17 commentaries
Eine Nutzung als Bienenstand kann — sofern sie der landwirtschaftlichen Nutzung der Parzelle zuträglich ist und im Rahmen der landwirtschaftlichen Betriebsausübung erfolgt — Bestandsschutz nach Art. 16b RPG begründen.
“aperçu avant l'impression N° affaire: AC.2019.0147 Autorité:, Date décision: CDAP, 08.07.2021 Juge: AJO Greffier: MLT Publication (revue juridique): Ref. TF: Nom des parties contenant: COMMUNE DE VILLENEUVE/Direction générale du territoire et du logement ZONE AGRICOLE APICULTURE RÉTABLISSEMENT DE L'ÉTAT ANTÉRIEUR PROPORTIONNALITÉ PESÉE DES INTÉRÊTS LAT-16LAT-16a-1LAT-16bLPA-VD-83-1OAT-34aRLATC-83-3 Résumé contenant: Annulation de l'ordre de suppression d'un cabanon en zone agricole. Ce cabanon, certes pas autorisé en tant que tel, mais construit à la place d'un bâtiment agricole dont la reconstruction avait été autorisée, peut bénéficier du régime prévu par l'art. 16b LAT et être utilisé pour l'apiculture dans le cadre de l'exploitation d'un agriculteur. Il serait contraire au principe de la proportionnalité d'en ordonner la démolition au motif que l'exploitant agricole concerné pourrait utiliser d'autres bâtiments pour ses activités apicoles. TRIBUNAL CANTONAL COUR DE DROIT ADMINISTRATIF ET PUBLIC Arrêt du 8 juillet 2021 Composition M. André Jomini, président; M. Jean-Etienne Ducret et M. Raymond Durussel, assesseurs; Mme Marlène Antonioli, greffière. Recourante COMMUNE DE VILLENEUVE, à Villeneuve, représentée par Me Pascal NICOLLIER, avocat à La Tour-de-Peilz, Autorité intimée Direction générale du territoire et du logement, à Lausanne. Objet Recours COMMUNE DE VILLENEUVE c/ décision du Service du développement territorial du 4 avril 2019 ordonnant la suppression d'un cabanon implanté sur la parcelle n° 3288 (CAMAC 181807).”
Für landwirtschaftliche Bauten in der Landwirtschaftszone enthält Art. 16b RPG nach Auffassung der zitierten Rechtsprechung ein gesetzlich formuliertes öffentliches Interesse am Erhalt auch solcher Bauten, die gegenwärtig nicht genutzt werden können. Bei Sanktionen ist demnach eine die Eingriffsintensität mindernde Massnahme vorzuziehen (z. B. ein im Grundbuch vorgemerktes Nutzungsverbot), sofern diese Massnahme das verfolgte Ziel in gleicher Weise erreicht.
“Eine solche sei nicht unter dem Aspekt der Bestandesgarantie zu beurteilen, auch wenn sie das Stadium der technischen Abbruchreife erreicht habe. Letzteres sei vorliegend nicht der Fall gewesen, zumal die Scheune durchgehend genutzt worden sei. Sodann sei die Beschwerdeführerin (mit Bezug auf die Bewilligungspflicht der Arbeiten) durchaus gutgläubig gewesen. Sie habe sich sehr wohl nach der Bewilligungspflicht erkundigt. Im Übrigen könne auch der bösgläubig Bauende sich auf das Verhältnismässigkeitsprinzip berufen. Konkret stehe eine zonenkonforme landwirtschaftliche Baute zur Debatte. Die landwirtschaftszonenfremde Nutzung sei nicht mehr streitgegenständlich. Der Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet werde nicht verletzt. Dass die Scheune "vor der illegalen Erneuerung nicht mehr zonenkonform nutzbar" gewesen sei, treffe nicht zu und sei nie von irgendeiner Seite behauptet worden. Einzig die Stallnutzung (Tierhaltung) sei für die Beschwerdeführerin nicht mehr tragbar gewesen. Für landwirtschaftliche Bauten in der Landwirtschaftszone finde sich in Art. 16b RPG ein explizit gesetzlich formuliertes öffentliches Interesse am Erhalt von aktuell nicht verwendbaren Bauten. Es sei die Sanktion mit der geringeren Eingriffsstärke (im Grundbuch vorgemerktes Nutzungsverbot) zu wählen, sofern diese ebenfalls zum gewünschten Ziel führe. Die fehlende Erläuterung des bundesgerichtlichen Rückweisungsauftrages im angefochtenen Entscheid erscheine als gravierender Begründungsmangel, denn im vorliegenden Verfahren gehe es um nichts anderes als um den Vollzug dieses Rückweisungsauftrages. In ihrem Entscheid vom 10. März 2020 (S. 3) habe die Beschwerdebeteiligte zu Recht erwogen, dass sich aus dem Urteil des Bundesgerichts nicht hinreichend klar ergebe, welche baulichen Änderungen inwiefern zu prüfen seien (act. G 7, G 20). In BGer 1C_131/2018 wurde die Rechtswidrigkeit der an der Scheune vorgenommenen Massnahmen bestätigt (vgl. vorstehende E. 2.2 erster Absatz). Deren Rechtswidrigkeit kann daher als solche nicht mehr Thema des vorliegenden Verfahrens bilden, sondern lediglich der im erwähnten Urteil angeführte Rückweisungsauftrag für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands.”
“Eine solche sei nicht unter dem Aspekt der Bestandesgarantie zu beurteilen, auch wenn sie das Stadium der technischen Abbruchreife erreicht habe. Letzteres sei vorliegend nicht der Fall gewesen, zumal die Scheune durchgehend genutzt worden sei. Sodann sei die Beschwerdeführerin (mit Bezug auf die Bewilligungspflicht der Arbeiten) durchaus gutgläubig gewesen. Sie habe sich sehr wohl nach der Bewilligungspflicht erkundigt. Im Übrigen könne auch der bösgläubig Bauende sich auf das Verhältnismässigkeitsprinzip berufen. Konkret stehe eine zonenkonforme landwirtschaftliche Baute zur Debatte. Die landwirtschaftszonenfremde Nutzung sei nicht mehr streitgegenständlich. Der Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet werde nicht verletzt. Dass die Scheune "vor der illegalen Erneuerung nicht mehr zonenkonform nutzbar" gewesen sei, treffe nicht zu und sei nie von irgendeiner Seite behauptet worden. Einzig die Stallnutzung (Tierhaltung) sei für die Beschwerdeführerin nicht mehr tragbar gewesen. Für landwirtschaftliche Bauten in der Landwirtschaftszone finde sich in Art. 16b RPG ein explizit gesetzlich formuliertes öffentliches Interesse am Erhalt von aktuell nicht verwendbaren Bauten. Es sei die Sanktion mit der geringeren Eingriffsstärke (im Grundbuch vorgemerktes Nutzungsverbot) zu wählen, sofern diese ebenfalls zum gewünschten Ziel führe. Die fehlende Erläuterung des bundesgerichtlichen Rückweisungsauftrages im angefochtenen Entscheid erscheine als gravierender Begründungsmangel, denn im vorliegenden Verfahren gehe es um nichts anderes als um den Vollzug dieses Rückweisungsauftrages. In ihrem Entscheid vom 10. März 2020 (S. 3) habe die Beschwerdebeteiligte zu Recht erwogen, dass sich aus dem Urteil des Bundesgerichts nicht hinreichend klar ergebe, welche baulichen Änderungen inwiefern zu prüfen seien (act. G 7, G 20). In BGer 1C_131/2018 wurde die Rechtswidrigkeit der an der Scheune vorgenommenen Massnahmen bestätigt (vgl. vorstehende E. 2.2 erster Absatz). Deren Rechtswidrigkeit kann daher als solche nicht mehr Thema des vorliegenden Verfahrens bilden, sondern lediglich der im erwähnten Urteil angeführte Rückweisungsauftrag für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands.”
