SR 721.100 ↩
SR 814.20 ↩
Fassung gemäss Anhang Ziff. 1 des BG vom 15. März 2024, in Kraft seit 1. Aug. 2025 (AS 2025 430;BBl 2023 858). ↩
Zweiter Satz aufgehoben durch Ziff. I 3 des BG vom 18. Juni 1999 über die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren, mit Wirkung seit 1. Jan. 2000 (AS 1999 3071; BBl 1998 2591). ↩
Fassung gemäss Anhang Ziff. 6 des Militärgesetzes vom 3. Febr. 1995, in Kraft seit 1. Jan. 1996 (AS 1995 4093;BBl 1993 IV 1). ↩
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16 commentaries
Art. 22 Abs. 2 NHG erlaubt die Bewilligung der Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Gewässerschutz-/Wasserbaugesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben; in der Rechtsprechung wird eine altlastenrechtliche Sanierung typischerweise als derartiges standortgebundenes Vorhaben angesehen, sodass die Beseitigung der Ufervegetation in diesem Zusammenhang bewilligt werden kann.
“Soweit die geplante Schüttung mit Art. 39 Abs. 2 lit. b GSchG kompatibel ist, ist auch ein Verstoss gegen Art. 21 Abs. 1 NHG – dessen Verletzung seitens der Rekurrierenden denn auch nur in Verbindung mit der gewässerschutz- rechtlichen Norm gerügt wird – nicht ersichtlich, sieht Art. 22 Abs. 2 NHG doch ausdrücklich vor, dass in den durch die Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen die Beseitigung der Ufervegetation für standortgebundene Vorhaben (wovon bei einer altlastenrechtlichen Sanierung naheliegender- weise auszugehen ist) bewilligt werden kann (vgl. zur Verknüpfung BGE 130 II 313, E. 3; BGr 1A.30/2006 vom 10. Oktober 2006, E. 3; Jenni, a.a.O., Art. 22 Rz. 19, wonach die naturschutzrechtliche Bestimmung, indem sie an die Gewässerschutzgesetzgebung gebunden worden sei, de facto ihren ei- genständigen Charakter eingebüsst habe). Auch ist zu beachten, dass die R2.2023.00128 Seite 75 bestehende Ufervegetation vorliegend auch im Rahmen einer Dekontamina- tion, mithin unabhängig von der gewählten Sanierungsvariante, zerstört würde, wobei eine Interessenabwägung klarerweise für die Zulässigkeit die- ser Zerstörung zwecks Ermöglichung einer altlastenrechtlichen Sanierung spricht. Für die Dekontaminationsvariante wurde dies in der ursprünglichen Gesamtverfügung denn auch bereits im Rahmen der Erteilung der natur- schutzrechtlichen Bewilligung (wenngleich ohne ausdrückliche Erwähnung von Art.”
Zur Beurteilung von Ausnahmegesuchen nach Art. 22 NHG können Angaben zur Gehölz-, Strauch- und Krautschicht erforderlich sein; fehlen diese, kann ein Eingriff in die Ufervegetation nicht ausgeschlossen werden.
“Allerdings muss es sich zusätzlich um eine naturnahe und standortgerechte Vegetation handeln. Das Verwaltungsgericht hat pauschal festgestellt, es handle sich nicht um eine "Aue", ohne weitere Feststellungen zu Art und Häufigkeit der Vegetation zu treffen. Aus dem in den Akten liegenden Gestaltungsplan ergibt sich der bisherige Bestand an Gehölzen im streitigen Abschnitt. Danach finden sich vereinzelt Hartholzauenarten (z.B. Vogelkirsche), überwiegend aber Arten, die auch abseits von Gewässern gedeihen, wie z.B. Berg- und Feldahorn oder Hainbuche. Von den neuen Treppenabgängen betroffen werden zwei Hainbuchen am oberen Böschungsrand. Es fehlen indessen Angaben zu kleineren Sträuchern (namentlich im Bereich des südlichen Treppenabgangs) sowie zur Krautschicht. Insofern kann aufgrund der Akten ein Eingriff in die Ufervegetation i.S.v. Art. 21 NHG nicht ausgeschlossen werden. Auf eine Rückweisung an das Verwaltungsgericht zu Klärung dieser Frage könnte verzichtet werden, wenn zu Recht eine Rodungsbewilligung nach Art. 22 NHG erteilt worden ist. Dies ist im Folgenden zu prüfen.”
Die kantonale Behörde kann Ausnahmen fürs Sammeln und Ausgraben geschützter Pflanzen sowie fürs Fangen von Tieren zu wissenschaftlichen, pädagogischen und therapeutischen Zwecken in bestimmten Gebieten erlauben. Das vom Bundesrat erlassene Ausführungsrecht (u. a. OPN) enthält weitergehende Regelungen zur Schutzwürdigkeit von Biotopen.
