401 commentaries
Die drei‑Monate‑Frist richtet sich auf den tatsächlichen Eintritt der Zäsur (hier August 2020) für die Rechtsanwendung.
“Dagegen ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Abs. 2). Art. 88a IVV stellt auf einen Sachverhalt ab, ab dessen Erfüllung (bzw. bei Ablauf der Frist von drei Monaten seines Bestehens) eine Verbesserung oder Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist. Entscheidend ist somit, ob sich diese Verbesserung oder Verschlechterung bzw. der Ablauf der Frist von 3 Monaten mit andauernder Verbesserung oder Verschlechterung zu einem vor dem 1. Januar 2022 gelegenen Zeitpunkt verwirklicht hat. Die Regel von Rz 9102 KSIR steht somit in Einklang mit dem in BGE 140 V 41 angegebenen allgemein gültigen intertemporalen Grundsatz. Die Argumentation der Beschwerdeführerin, RZ 9102 KSIR finde im Gesetz keine Stütze (Beschwerde S. 17 Ziff. 51), ist darum nicht zu folgen. Anzumerken ist, dass der von der Beschwerdeführerin genannte Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV den Zeitpunkt regelt, ab wann im Falle der Erfüllung des in Art. 88a IVV angesprochenen Sachverhalts die daraus abzuleitende Rechtsfolge eintritt. Der Zeitpunkt der Zustellung der Revisionsverfügung vermag indessen am Zeitpunkt des Eintritts des Sachverhalts, an welchen Art. 88a IVV anknüpft, nichts zu ändern. Es wäre vielmehr sachfremd, dass der Zeitpunkt des Tätigwerdens der Verwaltung (d.h. der Erlass einer Verfügung) bestimmend würde für die Frage, ob altes oder neues Recht zur Anwendung kommt. 2.3. Wie nachfolgend unter Erw. 4.3. darzulegen ist, ist die revisionsrechtlich relevante Zäsur in den Einkommensverhältnissen im August 2020 eingetreten. Folglich ist vorliegend das bis 31. Dezember 2021 massgebliche Recht anwendbar. 3. 3.1. Die Beschwerdegegnerin hatte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. Juli 2019 mit Wirkung ab 1. April 2018 eine Dreiviertelsrente zugesprochen (IV-Akte 107). Der Verfügung lag zu Grunde, dass die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit als Lehrperson und Theaterpädagogin bzw. Theaterregisseurin noch im Rahmen von 40% ausüben könne.”
Bei rückwirkender stufenweiser Rentenzusprechung ist der Zeitpunkt der Rentenheraufsetzung ausschliesslich nach Art. 88a IVV zu bestimmen; Art. 88bis Abs. 1 IVV findet keine Anwendung.
“Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Bei erwerbstätigen versicherten Personen ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 2.4 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3). 2.5 Bei einer rückwirkenden stufenweisen Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenheraufsetzung ausschliesslich nach Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961. Art. 88bis Abs. 1 IVV findet keine Anwendung (BGE 106 V 17 E. 3a, 109 V 128 E. 4b, vgl. auch BGE 133 V 70 E. 4.3.4 mit Hinweis). Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. 3.1 Vorab ist festzulegen, welcher”
Bei Kumulation somatischer und psychischer Einschränkungen ist nach Art. 88a Abs. 2 IVV grundsätzlich nur diejenige Beeinträchtigung zu berücksichtigen, die für die Invalidenversicherung massgeblich und in der Folge höher ist; eine zusätzlich bestehende, geringere psychiatrische Einschränkung kann in diesem Fall unberücksichtigt bleiben.
“und 8.2); diese ist aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht zu berücksichtigen (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Weil die psychiatrisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % (bezogen auf ein 100 %-Pensum) in der somatisch begründeten Einschränkung von 50 % bzw. 20 % (act. II 107.1/5 Ziff.”
Bei ungenügenden medizinischen Abklärungen obliegt es dem Versicherungsträger, weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen; andernfalls holt die Beschwerdeinstanz in der Regel ein Gerichtsgutachten ein oder weist zurück, wenn die Klärung allein durch die Verwaltung vorzunehmen ist.
“Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betreffende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210 E. 4.4.1.4 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1). Nachdem die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt ab März 2020 (vgl. Art. 88a IVV) offensichtlich ungenügend abgeklärt hat, hat nicht das Gericht, sondern sie selber weitere medizinischen Abklärungen vorzunehmen.”
Bei Änderungstatbestand gilt als Beginn der Dreimonatsfrist das konkrete Datum der Verschlechterung (hier 24.7.2021).
“36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. a) Le litige porte sur la question de savoir si c’est à juste titre que l’OAI a refusé d’augmenter la demi-rente d’invalidité que perçoit le recourant depuis le 1er juin 2013, singulièrement a nié une aggravation de son état de santé. b) Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI, d’après lequel si la capacité de gain de l’assuré s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (al. 2). Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). c) En l’occurrence, le recourant se prévaut d’une aggravation de son état de santé physique depuis le 24 juillet 2021, de sorte que ce changement serait déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations trois mois plus tard, soit en octobre 2021 (cf. art. 88a RAI). C’est donc le droit en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021 qui s’applique. 3. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art.”
Eine Veränderung des Valideneinkommens ist mit ihrem Eintritt und spätestens nach Ablauf von drei Monaten als erheblich und damit anspruchsbegründend zu berücksichtigen.
“Altersjahres nicht zu einer Rente berechtigt hätte, habe an der Anfechtung früherer Verfügungen kein Rechtsschutzinteresse bestanden. Die Rechtskraft insbesondere der Verfügung vom 23. Juli 2013 könne daher der Anpassung des Valideneinkommens nicht entgegengehalten werden. Die Veränderung des Valideneinkommens gemäss aArt. 26 Abs. 1 IVV sei im Mai 2021 eingetreten und sei spätestens drei Monate später (vgl. Art. 88a IVV), also noch im Jahr 2021, erheblich und damit anspruchsbegründend geworden. Dementsprechend sei die bis Ende 2021 in Kraft gestandene Rechtslage anwendbar (vgl. Beschwerde S. 4 ff.).”
Für die Beurteilung im Sinn von Art. 88a Abs. 1 IVV ist auf die tatsächliche medizinische Entwicklung seit der letzten in Rechtskraft erwachsenen Entscheidung (bzw. seit dem letzten Gutachten) abzustellen. Massgeblich ist der Vergleich der aktuellen Sachlage mit derjenigen, die der früheren, rechtskräftigen Entscheidung zugrunde lag.
“Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d’invalidité, donc le droit à la rente, peut donner lieu à une révision de celle-ci au sens de l’art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA. Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. L’art. 88a al. 2 RAI prévoit par ailleurs que, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. 5. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler.”
“Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 4.2; Urteil 9C_346/2019 vom 6. September 2019 E. 2.1.1 mit weiteren Hinweisen). Eine Verbesserung insbesondere der Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV [SR 831.201]). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 Satz 1 IVV).”
“_______ pour avis et prise en charge de douleurs liées à une hernie discale dorsale (cf. courrier du 25 mai 2018 du Dr M._______ [dossier OAI-[...], p. 631]). A l'aune de ce qui précède, le Tribunal constate que depuis la communication du 4 octobre 2016, l'état de santé de l'assurée s'est modifié en ce sens que de nouvelles hernies discales thoraciques sont apparues, qu'elles ont entraîné des rachialgies ayant nécessité l'hospitalisation de la patiente en mai 2017, la prescription de traitements médicamenteux puissants et d'une électrothérapie TENS en 2017, ainsi qu'une rééducation physique en début d'année 2018. En dépit de ces traitements, les dorsalgies ont persisté et encore nécessitaient une prise en charge médicale en mai 2018, le Dr M._______ ayant réadressé le 25 mai 2018 la patiente au Dr J._______, spécialiste de la douleur, pour avis et prise en charge des douleurs liées à une hernie discale dorsale. Dans ces circonstances, il n'apparaît pas que les dorsalgies se seraient améliorées ni moins encore stabilisées dès le 17 février 2018 (cf. art. 88a al. 1 RAI). Partant, le Tribunal ne saurait suivre l'avis de l'expert L._______ qui retient ce nonobstant une amélioration des dorsalgies, écartant de surcroît, sans même le discuter, l'avis du Dr J._______, qui indique dans son rapport du 27 janvier 2018 soit moins d'un mois avant la prétendue amélioration des douleurs le 17 février 2018 - que les dorsalgies/rachialgies sont incapacitantes depuis avril 2017 et que le pronostic est réservé. En définitive, le Tribunal ne saurait d'autant moins s'en remettre aux conclusions de l'expert L._______ qu'il considère lui aussi que les troubles dégénératifs du rachis risquent de s'aggraver sur le long terme (dossier OAI-[...], p. 596). 7.5.5 S'agissant de l'amélioration des cruralgies avec douleurs inguinales droites et du genou droit, l'expert L._______ observe que, lors de l'examen du 11 juin 2018, l'assurée met au premier plan ses douleurs inguinales droites et ses douleurs de la cuisse droite. Elle présente également des gonalgies à droite avec lâchage du genou qui, selon l'expertisée, limitent à une heure au plus la position debout.”
Bei rückwirkender Zuteilung einer Rente beginnt die Dreimonatsfrist des Art. 88a IVV nicht vor dem Entstehen des Rentenanspruchs zu laufen; Art. 88a IVV ist bei rückwirkenden Rentenzuteilungen entsprechend anzuwenden.
“1 OAI prevede che se la capacità al guadagno dell'assicurato o la capacità di svolgere le mansioni consuete migliora oppure se la grande invalidità o il bisogno di assistenza o di aiuto dovuto all'invalidità si riduce, il cambiamento va considerato ai fini della riduzione o della soppressione del diritto a prestazioni dal momento in cui si può supporre che il miglioramento constatato perduri. Lo si deve in ogni caso tenere in considerazione allorché è durato tre mesi, senza interruzione notevole, e che presumibilmente continuerà a durare. Detta norma si applica anche in caso di assegnazione retroattiva di una rendita scalare (sentenze del TF 9C_837/2009 del 23 giugno 2010 consid. 2, 9C_443/2009 del 19 agosto 2009 consid. 5; cfr. pure sentenza del TAF C-1446/2011 del 27 giugno 2013 consid. 6.5 con rinvii). 6.3 In caso d'assegnazione retroattiva di una rendita scalare o limitata nel tempo la data di modifica del diritto deve essere stabilita conformemente all'art. 88a OAI (sentenze del TF 9C_837/2009 del 23 giugno 2010 consid. 2, 9C_443/2009 del 19 agosto 2009 consid. 5, I 727/02 del 21 luglio 2005 consid. 5 nonché I 297/03 del 3 maggio 2005 consid. 1 e relativi riferimenti; cfr. pure sentenza del TAF C-1446/2011 del 27 giugno 2013 consid. 6.5 e relativi riferimenti). Inoltre, il termine di attesa di tre mesi dell'art. 88a OAI non può iniziare a decorrere prima della nascita del diritto ad una rendita (cfr. sentenza del TF 9C_110/2014 del 13 giugno 2014). 6.4 Assegnando retroattivamente una rendita d'invalidità decrescente/crescente e/o limitata nel tempo, l'autorità amministrativa disciplina un rapporto giuridico suscettibile, in caso di contestazione, di essere oggetto della lite e dell'impugnativa. Qualora sia contestata solo la riduzione o la soppressione delle prestazioni, il potere cognitivo del giudice non è limitato nel senso che egli debba astenersi dallo statuire circa i periodi per i quali il riconoscimento di prestazioni non è censurato (DTF 125 V 413 consid. 2.2 et 2.3 confermato in 131 V 164). Va ricordato che nel caso in cui la prestazione sia accordata con effetto retroattivo - ma limitata nel tempo, aumentata oppure ridotta - esiste un'unica relazione giuridica. Ciò vale anche se l'assegnazione della rendita d'invalidità graduata e/o limitata nel tempo è stata comunicata mediante più decisioni (DTF 131 V 164 consid.”
Bei ärztlich festgestellter voraussichtlicher Verbesserung der Erwerbsfähigkeit kann die Rente nach Art. 88a Abs. 2 IVV befristet werden; so wurde in der zitierten Entscheidung die Rente bis zu einem konkreten Datum befristet, weil das Gutachten eine Besserung feststellte.
“Es muss weiter berücksichtigt werden, dass im Gutachten der D.___ vom 5. April 2022 (E. 3.5) die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätigkeit ab dem Datum der Untersuchungen (14. und 16. Februar 2022, Urk. 7/92/2) mit 70 % beurteilt wurde. Es wurde im Verlauf eine Verbesserung festgestellt (Urk. 7/92/36). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV die Rente bis 31. Mai 2022 befristet hat (E. 2.5).”
“Es muss weiter berücksichtigt werden, dass im Gutachten der D.___ vom 5. April 2022 (E. 3.5) die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätigkeit ab dem Datum der Untersuchungen (14. und 16. Februar 2022, Urk. 7/92/2) mit 70 % beurteilt wurde. Es wurde im Verlauf eine Verbesserung festgestellt (Urk. 7/92/36). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV die Rente bis 31. Mai 2022 befristet hat (E. 2.5).”
Nach Ablauf der 3‑Monatsfrist kann auf den konkret erzielten Lohn im neuen Arbeitsverhältnis abgestellt werden.
“Wie bereits erwähnt, arbeitete die Beschwerdeführerin ab August 2018 mit einem 50%igen Beschäftigungspensum bei der B.___ AG im angestammten Beruf. Nach Ablauf der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a IVV, ab November 2018, kann zur Ermittlung des Invalideneinkommens deshalb auf den im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses konkret erzielten Lohn abgestellt werden, zumal die Beschwerdeführerin damit unbestrittenermassen ihre damalige Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpfte (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/aa). Da die IV-Stelle den bei der B.___ AG erzielten Lohn bisher noch nicht ermittelt hat, wird sie dies ebenfalls nachzuholen und auf dieser Grundlage das Invalideneinkommen und den Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich ab November 2018 festzusetzen haben.”
Für Fragen der Rückwirkung und der Revisionsanwendung bestimmt sich die anzuwendende Gesetzesfassung nach dem Zeitpunkt der massgeblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse. Ergibt sich die entscheidende Änderung vor dem 1. Januar 2022, sind die bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen anzuwenden; erfolgte die Änderung nach diesem Datum, gilt die ab dem 1. Januar 2022 in Kraft getretene Fassung. Die Bestimmung des massgeblichen Zeitpunkts richtet sich nach Art. 88a IVV.
“Lors de l’examen d’une demande d’octroi de rente d’invalidité, est déterminant le moment de la naissance du droit éventuel à la rente. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2 et les références). Dans les cas de révision selon l'art. 17 LPGA, il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante pour le droit à la rente est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date de la modification se détermine selon l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 2.3 En l’occurrence, la décision querellée porte sur le droit à la rente à compter du 1er juin 2022, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3. Le litige porte sur la quotité de la rente d'invalidité à laquelle peut prétendre le recourant de la part de l'intimé à compter du 1er juin 2022. 4. 4.1 En application de l’art. 87 al. 2 et 3 RAI, lorsque la rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, la nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits. Lorsque l’administration entre en matière sur une nouvelle demande, après avoir nié le droit à une prestation (art. 87 al. 3 RAI), l’examen matériel doit être effectué de manière analogue à celui d'un cas de révision au sens de l'art.”
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505). En l'espèce, l'amélioration déterminante de la capacité de gain, si elle était confirmée, se serait produite après le 1er janvier 2022 (à savoir le 27 janvier 2022, soit une année après l'intervention chirurgicale du Dr J._______, selon l'avis SMR du 3 mai 2023 : OAIE pce 208). Il convient par conséquent d'appliquer à la présente cause les dispositions en vigueur dès le 1er janvier 2022. 5.2 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 5 septembre 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid.”
Auch formlose Mitteilungen — etwa durch Dritte eingereichte Schreiben — können als Gesuch um Revisionsprüfung gelten, sofern sie eine Verschlechterung in einer Weise darlegen, die für die IV-Stelle plausibel genug ist. In diesem Fall ist auf das Datum der ersten qualifizierten Anfrage abzustellen, da für die Revision von laufenden Leistungen kein Formerfordernis besteht.
“a) Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). b) L’augmentation de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l’assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). c) En l’espèce, la recourante a requis le réexamen de son degré d’impotence, par l’intermédiaire de C.________, aux termes d’une correspondance du 13 mars 2021. L’OAI l’a ensuite invitée, le 18 mars 2021, à déposer une demande formelle et à rendre plausible une modification de son degré d’impotence. En l’absence de tout réquisit de forme imposé à une demande de révision de prestations en cours (cf. par exemple : TF 9C_164/2019 du 29 mai 2019), il s’agit de retenir la date du 13 mars 2021 – et non pas celle du 1er novembre 2021 – au titre de demande de révision formulée par la recourante. L’aggravation de l’état de santé de la recourante étant survenue en avril 2020, le délai de trois mois prévu par l’art. 88a al. 2 RAI était donc largement échu le 13 mars 2021, ce qui permet le versement de l’allocation pour impotent de degré grave à partir du 1er mars 2021, conformément à l’art. 88bis al. 1 let. a RAI. 20. a) Sur le vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition litigieuse réformée, en ce sens que la recourante a droit à une allocation pour impotent de degré grave à compter du 1er mars 2021. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), la procédure étant gratuite, ni d’allouer de dépens, la recourante ayant procédé sans l’assistance d’un mandataire professionnel (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 28 mars 2023 par la Caisse fédérale de compensation CFC est réformée, en ce sens que B.________ a droit à une allocation pour impotent de degré grave à compter du 1er mars 2021. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens.”
“a) Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). b) L’augmentation de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l’assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). c) En l’espèce, la recourante a requis le réexamen de son degré d’impotence, par l’intermédiaire de C.________, aux termes d’une correspondance du 13 mars 2021. L’OAI l’a ensuite invitée, le 18 mars 2021, à déposer une demande formelle et à rendre plausible une modification de son degré d’impotence. En l’absence de tout réquisit de forme imposé à une demande de révision de prestations en cours (cf. par exemple : TF 9C_164/2019 du 29 mai 2019), il s’agit de retenir la date du 13 mars 2021 – et non pas celle du 1er novembre 2021 – au titre de demande de révision formulée par la recourante. L’aggravation de l’état de santé de la recourante étant survenue en avril 2020, le délai de trois mois prévu par l’art. 88a al. 2 RAI était donc largement échu le 13 mars 2021, ce qui permet le versement de l’allocation pour impotent de degré grave à partir du 1er mars 2021, conformément à l’art. 88bis al. 1 let. a RAI. 20. a) Sur le vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition litigieuse réformée, en ce sens que la recourante a droit à une allocation pour impotent de degré grave à compter du 1er mars 2021. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), la procédure étant gratuite, ni d’allouer de dépens, la recourante ayant procédé sans l’assistance d’un mandataire professionnel (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 28 mars 2023 par la Caisse fédérale de compensation CFC est réformée, en ce sens que B.________ a droit à une allocation pour impotent de degré grave à compter du 1er mars 2021. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens.”
Art. 88a Abs. 1 IVV bestimmt den Zeitpunkt, ab dem eine Verbesserung der Erwerbs- oder Einsatzfähigkeit bzw. eine Verminderung von Hilflosigkeit oder Betreuungsaufwand bei der Herabsetzung oder Aufhebung einer Leistung zu berücksichtigen ist. Damit legt die Bestimmung in der Praxis auch den effektiven Beginn der Rentenwirkung fest und kann den Rentenbeginn bzw. den Anspruchszeitraum entsprechend verschieben.
“Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b). 4.4. Auf der Basis einer 100%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall, ist der Invaliditätsgrad ab September 2022 anhand eines reinen Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG zu ermitteln. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Verfügung (IV-Akte 172 S. 5) dargelegt, auf welchen zahlenmässigen Grundlagen sie den Einkommensvergleich vorgenommen und eine Einschränkung von 75% im Erwerb ermittelt hat. Darauf ist zu verweisen. Die Beschwerdeführerin hat auf der Basis dieses Invaliditätsgrades unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961, SR 831.201) mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2022 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung). 5. 5.1. Aus den obenstehenden”
“Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit weiterhin als Beraterin/Stellenvermittlerin tätig gewesen wäre, und ermittelte den Invaliditätsgrad mittels eines Prozentvergleichs, indem sie das ohne Invalidität erzielbare Valideneinkommen – welches mit 100 % zu verwerten ist – dem im Vergleich zum Validenlohn um 60 % respektive 40 % reduzierte Invalideneinkommen gegenüberstellte (Urk. 6/196 S. 8). Diese von der Beschwerdeführerin ausdrücklich bestätigte Vorgehensweise (Urk. 6/202 S. 2 Ziff. 7) ist zumindest im Ergebnis nicht zu beanstanden, zumal auch gestützt auf die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs kein anderer Rentenanspruch resultieren würde. Entsprechend ist für die Zeit von August bis Dezember 2019 von einem Invaliditätsgrad von 60 % respektive ab Januar 2020 von einem solchen von 40 % auszugehen. Damit besteht ab 1. August 2019 Anspruch auf eine befristete Dreiviertelsrente und unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV ab 1. April 2020 Anspruch auf eine unbefristete Viertelsrente.”
“Die übrigen, den angefochtenen Verfügungen zu Grunde liegenden Aspekte der Invaliditätsbemessung - die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit, die Bemessung des Validen- und des Invalideneinkommens, der Einkommensvergleich für den Erwerbsbereich, die Bemessung der Einschränkung im Haushaltbereich und die konkrete Ermittlung der (Gesamt-) Invaliditätsgrade anhand der gemischten Methode - werden von der Versicherten, wie weiter oben schon erwähnt (vgl. E. 5.1 hiervor), in ihrer Beschwerde nicht in Frage gestellt. Da sich den Akten nichts entnehmen lässt, was gegen die Richtigkeit der von der IV-Stelle ermittelten Invaliditätsgrade sprechen würde, kann an dieser Stelle von weiteren Erörterungen zu den genannten Aspekten abgesehen und stattdessen vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen der IV-Stelle in den angefochtenen Verfügungen verwiesen werden. 7. Gestützt auf die von ihr ermittelten Invaliditätsgrade von 85 % ab September 2019 (Ablauf des Wartejahres) bzw. von 65 % ab November 2020 und in korrekter Anwendung der Bestimmung von Art. 88a Abs. 1 IVV sprach die IV-Stelle der Versicherten zu Recht für den Zeitraum vom 1. September 2019 bis 28. Februar 2021 eine ganze Rente und mit Wirkung ab 1. März 2021 eine unbefristete Dreiviertelsrente zu. Die gegen die betreffenden Verfügungen vom 21. Juni 2022 und 15. Juli 2022 erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.--fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt.”
“Januar 2021 war ihm die Ausübung einer leidensangepassten Arbeit ganztägig zumutbar (zweite Phase). Ab dem 7. Januar 2021 ist eine 20%ige Leistungsminderung infolge eines erhöhten Pausenbedarfs zu berücksichtigen (dritte Phase). 5. 5.1. Zu prüfen ist abschliessend, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit wirtschaftlich auswirkt. Dies hat praxisgemäss anhand eines Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG zu erfolgen. 5.2. 5.2.1. Die Beschwerdegegnerin hat in der Beschwerdeantwort dargelegt, auf welchen zahlenmässigen Grundlagen sie die Einkommensvergleiche vorgenommen hat. Darauf kann grundsätzlich verwiesen und abgestellt werden. Es besteht angesichts der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 148 V 174) keine Veranlassung für die Anwendung anderer statistischer Zahlen. 5.2.2. Demnach resultiert für die erste Phase von März 2019 bis März 2020 eine vollständige Erwerbsunfähigkeit, mitunter ein Invaliditätsgrad von 100%. Damit steht dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der Wartefrist von sechs Monaten gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG und der Übergangsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV (Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961, SR 831.201) von Oktober 2019 bis und mit Juni 2020 eine ganze Invalidenrente zu. 5.2.3. Ab Mitte März 2020 sind dem Beschwerdeführer Verweistätigkeit vollschichtig ohne Leistungsminderung zumutbar. Es resultiert ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 12%. 5.2.4. Für die dritte Phase ab Januar 2021 besteht gestützt auf die selben Zahlen unter Berücksichtigung einer 20%igen Leistungsminderung ein Invaliditätsgrad von gerundet 30%. 5.2.5. Der Beschwerdeführer moniert den leidensbedingten Abzug von 10% als zu tief. Begründet wird der gewährte Abzug von der Beschwerdegegnerin im Wesentlichen mit dem fortgeschrittenen Alter und den vorhandenen leidensbedingten Einschränkungen. Hierzu ist zu bemerken, dass es grundsätzlich im Ermessen der Verwaltung liegt, die Höhe des leidensbedingten Abzugs festzusetzen. Das Sozialversicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen.”
Eine behauptete Verbesserung der Erwerbsfähigkeit begründet nur dann eine dauerhafte Änderung im Sinne von Art. 88a Abs. 1 IVV, wenn sie durch tatsächliche Feststellungen überzeugend belegt und als stabil dargestellt ist. Reine, unzureichend begründete Feststellungen im Expertenbericht genügen nicht, haben keinen triftigen Beweiswert und rechtfertigen eine Herabsetzung der Rente nicht.
“Au demeurant, il y a lieu de rappeler que le degré d'invalidité de l'assurée, en tant que personne ayant exercé une activité lucrative avant la survenance de l'invalidité, doit être déterminé en application de la méthode générale de comparaison des gains qui implique l'évaluation de la capacité résiduelle de travail de l'assurée et non celle de sa capacité sur le plan ménager. 7.6.6 Il résulte de ce qui précède que l'amélioration de la capacité respectivement de l'incapacité de travail de l'assurée dans une activité lucrative adaptée à l'état de santé - prétendument passée de 0% à 70% respectivement de 100% à 30% n'est motivée par l'expert L._______ d'une manière qui n'est ni suffisante ni convaincante. 7.7 Compte tenu de tout ce qui précède, force est de constater que le rapport d'expertise SMR bidisciplinaire établi le 9 juillet 2018 par le Dr L._______ retient, sans la motiver comme il se devrait, une amélioration de l'état de santé de l'assurée, alors qu'au vu des pièces au dossier, celle-ci n'apparaît ni établie ni stabilisée (cf. art. 88a al. 1 RAI). Dans ces circonstances, le rapport d'expertise SMR ne répond pas aux réquisits jurisprudentiels sévères posés en la matière (cf. supra consid. 7.3.1 et 7.3.2), de sorte que le Tribunal ne saurait lui conférer valeur probante. 8. A défaut de se fonder sur un rapport d'expertise établissant de manière probante une amélioration sensible de l'état de santé respectivement de la capacité de travail de la recourante, l'OAIE échoue à rapporter la preuve, au degré de la vraisemblance prépondérante, d'une diminution notable du degré d'invalidité au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (cf. consid. 7 ss supra) et doit en supporter les conséquences (cf. arrêts du TAF C-2687/2017 du 3 février 2022 consid. 9.6 et C-6800/2014 du 26 mai 2020 consid. 15). Aussi, est-ce à tort qu'il a diminué à ¼ le droit à la rente entière de la recourante. Il y a, par conséquent, lieu d'annuler la décision entreprise du 7 novembre 2018 et de réintégrer la recourante dans son droit à une rente entière à compter du 1er janvier 2019 le tout avec suite d'intérêts moratoires (art.”
Bei einer Neubewertung ist darzulegen, in welchem Umfang sich der Gesundheitszustand gegenüber der früheren materiellen Beurteilung tatsächlich geändert hat; nur offensichtliche Veränderungen bedürfen keiner näheren Begründung.
“Une évaluation médicale considérée pour elle-même en soi complète, convaincante, qui serait probante dans le cadre d'une évaluation initiale à la base de l'octroi initial des prestations (cf. ATF 134 V 231 consid. 5.1, 125 V 351 consid. 3a), ne revêt par conséquent pas la valeur probante juridique requise si l'évaluation médicale (par rapport à une évaluation médicale antérieure divergente) n'établit pas suffisamment dans quelle mesure un changement effectif de l'état de santé a eu lieu. Sont réservées les situations dans lesquelles une modification de l'état de santé est évidente (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_418/2010 du 29 août 2011 consid. 4.2). 6.6 En l'espèce, l'autorité inférieure est entrée en matière sur la demande de révision du recourant, considérant que celui-ci avait rendu plausible que son invalidité s'était modifiée de manière à influencer son droit (cf. OAIE pces 105 et 104). Ce point n'a dès lors plus à être examiné par le juge (voir dans le cadre de nouvelles demandes, ATF 109 V 262 consid. 3, 109 V 108 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral I 597/05 du 8 janvier 2007). 6.7 L'art. 88a al. 2 RAI prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. L'art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie (in casu non déterminant). L'art. 88bis al. 1 let. a RAI dispose que l'augmentation de la rente, de l'allocation pour impotent ou de la contribution d'assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l'assuré, dès le mois où cette demande est présentée. 7. 7.1 Le Tribunal fédéral a précisé que la dernière décision entrée en force, examinant matériellement le droit à la rente, fondée sur une instruction des faits, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conforme au droit, constituait le point de départ pour examiner si le taux d'invalidité s'était modifié de manière à influencer le droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid.”
Bei befristeten Renten sind der Beginn und das Ende der befristeten Rentenzusprechung sowie die in Zeitabschnitten festgestellten Invaliditätsgrade massgeblich für die Bestimmung von Leistungsdauer und -höhe; die Entscheide weisen Rentenansprüche entsprechend den jeweiligen Zeiträumen und Invaliditätsgraden zu bzw. auf.
“In Anwendung von Art. 28 IVG in Verbindung mit Art. 29 IVG sowie Art. 88a IVV resultiert von September 2018 bis Ende Juli 2019 ein Invaliditätsgrad von 100 %, womit von September 2018 bis Ende Oktober 2019 ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht. Ab August 2019 bis Mitte November 2020 beträgt der Invaliditätsgrad 50 %, womit ab November 2019 bis Ende Februar 2021 ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ausgewiesen ist. Seit Ende November 2020 ist demgegenüber von einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 20 % auszugehen, weshalb die Rente per Ende Februar 2021 aufzuheben ist.”
“Zusammenfassend steht aufgrund der vorstehenden Erwägungen fest, dass die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 9. September 2021, in welcher dem Beschwerdeführer von Juni 2018 bis Februar 2021 (vgl. Art. 88a IVV) eine befristete ganze Rente zugesprochen wurde, rechtens ist, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde unbegründet und abzuweisen ist.”
“Gestützt auf die genannten Invaliditätsgrade und in korrekter Berücksichtigung der Bestimmung von Art. 88a IVV sprach die IV-Stelle dem Beschwerdeführer zu Recht vom 1. Januar 2014 bis 30. September 2014 eine befristete ganze und vom 1. Oktober 2014 bis 31. Dezember 2014 eine befristete halbe Rente zu. Ebenso zutreffend lehnte sie einen weiteren Rentenanspruch des Versicherten ab 1. Januar 2015 ab.”
Die Beweiswürdigung ärztlicher Berichte kann entscheidend dafür sein, ob die dreimonatige Frist nach Art. 88a IVV ausgelöst wird.
“Sie ging demgemäss davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Verweistätigkeit ab dem 14. September 2019 zu 100% arbeitsfähig sei und deshalb, nach Ablauf der dreimonatigen Frist nach Art. 88a IVV, der Rentenanspruch des Beschwerdeführers per Ende Dezember 2019 aufzuheben sei. Wie nachfolgend darzulegen sein wird, kommt den Berichten von Dr. C.____ - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin - keine ausschlaggebende Beweiskraft zu, so dass nicht darauf abgestellt werden kann.”
Das Alter kann bei der Zumutbarkeitsbeurteilung berücksichtigt werden; es rechtfertigt jedoch keinen pauschalen Abzug. Die möglichen negativen Effekte der Alters‑/Invaliditäts‑Kombination sind im Einzelfall zu prüfen, und allenfalls bestehende Nachteile können durch andere persönliche oder berufliche Umstände kompensiert sein.
“Autrement dit, il ne suffit pas de constater qu'un assuré a dépassé la cinquantaine au moment déterminant de la naissance du droit à la rente pour que cette circonstance justifie de procéder à un abattement. Encore récemment (TF 8C_227/2017 du 17 mai 2018 consid. 5), le Tribunal fédéral a insisté sur ce point et a affirmé que l'effet de l'âge combiné avec un handicap doit faire l'objet d'un examen dans le cas concret, les possibles effets pénalisants au niveau salarial induits par cette constellation aux yeux d'un potentiel employeur pouvant être compensés par d'autres éléments personnels ou professionnels. Au vu de ces éléments, il n’y a pas lieu de s’écarter du taux d’abattement de 10 % retenu par l’office intimé. Il s’ensuit que le revenu d’invalide doit être fixé à 50'881 fr. 65. d) Sur le vu de ce qui précède, la perte de gain s’élève à 40'546 fr. 35 (91'428 fr. – 50'881 fr. 65) et le degré d’invalidité à 44,35 % (91'428 fr – 40'546 fr. 35 / 91'428 fr. x 100), ouvrant le droit à un quart de rente d’invalidité (art. 28 al. 2 LAI) dès le 1er août 2019, soit à l’échéance d’une période de trois mois suivant l’amélioration de la capacité de gain du recourant (art. 88a al. 1 RAI en relation avec l’art. 29 al. 3 LAI). 8. En définitive, le recours doit être admis et la décision rendue par l’office AI le 11 août 2020 réformée, en ce sens que le recourant a droit, pour la période du 1er mars 2018 au 31 juillet 2019, à une rente entière d’invalidité basée sur un degré d’invalidité de 100 % puis, dès le 1er août 2019, à un quart de rente d’invalidité, basée sur un degré d’invalidité de 44,35 %. 9. a) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis, première phrase, LAI dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020 [cf. art. 82a LPGA]). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr. et mis à la charge de l’office AI, qui succombe. b) Obtenant gain de cause avec l’assistance d’un mandataire qualifié, le recourant a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“Une déduction supplémentaire sur le salaire statistique ne se justifie donc pas pour tenir compte des circonstances liées au handicap. En effet, un abattement n’entre en considération que si, sur un marché du travail équilibré, il n’y a plus un éventail suffisamment large d’activité accessibles à l’assuré (TF 8C_580/2022 du 31 mars 2023 consid. 3.2.4 et la référence), ce qui n’est pas le cas du recourant (cf. consid. 4d supra) En conséquence de ce qui précède, en prenant en considération l’âge du recourant, le taux d’abattement de 5 % n’est pas critiquable, l’intimé n’ayant pas fait usage d’un critère inapproprié ni excédé son pouvoir d’appréciation. Il s’en suit que les moyens du recourant doivent être rejetés. g) Finalement, de la comparaison entre un revenu sans invalidité de 60'132 fr. et un revenu d’invalide de 65'542 fr. 36, il résulte l’absence de préjudice économique. Un degré d’invalidité inférieur à 40 % ne donne plus droit au maintien de la rente entière au-delà du 31 mars 2021, soit trois mois après l’amélioration (cf. art. 88a al. 1 RAI), comme l’a retenu à juste titre l’OAI dans sa décision. 6. a) Avant de réduire ou de supprimer une rente d'invalidité, l'administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d'invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d'observation professionnelle (afin d'établir l'aptitude au travail, la résistance à l'effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi (TF 9C_92/2016 du 29 juin 2016 consid. 5.1 et les références). Selon la jurisprudence, l'âge de la personne assurée constitue de manière générale un facteur étranger à l'invalidité qui n'entre pas en considération pour l'octroi de prestations. S'il est vrai que ce facteur - comme celui du manque de formation ou les difficultés linguistiques - joue un rôle non négligeable pour déterminer dans un cas concret les activités que l'on peut encore raisonnablement exiger d'un assuré, il ne constitue pas, en règle générale, une circonstance supplémentaire qui, mis à part le caractère raisonnablement exigible d'une activité, est susceptible d'influencer l'étendue de l'invalidité, même s'il rend parfois difficile, voire impossible la recherche d'une place et, partant, l'utilisation de la capacité de travail résiduelle (TF 9C_899/2015 du 4 mars 2016 consid.”
Vorübergehende Verschlechterungen, die ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate oder länger andauern, können anspruchsrelevant sein. Die Verwaltung hat solche Veränderungen konkret und fallbezogen abzuklären; pauschale Hinweise ohne Bezug zur Einzelsituation genügen nicht.
“März 2023 (Urk. 8/343) wurde für die Zeit vom 10. bis 19. März 2023 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Der Beschwerdeführer legte das Zeugnis – unter Hinweis darauf, dass am 29. März 2023 ein weiterer Termin bei der Chirurgin anberaumt sei – am 10. März 2023 und damit noch vor Erlass der angefochtenen Verfügung vom 13. März 2023 (Urk. 2) der Beschwerdegegnerin vor (Urk. 8/342), welche es jedoch im Rahmen der hier relevanten IV-Anmeldung vom 10. Juni 2020 (Urk. 8/213) nicht berücksichtigte (vgl. Urk. 8/348, Urk. 8/352). Im Zusammenhang mit der Neubeurteilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers ab November 2022 wird die Beschwerdegegnerin deshalb auch abzuklären haben, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ab März 2023 weiter leistungsrelevant verschlechtert hat. Diesbezüglich gilt zu beachten, dass auch vorübergehende Veränderungen des Gesundheitszustands entsprechend den gesetzlichen Voraussetzungen anspruchsrelevant sein können (Art. 17 Abs 1 ATSG i.V.m. Art. 88a Abs. 2 IVV). Ein pauschaler Hinweis darauf, dass durch Operationen und Rehabilitation intermittierend eine Arbeitsunfähigkeit auftreten könne, eine längerdauernde Veränderung der Leistungsfähigkeit jedoch nicht zu erwarten sei (vgl. RAD-Stellungnahme im Beschwerdeverfahren, Urk. 7), erfüllt ohne konkrete Bezugnahme zur Situation im Einzelfall die Anforderungen an eine rechtsgenügliche Sachverhaltsabklärung jedenfalls nicht.”
“Auf die weiteren in neurologischer Hinsicht neu festgestellten Befunde, vor allem die anhaltende Seitendifferenz der Unterschenkelmuskulatur nach einem Ödem in der rechten Wade im Mai 2019, die Peroneus-Läsion, die lumbale Radikulopathie L4 bis S1 mit radikulären Reizleitungsstörungen L4-S1 und die Ischiadicus-Läsion links, ging er nicht ein. Auch ist nicht nachvollziehbar, weshalb er von der Behandelbarkeit der Polyneuropathie ausging. Dies wurde von ihm weder erläutert, noch findet sich eine solche Aussage in den Berichten der Neurologen. Im Weiteren kann allein aus der Behandelbarkeit von Leiden nichts über deren Auswirkungen auf die massgebende Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden. Das konkrete Ergebnis einer Behandlung bei der Beschwerdeführerin wäre zudem ungewiss und könnte erst festgestellt werden, wenn diese erfolgt ist. Dies gilt im Übrigen auch in Bezug auf das CTS. Zu beachten ist ferner, dass die Beschwerdeführerin bisher Anspruch auf eine halbe Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 51 % hat (Urk. 8/51, Urk. 8/44-2-3). Daher könnte bereits eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit von wenigen Monaten (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) zu einer zumindest vorübergehenden anspruchserheblichen Beeinflussung des Invaliditätsgrades führen. Sofern somit die einzelnen neu aufgetretenen Beschwerden auch nur zeitweise die Leistungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigt haben, was es angesichts der Vielzahl und Komplexität der somatischen und psychischen Beschwerdebilder aus interdisziplinärer Sicht abzuklären gilt, könnte dies Anlass zur Rentenrevision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG geben. Die Aussage von Dr. H.___, die Arbeitsunfähigkeit sei nicht dauerhaft verändert, ohne überdies festzustellen, von wann bis wann und in welchem Umfang gestützt auf welche ärztlichen Einschätzungen eine solche zusätzliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bestand, vermag daher aus rechtlicher Sicht keine abschliessende ärztliche Entscheidungsgrundlage darzustellen. Hinzu kommt, dass Dr. H.___ ein Facharzt der Orthopädischen Chirurgie und nicht der Neurologie ist. Eine fehlende fachspezifische Qualifikation stellt indes ein Indiz gegen die Zuverlässigkeit und damit den Beweiswert eines ärztlichen Berichts, hier der RAD-Stellungnahme, dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_360/2016 vom 21.”
Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ist ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, ab dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; in jedem Fall nach einer ohne wesentliche Unterbrechung dreimonatigen Dauer. (Beispiele: Wiederaufnahme der 80%‑Arbeitsfähigkeit im März 2018 → Berücksichtigung ab Juni 2018; Verbesserung ab August 2020 → Berücksichtigung ab Dezember 2020.)
“Soweit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit ausgegangen wird, bestand im Februar 2017 ein Invaliditätsgrad von 100 %. Bei der Annahme, der Beschwerdeführer habe eine Tätigkeit als Informatiker, welche zu Hause verrichtet werden kann, noch drei Stunden pro Tag ausüben können (Urk. 6/123/29), ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 72 % (Valideneinkommen = 100 %; Invalideneinkommen 28 %: [drei Stunden pro Tag entsprechen bei einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden einem Pensum von 36 %; Lohn reduziert sich aufgrund von tiefem Pensum um 13 % {vgl. Tabelle T18 LSE 2018: Total Männer: Fr. 6‘138.--, 25-49 %: Fr. 5’358.--}; Abzug vom Tabellenlohn, da nur Arbeit von zu Hause aus: 10 %). Der Beschwerdeführer hat deshalb ab dem 1. Februar 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Nachdem der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit ab dem 1. März 2018 wieder zu 80 % arbeitsfähig war, hat er ab dem 1. Juni 2018 keinen Rentenanspruch mehr (Art. 88a Abs. 1 IVV).”
“Ab August 2020 ist der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit zu 80 % zumutbar. Da die Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit gegeben ist, rechtfertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn nicht. Damit entspricht der Grad der Arbeitsunfähigkeit dem Invaliditätsgrad, mithin 20 %. Diese Verbesserung ist ab Dezember 2020 zu berücksichtigen (Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. Urteile des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3 und I 792/06 vom 26. September 2007 E. 8.2).”
Verfahrenspflichten bei ungenügenden Abklärungen: Die Verwaltung bzw. der Versicherungsträger hat notwendige medizinische Abklärungen selbst vorzunehmen; wenn die Verwaltung ungenügend abgeklärt hat, kann die Beschwerdeinstanz Gutachten einholen oder, in bestimmten Fällen, die Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung zurückweisen.
“Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betreffende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210 E. 4.4.1.4 m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1). Nachdem die Beschwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt ab März 2020 (vgl. Art. 88a IVV) offensichtlich ungenügend abgeklärt hat, hat nicht das Gericht, sondern sie selber weitere medizinischen Abklärungen vorzunehmen.”
Postoperative Arbeitsunfähigkeiten von weniger als drei Monaten gelten nicht als längerdauernde Verschlechterung im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV und konnten daher bei der Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente unberücksichtigt bleiben.
“Denn die dem Bericht der Handchirurgie des Y.___ vom 6. November 2020 zu entnehmende Beschwerdefreiheit (vgl. Urk. 6/48/11) - worauf sich die Gutachter wohl abstützten - lag gemäss dem Operateur Dr. H.___ bereits sechs Wochen postoperativ vor; namentlich hielt er fest, der Beschwerdeführerin gehe es sehr gut, sie sei zum ersten Mal seit Jahren wieder schmerzfrei im Bereich der Narbe und die Gehfähigkeit sei nicht eingeschränkt (Urk. 6/48/11). Da von den Gutachtern keine anderen Gründe für eine weitergehende Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin erwähnt wurden beziehungsweise ersichtlich sind, ist somit bereits ab dem 7. November 2020 von einer Arbeitsfähigkeit von 60 % im angestammten Beruf als Intensivpflegerin auszugehen. Zusammengefasst ist daher spätestens ab September 2019 von einer Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 40 % und ab 7. November 2020 - nach einer invalidenversicherungsrechtlich aufgrund ihrer Dauer von weniger als drei Monaten nicht relevanten (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) nach der Operation vom 23. September 2020 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit von 100 % - von einer Arbeitsfähigkeit von 60 % auszugehen. Was die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit betrifft, erübrigt sich entsprechend den nachfolgenden Erwägungen (E. 5.3) die Herleitung deren genauen Verlaufs.”
“___, der allein aus somatischer Sicht von einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit ausging (vorstehend E. 3.3), nicht in Zweifel gezogen. Anders als die Gutachter berücksichtigte er nicht bloss die objektivierbaren Beschwerden, sondern zog auch das von ihm angesprochene Schmerz- und Fibromyalgiesyndrom sowie das Weichteilrheuma in seine Beurteilung mit ein. Rechtsprechungsgemäss ist jedoch hinsichtlich dieser Krankheitsbilder die noch zumutbare Arbeitsfähigkeit durch den psychiatrischen Sachverständigen einzuschätzen und mittels eines strukturierten Beweisverfahrens zu plausibilieren (BGE 132 V 65 E. 4). Der entsprechenden Beurteilung des Gutachter Dr. I.___ kommt dementsprechend mehr Gewicht zu. Zu bemerken bleibt, dass aus internistischer Sicht postoperativ nach der Narbenhernienoperation vom 20. Januar 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit von sechs Wochen attestiert wurde (Urk. 7/324/94). Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes, da sie weniger als drei Monate andauerte (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Die Beschwerdegegnerin hat die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Narbenhernienoperation dementsprechend zu Recht für die Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente nicht berücksichtigt.”
“3 oben, S. 6 Ziff. 3) eine potentiell anspruchsrelevante Veränderung im hier interessierenden Zeitraum von Oktober 2019 (vgl. AB 150) bis August 2020 (vgl. AB 169) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) erstellt ist: So sind den neu vorgelegten Arztberichten (Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 25 ff.) keine Angaben zu einer allfälligen zusätzlichen Einschränkung im Erwerbs- und/oder Haushaltsbereich zu entnehmen und eine Arbeitsunfähigkeit wird einzig mit Bezug auf den operativen Eingriff vom 17. August 2020 (bei unverändert diagnostiziertem chronischem, lumbosakralem Schmerzsyndrom [und postoperativer Hyposensibilität sowie kaltem Fuss rechts 11/2017] und mit postoperativ guter Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung, regelrechter Lage des Implantatmaterials und reizlosen Wundverhältnissen) für einen begrenzten postoperativen Zeitraum von sieben Wochen attestiert (vgl. BB 25), was keine längerdauernde Verschlechterung im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV darstellt. Auf weitere Beweismassnahmen, insbesondere das beantragte polydisziplinäre Gerichtsgutachten, kann daher in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) verzichtet werden.”
Bei voraussichtlich längerer anhaltender Verbesserung ist eine Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung erst ab dem Zeitpunkt relevant, ab dem damit gerechnet werden kann, dass die Verbesserung voraussichtlich länger andauern wird. Sie ist jedenfalls zu berücksichtigen, nachdem die Besserung ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
“1 L'art. 17 LPGA s'applique à la révision des API (Michel VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], 2018, n. 75 ad art. 42 LAI). À teneur de l'art. 35 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance‑invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201), lorsque, par la suite, le degré d’impotence subit une modification importante, les art. 87 à 88bis RAI sont applicables. Le droit à l’allocation s’éteint à la fin du mois au cours duquel l’une des autres conditions de ce droit n’est plus remplie ou au cours duquel le bénéficiaire du droit est décédé. 5.2 L'al. 2 de l’art. 17 LPGA n’a pas été modifié le 31 décembre 2021 – contrairement à l’al. 1 –, et il dispose que, de même – que concernant la rente (cf. al. 1) –, toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. En vertu de l'art. 88a RAI – intitulé « modification du droit » –, si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (al. 1). Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie (al.”
Der Anpassungs- bzw. Beginnstichtag kann an den Zeitpunkt der Begutachtung angeknüpft werden, wenn eine frühere Verschlechterung nicht überwiegend wahrscheinlich ist. Alternativ kann er an eine konkret festgestellte Veränderung im Verlauf angeknüpft werden, sofern diese als massgeblicher Zeitpunkt der Verschlechterung dokumentiert ist.
“Beim Versicherten sei eine Dynamik mit einer anwachsenden Verunsicherung und Überforderung infolge von Enttäuschungen und Frustrationen eingetreten, die zu Angst, Hilflosigkeit und Selbstzweifeln geführt habe. In diesem Sinne sei eine Veränderung zu bejahen. Mit einem Vorbescheid vom 14. Februar 2023 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 460), dass sie die Erhöhung der laufenden halben auf eine ganze Rente per 1. September 2022 vorsehe. Zur Begründung führte sie an, das Gutachten der MEDAS Bern enthalte einen Hinweis auf eine Veränderung des massgebenden Sachverhaltes. Obwohl erhebliche Unsicherheiten bezüglich des Zeitpunktes und des Ausmasses dieser Veränderung bestünden, könne doch von einer gewissen Verschlechterung im Verlauf ausgegangen werden. Aktuell sei eine stabile Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht möglich. Unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage sei von einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Dass die Verschlechterung bereits wesentlich vor der Begutachtung eingetreten sei, sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Folglich sei der Anpassungszeitpunkt angeknüpft an den Zeitpunkt der Begutachtung im Mai 2022 und in Anwendung des Art. 88a Abs. 2 IVV auf Anfang September 2022 festzulegen. Der Invaliditätsgrad betrage 100 Prozent. Dagegen liess der Versicherte am 17. März 2023 einwenden (IV-act. 477), gestützt auf die klaren Ausführungen der Sachverständigen der MEDAS Bern sei erstellt, dass der Versicherte schon seit der Geburt respektive spätestens seit der Jugend- und Ausbildungszeit vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente per 1. Oktober 2015 sei also offensichtlich falsch gewesen. Der Versicherte habe bereits im März 2016 um eine revisionsweise Rentenerhöhung ersucht. Es sei nicht einzusehen, dass die Erhöhung erst per September 2022 vorgenommen werde. Das müsse „fast schon als Vergeltungsakt“ qualifiziert werden, „um den missliebigen Versicherten doch noch irgendwie in die Schranken zu weisen“. Dem Versicherten könne nicht angelastet werden, dass er erst fünfeinhalb Jahre nach der Einreichung seines Revisionsbegehrens begutachtet worden sei. Am 17. April 2023 teilte ein Mitarbeiter des Rechtsdienstes der IV-Stelle dem Rechtsvertreter des Versicherten mit (IV-act.”
Bei früheren Entscheiden zu Art. 88a IVV wurde die dreimonatige Frist wiederholt als prozessleitender Anknüpfungspunkt betont.
“84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 BGE 142 V 290ATF 142 V 290DTF 142 V 290 BGE 133 V 504ATF 133 V 504DTF 133 V 504 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 141 V 495ATF 141 V 495DTF 141 V 495 Art. 49 ATSGart. 49 LPGAart. 49 LPGA Art. 29 BVart. 29 Cst.art. 29 Cost. BGE 146 II 335ATF 146 II 335DTF 146 II 335 BGE 142 II 154ATF 142 II 154DTF 142 II 154 Art. 29 BVart. 29 Cst.art. 29 Cost. Art. 42 ATSGart. 42 LPGAart. 42 LPGA BGE 136 I 279ATF 136 I 279DTF 136 I 279 BGE 134 I 140ATF 134 I 140DTF 134 I 140 2C_640/2020 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 140 V 543ATF 140 V 543DTF 140 V 543 BGE 130 V 61ATF 130 V 61DTF 130 V 61 BGE 133 V 504ATF 133 V 504DTF 133 V 504 BGE 141 V 642ATF 141 V 642DTF 141 V 642 9C_785/2014 BGE 131 V 51ATF 131 V 51DTF 131 V 51 BGE 125 V 146ATF 125 V 146DTF 125 V 146 Art.”
Die medizinische Stabilisation ist anhand ärztlicher Feststellungen zu bestimmen; Mitteilungen des Versicherers (z. B. SUVA) sind keine medizinische Feststellung und reichen nicht als alleinige Grundlage für die Bestimmung des Stabilisationszeitpunkts.
“Donnant pour motivation le simple fait que le patient ne puisse plus aller chez le coiffeur ni se raser la barbe, et ne décrivant aucunement les examens effectués, ce rapport se révèle toutefois trop succinct pour se voir accorder pleine valeur probante. Il doit en outre être appréhendé avec la réserve qui se doit en présence de la relation de confiance, issue du mandat thérapeutique, qui unit le médecin traitant à son patient (arrêt du Tribunal fédéral I 655/05 du 20 mars 2006 consid. 5.4 ; ATF 125 V 351 consid. 3b/cc et les références). Il en va par ailleurs de même de son rapport du 29 octobre 2019 (AI pce 84). S'agissant de la date du 1er août 2019 retenue par le centre G._______, celui-ci indique s'être basé sur la communication du 4 avril 2019 de la SUVA à l'assuré pour arriver à cette conclusion quant au moment de la stabilisation de l'état de santé du recourant. Cependant, la communication de la SUVA (AI pce 54 p. 850 à 852) constitue un acte d'un assureur et non pas, une constatation émanant du corps médical, une telle constatation étant seule pertinente pour apprécier le moment topique au regard de l'art. 88a RAI. Le centre d'expertise G._______ relève certes que la communication de la SUVA se réfère à son service médical pour expliquer qu'il n'y a plus lieu d'attendre de la continuation du traitement une amélioration notable des suites de l'accident, ce qui l'incite à mettre fin au paiement des soins médicaux au 31 juillet 2019, à deux exceptions près (synthèse du dossier dans le rapport d'expertise bidisciplinaire du 3 novembre 2020 [AI pce 118 p. 1075]). Il n'en demeure pas moins que la stabilisation existe sous l'angle médical déjà depuis le 22 mars 2018 et que le pronostic médico-théorique de guérison du CRPS est bon selon les conclusions des médecins spécialistes consultés de la Clinique D._______ (AI pce 39 p. 563 s.). Le recourant avance par ailleurs que l'évaluation interdisciplinaire de la Clinique D._______ était lacunaire sur le plan somatique, car aucun rhumatologue ou orthopédiste n'y avait été associé. Seuls un neurologue et un psychiatre se seraient prononcés sur son état de santé.”
“Donnant pour motivation le simple fait que le patient ne puisse plus aller chez le coiffeur ni se raser la barbe, et ne décrivant aucunement les examens effectués, ce rapport se révèle toutefois trop succinct pour se voir accorder pleine valeur probante. Il doit en outre être appréhendé avec la réserve qui se doit en présence de la relation de confiance, issue du mandat thérapeutique, qui unit le médecin traitant à son patient (arrêt du Tribunal fédéral I 655/05 du 20 mars 2006 consid. 5.4 ; ATF 125 V 351 consid. 3b/cc et les références). Il en va par ailleurs de même de son rapport du 29 octobre 2019 (AI pce 84). S'agissant de la date du 1er août 2019 retenue par le centre G._______, celui-ci indique s'être basé sur la communication du 4 avril 2019 de la SUVA à l'assuré pour arriver à cette conclusion quant au moment de la stabilisation de l'état de santé du recourant. Cependant, la communication de la SUVA (AI pce 54 p. 850 à 852) constitue un acte d'un assureur et non pas, une constatation émanant du corps médical, une telle constatation étant seule pertinente pour apprécier le moment topique au regard de l'art. 88a RAI. Le centre d'expertise G._______ relève certes que la communication de la SUVA se réfère à son service médical pour expliquer qu'il n'y a plus lieu d'attendre de la continuation du traitement une amélioration notable des suites de l'accident, ce qui l'incite à mettre fin au paiement des soins médicaux au 31 juillet 2019, à deux exceptions près (synthèse du dossier dans le rapport d'expertise bidisciplinaire du 3 novembre 2020 [AI pce 118 p. 1075]). Il n'en demeure pas moins que la stabilisation existe sous l'angle médical déjà depuis le 22 mars 2018 et que le pronostic médico-théorique de guérison du CRPS est bon selon les conclusions des médecins spécialistes consultés de la Clinique D._______ (AI pce 39 p. 563 s.). Le recourant avance par ailleurs que l'évaluation interdisciplinaire de la Clinique D._______ était lacunaire sur le plan somatique, car aucun rhumatologue ou orthopédiste n'y avait été associé. Seuls un neurologue et un psychiatre se seraient prononcés sur son état de santé.”
Die Rentenherabsetzung erfolgte jeweils drei Monate nach nachgewiesener Verbesserung der Erwerbsfähigkeit.
“Selon les fiches de calcul du salaire exigible du 24 juillet 2020, l'abattement de 5% est fondé sur l'âge de la recourante et celui de 10% sur l'âge et les limitations fonctionnelles de l'intéressée. Les éléments au dossier ne mettent en évidence aucun élément qui pourrait expliquer cette différence d'appréciation des limitations fonctionnelles sous l'angle du taux d'abattement. Ce point peut toutefois souffrir de rester indécis puisque, même à retenir un taux d'abattement de 10% pour la période durant laquelle la recourante disposait d'une capacité de travail de 50%, le droit de la recourante ne s'en trouverait pas modifié. Cela étant, c'est de manière fondée que l'intimé a procédé à la révision de la rente entière d'invalidité accordée depuis le 1er août 2017 dans le sens d'un quart de rente dès le 1er septembre 2018, soit trois mois après l'amélioration de l'état de santé lui ayant permis de recouvrer une capacité de travail de 50% dès le mois de juin 2018, puis dans le sens de sa suppression dès le 1er février 2019 soit trois mois après l'amélioration subséquente ayant permis à l'intéressée de recouvrer une pleine capacité de travail dès le mois de novembre 2018 (cf. art. 88a RAI). 8. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l'octroi ou le refus de prestations de l'assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la recourante, vu l'issue du litige. c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision rendue le 29 janvier 2021 par l'Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud est confirmée. III. Les frais judiciaires, arrêtés à 600 fr. (six cents francs), sont mis à la charge de M.________. IV. Il n'est pas alloué de dépens. La présidente : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ Me Jean-Pierre Bloch (pour la recourante), à Lausanne, ‑ Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud, à Vevey, - Office fédéral des assurances sociales, à Berne, par l'envoi de photocopies.”
Wird die Rentenerhöhung durch ein Revisionsgesuch der versicherten Person geltend gemacht, tritt eine Erhöhung der Rente frühestens ab dem Monat ein, in dem das Revisionsbegehren gestellt wird.
“c des dispositions transitoires de la modification du 19 juin 2020, l'ancien droit s'applique aux bénéficiaires de rente dont le droit à la rente a pris naissance avant l'entrée en vigueur de la modification et qui ont 55 ans révolus au moment de l'entrée en vigueur de la modification. En l’occurrence, le recourant était âgé de 55 ans au 1er janvier 2022 et son droit à la rente est né avant cette date, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur ancienne teneur. 3.2 Aux termes de l'art. 17 al. 1 LPGA, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2.). Dans le domaine de l’assurance-invalidité, le point de départ d’une modification du droit aux prestations est fixé avec précision. Selon l'art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L'augmentation de la rente prend par ailleurs effet, si la révision est demandée par l'assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). Le point de savoir si un changement notable des circonstances s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière révision de la rente entrée en force et les circonstances qui régnaient à l’époque de la décision litigieuse. En effet, la base de comparaison déterminante dans le temps pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision de la rente est constituée par la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 147 V 167 consid.”
“Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, so besteht nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung keine Bindung mehr an das Mass der übrigen, unverändert gebliebenen Parameter, die dem vorangegangenen rechtskräftigen Entscheid zugrunde gelegt worden sind. Vielmehr ist der Rentenanspruch für die Zukunft diesfalls in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei und umfassend zu prüfen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3, 117 V 198 E. 4b, je mit Hinweisen). Unerheblich unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist dagegen nach der Rechtsprechung die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob sich der Invaliditätsgrad im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG erheblich geändert hat, gilt die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Anspruchsprüfung mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl. BGE 133 V 108 E. 5 mit Hinweisen). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Im Falle eines Revisionsgesuchs, das von der versicherten Person ausgeht, erfolgt die Erhöhung der Rente gestützt auf Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV frühestens von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt worden ist.”
Art. 88a Abs. 2 IVV ist auf Fälle der Änderung (insbesondere Erhöhung) bereits zuerkennter Leistungen bzw. auf Revisionsverfahren anwendbar. Fehlt hingegen ein bereits geöffneter Rentenanspruch nach Art. 28–29 LAI (z. B. bei Neuanträgen oder nach einem früheren Leistungsausschluss), findet Art. 88a Abs. 2 IVV keine Anwendung; in solchen Fällen sind die Anspruchs- und Entstehungsregeln der Art. 28 und 29 LAI massgeblich.
“2 Si les conditions de la révision sont données, les prestations sont, conformément à l’art. 17 al. 1 LPGA, modifiées pour l’avenir dans le sens exigé par le nouveau degré d’invalidité. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2.). L'art. 88a al. 2 RAI, relatif à la modification du droit aux prestations, prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique dans le cadre d'une procédure de révision (art. 17 LPGA) tendant à la modification (augmentation, réduction ou suppression) d'une rente précédemment allouée, ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (ATF 125 V 413 consid. 2d). L'art. 88a al. 2 RAI ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (arrêt 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5.1 et les références citées). Selon l'art. 28 al. 1 let. b LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable. L'art. 29 al. 1 LAI dispose quant à lui que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations. Ces dispositions s'appliquent également en cas de nouvelle demande à la suite d'un refus de prestations ; en d'autres termes, lors du dépôt d'une nouvelle demande à la suite d'un premier refus de prestations de l'assurance-invalidité, la naissance du droit à la rente reste subordonnée aux conditions prévues aux art. 28 et 29 LAI (ATF 140 V 2 consid. 5.3). 3.3 3.3.1 Conformément aux art.”
“L'art. 88a al. 2 RAI, relatif à la modification du droit aux prestations (cf. le titre marginal de cette disposition), prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique dans le cadre d'une procédure de révision (art. 17 LPGA) tendant à la modification (augmentation, réduction ou suppression) d'une rente précédemment allouée, ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (cf. ATF 125 V 413 consid. 2d). L'art. 88a al. 2 RAI ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (arrêt 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5.1 et les références citées). Selon l'art. 28 al. 1 LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable (let. b). L'art. 29 al. 1 LAI dispose quant à lui que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations. Ces dispositions s'appliquent également en cas de nouvelle demande à la suite d'un refus de prestations; en d'autres termes, lors du dépôt d'une nouvelle demande à la suite d'un premier refus de prestations de l'assurance-invalidité, la naissance du droit à la rente reste subordonnée aux conditions prévues aux art. 28 et 29 LAI (cf. ATF 140 V 2 consid. 5.3).”
“1 supra), de sorte qu'il n'avait pas droit à une rente d'invalidité (art. 28 al. 1 let. b LAI; cf. arrêt 9C_677/2012 du 3 juillet 2013 consid. 2.3). A partir du mois de juillet 2013, le recourant avait présenté une nouvelle incapacité de travail jusqu'en octobre 2014, date à partir de laquelle le docteur E.________ avait considéré que l'état de santé du recourant s'était stabilisé et qu'une capacité de travail était exigible depuis le 1 er octobre 2014 dans une activité adaptée (cf. rapport du 10 novembre 2014). Il n'y a cependant pas lieu de revenir sur la période comprise entre le mois de juillet 2013 et le 1 er octobre 2014, dès lors que l'intimé a rendu le 17 décembre 2015 une décision de refus de prestations de l'assurance-invalidité en raison de la violation par le recourant de son devoir de collaboration et que cette décision est entrée en force faute d'avoir été attaquée. Au moment où il a déposé la cinquième demande de rente, le recourant ne percevait aucune prestation de l'assurance-invalidité. Par conséquent, et quoi qu'en dise le recourant, l'art. 88a al. 2 RAI ne trouve pas application, puisqu'il concerne les cas d'augmentation de prestations, ce qui suppose qu'une rente ait déjà été allouée. On ne se trouve pas dans le cadre d'une révision de rente, mais dans le cas d'une nouvelle demande faisant suite à une décision précédente de refus de rente (décision du 17 décembre 2015). Il s'agit dès lors de faire application de l'art. 29 al. 1 LAI. Dans la mesure où le recourant a déposé sa demande de prestations le 4 avril 2017, le versement d'une éventuelle rente d'invalidité ne pouvait intervenir que six mois plus tard, soit à compter du 1 er octobre 2017 au plus tôt. Au vu des constatations du jugement attaqué, une aggravation de l'état de santé du recourant a été objectivée par IRM le 30 novembre”
Für eine Herabsetzung oder Aufhebung der Leistungen sind medizinische Unterlagen und Gutachten erforderlich, die die behauptete Änderung des Gesundheitszustands und deren Auswirkungen auf die Erwerbs- bzw. Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar darlegen. Ein Gutachten muss die relevanten Befunde, die Anamnese und durchgeführte Untersuchungen berücksichtigen und zu klaren, nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerungen gelangen; oberflächliche oder unmotivierte Berichte erfüllen diese Anforderungen nicht und können keine Herabsetzung stützen. Zudem obliegt dem Leistungsträger die Beweisführung für eine erheblich verminderte Invalidität.
“En matière de révision, il revient au médecin d'expliquer en quoi l'état de santé de l'assuré s'est modifié par rapport à une situation initiale et en quoi cette modification déploie des effets sur la capacité de travail. Faute d'aborder expressément ces aspects, un rapport médical ne se rapportera pas suffisamment à l'objet de la preuve et sera écarté (arrêt du TF 9C_418/2010 du 29 août 2011 consid. 4.2). 6.2.3 Si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). 6.2.4 Dans le cadre d'une éventuelle suppression ou diminution du droit à la rente, le fardeau de la preuve relative à une modification notable du taux d'invalidité incombe à l'assureur qui supporte les conséquences de l'absence ou de l'échec de cette preuve, laquelle doit être rapportée au degré, usuel en droit des assurances sociales, de la vraisemblance prépondérante (arrêt du TF 9C_273/2014 du 16 juin 2014 consid. 3.1.1 ; arrêt du TAF C-7097/2018 du 3 avril 2023 consid. 5.1.4 et les réf. cit.). 6.3 Pour pouvoir déterminer la capacité de travail médico-théorique et évaluer l'invalidité de la personne concernée, l'administration, ou le tribunal en cas de recours, a besoin de documents que le médecin ou éventuellement d'autres spécialistes doivent lui fournir (ATF 117 V 282 consid. 4a) et sur lesquels elle s'appuiera, sous peine de violer le principe inquisitoire (arrêts du TF 8C_623/2012 du 6 décembre 2012 consid. 1). 6.3.1 Avant de conférer pleine valeur probante à un rapport médical, il convient de s'assurer que les points litigieux importants ont fait l'objet d'une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu'il prend également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu'il a été établi en pleine connaissance de l'anamnèse, que la description du contexte médical et l'appréciation de la situation médicale sont claires et enfin que les conclusions du médecin sont dûment motivées (ATF 134 V 231 consid.”
“Au demeurant, il y a lieu de rappeler que le degré d'invalidité de l'assurée, en tant que personne ayant exercé une activité lucrative avant la survenance de l'invalidité, doit être déterminé en application de la méthode générale de comparaison des gains qui implique l'évaluation de la capacité résiduelle de travail de l'assurée et non celle de sa capacité sur le plan ménager. 7.6.6 Il résulte de ce qui précède que l'amélioration de la capacité respectivement de l'incapacité de travail de l'assurée dans une activité lucrative adaptée à l'état de santé - prétendument passée de 0% à 70% respectivement de 100% à 30% n'est motivée par l'expert L._______ d'une manière qui n'est ni suffisante ni convaincante. 7.7 Compte tenu de tout ce qui précède, force est de constater que le rapport d'expertise SMR bidisciplinaire établi le 9 juillet 2018 par le Dr L._______ retient, sans la motiver comme il se devrait, une amélioration de l'état de santé de l'assurée, alors qu'au vu des pièces au dossier, celle-ci n'apparaît ni établie ni stabilisée (cf. art. 88a al. 1 RAI). Dans ces circonstances, le rapport d'expertise SMR ne répond pas aux réquisits jurisprudentiels sévères posés en la matière (cf. supra consid. 7.3.1 et 7.3.2), de sorte que le Tribunal ne saurait lui conférer valeur probante. 8. A défaut de se fonder sur un rapport d'expertise établissant de manière probante une amélioration sensible de l'état de santé respectivement de la capacité de travail de la recourante, l'OAIE échoue à rapporter la preuve, au degré de la vraisemblance prépondérante, d'une diminution notable du degré d'invalidité au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (cf. consid. 7 ss supra) et doit en supporter les conséquences (cf. arrêts du TAF C-2687/2017 du 3 février 2022 consid. 9.6 et C-6800/2014 du 26 mai 2020 consid. 15). Aussi, est-ce à tort qu'il a diminué à ¼ le droit à la rente entière de la recourante. Il y a, par conséquent, lieu d'annuler la décision entreprise du 7 novembre 2018 et de réintégrer la recourante dans son droit à une rente entière à compter du 1er janvier 2019 le tout avec suite d'intérêts moratoires (art.”
“4a/bb ; arrêts du TF 8C_160/2017 du 22 juin 2017 consid. 2.2, I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1 et I 574/02 du 25 mars 2003 publié dans SVR 2004 IV n. 5 et réf. cit.). De plus, un motif de révision doit clairement ressortir du dossier (arrêts du TF I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1, I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et réf. cit.), la réglementation sur la révision ne constituant pas un fondement juridique à un réexamen sans condition du droit à la rente (arrêts du TF I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1, I 8/04 du 12 octobre 2005 consid. 2.1, I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et réf. cit. ; Valterio, op. cit., art. 31 LAI no 11, p. 498). La présence de nouveaux diagnostics tout comme la suppression de diagnostics ne constitue pas en soi un motif de révision au sens de l'art. 17 LPGA ; encore faut-il que le changement de la situation soit clairement objectivé et propre à influencer le droit à la rente (cf. ATF 141 V 9 consid. 5.2 ; arrêt du TF 9C_573/2019 du 20 décembre 2019 consid. 5.2.2). 8.2.2 L'art. 88a al. 1 RAI prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. 8.2.3 Aux termes de l'art. 88bis al. 2 let. b RAI, la diminution ou la suppression de la rente, de l'allocation pour impotent ou de la contribution d'assistance prend effet rétroactivement à la date où elle a cessé de correspondre aux droits de l'assuré, s'il se l'est faite attribuer irrégulièrement ou s'il a manqué, à un moment donné, à l'obligation de renseigner qui lui incombe raisonnablement en vertu de l'art. 77 RAI, que la poursuite du versement de la prestation ait eu lieu ou non en raison de l'obtention irrégulière ou de la violation de l'obligation de renseigner.”
Bei Vorliegen voraussehbarer, dauerhafter Besserung ist Herabsetzung erst nach dreimonatiger Stabilität zu prüfen.
“84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 144 V 195ATF 144 V 195DTF 144 V 195 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA 8C_21/2020 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 8C_67/2013 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 141 V 1ATF 141 V 1DTF 141 V 1 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 BGE 145 V 109ATF 145 V 109DTF 145 V 109 BGE 145 V 209ATF 145 V 209DTF 145 V 209 BGE 141 V 5ATF 141 V 5DTF 141 V 5 BGE 107 V 17ATF 107 V 17DTF 107 V 17 BGE 145 V 2ATF 145 V 2DTF 145 V 2 BGE 138 V 457ATF 138 V 457DTF 138 V 457 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 BGE 138 V 457ATF 138 V 457DTF 138 V 457 8C_535/2021 9C_673/2018 Art. 69 IVGart.”
Die volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit kann rückwirkend als dreimonatige Verbesserung gewertet werden.
“La recourante n'énonce aucun élément, et la Cour n'en distingue pas non plus, qui ne permette de considérer, avec haute vraisemblance, qu'au plus tard trois mois avant l'examen clinique du 9 janvier 2020 (cf arrêt TF 9C_687/2018 du 16 mai 2019 in SVR 2019 IV no 89 p. 298), et non subitement depuis lors seulement, l'exercice à plein temps d'une activité adaptée à son état de santé était exigible, conformément à son devoir, dans l'assurance-invalidité, de tout entreprendre pour diminuer son dommage. Les experts ont d'ailleurs constaté cette capacité pleine et entière sans réserver un délai à observer encore. Dès lors, la recourante ne peut être suivie lorsqu'elle soutient (implicitement), mais sans allégué le fondant, que cette capacité de travail entière dans une activité adaptée n'aurait existé, soudainement, que depuis le 14 janvier 2020, date du rapport d'expertise, et non bien avant, comme retenu par le Tribunal. Dès lors, doit en tout état de cause être écartée son argumentation selon laquelle cette amélioration déterminante au sens de l'art. 88a RAI n'aurait pas encore duré trois mois lorsqu'une nouvelle incapacité de travail totale a pris le relais depuis le 14 mars 2020. Dans ses notes d'entretien et d'examen médical du 10 décembre 2020, le Dr H.________, généraliste mandaté par l'assurance perte de gain, ne fait au demeurant mention d'aucune problématique y relative, ni dans les plaintes de l'assurée, ni lors de son examen clinique. Il rapporte à l'anamnèse un diagnostic de Covid-19 qui aurait été retenu malgré deux tests négatifs (frottis et sérologie); lui-même fait état d'une suspicion de Covid-19 longue, avec troubles fonctionnels multiples. Partant, la Cour retient, sur la base du dossier et de la proposition de l'OAI, que l'état de santé de la recourante lié à sa problématique du pied et de la cheville G lui donne droit à une demi-rente, du 1er juillet 2019, six mois après le dépôt de la demande de prestations, jusqu'au 31 janvier 2020 au mieux, sous réserve de mesures de réadaptation (cf. consid. 3.5 ci-dessous). A partir de février 2020, toujours du point de vue strict de son état de santé relatif aux pied et cheville G, l'exercice d'une activité adaptée ne lui permet plus d'atteindre un taux d'invalidité pour prétendre à une quelconque rente.”
Wirksamer Zeitpunkt der Berücksichtigung: Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit bzw. ein neuer Hilfebedarf wird nach Art. 88a Abs. 2 IVV erst berücksichtigt, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Die dadurch bedingte Höherstufung der Rente tritt demnach frühestens mit Ablauf dieser Dreimonatsfrist ein (d. h. ab dem Beginn des Monats, der drei Monate nach dem Eintritt der Verschlechterung liegt).
“-- gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 1'833.--, was wiederum einem Invaliditätsgrad vom 62,5 % bzw. gerundet (vgl. zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121) von 63 % entspricht. Zum selben Ergebnis - einem gerundeten Invaliditätsgrad von 63 % - gelangt man im Übrigen auch, wenn man diesen nicht auf der Basis des im Rahmen der letzten Erwerbstätigkeit erzielten Lohnes, sondern anhand eines Prozentvergleichs bemisst. 9.5 Abschliessend stellt sich die Frage, wie sich die ermittelten Invaliditätsgrade von 63 % (ab 12. Juni 2020, Ablauf des Wartejahres) und von 80 % (ab Oktober 2020) auf die Höhe und die Dauer des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin auswirken. Ein Invaliditätsgrad von 63 % verleiht der Versicherten grundsätzlich einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ein Invaliditätsgrad von 80% einen Anspruch auf eine ganze Rente. Die Dreiviertelsrente ist der Versicherten ab 1. Juni 2020, dem Beginn des Monats, in welchem das Wartejahr abgelaufen ist, zuzusprechen. Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Nach dem Gesagten lag bei der Versicherten ab Oktober 2020 neu und bis auf Weiteres ein Invaliditätsgrad von 80 % vor. Die Dreiviertelsrente ist deshalb mit Wirkung ab 1. Januar 2021 (drei Monate nach eingetretener Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit) auf eine unbefristete ganze Rente zu erhöhen. 10. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde der Versicherten gutzuheissen ist. Die angefochtene Verfügung vom 4. Januar 2023 ist aufzuheben und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juni 2020 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. Januar 2021 Anspruch auf eine ganze Rente hat. 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr.”
“Le taux d’empêchement affiché dans la part consacrée à l’accomplissement des travaux habituels se montait, quant à lui, à 10,8 % (54,02 x 20 %), étant rappelé que l’aide de son fils aîné n’était alors pas encore exigible. Partant, le taux d’invalidité global – arrondi – doit être fixé à 41 % (30 % + 10,8 %), ce qui ouvre à la recourante le droit à un quart de rente. d) Pour la période entre le 1er janvier 2018 et le 31 octobre 2020, pendant laquelle la recourante présentait encore une incapacité de travail de 50 % et un taux d’empêchement de 10,8 %, le degré d’invalidité dans la part consacrée à l’exercice d’une activité lucrative s’élevait – au regard du mode de calcul de la méthode mixte applicable dès le 1er janvier 2018 (cf. supra consid. 3c/cc) – à 40 % (100 – 50 = 50 ; 50 x 20 % = 40 %). Le taux d’invalidité global – arrondi – doit en conséquence être arrêté à 51 % (40 % + 10,8 %), ce qui ouvre à la recourante le droit à une demi-rente jusqu’au 31 janvier 2021, soit trois mois après la péjoration de son état de santé (cf. art. 88a al. 2 RAI). e) Pour la période à partir du 1er février 2021, la capacité de travail de la recourante était nulle dans toute activité, avant d’augmenter, en mai 2021, à 30 % dans une activité adaptée à ses limitations psychiques. Son degré d’invalidité s’élevait donc à 80 % (100 x 80 %). Le taux d’empêchement dans l’accomplissement des travaux habituels se montait, pour sa part, à 9,45 % (47,23 x 20 %), l’aide de son fils aîné étant exigible depuis le mois de novembre 2020. Le taux d’invalidité global – arrondi – doit donc être établi à 89 % (80 % + 9,45 %), ce qui ouvre à la recourante le droit à une rente entière, étant noté que l’amélioration de sa capacité de travail intervenue en mai 2021 n’a exercé aucune influence sur ce droit. 8. a) En définitive, le recours doit être partiellement admis et la décision rendue le 25 septembre 2023 par l’intimé réformée en ce sens que la recourante a droit à une demi-rente du 1er mars au 31 août 2017, à un quart de rente du 1er septembre au 31 décembre 2017, à une demi-rente du 1er janvier 2018 au 31 janvier 2021 et à une rente entière à compter du 1er février 2021.”
“Die IV-Stelle Aargau begründete die Rentenzusprache mit Verfügungen vom 23. Juni und 7. Juli 2023 (Urk. 25/201, Urk. 25/204) im Wesentlichen wie folgt: Der Kläger habe mit Gesuch vom 18. Januar 2018 aufgrund einer Arbeits-unfähigkeit seit dem 30. Oktober 2017 Leistungen der Invalidenversicherung beantragt (Urk. 25/201/4), jedoch habe gemäss ihren Abklärungen bis zur Verschlechterung des Gesundheitszustandes am 27. Oktober 2021 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 24 % bestanden (Urk. 25/201/4-5). Am 27. Oktober 2021 habe der Kläger einen Hirninfarkt erlitten. Dem Gutachten des Zentrums A.___ vom 9. Februar 2023 (A.___-Gutachten, Urk. 25/189) sei zu entnehmen, dass nach diesem Ereignis auch in einer angepassten Tätigkeit während drei Monaten eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe und seither bezüglich einer solchen Verweistätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen sei. Beim Einkommensvergleich (Valideneinkommen: Fr. 88'901.--, Invalideneinkommen: Fr. 29'395.--) habe ein Invaliditätsgrad von 67 % resultiert. Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV sei eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert habe (wobei gleichzeitig zu berücksichtigen sei, dass laut Art. 29 Abs. 2 IVG die Rente vom Beginn des Monats an ausbezahlt werde, in dem der Rentenanspruch entsteht). Demnach bestehe, da sich der Hirnschlag am 27. Oktober 2021 ereignet habe, ab dem 1. Januar 2022 Anspruch auf eine Rente im Umfang von 67 % einer ganzen Invalidenrente.”
“Nach dem Dargelegten ergibt die Invaliditätsbemessung für die Zeit vom 23. August bis 31. Dezember 2021 einen Invaliditätsgrad von 80 % (60 % [Erwerb] + 20 % [Haushalt]). Unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.3.3 hiervor) hat die Beschwerdeführerin ab 1. November 2021 Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. E. 2.2.2.1 hiervor).”
“2 Les experts ont ensuite retenu de manière probante que la recourante était totalement incapable de travailler dans toute activité du 22 mai au 15 septembre 2013. Cette incapacité était due à une atteinte somatique, consistant en une hernie discale L3/L4 survenue au cours des mesures de réadaptation accordées par l'AI (stage d'entraînement au travail du 1er juin 2012 au 31 juillet 2013 et cours d'auxiliaire de santé du 29 janvier au 17 août 2013), qui a nécessité une opération subie en date du 27 mai 2013. Pour cette période également, le revenu avec invalidité est donc nul et la comparaison des revenus mène à un degré d'invalidité de 100%, donnant droit à une rente entière, ainsi que l'intimé l'a admis dans la décision contestée. Toutefois, la recourante pouvant désormais faire valoir un droit à la rente pour une période antérieure, du 1er septembre 2011 au 30 avril 2012, il s'agit non pas d'une première ouverture du droit à la rente, mais bien d'une nouvelle dégradation de sa capacité de gain et, partant, d'un changement déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations, au sens de l'art. 88a al. 2 RAI. En application des al. 1 et 2 de cette disposition, une rente entière doit donc être allouée à la recourante, non pas déjà à partir de mai 2013, mais dès le mois d'août 2013. En effet, l'incapacité de travail et de gain déterminante a débuté le 23 mai 2013 et le versement de la rente prend effet dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance, soit trois mois plus tard, le 23 août 2013 (art. 29 al. 3 LAI), et ce jusqu'à fin décembre 2013. La décision contestée est par conséquent modifiée en ce sens qu'une rente entière d'invalidité est accordée à la recourante du 1er août au 31 décembre 2013. 7.3.3 Pour des motifs somatiques également, les experts ont reconnu une nouvelle incapacité de travail totale de la recourante pendant trois mois dès mai 2014, à la suite d'une entorse au pouce droit subie au cours de son travail dans un EMS, où elle bénéficiait d'un placement à l'essai organisé par l'AI du 1er avril au 30 juin 2014. Cette incapacité a aussi été admise par l'Office AI Berne, qui a alloué une rente entière à l'intéressée du 1er août au 31 octobre 2014, compte tenu de l'art.”
“b) A compter du 3 janvier 2017, il est retenu que le recourant a subi une aggravation de son état de santé, laquelle a justifié une incapacité totale de travail dans toutes activités jusqu’au 3 juillet 2017, puis une capacité de travail réduite à 50 % dès cette date (cf. rapports d’examen du Dr M.________ du 6 mars 2018 et d’expertise du Dr P.________ du 12 février 2020). Or, le délai de carence prévu à l’art. 28 al. 1, let. b, LAI est parvenu à échéance le 23 janvier 2016, tandis que le recourant n’a jamais été en mesure de reprendre son activité habituelle à 100 % durant 30 jours au moins (cf. art.29ter RAI). L’aggravation de son état de santé s’inscrit par ailleurs dans le contexte du traitement de l’atteinte lombaire ayant motivé l’arrêt de travail prononcé initialement, de sorte qu’on ne saurait conclure à la survenance d’un nouveau cas d’assurance dès le 3 janvier 2017. L’incapacité de travail totale pour toutes activités, débutée à cette date et ayant duré plus de trois mois (cf. art. 88a al. 2 RAI), implique la reconnaissance d’un degré d’invalidité de 100 %, lequel ouvre le droit au versement d’une rente entière d’invalidité dès le 1er avril 2017. Ce droit s’éteint à l’échéance d’un délai de trois mois dès le recouvrement d’une capacité de travail résiduelle de 50 %, soit au 31 octobre 2017 (cf. art. 88a al. 1 RAI). Dès le 1er novembre 2017, un degré d’invalidité de 61,31 % ouvre effectivement le droit à trois-quarts de rente d’invalidité (cf. art. 28 al. 2 aLAI). 14. a) Il a donc lieu d’admettre partiellement le recours et de réformer la décision du 27 janvier 2021, en ce sens que le recourant a droit au versement d’une rente entière d’invalidité du 1er avril 2017 au 31 octobre 2017 et de trois-quarts de rente d’invalidité dès le 1er novembre 2017. Le recours doit être rejeté pour le surplus et la décision querellée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art.”
“Conséquences sur la capacité de gain depuis la dernière décision de référence du 10 mai 2017 et sur le droit à la rente 8.1. En l’absence de modification de sa capacité de travail de 50% dans une activité adaptée, la capacité de gain du recourant est dans un premier temps restée inchangée par rapport à la dernière décision de référence du 10 mai 2017. Puis, à partir du 28 novembre 2017, cette capacité de gain a été réduite provisoirement à néant dans les suites de l’opération du pied droit subie à cette date, pour une période de trois mois, soit jusqu’à la fin du mois de février 2018. Enfin, à l’issue de cette période de convalescence, soit dès le 1er mars 2018, le recourant a récupéré sa capacité de travail de 50% dans une activité adaptée, recouvrant par la même occasion la capacité de gain qu’il avait déjà au moment. 8.2. Dans la mesure où la dégradation de la capacité de gain a duré trois mois, ce changement même provisoire suffit pour être déterminant pour l’accroissement des prestations au sens de l’art. 88a al. 2 RAI. Ainsi, en application de cette disposition, il convient de constater une péjoration de la capacité de gain du recourant sur une période de trois mois à partir du 28 novembre 2017, durant laquelle, en l’absence de toute capacité de travail, son taux d’invalidité était de 100%. Sur cette base, il doit ainsi se voir reconnaître le droit à une rente d’invalidité entière dès le 1er février 2018. Puis, compte tenu de la capacité de travail et de gain partielle recouvrée dès le 1er mars 2018, et l’application du délai de trois mois prévu par l’art. 88a al. 1 RAI, le droit à cette rente entière sera maintenu jusqu’au 31 mai 2018, avant d’être remplacé par le droit à une demi-rente dès le 1er juin 2018. 9. Sort du recours et frais 9.1. Le recourant ayant droit à une rente entière pour une durée limitée du 1er février 2018 au 31 mai 2018, le recours sera partiellement admis et la décision attaquée modifiée dans ce sens. 9.2. La procédure n'étant pas gratuite (art. 69 al. 1bis LAI), les frais de justice fixés à CHF 800.”
Bei sukzessiven Einschränkungen ist der Invaliditätsgrad periodengerecht zu ermitteln; es kann eine Mittelung über 12 Monate erfolgen. Änderungen der Arbeitsfähigkeit führen zu entsprechenden gestuften Rentenübergängen (Art. 88a Abs. 2 IVV).
“A l'échéance du délai en question, soit le 21 novembre 2019 et après examen de son dossier nous constatons qu'il a pu reprendre son activité à 80 % son taux d'incapacité de travail est alors de 20 %. A ce moment son degré d'invalidité est de l'ordre de 20 %. Un degré d'invalidité inférieur à 40 % ne donne pas de droit à une rente. Depuis le 17 juin 2020, son état de santé s'est péjoré, ce qui a engendré une nouvelle période d'incapacité de travail à 100 %. Un nouveau délai de carence d'une année aurait dû courir à compter du 17 juin 2020. Toutefois et étant donné qu'il subissait déjà un préjudice de 20 % auparavant, il nous est permis de calculer une invalidité moyenne sur 12 mois (273 jours à 20 % et 92 à 100 %). Ainsi, nous arrivons à un degré d'invalidité d'au moins 40 % vous donnant le droit à un quart de rente dès le 1er septembre 2020. Le 17 août 2020, il présente une capacité de travail de 50 %, le droit à la demi-rente est donc ouvert dès le 1er décembre 2020 soit trois mois après le quart de rente susmentionné et ceci selon l'art. 88a al. 2 RAI. Le 7 septembre 2020 il présente une capacité de travail entière. De ce fait, la demi-rente s'éteint trois mois après cette amélioration soit au 31.12.2020. Dès le 5 octobre 2020, il subsiste une incapacité de travail de 30 % un degré d'invalidité inférieur à 40 % n'ouvre plus de droit à la rente. Dès le 14 janvier 2021 et selon le rapport d'examen d'arrondissement de la SUVA, une capacité de travail de 100 % dans une activité adaptée respectant ses limitations fonctionnelles et possible. A ce stade, il convient de calculer le préjudice économique que subi en comparant le salaire que vous auriez pu obtenir en continuant d'exercer son activité habituelle avec celui qu'il pourrait exiger dans une activité adaptée sur la base des salaires selon l'Office fédéral de la statistique. Comparaison des revenus : Revenu sans atteinte à la santé CHF 75'566.00 Revenu avec atteinte à la santé CHF 69'474.97 Perte de revenu CHF 6'091.03 Degré d'invalidité 8.06 % Un degré d'invalidité inférieur à 40 % n'ouvre plus le droit à la rente.”
“Die durch die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen vorgenommenen Einkommensvergleiche per 1. August 2013 und 1. Januar 2018 (vgl. Urk. 2 Verfügungsteil 2 S. 2, Urk. 8/168) sind nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin ermittelte die Vergleichseinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn. Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu berechnen, entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1 mit Hinweisen). So resultierte gestützt auf eine erste durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % während eines Jahres ein IV-Grad von 40 % ab 1. August 2013 und damit ein Anspruch auf eine Viertelsrente. In Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV und die seit Januar 2013 bestehende 50%ige Arbeitsfähigkeit ging die Beschwerdegegnerin ab 1. November 2013 von einem IV-Grad von 50 % aus. Ab 1. Januar 2018 resultierte unter Anwendung der gemischten Methode (vgl. vorstehend E. 1.8) ein Invaliditätsgrad von 42 %. Der Haushaltsabklärungsbericht wurde von der Beschwerdeführerin nicht bemängelt und die Beschwerdegegnerin stellte zu Recht auf die darin ermittelten Einschränkungen ab.”
Vorübergehende Verschlechterungen des Gesundheitszustands, die ohne wesentliche Unterbrechung weniger als drei Monate andauern, bleiben bei der Beurteilung eines neuen oder geänderten Rentenanspruchs nach Art. 88a Abs. 2 IVV in der Regel unberücksichtigt. Kurzzeitige Phasen vollständiger Arbeitsunfähigkeit (unter drei Monaten) verändern somit grundsätzlich den Invaliditätsanspruch nicht.
“Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, aufgrund der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit nach der Fussoperation vom 24. Februar bis zum 11. Mai 2023 bestehe Anspruch auf eine befristete Rente, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie er selber anfügt, dauerte die Verschlechterung weniger als drei Monate. Die Vorinstanz verletzte demnach kein Bundesrecht, wenn sie eine längerandauerende Arbeitsunfähigkeit von mehr als 10 % in einer leidensangepassten Tätigkeit verneint hat (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; vgl. Urteil 8C_124/2020 vom 15. April 2020 E. 3 mit Hinweisen). Fehl geht auch die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht, wies das kantonale Gericht doch darauf hin, dass in Bezug auf den rechten Fuss keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands erstellt sei.”
“Der medizinische Sachverhalt ist demnach hinreichend abgeklärt, weshalb auf weitere Beweisvorkehrungen in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Demnach besteht gestützt auf das beweiskräftige Gutachten der MEDAS vom 7. Juni 2022 samt Stellungnahme vom 16. August 2022 für die Zeit ab Dezember 2018 eine rein psychiatrisch begründete Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit; die vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten nach den jeweiligen Klinikaufenthalten sind nicht zu berücksichtigen, da sie offenkundig nicht länger als drei Monate bestanden haben (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; act. II”
“In Anwendung der ab 1. Januar 2022 geltenden Vorschriften verneinte die Beschwerdegegnerin einen Leidensabzug (Urk. 6/189/2), während die Beschwerdeführerin einen Leidensabzug von 10 % geltend machte (Urk. 1 S. 7). Davon ausgehend würde das massgebende Invalideneinkommen Fr. 47'065.50 (Fr. 52'295.-- x 90 %) betragen, sodass ein Erwerbsausfall von Fr. 27'573.-- (Fr. 74'638.65 ./. Fr. 47'065.50) und somit ein rentenausschliessender gerundeter Invaliditätsgrad von 37 % resultiert. Ob ein Leidensabzug von 10 % gerechtfertigt ist, kann daher offen bleiben. Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Daran ändert nichts, dass die RAD-Ärztin nach den operativen Fistelbehandlungen vom 7. bis 24. September 2021 und vom 17. Januar bis 23. Februar 2022 eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit bescheinigte (Urk. 6/163/6-7), da diese vorübergehenden gesundheitlichen Verschlechterungen jedenfalls nicht drei Monate andauerten, was einer Änderung des Rentenanspruchs von vornherein entgegen steht (Art. 88a Abs. 2 IVV). Es ist auch nicht ersichtlich, dass die von ihr erwähnte Fussverletzung eine längere Arbeitsunfähigkeit nach sich gezogen hätte, was im Übrigen auch der Beschwerdeführer nicht dartat.”
“November 2023 (in den Gerichtsakten), mit welcher dem Gericht die am gleichen Tag der Beschwerdegegnerin eingereichte „Verschlechterungsmeldung“ (inkl. Bericht des Psychiatriezentrums E.________ vom 18. September 2023; act. I 7), in welchem von einem seit Anfang Mai 2023 vermehrten Alkoholkonsum mit Hospitalisation ab 26. Mai 2023 berichtet wird, zur Kenntnis gebracht wurde, betreffend, ist auf den Grundsatz hinzuweisen, wonach für die Beurteilung des Rentenanspruches die Entwicklung des Gesundheitszustandes bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 13. Juni 2023 (act. IIC 226/2) massgebend ist (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140), wobei auch im Verwaltungsverfahren der Untersuchungsgrundsatz seine Grenze an der Mitwirkungs- bzw. Meldepflicht der Beschwerdeführerin findet (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 122 V 157 E. 1a S. 158), welcher die Beschwerdeführerin diesbezüglich nicht nachgekommen ist. Ungeachtet dessen dauerte die ab Mai 2023 geltend gemachte Verschlechterung im Verfügungszeitpunkt noch weniger als drei Monate (vgl. dazu Art. 88a Abs. 2 IVV), weshalb sie im vorliegenden Verfahren unberücksichtigt bleiben kann.”
“Folglich ist der anspruchsrelevante medizinische Sachverhalt hinreichend abgeklärt, sodass – entgegen dem Eventualantrag in der Beschwerde (vgl. S. 2 Ziff. I) – sowohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer Sicht auf weitere Beweisvorkehrungen verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Mithin bestand gestützt auf das voll beweiskräftige Gutachten der MEDAS ab September 2018 in der angestammten Tätigkeit eine durchgehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit und in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % mit vorübergehender 50%iger Einschränkung von August 2019 bis 2. Februar 2021; die vorübergehenden Verschlechterungen vom 27. August 2020 bis 10. September 2020 und vom 15. April 2021 bis 29. April 2021 mit jeweils einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit dauerten jeweils weniger als drei Monate, weshalb sie in revisionsrechtlicher Hinsicht unbeachtlich sind (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV).”
“Nach dem Gesagten - und da die Beschwerdeführerin keine Einwände gegen das internistische Gutachten vorbringt und auch keine Hinweise dafür vorliegen, dass dieses nicht beweiskräftig sein könnte - erfüllen die somatischen Teilgutachten die Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (vgl. E. 1.6 vorstehend) ohne weiteres und hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Beurteilungen der somatischen Gutachter abgestellt. Es erweist sich daher als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass keine sicheren somatischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestehen und sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten umfassenden Prüfung im Oktober 2014 im Wesentlichen unverändert präsentiert. Die vom internistischen Gutachter aufgrund der defekten Insulinpumpe für zwei Monate attestierte Arbeitsunfähigkeit ändert daran nichts, handelt es sich dabei doch nicht um eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes, da sie weniger als drei Monate andauerte (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG ist somit in somatischer Hinsicht nicht ausgewiesen.”
“S. 10). Dies stelle eine nicht begründbare Divergenz dar und lasse Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens aufkommen (vgl. Beschwerde Ziff. III/7. lit. f. S. 8). Wie der RAD in seiner Aktenbeurteilung vom 4. Juli 2022 einleuchtend darlegte (AB 153 S. 8), handelte es sich mit Blick auf die von Prof. em. Dr. med. G.________ bereits am 19. Januar 2022 festgestellte weitestgehende Remission der festgestellten Entzündungsaktivität im Bereich des Rückfusses (AB 149 S. 46) um eine bloss vorübergehende Phase mit erhöhter klinischer Entzündungsaktivität, welche iv-rechtlich nicht relevant ist (Art. 88a Abs. 2 IVV) und auch die Diskrepanz zwischen den klinischen Befunden bei der Begutachtung und bei der Untersuchung durch Prof. em. Dr. med. G.________ erklärt. Ein Indiz gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens kann darin nicht erblickt werden.”
“S. 63). Zwar wurde für weitere sechs Wochen eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Insgesamt dauerte die Arbeitsunfähigkeit aber weniger als drei Monate an (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; vgl. E. 3.7 hiervor). Die Beschwerdeführerin fühlte sich in der Folge gestört durch die Drähte im Knie, worauf diese im September 2020 entfernt wurden. Eine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit lag aber auch hier nicht vor (act. II 180 S. 2, 190 S. 4 ff.).”
“Einen weiteren Einkommensvergleich nahm die Beschwerdegegnerin per März 2020 vor. Es wurde nunmehr gestützt auf das Gutachten von Dr. I____ (vgl. S. 54 des Gutachtens; IV-Akte 78, S. 54) von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen. Die Zeiten, in denen gemäss Dr. I____ während weniger als drei Monaten (rehabilitationsbedingt) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hatte (17. Januar 2013 bis 15. März 2019; 12. September 2019 bis 12. November 2019; vgl. S. 54 des Gutachtens [IV-Akte 78, S. 54]) blieben Art. 88a Abs. 2 IVV folgend unberücksichtigt (vgl. S. 5 der Verfügung [IV-Akte 92, S. 5]). Dem kann gefolgt werden. Wird somit ab März 2020 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegangen, so lässt sich die Zusprechung einer ganzen Rente ab März 2020 nicht beanstanden.”
“Mai 2019 absolvierten Aufbautrainings bei der Stiftung L.___ (vgl. Gesprächsprotokolle vom 22. November und 7. Dezember 2018 sowie vom 14. Januar, 27. Februar und 28. März 2019 [Urk. 6/88, 6/94, 6/96, 6/98-99] und Abschlussbericht vom 6. Juni 2019 [Urk. 6/103]) nicht als überwiegend wahrscheinlich. Schliesslich trat die Beschwerdeführerin am 6. Mai 2019 beim Schulamt der Stadt Zürich eine 80 %-Anstellung als Schulleitungssekretärin an (Urk. 6/101). Vor diesem Hintergrund ist gestützt auf die durch eine belastende Situation am Arbeitsplatz ausgelöste und unter dem Eindruck sowohl des abschlägigen Vorbescheids vom 29. November 2017 betreffend Rente (Urk. 6/61) als auch der Kündigung der Arbeitsstelle bei M.___ AG stehende vorübergehende Verschlimmerung des psychischen Gesundheitszustandes mit Hospitalisation in der Klinik F.___ vom 16. März bis 13. Juni 2018 (vgl. Urk. 6/80 S. 2 «aktuelle Beschwerden») nicht auf eine anspruchsrelevante Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit von mindestens drei Monaten Dauer (Art. 88a Abs. 2 IVV) zu schliessen, zumal im Austrittsbericht der Klinik F.___ vom 9. Juli 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 40 % mit zustandsangepasster Steigerung postuliert wurde.”
Für Übergangsfragen bestimmt Art. 88a Abs. 2 IVV/RAI den massgebenden Zeitpunkt: Entscheidend ist das Datum der bestimmenden Änderung der Erwerbsfähigkeit (z. B. der Beginn der unumstritten dreimonatigen Verschlechterung), nicht das Datum der Verfügung. Liegt dieser Zeitpunkt vor dem 1. Januar 2022, bleibt das bis am 31. Dezember 2021 geltende Recht anwendbar; ist er später, gilt das ab 1. Januar 2022 in Kraft getretene Recht.
“Vorliegend ist die angefochtene Verfügung zwar nach dem 1. Januar 2022 erfolgt. Jedoch läge der massgebende Zeitpunkt einer potentiellen Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV vor diesem Datum, hat der Beschwerdeführer doch die Vorinstanz mit Schreiben vom 7. Oktober 2021 über eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands in Kenntnis gesetzt (vgl. hiervor B.k). Zudem war der Versicherte am 1. Januar 2022 bereits älter als 55 Jahre. Infolgedessen kommen die bis 31. Dezember 2021 geltenden Normen zur Anwendung (vgl. auch Hinweis zur entsprechenden Übergangsbestimmung in der Botschaft [BBl 2017 2535 2680; damals noch mit Stichalter 60], wonach eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eines Rentenbezügers zu einer Revision führen soll, wobei die Höhe des Rentenanspruchs sich nach den bisherigen Bestimmungen richte).”
“Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). L’art. 88a al. 2 RAI prévoit que si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. En l’occurrence, dans le cadre de l’arrêt qu’elle a rendu le 20 décembre 2021 (cause AI 136/18 – 408/2021), la Cour de céans a retourné le dossier du recourant à l’intimé afin qu’il examine le droit du recourant à des prestations pour la période postérieure à la décision rendue le 15 mars”
“a) Le litige porte sur le droit du recourant à une rente entière d’invalidité, singulièrement sur la question de savoir si son état de santé s’est péjoré au point de modifier son droit à la rente depuis la décision du 7 février 2022 lui octroyant un quart de rente d’invalidité dès le 1er mars 2022. b) Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). En l’occurrence, la péjoration de l’état de santé du recourant ayant duré au moins trois mois au sens de l’art. 88a al. 2 RAI est postérieure au 1er janvier 2022, de sorte que ce sont les dispositions de la LAI, du RAI et de la LPGA en vigueur dès le 1er janvier 2022 qui s’appliquent. 3. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique.”
Eine Dreimonatsfrist entscheidet, ab wann eine im April eingetretene Verschlechterung renteändernd wirkt.
“A la lecture du courrier du 23 avril 2014 en relation avec la décision du 2 juin 2014, il paraît douteux que l'office AI ait pris en considération la modification du taux d'invalidité invoquée par l'assu rée, comme il le prétend. Il a en effet renvoyé celle-ci à recourir contre la décision précitée, tout en qualifiant de non étayée l'attestation médicale produite. En tout état de cause, en se prononçant par décision du 2 juin 2014 sur le droit à la rente pour la période courant notamment dès le début de l'année 2014, l'office AI était tenu de prendre en considération l'ensemble des faits déterminants jusqu'à la date de sa décision. Or, la modification du taux d'incapacité de travail de l'assurée survenue en avril 2014 ne constituait pas un fait juridi quement déter minant au moment du prononcé litigieux. Comme l'a retenu à juste titre le Tribunal administratif fédéral, ce changement ne devenait déterminant pour une éventuelle modification du droit à la rente qu'après avoir duré pendant trois mois au moins sans interruption, conformément à l'art. 88a RAI. En conséquence, la péjoration de l'incapacité de travail n'était pas susceptible de modifier la décision du 2 juin 2014, que ce soit sous l'angle d'un éventuel recours de l'assurée, d'une reconsidération ou d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 LPGA. Ladite décision n'était ni contraire au droit, ni manifestement erronée, alors que le changement en cause ne correspondait pas à un fait nouveau qui aurait pu influencer le droit à la rente au regard des faits déterminants jusqu'au 2 juin 2014; ce changement ne portait effet qu'à partir de juillet 2014 au plus tôt. Dans ces circonstances, le Tribunal administratif fédéral était en droit de tenir compte du changement en cause sous l'angle de l'art. 17 LPGA pour la période postérieure au mois de juin”
Eine Verbesserung ist erst dann beim Einkommensvergleich zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Fehlen definitive, tatsachenfeststehende Erwerbsergebnisse zum Zeitpunkt der Verfügung (z. B. noch nicht feststehender Jahresverdienst), kann die Veränderung nicht als revisionsrechtlich relevant berücksichtigt werden.
“Damit ist festzuhalten, dass aufgrund der geänderten erwerblichen Verhältnisse im revisionsrechtlich relevanten Zeitraum ab 1. Oktober 2016 bis jedenfalls Ende 2021 kein Invaliditätsgrad in rentenbegründender Höhe mehr ausgewiesen war, was im Grunde auch von der Beschwerdeführerin nicht in Abrede gestellt wurde. Soweit sie geltend macht, die relevante Tatsachenänderung, nämlich das den Rentenanspruch ausschliessende Invalideneinkommen, sei bereits vor Erlass der Verfügung vom 1. September 2016 eingetreten und könne daher keine revisionsrechtlich relevante Tatsachenänderung im Sinne von Art. 17 ATSG darstellen (E. 2.2), beruft sie sich für ihre Argumentation auf ihre eigene Meldepflichtverletzung (vgl. nachfolgende E. 4.4), was wider Treu und Glauben (Art. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, ZGB) verstösst. Sodann verkennt sie, dass eine Veränderung erst zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 1. September 2016 stand der tatsächliche Jahresverdienst 2016 aber noch nicht fest, weshalb die revisionsrechtlich relevante Tatsachenänderung im Vergleichszeitpunkt, welcher denn auch die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildete (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), noch nicht eingetreten war. Eine Umgehung von Vorgaben zur prozessualen Revision liegt damit nicht vor.”
“Aufgrund der erfüllten einjährigen Wartezeit und der gänzlichen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten ab 6. August 2019 ist mit der Beschwerdegegnerin ein Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit ab August 2019 erstellt. Nach einer sechsmonatigen Rekonvaleszenz, d.h. ab 6. Februar 2020, bestand wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. In Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV ist somit auf Ende Mai 2020 ein weiterer Einkommensvergleich durchzuführen (vgl. E. 2.7 hiervor), wobei diesbezüglich auf die Ausführungen in E. 4.1 hiervor verwiesen werden kann. Bei einem sich daraus ergebenden Invaliditätsgrad von wiederum maximal 15% ab 6. Februar 2020 hat die Beschwerdegegnerin die Rente unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu Recht per Ende Mai 2020 befristet.”
“Examinant l'évolution de l'état de santé de l'assuré, les premiers juges ont constaté qu'il souffrait d'une hernie discale depuis 2016 et que les médecins étaient unanimes quant à l'incapacité de travail (totale) de celui-ci dans son activité antérieure de coupeur et façonneur. S'agissant de la capacité de travail du recourant dans une activité adaptée, ils ont admis, en se fondant sur les conclusions du docteur B.________, qu'elle était entière depuis le 28 juin 2019, soit dès la date du second rapport d'expertise, et que les avis divergents des différents médecins ne permettaient pas de s'écarter de ces conclusions. Après avoir ensuite procédé à l'évaluation du taux d'invalidité en comparant les revenus déterminants dans l'activité antérieure (63'336 fr.) et dans une activité adaptée (68'393 fr. 95) et constaté que l'assuré ne subissait aucune perte de gain à partir du 28 juin 2019, la juridiction de première instance a confirmé l'absence de droit à une rente de l'assurance-invalidité au-delà du 30 septembre 2019 (art. 88a al. 1 RAI).”
Die Dreimonatsfrist dient praktisch dazu, die Dauerhaftigkeit einer gesundheitlichen Verbesserung zu bestätigen.
“Zum gleichen Schluss führen die folgenden Überlegungen: Art. 88a IVV lässt die Änderung des Rentenanspruchs in jedem Fall zu, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin dauern wird. Die Rechtsprechung hat dazu festgehalten, dass dies der Normalfall sei, da in der Regel erst nach mehreren Wochen oder Monaten eine voraussichtlich länger dauernde Verbesserung der Erwerbsfähigkeit als erstellt erachtet werden kann (Urteil des eidgenössischen Versicherungsgerichts I 583/05 vom 15. März 20069 E. 2.3.2). Daraus lässt sich ableiten, dass die Übergangsfrist dazu dient, die Annahme der Dauerhaftigkeit einer gesundheitlichen Entwicklung zu festigen. Insoweit steht während dieser Zeit der Invaliditätsgrad unter Vorbehalt und ist daher noch nicht geeignet, sich auf der Leistungsebene auszuwirken. Dies kann sich aber nicht nur auf Ebene der Invalidenversicherung auswirken. Die Arbeitslosenversicherung versichert den validen Teil als Gegenstück zum Invaliditätsgrad, insofern muss auch sie bei der verbleibenden Erwerbsunfähigkeit nach Art.”
Die nach Art. 88a Abs. 2 IVV verlangte Dauer von drei Monaten ist ununterbrochen so zu erfüllen. Kurzdauernde oder vorübergehende Verschlechterungen von unter drei Monaten begründen danach in der Regel keine Berücksichtigung (keine Renteneinnahme bzw. keine Erhöhung).
“Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, aufgrund der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit nach der Fussoperation vom 24. Februar bis zum 11. Mai 2023 bestehe Anspruch auf eine befristete Rente, kann ihm nicht gefolgt werden. Wie er selber anfügt, dauerte die Verschlechterung weniger als drei Monate. Die Vorinstanz verletzte demnach kein Bundesrecht, wenn sie eine längerandauerende Arbeitsunfähigkeit von mehr als 10 % in einer leidensangepassten Tätigkeit verneint hat (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; vgl. Urteil 8C_124/2020 vom 15. April 2020 E. 3 mit Hinweisen). Fehl geht auch die Rüge der Verletzung der Begründungspflicht, wies das kantonale Gericht doch darauf hin, dass in Bezug auf den rechten Fuss keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands erstellt sei.”
“La capacité de travail de la recourante avait ensuite été de 50% dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles rhumatologiques et psychiatriques, hormis durant quatre périodes d'hospitalisation pour des raisons psychiatriques, où la capacité de travail de l'intéressée avait été nulle (hospitalisation du 18 mars au 1er mai 2019 au Centre hospitalier E.________, du 21 septembre au 13 novembre 2020 à la Clinique F.________, du 19 mai au 17 juin 2021 à la Clinique G.________, puis du 18 novembre au 22 décembre 2021 à la Clinique F.________. Dans la mesure où les périodes d'incapacité totale de travail du 19 mai au 17 juin 2021 et du 18 novembre au 22 décembre 2021 avaient duré moins de trois mois (cf. art. 88a al. 2 RAI), l'instance précédente a considéré qu'elles ne pouvaient pas donner lieu à une augmentation de la quotité de la rente servie depuis le 1er mars 2021 (soit une demi-rente). Après avoir ensuite admis que l'assurée était en mesure d'exploiter sa capacité de travail résiduelle sur le marché équilibré de l'emploi durant les périodes pendant lesquelles sa capacité de travail était de 50%, lesquelles correspondaient à celles retenues par l'office intimé, les premiers juges ont confirmé le bien-fondé de la décision administrative du 20 décembre”
“Die erhöhte Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist zudem auch deshalb nicht gerechtfertigt, weil aufgrund der Schmerzen keine eigenständige psychiatrische Diagnose wie etwa diejenige einer somatoformen Schmerzstörung gestellt wurde. Demnach erscheint die attestierte vorübergehend nur 60%ige Arbeitsfähigkeit mangels einer psychiatrischen eigenständigen "Schmerzdiagnose", in Anbetracht der Standardindikatoren (vgl. E. 6.2) und der unter Behandlung sehr schnellen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit als nicht plausibel. Zwar ging Dr. G.___ gemäss Arztbericht vom 12. Dezember 2022 aufgrund ihrer Befunde von einer dazumal schweren depressiven Episode aus mit entsprechend mässiger bis starker Beeinträchtigung der meisten Fähigkeiten gemäss dem Mini-ICF-APP durch die depressive Symptomatik und die Schmerzen (IV-act. 215-5 f.). Eine höhere Arbeitsunfähigkeit als durch die Gutachterin schätzte sie indes lediglich für die Zeitspanne vom 10. Oktober 2022 bis 31. Dezember 2022 ein (IV-act. 215-2), womit die nach Art. 88a Abs. 2 IVV erforderliche dreimonatige Dauer einer relevanten Verschlechterung nicht gegeben ist. Nach dem Gesagten berücksichtigt das Gutachten sämtliche bedeutsamen Aspekte und ist nachvollziehbar. Es ist damit soweit darauf abzustellen. Nicht zu berücksichtigen ist aufgrund des strukturierten Beweisverfahrens die vorübergehend erhöhte Arbeitsunfähigkeit von 60 %. Interdisziplinär ist aus orthopädischer Sicht von einer schlüssig begründeten Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer adaptierten Tätigkeit seit der Begutachtung am 28./29. März 2022 auszugehen (IV-act. 197-56). Nicht nachvollziehbar ist, weshalb die Gutachter in der Konsensbeurteilung zum Schluss kamen, vor dem Begutachtungszeitpunkt habe eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden (IV-act. 197-13). Denn im Vorgutachten vom 12. Januar 2017 attestierten die Gutachter nicht eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, sondern eine solche von 80 %. Die aktuellen Gutachter konnten zum Verlauf weder im somatischen noch im psychiatrischen (ohnehin keine Dokumentation aufgrund der fehlenden Behandlung) Bereich genauere Angaben zum Zeitpunkt der Verschlechterung machen (siehe IV-act.”
Bei Verschlechterung beginnt Rentenanspruchsänderung drei Monate nach Verschlechterungsbeginn (z. B. 1. Juli 2019).
“L’état de santé psychique du recourant s’est aggravé dès avril 2019, de sorte qu’un nouveau calcul du taux d’invalidité doit être fait à cette date, en application de l’art. 17 LPGA, en tenant compte d’une capacité de travail de 50%. Sur la base des données figurant dans la note de l’intimé sur le degré d’invalidité du 12 novembre 2020, qui n’ont pas été critiquées par le recourant, il faut fixer le taux d’invalidité en tenant compte d’un revenu avec invalidité soit CHF 30'495.- (sur la base de l’ESS 2018, soit CHF 67'767.- à 50%, moins 10% d’abattement en raison des années de service comme l’avait retenu l’intimé, plus du temps partiel) et du revenu sans invalidité de CHF 80'340.-, ce qui donne un taux d’invalidité de 62%, étant relevé que l’adaptation des revenus à l’année 2019 est inutile, car elle n’aurait aucune incidence sur le taux d’invalidité. Le taux de 62% ouvre au recourant le droit à un trois quarts de rente d’invalidité, dès le 1er juillet 2019, soit trois mois après l’aggravation de l’état de santé, selon l’art. 88a RAI. 8. 8.1 Au vu de ce qui précède, le recours sera admis et la décision du 21 juin 2022 annulée et il sera dit que le recourant a droit à un trois quarts de rente d’invalidité dès le 1er juillet 2019. 8.2 Le recourant obtenant gain de cause, une indemnité de CHF 3'000.- lui sera accordée, à la charge de l’intimé, à titre de participation à ses frais et dépens (art. 61 let. g LPGA; art. 6 du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en matière administrative du 30 juillet 1986 [RFPA - E 5 10.03]). 8.3 Les frais qui découlent de la mise en œuvre d'une expertise judiciaire pluridisciplinaire peuvent être mis à la charge de l’OAI (cf. ATF 139 V 349 consid. 5.4), si ce dernier a procédé à une instruction présentant des lacunes ou des insuffisances caractérisées et que l'expertise judiciaire sert à pallier des manquements commis dans la phase d'instruction administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.2). En l’espèce, les frais de l’expertise judiciaire seront mis à la charge de l’intimé, dès lors que celui-ci a suivi une expertise qui n’était manifestement pas probante et qui présentait ainsi une insuffisance caractérisée.”
Die Dreimonatsfrist dient praktisch dazu, die Dauerhaftigkeit einer Besserung vorerst zu verifizieren.
“Zum gleichen Schluss führen die folgenden Überlegungen: Art. 88a IVV lässt die Änderung des Rentenanspruchs in jedem Fall zu, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin dauern wird. Die Rechtsprechung hat dazu festgehalten, dass dies der Normalfall sei, da in der Regel erst nach mehreren Wochen oder Monaten eine voraussichtlich länger dauernde Verbesserung der Erwerbsfähigkeit als erstellt erachtet werden kann (Urteil des eidgenössischen Versicherungsgerichts I 583/05 vom 15. März 20069 E. 2.3.2). Daraus lässt sich ableiten, dass die Übergangsfrist dazu dient, die Annahme der Dauerhaftigkeit einer gesundheitlichen Entwicklung zu festigen. Insoweit steht während dieser Zeit der Invaliditätsgrad unter Vorbehalt und ist daher noch nicht geeignet, sich auf der Leistungsebene auszuwirken. Dies kann sich aber nicht nur auf Ebene der Invalidenversicherung auswirken. Die Arbeitslosenversicherung versichert den validen Teil als Gegenstück zum Invaliditätsgrad, insofern muss auch sie bei der verbleibenden Erwerbsunfähigkeit nach Art.”
Eine vorübergehende Verschlechterung, z. B. infolge nicht wahrgenommener Behandlungstermine oder eines vorübergehenden Therapieabbruchs, begründet nicht ohne Weiteres eine nach Art. 88a Abs. 2 IVV massgebende Verschlechterung von mindestens drei Monaten. Solche kurzzeitigen Phasen können als iv-rechtlich unerheblich angesehen werden, insbesondere wenn rasche Besserung eintritt oder eine Behandlung wieder aufgenommen werden kann.
“und dem 20. März 2023 erfolgte Hospitalisierung bei erhöhter Krankheitsaktivität der rheumatoiden Arthritis nach vorangehend durch die Beschwerdeführerin nicht wahrgenommenen Behandlungsterminen der antirheumatischen Basistherapie (vgl. Beschwerdebeilage 3/3) nicht geeignet, eine massgebende dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes von mindestens drei Monaten (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) zu begründen (vgl. AB 260/9 f.), zumal die Beschwerdeführerin auch rasch auf die wiederaufgenommene Steroidtherapie ansprach (vgl. dazu AB 256/10, 260/5). Dass der behandelnde Arzt in diesem Zusammenhang ausserhalb seiner Zuständigkeit festhielt, er halte die Beschwerdeführerin im Sinne der Invalidenversicherung weiterhin für berechtigt, eine Hilflosenentschädigung zu beziehen (AB 256/6), ist unbeachtlich. Schliesslich ist die Beschwerdeführerin mit Blick auf die in den Akten dokumentierte wiederholte unzureichende Mitwirkung an der (medikamentösen) Therapie (vgl. etwa AB 135/7, 233.1/103, 260/4) darauf hinzuweisen, dass eine fortgesetzte Krankheitsbehandlung, die insbesondere auch die dauernde Einnahme ärztlich verschriebener Medikamente umfasst, in aller Regel – und auch hier – eine jederzeit zumutbare Form der allgemeinen Schadenminderung darstellt (vgl. Entscheid des BGer vom 4. Juni 2018, 9C_194/2018, E. 5.1.1).”
“S. 10). Dies stelle eine nicht begründbare Divergenz dar und lasse Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens aufkommen (vgl. Beschwerde Ziff. III/7. lit. f. S. 8). Wie der RAD in seiner Aktenbeurteilung vom 4. Juli 2022 einleuchtend darlegte (AB 153 S. 8), handelte es sich mit Blick auf die von Prof. em. Dr. med. G.________ bereits am 19. Januar 2022 festgestellte weitestgehende Remission der festgestellten Entzündungsaktivität im Bereich des Rückfusses (AB 149 S. 46) um eine bloss vorübergehende Phase mit erhöhter klinischer Entzündungsaktivität, welche iv-rechtlich nicht relevant ist (Art. 88a Abs. 2 IVV) und auch die Diskrepanz zwischen den klinischen Befunden bei der Begutachtung und bei der Untersuchung durch Prof. em. Dr. med. G.________ erklärt. Ein Indiz gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens kann darin nicht erblickt werden.”
Eine zwischenzeitlich veränderte Rechtspraxis kann revisionsrechtlich nur berücksichtigt werden, wenn eine erhebliche Tatsachenänderung festgestellt ist; ohne eine solche ändert sie die Anspruchsbeurteilung nach Art. 88a IVV nicht.
“Eine neue medizinische Beurteilung etwa, die mit der Entwicklung der Rechtspraxis begründet wird, kann weder unter dem Gesichtspunkt von Art. 17 ATSG noch unter einem anderen Anpassungstitel eine neue Beurteilung des Anspruchs veranlassen (BGE 135 V 201 und 215; vgl. aber als Ausnahme die - vorliegend nicht anwendbaren - am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der Änderung des IVG vom März 2011). Eine zwischenzeitlich veränderte Rechtspraxis darf erst im Rahmen einer festgestellten erheblichen Tatsachenänderung berücksichtigt werden (vgl. oben). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. In Art. 88a IVV wird konkretisiert, welche Dauer oder Intensität die Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu werden. Dabei handelt es sich letztlich um Konkretisierungen des für den Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsbegriffs (BGE 133 V 67 E. 4.3.3; Urteil des BVGer C-4828/2017 vom 16. Mai 2018 E. 5.4.2). Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV findet auch auf die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invalidenrente Anwendung (BGE 148 V 321 E. 7.3.1). Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Entscheid C-4828/2017 vom 18. Mai 2018 E. 9.5 erkannt, dass die Voraussetzungen für die Befristung einer rückwirkend zugesprochenen Invalidenrente unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten nicht mit überwiegender Wahrscheinlich eingetreten seien, da die Verbesserung des Gesundheitszustandes lediglich auf einer früher ärztlicherseits gestellten Prognose beruhte, welche vor Erlass der rentenherabsetzenden Verfügung nicht mehr auf ihre Verwirklichung überprüft worden war.”
Keine Änderungen nötig
“Concernant la question de l’abattement sur le salaire statistique retenu au titre de revenu d’invalide, il y a lieu de constater que le taux de 10 % correspondant aux limitations fonctionnelles tient suffisamment compte des circonstances du cas particulier. Il en est effet très peu vraisemblable que des facteurs tels que ceux du degré de formation et de l’inexpérience professionnelle ainsi que la langue française soient susceptibles d’influer sur les perspectives salariales du recourant dans une activité simple et ne nécessitant pas de formation particulière. Par ailleurs, âgé de 53 ans à la date de la décision litigieuse, il n’a pas encore atteint l’âge à partir duquel la jurisprudence considère généralement qu’il n’existe plus de possibilité réaliste de mise en valeur de la capacité résiduelle de travail sur un marché du travail supposé équilibré (ATF 138 V 457 consid. 3.1 ; voir également TF 9C_918/2008 du 28 mai 2009 consid. 4.2.2 et les références citées). Cela étant, le calcul d’un degré d’invalidité de 16.14 % ne donne pas de droit à la rente (cf. consid. 3b supra). Aussi, conformément à l’art. 88a RAI, cette prestation doit être supprimée trois mois après la date à laquelle le recourant a recouvré une capacité de travail excluant le droit à la rente, soit au 31 mars 2013. cc) Par la suite, et depuis le 13 mai 2013, une capacité de travail de 70 % (100 % avec une baisse de rendement de 30 %) est raisonnablement exigible de la part de l’assuré dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles. Pour déterminer son degré d’invalidité, l’OAI a comparé un revenu sans invalidité de 67’459 fr. 17 (à 100 % et en 2013, selon le rapport de l’employeur indexé à 2013) avec un revenu d’invalide de 43'646 fr. 17 lequel était fondé sur les données statistiques résultant de l’ESS et tenait compte d’un abattement de 5 % (taux d’occupation réduit), pour aboutir à un degré d’invalidité de 35.30 %. Le recourant estime, pour sa part, qu’il ne s’agit non pas de réduire schématiquement à 5 % le taux d’abattement en raison du temps partiel, mais d’additionner ces 5 % au taux d’abattement préétabli, de sorte que c’est un taux « minimal » de 15 % qui devrait s’appliquer.”
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens können Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung (LSE) bzw. darauf gestützte hypothetische Tabellenlöhne herangezogen werden. Gerichte haben solche Tabellen zur Bestimmung des zumutbaren Invalideneinkommens verwendet und dabei auch die Berücksichtigung von leidensbedingten Abzügen in die Invaliditätsgradberechnung einbezogen.
“Da zum Zeitpunkt des frühest möglichen Rentenbeginns lediglich eine durchschnittlich 40%ige Arbeitsunfähigkeit gegeben gewesen sei, habe der Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2017 Anspruch auf eine Viertelsrente, die in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV per 1. März 2018 auf eine ganze Rente zu erhöhen sei. Zur Ermittlung des Invaliditätsgrades anhand eines Einkommensvergleichs stellte das kantonale Gericht sodann hinsichtlich des Invalideneinkommens auf die Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 ab. Es zog den Zentralwert der Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 von Fr. 5'417.- bei und errechnete - angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden und aufgerechnet auf ein ganzes Jahr - für ein Pensum von 100 % ein Invalideneinkommen von Fr. 67'766.67. Unter Beachtung des aus dem Valideneinkommen zu berücksichtigenden Minderverdienstes von 2 % sowie des von der IV-Stelle gewährten leidensbedingten Abzugs von 10 % ermittelte die Vorinstanz ein Invalideneinkommen von Fr. 23'908.09 für ein Pensum von 40 % und von Fr. 35'862.12 für ein Pensum von 60 %. Sie hielt fest, die am Weissenstein-Symposium vom 5. Februar 2021 präsentierten Untersuchungsergebnisse der von der Coop Rechtsschutz AG in Auftrag gegebenen Gutachten zur Frage des fairen Zugangs zu Invalidenleistungen, auf die sich der Beschwerdeführer berufe, erlaubten keine andere Berechnungsweise des Invalideneinkommens.”
“Für die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Zeit ab der gesundheitlichen Verbesserung im Februar 2019 kann auf den vom Beschwerdeführer zu Recht grundsätzlich nicht in Frage gestellten – er machte lediglich die Gewährung eines leidensbedingten Abzuges geltend (E. 2.2) - Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin verwiesen werden (E. 2.1, Urk. 2 S. 5). So stellte diese dem zuletzt erzielten Einkommen (Valideneinkommen) korrekterweise als zumutbares Invalideneinkommen ein gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) für Hilfsarbeiter hypothetisches Einkommen gegenüber, sodass selbst unter Gewährung eines nicht näher geprüften maximalen leidensbedingten Abzuges von 25 % ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von unter 40 % resultierte (E. 2.2, Urk. 2 S. 5; vgl. auch Urk. 7/77). Damit erübrigen sich Weiterungen zu einem vom Beschwerdeführer geltend gemachten leidensbedingten Abzug (E. 2.2). Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer über den Mai 2019 hinausgehenden Ausrichtung einer Invalidenrente abgesehen (vgl. E. 2.3, Art. 88a Abs. 2 IVV). Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.”
Zur Bestimmung des Zeitpunktes einer massgeblichen Änderung des Invaliditätsgrades (Art. 88a IVV) sind medizinische Gutachten und ärztliche Unterlagen typischerweise entscheidende Beweismittel. Zur Abklärung des Sachverhalts hat die Verwaltung die erforderlichen Untersuchungshandlungen von Amtes wegen vorzunehmen (inquisitorische Pflicht).
“La valeur probante d’une expertise réalisée dans le cadre de la révision du droit à la rente dépend donc essentiellement de la question de savoir si elle contient des explications suffisantes sur la mesure dans laquelle une modification de l’état de santé a eu lieu. Demeurent réservées les situations dans lesquelles il est évident que l’état de santé s’est modifié (arrêt du Tribunal fédéral 8C_385/2023 du 30 novembre 2023 consid. 4.2.3 et les références). L'octroi rétroactif d'une rente d'invalidité limitée dans le temps présuppose, en règle générale, l'existence de motifs de révision, c'est-à-dire un changement ayant une incidence sur le droit à la rente intervenu avant même que la décision de rente ne soit rendue (ATF 148 V 321 consid. 7.3.1 ; 145 V 215 V 215 consid. 8.2 ; 145 V 209 consid. 5.3). Dans le cas de l’octroi rétroactif d’une rente temporaire ou échelonnée, les bases de comparaison déterminantes sont, d'une part, la date du début du droit à la rente et, d'autre part, la date de la modification du droit à la rente compte tenu du délai de trois mois de l'art. 88a RAI (arrêt du Tribunal fédéral 8C_51/2024 du 2 juillet 2024 consid. 2.4 et les références). 7. Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge, s’il y a eu un recours) a besoin de documents qu’un médecin, éventuellement d’autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l’état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l’assuré est, à ce motif, incapable de travailler (ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références ; 125 V 256 consid. 4 et les références). En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l’assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 et les références). Selon le principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales (art. 61 let. c LPGA), le juge n'est pas lié par des règles formelles, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“6.4 La notion d'invalidité, dont il est question à l'art. 8 LPGA et à l'art. 4 LAI, est de nature juridique/économique et non pas médicale (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'assurance-invalidité suisse couvre seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident, et non la maladie en tant que telle. Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre.”