Eine befristete oder mit einer auflösenden Bedingung versehene Bewilligung rechtfertigt nicht schon während ihres Fortbestehens eine Abrissanordnung. Eine Beseitigungsanordnung kommt grundsätzlich nur unter den in Art. 16b Abs. 2 genannten Voraussetzungen (insbesondere beim Wegfall der Bewilligung) in Betracht. Die Rechtsprechung sieht jedoch Ausnahmen vor, wenn polizeiliche Schutzgüter konkret bedroht sind oder wenn das Gebäude in einem derart ruinösen Zustand ist, dass es nicht mehr verwendbar ist.
“Le droit fédéral n'exige pas que, dans la zone agricole, les constructions et installations agricoles valablement autorisées mais ayant perdu leur utilité soient par principe démolies. La démolition ne peut être imposée que dans les cas mentionnés à l'art. 16b al. 2 LAT. Les constructions qui ont perdu leur vocation agricole doivent pouvoir être conservées en prévision des besoins susceptibles d’apparaître ultérieurement, afin d’éviter, dans la mesure où les circonstances le permettent, l’édification de nouvelles constructions. Comme les nouveaux besoins requièrent cependant souvent d’autres structures, une réaffectation à un nouvel usage conforme à l’affectation de la zone implique souvent une démolition-reconstruction ou, à tout le moins, une transformation importante (cf. Ruch/Muggli, op. cit, N. 3 ad art. 16b LAT). En l'occurrence, l'autorisation spéciale délivrée en 2004 n'était pas limitée dans le temps et elle n'était pas assortie d'une condition résolutoire: un ordre de démolition fondé sur l'art. 16b al. 2 LAT n'entrerait pas en considération. Ce régime a été adopté par le législateur parce qu'il serait contraire au principe de la proportionnalité, lorsque l'autorisation n'est pas devenue caduque, d'ordonner la démolition d'une construction qui pourrait être réaffectée à un autre usage que celui initialement prévu, que ce soit en vertu d'une autorisation ordinaire ou d'une dérogation (cf. Ruch/Muggli, op. cit., N. 11 ad art. 16b LAT). Il faut cependant réserver le cas où des biens de police sont concrètement menacés, ou encore celui où le bâtiment en question, en ruine, n'est plus susceptible d'être utilisé (cf. Ruch/Muggli, op. cit., N. 13 ad art. 16b LAT).”
Ist eine Bewilligung nicht befristet und nicht mit einer auflösenden Bedingung versehen, kommt eine Abrissanordnung nach Art. 16b Abs. 2 RPG regelmässig nicht in Betracht; die Vorschrift erlaubt den Abriss nur in den dort ausdrücklich genannten Fällen.
“" En l'état actuel, la situation du cabanon correspond à celle de l'art. 16b al. 1, 1ère phrase LAT: il n'est pas utilisé et il ne pourrait pas être utilisé pour un autre usage, non agricole. La commune ne conclut pas à l'octroi d'une nouvelle autorisation de construire (autorisation spéciale de la DGTL) qui remplacerait l'autorisation de 2004; elle demande de pouvoir utiliser le cabanon comme rucher, sa suppression n'étant donc plus imposée. On se trouve dans une situation où un bâtiment existant – certes pas autorisé en tant que tel, mais remplaçant un bâtiment agricole dont la reconstruction avait été admise – peut être réaffecté à un usage apicole, conforme à l'affectation de la zone, ce qui est propre à permettre la levée d'une interdiction d'utilisation (cf. art. 16b al. 1, 2e phrase LAT). Le droit fédéral n'exige pas que, dans la zone agricole, les constructions et installations agricoles valablement autorisées mais ayant perdu leur utilité soient par principe démolies. La démolition ne peut être imposée que dans les cas mentionnés à l'art. 16b al. 2 LAT. Les constructions qui ont perdu leur vocation agricole doivent pouvoir être conservées en prévision des besoins susceptibles d’apparaître ultérieurement, afin d’éviter, dans la mesure où les circonstances le permettent, l’édification de nouvelles constructions. Comme les nouveaux besoins requièrent cependant souvent d’autres structures, une réaffectation à un nouvel usage conforme à l’affectation de la zone implique souvent une démolition-reconstruction ou, à tout le moins, une transformation importante (cf. Ruch/Muggli, op. cit, N. 3 ad art. 16b LAT). En l'occurrence, l'autorisation spéciale délivrée en 2004 n'était pas limitée dans le temps et elle n'était pas assortie d'une condition résolutoire: un ordre de démolition fondé sur l'art. 16b al. 2 LAT n'entrerait pas en considération. Ce régime a été adopté par le législateur parce qu'il serait contraire au principe de la proportionnalité, lorsque l'autorisation n'est pas devenue caduque, d'ordonner la démolition d'une construction qui pourrait être réaffectée à un autre usage que celui initialement prévu, que ce soit en vertu d'une autorisation ordinaire ou d'une dérogation (cf.”
Für landwirtschaftliche Bauten in der Landwirtschaftszone besteht nach Art. 16b RPG ein vom Gesetzgeber erkennbares öffentliches Interesse am Erhalt auch derzeit nicht verwendbarer, aber erhaltenswerter Bauten. Soweit mit einer weniger eingriffsintensiven Massnahme (z. B. einem im Grundbuch vorgemerkten Nutzungsverbot) das mit Art. 16b verfolgte Ziel erreicht werden kann, ist diese zu wählen.
“Eine solche sei nicht unter dem Aspekt der Bestandesgarantie zu beurteilen, auch wenn sie das Stadium der technischen Abbruchreife erreicht habe. Letzteres sei vorliegend nicht der Fall gewesen, zumal die Scheune durchgehend genutzt worden sei. Sodann sei die Beschwerdeführerin (mit Bezug auf die Bewilligungspflicht der Arbeiten) durchaus gutgläubig gewesen. Sie habe sich sehr wohl nach der Bewilligungspflicht erkundigt. Im Übrigen könne auch der bösgläubig Bauende sich auf das Verhältnismässigkeitsprinzip berufen. Konkret stehe eine zonenkonforme landwirtschaftliche Baute zur Debatte. Die landwirtschaftszonenfremde Nutzung sei nicht mehr streitgegenständlich. Der Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet werde nicht verletzt. Dass die Scheune "vor der illegalen Erneuerung nicht mehr zonenkonform nutzbar" gewesen sei, treffe nicht zu und sei nie von irgendeiner Seite behauptet worden. Einzig die Stallnutzung (Tierhaltung) sei für die Beschwerdeführerin nicht mehr tragbar gewesen. Für landwirtschaftliche Bauten in der Landwirtschaftszone finde sich in Art. 16b RPG ein explizit gesetzlich formuliertes öffentliches Interesse am Erhalt von aktuell nicht verwendbaren Bauten. Es sei die Sanktion mit der geringeren Eingriffsstärke (im Grundbuch vorgemerktes Nutzungsverbot) zu wählen, sofern diese ebenfalls zum gewünschten Ziel führe. Die fehlende Erläuterung des bundesgerichtlichen Rückweisungsauftrages im angefochtenen Entscheid erscheine als gravierender Begründungsmangel, denn im vorliegenden Verfahren gehe es um nichts anderes als um den Vollzug dieses Rückweisungsauftrages. In ihrem Entscheid vom 10. März 2020 (S. 3) habe die Beschwerdebeteiligte zu Recht erwogen, dass sich aus dem Urteil des Bundesgerichts nicht hinreichend klar ergebe, welche baulichen Änderungen inwiefern zu prüfen seien (act. G 7, G 20). In BGer 1C_131/2018 wurde die Rechtswidrigkeit der an der Scheune vorgenommenen Massnahmen bestätigt (vgl. vorstehende E. 2.2 erster Absatz). Deren Rechtswidrigkeit kann daher als solche nicht mehr Thema des vorliegenden Verfahrens bilden, sondern lediglich der im erwähnten Urteil angeführte Rückweisungsauftrag für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands.”
