Die Berichtigung der RedK der BVers vom 3. Nov. 2021, publiziert am 10. Nov. 2021 betrifft nur den italienischen Text (AS 2021 658). ↩
Eingefügt durch Anhang Ziff. 1 des BG vom 19. Juni 2020 (Weiterentwicklung der IV), in Kraft seit 1. Jan. 2022 (AS 2021 705;BBl 2017 2535). ↩
SR 0.142.112.681 ↩
Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 21. Juni 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2021 (AS 2020 5137;BBl 2018 1607). ↩
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Gestützt auf Art. 32 ATSG dürfen Krankenversicherungen in Einzelfällen bei den Einwohnerkontrollen verschiedener Gemeinden nach der aktuellen Adresse einer versicherten Person anfragen. Es gilt als unzumutbar, jede einzelne Gemeinde der Schweiz separat zu kontaktieren. Als weitere zulässige Auskunftsstelle wird in der Rechtsprechung die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) genannt.
“Damit ist der Aufenthaltsort des Beschwerdeführers nicht unbekannt und es ist davon auszugehen, dass er bei pflichtgemässen Nachforschungen hätte in Er- fahrung gebracht werden können. Wie die Kammer bereits im Entscheid vom 26. Februar 2020 festgehalten hat, unterstehen Krankenversicherungen zwar der Schweigepflicht gemäss Art. 33 ATSG, weshalb es einer Krankenversicherung mangels Einwilligung des Versicherten nicht möglich ist , Informationen zu dessen Aufenthaltsort über private Dritte wie etwa Familienangehörige zu erhalten. Auch andere, in der Regel zumutbare Abklärungen wie etwa über den Vermieter der letztbekannten Wohnung, ehemalige Nachbarn oder die Depositenanstalt einer - 6 - eventuellen Mietkaution kommen folglich nicht in Frage. Gestützt auf Art. 32 ATSG dürfen sich Krankenversicherungen aber an die Einwohnerkontrol- len verschiedener Gemeinden wenden, um die aktuelle Adresse eines Versicher- ten ausfindig zu machen. Es erscheint auch im Hinblick auf die weitreichenden Folgen eines Konkurses, der bei Nichtauffinden des Schuldners droht, indes un- zumutbar, jede einzelne Gemeinde der Schweiz anzufragen. Neben den Einwoh- nerkontrollen bestehen allerdings noch weitere Stellen, bei denen eine Kranken- versicherung gestützt auf Art. 32 ATSG anfragen kann. So ist es zulässig und auch zumutbar, etwa die Zentrale Ausgleichsstelle ZAS der”
Beigezogene Behördenakten, die im Rahmen der Sachverhaltsaufklärung herangezogen werden, können – soweit dies zur Verfahrensführung erforderlich ist – den Verfahrensparteien zur Stellungnahme auszugsweise unterbreitet werden.
“Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Eingliederungsmassnahmen und dabei vor allem die Frage nach der Erfüllung seiner Versicherteneigenschaft im Zeitpunkt der Beanspruchung der Eingliederungsmassnahmen, was vorliegend das Jahr 2018 ist. Zur Klärung des Sachverhalts hat das Gericht Akten der Ausgleichskasse und der Steuerbehörden betreffend den Beschwerdeführer beigezogen und hat diese auszugsweise der Beschwerdegegnerin zur Stellungnahme unterbreitet, was vom Beschwerdeführer hinsichtlich der Steuerunterlagen gerügt wurde (Urk. 28). Der gerichtliche Untersuchungsgrundsatz gebietet die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen (Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. § 23 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Das Gericht zieht dafür die Mithilfe der Parteien bei, was es auch hier getan hat, indem es den Beschwerdeführer, der näher am Beweis gewesen wäre, zur Einreichung der Steuerunterlagen aufgefordert hat (Urk. 15; Kieser, Kommentar zum ATSG, 4.A., Rz 122 zu Art. 61 ATSG). Diese waren für ihn nach eigenen Angaben nicht erhältlich, so dass ein direkter Beizug bei den Behörden notwendig war, die zur Herausgabe der sachbezogenen Akten verpflichtet sind (vgl. Art. 32 ATSG analog). Beigezogene Beweismittel sind den Parteien zur Stellungnahme zu unterbreiten (§ 23 Abs. 4 GSVGer), was auch hier geschehen ist.”
“Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Eingliederungsmassnahmen und dabei vor allem die Frage nach der Erfüllung seiner Versicherteneigenschaft im Zeitpunkt der Beanspruchung der Eingliederungsmassnahmen, was vorliegend das Jahr 2018 ist. Zur Klärung des Sachverhalts hat das Gericht Akten der Ausgleichskasse und der Steuerbehörden betreffend den Beschwerdeführer beigezogen und hat diese auszugsweise der Beschwerdegegnerin zur Stellungnahme unterbreitet, was vom Beschwerdeführer hinsichtlich der Steuerunterlagen gerügt wurde (Urk. 28). