. Mit Blick auf die Ausführungen von Dr. F.____ ist zu beachten, dass sie auch noch auf eine starke Einschränkung der Ressourcen hinweist, ohne diese genau zu konkretisieren. Pract. med. D.____ thematisierte gleich wie Dr. F.____ die problematische Beziehung des Beschwerdeführers zu seiner Mutter. Er führte diesbezüglich aus, dass der Umstand einer überprotektiven Mutter als kritisch zu bewerten sei. Durch deren dauernde Überbesorgtheit um den mittlerweile erwachsenen Versicherten sei es diesem bisher nicht gelungen, Schwierigkeiten adäquat zu bewältigen.”
“_______ lequel avait signé l'expertise psychiatrique en 2003 et admis une incapacité de travail entière pour un trouble dépressif récurrent d'épisode moyen, à la base de l'octroi initial de la rente d'invalidité (cf. let. A.c des faits ci-dessus). 8.2 En conclusion, par décisions du 7 juillet 2011, la rente d'invalidité entière avait été maintenue puisque l'assuré souffrait toujours d'un trouble dépressif d'épisode moyen qui justifiait une incapacité de travail totale, correspondant à une incapacité de gain de 100%. Sur le plan rhumatologique, l'assuré souffrait de plus principalement de cervico-scapulalgies chroniques non spécifiques avec spondylarthrose C5-C6. Cette dernière était responsable d'une incapacité de travail de 30% dans l'activité habituelle de maçon mais permettait une capacité de travail entière dans une activité légère adaptée aux limitations observées (pas de mouvements de rotation ou de flexion-extension continues de la colonne cervicale). 9. 9.1 Il sied d'examiner la situation au 10 octobre 2019 lorsque la décision querellée a été prise (cf. consid. 7). 9.2 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA) - aussi celle devant le Tribunal de céans (cf. consid. 3.2 ci-dessus) - l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art. 69 al. 2 RAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3721), prescrit que l'Office AI réunit, lorsque les conditions d'assurance sont remplies les pièces nécessaires pour évaluer le droit aux prestations. L'Office AI récolte en particulier des rapports médicaux bien que la notion d'invalidité soit de nature économique/juridique et non médicale (cf. consid. 5.1). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid. 6; 132 V 93 consid.”
L'autorità deve, conformemente all'art. 43 cpv. 1 LPGA, salvaguardare la propria autonomia procedurale; compie d'ufficio gli accertamenti necessari e non può subordinare la conduzione dell'istruttoria a perizie del processo civile o ad atti processuali delle parti.
“Dies ist jedoch bei einer Beauftragung durch den Zivilrichter nicht möglich. Zusätzlich ist im Bereich des Invalidenversicherungsrechts zu beachten, dass bei psychiatrischen Gutachten für sämtliche psychische Erkrankungen das strukturierte Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 durchzuführen ist (BGE 143 V 418). Zudem, würde man Gutachten nach zivilprozessrechtlichen Grundsätzen den Vorzug geben, könnte so eine Möglichkeit geschaffen werden, MEDAS-Gutachten zu vermeiden, wenn man ein haftpflichtrechtliches Verfahren anstrengt (siehe dazu auch BGE 139 V 349 E. 4.1). 4.3. Der Beschwerdeführer bringt vor, er könne dem zivilgerichtlichen Gutachter den IV-Fragenkatalog vorlegen lassen und der Beschwerdegegnerin Gelegenheit geben, Ergänzungsfragen zu stellen. Die Beschwerdegegnerin ist jedoch mangels Parteistellung nicht in den Zivilprozess eingebunden und kann selbständig keinen Einfluss auf die Fragestellung und die Beweiswürdigung nehmen. Die Beschwerdegegnerin wäre damit von den Verfahrenshandlungen des Beschwerdeführers abhängig, was mit dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG festgelegten Untersuchungsgrundsatz und ihrer damit verbundenen Verfahrenshoheit nicht vereinbar ist. Auch wiederspräche dies der Stellung der Beschwerdegegnerin als hoheitlich handelndes, an das Gesetz gebundenes und zum objektiven, neutralen Vollzug verpflichtetes Durchführungsorgan. Darüber hinaus stehe es dem Beschwerdeführer im jetzigen Prozessstadium auch frei, die Klagebewilligung verfallen zu lassen. Die Fortsetzung des zivilrechtlichen Verfahrens und die Beantragung eines Gutachtens liegen ausschliesslich in der Disposition der Parteien des Zivilprozesses. 4.4. Zu beachten ist des Weiteren, dass Gegenstand des zivilprozessualen Beweises rechtserhebliche, streitige Tatsachen sind (Art. 150 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [ZPO; SR 272]). Dem zivilprozessualen Beweisverfahren sind somit nur solche Tatsachen zugänglich, die für die rechtliche Beurteilung eines Falls bedeutsam sind, mithin solche, deren Verwirklichung eine Rechtsfolge nach sich zieht.”
“55 al. 1 LPGA et 5 al. 1 et 2 PA ; ATF 138 V 271 consid. 1.2.1 ; 137 V 210 consid. 3.4.2.7 ; 132 V 93 consid. 6.1). b) Selon la jurisprudence, l’assuré qui, faute de consensus, entend contester la mise en œuvre d’une expertise médicale satisfait en principe aux conditions de l’intérêt digne de protection et du préjudice irréparable nécessaires pour pouvoir déférer l’affaire auprès du tribunal des assurances sociales compétent pour en connaître (ATF 139 V 339 consid. 4.4 ; 138 V 271 consid. 1 et 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). Tel est le cas en l’occurrence. Pour le reste, le recours a été déposé en temps utile auprès du tribunal compétent et respecte pour le surplus les formalités prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA), de sorte qu’il est recevable. 2. Le litige a pour objet la désignation du Centre W.________, singulièrement la désignation des Drs N.________, J.________ et K.________, pour la réalisation d’une expertise pluridisciplinaire sur la personne du recourant. 3. a) L’art. 43 al. 1 LPGA dispose que l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit. b) A teneur de l’art. 44 al. 1 LPGA, si l’assureur juge une expertise nécessaire dans le cadre de mesures d’instruction médicale, il en fixe le type selon les exigences requises ; trois types sont possibles: expertise monodisciplinaire (let. a), expertise bidisciplinaire (let. b) et expertise pluridisciplinaire (let. c). Si l’assureur doit recourir aux services d’un ou de plusieurs experts indépendants pour élucider les faits dans le cadre d’une expertise, il communique leur nom aux parties ; les parties peuvent récuser les experts pour les motifs indiqués à l’art. 36 al. 1 LPGA et présenter des contre-propositions dans un délai de dix jours (al. 2). Si, malgré la demande de récusation, l’assureur maintient son choix du ou des experts pressentis, il en avise les parties par une décision incidente (al.”
Riferimento: LPGA, art. 43 n. 70 In caso di differenze sostanziali tra il referto del medico curante e il rapporto di accertamento, l'ufficio AI deve procedere a ulteriori accertamenti. Ciò deve avvenire mediante domande mirate e, se necessario, coinvolgendo il RAD, al fine di chiarire la situazione medica in modo adeguato ai fini giuridici (cfr. fonte 0).
“Dieses Vorgehen widerspricht sowohl der vorstehend zitierten Weisung zu den besonderen Verfahrensbestimmungen bei der lebenspraktischen Begleitung bei psychisch behinderten Menschen in Rz 8142 KSIH als auch den allgemeinen Verfahrensbestimmungen in Rz 8133 KSIH. Diese besagen, dass die IV-Stelle bei wesentlichen Abweichungen zwischen behandelndem Arzt und Abklärungsbericht, durch gezielte Rückfragen und unter Einbezug des RAD eine Klärung herbeizuführen hat, was der Praxis des Bundesgerichts entspricht (Urteil des Bundesgerichts 9C_578/2013 vom 18. August 2014 E. 2.2). Die zitierten Weisungen sind für das Sozialversicherungsgericht zwar nicht bindend; es besteht jedoch vorliegend kein begründeter Anlass, von diesen abzuweichen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_497/2014 vom 2. April 2015 E. 4.1.2). Insbesondere in Anbetracht dessen, dass seit Zusprache einer Hilflosenentschädigung mit Verfügung vom 6. Oktober 2008 (Urk. 7/109) kein hinreichender medizinischer Bericht eingeholt wurde, welcher sich eingehend zum Gesundheitszustand und insbesondere zur Hilflosigkeit und der Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung und deren Verlauf äussert, wäre die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) und der wesentlichen Abweichungen zwischen dem behandelnden Psychiater und dem Abklärungsbericht gehalten gewesen, die medizinische Sachlage rechtsgenüglich abzuklären.”
Se lo stato di fatto risulta sufficientemente chiaro sulla base degli atti e non siano da attendersi nuovi elementi decisivi da ulteriori accertamenti medici, il giudice può, mediante una valutazione anticipata delle prove, rinunciare a tali accertamenti. Ciò non costituisce una violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, purché la precedente raccolta degli atti e delle prove sia stata effettuata in modo esaustivo.
“Schliesslich zielt auch der Vorwurf einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 61 lit. c ATSG) ins Leere. Soweit rechtserheblich, ist das kantonale Gericht seiner Verpflichtung zu umfassender Sachverhaltsermittlung in jeder Hinsicht nachgekommen und durfte in antizipierender Beweiswürdigung (BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen) von der eventualiter beantragten Rückweisung zu weiterer medizinischen Abklärung absehen. Die vorinstanzliche Würdigung der medizinischen Unterlagen in Bezug auf die Frage nach einer erneuten Leistungspflicht im Rahmen des im Mai 2018 gemeldeten Rückfalls ist demnach weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. Damit hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.”
“Demgemäss kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin vom 23. Dezember 2017 (vgl. Urk. 7/78/10) bis zum 23. September 2019 (Datum der Gutachtenserstellung durch Dr. E.___) in sämtlichen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig war. Vom 24. September 2019 bis zum 8. Januar 2020 war sie in der bisherigen Tätigkeit als Geschäftsführerin/Treuhänderin zu 50 % arbeitsunfähig. Ab dem 9. Januar 2020 (Datum der Fraktur des linken Fusses) folgte erneut eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten und seit dem 19. Mai 2020 (Abschluss der Behandlung bezüglich Fussfraktur, vgl. E. 4.8-9) ist die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit wieder zu 50 % arbeitsunfähig. Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 E. 4b, 122 V 157 E. 1d). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) liegt nicht vor.”
La disposizione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA presuppone che la persona assicurata abbia in modo inescusabile omesso di adempiere al proprio obbligo di informazione o di collaborazione e sia stata previamente diffidata per iscritto con l'indicazione delle conseguenze giuridiche e di un congruo termine di riflessione. La giurisprudenza richiede che l'ente assicuratore compia parallelamente tutto quanto ragionevolmente esigibile per integrare il fascicolo e non possa scaricare sugli assicurati l'onere di adempiere l'obbligo d'accertamento (in particolare non può costringere gli assicurati, mediante minacce, a collaborare allo svolgimento delle proprie indagini). Il non entrare nel merito è ammesso con cautela, in particolare quando i documenti disponibili o quelli ottenibili senza difficoltà particolari non consentono una valutazione adeguata.
“___ zu stehen und selbst mit der Beschwerde und der Replik brachte er vor, dass ein Bericht von diesen vorliegen sollte. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite nicht alle gewünschten Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden. Er selber ist mit der Angabe der behandelnden Fachpersonen seiner Mitwirkungspflicht grundsätzlich nachgekommen. Eine Pflicht der versicherten Personen, auf ihre Behandler im Hinblick auf die Einreichung von Berichten «positiv» einzuwirken, sieht das Gesetz sodann nicht vor. Insbesondere kann nicht angehen, dass die IV-Stellen die versicherten Personen unter Androhung zur Durchsetzung des ihr obliegenden Abklärungsauftrages einspannen. Damit würde im Ergebnis die Verantwortung für die Abklärung der Verhältnisse an die Versicherten delegiert, was dem Untersuchungsgrundsatz widerspricht. Infolgedessen durfte die IV-Stelle vorliegend weder ihre Abklärungen vorzeitig abbrechen noch das Leistungsbegehren gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten entscheiden. Soweit die vorhandenen Berichte eine Beurteilung der Leistungsansprüche nicht zulassen, was nachfolgend zu prüfen sein wird, ist mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 100; vgl. dazu auch E. 6.2 nachstehend).”
“3 ; TF 9C_961/2008 du 30 novembre 2009 consid. 6.3.3 et les références ; Jacques Olivier Piguet, in Dupont / Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 54 ad art. 43 LPGA). b) Pour qu'un manquement à l'obligation de collaborer ou de renseigner entraine les conséquences juridiques prévues à l'art. 43 al. 3 LPGA, il faut que l'assureur ait préalablement adressé à la personne assurée une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques d'un tel défaut et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Cette règle de procédure ne souffre aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s'y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d'instruction raisonnablement exigible (Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 57 ad art. 43 LPGA et les références). c) De surcroît, les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l'obligation de renseigner ou de collaborer au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA n'entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d'inexcusable. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_396/2012 du 16 octobre 2012 consid. 6 ; TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). d) Selon l'art. 43 al. 3 LPGA, l'assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l'état sur le dossier, soit clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Il doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu'avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque les éléments disponibles ou pouvant être rassemblés sans difficultés particulières ne permettent pas un examen sur le fond (ATF 108 V 229 consid. 2 ; TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1 ; TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). En effet, le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible.”
“Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (al. 3). b) L’art. 43 al. 3 LPGA règle les conséquences procédurales, lorsque la personne assurée ou toute autre personne concernée par une demande de prestations refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction. Cette disposition a une portée générale et concerne – sous réserve de l’art. 21 al. 4 LPGA relatif au défaut de collaboration en cas de soustraction ou d’opposition à un traitement ou à une mesure de réinsertion professionnelle – l’ensemble des incombances de collaborer prévues dans la LPGA (Jacques Olivier Piguet, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 50 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; TF I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1). Il en va différemment lorsque la personne assurée n’est pas en mesure, en raison d’une maladie ou pour d’autres motifs, de donner suite aux mesures ordonnées (TF 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.3 et les références citées ; I 166/06 déjà cité consid. 5.1 et 5.2 ; cf. Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 51 ad art. 43 LPGA). Le comportement de la personne assurée ne doit cependant être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid.”
“________ d’obtenir le nom des assureurs sociaux qui ont été amenés à se déterminer au sujet de la prise en charge des prestations ainsi que la copie des décisions éventuelles, la recourante a demandé à l’intimée de préciser les documents et renseignements dont elle avait besoin et rappelé que celle-ci était en mesure d’obtenir les renseignements nécessaires directement auprès des institutions d’assurance. S’il est vrai que la recourante aurait pu être plus claire dans la transmission des informations relatives à ses assureurs sociaux, il n’en demeure pas moins qu’elle a fourni à Z.________, par lettre du 29 novembre 2016, le décompte de participation du [...], annonçant ainsi implicitement qu’il s’agissait de son assureur-maladie actuel. A noter par ailleurs que Z.________ a transmis les pièces du dossier de la recourante à cet assureur en date du 5 octobre 2016, se référant à une lettre de celui-ci du 20 septembre 2016 qui ne figure pas dans le dossier transmis à la Cour de céans. La recourante a en outre envoyé à Z.________ plusieurs rapports médicaux dont il ressort clairement qu’elle bénéficie d’une rente de l’OAI. A cet égard, il convient de rappeler que le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné en application de l’art. 43 al. 3 LPGA que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible, ce qui n’est pas le cas notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 consid. 2 ; 97 V 173 consid. 3). Force est de constater que de nombreux documents ont été produits par la recourante à la suite des demandes de Z.________. Elle s’est notamment adressée aux médecins qui l’ont suivie entre 2007 et 2016, et a transmis à Z.________ les rapports qu’elle a reçus de ces médecins. On ne saurait dès lors conclure qu’elle a refusé de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA. Z.________ n’était dès lors pas légitimée à se fonder sur cette disposition pour refuser d’entrer en matière sur l’annonce de rechute faite par la recourante, respectivement pour statuer sur la base des pièces au dossier.”
“Cette règle de procédure ne souffre aucune exception. Un assureur ne saurait en particulier s’y soustraire au motif que la personne assurée a catégoriquement refusé de se soumettre à une mesure d’instruction raisonnablement exigible (Jacques Olivier Piguet, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 57 ad art. 43 LPGA et les références). De surcroît, les conséquences procédurales prévues en cas de violation de l’obligation de renseigner ou de collaborer au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’entrent en considération que si le comportement de la personne assurée peut être qualifié d’inexcusable. Tel est le cas lorsqu’aucun motif légitime n’est perceptible ou si le comportement considéré s’avère complètement incompréhensible (TF 8C_396/2012 du 16 octobre 2012 consid. 5 ; 8C_528/2009 du 3 novembre 2009 consid. 7.2 ; I 166/06 du 30 janvier 2007 consid. 5.1 ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 51 ad art. 43 LPGA et les références). Selon l’art. 43 al. 3 LPGA, l’assureur qui se heurte à un refus inexcusable de renseigner ou de collaborer peut soit se prononcer en l’état sur le dossier, soit clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière sur la demande de prestations. Il doit cependant faire usage de cette dernière possibilité qu’avec la plus grande retenue, autrement dit lorsque les éléments disponibles ou pouvant être rassemblés sans difficultés particulières ne permettent pas un examen sur le fond (ATF 108 V 229 consid. 2 ; TF 9C_505/2010 du 2 mai 2011 consid. 3.1 ; TFA U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). En effet, le comportement de la personne assurée ne doit être sanctionné que pour autant que l’assureur a, en parallèle, tout mis en œuvre pour constituer un dossier aussi complet que possible. Il ne saurait se décharger sur la personne assurée de mesures d’instruction auxquelles son devoir d’élucider d’office les faits déterminants lui commande de procéder. Il s’ensuit que toute attitude passive, voire tout refus de collaborer, de la personne assurée n’entraîne pas nécessairement un préjudice pour celle-ci, notamment lorsque l’assureur serait en mesure de se fonder sur d’autres données que celles dont il demande la communication ou lorsque, sans démarches excessivement compliquées, il aurait pu ou pourrait obtenir ailleurs les renseignements qui lui font défaut (ATF 108 V 229 précité ; 97 V 173 consid.”
Riferimento normativo: LPGA art. 43 n. 67 L'ente assicurativo determina la natura e la portata degli accertamenti necessari. In presenza contemporanea di menomazioni fisiche e psichiche può disporre perizie multidisciplinari o pluridisciplinari. La determinazione delle discipline mediche coinvolte spetta esclusivamente all'ente assicurativo; l'inclusione della medicina interna generale come disciplina idonea è stata ritenuta, in tali casi, ammissibile e, nelle perizie pluridisciplinari, necessaria.
“Il a relevé que dans une activité adaptée – soit ne nécessitant pas le port de charges supérieures à 10 kilos de façon répétitive ou l'utilisation régulière des membres supérieurs au niveau ou au-dessus des épaules –, l'assurée disposait d'une pleine capacité de travail dont à déduire une baisse de rendement de 30 % pour tenir compte des absences dictées par la survenance des poussées et entraînant une incapacité de travail temporaire. Cela étant, les conditions sont réunies qui permettent d'attribuer une pleine valeur probante à ce rapport en ce qui concerne les diagnostics posés, les limitations fonctionnelles relevées et la capacité de travail dans une activité adaptée. b) Il convient d’examiner si l’argumentation de la recourante peut receler un indice concret permettant de mettre en question la valeur et le bien-fondé des éléments sur lesquels repose la décision attaquée. La recourante conteste en substance la validité de l’expertise de D.________ Sàrl au motif que dans ce cadre, elle a "été consultée par un psychiatre et un médecin généraliste, qui, à [s]on avis, n'ont pas la légitimité pour évaluer les conséquences de la maladie dermatologique dont [elle] souffre". Il convient de relever qu’il appartient à l’assureur de déterminer la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (art. 43 al. 1bis LPGA) et que, dans le cas des expertises monodisciplinaires et bidisciplinaires, il détermine seul la ou les disciplines médicales concernées (cf. Message 17.022 du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité [Développement continu de l’AI], du 15.02.2017; FF 2017 2363). Dans le cas d’espèce, où il s’agissait d'examiner une personne présentant différentes atteintes à la santé tant physiques (maladie de Verneuil, lombalgies/cervicalgies, etc.) que psychiques (symptôme anxio-dépressif), la décision de l’OAI de mettre en œuvre une expertise portant sur ces deux domaines n’apparaît pas dénuée de pertinence. Le choix de médecine interne générale comme discipline médicale n’apparaît pas non plus critiquable dès lors qu’il s’agissait d’aborder diverses atteintes physiques et que les spécialistes en médecine interne générale disposent de vastes compétences cliniques et scientifiques qui couvrent l'ensemble du spectre de la médecine. L'importance des connaissances du spécialiste en médecine interne générale ressort du reste du fait que la représentation de cette discipline est une exigence en cas d'expertise pluridisciplinaire (cf.”
“Il a relevé que dans une activité adaptée – soit ne nécessitant pas le port de charges supérieures à 10 kilos de façon répétitive ou l'utilisation régulière des membres supérieurs au niveau ou au-dessus des épaules –, l'assurée disposait d'une pleine capacité de travail dont à déduire une baisse de rendement de 30 % pour tenir compte des absences dictées par la survenance des poussées et entraînant une incapacité de travail temporaire. Cela étant, les conditions sont réunies qui permettent d'attribuer une pleine valeur probante à ce rapport en ce qui concerne les diagnostics posés, les limitations fonctionnelles relevées et la capacité de travail dans une activité adaptée. b) Il convient d’examiner si l’argumentation de la recourante peut receler un indice concret permettant de mettre en question la valeur et le bien-fondé des éléments sur lesquels repose la décision attaquée. La recourante conteste en substance la validité de l’expertise de D.________ Sàrl au motif que dans ce cadre, elle a "été consultée par un psychiatre et un médecin généraliste, qui, à [s]on avis, n'ont pas la légitimité pour évaluer les conséquences de la maladie dermatologique dont [elle] souffre". Il convient de relever qu’il appartient à l’assureur de déterminer la nature et l’étendue de l’instruction nécessaire (art. 43 al. 1bis LPGA) et que, dans le cas des expertises monodisciplinaires et bidisciplinaires, il détermine seul la ou les disciplines médicales concernées (cf. Message 17.022 du Conseil fédéral concernant la modification de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité [Développement continu de l’AI], du 15.02.2017; FF 2017 2363). Dans le cas d’espèce, où il s’agissait d'examiner une personne présentant différentes atteintes à la santé tant physiques (maladie de Verneuil, lombalgies/cervicalgies, etc.) que psychiques (symptôme anxio-dépressif), la décision de l’OAI de mettre en œuvre une expertise portant sur ces deux domaines n’apparaît pas dénuée de pertinence. Le choix de médecine interne générale comme discipline médicale n’apparaît pas non plus critiquable dès lors qu’il s’agissait d’aborder diverses atteintes physiques et que les spécialistes en médecine interne générale disposent de vastes compétences cliniques et scientifiques qui couvrent l'ensemble du spectre de la médecine. L'importance des connaissances du spécialiste en médecine interne générale ressort du reste du fait que la représentation de cette discipline est une exigence en cas d'expertise pluridisciplinaire (cf.”
In caso di riapertura o di nuova richiesta successiva a un diniego definitivo delle prestazioni, il principio d'accertamento previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA non si applica integralmente. L'amministrazione deve prima verificare se la persona assicurata — sulla base dei documenti rilevanti ai fini del diritto alle prestazioni — abbia reso plausibile una modificazione delle circostanze di fatto in misura significativa ai fini dell'esistenza del diritto alla prestazione. In mancanza di tale plausibilità, l'autorità non può avviare gli accertamenti di merito senza aver compiuto ulteriori indagini.
“Der zeitliche Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruches mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung (BGE 133 V 108; 130 V 71 E. 3.2.3). Wurde gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen nach Abs. 2 erfüllt sind. Dieser Absatz sieht vor, dass wenn ein Gesuch um Revision eingereicht wird, darin glaubhaft zu machen ist, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die IV-Stelle von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG), spielt insoweit nicht. Die versicherte Person trifft somit in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweisführungslast. Legt sie ihrem Gesuch keine Beweismittel bei, hat ihr die IV-Stelle eine angemessene Frist anzusetzen, um solche einzureichen, verbunden mit dem Hinweis, dass ansonsten auf das erneute Leistungsbegehren nicht eingetreten werden könne. Bei Nichteintreten legt die Beschwerdeinstanz ihrer Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot (Urteil BGer 9C_236/2011 vom 8. Juli 2011 E. 2.1.2). Mit dem Beweismass des "Glaubhaftmachens" ist nur verlangt, dass die versicherte Person die Änderung eines Elements aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Die Tatsachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil BGer 9C_881/2007 vom 22.”
“Il y aura également lieu, vu l’argumentation subsidiaire du recours, d’examiner si les conditions d’une reconsidération sont réalisées. 3. a) Lorsqu’une rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, une nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations, entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). b) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 et 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Lorsqu’elle est saisie d’une nouvelle demande, l’administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l’assuré sont, d’une manière générale, plausibles. Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autre investigation par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l’assuré que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une nouvelle demande, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier. Le juge doit donc examiner la situation d’après l’état de fait tel qu’il se présentait à l’administration au moment où celle-ci a statué.”
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). 2.2. Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 2.3. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
Se il rifiuto di collaborare o di fornire informazioni proviene principalmente da terzi (p.es. dal medico curante), alla persona assicurata non può essere imputata un'omissione colpevole dell'obbligo di collaborazione; il legislatore non prevede alcuna sanzione per tale comportamento. In questi casi non è ammissibile una decisione basata sugli atti ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA; al contrario, devono essere adottate altre misure d'accertamento (p.es. una visita specialistica).
“___ wiederholt erfolglos aufgefordert, den ihm zugestellten ärztlichen Fragebogen auszufüllen und einzureichen (vgl. Urk. 6/123, Urk. 6/130, Urk. 132 f.). Mithin wurde die Abklärung des medizinischen Sachverhaltes durch die Säumnis von Dr. Z.___ erschwert resp. verunmöglicht und war es nicht der Beschwerdeführer, welcher die Beschwerdegegnerin durch die Verletzung seiner Mitwirkungs- und Auskunftspflicht daran hinderte, den Leistungsanspruch abzuklären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.2). Ein Aktenentscheid kommt nach Art. 43 Abs. 3 ATSG indes nur in Frage, wenn die versicherte Person oder eine Person, die Leistungen beanspruchen will, die ihr obliegende Mitwirkungspflicht schuldhaft verletzt. Vorliegend kam Dr. Z.___ seiner Pflicht zur Auskunftserteilung gemäss Art. 6a Abs. 1 IVG nicht nach. Für diese Pflichtverletzung hat der Gesetzgeber jedoch keine Sanktion vorgesehen. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt nicht befolgt, kann dies insbesondere auch nicht zum Vorgehen führen, welches in Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegt ist, mithin ist ein Aktenentscheid in einer derartigen Konstellation nicht zulässig (BGE 134 V 189 E. 3.1 ff.; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 100). Es war dem Beschwerdeführer denn auch gar nicht möglich, den Bericht einzureichen, da dieser zuerst von Dr. Z.___ selbst ausgefüllt werden musste. Dem Beschwerdeführer darf es somit nicht zum Nachteil gereichen, dass von anderer Seite die gewünschten Unterlagen nicht zur Verfügung gestellt wurden. Infolgedessen durfte die IV-Stelle das Leistungsbegehren nicht gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG abweisen. In solchen Fällen ist vielmehr mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt abzuklären (Kieser, a.a.O., Art. 43 N 100). Namentlich hätte die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt durch Aufbietung zu einer fachärztlichen Untersuchung (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG, Art. 69 Abs. 2 IVV) abklären können. Derartige Bemühungen lassen sich den Akten jedoch nicht entnehmen.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 64 Le decisioni relative all'ordinanza di una perizia medica sono, di regola, impugnabili separatamente come provvedimenti interlocutori entro 30 giorni. La mancanza di un danno irreparabile dimostrato non preclude l'ammissibilità di un tale ricorso, poiché l'importanza della perizia e il rischio processuale ad essa connesso sono ritenuti sufficienti a giustificare il ricorso.
“Dans les autres cas, les décisions incidentes ne sont susceptibles d’un recours séparé que si elles sont de nature à causer un préjudice irréparable à une partie ou si l’admission du recours peut conduire immédiatement à une décision finale qui permet d’éviter une procédure probatoire longue et coûteuse (al. 2). Selon la jurisprudence, les décisions relatives à la mise en œuvre d'une expertise médicale sont sujettes à recours dans les 30 jours devant la Cour de céans et ce sans que l'assuré puisse se voir opposer l'absence de préjudice irréparable (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). 1.2. Le recours contre la décision incidente rendue par l’OAI a été interjeté en temps utile et dans les formes légales auprès de l'autorité judiciaire compétente à raison du lieu, ainsi que de la matière. 2. Dispositions légales applicables Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (cf. ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“1 de la loi 20 mars 1981 sur l’assurance-accidents (LAA; RS 832.20), contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, telles celles de mise en œuvre d'une expertise médicale, sont sujettes à recours dans les 30 jours devant l'Instance de céans (cf. art. 56 al. 1, 57 et 60 LPGA), et ce sans que l'assuré puisse se voir opposer l'absence de préjudice irréparable, qui est une condition de recevabilité du recours contre les décisions incidentes en règle générale, car leur portée sur l'issue du litige, compte tenu des moyens dont l'assuré dispose dans la procédure judiciaire au fond, est suffisamment importante pour admettre de principe que le risque d'un tel préjudice existe (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). En l'espèce, interjeté dans les formes et délais légaux, le recours est recevable. 2. 2.1. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties. Celles-ci peuvent récuser l'expert pour des raisons pertinentes et présenter des contre-propositions. Dans la conduite de la procédure, l'assureur dispose d'un large pouvoir d'appréciation en ce qui concerne la nécessité, l'étendue et l'adéquation de recueillir des données médicales. Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (arrêt TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Le principe inquisitoire n'est en outre pas absolu dans la mesure où sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire (ATF 122 V 158 consid.”
LPGA art. 43 n. 63 Una perizia medica deve essere esaustiva, tener conto dei disturbi rilevanti e delle cartelle cliniche pregresse e pronunciarsi sulla capacità lavorativa e/o di guadagno per l'intero periodo potenzialmente rilevante ai fini del diritto alle prestazioni (in particolare nelle malattie psiciche, osservando gli indicatori standard pertinenti). Alle perizie di specialiste e specialisti esterni va, in linea di principio, riconosciuta piena forza probatoria, salvo che non sussistano indizi concreti che ne mettano in dubbio l'affidabilità.
“2b). Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25 S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108, 114 E. 5.4). 3.3. Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Er kann insbesondere medizinische Begutachtungen veranlassen (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG). Ein medizinisches Gutachten erfüllt die juristischen Anforderungen dann, wenn es umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und wenn die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a). Im Falle des Vorliegens von psychischen Erkrankungen hat die Prüfung der Arbeits- resp. Erwerbsfähigkeit anhand von sogenannten Standardindikatoren, als objektivem Massstab zu erfolgen (BGE 143 V 418, 429 E. 7.2 und BGE 141 V 281, 296 E. 3.7.3 und 297 f. E. 4.1.3). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten oder Spezialärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E.”
“Vor diesem Hintergrund erweisen sich weitere medizinische Abklärungen in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) als unumgänglich, da aktuell über die für die Beurteilung des streitigen Rentenanspruchs erforderlichen Tatsachen keine hinreichende Klarheit besteht und eine direkte Leistungszusprache im Streitfall einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Fachpersonen kaum je in Frage kommt (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5). Es ist in erster Linie Aufgabe des Versicherungsträgers, von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen, um den rechtserheblichen Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. BGE 149 V 218 E. 5.7, Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2022 vom 6. März 2023 E. 5.3, je mit Hinweisen). Das von der Beschwerdegegnerin einzuholende psychiatrische Gutachten wird sich zur Arbeitsfähigkeit während des gesamten potentiell anspruchsrelevanten Zeitraums zu äussern und sich insbesondere an den in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren zu orientieren haben, die grundsätzlich für sämtliche psychischen Leiden Anwendung finden (vgl. BGE 143 V 418 E. 7). Darüber hinaus wird die Gutachterperson dazu Stellung zu nehmen haben, ob aus fachärztlicher Sicht medizinische namentlich auch medikamentöse – Behandlungs-möglichkeiten bestehen und (bejahendenfalls) inwiefern diese zumutbar sind.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 62 Una disponibilità successiva a collaborare non annulla automaticamente la precedente mancanza di collaborazione che aveva comportato la messa a disposizione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. Secondo la giurisprudenza, una tale disponibilità successiva va di regola trattata come una nuova domanda; essa dà quindi luogo a un nuovo procedimento di accertamento soltanto per il futuro.
“Nach Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Abs. 1 Satz 1). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Abs. 2). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Abs. 3). Die nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit, die zur Verfügung geführt hat, nicht ungeschehen. Es ist mithin im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_494/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 4.1 mit Hinweisen).”
“Wie die Beschwerdeführerin zutreffend geltend macht, verstösst die vorinstanzliche Vorgabe nicht nur gegen den Wortlaut von Art. 43 Abs. 3 ATSG, sondern auch gegen die dazu ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung. Zwar ist der Vorinstanz insofern beizupflichten, als bei der nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion der Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu berücksichtigen ist. Aus diesem Grundsatz folgt aber gemäss Rechtsprechung, dass bei einer anhaltenden Mitwirkungspflichtverweigerung im Falle einer Erstanmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung die später erklärte Bereitschaft zur Mitwirkung als Neuanmeldung zu betrachten ist. Massgebend ist der Zeitpunkt, in welchem der Versicherte seine verweigernde Haltung aufgibt und sich bereit erklärt, an der Abklärung der Verhältnisse mitzuwirken (SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150, 9C_244/2016 E. 3.3 mit Hinweisen). Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit nicht ungeschehen (vgl. Urteile 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6, 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.1). In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (SVR 2017 IV Nr.”
“Es ist der Beschwerdeführerin im Grundsatz insoweit beizupflichten, als bei einer Neuanmeldung keine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen nachgewiesen werden muss, wenn ein Leistungsanspruch infolge Widersetzlichkeit gegen zumutbare Abklärungen abgelehnt worden ist. Dies gilt aber nur, sofern der Leistungsanspruch keiner materiellen Prüfung unterzogen wurde. Es genügt diesfalls, dass die versicherte Person ihren Widerstand aufgibt und mit der Verwaltung kooperiert. Die in Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV statuierte analoge Anwendung der für die Rentenrevision geltenden Regeln entfällt (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 600/99 vom 6. Juli 2000 E. 1; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Rz. 126 zu Art. 30-31 IVG). Eine nach Erlass einer auf Art. 43 Abs. 3 ATSG (vgl. E. 3.3 hiervor) gestützten Verfügung erklärte Mitwirkungsbereitschaft macht die Widersetzlichkeit nicht ungeschehen (vgl. Urteile 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6 und 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5.1). In einem solchen Fall ist im Rahmen der Neuanmeldung für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150, 9C_244/2016 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteile 9C_236/2021 vom 3. September 2021 und 8C_494/2019 vom 10. Dezember 2019 E. 4.1; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 114 u. 116 zu Art. 43 ATSG; JACQUES OLIVIER PIGUET, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, N. 56 zu Art. 43 ATSG).”
“Le dépôt d'une nouvelle demande ensuite de la décision de non-entrée en matière a certes pour conséquence que le droit à d'éventuelles prestations d'assurance ne pourra effectivement prendre naissance au plus tôt qu'à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle cette nouvelle demande a été présentée (cf. art. 29 al. 1 LAI). Cela étant, cette situation est la conséquence juridique de la violation, par l'assuré, de son devoir de collaborer à l'instruction (art. 43 al. 3 LPGA). Selon la jurisprudence, en effet, l'assureur social peut, conformément au principe de proportionnalité, suspendre ses prestations, respectivement ne pas entrer en matière sur la demande, jusqu'à ce que l'assuré se déclare prêt à se soumettre sans réserve à l'expertise ordonnée par une décision entrée en force. Mais l'accord de l'assuré à la mesure d'instruction ordonnée, exprimé postérieurement au prononcé de la décision fondée sur l'art. 43 al. 3 LPGA, ne rend pas sans effet le refus initial ayant entraîné la non-entrée en matière. C'est pourquoi un recours dans lequel l'assuré se déclare après coup prêt à se soumettre à l'expertise envisagée doit, cas échéant, être considéré comme une nouvelle demande. Ce nouvel examen du droit à la prestation pour le futur permet, sous l'angle du principe de la proportionnalité, de prendre en considération le fait que la sanction décidée (en l'espèce, non-entrée en matière) ne concerne que la période pendant laquelle l'assuré refuse de collaborer (ATF 139 V 585 consid.”
“Dieser Bericht wurde dem Gericht erst im Verlauf des Beschwerdeverfahrens mit Eingabe vom 10. Januar 2024 zugestellt (Urk. 23-24). Es fragt sich, ob dieses Beweismittel im vorliegenden Beschwerdeverfahren beachtlich ist, obschon die IV-Stelle ihre Verfügungen vom 25. Mai 2023 nach dem Gesagten gestützt auf die damals vorhandenen Akten erlassen durfte, weil der Beschwerdeführer seine Mitwirkung bei der beabsichtigten bidisziplinären Begutachtung in unentschuldbarer Weise verletzt hatte. Von Belang ist zunächst, dass sich der Beschwerdeführer allein durch die Einreichung des Berichts von Dr. I.___ vom 5. September 2023 noch nicht ausdrücklich und vorbehaltlos bereit erklärt hat, die ihm obliegende Mitwirkung bei der angeordneten bidisziplinären Begutachtung wahrzunehmen (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Sodann handelte es sich bei einer allfälligen nachträglichen Bereitschaft des Beschwerdeführers zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG um eine neue, erst nach Erlass der angefochtenen Verfügungen vom 25. Mai 2023 (Urk. 2/1-2) eingetretene Tatsache, welche als Neuanmeldung zu betrachten wäre (Urteil des Bundesgerichts 9C_994/2009 vom 22. März 2010 E. 5). Zudem ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts der rechtserhebliche Sachverhalt im Beschwerdeverfahren vor dem Sozialversicherungsrichter grundsätzlich nur nach den tatsächlichen Verhältnissen zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung zu beurteilen (vgl. bezüglich verletzter Mitwirkungspflicht SVR 2000 IV Nr. 23 S. 69). Es besteht hier kein Anlass, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Angesichts des weiterhin fehlenden Mitwirkungswillens bei den von der Beschwerdegegnerin angeordneten Abklärungen ist der neu eingereichte psychiatrische Bericht unbeachtlich. Der Beschwerdeführer kann daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es bleibt darauf hinzuweisen, dass es dem Beschwerdeführer selbstverständlich frei steht, sich gegenüber der IV-Stelle vorbehaltlos bereit zu erklären, an der bidisziplinären Begutachtung mitzuwirken.”
Documenti giustificativi mancanti per spese reclamate (ad es. elettricità, acqua, spese di pulizia o di giardinaggio) possono, ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA, comportare la non considerazione delle spese o il non entrare nel merito, se la persona interessata, nonostante un sollecito scritto e il tempo di riflessione concesso, non presenta giustificativi pertinenti. La presentazione tardiva di documenti nel procedimento di opposizione non sana automaticamente l'omissione.