“18 Protection d’espèces animales et végétales 1 La disparition d’espèces animales et végétales indigènes doit être prévenue par le maintien d’un espace vital suffisamment étendu (biotopes), ainsi que par d’autres mesures appropriées. Lors de l’application de ces mesures, il sera tenu compte des intérêts dignes de protection de l’agriculture et de la sylviculture. 1bis Il y a lieu de protéger tout particulièrement les rives, les roselières et les marais, les associations végétales forestières rares, les haies, les bosquets, les pelouses sèches et autres milieux qui jouent un rôle dans l’équilibre naturel ou présentent des conditions particulièrement favorables pour les biocénoses. 1ter Si, tous intérêts pris en compte, il est impossible d’éviter des atteintes d’ordre technique aux biotopes dignes de protection, l’auteur de l’atteinte doit veiller à prendre des mesures particulières pour en assurer la meilleure protection possible, la reconstitution ou, à défaut, le remplacement adéquat. […] A titre d' "exceptions autorisées", il résulte de l'art. 22 al. 1 LPN que l’autorité cantonale compétente peut, à des fins scientifiques, pédagogiques et thérapeutiques, et sur des territoires déterminés, permettre des exceptions pour la récolte et la déplantation de plantes protégées ainsi que pour la capture d’animaux. Selon l'art. 26, 2e phrase, LPN, le Conseil fédéral édicte les dispositions d'exécution nécessaires. S'agissant de la protection des biotopes respectivement des espèces, l'ordonnance fédérale du 16 janvier 1991 sur la protection de la nature et du paysage (OPN; RS 451.1) prévoit notamment ce qui suit: Art. 14 Protection des biotopes 1 La protection des biotopes doit assurer, notamment de concert avec la compensation écologique (art. 15) et les dispositions relatives à la protection des espèces (art. 20), la survie de la flore et de la faune sauvage indigènes. […] 3 Les biotopes sont désignés comme étant dignes de protection sur la base: […] b. des espèces de la flore et de la faune protégées en vertu de l’art. 20; […] d.”
Rodungsbewilligungen nach Art. 22 Abs. 2 NHG können als Teil einer bundesrechtlich begründeten Gesamtbewilligung für eine Einheit von Anlagen qualifiziert werden.
“Die angefochtene Verfügung vom 3. Dezember 2020 enthält verschiedene bundesrechtliche Spezial- und Ausnahmebewilligungen: eine Ausnahmebewilligung für das Bauen ausserhalb der Bauzone gemäss Art. 24 RPG für die im Gewässer liegenden Teile der Anlage, eine fischereirechtliche Bewilligung gemäss Art. 8-10 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fischerei (BGF; SR 923.0), eine gewässerschutzrechtliche Ausnahmebewilligung nach Art. 19 Abs. 2 GSchG i.V.m. Anh. 4 Ziff. 211 Abs. 2 GSchV (Einbau des Pontonierstegs unter den mittleren Gewässerspiegel) sowie eine Rodungsbewilligung für die Ufervegetation nach Art. 22 Abs. 2 NHG. Diese Bewilligungen stützen sich unmittelbar auf Bundesrecht und begründen eine Bundesaufgabe i.S.v. Art. 78 Abs. 2 BV und Art. 2 NHG (vgl. z.B. für die gewässerschutzrechtliche Ausnahmebewilligung BGE 145 II 176 E. 3.4 und 3.5; Urteile 1C_482/2012 vom 14. Mai 2014 E. 3.5, in URP 2014 637, und 1C_86/2020 vom 22. April 2021 E. 5.3, in URP 2021 812). Zwar richtet sich die Beschwerde einzig gegen die Sitzgelegenheiten und die Treppen, die regelmässig ausserhalb des Wassers liegen. Diese bilden jedoch zusammen mit den Uferschutz- und Pontoniersportanlagen des Projekts eine Einheit, d.h. es handelt sich um eine Gesamtanlage, deren Bewilligung eine Bundesaufgabe darstellt. Im Übrigen hat das Bundesgericht auch die Bewilligung einer Anlage im Gewässerraum nach Art. 41c Abs. 1 GSchV als Bundesaufgabe qualifiziert (BGE 143 II 77 E. 3.1).”
Nach Art. 22 Abs. 2 NHG kann die zuständige kantonale Behörde die Beseitigung der Ufervegetation nur für standortgebundene Vorhaben bewilligen und nur in den Fällen, die nach der Wasserbaupolizei- bzw. Gewässerschutzgesetzgebung zulässig sind.
“Art. 21 Abs. 1 NHG hält fest, dass die Ufervegetation (Schilf- und Binsenbe- stände, Auenvegetationen sowie andere natürliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich) weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden darf. Gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG kann die zuständige kantonale Behörde die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen.”
“Nach Art. 18 Abs. 1bis des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) sind Uferbereiche, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen, besonders zu schützen. Die Ufervegetation (Schilf- und Binsenbestände, Auenvegetationen sowie andere natürliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich) darf grundsätzlich weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden (Art. 21 Abs. 1 NHG). Die zuständige Behörde kann die Beseitigung der Ufervegetation nur in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen (Art. 22 Abs. 2 NHG). Gemäss Art. 36a GSchG legen die Kantone nach Anhörung der betroffenen Kreise zudem den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer fest, der erforderlich ist für die Gewährleistung folgender Funktionen (Gewässerraum): die natürlichen Funktionen der Gewässer (Bst. a), den Schutz vor Hochwasser (Bst.”
“Nach Art. 22 Abs. 2 NHG dürfen Ausnahmebewilligungen für die Beseitigung von Ufervegetation nur für Eingriffe erteilt werden, die nach Wasserbau- und Gewässerschutzgesetzgebung zugelassen sind.”
“Nach Art. 21 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) darf die Ufervegetation (Schilf- und Binsenbestände, Auenvegetationen sowie andere natürliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich) weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden (Abs. 1). Soweit es die Verhältnisse erlauben, sorgen die Kantone dafür, dass dort, wo sie fehlt, Ufervegetation angelegt wird oder zumindest die Voraussetzungen für deren Gedeihen geschaffen werden (Abs. 2). Die zuständige kantonale Behörde kann die Beseitigung der Ufervegetation nur in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen (Art. 22 Abs. 2 NHG).”