In der erwähnten Bewilligung wurde eine Eintragung im Grundbuch vorgesehen, wonach das Bergchalet bei Aufgabe oder Beendigung der landwirtschaftlichen Nutzung zu entfernen und die Örtlichkeit wiederherzustellen ist (Art. 16b).
“La présente autorisation fera l'objet d'une mention inscrite par notre direction au Registre foncier indiquant que "le chalet d'alpage devra être supprimé en cas d'abandon ou de cessation de son usage agricole". Les lieux devront alors être remis en l'état (art. 16b LAT)." Par décision du 11 mai 2023, la Municipalité de Blonay - Saint-Légier (ci-après: la municipalité) a levé l'opposition et délivré le permis de construire requis. F. Agissant le 12 juin 2023 par la voie du recours de droit administratif, A.________, B.________ et C.________ demandent à la Cour de droit administratif et public (CDAP) du Tribunal cantonal, principalement, de réformer la décision municipale et les décisions cantonales en ce sens que les autorisations de reconstruire-transformer le chalet d'alpage pour y créer une étable, une fromagerie d'alpage et un logement sont refusées, ordre étant donné au propriétaire de remettre en état les abords du bâtiment et de démolir complètement celui-ci. Subsidiairement, ils concluent à l'annulation de ces décisions. Plus subsidiairement, ils demandent que l'autorisation spéciale délivrée par la DGTL soit modifiée en ce sens que la mention fondée sur l'art. 16b LAT indiquera que le propriétaire doit démolir entièrement et immédiatement le bâtiment ECA no 4620 en cas de cessation de l'activité de fromagerie d'alpage. Le 31 août 2023, la DGAV a déposé sa réponse au recours, laquelle a notamment la teneur suivante: "Le projet vise à développer une nouvelle branche de production pour l'exploitation de M. D.________, à savoir la production laitière et la préparation de fromage d'alpage. [...] La nécessité agricole: [...] S'agissant de la nécessité, M. D.________ souhaite produire du lait destiné à la fabrication de fromage avec notamment 25 vaches laitières, la remonte étant assurée par la présence de 15 génisses. Compte tenu de la charge de l'estivage, soit 38.45 PN (1 PN = 1 vache pendant 120 jours sur l'estivage), la présence de 40 vaches et génisses pendant environ 100 jours correspond à la charge admissible. Les constructions et installations nécessaires à la garde du bétail sont donc justifiées. Sont compris ici: l'étable elle-même, la grange, la fosse à purin et la fumière, nécessaires à une détention conforme aux normes des animaux.”
Bevor auf Art. 16b RPG gestützte Wiederherstellungsmassnahmen angeordnet werden, ist der zuständigen Behörde nach der zitierten Rechtsprechung eine Frist zu gewähren, damit die Eigentümerin die Bauten und Anlagen zonenkonform nutzen bzw. umwidmen kann. Eine Demolierung kommt nur in Betracht, wenn nach Prüfung feststeht, dass eine anderweitige, zonenkonforme Nutzung nicht möglich ist; dies ist eine Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips. Eine Aufhebung des Nutzungsverbots ist möglich, wenn eine Reaffectation in Übereinstimmung mit der Zonenzuweisung realisierbar ist.
“Le renvoi à la DGTL s'impose dans la mesure où les constructions et installations qui ne sont plus utilisées conformément à la zone et qui ne peuvent plus être affectées à un autre usage en vertu des art. 24 à 24e ne doivent pas ex lege être démolies; la démolition d'une construction n'est envisageable que si celle-ci ne peut être réaffectée à un autre usage que celui initialement prévu, ce qui constitue une application du principe de la proportionnalité (cf. Ruch/Muggli ad art. 16b LAT in Commentaire pratique LAT: Construire hors zone à bâtir, 2017). Une interdiction d'utilisation peut en outre être levée si les constructions peuvent être réaffectées à un usage conforme à l'affectation de la zone, ce qui peut par exemple être le cas en cas de modification de la structure de l'exploitation agricole. Il appartiendra donc bien à la DGTL d'impartir un délai à la propriétaire pour un usage conforme à l'affectation de la zone avant d'ordonner d’éventuelles nouvelles mesures de remise en l'état fondées sur l'art. 16b LAT.”
“Le renvoi à la DGTL s'impose dans la mesure où les constructions et installations qui ne sont plus utilisées conformément à la zone et qui ne peuvent plus être affectées à un autre usage en vertu des art. 24 à 24e ne doivent pas ex lege être démolies; la démolition d'une construction n'est envisageable que si celle-ci ne peut être réaffectée à un autre usage que celui initialement prévu, ce qui constitue une application du principe de la proportionnalité (cf. Ruch/Muggli ad art. 16b LAT in Commentaire pratique LAT: Construire hors zone à bâtir, 2017). Une interdiction d'utilisation peut en outre être levée si les constructions peuvent être réaffectées à un usage conforme à l'affectation de la zone, ce qui peut par exemple être le cas en cas de modification de la structure de l'exploitation agricole. Il appartiendra donc bien à la DGTL d'impartir un délai à la propriétaire pour un usage conforme à l'affectation de la zone avant d'ordonner d’éventuelles nouvelles mesures de remise en l'état fondées sur l'art. 16b LAT.”
Bestehen Zweifel daran, dass die Bewirtschaftung dauerhaft gewährleistet ist, kann die Bewilligung nach Art. 16b Abs. 2 RPG mit einer Resolutivbedingung (Beseitigungsrevers) verbunden werden. Das Verwaltungsgericht kann hierzu ergänzende Abklärungen, etwa zur Ertragsentwicklung, einholen. Eine solche Beseitigungsauflage drängt sich insbesondere auf, wenn besondere Gründe des Landschafts-, Umwelt‑ oder Naturschutzes für den Rückbau nach Wegfall der Nutzung sprechen.
“In diesem Zusammenhang stellte es – entgegen dem Verwaltungsgericht – in Frage, ob es mit der aktuellen Betriebsstruktur möglich sei, ein ins Gewicht fallendes Erwerbseinkommen zu erzielen (BGer 1C_553/2022 E. 3.5). Ein zusätzlicher wirtschaftlicher Ertrag, der mit dem Neubau erwartet werde, könne zwar berücksichtigt werden; allerdings nur, wenn dieser hinreichend gesichert erscheine (BGer 1C_553/2022 E. 3.6). Zum heutigen Zeitpunkt sei aber ungewiss, ob es mit dem Neubau gelinge, den Ertrag auf Dauer erheblich zu steigern. Es sei also unsicher, ob der Betrieb zukünftig einen namhaften Beitrag an den Existenzbedarf der Bewirtschafterfamilie leiste und es dieser erlaube, ihr ausserbetriebliches Arbeitspensum zu reduzieren und die Arbeitskraft der abtretenden Generation zu ersetzen (BGer 1C_553/2022 E. 3.7). Damit stelle sich die Frage, ob der Betrieb im Sinn von Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV längerfristig bestehen könne. Sei dies – wie hier – zweifelhaft, bestehe die Möglichkeit, die Bewilligung für die neue Baute gemäss Art. 16b Abs. 2 RPG mit einem Beseitigungsrevers (Resolutivbedingung) zu verbinden. Eine solche Resolutivbedingung dränge sich auf, wenn (zusätzlich zum Trennungsgrundsatz) besondere Gründe des Landschafts-, Umwelt- oder Naturschutzes für den Rückbau des Gebäudes nach Wegfall der Nutzung sprechen. Dies sei hier der Fall, denn die Parzelle des Beschwerdegegners 1 befinde sich im kommunalen Landschaftsschutzgebiet «Wachthubel-Port-Allmend» (BGer 1C_553/2022 E. 4.2). Bisher sei die Möglichkeit eines Beseitigungsrevers nicht thematisiert worden, weshalb sich die Parteien dazu nicht geäussert hätten. Das Bundesgericht hat die Sache deshalb an das Verwaltungsgericht zurückgewiesen, um den Parteien insoweit das rechtliche Gehör zu gewähren. Das Verwaltungsgericht könne – soweit erforderlich – ergänzende Auskünfte oder Unterlagen einholen z.B. zur Ertragsentwicklung seit 2020. Anschliessend werde es neu entscheiden müssen, ob die Bewilligung – mit oder ohne Beseitigungsrevers – erteilt werden könne. Das Bundesgericht hat es dem Verwaltungsgericht überlassen, ob es die Sache seinerseits zur weiteren Behandlung an eine untere Instanz zurückweist (BGer 1C_553/2022 E.”