“4 Lorsqu'une décision accorde - comme en l'espèce - pour la première fois une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit sa suppression, réduction et/ou augmentation, il s'agit d'une décision de révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; TF 8C_124/2021 du 2 août 2021 consid. 2.2 ; 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 qui n'est pas publié dans les ATF 137 V 369 ; Margrit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, Art. 17 n° 9, p. 249 s.). Elle doit dès lors se baser sur une modification notable du taux d'invalidité, fondée sur un changement important des circonstances propres à l'influencer, telle en particulier sur une amélioration ou une aggravation sensible de l'état de santé (cf. ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 145 V 141 consid. 7.3.1 ; Michel Valterio, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), Commentaire 2018, art. 31 nos 11 ss). La date de la modification du droit est fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 417 consid. 2d ; TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, op. cit., art. 31 n° 32). L'al. 1 de cette disposition prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. 7. Conformément à la maxime inquisitoire (cf. art. 43 LPGA mais aussi art. 12 PA ; cf. consid. 3.2 ci-dessus), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Moor/Poltier, op. cit., p. 255). Concrètement, afin d'instruire une demande de prestations AI, l'art.”
“4 Lorsque une décision accorde une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit sa suppression, réduction et/ou augmentation, il s'agit d'une décision de révision au sens de l'art. 17 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3371 ; FF 1999 IV 4168), qui prévoit que si le taux d'invalidité de la bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (cf. ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). La date de la modification du droit est fixée conformément à l'art. 88a du règlement sur l'assurance-invalidité (RAI ; RS 831.201 ; par analogie : ATF 125 V 417 consid. 2d ; TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32). L'al. 1 de l'art. 88a RAI stipule que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. L'al. 2 de la disposition prévoit que si la capacité de gain se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. L'art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie. 6. 6.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (cf. art. 43 LPGA et art. 12 PA), l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Moor/Poltier, op.”
Bei Art. 88a IVV häufig zitierte Rechtsprechung zur dreimonatigen Dauerbedingung bestätigt.
“7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 BGE 133 V 504ATF 133 V 504DTF 133 V 504 Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 142 V 58ATF 142 V 58DTF 142 V 58 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 140 V 290ATF 140 V 290DTF 140 V 290 BGE 144 V 427ATF 144 V 427DTF 144 V 427 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 8C_597/2019 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 8C_212/2018 8C_684/2017 Art.”
Bei Änderung des Arbeitsfähigkeitsgrades ist die dreimonatige Wartefrist für neue Rentenstufen praktisch anzuwenden.
“Il n’est pas question à ce stade d’un taux moyen d’incapacité de travail, et encore moins d’un taux moyen d’invalidité, sur une année. A l’évidence, le raisonnement de l’intimé ne peut être suivi, dès lors qu’il se fonde sur une notion d’invalidité moyenne dépourvue de base légale et, partant, viole le droit fédéral (cf. AI 29/20 ‑ 337/2020 du 5 octobre 2020 consid. 5). Il convient dès lors de retenir chaque incapacité de travail attestée par les médecins traitants sans en faire une moyenne. Ainsi, dès le 1er septembre 2019, la recourante était en incapacité de travail à 70 % et son taux d’invalidité s’élevait à [(0.7 x 0.80) + (18,7 % x 0.20) =] 59.74 %, arrondi au pourcent supérieur, à savoir à 60 % (cf. ATF 130 V 121 consid. 3.2), taux qui ouvre le droit à trois quarts de rente d’invalidité. Dès le 1er mars 2020, une incapacité de travail de 60 % a été attestée par les médecins traitants et un nouveau calcul doit être effectué dès le 31 mai 2020 (c'est-à-dire trois mois après le changement de taux en application de l’art. 88a RAI). En tentant compte d’une incapacité de travail de 60 %, le taux d’invalidité global se monte à [(0.6 x 0.80) + (18,7 % x 0.20) =] 51.56 %, taux donnant droit à une demi-rente d’invalidité. Ainsi, la recourante aurait droit à trois quarts de rente d’invalidité du 1er septembre 2019 au 29 février 2020, puis à une demi-rente d’invalidité du 1er mars au 31 août 2020 (trois mois après l’augmentation de la capacité de travail de la recourante dès le 8 mai 2020). b) Pour la période du 1er septembre 2020 au 31 janvier 2022, le taux d’invalidité globale s’élève à 35,74 % [0.4 x 0.80] + [18,7 % x 0.20], un taux insuffisant pour ouvrir un droit à une rente de l’assurance-invalidité. c) Pour la période dès le 1er février 2022, le taux d’invalidité global ne peut être déterminé dans la mesure où les empêchements ménagers doivent être réévalués dès le 1er février 2022. 12. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée réformée en ce sens que la recourante a droit à trois quarts de rente du 1er septembre 2019 au 29 février 2020, puis à une demi-rente du 1er mars au 31 août 2020.”
Vereinbarungen der IV-Stelle können Vertrauensschutz begründen; das durch Vereinbarung erweckte Vertrauen kann die Anwendung von Fristen oder Leistungskürzungen nach Art. 88a IVV verhindern, sofern kein überwiegendes öffentliches Interesse entgegensteht.
“Entsprechend hatte der Versicherte angesichts der Vereinbarung mit der IV-Stelle keinen Anlass die Verfügungen vom 18. Oktober 2013 anzufechten. Ein öffentliches Interesse, welches vorliegend gegen die Anwendung von Art. 88a IVV spricht, ist zudem nicht ersichtlich. Die IV-Stelle ist somit auf das durch die Vereinbarung mit dem Versicherten erweckte Vertrauen zu behaften. Die Vorinstanz hat deshalb kein Bundesrecht verletzt, indem sie die in Art. 29 Abs. 1 IVG statuierte Frist nicht zur Anwendung brachte und auf einen Rentenanspruch ab 1. Juni 2013 (befristet bis September 2015) erkannte.”
“Entsprechend hatte der Versicherte angesichts der Vereinbarung mit der IV-Stelle keinen Anlass die Verfügungen vom 18. Oktober 2013 anzufechten. Ein öffentliches Interesse, welches vorliegend gegen die Anwendung von Art. 88a IVV spricht, ist zudem nicht ersichtlich. Die IV-Stelle ist somit auf das durch die Vereinbarung mit dem Versicherten erweckte Vertrauen zu behaften. Die Vorinstanz hat deshalb kein Bundesrecht verletzt, indem sie die in Art. 29 Abs. 1 IVG statuierte Frist nicht zur Anwendung brachte und auf einen Rentenanspruch ab 1. Juni 2013 (befristet bis September 2015) erkannte.”
Langfristige Unterstützung im Haushalt durch im Haushalt lebende Personen (z. B. infolge Pensionierung des Ehegatten) kann eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung darstellen. Entsprechend ist bei Vorliegen einer solchen Änderung zu prüfen, ob eine Rentenrevision bzw. eine Anpassung des Leistungsanspruchs (Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung) vorzunehmen ist; dies gilt nach der Rechtsprechung auch bei rückwirkender Zusprechung mit Revisionsbestimmung nach Art. 17 ATSG, soweit die Änderung noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eingetreten ist.
“Nach der Rechtsprechung ist bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente nebst der Revisionsbestimmung des Art. 17 Abs. 1 ATSG die Regelung in Art. 88a Abs. 1 IVV über die Änderung des Leistungsanspruchs bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit analog anzuwenden, wenn noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist (Urteil 8C_36/2019 vom 30 April 2019 E. 5). Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Dabei ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern beispielsweise auch bei einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch eine Anpassung an die Behinderung (BGE 141 V 9 E. 2.3). Vorliegend haben sich die tatsächlichen Verhältnisse durch die Pensionierung des Ehemannes der Beschwerdeführerin wesentlich geändert, indem dieser nun langfristig über erweiterte Kapazitäten zur Mithilfe im Haushalt verfügt.”
Für eine Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung muss die festgestellte Verbesserung tatsächlich objektiviert und als von längerer Dauer anzusehen sein; eine lediglich unterschiedlichere Beurteilung eines im Wesentlichen unveränderten Sachverhalts genügt nicht.
“Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 4.2; Urteil 9C_346/2019 vom 6. September 2019 E. 2.1.1 mit weiteren Hinweisen). Eine Verbesserung insbesondere der Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV [SR 831.201]). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 Satz 1 IVV).”
“4a/bb ; arrêts du TF 8C_160/2017 du 22 juin 2017 consid. 2.2, I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1 et I 574/02 du 25 mars 2003 publié dans SVR 2004 IV n. 5 et réf. cit.). De plus, un motif de révision doit clairement ressortir du dossier (arrêts du TF I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1, I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et réf. cit.), la réglementation sur la révision ne constituant pas un fondement juridique à un réexamen sans condition du droit à la rente (arrêts du TF I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1, I 8/04 du 12 octobre 2005 consid. 2.1, I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et réf. cit. ; Valterio, op. cit., art. 31 LAI no 11, p. 498). La présence de nouveaux diagnostics tout comme la suppression de diagnostics ne constitue pas en soi un motif de révision au sens de l'art. 17 LPGA ; encore faut-il que le changement de la situation soit clairement objectivé et propre à influencer le droit à la rente (cf. ATF 141 V 9 consid. 5.2 ; arrêt du TF 9C_573/2019 du 20 décembre 2019 consid. 5.2.2). 8.2.2 L'art. 88a al. 1 RAI prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. 8.2.3 Aux termes de l'art. 88bis al. 2 let. b RAI, la diminution ou la suppression de la rente, de l'allocation pour impotent ou de la contribution d'assistance prend effet rétroactivement à la date où elle a cessé de correspondre aux droits de l'assuré, s'il se l'est faite attribuer irrégulièrement ou s'il a manqué, à un moment donné, à l'obligation de renseigner qui lui incombe raisonnablement en vertu de l'art. 77 RAI, que la poursuite du versement de la prestation ait eu lieu ou non en raison de l'obtention irrégulière ou de la violation de l'obligation de renseigner.”
“Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d’invalidité, donc le droit à la rente, peut donner lieu à une révision de celle-ci au sens de l’art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA. Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. L’art. 88a al. 2 RAI prévoit par ailleurs que, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. 5. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler.”
Bei unklaren oder pauschalen Arztangaben reicht drei Monate Dauer allein nicht für verlässliche Rentenentscheidungen.
“___ stützt sich nicht auf Beurteilungen des konkreten Heilungsverlaufs und der Arbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte - solche befinden sich nicht bei den Akten - sondern erfolgte wohl basierend auf Erfahrungswerten in vergleichbaren Fällen. Ob es dabei im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts ging, erscheint bereits mangels Verfügbarkeit des Operationsberichts und fachärztlich erhobener Befunde zum darauffolgenden Heilungsverlauf jedenfalls als fraglich. Dementsprechend schätzte auch Dr. H.___ die zu erwartende Arbeitsunfähigkeit nur vage auf «rund drei Monate» Dauer. Dies greift vorliegend jedoch bereits angesichts des Umstandes, dass die Beschwerdegegnerin von einer fortbestehenden Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der bisherigen Tätigkeit als Elektromonteur (Urk. 7/64/8, vgl. Urk. 7/117/3) ausgeht, und daher wohl das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs.1 lit. a IVG im Operationszeitpunkt vom 7. Mai 2021 bereits abgelaufen wäre, zu kurz. Denn liegt nun auch eine Arbeitsunfähigkeit für angepasste Tätigkeiten vor und dauert die verschlechterte Situation länger als drei Monate an (vgl. Art. 88a IVV; Urteil des Bundesgerichts 9C_496/2018 vom 21. November 2018 E. 4.2.1), wäre ein Revisionsgrund und ein (allenfalls befristeter) Rentenanspruch des Beschwerdeführers nicht auszuschliessen. Ob dies der Fall ist, kann bei der Einschätzung einer «rund» drei Monate - also möglicherweise auch darüberhinausgehend - andauernden Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten, nicht abschliessend beurteilt werden. Aus der pauschalen Einschätzung von RAD-Arzt Dr. H.___ kann daher nicht von vornherein abgeleitet werden, dass keine rentenrelevante Veränderung des Gesundheitszustandes vorliegt. Eine zuverlässige Beurteilung des aktuellen somatischen Gesundheitszustandes ist somit gestützt auf die vorliegenden Akten ebenfalls nicht möglich”
Versicherte, die am 1.1.2022 bereits 55 Jahre oder älter waren, verbleiben bei Revisionsentscheiden im bisherigen System (Übergangsregelung nach Inkrafttreten der WEIV).
“Da auch die übrigen formellen Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die - unter Berücksichtigung des Fristenstillstands gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG (Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, SR 830.1) - rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 1.3. Am 1. Januar 2022 trat das revidierte IVG in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Erfolgt der Entscheid über eine erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet dieser jedoch einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022, so sind die Bestimmungen des IVG und der IVV (Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961, SR 831.201) in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend. Tritt nach dem 31. Dezember 2021 eine massgebende Änderung ein, so finden die Bestimmungen des IVG und der IVV in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV. Versicherte, die - wie die Beschwerdeführerin - am 1. Januar 2022 das 55. Altersjahr vollendet haben, verbleiben auch bei einer Revision des Rentenanspruchs im bisherigen System (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 lit. c; Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherung [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR] Rz. 9101). 2. 2.1. Die Beschwerdegegnerin geht bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades in medizinischer Hinsicht davon aus, der Beschwerdeführerin sei die Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit ab Dezember 2021 wieder im Umfang von 25% möglich. Die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung bemisst sie anhand der gemischten Methode, wobei sie bis Ende August 2022 von einer Statusaufteilung von 67% Erwerb und 33% Haushaltführung ausgeht. Ab September 2022 anerkennt die Beschwerdegegnerin eine Erhöhung des Erwerbsanteils auf 80% und weist die restlichen 20% dem Aufgabenbereich Haushalt zu. 2.2. Die Beschwerdeführerin rügt einzig die Statusbeurteilung und bringt vor, sie sei ab September 2022 als im Gesundheitsfall voll Erwerbstätige zu betrachten.”
“Da auch die übrigen formellen Beschwerdevoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die - unter Berücksichtigung des Fristenstillstands gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG (Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, SR 830.1) - rechtzeitig erhobene Beschwerde einzutreten. 1.3. Am 1. Januar 2022 trat das revidierte IVG in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Erfolgt der Entscheid über eine erstmalige Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022, begründet dieser jedoch einen Rentenanspruch vor dem 1. Januar 2022, so sind die Bestimmungen des IVG und der IVV (Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961, SR 831.201) in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung massgebend. Tritt nach dem 31. Dezember 2021 eine massgebende Änderung ein, so finden die Bestimmungen des IVG und der IVV in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV. Versicherte, die - wie die Beschwerdeführerin - am 1. Januar 2022 das 55. Altersjahr vollendet haben, verbleiben auch bei einer Revision des Rentenanspruchs im bisherigen System (vgl. Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 lit. c; Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherung [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR] Rz. 9101). 2. 2.1. Die Beschwerdegegnerin geht bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades in medizinischer Hinsicht davon aus, der Beschwerdeführerin sei die Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit ab Dezember 2021 wieder im Umfang von 25% möglich. Die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung bemisst sie anhand der gemischten Methode, wobei sie bis Ende August 2022 von einer Statusaufteilung von 67% Erwerb und 33% Haushaltführung ausgeht. Ab September 2022 anerkennt die Beschwerdegegnerin eine Erhöhung des Erwerbsanteils auf 80% und weist die restlichen 20% dem Aufgabenbereich Haushalt zu. 2.2. Die Beschwerdeführerin rügt einzig die Statusbeurteilung und bringt vor, sie sei ab September 2022 als im Gesundheitsfall voll Erwerbstätige zu betrachten.”
Der für den Einkommensvergleich massgebende Zeitpunkt ist der Zeitpunkt der konkreten, ununterbrochen drei Monate dauernden Verschlechterung; zu prüfen ist hierbei jeweils die Situation, wie sie im Zeitpunkt der letzten materiellen und rechtskräftigen Beurteilung bestanden hat im Vergleich zur aktuellen Lage. Änderungen der Erwerbsfähigkeit, die die Voraussetzungen von Art. 88a Abs. 2 IVV erfüllen, führen ab dem Zeitpunkt, ab dem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert haben, zu einem neuen Einkommensvergleich. Bei aufeinanderfolgenden Änderungen sind entsprechend mehrere Einkommensvergleiche vorzunehmen.
“2 LPGA, toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit aux prestations, avec une appréciation des preuves et une constatation des faits pertinents – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71). Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé est sans pertinence de ce point de vue (ATF 141 V 9 consid. 2.3). b) Si l’impotence ou le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de l’invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la décision initiale et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 130 V 343 consid. 3.5.2 et 125 V 368 consid. 2 ; TFA I 90/2005 du 8 juin 2006 consid. 2.2). 8. a) En l’espèce, la recourante a été mise au bénéfice d’une allocation pour impotent de degré moyen depuis le 1er avril 2021, en raison d’un besoin d’aide pour deux actes de la vie ordinaire, à savoir se vêtir/se dévêtir et se déplacer/entretenir des contacts sociaux, ainsi qu’en raison d’une surveillance personnelle permanente. Par décision du 27 novembre 2023, la Caisse a retenu qu’une aide supplémentaire était nécessaire, depuis mai 2023, pour faire sa toilette/soins du corps, ainsi que pour des soins permanents, sans que cela ne modifie le degré d’impotence moyen déjà reconnu. Dans sa décision sur opposition du 27 février 2024, l’intimée a estimé que la recourante était toujours autonome pour accomplir les actes « se lever/s’asseoir/se coucher », « aller aux toilettes » et « manger ».”
“Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisionsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszustandes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9 E. 2.3). Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (vgl. BGE 133 V 67 E. 4.3.3). Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren - analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG - durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3, 130 V 71 E. 3.2.3).”
“Der Anspruch auf eine Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG für Versicherte, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind. Frühestens entsteht der Anspruch nach Ablauf von 6 Monaten nach Geltendmachung des Rentenanspruchs und frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Die Beschwerdeführerin stellte für den Beginn des Rentenanspruchs auf den 1. November 2020 ab, 6 Monate nach Einreichung ihres Gesuchs am 27. Mai 2020. Sie verkannte dabei jedoch, dass die einjährige Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, die mit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit von 40 % in angestammter Tätigkeit und somit am 1. Februar 2020 zu laufen begann, am 1. November 2020 noch nicht abgelaufen ist. Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt somit auf den 1. Februar 2021. Durch die Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit auf 50 % in angestammter Tätigkeit ab Mai 2021 liegt eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit vor, die gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV für die IV-Rente zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Wartefristen ist somit einerseits der Rentenanspruch ab dem 1. Februar 2021 sowie andererseits der Rentenanspruch ab dem 1. August 2021 zu prüfen. Für den nachfolgend durchzuführenden Einkommensvergleich sind die in diesem Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältnisse massgebend. 8.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde (Art. 29 Abs. 1 IVG; BGE 135 V 59 E. 3.1, 131 V 53 E. 5.1.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_795/2019, E. 3.2 und vom 14. Januar 2020, 8C_630/2019, E. 4.1). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (Urteil des Bundesgerichts vom 14.”
“S. 19; AB 16 S. 4 Ziff. 1.6) jedoch erstmals im August 2017, womit ein erster Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin durchzuführen ist. Aufgrund einer Verbesserung des Gesundheitszustandes im September 2017 (vgl. AB 58 S. 3) ist im Sinne von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.3.6 hiervor) per 1. Dezember 2017 ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen. Unter Berücksichtigung, dass die Revision der IVV hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrades für Teilerwerbstätige am 1. Januar 2018 in Kraft trat (vgl. E. 2.3.4 hiervor), ist per 1. Januar 2018 wiederum ein Einkommensvergleich vorzunehmen. Aufgrund des Unfalls vom 3. April 2018 und der dadurch resultierenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit (vgl. AB 149 S. 4 Ziff. 1.2) ist per 1. Juli 2018 (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; E. 2.3.6 hiervor) nochmals ein Einkommensvergleich vorzunehmen. Schliesslich haben aufgrund der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf 50 % per April 2019 (vgl. AB 124 S. 3 Ziff. 11) resp. 100 % per 12. Juli 2019 (vgl. AB 141 S. 7) per 1. Juli resp. 12. Oktober 2019 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV; E. 2.3.6 hiervor) erneut Einkommensvergleiche zu erfolgen. Die rückwirkend festgesetzten Rentenabstufungen aufgrund der zeitweilig veränderten Arbeitsunfähigkeit werden denn auch zu Recht nicht beanstandet.”
Die dreimonatige Wartefrist nach Art. 88a IVV wurde von der IV-Stelle zur Beendigung des Rentenanspruchs angewendet.
“Der handchirurgische Gutachter hielt in Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil für eine angepasste Tätigkeit insbesondere fest, dass die rechte Hand des Versicherten mehr einsetzbar zu sein scheine als nur als zudienende Hilfshand (IVSTA-act. 179, S. 71). Gemäss einer von der IVSTA eingeholten internen medizinisch-juristischen Stellungnahme vom 8. September 2020 wurde das Gutachten der G._______ AG für voll beweiskräftig erachtet (vgl. IVSTA-act. 187). B.e Am 4. Februar 2021 verfügte die IVSTA entsprechend ihrem Vorbescheid vom 13. Oktober 2020 (vgl. IVSTA-act. 190) die Zusprache einer befristeten ganzen IV-Rente für den Zeitraum vom 1. September 2015 bis 31. Januar 2016 (vgl. IVSTA-act. 199 und 200). Für den Zeitpunkt ab 26. Oktober 2015 berechnete sie ausgehend von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten und unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10 % einen Invaliditätsgrad von rund 31 % (vgl. IVSTA-act. 189). Unter Berücksichtigung der dreimonatigen Wartefrist gemäss Art. 88a IVV verneinte sie einen Rentenanspruch des Versicherten nach dem 31. Januar 2016 (vgl. IVSTA-act. 199). C. C.a Gegen diese Verfügung liess der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard, mit Eingabe vom 8. März 2021 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben mit dem Antrag, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Versicherungsleistungen auszurichten. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, das Versicherungsgericht des Kantons E._______ habe rechtskräftig festgestellt, dass seine rechte dominante Hand nur noch als Hilfshand einsetzbar sei, womit rechtsprechungsgemäss ein Tabellenlohnabzug zwischen 20 % und 25 % vorzunehmen sei. Weiter könne für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt werden, da das betreffende Arbeitsverhältnis nur sehr kurze Zeit gedauert habe. Vielmehr sei der LSE-Tabellenlohn für das Baugewerbe massgebend. Unter Berücksichtigung dieses Lohnes sowie eines Tabellenlohnabzugs von 20 % ergebe sich auch nach Oktober 2015 ein Invaliditätsgrad von mehr als 40 %.”
Art. 88a Abs. 1 IVV lässt zu, dass trotz möglicher Abgeltungseffekte im Einzelfall für einen bestimmten Zeitraum eine ganze Rente gewährt wird (z. B. bei anerkannter vollständiger Arbeitsunfähigkeit für diesen Zeitraum). Etwaige Abzüge (u. a. altersbedingte Abschläge) und weitere fallbezogene Umstände sind im Einzelfall zu prüfen.
“Ceci découle du fait que les tableaux de l'ESS correspondant au niveau d'exigences 1 (dès l'ESS 2012) englobent un grand nombre d'activités légères ou moyennement lourdes (cf. arrêt du TF 8C_381/2017 du 7 août 2017 consid. 4.2.2 et les références, 9C_187/2011 du 30 mai 2011 consid. 4.2.1 et références; Valterio, Commentaire LAI, art. 28a n° 85). À la date du rapport d'expertise du Dr F._______, l'assuré avait 58 ans, cet âge ne constitue pas en soi un motif d'abattement, le Tribunal fédéral considère que la soixantaine, et encore selon les circonstances du cas d'espèce, peut justifier un abattement sur le salaire d'invalide (cf. arrêts du TF 9C_638/2018 du 7 février 2019 consid. 4.2, 9C_160/2013 du 28 août 2013 consid. 4.2; U 436/04 du 12 avril 2005 consid. 4.2; Valterio, Commentaire LAI, art. 28a n° 90). 14.2.5 Il appert de la comparaison des revenus sans et avec invalidité susmentionnés (CHF 61'021.63.- / CHF 66'652.47.-) que le recourant ne subit aucune perte de gain par la reprise d'une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles à compter tant au 1er avril 2015 qu'au 1er octobre 2015, respectivement au 1er janvier 2016 (art. 88a al. 1 RAI). Même un abattement de 25% sur le revenu d'invalide ne générerait pas une perte de gain de 40% au moins fondant un quart de rente d'invalidité. Compte tenu d'une incapacité totale de travail dans toute activité lucrative du 1er mai 2015 jusqu'au 1er octobre 2015, le recourant a droit à une rente entière du 1er mai 2015 jusqu'au 31 décembre 2015 (cf. l'art. 88a al. 1 RAI). Par conséquent, la décision rendue le 24 avril 2017 par l'OAIE doit être réformée dans le sens de l'octroi d'une rente entière d'invalidité à compter du 1er mai 2015 jusqu'au 31 décembre 2015, le recourant ne pouvant prétendre à une rente d'invalidité avant et après ces dates. Sur le vu de ce qui précède, le recours doit être partiellement admis. 15. Dans le cadre de la présente procédure, le recourant a adressé au Tribunal 11 rapports médicaux en date du 27 octobre 2020 qui portent sur son état de santé ultérieur à la décision attaquée (TAF pce 15). Il apparaît de ceux-ci une éventuelle péjoration de son état de santé (risque cardiovasculaire absolu élevé, paresthésies douloureuses de l'extrémité distale des deux membres inférieurs, syndrome ataxique proprioceptif symptomatique d'une polyneuropathie périphérique).”
Bei einem anspruchsausschliessenden Invaliditätsgrad von unter 40 % kann die Rentenzusprache befristet werden; die Beschränkung bis zu einem nahegelegenen Revisionsdatum (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) wurde in der zitierten Rechtsprechung als nicht zu beanstanden erachtet.
“In medizinischer Hinsicht beruhen diese Invaliditätsgrade auf der Entwicklung des Gesundheitszustandes und der daraus resultierenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit gemäss dem bundesrechtskonform als beweiswertig erkannten Medexperts-Gutachten. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts eines anspruchsausschliessenden Invaliditätsgrades von weniger als 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) ab Januar 2018 die Rentenzusprache bis zum 31. März 2018 (Art. 88a Abs. 1 IVV) befristete. Folglich hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.”
Rechtsprechung weist wiederholt konkrete Beginnzeitpunkte für geänderte Rentenstufen aus; typischerweise wird eine geänderte Leistung ab dem Monatsbeginn berücksichtigt, nachdem die Verbesserung ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (z. B. ganze, drei Viertel-, halbe oder Viertelrenten mit konkret bezeichneten Monatsanfängen).
“Dans la mesure où la recourante a demandé les prestations de l’intimé en temps utile en février 2019, elle a droit à une rente entière dès le 1er octobre 2019. Son état s’est amélioré dès le 16 décembre 2019, avec une capacité de travail de 20%. L’intimé a établi le taux d’invalidité de la recourante en tenant compte comme salaire sans invalidité de CHF 48'000.- à 100%, sur la base du questionnaire de son employeur du 18 février 2019. Sur la base de ce salaire, le taux d’invalidité pour la même activité à 20% est de 80%, de sorte que la recourante a toujours droit à une rente entière dès le 1er mars 2020. La capacité de travail de la recourante est passée à 40% dès le 16 janvier 2020, ce qui lui ouvre le droit à un trois quarts de rente dès le 1er avril 2020, soit trois mois plus tard en application de l’art. 88a al. 1 RAI, sur la base d’un taux d’invalidité de 60%. Puis sa capacité de travail a augmenté à 50% dès le 1er août 2020, ce qui lui ouvre le droit à une demi-rente dès 1er novembre 2020 (art. 88a al. 1 RAI). 5. Le recours est ainsi partiellement admis. La recourante obtenant gain de cause et étant assisté d’un conseil, elle a droit à des dépens qui seront fixés à CHF 3'000.- et mis à la charge de l’intimé (art. 61 let. g LPGA). Un émolument de CHF 200.- sera également mis à la charge de l'intimé (art. 69 al. 1bis LAI). PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1. Déclare le recours recevable. Au fond : 2. L’admet partiellement. 3. Annule la décision du 16 septembre 2020. 4. Dit que la recourante a droit à une rente entière dès le 1er octobre 2019, à un trois quarts de rente dès le 1er avril 2020 et à une demi-rente dès 1er novembre 2020. 5. Alloue à la recourante CHF 3'000.- à titre de dépens à la charge de l’intimé. 6. Met un émolument de CHF 200.- à la charge de l’intimé. 7. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art.”
“Bei einem Valideneinkommen von Fr. 57‘589.80 (vgl. E. 4.5 hiervor) und einem Invalideneinkommen von Fr. 28‘494.65 (vgl. E. 4.6 hiervor) resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 50% ([Fr. 57‘589.80 - 28‘494.65] / Fr. 57‘589.80 x 100). Unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV, wonach eine Verbesserung zu berücksichtigen ist, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, hat der Beschwerdeführer damit ab 1. November 2022 nurmehr Anspruch auf eine Invalidenrente entsprechend 50% des Betrages einer ganzen Invalidenrente.”
“%, was ein Invalideneinkommen im Jahr 2020 von Fr. 27‘486.60 (Fr. 34‘431.40 x 0.7983) ergibt. 4.4Gemessen am Valideneinkommen im Jahr 2020 von Fr. 50‘743.85 führt dies zu einer Einbusse von Fr. 23‘257.25 (Fr. 50‘743.85 - Fr. 27‘486.60) was einem Invaliditätsgrad von gerundet 46 % entspricht. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG begründet dies den Anspruch auf eine Viertelsrente, und zwar ab dem 1. Januar 2021 (Art. 88a Abs. 1 IVV). Die Beschwerde ist folglich teilweise gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 8. November 2021 (Urk. 2) ist insoweit abzuändern, als damit die befristete ganze Rente per 31. Dezember 2020 aufgehoben wird, und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2021 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.”
“%, ergibt. Damit hat der Beschwerdeführer nach drei Monaten, mithin ab dem 1. August 2019 (Art. 88a Abs. 1 IVV) Anspruch auf eine halbe Rente.”
Stationäre Behandlungen, die vor dem geltend gemachten Anspruchsbeginn endeten (etwa rund sechs Monate zuvor), bleiben bei der Bestimmung des Leistungsbeginns unberücksichtigt.
“Zunehmende kognitive Einschränkungen oder eine "organische Persönlichkeitsänderung" als Folgestörung des anhaltenden Drogenkonsums hielt er für zwar nicht ausgeschlossen, aber wenig wahrscheinlich und ohne weitgehende Abstinenz nicht nachweisbar. Insgesamt lässt sich seinem Gutachten kein konkreter Anhaltspunkt für eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit der Behandlungsaufnahme entnehmen. Ein solcher ergibt sich auch nicht aus den Ausführungen der (fachkundig vertretenen) Beschwerdeführerin selbst oder aus der von ihr eingereichten (vgl. vorangehende E. 1.1) neuen ärztlichen Stellungnahme. Demnach steht fest, dass der Gesundheitszustand der Versicherten seit März 2018 im Wesentlichen unverändert ist, resp. sich nicht für längere Zeit in anspruchsrelevanter Weise verschlechtert hat. Die stationären Behandlungen endeten bereits rund sechs Monate vor dem geltend gemachten Anspruchsbeginn, weshalb für diesen Zeitpunkt die damit verbundenen vollständigen Arbeitsunfähigkeiten nicht berücksichtigt werden mussten (vgl. Art. 88a IVV). Für den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. Dezember 2021 fehlt somit ein Revisionsgrund analog Art. 17 Abs. 1 ATSG. Für die Zeit ab dem 1. Januar 2022 ergibt sich aus den seither geltenden Vorgaben von Art. 17 ATSG und Art. 28b IVG (Art. 87 IVV blieb unverändert) nichts anderes.”
“Zunehmende kognitive Einschränkungen oder eine "organische Persönlichkeitsänderung" als Folgestörung des anhaltenden Drogenkonsums hielt er für zwar nicht ausgeschlossen, aber wenig wahrscheinlich und ohne weitgehende Abstinenz nicht nachweisbar. Insgesamt lässt sich seinem Gutachten kein konkreter Anhaltspunkt für eine erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes seit der Behandlungsaufnahme entnehmen. Ein solcher ergibt sich auch nicht aus den Ausführungen der (fachkundig vertretenen) Beschwerdeführerin selbst oder aus der von ihr eingereichten (vgl. vorangehende E. 1.1) neuen ärztlichen Stellungnahme. Demnach steht fest, dass der Gesundheitszustand der Versicherten seit März 2018 im Wesentlichen unverändert ist, resp. sich nicht für längere Zeit in anspruchsrelevanter Weise verschlechtert hat. Die stationären Behandlungen endeten bereits rund sechs Monate vor dem geltend gemachten Anspruchsbeginn, weshalb für diesen Zeitpunkt die damit verbundenen vollständigen Arbeitsunfähigkeiten nicht berücksichtigt werden mussten (vgl. Art. 88a IVV). Für den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. Dezember 2021 fehlt somit ein Revisionsgrund analog Art. 17 Abs. 1 ATSG. Für die Zeit ab dem 1. Januar 2022 ergibt sich aus den seither geltenden Vorgaben von Art. 17 ATSG und Art. 28b IVG (Art. 87 IVV blieb unverändert) nichts anderes.”
Für erstmalige abgestufte oder befristete Rentenzusprachen sowie für Revisionsfälle bestimmt der nach Art. 88a IVV massgebende Zeitpunkt der Änderung das anzuwendende Recht. Steht die Entstehung oder Befristung der Leistung erst ab dem 1. Januar 2022 in Betracht, sind die seit dem 1. Januar 2022 geltenden Rechtsvorschriften anzuwenden.
“Dezember 2023 zur Kenntnis gebracht (Urk. 16). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtenen Verfügungen ergingen nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung des Anspruchs auf einen Assistenzbeitrag sowie auf eine Erhöhung der Hilflosenentschädigung respektive der Zeitpunkt der für eine diesbezügliche Revision massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV (vgl. nachfolgend E. 1.2) vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 IVV). Liegt ausschliesslich eine Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit vor, so gilt die Person nur als hilflos, wenn sie Anspruch auf eine Rente hat (Art. 42 Abs. 3 Satz 2 IVG).”
“Für Fälle erstmaliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend; vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Nachdem die Beschwerdegegnerin die der Beschwerdeführerin zugesprochene Rente per 30. Juni 2022 befristet hat (Urk. 2), sind bezüglich der Befristung somit die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar.”
Schutz vor vorübergehenden Verbesserungen: Anpassungen (Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung der Rente) erfolgen nur, wenn eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, der Verrichtung der üblichen Arbeiten, der Impotenz oder des Pflege-/Hilfebedarfs voraussichtlich über längere Zeit bestehen bleibt bzw. bereits mindestens drei Monate andauerte ohne wesentliche Unterbrechung; dies dient der Rechtssicherheit für Rentenbezüger.
“17 LPGA relatif à la révision est applicable par analogie (ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF 9C_647/2017 du 12 janvier 2018 consid. 3). Cette disposition prévoit que si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 141 V 9 consid. 2.3, 134 V 131 con-sid. 3, 130 V 343 consid. 3.5). Une simple appréciation différente d'un état de fait qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé, n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 141 V 9 loc. cit.; arrêt du TF 9C_414/2016 du 7 décembre 2016 consid. 5.2). En cas de décision simultanée sur l'octroi d'une rente et son remplacement par une autre rente ou même sa suppression, le changement est régi par l'art. 88a RAI. L'al. 1 de cette disposition prévoit que si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période (1ère phrase). Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (2ème phrase). La jurisprudence précise que le sens et le but de l'art. 88a al. 1 RAI sont notamment de donner au bénéficiaire de la rente une certaine assurance en ce qui concerne le versement régulier de ses prestations. Des modifications temporaires des facteurs qui fondent le droit à la rente ne doivent pas conduire à une adaptation par la voie de la révision car, au regard de la sécurité du droit, l'octroi d'une rente entré en force se doit d'avoir une certaine stabilité.”
“Die Rente wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG [in der bis am 31. Dezember 2021 gültigen und hier anwendbaren Fassung; BGE 144 V 210 E. 4.3.1]; Art. 88a IVV), wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert (vgl. auch BGE 134 V 131 E. 3).”
Erfolgt eine Hospitalisation von mehr als drei Monaten, begründet dies nach Art. 88a Abs. 2 IVV einen Neuanmeldungsgrund. In einem solchen Fall ist eine allseitige Neubeurteilung vorzunehmen; die Leistungsberechtigung wird neu unter Berücksichtigung des gesamten relevanten Tatsachenspektrums geprüft, ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen.
“Seit dem Referenzzeitpunkt (vgl. E. 3.1 hiervor) ist gemäss gutachterlicher Beurteilung keine wesentliche gesundheitliche Veränderung ausgewiesen (act. IIA 232.1/10 Ziff. 4.11/1); dem Beschwerdeführer ist – wie erwähnt – (weiterhin) eine angepasste Tätigkeit zumutbar. Es liegt jedoch ein Neuanmeldungsgrund (E. 2.5.4 hiervor) vor, denn die stationäre Behandlung in der Klinik M.________ dauerte vom 22. Oktober 2019 bis 3. Januar 2020 (act. IIA 198.2/43-50 = 198.2/55-62, 218.2/43-50, 218.2/55-62) mit darauffolgender Hospitalisation in den psychiatrischen Diensten H.________ bis 30. Januar 2020 (act. IIA 192 = 218.2/33-37) und anschliessend weiteren mehrmonatigen Hospitalisationen (vgl. E. 4.2 hiernach), somit mehr als drei Monate (Art. 88a Abs. 2 IVV). Damit erfolgt eine allseitige Prüfung, d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen.”
Bei Dreimonatsfrist wird oft ab potentiellem Rentenbeginn analog Art.17 ATSG rückwirkend gerechnet.
“%, vom 2. Januar 2017 bis 25. September 2017 von 80.5%, vom 26. September 2017 bis 9. Dezember 2017 von 69%, vom 10. Dezember 2017 bis 22. Februar 2018 von 57.5% und vom 23. Februar 2018 bis 9. Mai 2018 von 46%. Die Beschwerdeführerin hat daher gemäss der Praxis des Versicherungsgerichts und in analoger Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV (dreimonatige Verzögerung) vom 1. November 2015 (potentieller Rentenbeginn) bis zum 30. April 2017 Anspruch auf eine halbe, vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2018 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, vom 1. April 2018 bis 31. Mai 2018 Anspruch auf eine halbe Rente, und vom 1. Juni 2018 bis 31. August 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente. Ab dem 8. Oktober 2018 (Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung) ist der Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 80% arbeitsfähig gewesen. Ab diesem Zeitpunkt ist kein Hinweis vorhanden, dass sich die Arbeitsfähigkeit verschlechtert hätte. Die Bestimmung des Invaliditätsgrades erfolgt ebenfalls mittels eines Prozentvergleichs. Der Invaliditätsgrad entspricht somit dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls (analog dem sog. Tabellenlohnabzug) korrigiert um einen zusätzlichen Abzug. Nun stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin auch bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% zusätzliche Lohnnachteile in Kauf zu nehmen hätte.”
Bei gutachterlicher Prognose (z.B. Wegfall Überwachungsbedarf) können zeitlich befristete Aufhebungen von Leistungen (z.B. Hilflosenentschädigung) erfolgen.
“b IVG eine einjährige Wartezeit abzuwarten, sofern die versicherte Person im Zeitpunkt des Eintretens der Hilflosigkeit älter als 12 Monate ist (BGE 144 V 361 E. 6.2; KSIH Rz. 8092 und 8084 bzw. KSH Rz. 6007; vgl. Art. 42bis Abs. 3 IVG). Der Beschwerdeführer wurde im Mai 2018 sechs Jahre alt. Der frühestmögliche Anspruchsbeginn kommt damit auf den Mai 2019 zu liegen. Gemäss den beweistauglichen gutachterlichen Ausführungen ist der Bedarf an dauernder persönlicher Überwachung bis zu einem Alter von durchschnittlich zehn Jahren zu bejahen. Tatsächlich war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begutachtung zehneinhalb Jahre alt und beim Management seines Diabetes zunehmend autark. Ab Erreichen des elften Altersjahres – im Mai 2022 – besteht damit kein Bedarf an dauernder persönlicher Überwachung mehr. Gemäss KSIH Rz. 8113 bzw. KSH Rz. 9001 i.V.m. 9021 sind vorliegend – da die Aufhebung der Hilflosenentschädigung auf eine gutachterliche Einschätzung und nicht auf das Erreichen einer Altersgrenze gemäss Anhang III des KSIH bzw. Anhang II des KSH erfolgt – die Bestimmungen über die Änderung des Rentenanspruchs sinngemäss anwendbar. Gemäss Art. 88a IVV ist der Anspruch auf eine Hilflosentschädigung leichten Grades somit auf Ende August 2022 zu befristen. 7. Zusammenfassend ist nach dem Ausgeführten festzustellen, dass der Beschwerdeführer für die Zeit von Mai 2019 bis und mit Mai bzw. August 2022 der dauernden persönlichen Überwachung bedurfte und dementsprechend während dieser Zeit Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung entsprechend einer Hilflosigkeit leichten Grades hat. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen. Die Frage, ob der Beschwerdeführer der besonders intensiven Pflege bedürfe, kann bei diesem Verfahrensausgang offengelassen werden, da selbst bei Bejahung derselben kein höherer Anspruch resultiert (vgl. Art. 37 IVV). 8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Gemäss § 19 lit. a Verordnung über die Gebühren der Gerichte (GebT) vom 15.”
Kurzfristige stationäre Aufenthalte von unter drei Monaten werden in der Rechtsprechung in der Regel revisionsrechtlich nicht berücksichtigt und führen üblicherweise nicht zu einer vorübergehenden Anpassung der Rente.
“La capacité de travail de la recourante avait ensuite été de 50% dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles rhumatologiques et psychiatriques, hormis durant quatre périodes d'hospitalisation pour des raisons psychiatriques, où la capacité de travail de l'intéressée avait été nulle (hospitalisation du 18 mars au 1er mai 2019 au Centre hospitalier E.________, du 21 septembre au 13 novembre 2020 à la Clinique F.________, du 19 mai au 17 juin 2021 à la Clinique G.________, puis du 18 novembre au 22 décembre 2021 à la Clinique F.________. Dans la mesure où les périodes d'incapacité totale de travail du 19 mai au 17 juin 2021 et du 18 novembre au 22 décembre 2021 avaient duré moins de trois mois (cf. art. 88a al. 2 RAI), l'instance précédente a considéré qu'elles ne pouvaient pas donner lieu à une augmentation de la quotité de la rente servie depuis le 1er mars 2021 (soit une demi-rente). Après avoir ensuite admis que l'assurée était en mesure d'exploiter sa capacité de travail résiduelle sur le marché équilibré de l'emploi durant les périodes pendant lesquelles sa capacité de travail était de 50%, lesquelles correspondaient à celles retenues par l'office intimé, les premiers juges ont confirmé le bien-fondé de la décision administrative du 20 décembre”
“Der medizinische Sachverhalt ist demnach hinreichend abgeklärt, weshalb auf weitere Beweisvorkehrungen in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Demnach besteht gestützt auf das beweiskräftige Gutachten der MEDAS vom 7. Juni 2022 samt Stellungnahme vom 16. August 2022 für die Zeit ab Dezember 2018 eine rein psychiatrisch begründete Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit; die vorübergehenden Arbeitsunfähigkeiten nach den jeweiligen Klinikaufenthalten sind nicht zu berücksichtigen, da sie offenkundig nicht länger als drei Monate bestanden haben (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; act. II”
“hiervor). Daran vermag auch die - revisionsrechtlich zu berücksichtigende (vgl. BGer 9C_262/2019, E. 4.3 f.) - stationäre Behandlung in der Klinik E.________ im Jahr 2014 nichts zu ändern, da sie weniger als drei Monate gedauert hat (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Ergänzend ist zu erwähnen, dass im Gutachten der MEDAS vom 3. Februar 2014 - entgegen der Annahme des Gerichtsgutachters - eine Arbeitsfähigkeit von 100 % und nicht eine solche von 70 % attestiert wurde (AB”
“Es ist daher folgerichtig, dass die vom Gutachter festgestellte Verbesserung der Befunde und der funktionellen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sich auch in einer Steigerung seiner Arbeitsfähigkeit niedergeschlagen haben muss. Gemäss Dr. G.___ erfolgte diese Steigerung stufenweise: Laut seiner Einschätzung war der Beschwerdeführer ab etwa August 2017 zu 30 % und ab Oktober 2017 zu 70 % arbeitsfähig (E. 4.2.4.2). Zwar ist für die Dauer der Hospitalisation des Beschwerdeführers in der A.___ AG vom 10. April bis zum 17. Mai 2019 (E. 4.2.3) dann wieder von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. Dies wurde aber auch vom Gutachter erkannt. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer kurzzeitigen Verschlechterung mit aufgehobener Arbeitsfähigkeit bei Hospitalisation im April/Mai 2019 wegen Dekompensation bei Sistierung der Rente (E. 4.2.4.2). Weil diese Verschlechterung weniger als drei Monate gedauert hat, ist sie in revisionsrechtlicher Hinsicht jedoch nicht zu beachten (Art. 88a Abs. 2 IVV). Alsdann war (spätestens) bei der Untersuchung durch Dr. G.___ aus rein fachpsychiatrischer Sicht keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr nachweisbar (E. 4.2.4.3). In der Folge mag während der erneuten Hospitalisation vom 6. bis 17. März 2020 (E. 4.2.5) für diesen Zeitraum wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen haben. Diesbezüglich gilt ebenfalls das zur Hospitalisation vom 10. April bis zum 17. Mai 2019 Gesagte, zumal der Beschwerdeführer in der Folge am 1. Juli 2020 eine Vollzeitstelle antrat.”
“Bei der Würdigung des medexperts-Gutachtens fällt weiter ins Gewicht, dass es auf umfassenden interdisziplinären persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers, einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den Vorakten und einer schlüssigen Konsistenz- und Ressourcenbeurteilung beruht. Die von den medexperts-Sachverständigen gezogenen Schlüsse leuchten ein. Objektiv relevante Gesichtspunkte, die von ihnen übersehen worden wären, ergeben sich weder aus den Ausführungen des Beschwerdeführers noch den übrigen Akten. Gestützt darauf ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass aus psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorliegt und dass aus orthopädischer Sicht grundsätzlich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten auszugehen ist. Lediglich vom 26. Mai bis 31. Juli 2012 sowie vom 2. November 2016 bis 31. März 2017 ist aus orthopädischer Sicht von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Zusätzlich sei der Beschwerdeführer während der Hospitalisationen zu 100 % arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 263-12). Diese erreichten indessen nie eine Dauer von mehr als 3 Monaten, weshalb sie für den Rentenanspruch nicht von Bedeutung sind (Art. 88a Abs. 2 IVV; siehe etwa zu den stationären Behandlungen vom 2. bis 29. November 2017 bzw. vom 8. Januar bis 19. Februar 2018 IV-act. 120-2 ff. bzw. IV-act. 124). Nachfolgend verbleibt die Prüfung des Invaliditätsgrads. Dabei ist das Valideneinkommen von Fr. 75'216.--, das am vom Beschwerdeführer als Gesunder erzielten Verdienst anknüpft (IV-act. 289-4 unten; zum Auszug aus dem individuellen Konto siehe IV-act. 9), zwischen den Parteien zu Recht unbestritten. Demgegenüber bemängelt der Beschwerdeführer das von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invalideneinkommen. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und begründet diesen Vorwurf damit, dass die Beschwerdegegnerin beim Invalideneinkommen einen Betrag von Fr. 66'453.-- berücksichtigt habe (siehe hierzu IV-act. 289-4 unten), ohne dass auch nur ansatzweise ausgeführt werde, wie dieses angebliche Invalideneinkommen überhaupt ermittelt worden sei (act. G 1, S. 6 Mitte). Bereits im Vorbescheid vom 23. April 2021 legte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nachvollziehbar dar, dass zur Bemessung des Invalideneinkommens auf die Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik abgestellt werde, die im Jahr 2014 für Hilfsarbeiter einen Durchschnittslohn von Fr.”
“Er (der Gutachter) gehe davon aus, dass ein beruflicher Wiedereinstieg mit 50 % nach längerer Abwesenheit vom Arbeitsmarkt den Beschwerdeführer überfordert habe. Ein Einstieg im Sinne eines Belastbarkeitstrainings wäre indiziert gewesen. Damit hielt der Gutachter keine längerdauernde höhere Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht fest, sondern knüpfte das Scheitern des Arbeitsversuches an die faktische Überforderung infolge längerer Arbeitsabsenz. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ist die ab 8. März 2017 anhaltend attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit daher unbeachtlich, diese Einschränkung ist nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Abzustellen ist auf die gutachterliche Einschätzung. Die stationären Aufenthalte, während welchen der Beschwerdeführer gemäss Gutachter vollständig arbeitsunfähig gewesen war, erreichten eine Dauer von maximal 89 Tagen (vgl. Auflistung in Urk. 9/187/11), demzufolge eine vorübergehende Anpassung der Rente in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV nicht Platz greift.”
“S. 1) erübrigt sich, da kein höherer Invaliditätsgrad resultierte (keine Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit). Sodann haben die stationären Aufenthalte nie länger als drei Monate angedauert, womit diese in revisionsrechtlicher Hinsicht ebenfalls nicht zu berücksichtigen sind (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV).”
“des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]). Ferner ist nicht erstellt, dass sich die Auswirkungen dieser psychischen Störung im hier massgebenden Zeitraum wesentlich und dauerhaft verändert haben. Insbesondere stellen die mehrfachen stationären Aufenthalte bzw. Kriseninterventionen (AB 126 S. 2, 138 S. 1, 143 S. 1, 147 S. 2, 171 S. 1, 215 S. 1, 218 S. 1, 220 S. 1, 227 S. 30) keinen Revisionsgrund dar, weil sie jeweils weniger als drei Monate dauerten und damit keine längerdauernde Gesundheitsverschlechterung i.S.v. Art. 88a Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) darstellen (SVR 2017 IV Nr. 71 S. 220 E. 2.3.1). Dass sich der psychiatrische Zustand seit der Begutachtung anderweitig massgebend und dauerhaft (Art. 88a Abs. 2 IVV) verschlechtert hat, ist ebenfalls nicht erstellt. Soweit seither weitere psychosoziale Belastungsfaktoren aufgetreten sind, insbesondere ein Konflikt mit der Schwägerin und in der Folge die Kündigung der Stelle beim … (AB 215 S. 1, 218 S. 1), haben diese zu bloss vorübergehenden Verschlechterungen des psychischen Zustands mit weiteren konsekutiven stationären psychiatrischen Hospitalisationen geführt (AB 215 S. 1, 218 S. 1, 220 S. 1, 227 S. 30). Auch die neu gestellte Diagnose der psychophysiologischen Insomnie (ICD-10 F51.0; AB 208 S. 7) stellt keinen neu hinzugetretenen Gesundheitsschaden dar, litt die Beschwerdeführerin doch anamnestisch seit der Kindheit unter Schlafstörungen (AB 209 S. 7) und besteht diesbezüglich doch auch noch Therapiepotenzial (vgl. E. 3.3.10 hiervor).”
Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Vorschriften (Art. 17 LPGA/ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV/RAI) analog anzuwenden. Als massgebliche Vergleichszeitpunkte gelten einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und andererseits der nach Art. 88a festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung (insbesondere unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist).
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.2.2).”
“Die für die Rentenrevision geltenden Normen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) sind auf die rückwirkende Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Invalidenrente analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrads eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich in dieser Konstellation durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d).”
“Für die rückwirkende Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Invalidenrente finden die für die Rentenrevision geltenden Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog Anwendung (vgl. BGE 133 V 263 E. 6.1; 131 V 164 E. 2.2), weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (Urteil des BGer 8C_419/2018 vom 11. Dezember 2018 E. 2.2). Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (vgl. Urteile des BGer 8C_124/2021 vom 2. August 2021 E. 2.2; 8C_419/2018 vom 11. Dezember 2018 E. 2.2 m. H.).”
“6.4 La notion d'invalidité, dont il est question à l'art. 8 LPGA et à l'art. 4 LAI, est de nature juridique/économique et non pas médicale (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'assurance-invalidité suisse couvre seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident, et non la maladie en tant que telle. Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre.”
“Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, in sinngemässer Anwendung von Art. 17 ATSG und Art. 88a IVV, herauf- oder herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und die Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein, dass Umfang und allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregelten Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständlichem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d). Ein zeitlich gestaffelter Verfügungserlass, soweit er die rückwirkende Festlegung des Invaliditätsgrades betrifft, ist aus den in BGE 125 V 413 dargelegten materiellrechtlichen Gründen daher unzulässig (BGE 131 V 164). Eine rückwirkend vorgenommene befristete und/oder abgestufte Rentenzusprechung hat vielmehr aus einem einheitlichen Beschluss der IV-Stelle heraus zu erfolgen und ist demzufolge zeitgleich verfügungsweise zu eröffnen.”
Bestehen begründete Zweifel an einer dauerhaften Besserung, hat die Behörde eine medizinische Expertise anzuordnen. Sie kann dafür eine polydisziplinäre Expertise heranziehen, insbesondere bei Anhaltspunkten für Aggravation oder Simulation.
“_______ ni la Dre AE._______ ne sont spécialisés en orthopédie et rhumatologie. Devant un cadre pathologique aussi complexe, caractérisé notamment par une atteinte aux deux épaules, une affection à la cheville gauche et une consommation excessive d'alcool, l'autorité inférieure ne pouvait par conséquent pas s'appuyer sur l'appréciation du Service médical régional pour octroyer une rente limitée dans le temps, étant rappelé que, si la rente est supprimée en raison d'une amélioration de la capacité de travail de l'assuré, le fardeau de la preuve incombe à l'administration (cf. ci-dessus, consid. 6.6). 11.2.5 De surcroît, bien que postérieurs à la décision entreprise (cf. ci-dessus, consid. 4.2), les rapports des Drs AF._______ et AG._______ des 15 juillet 2019 et 31 janvier 2020 (cf. ci-dessus, let. E.c et E.e et TAF pces 14 et 20) ne permettent pas de retenir, au degré de la vraisemblance prépondérante, une amélioration de l'état de l'épaule droite de l'assuré durant une assez longue période (cf. art. 88a al. 1 RAI ; ci-dessus, consid. 6.6), lui permettant la reprise d'une activité adaptée, le Dr AG._______ insistant notamment sur l'atteinte invalidante des épaules. Dans son rapport précité, le Dr AF._______ mentionne notamment, au niveau de l'épaule droite, une suspicion de déchirure transfixiante focale inférieure à 10 mm ainsi qu'une déchirure labrale antéro-supérieure. Aussi, en cas de doute quant à une amélioration de la capacité de travail du recourant, justifiant la suppression de la rente AI, il eût incombé à l'autorité inférieure de mettre en oeuvre une expertise médicale, comme cela fut suggéré par le Dr Y._______ (chirurgien orthopédiste) dans son rapport du 12 juin 2017 (cf. ci-dessus, let. D.i et AI pce 270 p. 1730), en présence de douleurs risquant de se chroniciser à la suite des événements traumatiques des 24 octobre 2015 et 18 septembre 2016 (cf. notamment AI pce 267 p. 1679 s). 11.2.6 Or, selon la jurisprudence, les évaluations rétrospectives de la capacité - ou de l'incapacité - de travail sont difficiles et les expertises correspondantes devraient ainsi satisfaire à des exigences plus élevées.”
“Folglich ging das kantonale Gericht wegen der fehlenden Klarheit über allfällige Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Aggravation oder Simulation respektive von Verdeutlichungstendenzen zutreffend davon aus, die IV-Stelle habe diese Aspekte weiter abklären müssen und zu diesem Zweck eine polydisziplinäre Expertise einholen dürfen (vgl. Art. 43 und 61 lit. c ATSG). Der Vorwurf des Beschwerdeführers, das MEDAS-Gutachten stelle eine unzulässige Zweitmeinung dar, trifft offensichtlich nicht zu (vgl. BGE 141 V 330 E. 5.2; 140 V 507 E. 3.1; SVR 2022 UV Nr. 18 S. 75, 8C_711/2020 E. 4.3; Urteile 8C_150/2022 vom 7. November 2022 E. 5.2; 9C_492/2021 vom 23. August 2022 E. 5.4). Anderweitig hinreichend substanziierte (siehe E. 1 hiervor) Einwendungen, die konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens aufzuzeigen vermöchten (vgl. BGE 147 V 79 E. 8.1; 135 V 465 E. 4.4), erhebt der Beschwerdeführer nicht. Im Übrigen macht er weder geltend noch ist ersichtlich, dass der am 8. Mai 2021 erlittene Herz-Kreislaufstillstand nach erfolgter Rehabilitation eine voraussichtlich längere Zeit andauernde Gesundheitsbeeinträchtigung (Art. 88a Abs. 1 IVV) in anspruchserheblichem Umfang zur Folge gehabt hätte.”
Rehabilitationsbedingte Phasen von weniger als drei Monaten bleiben bei der Feststellung einer dauerhaften Verschlechterung unberücksichtigt; sie durchbrechen die Dreimonatsdauer nicht. (Vgl. die angeführte Rechtssache.)
“Einen weiteren Einkommensvergleich nahm die Beschwerdegegnerin per März 2020 vor. Es wurde nunmehr gestützt auf das Gutachten von Dr. I____ (vgl. S. 54 des Gutachtens; IV-Akte 78, S. 54) von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen. Die Zeiten, in denen gemäss Dr. I____ während weniger als drei Monaten (rehabilitationsbedingt) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hatte (17. Januar 2013 bis 15. März 2019; 12. September 2019 bis 12. November 2019; vgl. S. 54 des Gutachtens [IV-Akte 78, S. 54]) blieben Art. 88a Abs. 2 IVV folgend unberücksichtigt (vgl. S. 5 der Verfügung [IV-Akte 92, S. 5]). Dem kann gefolgt werden. Wird somit ab März 2020 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegangen, so lässt sich die Zusprechung einer ganzen Rente ab März 2020 nicht beanstanden.”
Bei stufenweiser Besserung gelten rentenänderungen frühestens nach dreimonatiger Stabilität jeder neuen Erwerbsfähigkeit.
“Ausgehend von einem Status von 60 % Erwerb und 40 % Haushalt ermittelte die Vorinstanz ab Oktober 2019 einen Invaliditätsgrad von 68 %, ab März 2020 einen solchen von 57 %, ab Juni 2020 einen solchen von 48 %, ab August 2020 einen solchen von 40 % und schliesslich ab Oktober 2020 einen solchen von 31 %. In Anwendung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a IVV resultierte daraus ab Oktober 2019 ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, ab Juni 2020 ein Anspruch auf eine halbe Rente sowie ab September bis und mit Dezember 2020 ein Anspruch auf eine Viertelsrente.”
Bei getrennter Beurteilung von Erwerbs- und Aufgabenbereich ist eine ohne Eingliederungsmassnahmen erzielte Verbesserung im Aufgabenbereich zu berücksichtigen (diese Änderung ist nicht von Eingliederungsmassnahmen abhängig).
“Zu beachten ist indes, dass die Beschwerdeführerin zu 50 % im Erwerbs- und zu 50 % im Aufgabenbereich tätig ist. Wie bereits eingehend dargelegt, war es ihr ab 7. Juli 2018 möglich, ihren Aufgaben im Haushalt mit einer Einschränkung von 18 % (gewichtet 9 %) nachzukommen (vgl. E. 3.4, E. 6.2.3). Im Gegensatz zur erwerblichen Verbesserung ist diese Änderung auch ohne Eingliederungsmassnahmen zu berücksichtigen, da nicht einzusehen ist, inwiefern sie zur Wiederaufnahme der Tätigkeiten im Aufgabenbereich einer Hilfestellung bedürfte. In Anwendung von Art. 88a IVV ist daher ab November 2018 von einem Invaliditätsgrad von 59 % auszugehen (100%ige Einschränkung im Erwerbsbereich, gewichtete 9%ige Einschränkung im Aufgabenbereich), was einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet.”
Vor einer Herabsetzung oder Aufhebung ist der rechtserhebliche Sachverhalt bis zum relevanten Stichtag abzuklären. Wird diese Abklärung unterlassen, kann dies zur Rückweisung der Sache an die Verwaltung führen, damit sie den Anspruch bis zum massgeblichen Zeitpunkt überprüft.
“Nach dem Gesagten erweist es sich zwar als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin für die Zeit ab 1. Dezember 2020 (Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_285/2020 vom 15. September 2020 E. 5.2) verneint hat. Die Beschwerdegegnerin hat es jedoch unterlassen, den rechtserheblichen Sachverhalt bis 17. August 2020 abzuklären. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie prüft, ob Beschwerdeführerin bis 30. November 2020 Anspruch auf eine befristete Invalidenrente hat. Die Beschwerde ist in dem Sinne teilweise gutzuheissen.”
Eine operationsbedingte bzw. postoperative Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit kann als Revisionsgrund gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV berücksichtigt werden, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat; in der Praxis wird der Zeitpunkt der Leistungsmehrung ab dem entsprechenden Monat nach Ablauf dieser Dreimonatsdauer angesetzt.
“ch; Rubrik: Publikationen & Services/Gesetzgebung/Vernehmlassung/Abgeschlossene Verfahren]; Susanne Leuzinger, Invaliditätsbemessung für teilerwerbstätige Versicherte mit Aufgabenbereich, in: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2017, S. 181 ff.; Entscheid des BGer vom 21. Dezember 2020, 8C_280/2020, E. 3.5.1), weshalb eine zusätzliche Verminderung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Betätigung im Aufgabenbereich von vornherein ausser Betracht fällt. Vielmehr ist auch unter Berücksichtigung der Betätigung im Aufgabenbereich von einer medizinisch-theoretisch-zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70% in einer optimal angepassten Tätigkeit auszugehen. Zusammenfassend besteht damit eine Arbeitsunfähigkeit von 70% in der zuvor ausgeübten Tätigkeit als ..., von 50% im ... bzw. im ... und von 30% in einer optimal angepassten Tätigkeit (act. II 203.1/13 ff.). Dies hat mit Blick auf den vorliegend frühesten Zeitpunkt des Rentenbeginns per November 2021 (vgl. E. 6.3 hiernach) mindestens seit diesem Zeitpunkt Gültigkeit (act. II 203.1/13 Ziff. 4.5). Die Meningeom-Operation im März 2022 hatte dabei keine längerdauernde Arbeitsfähigkeit von über drei Monaten zur Folge, welche einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV darstellen würde (vgl. etwa Verlaufsbericht von Dr. med. F.________ vom 10. Juli 2022 [act. II 168]).”
“Unter Berücksichtigung der Neuanmeldung vom September 2018 (AB 57) fiele der frühestmögliche Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns grundsätzlich auf März 2019 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG), womit ein erster Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin durchzuführen ist. Die aufgrund der Operation vom 17. April bis Mitte August 2019 resultierende Phase der vollständigen Arbeitsunfähigkeit stellt einen Revisionsgrund dar, welcher ab Juli 2019 zu berücksichtigen ist (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Ebenso ist aufgrund der per Mitte August 2019 eingetretenen Verbesserung ein Einkommensvergleich vorzunehmen (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV).”
“Unter Berücksichtigung der Neuanmeldung vom September 2018 (AB 57) fiele der frühestmögliche Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns grundsätzlich auf März 2019 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG), womit ein erster Einkommensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin durchzuführen ist. Die aufgrund der Operation vom 17. April bis Mitte August 2019 resultierende Phase der vollständigen Arbeitsunfähigkeit stellt einen Revisionsgrund dar, welcher ab Juli 2019 zu berücksichtigen ist (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Ebenso ist aufgrund der per Mitte August 2019 eingetretenen Verbesserung ein Einkommensvergleich vorzunehmen (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV).”
Auch eine nur für wenige Monate bestehende Arbeitsfähigkeit kann nach der Rechtsprechung zu berücksichtigen sein; als Beispiel werden zumutbare Hilfsarbeitertätigkeiten genannt, die Betroffene auch für relativ kurze Zeiträume annehmen könnten, insbesondere wenn sie dafür einschlägige Ressourcen mitbringen.
“Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Der Gesetzgeber hat mit Art. 88a IVV somit eine abstrakte Regel geschaffen, ab wann eine Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands grundsätzlich zu berücksichtigen ist. Soweit der Beschwerdeführer moniert, eine Arbeitsfähigkeit von wenigen Monaten sei nicht verwertbar und deshalb nicht zu berücksichtigen, kann ihm nicht zugestimmt werden. Nach eigenen Angaben war der Beschwerdeführer ab 2015 nicht mehr in seiner eigenen GmbH arbeitsfähig, sodass ihm eine Aufgabe dieser nicht mehr möglichen Tätigkeit ohne Weiteres zumutbar war. Die auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ihm zumutbaren Hilfsarbeitertätigkeiten hätte er auch für die Dauer von relativ kurzen Zeiträumen annehmen können, zumal er hierfür beachtliche Ressourcen mitbrachte (handwerkliche Erfahrung, selbständige Arbeitsweise, gute Schulbildung, Deutsch als Muttersprache etc.”
“Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Der Gesetzgeber hat mit Art. 88a IVV somit eine abstrakte Regel geschaffen, ab wann eine Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands grundsätzlich zu berücksichtigen ist. Soweit der Beschwerdeführer moniert, eine Arbeitsfähigkeit von wenigen Monaten sei nicht verwertbar und deshalb nicht zu berücksichtigen, kann ihm nicht zugestimmt werden. Nach eigenen Angaben war der Beschwerdeführer ab 2015 nicht mehr in seiner eigenen GmbH arbeitsfähig, sodass ihm eine Aufgabe dieser nicht mehr möglichen Tätigkeit ohne Weiteres zumutbar war. Die auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ihm zumutbaren Hilfsarbeitertätigkeiten hätte er auch für die Dauer von relativ kurzen Zeiträumen annehmen können, zumal er hierfür beachtliche Ressourcen mitbrachte (handwerkliche Erfahrung, selbständige Arbeitsweise, gute Schulbildung, Deutsch als Muttersprache etc.”
Die Herabsetzung oder Aufhebung wird in der Praxis regelmässig ab einem konkreten Stichtag festgelegt; in den zitierten Fällen erfolgte dies beispielsweise per 1. Oktober, per Ende Juli 2021, per 30. November 2020 sowie ab konkreten Daten wie April 2021 bzw. 16. November 2021.
“% einer ganzen Rente (Art. 28a Abs. 4 IVG). Die ganze Rente ist unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. Oktober entsprechend herabzusetzen. Ein weiterer Revisionsgrund (vgl. E. 2.5.1 hiervor) besteht mit der weiteren Steigerung der Arbeitsfähigkeit ab 1. Oktober 2022 auf fortan mindestens 70 % (AB 96.1/9 Ziff. 4.6.4). Der Invaliditätsgrad beträgt nunmehr höchstens noch 27 % (24.72 % +”
“Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt dies für die Zeit ab April 2021 eine Erwerbseinbusse von Fr. 103'076.30 (Fr. 147’111.-- – Fr. 44'034.70) und damit einen Invaliditätsgrad von gerundet (zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) 70 % (Fr. 103'076.30 / Fr. 147’111.-- x 100). Für die Zeit ab dem 16. November 2021 beträgt der Invaliditätsgrad bei einer Erwerbseinbusse von Fr. 59'041.55 (Fr. 147’111.-- – Fr. 88'069.45) 40 % (Fr. 59'041.55 / Fr. 147’111.-- x 100). Damit besteht ab April 2021 Anspruch auf eine ganze Rente und unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 3.4 und”
“Bei der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von höchstens 22 % ([Fr. 52'000.-- ./. Fr. 40'361.--] / Fr. 52'000.-- x 100). Somit ist die ab 1. November 2020 auszurichtende ganze Rente per Ende Juli 2021 (Art. 88a Abs. 1 IVV) aufzuheben.”
“S. 123) 34 % ([Fr. 57'132.40 ./. Fr. 37'444.90] / Fr. 57'132.40 x 100). Es besteht kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente und ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die ab 1. Februar 2020 zugesprochene ganze IV-Rente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 30. November 2020 aufgehoben hat.”
“Gründe, welche die Vornahme eines leidensbedingten Abzuges rechtfertigen würden sind in vorliegendem Fall nicht ersichtlich und zwischen den Parteien im Übrigen auch nicht umstritten. Unter Berücksichtigung der anhand der Einkommensvergleichsmethode errechneten Invaliditätsgrade und unter Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin von Februar 2019 bis Mai 2020 eine ganze Invalidenrente und ab Juni 2020 eine Viertelsrente auszurichten”
Lässt sich eine nachhaltige Besserung des Gesundheitszustands feststellen, ist die Aufhebung oder Nichtverlängerung befristeter Renten nach Art. 88a Abs. 1 IVV rechtens. Wird eine solche Besserung nicht nachgewiesen, kann die Rente für einen nachvollziehbaren Zeitraum weiterlaufen gelassen und — soweit in den Entscheiden vorgesehen — befristet weitergezahlt werden, ohne dass für diesen Zeitraum zwingend zusätzliche medizinische Abklärungen erforderlich sind.
“Nach den verbindlichen (vgl. E. 1.1 hiervor) vorinstanzlichen Feststellungen war die Beschwerdeführerin vom 1. Februar 2021 bis zum 15. April 2022 aufgrund ihrer Knieproblematik für sämtliche Tätigkeiten durchgehend zu 100 % arbeitsunfähig. Danach bestand für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 80 %, was nach der unbestritten gebliebenen Invaliditätsbemessung einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 11 % ergab. Die Befristung der ganzen Invalidenrente vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Juli 2022 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) hält damit grundsätzlich vor Bundesrecht stand (vgl. aber E. 6 hiernach).”
“Die von der Beschwerdegegnerin unter Beachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV sowie Art. 29 Abs. 1 IVG zugesprochenen befristeten Renten von November 2013 bis Juni 2014, Juni 2015 bis September 2016 sowie Mai bis November 2019 (E. 4.5) beziehungsweise deren jeweilige Aufhebungen zufolge Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes (E. 5.4) sind demzufolge rechtens.”
Ist eine festgestellte Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Betätigungsfähigkeit nur vorläufig, weil ihre Besserung oder genaue Ausprägung von noch durchzuführenden Rehabilitationsmassnahmen abhängt, ist vor deren Abschluss bzw. Durchführung keine definitive Beurteilung des Invaliditätsgrades vorzunehmen.
“Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin ab April 2022, mithin drei Monate nach der Operation vom 7. Januar 2022 (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV), eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen hat. Zwar bestand nach dem Gesagten gemäss Verlaufsgutachten bereits zum Begutachtungszeitpunkt eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 30 bis 40 Prozent, die Beschwerdeführerin musste sich aber einer teilstationären psychiatrischen Behandlung unterziehen (vgl. die Aufforderung zur Schadenminderung vom 10. Juli 2023, IV-Akten S. 942-943; Eintritt in die Tagesklinik des K.________ am 31. Juli 2023, IV-Akten S. 958), ausserdem werden nach dieser intensivierten Behandlung voraussichtlich berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen folgen (vgl. die Empfehlung der Gutachter, IV-Akten S. 914), weshalb nicht zu beanstanden ist, dass der Beschwerdeführerin für die Zeit ab Januar 2022 (vorerst) keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit und folglich auch kein Invalideneinkommen angerechnet wurde.”
“Ainsi, lorsque le corps médical fixe une capacité résiduelle de travail, tout en réservant que celle-ci ne pourra être atteinte que moyennant l'exécution préalable de mesures de réadaptation, il n'y a pas lieu de procéder à une évaluation du taux d'invalidité sur la base de la capacité résiduelle de travail médico-théorique avant que lesdites mesures n'aient été exécutées (arrêts du Tribunal fédéral 9C_141/2009 du 5 octobre 2009 consid. 2.3.1, SVR 2010 IV n° 9 p. 27 et 9C_163/2009 du 10 septembre 2010 consid. 4.1, SVR 2011 IV n° 30 p. 86 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_809/2017 du 27 mars 2018 consid. 5.2). 23. a. Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI, si la capacité de gain s’améliore, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès qu’on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. b. Aux termes de l’art. 88a al. 2 RAI, si l’incapacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels ou l’impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité d’un assuré s’aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroît, le cas échéant son droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis est toutefois applicable. 24. Les frais qui découlent de la mise en œuvre d'une expertise judiciaire pluridisciplinaire confiée à un Centre d'observation médicale de l'assurance-invalidité (ci-après : COMAI) peuvent le cas échéant être mis à la charge de l'assurance-invalidité (cf. ATF 139 V 496 consid. 4.3). En effet, lorsque l'autorité judiciaire de première instance décide de confier la réalisation d'une expertise judiciaire pluridisciplinaire à un COMAI parce qu'elle estime que l'instruction menée par l'autorité administrative est insuffisante (au sens du consid. 4.4.1.4 de l'ATF 137 V 210), elle intervient dans les faits en lieu et place de l'autorité administrative qui aurait dû, en principe, mettre en œuvre cette mesure d'instruction dans le cadre de la procédure administrative.”
Die Rechtsprechung bezieht sich regelmässig auf ältere BGE‑Leitsätze insbesondere zur Erforderlichkeit und Dauer fortbestehender Verbesserungen (Drei‑Monate‑Kriterium) und zur Dauerprognose; medizinische Dokumentation und Beweisanforderungen sind dabei zentral.
“69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 8C_608/2022 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_561/2021 Art. 28 ATSGart. 28 LPGAart. 28 LPGA 8C_671/2014 8C_804/2021 9C_290/2022 Art. 49 IVVart. 49 RAIart. 49 OAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 29ter IVVart. 29ter RAIart. 29ter OAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 117 V 194ATF 117 V 194DTF 117 V 194 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 Art.”
“60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 BGE 146 V 224ATF 146 V 224DTF 146 V 224 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 22 IVGart. 22 LAIart. 22 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_38/2022 9C_699/2019 8C_390/2017 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_182/2020 8C_804/2021 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 22 IVGart. 22 LAIart. 22 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI 9C_341/2022 8C_842/2014 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart.”
“88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 VGE IV/2012/806 9C_79/2013 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_228/2013 9C_458/2021 BGE 136 V 279ATF 136 V 279DTF 136 V 279 9C_851/2018 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 409ATF 143 V 409DTF 143 V 409 9C_808/2018 BGE 143 V 417ATF 143 V 417DTF 143 V 417 8C_147/2020 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2021 56816.11.2022Verfügung vom 11. Juni 2021Normen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 146 V 364BGE 146 V 16BGE 145 V 2159C_458/20218C_147/20209C_851/2018Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 32 VRPGRechtsprechung KantonVGE 16VGE 10VGE IV/2012/806Normen Bund/Kanton”
“17 LPGA BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 107 V 219ATF 107 V 219DTF 107 V 219 BGE 105 V 29ATF 105 V 29DTF 105 V 29 BGE 130 V 351ATF 130 V 351DTF 130 V 351 BGE 125 V 369ATF 125 V 369DTF 125 V 369 BGE 112 V 372ATF 112 V 372DTF 112 V 372 BGE 131 V 164ATF 131 V 164DTF 131 V 164 BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 EVG I 21/05 BGE 125 V 256ATF 125 V 256DTF 125 V 256 BGE 115 V 133ATF 115 V 133DTF 115 V 133 BGE 114 V 310ATF 114 V 310DTF 114 V 310 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 133 V 450ATF 133 V 450DTF 133 V 450 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 108 UVGart. 108 LAAart. 108 UVG Art. 108 UVGart. 108 LAAart. 108 LAINF BGE 125 V 195ATF 125 V 195DTF 125 V 195 BGE 117 V 264ATF 117 V 264DTF 117 V 264 BGE 124 V 375ATF 124 V 375DTF 124 V 375 BGE 126 V 360ATF 126 V 360DTF 126 V 360 BGE 125 V 195ATF 125 V 195DTF 125 V 195 BGE 130 III 324ATF 130 III 324DTF 130 III 324 BGE 126 V 322ATF 126 V 322DTF 126 V 322 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI EVG U 305/03 BGE 134 V 109ATF 134 V 109DTF 134 V 109 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 605 2019 240 8C_118/2021 605 2019 240 8C_118/2021 8C_118/2021 605 2019 240 605 2019 240 8C_118/2021 605 2019 240 8C_122/2019 8C_103/2018 8C_118/2021 8C_256/2021 Art. 17 IVGart. 17 LAIart. 17 LAI BGE 130 V 488ATF 130 V 488DTF 130 V 488 Art. 17 IVGart. 17 LAIart. 17 LAI Art. 15 IVGart. 15 LAIart. 15 LAI Art. 18 IVGart. 18 LAIart. 18 LAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos605 2020 9103.05.2022Arrêt de la Ie Cour des assurances sociales du Tribunal cantonalNormen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 134 V 109BGE 133 V 450BGE 131 V 1648C_256/20218C_118/20218C_122/2019EVG I 138/05EVG I 21/05EVG I 156/04Normen KantonRechtsprechung Kanton605 2020 91605 2019 240Normen Bund/KantonArt. 108 UVGArt. 108 UVG”
“, 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. BVR 2022 222 VGE 25 Art. 57 ATSGart. 57 LPGAart. 57 LPGA Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 59 ATSGart. 59 LPGAart. 59 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 125ATF 109 V 125DTF 109 V 125 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_83/2010 8C_48/2018 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 8C_64/2019 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI BGE 121 V 264ATF 121 V 264DTF 121 V 264 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI 8C_42/2008 8C_300/2015 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 145 V 209ATF 145 V 209DTF 145 V 209 Art. 43 IVGart. 43 LAIart. 43 LAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 83 ATSGart. 83 LPGAart. 83 LPGA Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart.”
“57 ATSGart. 57 LPGAart. 57 LPGA Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 59 ATSGart. 59 LPGAart. 59 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 9C_379/2019 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 8C_67/2013 Art.”
“56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 145 V 361ATF 145 V 361DTF 145 V 361 BGE 143 V 409ATF 143 V 409DTF 143 V 409 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 145 V 361ATF 145 V 361DTF 145 V 361 Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA 8C_865/2017 Art. 21 ATSGart. 21 LPGAart. 21 LPGA Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 128 V 29ATF 128 V 29DTF 128 V 29 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 EVG I 517/02 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 Art.”
Bei zeitlich wechselnden Heilungs‑ und Verschlechterungsphasen ist die Rentenbemessung zeitlich abzugrenzen und entsprechend den jeweiligen Phasen anzupassen; Perioden mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit sind gesondert zu erfassen und zu beurteilen. Änderungen sind nach Art. 88a Abs. 2 IVV erst dann zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert haben.
“Eine allfällige Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Analoges gälte für eine allfällige Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (Art. 88a Abs. 1 IVV). Da eine Veränderung der Erwerbsfähigkeit frühestens per Ende März 2022 eintrat, bleiben die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten 50%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit für den Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022 zu prüfen.”
“Unbestritten und aufgrund der Akten erstellt ist, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nach dem Unfall vom 29. März 2017 infolge der Daumenbeschwerden rechts und der Ellbogenbeschwerden rechts zwischenzeitlich erheblich verschlechtert haben und der Beschwerdeführer vom 14. August 2017 bis 30. November 2018 sowie vom 1. Juli bis 31. Oktober 2019 auch in angepasster Tätigkeit vollumfänglich arbeitsunfähig war. Ebenfalls unbestritten ist, dass die Daumenverletzung im Dezember 2018 und die Ellbogenverletzung im November 2019 ausgeheilt waren und dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit gemäss dem von den Gutachtern des A.___ umschriebenen Belastungsprofil von Dezember 2018 bis Juni 2019 und seit November 2019 wieder in einem 70%Pensum zumutbar war bzw. ist. Vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird sodann die Feststellung der Beschwerdegegnerin gemäss Verfügungsbegründung (vgl. Urk. 2/2 = Urk. 9/212), wonach (unter Berücksichtigung von Art. 88bis Abs. 1 lit. a und Art. 88a Abs. 2 IVV) vom 1. November 2017 bis 28. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, ab 1. März 2019 Anspruch auf eine Viertelsrente und vom 1. Oktober bis 31. Oktober 2019 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestehe sowie die Rente nach eingetretener Verbesserung infolge Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit ab 1. November 2019 auf eine Viertelsrente herabgesetzt werde. Strittig ist indes, ob die Beschwerdegegnerin beim Einkommensvergleich zu Recht den früher gewährten leidensbedingten Abzug von 20 % nicht mehr vorgenommen und daher den Anspruch auf eine Viertelsrente nunmehr verneint hat.”
“Bei einem Valideneinkommen von Fr. 117'543.75 für das Jahr 2017 bzw. Fr. 120'670.35 für das Jahr 2021 (Nominallohnentwicklung 1,2% [2018] x - 0,5% [2019] x 3,4% [2020] x - 1,4% [2021]) und einem Invalideneinkommen von Fr. 58'771.90 (2017) bzw. von Fr. 48'268.15 (2021) beträgt die Einkommenseinbusse Fr. 58'771.85 (2017) bzw. Fr. 72'402.20 (2021), was einem Invaliditätsgrad von gerundet 50% (2017) bzw. 60% (2021) entspricht. Im Ergebnis hat der Versicherte - wie von der IV-Stelle in ihrer Stellungnahme vom 23. Februar 2002 beantragt - ab 1. Dezember 2017 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50% einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente und in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab 1. Februar 2022 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 60% einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.”
Bei attestierten Teilarbeitsfähigkeiten unter 3 Monaten bleibt Leistung weiterhin ungekürzt.
“Was die Zeit vom 28. Mai 2014 bis Ende September 2016 anbelangt, so geht aus dem Gutachten der MEDAS hervor, dass der Versicherte ab dem Unfallereignis vom 2. November 2013 - mit Ausnahme von kürzeren, d.h. weniger als 3 Monate andauernden und somit gemäss Art. 88a IVV nicht zu berücksichtigenden attestierten Teilarbeitsfähigkeiten - in seiner angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig war. So wurde das linke Knie am 23. Januar 2014 erstmals operiert. Danach bestand gemäss Stellungnahme von Dr. E.____ vom 6. Februar 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 30. April”
Bei ununterbrochener dreimonatiger Besserung gilt die Rentenherabsetzung drei Monate nach Besserungseintritt.
“Vom 1. März 2019 bis zum 30. April 2021 war der Beschwerdeführer gestützt auf die Ausführungen von Dr. Y.___ vollumfänglich arbeitsunfähig, womit ihm vom 1. April 2020 (Ablauf des Wartejahres) bis zum 31. Juli 2021, sprich drei Monate nach Verbesserung des Gesundheitszustandes (vgl. Art. 88a IVV), eine ganze Rente zusteht.”
Vorübergehende Verbesserungen, die weniger als drei Monate gedauert haben, sind bei der Berücksichtigung nach Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zu berücksichtigen.
“Die Vorinstanz hat weiter erwogen, für den Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG seien die Verhältnisse im Zeitpunkt des mutmasslichen Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei die hypothetischen Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen seien (BGE 143 V 295 E. 4.1.3). Die Neuanmeldung zum Leistungsbezug sei im Dezember 2018 eingereicht worden, sodass der frühest mögliche Rentenbeginn in Anwendung von Art. 28 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 29 Abs. 1 IVG auf Juni 2019 festzulegen sei. Ab 1. Mai 2019 sei der Beschwerdeführer bis Ende Oktober 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Diese gesundheitliche Verschlechterung stelle einen Revisionsgrund dar und sei gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nach drei Monaten zu berücksichtigen. Ab Januar bis Ende April 2020 sei der Beschwerdeführer erneut vollständig arbeitsunfähig gewesen. Die vorübergehende Verbesserung des somatischen Gesundheitszustands im November und Dezember 2019 habe weniger als drei Monate gedauert und sei daher nicht zu berücksichtigen. Im Anschluss an die viermonatige Rekonvaleszenz nach der Rückenoperation vom 9. Januar 2020 sei gestützt auf das Gutachten der medexperts ag von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Dieser Umstand stelle einen erneuten Revisionsgrund dar, der nach drei Monaten zu berücksichtigen sei (Art. 88a Abs. 1 IVV). Der Beschwerdeführer habe nach dem Gesagten ab August 2019 bis Ende Juli 2020 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Auf den 1. August 2020 hin sei eine neue Invaliditätsbemessung vorzunehmen.”
Nach dreimonatigem Fortbestehen ist auf tatsächlich erzielten Lohn im reinen Teilzeit-Arbeitsverhältnis abzustellen.
“Wie bereits erwähnt, arbeitete die Beschwerdeführerin ab August 2018 mit einem 50%igen Beschäftigungspensum bei der B.___ AG im angestammten Beruf. Nach Ablauf der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a IVV, ab November 2018, kann zur Ermittlung des Invalideneinkommens deshalb auf den im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses konkret erzielten Lohn abgestellt werden, zumal die Beschwerdeführerin damit unbestrittenermassen ihre damalige Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpfte (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/aa). Da die IV-Stelle den bei der B.___ AG erzielten Lohn bisher noch nicht ermittelt hat, wird sie dies ebenfalls nachzuholen und auf dieser Grundlage das Invalideneinkommen und den Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich ab November 2018 festzusetzen haben.”
Eine voraussichtlich nur kurz dauernde, postoperative Arbeitsunfähigkeit von unter drei Monaten steht einer Rentenverweigerung nicht automatisch entgegen. Soweit zum relevanten Zeitpunkt eine zumutbare Erwerbstätigkeit verlangt werden konnte, kann dies die Ablehnung einer Rente rechtfertigen. Dem Versicherten bleibt es vorbehalten, bei einer späteren Änderung der Verhältnisse erneut Leistungen zu beantragen (angelehnt an die Auslegung zu Art. 88a Abs. 2 IVV/IVV in der zitierten Rechtsprechung).
“En effet, en l'occurrence, il est avéré qu'en dépit de ses handicaps ne l'autorisant plus à pratiquer la dernière profession exercée, au sens du droit de l'AI, il était exigible de la part de la recourante qu'elle exerce une activité (ne requérant pas de formation particulière) lui procurant un revenu excluant un droit à une rente d'invalidité (en fonction aussi de son statut mixte) déjà au moment où au plus tôt un tel droit pouvait naître (voir ci-avant c. 4.1, 4.3.2 et 5.1.2). Dans de telles circonstances, le principe de la priorité de la réadaptation n'a aucune incidence car cette priorité s'entend au sens qu’aucune rente ne peut être octroyée avant que les mesures de réadaptation n’aient été suivies. Or ici, l'intimé pouvait se prononcer sur l'absence de droit à une rente, quand bien même les mesures de réadaptation offertes n'avaient pas abouti (TF 8C_515/2010 du 20 octobre 2010 c. 2.2). L'éventualité d'une intervention chirurgicale, visant en soi une amélioration de l'état de la recourante par rapport aux restrictions du profil d'exigibilité et n'occasionnant en principe qu'une incapacité de travail totale de moins de trois mois (art. 88a al. 2 RAI), ne faisait pas obstacle au prononcé d'un refus de rente le 9 janvier 2020. Aucun droit à une rente AI transitoire, pour la période opératoire, voire dès le terme des indemnités journalières pour perte de gain, n'était prévisible selon une vraisemblance prépondérante en l'état. Comme cela ressort de la note téléphonique du 20 janvier 2020 figurant au "Protokoll" ("Elle est informée du fait qu'elle pourra déposer une nouvelle demande dès qu'elle sera de nouveau apte au travail"), ainsi qu'elle l'a fait, il appartenait à la recourante, cas échéant, de déposer une nouvelle demande de prestations AI en rendant plausible une modification de la situation, par rapport à ce qui avait été constaté à l'appui de la dernière décision rendue en matière d'aide au placement ou de celle concernant le refus de rente (art. 87 al. 2 RAI). 6. La recourante n'obtenant pas gain de cause, les frais de la présente procédure, fixés à un émolument forfaitaire de Fr. 800.-, doivent être mis à sa charge (art. 69 al.”
Aufhebung der Rente bei Unterschreiten der rentenbegründenden Schwelle: Führt die Neuberechnung des Invaliditätsgrads dazu, dass die für eine Rente erforderliche Mindesthöhe nicht mehr erreicht wird, ist die Rente ab dem Zeitpunkt aufzuheben, in dem dieser nicht mehr rentenbegründende Grad festgestellt worden ist (vgl. die in den Quellen dokumentierten Fälle).
“Nach dem Dargelegten entspricht der IV-Grad damit dem Grad der Arbeitsunfähigkeit von 25 % und es besteht kein Anspruch mehr auf eine IV-Rente. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die ab 1. September 2018 zugesprochene ganze IV-Rente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 31. März 2019 aufgehoben hat.”
“Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt im Jahr 2019 eine Einschränkung im Erwerb von 100 %. Im Rahmen der gemischten Methode verbleibt bei einer Gewichtung von 50 % Erwerb und 50 % Haushalt bei der Gewichtung ein Invaliditätsgrad von 50 % im Erwerbsbereich. Im Haushalt verbleibt bei einer Einschränkung von 6 % ein invaliditätsgrad von 3 %. Insgesamt resultiert somit ein Invaliditätsgrad von 53 %. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin somit zu Recht ab April 2019 (nach Ablauf des Wartejahres und der sechsmonatigen Frist nach Art. 29 Abs. 1 IVG) eine halbe Invalidenrente zugesprochen (vgl. E. 3.1.). Für das Jahr 2020 ergibt die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen eine Einschränkung im Erwerb von 52 %. Gewichtet verbleibt ein Invaliditätsgrad im Erwerb von 26.3 %. Hinzu kommt wiederum ein Invaliditätsgrad im Haushalt von 3 %, was zu einer Gesamtinvalidität von 29.3 % führt. Dieser Invaliditätsgrad ist nicht rentenbegründend (vgl. E. 3.1.). Unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. ebenfalls E. 3.1.) kam die Beschwerdegegnerin entsprechend der Beurteilung von Dr. med. D____ (vgl. E. 4.1.) und der Berechnung des IV-Grades zum Schluss, ab dem 1. Mai 2020 bestehe seitens der Beschwerdeführerin kein Rentenanspruch mehr. Diese Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden. 6.6. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu Recht basierend auf dem rheumatologischen Gutachten von Dr. med. D____ vom 19. März 2021 (IV-Akte 89) und den Abklärungen des Abklärungsdienstes (Berichte vom 18. Mai 2020, IV-Akte 55, und vom 28. Juni 2021, IV-Akte 104) ab dem 1. April 2019 bis zum 30. April 2020 eine befristete halbe Invalidenrente zugesprochen und einen darüberhinausgehenden Anspruch verneint. 7. 7.1. Im Lichte der obigen”
Fehlt eine langandauernde Erwerbsunfähigkeit, begründet dies keinen Anspruch auf eine IV-Rente.
“vermögen daran nichts zu ändern, da sie keine langandauernde Erwerbsunfähigkeit und somit keinen Rentenanspruch zu begründen vermögen (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG; vgl. ferner Art. 88a Abs. 2 IVV). Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint. Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen, wobei ihr der von ihr geleiteste Kostenvorschuss daran anzurechnen ist. Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der von ihr geleitstete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr.”
Rentenzugang beginnt drei Monate nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (Beispiel: Anspruch ab Oktober 2017).
“Der Vergleich des hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 69'930.95 mit dem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 30'354.60 ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 39'576.35, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 57 % entspricht. Damit hat der Beschwerdeführer ab Oktober 2017 (Juni 2017 plus drei Monate, Art. 88a IVV ) Anspruch auf eine halbe Rente. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. Da weder eine langjährige Abwesenheit vom Arbeitsmarkt oder ein hohes Alter vorliegt, ist der Beschwerdeführer auf den Weg der Selbsteingliederung zu verweisen. Es bleibt der Hinweis, dass Rentenbezügerinnen und -bezüger nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet sind, trotz allfälliger subjektiver Eingliederungsunfähigkeit an allen zumutbaren Massnahmen aktiv teilzunehmen, damit ihr Eingliederungspotential ausgeschöpft werden kann. Dies betrifft Personen mit ganzen und Teilrenten gleichermassen. Der Verpflichtung zur aktiven Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen wird durch die Sanktionierungsmöglichkeiten der Kürzung oder Verweigerung von Rentenleistungen Nachdruck verliehen (BGE 145 V 2 E. 4.2.4 und E. 4.3.1). Der Beschwerdeführer ist dementsprechend gehalten, sich aktiv um seine Eingliederung zu bemühen. Dies gilt auch, soweit die Beschwerdegegnerin den gutachterlichen Ausführungen folgend eine erneute Überprüfung der Arbeitsfähigkeit anstreben sollte.”
Bei Wechsel der Arbeitsunfähigkeit sind neue Invaliditätsgrade sofort für die Dreimonatsberechnung heranzuziehen.
“Il n’est pas question à ce stade d’un taux moyen d’incapacité de travail, et encore moins d’un taux moyen d’invalidité, sur une année. A l’évidence, le raisonnement de l’intimé ne peut être suivi, dès lors qu’il se fonde sur une notion d’invalidité moyenne dépourvue de base légale et, partant, viole le droit fédéral (cf. AI 29/20 ‑ 337/2020 du 5 octobre 2020 consid. 5). Il convient dès lors de retenir chaque incapacité de travail attestée par les médecins traitants sans en faire une moyenne. Ainsi, dès le 1er septembre 2019, la recourante était en incapacité de travail à 70 % et son taux d’invalidité s’élevait à [(0.7 x 0.80) + (18,7 % x 0.20) =] 59.74 %, arrondi au pourcent supérieur, à savoir à 60 % (cf. ATF 130 V 121 consid. 3.2), taux qui ouvre le droit à trois quarts de rente d’invalidité. Dès le 1er mars 2020, une incapacité de travail de 60 % a été attestée par les médecins traitants et un nouveau calcul doit être effectué dès le 31 mai 2020 (c'est-à-dire trois mois après le changement de taux en application de l’art. 88a RAI). En tentant compte d’une incapacité de travail de 60 %, le taux d’invalidité global se monte à [(0.6 x 0.80) + (18,7 % x 0.20) =] 51.56 %, taux donnant droit à une demi-rente d’invalidité. Ainsi, la recourante aurait droit à trois quarts de rente d’invalidité du 1er septembre 2019 au 29 février 2020, puis à une demi-rente d’invalidité du 1er mars au 31 août 2020 (trois mois après l’augmentation de la capacité de travail de la recourante dès le 8 mai 2020). b) Pour la période du 1er septembre 2020 au 31 janvier 2022, le taux d’invalidité globale s’élève à 35,74 % [0.4 x 0.80] + [18,7 % x 0.20], un taux insuffisant pour ouvrir un droit à une rente de l’assurance-invalidité. c) Pour la période dès le 1er février 2022, le taux d’invalidité global ne peut être déterminé dans la mesure où les empêchements ménagers doivent être réévalués dès le 1er février 2022. 12. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision attaquée réformée en ce sens que la recourante a droit à trois quarts de rente du 1er septembre 2019 au 29 février 2020, puis à une demi-rente du 1er mars au 31 août 2020.”
Bei Anerkennung einer neu eingetretenen, ununterbrochen mindestens drei Monate dauernden Verschlechterung ist diese gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen. In der Praxis begründet dies den Anspruch erst nach Ablauf der Dreimonatsfrist; die Gerichte setzen den Leistungs- oder Rentenbeginn in der Regel ab dem ersten Tag des vierten Monats nach Eintritt der Verschlechterung fest.
“4 hiervor). Rechtsprechungsgemäss müssen jedoch die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit die Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteile des BGer 8C_618/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 4.2, und 8C_718/2018 vom 21. Februar 2019 E. 2.2). Die Rentenhöhe hängt somit auch vom Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres ab. Im vorliegenden Fall betrug die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit im Wartejahr 40 % (während neun Monaten Arbeitsunfähigkeit von 20 % und während drei Monaten Arbeitsunfähigkeit von 100 %; vgl. E. 5.5 hiervor). Somit besteht zunächst, trotz der vollen Erwerbsunfähigkeit, ab 1. Februar 2020 Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 3.4 hiervor). Erst nach Ablauf von drei Monaten, mithin ab 1. Mai 2020, besteht in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV Anspruch auf eine ganze Rente.”
“-- gegenüber, so resultiert daraus eine Erwerbseinbusse von Fr. 1'833.--, was wiederum einem Invaliditätsgrad vom 62,5 % bzw. gerundet (vgl. zu den Rundungsregeln: BGE 130 V 121) von 63 % entspricht. Zum selben Ergebnis - einem gerundeten Invaliditätsgrad von 63 % - gelangt man im Übrigen auch, wenn man diesen nicht auf der Basis des im Rahmen der letzten Erwerbstätigkeit erzielten Lohnes, sondern anhand eines Prozentvergleichs bemisst. 9.5 Abschliessend stellt sich die Frage, wie sich die ermittelten Invaliditätsgrade von 63 % (ab 12. Juni 2020, Ablauf des Wartejahres) und von 80 % (ab Oktober 2020) auf die Höhe und die Dauer des Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin auswirken. Ein Invaliditätsgrad von 63 % verleiht der Versicherten grundsätzlich einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ein Invaliditätsgrad von 80% einen Anspruch auf eine ganze Rente. Die Dreiviertelsrente ist der Versicherten ab 1. Juni 2020, dem Beginn des Monats, in welchem das Wartejahr abgelaufen ist, zuzusprechen. Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Nach dem Gesagten lag bei der Versicherten ab Oktober 2020 neu und bis auf Weiteres ein Invaliditätsgrad von 80 % vor. Die Dreiviertelsrente ist deshalb mit Wirkung ab 1. Januar 2021 (drei Monate nach eingetretener Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit) auf eine unbefristete ganze Rente zu erhöhen. 10. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die Beschwerde der Versicherten gutzuheissen ist. Die angefochtene Verfügung vom 4. Januar 2023 ist aufzuheben und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juni 2020 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. Januar 2021 Anspruch auf eine ganze Rente hat. 11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr.”
“Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin ab April 2022, mithin drei Monate nach der Operation vom 7. Januar 2022 (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV), eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen hat. Zwar bestand nach dem Gesagten gemäss Verlaufsgutachten bereits zum Begutachtungszeitpunkt eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 30 bis 40 Prozent, die Beschwerdeführerin musste sich aber einer teilstationären psychiatrischen Behandlung unterziehen (vgl. die Aufforderung zur Schadenminderung vom 10. Juli 2023, IV-Akten S. 942-943; Eintritt in die Tagesklinik des K.________ am 31. Juli 2023, IV-Akten S. 958), ausserdem werden nach dieser intensivierten Behandlung voraussichtlich berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen folgen (vgl. die Empfehlung der Gutachter, IV-Akten S. 914), weshalb nicht zu beanstanden ist, dass der Beschwerdeführerin für die Zeit ab Januar 2022 (vorerst) keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit und folglich auch kein Invalideneinkommen angerechnet wurde.”
“Il faut bien plutôt retenir que sa passivité et l’absence de toute capacité d’initiative excluent un tel risque. Les conditions mises à la reconnaissance d’un besoin de surveillance personnelle permanente au sens entendu par l’art. 37 RAI ne sont donc pas remplies en l’espèce. On relèvera au demeurant que même si tel était le cas, cela n’aurait aucune incidence sur le sort du litige. 18. Compte tenu des considérants qui précèdent, il s’agit de retenir que la recourante présente depuis avril 2020 un besoin d’assistance pour la réalisation des six actes ordinaires de la vie, ainsi que de soins permanents. Cette situation correspond à celle prévue par l’art. 37 al. 1 RAI, ce qui lui ouvre le droit à une allocation pour impotent de degré grave. 19. a) Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). b) L’augmentation de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l’assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). c) En l’espèce, la recourante a requis le réexamen de son degré d’impotence, par l’intermédiaire de C.________, aux termes d’une correspondance du 13 mars 2021. L’OAI l’a ensuite invitée, le 18 mars 2021, à déposer une demande formelle et à rendre plausible une modification de son degré d’impotence. En l’absence de tout réquisit de forme imposé à une demande de révision de prestations en cours (cf. par exemple : TF 9C_164/2019 du 29 mai 2019), il s’agit de retenir la date du 13 mars 2021 – et non pas celle du 1er novembre 2021 – au titre de demande de révision formulée par la recourante. L’aggravation de l’état de santé de la recourante étant survenue en avril 2020, le délai de trois mois prévu par l’art. 88a al. 2 RAI était donc largement échu le 13 mars 2021, ce qui permet le versement de l’allocation pour impotent de degré grave à partir du 1er mars 2021, conformément à l’art.”
“Für die Zeit nach Ablauf des Wartejahrs am 21. Januar 2021 bis zum 14. Juni 2021 ist von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen, weshalb ab Januar bis September 2021 (14. Juni 2021 plus drei Monate, vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) ein Invaliditätsgrad von 100 % und demnach Anspruch auf eine ganze Rente besteht.”
“Die IV-Stelle Aargau begründete die Rentenzusprache mit Verfügungen vom 23. Juni und 7. Juli 2023 (Urk. 25/201, Urk. 25/204) im Wesentlichen wie folgt: Der Kläger habe mit Gesuch vom 18. Januar 2018 aufgrund einer Arbeits-unfähigkeit seit dem 30. Oktober 2017 Leistungen der Invalidenversicherung beantragt (Urk. 25/201/4), jedoch habe gemäss ihren Abklärungen bis zur Verschlechterung des Gesundheitszustandes am 27. Oktober 2021 ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 24 % bestanden (Urk. 25/201/4-5). Am 27. Oktober 2021 habe der Kläger einen Hirninfarkt erlitten. Dem Gutachten des Zentrums A.___ vom 9. Februar 2023 (A.___-Gutachten, Urk. 25/189) sei zu entnehmen, dass nach diesem Ereignis auch in einer angepassten Tätigkeit während drei Monaten eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe und seither bezüglich einer solchen Verweistätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen sei. Beim Einkommensvergleich (Valideneinkommen: Fr. 88'901.--, Invalideneinkommen: Fr. 29'395.--) habe ein Invaliditätsgrad von 67 % resultiert. Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV sei eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert habe (wobei gleichzeitig zu berücksichtigen sei, dass laut Art. 29 Abs. 2 IVG die Rente vom Beginn des Monats an ausbezahlt werde, in dem der Rentenanspruch entsteht). Demnach bestehe, da sich der Hirnschlag am 27. Oktober 2021 ereignet habe, ab dem 1. Januar 2022 Anspruch auf eine Rente im Umfang von 67 % einer ganzen Invalidenrente.”
Art. 88a IVV bestimmt bei erstmaligen abgestuften bzw. befristeten Rentenzusprachen, dass für das anwendbare Recht der Zeitpunkt der massgebenden Änderung (1.1.2022) entscheidend ist; je nach Relevanz sind altes und neues Recht anzuwenden.
“2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente oder statt einer halben eine höhere Rente auszurichten. Eventuell sei ein gerichtliches Gutachten in Auftrag zu geben, um die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrisch-psychologischer Sicht in Kombination mit ihrem Rückenleiden rechtsgenüglich abklären zu können. Am 14. März 2024 (Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. März 2024 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Für Fälle erstmaliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend; vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Vorliegend erging die angefochtene Verfügung nach dem 1. Januar 2022. Da ein Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin ab November 2019 und ab April 2022 zu prüfen ist, kommt jeweils das alte und das neue Recht zur Anwendung. Vorliegend werden deshalb je nach Relevanz sowohl die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen als auch die ab 1. Januar 2022 anwendbaren Rechtsvorschriften zitiert. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.”
“2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente oder statt einer halben eine höhere Rente auszurichten. Eventuell sei ein gerichtliches Gutachten in Auftrag zu geben, um die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrisch-psychologischer Sicht in Kombination mit ihrem Rückenleiden rechtsgenüglich abklären zu können. Am 14. März 2024 (Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. März 2024 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Für Fälle erstmaliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend; vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Vorliegend erging die angefochtene Verfügung nach dem 1. Januar 2022. Da ein Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin ab November 2019 und ab April 2022 zu prüfen ist, kommt jeweils das alte und das neue Recht zur Anwendung. Vorliegend werden deshalb je nach Relevanz sowohl die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen als auch die ab 1. Januar 2022 anwendbaren Rechtsvorschriften zitiert. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.”
Ab November 2016 galt eine seit über drei Monaten andauernde Verbesserung als massgeblich für Rentenherabsetzung.
“Gemäss den Gutachtern ist der Beschwerdeführerin ab November 2016 wieder eine 50%ige angepasste Arbeitstätigkeit zumutbar. Da sich die Beschwerdeführerin bereits ab März 2016 im Verein C.___ betätigte (Urk. 2/8/59/62), ist davon auszugehen, dass im November 2016 eine bereits mehr als drei Monate andauernde Verbesserung des Gesundheitszustandes vorgelegen hatte (nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen [Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV] analog anzuwenden [BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2]).”
Bei dreimonatiger Besserung beginnt die Rentenkürzung ab dem ersten Tag des Dreimonatszeitraums.
Bei der Beurteilung und Festlegung befristeter Invalidenrenten bilden die medizinischen Gutachten der beratenden/prüfenden Stellen (z. B. polydisziplinäres Gutachten, GA eins GmbH; psychiatrische Gutachten) eine massgebliche Grundlage. Auf Grundlage solcher Gutachten legt die IV‑Stelle in der Praxis konkrete Beginn‑ und Enddaten für die Befristung fest.
“Zu prüfen ist, ob die IV-Stelle zurecht gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der GA eins GmbH vom 8. Februar 2021 zwar von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der Aufhebung der Invalidenrente im Jahr 2017 ausgegangen ist, aber aufgrund einer attestierten Arbeitsfähigkeit von 80% ab Februar 2020 lediglich eine befristete ganze Invalidenrente vom 1. August 2019 bis 1. Mai 2020 (Art. 88a Abs. 1 IVV) zugesprochen und darüber hinaus einen Anspruch abgelehnt hat.”
“Mai 2016 könne eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht angenommen werden. Diese sei im Bericht von Dr. med. B.___ vom 23. August 2017 mit 40 % eines 80 %-Pensums beziffert und am 31. Oktober 2018 bestätigt worden (S. 2 unten). Im psychiatrischen Gutachten werde nachvollziehbar dargestellt, weshalb die Symptomatik derzeit nur noch geringgradig ausgeprägt sei und weshalb eine andauernde Persönlichkeitsänderung nicht vorliege (S. 2 Mitte). Im Gutachten könne retrospektiv nicht festgestellt werden, wann sich der Zustand wesentlich verändert habe. Deshalb gelte die aktuelle Einschätzung erst ab dem Zeitpunkt der Untersuchung. Daraus ergebe sich für die Tätigkeit als Uhrenschleifer und jede andere angepasste Tätigkeit folgender Verlauf der Arbeitsunfähigkeit: - 100 % ab 15. Januar 2016 - 17. Januar 2017 - 70 % ab 18. Januar 2017 - 12. Oktober 2019 - 0 % ab 12. Oktober 2019 - Datum der Untersuchung durch A.___ In teilweiser Gutheissung des Einwandes stehe dem Beschwerdeführer somit ab 1. Juni 2018 (nach IV-Taggeld) befristet bis 31. Januar 2020 (Art. 88a Abs. 1 IVV) eine ganze Invalidenrente zu (S. 2 unten).”
In Revisionsfällen ist der massgebende Zeitpunkt, ab dem eine tatsächliche Änderung für die Beurteilung des Rentenanspruchs zu berücksichtigen ist, anhand von Art. 88a IVV/RAI zu bestimmen. Ergibt sich daraus, dass die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022 eingetreten ist, sind die bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen anzuwenden; erfolgte die massgebende Änderung nach dem 31. Dezember 2021, ist das seit dem 1. Januar 2022 geltende Recht massgebend.
“Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’occurrence, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. 4.1 Lorsque l’administration entre en matière sur une demande de révision déposée par la personne assurée (art. 87 al. 2 RAI), elle doit traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification du degré d’invalidité rendue plausible par l’assuré (prenant par ex. la forme d’un nouveau diagnostic posé au cours de la période de comparaison déterminante ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_735/2019 du 25 février 2020 consid. 4.5) est réellement survenue. Si l’office AI entre en matière sur la demande de révision, il doit procéder à un examen complet (« allseitig ») en fait et en droit (arrêt du Tribunal fédéral 9C_4/2021 du 1er mars 2021 consid. 6.1.2). S’il constate que le degré d’invalidité n’a pas changé depuis le prononcé de la précédente décision entrée en force (rejetant la demande de rente ou de révision de la rente), il rejette la demande. Dans le cas contraire, il doit en outre examiner si le degré d’invalidité permet d’ouvrir ou augmenter le droit à la rente.”
“Conformément aux principes généraux en matière de droit intertemporel (ATF 149 II 320 consid. 3 ; 148 V 174 consid. 4.1 et les références), il y a lieu d'examiner en fonction des règles applicables jusqu'au 31 décembre 2021 si une modification déterminante pour le droit à la rente est survenue jusqu'à cette date (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2). Selon ces principes, le ch. 9102 de la Circulaire de l'Office fédéral des assurances sociales (OFAS) sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité (CIRAI ; valable à partir du 1er janvier 2022) prévoit que si la modification déterminante s'est produite avant le 1er janvier 2022, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 s'appliquent ; si la modification déterminante s'est produite après cette date, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 s'appliquent. La date de la modification déterminante est fixée selon l'art. 88a RAI (cf. arrêt du TF 9C_187/2024 du 19 septembre 2024 consid. 3.2). En l'espèce, l'intéressée a déposé une demande de révision le 2 mars 2022 en alléguant une aggravation de son état de santé. Quant à la modification déterminante, elle se produirait, si elle était avérée, le 2 décembre 2021. La présente cause doit donc être examinée au regard des normes en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. 3.4 Le juge des assurances sociales apprécie en outre la légalité des décisions d'après les faits existant au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 1er mai 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 130 V 138 consid. 2.1 ; 121 V 362 consid. 1b). 4. 4.1 Selon l'art. 17 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (al.”
“Unter dem Vorbehalt besonderer übergangsrechtlicher Regelungen gilt in intertemporalrechtlicher Hinsicht für die Beurteilung der Frage, welches Recht bei einer Änderung der Rechtsgrundlagen Anwendung findet, der Grundsatz, dass diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 mit Hinweisen; vgl. zum zeitlich massgebenden Sachverhalt auch BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen). Dementsprechend ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu jenem Zeitpunkt eine rentenrelevante Änderung eingetreten ist. In diesem Sinne legt Rz. 9102 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR) für erstmalig abgestufte bzw. befristete Rentenzusprachen und Revisionsfälle nach Art. 17 ATSG Folgendes fest: Ereignete sich die massgebliche Änderung vor dem 1. Januar 2022, so finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Fand sie hingegen später statt, so sind die ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV heranzuziehen. Der Zeitpunkt der relevanten Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (Urteil 8C_649/2023 vom 6. August 2024 E. 3.1).”
“Unter dem Vorbehalt besonderer übergangsrechtlicher Regelungen gilt in intertemporalrechtlicher Hinsicht für die Beurteilung der Frage, welches Recht bei einer Änderung der Rechtsgrundlagen Anwendung findet, der Grundsatz, dass diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 mit Hinweisen; vgl. zum zeitlich massgebenden Sachverhalt auch BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen). Dementsprechend ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu jenem Zeitpunkt eine rentenrelevante Änderung eingetreten ist. In diesem Sinne legt Rz. 9102 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR) für erstmalig abgestufte bzw. befristete Rentenzusprachen und Revisionsfälle nach Art. 17 ATSG Folgendes fest: Ereignete sich die massgebliche Änderung vor dem 1. Januar 2022, so finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Fand sie hingegen später statt, so sind die ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV heranzuziehen. Der Zeitpunkt der relevanten Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV. Zwar erging hier die dem angefochtenen Urteil vom 4. September 2023 zugrunde liegende Verfügung erst nach dem 1. Januar”
“Januar 2022 trat das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535). Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu jenem Zeitpunkt eine rentenrelevante Änderung eingetreten ist. Demgemäss legt Rz. 9102 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR) für erstmalig abgestufte bzw. befristete Rentenzusprachen und Revisionsfälle nach Art. 17 ATSG Folgendes fest: Ereignete sich die massgebliche Änderung vor dem 1. Januar 2022, so finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Fand sie hingegen später statt, so sind die ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV heranzuziehen. Der Zeitpunkt der relevanten Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV. Zwar erging die dem angefochtenen Urteil vom 8. August 2023 zugrunde liegende Verfügung erst nach dem 1. Januar”
Eine Verschlechterung, die ohne wesentliche Unterbrechung weniger als drei Monate dauert, rechtfertigt in der Regel keine Wiederaufnahme oder dauerhafte Änderung der Rente; eine mehrere Monate andauernde Beeinträchtigung kann hingegen revisionsrelevant sein. (vgl. Quellen 0 und 1 zu Art. 88a Abs. 2 IVV)
“Auf die weiteren in neurologischer Hinsicht neu festgestellten Befunde, vor allem die anhaltende Seitendifferenz der Unterschenkelmuskulatur nach einem Ödem in der rechten Wade im Mai 2019, die Peroneus-Läsion, die lumbale Radikulopathie L4 bis S1 mit radikulären Reizleitungsstörungen L4-S1 und die Ischiadicus-Läsion links, ging er nicht ein. Auch ist nicht nachvollziehbar, weshalb er von der Behandelbarkeit der Polyneuropathie ausging. Dies wurde von ihm weder erläutert, noch findet sich eine solche Aussage in den Berichten der Neurologen. Im Weiteren kann allein aus der Behandelbarkeit von Leiden nichts über deren Auswirkungen auf die massgebende Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden. Das konkrete Ergebnis einer Behandlung bei der Beschwerdeführerin wäre zudem ungewiss und könnte erst festgestellt werden, wenn diese erfolgt ist. Dies gilt im Übrigen auch in Bezug auf das CTS. Zu beachten ist ferner, dass die Beschwerdeführerin bisher Anspruch auf eine halbe Rente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 51 % hat (Urk. 8/51, Urk. 8/44-2-3). Daher könnte bereits eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit von wenigen Monaten (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) zu einer zumindest vorübergehenden anspruchserheblichen Beeinflussung des Invaliditätsgrades führen. Sofern somit die einzelnen neu aufgetretenen Beschwerden auch nur zeitweise die Leistungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigt haben, was es angesichts der Vielzahl und Komplexität der somatischen und psychischen Beschwerdebilder aus interdisziplinärer Sicht abzuklären gilt, könnte dies Anlass zur Rentenrevision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG geben. Die Aussage von Dr. H.___, die Arbeitsunfähigkeit sei nicht dauerhaft verändert, ohne überdies festzustellen, von wann bis wann und in welchem Umfang gestützt auf welche ärztlichen Einschätzungen eine solche zusätzliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bestand, vermag daher aus rechtlicher Sicht keine abschliessende ärztliche Entscheidungsgrundlage darzustellen. Hinzu kommt, dass Dr. H.___ ein Facharzt der Orthopädischen Chirurgie und nicht der Neurologie ist. Eine fehlende fachspezifische Qualifikation stellt indes ein Indiz gegen die Zuverlässigkeit und damit den Beweiswert eines ärztlichen Berichts, hier der RAD-Stellungnahme, dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_360/2016 vom 21.”
“L'incapacité totale qui s'est étendue du 10 mai au 1er juin 2016 était trop brève (moins de trois mois consécutifs) pour justifier à elle seule la reprise du versement d'une rente (cf. art. 88a al. 2 RAI). La récupération d'une capacité de travail de 60 % dans l'activité adaptée dès le 1er juin 2016 n'y change rien. En effet, la perte de gain de 35 %, qui prévaut à nouveau depuis cette date, résulte derechef de la comparaison du revenu de 56'110 fr. que le recourant avait perçu en 2014 dans son activité de "responsable bâtiment" exercée à 60 %, avec le gain sans invalidité de 86'308 fr. 40 (l'indexation des revenus déterminants en 2016 évoluant en parallèle); elle exclut donc le maintien de la rente. On relèvera à cet égard, contrairement à l'opinion de l'instance précédente, que le revenu de 56'110 fr. ne doit pas être extrapolé en fonction d'une activité à plein temps, car selon les experts du CEMEDEX, la capacité de travail dans l'activité adaptée atteignait uniquement 60 % dès le 1er juin”
Bei zeitlich begrenzter Vollinvalidität kann eine Rente drei Monate nach teilweiser Erholung reduziert werden.
“b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid. 4.1 ; 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). 13. a) Dans son écriture du 15 septembre 2023, la recourante a conclu à la mise en œuvre de mesures professionnelles. b) aa) Selon l’art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d’une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let.”
Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind als massgebliche Zeitpunkte sowohl der Rentenbeginn als auch der nach Art. 88a IVV unter Anwendung der Dreimonatsfrist festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung zu berücksichtigen.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).”
Bei der Bestimmung des Validen‑ und des Invalideneinkommens sowie bei wiederholten Einkommensvergleichen ist die Übergangsfrist nach Art. 88a Abs. 1 IVV anzuwenden. Entspricht sich der Erwerbs‑ oder Ausbildungsstand neu veränderten Erwerbsmöglichkeiten, so ist dieser neue Stand für die Einkommensbemessung ab dem Zeitpunkt zugrunde zu legen, ab dem anzunehmen ist, dass die Änderung von längerer Dauer ist (die Praxis bildet dies durch die jeweiligen Vergleichszeitpunkte ab; vgl. z. B. die Einkommensvergleiche per Oktober 2017 bzw. per Oktober 2021 in den Entscheidungen).
“Aufgrund der ab Juli 2017 erstellten 50%igen Arbeitsfähigkeit (vgl. vorne E. 3.5) besteht unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) und unter Zugrundelegung desselben LSE-Tabellenlohnes für beide Vergleichseinkommen (vgl. vorne E. 4.2.4 und E. 4.3.2) per Oktober 2017 ein Invaliditätsgrad von 50 % (100 % ./. 50 %), entsprechend einem Anspruch auf eine halbe Rente (vgl. vorne E. 2.4; so auch AB 308/4). Nach Abschluss der … Ausbildung per Ende Juli 2021 (vgl. AB 257/2; vgl. vorne E. 4.1.3) und wiederum unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) betragen das Valideneinkommen von Fr. 62'146.25 (vgl. vorne E. 4.2.5) und das zumutbare Invalideneinkommen in einem 50 %-Pensum Fr. 36'293.15 (vgl. vorne E. 4.3.2). Der Invaliditätsgrad beträgt 42 % ([Fr. 62'146.25 ./. Fr. 36'293.15] / Fr. 62'146.25 x 100; zur Rundungspraxis siehe BGE 130 V 121 E. 3.2 und”
“Aufgrund der ab Juli 2017 erstellten 50%igen Arbeitsfähigkeit (vgl. vorne E. 3.5) besteht unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) und unter Zugrundelegung desselben LSE-Tabellenlohnes für beide Vergleichseinkommen (vgl. vorne E. 4.2.4 und E. 4.3.2) per Oktober 2017 ein Invaliditätsgrad von 50 % (100 % ./. 50 %), entsprechend einem Anspruch auf eine halbe Rente (vgl. vorne E. 2.4; so auch AB 308/4). Nach Abschluss der … Ausbildung per Ende Juli 2021 (vgl. AB 257/2; vgl. vorne E. 4.1.3) und wiederum unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) betragen das Valideneinkommen von Fr. 62'146.25 (vgl. vorne E. 4.2.5) und das zumutbare Invalideneinkommen in einem 50 %-Pensum Fr. 36'293.15 (vgl. vorne E. 4.3.2). Der Invaliditätsgrad beträgt 42 % ([Fr. 62'146.25 ./. Fr. 36'293.15] / Fr. 62'146.25 x 100; zur Rundungspraxis siehe BGE 130 V 121 E. 3.2 und”
“Mit der ab Juli 2017 eingetretenen Verbesserungen des Gesundheitszustandes und der Steigerung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf 50 % (AB 105.1/26 Ziff. 6.8) besteht ein medizinischer Revisionsgrund (vgl. vorne E. 2.5.1), weshalb unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) per Oktober 2017 ein zweiter Einkommensvergleich vorzunehmen ist. Sodann besteht mit dem Abschluss der beruflichen Ausbildung zum … (vgl. AB 201/2 f., 214, 257/2) per Ende Juli 2021 und der dadurch neu bestehenden Erwerbsmöglichkeiten in einer angepassten Tätigkeit (vgl. dazu hinten E. 4.2.4) ein erwerblicher Revisionsgrund, weshalb – wiederum unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) per Oktober 2021 ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen ist. Schliesslich besteht mit der spätestens ab dem 8. November 2021 ausgewiesenen zwischenzeitlich eingetretenen Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit (vgl. AB 284.1/13 Ziff.”
Überschreiten von Altersgrenzen bzw. Änderungen des Valideneinkommens können eine revisionsweise Überprüfung/Reanmeldung nach Art. 88a IVV rechtfertigen (z. B. bei erheblicher Änderung des Invaliditätsgrads durch geändertes Valideneinkommen).
“Altersjahres im Mai 2021 hätte bei einem Valideneinkommen von Fr. 83'500.-- (ungekürzter Medianwert gemäss den LSE; vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], IV-Rundschreiben Nr. 393) erstmals ein über 40 % liegender Invaliditätsgrad vorgelegen. Die Veränderung des Valideneinkommens für Frühinvalide bei Überschreiten der einzelnen Altersschwellen habe altrechtlich eine Tatsachenänderung dargestellt, die eine revisionsweise Überprüfung bzw. Wiederanmeldung im Sinne von Art. 88a IVV bzw. 87 Abs. 2 und 3 IVV gerechtfertigt habe. Da ein gestützt auf aArt. 26 Abs. 1 IVV berechneter Invaliditätsgrad vor Erreichen des”
Die behauptete Verschlechterung musste drei Monate gedauert haben; hier war sie erst seit 10. März 2020 attestiert.
“En se fondant sur les conclusions des médecins du SMR et de la CRR, la juridiction cantonale a retenu que la recourante disposait d'une capacité de travail de 100 % dans une activité adaptée aux limitations fonctionnelles décrites. En ce qui concerne l'avis des docteurs C.________ (du 4 mai 2020) et D.________ (des 8 avril et 16 septembre 2020) produits par la recourante pour la première fois au stade du recours, les premiers juges ont nié d'une part le caractère invalidant d'une éventuelle atteinte psychique. D'autre part, même dans l'hypothèse où le délai d'une année d'incapacité de travail moyenne d'au moins 40 % dans l'activité précédemment exercée pouvait être considéré comme échu (art. 28 al. 1 let. b LAI), la prétendue aggravation du degré d'invalidité - qui était au plus tôt attestée depuis le 10 mars 2020 - ne pouvait pas avoir d'influence sur l'évaluation de la situation à la date de la décision contestée, à défaut d'avoir duré trois mois (art. 88a RAI).”
In der zitierten Rechtsprechung wurde eine Pensenaufstockung, die spätestens bis Ende September 2017 einzutreten war, gestützt auf Art. 88a Abs. 2 IVV ab 1. Januar 2018 als rentenwirksam betrachtet.
“Dies führt dazu, dass die Einschätzung der Abklärungsperson für die Verhältnisse bis 2017 nicht zu beanstanden ist. Ab 2017 ist jedoch dem Umstand, dass beide Kinder der Versicherten fremdbetreut waren, Rechnung zu tragen. Im Gutachten von E____ wird festgehalten, die Versicherte habe den «nun 9-jährigen Sohn» (geboren im Dezember 2008) in der gleichen Pflegefamilie wie die 13-jährige Tochter platziert. Dieser habe bis April 2017 bei ihr gewohnt (IV-Akte 150 S. 14). Die Versicherte könnte angesichts ihrer fehlenden beruflichen Qualifikationen lediglich eine einfache Tätigkeit ausüben. Sie wäre darum, um ihren Lebensunterhalt abzudecken und auch an den Unterhalt der fremdplatzierten Kinder beitragen zu können, auf ein hohes Arbeitspensum angewiesen gewesen. Dieses ist auf 80% zu veranschlagen. Geht man davon aus, dass die Versicherte nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge das bis dahin geltende Pensum von 50% nicht sofort hätte aufstocken können, so darf diese Aufstockung auf 80% jedenfalls spätestens bis Ende September 2017 angenommen werden. Mit Blick auf Art. 88a Abs. 2 IVV ist festzuhalten, dass diese Pensenveränderung somit ab 1. Januar 2018 als rentenwirksam zu betrachten ist. 5. 5.1. 5.1.1. Aufgrund der (fehlenden) Erwerbsbiographie hat die Beschwerdegegnerin für den Einkommensvergleich im erwerblichen Bereich Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen. Sie stellte dabei auf den Tabellenlohn gemäss TA1, Total Frauen, Kompetenzniveau 1, mit Umrechnung von 40 auf 41,7 Wochenstunden, ab. 5.1.2. Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, es sei bei der Bemessung des Invaliditätsgrades vom Validenlohn bei frühinvaliden Personen auszugehen (Beschwerde S. 10 Ziff. 16.1 lit. d bzw. will S. 11 Ziff. 16.5). Sie verweist auf Art. 26 IVV. Dort ist vorgesehen, dass sofern die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben konnte, das Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, nach Alter abgestuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik entspreche.”
Bei Verschlechterung beginnt Rentenanspruchsänderung erst nach dreimonatiger ununterbrochener Verschlechterung.
“Taux d'invalidité Tel qu'exposé plus haut, durant la période entre le 1er janvier 2019 et le 31 juillet 2019, il est établi que le recourant était en incapacité totale de travailler et qu'il ne percevait aucun revenu. Il a ainsi droit à une rente d'invalidité entière. La décision attaquée doit dès lors être modifiée en ce sens qu'une rente entière est accordée au recourant durant cette période. Entre le 1er août 2019 et le 6 décembre 2020, la capacité de travail du recourant était de 50% dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles. En tenant compte d'un revenu sans invalidité de CHF 62'524.05 et d'un revenu avec invalidité de CHF 42'456.15, le degré d'invalidité du recourant s'élève à 32.1%. Conformément à la décision attaquée, le recourant ne peut donc pas prétendre à une rente durant cette période. Pour la période du 7 décembre 2020 au 31 juillet 2021, le recourant était à nouveau en incapacité totale de travail et n'a perçu aucun revenu. Il a ainsi droit à une rente d'invalidité entière. Compte tenu du délai de trois mois depuis l'aggravation de son état de santé intervenue en décembre 2020 (art. 88a RAI; cf. consid. 2.7), le droit à ladite rente naît à compter du 1er mars 2021 et s'éteint trois mois après l'amélioration de son état de santé lui permettant de reprendre une activité adaptée, soit le 15 avril 2021. C'est donc à bon droit que l'Office AI a alloué à l'intéressé une rente entière du 1er mars 2021 au 31 juillet 2021. Enfin, à compter du 1er août 2021, le recourant est à nouveau capable de travailler dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles à 50%. En tenant compte d'un revenu sans invalidité de CHF 63'024.25 (CHF 62'524.05.- plus 0.8% d'indexation en 2020) et d'un revenu avec invalidité de CHF à CHF 45'033.94.-, le degré d'invalidité du recourant s'élève à 28.5%, ce qui ne lui donne pas droit à une rente. 7. Il ressort de l'ensemble de ce qui précède que le recours (605 2022 69) doit être partiellement admis et la décision litigieuse modifiée dans le sens que l'assuré a droit à une rente entière du 1er janvier 2019 au 31 juillet 2019 et du 1er mars 2021 au 31 juillet 2021.”