Rodungsbewilligungen nach Art. 22 Abs. 2 NHG sind auf Zwecke des Uferschutzes i.S.v. Art. 37 GSchG beschränkt und können nicht zur Ermöglichung einer Freizeitanlage erteilt werden. Eine vorgesehene Verbesserung durch Nachpflanzungen rechtfertigt die Rodung nicht, weil standortgerechte Pflanzungen bereits nach Art. 37 Abs. 2 GSchG und Art. 21 Abs. 2 NHG vorgesehen sind und auch ohne Rodung erfolgen könnten.
“Sofern es sich im fraglichen Uferabschnitt um Ufervegetation im Sinne von Art. 21 NHG handelt, kommt eine Rodungsbewilligung gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG daher nur für den Uferschutz i.S.v. Art. 37 GSchG in Betracht, nicht aber für die streitige Freizeitanlage. Diese kann nur realisiert werden, sofern sie keine Ufervegetation beeinträchtigt. Dagegen lässt sich nicht einwenden, dass die Ufervegetation im Ergebnis, durch die vorgesehene Pflanzung von standortgerechten Gehölzen, verbessert werde, denn diese ist bereits nach Art. 37 Abs. 2 GSchG und Art. 21 Abs. 2 NHG geboten und liesse sich auch ohne Rodung der bestehenden Ufervegetation realisieren. Die Sache ist daher zur Prüfung, ob und inwieweit Ufervegetation in Anspruch genommen wird, an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen.”
Die Standortgebundenheit ist restriktiv zu prüfen. Eine Bewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG kommt nur in Betracht, wenn das Projekt anderswo nicht realisierbar ist bzw. glaubhaft dargelegt wird, dass eine Unterbringung ausserhalb des Gewässerraums nicht möglich ist. Zudem setzt die Erlaubnis voraus, dass der Eingriff nach der Wasserbau- oder Gewässerschutzgesetzgebung zulässig ist.
“Si, tous intérêts pris en compte, il est impossible d’éviter des atteintes d’ordre technique aux biotopes dignes de protection, l’auteur de l’atteinte doit veiller à prendre des mesures particulières pour en assurer la meilleure protection possible, la reconstitution ou, à défaut, le remplacement adéquat (al. 1ter). […] La législation fédérale […] sur la pêche est réservée (al. 4). En vertu de l’art. 21 al. 1 LPN, la végétation des rives (roselières et jonchères, végétation alluviale et autres formations végétales naturelles riveraines) ne doit pas être essartée ni recouverte ou détruite d’une autre manière. Cette disposition applicable directement prime sur l’art. 18 LPN, norme générale de protection des biotopes. La protection que confère l’art. 21 LPN est absolue sans qu’il y ait besoin de tenir compte des intérêts dignes de protection de l’agriculture et de la sylviculture comme le prévoient les art. 18 al. 1 et 18b al. 2 LPN ou encore l’art. 78 al. 5 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 (RS 101) relative à la protection des marais et sites marécageux. Peu importe également la qualité écologique de la végétation en question. Les possibilités limitées de déroger à cette protection absolue sont prévues par l’art. 22 al. 2 LPN (Jenni, in Keller/Zufferey/Fahrländer (édt.), Commentaire LPN, augmenté d’aspects choisis des LChP et LFSP, 2ème éd. 2019, art. 21, n. 1 et 9). Selon cette dernière disposition, l’autorité cantonale compétente peut autoriser la suppression de la végétation existant sur des rives dans le cas de projets qui ne peuvent être réalisés ailleurs et qui ne contreviennent pas à la législation en matière de police des eaux et de protection des eaux. Elle ne sera accordée que pour des atteintes pouvant être autorisées selon le droit sur l'aménagement des cours d'eaux et la protection des eaux (ATF 130 II 313 consid. 3.1 à 3.5) ou lorsque le projet est couvert par la clause générale de police qui permet une intervention afin d'assurer la sécurité des personnes et des biens (arrêts TF 1C_448/2011 du 5 juillet 2012 consid. 2.3; 1A.30/2006 du 10 octobre 2006 consid. 3.8). Une autorisation n’est toutefois nécessaire que pour une suppression (temporaire ou permanente) de la végétation des rives. Des atteintes qui ne vont pas jusqu’à une suppression n’y sont pas soumises, l’art.”
“Die Bewilligungsfähigkeit der Kleinbauten im Gewässerraum scheitert an den Vorgaben des WBG und des NHG. Es kann grundsätzlich auf die Ausführungen im Zusammenhang mit den Aufschüttungen im Uferbereich (E. 6c) verwiesen werden. Die beiden Kleinbauten mitsamt ihren Zugängen stellen einen unzulässigen Eingriff in die nach NHG geschützte Ufervegetation dar, welche dort vollständig zerstört wurde (Art. 21 f. NHG). Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer 1 und 2 vermögen ihre Vorbringen, wonach die Bauten der Unterbringung schlossbetriebsnotwendiger technischer Anlagen und geschlagenem Holz dienen würden, keine Standortgebundenheit im geschützten Uferbereich im Sinne von Art. 22 Abs. 2 NHG zu begründen, zumal nicht glaubhaft ist, dass diese Anlagen sowie das Holz trotz denkmalpflegerischer Einschränkungen nicht irgendwo ausserhalb des Gewässerraums untergebracht werden können. Die beiden Kleinbauten benötigen sodann ebenfalls eine Wasserbaupolizeibewilligung nach Art. 48 Abs. 1 WBG”
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung bzw. dem erwähnten Amtsbericht bezieht sich die Bewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG auf in der Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung geregelte, standortgebundene Vorhaben. Als einschlägige Beispiele werden genannt: Vorhaben des Hochwasserschutzes, Vorhaben im Zusammenhang mit der Nutzung der Wasserkraft, Verbauungen und Korrektionen von Fliessgewässern, das ausnahmsweise Überdecken von Fliessgewässern, Schüttungen von Feststoffen in Seen, Spülung und Entleerung von Stauräumen, Entnahme und Einleitung von Wasser und Abwasser sowie die Ausbeutung von Kies, Sand und anderen Materialien. In dem dargestellten Entscheid wurde die konkret strittige Aufschüttung nicht als von diesen Tatbeständen gedeckt erachtet.
