9 commentaries
Für bestimmte Herstellungsfälle (insbesondere magistral hergestellte Arzneimittel/Wirkstoffe) kann anstelle einer Swissmedic-Bewilligung eine kantonale Melde- oder Bewilligungspflicht eintreten. Personen mit einer Detailhandelsbewilligung nach Art. 30 HMG können gemäss AMBV eine Risikoprüfung nach Anhang 1b vornehmen; überschreitet diese Prüfung den im Anhang festgelegten Schwellenwert nicht, genügt statt einer Swissmedic-Bewilligung eine kantonale Bewilligung zur Herstellung. Die aktuell geltende AMBV (2018) sieht diese Lösung wie die frühere Regelung vor.
“auch die Ausführungen im Bericht des Bundesrates "Palliativ Care, Suizidprävention und organisierte Suizidhilfe", Juni 2011, S. 23; Ergänzungsbericht des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements zum Bericht "Sterbehilfe und Palliativmedizin - Handlungsbedarf für den Bund?", Juli 2007, S. 4). Laut aArt. 5 Abs. 1 lit. a HMG ist eine Bewilligung von Swissmedic nötig, damit eine Person Arzneimittel herstellen darf. Hinsichtlich Arzneimitteln gemäss aArt. 9 Abs. 2 lit. a bis cbisHMG, worunter auch die nach Magistralrezeptur hergestellten Wirkstoffe fallen, sieht aArt. 5 Abs. 2 lit. a HMG indessen vor, dass der Bundesrat die Herstellung dieser Arzneimittel unter eine kantonale Melde- oder Bewilligungspflicht stellen kann. Der Bundesrat hat in der Folge in Art. 6 Abs. 2 der inzwischen ausser Kraft getretenen Verordnung vom 17. Oktober 2001 über die Bewilligungen im Arzneimittelbereich (Arzneimittel-Bewilligungsverordnung, AMBV; SR 812.212.1) vorgesehen, dass Personen, welche über eine Detailhandelsbewilligung zum Vertrieb von Arzneimitteln gemäss Art. 30 HMG verfügen, eine Risikoprüfung gemäss Anhang 1b der AMBV durchführen können. Sofern die Risikoprüfung einen im Anhang 1b der AMBV festgelegten Schwellenwert nicht überschreitet, ist lediglich eine kantonale Bewilligung zur Herstellung von Arzneimitteln nach formula magistralis erforderlich (Art. 6 Abs. 2 AMBV). Die aktuell geltende Verordnung über die Bewilligungen im Arzneimittelbereich vom 14. November 2018 (Arzneimittel-Bewilligungsverordnung, AMBV; SR 812.212.1) sieht in deren Art. 8 eine mit der altrechtlichen identische Lösung vor, wonach im Falle einer entsprechenden Risikoprüfung eine kantonale Bewilligung anstelle einer Bewilligung von Swissmedic ausgestellt werden kann. Der Begriff der Herstellung umfasst laut der Legaldefinition gemäss aArt. 4 Abs. 1 lit. c HMG sämtliche Arbeitsgänge der Heilmittelproduktion von der Beschaffung der Ausgangsmaterialien über die Verarbeitung bis zur Verpackung, Lagerung und Auslieferung des Endproduktes sowie die Qualitätskontrollen und die Freigaben.”
Art. 30 Abs. 3 HMG erlaubt den Kantonen, weitere materielle Voraussetzungen für die Bewilligung von Abgabestellen zu regeln. Nach der zitierten Literatur können Kantone dadurch spezifische Regelungen vorsehen, wobei die bundesrechtlich definierten Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation nicht notwendigerweise abschliessend sind; historisch bestehen daneben etwa Kantonsapotheken oder Heimapotheken. Gleichzeitig bleibt grundsätzlich zwischen öffentlichen und privaten Apotheken zu unterscheiden.
