Les dommages non imputables à un accident causés aux objets, implantés à la suite d’une maladie, qui remplacent morphologiquement ou fonctionnellement une partie du corps ne constituent pas des lésions corporelles au sens de l’art. 6, al. 2, de la loi.
10 commentaries
Die Suva hat körperähnliche, unklare und nicht als Unfall klassifizierte Verletzungen freiwillig entschädigt beziehungsweise unklare unfallähnliche Körperschäden freiwillig einbezogen; dies wurde durch Erlass des Bundesrats rechtlich umgesetzt.
“Dank moderner Hilfsmittel liess sich bei gewissen Gruppen von Affektionen erklären, dass sie nur durch Gewalteinwirkung und nicht schleichend entstanden sind, so etwa bei Muskelrissen oder bei einzelnen Arten von Meniskusläsionen (vgl. ALFRED MAURER, Recht und Praxis der schweizerischen obligatorischen Unfallversicherung, 2. Aufl. 1963, S. 99). In der Verwaltungspraxis der Suva wurde so eine eng begrenzte Gruppe von plötzlich aufgetretenen Verletzungen, die juristisch nicht als Unfälle eingestuft werden konnten, sich aber medizinisch auch nicht ohne weiteres den Krankheiten zuordnen liessen, den Unfällen gleichgestellt und wie diese (freiwillig) entschädigt. Diese Verwaltungspraxis der Suva sollte mit der Neuordnung der sozialen Unfallversicherung legalisiert und ins neue Recht überführt werden. Um eine flexible Anpassung an praktische Bedürfnisse zu ermöglichen, wurde dem Bundesrat in aArt. 6 Abs. 2 UVG (AS 1982 1676) die Kompetenz eingeräumt, Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einzubeziehen. Der Bundesrat hat von dieser Befugnis in aArt. 9 Abs. 2 UVV (AS 1983 38; 1998 151) Gebrauch gemacht. Gemäss dem Protokoll der Sitzung vom 2. November 1979 der Kommission des Ständerates zum Entwurf Art. 6 Abs. 2 UVG wurde darauf hingewiesen, dass bei dieser Bestimmung nicht ein Unfall im Rechtssinne im Spiel stehe, sondern ein körperschädigendes Ereignis, das demjenigen eines Unfalls ähnlich sei. Diese Schädigungen, wie z.B. gewisse Selbstverletzungen beim Sport, würden zeitweise heute schon von der Suva entschädigt (S. 32 f.). Im Parlament gab Art. 6 Abs. 2 UVG zu keinen Diskussionen Anlass. In der Folge erarbeitete das damals für die Unfallversicherung zuständige BSV einen Vorentwurf der UVV vom 20. März”
Bei unfallähnlichen Ereignissen ist die Schädigung dem konkreten Ereignis zurechenbar zu machen; die Verbindung zur konkreten äusseren Unfallursache muss deutlich belegt werden.
“On ne se fondera donc pas simplement sur le degré de vraisemblance prépondérante pour admettre l'évolution d'une telle atteinte vers un statu quo sine (arrêt du Tribunal fédéral 8C_606/2013 du 24 juin 2014 consid. 3.2 et les références citées). Dans le cas contraire, on se trouverait à nouveau confronté, immédiatement après avoir admis l'existence d'une lésion assimilée à un accident, à la difficulté de distinguer entre l'origine accidentelle et maladive de cette atteinte (arrêts du Tribunal fédéral 8C_698/2007 du 27 octobre 2008 consid. 4.2 et 8C_551/2007 du 8 août 2008 consid. 4.1.2). 5.4.3 La jurisprudence rendue sous l’empire de l’ancien droit a admis que les règles sur les lésions assimilées sont également applicables lorsqu'une des lésions mentionnées à l'art. 9 al. 2 OLAA est survenue lors d'un événement répondant à la définition de l'accident au sens de l'art. 6 al. 1 LAA. En effet, si l'influence d'un facteur extérieur, soudain et involontaire suffit pour ouvrir droit à des prestations de l'assureur-accidents pour les suites d'une lésion corporelle mentionnée à l'art. 9 al. 2 OLAA, on ne voit pas, a fortiori, que cette réglementation spécifique ne doive pas trouver application dans l'éventualité où ce facteur revêt un caractère extraordinaire. Il faut néanmoins que la lésion corporelle (assimilée) puisse être rattachée à l'accident en cause car, à défaut d'un événement particulier à l'origine de l'atteinte à la santé, il y a lieu de conclure à une lésion exclusivement maladive ou dégénérative (arrêt du Tribunal fédéral 8C_698/2007 du 27 octobre 2008 consid. 4.2, cf. également arrêts du Tribunal fédéral 8C_606/2013 du 24 juin 2014 consid. 3.3 et 8C_357/2007 du 31 janvier 2008 consid. 3.2). On relèvera à ce sujet que la situation diffère sous le nouveau droit en vigueur depuis le 1er janvier 2017, qui contient à l’art. 6 al. 2 LAA une liste de lésions corporelles pour lesquelles l’assurance verse également des prestations, pour autant qu’elles ne soient pas dues de manière prépondérante à l’usure ou à une maladie. La jurisprudence considère désormais que dans l'hypothèse d'un accident dont la survenance est admise, lorsqu’un assuré présente une lésion au sens de l'art.”