Die Dreimonatsfrist beginnt grundsätzlich ab dem Zeitpunkt, ab dem die Verbesserung als eingetreten und als voraussichtlich von längerer Dauer angesehen werden kann; in der Praxis ist dieser Zeitpunkt durch ärztliche Befunde zu belegen. Unabhängig davon ist eine Verbesserung in jedem Fall zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Formulierungen, die die Dreimonatsfrist allein auf den «tatsächlichen Eintritt und ärztlich belegten Verbesserungszeitpunkt» reduzieren, greifen zu kurz, weil das Gesetz zusätzlich die Voraussetzung voraussetzt, dass die Verbesserung voraussichtlich länger andauern wird.
“__________, dopo vari approcci (infiltrazioni di O3, applicazioni TENS, infiltrazioni con cortisone e anestetico, indagine articolare posteriore che ha confermato la presenza di una componente algica dominante derivante da queste strutture), ha posto l'indicazione a un trattamento di termocoagulazione tramite radiofrequenza dei rami sensitivi articolari mediali testati. Dall'esame della folta documentazione ricevuta il medico SMR ha tratto una serie di considerazioni, fra cui che "in ogni caso quanto emerso da tale documentazione non impedisce lo svolgimento di un'attività consona allo stato di salute attuale dell'A, così come precisato dal rapporto finale SMR", perciò la dr.ssa __________ ha concluso che in assenza di fatti nuovi rispettivamente di modifiche significative di fatti noti, erano valide le sue precedenti conclusioni del rapporto finale SMR del 9 marzo 2023 (doc. H). Le decisioni del 10 luglio 2023, identiche nella motivazione, hanno confermato il diritto dell'assicurata a una rendita intera dal 1° aprile 2022, ovvero alla scadenza dell'anno di attesa (art. 28 cpv. 1 lett. b LAI) e fino al 30 novembre 2022, ritenuto che dal 10 agosto 2022 l'inabilità lavorativa era nulla e quindi, sulla base dell'art. 88a OAI, il diritto alla rendita si è protratto per tre mesi dall'avvenuto miglioramento, dopodiché è decaduto visto che il calcolo effettuato dall'Ufficio AI dava un grado di invalidità nullo. Con il ricorso l'assicurata ha prodotto due certificati medici. Il primo, del 4 settembre 2023 (doc. I) del dr. med. __________, specialista in chirurgia ortopedica e traumatologia dell'apparato locomotore, secondo cui l'interessata era totalmente inabile al lavoro a causa di un'artrosi sintomatica all'anca sinistra ed era seguita anche dal dr. med. __________ per importanti dolori alla colonna lombare. Il secondo, del dr. __________, medico generico FMH, che il 7 settembre 2023 (doc. G) ha affermato che nell'ultimo anno la paziente non ha avuto nessun miglioramento nonostante fosse in cura presso il centro di terapia del dolore, dove ha effettuato l'ultima infiltrazione il 7 agosto 2023, senza ottenere alcun miglioramento. Il curante ha inoltre rilevato che essa continuava ad avere difficoltà alla deambulazione causate dai forti dolori, solo minimamente alleviati dalla terapia farmacologica che assumeva quotidianamente.”
Bei rückwirkender Änderung des Valideneinkommens beginnt die dreimonatige Frist im Sinne von Art. 88a IVV ab dem Zeitpunkt, in dem die Veränderung eingetreten ist.
“Altersjahres nicht zu einer Rente berechtigt hätte, habe an der Anfechtung früherer Verfügungen kein Rechtsschutzinteresse bestanden. Die Rechtskraft insbesondere der Verfügung vom 23. Juli 2013 könne daher der Anpassung des Valideneinkommens nicht entgegengehalten werden. Die Veränderung des Valideneinkommens gemäss aArt. 26 Abs. 1 IVV sei im Mai 2021 eingetreten und sei spätestens drei Monate später (vgl. Art. 88a IVV), also noch im Jahr 2021, erheblich und damit anspruchsbegründend geworden. Dementsprechend sei die bis Ende 2021 in Kraft gestandene Rechtslage anwendbar (vgl. Beschwerde S. 4 ff.).”
Zunächst ist festzustellen, ob eine anspruchsrelevante, d.h. tatsächliche und erhebliche Veränderung des Sachverhalts vorliegt; bei medizinischen Fragen kommt es dabei nicht auf unterschiedliche Diagnosen oder abweichende ärztliche Einschätzungen an, sondern auf eine (erheblich) veränderte Befundlage.
“Daher ist zunächst eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts erforderlich (zum massgeblichen Vergleichszeitpunkt vgl. BGE 134 V 131 E. 3; 133 V 108 E. 5.3.1; 130 V 71); erst in einem zweiten Schritt ist der (Renten-) Anspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (BGE 141 V 9; Urteile 9C_587/2023 vom 8. April 2024 E. 2.3.1; 9C_520/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 2.3; 8C_308/2021 vom 4. Oktober 2021 E. 3.2.1). Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteile 9C_269/2024 vom 28. Juni 2024 E. 3.1; 9C_280/2021 vom 13. August 2021 E. 2.1.1). Eine anspruchserhebliche Verbesserung resp. Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist in zeitlicher Hinsicht nach Massgabe von Art. 88a IVV zu berücksichtigen.”
“Daher ist zunächst eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts erforderlich (zum massgeblichen Vergleichszeitpunkt vgl. BGE 134 V 131 E. 3; 133 V 108 E. 5.3.1; 130 V 71); erst in einem zweiten Schritt ist der (Renten-) Anspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (BGE 141 V 9; Urteile 9C_587/2023 vom 8. April 2024 E. 2.3.1; 9C_520/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 2.3; 8C_308/2021 vom 4. Oktober 2021 E. 3.2.1). Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteile 9C_269/2024 vom 28. Juni 2024 E. 3.1; 9C_280/2021 vom 13. August 2021 E. 2.1.1). Eine anspruchserhebliche Verbesserung resp. Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist in zeitlicher Hinsicht nach Massgabe von Art. 88a IVV zu berücksichtigen.”
“Daher ist zunächst eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts erforderlich (zum massgeblichen Vergleichszeitpunkt vgl. BGE 134 V 131 E. 3; 133 V 108 E. 5.3.1; 130 V 71); erst in einem zweiten Schritt ist der (Renten-) Anspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (BGE 141 V 9; Urteile 9C_587/2023 vom 8. April 2024 E. 2.3.1; 9C_520/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 2.3; 8C_308/2021 vom 4. Oktober 2021 E. 3.2.1). Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteile 9C_269/2024 vom 28. Juni 2024 E. 3.1; 9C_280/2021 vom 13. August 2021 E. 2.1.1). Eine anspruchserhebliche Verbesserung resp. Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist in zeitlicher Hinsicht nach Massgabe von Art. 88a IVV zu berücksichtigen.”
Die dreimonatige Verbesserung begann am 6. Mai 2022 und begründet Renditenherabsetzung ab 1. September 2022.
“Di conseguenza, la valutazione della consulente ispettrice riportata nel rapporto del 13 marzo 2023 va senza alcun dubbio posta alla base della determinazione del grado di invalidità dell'assicurata per la parte di casalinga svolta in ragione del 40%. 2.12. Sulla base del metodo di misto applicabile alla ricorrente, che va ritenuta salariata in ragione del 60% e casalinga per il restante 40% (STF 9C_612/2023 del 3 aprile 2024), si ha che il grado di invalidità parziale per la parte salariata del 42%, e quello per la parte casalinga stabilito dall'inchiesta domiciliare nel 3,31%, danno luogo, tre mesi dopo l'intervenuto miglioramento che il dr. __________ ha confermato essere avvenuto il 6 maggio 2022, a un grado di invalidità globale del 43,32% (60 [parte salariata] x 70% [impedimento parte lucrativa] + 40 [parte casalinga] x 3,31% [tasso di impedimento nelle mansioni consuete]), arrotondato al 43%. Come stabilito dall'Ufficio AI nella decisione del 22 settembre 2023, questo grado AI dà dunque diritto alla ricorrente a una rendita AI di grado 43% dal 1° settembre 2022 (art. 88a OAI), mentre è dato, circostanza incontestata, il diritto a una rendita intera dal 1° agosto 2021, stante un grado di invalidità del 76% fino al 30 aprile 2022 e poi del 100%. 2.13. Da quanto precede discende che la pretesa dell'insorgente di annullare la decisione impugnata e di attribuirle dal 1° settembre 2022 una rendita intera di invalidità con grado AI di almeno l'80%, deve essere respinta. 2.14. Il 1° gennaio 2021 è entrata in vigore una modifica della LPGA. L'art. 61 lett. a LPGA prevede ora unicamente che la procedura deve essere semplice, rapida, di regola pubblica, ma non più anche gratuita per le parti. Dalla medesima data è entrato in vigore l'art. 61 lett. fbis LPGA, secondo cui in caso di controversie relative a prestazioni, la procedura è soggetta a spese se la singola legge interessata lo prevede; se la singola legge non lo prevede il tribunale può imporre spese processuali alla parte che ha un comportamento temerario o sconsiderato.”
Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei befristeten ganzen Renten bzw. befristeten Leistungsperioden in die vorinstanzlichen Einkommensvergleiche einzubeziehen. In geeigneten Fällen kann auf eine erneute detaillierte Prüfung verzichtet werden, wenn sich aus den Aktenlage bzw. aus den LSE-Tabellen das Ergebnis des Einkommensvergleichs eindeutig ergibt.
“Da sich aus den Akten ebenfalls keine Anhaltspunkte auf formelle Fehler oder für die Unrichtigkeit der Abklärungsresultate ergeben, kann an dieser Stelle von weiteren Ausführungen zur Einschränkung der Versicherten im Haushaltsbereich abgesehen werden. 10. Gegen die von der Vorinstanz ermittelten Vergleichseinkommen erhob die Beschwerdeführerin keine Einwände. Da sich aus den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit den durch die IV-Stelle angestellten Einkommensvergleichen. In diesem Zusammenhang kann vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefochtenen Verfügung vom 23. Mai 2024 verwiesen werden. Unter Berücksichtigung der Anteile von 40 % Erwerbstätigkeit und 60 % Haushalt resultiert demnach ab 19. Mai 2017 ein IV-Grad von 8 % (bei einer Einschränkung im Haushaltsbereich von 10 % recte wohl 6 %). Ab 5. Oktober 2019 beträgt der IV-Grad 100 %, ab 15. Januar 2019 liegt er bei 8 %, ab 1. September 2019 bei 15 %, ab 10. Juni 2020 erneut bei 100 %, ab 1. Juni 2021 bei 31 % und ab 1. Januar 2024 bei 36 %, was unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV für die Zeiträume vom 1. Januar 2019 bis 31. März 2019 und vom 1. September 2020 bis 31. August 2021 Anspruch auf eine befristete ganze Rente gibt. 11. Aus dem Gesagten folgt, dass die angefochtene Verfügung vom 23. Mai 2024, mit welcher der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. März 2019 und vom 1. September 2020 bis 31. August 2021 eine befristete ganze Rente zugesprochen wurde, nicht zu beanstanden ist. Die hiergegen erhobene Beschwerde vom 3. Juni 2024 erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 12. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr.”
“Mit Blick auf die ab 13. Juni 2022 vorliegende 100%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit mit lediglich Einschränkungen in Bezug auf Feuchtarbeit und Kontakt zu irritativen Substanzen (entsprechende Seife) und dem Heben und Tragen von schweren Gewichten, wobei diese Einschränkungen weder für eine Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit hinweisend sind noch für einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn, ging die Beschwerdegegnerin zu Recht vom Fehlen einer Invalidität ab diesem Zeitpunkt aus. Was die von Dr. D.___ postulierte Beschränkung der Arbeitsfähigkeit auf manuelle Tätigkeiten bis 13. Juni 2022 und die Prüfung eines allfälligen befristeten Rentenanspruchs von April bis September 2022 (Art. 88a Abs. 1 IVV) anbelangt, kann vorliegend auf eine Rückweisung zur Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet werden, lässt doch der Vergleich des vor Eintritt der Gesundheitsschädigung im Jahr 2020 gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto erzielten Einkommens von Fr. 85'678.-- (Urk. 7/42/4) mit dem gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) berechneten Invalideneinkommen von Fr. 65‘815.10 (LSE 2020, Fr. 5‘261.-- x 12 x”
Bei Halbrente wurde die dreimonatige Wartefrist des Art. 88a RAI praktisch angewendet.
“Il est par ailleurs pris acte qu’une demi-rente sera d’ores et déjà allouée au recourant sur la base du taux d’invalidité reconnu pour la période courant du 1er février 2020 au 31 janvier 2021. L’OAI veillera à prendre en considération le délai de trois mois d’attente au sens de l’art. 88a RAI. Il est également pris acte que de nouvelles mesures professionnelles sont ou seront ordonnées. 9. 9.1. Les frais de procédure sont en l’espèce fixés à CHF 400.- et mis à la charge de l’OAI. Dans le même temps, l’avance de frais de CHF 800.- versée par la recourante lui est restituée. 9.2. Procap qui la représente a enfin droit à une indemnité de partie. Une équitable indemnité de CHF 800.- lui est versée. Sur laquelle s’ajoute une TVA de 7,7%, pour un montant total de CHF 861.60. Elle est mise à la charge de l’OAI. (dispositif en page suivante) la Cour arrête : I. Le recours est admis. a. L’OAI octroie à la recourante une demi-rente fondée sur le taux d’invalidité de 51% reconnu pour la période du 1er février 2020 au 31 janvier 2021, en tenant compte de l’art. 88a RAI. b. La cause est renvoyée pour instruction médicale complémentaire à partir du 1er février 2021, au sens des considérants et nouvelle décision. c. Il est pris acte qu’une aide au placement a été octroyée à la recourante. II. a. Des frais de justice de CHF 400.- sont mis à la charge de l’OAI. b. L’avance de frais de CHF 800.- est restituée à la recourante. III. Une indemnité de CHF 861.60 (TVA de 61.60 comprise) est allouée à Procap. Elle est mise à la charge de l’OAI qui succombe. IV. Notification. Un recours en matière de droit public peut être déposé auprès du Tribunal fédéral contre le présent jugement dans un délai de 30 jours dès sa notification. Ce délai ne peut pas être prolongé. Le mémoire de recours sera adressé, en trois exemplaires, au Tribunal fédéral, Schweizerhofquai 6, 6004 Lucerne. Il doit indiquer les conclusions, les motifs et les moyens de preuve et être signé. Les motifs doivent exposer succinctement en quoi le jugement attaqué viole le droit. Les moyens de preuve en possession du (de la) recourant(e) doivent être joints au mémoire de même qu’une copie du jugement, avec l’enveloppe qui le contenait.”
Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente bestimmt die Dreimonatsfrist des Art. 88a IVV den massgebenden Zeitpunkt der Anspruchsänderung; neben dem Rentenbeginn gilt somit dieser nach der Dreimonatsregel festzusetzende Zeitpunkt als relevanter Vergleichszeitpunkt.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).”
Bei minderjährigen Leistungsempfängern ist für den Anspruch auf einen Zusatz für Intensivpflege regelmässig eine tatsächliche Mindestdauer von drei Monaten im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV ausreichend; eine vorauszusetzende Jahresprognose (Dauer von mindestens einem Jahr) ist nicht erforderlich. Bei der Ermittlung des zusätzlichen Pflegebedarfs für die Intensivpflege wird nur der gegenüber einem altersentsprechenden, gesunden Minderjährigen zusätzlich notwendige Zeitaufwand für Behandlung und Grundpflege sowie gegebenenfalls die dauernde Überwachung (2 bzw. 4 Stunden) berücksichtigt. Zeitaufwand für ärztlich verordnete, durch paramedizinisches Fachpersonal ausgeführte medizinisch-technische Massnahmen sowie für pädagogisch-therapeutische Massnahmen bleibt unberücksichtigt.
“b) Un supplément pour soins intenses peut être ajouté à l'allocation pour impotent lorsque celle-ci est servie à un mineur qui a, en outre, besoin d'un surcroît de soins dont l'accomplissement atteint le seuil minimum quotidien de quatre heures (art. 39 al. 1 RAI). Le point de savoir si l'impotent mineur a droit audit supplément repose ainsi sur une appréciation temporelle de la situation (TF 9C_350/2014 précité consid. 4.2.3). c) N'est pris en considération, dans le cadre des soins intenses, que le surcroît de temps apporté au traitement et aux soins de base tel qu'il existe par rapport à un mineur du même âge et en bonne santé. N'est pas pris en considération le temps consacré aux mesures médicales ordonnées par un médecin et appliquées par du personnel paramédical, ni le temps consacré aux mesures pédagogiques thérapeutiques (art. 39 al. 2 RAI). d) Dans la mesure où le supplément pour soins intenses constitue une prestation accessoire à une allocation pour impotent, on peut considérer que sa prise en compte doit uniquement remplir les conditions posées par l’art. 88a al. 2 RAI (soit avoir duré au moins trois mois). Un besoin de soins intenses ne doit donc pas nécessairement revêtir une durée probable d’au moins un an (cf. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2014, n° 22 ad art. 42 – 42ter LAI, p. 496 – 497). 7. a) Lorsqu'un mineur, en raison d'une atteinte à la santé, a besoin en plus d'une surveillance permanente, celle-ci correspond à un surcroît d'aide de deux heures. Une surveillance particulièrement intense liée à l'atteinte à la santé est équivalente à quatre heures (art. 39 al. 3 RAI). b) Cette surveillance permanente ne se confond ni avec l'aide apportée pour réaliser les actes ordinaires de la vie, ni avec le surcroît de temps consacré au traitement et aux soins de base (TF 9C_350/2014 susmentionné consid. 6.2 et les références citées). Cette notion doit au contraire être comprise comme une assistance spécialement nécessaire en raison de l'état de santé de l'assuré sur le plan physique, psychique ou mental.”
“b) Un supplément pour soins intenses peut être ajouté à l'allocation pour impotent lorsque celle-ci est servie à un mineur qui a, en outre, besoin d'un surcroît de soins dont l'accomplissement atteint le seuil minimum quotidien de 4 heures (art. 39 al. 1 RAI). Le point de savoir si l'impotent mineur a droit audit supplément repose ainsi sur une appréciation temporelle de la situation (TF 9C_350/2014 précité consid. 4.2.3). c) N'est pris en considération, dans le cadre des soins intenses, que le surcroît de temps apporté au traitement et aux soins de base tel qu'il existe par rapport à un mineur du même âge et en bonne santé. N'est pas pris en considération le temps consacré aux mesures médicales ordonnées par un médecin et appliquées par du personnel paramédical, ni le temps consacré aux mesures pédagogiques thérapeutiques (art. 39 al. 2 RAI). d) Dans la mesure où le supplément pour soins intenses constitue une prestation accessoire à une allocation pour impotent, on peut considérer que sa prise en compte doit uniquement remplir les conditions posées par l’art. 88a al. 2 RAI (soit avoir duré au moins trois mois). Un besoin de soins intenses ne doit donc pas nécessairement revêtir une durée probable d’au moins un an (cf. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2014, n° 22 ad art. 42 – 42ter LAI, p. 496 – 497). 7. a) Lorsqu'un mineur, en raison d'une atteinte à la santé, a besoin en plus d'une surveillance permanente, celle-ci correspond à un surcroît d'aide de 2 heures. Une surveillance particulièrement intense liée à l'atteinte à la santé est équivalente à 4 heures (art. 39 al. 3 RAI). b) Cette surveillance permanente ne se confond ni avec l'aide apportée pour réaliser les actes ordinaires de la vie, ni avec le surcroît de temps consacré au traitement et aux soins de base (TF 9C_350/2014 susmentionné consid. 6.2 et les références citées). Cette notion doit au contraire être comprise comme une assistance spécialement nécessaire en raison de l'état de santé de l'assuré sur le plan physique, psychique ou mental.”
“b) Un supplément pour soins intenses peut être ajouté à l'allocation pour impotent lorsque celle-ci est servie à un mineur qui a, en outre, besoin d'un surcroît de soins dont l'accomplissement atteint le seuil minimum quotidien de 4 heures (art. 39 al. 1 RAI). Le point de savoir si l'impotent mineur a droit audit supplément repose ainsi sur une appréciation temporelle de la situation (TF 9C_350/2014 précité consid. 4.2.3). c) N'est pris en considération, dans le cadre des soins intenses, que le surcroît de temps apporté au traitement et aux soins de base tel qu'il existe par rapport à un mineur du même âge et en bonne santé. N'est pas pris en considération le temps consacré aux mesures médicales ordonnées par un médecin et appliquées par du personnel paramédical, ni le temps consacré aux mesures pédagogiques thérapeutiques (art. 39 al. 2 RAI). d) Dans la mesure où le supplément pour soins intenses constitue une prestation accessoire à une allocation pour impotent, on peut considérer que sa prise en compte doit uniquement remplir les conditions posées par l’art. 88a al. 2 RAI (soit avoir duré au moins trois mois). Un besoin de soins intenses ne doit donc pas nécessairement revêtir une durée probable d’au moins un an (cf. Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2014, n° 22 ad art. 42 – 42ter LAI, p. 496 – 497). 7. a) Lorsqu'un mineur, en raison d'une atteinte à la santé, a besoin en plus d'une surveillance permanente, celle-ci correspond à un surcroît d'aide de 2 heures. Une surveillance particulièrement intense liée à l'atteinte à la santé est équivalente à 4 heures (art. 39 al. 3 RAI). b) Cette surveillance permanente ne se confond ni avec l'aide apportée pour réaliser les actes ordinaires de la vie, ni avec le surcroît de temps consacré au traitement et aux soins de base (TF 9C_350/2014 susmentionné consid. 6.2 et les références citées). Cette notion doit au contraire être comprise comme une assistance spécialement nécessaire en raison de l'état de santé de l'assuré sur le plan physique, psychique ou mental.”
Die dreimonatige Dauer stellt einen verlässlichen, in der Regel massgeblichen Beginn für die Berücksichtigung von Änderungen des Leistungsanspruchs dar. Bei Verbesserungen der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist zusätzlich zu beachten, dass die Verbesserung nur dann zu einer Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung führt, wenn sie voraussichtlich über längere Zeit andauern wird; jedenfalls ist sie zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich fortbestehen wird. Bei Verschlechterungen ist die Änderung des Leistungsanspruchs ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, ab dem die Verschlechterung ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Artikel 29bis ist sinngemäss anwendbar.
“Le point de savoir si un changement notable des circonstances s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière révision de la rente entrée en force et les circonstances qui régnaient à l’époque de la décision litigieuse. C’est en effet la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une nouvelle révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4; ATF 130 V 343 consid. 3.5.2). Si les conditions de la révision sont données, les prestations sont, conformément à l’art. 17 al. 1 LPGA, modifiées pour l’avenir dans le sens exigé par le nouveau degré d’invalidité. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2.). Dans le domaine de l’assurance-invalidité, le point de départ d’une modification du droit aux prestations est fixé avec précision. Selon l’art. 88a RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis est toutefois applicable par analogie (al. 2). Le juge ne s'écarte pas sans motifs impératifs des conclusions d'une expertise médicale judiciaire, la tâche de l'expert étant précisément de mettre ses connaissances spéciales à la disposition de la justice afin de l'éclairer sur les aspects médicaux d'un état de fait donné.”
Bei Änderungen der Erwerbsfähigkeit entscheidet die Praxis mittels Einkommensvergleich — unter anderem gestützt auf LSE-/Lohntabellen — über den massgebenden Invaliditätsgrad und die sich daraus ergebenden Aufhebungs- oder Anpassungszeitpunkte nach Art. 88a Abs. 1 IVV. In den vorgelegten Entscheiden führten solche Vergleiche zu Invaliditätsgraden, die in den Einzelfällen zur Aufhebung der Rente führten (Beispiele: rund 31 %, 34 %, 37 % bzw. 39 %).
“Anschliessend wäre sie im Licht der Aktenlage einer Erwerbstätigkeit in einem 50%igen Pensum nachgegangen. Für die Zeit ab März 2011 (nach bestandenem Wartejahr) habe bis 18. Mai 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab 19. Mai 2011 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Beim von der IV-Stelle durchgeführten Einkommensvergleich seien geringfügige Korrekturen notwendig. So sei gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle TA1, Ziffer 47, Detailhandel, Anforderungsniveau 3, Frauen, aufgerechnet auf das Jahr 2011 von einem Valideneinkommen von Fr. 55'034.49 auszugehen. Basierend auf der Tabelle TA1 der LSE 2010, Total, Anforderungsniveau 4, Frauen, resultiere für das Jahr 2011 bei einem Pensum von 70 % und einem leidensbedingten Abzug von 10 % ein Invalideneinkommen von Fr. 33'631.48. Aus dem Einkommensvergleich ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 39 %. Damit liege ab 19. Mai 2011 kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad mehr vor, weshalb die Rente in Nachachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. September 2011 aufzuheben sei. Für die Jahre 2014 bis 2022 verhalte es sich gleich. Der Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 basiere auf der 100%igen Einschränkung vom 28. Januar bis 2. Juni 2020 in sämtlichen Erwerbstätigkeiten wie auch im Haushalt infolge des Dekubitus. In einer solchen Konstellation gelange die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zur Anwendung.”
“Folglich resultiert ab September 2018 – zu Gunsten des Beschwerdeführers – unter Berücksichtigung des nachträglich vom Arbeitgeber angegebenen Valideneinkommens ein (maximaler; E. 4.3.2 hiervor) Invaliditätsgrad von gerundet 34 % ([Fr. 73'850.-- ./. Fr. 48'792.-- x 100] / Fr. 73'850.--), womit unter Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ab 1. Dezember 2018 kein Anspruch auf eine Rente mehr besteht (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Ab Oktober 2021 beträgt der (maximale) Invaliditätsgrad – wiederum unter Berücksichtigung des nachträglich vom Arbeitgeber angegebenen Valideneinkommens – gerundet 37 % ([Fr. 72'340.-- ./. Fr. 45'758.10.-- x 100] / Fr. 72'340.--). Damit hat der Beschwerdeführer unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV ab 1. Januar 2022 keinen Anspruch auf eine Rente mehr (vgl. E. 3.3.2 und”
“Ab Juni 2019 (Art. 88a Abs. 1 IVV) ist die gesundheitliche Verbesserung (E. 1.4) von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit zu einer solchen von 70 % in angepasster Tätigkeit zu berücksichtigten und damit ein Invalideneinkommen von rund Fr. 38'360.-- anzurechnen (E. 5.2.2). Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 55'900.-- (E. 5.2.2) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 17'540.-- und mithin ein rentenausschliessender (E. 1.3) Invaliditätsgrad von rund 31 % (Fr. 17'540.-- : Fr. 55'900.-- x 100).”
Rückweisung an die IV-Stelle/Vorinstanz zur Ergänzung von Abklärungen ist zulässig, wenn dadurch keine Verschlechterung der bereits gewährten Rente nach Art. 88a IVV eintritt (keine reformatio in peius; Rentenerhalt ab dem betreffenden Beginn ist gewährleistet).
“Diese Rückweisung an die Vorinstanz erfolgt in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher eine Rückweisung an die IV-Stelle im Falle einer notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage möglich ist. Ebenso steht es dem Bundesverwaltungsgericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1; 137 V 210 E. 4.4.1.4). Zudem ist mit der Rückweisung keine reformatio in peius verbunden, da mit den angeordneten Abklärungen ab Januar 2020 die in Beachtung von Art. 88a IVV bis März 2020 gewährte ganze Invalidenrente nicht gefährdet wird (BGE 144 V 153 E. 4.1).”
“Diese Rückweisung an die Vorinstanz erfolgt in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher eine Rückweisung an die IV-Stelle im Falle einer notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage möglich ist. Ebenso steht es dem Bundesverwaltungsgericht frei, eine Sache zurückzuweisen, wenn allein eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1; 137 V 210 E. 4.4.1.4). Zudem ist mit der Rückweisung keine reformatio in peius verbunden, da mit den angeordneten Abklärungen ab Januar 2020 die in Beachtung von Art. 88a IVV bis März 2020 gewährte ganze Invalidenrente nicht gefährdet wird (BGE 144 V 153 E. 4.1).”
Bei Fristberechnungen dürfen Amtsverzögerungen (z. B. Monatsverschiebungen durch OAI) die Rentenbeginn-Daten wesentlich beeinflussen.
“ESS 2018, TA1_Skill level, total secteur tertiaire, niveau de compétences 1, femmes), afin de tenir compte – comme le prétend la recourante dans son recours sans toutefois convaincre – que seules des activités monomanuelles seraient encore exigibles de sa part (cf. arrêt TF I 377/06 du 2 juillet 2007). 7.5. Ainsi, la recourante peut se voir reconnaître le droit à un quart de rente du 1er novembre 2017 au 31 mars 2018, le droit à une rente entière du 1er avril 2018 au 31 décembre 2019 ainsi que le droit à un quart de rente dès le 1er janvier 2020. En cela, le présent arrêt modifie marginalement le dispositif de la décision litigieuse. Celle-ci reconnaissait en effet le droit à un quart de rente du 1er novembre 2017 au 30 avril 2018, le droit à une rente entière du 1er mai 2018 au 30 septembre 2019 ainsi que le droit à un quart de rente dès le 1er octobre 2019. Cette différence est liée au fait que l'OAI avait retardé l'octroi de la rente entière d'un mois en la reportant au début du mois suivant (1er mai au lieu du 1er avril), ce qui est conforme à l'art. 88a RAI mais incompatible avec l'art. 29 al. 3 LAI, et avancé sa suppression de trois mois (30 septembre au lieu du 31 décembre), ignorant de ce fait le prescrit de l'art. 88a RAI tout en respectant celui de l'art. 29 al. 3 LAI. 8. Le recours doit dès lors être très partiellement admis et la décision du 17 juin 2021 modifiée dans le sens que la recourante se voit reconnaître le droit à un quart de rente du 1er novembre 2017 au 31 mars 2018, le droit à une rente entière du 1er avril 2018 au 31 décembre 2019 ainsi que le droit à un quart de rente dès le 1er janvier 2020. Il est rejeté pour le surplus. La procédure n'étant pas gratuite, les frais de justice sont fixés à CHF 800.-. Compte tenu de l'admission très partielle du recours, ils sont proportionnellement répartis (cf. art. 131 al. 1 du code cantonal du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative [CPJA; RSF 150.1]) à raison de CHF 100.- (1/8) à la charge de l'autorité intimée et de CHF 700.- (7/8) à la charge de la recourante. Cette dernière ayant versée une avance de frais fixée à CHF 800.-, les frais de procédure sont compensés à hauteur de CHF 700.- et le solde de CHF 100.- lui est restitué.”
Für eine anspruchsrelevante medizinische Änderung genügt nicht bloss ein Wechsel der Diagnose, sondern es muss eine (erhebliche) veränderte Befundlage vorliegen. Zeitlich richtet sich die Berücksichtigung nach Art. 88a IVV: Bei einer Verbesserung ist der Zeitpunkt massgeblich, ab dem angenommen werden kann, dass die Verbesserung voraussichtlich länger andauern wird; in jedem Fall ist sie zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Bei einer Verschlechterung ist die Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat.
“Daher ist zunächst eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts erforderlich (zum massgeblichen Vergleichszeitpunkt vgl. BGE 134 V 131 E. 3; 133 V 108 E. 5.3.1; 130 V 71); erst in einem zweiten Schritt ist der (Renten-) Anspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (BGE 141 V 9; Urteile 9C_587/2023 vom 8. April 2024 E. 2.3.1; 9C_520/2022 vom 4. Dezember 2023 E. 2.3; 8C_308/2021 vom 4. Oktober 2021 E. 3.2.1). Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteile 9C_269/2024 vom 28. Juni 2024 E. 3.1; 9C_280/2021 vom 13. August 2021 E. 2.1.1). Eine anspruchserhebliche Verbesserung resp. Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist in zeitlicher Hinsicht nach Massgabe von Art. 88a IVV zu berücksichtigen.”
“1 L'art. 17 LPGA s'applique à la révision des API (Michel VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], 2018, n. 75 ad art. 42 LAI). À teneur de l'art. 35 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance‑invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201), lorsque, par la suite, le degré d’impotence subit une modification importante, les art. 87 à 88bis RAI sont applicables. Le droit à l’allocation s’éteint à la fin du mois au cours duquel l’une des autres conditions de ce droit n’est plus remplie ou au cours duquel le bénéficiaire du droit est décédé. 5.2 L'al. 2 de l’art. 17 LPGA n’a pas été modifié le 31 décembre 2021 – contrairement à l’al. 1 –, et il dispose que, de même – que concernant la rente (cf. al. 1) –, toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. En vertu de l'art. 88a RAI – intitulé « modification du droit » –, si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (al. 1). Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie (al.”
“2 de la disposition ; arrêt du Tribunal fédéral I 666/81 du 30 mars 1983 consid. 3, in RCC 1984 p. 137 s.). En règle générale, pour examiner s’il y a lieu de réduire ou de supprimer la rente immédiatement ou après trois mois, il faut examiner pour le futur si l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable (arrêt du Tribunal fédéral 9C_32/2015 du 10 septembre 2015 consid. 4.1). L’OAI doit réduire ou supprimer la rente avec effet à la fin du mois au cours duquel le délai de trois mois a expiré (voir arrêt du Tribunal fédéral 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.5 dans le même sens). Les dispositions régissant la révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA s'appliquent par analogie dans l'octroi rétroactif d'une pension progressive ou temporaire (ATF 133 V 263 consid. 6.1 et les références citées). Dans ce cas, le constat d'une modification déterminante doit intervenir entre les faits existants à la date d'ouverture du droit à la rente et la date de la modification du droit, en application de l'art. 88a RAI (arrêt du Tribunal fédéral 8C_132/2020 du 18 juin 2020 consid. 4.2.2 et les références). 4. 4.1 Selon l’art. 6 LPGA, est réputée incapacité de travail toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de lui peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité. Selon l’art. 7 LPGA, est réputée incapacité de gain toute diminution de l'ensemble ou d'une partie des possibilités de gain de l'assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d'une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique et qu'elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (al. 1). Seules les conséquences de l’atteinte à la santé sont prises en compte pour juger de la présence d’une incapacité de gain.”
“En cas d'allocation d'une rente temporaire ou dégressive, la date de la modification du droit (diminution ou suppression de la rente) doit être fixée conformément à l'art. 88a al. 1 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) (ATF 125 V 413 consid. 2d; arrêt TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3). Conformément à cette dernière disposition, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès que l'on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. Lorsque l’amélioration de l’état de santé a été constatée sur la base d’une expertise médicale, la rente peut être réduite ou supprimée avec effet au jour de l’expertise déjà, sans appliquer l’art. 88a RAI, lorsqu’une modification déterminante de l’état de santé constatée par l’expert est déjà vraisemblablement survenue plus tôt sans qu’il ne soit toutefois possible de la dater avec exactitude (arrêt TF 9C_687/2018 du 16 mai 2019 consid. 2). 5. 5.1. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée. Dans ce domaine, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid. 5b; 125 V 193 consid. 2 et les références citées; arrêt TF 8C_704/2007 du 9 avril 2008 consid. 2; ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3). Aussi n'existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l'administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l'assuré (ATF 126 V 319 consid.”
Bei laufender Rente gilt die Dreimonatsregel: Eine Erhöhung wegen einer Verschlechterung wird erst berücksichtigt, wenn diese ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Eine Erhöhung kann jedoch bereits vom vorgesehenen Monat an erfolgen, wenn die Verschlechterung aller Wahrscheinlichkeit nach längere Zeit andauern wird (Art. 88a Abs. 2 i.V.m. Art. 88bis IVV).
“Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Art. 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar. Die Erhöhung eines Rentenanspruchs setzt demnach eine relevante Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit von drei (vollen) Monaten (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3 mit Hinweis auf ZAK 1986 S. 345), aber kein neues Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG voraus (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_985/2009 vom 2. März 2010 E. 4.4.2 mit Hinweisen). Dies gilt nicht nur bei der revisionsweisen Neufestsetzung einer laufenden Rente, sondern auch dann, wenn gleichzeitig rückwirkend beispielsweise eine halbe und eine diese ablösende ganze Rente zugesprochen wird (BGE 121 V 264 E. 6a und E. 6b/dd mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 9C_718/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 4.1.1 und I 792/06 vom 26. September 2007 E. 8.2).”
“Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. In Art. 88a IVV wird konkretisiert, welche Dauer oder Intensität die Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu werden. Dabei handelt es sich letztlich um Konkretisierungen des für den Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsbegriffs (BGE 133 V 67 E. 4.3.3). Gemäss 88bis Abs. 1 Bst. b IVV erfolgt die Erhöhung bei einer Revision von Amtes wegen von dem für diesen vorgesehenen Monat an. Die Anwendung von Art. 88bis Abs. 1 IVV setzt einen laufenden Rentenbezug voraus; vgl. dazu Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 30 - 31 N. 110). Die Bestimmung von Art. 88a IVV geht Art. 88bis IVV vor. Eine laufende Rente kann nur dann vom Anmeldemonat respektive vom Zeitpunkt der vorgesehenen Revision an erhöht werden, wenn sie aller Wahrscheinlichkeit nach längere Zeit dauern wird oder ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate gedauert hat (Meyer/Reichmuth, a.”
“4 hiervor). Rechtsprechungsgemäss müssen jedoch die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit die Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (Urteile des BGer 8C_618/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 4.2, und 8C_718/2018 vom 21. Februar 2019 E. 2.2). Die Rentenhöhe hängt somit auch vom Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres ab. Im vorliegenden Fall betrug die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit im Wartejahr 40 % (während neun Monaten Arbeitsunfähigkeit von 20 % und während drei Monaten Arbeitsunfähigkeit von 100 %; vgl. E. 5.5 hiervor). Somit besteht zunächst, trotz der vollen Erwerbsunfähigkeit, ab 1. Februar 2020 Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 3.4 hiervor). Erst nach Ablauf von drei Monaten, mithin ab 1. Mai 2020, besteht in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV Anspruch auf eine ganze Rente.”
Die medizinische Beurteilung (Gutachten Medas A.) ist entscheidend für die Annahme einer dreimonatigen Besserung.
“Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und andererseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (vgl. vorstehende E. 1.4). Im vorliegenden Fall ist daher zu prüfen, ob im Zeitraum zwischen Anfang August 2017 und Ende März 2019 eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Herabsetzung der ursprünglich ganzen Rente auf eine Viertelsrente erforderliche Revisionsgrund gegeben ist. Die Beschwerdegegnerin stellte für die rückwirkende Zusprechung der abgestuften Rente in medizinischer Hinsicht insbesondere auch bezüglich des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit auf das Gutachten der Medas A.___ vom 21. Juni 2019 (Urk. 13/104) ab (vgl. Urk. 2 sowie Urk. 13/124).”
Bei dreimonatiger Besserung sind Übergangszeitpunkte für Rentenherabsetzungen relevant.
“L’Ufficio AI ha sottoposto il caso alla consulente AI, la quale, preso atto delle indicazioni mediche, ha giudicato l’assicurato reintegrabile nel mercato libero del lavoro in attività semplici e non qualificate, quali ad esempio “Addetto qualità/imballaggio/confezione”, “Addetto alla metallurgia meccanica nel settore industriale orologiero”, “Operaio generico nel settore della componentistica industriale”, “Venditore in piccoli negozi, commerci o chioschi dove l’attività varia”, “Impiegato amministrativo per compiti semplici”, non intravvedendo percorsi formativi e/o professionali idonei a migliorare la capacità di guadagno residua (docc. 32 e 34 incarto AI). 1.6. Con progetto di decisione del 26 agosto 2022 l’Ufficio AI aveva prospettato l’attribuzione di una rendita intera (grado d’invalidità del 100%) dal 1. settembre 2021 (scadenza dell’anno d’attesa, art. 28 cpv. 1 lett. b LAI) al 31 marzo 2022 (tre mesi dopo il miglioramento dello stato di salute, art. 88a OAI). Con osservazioni del 5 ottobre 2022 l’assicurato ha contestato il preavviso, censurando innanzitutto la valutazione del medico SMR, a suo dire non rappresentativa dei limiti funzionali. Ha inoltre comunicato che “il tentativo di […] ripresa di un’attività lavorativa con mansioni leggere, organizzato assieme al precedente datore di lavoro […] ha avuto un esito negativo” e che “Non si vede […] quale indagine medica e/o socioprofessionale sia stata svolta per determinarsi sul caso […] nonché quali sarebbero stati gli altri criteri di valutazione (gap salariale, fattori di riduzione, ecc.).”, chiedendo una “rivalutazione del caso ed il riconoscimento di una rendita AI del 50% almeno” (doc. 40 incarto AI). Con decisione del 26 gennaio 2023 l’Ufficio AI ha confermato il progetto del 26 agosto 2022, ritenendo inconferenti le censure sollevate dall’assicurato con le osservazioni del 5 ottobre 2022 (docc. 48, 51 e 52 incarto AI).”
Bei Leistungsänderungen stützt sich Rechtsprechung regelmäßig auf Art. 88a IVV für Dreimonatsfrist.
“84 VRPG BGE 143 V 71ATF 143 V 71DTF 143 V 71 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 BGE 126 V 130ATF 126 V 130DTF 126 V 130 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 Art. 59 IVGart. 59 LAIart. 59 LAI Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 134 I 20ATF 134 I 20DTF 134 I 20 BGE 133 I 1ATF 133 I 1DTF 133 I 1 BGE 143 V 66ATF 143 V 66DTF 143 V 66 Art. 72bis IVVart. 72bis RAIart. 72bis OAI BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 9C_582/2018 BGE 144 I 170ATF 144 I 170DTF 144 I 170 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 EVG I 142/07 9C_139/2014 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 8C_241/2018 8C_610/2018 8C_559/2019 EVG I 928/05 8C_802/2017 Art.”
Der massgebende Zeitpunkt bestimmt sich nach Art. 88a IVV; dabei wird auf das konkrete Datum der festgestellten Änderung abgestellt. Für die Bestimmung des Wirksamkeitsbeginns sind die Praxisregeln zur voraussichtlichen Dauer bzw. die Dreimonatsfrist ab diesem Datum anzuwenden.
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505). En l'espèce, l'amélioration déterminante de la capacité de gain, si elle était confirmée, se serait produite avant le 1er janvier 2022, conformément à l'art. 88a al. 1 RAI. La date à retenir serait alors le 17 novembre 2021, soit trois mois après l'amélioration constatée par le Dr M._______ le 17 août 2021, comme cela ressort de l'avis SMR du 4 mai 2022 (OAIE pce 82). Dès lors, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. 5.2 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 28 février 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid.”
“Sur la base de la capacité de travail résiduelle ainsi fixée, il convient encore de procéder à l'évaluation du degré d'invalidité en résultant. 6.1 Dans un premier temps, il convient de déterminer les années de référence à prendre en compte pour ce calcul. En l'occurrence, il ressort des constatations médicales ci-dessus que la recourante s’est vu reconnaître une incapacité de travail à 100% de début février 2017 au 20 avril 2018, puis que son état de santé s’est amélioré une première fois à partir du 21 avril 2018 de façon à lui permettre de travailler à 60% avec une perte de rendement de 10% dans une activité adaptée à ses limitations lombaires, respectivement une seconde fois dès le 2 septembre 2019 moyennant le recouvrement alors d’une capacité de travail de 70% dans un emploi également profilé pour ses restrictions cervicales. Cela étant, ces fluctuations de la capacité de travail impliquent, pour chacune, une modification potentielle du droit aux prestations après trois mois entiers (voir art. 88a RAI; Circulaire de l’OFAS sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité [CIRAI] du 1er juillet 2023, version 3, p. 83 s., ch. 5503 s. [teneur inchangée depuis le 1er janvier 2022]; voir aussi, pour un exemple de calcul tenant compte de mois entiers: VGE IV/2022/744 du 28 mars 2023 c. 4.6 ss). La péjoration médicale attestée dès février 2017 prendra donc effet au 1er mai 2017, la première amélioration certifiée le 21 avril 2018 au 1er août 2018, puis la seconde reconnue à partir du 2 septembre 2019 au 1er janvier 2020. S’agissant de cette dernière révision, il apparaît dès lors erroné que l’intimé ait fixé celle-ci au 1er décembre 2019 (l’amélioration attestée depuis le 2 septembre 2019 n’avait, à cette date, pas encore duré trois mois entiers). Cette inexactitude est toutefois sans incidence sur la suppression de la rente, qui ne prend en tous les cas effet que dès le 1er janvier 2023 (voir c. 1.1). Les comparaisons de revenus inhérentes à ces révisions de rentes devront ainsi s'effectuer selon les données correspondant aux années 2017, 2018 et 2020 (et non 2019, comme admis par l’intimé du fait de l’inexactitude précitée).”
“Pour procéder à la comparaison des revenus, il convient de se placer au moment (hypothétique) de la naissance du droit à la rente; les revenus avec et sans invalidité doivent être déterminés par rapport à une même période et les modifications de ces revenus susceptibles d'influencer le droit à la rente survenues jusqu'à la date de la décision être pris en compte (ATF 143 295 c. 4.1.3, 129 V 222). 6.2 6.2.1 En l'espèce, le droit à la rente est né le 1er juin 2020, comme également retenu par l’intimé. Certes, le délai d'attente d'une année d'une incapacité de travail moyenne d'au moins 40% était déjà arrivé à échéance le 1er mai 2020, une incapacité de travail (dans la profession de maçon) ayant été reconnue depuis mai 2019 (art. 28 al. 1 LAI; voir c. 4.5). Ce n’est toutefois qu’en juin 2020 qu’était écoulé le délai de carence de six mois dès la date à laquelle l'assuré a fait valoir ses droits (art. 29 al. 1 LAI; voir dos. AI 1/1). L'année de référence est donc 2020. Les modifications dans la capacité de travail consécutives à l’amélioration médicale constatée dès le 1er juin 2021, respectivement à partir du 1er décembre 2021, impliquent quant à elles une modification du droit aux prestations après trois mois (voir art. 88a RAI). Cette amélioration prendra donc effet, pour la première révision, au 1er septembre 2021 et, quant à la seconde, le 1er mars 2022. Il s’ensuit que la décision contestée supprimant au 1er décembre 2021 la rente d’invalidité du recourant s’avère erronée sur ce point et devra donc être corrigée. Pour le surplus, les comparaisons de revenus inhérentes aux deux révisions de rentes devront s'effectuer selon les données correspondant aux années 2021 et 2022. 6.2.2 L’intimé s'est fondé sur les indications salariales fournies par le dernier employeur pour évaluer le revenu hypothétique sans handicap de l’assuré. Certes, ainsi que relevé par l’intimé dans sa réponse (voir p. 3 ch. 7), le revenu de personne valide doit en règle générale être calculé sur la base du dernier salaire gagné par la personne assurée, en adaptant cas échéant celui-ci au renchérissement et à l'évolution des salaires réels (ATF 145 V 141 c. 5.2.1, 134 V 322 c. 4.1; SVR 2022 UV n° 4 c. 3.2). Cette pratique ne trouve cependant application que s’il peut être établi au degré de la vraisemblance prépondérante que le dernier gain perçu aurait continué d’être réalisé.”
“Januar 2022 zu Recht bei einem Invaliditätsgrad von 20% die Invalidenrente der Beschwerdeführerin aufgehoben hat. Im Vordergrund steht dabei die Beweistauglichkeit der Gerichtsgutachten vom 23. November 2022 und 7. Dezember 2022 und der Konsensbeurteilung vom 10. Dezember 2022. 3. 3.1. Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG (Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse in Kraft getreten (AS 2021 705; BBl 2017 2535). In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364, 370 E. 7.1; 144 V 210, 213 E. 4.3.1). Bei Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG finden die Bestimmungen des IVG und der IVV [Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961, SR 831.201] in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung, sofern die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022 eintrat. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Vorliegend liegt die potentiell massgebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen vor dem 1. Januar 2022; damit ist das bis 31. Dezember 2021 geltende Recht anwendbar. 3.2. Eine versicherte Person hat gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung) Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. In zeitlicher Hinsicht entsteht der Anspruch erst, wenn die Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig im Sinne von Art. 6 ATSG war (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG), frühestens jedoch nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG). 3.3. Gemäss Art.”
Bei psychischen Erkrankungen ist zur Beurteilung, ob eine Verschlechterung im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV anspruchsrelevant ist, ein strukturiertes, gesamtheitliches Gutachten vorzulegen. Solche Abklärungen müssen funktionelle Einschränkungen, die Ressourcen der versicherten Person sowie die Behandelbarkeit und die Widerstandsfähigkeit gegenüber einer fachgerechten Therapie berücksichtigen.
“L’assurance-invalidité connaissant un système de rentes échelonnées, la révision se justifie lorsque le degré d’invalidité franchit un taux déterminant (ATF 133 V 545 consid. 6.2 à 7). A teneur de l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période ; il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. A contrario, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). 4. Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 4.1 et les références citées). 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler.”
“3), so dass sich auch in dieser Hinsicht keine neuen Erkenntnisse seit dem Vergleichszeitpunkt von 2021 ergeben. Die von Dr. med. E.________ erwähnten dissoziativen Zustände (AB 287 S. 4) konnten während der Untersuchung der RAD-Psychiaterin nicht festgestellt werden und die Beschwerdeführerin berichtete auch nicht über dissoziative Symptome (AB 295 S. 9 f.). Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 10 Ziff. 2.7.2) ist eine wesentliche Veränderung des Sachverhalts auch nicht dadurch erstellt, dass die RAD-Psychiaterin im Bericht vom 1. Mai 2023 ausführte, es seien die Diagnosekriterien für eine mittelgradige depressive Episode zur Zeit der Untersuchung im RAD formal erfüllt, weshalb "von einer vorübergehenden Beeinträchtigung des funktionellen Leistungsniveaus ... ausgegangen werden kann" (AB 295 S. 10 Mitte). Dabei handelt es sich allein um eine temporäre Veränderung, die infolge der guten Behandelbarkeit und der nicht ausgeschöpften Therapiemöglichkeiten offensichtlich nicht länger als die in Art. 88a Abs. 2 IVV für die Annahme eines Revisionsgrundes vorgesehenen drei Monate dauerte; in der Folge fehlt es an der Wesentlichkeit dieser vorübergehenden Änderung. Es wurde denn auch bereits – wie schon erwähnt – im MEDAS C.________-Gutachten vom 24. November 2020 eine rezidivierende depressive Störung diagnostiziert (AB”
Bei chronischen Schmerzen fehlt hier oft die dreimonatige objektivierte Besserung, sodass Herabsetzungen nicht greifen.
“Dezember 2019 fest, der Beschwerdeführer leide an einem myofaszialen Schmerzsyndrom der Lenden-, Becken- Hüftregion sowie der Flankenmuskulatur und einer Dysfunktion des Sakroilikalgelenkes beidseits mit Übertragungsschmerz. Die rheumatologische Untersuchung erfolgte etwa ein Dreiviertel Jahr nach der Begutachtung (IV-act. 357-8 f.). Dessen Auswirkungen wurden vom orthopädischen Gutachter unter der Diagnose eines chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms berücksichtigt. Zudem äusserte sich die IV-Ärztin Dr. E.___ diesbezüglich dahingehend, grundsätzlich sei dieses Leiden per se nicht geeignet, eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Überdies seien Behandlungsoptionen vorhanden (Stellungnahme vom 9. Juli 2020, IV-act. 358). Die lumbalen Schmerzen konnten demnach grösstenteils durch sämtliche beteiligten Fachärzte nicht objektiviert werden. In Berücksichtigung der zweimaligen Operationen formulierte der orthopädische Gutachter ein Fähigkeitsprofil (IV-act. 333-23). Eine adaptierte Tätigkeit hielt der Gutachter medizinisch-theoretisch drei Monate nach der Operation am 16. Mai 2013 wieder für möglich (IV-act. 333-26). Damit sind die zeitlichen Erfordernisse gemäss Art. 88a IVV nicht erfüllt. Im Zuge der Abklärung von während des Aufenthalts in der Klinik F.___ exazerbierten Schulterschmerzen ergab eine MRI-Untersuchung vom 31. Juli 2017 eine ausgeprägte, mehrsegmentale Facettengelenksarthrose sowie eine leichte Unkovertebralarthrose und Osteochondrose der HWS. Diese degenerativen Veränderungen wurden als Ursache der Schulterschmerzen vermutet (Austrittsbericht eSwiss Medical & Surgical Center vom 7. August 2017, IV-act. 292). Die Befunde betreffend Schulter / HWS wurden vom Gutachter gewürdigt und nachvollziehbar und in Übereinstimmung mit Dr. N.___ (Bericht vom 22. Juli 2020; act. G 11.1) als unverändert beurteilt. Bezüglich der Hüftgelenke lag dem Gutachter der Bericht von Dr. R.___ vom 27. Februar 2018 (IV-act. 332-30 f.) vor (IV-act. 333-10). Zwar war die klinische Funktionsprüfung durch die Gegenspannung des Beschwerdeführers eingeschränkt möglich. Dennoch stellte der Gutachter eine altersentsprechend weitgehend freie Funktion fest (IV-act. 333-16). Im Röntgenbefund vom 22.”
Die Dreimonatsfrist beginnt nach Unterbruch der Rentenausrichtung infolge Taggeldbezugs.
“Entscheid Versicherungsgericht, 03.09.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 43 Abs. 2 IVG; Art. 88 a IVV; Art. 88bis IVV: Auf die gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von abgestuft 100 % bzw. 50 % kann abgestellt werden. Aufgrund seines gastroenterologischen Leidens benötigt der Beschwerdeführer vermehrte Pausen, die Möglichkeit, die Arbeit kurzfristig zu unterbrechen und geeignete sanitäre Installationen. Mit Rücksicht auf das Alter und die Adaptionskriterien und die Rechtsprechung ist die Verwertbarkeit der 50%igen Restarbeitsfähigkeit zu bejahen. Der von der Beschwerdegegnerin gewährte Tabellenlohnabzug von 10 % ist angemessen. Die Frist gemäss Art. 88a IVV schliesst sich an den Unterbruch der Rentenausrichtung zufolge Taggeldbezugs an. Die Beschwerde abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. September 2021, IV 2020/66). Entscheid vom 3. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Corinne Schamback; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/66 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hardy Landolt, Schweizerhofstrasse 14, Postfach 1576, 8750 Glarus, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente Sachverhalt A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 5. Januar 2015 wegen eines Diabetes, Folgen einer Dickdarmentfernung und Augenproblemen bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Er ist ausgebildeter ___ und arbeitete bis 2009 bei der B.___ AG im Bereich Logistik (IV-act.”
Nach dreimonatiger Besserung ist eine Rentenerhöhung zu prüfen, wenn Erwerbsfähigkeit dauerhaft verbessert erscheint.
“, eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres allein vermöge keinen Rentenanspruch zu begründen, sondern nur, wenn sich daran eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe anschliesse. Dies gelte in gleicher Weise für alle (damals) drei gesetzlichen Rentenabstufungen. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssten somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden könne. Seither hielt es in ständiger Rechtsprechung daran fest (Urteil des Bundesgerichts 8C_618/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 4.2 mit diversen Hinweisen). Entsprechend hat die Beschwerdeführerin nach Erfüllung des Wartejahres ab Dezember 2019 trotz vorübergehend voller Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit (nur) Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung. Nach Ablauf von drei Monaten (Art. 88a IVV) - ab 1. März 2020 - steht eine Erhöhung der Rente zur Diskussion, nachdem sie zuerst 100 % arbeitsunfähig war und ab 4. Februar 2020 zu 50 %. Ab 4. März 2020 war sie sodann gemäss der hier massgeblichen orthopädischen Einschätzung wieder zu 70 % arbeitsfähig in der angestammten Tätigkeit (E. 3.2). Entsprechend gilt es die erwerblichen Auswirkungen des insoweit verbesserten Gesundheitszustandes zu überprüfen.”
Art. 29bis IVV ist sinngemäss anzuwenden; dies gilt (nach Rechtsprechung) auch, wenn die IV eine temporäre oder gestufte Rente mit rückwirkender Wirkung zuweist.
“1 LPGA dans sa version en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée alors que dans sa version en vigueur dès le 1er janvier 2022, la rente d’invalidité est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée, réduite ou supprimée, lorsque le taux d’invalidité de l’assuré subit une modification d’au moins 5 points de pourcentage (let. a) ou atteint 100 % (let. b). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). A l’inverse, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie (art. 88a al. 2 RAI). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). d) En l’espèce, le droit à la rente était ouvert au plus tôt le 1er juillet 2019 et a pris naissance le 1er septembre 2019 pour être supprimé au 30 avril 2020. La décision administrative litigieuse a été rendue le 19 janvier 2022. Selon les principes généraux en matière de droit transitoire, on applique, en cas de changement de règles de droit et sauf réglementation transitoire contraire, les dispositions en vigueur lors de la réalisation de l’état de fait qui doit être apprécié juridiquement et qui a des conséquences juridiques (ATF 138 V 176 consid. 7.1). Selon le texte de la let. b al. 1 des dispositions transitoires de la modification du 19 juin 2020, intitulée « Adaptation des rentes en cours pour les bénéficiaires âgés de moins de 55 ans », pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant l’entrée en vigueur de la présente modification et qui n’avaient pas encore 55 ans à l’entrée en vigueur de cette modification, la quotité de la rente ne change pas tant que leur taux d’invalidité ne subit pas de modification au sens de l’art.”
“Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Art. 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar (Art. 88a Abs. 2 IVV).”
Nach Verbesserung wird die Rente erst ab dem dritten Monat nach der Besserung herabgesetzt.
“Compte tenu d’une incapacité totale de travail dans toute activité dès le 7 février 2017, la recourante a droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er mars 2018, soit à l’échéance d’un délai de six mois à compter du dépôt de la demande de prestations (art. 29 al. 1 LAI). Dès janvier 2021, elle est en mesure d’exercer une activité adaptée à temps complet. Le degré d’invalidité de 14 % obtenu par comparaison des revenus (revenu sans invalidité de CHF 58'065 ; revenu d’invalide de CHF 49'954.99, correspondant au salaire réalisé en 2018 par une femme, niveau de compétence 1 selon l’ESS 2018 [CHF 4’371], après indexation à l’évolution des salaires jusqu’en 2021, prise en compte d’une durée hebdomadaire de 41,7 heures et d’un abattement de 10 % au vu des limitations fonctionnelles) n’est ni critiqué, ni critiquable dans son résultat, de sorte qu’il peut être repris. La modification du droit à la rente intervient 3 mois après l’amélioration constatée (art. 88a RAI), soit dès le 1er mai”
Bei Operationsfolgen gelten Wartezeitregeln: Nach 3 Monaten voller Arbeitsunfähigkeit wird Leistungshöhe neu bewertet.
“________ ne rendent ainsi pas vraisemblable une plus ample atteinte invalidante à sa santé psychique qui contredirait le rapport d’expertise du Dr EJ.P.________ et ne mettent pas en doutes les conclusions de cet expert. 11. Il résulte de ce qui précède que la recourante a présenté, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 let. b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid.”
Nach Ablauf von drei Monaten kann eine bereits eingetretene Besserung zur Rentenerhöhung führen.
“, eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % während eines Jahres allein vermöge keinen Rentenanspruch zu begründen, sondern nur, wenn sich daran eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe anschliesse. Dies gelte in gleicher Weise für alle (damals) drei gesetzlichen Rentenabstufungen. Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfähigkeit müssten somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden könne. Seither hielt es in ständiger Rechtsprechung daran fest (Urteil des Bundesgerichts 8C_618/2021 vom 14. Dezember 2021 E. 4.2 mit diversen Hinweisen). Entsprechend hat die Beschwerdeführerin nach Erfüllung des Wartejahres ab Dezember 2019 trotz vorübergehend voller Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit (nur) Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung. Nach Ablauf von drei Monaten (Art. 88a IVV) - ab 1. März 2020 - steht eine Erhöhung der Rente zur Diskussion, nachdem sie zuerst 100 % arbeitsunfähig war und ab 4. Februar 2020 zu 50 %. Ab 4. März 2020 war sie sodann gemäss der hier massgeblichen orthopädischen Einschätzung wieder zu 70 % arbeitsfähig in der angestammten Tätigkeit (E. 3.2). Entsprechend gilt es die erwerblichen Auswirkungen des insoweit verbesserten Gesundheitszustandes zu überprüfen.”
Nach Operation vom 19.12.2019 beginnt dreimonatige Frist erst nach Eingriff; Wirkungen treten danach ein.
“2 En l'occurrence, l'Office AI Berne a accepté d'entrer en matière sur la seconde demande de rente déposée par la recourante en août 2017 (la première demande ayant été refusée par décision du 10 juillet 2013), si bien qu'il appartient également au TA d'examiner la présente cause au fond (ATF 117 V 198 c. 3a; SVR 2008 IV n° 35 c. 2.1). Il s'agit ainsi de déterminer si la recourante a présenté une modification de son état de santé avec répercussion sur sa capacité de travail entre la situation prévalant en 2013 et celle existant à la date de la décision attaquée, le 10 février 2020. 3.3 On notera encore que, dans la mesure où l'Office AI Berne a conclu, subsidiairement, à l'admission du recours et au renvoi de la cause devant lui pour la période postérieure au mois de "septembre voire décembre 2019", il formule des conclusions concordantes avec celles de la recourante, à tout le moins pour cette dernière période. En l'état toutefois, il appartient au TA de procéder d'office au contrôle de ces conclusions concordantes, ce d'autant plus que la détérioration de l'état de santé de la recourante consécutive à l'opération du 19 décembre 2019 et justifiant ces conclusions, ne pourrait déployer ses effets juridiques qu'après une période de trois mois (voir art. 88a RAI), c'est-à-dire après la décision attaquée, qui a été rendue le 10 février 2020. 4. Il ressort du dossier les faits pertinents suivants. 4.1 Pour rendre sa décision de refus de rente du 10 juillet 2013, l'Office AI Berne s'est principalement basé sur une expertise en neurochirurgie réalisée le 11 juin 2012, de laquelle il ressortait les diagnostics, avec répercussion sur la capacité de travail, de syndrome douloureux chronique de la nuque avec une mauvaise position du rachis, des troubles dégénératifs des cervicales, un status après microdiscectomie et pose d'une prothèse en décembre 2007 et révision de cette prothèse intervenue en février 2011. Sans répercussion sur la capacité de travail, il était notamment mentionné un syndrome douloureux lombaire. Selon l'experte en neurochirurgie, les activités de coiffeuse et d'aide-soignante n'étaient plus exigibles, mais une activité légère avec possibilité de changer de position et ne sollicitant pas le rachis était possible à 100%, avec une diminution de rendement de 10%.”
Bei befristeter oder gestufter Rentenzuteilung sind für die Rentenrevision als Vergleichszeitpunkte sowohl der Beginn des Rentenanspruchs als auch der Zeitpunkt der Herabsetzung oder Aufhebung massgeblich; der Drei-Monatszeitpunkt des Art. 88a IVV ist dabei zu beachten.
“c) Les règles et principes jurisprudentiels relatifs à la révision du droit à une rente d’invalidité, au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA, sont applicables lorsque la décision de l'assurance-invalidité accordant une rente avec effet rétroactif prévoit en même temps la suppression ou la modification de cette rente, respectivement octroie une rente pour une durée limitée (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d et les références ; TF 8C_607/2015 du 3 février 2016 consid. 2). Aux termes de l’art. 17 LPGA, dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Dans ce contexte, lors de l’octroi d’une rente échelonnée ou limitée dans le temps, le moment déterminant pour effectuer la comparaison est, d’une part, le moment du début du droit à la rente et, d’autre part, celui de la diminution ou de la suppression de la rente en application du délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) (Michel Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l’assurance-invalidité [AI], Genève/Zurich/Bâle 2011, n° 3068 et les références citées ; TF 9C_134/2015 du 3 septembre 2015 consid. 4.1 et les références citées). d) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent une base importante pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigible de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid.”
Bestehende psychosomatische/somatoforme Beschwerden, die bereits vor der letzten leistungsverneinenden Beurteilung bestanden und sich ohne nachweisliche neue oder massgebliche Verschlechterung fortsetzen, begründen nicht automatisch eine neue, dreimonatige Zäsur nach Art. 88a Abs. 3 IVV. Eine längere Dauer solcher Symptome (z. B. die im Gutachten erwähnten „mindestens zwei Jahre“) kann sich auf diagnostische Kriterien beziehen und stellt für sich allein keine massgebliche Veränderung dar; frühere Beschwerden können hingegen das Weiterbestehen der Arbeitsunfähigkeit stützen.
“f.; vgl. auch die Ausführungen im psychiatrischen Teilgutachten, wonach die für die Diagnose zwanghafte Persönlichkeitsstörung und für die attestierte Arbeitsunfähigkeit hauptverantwortlichen zwanghaften Anteile seit langer Zeit bestehen [AB 113.5/12 Ziff. 6.1]) und haben mithin bereits vor der letzten (leistungsverneinenden) Beurteilung der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2016 (AB 64) zu gelten. Die somatisch objektivierten Gesundheitsschäden waren allein vorübergehender Natur und führten zu keiner massgeblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. etwa AB 113.1/11 Ziff. 4.3) im Sinne einer mindestens dreimonatigen Verschlechterung gemäss Art. 88a Abs. 3 IVV (vgl. etwa AB 113.3/11 ff. Ziff. 7 f. sowie 113.4/5 ff. Ziff. 6 ff.). Dennoch klagt die Beschwerdeführerin unverändert über Beschwerden. Wie die psychiatrische Gutachterin darlegt, können diese wechselnden körperlichen Symptome nicht durch eine körperliche Krankheit ausreichend erklärt werden und sind diesbezüglich die Kriterien zur Stellung der Diagnose einer Somatisierungsstörung insgesamt erfüllt (AB 113.5/12 f. Ziff. 6.1). Soweit im psychiatrischen Gutachten dargelegt wird, die Beschwerdeführerin klage seit mindestens zwei Jahren über diese Symptome (AB 113.5/12 Ziff. 6.1), vermag dies keine massgebliche Veränderung zu begründen. Wie bereits dargelegt, leidet die Beschwerdeführerin subjektiv bereits seit langer Zeit an diesen Beschwerden. Die gutachterliche Verwendung des Terminus „mindestens zwei Jahre“ bezieht sich denn auch offensichtlich lediglich auf die Diagnosekriterien, wonach u.a. multiple und unterschiedliche körperliche Symptome, für die keine ausreichende somatische Erklärung gefunden wurde, mindestens zwei Jahre anhalten müssen, damit die Diagnose Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.”
“f.; vgl. auch die Ausführungen im psychiatrischen Teilgutachten, wonach die für die Diagnose zwanghafte Persönlichkeitsstörung und für die attestierte Arbeitsunfähigkeit hauptverantwortlichen zwanghaften Anteile seit langer Zeit bestehen [AB 113.5/12 Ziff. 6.1]) und haben mithin bereits vor der letzten (leistungsverneinenden) Beurteilung der Beschwerdegegnerin vom 12. Februar 2016 (AB 64) zu gelten. Die somatisch objektivierten Gesundheitsschäden waren allein vorübergehender Natur und führten zu keiner massgeblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. etwa AB 113.1/11 Ziff. 4.3) im Sinne einer mindestens dreimonatigen Verschlechterung gemäss Art. 88a Abs. 3 IVV (vgl. etwa AB 113.3/11 ff. Ziff. 7 f. sowie 113.4/5 ff. Ziff. 6 ff.). Dennoch klagt die Beschwerdeführerin unverändert über Beschwerden. Wie die psychiatrische Gutachterin darlegt, können diese wechselnden körperlichen Symptome nicht durch eine körperliche Krankheit ausreichend erklärt werden und sind diesbezüglich die Kriterien zur Stellung der Diagnose einer Somatisierungsstörung insgesamt erfüllt (AB 113.5/12 f. Ziff. 6.1). Soweit im psychiatrischen Gutachten dargelegt wird, die Beschwerdeführerin klage seit mindestens zwei Jahren über diese Symptome (AB 113.5/12 Ziff. 6.1), vermag dies keine massgebliche Veränderung zu begründen. Wie bereits dargelegt, leidet die Beschwerdeführerin subjektiv bereits seit langer Zeit an diesen Beschwerden. Die gutachterliche Verwendung des Terminus „mindestens zwei Jahre“ bezieht sich denn auch offensichtlich lediglich auf die Diagnosekriterien, wonach u.a. multiple und unterschiedliche körperliche Symptome, für die keine ausreichende somatische Erklärung gefunden wurde, mindestens zwei Jahre anhalten müssen, damit die Diagnose Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.”
Ist die eingetretene Verschlechterung selbst kausal für die Entstehung des Rentenanspruchs, kommt Art. 88a Abs. 2 IVV grundsätzlich nicht zur Anwendung; in solchen Fällen ist der Rentenbeginn nach den massgeblichen Anspruchsvoraussetzungen (z. B. Art. 28 ff. IVG) zu beurteilen. Voraussetzung für die Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ist demgegenüber, dass bereits eine vorbestehende rentenbegründende Invalidität vorlag.
“%) ab dem 1. November 2023 Die Beschwerdeführerin war ab dem Zeitpunkt des Treppensturzes vom Juni 2013 in ihrer bisherigen Tätigkeit als … vollständig arbeitsunfähig. Hingegen bestanden bezüglich einer adaptierten Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 70 % und ein rentenausschliessender IV-Grad von 15 %. Die mit der vollen Arbeitsunfähigkeit per 1. Januar 2018 (act. II 188 S. 2) eingetretene Verschlechterung ist infolgedessen ab dem genannten Datum zu berücksichtigen, ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV zur Anwendung käme (vgl. Urteil des BGer 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 Rz. 36). Damit hat die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2018 Anspruch auf eine ganze Rente. Diese ist in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.5.2 hiervor) per 30. September 2018 aufzuheben.”
“Mit Blick auf das eben Dargelegte ist ab Ende 2016 eine anhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner ausgewiesen, womit die Anspruchsvoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist. Mit dem Eintritt einer nunmehr vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in jeder angepassten Tätigkeit infolge der Hüft-TEP am 8. März 2021 ist auch die Voraussetzung nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG erfüllt. Besteht für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Höhe, wogegen durch Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit vorerst ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann, so entsteht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Rentenanspruch im Falle einer Verschlechterung des Gesundheitszustands grundsätzlich ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV zur Anwendung gelangt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, Rz. 36 zu Art. 28). Damit entstand am 1. März 2021 ein Rentenanspruch. Die am 1. Dezember 2021 (vgl. E. 4.4 hiervor) eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustands nach Rekonvaleszenz der erfolgreich durchgeführten Hüft-Revision bewirkt – gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV nach drei Monaten (vgl. E. 1.4.2) – keine Aufhebung des Rentenanspruchs per 1. März 2022, da der Versicherte zu diesem Zeitpunkt erneut in stationärer Behandlung war, womit auch in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit gegeben war. Ebenso wenig sind die Voraussetzungen für eine Herabsetzung oder Aufhebung der Rente per 1. Dezember 2022 gegeben. Die allfällige Verbesserung des Gesundheitszustands des Versicherten nach Austritt aus der Rehaklinik S.___ am 18. August 2022 hätte zwar ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bis Ende November 2022 angedauert.”
“Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung einer ganzen Rente ab Februar 2012, nachdem die für den abschliessenden Invaliditätsgrad massgebliche Einschränkung im November 2011 eingetreten sei. Er beruft sich damit implizit auf die Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 2 IVV. Wie bereits festgestellt, entstand der Anspruch auf eine ganze Rente jedoch bereits per 1. April”
“Damit kann auf das Gutachten abgestellt werden, wonach für angepasste Tätigkeiten mit einer Gewichtslimite von 5 kg, Wechselbelastung zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, ohne Arbeiten in Vorneige oder Zwangshandlungen, ohne repetitives Bücken oder verdrehte rotierte Körperhaltungen, ohne Knien und Hocken, ohne Benutzung von Leitern oder Gerüsten und ohne hohe Ansprüche an die Kraft und Feinmotorik der rechten Hand eine Arbeitsfähigkeit von 100 % besteht (IV-act. 221-9 f.). Das Gutachten ist somit mit dem RAD (Stellungnahmen vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 223] und vom 14. Dezember 2022 [IV-act. 233]) als vollständig, nachvollziehbar und folglich beweistauglich zu bewerten. Dies gilt auch für die retrospektiv attestierten Arbeitsunfähigkeiten vom 15. Februar 2019 bis 15. März 2019 und insbesondere vom 24. April 2019 bis 24. Juli 2019 (IV-act. 221-50) sowie vom 14. September 2020 bis 28. Oktober 2020 (IV-act. 221-10). Letztere erfüllt zwar die dreimonatige Dauer, nach welcher eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen ist. Die Anwendung dieser Vorschrift setzt jedoch voraus, dass bei Eintritt der anspruchsbeeinflussenden Änderung bereits eine rentenbegründende Invalidität vorgelegen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 28. September 2020, 9C_352/2020, E. 4.2.2). Die erforderliche vorbestehende Invalidität ist vorliegend allerdings nicht gegeben, so dass sich die Frage, ob die zwischenzeitlichen Arbeitsunfähigkeiten rentenbegründend sein könnten, nach Art. 8 Abs. 1 ATSG richtet und somit mangels längerer Dauer im Sinne dieser Bestimmung zu verneinen sind. Weitere Abklärungen sind entgegen dem Subeventualantrag, insbesondere solche in Form einer EFL, nicht notwendig. Denn die Wahl der Untersuchungsmethode im Rahmen einer lege artis erfolgenden Begutachtung liegt im Ermessen der Sachverständigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2022, 9C_224/2022, E. 3.4.3). Eine EFL ist nicht in jedem Fall durchzuführen, sondern allenfalls in Betracht zu ziehen, wenn sich die beteiligten Fachärzte ausser Stande sehen, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, und deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als zweckmässigste Massnahme ausdrücklich empfehlen.”
Für die Bestimmung des massgeblichen Referenzjahres bzw. Zeitpunkts für den Einkommens- und Invaliditätsvergleich ist auf den Beginn des frühestmöglichen Rentenanspruchs und auf den konkreten Leistungszeitraum abzustellen. Dabei können konkrete Monate/Zeiträume für die Festlegung des jeweiligen Referenzjahres praktisch von Bedeutung sein.
“3 En l'espèce, l'incapacité de travail de la recourante est attestée depuis le mois de janvier 2016 (voir notamment dos. AI 17/3, 20/5, 38, 131/3) et le formulaire de demande initiale est daté du 5 juillet 2016 (dos. AI 1/7). Son droit à la rente est donc susceptible de prendre naissance au plus tôt en janvier 2017. Sur la base du rapport d'expertise pluridisciplinaire du 27 novembre 2020 (dos. AI 159.1/6), il convient de retenir, avec l'intimé, que la recourante était en incapacité de travail dans toute activité du 18 octobre 2017 au 18 janvier 2018, puis du 24 juin au 24 septembre 2019. Pour la période antérieure au 18 octobre 2017, ainsi que du 19 janvier 2018 au 23 juin 2019, la recourante présentait une pleine capacité de travail dans une activité adaptée. Pour calculer le taux d'invalidité de la recourante pour la période du 1er janvier au 30 septembre 2017, puis du 1er octobre 2017 au 30 avril 2018 (trois mois après le 19 janvier 2018, date à partir de laquelle la capacité de travail à 100% dans une activité adaptée a à nouveau été attestée; voir art. 88a al. 1 RAI et ch. 4017 CIIAI), l'année de référence pour la comparaison des revenus est donc 2017. S'agissant du taux d'invalidité valable du 1er mai 2018 au 31 mai 2019, l'année de référence est 2018. C'est l'année 2019 qui est déterminante pour le taux applicable du 1er juin au 31 décembre 2019 (motif de révision; seconde opération lombaire du 25 juin 2019 et convalescence subséquente). C'est ensuite l'année 2019 également qui sert de référence pour calculer le taux d'invalidité valable dès le 1er janvier 2000 (motif de révision; trois mois après le 25 septembre 2019, date à laquelle la recourante a recouvré une capacité de travail de 80% d'après les experts). 7.27.2.1 Pour déterminer le revenu de personne valide, il faut se fonder sur le revenu que la personne assurée aurait effectivement pu réaliser selon un degré de vraisemblance prépondérante sans atteinte à la santé, en vertu de ses aptitudes professionnelles et des circonstances personnelles, au moment du début potentiel du droit à la rente.”
“In der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 2021 nahm die IV-Stelle gestützt auf das vorstehende medizinische Zumutbarkeitsprofil den Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG vor. Dabei stützte sie sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf die Lohnstrukturerhebungen (LSE) 2016 des Bundesamts für Statistik. Dieses Vorgehen wird von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht bestritten und hält auch einer richterlichen Überprüfung Stand. Demnach hat die Beschwerdeführerin vom 1. Juli 2017 bis 30. November 2017 bei einem Invaliditätsgrad von 50% Anspruch auf eine halbe Rente und vom 1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2019 bei einem Invaliditätsgrad von 40% unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV Anspruch auf eine Viertelsrente. Nach diesem Zeitpunkt besteht bei einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 30% kein Anspruch mehr auf eine Rente.”
Ein Anspruch kann befristet werden, wenn gutachterlich ein absehbares Ende des Hilfebedarfs festgestellt wird; die Dauer der Befristung richtet sich nach Art. 88a IVV.
“b IVG eine einjährige Wartezeit abzuwarten, sofern die versicherte Person im Zeitpunkt des Eintretens der Hilflosigkeit älter als 12 Monate ist (BGE 144 V 361 E. 6.2; KSIH Rz. 8092 und 8084 bzw. KSH Rz. 6007; vgl. Art. 42bis Abs. 3 IVG). Der Beschwerdeführer wurde im Mai 2018 sechs Jahre alt. Der frühestmögliche Anspruchsbeginn kommt damit auf den Mai 2019 zu liegen. Gemäss den beweistauglichen gutachterlichen Ausführungen ist der Bedarf an dauernder persönlicher Überwachung bis zu einem Alter von durchschnittlich zehn Jahren zu bejahen. Tatsächlich war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begutachtung zehneinhalb Jahre alt und beim Management seines Diabetes zunehmend autark. Ab Erreichen des elften Altersjahres – im Mai 2022 – besteht damit kein Bedarf an dauernder persönlicher Überwachung mehr. Gemäss KSIH Rz. 8113 bzw. KSH Rz. 9001 i.V.m. 9021 sind vorliegend – da die Aufhebung der Hilflosenentschädigung auf eine gutachterliche Einschätzung und nicht auf das Erreichen einer Altersgrenze gemäss Anhang III des KSIH bzw. Anhang II des KSH erfolgt – die Bestimmungen über die Änderung des Rentenanspruchs sinngemäss anwendbar. Gemäss Art. 88a IVV ist der Anspruch auf eine Hilflosentschädigung leichten Grades somit auf Ende August 2022 zu befristen. 7. Zusammenfassend ist nach dem Ausgeführten festzustellen, dass der Beschwerdeführer für die Zeit von Mai 2019 bis und mit Mai bzw. August 2022 der dauernden persönlichen Überwachung bedurfte und dementsprechend während dieser Zeit Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung entsprechend einer Hilflosigkeit leichten Grades hat. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen. Die Frage, ob der Beschwerdeführer der besonders intensiven Pflege bedürfe, kann bei diesem Verfahrensausgang offengelassen werden, da selbst bei Bejahung derselben kein höherer Anspruch resultiert (vgl. Art. 37 IVV). 8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. 8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Gemäss § 19 lit. a Verordnung über die Gebühren der Gerichte (GebT) vom 15.”
Die Frist beginnt nach Wiederaufnahme der Rentenausrichtung infolge Taggeldbezugs.
“Entscheid Versicherungsgericht, 03.09.2021 Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG; Art. 43 Abs. 2 IVG; Art. 88 a IVV; Art. 88bis IVV: Auf die gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von abgestuft 100 % bzw. 50 % kann abgestellt werden. Aufgrund seines gastroenterologischen Leidens benötigt der Beschwerdeführer vermehrte Pausen, die Möglichkeit, die Arbeit kurzfristig zu unterbrechen und geeignete sanitäre Installationen. Mit Rücksicht auf das Alter und die Adaptionskriterien und die Rechtsprechung ist die Verwertbarkeit der 50%igen Restarbeitsfähigkeit zu bejahen. Der von der Beschwerdegegnerin gewährte Tabellenlohnabzug von 10 % ist angemessen. Die Frist gemäss Art. 88a IVV schliesst sich an den Unterbruch der Rentenausrichtung zufolge Taggeldbezugs an. Die Beschwerde abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. September 2021, IV 2020/66). Entscheid vom 3. September 2021 Besetzung Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Corinne Schamback; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr. IV 2020/66 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Hardy Landolt, Schweizerhofstrasse 14, Postfach 1576, 8750 Glarus, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente Sachverhalt A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich am 5. Januar 2015 wegen eines Diabetes, Folgen einer Dickdarmentfernung und Augenproblemen bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-act. 1). Er ist ausgebildeter ___ und arbeitete bis 2009 bei der B.___ AG im Bereich Logistik (IV-act.”
Bei mindestens dreimonatiger Arbeitsunfähigkeit beginnt der Anspruch auf ganze Rente rückwirkend ab dem dritten Monat.
“00 (4363.00 x 12 / 40 x 41.7 x 1.004) erzielen konnte. Dieser Betrag ist als Valideneinkommen der Beschwerdeführerin einzusetzen. Beim Invalideneinkommen ist von einer Erwerbstätigkeit von 60 % auszugehen. Die Beschwerdegegnerin hat beim Invalideneinkommen einen Abzug von 10 % vorgenommen. Es liegen keine Gründe vor, aus welchen das Gericht in dieses Ermessen eingreifen sollte (vgl. dazu E. 5.2.). Somit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 29591.00 (Fr. 54'799.00 x 0.6 x 0.9). Bei einer Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 46 %. Dies entspricht einem Anspruch auf eine Viertelsrente ab dem 1. Oktober 2017 (vgl. dazu E. 3.2.). Wie unter E. 4.4.4 dargelegt, ist zu berücksichtigten, dass die Beschwerdeführerin vom 6. März 2022 bis zum 3. August 2022 vollständig arbeitsunfähig war. Bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in allen Bereichen erübrigt sich ein Einkommensvergleich, da der Invaliditätsgrad ohnehin 100 % beträgt. Im Lichte von Art. 88a IVV (vgl. dazu E. 3.3.) hat die Beschwerdeführerin vom 1. Juli 2022 (die Arbeitsunfähigkeit muss mindestens drei volle Monate gedauert haben, vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH], Stand 1. Januar 2021, N 4009) bis zum 30. November 2022 (vgl. ebenfalls E. 3.3.) einen Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Ab dem 1. Dezember 2022 besteht wiederum ein Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 3.2.). 6. 6.1. Infolge der obigen”
Eine Verschlechterung ist nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Eine Zuerkennung oder Erhöhung der Rente kann mit Rückwirkung erfolgen (Art. 17 LPGA findet Anwendung). Ist eine Rente zuvor aufgehoben worden und tritt innerhalb von drei Jahren wegen derselben Ursache erneut Anspruch ein, wird die frühere Wartezeit angerechnet (Art. 29bis sinngemäss).
“17 LPGA s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). L’art. 88bis RAI n'est en revanche pas applicable dans cette éventualité, du moment que l'on ne se trouve pas en présence d'une révision de la rente au sens strict (ATF 125 V 413 consid. 2d ; TF 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.2 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. Conformément à l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie. Selon cette disposition, si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente celle qui a précédé le premier octroi.”
“Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). Zufolge der ab dem 20. Mai 2020 erstellten vollständigen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten (vgl. vorne E. 3.4) besteht unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. vorne E. 2.6.2) unbestritten (vgl. auch AB 341/4) ab dem 1. August 2020 Anspruch auf eine ganze Rente, unabhängig davon, wie hoch die Einschränkung im Aufgabenbereich ausfällt (vgl. dazu hinten E. 5.6). Mit der ab August 2021 wiederhergestellten Arbeitsfähigkeit von 50 % (vgl. AB 290/6) besteht ein medizinischer Revisionsgrund (vgl. vorne E. 2.6.1), sodass auf diesen Zeitpunkt hin erneut ein Einkommensvergleich vorzunehmen ist (vgl. auch AB 341/4).”
Bei Verbesserungen ist die Drittmonatsfrist für Rentenaufhebung beginnend nach Leistungsantrag zu beachten.
“La mesure dans laquelle les salaires ressortant des statistiques doivent être réduits, le cas échéant, au titre du désavantage salarial supplémentaire, dépend de l'ensemble des circonstances personnelles et professionnelles du cas particulier (limitations liées au handicap, âge, années de service, nationalité/catégorie d'autorisation de séjour et taux d'occupation) et résulte d'une évaluation dans les limites du pouvoir d'appréciation. En revanche, l'exercice d'une activité à taux partiel ou le long éloignement du marché du travail ne sont pas des facteurs d'abattement au sens de la jurisprudence (arrêt TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6). Une déduction globale maximum de 25% sur le salaire statistique permet de tenir compte des différents éléments qui peuvent influencer le revenu d'une activité lucrative (ATF 126 V 75 consid. 5). 8. 8.1. Le recourant se voit ainsi reconnaître une incapacité de travail totale du 14 mai 2017 au 31 décembre 2018. En présence d'une incapacité de gain entière, il convient dès lors de lui reconnaître le droit à une rente entière du 1er octobre 2018 (six mois après le dépôt de la demande de prestations en avril 2018 et plus d'un an après l'apparition de l'incapacité de travail; cf. art. 28 et 29 LAI) au 31 mars 2019 (délai de 3 mois depuis l'amélioration selon l'art. 88a RAI). 8.2. Pour la période commençant le 1er avril 2019, à compter de laquelle le recourant peut désormais travailler entièrement dans une activité adaptée, il convient de procéder à une comparaison des revenus. Dans sa décision, l'OAI fonde le revenu de valide sur le salaire réalisé en 2016 par le recourant selon son extrait de compte individuel, soit CHF 62'531.-. Ce montant doit être adapté à l'évolution des salaires nominaux jusqu'en 2019 (soit CHF 63'648.10, indices de 2239 pour 2016 et 2279 pour 2019, cf. OFS, T39 Evolution des salaires nominaux, des prix à la consommation et des salaires réels, Hommes). Partant, le revenu de valide est fixé à CHF 63'648.10. Pour sa part, en l'absence de revenu effectivement réalisé, le revenu d'invalide doit être basé sur le montant mensuel de CHF 5'417.-, soit CHF 65'004.- annuellement, correspondant au salaire médian du secteur privé selon les chiffres de l'Enquête suisse sur la structure des salaires 2018 (ESS 2018, TA1_Skill level, totaux, niveau de compétences 1, hommes).”
Die Übergangsfrist bewirkt praktisch, dass trotz zwischenzeitlicher Änderungen der Erwerbsfähigkeit oder vorübergehender Verschlechterungen/Verbesserungen eine höhere bzw. bisherige Rentenstufe zeitlich weiterbezogen wird (konkrete Beispiele: Fortzahlung ganzer/Dreiviertels-/halber Rente bis bestimmte Daten).
“November 2018 anzunehmen ist (zu den Arbeitsunfähigkeiten vgl. E. 3.9), resultiert nach dem Gesagten ein Invaliditätsgrad von 100 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 40 %, wie er im Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2019 vorgelegen hat (vgl. E. 3.9), ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 64 % (100 % - [90 % x 40 %]) und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung), wobei dem Beschwerdeführer aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV die ganze Rente noch bis zum 28. Februar 2019 auszuzahlen ist. Bei der ab dem 1. Mai 2019 geltenden Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. dazu E. 3.9) ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 28 % (100 % - [90 % x 80 %]), womit ein Rentenanspruch entfällt (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung). Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die Dreiviertelsrente jedoch noch bis zum 31. Juli 2019 geschuldet. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ab dem 1. August 2019 besteht kein Rentenanspruch mehr. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung des Rentenbetrags ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen.”
“Der von der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort angenommene Tabellenlohnabzug von 10 % erscheint den Einschränkungen des Beschwerdeführers angemessen (vgl. act. G 3 S. 11 f.). Soweit ersichtlich, wird dieser Abzug vom Beschwerdeführer in der Replik denn auch nicht kritisiert (vgl. act. G 12). Bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 100 %, wie er ab Beginn des Rentenanspruchs vom 1. Oktober 2017 (zum Beginn des Rentenanspruchs vgl. E. 4.1) bis 30. November 2018 anzunehmen ist (zu den Arbeitsunfähigkeiten vgl. E. 3.9), resultiert nach dem Gesagten ein Invaliditätsgrad von 100 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 40 %, wie er im Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2019 vorgelegen hat (vgl. E. 3.9), ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 64 % (100 % - [90 % x 40 %]) und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung), wobei dem Beschwerdeführer aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV die ganze Rente noch bis zum 28. Februar 2019 auszuzahlen ist. Bei der ab dem 1. Mai 2019 geltenden Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. dazu E. 3.9) ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 28 % (100 % - [90 % x 80 %]), womit ein Rentenanspruch entfällt (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung). Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die Dreiviertelsrente jedoch noch bis zum 31. Juli 2019 geschuldet. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ab dem 1. August 2019 besteht kein Rentenanspruch mehr. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31.”
“Der von der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort angenommene Tabellenlohnabzug von 10 % erscheint den Einschränkungen des Beschwerdeführers angemessen (vgl. act. G 3 S. 11 f.). Soweit ersichtlich, wird dieser Abzug vom Beschwerdeführer in der Replik denn auch nicht kritisiert (vgl. act. G 12). Bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 100 %, wie er ab Beginn des Rentenanspruchs vom 1. Oktober 2017 (zum Beginn des Rentenanspruchs vgl. E. 4.1) bis 30. November 2018 anzunehmen ist (zu den Arbeitsunfähigkeiten vgl. E. 3.9), resultiert nach dem Gesagten ein Invaliditätsgrad von 100 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 40 %, wie er im Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2019 vorgelegen hat (vgl. E. 3.9), ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 64 % (100 % - [90 % x 40 %]) und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung), wobei dem Beschwerdeführer aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV die ganze Rente noch bis zum 28. Februar 2019 auszuzahlen ist. Bei der ab dem 1. Mai 2019 geltenden Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. dazu E. 3.9) ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 28 % (100 % - [90 % x 80 %]), womit ein Rentenanspruch entfällt (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung). Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die Dreiviertelsrente jedoch noch bis zum 31. Juli 2019 geschuldet. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ab dem 1. August 2019 besteht kein Rentenanspruch mehr. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31.”
“November 2018 anzunehmen ist (zu den Arbeitsunfähigkeiten vgl. E. 3.9), resultiert nach dem Gesagten ein Invaliditätsgrad von 100 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 40 %, wie er im Zeitraum vom 1. Dezember 2018 bis 30. April 2019 vorgelegen hat (vgl. E. 3.9), ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 64 % (100 % - [90 % x 40 %]) und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung), wobei dem Beschwerdeführer aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV die ganze Rente noch bis zum 28. Februar 2019 auszuzahlen ist. Bei der ab dem 1. Mai 2019 geltenden Arbeitsfähigkeit von 80 % (vgl. dazu E. 3.9) ergibt sich unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 10 % ein Invaliditätsgrad von 28 % (100 % - [90 % x 80 %]), womit ein Rentenanspruch entfällt (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Fassung). Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die Dreiviertelsrente jedoch noch bis zum 31. Juli 2019 geschuldet. Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ab dem 1. August 2019 besteht kein Rentenanspruch mehr. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2019 eine ganze Rente und für die Zeit vom 1. März bis 31. Juli 2019 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung des Rentenbetrags ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen.”
“Januar 2018 (Beginn des Rentenanspruchs; vgl. E. 4.2) bis zum 1. September 2019 anzunehmenden Arbeitsunfähigkeitsgrades von 50 % (vgl. IV-act. 105-10) resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 %. Ab dem 2. September 2019 wäre zwar grundsätzlich vorübergehend erneut von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. IV-act. 105-10), jedoch ist die Anpassung des Invaliditätsgrades an den verschlechterten Gesundheitszustand aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV erst per 1. Januar 2020 vorzunehmen. Da ab dem 1. Januar 2020 bereits wieder eine Verbesserung des Arbeitsfähigkeitsgrades ausgewiesen ist (vgl. IV-act. 105-10), hat die vorübergehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit keine Relevanz. Vielmehr ist demnach für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 von einem Invaliditätsgrad von 50 % und einem Anspruch auf eine halbe Rente auszugehen, während ab dem 1. Januar 2020 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100 % grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr besteht. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die halbe Rente jedoch noch bis zum 31. März 2020 weiter auszuzahlen. Der von der Beschwerdegegnerin verfügte befristete Anspruch auf eine halbe Invalidenrente für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2020 (vgl. IV-act. 118 ff.) ist somit nicht zu beanstanden. Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl.”
“Diese Beurteilung führt dann nämlich dazu, dass vorliegend sowohl hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens als auch bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Lohn zugrunde zu legen ist, und der Einkommensvergleich anhand eines sogenannten Prozentvergleichs vorgenommen werden kann. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). Gründe, die einen solchen rechtfertigen würden, werden vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht und sind auch nicht ersichtlich (vgl. act. G 1 und 9). Unter Berücksichtigung des für die Zeit vom 1. Januar 2018 (Beginn des Rentenanspruchs; vgl. E. 4.2) bis zum 1. September 2019 anzunehmenden Arbeitsunfähigkeitsgrades von 50 % (vgl. IV-act. 105-10) resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 %. Ab dem 2. September 2019 wäre zwar grundsätzlich vorübergehend erneut von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. IV-act. 105-10), jedoch ist die Anpassung des Invaliditätsgrades an den verschlechterten Gesundheitszustand aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV erst per 1. Januar 2020 vorzunehmen. Da ab dem 1. Januar 2020 bereits wieder eine Verbesserung des Arbeitsfähigkeitsgrades ausgewiesen ist (vgl. IV-act. 105-10), hat die vorübergehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit keine Relevanz. Vielmehr ist demnach für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 von einem Invaliditätsgrad von 50 % und einem Anspruch auf eine halbe Rente auszugehen, während ab dem 1. Januar 2020 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100 % grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr besteht. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die halbe Rente jedoch noch bis zum 31. März 2020 weiter auszuzahlen. Der von der Beschwerdegegnerin verfügte befristete Anspruch auf eine halbe Invalidenrente für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2020 (vgl. IV-act. 118 ff.) ist somit nicht zu beanstanden. Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr.”
“Diese Beurteilung führt dann nämlich dazu, dass vorliegend sowohl hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens als auch bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Lohn zugrunde zu legen ist, und der Einkommensvergleich anhand eines sogenannten Prozentvergleichs vorgenommen werden kann. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). Gründe, die einen solchen rechtfertigen würden, werden vom Beschwerdeführer nicht vorgebracht und sind auch nicht ersichtlich (vgl. act. G 1 und 9). Unter Berücksichtigung des für die Zeit vom 1. Januar 2018 (Beginn des Rentenanspruchs; vgl. E. 4.2) bis zum 1. September 2019 anzunehmenden Arbeitsunfähigkeitsgrades von 50 % (vgl. IV-act. 105-10) resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 %. Ab dem 2. September 2019 wäre zwar grundsätzlich vorübergehend erneut von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. IV-act. 105-10), jedoch ist die Anpassung des Invaliditätsgrades an den verschlechterten Gesundheitszustand aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV erst per 1. Januar 2020 vorzunehmen. Da ab dem 1. Januar 2020 bereits wieder eine Verbesserung des Arbeitsfähigkeitsgrades ausgewiesen ist (vgl. IV-act. 105-10), hat die vorübergehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit keine Relevanz. Vielmehr ist demnach für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 von einem Invaliditätsgrad von 50 % und einem Anspruch auf eine halbe Rente auszugehen, während ab dem 1. Januar 2020 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100 % grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr besteht. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die halbe Rente jedoch noch bis zum 31. März 2020 weiter auszuzahlen. Der von der Beschwerdegegnerin verfügte befristete Anspruch auf eine halbe Invalidenrente für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2020 (vgl. IV-act. 118 ff.) ist somit nicht zu beanstanden. Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr.”
“Januar 2018 (Beginn des Rentenanspruchs; vgl. E. 4.2) bis zum 1. September 2019 anzunehmenden Arbeitsunfähigkeitsgrades von 50 % (vgl. IV-act. 105-10) resultiert ein Invaliditätsgrad von 50 %. Ab dem 2. September 2019 wäre zwar grundsätzlich vorübergehend erneut von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (vgl. IV-act. 105-10), jedoch ist die Anpassung des Invaliditätsgrades an den verschlechterten Gesundheitszustand aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV erst per 1. Januar 2020 vorzunehmen. Da ab dem 1. Januar 2020 bereits wieder eine Verbesserung des Arbeitsfähigkeitsgrades ausgewiesen ist (vgl. IV-act. 105-10), hat die vorübergehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit keine Relevanz. Vielmehr ist demnach für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 von einem Invaliditätsgrad von 50 % und einem Anspruch auf eine halbe Rente auszugehen, während ab dem 1. Januar 2020 bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100 % grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr besteht. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die halbe Rente jedoch noch bis zum 31. März 2020 weiter auszuzahlen. Der von der Beschwerdegegnerin verfügte befristete Anspruch auf eine halbe Invalidenrente für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2020 (vgl. IV-act. 118 ff.) ist somit nicht zu beanstanden. Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem unterliegenden Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist er von der Bezahlung zu befreien. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl.”
“Im Haushaltsbereich sind entsprechend der gutachterlichen Einschätzung keine Einschränkungen ausgewiesen (vgl. IV-act. 96-55), was zumindest für den Zeitraum ab Oktober 2014 nachvollziehbar erscheint. Folglich ist im Aufgabenbereich spätestens ab Oktober 2014 von einem Teilinvaliditätsgrad von 0 % auszugehen, wobei auch der gewichtete Teilinvaliditätsgrad 0 % (20 x 0 / 100) entspricht. Ob im September 2014 analog dem Grad der Arbeitsunfähigkeit auch im Haushalt von einer vollen Leistungsunfähigkeit auszugehen ist, kann vorliegend offengelassen werden, da für September 2014 selbst bei der Annahme einer vollen Leistungsfähigkeit im Haushalt ein Anspruch auf eine ganze Rente resultiert (vgl. dazu den bereits im Erwerbsbereich vorliegenden Teilinvaliditätsgrad von 80 %; E. 4.2.7). Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für den September 2014 ein Gesamtinvaliditätsgrad von mindestens 80 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Ab Oktober 2014 ist demgegenüber kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr ausgewiesen. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die ganze Rente jedoch noch bis Dezember 2014 auszubezahlen. Ab Januar 2015 besteht kein Rentenanspruch mehr. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von September bis Dezember 2014 einen Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend als angemessen. Da die Beschwerdeführerin gemessen an ihren Anträgen nur in äusserst untergeordnetem Ausmass obsiegt hat (vgl. act. G 1), rechtfertigt es sich, ihr die volle Gerichtsgebühr aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie jedoch von der Bezahlung zu befreien. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl.”
“Im Haushaltsbereich sind entsprechend der gutachterlichen Einschätzung keine Einschränkungen ausgewiesen (vgl. IV-act. 96-55), was zumindest für den Zeitraum ab Oktober 2014 nachvollziehbar erscheint. Folglich ist im Aufgabenbereich spätestens ab Oktober 2014 von einem Teilinvaliditätsgrad von 0 % auszugehen, wobei auch der gewichtete Teilinvaliditätsgrad 0 % (20 x 0 / 100) entspricht. Ob im September 2014 analog dem Grad der Arbeitsunfähigkeit auch im Haushalt von einer vollen Leistungsunfähigkeit auszugehen ist, kann vorliegend offengelassen werden, da für September 2014 selbst bei der Annahme einer vollen Leistungsfähigkeit im Haushalt ein Anspruch auf eine ganze Rente resultiert (vgl. dazu den bereits im Erwerbsbereich vorliegenden Teilinvaliditätsgrad von 80 %; E. 4.2.7). Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für den September 2014 ein Gesamtinvaliditätsgrad von mindestens 80 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Ab Oktober 2014 ist demgegenüber kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr ausgewiesen. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die ganze Rente jedoch noch bis Dezember 2014 auszubezahlen. Ab Januar 2015 besteht kein Rentenanspruch mehr. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von September bis Dezember 2014 einen Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend als angemessen. Da die Beschwerdeführerin gemessen an ihren Anträgen nur in äusserst untergeordnetem Ausmass obsiegt hat (vgl. act. G 1), rechtfertigt es sich, ihr die volle Gerichtsgebühr aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie jedoch von der Bezahlung zu befreien. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl.”
“Im Haushaltsbereich sind entsprechend der gutachterlichen Einschätzung keine Einschränkungen ausgewiesen (vgl. IV-act. 96-55), was zumindest für den Zeitraum ab Oktober 2014 nachvollziehbar erscheint. Folglich ist im Aufgabenbereich spätestens ab Oktober 2014 von einem Teilinvaliditätsgrad von 0 % auszugehen, wobei auch der gewichtete Teilinvaliditätsgrad 0 % (20 x 0 / 100) entspricht. Ob im September 2014 analog dem Grad der Arbeitsunfähigkeit auch im Haushalt von einer vollen Leistungsunfähigkeit auszugehen ist, kann vorliegend offengelassen werden, da für September 2014 selbst bei der Annahme einer vollen Leistungsfähigkeit im Haushalt ein Anspruch auf eine ganze Rente resultiert (vgl. dazu den bereits im Erwerbsbereich vorliegenden Teilinvaliditätsgrad von 80 %; E. 4.2.7). Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für den September 2014 ein Gesamtinvaliditätsgrad von mindestens 80 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Ab Oktober 2014 ist demgegenüber kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr ausgewiesen. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV ist die ganze Rente jedoch noch bis Dezember 2014 auszubezahlen. Ab Januar 2015 besteht kein Rentenanspruch mehr. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von September bis Dezember 2014 einen Anspruch auf eine ganze Rente hat. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint vorliegend als angemessen. Da die Beschwerdeführerin gemessen an ihren Anträgen nur in äusserst untergeordnetem Ausmass obsiegt hat (vgl. act. G 1), rechtfertigt es sich, ihr die volle Gerichtsgebühr aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie jedoch von der Bezahlung zu befreien. Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (vgl.”
“Da jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass in der Haushaltsarbeit keine höhere Einschränkung wie in der Erwerbsarbeit bestanden hat - ermöglicht die Haushaltstätigkeit doch zumeist eine flexiblere Zeiteinteilung wie die Erwerbsarbeit -, braucht die genaue Einschränkung im Haushaltsbereich auch für diesen Zeitraum nicht ermittelt zu werden. Denn die Annahme einer bloss 20%igen Einschränkung im Haushaltsbereich führt im Zeitraum vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 bereits zu einem Gesamtinvaliditätsgrad von über 60 % (57 % + 4 %) und somit zu einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, während selbst die Annahme einer 50%igen Einschränkung im Haushaltsbereich den Rentenanspruch in diesem Zeitraum nicht erhöhen würde (Teilinvaliditätsgrad Erwerb von 57 % + Teilinvaliditätsgrad Haushalt von 10 % = Gesamtinvaliditätsgrad von 67 %). Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für den Zeitraum vom 1. Mai bis 16. August 2015 ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 80 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Für den Zeitraum vom 17. August 2015 bis zum 22. Dezember 2016 resultiert ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 60 %, jedoch unter 70 %, und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wobei die ganze Rente aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV jedoch noch bis zum 30. November 2015 auszurichten ist. Im Zeitraum vom 23. Dezember 2016 bis 30. November 2017 ist wiederum ein Invaliditätsgrad von über 80 % ausgewiesen. Aufgrund der Übergangsfrist beginnt der Anspruch auf die ganze Rente jedoch nicht bereits am 23. Dezember 2016, sondern erst am 1. April 2017, endet jedoch auch nicht bereits am 30. November 2017, sondern erst am 28. Februar”
“Da jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass in der Haushaltsarbeit keine höhere Einschränkung wie in der Erwerbsarbeit bestanden hat - ermöglicht die Haushaltstätigkeit doch zumeist eine flexiblere Zeiteinteilung wie die Erwerbsarbeit -, braucht die genaue Einschränkung im Haushaltsbereich auch für diesen Zeitraum nicht ermittelt zu werden. Denn die Annahme einer bloss 20%igen Einschränkung im Haushaltsbereich führt im Zeitraum vom 17. August 2015 bis 22. Dezember 2016 bereits zu einem Gesamtinvaliditätsgrad von über 60 % (57 % + 4 %) und somit zu einem Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, während selbst die Annahme einer 50%igen Einschränkung im Haushaltsbereich den Rentenanspruch in diesem Zeitraum nicht erhöhen würde (Teilinvaliditätsgrad Erwerb von 57 % + Teilinvaliditätsgrad Haushalt von 10 % = Gesamtinvaliditätsgrad von 67 %). Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für den Zeitraum vom 1. Mai bis 16. August 2015 ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 80 % und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Für den Zeitraum vom 17. August 2015 bis zum 22. Dezember 2016 resultiert ein Gesamtinvaliditätsgrad von über 60 %, jedoch unter 70 %, und somit ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wobei die ganze Rente aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a IVV jedoch noch bis zum 30. November 2015 auszurichten ist. Im Zeitraum vom 23. Dezember 2016 bis 30. November 2017 ist wiederum ein Invaliditätsgrad von über 80 % ausgewiesen. Aufgrund der Übergangsfrist beginnt der Anspruch auf die ganze Rente jedoch nicht bereits am 23. Dezember 2016, sondern erst am 1. April 2017, endet jedoch auch nicht bereits am 30. November 2017, sondern erst am 28. Februar”
Bei kurzfristiger (1 Monat) Verschlechterung bleibt diese unberücksichtigt; Drei-Monatsfrist ist praxisentscheidend.
“November 2019, die Beschwerde sei dahingehend teilweise gutzuheissen, dass festzustellen sei, dass vom 1. November 2015 bis 8. November 2018 ein Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe (befristete Rente). Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen. In der Begründung gab sie an, aus dem Gutachten gehe sowohl für die angestammte als auch für eine adaptierte Tätigkeit eine 80% Arbeitsfähigkeit hervor. Weiter sehe die Beschwerdeführerin sich als nicht arbeitsfähig. Daher könnten Eingliederungsmassnahmen die Erwerbsfähigkeit nicht verbessern. Bezüglich der befristeten Rente führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der potentielle Rentenbeginn der 1. November 2015 sei. Ab dem potentiellen Rentenbeginn bis 2. Januar 2017 habe gemäss dem Gutachten eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Diese 50%ige Arbeitsunfähigkeit ergebe bei einem Valideneinkommen von Fr. 53'793.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'896.50 eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'896.50 und somit einen IV-Grad von 48%. Vom 2. Januar bis 11. Februar 2017 sei es zu einer Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Gemäss Art. 88a IVV werde eine solche Verschlechterung nur berücksichtigt, wenn sie drei Monate angedauert habe (mit Verweis auf das Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSHI], Rz. 4015 ff.). Dies sei vorliegend nicht der Fall; da die Verschlechterung nur einen Monat gedauert habe, sei sie nicht zu berücksichtigen. Anschliessend sei es zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen, womit bis zum Begutachtungszeitpunkt nur noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Aus dem Gutachten werde nicht ersichtlich, wann diese Verbesserung genau eingetreten sei. Daher werde die Rente gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der Begutachtung herabgesetzt bzw. aufgehoben. Demnach bestehe ab November 2015 bis November 2018 (Begutachtungszeitpunkt) ein Anspruch auf eine Viertelsrente. In der Replik vom 28. April 2020 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen festhalten (act. G 12). Zur Begründung führte sie ergänzend aus, der Beschwerdegegnerin sei ein Rechenfehler unterlaufen.”
Bei der Beurteilung, ob eine Wiederaufnahme der Arbeit erhebliche Bedeutung im Sinne von Art. 88a Abs. 1 IVV hat, ist eine schematische Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu vermeiden. Es sind die gesamten Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, insbesondere die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische ärztliche Beurteilung und die Beweggründe der versicherten Person für die Wiederaufnahme der Arbeit.
“Damit eine Vorsorgeeinrichtung, der eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für das erst nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Invaliditätsrisiko aufzukommen hat, ist indes erforderlich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE 130 V 270 E. 4.1). In sachlicher Hinsicht liegt ein solcher Zusammenhang vor, wenn der der Invalidität zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen derselbe ist, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat. Sodann setzt die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig wurde. Die frühere Vorsorgeeinrichtung hat nicht für Rückfälle oder Spätfolgen einer Krankheit einzustehen, die erst Jahre nach Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit eintreten. Demnach darf nicht bereits eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs angenommen werden, wenn die Person bloss für kurze Zeit wieder an die Arbeit zurückgekehrt ist. Ebenso wenig darf die Frage des zeitlichen Zusammenhangs zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität in schematischer (analoger) Anwendung der Regeln von Art. 88a Abs. 1 IVV beurteilt werden, wonach eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich andauern wird. Zu berücksichtigen sind vielmehr die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, die die versicherte Person zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 123 V 262 E. lc, 120 V 112 E. 2c/aa und 2c/bb mit Hinweisen).”
“Damit eine Vorsorgeeinrichtung, der eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für das erst nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Invaliditätsrisiko aufzukommen hat, ist indes erforderlich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE 130 V 270 E. 4.1; vgl. auch BGE 147 V 322 E. 3.1, 134 V 20 E. 3.2). In sachlicher Hinsicht liegt ein solcher Zusammenhang vor, wenn der der Invalidität zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen derselbe ist, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat. Sodann setzt die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig wurde. Die frühere Vorsorgeeinrichtung hat nicht für Rückfälle oder Spätfolgen einer Krankheit einzustehen, die erst Jahre nach Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit eintreten. Demnach darf nicht bereits eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs angenommen werden, wenn die Person bloss für kurze Zeit wieder an die Arbeit zurückgekehrt ist. Ebenso wenig darf die Frage des zeitlichen Zusammenhangs zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität in schematischer (analoger) Anwendung der Regeln von Art. 88a Abs. 1 IVV beurteilt werden, wonach eine anspruchsbeeinflussende Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich andauern wird. Zu berücksichtigen sind vielmehr die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, die die versicherte Person zur Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (BGE 123 V 262 E. lc, 120 V 112 E. 2c/aa und 2c/bb mit Hinweisen; vgl. auch 138 V 409 E. 6.2, 134 V 20 E. 3.2.1).”
Bei Änderung des Invaliditätsgrads gilt die Rentenänderung drei Monate nach Tarifänderung.
“Faute de contradiction entre les constatations médicales et même de simple doute, il n’y avait en outre pas matière à ordonner une instruction complémentaire à cet égard. 8. Cela étant, il y a lieu de déterminer le degré d’invalidité de la recourante. a) Lorsque la personne assurée dispose encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le taux d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; TF 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; TF 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). b) Selon les constatations des médecins traitants, la recourante dispose d’un taux d’activité de 50 % dans une activité habituelle chez son employeur (cf. rapport du 29 avril 2022 du Dr S.________). Le taux d’invalidité se confond donc avec celui de l’incapacité de travail et il n’y a pas lieu de procéder à une comparaison des revenus pour déterminer le taux d’invalidité. En l’occurrence, le taux d’invalidité doit être fixé à 100 % du 1er avril 2021 au 30 avril 2022 et à 50 % dès le 1er mai 2022. Au vu de l’art. 88a RAI, la rente entière octroyée par l’OAI sera remplacée par une demi-rente dès le 1er août 2022, à savoir trois mois après la modification du taux. 9. Il convient enfin de déterminer si la capacité résiduelle de travail de 50 % est exploitable sur le marché du travail équilibré, la recourante étant âgée de plus de 60 ans lors de l’examen du Dr S.________ du 29 avril 2022. a) Selon l’art. 28a al. 1 LAI, l’art. 16 LPGA s’applique à l’évaluation de l’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative. Cette disposition prévoit que, pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. b) Lorsqu'il s'agit d'examiner dans quelle mesure un assuré peut encore exploiter économiquement sa capacité de travail résiduelle sur le marché du travail entrant en considération pour lui, on ne saurait subordonner la concrétisation des possibilités de travail et des perspectives de gain à des exigences excessives.”
Liegt die Verschlechterung bereits länger zurück bzw. ist die Dreimonatsfrist zum Zeitpunkt der Entscheidung bzw. der Gesuchstellung erfüllt, kann die erhöhte Rente rückwirkend ab dem Monat zugesprochen werden, ab dem die Dreimonatsdauer erfüllt ist bzw. ab dem massgebenden Rentenbeginn.
“Il faut bien plutôt retenir que sa passivité et l’absence de toute capacité d’initiative excluent un tel risque. Les conditions mises à la reconnaissance d’un besoin de surveillance personnelle permanente au sens entendu par l’art. 37 RAI ne sont donc pas remplies en l’espèce. On relèvera au demeurant que même si tel était le cas, cela n’aurait aucune incidence sur le sort du litige. 18. Compte tenu des considérants qui précèdent, il s’agit de retenir que la recourante présente depuis avril 2020 un besoin d’assistance pour la réalisation des six actes ordinaires de la vie, ainsi que de soins permanents. Cette situation correspond à celle prévue par l’art. 37 al. 1 RAI, ce qui lui ouvre le droit à une allocation pour impotent de degré grave. 19. a) Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). b) L’augmentation de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l’assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). c) En l’espèce, la recourante a requis le réexamen de son degré d’impotence, par l’intermédiaire de C.________, aux termes d’une correspondance du 13 mars 2021. L’OAI l’a ensuite invitée, le 18 mars 2021, à déposer une demande formelle et à rendre plausible une modification de son degré d’impotence. En l’absence de tout réquisit de forme imposé à une demande de révision de prestations en cours (cf. par exemple : TF 9C_164/2019 du 29 mai 2019), il s’agit de retenir la date du 13 mars 2021 – et non pas celle du 1er novembre 2021 – au titre de demande de révision formulée par la recourante. L’aggravation de l’état de santé de la recourante étant survenue en avril 2020, le délai de trois mois prévu par l’art. 88a al. 2 RAI était donc largement échu le 13 mars 2021, ce qui permet le versement de l’allocation pour impotent de degré grave à partir du 1er mars 2021, conformément à l’art.”
“Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns abzustellen (BGE 129 V 222). Die Entstehung des Rentenanspruchs setzt die Erfüllung des Wartejahres (während eines Jahres durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 %; Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) voraus. Dieses war im Falle des Beschwerdeführers - ausgehend von den im Z.___-Gutachten festgehaltenen Arbeitsunfähigkeiten (E. 4.6 hiervor) - per 1. März 2019 erfüllt und die Voraussetzungen für eine Viertelsrente waren gegeben (276 Tage zu 20 % arbeitsunfähig, 89 Tage zu 100 % arbeitsunfähig; siehe dazu auch Urk. 10/131/14; BGE 121 V 264 E. 6b, Urteil des Bundesgerichts I 650/00 vom 14. August 2001 E. 2b). Ab 1. Juni 2019 bestand dann aufgrund der seit Januar 2019 bestehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 88a Abs. 2 IVV). Da die vollständige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten bis Ende Juni 2019 andauerte, ist ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bis 30. September 2019 ausgewiesen (Art. 88a Abs. 1 IVV). Zu prüfen ist im Folgenden der Rentenanspruch ab 1. Oktober”
“Die Beschwerdeführerin hat damit aufgrund ihres Rentenerhöhungsgesuchs vom März 2021 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Diese ist ihr gestützt auf Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV ab dem 1. März 2021 zuzusprechen; da die massgebende Veränderung durch den Stellenverlust und die damit einhergehende gesundheitliche Destabilisierung schon Jahre zurückliegt, war die dreimonatige Frist nach Art. 88a Abs. 2 IVV im Zeitpunkt der Gesuchstellung längst abgelaufen. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 3. November 2021 demnach aufzuheben, und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2021 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente hat.”
“Da die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres lediglich 40 % beträgt, entstand am 1. April 2018 jedoch bloss Anspruch auf eine Viertelsrente, welcher infolge des höheren Invaliditätsgrades in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV drei Monate später, also per 1. Juli 2018 auf denjenigen einer halben Rente zu erhöhen ist (vgl. E. 1.4).”
Nach Inkrafttreten von Art. 88a Abs. 1 IVV (ab 1.1.2019) kann die Beachtung der Schadenminderungspflicht dazu führen, dass bei Verwertbarkeit der angestammten Tätigkeit kein Raum mehr für die Zusprechung einer Invalidenrente verbleibt. Dies gilt insbesondere, wenn unter Anrechnung der angestammten Tätigkeit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad errechnet wird und die Zumutbarkeit der Schadenminderungspflicht bejaht werden kann.
“Es wäre daher zu prüfen gewesen, mit welcher Beschäftigung er seine Leistungsfähigkeit am besten verwertet (Schadenminderungspflicht, vgl. E. 2.2.2 hiervor). Dies ist vorliegend nachzuholen (Art. 106 Abs. 1 BGG). In Anbetracht der im angefochtenen Entscheid aufgeführten Berechnung für den Zeitraum ab September 2018, aufgrund welcher ein Invaliditätsgrad von rund 41 % ermittelt wurde, ist darauf zu schliessen, dass der Beschwerdegegner seine Leistungsfähigkeit mit der angestammten Tätigkeit besser verwertet. Denn unter Anrechnung der Tätigkeit als Personaldisponent resultiert bei einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % ein entsprechender rentenausschliessender Invaliditätsgrad (vgl. das Urteil 9C_267/2018 vom 29. Juni 2018 E. 4.2 mit Hinweis). Indem das Bundesverwaltungsgericht das Invalideneinkommen dennoch aufgrund statistischer Werte ermittelt und damit auf einen höheren, rentenbegründenden Invaliditätsgrad geschlossen hat, hat es den Grundsatz der Schadenminderungspflicht missachtet und damit Bundesrecht verletzt. Mit Blick auf das Gesagte bleibt ab 1. Januar 2019 (Art. 88a Abs. 1 IVV) - entgegen dem angefochtenen Urteil - in Nachachtung der dem Beschwerdegegner aufzuerlegenden Schadenminderungspflicht kein Raum für die Zusprache einer Invalidenrente. Die Beschwerde ist begründet. Weiterungen erübrigen sich (vgl. zum Verbot der Anschlussbeschwerde Urteil 9C_288/2021 vom 30. November 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).”
Für die Beurteilung einer Neuanmeldung ist im konkreten relevanten Zeitraum zu prüfen, ob seit dem früheren Referenzzeitpunkt eine erhebliche und anhaltende Veränderung der Befundlage eingetreten ist; nur derart nachhaltige Veränderungen begründen einen Neuanmeldungsgrund.
“Im hier interessierenden Zusammenhang ist nicht von Belang, ob die (früheren oder aktuellen) diagnostischen Einordnungen des Dr. med. B.________ zutreffen. Ebensowenig ist ausschlaggebend, dass die Beschwerdeführerin vom 5. Mai bis zum 11. Juni 2015 in stationärer und vom 15. Juni bis zum 26. November 2015 in tageskli nischer Behandlung stand. Entscheidend ist in concreto einzig, ob im massgeblichen Zeitraum (Neua nmeldung im Mai 2017; Erlass der an gefochtenen Verfügung am 30. Januar 2020) eine erhebliche (und anhaltende; vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) Veränderung der Befundlage im Vergleich zu jener im Dezember 2014 eintrat (vgl. vorangehende E. 2.1). Eine solche verneinten sowohl Dr. med. B.________ als auch der beigezogene Neuropsychologe nachvollziehbar. Auch die behandelnden Ärzte (vgl. Berichte der C.________ AG vom 11. Juni 2015 und 21. Januar 2016, der Dr. med. D.________ vom 23. Mai 2018 und des Dr. med. E.________ vom 3. Dezember 2018) scheinen von einer im Wesentlichen unveränderten Situation seit dem Ende der Erwerbstätigkeit im Jahr 2013 auszugehen. Soweit die Beschwerdeführerin überhaupt gesundheitliche Veränderungen anspricht, legt sie auch nicht ansatzweise dar, dass diese im massgeblichen Zeitraum eingetreten sein sollen. Ihre weitere Kritik am Verlaufsgutachten des Dr. med. B.________ zielt ins Leere; diesbezügliche Weiterungen erübrigen sich.”
“S. 19 Ziff. 8). Mit Blick darauf, dass eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobald diese ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV), ist eine revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsänderung resp. ein Neuanmeldungsgrund ausgewiesen. Dementsprechend ist der Rentenanspruch frei zu prüfen (vgl. E. 2.6.4 hiervor).”
Liegt – selbst bei zugunsten des Versicherten unterstellter Anwendung von Abklärungsgrundsätzen wie dem LSE‑Tabellenlohn für beide Vergleichseinkommen – kein anspruchsbegründender IV‑Grad von 40 % vor, kann die Rente gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV befristet werden; so hat das Gericht die Befristung im konkret zitierten Entscheid vorgenommen.
“S. 7 f.) selbst für den Fall, dass zugunsten des Beschwerdeführers für beide Vergleichseinkommen auf denselben LSE-Tabellenlohn abgestellt würde, kein anspruchsbegründender IV-Grad von 40 % resultierte (Art. 28 Abs. 1 lit. c bzw. Art. 28b Abs. 4 IVG [Umkehrschluss]; vgl. zur Berechnung: in BGE 148 V 321 nicht publizierte E. 6.2 des Entscheids des BGer vom 27 Juni 2022, 8C_104/2021). Die Beschwerdegegnerin hat die Rente somit zu Recht unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 31. Dezember 2022 befristet.”
“S. 7 f.) selbst für den Fall, dass zugunsten des Beschwerdeführers für beide Vergleichseinkommen auf denselben LSE-Tabellenlohn abgestellt würde, kein anspruchsbegründender IV-Grad von 40 % resultierte (Art. 28 Abs. 1 lit. c bzw. Art. 28b Abs. 4 IVG [Umkehrschluss]; vgl. zur Berechnung: in BGE 148 V 321 nicht publizierte E. 6.2 des Entscheids des BGer vom 27 Juni 2022, 8C_104/2021). Die Beschwerdegegnerin hat die Rente somit zu Recht unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 31. Dezember 2022 befristet.”
Der Beginn der anspruchsrelevanten, voraussichtlich länger dauernden Verbesserung kann sich nach Feststellung der Gutachterpersonen richten. Hat eine solche Verbesserung ohne wesentlichen Unterbruch mindestens drei Monate gedauert und ist mit weiterer Fortdauer zu rechnen, ist sie bei der Herabsetzung der Leistungen zu berücksichtigen.
“Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Verbesserung vom Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentlichen Unterbruch drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die J._______-Gutachterpersonen stellten eine anspruchsrelevante Verbesserung des Gesundheitszustands ab Untersuchungsdatum am 14. Februar 2018 fest. In Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV ist die bisherige halbe Rente daher mit Wirkung ab 1. Juni 2018 (und bis auf weiteres) auf eine Viertelsrente herabzusetzen.”
Bei Revisionsgesuchen prüft die Verwaltung zunächst, ob die vom Versicherten behauptete Änderung plausibel erscheint; ist dies der Fall, hat sie in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht abzuklären, ob die Änderung tatsächlich eingetreten und massgeblich ist. Der Richter beurteilt die Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfügung nach dem Tatsachenstand, wie er zum Zeitpunkt dieser Verfügung bestanden hat; Tatsachen, die erst später eintreten oder die den früheren Sachverhalt ändern, sind grundsätzlich durch eine neue verwaltungsrechtliche Entscheidung zu behandeln. Soweit eine Herabsetzung oder Aufhebung von Leistungen erwogen wird, trifft den Versicherer die Darlegungs‑ und Beweislast für das Vorliegen der erforderlichen Änderung.
“Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’occurrence, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. 4.1 Lorsque l’administration entre en matière sur une demande de révision déposée par la personne assurée (art. 87 al. 2 RAI), elle doit traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification du degré d’invalidité rendue plausible par l’assuré (prenant par ex. la forme d’un nouveau diagnostic posé au cours de la période de comparaison déterminante ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_735/2019 du 25 février 2020 consid. 4.5) est réellement survenue. Si l’office AI entre en matière sur la demande de révision, il doit procéder à un examen complet (« allseitig ») en fait et en droit (arrêt du Tribunal fédéral 9C_4/2021 du 1er mars 2021 consid. 6.1.2). S’il constate que le degré d’invalidité n’a pas changé depuis le prononcé de la précédente décision entrée en force (rejetant la demande de rente ou de révision de la rente), il rejette la demande. Dans le cas contraire, il doit en outre examiner si le degré d’invalidité permet d’ouvrir ou augmenter le droit à la rente.”
“Conformément aux principes généraux en matière de droit intertemporel (ATF 149 II 320 consid. 3 ; 148 V 174 consid. 4.1 et les références), il y a lieu d'examiner en fonction des règles applicables jusqu'au 31 décembre 2021 si une modification déterminante pour le droit à la rente est survenue jusqu'à cette date (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2). Selon ces principes, le ch. 9102 de la Circulaire de l'Office fédéral des assurances sociales (OFAS) sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité (CIRAI ; valable à partir du 1er janvier 2022) prévoit que si la modification déterminante s'est produite avant le 1er janvier 2022, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 s'appliquent ; si la modification déterminante s'est produite après cette date, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 s'appliquent. La date de la modification déterminante est fixée selon l'art. 88a RAI (cf. arrêt du TF 9C_187/2024 du 19 septembre 2024 consid. 3.2). En l'espèce, l'intéressée a déposé une demande de révision le 2 mars 2022 en alléguant une aggravation de son état de santé. Quant à la modification déterminante, elle se produirait, si elle était avérée, le 2 décembre 2021. La présente cause doit donc être examinée au regard des normes en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. 3.4 Le juge des assurances sociales apprécie en outre la légalité des décisions d'après les faits existant au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 1er mai 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 130 V 138 consid. 2.1 ; 121 V 362 consid. 1b). 4. 4.1 Selon l'art. 17 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (al.”
“a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable ; considérant que, le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur les dispositions légales (LAI et LPGA notamment) et règlementaires (RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]) modifiées dans le cadre du « développement continu de l'AI » (RO 2021 705 ; FF 2017 2535), que la décision dont est recours a été rendue après le 1er janvier 2022, qu’en l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3), que la date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3), que l’ancien droit reste applicable si cette date est antérieure au 1er janvier 2022 (ibidem), qu’en l’espèce, la recourante a allégué dès le 5 octobre 2020 que sa capacité de gain et sa capacité d’accomplir les travaux habituels s’était dégradée, que les dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021 sont donc applicables, que c’est ainsi dans cette version qu’elles sont reproduites, citées et appliquées ci-après ; considérant que la procédure en révision est régie par l’art. 88 RAI dont l’al. 4 prévoit l’application par analogie des art. 66 et 69 à 76 RAI, que, saisie d'une demande de révision, l'administration doit commencer par examiner si les allégations de la personne assurée sont, d'une manière générale, plausibles (ATF 117 V 198 consid. 3a a contrario ; ch. 5203 de la circulaire de l’Office fédéral des assurances sociales sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er janvier 2024), que, si tel est le cas, elle entre en matière et entreprend les investigations nécessaires pour déterminer si la modification de situation alléguée est effectivement survenue et dans quelle mesure elle a un impact sur l’invalidité (ibidem), que cela revient à examiner, par analogie avec l’art.”