“4 Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die – im Unterschied zu jener für den Grosshandel gemäss Art. 28 HMG – vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht für die Ausübung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer Grundzüge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. März 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage für das Bewilligungserfordernis bei dieser Erwerbstätigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, so bezüglich fachlicher Anforderungen und Qualitätssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen können. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert. Es spricht einiges dafür, dass diese drei bundesrechtlichen Begriffe nicht abschliessend sind, weil daneben seit Langen noch weitere Apothekenkategorien wie zum Beispiel die Kantonsapotheken oder die Heimapotheken bestehen (vgl. Ursula Eggenberger Stöckli/Felix Kesselring in: Basler Kommentar zum Heilmittelgesetz, 2. A., Basel 2022 [BSK-HMG], Art. 4 N. 203). Die Begrifflichkeit in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG ändert aber nichts daran, dass grundsätzlich zwischen den öffentlichen Apotheken und den privaten Apotheken unterschieden wird. Zur zweiten Kategorie gehören die Spitalapotheken und die Apotheken jener Medizinalpersonen, die zur Selbstdispensation Arzneimittel abgeben dürfen (vgl. Heidi Bürgi, BSK-HMG, Art. 30 N. 6, so auch BGE 140 II 520 E.”
“4 Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die – im Unterschied zu jener für den Grosshandel gemäss Art. 28 HMG – vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht für die Ausübung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer Grundzüge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. März 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage für das Bewilligungserfordernis bei dieser Erwerbstätigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, so bezüglich fachlicher Anforderungen und Qualitätssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen können. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert. Es spricht einiges dafür, dass diese drei bundesrechtlichen Begriffe nicht abschliessend sind, weil daneben seit Langen noch weitere Apothekenkategorien wie zum Beispiel die Kantonsapotheken oder die Heimapotheken bestehen (vgl. Ursula Eggenberger Stöckli/Felix Kesselring in: Basler Kommentar zum Heilmittelgesetz, 2. A., Basel 2022 [BSK-HMG], Art. 4 N. 203). Die Begrifflichkeit in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG ändert aber nichts daran, dass grundsätzlich zwischen den öffentlichen Apotheken und den privaten Apotheken unterschieden wird. Zur zweiten Kategorie gehören die Spitalapotheken und die Apotheken jener Medizinalpersonen, die zur Selbstdispensation Arzneimittel abgeben dürfen (vgl. Heidi Bürgi, BSK-HMG, Art. 30 N. 6, so auch BGE 140 II 520 E.”
Die Abgabe eines Arzneimittels der Abgabekategorie A durch eine nicht approbierte Person ohne kantonale Bewilligung ist nach der in den Entscheiden dargestellten Rechtsprechung unzulässig. Im entschiedenen Fall war die fehlende Bewilligung des Abgebenden (Administrators) entscheidend; Umstände wie Wochenendzeitpunkt oder mutmassliche Dringlichkeit führten nach den zitierten Erwägungen nicht zu einer Zulassung der Abgabe und die Ausnahmeregeln (Art. 24 LPTh) wurden insoweit nicht als einschlägig erachtet.
“256 et les références; voir aussi art. 26 al. 1 et 2 LPTh, ainsi que ch. 20.3.B2.a et annexe 2, p. 31 s. des Règles de bonnes pratiques de remise de médicaments de l'Association suisse des pharmaciens cantonaux du 14 septembre 2009, désormais du 4 décembre 2023, ch. 20.4.B3.a et annexe 2, p. 34 ss, disponible à l'adresse: https://www.kantonsapotheker.ch, rubriques "Recommandations professionnelles / Listes", "APC Directives"). Or, comme on l'a déjà vu (voir c. 5.6 ci-dessus), l'administrateur de la recourante, qui n'est pas autorisé à exercer la profession médicale de pharmacien en Suisse (voir art. 2 al. 1 let. d et 36 al. 1 et 2 LPMéd, ainsi qu'art. 2 let. j de l'ordonnance fédérale du 14 novembre 2018 sur les autorisations dans le domaine des médicaments [OAMéd, RS 812.212.1]; TF 2C_69/2023 du 15 octobre 2024 [destiné à la publication] c. 5.4.2 s., 2C_72/2023 du 15 octobre 2024 c. 5.4.2 s., 2C_422/2022 du 16 janvier 2024 c. 3, publié in JAB 2024 p. 326), n'est pas au bénéfice d'une autorisation cantonale au sens de l'art. 30 LPTh (en relation avec les art. 15 al. 1 LSP et 2 al. 1 let. c et 19 al. 1 let. a OSP). Partant, il n'était pas habilité à fournir à sa cliente le médicament de catégorie de remise A et ce, indépendamment du fait que cette dernière personne ait pu souffrir d'une infection des yeux ou qu'il se soit agi de la veille d'un week-end (voir TF 2A.252/2005 du 17 octobre 2005 c. 2; VGE 2014/52 du 19 novembre 2014 c. 3.2 ss). On ne voit d'ailleurs pas que dans ces circonstances, l'art. 24 al. 1 let. a LPTh laisserait une marge de manœuvre aux autorités, en application du principe de la proportionnalité. Le grief lié à la violation de ce principe n'a donc pas sa place ici. Au surplus, même à supposer, comme le voudrait la recourante, que la cliente eut été en possession d'une ordonnance médicale valable, les conditions posées à l'art. 24 al. 1 let. c LPTh ne seraient en tout état de cause pas non plus réunies. En effet, le médicament litigieux a été remis en l'absence de toute supervision directe et de contrôle d'un pharmacien (voir TF 2A.”