Risse an Meniskus, Sehnen oder Bändern können trotz fehlendem äusseren Unfallfaktor als Unfall anerkannt werden.
“On ajoutera que l'art. 9 OLAA (RS 832.202), relatif aux lésions assimilées à un accident, a également été modifié par une révision de cette ordonnance entrée en vigueur le 1er janvier 2017 (modification du 9 novembre 2016 [RO 2016 4393]). Dans la mesure où cette modification est une adaptation de l'OLAA à la modification de l'art. 6 LAA entrée en vigueur à la même date, il convient de lui appliquer le même régime transitoire. L'art. 9 OLAA dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2016 est donc applicable en l'espèce. Selon cette disposition, certaines lésions corporelles, notamment les déchirures d'un ménisque, d'un tendon ou d'un ligament, sont assimilées à un accident même si elles ne sont pas causées par un facteur extérieur de caractère extraordinaire, pour autant qu'elles ne soient pas manifestement imputables à une maladie ou à des phénomènes dégénératifs. Il est néanmoins nécessaire que leur symptômes soient apparus dans les suites immédiates d'un événement particulier (facteur extérieur soudain), que celui-ci puisse être considéré comme extraordinaire ou non (cf.”
Re-Rupturen oder Schäden an künstlichen Ersatzstrukturen/Prothesen sind dann von der UVG-Leistungspflicht ausgeschlossen, wenn das ursprüngliche Implantat oder Ersatztransplantat wegen einer Krankheit (nicht infolge eines Unfalls) eingesetzt wurde.
“Vorliegend liegt insofern eine besondere Situation vor, als es sich bei der am 21. März 2023 zugezogenen Verletzung um eine Re-Ruptur der ursprünglich am 31. Januar 2022 operativ vorgenommenen VKB-Ersatz-Plastik handelt, nachdem der Versicherte bereits im September 2021 im Sportunterricht eine Kniegelenksdistorsion erlitten hatte (Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin ad Ziffer 2.3.11). In rechtlicher Hinsicht stellt sich deshalb zunächst die Frage, ob mit Blick auf diesen ursprünglichen Sehnenersatz nunmehr überhaupt eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegen kann. Keine Körperschädigungen stellen gemäss Art. 9 UVV nämlich jene nicht unfallbedingten Schäden an Sachen dar, die infolge einer Krankheit eingesetzt wurden. So verneinte das Bundesgericht das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung unter der bis Ende 2016 gültigen, jedoch identischen Fassung von Art. 9 Abs. 3 UVV bei einer im Knochen verankerten Prothese mit der Begründung, dass die Bestimmung in Art. 9 Abs. 3 UVV eine klare Regelung für Sachen enthalte, welche infolge einer Krankheit eingesetzt worden seien und einen Körperteil oder eine Körperfunktion ersetzen würden (BGE 142 V 219 E. 5.3 in Pra 2016 Nr. 103). Schäden an körperfremden Ersatzstrukturen, wie beispielsweise an Kunststoffbändern und Kunstgelenken mittels künstlicher Menisken, können deshalb dann nicht als UKS übernommen werden, wenn sie später wieder reissen, nachdem sie ursprünglich krankheitsbedingt eingesetzt worden sind (Totalrevision der Empfehlungen der Ad-Hock-Kommission Schaden UVG Nr. 2/86 zur UKS vom 8. November 2002).”