“Der EL-Bezügerin sei nicht klar, was der Unterschied zwischen dem allgemeinen und dem persönlichen Strombedarf sei; sie könne sich nicht vorstellen, wie der gesamte Strombedarf bei einem gemieteten Einfamilienhaus aufgeteilt werden könne. Mit einem Entscheid vom 27. Mai 2019 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache ab (act. G 4.2.6). Zur Begründung führte sie aus, die von der EL-Bezügerin geltend gemachten Kosten für Strom und Wasser zählten zu den Kosten für den allgemeinen Lebensbedarf. Die Strom- und Wasserversorgung sei für den Gebrauch des Mietobjekts nicht zwingend erforderlich. Die Kosten für Reinigungsarbeiten könnten grundsätzlich berücksichtigt werden, aber die EL-Bezügerin habe diese Kosten nicht mit entsprechenden Belegen nachgewiesen. Da sie diese Kosten in der Einsprache erstmals geltend gemacht habe, da sie keine Belege eingereicht habe, obwohl sie mehr als genug Zeit dafür gehabt habe, und da ihr zumindest für die Gartenpflege offenbar kein finanzieller Aufwand entstanden sei, seien diese Kosten nicht zu berücksichtigen. Die Nichtberücksichtigung von allfälligen Auslagen für die Schneeräumung sei mit dem Art. 43 Abs. 3 ATSG zu rechtfertigen, weil der EL-Bezügerin hätte klar sein müssen, dass sie die entsprechenden Kosten belegen müsse. Am 17. Juni 2019 erhob die EL-Bezügerin (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 (act. G 1). Sie beantragte die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides und die „Neubeurteilung der Situation“ respektive, dass man ihr „die Wohnnebenkosten anerkennt und zurückerstattet“. Zur Begründung führte sie an, die Gartenpflege müsse von Dritten übernommen werden, die mit Naturalleistungen entschädigt würden. Die Kosten für eine allfällige Schneeräumung würden sich gemäss einer Auskunft auf 40 Franken pro Einsatz belaufen. Die Kosten für den allgemeinen Strombedarf könnten nicht belegt werden, weil am Haus nur ein Stromzähler angebracht sei. Die Wasser- und Abwassergebühren seien belegt, aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht berücksichtigt worden. Für die Mithilfe bei Reinigungsarbeiten im Haus könne die Beschwerdeführerin der Hilfskraft nichts bezahlen.”
“Daraufhin führte die Vorinstanz das Mahn- und Bedenkzeitverfahren durch. Sie forderte den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 3. März 2022 auf, innerhalb von 30 Tagen mit konkreten Nachweisen wie Mietvertrag, Strom- und Wasserrechnungen zu belegen, dass er und seine Ehefrau faktisch zwei unterschiedliche Haushalte bewohnten. Die Vorinstanz stellte in Aussicht, ohne Zustellung der verlangten Belege in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG einen Einspracheentscheid aufgrund der vorliegenden Akten zu erlassen (SAK-act. 66). Der Beschwerdeführer reagierte mit E-Mail vom 27. März 2022 auf die Aufforderung mit Ausführungen zu seiner Lebens-situation, ohne jedoch sachdienliche Dokumente zu den Akten zu geben (SAK-act. 67). So erwähnte der Beschwerdeführer namentlich eine unheilbare Herzkrankheit, aufgrund derer er sich am Meer (auf B._______ [Spanien] und an der Nordsee) aufhalte. Konkrete Nachweise reichte er nicht ein. In der Folge erliess die Vorinstanz den Einspracheentscheid aufgrund der ihr vorliegenden Akten und wies die Einsprache gegen die Plafonierung der Rente ab (SAK-act. 69).”
“Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 139 V 164).”
art. 43 cpv. 2 LPGA può — qualora il titolo giuridico di una misura ordinata rimanga incerto — essere preso in considerazione sia nel contesto di misure d'accertamento sia di misure di riduzione del danno.
“Im Schreiben vom 3. Mai 2019 - die damit angesetzte Frist wurde mit Schreiben vom 21. Mai 2019 bloss verlängert - wurde nicht näher spezifiziert, unter welchem Titel die angeordnete Massnahme erfolgte. Ob es sich dabei um eine solche im Rahmen der Mitwirkungspflicht bei der Abklärung (Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 2 ATSG) handelt oder ob sie dem Beschwerdeführer unter dem Titel der Schadenminderungspflicht (Art. 7b Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 4 ATSG) auferlegt wurde, kann offen bleiben, soweit die Sanktionsnorm des Art. 7b IVG in Frage steht. Diese legt in beiden Fällen fest, dass Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden können, wenn die auferlegten Massnahmen nicht erfüllt wurden.”
LPGA art. 43 n. 59 Qualora, nel caso ipotetico relativo allo stato di salute, emerga una capacità di guadagno pari al 100%, la determinazione dell'invalidità deve, in linea di principio, essere effettuata mediante un puro confronto dei redditi. Se per tale confronto mancano accertamenti sufficienti, la questione deve essere rinviata all'autorità competente per un accertamento complementare.
“Entscheid Versicherungsgericht, 16.03.2021 Art. 43 Abs. 1 ATSG. Die Beschwerdeführerin wäre im hypothetischen Gesundheitsfall zu 100% erwerbstätig. Die Invaliditätsbemessung hat somit anhand eines reinen Einkommensvergleichs zu erfolgen. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. März 2021, IV 2019/31). Entscheid vom 16. März 2021 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2019/31 Parteien A.___ Beschwerdeführerin, vertreten durch Goran Babic, Pat. Rechtsagent, Hauptstrasse 65, 9400 Rorschach, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
“bb) Dès lors que seule une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles (évitant un travail répétitif avec les mains et le port des charges de plus de 10 kg) demeure exigible, l’intimé aurait dû procéder au calcul du degré d’invalidité en établissant les termes de la comparaison de revenu ce qu’il n’a pas fait. En conséquence, la décision attaquée est arbitraire dans son résultat dans la mesure où elle ne tient pas compte des faits déterminants, à savoir d’une incapacité de travail dans l’activité habituelle. Il n’appartient pas à l’autorité judiciaire de procéder à ce calcul elle-même dès lors que l’activité adaptée doit être évaluée par les spécialistes en réadaptation professionnelle de l’intimé et que celui-ci devra apprécier les revenus avec et sans invalidité. Aussi, il se justifie de renvoyer la cause à l’office intimé, autorité à qui il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), afin qu’il procède au calcul du degré d’invalidité à compter du 16 novembre 2021 sous le rappel que l’état de santé de la recourante est arrêté au 15 février 2022 et qu’il conviendra le cas échéant de tenir compte d’une évolution postérieure. Il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions du recourant. 10. a) En définitive, le recours doit être admis, la décision attaquée annulée et la cause renvoyée à l’office intimé pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA).”
La mancanza o la mancata acquisizione di documentazione di diagnostica per immagini può costituire una violazione dell'obbligo d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA. Se gli atti sono pertanto incompleti, deve essere disposta l'integrazione del fascicolo e, se del caso, incaricata una perizia esterna.
“Oktober 2021 (act. II M7) ab. Dieser gelangt zum Schluss, dass der Sehnenriss nicht (primär) durch die vom Beschwerdeführer willentlich und ohne unphysiologische Belastung ausgeführte Aktivität, sondern vorwiegend durch die Schadensanlage der betroffenen Sehne verursacht wurde, was vom behandelnden Arzt Dr. med. G.________ in Frage gestellt wird, dies unter anderem unter Bezugnahme auf ein MRI (vgl. die Berichte vom 7. September 2021 [act. II M2: "Im MRI Bestätigung einer Partialruptur von mindestens 50 %"] und 27. September 2021 [act. II M5: "Ein weiteres Argument für ein Unfallereignis ist die im MRI sichtbare perifokale Ödembildung …"]). Im Operationsbericht vom 23. August 2021 wird eine radiologische Untersuchung erwähnt (act. II M1: "Die radiologische Untersuchung zeigte ein Hämatom im Bereich des proximalen Radius …"). Soweit ersichtlich lag dem beratenden Arzt dieses MRI nicht vor (vgl. act. II M7/3 - 5). Die Bildgebung wurde offenbar (in Verletzung der Abklärungspflicht [vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG]) gar nicht ediert, ist doch diese in den aktuell vorliegenden Akten nicht enthalten. Folglich erfüllt der Bericht von Dr. med. D.________ die Anforderungen an einen beweiskräftigen Aktenbericht nicht, da er auf einem lückenhaften medizinischen Dossier beruht (vgl. E. 2.4 hiervor). Damit ist die Sache bereits aus diesem Grund an die Beschwerdegegnerin zur Komplettierung der medizinischen Akten und Veranlassung einer externen Begutachtung zurückzuweisen, wobei die Beschwerdegegnerin beim Beschwerdeführer zusätzlich nach vorbehandelnden Ärzten jeglicher Art zu fragen und diese anschliessend um Berichterstattung (über allfällige Vorerkrankungen) zu ersuchen hat.”
“Oktober 2021 (act. II M7) ab. Dieser gelangt zum Schluss, dass der Sehnenriss nicht (primär) durch die vom Beschwerdeführer willentlich und ohne unphysiologische Belastung ausgeführte Aktivität, sondern vorwiegend durch die Schadensanlage der betroffenen Sehne verursacht wurde, was vom behandelnden Arzt Dr. med. G.________ in Frage gestellt wird, dies unter anderem unter Bezugnahme auf ein MRI (vgl. die Berichte vom 7. September 2021 [act. II M2: "Im MRI Bestätigung einer Partialruptur von mindestens 50 %"] und 27. September 2021 [act. II M5: "Ein weiteres Argument für ein Unfallereignis ist die im MRI sichtbare perifokale Ödembildung …"]). Im Operationsbericht vom 23. August 2021 wird eine radiologische Untersuchung erwähnt (act. II M1: "Die radiologische Untersuchung zeigte ein Hämatom im Bereich des proximalen Radius …"). Soweit ersichtlich lag dem beratenden Arzt dieses MRI nicht vor (vgl. act. II M7/3 - 5). Die Bildgebung wurde offenbar (in Verletzung der Abklärungspflicht [vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG]) gar nicht ediert, ist doch diese in den aktuell vorliegenden Akten nicht enthalten. Folglich erfüllt der Bericht von Dr. med. D.________ die Anforderungen an einen beweiskräftigen Aktenbericht nicht, da er auf einem lückenhaften medizinischen Dossier beruht (vgl. E. 2.4 hiervor). Damit ist die Sache bereits aus diesem Grund an die Beschwerdegegnerin zur Komplettierung der medizinischen Akten und Veranlassung einer externen Begutachtung zurückzuweisen, wobei die Beschwerdegegnerin beim Beschwerdeführer zusätzlich nach vorbehandelnden Ärzten jeglicher Art zu fragen und diese anschliessend um Berichterstattung (über allfällige Vorerkrankungen) zu ersuchen hat.”
La diffida scritta ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA deve essere formulata in modo sufficientemente concreto e specifico. Essa deve indicare chiaramente quale comportamento o quali informazioni o documenti sono richiesti alla persona assicurata e spiegare in modo comprensibile quali conseguenze giuridiche sono da attendersi in caso di persistenza del rifiuto. Avvertenze generiche o meramente preventive non sono sufficienti.
“Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr. F.___ folglich eine weitere psychiatrische Begutachtung – einschliesslich einer erneuten neuropsychologischen Testung – anordnen und die Beschwerdeführerin im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung anhalten müssen. Diese „Abmahnung“ hätte sich am Verhalten der Beschwerdeführerin orientieren müssen, das letztlich zum Scheitern der Begutachtung geführt hat: Die Beschwerdeführerin hat die neuropsychologische Testung nach drei viertel Stunden vorzeitig abgebrochen; sie hat aber auch während des durchgeführten Teils der neuropsychologischen Tests ein Antwortverhalten gezeigt, das zuverlässige Schlussfolgerungen bezüglich ihrer neurokognitiven Fähigkeiten verunmöglicht hat (inkonsistente und unplausible Symptomproduktion; auffällige Resultate in den Symptomvalidierungstests); in der psychiatrischen Begutachtung hat sie es dem Sachverständigen Dr. F.___ mit ihren ausweichenden Antworten und ihrem nicht authentischen Verhalten verunmöglicht, den objektiven Befund zu erfassen. Die Beschwerdegegnerin hätte die Beschwerdeführerin folglich darauf hinweisen müssen, dass sie bei einer erneuten Begutachtung die neuropsychologische Testung vollständig durchführen und die Fragen so beantworten müsse, dass der neuropsychologische Sachverständige zuverlässige Rückschlüsse auf die neurokognitiven Funktionen ziehen könne.”
“Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr.”
“Auch in einem solchen Fall muss aber selbstverständlich die verfahrensrechtliche Vorgabe des Art. 43 Abs. 3 ATSG – die Durchführung eines sogenannten „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ – beachtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherungsträger die versicherte Person nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zur Erfüllung der Mitwirkungspflicht mahnen muss. Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 56 L'ente assicurativo dispone di un ampio margine di discrezionalità nella determinazione della natura e della portata degli accertamenti necessari. Nel procedimento di ricorso i giudici intervengono in tale ambito discrezionale solo per giustificato motivo e verificano se gli accertamenti disposti (in particolare la loro necessità, appropriatezza e portata) siano censurabili sotto il profilo della discrezionalità o del diritto procedurale.
“Eine derartige Einschränkung kann im Übrigen auch nicht aus der parlamentarischen Beratung zu Art. 44 ATSG abgeleitet werden. Zwar wurde einem Minderheitsantrag in der nationalrätlichen Beratung, wonach in Art. 44 Abs. 4 ATSG ausdrücklich normiert werden sollte, dass bei fehlender Einigung zwischen Versicherungsträger und versicherter Person über die Anordnung einer Begutachtung eine Zwischenverfügung zu erlassen sei, nicht Folge geleistet. Allein daraus kann aber nicht abgeleitet werden, der Gesetzgeber habe die zulässigen Anfechtungsgründe gegen die Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung begrenzen wollen. 3.3. Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, einzutreten. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass der Versicherungsträger die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen vorzunehmen hat. Dabei bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sie sich den für die Beurteilung ihres Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 4.2. Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen eine Begutachtung als notwendig, so obliegt ihm gemäss Art. 44 Abs. 1 ATSG die Entscheidung, ob diese mono-, bi- oder polydisziplinär zu erfolgen hat. Bei polydisziplinären Gutachten sind drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt.”
“Gemäss dem im Sozialversicherungsverfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz haben Sozialversicherungsträger resp. das Sozialversicherungsgericht der rechtserhebliche Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln, und zwar richtig und vollständig (Art. 43 Abs. 1 ATSG resp. Art. 43 Abs. 1bis ATSG in der seit Januar 2022 anwendbaren Fassung und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 136 V 376, 377 E. 4.1.1; BGE 133 V 196, 200 E. 1.4). Dabei liegt es grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers und im Beschwerdefall des Gerichts darüber zu befinden, mit welchen Mitteln dies zu erfolgen hat. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_58/2022 vom 7. Juni 2022 E. 4.1.2). Den Parteien obliegt in dem vom Untersuchungsgrundsatz beherrschten Sozialversicherungsprozess keine subjektive Beweisführungslast im Sinne von Art.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Versicherungsträger bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b).”
“Die Bereitstellung der medizinischen Entscheidungsgrundlage ist nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in erster Linie Sache des Sozialversicherungsträgers. Er befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Gemäss Art. 43 Abs. 1bis ATSG (in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung) bestimmt der Versicherungsträger die Art und Umfang der notwendigen Abklärungen. Beim Entscheid, ob aufgrund der vorhandenen Akten bereits eine rechtsgenügliche Beurteilung vorgenommen werden kann oder eine zusätzliche Abklärung angezeigt ist, ebenso wie bei der Wahl der Art der Abklärung steht der Verwaltung ein Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesgerichts 9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sich diese den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn sie zumutbar sind. Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG müssen die Untersuchungen aber auch notwendig und somit von entscheidender Bedeutung für die Erstellung des rechtserheblichen Sachverhalts sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 4.1).”
“E. 4.1). Der Entscheid, ob aufgrund der vorhandenen Akten bereits eine rechtsgenügliche Beurteilung vorgenommen werden kann oder eine zusätzliche Abklärung angezeigt ist, liegt demnach ebenso im Ermessen der Verwaltung wie die Wahl der Art der Abklärung (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). In dieses Ermessen greifen die Gerichte ohne triftigen Grund nicht ein (vgl. BGer-Urteil 8C_828/2013 vom”
art. 43 cpv. 3 LPGA va inteso come uno strumento di pressione procedurale volto a rimuovere il blocco del procedimento amministrativo dovuto a un rifiuto di collaborazione ingiustificato; non serve a consentire all'ente assicurativo una semplice attribuzione materiale di una rendita. L'applicazione è soggetta ai presupposti indicati dalla giurisprudenza: violazione dell'obbligo di collaborazione in modo ingiustificabile, previo sollecito scritto con indicazione delle conseguenze giuridiche e concessione di un termine congruo di riflessione; quindi l'ente può decidere sulla base degli atti oppure sospendere le indagini e decidere di non entrare in materia. Secondo la giurisprudenza richiamata, art. 43 cpv. 3 LPGA non consente l'attribuzione sanzionatoria di una rendita.
“1 ATSG hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen, was bedeutet, dass ihn die Pflicht zur Ermittlung des massgebenden Sachverhaltes trifft. Diese Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers wird durch eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung ergänzt (vgl. Art. 28 ATSG). Kommt die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger laut dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten verfügen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen, auf die Rechtsfolgen hinweisen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einräumen. Weil der Sinn und Zweck des Sozialversicherungsverfahrensrechtes darin besteht, dem materiellen Sozialversicherungsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, das heisst den Sozialversicherungsträger in die Lage zu versetzen, das materielle Recht auf einen vollständig ermittelten Sachverhalt anzuwenden, kann der Art. 43 Abs. 3 ATSG augenscheinlich nicht bezwecken, dem Sozialversicherungsträger einen möglichst einfachen „Ausstieg“ aus einer „unbequemen“ verfahrensrechtlichen Situation zu ermöglichen. Ein solcher Ausstieg aus einem Verwaltungsverfahren wäre nämlich nichts anderes als eine Kapitulation vor den sich stellenden Schwierigkeiten, denn es hätte zur Folge, dass der eigentliche Zweck des Verwaltungsverfahrens – die vollständige Sachverhaltsermittlung und die anschliessende Rechtsanwendung – definitiv nicht erreicht werden könnte. Aus systematischer und teleologischer Sicht kann der Art. 43 Abs. 3 ATSG nur als eine Regelung interpretiert werden, die es dem Sozialversicherungsträger erlauben soll, mittels eines „Druckmittels“ eine Verfahrensblockade zu überwinden, nämlich die versicherte Person dazu zu bringen, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben und ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Bezieht die versicherte Person bereits eine Rente und verweigert sie ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einem Rentenrevisionsverfahren, das für sie die Gefahr einer Rentenherabsetzung oder gar Rentenaufhebung birgt, sind die im Art.”
“3 ATSG „definitiv“ revisionsweise aufzuheben und damit einen materiellen Entscheid zu erlassen, der sich ausschliesslich auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG stützt (vgl. den unveröffentlichten Teil von BGE 139 V 585 = Urteil des Bundesgerichtes 8C_481/2013 vom 7. November 2013, E. 3.3). Wenn es tatsächlich möglich wäre, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „negativen“ materiellen Entscheid zu erlassen, müsste es aber auch zulässig sein, in Anwendung des Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „positiven“ materiellen Entscheid zu erlassen, denn das (positive oder negative) inhaltliche Ergebnis kann ja nicht für die Definition der wesensmässigen Natur des Entscheides – „vorläufig“ oder „definitiv“ – massgebend sein. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG kann (ganz allgemein) nur entweder „definitive“ materielle Entscheide erlauben oder aber nicht. Offenkundig lässt der Art. 43 Abs. 3 ATSG jedoch die – „sanktionsweise“ – Zusprache einer Rente nicht zu, da dies seinem Sinn und Zweck diametral zuwiderlaufen würde. Also kann es entgegen der bundesgerichtlichen Auffassung auch nicht möglich sein, gestützt auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen.”
“3 ATSG einen „definitiven“ materiellen Entscheid zu Ungunsten der versicherten Person zu erlassen. Jedenfalls ist es ausgeschlossen, dass das Versicherungsgericht die von der Beschwerdegegnerin verfügte „Sanktion“ durch eine „definitive“ Rentenzusprache ersetzt. Auf das entsprechende Begehren der Beschwerdeführerin kann folglich nicht eingetreten werden. Kommt eine versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und ein Nichteintreten beschliessen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; zudem muss er ihr eine angemessene Bedenkfrist einräumen. Die ratio legis des Art. 43 Abs. 3 ATSG besteht darin, eine Blockade des Verwaltungsverfahrens in jenen Fällen zu beseitigen, in denen die Blockade auf eine Weigerung der versicherten Person zurückzuführen ist, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung zu erfüllen. Die im Art. 43 Abs. 3 ATSG genannten Möglichkeiten des Sozialversicherungsträgers, auf eine solche Weigerung zu reagieren, sind also bei genauer Betrachtung keine Sanktionen, sondern vielmehr Druckmittel, mit denen die versicherte Person dazu gebracht werden soll, ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung doch noch zu erfüllen. Die Anwendung dieser Druckmittel ist gemäss dem Art. 43 Abs. 3 ATSG an die folgenden Voraussetzungen geknüpft: Die versicherte Person muss ihre Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung verletzt haben; ihre Weigerung, die Mitwirkungspflicht zu erfüllen, muss unentschuldbar sein; die dadurch entstandene Verfahrensblockade muss solange „unüberwindbar“ sein, bis die versicherte Person ihre Mitwirkungspflicht erfüllt; die versicherte Person muss zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht gemahnt worden sein; der versicherten Person muss die spezifische Rechtsfolge bei einer weiter andauernden Verweigerung der Mitwirkungspflicht angedroht worden sein und der versicherten Person muss eine angemessene Bedenk- respektive Reaktionszeit eingeräumt worden sein.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 54 Se la persona assicurata, dopo una diffida scritta e un congruo periodo di riflessione, non reagisce in modo giustificabile, l'ente assicurativo non può entrare in materia dopo la chiusura dell'istruttoria. La persona assicurata può successivamente presentare nuovamente una domanda di prestazione; un eventuale nuovo provvedimento opera soltanto per il futuro (ex nunc / pro futuro) e si riferisce al momento della nuova presentazione della domanda.
“c) Conformément au principe inquisitoire, il appartient en premier chef à l'administration de déterminer, en fonction de l'état de fait à élucider, quelles sont les mesures d'instruction qu'il convient de mettre en œuvre dans un cas d'espèce. Elle dispose à cet égard d'une grande liberté d'appréciation. Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction. S'il se soustrait à une telle mesure alors que celle-ci est objectivement et subjectivement exigible, il prend - délibérément - le risque que sa demande soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante (TF U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 et les réf. citées ; Jacques Olivier Piguet, op. cit., n. 54 ad art. 43 LPGA). En procédure de recours, le juge ne doit alors examiner que si la décision, rendue conformément à l'art. 43 al. 3 LPGA sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte. Il ne se justifie pas – et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure – d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction. Soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l'administration, puisque le dossier ne permet pas d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'existence des conditions du droit à la prestation. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
“La question de l'exigibilité subjective doit également être clarifiée de manière objective : il ne s'agit donc pas de savoir si la personne concernée considère l'examen comme raisonnablement exigible sur la base de sa propre perception subjective, mais d'évaluer objectivement les circonstances subjectives, par exemple l'âge, l'état de santé, les expériences antérieures en matière d'examens, afin de déterminer si ces circonstances permettent ou non l'examen (cf. ATF 134 V 61 consid. 4.2.1). L'exigibilité objective est notamment liée au fait qu'un examen médical, voire une expertise, peut toucher à la liberté personnelle d'une personne assurée, sachant que seules de légères atteintes aux droits fondamentaux de la liberté personnelle doivent être acceptées par les assurés. En l'absence d'un motif concret s'y opposant, les examens usuels dans un centre d'expertise doivent généralement être considérés comme raisonnables (arrêts du TF 8C_283/2020 du 4 août 2020 consid. 4 et réf. citées). 4.2 Si l'assuré refuse de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut, selon l'art. 43 al. 3 LPGA, se prononcer sur l'état du dossier et clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. L'assureur doit lui avoir adressé une mise en demeure écrite l'avertissant des conséquences juridiques et lui impartissant un délai de réflexion convenable. Ainsi, l'assuré qui ne se soumet pas à une mesure exigible prend délibérément le risque que sa demande de prestations soit rejetée par l'administration, motif pris que les conditions du droit à la prestation ne sont pas, en l'état du dossier, établies au degré de la vraisemblance prépondérante. Cela étant, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations. Celle-ci devra rendre une nouvelle décision, si les nouveaux éléments recueillis sont de nature à justifier une appréciation différente de la situation (arrêt du TF 9C_236/2021 du 3 septembre 2021 consid. 2 et réf. citées).”
“Il appert au demeurant que le délai de réflexion imparti par l'OAIE peut être qualifié de convenable (cf. s'agissant de la notion de délai convenable, l'arrêt du Tribunal fédéral I 605/04 du 11 janvier 2005 consid. 3.2 concernant l'art. 21 al. 4 LPGA). Il résulte du dossier que le recourant n'a pas non plus réagi dans le délai imparti à cet effet. L'OAIE a alors rendu le 19 juillet 2023 un projet de décision de non-entrée en matière pour manque de collaboration, tout en signalant la possibilité d'émettre des objections dans les 30 jours dès réception. Le recourant n'a, à la lumière du dossier, pas contesté le projet de décision en temps utile. L'autorité inférieure n'est, par la décision entreprise du 19 septembre 2023, pas entrée en matière sur la demande de prestations du recourant. 7.4 En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, de rejet de prestations ou de non-entrée en matière de la demande de prestations, rendue à la suite de la procédure de sommation de l'art. 43 al. 3 LPGA, sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte (arrêts du Tribunal fédéral U 489/00 du 31 août 2001 consid. 2b et I 214/01 du 25 octobre 2001 consid. 3 et les références ; Michel Valterio, op. cit., n° 2887). Il ne se justifie pas - et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure - d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise ou de la pièce à produire manquante. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction (cf. p. ex. arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007), soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration et la non-entrée en matière. Cela étant, en cas de rejet de la demande ou de non-entrée en matière, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
“2b et I 214/01 du 25 octobre 2001 consid. 3 et les références). Il ne se justifie pas – et cela n’a d’ailleurs aucun sens sous l’angle de l’économie de la procédure – d’examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise. Soit les preuves recueillies jusqu’alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d’instruction. Soit le dossier n’est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d’instruction requis par l’administration. Dans cette hypothèse, le juge ne peut que confirmer le rejet de la demande de prestations prononcé par l’administration, puisque le dossier ne permet pas d’établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l’existence des conditions du droit à la prestation (arrêt du Tribunal fédéral U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1). Cela étant, si l’assuré se montre par la suite – soit après le prononcé de la décision fondée sur l’art. 43 al. 3 LPGA – disposé à collaborer à l’instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à l’appréciation du cas, il lui est loisible de saisir à nouveau l’administration d’une demande de prestations. Si, lors de ce nouvel examen du droit aux prestations – qui n’a lieu que pour l’avenir et ne s’étend donc pas à la période durant laquelle la collaboration a été refusée de manière inexcusable –, les nouveaux éléments recueillis sont de nature à justifier une appréciation différente de la situation, l’assureur devra alors rendre une nouvelle décision avec effet ex nunc et pro futuro à compter du dépôt de la nouvelle demande (arrêt du Tribunal fédéral 8C_733/2010 du 10 décembre 2010 consid. 5.6 ; arrêt du Tribunal fédéral U 316/06 du 6 juillet 2007 consid. 3.1.1 ; Jacques-Olivier PIGUET, op. cit., n. 56 ad art. 43 LPGA). 8. 8.1 L'art. 36 al. 2 LAI prévoit que la loi fédérale sur l'assurance vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.10) est applicable par analogie au calcul des rentes ordinaires.”
Ai fini della valutazione ai sensi dell'art. 43 LPGA, il valore probatorio dei referti medici o psichiatrici dipende dal fatto che essi siano sostanzialmente attendibili: la perizia deve basarsi su una conoscenza approfondita della documentazione, prendere in considerazione accertamenti adeguati e completi e motivare le conclusioni in modo sufficientemente comprensibile. In mancanza di tali presupposti, sussiste una base motivata per discostarsi dalle constatazioni del referto.
“S’il existe des avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance du dossier (anamnèse), que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions soient bien motivées. Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.4). 6. La recourante reproche à l’intimé d’avoir statué sans ordonner d’expertise pluridisciplinaire et conteste avoir violé son obligation de participer à l’instruction de la cause. a) Selon l’art. 43 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, l’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin ; les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (al. 1). Par ailleurs, l’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Cet article dispose en outre que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière ; il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). b) En l’espèce, une expertise psychiatrique est à l’évidence nécessaire.”
“Aussi le médecin doit-il exposer de manière circonstanciée les raisons médico-psychiatriques pour lesquelles les résultats obtenus sont susceptibles de réduire les capacités fonctionnelles et les ressources psychiques de l'assuré sur les plans qualitatif, quantitatif et temporel (ATF 143 V 418 consid. 6). En d'autres termes, il ne suffit pas que l'expert psychiatre conclue à une incapacité de travail en référence uniquement au diagnostic retenu ; il doit bien plus démontrer et développer ses conclusions en relation avec ses constatations et en tenant compte de toutes les particularités du cas d'espèce. Si l'expert s'acquitte de cette tâche de manière convaincante et en tenant compte des indicateurs standards développés dans l'ATF 141 V 281, l'évaluation médico-psychiatrique des conséquences sera également valable pour l'autorité d'application du droit. Dans le cas contraire, il existe une raison valable qui impose juridiquement de s'en écarter (cf. sur l'ensemble : ATF 148 V 49 consid. 6.2 et 145 V 361 consid. 4.3). 5.3 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, l'autorité définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, elle ne tient pour existants que les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2; 139 V 176 consid. 5.3; 138 V 218 consid. 6). Partant de là, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves cf.”
“Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28 IVG) und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen (BGE 148 V 49 E. 6.2.2, 145 V 215 E. 5, 143 V 409 und 418, 141 V 281) richtig dargelegt. Gleiches gilt bezüglich der Abklärung (Art. 43 ATSG), insbesondere der Auskunfts- und Mitwirkungspflichten der versicherten Person (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. hierzu auch nicht publ. E. 3.3 des Urteils BGE 139 V 585, veröffentlicht in SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21), des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4) und des Beweiswerts ärztlicher Berichte (E. 1 hiervor; BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3a). Darauf wird verwiesen.”
Principio dell'istruttoria (art. 43 cpv. 1 LPGA): L'amministrazione è tenuta d'ufficio ad accertare in modo corretto e completo i fatti rilevanti ai fini del diritto. Per quanto applicabile, ciò vale anche per il tribunale delle assicurazioni sociali; la valutazione delle prove avviene secondo il grado della probabilità preponderante.
“Der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird wie das Sozialversicherungsverfahren (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 61 lit. c ATSG). Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Das Gericht würdigt die Beweise in jedem Fall nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. z.B. BGE 144 V 427, 429 E. 3.2, BGE 138 V 218, 221 f. E. 6 und BGE 115 V 133, 142 f. E. 8a und b).”
“Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93, 99 f. E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231, 232 E. 5.1 mit Hinweis). Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465, 470 E. 4.4; BGE 125 V 352, 353 E. 3b/bb). 3.3. Im Administrativverfahren nach Art. 43 Abs. 1 ATSG wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess nach Art. 61 lit. c ATSG gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen”
“4.1 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3 ; 126 V 353 consid. 5b ; 125 V 193 consid. 2). Aussi n’existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l’administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l’assuré (ATF 135 V 39 consid. 6.1 et la référence). 4.2 La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire d'après lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur (art. 43 al. 1 LPGA) ou, éventuellement, par le juge (art. 61 let. c LPGA). Ce principe n'est cependant pas absolu. Sa portée peut être restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation de ces dernières d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 125 V 193 consid. 2 ; VSI 1994, p. 220 consid. 4). Si le principe inquisitoire dispense les parties de l'obligation de prouver, il ne les libère pas du fardeau de la preuve, dans la mesure où, en cas d'absence de preuve, c'est à la partie qui voulait en déduire un droit d'en supporter les conséquences, sauf si l'impossibilité de prouver un fait peut être imputée à la partie adverse. Cette règle ne s'applique toutefois que s'il se révèle impossible, dans le cadre de la maxime inquisitoire et en application du principe de la libre appréciation des preuves, d'établir un état de fait qui correspond, au degré de la vraisemblance prépondérante, à la réalité (ATF 139 V 176 consid.”
L'art. 43 cpv. 2 LPGA limita il principio dell'accertamento, sottolineando l'obbligo di collaborazione della persona assicurata, in particolare riguardo a fatti che ella conosce meglio e che l'autorità altrimenti non potrebbe raccogliere affatto o non potrebbe raccogliere senza un ragionevole dispendio di mezzi.
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c in Verbindung mit Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
“Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben der Versicherungsträger oder das Durchführungsorgan und im Beschwerdefall das kantonale Versicherungsgericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Abs. 1bis sowie Art. 61 lit. c i.V.m. Art. 2 ATSG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_765/2020 vom 4.”
art. 43 LPGA prevede la conduzione inquisitoria del procedimento: l'autorità competente è tenuta a dirigere il procedimento, ad accertare d'ufficio i fatti rilevanti ai fini della decisione e ad adottare le necessarie misure istruttorie. Quanto alla valutazione della prova, nel campo delle assicurazioni sociali non si richiede la dimostrazione con certezza assoluta, bensì la soluzione che risulti la più probabile (probabilità preponderante); non è sufficiente che un fatto appaia soltanto come ipotesi possibile. Tale regola non è però assoluta e va valutata in relazione agli obblighi di collaborazione delle parti (le fonti indicano la necessità di ponderare quando ulteriori accertamenti siano superflui).
“1 de la loi du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité (LAI; RS 831.20), contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, telles celles de mise en œuvre d'une expertise médicale, sont sujettes à recours dans les 30 jours devant l'Instance de céans (cf. art. 56 al. 1, 57 et 60 LPGA; art. 1 al. 1 et 69 al 1 let. a LAI), et ce sans que l'assuré puisse se voir opposer l'absence de préjudice irréparable, qui est une condition de recevabilité du recours contre les décisions incidentes en règle générale, car leur portée sur l'issue du litige, compte tenu des moyens dont l'assuré dispose dans la procédure judiciaire au fond, est suffisamment importante pour admettre de principe que le risque d'un tel préjudice existe (cf. ATF 137 V 210 consid. 3.4.2.6 et 3.4.2.7). En l'espèce, interjeté dans les formes et délais légaux, le recours est recevable. 2. Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur. Selon l'art. 43 LPGA, il examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. al. 1). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (al. 2). En matière d'assurance-invalidité (cf. ATF 132 V 93 consid. 4), l'art. 69 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) précise que si les conditions sont remplies, l'office AI réunit les pièces nécessaires, en particulier sur l'état de santé du requérant, son activité, sa capacité de travail et son aptitude à être réadapté, ainsi que sur l'indication de mesures déterminées de réadaptation. Des rapports ou des renseignements, des expertises ou une enquête sur place peuvent être exigés ou effectués; il peut être fait appel aux spécialistes de l'aide publique ou privée aux invalides. Conformément à l'art. 44 LPGA, si l'assureur doit recourir aux services d'un expert indépendant pour élucider les faits, il donne connaissance du nom de celui-ci aux parties.”
“Sous l'angle de la preuve, il incombe à l'autorité qui entend se prévaloir de la tardiveté d'une demande d'exemption d'apporter la preuve de la notification de l'acte par lequel l'assuré a été informé sur l'existence et les modalités du droit d'option ; à défaut, aucune conséquence ne saurait être tirée de l'échéance du délai d'exercice du droit d'option (ATF 136 V 295 consid. 5.8-5.10 ; arrêts du TF 9C_531/2019 précité du 17 février 2020 consid. 6.2 et 9C_561/2016 précité consid. 5.2, 9C_1040/2009 du 7 décembre 2010 et du TAF C-5183/2019 du 8 novembre 2021 consid. 8.3.2 et C-2194/2018 du 17 juin 2019 consid. 12.4.4 ; cf. également arrêts du TAF C-4161/2018 du 30 août 2022 consid. 4.2.4, C-622/2019 du 3 février 2022 consid. 6.6, C-3961/2018 du 31 mars 2020 consid. 6, C-7135/2018 du 16 octobre 2019 consid. 7, C-2522/2016 du 25 septembre 2019 consid. 5.3 et C-5359/2017 précité consid. 7.4 et C-2522/2016 du 25 septembre 2019 consid. 5.3). 3.6 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, l'autorité définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA). Ce faisant, elle ne tient pour existants que les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2; 139 V 176 consid. 5.3; 138 V 218 consid. 6). Partant de là, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves cf.”
“2a). En l'espèce, l'enquête postale relative au pli recommandé (...) adressé au recourant en vue de la notification de la décision sur opposition du 6 mai 2020 n'a pas permis d'établir la date à laquelle celle-ci avait été notifiée au recourant (CSC pce 14 p. 3). Partant, l'autorité inférieure n'a pas apporté la preuve de la notification au recourant de la décision sur opposition du 6 mai 2020. Le recourant ayant déclaré avoir reçu celle-ci le 17 juillet 2020 (cf. supra lettre C.a), il convient de considérer que le présent recours, posté le 11 août 2020, a été déposé en temps utile, ce que l'autorité inférieure ne conteste du reste pas. 1.5 Ainsi déposé dans les formes requises par la loi (art. 52 al. 1 PA), le présent recours est recevable quant à la forme. 2. 2.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire. Cela signifie que le Tribunal administratif fédéral définit les faits d'office et apprécie les preuves librement (art. 12 PA et art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6 ; Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd. 2011, ch. 2.2.6.3 p. 293). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2, 138 V 218 consid. 6). Le principe de la libre appréciation des preuves s'applique de manière générale à toute procédure de nature administrative, que ce soit devant l'administration ou le juge. Si ces derniers, se fondant sur une appréciation consciencieuse des preuves, sont convaincus que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation, il est superflu d'administrer d'autres preuves (appréciation anticipée des preuves [ATF 140 I 285 consid. 6.3.1, 131 I 353 consid. 3, 122 II 464 consid. 4a ; arrêts du TAF C-604/2021 du 16 octobre 2023 consid. 4.2, C-281/2019 du 2 novembre 2021 consid. 4.2 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd.”
“Le droit à la protection de la bonne foi peut ainsi possiblement, selon les circonstances, conduire à la prolongation d'un délai légal, par exemple si l'autorité procède à une seconde notification avant l'échéance du délai de recours en indiquant sans réserve les voies de droit (cf. arrêt du TF 2C_806/2021 du 25 octobre 2021 consid. 2.1 et les réf. cit.). En l'occurrence, cette indication erronée émanant de l'OAI était sans nul doute de nature à susciter la confiance légitime du recourant, respectivement de son mandataire qui n'est pas un juriste professionnel suisse, et ne doit pas lui porter préjudice. 1.5 Il s'ensuit que le recours déposé le 16 juin 2020, qui respecte au demeurant les formes requises par la loi (art. 52 al. 1 PA), est recevable. 2. 2.1 L'objet du litige consiste en le bien-fondé de la décision du 13 mai 2020, en ce que l'OAIE refuse d'accorder une rente d'invalidité au recourant au motif qu'il pouvait exercer son activité habituelle sans restriction. 2.2 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (cf. art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (cf. Pierre Moor/Etienne Poltier, Droit administratif, vol. II, 3e éd., 2011, n° 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (cf. ATF 139 V 176 consid. 5.2). 2.3 En outre, le Tribunal applique le droit d'office, sans être lié par les motifs invoqués par les parties (cf. art. 62 al. 4 PA ; ATAF 2013/46 consid. 3.2), ni par l'argumentation juridique développée dans la décision entreprise (Moor/Poltier, op. cit., n° 2.2.6.5 ; Benoît Bovay, Procédure administrative, 2e éd., 2015, p. 243). L'autorité saisie se limite en principe aux griefs soulevés et n'examine les questions de droit non invoquées que dans la mesure où les arguments des parties ou le dossier l'y incitent (cf. ATF 122 V 157 consid. 1a et 121 V 204 consid. 6c). 3. 3.1 Sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques (cf.”