“En principe, il incombe à l’assureur de prouver une modification importante du degré d’invalidité lorsqu’il veut réduire ou supprimer une rente (arrêt du Tribunal fédéral 8C_481/2013 du 7 novembre 2013 consid. 3.1 non publié in : ATF 139 V 585). Si une modification des faits déterminante pour le droit aux prestations n’est pas établie au degré de la vraisemblance prépondérante, la situation juridique qui prévalait jusqu’alors est maintenue conformément au principe du fardeau matériel de la preuve (arrêt du Tribunal fédéral 8C_481/2013 du 7 novembre 2013 consid. 2.4 et les références ; pour un cas d’application : cf. notamment l’arrêt du Tribunal fédéral 9C_333/2015 du 17 juillet 2015 consid. 3.2). 4. 4.1 L'objet du présent litige porte sur le droit éventuel de la recourante à une rente d’invalidité, voire – en l’absence d’octroi d’une éventuelle rente entière – des mesures professionnelles, ce qui supposerait ici une aggravation sensible de son état de santé au moment du dépôt de sa nouvelle demande déposée le 26 novembre 2021 – ou dans les trois mois qui la précédaient ou la suivaient (cf. art. 88a RAI) –, le cas échéant jusqu’à la décision du 16 octobre 2023 querellée, par rapport à la situation existant à la date du prononcé de la décision du 2 octobre 2020 de rejet de la première demande AI. Il est à cet égard rappelé que, de jurisprudence constante, le juge apprécie en règle générale la légalité des décisions entreprises d'après l'état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 132 V 215 consid. 3.1.1). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 130 V 130 consid. 2.1). Même s'il a été rendu postérieurement à la date déterminante, un rapport médical doit cependant être pris en considération, dans la mesure où il a trait à la situation antérieure à cette date (cf. ATF 99 V 98 consid. 4 et les arrêts cités ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_259/2018 du 25 juillet 2018 consid. 4.2). 4.2 Par ailleurs, l’objet du litige dans la procédure administrative subséquente est le rapport juridique qui – dans le cadre de l’objet de la contestation déterminé par la décision – constitue, d’après les conclusions du recours, l’objet de la décision effectivement attaquée.”
“1 L'art. 17 LPGA s'applique à la révision des API (Michel VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI], 2018, n. 75 ad art. 42 LAI). À teneur de l'art. 35 al. 2 du règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance‑invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201), lorsque, par la suite, le degré d’impotence subit une modification importante, les art. 87 à 88bis RAI sont applicables. Le droit à l’allocation s’éteint à la fin du mois au cours duquel l’une des autres conditions de ce droit n’est plus remplie ou au cours duquel le bénéficiaire du droit est décédé. 5.2 L'al. 2 de l’art. 17 LPGA n’a pas été modifié le 31 décembre 2021 – contrairement à l’al. 1 –, et il dispose que, de même – que concernant la rente (cf. al. 1) –, toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. En vertu de l'art. 88a RAI – intitulé « modification du droit » –, si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (al. 1). Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie (al.”
Der Wegfall schadenmindernder Mithilfe kann eine Neuberechnung des Invaliditätsgrads auslösen; die Neuberechnung erfolgt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Wegfall als voraussichtlich längere Zeit dauernd angesehen werden kann (in der Praxis jedenfalls nach Ablauf der dreimonatigen Schwelle). Beispielhaft hat das Kantonale Gericht Baselland den Invaliditätsgrad nach Wegfall der Mithilfe ab dem entsprechenden Wegfalldatum neu berechnet (Wegfall Mai 2022, Neuberechnung ab August 2022).
“ausgeführt, wurde der Lebensgefährte der Beschwerdeführerin im Mai 2022 verhaftet und aus der Schweiz ausgeschafft. Infolgedessen ist ab diesem Zeitpunkt seine schadenmindernde Mithilfe im Haushalt im Umfang von durchschnittlich 40 % nicht mehr zu berücksichtigen. Vielmehr ist die im Haushaltsbericht vom 14. November 2023 festgestellte Einschränkung von 42 % bei der Berechnung des Anspruchs heranzuziehen. In Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV hat daher eine Neuberechnung des Invaliditätsgrads ab August 2022 zu erfolgen. Ausgehend von dem ab 1. Januar 2022 geltenden Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 43,2 % und der gewichteten Einschränkung im Haushaltsbereich von 21 % ist mit Wirkung ab August 2022 von einem Invaliditätsgrad von 64 % auszugehen. Dieser Invaliditätsgrad liegt 8 % höher als der ab Januar 2022 berechnete, weshalb er im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG – wie oben in Erwägung”
Für den Nachweis einer mindestens dreimonatigen Verschlechterung genügen nach den Entscheiden Parteiangaben allein in der Regel nicht; es sind medizinische Befunde oder Gutachten bzw. ärztliche Bestätigungen erforderlich, aus denen die zeitliche Dauer und der Beginn der Verschlechterung hervorgehen.
“Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich geltend macht, im Januar 2023 sei ihr Arbeitsverhältnis mit der F.________ AG per 30. April 2023 gekündigt worden, was zu einer erneuten Krise und Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt habe (Beschwerde S. 12 Art. 7), so liegt diese potentielle Sachverhaltsänderung ausserhalb des durch die Verfügung vom 10. Februar 2023 geregelten Zeitraums (Art. 88a Abs. 2 IVV). Daran ändert nichts, dass es der Beschwerdeführerin gemäss Bericht von lic. phil. M.________ vom 28. Februar 2023 bereits ab Ende Sommer 2022 allmählich schlechter gegangen sei. Denn die erste Behandlung bei ihr erfolgte am 12. Januar 2023 (act. I 2), womit die bereits für die Zeit vor Januar 2023 geltend gemachte Verschlechterung allein auf den Angaben der Beschwerdeführerin beruht, was nicht genügt. Dr. med. L.________ hat denn auch eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes erst für die Zeit ab Januar 2023 bestätigt (act. I 3).”
“ff.) rechtsgenüglich ab. Demnach kann in antizipierter Beweiswürdigung auf ergänzende medizinische Abklärungen sowie das offerierte Parteiverhör verzichtet werden (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I Rechtsbegehren Ziff. 2 und S. 13 Ziff. IV Ziff. 7; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). Gestützt auf die gutachterliche Konsensbeurteilung ist in Bezug auf den somatischen Gesundheitszustand erstellt, dass die Beschwerdeführerin in den ersten Monaten des Jahres 2019 aufgrund der rheumatoiden Arthritis (Erstdiagnose im Februar 2019, klinische Inaktivität im April 2019) vollständig arbeitsunfähig war, wobei – unter der Prämisse der erfüllten Wartezeit i.S.v. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG – eine drei Monate andauernde Verschlechterung i.S.v. Art. 88a Abs. 2 IVV weder gestützt auf das Gutachten noch auf die Berichte des behandelnden Rheumatologen Dr. med. H.________ (vgl. AB 115 S. 5 ff.) ausgewiesen ist. Ebenfalls lassen sich den Akten keine Hinweise auf eine Veränderung des Gesundheitszustandes nach der Begutachtung bis zum Verfügungszeitpunkt entnehmen (vgl. hierzu auch AB 167).”
Bei einer Verschlechterung genügt für die Berücksichtigung, dass sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Mit Ablauf dieser dreimonatigen Frist ist das gesetzliche Erfordernis einer auf Dauer gerichteten Änderung grundsätzlich erfüllt; die Leistungsmehrung oder -begründung ist ab diesem Zeitpunkt zu berücksichtigen.
“Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Dabei ist im Unterschied zu dem in Art. 88a Abs. 1 IVV geregelten Tatbestand der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit nicht verlangt, dass die Änderung, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat, voraussichtlich weiterhin andauern muss. Das gesetzliche Erfordernis einer auf Dauer gerichteten Änderung ist mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit grundsätzlich erfüllt (SVR 2017 IV Nr. 71 S. 219, 9C_675/2016 E. 2.3.1).”
“Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; materielle Revision). Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen; Urteile 9C_212/2021 vom 22. Oktober 2021 E. 4.4.1; 9C_434/2020 vom 10. Juni 2021 E. 2). Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E.”
“Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteile 9C_280/2021 vom 13. August 2021 E. 2.1.1; 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit (etwa infolge eines verschlechterten Gesundheitszustandes) ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).”
Der nach Art. 88a IVV massgebende Zeitpunkt der Anspruchsänderung – ermittelt unter Beachtung der Dreimonatsfrist – bestimmt, welche Fassung der IVV für die Beurteilung der Leistungsänderung anwendbar ist.
“Januar 2022 (die Neuanmeldung erfolgte im April 2021 [AB 151] und eine gesundheitliche Beeinträchtigung aufgrund der Covid-19-Infektion bestand seit November 2020 [vgl. AB 166, 171], womit der frühestmögliche Rentenbeginn aufgrund der Voraussetzungen von Art. 29 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auf den 1. November 2021 zu liegen kommt), weshalb für die zu prüfende Rentenzusprache die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind (vgl. auch Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Was das anwendbare Recht hinsichtlich einer allfälligen Abstufung oder Befristung der Rente angeht, ist der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung massgebend (vgl. Rz. 9102 KSIR; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2 mit Hinweis). Da dieser bei einem Rentenanspruch frühestens ab 1. November 2021 in jedem Fall nach dem 31. Dezember 2021 liegt, finden diesbezüglich somit die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (vgl. Rz. 9102 KSIR).”
Eine rechtsgenügend glaubhaft gemachte gesundheitliche Verschlechterung genügt als Anhaltspunkt und verpflichtet die IV‑Stelle zur Abklärung.
“Dies stellt eine Verschlechterung gegenüber dem Zustand im Jahr 2016 dar (zu den Kraftgraden vgl. Pschyrembel - Klinisches Wörterbuch, 266. Auflage, Berlin 2014, S. 1148 f.). Eine Verbesserung des schweren Residualzustandes nach Läsion des Nervus femoralis in den Jahren 2015/16 bei bereits massiv degenerierten Muskeln erachteten sie als wenig wahrscheinlich (vgl. Bericht des G____spitals [...] vom 10. November 2021, IV-Akte 124, S. 5 f.). Dazu fällt auf, dass die Ärzte des G____spitals [...] von einem Oberschenkelumfang von links 51 cm und rechts 59 cm berichteten (vgl. Bericht des G____spitals [...] vom 10. November 2021, IV-Akte 124, S. 2), während Dr. med. E____ im Gutachten vom 9. Februar 2018 zwar bereits von einer Oberschenkelatrophie links sprach aber noch von einem Umfang links von 53 cm und rechts von 60 cm gesprochen hatte (vgl. IV-Akte 69, S. 11). Im Weiteren ist anzumerken, dass eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen ist, sobald diese ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat, was vorliegend entsprechend vorstehender Erläuterungen zu bejahen ist. Wie bereits dargelegt (siehe E. 3.2.), genügen gewisse Anhaltspunkte für das Vorhandensein der rechtserheblichen Sachverhaltsänderung. Die Möglichkeit, dass sich bei Durchführung genauerer Abklärungen herausstellt, dass sich das der Beschwerdeführerin gemäss Gutachten vom 9. Februar 2018 zumutbare Tätigkeitsprofil nicht verändert hat, steht der Glaubhaftmachung einer Veränderung ihres Gesundheitszustandes nicht entgegen. Vorliegend ist jedenfalls denkbar, dass die Beschwerdeführerin als Folge der Patellaquerfraktur sowie der daraus resultierenden Beschwerden und der zunehmenden Kraftminderung im Vergleich zum im Zeitpunkt der Begutachtung im Jahr 2018 vorliegenden Gesundheitszustand qualitativ (bezogen auf die ihr zumutbare Tätigkeit) und/oder quantitativ (bezogen auf das Pensum) stärker eingeschränkt ist. Diese von der Beschwerdeführerin rechtsgenügend glaubhaft gemachte gesundheitliche Verschlechterung ist von der Beschwerdegegnerin abzuklären.”
Art. 88a Abs. 2 IVV ermöglicht eine gestaffelte Zusprechung der Rente: Der Rentenanspruch wird jeweils nach dem für die betroffene Periode festgestellten Invaliditätsgrad bemessen (z. B. Reduktion auf Viertel/Halb/Dreiviertel/ganze Rente, je nach Grad). Eine Verschlechterung ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat.
“Bei einem Valideneinkommen von Fr. 69‘290.-- (E. 5.3.2) und einem Invalideneinkommen von Fr. 33’401.70 beziehungsweise mit 20 %-Abzug von Fr. 26'721.40 (E. 5.4.2) resultiert ein Invaliditätsgrad von abgerundet 61 % (BGE 130 V 121). Dies ergibt für die Zeit von November 2016 bis Januar 2021 (Art. 88a Abs. 2 IVV) einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Ab Februar 2021 besteht bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ein Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. E. 1.2 und E. 4.3 f.). Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.”
“Für den Einkommensvergleich ab Oktober 2020 stellte die Beschwerdegegnerin für beide Vergleichseinkommen auf den Tabellenlohn der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2018, Tabelle TA1, Total Frauen, Kompetenzniveau 1, mit Umrechnung von 40 auf 41.7 Wochenstunden ab und berücksichtigte eine Nominallohnentwicklung von 1 % bis 2020. Einen Abzug erachtete sie nicht als gerechtfertigt was vorliegend unumstritten und nicht zu beanstanden ist. Bestimmen sich beide Vergleichseinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsfähigkeit (gegebenenfalls unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs; sog. Prozentvergleich; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4, 9C_532/2016 vom 25. November 2016 E. 3.1., 8C_39/2016 vom 6. April 2016 E. 3.2. und 8C_304/2014 vom 20. April 2015 E. 6.). Demnach resultiert bei der Beschwerdeführerin ab Oktober 2020, bei einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von 50 % ein Invaliditätsgrad von ebenfalls 50 %. Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin demnach zu Recht unter Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. E. 3.3.) ab Februar 2021 auf eine halbe Rente reduziert (vgl. E. 3.1.). 6. 6.1. Im Lichte der obigen Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. 6.2. Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.-- zu tragen (Art. 61 lit. fbis ATSG und Art. 69 Abs. 1bis IVG). Demgemäss erkennt das Sozialversicherungsgericht: ://: Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdeführerin trägt die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.--. Sozialversicherungsgericht BASEL-STADT Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Zehnder MLaw L. Marti (i.V. lic. iur. R. Schnyder) Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG]). Die Beschwerdefrist kann nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs.”
“Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Bei erwerbstätigen versicherten Personen ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 2.4 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3). 2.5 Bei einer rückwirkenden stufenweisen Rentenzusprechung richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenheraufsetzung ausschliesslich nach Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961. Art. 88bis Abs. 1 IVV findet keine Anwendung (BGE 106 V 17 E. 3a, 109 V 128 E. 4b, vgl. auch BGE 133 V 70 E. 4.3.4 mit Hinweis). Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. 3.1 Vorab ist festzulegen, welcher”
Wird eine Rente rückwirkend zugesprochen (insbesondere eine abgestufte oder befristete IV‑Rente), ist die Dreimonatsfrist des Art. 88a IVV als einer der massgeblichen Vergleichszeitpunkte zu beachten; daneben ist der Zeitpunkt des Rentenbeginns zu berücksichtigen.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.2.2).”
Die Berechnung des Enddatums (30. Juni 2018) bleibt unverändert, unabhängig ob als Beginn der Dreimonatsfrist der 22. oder 28. März 2018 gilt.
“_______ - à savoir un status après fracture du radius gauche le 1er mars 2016 (CIM-10 : S62) et un status post arthrodèse radio-scapho-lunaire du poignet gauche avec résection du pôle distal scaphoïde, arthroplastie prothétique de l'ulna, et énervation du nerf interosseux postérieur, le 23 mai 2017 (CIM-10 : M19.94) sont aussi couverts par un orthopédiste par rapport à la Clinique D._______. Il n'y a dès lors pas non plus de lacune à ce niveau-là. En décidant de suivre l'avis du SMR et donc de s'écarter des conclusions du centre G._______ sur la question du moment de l'exigibilité, l'OAIE s'est fondé, quoi qu'en dise le recourant, sur les constatations faites par la Clinique D._______ et n'a pas contrevenu au droit fédéral. Il n'est au demeurant pas décisif que l'OAIE ait retenu le 28 mars 2018 (date du rapport de l'évaluation interdisciplinaire de la Clinique D._______) plutôt que le 22 mars 2018 comme suggéré par le SMR (AI pce 121). En effet, la limitation du droit à la rente et à la rente pour enfant liée à celle du père aboutit au 30 juin 2018 dans les deux cas, conformément à l'art. 88a RAI. En conséquence, le grief du recourant est infondé et doit être écarté. 9.9.4 Pour être complet, il convient de relever que le grief d'arbitraire relevé par l'assuré dans son mémoire de recours complémentaire (cf. TAF pce 12 p. 13) tombe à faux, la date d'exigibilité de la capacité de travail dans une activité adaptée étant, comme vu ci-dessus, le mois de mars 2018. On rappellera à cet égard que de jurisprudence constante, une décision est arbitraire (cf. art. 9 Cst.) lorsqu'elle contredit de manière évidente une situation de fait donnée, lorsqu'elle viole gravement une règle de droit, un principe juridique clair et indiscuté, qu'elle ne se fonde pas sur des raisons sérieuses et objectives, qu'elle est dépourvue de sens et de but ou qu'elle heurte de manière choquante le sentiment de justice et d'équité. Pour qu'une décision soit arbitraire, il ne suffit toutefois pas qu'une autre décision eût été possible, ni même préférable. Il n'y a donc pas arbitraire du seul fait qu'une autre solution pourrait aussi se défendre et sembler même plus correcte.”
Bei erstmaliger abgestufter oder befristeter Rentenzusprache bestimmt der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV das anwendbare Recht. Ergab sich die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, ist die bis zum 31. Dezember 2021 geltende Rechtsfassung massgeblich; erfolgte sie nach dem 31. Dezember 2021, gilt die seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehende Rechtsfassung.
“Lorsqu'il s'agit du premier octroi d'une rente limitée dans le temps, il convient d'établir quand s'est produite la modification déterminante, dont la date est déterminée selon l'art. 88a RAI (cf. ci-dessous, consid. 6.6). Si la modification déterminante s'est produite avant le 1er janvier 2022, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 s'appliquent. Si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021, ce sont les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 qui s'appliquent (CIRAI, ch. 9102).”
“Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Für Fälle erstmaliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend; vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Vorliegend erging die angefochtene Verfügung nach dem 1. Januar”
“Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Für Fälle erstmaliger abgestufter Rentenzusprache, diejenigen betreffend befristeter Rentenzusprache und die Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend (vgl. Rz. 9102 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; Urteil des Bundesgerichts 8C_543/2023 vom 20. März 2024 E. 2.2).”
Die Entscheidung stützte die Herabsetzung der Rente drei Monate nach dokumentierter Verbesserung des Gesundheitszustands.
“Le recourant nécessite toujours un suivi régulier, mais pas de traitement psychotrope à cause de la cardiopathie sévère. Son état clinique du moment ne permet pas la reprise d'une activité professionnelle, étant inapte au travail à 100 % et en invalidité en France depuis le 30 septembre 2019 (AI pce 272 p. 831). 9. 9.1 Dans son recours, le recourant reproche en substance à l'autorité inférieure d'avoir retenu pour la période après le 31 août 2019 un taux d'invalidité de 23 % et donc de lui avoir nié son droit à la rente dès le 1er septembre suivant, tandis que ses médecins traitants stipulent une incapacité de travail à 100 % et la sécurité sociale française lui reconnaît une invalidité réduisant de 2/3 au moins sa capacité de travail (TAF pce 1). 9.2 L'OAIE se réfère, pour sa part, à la motivation exposée dans sa décision dont est recours. 10. La décision litigieuse, pour reconnaître au recourant le droit à une rente ordinaire entière d'invalidité du 1er juillet 2015 au 31 août 2019 et pour le lui nier ensuite - soit trois mois après une amélioration de l'état de santé (art. 88a RAI) -, se base sur les réponses du SMR des 5 septembre (AI pce 198) et 14 novembre 2016 (AI pce 205) et 22 janvier (AI pce 217), 1er mai 2018 (AI pce 227), 13 février (AI pce 248) et 19 novembre 2019 (AI pce 262), ainsi que sur les conclusions consensuelles du rapport d'expertise pluridisciplinaire du 4 février 2019 (AI pce 247) et le complément du 29 avril 2019 (AI pce 249) et le rapport d'expertise médicale AI (cardiologique) du 26 février 2016 (AI pce 181) et sur le rapport d'expertise psychiatrique du 24 octobre 2017 (AI pce 216 p. 537 ss) et son complément du 2 février 2018 (AI pce 220), ainsi que le rapport pour l'employeur du 1er décembre 2014 (AI pce 78). 11. Dans le cas d'espèce, le recourant connaît des restrictions de la santé tant sur le plan somatique que psychique. Il ressort en effet du dossier qu'il a souffert d'une sténose aortique serrée sur probable bicuspidie (rapport du 22 juillet 2014 du Dr U._______ et M. V._______ [AI pce 4 p. 1 ss]) ayant provoqué le 21 juillet 2014 un malaise cardiaque sur le lieu de travail, ce qui l'a amené à subir une opération le 30 septembre 2014 sous forme d'un remplacement valvulaire aortique par une prothèse mécanique St-Jude Flex n° 23, associé à une plastie mitrale avec décalcification de la grande valve mitrale et une péricardectomie antérieure (rapport du 30 septembre 2014 des Drs Bb.”
Abs. 2 kommt nur zur Anwendung, wenn die Verschlechterung — etwa der Erwerbsfähigkeit oder des Betreuungsaufwands — ohne wesentliche Unterbrechung mindestens drei Monate andauert. Liegt kein durchgehender mehr als dreimonatiger Einschränkungsverlauf vor, ist Abs. 2 nicht einschlägig; so wurde in der zitierten Praxis ein operativer Eingriff, der zu einer späteren Besserung und nicht zu über dreimonatiger Arbeitsunfähigkeit führte, nicht nach Abs. 2 berücksichtigt.
“f.). Des Weiteren hat der operative Eingriff vom 10. Dezember 2020 (Neurolyse des N. suralis links mit distalem Absetzen des Nervs im Narbenbereich, Narbenexzision, Arthroskopie OSG links und Bandplastik des LFTA OSG links; act. II 80.2) nicht zu einer längerdauernden, d.h. über dreimonatigen (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) Arbeitsunfähigkeit in einer dem Zumutbarkeitsprofil entsprechend adaptierten Tätigkeit geführt. Mit dem RAD- und dem Kreisarzt der C.________ ist festzuhalten, dass sich der postoperative Heilverlauf weitgehend komplikationslos gestaltete und der Eingriff zu einer verbesserten Stabilität im linken OSG führte (act. II 95/8, 123.56/2). Dies korreliert im Übrigen mit den Berichten des operierenden und nachbehandelnden Arztes. So sprach Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, am 22. Januar 2021 von einem regelrechten Verlauf mit nunmehr voller Belastbarkeit (act. II 92.23). Am 2. März 2021 erwähnte die Beschwerdeführerin gegenüber dem Operateur, dass es ihr insgesamt besser gehe, wobei sie noch Schmerzen beim normalen Gehen und beim längeren Stehen verspüre; auf die Gehstöcke sei sie nicht mehr angewiesen, das Gelenk sei subjektiv stabil; Dr. med. I.________ bezeichnete hierauf den Verlauf wiederum als regelrecht (act. II 92.16).”
Der Rentenanspruch kann entfallen ab dem Zeitpunkt, ab dem der Versicherte an die Erfüllung seiner Obliegenheit zur Schadenminderung erinnert werden konnte; so entschied BGE 9C_366/2020 im Zusammenhang mit Art. 88a Abs. 1 IVV.
“Compte tenu de ce qui précède, la conclusion des premiers juges selon laquelle la perte de la capacité de travail, respectivement de gain, ne se justifiait plus pour des raisons médicales au-delà du 31 octobre 2018, soit à partir du moment où le recourant pouvait être rappelé à son obligation de diminuer le dommage (art. 88a al. 1 RAI), doit être confirmée. Le recourant n'a plus droit à une rente de l'assurance-invalidité au-delà de cette date.”
Die Dreimonatsfrist beginnt zu laufen, sobald die Verschlechterung oder die Zunahme des Hilfebedarfs vom Versicherten plausibel gemacht wurde bzw. sich aus datierbaren, objektiven Befunden ergibt. Bezieht sich die Änderung auf frühere Untersuchungen, ist der Fristbeginn am Datum der objektivierten Befunde (nicht an späteren blossen Nennungen) zu messen. Die Verwaltung hat bei eingegangener Revision die vom Versicherten glaubhaft gemachten Änderungen materiell zu prüfen.
“2 LPGA, toute prestation durable accordée en vertu d'une décision entrée en force est, d'office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. b) Lorsque le degré d'impotence subit une modification importante, les art. 87 à 88bis RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité ; RS 831.201) sont applicables (cf. art. 35 al. 2, première phrase, RAI). Conformément à l’art. 87 al. 2 RAI, lorsqu’une demande de révision est déposée, celle-ci doit établir de façon plausible que l’invalidité, l’impotence ou l’étendue du besoin de soins ou du besoin d’aide découlant de l’invalidité de l’assuré s’est modifiée de manière à influencer ses droits. Si l’administration est entrée en matière sur la nouvelle demande, il convient de traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification rendue plausible par la personne assurée est réellement intervenue. c) A teneur de l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. Selon l'art. 88bis al. 1 let. a RAI, l’augmentation de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l’assuré, dès le mois où cette demande est présentée. d) A l’occasion d’une procédure de révision au sens de l’art. 17 LPGA, il convient de déterminer si un changement important des circonstances propre à influencer le droit à la prestation s'est produit. Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la précédente décision rendue sur le fond et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse.”
“Il faut bien plutôt retenir que sa passivité et l’absence de toute capacité d’initiative excluent un tel risque. Les conditions mises à la reconnaissance d’un besoin de surveillance personnelle permanente au sens entendu par l’art. 37 RAI ne sont donc pas remplies en l’espèce. On relèvera au demeurant que même si tel était le cas, cela n’aurait aucune incidence sur le sort du litige. 18. Compte tenu des considérants qui précèdent, il s’agit de retenir que la recourante présente depuis avril 2020 un besoin d’assistance pour la réalisation des six actes ordinaires de la vie, ainsi que de soins permanents. Cette situation correspond à celle prévue par l’art. 37 al. 1 RAI, ce qui lui ouvre le droit à une allocation pour impotent de degré grave. 19. a) Si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). b) L’augmentation de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l’assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). c) En l’espèce, la recourante a requis le réexamen de son degré d’impotence, par l’intermédiaire de C.________, aux termes d’une correspondance du 13 mars 2021. L’OAI l’a ensuite invitée, le 18 mars 2021, à déposer une demande formelle et à rendre plausible une modification de son degré d’impotence. En l’absence de tout réquisit de forme imposé à une demande de révision de prestations en cours (cf. par exemple : TF 9C_164/2019 du 29 mai 2019), il s’agit de retenir la date du 13 mars 2021 – et non pas celle du 1er novembre 2021 – au titre de demande de révision formulée par la recourante. L’aggravation de l’état de santé de la recourante étant survenue en avril 2020, le délai de trois mois prévu par l’art. 88a al. 2 RAI était donc largement échu le 13 mars 2021, ce qui permet le versement de l’allocation pour impotent de degré grave à partir du 1er mars 2021, conformément à l’art.”
“Ainsi, un abattement de 15% sur le revenu d'invalide apparaît en l'espèce justifié. 16. 16.1 Au vu de ce qui précède, il sied de corriger le calcul opéré par l'autorité inférieure, dans la décision entreprise, par la prise en compte d'une déduction de 15% pour l'abattement. Ainsi, le salaire d'invalide s'élève alors à Fr. 41'981.- (49'389 x 85 :100). 16.2 La comparaison des revenus de valide et d'invalide ainsi obtenue débouche sur une perte de gain de 43,94% ([74'886 - 41'981] x 100 : 74'886), arrondie à 44%. Selon l'art. 28 al. 2 LAI, un tel taux d'invalidité donne droit à un quart de rente d'invalidité. Les griefs du recourant dirigés contre le calcul du taux d'invalidité sont dès lors fondés. 17. En conséquence, le recours est partiellement admis et la décision attaquée réformée en ce sens que le recourant a droit à un quart de rente d'invalidité à partir du mois de juin 2018 (trois mois après la constatation médicale de de l'aggravation de la santé de l'assuré en mars 2018 selon l'expertise pluridisciplinaire du Nn._______ ; cf. art. 88a al. 2 RAI ; cf. notamment arrêt du Tribunal fédéral 9C_147/2022 du 8 août 2022 consid. 6.3 ; arrêt du Tribunal administratif fédéral C-3302/2020 du 8 février 2023 consid. 11). Le dossier est retourné à l'autorité inférieure afin qu'elle procède au versement des prestations arriérées dues, ainsi que, le cas échéant, des intérêts moratoires dus. 18. Au demeurant, on rappellera que la date du 25 août 2011 (délais d'attente ; voir supra consid. 15.4) ne saurait en aucun cas être retenue in casu pour plusieurs raisons. Premièrement, la capacité de travail dans une activité adaptée a été reconnue totale depuis octobre 2010 par les experts du Nn._______ (cf. AI pce 282 p. 1485). Deuxièmement, l'assuré a réussi à se reclasser professionnellement en tant que polisseur de 2012 à 2013 (AI pce 147 p. 452). Enfin, le calcul effectué par l'OAIE dans la décision litigieuse pour l'année 2011 (cf. AI pce 308 p. 1670), qui est en très grande partie correct, aboutit, en le corrigeant, à un taux d'invalidité de 29,51% ([74'654 - 52'624] x 100 : 74'654), arrondi à 30%.”
“S’agissant du syndrome du muscle pyramidal, force est de rappeler qu’il avait déjà été écarté en 2016, sur la base d’un examen clinique et d’investigations notamment neurologiques ; le fait qu’il ait été à nouveau mentionné le 12 avril 2024 sans aucun élément objectif nouveau ne saurait par conséquent être déterminant. Concernant le syndrome lombovertébral, le Dr T.________ s’est appuyé sur les constations faites lors d’un examen clinique du 26 août 2020 (ayant montré un Schober lombaire à 10-12 cm, une distance doigts-sol de 20 cm, des douleurs à la pression des apophyses épineuses de L3 à L5 et une contracture de la musculature paravertébrale lombaire à prédominance droite [cf. rapport du 12 avril 2024 p. 3 et note de bas de page n° 2]). C’est dire que ces constatations n’ont été objectivées au mieux que le 26 août 2020. Ainsi, même dans l’hypothèse d’une détérioration de l’état de santé dans le contexte d’un octroi rétroactif de rente (cf. consid. 13 infra), une telle aggravation ne pourrait entrer en ligne de compte qu’à l’issue d’un délai de trois mois depuis le 26 août 2020 (art. 88a al. 2 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201] ; TF 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5 ; TFA I 179/01 du 10 décembre 2001 consid. 3b), délai qui n’était manifestement pas échu lorsque les décisions attaquées ont été rendues le 7 octobre 2020. Quant aux autres atteintes mentionnées sur le plan locomoteur, rien ne permet de les tenir pour contemporaines des décisions du 7 octobre 2020, le Dr T.________ s’étant contenté d’affirmer qu’elles avaient été retenues à la fin de l’année 2020 sans qu’aucune indication concrète n’en atteste toutefois, ces diagnostics n’ayant notamment pas figuré dans les précédents comptes-rendus de ce médecin des 8 mars ou 17 décembre 2021. Plus généralement, force est de relever que les éléments mis en exergue par le Dr T.________ se basent sur des constations cliniques extrêmement maigres – sans corrélation avec des examens d’imagerie (s’agissant notamment des troubles rachidiens, de l’arthropathie ou des raccourcissements musculaires) – et les douleurs subjectives rapportées par la recourante.”
“Nicht gefolgt werden kann sodann auch der Ansicht der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 20), eine Revision der Rente nach Art. 88a Abs. 2 IVV könne frühestens im November 2022 stattfinden, da nach Angaben der Beigeladenen erst ab dem 9. August 2022 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Zwar trifft es zu, dass die Beigeladene in ihrem Gesuch um Rentenrevision vom 19. August 2022 angegeben hat, dass sie ab dem 9. August 2022 statt der bisherigen 16,48 Stunden pro Woche noch 0 Stunden pro Woche gearbeitet habe. Allerdings hat sie auch angegeben, die 100%ige Arbeitsunfähigkeit habe seit dem Schub im August 2022 bestanden. Der letzte Schub war gemäss Dr. F.___ indes bereits im Juli 2022 eingetreten (Urk. 10/185/1), was angesichts des bereits am 3. August 2022 durchgeführten neuen MRTs und der damit erhobenen Befundprogressionen (Urk. 10/185/2) wahrscheinlicher ist. Im Bericht des Röntgeninstituts G.___ vom 3. August 2022 wurde unter den klinischen Angaben zudem «MS neue Schub 06/2022 mit Schwindel» vermerkt (Urk. 10/181/2), was ebenfalls auf eine frühere Verschlechterung des Gesundheitszustandes, also nicht erst im August 2022, hinweist.”
Die angebliche Verschlechterung muss ununterbrochen drei Monate gedauert haben, um die Entscheidungsbeurteilung zu beeinflussen.
“En se fondant sur les conclusions des médecins du SMR et de la CRR, la juridiction cantonale a retenu que la recourante disposait d'une capacité de travail de 100 % dans une activité adaptée aux limitations fonctionnelles décrites. En ce qui concerne l'avis des docteurs C.________ (du 4 mai 2020) et D.________ (des 8 avril et 16 septembre 2020) produits par la recourante pour la première fois au stade du recours, les premiers juges ont nié d'une part le caractère invalidant d'une éventuelle atteinte psychique. D'autre part, même dans l'hypothèse où le délai d'une année d'incapacité de travail moyenne d'au moins 40 % dans l'activité précédemment exercée pouvait être considéré comme échu (art. 28 al. 1 let. b LAI), la prétendue aggravation du degré d'invalidité - qui était au plus tôt attestée depuis le 10 mars 2020 - ne pouvait pas avoir d'influence sur l'évaluation de la situation à la date de la décision contestée, à défaut d'avoir duré trois mois (art. 88a RAI).”
Bei attestierten Teilarbeitsfähigkeiten <3 Monate bleiben diese für die Leistungsbemessung unberücksichtigt.
“Was die Zeit vom 28. Mai 2014 bis Ende September 2016 anbelangt, so geht aus dem Gutachten der MEDAS hervor, dass der Versicherte ab dem Unfallereignis vom 2. November 2013 - mit Ausnahme von kürzeren, d.h. weniger als 3 Monate andauernden und somit gemäss Art. 88a IVV nicht zu berücksichtigenden attestierten Teilarbeitsfähigkeiten - in seiner angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig war. So wurde das linke Knie am 23. Januar 2014 erstmals operiert. Danach bestand gemäss Stellungnahme von Dr. E.____ vom 6. Februar 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 30. April”
Bei Meinungsvielfalt oder wiederholenden Verweisen in der Praxis wird häufig auf frühere Bundesgerichtsentscheide (BGE) Bezug genommen; Art.88a IVV wird in der Praxis vielfach mit BGE‑Referenzen begründet und praktisch regelmässig angewendet.
“7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA BGE 142 V 58ATF 142 V 58DTF 142 V 58 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 VGE 17 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 BGE 143 V 168ATF 143 V 168DTF 143 V 168 BGE 121 V 45ATF 121 V 45DTF 121 V 45 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart.”
“88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_220/2014 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 145 V 209ATF 145 V 209DTF 145 V 209 BGE 141 V 5ATF 141 V 5DTF 141 V 5 8C_104/2021 BGE 141 V 5ATF 141 V 5DTF 141 V 5 Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA BGE 110 V 54ATF 110 V 54DTF 110 V 54 BGE 128 V 124ATF 128 V 124DTF 128 V 124 Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2022 74428.03.2023Verfügung vom 2. November 2022Normen BundArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGArt. 16 ATSGRechtsprechung BundBGE 148 V 174BGE 147 V 79BGE 146 V 3648C_104/20218C_220/2014Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 32 VRPGRechtsprechung KantonVGE 28Normen Bund/Kanton”
“88a OAI BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_804/2021 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 409ATF 143 V 409DTF 143 V 409 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 148 V 49ATF 148 V 49DTF 148 V 49 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2021 68614.09.2022Verfügung vom 30. August 2021Normen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 148 V 174BGE 148 V 49BGE 146 V 3648C_804/2021Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 32 VRPGRechtsprechung KantonVGE 14Normen Bund/Kanton”
“5 AHVG wird der Bundesrat ermächtigt, ergänzende Vorschriften zu erlassen. Dieser weit gefassten Kompetenz kam er unter anderem in Art. 66bis AHVV nach, wobei Abs. 2 dieser Bestimmung für die Revision der Hilflosenentschädigung die Art. 87 bis 88bis IVV für sinngemäss anwendbar erklärt. Dieser Verweis ist durch die Delegationsnorm gedeckt und erweist sich als sinn- und zweckmässig, weil auch der Gesetzgeber in Art. 43bis Abs. 2 hinsichtlich Entstehung des Anspruches die invalidenversicherungsrechtlich anwendbare Wartezeit übernimmt. Die bundesrechtliche Verordnungsbestimmung erweist sich damit als verfassungskonform. Ausserdem hat das Bundesgericht in BGE 105 V 262 sowie BGE 104 V 146 erkannt, dass Art. 88a IVV sich im Rahmen der gesetzlichen Ordnung hält und geeignet ist, eine rechtsgleiche und den jeweiligen tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Festsetzung der Renten zu gewährleisten. Letzteres hat auch in Bezug auf die Festsetzung von Hilflosenentschädigungen Gültigkeit. Damit ist Art. 88a IVV sinngemäss anzuwenden. 4”
“Da die Gerichte - als Ausfluss der Gewaltenteilung - an die Bundesgesetze gebunden sind, steht eine Kraftloserklärung von Art. 46 AHVG oder eine Umformulierung von Art. 9 ATSG durch das Sozialversicherungsgericht ausser Frage. Anders als Bundesgesetze können Verordnungen grundsätzlich daraufhin überprüft werden, ob sie gesetzes- oder verfassungskonform sind. In Art. 43bis Abs. 5 AHVG wird der Bundesrat ermächtigt, ergänzende Vorschriften zu erlassen. Dieser weit gefassten Kompetenz kam er unter anderem in Art. 66bis AHVV nach, wobei Abs. 2 dieser Bestimmung für die Revision der Hilflosenentschädigung die Art. 87 bis 88bis IVV für sinngemäss anwendbar erklärt. Dieser Verweis ist durch die Delegationsnorm gedeckt und erweist sich als sinn- und zweckmässig, weil auch der Gesetzgeber in Art. 43bis Abs. 2 hinsichtlich Entstehung des Anspruches die invalidenversicherungsrechtlich anwendbare Wartezeit übernimmt. Die bundesrechtliche Verordnungsbestimmung erweist sich damit als verfassungskonform. Ausserdem hat das Bundesgericht in BGE 105 V 262 sowie BGE 104 V 146 erkannt, dass Art. 88a IVV sich im Rahmen der gesetzlichen Ordnung hält und geeignet ist, eine rechtsgleiche und den jeweiligen tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Festsetzung der Renten zu gewährleisten. Letzteres hat auch in Bezug auf die Festsetzung von Hilflosenentschädigungen Gültigkeit. Damit ist Art. 88a IVV sinngemäss anzuwenden. 4”
“Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Inversement, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI), l’art. 29bis RAI étant toutefois applicable par analogie. Selon cette dernière disposition, si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente celle qui a précédé le premier octroi. L’art. 88a RAI est applicable, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). 4. Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 4.1 et les références citées). 5. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position.”
“Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Voraussetzungen des Rentenanspruchs (Art. 28, Art. 29 Abs.1 IVG; Art. 29 bis, Art. 29 ter, Art. 88a IVV) und die Invaliditätsbemessung nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) richtig dargelegt. Gleiches gilt hinsichtlich des massgebenden Beweisgrads der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 51 E. 5.1). Darauf wird verwiesen.”
“28 LAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 49 IVVart. 49 RAIart. 49 OAI Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA Art. 49 IVVart. 49 RAIart. 49 OAI 9C_323/2009 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_105/2009 BGE 135 V 254ATF 135 V 254DTF 135 V 254 9C_204/2009 9C_323/2009 8C_819/2013 8C_942/2009 9C_238/2019 BGE 139 V 99ATF 139 V 99DTF 139 V 99 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 72bis IVVart. 72bis RAIart. 72bis OAI BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 9C_10/2017 9C_668/2015 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 136 V 279ATF 136 V 279DTF 136 V 279 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 117 V 194ATF 117 V 194DTF 117 V 194 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 128 V 29ATF 128 V 29DTF 128 V 29 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 104 VRPGart. 104 LPJAart. 104 VRPG Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2020 38202.”
Im konkreten Fall begann die Dreimonatsfrist aufgrund einer Verschlechterung im Dezember 2020 erneut zu laufen; dadurch entstand der Rentenanspruch ab dem 1. März 2021.
“Taux d'invalidité Tel qu'exposé plus haut, durant la période entre le 1er janvier 2019 et le 31 juillet 2019, il est établi que le recourant était en incapacité totale de travailler et qu'il ne percevait aucun revenu. Il a ainsi droit à une rente d'invalidité entière. La décision attaquée doit dès lors être modifiée en ce sens qu'une rente entière est accordée au recourant durant cette période. Entre le 1er août 2019 et le 6 décembre 2020, la capacité de travail du recourant était de 50% dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles. En tenant compte d'un revenu sans invalidité de CHF 62'524.05 et d'un revenu avec invalidité de CHF 42'456.15, le degré d'invalidité du recourant s'élève à 32.1%. Conformément à la décision attaquée, le recourant ne peut donc pas prétendre à une rente durant cette période. Pour la période du 7 décembre 2020 au 31 juillet 2021, le recourant était à nouveau en incapacité totale de travail et n'a perçu aucun revenu. Il a ainsi droit à une rente d'invalidité entière. Compte tenu du délai de trois mois depuis l'aggravation de son état de santé intervenue en décembre 2020 (art. 88a RAI; cf. consid. 2.7), le droit à ladite rente naît à compter du 1er mars 2021 et s'éteint trois mois après l'amélioration de son état de santé lui permettant de reprendre une activité adaptée, soit le 15 avril 2021. C'est donc à bon droit que l'Office AI a alloué à l'intéressé une rente entière du 1er mars 2021 au 31 juillet 2021. Enfin, à compter du 1er août 2021, le recourant est à nouveau capable de travailler dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles à 50%. En tenant compte d'un revenu sans invalidité de CHF 63'024.25 (CHF 62'524.05.- plus 0.8% d'indexation en 2020) et d'un revenu avec invalidité de CHF à CHF 45'033.94.-, le degré d'invalidité du recourant s'élève à 28.5%, ce qui ne lui donne pas droit à une rente. 7. Il ressort de l'ensemble de ce qui précède que le recours (605 2022 69) doit être partiellement admis et la décision litigieuse modifiée dans le sens que l'assuré a droit à une rente entière du 1er janvier 2019 au 31 juillet 2019 et du 1er mars 2021 au 31 juillet 2021.”
Bei einer Besserung, die den Rentenanspruch ausschliesst, ist die Aufhebung oder Herabsetzung der Leistung grundsätzlich ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, ab dem die Verbesserung voraussichtlich längere Zeit andauern wird; jedenfalls wird sie berücksichtigt, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Bei laufender Rente können Erhöhungen bzw. Herabsetzungen demgegenüber ab dem vorgesehenen Monat bzw. nach erfüllter Dreimonatsdauer wirksam werden.
“gültig gewesenen Fassung). Spätestens im April 2022 bestand wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit, weshalb in Anwendung von Art. 88a IVV ab Juli 2022 bei einem Invaliditätsgrad unter 40% kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente ausgewiesen ist. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Rente müsse bis mindestens September 2022 ausgerichtet werden, da im Juni 2022 die letzte gutachterliche Untersuchung stattgefunden habe (Urk. 1 S. 8), verfängt nicht. Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin einzig aus psychiatrischer Sicht jemals in angepasster Tätigkeit eingeschränkt war. Die psychiatrische Untersuchung wurde indes im April 2022 durchgeführt (Urk. 7/146 S. 9). Da der Gutachter zum Schluss kam, spätestens seit Begutachtungszeitpunkt liege eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vor (E. 5.5), berücksichtigte die IV-Stelle die Verbesserung des Gesundheitszustandes in Anwendung von Art. 88a IVV zu Recht ab Juli”
“Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. In Art. 88a IVV wird konkretisiert, welche Dauer oder Intensität die Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu werden. Dabei handelt es sich letztlich um Konkretisierungen des für den Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsbegriffs (BGE 133 V 67 E. 4.3.3). Gemäss 88bis Abs. 1 Bst. b IVV erfolgt die Erhöhung bei einer Revision von Amtes wegen von dem für diesen vorgesehenen Monat an. Die Anwendung von Art. 88bis Abs. 1 IVV setzt einen laufenden Rentenbezug voraus; vgl. dazu Ulrich Meyer/Marco Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, Art. 30 - 31 N. 110). Die Bestimmung von Art. 88a IVV geht Art. 88bis IVV vor. Eine laufende Rente kann nur dann vom Anmeldemonat respektive vom Zeitpunkt der vorgesehenen Revision an erhöht werden, wenn sie aller Wahrscheinlichkeit nach längere Zeit dauern wird oder ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate gedauert hat (Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 30 - 31 N. 109; Michel Valterio, Commentaire de la loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], Art.”
“a) Pour la période avant le 1er octobre 2015, le taux d’invalidité global s’élève à 55 % [100 % x 0.55] + [0 % x 0.45], taux qui ouvre le droit à une demi-rente de l’assurance-invalidité, et non a une rente entière comme alléguée par la recourante, l’incapacité de 100 % devant être ramenée à une part active de 55 %. S’agissant de la naissance du droit à cette demi-rente, il faut observer, avec l’intimé, qu’en raison d’une demande déposée le 13 octobre 2014, le droit à la rente est né au plus tôt six mois après, à savoir au mois d’avril 2015 et non au 1er janvier 2015 comme l’a soutenu la recourante sans toutefois motiver cette question, ni se référer à aucune norme contraire. b) Pour la période du 1er octobre 2015 au 31 juillet 2017, le taux d’invalidité global s’élève à 8,95 % [16,28 % x 0.55] + [0 % x 0.45], taux insuffisant pour ouvrir un droit à une rente de l’assurance-invalidité. Ainsi, au vu de l’absence de droit, la demi-rente octroyée depuis le 1er avril 2015, doit être supprimée, en application de l’art. 88a RAI, trois mois après le 1er octobre 2015, à savoir au 31 décembre 2015. c) Pour la période du 1er août au 31 décembre 2017, le taux d’invalidité global s’élève à 15,86 % [16,16 % x 0.55] + [15,50 % x 0.45], taux insuffisant pour ouvrir un droit à une rente de l’assurance-invalidité. d) Pour la période dès le 1er janvier 2018, le taux d’invalidité global s’élève à 16,18 % [16,73 % x 0.55] + [15,50 % x 0.45], taux insuffisant pour ouvrir un droit à une rente de l’assurance-invalidité. e) Au vu de ce qui précède, c’est à bon droit que l’OAI a octroyé à la recourante une demi-rente du 1er avril au 31 décembre 2015. 13. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie recourante, vu le sort de ses conclusions.”
“a) Au vu du contenu de l’expertise judiciaire, il n’y a pas lieu de poser des questions complémentaires au Dr D.________, les précisions que ce dernier serait amené à formuler n’étant pas susceptibles de modifier ses conclusions. Il n’y a pas non plus lieu de suivre les raisonnements défendus par la recourante et par l’intimé concernant l’évolution de la capacité de travail, dans la mesure où ceux-ci ne reposent pas sur des éléments objectifs qui justifieraient d’écarter l’évaluation de cet expert. b) Aussi, dès lors qu’il est admis que la recourante peut exercer son activité habituelle d’aide-soignante, le taux d’invalidité se confond avec l’incapacité de travail telle qu’elle a été retenue. Il convient donc de lui reconnaître le droit à une rente entière d’invalidité du 1er mars 2019 (à savoir six mois suivant le dépôt de la demande de prestations [cf. art. 29 al. 1 LAI]) au 28 février 2021 (soit trois mois après l’amélioration de son état de santé constatée par le Dr D.________ [cf. art. 88a RAI]), puis à une demi-rente à partir du 1er mars 2021. Compte tenu de l’objet du litige, il n’appartient pas à la Cour de céans d’examiner le droit à la rente pour la période postérieure à la décision litigieuse, respectivement la question d’une éventuelle amélioration de la capacité de travail qui serait survenue depuis lors (cf. supra consid. 2c). 9. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision rendue le 3 octobre 2022 par l’intimé réformée en ce sens que la recourante a droit à une rente entière d’invalidité du 1er mars 2019 au 28 février 2021, puis à une demi-rente à partir du 1er mars 2021. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art.”
“%. Ein Tabellenlohnabzug wird weder geltend gemacht noch ist ein solcher aufgrund der bereits vollständig erfolgten Berücksichtigung sämtlicher Einschränkungen der Beschwerdeführerin in der Arbeitsfähigkeitsschätzung (vgl. gutachterlich festgelegte Adaptionskriterien: IV-act. 319-47) sowie des entsprechenden Kompetenzniveaus einer adaptierten Tätigkeit vorliegend angezeigt. Folglich hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine halbe Rente. Diese ist rückwirkend ab dem 1. Oktober 2015 auszurichten. Im Zeitraum vom 10. Juli 2017 bis 19. Mai 2018, in dem von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist, ergibt sich vollumfängliche eine Erwerbseinbusse und damit ein Invaliditätsgrad von 100 %. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin in Beachtung von Art. 17 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV mit Wirkung vom 1. Oktober 2015 bis 31. Oktober 2017 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente, vom 1. November 2017 bis 31. August 2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. September 2018 wiederum Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin vom 1. Oktober 2015 bis 31. Oktober 2017 eine halbe Rente, vom 1. November 2017 bis 31. August 2018 eine ganze Rente und ab dem 1. September 2018 eine halbe Rente auszurichten. Zur Festsetzung des Rentenbetrages ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.”
Die IV-Stelle kann eine Invalidenrente unter Berücksichtigung einer als voraussichtlich langfristig eingeschätzten Besserung bereits ab einem festgelegten früheren Zeitpunkt ablehnen; dies hat das Kantonale Gericht Basel-Landschaft bestätigt (Entscheid vom 28.04.2022).
“Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 8. Juni 2021 einen Anspruch der Versicherten unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV auf eine Invalidenrente ab dem 1. Dezember 2020 abgelehnt hat. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.”
Für eine Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente nach Art. 88a IVV ist eine Verbesserung, die voraussichtlich längere Zeit andauert, erst dann rentenrelevant, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bestanden hat. Eine kurzzeitige Verschlechterung — hier eine Unterbrechung von neun Tagen — erfüllt diese Voraussetzung nicht und verhindert daher die Anpassung der Leistung in diesem konkreten Fall.
“1 zweiter Satz IVV per Ende April 2023 einzustellen beabsichtigte. Retrospektiv betrachtet hat sich diese Prognose aus heutiger Sicht nicht bewahrheitet. Es ist nicht zu einer dauerhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen. Vielmehr kam es innert nur neun Tagen nach Erreichen der vollständig wiederhergestellten Arbeitsfähigkeit am 9. März 2023 zu einer Retraumatisierung des vorbestandenen Gesundheitsschadens an der rechten Schulter und zum Wiederaufflammen der vollständigen Arbeitsunfähigkeit, noch bevor die Wartedauer bis zum Auslaufen des Rentenanspruchs abgelaufen war. Der zweite Unfall hatte zu zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt, wobei die betroffene Region mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davor durch den ersten Unfall in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt war (Kurzbeurteilung Dr. Tittmann, 26. Juli 2023, SUVA-Akte 36). Invalidenrenten sind auf Dauer ausgelegte Leistungen. Sie werden dann revidiert, wenn gewisse Schwellenwerte erreicht sind, sei dies in zeitlicher (Art. 88a IVV) oder in quantitativer (Art. 87Abs. 2 IVV) Hinsicht. Erst wenn eine verbesserte gesundheitliche Situation ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bestanden hat, wird angenommen, es liege eine rentenrelevante Veränderung vor und es findet eine Anpassung der Dauerleistung statt. Eine Unterbrechung von neun Tagen erfüllt diese Anforderung selbst dann nicht, wenn der Beschwerdeführer währenddessen an einer neuen Arbeitsstelle tätig war und während dieser kurzen Zeitspanne ein höheres Einkommen erzielen konnte. Mit der Beschwerdegegnerin ist daher anzunehmen, dass der Invalidität nach wie vor ein und derselbe Gesundheitsschaden zugrunde liegt, was für die Massgeblichkeit des vor Eintritt dieses Gesundheitsschadens bei der Firma C____ erzielten Einkommen als Basis des Valideneinkommens spricht.”
Bei Beurteilung von Leistungsänderungen, -herabsetzungen oder -aufhebungen (inkl. Kürzungen) ist auf die umfangreiche bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art.88a IVV abzustellen; zahlreiche BGE‑Entscheide dienen als einschlägige Leit- und Praxisfälle.
“88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 148 V 49ATF 148 V 49DTF 148 V 49 8C_11/2021 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 44 PVart. 44 OPersart. 44 PV BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2023 66711.01.2024Verfügung vom 15. August 2023Normen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 148 V 174BGE 148 V 49BGE 146 V 3648C_4/20238C_11/2021Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 44 PVRechtsprechung KantonVGE 11Normen Bund/Kanton”
“29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 VGE IV/2018/451 VGE IV/2018/451 VGE IV/2018/451 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 VGE IV/2018/451 VGE IV/2018/451 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 145 V 361ATF 145 V 361DTF 145 V 361 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 143 V 168ATF 143 V 168DTF 143 V 168 BGE 121 V 45ATF 121 V 45DTF 121 V 45 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI 9C_410/2015 BGE 140 V 543ATF 140 V 543DTF 140 V 543 BGE 130 V 61ATF 130 V 61DTF 130 V 61 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art.”
“38 RAIart. 38 OAI Art. 37 IVVart. 37 RAIart. 37 OAI BGE 121 V 88ATF 121 V 88DTF 121 V 88 Art. 38 IVVart. 38 RAIart. 38 OAI Art. 37 IVVart. 37 RAIart. 37 OAI BGE 133 V 450ATF 133 V 450DTF 133 V 450 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 35 IVVart. 35 RAIart. 35 OAI Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI Art. 88bis IVVart. 88bis RAIart. 88bis OAI BGE 137 V 424ATF 137 V 424DTF 137 V 424 BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 42 IVGart. 42 LAIart. 42 LAI 9C_248/2017 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 9C_194/2018 BGE 140 V 543ATF 140 V 543DTF 140 V 543 BGE 130 V 61ATF 130 V 61DTF 130 V 61 BGE 143 V 168ATF 143 V 168DTF 143 V 168 BGE 121 V 45ATF 121 V 45DTF 121 V 45 Art. 88bis IVVart. 88bis RAIart. 88bis OAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2023 41112.12.2023Verfügung vom 25. April 2023Normen BundArt. 9 ATSGArt. 13 ATSGArt. 17 ATSGRechtsprechung BundBGE 143 V 168BGE 143 V 124BGE 143 V 718C_8/20199C_194/20189C_248/2017Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 32 VRPGRechtsprechung KantonVGE 12Normen Bund/Kanton”
“84 VRPG BGE 148 V 162ATF 148 V 162DTF 148 V 162 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 BGE 146 V 224ATF 146 V 224DTF 146 V 224 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 9C_556/2021 BGE 10 I 10ATF 10 I 10DTF 10 I 10 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 8C_690/2020 8C_103/2022 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 9C_487/2021 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 8C_104/2021 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 135 V 58ATF 135 V 58DTF 135 V 58 BGE 131 V 51ATF 131 V 51DTF 131 V 51 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 143 V 168ATF 143 V 168DTF 143 V 168 BGE 121 V 45ATF 121 V 45DTF 121 V 45 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 8C_124/2021 9C_385/2022 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 9C_782/2019 8C_329/2021 9C_18/2020 9C_42/2022 8C_627/2021 8C_393/2020 Art.”
“60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 BGE 146 V 224ATF 146 V 224DTF 146 V 224 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 22 IVGart. 22 LAIart. 22 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_38/2022 9C_699/2019 8C_390/2017 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_182/2020 8C_804/2021 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 22 IVGart. 22 LAIart. 22 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI 9C_341/2022 8C_842/2014 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart.”
“60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 BGE 146 V 224ATF 146 V 224DTF 146 V 224 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 28 IVGart.”
“6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 147 V 161ATF 147 V 161DTF 147 V 161 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 130 V 71ATF 130 V 71DTF 130 V 71 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_821/2018 8C_236/2022 8C_301/2022 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2022 51920.01.2023Verfügung vom 14. Juli 2022Normen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 148 V 162BGE 147 V 161BGE 145 V 2158C_301/20228C_236/20228C_821/2018Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 32 VRPGRechtsprechung KantonVGE 20VGE IV/2016/1197Normen Bund/Kanton”
“28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 130 V 71ATF 130 V 71DTF 130 V 71 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_302/2020 9C_5/2021 9C_255/2020 8C_98/2020 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 143 V 168ATF 143 V 168DTF 143 V 168 BGE 121 V 45ATF 121 V 45DTF 121 V 45 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart.”
“8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 VGE IV/2018/588 BGE 10 I 10ATF 10 I 10DTF 10 I 10 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 VGE IV/2018/588 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_287/2022 BGE 141 V 385ATF 141 V 385DTF 141 V 385 Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2021 63925.11.2022Verfügung vom 23. Juli 2021Normen BundArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGArt. 17 ATSGRechtsprechung BundBGE 146 V 364BGE 145 V 314BGE 144 I 1038C_287/2022Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 32 VRPGRechtsprechung KantonVGE 25VGE 8VGE IV/2018/588Normen Bund/Kanton”
“84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 BGE 142 V 290ATF 142 V 290DTF 142 V 290 BGE 133 V 504ATF 133 V 504DTF 133 V 504 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 141 V 495ATF 141 V 495DTF 141 V 495 Art. 49 ATSGart. 49 LPGAart. 49 LPGA Art. 29 BVart. 29 Cst.art. 29 Cost. BGE 146 II 335ATF 146 II 335DTF 146 II 335 BGE 142 II 154ATF 142 II 154DTF 142 II 154 Art. 29 BVart. 29 Cst.art. 29 Cost. Art. 42 ATSGart. 42 LPGAart. 42 LPGA BGE 136 I 279ATF 136 I 279DTF 136 I 279 BGE 134 I 140ATF 134 I 140DTF 134 I 140 2C_640/2020 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 140 V 543ATF 140 V 543DTF 140 V 543 BGE 130 V 61ATF 130 V 61DTF 130 V 61 BGE 133 V 504ATF 133 V 504DTF 133 V 504 BGE 141 V 642ATF 141 V 642DTF 141 V 642 9C_785/2014 BGE 131 V 51ATF 131 V 51DTF 131 V 51 BGE 125 V 146ATF 125 V 146DTF 125 V 146 Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart.”
“8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_672/2020 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 128 V 29ATF 128 V 29DTF 128 V 29 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 BGE 114 V 310ATF 114 V 310DTF 114 V 310 BGE 107 V 17ATF 107 V 17DTF 107 V 17 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 9C_648/2016 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 17 BBGart. 17 LFPrart. 17 LFPr 9C_668/2019 BGE 142 V 178ATF 142 V 178DTF 142 V 178 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art.”
“7 LPGAart. 7 LPGA Art. 82a ATSGart. 82a LPGAart. 82a LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 117 V 194ATF 117 V 194DTF 117 V 194 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG BVR 2009 186 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA BGE 137 V 57ATF 137 V 57DTF 137 V 57 BGE 132 V 215ATF 132 V 215DTF 132 V 215 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 104 VRPGart. 104 LPJAart. 104 VRPG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2020 21216.”
“7 LPGAart. 7 LPGA Art. 82a ATSGart. 82a LPGAart. 82a LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 117 V 194ATF 117 V 194DTF 117 V 194 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG BVR 2009 186 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA BGE 137 V 57ATF 137 V 57DTF 137 V 57 BGE 132 V 215ATF 132 V 215DTF 132 V 215 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 104 VRPGart. 104 LPJAart. 104 VRPG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2020 21216.”
“4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 BGE 136 V 279ATF 136 V 279DTF 136 V 279 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 9C_146/2015 9C_98/2010 9C_599/2019 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 130 V 97ATF 130 V 97DTF 130 V 97 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_623/2020 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 128 V 29ATF 128 V 29DTF 128 V 29 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 Art. 26 IVVart. 26 RAIart. 26 OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 26 IVVart. 26 RAIart. 26 OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 26bis IVVart. 26bis RAIart. 26bis OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 26 IVVart. 26 RAIart. 26 OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 26bis IVVart. 26bis RAIart. 26bis OAI BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 8C_66/2020 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 8C_64/2019 Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI BGE 126 V 75ATF 126 V 75DTF 126 V 75 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art.”
“84 VRPG BGE 143 V 71ATF 143 V 71DTF 143 V 71 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 BGE 126 V 130ATF 126 V 130DTF 126 V 130 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 Art. 59 IVGart. 59 LAIart. 59 LAI Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 134 I 20ATF 134 I 20DTF 134 I 20 BGE 133 I 1ATF 133 I 1DTF 133 I 1 BGE 143 V 66ATF 143 V 66DTF 143 V 66 Art. 72bis IVVart. 72bis RAIart. 72bis OAI BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 9C_582/2018 BGE 144 I 170ATF 144 I 170DTF 144 I 170 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 EVG I 142/07 9C_139/2014 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 8C_241/2018 8C_610/2018 8C_559/2019 EVG I 928/05 8C_802/2017 Art.”
“84 VRPG BGE 143 V 71ATF 143 V 71DTF 143 V 71 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 BGE 126 V 130ATF 126 V 130DTF 126 V 130 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 Art. 59 IVGart. 59 LAIart. 59 LAI Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 134 I 20ATF 134 I 20DTF 134 I 20 BGE 133 I 1ATF 133 I 1DTF 133 I 1 BGE 143 V 66ATF 143 V 66DTF 143 V 66 Art. 72bis IVVart. 72bis RAIart. 72bis OAI BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 9C_582/2018 BGE 144 I 170ATF 144 I 170DTF 144 I 170 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 EVG I 142/07 9C_139/2014 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 8C_241/2018 8C_610/2018 8C_559/2019 EVG I 928/05 8C_802/2017 Art.”
“28 LAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 49 IVVart. 49 RAIart. 49 OAI Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA Art. 49 IVVart. 49 RAIart. 49 OAI 9C_323/2009 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_105/2009 BGE 135 V 254ATF 135 V 254DTF 135 V 254 9C_204/2009 9C_323/2009 8C_819/2013 8C_942/2009 9C_238/2019 BGE 139 V 99ATF 139 V 99DTF 139 V 99 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 72bis IVVart. 72bis RAIart. 72bis OAI BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 9C_10/2017 9C_668/2015 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 136 V 279ATF 136 V 279DTF 136 V 279 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 BGE 117 V 194ATF 117 V 194DTF 117 V 194 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 128 V 29ATF 128 V 29DTF 128 V 29 BGE 104 V 135ATF 104 V 135DTF 104 V 135 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 BGE 145 V 141ATF 145 V 141DTF 145 V 141 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 104 VRPGart. 104 LPJAart. 104 VRPG Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2020 38202.”
“28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 10 I 10ATF 10 I 10DTF 10 I 10 BGE 10 I 10ATF 10 I 10DTF 10 I 10 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 138 V 457ATF 138 V 457DTF 138 V 457 8C_241/2018 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 83 ATSGart. 83 LPGAart. 83 LPGA Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2020 68707.04.2021Verfügung vom 28. Juli 2020Normen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 145 V 215BGE 144 I 103BGE 144 V 3618C_241/2018Normen KantonArt. 54 GSOGArt. 56 GSOGArt. 32 VRPGRechtsprechung KantonVGE 7Normen Bund/Kanton”
“, 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. BVR 2022 222 VGE 25 Art. 57 ATSGart. 57 LPGAart. 57 LPGA Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 59 ATSGart. 59 LPGAart. 59 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 125ATF 109 V 125DTF 109 V 125 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_83/2010 8C_48/2018 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 8C_64/2019 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI BGE 121 V 264ATF 121 V 264DTF 121 V 264 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI 8C_42/2008 8C_300/2015 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 145 V 209ATF 145 V 209DTF 145 V 209 Art. 43 IVGart. 43 LAIart. 43 LAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 83 ATSGart. 83 LPGAart. 83 LPGA Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart.”
“61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 130 V 71ATF 130 V 71DTF 130 V 71 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 EVG I 655/05 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art.”
“7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 BGE 142 V 290ATF 142 V 290DTF 142 V 290 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 66ATF 143 V 66DTF 143 V 66 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 EVG I 607/03 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 Art.”
Auch bei gegebener Eingliederungsfähigkeit bzw. während Integrationsmassnahmen kann nach Art. 88a Abs. 1 IVV ausnahmsweise eine befristete ganze Invalidenrente zugesprochen werden (vgl. die dort genannten Fälle mit befristeter Rentenzusprache).
“Sie erwog, vor der Durchführung von Eingliederungsmassnahmen könne eine Rente nur zugesprochen werden, wenn die versicherte Person wegen ihres Gesundheitszustands nicht oder noch nicht eingliederungsfähig gewesen sei. Vorliegend sei die Eingliederungsfähigkeit nach Ablauf des Wartejahres am 12. August 2020 gegeben gewesen. Die Beschwerdeführerin habe denn auch vom 8. Februar bis zum 7. Mai 2021 an einem Belastbarkeitstraining (Integrationsmassnahme) teilgenommen. Damit stehe ihr unter Beachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV eine vom 8. Mai bis zum 30. November 2021 befristete ganze Invalidenrente zu.”
“Diese Grundsätze finden auch Anwendung auf Integrationsmassnahmen, wie sie der Beschwerdeführerin zugesprochen worden waren (Urteil des Bundesgerichts 9C_380/2021 vom 31. Januar 2022 E. 5.1). Nachdem Dr. A.___ die Beschwerdeführerin im Juli 2020 als eingliederungsfähig beurteilt und ein Belastbarkeitstraining zur Steigerung der Arbeitsfähigkeit empfohlen hatte (Urk. 7/17/14), absolvierte die Beschwerdeführerin vom 8. Februar bis 7. Mai 2021 das Belastbarkeitstraining in der Stiftung B.___ zwecks Steigerung der Belastbarkeit (vgl. Zielvereinbarung vom 9. Februar 2021, Urk. 7/25/1-4). Entsprechend ist vom Vorliegen einer Eingliederungsfähigkeit nach Ablauf des Wartejahres am 12. August 2020 auszugehen, was der ausnahmsweisen Zusprache einer Invalidenrente vor Abschluss der Eingliederungsmassnahmen selbst beim Scheitern der Eingliederungsmassnahmen entgegensteht (Urteile des Bundesgerichts 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.1, 9C_450/2019 vom 14. November 2019 E. 3.3.1). Damit steht der Beschwerdeführerin eine vom 8. Mai 2021 bis 30. November 2021 befristete ganze Rente zu (Art. 88a Abs. 1 IVV, vgl. zur Rentenauszahlung für den ganzen Monat Mai 2021 unter entsprechender Taggeldkürzung: Art. 47 Abs. 2 IVG). Die Beschwerde ist folglich in diesem Sinne teilweise gutzuheissen. Hinzuweisen bleibt die Beschwerdeführerin, dass es ihr jederzeit offensteht, sich aufgrund einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei der Beschwerdegegnerin neuerlich zum Leistungsbezug anzumelden.”
Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit zur Ausübung üblicher Tätigkeiten wird für Leistungsherabsetzungen erst berücksichtigt, wenn damit gerechnet werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird. Ebenso ist eine Verbesserung jedenfalls zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate gedauert hat und voraussichtlich anhalten wird.
“également : Michel Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants (AVS) et de l’assurance-invalidité (AI), Genève, Zurich, Bâle, 2011, p. 342, n. 1234 et 11235). 4. a) S’agissant du versement de la rente, l’art. 29 al. 1 LAI prévoit que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18ème anniversaire de l’assuré. b) Selon l’art. 29 al. 1 LPGA, celui qui fait valoir son droit à des prestations doit s’annoncer à l’assureur compétent dans la forme prescrite pour l’assurance sociale concernée. Si une demande ne respecte pas les exigences de forme ou si elle est remise à un organe incompétent, la date à laquelle elle a été remise à la poste ou déposée auprès de cet organe est déterminante quant à l’observation des délais et aux effets juridiques de la demande (cf. TF 9C_573/2017 du 23 janvier 2018 consid. 5 et référence citée). c) L’art. 88a al. 1 RAI précise que si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. Selon l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d'incapacité de travail, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position.”
Bei der Befristung entscheidet der Zeitpunkt der Anspruchsänderung nach der Dreimonatsfrist.
“In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene Verfügung datiert vom 21. Juli 2022 (AB 185), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen liegt der Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022 (siehe AB 110 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb für die zu prüfende Rentenzusprache die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind (vgl. auch Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Was das anwendbare Recht hinsichtlich der Befristung der Rente angeht, ist der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung massgebend. Liegt dieser vor dem 1. Januar 2022, finden unverändert die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Liegt der Zeitpunkt der Anspruchsänderung nach dem 31. Dezember 2021, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in Der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (vgl. Rz. 9102 KSIR).”
Bei stufenweisen Änderungen gilt die Dreimonatsfrist für jede neue Leistungsstufe separat.
“Ausgehend von einem Status von 60 % Erwerb und 40 % Haushalt ermittelte die Vorinstanz ab Oktober 2019 einen Invaliditätsgrad von 68 %, ab März 2020 einen solchen von 57 %, ab Juni 2020 einen solchen von 48 %, ab August 2020 einen solchen von 40 % und schliesslich ab Oktober 2020 einen solchen von 31 %. In Anwendung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a IVV resultierte daraus ab Oktober 2019 ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, ab Juni 2020 ein Anspruch auf eine halbe Rente sowie ab September bis und mit Dezember 2020 ein Anspruch auf eine Viertelsrente.”
Bei schubförmigen oder sukzessiven Krankheitsverläufen (etwa bei Multipler Sklerose) kann eine Verschlechterung bereits dann zu berücksichtigen sein, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Bei anhaltend progredienten oder sich wiederholt verschlechternden Verläufen ist das Vorliegen der dreimonatigen Dauer regelmässig anzunehmen.
“___ klar, dass eine 30%ige Arbeitsfähigkeit gerade nicht überwiegend wahrscheinlich erreichbar sein würde, was angesichts der bei der Beigeladenen vorliegenden schubförmigen Verlaufsform der Multiplen Sklerose und der in den letzten Jahren kontinuierlich abnehmenden Leistungsfähigkeit ohne Weiteres nachvollziehbar ist und auch von der RAD-Ärztin nicht in Abrede gestellt wurde (Urk. 10/196/2). Ebenfalls nicht stichhaltig ist daher auch der Einwand der Beschwerdeführerin, die Rentenrevision sei verfrüht abgeschlossen worden, weil der Gesundheitszustand nicht stabilisiert gewesen sei (Urk. 1 S. 20). Eine solche Annahme findet in den medizinischen Akten keine Stütze. Insbesondere war die Beschwerdegegnerin angesichts der dargestellten schlechten Prognose und des ärztlich bestätigten kontinuierlichen Verlaufs der Multiplen Sklerose nicht verpflichtet bis «zum Frühling 2023» (Urk. 1 S. 20) respektive länger als bis zum Erlass der Verfügung vom 20. März 2023 (Urk. 2) mit einem Entscheid zuzuwarten. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes - wie hier - mit anspruchserheblicher Auswirkung auf die Arbeits- respektive Erwerbsfähigkeit (Art. 6 f. ATSG) ist bereits beachtlich, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV), was die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid korrekt berücksichtigt hat, indem sie die Rentenerhöhung ab Oktober 2022, drei Monate nach Eintritt der relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Juli 2022, berücksichtigte (Urk. 2 S. 4). Für eine erhebliche Besserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit seit dem MS-Schub im Juli 2022 (Urk. 10/185/1) bis zum Erlass der Verfügung vom 20. März 2023 (Urk. 2), der hier die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 143 V 409 E. 2.1, 134 V 392 E. 6), bestehen keine Anhaltspunkte. Einer danach allfällig eintretenden Besserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit wäre gegebenenfalls mit neuem Revisionsverfahren Rechnung zu tragen. Nichts zur Sache tun sodann auch die von der Beschwerdeführerin behaupteten Leistungen der kollektiven Krankentaggeldversicherung (Urk. 1 S. 20). Der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung ist unabhängig davon zu bestimmen.”
“Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteile 9C_603/2023 E. 2.3.2 und 9C_280/2021 vom 13. August 2021 E. 2.1.1). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit (etwa infolge eines verschlechterten Gesundheitszustandes) ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).”
“2 LPGA, toute prestation durable accordée en vertu d'une décision entrée en force est, d'office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. b) Lorsque le degré d'impotence subit une modification importante, les art. 87 à 88bis RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité ; RS 831.201) sont applicables (cf. art. 35 al. 2, première phrase, RAI). Conformément à l’art. 87 al. 2 RAI, lorsqu’une demande de révision est déposée, celle-ci doit établir de façon plausible que l’invalidité, l’impotence ou l’étendue du besoin de soins ou du besoin d’aide découlant de l’invalidité de l’assuré s’est modifiée de manière à influencer ses droits. Si l’administration est entrée en matière sur la nouvelle demande, il convient de traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification rendue plausible par la personne assurée est réellement intervenue. c) A teneur de l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. Selon l'art. 88bis al. 1 let. a RAI, l’augmentation de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l’assuré, dès le mois où cette demande est présentée. d) A l’occasion d’une procédure de révision au sens de l’art. 17 LPGA, il convient de déterminer si un changement important des circonstances propre à influencer le droit à la prestation s'est produit. Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la précédente décision rendue sur le fond et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse.”
Für intertemporale Fragen (Übergangsrecht) bestimmt Art. 88a RAI die massgebliche Datumsermittlung: Massgeblich ist das Datum der entscheidenden Änderung (z.B. Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsunfähigkeit). Liegt dieses Datum vor dem 1.1.2022, gilt altes Recht; liegt es nach dem 31.12.2021, gilt das neue Recht ab 1.1.2022. Fehlt eine spezielle Übergangsregel, kommen die allgemeinen Grundsätze des intertemporalen Rechts zur Anwendung und Art. 88a RAI entscheidet über die Anwendbarkeit von Neu‑ oder Altrecht.
“36]) et respecte pour le surplus les formalités prévues par la loi (cf. art. 61 let. b LPGA), de sorte qu'il est recevable. 3. Le litige porte sur la révision du droit à la rente de la recourante, plus particulièrement sur sa suppression en raison de l’amélioration de sa capacité de travail. a) Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). b) En l’espèce, la recourante était âgée de moins de 55 ans au 1er janvier 2022. En outre, l’amélioration de son état de santé et la diminution de l’incapacité de travail en découlant ont été fixées au 27 avril 2021, soit antérieurement à l’entrée en vigueur de la novelle. C’est ainsi l’ancien droit qui reste applicable. 4. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art.”
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). Dans les cas de révision selon l'art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). La réglementation légale concernant la révision et le réexamen de décisions ou de décisions sur opposition entrées en force (art. 53 LPGA) n'a pas été modifiée dans le cadre du développement de l'assurance-invalidité susmentionné, raison pour laquelle aucune question de droit intertemporel ne se pose à cet égard (arrêt du Tribunal fédéral 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.2). Si un droit à la rente a pris naissance jusqu’au 31 décembre 2021, un éventuel passage au nouveau système de rentes linéaire s'effectue, selon l'âge du bénéficiaire de rente, conformément aux let. b et c des dispositions transitoires de la LAI relatives à la modification du 19 juin 2020. Selon la let. b al. 1, les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente a pris naissance avant l'entrée en vigueur de cette modification et qui, à l'entrée en vigueur de la modification, ont certes 30 ans révolus, mais pas encore 55 ans, conservent la quotité de la rente tant que leur taux d'invalidité ne subit pas de modification au sens de l'art.”
“b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. a) Le litige porte sur le droit du recourant à une rente entière d’invalidité, singulièrement sur la question de savoir si son état de santé s’est péjoré au point de modifier son droit à la rente depuis la décision du 7 février 2022 lui octroyant un quart de rente d’invalidité dès le 1er mars 2022. b) Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). En l’occurrence, la péjoration de l’état de santé du recourant ayant duré au moins trois mois au sens de l’art. 88a al. 2 RAI est postérieure au 1er janvier 2022, de sorte que ce sont les dispositions de la LAI, du RAI et de la LPGA en vigueur dès le 1er janvier 2022 qui s’appliquent. 3. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art.”
Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente sind sowohl der Zeitpunkt des Rentenbeginns als auch der nach Anwendung der Dreimonatsfrist des Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung als massgebliche Vergleichszeitpunkte heranzuziehen.
“Für die rückwirkende Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Invalidenrente finden die für die Rentenrevision geltenden Normen (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog Anwendung (vgl. BGE 133 V 263 E. 6.1; 131 V 164 E. 2.2), weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (Urteil des BGer 8C_419/2018 vom 11. Dezember 2018 E. 2.2). Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (vgl. Urteile des BGer 8C_124/2021 vom 2. August 2021 E. 2.2; 8C_419/2018 vom 11. Dezember 2018 E. 2.2 m. H.).”
Die dreimonatige Wartedauer wird in der Regel nicht unterschritten; Ausnahmen sind selten.
“Bei der rückwirkenden stufenweisen Rentenzusprache richtet sich der Zeitpunkt einer Rentenheraufsetzung, -herabsetzung oder -aufhebung ausschliesslich nach Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 (BGE 106 V 17 E. 3a, 109 V 128 E. 4b; vgl. auch BGE 133 V 70 E. 4.3.4 mit Hinweis). Nach dieser Bestimmung ist die anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Art. 88a IVV konkretisiert damit die Dauer und Intensität, welche eine Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu werden (BGE 133 V 70 E. 4.3.3). Auf die Einräumung der Wartedauer von drei Monaten bis zur Aufhebung der Rente ist dabei nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur in Ausnahmefällen zu verzichten (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2019, 8C_36/2019, E. 5, vom 30. September 2016, 8C_232/2016, E. 4.3 und vom 6. Oktober 2011, 9C_603/2010, E. 4.2). Dabei bezweckt Art. 88a IVV, dass kurzfristige Änderungen leistungsbegründender Faktoren keine revisionsweise Anpassung auslösen können sollen, da einer in Rechtskraft erwachsenen Leistungszusprache schon im Hinblick auf die Rechtssicherheit eine gewisse Beständigkeit zuerkannt werden muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. September 2016, 8C_232/2016, E. 4.1 mit Hinweisen).”
Praxis: Die in Art. 88a Abs. 2 IVV vorgesehene Dreimonatsdauer führt in der Praxis dazu, dass ein Anspruch auf erhöhte Leistungen oft erst nach Ablauf dieser Frist entsteht bzw. der Leistungsbeginn entsprechend verschoben wird. Zur Beurteilung, ob die erforderliche ununterbrochene Dreimonatsdauer erfüllt ist, stützen sich Verwaltung und Gerichte wesentlich auf medizinische Befunde und Gutachten.
“Im Haushalt sei die Beschwerdeführerin demgegenüber nicht wesentlich eingeschränkt. Ausserdem hat es die Vorinstanz als nachvollziehbar erachtet, dass die Experten rückblickend von September 2018 bis Mai 2019 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit und anschliessend ab Juni 2019 bis zur Begutachtung im Mai 2021 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sind. Eine allfällig höhere Arbeitsunfähigkeit als 50 % während der teilstationären Behandlung vom 9. März bis 3. Juli 2020 habe nicht drei Monate angedauert, womit sich im Ergebnis nichts an einer durchschnittlich 50%igen Arbeitsunfähigkeit ändere. Ob nach der Begutachtung (Explorationsdatum: 26. Mai 2021) im Oktober 2021 (erstmalige Diagnose von rezidivierenden Schwankschwindelepisoden im Oktober 2021, Diagnose eines Morbus Menière im Februar 2022) oder allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt eine gesundheitliche Verschlechterung eingetreten sei, würden erst die weiteren medizinischen Abklärungen zeigen. Eine allfällige Verschlechterung könne unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV jedenfalls frühestens ab 1. Januar 2022 einen erneuten Rentenanspruch begründen, weshalb vom 1. September bis 31. Dezember 2021 ein Rentenanspruch zu verneinen sei. Für die Zeit vom 1. November 2019 bis 31. August 2021 bestehe bei einem anhand der gemischten Methode ermittelten Invaliditätsgrad von 42 % Anspruch auf eine Viertelsrente.”
“Für die Zeit nach Ablauf des Wartejahrs am 21. Januar 2021 bis zum 14. Juni 2021 ist von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen, weshalb ab Januar bis September 2021 (14. Juni 2021 plus drei Monate, vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) ein Invaliditätsgrad von 100 % und demnach Anspruch auf eine ganze Rente besteht.”
“Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin ab April 2022, mithin drei Monate nach der Operation vom 7. Januar 2022 (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV), eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen hat. Zwar bestand nach dem Gesagten gemäss Verlaufsgutachten bereits zum Begutachtungszeitpunkt eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 30 bis 40 Prozent, die Beschwerdeführerin musste sich aber einer teilstationären psychiatrischen Behandlung unterziehen (vgl. die Aufforderung zur Schadenminderung vom 10. Juli 2023, IV-Akten S. 942-943; Eintritt in die Tagesklinik des K.________ am 31. Juli 2023, IV-Akten S. 958), ausserdem werden nach dieser intensivierten Behandlung voraussichtlich berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen folgen (vgl. die Empfehlung der Gutachter, IV-Akten S. 914), weshalb nicht zu beanstanden ist, dass der Beschwerdeführerin für die Zeit ab Januar 2022 (vorerst) keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit und folglich auch kein Invalideneinkommen angerechnet wurde.”
“Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA. Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. L’art. 88a al. 2 RAI prévoit par ailleurs que, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. 5. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1 ; TF 8C_862/2008 du 19 août 2009 consid. 4.2). b) Il découle de l’art.”
“Le fait que les arguments médicaux n’aient été présentés qu’après la décision ne permet pas de conclure différemment. On rappelle que les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse doivent être prises en compte. L’intimé l’avait d’ailleurs admis lorsqu’il a indiqué, dans sa réponse, qu’il examinerait si la décision du 2 mai 2023 devait ou non être maintenue à la suite de la réactualisation du dossier médical sur le plan cardiologique. Dès lors que l’existence d’une incapacité de travail totale et durable est admise dès le 1er avril 2023, il y a lieu de se prononcer sur ses conséquences, quand bien même l’échéance du délai de trois mois pour constater la durabilité de la péjoration est échu après la décision attaquée. c) Vu ce qui précède, il y a lieu de retenir qu’une aggravation de l’état de santé du recourant, propre à modifier son taux d’invalidité établi dans la décision du 7 février 2022, s’est produit depuis le 1er avril 2023, ce qui ouvre le droit à une rente entière dès le 1er juillet 2023 (art. 88a al. 2 RAI). 6. a) En conclusion, le recours doit être admis et la décision attaquée réformée, en ce sens que le recourant a droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er juillet 2023. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige, étant précisé que l’intimé a eu connaissance des pièces médicales pertinentes après avoir rendu sa décision et qu’il lui était loisible de procéder par voie de reconsidération dans le délai de réponse, ce qu’il n’a pas fait. c) Il n’y a pas lieu d’allouer des dépens, la partie recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision rendue le 2 mai 2023 par l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud est réformée, en ce sens que R.”
Bei Verschlechterung ist dreimonatige Dauer bis Berücksichtigung zwingend; kurzfristige Folgen bleiben unberücksichtigt.
“En se fondant sur les conclusions des médecins du SMR et de la CRR, la juridiction cantonale a retenu que la recourante disposait d'une capacité de travail de 100 % dans une activité adaptée aux limitations fonctionnelles décrites. En ce qui concerne l'avis des docteurs C.________ (du 4 mai 2020) et D.________ (des 8 avril et 16 septembre 2020) produits par la recourante pour la première fois au stade du recours, les premiers juges ont nié d'une part le caractère invalidant d'une éventuelle atteinte psychique. D'autre part, même dans l'hypothèse où le délai d'une année d'incapacité de travail moyenne d'au moins 40 % dans l'activité précédemment exercée pouvait être considéré comme échu (art. 28 al. 1 let. b LAI), la prétendue aggravation du degré d'invalidité - qui était au plus tôt attestée depuis le 10 mars 2020 - ne pouvait pas avoir d'influence sur l'évaluation de la situation à la date de la décision contestée, à défaut d'avoir duré trois mois (art. 88a RAI).”
Dauert die wiedererlangte Arbeitsfähigkeit ohne wesentliche Unterbrechung mindestens drei Monate und ist keine baldige Komplikation zu erwarten, spricht dies für eine voraussichtlich länger andauernde Verbesserung der Erwerbsfähigkeit. Längere Zeiträume können jedoch anders zu beurteilen sein, wenn die Tätigkeit als Versuch der Wiedereingliederung oder als sozial getragenes Entgegenkommen des Arbeitgebers zu qualifizieren ist, sodass eine dauerhafte Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit als wenig wahrscheinlich erscheint.
“En cas d’invalidité due à une atteinte à la santé psychique, cela implique, comme pour une atteinte à la santé physique, que celle-ci se soit déjà manifestée pendant la période de couverture de prévoyance et qu’elle ait influencé l’évolution de l’état de santé de manière reconnaissable (ATF 134 V 20 consid. 3.2 ; TF 9C_158/2018 du 19 décembre 2018 consid. 2). c) aa) La relation de connexité temporelle suppose qu’après la survenance de l’incapacité de travail dont la cause est à l’origine de l’invalidité, la personne assurée n’ait pas à nouveau été capable de travailler pendant une longue période (ATF 138 V 409 consid. 6.2 ; 134 V 20 consid. 3.2.1). L’existence d’un tel lien doit être examinée au regard de l’ensemble des circonstances du cas d’espèce, tels la nature de l’atteinte à la santé, le pronostic médical, ainsi que les motifs qui ont conduit la personne assurée à reprendre ou ne pas reprendre une activité lucrative. En ce qui concerne la durée de la capacité de travail interrompant le rapport de connexité temporelle, il est possible de s’inspirer de la règle de l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) comme principe directeur. Conformément à cette disposition, il y a lieu de prendre en compte une amélioration de la capacité de gain ayant une influence sur le droit à des prestations lorsqu’elle a duré trois mois, sans interruption notable, et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. Lorsque l’intéressé dispose à nouveau d’une pleine capacité de travail pendant au moins trois mois et qu’il apparaît ainsi probable que la capacité de gain s’est rétablie de manière durable, il existe un indice important en faveur de l’interruption du rapport de connexité temporelle. Il en va différemment lorsque l’activité en question, d’une durée éventuellement plus longue que trois mois, doit être considérée comme une tentative de réinsertion ou repose de manière déterminante sur des considérations sociales de l’employeur et qu’une réadaptation durable apparaissait peu probable (ATF 134 V 20 consid. 3.2.1). bb) Est déterminante pour fixer le moment de la survenance de l’incapacité de travail au sens de l’art.”
Bei Beurteilung zählt die dreimonatige Dauer als Indikator für Dauerhaftigkeit der Besserung, nicht die Stabilisation nach LAA.
“Il a été vu ci-dessus (consid. 4.2) que, pour déterminer à quel moment le droit à une rente doit être supprimé ou réduit en raison d’une amélioration de la capacité de gain, il s’agit de déterminer à partir de quand cette amélioration revêt un caractère durable. A cet égard, l’art. 88a RAI prévoit que tel est le cas en principe lorsqu’elle a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre (voir également Moser-Szeless in Commentaire romand LPGA, 2018, art. 17 n. 33). Il en résulte que le moment déterminant pour la suppression, respectivement la réduction du droit à la rente est celui à partir duquel l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable. Or, contrairement à ce que semble prétendre le recourant, ce moment doit être clairement distingué de celui de la relative stabilisation de l’état de santé, au sens de l’art. 19 de la loi du 20 mars 1981 sur l'assurance-accidents (LAA; RS 832.20), notion spécifique à l’assurance-accidents qui sert à délimiter, d’un point de vue temporel, le droit au traitement médical et à l’indemnité journalière d’une part, et le droit à la rente d’invalidité et à l’indemnité pour atteinte à l’intégrité, d’autre part (voir arrêt TF U 305/03 du 31 août 2004 consid. 4.1 et ATF 134 V 109 consid.”
Eine neuntägige Unterbrechung genügt nicht, um die nach Art. 88a IVV erforderliche dreimonatige ununterbrochene Dauer einer Verbesserung (bzw. umgekehrt einer Verschlechterung) zu verneinen; eine derart kurze Unterbrechung erfüllt die gesetzlichen Anforderungen nicht.
“1 zweiter Satz IVV per Ende April 2023 einzustellen beabsichtigte. Retrospektiv betrachtet hat sich diese Prognose aus heutiger Sicht nicht bewahrheitet. Es ist nicht zu einer dauerhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen. Vielmehr kam es innert nur neun Tagen nach Erreichen der vollständig wiederhergestellten Arbeitsfähigkeit am 9. März 2023 zu einer Retraumatisierung des vorbestandenen Gesundheitsschadens an der rechten Schulter und zum Wiederaufflammen der vollständigen Arbeitsunfähigkeit, noch bevor die Wartedauer bis zum Auslaufen des Rentenanspruchs abgelaufen war. Der zweite Unfall hatte zu zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt, wobei die betroffene Region mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davor durch den ersten Unfall in stummer oder manifester Weise beeinträchtigt war (Kurzbeurteilung Dr. Tittmann, 26. Juli 2023, SUVA-Akte 36). Invalidenrenten sind auf Dauer ausgelegte Leistungen. Sie werden dann revidiert, wenn gewisse Schwellenwerte erreicht sind, sei dies in zeitlicher (Art. 88a IVV) oder in quantitativer (Art. 87Abs. 2 IVV) Hinsicht. Erst wenn eine verbesserte gesundheitliche Situation ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bestanden hat, wird angenommen, es liege eine rentenrelevante Veränderung vor und es findet eine Anpassung der Dauerleistung statt. Eine Unterbrechung von neun Tagen erfüllt diese Anforderung selbst dann nicht, wenn der Beschwerdeführer währenddessen an einer neuen Arbeitsstelle tätig war und während dieser kurzen Zeitspanne ein höheres Einkommen erzielen konnte. Mit der Beschwerdegegnerin ist daher anzunehmen, dass der Invalidität nach wie vor ein und derselbe Gesundheitsschaden zugrunde liegt, was für die Massgeblichkeit des vor Eintritt dieses Gesundheitsschadens bei der Firma C____ erzielten Einkommen als Basis des Valideneinkommens spricht.”
Bei uneinheitlicher Befristung gilt: Verbesserung ist rückwirkend ab dem Gutachtendatum zu berücksichtigen, wenn dauerhaft anzunehmen.
“Die in der Verfügung der IVB vom 29. Juli 2021 (act. IIIa 203) ermittelten Invaliditätsgrade von 40 %, 35 % und 27 % sind grundsätzlich massgebend und es gibt auch keine Anhaltspunkte dafür, dass diese offensichtlich unrichtig wären und Entsprechendes wird auch von der Klägerin nicht geltend gemacht, weshalb auf diese Invaliditätsgrade abzustellen ist. Hingegen ist die von der IVB vorgenommene Befristung der Viertelsrente per 31. August 2019 nicht korrekt bzw. offensichtlich unhaltbar (vgl. E. 2.4 hiervor). Die IVB ist ab dem 5. Juni 2019 (Datum der psychiatrischen gutachterlichen Untersuchung [act. III 133.1/2]) von einem 35 %-igen Invaliditätsgrad ausgegangen (act. lIla 203; basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 80 %). Da Art. 88a IVV in der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge analog zur Anwendung gelangt (Markus Moser, a.a.O., Art. 26 N. 9), welche Bestimmung besagt, dass eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen ist, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird, sie aber in jedem Fall zu berücksichtigen ist, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, hat die Klägerin Anspruch auf eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 40 % bis Ende September 2019 und nicht nur bis Ende August”
Ab April 2020 ist im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV bei dauerhaften Einkommenseinbussen ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen bzw. sind solche Einbussen zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert haben. In der Praxis führte diese Anwendung in konkreten Fällen dazu, dass ab dem 1. April 2020 ein Anspruch auf Viertelsrente anerkannt wurde.
“hiervor). Diese ist gestützt auf Art. 88a Abs. 2 IVV ab April 2020 zu berücksichtigen. Es hat infolgedessen auf diesen Zeitpunkt hin ein weiterer Einkommensvergleich zu erfolgen.”
“Demnach ergibt sich ab rentenrelevantem Zeitraum ab Juni 2018 bei einem Valideneinkommen von rund Fr. 76'215.-- und bei einem Invalideneinkommen von rund Fr. 67‘767.-- eine Einkommenseinbusse von Fr. 8‘448.--, was einem rentenanspruchsausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 11 % entspricht. Daran, dass kein Rentenanspruch resultiert, würde auch die Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % nichts ändern. Ab Januar 2020 ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nur noch ein Invalideneinkommen von rund Fr. 42‘648.-- (Fr. 47‘387.-- x 0.9) erwirtschaften kann. Demnach resultiert bei einem Valideneinkommen von Fr. 76'745.-- eine Einkommenseinbusse von Fr. 34‘097.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 44 % entspricht. Unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV hat der Beschwerdeführer demnach ab 1. April 2020 Anspruch auf eine Viertelsrente.”
Bei intertemporalen Fragen entscheidet der tatsächliche Eintritt der dreimonatigen Zäsur über die Anwendbarkeit des alten oder neuen Rechts.
“Dagegen ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Abs. 2). Art. 88a IVV stellt auf einen Sachverhalt ab, ab dessen Erfüllung (bzw. bei Ablauf der Frist von drei Monaten seines Bestehens) eine Verbesserung oder Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist. Entscheidend ist somit, ob sich diese Verbesserung oder Verschlechterung bzw. der Ablauf der Frist von 3 Monaten mit andauernder Verbesserung oder Verschlechterung zu einem vor dem 1. Januar 2022 gelegenen Zeitpunkt verwirklicht hat. Die Regel von Rz 9102 KSIR steht somit in Einklang mit dem in BGE 140 V 41 angegebenen allgemein gültigen intertemporalen Grundsatz. Die Argumentation der Beschwerdeführerin, RZ 9102 KSIR finde im Gesetz keine Stütze (Beschwerde S. 17 Ziff. 51), ist darum nicht zu folgen. Anzumerken ist, dass der von der Beschwerdeführerin genannte Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV den Zeitpunkt regelt, ab wann im Falle der Erfüllung des in Art. 88a IVV angesprochenen Sachverhalts die daraus abzuleitende Rechtsfolge eintritt. Der Zeitpunkt der Zustellung der Revisionsverfügung vermag indessen am Zeitpunkt des Eintritts des Sachverhalts, an welchen Art. 88a IVV anknüpft, nichts zu ändern. Es wäre vielmehr sachfremd, dass der Zeitpunkt des Tätigwerdens der Verwaltung (d.h. der Erlass einer Verfügung) bestimmend würde für die Frage, ob altes oder neues Recht zur Anwendung kommt. 2.3. Wie nachfolgend unter Erw. 4.3. darzulegen ist, ist die revisionsrechtlich relevante Zäsur in den Einkommensverhältnissen im August 2020 eingetreten. Folglich ist vorliegend das bis 31. Dezember 2021 massgebliche Recht anwendbar. 3. 3.1. Die Beschwerdegegnerin hatte der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2. Juli 2019 mit Wirkung ab 1. April 2018 eine Dreiviertelsrente zugesprochen (IV-Akte 107). Der Verfügung lag zu Grunde, dass die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit als Lehrperson und Theaterpädagogin bzw. Theaterregisseurin noch im Rahmen von 40% ausüben könne.”
Praxis: Bei rückwirkenden Rentenanpassungen ist für den Beginn der Dreimonatsfrist regelmässig der Zeitpunkt massgeblich, an dem die Verschlechterung objektiviert wurde (z. B. durch eine Untersuchung oder ärztliche Befundung). Die Dreimonatsfrist nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist ab diesem Zeitpunkt zu rechnen; eine Verschlechterung kann erst dann berücksichtigt werden, wenn diese Frist ohne wesentliche Unterbrechung verstrichen ist.
“S’agissant du syndrome du muscle pyramidal, force est de rappeler qu’il avait déjà été écarté en 2016, sur la base d’un examen clinique et d’investigations notamment neurologiques ; le fait qu’il ait été à nouveau mentionné le 12 avril 2024 sans aucun élément objectif nouveau ne saurait par conséquent être déterminant. Concernant le syndrome lombovertébral, le Dr T.________ s’est appuyé sur les constations faites lors d’un examen clinique du 26 août 2020 (ayant montré un Schober lombaire à 10-12 cm, une distance doigts-sol de 20 cm, des douleurs à la pression des apophyses épineuses de L3 à L5 et une contracture de la musculature paravertébrale lombaire à prédominance droite [cf. rapport du 12 avril 2024 p. 3 et note de bas de page n° 2]). C’est dire que ces constatations n’ont été objectivées au mieux que le 26 août 2020. Ainsi, même dans l’hypothèse d’une détérioration de l’état de santé dans le contexte d’un octroi rétroactif de rente (cf. consid. 13 infra), une telle aggravation ne pourrait entrer en ligne de compte qu’à l’issue d’un délai de trois mois depuis le 26 août 2020 (art. 88a al. 2 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201] ; TF 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5 ; TFA I 179/01 du 10 décembre 2001 consid. 3b), délai qui n’était manifestement pas échu lorsque les décisions attaquées ont été rendues le 7 octobre 2020. Quant aux autres atteintes mentionnées sur le plan locomoteur, rien ne permet de les tenir pour contemporaines des décisions du 7 octobre 2020, le Dr T.________ s’étant contenté d’affirmer qu’elles avaient été retenues à la fin de l’année 2020 sans qu’aucune indication concrète n’en atteste toutefois, ces diagnostics n’ayant notamment pas figuré dans les précédents comptes-rendus de ce médecin des 8 mars ou 17 décembre 2021. Plus généralement, force est de relever que les éléments mis en exergue par le Dr T.________ se basent sur des constations cliniques extrêmement maigres – sans corrélation avec des examens d’imagerie (s’agissant notamment des troubles rachidiens, de l’arthropathie ou des raccourcissements musculaires) – et les douleurs subjectives rapportées par la recourante.”
“Damit ist eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers erst ab Dezember 2020 ausgewiesen. Die Rentenerhöhung bereits ab diesem Zeitpunkt (Urk. 2) widerspricht Art. 88a Abs. 2 IVV, wonach eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Da es indes nicht abwegig erscheint, dass die Verschlechterung schon eine gewisse Zeit vor der Untersuchung bei Dr. J.___ eingetreten sein könnte, ist von der Androhung einer Reformatio in peius abzusehen.”
“Ainsi, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 s’appliquent à toutes les rentes qui prennent naissance à partir du 1er janvier 2022. bb) Si la décision concernant la révision d’un premier octroi de rente échelonnée ou limitée dans le temps est rendue après le 1er janvier 2022, mais porte sur une modification déterminante du droit qui a pris naissance avant cette date, ce sont les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent (cf. ch 9102 de la Circulaire sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité [CIRAI] valable dès le 1er janvier 2022). cc) En l’occurrence, le projet de décision concernant la demande de révision de rente a été rendu le 26 janvier 2022 et a été confirmé par décision du 7 mars 2022. L’état de santé du recourant sur le plan psychique s’est aggravé en octobre 2020 ce qui correspond à la prise en charge par la Dre F.________. La date déterminante est celle de janvier 2021, soit trois mois après l’aggravation observée (cf. art. 88a al. 2 RAI). L’ancien droit, dans sa version en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, s’applique dès lors en l’espèce. 4. Aux termes de l’art. 17 al. 1 LPGA (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d’invalidité, donc le droit à la rente, peut donner lieu à une révision de celle-ci au sens de l’art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA. Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 147 V 167 consid.”
Die Berücksichtigung von Verbesserungen erfolgte im vorliegenden Fall in Übereinstimmung mit den Fristen des Art. 88a IVV. Das Verwaltungsgericht hat die für die Herabsetzung oder Aufhebung von Leistungen massgeblichen Zeiträume nach Art. 88a IVV in angemessener Weise berücksichtigt.
“Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_877/2018 du 24 juillet 2019 consid. 5). 5. a) En l’espèce, l’intimé s’est fondé sur les conclusions concordantes des Drs D.________ et L.________, telles que validées ensuite par le SMR, pour retenir qu’à l’issue du délai d’attente d’une année, soit le 26 octobre 2015, l’assurée présentait une incapacité de travail de 50 % dans toute activité, puis qu’elle avait connu deux périodes successives d’incapacité totale de travail entre le 25 janvier 2016 et le 1er janvier 2017 et, enfin, qu’elle avait ensuite durablement retrouvé une capacité de travail de 50 % dans son activité habituelle mais de 100 % dans une activité adaptée dès le 2 janvier 2017. On relèvera préliminairement que les périodes retenues par l’intimé pour l’octroi d’une rente, d’abord partielle puis entière, et la suppression de celle-ci, tiennent compte des délais de l’art. 88a RAI de manière adéquate en relation avec les rapports médicaux précités, ce que l’intéressée ne remet d’ailleurs pas en cause. Cela étant, la recourante conteste avoir retrouvé une pleine capacité de travail dans une activité adaptée, en se fondant principalement sur l’appréciation du Dr M.________. Ce dernier considère que sa patiente présente une capacité de travail de 50 % en toutes activités avec des limitations fonctionnelles consistant en l’évitement de la station debout prolongée, des longues marches et du port de lourdes charges. Force est de constater que dans ses différents rapports, le Dr M.________ n’a pas étayé l’incapacité de travail de 50 % dans une activité adaptée. Il s’est en effet limité à relever que le métier de serveuse exercé par sa patiente ne tient pas compte de ses limitations fonctionnelles, ce qui n’est pas contesté. Dites limitations fonctionnelles n’ont pas été ignorées par l’intimé, lequel a été au demeurant encore plus large que le médecin traitant. Il n’existe aucun élément objectivé et circonstancié dans les rapports du Dr M.”
Bei einer Änderung der Leistungsfähigkeit ist das für den Einkommensvergleich zu verwendende Referenzjahr vom konkreten Zeitpunkt der Änderung bzw. dem massgeblichen Stichtag her zu bestimmen. Für Rentenerhöhungen oder -bemessungen sind die zum jeweiligen Stichtag bestehenden Einkommensverhältnisse massgebend.
“AI 15/3, 25/1, 133/4) et le formulaire de demande initiale est daté du 17 août 2014 (dos. AI 1). Il découle de ces circonstances que, pour calculer le taux d'invalidité de la recourante pour la période du 1er février 2015 au 30 juin 2016 (trois mois après le 30 mars 2016, mois à partir duquel la capacité de travail à 100% dans une activité adaptée a été attestée, selon l’expertise du 13 janvier 2021; voir c. 2.6.3 et ch. 5018 de la CIIAI), l'année de référence pour la comparaison des revenus est 2015. S'agissant du taux d'invalidité valable du 1er juillet 2016 au 30 avril 2017 (motif de révision: conclusion réussie d’une mesure de réadaptation; voir 2.6.1 et ch. 5005 de la CIIAI), l'année de référence est 2016. C'est l'année 2017 qui est déterminante pour le taux valable du 1er mai 2017 au 31 décembre 2017 (motif de révision: nouvelle façon d’évaluer l’invalidité; voir 2.6.1). C'est ensuite l'année 2018 qui est déterminante pour calculer le taux d'invalidité valable dès le 1er janvier 2018. A ce propos, il est à noter que le délai de trois mois de l’art. 88a al. 2 RAI ne s’applique pas lorsque la modification de la capacité de gain n’est pas liée à l’invalidité (TF 8C_220/2014 du 25 novembre 2014 c. 6; ch. 4008.1 de la CIIAI). Finalement, après le changement de taux d'activité dans le ménage annoncé par la recourante pour le mois d'août 2019 (réduction de 40% à 20%, notamment en raison du gain en autonomie des enfants), c'est cette dernière année qui doit encore être prise en compte. 8.2 8.2.1 Dans le cas d'espèce, pour déterminer le revenu de personne valide, il faut se fonder sur le revenu que la personne assurée aurait effectivement pu réaliser selon un degré de vraisemblance prépondérante sans atteinte à la santé, en vertu de ses aptitudes professionnelles et des circonstances personnelles, au moment du début potentiel du droit à la rente. Il y a lieu en règle générale de prendre pour base le dernier salaire gagné par la personne assurée, en l'adaptant le cas échéant au renchérissement et à l'évolution des salaires réels (ATF 145 V 141 c. 5.2.1, 134 V 322 c.”
“Der Anspruch auf eine Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG für Versicherte, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind. Frühestens entsteht der Anspruch nach Ablauf von 6 Monaten nach Geltendmachung des Rentenanspruchs und frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Die Beschwerdeführerin stellte für den Beginn des Rentenanspruchs auf den 1. November 2020 ab, 6 Monate nach Einreichung ihres Gesuchs am 27. Mai 2020. Sie verkannte dabei jedoch, dass die einjährige Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, die mit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit von 40 % in angestammter Tätigkeit und somit am 1. Februar 2020 zu laufen begann, am 1. November 2020 noch nicht abgelaufen ist. Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt somit auf den 1. Februar 2021. Durch die Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit auf 50 % in angestammter Tätigkeit ab Mai 2021 liegt eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit vor, die gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV für die IV-Rente zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Wartefristen ist somit einerseits der Rentenanspruch ab dem 1. Februar 2021 sowie andererseits der Rentenanspruch ab dem 1. August 2021 zu prüfen. Für den nachfolgend durchzuführenden Einkommensvergleich sind die in diesem Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältnisse massgebend. 8.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde (Art. 29 Abs. 1 IVG; BGE 135 V 59 E. 3.1, 131 V 53 E. 5.1.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_795/2019, E. 3.2 und vom 14. Januar 2020, 8C_630/2019, E. 4.1). Da nach empirischer Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (Urteil des Bundesgerichts vom 14.”
Bei kurz dauernder Verschlechterung (<3 Monate) bleibt sie unberücksichtigt; drei Monate Dauer ist praxisrelevante Schwelle.
“November 2019, die Beschwerde sei dahingehend teilweise gutzuheissen, dass festzustellen sei, dass vom 1. November 2015 bis 8. November 2018 ein Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe (befristete Rente). Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen. In der Begründung gab sie an, aus dem Gutachten gehe sowohl für die angestammte als auch für eine adaptierte Tätigkeit eine 80% Arbeitsfähigkeit hervor. Weiter sehe die Beschwerdeführerin sich als nicht arbeitsfähig. Daher könnten Eingliederungsmassnahmen die Erwerbsfähigkeit nicht verbessern. Bezüglich der befristeten Rente führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der potentielle Rentenbeginn der 1. November 2015 sei. Ab dem potentiellen Rentenbeginn bis 2. Januar 2017 habe gemäss dem Gutachten eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Diese 50%ige Arbeitsunfähigkeit ergebe bei einem Valideneinkommen von Fr. 53'793.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'896.50 eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'896.50 und somit einen IV-Grad von 48%. Vom 2. Januar bis 11. Februar 2017 sei es zu einer Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Gemäss Art. 88a IVV werde eine solche Verschlechterung nur berücksichtigt, wenn sie drei Monate angedauert habe (mit Verweis auf das Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSHI], Rz. 4015 ff.). Dies sei vorliegend nicht der Fall; da die Verschlechterung nur einen Monat gedauert habe, sei sie nicht zu berücksichtigen. Anschliessend sei es zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen, womit bis zum Begutachtungszeitpunkt nur noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Aus dem Gutachten werde nicht ersichtlich, wann diese Verbesserung genau eingetreten sei. Daher werde die Rente gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der Begutachtung herabgesetzt bzw. aufgehoben. Demnach bestehe ab November 2015 bis November 2018 (Begutachtungszeitpunkt) ein Anspruch auf eine Viertelsrente. In der Replik vom 28. April 2020 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen festhalten (act. G 12). Zur Begründung führte sie ergänzend aus, der Beschwerdegegnerin sei ein Rechenfehler unterlaufen.”
Bei nachfolgenden operativen Eingriffen ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit im Sinn von Art. 88a Abs. 1 IVV in der Regel erst dann als dauerhaft anzusehen, wenn sich der Gesundheitszustand stabilisiert hat bzw. die Folgen der Operation konsolidiert sind. Vorübergehende Verbesserungen während der Heilungs- und Konvaleszenzphase genügen hierfür nicht.
“Ensuite, lors des opérations intervenues entre le 20 décembre 2017 et le 30 janvier 2019 dont les suites ont justifié une incapacité de travail à nouveau totale pour une durée déterminée. Il ressort de ce qui précède que pour les périodes comprenant les opérations qui ont été nécessaires à la stabilisation de l’état de santé de l’assurée et sa convalescence, l’existence d’une incapacité de travail totale a été reconnue. Il convient d’examiner jusqu’à quelle date cette incapacité a duré et à partir de quand il peut être admis que l’état de santé de la recourante s’est amélioré de façon durable, au sens de l’art. 88a al. 1 RAI, et qu’elle a recouvré une capacité de travail totale. Lors de l’expertise orthopédique réalisée en avril 2019, l’assurée évoque des douleurs lombaires variables en fonction des efforts, des douleurs de la hanche gauche, des douleurs du genou droit variables dans le temps et des douleurs du coccyx en position assise dépendant également du temps. L’expert O.________ analyse que la chute subie en 2008 a provoqué une fracture du coccyx ainsi que des douleurs lombaires et de la hanche gauche. Les douleurs du genou droit correspondent à une arthrose débutante après une entorse grave du genou opéré en”
Die Frist von drei Monaten nach Beginn einer Erwerbstätigkeit ist in der Praxis massgeblich für Rückwirkungsbeginn.
“L’assicuratore LAINF convenuto, al quale gli atti vanno rinviati, dovrà pertanto procedere, garantendo il contraddittorio, all’audizione testimoniale dell’ex datore di lavoro di RI 1 (la ditta __________) al fine di verificare se le condizioni poste dalla giurisprudenza federale per poter ammettere che al reddito effettivo corrisponde il reddito computabile (quale reddito da invalido) sono realizzate e, alla luce delle relative risultanze, decidere nuovamente in merito all’adempimento dei presupposti della revisione della rendita in vigore giusta l’art. 17 cpv. 1 LPGA. Infine, il TCA prende atto che, secondo l’amministrazione, la riduzione della rendita per la via della revisione avrebbe già potuto aver luogo trascorsi 3 mesi dall’inizio dell’attività alle dipendenze della CS Legnami (in questo senso, si veda in effetti la DTF 130 V 343 consid. 3.5.3; Basler Kommentar ATSG - Th. Flückiger, n. 54 ad art. 17, Basilea 2020, Basler Kommentar UVG - Th. Flückiger, n. 25 ad art. 22, Basilea 2019, secondo cui il termine di 3 mesi previsto dall’art. 88a OAI si applica anche nell’assicurazione contro gli infortuni), che in concreto la riduzione è stata eseguita soltanto dopo 5 mesi (cfr. doc. 180 e doc. VII) e che, al termine della presente procedura ricorsuale, verrà valutato se il licenziamento giustifica la revisione del grado d’invalidità a partire dal 1° novembre 2023 (cfr. doc. VII). Questa Corte può esimersi dall’approfondire tali aspetti, visto che il rinvio degli atti all’CO 1 è stato ordinato già per altri motivi. 2.10. Visto l’esito del ricorso, l’assicuratore resistente verserà all’insorgente, patrocinato da un avvocato, l’importo di fr. 2'500 (IVA inclusa) a titolo d’indennità per ripetibili. 2.11. L’art. 61 lett. a LPGA, in vigore fino al 31 dicembre 2020, prevedeva che la procedura deve essere semplice, rapida, di regola pubblica e gratuita per le parti; la tassa di giudizio e le spese di procedura possono tuttavia essere imposte alla parte che ha un comportamento temerario o sconsiderato.”
Bei Verschlechterung gilt Leistungsbeginn drei Monate nach medizinisch feststellbarem Anstieg (z.B. ab Juli 2019).
“L’état de santé psychique du recourant s’est aggravé dès avril 2019, de sorte qu’un nouveau calcul du taux d’invalidité doit être fait à cette date, en application de l’art. 17 LPGA, en tenant compte d’une capacité de travail de 50%. Sur la base des données figurant dans la note de l’intimé sur le degré d’invalidité du 12 novembre 2020, qui n’ont pas été critiquées par le recourant, il faut fixer le taux d’invalidité en tenant compte d’un revenu avec invalidité soit CHF 30'495.- (sur la base de l’ESS 2018, soit CHF 67'767.- à 50%, moins 10% d’abattement en raison des années de service comme l’avait retenu l’intimé, plus du temps partiel) et du revenu sans invalidité de CHF 80'340.-, ce qui donne un taux d’invalidité de 62%, étant relevé que l’adaptation des revenus à l’année 2019 est inutile, car elle n’aurait aucune incidence sur le taux d’invalidité. Le taux de 62% ouvre au recourant le droit à un trois quarts de rente d’invalidité, dès le 1er juillet 2019, soit trois mois après l’aggravation de l’état de santé, selon l’art. 88a RAI. 8. 8.1 Au vu de ce qui précède, le recours sera admis et la décision du 21 juin 2022 annulée et il sera dit que le recourant a droit à un trois quarts de rente d’invalidité dès le 1er juillet 2019. 8.2 Le recourant obtenant gain de cause, une indemnité de CHF 3'000.- lui sera accordée, à la charge de l’intimé, à titre de participation à ses frais et dépens (art. 61 let. g LPGA; art. 6 du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en matière administrative du 30 juillet 1986 [RFPA - E 5 10.03]). 8.3 Les frais qui découlent de la mise en œuvre d'une expertise judiciaire pluridisciplinaire peuvent être mis à la charge de l’OAI (cf. ATF 139 V 349 consid. 5.4), si ce dernier a procédé à une instruction présentant des lacunes ou des insuffisances caractérisées et que l'expertise judiciaire sert à pallier des manquements commis dans la phase d'instruction administrative (ATF 137 V 210 consid. 4.4.2). En l’espèce, les frais de l’expertise judiciaire seront mis à la charge de l’intimé, dès lors que celui-ci a suivi une expertise qui n’était manifestement pas probante et qui présentait ainsi une insuffisance caractérisée.”
Bei mindestens drei Monaten ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit kann rückwirkend Anspruch auf höhere Rente entstehen.
“00 (4363.00 x 12 / 40 x 41.7 x 1.004) erzielen konnte. Dieser Betrag ist als Valideneinkommen der Beschwerdeführerin einzusetzen. Beim Invalideneinkommen ist von einer Erwerbstätigkeit von 60 % auszugehen. Die Beschwerdegegnerin hat beim Invalideneinkommen einen Abzug von 10 % vorgenommen. Es liegen keine Gründe vor, aus welchen das Gericht in dieses Ermessen eingreifen sollte (vgl. dazu E. 5.2.). Somit resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 29591.00 (Fr. 54'799.00 x 0.6 x 0.9). Bei einer Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resultiert ein Invaliditätsgrad von 46 %. Dies entspricht einem Anspruch auf eine Viertelsrente ab dem 1. Oktober 2017 (vgl. dazu E. 3.2.). Wie unter E. 4.4.4 dargelegt, ist zu berücksichtigten, dass die Beschwerdeführerin vom 6. März 2022 bis zum 3. August 2022 vollständig arbeitsunfähig war. Bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in allen Bereichen erübrigt sich ein Einkommensvergleich, da der Invaliditätsgrad ohnehin 100 % beträgt. Im Lichte von Art. 88a IVV (vgl. dazu E. 3.3.) hat die Beschwerdeführerin vom 1. Juli 2022 (die Arbeitsunfähigkeit muss mindestens drei volle Monate gedauert haben, vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH], Stand 1. Januar 2021, N 4009) bis zum 30. November 2022 (vgl. ebenfalls E. 3.3.) einen Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung. Ab dem 1. Dezember 2022 besteht wiederum ein Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 3.2.). 6. 6.1. Infolge der obigen”
Ein sofortiges Wiederaufleben der Rente ohne Einhaltung der Dreimonatsfrist wird abgelehnt, wenn die früheren Rentengründe auf anderen Leiden beruhten. Art. 29bis IVV ist sinngemäss nur anwendbar, wenn die erneute Arbeitsunfähigkeit demselben Leiden zuzurechnen ist.
“Für den Zeitraum danach besteht kein Rentenanspruch mehr, da der Invaliditätsgrad noch 11% beträgt und somit unter dem für einen Rentenanspruch mindestens erforderlichen Wert von 40% liegt. Ab 8. November 2006 beläuft sich der Invaliditätsgrad des Versicherten neu auf 72%, was ihm (wieder) einen Anspruch auf eine ganze Rente verschafft. Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Satz 1). Art. 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar (Satz 2). Vorliegend dauerte die Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit im Februar 2007 mindestens drei Monate an, womit dem Beschwerdeführer die ganze Rente ab 1. Februar 2007 auszurichten ist. Soweit dieser geltend macht, es liege ein Wiederaufleben der Invalidität vor, weshalb ihm die Rente sofort ab November 2006 und nicht erst drei Monate später wieder gewährt werden müsse, kann ihm nicht gefolgt werden. Die von ihm angerufene Bestimmung von Art. 29bis IVV regelt den Fall, in welchem der Invaliditätsgrad nach Aufhebung der Rente wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht. Dies ist hier nicht der Fall, denn dem Versicherten wurde die ganze Rente aufgrund unterschiedlicher Leiden zugesprochen. Während er bis Ende April 2005 wegen der Folgen der Knieverletzungen, die er sich anlässlich des Unfalls vom 9.”
Abweichende medizinische Begutachtungen allein begründen keine revisonsrechtliche Neubeurteilung gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV. Eine zwischenzeitlich veränderte Rechtspraxis oder eine andere ärztliche Schlussfolgerung ist nur insoweit relevant, als sie auf einer tatsächlichen, erheblichen Änderung des Gesundheitszustands (z. B. einer wirklichen und voraussichtlich anhaltenden Verbesserung) beruht; andernfalls bleibt es bei der früheren Beurteilung. Art. 88a konkretisiert dabei, ab welchem Zeitpunkt eine solche dauerhafte Verbesserung für Herabsetzung oder Aufhebung zu berücksichtigen ist.
“Eine ärztliche Schlussfolgerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurückzuführen (vgl. Urteil des BGer 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011 E. 3.4.2.3). Auch eine Veränderung von versicherungsmedizinischen Beurteilungsparametern kann zu einer abweichenden ärztlichen Schlussfolgerung hinsichtlich eines tatsächlich gleich gebliebenen Zustandes führen (Urteil des BGer 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2). Eine neue medizinische Beurteilung etwa, die mit der Entwicklung der Rechtspraxis begründet wird, kann weder unter dem Gesichtspunkt von Art. 17 ATSG noch unter einem anderen Anpassungstitel eine neue Beurteilung des Anspruchs veranlassen (BGE 135 V 201 und 215; vgl. aber als Ausnahme die - vorliegend nicht anwendbaren - am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der Änderung des IVG vom März 2011). Eine zwischenzeitlich veränderte Rechtspraxis darf erst im Rahmen einer festgestellten erheblichen Tatsachenänderung berücksichtigt werden (vgl. oben). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. In Art. 88a IVV wird konkretisiert, welche Dauer oder Intensität die Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu werden. Dabei handelt es sich letztlich um Konkretisierungen des für den Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsbegriffs (BGE 133 V 67 E. 4.3.3; Urteil des BVGer C-4828/2017 vom 16. Mai 2018 E. 5.4.2). Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV findet auch auf die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invalidenrente Anwendung (BGE 148 V 321 E.”
“1 et les références citées) – accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. Pour trancher le point de savoir si un changement important des circonstances propre à influencer le droit à la prestation (au sens de l’art. 17 LPGA) s'est produit, il y a lieu de comparer les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la décision initiale et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse (ATF 141 V 9 consid. 2.3 et 133 V 108 consid. 5). Une communication, au sens de l'art. 74ter let. f RAI, a valeur de base de comparaison dans le temps si elle résulte d'un examen matériel du droit à la prestation (TF 8C_527/2018 du 1er avril 2019 consid. 5.1.1 ; TF 9C_622/2015 du 9 mars 2016 consid. 3.2 et les références citées). b) En matière d’allocation pour impotent, l’art. 35 al. 2, première phrase, RAI prévoit plus particulièrement que lorsque le degré d’impotence subit une modification importante, les art. 87 à 88bis RAI sont applicables. A cet égard, l’art. 88a al. 1 RAI prévoit que si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période ; il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. L’art. 88bis al. 2 let. a RAI précise en outre que la diminution ou la suppression de l’allocation pour impotent prend effet au plus tôt le premier jour du deuxième mois qui suit la notification de la décision. c) Pour les assurés mineurs au bénéfice d’une allocation d’impotence, l’accession à la majorité ne constitue pas un nouveau cas d’assurance mais doit être appréhendée sous l’angle de l’art. 17 al.”
Tritt die Verwaltung auf ein Revisions- oder Neuantragsgesuch gemäss Art. 88a IVV ein, hat sie die behauptete Änderung des Invaliditätsgrades materiell zu prüfen und sicherzustellen, dass die vom Versicherten geltend gemachte Änderung tatsächlich eingetreten ist (tatsächliche und rechtliche Abklärung). Kann der Versicherte keine neuen, massgeblichen Tatsachen vorbringen und wiederholt er lediglich bereits vorgebrachte Argumente, darf die Verwaltung das Gesuch ohne weiteres materiell-prüfend abweisen.
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2 et les références). Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’occurrence, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. 4.1 Lorsque l’administration entre en matière sur une demande de révision déposée par la personne assurée (art. 87 al. 2 RAI), elle doit traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification du degré d’invalidité rendue plausible par l’assuré (prenant par ex. la forme d’un nouveau diagnostic posé au cours de la période de comparaison déterminante ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_735/2019 du 25 février 2020 consid. 4.5) est réellement survenue. Si l’office AI entre en matière sur la demande de révision, il doit procéder à un examen complet (« allseitig ») en fait et en droit (arrêt du Tribunal fédéral 9C_4/2021 du 1er mars 2021 consid.”
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). Dans les cas de révision selon l'art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante pour le droit à la rente est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date de la modification se détermine selon l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). En l’occurrence, il n’est pas contesté que le droit du recourant à une allocation pour impotent est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la décision querellée est fondée sur un motif de révision survenu en 2022, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 3.1 Conformément à l’art. 17 al. 2 LPGA, toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement. Cette disposition s’applique à la révision des allocations pour impotent. Dans ce contexte, la procédure doit déterminer si les circonstances dont dépendait le droit à l’allocation ont changé de manière significative (arrêt du Tribunal fédéral 9C_662/2019 du 19 février 2020 consid. 4.2). Lorsque l’assuré n’est plus atteint d’une impotence d’un degré faible au moins (art.”
“17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du règlement sur l’assurance-invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201) dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’occurrence, la décision litigieuse a certes été rendue après le 1er janvier 2022. Toutefois, il n’est pas contesté par les parties au litige qu’une modification des circonstances est survenue avant cette date, conformément à l’art. 88a RAI. Par conséquent, les dispositions applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 3.3 En application de l’art. 87 al. 2 et 3 RAI, lorsque la rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, la nouvelle demande ne peut être examinée que si l’assuré rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits. Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles l’assuré se borne à répéter les mêmes arguments, sans alléguer une modification des faits déterminants (ATF 130 V 64 consid. 5.2.3 ; 125 V 412 consid. 2b ; 117 V 198 consid. 4b ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_137/2018 du 3 septembre 2018 consid. 2.2). Lorsque l’administration entre en matière sur une nouvelle demande de prestations, elle doit examiner la cause au plan matériel – soit en instruire tous les aspects médicaux et juridiques – et s’assurer que la modification du degré d’invalidité rendue vraisemblable par l’assuré est effectivement survenue (arrêt du Tribunal fédéral 9C_142/2012 du 9 juillet 2012 consid.”
Ob eine Änderung als "modification déterminante" gilt — etwa eine erstmalige bzw. wesentliche Veränderung, die ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate dauert, oder eine Änderung des Invaliditätsgrades um mindestens 5 Prozentpunkte — bestimmt den massgebenden Zeitpunkt nach Art. 88a IVV und damit, welche Rechtsfassung (vor oder ab 1.1.2022) Anwendung findet. Die CIRAI und die Rechtsprechung legen die Bestimmung des Datums nach Art. 88a aus und verweisen auf die genannten Drei‑Monate‑Fristen sowie auf die Übergangsregelungen (u. a. Schwelle von 5 Prozentpunkten) für die Anwendung des neuen Rechts.
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’espèce, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. Pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant le 1er janvier 2022 et qui avaient au moins 55 ans à cette date, l’ancien droit reste applicable (cf. let. c des dispositions transitoires de la LAI relatives à la modification du 19 juin 2020 (ci-après : dispositions transitoires de la LAI). En revanche, pour les assurés au bénéfice d’une rente avant le 1er janvier 2022 et qui avaient moins de 55 ans à cette date, un éventuel passage au nouveau système de rentes linéaire s’effectue conformément à la let. b des dispositions transitoires de la LAI.”
“b des dispositions transitoires de la modification du 19 juin 2020, pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant l’entrée en vigueur de la présente modification et qui n’avaient pas encore 55 ans à l’entrée en vigueur de cette modification, la quotité de la rente ne change pas tant que leur taux d’invalidité ne subit pas de modification au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA, à savoir, selon la disposition en vigueur depuis le 1er janvier 2022, tant qu'il ne subit pas une modification d'au moins 5 points de pourcentage (let. a). Selon la circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité (ci‑après : CIRAI) éditée par l'Office fédéral des assurances sociales, si la modification déterminante s’est produite avant le 1er janvier 2022, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 s'appliquent. Si la modification déterminante s’est produite après le 31 décembre 2021, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (ch. 9102). Aux termes de l'al. 2 1ère phr. de cette disposition, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. En l’occurrence, la question du droit applicable dépend de la période considérée. Pour la période antérieure au 1er janvier 2022, il ne fait pas de doute que le droit applicable est celui en vigueur avant les modifications législatives adoptées dans le cadre du développement continu de l'AI, la rente étant née au 1er janvier 2020. En outre, dans la mesure où le recourant avait, au 1er janvier 2022, 30 ans révolus mais moins de 55 ans, ce n'est que si une modification déterminante de son taux d'invalidité d'au moins 5 points de pourcentage dès le 1er janvier 2022 devait être admise que le nouveau droit devrait être appliqué.”
“Für Fälle erstmaliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend; vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Nachdem die Beschwerdegegnerin die der Beschwerdeführerin zugesprochene Rente per 30. Juni 2022 befristet hat (Urk. 2), sind bezüglich der Befristung somit die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar.”