“Dass die ursprüngliche Vorschädigung und deren operative Sanierung im Jahre 2022 zusätzlich auf allfällige krankhafte, innere Ursachen zurückzuführen wäre, geht aus keiner der zitierten medizinischen Akten hervor und wird auch von keiner Seite behauptet. Indessen kann nur der Nachweis eines vorwiegend degenerativ oder krankhaft verursachten Schadens zu einer Verneinung der Leistungspflicht des Unfallversicherers führen. Das in Art. 6 Abs. 2 UVG statuierte Begriffspaar «Abnützung oder Erkrankung» ist einem Verschleiss gleichzusetzen. Mit Blick auf das Vorliegen einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG sollen damit jene Sachverhalte ausgeschlossen werden, bei denen Körperschädigungen durch wiederkehrende, mehr oder minder stets gleiche Belastungen ohne eigentliche Sinnfälligkeit entstehen. Die vorwiegenden Folgen nur solcher Vorgänge sind nach Art. 6 Abs. 2 UVG von der Unfallversicherung nicht zu übernehmen, was sich auch daran zeigt, dass Schäden an ursprünglich unfallbedingt eingesetzten Transplantaten vom Ausschluss in Art. 9 UVV gerade nicht erfasst werden (oben, Erwägung 5.4). Gleiches resultiert in systematischer Hinsicht aus der Gegenüberstellung von Art. 4 ATSG (Unfall) und Art. 3 ATSG (Krankheit). Unter dem Begriff der Erkrankung werden Beeinträchtigungen der Gesundheit verstanden, welche nicht Folge eines Unfalls sind. Das Begriffspaar «Abnützung oder Erkrankung» ist deshalb als Gegenstück zu einer traumatischen Pathogenese zu verstehen (Samuelsson, a.a.O., S. 355 f.). Aus der Logik der in Art. 6 Abs. 2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Entlastungsbeweises folgt damit, dass es sich bei dem Erfordernis der Abnutzung und Erkrankung um das ergänzende Gegenstück zu einem spezifischen Ereignis handeln muss (BGE 146 V 51, E. 8.2.3).”
Bei der Kausalitätsprüfung ist ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen Ereignis und Schaden erforderlich; unfallähnliche Körperschädigungen sind dabei als mögliche Leistungsvoraussetzung zu berücksichtigen.
“Gemäss Art. 6 UVG werden soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht.”
Bei Treppensturz kann ein ausgeweisener Misstritt als ungewöhnlicher äußerer Faktor gelten.
“Gli stessi principi sono applicabili alla prova dell'esistenza di una lesione parificata ad infortunio (DTF 114 V 306 consid. 5b; 116 V 141 consid. 4b). 2.5. In concreto, dalle tavole processuali emerge che in data 21 maggio 2023 RI 1, mentre scendeva le scale con sua figlia in braccio, ha appoggiato malamente la gamba destra e, per evitare di cadere, ha riportato un trauma distorsivo al ginocchio destro (doc. 3 incarto LAINF). La dinamica dell’evento non è oggetto di contestazione tra le parti, ragione per la quale il TCA può senz’altro esaminare se vi è o meno stato l’intervento di un fattore straordinario. A questo proposito, giova qui segnalare che nella STF U236/98 del 3 gennaio 2000 consid. 3 a, l’Alta Corte ha rilevato che “(…) der Beschwerdegegner am 3. November 1992 infolge eines Misstrittes beim Treppensteigen eine Distorsion des linken Fusses zugezogen hat. Ein Misstritt wäre zweifellos ein ungewöhnlicher äusserer Faktor, weshalb ein Unfall im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVV angenommen werden müsste.”. In una sentenza 8C_24/2022 del 20 settembre 2022 consid. 5.2, il TF ha inoltre precisato che “Treppensteigen stellt nach der Rechtsprechung eine alltägliche Lebensverrichtung und physiologische Beanspruchung des Körpers ohne erhöhtes Gefährdungspotential dar (Urteile 8C_40/2017 vom 11. April 2017 E. 6; 8C_766/2010 vom 15. Juni 2011 mit Verweis auf BGE 129 V 466 E. 4.2.2). Auch das wiederholende Auf- und Absteigen auf eine zwischen 10 und 20 cm hohe Plattform beim Stepp-Aerobic, bei dem nicht gesprungen wird, stellt keine gesteigerte Gefahrenlage dar. Ebensowenig führt allein das blosse Be- oder Absteigen eines Steppers im Rahmen einer Aerobic-Choreographie zu einer unkontrollierbaren Bewegung. Anders wäre dies, falls der Stepper beim Absteigevorgang wegrutschen würde (Urteil 8C_11/2015 vom 30. März 2015 E. 3.2). Desgleichen sind ein Treppensturz (Urteil 8C_40/2017 vom 11. April 2017 E. 6) wie auch ein ausgewiesener Misstritt beim Treppensteigen als ungewöhnlicher äusserer Faktor zu werten (Urteil [des Eidg.”