Un accertamento psichiatrico-psicoterapeutico può essere ordinato ai sensi dell'art. 43 cpv. 2 LPGA come esame necessario e ragionevole, se è indispensabile per la valutazione psichiatrica specialistica dello stato di salute mentale.
“Die versicherte Person hat sich, soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). In Bezug auf die Voraussetzung der Zumutbarkeit gelten die zu Art. 21 Abs. 4 ATSG entwickelten Grundsätze analog (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 92 zu Art. 43 ATSG). Nie zumutbar ist eine Verhaltensweise, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellt. Diagnostische, rehabilitative oder therapeutische Massnahmen stellen grundsätzlich keine solche Gefahr dar (Kieser, a.a.O., N 128 f. zu Art. 21 ATSG). Nach der Einzelgesetzgebung gilt eine medizinische Massnahme dann als zumutbar, wenn sie zu diagnostischen Zwecken nötig ist oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eine erhebliche Besserung verspricht (so Art. 18 Abs. 2 Bundesgesetz über die Militärversicherung, MVG). Diese Festlegung hat allgemeine Bedeutung, da sie eine Konkretisierung der Zumutbarkeit darstellt (Kieser, a.a.O., N 135 zu Art. 21 ATSG). Wie bereits erwähnt, erwies sich die seitens der Beschwerdegegnerin angeordnete psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zur fachpsychiatrischen Einschätzung des psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin als notwendig.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 48 L'obbligo di pagare gli interessi moratori non viene meno per ogni singola violazione degli obblighi di collaborazione. L'esclusione degli interessi moratori è invece ipotizzabile soltanto quando la violazione dell'obbligo sia causa del ritardo del procedimento.
“Die Verzugszinspflicht der Versicherer, mithin auch der Beschwerdegegnerin, richtet sich nach Massgabe von Art. 26 ATSG (vgl. vorstehend E. 4.2.2). Unter Berücksichtigung der im März 2018 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Anmeldung zum Bezug von Zusatzleistungen (Urk. 13/7) wäre somit ab März 2020 ein Verzugszins geschuldet. Eine Verzugszinspflicht entsteht indes nur, wenn die versicherte Person die Mitwirkungspflichten vollumfänglich erfüllt. Welches die Mitwirkungspflichten sind, ergibt sich insbesondere aus Art. 28 Abs. 2 und Art. 43 Abs. 3 ATSG (vgl. im Einzelnen, Kieser, a.a.O., N 96 ff. zu Art. 43 ATSG). Nicht jede Verletzung der Mitwirkungspflicht lässt jedoch einen Gläubigerverzug entstehen. In Betracht fallen können lediglich diejenigen Verletzungen, die Ursache für eine Verfahrensverzögerung darstellen (vgl. BBl 1999 4578; vgl. auch *Bericht Allenspach, 56, wonach die Zinspflicht dann entfällt, wenn die Verzögerung der Leistungsausrichtung auf das Verhalten der versicherten Person zurückgeführt werden kann; Kieser, a.a.O., N 59 zu Art. 26 ATSG). Nach Lage der Akten informierte der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin am 21. März 2018 darüber (Urk. 13/35), dass bezüglich «Rückerstattung/Nachzahlung» die Sache beim Sozialdepartement der Stadt Y.___ hängig sei und bis zum rechtskräftigen Entscheid keine Zahlungen, auch nicht gestützt auf Art. 22 Abs. 4 ELV, an die Sozialen Dienste beziehungsweise ans Sozialdepartement erfolgen dürften (S. 2). Die Beschwerdegegnerin stellte mit Schreiben vom 25. Februar 2019 (Urk. 13/52.”
Accertamenti professionali-medici ai sensi dell'art. 43 LPGA sono orientati alla pratica, ad esempio in un centro di accertamento professionale (BEFAS) o in un'altra istituzione. Fanno parte di tali accertamenti elementi di orientamento professionale, medici e funzionali volti a valutare l'idoneità all'inserimento professionale. Gli accertamenti che sono esclusivamente di natura di orientamento professionale o esclusivamente medica non rientrano nell'art. 43 LPGA.
“Dies kann in einer beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS), in einer Institution oder auf andere Weise erfolgen, um die Möglichkeiten der versicherten Person in praktischen Situationen und gegebenenfalls interdisziplinär zu überprüfen. Zielgruppe sind versicherte Personen, bei denen die berufliche Eingliederungsfähigkeit in Zusammenhang mit berufsberaterischen, medizinischen und funktionellen Fragestellungen mittels praktischer Überprüfung bzw. möglichst praxisbezogen beurteilt werden muss (Kreisschreiben über die beruflichen Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung [KSBEM], gültig ab 1. Januar 2022, Ziff. 7.1). Die berufliche und medizinische Abklärung nach Art. 43 ATSG umfasst die folgenden Leistungen: Praxisbezogene, berufsberaterische, medizinische und funktionelle Abklärungen in einer beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) oder in einer anderen Institution (beruflichmedizinische Abklärungen zur Eingliederungsfähigkeit, KSBEM, Rz. 0701). Nicht zu den beruflichmedizinischen Abklärungen nach Art. 43 ATSG gehören Abklärungen, die ausschliesslich eine berufsberaterische Komponente haben; sie fallen unter die vorbereitenden Massnahmen in der Berufsberatung oder unter die vertiefte Abklärung möglicher Berufsrichtungen nach Art. 15 IVG. Gleiches gilt für Abklärungen, bei denen die berufsberaterischen und medizinischen Elemente weitestgehend geklärt sind, jedoch die tatsächliche Leistungsfähigkeit in der angestrebten Verweistätigkeit an einem konkreten Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt zu erproben ist; sie fallen unter den Arbeitsversuch in Art. 18a IVG. Schliesslich fallen auch Abklärungen, die ausschliesslich medizinischer Natur sind (KSBEM, Rz. 0702), nicht darunter.”
Nel caso di affezioni multilivello o polisistemiche, nonché quando diverse patologie concorrono congiuntamente a determinare l'invalidità, la prima valutazione amministrativa deve essere di norma impostata in modo polidisciplinare. Se indicato, devono inoltre essere eseguiti precocemente accertamenti di orientamento professionale. Queste indicazioni riguardano l'accertamento complessivo dei fatti ai sensi dell'art. 43 LPGA.
“Januar 2024 würdigt, vermerkt ist, die Insuffizienz der Bauchspeicheldrüse nach einer akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse, das Auftreten eines insulinabhängigen Diabetes und die chronischen Bauchbeschwerden führten zu einer geringeren körperlichen Ausdauer, wobei es schwierig sei, dies in Bezug auf eine geeignete Arbeit zu quantifizieren (BVGer-act. 13), dass deshalb angezeigt erscheint, die von der Vorinstanz vorgeschlagenen neurologischen und orthopädischen Berichte sowie den Bericht des geplanten MRT der Lendenwirbelsäule einzuholen, dass zusätzlich - wie von der Beschwerdeführerin gefordert (BVGer-act. 1 Seite 3) - ein gastroenterologischer Bericht oder eine Einordnung der vorhandenen gastroenterologischen Berichte durch eine Fachärztin oder einen Facharzt der Gastroenterologie einzuholen ist und sich der Bericht oder die fachärztliche Einordnung zur Auswirkung der Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit zu äussern hat, dass die Vorinstanz entsprechend ihrer Verpflichtung zur allseitigen und umfassenden Sachverhaltsabklärung (Art. 43 ATSG) nötigenfalls weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen haben wird, wobei im jetzigen Zeitpunkt von einer verbindlichen gerichtlichen Anordnung einer polydisziplinären Begutachtung abzusehen ist, die Vorinstanz aber zu berücksichtigen haben wird, dass die umfassende administrative Erstbegutachtung regelmässig polydisziplinär anzulegen ist, namentlich wenn verschiedenartige Leiden für sich und in ihrem Zusammenwirken invalidisierend wirken können (BGE 139 V 349 E. 3.2; Urteil des BGer 9C_330/2018 vom 5. Februar 2019 E. 5.1.1), dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei gilt (BGE 141 V 281 E. 11.1;132 V 215 E. 6), dass bei diesem Ausgang des Verfahrens weder der Beschwerdeführerin noch der Vorinstanz Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 [e contrario] und Abs. 2 VwVG), dass der Beschwerdeführerin entsprechend der von ihr geleistete Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihr zu benennendes Konto zurückzuerstatten ist, dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 12.03.2024 Art. 43 ATSG: Verletzung der Untersuchungspflicht. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin im Sinne der Erwägungen zur berufsberaterischen Abklärung der Validenkarriere und zur Einholung eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. März 2024, IV 2023/100). Entscheid vom 12. März 2024 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Vera Kolb Geschäftsnr. IV 2023/100 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Midori Handschin, Raewel Advokatur, Gotthardstrasse 52, 8002 Zürich, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 45 L'organo esecutore dispone di un ampio margine di discrezionalità quanto alla necessità, all'entità e all'adeguatezza degli accertamenti. La persona assicurata deve sottoporsi ad accertamenti medici e specialistici ragionevoli. Se gli assicurati non adempiono ingiustificatamente o senza motivo (colpevolmente) agli obblighi di collaborazione o di informazione, l'organo esecutore può, previa diffida scritta e concessione di un termine congruo, decidere sulla base degli atti oppure archiviare il procedimento ovvero deliberare di non entrare nel merito; la proporzionalità delle misure adottate deve essere valutata in base alle circostanze concrete.
“Secondo la giurisprudenza, la grande diversità delle situazioni peritali esige flessibilità e l’assicuratore gode di un ampio margine d’apprezzamento per quanto concerne la necessità, l’estensione e l’adeguatezza delle indagini mediche (DTF 147 V 79 consid. 7.4.2 e i riferimenti ivi menzionati). Da parte sua, in ossequio al dovere di collaborare all’istruttoria della causa, l’assicurato è tenuto a sottoporsi agli esami medici e specialistici necessari all’apprezzamento dei fatti e che sono ragionevolmente esigibili (art. 43 cpv. 2 LPGA). Sono ritenuti necessari tutti quei mezzi di prova che consentono di stabilire i fatti pertinenti per l’applicazione del diritto. Nell’ambito dell’analisi del carattere ragionevolmente esigibile del provvedimento, non è determinante l’apprezzamento soggettivo della persona assicurata ma piuttosto se le circostanze soggettive (quali l’età, lo stato di salute o le esperienze pregresse) autorizzano, sul piano oggettivo, il provvedimento in questione (J. O. Piguet, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, ad art. 43 LPGA n. 10 et 11). Giusta l’art. 43 cpv. 3 LPGA, se l’assicurato o altre persone che pretendono prestazioni, nonostante un’ingiunzione, rifiutano in modo ingiustificato di compiere il loro dovere d’informare o di collaborare, l’assicuratore può, dopo diffida scritta e avvertimento delle conseguenze giuridiche e dopo aver impartito un adeguato termine di riflessione, decidere in base agli atti o chiudere l’inchiesta e decidere di non entrare in materia. Tuttavia, vi è violazione del dovere di collaborare ai sensi di questa norma soltanto se essa è stata commessa in maniera ingiustificabile. In questo senso, la violazione deve essere colpevole, ciò che è il caso se non si è in presenza di alcun motivo giustificativo o se il comportamento della persona assicurata appare manifestamente incomprensibile (STF 9C_259/2022 del 20 settembre 2022 consid. 5.1.1 e i riferimenti ivi citati). Nel caso di specie, questa Corte è dell’avviso che la decisione dell’CO 1 di sottoporre l’insorgente ad accertamenti peritali bidisciplinari non sia censurabile da nessun punto di vista.”
“_______ lequel avait signé l'expertise psychiatrique en 2003 et admis une incapacité de travail entière pour un trouble dépressif récurrent d'épisode moyen, à la base de l'octroi initial de la rente d'invalidité (cf. let. A.c des faits ci-dessus). 8.2 En conclusion, par décisions du 7 juillet 2011, la rente d'invalidité entière avait été maintenue puisque l'assuré souffrait toujours d'un trouble dépressif d'épisode moyen qui justifiait une incapacité de travail totale, correspondant à une incapacité de gain de 100%. Sur le plan rhumatologique, l'assuré souffrait de plus principalement de cervico-scapulalgies chroniques non spécifiques avec spondylarthrose C5-C6. Cette dernière était responsable d'une incapacité de travail de 30% dans l'activité habituelle de maçon mais permettait une capacité de travail entière dans une activité légère adaptée aux limitations observées (pas de mouvements de rotation ou de flexion-extension continues de la colonne cervicale). 9. 9.1 Il sied d'examiner la situation au 10 octobre 2019 lorsque la décision querellée a été prise (cf. consid. 7). 9.2 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA) - aussi celle devant le Tribunal de céans (cf. consid. 3.2 ci-dessus) - l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art. 69 al. 2 RAI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3721), prescrit que l'Office AI réunit, lorsque les conditions d'assurance sont remplies les pièces nécessaires pour évaluer le droit aux prestations. L'Office AI récolte en particulier des rapports médicaux bien que la notion d'invalidité soit de nature économique/juridique et non médicale (cf. consid. 5.1). Précisément, la tâche des médecins consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités la personne concernée est incapable de travailler compte tenu de ses limitations (notamment : ATF 143 V 418 consid. 6; 132 V 93 consid.”
“En dernier lieu, le complément d’expertise du 4 mars 2020, à teneur duquel il conviendrait de faire lire le rapport d’expertise du 28 novembre 2019 au Dr Z.________, interpelle. Le rôle de l’expert n’est en effet pas d’obtenir l’approbation de l’un de ses confrères sur son travail, mais bien de prendre position sur les questions qui lui sont soumises. Dans ces conditions, l’expertise du Dr T.________, au demeurant non titulaire du titre FMH dont il se prévaut, ne remplit pas les réquisits jurisprudentiels permettant de lui reconnaître une pleine valeur probante. Puisqu’une nouvelle expertise s’impose quoi qu’il en soit, les griefs du recourant quant à la mauvaise connaissance du Dr T.________ de la langue française, l’enregistrement non autorisé des entretiens, ou encore le fait que la communication du 24 juillet 2019 mentionnait la désignation du Dr X.________ en qualité d’expert, alors que c’est finalement le Dr T.________ qui a été désigné en remplacement, - sans que l’intéressé en soit informé -, souffrent de demeurer indécis. Pour le surplus, et quoi qu’en dise le recourant, conformément à l’art. 43 LPGA, il y a bien lieu de renvoyer la cause à l’OAI, à qui il appartient en premier lieu d’instruire, afin qu’il mette en œuvre une nouvelle expertise avec volet psychiatrique. Les pièces au dossier ne permettent en effet pas d’établir l’« incapacité de travail totalement invalidante » sur les plans tant psychiatrique que somatique dont l’intéressé se prévaut dans son écriture du 30 août 2021, respectivement de considérer que la Cour des assurances sociales disposerait de toutes les pièces lui permettant de faire droit à son recours, comme le recourant le soutient par écriture du 4 octobre 2021. A toutes fins utiles, il est d’ores et déjà rappelé au recourant qu’il est tenu de se soumettre aux examens médicaux nécessaires à l’appréciation du cas, au risque que l’OAI se prononce en l’état du dossier (cf. art. 43 al. 2 et 3 LPGA), étant relevé que les pièces au dossier démontrent qu’il est en mesure de se rendre régulièrement auprès de médecins (cf. également avis SMR du 8 novembre 2021, ch. 5), si bien qu’il sera en mesure de se faire expertiser.”
L'ente assicuratore è obbligato, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a procedere d'ufficio agli accertamenti necessari e a raccogliere le informazioni richieste. Non può limitarsi a invitare la persona assicurata a presentare documenti, ma deve, ove necessario, effettuare ulteriori accertamenti (ad es. acquisizione di informazioni da terzi). Gli accertamenti devono essere condotti finché lo stato di fatto non risulti stabilito con preponderante probabilità ovvero non sussista una mancanza materiale di prove.
“En effet, compte tenu de la mention "en emploi" que l'on retrouve sur toutes les attestations de cours produites par l'intimé, il était clair que la fille de l'intimé exerçait une activité lucrative parallèlement à ses études. Contrairement à l'appréciation des premiers juges, cette mention à elle seule ne permettait toutefois pas de tirer une quelconque conclusion quant au montant du revenu que la fille de l'intimé percevait de l'exercice de cette activité, notamment quant au point de savoir si ce revenu était inférieur ou supérieur à la rente de vieillesse complète maximale de l'AVS. Il sied de constater que cet élément aurait dû conduire la recourante à requérir - dès la première attestation de cours reçue le 28 septembre 2015 - des informations complémentaires de la part de l'intimé sur l'activité accessoire exercée par sa fille et le revenu qui en résultait. En omettant d'instruire cet état de fait pourtant décisif pour le droit aux allocations de formation, la recourante a alloué des prestations en violation manifeste du principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) sur la base d'un état de fait établi de manière incomplète. C'est aussi en raison de ce défaut d'instruction que la recourante n'a pas appliqué la disposition légale topique, soit l'art. 49bis al. 3 RAVS. Dès lors, il sied de conclure que les conditions d'une reconsidération sont remplies.”
“___ nachgefragt, wie hoch die im Lohn enthaltene Nachzahlung der Kinderzulagen gewesen sei (EL-act. 11). Die Antwort der Gemeinde liegt nicht bei den Akten. Im Feststellungsblatt vom 3. Februar 2020 hat die zuständige EL-Sachbearbeiterin notiert, dass im Lohn 2018 Nachzahlungen von Kinderzulagen von Fr. 23'800.-- sowie die laufenden Kinderzulagen von Fr. 4'800.-- enthalten seien. Der effektive Lohn habe im Jahr 2018 somit Fr. 10'531.-- betragen (EL-act. 10). Sollte sich das Erwerbseinkommen per 1. Januar 2019 erhöht haben (gemäss Art. 23 Abs. 1 ELV sind in zeitlicher Hinsicht in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen massgebend), wäre das Erwerbseinkommen rückwirkend ab 1. Januar 2019 anzupassen (vgl. Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV). Die Beschwerdegegnerin wird also noch die entsprechenden Belege betreffend die Nachzahlung und Anrechnung der Kinderzulagen in dem im Lohnausweis 2018 angegebenen Bruttolohn einholen müssen. Demnach ist der angefochtene Einspracheentscheid wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die im Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 31. März 2019 anrechenbaren Unterhaltsleistungen des Beschwerdeführers, betreffend das ab 1. Januar 2019 anrechenbare Vermögen und die ab 1. Januar 2019 anrechenbaren Vermögenserträge sowie betreffend das ab 1. Januar 2019 anrechenbaren Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch anwendbaren Fassung). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
“___ GmbH der Rückzahlung von Schulden gedient hat; sie vermag den Sachverhalt aber nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu belegen. Diese Bescheinigung ist nämlich erst nachträglich im Rahmen der Einsprache gegen die Verfügung vom 13. März 2020 ausgestellt worden. Sie sagt auch nichts darüber aus, wann und in welcher Höhe dem Beschwerdeführer ein Darlehen gewährt worden sein soll. Wie der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vorgebracht hat, müsste eine früher bestandene Schuld des Vereins J.___ bei der G.___ GmbH aus der Buchführung der G.___ GmbH ersichtlich sein. Auch C.___ könnte über relevante Informationen zum abzuklärenden Sachverhalt verfügen. Die Beschwerdegegnerin hat jedoch gar nicht versucht, den Sachverhalt mit allen ihr zur Verfügung stehenden Beweismitteln umfassend abzuklären. Sie hat sich vielmehr darauf beschränkt, den Beschwerdeführer zur Einreichung von Unterlagen, die das Bestehen einer Schuld belegen könnten, aufzufordern (Schreiben vom 22. Januar 2020, 20. Februar 2020, 29. Mai 2020 und 24. Juni 2020, Aktenbund I, EL-act. 18, 21, 37, 38). Der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verpflichtet die Beschwerdegegnerin jedoch, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen selber vorzunehmen und zwar so lange, bis dieser mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht respektive bis eine materielle Beweislosigkeit besteht (vgl. Ueli Kieser, Kommentar ATSG, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 N 17). Der Untersuchungsgrundsatz geht der Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung vor (Kieser, a.a.O., Art. 28 N 13 und 19). Die Beschwerdegegnerin hätte also versuchen müssen, den rechtserheblichen Sachverhalt auf andere Weise abzuklären, wenn der Beschwerdeführer keine Unterlagen einreicht, die den von ihm dargelegten Sachverhalt mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegen. Insbesondere hat sie kein Mahn- und Bedenkzeitverfahren (Art. 43 Abs. 3 ATSG) durchführen dürfen, solange sie nicht versucht hat, den relevanten Sachverhalt anderweitig abzuklären. Die vom Bundesgericht in einem jüngst ergangenen Urteil vertretene Auffassung, laut der das Versicherungsgericht des Kantons St.”
“Juni 2021, EL 2019/61, E. 5.4), reduziert im Ergebnis die Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers zumindest in den Fällen, in denen es naheliegt, dass die versicherte Person Beweise betreffend einen von ihr behaupteten Sachverhalt vorlegen kann, auf die Pflicht, die versicherte Person aufzufordern, ihre Mitwirkungspflicht zu erfüllen. Diese Auffassung widerspricht aber dem klaren Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 ATSG, der den Versicherungsträger eindeutig verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Indem sich die Beschwerdegegnerin in der vorliegend zu beurteilenden Streitsache darauf beschränkt hat, vom Beschwerdeführer Nachweise betreffend die von ihm geltend gemachte Schuldentilgung zu verlangen, obwohl es naheliegend gewesen wäre, den Sachverhalt bei Nichteinreichen von überzeugenden Beweismitteln auf andere Weise, insbesondere bei den vom Beschwerdeführer als Gläubiger bezeichneten Dritten, abzuklären, hat die Beschwerdegegnerin den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Die Sache ist deshalb zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die weiteren Beweiserhebungen könnten etwa darin bestehen, bei der G.___ GmbH Auskünfte darüber einzuholen, ob und gegebenenfalls wann und in welcher Höhe sie dem Beschwerdeführer ein Darlehen gewährt hat, und sie um die Einreichung von entsprechenden Belegen aufzufordern. Im Weiteren könnte C.___ als Zeugin einvernommen werden. Erst anschliessend kann beurteilt werden, ob dem Beschwerdeführer ein hypothetisches Vermögen anzurechnen ist. Als Einnahmen werden auch hypothetische Einkünfte aus Vermögen, auf welches verzichtet worden ist, angerechnet (vgl. Art. 11 Abs. 1 lit. g aELG). Ob und gegebenenfalls wie hoch die hypothetischen Erträge aus dem hypothetischen Vermögen sind, kann erst ermittelt werden, wenn feststeht, ob ein hypothetisches Vermögen anzurechnen ist. In Bezug auf die weiteren Berechnungspositionen ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die angerechneten Beträge falsch sein könnten.”
“Liegt weder ein Arbeitsvertrag noch ein öffentlichrechtliches Anstellungsverhältnis vor, gilt es unter Würdigung der wirtschaftlichen Umstände in ihrer Gesamtheit zu beurteilen, ob die Arbeitnehmereigenschaft gegeben ist. Entscheidend für die Bejahung der Arbeitnehmereigenschaft ist, ob geleistete Arbeit, ein Unterordnungsverhältnis und die Vereinbarung eines Lohnanspruchs in irgendeiner Form vorliegen. Einer tatsächlichen Lohnauszahlung bedarf es hingegen nicht (Urteile des Bundesgerichts vom 24. Januar 2020, 8C_538/2019, E. 2.3, und vom 8. Mai 2019, 8C_790/2018, E. 3.2, je mit weiteren Hinweisen). Hervorzuheben ist, dass sich die Frage nach der Arbeitnehmereigenschaft – in Anlehnung an die Praxis zur Abgrenzung der selbständigen von der unselbständigen Erwerbstätigkeit im Beitragsbereich der AHV (BGE 123 V 161 E. 1) – regelmässig nach der äusseren Erscheinungsform wirtschaftlicher Sachverhalte und nicht nach allfällig davon abweichenden internen Vereinbarungen der Beteiligten beurteilt. 2.3 Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Zu beachten ist weiter, dass der Untersuchungsgrundsatz die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig ausschliesst, da es Sache der verfügenden Verwaltungsstelle ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E.”
Se la persona assicurata rifiuta ingiustificatamente di collaborare a una perizia, in modo da rendere impossibile l'accertamento di circostanze decisive (ad es. il nesso causale, il grado d'invalidità), secondo la giurisprudenza ciò comporta, nella prassi, conseguenze probatorie negative ovvero un'inversione dell'onere della prova: la persona assicurata deve allora dimostrare che le circostanze decisive non si sono modificate in misura tale da influire sul diritto alla prestazione. Tale conclusione si basa sull'art. 43 cpv. 3 LPGA e sulla giurisprudenza corrispondente.
“Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über den für die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang (BGE 142 V 435 E. 1; 129 V 177 E. 3.1), die Mitwirkungspflicht der versicherten Person hinsichtlich diesbezüglicher medizinischer Abklärungen nach Art. 43 Abs. 2 ATSG sowie die Folgen bei deren Verletzung nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (Art. 43 Abs. 3 ATSG) zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist, dass praxisgemäss der Versicherte, der in unentschuldbarer Weise die Mitwirkung an einer Begutachtung verweigert und dadurch eine Beweislosigkeit hinsichtlich des natürlichen Kausalzusammenhangs verursacht, deren Folgen zu tragen hat (Urteil 8C_87/2018 vom 16. August 2018 E. 4.2 mit Hinweis).”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen und zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs vom Versicherten die Erfüllung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern. Es muss ihr möglich sein, ihn - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - auch im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG durch Leistungseinstellung zu sanktionieren (Urteil des BGer 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1 m.H. auch BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1). Sodann führt nach der Rechtsprechung die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Rentenrevision zur Umkehr der Beweislast. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser nachzuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (vgl. Urteile des BGer 8C_789/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3, 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.3, 8C_110/2012 vom 16. November 2012 E. 2). Schliesslich ist der Verhältnismässigkeitsgrundsatz praxisgemäss auch bei der gestützt auf Art.”
“Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer schliesslich, soweit er dafürhält, es hätten weitere Abklärungen zu seiner Arbeitsunfähigkeit durchgeführt werden müssen. Diesem Vorbringen steht entgegen, dass der Versicherte mit seinem Verhalten bewusst - in schuldhafter Verletzung seiner Aufklärungs- und Mitwirkungspflicht - eine korrekte Beurteilung seines Gesundheitszustandes und seiner Arbeitsfähigkeit verhindert hat, denn aufgrund der von ihm gezeigten, ausgeprägten Verzerrungen war es gutachterlicherseits nicht möglich, die Auswirkungen der feststehenden Aggravation einzuschätzen, d.h. die Arbeitsfähigkeitsschätzung um den Umfang der Aggravation zu bereinigen (vgl. dazu BGE 141 V 281 E. 2.2.2). Es trifft zu, dass es grundsätzlich die Aufgabe der Verwaltung ist, den Sachverhalt im Zusammenhang mit einer von ihr beabsichtigten Rentenaufhebung oder -reduktion abzuklären, was allerdings die versicherte Person durch ihr Verhalten verunmöglichen kann. Liegt darin - wie hier der Fall - eine unentschuldbare Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG), hat dies rechtsprechungsgemäss eine Umkehr der Beweislast zur Folge, indem die versicherte Person nachzuweisen hat, dass sich entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (Urteil 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Diesen Beweis kann der Beschwerdeführer nicht erbringen. Nach den nicht offensichtlich unrichtigen und damit für das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen lässt sich nicht eruieren, ob und allenfalls in welchem Umfang aktuell noch immer eine Arbeitsunfähigkeit gegeben ist (gemäss Prof. Dr. med. G.________ besteht mindestens eine Teilarbeitsfähigkeit und ist selbst eine volle Arbeitsfähigkeit durchaus denkbar). Es verletzt kein Bundesrecht, den Versicherten die Folgen dieser Beweislosigkeit tragen zu lassen (vgl. zur Beweislosigkeit: BGE 138 V 218 E. 6; Urteil 9C_732/2015 vom 29. März 2016 E. 3.1.2).”
“Zusammenfassend lassen sämtliche Einwände des Beschwerdeführers keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. B.________ vom 10. Januar 2022 erkennen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.4). Die Vorinstanz hat foglich zu Recht darauf abgestellt. Demnach steht fest, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beschwerden und Einschränkungen nicht im behaupteten Ausmass vorliegen und die tatsächlich vorhandenen Ressourcen weit höher einzuschätzen sind als vom Beschwerdeführer angegeben. Ob allenfalls eine leichtere psychische Störung vorliegt, konnte der Gutachter aufgrund der nicht authentisch präsentierten Beschwerden nicht beurteilen. Der Beschwerdeführer hat also durch sein Verhalten eine Beurteilung seines Gesundheitszustands verunmöglicht und damit seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG), auf die er mit Schreiben vom 22. März 2021 noch explizit hingewiesen worden war, - schuldhaft - verletzt. Dies hat rechtsprechungsgemäss eine Umkehr der Beweislast zur Folge (vgl. Urteil 9C_455/2022 vom 13. November 2023 E. 9 mit Hinweis). Die Vorinstanz hat demnach bundesrechtskonform erwogen, die Beweislosigkeit bezüglich Vorliegens eines relevanten Gesundheitsschadens gehe zu Lasten des Beschwerdeführers. Mithin ist im Verfügungszeitpunkt (19. Oktober 2022) sowohl in somatischer als auch in psychischer Hinsicht von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen, wie das kantonale Gericht im Ergebnis richtig erwogen hat.”
LPGA art. 43 n. 42 Se non erano state effettuate le necessarie verifiche, l'autorità non poteva, sulla base dello stato degli atti esistente, includere nella valutazione un reddito ipotetico del coniuge. In questo caso la decisione doveva essere annullata e la pratica rinviata per istruzione complementare e ulteriori accertamenti.
“L'intimée ne peut rien non plus déduire à son avantage du jugement du TA du 14 février 2022, qu'elle a mentionné dans sa décision sur opposition (p. 4 in fine, voir VGE EL/2021/675 du 14 février 2022 c. 4.1 ss). En effet, dans celui-ci, le TA a exclu tout besoin d'accompagnement pour faire face aux nécessités de la vie et nié l'impossibilité de tenir le ménage de manière autonome, sur la base des faits ressortant du dossier. A l'inverse, dans le cas qui nous occupe, on ne peut l'établir à suffisance, pas plus que le point de savoir si l'intéressée devrait être placée dans un home ou une clinique, sans l'aide de son mari. 6.4 Partant, en rendant une décision en l'état du dossier, sans instruire plus avant la question de savoir si la présence du conjoint de l'assurée était nécessaire au point qu'il puisse être jugé inexigible de sa part qu'il exerce une activité lucrative, alors même que l'intéressée avait pourtant produit des éléments tangibles en ce sens (voir, s'agissant du fardeau de la preuve: TF 9C_549/2016 du 13 juillet 2017 c. 2), la CCB a violé le devoir d'instruction qui lui incombe (art. 43 LPGA; voir c. 3.5). Elle en a fait de même en renonçant à examiner si, sans l'accompagnement de son mari, l'intéressée devrait être placée dans un home ou une clinique. La CCB n'était dès lors pas fondée à tenir compte d'un revenu hypothétique du conjoint dans le calcul du droit aux PC sur la base des faits ressortant de son dossier (voir également VGE EL/2020/760 du 4 février 2021 c. 3.2). Partant, la décision sur opposition attaquée doit être annulée et la cause renvoyée à l'intimée afin qu'elle procède à une instruction complémentaire, notamment en éditant le dossier de l'Office AI Berne, afin de mieux appréhender les besoins concrets d'assistance de l'assurée. Sur la base des éléments réunis, le point de savoir si un délai d'adaptation doit être octroyé au mari devra également être résolue et la durée dudit délai devra, le cas échéant, être fixée (voir c. 3.4). Dans le même ordre d'idée, la CCB statuera à la lumière des Directives de l'OFAS concernant les conjoints des bénéficiaires lorsque ceux-ci ont atteint 60 ans.”
“L'intimée ne peut rien non plus déduire à son avantage du jugement du TA du 14 février 2022, qu'elle a mentionné dans sa décision sur opposition (p. 4 in fine, voir VGE EL/2021/675 du 14 février 2022 c. 4.1 ss). En effet, dans celui-ci, le TA a exclu tout besoin d'accompagnement pour faire face aux nécessités de la vie et nié l'impossibilité de tenir le ménage de manière autonome, sur la base des faits ressortant du dossier. A l'inverse, dans le cas qui nous occupe, on ne peut l'établir à suffisance, pas plus que le point de savoir si l'intéressée devrait être placée dans un home ou une clinique, sans l'aide de son mari. 6.4 Partant, en rendant une décision en l'état du dossier, sans instruire plus avant la question de savoir si la présence du conjoint de l'assurée était nécessaire au point qu'il puisse être jugé inexigible de sa part qu'il exerce une activité lucrative, alors même que l'intéressée avait pourtant produit des éléments tangibles en ce sens (voir, s'agissant du fardeau de la preuve: TF 9C_549/2016 du 13 juillet 2017 c. 2), la CCB a violé le devoir d'instruction qui lui incombe (art. 43 LPGA; voir c. 3.5). Elle en a fait de même en renonçant à examiner si, sans l'accompagnement de son mari, l'intéressée devrait être placée dans un home ou une clinique. La CCB n'était dès lors pas fondée à tenir compte d'un revenu hypothétique du conjoint dans le calcul du droit aux PC sur la base des faits ressortant de son dossier (voir également VGE EL/2020/760 du 4 février 2021 c. 3.2). Partant, la décision sur opposition attaquée doit être annulée et la cause renvoyée à l'intimée afin qu'elle procède à une instruction complémentaire, notamment en éditant le dossier de l'Office AI Berne, afin de mieux appréhender les besoins concrets d'assistance de l'assurée. Sur la base des éléments réunis, le point de savoir si un délai d'adaptation doit être octroyé au mari devra également être résolue et la durée dudit délai devra, le cas échéant, être fixée (voir c. 3.4). Dans le même ordre d'idée, la CCB statuera à la lumière des Directives de l'OFAS concernant les conjoints des bénéficiaires lorsque ceux-ci ont atteint 60 ans.”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA l'autorità amministrativa deve d'ufficio rilevare lacune, contraddizioni o accertamenti medici insufficienti e, se necessario, integrarli mediante ulteriori accertamenti. Tali misure integrative possono, tra l'altro, comprendere l'aggiornamento degli atti o l'acquisizione delle cartelle cliniche o della documentazione operatoria complete, nonché l'adozione di pareri medico‑specialistici integrativi o di perizie esterne.
“Die Angaben zur Arbeitsfähigkeit sind unvollständig bezüglich des Verlaufs seit Ablauf des Wartejahres (ab Oktober 2016). Es ist durch den Sachverständigen zu ergänzen, ob es längere Phasen ab Oktober 2016 gegeben hat, in denen der Beschwerdeführer längerdauernd, also mehr als sechs Monate, über 40 % arbeitsunfähig in einer adaptierten Tätigkeit gewesen ist. Die blosse Ergänzung eines Gutachtens rechtfertigt nach der aktuellen bundesgerichtlichen Auffassung eine Rückweisung (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f. mit Hinweisen). Die Sache ist deshalb aus Gründen der Verhältnismässigkeit zur näheren Begründung der Arbeitsfähigkeitsschätzung und zur dazu allenfalls notwendigen ergänzenden Abklärung gastroenterologischer Natur an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird die notwendige Ergänzung des gastroenterologischen Teilgutachtens und der Konsensbeurteilung des ABI gemäss den obenstehenden Erwägungen anfordern. Demnach ist die angefochtene Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) aufzuheben. Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und die Sache ist zur ergänzenden Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die Verwaltung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu werten (BGE 132 V 215 E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist.”
“Oktober 2000. Bei der vorliegend angefochtenen Zwischenverfügung der IV-Stelle vom 22. Januar 2019 handelt es sich um eine solche verfahrensleitende Verfügung im Sinne der genannten Bestimmung. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde fällt somit in die Kompetenz der präsidierenden Person des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht. 2. Streitig ist zunächst, ob die IV-Stelle zu Recht eine bidisziplinäre Begutachtung angeordnet hat. 2.1 Laut Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 2.2 Die medizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unabdingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer Leistung der Invalidenversicherung (Art. 7 Abs. 2, Art. 16, Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den rechtserheblichen”
“A cela s'ajoute que le médecin-conseil tient lui-même pour possible ce diagnostic, sans admettre toutefois qu’il est établi au degré de la vraisemblance prépondérante. L’existence d’un tel doute doit d’autant plus être admise que le médecin-conseil considérait même que la situation était ambiguë car le diagnostic n'était pas clairement établi. Enfin, sa réponse par courrier électronique du 16 décembre 2020 consistant à dire que la "simple fluctuation d'une sérologie de la borréliose ne représente aucun argument clinique utilise pour porter le diagnostic de neuroborréliose dont les critères ont été clairement explicités dans mon précédent rapport" ne permet absolument pas de lever les doutes, surtout au vu des éléments énoncés ci-dessus. Dans un tel contexte, si elle entendait nier l’existence d’une neuroborréliose en présence d’un tel doute fondé sur des éléments objectifs, la Bâloise aurait ainsi dû clarifier la situation en procédant à des mesures d’instruction complémentaires sous l’angle médical, permettant d’écarter les appréciations des médecins-traitants, sous peine de violer son devoir d'instruction (art. 43 al. 1 LPGA). 6. Sur le vu de ce qui précède, le recours est bien fondé. Partant, il convient d'annuler la décision sur opposition litigieuse et de renvoyer le dossier à l'autorité intimée pour complément d'instruction, sous la forme d’une expertise à confier à un médecin externe, afin de clarifier la situation quant à l’existence d’une neuroborréliose, cas échant quant à sa durée et à ses conséquences sur sa capacité de travail. Dans le cadre de cette instruction complémentaire, il appartiendra à l’expert d’examiner si une nouvelle ponction lombaire est nécessaire, avec pour conséquence que la recourante devrait cas échéant s’y soumettre. 6.1. Selon le principe de la gratuité de la procédure valant en la matière, il n'est pas perçu de frais de justice. 6.2. Ayant obtenu gain de cause, la recourante a droit à une indemnité de partie. Le mandataire de la recourante a déposé une liste de frais faisant état de plus de 27 heures de travail. Ce temps paraît excéder celui nécessaire à la défense des intérêts de la recourante.”
“Or, comme le relève à juste titre le recourant, l’instruction effectuée à propos des répercussions de la maladie de Verneuil apparaît insuffisante dès lors que les réponses du médecin prénommé manquent sinon de clarté, du moins de la précision nécessaire pour déterminer, respectivement écarter, quels sont les actes de la vie quotidienne nécessitant, en raison de la pathologie dermatologique présentée par le recourant, l’aide régulière et constante d’un tiers. Même si le SMR avait sollicité l’avis du Dr R.________, lequel avait confirmé que les mouvements étaient limités lors des épisodes de poussées inflammatoires, il n’en demeure pas moins qu’il aurait dû le réinterpeller, ne serait-ce que sur la fréquence passée de la survenance des kystes. Cette démarche s’imposait d’autant plus qu’il résultait expressément du rapport d’enquête du 24 septembre 2018 que, mise à part une période de trois à quatre jours par mois, le recourant devait être aidé pour chacun des actes de la vie quotidienne du fait des douleurs chroniques induites par les kystes. Telle n’avait toutefois pas été l’appréciation du SMR, si bien que la valeur probante de l’avis médical du 22 novembre 2019 s’en trouve affectée. c) Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’intimé – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, afin qu’il détermine sur la base des renseignements qu’il aura pu obtenir auprès des médecins, le cas échéant auprès d’autres intervenants, l’intensité et la fréquence de l’aide nécessaire pour les actes de la vie quotidienne tels que contestés dans le cadre de la présente procédure. 7. a) Par sa décision du 27 janvier 2020, l’intimé a octroyé au recourant une allocation pour impotent de degré faible à domicile dès le 1er juillet 2016. En présence d’un besoin d’aide dès le mois de novembre 2013, l’intimé a qualifié la demande de prestations de tardive en application de l’art. 48 al. 1 LAI, n’accordant les prestations demandées que pour les douze mois précédant le dépôt de la demande le 4 juillet 2017, soit dès le 1er juillet 2016. Le recourant réclame quant à lui des prestations arriérées depuis le 1er novembre 2014. Doit dès lors être examinée la question de savoir si le recourant a droit à des prestations arriérées pour des périodes plus longues en application de l’art. 48 al. 2 LAI.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction en vue de déterminer si la recourante présente des atteintes à la santé d’ordre psychosomatique ou psychique susceptibles d’influer sur sa capacité de travail. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAl – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de solliciter un avis complémentaire auprès de la Dre K.________ puis de mettre en œuvre une expertise bidisciplinaire conformément à l’art. 44 LPGA comportant un volet psychiatrique et un volet rhumatologique, étant ici expressément réservée la faculté d’y associer, le cas échéant, toute autre spécialité médicale jugée opportune. Cela fait, il appartiendra ensuite à l’intimé de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de se positionner sur les autres arguments des parties. 6. a) En conclusion, le recours est admis et la cause renvoyée à l’intimé pour instruction complémentaire au sens des considérants puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 400 fr.”