“a LPTh, lorsque le pharmacien est en contact direct avec la personne concernée, qu'il documente la remise et qu'il s'agit de médicaments et d'indications désignés par le Conseil fédéral (ch. 1) ou s'il s'agit d'un cas exceptionnel et justifié (ch. 2; TF 2C_69/2023 du 15 octobre 2024 [destiné à la publication] c. 5.4.3, 2C_72/2023 du 15 octobre 2024 c. 5.4.3, 2C_49/2022 du 8 décembre 2022 c. 4.2). L'art. 47 al. 1 OMéd précise que la remise en vertu de l'art. 24 al. 1 let. a ch. 1 et 2 LPTh ne peut être effectuée que par le pharmacien en personne. En vertu de l'art. 26 LPTh, les règles reconnues des sciences pharmaceutiques et médicales doivent être respectées lors de la prescription, de la remise et de l'utilisation de médicaments de même que les principes de la thérapeutique concernée pour ce qui est des médicaments de la médecine complémentaire sans mention de l'indication. Le Conseil fédéral peut préciser ces règles (al. 1). Un médicament ne doit être prescrit que si l'état de santé du consommateur ou du patient est connu (al. 2). L'art. 30 LPTh dispose que quiconque remet des médicaments dans une pharmacie doit posséder une autorisation cantonale (al. 1) pour laquelle les cantons fixent les conditions et la procédure d'octroi (al. 2 et 3; voir ATF 140 II 520 c. 3.4; TF 2C_767/2009 du 4 octobre 2010 c. 4.2; VGE 2014/52 du 19 novembre 2014 c. 3.1, 2010/318 du 3 août 2011 c. 2.3). 6.4 Au cas présent, il est établi au dossier et n'est pas contesté par les parties que le 7 janvier 2022, l'administrateur de la recourante a remis un médicament de la catégorie de remise A à une patiente en l'absence d'un pharmacien bénéficiant d'une autorisation cantonale (dos. I SPHC 2012 et 2017). Dans son recours, la recourante reconnaît d'ailleurs qu'au moment de la remise du médicament litigieux, la patiente s'était présentée sans prescription médicale de son médecin traitant (voir p. 21 du recours du 6 mars 2023). Il n'est donc pas décisif de savoir si, comme l'affirme la recourante, la patiente était en possession ou non d'une ordonnance médicale renouvelable de son médecin traitant depuis le 22 janvier 2018, ce qui n'est du reste pas établi au dossier.”