Ein Beseitigungsrevers kann bereits in kantonalen Auflagen oder Bedingungen eines Bauentscheids enthalten sein; dies ist bei der Prüfung von Art. 16b Abs. 2 RPG zu berücksichtigen.
“Sachverhalt: A. Mit Urteil 1C_553/2022 vom 28. November 2023 hiess das Bundesgericht die Beschwerde von B.________ gegen A.________ gut und hob den angefochtenen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern auf. Es wies die Sache an dieses zurück, um zu prüfen, ob die Baubewilligung für eine neue Ökonomiebaute trotz der Zweifel an der längerfristigen Existenzfähigkeit des Landwirtschaftsbetriebs des Beschwerdegegners mit einem Beseitigungsrevers gemäss Art. 16b Abs. 2 RPG (SR 700) erteilt werden könne. Dazu sei den Parteien das rechtliche Gehör zu gewähren; u.U. könne das Verwaltungsgericht auch neue Unterlagen einholen, z.B. zur Ertragsentwicklung seit 2020. B. Am 15. Dezember 2023 nahm das Verwaltungsgericht das Verfahren wieder auf. Mit Verfügung vom 8. März 2024 erwog es, im Rahmen der Fallbearbeitung sei aufgefallen, dass das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) in den Auflagen und Bedingungen der Verfügung vom 27. November 2020 bereits einen Beseitigungsrevers vorgesehen habe. Diese Verfügung bilde Bestandteil des Bauentscheids der Einwohnergemeinde Fahrni vom 19. Januar 2021 und sei von der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) mit Entscheid vom 26. August 2021 bestätigt worden. Das Bundesgericht habe diesen Beseitigungsrevers offensichtlich übersehen. Bei dieser Sachlage sei unklar, ob weitere Abklärungen zu tätigen seien und ob allenfalls ein Revisionsgrund gemäss Art. 121 ff. BGG vorliege. C. Am 21. März 2024 reichte A.________ ein Revisionsgesuch gegen das bundesgerichtliche Urteil ein.”
Art. 16b RPG führt grundsätzlich nicht zur sofortigen Beseitigung nicht mehr zonenkonform verwendeter Bauten, sondern zum Verbot ihrer weiteren Nutzung. Ziel ist, funktionslos gewordene Bauten erhalten zu können, damit sie allenfalls später wieder zonenkonform genutzt werden können und damit unter günstigen Umständen Neubauten vermieden werden können.
“Im Übrigen folgt aus dem bundesgerichtlichen Urteil vom 27. August 2018 und der als unzulässig beurteilten Umnutzung der Scheune als Materiallager für den Skiliftbetrieb (vgl. E. 6.2) nicht, dass es der Beschwerdeführerin verwehrt bliebe, die Scheune wieder einer zonenkonformen Nutzung zuzuführen. Art. 16b RPG sieht als Rechtsfolge für nicht mehr zonenkonform verwendete Bauten und Anlagen grundsätzlich nicht deren Beseitigung, sondern lediglich ein Benutzungsverbot vor. Funktionslos gewordene Bauten sollen für später allenfalls entstehende neue, zonenkonforme Bedürfnisse erhalten werden können, womit sich unter günstigen Umständen Neubauten vermeiden lassen (MUGGLI/RUCH, in: Praxiskommentar RPG, Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, N. 3 zu Art. 16b RPG mit Hinweis auf die Botschaft). Dafür, dass das Gebäude im Zeitpunkt der Vornahme der baulichen Massnahmen geradezu verfallen gewesen wäre, bestehen in den Akten keine Anhaltspunkte (vgl. BGE 147 II 465 E. 4.2.2; MUGGLI/RUCH, a.a.O., N. 13 zu Art. 16b RPG). So ging denn auch das Departement in seinem Rekursentscheid im ersten Rechtsgang noch davon aus, die Beschwerdeführerin könne die Scheune einer anderen, zonenkonformen Nutzung zuführen.”
Tritt eine auflösende Bedingung ein, gilt die Bewilligung als aufgelöst; Art. 16b RPG kann sodann eine Verpflichtung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands oder ein Benutzungsverbot begründen.
“609) mit Remisenraum, Heu- und Strohlagerraum, acht Boxen für säugende Stuten und/oder Jungpferde, 23 Boxen für Pensions- und Ausbildungspferde, Futterkammern, Geräteraum, Pflege- und Beschlagplatz und 400 m2 überdachter Reitfläche. Angrenzend daran wurden weitere 400 m2 unüberdachte Reitfläche bewilligt. Ferner bildeten ein befestigter Auslaufplatz (20 m x 20 m), eine überdachte Pferdeführanlage sowie ein Mistplatz Bestandteil der Baubewilligung. Die Baubewilligung wurde allerdings nur unter den folgenden auflösenden Bedingungen erteilt: "Die Baubewilligung für die Bauten und Anlagen für die Pferdezucht fällt dahin und die Bewilligung gilt als aufgelöst, wenn die Pferdezucht aufgegeben wird. Die Baubewilligung für die Bauten und Anlagen für die Pensionspferde fällt dahin und die Bewilligung gilt als aufgelöst, wenn das landwirtschaftliche Gewerbe nicht mehr erreicht wird (durch Änderung der Bewirtschaftung oder massive Verschlechterung der Bausubstanzen). Es besteht die Verpflichtung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes oder Benutzungsverbot gestützt auf Art. 16b RPG, sofern die vorerwähnten auflösenden Bedingungen zum Tragen kommen." Anlässlich einer Baukontrolle wurden am 16. Juni 2015 erhebliche Abweichungen vom bewilligten Projekt festgestellt. Für die nicht bzw. anders bewilligten Bauten und Anlagen sowie für die Nutzung ihres Betriebs zur reinen Pensionspferdehaltung (ohne Pferdezucht) reichten A.________ und B.________ am 8. Dezember 2015 ein nachträgliches Baugesuch ein. Mit Verfügung vom 11. November 2018 stimmte das BVU dem nachträglichen Baugesuch bezüglich der Umnutzung des Gebäudes Nr. 215 für die Pferdehaltung samt den dafür vorgenommenen baulichen Massnahmen mit gewissen Einschränkungen sowie bezüglich der Umnutzung des Bereichs der Pferdezucht im Gebäude Nr. 609 als Remise mit vorgelagerter Rangierfläche unter Auflagen und Bedingungen zu. Im Übrigen wies es das Baugesuch ab und ordnete die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an. Die Wiederherstellungsanordnung umfasste folgende Elemente: Anbauten an das Gebäude Nr. 215 (Sattelkammer, WC, nordöstlicher Unterstand); Sandplatz von 800 m2; Pferdeführanlage; Parkplatz zwischen Sandplatz und Strasse; nördliche Zufahrt zu dem als Remise genutzten Bereich; Reithalle inklusive "Halbüberdachung Ausbildungsplatz"; Reitunterricht.”