“Die Bewilligungspflicht dieser Aufschüttungen im Gewässerraum ergab sich schon zu diesem Zeitpunkt aus Art. 7 Abs. 2 BewD, was auch die Beschwerdeführer 1 und 2 nicht bestreiten. Erst in der Eingabe vom 22. Dezember 2021 bringen die Beschwerdeführer 1 und 2 neu vor, auch diese Aufschüttungen seien vormals bewilligt, ohne dafür jedoch – trotz Aufforderung des Rechtsamts – irgendeinen Beleg/Beweis zu erbringen. Diesem Einwand kann daher mit Verweis auf die bisherigen Ausführungen (vgl. E. 4d und 5d) nicht gefolgt werden. Einer Bewilligung der Aufschüttungen im Uferbereich stehen – den Ausführungen der ANF im Amtsbericht vom 9. Oktober 2019[25] folgend – die Art. 21 f. des NHG[26] entgegen (bereits 2010 unverändert in Kraft). So darf die Ufervegetation nach Art. 21 Abs. 1 NHG weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden. Zwar kann die zuständige kantonale Behörde die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen (Art. 22 Abs. 2 NHG). Gemäss ANF[27] geht es dabei nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung um Vorhaben des Hochwasserschutzes (Art. 1, 3 und 4 WBG), Vorhaben im Zusammenhang mit der Nutzung der Wasserkraft (Art. 29 ff. GschG[28]), Verbauungen und Korrektionen von Fliessgewässern (Art. 37 GschG), das ausnahmsweise Überdecken von Fliessgewässern (Art. 38 GschG), Schüttungen von Feststoffen in Seen (Art. 39 GschG), die Spülung und Entleerung von Stauräumen (Art. 40 GschG), die Entnahme und Einleitung von Wasser und Abwasser (Art. 42 GschG) sowie die Ausbeutung von Kies, Sand und anderen Materialien (Art. 44 GschG). Die vorliegend strittige Aufschüttung ist von keinem dieser Tatbestände gedeckt. Die Aufschüttungen im Gewässerraum bedürfen sodann gestützt auf Art. 48 Abs. 1 WBG 2009 einer Wasserbaupolizeibewilligung. Gemäss Amtsbericht des TBA OIK III vom 18. Oktober 2019 sind die vorgenommenen baulichen Massnahmen aus wasserbaupolizeilicher Sicht problematisch, weil die Böschung durch die Abholzung an Stabilität verloren habe und nun im Falle eines Hochwassers die Erosion der Böschung drohe.”
“Die Bewilligungspflicht dieser Aufschüttungen im Gewässerraum ergab sich schon zu diesem Zeitpunkt aus Art. 7 Abs. 2 BewD, was auch die Beschwerdeführer 1 und 2 nicht bestreiten. Erst in der Eingabe vom 22. Dezember 2021 bringen die Beschwerdeführer 1 und 2 neu vor, auch diese Aufschüttungen seien vormals bewilligt, ohne dafür jedoch – trotz Aufforderung des Rechtsamts – irgendeinen Beleg/Beweis zu erbringen. Diesem Einwand kann daher mit Verweis auf die bisherigen Ausführungen (vgl. E. 4d und 5d) nicht gefolgt werden. Einer Bewilligung der Aufschüttungen im Uferbereich stehen – den Ausführungen der ANF im Amtsbericht vom 9. Oktober 2019[25] folgend – die Art. 21 f. des NHG[26] entgegen (bereits 2010 unverändert in Kraft). So darf die Ufervegetation nach Art. 21 Abs. 1 NHG weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden. Zwar kann die zuständige kantonale Behörde die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen (Art. 22 Abs. 2 NHG). Gemäss ANF[27] geht es dabei nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung um Vorhaben des Hochwasserschutzes (Art. 1, 3 und 4 WBG), Vorhaben im Zusammenhang mit der Nutzung der Wasserkraft (Art. 29 ff. GschG[28]), Verbauungen und Korrektionen von Fliessgewässern (Art. 37 GschG), das ausnahmsweise Überdecken von Fliessgewässern (Art. 38 GschG), Schüttungen von Feststoffen in Seen (Art. 39 GschG), die Spülung und Entleerung von Stauräumen (Art. 40 GschG), die Entnahme und Einleitung von Wasser und Abwasser (Art. 42 GschG) sowie die Ausbeutung von Kies, Sand und anderen Materialien (Art. 44 GschG). Die vorliegend strittige Aufschüttung ist von keinem dieser Tatbestände gedeckt. Die Aufschüttungen im Gewässerraum bedürfen sodann gestützt auf Art. 48 Abs. 1 WBG 2009 einer Wasserbaupolizeibewilligung. Gemäss Amtsbericht des TBA OIK III vom 18. Oktober 2019 sind die vorgenommenen baulichen Massnahmen aus wasserbaupolizeilicher Sicht problematisch, weil die Böschung durch die Abholzung an Stabilität verloren habe und nun im Falle eines Hochwassers die Erosion der Böschung drohe.”