“256 et les références; voir aussi art. 26 al. 1 et 2 LPTh, ainsi que ch. 20.3.B2.a et annexe 2, p. 31 s. des Règles de bonnes pratiques de remise de médicaments de l'Association suisse des pharmaciens cantonaux du 14 septembre 2009, désormais du 4 décembre 2023, ch. 20.4.B3.a et annexe 2, p. 34 ss, disponible à l'adresse: https://www.kantonsapotheker.ch, rubriques "Recommandations professionnelles / Listes", "APC Directives"). Or, comme on l'a déjà vu (voir c. 5.6 ci-dessus), l'administrateur de la recourante, qui n'est pas autorisé à exercer la profession médicale de pharmacien en Suisse (voir art. 2 al. 1 let. d et 36 al. 1 et 2 LPMéd, ainsi qu'art. 2 let. j de l'ordonnance fédérale du 14 novembre 2018 sur les autorisations dans le domaine des médicaments [OAMéd, RS 812.212.1]; TF 2C_69/2023 du 15 octobre 2024 [destiné à la publication] c. 5.4.2 s., 2C_72/2023 du 15 octobre 2024 c. 5.4.2 s., 2C_422/2022 du 16 janvier 2024 c. 3, publié in JAB 2024 p. 326), n'est pas au bénéfice d'une autorisation cantonale au sens de l'art. 30 LPTh (en relation avec les art. 15 al. 1 LSP et 2 al. 1 let. c et 19 al. 1 let. a OSP). Partant, il n'était pas habilité à fournir à sa cliente le médicament de catégorie de remise A et ce, indépendamment du fait que cette dernière personne ait pu souffrir d'une infection des yeux ou qu'il se soit agi de la veille d'un week-end (voir TF 2A.252/2005 du 17 octobre 2005 c. 2; VGE 2014/52 du 19 novembre 2014 c. 3.2 ss). On ne voit d'ailleurs pas que dans ces circonstances, l'art. 24 al. 1 let. a LPTh laisserait une marge de manœuvre aux autorités, en application du principe de la proportionnalité. Le grief lié à la violation de ce principe n'a donc pas sa place ici. Au surplus, même à supposer, comme le voudrait la recourante, que la cliente eut été en possession d'une ordonnance médicale valable, les conditions posées à l'art. 24 al. 1 let. c LPTh ne seraient en tout état de cause pas non plus réunies. En effet, le médicament litigieux a été remis en l'absence de toute supervision directe et de contrôle d'un pharmacien (voir TF 2A.”
Für die Selbstdispensation durch Ärztinnen und Ärzte ist nach Art. 30 HMG eine kantonale Bewilligung zum Abgeben von Arzneimitteln erforderlich; kantonale Umsetzungen (z.B. § 25 HMV im Kanton Zürich) verlangen entsprechend eine Bewilligung zur Praxis-/Privatapotheke.
“Gemäss § 82 Abs. 1 lit. a GesG wird mit Busse bestraft, wer eine nach diesem Gesetz bewilligungspflichtige Tätigkeit ausübt, ohne im Besitz der entsprechenden Bewilligung zu sein. Von Bundesrechts wegen sind Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der sogenannten Selbstdispensation erst dann ermächtigt, Medikamente abzugeben, wenn sie über eine entsprechende kantonale Detailhandelsbewilligung gemäss Art. 30 HMG verfügen (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.1). Gemäss § 48 GesG bedarf einer Bewilligung der Direktion, wer Heilmittel in Praxisapotheken lagert und abgibt, sofern nicht das eidgenössische Heilmittelinstitut oder eine andere Bundesbehörde für die Bewilligungserteilung zuständig ist. Nach § 54 Abs. 1 GesG sind Ärztinnen und Ärzte im Rahmen ihrer Befugnis berechtigt, Heilmittel an ihre Patienten abzugeben, sofern sie über eine Bewilligung nach § 48 verfügen. Laut § 27 Abs. 1 Arzneimittelverordnung sind Inhaberinnen und Inhaber einer Bewilligung zum Betrieb einer Praxisapotheke berechtigt, im Rahmen von § 54 GesG in der Schweiz zugelassene oder rechtmässig eingeführte Arzneimittel zu lagern und an ihre Patientinnen und Patienten oder an die Halterinnen und Halter kranker Tiere abzugeben. Gemäss aArt. 2 Abs. 1 lit. b HMG gelten die Bestimmungen des HMG für jene Betäubungsmittel gemäss BetmG, welche als Heilmittel verwendet werden. Unter den Begriff Heilmittel fallen gemäss aArt. 2 Abs. 1 lit. a HMG die Arzneimittel und Medizinprodukte.”