“609) mit Remisenraum, Heu- und Strohlagerraum, acht Boxen für säugende Stuten und/oder Jungpferde, 23 Boxen für Pensions- und Ausbildungspferde, Futterkammern, Geräteraum, Pflege- und Beschlagplatz und 400 m2 überdachter Reitfläche. Angrenzend daran wurden weitere 400 m2 unüberdachte Reitfläche bewilligt. Ferner bildeten ein befestigter Auslaufplatz (20 m x 20 m), eine überdachte Pferdeführanlage sowie ein Mistplatz Bestandteil der Baubewilligung. Die Baubewilligung wurde allerdings nur unter den folgenden auflösenden Bedingungen erteilt: "Die Baubewilligung für die Bauten und Anlagen für die Pferdezucht fällt dahin und die Bewilligung gilt als aufgelöst, wenn die Pferdezucht aufgegeben wird. Die Baubewilligung für die Bauten und Anlagen für die Pensionspferde fällt dahin und die Bewilligung gilt als aufgelöst, wenn das landwirtschaftliche Gewerbe nicht mehr erreicht wird (durch Änderung der Bewirtschaftung oder massive Verschlechterung der Bausubstanzen). Es besteht die Verpflichtung zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes oder Benutzungsverbot gestützt auf Art. 16b RPG, sofern die vorerwähnten auflösenden Bedingungen zum Tragen kommen." Anlässlich einer Baukontrolle wurden am 16. Juni 2015 erhebliche Abweichungen vom bewilligten Projekt festgestellt. Für die nicht bzw. anders bewilligten Bauten und Anlagen sowie für die Nutzung ihres Betriebs zur reinen Pensionspferdehaltung (ohne Pferdezucht) reichten A.________ und B.________ am 8. Dezember 2015 ein nachträgliches Baugesuch ein. Mit Verfügung vom 11. November 2018 stimmte das BVU dem nachträglichen Baugesuch bezüglich der Umnutzung des Gebäudes Nr. 215 für die Pferdehaltung samt den dafür vorgenommenen baulichen Massnahmen mit gewissen Einschränkungen sowie bezüglich der Umnutzung des Bereichs der Pferdezucht im Gebäude Nr. 609 als Remise mit vorgelagerter Rangierfläche unter Auflagen und Bedingungen zu. Im Übrigen wies es das Baugesuch ab und ordnete die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands an. Die Wiederherstellungsanordnung umfasste folgende Elemente: Anbauten an das Gebäude Nr. 215 (Sattelkammer, WC, nordöstlicher Unterstand); Sandplatz von 800 m2; Pferdeführanlage; Parkplatz zwischen Sandplatz und Strasse; nördliche Zufahrt zu dem als Remise genutzten Bereich; Reithalle inklusive "Halbüberdachung Ausbildungsplatz"; Reitunterricht.”
Eine im Grundbuch vermerkte Auflage kann vorsehen, dass ein Chalet d'alpage bei Abandon bzw. bei Beendigung seiner landwirtschaftlichen Nutzung zu beseitigen und die Örtlichkeit wiederherzustellen ist. Nach den zitierten Erwägungen ist eine solche Vermerkung mit Art. 16b RPG vereinbar; sie darf sich jedoch nicht bereits auf die Einstellung einzelner Nebentätigkeiten (z. B. allein die Schliessung einer Fromagerie) stützen.
“La présente autorisation fera l'objet d'une mention inscrite par notre direction au Registre foncier indiquant que "le chalet d'alpage devra être supprimé en cas d'abandon ou de cessation de son usage agricole". Les lieux devront alors être remis en l'état (art. 16b LAT)." Par décision du 11 mai 2023, la Municipalité de Blonay - Saint-Légier (ci-après: la municipalité) a levé l'opposition et délivré le permis de construire requis. F. Agissant le 12 juin 2023 par la voie du recours de droit administratif, A.________, B.________ et C.________ demandent à la Cour de droit administratif et public (CDAP) du Tribunal cantonal, principalement, de réformer la décision municipale et les décisions cantonales en ce sens que les autorisations de reconstruire-transformer le chalet d'alpage pour y créer une étable, une fromagerie d'alpage et un logement sont refusées, ordre étant donné au propriétaire de remettre en état les abords du bâtiment et de démolir complètement celui-ci. Subsidiairement, ils concluent à l'annulation de ces décisions. Plus subsidiairement, ils demandent que l'autorisation spéciale délivrée par la DGTL soit modifiée en ce sens que la mention fondée sur l'art. 16b LAT indiquera que le propriétaire doit démolir entièrement et immédiatement le bâtiment ECA no 4620 en cas de cessation de l'activité de fromagerie d'alpage. Le 31 août 2023, la DGAV a déposé sa réponse au recours, laquelle a notamment la teneur suivante: "Le projet vise à développer une nouvelle branche de production pour l'exploitation de M. D.________, à savoir la production laitière et la préparation de fromage d'alpage. [...] La nécessité agricole: [...] S'agissant de la nécessité, M. D.________ souhaite produire du lait destiné à la fabrication de fromage avec notamment 25 vaches laitières, la remonte étant assurée par la présence de 15 génisses. Compte tenu de la charge de l'estivage, soit 38.45 PN (1 PN = 1 vache pendant 120 jours sur l'estivage), la présence de 40 vaches et génisses pendant environ 100 jours correspond à la charge admissible. Les constructions et installations nécessaires à la garde du bétail sont donc justifiées. Sont compris ici: l'étable elle-même, la grange, la fosse à purin et la fumière, nécessaires à une détention conforme aux normes des animaux.”
“D'autre part, le nouveau bâtiment est prévu proche de bâtiments existants sur les biens-fonds adjacents et limite ainsi l'étalement des constructions hors zone à bâtir. Volumétrie [...] Les dimensions de la construction projetée sont conformes aux besoins agricoles de l'exploitation et correspondent aux critères susmentionnés ainsi qu'à la typicité des chalets d'alpage de la région. [...] CONCLUSION En conclusion, après avoir pris connaissance du résultat de l'enquête publique ainsi que des déterminations des autres services cantonaux intéressés et des conditions y afférentes et constatant qu'aucun intérêt public prépondérant ne s'oppose au projet, notre direction délivre l'autorisation requise (art. 16a LAT et 34 OAT) pour le projet de reconstruction d'un chalet d'alpage sur le bien-fonds no 3170 [...]. La présente autorisation fera l'objet d'une mention inscrite par notre direction au Registre foncier indiquant que "le chalet d'alpage devra être supprimé en cas d'abandon ou de cessation de son usage agricole". Les lieux devront alors être remis en l'état (art. 16b LAT)." Par décision du 11 mai 2023, la Municipalité de Blonay - Saint-Légier (ci-après: la municipalité) a levé l'opposition et délivré le permis de construire requis. F. Agissant le 12 juin 2023 par la voie du recours de droit administratif, A.________, B.________ et C.________ demandent à la Cour de droit administratif et public (CDAP) du Tribunal cantonal, principalement, de réformer la décision municipale et les décisions cantonales en ce sens que les autorisations de reconstruire-transformer le chalet d'alpage pour y créer une étable, une fromagerie d'alpage et un logement sont refusées, ordre étant donné au propriétaire de remettre en état les abords du bâtiment et de démolir complètement celui-ci. Subsidiairement, ils concluent à l'annulation de ces décisions. Plus subsidiairement, ils demandent que l'autorisation spéciale délivrée par la DGTL soit modifiée en ce sens que la mention fondée sur l'art. 16b LAT indiquera que le propriétaire doit démolir entièrement et immédiatement le bâtiment ECA no 4620 en cas de cessation de l'activité de fromagerie d'alpage.”
“Il est en outre conforme à l’art. 16b LAT de prévoir, dans la mention qui sera inscrite au registre foncier, que le chalet d’alpage devra être supprimé en cas d’abandon ou de cessation de son usage agricole et non pas déjà dans l’hypothèse d’une cessation éventuelle de la seule activité de fromagerie.”