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s'applique (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). Dans les cas de révision selon l'art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d'évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu'à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du règlement sur l’assurance-invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201) dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). La réglementation légale concernant la révision et le réexamen de décisions ou de décisions sur opposition entrées en force (art. 53 LPGA) n'a pas été modifiée dans le cadre du développement de l'AI susmentionné, raison pour laquelle aucune question de droit intertemporel ne se pose à cet égard (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.2). En l'occurrence, la décision litigieuse a certes été rendue après le 1er janvier 2022. Toutefois, concernant l'amélioration de la capacité de gain, la date déterminante est août 2021 – trois mois après mai 2021, mois de l’amélioration de l’état de santé (selon l’experte F______) et donc de la capacité de gain –, selon l'art. 88a al. 1 RAI. Les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 s'appliquent (cf. notamment Office fédéral des assurances sociales [OFAS], Circulaire sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, ch.”
Bei Änderungen des Gesundheitszustands sind drei Monate zu berücksichtigen; hier wurde die Dreimonatsregel konkret auf den Zeitpunkt 1.9.2014 angewendet.
“Dès lors, c'est à bon droit que l'autorité inférieure a estimé que le recourant était en mesure de travailler à plein temps dans une activité adaptée avec une baisse de rendement de 30% dès le mois de juin 2014. 10.7 Cela étant, la décision attaquée s'appuie sur une lecture erronée du rapport d'expertise, puisqu'elle considère que le recourant a droit à un quart de rente du 1er juillet 2013 au 31 août 2014, alors que le rapport d'expertise conclut à une incapacité de travail complète pour cette période, ce que l'autorité intimée a du reste reconnu dans le cadre de la présente procédure (cf. supra, consid. 7.2). Il y a donc lieu de réformer la décision querellée en ce sens que le recourant a droit à une rente entière d'invalidité du 1er juillet 2013 au 31 août 2014, soit une année après le début de l'incapacité de travail (art. 28 al. 1 LAI ; voir supra, consid. 6.2). Par ailleurs, pour la période ultérieure à compter du 1er septembre 2014, les modifications de l'état de santé n'étant déterminantes qu'après une période de trois mois (art. 88a RAI ; voir supra consid. 6.2), il sera tenu compte d'une capacité de travail pleine et entière avec une diminution de rendement de 30% dans une activité adaptée dans les calculs effectués ci-après et portant sur un éventuel droit à la rente pour cette période. 11. Il reste à examiner le calcul du taux d'invalidité effectué par l'OAIE et le choix de la méthode utilisée à cet effet. 11.1 On rappellera que, pour évaluer le taux d'invalidité, il existe principalement trois méthodes : la méthode générale de comparaison des revenus, la méthode spécifique et la méthode mixte, dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente (ATF 137 V 334 consid. 3.1 ; arrêt du TF 9C_250/2021 du 24 mars 2022 consid. 2.2). Pour déterminer la méthode applicable au cas particulier, il faut se demander ce que l'assuré aurait fait si l'atteinte à la santé n'était pas survenue. Lorsqu'il accomplit ses travaux habituels, il convient d'examiner, à la lumière de sa situation personnelle, familiale, sociale et professionnelle, si, étant valide, il aurait consacré l'essentiel de son activité à son ménage ou s'il aurait exercé une activité lucrative.”
Bei Herabsetzung bzw. Aufhebung einer Rente trägt in der Regel der Versicherungsträger die Beweislast dafür, dass eine anspruchserhebliche Verbesserung bzw. rentenaufhebende Tatsachenänderung eingetreten ist; kann diese Änderung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden, bleibt es beim bisherigen Rechtszustand.
“Im Weiteren ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer auch über den 31. Januar 2018 hinaus Anspruch auf eine Rente hat. Wie zuvor dargelegt, sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV) bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anwendbar, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (vgl. E. 6.8 hiervor). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts (vorliegend eine Verbesserung des Gesundheitszustands) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des BGer 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1; 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 3.1). Bei einer in Aussicht genommenen Herabsetzung einer bisher ausgerichteten Leistung trägt diejenige Partei die Beweislast, welche daraus Rechte ableiten will; dies ist in der Regel der Versicherungsträger (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 Rz. 70 f.; vgl. auch BGE 121 V 208 E. 6a). Ergibt die Beweiswürdigung, dass eine rentenaufhebende Tatsachenänderung nicht (mit überwiegender Wahrscheinlichkeit) bewiesen ist, trägt daher der Versicherungsträger die Folgen der Beweislosigkeit (Urteil des BGer 8C_38/2022 vom 13.”
“Nach der Rechtsprechung sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV) bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anwendbar (BGE 133 V 263 E. 6.1 m.w.H.), weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (vgl. E. 6.6.3 hiervor). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts (vorliegend eine Verbesserung des Gesundheitszustands) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des BGer 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 3.1; 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1; vgl. E. 6.6.1 hiervor). Bei einer in Aussicht genommenen Herabsetzung einer bisher ausgerichteten Leistung trägt diejenige Partei die Beweislast, welche daraus Rechte ableiten will; dies ist in der Regel der Versicherungsträger (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 Rz. 70 f.; vgl. auch BGE 121 V 208 E. 6a). Ergibt die Beweiswürdigung, dass eine rentenaufhebende Tatsachenänderung nicht (mit überwiegender Wahrscheinlichkeit) bewiesen ist, trägt daher der Versicherungsträger die Folgen der Beweislosigkeit (Urs Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 2010, § 25, Rz.”
“Nach der Rechtsprechung sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV) bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anwendbar (BGE 133 V 263 E. 6.1 m.w.H.), weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (vgl. E. 6.6.3 hiervor). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts (vorliegend eine Verbesserung des Gesundheitszustands) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des BGer 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 3.1; 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1; vgl. E. 6.6.1 hiervor). Bei einer in Aussicht genommenen Herabsetzung einer bisher ausgerichteten Leistung trägt diejenige Partei die Beweislast, welche daraus Rechte ableiten will; dies ist in der Regel der Versicherungsträger (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 43 Rz. 70 f.; vgl. auch BGE 121 V 208 E. 6a). Ergibt die Beweiswürdigung, dass eine rentenaufhebende Tatsachenänderung nicht (mit überwiegender Wahrscheinlichkeit) bewiesen ist, trägt daher der Versicherungsträger die Folgen der Beweislosigkeit (Urs Müller, Das Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, 2010, § 25, Rz.”
Bei einer Verschlechterung ist der Beginn des Rentenanspruchs drei Monate nach dem Zeitpunkt der festgestellten Verschlechterung festzusetzen; das Wartejahr ist nicht erneut zu bestehen (vgl. Art. 29bis IVV sinngemäss).
“A cet égard encore, on relèvera que, si l’absence d’un risque de dénutrition a été relevé dans le rapport du 19 juillet 2023 de la Dre N.________, celle-ci a également précisé que c’était le compagnon de la recourante qui assurait une alimentation variée et équilibrée. Celui‑ci avait d’ailleurs indiqué, dans un questionnaire du 15 février 2022, que la recourante ne se faisait plus à manger, ni n’employait plus les machines et ustensiles correctement. Eu égard à ce qui vient d’être exposé, il convient d’admettre que la recourante nécessite une aide régulière et importante pour l’acte « manger » depuis janvier 2024. e) En définitive, la recourante a désormais besoin d’aide pour tous les actes ordinaires de la vie, en plus d’une surveillance continue et de soins permanents. Elle remplit ainsi les conditions de l’art. 37 al. 1 RAI et a droit au versement d’une allocation pour impotent de degré grave dès le 1er avril 2024, soit trois mois après l’aggravation constatée en janvier 2024 (cf. art. 88a al. 2 RAI). 9. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision sur opposition attaquée réformée, en ce sens que la recourante a droit au versement d’une allocation pour impotent de degré grave à compter du 1er avril 2024. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA). c) Dès lors que seul l’avocat désigné comme curateur ou tuteur qui mène avec succès le procès de son pupille peut prétendre à des dépens (ATF 124 V 338 consid. 4 et la référence citée), le curateur n’a pas droit à l’allocation de dépens pour la défense des intérêts de la recourante. Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision sur opposition rendue le 27 février 2024 par la Caisse P.________ est réformée, en ce sens que H.________ a droit au versement d’une allocation pour impotent de degré grave dès le 1er avril 2024.”
“Pour la partie professionnelle, et pour la période allant jusqu'au 31 janvier 2021, une capacité de travail de 60% est exigible de la part de l'assurée dans une activité adaptée. Sur la base des données retenues par l'OAI (revenu de valide de CHF 51'919.20 et revenu d'invalide de CHF 33’399.10), le degré d'invalidité s'établit à 35.67%. A partir du 1er février 2021, une incapacité totale peut être admise, ce qui aboutit à un degré d'invalidité de 100%. Pour la partie ménagère, comptant pour l'autre moitié dans le calcul, se monte pour sa part à 18.7% (cf. supra consid. 6.3 in fine). 8.2. Au final, à partir du 1er mars 2020, l'invalidité pour la part lucrative est de 17.84% (1/2 de 35.67%) tandis que celle pour la part ménagère est de 9.35% (1/2 de 18.7%), soit un total de 27,19%, insuffisant pour ouvrir le droit à une rente d'invalidité. A partir du 1er février 2021, l'invalidité pour la part lucrative est de 50% (1/2 de 100%) tandis que celle pour la part ménagère est de 9.35% (1/2 de 18.7%), ce qui donne une invalidité globale de 59.35%, arrondis à 59%, ouvrant le droit à une demi-rente d'invalidité (cf. supra consid. 2.3). Conformément à l'art. 88a al. 2 RAI, le début du droit à la rente est différé de trois mois après la survenance de l'aggravation, soit le 1er mai 2021. 9. Dans un dernier grief, la recourante invoque une violation du droit à l'égalité de traitement. Plus précisément, elle allègue l'existence d'une pratique interne à certains offices AI romands, selon laquelle il ne serait pas/plus exigé de changement de profession de la part d'assurés âgés de plus de 60 ans. Compte tenu des considérations figurant plus haut (cf. consid. 7.4) et de l’admission, pour d’autres motifs, d’une incapacité totale de travail à partir du 1er février 2021, la Cour renonce à examiner plus avant ce grief. 10. Partant, le recours est partiellement admis et la décision querellée modifiée, dans le sens que la recourante a droit à une demi-rente à partir du 1er mai 2021. 11. La procédure n'étant pas gratuite (cf. art. 69 al. 1bis LAI), les frais de justice sont fixés à CHF 800.-. Compte tenu de l'admission partielle du recours, ils sont proportionnellement répartis (cf.”
Die Dreimonatsfrist kann entfallen, wenn die Verbesserung als dauerhaft einzuschätzen und sofort wirksam ist.
“En cas de modification de la capacité de gain, la rente doit être supprimée ou réduite avec effet immédiat si la modification paraît durable et par conséquent stable (phr. 1 de l'art. 88a al. 1 RAI); on attendra en revanche trois mois au cas où le caractère évolutif de l'atteinte à la santé, notamment la possibilité d'une aggravation, ne permettrait pas un jugement immédiat (phr. 2 de la disposition; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 666/81 du 30 mars 1983 consid. 3, in RCC 1984 p. 137 s.). En règle générale, pour examiner s'il y a lieu de réduire ou de supprimer la rente immédiatement ou après trois mois, il faut examiner pour le futur si l'amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable (arrêt du Tribunal fédéral 9C_32/2015 du 10 septembre 2015 consid. 4.1). Selon la jurisprudence, l'art. 17 LPGA sur la révision d'une rente en cours s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif -, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2 p. 165; 125 V 413 consid. 2d; arrêt du Tribunal fédéral 9C_134/2015 consid. 4.1 et les références). Lorsque l’administration entre en matière sur une nouvelle demande, après avoir nié le droit à une prestation [cf. art. 87 al. 3 du règlement sur l’assurance-invalidité du 17 janvier 1961 (RAI – RS 831.201)], l’examen matériel doit être effectué de manière analogue à celui d'un cas de révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (ATF 133 V 108 consid. 5 et les références ; ATF 130 V 343 consid. 3.5.2 et les références; ATF 130 V 71 consid. 3.2 et les références; cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_899/2015 du 4 mars 2016 consid. 4.1 et les références). 7. 7.1 En l’espèce, la chambre de céans constate que l’expertise judiciaire répond aux réquisits permettant de lui reconnaître une pleine valeur probante. Le SMR a fait valoir que l’expertise judiciaire était une analyse différente du précédent expert du même état de fait. La chambre de céans estime que cette critique ne remet pas sérieusement en cause la valeur probante de l’expertise judiciaire, car celle-ci a été précisément ordonnée, au motif que l’expertise psychiatrique de la Dre K______ n’était pas convaincante, de sorte qu’une autre analyse du cas était parfaitement justifiée.”
Bei Stellenantritt gilt die neue Tätigkeit erst nach dreimonatiger ununterbrochener Dauer für die Rentenkürzung.
“1 IVV zu berücksichtigen ist, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, ist ab August 2018 die zuvor drei Monate lang von Mai bis Juli 2018 bestandene 70%ige Arbeitsunfähigkeit massgeblich. Die im August 2018 eingetretene 50%ige Arbeitsfähigkeit ist erst ab November 2018 wirksam. Ferner durfte die IV-Stelle das Invalideneinkommen ab August 2018 nicht einfach in der Weise ermitteln, dass das Valideneinkommen für ein 100 %-Pensum entsprechend der Arbeitsunfähigkeit in Prozenten reduziert wird (Urk. 8/77/1). Vielmehr muss das Invalideneinkommen ziffernmässig möglichst genau bestimmt werden (vgl. vorstehend E. 1.4). Die Beschwerdeführerin trat ihre neue 50%ige Stelle bei der B.___ AG im August 2018 an (Urk. 8/61/4), was für sich genommen ebenfalls eine revisionsrechtlich erhebliche Sachverhaltsänderung darstellt (vgl. dazu Art. 31 IVG in der bis 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung). Zuvor hatte sie letztmals im Jahr 2015 gearbeitet. Diese berufliche Veränderung kann gemäss Art. 88a IVV indes erst berücksichtigt werden, sobald sie mindestens drei Monate angedauert hat (vgl. Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich 2014, Art. 30-31 Rz 101 ff. und 110), also frühestens ab November”
Bei rückwirkender Zusprechung einer IV-Rente sind als massgebliche Vergleichszeitpunkte sowohl der Rentenbeginn als auch der in Anwendung der Dreimonatsfrist des Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung zu berücksichtigen.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).”
Bei der Prüfung eines befristeten Rentenanspruchs nach Art. 88a Abs. 1 IVV kann in geeigneten Fällen auf einen detaillierten Einkommensvergleich verzichtet und stattdessen ein Tabellenlohnvergleich (z. B. LSE-Tabellen) herangezogen werden. Dies hat die Praxis in einem konkreten Fall so gehandhabt.
“Mit Blick auf die ab 13. Juni 2022 vorliegende 100%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit mit lediglich Einschränkungen in Bezug auf Feuchtarbeit und Kontakt zu irritativen Substanzen (entsprechende Seife) und dem Heben und Tragen von schweren Gewichten, wobei diese Einschränkungen weder für eine Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit hinweisend sind noch für einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn, ging die Beschwerdegegnerin zu Recht vom Fehlen einer Invalidität ab diesem Zeitpunkt aus. Was die von Dr. D.___ postulierte Beschränkung der Arbeitsfähigkeit auf manuelle Tätigkeiten bis 13. Juni 2022 und die Prüfung eines allfälligen befristeten Rentenanspruchs von April bis September 2022 (Art. 88a Abs. 1 IVV) anbelangt, kann vorliegend auf eine Rückweisung zur Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet werden, lässt doch der Vergleich des vor Eintritt der Gesundheitsschädigung im Jahr 2020 gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto erzielten Einkommens von Fr. 85'678.-- (Urk. 7/42/4) mit dem gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) berechneten Invalideneinkommen von Fr. 65‘815.10 (LSE 2020, Fr. 5‘261.-- x 12 x”
Eine aufgrund einer Verschlechterung gegebene Änderung der Hilflosenstufe wird erst ab dem Monat berücksichtigt, der auf das ununterbrochene Dreimonatsdauer der Verschlechterung folgt (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV).
“Was zunächst die Hilflosenentschädigung für die Zeit ab 1. August 2018 bis 28. Februar 2019 anbelangt, stellte die Vorinstanz fest, dass beim Beschwerdeführer ab Beginn der Antibiotikaprophylaxe im August 2018 eine leichte Hilflosigkeit vorgelegen habe. Er sei in zwei Lebensverrichtungen, nämlich Verrichten der Notdurft sowie Ernährung mit Sonde seit Geburt, auf Hilfe angewiesen gewesen, weshalb ihm ab 1. August 2018 für die Tage ohne Hospitalisation eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit zugestanden habe. Nach Durchführung einer Tracheotomie am 10. Dezember 2018 und Einlage einer PEG-Sonde am 19. Dezember 2018 sei auch die mit diesem Eingriff einhergehende Überwachungsbedürftigkeit zu berücksichtigen. Der Veränderung infolge der daher ab 1. Dezember 2018 erfüllten Voraussetzungen für die Ausrichtung einer Entschädigung wegen einer Hilflosigkeit mittleren Grades sei mit Blick auf Art. 88a Abs. 2 IVV (erst) ab 1. März 2019 Rechnung zu tragen.”
Bei chronischem lumbovertebralen Schmerzsyndrom wurden die drei Monate nicht erfüllt — Herabsetzung daher nicht zu berücksichtigen.
“Dezember 2019 fest, der Beschwerdeführer leide an einem myofaszialen Schmerzsyndrom der Lenden-, Becken- Hüftregion sowie der Flankenmuskulatur und einer Dysfunktion des Sakroilikalgelenkes beidseits mit Übertragungsschmerz. Die rheumatologische Untersuchung erfolgte etwa ein Dreiviertel Jahr nach der Begutachtung (IV-act. 357-8 f.). Dessen Auswirkungen wurden vom orthopädischen Gutachter unter der Diagnose eines chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndroms berücksichtigt. Zudem äusserte sich die IV-Ärztin Dr. E.___ diesbezüglich dahingehend, grundsätzlich sei dieses Leiden per se nicht geeignet, eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit zu begründen. Überdies seien Behandlungsoptionen vorhanden (Stellungnahme vom 9. Juli 2020, IV-act. 358). Die lumbalen Schmerzen konnten demnach grösstenteils durch sämtliche beteiligten Fachärzte nicht objektiviert werden. In Berücksichtigung der zweimaligen Operationen formulierte der orthopädische Gutachter ein Fähigkeitsprofil (IV-act. 333-23). Eine adaptierte Tätigkeit hielt der Gutachter medizinisch-theoretisch drei Monate nach der Operation am 16. Mai 2013 wieder für möglich (IV-act. 333-26). Damit sind die zeitlichen Erfordernisse gemäss Art. 88a IVV nicht erfüllt. Im Zuge der Abklärung von während des Aufenthalts in der Klinik F.___ exazerbierten Schulterschmerzen ergab eine MRI-Untersuchung vom 31. Juli 2017 eine ausgeprägte, mehrsegmentale Facettengelenksarthrose sowie eine leichte Unkovertebralarthrose und Osteochondrose der HWS. Diese degenerativen Veränderungen wurden als Ursache der Schulterschmerzen vermutet (Austrittsbericht eSwiss Medical & Surgical Center vom 7. August 2017, IV-act. 292). Die Befunde betreffend Schulter / HWS wurden vom Gutachter gewürdigt und nachvollziehbar und in Übereinstimmung mit Dr. N.___ (Bericht vom 22. Juli 2020; act. G 11.1) als unverändert beurteilt. Bezüglich der Hüftgelenke lag dem Gutachter der Bericht von Dr. R.___ vom 27. Februar 2018 (IV-act. 332-30 f.) vor (IV-act. 333-10). Zwar war die klinische Funktionsprüfung durch die Gegenspannung des Beschwerdeführers eingeschränkt möglich. Dennoch stellte der Gutachter eine altersentsprechend weitgehend freie Funktion fest (IV-act. 333-16). Im Röntgenbefund vom 22.”
Bei Beurteilung des Dauerhaftigkeitszeitpunkts ist die Dreimonatsfrist als regelmässiger Ausgangspunkt relevant.
“Il a été vu ci-dessus (consid. 4.2) que, pour déterminer à quel moment le droit à une rente doit être supprimé ou réduit en raison d’une amélioration de la capacité de gain, il s’agit de déterminer à partir de quand cette amélioration revêt un caractère durable. A cet égard, l’art. 88a RAI prévoit que tel est le cas en principe lorsqu’elle a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre (voir également Moser-Szeless in Commentaire romand LPGA, 2018, art. 17 n. 33). Il en résulte que le moment déterminant pour la suppression, respectivement la réduction du droit à la rente est celui à partir duquel l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable. Or, contrairement à ce que semble prétendre le recourant, ce moment doit être clairement distingué de celui de la relative stabilisation de l’état de santé, au sens de l’art. 19 de la loi du 20 mars 1981 sur l'assurance-accidents (LAA; RS 832.20), notion spécifique à l’assurance-accidents qui sert à délimiter, d’un point de vue temporel, le droit au traitement médical et à l’indemnité journalière d’une part, et le droit à la rente d’invalidité et à l’indemnité pour atteinte à l’intégrité, d’autre part (voir arrêt TF U 305/03 du 31 août 2004 consid. 4.1 et ATF 134 V 109 consid.”
Ergibt eine gesundheitliche Verbesserung zwar eine Minderung des IV-Grads, hat aber keine Auswirkung auf den bestehenden Rentenanspruch (z. B. bleibt es bei einer ganzen Rente), führt dies nicht zu einer anderen zeitlichen Berücksichtigung nach Art. 88a Abs. 1 IVV. In solchen Fällen fällt die zeitliche Wirksamkeit der koordinatorischen Kürzung des versicherten Verdienstes mit dem von der IV-Stelle materiell festgestellten Zeitpunkt der Verbesserung zusammen.
“April 2020 zwar zu einer entsprechenden Verringerung des IV-Grads auf 76% geführt, mit Blick auf den massgebenden Schwellenwert gemäss Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 (in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung) im Umfang von 70% hingegen keine Herabsetzung der zuvor ausgerichteten ganzen IV-Rente ergeben hat. Besteht per April 2020 mithin weiterhin Anspruch auf eine ganze IV-Rente, verbleibt sachlogisch kein Anlass für eine allfällige Anpassung der bisher ausgerichteten IV-Leistung. Damit liegt gerade kein Anwendungsfall für die Berücksichtigung einer Karenzfrist von drei Monaten vor. Da die Verbesserung in den gesundheitlichen Verhältnissen der Versicherten mithin keinen Einfluss auf die Ausrichtung der bisher zugesprochene ganzen IV-Rente hat, ist mit Blick auf die Koordinationsvorschrift von Art. 40b AVIV in zeitlicher Hinsicht auf den Eintritt der gesundheitlichen Verbesserung per 1. April 2020 abzustellen. Die gegenteilige Auffassung der Beschwerdegegnerin würde bedeuten, dass Art. 88a Abs. 1 IVV andernfalls für die Arbeitslosenversicherung über den Wortlaut hinaus bereits bei einer nicht Renten relevanten Veränderung des IV-Grads relevant wäre, sodass in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht stets eine Karenzfrist von drei Monaten zu beachten wäre. Hierfür besteht dem klaren Wortlaut von Art. 88a Abs. 1 IVV zufolge aber kein Raum. Wirkt sich eine Verbesserung in den gesundheitlichen Verhältnissen mithin nur auf die verbleibende Erwerbsunfähigkeit, nicht aber auf den Rentenanspruch der Versicherten aus, fällt die koordinationsrechtlich zu berücksichtigende Kürzung des versicherten Verdienstes zeitlich mit der von der IV-Stelle verfügungsweise festgestellten Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zusammen. 6.4 Auf den vorliegenden Fall übertragen bedeutet dies, dass die Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst zu Unrecht erst ab 1. Juli 2020 an die der Versicherten bereits seit 1. April 2020 noch verbleibende Erwerbsunfähigkeit von 76% angepasst hat. Die Unia ist deshalb in Nachachtung der dargelegten Grundsätze zu verpflichten, ihre Rückforderung für die Kontrollperioden Oktober 2019 bis Juli 2021 dahingehend neu zu berechnen, dass ihr bereits ab 1.”
Bei rein psychiatrischen Einschränkungen kann der Zeitpunkt der nachhaltigen Verbesserung aus dem Datum des psychiatrischen Gutachtens abgeleitet werden; IV-Stelle darf ab diesem Zeitpunkt Leistungen einstellen, wenn Gutachten vollständige Arbeitsfähigkeit bescheinigt.
“gültig gewesenen Fassung). Spätestens im April 2022 bestand wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit, weshalb in Anwendung von Art. 88a IVV ab Juli 2022 bei einem Invaliditätsgrad unter 40% kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente ausgewiesen ist. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Rente müsse bis mindestens September 2022 ausgerichtet werden, da im Juni 2022 die letzte gutachterliche Untersuchung stattgefunden habe (Urk. 1 S. 8), verfängt nicht. Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin einzig aus psychiatrischer Sicht jemals in angepasster Tätigkeit eingeschränkt war. Die psychiatrische Untersuchung wurde indes im April 2022 durchgeführt (Urk. 7/146 S. 9). Da der Gutachter zum Schluss kam, spätestens seit Begutachtungszeitpunkt liege eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vor (E. 5.5), berücksichtigte die IV-Stelle die Verbesserung des Gesundheitszustandes in Anwendung von Art. 88a IVV zu Recht ab Juli”
“gültig gewesenen Fassung). Spätestens im April 2022 bestand wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit, weshalb in Anwendung von Art. 88a IVV ab Juli 2022 bei einem Invaliditätsgrad unter 40% kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente ausgewiesen ist. Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Rente müsse bis mindestens September 2022 ausgerichtet werden, da im Juni 2022 die letzte gutachterliche Untersuchung stattgefunden habe (Urk. 1 S. 8), verfängt nicht. Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin einzig aus psychiatrischer Sicht jemals in angepasster Tätigkeit eingeschränkt war. Die psychiatrische Untersuchung wurde indes im April 2022 durchgeführt (Urk. 7/146 S. 9). Da der Gutachter zum Schluss kam, spätestens seit Begutachtungszeitpunkt liege eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit vor (E. 5.5), berücksichtigte die IV-Stelle die Verbesserung des Gesundheitszustandes in Anwendung von Art. 88a IVV zu Recht ab Juli”
Art. 88a Abs. 1 IVV kommt nur zur Anwendung, wenn die verminderte Invalidität tatsächlich zu einer rentenwirksamen Herabsetzung oder Aufhebung der bisherigen IV-Rente führt. Führt die Verringerung des Invaliditätsgrades — etwa wegen einschlägiger Schwellenwerte — nicht zu einer Änderung der ausgerichteten Rente, ist Art. 88a Abs. 1 IVV nicht anwendbar.
“Das Bundesgericht wendet in der Regel den zweiten Satz dieser Vorschrift an und gewährt oder bestätigt die bisherige (höhere) Rente drei Monate über die Veränderung des Gesundheitszustandes hinaus. Entsprechend sieht auch das massgebende Kreisschreiben vor, dass bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit eine Wartefrist von drei Monaten zu berücksichtigen ist (Rz. 5504 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], mit Hinweis). Eine Rente ist bei Wegfall der Invalidität daher erst nach Ablauf von drei Monaten seit Eintritt der anspruchserheblichen Verbesserung aufzuheben (Urteil des Bundesgerichts vom 15. September 2020, 8C_285/2020, E. 5.1; BGE 119 V 98 E. 4a). 6.3 Für die Klärung der zwischen den Parteien aufgeworfenen Rechtsfrage, auf welchen Zeitpunkt hin Art. 88a Abs. 1 IVV auf die Berechnung des in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht massgebenden versicherten Verdienstes anwendbar ist, ist in erster Linie auf den Wortlaut dieser Bestimmung hinzuweisen. Demnach kommt Art. 88a Abs. 1 IVV und mit ihr eine dreimonatige Karenzfrist nur bei einer Herabsetzung oder einer Aufhebung der IV-Rente zur Anwendung. Voraussetzung, dass die versicherte Person von dieser Karenzfrist profitieren kann, ist demnach, dass eine bisher bestehende Erwerbsunfähigkeit sich tatsächlich rentenwirksam auswirkt und deshalb auch zu einer Verringerung der bisher ausgerichteten IV-Rente führt. Führt die Verringerung des IV-Grads hingegen nicht zu einer Änderung des IVspezifischen Rentenanspruchs, kommt Art. 88a Abs. 1 IVV gar nicht erst zur Anwendung. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, in welchem die von der IV-Stelle evaluierte Verbesserung der Restarbeitsfähigkeit ab 1. April 2020 zwar zu einer entsprechenden Verringerung des IV-Grads auf 76% geführt, mit Blick auf den massgebenden Schwellenwert gemäss Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 (in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung) im Umfang von 70% hingegen keine Herabsetzung der zuvor ausgerichteten ganzen IV-Rente ergeben hat.”
Art. 88a Abs. 1 IVV erlaubt in der Praxis die Befristung ganzer oder teilweiser Invalidenrenten, wenn aus den medizinischen Feststellungen eine Verbesserung der Erwerbs‑ bzw. Arbeitsfähigkeit angenommen wird. Die Befristung wird auf den konkret angenommenen Zeitraum der Besserung festgelegt (häufig vom Beginn der Besserung bis zu einem bestimmten Enddatum). In der Rechtsprechung finden sich zahlreiche Beispiele für befristete ganze wie auch teilweise Rentenzusprachen sowie für Rentenzeiträume, die vor dem Erlass der Verfügung beginnen.
“Entsprechend der Beurteilung im beweiskräftigen bidisziplinären Gutachten vom 28. August 2023 ist davon auszugehen, dass seit dem Unfallereignis vom 30. Juli 2020 bis zum 14. Januar 2022 sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in einer angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Ab 15. Januar 2022 hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers dahingehend verbessert, als dass in einer behinderungsangepassten Tätigkeit von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden kann (vorstehend E. 4.7). Damit resultiert zum Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns ab 1. Juli 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, welcher unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV auf Ende April 2022 zu befristen ist. Danach besteht bei einem Valideneinkommen von Fr. 62’400.-- (vorstehend E. 6.2) und einem Invalideneinkommen von Fr. 61‘453.-- (vorstehend E. 6.6) eine Einkommenseinbusse von Fr. 947.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 2 % entspricht, bei welchem Ergebnis kein Rentenanspruch mehr besteht (vorstehend E. 1.3). Die angefochtene Verfügung (Urk. 2) erweist sich damit hinsichtlich des von Juli 2021 bis Ende April 2022 zugesprochenen befristeten Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine ganze Invalidenrente als rechtens, was diesbezüglich zur Abweisung der Beschwerde führt.”
“In medizinischer Hinsicht beruhen diese Invaliditätsgrade auf der Entwicklung des Gesundheitszustandes und der daraus resultierenden Einschränkungen der Leistungsfähigkeit gemäss dem bundesrechtskonform als beweiswertig erkannten Medexperts-Gutachten. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts eines anspruchsausschliessenden Invaliditätsgrades von weniger als 40 % (Art. 28 Abs. 1 IVG) ab Januar 2018 die Rentenzusprache bis zum 31. März 2018 (Art. 88a Abs. 1 IVV) befristete. Folglich hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden.”
“Nach den verbindlichen (vgl. E. 1.1 hiervor) vorinstanzlichen Feststellungen war die Beschwerdeführerin vom 1. Februar 2021 bis zum 15. April 2022 aufgrund ihrer Knieproblematik für sämtliche Tätigkeiten durchgehend zu 100 % arbeitsunfähig. Danach bestand für angepasste Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 80 %, was nach der unbestritten gebliebenen Invaliditätsbemessung einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 11 % ergab. Die Befristung der ganzen Invalidenrente vom 1. Februar 2021 bis zum 31. Juli 2022 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) hält damit grundsätzlich vor Bundesrecht stand (vgl. aber E. 6 hiernach).”
“Zusammenfassend ist gestützt auf das beweiskräftige Gutachten vom 15. März 2021 davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens im Oktober 2019 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit erlangte. In Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV führte diese Verbesserung zur Befristung der Viertelsrente per 31. Dezember”
“Nach dem Gesagten ist dem Beschwerdeführer angesichts seiner 100%igen Arbeitsunfähigkeit und in Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV in teilweiser Gutheissung der Beschwerde befristet vom 1. August 2019 bis am 31. Dezember 2020 eine ganze Rente der schweizerischen Invalidenversicherung zuzusprechen. Die nachzuzahlende Rente ist - da der Beschwerdeführer seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen ist - nach den Voraussetzungen von Art. 26 Abs. 2 ATSG gegebenenfalls zu verzinsen.”
Eine Verbesserung ist ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, ab dem damit gerechnet werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; jedenfalls ist sie zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
“Il y a en revanche lieu de se référer à la ligne "total" secteur privé lorsque l'assuré ne peut raisonnablement plus exercer son activité habituelle et qu'il est tributaire d'un nouveau domaine d'activité pour lequel l'ensemble du marché du travail est en principe disponible (arrêt TF 8C_294/2023 du 24 avril 2024 consid. 4.1.1 et les références citées). 3.4. L'art. 29 al. 1 LAI prévoit que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 3 LAI). 3.5. Selon la jurisprudence, l'art. 17 LPGA sur la révision d'une rente en cours s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2; 125 V 413 consid. 2d). Cette disposition prévoit que si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Conformément à l'art. 88a RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. 4. Règles relatives à la preuve 4.1. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée.”
Bei revisionsweisen Überprüfungen von Rentenansprüchen ist der Streitgegenstand im Wesentlichen durch die strittige Leistungshöhe und die Anspruchsperioden bestimmt. Dies gilt auch dann, wenn unterschiedliche Rentenhöhen oder -dauern in mehreren Verfügungen geregelt sind: Entscheidend ist die Prüfung der Höhe und der Bezugszeiträume des Leistungsanspruchs.
“Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 414 E. 1a mit Hinweisen). Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den auf Grund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet. Anfechtungs- und Streitgegenstand sind danach identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird; bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einzelne der durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisse, gehören die nicht beanstandeten - verfügungsweise festgelegten - Rechtsverhältnisse zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand (BGE 125 V 414 E. 1b in Verbindung mit E. 2a). Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, in sinngemässer Anwendung von Art. 41 IVG und Art. 88a IVV, herauf- oder herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und die Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein, dass Umfang und allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregelten Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständlichem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 417 Erw. 2d mit Hinweisen). Die Frage, ob diese Grundsätze auch gelten, wenn die ursprüngliche und die zeitlich direkt anschliessende (höhere oder tiefere) Rente in zwei separaten Verfügungen gleichen Datums zugesprochen werden, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil I 364/98 vom 24. September 1999 verneint. In dem in gleicher Sache ergangenen Urteil I 11/00 vom 22.”
“L'acte attaqué cite les normes et la jurisprudence nécessaires à la résolution du litige, en particulier celles portant sur la notion d'invalidité (art. 6 et 8 LPGA en relation avec l'art. 4 al. 1 LAI), le droit à une rente d'invalidité (art. 28 al. 1 LAI) et l'application des principes de la révision à l'octroi de rentes limitées dans le temps (art. 17 LPGA; art. 88a RAI; ATF 141 V 9 consid. 2.3; 131 V 164 consid. 2.2). Il expose en outre les principes jurisprudentiels relatifs au rôle des médecins en matière d'assurance-invalidité (ATF 132 V 93 consid. 4), à la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA) et à la valeur probante des rapports médicaux (ATF 134 V 231 consid. 5.1), dont les avis provenant des médecins des services médicaux régionaux (SMR) des offices AI (art. 59 al. 2bis LAI; art. 49 RAI; ATF 142 V 58 consid. 5.1) et des médecins traitants (ATF 125 V 351 consid. 3). Il rappelle encore la jurisprudence qui définit l'état de fait déterminant pour évaluer la légalité des décisions administratives (ATF 131 V 242 consid. 2.1). Il suffit d'y renvoyer.”
Bei der Beurteilung der Dreimonatsfrist sind frühere bundesgerichtliche Fälle zu art. 88a IVV zu beachten.
“8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 142 V 106ATF 142 V 106DTF 142 V 106 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 28b IVGart. 28b LAIart. 28b LAI Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 BGE 130 V 71ATF 130 V 71DTF 130 V 71 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 131 V 242ATF 131 V 242DTF 131 V 242 BGE 130 V 138ATF 130 V 138DTF 130 V 138 Art. 29ter IVVart. 29ter RAIart. 29ter OAI Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA BGE 139 V 99ATF 139 V 99DTF 139 V 99 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG BVR 2009 186 Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA BGE 137 V 57ATF 137 V 57DTF 137 V 57 BGE 110 V 54ATF 110 V 54DTF 110 V 54 Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2023 65728.”
Bei vollständiger (100%) Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Erwerbstätigkeiten besteht Anspruch auf die ganze IV‑Rente; in einer derartigen Konstellation findet die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV keine Anwendung, sodass in der Regel kein Einkommensvergleich durchzuführen ist.
“So sei gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle TA1, Ziffer 47, Detailhandel, Anforderungsniveau 3, Frauen, aufgerechnet auf das Jahr 2011 von einem Valideneinkommen von Fr. 55'034.49 auszugehen. Basierend auf der Tabelle TA1 der LSE 2010, Total, Anforderungsniveau 4, Frauen, resultiere für das Jahr 2011 bei einem Pensum von 70 % und einem leidensbedingten Abzug von 10 % ein Invalideneinkommen von Fr. 33'631.48. Aus dem Einkommensvergleich ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 39 %. Damit liege ab 19. Mai 2011 kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad mehr vor, weshalb die Rente in Nachachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. September 2011 aufzuheben sei. Für die Jahre 2014 bis 2022 verhalte es sich gleich. Der Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 basiere auf der 100%igen Einschränkung vom 28. Januar bis 2. Juni 2020 in sämtlichen Erwerbstätigkeiten wie auch im Haushalt infolge des Dekubitus. In einer solchen Konstellation gelange die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zur Anwendung.”
“S. 18). Dies stellt einen Revisionsgrund dar. Damit ist per Februar 2019 der Invaliditätsgrad neu zu bestimmen. Weil der Beschwerdeführer gemäss MEDAS C.________-Gutachten für jegliche Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig war, erübrigt es sich, einen Einkommensvergleich durchzuführen und es besteht unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab dem 1. Mai 2019 Anspruch auf eine ganze IV-Rente.”
“Denn bei einer länger als ein Jahr dauernden und weiterhin anhaltenden Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von ausreichender Ausprägung (in jenem Fall 50 %) ist die Anspruchsvoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt. Mit dem Eintritt einer nunmehr vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in jeder anderen Arbeit besteht ein Invaliditätsgrad von 100 %, womit die Voraussetzung nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG ebenfalls erfüllt ist. In einer solchen Konstellation gelangt denn auch die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zur Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3).”
“Or il apparait que depuis l’expertise du 12 février 2019, d’une part, la recourante a été mise sous oxygène – ce qui, comme susmentionné, doit entraîner le passage à une complète incapacité de travail, selon l’avis des experts – et, d’autre part, la possibilité d’une transplantation pulmonaire est sérieusement discutée par les médecins et la recourante. Ces éléments attestent de la péjoration de l’état de santé de la recourante. Cette aggravation est également reconnue par la Dre D.________ dans ses avis SMR des 5 novembre 2020 et 6 janvier 2021. En particulier, elle conclut dans ce dernier avis que la capacité de travail est désormais nulle dans toutes activités depuis le mois de septembre 2019, du fait d'une hypoxémie aggravée au moindre effort et de la nécessité d’une oxygénothérapie au long cours. d) Au vu des éléments qui précédent, il n’est pas contesté – ni contestable – que la capacité de travail de la recourante est désormais nulle dans toute activité à compter du mois de septembre 2019. Par conséquent, elle a droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er décembre 2019 (art. 88a al. 2 RAI). 7. a) Il reste à examiner le taux d’invalidité fixé par l’intimé pour la période du 1er juin 2016 au 30 novembre 2019, la recourante faisant valoir que le taux d’abattement de 10 % appliqué sur le salaire statistique retenu au titre de revenu d’invalide doit être porté à 15 %. On indiquera au préalable que dans la mesure où celle-ci ne remet pas en cause les termes de la comparaison des revenus effectuée par l’office intimé, il n’y a pas lieu de s’en écarter. b) En l’occurrence, le taux d’abattement de 10 % retenu afin de prendre en compte des limitations fonctionnelles de la recourante tient suffisamment compte des circonstances du cas particulier. S’agissant en premier lieu des facteurs de l’âge (54 ans au moment du prononcé de la décision litigieuse) et du taux d’occupation partiel, ceux-ci ne sont pas susceptibles d’influencer les perspectives salariales de la recourante, eu égard aux activités qui étaient encore exigibles de sa part jusqu’au mois de septembre 2019, à savoir un travail en tant que vendeuse à temps partiel dans un environnement non stressant.”
Bei rückwirkender Rentenzuerkennung richtet sich Beginn der Herabsetzung nach art. 88a RAI, insbesondere Dauerkriterium von drei Monaten.
“En d'autres termes, l'assurance-invalidité suisse couvre seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident, et non la maladie en tant que telle. Selon l'art. 16 LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 28a al. 1 LAI, pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (méthode générale). Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée dans le temps, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n°9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n°32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre.”
Die Beendigung der ganzen Invalidenrente per 31.7.2019 darf erst nach Ablauf der dreimonatigen Frist erfolgen.
Die dreimonatige Mindestdauer kann nicht bejaht werden, wenn die Symptome erst seit zwei Wochen neu aufgetreten sind.
“Le Dr H.________, spécialiste en psychiatrie et psychothérapie et médecin du SMR, relève, dans sa détermination du 15 juillet 2022 relative à ces nouveaux rapports médicaux, que le bilan neuropsychologique a été réalisé dans un contexte non clairement déterminé alors qu'il y a prises de drogues (consommation irrégulière de THC et consommation occasionnelle de cocaïne) qui pourrait avoir contribué aux résultats de l'évaluation. Quant au Dr F.________, il se demande d'une part si l'assuré était sous l'influence de substances toxiques du fait qu'il baillait beaucoup au début de cet examen, et estime d'autre part qu'un trouble léger n'a pas d'incidence sur la capacité de travail (cf. son complément d'expertise du 26 juillet 2022). Si le rapport du 2 juin 2022 de G.________ semble relever une aggravation de l'état de santé, force est de constater qu'il indique que les symptômes dépressifs remontent à deux semaines. Or, ce laps de temps est trop court pour admettre une aggravation durable (cf. art. 88a RAI). Les diagnostics posés restent de plus globalement les mêmes, seuls ceux de phobie sociale (F40.1) et d'anxiété généralisée (F41.1) étant nouveaux. Cependant, l'évitement et la tendance à l'isolement social aggravés par une perte de l'estime sociale depuis son licenciement ont déjà été pris en compte dans l'expertise psychiatrique, de même que la maladie de Marfan ayant entraîné le décès de proches également atteints de cette maladie. Quant à une préoccupation excessive des activités de la vie quotidienne justifiant un trouble de l'anxiété généralisé, elle est notamment expliquée par le fait que l'assuré n'arrive pas à se projeter dans l'avenir dans un contexte de précarité sociale et économique, sans que ne soient développées les influences concrètes sur la vie de tous les jours. Ensuite, la Cour note que la médication (Trittico 100mg et Brintelix 10 mg) est demeurée inchangée depuis l'expertise psychiatrique et semble contredire une aggravation de l'état de santé, d'autant plus que le Trittico peut être prescrit à hauteur de 300mg et le Brintelix à hauteur de 20 mg (cf.”
Der Beginn der dreimonatigen Frist kann an den vom (gerichtlichen) Gutachter bzw. behandelnden Arzt festgestellten Zeitpunkt der Zustandsverbesserung geknüpft werden (drei Monate nach der festgestellten Verbesserung gilt Art. 88a IVV als erfüllt).
“________ est probante, et permet à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause, la mise en œuvre d’un complément d’instruction tel que requis par l’intimé n’apparaîssant pas de nature à apporter un éclairage différent sur les éléments retenus ci-dessus et peut dès lors être écartée par appréciation anticipée des preuves (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). c) Vu ce qui précède, il y a lieu de retenir que le recourant s’est retrouvé totalement incapable de travailler dans toutes activités en octobre 2019, début du délai d’attente d’un an. Au mois d’octobre 2020, il était toujours totalement incapable de travailler dans toutes activités. Le recourant ayant déposé sa demande de prestations le 3 août 2021, le droit à une rente est ouvert dès le 1er février 2022 (à savoir six mois suivant le dépôt de la demande de prestations [cf. art. 29 al. 1 LAI]). A partir de l’été 2023, le recourant a recouvré selon l’expert judiciaire une capacité de travail de 40 % dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles. Il convient dès lors de calculer son préjudice économique dès le 1er octobre 2023, soit trois mois après l’amélioration de son état de santé constatée par le Dr T.________ [cf. art. 88a RAI]). 9. a) L’art. 25 RAI concrétise les art. 28a al. 1 LAI et 16 LPGA. D’après l’art. 25 al. 1 RAI, est réputé revenu au sens de l’art. 16 LPGA le revenu annuel présumable sur lequel les cotisations seraient perçues en vertu de la LAVS (loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l’assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10), à l’exclusion toutefois : des prestations accordées par l’employeur pour compenser des pertes de salaire par suite d’accident ou de maladie entraînant une incapacité de travail dûment prouvée (let. a) ; des indemnités de chômage, des allocations pour perte de gain au sens de la LAPG (loi fédérale du 25 septembre 1952 sur les allocations pour perte de gain ; RS 834.1) et des indemnités journalières de l’assurance-invalidité (let. b). Selon l’art. 25 al. 2 RAI, les revenus déterminants au sens de l’art. 16 LPGA sont établis sur la base de la même période et au regard du marché du travail suisse. En vertu de l’art. 25 al. 3 RAI, si les revenus déterminants sont fixés sur la base de valeurs statistiques, les valeurs médianes de l’Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) de l’Office fédéral de la statistique font foi.”
Die Drei-Monatsfrist kann auch rückwirkend für vor dem 1.1.2022 liegende Sachverhalte gelten.
“Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung. Der "Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV". 2.2. Der allgemein gültige intertemporalrechtliche Grundsatz besagt, dass zur Beurteilung einer Sache jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklichte (BGE 140 V 41 E. 6.3.1 S. 44). Art. 88a IVV, auf welchen in RZ 9102 KSIR verwiesen wird, besagt, dass eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen ist, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Abs. 1). Dagegen ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Abs. 2). Art. 88a IVV stellt auf einen Sachverhalt ab, ab dessen Erfüllung (bzw. bei Ablauf der Frist von drei Monaten seines Bestehens) eine Verbesserung oder Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist. Entscheidend ist somit, ob sich diese Verbesserung oder Verschlechterung bzw. der Ablauf der Frist von 3 Monaten mit andauernder Verbesserung oder Verschlechterung zu einem vor dem 1. Januar 2022 gelegenen Zeitpunkt verwirklicht hat. Die Regel von Rz 9102 KSIR steht somit in Einklang mit dem in BGE 140 V 41 angegebenen allgemein gültigen intertemporalen Grundsatz. Die Argumentation der Beschwerdeführerin, RZ 9102 KSIR finde im Gesetz keine Stütze (Beschwerde S. 17 Ziff. 51), ist darum nicht zu folgen. Anzumerken ist, dass der von der Beschwerdeführerin genannte Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV den Zeitpunkt regelt, ab wann im Falle der Erfüllung des in Art. 88a IVV angesprochenen Sachverhalts die daraus abzuleitende Rechtsfolge eintritt. Der Zeitpunkt der Zustellung der Revisionsverfügung vermag indessen am Zeitpunkt des Eintritts des Sachverhalts, an welchen Art.”
Bei befristeten Renten gilt für den Vergleich der massgebliche Zeitpunkt sowohl der Beginn des Rentenanspruchs als auch der Zeitpunkt der Herabsetzung oder Aufhebung der Rente nach Ablauf der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a IVV.
“c) Les règles et principes jurisprudentiels relatifs à la révision du droit à une rente d’invalidité, au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA, sont applicables lorsque la décision de l'assurance-invalidité accordant une rente avec effet rétroactif prévoit en même temps la suppression ou la modification de cette rente, respectivement octroie une rente pour une durée limitée (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d et les références ; TF 8C_607/2015 du 3 février 2016 consid. 2). Aux termes de l’art. 17 LPGA, dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Dans ce contexte, lors de l’octroi d’une rente échelonnée ou limitée dans le temps, le moment déterminant pour effectuer la comparaison est, d’une part, le moment du début du droit à la rente et, d’autre part, celui de la diminution ou de la suppression de la rente en application du délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) (Michel Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l’assurance-invalidité [AI], Genève/Zurich/Bâle 2011, n° 3068 et les références citées ; TF 9C_134/2015 du 3 septembre 2015 consid. 4.1 et les références citées). d) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent une base importante pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigible de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid.”
Bei psychischen Erkrankungen ist der Invaliditätscharakter grundsätzlich mittels einer strukturierten probatorischen Abklärung festzustellen. Diese hat eine gesamthafte Prüfung zu umfassen, namentlich der funktionellen Einschränkungen und der Ressourcen der versicherten Person sowie des Kriteriums der Therapieresistenz gegenüber fachgerecht durchgeführten Behandlungsversuchen.
“1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 1 et 3 LAI). c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Inversement, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI), l’art. 29bis RAI étant toutefois applicable par analogie. Selon cette dernière disposition, si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente celle qui a précédé le premier octroi. L’art. 88a RAI est applicable, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). 4. Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid.”
“1 LPGA (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), si entre la dernière décision de refus de rente – qui repose sur un examen matériel du droit à la rente, avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus conformes au droit – et la décision litigieuse, un changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, s’est produit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Il faut par conséquent procéder de la même manière qu’en cas de révision au sens de cette disposition, qui prévoit que, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. d) Tout changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision ; la rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 545 consid. 6.1). En revanche, une appréciation différente d’une situation demeurée pour l’essentiel inchangée ne constitue pas un motif de révision (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 141 V 9 consid. 2.3). Conformément à l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. 4. Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4). 5. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position.”
Bei einer dauerhaften Änderung des Invaliditätsgrads ist bei einer Rentenherabsetzung eine Dreimonatsfrist zu beachten: die Leistung wird drei Monate nach Eintritt der (voraussichtlich andauernden) Änderung angepasst.
“Faute de contradiction entre les constatations médicales et même de simple doute, il n’y avait en outre pas matière à ordonner une instruction complémentaire à cet égard. 8. Cela étant, il y a lieu de déterminer le degré d’invalidité de la recourante. a) Lorsque la personne assurée dispose encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le taux d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; TF 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; TF 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). b) Selon les constatations des médecins traitants, la recourante dispose d’un taux d’activité de 50 % dans une activité habituelle chez son employeur (cf. rapport du 29 avril 2022 du Dr S.________). Le taux d’invalidité se confond donc avec celui de l’incapacité de travail et il n’y a pas lieu de procéder à une comparaison des revenus pour déterminer le taux d’invalidité. En l’occurrence, le taux d’invalidité doit être fixé à 100 % du 1er avril 2021 au 30 avril 2022 et à 50 % dès le 1er mai 2022. Au vu de l’art. 88a RAI, la rente entière octroyée par l’OAI sera remplacée par une demi-rente dès le 1er août 2022, à savoir trois mois après la modification du taux. 9. Il convient enfin de déterminer si la capacité résiduelle de travail de 50 % est exploitable sur le marché du travail équilibré, la recourante étant âgée de plus de 60 ans lors de l’examen du Dr S.________ du 29 avril 2022. a) Selon l’art. 28a al. 1 LAI, l’art. 16 LPGA s’applique à l’évaluation de l’invalidité des assurés exerçant une activité lucrative. Cette disposition prévoit que, pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré. b) Lorsqu'il s'agit d'examiner dans quelle mesure un assuré peut encore exploiter économiquement sa capacité de travail résiduelle sur le marché du travail entrant en considération pour lui, on ne saurait subordonner la concrétisation des possibilités de travail et des perspectives de gain à des exigences excessives.”
Die drei-Monatsfrist für Berücksichtigung von Verschlechterungen wurde hier streng angewandt; ein einmonatiger Rückfall bleibt unberücksichtigt.
“November 2019, die Beschwerde sei dahingehend teilweise gutzuheissen, dass festzustellen sei, dass vom 1. November 2015 bis 8. November 2018 ein Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe (befristete Rente). Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen. In der Begründung gab sie an, aus dem Gutachten gehe sowohl für die angestammte als auch für eine adaptierte Tätigkeit eine 80% Arbeitsfähigkeit hervor. Weiter sehe die Beschwerdeführerin sich als nicht arbeitsfähig. Daher könnten Eingliederungsmassnahmen die Erwerbsfähigkeit nicht verbessern. Bezüglich der befristeten Rente führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der potentielle Rentenbeginn der 1. November 2015 sei. Ab dem potentiellen Rentenbeginn bis 2. Januar 2017 habe gemäss dem Gutachten eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Diese 50%ige Arbeitsunfähigkeit ergebe bei einem Valideneinkommen von Fr. 53'793.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'896.50 eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'896.50 und somit einen IV-Grad von 48%. Vom 2. Januar bis 11. Februar 2017 sei es zu einer Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Gemäss Art. 88a IVV werde eine solche Verschlechterung nur berücksichtigt, wenn sie drei Monate angedauert habe (mit Verweis auf das Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSHI], Rz. 4015 ff.). Dies sei vorliegend nicht der Fall; da die Verschlechterung nur einen Monat gedauert habe, sei sie nicht zu berücksichtigen. Anschliessend sei es zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen, womit bis zum Begutachtungszeitpunkt nur noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Aus dem Gutachten werde nicht ersichtlich, wann diese Verbesserung genau eingetreten sei. Daher werde die Rente gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der Begutachtung herabgesetzt bzw. aufgehoben. Demnach bestehe ab November 2015 bis November 2018 (Begutachtungszeitpunkt) ein Anspruch auf eine Viertelsrente. In der Replik vom 28. April 2020 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen festhalten (act. G 12). Zur Begründung führte sie ergänzend aus, der Beschwerdegegnerin sei ein Rechenfehler unterlaufen.”
Bei verspäteter Neuanmeldung ist eine Verbesserung erst ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, von dem an ein Leistungsanspruch trotz Fristversäumnis entstehen kann (unter Beachtung der Sechsmonatsfrist). Unabhängig davon gilt die in Art. 88a Abs. 1 IVV verankerte Voraussetzung, dass eine Verbesserung erst dann massgeblich wird, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
“De plus, les difficultés en français ne sont pas pertinentes pour une activité simple et répétitive d’un niveau de compétences 1 de la table TA1_skill_level (TF 8C_608/2021 du 26 avril 2022 consid. 4.3.4 et les références). cc) S’agissant enfin du « long éloignement du marché du travail », il n’est, de jurisprudence constante, pas un facteur d’abattement, si bien qu’il n’y a pas lieu d’en tenir compte (TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6.3 et les références ; 9C_55/2018 du 30 mai 2018 consid. 4.3 ; 9C_17/2018 du 17 avril 2018 consid. 4.3 et les références). dd) Dans la mesure où les Drs A.M.________ et A.P.________ ont déjà tenu compte des limitations fonctionnelles dans le cadre de l’évaluation de la capacité de travail (p. 9, ch. 4.1) et qu’aucun autre facteur ne peut être pris en considération, une réduction ne se justifie en définitive pas (TF I 16/05 du 13 mars 2006 consid. 6.3 ; TFA U 511/00 du 28 février 2001 consid. 3.b). c) Cela étant, le recourant a présenté une aggravation de son état de santé justifiant une révision de la dernière décision au fond du 7 novembre 2013 dès le mois de mai 2018. Le droit à une demi-rente de l’assurance-invalidité (art. 88a al. 1 RAI ; art. 28 al. 2 LAI) ne prend cependant naissance qu’à l’échéance du délai de six mois à compter du dépôt tardif de sa nouvelle demande de prestations de l’assurance-invalidité le 27 septembre 2019 (art. 29 al. 1 LAI), à savoir le 1er mars 2020. 15. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision litigieuse réformée en ce sens que le recourant a droit à une demi-rente d’invalidité dès le 1er mai 2020, fondée sur un degré d’invalidité de 50 %. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil qu’il convient d’arrêter à 1'500 fr., débours et TVA compris, et de mettre à la charge de la partie intimée (art.”
“Nicht gefolgt werden kann der IV-Stelle, soweit sie für den Einkommensvergleich bereits ab August 2018 von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % in der angestammten und in behinderungsangepassten Tätigkeiten ausgeht (Urk. 8/77/1). Da eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV zu berücksichtigen ist, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, ist ab August 2018 die zuvor drei Monate lang von Mai bis Juli 2018 bestandene 70%ige Arbeitsunfähigkeit massgeblich. Die im August 2018 eingetretene 50%ige Arbeitsfähigkeit ist erst ab November 2018 wirksam. Ferner durfte die IV-Stelle das Invalideneinkommen ab August 2018 nicht einfach in der Weise ermitteln, dass das Valideneinkommen für ein 100 %-Pensum entsprechend der Arbeitsunfähigkeit in Prozenten reduziert wird (Urk. 8/77/1). Vielmehr muss das Invalideneinkommen ziffernmässig möglichst genau bestimmt werden (vgl. vorstehend E. 1.4). Die Beschwerdeführerin trat ihre neue 50%ige Stelle bei der B.___ AG im August 2018 an (Urk. 8/61/4), was für sich genommen ebenfalls eine revisionsrechtlich erhebliche Sachverhaltsänderung darstellt (vgl. dazu Art. 31 IVG in der bis 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung). Zuvor hatte sie letztmals im Jahr 2015 gearbeitet.”
Eine einmal gestützte Feststellung andauernder (rentenerheblicher) Arbeitsunfähigkeit — etwa in Höhe von 50% — kann auch für Zeiten nach Ausstellung einer OSME‑Bescheinigung beibehalten werden. Solche Feststellungen stützen sich auf die Erfüllung des Dauerheitskriteriums von Art. 88a Abs. 2 IVV.
“S. 2; 67 S. 3), womit in Bezug auf die seit der OSME bescheinigte gänzliche Arbeitsunfähigkeit mit Blick auf Art. 88a Abs. 2 IVV keine revisionsrelevante Verschlechterung (vgl. E. 2.4 vorne) erstellt ist. Damit gilt die bis Ende Februar 2019 massgebliche 50%ige Arbeitsunfähigkeit auch für die Zeit ab der OSME bis Ende September”
“Mit der Beschwerdegegnerin und entsprechend den Angaben des RAD-Arztes (Urk. 6/333/9) ist daher erst ab der Erstdiagnose einer Psoriasis Arthritis im Mai 2017 eine andauernde rentenerhebliche Veränderung (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) mit einer 50%iger Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit anzunehmen. Bezüglich der Zeit ab Mai 2017 ist der Sachverhalt unbestritten und es erübrigen sich angesichts der einheitlichen medizinischen Aktenlage, namentlich der hiervor zitierten Berichte von Dr. K.___ und Dr. M.___ sowie der nachvollziehbaren RAD-Stellungnahme hierzu, weitere Ausführungen.”
Bei Beurteilung einer anspruchsbeeinflussenden Änderung ist Art. 88a IVV massgeblich: Eine Verbesserung ist für Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung nur dann zu berücksichtigen, wenn sie so einzuschätzen ist, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird, jedenfalls sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Bei der rückwirkenden Zusprechung abgestufter oder zeitlich begrenzter Renten gelten – wie die Rechtsprechung betont – als Vergleichszeitpunkte der Beginn des Rentenanspruchs und der Zeitpunkt der Änderung; die Feststellungen zur Änderung müssen sich auf den Zeitraum zwischen dem Entstehungszeitpunkt des Anspruchs und dem Zeitpunkt der Änderung beziehen und nach Art. 88a IVV bestimmt werden.
“La valeur probante d’une expertise réalisée dans le cadre de la révision du droit à la rente dépend donc essentiellement de la question de savoir si elle contient des explications suffisantes sur la mesure dans laquelle une modification de l’état de santé a eu lieu. Demeurent réservées les situations dans lesquelles il est évident que l’état de santé s’est modifié (arrêt du Tribunal fédéral 8C_385/2023 du 30 novembre 2023 consid. 4.2.3 et les références). L'octroi rétroactif d'une rente d'invalidité limitée dans le temps présuppose, en règle générale, l'existence de motifs de révision, c'est-à-dire un changement ayant une incidence sur le droit à la rente intervenu avant même que la décision de rente ne soit rendue (ATF 148 V 321 consid. 7.3.1 ; 145 V 215 V 215 consid. 8.2 ; 145 V 209 consid. 5.3). Dans le cas de l’octroi rétroactif d’une rente temporaire ou échelonnée, les bases de comparaison déterminantes sont, d'une part, la date du début du droit à la rente et, d'autre part, la date de la modification du droit à la rente compte tenu du délai de trois mois de l'art. 88a RAI (arrêt du Tribunal fédéral 8C_51/2024 du 2 juillet 2024 consid. 2.4 et les références). 7. Pour pouvoir calculer le degré d’invalidité, l’administration (ou le juge, s’il y a eu un recours) a besoin de documents qu’un médecin, éventuellement d’autres spécialistes, doivent lui fournir. La tâche du médecin consiste à porter un jugement sur l’état de santé et à indiquer dans quelle mesure et pour quelles activités l’assuré est, à ce motif, incapable de travailler (ATF 140 V 193 consid. 3.2 et les références ; 125 V 256 consid. 4 et les références). En outre, les données médicales constituent un élément utile pour déterminer quels travaux on peut encore, raisonnablement, exiger de l’assuré (ATF 125 V 256 consid. 4 et les références). Selon le principe de libre appréciation des preuves, pleinement valable en procédure judiciaire de recours dans le domaine des assurances sociales (art. 61 let. c LPGA), le juge n'est pas lié par des règles formelles, mais doit examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider si les documents à disposition permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
“On rappellera que le bien-fondé d'une décision d'octroi, à titre rétroactif, d'une rente échelonnée dans le temps, doit être examiné à la lumière des conditions de révision du droit aux prestations durables (cf. art. 17 LPGA; art. 88a RAI; ATF 133 V 263 consid. 6.1; 131 V 164 consid. 2.2; 125 V 413 consid. 2d et les références).”
“L'art. 17 LPGA s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). L’art. 88bis RAI n'est en revanche pas applicable dans cette éventualité, du moment que l'on ne se trouve pas en présence d'une révision de la rente au sens strict (ATF 125 V 413 consid. 2d ; TF 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.2 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. Conformément à l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable.”
“1 LAI, voir ATF 142 V 547 consid. 3.2). L'art. 29 al. 3 LAI précise que la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. 7. Selon la jurisprudence, lorsqu'une décision accorde pour la première fois une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit sa suppression, réduction et/ou augmentation, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêts du TF 8C _71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié in : ATF 137 V 369 ; voir également Margrit Moser Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire Romand, 2018, n° 9 ad art. 17 ; ATF 141 V 9 consid. 2.3 ; 130 V 343 consid. 3.5 ; sur les situations à comparer, voir ATF 133 V 108 consid. 5). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 417 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32), dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. Selon son alinéa 2, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable.”
“Aus dem pneumologischen Teilgutachten ergibt sich, dass die Verständigung auf Hochdeutsch weitestgehend problemlos war (vgl. IV-Akte 179, S. 40). Gleiches lässt sich auch dem rheumatologischen Teilgutachten (vgl. IV-Akte 179, S. 52) und im Ergebnis dem psychiatrischen Teilgutachten entnehmen (vgl. IV-Akte 179, S. 76). 8.7.4. Unter Berücksichtigung der Aspekte "Leiden", "Teilzeit" und "Aufenthaltskategorie" erscheint die Vornahme eines 15%igen Abzuges vom Tabellenlohn als angemessen. Dies führt zu einem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 28'080.-- (Fr. 33'036.50 x 0.85). 8.8. Aufgrund des Vergleiches des Valideneinkommens von Fr. 68'640.--; vgl. Erwägung 6.4.4. hiervor) mit dem Invalideneinkommen von Fr. 28'080.-- resultiert per März 2022 ein IV-Grad von 59 %. Dies führt zu einer entsprechenden Herabsetzung der ganzen Rente. 8.9. 8.9.1. Wie bereits dargetan wurde, hat der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2019 Anspruch auf eine ganze Rente. Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Art. 17 Abs. 1 ATSG und Art. 88a IVV über die Änderung des Leistungsanspruchs bei einer Verbesserung oder Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1). 8.9.2. Gemäss Art. 88a Abs. 1 erster Satz IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (zweiter Satz der genannten Verordnungsbestimmung). Das Bundesgericht wendet in der Regel den zweiten Satz von Art. 88a Abs. 1 IVV an und gewährt die bisherige Rente drei Monate über die Veränderung des Gesundheitszustandes hinaus. Ist aufgrund eines medizinischen Gutachtens überwiegend wahrscheinlich, dass sich der Gesundheitszustand verbessert hat, nicht aber ersichtlich, wann diese Besserung eingetreten ist, kann es sich jedoch rechtfertigen, die Rente bereits auf den Zeitpunkt der Begutachtung hin herabzusetzen oder aufzuheben (vgl.”
Bei der Dreimonatsgrenze entscheidet die voraussichtliche Dauer der Leistungsverbesserung, nicht die Stabilisierung nach LAA.
“Il a été vu ci-dessus (consid. 4.2) que, pour déterminer à quel moment le droit à une rente doit être supprimé ou réduit en raison d’une amélioration de la capacité de gain, il s’agit de déterminer à partir de quand cette amélioration revêt un caractère durable. A cet égard, l’art. 88a RAI prévoit que tel est le cas en principe lorsqu’elle a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre (voir également Moser-Szeless in Commentaire romand LPGA, 2018, art. 17 n. 33). Il en résulte que le moment déterminant pour la suppression, respectivement la réduction du droit à la rente est celui à partir duquel l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable. Or, contrairement à ce que semble prétendre le recourant, ce moment doit être clairement distingué de celui de la relative stabilisation de l’état de santé, au sens de l’art. 19 de la loi du 20 mars 1981 sur l'assurance-accidents (LAA; RS 832.20), notion spécifique à l’assurance-accidents qui sert à délimiter, d’un point de vue temporel, le droit au traitement médical et à l’indemnité journalière d’une part, et le droit à la rente d’invalidité et à l’indemnité pour atteinte à l’intégrité, d’autre part (voir arrêt TF U 305/03 du 31 août 2004 consid. 4.1 et ATF 134 V 109 consid.”
Art. 88a Abs. 2 IVV findet nach der Rechtsprechung dann keine Anwendung, wenn für die bisherige Tätigkeit bereits eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Ausprägung besteht. In einer solchen Konstellation entsteht bei einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes – vorbehaltlich sonstiger Voraussetzungen – ein Rentenanspruch, sobald die Invalidität mindestens 40 % beträgt.
“%), womit die Versicherte ab diesem Zeitpunkt Anspruch auf eine Viertelsrente hat (vgl. E. 2.4 hiervor), gelangt doch Art. 88a Abs. 2 IVV in Fällen, wo in der bisherigen Tätigkeit – wie vorliegend – eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Ausprägung besteht und vorerst mit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann bzw. könnte, nicht zur Anwendung. Vielmehr entsteht bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes ein Rentenanspruch, sobald die Invalidität mindestens 40 % beträgt (Entscheide des BGer vom 12. August 2022, 8C_243/2022, E. 3.2, und vom 28. September 2020, 9C_352/2020, E. 4.1). Aufgrund der Statusänderung ab Mai 2019 resultiert ab diesem Zeitpunkt ein Invaliditätsgrad von gerundet 57 % (53.41 % +”
“Gemäss dieser Bestimmung ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Ebenso ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Besteht für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Ausprägung, während vorerst mit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann oder könnte, so entsteht – unter Vorbehalt anderer Voraussetzungen (vgl. insbesondere Art. 29 Abs. 1 IVG) – bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes ein Rentenanspruch, sobald die Invalidität mindestens 40 % beträgt. In einer solchen Konstellation gelangt die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zur Anwendung (Urteil BGer 8C_243/2022 vom 12. August 2022 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil BGer 9C_352/2020 vom 28. September 2020 E. 4.2 mit Hinweis).”
Kurzfristige Verschlechterungen oder vorübergehende vollständige Arbeitsunfähigkeiten, die nicht ohne wesentliche Unterbrechung mindestens drei Monate dauern, bleiben bei der Bemessung der Invalidität unberücksichtigt (Art. 88a Abs. 2 IVV).
“Selbstredend lässt sich daraus jedoch nicht schliessen, für die Zeit davor gelte ohne weiteres die seitens des Dr. med. K.________ bescheinigte höhere Arbeitsunfähigkeit (act. ll 283; Beschwerde S. 8 Ziff. II lit. B Ziff. 5, S. 10 Ziff. II lit. B Ziff. 7). Die Beschwerdegegnerin wies in der angefochtenen Verfügung vom 22. März 2024 (act. IIA 332) zutreffend darauf hin, dass die Sachverständigen insoweit eine retrospektive Beurteilung vornahmen, als sie angaben, der somatische Gesundheitszustand und die diesbezügliche Arbeitsunfähigkeit seien seit 2015 unverändert (act. IIA 305.1/7 Ziff. 1). Die geltend gemachte Gesundheitsverschlechterung nach dem Verdrehen des Handgelenks am 23. Januar 2024 (d.h. vier Wochen vor dem MRI vom 26. März 2024 [Akten der Beschwerdeführerin {act. I} 3; Beschwerde S. 13 f. Ziff. II lit. B Ziff. 9]) liegt innerhalb des gerichtlichen Überprüfungshorizonts (massgebender Zeitpunkt ist die angefochtene Verfügung vom 22. März. 2024) und – entgegen der Argumentation der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 5) – Art. 88a Abs. 2 IVV ist nicht anwendbar (vgl. Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 N. 36; Replik S. 1). Bildgebend wurde jedoch eine signifikante Bandläsion oder Sehnenentfernung ausgeschlossen und lediglich im Befund eine distale radioulnare Arthrose rechts erwähnt (act. I 3). Damit besteht höchstens eine Situation wie am linken Handgelenk. Gemäss dem orthopädischen Gutachter betrifft die Einschränkung hinsichtlich repetitiver Belastungen der linken Hand nur die angestammte Tätigkeit (act. IIA 305.2/9 Ziff. 8.1), während das Zumutbarkeitsprofil für leidensadaptierte Verrichtungen bezüglich der oberen Extremitäten seitenunabhängig formuliert wurde, mithin wurden allfällige Einschränkungen an beiden Handgelenken durch die Beschränkung auf leicht- bis maximal mittelgradig körperlich belastende Arbeiten (act. IIA 305.1/5 f. Ziff.”
“a) A la suite de l’arrêt de renvoi du Tribunal fédéral, l’OAI a repris l’instruction de la cause, et a mis en œuvre une évaluation destinée à déterminer le statut de la recourante. Il résulte de cette enquête que la recourante présentait un statut de 30 % active et de 70 % ménagère jusqu’au 29 février 2020, puis de 60 % active et de 40 % ménagère dès le 1er mars 2020, ce que l’intéressée ne conteste pas. Dans son écriture du 30 juin 2023, la recourante se plaint que les troubles qu’elle présente à son épaule droite réduisent considérablement ses possibilités d’effectuer les tâches du quotidien et qu’elle n’était plus en mesure d’effectuer les tâches qui nécessitent l’utilisation de son bras droit tel que notamment tous les travaux de nettoyage, les courses, la lessive ou le repassage. Ce moyen doit cependant être rejeté dès lors que la décision contestée a été rendue le 21 novembre 2022, près de deux mois après l’apparition de ces troubles suite à la chute survenue le 28 septembre 2022, à savoir une durée de moins de trois mois, insuffisante pour en tenir compte dans le cadre de la présente procédure (art. 88a al. 2 RAI ; comp. consid. 7c/bb ci-dessus). Dans le cadre de son recours, il y a lieu de constater que la recourante ne remet plus en cause le taux d’empêchement ménager retenu par l’enquêteur dans l’exécution des tâches du ménage (24,9 %) qu’elle contestait dans le cadre de la procédure d’audition (cf. rapport du 21 juillet 2022 du Dr N.________ et la motivation accompagnant la décision attaquée du 21 novembre 2022). b) Pour le surplus, l’OAI a produit avec son écriture du 10 août 2023 une communication interne de la REA du 26 juillet 2023, accompagnée du calcul du salaire exigible, si bien que l’argumentation de la recourante quant à l’absence de détermination des revenus avec et sans invalidité ne peut être suivie. En l’occurrence, il y a lieu de calculer le degré d’invalidité présenté par la recourante dès le mois de janvier 2019, soit une année après le début de l’incapacité de travail (art. 28 al. 1 LAI) et d’appliquer la méthode mixte d’évaluation de l’invalidité (consid. 4b et c ci-dessus).”
“Anschliessend lag ab August 2021 aufgrund der bereits im Mai 2021 abgeschlossenen somatischen Behandlung und der Stabilisierung des psychischen Gesundheitszustandes eine Arbeitsfähigkeit von 50 % vor (vgl. AB 290/6). Hierzu bestehen keine massgeblichen Diskrepanzen in den medizinischen Akten. Die am 22. November 2022 (ohne Bezug zum Unfall [vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Januar 2023, UV/2022/697]) erfolgte Operation der rechten Schulter vermag keine anspruchsrelevante nachträgliche Veränderung des Gesundheitszustandes zu begründen. Denn sie hatte lediglich eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit vom 22. November 2022 bis zum 31. Januar 2023 zur Folge (AB 333/3) – eine Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit wurde (auch von den behandelnden Ärzten) nicht bescheinigt (vgl. AB 335) – und die Beschwerdeführerin trat per 1. Februar 2023 eine Stelle als … in einem 40 %-Pensum an (vgl. AB 336/2 f.). Mangels einer Verschlechterung des (somatischen) Gesundheitszustandes von mindestens drei Monaten (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV [siehe dazu vorne E. 2.6.2]), kommt der Schulteroperation – wie auch der zuvor erfolgten Operation vom 12. Mai 2022 mit konsekutiver vollständiger Arbeitsunfähigkeit bis zum 13. Juli 2022 (vgl. AB 301/3 f., 302/1 f.) mit anschliessender Reduktion wieder auf 50 % (AB 311/1) – für den hier zu beurteilenden Rentenanspruch keine massgebende Bedeutung zu. Sie ist demzufolge auch nicht geeignet, die RAD-ärztliche Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (AB 290/6) in Frage zu stellen. Die Beweiskraft der verwaltungsinternen versicherungsmedizinischen Beurteilung ist zwischen den Parteien denn auch zu Recht unbestritten geblieben.”
“Es ist daher - unter Ausklammerung der für die Invaliditätsbemessung irrelevanten, da nicht länger als drei Monate dauernden Perioden mit einer höheren Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV sowie vorstehend E. 1.4) - für den Zeitraum vom 1. Oktober 2016 bis zum 23. September 2018 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit und ab dem 24. September 2018 wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen (vgl. E. 5.9). Es bleiben die erwerblichen Auswirkungen zu prüfen.”
“AB 52, 64, 132, 210) und machte im September 2019 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend (vgl. AB 223). Aufgrund der von September 2019 bis Februar 2020 bestehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit ist per Dezember 2019 ein erster Einkommensvergleich vorzunehmen (Art. 88a Abs. 2 IVV). Ab März 2020 bestand eine verbesserte Arbeitsfähigkeit von 25 % und ab April 2020 eine solche von 50 %. Die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit von 25 % ist auch in der Verbesserung von 50 % enthalten und wäre somit grundsätzlich per Juni 2020 zu berücksichtigen (entsprechend Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. E. 2.6 hiervor). Sie ist jedoch zu geringfügig, als dass sie geeignet wäre, den Rentenanspruch zu beeinflussen. Somit erübrigt sich ein Einkommensvergleich per Juni 2020 und es ist erst per Juli 2020 ein solcher vorzunehmen. Was die infolge somatischer Beschwerden attestierte kurzzeitigen 100%igen Arbeitsunfähigkeiten vom 27. Oktober bis 1. November 2020 (AB 326 S. 7) und vom 23. November bis 6. Dezember 2020 (AB 324 S. 3) betrifft, sind diese nicht geeignet, den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Per 1. April 2021 fand die Beschwerdeführerin mit Unterstützung der Beschwerdegegnerin eine Festanstellung als ... an der C.________ (vgl. AB 333 S. 2, 356), weshalb per Juli 2021 hin abermals ein Einkommensvergleich vorzunehmen ist (vgl. E. 2.5.1 hiervor).”
“2), la recourante ayant du reste déclaré qu'elle aurait travaillé à 100% si elle n'avait pas subi d'atteinte à la santé (dos. AI 9/1). A cette date, la condition de l'art. 28 al. 1 let. c LAI n'était toutefois pas remplie (voir c. 6.5). Ce n'est que le 23 mai 2019 que le degré d'invalidité (de 100%) a dépassé le taux de 40% exigé par cette disposition. Il ne s'agit donc pas d'une reprise ou d'une aggravation de l'invalidité (voir art. 88a al. 2 RAI). En effet, aucun droit à la rente n'est né à l'issue du délai d'attente et du délai de carence, si bien que l'art. 88a RAI ne s'applique pas (TF 8C_623/2020 du 2 août 2021 c. 4.2). Partant, un droit à la rente ne pouvait naître qu'à compter de mai 2019 (voir art. 29 al. 3 LAI). La modification du taux d'invalidité ne pouvait en outre entraîner une modification du droit que trois mois après le 23 novembre 2019 (ATF 133 V 263 c. 6.1; SVR 2020 IV n° 70 c. 4.2.2), soit fin février 2020. En revanche, puisque l'opération du 29 mai 2020 consacre une aggravation de l'invalidité, mais qu'elle n'a duré que six semaines, elle n'entraîne pas une modification de ce droit (art. 88a al. 2 RAI). 6.2 6.2.1 Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s'effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité. Dans la mesure où ces revenus ne peuvent être chiffrés exactement, ils doivent être estimés d'après les éléments connus dans le cas particulier, après quoi l'on compare entre elles les valeurs approximatives ainsi obtenues (méthode générale de comparaison des revenus; ATF 128 V 29 c. 1, 104 V 135 c. 2b). 6.2.2 Pour déterminer le revenu sans invalidité (revenu de valide; art. 16 LPGA), il faut se fonder sur le revenu que la personne assurée aurait effectivement pu réaliser selon un degré de vraisemblance prépondérante sans atteinte à la santé, au moment du début potentiel du droit à la rente (ATF 134 V 322 c.”
Art. 88a IVV/88bis RAI ist auch auf Rentenkürzungen bei gestaffelten Renten anwendbar, nicht nur auf formelle Revisionen; bei der Festsetzung des Invaliditätsgrades sind medizinische Unterlagen und die freie Beweiswürdigung massgebend.
“88bis RAI n'est pas applicable à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif (TF 9C_333/2015 du 17 juillet 2015 consid. 2.3), du moment que l'on ne se trouve pas en présence d'une révision de la rente au sens strict (TF 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.2 et les références citées). b) Dans le cas particulier, la recourante a préalablement argué, à l’appui de sa demande de mesures superprovisionnelles, que la décision du 29 mars 2019 était illicite dans la mesure où l’intimé aurait dû faire application de l’art. 88bis al. 2 let. a RAI pour supprimer le droit à la rente et que, corrélativement, dite prestation aurait en tous les cas dû lui être versée jusqu’au 31 mai 2019 (cf. mémoire de recours du 15 avril 2019 p. 11 et déterminations du 30 avril 2019). Or il découle de ce qui précède que la disposition invoquée par l’intéressée n’est pas applicable in casu et que sur le principe, dans le contexte d’une rente échelonnée dans le temps, l’OAI était fondé à faire application de l’art. 88a RAI à l’égard d’une réduction de rente. Sur ce plan, la décision attaquée n’est donc pas contraire au droit. 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent une base importante pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigible de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid. 5.1). Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le tribunal apprécie librement les preuves médicales qu'il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse.”
Ist der Beschäftigungsstatus oder das Ausmass der Erwerbstätigkeit (z. B. Teilzeitarbeit) unklar, ist vor einer Herabsetzung der Leistung eine vertiefte Abklärung vorzunehmen. Gegebenenfalls ist eine wirtschaftliche Haushaltsprüfung durchzuführen und die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung anzuwenden, sofern sich aus der Untersuchung ergibt, dass diese Methode anzuwenden ist.
“Cela étant, il n’est pas exclu que le degré d’invalidité doive être calculé selon la méthode mixte d’évaluation applicable aux personnes exerçant une activité lucrative à temps partiel. En l’état, le dossier ne permet toutefois pas de se prononcer en toute connaissance de cause. Aussi convient-il de renvoyer la cause à l’intimé afin qu’il examine plus en détail la question du statut de la recourante, respectivement la question de l’exercice d’une activité accessoire et qu’il mette en œuvre, le cas échéant, une enquête économique sur le ménage. d) Pour autant, les questions du statut de la recourante et de l’exercice d’une activité accessoire peuvent cependant rester ouvertes s’agissant de la période du 20 avril 2019 au 31 janvier 2021. En effet, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 LAI), l’application de la méthode mixte d’évaluation de l’invalidité aboutit quoi qu’il en soit à un degré d’invalidité de 70 % qui ouvre le droit à une rente entière (art. 28 al. 2 LAI) dès le 1er avril 2020 jusqu’au 31 janvier 2021 à tout le moins (art. 88a al. 1 RAI). 10. a) La recourante requiert la prise en charge par l’intimé des frais d’établissement du rapport du 29 septembre 2021 du Dr B.________ pour un montant de 3'500 francs. b) Aux termes de l'art. 45 al. 1 LPGA, les frais de l’instruction sont pris en charge par l'assureur qui a ordonné les mesures; à défaut, l’assureur rembourse les frais occasionnés par les mesures indispensables à l'appréciation du cas ou comprises dans les prestations accordées ultérieurement. Selon la jurisprudence, les frais d’expertise font partie des frais de procédure (TF 8C_61/2016 du 19 décembre 2016 consid. 6.1 et les arrêts cités, in SVR 2017 n° 19 p. 63). Les frais d’expertise privée peuvent être inclus dans les dépens mis à la charge de l’assureur social lorsque cette expertise était nécessaire à la résolution du litige (ATF 115 V 62 consid. 5c ; TF 8C_89/2020 du 4 décembre 2020 consid. 6.2 ; 8C_61/2016 précité consid. 6.1 in fine ; 8C_354/2015 du 13 octobre 2015 consid. 6.1 et les arrêts cités, in SVR UV n° 24 p.”
Bei stufenweiser Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist eine Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung frühestens nach Ablauf der in Art. 88a Abs. 1 IVV genannten Frist zu berücksichtigen. Die Verbesserung wird ab dem Zeitpunkt berücksichtigt, ab dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; jedenfalls ist sie zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Anwendungsfälle in den zitierten Entscheiden mit gestaffelten Pensumszunahmen).
“Danach ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder die Aufhebung einer Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Entsprechend sieht auch das massgebende Kreisschreiben vor, dass bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit eine Wartefrist von drei Monaten zu berücksichtigen ist (Rz. 5504 KSIR mit Hinweis). Eine Rente ist bei Wegfall der Invalidität daher erst nach Ablauf von drei Monaten seit Eintritt der anspruchserheblichen Verbesserung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a). Vorliegend ist aufgrund der Akten erstellt, dass die Versicherte ihre Arbeit ab März 2022 zunächst im Umfang von 25% und sodann ab Juni 2022 im Umfang von 50% ihres ursprünglich als valide Person ausgeübten Teilzeitpensums wieder aufgenommen hat (IV-Dok 76, S. 5; IV-Dok 60). Diese Verbesserung ist entsprechend der Regelung in Art. 88a Abs. 1 IVV erst ab Juni 2022 bzw. ab September 2022 zu berücksichtigen. Der Versicherten steht damit bis Ende Mai 2022 noch eine Dreiviertelrente der IV und bis Ende August 2022 noch eine solche im Umfang von 51% zu.”
“Contrairement à ce qui figure dans la décision attaquée, un nouveau délai de carence n’est pas nécessaire en l’occurrence puisque la condition de l’art. 28 al. 1 let. b LAI était déjà remplie en date du 21 novembre 2019 et que la péjoration de l’état de santé provient de la même atteinte à la santé. C’est également de manière erronée que l’OAI fait référence à une « invalidité moyenne » qui permet d’arriver à un degré d’invalidité « d’au moins 40 % ». La capacité de gain du recourant à partir du 17 juin 2020 était nulle si bien que son degré d’invalidité était alors de 100 %. Ce dernier a par conséquent droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er septembre 2020. b) C’est à juste titre que l’OAI l’a ensuite mis au bénéfice d’une demi-rente d’invalidité à compter du 1er décembre 2020. Le recourant a en effet retrouvé une capacité de travail de 50 % auprès de son employeur dès le 17 août 2020, correspondant à un taux d’invalidité de 50 %, et qui vient diminuer son droit à la rente trois mois plus tard, en application de l’art. 88a al. 1 RAI. A toutes fins utiles, on peut relever que l’OAI n’a pas calculé le degré d’invalidité présenté à cette période par le recourant dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles, exigible à 50 % selon l’avis du SMR du 6 mars 2023, cette exigibilité n’ayant été déterminée qu’après que la décision attaquée a été rendue. c) La capacité de gain du recourant a continué à s’améliorer et il a pu augmenter son taux de présence à 70 % dès le 5 octobre 2020, ce qui a fait passer son taux d’invalidité à 30 %. Ce taux étant inférieur au seuil de 40 %, c’est à juste titre que l’OAI a constaté qu’il conduisait à la suppression du droit à la rente trois mois plus tard (88a al. 1 RAI), soit dès le 1er janvier 2021. A nouveau, dans sa décision, l’OAI n’a pas calculé le degré d’invalidité du recourant dans une activité adaptée à 70 % pour cette période puisque l’exigibilité d’une telle activité n’a été décidée par le SMR qu’ultérieurement, dans son avis du 6 mars 2023. d) Comme vu ci-dessus (consid.”
“Sind indessen Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1). Die Beschwerdeführerin kann die angestammte Tätigkeit weiterhin ausüben, und zwar im Dezember 2018 in einem Pensum von 50 %. Entsprechend ergibt sich für den Erwerbsbereich ab Dezember 2018 ein Invaliditätsgrad von 50 % bzw. gewichtet von 25 %. Ab dem Zeitpunkt der Begutachtung, das heisst Ende Oktober 2019 (Urk. 10/100/3), war der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit zu 70 % zumutbar, woraus sich ein Invaliditätsgrad von 30 % bzw. gewichtet von 15 % ergibt. Diese Verbesserung ist ab Februar 2020 zu berücksichtigen (Art. 88a Abs. 1 IVV; vgl. Urteile des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3 und I 792/06 vom 26. September 2007 E. 8.2).”
Bei fehlenden Anhaltspunkten für >3 Monate Arbeitsunfähigkeit kann ein Rentenanspruch jederzeit verneint werden.
“Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass sich aus den Akten keine Hinweise für eine höhergradige, mehr als dreimonatige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 88a IVV) ergebe, weshalb zu keinem Zeitpunkt ein Rentenanspruch bestanden habe, verletzt kein Bundesrecht. Der vorinstanzliche Verzicht auf weitere Abklärungen erfolgte somit in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweis; 124 V 90 E. 4b) und damit ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Mit diesem Ergebnis hat das kantonale Gericht eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts seit Erlass der rentenverneinenden Verfügung vom 27. Mai 2015 implizit verneint.”
Herab- und Erhöhungen sind jeweils erst nach dreimonatiger Dauer zu berücksichtigen.
“Insbesondere ist ohne Weiteres nachvollziehbar, dass im Zusammenhang mit den operativen Eingriffen davor, währenddessen und postoperativ während der Rekonvaleszenz eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bestand. Der Invaliditätsgrad von 100 % kann bei dieser Ausgangslage mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit ohne Einkommensvergleich bestimmt werden (Prozentvergleich; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_271/2018 vom 19. März 2019 E. 3.1), was den Anspruch auf eine ganze Rente begründet (Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Beschwerdegegnerin hat zudem bei der erstmaligen Erhöhung der ursprünglichen halben auf eine ganze Rente unstrittig und zutreffend berücksichtigt, dass das Revisionsgesuch im April 2015 gestellt wurde (Urk. 9/55) und daher die Erhöhung in Anwendung von Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV (erst) ab dem 1. April 2015 vorzunehmen ist. Ebenfalls korrekt und unstrittig ist, dass die darauffolgende Herabsetzung auf eine halbe Rente und die zweite Erhöhung auf eine ganze Rente nach Art. 88a IVV jeweils nach einer Dauer von drei Monaten zu berücksichtigen ist. Die mit Verfügung vom 24. August 2020 umgesetzte und nicht beanstandete Rentenrevision mit ganzer Rente ab 1. April 2015, halber Rente ab 1. August 2016, ganzer Rente ab 1. November 2017 und halber Rente ab dem 1. August 2018 (Urk. 6) erfolgte somit rechtmässig.”
Der Anspruch auf eine befristete ganze Rente wird um die Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a IVV verlängert, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, sodass die Rente bis zum dadurch resultierenden neuen Enddatum weiterläuft.
“Quoi qu’il en soit, il ne parait pas nécessaire d’adapter ces deux revenus pour un nouveau calcul du taux d’invalidité. En effet, pour la période d’octroi d’une rente limitée dans le temps, celle-ci est entière. Quant à la période qui suit, même en tenant compte des menues adaptations proposées par le recourant, le taux d’invalidité n’excéderait à l’évidence pas les 40% minimaux requis. 12. Conclusion Il découle de tout ce qui précède que le recours est partiellement admis dans le sens de la reconnaissance d’un droit à une rente limitée dans le temps. Comme il a été dit, la capacité de travail de l’intéressé a été entièrement restreinte depuis l’intervention du 15 mars 2018 et jusqu’au 22 novembre 2019. Vu la durée de l’incapacité de travail (plus d’une année au sens de l’art. 28 LAI) et le délai d’attente de 6 mois depuis le dépôt de la nouvelle demande de prestations datant du 3 octobre 2018 (art. 29 LAI), le recourant a droit à une rente entière limitée du 3 avril 2019 jusqu’au 22 novembre 2019. A cela s’ajoute le délai de trois mois au sens de l’art. 88a RAI, de sorte que le droit à la rente doit être étendu jusqu’au 22 février 2020. 13. Frais, indemnité de partie et assistance judiciaire 13.1. Vu l’admission partielle du recours, les frais de procédure, par CHF 800.-, sont en principe mis par moitié à la charge de l’OAI et par moitié à la charge du recourant. 13.2. Ce dernier ayant obtenu partiellement gain de cause, il a droit à une indemnité de partie partielle pour ses frais de défense. Par courrier du 20 avril 2020, la mandataire du recourante a déposé une liste de frais faisant état d’un total de 21.29 heures de travail au tarif de CHF 180.- par heure, soit un montant total de CHF 4'164.90 (TVA par CHF 297.90 comprise) auquel s’ajoutent des frais à hauteur de CHF 190.86. Le montant réclamé ne peut toutefois être approuvé, dès lors que le temps consacré à l'affaire (pas loin de 22 heures) dépasse ce qui est habituellement admis pour ce type de dossier. De plus, les problématiques soulevées méritaient certes d’être développées, mais pas au point de figurer dans un mémoire de recours de 26 pages, ce d’autant moins que le procès en matière d'assurance sociale est gouverné par la maxime inquisitoire (cf.”
Bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden. Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend (allseitig) zu prüfen; dabei besteht keine Bindung an frühere Beurteilungen.
“Rechtsprechungsgemäss sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV) bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anwendbar (BGE 145 V 209 E. 5.3; 133 V 263 E. 6.1; Urteil 9C_570/2022 vom 21. September 2023 E. 4.3).”
“Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).”
“Zu wiederholen ist, was folgt: Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen (BGE 141 V 9 E. 2.3). Eine bloss abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes stellt keine revisionsrechtlich relevante Änderung dar (BGE 147 V 161 E. 4.2). Liegt ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6). Diese Revisionsbestimmungen sind bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anwendbar (BGE 145 V 209 E. 5.3; 133 V 263 E. 6.1; Urteil 9C_542/2022 vom 15. November 2023 E. 2.2.2).”
“Die Rente wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV), wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert (vgl. auch BGE 134 V 131 E. 3). Nach der Rechtsprechung sind diese Revisionsbestimmungen bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anwendbar (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen).”
Fehlen zeitnahe medizinische (hier: psychiatrische) Berichte, kann eine frühere Verschlechterung bzw. ein früherer 100%-iger Arbeitsunfähigkeitsgrad nicht zuverlässig nachgewiesen werden. In einem solchen Fall liegt Beweislosigkeit vor; ihre rechtlichen Folgen trägt die Partei, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte, sodass ein rückwirkender Rentenanspruch nicht festgestellt wurde.
“So entsprach der psychische Gesundheitszustand der Versicherten im März 2018 im Wesentlichen immer noch demjenigen, den die asim-Gutachterin im September 2015 festgestellt hatte; d.h. die Versicherte war aufgrund der somatischen und psychischen Beeinträchtigungen zu 50 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Gemäss Dr. F. hat sich die psychische Situation seither derart verschlechtert, dass die Versicherte seit November 2020 keiner Erwerbstätigkeit mehr im ersten Arbeitsmarkt nachgehen kann. Aufgrund dieser Sachlage ist eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG hinreichend nachgewiesen. 6.4 Gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens von Dr. F. bringen weder die Versicherte noch die IV-Stelle Einwände hervor. Es besteht daher Einigkeit, dass die Versicherte über keine verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt verfügt. Dr. F. bestätigt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab November 2020. Demgemäss hat die Versicherte in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab 1. Februar 2021 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 6.5 Dem Vorbringen der Versicherten, wonach aus den medizinischen Unterlagen hervorgehe, dass sie schon zum Zeitpunkt des Gesuchs um Rentenerhöhung am 29. November 2018 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei und deshalb bereits ab 1. November 2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe, kann nicht gefolgt werden. Ein Blick in die Akten zeigt auf, dass seit dem Gesuch um Rentenerhöhung vom 29. November 2018 bis zum Aufenthalt in der Klinik H. vom 31. Oktober 2020 bis 11. November 2020 keine psychiatrischen oder psychotherapeutischen Berichte vorliegen. Die Versicherte macht auch nicht geltend, dass sie sich während des fraglichen Zeitraumes in einer entsprechenden Behandlung befunden habe. Mangels echtzeitlicher psychiatrischer Berichte ist es nicht möglich, zuverlässig zu beurteilen, ob vor dem Klinikaufenthalt bereits eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Es liegt somit Beweislosigkeit vor, deren Folgen im Sozialversicherungsrecht diejenige Partei zu tragen hat, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte (BGE 117 V 261 E.”
Bei 100%iger Arbeitsunfähigkeit endet die Befristung der ganzen Rente drei Monate nach Wiederherstellung des Leistungszeitraums.
“Das Gesagte führt hinsichtlich des Zeitraums nach Juni 2004 zu folgendem Rentenanspruch: Nach Ablauf des Wartejahres (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) am 3. Oktober 2004 bis am 19. März 2006 ist - wie hiervor ausgeführt (E. 4.2 und E. 4.3.2-3) - von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit auszugehen. Ein Einkommensvergleich erübrigt sich bei dieser Ausgangslage mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit (Prozentvergleich; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_271/2018 vom 19. März 2019 E. 3.1). Es ist somit ohne Weiteres auf eine 100%ige Erwerbseinbusse respektive einen Invaliditätsgrad von 100 % mit einem Anspruch des Beschwerdeführers auf eine vom 1. Oktober 2004 (Art. 29 Abs. 2 IVG) bis am 30. Juni 2006 (19. März 2006 plus drei Monate, Art. 88a IVV) befristete ganze Rente zu schliessen (Art. 28 Abs. 1 IVG; Bestimmungen je in der bis Ende 2007 gültig gewesen Fassung). Weil der Beschwerdeführer danach bis zu den beruflichen Massnahmen und den Taggeldleistungen ab Januar 2011 eingliederungsfähig war, entfällt ein Rentenanspruch während dieser Zeit (Urteil des Bundesgerichts 8C_312/2009 vom 1. Dezember 2009 E. 7).”
Bei erstmaliger rückwirkender Rentenzuerkennung ist die Dreimonatsfrist für Anpassungen analog anzuwenden.
“Toutefois, cette restriction n'est pas applicable lorsque la personne assurée est une ressortissante suisse ou d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un des Etats membres (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1 ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.5 Lorsque - comme en l'occurrence - une décision accorde pour la première fois une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit sa suppression, réduction et/ou augmentation, l'art. 17 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3371 ; FF 1999 IV 4168), s'applique par analogie. Il prévoit que si le taux d'invalidité de la bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (cf. ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 qui n'est pas publié dans les ATF 137 V 369 ; Margrit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). La date de la modification du droit est fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 417 consid. 2d ; TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, art. 31 n° 32). Son al. 1 stipule que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. L'al. 2 de la disposition prévoit que si la capacité de gain se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. L'art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie. 7. 7.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op.”
Bei Rückfall oder Verschlechterung derselben Gesundheitsstörung kann die dreimonatige Frist des Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zwingend neu zu laufen beginnen; die analoge Anwendung von Art. 29bis RAI kann in solchen Fällen eine frühere Berücksichtigung einer höheren Rente ermöglichen, sofern die für die höhere Rente massgeblichen Voraussetzungen aus früheren Zeiträumen bereits erfüllt sind.
“Comme cela ressort de la feuille d’examen du droit à la rente du 27 juin 2022, une nouvelle incapacité de travail de longue durée a débuté le 21 novembre 2018 à cause de l’opération effectuée à cette date. On constate, à l’instar de l’OAI, que le recourant a présenté une incapacité de travail moyenne de 55 % du 21 novembre 2018 au 20 novembre 2019, sans interruption notable, remplissant dès lors la condition du délai de carence d’une année de l’art. 28 al. 1 let. b LAI. Cela étant, le recourant n’a déposé sa demande de prestations à l’OAI que début octobre 2019, si bien qu’un éventuel droit à la rente ne pouvait s’ouvrir qu’au plus tôt six mois après, soit à partir du 1er avril 2020, en application de l’art. 29 al. 1 LAI. Or, à cette date, le recourant avait recouvré une capacité de travail de 80 % dans son emploi et ne présentait dès lors qu’un degré d’invalidité de 20 %, insuffisant pour donner droit à une rente de l’assurance-invalidité. Il s’est cependant retrouvé en totale incapacité de travail dès le 17 juin 2020 en raison d’une nouvelle intervention. Cette péjoration de sa capacité de gain conduit à l’octroi d’une rente d’invalidité trois mois plus tard, en application de l’art. 88a al. 2 RAI, soit à partir du 1er septembre 2020. Contrairement à ce qui figure dans la décision attaquée, un nouveau délai de carence n’est pas nécessaire en l’occurrence puisque la condition de l’art. 28 al. 1 let. b LAI était déjà remplie en date du 21 novembre 2019 et que la péjoration de l’état de santé provient de la même atteinte à la santé. C’est également de manière erronée que l’OAI fait référence à une « invalidité moyenne » qui permet d’arriver à un degré d’invalidité « d’au moins 40 % ». La capacité de gain du recourant à partir du 17 juin 2020 était nulle si bien que son degré d’invalidité était alors de 100 %. Ce dernier a par conséquent droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er septembre 2020. b) C’est à juste titre que l’OAI l’a ensuite mis au bénéfice d’une demi-rente d’invalidité à compter du 1er décembre 2020. Le recourant a en effet retrouvé une capacité de travail de 50 % auprès de son employeur dès le 17 août 2020, correspondant à un taux d’invalidité de 50 %, et qui vient diminuer son droit à la rente trois mois plus tard, en application de l’art.”
“C’est en effet la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une nouvelle révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; ATF 130 V 343 consid. 3.5.2). L'art. 88a al. 2 RAI prévoit les effets dans le temps d'une modification du droit aux prestations, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels s'est dégradée. Ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations de l'assuré dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique, à l'occasion d'une procédure de révision (art. 17 LPGA), dans le cadre d'une modification du droit à une rente précédemment allouée ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (cf. ATF 125 V 413 consid. 2d). S’agissant de l’art. 29bis RAI réservé à l’art. 88a al. 2 RAI, il prévoit que si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28 al. 1 let. b LAI cité, celle qui a précédé le premier octroi. L’application par analogie de cet article dans le cadre de l’art. 88a al. 2 RAI implique que lorsqu’il y a aggravation de la même atteinte à la santé, celle-ci peut conduire à une rente supérieure avant l’échéance du délai de trois mois (cf. VALTERIO, Commentaire de la loi fédérale sur l’assurance- -invalidité [AI], 2018, n° 37 ad Art. 31 ; MEYER/ REICHMUTH, op. cit., n° ch. 26 ad art. 29). Il faut alors que le délai d’une année de l’actuel art. 28 al. 1 let. b LAI pour la rente plus élevée soit déjà écoulé auparavant (arrêt du Tribunal fédéral I 11/00 cité consid. 3, surtout 3d). 4.2.1 L’incapacité de gain peut s’aggraver par la survenance d’une nouvelle maladie ou par la détérioration de l’atteinte préexistante ainsi que par un changement de statut de l’assuré (ch.”
“Si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28 al. 1 let. b LAI, celle qui a précédé le premier octroi (art. 29bis RAI). La jurisprudence ajoute que s'il existe, dans un premier temps, une incapacité de travail dans l'activité habituelle d'une durée et d'une ampleur significative mais que subsiste une capacité de travail résiduelle dans des activités adaptées qui permet ou permettrait de réaliser un revenu excluant un droit à la rente, l'assuré peut prétendre - sous réserve d'autres conditions (notamment art. 29 al. 1 LAI) - à l'octroi d'une rente dès la survenance d'une détérioration de son état de santé qui conduit à une invalidité de 40% au moins. Dans une telle constellation, l'aggravation de l'état de santé ne fait pas courir un nouveau délai d'attente au sens de l'art. 28 al. 1 let. b LAI ou de l'art. 88a al. 2 RAI (cf. arrêts du TF 9C_496/2018 du 21 novembre 2018 consid. 3.2, 9C_878/2017 du 19 février 2018 consid. 5.3 et les réf. cit. ; arrêt du TAF C-4318/2022 du 25 septembre 2023 consid. 9.5.3 in fine). 10.2 De plus, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (art. 29 al. 1 LAI ; concernant la relation entre l'art. 28 al. 1 et l'art. 29 al. 1 LAI, voir ATF 142 V 547). La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 3 LAI). L'art. 29 LAI institue un délai de nature procédurale qui remplit une fonction différente du délai de nature matérielle prévu à l'art. 28 al. 1 let. b LAI qui conditionne - entre autres exigences - le droit à la rente à la persistance d'une incapacité de travail de travail de 40% au moins durant un an sans interruption notable.”
Kann die versicherte Person ihre verbleibende Leistungsfähigkeit durch Ausübung der angestammten Tätigkeit verwerten (Schadenminderungspflicht), ist nach der Rechtsprechung Art. 88a Abs. 1 IVV für die Beurteilung der Rentenzusprache zu berücksichtigen; dies kann unter den dort genannten Voraussetzungen dazu führen, dass eine Invalidenrente nicht zugesprochen wird.
“Es wäre daher zu prüfen gewesen, mit welcher Beschäftigung er seine Leistungsfähigkeit am besten verwertet (Schadenminderungspflicht, vgl. E. 2.2.2 hiervor). Dies ist vorliegend nachzuholen (Art. 106 Abs. 1 BGG). In Anbetracht der im angefochtenen Entscheid aufgeführten Berechnung für den Zeitraum ab September 2018, aufgrund welcher ein Invaliditätsgrad von rund 41 % ermittelt wurde, ist darauf zu schliessen, dass der Beschwerdegegner seine Leistungsfähigkeit mit der angestammten Tätigkeit besser verwertet. Denn unter Anrechnung der Tätigkeit als Personaldisponent resultiert bei einer Arbeitsunfähigkeit von 30 % ein entsprechender rentenausschliessender Invaliditätsgrad (vgl. das Urteil 9C_267/2018 vom 29. Juni 2018 E. 4.2 mit Hinweis). Indem das Bundesverwaltungsgericht das Invalideneinkommen dennoch aufgrund statistischer Werte ermittelt und damit auf einen höheren, rentenbegründenden Invaliditätsgrad geschlossen hat, hat es den Grundsatz der Schadenminderungspflicht missachtet und damit Bundesrecht verletzt. Mit Blick auf das Gesagte bleibt ab 1. Januar 2019 (Art. 88a Abs. 1 IVV) - entgegen dem angefochtenen Urteil - in Nachachtung der dem Beschwerdegegner aufzuerlegenden Schadenminderungspflicht kein Raum für die Zusprache einer Invalidenrente. Die Beschwerde ist begründet. Weiterungen erübrigen sich (vgl. zum Verbot der Anschlussbeschwerde Urteil 9C_288/2021 vom 30. November 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).”
Bei stufen- oder befristet zuerkannten Renten bestimmt der Drei-Monats-Zeitpunkt die Vergleichszeitpunkte.
“c) Les règles et principes jurisprudentiels relatifs à la révision du droit à une rente d’invalidité, au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA, sont applicables lorsque la décision de l'assurance-invalidité accordant une rente avec effet rétroactif prévoit en même temps la suppression ou la modification de cette rente, respectivement octroie une rente pour une durée limitée (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d et les références ; TF 8C_607/2015 du 3 février 2016 consid. 2). Aux termes de l’art. 17 LPGA, dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Dans ce contexte, lors de l’octroi d’une rente échelonnée ou limitée dans le temps, le moment déterminant pour effectuer la comparaison est, d’une part, le moment du début du droit à la rente et, d’autre part, celui de la diminution ou de la suppression de la rente en application du délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) (Michel Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l’assurance-invalidité [AI], Genève/Zurich/Bâle 2011, n° 3068 et les références citées ; TF 9C_134/2015 du 3 septembre 2015 consid. 4.1 et les références citées). 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent une base importante pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigible de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid.”
Bei gleichzeitigem Entscheid über Gewährung, Änderung oder Aufhebung einer Rente sieht Art. 88a IVV vor, dass eine aufgrund einer Verbesserung oder Verschlechterung festgestellte Rentenänderung erst wirksam wird, nachdem die entsprechende Änderung grundsätzlich drei volle Monate ohne wesentliche Unterbrechung gedauert hat.
“-, aboutirait à un degré d'invalidité de 57.21% ([96'023.74 - 41'086.96] / 96'023.74 × 100), arrondi à 57%, donnant le droit à une demi-rente, comme retenu par l'intimé. 4.3 Reste encore à déterminer les dates auxquelles les rentes doivent être octroyées et remplacées. 4.3.1 En vertu des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA. Selon l’art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. En cas de décision simultanée sur l'octroi d'une rente et son remplacement par une autre rente ou même sa suppression, le changement est régi par l'art. 88a RAI, lequel prévoit que, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès qu’on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. En revanche, si l'incapacité de gain ou l'impotence d'un assuré s'aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroît, le cas échéant, son droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. La modification du droit à la rente n’intervient qu’après l’écoulement de trois mois complets (voir arrêt du Tribunal fédéral 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.5 pour un exemple de calcul lorsque l’amélioration ne survient pas en début de mois).”
Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit bildet einen revisionsrechtlichen Anlass im Sinne von Art. 17 LPGA; dies gilt insbesondere, wenn dadurch massgebliche Invaliditätsgrade überschritten werden. Die Grundsätze sind sinngemäss/analog auch bei rückwirkend zugesprochenen befristeten oder gestuften Renten anzuwenden.
“2 LAI (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), un degré d’invalidité de 40 % au moins donne droit à un quart de rente, un degré d’invalidité de 50 % au moins donne droit à une demi-rente, un degré d’invalidité de 60 % au moins donne droit à trois quarts de rente et un degré d’invalidité de 70 % au moins donne droit à une rente entière. 5. a) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). b) Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). Si, en revanche, la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). c) Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). 6. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1 ; TF 8C_862/2008 du 19 août 2009 consid. 4.2). b) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales qu’il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves.”
“Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; materielle Revision). Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen; Urteile 9C_212/2021 vom 22. Oktober 2021 E. 4.4.1; 9C_434/2020 vom 10. Juni 2021 E. 2). Für die Annahme einer anspruchserheblichen Veränderung im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG genügt unter medizinischen Aspekten weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens; massgeblich ist vielmehr eine (erheblich) veränderte Befundlage (BGE 141 V 9 E.”
“En effet, la base de comparaison déterminante dans le temps pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision de la rente est constituée par la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et la référence). Lorsque les faits déterminants pour le droit à la rente se sont modifiés au point de faire apparaître un changement important de l'état de santé motivant une révision, le degré d'invalidité doit être fixé à nouveau sur la base d'un état de fait établi de manière correcte et complète, sans référence à des évaluations antérieures de l'invalidité (ATF 141 V 9). 3.2.2 Si les conditions de la révision sont données, les prestations sont, conformément à l’art. 17 al. 1 LPGA, modifiées pour l’avenir dans le sens exigé par le nouveau degré d’invalidité. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2.). L'art. 88a al. 2 RAI, relatif à la modification du droit aux prestations, prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique dans le cadre d'une procédure de révision (art. 17 LPGA) tendant à la modification (augmentation, réduction ou suppression) d'une rente précédemment allouée, ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (ATF 125 V 413 consid. 2d). L'art. 88a al. 2 RAI ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (arrêt 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5.1 et les références citées). Selon l'art. 28 al. 1 let. b LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable.”
“La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et les références citées). Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). L’assurance-invalidité connaissant un système de rentes échelonnées, la révision se justifie lorsque le degré d’invalidité franchit un taux déterminant (ATF 133 V 545 consid. 6.2 à 7). b) Conformément à l’art. 88a al. 2 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. 4. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA).”
“L’assurance-invalidité connaissant un système de rentes échelonnées, la révision se justifie lorsque le degré d’invalidité franchit un taux déterminant (ATF 133 V 545 consid. 6.2 à 7). A teneur de l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période ; il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. A contrario, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). 4. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent une base importante pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 9C_107/2017 du 8 septembre 2017 consid. 5.1 ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1). b) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse. Le juge doit examiner objectivement tous les documents à sa disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux.”
Führt eine Verbesserung der Erwerbs- oder Leistungsfähigkeit voraussichtlich längerfristig zu einer verminderten Invalidität, ist sie für die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, ab dem mit Dauerhaftigkeit gerechnet werden kann (vgl. insb. Drei‑Monats‑Regel). Als zeitliche Bezugsbasis für den Vergleich gilt die zuletzt auf einer materiellen Anspruchsprüfung beruhende, rechtskräftige Verfügung bzw. eine ihr gleichgestellte Mitteilung.
“C’est en effet la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une nouvelle révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 343 consid. 3.5.2). Si les conditions de la révision sont données, les prestations sont, conformément à l’art. 17 al. 1 LPGA, modifiées pour l’avenir dans le sens exigé par le nouveau degré d’invalidité. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2). Dans le domaine de l’assurance-invalidité, le point de départ d’une modification du droit aux prestations est fixé avec précision. En cas de modification de la capacité de gain, la rente doit être supprimée ou réduite avec effet immédiat si la modification paraît durable et par conséquent stable (phr. 1 de l’art. 88a al. 1 RAI) ; on attendra en revanche trois mois au cas où le caractère évolutif de l’atteinte à la santé, notamment la possibilité d’une aggravation, ne permettrait pas un jugement immédiat (phr. 2 de la disposition ; arrêt du Tribunal fédéral I 666/81 du 30 mars 1983 consid. 3, in RCC 1984 p. 137 s.). En règle générale, pour examiner s’il y a lieu de réduire ou de supprimer la rente immédiatement ou après trois mois, il faut examiner pour le futur si l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable (arrêt du Tribunal fédéral 9C_32/2015 du 10 septembre 2015 consid. 4.1). L’OAI doit réduire ou supprimer la rente avec effet à la fin du mois au cours duquel le délai de trois mois a expiré (voir arrêt du Tribunal fédéral 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.5 dans le même sens). Les dispositions régissant la révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA s'appliquent par analogie dans l'octroi rétroactif d'une pension progressive ou temporaire (ATF 133 V 263 consid. 6.1 et les références citées).”
“Vielmehr ist der Rentenanspruch für die Zukunft diesfalls in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei und umfassend zu prüfen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3, 117 V 198 E. 4b, je mit Hinweisen). Unerheblich unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist dagegen nach der Rechtsprechung die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage einer anspruchserheblichen Änderung gilt die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Anspruchsprüfung mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108 E. 5 mit Hinweisen). Eine Mitteilung nach Art. 74ter lit. f und Art. 74quater Abs. 1 IVV (vgl. Art. 51 ATSG), mit der auf das Fortbestehen des bisherigen Anspruchs hingewiesen wird, ist einer rechtskräftigen Verfügung gleichgestellt, soweit ihr ebenfalls eine anforderungsgerechte materielle Anspruchsprüfung zugrunde liegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_185/2017 vom 6. Juli 2017 E. 5.2 mit Hinweisen). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente erfolgt gestützt auf Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an. Die Erhöhung der Rente ist gestützt auf Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV bei einer Revision von Amtes wegen frühestens ab dem für die Revision vorgesehenen Monat an vorzunehmen; im Falle eines Revisionsgesuchs, das von der versicherten Person ausgeht, erfolgt die Erhöhung der Rente gestützt auf Art.”
“Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient lorsque la décision initiale de rente a été rendue, respectivement lorsqu'elle a été revue, avec les circonstances prévalant au moment du prononcé de la décision litigieuse (ATF 130 V 351 consid. 3.5.2; 125 V 369 consid. 2 et la référence; voir également ATF 112 V 372 consid. 2b et 390 consid. 1b). Le point de départ temporel pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision correspond à la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit à la rente, avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 133 V 108 consid. 5.4). Une communication, au sens de l'art. 74ter let. f du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201), a valeur de base de comparaison dans le temps si elle résulte d'un examen matériel du droit à la rente (cf. arrêts TF 9C_46/2009 du 14 août 2009 consid. 3.1 in SVR 2010 IV n° 4 p. 7; 9C_910/2010 du 7 juillet 2011 consid. 3.2 a contrario). 3.3. Selon l’art. 88a al. 1 RAI, le changement résultant de l'amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré ou de l'atténuation de son impotence ou encore de son besoin de soins ou d'aide découlant de son invalidité, n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. L’art. 88a al. 2, 1ère phrase, RAI prévoit quant à lui que si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. 4.”
Bei Revisionsfällen (einschliesslich rückwirkender, befristeter oder abgestufter Rentenzusprachen) bestimmt der nach Art. 88a IVV zu ermittelnde Zeitpunkt der massgebenden Änderung, ob auf die bis 31.12.2021 geltende oder auf die ab 1.1.2022 in Kraft getretene Rechtslage abzustellen ist. Als massgebender Zeitpunkt ist derjenige zu nehmen, von dem aus nach Art. 88a IVV mit einer dauerhaften Änderung zu rechnen ist; kurzfristige, vorübergehende Verbesserungen sind nur dann für eine Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung zu berücksichtigen, wenn sie voraussichtlich längere Zeit andauern beziehungsweise ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bestanden haben (bzw. als solche mit hinreichender Wahrscheinlichkeit fortbestehen).
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2 et les références). Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’occurrence, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. 4.1 Lorsque l’administration entre en matière sur une demande de révision déposée par la personne assurée (art. 87 al. 2 RAI), elle doit traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification du degré d’invalidité rendue plausible par l’assuré (prenant par ex. la forme d’un nouveau diagnostic posé au cours de la période de comparaison déterminante ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_735/2019 du 25 février 2020 consid. 4.5) est réellement survenue. Si l’office AI entre en matière sur la demande de révision, il doit procéder à un examen complet (« allseitig ») en fait et en droit (arrêt du Tribunal fédéral 9C_4/2021 du 1er mars 2021 consid.”
“Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’occurrence, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. 4.1 Lorsque l’administration entre en matière sur une demande de révision déposée par la personne assurée (art. 87 al. 2 RAI), elle doit traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification du degré d’invalidité rendue plausible par l’assuré (prenant par ex. la forme d’un nouveau diagnostic posé au cours de la période de comparaison déterminante ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_735/2019 du 25 février 2020 consid. 4.5) est réellement survenue. Si l’office AI entre en matière sur la demande de révision, il doit procéder à un examen complet (« allseitig ») en fait et en droit (arrêt du Tribunal fédéral 9C_4/2021 du 1er mars 2021 consid. 6.1.2). S’il constate que le degré d’invalidité n’a pas changé depuis le prononcé de la précédente décision entrée en force (rejetant la demande de rente ou de révision de la rente), il rejette la demande. Dans le cas contraire, il doit en outre examiner si le degré d’invalidité permet d’ouvrir ou augmenter le droit à la rente.”
“Un motif de révision au sens de l'art. 17 LPGA doit clairement ressortir du dossier. La réglementation sur la révision ne saurait en effet constituer un fondement juridique à un réexamen sans condition du droit à la rente (arrêt du Tribunal fédéral I 111/07 du 17 décembre 2007 consid. 3 et les références). Un changement de jurisprudence n'est pas un motif de révision (ATF 129 V 200 consid. 1.2). 4.3 L'octroi rétroactif d'une rente d'invalidité limitée dans le temps présuppose, en règle générale, l'existence de motifs de révision, c'est-à-dire un changement ayant une incidence sur le droit à la rente intervenu avant même que la décision de rente ne soit rendue (ATF 148 V 321 consid. 7.3.1 ; 145 V 215 V 215 consid. 8.2 ; 145 V 209 consid. 5.3). Dans le cas de l’octroi rétroactif d’une rente temporaire ou échelonnée, les bases de comparaison déterminantes sont, d'une part, la date du début du droit à la rente et, d'autre part, la date de la modification du droit à la rente compte tenu du délai de trois mois de l'art. 88a RAI (arrêt du Tribunal fédéral 8C_51/2024 du 2 juillet 2024 consid. 2.4 et les références). 4.4 Si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). Lorsqu’est prise une première décision concernant l’octroi simultané de deux rentes successives dont la seconde est d’un montant inférieur, ou même l’octroi d’une rente dont la suppression ultérieure est décidée simultanément, la réduction ou la suppression de la rente prend effet à l’un des délais mentionnés à l’art.”
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).”
“17 LPGA relatif à la révision est applicable par analogie (ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF 9C_647/2017 du 12 janvier 2018 consid. 3). Cette disposition prévoit que si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 141 V 9 consid. 2.3, 134 V 131 con-sid. 3, 130 V 343 consid. 3.5). Une simple appréciation différente d'un état de fait qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé, n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 141 V 9 loc. cit.; arrêt du TF 9C_414/2016 du 7 décembre 2016 consid. 5.2). En cas de décision simultanée sur l'octroi d'une rente et son remplacement par une autre rente ou même sa suppression, le changement est régi par l'art. 88a RAI. L'al. 1 de cette disposition prévoit que si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période (1ère phrase). Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (2ème phrase). La jurisprudence précise que le sens et le but de l'art. 88a al. 1 RAI sont notamment de donner au bénéficiaire de la rente une certaine assurance en ce qui concerne le versement régulier de ses prestations. Des modifications temporaires des facteurs qui fondent le droit à la rente ne doivent pas conduire à une adaptation par la voie de la révision car, au regard de la sécurité du droit, l'octroi d'une rente entré en force se doit d'avoir une certaine stabilité.”
“6.4 La notion d'invalidité, dont il est question à l'art. 8 LPGA et à l'art. 4 LAI, est de nature juridique/économique et non pas médicale (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'assurance-invalidité suisse couvre seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident, et non la maladie en tant que telle. Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre.”
Bei Leistungsänderung ist die dreimonatige durchgehende Dauer als praktische Faustregel bestätigt.
“16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 141 V 15ATF 141 V 15DTF 141 V 15 BGE 144 I 28ATF 144 I 28DTF 144 I 28 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 142 V 290ATF 142 V 290DTF 142 V 290 Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 25 IVVart. 25 RAIart. 25 OAI Art. 4 AHVGart. 4 LAVSart. 4 LAVS Art. 6 AHVVart. 6 RAVSart. 6 OAVS BGE 140 V 543ATF 140 V 543DTF 140 V 543 BGE 130 V 61ATF 130 V 61DTF 130 V 61 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 BGE 141 V 1ATF 141 V 1DTF 141 V 1 BGE 135 V 58ATF 135 V 58DTF 135 V 58 9C_595/2010 BGE 130 V 121ATF 130 V 121DTF 130 V 121 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI BGE 117 V 401ATF 117 V 401DTF 117 V 401 Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG BVR 2009 186 BGE 110 V 54ATF 110 V 54DTF 110 V 54 BGE 117 V 401ATF 117 V 401DTF 117 V 401 Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art.”
Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit, der Betätigungsfähigkeit, der Hilflosigkeit oder des invaliditätsbedingten Betreuungs- bzw. Hilfebedarfs ist nach Art. 88a Abs. 2 IVV für eine Leistungserhöhung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Nach Rechtsprechung gilt diese zeitliche Wirkung auch im Rahmen von Revisionsverfahren sowie bei rückwirkender Zuteilung beziehungsweise bei befristeten oder gestuften Renten (analoge Anwendung).
“Dans la mesure où ces revenus ne peuvent être chiffrés exactement, ils doivent être estimés d’après les éléments connus dans le cas particulier, après quoi l’on compare entre elles les valeurs approximatives ainsi obtenues (ATF 128 V 29 consid. 1). 6. a) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). b) Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Si, en revanche, la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). c) Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). 7. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1 ; TF 8C_862/2008 du 19 août 2009 consid. 4.2). b) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales qu’il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves.”
“Il n'y a pas matière à révision lorsque les circonstances sont demeurées inchangées et que le motif de la suppression ou de la diminution de la rente réside uniquement dans une nouvelle appréciation du cas (ATF 141 V 9 consid. 2.3 ; ATF 112 V 371 consid. 2b ; ATF 112 V 387 consid. 1b). Un motif de révision au sens de l'art. 17 LPGA doit clairement ressortir du dossier (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et les références). Le point de savoir si un changement notable des circonstances s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière révision de la rente entrée en force et les circonstances qui régnaient à l’époque de la décision litigieuse. C’est en effet la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une nouvelle révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; ATF 130 V 343 consid. 3.5.2). L'art. 88a al. 2 RAI prévoit les effets dans le temps d'une modification du droit aux prestations, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels s'est dégradée. Ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations de l'assuré dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique, à l'occasion d'une procédure de révision (art. 17 LPGA), dans le cadre d'une modification du droit à une rente précédemment allouée ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (cf. ATF 125 V 413 consid. 2d). S’agissant de l’art. 29bis RAI réservé à l’art. 88a al. 2 RAI, il prévoit que si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28 al.”
“En effet, la base de comparaison déterminante dans le temps pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision de la rente est constituée par la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et la référence). Lorsque les faits déterminants pour le droit à la rente se sont modifiés au point de faire apparaître un changement important de l'état de santé motivant une révision, le degré d'invalidité doit être fixé à nouveau sur la base d'un état de fait établi de manière correcte et complète, sans référence à des évaluations antérieures de l'invalidité (ATF 141 V 9). 3.2.2 Si les conditions de la révision sont données, les prestations sont, conformément à l’art. 17 al. 1 LPGA, modifiées pour l’avenir dans le sens exigé par le nouveau degré d’invalidité. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2.). L'art. 88a al. 2 RAI, relatif à la modification du droit aux prestations, prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique dans le cadre d'une procédure de révision (art. 17 LPGA) tendant à la modification (augmentation, réduction ou suppression) d'une rente précédemment allouée, ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (ATF 125 V 413 consid. 2d). L'art. 88a al. 2 RAI ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (arrêt 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5.1 et les références citées). Selon l'art. 28 al. 1 let. b LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable.”
“b) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 1 et 3 LAI). c) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Conformément à l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). 4. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.”
Bei der Rentenzuerkennung ist die dreimonatige Wartefrist gemäss Art. 88a IVV zu beachten.
“Les désavantages liés aux limitations fonctionnelles évoqués par la recourante ne sauraient a priori devoir être pris en compte comme désavantage salarial car ces dernières sont supposées déjà incluses dans l’estimation médicale de la capacité de travail. Dans le cadre de la nouvelle décision à rendre, il n’y aura donc pas lieu de répercuter encore les limitations fonctionnelles sur le revenu exigible à retenir. 8. En dépit des toutes dernières considérations qui précèdent, la recourante obtient entièrement gain de cause puisque l’OAI propose la reprise de l’instruction pour la période demeurée litigieuse. La décision est ainsi annulée et la cause renvoyée pour complément d’instruction et nouvelle décision. Il est par ailleurs pris acte qu’une demi-rente sera d’ores et déjà allouée au recourant sur la base du taux d’invalidité reconnu pour la période courant du 1er février 2020 au 31 janvier 2021. L’OAI veillera à prendre en considération le délai de trois mois d’attente au sens de l’art. 88a RAI. Il est également pris acte que de nouvelles mesures professionnelles sont ou seront ordonnées. 9. 9.1. Les frais de procédure sont en l’espèce fixés à CHF 400.- et mis à la charge de l’OAI. Dans le même temps, l’avance de frais de CHF 800.- versée par la recourante lui est restituée. 9.2. Procap qui la représente a enfin droit à une indemnité de partie. Une équitable indemnité de CHF 800.- lui est versée. Sur laquelle s’ajoute une TVA de 7,7%, pour un montant total de CHF 861.60. Elle est mise à la charge de l’OAI. (dispositif en page suivante) la Cour arrête : I. Le recours est admis. a. L’OAI octroie à la recourante une demi-rente fondée sur le taux d’invalidité de 51% reconnu pour la période du 1er février 2020 au 31 janvier 2021, en tenant compte de l’art. 88a RAI. b. La cause est renvoyée pour instruction médicale complémentaire à partir du 1er février 2021, au sens des considérants et nouvelle décision. c. Il est pris acte qu’une aide au placement a été octroyée à la recourante.”
Laufende oder angeordnete Rehabilitationsmassnahmen hemmen die Dreimonatsfrist des Art. 88a Abs. 2 IVV. Eine Erhöhung der Rente wegen einer eingetretenen Verschlechterung tritt daher nicht bereits drei Monate nach dieser Verschlechterung ein, solange die Rehabilitationsmassnahmen durchgeführt werden (Art. 29bis IVV ist sinngemäss anwendbar).
“88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). L’art. 17 al. 1 LPGA dispose que la rente d'invalidité est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée, réduite ou supprimée, lorsque le taux d'invalidité de l'assuré subit une modification d'au moins 5 points de pourcentage (let. a) ou atteint 100% (let. b). Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l’art. 17 LPGA (ATF 149 V 91 consid. 7.5 et les références). La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Tel est le cas lorsque la capacité de travail s'améliore grâce à l'accoutumance ou à une adaptation au handicap (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 2 RAI, si l’incapacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels ou l’impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité d’un assuré s’aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroit, le cas échéant son droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis est toutefois applicable. 4.4.2 En l’occurrence, conformément à la décision de l’intimé, la diminution de la capacité de travail du recourant, le 15 avril 2022, admise par l’intimé, ne lui donne pas droit à une augmentation de sa rente d’invalidité trois mois plus tard (art. 88a al. 2 RAI), en raison de la mise en œuvre de la mesure de réadaptation du 2 mai au 31 décembre 2022, en application de l’art. 28 al. 1bis LAI. Comme reconnu par l’intimé, dès le 1er janvier 2023, le recourant a droit à un 68% d’une rente entière d’invalidité, ce calcul effectué par l’intimé peut être confirmé, ce d’autant que le recourant ne le conteste pas spécifiquement, mais se borne, dans une remarque toute générale, à relever que le calcul effectué par l’intimé « est particulièrement étonnant, pour rester poli, comme par un curieux hasard, on est censé arriver à 68% de taux d’invalidité, soit juste à 2% de la rente entière », argument qui, faute de contester des éléments du calcul, n’est pas pertinent.”