Ausnahmen sind restriktiv zu prüfen. Sie dürfen nur bewilligt werden, wenn der Eingriff erforderlich ist und einem überwiegenden Interesse entspricht; der Verursacher hat für einen bestmöglichen Schutz und, gegebenenfalls, für deren Wiederherstellung oder für einen adäquaten Ersatz der betroffenen Arten zu sorgen. Bei besonders schützenswerten oder bedrohten Arten (z. B. Vögeln) ist diesem Schutzbedarf besonderes Gewicht beizumessen.
“1ter LPN, si, tous intérêts pris en compte, il est impossible d’éviter des atteintes d’ordre technique aux biotopes dignes de protection, l’auteur de l’atteinte doit veiller à prendre des mesures particulières pour en assurer la meilleure protection possible, la reconstitution ou, à défaut, le remplacement adéquat (voir aussi art. 14 al. 7 OPN). 12.4.2 L'art. 20 al. 1 phr. 2 LPN permet par ailleurs au Conseil fédéral de prendre des mesures adéquates pour protéger les espèces animales menacées ou dignes de protection. Ce faisant, l'art. 20 al. 2 OPN dispose en particulier que les animaux protégés figurant dans la loi fédérale du 20 juin 1986 sur la chasse et la protection des mammifères et oiseaux sauvages (LChP, RS 922.0) sont protégés. En l'occurrence, il découle de l'art. 7 al. 1 LChP que tous les animaux visés à l’art. 2 LChP (notamment les oiseaux, voir art. 2 let. a LChP) qui n’appartiennent pas à une espèce pouvant être chassée (art. 5 LChP), sont protégés. Conformément à l'art. 20 al. 2 let. a OPN, il est dès lors interdit de tuer ou de blesser les animaux de ces espèces. D'après l'art. 20 al. 3 let. b OPN, l’autorité compétente peut accorder des autorisations exceptionnelles, en plus de celles prévues par l’art. 22 al. 1 LPN (à des fins scientifiques, pédagogiques et thérapeutiques) pour des atteintes d’ordre technique, qui s’imposent à l’endroit prévu et qui correspondent à un intérêt prépondérant. L’auteur de l’atteinte doit néanmoins être tenu de prendre des mesures pour assurer la meilleure protection possible ou, à défaut, le remplacement adéquat des espèces concernées. 12.5 Au cas particulier, une analyse des conflits potentiels avec l'avifaune a été effectuée lors de la réalisation de l'EIE. A cet effet, la population d'oiseaux nicheurs a été recensée dans deux zones d'étude, à savoir dans le périmètre d'implantation du projet, majoré de 500 m, respectivement de 1 km. L'accent a été mis sur les espèces menacées, prioritaires et particulières pour la région. Dans le premier, une liste des espèces présentes a été dressée au moyen de relevés de terrain (75 oiseaux nicheurs ou nicheurs potentiels ont alors notamment été inventoriés; dos. intimées DP 2/4, doc. 627). Dans le second, les espèces connues pour entrer en collision avec les éoliennes ou sensibles aux modifications de leur habitat ont spécifiquement été recherchées.”
Art. 22 Abs. 2 NHG eröffnet die Möglichkeit, die Beseitigung von Ufervegetation für standortgebundene Vorhaben zu bewilligen, wenn dies von der Gewässerschutzgesetzgebung gedeckt ist. Soweit es um altlastenrechtliche Dekontaminationen geht, sieht die Rechtsprechung die Anwendung dieser Bestimmung als naheliegend an und stellt auf eine Interessenabwägung ab, die die Zulässigkeit einer solchen Zerstörung im Rahmen einer Sanierung entscheiden kann.
“Soweit die geplante Schüttung mit Art. 39 Abs. 2 lit. b GSchG kompatibel ist, ist auch ein Verstoss gegen Art. 21 Abs. 1 NHG – dessen Verletzung seitens der Rekurrierenden denn auch nur in Verbindung mit der gewässerschutz- rechtlichen Norm gerügt wird – nicht ersichtlich, sieht Art. 22 Abs. 2 NHG doch ausdrücklich vor, dass in den durch die Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen die Beseitigung der Ufervegetation für standortgebundene Vorhaben (wovon bei einer altlastenrechtlichen Sanierung naheliegender- weise auszugehen ist) bewilligt werden kann (vgl. zur Verknüpfung BGE 130 II 313, E. 3; BGr 1A.30/2006 vom 10. Oktober 2006, E. 3; Jenni, a.a.O., Art. 22 Rz. 19, wonach die naturschutzrechtliche Bestimmung, indem sie an die Gewässerschutzgesetzgebung gebunden worden sei, de facto ihren ei- genständigen Charakter eingebüsst habe). Auch ist zu beachten, dass die R2.2023.00128 Seite 75 bestehende Ufervegetation vorliegend auch im Rahmen einer Dekontamina- tion, mithin unabhängig von der gewählten Sanierungsvariante, zerstört würde, wobei eine Interessenabwägung klarerweise für die Zulässigkeit die- ser Zerstörung zwecks Ermöglichung einer altlastenrechtlichen Sanierung spricht. Für die Dekontaminationsvariante wurde dies in der ursprünglichen Gesamtverfügung denn auch bereits im Rahmen der Erteilung der natur- schutzrechtlichen Bewilligung (wenngleich ohne ausdrückliche Erwähnung von Art.”