“Weitere Regelungen zu betäubungsmittelgestützten Behandlungen finden sich in Art. 8 f. BetmSV. Gemäss Art. 29d Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der Heilmittelverordnung des Kantons Zürich vom 21. Mai 2008 (HMV) bewilligt der KAD Ärztinnen und Ärzten allgemein oder im Einzelfall die Verschreibung, Abgabe oder Verabreichung von Betäubungsmitteln an betäubungsmittelabhängige Personen im Rahmen einer ärztlichen Behandlung. Werden als Arzneimittel zugelassene Betäubungsmittel – im Sinn eines Off Label Use – für eine andere als die zugelassene Indikation abgegeben oder verordnet, ist dies im Kanton Zürich der KHZ zu melden; dabei sind die Bezeichnung des Arzneimittels, die Dosierung, die Menge und die Indikation anzugeben (Art. 11 Abs. 1bis BetmG in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 BetmKV). Im Kanton Zürich gilt weiter, dass Ärztinnen und Ärzte, die eine Privatapotheke führen wollen, um die bei ihnen in Behandlung stehenden Patientinnen und Patienten mit Heilmitteln versorgen zu können, gemäss § 25 Abs. 1 HMV in Verbindung mit Art. 30 HMG eine entsprechende kantonale Bewilligung zur Selbstdispensation benötigen. 2.3 Die Verletzung der Berufspflichten kann mit Disziplinarmassnahmen gemäss Art. 43 MedBG sanktioniert werden. Art. 43 Abs. 1 MedBG sieht neben der Verwarnung (lit. a), dem Verweis (lit. b) und der Busse bis zu Fr. 20'000.- (lit. c) ein befristetes oder ein dauerhaftes Verbot der Berufsausübung für das ganze oder einen Teil des Tätigkeitsspektrums (lit. d und e) vor. Ein Berufsausübungsverbot kann mit einer Busse kombiniert werden (Art. 43 Abs. 3 BetmG). Ein Verbot der selbständigen Berufsausübung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG gilt auf dem gesamten Gebiet der Schweiz; es setzt jede Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung ausser Kraft (Art. 45 MedBG). Die disziplinarische Verfolgung verjährt zwei Jahre, nachdem die Aufsichtsbehörde vom beanstandeten Vorfall Kenntnis erhalten hat, wobei die Frist durch Untersuchungs- und Prozesshandlungen unterbrochen wird. Die absolute Verjährungsfrist beträgt zehn Jahre.”
Die Abgabe durch nicht bewilligte Personen ist auch bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung unzulässig.
“256 et les références; voir aussi art. 26 al. 1 et 2 LPTh, ainsi que ch. 20.3.B2.a et annexe 2, p. 31 s. des Règles de bonnes pratiques de remise de médicaments de l'Association suisse des pharmaciens cantonaux du 14 septembre 2009, désormais du 4 décembre 2023, ch. 20.4.B3.a et annexe 2, p. 34 ss, disponible à l'adresse: https://www.kantonsapotheker.ch, rubriques "Recommandations professionnelles / Listes", "APC Directives"). Or, comme on l'a déjà vu (voir c. 5.6 ci-dessus), l'administrateur de la recourante, qui n'est pas autorisé à exercer la profession médicale de pharmacien en Suisse (voir art. 2 al. 1 let. d et 36 al. 1 et 2 LPMéd, ainsi qu'art. 2 let. j de l'ordonnance fédérale du 14 novembre 2018 sur les autorisations dans le domaine des médicaments [OAMéd, RS 812.212.1]; TF 2C_69/2023 du 15 octobre 2024 [destiné à la publication] c. 5.4.2 s., 2C_72/2023 du 15 octobre 2024 c. 5.4.2 s., 2C_422/2022 du 16 janvier 2024 c. 3, publié in JAB 2024 p. 326), n'est pas au bénéfice d'une autorisation cantonale au sens de l'art. 30 LPTh (en relation avec les art. 15 al. 1 LSP et 2 al. 1 let. c et 19 al. 1 let. a OSP). Partant, il n'était pas habilité à fournir à sa cliente le médicament de catégorie de remise A et ce, indépendamment du fait que cette dernière personne ait pu souffrir d'une infection des yeux ou qu'il se soit agi de la veille d'un week-end (voir TF 2A.252/2005 du 17 octobre 2005 c. 2; VGE 2014/52 du 19 novembre 2014 c. 3.2 ss). On ne voit d'ailleurs pas que dans ces circonstances, l'art. 24 al. 1 let. a LPTh laisserait une marge de manœuvre aux autorités, en application du principe de la proportionnalité. Le grief lié à la violation de ce principe n'a donc pas sa place ici. Au surplus, même à supposer, comme le voudrait la recourante, que la cliente eut été en possession d'une ordonnance médicale valable, les conditions posées à l'art. 24 al. 1 let. c LPTh ne seraient en tout état de cause pas non plus réunies. En effet, le médicament litigieux a été remis en l'absence de toute supervision directe et de contrôle d'un pharmacien (voir TF 2A.”