“La présente autorisation fera l'objet d'une mention inscrite par notre direction au Registre foncier indiquant que "le chalet d'alpage devra être supprimé en cas d'abandon ou de cessation de son usage agricole". Les lieux devront alors être remis en l'état (art. 16b LAT)." Par décision du 11 mai 2023, la Municipalité de Blonay - Saint-Légier (ci-après: la municipalité) a levé l'opposition et délivré le permis de construire requis. F. Agissant le 12 juin 2023 par la voie du recours de droit administratif, A.________, B.________ et C.________ demandent à la Cour de droit administratif et public (CDAP) du Tribunal cantonal, principalement, de réformer la décision municipale et les décisions cantonales en ce sens que les autorisations de reconstruire-transformer le chalet d'alpage pour y créer une étable, une fromagerie d'alpage et un logement sont refusées, ordre étant donné au propriétaire de remettre en état les abords du bâtiment et de démolir complètement celui-ci. Subsidiairement, ils concluent à l'annulation de ces décisions. Plus subsidiairement, ils demandent que l'autorisation spéciale délivrée par la DGTL soit modifiée en ce sens que la mention fondée sur l'art. 16b LAT indiquera que le propriétaire doit démolir entièrement et immédiatement le bâtiment ECA no 4620 en cas de cessation de l'activité de fromagerie d'alpage. Le 31 août 2023, la DGAV a déposé sa réponse au recours, laquelle a notamment la teneur suivante: "Le projet vise à développer une nouvelle branche de production pour l'exploitation de M. D.________, à savoir la production laitière et la préparation de fromage d'alpage. [...] La nécessité agricole: [...] S'agissant de la nécessité, M. D.________ souhaite produire du lait destiné à la fabrication de fromage avec notamment 25 vaches laitières, la remonte étant assurée par la présence de 15 génisses. Compte tenu de la charge de l'estivage, soit 38.45 PN (1 PN = 1 vache pendant 120 jours sur l'estivage), la présence de 40 vaches et génisses pendant environ 100 jours correspond à la charge admissible. Les constructions et installations nécessaires à la garde du bétail sont donc justifiées. Sont compris ici: l'étable elle-même, la grange, la fosse à purin et la fumière, nécessaires à une détention conforme aux normes des animaux.”
“Il est en outre conforme à l’art. 16b LAT de prévoir, dans la mention qui sera inscrite au registre foncier, que le chalet d’alpage devra être supprimé en cas d’abandon ou de cessation de son usage agricole et non pas déjà dans l’hypothèse d’une cessation éventuelle de la seule activité de fromagerie.”
Da die Auferlegung einer Beseitigungsauflage (Beseitigungsrevers) die Rechtsstellung des Gesuchstellers verschlechtert, weil damit der übliche Bestandesschutz der Bewilligung eingeschränkt oder entzogen wird, werden für die Zulässigkeit solcher Nebenbestimmungen in Lehre und Praxis besondere Gründe verlangt. Als solche Gründe werden in der Praxis u. a. eine unsichere längere Betriebsfortführung oder eine besonders landschaftlich empfindliche Lage genannt; entsprechende Erwägungen finden sich auch in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.
“Auch jenseits dieser bundesrechtlich geregelten Spezialfälle wird es in Lehre und Praxis unter bestimmten Umständen als zulässig erachtet, Bewilligungen für zonenkonforme Neubauten in der Landwirtschaftszone nur unter der auflösenden Bedingung einer fortwährend zonenkonformen Nutzung bzw. unter Verpflichtung zur grundbuchlichen Anmerkung der diesfalls aus Art. 16b Abs. 2 RPG resultierenden Beseitigungspflicht beim Wegfall dieser Nutzung (Beseitigungsrevers) zu erteilen. Als mögliche Gründe hierfür werden beispielsweise Zweifel am längerfristigen Bestand eines landwirtschaftlichen Betriebs (Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV) und des daraus abgeleiteten Bedarfs oder sonstige Gründe genannt, die für ein erhöhtes Risiko einer baldigen, raumplanerisch unerwünschten Umnutzung der zu erstellenden Neubaute für nicht zonenkonforme Zwecke sprechen (eingehend Jäger, insbes. S. 124 und 129 ff.; Muggli/Ruch, Art. 16b Rz. 10; vgl. § 44 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen des Kantons Aargau vom 19. Januar 1993 [BauG/AG; SAR 713.100] sowie Art. 29 Abs. 2 und 3 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 [BauG/BE; BSG 721.0], wo jeweils der Begriff "Entfernungsauflage" verwendet wird). Nachdem bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen grundsätzlich Anspruch auf die Erteilung einer Baubewilligung besteht und die Rechtsstellung eines Gesuchstellers mit der Auferlegung einer Beseitigungspflicht verschlechtert wird, indem der mit der Bewilligungserteilung üblicherweise einhergehende Bestandesschutz eingeschränkt oder gänzlich verweigert wird, werden für die Zulässigkeit einer solchen Nebenbestimmung in jedem Fall besondere Gründe verlangt (Jäger, S.”
“c RPV) und des daraus abgeleiteten Bedarfs oder sonstige Gründe genannt, die für ein erhöhtes Risiko einer baldigen, raumplanerisch unerwünschten Umnutzung der zu erstellenden Neubaute für nicht zonenkonforme Zwecke sprechen (eingehend Jäger, insbes. S. 124 und 129 ff.; Muggli/Ruch, Art. 16b Rz. 10; vgl. § 44 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen des Kantons Aargau vom 19. Januar 1993 [BauG/AG; SAR 713.100] sowie Art. 29 Abs. 2 und 3 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 [BauG/BE; BSG 721.0], wo jeweils der Begriff "Entfernungsauflage" verwendet wird). Nachdem bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen grundsätzlich Anspruch auf die Erteilung einer Baubewilligung besteht und die Rechtsstellung eines Gesuchstellers mit der Auferlegung einer Beseitigungspflicht verschlechtert wird, indem der mit der Bewilligungserteilung üblicherweise einhergehende Bestandesschutz eingeschränkt oder gänzlich verweigert wird, werden für die Zulässigkeit einer solchen Nebenbestimmung in jedem Fall besondere Gründe verlangt (Jäger, S. 129; Muggli/Ruch, Art. 16b Rz. 9; vgl. § 320 PBG; Griffel, S. 230 sowie BGr, 25. Februar 2009, 1C_14/2008, E. 5.4). Das Bundesgericht bejahte gestützt auf Art. 16b Abs. 2 RPG die Zulässigkeit eines Beseitigungsreverses, mit welchem der Grundeigentümer verpflichtet wurde, die Baute bei Wegfall der Bewilligungsvoraussetzungen (zonenkonforme landwirtschaftliche Nutzung) auf eigene Kosten und entschädigungslos zu entfernen oder auf das Ausmass der bestehenden Altbaute zurückzubauen, für den Abbruch und Neubau einer Ökonomiebaute eines Landwirtschaftsbetriebs, dessen längerfristiger Bestand aufgrund des Alters des Betriebsführers als nicht gesichert betrachtet wurde und welche sich in isolierter, landschaftlich sensibler Lage befand (BGr, 18. September 2019, 1C_587/2018, E. 3.4 f.; vgl. ferner BGr, 28. November 2023, 1C_553/2022, E. 4.2).”
Die Nutzungsuntersagung nach Art. 16b Abs. 1 RPG wirkt kraft Gesetzes (ex lege) und besteht, solange die Voraussetzungen für eine Ausnahme nach Art. 24 ff. LAT nicht vorliegen. Eine kantonale nachträgliche «Regulierung», die etwa die Anordnung der Beseitigung ausschliesst, bewirkt nicht selbst die Aufhebung der gesetzlich wirkenden Untersagung.