“Dans les cas où ces appréciations (d’observation professionnelle et médicale) divergent sensiblement, il incombe à l’administration, respectivement au juge – conformément au principe de la libre appréciation des preuves – de confronter les deux évaluations et, au besoin, de requérir un complément d’instruction (TF 9C_762/2018 du 11 janvier 2019 consid. 4.3.1 et les références citées). Reste que ces informations recueillies au cours d’un stage, pour utiles qu’elles soient, ne sauraient, en principe supplanter l’avis dûment motivé d’un médecin à qui il appartient, au premier chef, de porter un jugement sur l’état de santé de la personne assurée et d’indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités celui-ci est capable de travailler, le cas échéant quels travaux on peut encore raisonnablement exiger de lui (TFA I 531/04 du 11 juillet 2005 consid. 4.2 et les références citées). 6. En l'occurrence, le recourant reproche à l'intimé une violation de son obligation d’instruire au sens de l’art. 43 al. 1 LPGA. a) S'agissant en premier lieu de l'atteinte lombaire, les rapports médicaux sont nombreux et retiennent des évaluations différentes – et, pour la plupart, peu étayées – de la capacité de travail exigible du recourant dans une activité adaptée, sans qu'il ne soit toutefois possible de trancher cette question. aa) En effet, s'agissant de la note d'entretien du 20 avril 2015 du collaborateur de l'OAI, dans lequel celui-ci retranscrivait l'opinion de M.________, elle n'est de toute évidence pas probante. Outre le fait que M.________ n'apparait pas dans le registre des professions médicales, il s'agit d'une appréciation incomplète rapportée par un collaborateur de l'OAI et, partant, sujette à interprétation et à erreur. Quant au Dr G.________, dans son rapport d'expertise du 3 mars 2014, il s'est contenté de prédire qu'une activité adaptée (laquelle devait exclure les efforts, le port de charges lourdes et les stations debout ou assises prolongées) était à favoriser et que, dans ces circonstances, une reprise à 100 % de l'activité professionnelle semblait logique.”
“Aufgrund der sich widersprechenden Einschätzungen der Unfallkausalität durch die behandelnden medizinischen Fachpersonen bestehen an den Beurteilungen von Dr. F.___ vom 25. Mai 2021 (UV-act. M 3) und vom 20. Juni 2021 (UV-act. M 7) somit zumindest geringe Zweifel, weshalb auf diese ebenfalls nicht abgestellt werden kann. Zusammengefasst vermögen die Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin das (vollständige) Fehlen bzw. Wegfallen von unfallkausalen Beschwerden demnach nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu beweisen. Dies gilt umso mehr, als es sich dabei um blosse Aktenbeurteilungen handelt. Gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte, welche unterschiedliche Einschätzungen abgeben, kann ebenfalls nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilt werden, ob eine unfallkausale oder eine unfallfremde Genese hinsichtlich der Bewegungseinschränkungen an der linken Hand vorliegt. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität verpflichtet gewesen. Solche wird sie nachzuholen haben, insbesondere wird sie eine Aufdatierung der Aktenlage, namentlich unter Einholung der kompletten Krankengeschichte der Beschwerdeführerin bei Dr. J.___, vornehmen und anschliessend eine externe fachmedizinische Beurteilung bezüglich der Frage des Vorliegens einer Fraktur sowie der Unfallkausalität des geklagten Bewegungsdefizits in die Wege leiten müssen. Da bislang noch kein Administrativgutachten erstattet wurde, besteht kein Anlass für das von der Beschwerdeführerin eventualiter beantragte Gerichtsgutachten. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 16. September 2021 unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 17. August 2021 dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen bzw. zur Veranlassung einer externen fachmedizinischen Beurteilung und anschliessender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.”
“In seiner Aktenbeurteilung vom 28. November 2018 hat Dr. M.___ einen Integritätsschaden einzig mit der Begründung, die Erheblichkeitsgrenze sei nicht erreicht, verneint (Suva-act. 108). In der Beurteilung vom 27. Juli 2021 hat er lediglich ausgeführt, dass die erlittene nervale Verletzung zu keinem Funktionsausfall geführt habe, weshalb keine Integritätsentschädigung geschuldet sei. Da Dr. M.___ in der gleichen Beurteilung eingesteht, dass eine Grundproblematik bezüglich der Allodyniezone weiterhin fortbestehe (Suva-act. 264), leuchtet die Einschätzung nicht ohne Weiteres ein. Eine Integritätsentschädigung kann nicht einzig mit dem Verweis auf fehlende funktionelle Ausfälle in Abrede gestellt werden. Die in den Akten zu findenden kreisärztlichen Begründungen reichen jedenfalls nicht aus, damit sich das Gericht ein abschliessendes Bild über den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung machen kann. Indem die Beschwerdegegnerin auf weitere Abklärungen verzichtet hat, hat sie ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt. Der Einspracheentscheid ist betreffend Integritätsentschädigung folglich aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung hinsichtlich des Anspruchs auf Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Einholung eines Gerichtsgutachtens ist aktuell nicht angezeigt, nachdem die Beschwerdegegnerin selber noch kein solches eingeholt hat und auch keine divergierenden ärztlichen Einschätzungen hinsichtlich der Integritätseinbusse vorliegen. Vielmehr fehlt es gänzlich an einer ärztlichen, ausreichend begründeten Beurteilung betreffend Integritätseinbusse. Zusammenfassend ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass der Einspracheentscheid betreffend Integritätsentschädigung aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung hinsichtlich des Anspruchs auf Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl.”
“Die retrospektive Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter stützt sich also nicht auf das Ergebnis der gutachterlichen Untersuchung, sondern auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der Behandler. Den Berichten des behandelnden Neurochirurgen Dr. C.___ ist allerdings keine Begründung dafür zu entnehmen, dass die Spondylodese L4-S1 vom 13. Dezember 2019 und die ISG-Arthrodese bds. vom 1. Mai 2020 zu einer fünfzehnmonatigen ununterbrochenen vollständigen Arbeitsunfähigkeit geführt haben sollen. Dass diese Arbeitsfähigkeitsschätzung falsch ist, zeigt allein schon die Tatsache, dass der Beschwerdeführer ab dem 7. Dezember 2020 in einem Pensum von 20 %, ab dem 21. Dezember 2020 in seiner in einem Pensum von 40 % und ab dem 4. Januar 2021 in einem Pensum von 50 % in seiner bisherigen Tätigkeit als Schweisser gearbeitet hat und damit spätestens ab Januar 2021 nicht mehr vollständig arbeitsunfähig gewesen sein kann. Auch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der Zeit vor der Begutachtung sind somit weitere Abklärungen notwendig. Demnach ist die angefochtene Verfügung wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG vollumfänglich aufzuheben und die Sache ist zur Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne des oben Ausgeführten an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Praxisgemäss ist die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuen Beurteilung an die Verwaltung als volles Obsiegen des Beschwerdeführers zu werten (BGE 132 V 215 E. 6.2). Dementsprechend ist die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass eine Rückweisung zur weiteren Abklärung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu betrachten ist.”
L'ente assicurativo deve, conformemente all'art. 43 cpv. 1 LPGA, esaminare d'ufficio le istanze nonché acquisire gli accertamenti e le informazioni necessari. Ciò che è «necessario» dipende dall'entità degli accertamenti da compiere e dalla profondità richiesta; l'ente assicurativo deve delimitare le aree pertinenti nel singolo caso. La scelta e l'entità delle misure di accertamento rientrano nel potere discrezionale dell'operatore del diritto.
“Eine versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 1 IVG Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (lit. b) und auch nach Ablauf dieses Jahres noch zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Sie hat Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 2 IVG). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Artikel 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG) 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Was notwendig ist, ergibt sich aus dem Umfang der Abklärungen, die vorzunehmen sind, und daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist; der Versicherungsträger hat abzustecken, welche Bereiche im jeweiligen Fall massgebend sind (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 N 18 f.). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.”
“Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133, 140 E. 6c/aa aufgestellten Grundsätze massgebend. Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz nach den gemäss der sogenannten "HWS-Praxis" in BGE 117 V 359, 366 E. 6a und BGE 117 V 369, 382 E. 4b festgelegten und in BGE 134 V 109, 127 ff. E. 10.2 f. modifizierten Kriterien (BGE 127 V 102, 103 E. 5b/bb und Urteil des Bundesgerichts 8C_12/2016 vom 1. Juni 2016 E. 7.1). Sowohl bei der Anwendung der "Psycho-Praxis" als auch der "HWS-Praxis" ist bei der Beurteilung der adäquaten Kausalität vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen und sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien beizuziehen (BGE 138 V 248, 251 E. 4., BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 und BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). 3.3. 3.3.1 Im Sozialversicherungsverfahren prüft der Versicherungsträger (wie auch das Sozialversicherungsgericht gemäss Art. 61 lit. c ATSG) die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, über die notwendigen Abklärungsmassnahmen zu befinden (BGE 122 V 157, 160 E. 1b). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). 3.3.2 Das Bundesgericht hat bereits verschiedentlich festgehalten, dass das Versicherungsgericht die Beweise frei zu würdigen hat und für den Beweiswert eines medizinischen Berichtes im Besonderen weder dessen Herkunft noch dessen Bezeichnung massgebend sind. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist namentlich viel mehr entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wurde, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 125 V 351, 352 E. 3a und BGE 122 V 157, 160 f.”
“Die bloss unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts ist unerheblich (BGE 112 V 371, 372 E. 2b). Eine Sachverhaltsänderung ist als erheblich anzusehen, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteile des Bundesgerichts 9C_523/2014 vom 19. November 2014 E. 2 und 8C_1025/2010 vom 28. März 2011 E. 2.3 sowie SVR 2003 IV Nr. 25, S. 76 f. E. 2.2 und 2.3). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer Änderung ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche basierend auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 134 V 131, 132 f. E. 3., BGE 133 V 108, 114 E. 5.4 und Urteil des Bundesgerichts 9C_477/2022 vom 18. Januar 2023 E. 2.2. mit Hinweisen). 3.2. 3.2.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Er bestimmt die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Der Versicherungsträger darf bei der Abklärung versicherungsinterne medizinische Fachpersonen einbeziehen (BGE 135 V 465, 467 f. E. 4.2). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegt die Abklärung der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (vgl. Art. 54 bis 56 i.V. m. Art. 57 Abs. 1 lit. c bis g IVG sowie BGE 137 V 210, 219 E. 1.2.1). 3.2.2 Auch der Sozialversicherungsprozess beim Gericht wird vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Das Gericht hat von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Parteien trifft in der Regel dann eine Beweislast, wenn der Entscheid im Falle der Beweislosigkeit zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte.”
Secondo l'art. 43 LPGA, all'ente assicurativo spettano l'esame e gli accertamenti d'ufficio; le parti sono tenute a collaborare. La giurisprudenza ricava da ciò che gli assicurati possono sopportare le conseguenze sfavorevoli derivanti dalla mancata o tardiva produzione di prove necessarie per la valutazione. Ciò vale in particolare per la presentazione di documenti comprovanti le ricerche di lavoro o i flussi contributivi/retributivi; semplici dichiarazioni basate sulla plausibilità di norma non sono sufficienti. Analogamente, perizie o mezzi di prova depositati tardivamente possono non essere presi in considerazione nel procedimento, anche perché l'acquisizione delle prove necessarie è primariamente compito dell'ente assicurativo.
“2010 [9C_283/2010] cons. 4.1). Or, il résulte tant de la jurisprudence que de la doctrine que la directive précitée du SECO n'est pas conforme à l'Ordonnance COVID-19 assurance-chômage étant donné que si l'employeur ne devait plus respecter, dès le 17 mars 2020, un délai de préavis de 10 jours, il était néanmoins tenu d'aviser l'autorité cantonale, par écrit, avant le début de la RHT en question, le droit aux indemnités ne pouvant naître rétroactivement à l'avis (Dunand/Wyler, Newsletter spéciale du 09.04.2020, Quelques implications du coronavirus en droit suisse du travail, p. 15-16 et les références citées; arrêt de la Chambre des assurances sociales de la Cour de droit public de la Cour de Justice de la République et canton de Genève du 25.06.2020 [ATAS/510/2020, A/1234/2020] cons. 5-7). 3. a) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve. Malgré les pertes de documents pouvant se produire dans toute administration, la jurisprudence a presque toujours indiqué que les assurés supportaient les conséquences de l'absence de preuve en ce qui concerne et la remise de la liste des recherches d'emploi (cf. arrêts du TF du 16.04.2014 [8C_537/2013], du 14.12.1999 [C 294/99] cons. 2a, in DTA 2000 n° 25, p. 122; cf. aussi arrêt du TF du 29.07.2013 [8C_591/2012] cons. 4) et la date effective de la remise (arrêt du TF du 03.01.2008 [C 3/07] cons. 3.2). Le fait que des allégations relatives à la remise des justificatifs de recherches d'emploi (ou relatives à la date de celle-ci) soient plausibles ne suffit pas à démontrer une remise effective des justificatifs (ou une remise à temps).”
“La partie supporte donc les conséquences de l'absence de preuve en ce sens que si la notification ou sa date sont contestées et qu'il existe effectivement un doute à ce sujet, il y a lieu de se fonder sur les déclarations du destinataire de l'envoi dont la bonne foi est présumée (TF 2C_523/2019 du 12 novembre 2019 consid. 4.3). La preuve de la notification peut toutefois résulter d'autres indices que des indications postales ou de l'ensemble des circonstances, par exemple d'un échange de correspondance ultérieur ou du comportement du destinataire (ATF 142 IV 125 consid. 4.3 ; TF 1C_313/2020 du 31 août 2020 consid. 3). b) Conformément à la jurisprudence relative à l'art. 29 al. 3 LPGA, la date déterminante quant à l'observation des délais et aux effets juridiques d'une demande est celle à laquelle la requête a été remise à la poste ou déposée auprès de cet organe (TF 9C_573/2017 du 23 janvier 2018 consid. 5). c) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve. Ainsi, malgré les pertes de documents pouvant se produire dans toute administration, la jurisprudence a presque toujours indiqué que les assurés supportaient les conséquences de l'absence de preuve en ce qui concerne et la remise de la liste des recherches d'emploi et la date effective de la remise. Le fait que des allégations relatives à la remise des justificatifs de recherches d'emploi (ou relatives à la date de celle-ci) soient plausibles ne suffit pas à démontrer une remise effective des justificatifs (ou une remise à temps). Une preuve fondée sur des éléments matériels est nécessaire (TF 8C_239/2018 précité consid.”
“c) L’article 41 LPGA prévoit que si le requérant ou son mandataire a été empêché, sans sa faute, d’agir dans le délai fixé, celui-ci est restitué pour autant que, dans les 30 jours à compter de celui où l’empêchement a cessé, le requérant ou son mandataire ait déposé une demande motivée de restitution et ait accompli l’acte omis. La jurisprudence n’admet que restrictivement l’absence de faute. D’un point de vue objectif, elle est admise si des circonstances très particulières rendent impossible l’accomplissement de l’acte dans le délai imparti. On peut imaginer, à titre d’exemple, un évènement naturel imprévisible, l’incendie des bureaux du représentant de l’assuré ou encore le service militaire. D’un point de vue subjectif, l’empêchement non fautif est admis lorsque, pour des motifs indépendants de la volonté de l’assuré ou de son représentant, il leur était impossible d’effectuer l’acte requis dans le délai initial ou d’instruire un tiers en ce sens (Dupont, op. cit, ad. art. 41, n° 7 et les références citées). d) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve. Malgré les pertes de documents pouvant se produire dans toute administration, la jurisprudence a presque toujours indiqué qu’en matière d'indemnités de chômage, l'assuré supporte les conséquences de l'absence de preuve en ce qui concerne la remise des pièces nécessaires pour faire valoir le droit à l'indemnité, notamment la liste de recherches d'emploi (arrêts du TF des 16.04.2014 [8C_537/2013] et 29.07.2013 [8C_591/2012] cons. 4 et les références citées) et la date effective de la remise (arrêt du TF du 03.01.2008 [C 3/07] cons. 3.2). Le fait que des allégations relatives à la remise des justificatifs (ou relatives à la date de celle-ci) soient plausibles ne suffit pas à démontrer une remise effective des justificatifs (ou une remise à temps).”
“c) Pour trancher le point de savoir si l’assuré a fait des efforts suffisants pour trouver un travail convenable, il faut tenir compte aussi bien de la quantité que de la qualité des démarches entreprises. Si dix à douze recherches d’emploi par mois sont en principe suffisantes, on ne peut cependant pas s’en tenir de manière schématique à une limite purement quantitative et il faut examiner la qualité des démarches de l’assuré au regard des circonstances concrètes (ATF 139 V 524 consid. 2.1.4 ; TF 8C_463/2018 du 14 mars 2019 consid. 3). 4. a) L’assureur social – et le juge des assurances sociales en cas de recours – doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu’en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. Le juge apprécie librement les preuves, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse de celles-ci (art. 61 let. c LPGA). b) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve. En matière d’indemnités de chômage, l’assuré supporte les conséquences de l’absence de preuve en ce qui concerne la remise de pièces nécessaires pour faire valoir le droit à l’indemnité (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 2 ; TF 8C_460/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; TF 8C_591/2012 du 29 juillet 2013 consid. 4 et les références). En d’autres termes, l’assuré doit apporter les preuves de ses recherches d’emploi et supporte les conséquences de l’absence de preuve. Le fait que des allégations relatives à la remise des justificatifs de recherches d’emploi ou à la date de celle-ci soient plausibles ne suffit pas à démontrer une remise effective, respectivement à temps, des justificatifs.”
“Conformément à l’article 3 al. 1 LAVS, les assurés sont tenus de payer des cotisations tant qu’ils exercent une activité lucrative. Les personnes sans activité lucrative sont tenues de payer des cotisations à compter du 1er janvier de l’année qui suit la date à laquelle elles ont eu 20 ans; cette obligation cesse à la fin du mois où les femmes atteignent l’âge de 64 ans, les hommes l’âge de 65 ans. Aux termes de l’article 141 al. 3 RAVS (dans sa teneur en vigueur depuis le 01.01.2003), lorsqu’il n’est demandé ni extrait de compte ni rectification, ou lorsqu’une demande en rectification a été rejetée, la rectification des inscriptions ne peut être exigée, lors de la réalisation du risque assuré, que si l’inexactitude des inscriptions est manifeste ou si elle a été pleinement prouvée. b) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (cf. art. 43 LPGA). Cette règle n’est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire. Cela implique en particulier l’obligation d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s’expose à devoir supporter les conséquences de l’absence de preuve (ATF 145 V 90 cons. 3.2). Il n’existe pas, en droit des assurances sociales, de principe selon lequel le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l’assuré (ATF 126 V 319 cons. 5a; arrêt du TF du 01.04.2015 [9C_694/2014] cons. 3.2 et les références citées). Selon la jurisprudence, lorsqu’un assuré prétend s’être acquitté de cotisations au moyen de timbres et qu’il allègue avoir perdu ou détruit le carnet qui lui avait été délivré à cet effet, il convient, pour des motifs de sécurité juridique, de se montrer strict en matière d’appréciation des preuves, surtout lorsqu’une telle affirmation est faite après plusieurs années, à l’occasion d’un litige portant sur la fixation de rentes.”
“Conformément à l’article 3 al. 1 LAVS, les assurés sont tenus de payer des cotisations tant qu’ils exercent une activité lucrative. Les personnes sans activité lucrative sont tenues de payer des cotisations à compter du 1er janvier de l’année qui suit la date à laquelle elles ont eu 20 ans; cette obligation cesse à la fin du mois où les femmes atteignent l’âge de 64 ans, les hommes l’âge de 65 ans. Aux termes de l’article 141 al. 3 RAVS (dans sa teneur en vigueur depuis le 01.01.2003), lorsqu’il n’est demandé ni extrait de compte ni rectification, ou lorsqu’une demande en rectification a été rejetée, la rectification des inscriptions ne peut être exigée, lors de la réalisation du risque assuré, que si l’inexactitude des inscriptions est manifeste ou si elle a été pleinement prouvée. b) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (cf. art. 43 LPGA). Cette règle n’est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire. Cela implique en particulier l’obligation d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s’expose à devoir supporter les conséquences de l’absence de preuve (ATF 145 V 90 cons. 3.2). Il n’existe pas, en droit des assurances sociales, de principe selon lequel le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l’assuré (ATF 126 V 319 cons. 5a; arrêt du TF du 01.04.2015 [9C_694/2014] cons. 3.2 et les références citées). Selon la jurisprudence, lorsqu’un assuré prétend s’être acquitté de cotisations au moyen de timbres et qu’il allègue avoir perdu ou détruit le carnet qui lui avait été délivré à cet effet, il convient, pour des motifs de sécurité juridique, de se montrer strict en matière d’appréciation des preuves, surtout lorsqu’une telle affirmation est faite après plusieurs années, à l’occasion d’un litige portant sur la fixation de rentes.”
“101), lorsqu’il n’est demandé ni extrait de compte, ni rectification, ou lorsqu’une demande en rectification a été rejetée, la rectification des inscriptions ne peut être exigée, lors de la réalisation du risque assuré, que si l’inexactitude est manifeste ou si elle a été pleinement prouvée. c) Selon la jurisprudence, il convient, pour des motifs de sécurité juridique, de se montrer strict en matière d’appréciation des preuves, surtout lorsqu’une telle affirmation est faite après plusieurs années, à l’occasion d’un litige portant sur la fixation des rentes, lorsqu’un assuré affirme avoir exercé une activité lucrative soumise à cotisations paritaires durant une période non prise en compte dans le calcul de la rente ou qu’il allègue, de nombreuses années après les faits invoqués, que l’affiliation à l’assurance remonte à une époque antérieure à la date prise en compte pour fixer le montant de la rente (ATF 117 V 261 consid. 3 et les références ; 110 V 97consid. 4a et la référence ; TFA H 15/01 du 6 mars 2001 consid. 2a et les références). d) La règle de preuve posée à l’art. 141 al. 3 RAVS n’exclut pas l’application du principe inquisitoire (cf. art. 43 LPGA). La preuve absolue doit être fournie selon les règles usuelles sur l’administration des preuves et le fardeau de la preuve qui prévalent dans l’assurance sociale, l’obligation de la partie intéressée étant toutefois plus étendue dans ce cas. Il appartient à l’intéressé d’établir l’inexactitude des inscriptions consignées dans les comptes individuels (ATF 130 V 335 consid. 4.2 ; 117 V 261 consid. 3b-3d et les références citées ; TFA H 15/01 du 6 mars 2001 consid. 2a in fine et 2b). 14. En l’espèce, la recourante conteste le revenu annuel déterminant, pris en compte par la Caisse de compensation S.________ pour le compte de l’intimé, en vue de fixer le montant des prestations allouées. Singulièrement, elle fait valoir l’inexactitude des inscriptions contenues au CI, considérant que des revenus réalisés au sein de l’Ecole E.________ et du Gymnase R.________ n’auraient pas été comptabilisés. a) S’agissant en premier lieu des revenus versés par le Gymnase R.________, la recourante soutient que son CI ne fait pas état de salaires réalisés en 2004 et 2007.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 08.02.2024 Art. 8, 9, 11 und 13 AVIG; Art. 43 ATSG. Nachweis des versicherten Verdienstes (Beitragszeit/Lohnfluss). Zwar ist glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin ihrer Tochter im Haushalt, bei der Kinderbetreuung und in deren Einzelunternehmen aushalf. Bei behaupteter Barzahlung und mangels echtzeitlicher Nachweise lässt sich ein realer Lohnfluss jedoch nicht nachweisen, sodass ein bestimmter versicherter Verdienst nicht rechtsgenüglich nachgewiesen ist. Folglich besteht kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Februar 2024, AVI 2023/19). Entscheid vom 8. Februar 2024 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Christiane Galatti Schneider und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren Geschäftsnr. AVI 2023/19 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen Kantonale Arbeitslosenkasse, Geltenwilenstrasse 16/18, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Arbeitslosenentschädigung (Beitragszeit, Lohnfluss)”
“Entscheid Versicherungsgericht, 08.02.2024 Art. 8, 9, 11 und 13 AVIG; Art. 43 ATSG. Nachweis des versicherten Verdienstes (Beitragszeit/Lohnfluss). Zwar ist glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin ihrer Tochter im Haushalt, bei der Kinderbetreuung und in deren Einzelunternehmen aushalf. Bei behaupteter Barzahlung und mangels echtzeitlicher Nachweise lässt sich ein realer Lohnfluss jedoch nicht nachweisen, sodass ein bestimmter versicherter Verdienst nicht rechtsgenüglich nachgewiesen ist. Folglich besteht kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Februar 2024, AVI 2023/19). Entscheid vom 8. Februar 2024 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Christiane Galatti Schneider und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren Geschäftsnr. AVI 2023/19 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, gegen Kantonale Arbeitslosenkasse, Geltenwilenstrasse 16/18, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Arbeitslosenentschädigung (Beitragszeit, Lohnfluss)”
“Cette éventualité est réalisée non seulement lorsque la personne assurée refuse expressément un travail convenable qui lui est assigné, mais également déjà lorsqu’elle s’accommode du risque que l’emploi soit occupé par quelqu’un d’autre ou fait échouer la perspective de conclure un contrat de travail (ATF 122 V 34 consid. 3 ; TF 8C_756/2020 du 3 août 2021 consid. 3.1 et les références). 4. a) Le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 et les références citées). b) La procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 LPGA). Cette règle n’est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l’instruction de l’affaire. Cela comporte en partie l’obligation d’apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s’expose à devoir supporter les conséquences de l’absence de preuve (ATF 145 V 90 consid. 3.2). En droit de l’assurance-chômage et à titre d’exemple, en matière de remise de la liste des recherches d’emploi, le Tribunal fédéral a presque toujours retenu que, malgré les pertes de documents pouvant se produire dans toute administration, les assurés supportaient les conséquences de l’absence de preuve en ce qui concerne la remise de ladite liste (cf. ATF 145 V 90 consid. 3.2 précité). En ce qui concerne les courriers électroniques, compte tenu du manque de fiabilité du trafic électronique en général, et en particulier des difficultés liées à la preuve de l’arrivée d’un message électronique dans la sphère de contrôle du destinataire, l’expéditeur d’un courriel est invité à requérir du destinataire une confirmation de réception de son envoi (y compris des pièces annexées au courriel), et de réagir en l’absence de cette dernière en déposant son pli auprès de la Poste ou en réessayant de l’envoyer par voie électronique.”
“Ein Gerichtsgutachten habe höhere Beweiskraft als ein Administrativgutachten des Versicherungsträgers. Da dem Gerichtsgutachten nur aus zwingenden Gründen nicht entsprochen werden dürfe, sei das polydisziplinäre Gutachten der Beschwerdegegnerin nicht notwendig. Der Fragenkatalog für das Gerichtsgutachten könne an denjenigen der Beschwerdegegnerin angelehnt werden. 2.2. Die Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, dass im IV-Verfahren auf Gutachten, die in einem zivilrechtlichen Verfahren erstellt worden seien, erfahrungsgemäss nicht ohne Weiteres abgestellt werden könne. Auch bei Vorliegen eines solchen Gutachtens könne es sein, dass im IV-Verfahren neuerlich ein Gutachten in Auftrag zu geben sei und es komme zu einer erheblichen Verfahrensverzögerung. Auch müsse das Gutachten den Besonderheiten des Invalidenversicherungsverfahrens gerecht werden. Das vom Beschwerdeführer beantragte Vorgehen würde vielmehr dazu führen, dass Aufgaben der Verfahrensleitung im IV-Verfahren gewissermassen auf eine der Parteien des zivilrechtlichen Verfahrens übertragen würden, was mit Art. 43 ATSG nicht vereinbar sei. Auch sei fraglich, ob das Zivilgericht dem Antrag des Beschwerdeführers entsprechen werde. Angesichts der Verfahrensdauer sei es nicht angebracht, zusätzliche, in ihrer Dauer noch nicht absehbare Verfahrensverzögerungen in Kauf zu nehmen. Auch bestehe kein rechtlicher Anspruch darauf, dass eine Begutachtung in einem gleichzeitig stattfindenden zivilrechtlichen Verfahren abgewartet werde. Auf diese Weise käme einem zivilgerichtlichen Gutachten stets Vorrang zu, was mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung nicht vereinbar sei. 2.3. Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Antrag auf Verfahrenssistierung zu Recht abgewiesen hat. 3. 3.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er nach Art.”
“Der ebenfalls vom 7. März 2022 datierende radiologische Bericht ist gemäss Anschrift und Anrede an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers als Auftraggeberin gerichtet und wurde ihr laut Anschrift per Mail zugestellt. Der Beschwerdeführer begründet mit keinem Wort, weshalb er den von ihm veranlassten radiologischen Bericht vom 7. März 2022 der Vorinstanz nicht ohne Weiteres umgehend - noch vor Erlass des angefochtenen Urteils - hätte nachreichen können (vgl. Urteil 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 5.3.1 i.f.). Entgegen dem Beschwerdeführer gab offensichtlich nicht das angefochtene Urteil, sondern die aus seiner Sicht schon zuvor mangelhafte Beweislage im kantonalen Beschwerdeverfahren Anlass zur Bestellung des radiologischen Berichts. Dieser ohne erkennbaren Rechtfertigungsgrund verspätet eingereichte Bericht hat im bundesgerichtlichen Verfahren nach Art. 99 Abs. 1 BGG unberücksichtigt zu bleiben, zumal die Erhebung der notwendigen Beweise grundsätzlich Sache des Versicherungsträgers (vgl. Art. 43 ATSG) und des kantonalen Versicherungsgerichts (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) ist.”
“Der ebenfalls vom 7. März 2022 datierende radiologische Bericht ist gemäss Anschrift und Anrede an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers als Auftraggeberin gerichtet und wurde ihr laut Anschrift per Mail zugestellt. Der Beschwerdeführer begründet mit keinem Wort, weshalb er den von ihm veranlassten radiologischen Bericht vom 7. März 2022 der Vorinstanz nicht ohne Weiteres umgehend - noch vor Erlass des angefochtenen Urteils - hätte nachreichen können (vgl. Urteil 8C_698/2021 vom 3. August 2022 E. 5.3.1 i.f.). Entgegen dem Beschwerdeführer gab offensichtlich nicht das angefochtene Urteil, sondern die aus seiner Sicht schon zuvor mangelhafte Beweislage im kantonalen Beschwerdeverfahren Anlass zur Bestellung des radiologischen Berichts. Dieser ohne erkennbaren Rechtfertigungsgrund verspätet eingereichte Bericht hat im bundesgerichtlichen Verfahren nach Art. 99 Abs. 1 BGG unberücksichtigt zu bleiben, zumal die Erhebung der notwendigen Beweise grundsätzlich Sache des Versicherungsträgers (vgl. Art. 43 ATSG) und des kantonalen Versicherungsgerichts (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) ist.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). 16. a) En l’occurrence, on peut retenir que l’intimé a failli à son obligation d’instruire la cause à satisfaction, alors qu’il aurait dû, dans un premier temps, réclamer le devis comparatif requis le 18 novembre 2022 et, dans un second temps, soumettre une nouvelle fois le dossier au Dr J.________ compte tenu des explications fournies par le recourant, son audioprothésiste et son médecin spécialiste traitant.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 38 Se la persona assicurata non riesce a provare in modo credibile un'impossibilità assoluta a partecipare alla perizia, l'ente assicuratore può esigere che si presenti alla perizia. Prima occorre verificare se possano essere richiesti aiuti per l'organizzazione del trasporto — ad esempio un taxi per persone disabili.
“A sa lecture, force est de reconnaître que, malgré les troubles dont souffre indéniablement la recourante et dont la gravité ne saurait être niée, une impossibilité absolue pour celle-ci de se déplacer à Nyon pour se soumettre à l'expertise bidisciplinaire prévue n'était pas établie selon un degré de vraisemblance prépondérante au moment où la décision contestée du 21 mai 2021 a été rendue (moment généralement déterminant en droit des assurances sociales pour l'appréciation de l'état de fait et des moyens de preuve, ATF 131 V 242 c. 2.1, 130 V 138 c. 2.1). Le cas échéant, il est loisible à la recourante de prendre contact avec l'intimé suffisamment tôt pour requérir de l'aide dans l'organisation du transport de son domicile au centre d'expertise, par exemple par un service de taxis pour personnes handicapées, afin d'éviter les transports publics (voir JTA AI/2017/538 c. 3.5). 3.6 En conséquence, l'intimé pouvait à juste titre exiger de la part de la recourante qu'elle se rende à Nyon pour se prêter aux examens médicaux nécessaires dans le cadre d'une expertise bidisciplinaire, afin de procéder à des investigations plus approfondies quant à son état de santé et sa capacité de travail. La recourante n'ayant pas donné suite à la mise en demeure formellement conforme à ce qu'exige l'art. 43 al. 3 LPGA, qui lui a été adressée le 30 avril 2021, c'est à bon droit que l'intimé a considéré qu'elle refusait de collaborer à l'instruction de manière adéquate et a rendu la décision contestée du 21 mai 2021. 4. 4.1 Au vu de ce qui précède, le recours est rejeté. 4.2 Aux termes de l'art. 61 let. fbis LPGA en relation avec l'art.69 al. 1bis LAI, la procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l'AI devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais judiciaires. La recourante, qui n'obtient pas gain de cause, doit ainsi supporter les frais de la procédure, fixés forfaitairement à Fr. 500.-. Vu l'issue de la procédure, il n'y a pas lieu de lui allouer de dépens (art. 61 let. g LPGA a contrario). 4.3 La recourante a toutefois requis le bénéfice de l'assistance judiciaire, limitée aux frais de justice. 4.3.1 Sur requête, l'autorité administrative ou de justice administrative dispense du paiement des frais de procédure et de l'obligation éventuelle de fournir des avances ou des sûretés la partie qui ne dispose pas de ressources suffisantes et dont la cause ne paraît pas dépourvue de toute chance de succès.”
Obbligo di cooperazione e conseguenze del rifiuto: art. 43 cpv. 1 LPGA costituisce l'obbligo per l'ente assicurativo di chiarire d'ufficio il fatto; ciò corrisponde all'obbligo di cooperazione della persona assicurata o della persona che richiede prestazioni. Se la persona assicurata o richiedente non ottempera senza giustificato motivo agli obblighi di informazione o di collaborazione, l'ente — previa diffida scritta con fissazione di un termine congruo e indicazione delle conseguenze giuridiche — può decidere sulla base degli atti oppure sospendere le indagini e pronunciare il non entrare in materia. Tuttavia, dell'istituto del non entrare in materia va fatto uso con riserva; esso è ipotizzabile soltanto quando, in assenza della collaborazione della parte, la valutazione sostanziale della domanda risulti esclusa sulla base della documentazione disponibile.
“Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, 122 V 157 E. 1a, vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs, zur Festsetzung der Versicherungsleistungen und zur Durchsetzung des Regressanspruchs erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Die wiederholten Hinweise der Beschwerdegegnerin auf die bundesgerichtliche Auffassung zum „überlebenden“ Revisionszeitpunkt haben dabei deutlich gemacht hat, dass diese damit gerechnet hat, den frühen Revisionszeitpunkt auch bei einer zu erwartenden gerichtlichen Aufhebung der Verfügung „retten“ zu können. Hier liegt also ein seltener Fall einer rechtsmissbräuchlichen Provozierung eines möglichst frühen Revisionszeitpunktes vor, weshalb eine rückwirkende Aufhebung der Rente per Ende Dezember 2012 nicht in Frage kommen kann (vgl. dazu bspw. auch den Entscheid IV 2013/492 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 9. April 2014 sowie den Entscheid IV 2013/141 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 7. Mai 2015, mit Hinweisen). Folglich wird die Beschwerdegegnerin mit Blick auf die Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens (vgl. E. 2) verbindlich im Sinne des Art. 56 Abs. 2 VRP verpflichtet, der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung den dann aktuellen Sachverhalt zugrunde zu legen und die Rente – sollte eine Anpassung in Anwendung der Schlussbestimmung zur IVG-Revision 6a notwendig sein – erst auf den sich aus dem Datum der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung ergebenden Zeitpunkt anzupassen. Gemäss dem Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen, was bedeutet, dass ihn die Pflicht zur Ermittlung des massgebenden Sachverhaltes trifft. Diese Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers wird durch eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung ergänzt (vgl. Art. 28 ATSG). Kommt die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger laut dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten verfügen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen, auf die Rechtsfolgen hinweisen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einräumen. Weil der Sinn und Zweck des Sozialversicherungsverfahrensrechtes darin besteht, dem materiellen Sozialversicherungsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, das heisst den Sozialversicherungsträger in die Lage zu versetzen, das materielle Recht auf einen vollständig ermittelten Sachverhalt anzuwenden, kann der Art.”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Verletzung der Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht ist nur massgebend, wenn sie auf die versicherte Person bzw. auf die leistungsbeanspruchende Person zurückgeht. Wird die Auskunftspflicht durch einen Arzt oder einen Arbeitgeber nicht befolgt, kann dies nicht zum Vorgehen gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG führen. Vielmehr ist in solchen Fällen mittels sonstiger Abklärungsmassnahmen anzustreben, den massgebenden Sachverhalt zu erstellen (vgl.”
“Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommt die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Person vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG). Nach den Gesetzesmaterialien (vgl. BBl 1994 V 948 f.) ist von der Möglichkeit des Nichteintretens nicht prioritär Gebrauch zu machen (siehe auch Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 Rz. 111 m.H.). Auch gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist von der Möglichkeit, auf ein Leistungsgesuch nicht einzutreten, nur mit grösster Zurückhaltung Gebrauch zu machen (BGE 131 V 42 E. 3). Nichteintreten kommt erst in Betracht, wenn eine materielle Beurteilung des Leistungsbegehrens aufgrund der gesamten Aktenlage ohne Mitwirkung der Partei ausgeschlossen ist.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 36 Conseguenze della carenza di collaborazione ingiustificabile: se la persona che richiede la prestazione non adempie ingiustificatamente agli obblighi di informazione o di collaborazione, l'ente assicurativo può decidere in base agli atti o sospendere le indagini e disporre il non ingresso in materia; la giurisprudenza rileva ripetutamente che la conseguente assenza di prove grava a carico della persona richiedente, cioè fatti o presupposti non chiariti restano senza considerazione.
“Zu Recht wurde vorliegend nicht in Abrede gestellt, dass das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt wurde. Darüber hinaus wurde weder etwas vorgebracht noch ist etwas ersichtlich, was das Verschulden des Beschwerdeführers entfallen liesse. Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer seinen Auskunfts- und Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachgekommen. Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG gestützt auf die Akten zu entscheiden. Es muss in diesem Zusammenhang festgehalten werden, dass bei einem derartigen Aktenentscheid nicht mehr von Bedeutung ist, dass der Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt ist. Die Folgen der Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen, welcher seiner Obliegenheit nicht nachgekommen ist (vgl. vorstehend E. 6.1).”