Art. 30 Abs. 1 HMG statuiert für die Abgabe von Arzneimitteln eine kantonale Betriebsbewilligung. Die Einführung einer derartigen Bewilligungspflicht stellt einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit dar und erfordert verfassungsrechtlich tragfähige Rechtfertigungen, namentlich eine formell-gesetzliche Grundlage sowie das Vorliegen eines öffentlichen Interesses und die Wahrung der Verhältnismässigkeit (vgl. Art. 36 BV).
“Im Rahmen des bundesrechtlichen Bewilligungssystems gemäss Art. 30 HMG (vgl. dazu hinten E. 2.5.3.4) ist die Statuierung von Bewilligungsanforderungen für Spitalapotheken durch den Kanton als faktische Auswirkung zu beurteilen, die einem Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführenden gleichkommt. Eine solche Beurteilung ist nach dem Gesagten verfassungsrechtlich notwendig, auch wenn die umstrittene Regelung vordergründig einzig zu einer Verstärkung der Konkurrenz zwischen den Spitalapotheken und den öffentlichen Apotheken im Hinblick auf ein Kundensegment (das Spitalpersonal) führt. Deshalb hat die angefochtene Bestimmung die Voraussetzungen der gebotenen gesetzlichen Grundlage, des öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit einzuhalten (vgl. dazu Art. 36 BV). 2.5.3.4 Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die – im Unterschied zu jener für den Grosshandel gemäss Art. 28 HMG – vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht für die Ausübung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer Grundzüge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. März 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage für das Bewilligungserfordernis bei dieser Erwerbstätigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, so bezüglich fachlicher Anforderungen und Qualitätssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen können. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert.”
“Im Rahmen des bundesrechtlichen Bewilligungssystems gemäss Art. 30 HMG (vgl. dazu hinten E. 2.5.3.4) ist die Statuierung von Bewilligungsanforderungen für Spitalapotheken durch den Kanton als faktische Auswirkung zu beurteilen, die einem Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführenden gleichkommt. Eine solche Beurteilung ist nach dem Gesagten verfassungsrechtlich notwendig, auch wenn die umstrittene Regelung vordergründig einzig zu einer Verstärkung der Konkurrenz zwischen den Spitalapotheken und den öffentlichen Apotheken im Hinblick auf ein Kundensegment (das Spitalpersonal) führt. Deshalb hat die angefochtene Bestimmung die Voraussetzungen der gebotenen gesetzlichen Grundlage, des öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit einzuhalten (vgl. dazu Art. 36 BV). 2.5.3.4 Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die – im Unterschied zu jener für den Grosshandel gemäss Art. 28 HMG – vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht für die Ausübung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer Grundzüge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. März 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage für das Bewilligungserfordernis bei dieser Erwerbstätigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, so bezüglich fachlicher Anforderungen und Qualitätssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen können. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert.”
Eine Ausdehnung oder Änderung der Bewilligungspflicht nach Art. 30 HMG (z. B. Ermöglichung der Abgabe durch Spitalapotheken an Spitalpersonal) kann die Wettbewerbsintensität beeinflussen. Vor diesem Hintergrund ist zu prüfen, ob eine solche Massnahme mit der Wirtschaftsfreiheit vereinbar ist. Die Rechtsprechung macht in diesem Zusammenhang geltend, dass es eine prozessuale Möglichkeit der verfassungsrechtlichen Überprüfung hinsichtlich der Wettbewerbsneutralität geben muss.