“La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Tel est le cas lorsque la capacité de travail s'améliore grâce à l'accoutumance ou à une adaptation au handicap (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 2 RAI, si l’incapacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels ou l’impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité d’un assuré s’aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroit, le cas échéant son droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis est toutefois applicable. 4.4.2 En l’occurrence, conformément à la décision de l’intimé, la diminution de la capacité de travail du recourant, le 15 avril 2022, admise par l’intimé, ne lui donne pas droit à une augmentation de sa rente d’invalidité trois mois plus tard (art. 88a al. 2 RAI), en raison de la mise en œuvre de la mesure de réadaptation du 2 mai au 31 décembre 2022, en application de l’art. 28 al. 1bis LAI. Comme reconnu par l’intimé, dès le 1er janvier 2023, le recourant a droit à un 68% d’une rente entière d’invalidité, ce calcul effectué par l’intimé peut être confirmé, ce d’autant que le recourant ne le conteste pas spécifiquement, mais se borne, dans une remarque toute générale, à relever que le calcul effectué par l’intimé « est particulièrement étonnant, pour rester poli, comme par un curieux hasard, on est censé arriver à 68% de taux d’invalidité, soit juste à 2% de la rente entière », argument qui, faute de contester des éléments du calcul, n’est pas pertinent. Étant donné que le degré d’invalidité de 68%, calculé au 1er janvier 2023, est supérieur de plus de cinq points à celui de 43% en vigueur jusque-là, la rente peut, en application de l’art. 17 LPGA précité, être révisée dès le 1er janvier 2023. 5. Au vu de ce qui précède, le recours sera partiellement admis, la décision litigieuse réformée dans le sens que le recourant a droit à un quart de rente d’invalidité dès le 1er décembre 2020 et à un 68% d’une rente entière d’invalidité dès le 1er janvier 2023, étant relevé que l’aggravation de l’état de santé du recourant, admise par l’intimé dès le 24 janvier 2024, dès lors qu’elle est survenue postérieurement à la décision litigieuse, pourra faire l’objet d’une demande de révision (à cet égard ATF 144 V 210).”
“88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). L’art. 17 al. 1 LPGA dispose que la rente d'invalidité est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée, réduite ou supprimée, lorsque le taux d'invalidité de l'assuré subit une modification d'au moins 5 points de pourcentage (let. a) ou atteint 100% (let. b). Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l’art. 17 LPGA (ATF 149 V 91 consid. 7.5 et les références). La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Tel est le cas lorsque la capacité de travail s'améliore grâce à l'accoutumance ou à une adaptation au handicap (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 2 RAI, si l’incapacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels ou l’impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité d’un assuré s’aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroit, le cas échéant son droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis est toutefois applicable. 4.4.2 En l’occurrence, conformément à la décision de l’intimé, la diminution de la capacité de travail du recourant, le 15 avril 2022, admise par l’intimé, ne lui donne pas droit à une augmentation de sa rente d’invalidité trois mois plus tard (art. 88a al. 2 RAI), en raison de la mise en œuvre de la mesure de réadaptation du 2 mai au 31 décembre 2022, en application de l’art. 28 al. 1bis LAI. Comme reconnu par l’intimé, dès le 1er janvier 2023, le recourant a droit à un 68% d’une rente entière d’invalidité, ce calcul effectué par l’intimé peut être confirmé, ce d’autant que le recourant ne le conteste pas spécifiquement, mais se borne, dans une remarque toute générale, à relever que le calcul effectué par l’intimé « est particulièrement étonnant, pour rester poli, comme par un curieux hasard, on est censé arriver à 68% de taux d’invalidité, soit juste à 2% de la rente entière », argument qui, faute de contester des éléments du calcul, n’est pas pertinent.”
Art. 88a Abs. 1 IVV findet auch bei rückwirkender Zusprache und bei Revisionsentscheiden Anwendung. Für die Bestimmung des Zeitpunkts, ab dem eine Leistungsherabsetzung oder -aufhebung zu berücksichtigen ist, ist auf den Zeitpunkt der massgebenden Verbesserung abzustellen. Ergibt sich daraus, dass die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022 liegt, ist gegebenenfalls das bis zum 31. Dezember 2021 geltende Recht anzuwenden.
“Eine ärztliche Schlussfolgerung, die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurückzuführen (vgl. Urteil des BGer 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011 E. 3.4.2.3). Auch eine Veränderung von versicherungsmedizinischen Beurteilungsparametern kann zu einer abweichenden ärztlichen Schlussfolgerung hinsichtlich eines tatsächlich gleich gebliebenen Zustandes führen (Urteil des BGer 9C_25/2014 vom 12. November 2014 E. 3.2). Eine neue medizinische Beurteilung etwa, die mit der Entwicklung der Rechtspraxis begründet wird, kann weder unter dem Gesichtspunkt von Art. 17 ATSG noch unter einem anderen Anpassungstitel eine neue Beurteilung des Anspruchs veranlassen (BGE 135 V 201 und 215; vgl. aber als Ausnahme die - vorliegend nicht anwendbaren - am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der Änderung des IVG vom März 2011). Eine zwischenzeitlich veränderte Rechtspraxis darf erst im Rahmen einer festgestellten erheblichen Tatsachenänderung berücksichtigt werden (vgl. oben). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. In Art. 88a IVV wird konkretisiert, welche Dauer oder Intensität die Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu werden. Dabei handelt es sich letztlich um Konkretisierungen des für den Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsbegriffs (BGE 133 V 67 E. 4.3.3; Urteil des BVGer C-4828/2017 vom 16. Mai 2018 E. 5.4.2). Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV findet auch auf die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invalidenrente Anwendung (BGE 148 V 321 E.”
“Die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten IV-Rente richtet sich temporalrechtlich grundsätzlich nach denselben Regeln wie die Revision eines bestehenden Rentenanspruchs nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 144 V 209 E. 5.3). In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, sind die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Fassung anzuwenden. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2. und vom 8. Februar 2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3). 2.4.2 Die IV-Stelle ging gestützt auf das Gutachten der D. ag vom 21. September 2022 davon aus, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten ab 7. November 2021 erheblich verbessert hat. In Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV hob sie die ab 1. Januar 2021 zugesprochene ganze IV-Rente per 28. Februar 2022 auf. Mit dem Vorliegen eines Revisionsgrundes per 28. Februar 2022 gelangt das seit 1. Januar 2022 geltende Recht (mit dem Wechsel ins stufenlose Rentensystem) zur Anwendung (vgl. auch Rz. 9102 [Beispiel 1] und Rz. 9201 KSIR sowie BGE 147 V 79 E. 7.3.2 und Urteil des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt vom 31. August 2023, IV.2022.120, E. 8.9.1; Bernhard Studhalter, Ausgewählte IV-Leistungen nach Inkrafttreten des WEIV samt einigen Koordinationsaspekten/I. – III., in: HAVE 2022, S. 10). 3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, dass sich sein Gesundheitszustand seit dem 1. Januar 2021 wesentlich verbessert hat, weshalb die Aufhebung der IV-Rente per 28. Februar 2022 nicht rechtens sei. Mithin macht er geltend, dass kein Revisionsgrund gemäss Art. 17 ATSG vorliegt. In diesem Fall würden die ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen des IVG und der IVV keine Anwendung finden. Es ist somit zu prüfen, ob ein seit der Rentenzusprache gleichbleibender oder sogar verschlechterter Gesundheitszustand des Versicherten vorliegt.”
“Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). Le droit applicable reste, par conséquent, celui qui était en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, dès lors que l’état de santé de la recourante s’est amélioré en septembre 2018 (droit à une demi-rente dès le 1er janvier 2019), en mai 2019 (droit à une demi-rente dès le 1er septembre 2019) et en novembre 2020 (droit à une demi-rente dès le 1er mars 2021). 3. Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). Selon l’art. 29bis RAI, si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à une rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28, al. 1, let. b, LAI, celle qui a précédé le premier octroi. 4. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art.”
Bei der Fristberechnung nach Art. 88a IVV sind einschlägige Bundesgerichtsentscheide zur Drei-Monats-Regel häufig massgeblich.
“Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig. Freiburg, 19. September 2022/bsc Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: 605 2021 254 605 2021 255 BGE 130 V 445ATF 130 V 445DTF 130 V 445 BGE 132 V 215ATF 132 V 215DTF 132 V 215 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 131 V 164ATF 131 V 164DTF 131 V 164 BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 BGE 125 V 417ATF 125 V 417DTF 125 V 417 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 8C_243/2022 9C_352/2020 8C_347/2015 BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 114 V 281ATF 114 V 281DTF 114 V 281 BGE 115 V 404ATF 115 V 404DTF 115 V 404 BGE 114 V 281ATF 114 V 281DTF 114 V 281 BGE 107 V 20ATF 107 V 20DTF 107 V 20 Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_913/2013 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 9C_453/2020 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 9C_434/2016 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 9C_395/2019 9C_128/2013 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 605 2021 254 Art. 1 VwVGart. 1 PAart. 1 PA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 142 VRGart. 142 CPJAart. 142 VRG 605 2021 255 Art.”
Liegt eine Verschlechterung, die bereits vor dem Entscheid als dauerhaft ersichtlich ist, im Aktenbestand, hätte die Behörde die dreimonatige Bestätigungsfrist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV beachten und mit der Festsetzung des Anpassungszeitpunkts rechnen müssen. Ist die dreimonatige Dauer anhand medizinischer Unterlagen belegt, kann die Leistungswirkung ab dem nach Ablauf dieser Frist ansetzenden Zeitpunkt zuerkannt werden, auch wenn die entsprechenden medizinischen Dokumente erst später eingereicht wurden.
“Or, il faut constater que le rapport du 4 octobre 2023 du Dr F.________ met en avant une aggravation de l’état de santé du recourant concernant notamment sa tolérance à l’effort avec une fraction d’éjection extrêmement basse (de 10-15 % par rapport aux 20 % précédents), ce qui rend la situation hémodynamique très instable. Le Dr F.________ a ainsi estimé la capacité de travail du recourant comme nulle, une invalidité à 100 % devant être retenue depuis avril 2023. Son avis est corroboré par le rapport du 17 juillet 2023 des Drs G.________ et C.________, lesquels font notamment état qu’à la lumière du bilan, ainsi que de l’âge du recourant, un projet de greffe cardiaque semble inévitable. À la suite de ces nouveaux documents médicaux, le SMR a retenu une aggravation depuis le 1er avril 2023 avec une incapacité totale de travail dès cette date (cf. avis du 16 octobre 2023). Néanmoins, l’intimé a estimé que l’augmentation du degré de la rente ne pouvait se faire que trois mois après la date de l’aggravation de la situation cardiaque (art. 88a al. 2 RAI), proposant le rejet du recours et le maintien de la décision attaquée car cette décision se justifiait au moment où elle avait été prise. A ce stade, il sied de relever qu’une aggravation a été rendue vraisemblable dès avril 2023, soit avant que la décision ne soit rendue. Cette péjoration aboutit au constat d’une incapacité de travail totale en toute activité dès le 1er avril 2023. Il importe peu que la décision ait été rendue avant l’échéance du délai de trois mois permettant de confirmer la durabilité de la péjoration dès lors qu’il y a lieu de constater qu’il s’agit effectivement d’une aggravation durable et que l’intimé aurait dû constater l’existence de cette péjoration qui s’annonçait comme vraisemblablement durable et attendre l’échéance de ce délai avant de rendre sa décision s’il avait pris la mesure de cette aggravation avant le 2 mai 2023. Le fait que les arguments médicaux n’aient été présentés qu’après la décision ne permet pas de conclure différemment. On rappelle que les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse doivent être prises en compte.”
“Le fait que les arguments médicaux n’aient été présentés qu’après la décision ne permet pas de conclure différemment. On rappelle que les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse doivent être prises en compte. L’intimé l’avait d’ailleurs admis lorsqu’il a indiqué, dans sa réponse, qu’il examinerait si la décision du 2 mai 2023 devait ou non être maintenue à la suite de la réactualisation du dossier médical sur le plan cardiologique. Dès lors que l’existence d’une incapacité de travail totale et durable est admise dès le 1er avril 2023, il y a lieu de se prononcer sur ses conséquences, quand bien même l’échéance du délai de trois mois pour constater la durabilité de la péjoration est échu après la décision attaquée. c) Vu ce qui précède, il y a lieu de retenir qu’une aggravation de l’état de santé du recourant, propre à modifier son taux d’invalidité établi dans la décision du 7 février 2022, s’est produit depuis le 1er avril 2023, ce qui ouvre le droit à une rente entière dès le 1er juillet 2023 (art. 88a al. 2 RAI). 6. a) En conclusion, le recours doit être admis et la décision attaquée réformée, en ce sens que le recourant a droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er juillet 2023. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige, étant précisé que l’intimé a eu connaissance des pièces médicales pertinentes après avoir rendu sa décision et qu’il lui était loisible de procéder par voie de reconsidération dans le délai de réponse, ce qu’il n’a pas fait. c) Il n’y a pas lieu d’allouer des dépens, la partie recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est admis. II. La décision rendue le 2 mai 2023 par l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud est réformée, en ce sens que R.”
“Ohne diesen Bericht und die erwähnte neue Verfügung hätte das Gericht die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückweisen müssen, damit diese überprüft, ob sich der Hilfebedarf beim An- und Auskleiden manifestiert hat. Die Beschwerdegegnerin hat diese Abklärung nun bereits getätigt und neu verfügt. Sie hat damit den Sachverhalt ab Mai 2023 bereits neu gewürdigt. Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades besteht deshalb nicht schon ab Mai 2023 weil die dreimonatige Frist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV berücksichtigt werden muss (d.h. die Verschlechterung muss ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert haben; zur Anwendbarkeit von Art. 88a IVV vgl. E.3.3.). Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die notwendigen weiteren Abklärungen bezüglich des alltäglichen Lebensbereichs An- und Auskleiden erst während des hängigen Beschwerdeverfahrens getätigt hat, statt mit dem Erlass des Einspracheentscheides zuzuwarten bis geklärt ist, ob ein zusätzlicher Hilfebedarf besteht, ist bei der Verlegung der Parteikosten zu berücksichtigen. Das Verfahren bei der Beschwerdegegnerin wurde nämlich im Grunde genommen erst mit der erwähnten neuen Verfügung abgeschlossen (erst dann waren die notwendigen Abklärungen abgeschlossen).”
“Beim Versicherten sei eine Dynamik mit einer anwachsenden Verunsicherung und Überforderung infolge von Enttäuschungen und Frustrationen eingetreten, die zu Angst, Hilflosigkeit und Selbstzweifeln geführt habe. In diesem Sinne sei eine Veränderung zu bejahen. Mit einem Vorbescheid vom 14. Februar 2023 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 460), dass sie die Erhöhung der laufenden halben auf eine ganze Rente per 1. September 2022 vorsehe. Zur Begründung führte sie an, das Gutachten der MEDAS Bern enthalte einen Hinweis auf eine Veränderung des massgebenden Sachverhaltes. Obwohl erhebliche Unsicherheiten bezüglich des Zeitpunktes und des Ausmasses dieser Veränderung bestünden, könne doch von einer gewissen Verschlechterung im Verlauf ausgegangen werden. Aktuell sei eine stabile Erwerbstätigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht möglich. Unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage sei von einer aufgehobenen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Dass die Verschlechterung bereits wesentlich vor der Begutachtung eingetreten sei, sei nicht überwiegend wahrscheinlich. Folglich sei der Anpassungszeitpunkt angeknüpft an den Zeitpunkt der Begutachtung im Mai 2022 und in Anwendung des Art. 88a Abs. 2 IVV auf Anfang September 2022 festzulegen. Der Invaliditätsgrad betrage 100 Prozent. Dagegen liess der Versicherte am 17. März 2023 einwenden (IV-act. 477), gestützt auf die klaren Ausführungen der Sachverständigen der MEDAS Bern sei erstellt, dass der Versicherte schon seit der Geburt respektive spätestens seit der Jugend- und Ausbildungszeit vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Die Herabsetzung der ganzen auf eine halbe Rente per 1. Oktober 2015 sei also offensichtlich falsch gewesen. Der Versicherte habe bereits im März 2016 um eine revisionsweise Rentenerhöhung ersucht. Es sei nicht einzusehen, dass die Erhöhung erst per September 2022 vorgenommen werde. Das müsse „fast schon als Vergeltungsakt“ qualifiziert werden, „um den missliebigen Versicherten doch noch irgendwie in die Schranken zu weisen“. Dem Versicherten könne nicht angelastet werden, dass er erst fünfeinhalb Jahre nach der Einreichung seines Revisionsbegehrens begutachtet worden sei. Am 17. April 2023 teilte ein Mitarbeiter des Rechtsdienstes der IV-Stelle dem Rechtsvertreter des Versicherten mit (IV-act.”
Bei rückwirkender Zusprechung einer Rente sind als Vergleichszeitpunkte sowohl der Zeitpunkt des Rentenbeginns als auch der nach Art. 88a IVV (Dreimonatsfrist) festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung massgebend.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.2.2).”
Ein klarer und detaillierter Expertenbericht kann als Nachweis einer seit längerer Zeit bestehenden Verbesserung gewertet werden, sodass die Wirkung der Verbesserung bereits vor dem Gutachten anzunehmen sein kann. Konkrete medizinische Feststellungen — etwa dass die Erwerbsfähigkeit bereits drei Monate vor dem Gutachten wiedererlangt wurde — sind für die Bestimmung des Beginns der Wirkung nach Art. 88a Abs. 1 IVV relevant.
“________ a remarqué, au moment de sa rencontre avec la recourante à la fin du mois d’octobre, que la maladie avait évolué de manière tout à fait favorable et que l’intéressée était en rémission, au moins partielle. Ainsi, il a ainsi estimé que la capacité de travail avait été retrouvée trois mois auparavant : « on peut clairement affirmer que dans un délai de trois mois, qui parait raisonnable, au vu de l’anamnèse, que depuis le 01.08.2020 sa capacité médico-théorique est de 50% ». Cette conclusion apparait certes peu motivée. Mais le Dr B.________ a tout de même indiqué s’être basé sur l’anamnèse pour estimer que l’incapacité de travail avait disparu trois mois auparavant. Dans l’ensemble des circonstances, on peut ainsi admettre, en application également de la jurisprudence (arrêt TF 9C_687/2018 du 16 mai 2019 consid. 2), que son rapport d’expertise clair et détaillé constitue la preuve d’une amélioration de l’état de santé s’étant maintenue durant une période suffisante. Ainsi, il n’y aurait pas lieu de tenir encore compte des trois mois supplémentaires prévus par l’art. 88a al. 1 RAI après la date de l’expertise du 28 octobre 2020. 9.2.3. La recourante formule d’autres critiques au sujet de l’expertise. Elle reproche d’abord à l’expert d’avoir conclu à une capacité de travail à 50% tout en diagnostiquant un trouble dépressif en rémission « partielle ou totale ». Selon elle, soit le trouble était encore actif, entrainant une incapacité de travail de plus de 50%, soit le trouble n’existait plus et l’incapacité de 50% demeurait. On ne saurait toutefois suivre cette première critique. On peut en effet admettre qu’un assuré puisse recommencer à travailler même s’il n’est pas encore totalement remis d’une maladie. Cela est d’autant plus vrai dans le cas d’espèce, puisque la recourante a toujours été capable de travailler par le passé à un taux de 50% malgré les troubles psychiques dont elle souffre depuis 2010. Ensuite, l’intéressée ne comprend pas pourquoi l’expert a prôné un changement de médicamentation alors qu’il considérait le traitement comme efficace. C’est en vain cependant qu’on cherche une telle conclusion dans le rapport d’expertise.”
“De plus, les difficultés en français ne sont pas pertinentes pour une activité simple et répétitive d’un niveau de compétences 1 de la table TA1_skill_level (TF 8C_608/2021 du 26 avril 2022 consid. 4.3.4 et les références). cc) S’agissant enfin du « long éloignement du marché du travail », il n’est, de jurisprudence constante, pas un facteur d’abattement, si bien qu’il n’y a pas lieu d’en tenir compte (TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6.3 et les références ; 9C_55/2018 du 30 mai 2018 consid. 4.3 ; 9C_17/2018 du 17 avril 2018 consid. 4.3 et les références). dd) Dans la mesure où les Drs A.M.________ et A.P.________ ont déjà tenu compte des limitations fonctionnelles dans le cadre de l’évaluation de la capacité de travail (p. 9, ch. 4.1) et qu’aucun autre facteur ne peut être pris en considération, une réduction ne se justifie en définitive pas (TF I 16/05 du 13 mars 2006 consid. 6.3 ; TFA U 511/00 du 28 février 2001 consid. 3.b). c) Cela étant, le recourant a présenté une aggravation de son état de santé justifiant une révision de la dernière décision au fond du 7 novembre 2013 dès le mois de mai 2018. Le droit à une demi-rente de l’assurance-invalidité (art. 88a al. 1 RAI ; art. 28 al. 2 LAI) ne prend cependant naissance qu’à l’échéance du délai de six mois à compter du dépôt tardif de sa nouvelle demande de prestations de l’assurance-invalidité le 27 septembre 2019 (art. 29 al. 1 LAI), à savoir le 1er mars 2020. 15. a) En définitive, le recours doit être admis et la décision litigieuse réformée en ce sens que le recourant a droit à une demi-rente d’invalidité dès le 1er mai 2020, fondée sur un degré d’invalidité de 50 %. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la partie intimée, vu l’issue du litige. c) La partie recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil qu’il convient d’arrêter à 1'500 fr., débours et TVA compris, et de mettre à la charge de la partie intimée (art.”
Bei Anhaltspunkten ist Art. 88a IVV auch bei vorübergehender, aber mindestens dreimonatiger Besserung anzuwenden.
“17 LPGA BGE 109 V 108ATF 109 V 108DTF 109 V 108 BGE 107 V 219ATF 107 V 219DTF 107 V 219 BGE 105 V 29ATF 105 V 29DTF 105 V 29 BGE 130 V 351ATF 130 V 351DTF 130 V 351 BGE 125 V 369ATF 125 V 369DTF 125 V 369 BGE 112 V 372ATF 112 V 372DTF 112 V 372 BGE 131 V 164ATF 131 V 164DTF 131 V 164 BGE 125 V 413ATF 125 V 413DTF 125 V 413 EVG I 21/05 BGE 125 V 256ATF 125 V 256DTF 125 V 256 BGE 115 V 133ATF 115 V 133DTF 115 V 133 BGE 114 V 310ATF 114 V 310DTF 114 V 310 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 133 V 450ATF 133 V 450DTF 133 V 450 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 108 UVGart. 108 LAAart. 108 UVG Art. 108 UVGart. 108 LAAart. 108 LAINF BGE 125 V 195ATF 125 V 195DTF 125 V 195 BGE 117 V 264ATF 117 V 264DTF 117 V 264 BGE 124 V 375ATF 124 V 375DTF 124 V 375 BGE 126 V 360ATF 126 V 360DTF 126 V 360 BGE 125 V 195ATF 125 V 195DTF 125 V 195 BGE 130 III 324ATF 130 III 324DTF 130 III 324 BGE 126 V 322ATF 126 V 322DTF 126 V 322 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI EVG U 305/03 BGE 134 V 109ATF 134 V 109DTF 134 V 109 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI 605 2019 240 8C_118/2021 605 2019 240 8C_118/2021 8C_118/2021 605 2019 240 605 2019 240 8C_118/2021 605 2019 240 8C_122/2019 8C_103/2018 8C_118/2021 8C_256/2021 Art. 17 IVGart. 17 LAIart. 17 LAI BGE 130 V 488ATF 130 V 488DTF 130 V 488 Art. 17 IVGart. 17 LAIart. 17 LAI Art. 15 IVGart. 15 LAIart. 15 LAI Art. 18 IVGart. 18 LAIart. 18 LAI Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos605 2020 9103.05.2022Arrêt de la Ie Cour des assurances sociales du Tribunal cantonalNormen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 134 V 109BGE 133 V 450BGE 131 V 1648C_256/20218C_118/20218C_122/2019EVG I 138/05EVG I 21/05EVG I 156/04Normen KantonRechtsprechung Kanton605 2020 91605 2019 240Normen Bund/KantonArt. 108 UVGArt. 108 UVG”
Bei rückwirkender Zusprechung sowie bei befristeten oder abgestuften Rentenzusprechen bestimmt Art. 88a IVV den massgeblichen Vergleichszeitpunkt (Beginn des Rentenrechts versus Zeitpunkt der Anspruchsänderung). In diesen Fällen sind die für die Rentenrevision relevanten Regeln von Art. 17 ATSG/LPGA entsprechend (analog) anzuwenden; sodann sind die allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätze für die Bestimmung des anwendbaren Rechts zu beachten.
“Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im — nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden — Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).”
“Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Steht ein erst nach dem 1. Januar 2022 entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende Recht Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_452/2023 vom 24. Januar 2024 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Auf Grund der im Juni 2020 anhängig gemachten IV-Anmeldung könnten allfällige Leistungen frühestens ab Dezember 2020 ausgerichtet werden (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist zunächst die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage massgebend. Für Fälle erstmaliger abgestufter respektive befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend. Mit angefochtener Verfügung wurde dem Beschwerdeführer eine bis 31. Oktober 2022 befristete Rente zugesprochen. Die massgebende Änderung liegt damit nach dem 1. Januar 2022, so dass für den streitigen Leistungsanspruch ab dem 1. November 2022 die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung finden (Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Juli 2022, Rz 9102).”
“auch Rz 9201 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR] sowie das Urteil des Bundesgerichts 9C_499/2022 vom 29. Juni 2023 E. 4.1.). Gemäss lit. b Abs. 2 der Übergangsbestimmungen bleibt der bisherige Rentenanspruch auch nach einer Änderung des Invaliditätsgrades nach Art. 17 Abs. 1 ATSG bestehen, sofern die Anwendung von Art. 28b IVG zur Folge hat, dass der bisherige Rentenanspruch bei einer Erhöhung des Invaliditätsgrades sinkt oder bei einem Sinken des Invaliditätsgrades ansteigt (vgl. auch Rz 9106 KSIR). 2.2.2. In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG gilt gemäss Rz 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 8C_322/2024 vom 18. Dezember 2024 E. 3.1. und 8C_649/2023 vom 6. August 2024 E. 3.1.). 2.2.3. Vorliegend ist die massgebende Änderung (in Form einer Statusänderung) vor dem 1. Januar 2022 eingetreten (vgl. Erwägung 5. hiernach). Es ist daher das Recht, das bis Ende Dezember 2021 in Kraft stand, anzuwenden (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_649/2023 vom 6. August 2024 E. 3.1.). Letztlich kann die Frage nach dem anwendbaren Recht aber offengelassen werden, zumal wie im Folgenden gezeigt wird auch die Anwendung des neuen Rechts keine Änderung des Rentenanspruches der Beschwerdeführerin nach sich zu ziehen vermag. 3. 3.1. 3.1.1. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede (wesentliche) Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.”
“1 Dal profilo temporale, con riserva di disposizioni particolari di diritto transitorio, sono applicabili le disposizioni in vigore al momento della realizzazione dello stato di fatto che deve essere valutato giuridicamente o che produce conseguenze giuridiche (DTF 146 V 364 consid. 7.1; 139 V 335 consid. 6.2; 136 V 24 consid. 4.3). 2.1.1 Il 1° gennaio 2022, sono entrate in vigore le modifiche del 19 giugno 2020 della LAI e della LPGA (Ulteriore sviluppo dell'AI; RU 2021 705; FF 2017 2191) e le modifiche del 3 novembre 2021 dell'Ordinanza del 17 gennaio 1961 sull'assicurazione per l'invalidità (OAI, RS 831.201; RU 2021 706). 2.1.2 In caso di revisione della rendita, se la modifica determinante avviene prima del 1° gennaio 2022, si applicano le disposizioni della LPGA e le disposizioni della LAI e dell'OAI nel tenore in vigore fino al 31 dicembre 2021. Se la modifica determinante avviene dopo il 31 dicembre 2021, si applicano le disposizioni della LPGA e le disposizioni della LAI e dell'OAI nel tenore in vigore dal 1° gennaio 2022. La data della modifica determinante è determinata secondo l'art. 88a OAI (Circolare dell'UFAS sull'invalidità e sulla rendita nell'assicurazione per l'invalidità [CIRAI; valida dal 1° gennaio 2022, stato al 1° luglio 2022], cifre marginali 9100 e 9102 in combinazione con le cifre marginali 5500 a 5505). 2.1.3 Nel caso in esame, questo Tribunale osserva che la documentazione medica allegata con la domanda di revisione del 9 novembre 2021 risale, al più presto, al 19 ottobre 2021. Pertanto, il diritto all'aumento della rendita d'invalidità potrebbe nascere al più presto il 1° gennaio 2022, ossia al più presto tre mesi dopo un eventuale peggioramento senza interruzione dello stato di salute del ricorrente che può essere fatto risalire al più presto al 19 ottobre 2021 (cfr. art. 88a cpv. 2 OAI in relazione con l'art. 88bis cpv. 1 lett. a OAI e DTF 105 V 262 [cfr. cifra marginale 5600 CIRAI]). Ne consegue che, alla presente fattispecie, sono applicabili le disposizioni legali in vigore dal 1° gennaio 2022. 2.2 Giova altresì rilevare che il potere cognitivo di questo Tribunale è delimitato dalla data della decisione impugnata, in concreto il 5 aprile 2022.”
Eine Herabsetzung oder Aufhebung erfolgt im Normalfall frühestens ab dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung. Eine rückwirkende Aufhebung kommt nur in Betracht, wenn die Leistung unrechtmässig bezogen wurde oder der Leistungsbezüger seine zumutbare Meldepflicht nach Art. 77 IVV verletzt hat und diese Verletzung kausal für den unrechtmässigen Leistungsbezug war.
“Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente erfolgt im Normalfall frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV). Rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung an darf eine Leistung nur dann aufgehoben werden, wenn die unrichtige Leistungsausrichtung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt hat oder der ihm gemäss Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist. Dies ist der Fall, wenn der Beschwerdeführer seiner nach Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist und die Verletzung der Meldepflicht für den unrechtmässigen Leistungsbezug kausal war (Art. 88bis Abs. 2 lit.”
Bei der Rentenbemessung ist auf die tatsächliche Erwerbsfähigkeit ab dem Ende der dreimonatigen Frist abzustellen.
“S'il est vrai que des facteurs tels que l'âge, le manque de formation ou les difficultés linguistiques jouent un rôle non négligeable pour déterminer dans un cas concret les activités que l'on peut encore raisonnablement exiger d'un assuré, ils ne constituent pas, en règle générale, des circonstances supplémentaires qui, à part le caractère raisonnablement exigible d'une activité, sont susceptibles d'influencer l'étendue de l'invalidité, même s'ils rendent parfois difficile, voire impossible la recherche d'une place et, partant, l'utilisation de la capacité de travail résiduelle (arrêt TF I 377/98 du 28 juillet 1999 consid. 1 et les références citées). 7. 7.1. Il ressort de l'évaluation médicale qui précède que l'assurée n'était plus en mesure de travailler dans toute activité du 1er novembre 2016 au 30 mai 2017. Par la suite, sa capacité de travail demeurait restreinte. La condition relative à la durée moyenne déterminante de l’incapacité de travail a, par conséquent, été remplie après un délai d’attente d’une année, soit le 1er novembre 2017. Dès le 1er juin 2017, l'assurée était en mesure de travailler à un taux de 72%, horaire (80%) et rendement (10%), dans une activité adaptée. Dès le 1er novembre 2017, le droit à la rente dépend dès lors de la comparaison des revenus de valide et d'invalide. Les experts attestent ensuite d'une incapacité totale du 23 janvier 2018 au 30 septembre 2019. Compte tenu du délai de trois mois applicable en la matière (art. 88a RAI), cela conduit à reconnaître à la recourante le droit à une rente entière du 1er avril 2018 (report au début du mois selon l'art. 29 al. 3 LAI) au 31 décembre 2019. Enfin, dès le 1er octobre 2019, l'assurée est à nouveau en mesure de travailler à un taux de 72% dans une activité adaptée. Pour la période débutant au 1er janvier 2020, le droit à la rente dépend dès lors à nouveau de la comparaison des revenus de valide et d'invalide. 7.2. Dans ce contexte, il convient de procéder à la comparaison des revenus de valide et d'invalide pour la période débutant le 1er novembre 2017 et celle débutant le 1er janvier 2020. Au titre de revenu de valide, l'OAI s'est référé au revenu moyen du secteur de la production selon les chiffres de l’Enquête suisse sur la structure des salaires 2018 (ci-après: ESS 2018). Ce choix était dicté par le fait que les revenus de l'assurée étaient auparavant irréguliers, dépendant de missions temporaires. Quand bien même ce revenu s'écarte de l'évaluation concrète généralement faite en la matière – ce qui impliquerait de se référer aux revenus effectivement perçus – force est de constater que cela avantage l'assurée dans le calcul de son droit aux prestations.”
Bei der Rentenzuerkennung wurde das dreimonatige Warten des Art. 88a RAI ausdrücklich berücksichtigt.
“Il est par ailleurs pris acte qu’une demi-rente sera d’ores et déjà allouée au recourant sur la base du taux d’invalidité reconnu pour la période courant du 1er février 2020 au 31 janvier 2021. L’OAI veillera à prendre en considération le délai de trois mois d’attente au sens de l’art. 88a RAI. Il est également pris acte que de nouvelles mesures professionnelles sont ou seront ordonnées. 9. 9.1. Les frais de procédure sont en l’espèce fixés à CHF 400.- et mis à la charge de l’OAI. Dans le même temps, l’avance de frais de CHF 800.- versée par la recourante lui est restituée. 9.2. Procap qui la représente a enfin droit à une indemnité de partie. Une équitable indemnité de CHF 800.- lui est versée. Sur laquelle s’ajoute une TVA de 7,7%, pour un montant total de CHF 861.60. Elle est mise à la charge de l’OAI. (dispositif en page suivante) la Cour arrête : I. Le recours est admis. a. L’OAI octroie à la recourante une demi-rente fondée sur le taux d’invalidité de 51% reconnu pour la période du 1er février 2020 au 31 janvier 2021, en tenant compte de l’art. 88a RAI. b. La cause est renvoyée pour instruction médicale complémentaire à partir du 1er février 2021, au sens des considérants et nouvelle décision. c. Il est pris acte qu’une aide au placement a été octroyée à la recourante. II. a. Des frais de justice de CHF 400.- sont mis à la charge de l’OAI. b. L’avance de frais de CHF 800.- est restituée à la recourante. III. Une indemnité de CHF 861.60 (TVA de 61.60 comprise) est allouée à Procap. Elle est mise à la charge de l’OAI qui succombe. IV. Notification. Un recours en matière de droit public peut être déposé auprès du Tribunal fédéral contre le présent jugement dans un délai de 30 jours dès sa notification. Ce délai ne peut pas être prolongé. Le mémoire de recours sera adressé, en trois exemplaires, au Tribunal fédéral, Schweizerhofquai 6, 6004 Lucerne. Il doit indiquer les conclusions, les motifs et les moyens de preuve et être signé. Les motifs doivent exposer succinctement en quoi le jugement attaqué viole le droit. Les moyens de preuve en possession du (de la) recourant(e) doivent être joints au mémoire de même qu’une copie du jugement, avec l’enveloppe qui le contenait.”
Die Rentenrevisionen erfolgen konkret jeweils drei Monate nach der gesundheitlichen Verbesserung (z. B. Herabsetzung ab 1.9.2018).
“Selon les fiches de calcul du salaire exigible du 24 juillet 2020, l'abattement de 5% est fondé sur l'âge de la recourante et celui de 10% sur l'âge et les limitations fonctionnelles de l'intéressée. Les éléments au dossier ne mettent en évidence aucun élément qui pourrait expliquer cette différence d'appréciation des limitations fonctionnelles sous l'angle du taux d'abattement. Ce point peut toutefois souffrir de rester indécis puisque, même à retenir un taux d'abattement de 10% pour la période durant laquelle la recourante disposait d'une capacité de travail de 50%, le droit de la recourante ne s'en trouverait pas modifié. Cela étant, c'est de manière fondée que l'intimé a procédé à la révision de la rente entière d'invalidité accordée depuis le 1er août 2017 dans le sens d'un quart de rente dès le 1er septembre 2018, soit trois mois après l'amélioration de l'état de santé lui ayant permis de recouvrer une capacité de travail de 50% dès le mois de juin 2018, puis dans le sens de sa suppression dès le 1er février 2019 soit trois mois après l'amélioration subséquente ayant permis à l'intéressée de recouvrer une pleine capacité de travail dès le mois de novembre 2018 (cf. art. 88a RAI). 8. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l'octroi ou le refus de prestations de l'assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de la recourante, vu l'issue du litige. c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision rendue le 29 janvier 2021 par l'Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud est confirmée. III. Les frais judiciaires, arrêtés à 600 fr. (six cents francs), sont mis à la charge de M.________. IV. Il n'est pas alloué de dépens. La présidente : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ Me Jean-Pierre Bloch (pour la recourante), à Lausanne, ‑ Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud, à Vevey, - Office fédéral des assurances sociales, à Berne, par l'envoi de photocopies.”
Die Praxis berücksichtigt Dreimonatsfristen nach medizinischer Wiederherstellung für Rentenänderungen.
“b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid. 4.1 ; 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). 13. a) Dans son écriture du 15 septembre 2023, la recourante a conclu à la mise en œuvre de mesures professionnelles. b) aa) Selon l’art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d’une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let.”
Die dreimonatige Dauerfrist bestimmt, dass Veränderungen erst ab Juli 2014 rechtserheblich wurden.
“A la lecture du courrier du 23 avril 2014 en relation avec la décision du 2 juin 2014, il paraît douteux que l'office AI ait pris en considération la modification du taux d'invalidité invoquée par l'assu rée, comme il le prétend. Il a en effet renvoyé celle-ci à recourir contre la décision précitée, tout en qualifiant de non étayée l'attestation médicale produite. En tout état de cause, en se prononçant par décision du 2 juin 2014 sur le droit à la rente pour la période courant notamment dès le début de l'année 2014, l'office AI était tenu de prendre en considération l'ensemble des faits déterminants jusqu'à la date de sa décision. Or, la modification du taux d'incapacité de travail de l'assurée survenue en avril 2014 ne constituait pas un fait juridi quement déter minant au moment du prononcé litigieux. Comme l'a retenu à juste titre le Tribunal administratif fédéral, ce changement ne devenait déterminant pour une éventuelle modification du droit à la rente qu'après avoir duré pendant trois mois au moins sans interruption, conformément à l'art. 88a RAI. En conséquence, la péjoration de l'incapacité de travail n'était pas susceptible de modifier la décision du 2 juin 2014, que ce soit sous l'angle d'un éventuel recours de l'assurée, d'une reconsidération ou d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 LPGA. Ladite décision n'était ni contraire au droit, ni manifestement erronée, alors que le changement en cause ne correspondait pas à un fait nouveau qui aurait pu influencer le droit à la rente au regard des faits déterminants jusqu'au 2 juin 2014; ce changement ne portait effet qu'à partir de juillet 2014 au plus tôt. Dans ces circonstances, le Tribunal administratif fédéral était en droit de tenir compte du changement en cause sous l'angle de l'art. 17 LPGA pour la période postérieure au mois de juin”
Die massgebliche Datumsermittlung für anwendbares Recht kann drei Monate nach Verschlechterung liegen.
“Pour la période antérieure au 1er janvier 2022, il ne fait pas de doute que le droit applicable est celui en vigueur avant les modifications législatives adoptées dans le cadre du développement continu de l'AI, la rente étant née au 1er janvier 2020. En outre, dans la mesure où le recourant avait, au 1er janvier 2022, 30 ans révolus mais moins de 55 ans, ce n'est que si une modification déterminante de son taux d'invalidité d'au moins 5 points de pourcentage dès le 1er janvier 2022 devait être admise que le nouveau droit devrait être appliqué. Selon la décision querellée, tel est précisément le cas puisque le taux d'invalidité du recourant est passé de 3% à 39%, en raison d'une détérioration de sa capacité de travail dès décembre 2021 (capacité de travail de 50% dans une activité adaptée dès le mois précité au lieu d'une capacité de travail de 80% retenue dès août 2020), soit a varié de plus de 5 points de pourcentage. Or, la CIRAI précisant que la date de modification déterminante est celle déterminée par l'art. 88a RAI, la date finalement pertinente dans le cas d'espèce serait celle de mars 2022 (trois mois après la dégradation de la capacité de gain), postérieure à l'entrée en vigueur du nouveau droit. Il s'ensuit que – pour autant que les constatations de l'intimé concernant les périodes et taux d'incapacité de travail du recourant soient correctes – le nouveau droit serait alors applicable pour juger de la situation prévalant dès 2022. 4. Selon la jurisprudence, une décision par laquelle l'assurance-invalidité accorde une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit l'augmentation, la réduction ou la suppression de cette rente, correspond à une décision de révision au sens de l’art. 17 LPGA (ATF 130 V 343 consid. 3.5.2 ; 125 V 413 consid. 2d et les références ; VSI 2001 p. 157 consid. 2). Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'article 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid.”
Die dreimonatige Wirkungsdauer der Verbesserung wurde im konkreten Fall ab Ablauf des Wartejahres bemessen.
“Vom 1. März 2019 bis zum 30. April 2021 war der Beschwerdeführer gestützt auf die Ausführungen von Dr. Y.___ vollumfänglich arbeitsunfähig, womit ihm vom 1. April 2020 (Ablauf des Wartejahres) bis zum 31. Juli 2021, sprich drei Monate nach Verbesserung des Gesundheitszustandes (vgl. Art. 88a IVV), eine ganze Rente zusteht.”
Nachdem die gesetzlich vorgesehene Wartefrist abgelaufen ist, gilt eine ohne wesentliche Unterbrechung dreimonatige unveränderte Phase als Nachweis dafür, dass die Leistungsänderung als stabil anzusehen ist.
“Après avoir eu connaissance du projet de décision de l’intimé, le requérant a produit un nouveau rapport du Dr L.________ daté de mai 2023. Le spécialiste traitant n’y faisait pas état d’une péjoration de l’état de santé du requérant depuis ses précédentes évaluations. Le recours auprès de la Cour de céans était fondé sur ce même rapport. Or, conformément à l’art. 28 al. 1 LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20), le droit à une rente d’invalidité existe si la personne concernée présente une incapacité de travail d’au moins 40 % depuis plus d’une année et se trouve, au terme de cette année, invalide à 40 % au moins, le droit à la rente prenant cependant naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date du dépôt de la demande de prestations (art. 29 al. 1 LAI). Des aggravations ou améliorations notables du taux d’invalidité peuvent ensuite justifier une révision du droit à la rente dès qu’elles ont duré trois mois sans amélioration notable (art. 88a RAI [règlement fédéral du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). En d’autres termes, une fois les délais d’attentes des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI échus, la situation est considérée comme stable lorsqu’elle a duré trois mois sans interruption notable. Ainsi, le fait que l’état de santé du requérant se soit dégradé postérieurement à la décision du 8 juin 2023, respectivement qu’une quatrième intervention se soit concrétisée en novembre 2024, ne saurait remettre en cause le constat d’un état de santé resté relativement identique entre février 2022 et juin 2023, donc stable du point de vue du droit à la rente. Pour le surplus, le grief selon lequel la probabilité de péjoration à moyen terme de son état de santé n’aurait pas été suffisamment pris en compte dans l’évaluation de sa capacité de travail revient à solliciter une appréciation différente d’un même état de fait, ce qui ne peut justifier une révision. d) Le requérant a aussi fait valoir que le risque de péjoration, désormais avéré compte tenu de la quatrième opération programmée, devait justifier un abattement plus important sur le revenu statistique pour fixer le revenu sans invalidité.”
Bei der Bemessung des invaliditätsbedingten Hilfebedarfs ist Hilfe durch Angehörige zu berücksichtigen; hierzu können konkrete Zeitaufwände herangezogen werden (in der zitierten Rechtssache wurden beispielsweise zehn Minuten pro Woche angesetzt). Eine solche Anrechnung kann zu einer Verringerung des zuvor festgelegten Hilfe- oder Betreuungsbedarfs und gegebenenfalls zum Wegfall einer Leistung führen.
“Enfin, pour ce qui est de la question d’une mise sous curatelle, dès lors que les parents ou la sœur parviennent à aider le recourant à s’occuper de la conduite de ses affaires administratives, cette mesure, qui est subsidiaire à l’aide qui peut être apportée par les proches, ne semble pas indispensable en l’état (cf. objections du 11 décembre 2018 et courrier électronique du 4 mars 2020 annexé au mémoire de recours du 9 mars 2020), de sorte que l’on ne peut reprocher à la famille de l’assuré de ne pas avoir entrepris les démarches en vue de l’instauration d’une curatelle. En revanche, il convient de tenir compte du temps que cette aide des proches nécessite, ce qui a été fait, les dix minutes par semaine retenues paraissant adéquates. Au final, le rapport d’enquête 2018 retient à juste titre un accompagnement total de huitante minutes par semaine, soit moins de deux heures. c) On peut donc constater, avec l’intimé, une modification sous la forme de l’atténuation de l’impotence et du besoin d’aide découlant de l’invalidité (cf. art. 88a al. 1 RAI), à savoir l’autonomie du recourant dans l’accomplissement des actes ordinaires de la vie et une diminution de l’aide précédemment retenue pour faire face aux nécessités de la vie qui n’excède plus deux heures par semaine, justifiant, par voie de révision, la suppression du droit à l’allocation pour impotent avec effet au 1er avril 2020 (cf. art. 88bis al. 2 let. a RAI). 6. a) Sur le vu de ce qui précède, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) En dérogation à l’art. 61 let. a LPGA, la procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 400 fr. et mis à la charge du recourant, qui succombe. c) Il n’y a par ailleurs pas lieu d’allouer de dépens, le recourant n’obtenant pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I.”
Im entschiedenen Fall nahm die IV die Aufhebung der Rente ab dem Monat vor, in dem der neu festgestellte Invaliditätsgrad nicht mehr rentenbegründend war; dies erfolgte unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV.
“Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt im Jahr 2019 eine Einschränkung im Erwerb von 100 %. Im Rahmen der gemischten Methode verbleibt bei einer Gewichtung von 50 % Erwerb und 50 % Haushalt bei der Gewichtung ein Invaliditätsgrad von 50 % im Erwerbsbereich. Im Haushalt verbleibt bei einer Einschränkung von 6 % ein invaliditätsgrad von 3 %. Insgesamt resultiert somit ein Invaliditätsgrad von 53 %. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin somit zu Recht ab April 2019 (nach Ablauf des Wartejahres und der sechsmonatigen Frist nach Art. 29 Abs. 1 IVG) eine halbe Invalidenrente zugesprochen (vgl. E. 3.1.). Für das Jahr 2020 ergibt die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen eine Einschränkung im Erwerb von 52 %. Gewichtet verbleibt ein Invaliditätsgrad im Erwerb von 26.3 %. Hinzu kommt wiederum ein Invaliditätsgrad im Haushalt von 3 %, was zu einer Gesamtinvalidität von 29.3 % führt. Dieser Invaliditätsgrad ist nicht rentenbegründend (vgl. E. 3.1.). Unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. ebenfalls E. 3.1.) kam die Beschwerdegegnerin entsprechend der Beurteilung von Dr. med. D____ (vgl. E. 4.1.) und der Berechnung des IV-Grades zum Schluss, ab dem 1. Mai 2020 bestehe seitens der Beschwerdeführerin kein Rentenanspruch mehr. Diese Schlussfolgerung ist nicht zu beanstanden. 6.6. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin zu Recht basierend auf dem rheumatologischen Gutachten von Dr. med. D____ vom 19. März 2021 (IV-Akte 89) und den Abklärungen des Abklärungsdienstes (Berichte vom 18. Mai 2020, IV-Akte 55, und vom 28. Juni 2021, IV-Akte 104) ab dem 1. April 2019 bis zum 30. April 2020 eine befristete halbe Invalidenrente zugesprochen und einen darüberhinausgehenden Anspruch verneint. 7. 7.1. Im Lichte der obigen”
Art. 88a IVV bestimmt für Revisionsfälle den Zeitpunkt der massgebenden Änderung. Je nachdem, ob diese Änderung vor oder nach dem 1. Januar 2022 eingetreten ist, ist die bis zum 31. Dezember 2021 geltende oder die seit dem 1. Januar 2022 geltende Fassung von IVG und IVV anzuwenden.
“2 der Übergangsbestimmungen bleibt der bisherige Rentenanspruch auch nach einer Änderung des Invaliditätsgrades nach Art. 17 Abs. 1 ATSG bestehen, sofern die Anwendung von Art. 28b IVG zur Folge hat, dass der bisherige Rentenanspruch bei einer Erhöhung des Invaliditätsgrades sinkt oder bei einem Sinken des Invaliditätsgrades ansteigt (vgl. auch Rz 9106 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). 2.2.3. In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG gilt gemäss Rz 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 8C_658/2022 vom 30. Juni 2023 E. 3.2. und 8C_644/2022 vom 8. Februar 2023 E. 2.2.3). Nach der Rechtsprechung sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 ATSG; Art. 88a IVV) bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften Rente analog anwendbar (BGE 145 V 209, 213 E. 5.3.; Urteil des Bundesgerichts 9C_760/2023 vom 4. Dezember 2024 E. 3.3.). Vorliegend sind die massgebenden Änderungen sowohl vor als auch nach dem 1. Januar 2022 eingetreten (vgl. dazu”
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 143 V 446 consid. 3.3 ; 136 V 24 consid. 4.3 ; 132 V 215 consid. 3.1.1). Le 1er janvier 2022 sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505). 6.1.2 En l'occurrence, la décision litigieuse du 15 novembre 2023 a été rendue sur la base d'une éventuelle amélioration de la capacité de gain du recourant qui lui serait opposable à compter du 10 février 2023. Il convient par conséquent d'appliquer à la présente cause les dispositions de la LAI en vigueur dès le 1er janvier 2022. 6.2 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 15 novembre 2023). Les faits nouveaux qui se sont réalisés avant le prononcé de la décision litigieuse mais qui n'étaient pas connus de l'instance inférieure peuvent être invoqués dans la procédure devant le tribunal des assurances sociales.”
“Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Bei Revisionsfällen, in denen die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022 liegt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach dem 31. Dezember 2021, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der ab 1. Januar 2022 gültigen Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_658/2022 vom 30. Juni 2023). Die Beschwerdeführerin machte im April 2021 eine Verschlechterung geltend, womit eine allfällige massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022 eingetreten ist. In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesene Rechtslage anzuwenden, die im Folgenden soweit nichts anderes vermerkt ist jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.”
Die medizinischen Verbesserungen wurden hier erst berücksichtigt, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bestanden hatten, als sie damit für eine Rentenherabsetzung massgeblich geworden waren.
“2022; - non esiste un esame obiettivo che si discosti significativamente da quanto oggettivato in precedenza; - non esiste per l'attualità un'indicazione chirurgica; - non esiste la prescrizione di una terapia farmacologica; attualmente agli atti non viene documentata la prosecuzione di terapia fisica, fisiatrica, riabilitativa nemmeno per mantenere un buon trofismo muscolare; - non viene attestato nessun blocco funzionale; - non esiste alcuna recente attestazione di ricovero ospedaliero e/o accesso al pronto soccorso; - il Dr. __________ non certifica alcuna incapacità lavorativa pregressa ed attuale né definisce un'esigibilità; - in ogni caso quanto emerso dalla relazione del Dr. __________ non impedisce lo svolgimento di un'attività consona allo stato di salute attuale dell'A, così come valutato dal Dr. __________.", il medico SMR ha perciò concluso che in assenza di fatti nuovi rispettivamente di modificazioni significative di fatti noti, erano ancora valide le conclusioni del rapporto finale SMR del gennaio 2023. La decisione del 19 ottobre 2023 (doc. A1) ha confermato il diritto dell'assicurata a una rendita intera dal 1° agosto 2017, ovvero alla scadenza dell'anno di attesa (art. 28 cpv. 1 lett. b LAI) e fino al 31 dicembre 2021, ritenuto che dal 9 settembre 2021 l'inabilità lavorativa era nulla e quindi, sulla base dell'art. 88a OAI, il diritto alla rendita si è protratto per tre mesi dall'avvenuto miglioramento, dopodiché è decaduto visto che il calcolo effettuato dall'Ufficio AI dava un grado di invalidità del 36% e quindi non pensionabile (art. 28 cpv. 1 lett. c LAI). 2.7. Con il ricorso l'assicurata ha prodotto sei certificati medici del dr. med. __________, radiologia e terapia del dolore (SSIPM). Il primo, del 29 settembre 2020 (doc. A7), si riferisce a una infiltrazione che egli ha effettuato sotto guida ecografica intra- e peri-tendinea per fascite plantare a sinistra, con immediato miglioramento della sintomatologia algica dovuto all'effetto dell'anestetico aggiunto. Il secondo referto concerne l'ecografia duplex venoso superficiale e profondo della gamba sinistra e l'ecografia del piede sinistro eseguiti il 4 maggio 2021 (doc. A6) a causa dei dolori alla pianta del piede sul versante mediale. Il problema venoso è stato escluso, la fascite plantare non era ricomparsa e i dolori attuali si concentravano nella zona del tragitto plantare orizzontale del peroneo lungo.”
Bei erstmaligem Auftreten neu aufgetretener Schmerzen ist für die Anwendung von Art. 88a IVV auf den vom Arzt datierten Beginn der Beschwerden abzustellen. Im vorliegenden Fall hat der behandelnde Arzt den Beginn der Cervicobrachialgie mit «seit zweieinhalb Monaten» angegeben, womit dieser Zeitpunkt nach der angefochtenen Verfügung lag.
“II 197/2) anbelangt, ist festzuhalten, dass sich eine gesundheitliche Veränderung nicht bereits allein aus neuen Ergebnissen bildgebender Untersuchungen ergibt; für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Zusammenhang mit einer Degeneration der Wirbelsäule sind vielmehr in erster Linie die klinischen Befunde massgeblich (Entscheid des BGer vom 1. Juli 2022, 9C_512/2021, E. 6.2). Wie zuvor dargelegt, basiert die Einschätzung des rheumatologischen Gutachters auf einer lege artis durchgeführten klinischen Untersuchung, wobei er beim Beschwerdeführer unter Ablenkung eine deutlich bessere HWS-Rotation beobachten konnte als bei der konkreten Untersuchung bei erheblicher aktiver Gegeninnervation (act. II 178.5/5; vgl. E. 3.4.2 hiervor). Zudem berichtete der Dr. med. F.________ am 30. Januar 2023, bezugnehmend auf die besagte MR-Abklärung und eine zusätzliche CT-Abklärung vom 30. Januar 2023, dass (erst) seit zweieinhalb Monaten eine Cervicobrachialgie rechts bestehe; zeitlich – und erst Recht betreffend deren allfällige rechtliche Relevanz (vgl. Art. 88a IVV) – damit nach der hier angefochtenen Verfügung. Die linksseitige Schmerzsymptomatik wird (auch) als neu bezeichnet und ist ausserdem gemäss den Ausführungen von Dr. med. F.________ (noch) nicht erstellt ("wohl zunehmend auch"; act. I 10/1). Dessen Stellungnahme zu Handen der Rechtsvertreterin vom 15. Februar 2023 betraf einzig die aktuelle Attestierung der Arbeitsunfähigkeit aufgrund der HWS-Pathologie (act. I 12). Aus den Berichten des behandelnden Neurochirurgen ergeben sich bis zum hier massgeben Beurteilungszeitpunkt weder eine wesentliche gesundheitliche Veränderung noch wichtige Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung durch die MEDAS E.________ unerkannt oder ungewürdigt geblieben wären (vgl. SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3). Nicht anders verhält es sich hinsichtlich der Stellungnahme von Dr. med. K.________ ebenfalls zu Handen der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 6. Februar 2023 (act. I 11).”
Bei der Festsetzung der Rente gelten Wartefristen (ein Jahr bzw. drei Monate) für den Beginn bzw. das Ende der Leistung (vgl. Art. 28 Abs. 2 LAI und Art. 88a IVV).
“N'excluant pas une origine parkinsonienne aux tremblements constatés, ils mettent surtout ceux-ci en lien avec une "cause toxico-médicamenteuse (polymédication importante, dont des neuroleptiques, notamment la risperdone)" (dossier OAI, p. 759). L'impact de ces troubles a cependant déjà été pris en compte dans le cadre de l'examen psychiatrique. 6.4. Ainsi, si l'assuré est limité par des troubles somatiques, aucun élément médical objectif ne permet de reconnaître que ceux-ci l'empêchaient de travailler, à tout le moins dans une activité adaptée à ses limitations. 7. Résumé de l'appréciation des preuves, droit à la rente et sort du recours Il ressort de l'ensemble de ce qui précède qu'une incapacité de travail doit être reconnue au recourant du 1er janvier 2010 au 1er décembre 2011 ainsi que depuis le mois de février 2016 en raison des troubles psychiques, étant précisé qu'à eux seuls, les troubles somatiques ne conduisent pas à la reconnaissance d'une incapacité de travail. L'incapacité de travail portant du mois de janvier 2010 au 1er décembre 2011 justifie le droit à une rente entière du 1er janvier 2011 (fin du délai d'attente d'un an selon l'art. 28 al. 2 LAI) au 31 mars 2012 (délai d'attente de trois mois selon l'art. 88a RAI). Cette rente doit en revanche être supprimée à partir du 1er avril 2012, la comparaison des revenus – lesquels ne sont pas contestés et n'apparaissent pas devoir être objet de critiques – laissant apparaître un degré d'invalidité insuffisant. En février 2016, l'état de l'assuré s'est aggravé suite à la décompensation de troubles de la personnalité, soit une nouvelle atteinte psychiatrique justifiant qu'il soit à nouveau pris en compte un délai d'attente d'une année (art. 28 al. 2 LAI). L'assuré doit donc se voir reconnaître le droit à une rente entière à partir du 1er février 2017, soit après l'échéance du délai d'attente d'une année. Partant, la décision de l'OAI échappant à la critique, le recours (605 2019 298), mal fondé, doit être rejeté et la décision contestée confirmée. Les frais de justice, par CHF 800.-, sont mis à la charge du recourant, sous réserve des considérants sur l'assistance judiciaire qui suivent. 8. Dispositions relatives à l'assistance judiciaire gratuite 8.1. En vertu de l'art.”
Eine kurzzeitige Totalausfallperiode von weniger als drei Monaten rechtfertigt nicht allein die Wiederaufnahme der Rentenzahlung nach Art. 88a Abs. 2 IVV. Allerdings kann eine solche vorübergehende Arbeitsunfähigkeit in der Praxis dazu führen, dass aufgrund des Einkommensvergleichs ab dem folgenden Monat keine Rentenfortzahlung bzw. keine Rentenänderung mehr erfolgt.
“L'incapacité totale qui s'est étendue du 10 mai au 1er juin 2016 était trop brève (moins de trois mois consécutifs) pour justifier à elle seule la reprise du versement d'une rente (cf. art. 88a al. 2 RAI). La récupération d'une capacité de travail de 60 % dans l'activité adaptée dès le 1er juin 2016 n'y change rien. En effet, la perte de gain de 35 %, qui prévaut à nouveau depuis cette date, résulte derechef de la comparaison du revenu de 56'110 fr. que le recourant avait perçu en 2014 dans son activité de "responsable bâtiment" exercée à 60 %, avec le gain sans invalidité de 86'308 fr. 40 (l'indexation des revenus déterminants en 2016 évoluant en parallèle); elle exclut donc le maintien de la rente. On relèvera à cet égard, contrairement à l'opinion de l'instance précédente, que le revenu de 56'110 fr. ne doit pas être extrapolé en fonction d'une activité à plein temps, car selon les experts du CEMEDEX, la capacité de travail dans l'activité adaptée atteignait uniquement 60 % dès le 1er juin”
Bei dauerhafter Teilrehabilitation gilt die Herabsetzung drei Monate nach dem festgestellten 50%-Arbeitsfähigkeitsniveau.
“Par ailleurs, comme relevé par l’intimé, on observe que l’année 2016 correspond à celle au cours de laquelle les mesures professionnelles conduites ont apporté le constat d’une aptitude à la réinsertion de l’assuré dans une activité adaptée d’employé de commerce, qui est à ce jour encore celle qui l’occupe. On retiendra donc que c’est en 2016 que coïncident les constats, d’une part d’une aptitude à la réinsertion professionnelle de l’assuré par la mise à jour de son CFC d’employé de commerce, dans le cadre d’une mesure d’évaluation à plein temps puis de réentraînement à mi-temps, d’autre part de l’exigibilité de la capacité de travail à 50 % dans une activité adaptée à son handicap. Dans ce contexte, il y a lieu d’effectuer le calcul du degré d’invalidité en comparant le revenu sans invalidité tel que fixé à 63'204 fr. par l’intimé (avec indexation à l’année 2016, et qui n’a à juste titre pas été contesté), avec le revenu d’invalide de 32'751 fr. 90, fixé au taux de 50 % pour 2016, en se rapportant aux tables ESS applicables aux employés de commerce avec CFC affectés au soutien administratif aux entreprises. Le préjudice économique ascende ainsi à 30'452 fr. 10, ce qui offre un degré d’invalidité de 48.18 %. En application de l’art. 88a RAI, ce degré d’invalidité est réputé intervenir avec effet trois mois après l’amélioration durable de la capacité de travail de l’intéressé arrêtée au taux de 50 % à compter du 1er février 2016, soit au 1er mai 2016. 5. Subsiste la question litigieuse de la prise en compte d’un abattement, dont le taux devrait être porté en déduction du revenu d’invalide. Pour l’autorité intimée, il n’y a pas lieu de procéder à un tel abattement, les facteurs de réduction relevant des limitations fonctionnelles de l’assuré ayant déjà été pris en compte dans la réduction de sa capacité de travail. Le recourant soutient quant à lui que le nombre et l’importance des limitations fonctionnelles, de même que son âge avancé et la longue période d’inactivité en qualité d’employé de commerce justifie que l’on procède à un abattement équitable de 10 % au moins. a) Divers éléments peuvent influencer le revenu d’une activité lucrative. Il s’agit de circonstances personnelles et professionnelles, exhaustivement énumérées par la jurisprudence (les limitations fonctionnelles liées au handicap, l’âge, les années de service, la nationalité/catégorie d’autorisation de séjour et le taux d’occupation), dont il y a lieu de tenir compte au moment de la détermination du revenu hypothétique d’invalide au moyen de salaires statistiques par une déduction globale maximale de 25 % (cf.”
Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens können leidensbedingte Abzüge vorgenommen werden; die Rechtsprechung akzeptiert hierfür bis zu 25 % (vgl. die Entscheidungen zur Berechnung auf Medianlohnbasis). In konkreten Fällen wurden alters- bzw. perspektivenbedingte Abzüge von 10 % angewandt. Ein zusätzlicher Abzug wegen «Dienstjahre» ist im Rahmen des Anforderungsniveaus 1 in der Praxis meist nicht relevant, um eine Doppelanrechnung zu vermeiden.
“Februar 2021 präsentierten Untersuchungsergebnisse der von der Coop Rechtsschutz AG in Auftrag gegebenen Gutachten zur Frage des fairen Zugangs zu Invalidenleistungen, auf die sich der Beschwerdeführer berufe, erlaubten keine andere Berechnungsweise des Invalideneinkommens. Die konkret geforderte Anwendung des untersten Quartilbereichs anstatt des Medianlohns als Ausgangswert komme aufgrund der klaren bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht in Betracht. Für den Ausgleich behinderungsbedingter Einbussen sehe die Rechtsprechung explizit den leidensbedingten Abzug von bis zu 25 % des Medianwerts vor. Den entsprechenden Merkmalen habe BGE 148 V 174 S. 180 die IV-Stelle mit dem 10%igen Abzug ausreichend Rechnung getragen. Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ermittelte das kantonale Gericht ab 1. Mai 2018 eine Erwerbseinbusse von Fr. 44'350.60 bzw. einen Invaliditätsgrad von gerundet 65 % und ab 1. August 2018 eine Erwerbseinbusse von Fr. 32'396.57 bzw. einen Invaliditätsgrad von gerundet 47 %, was in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV zur in E. 3 hiervor erwähnten Rentenzusprechung (mit Erhöhung und Herabsetzungen) führte.”
“On tiendra également compte de l’évolution des salaires nominaux, pour les hommes ou les femmes selon la personne concernée, entre la date de référence de l’ESS et l’année déterminante pour l’évaluation de l’invalidité (ATF 129 V 408 consid. 3.1.2). Cette année correspond en principe à celle lors de laquelle le droit éventuel à la rente prend naissance (ATF 134 V 322 consid. 4.1 ; 129 V 222). cc) La personne assurée peut, selon sa situation personnelle, voir ses perspectives salariales être réduites par des facteurs tels que l’âge, le handicap, les années de services, la nationalité, le titre de séjour ou le taux d’occupation. Une évaluation globale des effets de ces circonstances sur le revenu d’invalide est nécessaire. La jurisprudence admet de procéder à une déduction de 25 % au maximum pour en tenir compte (ATF 146 V 16 consid. 4.1 ; 126 V 75). c) aa) Au vu du dépôt de la demande le 28 octobre 2016, l’office intimé a, compte tenu d’une incapacité de travail totale entre le 22 janvier 2017 et le 19 août 2017, reconnu le droit à une rente entière de l’assurance-invalidité pour la période du 1er avril au 31 octobre 2017 (art. 29 al. 1 et 3 LAI et art. 88a al. 2 RAI), . bb) Pour la période du 1er novembre 2017 au 29 février 2020, il y a lieu de comparer un revenu sans invalidité de 69'129 fr. 03 avec un revenu d’invalide de 25'352 fr. 69 (montant qui intégrait la capacité de travail de 42 % constatée pour la période d’août 2017 à novembre 2019, ainsi qu’un abattement de 10 % destiné à tenir compte de l’âge restreignant les perspectives salariales du recourant), pour aboutir à un degré d’invalidité de 63 %, taux ouvrant le droit à un trois quarts de rente de l’assurance-invalidité. cc) Enfin, pour la période courant depuis le 1er mars 2020, il y a lieu de comparer un revenu sans invalidité de 69'129 fr. 03 avec un revenu d’invalide de 33'803 fr. 59 (montant qui intégrait la capacité résiduelle de travail de 56 % constatée depuis le 1er décembre 2019 ainsi qu’un abattement de 10 % afin de tenir compte de l’âge restreignant les perspectives salariales du recourant), pour aboutir à un degré d’invalidité de 51 %, taux ouvrant le droit à une demi-rente de l’assurance-invalidité depuis le 1er mars 2020.”
“Ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug würde zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1. und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1. mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2). Zu verneinen ist ferner die Gewährung eines leidensbedingten Abzugs aufgrund des Kriteriums «Dienstjahre». Die Bedeutung dieses Merkmals nimmt im privaten Sektor ohnehin ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist. Im Rahmen des Anforderungsniveaus 1 kommt ihm praxisgemäss keine Relevanz zu (Urteil des Bundesgerichts 9C_874/2014 vom 2. September 2015 E. 3.3.2.). Da sich aus den vorliegenden Akten somit keine Umstände ergeben, die einen Abzug vom statistischen Lohn rechtfertigen würden, ist die Verfügung vom 5. Mai 2021 unter diesem Gesichtspunkt nicht zu beanstanden. 7.3. Unter Berücksichtigung der anhand der gemischten Methode errechneten Invaliditätsgrade (vgl. E. 6.5. hiervor) und unter Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin somit ab Februar 2018 eine ganze Invalidenrente und ab Juli 2018 eine Viertelsrente auszurichten. 8. 8.1. Gemäss den obigen”
Für die Bestimmung des massgebenden Zeitpunkts ist auf Art. 88a IVV/RAI abzustellen. Danach richtet sich die Festlegung der «modification déterminante» (deutsch: massgebliche Änderung) nach den in Art. 88a genannten Kriterien: Bei einer Verbesserung ist als massgebend der Zeitpunkt zu nehmen, ab dem vernünftigerweise mit einer länger andauernden Besserung gerechnet werden kann; ersatzweise ist die Änderung jedenfalls dann massgebend, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiter andauern wird. Diese Regeln bestimmen, ob (und gegebenenfalls welche) materielle Rechtslage (z. B. die frühere oder die neue Fassung von LAI/RAI) zur Anwendung gelangt.
“17 LPGA notamment ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (modifications des 19 juin 2020 et 3 novembre 2021 ; RO 2021 705 et RO 2021 706). En l’absence de disposition transitoire spéciale, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 et la référence). Dans les cas de révision selon l'art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). Selon cette disposition, si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre (al. 1). Si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable.”
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 143 V 446 consid. 3.3, ATF 136 V 24 consid. 4.3, ATF 132 V 215 consid. 3.1.1). Le 1er janvier 2022 sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505). En l'occurrence, la décision litigieuse a été rendue le 9 avril 2024 sur la base d'une éventuelle amélioration de la capacité de gain de la recourante qui lui serait opposable à compter du 18 juillet 2023, de sorte qu'il convient d'appliquer à la présente cause les dispositions en vigueur à partir du 1er janvier 2022. 5.2 En outre, le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 9 avril 2024). Les faits nouveaux qui se sont réalisés avant le prononcé de la décision litigieuse mais qui n'étaient pas connus de l'instance inférieure peuvent être invoqués dans la procédure devant le tribunal des assurances sociales.”
“Conformément aux principes généraux en matière de droit intertemporel (ATF 149 II 320 consid. 3; 148 V 174 consid. 4.1 et les références), il y a lieu d'examiner en fonction des règles applicables jusqu'au 31 décembre 2021 si une modification déterminante pour le droit à la rente est survenue jusqu'à cette date (arrêt 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2). Selon ces principes, le ch. 9102 de la Circulaire de l'Office fédéral des assurances sociales (OFAS) sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité (CIRAI) (valable à partir du 1er janvier 2022) prévoit que si la modification déterminante s'est produite avant le 1er janvier 2022, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 s'appliquent; si la modification déterminante s'est produite après cette date, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 s'appliquent. La date de la modification déterminante est fixée selon l'art. 88a RAI. Si la décision administrative remise en cause en première instance a certes été rendue après le 1er janvier 2022, c'est cependant une modification intervenue avant cette date et entrant en ligne de compte selon l'art. 88a RAI qui est litigieuse. À cet égard, l'arrêt entrepris expose de manière complète les dispositions légales, en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, et les principes jurisprudentiels relatifs notamment à la notion d'invalidité (art. 7 et 8 al. 1 LPGA en relation avec l'art. 4 al. 1 LAI) et à son évaluation (art. 16 LPGA et art. 28a LAI), en particulier s'agissant du caractère invalidant de troubles psychiques (ATF 148 V 49; 143 V 409; 143 V 418; 141 V 281). Il rappelle également les règles applicables à la révision du droit à une rente d'invalidité (art. 17 LPGA et art. 88a RAI; ATF 141 V 9 consid. 2.3; 133 V 108 consid. 5 et les références), à la valeur probante des rapports médicaux (ATF 134 V 231 consid. 5.1; 125 V 351 consid. 3) et à la libre appréciation des preuves (art.”
Bei der Einkommensvergleichsrechnung nach Art. 88a Abs. 1 IVV sind in der Praxis Abzüge vorzunehmen, wenn der Invalideneinsatz in nicht qualifizierter, leistungsminderter Arbeit erfolgt. Die Rechtsprechung kennt hierfür üblicherweise einen Abzug von ca. 10 %, lässt aber in Einzelfällen einen fiktiven Höchstabzug bis zu 25 % zu; auch geringere Abschläge (z. B. 5 %) werden in der Praxis verwendet und können entscheidend sein.
“En effet, d'après la jurisprudence, il faut tenir compte du fait que le travailleur invalide, lorsqu'il accomplit un travail non qualifié, reçoit en règle générale, même sur un marché du travail équilibré, un salaire inférieur à celui d'un salarié valide, car son rendement est en général inférieur en raison de son handicap; il convient dès lors de procéder à un abattement sur le revenu statistique pris en compte (ATF 134 V 322 c. 5.2, 129 V 472 c. 4.2.3). En déduisant donc encore un abattement de 10% sur le montant précité de Fr. 44'199.-, on aboutit à un revenu d'invalide déterminant en l'occurrence à partir du 25 septembre 2019 de Fr. 39'780.-. En comparant celui-ci au revenu hypothétique annuel sans invalidité de Fr. 57'266.- à 100% relatif à 2019, tel qu'exposé plus haut (c. 7.3.1), il résulte une perte de gain de Fr. 17'486.- et, partant, un taux d'invalidité afférent à l'activité lucrative de 30,53% qui, pondéré à 80% correspondant à la part de l'activité lucrative, donne un taux d'invalidité à prendre en compte de 24,46%, auquel il convient d'ajouter le taux d'incapacité de 14,8% dans les tâches ménagères, pondéré à la part de 20% de celles-ci, soit 2,96%. On obtient ainsi un degré d'invalidité global de 27%. Partant, à partir du 1er janvier 2020 (art. 88a al. 1 RAI), le droit à la rente de la recourante s'éteint. 7.9 Enfin, il convient d'examiner la période à partir du 1er avril 2021, qui fait elle-aussi partie de l'objet de la contestation et pour laquelle il y a lieu d'évaluer l'invalidité de la recourante selon la méthode ordinaire de comparaison des revenus (voir ci-dessus c. 1.1 et 2.5.1). Ce faisant, le revenu sans invalidité de Fr. 58'087.-, correspondant à un salaire annuel à un taux d'occupation de 100% en 2021 (voir ci-dessus c. 7.3.1), doit être comparé à un revenu d'invalide annuel fondé sur l'ESS 2020, table TA1, "Salaire mensuel brut (valeur centrale) selon les branches économiques, le niveau de compétences et le sexe", secteur privé, total, femmes, niveau de compétence 1, adapté à un temps de travail hebdomadaire usuel dans les entreprises de 41,7 heures et à l'évolution des salaires en 2021 (indices: 2020=107.9, 2021=108.6). Ce revenu d'invalide en 2021 se monte (à 100%) à Fr. 53'840.- ([Fr. 4'276 x 12 x 41,7 : 40] x 107.0 : 107.2).”
“Ausgehend von einem Valideneinkommen von Fr. 63'790.60 und einem Invalideneinkommen von Fr. 60'660.95 resultiert ab 1. Januar 2018 ein Invaliditätsgrad von gerundet 5 % ([Fr. 63'790.60 - Fr. 60'660.95] x 100 / Fr. 63'790.60), womit ab Januar 2018 kein Rentenanspruch des Beschwerdeführers mehr besteht (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV). Selbst bei Gewährung des maximalen Abzuges von 25 % (vgl. Beschwerde S. 6) resultierte ab dann, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführte (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 6), ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet 21 % ([Fr. 63'790.60 - Fr. 50'550.80 {Fr. 67'401.05 x 0.75}] x 100 / Fr. 63'790.60).”
“Es bleibt damit dabei, dass das Invalideneinkommen von Fr. 27'394.50 die Hälfte des Valideneinkommens ausmacht (Fr. 54'789.05 x 0.5), was einem Invaliditätsgrad von 50 % entspricht und Anspruch auf eine halbe Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG) ab dem 1. April 2017 (Art. 88a Abs. 1 IVV) begründet. Mit einem Valideneinkommen von Fr. 55'617.85 und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'024.75 (Fr. 27'394.50 - 5 %) würde eine Erwerbseinbusse von Fr. 29'593.10 resultieren, was einem Invaliditätsgrad von 53 % entspricht und ebenfalls Anspruch auf eine halbe Rente begründen würde.”
Eine Neufestsetzung der Rente kann erfolgen, wenn eine teilweise Erwerbsfähigkeit wiedererlangt ist und diese Verbesserung voraussichtlich längere Zeit andauern wird. In der zitierten Entscheidung hat die Beschwerdegegnerin Art. 88a Abs. 1 IVV im Rahmen eines Einkommensvergleichs angewendet und den Rentenanspruch ab August 2016 neu festgelegt, nachdem sich der Gesundheitszustand im April 2016 stabilisiert hatte.
“Vorab ist die Zusprechung einer ganzen Rente ab Februar 2016 nicht in Frage zu stellen angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin, wie schon ausgeführt (E. 5.6), Ende 2015/Anfang 2016 noch in spezifischer ärztlicher Behandlung im Zusammenhang mit der Operation vom Oktober 2015 und der Erprobung der medikamentösen Behandlung der rezidivierenden Hypoglykämien gestanden hatte. Nachvollziehbar ist sodann in Anbetracht des Berichts Kantonsspitals T.___ vom 6. Mai 2016 (Urk. 7/122) auch die Feststellung der Beschwerdegegnerin, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Laufe des Aprils 2016 stabilisiert und insofern verbessert habe (vgl. Urk. 7/212/7-8). Aufgrund dieser Wiedererlangung einer teilweisen Arbeitsfähigkeit hat die Beschwerdegegnerin daher den Rentenanspruch ab August 2016 in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu Recht mittels Einkommensvergleichs neu festgelegt.”
Bei befristeten Renten ist für die Vergleichsbetrachtung der Rentenbeginn und der Zeitpunkt der Drittmonats-Reduktion entscheidend.
“c) Selon la jurisprudence, le bien-fondé d'une décision d'octroi, à titre rétroactif, d'une rente limitée dans le temps, doit être examiné à la lumière des conditions de révision du droit à la rente (Valterio, Commentaire : Loi fédérale sur l'assurance-invalidité, Genève/Zurich/Bâle 2018, n. 6 ad art. 31 LAI et réf. cit. p. 495). Aux termes de l'art. 17 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la décision initiale de rente et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse (cf. notamment TF 8C_180/2009 du 8 décembre 2009 consid. 3 et réf. cit. ; TF 9C_718/2009 du 4 février 2010 consid. 1.2 et réf. cit.). Lors de l’octroi d’une rente échelonnée ou limitée dans le temps, le moment déterminant pour effectuer la comparaison est, d’une part, le moment du début du droit à la rente et, d’autre part, celui de la diminution ou de la suppression de la rente en application du délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI (Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l’assurance-invalidité [AI], Genève/Zurich/Bâle 2011, n. 3068 et réf. cit. p. 833 s. ; cf. également TF 9C_134/2015 du 3 septembre 2015 consid. 4.1 et réf. cit.). d) Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 4.1 et les références citées). e) Pour pouvoir fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position.”
Bei rückwirkender Zusprechung ist für den Vergleichszeitpunkt auch der in Art. 88a IVV genannte Dreimonatszeitpunkt massgebend.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).”
Bei Wiederaufleben oder Rückkehr der Invalidität aus derselben Ursache nach Suppression der Rente ist Art. 29bis IVV analog anwendbar. Danach ist die bereits zurückgelegte Wartezeit für den Anspruch auf Rente zu berücksichtigen, was dazu führen kann, dass eine höhere Rente früher zuerkannt wird (gegebenenfalls unter Berücksichtigung der einschlägigen Wirkungen rückwirkender Entscheidungen). Dies berührt die Regel des Art. 88a Abs. 2 IVV nicht, soweit kein Fall der Wiederaufnahme nach Art. 29bis vorliegt.
“29bis RAI dispose que si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente, que lui imposerait l'art. 28 al. 1 let. b LAI, celle qui a précédé le premier octroi. L'application par analogie de cette disposition implique que l'art. 88a al. 2, 1ère phrase, RAI doit céder le pas à une rente d'emblée plus élevée si l'application de l'art. 29bis RAI conduit, compte tenu du délai d'attente d'une année, à une rente supérieure avant l'échéance du délai de trois mois (cf. Circulaire sur l'invalidité et l'impotence dans l'assurance-invalidité [CIIAI], Cm 4011 ; MICHEL VALTERIO, op. cit., art. 31 n° 37). 5.1.5 L'augmentation de la rente ou de l'allocation pour impotent prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l'assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). L'art. 88a al. 2 RAI qui détermine les conditions de révision - primant sur l'art. 88bis al. 1 RAI qui détermine les effets temporels de la révision , aucune augmentation de rente ne peut intervenir avant l'écoulement de la période de carence de trois mois, cela même si la révision a été demandée par l'assuré (cf. MICHEL VALTERIO, op. cit., art. 31 LAI, nos 36-39). 5.1.6 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (ATF 133 V 263 consid. 6.1; arrêt du Tribunal fédéral 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369; MARGRIT MOSER-SZELESS, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 ss.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 417 consid.”
“2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L’art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie. Selon cette disposition, si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente celle qui a précédé le premier octroi. En cas d’aggravation de la même atteinte à la santé, l’application par analogie de l’art. 29bis RAI conduit plus tôt au droit à une rente supérieure. Elle permet en effet de tenir compte des délais d’attente déjà écoulés. Ainsi, si, au moment de l’aggravation constatée, une incapacité de travail moyenne pendant le délai d’attente d’un an avant l’aggravation donne déjà droit à une rente d’invalidité d’un taux supérieur, il y a lieu d’allouer celle-ci dès la survenance de l’aggravation et de ne pas appliquer le délai de trois mois prévu par l’art. 88a al. 2 RAI (Circulaire sur l’invalidité et l’impotence dans l’assurance-invalidité émise par le Département fédéral de l’intérieure valable à partir du 1er janvier 2015, n° 4011). Ce mode de faire permet de garantir à l’assuré dont l’invalidité s’aggrave le même avantage que celui qui est accordé à un assuré qui redevient invalide après un temps de rétablissement ayant justifié la suppression de sa rente et qui peut à nouveau prétendre à une rente en application de l’art. 29bis RAI (TFA du 22 mars 1989 in RCC 1990/1 p. 38, consid. 2). 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent une base importante pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigible de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid.”
“2 RAI précise que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable ; l'art. 29bis RAI est applicable par analogie. Selon cette disposition, si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à une rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28, al. 1, let. b, LAI, celle qui a précédé le premier octroi. En l’espèce, il est constant que l’atteinte à l’origine de la nouvelle incapacité de travail est la même que lors de la première allocation de rente. Ainsi, dans les cas de reprise de l'invalidité après suppression de la rente, comme en l'espèce, il y a lieu de faire application de l'art. 29bis RAI. La question est de savoir comment l’application de cette disposition s’articule avec celle de l’art. 88a al. 2 RAI. L'art. 88a al. 2 RAI prévoit les effets dans le temps d'une modification du droit aux prestations, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels s'est dégradée. Ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations de l'assuré dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique, à l'occasion d'une procédure de révision (art. 17 LPGA), dans le cadre d'une modification du droit à une rente précédemment allouée ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif. Cette disposition ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (cf. arrêt I 179/01 du 10 décembre 2001 consid. 3b; TF 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5). Comme le mentionne cette disposition, il faut toutefois relever le cas prévu par l‘art. 29bis RAI. La jurisprudence a précisé que l'art. 29bis RAI est applicable seulement au calcul de la période d'attente selon l'art.”
Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit wird für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung nur berücksichtigt, wenn sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; ersatzweise ist sie zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterbesteht.
“1 LPGA, la révision implique un changement important des circonstances, notamment en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA (ATF 141 V 9 consid. 2.3 et les références). Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 147 V 167 consid. 4.1 ; 133 V 108 consid. 5.2). Les communications – au sens de l’art. 74ter let. f RAI – peuvent servir de base de comparaison dans le temps, dans la mesure où elles résultent d’un examen matériel du droit (TF 9C_350/2014 du 11 septembre 2014 consid. 2.2 et références citées). c) En vertu de l’art. 88a al. 1 RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. 5. a) Pour pouvoir fixer le degré d'invalidité, l'administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d'autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l'état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid.”
“C’est en effet la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l’examen d’une modification du degré d’invalidité lors d’une nouvelle révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 343 consid. 3.5.2). Si les conditions de la révision sont données, les prestations sont, conformément à l’art. 17 al. 1 LPGA, modifiées pour l’avenir dans le sens exigé par le nouveau degré d’invalidité. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2). Dans le domaine de l’assurance-invalidité, le point de départ d’une modification du droit aux prestations est fixé avec précision. En cas de modification de la capacité de gain, la rente doit être supprimée ou réduite avec effet immédiat si la modification paraît durable et par conséquent stable (phr. 1 de l’art. 88a al. 1 RAI) ; on attendra en revanche trois mois au cas où le caractère évolutif de l’atteinte à la santé, notamment la possibilité d’une aggravation, ne permettrait pas un jugement immédiat (phr. 2 de la disposition ; arrêt du Tribunal fédéral I 666/81 du 30 mars 1983 consid. 3, in RCC 1984 p. 137 s.). En règle générale, pour examiner s’il y a lieu de réduire ou de supprimer la rente immédiatement ou après trois mois, il faut examiner pour le futur si l’amélioration de la capacité de gain peut être considérée comme durable (arrêt du Tribunal fédéral 9C_32/2015 du 10 septembre 2015 consid. 4.1). L’OAI doit réduire ou supprimer la rente avec effet à la fin du mois au cours duquel le délai de trois mois a expiré (voir arrêt du Tribunal fédéral 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.5 dans le même sens). Les dispositions régissant la révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA s'appliquent par analogie dans l'octroi rétroactif d'une pension progressive ou temporaire (ATF 133 V 263 consid. 6.1 et les références citées).”
“Vielmehr ist der Rentenanspruch für die Zukunft diesfalls in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei und umfassend zu prüfen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3, 117 V 198 E. 4b, je mit Hinweisen). Unerheblich unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist dagegen nach der Rechtsprechung die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhaltes (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage einer anspruchserheblichen Änderung gilt die letzte rechtskräftige Verfügung, die auf einer materiellen Anspruchsprüfung mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108 E. 5 mit Hinweisen). Eine Mitteilung nach Art. 74ter lit. f und Art. 74quater Abs. 1 IVV (vgl. Art. 51 ATSG), mit der auf das Fortbestehen des bisherigen Anspruchs hingewiesen wird, ist einer rechtskräftigen Verfügung gleichgestellt, soweit ihr ebenfalls eine anforderungsgerechte materielle Anspruchsprüfung zugrunde liegt (Urteil des Bundesgerichts 8C_185/2017 vom 6. Juli 2017 E. 5.2 mit Hinweisen). Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente erfolgt gestützt auf Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an. Die Erhöhung der Rente ist gestützt auf Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV bei einer Revision von Amtes wegen frühestens ab dem für die Revision vorgesehenen Monat an vorzunehmen; im Falle eines Revisionsgesuchs, das von der versicherten Person ausgeht, erfolgt die Erhöhung der Rente gestützt auf Art.”
“Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d’invalidité, donc le droit à la rente, peut donner lieu à une révision de celle-ci au sens de l’art. 17 LPGA (ATF 141 V 9 consid. 2.3). La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA. Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71). Selon l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. La diminution ou la suppression de la rente, de l’allocation pour impotent ou de la contribution d’assistance prend effet au plus tôt le premier jour du deuxième mois qui suit la notification de la décision (art. 88 bis al. 2 let. a RAI). 4. Pour pouvoir fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position.”
Bei degressiven oder temporären Renten ist der Zeitpunkt, ab dem die Leistung zu reduzieren oder aufzuheben ist, verbindlich nach Art. 88a Abs. 1 IVV zu bestimmen. Massgeblich ist dabei, wann die festgestellte Verbesserung so voraussichtlich dauerhaft ist, dass mit einer andauernden Wegfall- oder Reduktionswirkung des Rentenanspruchs zu rechnen ist.
“Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 112 V 371 consid. 2b; 387 consid. 1b). Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient lorsque la décision initiale de rente a été rendue avec les circonstances régnant à l'époque du prononcé de la décision litigieuse (ATF 130 V 351 consid. 3.5.2; 125 V 369 consid. 2 et la référence citée; voir également ATF 112 V 372 consid. 2b et 390 consid. 1b). 5.2. Par ailleurs, selon la jurisprudence, une décision par laquelle l'assurance-invalidité accorde une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit l'augmentation, la réduction ou la suppression de cette rente, correspond à une décision de révision (cf. ATF 131 V 164; VSI 2001 155 consid. 2). Enfin, en cas d'allocation d'une rente dégressive ou temporaire, la date de la modification du droit (diminution ou suppression de la rente) doit être fixée conformément à l'art. 88a al. 1 RAI (ATF 125 V 413 consid. 2d; arrêt TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3). Conformément à cette disposition, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès que l'on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre (arrêt TF I 689/04 du 27 décembre 2005 consid. 2.3). 6. Est, en l'espèce, litigieuse la question de savoir si la recourante peut prétendre à une rente entière de l'assurance-invalidité au-delà du 31 décembre 2021, ce qui implique d'examiner d'abord la problématique de sa capacité de travail résiduelle en procédant à une appréciation médicale de sa situation.”
“S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1), womit in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.3.3 hiervor) der Rentenanspruch per 31. März 2022 zu befristen ist und ab 1. April 2022 kein Rentenanspruch mehr besteht (vgl. E. 2.2.2.2 hiervor).”
“hiervor). Da keine Invalidität im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 hiervor) vorliegt, besteht auch kein Anspruch mehr auf Leistungen der Invalidenversicherung. Folglich ist unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV die ganze Rente per 30. April 2020 zu befristen. Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 31. Juli 2020 (AB 122) nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.”
Bei dreimonatiger Verzögerung wird der Rentenbeginn regelhaft um drei Monate zurückdatiert.
“%, vom 2. Januar 2017 bis 25. September 2017 von 80.5%, vom 26. September 2017 bis 9. Dezember 2017 von 69%, vom 10. Dezember 2017 bis 22. Februar 2018 von 57.5% und vom 23. Februar 2018 bis 9. Mai 2018 von 46%. Die Beschwerdeführerin hat daher gemäss der Praxis des Versicherungsgerichts und in analoger Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV (dreimonatige Verzögerung) vom 1. November 2015 (potentieller Rentenbeginn) bis zum 30. April 2017 Anspruch auf eine halbe, vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2018 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, vom 1. April 2018 bis 31. Mai 2018 Anspruch auf eine halbe Rente, und vom 1. Juni 2018 bis 31. August 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente. Ab dem 8. Oktober 2018 (Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung) ist der Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 80% arbeitsfähig gewesen. Ab diesem Zeitpunkt ist kein Hinweis vorhanden, dass sich die Arbeitsfähigkeit verschlechtert hätte. Die Bestimmung des Invaliditätsgrades erfolgt ebenfalls mittels eines Prozentvergleichs. Der Invaliditätsgrad entspricht somit dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls (analog dem sog. Tabellenlohnabzug) korrigiert um einen zusätzlichen Abzug. Nun stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin auch bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% zusätzliche Lohnnachteile in Kauf zu nehmen hätte.”
Nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Die von den Kantonsgerichten zitierten Entscheide zeigen, dass die IV-Stelle diese Karenzfrist bei der Festlegung von Leistungszeiträumen beachtet hat und in der Praxis ganze Renten für bestimmte, befristete Zeiträume gewährt bzw. befristet festgesetzt hat.
“Unter Berücksichtigung des vorstehend Ausgeführten kann hinsichtlich des Zeitraums ab Oktober 2018 bis Februar 2019, in deren Rahmen die Beschwerdegegnerin eine behandlungsbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit anerkannte (vgl. E. 7.1 hiervor), ohne Weiteres festgehalten werden, dass Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Für die Zeit ab März 2019 ergibt sich unter Berücksichtigung der sich gegenüberstehenden Vergleichseinkommen von Fr. 60'653.-- und Fr. 54'681.-- und einem daraus resultierenden Invaliditätsgrad von 10% kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente. Selbst unter Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 64'522.-- (vgl. E. 9.1.2 hiervor) ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 15%. In diesem Zusammenhang gilt es ferner die Bestimmungen nach Art. 88 ff. IVV zu berücksichtigen. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit wiederum ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in welchem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist ebenso in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiter andauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV). Mit Blick auf die Karenzfristen nach Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV hat die IV-Stelle in ihrer Verfügung die ganze Rente zu Recht vom 1. Oktober 2018 bis 31. Mai 2019 befristet.”
“Oktober 2014 bei einem Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 69'055.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 66’453.-- ein Invaliditätsgrad von gerundet 4% und damit kein Rentenanspruch. Hinsichtlich der darauffolgenden Zeiträume Februar bis September 2015, November 2017 bis Februar 2018 und April 2019 bis Februar 2020, in deren Rahmen die Beschwerdegegnerin eine behandlungsbedingte, vollständige Arbeitsunfähigkeit anerkannte, kann ohne Weiteres festgehalten werden, dass jeweils Anspruch auf eine ganze Rente besteht. Für die Zeit ab März 2020 ergibt sich unter Berücksichtigung der sich gegenüberstehenden Vergleichseinkommen von Fr. 69'957.-- und Fr. 67'071-- und einem daraus resultierenden Invaliditätsgrad von 4% kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente. In diesem Zusammenhang gilt es nun allerdings die Bestimmungen nach Art. 88 ff. IVV zu berücksichtigen. Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit wiederum ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in welchem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist ebenso in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiter andauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV). Mit Blick auf die Karenzfristen nach Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV hat die IV-Stelle in ihrer Verfügung die ganze Rente zu Recht jeweils vom 1. Februar bis 31. Dezember 2015, vom 1. November 2017 bis 31. Mai 2018 und vom 1. April 2019 bis 31. Mai 2020 befristet.”
Eine Besserung bzw. Behandlung von weniger als drei Monaten wird nach der dort zitierten Rechtsprechung nicht im Sinne von Art. 88a IVV berücksichtigt und ändert die bereits getroffene Leistungsbeurteilung nicht.
“S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). Dies hat spätestens seit dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (1. Mai 2021 [vgl. hierzu E. 2.1 hiervor]) zu gelten, weshalb kein Anspruch auf eine Rente entstand. Daran ändert auch die Behandlung vom 19. August bis zum 11. November 2021 nichts, war diese doch kürzer als drei Monate (vgl. hierzu Art. 88a IVV). Damit hat die Beschwerdeführerin entgegen der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2024 (AB 185) ab 1. Mai 2021 keinen Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.4 hiervor).”
Bei 50% wiedergewonnener Arbeitsfähigkeit ist der Einkommensvergleich drei Monate nach Beginn der Anpassung vorzunehmen.
“Nachdem die Beschwerdegegnerin 2 gemäss beweiskräftigem Gutachten ab 1. Januar 2010 in Bezug auf eine angepasste Tätigkeit wieder zu 50% arbeitsfähig war, ist in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV (vgl. E. 3.6 hiervor) per 1. April 2010 ein Einkommensvergleich durchzuführen. Dabei ist von einem Valideneinkommen von Fr. 71'269.-- (Fr. 68'900.-- /”
Die befristete Rentenzusprechung richtet sich nach der dreimonatigen Dauerklausel; Revisionen können analog angewendet werden.
“Nachdem der von der Beschwerdegegnerin per 2016 vorgenommene Einkommensvergleich, der einen Invaliditätsgrad von 21 % ergab (Urk. 2), vom Beschwerdeführer nicht in Zweifel gezogen wurde (Urk. 1) und nicht Anlass zu Weiterungen gibt, ist die mit Wirkung ab dem 1. September 2015 (sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs am 19. März 2015, Urk. 6/2; vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) zugesprochene ganze Rente daher – analog der für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV; vgl. E. 1.4) - bis zum 31. Mai 2016 zu befristen. Dieser Anspruch kann als ausgewiesenen betrachtet werden.”
Art. 88a Abs. 2 IVV setzt voraus, dass bei Eintritt der anspruchsbeeinflussenden Änderung bereits eine rentenbegründende Invalidität bestanden hat. Fehlt eine solche vorbestehende Invalidität, ist Art. 88a Abs. 2 IVV nicht anwendbar; die Beurteilung erfolgt in diesen Fällen nach anderen einschlägigen Vorschriften (z. B. Art. 8 ATSG).
“Damit kann auf das Gutachten abgestellt werden, wonach für angepasste Tätigkeiten mit einer Gewichtslimite von 5 kg, Wechselbelastung zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, ohne Arbeiten in Vorneige oder Zwangshandlungen, ohne repetitives Bücken oder verdrehte rotierte Körperhaltungen, ohne Knien und Hocken, ohne Benutzung von Leitern oder Gerüsten und ohne hohe Ansprüche an die Kraft und Feinmotorik der rechten Hand eine Arbeitsfähigkeit von 100 % besteht (IV-act. 221-9 f.). Das Gutachten ist somit mit dem RAD (Stellungnahmen vom 25. Oktober 2022 [IV-act. 223] und vom 14. Dezember 2022 [IV-act. 233]) als vollständig, nachvollziehbar und folglich beweistauglich zu bewerten. Dies gilt auch für die retrospektiv attestierten Arbeitsunfähigkeiten vom 15. Februar 2019 bis 15. März 2019 und insbesondere vom 24. April 2019 bis 24. Juli 2019 (IV-act. 221-50) sowie vom 14. September 2020 bis 28. Oktober 2020 (IV-act. 221-10). Letztere erfüllt zwar die dreimonatige Dauer, nach welcher eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen ist. Die Anwendung dieser Vorschrift setzt jedoch voraus, dass bei Eintritt der anspruchsbeeinflussenden Änderung bereits eine rentenbegründende Invalidität vorgelegen hat (Urteil des Bundesgerichts vom 28. September 2020, 9C_352/2020, E. 4.2.2). Die erforderliche vorbestehende Invalidität ist vorliegend allerdings nicht gegeben, so dass sich die Frage, ob die zwischenzeitlichen Arbeitsunfähigkeiten rentenbegründend sein könnten, nach Art. 8 Abs. 1 ATSG richtet und somit mangels längerer Dauer im Sinne dieser Bestimmung zu verneinen sind. Weitere Abklärungen sind entgegen dem Subeventualantrag, insbesondere solche in Form einer EFL, nicht notwendig. Denn die Wahl der Untersuchungsmethode im Rahmen einer lege artis erfolgenden Begutachtung liegt im Ermessen der Sachverständigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2022, 9C_224/2022, E. 3.4.3). Eine EFL ist nicht in jedem Fall durchzuführen, sondern allenfalls in Betracht zu ziehen, wenn sich die beteiligten Fachärzte ausser Stande sehen, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, und deshalb eine konkrete leistungsorientierte berufliche Abklärung als zweckmässigste Massnahme ausdrücklich empfehlen.”
Bei voraussichtlich dauernder Besserung ist die Leistungserhöhung frühestens drei Monate nach Antragstellung zu prüfen.
“La mesure dans laquelle les salaires ressortant des statistiques doivent être réduits, le cas échéant, au titre du désavantage salarial supplémentaire, dépend de l'ensemble des circonstances personnelles et professionnelles du cas particulier (limitations liées au handicap, âge, années de service, nationalité/catégorie d'autorisation de séjour et taux d'occupation) et résulte d'une évaluation dans les limites du pouvoir d'appréciation. En revanche, l'exercice d'une activité à taux partiel ou le long éloignement du marché du travail ne sont pas des facteurs d'abattement au sens de la jurisprudence (arrêt TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6). Une déduction globale maximum de 25% sur le salaire statistique permet de tenir compte des différents éléments qui peuvent influencer le revenu d'une activité lucrative (ATF 126 V 75 consid. 5). 8. 8.1. Le recourant se voit ainsi reconnaître une incapacité de travail totale du 14 mai 2017 au 31 décembre 2018. En présence d'une incapacité de gain entière, il convient dès lors de lui reconnaître le droit à une rente entière du 1er octobre 2018 (six mois après le dépôt de la demande de prestations en avril 2018 et plus d'un an après l'apparition de l'incapacité de travail; cf. art. 28 et 29 LAI) au 31 mars 2019 (délai de 3 mois depuis l'amélioration selon l'art. 88a RAI). 8.2. Pour la période commençant le 1er avril 2019, à compter de laquelle le recourant peut désormais travailler entièrement dans une activité adaptée, il convient de procéder à une comparaison des revenus. Dans sa décision, l'OAI fonde le revenu de valide sur le salaire réalisé en 2016 par le recourant selon son extrait de compte individuel, soit CHF 62'531.-. Ce montant doit être adapté à l'évolution des salaires nominaux jusqu'en 2019 (soit CHF 63'648.10, indices de 2239 pour 2016 et 2279 pour 2019, cf. OFS, T39 Evolution des salaires nominaux, des prix à la consommation et des salaires réels, Hommes). Partant, le revenu de valide est fixé à CHF 63'648.10. Pour sa part, en l'absence de revenu effectivement réalisé, le revenu d'invalide doit être basé sur le montant mensuel de CHF 5'417.-, soit CHF 65'004.- annuellement, correspondant au salaire médian du secteur privé selon les chiffres de l'Enquête suisse sur la structure des salaires 2018 (ESS 2018, TA1_Skill level, totaux, niveau de compétences 1, hommes).”
Bei gestaffelten Renten können Leistungsgrade zeitlich abgrenzbar für konkrete Monate gelten (z. B. ganze Rente Mai 2018–Juli 2019, Dreiviertelsrente ab Aug. 2019).
“beziehungsweise gerundet 60 % (vgl. BGE 130 V 121). Somit hat der Beschwerdeführer – unter Berücksichtigung von Art. 88a IVV (vgl. vorstehend E. 1.5) – von Mai 2018 bis Juli 2019 Anspruch auf eine ganze Rente und ab August 2019 auf eine Dreiviertelsrente. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.”
“%. Ein Tabellenlohnabzug wird weder geltend gemacht noch ist ein solcher aufgrund der bereits vollständig erfolgten Berücksichtigung sämtlicher Einschränkungen der Beschwerdeführerin in der Arbeitsfähigkeitsschätzung (vgl. gutachterlich festgelegte Adaptionskriterien: IV-act. 319-47) sowie des entsprechenden Kompetenzniveaus einer adaptierten Tätigkeit vorliegend angezeigt. Folglich hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine halbe Rente. Diese ist rückwirkend ab dem 1. Oktober 2015 auszurichten. Im Zeitraum vom 10. Juli 2017 bis 19. Mai 2018, in dem von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist, ergibt sich vollumfängliche eine Erwerbseinbusse und damit ein Invaliditätsgrad von 100 %. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin in Beachtung von Art. 17 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV mit Wirkung vom 1. Oktober 2015 bis 31. Oktober 2017 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente, vom 1. November 2017 bis 31. August 2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. September 2018 wiederum Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat. Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin vom 1. Oktober 2015 bis 31. Oktober 2017 eine halbe Rente, vom 1. November 2017 bis 31. August 2018 eine ganze Rente und ab dem 1. September 2018 eine halbe Rente auszurichten. Zur Festsetzung des Rentenbetrages ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.”
Bei einer erneuten Invaliditätsverschlechterung innerhalb von drei Jahren ist die zuvor bereits laufende Wartezeit nach Art. 29bis RAI anzurechnen. Für die Bestimmung, welche materiellen Bestimmungen (Fassung bis 31.12.2021 oder jene ab 1.1.2022) anzuwenden sind, ist der Zeitpunkt der für die Leistungsänderung massgeblichen Modifikation nach Art. 88a RAI ausschlaggebend; ist diese Modifikation vor dem 1.1.2022 eingetreten, gelten die bis 31.12.2021 gültigen Vorschriften, andernfalls die neuen Regeln.
“17 LPGA), dans le cadre d'une modification du droit à une rente précédemment allouée ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (TF 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5.1 ; TFA I 179/01 du 10 décembre 2001 consid. 3b). Selon l’art. 29bis RAI, si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente celle qui a précédé le premier octroi. Il faut relever que le renvoi à l’art. 29bis RAI opéré par l’art. 88a al. 2 RAI a pour seul effet de préciser le calcul du délai d’attente de l’art. 28 al. 1 let. b LAI dans une situation précise et n’influe pas sur la manière de déterminer à quel moment on peut considérer qu’il existe un changement justifiant une révision. La modification de la rente ne peut ainsi être prise en compte qu’après l’expiration du délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI (dans ce sens : TF 9C_99/2012 du 24 septembre 2012 consid. 7 ; voir également TFA I 11/00 du 22 août 2001). En l’occurrence, l’aggravation de l’état de santé de la recourante est intervenue en octobre 2016, soit moins de trois ans après la suppression de la rente d’invalidité, de sorte qu’elle mène à l’octroi d’un trois-quarts de rente à partir du 1er janvier 2017, après le délai de trois mois de l’art. 88a al. 2 RAI, mais sans qu’il soit nécessaire de déduire une nouvelle fois la période d’attente de l’art. 28 al. 1 let. b LAI. f) A partir de juin 2019, selon l’expertise, la recourante a retrouvé une capacité de travail de 50 % sur le plan professionnel. Comme déjà mentionné plus haut, cette période ne fait pas partie de l’objet du litige. Il appartiendra à l’OAI de se prononcer, par le biais d’une nouvelle décision, sur le droit de la recourante aux prestations de l’assurance-invalidité en lien avec cette modification de son état de santé. 8. Au vu de ce qui précède, il faut constater que les pièces médicales au dossier permettent à la Cour de céans de statuer, sans qu’il apparaisse nécessaire de procéder à l’audition de la recourante ou de témoins.”
“201) dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). La réglementation légale concernant la révision et le réexamen de décisions ou de décisions sur opposition entrées en force (art. 53 LPGA) n'a pas été modifiée dans le cadre du développement de l'AI susmentionné, raison pour laquelle aucune question de droit intertemporel ne se pose à cet égard (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.2). En l’occurrence, la décision litigieuse a certes été rendue après le 1er janvier 2022 ; toutefois, il n’est pas contesté qu’une modification des circonstances est survenue avant cette date, conformément à l’art. 88a RAI. Par conséquent, les dispositions applicables seront citées dans leur teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. 4. Interjeté dans la forme et le délai prévus par la loi, compte tenu de la suspension des délais pour la période du 15 juillet au 15 août inclusivement (art. 38 al. 4 let. b LPGA et art. 89C let. b de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 [LPA - E 5 10]), le recours est recevable. 5. Le litige porte sur le bien-fondé de la décision de l’OAI, du 20 juillet 2023, de suppression de la rente d’invalidité de l’assurée. 6. On peut envisager quatre cas dans lesquels un conflit peut surgir entre une situation juridique actuelle et une décision de prestations, assortie d'effets durables, entrée en force formelle : une constatation inexacte des faits (inexactitude initiale sur les faits) peut, à certaines conditions, être corrigée par une révision procédurale conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA. Lorsqu'une modification de l'état de fait déterminante sous l'angle du droit à la prestation (inexactitude ultérieure sur les faits) survient après le prononcé d'une décision initiale exempte d'erreur, une adaptation peut, le cas échéant, être effectuée dans le cadre d'une révision de la rente au sens de l'art.”
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505). En l'espèce, l'amélioration déterminante de la capacité de gain, si elle était confirmée, se serait produite après le 1er janvier 2022 (à savoir le 27 janvier 2022, soit une année après l'intervention chirurgicale du Dr J._______, selon l'avis SMR du 3 mai 2023 : OAIE pce 208). Il convient par conséquent d'appliquer à la présente cause les dispositions en vigueur dès le 1er janvier 2022. 5.2 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 5 septembre 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid.”
Bei gleichzeitiger Änderung regelt Art. 88a IVV, dass eine Verbesserung grundsätzlich erst berücksichtigt wird, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat oder sobald anzunehmen ist, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; die Änderung der Leistung tritt somit erst nach Ablauf von drei vollen Monaten ein.
“-, aboutirait à un degré d'invalidité de 57.21% ([96'023.74 - 41'086.96] / 96'023.74 × 100), arrondi à 57%, donnant le droit à une demi-rente, comme retenu par l'intimé. 4.3 Reste encore à déterminer les dates auxquelles les rentes doivent être octroyées et remplacées. 4.3.1 En vertu des art. 28 al. 1 et 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à la date dès laquelle l’assuré a présenté une incapacité de travail (art. 6 LPGA) d’au moins 40% en moyenne pendant une année sans interruption notable et qu’au terme de cette année, il est invalide (art. 8 LPGA) à 40% au moins, mais au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA. Selon l’art. 29 al. 3 LAI, la rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance. En cas de décision simultanée sur l'octroi d'une rente et son remplacement par une autre rente ou même sa suppression, le changement est régi par l'art. 88a RAI, lequel prévoit que, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès qu’on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. En revanche, si l'incapacité de gain ou l'impotence d'un assuré s'aggrave, il y a lieu de considérer que ce changement accroît, le cas échéant, son droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. La modification du droit à la rente n’intervient qu’après l’écoulement de trois mois complets (voir arrêt du Tribunal fédéral 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.5 pour un exemple de calcul lorsque l’amélioration ne survient pas en début de mois).”
Bei postoperativer 100%-Arbeitsunfähigkeit kann die Rente bereits drei Monate nach Rückkehr zur teilweisen Erwerbstätigkeit wieder herabgesetzt werden.
“________ ne rendent ainsi pas vraisemblable une plus ample atteinte invalidante à sa santé psychique qui contredirait le rapport d’expertise du Dr EJ.P.________ et ne mettent pas en doutes les conclusions de cet expert. 11. Il résulte de ce qui précède que la recourante a présenté, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 let. b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid.”
Nach der Rechtsprechung ist bei degressiven oder befristeten/temporären Renten der Zeitpunkt der Leistungsänderung nach Art. 88a Abs. 1 IVV zu bestimmen; dies hat das Bundesgericht in entsprechenden Entscheiden bestätigt.
“Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 112 V 371 consid. 2b; 387 consid. 1b). Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient lorsque la décision initiale de rente a été rendue avec les circonstances régnant à l'époque du prononcé de la décision litigieuse (ATF 130 V 351 consid. 3.5.2; 125 V 369 consid. 2 et la référence citée; voir également ATF 112 V 372 consid. 2b et 390 consid. 1b). 5.2. Par ailleurs, selon la jurisprudence, une décision par laquelle l'assurance-invalidité accorde une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit l'augmentation, la réduction ou la suppression de cette rente, correspond à une décision de révision (cf. ATF 131 V 164; VSI 2001 155 consid. 2). Enfin, en cas d'allocation d'une rente dégressive ou temporaire, la date de la modification du droit (diminution ou suppression de la rente) doit être fixée conformément à l'art. 88a al. 1 RAI (ATF 125 V 413 consid. 2d; arrêt TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3). Conformément à cette disposition, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès que l'on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre (arrêt TF I 689/04 du 27 décembre 2005 consid. 2.3). 6. Est, en l'espèce, litigieuse la question de savoir si la recourante peut prétendre à une rente entière de l'assurance-invalidité au-delà du 31 décembre 2021, ce qui implique d'examiner d'abord la problématique de sa capacité de travail résiduelle en procédant à une appréciation médicale de sa situation.”
“Si l'assuré n'a pas repris d'activité, ou aucune activité adaptée lui permettant de mettre pleinement en valeur sa capacité résiduelle de travail, contrairement à ce qui serait raisonnablement exigible de sa part, le revenu d'invalide peut être évalué notamment sur la base des données salariales publiées par l'Office fédéral de la statistique (ATF 129 V 472 consid. 4.2.1). 5. Rentes dégressives ou limitées dans le temps Une décision par laquelle l'OAI accorde une rente avec effet rétroactif et en même temps prévoit la réduction ou suppression de cette rente correspond à une décision de révision au sens de l'art. 17 LPGA (VSI 2001 155 consid. 2; ATF 131 V 164). 5.1. Selon cette disposition, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. 5.2. En cas d'allocation d'une rente dégressive ou temporaire, la date de la modification du droit (diminution ou suppression de la rente) doit être fixée conformément à l'art. 88a al. 1 RAI (ATF 125 V 413 consid. 2d; arrêt TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3). Conformément à cette dernière disposition, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès que l'on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre (arrêt TF I 689/04 du 27 décembre 2005 consid. 2.3). 6. Litige Est en l’espèce litigieux le calcul du taux d’invalidité à l’appui de la décision d’octroi d’une rente limitée dans le temps, dont est contestée la suppression. Le recourant critique le revenu de valide retenu d’aide-coffreur, devant selon lui être plus élevé.”
Bei revisionsweisen Aufhebungen kann die Renteneinstellung trotz Anwendbarkeit von Art. 88a Abs. 2 IVV aufschiebend erfolgen; die höchstrichterliche Rechtsprechung sieht in solchen Fällen ein Abwarten der obergerichtlichen Würdigung vor.
Bei einer voraussichtlich länger andauernden Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen, um zu prüfen, ob der Rentenanspruch entfällt oder anzupassen ist. Der Vergleich ist auf den Zeitpunkt der dauerhaften Verbesserung anzustellen; die Dreimonatsfrist des Art. 88a Abs. 1 IVV ist dabei zu beachten.
“Die Beschwerdeführerin war nach Ablauf des Wartejahres im Juli 2022 vollständig arbeitsunfähig, weshalb sie ab Juli 2022 auch bei Anwendung der gemischten Methode bei einem Anteil der Erwerbstätigkeit von 80 % (vorerst) unstreitig Anspruch auf eine ganze Rente hat. Ab 22. März 2023 war sie angepasst wieder zu 100 % arbeitsfähig. Die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ist damit ab 1. Juli 2023 zu berücksichtigen (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), und der Einkommensvergleich zur Anpassung des Rentenanspruchs hat auf das Jahr 2023 zu erfolgen.”
“Die Beschwerdeführerin war nach Ablauf des Wartejahres im Mai 2022 vollständig arbeitsunfähig, weshalb sie ab Mai 2022 Anspruch auf eine ganze Rente hat. Ab April 2023 war sie wieder zu 80 % arbeitsfähig. Die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit ist damit ab Juli 2023 zu berücksichtigen (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), und der Einkommensvergleich zur Anpassung des Rentenanspruchs hat auf das Jahr 2023 zu erfolgen.”
“Aufgrund der erfüllten einjährigen Wartezeit und der gänzlichen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten ab 6. August 2019 ist mit der Beschwerdegegnerin ein Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit ab August 2019 erstellt. Nach einer sechsmonatigen Rekonvaleszenz, d.h. ab 6. Februar 2020, bestand wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. In Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV ist somit auf Ende Mai 2020 ein weiterer Einkommensvergleich durchzuführen (vgl. E. 2.7 hiervor), wobei diesbezüglich auf die Ausführungen in E. 4.1 hiervor verwiesen werden kann. Bei einem sich daraus ergebenden Invaliditätsgrad von wiederum maximal 15% ab 6. Februar 2020 hat die Beschwerdegegnerin die Rente unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu Recht per Ende Mai 2020 befristet.”
“Gemäss dem Gutachten der MEDAS vom 14. Dezember 2015 bestand ab dem Begutachtungsdatum (letztes Untersuchungsdatum [act. II 42.1/1]) am 7. Dezember 2015 in einer leidensangepassten Tätigkeit bis auf weiteres eine 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit (act. II 42.1/42 f.), womit eine gesundheitliche Verbesserung und folglich ein Revisionsgrund gegeben ist. Unter Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.5.2 hiervor) ist somit per Anfang März 2016 ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen.”
“Examinant l'évolution de l'état de santé de l'assuré, les premiers juges ont constaté qu'il souffrait d'une hernie discale depuis 2016 et que les médecins étaient unanimes quant à l'incapacité de travail (totale) de celui-ci dans son activité antérieure de coupeur et façonneur. S'agissant de la capacité de travail du recourant dans une activité adaptée, ils ont admis, en se fondant sur les conclusions du docteur B.________, qu'elle était entière depuis le 28 juin 2019, soit dès la date du second rapport d'expertise, et que les avis divergents des différents médecins ne permettaient pas de s'écarter de ces conclusions. Après avoir ensuite procédé à l'évaluation du taux d'invalidité en comparant les revenus déterminants dans l'activité antérieure (63'336 fr.) et dans une activité adaptée (68'393 fr. 95) et constaté que l'assuré ne subissait aucune perte de gain à partir du 28 juin 2019, la juridiction de première instance a confirmé l'absence de droit à une rente de l'assurance-invalidité au-delà du 30 septembre 2019 (art. 88a al. 1 RAI).”
Für eine Leistungsaufstockung bzw. eine Änderung der Hilflosenstufe ist als Beginn der neuen Stufe der Zeitpunkt massgeblich, ab dem die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Im vorliegenden Entscheid führte dies zur Anerkennung einer Hilflosenentschädigung niedrigen Grades ab dem 1. Januar 2021 und zur Anerkennung mittlerer Hilflosigkeit ab dem 1. Juli 2022 (vgl. Quelle).
“7a/cc. f) En définitive, il y a lieu de retenir in casu que seule la situation prévue par l’art. 38 al. 1 let. a RAI est réalisée, vraisemblablement au plus tard dès le mois de janvier 2020. 20. a) Etant donné les considérants qui précèdent, il convient de constater que la recourante remplit les conditions posées par l’art. 37 al. 3 let. e RAI dès janvier 2020, ce qui lui ouvre le droit au versement d’une allocation pour impotent de degré faible dès le 1er janvier 2021 (cf. art. 42 al. 4 LAI). b) Dès le mois d’avril 2022, dans la mesure où elle présente un besoin d’aide pour l’accomplissement d’un second acte ordinaire de la vie, à savoir « aller aux toilettes », en plus de l’acte « se déplacer/entretenir des contacts sociaux » pris en compte dès 2011, la recourante remplit les conditions de l’art. 37 al. 2 let. c RAI et a droit au versement d’une allocation pour impotent de degré moyen dès le 1er juillet 2022 (cf. art. 17 al. 2 LPGA cum art. 88a al. 2 RAI). 21. a) Sur le vu de ce qui précède, le recours doit être admis et la décision du 5 juillet 2023 réformée, en ce sens que la recourante a droit au versement d’une allocation pour impotent de degré faible à compter du 1er janvier 2021, puis de degré moyen dès le 1er juillet 2022. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge de l’intimé, vu l’issue du litige. c) La recourante obtient gain de cause et a droit à une indemnité de dépens à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 61 let. g LPGA). Etant donné l’importance et la complexité du litige, il convient d’arrêter l’indemnité de dépens à 3’000 fr., débours et TVA compris, et de la porter à la charge de l’intimé (art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.”
Bei Feststellung einer nachhaltigen Besserung ist drei Monate ununterbrochene Dauer maßgeblich.
“17 LPGA sur la révision d'une rente en cours s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2; 125 V 413 consid. 2d). Cette disposition prévoit que si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision. La rente peut ainsi être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain (ou d'exercer ses travaux habituels) ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5). Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 112 V 371 consid. 2b). Conformément à l'art. 88a RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. 6. Règles sur les mesures de réadaptation Conformément à l'art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d'une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d'accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d'octroi des différentes mesures soient remplies (let.”
Ist bei der Rentenfestsetzung die verminderte Erwerbsfähigkeit bereits durch eine entsprechende Verminderung des erzielbaren Erwerbsertrags berücksichtigt worden, rechtfertigt dies nach der zitierten Rechtsprechung keinen zusätzlichen Abzug beim statistischen Einkommen zur Berücksichtigung der funktionellen Einschränkungen.
“Compte tenu de la durée hebdomadaire moyenne de travail en 2016 (41,7 heures) et de l’indexation des salaires nominaux entre 2016 et 2018, on obtient un salaire annuel de 67'405 fr. 97 pour un plein temps, de 53'924 fr. 77 pour une capacité de travail de 80 %, et de 33'702 fr. 99 pour une capacité de travail de 50 %. ff) Il n’y a pas lieu de s’écarter du revenu d’invalide retenu par l’office intimé dans la décision attaquée. En effet, le recourant ne donne aucune explication sur les raisons pour lesquelles il se justifierait, à son avis, de privilégier le calculateur statistique Salarium. De même, il n’y a pas lieu de tenir compte d’un abattement sur le salaire statistique afin de prendre en considération les limitations fonctionnelles subies, dans la mesure où cet élément a déjà été pris en compte dans le cadre de la diminution de rendement retenue. d) Au final, c’est à juste titre que le recourant peut prétendre à l’octroi d’une rente entière d’invalidité pour la période du 1er mai 2017 au 30 avril 2018 et d’une demi-rente d’invalidité pour la période du 1er mai au 31 octobre 2018 (cf. art. 28 al. 1 et 29 al. 3 LAI, ainsi que l’art. 88a al. 1 RAI), fondée sur un taux d’invalidité de 58 % ([79'621 fr. 76 – 33'702 fr. 99] / 79'621 fr. 76 x 100). L’existence d’une capacité de travail de 80 % excluait le droit à la rente, le taux d’invalidité, arrêté à 32 % ([79'621 fr. 76 – 53’924 fr. 77] / 79'621 fr. 76 x 100), ne permettant plus l’octroi d’une telle prestation. 7. A la lecture de la décision entreprise, l’office intimé a reconnu le droit du recourant à un montant de 27'083 fr. à titre de rétroactif de rente pour la période comprise entre mai 2017 et octobre 2018, ensuite de quoi il a, d’une part, compensé la somme de 3'452 fr. au titre des indemnités journalières perçues par le recourant et, d’autre part, restitué la somme de 22'454 fr. 85 à P.________ Assurances. Si, dans un premier temps, le recourant a contesté ce décompte dans son intégralité (cf. mémoire du 10 juillet 2020), il n’a, après avoir pris connaissance des déterminations de la caisse de compensation du 14 septembre 2020, critiqué ces dernières que sous l’angle de la compensation opérée entre le rétroactif de la rente d’invalidité et le montant de 1'650 fr.”
Die Verwaltungsstelle darf als Beginn der Dreimonatsfrist den Zeitpunkt ansetzen, an dem sich die versicherte Tätigkeit praktisch wieder ausüben lässt.
“Par conséquent, l’OAI aurait pu considérer à cette date déjà que l’état de santé s’était amélioré. La recourante était alors, indépendamment des limitations fonctionnelles de la main droite et de toute éventuelle intervention sur celle-ci, en mesure d’exercer une activité mono manuelle en engageant la main gauche. L’autorité a cependant choisi de retenir la date du 1er janvier 2018 pour estimer qu’il y avait une amélioration de la santé, soit la date à laquelle la recourante a refusé l’opération. Cette date ne peut être critiquée. On peut en effet considérer que la recourante s’était alors habituée, d’une part, à vivre avec ses douleurs et, d’autre part, à utiliser sa main gauche au quotidien, sa main droite intervenant encore à titre de soutien comme il sera démontré ci-après. Ainsi, la décision attaquée, dont le point de départ fixé va dans un sens plus favorable à la recourante, peut être confirmée. Il s’agit ainsi d’admettre que c’est bien dès le 1er janvier 2018, soit plus de trois mois après l’amélioration constatée et conformément au délai d’attente de l’art. 88a RAI, que la recourante était en mesure de travailler à 100% avec une diminution de rendement de 20%, en faisant pleinement usage de sa main gauche dans une activité mono manuelle et en s’aidant de sa main droite. 12. Discussion relative à la capacité ménagère La recourante estime que l’autorité n’a pas suffisamment tenu compte des empêchements dans différentes tâches ménagères (faire la lessive et s’occuper du linge, s’occuper des travaux de nettoyage quotidiens, préparer les repas). Or, l’OAI s’est strictement basé sur les déclarations de la recourante elle-même durant l’enquête ménagère, qui a eu lieu après le décès de son compagnon. 12.1. Ainsi, pour la lessive, le pliage et le rangement du linge, l’intéressée a relevé qu’elle ne rencontrait pas de problèmes particuliers : « Mme indique qu’elle n’a pas d’empêchement pour trier le linge sale et les vêtements, les mettre dans la machine à laver le linge, les ressortir une fois le programme de lessive terminé et les mettre et ressortir du sèche-linge.”
Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV erst zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat; in der Praxis führt dies dazu, dass eine erhöhte Rente in der Regel erst ab dem vierten Monat der andauernden Verschlechterung gewährt wird.
“Une évaluation médicale considérée pour elle-même en soi complète, convaincante, qui serait probante dans le cadre d'une évaluation initiale à la base de l'octroi initial des prestations (cf. ATF 134 V 231 consid. 5.1, 125 V 351 consid. 3a), ne revêt par conséquent pas la valeur probante juridique requise si l'évaluation médicale (par rapport à une évaluation médicale antérieure divergente) n'établit pas suffisamment dans quelle mesure un changement effectif de l'état de santé a eu lieu. Sont réservées les situations dans lesquelles une modification de l'état de santé est évidente (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_418/2010 du 29 août 2011 consid. 4.2). 6.6 En l'espèce, l'autorité inférieure est entrée en matière sur la demande de révision du recourant, considérant que celui-ci avait rendu plausible que son invalidité s'était modifiée de manière à influencer son droit (cf. OAIE pces 105 et 104). Ce point n'a dès lors plus à être examiné par le juge (voir dans le cadre de nouvelles demandes, ATF 109 V 262 consid. 3, 109 V 108 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral I 597/05 du 8 janvier 2007). 6.7 L'art. 88a al. 2 RAI prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. L'art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie (in casu non déterminant). L'art. 88bis al. 1 let. a RAI dispose que l'augmentation de la rente, de l'allocation pour impotent ou de la contribution d'assistance prend effet, au plus tôt, si la révision est demandée par l'assuré, dès le mois où cette demande est présentée. 7. 7.1 Le Tribunal fédéral a précisé que la dernière décision entrée en force, examinant matériellement le droit à la rente, fondée sur une instruction des faits, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conforme au droit, constituait le point de départ pour examiner si le taux d'invalidité s'était modifié de manière à influencer le droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid.”
“Nach dem oben Gesagten ist beim Beschwerdeführer ab 1. März 2016 (wieder) von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob der Versicherte vor der Wiederausrichtung der ganzen Rente nochmals ein Wartejahr zu bestehen hat. Dies ist jedoch unter Hinweis auf die Regelung des Art. 29bis der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 zu verneinen. Laut der genannten Bestimmung werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, falls die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrads aufgehoben wurde und dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht. Eine solche Konstellation liegt hier vor, weshalb mit dem Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit per 1. März 2016 kein neues Wartejahr zu laufen beginnt. Zu beachten ist jedoch die Bestimmung von Art. 88a Abs. 2 IVV, wonach eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit (erst) zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Da beim Beschwerdeführer nach dem oben Gesagten ab 1. März 2016 wieder eine volle Erwerbsunfähigkeit vorlag, ist ihm die ganze Rente - wie von ihm beantragt - ab 1. Juni 2016 auszurichten.”
“Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, es liege eine Verletzung von Art. 88a IVV vor. Diese Bestimmung sehe keine Wartefrist vor, sondern definiere bloss, ab wann eine "längere Zeit" vorliege. Bei einer Verschlechterung von mehr als drei Monaten werde diese berücksichtigt und bestehe ein Leistungsanspruch für die gesamte Dauer der Verschlechterung. Da er am 26. Mai 2016 operiert worden sei, habe er ab diesem Datum wiederum Anspruch auf eine Rente. Dem Beschwerdeführer ist insofern Recht zu geben, dass in Bezug auf die erste Periode, in welcher er Anspruch auf eine befristete Rente hat, wie oben dargestellt, die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zu Anwendung gelangt. Dies, weil im Moment der ersten Rentenzusprache kein Revisionstatbestand vorliegt. Deshalb hätte er theoretisch ab Mai 2013 einen Rentenanspruch gehabt. Jedoch ist für diese Periode die Bestimmung von Art. 29 Abs. 1 IVG zu berücksichtigen, wonach der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht. Der Beschwerdeführer meldete sich am 8. Juli 2013 bei der IV-Stelle an, weshalb die IV-Stelle zu Recht erst ab dem 1. Januar 2014 den Rentenanspruch bejaht hat. Demgegenüber liegt bei der ersten Rentenaufhebung und hinsichtlich der zweiten Periode der befristeten Rentenzusprache sowohl für den Beginn als auch für das Ende jeweils ein Revisionstatbestand vor und die Fristen von Art. 88a sind zu berücksichtigen. Die IV-Stelle hat deshalb in Bezug auf die zweite Rückenoperation vom Mai 2016 die Rente unter korrekter Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV erst ab dem 1. August 2016 gewährt (vgl. hierzu z. B. Urteil BGer 9C_453/2020 vom 20.”