Bei Bücken oder Aufstehen (häufig als harmloses Lebensverrichten angesehen) wird in der Regel keine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG bejaht; bei Ersatzteilen infolge Krankheit fehlt oft ein leistungsbegründender Unfallbezug.
“Art. 53 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Ebenso wenig wurde das Ereignis im (streitigen) Verwaltungsverfahren bzw. im vorliegenden Beschwerdeverfahren auch nur erwähnt, was klar dafür spricht, dass es sich unter dem Blickwinkel von Art. 6 Abs. 2 UVG um ein Ereignis gänzlich untergeordneter Natur handelte, wie es in den klinischen Angaben im Befundbericht ("die akute Einklemmung beim Bücken" [act. II 17]) auch zum Ausdruck gelangt. Das BGer hat im Entscheid vom 1. Oktober 2024, 8C_185/2024, den Begriff des gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vorausgesetzten initialen Ereignisses geschärft und festgehalten, dass nach der noch zu der früheren Regelung der unfallähnlichen Körperschädigung in aArt. 9 Abs. 2 UVV (in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2016 [AS 2016 4393]) ergangenen Rechtsprechung blosse Lebensverrichtungen wie etwa das Aufstehen aus der Hocke nicht als unfallähnliche Körperschädigung galten (E. 5.5). Dasselbe traf im Geltungsbereich von aArt. 9 Abs. 2 UVV auf das Bücken bzw. in die Knie gehen zu (Entscheid des BGer vom 4. November 2008, 8C_186/2008, E. 3.3). Handelt es sich demnach beim Bücken um ein Ereignis ganz untergeordneter bzw. harmloser Natur (vgl. E. 2.3 vorne), so besteht – bei im Übrigen identischem Ursachenspektrum mit bereits vorbestehenden Knieblockaden und grosser sportlicher Belastung – auch unter dem Blickwinkel des Ereignisses vom 4. Dezember 2023 keine leistungsrelevante unfallähnliche Körperschädigung. Etwas Anderes wurde denn auch – wie gezeigt – zu keinem Zeitpunkt geltend gemacht.”
Nach neuer Rechtslage können bei Vorliegen eines anerkannten Unfalls bestimmte sonstige Körperverletzungen bzw. Körperersatz-Schäden versichert sein, sofern sie nicht überwiegend durch Abnützung oder Krankheit verursacht sind; dies setzt eine klare Zuordenbarkeit der Schädigung zum konkreten Ereignis voraus.
“On ne se fondera donc pas simplement sur le degré de vraisemblance prépondérante pour admettre l'évolution d'une telle atteinte vers un statu quo sine (arrêt du Tribunal fédéral 8C_606/2013 du 24 juin 2014 consid. 3.2 et les références citées). Dans le cas contraire, on se trouverait à nouveau confronté, immédiatement après avoir admis l'existence d'une lésion assimilée à un accident, à la difficulté de distinguer entre l'origine accidentelle et maladive de cette atteinte (arrêts du Tribunal fédéral 8C_698/2007 du 27 octobre 2008 consid. 4.2 et 8C_551/2007 du 8 août 2008 consid. 4.1.2). 5.4.3 La jurisprudence rendue sous l’empire de l’ancien droit a admis que les règles sur les lésions assimilées sont également applicables lorsqu'une des lésions mentionnées à l'art. 9 al. 2 OLAA est survenue lors d'un événement répondant à la définition de l'accident au sens de l'art. 6 al. 1 LAA. En effet, si l'influence d'un facteur extérieur, soudain et involontaire suffit pour ouvrir droit à des prestations de l'assureur-accidents pour les suites d'une lésion corporelle mentionnée à l'art. 9 al. 2 OLAA, on ne voit pas, a fortiori, que cette réglementation spécifique ne doive pas trouver application dans l'éventualité où ce facteur revêt un caractère extraordinaire. Il faut néanmoins que la lésion corporelle (assimilée) puisse être rattachée à l'accident en cause car, à défaut d'un événement particulier à l'origine de l'atteinte à la santé, il y a lieu de conclure à une lésion exclusivement maladive ou dégénérative (arrêt du Tribunal fédéral 8C_698/2007 du 27 octobre 2008 consid. 4.2, cf. également arrêts du Tribunal fédéral 8C_606/2013 du 24 juin 2014 consid. 3.3 et 8C_357/2007 du 31 janvier 2008 consid. 3.2). On relèvera à ce sujet que la situation diffère sous le nouveau droit en vigueur depuis le 1er janvier 2017, qui contient à l’art. 6 al. 2 LAA une liste de lésions corporelles pour lesquelles l’assurance verse également des prestations, pour autant qu’elles ne soient pas dues de manière prépondérante à l’usure ou à une maladie. La jurisprudence considère désormais que dans l'hypothèse d'un accident dont la survenance est admise, lorsqu’un assuré présente une lésion au sens de l'art.”