“Die Beschwerdeführerin kam der ihr auferlegten wöchentlichen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung in ihrer Muttersprache und damit ihrer Mitwirkungspflicht im Rahmen der Abklärung innert angesetzter Frist nicht nach, vermochte die bei der Psychologin Z.___ wahrgenommene Therapie die Anforderungen an eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung wie dargelegt offenkundig nicht zu erfüllen. Auch die mit Beschwerde eingereichte Bestätigung (vgl. Urk. 3) vermag daran nichts zu ändern, zumal auch diese Behandlung bei einer Psychologin und nicht bei einer psychiatrischen Fachperson erfolgt. Damit fehlt es nach wie vor an einer psychiatrischen, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützten Diagnose (vgl. E. 1.2). Entschuldbare Gründe, weshalb der Beschwerdeführerin eine Mitwirkung nicht möglich sein sollte, sind keine ersichtlich und werden von ihr auch nicht geltend gemacht. Entsprechend durfte die Beschwerdegegnerin auf Grund der Akten verfügen (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG).”
“Die Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens sei aufgrund der expliziten Weigerung des Beschwerdeführers nicht erforderlich gewesen. Die auferlegte psychiatrische Erstabklärung sei dem Beschwerdeführer durchaus zumutbar gewesen, zumal dieser eine mögliche psychogene Komponente als Mitursache für seine gesundheitlichen Einschränkungen geltend machte, jedoch nie bei einem entsprechenden Facharzt in Behandlung gestanden habe und gestützt auf die vorhandenen Arztberichte keine genügenden Anhaltspunkte für einen psychischen Gesundheitsschaden beständen. Der RAD habe weder eine interne RAD-Untersuchung noch eine externe psychiatrische Begutachtung als zielführend erachtet. Aufgrund der vorliegenden Akten und der aufgrund der Verletzung der Mitwirkungspflicht fehlenden psychiatrischen Behandlerberichten sei zum Verfügungszeitpunkt ein Rentenanspruch nicht überwiegend wahrscheinlich ausgewiesen gewesen. Die diesbezügliche Beweislosigkeit wirke sich rechtsprechungsgemäss zu Lasten des Beschwerdeführers aus, weshalb die Abweisung des Leistungsbegehrens durch einen materiellen Entscheid aufgrund der Akten gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorliegend zu Recht erfolgt sei.”
“Aufgrund der Mitwirkungspflichtverletzung des Beschwerdeführers und der mehrfach angedrohten Säumnisfolgen durfte die Suva aufgrund der vorhandenen Akten entscheiden (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). Dabei fällt entscheidend ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer in einem Verfahren betreffend Pfändungsvollzug am 9. November 2016 wie auch im Rahmen eines Strafverfahrens am 16. November 2016 angegeben hatte, er verdiene monatlich netto ca. Fr. 3000.- resp. Fr. 3200.-. Dass in den jeweiligen Verfahren die Gesamteinkünfte offen zu legen waren, liegt auf der Hand. Dies ergibt sich aber auch aus der Pfändungsurkunde vom 9. November”
LPGA art. 43 n. 35 In presenza di disturbi psichici devono essere effettuati — nella misura in cui risultino necessari per la valutazione e siano ragionevolmente esigibili — accertamenti supplementari sui fattori di stress psicosociale e sulle risorse, nonché, se del caso, consultazioni con i medici curanti. Tali accertamenti possono far parte di perizie bidisciplinari o polidisciplinari.
“Zusammengefasst ist der medizinische Sachverhalt zu wenig abgeklärt, namentlich hinsichtlich der früheren psychischen Erkrankungen sowie der Massgeblichkeit der psychosozialen Belastungsfaktoren. Ein strukturiertes Beweisverfahren zur Plausibilisierung der Arbeitsfähigkeitseinschätzung kann gestützt auf die Aktenlage nicht durchgeführt werden. Die Beschwerdegegnerin wird in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 2 ATSG) den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der psychosozialen Belastungsfaktoren der Beschwerdeführerin näher abklären und sich dabei namentlich auch mit ihren Ressourcen auseinandersetzen müssen. Aus diesen Gründen ist die Verfügung vom 21. Juni 2022 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin entsprechend ihrem Antrag zurückzuweisen, damit diese nach ergänzenden Abklärungen im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.”
“864), il appartient au spécialiste en psychiatrie d'indiquer si le tableau clinique comporte des éléments pertinents au plan psychiatrique caractéristiques d'une atteinte à la santé psychique équivalant à une maladie durable et influençant de manière autonome la capacité de travail. Quant au fait qu'il faut procéder à une approche globale de l’influence du trouble avec l’ensemble des pathologies concomitantes, y compris somatiques, selon la jurisprudence applicable en cas d'affections psychiques (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7), c'est le lieu de rappeler qu'il n'est pas inhabituel que l'expert psychiatre s'entretienne avec les médecins traitants (in casu les Drs F______, H______ et E______) avant de livrer son appréciation du cas. Aussi pourra et devra-t-il prendre tous les renseignements utiles auprès de ces derniers pour intégrer dans un résultat global les restrictions de la capacité de travail qui en découlent, sans qu'il ne soit nécessaire de mettre sur pied une expertise neurologique pour les raisons exposées supra. Dès lors qu'il y a lieu de réaliser une expertise psychiatrique en application de la maxime inquisitoire, le recourant est tenu de s'y soumettre (art. 43 al. 2 LPGA), étant relevé que le rapport du psychiatre traitant du 28 septembre 2023 fait état de l'appréciation subjective du recourant pour s'opposer au caractère raisonnablement exigible de cet examen, ce qui ne suffit pas (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_259/2022 du 20 septembre 2022 consid. 5.1.1). En particulier, aucun rapport médical n'objective en temps réel le mal-être important et les idées noires du recourant en raison des expertises antérieures subies. 8.4 Le mandat d'expertise bidisciplinaire a été attribué au centre Swiss Expertises Médicales, aux Drs I______ (psychiatre) et K______ (neurologue), de manière aléatoire, conformément à l'art. 72bis RAI (relatif aux expertises médicales bi- et pluridisciplinaires), en vigueur depuis le 1er janvier 2022. Cette disposition prévoit que les expertises impliquant deux disciplines médicales doivent être réalisées par un centre d’expertises médicales ou un binôme d’experts, liés dans les deux cas à l’OFAS par une convention (al. 1bis) et que l’attribution du mandat d’expertise doit se faire de manière aléatoire (al.”
Se sussiste una base documentale sufficiente, l'amministrazione può decidere sulla base degli atti. L'art. 43 cpv. 3 LPGA consente, a titolo di sanzione, una valutazione sostanziale della pretesa fondata sugli atti quando gli obblighi di informazione o di collaborazione sono violati senza giustificazione.
“Ausserdem führte die Beschwerdegegnerin aus, es sei "aufgrund der vorliegenden Akten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands seit dem letzten Entscheid auszugehen" (IV-act. 110-2). Diese Begründungselemente und das Dispositiv stimmen demnach insofern überein. Die Ausführungen in der Beschwerdeantwort zeigen, dass die Beschwerdegegnerin selbst von einem materiellen Entscheid ausgeht, erwähnt sie doch, es müssten (für einen Anspruch) schlüssige Beweise vorliegen und auch RAD-Berichte könnten beweiskräftig sein, ein Anspruch auf eine Begutachtung bestehe dagegen nicht. Insgesamt rechtfertigt es sich, von einem materiell abweisenden Entscheid der Beschwerdegegnerin auszugehen. - Dass der Beschwerdeführer seinerseits einen Nichteintretensentscheid annimmt, der angesichts einer nach seiner Auffassung glaubhaft gemachten Änderung unzutreffend sei, vermag daran nichts zu ändern. Die in der angefochtenen Verfügung enthaltene Stellungnahme zum Einwand enthält des Weiteren auch Hinweise auf eine Gesuchserledigung durch eine Sanktion für ungenügende Mitwirkung bei der Abklärung. Eine materielle Anspruchsbeurteilung aufgrund der vorhandenen Akten ist in Art. 43 Abs. 3 ATSG denn auch als Sanktion vorgesehen (vgl. dazu unten E. 5.2). - Die Beschwerdegegnerin hat nach der Aktenlage jedenfalls wie erwähnt entschieden, auf das Gesuch einzutreten, was als solches nicht zu beanstanden ist, und sie hat das Gesuch abgewiesen. Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein, so hat sie das neue Leistungsgesuch (abgesehen von Sanktionsverhältnissen) in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig zu prüfen (vgl. BGE 130 V 253 E. 3.3). Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers liegen aus dem Verfahren der vorliegenden Neuanmeldung vom März 2017 zunächst Angaben von Prof. C.”
“Gemäss Art. 28 Abs. 1 ATSG haben die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Indem sie der Beschwerdegegnerin, wie vorstehend dargestellt (vgl. E. 4.1), die notwendigen Unterlagen (Werkverträge, Kundenlisten, Bankbelege etc.) zum Nachweis der behaupteten Aufnahme der Geschäftstätigkeit trotz mehrfacher Aufforderung und Androhung der Nichtgewährung des Versicherungsschutzes (act. II 54 S. 9 f., 14 f.) nicht zugestellt hat, ist die F.________ GmbH ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Aktenlage (vgl. dazu Art. 43 Abs. 3 ATSG) davon ausgegangen ist, die F.________ GmbH habe keine Geschäftstätigkeit aufgenommen, und in der Konsequenz auf die Erfassung des Betriebs sowie die Gewährung des Unfallschutzes verzichtet hat (vgl. act. II 54 S. 3 und 13). Hieran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer als Geschäftsführer der F.________ GmbH gegenüber der Ausgleichskasse des Kantons E.________ in der Lohndeklaration pro 2017 vom 27. Mai 2018 angegeben hat, ab Februar 2018 würden für zwei Mitarbeiter Löhne in der Höhe von je ca. Fr. 4'800.-- ausbezahlt (act. II 54 S. 1). Einerseits sind entsprechende Lohnzahlungen nicht belegt worden und andererseits hat die Gesellschaft der Ausgleichskasse des Kantons E.________ in der Lohndeklaration pro 2018 (act. II 63 S. 1 ff.) mitgeteilt, im Jahr 2018 seien keine beitragspflichtigen Löhne ausbezahlt worden. Eine Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers für die F.________ GmbH ist damit weder für den Unfallzeitpunkt noch für den vorhergehenden Zeitraum nachgewiesen und der Beschwerdeführer selbst hat eine solche auch fortlaufend in Abrede gestellt, womit er sich auch diesbezüglich nicht auf eine Versicherungsdeckung durch die Beschwerdegegnerin berufen kann.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 33 Se sussistono fondati dubbi sull'attendibilità o sulla rilevanza di una relazione medica esistente ovvero di una valutazione medica, spetta in primo luogo all'ente assicuratore adottare misure istruttorie e probatorie integrative e ottenere i chiarimenti necessari. Eventualmente l'ente deve disporre una perizia medico‑specialistica neutra; in casi complessi essa può essere predisposta a carattere bidisciplinare. In pratica, in tali situazioni la questione viene spesso rinviata all'amministrazione per il completamento dell'istruttoria.
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Esperiti i necessari accertamenti medici, l’amministrazione si pronuncerà nuovamente sul diritto alle prestazioni dell’assicurata. In queste condizioni la richiesta della ricorrente di richiamare gli atti dell’incarto”
“2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). In casi del genere, per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid. 3.2.; STCA 35.2020.13 del 22 settembre 2020, STCA 35.2019.139 del 16 settembre 2020, STCA 35.2019.136 del 7 settembre 2020, STCA 35.2019.134 del 3 settembre 2020; STCA 35.2014.103 dell’11 marzo 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.96 del 25 febbraio 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.47 del 2 febbraio 2015 consid. 2.8., STCA 35.2014.66 del 22 dicembre 2014 consid. 2.9 e 35.2014.50 del 10 novembre 2014 consid. 2.13; D. Cattaneo "Les erreurs les plus fréquentes des expertises medicales dans les assurances sociales" in CGRSS n. 50 – 2014 pag. 137 seg. n. 15 pag.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.) (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Nella presente fattispecie, il TCA ritiene che siano soddisfatti i presupposti per un rinvio degli atti all’istituto convenuto (cfr. STF 8C_59/2011 del 10 agosto 2011 e DTF 135 V 465), già per il fatto che esso non ha fondato la decisione impugnata su una perizia amministrativa ex art. 44 LPGA. Per le ragioni già esposte diffusamente al considerando 2.9., si giustifica l’annullamento della decisione su opposizione impugnata e il rinvio degli atti all’assicuratore resistente affinché, previo richiamo dell’incarto AI, disponga l’esecuzione di una perizia bi-disciplinare (neurologica e ortopedica) ai sensi dell’art. 44 LPGA, volta a stabilire se sono dati i presupposti per procedere a una revisione ex art.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). b) En l’espèce, il appert que les faits pertinents n’ont pas été constatés de manière satisfaisante et qu’il convient plus particulièrement de compléter l’instruction afin de déterminer si la recourante présente une aggravation de son état de santé, depuis la dernière décision entrée en force rendue le 9 novembre 2016, susceptible d’influer sur sa capacité de travail. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’OAl – à qui il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA –, cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé d’ordonner une expertise bidisciplinaire (rhumatologique et psychiatrique) et d’y procéder conformément aux règles applicables en la matière (art. 44 LPGA). Cela fait, il lui reviendra de déterminer s’il y a lieu ou non d’effectuer une enquête ménagère avant de rendre une nouvelle décision statuant sur les prétentions de la recourante, étant toutefois précisé que dans le cadre du formulaire idoine complété par l’intéressée le 7 juin 2020, cette dernière a indiqué qu’elle travaillerait à 100% sans atteinte à la santé et ce, pour des raisons financières. Vu l’issue du litige, il n’y a pas lieu de se positionner sur les autres arguments des parties. 8. a) En définitive, le recours doit être admis et la cause renvoyée à l’intimé pour instruction complémentaire au sens des considérants puis nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Infine, con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 p. 137 ss., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio. È in effetti in primo luogo compito dell’amministrazione disporre degli atti istruttori complementari volti ad accertare d’ufficio tutti i fatti pertinenti e, se del caso, raccogliere le prove necessarie prima di rendere la propria decisione (questo principio è stato confermato ancora con le STF 8C_274/2021 del 31 marzo 2023 consid.”
“Quoi qu’il en soit, il convient bien plutôt, sous l’angle médical, de mettre en présence et de pondérer entre eux les différents critères pertinents plaidant en faveur ou en défaveur du caractère traumatique de la lésion, de manière à déterminer l’état de fait présentant une vraisemblance prépondérante (voir également l’arrêt TF 8C_672/2020 du 15 avril 2021 consid. 4.1.3 et 4.5). Enfin et même si cela n’est pas décisif, il convient de relever que le Dr C.________ a examiné le recourant à plusieurs reprises et a pu fonder son avis sur la base des examens cliniques réguliers effectués et de l’évolution constatée, tandis que la Dre P.________ ne s’est prononcée que sur la base du dossier, sans examiner le recourant. Or en l’absence d’autres examens cliniques, l’avis du Dr C.________ est propre à susciter le doute sur le bien-fondé d’un examen sur dossier dans un cas limite et complexe. d) Il résulte de ce qui précède que l’instruction de la cause ne permet pas de trancher entre les avis de la Dre P.________ et du Dr C.________ quant à l’existence d’un lien de causalité entre les lésions à l’épaule et l’accident du 25 juillet 2021. Dans ces circonstances, il se justifie de renvoyer la cause à la CNA à qui il appartient d’instruire (art. 43 al. 1 LPGA) afin qu’elle ordonne une expertise médicale au sens de l’art. 44 LPGA, puis rende une nouvelle décision. 6. Le recourant a sollicité la tenue d’une audience de débats publics afin qu’il puisse s’exprimer sur le déroulement et les circonstances exacts de l’accident du 25 juillet 2021 en invoquant l’art. 6 § 1 CEDH (Convention de sauvegarde des droits de l’homme et des libertés fondamentales du 4 novembre 1950 ; RS 0.101) ainsi que l’audition de N.________. Vu l’issue du recours, ces requêtes sont sans objet. 7. Pour le surplus, l’intimée ne s’est pas prononcée sur le droit à une indemnité pour atteinte à la santé. Cette question ne fait pas l’objet de la décision attaquée et ne peut être examinée dans le cadre de la présente procédure du moment qu’elle sort du cadre du litige soumis à la Cour de céans (cf. ATF 144 II 359 consid. 4.3; 142 I 155 consid. 4.4.2 ; 134 V 418 consid. 5.2.1). 8. a) En définitive et au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition rendue le 6 septembre 2023 par l’intimée annulée, la cause étant renvoyée à cette autorité pour instruction complémentaire dans le sens des considérants, puis nouvelle décision.”
Rilevanza pratica: gli enti assicurativi fissano nei procedimenti termini concreti (ad es. 20–30 giorni) per la presentazione integrativa di informazioni e documenti. Se la collaborazione viene meno senza giustificazione, ciò può comportare la sospensione dei pagamenti o, in ultima istanza, il mancato esame della domanda. Tali misure sono riconosciute dalla giurisprudenza, purché siano rispettati i requisiti formali (sollecito scritto, avviso sulle conseguenze giuridiche, termine adeguato).
“Pour ce faire, elle l'a invité à remplir un formulaire et à le lui retransmettre dans un délai de 20 jours, précisant pouvoir se prononcer en l'état du dossier si l'intéressé refusait de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction. Dans sa communication du 6 juillet 2020, la CNA a constaté que l'assuré n'avait pas donné suite aux demandes de renseignements des 30 avril et 25 mai 2020. Tout en rappelant à l'intéressé son obligation de collaborer, ainsi que la teneur de l'art. 43 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), la CNA l'a mis en demeure de communiquer les informations requises dans un délai fixé au 5 août 2020. De surcroît, elle a suspendu le versement de la rente d'invalidité de l'assuré dès le 1er juillet 2020, ceci jusqu'à nouvel avis, précisant que si celui-ci persistait à refuser de collaborer, une décision de suppression de rente dès le 1er juillet 2020 serait prononcée, en application de l'art. 43 al. 3 LPGA. A l'appui de ses courrier recommandé et courriel du 20 juillet 2020, l'assuré a transmis à la CNA le formulaire pertinent dûment rempli et signé, ainsi que ses fiches de salaire relatives aux mois d'août 2019 à juin 2020. Il en ressortait que l'intéressé travaillait, depuis le 1er juillet 2019, pour le compte de la société P.________ Sàrl (ci-après : l'employeur). A teneur d'une note d'entretien téléphonique du 2 septembre 2020, un collaborateur de la CNA a indiqué que le recourant avait confirmé l'adresse de son employeur, sise à l'avenue [...], [...]. Par courrier du 16 octobre 2020, l'assuré, désormais représenté par sa protection juridique, la C.________ SA (ci-après : la C.________), a signalé à la CNA ne plus avoir obtenu de nouvelles de sa part depuis la mise en demeure du 6 juillet 2020, malgré avoir communiqué les informations demandées en date du 20 juillet 2020. Dans un courrier du 21 octobre 2020, mentionnant une adresse à l'avenue [...], [...], la CNA a requis de l'employeur qu'il lui transmette des copies de ses contrat d'assurance-maladie perte de gain et contrat d'affiliation à une institution de prévoyance, conformément à la LPP (loi fédérale du 25 juin 1982 sur la prévoyance professionnelle vieillesse, survivants et invalidité ; RS 831.”
“Par décision du 29 mars 2018, confirmée sur opposition le 6 juin 2018, la CNA a octroyé le droit à une rente d'invalidité à l'assuré, à compter du 1er mai 2018, sur la base d'un taux d'invalidité de 17 %, et a fixé son montant à 907 fr. 65. Dans une attestation du 4 janvier 2020, la CNA a mentionné avoir versé, entre le 1er janvier et le 31 décembre 2019, des rentes d'invalidité pour un total de 10'891 fr. 80. B. A teneur de ses courrier du 30 avril 2020 et rappel subséquent du 25 mai 2020, la CNA a indiqué à l'assuré devoir examiner ses conditions de travail et de gain dans le cadre d'une procédure de révision de rente. Pour ce faire, elle l'a invité à remplir un formulaire et à le lui retransmettre dans un délai de 20 jours, précisant pouvoir se prononcer en l'état du dossier si l'intéressé refusait de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction. Dans sa communication du 6 juillet 2020, la CNA a constaté que l'assuré n'avait pas donné suite aux demandes de renseignements des 30 avril et 25 mai 2020. Tout en rappelant à l'intéressé son obligation de collaborer, ainsi que la teneur de l'art. 43 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), la CNA l'a mis en demeure de communiquer les informations requises dans un délai fixé au 5 août 2020. De surcroît, elle a suspendu le versement de la rente d'invalidité de l'assuré dès le 1er juillet 2020, ceci jusqu'à nouvel avis, précisant que si celui-ci persistait à refuser de collaborer, une décision de suppression de rente dès le 1er juillet 2020 serait prononcée, en application de l'art. 43 al. 3 LPGA. A l'appui de ses courrier recommandé et courriel du 20 juillet 2020, l'assuré a transmis à la CNA le formulaire pertinent dûment rempli et signé, ainsi que ses fiches de salaire relatives aux mois d'août 2019 à juin 2020. Il en ressortait que l'intéressé travaillait, depuis le 1er juillet 2019, pour le compte de la société P.________ Sàrl (ci-après : l'employeur). A teneur d'une note d'entretien téléphonique du 2 septembre 2020, un collaborateur de la CNA a indiqué que le recourant avait confirmé l'adresse de son employeur, sise à l'avenue [.”
“Sachverhalt: A. A.a Der am (...) 1974 geborene, in Österreich wohnhafte A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) ist österreichischer Staatsangehöriger. Mit Formular E204 wurde der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) sein Antrag auf Invaliditätsrente übermittelt. Als Tag der Einreichung des Antrags wurde der 29. November 2021 vermerkt (vgl. Akten der IVSTA [IVSTA-act.] 17). A.b Die IVSTA gelangte mit Schreiben vom 22. März 2022 an den Versicherten und forderte ihn auf, bis zum 16. Mai 2022 die zur Bearbeitung des Leistungsgesuchs erforderlichen Unterlagen einzureichen (namentlich: Fragebogen für den Versicherten, Fragebogen über die Arbeits- und Lohnverhältnisse von Unselbständigerwerbenden, medizinische Unterlagen; vgl. IVSTA-act. 25). A.c Die IVSTA teilte dem Versicherten mit Mahnung vom 20. Mai 2022 mit, sie habe die mit Schreiben vom 22. März 2022 erbetenen Unterlagen nicht erhalten. Gemäss Art. 28 Abs. 2 und Art. 43 Abs. 3 ATSG sei der Versicherte verpflichtet, über die für die Anspruchsberechtigung und die Festsetzung der Leistungen massgebenden Verhältnisse wahrheitsgetreu und unentgeltlich Auskunft zu geben. Dementsprechend könnte auf das Gesuch nicht eingetreten werden. Dem Versicherten wurde eine Frist von 30 Tagen ab Datum des Erhalts dieses Schreibens gewährt, um die verlangten Unterlagen und Auskünfte zuzustellen. Ohne eine Antwort werde nach Ablauf dieser Frist eine beschwerdefähige Verfügung im erwähnten Sinne erlassen (IVSTA-act. 31). A.d Mit Verfügung vom 15. August 2022 trat die IVSTA auf das Leistungsgesuch des Versicherten vom 29. November 2021 nicht ein. Zur Begründung führte sie aus, die verlangten Unterlagen seien nicht eingereicht worden (IVSTA-act. 34). B. B.a Gegen die Verfügung vom 15. August 2022 erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. September 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, die verspätete bzw.”
“Nach Art. 43 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Abs. 1). Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Abs. 2). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 ATSG; vgl. auch Art. 7b Abs. 1 IVG). Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG muss die angeordnete Untersuchung notwendig und zumutbar sein. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist die Weigerung, sich der Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich entschuldbar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.1). Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, kann der Versicherungsträger gegebenenfalls das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung abweisen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwiesen (Urteil des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 3.1 mit Hinweisen).”
Di norma, nei casi non particolarmente complessi è sufficiente il sostegno del personale dell'assistenza sociale o di persone esperte e di fiducia di istituzioni sociali; la rappresentanza legale è necessaria soltanto in via eccezionale. Ciò deriva dal principio d'istruttoria dell'art. 43 LPGA e dalla giurisprudenza restrittiva in tema di necessità della rappresentanza legale.
“An diesem Ergebnis ändert auch das vom Beschwerdeführer angerufene Prinzip der Waffengleichheit nichts. Zwar wird die sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeiständung durch den Umstand allein, dass die zuständigen Behörden gestützt auf die im Verwaltungsverfahren zur Anwendung gelangende Offizialmaxime (Art. 43 ATSG) gehalten sind, an der Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts massgeblich mitzuwirken, nicht generell ausgeschlossen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt es jedoch, an die Voraussetzungen, unter denen eine rechtsanwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen strengen Massstab anzulegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. Februar 2017, 8C_835/2016, E. 6.4.2). Insbesondere wird die vom Beschwerdeführer angerufene Waffengleichheit nicht ernsthaft in Frage gestellt, nur weil die IV-Stelle bei der Prüfung eines Leistungsanspruchs in aller Regel über profundere Kenntnisse der geltenden Rechtslage verfügt als die betroffene versicherte Person (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2016, 8C_246/2015, E. 3.2.2). Da es sich vorliegend nicht um einen besonders komplexen Fall handelt, hat sich der Beschwerdeführer für eine rechtliche Unterstützung mit dem Beizug von Personen der Sozialhilfebehörde oder von Fach- und Vertrauensleuten sozialer Institutionen zu behelfen (vgl.”
“An diesem Ergebnis ändern auch die von der Beschwerdeführerin weiteren Ausführungen (E. 5.2 hiervor) nichts. Zwar wird die sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeiständung durch den Umstand allein, dass die zuständigen Behörden gestützt auf die im Verwaltungsverfahren zur Anwendung gelangende Offizialmaxime (Art. 43 ATSG) gehalten sind, an der Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts massgeblich mitzuwirken, nicht generell ausgeschlossen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt es jedoch - wie bereits erwähnt -, an die Voraussetzungen, unter denen eine rechtsanwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen strengen Massstab anzulegen (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Februar 2017, 8C_835/2016, E. 6.4.2). Da es sich vorliegend nicht um einen besonders komplexen Fall handelt, hat sich die Beschwerdeführerin für eine rechtliche Unterstützung mit dem Beizug von Personen der Sozialhilfebehörde oder von Fach- und Vertrauensleuten sozialer Institutionen zu behelfen (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2014, 8C_323/2013, E. 5.2.2). Dass das Ergebnis aus dem Verwaltungsverfahren nicht zu Gunsten der Beschwerdeführerin ausgefallen ist, vermag eine ausnahmsweise Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung ebenfalls nicht zu rechtfertigen.”
“Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren namentlich mit Blick darauf, dass der Untersuchungsgrundsatz gilt, die Versicherungsträger und Durchführungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen also den rechtserheblichen Sachverhalt unter Mitwirkung der Parteien nach den rechtsstaatlichen Grundsätzen der Objektivität, Neutralität und Gesetzesgebundenheit zu ermitteln haben (Art. 43 ATSG, vgl. dazu BGE 136 V 376 E. 4.1.1), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt somit einen strengen Massstab, schliesst aber die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen Verbeiständung nicht grundsätzlich aus (vgl. BGE 130 I 178 E. 3.2; 125 V 32 E. 4b). Massgebend ist dabei auch die Frage, ob die Vertretung durch einen Sozialarbeiter bzw. eine Sozialarbeiterin oder durch Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen in Frage kommt (vgl. BGE 132 V 200 E. 4.1; vgl. auch Ueli Kieser, a.a.O., Art. 37 N 37 ff.). Falls ein besonders starker Eingriff in die Rechtsstellung der versicherten Person droht, ist die Verbeiständung grundsätzlich geboten, andernfalls bloss, wenn zur relativen Schwere des Falls besondere tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht gewachsen ist (vgl. BGE 132 V 200 E. 4.1; 125 V 35 E. 4b).”
“Daran ändert auch das von der Beschwerdeführerin angerufene Prinzip der Waffengleichheit nichts. Zwar wird die sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeiständung durch den Umstand allein, dass die zuständigen Behörden gestützt auf die im Verwaltungsverfahren zur Anwendung gelangende Offizialmaxime (Art. 43 ATSG) gehalten sind, an der Ermittlung des rechtserheblichen Sachverhalts massgeblich mitzuwirken, nicht generell ausgeschlossen. Die Geltung des Untersuchungsgrundsatzes rechtfertigt es jedoch, an die Voraussetzungen, unter denen eine rechtsanwaltliche Verbeiständung sachlich geboten ist, einen strengen Massstab anzulegen (vgl. E. 3.3 hiervor). Insbesondere wird die von der Beschwerdeführerin angerufene Waffengleichheit nicht ernsthaft in Frage gestellt, nur weil die Verwaltung bei der Prüfung eines Leistungsanspruchs in aller Regel über profundere Kenntnisse der geltenden Rechtslage verfügt als die betroffene versicherte Person (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2016, 8C_246/2015, E. 3.2.2). Da es sich vorliegend nicht um einen besonders komplexen Fall handelt, hätte sich die Beschwerdeführerin für eine rechtliche Unterstützung mit dem Beizug von Personen der Sozialhilfebehörde oder von Fach- und Vertrauensleuten sozialer Institutionen behelfen müssen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 30 Qualora per la valutazione sia necessario un accertamento specialistico specifico, la questione deve di regola essere rinviata per l'ottenimento di una perizia esterna indipendente dall'assicurazione oppure deve essere disposta tale perizia. In tal caso vanno rispettati i diritti di partecipazione della persona assicurata ai sensi dell'art. 44 LPGA; in particolare la persona assicurata ha il diritto di esprimersi, prima dell'ordinazione, sulla persona proposta come perito e sulle questioni da porre al perito.
“Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht entschieden werden, welche medizinische Einschätzung überwiegend wahrscheinlich die richtige ist. Es besteht weiterer Abklärungsbedarf in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt, namentlich die Frage der Unfallkausalität. Dafür sind offensichtlich spezifische fachärztliche Kenntnisse notwendig. Folglich ist die Angelegenheit wegen Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 43 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein versicherungsunabhängiges Gutachten veranlasse. Mit der Abklärung ist sodann ein Spezialist bzw. eine Spezialistin für Fusschirurgie zu betrauen. Dabei sind die Mitwirkungsrechte der Beschwerdeführerin gemäss Art. 44 ATSG einzuhalten. Vor Anordnung des Gutachtens kommt der Beschwerdeführerin der Anspruch zu, sich zur Gutachterperson und zu den Gutachterfragen zu äussern (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird die Beschwerdeführerin folglich die Möglichkeit haben, dem Experten bzw. der Expertin allfällige Fragen zu unterbreiten.”
“Es besteht somit weiterer Abklärungsbedarf in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt, namentlich die Frage der Unfallkausalität der im Rahmen der Operation vom behobenen Schulterbeschwerden. Dafür sind offensichtlich spezifische fachärztliche Kenntnisse notwendig. Folglich ist die Angelegenheit wegen Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 43 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein versicherungsunabhängiges externes Gutachten veranlasse. Mit der Abklärung ist sodann ein Spezialist bzw. eine Spezialistin für Schulterchirurgie zu betrauen. Dabei sind die Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers gemäss Art. 44 ATSG einzuhalten. Vor Anordnung des Gutachtens kommt dem Beschwerdeführer der Anspruch zu, sich zur Gutachterperson und zu den Gutachterfragen zu äussern (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird der Beschwerdeführer folglich die Möglichkeit haben, dem Experten bzw. der Expertin allfällige Fragen zu unterbreiten.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2021 Art. 6 Abs. 1 und 2 UVG; Art. 43 ATSG: Es ergeben sich namentlich aufgrund des Berichts des behandelnden Arztes vom 4. Februar 2021, der den Beschwerdeführer im Gegensatz zum Kreisarzt mehrfach persönlich untersucht und auch operiert hat, zumindest geringe Zweifel an der kreisärztlichen Einschätzung, wonach der Riss der Supraspinatussehne überwiegend wahrscheinlich unfallfremd sei. Darüber hinaus kann die Entscheidung über die Einstellung der Versicherungsleistungen auch aus formalen Gesichtspunkten nicht einzig auf die kreisärztliche Beurteilung gestützt werden, da im vorliegenden Fall mit langem Behandlungsunterbruch bzw. später Inanspruchnahme einer ärztlichen Behandlung gerade keine lückenlose Dokumentation der Untersuchungsbefunde vorliegt, die eine Aktenbeurteilung als ausreichend erscheinen liesse. Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ergangen (Art. 43 ATSG), weshalb er aufzuheben und die Angelegenheit zur Einholung einer externen Expertise zur Unfallkausalität sowie neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2021, UV 2021/12). Entscheid vom 27. Oktober 2021 Besetzung Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile Geschäftsnr. UV 2021/12 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Schöbi, Erlenweg 15, Postfach 232, 9450 Altstätten SG, gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Versicherungsleistungen”
Un rifiuto di sottoporsi a un esame è sanzionabile soltanto se l'esame prescritto è al contempo necessario e ragionevolmente esigibile. Se manca una di queste condizioni o sussiste un motivo giustificativo, il rifiuto è in linea di principio scusabile. Ulteriore presupposto per l'irrogazione di sanzioni è che la cooperazione venga omessa in modo ingiustificabile; in tali casi l'ente assicuratore può avviare la procedura di messa in mora e periodo di riflessione ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“Nach Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).”
“Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil BGer 8C_8157/2012 E. 3.2.1. mit Hinweisen auf: SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1; Urteil BGer 9C_1037/2010 vom 10. Oktober 2011 E. 5.1). Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes bewirkt grundsätzlich die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abklärung. 3.4. 3.4.1. Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der Versicherten (BGE 125 V 193, 195 E. 2). Danach haben sie sich den ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen, wenn diese für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Mahn- und Bedenkzeitverfahren; Art. 43 Abs. 3 ATSG). 3.4.2. Nach dem Wortlaut von Art. 43 Abs. 1 und 2 ATSG muss die angeordnete Untersuchung somit notwendig und zumutbar sein. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, ist die Weigerung, sich der Begutachtung zu unterziehen, grundsätzlich entschuldbar (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.1.). Voraussetzung der Sanktion ist daneben auch, dass die Verletzung in unentschuldbarer Weise erfolgte. Dies ist dann der Fall, wenn kein Rechtfertigungsgrund erkennbar ist oder sich das Verhalten der versicherten Person als völlig unverständlich erweist (vgl.”
In caso di rifiuto persistente o reiterato di adempiere agli obblighi di fornire informazioni o di collaborazione, l'amministrazione può — previa diffida scritta e con un congruo termine di riflessione — disporre sanzioni fino alla sospensione delle prestazioni ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. Nel procedimento può inoltre disporre una perizia al fine di far valere il diritto di accertamento.
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen, zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs von der Versicherten die Erfüllung der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern und sie - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG mit Sanktionen bis hin zur Leistungseinstellung belegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Zumutbar ist die Mitwirkung bei einer angeordneten Begutachtung, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung des Pflichtigen steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen. Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen, zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs von der Versicherten die Erfüllung der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern und sie - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG mit Sanktionen bis hin zur Leistungseinstellung belegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2 mit Hinweisen). Zumutbar ist die Mitwirkung bei einer angeordneten Begutachtung, wenn der verfolgte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zur Beeinträchtigung des Pflichtigen steht. Für diese Beurteilung sind sowohl die objektiven als auch die subjektiven Umstände zu berücksichtigen. Die objektive Zumutbarkeit hängt unter anderem damit zusammen, dass eine medizinische Untersuchung oder gar eine Begutachtung die persönliche Freiheit einer versicherten Person tangieren kann, wobei lediglich leichte Eingriffe in die Grundrechte der persönlichen Freiheit von den Versicherten in Kauf genommen werden müssen. Die üblichen Untersuchungen in einer Gutachtensstelle sind ohne konkret entgegenstehende Umstände generell als zumutbar zu betrachten (Urteil des Bundesgerichts a.a.O. E. 4.2.1).”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen und zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs vom Versicherten die Erfüllung der ihm obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern. Es muss ihr möglich sein, ihn - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - auch im Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG durch Leistungseinstellung zu sanktionieren (Urteil des BGer 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1 m.H. auch BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1). Sodann führt nach der Rechtsprechung die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht im Rahmen der Rentenrevision zur Umkehr der Beweislast. Während es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser nachzuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (vgl.”
“Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung auch in einem von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgehen. Sie kann eine Begutachtung anordnen, zur Durchsetzung dieses Abklärungsanspruchs von der Versicherten die Erfüllung der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht einfordern und sie - bei anhaltender Renitenz nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens - im Sinn von Art. 43 Abs. 3 ATSG mit Sanktionen bis hin zur Leistungseinstellung belegen (vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.1; Urteile des BGer 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2; 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.1, in: SVR 2017 IV Nr. 50 S. 150). Die schuldhafte Verletzung der Mitwirkungspflicht hat nach der Rechtsprechung sodann eine Umkehr der Beweislast zur Folge: Verweigert die versicherte Person in unentschuldbarer Weise ihre Auskunfts- und Mitwirkungspflicht, indem sie den Versicherungsträger bei laufenden Rentenleistungen daran hindert, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, wird die Beweislast umgekehrt, indem die versicherte Person nachzuweisen hat, dass sich entscheidwesentliche Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (Urteil des BGer 8C_481/2013 vom 7. November 2013 E. 3.3, nicht publ. in: BGE 139 V 585, aber in: SVR 2014 UV Nr. 7 S. 21; vgl. ferner Urteile des BGer 9C_455/2022 vom 13. November 2023 E. 9; 9C_ 315/2018 vom 5. März 2019 E. 6.3.2.1; 8C_733/2010 vom 10.”
LPGA art. 43 n. 27 Se, in seguito a un accertamento, insorgono nuovi disturbi o si verificano cambiamenti dello stato di salute che richiedono ulteriori approfondimenti, dalla persona assicurata ci si deve aspettare che informi tempestivamente l'ente competente.
“Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes geltend machte, ist ihr somit zunächst entgegenzuhalten, dass dieser durch die Mitwirkungspflicht der Versicherten respektive der Parteien beschränkt wird (Art. 28 und Art. 43 Abs. 2 ATSG), vor allem in Bezug auf Tatsachen, die sie besser kennen als die (Verwaltungs- oder Gerichts-) Behörde und welche diese sonst gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 9C_341/2020 vom 4. September 2020 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 86 E. 5.2.3 und 125 V 193 E. 2; vgl. BGE 130 I 180 E. 3.2). Es durfte von ihr daher durchaus erwartet werden, dass sie die Beschwerdegegnerin zeitnah informieren würde, wären nach der Begutachtung neue Leiden aufgetreten, welche der näheren Abklärung bedurften.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 26 Se l'ente assicuratore fa effettuare una perizia esterna, questa deve essere indipendente dall'assicurazione. Per questioni mediche specifiche occorre incaricare uno specialista o una specialista competente (ad es. chirurgia del piede). Devono essere rispettati i diritti di partecipazione della persona assicurata; prima di disporre la perizia, la persona assicurata ha il diritto di esprimersi sulla persona incaricata e sulle questioni che saranno sottoposte al perito.
“Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht entschieden werden, welche medizinische Einschätzung überwiegend wahrscheinlich die richtige ist. Es besteht weiterer Abklärungsbedarf in Bezug auf den medizinischen Sachverhalt, namentlich die Frage der Unfallkausalität. Dafür sind offensichtlich spezifische fachärztliche Kenntnisse notwendig. Folglich ist die Angelegenheit wegen Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 43 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein versicherungsunabhängiges Gutachten veranlasse. Mit der Abklärung ist sodann ein Spezialist bzw. eine Spezialistin für Fusschirurgie zu betrauen. Dabei sind die Mitwirkungsrechte der Beschwerdeführerin gemäss Art. 44 ATSG einzuhalten. Vor Anordnung des Gutachtens kommt der Beschwerdeführerin der Anspruch zu, sich zur Gutachterperson und zu den Gutachterfragen zu äussern (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9). Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird die Beschwerdeführerin folglich die Möglichkeit haben, dem Experten bzw. der Expertin allfällige Fragen zu unterbreiten.”