“Die Beschwerdeführenden spekulieren zwar, dass die Spitalmitarbeitenden auch für "ihre Verwandten, Freund[e] und Bekannten" Arzneimittel besorgen könnten und sie besonders rege Konsumenten von Arzneimitteln seien. Selbst wenn diese unsubstanziierten Behauptungen zuträfen, wöge die durch den angefochtenen Entscheid verursachte Wettbewerbsverzerrung für sich allein betrachtet aber nicht besonders schwer. Erstens wäre auch unter dieser Prämisse weiterhin nur ein kleiner Teilmarkt des gesamten Arzneimittelkonsummarktes betroffen. Zweitens würde der Wettbewerb um diese Kunden durch die Marktöffnung zugunsten der Spitalapotheken nicht ausgeschaltet, sondern im Gegenteil eher intensiviert, zumal das Spitalpersonal weiterhin bei öffentlichen Apotheken einkaufen kann. Es ist indessen zu berücksichtigen, dass der angefochtene Entscheid nicht nur eine Ausdehnung beim Angebot der Spitalapotheken ermöglicht, sondern vielmehr eine Anpassung im übergeordneten Rahmen der Bewilligungspflicht für die Arzneimittelabgabe (vgl. Art. 30 HMG) vornimmt. Zu prüfen ist, ob diese Massnahme mit der Wirtschaftsfreiheit der Beschwerdeführenden vereinbar ist. 2.5.3.3 Die angefochtene Verordnungsbestimmung schränkt nicht die rechtliche Befugnis der Beschwerdeführenden zur Abgabe von Arzneimitteln ein, sondern ermöglicht es Spitalapotheken, über den in Art. 4 Abs. 1 lit. j HMG festgehaltenen Tätigkeitsbereich, pharmazeutische Dienstleistungen an die Kundschaft des Spitals anzubieten, hinaus neu auch Arzneimittel an das Spitalpersonal abzugeben. Die individualrechtliche Komponente der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) gibt dem Einzelnen keinen Schutz vor Konkurrenz. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat staatliche Massnahmen, welche bloss faktisch Auswirkungen auf das wirtschaftliche Handeln haben, nur zurückhaltend als Grundrechtseingriff qualifiziert, so wenn sie geradezu prohibitiv sind oder die Betroffenen im Ergebnis ähnlich beeinträchtigen wie ein rechtliches Verbot oder wenn sie gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung der Konkurrenten verstossen; dies bedeutet, dass im Hinblick auf diesen Aspekt der Wettbewerbsneutralität eine prozessuale Möglichkeit der verfassungsrechtlichen Überprüfung im Licht der Wirtschaftsfreiheit gegeben sein muss (vgl.”
Art. 30 Abs. 2 HMG bezeichnet die materiellen Voraussetzungen für die Erteilung der Betriebsbewilligung (insbesondere fachliche Anforderungen und ein der Art und Grösse des Betriebs angepasstes Qualitätssicherungssystem). Art. 30 Abs. 3 erlaubt den Kantonen, zusätzlich weitere Voraussetzungen zu verlangen. Die in Art. 4 Abs. 1 lit. i–k HMG definierten Apothekenbegriffe sind nach Auffassung der Literatur nicht abschliessend; neben den dort genannten Kategorien bestehen weitere Apothekentypen (z. B. Kantonsapotheken, Heimapotheken).
“Deshalb hat die angefochtene Bestimmung die Voraussetzungen der gebotenen gesetzlichen Grundlage, des öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit einzuhalten (vgl. dazu Art. 36 BV). 2.5.3.4 Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die – im Unterschied zu jener für den Grosshandel gemäss Art. 28 HMG – vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht für die Ausübung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer Grundzüge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. März 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage für das Bewilligungserfordernis bei dieser Erwerbstätigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, so bezüglich fachlicher Anforderungen und Qualitätssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen können. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert. Es spricht einiges dafür, dass diese drei bundesrechtlichen Begriffe nicht abschliessend sind, weil daneben seit Langen noch weitere Apothekenkategorien wie zum Beispiel die Kantonsapotheken oder die Heimapotheken bestehen (vgl. Ursula Eggenberger Stöckli/Felix Kesselring in: Basler Kommentar zum Heilmittelgesetz, 2. A., Basel 2022 [BSK-HMG], Art. 4 N. 203). Die Begrifflichkeit in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG ändert aber nichts daran, dass grundsätzlich zwischen den öffentlichen Apotheken und den privaten Apotheken unterschieden wird. Zur zweiten Kategorie gehören die Spitalapotheken und die Apotheken jener Medizinalpersonen, die zur Selbstdispensation Arzneimittel abgeben dürfen (vgl.”
Art. 30 Abs. 1 HMG begründet für die Abgabe von Arzneimitteln im Detailhandel eine kantonale Betriebsbewilligungspflicht. Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, die namentlich sachliche und personelle Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt.