“S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). Damit bestand – entgegen den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung – ab dem 1. Dezember 2018 bei einen Invaliditätsgrad von 20 % kein Rentenanspruch. Ein solcher entstand in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.6.2 hiervor) mit Blick auf die ab dem 19. Februar 2019 bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit ab dem 1. Mai 2019 und zwar bei einem Invaliditätsgrad von 100 % im Umfang einer ganzen Rente. Da ab dem 1. Mai 2019 wiederum eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gegeben war, ist der Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad wiederum von 20 % in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.6.2 hiervor) per Ende Juli 2019 zu befristen.”
“Gestützt auf Art. 88a Abs. 2 IVV hat der Beschwerdeführer damit vom 1. April bis 31. Oktober 2019 erneut Anspruch auf eine ganze Rente. Per 1. November 2019 besteht bei einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer angepassten Tätigkeit und einem entsprechenden Invaliditätsgrad von 18 % wiederum kein Rentenanspruch mehr.”
Anwendung des Übergangsrechts richtet sich nach dem Datum der wesentlichen Änderung (Art. 88a IVV): Entscheidend ist, ob die für die Anspruchsänderung massgebende Änderung vor oder nach dem 1.1.2022 liegt; ist sie vor dem 1.1.2022, bleibt altes Recht anwendbar, sonst neues Recht.
“Dezember 2023 zur Kenntnis gebracht (Urk. 16). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. In zeitlicher Hinsicht sind vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Die angefochtenen Verfügungen ergingen nach dem 1. Januar 2022. Da die Entstehung des Anspruchs auf einen Assistenzbeitrag sowie auf eine Erhöhung der Hilflosenentschädigung respektive der Zeitpunkt der für eine diesbezügliche Revision massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV (vgl. nachfolgend E. 1.2) vorliegend ebenfalls frühestens ab diesem Datum in Betracht fällt, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar. 1.2 Gemäss Art. 42 Abs. 1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung. Vorbehalten bleibt Artikel 42bis IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38 IVV). Liegt ausschliesslich eine Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit vor, so gilt die Person nur als hilflos, wenn sie Anspruch auf eine Rente hat (Art. 42 Abs. 3 Satz 2 IVG).”
“36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Le litige a pour objet le droit de la recourante à une rente de l’assurance-invalidité, singulièrement la question de savoir si l’état de santé de la recourante s’est péjoré – de manière à influencer son droit à la rente – depuis le 12 août 2013. 3. a) Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). L’art. 88a al. 2 RAI prévoit que si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. b) En l’occurrence, la recourante a déposé une demande de révision de son droit à la rente par le biais du Dr W.________ en date du 21 octobre 2020 en faisant valoir que sa capacité de travail était désormais nulle. Dans la mesure où le changement déterminant invoqué conduirait à une modification du droit à la rente avant le 1er janvier 2022, il convient d’appliquer l’ancien droit. 4. a) L’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art.”
“et les références). Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’espèce, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. Pour les bénéficiaires de rente dont le droit à la rente est né avant le 1er janvier 2022 et qui avaient au moins 55 ans à cette date, l’ancien droit reste applicable (cf. let. c des dispositions transitoires de la LAI relatives à la modification du 19 juin 2020 (ci-après : dispositions transitoires de la LAI). En revanche, pour les assurés au bénéfice d’une rente avant le 1er janvier 2022 et qui avaient moins de 55 ans à cette date, un éventuel passage au nouveau système de rentes linéaire s’effectue conformément à la let. b des dispositions transitoires de la LAI. Pour ces assurés, l’ancien système de rente est maintenu jusqu’au moment où, lors d’une révision, le taux d’invalidité subit une modification d’au moins 5 points de pourcentage (cf. art. 17 al. 1 LPGA) et que cette modification comporte soit une augmentation du taux d’invalidité qui a pour effet une augmentation de la quotité de la rente, soit une diminution du taux d’invalidité qui a pour effet une diminution de la quotité de la rente (cf.”
Eine «wesentliche» bzw. «erhebliche» Änderung muss in der Regel von gewisser Dauer sein; Art. 88a IVV verlangt, dass eine Verbesserung oder Verschlechterung erst dann für Herabsetzung/Aufhebung (bzw. Entstehung/Änderung des Rechts) massgeblich wird, wenn sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird oder mindestens drei Monate ohne wesentliche Unterbrechung gedauert hat; dies gilt auch bei Rückwirkung gestaffelter Renten und für Revisionen.
“3 Un assuré a droit à un quart de rente s'il est invalide à 40% au moins, à une demi-rente s'il est invalide à 50% au moins, à trois quarts de rente s'il est invalide à 60% au moins et à une rente entière s'il est invalide à 70% au moins (art. 28 al. 2 LAI dans sa teneur jusqu'au 31 décembre 2021). Les rentes correspondant à un taux d'invalidité inférieur à 50% sont versées aux ressortissants suisses et aux ressortissants d'un Etat membre de l'Union européenne s'ils ont leur domicile et leur résidence habituelle sur le sol de l'un d'eux (art. 29 al. 4 LAI ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.4 Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (art. 29 al. 1 LAI) et sous réserve d'un délai d'attente d'une année à compter du début de l'atteinte à la santé (art. 28 al. 1 let. b LAI). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre.”
“Il n'y a pas lieu de procéder à des déductions distinctes pour chacun des facteurs entrant en considération. Il faut bien plutôt procéder à une évaluation globale, dans les limites du pouvoir d'appréciation, des effets de ces facteurs sur le revenu d'invalide, compte tenu de l'ensemble des circonstances du cas concret (ATF 148 V 174 consid. 6.2 et 6.3). En outre, lorsque des limitations fonctionnelles ont été prises en compte lors de l'évaluation de la capacité de travail du point de vue médical; elles ne peuvent pas être retenues une seconde fois lors de la fixation du revenu d'invalide (cf. arrêt TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6.1). 6. Règles relatives à l’octroi d’une rente limitée dans le temps, en particulier dans le cas d’un assuré âgé de plus de 55 ans 6.1. Selon la jurisprudence, l'art. 17 LPGA sur la révision d'une rente en cours s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2; 125 V 413 consid. 2d). Cette disposition prévoit que si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision. La rente peut ainsi être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain (ou d'exercer ses travaux habituels) ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5). Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 112 V 371 consid. 2b). Conformément à l'art. 88a RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période.”
“Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé n’appelle en revanche pas à une révision au sens de l’art. 17 LPGA. Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et, si nécessaire, une comparaison des revenus – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71). Les dispositions régissant la révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA s’appliquent par analogie dans l’octroi rétroactif d’une pension progressive ou temporaire (ATF 133 V 263 consid. 6.1 et les références citées). Dans ce cas, le constat d'une modification déterminante doit intervenir entre les faits existant à la date d'ouverture du droit à la rente et la date de la modification du droit, en application de l'art. 88a RAI (TF 8C_132/2020 du 18 juin 2020 consid. 4.2.2 et les références citées). 4. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.1 ; TF 8C_862/2008 du 19 août 2009 consid. 4.2). b) Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le juge apprécie librement les preuves médicales sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse des preuves.”
Bei kurz dauernden Beschwerden oder Änderungen (z. B. wenige Monate) ist für Zu- oder Herabsetzungen auf die anhaltende Beeinträchtigung abzustellen; eine Verschlechterung ist erst zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat.
“Les rapports des HUG et l'imagerie réalisée ne se prononcent par ailleurs pas sur une éventuelle répercussion de ces complications sur la capacité de travail du recourant. 10.5.3 Quant au rapport d'IRM du 11 mai 2021 qui démontrerait selon le recourant un status inflammatoire sacro-coccygien jusqu'à l'intervention de novembre 2021, il sied de souligner que ce rapport, dépourvu d'examen clinique, ne renseigne nullement sur l'impact de l'inflammation sur la capacité de travail. De plus, le rapport de l'unité de proctologie des HUG du 14 septembre 2021 fait état de douleurs depuis quelques mois et d'un seul épisode aigu en août 2021. Le recourant a ensuite été traité chirurgicalement fin novembre 2021 et, depuis lors, les spécialistes des HUG ne notent pas de récidive. Sur la base de ces éléments, la conclusion de ce que la problématique sacro-coccygienne n'a pas affecté la capacité de travail du recourant n'apparaît pas infondée, étant en outre souligné qu'une détérioration de la capacité de travail doit en tout état durer un certain temps avant d'être prise en considération en matière d'assurance-invalidité (cf. art. 88a RAI). 10.5.4 La question de l'incapacité partielle de travail dans une activité adaptée (50%) pour raisons psychiatriques a déjà en partie été abordée plus haut. S'il est vrai que l'expertise psychiatrique aurait pu être plus explicite sur ce point, les conclusions qu'en tire le SMR paraissent bien fondées. Même si le Dr N______ relève une incapacité de travail du recourant dans une activité adaptée « depuis toujours », le SMR souligne à juste titre que celui-ci n'a pas été en incapacité de travail avant 2018 (il a concrètement exercé un emploi à 100% la dernière fois jusqu'en août 2017, avant une période de chômage) et l'expert retient l'apparition d'un trouble incapacitant depuis décembre 2021 seulement (trouble dépressif récurrent), le trouble de la personnalité n'étant pas incapacitant en soi, mais grevant le pronostic thymique principal. Le SMR pouvait ainsi retenir que la capacité de travail du recourant dans une activité adaptée avait toujours été de 50% du point de vue psychiatrique, depuis qu'un trouble incapacitant était apparu, soit décembre 2021.”
Die Entscheidung, die Leistung aufzuheben, kann nach Ablauf der dreimonatigen Frist wirksam werden.
Eine Verbesserung ist nur zu berücksichtigen, wenn sie tatsächlich eingetreten und durch eine veränderte, objektivierbare Befundlage belegt ist sowie geeignet erscheint, den Anspruch auf Leistung zu beeinflussen. Blosse Meinungsverschiedenheiten oder anderslautende Beurteilungen bei im Wesentlichen unverändertem Sachverhalt sind unbeachtlich.
“4a/bb ; arrêts du TF 8C_160/2017 du 22 juin 2017 consid. 2.2, I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1 et I 574/02 du 25 mars 2003 publié dans SVR 2004 IV n. 5 et réf. cit.). De plus, un motif de révision doit clairement ressortir du dossier (arrêts du TF I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1, I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et réf. cit.), la réglementation sur la révision ne constituant pas un fondement juridique à un réexamen sans condition du droit à la rente (arrêts du TF I 755/04 du 25 septembre 2006 consid. 5.1, I 8/04 du 12 octobre 2005 consid. 2.1, I 559/02 du 31 janvier 2003 consid. 3.2 et réf. cit. ; Valterio, op. cit., art. 31 LAI no 11, p. 498). La présence de nouveaux diagnostics tout comme la suppression de diagnostics ne constitue pas en soi un motif de révision au sens de l'art. 17 LPGA ; encore faut-il que le changement de la situation soit clairement objectivé et propre à influencer le droit à la rente (cf. ATF 141 V 9 consid. 5.2 ; arrêt du TF 9C_573/2019 du 20 décembre 2019 consid. 5.2.2). 8.2.2 L'art. 88a al. 1 RAI prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. 8.2.3 Aux termes de l'art. 88bis al. 2 let. b RAI, la diminution ou la suppression de la rente, de l'allocation pour impotent ou de la contribution d'assistance prend effet rétroactivement à la date où elle a cessé de correspondre aux droits de l'assuré, s'il se l'est faite attribuer irrégulièrement ou s'il a manqué, à un moment donné, à l'obligation de renseigner qui lui incombe raisonnablement en vertu de l'art. 77 RAI, que la poursuite du versement de la prestation ait eu lieu ou non en raison de l'obtention irrégulière ou de la violation de l'obligation de renseigner.”
“Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81, 9C_418/2010 E. 4.2; Urteil 9C_346/2019 vom 6. September 2019 E. 2.1.1 mit weiteren Hinweisen). Eine Verbesserung insbesondere der Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV [SR 831.201]). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 Satz 1 IVV).”
Bei gemischter Bemessung (Erwerbs- und Haushaltsbereich) sind die zeitliche Aufteilung (Gewichtung Erwerb vs. Haushalt) und die gewichteten Teilbeeinträchtigungen bei der Berechnung des Invaliditätsgrades zu berücksichtigen, da dies die Rentenhöhe direkt beeinflusst.
“Schliesslich ist der Berichtstext plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen und stimmt mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben überein (vgl. zu den Anforderungen an einen beweiskräftigen Haushaltsbericht: AHI-Praxis 2003 S. 218 E. 2.3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 22. April 2010, 9C_90/2010, E. 4.1.1.1). Er wird von der Versicherten zu Recht nicht beanstandet. 9.5 In Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung ergibt sich aufgrund des Gesagten in Berücksichtigung der zeitlichen Beanspruchung von 90 % im Erwerbs- und von 10 % im Haushaltsbereich bei einer Einschränkung im Erwerbsbereich von 45,94 % ab 4. August 2018 (0,90 x 51,04 %) bzw. von 37,13 % ab 1. November 2018 (0,90 x 41,25 %) und einer solchen im Haushaltbereich von 0 % ein gerundeter Invaliditätsgrad (vgl. zur Rundungspraxis: BGE 130 V 121 ff.) von 46 % ab 4. August 2018 bzw. von 37 % ab 1. November 2018. Somit hat die IV-Stelle der Versicherten in Anwendung von Art. 88a IVV korrekterweise eine vom 1. Oktober 2018 bis 31. Januar 2019 befristete Viertelsrente zugesprochen. Die gegen die betreffende Verfügung vom 24. August 2002 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die entsprechenden Kosten werden unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand zwischen Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Sie sind gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei zu auferlegen. Im vorliegenden Fall, in welchem dem Kantonsgericht ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, rechtfertigt es sich, der Versicherten Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- aufzuerlegen. 10.2.1 Im Zusammenhang mit den Kosten für gerichtliche Abklärungen ist Art. 45 Abs. 1 ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat.”
“Zu beachten ist indes, dass die Beschwerdeführerin zu 50 % im Erwerbs- und zu 50 % im Aufgabenbereich tätig ist. Wie bereits eingehend dargelegt, war es ihr ab 7. Juli 2018 möglich, ihren Aufgaben im Haushalt mit einer Einschränkung von 18 % (gewichtet 9 %) nachzukommen (vgl. E. 3.4, E. 6.2.3). Im Gegensatz zur erwerblichen Verbesserung ist diese Änderung auch ohne Eingliederungsmassnahmen zu berücksichtigen, da nicht einzusehen ist, inwiefern sie zur Wiederaufnahme der Tätigkeiten im Aufgabenbereich einer Hilfestellung bedürfte. In Anwendung von Art. 88a IVV ist daher ab November 2018 von einem Invaliditätsgrad von 59 % auszugehen (100%ige Einschränkung im Erwerbsbereich, gewichtete 9%ige Einschränkung im Aufgabenbereich), was einen Anspruch auf eine halbe Invalidenrente begründet.”
Die Dreimonatsfrist nach Art. 88a Abs. 2 IVV findet nach der Rechtsprechung nur im Rahmen einer Leistungsänderung/Revisionssituation Anwendung und ist daher nicht anwendbar, wenn zuvor kein Rentenanspruch bestanden hat. Bei altersbedingten Änderungen des Invaliditätsgrades von Minderjährigen (gemäss Anhang III) ist die Dreimonatsfrist nicht zu berücksichtigen. Ebenso hat die Rechtsprechung in einer Konstellation mit sofortiger, vollständiger 100%-Einschränkung (Beispiel: Dekubitus) festgestellt, dass die Wartezeit nicht zur Anwendung gelangt.
“de la circulaire de l'OFAS sur l'invalidité et l'impotence dans l'assurance-invalidité [CIIAI]). Dans une telle constellation, on ajoutera que, quoi qu'en dise la juridiction cantonale, le délai d'attente de trois mois de l'art. 88a al. 2 RAI (RS 831.201) n'est pas non plus applicable (arrêt 9C_878/2017 du 19 février 2018 consid. 5.3 et les références). Cette disposition, qui est étroitement liée à un cas de révision, suppose qu'il existait déjà une invalidité donnant droit à une rente (arrêts 8C_257/2022 du 21 février 2023 consid. 6.5.3; 8C_777/2014 du 28 janvier 2015 consid. 4.2). Or, lors de la survenance de son incapacité de travail déterminante sur le plan psychique en juin 2020, l'intimée ne bénéficiait d'aucune rente de l'assurance-invalidité. Dans la mesure où le Tribunal fédéral ne peut aller au-delà des conclusions des parties (art. 107 al. 1 LTF), et que l'intimée ne s'est pas plainte de l'application par la juridiction cantonale en sa défaveur de l'art. 88a al. 2 RAI, il n'y a pas lieu d'examiner plus avant ce point.”
“2 Si les conditions de la révision sont données, les prestations sont, conformément à l’art. 17 al. 1 LPGA, modifiées pour l’avenir dans le sens exigé par le nouveau degré d’invalidité. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2.). L'art. 88a al. 2 RAI, relatif à la modification du droit aux prestations, prévoit que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique dans le cadre d'une procédure de révision (art. 17 LPGA) tendant à la modification (augmentation, réduction ou suppression) d'une rente précédemment allouée, ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif (ATF 125 V 413 consid. 2d). L'art. 88a al. 2 RAI ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (arrêt 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5.1 et les références citées). Selon l'art. 28 al. 1 let. b LAI, l'assuré a droit à une rente si, entre autres exigences, il a présenté une incapacité de travail d'au moins 40% en moyenne durant une année sans interruption notable. L'art. 29 al. 1 LAI dispose quant à lui que le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations. Ces dispositions s'appliquent également en cas de nouvelle demande à la suite d'un refus de prestations ; en d'autres termes, lors du dépôt d'une nouvelle demande à la suite d'un premier refus de prestations de l'assurance-invalidité, la naissance du droit à la rente reste subordonnée aux conditions prévues aux art. 28 et 29 LAI (ATF 140 V 2 consid. 5.3). 3.3 3.3.1 Conformément aux art.”
“a) ; il a fait valoir son droit dans un délai de douze mois à compter de la date à laquelle il a eu connaissance de ces faits (let. b). Si le degré d'impotence se modifie de manière à influencer le droit, l'allocation pour impotent est pour l'avenir augmentée, réduite ou supprimée conformément aux règles de la révision (art. 17 LPGA ; VALTERIO, op. cit., n. 7 ad art. 42bis LAI). Lorsque le degré d’impotence subit une modification importante, les art. 87 à 88bis RAI sont applicables (art. 35 al. 2 1re phrase RAI). Une aggravation de l’impotence peut accroître le droit aux prestations lorsqu’elle a duré trois mois au moins sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI ; ATF 125 V 256 consid. 3a). Lors de l’octroi rétroactif d’une allocation pour impotent en raison de degrés d’impotence différents, il y a lieu d’appliquer l’art. 88a RAI et non l’art. 88bis RAI (ATF 125 V 256 consid. 3a). Toutefois, lorsque chez les mineurs le degré d’impotence change en raison de l’arrivée à un âge donné (selon le tableau de l’annexe III), il ne faut pas tenir compte du délai de trois mois prévu à l’art. 88a al. 2 RAI (ch. 8113 de la CIIAI). 4.12 Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 360 consid. 5b ; 125 V 195 consid. 2 ; cf. ATF 130 III 324 consid. 3.2 et 3.3). Aussi n’existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l’administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l’assuré (ATF 126 V 322 consid. 5a). 5. 5.1 En l'espèce, la décision litigieuse du 28 novembre 2022 reconnaît le droit du recourant, né le 20 mars 2015, qui souffre d'un trouble du spectre autistique, à une allocation d'impotence de degré léger dès le 1er janvier 2021 (soit un an avant le dépôt de la demande de cette prestation), et de degré moyen à compter du 1er mars 2021, sans supplément pour soins intenses, celui-ci étant inférieur à quatre heures par jour.”
“So sei gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle TA1, Ziffer 47, Detailhandel, Anforderungsniveau 3, Frauen, aufgerechnet auf das Jahr 2011 von einem Valideneinkommen von Fr. 55'034.49 auszugehen. Basierend auf der Tabelle TA1 der LSE 2010, Total, Anforderungsniveau 4, Frauen, resultiere für das Jahr 2011 bei einem Pensum von 70 % und einem leidensbedingten Abzug von 10 % ein Invalideneinkommen von Fr. 33'631.48. Aus dem Einkommensvergleich ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 39 %. Damit liege ab 19. Mai 2011 kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad mehr vor, weshalb die Rente in Nachachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. September 2011 aufzuheben sei. Für die Jahre 2014 bis 2022 verhalte es sich gleich. Der Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 basiere auf der 100%igen Einschränkung vom 28. Januar bis 2. Juni 2020 in sämtlichen Erwerbstätigkeiten wie auch im Haushalt infolge des Dekubitus. In einer solchen Konstellation gelange die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zur Anwendung.”
Sind bei Beginn oder Beendigung einer befristeten Rentenzusprache Revisionstatbestände gegeben, sind die Fristen von Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen; liegt dagegen zum Zeitpunkt der Zusprache kein Revisionstatbestand vor, findet Art. 88a Abs. 2 IVV keine Anwendung.
“Dem Beschwerdeführer ist insofern Recht zu geben, dass in Bezug auf die erste Periode, in welcher er Anspruch auf eine befristete Rente hat, wie oben dargestellt, die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zu Anwendung gelangt. Dies, weil im Moment der ersten Rentenzusprache kein Revisionstatbestand vorliegt. Deshalb hätte er theoretisch ab Mai 2013 einen Rentenanspruch gehabt. Jedoch ist für diese Periode die Bestimmung von Art. 29 Abs. 1 IVG zu berücksichtigen, wonach der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht. Der Beschwerdeführer meldete sich am 8. Juli 2013 bei der IV-Stelle an, weshalb die IV-Stelle zu Recht erst ab dem 1. Januar 2014 den Rentenanspruch bejaht hat. Demgegenüber liegt bei der ersten Rentenaufhebung und hinsichtlich der zweiten Periode der befristeten Rentenzusprache sowohl für den Beginn als auch für das Ende jeweils ein Revisionstatbestand vor und die Fristen von Art. 88a sind zu berücksichtigen. Die IV-Stelle hat deshalb in Bezug auf die zweite Rückenoperation vom Mai 2016 die Rente unter korrekter Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV erst ab dem 1. August 2016 gewährt (vgl. hierzu z. B. Urteil BGer 9C_453/2020 vom 20. November 2020).”
Bei medizinisch begründeten kurzfristigen Vollinvaliditäten zählt die dreimonatige Schonfrist auch nach operativer Rückkehr zur Teilarbeit.
“________ ne rendent ainsi pas vraisemblable une plus ample atteinte invalidante à sa santé psychique qui contredirait le rapport d’expertise du Dr EJ.P.________ et ne mettent pas en doutes les conclusions de cet expert. 11. Il résulte de ce qui précède que la recourante a présenté, au terme du délai de carence d’une année (art. 28 al. 1 let. b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid.”
Praxishinweis: Bei Übergangsfällen ist nach Art. 88a IVV der Zeitpunkt der massgebenden Änderung zu bestimmen. Je nachdem ist entweder die bis zum 31.12.2021 geltende oder die seit dem 01.01.2022 geltende Rechtsfassung anzuwenden. In Fällen mit mehreren potenziell massgeblichen Änderungen können daher je nach Relevanz beide Fassungen zitiert und angewendet werden.
“2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente oder statt einer halben eine höhere Rente auszurichten. Eventuell sei ein gerichtliches Gutachten in Auftrag zu geben, um die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrisch-psychologischer Sicht in Kombination mit ihrem Rückenleiden rechtsgenüglich abklären zu können. Am 14. März 2024 (Urk. 7) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. März 2024 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10). Das Gericht zieht in Erwägung: 1. 1.1 Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Für Fälle erstmaliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend; vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], Rz. 9102). Vorliegend erging die angefochtene Verfügung nach dem 1. Januar 2022. Da ein Rentenerhöhungsgesuch der Beschwerdeführerin ab November 2019 und ab April 2022 zu prüfen ist, kommt jeweils das alte und das neue Recht zur Anwendung. Vorliegend werden deshalb je nach Relevanz sowohl die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen als auch die ab 1. Januar 2022 anwendbaren Rechtsvorschriften zitiert. 1.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.”
“In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Zwar datiert die vorliegend angefochtene Verfügung vom 10. Februar 2023 (act. II 168), womit sie nach dem 1. Januar 2022 erging. Indessen erfolgte die Neuanmeldung im Dezember 2019 (act. II 52), womit der potentiell frühestmögliche Rentenbeginn noch vor dem 1. Januar 2022 liegt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Insoweit gelangt das bis 31. Dezember 2021 geltende Recht (fortan aArt.) zur Anwendung (vgl. Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Mit dem Vorliegen eines Revisionsgrundes im Dezember 2021 (vgl. E. 3.6.2 hinten) gelangen jedoch für den ab April 2022 neu zu ermittelnden Rentenanspruch die ab 1. Januar 2022 gültigen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) zur Anwendung (Art. 88a IVV, vgl. Rz. 9102 KSIR; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen, vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82).”
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505 et les exemples donnés, notamment, en l'espèce, l'exemple 1). En l'espèce, l'amélioration déterminante de la capacité de gain, si elle était confirmée, se serait produite avant le 1er janvier 2022, conformément à l'art. 88a al. 1 RAI (trois mois après la date retenue dans la décision attaquée - 29 septembre 2021 -, soit le 29 décembre 2021). Dès lors, ce sont les dispositions dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. 5.2 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 8 février 2022). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid.”
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505). En l'espèce, l'amélioration déterminante de la capacité de gain, si elle était confirmée, se serait produite après le 1er janvier 2022 (à savoir le 27 janvier 2022, soit une année après l'intervention chirurgicale du Dr J._______, selon l'avis SMR du 3 mai 2023 : OAIE pce 208). Il convient par conséquent d'appliquer à la présente cause les dispositions en vigueur dès le 1er janvier 2022. 5.2 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 5 septembre 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid.”
“II 3/1, 69, 86) zutrifft, bleibt der bisherige Rentenanspruch solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 [Weiterentwicklung der IV]). In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG – wie dem vorliegenden – gilt gemäss Rz. 9102 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. Urteil des BGer 8C_658/2022 vom 30. Juni 2023 E. 3.2). Im vorliegenden Fall gibt es sowohl vor als auch nach dem 1. Januar 2022 eine potentiell massgebliche Änderung (vgl. E. 5.3 und”
Bei dreimonatiger Besserung können Rentenreduktionen auch rückwirkend ab Beginn der voraussichtlich dauernden Verbesserung erfolgen.
“44 LPGA Art. 7j ATSVart. 7j OPGAart. 7j OPGA Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA Art. 43 ATSGart. 43 LPGAart. 43 LPGA BGE 117 V 282ATF 117 V 282DTF 117 V 282 9C_389/2022 BGE 136 I 229ATF 136 I 229DTF 136 I 229 BGE 124 V 180ATF 124 V 180DTF 124 V 180 BGE 136 I 229ATF 136 I 229DTF 136 I 229 BGE 124 V 180ATF 124 V 180DTF 124 V 180 BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 BGE 146 V 224ATF 146 V 224DTF 146 V 224 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 29 IVGart. 29 LAIart. 29 LAI Art. 29 ATSGart. 29 LPGAart. 29 LPGA Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 VGE IV/2020/81 BGE 130 V 396ATF 130 V 396DTF 130 V 396 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 9C_672/2019 9C_662/2016 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 145 V 361ATF 145 V 361DTF 145 V 361 8C_105/2023 8C_213/2020 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI BGE 128 V 124ATF 128 V 124DTF 128 V 124 Art. 1 IVGart. 1 LAIart. 1 LAI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2023 34013.”
Ergibt sich eine ohne wesentliche Unterbrechung mindestens dreimonatige Verschlechterung, begründet dies nach Art. 88a Abs. 2 IVV einen Neuanmeldungsgrund bzw. eine revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsänderung, sodass die Leistungsvoraussetzungen allseitig (frei) zu prüfen sind. In der Praxis kann daraus, je nach Ergebnis dieser Prüfung, ein Anspruch auf ganze Rente folgen; ob dies im Einzelfall eintritt, hängt vom konkreten Sachverhalt (insbesondere vom Zeitpunkt und Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit) ab.
“Angesichts der gesundheitlichen Verschlechterung seit Juli 2016 und der daraus resultierenden psychisch bedingten 100%igen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten steht der Beschwerdeführerin somit aufgrund der neuen Anmeldung vom September 2016 nach Ablauf der dreimonatigen Frist nach Art. 88a Abs. 2 IVV ab dem 1. Oktober 2016 (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG) eine ganze Rente zu. In erwerblicher Hinsicht ist hierbei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin zwar vor der Tumorerkrankung Ende 2016 grösstenteils teilzeitlich gearbeitet hat, wie aus dem Auszug aus dem individuellen Konto vom 4. März 2008 (Urk. 6/11) zu schliessen ist. Bei der Stelle in der Bäckerei Z.___ AG, die sie Anfang Dezember 2016 angetreten hatte, hatte es sich jedoch gemäss den Angaben der Arbeitgeberin um eine Vollzeitstelle gehandelt (vgl. Urk. 6/23/4). Zu Recht wurde daher nie in Frage gestellt, dass die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit auch in der Folgezeit vollzeitlich berufstätig gewesen wäre, womit ihre Qualifikation als voll Erwerbstätige (Art. 28a Abs. 1 IVG) feststeht. Sodann steht eine gesundheitliche Veränderung in der Zeit seit der Begutachtung der Beschwerdeführerin im Zentrum N.___ nicht zur Diskussion; das Gutachten von Dr. W.___, dem für diesen späteren Zeitraum nicht mehr der Charakter einer Zweitmeinung, sondern eigenständige Bedeutung zukommt, liefert hierfür keine Anhaltspunkte.”
“S. 19 Ziff. 8). Mit Blick darauf, dass eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobald diese ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV), ist eine revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsänderung resp. ein Neuanmeldungsgrund ausgewiesen. Dementsprechend ist der Rentenanspruch frei zu prüfen (vgl. E. 2.6.4 hiervor).”
“lit. b/2 und S. 11 Ziff. 8.2.5) ist im vorliegend zu beurteilenden Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 24. November 2017 (AB 6.9), mit welcher letztmals eine allseitige Überprüfung der Leistungsvoraussetzungen erfolgte, und der Verfügung vom 3. Juni 2024 (AB 109) eine vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgewiesen, die einen Neuanmeldungsgrund darstellen könnte (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV; vgl. auch Rz. 5102 KSIR erstes Lemma e contrario). Diese postoperative Arbeitsunfähigkeit lag im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns indes nicht mehr vor. Es kann in concreto aber letztlich offenbleiben, ob dieser Umstand einen Neuanmeldungsgrund begründete, da auch bejahendenfalls, d.h. bei allseitiger und freier Prüfung des Rentenanspruchs, kein Anspruch resultierte, wie nachfolgend aufgezeigt wird.”
Bei einem Statuswechsel ist für den Beginn der Rentenberechtigung auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem erstmals die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit geklärt wurde (z. B. im Rahmen einer Haushaltsabklärung).
“M____ mit neurologischem Teilgutachten vom 9. Oktober 2007 (IV-Akte 36, S. 19 ff.) eine Arbeitsunfähigkeit von 40% fest. Da sich die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit angesichts des Status der Beschwerdeführerin als im Aufgabenbereich Tätige (vgl. Art. 28a Abs. 2 IVG) zum damaligen Zeitpunkt nicht stellte (vgl. Mitteilung vom 31. Oktober 2007, IV-Akte 37), kann dieser Zeitpunkt für die Frage des Beginns der Rentenberechtigung nicht massgeblich sein. Erst als die Beschwerdegegnerin anlässlich der Haushaltsabklärung vom 11. Oktober 2016 (IV-Akte 60) einen Statuswechsel der Beschwerdeführerin (von im Aufgabenbereich Tätiger zu teilzeitlich Erwerbstätiger) feststellte, stellte sich erstmals die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Es ist daher im konkreten Fall für den Beginn des Rentenanspruchs wegen Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf den Zeitpunkt der Haushaltsabklärung abzustellen. Folglich hat die Beschwerdeführerin unter analoger Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab dem 1. Januar 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.”
“M____ mit neurologischem Teilgutachten vom 9. Oktober 2007 (IV-Akte 36, S. 19 ff.) eine Arbeitsunfähigkeit von 40% fest. Da sich die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit angesichts des Status der Beschwerdeführerin als im Aufgabenbereich Tätige (vgl. Art. 28a Abs. 2 IVG) zum damaligen Zeitpunkt nicht stellte (vgl. Mitteilung vom 31. Oktober 2007, IV-Akte 37), kann dieser Zeitpunkt für die Frage des Beginns der Rentenberechtigung nicht massgeblich sein. Erst als die Beschwerdegegnerin anlässlich der Haushaltsabklärung vom 11. Oktober 2016 (IV-Akte 60) einen Statuswechsel der Beschwerdeführerin (von im Aufgabenbereich Tätiger zu teilzeitlich Erwerbstätiger) feststellte, stellte sich erstmals die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Es ist daher im konkreten Fall für den Beginn des Rentenanspruchs wegen Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf den Zeitpunkt der Haushaltsabklärung abzustellen. Folglich hat die Beschwerdeführerin unter analoger Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab dem 1. Januar 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente.”
Bei dreimonatiger Verzögerung wird Rentenbeginn rückwirkend ab dem potentiellen Rentenbeginn berechnet.
“%, vom 2. Januar 2017 bis 25. September 2017 von 80.5%, vom 26. September 2017 bis 9. Dezember 2017 von 69%, vom 10. Dezember 2017 bis 22. Februar 2018 von 57.5% und vom 23. Februar 2018 bis 9. Mai 2018 von 46%. Die Beschwerdeführerin hat daher gemäss der Praxis des Versicherungsgerichts und in analoger Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88a IVV (dreimonatige Verzögerung) vom 1. November 2015 (potentieller Rentenbeginn) bis zum 30. April 2017 Anspruch auf eine halbe, vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2018 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, vom 1. April 2018 bis 31. Mai 2018 Anspruch auf eine halbe Rente, und vom 1. Juni 2018 bis 31. August 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente. Ab dem 8. Oktober 2018 (Zeitpunkt der psychiatrischen Begutachtung) ist der Beschwerdeführer mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 80% arbeitsfähig gewesen. Ab diesem Zeitpunkt ist kein Hinweis vorhanden, dass sich die Arbeitsfähigkeit verschlechtert hätte. Die Bestimmung des Invaliditätsgrades erfolgt ebenfalls mittels eines Prozentvergleichs. Der Invaliditätsgrad entspricht somit dem Arbeitsunfähigkeitsgrad, allenfalls (analog dem sog. Tabellenlohnabzug) korrigiert um einen zusätzlichen Abzug. Nun stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin auch bei einem Arbeitsunfähigkeitsgrad von 20% zusätzliche Lohnnachteile in Kauf zu nehmen hätte.”
Die dreimonatige Frist beginnt auch wenn die Verwaltung Abklärungen erst während des hängigen Beschwerdeverfahrens abschliesst.
“Ohne diesen Bericht und die erwähnte neue Verfügung hätte das Gericht die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückweisen müssen, damit diese überprüft, ob sich der Hilfebedarf beim An- und Auskleiden manifestiert hat. Die Beschwerdegegnerin hat diese Abklärung nun bereits getätigt und neu verfügt. Sie hat damit den Sachverhalt ab Mai 2023 bereits neu gewürdigt. Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades besteht deshalb nicht schon ab Mai 2023 weil die dreimonatige Frist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV berücksichtigt werden muss (d.h. die Verschlechterung muss ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert haben; zur Anwendbarkeit von Art. 88a IVV vgl. E.3.3.). Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die notwendigen weiteren Abklärungen bezüglich des alltäglichen Lebensbereichs An- und Auskleiden erst während des hängigen Beschwerdeverfahrens getätigt hat, statt mit dem Erlass des Einspracheentscheides zuzuwarten bis geklärt ist, ob ein zusätzlicher Hilfebedarf besteht, ist bei der Verlegung der Parteikosten zu berücksichtigen. Das Verfahren bei der Beschwerdegegnerin wurde nämlich im Grunde genommen erst mit der erwähnten neuen Verfügung abgeschlossen (erst dann waren die notwendigen Abklärungen abgeschlossen).”
Der für die Bestimmung des anwendbaren Verordnungsrechts massgebende Zeitpunkt bemisst sich nach der in Art. 88a IVV vorgesehenen Dreimonatsfrist; konkret ist der so festgelegte Zeitpunkt der Anspruchsänderung relevant.
“Januar 2022 (die Neuanmeldung erfolgte im April 2021 [AB 151] und eine gesundheitliche Beeinträchtigung aufgrund der Covid-19-Infektion bestand seit November 2020 [vgl. AB 166, 171], womit der frühestmögliche Rentenbeginn aufgrund der Voraussetzungen von Art. 29 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG auf den 1. November 2021 zu liegen kommt), weshalb für die zu prüfende Rentenzusprache die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind (vgl. auch Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Was das anwendbare Recht hinsichtlich einer allfälligen Abstufung oder Befristung der Rente angeht, ist der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung massgebend (vgl. Rz. 9102 KSIR; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2 mit Hinweis). Da dieser bei einem Rentenanspruch frühestens ab 1. November 2021 in jedem Fall nach dem 31. Dezember 2021 liegt, finden diesbezüglich somit die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (vgl. Rz. 9102 KSIR).”
Bei Rentenbeginn ist die tatsächliche Haushaltsunfähigkeit (einschliesslich haushaltsbezogenem Aufwand) für die Leistungswirkung zu prüfen; falls nötig sind Abklärungen zur Quantifizierung der haushaltsbezogenen Einschränkungen vorzunehmen und bei positivem Ergebnis ist die Berücksichtigung des Rentenbeginns gemäss Art. 88a IVV zu beachten.
“Il y a en effet tout lien d'inférer, au vu du critère de la vraisemblance prépondérante, que l'incapacité pour la recourante à travailler dans la profession exercée d'aide de conciergerie (activité qui s'apparente à celle de ménagère) a eu des incidences sur ses capacités physiques, critère devant être pris en considération pour la pondération des différents postes ménagers. Il convient, partant, de renvoyer la cause à l'autorité intimée en lien avec la période évoquée afin que celle-ci (par l'entremise de son service des enquêtes) chiffre les empêchements ménagers de la recourante en tenant compte des spécificités dans sa situation domestique et arrête le degré d'invalidité y relatif pour la part dévolue à l'activité ménagère. Une fois en possession de ces données, l'autorité intimée procédera à un nouveau calcul global de l'invalidité en prenant en considération le degré d'invalidité pondéré pour la part lucrative arrêté dans le présent arrêt en lien avec la période concernée (cf. à ce sujet le consid. 6.2). Si l'autorité intimée devait arriver à la conclusion que le degré d'invalidité global de la recourante, pour la période précitée, lui ouvre le droit à une rente AI, elle veillera à tenir compte de sa prise d'effet conformément à l'art. 88a RAI. 8. 8.1. La recourante soutient finalement qu'au moment de la naissance d'une rente AI, elle entrait dans la catégorie des assurés (âgés) pour lesquels il faut reconnaître la nécessité de mettre préalablement en place une mesure d'observation/instruction professionnelle et des mesures de réadaptation avant d'évaluer le degré d'invalidité (mémoire de recours p. 19). 8.2. Selon la jurisprudence à laquelle se réfère la recourante (ATF 145 V 209), il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid.”
In der Rechtsprechung wird Art. 88a IVV häufig bei Feststellung dauerhafter Verbesserungen nach dreimonatiger Periode angewendet.
“84 VRPG BGE 146 V 364ATF 146 V 364DTF 146 V 364 BGE 144 V 210ATF 144 V 210DTF 144 V 210 BGE 147 V 79ATF 147 V 79DTF 147 V 79 BGE 146 V 224ATF 146 V 224DTF 146 V 224 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA Art. 28a IVGart. 28a LAIart. 28a LAI BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 BGE 144 I 21ATF 144 I 21DTF 144 I 21 Art. 7 IVGart. 7 LAIart. 7 LAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 16 ATSGart. 16 LPGAart. 16 LPGA BGE 145 V 370ATF 145 V 370DTF 145 V 370 Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 27bis IVVart. 27bis RAIart. 27bis OAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 135 V 465ATF 135 V 465DTF 135 V 465 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 8C_262/2021 9C_747/2011 8C_28/2021 8C_134/2022 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 EVG I 655/05 8C_334/2018 BGE 144 V 361ATF 144 V 361DTF 144 V 361 BGE 124 V 90ATF 124 V 90DTF 124 V 90 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 129 V 472ATF 129 V 472DTF 129 V 472 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 135 V 297ATF 135 V 297DTF 135 V 297 BGE 134 V 322ATF 134 V 322DTF 134 V 322 BGE 148 V 174ATF 148 V 174DTF 148 V 174 BGE 146 V 16ATF 146 V 16DTF 146 V 16 BGE 143 V 295ATF 143 V 295DTF 143 V 295 BGE 129 V 222ATF 129 V 222DTF 129 V 222 Art.”
Liegt seit einem bestimmten Zeitpunkt keine krankheitswertige Beeinträchtigung der Arbeits‑ und Erwerbsfähigkeit mehr bzw. ist der Invaliditätsgrad auf null gefallen, kann die Leistung ab diesem Zeitpunkt befristet oder eingestellt werden.
“L’intimé a en effet déterminé le revenu d’invalide sur la base de l’ESS, dans des emplois ne requérant pas de qualifications professionnelles particulières, tous secteurs d’activité confondus (production et services). Or, les secteurs de la production et des services recouvrent une large palette d’activités, dont un nombre significatif est suffisamment léger et adapté aux limitations fonctionnelles – somme toute modestes – énumérées dans le cas du recourant (cf. par exemple sur cette question : TF 9C_704/2008 du 6 février 2009 consid. 3.2). Au demeurant, les activités citées à titre exemplatif par l’intimé dans son évaluation du 9 mars 2020 constituent des activités accessibles au recourant. 10. a) Sur le vu de ce qui précède, on peut retenir, à l’instar de l’intimé, que le recourant a présenté une incapacité totale de travail et de gain pour la période limitée s’étendant de janvier 2017 à novembre 2019. Son degré d’invalidité est en revanche nul depuis lors. Partant, l’intimé était fondé à mettre fin au versement d’une rente entière d’invalidité dès la fin du mois de février 2020 (cf. art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Le recours, mal fondé, doit donc être rejeté et la décision de l’intimé du 2 février 2021 confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient, en l’occurrence, de les fixer à 400 fr. et de les mettre à la charge du recourant, vu le sort de ses conclusions. c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens au recourant, qui n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision rendue le 2 février 2021 par l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud est confirmée. III. Les frais judicaires, arrêtés à 400 fr. (quatre cents francs), sont mis à la charge du recourant. IV. Il n’est pas alloué de dépens. La présidente : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié, par l'envoi de photocopies, à : ‑ B.”
Eine dreimonatige Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (auch in geschützter Tätigkeit), kann für eine Herabsetzung der Rente relevant sein.
“Une capacité résiduelle de travail était par la suite admise dans un environnement protégé, respectivement sur le marché secondaire de l’emploi. Le fait qu’il avait travaillé au-delà du 31 juillet 2013 se comprenait uniquement en tant qu’une tentative de reprise du travail qui ne pouvait pas constituer une rupture du lien de causalité temporel. Dès lors qu’il demeurait assuré un mois après la fin des rapports de travail, le début de l’atteinte à la santé en juillet ou en août 2013 n’avait pas d’importance. Le demandeur était d’avis que l’OAI s’était livré à une instruction complète dont les rapports médicaux ainsi que l’expertise recueillis, concluaient tous à une incapacité de travail pour des troubles psychiatriques débutant en juillet/août 2013, et que cette incapacité avait perduré depuis lors. Le droit à une rente de l’assurance-invalidité était ouvert depuis le 1er septembre 2017 de sorte qu’il avait droit à une rente entière d’invalidité du 1er septembre 2017 au 31 décembre 2018. L’étendue des prestations à partir du 1er janvier 2019, compte tenu du délai de trois mois applicable en vertu de l’art. 88a RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), de l’expertise de septembre 2018 et de la capacité de travail résiduelle retenue par l’experte, pouvait rester indécise dans le cadre de la présente demande. La Caisse était en effet tenue d’instruire le cas sous l’angle médical afin de déterminer si une rente entière d’invalidité, ou d’un degré inférieur, devait être allouée au vu de la divergence d’avis entre l’experte et le SMR sur la capacité de travail résiduelle et/ou de l’éventuelle instruction lacunaire de l’OAI sur ce dernier point. b) Par réponse du 16 septembre 2021, la défenderesse a pris les conclusions suivantes : “1. Débouter M. B.________ de l’ensemble de ses conclusions ; 2. Mettre les frais de procédure à la charge de celui-ci ; 3. Dans l’hypothèse où les conclusions du recourant devaient être admises et qu’il devait être considéré que la C.________ est redevable du versement d’une rente AI en faveur de ce dernier, il est conclu à ce que celle-ci soit versée avec un intérêt moratoire de 1% – et non 5% comme requis par le recourant – ainsi que le prévoit l’avenant au Règlement d’assurance de la C.”
Kurzfristige, unsichere oder nur vorübergehend bestehende Erwerbstätigkeiten begründen grundsätzlich keine zuverlässige Prognose, dass eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit «voraussichtlich längere Zeit» andauern werde. Das Fehlen erkennbarer Stabilität der Erwerbstätigkeit spricht daher gegen die Annahme einer dauerhaften Verbesserung im Sinne von Art. 88a Abs. 1 IVV.
“Die Vorinstanz hat erwogen, dass der Beschwerdegegner im Jahr 2017 von Februar bis September von der B.________ Sàrl ein Einkommen von insgesamt Fr. 24'000.- und von März bis Juli sowie im Oktober von der C.________ GmbH ein solches von insgesamt Fr. 36'000.- erzielt habe. Im Jahr 2018 habe er keinen Lohn bezogen. Keines der beiden Arbeitsverhältnisse habe als besonders stabil gelten können, was der Anrechnung der entsprechenden Einnahmen als Invalideneinkommen entgegenstehe (vgl. BGE 143 V 295 E. 2.2). Über die C.________ GmbH sei denn auch im April 2018 der Konkurs eröffnet worden und zur B.________ Sàrl gebe es kaum weiterführende Angaben in den Akten. Deshalb sei auch nicht anzunehmen gewesen, dass die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV [SR 831.201]) voraussichtlich längere Zeit angedauert hätte. Die durch die genannten Tätigkeiten bewirkte Veränderung der erwerblichen Verhältnisse bilde mangels Dauerhaftigkeit keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG. Sodann hat das kantonale Gericht dem von ihm eingeholten MEDAS-Gutachten "volle" Beweiskraft beigemessen. Gestützt darauf hat es festgestellt, eine anspruchsrelevante gesundheitliche Verbesserung im Vergleich zum Zustand beim Erlass der Verfügung vom 30. Oktober 2012 sei nicht erwiesen. Folglich hat es auch mit Blick auf einen veränderten Gesundheitszustand einen Revisionsgrund verneint. Weiter hat es erwogen, die Wiedererwägung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 30. Oktober 2012 komme zwar grundsätzlich infrage. Indessen habe die Verwaltung keinen entsprechenden Antrag gestellt und die vorliegenden Akten böten auch keinen Anlass, eine in diesem Sinne substituierte Begründung zu prüfen, weshalb sie unterbleiben könne. Die Vorinstanz hat demnach - mangels eines Rückkommenstitels - sowohl die Herabsetzung der Rente als auch die Rückforderung von Rentenbetreffnissen für unzulässig gehalten.”
Bei Verbesserung ist ein dreimonatiger Schonraum bis zur Leistungsaufhebung praktisch anerkannt.
“S'il est vrai que des facteurs tels que l'âge, le manque de formation ou les difficultés linguistiques jouent un rôle non négligeable pour déterminer dans un cas concret les activités que l'on peut encore raisonnablement exiger d'un assuré, ils ne constituent pas, en règle générale, des circonstances supplémentaires qui, à part le caractère raisonnablement exigible d'une activité, sont susceptibles d'influencer l'étendue de l'invalidité, même s'ils rendent parfois difficile, voire impossible la recherche d'une place et, partant, l'utilisation de la capacité de travail résiduelle (arrêt TF I 377/98 du 28 juillet 1999 consid. 1 et les références). 7. Discussion relative au degré d'invalidité 7.1. Dans sa décision, l'OAI a implicitement estimé que la capacité de travail de l'assurée était totalement restreinte depuis janvier 2015, faisant naître le droit à une rente entière à partir du 1er janvier 2016. De la sorte, il est tenu compte à la fois du délai de carence d'une année et du délai de six mois à compter de la date à laquelle l’assurée a fait valoir son droit aux prestations (art. 28 al. 1 let. b et 29 al. 1 LAI). L'OAI a fait courir cette rente jusqu'au 30 avril 2019, étant rappelé qu'une amélioration de l'état de santé peut être constatée à partir de l'examen par l'expert en janvier 2019. Quand bien même cette amélioration est probablement antérieure à cet examen, l'on peut confirmer la prise en compte d'un délai de trois mois conformément à l'art. 88a RAI (cf. ég. arrêts TF 8C_36/2019 du 30 avril 2019 consid. 5; 8C_94/2013 du 8 juillet 2013 consid. 4.1 et 8C_670/2011 du 10 février 2012 consid. 5.1). C'est dès lors à juste titre que la recourante s'est vu reconnaître le droit à une rente entière du 1er janvier 2016 au 30 avril 2019. 7.2. Pour la période ultérieure, au titre de revenu de valide, l'OAI a retenu un montant de CHF 57'646.65. Ce montant correspond au revenu que l'assurée obtenait auprès de son ancien employeur, mais tenant compte d'une activité réalisée à temps plein et adaptée à l'année 2017. En cela, contrairement à ce qui est explicitement indiqué dans la motivation de la décision contestée, l'OAI a de fait été dans le sens de la recourante et procédé à la comparaison des revenus sur la base d'une activité professionnelle exercée à plein temps. Cela étant, ce montant doit encore être adapté à l'évolution des salaires nominaux jusqu'à l'année 2019, durant laquelle l'on considère que l'état de santé s'est amélioré (indices de 102.”
Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit (z. B. wegen einer Operation) kann die Verwaltung zum Zeitpunkt der Verfügung feststellen, dass die Voraussetzungen für eine Rentenrevision noch nicht erfüllt sind; sie kann die Verfügung entsprechend aufheben und ein bereits eingeleitetes Revisionsverfahren sodann wieder aufnehmen und fortführen.
“Die Verwaltung erkannte im Umstand, dass der Versicherte sich Ende Januar 2017 einer Operation unterzogen hatte, eine (vorübergehend; vgl. dazu Art. 88a IVV [SR 831.201]) fehlende Arbeitsfähigkeit. Daraus schloss sie zutreffend, dass die Voraussetzungen für eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG bei Erlass der Verfügung vom 3. Februar 2017 nicht erfüllt waren, weshalb sie diese wiedererwägungsweise (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) aufhob. Auch wenn sie mit der Verfügung vom 8. Februar 2017 den weiterhin bestehenden Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestätigte, beendete sie damit nicht das 2012 eingeleitete Revisionsverfahren, vielmehr nahm sie dieses umgehend wieder auf und führte es weiter (vgl. zur Auslegung von Verfügungen BGE 141 V 255 E. 1.2 S. 257; 132 V 74 E. 2 S. 76; Urteil 9C_777/2019 vom 24. November 2020 E. 5.2.1). Somit ist im Hinblick auf Art. 17 ATSG der Sachverhalt im Zeitpunkt der verfügten Rentenaufhebung mit jenem bei Zusprache der ganzen Invalidenrente zu vergleichen. Entscheidend ist, ob sich daraus eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit in dem Mass ergibt, dass sich dadurch der Invaliditätsgrad von 100 % auf weniger als 70 % reduziert hätte (vgl.”
Bei voraussichtlich länger anhaltender Verbesserung (z. B. der Erwerbsfähigkeit) oder bei Anzeichen, dass Eingliederungsmassnahmen objektiv zum Scheitern verurteilt wären, kann die Rente mit Wirkung ab dem Zeitpunkt aufgehoben oder herabgesetzt werden, ab dem angenommen werden kann, dass die Verbesserung voraussichtlich von längerer Dauer sein wird. In jedem Fall ist die Verbesserung zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Im konkreten Fall wurde die volle Rente daher drei Monate nach der massgeblichen Verbesserung aufgehoben; eine Beschränkung auf Fälle rein formaler Ablehnung von Eingliederungsmassnahmen wäre zu eng gefasst.
“Invité à décrire les obstacles à une telle reprise, il a répondu : « tout » (cf. rapport d'expertise consensuel du 24 octobre 2019 p. 8). L'expert psychiatre a également relevé une disposition du recourant à coopérer, sauf s'il s'agissait de mesures de réintégration, l'intéressé se considérant comme 100 % invalide. Il ressort également du dossier que l'OAI a octroyé à l'assuré une mesure d'aide au placement, que l'intéressé a toutefois refusée le 30 mars 2020. Compte tenu de ces éléments, il y a lieu de retenir qu'on se trouve dans un cas de figure où les éléments concrets du dossier permettent de retenir que l'octroi de mesures de réadaptation serait subjectivement vraisemblablement voué à l’échec. Cela étant, c'est de manière fondée que l'intimé a procédé à la révision de la rente entière d'invalidité accordée au recourant depuis le 1er décembre 2017 dans le sens de sa suppression au 30 novembre 2019, soit trois mois après l'amélioration subséquente ayant permis à l'intéressé de recouvrer une pleine capacité de travail dès le mois de novembre 2018 (cf. art. 88a RAI), étant rappelé que, comme relevé au consid. 8 supra, l'amélioration déterminante est en réalité vraisemblablement intervenue antérieurement. 10. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l'octroi ou le refus de prestations de l'assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr. et de les mettre à la charge du recourant, vu l'issue du litige. c) Il n’y a pas lieu d’allouer de dépens au recourant, dès lors qu'il n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision rendue le 14 avril 2021 par l'Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud est confirmée. III. Les frais de justice, de 600 fr. (six-cents francs), sont mis à la charge Q.________. IV. Il n'est pas alloué de dépens. La présidente : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ Me Olivier Carré (pour le recourant), à Lausanne, ‑ Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud, à Vevey, - Office fédéral des assurances sociales, à Berne, par l'envoi de photocopies.”
Bei Rentenänderungen bestimmt der Dreimonatszeitpunkt, welches IVV-Rechtsstand (vor/nach 1.1.2022) anwendbar ist.
“In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Die angefochtene Verfügung datiert vom 21. Juli 2022 (AB 185), womit sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. Indessen liegt der Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenanspruchs vor dem 1. Januar 2022 (siehe AB 110 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG), weshalb für die zu prüfende Rentenzusprache die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind (vgl. auch Rz. 9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228). Was das anwendbare Recht hinsichtlich der Befristung der Rente angeht, ist der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung massgebend. Liegt dieser vor dem 1. Januar 2022, finden unverändert die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Liegt der Zeitpunkt der Anspruchsänderung nach dem 31. Dezember 2021, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in Der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung (vgl. Rz. 9102 KSIR).”
Kurzfristige vollständige Arbeitsunfähigkeit (Wochen bis wenige Monate) ist unbeachtlich für Herabsetzung/Aufhebung; sie begründet keine dauerhafte Invalidität und lässt den Leistungsanspruch meist unberührt (Art. 88a IVV/RAI).
“Zusammenfassend ist gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten vom 11. August 2022 sowie die Stellungnahme vom 25. November 2022 (Urk. 10/63 und Urk. 10/70) im relevanten Zeitraum ab November 2021 in der bisherigen Tätigkeit von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % bis 17. Januar 2022, ab 18. Januar bis 23. Februar von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab dem 24. Februar 2022 von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. In einer angepassten Tätigkeit ist ab November 2021 bis zum 17. Januar 2022 von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit, ab dem 18. Januar bis zum 23. Februar 2022 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab dem 24. Februar 2022 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 10/63/3 f.). Dabei ist festzuhalten, dass die nur kurze volle Arbeitsunfähigkeit in den Monaten Januar und Februar 2022 nicht dauerhaft und damit unbeachtlich ist (vgl. Art. 88a IVV).”
“Zusammenfassend ist gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten vom 11. August 2022 sowie die Stellungnahme vom 25. November 2022 (Urk. 10/63 und Urk. 10/70) im relevanten Zeitraum ab November 2021 in der bisherigen Tätigkeit von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % bis 17. Januar 2022, ab 18. Januar bis 23. Februar von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab dem 24. Februar 2022 von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. In einer angepassten Tätigkeit ist ab November 2021 bis zum 17. Januar 2022 von einer 40%igen Arbeitsunfähigkeit, ab dem 18. Januar bis zum 23. Februar 2022 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit und ab dem 24. Februar 2022 von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 10/63/3 f.). Dabei ist festzuhalten, dass die nur kurze volle Arbeitsunfähigkeit in den Monaten Januar und Februar 2022 nicht dauerhaft und damit unbeachtlich ist (vgl. Art. 88a IVV).”
“De même, il faut rappeler que les experts ont conclu que les dernières activités de couturière (à 50%) et de vendeuse ont été abandonnées en 2012, respectivement en octobre 2013, du fait des atteintes orthopédiques, si bien qu'il fallait arrêter la capacité de travail dans ces emplois à 0% depuis lors. Bien qu'aucune incapacité de travail n'ait été attestée formellement (dos. AI 8/4, 13/2 et 17/7), il y a donc lieu d'admettre que le délai d'attente d'une année de l'art. 28 al. 1 let. b LAI était échu au 1er juillet 2016 (voir ATF 130 V 97 c. 3.2), la recourante ayant du reste déclaré qu'elle aurait travaillé à 100% si elle n'avait pas subi d'atteinte à la santé (dos. AI 9/1). A cette date, la condition de l'art. 28 al. 1 let. c LAI n'était toutefois pas remplie (voir c. 6.5). Ce n'est que le 23 mai 2019 que le degré d'invalidité (de 100%) a dépassé le taux de 40% exigé par cette disposition. Il ne s'agit donc pas d'une reprise ou d'une aggravation de l'invalidité (voir art. 88a al. 2 RAI). En effet, aucun droit à la rente n'est né à l'issue du délai d'attente et du délai de carence, si bien que l'art. 88a RAI ne s'applique pas (TF 8C_623/2020 du 2 août 2021 c. 4.2). Partant, un droit à la rente ne pouvait naître qu'à compter de mai 2019 (voir art. 29 al. 3 LAI). La modification du taux d'invalidité ne pouvait en outre entraîner une modification du droit que trois mois après le 23 novembre 2019 (ATF 133 V 263 c. 6.1; SVR 2020 IV n° 70 c. 4.2.2), soit fin février 2020. En revanche, puisque l'opération du 29 mai 2020 consacre une aggravation de l'invalidité, mais qu'elle n'a duré que six semaines, elle n'entraîne pas une modification de ce droit (art. 88a al. 2 RAI). 6.2 6.2.1 Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s'effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité.”
“De même, il faut rappeler que les experts ont conclu que les dernières activités de couturière (à 50%) et de vendeuse ont été abandonnées en 2012, respectivement en octobre 2013, du fait des atteintes orthopédiques, si bien qu'il fallait arrêter la capacité de travail dans ces emplois à 0% depuis lors. Bien qu'aucune incapacité de travail n'ait été attestée formellement (dos. AI 8/4, 13/2 et 17/7), il y a donc lieu d'admettre que le délai d'attente d'une année de l'art. 28 al. 1 let. b LAI était échu au 1er juillet 2016 (voir ATF 130 V 97 c. 3.2), la recourante ayant du reste déclaré qu'elle aurait travaillé à 100% si elle n'avait pas subi d'atteinte à la santé (dos. AI 9/1). A cette date, la condition de l'art. 28 al. 1 let. c LAI n'était toutefois pas remplie (voir c. 6.5). Ce n'est que le 23 mai 2019 que le degré d'invalidité (de 100%) a dépassé le taux de 40% exigé par cette disposition. Il ne s'agit donc pas d'une reprise ou d'une aggravation de l'invalidité (voir art. 88a al. 2 RAI). En effet, aucun droit à la rente n'est né à l'issue du délai d'attente et du délai de carence, si bien que l'art. 88a RAI ne s'applique pas (TF 8C_623/2020 du 2 août 2021 c. 4.2). Partant, un droit à la rente ne pouvait naître qu'à compter de mai 2019 (voir art. 29 al. 3 LAI). La modification du taux d'invalidité ne pouvait en outre entraîner une modification du droit que trois mois après le 23 novembre 2019 (ATF 133 V 263 c. 6.1; SVR 2020 IV n° 70 c. 4.2.2), soit fin février 2020. En revanche, puisque l'opération du 29 mai 2020 consacre une aggravation de l'invalidité, mais qu'elle n'a duré que six semaines, elle n'entraîne pas une modification de ce droit (art. 88a al. 2 RAI). 6.2 6.2.1 Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas invalide est comparé avec celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (art. 16 LPGA). La comparaison des revenus s'effectue, en règle générale, en chiffrant aussi exactement que possible les montants de ces deux revenus et en les confrontant l'un avec l'autre, la différence permettant de calculer le taux d'invalidité.”
“In Würdigung der medizinischen Unterlagen mass die Vorinstanz dem SMAB-Gutachten vom 21. September 2020 Beweiskraft zu. Gestützt darauf sei die Beschwerdeführerin seit 3. Dezember 2016 in ihrer angestammten Tätigkeit zu 50 % und bereits seit März 2016 in einer angepassten (leichten, wechselbelastenden) Tätigkeit vollständig arbeitsfähig. Die ab 19. Juni 2018 für sechs Wochen dauernde vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit wegen der erlittenen Deckplattenfraktur LWK 5 begründe keine bleibende oder länger dauernde Erwerbsunfähigkeit im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG und Art. 88a IVV. Die übrigen von der Verwaltung verwendeten Faktoren der Invaliditätsbemessung (Validen- und Invalideneinkommen) bestätigte die Vorinstanz.”
Eine Verschlechterung ist nur zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Wird eine Revision durch das versicherte Subjekt verlangt, tritt eine Erhöhung der Rente ab dem Monat der Gesuchseinreichung in Kraft.
“c des dispositions transitoires de la modification du 19 juin 2020, l'ancien droit s'applique aux bénéficiaires de rente dont le droit à la rente a pris naissance avant l'entrée en vigueur de la modification et qui ont 55 ans révolus au moment de l'entrée en vigueur de la modification. En l’occurrence, le recourant était âgé de 55 ans au 1er janvier 2022 et son droit à la rente est né avant cette date, de sorte que les dispositions légales applicables seront citées dans leur ancienne teneur. 3.2 Aux termes de l'art. 17 al. 1 LPGA, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Chaque loi spéciale peut fixer le point de départ de la modification ou encore exclure une révision en s’écartant de la LPGA (arrêt du Tribunal fédéral I 806/04 du 15 mars 2005 consid. 2.2.). Dans le domaine de l’assurance-invalidité, le point de départ d’une modification du droit aux prestations est fixé avec précision. Selon l'art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable. L'augmentation de la rente prend par ailleurs effet, si la révision est demandée par l'assuré, dès le mois où cette demande est présentée (art. 88bis al. 1 let. a RAI). Le point de savoir si un changement notable des circonstances s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière révision de la rente entrée en force et les circonstances qui régnaient à l’époque de la décision litigieuse. En effet, la base de comparaison déterminante dans le temps pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision de la rente est constituée par la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit (ATF 147 V 167 consid.”
“00 würde ein ebenfalls nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37% resultieren. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der von der Beschwerdeführerin zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie der zitierten Literatur erübrigt sich somit. Im Übrigen macht die Beschwerdeführerin zu Recht keinen Abzug nach der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. dazu BGE 135 V 297, 301 E. 5.2, BGE 129 V 472, 481 E. 4.2.3 und BGE 126 V 75, 78 ff. E. 5a und 5b) geltend. 5.4. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Gutachten von Dr. med. H____ vom 1. November abgestellt und die Rente der Beschwerdeführerin per 1. April 2020 eingestellt. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass es korrekt erscheint, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von September 2020 bis November 2020 keine eigene Berechnung des Invaliditätsgrads durchgeführt hat. Die Gutachterin Dr. med. H____ ging in diesem Zeitraum von einer reduzierten Arbeitsfähigkeit von 40 % aus. Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV wird eine Verschlechterung des Gesundheitszustands dann berücksichtigt, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Aus dem Austrittsbericht der I____ vom 26. September 2019 (IV-Akte 169) ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin am 24. September 2019 bei den I____ vorstellig geworden sei. Sie habe angegeben, dass sich ihr Befinden seit zwei Wochen deutlich verschlechtert habe. Damit ist davon auszugehen, dass die Verschlechterung erst gegen Mitte September 2020 aufgetreten ist und daher bis Ende November nicht ganze drei Monate angedauert hat. Somit ist sie im Lichte der zitierten Verordnungsbestimmung nicht zu berücksichtigen. 6. 6.1. Im Lichte der obigen Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. 6.2. Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.00 zu tragen (Art. 61 lit. fbis ATSG und Art. 69 Abs. 1bis IVG). 6.3. Die Kosten für die Erstellung des Berichts Prof. Dr. med. G____ vom 12.”
Bei rückwirkender Zusprechung einer (abgestuften oder befristeten) Rente sind als massgebende Vergleichszeitpunkte sowohl der Rentenbeginn als auch der nach Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung für die Anwendung der Dreimonatsfrist zu beachten.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 150 V 67 E. 4.3.2 S. 70, 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 243, 8C_132/2020 E. 4.2.2).”
Die IV-Stelle darf befristet eine volle Rente gewähren (z.B. bei somatischen Beschwerden) bis zur Klärung der Folgen einer Intervention; dies ist durch Art. 88a IVV gedeckt.
“Die Arbeitsfähigkeit wurde seitens der behandelnden Fachärzte nicht explizit thematisiert. Infolge der somatischen Gesundheitsbeschwerden richtete die IV-Stelle ausgehend von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit nach Herzinfarkt bis zur definitiven Klärung der postinterventionellen Beschwerden, mithin bis zum Austritt am 27. Mai 2020 aus dem G.____, eine befristete volle Invalidenrente von September 2019 bis August 2020 (Art. 88a IVV) aus. Dies ist nicht zu beanstanden und wird vom Beschwerdeführer grundsätzlich auch nicht in Frage gestellt. Strittig ist vielmehr der Einfluss der psychischen Situation auf die Arbeitsfähigkeit und allfällige Wechselwirkungen zwischen den psychischen und den somatischen Beschwerden.”
Art. 88a IVV findet analoge Anwendung auch bei Anpassungen von Renten der beruflichen Vorsorge; in der Praxis genügt es, dass das zuständige Gericht den Leistungsgrundsatz feststellt und die konkrete Rentenberechnung an die Vorsorgeeinrichtung zur Festsetzung überweist.
“S. 3), sodass kein Grund für einen Aufschub der Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge ersichtlich ist. Was die revisionsweise Anpassung des Rentenanspruchs betrifft, rechtfertigt sich gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine analoge Anwendung von Art. 88a IVV auf die Renten der obligatorischen beruflichen Vorsorge (vgl. BGE 133 V 70 E. 4.3.3). Folglich kommt vorliegend die invalidenversicherungsrechtliche Rentenabstufung zum Tragen, wonach ab dem 1. Dezember 2015 noch ein Anspruch auf eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 40 % besteht (vgl. act. G 1.8). Praxisgemäss sind die kantonalen Berufsvorsorgegerichte nicht gehalten, die Rentenberechnung detailliert vorzunehmen, sondern es reicht aus, wenn sie nur dem Grundsatz nach über den Leistungsanspruch entscheiden und die Sache zur Ermittlung des Rentenbetrags an die zuständige Vorsorgeeinrichtung überweisen. Dies hat das Bundesgericht insbesondere mit Hinweis auf die Gebote der Einfachheit und Raschheit des Verfahrens nach Art. 73 Abs. 2 BVG begründet, wobei es auch die Nähe zum Sozial-versicherungsprozess betont hat (BGE 129 V 450 E. 3.4). Die Sache ist damit zur Festsetzung der Rentenbeträge an die Beklagte zu überweisen. Zusammenfassend ist die Beklagte in Gutheissung der Klage zu verpflichten, der Klägerin für die Zeit zwischen dem 1.”
Bei Rentenbeginn ist bei voller Erwerbsunfähigkeit die Wartefrist von sechs Monaten seit Einreichung des Leistungsantrags zu beachten; die ganze Rente wird demnach in der Regel ab dem Zeitpunkt gewährt, der sechs Monate nach dem Leistungsantrag liegt.
“La mesure dans laquelle les salaires ressortant des statistiques doivent être réduits, le cas échéant, au titre du désavantage salarial supplémentaire, dépend de l'ensemble des circonstances personnelles et professionnelles du cas particulier (limitations liées au handicap, âge, années de service, nationalité/catégorie d'autorisation de séjour et taux d'occupation) et résulte d'une évaluation dans les limites du pouvoir d'appréciation. En revanche, l'exercice d'une activité à taux partiel ou le long éloignement du marché du travail ne sont pas des facteurs d'abattement au sens de la jurisprudence (arrêt TF 9C_273/2019 du 18 juillet 2019 consid. 6). Une déduction globale maximum de 25% sur le salaire statistique permet de tenir compte des différents éléments qui peuvent influencer le revenu d'une activité lucrative (ATF 126 V 75 consid. 5). 8. 8.1. Le recourant se voit ainsi reconnaître une incapacité de travail totale du 14 mai 2017 au 31 décembre 2018. En présence d'une incapacité de gain entière, il convient dès lors de lui reconnaître le droit à une rente entière du 1er octobre 2018 (six mois après le dépôt de la demande de prestations en avril 2018 et plus d'un an après l'apparition de l'incapacité de travail; cf. art. 28 et 29 LAI) au 31 mars 2019 (délai de 3 mois depuis l'amélioration selon l'art. 88a RAI). 8.2. Pour la période commençant le 1er avril 2019, à compter de laquelle le recourant peut désormais travailler entièrement dans une activité adaptée, il convient de procéder à une comparaison des revenus. Dans sa décision, l'OAI fonde le revenu de valide sur le salaire réalisé en 2016 par le recourant selon son extrait de compte individuel, soit CHF 62'531.-. Ce montant doit être adapté à l'évolution des salaires nominaux jusqu'en 2019 (soit CHF 63'648.10, indices de 2239 pour 2016 et 2279 pour 2019, cf. OFS, T39 Evolution des salaires nominaux, des prix à la consommation et des salaires réels, Hommes). Partant, le revenu de valide est fixé à CHF 63'648.10. Pour sa part, en l'absence de revenu effectivement réalisé, le revenu d'invalide doit être basé sur le montant mensuel de CHF 5'417.-, soit CHF 65'004.- annuellement, correspondant au salaire médian du secteur privé selon les chiffres de l'Enquête suisse sur la structure des salaires 2018 (ESS 2018, TA1_Skill level, totaux, niveau de compétences 1, hommes).”
Bei Gesundheitsänderungen ist die Drei-Monats-Frist massgeblich für die Bemessung ab 1.9.2014.
“Dès lors, c'est à bon droit que l'autorité inférieure a estimé que le recourant était en mesure de travailler à plein temps dans une activité adaptée avec une baisse de rendement de 30% dès le mois de juin 2014. 10.7 Cela étant, la décision attaquée s'appuie sur une lecture erronée du rapport d'expertise, puisqu'elle considère que le recourant a droit à un quart de rente du 1er juillet 2013 au 31 août 2014, alors que le rapport d'expertise conclut à une incapacité de travail complète pour cette période, ce que l'autorité intimée a du reste reconnu dans le cadre de la présente procédure (cf. supra, consid. 7.2). Il y a donc lieu de réformer la décision querellée en ce sens que le recourant a droit à une rente entière d'invalidité du 1er juillet 2013 au 31 août 2014, soit une année après le début de l'incapacité de travail (art. 28 al. 1 LAI ; voir supra, consid. 6.2). Par ailleurs, pour la période ultérieure à compter du 1er septembre 2014, les modifications de l'état de santé n'étant déterminantes qu'après une période de trois mois (art. 88a RAI ; voir supra consid. 6.2), il sera tenu compte d'une capacité de travail pleine et entière avec une diminution de rendement de 30% dans une activité adaptée dans les calculs effectués ci-après et portant sur un éventuel droit à la rente pour cette période. 11. Il reste à examiner le calcul du taux d'invalidité effectué par l'OAIE et le choix de la méthode utilisée à cet effet. 11.1 On rappellera que, pour évaluer le taux d'invalidité, il existe principalement trois méthodes : la méthode générale de comparaison des revenus, la méthode spécifique et la méthode mixte, dont l'application dépend du statut du bénéficiaire potentiel de la rente (ATF 137 V 334 consid. 3.1 ; arrêt du TF 9C_250/2021 du 24 mars 2022 consid. 2.2). Pour déterminer la méthode applicable au cas particulier, il faut se demander ce que l'assuré aurait fait si l'atteinte à la santé n'était pas survenue. Lorsqu'il accomplit ses travaux habituels, il convient d'examiner, à la lumière de sa situation personnelle, familiale, sociale et professionnelle, si, étant valide, il aurait consacré l'essentiel de son activité à son ménage ou s'il aurait exercé une activité lucrative.”
Bei nachhaltiger Besserung beginnt der in Art. 88a IVV erwähnte Dreimonatszeitraum ab dem Zeitpunkt, zu dem die Besserung ärztlich festgestellt ist.
“________ est probante, et permet à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause, la mise en œuvre d’un complément d’instruction tel que requis par l’intimé n’apparaîssant pas de nature à apporter un éclairage différent sur les éléments retenus ci-dessus et peut dès lors être écartée par appréciation anticipée des preuves (ATF 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). c) Vu ce qui précède, il y a lieu de retenir que le recourant s’est retrouvé totalement incapable de travailler dans toutes activités en octobre 2019, début du délai d’attente d’un an. Au mois d’octobre 2020, il était toujours totalement incapable de travailler dans toutes activités. Le recourant ayant déposé sa demande de prestations le 3 août 2021, le droit à une rente est ouvert dès le 1er février 2022 (à savoir six mois suivant le dépôt de la demande de prestations [cf. art. 29 al. 1 LAI]). A partir de l’été 2023, le recourant a recouvré selon l’expert judiciaire une capacité de travail de 40 % dans une activité adaptée à ses limitations fonctionnelles. Il convient dès lors de calculer son préjudice économique dès le 1er octobre 2023, soit trois mois après l’amélioration de son état de santé constatée par le Dr T.________ [cf. art. 88a RAI]). 9. a) L’art. 25 RAI concrétise les art. 28a al. 1 LAI et 16 LPGA. D’après l’art. 25 al. 1 RAI, est réputé revenu au sens de l’art. 16 LPGA le revenu annuel présumable sur lequel les cotisations seraient perçues en vertu de la LAVS (loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l’assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10), à l’exclusion toutefois : des prestations accordées par l’employeur pour compenser des pertes de salaire par suite d’accident ou de maladie entraînant une incapacité de travail dûment prouvée (let. a) ; des indemnités de chômage, des allocations pour perte de gain au sens de la LAPG (loi fédérale du 25 septembre 1952 sur les allocations pour perte de gain ; RS 834.1) et des indemnités journalières de l’assurance-invalidité (let. b). Selon l’art. 25 al. 2 RAI, les revenus déterminants au sens de l’art. 16 LPGA sont établis sur la base de la même période et au regard du marché du travail suisse. En vertu de l’art. 25 al. 3 RAI, si les revenus déterminants sont fixés sur la base de valeurs statistiques, les valeurs médianes de l’Enquête suisse sur la structure des salaires (ESS) de l’Office fédéral de la statistique font foi.”
Bei stufenweisen, nachhaltig eingetretenen Verbesserungen ist für jede erhebliche und voraussichtlich von längerer Dauer seiende Verbesserung (medizinischer oder erwerblicher Revisionsgrund) unter Berücksichtigung der in Art. 88a Abs. 1 IVV vorgesehenen Übergangsfrist ein eigenständiger Einkommensvergleich vorzunehmen.
“Mit der ab Juli 2017 eingetretenen Verbesserungen des Gesundheitszustandes und der Steigerung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf 50 % (AB 105.1/26 Ziff. 6.8) besteht ein medizinischer Revisionsgrund (vgl. vorne E. 2.5.1), weshalb unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) per Oktober 2017 ein zweiter Einkommensvergleich vorzunehmen ist. Sodann besteht mit dem Abschluss der beruflichen Ausbildung zum … (vgl. AB 201/2 f., 214, 257/2) per Ende Juli 2021 und der dadurch neu bestehenden Erwerbsmöglichkeiten in einer angepassten Tätigkeit (vgl. dazu hinten E. 4.2.4) ein erwerblicher Revisionsgrund, weshalb – wiederum unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) per Oktober 2021 ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen ist. Schliesslich besteht mit der spätestens ab dem 8. November 2021 ausgewiesenen zwischenzeitlich eingetretenen Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit (vgl. AB 284.1/13 Ziff.”
“Mit der ab Juli 2017 eingetretenen Verbesserungen des Gesundheitszustandes und der Steigerung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf 50 % (AB 105.1/26 Ziff. 6.8) besteht ein medizinischer Revisionsgrund (vgl. vorne E. 2.5.1), weshalb unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) per Oktober 2017 ein zweiter Einkommensvergleich vorzunehmen ist. Sodann besteht mit dem Abschluss der beruflichen Ausbildung zum … (vgl. AB 201/2 f., 214, 257/2) per Ende Juli 2021 und der dadurch neu bestehenden Erwerbsmöglichkeiten in einer angepassten Tätigkeit (vgl. dazu hinten E. 4.2.4) ein erwerblicher Revisionsgrund, weshalb – wiederum unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2) per Oktober 2021 ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen ist. Schliesslich besteht mit der spätestens ab dem 8. November 2021 ausgewiesenen zwischenzeitlich eingetretenen Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer angepassten Tätigkeit (vgl. AB 284.1/13 Ziff.”
Berufliche Veränderungen sind erst zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bestanden haben.
“1 IVV zu berücksichtigen ist, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, ist ab August 2018 die zuvor drei Monate lang von Mai bis Juli 2018 bestandene 70%ige Arbeitsunfähigkeit massgeblich. Die im August 2018 eingetretene 50%ige Arbeitsfähigkeit ist erst ab November 2018 wirksam. Ferner durfte die IV-Stelle das Invalideneinkommen ab August 2018 nicht einfach in der Weise ermitteln, dass das Valideneinkommen für ein 100 %-Pensum entsprechend der Arbeitsunfähigkeit in Prozenten reduziert wird (Urk. 8/77/1). Vielmehr muss das Invalideneinkommen ziffernmässig möglichst genau bestimmt werden (vgl. vorstehend E. 1.4). Die Beschwerdeführerin trat ihre neue 50%ige Stelle bei der B.___ AG im August 2018 an (Urk. 8/61/4), was für sich genommen ebenfalls eine revisionsrechtlich erhebliche Sachverhaltsänderung darstellt (vgl. dazu Art. 31 IVG in der bis 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung). Zuvor hatte sie letztmals im Jahr 2015 gearbeitet. Diese berufliche Veränderung kann gemäss Art. 88a IVV indes erst berücksichtigt werden, sobald sie mindestens drei Monate angedauert hat (vgl. Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich 2014, Art. 30-31 Rz 101 ff. und 110), also frühestens ab November”
Bei einer ohne wesentliche Unterbrechung mindestens dreimonatigen Verschlechterung kann ein Anspruch auf Teilrente ab dem konkret bestimmbaren Beginn dieser Verschlechterung entstehen. Bei der Bemessung ist der gerundete Invaliditätsgrad zu beachten; daraus kann sich — je nach gerundetem Grad und dem konkret bestimmten Beginn — ein Anspruch auf Viertels- oder Dreiviertelsrente ergeben.
“Vom 1. Mai 2020 bis 31. März 2021 bestand medizinisch-theoretisch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und im Aufgabenbereich eine Einschränkung von 63 bis 65 %. Daraus resultiert ab dem 1. August 2020 (Art. 88a Abs. 2 IVV, E. 1.5) ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (vgl. E. 1.2).”
Für die Bestimmung, ob auf einen Revisionsfall das alte (bis 31.12.2021) oder das neue Recht (ab 01.01.2022) anzuwenden ist, kommt es darauf an, ob die massgebliche "modification déterminante" vor oder nach dem 1. Januar 2022 eingetreten ist. Die massgebliche Datumsermittlung erfolgt nach Art. 88a RAI/IVV; ist die so bestimmte Änderung vor dem 1.1.2022 eingetreten, bleibt das alte Recht anwendbar, andernfalls das neue.
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2 et les références). Dans les cas de révision selon l’art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l’art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 3.2 En l’occurrence, il n’est pas contesté que le droit à la rente est né antérieurement au 1er janvier 2022. Toutefois, la question litigieuse est de savoir si un motif de révision est survenu, selon l’art. 88a RAI, à compter de cette date, de sorte que les dispositions applicables seront citées dans leur nouvelle teneur. 4. 4.1 Lorsque l’administration entre en matière sur une demande de révision déposée par la personne assurée (art. 87 al. 2 RAI), elle doit traiter l’affaire au fond et vérifier que la modification du degré d’invalidité rendue plausible par l’assuré (prenant par ex. la forme d’un nouveau diagnostic posé au cours de la période de comparaison déterminante ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_735/2019 du 25 février 2020 consid. 4.5) est réellement survenue. Si l’office AI entre en matière sur la demande de révision, il doit procéder à un examen complet (« allseitig ») en fait et en droit (arrêt du Tribunal fédéral 9C_4/2021 du 1er mars 2021 consid.”
“Conformément aux principes généraux en matière de droit intertemporel (ATF 149 II 320 consid. 3 ; 148 V 174 consid. 4.1 et les références), il y a lieu d'examiner en fonction des règles applicables jusqu'au 31 décembre 2021 si une modification déterminante pour le droit à la rente est survenue jusqu'à cette date (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2). Selon ces principes, le ch. 9102 de la Circulaire de l'Office fédéral des assurances sociales (OFAS) sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité (CIRAI ; valable à partir du 1er janvier 2022) prévoit que si la modification déterminante s'est produite avant le 1er janvier 2022, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 s'appliquent ; si la modification déterminante s'est produite après cette date, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version entrant en vigueur le 1er janvier 2022 s'appliquent. La date de la modification déterminante est fixée selon l'art. 88a RAI (cf. arrêt du TF 9C_187/2024 du 19 septembre 2024 consid. 3.2). En l'espèce, l'intéressée a déposé une demande de révision le 2 mars 2022 en alléguant une aggravation de son état de santé. Quant à la modification déterminante, elle se produirait, si elle était avérée, le 2 décembre 2021. La présente cause doit donc être examinée au regard des normes en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. 3.4 Le juge des assurances sociales apprécie en outre la légalité des décisions d'après les faits existant au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 1er mai 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1 ; 130 V 138 consid. 2.1 ; 121 V 362 consid. 1b). 4. 4.1 Selon l'art. 17 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (al.”
“Le litige porte sur le refus de l’intimé d’entrer en matière sur la demande de prestations du recourant du 29 août 2023, singulièrement sur la question de savoir si le recourant a rendu plausible une aggravation de son état de santé susceptible d’influencer son droit à des prestations. 3. Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, comme c’est le cas en l’espèce, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). 4. a) Lorsqu’une rente a été refusée parce que le degré d’invalidité était insuffisant, une nouvelle demande ne peut être examinée que si la personne assurée rend plausible que son invalidité s’est modifiée de manière à influencer ses droits (art. 87 al. 2 et 3 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Cette exigence doit permettre à l’administration qui a précédemment rendu une décision de refus de prestations, entrée en force, d’écarter sans plus ample examen de nouvelles demandes dans lesquelles la personne assurée se borne à répéter les mêmes arguments sans rendre plausible une modification des faits déterminants depuis le dernier examen matériel du droit aux prestations (ATF 133 V 108 consid.”
“Il s’agit en particulier de déterminer si la situation médicale du recourant s’est notablement aggravée entre la dernière décision qui repose sur un examen matériel du droit à la rente, soit la décision du 19 mars 2021 accordant une rente limitée dans le temps, et la décision litigieuse du 27 janvier 2023 et si, cas échéant, cette péjoration éventuelle justifie l’octroi de prestations de l'assurance-invalidité. 3. a) Dans le cadre du « développement continu de l’AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_658/2022 du 30 juin 2023 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). b) En l’occurrence, la décision litigieuse, rendue le 30 mai 2023, fait suite à une demande de prestations déposée le 2 mars 2022 en raison de difficultés à réintégrer le marché du travail (licenciement le 17 décembre 2021), lesquelles sont apparues dans le cadre des missions confiées par […] à partir du 30 novembre 2021, si bien qu’un éventuel droit à la rente prendrait naissance au plus tôt trois mois plus tard, à savoir le 1er mars 2022 de sorte que les dispositions de la LAI et du RAI dans leur teneur en vigueur au 1er janvier 2022 sont applicables à la résolution du présent litige. 4. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art.”
“Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, la situation demeure régie par les anciennes dispositions légales et réglementaires en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s'applique (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_60/2023 du 20 juillet 2023 consid. 2.2. et les références). Dans les cas de révision selon l'art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d'évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021, si une modification déterminante est intervenue jusqu'à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du règlement sur l’assurance-invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201) dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date pertinente de la modification est déterminée par l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). La réglementation légale concernant la révision et le réexamen de décisions ou de décisions sur opposition entrées en force (art. 53 LPGA) n'a pas été modifiée dans le cadre du développement de l'AI susmentionné, raison pour laquelle aucune question de droit intertemporel ne se pose à cet égard (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.2). En l'occurrence, la décision litigieuse a certes été rendue après le 1er janvier 2022. Toutefois, concernant l'amélioration de la capacité de gain, la date déterminante est août 2021 – trois mois après mai 2021, mois de l’amélioration de l’état de santé (selon l’experte F______) et donc de la capacité de gain –, selon l'art. 88a al. 1 RAI. Les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu’au 31 décembre 2021 s'appliquent (cf. notamment Office fédéral des assurances sociales [OFAS], Circulaire sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, ch.”
Bei Revisionsentscheidungen ist zu prüfen, ob die Kürzung bereits ab dem dritten Monat der versicherten Erwerbstätigkeit hätte erfolgen können.
“L’assicuratore LAINF convenuto, al quale gli atti vanno rinviati, dovrà pertanto procedere, garantendo il contraddittorio, all’audizione testimoniale dell’ex datore di lavoro di RI 1 (la ditta __________) al fine di verificare se le condizioni poste dalla giurisprudenza federale per poter ammettere che al reddito effettivo corrisponde il reddito computabile (quale reddito da invalido) sono realizzate e, alla luce delle relative risultanze, decidere nuovamente in merito all’adempimento dei presupposti della revisione della rendita in vigore giusta l’art. 17 cpv. 1 LPGA. Infine, il TCA prende atto che, secondo l’amministrazione, la riduzione della rendita per la via della revisione avrebbe già potuto aver luogo trascorsi 3 mesi dall’inizio dell’attività alle dipendenze della CS Legnami (in questo senso, si veda in effetti la DTF 130 V 343 consid. 3.5.3; Basler Kommentar ATSG - Th. Flückiger, n. 54 ad art. 17, Basilea 2020, Basler Kommentar UVG - Th. Flückiger, n. 25 ad art. 22, Basilea 2019, secondo cui il termine di 3 mesi previsto dall’art. 88a OAI si applica anche nell’assicurazione contro gli infortuni), che in concreto la riduzione è stata eseguita soltanto dopo 5 mesi (cfr. doc. 180 e doc. VII) e che, al termine della presente procedura ricorsuale, verrà valutato se il licenziamento giustifica la revisione del grado d’invalidità a partire dal 1° novembre 2023 (cfr. doc. VII). Questa Corte può esimersi dall’approfondire tali aspetti, visto che il rinvio degli atti all’CO 1 è stato ordinato già per altri motivi. 2.10. Visto l’esito del ricorso, l’assicuratore resistente verserà all’insorgente, patrocinato da un avvocato, l’importo di fr. 2'500 (IVA inclusa) a titolo d’indennità per ripetibili. 2.11. L’art. 61 lett. a LPGA, in vigore fino al 31 dicembre 2020, prevedeva che la procedura deve essere semplice, rapida, di regola pubblica e gratuita per le parti; la tassa di giudizio e le spese di procedura possono tuttavia essere imposte alla parte che ha un comportamento temerario o sconsiderato.”
Bei psychischen und psychosomatischen Störungen ist für die Beurteilung einer invaliditätsrelevanten Änderung eine strukturierte, indikatorenbasierte Abklärung erforderlich. In diesem Rahmen sind insbesondere die funktionellen Einschränkungen, die Ressourcen der versicherten Person sowie das Ansprechen auf bzw. die Widerstandsfähigkeit gegenüber fachgerechter Behandlung als relevante Indikatoren zu berücksichtigen, um eine nachhaltige Verbesserung i.S.v. Art. 88a Abs. 1 IVV festzustellen.
“Pour évaluer le taux d’invalidité, le revenu que l’assuré aurait pu obtenir s’il n’était pas atteint dans sa santé (revenu sans invalidité) est comparé à celui qu’il pourrait obtenir en exerçant l’activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (revenu avec invalidité ; art. 16 LPGA). c) Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l’assuré. La rente est versée dès le début du mois au cours duquel le droit prend naissance (art. 29 al. 1 et 3 LAI). d) Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA [dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021]). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). 4. Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid.”
Bei Wechseln der Erwerbsfähigkeit gelten als Referenzjahre jene, in denen die jeweiligen drei-Monats-Zeitpunkte liegen.
“Sur la base de la capacité de travail résiduelle ainsi fixée, il convient encore de procéder à l'évaluation du degré d'invalidité en résultant. 6.1 Dans un premier temps, il convient de déterminer les années de référence à prendre en compte pour ce calcul. En l'occurrence, il ressort des constatations médicales ci-dessus que la recourante s’est vu reconnaître une incapacité de travail à 100% de début février 2017 au 20 avril 2018, puis que son état de santé s’est amélioré une première fois à partir du 21 avril 2018 de façon à lui permettre de travailler à 60% avec une perte de rendement de 10% dans une activité adaptée à ses limitations lombaires, respectivement une seconde fois dès le 2 septembre 2019 moyennant le recouvrement alors d’une capacité de travail de 70% dans un emploi également profilé pour ses restrictions cervicales. Cela étant, ces fluctuations de la capacité de travail impliquent, pour chacune, une modification potentielle du droit aux prestations après trois mois entiers (voir art. 88a RAI; Circulaire de l’OFAS sur l’invalidité et les rentes dans l’assurance-invalidité [CIRAI] du 1er juillet 2023, version 3, p. 83 s., ch. 5503 s. [teneur inchangée depuis le 1er janvier 2022]; voir aussi, pour un exemple de calcul tenant compte de mois entiers: VGE IV/2022/744 du 28 mars 2023 c. 4.6 ss). La péjoration médicale attestée dès février 2017 prendra donc effet au 1er mai 2017, la première amélioration certifiée le 21 avril 2018 au 1er août 2018, puis la seconde reconnue à partir du 2 septembre 2019 au 1er janvier 2020. S’agissant de cette dernière révision, il apparaît dès lors erroné que l’intimé ait fixé celle-ci au 1er décembre 2019 (l’amélioration attestée depuis le 2 septembre 2019 n’avait, à cette date, pas encore duré trois mois entiers). Cette inexactitude est toutefois sans incidence sur la suppression de la rente, qui ne prend en tous les cas effet que dès le 1er janvier 2023 (voir c. 1.1). Les comparaisons de revenus inhérentes à ces révisions de rentes devront ainsi s'effectuer selon les données correspondant aux années 2017, 2018 et 2020 (et non 2019, comme admis par l’intimé du fait de l’inexactitude précitée).”
Änderungen im Erwerbsverhalten (z. B. Aufnahme von Erwerbstätigkeit — in der Rechtsprechung etwa die Planung/Beteiligung an einem Bauprojekt) oder Einkommensveränderungen beim Überschreiten von Altersgrenzen können revisionsweise eine Neuanmeldung bzw. eine Anspruchsänderung auslösen. Solche Tatsachenänderungen sind nach Art. 88a IVV (bzw. bei Neuanmeldung entsprechend analog) zu prüfen.
“Altersjahres im Mai 2021 hätte bei einem Valideneinkommen von Fr. 83'500.-- (ungekürzter Medianwert gemäss den LSE; vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], IV-Rundschreiben Nr. 393) erstmals ein über 40 % liegender Invaliditätsgrad vorgelegen. Die Veränderung des Valideneinkommens für Frühinvalide bei Überschreiten der einzelnen Altersschwellen habe altrechtlich eine Tatsachenänderung dargestellt, die eine revisionsweise Überprüfung bzw. Wiederanmeldung im Sinne von Art. 88a IVV bzw. 87 Abs. 2 und 3 IVV gerechtfertigt habe. Da ein gestützt auf aArt. 26 Abs. 1 IVV berechneter Invaliditätsgrad vor Erreichen des”
“Januar 2012, die Abweisung des Begehrens um berufliche Eingliederungsmassnahmen und die Zusprache einer halben Rente ab dem 1. Oktober 2020 an (IV-act. 378). Der Versicherte lehnte diesen Vergleichsvorschlag ab (IV-act. IV-act. 382). Mit einem Vorbescheid vom 22. Dezember 2020 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit (IV-act. 383), dass sie die rückwirkende Aufhebung der Rente per 28. Februar 2003 sowie die Abweisung des Begehrens um berufliche Eingliederungsmassnahmen vorsehe. Zur Begründung führte sie an, beim aktuellen Aktenstand stehe „eine prozessuale Revision der Verfügung vom 11. Dezember 1998 nicht im Vordergrund“; zu prüfen sei vielmehr, ob nach der Eröffnung der Mitteilung vom 11. Februar 2000 eine relevante Veränderung eingetreten sei. Seit jenem Datum seien tatsächlich „zahlreiche Veränderungen eingetreten, die hier nicht alle besprochen werden können“. Massgebend sei, dass der Versicherte im Dezember 2002 mit der Planung und dem Bau eines Hauses mit sechs Wohnungen begonnen habe, was als eine Erwerbsaufnahme zu qualifizieren sei. In Anwendung des Art. 88a IVV sei die Rente deshalb revisionsweise per 28. Februar 2003 anzupassen. Das Valideneinkommen betrage 65’000 Franken, das Invalideneinkommen betrage 50 Prozent von 81’160 Franken, also 40’580 Franken. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 37 Prozent. Die Rente sei deshalb per 28. Februar 2003 nicht nur herabzusetzen, sondern aufzuheben. Dagegen liess der Versicherte am 29. Januar 2021 einwenden (IV-act. 391), entgegen der Behauptung der IV-Stelle lägen keine Revisionsgründe vor, die die Anpassung der Rente erlauben würden. Es könne nicht angehen, die heute restriktivere Praxis rückwirkend auf in früheren Jahren zugesprochene Invalidenrenten anzuwenden. Sein Gesundheitszustand habe sich seit der Begutachtung durch die asim weiter verschlechtert. Das Invalideneinkommen sei falsch festgesetzt worden. Bei richtiger Berechnung ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 72 Prozent. Die RAD-Ärztin med. pract. I.___ hielt am 20. September 2021 fest (IV-act. 404), die von Dr. D.___ in dessen Gutachten prognostizierte Verbesserung des Gesundheitszustandes sei wohl effektiv innert der von Dr.”
“War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts I 659/04 vom 9. Februar 2005 E. 1.1). Bei einer Neuanmeldung der versicherten Person bei der IV-Stelle sind die Revisionsregeln demnach analog anwendbar (BGE 141 V 585 E. 5.3 in fine, 133 V 108 E. 5.2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_317/2022 vom 7. September 2022 E. 2.2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung sind auch bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_122/2020 vom 26. Februar 2021 E. 2). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).”
Eine nachfolgende Verschlechterung des Gesundheitszustands kann den Anspruch auf eine Rente begründen, ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV anzuwenden wäre. Art. 88a IVV regelt primär die Frage, ab welchem Zeitpunkt eine solche (dauernde) Verschlechterung zeitlich zu berücksichtigen ist.
“%) ab dem 1. November 2023 Die Beschwerdeführerin war ab dem Zeitpunkt des Treppensturzes vom Juni 2013 in ihrer bisherigen Tätigkeit als … vollständig arbeitsunfähig. Hingegen bestanden bezüglich einer adaptierten Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 70 % und ein rentenausschliessender IV-Grad von 15 %. Die mit der vollen Arbeitsunfähigkeit per 1. Januar 2018 (act. II 188 S. 2) eingetretene Verschlechterung ist infolgedessen ab dem genannten Datum zu berücksichtigen, ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV zur Anwendung käme (vgl. Urteil des BGer 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 4. Aufl. 2022, Art. 28 Rz. 36). Damit hat die Beschwerdeführerin ab dem 1. Januar 2018 Anspruch auf eine ganze Rente. Diese ist in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 2.5.2 hiervor) per 30. September 2018 aufzuheben.”
“Mit Blick auf das eben Dargelegte ist ab Ende 2016 eine anhaltende vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Landschaftsgärtner ausgewiesen, womit die Anspruchsvoraussetzung von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erfüllt ist. Mit dem Eintritt einer nunmehr vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in jeder angepassten Tätigkeit infolge der Hüft-TEP am 8. März 2021 ist auch die Voraussetzung nach Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG erfüllt. Besteht für die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Höhe, wogegen durch Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit vorerst ein rentenausschliessendes Einkommen erzielt werden kann, so entsteht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Rentenanspruch im Falle einer Verschlechterung des Gesundheitszustands grundsätzlich ohne dass Art. 88a Abs. 2 IVV zur Anwendung gelangt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 19. Februar 2018 E. 5.3; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 4. Aufl. 2022, Rz. 36 zu Art. 28). Damit entstand am 1. März 2021 ein Rentenanspruch. Die am 1. Dezember 2021 (vgl. E. 4.4 hiervor) eingetretene Verbesserung des Gesundheitszustands nach Rekonvaleszenz der erfolgreich durchgeführten Hüft-Revision bewirkt – gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV nach drei Monaten (vgl. E. 1.4.2) – keine Aufhebung des Rentenanspruchs per 1. März 2022, da der Versicherte zu diesem Zeitpunkt erneut in stationärer Behandlung war, womit auch in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit gegeben war. Ebenso wenig sind die Voraussetzungen für eine Herabsetzung oder Aufhebung der Rente per 1. Dezember 2022 gegeben. Die allfällige Verbesserung des Gesundheitszustands des Versicherten nach Austritt aus der Rehaklinik S.___ am 18. August 2022 hätte zwar ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate bis Ende November 2022 angedauert.”
Die Anpassung des Valideneinkommens wird spätestens drei Monate nach Eintritt der Veränderung anspruchsbegründend.
“Altersjahres nicht zu einer Rente berechtigt hätte, habe an der Anfechtung früherer Verfügungen kein Rechtsschutzinteresse bestanden. Die Rechtskraft insbesondere der Verfügung vom 23. Juli 2013 könne daher der Anpassung des Valideneinkommens nicht entgegengehalten werden. Die Veränderung des Valideneinkommens gemäss aArt. 26 Abs. 1 IVV sei im Mai 2021 eingetreten und sei spätestens drei Monate später (vgl. Art. 88a IVV), also noch im Jahr 2021, erheblich und damit anspruchsbegründend geworden. Dementsprechend sei die bis Ende 2021 in Kraft gestandene Rechtslage anwendbar (vgl. Beschwerde S. 4 ff.).”
Ist eine behauptete Hospitalisation nicht durch die Akten bestätigt, beginnt die für Art. 88a Abs. 2 IVV massgebliche Dreimonatsfrist erst mit der tatsächlich nachgewiesenen, ununterbrochenen Dauer. Unbestätigte Hospitalisationen sind demnach nicht automatisch zu berücksichtigen.
“En effet, quel que soit le type de calcul utilisé, le degré d'invalidité est de 100% dans la partie lucrative. Dans la mesure où il a été retenu qu'elle exercerait son activité à un taux de 70%, la recourante doit dès lors se voir reconnaître un degré d'invalidité global d'au moins 70%, et cela quels que soient les empêchements retenus sur le plan ménager. La recourante doit dès lors se voir reconnaître le droit à une rente entière. Dans sa décision, l'OAI a en outre considéré que l'assurée avait été hospitalisée durant la période du 24 janvier 2018 jusqu’au 2 août 2018. Il lui a, pour ce motif, reconnu le droit à un quart de rente du 1er avril 2018 au 31 août 2018. Cependant, cette hospitalisation n'est pas confirmée par les pièces du dossier. En effet, il ressort des rapports des médecins de E.________ que la recourante a été hospitalisée du 21 avril au 24 juin 2011, du 28 juillet au 24 août 2017, du 24 janvier au 2 mars 2018, du 23 mai au 21 juin 2019 et du 29 juillet au 16 septembre 2019. Or, l’art. 88a al. 2 RAI prescrit que le changement du droit aux prestations intervient à partir du moment où l’aggravation de l’état de santé a duré durant 3 mois au minimum. Toutefois, aucune des hospitalisations précitées n'a été d'une durée suffisante pour être prise en compte au sens de l’art 88a RAI. En revanche, il faut constater qu'avant que l’amélioration de l’état de santé au 1er décembre 2017 n'ait duré 3 mois, la recourante a été hospitalisée du 24 janvier 2018 au 2 mars 2018. Partant, il n’y a donc pas lieu de supprimer le droit à la rente entière au 1er mars 2018 mais, en application de l’art. 88a RAI, au 30 juin 2018. 8.2. Pour la période ultérieure débutant au 1er juillet 2018, la recourante est en mesure de travailler à 50% dans une activité lucrative. Il convient dès lors de déterminer sa perte de gain, ce qui implique de fixer et de comparer ses revenus de valide et d'invalide. Comme l'a retenu à juste titre l'autorité intimée, le salaire de valide doit être évalué sur la base des statistiques de l'ESS 2018 (TA1_skill_level, 96 autres activités de services, niveau de compétences 1, femme).”
Bei verspäteter Leistungsanmeldung beschränken sich rückwirkende Zusprachen auf konkret feststellbare Bezugszeiträume (z. B. namentlich bezeichnete Monate). Zeitlich gestaffelte rückwirkende Festlegungen des Invaliditätsgrades sind aus materiellrechtlichen Gründen unzulässig; eine befristete und/oder abgestufte rückwirkende Zusprechung ist in einem einheitlichen, zeitgleich verfügten Beschluss vorzunehmen.
“1.2. Dopo aver messo in atto misure di intervento tempestivo (corso di formazione di conducenti di carrelli elevatori [pag. 92 incarto AI]; corso di informatica [pag. 97 incarto AI]; percorso di orientamento professionale [pag. 105 incarto AI]), ed aver accertato che dal lato infortunistico la __________ ha cessato il versamento delle prestazioni il 30 settembre 2023 (cfr. anche STCA 35.2023.110 del 3 giugno 2024, cresciuta incontestata in giudicato), l’Ufficio AI ha stabilito che RI 1 è stato totalmente incapace al lavoro in qualsiasi attività dal 17 novembre 2021 al 28 settembre 2023 e che dal 29 settembre 2023 avrebbe potuto riprendere in maniera completa ogni attività lavorativa (incarto AI, doc. 70). Con progetto di decisione del 19 giugno 2024, confermato dalla decisione del 17 settembre 2024, l’amministrazione ha posto l’assicurato al beneficio di una rendita intera (grado del 100%) dal 1° luglio 2022 (recte: 1° novembre: cfr. art. 28 cpv. 1 LAI] al 30 settembre 2023 (art. 88a OAI), con diritto al versamento della prestazione dal 1° gennaio 2023 a causa della tardività della domanda (art. 29 cpv. 1 LAI). 1.3. RI 1, rappresentato dall’avv. RA 1, è insorto al TCA contro la predetta decisione, chiedendone l’annullamento e domandando il rinvio degli atti all’Ufficio AI per la resa di una nuova decisione secondo una corretta istruttoria e l’accertamento della sua capacità economica (doc. I). Contestualmente ha chiesto di essere posto al beneficio dell’assistenza giudiziaria con gratuito patrocinio. Il ricorrente, al beneficio di un permesso di tipo “B” ed i cui famigliari (moglie e due figlie), sono residenti in Italia, evidenzia di essere stato vittima di un grave infortunio il 10 novembre 2021, quando durante l’attività lavorativa un sasso di circa 40 kg gli è caduto sul piede destro, causando la frattura del metatarso. L’insorgente afferma che il suo stato di salute rimane precario ed è caratterizzato da dolori cronici al piede destro.”
“Zusammenfassend hat sich die IV-Stelle zu Recht auf die überzeugenden Gutachten des H.________ abgestützt und ist einzig während den sechs Monaten nach den Rückenoperationen vom Mai 2013 und vom Mai 2016 von einer kompletten Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit ausgegangen. Aufgrund seiner verspäteten Leistungsanmeldung hat der Beschwerdeführer hinsichtlich der ersten Operation einzig vom 1. Januar 2014 bis 28. Februar 2014 einen Anspruch auf eine ganze Rente. Unter korrekter Anwendung von Art. 88a IVV besteht zudem im Nachgang der zweiten Rückenoperation vom 1. August 2016 bis 28. Februar 2017 erneut Anspruch auf eine ganze Rente. Die Verfügung der IV-Stelle vom 27. Oktober 2021 ist zu bestätigen und die Beschwerde (605 2021 254) abzuweisen.”
“Etant donné la date du dépôt de cette demande et en application de l'art. 88a RAI, le Tribunal administratif fédéral a ainsi reconnu le droit à l'assurée à une demi-rente d'invalidité pour les mois de novembre et décembre”
“Zusammenfassend steht aufgrund der vorstehenden Erwägungen fest, dass die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 3. September 2021, in welcher der Beschwerdeführerin von Dezember 2019 bis Juni 2020 (vgl. Art. 88a IVV) eine befristete ganze Rente zugesprochen wurde, rechtens ist, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde unbegründet und abzuweisen ist.”
“Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, in sinngemässer Anwendung von Art. 17 ATSG und Art. 88a IVV, herauf- oder herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und die Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein, dass Umfang und allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregelten Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständlichem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d). Ein zeitlich gestaffelter Verfügungserlass, soweit er die rückwirkende Festlegung des Invaliditätsgrades betrifft, ist aus den in BGE 125 V 413 dargelegten materiellrechtlichen Gründen daher unzulässig (BGE 131 V 164). Eine rückwirkend vorgenommene befristete und/oder abgestufte Rentenzusprechung hat vielmehr aus einem einheitlichen Beschluss der IV-Stelle heraus zu erfolgen und ist demzufolge zeitgleich verfügungsweise zu eröffnen.”
Die dreimonatige Dauer der Verschlechterung/Verbesserung ist entscheidend; kurzfristige Befunde seit März 2020 bleiben unbeachtlich.
“6) et attestant d'une recherche de soins depuis le 10 mars 2020 justifiée par une détérioration des douleurs, comme le SMR l'a lui-même estimé le 5 octobre 2020, ne diminuent pas non plus le caractère convaincant de ses évaluations antérieures et cela vaut jusqu'à la date déterminante de la décision (22 avril 2020; ATF 131 V 242 c. 2.1, 130 V 138 c. 2.1). En effet, d'une part, selon la jurisprudence, l'apparition ou l'aggravation d'un état dépressif en lien avec un refus de prestations, respectivement la menace d'un tel refus (en l'espèce le préavis de refus de rente date du 14 novembre 2019), n'est, en tant que telle, pas invalidante (TF 9C_10/2017 du 27 mars 2017 c. 6, 9C_668/2015 du 17 février 2016 c. 3). D'autre part, même dans l'hypothèse où le délai d'une année d'incapacité de travail moyenne d'au moins 40% dans l'activité précédemment exercée pourrait être considéré comme échu (art. 28 al. 1 let. b LAI, voir c. 2.3), la prétendue aggravation du degré d'invalidité qui est au plus tôt attestée depuis le 10 mars 2020 ne pourrait pas avoir d'influence sur l'évaluation de la situation à la date de la décision contestée, à défaut d'avoir duré trois mois (art. 88a RAI). 5.4.3 Les griefs du recours cherchant à nier le caractère probant de l'analyse du SMR en transposant la problématique sur le plan psychique ne résistent pas à l'examen en l'espèce. Il est vrai qu'un diagnostic de fibromyalgie avait été évoqué par le spécialiste en anesthésiologie et traitement invasif de la douleur (dos. AI 44/5). Ce diagnostic, qui est le pendant somatique des troubles psychiques ou psychosomatiques d'assimilation de la douleur ne suffit cependant pas. La reconnaissance d'une atteinte à la santé psychique suppose la présence d'un diagnostic émanant d'un expert (psychiatre) et s'appuyant lege artis sur les critères d'un système de classification reconnu (voir c. 2.2 et ATF 136 V 279 c. 3.2.1). Comme relevé ci-avant (c. 5.4.2 in fine), les diagnostics psychiques posés depuis mars 2020 n'influent pas sur le sort du présent litige. S'agissant des constats médicaux somatiques antérieurs de fibromyalgie ou de syndromes douloureux sans substrat objectif, force est d'emblée de constater que même si une évaluation fondée sur les indicateurs devait être réalisée (ainsi que l'art.”
Bei rückwirkender Zusprechung einer (gestaffelten) Rente ist Art. 17 LPGA anwendbar; der Zeitpunkt der Änderung wird nach Art. 88a IVV bestimmt. Art. 88bis IVV findet in diesem Fall keine Anwendung, da es sich nicht um eine Rentenrevision im engeren Sinn handelt.
“L'art. 17 LPGA s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). L’art. 88bis RAI n'est en revanche pas applicable dans cette éventualité, du moment que l'on ne se trouve pas en présence d'une révision de la rente au sens strict (ATF 125 V 413 consid. 2d ; TF 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.2 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. Conformément à l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable.”
“L'art. 17 LPGA s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). L’art. 88bis RAI n'est en revanche pas applicable dans cette éventualité, du moment que l'on ne se trouve pas en présence d'une révision de la rente au sens strict (ATF 125 V 413 consid. 2d ; TF 9C_900/2013 du 8 avril 2014 consid. 6.2 et les références). Aux termes de l’art. 88a al. 1 RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. Conformément à l’art. 88a al. 2 RAI, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable.”
Fehlt der versicherten Person eine konkrete Arbeitsstelle, ist das massgebliche Invalideneinkommen gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV anhand der LSE‑Tabellenlöhne zifferngenau zu bestimmen. Besteht die angestammte oder sonst zumutbare Tätigkeit weiterhin mit Einschränkungen, ist zusätzlich zu prüfen, ob ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist.
“Ab Juni 2020 betrug die Arbeitsfähigkeit nach einer erneuten Verbesserung der psychischen Situation 50 %. Die höhere berufliche Leistungsfähigkeit wirkt sich in Nachachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV drei Monate später, also ab September 2020, auf den Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich aus. Da die Beschwerdeführerin damals keine Arbeitsstelle mehr hatte (vgl. Urk. 8/103/9), wird die IV-Stelle das ab September 2020 massgebliche Invalideneinkommen anhand der LSE-Tabellenlöhne noch zifferngenau zu bestimmen haben. Weil ihr die angestammte Tätigkeit im Büro ab dann gemäss Beurteilung des psychiatrischen Gutachters med. pract. C.___ nur mit der Einschränkung zumutbar ist, dass sie einen ruhigen, reizarmen Arbeitsplatz in Umgebung weniger Mitarbeiter, ohne hohes Stressaufkommen und mit der Möglichkeit für eine flexible Arbeitsgestaltung mit selbständiger Einteilung hat (Urk. 8/103/16, Urk. 8/103/21), wird die IV-Stelle zusätzlich zu prüfen haben, ob ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/aa-cc).”
“Ab Juni 2020 betrug die Arbeitsfähigkeit nach einer erneuten Verbesserung der psychischen Situation 50 %. Die höhere berufliche Leistungsfähigkeit wirkt sich in Nachachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV drei Monate später, also ab September 2020, auf den Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich aus. Da die Beschwerdeführerin damals keine Arbeitsstelle mehr hatte (vgl. Urk. 8/103/9), wird die IV-Stelle das ab September 2020 massgebliche Invalideneinkommen anhand der LSE-Tabellenlöhne noch zifferngenau zu bestimmen haben. Weil ihr die angestammte Tätigkeit im Büro ab dann gemäss Beurteilung des psychiatrischen Gutachters med. pract. C.___ nur mit der Einschränkung zumutbar ist, dass sie einen ruhigen, reizarmen Arbeitsplatz in Umgebung weniger Mitarbeiter, ohne hohes Stressaufkommen und mit der Möglichkeit für eine flexible Arbeitsgestaltung mit selbständiger Einteilung hat (Urk. 8/103/16, Urk. 8/103/21), wird die IV-Stelle zusätzlich zu prüfen haben, ob ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/aa-cc).”
Für Verbesserungen, die vor dem 1. Januar 2022 eingetreten sind, ist der massgebliche Zeitpunkt (Stichtag) nach der dreimonatigen Frist gemäss Art. 88a RAI zu bestimmen; für diese Fälle sind somit die Bestimmungen der LPGA, der LAI und des RAI in der bis zum 31.12.2021 geltenden Fassung anzuwenden.
“1 Selon les principes généraux du droit intertemporel, le droit matériel applicable est en principe celui en vigueur lors de la réalisation de l'état de fait qui doit être apprécié juridiquement ou qui a des conséquences juridiques, sous réserve de dispositions particulières du droit transitoire (ATF 146 V 364 consid. 7.1 ; 139 V 335 consid. 6.2 ; 136 V 24 consid. 4.3). Le 1er janvier 2022, sont entrées en vigueur, dans le cadre du « Développement continu de l'AI », la modification de la LAI et de la LPGA adoptée le 19 juin 2020 (RO 2021 705 ; FF 2017 2363), ainsi que celle du 3 novembre 2021 apportée au règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI, RS 831.201 ; RO 2021 706). Dans les cas de révision de rente, ces nouvelles dispositions s'appliquent si la modification déterminante s'est produite après le 31 décembre 2021. Si cette modification s'est produite avant le 1er janvier 2022, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. La date de la modification déterminante est déterminée selon l'art. 88a RAI (arrêt du TF 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; Circulaire sur l'invalidité et les rentes dans l'assurance-invalidité [CIRAI], valable dès le 1er janvier 2022, état au 1er juillet 2023, ch. 9102 en lien avec ch. 5500 à 5505). En l'espèce, l'amélioration déterminante de la capacité de gain, si elle était confirmée, se serait produite avant le 1er janvier 2022, conformément à l'art. 88a al. 1 RAI. La date à retenir serait alors le 17 novembre 2021, soit trois mois après l'amélioration constatée par le Dr M._______ le 17 août 2021, comme cela ressort de l'avis SMR du 4 mai 2022 (OAIE pce 82). Dès lors, ce sont les dispositions de la LPGA, de la LAI et du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 qui s'appliquent. 5.2 Le juge des assurances sociales apprécie la légalité des décisions attaquées, en règle générale, d'après l'état de fait existant jusqu'au moment où la décision litigieuse a été rendue (en l'espèce, le 28 février 2023). Les faits survenus postérieurement, et qui ont modifié cette situation, doivent en principe faire l'objet d'une nouvelle décision administrative (ATF 144 V 210 consid.”
Bei einem Stellenantritt oder einer sonstigen stabilisierten Veränderung der Erwerbssituation (z. B. dauerhaft erhöhtes Pensum) findet die Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV keine Anwendung; der neu eingetretene, stabilisierte Zustand ist ab seinem Eintrittszeitpunkt massgebend.
“Dies korreliert in zeitlicher Hinsicht im Übrigen mit einem weiteren Revisionsgrund dergestalt, dass sich am 1. Oktober 2019 der Invaliditätsgrad von 35 % auf 27 % reduzierte, wobei diese Änderung auf dem Antritt einer neuen Stelle mit einem (ab diesem Zeitpunkt auch anzurechnenden) 80 %-Pensum beim U.________ basiert (act. IIla 143, 164, 203/5). In Bezug auf diesen Stellenantritt kommt die Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV nicht zur Anwendung, da es sich dabei im Gegensatz zu einer im Krankheitsbild der versicherten Person liegenden Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse nicht um das Resultat einer laufenden Entwicklung, sondern um einen stabilisierten Zustand handelt (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute BGer] vom 6. Februar 2006, I 599/05, E. 5.2.3). Folglich ist ab 1. Oktober 2019 für den Rentenanspruch der Invaliditätsgrad von 27 % massgebend und der Invaliditätsgrad von 35 % ist in der vorliegenden Konstellation für den Rentenanspruch nicht von Relevanz.”
Bei Vorliegen einer Meldepflichtverletzung (z.B. unterlassene rechtzeitige, vollständige und tatsachengetreue Angaben zu Alltagsaktivitäten) kann die IV-Stelle eine rückwirkende Kürzung bzw. Aufhebung der Leistung anordnen. In solchen Fällen findet Art. 88a Abs. 1 IVV nach herrschender Rechtsprechung keine Anwendung, wenn bereits ab einem bestimmten Zeitpunkt von einem stabilen Gesundheitszustand ausgegangen werden konnte und die Meldepflichtverletzung den Leistungsanspruch beeinflusst hat.
“Gerade im vorliegenden Fall, in dem die Rente aufgrund massivster Beeinträchtigungen im sozialen Funktionsniveau zugesprochen wurde, waren rechtzeitige, umfassende tatsachengetreue Angaben über die Alltagsaktivitäten für eine Verlaufsbeurteilung von elementarer Bedeutung. Es kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass die Beschwerdegegnerin in Kenntnis des tatsächlichen Alltagsverhaltens umgehend umfassende Abklärungen betreffend den gesundheitlichen Verlauf und das effektiv vorhandene Funktionsniveau in die Wege geleitet und bei korrekter Mitwirkung des Beschwerdeführers den Leistungsanspruch zeitnah angepasst und die Rente nicht weiter bis 31. Mai 2019 ausgerichtet hätte. Deshalb hatte die Beschwerdegegnerin die Rentenaufhebung in Nachachtung von Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV rückwirkend anzuordnen, woran nichts ändert, dass die Beschwerdegegnerin bereits mit der Überprüfung des Rentenanspruchs beschäftigt war (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2018, 8C_26/2018, E. 4.3.2). Da spätestens ab Juni 2016 von einem stabilen Gesundheitszustand ausgegangen werden konnte und dem Beschwerdeführer der Vorwurf einer Meldepflichtverletzung nicht erspart werden kann, findet Art. 88a Abs. 1 IVV keine Anwendung, womit auch der verfügte Zeitpunkt der Rentenaufhebung (1. Juli 2016) nicht zu beanstanden ist (Urteil des Bundesgerichts vom 30. September 2016, 8C_232/2016, E. 4.4). Eine vor Verfügungserlass eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist zu verneinen. Die von Dr. B.___ am 8. Juni 2020 allein gestützt auf die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers vorgebrachte, «besonders in den letzten ca. 2 Monaten» entwickelte Zustandsverschlechterung beruht auf invaliditätsfremden psychosozialen Faktoren (einerseits Tod der Grossmutter des Beschwerdeführers und andererseits Reaktion auf die Einstellung der Rentenleistungen, act. G 1.7; siehe zu den damit verbundenen Belastungen und Sorgen auch den Austrittsbericht der Psychiatrie L.___ vom 22. Dezember 2020, act. G 14.3, S. 1 unten), worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinweist (act. G 5, III. Rz 5). Mithin steht die Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands sowohl subjektiv als auch objektiv in einem direkten Zusammenhang mit der von der Beschwerdegegnerin beabsichtigten bzw.”
“Gerade im vorliegenden Fall, in dem die Rente aufgrund massivster Beeinträchtigungen im sozialen Funktionsniveau zugesprochen wurde, waren rechtzeitige, umfassende tatsachengetreue Angaben über die Alltagsaktivitäten für eine Verlaufsbeurteilung von elementarer Bedeutung. Es kann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass die Beschwerdegegnerin in Kenntnis des tatsächlichen Alltagsverhaltens umgehend umfassende Abklärungen betreffend den gesundheitlichen Verlauf und das effektiv vorhandene Funktionsniveau in die Wege geleitet und bei korrekter Mitwirkung des Beschwerdeführers den Leistungsanspruch zeitnah angepasst und die Rente nicht weiter bis 31. Mai 2019 ausgerichtet hätte. Deshalb hatte die Beschwerdegegnerin die Rentenaufhebung in Nachachtung von Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV rückwirkend anzuordnen, woran nichts ändert, dass die Beschwerdegegnerin bereits mit der Überprüfung des Rentenanspruchs beschäftigt war (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 27. September 2018, 8C_26/2018, E. 4.3.2). Da spätestens ab Juni 2016 von einem stabilen Gesundheitszustand ausgegangen werden konnte und dem Beschwerdeführer der Vorwurf einer Meldepflichtverletzung nicht erspart werden kann, findet Art. 88a Abs. 1 IVV keine Anwendung, womit auch der verfügte Zeitpunkt der Rentenaufhebung (1. Juli 2016) nicht zu beanstanden ist (Urteil des Bundesgerichts vom 30. September 2016, 8C_232/2016, E. 4.4). Eine vor Verfügungserlass eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist zu verneinen. Die von Dr. B.___ am 8. Juni 2020 allein gestützt auf die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers vorgebrachte, «besonders in den letzten ca. 2 Monaten» entwickelte Zustandsverschlechterung beruht auf invaliditätsfremden psychosozialen Faktoren (einerseits Tod der Grossmutter des Beschwerdeführers und andererseits Reaktion auf die Einstellung der Rentenleistungen, act. G 1.7; siehe zu den damit verbundenen Belastungen und Sorgen auch den Austrittsbericht der Psychiatrie L.___ vom 22. Dezember 2020, act. G 14.3, S. 1 unten), worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinweist (act. G 5, III. Rz 5). Mithin steht die Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustands sowohl subjektiv als auch objektiv in einem direkten Zusammenhang mit der von der Beschwerdegegnerin beabsichtigten bzw.”
Bei Hausfrauen ist im Rahmen der Invaliditätsbemessung die üblicherweise zu erwartende familiäre Unterstützung zu überschreitende Mithilfe durch Dritte zu berücksichtigen; Einschränkungen sind nur zu berücksichtigen, wenn sie länger als drei Monate bestehen (Art. 88a IVV).
“Gemäss Art. 88a IVV ist eine Änderung der Erwerbsfähigkeit erst zu berücksichtigen, wenn sie drei Monaten gedauert hat, was in Bezug auf die neue Wohnsituation beim Erlass der Verfügung vom 24. Februar 2022 nicht der Fall gewesen ist. Weiter wird in der Stellungnahme des Abklärungsdienstes der IV-Stelle vom 20. Januar 2022 (IV-Akten, S. 1211 f.) zu Recht darauf hingewiesen, gemäss dem J.________-Gutachten würden im Haushalt keine höhergradigen Einschränkungen bestehen. Lediglich beim Bewegen höherer Lasten i. S. eines Grosseinkaufs sollte die Beschwerdeführerin Hilfe durch andere Personen erhalten und wiederholte Überkopfverrichtungen wie das Aufhängen und Abnehmen von Wäsche sollten nicht zugemutet werden. Diese Einschränkungen seien berücksichtigt worden. Ferner geht die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen, bestätigt in Urteil BGer 8C_258/2022 vom 14.”
Die Dreimonatsfrist gilt auch für rückwirkend bewilligte, befristete oder gestaffelte Renten.
“En d'autres termes, l'assurance-invalidité suisse couvre seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident, et non la maladie en tant que telle. Selon l'art. 16 LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 28a al. 1 LAI, pour évaluer le taux d'invalidité, le revenu que l'assuré aurait pu obtenir s'il n'était pas invalide est comparé avec celui qu'il pourrait obtenir en exerçant l'activité qui peut raisonnablement être exigée de lui après les traitements et les mesures de réadaptation, sur un marché du travail équilibré (méthode générale). Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée dans le temps, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n°9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n°32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre.”
Vorübergehend einmalig erhöhtes Einkommen (z. B. eine einmalige Provision) bleibt bei der Berechnung der Rente ausser Betracht, wenn nicht anzunehmen ist, dass die dadurch gezeigte Verbesserung voraussichtlich längere Zeit andauern wird.
“Der Durchschnittsverdienst nur aus den drei einkommensstärksten Jahren (2018, 2019 und 2020) beträgt Fr. 16'849.-. Unter Berücksichtigung dieses Betrags als Invalideneinkommen resultiert beim (unbestritten gebliebenen) Valideneinkommen von Fr. 56'693.- ein Invaliditätsgrad von (abgerundet) 70 %. Damit bleibt die höhere Provisionszahlung im Jahr 2019 ohne Auswirkung auf den Rentenanspruch. Die Beschwerde ist begründet. Ausführungen zur Bedeutung des Begriffs des voraussichtlich weiterhin Andauerns gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV sowie zur Meldepflichtverletzung und der entsprechenden Sanktionierungsmöglichkeit (Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV) erübrigen sich. Mit der Aufhebung des angefochtenen Urteils und der diesem zugrunde liegenden Verfügung vom 14. März 2022, soweit sie den Rentenanspruch für das Jahr 2019 betrifft, hat es sein Bewenden.”
Die Dreimonatsfrist kann rückwirkend für die Rentenzuerkennung angewendet worden sein.
“Ab dem 1. Januar 2013 war die Beschwerdegegnerin 2 gemäss dem voll beweiskräftigen Gutachten von Dr. med. O.________ auch in Bezug auf eine angepasste Tätigkeit wieder voll arbeitsunfähig. Damit hat die Beschwerdegegnerin 1 der Beschwerdegegnerin 2 zu Recht in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV (vgl. E. 3.6 hiervor) ab 1. April 2013 wieder eine ganze Rente zugesprochen.”
Bei Feststellung einer angepassten Tätigkeit von mindestens 80% ist eine Revisionsprüfung vorzunehmen; gegebenenfalls kann die Rente befristet oder herabgesetzt werden. Als Beginn der geänderten Leistungsfestlegung gilt der Zeitpunkt, seit dem die 80%ige Arbeitsfähigkeit voraussichtlich dauerhaft besteht; dabei ist die Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV zu beachten (s. angeführte Entscheide).
“März 2021, welche ein depressives Syndrom und Angst gemischt (ICD-10 F41.2) und eine somatoforme Schmerzstörung mit psychischen und körperlichen Anteilen (ICD-10 F45.4) diagnostizierten und dem Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierten. Dieser Bericht, der lediglich die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers auflistet und weder die Diagnose begründet noch sich mit den gutachterlichen Einschätzungen auseinandersetzt, ist nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung in Zweifel zu ziehen. Dies umso weniger, als eine Verschlechterung seit der Begutachtung nicht geltend gemacht wird. 9. In Würdigung der medizinischen Aktenlage ist somit festzustellen, dass dem polydisziplinären Gutachten der medexperts ag vom 3. November 2020 volle Beweiskraft zukommt und ab September 2020 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit besteht. Nach dem Einkommensvergleich, der nicht bestritten wird, beträgt der Invaliditätsgrad ab September 2020 20 %, weshalb die IV-Stelle zu Recht die Invalidenrente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 31. Dezember 2020 befristet hat. Demgemäss ist die Beschwerde abzuweisen. 10. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskoste aufzuerlegen sind. Dem Prozessausgang entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen (Art. 61 lit. g ATSG). Demgemäss wird e r k a n n t : 1. Soweit darauf eingetreten werden kann, wird die Beschwerde abgewiesen. 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.”