“S'agissant de travaux relatifs à l'habitation, dont il n'est plus contesté qu'ils sont contraires à l'affectation de la zone, c'est à juste titre que la CDAP a nié la bonne foi du recourant et a rejeté sa proposition alternative de remise en état, qui n'offrait pas les mêmes garanties que le démontage de la cuisine au rez-de-chaussée et la suppression de l'isolation en toiture ordonnés par l'autorité cantonale, jugés au demeurant proportionnés par le TF. Si les installations équestres créées par le précédent propriétaire pour répondre à ses besoins d'exploitant agricole auraient pu être autorisés en conformité avec la zone agricole au moment de leur construction - de sorte que leur démolition ne peut pas être ordonnée -, le recourant ne saurait en déduire qu'il pourrait les utiliser inconditionnellement. A ce stade, il n'est pas établi que ces installations pourraient être autorisées en application du régime dérogatoire des art. 24 ss LAT, spécialement de l'art. 24e LAT. Bien que l'arrêt cantonal n'aborde pas la question de leur utilisation, il ne consacre pas une solution contraire au droit fédéral en maintenant une mention au RF portant sur l'interdiction de l'utilisation des installations en question. Cette mention reprend la teneur de l'art. 16b al. 1 LAT, dont découle une interdiction d'utlisation intervenant par le seul effet de la loi. Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 1C_189/2022 Arrêt du 13 janvier 2023 Ire Cour de droit public Composition MM. les Juges fédéraux Kneubühler, Président, Chaix et Müller. Greffier : M. Alvarez. Participants à la procédure A.________, représenté par Me Cyrille Bugnon, avocat, recourant, contre Municipalité d'Arzier-Le Muids, représentée par Me Olivier Klunge, avocat, Bourgeois Avocats SA, Direction générale du territoire et du logement du canton de Vaud, Service juridique, avenue de l'Université 5, 1014 Lausanne. Objet Remise en état, recours contre l'arrêt de la Cour de droit administratif et public du Tribunal cantonal du canton de Vaud du 17 février 2022 (AC.2019.0119).”
“Cela étant, la jurisprudence commandant d'opter pour le droit le plus favorable appliquée par le Tribunal cantonal ne saurait sans autre être transposée au cas d'espèce, dès lors que le constructeur était un exploitant agricole, pour lequel la nécessité des installations a pu être établie, alors que, pour sa part, le recourant ne revêt pas cette qualité. S'il n'y a pas lieu de revenir sur l'appréciation du Tribunal cantonal s'agissant de la régularisation des installations équestres au moment de leur construction, le recourant ne saurait en déduire qu'elle emporterait inconditionnellement le droit pour lui d'utiliser ces aménagements. Le Tribunal cantonal a certes annulé le ch. 1 du dispositif de la décision du SDT, qui formalise l'interdiction d'utiliser les aménagements litigieux. Cela reste toutefois sans conséquence puisque l'interdiction prévue par l'art. 16b al. 1 LAT intervient ex lege, sans qu'une décision soit nécessaire, et dure aussi longtemps que les conditions des art. 24 ss LAT ne sont pas remplies (cf. RUCH/MUGGLI, Commentaire pratique LAT: Construire hors zone à bâtir, 2017, n. 6; WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar Raumplanungsgesetz, 2006, n. 3 ad art. 16b LAT). Or, si l'arrêt attaqué régularise certes les installations litigieuses, dont la démolition ne peut ainsi pas être ordonnée (cf. RUCH/MUGGLI, op. cit., n. 7 ad art. 16b LAT; WALDMANN/HÄNNI, op. cit., n. 3 ad art. 16b LAT; Message du Conseil fédéral du 22 mai 1996 relatif à une révision partielle de la LAT, ch.”
Bei zonenkonformen Landwirtschaftsbetrieben deckt sich die Zonenkonformität weitgehend mit dem Begriff der Standortgebundenheit; der Gesichtspunkt der Standortgebundenheit ist in Art.16–Art.16b RPG einbezogen, sodass entsprechende Ausnahmen für solche landwirtschaftlichen Nutzungen in Betracht fallen.
“Das Bauvorhaben sei unter betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Gesichtspunkten gerechtfertigt. Die Auswirkungen auf Raum und Umwelt seien gering und die Errichtung eines Unterstandes in einer Bauzone lasse sich damit nicht begründen. Mit der Vordacherweiterung werde die anrechenbare Fläche ausserhalb der Bauzone nicht erweitert. Mit dieser Argumentation des Beschwerdeführers lässt sich die zutreffende Begründung der Vorinstanz nicht entkräften. Vielmehr trifft es zu, dass sich bei Landwirtschaftsbetrieben der Begriff der Zonenkonformität im Wesentlichen mit jenem der Standortgebundenheit deckt (R. Muggli, in: Aemisegger/ Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], a.a.O., N 7 zu Art. 24 RPG mit Hinweisen; BGer 1C_561/2012 vom 4. Oktober 2013 E. 3.1). Entsprechend ist Art. 24 RPG nicht anwendbar auf Art. 16a RPG sprengende Nutzungsbedürfnisse (wie der Freizeitlandwirtschaft dienende Baute und Anlagen) sowie auf Erweiterungen oder Ergänzungen von zonenkonformen Landwirtschaftsbetrieben, denn der Gesichtspunkt der "Standortgebundenheit" ist in Art. 16 bis Art. 16b RPG eingeschlossen (vgl. R. Muggli, in: Aemisegger/ Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], a.a.O., N 31 zu Art. 24 RPG). Sodann erachtet die Vorinstanz die Voraussetzungen für eine Bewilligung des Bauprojekts nach Art. 24a RPG und Art. 24c RPG für nicht gegeben (vgl. act. G 2 E. 3.1 f.). Dagegen bringt der Beschwerdeführer nichts vor; genau so wenig wie gegen die Feststellung der Vorinstanz, dass eine Bewilligung unter einem anderen Titel nicht zur Diskussion stehe (vgl. act. G 2 E. 3.3); solches ist auch nicht ersichtlich. Daraus folgt, dass die Vorinstanz dem Bauvorhaben zu Recht keine Zustimmung erteilte. Die Beschwerde ist unbegründet, soweit sie sich gegen den Bauabschlag richtet. Ein weiterer Streitpunkt ist die von der Vorinstanz geschützte Feststellung der Unterinstanz bzw. der Gemeindebehörde (vgl. act. AREG 82 Dispositivziffer 2 und 3 sowie gmde.-act. 18 Dispositivziffer II), wonach auf dem Grundstück Nr. 0002__ kein rechtmässiger Zustand bestehe. Die Vorinstanz schützte die gerügte Feststellung mit der Begründung, dass kommunale Ausnahmebewilligungen, die den kantonalen Behörden vorgängig nicht zur Zustimmung vorgelegt worden seien und denen auch nachträglich die Zustimmung nicht erteilt werden könne, aufgrund eines schwerwiegenden Mangels als nichtig zu gelten hätten.”
Kann ein blosses Nutzungsverbot nach Art. 16b Abs. 1 RPG mangels verhältnismässiger Kontroll‑ und Durchsetzungsfähigkeit nicht wirksam durchgesetzt werden, kann die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands (Rückbau) erforderlich und verhältnismässig sein.
“Diese Einwände sind unbegründet. Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist der in der Alphütte neu geschaffene Wohnraum für den Anbau von Safran objektiv nicht erforderlich und damit in der Landwirtschaftszone weder zonenkonform noch standortgebunden. Da damit das grundlegende Prinzip der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet verletzt wird, besteht an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unabhängig davon, dass der strittige Ausbau im Gebäudeinneren vorgenommen wurde, ein gewichtiges Interesse (vgl. Urteil 1C_171/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 5.4). Zur Wahrung dieses Interesses ist die Beseitigung des Ausbaus erforderlich, weil die mildere Massnahme des blossen Verbots der Wohnnutzung - anders als ein gänzliches Benutzungsverbot für nicht mehr zonenkonform verwendete Bauten (vgl. Art. 16b Abs. 1 RPG; Urteile 1C_325/2018 vom 15. März 2019 E. 8.6; 1C_147/2023 vom 29. Februar 2024 E. 3.3) - gemäss der zutreffenden Annahme der Vorinstanz mit einem verhältnismässigen Verwaltungsaufwand nicht kontrollier- bzw. durchsetzbar ist (Urteil 1C_135/2016 vom 1. September 2016 E. 4 mit Hinweis). Den verlorenen Investitions- und anfallenden Rückbaukosten kommt aufgrund der fehlenden Gutgläubigkeit der Beschwerdeführenden kein erhebliches Gewicht zu. Unter diesen Umständen ging die Vorinstanz bundesrechtskonform davon aus, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands werde durch überwiegende öffentliche Interessen gerechtfertigt, weshalb eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips zu verneinen ist.”