“Eine solche Beurteilung ist nach dem Gesagten verfassungsrechtlich notwendig, auch wenn die umstrittene Regelung vordergründig einzig zu einer Verstärkung der Konkurrenz zwischen den Spitalapotheken und den öffentlichen Apotheken im Hinblick auf ein Kundensegment (das Spitalpersonal) führt. Deshalb hat die angefochtene Bestimmung die Voraussetzungen der gebotenen gesetzlichen Grundlage, des öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit einzuhalten (vgl. dazu Art. 36 BV). 2.5.3.4 Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die – im Unterschied zu jener für den Grosshandel gemäss Art. 28 HMG – vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht für die Ausübung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer Grundzüge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. März 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage für das Bewilligungserfordernis bei dieser Erwerbstätigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, so bezüglich fachlicher Anforderungen und Qualitätssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen können. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert. Es spricht einiges dafür, dass diese drei bundesrechtlichen Begriffe nicht abschliessend sind, weil daneben seit Langen noch weitere Apothekenkategorien wie zum Beispiel die Kantonsapotheken oder die Heimapotheken bestehen (vgl. Ursula Eggenberger Stöckli/Felix Kesselring in: Basler Kommentar zum Heilmittelgesetz, 2. A., Basel 2022 [BSK-HMG], Art. 4 N. 203). Die Begrifflichkeit in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG ändert aber nichts daran, dass grundsätzlich zwischen den öffentlichen Apotheken und den privaten Apotheken unterschieden wird.”
“Eine solche Beurteilung ist nach dem Gesagten verfassungsrechtlich notwendig, auch wenn die umstrittene Regelung vordergründig einzig zu einer Verstärkung der Konkurrenz zwischen den Spitalapotheken und den öffentlichen Apotheken im Hinblick auf ein Kundensegment (das Spitalpersonal) führt. Deshalb hat die angefochtene Bestimmung die Voraussetzungen der gebotenen gesetzlichen Grundlage, des öffentlichen Interesses und der Verhältnismässigkeit einzuhalten (vgl. dazu Art. 36 BV). 2.5.3.4 Wie angesprochen unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln im "Detailhandel" einer Bewilligungspflicht, die – im Unterschied zu jener für den Grosshandel gemäss Art. 28 HMG – vom Kanton zu erteilen ist (Art. 30 Abs. 1 HMG). Es handelt sich dabei um eine Betriebsbewilligung, welche namentlich die sachlichen und personellen Anforderungen für den Betrieb der Abgabestelle festlegt (vgl. BGE 140 II 520 E. 3.4). Die Statuierung einer Bewilligungspflicht für die Ausübung eines Berufes bildet einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und bedarf zumindest hinsichtlich ihrer Grundzüge stets einer gesetzlichen Grundlage im formellen Sinn (BGE 122 I 130 E. 3b/bb; BGr, 25. März 2021, 2C_230/2020 E. 6.1). Mit Art. 30 Abs. 1 HMG liegt eine formell-gesetzliche Grundlage für das Bewilligungserfordernis bei dieser Erwerbstätigkeit vor (BGE 140 II 520 E. 3.4). Art. 30 Abs. 2 HMG umschreibt materielle Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, so bezüglich fachlicher Anforderungen und Qualitätssicherungssystem. Art. 30 Abs. 3 HMG regelt, dass die Kantone weitere Voraussetzungen vorsehen können. In Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG hat der Bundesgesetzgeber eine einheitliche Definition der Begriffe öffentliche Apotheke, Spitalapotheke und Selbstdispensation verankert. Es spricht einiges dafür, dass diese drei bundesrechtlichen Begriffe nicht abschliessend sind, weil daneben seit Langen noch weitere Apothekenkategorien wie zum Beispiel die Kantonsapotheken oder die Heimapotheken bestehen (vgl. Ursula Eggenberger Stöckli/Felix Kesselring in: Basler Kommentar zum Heilmittelgesetz, 2. A., Basel 2022 [BSK-HMG], Art. 4 N. 203). Die Begrifflichkeit in Art. 4 Abs. 1 lit. i, j und k HMG ändert aber nichts daran, dass grundsätzlich zwischen den öffentlichen Apotheken und den privaten Apotheken unterschieden wird.”
Use the current page as context for legal research, summaries, comparisons, and drafting.