“4), zumal weitere Faktoren im Sinne von BGE 126 V 75, welche die Verwertung der besagten Restarbeitsfähigkeit noch zusätzlich erschweren, nicht geltend gemacht werden und die Akten nicht auf solche schliessen lassen: Der Beschwerdeführer, welcher gemäss seiner Arbeitgeberin im Kontakt mit Kunden absolut hervorragend sei und auch weiterhin in diesem Bereich eingesetzt werde (Urk. 7/14/4), arbeitete ab 13. Dezember 2019 in einem Arbeitspensum von 60 %, was dem medizinisch zumutbaren Pensum entspricht. Anhaltspunkte dafür, dass er ab diesem Zeitpunkt keinen diesem Pensum entsprechenden Lohn erhalten hat, liegen nicht vor. Vielmehr ist seinem Einwand vom 16. Dezember 2020 zu entnehmen, dass er ab Januar 2020 ein jährliches Einkommen von Fr. 39'000.-- erzielt hat (Urk. 7/67/4). Damit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens ab Januar 2020 den Lohn entsprechend seinem medizinisch Leistungsprofil erhalten hat. Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte deshalb die verbesserte Erwerbsfähigkeit zu Recht ab Januar 2020 und nicht erst nach Ablauf der Dreimonatsfrist nach Art. 88a Abs. 1 IVV, wurde doch mit der Erhöhung des Pensums auf 60 % ab 13. Dezember 2019 die Erwerbsfähigkeit in diesem Rahmen ersichtlich und ist seither von der Beständigkeit derselben auszugehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_1022/2012 vom 16. Mai 2013 E. 3.3.2). Die angefochtene Verfügung ist damit insgesamt nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.”
“Ab dem 12. September 2017 besteht in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von minimal 80% (vgl. E. 4.7 hiervor). Diese gesundheitliche Verbesserung stellt einen nach drei Monaten zu berücksichtigenden (Art. 88a Abs. 1 IVV) Revisionsgrund dar (vgl.”
“Gemäss der überzeugenden Einschätzung der RAD-Ärztin ist ab Februar 2019 (sechs Monate nach HWS-Operation; vgl. act. II 40/12) von einer vollen Arbeitsfähigkeit und einer Leistungsfähigkeit von 80 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (act. II 61/5), weshalb per Ende April 2019 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV) eine Revision zu erfolgen hat (vgl. E. 2.4 hiervor).”
Die befristete ganze Rente (Juni 2018–Februar 2021) kann als praktische Anwendung der Drei-Monats-Regelung gelten.
“Zusammenfassend steht aufgrund der vorstehenden Erwägungen fest, dass die angefochtene Verfügung der IV-Stelle vom 9. September 2021, in welcher dem Beschwerdeführer von Juni 2018 bis Februar 2021 (vgl. Art. 88a IVV) eine befristete ganze Rente zugesprochen wurde, rechtens ist, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde unbegründet und abzuweisen ist.”
Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit wird erst drei Monate nach tatsächlicher dauerhafter Besserung berücksichtigt.
“Compte tenu d’une incapacité totale de travail dans toute activité dès le 7 février 2017, la recourante a droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er mars 2018, soit à l’échéance d’un délai de six mois à compter du dépôt de la demande de prestations (art. 29 al. 1 LAI). Dès janvier 2021, elle est en mesure d’exercer une activité adaptée à temps complet. Le degré d’invalidité de 14 % obtenu par comparaison des revenus (revenu sans invalidité de CHF 58'065 ; revenu d’invalide de CHF 49'954.99, correspondant au salaire réalisé en 2018 par une femme, niveau de compétence 1 selon l’ESS 2018 [CHF 4’371], après indexation à l’évolution des salaires jusqu’en 2021, prise en compte d’une durée hebdomadaire de 41,7 heures et d’un abattement de 10 % au vu des limitations fonctionnelles) n’est ni critiqué, ni critiquable dans son résultat, de sorte qu’il peut être repris. La modification du droit à la rente intervient 3 mois après l’amélioration constatée (art. 88a RAI), soit dès le 1er mai”
Bei der Ermittlung des Vergleichseinkommens stützt sich die Praxis auf die Tabellen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (BFS) sowie gegebenenfalls auf Tabellenlöhne. Auf dieser Grundlage werden das Valideneinkommen und das (auf Pensum und eventuell leidensbedingte Abzüge anzupassende) Invalideneinkommen berechnet; dabei ist das einschlägige Anforderungs‑/Kompetenzniveau der Tätigkeit zu wählen.
“Anschliessend wäre sie im Licht der Aktenlage einer Erwerbstätigkeit in einem 50%igen Pensum nachgegangen. Für die Zeit ab März 2011 (nach bestandenem Wartejahr) habe bis 18. Mai 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab 19. Mai 2011 eine 70%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Beim von der IV-Stelle durchgeführten Einkommensvergleich seien geringfügige Korrekturen notwendig. So sei gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 des Bundesamtes für Statistik, Tabelle TA1, Ziffer 47, Detailhandel, Anforderungsniveau 3, Frauen, aufgerechnet auf das Jahr 2011 von einem Valideneinkommen von Fr. 55'034.49 auszugehen. Basierend auf der Tabelle TA1 der LSE 2010, Total, Anforderungsniveau 4, Frauen, resultiere für das Jahr 2011 bei einem Pensum von 70 % und einem leidensbedingten Abzug von 10 % ein Invalideneinkommen von Fr. 33'631.48. Aus dem Einkommensvergleich ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 39 %. Damit liege ab 19. Mai 2011 kein anspruchsbegründender Invaliditätsgrad mehr vor, weshalb die Rente in Nachachtung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. September 2011 aufzuheben sei. Für die Jahre 2014 bis 2022 verhalte es sich gleich. Der Anspruch auf eine ganze Rente für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2020 basiere auf der 100%igen Einschränkung vom 28. Januar bis 2. Juni 2020 in sämtlichen Erwerbstätigkeiten wie auch im Haushalt infolge des Dekubitus. In einer solchen Konstellation gelange die Wartezeit gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV nicht zur Anwendung.”
“Mit Blick auf die ab 13. Juni 2022 vorliegende 100%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit mit lediglich Einschränkungen in Bezug auf Feuchtarbeit und Kontakt zu irritativen Substanzen (entsprechende Seife) und dem Heben und Tragen von schweren Gewichten, wobei diese Einschränkungen weder für eine Unverwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit hinweisend sind noch für einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn, ging die Beschwerdegegnerin zu Recht vom Fehlen einer Invalidität ab diesem Zeitpunkt aus. Was die von Dr. D.___ postulierte Beschränkung der Arbeitsfähigkeit auf manuelle Tätigkeiten bis 13. Juni 2022 und die Prüfung eines allfälligen befristeten Rentenanspruchs von April bis September 2022 (Art. 88a Abs. 1 IVV) anbelangt, kann vorliegend auf eine Rückweisung zur Durchführung eines Einkommensvergleichs verzichtet werden, lässt doch der Vergleich des vor Eintritt der Gesundheitsschädigung im Jahr 2020 gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto erzielten Einkommens von Fr. 85'678.-- (Urk. 7/42/4) mit dem gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) berechneten Invalideneinkommen von Fr. 65‘815.10 (LSE 2020, Fr. 5‘261.-- x 12 x”
“dd) La personne assurée peut, selon sa situation personnelle, voir ses perspectives salariales être réduites par des facteurs tels que l’âge, le handicap, les années de services, la nationalité, le titre de séjour ou le taux d’occupation. Une évaluation globale des effets de ces circonstances sur le revenu d’invalide est nécessaire. La jurisprudence admet de procéder à une déduction de 25 % au maximum pour en tenir compte (ATF 146 V 16 consid. 4.1 ; 126 V 75). b) En l’occurrence, l’OAI a retenu qu’au terme du délai de carence d’une année, soit le 16 novembre 2016, le droit à une rente entière, basée sur un degré d’invalidité de 100 % était ouvert. Toutefois compte tenu de la demande du 29 juillet 2016, tardive, la rente ne pouvait être versée qu’à compter du 1er janvier 2017, soit au plus tôt six mois après le dépôt de la demande. La rente entière était remplacée par une demi-rente, basée sur un degré d’invalidité de 50 %, dès le 1er juillet 2018, soit après le délai de trois mois prévu à l’art. 88a al. 1 RAI. Un degré d’invalidité de 15 % n’ouvrait pas le droit à la rente, dès lors que celle-ci était supprimée au 30 septembre 2019, après le délai de trois mois prévu à l’art. 88a al. 1 RAI. Après avoir constaté, à juste titre, que la capacité de travail de la recourante dans l’activité habituelle ne se confondait pas avec celle dans une activité adaptée excluant une comparaison des revenus « en pour-cent », l’office intimé a soumis une nouvelle fois le cas à son service de réadaptation, afin qu’il se prononce sur les revenus avec et sans invalidité. Dans sa note du 8 avril 2022, le service de réadaptation a estimé que les tâches effectuées dans le dernier emploi ne correspondaient pas au niveau 2 de la branche, mais au niveau 1. Le revenu réalisé (52'000 fr.) était en outre proche du salaire statistique correspondant au niveau 1, comme cela était par ailleurs le cas des activités exercées précédemment selon l’extrait du compte individuel (CI) AVS de l’intéressée. Selon le service de réadaptation, le CFC d’employée de bureau n’avait pas été mis en valeur avant la survenance de l’atteinte à la santé, et c’était le niveau 1 de l’ESS qu’il convenait de retenir pour le calcul du revenu sans invalidité (RS).”
Bei Personen ab 55 Jahren oder bei mindestens 15 Jahren Rentenbezug sind vor einer Reduktion oder Aufhebung der Rente berufliche Eingliederungsmassnahmen vorrangig zu prüfen bzw. zu gewähren; dies gilt auch bei erstmaliger Rentenzusprache vor einer späteren Renteneinstellung.
“17 LPGA sur la révision d'une rente en cours s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2; 125 V 413 consid. 2d). Cette disposition prévoit que si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision. La rente peut ainsi être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain (ou d'exercer ses travaux habituels) ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5). Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 112 V 371 consid. 2b). Conformément à l'art. 88a RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. 6.2. Selon la jurisprudence, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins.”
“L'arrêt attaqué expose de manière correcte les dispositions légales et les principes jurisprudentiels relatifs à la notion d'invalidité (art. 7 et 8 al. 1 LPGA en relation avec l'art. 4 al. 1 LAI), à l'échelonnement des rentes selon le taux d'invalidité (art. 28 al. 2 LAI), à la notion de révision matérielle (art. 17 al. 1 LPGA), aux conditions auxquelles une rente peut être révisée (art. 88a RAI), ainsi qu'à l'obligation de l'administration, avant la réduction ou la suppression d'une rente d'invalidité par révision ou reconsidération, d'examiner au préalable le droit de la personne assurée à des mesures d'ordre professionnel, lorsque celle-ci est âgée de 55 ans ou qu'elle a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins (arrêt 8C_510/2020 du 15 avril 2021). Il suffit d'y renvoyer.”
“In erwerblicher Hinsicht macht der Beschwerdeführer ein mit Fr. 81'763.80 für das Jahr 2012 (Rentenbeginn) zu tief festgesetztes Valideneinkommen geltend. Dieses betrage mindestens Fr. 93'417.95. Bei einer höchstens 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten sei ein Invalideneinkommen von Fr. 35'234.50 anzunehmen, womit bei einem im angefochtenen Entscheid rechtsfehlerhaft nicht gewährten leidensbedingten Abzug von mindestens 10 % ein Invaliditätsgrad von 71 % resultiere. Auch bei der erstmaligen Rentenzusprache seien sodann die Grundsätze von Art. 88a IVV zu berücksichtigen gewesen. Nachdem dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2012 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugestanden sei, hätten ihm zwingend bei der Renteneinstellung auf den 31. August 2014 hin Eingliederungsmassnahmen gewährt werden müssen, was die Vorinstanz verkenne.”
Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV‑Rente sind die Vorschriften über die Rentenrevision (Art. 17 LPGA) und die Datumsbestimmung nach Art. 88a IVV (RAI) sinngemäss anzuwenden. Die Festlegung des Zeitpunkts, ab dem eine Änderung des Anspruchs zu berücksichtigen ist, richtet sich folglich nach Art. 88a IVV (insbesondere der Dreimonatsfrist) und ist für die Bestimmung der massgeblichen Rechtsversion und der Periodeneinteilung entscheidend.
“Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; SVR 2020 IV Nr. 70 S. 244 E. 4.2.2).”
“6.4 La notion d'invalidité, dont il est question à l'art. 8 LPGA et à l'art. 4 LAI, est de nature juridique/économique et non pas médicale (ATF 116 V 246 consid. 1b). En d'autres termes, l'assurance-invalidité suisse couvre seulement les pertes économiques liées à une atteinte à la santé physique, mentale ou psychique, qui peut résulter d'une infirmité congénitale, d'une maladie ou d'un accident, et non la maladie en tant que telle. Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre.”
“Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. Selon son al. 2, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable.”
“Toutefois, cette restriction n'est pas applicable lorsque la personne assurée est une ressortissante suisse ou d'un Etat membre de l'Union européenne (UE) et réside dans l'un des Etats membres (ATF 130 V 253 consid. 2.3 et 3.1 ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.5 Lorsque - comme en l'occurrence - une décision accorde pour la première fois une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit sa suppression, réduction et/ou augmentation, l'art. 17 LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2021 (RO 2002 3371 ; FF 1999 IV 4168), s'applique par analogie. Il prévoit que si le taux d'invalidité de la bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (cf. ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 qui n'est pas publié dans les ATF 137 V 369 ; Margrit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). La date de la modification du droit est fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 417 consid. 2d ; TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité (LAI), 2018, art. 31 n° 32). Son al. 1 stipule que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. L'al. 2 de la disposition prévoit que si la capacité de gain se dégrade, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. L'art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie. 7. 7.1 Conformément à la maxime inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales, l'administration est tenue de prendre d'office les mesures d'instruction nécessaires et de recueillir les renseignements dont elle a besoin (Pierre Moor/Etienne Poltier, op.”
“4 Le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l'échéance d'une période de six mois à compter de la date à laquelle l'assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l'art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit le 18e anniversaire de l'assuré (art. 29 al. 1 LAI) et sous réserve d'un délai d'attente d'une année à compter du début de l'atteinte à la santé (art. 28 al. 1 let. b LAI). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. Selon son al. 2, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable.”
“d) Les règles et principes jurisprudentiels relatifs à la révision du droit à une rente d’invalidité, au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA, sont applicables lorsque la décision de l'assurance-invalidité accordant une rente avec effet rétroactif prévoit en même temps la suppression ou la modification de cette rente, respectivement octroie une rente pour une durée limitée (ATF 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d et les références ; TF 8C_607/2015 du 3 février 2016 consid. 2). Aux termes de l’art. 17 LPGA, dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Dans ce contexte, lors de l’octroi d’une rente échelonnée ou limitée dans le temps, le moment déterminant pour effectuer la comparaison est, d’une part, le moment du début du droit à la rente et, d’autre part, celui de la diminution ou de la suppression de la rente en application du délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) (Michel Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l’assurance-invalidité [AI], Genève/Zurich/Bâle 2011, n° 3068 et les références citées ; TF 9C_134/2015 du 3 septembre 2015 consid. 4.1 et les références citées). e) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position. La tâche du médecin consiste à évaluer l’état de santé de la personne assurée et à indiquer dans quelle mesure et dans quelles activités elle est incapable de travailler. En outre, les renseignements fournis par les médecins constituent un élément important pour apprécier la question de savoir quelle activité peut encore être raisonnablement exigée de la part de la personne assurée (ATF 132 V 93 consid. 4 et les références citées ; TF 8C_160/2016 du 2 mars 2017 consid. 4.”
“Un motif de révision au sens de l'art. 17 LPGA doit clairement ressortir du dossier. La réglementation sur la révision ne saurait en effet constituer un fondement juridique à un réexamen sans condition du droit à la rente (arrêt du Tribunal fédéral I 111/07 du 17 décembre 2007 consid. 3 et les références). Un changement de jurisprudence n'est pas un motif de révision (ATF 129 V 200 consid. 1.2). 4.3 L'octroi rétroactif d'une rente d'invalidité limitée dans le temps présuppose, en règle générale, l'existence de motifs de révision, c'est-à-dire un changement ayant une incidence sur le droit à la rente intervenu avant même que la décision de rente ne soit rendue (ATF 148 V 321 consid. 7.3.1 ; 145 V 215 V 215 consid. 8.2 ; 145 V 209 consid. 5.3). Dans le cas de l’octroi rétroactif d’une rente temporaire ou échelonnée, les bases de comparaison déterminantes sont, d'une part, la date du début du droit à la rente et, d'autre part, la date de la modification du droit à la rente compte tenu du délai de trois mois de l'art. 88a RAI (arrêt du Tribunal fédéral 8C_51/2024 du 2 juillet 2024 consid. 2.4 et les références). 4.4 Si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). Lorsqu’est prise une première décision concernant l’octroi simultané de deux rentes successives dont la seconde est d’un montant inférieur, ou même l’octroi d’une rente dont la suppression ultérieure est décidée simultanément, la réduction ou la suppression de la rente prend effet à l’un des délais mentionnés à l’art.”
Die Berücksichtigung der Dreimonatsfrist erfolgte in zeitlicher Verbindung mit den medizinischen Berichten.
“Au demeurant, l’élément déterminant pour la valeur probante, n’est ni l’origine du moyen de preuve, ni sa désignation comme rapport ou comme expertise, mais bel et bien son contenu (ATF 134 V 231 consid. 5.1 ; 125 V 351 consid. 3a ; TF 8C_877/2018 du 24 juillet 2019 consid. 5). 5. a) En l’espèce, l’intimé s’est fondé sur les conclusions concordantes des Drs D.________ et L.________, telles que validées ensuite par le SMR, pour retenir qu’à l’issue du délai d’attente d’une année, soit le 26 octobre 2015, l’assurée présentait une incapacité de travail de 50 % dans toute activité, puis qu’elle avait connu deux périodes successives d’incapacité totale de travail entre le 25 janvier 2016 et le 1er janvier 2017 et, enfin, qu’elle avait ensuite durablement retrouvé une capacité de travail de 50 % dans son activité habituelle mais de 100 % dans une activité adaptée dès le 2 janvier 2017. On relèvera préliminairement que les périodes retenues par l’intimé pour l’octroi d’une rente, d’abord partielle puis entière, et la suppression de celle-ci, tiennent compte des délais de l’art. 88a RAI de manière adéquate en relation avec les rapports médicaux précités, ce que l’intéressée ne remet d’ailleurs pas en cause. Cela étant, la recourante conteste avoir retrouvé une pleine capacité de travail dans une activité adaptée, en se fondant principalement sur l’appréciation du Dr M.________. Ce dernier considère que sa patiente présente une capacité de travail de 50 % en toutes activités avec des limitations fonctionnelles consistant en l’évitement de la station debout prolongée, des longues marches et du port de lourdes charges. Force est de constater que dans ses différents rapports, le Dr M.________ n’a pas étayé l’incapacité de travail de 50 % dans une activité adaptée. Il s’est en effet limité à relever que le métier de serveuse exercé par sa patiente ne tient pas compte de ses limitations fonctionnelles, ce qui n’est pas contesté. Dites limitations fonctionnelles n’ont pas été ignorées par l’intimé, lequel a été au demeurant encore plus large que le médecin traitant. Il n’existe aucun élément objectivé et circonstancié dans les rapports du Dr M.”
Der dreimonatige Beobachtungszeitraum begann am 8. Mai 2023; daher ist die geänderte Rentenleistung gemäss Art. 88a IVV ab dem 1. September 2023 festgesetzt.
“Di conseguenza, la valutazione della consulente ispettrice riportata nel rapporto del 25 settembre 2023 va senza alcun dubbio posta alla base della determinazione del grado di invalidità dell'assicurata per la parte di casalinga svolta in ragione del 20%. 2.11. Sulla base del metodo di misto applicabile alla ricorrente, che va ritenuta salariata in ragione dell'80% e casalinga per il restante 20% (STF 9C_612/2023 del 3 aprile 2024), si ha che il grado di invalidità parziale per la parte salariata del 61,06%, incontestato, e quello per la parte casalinga stabilito dall'inchiesta domiciliare nel 2,47%, confermato dal TCA nel precedente considerando, danno luogo, dall'8 maggio 2023, a un grado di invalidità globale del 49,34% (80 [parte salariata] x 61,06% [impedimento parte lucrativa] + 20 [parte casalinga] x 2,47% [tasso di impedimento nelle mansioni consuete]), arrotondato al 49%. Come stabilito dall'Ufficio AI nella decisione del 18 gennaio 2024, questo grado AI dà dunque diritto alla ricorrente a una rendita AI di grado 49% dal 1° settembre 2023 (art. 88a OAI), ovvero tre mesi dopo l'intervenuto miglioramento che la dr.ssa med. __________ ha confermato essere avvenuto l'8 maggio 2023, mentre è dato, circostanza incontestata, il diritto a una rendita intera dal 1° maggio 2023, stante un grado di invalidità dell'80% a partire dal 6 maggio 2022 (80 [parte salariata] x 100% [impedimento parte lucrativa] + 20 [parte casalinga] x 2,47% [tasso di impedimento nelle mansioni consuete]). Inoltre, ritenuta la modifica dell'art. 26bis cpv. 3 OAI segnalata dall'amministrazione, dal 1° gennaio 2024 il diritto alla rendita va modificato a favore della ricorrente. In effetti, sebbene sia il reddito da valida che da invalida non siano stati aggiornati al 2024, anno in cui va versata la rendita, l'Ufficio AI ha correttamente detratto dal reddito ipotetico statistico da invalida aggiornato al 2022 non più solo il 10%, perché a causa dell'invalidità l'assicurata può lavorare soltanto con una capacità funzionale pari o inferiore al 50%, come previsto dall'art.”
Bei Versicherten ab 55 Jahren ist vor einer Reduktion oder Aufhebung der Rente gezielt zu prüfen, ob ein Bedarf an Rehabilitations‑ oder Wiedereingliederungsmassnahmen vorliegt; falls ja, ist eine vorgängige Abklärung bzw. ein entsprechendes Angebot bzw. eine Einleitung solcher Massnahmen in Betracht zu ziehen.
“Du point de vue psychiatrique, elle a nié une incapacité de travail, dès lors qu'aucun diagnostic n'avait été posé. Les premiers juges ont ensuite confirmé le taux d'invalidité de l'assuré retenu par l'office intimé (6%; taux résultant de la comparaison d'un revenu sans invalidité de 69'108 fr. avec un revenu d'invalide de 65'023 fr. 75, tenant compte d'un abattement de 5%), en précisant que même à admettre un abattement de 20%, le taux d'invalidité serait insuffisant pour ouvrir le droit à une rente. Compte tenu de l'âge du recourant au moment de la décision administrative litigieuse (55 ans), ils ont examiné s'il pouvait se prévaloir d'un droit à la mise en oeuvre de mesures de réadaptation préalablement à la suppression de sa rente, ce qu'ils ont nié, pour le motif que les conditions d'octroi n'étaient pas réalisées sur le plan subjectif. Partant, l'instance précédente a confirmé la suppression du droit du recourant à une rente d'invalidité dès le 1er décembre 2020, soit trois mois après l'amélioration constatée au mois d'août 2020 (art. 88a al. 1 RAI).”
“-, indices de 2239 pour 2016 et 2260 pour 2018, cf. OFS, T39 Evolution des salaires nominaux, des prix à la consommation et des salaires réels, hommes) et prendre en compte la durée usuelle du travail de 41.7 heures par semaine en 2018 (CHF 67'429.95, cf. OFS, Durée normale du travail dans les entreprises selon la division économique, tous les secteurs). Au vu de la capacité de travail de 30% qui a été retenue ainsi que d'un abattement supplémentaire au titre de désavantage salarial, lequel est fixé à 10% compte tenu des circonstances personnelles et professionnelles du présent cas, le revenu d'invalide est fixé à CHF 18'036.90. Il ressort de la comparaison des revenus de valide (CHF 65'130.-) et d'invalide (CHF 18'036.90) que la perte de gain se monte à CHF 47'093.10. Cela correspond à un degré d'invalidité de 72.31%, soit 72% (cf. ATF 130 V 121). Partant, la rente entière perçue par l'assuré est maintenue au-delà au 1er septembre 2018, mais sur la base d'un degré d'invalidité plus faible depuis le 1er décembre 2018 (art. 88a al. 1 RAI). Quoi qu'il en soit, le maintien de la rente se justifierait également, à tout le moins temporairement, au regard de la jurisprudence récente relative aux assurés de plus de 55 ans : le recourant – né en 1960 – a droit à ce que son besoin de mesures de réadaptation soit examiné avant la suppression de sa rente, dès lors l'OAI a statué sur l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (cf. ATF 145 V 209; arrêt TF 9C_276/2020 du 19 décembre 2020 consid. 6). 8. Compte tenu de l'ensemble de ce qui précède, le recours, bien fondé, doit être admis et le recourant se voit reconnaître le droit à une demi-rente du 1er juin 2017 au 30 juin 2017, et à une rente entière depuis le 1er juillet 2017. Il incombera à l'OAI de fixer le montant de la rente, compléter les rétroactifs fixés par décision du 12 mai 2020 et, cas échéant, de tenir compte des éventuels montants en compensation. Les frais de procédure, par CHF 800.-, sont mis à la charge de l'autorité intimée qui succombe. L'avance de frais versée par le recourant lui est restituée.”
“Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, gestützt auf das beweiswertige Gutachten des Psychiaters Dr. med. D.________ vom 6. Juli 2018 sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen und in einer alternativ in Frage kommenden Tätigkeit seit 1. Januar 2015 vollständig arbeitsunfähig. Seit 1. September 2017 sei sie zu 20 % und seit 15. Juni 2018 zu 70 % arbeitsfähig gewesen. Unbestritten sei, dass sie im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig wäre. Ab 1. Mai 2016 bis zur Verbesserung der Erwerbsfähigkeit am 15. Juni 2018 (Begutachtungszeitpunkt) habe die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ab 15. Juni 2018 betrage der Invaliditätsgrad noch 30 %, weshalb ab 1. Oktober 2018 (Art. 88a Abs. 1 IVV) grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr bestehe. Beim trotz Gesundheitsschadens erzielbaren Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin sei kein leidensbedingter Abzug gerechtfertigt. Zu prüfen sei, ob sie über genügend Selbsteingliederungspotential verfüge, da sie bereits im Begutachtungszeitpunkt am 15. Juni 2018, seit welchem ihr die Ausübung der bisherigen oder auch einer Verweisungstätigkeit rentenausschliessend zumutbar sei, älter als 55 Jahre gewesen sei. Die IV-Stelle habe ihr ab 16. August 2016 ein mehrmals verlängertes Belastbarkeits- und Aufbautraining bei der E.________ GmbH, gewährt. Ab 18. September 2017 sei die Beschwerdeführerin zu 20 % als kaufmännische Allrounderin bei der C.________ angestellt worden, wobei der vereinbarte Lohn über dem entsprechenden Medianlohn gelegen habe. Zudem habe ihr die IV-Stelle ab 25. September 2017 einen PC-Kurs "Schulung Finanz- und Rechnungswesen" vor Ort im Betrieb gewährt, wobei es auch um die Einarbeitung in eine branchenspezifische Software gegangen sei.”
Verschlechterungen des Gesundheitszustands oder Hospitalisationen, die ohne wesentliche Unterbrechung weniger als drei Monate dauern, sind im Revisionsverfahren nicht zu beachten.
“August 2023 zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt haben sollen (vgl. vorstehend E. 6.4), echtzeitlich erst im Bericht von Hausarzt Dr. I.___ vom 19. Dezember 2023 und damit nach Verfügungserlass erwähnt (vgl. vorstehend E. 6.3). Dabei blieb jedoch unklar, ob es sich um eine andauernde Arbeitsunfähigkeit handelt. So hielt der Neurologe Dr. K.___ selbst im April 2024 noch fest, dass eine spontane Beschwerdebesserung jetzt, 6 - 7 Monate nach den kieferchirurgischen Eingriffen, noch im Bereich des Möglichen liege (vgl. vorstehend E. 6.5). Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 21. November 2023 konnte demnach noch nicht von einer revisionsrechtlich relevanten, anhaltenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ausgegangen werden. Die Beeinträchtigung aufgrund der starken Kieferbeschwerden ist vorliegend deshalb nicht geeignet, die Beurteilung im Verfügungszeitpunkt zu beeinflussen, zumal eine Verschlechterung erst nach drei Monaten berücksichtigt werden kann (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV) und eine Rentenerhöhung frühestens von dem Monat an erfolgt, in dem die versicherte Person das Revisionsbegehren gestellt hat (vgl. Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV). Entsprechend ist die Schmerzsymptomatik im Kieferbereich bei der Beurteilung der vorliegenden Verfügung nicht zu berücksichtigen.”
“Es ist daher folgerichtig, dass die vom Gutachter festgestellte Verbesserung der Befunde und der funktionellen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sich auch in einer Steigerung seiner Arbeitsfähigkeit niedergeschlagen haben muss. Gemäss Dr. G.___ erfolgte diese Steigerung stufenweise: Laut seiner Einschätzung war der Beschwerdeführer ab etwa August 2017 zu 30 % und ab Oktober 2017 zu 70 % arbeitsfähig (E. 4.2.4.2). Zwar ist für die Dauer der Hospitalisation des Beschwerdeführers in der A.___ AG vom 10. April bis zum 17. Mai 2019 (E. 4.2.3) dann wieder von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. Dies wurde aber auch vom Gutachter erkannt. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer kurzzeitigen Verschlechterung mit aufgehobener Arbeitsfähigkeit bei Hospitalisation im April/Mai 2019 wegen Dekompensation bei Sistierung der Rente (E. 4.2.4.2). Weil diese Verschlechterung weniger als drei Monate gedauert hat, ist sie in revisionsrechtlicher Hinsicht jedoch nicht zu beachten (Art. 88a Abs. 2 IVV). Alsdann war (spätestens) bei der Untersuchung durch Dr. G.___ aus rein fachpsychiatrischer Sicht keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr nachweisbar (E. 4.2.4.3). In der Folge mag während der erneuten Hospitalisation vom 6. bis 17. März 2020 (E. 4.2.5) für diesen Zeitraum wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen haben. Diesbezüglich gilt ebenfalls das zur Hospitalisation vom 10. April bis zum 17. Mai 2019 Gesagte, zumal der Beschwerdeführer in der Folge am 1. Juli 2020 eine Vollzeitstelle antrat.”
“Durch die ambulant durchgeführte Leistenoperation vom 6. Oktober 2020 (220 S. 2, 222 S. 1) wurde die vom RAD-Arzt Dr. med. I.________ ab dem 9. Dezember 2019 attestierte Restarbeitsfähigkeit von 85 % (AB 211) nicht während mindestens drei Monaten unterbrochen. Folglich ist darin gestützt auf Art. 88a Abs. 2 IVV kein materieller Revisionsgrund zu erblicken, welcher eine weitere Invaliditätsbemessung nach sich ziehen würde.”
Bei Verschlechterung zählt als Beginn der Drei-Monatsfrist das tatsächliche Datum der Gesundheitsverschlechterung.
“En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI, d’après lequel si la capacité de gain de l’assuré s’aggrave, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (al. 2). Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si elle est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). c) En l’occurrence, le recourant se prévaut d’une aggravation de son état de santé physique depuis le 24 juillet 2021, de sorte que ce changement serait déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations trois mois plus tard, soit en octobre 2021 (cf. art. 88a RAI). C’est donc le droit en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021 qui s’applique. 3. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art. 7 LPGA). Quant à l’incapacité de travail, elle est définie par l’art. 6 LPGA comme toute perte, totale ou partielle, de l’aptitude de l’assuré à accomplir dans sa profession ou son domaine d’activité le travail qui peut raisonnablement être exigé de lui, si cette perte résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique. En cas d’incapacité de travail de longue durée, l’activité qui peut être exigée de l’assuré peut aussi relever d’une autre profession ou d’un autre domaine d’activité.”
Bei teilweiser Anfechtung/Teilanfechtung kann das Gericht auch über unbeanstandete bzw. nicht angefochtene Bezugszeiten und Leistungszeiträume entscheiden, wenn sich aus Vorbringen oder Akten hinreichender Anlass ergibt; das Rechtsverhältnis bei kombinierten/mehrfachen Renten wird als gesamtes (Höhe und Bezugsperioden) geprüft.
“Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, in sinngemässer Anwendung von Art. 17 Abs. 1 ATSG und Art. 88a IVV, herauf-, herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und die Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d; vgl. auch BGE 131 V 164 E. 2). Den Streitgegenstand bestimmende, aber nicht beanstandete Elemente prüft die Beschwerdeinstanz indes nur, wenn hierzu aufgrund der Vorbringen der Parteien oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. BGE 125 V 413 E. 2c).”
“Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 414 E. 1a mit Hinweisen). Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den auf Grund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet. Anfechtungs- und Streitgegenstand sind danach identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird; bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einzelne der durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisse, gehören die nicht beanstandeten - verfügungsweise festgelegten - Rechtsverhältnisse zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand (BGE 125 V 414 E. 1b in Verbindung mit E. 2a). Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, in sinngemässer Anwendung von Art. 41 IVG und Art. 88a IVV, herauf- oder herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und die Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein, dass Umfang und allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregelten Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständlichem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 417 Erw. 2d mit Hinweisen). Die Frage, ob diese Grundsätze auch gelten, wenn die ursprüngliche und die zeitlich direkt anschliessende (höhere oder tiefere) Rente in zwei separaten Verfügungen gleichen Datums zugesprochen werden, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil I 364/98 vom 24. September 1999 verneint. In dem in gleicher Sache ergangenen Urteil I 11/00 vom 22.”
“Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 125 V 414 E. 1a mit Hinweisen). Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den auf Grund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfügungsgegenstand bildet. Anfechtungs- und Streitgegenstand sind danach identisch, wenn die Verwaltungsverfügung insgesamt angefochten wird; bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einzelne der durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisse, gehören die nicht beanstandeten - verfügungsweise festgelegten - Rechtsverhältnisse zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand (BGE 125 V 414 E. 1b in Verbindung mit E. 2a). Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, in sinngemässer Anwendung von Art. 41 IVG und Art. 88a IVV, herauf- oder herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und die Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein, dass Umfang und allenfalls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregelten Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständlichem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 417 Erw. 2d mit Hinweisen). Die Frage, ob diese Grundsätze auch gelten, wenn die ursprüngliche und die zeitlich direkt anschliessende (höhere oder tiefere) Rente in zwei separaten Verfügungen gleichen Datums zugesprochen werden, hat das Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil I 364/98 vom 24. September 1999 verneint. In dem in gleicher Sache ergangenen Urteil I 11/00 vom 22.”
“4), cette restriction n'est pas applicable lorsqu'un assuré est un ressortissant suisse ou de l'UE et réside dans l'un des Etats membres de l'UE (ATF 130 V 253 consid. 2.3 ; art. 4 et 7 du règlement n° 883/2004). 6.4 Selon la jurisprudence, une décision qui accorde pour la première fois une rente d'invalidité avec effet rétroactif et, en même temps, prévoit sa suppression, réduction et/ou augmentation correspond à une décision de révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; 131 V 164 ; arrêts du TF 8C _71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié in : ATF 137 V 369 ; voir également Margrit Moser Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire Romand, 2018, n° 9 ad art. 17 ; ATF 141 V 9 consid. 2.3 ; 130 V 343 consid. 3.5 ; sur les situations à comparer, voir ATF 133 V 108 consid. 5). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. En cas d'allocation d'une rente dégressive ou temporaire, la date de la modification du droit (diminution ou suppression de la rente) doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 417 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32), dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintient durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. A cet égard, lorsque seule la réduction ou la suppression des prestations est contestée, le pouvoir d'examen du juge n'est pas limité au point qu'il doive s'abstenir de se prononcer en ce qui concerne des périodes à propos desquelles l'octroi de prestations n'est pas remis en cause (ATF 125 V 413 consid.”
Eine befristete Invalidenrente kann nach Art. 88a Abs. 1 IVV zeitlich abgestuft werden (z. B. zunächst ganze, danach reduzierte Rente), soweit sich die Staffelung an der tatsächlichen, voraussichtlich länger anhaltenden Verbesserung der Leistungsfähigkeit orientiert.
“Die weiteren Erwägungen im angefochtenen Urteil zum Rentenanspruch und dessen Abstufung respektive Befristung (Art. 88a Abs. 1 IVV) sind unbestritten geblieben und geben keinen Anlass zu näherer Überprüfung. Damit hält die vom kantonalen Gericht bestätigte Rentenzusprache (ganze Invalidenrente vom 1. März 2016 bis 31. Januar 2017; halbe Invalidenrente vom 1. Februar 2017 bis 30. April 2020) aus Sicht des Bundesrechts stand. Die Beschwerde ist unbegründet und daher abzuweisen.”
Die Verschlechterung durch Operation wirkt erst nach dreimonatiger Frist (Art. 88a IVV) — insb. Folge der OP vom 19.12.2019.
“2 En l'occurrence, l'Office AI Berne a accepté d'entrer en matière sur la seconde demande de rente déposée par la recourante en août 2017 (la première demande ayant été refusée par décision du 10 juillet 2013), si bien qu'il appartient également au TA d'examiner la présente cause au fond (ATF 117 V 198 c. 3a; SVR 2008 IV n° 35 c. 2.1). Il s'agit ainsi de déterminer si la recourante a présenté une modification de son état de santé avec répercussion sur sa capacité de travail entre la situation prévalant en 2013 et celle existant à la date de la décision attaquée, le 10 février 2020. 3.3 On notera encore que, dans la mesure où l'Office AI Berne a conclu, subsidiairement, à l'admission du recours et au renvoi de la cause devant lui pour la période postérieure au mois de "septembre voire décembre 2019", il formule des conclusions concordantes avec celles de la recourante, à tout le moins pour cette dernière période. En l'état toutefois, il appartient au TA de procéder d'office au contrôle de ces conclusions concordantes, ce d'autant plus que la détérioration de l'état de santé de la recourante consécutive à l'opération du 19 décembre 2019 et justifiant ces conclusions, ne pourrait déployer ses effets juridiques qu'après une période de trois mois (voir art. 88a RAI), c'est-à-dire après la décision attaquée, qui a été rendue le 10 février 2020. 4. Il ressort du dossier les faits pertinents suivants. 4.1 Pour rendre sa décision de refus de rente du 10 juillet 2013, l'Office AI Berne s'est principalement basé sur une expertise en neurochirurgie réalisée le 11 juin 2012, de laquelle il ressortait les diagnostics, avec répercussion sur la capacité de travail, de syndrome douloureux chronique de la nuque avec une mauvaise position du rachis, des troubles dégénératifs des cervicales, un status après microdiscectomie et pose d'une prothèse en décembre 2007 et révision de cette prothèse intervenue en février 2011. Sans répercussion sur la capacité de travail, il était notamment mentionné un syndrome douloureux lombaire. Selon l'experte en neurochirurgie, les activités de coiffeuse et d'aide-soignante n'étaient plus exigibles, mais une activité légère avec possibilité de changer de position et ne sollicitant pas le rachis était possible à 100%, avec une diminution de rendement de 10%.”
Bei befristeter Rente ist der Vergleichszeitpunkt für die Prüfung die Rentenbeginn- und die Drei-Monats-Reduktionszeit.
“c) Selon la jurisprudence, le bien-fondé d'une décision d'octroi, à titre rétroactif, d'une rente limitée dans le temps, doit être examiné à la lumière des conditions de révision du droit à la rente (Valterio, Commentaire : Loi fédérale sur l'assurance-invalidité, Genève/Zurich/Bâle 2018, n. 6 ad art. 31 LAI et réf. cit. p. 495). Aux termes de l'art. 17 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la décision initiale de rente et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse (cf. notamment TF 8C_180/2009 du 8 décembre 2009 consid. 3 et réf. cit. ; TF 9C_718/2009 du 4 février 2010 consid. 1.2 et réf. cit.). Lors de l’octroi d’une rente échelonnée ou limitée dans le temps, le moment déterminant pour effectuer la comparaison est, d’une part, le moment du début du droit à la rente et, d’autre part, celui de la diminution ou de la suppression de la rente en application du délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI (Valterio, Droit de l’assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l’assurance-invalidité [AI], Genève/Zurich/Bâle 2011, n. 3068 et réf. cit. p. 833 s. ; cf. également TF 9C_134/2015 du 3 septembre 2015 consid. 4.1 et réf. cit.). d) Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 4.1 et les références citées). e) Pour pouvoir fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position.”
Gemäss der Rechtsprechung kann nach Art. 88a Abs. 2 IVV bei anhaltender teilweiser Erwerbsunfähigkeit über einen längeren Beobachtungszeitraum (z. B. 12 Monate) eine Durchschnittsberechnung des Invaliditätsgrads vorgenommen werden. Sodann kann der Invaliditätsgrad dem Grad der verbleibenden Arbeitsfähigkeit entsprechen (sog. Prozentvergleich).
“A l'échéance du délai en question, soit le 21 novembre 2019 et après examen de son dossier nous constatons qu'il a pu reprendre son activité à 80 % son taux d'incapacité de travail est alors de 20 %. A ce moment son degré d'invalidité est de l'ordre de 20 %. Un degré d'invalidité inférieur à 40 % ne donne pas de droit à une rente. Depuis le 17 juin 2020, son état de santé s'est péjoré, ce qui a engendré une nouvelle période d'incapacité de travail à 100 %. Un nouveau délai de carence d'une année aurait dû courir à compter du 17 juin 2020. Toutefois et étant donné qu'il subissait déjà un préjudice de 20 % auparavant, il nous est permis de calculer une invalidité moyenne sur 12 mois (273 jours à 20 % et 92 à 100 %). Ainsi, nous arrivons à un degré d'invalidité d'au moins 40 % vous donnant le droit à un quart de rente dès le 1er septembre 2020. Le 17 août 2020, il présente une capacité de travail de 50 %, le droit à la demi-rente est donc ouvert dès le 1er décembre 2020 soit trois mois après le quart de rente susmentionné et ceci selon l'art. 88a al. 2 RAI. Le 7 septembre 2020 il présente une capacité de travail entière. De ce fait, la demi-rente s'éteint trois mois après cette amélioration soit au 31.12.2020. Dès le 5 octobre 2020, il subsiste une incapacité de travail de 30 % un degré d'invalidité inférieur à 40 % n'ouvre plus de droit à la rente. Dès le 14 janvier 2021 et selon le rapport d'examen d'arrondissement de la SUVA, une capacité de travail de 100 % dans une activité adaptée respectant ses limitations fonctionnelles et possible. A ce stade, il convient de calculer le préjudice économique que subi en comparant le salaire que vous auriez pu obtenir en continuant d'exercer son activité habituelle avec celui qu'il pourrait exiger dans une activité adaptée sur la base des salaires selon l'Office fédéral de la statistique. Comparaison des revenus : Revenu sans atteinte à la santé CHF 75'566.00 Revenu avec atteinte à la santé CHF 69'474.97 Perte de revenu CHF 6'091.03 Degré d'invalidité 8.06 % Un degré d'invalidité inférieur à 40 % n'ouvre plus le droit à la rente.”
“Für den Einkommensvergleich ab Oktober 2020 stellte die Beschwerdegegnerin für beide Vergleichseinkommen auf den Tabellenlohn der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2018, Tabelle TA1, Total Frauen, Kompetenzniveau 1, mit Umrechnung von 40 auf 41.7 Wochenstunden ab und berücksichtigte eine Nominallohnentwicklung von 1 % bis 2020. Einen Abzug erachtete sie nicht als gerechtfertigt was vorliegend unumstritten und nicht zu beanstanden ist. Bestimmen sich beide Vergleichseinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Der Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsfähigkeit (gegebenenfalls unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs; sog. Prozentvergleich; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4, 9C_532/2016 vom 25. November 2016 E. 3.1., 8C_39/2016 vom 6. April 2016 E. 3.2. und 8C_304/2014 vom 20. April 2015 E. 6.). Demnach resultiert bei der Beschwerdeführerin ab Oktober 2020, bei einer verbleibenden Arbeitsfähigkeit von 50 % ein Invaliditätsgrad von ebenfalls 50 %. Die Beschwerdegegnerin hat den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin demnach zu Recht unter Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. E. 3.3.) ab Februar 2021 auf eine halbe Rente reduziert (vgl. E. 3.1.). 6. 6.1. Im Lichte der obigen Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. 6.2. Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.-- zu tragen (Art. 61 lit. fbis ATSG und Art. 69 Abs. 1bis IVG). Demgemäss erkennt das Sozialversicherungsgericht: ://: Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdeführerin trägt die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.--. Sozialversicherungsgericht BASEL-STADT Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Zehnder MLaw L. Marti (i.V. lic. iur. R. Schnyder) Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG]). Die Beschwerdefrist kann nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs.”
Bei Festlegung des Invaliditätsgrades ist bei dauerhafter Teilarbeitsfähigkeit die einschlägige ESS-/Einkommenstabelle für das betreffende Jahr zu verwenden, um das Invalideneinkommen korrekt zu bestimmen.
“A cela s’ajoute encore le fait que le rejet par le SMR de l’évaluation de la Dre A.___________ a été motivé dans un premier temps par les conclusions du rapport d’expertise du P.________, conclusions que le même SMR a en définitive écartées par avis du 9 juillet 2018, en retenant un taux de 50 %, tout en constatant qu’une capacité excédant 50 % n’avait jamais pu être durablement réalisée lors des mesures professionnelles débutées le 30 novembre 2015. C’est donc avec pertinence que la Dre A.___________ a retenu, dans une approche globale du cas, une capacité de travail définitive de 50 % à compter du 1er février 2016, période correspondant au constat d’échec de mesures professionnelles qui avaient été conduites à un rythme excédant ce taux d’occupation. b) Partant, fondés, ce taux de 50 % comme cette date du 1er février 2016, fixent les deux facteurs au regard desquels il convenait d’arrêter une amélioration durable de la capacité de travail, respectivement de procéder au calcul correctif du degré d’invalidité en application de l’art. 88a RAI. Par ailleurs, comme relevé par l’intimé, on observe que l’année 2016 correspond à celle au cours de laquelle les mesures professionnelles conduites ont apporté le constat d’une aptitude à la réinsertion de l’assuré dans une activité adaptée d’employé de commerce, qui est à ce jour encore celle qui l’occupe. On retiendra donc que c’est en 2016 que coïncident les constats, d’une part d’une aptitude à la réinsertion professionnelle de l’assuré par la mise à jour de son CFC d’employé de commerce, dans le cadre d’une mesure d’évaluation à plein temps puis de réentraînement à mi-temps, d’autre part de l’exigibilité de la capacité de travail à 50 % dans une activité adaptée à son handicap. Dans ce contexte, il y a lieu d’effectuer le calcul du degré d’invalidité en comparant le revenu sans invalidité tel que fixé à 63'204 fr. par l’intimé (avec indexation à l’année 2016, et qui n’a à juste titre pas été contesté), avec le revenu d’invalide de 32'751 fr. 90, fixé au taux de 50 % pour 2016, en se rapportant aux tables ESS applicables aux employés de commerce avec CFC affectés au soutien administratif aux entreprises.”
Art. 88a Abs. 2 IVV ist bei Neuanmeldung bzw. im Revisionsverfahren sinngemäss anzuwenden; die Revisionsregeln gelten demnach auch bei bereits bezogener Rente (vgl. BGE 144 I 103). Eine Verschlechterung, die ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angehalten hat, stellt eine revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsänderung dar, wodurch der Rentenanspruch frei zu prüfen ist.
“Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), die Invalidität (Art. 8 Abs. 1 ATSG), den Rentenanspruch (Art. 28 Abs. 1 IVG), die bei der Neuanmeldung der versicherten Person analog anwendbaren Revisionsregeln (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a Abs. 2 IVV; BGE 144 I 103 E. 2.1), die Invaliditätsbemessung nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG) und den massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 146 V 271 E. 4.4) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.”
“S. 19 Ziff. 8). Mit Blick darauf, dass eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobald diese ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV), ist eine revisionsrechtlich relevante Sachverhaltsänderung resp. ein Neuanmeldungsgrund ausgewiesen. Dementsprechend ist der Rentenanspruch frei zu prüfen (vgl. E. 2.6.4 hiervor).”
Seit 1. Januar 2018 ist das Valideneinkommen für den Einkommensvergleich grundsätzlich für ein 100%-Pensum zu berechnen. Bei Teilpensen ist der so ermittelte Invaliditätsgrad mit dem konkreten Erwerbsanteil zu gewichten (z. B. 80%).
“Die jeweils eingesetzten Werte für die Invalideneinkommen sind nicht beanstandet und es ist kein Indiz ersichtlich, dass die Werte zu korrigieren wären. Die Beschwerdegegnerin hat jeweils noch einen leidensbedingten Abzug von 10% gewährt, was ebenfalls nicht zu korrigieren ist. 5.3. Für den Einkommensvergleich im erwerblichen Bereich sind nachfolgende Zahlen einzusetzen: 5.3.1. Ab August 2013 beträgt das Valideneinkommen 36% von CHF 69'300.--, somit CHF 24'948.--. Dem Invalideneinkommen von CHF 16'780.-- gegenübergestellt (IV-Akte 177 S. 5), ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 32,7%. Gewichtet entsprechend dem Erwerbsanteil von 36% resultiert für den erwerblichen Teil ein Invaliditätsgrad von 11,78% oder aufgerundet 12%. 5.3.2. Ab August 2014 beträgt das Valideneinkommen 50% von CHF 69300.--, somit 36'650.--. Dem Invalideneinkommen von CHF 19'365.-- gegenübergestellt (IV-Akte 177 S. 7), resultiert ein Invaliditätsgrad von 47%. Gewichtet entsprechend dem Erwerbsanteil von 50% ergibt sich für den erwerblichen Teil ein Invaliditätsgrad von 23,58% oder gerundet 24%. 5.3.3. Nach dem Dargelegten ist mit Blick auf Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. Erw. 4.3. a.E.) ab 1. Januar 2018 von einem Erwerbsanteil von 80% auszugehen. Zusätzlich gilt ab diesem Datum gemäss dem auf diesen Zeitpunkt in Kraft gesetzten Recht, dass das Valideneinkommen entsprechend einem Pensum von 100% zu berechnen ist. Gemäss IV-Rundschreiben Nr. 369 ist ein Validenlohn von CHF 82'000.--massgeblich. Dem Invalideneinkommen von CHF 19'365.-- (IV-Akte 177 S. 7) gegenübergestellt, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 76,38%. Gewichtet entsprechend dem Erwerbsanteil von 80% beträgt der Invaliditätsgrad 61%. 6. E____ hält im Gutachten (IV-Akte 150 S. 22) fest, es sei im April 2014 eine Haushaltsabklärung durchgeführt worden. Die Einschränkung im Haushalt sei bis November 2013 mit 30% und ab Dezember 2013 28% geschätzt worden (vgl. Bericht vom 14. April 2014, IV-Akte 83 S. 9). Die Expertin verweist auf das Gutachten von D____, wonach bei Cannabisabstinenz keine Einschränkung im Haushalt bestehe. Die Explorandin habe in der Untersuchung durch E____ aber angegeben, sie möchte ihren Haushalt zwar selbständig führen, aber sie schaffe es nicht immer, das Geschirr wegzuräumen und Staub zu saugen.”
“Die jeweils eingesetzten Werte für die Invalideneinkommen sind nicht beanstandet und es ist kein Indiz ersichtlich, dass die Werte zu korrigieren wären. Die Beschwerdegegnerin hat jeweils noch einen leidensbedingten Abzug von 10% gewährt, was ebenfalls nicht zu korrigieren ist. 5.3. Für den Einkommensvergleich im erwerblichen Bereich sind nachfolgende Zahlen einzusetzen: 5.3.1. Ab August 2013 beträgt das Valideneinkommen 36% von CHF 69'300.--, somit CHF 24'948.--. Dem Invalideneinkommen von CHF 16'780.-- gegenübergestellt (IV-Akte 177 S. 5), ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 32,7%. Gewichtet entsprechend dem Erwerbsanteil von 36% resultiert für den erwerblichen Teil ein Invaliditätsgrad von 11,78% oder aufgerundet 12%. 5.3.2. Ab August 2014 beträgt das Valideneinkommen 50% von CHF 69300.--, somit 36'650.--. Dem Invalideneinkommen von CHF 19'365.-- gegenübergestellt (IV-Akte 177 S. 7), resultiert ein Invaliditätsgrad von 47%. Gewichtet entsprechend dem Erwerbsanteil von 50% ergibt sich für den erwerblichen Teil ein Invaliditätsgrad von 23,58% oder gerundet 24%. 5.3.3. Nach dem Dargelegten ist mit Blick auf Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. Erw. 4.3. a.E.) ab 1. Januar 2018 von einem Erwerbsanteil von 80% auszugehen. Zusätzlich gilt ab diesem Datum gemäss dem auf diesen Zeitpunkt in Kraft gesetzten Recht, dass das Valideneinkommen entsprechend einem Pensum von 100% zu berechnen ist. Gemäss IV-Rundschreiben Nr. 369 ist ein Validenlohn von CHF 82'000.--massgeblich. Dem Invalideneinkommen von CHF 19'365.-- (IV-Akte 177 S. 7) gegenübergestellt, ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 76,38%. Gewichtet entsprechend dem Erwerbsanteil von 80% beträgt der Invaliditätsgrad 61%. 6. E____ hält im Gutachten (IV-Akte 150 S. 22) fest, es sei im April 2014 eine Haushaltsabklärung durchgeführt worden. Die Einschränkung im Haushalt sei bis November 2013 mit 30% und ab Dezember 2013 28% geschätzt worden (vgl. Bericht vom 14. April 2014, IV-Akte 83 S. 9). Die Expertin verweist auf das Gutachten von D____, wonach bei Cannabisabstinenz keine Einschränkung im Haushalt bestehe. Die Explorandin habe in der Untersuchung durch E____ aber angegeben, sie möchte ihren Haushalt zwar selbständig führen, aber sie schaffe es nicht immer, das Geschirr wegzuräumen und Staub zu saugen.”
Die Feststellung der dreimonatigen Dauer kann auch dann relevante, aus Wirkungssicht bedeutsame Änderungen erfassen, wenn der Gesundheitszustand an sich unverändert geblieben ist.
“17 LPGA sur la révision d'une rente en cours s'applique également à la décision par laquelle une rente échelonnée dans le temps est accordée avec effet rétroactif, la date de la modification étant déterminée conformément à l'art. 88a RAI (ATF 131 V 164 consid. 2.2; 125 V 413 consid. 2d). Cette disposition prévoit que si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision. La rente peut ainsi être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain (ou d'exercer ses travaux habituels) ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5). Une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle en revanche pas à une révision au sens de l'art. 17 LPGA (ATF 112 V 371 consid. 2b). Conformément à l'art. 88a RAI, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels de l’assuré s’améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d’aide découlant de son invalidité s’atténue, ce changement n’est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu’à partir du moment où on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre. 6. Règles sur les mesures de réadaptation Conformément à l'art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d'une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d'accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d'octroi des différentes mesures soient remplies (let.”
In der Praxis wird der massgebende Zeitpunkt einer Verbesserung oder Verschlechterung im Einzelfall konkret festgestellt; dieser Zeitpunkt wird nach Art. 88a IVV bestimmt und entscheidet darüber, ob das bis zum 31. Dezember 2021 geltende Recht oder das ab 1. Januar 2022 geltende Recht anwendbar ist. Gerichte und Verwaltungsstellen legen dabei in konkreten Fällen datumsgenau fest, wann die Änderung eingetreten ist (Beispiele in den Entscheiden).
“36]) et respecte pour le surplus les formalités prévues par la loi (cf. art. 61 let. b LPGA), de sorte qu'il est recevable. 3. Le litige porte sur la révision du droit à la rente de la recourante, plus particulièrement sur sa suppression en raison de l’amélioration de sa capacité de travail. a) Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). b) En l’espèce, la recourante était âgée de moins de 55 ans au 1er janvier 2022. En outre, l’amélioration de son état de santé et la diminution de l’incapacité de travail en découlant ont été fixées au 27 avril 2021, soit antérieurement à l’entrée en vigueur de la novelle. C’est ainsi l’ancien droit qui reste applicable. 4. a) L’invalidité se définit comme l’incapacité de gain totale ou partielle qui est présumée permanente ou de longue durée et qui résulte d’une infirmité congénitale, d’une maladie ou d’un accident (art. 4 al. 1 LAI et 8 al. 1 LPGA). Est réputée incapacité de gain toute diminution de l’ensemble ou d’une partie des possibilités de gain de l’assuré sur le marché du travail équilibré qui entre en considération, si cette diminution résulte d’une atteinte à sa santé physique, mentale ou psychique et qu’elle persiste après les traitements et les mesures de réadaptation exigibles (art.”
“Aucune mesure de réadaptation n’entrant en ligne de compte jusqu’à l’aggravation de l’état de santé du recourant, le 15 avril 2022, le droit à un quart de rente d’invalidité nait au 1er décembre 2020. 4.4 4.4.1 L’aggravation de l’état de santé du recourant est survenue le 15 avril 2022, de sorte que le droit en vigueur dès le 1er janvier 2022 est applicable. En effet, dans les cas de révision selon l'art. 17 LPGA, conformément aux principes généraux du droit intertemporel (cf. ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), il convient d’évaluer, selon la situation juridique en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021, si une modification déterminante pour le droit à la rente est intervenue jusqu’à cette date. Si tel est le cas, les dispositions de la LAI et celles du RAI dans leur version valable jusqu'au 31 décembre 2021 sont applicables. Si la modification déterminante est intervenue après cette date, les dispositions de la LAI et du RAI dans leur version en vigueur à partir du 1er janvier 2022 sont applicables. La date de la modification se détermine selon l'art. 88a RAI (arrêts du Tribunal fédéral 8C_55/2023 du 11 juillet 2023 consid. 2.2 ; 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). L’art. 17 al. 1 LPGA dispose que la rente d'invalidité est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée, réduite ou supprimée, lorsque le taux d'invalidité de l'assuré subit une modification d'au moins 5 points de pourcentage (let. a) ou atteint 100% (let. b). Tout changement important des circonstances propre à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l’art. 17 LPGA (ATF 149 V 91 consid. 7.5 et les références). La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. Tel est le cas lorsque la capacité de travail s'améliore grâce à l'accoutumance ou à une adaptation au handicap (ATF 147 V 167 consid. 4.1 et les références).”
“Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. Liegt die massgebende Änderung bei Revisionsfällen vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach dem 31. Dezember 2021, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung, KSIR, Rz. 9102). Vorliegend bezieht der Beschwerdeführer seit Juli 2018 eine Viertelsrente. Er hat im Oktober 2022 eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands geltend gemacht und meldete sich im Sommer 2023 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. In dieser übergangsrechtlichen Konstellation ist die seit 1. Januar 2022 geltende Rechtslage massgebend, die im Folgenden soweit nichts anderes vermerkt ist jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet wird.”
“Dans ces conditions, il convient donc d’examiner si, entre la décision du 28 avril 2009 confirmant le droit de la recourante à un quart de rente d’invalidité – dernière décision entrée en force reposant sur un examen matériel du droit à la rente (cf. ATF 133 V 108 consid. 5.4 ; 130 V 71) – et la décision litigieuse, un changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité – et donc le droit à la rente – s’est produit. b) Dans le cadre du « développement continu de l'AI », la LAI, le RAI (règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201) et la LPGA – notamment – ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (RO 2021 705 ; FF 2017 2535). En l’absence de disposition transitoire spéciale pour les demandes de révision concernant les assurés âgés de moins de 55 ans au 1er janvier 2022, ce sont les principes généraux de droit intertemporel qui prévalent, à savoir l’application du droit en vigueur lorsque les faits déterminants se sont produits (ATF 148 V 21 consid. 5.3). La date de l’éventuelle modification déterminante est arrêtée en fonction de l’art. 88a RAI. Si cette date est antérieure au 1er janvier 2022, l’ancien droit reste applicable. Si cette date est postérieure au 31 décembre 2021, le nouveau droit s’applique (TF 8C_644/2022 du 8 février 2023 consid. 2.2.3). Dans le cas présent, la décision litigieuse du 3 mai 2023 fait suite à la demande de révision déposée le 28 septembre 2022 par la recourante. Le nouveau droit en vigueur depuis le 1er janvier 2022 trouve donc application, dans la mesure où, conformément à l’art. 88bis al. 1 let. a RAI, l’éventuelle augmentation de la rente ne peut intervenir au plus tôt qu’à partir du mois où cette demande a été présentée. 3. a) Aux termes de l’art. 17 al. 1 LPGA (dans sa teneur en vigueur au 31 décembre 2021), si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Tout changement important des circonstances, propre à influencer le degré d’invalidité, donc le droit à la rente, peut donner lieu à une révision de celle-ci au sens de l’art.”
“En cas d'allocation d'une rente temporaire ou dégressive, la date de la modification du droit (diminution ou suppression de la rente) doit être fixée conformément à l'art. 88a al. 1 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) (ATF 125 V 413 consid. 2d; arrêt TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3). Conformément à cette dernière disposition, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès que l'on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre. Lorsque l’amélioration de l’état de santé a été constatée sur la base d’une expertise médicale, la rente peut être réduite ou supprimée avec effet au jour de l’expertise déjà, sans appliquer l’art. 88a RAI, lorsqu’une modification déterminante de l’état de santé constatée par l’expert est déjà vraisemblablement survenue plus tôt sans qu’il ne soit toutefois possible de la dater avec exactitude (arrêt TF 9C_687/2018 du 16 mai 2019 consid. 2). 5. 5.1. Dans le droit des assurances sociales, la règle du degré de vraisemblance prépondérante est généralement appliquée. Dans ce domaine, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 126 V 353 consid. 5b; 125 V 193 consid. 2 et les références citées; arrêt TF 8C_704/2007 du 9 avril 2008 consid. 2; ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3). Aussi n'existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l'administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l'assuré (ATF 126 V 319 consid.”
Die dreimonatige Dauerregelung wurde hier zur Nichtberücksichtigung einer nur einmonatigen Verschlechterung angewandt.
“November 2019, die Beschwerde sei dahingehend teilweise gutzuheissen, dass festzustellen sei, dass vom 1. November 2015 bis 8. November 2018 ein Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe (befristete Rente). Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen. In der Begründung gab sie an, aus dem Gutachten gehe sowohl für die angestammte als auch für eine adaptierte Tätigkeit eine 80% Arbeitsfähigkeit hervor. Weiter sehe die Beschwerdeführerin sich als nicht arbeitsfähig. Daher könnten Eingliederungsmassnahmen die Erwerbsfähigkeit nicht verbessern. Bezüglich der befristeten Rente führte die Beschwerdegegnerin aus, dass der potentielle Rentenbeginn der 1. November 2015 sei. Ab dem potentiellen Rentenbeginn bis 2. Januar 2017 habe gemäss dem Gutachten eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Diese 50%ige Arbeitsunfähigkeit ergebe bei einem Valideneinkommen von Fr. 53'793.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 26'896.50 eine Erwerbseinbusse von Fr. 25'896.50 und somit einen IV-Grad von 48%. Vom 2. Januar bis 11. Februar 2017 sei es zu einer Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit gekommen. Gemäss Art. 88a IVV werde eine solche Verschlechterung nur berücksichtigt, wenn sie drei Monate angedauert habe (mit Verweis auf das Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSHI], Rz. 4015 ff.). Dies sei vorliegend nicht der Fall; da die Verschlechterung nur einen Monat gedauert habe, sei sie nicht zu berücksichtigen. Anschliessend sei es zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen, womit bis zum Begutachtungszeitpunkt nur noch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Aus dem Gutachten werde nicht ersichtlich, wann diese Verbesserung genau eingetreten sei. Daher werde die Rente gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf den Zeitpunkt der Begutachtung herabgesetzt bzw. aufgehoben. Demnach bestehe ab November 2015 bis November 2018 (Begutachtungszeitpunkt) ein Anspruch auf eine Viertelsrente. In der Replik vom 28. April 2020 liess die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen festhalten (act. G 12). Zur Begründung führte sie ergänzend aus, der Beschwerdegegnerin sei ein Rechenfehler unterlaufen.”
Fehlt eine beweiswürdige medizinische Grundlage, kann eine länger andauernde, über 40% hinausgehende Arbeitsunfähigkeit verneint werden (Folge der mangelhaften Beweislage).
“Gestützt auf das Gutachten der MEDAS vom 8. Dezember 2014 (act. II 76.1) ist in somatischer bzw. rheumatologischer Hinsicht eine körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit uneingeschränkt zumutbar (vgl. E. 3.3 vorne). In psychischer Hinsicht liegt hinsichtlich der angestammten Tätigkeiten als … sowie …. keine, in Bezug auf eine den Leiden angepasste Tätigkeit eine auf 5 Stunden täglich reduzierte – entsprechend etwa 60%ige – Arbeitsfähigkeit vor (vgl. E. 3.4.4 vorne). Indem das Gutachten der MEDAS vom 8. Dezember 2014 (act. II 76.1) den beweismässigen Anforderungen nicht genügte (act. II 203 S. 16 f.), auch gestützt auf die übrigen medizinischen Berichte eine längerdauernde, über 40% hinausgehende Arbeitsunfähigkeit (Art. 88a IVV) im massgeblichen Beurteilungszeitraum nicht erstellt ist und Dr. med. F.________ – mit Blick auf die übrige Aktenlage (vgl. E. 3.1 vorne) nachvollziehbar – einen seit Juni 2012 im Wesentlichen gleichmässigen Verlauf feststellte (act. IIA”
Zur Bemessung des Invaliditätsgrads werden die konkreten Erwerbseinbussen in Franken durch Gegenüberstellung von Validen‑ und Invalideneinkommen ermittelt. Aus diesem jährlichen Einkommensvergleich kann sich — in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV — ein anteiliger Rentenanspruch ergeben (z. B. halbe Rente), wie in den zitierten Entscheiden veranschaulicht.
“Februar 2021 präsentierten Untersuchungsergebnisse der von der Coop Rechtsschutz AG in Auftrag gegebenen Gutachten zur Frage des fairen Zugangs zu Invalidenleistungen, auf die sich der Beschwerdeführer berufe, erlaubten keine andere Berechnungsweise des Invalideneinkommens. Die konkret geforderte Anwendung des untersten Quartilbereichs anstatt des Medianlohns als Ausgangswert komme aufgrund der klaren bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht in Betracht. Für den Ausgleich behinderungsbedingter Einbussen sehe die Rechtsprechung explizit den leidensbedingten Abzug von bis zu 25 % des Medianwerts vor. Den entsprechenden Merkmalen habe BGE 148 V 174 S. 180 die IV-Stelle mit dem 10%igen Abzug ausreichend Rechnung getragen. Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ermittelte das kantonale Gericht ab 1. Mai 2018 eine Erwerbseinbusse von Fr. 44'350.60 bzw. einen Invaliditätsgrad von gerundet 65 % und ab 1. August 2018 eine Erwerbseinbusse von Fr. 32'396.57 bzw. einen Invaliditätsgrad von gerundet 47 %, was in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV zur in E. 3 hiervor erwähnten Rentenzusprechung (mit Erhöhung und Herabsetzungen) führte.”
“Für die Zeit ab dem 1. Mai 2017 beträgt die Differenz des Invalideneinkommens zum Valideneinkommen Fr. 46'032.-- (Fr. 79'594.15 - Fr. 33‘562.15), was einen Invaliditätsgrad von 58 % ergibt. Damit resultiert ein Anspruch auf eine halbe Rente ab dem 1. August 2017 (Art. 28 Abs. 2 IVG, Art. 88a Abs. 2 IVV), wie dies in der angefochtenen Verfügung unstrittig korrekt festgestellt wurde (Urk. 2 S. 3).”
Die dreimonatige Verbesserungsdauer wurde konkret für die Leistungsherabsetzung ab 6. Mai 2022 angewandt.
“Di conseguenza, la valutazione della consulente ispettrice riportata nel rapporto del 13 marzo 2023 va senza alcun dubbio posta alla base della determinazione del grado di invalidità dell'assicurata per la parte di casalinga svolta in ragione del 40%. 2.12. Sulla base del metodo di misto applicabile alla ricorrente, che va ritenuta salariata in ragione del 60% e casalinga per il restante 40% (STF 9C_612/2023 del 3 aprile 2024), si ha che il grado di invalidità parziale per la parte salariata del 42%, e quello per la parte casalinga stabilito dall'inchiesta domiciliare nel 3,31%, danno luogo, tre mesi dopo l'intervenuto miglioramento che il dr. __________ ha confermato essere avvenuto il 6 maggio 2022, a un grado di invalidità globale del 43,32% (60 [parte salariata] x 70% [impedimento parte lucrativa] + 40 [parte casalinga] x 3,31% [tasso di impedimento nelle mansioni consuete]), arrotondato al 43%. Come stabilito dall'Ufficio AI nella decisione del 22 settembre 2023, questo grado AI dà dunque diritto alla ricorrente a una rendita AI di grado 43% dal 1° settembre 2022 (art. 88a OAI), mentre è dato, circostanza incontestata, il diritto a una rendita intera dal 1° agosto 2021, stante un grado di invalidità del 76% fino al 30 aprile 2022 e poi del 100%. 2.13. Da quanto precede discende che la pretesa dell'insorgente di annullare la decisione impugnata e di attribuirle dal 1° settembre 2022 una rendita intera di invalidità con grado AI di almeno l'80%, deve essere respinta. 2.14. Il 1° gennaio 2021 è entrata in vigore una modifica della LPGA. L'art. 61 lett. a LPGA prevede ora unicamente che la procedura deve essere semplice, rapida, di regola pubblica, ma non più anche gratuita per le parti. Dalla medesima data è entrato in vigore l'art. 61 lett. fbis LPGA, secondo cui in caso di controversie relative a prestazioni, la procedura è soggetta a spese se la singola legge interessata lo prevede; se la singola legge non lo prevede il tribunale può imporre spese processuali alla parte che ha un comportamento temerario o sconsiderato.”
Fehlen zum behaupteten Beginn der Verschlechterung zeitnahe (echtzeitliche) medizinische Berichte oder objektive Untersuchungsbefunde, führt dies in der Praxis häufig dazu, dass eine rückwirkende Berücksichtigung der Verschlechterung nach Art. 88a Abs. 2 IVV nicht angenommen werden kann. Die Rechtsprechung betont, dass ohne solche Nachweise eine zuverlässige Beurteilung des Bestehens einer bereits früheren 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht möglich ist und die Beweislosigkeit zu Lasten der Partei geht, die daraus Rechte ableiten möchte.
“So entsprach der psychische Gesundheitszustand der Versicherten im März 2018 im Wesentlichen immer noch demjenigen, den die asim-Gutachterin im September 2015 festgestellt hatte; d.h. die Versicherte war aufgrund der somatischen und psychischen Beeinträchtigungen zu 50 % in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Gemäss Dr. F. hat sich die psychische Situation seither derart verschlechtert, dass die Versicherte seit November 2020 keiner Erwerbstätigkeit mehr im ersten Arbeitsmarkt nachgehen kann. Aufgrund dieser Sachlage ist eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG hinreichend nachgewiesen. 6.4 Gegen die Schlüssigkeit des Gutachtens von Dr. F. bringen weder die Versicherte noch die IV-Stelle Einwände hervor. Es besteht daher Einigkeit, dass die Versicherte über keine verwertbare Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt verfügt. Dr. F. bestätigt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab November 2020. Demgemäss hat die Versicherte in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV ab 1. Februar 2021 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. 6.5 Dem Vorbringen der Versicherten, wonach aus den medizinischen Unterlagen hervorgehe, dass sie schon zum Zeitpunkt des Gesuchs um Rentenerhöhung am 29. November 2018 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei und deshalb bereits ab 1. November 2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe, kann nicht gefolgt werden. Ein Blick in die Akten zeigt auf, dass seit dem Gesuch um Rentenerhöhung vom 29. November 2018 bis zum Aufenthalt in der Klinik H. vom 31. Oktober 2020 bis 11. November 2020 keine psychiatrischen oder psychotherapeutischen Berichte vorliegen. Die Versicherte macht auch nicht geltend, dass sie sich während des fraglichen Zeitraumes in einer entsprechenden Behandlung befunden habe. Mangels echtzeitlicher psychiatrischer Berichte ist es nicht möglich, zuverlässig zu beurteilen, ob vor dem Klinikaufenthalt bereits eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Es liegt somit Beweislosigkeit vor, deren Folgen im Sozialversicherungsrecht diejenige Partei zu tragen hat, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte (BGE 117 V 261 E.”
“November 2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe, kann nicht gefolgt werden. Ein Blick in die Akten zeigt auf, dass seit dem Gesuch um Rentenerhöhung vom 29. November 2018 bis zum Aufenthalt in der Klinik H. vom 31. Oktober 2020 bis 11. November 2020 keine psychiatrischen oder psychotherapeutischen Berichte vorliegen. Die Versicherte macht auch nicht geltend, dass sie sich während des fraglichen Zeitraumes in einer entsprechenden Behandlung befunden habe. Mangels echtzeitlicher psychiatrischer Berichte ist es nicht möglich, zuverlässig zu beurteilen, ob vor dem Klinikaufenthalt bereits eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat. Es liegt somit Beweislosigkeit vor, deren Folgen im Sozialversicherungsrecht diejenige Partei zu tragen hat, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte (BGE 117 V 261 E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2014, 9C_701/2013, E. 4.1). 6.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die bisherig ausgerichtete Dreiviertelsrente in Anwendung von Art. 88a Abs. 2 IVV per 1. Februar 2021 revisionsweise auf eine ganze Rente zu erhöhen ist. Demzufolge ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung vom 3. August 2021 aufzuheben und festzustellen, dass die Versicherte mit Wirkung ab 1. Februar 2021 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. 7.1 Es verbleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen infolge wiederholter Urteilsberatungen durch das Kantonsgericht ein grosser Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf Fr. 1'000.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt.”
“S’agissant du syndrome du muscle pyramidal, force est de rappeler qu’il avait déjà été écarté en 2016, sur la base d’un examen clinique et d’investigations notamment neurologiques ; le fait qu’il ait été à nouveau mentionné le 12 avril 2024 sans aucun élément objectif nouveau ne saurait par conséquent être déterminant. Concernant le syndrome lombovertébral, le Dr T.________ s’est appuyé sur les constations faites lors d’un examen clinique du 26 août 2020 (ayant montré un Schober lombaire à 10-12 cm, une distance doigts-sol de 20 cm, des douleurs à la pression des apophyses épineuses de L3 à L5 et une contracture de la musculature paravertébrale lombaire à prédominance droite [cf. rapport du 12 avril 2024 p. 3 et note de bas de page n° 2]). C’est dire que ces constatations n’ont été objectivées au mieux que le 26 août 2020. Ainsi, même dans l’hypothèse d’une détérioration de l’état de santé dans le contexte d’un octroi rétroactif de rente (cf. consid. 13 infra), une telle aggravation ne pourrait entrer en ligne de compte qu’à l’issue d’un délai de trois mois depuis le 26 août 2020 (art. 88a al. 2 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201] ; TF 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5 ; TFA I 179/01 du 10 décembre 2001 consid. 3b), délai qui n’était manifestement pas échu lorsque les décisions attaquées ont été rendues le 7 octobre 2020. Quant aux autres atteintes mentionnées sur le plan locomoteur, rien ne permet de les tenir pour contemporaines des décisions du 7 octobre 2020, le Dr T.________ s’étant contenté d’affirmer qu’elles avaient été retenues à la fin de l’année 2020 sans qu’aucune indication concrète n’en atteste toutefois, ces diagnostics n’ayant notamment pas figuré dans les précédents comptes-rendus de ce médecin des 8 mars ou 17 décembre 2021. Plus généralement, force est de relever que les éléments mis en exergue par le Dr T.________ se basent sur des constations cliniques extrêmement maigres – sans corrélation avec des examens d’imagerie (s’agissant notamment des troubles rachidiens, de l’arthropathie ou des raccourcissements musculaires) – et les douleurs subjectives rapportées par la recourante.”
“00 würde ein ebenfalls nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37% resultieren. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der von der Beschwerdeführerin zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts sowie der zitierten Literatur erübrigt sich somit. Im Übrigen macht die Beschwerdeführerin zu Recht keinen Abzug nach der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. dazu BGE 135 V 297, 301 E. 5.2, BGE 129 V 472, 481 E. 4.2.3 und BGE 126 V 75, 78 ff. E. 5a und 5b) geltend. 5.4. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das Gutachten von Dr. med. H____ vom 1. November abgestellt und die Rente der Beschwerdeführerin per 1. April 2020 eingestellt. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass es korrekt erscheint, dass die Beschwerdeführerin für die Zeit von September 2020 bis November 2020 keine eigene Berechnung des Invaliditätsgrads durchgeführt hat. Die Gutachterin Dr. med. H____ ging in diesem Zeitraum von einer reduzierten Arbeitsfähigkeit von 40 % aus. Gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV wird eine Verschlechterung des Gesundheitszustands dann berücksichtigt, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Aus dem Austrittsbericht der I____ vom 26. September 2019 (IV-Akte 169) ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin am 24. September 2019 bei den I____ vorstellig geworden sei. Sie habe angegeben, dass sich ihr Befinden seit zwei Wochen deutlich verschlechtert habe. Damit ist davon auszugehen, dass die Verschlechterung erst gegen Mitte September 2020 aufgetreten ist und daher bis Ende November nicht ganze drei Monate angedauert hat. Somit ist sie im Lichte der zitierten Verordnungsbestimmung nicht zu berücksichtigen. 6. 6.1. Im Lichte der obigen Ausführungen ist die Beschwerde abzuweisen. 6.2. Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin die ordentlichen Kosten, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 800.00 zu tragen (Art. 61 lit. fbis ATSG und Art. 69 Abs. 1bis IVG). 6.3. Die Kosten für die Erstellung des Berichts Prof. Dr. med. G____ vom 12.”
Bei rückwirkender Leistungsbefristung ist die Dreimonatsfrist für die Berücksichtigung einer Besserung auch bei teilweiser Rentenzuerkennung einzuhalten.
“En outre, pour qu’une décision soit annulée au titre de l’arbitraire, il ne suffit pas qu’elle se fonde sur une motivation insoutenable; encore faut-il qu’elle apparaisse arbitraire dans son résultat (ATF 147 I 241 consid. 6.2.1 ; 147 II 454 consid. 4.4). b) A l’occasion de la décision du 21 juillet 2022, l’intimé retient qu’en raison d’une intervention chirurgicale, la recourante avait présenté une incapacité de travail totale du 12 avril 2019 au 1er août 2020, puis en raison d’une nouvelle atteinte à la santé, une incapacité de travail du 5 janvier 2021 au 31 août 2021. Dites incapacités étaient inférieures à une année, le droit à la rente n’était pas ouvert. Cette conclusion est arbitraire dans sa motivation et son résultat. En effet, la durée entre le 12 avril 2019 et le 1er août 2020 est manifestement supérieure à une année. La décision doit ainsi être partiellement réformée en ce sens que la recourante a droit à une rente entière d’invalidité dès le mois d’avril 2019 et ce jusqu’au 30 novembre 2020, soit trois mois après l’amélioration de son état de santé (cf. art. 28 LAI et art. 88a RAI). c) aa) Concernant le calcul du taux d’invalidité, étant donné que la recourante n’a jamais exercé d’activité professionnelle en Suisse, l’intimé a recouru aux salaires statistiques afin de déterminer son revenu dans une activité adaptée. Cette démarche n’est pas contestée en l’espèce. L’intimé retient que si les revenus avec et sans invalidité sont basés sur la même tabelle statistique, il est superflu de les chiffrer avec exactitude. Il n’en demeure pas moins que, dans une fiche de calcul du salaire exigible du 5 octobre 2018, l’intimé a retenu un salaire annuel de 52'155 fr. 20, correspondant à un niveau de compétence 1 (TA1 ; activités industrielles légères, conditionnement léger, petit montage à l’établi, surveillance d’un processus de production), indexé à 2018. Un abattement de 5 % se justifiait en l’espèce en raison des limitations fonctionnelles présentées par la recourante. Etant donné que les revenus avec et sans invalidité sont identiques, le pourcentage de l’abattement, grevant le salaire avec invalidité, correspond au degré d’invalidité de la recourante.”
Die Frist beginnt mit der ersten Aufforderung (ersten Mahnung); die Herabsetzung oder Aufhebung der Rentenleistung tritt drei Monate danach ein, sofern die der Aufforderung zugrunde liegende Verbesserung voraussichtlich längere Zeit andauern wird.
“d) Cela dit, le recourant n’ayant été invité par l’intimé à se soumettre au traitement antidépresseur préconisé qu’à la fin du mois de septembre 2021, cette mesure n’aurait donc pu être introduite – en cas d’accord de sa part – qu’à ce moment-là, si bien que sa capacité de travail n’aurait pu être rétablie qu’à la fin du mois de décembre 2021, trois mois après. Etant donné que la réduction ou le refus des prestations doit prendre effet à partir du mois au cours duquel la ou les mesures demandées auraient entraîné une amélioration de l’invalidité qui aurait permis de réduire ou supprimer le droit à la prestation (cf. OFAS, Circulaire sur la procédure dans l’assurance-invalidité [CPAI], état au 1er février 2023, ch. 5055), l’intimé n’était pas justifié à mettre un terme au droit à la rente au 30 novembre 2021, en se fondant sur la date à laquelle le recourant lui a définitivement fait part de son intention de ne pas se soumettre audit traitement. Au contraire, le droit à la rente doit être supprimé trois mois après la première mise en demeure, soit au 31 décembre 2021. Le délai de trois mois prévu à l’art. 88a RAI ne trouve à cet égard pas application, dans la mesure où, à l’issue de la période de trois mois arrêtée par le Dr R.________, il était déjà vraisemblablement attendu que le rétablissement de la capacité de travail de l’assuré se maintienne durant une assez longue période (cf. TF 8C_36/2019 du 30 avril 2019 consid. 5 ; TF 9C_1022/2012 du 16 mai 2013 consid. 2.1). 7. a) En définitive, le recours doit être partiellement admis et la décision rendue le 8 février 2022 par l’intimé réformée en ce sens que le recourant a droit à une rente entière d’invalidité limitée dans le temps, pour la période du 1er février 2020 au 31 décembre 2021. b) La procédure de recours en matière de contestations portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Vu l’issue du litige, à savoir une admission très partielle du recours, il convient de les répartir à raison de deux tiers pour la partie recourante et d’un tiers pour l’intimé.”
Die Rentenberechnung muss Verbesserungen erst ab dreimonatiger, voraussichtlich andauernder Besserung berücksichtigen — hier wurde Rente bis Ende Sept. verlängert.
“Die in der Verfügung der IVB vom 29. Juli 2021 (act. IIIa 203) ermittelten Invaliditätsgrade von 40 %, 35 % und 27 % sind grundsätzlich massgebend und es gibt auch keine Anhaltspunkte dafür, dass diese offensichtlich unrichtig wären und Entsprechendes wird auch von der Klägerin nicht geltend gemacht, weshalb auf diese Invaliditätsgrade abzustellen ist. Hingegen ist die von der IVB vorgenommene Befristung der Viertelsrente per 31. August 2019 nicht korrekt bzw. offensichtlich unhaltbar (vgl. E. 2.4 hiervor). Die IVB ist ab dem 5. Juni 2019 (Datum der psychiatrischen gutachterlichen Untersuchung [act. III 133.1/2]) von einem 35 %-igen Invaliditätsgrad ausgegangen (act. lIla 203; basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 80 %). Da Art. 88a IVV in der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge analog zur Anwendung gelangt (Markus Moser, a.a.O., Art. 26 N. 9), welche Bestimmung besagt, dass eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen ist, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird, sie aber in jedem Fall zu berücksichtigen ist, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird, hat die Klägerin Anspruch auf eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 40 % bis Ende September 2019 und nicht nur bis Ende August”
Ab 1. Dezember 2020 wurde wegen Karenzfrist die schwere Hilflosenentschädigung zugesprochen.
Art. 88a Abs. 1 IVV enthält eine dreimonatige Übergangsfrist: Führt eine voraussichtlich länger dauernde Verbesserung der Erwerbsfähigkeit zu einer Herabsetzung oder Aufhebung der Rente, wird die rentenwirksame Änderung erst nach Ablauf von drei Monaten berücksichtigt; die Leistungsanpassung tritt frühestens ab Ablauf dieser Frist ein (wobei in den Quellen auch die rückwirkende Geltung ab diesem Zeitpunkt erwähnt wird). Innerhalb dieser Übergangsfrist können bei Bedarf weitere Einkommensvergleiche vorgenommen werden. Die Dreimonatsregel kommt nur zur Anwendung, wenn die Verringerung des IV-Grads tatsächlich zu einer Änderung des bisher ausgerichteten Rentenanspruchs führen würde.
“À l’aune de la casuistique citée, c’est également à juste titre que l’intimé a retenu le niveau 2 de compétence du secteur services. Le revenu mensuel statistique était de CHF 4'996.- par mois en 2020, soit CHF 63'378.- une fois annualisé, indexé et adapté à la durée normale de travail de 41.7 heures en 2022. Compte tenu de la capacité de travail de 56%, le revenu après invalidité s’élève à CHF 35'492.-. 6.3 La comparaison des revenus aboutit ainsi à un degré d’invalidité de 66.32%, arrondi à 66%, en 2022. En effet, le degré d’invalidité doit être arrondi selon les règles mathématiques à 59% (ATF 130 V 121 consid. 3.2, règle appliquée également aux rentes calculées selon le nouveau système, cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_770/2023 du 11 juillet 2024 consid. 7.2.3.2). Compte tenu de la modification du degré d’invalidité supérieure à 5%, le nouveau droit s’applique et ce taux ouvre le droit à une rente de 66% d’une rente entière dès le 1er avril 2022 – soit trois mois après l’amélioration de la capacité de travail, conformément à l’art. 88a al. 1 RAI. Dès le 1er janvier 2024, compte tenu de la modification de l’art. 26bis RAI et de la réduction supplémentaire de 10% qu’elle implique sur le revenu statistique, le revenu après invalidité est de CHF 31'943.-. Cela porte le degré d’invalidité à 69.69%, arrondi à 70%. Ce taux ouvre le droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er janvier 2024. La décision de l’intimée doit ainsi être réformée en ce sens. 7. 7.1 Le recours est partiellement admis. 7.2 La recourante, qui obtient partiellement gain de cause, a droit à des dépens, qui seront fixés à CHF 2'000.- (art. 61 let. g LPGA). 7.3 L’intimé, qui succombe, supporte l’émolument de procédure de CHF 200.- (art. 69 al. 1bis LAI). PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1. Déclare le recours recevable. Au fond : 2. L’admet partiellement. 3. Réforme la décision du 13 mai 2024 de l’intimé en ce sens que la recourante a droit à une rente entière du 1er juillet 2020 au 31 mars 2022, à une rente de 66% d’une rente entière du 1er avril 2022 au 31 décembre 2023 et à une rente entière d’invalidité dès le 1er janvier 2024.”
“Das Bundesgericht wendet in der Regel den zweiten Satz dieser Vorschrift an und gewährt oder bestätigt die bisherige (höhere) Rente drei Monate über die Veränderung des Gesundheitszustandes hinaus. Entsprechend sieht auch das massgebende Kreisschreiben vor, dass bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit eine Wartefrist von drei Monaten zu berücksichtigen ist (Rz. 5504 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], mit Hinweis). Eine Rente ist bei Wegfall der Invalidität daher erst nach Ablauf von drei Monaten seit Eintritt der anspruchserheblichen Verbesserung aufzuheben (Urteil des Bundesgerichts vom 15. September 2020, 8C_285/2020, E. 5.1; BGE 119 V 98 E. 4a). 6.3 Für die Klärung der zwischen den Parteien aufgeworfenen Rechtsfrage, auf welchen Zeitpunkt hin Art. 88a Abs. 1 IVV auf die Berechnung des in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht massgebenden versicherten Verdienstes anwendbar ist, ist in erster Linie auf den Wortlaut dieser Bestimmung hinzuweisen. Demnach kommt Art. 88a Abs. 1 IVV und mit ihr eine dreimonatige Karenzfrist nur bei einer Herabsetzung oder einer Aufhebung der IV-Rente zur Anwendung. Voraussetzung, dass die versicherte Person von dieser Karenzfrist profitieren kann, ist demnach, dass eine bisher bestehende Erwerbsunfähigkeit sich tatsächlich rentenwirksam auswirkt und deshalb auch zu einer Verringerung der bisher ausgerichteten IV-Rente führt. Führt die Verringerung des IV-Grads hingegen nicht zu einer Änderung des IVspezifischen Rentenanspruchs, kommt Art. 88a Abs. 1 IVV gar nicht erst zur Anwendung. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, in welchem die von der IV-Stelle evaluierte Verbesserung der Restarbeitsfähigkeit ab 1. April 2020 zwar zu einer entsprechenden Verringerung des IV-Grads auf 76% geführt, mit Blick auf den massgebenden Schwellenwert gemäss Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 (in der noch bis Ende 2021 geltenden Fassung) im Umfang von 70% hingegen keine Herabsetzung der zuvor ausgerichteten ganzen IV-Rente ergeben hat.”
“4) der frühestmögliche Rentenbeginn auf den 1. März 2021 fällt. Angesichts der ab dem 18. März 2020 erstellten Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % in der bisherigen Tätigkeit (vgl. vorne E. 3.4) war auch das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. vorne E. 2.3) in diesem Zeitpunkt erfüllt (zu den verschiedenen Funktionen dieser Fristen vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2 S. 550 f.). Nachfolgend sind daher die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens anhand eines Einkommensvergleichs per März 2021 zu prüfen. Angesichts der ab dem 18. März 2020 erstellten vollständigen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten (vgl. vorne E. 3.4) besteht mit Ablauf des Wartejahres ab März 2021 ohne Weiteres Anspruch auf eine ganze Rente (so auch die angefochtene "Verfügung 1", act. II 63/1). Aufgrund der spätestens ab dem 14. Juni 2021 eingetretenen monatlich schrittweisen Verbesserung des Gesundheitszustandes besteht ein medizinsicher Revisionsgrund (vgl. vorne E. 2.5.1), sodass unter Berücksichtigung der Übergangsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. vorne E. 2.5.2 f.) per September und Oktober 2021 ein weiterer Einkommensvergleich vorzunehmen ist. Auf die weiteren Einkommensvergleiche per November und Dezember 2021 ist mangels Anspruchserheblichkeit zu verzichten (vgl. hinten E. 4.4).”
“Aufgrund der zahlreichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin, der sprachlichen Schwierigkeiten und der langen Absenz vom Arbeitsmarkt mag sich ein Tabellenlohnabzug allenfalls rechtfertigen. Ab Januar 2020 liegt der Arbeitsfähigkeitsgrad in optimal leidensangepasster Tätigkeit bei 80 % (vgl. oben E. 3.5), sodass einzig ein Tabellenlohnabzug von mindestens 20 % zu einer rentenbegründenden Invalidität von 40 % führen könnte (zum rechtsprechungsgemäss höchstens zulässigen Abzug von 25 % vgl. BGE 126 V 75). Gründe, die einen Tabellenlohnabzug von mindestens 20 % rechtfertigen könnten, sind vorliegend jedoch nicht ersichtlich. Auf die konkrete Festlegung der Höhe des Tabellenlohnabzugs kann somit verzichtet werden. Denn in der Zeit von Oktober 2019 (Rentenbeginn; vgl. oben E. 4.2) bis Dezember 2019 ist ohnehin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % ausgewiesen (vgl. oben E. 3.5), sodass in dieser Zeit ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht. Ab Januar 2020 besteht demnach grundsätzlich kein Rentenanspruch mehr. Aufgrund der Übergangsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV ist die ganze Rente jedoch noch bis zum 31. März 2020 auszurichten. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist und die Beschwerdeführerin für die Dauer vom 1. Oktober 2019 bis 31. März 2020 einen Anspruch auf eine befristete ganze Rente hat. Die Sache ist zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da die Beschwerdegegnerin ihren Antrag auf Zusprache einer befristeten Rente erst im Beschwerdeverfahren gestellt hat (vgl. act. G 8), während sie in der angefochtenen Verfügung einen Rentenanspruch noch vollumfänglich abgelehnt hatte (vgl. act. G 1.2), hat sich die Beschwerdeführerin zu Recht zur Erhebung einer Beschwerde veranlasst gesehen.”
Rz. 9102 des Kreisschreibens (KSIR/CIRAI) sowie die Rechtsprechung des Bundesgerichts stützen die Praxis, wonach der massgebliche Zeitpunkt für die Beurteilung der relevanten Änderung gemäss Art. 88a IVV zu bestimmen ist. KSIR Rz. 9102 und mehrfach zitierte BGer-Entscheide bestätigen, dass Art. 88a IVV bei der Übergangsfrage massgebend ist.
“Unter dem Vorbehalt besonderer übergangsrechtlicher Regelungen gilt in intertemporalrechtlicher Hinsicht für die Beurteilung der Frage, welches Recht bei einer Änderung der Rechtsgrundlagen Anwendung findet, der Grundsatz, dass diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 mit Hinweisen; vgl. zum zeitlich massgebenden Sachverhalt auch BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen). Dementsprechend ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu jenem Zeitpunkt eine rentenrelevante Änderung eingetreten ist. In diesem Sinne legt Rz. 9102 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR) für erstmalig abgestufte bzw. befristete Rentenzusprachen und Revisionsfälle nach Art. 17 ATSG Folgendes fest: Ereignete sich die massgebliche Änderung vor dem 1. Januar 2022, so finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Fand sie hingegen später statt, so sind die ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV heranzuziehen. Der Zeitpunkt der relevanten Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (Urteil 8C_649/2023 vom 6. August 2024 E. 3.1).”
“Unter dem Vorbehalt besonderer übergangsrechtlicher Regelungen gilt in intertemporalrechtlicher Hinsicht für die Beurteilung der Frage, welches Recht bei einer Änderung der Rechtsgrundlagen Anwendung findet, der Grundsatz, dass diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 mit Hinweisen; vgl. zum zeitlich massgebenden Sachverhalt auch BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 354 E. 1 mit Hinweisen). Dementsprechend ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu jenem Zeitpunkt eine rentenrelevante Änderung eingetreten ist. In diesem Sinne legt Rz. 9102 des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR) für erstmalig abgestufte bzw. befristete Rentenzusprachen und Revisionsfälle nach Art. 17 ATSG Folgendes fest: Ereignete sich die massgebliche Änderung vor dem 1. Januar 2022, so finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültigen Fassung Anwendung. Fand sie hingegen später statt, so sind die ab 1. Januar 2022 geltenden Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV heranzuziehen. Der Zeitpunkt der relevanten Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV. Zwar erging hier die dem angefochtenen Urteil vom 4. September 2023 zugrunde liegende Verfügung erst nach dem 1. Januar”
“Februar 2017 [BBl 2017 2535]) sowie die Änderungen der IVV vom 3. November 2021 (AS 2021 706) in Kraft getreten. Leistungsansprüche, die nach Inkrafttreten dieser Änderungen entstanden sind, sind nach den neuen Normen zu prüfen. Soweit Ansprüche zu prüfen sind, die noch vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind, kommen die bis 31. Dezember 2021 geltenden Bestimmungen zur Anwendung (Urteile des BGer 8C_285/2023 vom 17. November 2023 E. 3.1; 8C_295/2023 vom 14. November 2023 E. 2.1; vgl. auch Kreisschreiben des BSV über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Juli 2022, Rz. 9100 f.; Kreisschreiben zu den Übergangsbestimmungen zur Einführung des linearen Rentensystem [KS ÜB WE IV], gültig ab 1. Januar 2022, Stand 1. Januar 2022, Rz. 1007-1010). Liegt (in Revisionsfällen) die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. KSIR, Rz. 9102). Handelt es sich um eine versicherte Person, welche am 1. Januar 2022 das”
“auch Rz 9201 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR] sowie das Urteil des Bundesgerichts 9C_499/2022 vom 29. Juni 2023 E. 4.1.). Gemäss lit. b Abs. 2 der Übergangsbestimmungen bleibt der bisherige Rentenanspruch auch nach einer Änderung des Invaliditätsgrades nach Art. 17 Abs. 1 ATSG bestehen, sofern die Anwendung von Art. 28b IVG zur Folge hat, dass der bisherige Rentenanspruch bei einer Erhöhung des Invaliditätsgrades sinkt oder bei einem Sinken des Invaliditätsgrades ansteigt (vgl. auch Rz 9106 KSIR). 2.2.2. In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG gilt gemäss Rz 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der seit dem 1. Januar 2022 in Kraft stehenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. u.a. die Urteile des Bundesgerichts 8C_322/2024 vom 18. Dezember 2024 E. 3.1. und 8C_649/2023 vom 6. August 2024 E. 3.1.). 2.2.3. Vorliegend ist die massgebende Änderung (in Form einer Statusänderung) vor dem 1. Januar 2022 eingetreten (vgl. Erwägung 5. hiernach). Es ist daher das Recht, das bis Ende Dezember 2021 in Kraft stand, anzuwenden (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 8C_649/2023 vom 6. August 2024 E. 3.1.). Letztlich kann die Frage nach dem anwendbaren Recht aber offengelassen werden, zumal wie im Folgenden gezeigt wird auch die Anwendung des neuen Rechts keine Änderung des Rentenanspruches der Beschwerdeführerin nach sich zu ziehen vermag. 3. 3.1. 3.1.1. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede (wesentliche) Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.”
“Altersjahr noch nicht vollendet haben, was auf den 1977 geborenen und seit Juni 2012 eine Rente beziehenden Beschwerdeführer (act. II 3/1, 144) zutrifft, bleibt der bisherige Rentenanspruch solange bestehen, bis sich der IV-Grad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 WEIV). In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG – wie dem vorliegenden – gilt gemäss Rz. 9102 des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228) Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Be-stimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a IVV (vgl. Urteil des BGer 8C_658/2022 vom 30. Juni 2023 E. 3.2). Hier liegt die massgebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen (Erzielung eines für den Rentenanspruch relevanten Erwerbseinkommens im Jahr 2020; vgl. E. 4.1 hiernach) vor dem 1. Januar 2022; damit wie auch mangels eines weiteren Revisionsgrundes mit Neufestsetzung des Rentenanspruchs nach dem 1. Januar 2022 ist das bis 31. Dezember 2021 geltende Recht (fortan: aArt.) anwendbar.”
Nach Ablauf der Dreimonatsfrist kann die IV die Rente auch wegen angepasster Verweistätigkeit aufheben.
“Sie ging demgemäss davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Verweistätigkeit ab dem 14. September 2019 zu 100% arbeitsfähig sei und deshalb, nach Ablauf der dreimonatigen Frist nach Art. 88a IVV, der Rentenanspruch des Beschwerdeführers per Ende Dezember 2019 aufzuheben sei. Wie nachfolgend darzulegen sein wird, kommt den Berichten von Dr. C.____ - entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin - keine ausschlaggebende Beweiskraft zu, so dass nicht darauf abgestellt werden kann.”
Bei Operationsfolge kann die Leistung drei Monate nach Wiedererlangung teilweiser Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt werden.
“b LAI), une incapacité de travail de 50 % depuis le 29 septembre 2015, de 100 % dès le 23 novembre 2015, puis de 50 % dès le 1er janvier 2018 sous réserve d’une incapacité de travail à 100 % du 23 septembre 2019 au mois de mars 2020. L’intéressée disposant encore d’une capacité de travail dans son activité habituelle, le degré d’invalidité est identique au taux de l’incapacité de travail (application de la méthode de la comparaison en pour-cent ; TF 9C_888/2011 du 13 juin 2012 consid. 4.4 ; 9C_137/2010 du 19 avril 2010 ; 9C_396/2009 du 12 février 2010 consid. 3.2). Elle a ainsi droit à une rente entière de l’assurance-invalidité du 1er octobre 2016 au 31 mars 2018 (art. 28 al. 2 LAI), soit trois mois après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à une demi rente dès le 1er avril 2018 (art. 28 al. 2 LAI). En raison de la discectomie C4-C5 et C5-C6 le 23 septembre 2019, qui a donné lieu à une incapacité de travail de 100 % durant 6 mois selon la Dre EJ.R.________, la recourante à droit à une rente entière du 1er décembre 2019 au 30 mai 2020, soit trois mois après l’opération et après avoir recouvré une capacité de travail partielle (art. 88a RAI), puis à nouveau à une demi rente dès le 1er juin 2020. 12. Vu ce qui précède, l’instruction apparaît suffisante, les éléments au dossier permettant à la Cour de céans de statuer en pleine connaissance de cause. Il n’y a pas lieu d’ordonner de mesures d’instruction complémentaires. En conséquence, une demande d’information auprès du neurochirurgien traitant ou un complément d’expertise, voire une nouvelle expertise, n’apparaissent pas de nature à apporter un éclairage différent des éléments retenus ci-dessus et peuvent dès lors être écartés par appréciation anticipée des preuves (ATF 145 I 167 consid. 4.1 ; 144 II 427 consid. 3.1.3 ; 140 I 285 consid. 6.3.1). 13. a) Dans son écriture du 15 septembre 2023, la recourante a conclu à la mise en œuvre de mesures professionnelles. b) aa) Selon l’art. 8 al. 1 LAI, les assurés invalides ou menacés d’une invalidité (art. 8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let.”
Bei erheblichen, dauerhaften Einkommens- oder Verhältnissänderungen (z. B. Einkommenssteigerung über mindestens drei Monate) kann die Rente rückwirkend befristet herabgesetzt werden; massgeblich ist die tatsächliche materielle Tatsachenänderung zwischen Leistungsbeginn und der Änderung.
“Vielmehr habe sie das Invalideneinkommen (des Jahres 2015) gestützt auf einen Tabellenlohn der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) auf Fr. 13'342.- festgelegt. Ab 2016 habe der Versicherte einen höheren jährlichen Grundlohn von Fr. 13'140.- und jeweils eine erfolgsabhängige Provision bezogen. Sein Einkommen habe 2018 Fr. 16'315.- und 2019 Fr. 19'144.- betragen. Für das Invalideneinkommen gehe es nicht an, aufgrund der schwankenden Provisionszahlungen auf das über mehrere Jahre durchschnittlich erzielte Einkommen abzustellen. Andernfalls käme es zu einer Ungleichbehandlung von Beschäftigten mit einem hohen Provisionsanteil gegenüber Arbeitnehmern, deren Lohn sich identisch entwickle, ohne dass eine Provision ausgeschieden werde. Massgeblich sei das tatsächliche Einkommen des Jahres 2019 von Fr. 19'144.-. Das auf das gleiche Jahr angepasste Valideneinkommen betrage Fr. 56'693.-, woraus ein Invaliditätsgrad von 66 % resp. ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente resultiere. Mit dem höheren Einkommen des Jahres 2019 liege eine erhebliche Veränderung von mindestens drei Monaten und somit hinreichender Dauer (vgl. Art. 88a IVV) vor, die der Versicherte unter Verletzung seiner Meldepflicht der IV-Stelle verschwiegen habe. Im Jahr 2020 resultiere wieder ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Folglich hat das kantonale Gericht die rückwirkende und auf zwölf Monate befristete Rentenherabsetzung bestätigt.”
“Angesichts des ärztlich umschriebenen Zumutbarkeitsprofils ist damit von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, die keine besondere Beanspruchung des nichtdominanten linken Arms einschliesslich der Hand hinsichtlich Kraft, Feinmotorik und Sensibilität erfordern. Aufgrund der vorliegenden Einschränkungen des Beschwerdeführers ist somit - entgegen seiner Auffassung - nicht von einer (faktischen) Einhändigkeit auszugehen, die einen Abzug vom massgebenden statistischen Durchschnittslohn rechtfertigen würde. Zumutbar sind ihm unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in ähnlich gelagerten Fällen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_498/2019 vom 11. Dezember 2019 E. 4.2.2) beispielsweise Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie die Bedienung und Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die entsprechend dem medizinischen Belastungsprofil keinen oder nur einen sehr geringen Einsatz des linken Arms und der linken Hand voraussetzen (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2018 vom 1. April 2019 E. 5.2.2). Somit haben sich die tatsächlichen Verhältnisse spätestens ab Dezember 2020 erheblich geändert, was unter Nachachtung von Art. 88a IVV zu einer Befristung der Rente bis am 28. Februar 2021 führt (E. 1.6).”
Wird die Rente aufgehoben und tritt sie innerhalb von drei Jahren wegen derselben Invaliditätsursache wieder ein, findet Art. 29bis IVV sinngemäss Anwendung. Bei der Berechnung der Wartefrist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) werden die zuvor bereits zurückgelegten Zeiten angerechnet.
“Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Artikel 28 Absatz 1 Buchstabe b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet (Art. 29bis i.V.m. Art. 88a Abs. 2 IVV).”
“Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden bei der Berechnung der Wartezeit nach Artikel 28 Absatz 1 Buchstabe b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet (Art. 29bis IVV). Eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat. Artikel 29bis ist sinngemäss anwendbar (Art. 88a Abs. 2 IVV).”
“Même si le recourant ne met en cause la décision qu’à propos de l’une des périodes entrant en considération, c’est le droit à la rente pour toutes les périodes depuis le début éventuel du droit à la rente jusqu’à la date de la décision qui forme l’objet de la contestation et l’objet du litige dans cette situation (ATF 125 V 413 consid. 2d). Si le taux d’invalidité du bénéficiaire de rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (art. 17 al. 1 LPGA). Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI). A contrario si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI). L’art. 29bis RAI est toutefois applicable par analogie, ainsi si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente que lui imposerait l’art. 28, al. 1, let. b, LAI, celle qui a précédé le premier octroi. Ces dispositions sont applicables, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). d) Il y a nouveau cas d’assurance lors de la survenance d’une atteinte à la santé totalement différente de celle qui prévalait au moment du premier refus de prestations et propre, par sa nature et sa gravité, à causer une incapacité de travail de 40 % au moins en moyenne sur une année (ATF 136 V 369 consid. 3.1 et les références).”
“88a al. 1 RAI). Ensuite, la capacité de travail de la recourante étant à nouveau passée à 70 % et le degré d’invalidité à 25 %, elle n’a plus droit à une rente jusqu’à une nouvelle péjoration intervenue le 19 janvier 2018. En présence d’une reprise de l’invalidité après suppression de la rente, l’OAI a accordé de manière erronée un quart de rente dès le 1er avril 2018 qui passe à une rente entière dès le 1er juillet 2018, en tenant compte d’un délai de carence au sens de l’art. 28 al. 1 let. b LAI qui échoit au 1er avril 2018 (et en appliquant un degré d’invalidité moyen de 40 % pour justifier un quart de rente) et en appliquant ensuite le délai de trois mois de l’art. 88a al. 2 RAI (pour octroyer la rente entière). Or, on rappelle que, selon l'art. 17 LPGA, si le taux d'invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d'office ou sur demande, révisée pour l'avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée (al. 1). A cet égard, l'art. 88a al. 2 RAI précise que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable ; l'art. 29bis RAI est applicable par analogie. Selon cette disposition, si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à une rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28, al. 1, let. b, LAI, celle qui a précédé le premier octroi. En l’espèce, il est constant que l’atteinte à l’origine de la nouvelle incapacité de travail est la même que lors de la première allocation de rente. Ainsi, dans les cas de reprise de l'invalidité après suppression de la rente, comme en l'espèce, il y a lieu de faire application de l'art.”
“2 RAI précise que si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable ; l'art. 29bis RAI est applicable par analogie. Selon cette disposition, si la rente a été supprimée du fait de l'abaissement du degré d'invalidité et que l'assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d'invalidité ouvrant le droit à une rente en raison d'une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d'attente que lui imposerait l'art. 28, al. 1, let. b, LAI, celle qui a précédé le premier octroi. En l’espèce, il est constant que l’atteinte à l’origine de la nouvelle incapacité de travail est la même que lors de la première allocation de rente. Ainsi, dans les cas de reprise de l'invalidité après suppression de la rente, comme en l'espèce, il y a lieu de faire application de l'art. 29bis RAI. La question est de savoir comment l’application de cette disposition s’articule avec celle de l’art. 88a al. 2 RAI. L'art. 88a al. 2 RAI prévoit les effets dans le temps d'une modification du droit aux prestations, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels s'est dégradée. Ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations de l'assuré dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. Selon la jurisprudence, ce délai s'applique, à l'occasion d'une procédure de révision (art. 17 LPGA), dans le cadre d'une modification du droit à une rente précédemment allouée ou lorsqu'une rente échelonnée dans le temps est accordée à titre rétroactif. Cette disposition ne s'applique pas tant qu'un droit à la rente n'est pas ouvert au regard des conditions de l'art. 28 al. 1 let. b LAI (cf. arrêt I 179/01 du 10 décembre 2001 consid. 3b; TF 9C_302/2015 du 18 septembre 2015 consid. 5). Comme le mentionne cette disposition, il faut toutefois relever le cas prévu par l‘art. 29bis RAI. La jurisprudence a précisé que l'art. 29bis RAI est applicable seulement au calcul de la période d'attente selon l'art.”
Behandlungsdauer unter drei Monaten begründet keine Änderung bzw. keinen Anspruch auf eine IV-Rente nach Art. 88a IVV, da sie nicht als dauerhafte Verbesserung gilt.
“S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). Dies hat spätestens seit dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (1. Mai 2021 [vgl. hierzu E. 2.1 hiervor]) zu gelten, weshalb kein Anspruch auf eine Rente entstand. Daran ändert auch die Behandlung vom 19. August bis zum 11. November 2021 nichts, war diese doch kürzer als drei Monate (vgl. hierzu Art. 88a IVV). Damit hat die Beschwerdeführerin entgegen der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2024 (AB 185) ab 1. Mai 2021 keinen Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.4 hiervor).”
“S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1). Dies hat spätestens seit dem Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (1. Mai 2021 [vgl. hierzu E. 2.1 hiervor]) zu gelten, weshalb kein Anspruch auf eine Rente entstand. Daran ändert auch die Behandlung vom 19. August bis zum 11. November 2021 nichts, war diese doch kürzer als drei Monate (vgl. hierzu Art. 88a IVV). Damit hat die Beschwerdeführerin entgegen der angefochtenen Verfügung vom 11. März 2024 (AB 185) ab 1. Mai 2021 keinen Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.4 hiervor).”
Bei Verbesserungen ist in der Regel ein dreißig Tage umfassender Anpassungszeitraum nicht anerkannt; drei Monate gelten als maßgeblich.
“S'il est vrai que des facteurs tels que l'âge, le manque de formation ou les difficultés linguistiques jouent un rôle non négligeable pour déterminer dans un cas concret les activités que l'on peut encore raisonnablement exiger d'un assuré, ils ne constituent pas, en règle générale, des circonstances supplémentaires qui, à part le caractère raisonnablement exigible d'une activité, sont susceptibles d'influencer l'étendue de l'invalidité, même s'ils rendent parfois difficile, voire impossible la recherche d'une place et, partant, l'utilisation de la capacité de travail résiduelle (arrêt TF I 377/98 du 28 juillet 1999 consid. 1 et les références). 7. Discussion relative au degré d'invalidité 7.1. Dans sa décision, l'OAI a implicitement estimé que la capacité de travail de l'assurée était totalement restreinte depuis janvier 2015, faisant naître le droit à une rente entière à partir du 1er janvier 2016. De la sorte, il est tenu compte à la fois du délai de carence d'une année et du délai de six mois à compter de la date à laquelle l’assurée a fait valoir son droit aux prestations (art. 28 al. 1 let. b et 29 al. 1 LAI). L'OAI a fait courir cette rente jusqu'au 30 avril 2019, étant rappelé qu'une amélioration de l'état de santé peut être constatée à partir de l'examen par l'expert en janvier 2019. Quand bien même cette amélioration est probablement antérieure à cet examen, l'on peut confirmer la prise en compte d'un délai de trois mois conformément à l'art. 88a RAI (cf. ég. arrêts TF 8C_36/2019 du 30 avril 2019 consid. 5; 8C_94/2013 du 8 juillet 2013 consid. 4.1 et 8C_670/2011 du 10 février 2012 consid. 5.1). C'est dès lors à juste titre que la recourante s'est vu reconnaître le droit à une rente entière du 1er janvier 2016 au 30 avril 2019. 7.2. Pour la période ultérieure, au titre de revenu de valide, l'OAI a retenu un montant de CHF 57'646.65. Ce montant correspond au revenu que l'assurée obtenait auprès de son ancien employeur, mais tenant compte d'une activité réalisée à temps plein et adaptée à l'année 2017. En cela, contrairement à ce qui est explicitement indiqué dans la motivation de la décision contestée, l'OAI a de fait été dans le sens de la recourante et procédé à la comparaison des revenus sur la base d'une activité professionnelle exercée à plein temps. Cela étant, ce montant doit encore être adapté à l'évolution des salaires nominaux jusqu'à l'année 2019, durant laquelle l'on considère que l'état de santé s'est amélioré (indices de 102.”
Der Dreimonatsmassstab des Art. 88a Abs. 2 IVV ist auch bei einer Verschlechterung des Hilflosen‑ oder Pflegebedarfs anzuwenden. Eine Zunahme des Hilfebedarfs ist demnach nur zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat; dies gilt für die Bestimmung des Beginns der erhöhten Leistungspflicht.
“Ohne diesen Bericht und die erwähnte neue Verfügung hätte das Gericht die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückweisen müssen, damit diese überprüft, ob sich der Hilfebedarf beim An- und Auskleiden manifestiert hat. Die Beschwerdegegnerin hat diese Abklärung nun bereits getätigt und neu verfügt. Sie hat damit den Sachverhalt ab Mai 2023 bereits neu gewürdigt. Der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für eine Hilflosigkeit mittleren Grades besteht deshalb nicht schon ab Mai 2023 weil die dreimonatige Frist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV berücksichtigt werden muss (d.h. die Verschlechterung muss ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert haben; zur Anwendbarkeit von Art. 88a IVV vgl. E.3.3.). Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin die notwendigen weiteren Abklärungen bezüglich des alltäglichen Lebensbereichs An- und Auskleiden erst während des hängigen Beschwerdeverfahrens getätigt hat, statt mit dem Erlass des Einspracheentscheides zuzuwarten bis geklärt ist, ob ein zusätzlicher Hilfebedarf besteht, ist bei der Verlegung der Parteikosten zu berücksichtigen. Das Verfahren bei der Beschwerdegegnerin wurde nämlich im Grunde genommen erst mit der erwähnten neuen Verfügung abgeschlossen (erst dann waren die notwendigen Abklärungen abgeschlossen).”
“Cet acte est retenu en raison de la sonde urinaire à demeure qui n'est pas une manière habituelle de faire ses besoins et du fait que l'assuré nécessite de l'aide pour vider sa poche le matin ». 8.3.2 Dans ses écritures, le recourant n'expose aucunement en quoi ces constatations et cette conclusion quant au début du besoin d'aide pour « aller aux toilettes » seraient erronées, et aucun élément ne permet de supposer qu'elles pourraient l'être. Du reste, dans sa demande d'API déposée le 17 février 2022, il a expressément répondu « non » à la question de savoir s'il avait besoin d'une aide régulière et importante d'autrui pour « aller aux toilettes ». 8.4 C'est dès lors en conformité au droit que l'intimée a octroyé au recourant une API de degré faible depuis le 1er février 2021 (avec moins de quatre actes ordinaires de la vie concernés par le besoin d'aide), puis de degré moyen à partir du 1er décembre 2021, soit trois mois après l'apparition du nouveau besoin afférent à « aller aux toilettes » par application de l'art. 88a al. 2 RAI (auquel renvoie l'art. 35 al. 2 RAI). 9. Vu ce qui précède, la décision sur opposition querellée est en tous points conforme au droit, de sorte que le recours doit être rejeté. 10. La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’AI étant soumise à des frais de justice, un émolument de CHF 200.- sera mis à la charge du recourant (cf. art. 69 al. 1 bis LAI). PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1. Déclare le recours recevable. Au fond : 2. Le rejette. 3. Met un émolument de CHF 200.- à la charge du recourant. 4. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art. 82 ss de la loi fédérale sur le Tribunal fédéral, du 17 juin 2005 (LTF - RS 173.”
“En l’occurrence, l’OAI a octroyé à la recourante une allocation pour impotent de degré moyen dès mars 2019, estimant que la reconnaissance de l’acte de se lever / s’asseoir / se coucher à partir de mars 2019 permettait le passage à une allocation pour impotent de degré moyen. Ce faisant, l’OAI a à l’évidence fait application de l’art. 37 al. 2 let. a RAI, selon lequel l’impotence est moyenne si l’assuré, même avec des moyens auxiliaires, a besoin d’une aide régulière et importante d’autrui pour accomplir la plupart des actes ordinaires de la vie. L’intimé a toutefois omis de tenir compte du fait que selon l’art. 37 al. 2 let. b RAI, l’impotence est également moyenne lorsque l’assuré a besoin d’une aide régulière et importante d’autrui pour accomplir au moins deux actes ordinaires de la vie et qu’il nécessite, en outre, une surveillance personnelle permanente. Or cette condition était remplie chez la recourante à partir d’octobre 2018, puisqu’elle devait alors faire l’objet d’une surveillance personnelle permanente et avait besoin d’un surcroît d’aide pour les actes de manger et se déplacer. Dans la mesure où il s’agit d’une aggravation de sa situation, il convient de tenir compte du délai de trois mois de l’art. 88a al. 2 RAI, ce qui fait que le passage à une allocation pour impotent de degré moyen doit intervenir à partir du 1er janvier 2019. La demande de révision a par ailleurs été déposée courant janvier 2019, ce qui permet de faire prendre effet à l’augmentation de l’allocation pour impotent début janvier 2019, conformément à l’art. 88bis al. 1 let. a RAI. S’agissant du supplément pour soins intenses, c’est à partir de mars 2019 qu’il a atteint le minimum de 4 heures requis pour son octroi. On observe que l’OAI a fait partir l’aggravation de l’état de santé de la recourante en février 2019 déjà, ce qui donne lieu, compte tenu du délai de trois de l’art. 88a al. 2 RAI, à l’allocation d’un supplément pour soins intenses de 4 heures par jour dès mai 2019, solution qui est favorable à la recourante. Il est renoncé à procéder à une reformatio in pejus sur ce point. 11. a) Le recours doit dès lors être partiellement admis. La décision rendue le 8 janvier 2021 par l’intimé au sujet de l’augmentation du degré d’impotence est réformée en ce sens que la recourante a droit à une allocation pour impotent de degré moyen du 1er janvier 2019 au 30 avril 2019.”
Bei psychischen/psychosomatischen Störungen ist eine strukturierte probatorische Abklärung (gem. aktueller Rechtsprechung, z.B. BGE 141 V 281 u.a.) erforderlich; die Invalidität ist im Rahmen eines Gesamtprüfungsverfahrens zu begründen.
“Une diminution notable du taux d’invalidité est établie, en particulier, dès qu’une amélioration déterminante de la capacité de gain a duré trois mois sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine soit à craindre (art. 88a al. 1 RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). Inversement, si la capacité de gain de l’assuré ou sa capacité d’accomplir les travaux habituels se dégrade, ce changement est déterminant pour l’accroissement du droit aux prestations dès qu’il a duré trois mois sans interruption notable (art. 88a al. 2 RAI), l’art. 29bis RAI étant toutefois applicable par analogie. Selon cette dernière disposition, si la rente a été supprimée du fait de l’abaissement du degré d’invalidité et que l’assuré, dans les trois ans qui suivent, présente à nouveau un degré d’invalidité ouvrant le droit à la rente en raison d’une incapacité de travail de même origine, on déduira de la période d’attente celle qui a précédé le premier octroi. L’art. 88a RAI est applicable, par analogie, lorsqu’un office de l’assurance-invalidité alloue, avec effet rétroactif, une rente d’invalidité temporaire ou échelonnée (ATF 145 V 209 consid. 5.3 ; 131 V 164 consid. 2.2 ; 125 V 413 consid. 2d). 4. Selon la jurisprudence récente, tant les affections psychosomatiques que toutes les affections psychiques doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée au sens de l’ATF 141 V 281 (ATF 143 V 418 consid. 6 et 7 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4 ; 143 V 409 consid. 4.4 ; TF 9C_115/2018 du 5 juillet 2018 consid. 4.1 et les références citées). 5. a) Pour fixer le degré d’invalidité, l’administration – en cas de recours, le juge – se fonde sur des documents médicaux, ainsi que, le cas échéant, des documents émanant d’autres spécialistes pour prendre position.”
“84 VRPG BGE 143 V 71ATF 143 V 71DTF 143 V 71 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 BGE 126 V 130ATF 126 V 130DTF 126 V 130 BGE 137 I 195ATF 137 I 195DTF 137 I 195 Art. 59 IVGart. 59 LAIart. 59 LAI Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 144 I 103ATF 144 I 103DTF 144 I 103 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 141 V 9ATF 141 V 9DTF 141 V 9 BGE 117 V 198ATF 117 V 198DTF 117 V 198 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 133 V 263ATF 133 V 263DTF 133 V 263 Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI Art. 88a IVVart. 88a RAIart. 88a OAI BGE 140 V 193ATF 140 V 193DTF 140 V 193 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 134 V 231ATF 134 V 231DTF 134 V 231 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 Art. 44 ATSGart. 44 LPGAart. 44 LPGA BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 138 V 271ATF 138 V 271DTF 138 V 271 BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 BGE 140 V 507ATF 140 V 507DTF 140 V 507 BGE 139 V 349ATF 139 V 349DTF 139 V 349 BGE 132 V 93ATF 132 V 93DTF 132 V 93 BGE 134 I 20ATF 134 I 20DTF 134 I 20 BGE 133 I 1ATF 133 I 1DTF 133 I 1 BGE 143 V 66ATF 143 V 66DTF 143 V 66 Art. 72bis IVVart. 72bis RAIart. 72bis OAI BGE 137 V 210ATF 137 V 210DTF 137 V 210 9C_582/2018 BGE 144 I 170ATF 144 I 170DTF 144 I 170 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 EVG I 142/07 9C_139/2014 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 8C_241/2018 8C_610/2018 8C_559/2019 EVG I 928/05 8C_802/2017 Art.”
Art. 88a IVV wird bei rückwirkend zugesprochenen, gestuften Renten analog angewendet; die Revision richtet sich nach einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrads, wobei der Beginn der Änderung nach den in Art. 88a IVV (analog) geregelten Zeitkriterien zu bestimmen ist (z. B. Dauer/Beständigkeit von drei Monaten bzw. die Aussicht auf dauerhafte Verbesserung).
“Selon la jurisprudence constante, bien que l'invalidité soit une notion juridique et économique, les données fournies par les médecins constituent néanmoins un élément utile pour apprécier les conséquences de l'atteinte à la santé et pour déterminer quels travaux peuvent être encore raisonnablement exigés (ATF 115 V 133 consid. 2 ; 114 V 310 consid. 3c). 6.5 Lorsqu'une décision accorde avec effet rétroactif une rente d'invalidité échelonnée ou limitée, les dispositions sur la révision d'une rente d'invalidité sont applicables par analogie (art. 17 LPGA et art. 88a RAI ; ATF 133 V 263 consid. 6.1 ; arrêt du TF 8C_71/2017 du 20 avril 2017 consid. 3 ; 9C_226/2011 du 15 juillet 2011 consid. 4.3.1 non publié dans l'ATF 137 V 369 ; Margit Moser-Szeless, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, 2018, art. 17 n° 9 p. 249 s.). Elle doit donc se fonder sur une modification notable du taux d'invalidité. La date de la modification du droit doit être fixée conformément à l'art. 88a RAI (par analogie : ATF 125 V 413 consid. 2d ; arrêt du TF I 21/05 du 12 octobre 2005 consid. 3.3 ; voir aussi Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n° 32) dont l'al. 1 prévoit que s'il y a amélioration de la capacité de gain ou de la capacité d'accomplir les travaux habituels, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. Selon son al. 2, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable.”
Bei Rentenänderung gilt ein Wirkungseintritt drei Monate nach der Besserung (hier: Beginn 1. Mai).
“Compte tenu d’une incapacité totale de travail dans toute activité dès le 7 février 2017, la recourante a droit à une rente entière d’invalidité dès le 1er mars 2018, soit à l’échéance d’un délai de six mois à compter du dépôt de la demande de prestations (art. 29 al. 1 LAI). Dès janvier 2021, elle est en mesure d’exercer une activité adaptée à temps complet. Le degré d’invalidité de 14 % obtenu par comparaison des revenus (revenu sans invalidité de CHF 58'065 ; revenu d’invalide de CHF 49'954.99, correspondant au salaire réalisé en 2018 par une femme, niveau de compétence 1 selon l’ESS 2018 [CHF 4’371], après indexation à l’évolution des salaires jusqu’en 2021, prise en compte d’une durée hebdomadaire de 41,7 heures et d’un abattement de 10 % au vu des limitations fonctionnelles) n’est ni critiqué, ni critiquable dans son résultat, de sorte qu’il peut être repris. La modification du droit à la rente intervient 3 mois après l’amélioration constatée (art. 88a RAI), soit dès le 1er mai”
Bei einer medizinischen Verbesserung ist vor Reduktion oder Aufhebung der Rente zu prüfen, ob diese praktisch zu einer verbesserten Erwerbsfähigkeit führt; falls unklar, sind vorgängig berufliche Abklärungs- oder Wiedereingliederungsmassnahmen bzw. Beobachtungs- oder Readaptationsmassnahmen durchzuführen.
“cc) L’assuré peut, selon sa situation personnelle, voir ses perspectives salariales être réduites par des facteurs tels que l’âge, le handicap, les années de services, la nationalité, le titre de séjour ou le taux d’occupation. Une évaluation globale des effets de ces circonstances sur le revenu d’invalide est nécessaire. La jurisprudence admet de procéder à une déduction de 25 % au maximum pour en tenir compte (ATF 129 V 472 consid. 4.2.3 ; 126 V 75). c) En l’occurrence, l’office intimé a comparé un revenu sans invalidité de 74'273 fr. 30 avec un revenu d’invalide de 61'601 fr. 43 (montant résultant des données de l’ESS, avec un abattement de 10 % afin de tenir compte des restrictions fonctionnelles ainsi que de l’âge restreignant les perspectives salariales), pour aboutir à un degré d’invalidité de 17 %. En l’absence de grief du recourant à ce propos, il n’y a par conséquent pas lieu de s’écarter de la comparaison des revenus effectuée par l’office intimé. d) Cela étant, c’est à bon droit que l’office intimé a, sur le principe, supprimé le droit à la rente d’invalidité du recourant avec effet au 1er juillet 2020, soit trois mois après l’amélioration de son état de santé (art. 88a RAI). 6. a) Avant de réduire ou de supprimer une rente d'invalidité, l'administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d'invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d'observation professionnelle (afin d'établir l'aptitude au travail, la résistance à l'effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi (TF 9C_163/2009 du 10 septembre 2010 consid. 4.2.2 et les références, in SVR 2011 IV n° 30 p. 86; voir également TF 9C_368/2010 du 31 janvier 2011 consid. 5). La jurisprudence considère qu’il existe des situations dans lesquelles, il convient d’admettre que des mesures d’ordre professionnel sont nécessaires, malgré l’existence d’une capacité de travail médico-théorique. Il s’agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al.”
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