Secondo la giurisprudenza e i materiali legislativi, in linea di principio le misure di reintegrazione sono considerate ragionevoli finché non sia dimostrato in concreto perché sarebbero ingiustificabili per la persona assicurata. Ne consegue che, di regola, l'onere della prova grava sulla persona assicurata. Al contempo, l'autorità è però tenuta, ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, a procedere d'ufficio ad accertamenti; il rilievo pratico della ripartizione dell'onere della prova emerge dunque soprattutto in caso di controversia.
“Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen sind (Art. 7a IVG, in Kraft seit dem 1. Januar 2008). Nach den Gesetzgebungsmaterialien konkretisiert diese Bestimmung den bis anhin nur von der Rechtsprechung näher definierten Begriff der Zumutbarkeit und hält fest, dass jede Massnahme, die der Eingliederung einer versicherten Person dient, grundsätzlich zumutbar ist, solange sie nicht ausdrücklich als unzumutbar betrachtet werden muss. Damit wird die Beweislast in Bezug auf die Zumutbarkeitsfrage verschoben. Musste bis anhin dargelegt werden, dass eine Massnahme einer versicherten Person in ihrer konkreten Lage zumutbar ist, so kann neu davon ausgegangen werden, dass eine Massnahme prinzipiell zumutbar ist. Es liegt denn auch an der versicherten Person darzulegen, inwiefern ihr eine bestimmte Massnahme nicht zumutbar sein soll. Allerdings wirkt sich diese Beweislastverteilung faktisch nur im Streitfalle aus, da die IV-Stelle aufgrund des in Art. 43 Abs. 1 ATSG geregelten Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen verpflichtet ist zu prüfen, ob eine unzumutbare Massnahme vorliegt. Sodann wird in Art. 7a,”
I solleciti non ricevuti o che non sono stati portati a conoscenza dell'interessato possono essere invocati come motivo scusante e, in tal modo, mettere in discussione la mancata entrata in materia ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA. L'interessato può sollevare tale motivo nei confronti dell'autorità o nel procedimento di ricorso.
“b Par courrier du 3 mars 2023, l'OAIE a requis de l'intéressé le dépôt d'un certain nombre de pièces avec délai au 3 mai 2023, tout en précisant qu'il en avait besoin pour examiner sa demande et que le fait de manquer à l'obligation de collaborer peut entraîner la perte d'un éventuel droit au paiement d'un intérêt moratoire (OAIE pce 5). B.c Le courrier du 3 mars 2023 étant resté sans suite, l'autorité inférieure a mis en demeure l'intéressé le 9 mai 2023 en raison de sa non collaboration. Il lui a alors fixé un délai de 30 jours dès réception pour fournir la documentation et les informations demandées, l'avertissant qu'à défaut, la demande de prestations ne pourrait être examinée et une décision de non-entrée en matière lui serait notifiée. Il a également précisé que s'il refusait de manière inexcusable de se conformer à son obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'administration pourrait se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière au sens de l'art. 43 al. 3 LPGA (OAIE pce 6). B.d Par projet de décision du 19 juillet 2023, l'OAIE a constaté que l'intéressé n'avait pas produit les documents nécessaires à l'examen de la demande de prestations et annoncé qu'il avait l'intention de ne pas entrer en matière sur sa demande de prestations du 23 mai 2022 (OAIE pce 7). B.e Par décision du 19 septembre 2023, l'OAIE n'est pas entré en matière sur la demande de prestations de l'assuré pour les mêmes motifs que ceux figurant dans le projet de décision (OAIE pce 8). C. C.a Par acte du 13 octobre 2023 (timbre postal), l'intéressé a interjeté recours contre cette décision auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : TAF ou le Tribunal), concluant à la réouverture de sa demande de prestations de l'AI. Il fait valoir en substance ne pas avoir reçu les premiers écrits de l'OAIE, raison pour laquelle il n'a pas pu y répondre. Il joint à son écrit différents documents, à savoir la décision attaquée du 19 septembre 2023, la mise en demeure du 9 mai 2023 de l'OAIE, un formulaire pour la communication par courrier électronique, des questionnaires pour l'assuré et pour les indépendants remplis le 12 octobre 2023, une copie de sa carte d'identité, une fiche de salaire actuelle, une décision espagnole d'incapacité du 26 janvier 2023, une décision relative à l'indemnité d'incapacité de la même date et les déclarations d'impôt sur le revenu des années 2019 à 2022 (TAF pce 1).”
Se l'ente assicurativo procede a una riduzione o a una soppressione delle prestazioni per una presunta miglioria della capacità di guadagno, grava su di esso l'onere dell'allegazione e della prova che tale miglioramento si sia effettivamente verificato e che, con ogni probabilità, perdurerà per un periodo ragionevolmente lungo. Dottrina e giurisprudenza richiedono che il miglioramento accertato sia di natura tale da permettere di prevederne la persistenza per un periodo ragionevolmente lungo prima di privare il beneficiario delle prestazioni. Inoltre il prestatore deve dimostrare che l'evento assicurato non apporta più un contributo causale rilevante ai disturbi lamentati. L'autorità procedurale ha, ai sensi dell'art. 43 LPGA, la possibilità e il dovere di procedere d'ufficio ad accertamenti e all'acquisizione di prove.
“In questo stesso contesto, l’assicuratore segnala pure che, nel suo apprezzamento del 29 aprile 2020, il fiduciario dott. __________, spec. FMH in medicina interna generale, aveva auspicato un accertamento in tal senso (allegato al doc. 87: “Thrombophilie-Abklärung”), che di fatto non è mai stato effettuato. Al riguardo, il TCA rileva innanzitutto di non poter seguire l’istituto assicuratore laddove fa valere che “…, in definitiva, a mente del Dr. med. __________ il ricorrente deve essere considerato un soggetto “trombofilico” …” (doc. XI, p. 3), poiché ciò non è quanto risulta dall’apprezzamento citato in precedenza. D’altro canto, sempre secondo questo Tribunale, non è parimenti corretto sostenere che siccome i curanti non hanno disposto accertamenti volti a verificare l’esistenza di una trombofilia, vi sarebbe la “concreta possibilità” che RI 1 ne sia affetto (cfr. doc. V, p. 7). In questo senso, non può essere ignorato che, in virtù dell’art. 43 LPGA, l’accertamento dei fatti giuridicamente importanti è compito dell’assicuratore LAINF. Inoltre, conformemente a una costante giurisprudenza, se l’assicuratore vuole liberarsi dal proprio obbligo a prestazioni, è tenuto a dimostrare che l’evento assicurato non gioca più alcun ruolo causale per rapporto ai disturbi denunciati dalla persona assicurata, avendo quest’ultima ritrovato lo status quo ante oppure raggiunto lo status quo sine. In questo contesto, è utile ricordare che, conformemente alla giurisprudenza, affinché il nesso di causalità naturale sia dato, non è necessario che l’infortunio rappresenti la causa unica o immediata del danno: è sufficiente che il sinistro, associato eventualmente ad altri fattori, abbia provocato il danno - fisico o psichico - alla salute, ovvero che si presenti come la conditio sine qua non di quest’ultimo (cfr. J.-M. Frésard/M. Moser-Szeless, L'assurance-accidents obligatoire, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 2a ed., Basilea/Ginevra/Monaco 2007, p.”
“Une amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré n'est déterminante pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où l'on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). Le fardeau de la preuve quant à cette amélioration de la capacité de travail incombe à l'office AI (arrêts du TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 2.2 ; 9C_315/2018 du 5 mars 2019 consid. 6.3.2.1, in : SVR 2019 IV no 76 p. 243 ; 8C_481/2013 du 7 novembre 2013 consid. 3.1, non publié in : ATF 139 V 585, mais in : SVR 2014 UV no 7 p. 21). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu'un office AI alloue, avec effet rétroactif, une rente d'invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d et les références citées). 7. 7.1 La procédure dans le domaine des assurances sociales fait prévaloir la maxime inquisitoire (art. 43 LPGA ; ATF 138 V 218 consid. 6). Ainsi, le Tribunal administratif fédéral définit les faits et apprécie les preuves d'office et librement (art. 12 PA ; Moor/Poltier, op. cit., ch. 2.2.6.3). Ce faisant, il ne tient pour existants que les faits qui sont prouvés, cas échéant au degré de la vraisemblance prépondérante (ATF 139 V 176 consid. 5.2 ; 138 V 218 consid. 6). Il ne suffit pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 ; 138 V 218 consid. 6). Partant, l'autorité ne peut renoncer à accomplir des actes d'instruction que si elle est convaincue, au terme d'une appréciation consciencieuse des preuves (ATF 125 V 351 consid. 3a), que certains faits présentent un degré de vraisemblance prépondérante et que d'autres mesures probatoires ne pourraient plus modifier cette appréciation (sur l'appréciation anticipée des preuves : ATF 131 I 153 consid.”
Per ritenere sussistente una compromissione psichica della salute eventualmente invalidante è necessaria una diagnosi supportata da uno specialista (psichiatra) basata su un sistema di classificazione scientificamente riconosciuto; se la documentazione è insufficiente o sussistono dubbi fondati, nell'ambito del principio d'accertamento dell'art. 43 cpv. 1 LPGA devono essere disposte perizie psichiatriche conformi agli standard indicati dalla giurisprudenza (cfr. in particolare BGE 141 V 281).
“4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (vgl. BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Um festzustellen, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, sind sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. 4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
“Nach dem Gesagten fehlt es an einer beweiskräftigen medizinischen Grundlage, welche es ermöglichen würde, eine gesundheitliche Verschlechterung im Vergleich zu den Verhältnissen im Referenzzeitpunkt und den allfälligen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung aus rechtlicher Sicht abschliessend zu beurteilen. Da sich der Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erweist, wird die Beschwerdegegnerin angesichts des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) weitere Abklärungen insbesondere in Form einer psychiatrischen Begutachtung vorzunehmen haben (vgl. E. 1.4 vorstehend). Demzufolge ist die angefochtene Verfügung vom 4. September 2020 (Urk. 2) in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch neu entscheide.”
“Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführerin insofern beizupflichten, als auf die RAD-Stellungnahme vom 1. Dezember 2021 aufgrund mindestens geringer Zweifel an deren Zuverlässigkeit nicht abgestellt werden kann (vgl. vorstehende E. 1.5). Weitere medizinische Abklärungen sind daher in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) unumgänglich, bevor über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin entschieden werden kann, zumal im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Fachpersonen kaum je in Frage kommt (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5). Mit Blick auf die gegebene Aktenlage wird die Beschwerdegegnerin vorderhand lediglich eine psychiatrische Begutachtung anzuordnen haben, welche sich insbesondere an den in BGE 141 V 281 definierten Standardindikatoren zu orientieren haben wird, die grundsätzlich für sämtliche psychische Leiden Anwendung finden (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 143 V 418 E. 7.1). Allfällige Weiterungen hinsichtlich zusätzlicher Fachrichtungen bleiben bei fachärztlich begründetem Bedarf vorbehalten, namentlich für den Fall, dass sich der somatische Gesundheitszustand zwischenzeitlich verändert haben sollte. Ergänzend bleibt zum einen festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin sowohl im Feststellungsblatt als auch in der angefochtenen Verfügung gestützt auf den Arbeitgeberbericht (Urk.”
“Nach dem Gesagten sind die Beweisanforderungen, die an einen RAD-Bericht ohne eigene Untersuchung gestellt werden (lückenlose Befundlage, keine geringen Zweifel), vorliegend nicht erfüllt. Hinzu kommt, dass Dr. C._______ als Allgemeinmediziner nicht über die nötige Facharztqualifikation verfügt, um die vorliegenden psychiatrischen Befunde sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers umfassend und abschliessend zu würdigen. Die Vorinstanz hat vorliegend ihre Untersuchungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt, in dem sie keinerlei psychiatrische Abklärungen durch eine entsprechend ausgebildete Fachärztin oder Facharzt veranlasst hat.”
Per i lavoratori indipendenti, nell'ambito del principio dell'accertamento d'ufficio previsto dall'art. 43 cpv. 1 LPGA, devono essere effettuati accertamenti sul posto di lavoro, in particolare sotto il profilo ergonomico. Inoltre, va redatto un rapporto di accertamento per i lavoratori indipendenti; tale rapporto può altresì pronunciarsi sulla ragionevolezza della cessazione dell'attività ed è da prendere in considerazione per la valutazione di eventuali necessità di riqualificazione professionale.
“Damit liegt der angefochtenen Verfügung vom 4. November 2020 (AB 128) ein sowohl in medizinischer als auch in berufspraktischer Hinsicht nicht hinreichend geklärter Sachverhalt zugrunde und der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Umschulung zur ... respektive ... bedarf ergänzender Abklärungen. Die Verfügung ist demnach aufzuheben und die Sache geht in der Folge zurück an die Verwaltung. Diese hat in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zunächst eine Arbeitsplatzabklärung (insbesondere aus ergonomischer Sicht mit Blick auf eine wechselbelastende Arbeitsausübung inklusive Einsatz von Hilfsmitteln) vorzunehmen und die körperlichen Anforderungen an den Beruf einer ... bzw. einer ... zu erheben. Anschliessend hat sie eine mindestens bidisziplinäre orthopädisch-neurologische Verlaufsbegutachtung zu veranlassen, anlässlich welcher in erster Linie unter Berücksichtigung der vom RAD zutreffend festgestellten Rahmenbedingungen, wonach sie sich als Geschäftsführerin ihrer eigenen GmbH die Tätigkeiten und Arbeitszeiten flexibel einteilen kann (AB 29 S. 3, 39 S. 4 unten), die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im angestammten Beruf und einer Verweisungstätigkeit neu beurteilt wird. Alsdann wird sie nach Vervollständigung des Abklärungsberichts für Selbstständigerwerbende, in welcher sich die Abklärungsfachperson allenfalls auch zur Zumutbarkeit der Geschäftsaufgabe zu äussern haben wird, die Frage der Erforderlichkeit einer Umschulung und gegebenenfalls der Gleichwertigkeit der Tätigkeiten neu zu beurteilen haben.”
LPGA art. 43 n. 20 In caso di fascicoli medici incompleti, l'ente assicurativo deve completare in modo mirato il quadro medico e aggiornare il dossier. Ciò comprende l'acquisizione della documentazione di cura mancante presso i medici specialisti curanti e, se necessario, della documentazione di riabilitazione e psichiatrica. Se dopo tali accertamenti permangono questioni mediche rilevanti, va valutato se disporre una perizia medica integrativa.
“________ ont évoqué une problématique psychiatrique remontant à l’année 2013 dans le contexte d’un conflit conjugal, pour laquelle la recourante aurait été prise en charge. On ne dispose d’aucune information à cet égard, en particulier en termes diagnostiques. On relèvera d’ailleurs que le Dr U.________ avait également mentionné une telle problématique dans son rapport à l’intimé du 6 mars 2015. On ajoutera que le Dr V.________ a fait état du suivi psychiatrique entamé auprès de l’Hôpital Y.________ sous l’égide du Département de psychiatrie du Centre hospitalier X.________ aux termes de son rapport du 23 mai 2017, sans que l’intimé n’ait sollicité de renseignements à cet égard. Le dossier de l’intimé apparaît donc incomplet sur le plan psychiatrique, au point que la Cour de céans n’est pas en mesure de trancher le présent litige. 12. a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA).”
“Elle a donc droit à ce que son besoin de mesures de réadaptation soit spécifiquement examiné avant la suppression de sa rente. Cet examen n'a pas été effectué par l'intimé, dont la décision ne contient aucune constatation sur l'exigibilité d'une réadaptation par soi-même selon les règles spécifiques qui s’appliquent aux assurés âgés de 55 ans révolus. Sur ce point également, le dossier de l’intimé est incomplet et ne permet pas de statuer en toute connaissance de cause sur la suppression de la rente d’invalidité au 30 juin 2019. 9. Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en connaissance de cause sur le droit de la recourante à des prestations de l’assurance-invalidité pour la période courant dès le 1er juillet 2019. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra à l’intimé d’actualiser le dossier médical, tant auprès du médecin traitant de l’assurée que des spécialistes orthopédistes et en réadaptation qui la suivent. Il déterminera, sur la base des éléments versés au dossier, si la mise en œuvre d’une expertise est nécessaire pour se prononcer valablement sur le degré d’invalidité de la recourante ainsi que ses limitations fonctionnelles. Dans le cadre de son examen, l’OAI n’omettra pas d’apprécier l’exigibilité sur la base de la situation médicale de l’assurée dans son ensemble, tenant compte de toutes ses pathologies, y compris l’atteinte au genou droit. Une fois l’instruction dûment complétée au plan médical, il incombera encore à l’intimé d’examiner spécifiquement si la recourante peut se voir imposer l’obligation de se réadapter par elle-même. 10. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis, et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’office intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision.”
“Il ne peut dès lors lui être reconnu une valeur probante suffisante pour trancher valablement la question des atteintes à la santé du recourant et de leurs effets sur sa capacité de travail et de gain. c) Compte tenu du sort du recours, il n'y a pas lieu d'examiner les autres griefs soulevés par le recourant. 6. Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimé est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en toute connaissance de cause sur le droit du recourant à des prestations de l’assurance-invalidité ensuite de sa nouvelle demande du 20 avril 2017. On ne voit pas quels éléments probants ont pu conduire l'OAI à retenir que le recourant présentait une capacité de travail entière dans une activité adaptée à son état de santé. Ni l'état de santé de l'intéressé dans sa globalité, ni les conséquences de cet état de santé sur la capacité de travail résiduelle n'ont été établies de manière probante. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra à l’intimé d’actualiser le dossier médical auprès des différents médecins qui suivent le recourant (médecine interne, cardiologie, psychiatrie, rhumatologie, neurologie, notamment), afin de déterminer précisément les limitations fonctionnelles du recourant compte tenu de l'ensemble de ses pathologies rendues vraisemblables. L'OAI déterminera ensuite, sur la base des éléments versés au dossier, si la mise en œuvre d’une nouvelle expertise est nécessaire pour se prononcer valablement sur le degré d’invalidité de recourant. 7. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis, et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’office intimé pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). En l’espèce, compte tenu de l’ampleur de la procédure, lesdits frais doivent être arrêtés à 400 fr.”
“29 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré (al. 1) ; la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (al. 3). d) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent une base importante pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigible de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid. 5.1). e) aa) La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire (art. 43 al. 1 LPGA), selon lequel les faits déterminants pour la solution du litige doivent être constatés d’office par l’assureur, qui prend les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin avec la collaboration des parties. Il administre les preuves nécessaires et les apprécie librement (art. 61 let. c LPGA). En principe, l’assuré ne supporte ni le fardeau de l’allégation ni celui de l’administration des preuves (TF 9C_91/2017 du 8 septembre 2017 consid. 3.1). Le devoir d’instruction s’étend jusqu’à ce que les faits nécessaires à l’examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_398/2018 du 5 décembre 2018 consid. 3.1 ; 9C_237/2013 du 22 mai 2013 consid. 4.1 ; 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). bb) Selon l’art. 61 let. c LPGA, le tribunal apprécie librement les preuves médicales qu'il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse. Il doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit la provenance, puis décider s'ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 18. August 2023 (AB 321) in teilweiser Gutheissung der Beschwerde insoweit abzuändern, als die Beschwerdeführerin von 1. September 2021 bis 30. Juni 2022 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % Anspruch auf eine ganze Rente hat. Betreffend den Zeitraum ab 1. Juli 2022 ist die Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG) die zur Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin erforderlichen medizinischen Behandlungsunterlagen ab April 2022 bis Februar 2023 einhole, anschliessend bei der MEDAS D.________ eine Ergänzung des psychiatrischen Teilgutachtens veranlasse und hiernach über den Rentenanspruch ab Juli 2022 bis maximal Ende Mai 2023 neu verfüge. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.”
“Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1, Urteil des BGer 8C_720/2021 vom 23. Februar 2022 E. 3.2). Dieser Aufgabe ist die Vorinstanz im vorliegenden Fall nicht rechtsgenüglich nachgekommen. Die RAD-Ärztin hat die Stellungnahme aufgrund der vorhandenen Dokumente, aber in Unkenntnis der Akten des Krankentaggeldversicherers abgegeben. Aus den vorhandenen Akten ergibt sich kein vollständiges Bild des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Verfügung bzw. der Aktenbeurteilung. So ist der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit ab April 2019 ebenso unklar wie die Häufigkeit der Durchfälle, was Dr.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 19 Se sussistono dubbi rilevanti sulla completezza o sulla coerenza delle valutazioni interne all'assicurazione, l'organo di ricorso non può essere automaticamente rinviato a limitarsi a rimandare la questione all'amministrazione. Invocando il principio dell'istruttoria (art. 43 cpv. 1 LPGA), la giurisprudenza ritiene di norma che l'organo di ricorso debba autonomamente acquisire una perizia giudiziaria quando la perizia amministrativa non è dotata di valore probatorio su un punto rilevante ai fini del diritto o quando il quadro fattuale sembra richiedere accertamenti peritali; una semplice integrazione mirata da parte dell'amministrazione può essere sufficiente soltanto se elimina le carenze concrete.
“Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilungen der Rehaklinik K.____ und des Kreisarztes Dr. F.____ bestehen. Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.3 hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die versicherungsinternen Beurteilungen abgestellt werden. Hält man sich zum einen die Komplexität des Beschwerdebilds des Versicherten und zum andern die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende Pflicht des Versicherungsträgers, den rechtserheblichen (medizinischen) Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), vor Augen, so müssen die von der Suva im Verwaltungsverfahren getroffenen Abklärungen letztlich als nicht ausreichend bezeichnet werden. Es sind deshalb weitere Abklärungen vorzunehmen. Dabei ist zu beachten, dass gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden können, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 263 ff. E. 4.4.1 ff). Da die Beschwerdegegnerin nicht alle erforderlichen Abklärungen vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen.”
“hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die versicherungsinternen Beurteilungen abgestellt werden. Hält man sich zum einen die Komplexität des Beschwerdebilds des Versicherten und zum andern die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende Pflicht des Versicherungsträgers, den rechtserheblichen (medizinischen) Sachverhalt vollständig festzustellen (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), vor Augen, so müssen die von der Suva im Verwaltungsverfahren getroffenen Abklärungen letztlich als unzureichend bezeichnet werden. Es sind deshalb weitere Abklärungen vorzunehmen. Dabei ist zu beachten, dass gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden können, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (BGE 137 V 263 ff. E. 4.4.1 ff). Da die Beschwerdegegnerin nicht alle erforderlichen Abklärungen vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen.”
Se si rendono necessarie perizie integrative perché l'ente assicuratore ha chiarito in modo insufficiente il fatto determinante e ha così violato il suo obbligo d'accertamento ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA, i relativi oneri possono essere imposti, in base al principio del responsabile, all'amministrazione inadempiente. Secondo la giurisprudenza citata, tale trasferimento dei costi avviene indipendentemente dall'esito del procedimento.
“verrechnet (act. G 16). Nach dem Verursacherprinzip sind die Kosten für diese Gutachtensergänzung – unabhängig vom Verfahrensausgang – der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen, weil diese Kosten nur deshalb angefallen sind, weil die Beschwerdegegnerin den massgebenden Sachverhalt ungenügend abgeklärt und damit ihre Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verletzt hatte. Die Kosten für die Gutachtensergänzung von Fr.”
Nei casi complessi con compromissioni sia somatiche sia psichiche, ai sensi dell'art. 43 LPGA è opportuno far eseguire una perizia medico-pluridisciplinare. Tali perizie servono alla sintesi complessiva degli accertamenti e possono — a seconda del quesito — coinvolgere discipline specialistiche quali medicina interna, neurologia, psichiatria, neuropsicologia, reumatologia e simili.
“a) L'assureur examine les demandes, prend d'office les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA). L’assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l’appréciation du cas et qu’ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Sont considérés comme nécessaires tous les moyens de preuve qui permettent d’établir les faits pertinents pour l’application du droit. Si l’assureur dispose à cet égard d’un large pouvoir d’appréciation dans le choix des mesures d’instruction qu’il souhaite mettre en œuvre, il n’est pas habilité à ordonner n’importe quel moyen de preuve. Il doit veiller à agir de manière objective et impartiale, en gardant à l’esprit l’intérêt général à une gestion économique et rationnelle de l’assurance. Ainsi, l’assureur n’est pas autorisé à recueillir un nouvel avis (« second opinion ») sur les faits déjà établis par une expertise, lorsque les conclusions de celle-ci ne lui conviennent pas (Jacques Olivier Piguet, op. cit., n° 10 ad art. 43 LPGA). b) En l’occurrence, la situation médicale de la recourante doit être examinée dans sa globalité en tenant compte des interactions entre ses différentes atteintes, ainsi que de ses ressources. Elle présente en effet des atteintes complexes, à la fois somatiques et psychiques, ainsi que différents troubles (sommeil p. ex.) et syndromes douloureux, de sorte que la mise en œuvre d’un volet de médecine interne paraît adéquate non seulement pour aider à la synthèse des expertises rhumatologique et psychiatrique mais également pour examiner l’ensemble des troubles que présente l’assurée et qui sortent des autres domaines plus spécialisés. Ainsi, la mesure d’instruction en cause est nécessaire et peut être raisonnablement exigée. Au demeurant, la recourante ne fait valoir aucune circonstance mettant en doute le caractère exigible de la mesure. On peut ajouter que l’assurée elle-même avait requis la mise en œuvre d’une expertise pluridisciplinaire comprenant un volet de médecine interne dans son acte de recours, ainsi que dans ses déterminations (cf.”
“In seinem von der IV-Stelle gemäss Art. 43 ATSG zwecks erneuter Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse in die Wege geleiteten, psychiatrisch-neuropsychologischen Gutachten vom 2. Juli 2018 diagnostizierte Prof. Dr. H.____ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit infantil-unreifen, ängstlich dependenten und anderen neurotischen Anteilen (ICD-10 F61.0) bei eingeschränkter Beschwerdevalidität, einen Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung, nicht näher bezeichnet mit hypochondrischen Anteilen (ICD-10 F45.9), einen Verdacht auf eine dissoziative Störung, gemischt, einen im Rahmen der Exploration nicht zu sichernden Analphabetismus (ICD-10 Z55) und anamnestisch Probleme in der Beziehung zur Ehepartnerin und zur Familie (ICD-10 Z63). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünde anamnestisch eine aktuell remittierte depressive Störung (ICD-10 F33.4). Angesichts der Krankengeschichte und der aktuell erhobenen Befunde dominiere gesamthaft eine neurotische Reaktionsbildung vor dem Hintergrund einer auffälligen Persönlichkeitsstruktur.”
“a) Dans le domaine des assurances sociales notamment, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Kieser, op. cit., n° 15 et 20 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé, pour instruction complémentaire. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une expertise médicale pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis décembre 2012, y compris d’un point de vue neurologique, voire neuropsychiatrique, afin d’avoir une appréciation médicale globale de l’évolution de l’état de santé de la recourante tenant compte des aspects qui doivent faire l’objet d’une instruction complémentaire.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4ème éd., 2020, n° 17 et 29 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimée, pour instruction complémentaire, afin qu’elle instruise le dossier sous l’angle neurologique. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une expertise médicale pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis décembre 2012 en lien avec l’événement accidentel, y compris d’un point de vue neurologique, voire neuropsychiatrique et antalgique, afin d’avoir une appréciation médicale globale de l’évolution de l’état de santé de la recourante tenant compte des aspects qui doivent faire l’objet d’une instruction complémentaire.”
“1 LPGA). Le devoir d'instruction s'étend jusqu'à ce que les faits nécessaires à l'examen des prétentions en cause soient suffisamment élucidés (TF 8C_364/2007 du 19 novembre 2007 consid. 3.2). Si elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en œuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction (ATF 132 V 93 consid. 6.4). b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire (sur le plan médical) est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in : SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). c) Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). d) En l’occurrence, il s’impose d’annuler la décision entreprise et de renvoyer la cause à l’intimé, pour instruction complémentaire. Dans ce contexte, il lui incombera de mettre en œuvre une nouvelle expertise pluridisciplinaire de la recourante, destinée à clarifier le tableau clinique présenté par cette dernière depuis décembre 2019, d’un point de vue cardiologique, rhumatologique, neurologique, voire psychiatrique.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 16 Per le domande di indennità giornaliera, gli accertamenti volti a stabilire la conclusione delle cure e conseguentemente la cessazione del diritto all'indennità giornaliera rientrano fra gli accertamenti che devono essere compiuti d'ufficio ai sensi dell'art. 43 cpv. 1 LPGA.
“Entscheid Versicherungsgericht, 05.06.2024 Art. 19 Abs. 1 UVG. Art. 43 Abs. 1 ATSG. Abschluss der Heilbehandlung. Ende des Taggeldanspruchs. Verletzung der Untersuchungspflicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juni 2024, UV 2023/45). Entscheid vom 5. Juni 2024 Besetzung Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. UV 2023/45 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Bretscher, Rechtsdienst Inclusion Handicap, Grütlistrasse 20, 8002 Zürich, gegen HOTELA Versicherungen AG, Rue de la Gare 18, Postfach 1251, 1820 Montreux, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Fivian, Freiburgstrasse 25, Postfach 73, 3280 Murten, Gegenstand Versicherungsleistungen”
LPGA art. 43 n. 15 Se la parte psichiatrica o psicologica dell'istruttoria è lacunosa, in linea di principio deve essere disposta l'esecuzione di una perizia psichiatrica specialistica; un esame neuropsicologico complementare va preso in considerazione nella misura in cui sia indicato. Devono inoltre essere rispettati i diritti di partecipazione degli interessati (in particolare l'audizione e la partecipazione).
“Enfin, il estime que l’attitude ne laissant aucune possibilité de contacts sociaux est une réaction du recourant à un refus d’acceptation des décisions administratives concernant son invalidité, ce qui est inexact puisque cette attitude a été décrite par son entourage (entretien de détection précoce du 7 octobre 2010) et par son ancienne psychologue (rapport du 26 septembre 2012) avant que la première décision de refus de prestations ait été rendue. c) L’ensemble de ces éléments ne permettent pas de reconnaître une pleine valeur probante aux conclusions de l’expertise psychiatrique. Dans la mesure où les droits de participation du recourant n’ont de surcroît pas été respectés, il se justifie de mettre en œuvre une nouvelle expertise psychiatrique. L’instruction menée par l’intimé s’avérant lacunaire et ne permettant pas de se prononcer en connaissance de cause, il convient de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). Il appartiendra à l’expert de recueillir l’anamnèse la plus complète possible, respectivement de relever tout manque de collaboration de la part du recourant, en indiquant s’il s’agit d’un effet de ses pathologies ou non et, le cas échéant, d’en référer à l’OAI qui pourra envisager une éventuelle sommation sur la base de l’art. 43 al. 3 LPGA. L’expert se prononcera par ailleurs sur l’opportunité de procéder à un examen mini-CIF et l’OAI est invité à respecter les droits de participation du recourant. 6. a) Le recours doit par conséquent être admis et la décision litigieuse annulée, l’affaire étant renvoyée à l’intimé pour nouvelle instruction dans le sens des considérants. b) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr.”
“__________ et D.________). g) Au vu des pièces actuelles au dossier, notamment le caractère superficiel du volet psychiatrique de l’expertise pluridisciplinaire du F.________ datant du printemps 2019, l’instruction s’avère lacunaire sur l’appréciation de l’état de santé psychique de l’assuré, mais encore les éléments recueillis sont insuffisants pour se prononcer à l’aune de la jurisprudence récente selon laquelle tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées ; cf. consid. 6a supra). Les faits pertinents n’ont ainsi pas été constatés de manière complète. Compte tenu de ces carences, il convient d’annuler la décision attaquée et de renvoyer la cause à l'intimé à qui il appartient au premier chef d'instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l'art. 43 al. 1 LPGA. Il incombera à l'intimé de compléter l'instruction médicale en mettant en œuvre une expertise psychiatrique conformément à l'art. 44 LPGA, l’expert étant en particulier invité à apprécier l’opportunité d’un examen neuropsychologique. L’OAI veillera ainsi à ce que l’expertise soit complète et, en cas de besoin, devra requérir les compléments nécessaires avant de rendre une nouvelle décision. 8. a) En conséquence, le recours doit être admis et la décision attaquée annulée, la cause étant renvoyée à l’OAI afin qu’il en complète l’instruction dans le sens des considérants puis rende une nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr. et mis à la charge de l’OAI, qui succombe. c) Obtenant gain de cause avec l’assistance d’un avocat, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“Un renvoi à l’administration est en principe justifié lorsqu’il s’agit de trancher une question qui n’a jusqu’alors fait l’objet d’aucun éclaircissement, ou lorsqu’il s’agit d’obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l’avis des experts interpellés par l’autorité administrative ; a contrario, une expertise judiciaire s’impose lorsque les données recueillies par l’administration en cours d’instruction ne revêtent pas une valeur probante suffisante sur des points décisifs (ATF 139 V 99 consid. 1 et la référence). b) En l’occurrence, au vu des lacunes dans l’instruction du cas, il s’avère que ni l’état de santé psychique du recourant, ni les conséquences de cet état de santé sur son éventuelle capacité de travail résiduelle n’ont pu être établis de manière probante. L’instruction doit être complétée et actualisée. Il se justifie par conséquent d’ordonner le renvoi de la cause à l’office AI – auquel il appartient au premier chef d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales selon l’art. 43 al. 1 LPGA – cette solution apparaissant comme la plus opportune. Il incombera ainsi à l’intimé de mettre en œuvre une expertise psychiatrique indépendante au sens de l’art. 44 LPGA, en vue de déterminer la capacité de travail du recourant au regard des affections psychiques qu’il présente puis, sur la base des renseignements recueillis, de procéder à un nouvel examen de l’exigibilité et de la capacité de gain. Cela fait, une nouvelle décision sur son droit éventuel à des prestations de l’assurance-invalidité sera rendue. Dans le cadre de l’expertise psychiatrique à intervenir, il incombera à l’office AI de veiller à ce que l’expert recueille les renseignements les plus exhaustifs possible auprès de tiers, notamment de l’Etablissement C.C.________ aux fins de déterminer le comportement du recourant au sein de cette institution ainsi qu’auprès de son médecin psychiatre traitant. 8. a) En définitive, le recours, bien fondé, doit être admis. La décision litigieuse du 2 juillet 2021 est par conséquent annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction au sens des considérants puis nouvelle décision.”
“On précisera, à toutes fins utiles, que l’intimé a répondu à satisfaction aux griefs de la recourante relatifs aux manquements de l’assurée et l'on ne peut qu'y renvoyer, étant au surplus relevé qu'un éventuel manquement à l’obligation de collaborer ne suffit pas en soi à nier toute prestation mais conduirait l’OAI à statuer en l’état du dossier (art. 43 al. 3 LPGA). c) Il apparait ainsi que l’instruction est lacunaire et qu’une expertise psychiatrique est indispensable pour poser des diagnostics dûment étayés, départager les avis médicaux au dossier, procéder à une évaluation conforme à la jurisprudence de la capacité de travail dans l’activité habituelle et dans une activité adaptée ainsi que leur évolution dans le temps. En fonction des conclusions de l’expertise, il y aura peut-être lieu d’examiner à nouveau la question d’éventuelles mesures de réadaptation. La cause devra ainsi être renvoyée à l’intimé à qui il appartient en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA). d) Vu le sort du recours, la réquisition tendant à la production du dossier constitué par l’assurance-chômage est rejetée. 7. a) En conclusion, le recours doit être admis et la décision entreprise annulée, la cause étant renvoyée à l’intimé pour complément d’instruction au sens des considérants et nouvelle décision. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La recourante est une institution chargée de tâches de droit public et ne peut donc pas prétendre à l’allocation de dépens (ATF 126 V 143 consid. 4a). L’assurée voit pour sa part ses conclusions rejetées, de sorte qu’elle n’a pas davantage droit à l’octroi de dépens (cf. art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision rendue le 20 janvier 2023 par l’Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction au sens des considérants et nouvelle décision.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 14 Nel caso di nuove o ripresentate domande relative a un precedente provvedimento materiale e definitivo, la persona assicurata deve dimostrare un peggioramento plausibile e rilevante ai fini del diritto alla prestazione. In assenza di tali elementi indiziari, l'amministrazione, di regola, non può procedere all'esame di merito; deve tuttavia, di norma, concedere un termine adeguato per la presentazione di elementi probatori pertinenti e comunicare l'avviso dell'intenzione di non entrare nel merito. Nel procedimento di revisione giurisdizionale il giudice si limita allo stato degli atti così come si trovava al momento della decisione amministrativa; i documenti prodotti successivamente restano, in linea di principio, non considerati.
“Lorsqu'elle est saisie d'une nouvelle demande, l'administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l'assuré sont, d'une manière générale, plausibles; si tel n'est pas le cas, l'affaire est liquidée d'entrée de cause et sans autres investigations par un refus d'entrée en matière; à cet égard, l'administration se montrera d'autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l'assuré que le laps de temps qui s'est écoulé depuis sa décision antérieure est bref; elle jouit sur ce point d'un certain pouvoir d'appréciation que le juge doit en principe respecter; ainsi, ce dernier ne doit examiner comment l'administration a tranché la question de l'entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c'est-à-dire quand l'administration a refusé d'entrer en matière en se fondant sur l'art. 87 al. 3 RAI et que l'assuré a interjeté recours pour ce motif (cf. arrêt TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2 et les réf.). Sous l'angle temporel, la comparaison des états de fait pour l'examen du caractère plausible d'une modification déterminante des faits influant sur le droit aux prestations a pour point de départ la situation telle qu'elle se présentait au moment où l'administration a rendu sa dernière décision entrée en force, reposant sur un examen matériel du droit la prestation d'assurance (cf. ATF 130 V 71 consid. 3.2.3; 133 V 108 consid. 5.3). 3.2. Le principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) ne s'applique pas à la procédure de l'art. 87 al. 3 RAI; l'administration peut appliquer par analogie l'art. 43 al. 3 LPGA – lequel permet aux organes de l'AI de statuer en l'état du dossier en cas de refus de l'assuré de coopérer – à la procédure régie par l'art. 87 al. 3 RAI, ce à la condition de s'en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi; ainsi, lorsqu'un assuré introduit une nouvelle demande de prestations sans rendre plausible que son invalidité s'est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu'il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d'office, l'administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l'avertissant qu'elle n'entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions; enfin, cela présuppose que les moyens proposés soient pertinents, en d'autres termes qu'ils soient de nature à rendre plausibles les faits allégués (cf.”
“a) Lorsqu’une rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, une nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations, entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71 ; 130 V 64 consid. 2 et 5.2.3). Par dernier examen matériel du droit à la rente, il faut entendre la dernière décision entrée en force rendue avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71). b) Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure prévue par l’art. 87 al. 2 et 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Lorsqu’elle est saisie d’une nouvelle demande, l’administration doit donc commencer par examiner si les allégations de l’assuré sont, d’une manière générale, plausibles. Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autre investigation par un refus d’entrer en matière. A cet égard, l’administration se montrera d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l’assuré que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref (ATF 109 V 108 consid. 2b ; TF 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). c) Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d’entrer en matière sur une nouvelle demande, l’examen du juge des assurances sociales est d’emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non la reprise de l’instruction du dossier. Le juge doit donc examiner la situation d’après l’état de fait tel qu’il se présentait à l’administration au moment où celle-ci a statué.”