“Diese Einwände sind unbegründet. Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist der in der Alphütte neu geschaffene Wohnraum für den Anbau von Safran objektiv nicht erforderlich und damit in der Landwirtschaftszone weder zonenkonform noch standortgebunden. Da damit das grundlegende Prinzip der Trennung des Baugebiets vom Nichtbaugebiet verletzt wird, besteht an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands unabhängig davon, dass der strittige Ausbau im Gebäudeinneren vorgenommen wurde, ein gewichtiges Interesse (vgl. Urteil 1C_171/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 5.4). Zur Wahrung dieses Interesses ist die Beseitigung des Ausbaus erforderlich, weil die mildere Massnahme des blossen Verbots der Wohnnutzung - anders als ein gänzliches Benutzungsverbot für nicht mehr zonenkonform verwendete Bauten (vgl. Art. 16b Abs. 1 RPG; Urteile 1C_325/2018 vom 15. März 2019 E. 8.6; 1C_147/2023 vom 29. Februar 2024 E. 3.3) - gemäss der zutreffenden Annahme der Vorinstanz mit einem verhältnismässigen Verwaltungsaufwand nicht kontrollier- bzw. durchsetzbar ist (Urteil 1C_135/2016 vom 1. September 2016 E. 4 mit Hinweis). Den verlorenen Investitions- und anfallenden Rückbaukosten kommt aufgrund der fehlenden Gutgläubigkeit der Beschwerdeführenden kein erhebliches Gewicht zu. Unter diesen Umständen ging die Vorinstanz bundesrechtskonform davon aus, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands werde durch überwiegende öffentliche Interessen gerechtfertigt, weshalb eine Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips zu verneinen ist.”
In Zweifelsfällen kann die Bewilligung für zonenkonforme Neubauten in der Landwirtschaftszone mit einer Resolutivbedingung (Beseitigungsrevers) verbunden werden. Zulässig ist dies etwa, wenn Zweifel am längerfristigen Bestand des landwirtschaftlichen Betriebs bzw. an der dauerhaft erzielbaren Erwerbsleistung bestehen oder wenn (zusätzlich) besondere Gründe des Landschafts-, Umwelt‑ oder Naturschutzes den Rückbau nach Wegfall der Nutzung nahelegen. Für die Auferlegung einer solchen Nebenbestimmung sind besondere Gründe erforderlich; die Praxis und die Rechtsprechung erkennen diese Möglichkeit unter den genannten Voraussetzungen an.
“Auch jenseits dieser bundesrechtlich geregelten Spezialfälle wird es in Lehre und Praxis unter bestimmten Umständen als zulässig erachtet, Bewilligungen für zonenkonforme Neubauten in der Landwirtschaftszone nur unter der auflösenden Bedingung einer fortwährend zonenkonformen Nutzung bzw. unter Verpflichtung zur grundbuchlichen Anmerkung der diesfalls aus Art. 16b Abs. 2 RPG resultierenden Beseitigungspflicht beim Wegfall dieser Nutzung (Beseitigungsrevers) zu erteilen. Als mögliche Gründe hierfür werden beispielsweise Zweifel am längerfristigen Bestand eines landwirtschaftlichen Betriebs (Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV) und des daraus abgeleiteten Bedarfs oder sonstige Gründe genannt, die für ein erhöhtes Risiko einer baldigen, raumplanerisch unerwünschten Umnutzung der zu erstellenden Neubaute für nicht zonenkonforme Zwecke sprechen (eingehend Jäger, insbes. S. 124 und 129 ff.; Muggli/Ruch, Art. 16b Rz. 10; vgl. § 44 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen des Kantons Aargau vom 19. Januar 1993 [BauG/AG; SAR 713.100] sowie Art. 29 Abs. 2 und 3 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 [BauG/BE; BSG 721.0], wo jeweils der Begriff "Entfernungsauflage" verwendet wird). Nachdem bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen grundsätzlich Anspruch auf die Erteilung einer Baubewilligung besteht und die Rechtsstellung eines Gesuchstellers mit der Auferlegung einer Beseitigungspflicht verschlechtert wird, indem der mit der Bewilligungserteilung üblicherweise einhergehende Bestandesschutz eingeschränkt oder gänzlich verweigert wird, werden für die Zulässigkeit einer solchen Nebenbestimmung in jedem Fall besondere Gründe verlangt (Jäger, S.”
“c RPV) und des daraus abgeleiteten Bedarfs oder sonstige Gründe genannt, die für ein erhöhtes Risiko einer baldigen, raumplanerisch unerwünschten Umnutzung der zu erstellenden Neubaute für nicht zonenkonforme Zwecke sprechen (eingehend Jäger, insbes. S. 124 und 129 ff.; Muggli/Ruch, Art. 16b Rz. 10; vgl. § 44 des Gesetzes über Raumentwicklung und Bauwesen des Kantons Aargau vom 19. Januar 1993 [BauG/AG; SAR 713.100] sowie Art. 29 Abs. 2 und 3 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 [BauG/BE; BSG 721.0], wo jeweils der Begriff "Entfernungsauflage" verwendet wird). Nachdem bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen grundsätzlich Anspruch auf die Erteilung einer Baubewilligung besteht und die Rechtsstellung eines Gesuchstellers mit der Auferlegung einer Beseitigungspflicht verschlechtert wird, indem der mit der Bewilligungserteilung üblicherweise einhergehende Bestandesschutz eingeschränkt oder gänzlich verweigert wird, werden für die Zulässigkeit einer solchen Nebenbestimmung in jedem Fall besondere Gründe verlangt (Jäger, S. 129; Muggli/Ruch, Art. 16b Rz. 9; vgl. § 320 PBG; Griffel, S. 230 sowie BGr, 25. Februar 2009, 1C_14/2008, E. 5.4). Das Bundesgericht bejahte gestützt auf Art. 16b Abs. 2 RPG die Zulässigkeit eines Beseitigungsreverses, mit welchem der Grundeigentümer verpflichtet wurde, die Baute bei Wegfall der Bewilligungsvoraussetzungen (zonenkonforme landwirtschaftliche Nutzung) auf eigene Kosten und entschädigungslos zu entfernen oder auf das Ausmass der bestehenden Altbaute zurückzubauen, für den Abbruch und Neubau einer Ökonomiebaute eines Landwirtschaftsbetriebs, dessen längerfristiger Bestand aufgrund des Alters des Betriebsführers als nicht gesichert betrachtet wurde und welche sich in isolierter, landschaftlich sensibler Lage befand (BGr, 18. September 2019, 1C_587/2018, E. 3.4 f.; vgl. ferner BGr, 28. November 2023, 1C_553/2022, E. 4.2).”
“In Zweifelsfällen besteht die Möglichkeit, die Bewilligung für die neue Baute gemäss Art. 16b Abs. 2 RPG mit einem Beseitigungsrevers zu verbinden, d.h. mit einer Resolutivbedingung, für den Fall, dass die zonenkonforme landwirtschaftliche Nutzung wegfällt, sei es durch Aufgabe der Landwirtschaft, sei es, dass diese nur noch freizeitmässig betrieben wird (vgl. dazu Urteil 1C_587/2018 vom 18. September 2019 E. 3.4; RUCH/MUGGLI, in: Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, N. 10 zu Art. 16b; CHRISTOPH JÄGER, Beseitigungsrevers bei landwirtschaftlichen Ökonomiebauten, ZBl 115/2014 115 ff., insbes. S. 124 f.). Eine solche Resolutivbedingung drängt sich auf, wenn (zusätzlich zum Trennungsgrundsatz) besondere Gründe des Landschafts-, Umwelt- oder Naturschutzes für den Rückbau des Gebäudes nach Wegfall der Nutzung sprechen (JÄGER, a.a.O., S. 130). Dies ist vorliegend der Fall (oben lit. A und E. 4.1).”
Usa la pagina corrente come contesto per ricerca, sintesi, confronti e bozze.