Für die in Art. 22 Abs. 2 NHG genannten standortgebundenen Vorhaben wurde in den Vorberichten der CCDB empfohlen, eine Kompensation vorzusehen; dies wurde auch im Vor‑ bzw. Gegenbericht des OCAN berücksichtigt.
“Dans la mesure où les installations visées par l'autorisation de construire ne pouvaient prendre place que sur le quai de Cologny et qu'aucun intérêt public prépondérant ne s'opposait à l'implantation sur ce site, c'était à juste titre que l'autorisation avait été accordée en application des art. 24 de la loi fédérale sur l'aménagement du territoire du 22 juin 1979 (LAT - RS 700), 22 al. 2 LPN et 15 al. 3 LEaux-GE. Les art. 6 et 13 LPRLac et 14 et 15 LCI avaient également été respectés. 12) Dans ses observations du 12 juin 2020, le département a également conclu au rejet du recours. Dans la mesure où le projet était conforme à l'affectation de la zone, le grief de la commune relatif à l'art. 24 LAT devait être écarté et, en tout état, était infondé. Les conditions de l'art. 15 al. 3 LEaux-GE étaient réalisées, l'installation prévue ne portant pas atteinte aux fonctions écologiques du cours d'eau et de ses rives, ni à la sécurité des personnes et des biens. Les caractéristiques techniques et les impératifs liés au projet GeniLac démontraient que le projet litigieux était positivement imposé par sa destination. S'agissant de l'art. 22 al. 2 LPN, la possibilité prévue par cette disposition avait expressément été envisagée par la CCDB dans son préavis du 15 novembre 2019 puisqu'elle préconisait qu'une compensation soit prévue dans cette hypothèse. Elle avait également été prise en considération par l'OCAN dans son préavis du 2 décembre 2019. L'application des art. 6 et 13 LPRLac n'avait pas de portée propre dès lors que la parcelle concernée appartenait au domaine public et les critiques à l'égard des préavis de la CMNS et de la CCDB n'y changeaient rien. Les inconvénients engendrés par un chantier n'étaient ni graves ni durables selon la jurisprudence et enfin, dans la mesure où conformément à l'art. 15 LCI, la CMNS avait été consultée et qu'elle s'était prononcée en faveur du projet, ce grief était également infondé. 13) Avec sa réplique datée du 30 juillet 2020, la commune a produit une étude établie par CSD Ingénieurs (ci-après : CSD) le 10 juin 2020, co-mandatée par les SIG, l'OCEau et elle-même, afin d'évaluer les avantages et inconvénients des différents sites propres à accueillir le chantier litigieux.”
Ist im fraglichen Uferabschnitt Ufervegetation im Sinne von Art. 21 NHG gegeben, kommt eine Rodungsbewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG nur für den Uferschutz i.S.v. Art. 37 GSchG in Betracht, nicht zur Realisierung der streitigen Freizeitanlage. Eine Freizeitanlage ist nur zulässig, soweit sie keine Ufervegetation beeinträchtigt. Die Frage, ob und in welchem Umfang Ufervegetation in Anspruch genommen wird, ist gegebenenfalls zu prüfen.
“Sofern es sich im fraglichen Uferabschnitt um Ufervegetation im Sinne von Art. 21 NHG handelt, kommt eine Rodungsbewilligung gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG daher nur für den Uferschutz i.S.v. Art. 37 GSchG in Betracht, nicht aber für die streitige Freizeitanlage. Diese kann nur realisiert werden, sofern sie keine Ufervegetation beeinträchtigt. Dagegen lässt sich nicht einwenden, dass die Ufervegetation im Ergebnis, durch die vorgesehene Pflanzung von standortgerechten Gehölzen, verbessert werde, denn diese ist bereits nach Art. 37 Abs. 2 GSchG und Art. 21 Abs. 2 NHG geboten und liesse sich auch ohne Rodung der bestehenden Ufervegetation realisieren. Die Sache ist daher zur Prüfung, ob und inwieweit Ufervegetation in Anspruch genommen wird, an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen.”
“Sofern es sich im fraglichen Uferabschnitt um Ufervegetation im Sinne von Art. 21 NHG handelt, kommt eine Rodungsbewilligung gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG daher nur für den Uferschutz i.S.v. Art. 37 GSchG in Betracht, nicht aber für die streitige Freizeitanlage. Diese kann nur realisiert werden, sofern sie keine Ufervegetation beeinträchtigt. Dagegen lässt sich nicht einwenden, dass die Ufervegetation im Ergebnis, durch die vorgesehene Pflanzung von standortgerechten Gehölzen, verbessert werde, denn diese ist bereits nach Art. 37 Abs. 2 GSchG und Art. 21 Abs. 2 NHG geboten und liesse sich auch ohne Rodung der bestehenden Ufervegetation realisieren. Die Sache ist daher zur Prüfung, ob und inwieweit Ufervegetation in Anspruch genommen wird, an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen.”
Bei überkantonalen bzw. grenzüberschreitenden Vorhaben ist die Bewilligung nach Art. 22 Abs. 2 NHG im Zusammenhang des Gesamtvorhabens zu prüfen. Eine rein kantonsweise getrennte Interessenabwägung kommt entgegen der obergerichtlichen Ausführung nicht in Betracht; die Beurteilung ist gesamthaft vorzunehmen.