Kunstgelenke, Prothesen oder synthetische/kunststoffartige Bänder, die ursprünglich aus medizinischen Gründen (krankheitsbedingt) eingesetzt wurden, gelten bei späterem Reißen/Schaden bzw. Re-Rupturen nicht als versicherte Unfallfolgen/versicherte Körperschäden im Sinne von Art. 9 Abs. 3 UVV.
“Vorliegend liegt insofern eine besondere Situation vor, als es sich bei der am 21. März 2023 zugezogenen Verletzung um eine Re-Ruptur der ursprünglich am 31. Januar 2022 operativ vorgenommenen VKB-Ersatz-Plastik handelt, nachdem der Versicherte bereits im September 2021 im Sportunterricht eine Kniegelenksdistorsion erlitten hatte (Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin ad Ziffer 2.3.11). In rechtlicher Hinsicht stellt sich deshalb zunächst die Frage, ob mit Blick auf diesen ursprünglichen Sehnenersatz nunmehr überhaupt eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegen kann. Keine Körperschädigungen stellen gemäss Art. 9 UVV nämlich jene nicht unfallbedingten Schäden an Sachen dar, die infolge einer Krankheit eingesetzt wurden. So verneinte das Bundesgericht das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung unter der bis Ende 2016 gültigen, jedoch identischen Fassung von Art. 9 Abs. 3 UVV bei einer im Knochen verankerten Prothese mit der Begründung, dass die Bestimmung in Art. 9 Abs. 3 UVV eine klare Regelung für Sachen enthalte, welche infolge einer Krankheit eingesetzt worden seien und einen Körperteil oder eine Körperfunktion ersetzen würden (BGE 142 V 219 E. 5.3 in Pra 2016 Nr. 103). Schäden an körperfremden Ersatzstrukturen, wie beispielsweise an Kunststoffbändern und Kunstgelenken mittels künstlicher Menisken, können deshalb dann nicht als UKS übernommen werden, wenn sie später wieder reissen, nachdem sie ursprünglich krankheitsbedingt eingesetzt worden sind (Totalrevision der Empfehlungen der Ad-Hock-Kommission Schaden UVG Nr. 2/86 zur UKS vom 8. November 2002).”
Art. 9 UVV greift nicht und der Ausschluss nach Art. 9 ist nicht anwendbar, wenn das Ersatzteil/Transplantat ursprünglich infolge eines Unfalls (nicht wegen Krankheit) eingesetzt wurde; in solchen Fällen bleiben Folgeeingriffe und Transplantatschäden unter der Leistungspflicht des UVG (Art. 6 Abs. 2 UVG).