“L'argumentation de la recourante est mal fondée. La jurisprudence relative à une nouvelle demande de prestations de l'assurance-invalidité, dûment rappelée dans l'arrêt entrepris, requiert en effet que celle-ci présente des éléments suffisants pour rendre plausible une aggravation de l'état de santé (cf. art. 87 al. 2 et 3 RAI), étant précisé que le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s'applique pas, dans cette mesure, à une telle procédure et que la juridiction de première instance est tenue d'examiner le bien-fondé de la décision de non-entrée en matière de l'office AI en fonction uniquement des documents produits jusqu'à la date de celle-ci (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5; arrêt 9C_627/2020 du 17 novembre 2020 consid. 4.2). A cet égard, c'est en vain que la recourante affirme que l'office intimé l'aurait clairement empêchée, dans le cadre de la procédure administrative, de produire des pièces complémentaires permettant de rendre plausible une aggravation de son état de santé. A la lecture des observations qu'elle a formulées le 10 juin 2021 contre le projet de décision du 18 mars 2021, par lequel l'office intimé l'informait qu'il envisageait de ne pas entrer en matière sur sa nouvelle demande de prestations, on constate en effet que l'assurée avait indiqué qu'elle considérait avoir rendu plausible une aggravation notable de son état de santé, en se référant aux avis médicaux qu'elle avait produits, sans indiquer qu'elle souhaitait apporter des informations médicales complémentaires.”
“Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 2 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5). Dans un litige portant sur le bien-fondé du refus d'entrer en matière sur une nouvelle demande, le juge doit examiner la situation d'après l'état de fait tel qu'il se présentait à l'administration au moment où celle-ci a statué. Son examen est ainsi d'emblée limité au point de savoir si les pièces déposées en procédure administrative justifiaient ou non l'entrée en matière sur la nouvelle demande, sans prendre en considération les documents médicaux déposés ultérieurement à la décision administrative (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5).”
“Ainsi, lorsqu’elle est saisie d’une nouvelle demande, l’administration doit commencer par examiner si les allégations de l’assuré sont, d’une manière générale, plausibles. Si tel n’est pas le cas, l’affaire est liquidée d’entrée de cause et sans autres investigations par un refus d’entrée en matière. L’administration est fondée à se montrer d’autant plus exigeante pour apprécier le caractère plausible des allégations de l’assuré que le laps de temps qui s’est écoulé depuis sa décision antérieure est bref. Elle jouit sur ce point d’un certain pouvoir d’appréciation, que le juge doit en principe respecter. Le juge ne doit examiner comment l’administration a tranché la question de l’entrée en matière que lorsque ce point est litigieux, c’est-à-dire quand l’administration a refusé d’entrer en matière et que l’assuré a interjeté recours pour ce motif (ATF 109 V 108 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_789/2012 du 27 juillet 2013 consid. 2.2). 4.2 Le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d’office par l’autorité (cf. art. 43 al. 1 LPGA), ne s’applique pas à la procédure de l’art. 87 al. 3 RAI (ATF 130 V 64 consid. 5.2.5 et les références). La personne assurée a en effet le fardeau de la preuve en ce qui concerne l’existence d’un changement plausible des circonstances depuis le dernier refus de prestations entré en force (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_619/2022 du 22 juin 2023 consid. 3.2 et les références). Eu égard au caractère atypique de cette procédure dans le droit des assurances sociales, le Tribunal fédéral a précisé que l’administration pouvait appliquer par analogie l’art. 73 aRAI (cf. art. 43 al. 3 LPGA depuis le 1er janvier 2003) – qui permet aux organes de l’AI de statuer en l’état du dossier en cas de refus de l’assuré de coopérer – à la procédure régie par l’art. 87 al. 3 RAI, à la condition de s’en tenir aux principes découlant de la protection de la bonne foi (cf. art. 5 al. 3 et 9 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 [Cst. – RS 101] ; ATF 124 II 265 consid. 4a). Ainsi, lorsqu’un assuré introduit une nouvelle demande de prestations ou une procédure de révision sans rendre plausible que son invalidité s’est modifiée, notamment en se bornant à renvoyer à des pièces médicales qu’il propose de produire ultérieurement ou à des avis médicaux qui devraient selon lui être recueillis d’office, l’administration doit lui impartir un délai raisonnable pour déposer ses moyens de preuve, en l’avertissant qu’elle n’entrera pas en matière sur sa demande pour le cas où il ne se plierait pas à ses injonctions.”
Riferimento: LPGA, art. 43 n. 13 Se sussistono dubbi sull'attendibilità o sull'estensione della perizia medica, oppure se la situazione peritale è contraddittoria o incompleta, incombe in primo luogo all'ente assicurativo procedere d'ufficio a accertamenti complementari e, se necessario, disporre una perizia esterna specialistica ai sensi dell'art. 44 LPGA. Secondo la giurisprudenza, il provvedimento del giudice di rinviare la causa anziché ordinare egli stesso una consulenza peritale giudiziaria è di regola opportuno; al contempo il giudice dispone di un margine di discrezionalità quando il fascicolo è già sufficientemente chiarito.
“2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Nella presente fattispecie, l’CO 1 ha fondato la decisione su opposizione impugnata esclusivamente sul parere del proprio medico fiduciario. In un caso del genere, per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid. 3.2., STCA 35.2014.103 dell’11 marzo 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.96 del 25 febbraio 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.47 del 2 febbraio 2015 consid. 2.8., STCA 35.2014.66 del 22 dicembre 2014 consid. 2.9 e 35.2014.50 del 10 novembre 2014 consid. 2.13; D. Cattaneo "Les erreurs les plus fréquentes des expertises medicales dans les assurances sociales" in CGRSS n.”
“2) In una recente sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (STF 8C_412/2019, consid. 5.4.). Nella presente fattispecie, l’assicuratore infortuni ha fondato la decisione su opposizione impugnata esclusivamente sul parere del proprio perito consulente, il quale non è stato designato secondo l’art. 44 LPGA (in particolare, senza che l’assicurata abbia potuto ricusare il medico prescelto). In un caso del genere, per costante prassi, il TCA, anziché ordinare esso stesso una perizia giudiziaria, rinvia gli atti all’amministrazione affinché disponga una perizia esterna ai sensi dell’art. 44 LPGA (cfr., in questo senso, STF 8C_757/2014 del 16 gennaio 2015 consid. 3.2., STCA 35.2014.103 dell’11 marzo 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.96 del 25 febbraio 2015 consid. 2.9., STCA 35.2014.47 del 2 febbraio 2015 consid. 2.8., STCA 35.2014.66 del 22 dicembre 2014 consid. 2.9 e 35.”
“b) Lorsque le juge des assurances examine l'opportunité de renvoyer la cause à l'administration afin qu'elle procède à un complément d'instruction, son comportement ne doit être dicté que par la question de savoir si une instruction complémentaire est nécessaire afin d'établir, au degré de la vraisemblance prépondérante, l'état de fait déterminant sur le plan juridique (TF U 571/06 du 29 mai 2007 consid. 4.2, in SVR 2007 UV n° 33 p. 111 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2ème éd., n° 12 et 17 ad art. 43 LPGA). Le juge cantonal qui estime que les faits ne sont pas suffisamment élucidés a en principe le choix entre deux solutions : soit renvoyer la cause à l'assureur pour complément d'instruction, soit procéder lui-même à une telle instruction complémentaire. Un renvoi à l'administration est en principe possible lorsqu'il s'agit de trancher une question qui n'a jusqu'alors fait l'objet d'aucun éclaircissement, ou lorsqu'il s'agit d'obtenir une clarification, une précision ou un complément quant à l'avis des experts interpellés par l'autorité administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4 et 4.4.1.5). c) En l’espèce, il incombait à l’intimé, en vertu de l’art. 43 al. 1 LPGA, de procéder à une instruction complète de la situation médicale afin de déterminer précisément les limitations fonctionnelles de la recourante avant de procéder à l’enquête à son domicile. En l’absence d’un tableau clinique complet, objectif et cohérent, il n’est pas possible d’accorder une pleine valeur probante au rapport correspondant rédigé le 20 décembre 2019. Il n’est pas non plus envisageable de retenir les avis des médecins traitants de la recourante, lesquels se sont limités pour l’essentiel à rapporter les propos de leur patiente. Il appartient dès lors à l’intimé de compléter les pièces médicales et de procéder à toute mesure d’instruction utile afin de fixer les limitations fonctionnelles pouvant être prises en compte in casu. Il s’agira ensuite de confronter les conclusions médicales objectives aux données ressortant de l’enquête réalisée au domicile de la recourante et d’examiner si les restrictions rapportées par ses médecins traitants peuvent ou non être suivies. L’intimé déterminera, cas échéant, la nécessité d’un complément d’enquête au domicile de la recourante.”
“Nach dem Gesagten ist die Aktenlage bezüglich des linken Daumens weder unvollständig noch widersprüchlich. Eine diesbezügliche Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG, Art. 61 lit. c ATSG) ist der Vorinstanz nicht vorzuwerfen. Soweit rechtserheblich, ist diese ihrer Verpflichtung zu umfassender Sachverhaltsermittlung in jeder Hinsicht nachgekommen und durfte in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64; 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen) von der eventualiter beantragten Rückweisung zu weiterer medizinischen Abklärung absehen, weshalb der Beschwerdeführer auch letztinstanzlich im Eventualstandpunkt nicht durchdringt. Damit steht fest, dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse, soweit sie unfallbedingt sind, nicht in revisionsrechtlich relevantem Mass verschlechtert haben. Die vorinstanzliche Würdigung der medizinischen Unterlagen in Bezug auf die Frage einer unfallbedingten Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit Ende Dezember 2015 ist demnach weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht zu beanstanden. Beim angefochtenen Entscheid hat es mithin sein Bewenden.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 12 Nel caso di perizie mediche contraddittorie, i criteri medici rilevanti devono essere valutati comparativamente. Se in tal modo non è possibile stabilire una probabilità preponderante, la questione deve essere rimessa all'ufficio amministrativo competente, il quale deve ordinare una perizia medica da far eseguire dal soggetto responsabile delle prestazioni. I tribunali, di norma, rinviano all'amministrazione anziché disporre essi stessi una perizia.
“Quoi qu’il en soit, il convient bien plutôt, sous l’angle médical, de mettre en présence et de pondérer entre eux les différents critères pertinents plaidant en faveur ou en défaveur du caractère traumatique de la lésion, de manière à déterminer l’état de fait présentant une vraisemblance prépondérante (voir également l’arrêt TF 8C_672/2020 du 15 avril 2021 consid. 4.1.3 et 4.5). Enfin et même si cela n’est pas décisif, il convient de relever que le Dr C.________ a examiné le recourant à plusieurs reprises et a pu fonder son avis sur la base des examens cliniques réguliers effectués et de l’évolution constatée, tandis que la Dre P.________ ne s’est prononcée que sur la base du dossier, sans examiner le recourant. Or en l’absence d’autres examens cliniques, l’avis du Dr C.________ est propre à susciter le doute sur le bien-fondé d’un examen sur dossier dans un cas limite et complexe. d) Il résulte de ce qui précède que l’instruction de la cause ne permet pas de trancher entre les avis de la Dre P.________ et du Dr C.________ quant à l’existence d’un lien de causalité entre les lésions à l’épaule et l’accident du 25 juillet 2021. Dans ces circonstances, il se justifie de renvoyer la cause à la CNA à qui il appartient d’instruire (art. 43 al. 1 LPGA) afin qu’elle ordonne une expertise médicale au sens de l’art. 44 LPGA, puis rende une nouvelle décision. 6. Le recourant a sollicité la tenue d’une audience de débats publics afin qu’il puisse s’exprimer sur le déroulement et les circonstances exacts de l’accident du 25 juillet 2021 en invoquant l’art. 6 § 1 CEDH (Convention de sauvegarde des droits de l’homme et des libertés fondamentales du 4 novembre 1950 ; RS 0.101) ainsi que l’audition de N.________. Vu l’issue du recours, ces requêtes sont sans objet. 7. Pour le surplus, l’intimée ne s’est pas prononcée sur le droit à une indemnité pour atteinte à la santé. Cette question ne fait pas l’objet de la décision attaquée et ne peut être examinée dans le cadre de la présente procédure du moment qu’elle sort du cadre du litige soumis à la Cour de céans (cf. ATF 144 II 359 consid. 4.3; 142 I 155 consid. 4.4.2 ; 134 V 418 consid. 5.2.1). 8. a) En définitive et au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition rendue le 6 septembre 2023 par l’intimée annulée, la cause étant renvoyée à cette autorité pour instruction complémentaire dans le sens des considérants, puis nouvelle décision.”
“” In una sentenza 8C_412/2019 del 9 luglio 2020 consid. 5.4, la Corte federale ha rinviato la causa all’assicuratore LAINF (e non al tribunale cantonale che aveva respinto il ricorso della persona assicurata) affinché disponesse l’esecuzione di una perizia ai sensi dell’art. 44 LPGA, precisando che laddove esistano dubbi circa l’attendibilità e la pertinenza della valutazione del medico fiduciario, spetta in primo luogo all’assicuratore contro gli infortuni procedere a ulteriori atti istruttori per determinare d’ufficio i fatti determinanti e, se del caso, assumere le prove necessarie prima di emanare la decisione (art. 43 LPGA): " Lorsqu’il existe des doutes sur la fiabilité et la pertinence de l’appréciation du médecin-conseil, il appartient en premier lieu à l’assureur-accidents de procéder à des instructions complémentaires pour établir d’office l’ensemble des faits déterminants et, le cas échéant, d’administrer les preuves nécessaires avant de rendre sa décision (art. 43 al. 1 LPGA; ATF 132 V 368 consid. 5 p. 374; arrêt 8C_401/209 du 9 juin 2020 consid. 5.3.3. et ses références).” (si veda pure la STF 8C_697/2019, 8C_698/2019 del 9 novembre 2020 consid. 4.1). Infine, con la pronunzia 8C_445/2021 del 14 gennaio 2022 consid. 4.4, pubblicata in SVR 10/2022 UV n. 34 p. 137 ss., l’Alta Corte ha stabilito che, laddove un tribunale cantonale determini il diritto alle prestazioni facendo capo a un rapporto del medico curante prodotto nel quadro della procedura di opposizione, sebbene ci si trovi in presenza di un caso di applicazione della DTF 135 V 465 che richiede l’intervento di un perito esterno, la causa deve essere rinviata all’amministrazione, e non ai giudici di prime cure, affinché proceda a un complemento istruttorio. È in effetti in primo luogo compito dell’amministrazione disporre degli atti istruttori complementari volti ad accertare d’ufficio tutti i fatti pertinenti e, se del caso, raccogliere le prove necessarie prima di rendere la propria decisione (questo principio è stato confermato ancora con le STF 8C_274/2021 del 31 marzo 2023 consid.”
Lo scopo della procedura di diffida e del periodo di riflessione è indurre la persona assicurata a adempiere ai suoi obblighi di informazione e di collaborazione (ad es. in caso di accertamenti psichiatrici o di misure di reinserimento). Se la persona non adempie ingiustificatamente, l'amministrazione, dopo un ammonimento scritto preventivo e la concessione di un congruo periodo di riflessione, può decidere sulla base degli atti oppure interrompere gli accertamenti e decidere di non procedere. Le sanzioni ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA presuppongono dunque la previa procedura di diffida e periodo di riflessione.
“hiervor). Die Ärzte erachteten denn auch eine berufliche Eingliederung erst bei positiven und zufriedenstellenden Therapieergebnissen für angezeigt (vgl. E. 3.1.5 f. hiervor), was mit Blick auf die vom Gutachter festgestellte vollständige Arbeitsfähigkeit offenbar nunmehr der Fall ist. Bereits an dieser Stelle ist die Beschwerdeführerin diesbezüglich auf ihre Mitwirkungspflicht (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG) hinsichtlich allfälliger künftiger Auflagen medizinischer und therapeutischer Art hinzuweisen. Gegebenenfalls wird die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin im Rahmen eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG) zur entsprechenden Einhaltung aufzufordern haben.”
“Die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts ist damit noch nicht abgeschlossen, denn von einer unzureichenden Mitwirkung des Beschwerdeführers bei der Begutachtung kann nicht auf eine objektive Beweislosigkeit geschlossen werden, die eine Einstellung der Rente ausschliessen würde. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin sämtliche Mittel auszuschöpfen, um den Sachverhalt zur Prüfung des Leistungsanspruchs ausreichend abzuklären (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG). Dies bedeutet, dass eine erneute psychiatrische Begutachtung in Auftrag zu geben ist. Da der Beschwerdeführer bei der letzten Begutachtung unzureichend mitgewirkt hat, besteht die Gefahr, dass er seine Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 28 ATSG) erneut verletzen könnte. Um dieser Gefahr zu begegnen respektive um eine versicherte Person zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht zu bewegen, sieht das Gesetz das sogenannte Mahn- und Bedenkzeitverfahren vor: Gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen, wenn die versicherte Person ihren Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten bei der Sachverhaltsabklärung in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Er muss die versicherte Person vorher schriftlich gemahnt, auf die Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit eingeräumt haben. Das Mahn- und Bedenkzeitverfahren gemäss Art. 43 Abs. 3 ATSG hat also zum Zweck, nach einer Verletzung der Mitwirkungspflicht auf die versicherte Person Druck auszuüben, damit sie ihrer Mitwirkungspflicht nachkommt und das Verfahren ordnungsgemäss weitergeführt werden kann (vgl. Tobias Bolt, Folgen einer Mitwirkungspflichtverletzung, in: JaSo 2016, S. 176). Nun ordnet Art. 7b Abs. 1 IVG aber an, dass auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht bei einer medizinischen Untersuchung gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht die in Art. 43 Abs. 3 Satz 1 ATSG vorgesehenen Sanktionsmöglichkeiten, sondern die in Art.”
“In Anbetracht dieser Erwägungen ist eine umfassende psychiatrische Abklärung unter Einschluss der Frage, inwiefern sich ein allenfalls beim Beschwerdeführer vorliegender psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert auf seine Arbeitsfähigkeit im zeitlichen Verlauf ausgewirkt hat und aktuell auswirkt, angezeigt. Dabei wird der beurteilende Facharzt auch zu den Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 Stellung zu beziehen haben (vgl. E. 1.2). Zur Mitwirkung daran ist der Versicherte verpflichtet. Einer allfälligen Weigerung hat die IV-Stelle mit dem Mahn- und Bedenkzeitverfahren nach Art. 43 Abs. 3 ATSG zu begegnen.”
“Es ist unstrittig, dass der Beschwerdeführer die von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 20. November 2019 «zur Verbesserung des Gesundheitszustandes» auferlegte Pflicht zur Durchführung einer Drogenabstinenz (Cannabinoide, THC) und regelmässigen psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung während dreier Monate (Urk. 7/32/1-2) innert der angesetzten und insgesamt bis am 2. Juli 2020 verlängerten Frist (Urk. 7/56) nicht vollständig erfüllt hat. Fest steht auch, dass die Beschwerdegegnerin das in Art. 21 Abs. 4 ATSG und Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehene Mahn- und Bedenkzeitverfahren grundsätzlich korrekt durchgeführt hat.”
“Art. 43 Abs. 3 ATSG bezieht sich schliesslich lediglich auf Leistungsbegehren. Soweit die Abklärung eine Versicherungs-unterstellung oder eine Beitragsfrage betrifft, kann eine Anwendung gegebenenfalls in analoger Weise erfolgen oder es ist auf die im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehene Sanktion bzw. Folge zurückzugreifen (vgl. z.B. Art. 24 Abs. 5 AHVV betreffend die Festsetzung von Akontobeiträgen in der AHV).". A pag. 780, n. 104, il medesimo autore afferma ancora: " Die in Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgesehenen Sanktionen können erst nach Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens angeordnet werden (vgl. dazu BBl 1999 4600; I 988/06 und SVR 2008 IV Nr.”
“1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz deshalb verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzuhalten sind. Ausnahmen von diesem Grundsatz ergeben sich dort, wo die versicherte Person ihre Mitwirkung verweigert (vgl. sogleich nachfolgend). Art. 28 Abs. 2 ATSG verpflichtet diese, unentgeltlich Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind. Für den Bereich der Unfallversicherung wird diese Mitwirkungspflicht in Art. 55 Abs. 1 UVV dahingehend präzisiert, dass die versicherte Person alle erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur Verfügung halten muss, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten, Röntgenbilder, aber auch die Belege über die Verdienstverhältnisse; sie muss Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu erteilen. Art. 43 Abs. 3 ATSG sieht sodann vor, dass der Versicherungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen kann, wenn die versicherte Person den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommt. Hierfür muss er die versicherte Person vorab schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen, und es ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 2014, 8C_58/2014, E. 5). Dabei hängt es von den Umständen des Einzelfalles ab, wann die Verwaltung bei schuldhafter Unterlassung der notwendigen und zumutbaren Mitwirkung der gesuchstellenden Person bei der Sachverhaltsabklärung einen Nichteintretensentscheid oder einen materiellen Entscheid aufgrund der Akten fällen darf. Ein materieller Entscheid drängt sich etwa dort auf, wo der Sachverhalt sich auch ohne Mitwirkung der Partei ohne Schwierigkeiten und ohne besonderen Aufwand abklären lässt, wenn die vorliegenden Akten einen Teilanspruch begründen und wo schützenswerte Interessen Dritter ein solches Vorgehen erfordern.”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 10 Documenti retributivi mancanti o incompleti devono essere richiesti d'ufficio. L'autorità acquisirà i documenti necessari (p. es. attestato di salario, eventualmente documenti comprovanti pagamenti arretrati; eventualmente cedolini paga mensili) e verificherà il reddito da lavoro, nella misura in cui sia rilevante per il calcolo della prestazione, anche con effetto retroattivo. L'omissione di accertamenti può comportare l'annullamento della decisione e il rinvio per ulteriori accertamenti.
“Dezember 2018 festgehalten, dass dem Beschwerdeführer ein Erwerbseinkommen von Fr. 4'464.80 anzurechnen sei. In den entsprechenden Berechnungsblättern fehlt das Erwerbseinkommen jedoch (Dossier 1, act. 13 f.). Die Beschwerdegegnerin wird den Lohnausweis des Jahres 2018 noch vom Beschwerdeführer einfordern müssen. Je nachdem, ob sein Erwerbseinkommen das Mindestjahreseinkommen erreicht hat oder nicht, sind vom Bruttolohn die AHV/IV/EO-Beiträge abzuziehen oder bei den Ausgaben die Nichterwerbstätigenbeiträge (nach Abzug des auf dem Erwerbseinkommen erhobenen Mindestbeitrags) anzurechnen. Die weiteren Berechnungspositionen erweisen sich als korrekt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der Beschwerdeführer auf Vermögen verzichtet hat. Zur Klärung der Frage, ob der Beschwerdeführer ab 1. August 2018 Anspruch auf Ergänzungsleistungen hat, wird die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen vorzunehmen haben. Demnach ist die Beschwerde wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG dahingehend gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 13. August 2019 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
“___ nachgefragt, wie hoch die im Lohn enthaltene Nachzahlung der Kinderzulagen gewesen sei (EL-act. 11). Die Antwort der Gemeinde liegt nicht bei den Akten. Im Feststellungsblatt vom 3. Februar 2020 hat die zuständige EL-Sachbearbeiterin notiert, dass im Lohn 2018 Nachzahlungen von Kinderzulagen von Fr. 23'800.-- sowie die laufenden Kinderzulagen von Fr. 4'800.-- enthalten seien. Der effektive Lohn habe im Jahr 2018 somit Fr. 10'531.-- betragen (EL-act. 10). Sollte sich das Erwerbseinkommen per 1. Januar 2019 erhöht haben (gemäss Art. 23 Abs. 1 ELV sind in zeitlicher Hinsicht in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen massgebend), wäre das Erwerbseinkommen rückwirkend ab 1. Januar 2019 anzupassen (vgl. Art. 25 Abs. 2 lit. c ELV). Die Beschwerdegegnerin wird also noch die entsprechenden Belege betreffend die Nachzahlung und Anrechnung der Kinderzulagen in dem im Lohnausweis 2018 angegebenen Bruttolohn einholen müssen. Demnach ist der angefochtene Einspracheentscheid wegen der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung betreffend die im Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 31. März 2019 anrechenbaren Unterhaltsleistungen des Beschwerdeführers, betreffend das ab 1. Januar 2019 anrechenbare Vermögen und die ab 1. Januar 2019 anrechenbaren Vermögenserträge sowie betreffend das ab 1. Januar 2019 anrechenbaren Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch anwendbaren Fassung). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
“Die Beschwerdegegnerin hätte im Rahmen der ihr obliegenden Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG das Erwerbseinkommen des Ehemannes im Jahr 2019 weiter abklären müssen. Dieser Aspekt ist relevant, weil er die Beitragshöhe der Beschwerdeführerin beschlägt. Da es die Beschwerdegegnerin trotz gewichtiger Hinweise unterliess, den Sachverhalt in diesem Punkt rechtsgenüglich abzuklären, und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, ist der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den Sachverhalt ergänzend abzuklären. Die Beschwerdegegnerin wird beim Ehemann erneut den Jahreslohnausweis für das Jahr 2019 einzufordern haben. Zudem wird sie bei der B.____ AG sämtliche monatlichen Lohnabrechnungen für das Jahr 2019 verlangen müssen. Gleichzeitig wird sie sich bei der B.____ AG erkundigen müssen, ob der Ehemann im Jahr 2019 in gewissen Phasen aufgrund einer teilweisen Arbeitsunfähigkeit teilzeitlich arbeitete oder ob er während des ganzen Jahres zu 100% krankgeschrieben war. Beim Krankentaggeldversicherer G.”
LPGA art. 43 n. 9 Le sanzioni ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA sono soggette al principio di proporzionalità. Se la persona assicurata non adempie senza giustificato motivo all'obbligo di fornire informazioni o di collaborare, l'autorità può non entrare in materia o adottare una decisione basata sugli atti; se la collaborazione avviene successivamente, la sanzione fissata potrà riguardare soltanto il periodo durante il quale la collaborazione è stata rifiutata.
“Ainsi, il convient de procéder à un examen de l'exigibilité en tenant compte exclusivement des conséquences de l'atteinte à la santé (ATF 142 V 106 c. 4.4). 2.2 L’assureur examine les demandes, prend d’office les mesures d’instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin. Les renseignements donnés oralement doivent être consignés par écrit (art. 43 al. 1 LPGA). L'assuré doit se soumettre à des examens médicaux ou techniques si ceux-ci sont nécessaires à l'appréciation du cas et qu'ils peuvent être raisonnablement exigés (art. 43 al. 2 LPGA). Si la personne assurée ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l’inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l’état de fait pertinent, indépendamment des mesures d’instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l’assuré s’est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c.”
“Bei der gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion ist der Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu berücksichtigen. Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die festgelegte Sanktion – Nichteintreten, Entscheid aufgrund der Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5 S. 590; SVR 2019 IV Nr. 8 S. 25 E. 5.1, Nr. 69 S. 224 E. 2.2).”
“Bei der gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG zu verfügenden Sanktion ist der Verhältnismässigkeitsgrundsatz zu berücksichtigen. Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die festgelegte Sanktion – Nichteintreten, Entscheid aufgrund der Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5 S. 590; SVR 2019 IV Nr. 8 S. 25 E. 5.1, Nr. 69 S. 224 E. 2.2).”
“Si l'assuré ou d'autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art. 43 al. 3 LPGA). 2.2 Il convient de ne faire usage de la faculté de ne pas entrer en matière sur une demande de prestations qu'avec la plus grande parcimonie (ATF 131 V 42 c. 3). Un refus d'entrer en matière n'est envisageable que si l'examen matériel de la demande de prestations s'avère impossible sur la base de l'ensemble du dossier sans la participation de la partie concernée. A l'inverse, une décision matérielle ne peut être rendue sur la seule base du dossier que si l'état de fait pertinent, indépendamment des mesures d'instruction jugées nécessaires et exigibles auxquelles l'assuré s'est opposé sans motif excusable, ne peut pas être davantage élucidé (SVR 2018 EL n° 4 c. 2.2). Le prononcé d'une sanction basée sur l'art. 43 al. 3 LPGA doit respecter le principe de la proportionnalité. Si, après un refus, la collaboration est acceptée, la sanction – non-entrée en matière, décision en l'état du dossier – ne pourra concerner que la période durant laquelle la collaboration a été refusée (ATF 139 V 585 c. 6.3.7.5). Si après avoir refusé de collaborer à la procédure, l'assuré se déclare ultérieurement prêt à se conformer à son obligation de fournir des renseignements ou à son devoir de collaboration, ce fait doit être considéré comme une nouvelle demande (SVR 2018 IV n° 50 c. 3.3 et 3.4). 2.3 Pour pouvoir évaluer le degré d'invalidité et, partant, le droit aux prestations de l'AI, l'administration a besoin de documents que le médecin, et éventuellement aussi d'autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l'état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l'assuré est incapable de travailler. Le médecin n'a en revanche pas la compétence de statuer en dernier ressort sur les conséquences de l'atteinte à la santé sur la capacité de travail.”
“Zu betonen ist nochmals, dass hier nicht wie bei einer eigentlichen Neuanmeldung zu verfahren und zu prüfen ist, ob seit der letzten rechtskräftigen Rentenablehnung am 15. April 2014 (Urk. 8/27) eine erhebliche Sachverhaltsänderung eingetreten ist. Die damalige Rentenverneinung basierte nämlich nicht auf einer umfassenden materiellen Prüfung des Rentenanspruchs, da der Beschwerdeführer der IV-Stelle damals die Einholung von Arztberichten verunmöglicht und damit seine Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ATSG verweigert hatte (Urk. 8/12-17, Urk. 8/18, Urk. 8/20-26). Wird die verweigerte Mitwirkung in einem späteren Zeitpunkt erbracht, kann sich die gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG festgelegte Sanktion – hier der Erlass der renten-verneinenden Verfügung gestützt auf die damals vorhandenen Akten – nur auf diejenige Zeitspanne beziehen, während der die Mitwirkung verweigert wurde (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 43 Rz 114 mit Hinweis). Der strittige Rentenanspruch ist somit ohne Bindung an die frühere Beurteilung zu prüfen (vgl. E. 4. des Urteils des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich IV.2020.00452 vom 5. August 2021).”
Secondo l'art. 43 cpv. 1 LPGA, l'ente assicurativo è obbligato d'ufficio a effettuare gli accertamenti del fatto necessari per la valutazione della domanda. Ne consegue che la persona assicurata, di regola, non è tenuta ad avviare di propria iniziativa tali accertamenti. Per quanto riguarda perizie tecniche (p. es. stime del valore di mercato), la giurisprudenza citata e la dottrina rilevano che tali accertamenti devono essere commissionati dall'ente assicurativo; la copertura dei relativi costi è disciplinata dall'art. 45 LPGA (in particolare quando l'autorità amministrativa ha ordinato la misura o quando questa era indispensabile per la valutazione del diritto).
“Abgesehen davon, dass die Verantwortung für die Erhebung und Bestimmung von Vermögenswerten ebenso wie die Verfahrensleitung im Rahmen des geltenden Untersuchungsgrundsatzes nach Gesetz und Rechtsprechung gerade nicht bei der antragsstellenden Person, sondern beim Versicherungsträger liegt, wird auch in der Lehre die Abklärung des Sachverhaltes und speziell des Vermögens nicht als Aufgabe der gesuchstellenden Person erachtet. Insbesondere wird in der Lehre einhellig die Ansicht vertreten, dass die Kosten einer Liegenschaftsschätzung durch eine sachverständige Person gestützt auf Art. 45 Abs. 1 ATSG vom Versicherungsträger respektive der EL-Durchführungsstelle zu übernehmen sind (vgl. E. 5.6.3 hiervor). Nach dieser Bestimmung übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie etwa im ATSG-Kommentar von Kieser ausgeführt wird, knüpft Art. 45 Abs. 1 ATSG die Kostenübernahme durch den Verwaltungsträger somit daran, dass er die Massnahme angeordnet hat. Damit wird ein Bezug zur Geltung des Untersuchungsprinzips hergestellt, wonach der Verwaltungsträger von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Kieser, a.a.O., Rz. 21 zu Art. 45 ATSG). Die Vornahme der notwendigen Abklärungen obliegt dem Versicherungsträger (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), weshalb die Partei grundsätzlich keine eigenen Abklärungen einzuleiten hat (Kieser, a.a.O., Rz. 27 zu Art. 45 ATSG). Der Begriff der Massnahme umfasst alle infrage kommenden Abklärungsschritte. Nicht von Bedeutung ist, ob die Abklärung in der Schweiz oder im Ausland erfolgte (Kieser, a.a.O., Rz. 22 zu Art. 45 ATSG). Im EL-Kommentar vertreten Jöhl und Usinger-Egger sodann ausdrücklich den Standpunkt, dass die verschiedentlich anzutreffende Verwaltungspraxis, den Marktwert von Immobilien anhand irgendeines amtlichen Wertes zu bestimmen, den EL-Bezügern aber gleichzeitig die Möglichkeit einzuräumen, eine privat in Auftrag gegebene (und bezahlte) Marktwertschätzung einzureichen, auf die dann anstelle des amtlichen Wertes abgestellt würde, mit Blick auf Art. 45 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG gesetzeswidrig sei (Jöhl/Usinger-Egger, a.”
“Insbesondere wird in der Lehre einhellig die Ansicht vertreten, dass die Kosten einer Liegenschaftsschätzung durch eine sachverständige Person gestützt auf Art. 45 Abs. 1 ATSG vom Versicherungsträger respektive der EL-Durchführungsstelle zu übernehmen sind (vgl. E. 5.6.3 hiervor). Nach dieser Bestimmung übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie etwa im ATSG-Kommentar von Kieser ausgeführt wird, knüpft Art. 45 Abs. 1 ATSG die Kostenübernahme durch den Verwaltungsträger somit daran, dass er die Massnahme angeordnet hat. Damit wird ein Bezug zur Geltung des Untersuchungsprinzips hergestellt, wonach der Verwaltungsträger von Amtes wegen die notwendigen Abklärungen vorzunehmen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG; Kieser, a.a.O., Rz. 21 zu Art. 45 ATSG). Die Vornahme der notwendigen Abklärungen obliegt dem Versicherungsträger (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), weshalb die Partei grundsätzlich keine eigenen Abklärungen einzuleiten hat (Kieser, a.a.O., Rz. 27 zu Art. 45 ATSG). Der Begriff der Massnahme umfasst alle infrage kommenden Abklärungsschritte. Nicht von Bedeutung ist, ob die Abklärung in der Schweiz oder im Ausland erfolgte (Kieser, a.a.O., Rz. 22 zu Art. 45 ATSG). Im EL-Kommentar vertreten Jöhl und Usinger-Egger sodann ausdrücklich den Standpunkt, dass die verschiedentlich anzutreffende Verwaltungspraxis, den Marktwert von Immobilien anhand irgendeines amtlichen Wertes zu bestimmen, den EL-Bezügern aber gleichzeitig die Möglichkeit einzuräumen, eine privat in Auftrag gegebene (und bezahlte) Marktwertschätzung einzureichen, auf die dann anstelle des amtlichen Wertes abgestellt würde, mit Blick auf Art. 45 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 ATSG gesetzeswidrig sei (Jöhl/Usinger-Egger, a.a.O., S. 1850 FN. 720). Ferner erschliesst sich auch aus dem Wortlaut von Art. 44 ATSG, dass der Versicherungsträger und nicht die versicherte Person als Auftraggeber eines Gutachtens vorgesehen ist.”
“Die Beschwerdegegnerin hat denn auch nicht grundsätzlich die Notwendigkeit und Möglichkeit einer solchen Verkehrswertschätzung verneint, sondern sich auf den Standpunkt gestellt, dass eine solche vom Beschwerdeführer vorzulegen sei, anderenfalls sie, die Beschwerdegegnerin, berechtigt sei, den Verkehrswert anhand der vorliegenden Unterlagen, öffentlich einsehbaren Quellen und von Erfahrungswerten festzulegen (Urk. 2 S. 2). Dem kann nicht gefolgt werden. Denn die Beschwerdegegnerin, der als Versicherungsträgerin die Verfahrensleitung obliegt (Urteil des Bundesgericht 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2), ist aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG (vgl. vorstehend E. 2.4) von Amtes wegen verpflichtet, die notwendigen Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen. Die Bestimmung des Marktwertes von Grundstücken erfordert eine im Auftrag der Beschwerdegegnerin vorzunehmende Schätzung durch eine sachverständige Person. Die Kosten der Marktwertschätzung durch eine sachverständige Person sind gestützt auf Art. 45 Abs. 1 ATSG von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen (vgl. Jöhl/Usinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, 3. Auflage, Basel 2016, S. 1850 FN. 720 und S. 1852 FN. 736; Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Auflage 2020, Rz. 21 f. zu Art. 45 ATSG; Carigiet/Koch, a.a.O., Rz. 621; Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2009 vom 17. September 2009 E. 5.3; Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich ZL.2023.00020 vom 28. November 2023 E. 4.2). Dagegen wird es Sache des Beschwerdeführers sein, im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht (Art. 43 Abs. 3 ATSG; Art. 24 ELV) die für die Verkehrswertschätzung erforderlichen Angaben zu machen.”
Citazione: LPGA art. 43 n. 7 In caso di perizie poco chiare, non sufficientemente motivate o contraddittorie, l'istituto assicurativo può disporre ulteriori accertamenti, in particolare anche una perizia bi- o polidisciplinare. La persona assicurata è tenuta a sottoporsi agli accertamenti medici necessari per la valutazione e ragionevolmente esigibili; un rifiuto può essere considerato una violazione dell'obbligo di collaborazione (eventualmente «ingiustificabile»).
“___ hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass auf die Schlussfolgerungen der Sachverständigen der estimed AG nicht abgestellt werden könne, weil diese einerseits nicht hinreichend überzeugend begründet worden seien und weil sie andererseits im Widerspruch zu Angaben in den übrigen Akten stünden. Da die Diskrepanzen durch eine Rückfrage an die Sachverständigen nicht haben ausgeräumt werden können, hat die Beschwerdegegnerin beschlossen, eine weitere polydisziplinäre Begutachtung in Auftrag zu geben. Sie hätte zwar die Beschwerdeführerin auch einfach observieren lassen können. Eine solche Observation hätte angesichts der noch offenen Fragen durchaus erhellende Erkenntnisse liefern können. Der Beschwerdegegnerin dürfte aber bewusst gewesen sein, dass eine Rentenverfügung, die sich auf Observationsergebnisse und nicht auf medizinische Erkenntnisse stützt, kaum je als rechtmässig qualifiziert werden kann, weshalb sie nach einer Observation wohl doch noch eine medizinische Begutachtung hätte in die Wege leiten müssen. Grundsätzlich ist die Beschwerdeführerin gemäss dem Art. 43 Abs. 2 ATSG verpflichtet gewesen, an einer solchen weiteren Begutachtung mitzuwirken. Folglich stellt sich die Frage, ob sie mit ihrer Weigerung, sich erneut begutachten zu lassen, ihre Mitwirkungspflicht „unentschuldbar“ verletzt hat. Der Art. 43 Abs. 3 ATSG enthält keine Definition des Begriffs „unentschuldbar“. Im Bericht der Kommission des Ständerates zur Parlamentarischen Initiative Allgemeiner Teil Sozialversicherung vom 27. September 1990 (BBl 1991 II 185 ff.) findet sich dazu ebenfalls nichts. Vielmehr heisst es dort, dass eine – nicht näher qualifizierte – „schuldhafte“ Verletzung der Mitwirkungspflicht einen Entscheid aufgrund der Akten oder einen Nichteintretensentscheid zur Folge haben könne, wobei auf die damals bestehende Regelung im Art. 47 Abs. 3 UVG hingewiesen worden ist (BBl 1991 II 261). In der Botschaft des Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. September 1976 (BBl 1976 III 141 ff.) findet sich zur entsprechenden Bestimmung lediglich der Hinweis, einer versicherten Person dürfe kein Vorteil daraus erwachsen, dass sie die Sachverhaltsabklärung erschwere (BBl 1976 III 202).”
“Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde, soweit damit gerügt wird, die von der Beschwerdegegnerin beabsichtigte polydisziplinäre Begutachtung sei nicht notwendig, einzutreten. 4. 4.1. Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert, dass der Versicherungsträger die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen vorzunehmen hat. Dabei bestimmt der Versicherungsträger die Art und den Umfang der notwendigen Abklärungen (Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bezüglich Notwendigkeit, Umfang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der jeweiligen Sach- und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_57/2019 vom 7. März 2019 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz wird ergänzt durch die Mitwirkungspflichten der versicherten Person. Danach hat sie sich den für die Beurteilung ihres Leistungsanspruchs notwendigen ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen, soweit diese zumutbar sind (Art. 43 Abs. 2 ATSG). 4.2. Erachtet der Versicherungsträger im Rahmen von medizinischen Abklärungen eine Begutachtung als notwendig, so obliegt ihm gemäss Art. 44 Abs. 1 ATSG die Entscheidung, ob diese mono-, bi- oder polydisziplinär zu erfolgen hat. Bei polydisziplinären Gutachten sind drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt. Sie sind namentlich für Fälle vorgesehen, bei denen der Gesundheitsschaden zwar auf eine oder zwei Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesichert ist (Massimo Aliotta, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage 2020, Art. 44 N 10). Solche Gutachten haben gemäss Art. 72bis Abs. 1 IVV bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat das BSV die webbasierte Vergabeplattform SuisseMed@P eingerichtet, über welche der gesamte Verlauf der Gutachtenseinholung gesteuert und kontrolliert wird (vgl.”
Nell'assicurazione contro la disoccupazione trovano applicazione le regole procedurali e sanzionatorie specifiche della LACI/OACI; l'art. 43 cpv. 3 LPGA non è obbligatoriamente applicabile in questo ambito. Ai sensi dell'art. 26 cpv. 2 OACI le attestazioni della ricerca di un impiego possono essere trascurate in caso di mancato rispetto dei termini senza giustificato motivo e una sanzione (p. es. sospensione delle prestazioni) può intervenire già al primo inadempimento, senza che sia richiesto un ulteriore termine supplementare ai sensi dell'art. 43 cpv. 3 LPGA.
“Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine missbräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzliche Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 139 V 164).”
“Une telle mesure vise à poser une limite à l’obligation de l’assurance-chômage d’allouer des prestations pour des dommages que l’assuré aurait pu éviter ou réduire. En tant que sanction administrative, la suspension du droit à l’indemnité a ainsi pour but de faire répondre l’assuré, d’une manière appropriée, du préjudice causé à l’assurance-chômage par son comportement fautif (ATF 133 V 89 consid. 6.1.1 et 6.2.2, 126 V 520 consid. 4 et 126 V 130 consid. 1 ; TF 8C_40/2016 du 21 avril 2016 consid. 2.3). b) Selon l’art. 26 al. 2 OACI, l’assuré doit remettre à l’ORP la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant ou le premier jour ouvrable qui suit cette date. A l’expiration de ce délai, et en l’absence d’excuse valable, les recherches d’emploi ne sont plus prises en considération et ne peuvent donc plus faire l’objet d’un examen sous l’angle quantitatif et qualitatif (art. 26 al. 2 OACI ; ATF 145 V 90 consid. 3.1 ; 133 V 89 consid. 6.2). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant en l’occurrence que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi ; les art. 21 et 43 al. 3 LPGA ne s’appliquent pas dans ce domaine (cf. art. 1 al. 2 LACI ; ATF 139 V 164 consid. 3.2 ; Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Zurich 2014, n. 30 ad art. 17 LACI). Peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3). Déterminer si l’assuré peut faire valoir une excuse valable au sens de l’art. 26 al. 2 OACI revient à se poser la question de l’existence d’un empêchement non fautif au sens de l’art. 41 LPGA relatif à la restitution de délai, disposition qui concrétise un principe général du droit découlant du principe de proportionnalité et de l’interdiction du formalisme excessif (TF 8C_50/2007 du 4 septembre 2007 consid. 4.2). Selon l’art. 41 LPGA, si le requérant ou son mandataire a été empêché, sans sa faute, d’agir dans le délai fixé, celui-ci est restitué pour autant que, dans les 30 jours à compter de celui où l’empêchement a cessé, le requérant ou son mandataire ait déposé une demande motivée de restitution et ait accompli l’acte omis.”
“Pour déterminer si une personne assurée a déployé des efforts suffisants en vue de trouver un emploi convenable, il faut non seulement tenir compte de la quantité, mais également de la qualité de ses démarches (ATF 139 V 524 consid. 2.1.1 et 2.1.4). 3.2 À teneur de l’art. 26 OACI, l’assuré doit cibler ses recherches d’emploi, en règle générale selon les méthodes de postulation ordinaires. Il doit remettre la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant ou le premier jour ouvrable qui suit cette date. À l’expiration de ce délai, et en l’absence d’excuse valable, les recherches d’emploi ne sont plus prises en considération. L’office compétent contrôle chaque mois les recherches d’emploi de l’assuré. 3.3 En liant le devoir de diminution du dommage à une sanction en cas de non-respect de ce devoir, la LACI a voulu inciter les personnes assurées à rechercher un emploi et à éviter la mise à contribution abusive de l'assurance-chômage. Cette sanction est exclusivement soumise aux dispositions spécifiques de l'assurance-chômage (non pas à l'art. 43 al. 3 LPGA). Il en résulte que, sauf excuse valable, une suspension du droit à l'indemnité peut être prononcée si les preuves de recherches d'emploi ne sont pas fournies dans le délai de l'art. 26 al. 2 OACI, sans qu'un délai supplémentaire ne doive être imparti. Peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d'opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.2 et 3.3). 3.4 En l’espèce, l’assurée a reçu de l’ORP un contrat d’objectifs en matière de recherches d’emploi le 4 octobre 2023 dans lequel il était expressément indiqué qu’elle devait faire dix recherches d’emploi par mois et que ses recherches devaient être effectuées chaque semaine et réparties sur le mois concerné. Le nombre de recherches était ainsi clairement fixé par mois et non du 1e jour du mois au 5e jour du mois suivant. En effet, le contrat précisait que: « [l]e formulaire [devait] être remis à l’ORP à la fin du mois ou au plus tard jusqu’au cinq du mois suivant », ce qui ne venait pas contredire le principe des dix recherches par mois civil.”
“Le non-respect des devoirs prévus à l’art. 17 LACI peut donner lieu à une suspension du droit à l’indemnité de chômage (art. 30 al. 1 LACI et 45 al. 3 OACI). La suspension du droit à l’indemnité est destinée à poser une limite à l’obligation de l’assurance-chômage d’allouer des prestations pour des dommages que la personne assurée aurait pu éviter ou réduire. En tant que sanction administrative, elle a pour but de faire répondre la personne assurée, d’une manière appropriée, du préjudice causé à l’assurance-chômage par son comportement fautif (ATF 133 V 89 consid. 6.2.2 ; 125 V 197 consid. 6a). b) Selon l’art. 26 al. 2 OACI, l’assuré doit remettre la preuve de ses recherches d’emploi pour chaque période de contrôle au plus tard le cinq du mois suivant ou le premier jour ouvrable qui suit cette date. A l’expiration de ce délai, et en l’absence d’excuse valable, les recherches d’emploi ne sont plus prises en considération (ATF 145 V 90 consid. 3.1). Un délai supplémentaire au sens de l’art. 43 al. 3 LPGA n’a pas à être accordé, la sanction ne reposant en l’occurrence que sur l’art. 30 al. 1 let. c LACI, en corrélation avec l’art. 17 al. 1 LACI et les dispositions de l’OACI relatives aux recherches d’emploi. La sanction se justifie dès le premier manquement, et cela sans exception (TF 8C_537/2013 du 16 avril 2014 consid. 3 ; 8C_885/2012 et 8C_886/2012 du 2 juillet 2013 consid. 5). Il en résulte ainsi que, sauf excuse valable, une suspension du droit à l’indemnité peut être prononcée si les preuves ne sont pas fournies dans le délai de l’art. 26 al. 2 OACI, sans qu’un délai supplémentaire ne doive être imparti ; peu importe que les preuves soient produites ultérieurement, par exemple dans une procédure d’opposition (ATF 139 V 164 consid. 3.3 ; TF 8C_365/2016 du 3 mars 2017 consid. 3.2 et la référence). Déterminer si l’assuré peut faire valoir une excuse valable au sens de l’art. 26 al. 2 OACI revient à se poser la question de l’existence d’un empêchement non fautif au sens de l’art. 41 LPGA relatif à la restitution de délai, disposition qui concrétise un principe général du droit découlant du principe de proportionnalité et de l’interdiction du formalisme excessif (TF 8C_50/2007 du 4 septembre 2007 consid.”
Il reiterato allontanamento ingiustificato o il persistente rifiuto di collaborare (p. es. la mancata presentazione a appuntamenti sul luogo o a visite di accertamento; il rifiuto di sottoporsi a una valutazione polidisciplinare senza giustificazione medica) può, conformemente all'art. 43 cpv. 3 LPGA, comportare che l'ente assicurativo sospenda le prestazioni o non entri in materia sulla domanda. L'autorità deve prima richiamare per iscritto la persona interessata e concederle un congruo periodo di riflessione o un termine adeguato. Se la persona assicurata in seguito non rifiuta più di collaborare, è libera di presentare nuovamente domanda di prestazioni; la precedente misura di non entrata in materia o di sospensione resta tuttavia giustificata per la mancanza di collaborazione nel procedimento precedente.
“113), sie beabsichtige, die IV-Rente für zwei Monate einzustellen. Der Versicherte nahm dazu nicht Stellung. Mit einer Verfügung vom 23. März 2018 stellte die IV-Stelle die Rentenzahlungen für zwei Monate ein (IV-act. 116). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 28. März 2018 lud die IV-Stelle den Versicherten zu einem Standortgespräch am 17. April 2018 ein (IV-act. 117). Der Versicherte blieb auch diesem Termin unentschuldigt fern. Am 2. Mai 2018 rief ein Kollege des Versicherten bei der IV-Stelle an und informierte diese (IV-act. 119), dass sich der Versicherte in N.___ aufhalte, krank sei und in ca. zehn Tagen in die Schweiz zurückreisen werde. Am 9. Mai 2018 forderte die IV-Stelle den Versicherten zur Teilnahme an einem Standortgespräch am 22. Mai 2018 auf (IV-act. 119). Sie machte ihn auf Art. 28 und 43 Abs. 3 des Gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) aufmerksam und wies ihn ausdrücklich darauf hin, dass sie die Rentenleistungen gestützt auf Art. 43 Abs. 3 ATSG einstellen werde, falls er dem Gespräch vom 22. Mai 2018 unentschuldigt fernbleiben oder unvollständige oder unrichtige Auskünfte erteilen sollte. Mit einem Vorbescheid vom 22. Mai 2018 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Renteneinstellung in Aussicht (IV-act. 120). Zur Begründung gab sie an, der Versicherte habe mehrere Termine nicht wahrgenommen. Auch dem letzten, auf den heutigen Tag angesetzten Termin sei er unentschuldigt ferngeblieben. Deshalb sei aufgrund der Akten zu entscheiden und die IV-Rente einzustellen. Dieser Entscheid ergehe aufgrund folgender Überlegungen: Bei der Zusprache der IV-Rente seien die schweren psychischen Einschränkungen nach der Flucht des Versicherten aus B.___ wesentlich gewesen. Am 23. Oktober 2017 habe der Versicherte angegeben, häufig zu reisen, auch in N.___ische Länder. Am 26. Januar 2018 habe er mitgeteilt, für zwei Wochen nach K.___ zu reisen. Diese Umstände liessen daran zweifeln, dass die Einschränkungen, die für die Rentenzusprache ausschlaggebend gewesen seien, heute noch bestünden.”
“Il appert au demeurant que le délai de réflexion imparti par l'OAIE peut être qualifié de convenable (cf. s'agissant de la notion de délai convenable, l'arrêt du Tribunal fédéral I 605/04 du 11 janvier 2005 consid. 3.2 concernant l'art. 21 al. 4 LPGA). Il résulte du dossier que le recourant n'a pas non plus réagi dans le délai imparti à cet effet. L'OAIE a alors rendu le 19 juillet 2023 un projet de décision de non-entrée en matière pour manque de collaboration, tout en signalant la possibilité d'émettre des objections dans les 30 jours dès réception. Le recourant n'a, à la lumière du dossier, pas contesté le projet de décision en temps utile. L'autorité inférieure n'est, par la décision entreprise du 19 septembre 2023, pas entrée en matière sur la demande de prestations du recourant. 7.4 En procédure de recours, le juge ne doit examiner que si la décision, de rejet de prestations ou de non-entrée en matière de la demande de prestations, rendue à la suite de la procédure de sommation de l'art. 43 al. 3 LPGA, sur la base de l'état de fait existant (incomplet), est correcte (arrêts du Tribunal fédéral U 489/00 du 31 août 2001 consid. 2b et I 214/01 du 25 octobre 2001 consid. 3 et les références ; Michel Valterio, op. cit., n° 2887). Il ne se justifie pas - et cela n'a d'ailleurs aucun sens sous l'angle de l'économie de la procédure - d'examiner uniquement le caractère nécessaire ou non de la mesure requise ou de la pièce à produire manquante. Soit les preuves recueillies jusqu'alors sont suffisantes pour trancher directement le litige, faisant apparaître comme inutile toute mesure complémentaire d'instruction (cf. p. ex. arrêt du Tribunal fédéral I 906/05 du 23 janvier 2007), soit le dossier n'est pas suffisamment instruit pour pouvoir statuer en connaissance de cause, justifiant par voie de conséquence le complément d'instruction requis par l'administration et la non-entrée en matière. Cela étant, en cas de rejet de la demande ou de non-entrée en matière, si l'assuré se montre par la suite disposé à collaborer à l'instruction et à se soumettre aux mesures nécessaires à celle-ci, il lui est loisible de saisir à nouveau l'administration d'une demande de prestations.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 19.09.2024 Art. 43 Abs. 3 ATSG: Die Beschwerdeführerin erklärte mehrfach, an einer vorgesehenen polydisziplinären Begutachtung wegen der damit verbundenen psychischen Belastung nicht teilnehmen zu können, ohne dafür medizinische Belege vorzulegen. Die Begutachtung erweist sich als notwendig und zumutbar. Die Beschwerdegegnerin ist auf das Leistungsbegehren zu Recht nicht eingetreten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. September 2024, IV 2024/66). Entscheid vom 19. September 2024 Besetzung Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Mirjam Angehrn und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2024/66 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.___, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente (Nichteintreten)”
Riferimento: LPGA art. 43 n. 4 In caso di ritardi di scarsa entità o di primo ritardo nell'adempimento degli obblighi di collaborazione possono essere inflitte sanzioni proporzionate e più miti (ad es. una breve sospensione del diritto alla prestazione; il Tribunale federale conferma sanzioni da uno a quattro giorni o, in singoli casi, di un solo giorno). In caso di violazioni gravi o protratte degli obblighi di collaborazione sono possibili conseguenze giuridiche più severe, fino al rigetto della domanda o alla valutazione dello stato di salute come se la misura ordinata fosse stata effettivamente eseguita.
“En cas de léger retard, de recherches d’emploi qualitativement et quantitativement suffisantes et d’un comportement jusque-là irréprochable de l’assuré, une suspension de l’ordre de un à quatre jours doit néanmoins être prononcée en application du principe de proportionnalité (TF 8C_64/2012 du 26 juin 2012 consid. 3.2 ; 8C_2/2012 du 14 juin 2012 consid. 3.2 ; cf. également Directive LACI IC, ch. D33a). g) Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 et les références citées). h) Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve (ATF 145 V 90 consid. 3.2). 4. En l’espèce, il est constant que la recourante s’est inscrite auprès de l’ORP le 11 décembre 2023, que l’ORP a invité l’assurée à un premier entretien de conseil et de contrôle fixé au 10 janvier 2024, que l’assurée a remis spontanément à l’ORP la preuve de ses recherches d’emploi effectuées entre le 11 et le 31 décembre 2023 lors de ce premier entretien du 10 janvier 2024 et que celles-ci sont suffisantes. Est litigieux le point de savoir si l’assurée a fautivement attendu son premier entretien avec son conseiller, le 10 janvier 2024, pour produire la liste des recherches d’emploi effectuées entre le 11 et le 31 décembre 2023 comme l’a retenu la DGEM.”
“Les actes commis durant la période d'observation et qui font l'objet de la suspension sont déterminants pour fixer la prolongation de la durée de suspension (art. 45 al. 1 OACI). 4.5 Le Tribunal fédéral a jugé qu'un assuré qui remet ses recherches hors délai ne doit pas se voir imposer la même sanction que celui qui ne procède à aucune recherche d'emploi, surtout si le retard est léger et survient pour la première fois pendant la période de contrôle. Il a ainsi confirmé qu’un formulaire de recherches remis pour la première fois avec cinq jours de retard alors que l’assurée avait fait des recherches de qualité justifiait une sanction, non pas de cinq jours de suspension du droit à l’indemnité, mais d'un jour seulement (arrêt du Tribunal fédéral 8C_2/2012 du 14 juin 2012). Le Tribunal fédéral a jugé qu'une sanction s'imposait, même en cas de retard minime (soit un jour, arrêt du Tribunal fédéral 8C_604/2018 du 5 novembre 2018). 5. 5.1 Dans le domaine des assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'autorité (cf. art. 43 LPGA). Cette règle n'est toutefois pas absolue. Sa portée est restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Cela comporte en partie l'obligation d'apporter, dans la mesure où cela peut être raisonnablement exigé, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi la partie concernée s'expose à devoir supporter les conséquences de l'absence de preuve. Malgré les pertes de documents pouvant se produire dans toute administration, la jurisprudence a presque toujours indiqué que les assurés supportaient les conséquences de l'absence de preuve en ce qui concerne la remise de la liste des recherches d'emploi (ATF 145 V 90 consid. 3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_747/2018 du 20 mars 2019 consid. 2.2 ; également arrêt du Tribunal fédéral C 294/99 du 14 décembre 1999 consid. 2a, in DTA 2000 n. 25 p. 122) et la date effective de la remise (ATF 145 V 90 consid. 3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral C 3/07 du 3 janvier 2008 consid. 3.2). Le fait que des allégations relatives à la remise des justificatifs de recherches d'emploi (ou relatives à la date de celle-ci) soient plausibles ne suffit pas à démontrer une remise effective des justificatifs (ou une remise à temps).”
“Juli 2022 an die Beschwerdeführerin (Urk. 6/40) hielt die Beschwerdegegnerin unter dem Titel «Auflage einer Massnahme» fest, zurzeit werde der Leistungsanspruch geklärt. Gestützt auf die vorhandenen Unterlagen sei nicht abschliessend beurteilbar, ob die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit längere Zeit andauere oder bleibend sei. Die Abklärungen hätten ergeben, dass der Gesundheitszustand durch eine zweimonatige stationäre Behandlung in einer Fachklinik für Psychiatrie und im Anschluss eine viermonatige tagesklinische Behandlung wesentlich verbessert werden könne. Man erwarte, dass sich die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch diese Massnahme innert sechs bis acht Monaten auf 50 bis 80 % steigern lasse. Der Beschwerdeführerin wurde eine Frist bis zum 20. August 2022 gesetzt, um mitzuteilen, wo die Massnahme durchgeführt werde. Sie wurde zudem aufgefordert, die Massnahme spätestens bis am 31. März 2022 (richtig wohl: 2023) durchzuführen (S. 1). Die Beschwerdeführerin wurde auf ihre Mitwirkungspflicht nach Art. 43 ATSG und Art. 7 IVG hingewiesen. Die Beschwerdegegnerin hielt fest, wenn die Beschwerdeführerin nicht bis zum 20. August 2022 mitgeteilt habe, wo die Massnahme durchgeführt werde, könne dies zur Folge haben, dass ihr Gesundheitszustand so beurteilt werde, als ob sie die Massnahme durchgeführt hätte. Dasselbe gelte, wenn die Massnahme nicht bis 31. März 2022 durchgeführt werde. Dies könne die Abweisung des Gesuches zur Folge haben (S. 2). Beigelegt war ein Informationsblatt über die gesetzlichen Grundlagen (Urk. 6/41/5-6). In der Folge nannte die Beschwerdeführerin im Formular «Angaben Behandlungsort und Einverständniserklärung» (Urk. 6/42) lediglich ihren Namen und ihre Adresse und wurde deshalb mit Schreiben vom 17. August 2022 (Urk. 6/44) erneut aufgefordert, den Behandlungsort anzugeben. Am 24. August 2022 gab die Beschwerdeführerin erneut ihren Namen und ihre Adresse an (Urk. 6/45), worauf sich die Beschwerdegegnerin im Einverständnis mit der Beschwerdeführerin (Urk. 6/45) an Dr. G.”
LPGA art. 43 n. 3 Se la situazione del domicilio è incerta, devono essere effettuati idonei accertamenti d'ufficio; questi possono comprendere, in particolare, l'audizione della persona interessata, l'ottenimento dei dati di contatto dei fornitori di alloggio, l'accertamento della collocazione degli effetti personali e — se del caso — una ricerca sul luogo di residenza (visita domiciliare/ispezione dell'abitazione). Se continuano a mancare documenti necessari o il quadro fattuale rimane insufficientemente chiarito, la questione deve essere rimessa all'autorità competente per un'indagine integrativa.
“Il lui appartenait en particulier de l’interroger sur son lieu de séjour exact pendant les mois concernés, de requérir les coordonnées des amis qui le logeaient, de lever le doute quant à sa résidence éventuelle dans les faits au Chemin du W.________ 2 à F.________ malgré la résiliation du bail et de lui demander où se trouvaient précisément ses affaires personnelles. Si le recourant ne répond pas de manière précise à ces questions, l’intimée pourra prendre acte d’un éventuel refus de collaborer et en tirer les conséquences qui s’imposent. Il ressort des considérants qui précèdent que l’instruction menée par l’intimée est lacunaire et ne permet pas de se prononcer en toute connaissance de cause sur la question de la résidence habituelle du recourant entre le 26 mai et le 31 août 2022. Il convient par conséquent de renvoyer la cause à cette autorité, dès lors que c’est à elle qu’il incombe en premier lieu d’instruire, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), et de rendre une nouvelle décision. 5. Partant, le recours doit être admis et la décision sur opposition annulée, la cause étant renvoyée à l’intimée pour complément d’instruction dans le sens des considérants et nouvelle décision. Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA), ni d’allouer de dépens, la partie recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la juge unique prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 3 octobre 2022 par la Caisse cantonale de chômage, Division juridique, est annulée, la cause lui étant renvoyée pour complément d’instruction et nouvelle décision. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens. La juge unique : La greffière : Du L'arrêt qui précède est notifié à : ‑ B.________, ‑ Caisse cantonale de chômage, Division juridique, - Secrétariat d’Etat à l’économie, par l'envoi de photocopies. Le présent arrêt peut faire l'objet d'un recours en matière de droit public devant le Tribunal fédéral au sens des art.”
“b) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 et les références). Il n’existe aucun principe juridique dictant à l’administration ou au juge de statuer en faveur de la personne assurée en cas de doute (ATF 135 V 39 consid. 6.1 et les références). La procédure dans le domaine des assurances sociales est régie par le principe inquisitoire, selon lequel les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Ce principe n'est certes pas absolu. Sa portée est en effet restreinte par le devoir des parties de collaborer à l'instruction de l'affaire. Celui-ci comprend en particulier l'obligation des parties d'apporter, dans la mesure où cela peut raisonnablement être exigé d'elles, les preuves commandées par la nature du litige et des faits invoqués, faute de quoi elles risquent de devoir supporter les conséquences de l'absence de preuves (ATF 139 V 176 consid. 5.2 et les références). 4. En l’espèce, l’intimée a estimé que l’assuré ne disposait pas au 26 mai 2022 d’un domicile en Suisse au sens de la loi, aux motifs que son contrat de bail avait été résilié au 15 juin 2020, que la Commune de Q.________ avait enregistré son départ pour une destination inconnue après avoir refusé de prolonger son statut de ménage administratif, et qu’il n’avait fourni ni contrat de bail, ni facture d’électricité ou de téléphone. S’il est établi, au moyen d’attestations, que le recourant était officiellement inscrit en domicile administratif auprès de la Commune de Q.”
“d), qu’en l’espèce, il apparaît que le recourant vit de manière indépendante dans son propre logement en résidence principale depuis le 1er décembre 2023, soit depuis une date antérieure à l’émission de la décision querellée, que l’on ignore en l’état si la mesure de curatelle instaurée en faveur du recourant le 10 août 2021 a effectivement été levée, que, quoi qu’il soit, l’OAI s’est fondé, pour rendre la décision attaquée, sur des informations obsolètes quant au lieu de vie du recourant, lequel a emménagé dans son propre logement à [...] à compter du 1er décembre 2023, qu’il s’agit dès lors de compléter l’instruction du cas en vérifiant si la mesure de curatelle a été levée et, à défaut, de déterminer si le recourant remplit notamment la condition prévue à l’art. 39b let. a RAI, que dans ce contexte, ainsi que l’intimé l’a proposé, un complément d’instruction s’impose, notamment sous la forme d’une enquête au domicile du recourant, attendu que selon le principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, les faits pertinents de la cause doivent être constatés d'office par l'assureur, qui prend les mesures d'instruction nécessaires et recueille les renseignements dont il a besoin (art. 43 al. 1 LPGA), que, dans son écriture du 21 mai 2024, l’intimé a expressément conclu à l’annulation de la décision entreprise et au renvoi de la cause pour instruction complémentaire avant nouvelle décision. que toutefois, l’acquiescement est en principe inopérant en droit des assurances sociales, dans lequel prévaut la maxime d’office (art. 43 al. 1 et 61 let. c LPGA), en ce sens qu’il ne dispense pas le juge de se prononcer sur le recours, de sorte qu’il y a lieu de rendre une décision sur le fond (TF 8C _331/2020 du 4 mars 2021 ; 9C_149/2017 du 10 octobre 2017 consid. 1 et la référence citée), que le dossier constitué par l’OAI étant insuffisamment instruit en l’état eu égard notamment au changement de lieu de vie du recourant, il se justifie de lui renvoyer la cause pour complément d’instruction (ATF 137 V 210 consid. 4.4.14 et les références citées), que la décision attaquée doit en conséquence être annulée et la cause renvoyée à l’OAI pour nouvelle décision, après complément d’instruction, notamment après la mise en œuvre d’une enquête au domicile du recourant, attendu que selon les art.”
“Zwar muss er dann früher als geplant in die Schweiz zurückgekehrt sein, denn er ist mehrere Jahre vor seiner Ehefrau wieder in die Schweiz eingereist, um hier zu leben, aber die Akten belegen seine Anwesenheit in der Schweiz erst ab Februar 2009, was bedeutet, dass der Beschwerdeführer möglicherweise während insgesamt eineinhalb Jahren in der Türkei gelebt haben könnte. Da diese Zeit in den für die Beantwortung der Frage nach der Erfüllung der Karenzfrist massgebenden Zeitraum ab Oktober 2007 fällt, ist die Erfüllung der Karenzfrist bereits durch diesen Umstand ernsthaft in Frage gestellt. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen hat sich die Beschwerdegegnerin nicht näher damit befasst. Sie hat es insbesondere unterlassen abzuklären, wie lange der Auslandsaufenthalt des Beschwerdeführers in der Türkei gedauert hat und wann der Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort wieder zurück in die Schweiz verlegt hat. Damit erweist sich der massgebende Sachverhalt als ungenügend abgeklärt, weshalb der angefochtene Einspracheentscheid in Verletzung der Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) ergangen ist und als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Da es nicht die Sache des Versicherungsgerichtes sein kann, ein Versäumnis der Beschwerdegegnerin bei der Erfüllung ihrer ureigensten Aufgabe – der Sachverhaltsermittlung – zu beheben, und da dem Beschwerdeführer die Einsprachemöglichkeit nicht vorenthalten werden soll, ist die Sache zur vollständigen Erfüllung der Untersuchungspflicht an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sollte sich ergeben, dass der Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen Aufenthalt (entgegen seiner Erklärung vom Juni 2007, er wolle die Schweiz definitiv verlassen) bereits ab Oktober 2007 wieder in der Schweiz gehabt hat, wird die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen bezüglich der Frage zu tätigen haben, ob es nach Oktober 2007 zu einer (vorübergehenden) Verlegung des gewöhnlichen Aufenthaltes in die Türkei gekommen ist. Die entsprechende Vermutung liegt insbesondere für die Zeit bis März 2014 nahe, weil bis zu diesem Zeitpunkt die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdeführers noch in der Türkei gelebt haben.”
Se emerge che un provvedimento è indubbiamente errato, tale constatazione rimane determinante anche se l'accertamento originario è stato effettuato in modo incompleto o in violazione dell'art. 43 cpv. 1 LPGA. In tal caso non rileva la presenza di accertamenti insufficienti.
“Zunächst ist zu prüfen, ob die Verfügungen der IV-Stelle zwecks Bestätigung des unveränderten Anspruchs auf eine ganze Invalidenrente vom 12. Oktober 2011 und 27. November 2012 vom kantonalen Gericht bundesrechtskonform als zweifellos unrichtig erkannt wurden. Die Bejahung der Rechtsfrage nach der zweifellosen Unrichtigkeit (JOHANNA DORMANN, Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 35f zu Art. 105 BGG) begründete die Vorinstanz mit einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG).”
“Wie in E. 3.1.1 vorne dargelegt, anerkennt der Beschwerdeführer ausdrücklich und zu Recht, dass sein vordienstliches Einkommen als unregelmässig im Sinne von Art. 6 EOV respektive nicht als regelmässig gemäss Art. 5 EOV zu qualifizieren ist. Soweit er auf S. 5 Ziffer 4 der Beschwerde eine Wiedererwägung im Hinblick auf die Rückforderung der zu viel ausgerichteten EO-Entschädigungen gleichwohl als unzulässig erachtet, ist Folgendes festzuhalten: Wie in E. 3.2.1 vorne dargelegt, ergibt sich die Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprachen aus einer fehlerhaften Anwendung der Art. 5 f. EOV. Ob und wenn ja inwieweit dies auf eine unzulängliche Abklärung zurückzuführen ist, ist dabei ohne Belang. Entscheidend ist allein, dass die zweifellose Unrichtigkeit – wie hier – feststeht (vgl. Entscheid des BGer vom 17. Mai 2021, 9C_415/2020, E. 4.4). Selbst jedoch, wenn die ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung die Folge einer in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) erfolgten unvollständigen Sachverhaltsabklärung gewesen wäre – was der Beschwerdeführer jedoch mit dem (zutreffenden) Hinweis, eine korrekte Berechnung wäre ursprünglich möglich gewesen, letztlich selber widerlegt (Beschwerde S. 5 Ziffer 4 Satz 5) – änderte sich nichts, wäre doch in Bezug auf die Berechnung des vordienstlichen Durchschnittseinkommens auch diesfalls die Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt (vgl. Entscheid des BGer vom 20. Januar 2020, 8C_235/2019, E. 2.2).”
Citazione: LPGA art. 43 n. 1 Forma ed effetti della diffida: un avvertimento generale o preventivo non è sufficiente; la diffida deve indicare in modo concreto e specifico il contenuto dell'obbligo di collaborazione contestato nonché le possibili conseguenze giuridiche, e concedere per iscritto alla persona interessata un adeguato periodo di riflessione. Una richiesta scritta così chiara, corredata di un termine sufficiente, è di norma idonea a far scattare la procedura di diffida e del periodo di riflessione; in caso di persistente e ingiustificata mancata collaborazione, l'ente assicurativo può allora, per carenza di collaborazione, decidere sulla base degli atti, sospendere gli accertamenti o decidere di non entrare nel merito.
“Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr.”
“Diese Mahnung muss sowohl bezüglich der gemahnten Pflicht als auch bezüglich der Folgen einer weiteren Verweigerungshaltung so konkret und spezifisch formuliert sein, dass der versicherten Person klar ist, was der Versicherungsträger von ihr erwartet, und womit sie zu rechnen hat, wenn sie dieser Mahnung nicht Folge leistet. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin am 4. September 2018 angehalten, sich psychiatrisch und rheumatologisch durch die Sachverständigen Dres. G.___ und F.___ begutachten zu lassen. Sie hat in dieser Aufforderung ganz allgemein auf die Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung hingewiesen und unter Hinweis auf den Art. 43 Abs. 3 ATSG und den Art. 7b IVG festgehalten, dass eine Verletzung dieser allgemein formulierten Mitwirkungspflicht verschiedenartige Folgen nach sich ziehen könnte, nämlich einen Entscheid aufgrund der Akten, einen Nichteintretensentscheid, eine Kürzung der Leistungen oder aber eine Verweigerung der Leistungen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin hat es sich bei diesen Ausführungen schon deshalb nicht um eine „Abmahnung“ im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gehandelt, weil sie nicht die Reaktion auf eine Verletzung der Mitwirkungspflicht der Beschwerdeführerin bei der Sachverhaltsabklärung, sondern nur eine Art „präventive Warnung“ gewesen ist. Die Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung kann aber nicht „auf Vorrat“ beziehungsweise präventiv „abgemahnt“ werden. Hinzu kommt, dass für die Beschwerdeführerin anhand der allgemein gehaltenen Ausführungen im Schreiben vom 4. September 2018 nicht klar gewesen sein kann, was genau die Beschwerdegegnerin von ihr erwartet hat, und dass sie auch nicht hat wissen können, welche der aufgezählten Folgen eine allfällige Verletzung ihrer unspezifisch umrissenen Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung für sie haben würde. Auch aus diesem Grund kann das Schreiben vom 4. September 2018 keine hinreichende Abmahnung im Sinne des Art. 43 Abs. 3 ATSG gewesen sein. Für einen Auszahlungsstopp der formell rechtskräftig zugesprochenen Rente in Anwendung des lückenfüllend ergänzten Art. 43 Abs. 3 ATSG hätte die Beschwerdegegnerin nach der gescheiterten neuropsychologischen Testung und nach der gescheiterten psychiatrischen Begutachtung durch Dr.”
“Wie die Vorinstanz - nicht offensichtlich unrichtig, und für das Bundesgericht deshalb verbindlich (oben E. 2) - feststellte, hat die IV-Stelle der Versicherten mit Schreiben vom 4. September 2018 mitgeteilt, dass eine Begutachtung notwendig sei und dass sie sich dieser zu unterziehen habe, ansonsten auf Grund der Akten verfügt, die Erhebungen eingestellt oder Nichteintreten beschlossen werden könne. Damit hat sie das Mahn- und Bedenkzeitverfahren korrekt durchgeführt: Die Erfüllung des in Art. 43 Abs. 3 ATSG umschriebenen Sachverhalts der Missachtung der Mitwirkungspflichten setzt insbesondere nicht voraus, dass die Verwaltung eine konkrete Verweigerungshandlung der versicherten Person abwartet und dieser alsdann mit Blick auf eine neuerliche Begutachtung in allen Einzelheiten vorschreibt, wie sie sich zu verhalten hat (vgl. etwa Urteil 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E. 3.2). Schliesslich weist die IV-Stelle zu Recht darauf hin, dass bei verweigerter Mitwirkung der versicherten Person aufgrund der Akten die Leistungen eingestellt werden können (zit. Urteil 9C_244/2016 E. 3.1 f.). Der fehlende Nachweis eines invalidisierenden Gesundheitsschadens wirkt sich dabei zulasten der versicherten Person aus, der diesfalls nicht nur die materielle Beweislast, sondern auch die Beweisführungslast auferlegt wird (vgl. Urteil 8C_283/2020 vom 4. August 2020 E. 3.2). Die Rückweisung zur Durchführung weiterer Begutachtungen erübrigt sich.”
“Folglich wird die Beschwerdegegnerin mit Blick auf die Fortsetzung des Verwaltungsverfahrens (vgl. E. 2) verbindlich im Sinne des Art. 56 Abs. 2 VRP verpflichtet, der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung den dann aktuellen Sachverhalt zugrunde zu legen und die Rente – sollte eine Anpassung in Anwendung der Schlussbestimmung zur IVG-Revision 6a notwendig sein – erst auf den sich aus dem Datum der noch zu erlassenden materiellen Anpassungsverfügung ergebenden Zeitpunkt anzupassen. Gemäss dem Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen, was bedeutet, dass ihn die Pflicht zur Ermittlung des massgebenden Sachverhaltes trifft. Diese Untersuchungspflicht des Versicherungsträgers wird durch eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person bei der Sachverhaltsabklärung ergänzt (vgl. Art. 28 ATSG). Kommt die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung in einer unentschuldbaren Weise nicht nach, kann der Versicherungsträger laut dem Art. 43 Abs. 3 ATSG aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten verfügen. Er muss die versicherte Person aber vorher schriftlich mahnen, auf die Rechtsfolgen hinweisen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einräumen. Weil der Sinn und Zweck des Sozialversicherungsverfahrensrechtes darin besteht, dem materiellen Sozialversicherungsrecht zum Durchbruch zu verhelfen, das heisst den Sozialversicherungsträger in die Lage zu versetzen, das materielle Recht auf einen vollständig ermittelten Sachverhalt anzuwenden, kann der Art. 43 Abs. 3 ATSG augenscheinlich nicht bezwecken, dem Sozialversicherungsträger einen möglichst einfachen „Ausstieg“ aus einer „unbequemen“ verfahrensrechtlichen Situation zu ermöglichen. Ein solcher Ausstieg aus einem Verwaltungsverfahren wäre nämlich nichts anderes als eine Kapitulation vor den sich stellenden Schwierigkeiten, denn es hätte zur Folge, dass der eigentliche Zweck des Verwaltungsverfahrens – die vollständige Sachverhaltsermittlung und die anschliessende Rechtsanwendung – definitiv nicht erreicht werden könnte.”
“Daraus folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 31. Januar 2020 verfrüht – nämlich ohne ein vorgängiges „Mahn- und Bedenkzeitverfahren“ – ergangen ist, weshalb sie als rechtswidrig aufgehoben werden muss. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin hat nicht gestützt auf den Art. 7b Abs. 2 lit. d IVG auf die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verzichtet werden können, weil sich jene Bestimmung nur in einer allgemeinen Weise auf die Mitwirkungspflicht der versicherten Personen bei der Sachverhaltsabklärung bezieht, während der Art. 7b Abs. 1 IVG, der spezifisch die Mitwirkung bei einer Begutachtung betrifft, die Durchführung des „Mahn- und Bedenkzeitverfahrens“ verlangt. Da nach der wegen der Verweigerung der Mitwirkung bei der neuropsychologischen und psychiatrischen Untersuchung gescheiterten Begutachtung nun die Gefahr einer (weiteren) Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung im Raum steht und da das kantonale Recht für das gerichtliche Verfahren keine dem Art. 43 Abs. 3 ATSG analoge Regelung kennt, mit dem das Versicherungsgericht die Beschwerdeführerin zur vollumfänglichen Kooperation im Rahmen einer Begutachtung im Auftrag des Gerichtes anhalten und bei Nichtbefolgen „sanktionieren“ könnte, muss die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden. Diese wird eine weitere psychiatrische und neuropsychologische Begutachtung in die Wege leiten und die Beschwerdeführerin konkret und spezifisch zur Erfüllung ihrer Mitwirkungspflicht bei der Begutachtung abmahnen. Sie wird ihr androhen, dass sie bei einer weiteren Verletzung der Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabklärung keine Rentenleistungen mehr auszahlen werde. Die Rückweisung einer Sache zur weiteren Abklärung gilt rechtsprechungsgemäss als ein vollständiges Obsiegen der beschwerdeführenden Partei. Die Gerichtskosten von 600 Franken sind deshalb der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Diese hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung auszurichten. Der für die Bemessung dieser Entschädigung massgebende erforderliche Vertretungsaufwand ist als unterdurchschnittlich zu qualifizieren, weil der Sachverhalt dem Rechtsvertreter bereits bestens bekannt gewesen ist und weil der Rechtsvertreter nur die Replik und nicht auch die Beschwerdeschrift hat verfassen müssen.”