“Für dessen Beurteilung ist eine Gesamtbetrachtung und -interessenabwägung erforderlich. Eine isolierte Betrachtung nur derjenigen Massnahmen, die im Kanton Solothurn realisiert werden sollen, ist schon faktisch nicht möglich, namentlich für den Abriss der sich über beide Kantone erstreckenden Mittelinsel. Der vollständige Abriss des Mitteldamms soll die Strömungsverluste verringern und die Nettofallhöhe vergrössern und stellt somit einen wesentlichen Bestandteil des Optimierungsprojekts dar. Eine gesonderte Beurteilung der im Kanton Solothurn und im Kanton Aargau geplanten Massnahmen würde auch den materiell-rechtlichen Vorgaben widersprechen, die eine gesamthafte Interessenabwägung voraussetzen (vgl. z.B. Art. 3 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]; Art. 5 des Bundesgesetzes über den Wald vom 4. Oktober 1991 [WaG; SR 921.0]; Art. 3-6 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz [NHG; SR 451]; Art. 18 Abs. 1ter NHG i.V.m. Art. 14 Abs. 6 der Verordnung über den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 [NHV; SR 451.1]; Art. 22 Abs. 2 NHG; Art. 12 Abs. 3 des Energiegesetzes vom 30. September 2016 [EnG; SR 730.0]; Art. 9 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 über die Fischerei [BGF; SR 923.0]). Der Regierungsrat Solothurn hat daher in seinem Genehmigungsbeschluss (S. 25) zutreffend festgehalten, die gebotene Gesamtoptik dürfe nicht unter dem Umstand "leiden", dass sich die Gesamtanlage über zwei Kantone erstrecke und deshalb - gebietsmässig aufgeteilt - durch zwei verschiedene Behörden beurteilt werde, d.h. die Beurteilung dürfe nicht anders ausfallen, als wenn sich die Anlage vollständig im einen oder anderen der beiden Kantone befinden würde. Dies werde dadurch gewährleistet, dass es nur ein Vorhaben "Optimierung Kraftwerk Aarau" gebe (Hervorhebung im Original), auch wenn zwei Kantone die jeweiligen baulichen Vorkehrungen auf ihrem Gebiet genehmigen müssten. Dies hat zur Konsequenz, dass auch die Beschwerdelegitimation gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG nicht gebietsmässig aufgeteilt werden darf, sondern in Bezug auf das Gesamtprojekt "Optimierung Kraftwerk Aarau" zu prüfen ist.”
Bewilligungen nach Art. 22 Abs. 2 NHG sind auf standortgebundene Vorhaben beschränkt und dürfen nur in den Fällen erteilt werden, die durch die einschlägige Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung zulässig sind.
“Art. 21 Abs. 1 NHG hält fest, dass die Ufervegetation (Schilf- und Binsenbe- stände, Auenvegetationen sowie andere natürliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich) weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden darf. Gemäss Art. 22 Abs. 2 NHG kann die zuständige kantonale Behörde die Beseitigung der Ufervegetation in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen.”
“Nach Art. 18 Abs. 1bis des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) sind Uferbereiche, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen, besonders zu schützen. Die Ufervegetation (Schilf- und Binsenbestände, Auenvegetationen sowie andere natürliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich) darf grundsätzlich weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden (Art. 21 Abs. 1 NHG). Die zuständige Behörde kann die Beseitigung der Ufervegetation nur in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen (Art. 22 Abs. 2 NHG). Gemäss Art. 36a GSchG legen die Kantone nach Anhörung der betroffenen Kreise zudem den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer fest, der erforderlich ist für die Gewährleistung folgender Funktionen (Gewässerraum): die natürlichen Funktionen der Gewässer (Bst. a), den Schutz vor Hochwasser (Bst.”
“Nach Art. 21 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) darf die Ufervegetation (Schilf- und Binsenbestände, Auenvegetationen sowie andere natürliche Pflanzengesellschaften im Uferbereich) weder gerodet noch überschüttet noch auf andere Weise zum Absterben gebracht werden (Abs. 1). Soweit es die Verhältnisse erlauben, sorgen die Kantone dafür, dass dort, wo sie fehlt, Ufervegetation angelegt wird oder zumindest die Voraussetzungen für deren Gedeihen geschaffen werden (Abs. 2). Die zuständige kantonale Behörde kann die Beseitigung der Ufervegetation nur in den durch die Wasserbaupolizei- oder Gewässerschutzgesetzgebung erlaubten Fällen für standortgebundene Vorhaben bewilligen (Art. 22 Abs. 2 NHG).”
Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 22 NHG ist unzulässig, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Ausnahme nicht erfüllt sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn trotz negativer fachlicher Stellungnahmen die Bewilligung zur Zerstörung der Ufervegetation führt.