“So spielt es im vorliegenden Fall nämlich keine Rolle, ob es sich bei der erlittenen Schädigung an der ursprünglich eingesetzten VKB-Plastik um einen Schaden an einer Sache oder am körpereigenen Substrat gehandelt hat. Hintergrund bildet der soeben dargelegte und vom Bundesgericht bestätigte Grundsatz, dass Schäden an Sachen gemäss Art. 9 UVV lediglich dann nicht unter Art. 6 Abs. 2 UVG fallen, wenn die (erneut) geschädigte Sache ursprünglich infolge einer Krankheit eingesetzt worden ist. Dies ist hier gerade nicht der Fall. Wie die Beschwerdegegnerin selbst vorbringt, lässt sich den Akten in dieser Hinsicht vielmehr entnehmen, dass der Versicherte am 22. September 2021 beim Sportunterricht einen Unfall erlitten hatte, in dessen Folge die Indikation zur ursprünglichen VKB-Plastik erfolgt war (Akt M19, der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung, Ziffer 3, ad Vorschädigung; Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin ad Ziffer 2.3.11). Allfällige Anhaltspunkte, wonach diese primäre VKB-Plastik krankheitsbedingt eingesetzt worden wäre, bestehen somit keine. Die im Januar 2022 eingesetzte VKP-Plastik wird vom Ausschluss gemäss Art. 9 UVV deshalb nicht erfasst. Ebenfalls offenbleiben kann die vom Vertrauensarzt der AXA aufgeworfene Frage, ob es sich bei dem ursprünglichen Transplantat von seiner Funktion her eher um ein Ligament oder um eine Sehne gehandelt hat (Akten M13, S. 4; M19, S. 8 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung). Geht man davon aus, dass der Schaden an der nunmehr geschädigten Ersatz-Plastik einem erneuten Sehnenriss entspricht, liegt eine UKS gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG vor. Da aber Risse, Zerrungen und selbst blosse Dehnungen von Bändern durch Art. 6 Abs. 2 lit g UVG gedeckt werden (BGE 114 V 298 E. 3d), fällt der am 21. März 2021 beim Fussballspiel erlittene Schaden an der ursprünglich unfallbedingt eingesetzten Ersatzstruktur so oder anders unter eine Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG.6.1 Strittig ist im Weiteren, ob der eingetretene Schaden vorwiegend auf eine Erkrankung bzw. auf degenerative Ursachen zurückzuführen ist und der Beschwerdegegnerin damit der Entlastungsbeweis gelingt. Mit Art.”
“Vorliegend war dem Versicherten anlässlich der ursprünglichen Versorgung am 31. Januar 2022 eine VKB-Ersatz-Plastik mittels körpereigener Semitendinosus-Sehne eingesetzt worden (Akt A17, M3 und M19 der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung). Unbesehen der von der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang aufgeworfenen Frage, ob es sich bei der nunmehr erneut erlittenen Schädigung um eine Ruptur jener körpereigenen Sehne oder lediglich um ein Herauslösen aus deren distalen Verankerung im Sinne einer Sache gehandelt hat, wird die vorliegende Transplantat-Insuffizienz im vorliegenden Fall so oder anders von Art. 6 Abs. 2 UVG erfasst. So spielt es im vorliegenden Fall nämlich keine Rolle, ob es sich bei der erlittenen Schädigung an der ursprünglich eingesetzten VKB-Plastik um einen Schaden an einer Sache oder am körpereigenen Substrat gehandelt hat. Hintergrund bildet der soeben dargelegte und vom Bundesgericht bestätigte Grundsatz, dass Schäden an Sachen gemäss Art. 9 UVV lediglich dann nicht unter Art. 6 Abs. 2 UVG fallen, wenn die (erneut) geschädigte Sache ursprünglich infolge einer Krankheit eingesetzt worden ist. Dies ist hier gerade nicht der Fall. Wie die Beschwerdegegnerin selbst vorbringt, lässt sich den Akten in dieser Hinsicht vielmehr entnehmen, dass der Versicherte am 22. September 2021 beim Sportunterricht einen Unfall erlitten hatte, in dessen Folge die Indikation zur ursprünglichen VKB-Plastik erfolgt war (Akt M19, der Beschwerdegegnerin zur Vernehmlassung, Ziffer 3, ad Vorschädigung; Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin ad Ziffer 2.3.11). Allfällige Anhaltspunkte, wonach diese primäre VKB-Plastik krankheitsbedingt eingesetzt worden wäre, bestehen somit keine. Die im Januar 2022 eingesetzte VKP-Plastik wird vom Ausschluss gemäss Art. 9 UVV deshalb nicht erfasst. Ebenfalls offenbleiben kann die vom Vertrauensarzt der AXA aufgeworfene Frage, ob es sich bei dem ursprünglichen Transplantat von seiner Funktion her eher um ein Ligament oder um eine Sehne gehandelt hat (Akten M13, S.”
Utilisez la page actuelle comme contexte pour rechercher, résumer, comparer ou rédiger.