“Il aurait également une influence négative sur les dizaines de milliers de personnes (piétons, cyclistes et automobilistes) empruntant quotidiennement la route de Thonon et la route de Cologny. Par son ampleur et sa durée, il était susceptible de causer des nuisances substantielles et avérées, et d'impacter de manière durable la faune et la flore, alors que le Grand Conseil avait choisi de faire de ces parcelles l'une des rares zones de protection de la nature et du paysage située sur les berges du lac. C'était également en violation de l'art. 15 LEaux-GE que cette autorisation avait été accordée, étant précisé que le préavis de la CMNS devait être considéré non comme une approbation inconditionnelle du projet, mais bien plutôt comme un refus de se prononcer après l'absence de prise en compte de trois préavis négatifs. Par ailleurs, la CCDB avait demandé que soit étudié un déplacement du chantier afin de limiter l'atteinte sur la macrophyte. Les conditions d'une dérogation au sens de l'art. 22 LPN n'étant pas réunies, le département avait violé le droit fédéral en autorisant la destruction de la végétation des rives des parcelles concernées pour permettre la mise en place du chantier. Le projet portait par ailleurs indéniablement atteinte aux buts poursuivis par la LPRLac. La réalisation du projet impliquerait notamment un usage accru de la route de Thonon, déjà surchargée, en raison des camions nécessaires à l'acheminement des matériaux de construction, ainsi qu'une mise en danger des cyclistes et piétons qui seraient contraints de partager, sur une distance d'au moins 150 m, une voie de circulation extrêmement étroite et il était patent que les immissions provoquées par le chantier devaient être qualifiée d'inconvénients graves pour les voisins. Enfin, le chantier nuirait tant au caractère et à l'intérêt du quartier qu'à celui du site naturel et du point de vue accessible au public que représentaient le bas de la rampe de Vésenaz et le quai de Cologny. 8) Les SIG, soutenus par le département, ont sollicité la levée de l'effet suspensif au recours, en raison de l'intérêt public prépondérant que représentait le projet GeniLac.”
Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 22 kommt nicht in Betracht, wenn das Vorhaben wegen seiner Ausdehnung oder Dauer zu erheblichen und dauerhaften Beeinträchtigungen der Ufervegetation, der Fauna oder der Flora führt; in solchen Fällen sind die Voraussetzungen für eine Ausnahme nicht erfüllt.
“Il aurait également une influence négative sur les dizaines de milliers de personnes (piétons, cyclistes et automobilistes) empruntant quotidiennement la route de Thonon et la route de Cologny. Par son ampleur et sa durée, il était susceptible de causer des nuisances substantielles et avérées, et d'impacter de manière durable la faune et la flore, alors que le Grand Conseil avait choisi de faire de ces parcelles l'une des rares zones de protection de la nature et du paysage située sur les berges du lac. C'était également en violation de l'art. 15 LEaux-GE que cette autorisation avait été accordée, étant précisé que le préavis de la CMNS devait être considéré non comme une approbation inconditionnelle du projet, mais bien plutôt comme un refus de se prononcer après l'absence de prise en compte de trois préavis négatifs. Par ailleurs, la CCDB avait demandé que soit étudié un déplacement du chantier afin de limiter l'atteinte sur la macrophyte. Les conditions d'une dérogation au sens de l'art. 22 LPN n'étant pas réunies, le département avait violé le droit fédéral en autorisant la destruction de la végétation des rives des parcelles concernées pour permettre la mise en place du chantier. Le projet portait par ailleurs indéniablement atteinte aux buts poursuivis par la LPRLac. La réalisation du projet impliquerait notamment un usage accru de la route de Thonon, déjà surchargée, en raison des camions nécessaires à l'acheminement des matériaux de construction, ainsi qu'une mise en danger des cyclistes et piétons qui seraient contraints de partager, sur une distance d'au moins 150 m, une voie de circulation extrêmement étroite et il était patent que les immissions provoquées par le chantier devaient être qualifiée d'inconvénients graves pour les voisins. Enfin, le chantier nuirait tant au caractère et à l'intérêt du quartier qu'à celui du site naturel et du point de vue accessible au public que représentaient le bas de la rampe de Vésenaz et le quai de Cologny. 8) Les SIG, soutenus par le département, ont sollicité la levée de l'effet suspensif au recours, en raison de l'intérêt public prépondérant que représentait le projet GeniLac.”
“Il aurait également une influence négative sur les dizaines de milliers de personnes (piétons, cyclistes et automobilistes) empruntant quotidiennement la route de Thonon et la route de Cologny. Par son ampleur et sa durée, il était susceptible de causer des nuisances substantielles et avérées, et d'impacter de manière durable la faune et la flore, alors que le Grand Conseil avait choisi de faire de ces parcelles l'une des rares zones de protection de la nature et du paysage située sur les berges du lac. C'était également en violation de l'art. 15 LEaux-GE que cette autorisation avait été accordée, étant précisé que le préavis de la CMNS devait être considéré non comme une approbation inconditionnelle du projet, mais bien plutôt comme un refus de se prononcer après l'absence de prise en compte de trois préavis négatifs. Par ailleurs, la CCDB avait demandé que soit étudié un déplacement du chantier afin de limiter l'atteinte sur la macrophyte. Les conditions d'une dérogation au sens de l'art. 22 LPN n'étant pas réunies, le département avait violé le droit fédéral en autorisant la destruction de la végétation des rives des parcelles concernées pour permettre la mise en place du chantier. Le projet portait par ailleurs indéniablement atteinte aux buts poursuivis par la LPRLac. La réalisation du projet impliquerait notamment un usage accru de la route de Thonon, déjà surchargée, en raison des camions nécessaires à l'acheminement des matériaux de construction, ainsi qu'une mise en danger des cyclistes et piétons qui seraient contraints de partager, sur une distance d'au moins 150 m, une voie de circulation extrêmement étroite et il était patent que les immissions provoquées par le chantier devaient être qualifiée d'inconvénients graves pour les voisins. Enfin, le chantier nuirait tant au caractère et à l'intérêt du quartier qu'à celui du site naturel et du point de vue accessible au public que représentaient le bas de la rampe de Vésenaz et le quai de Cologny. 8) Les SIG, soutenus par le département, ont sollicité la levée de l'effet suspensif au recours, en raison de l'intérêt public prépondérant que représentait le projet GeniLac.”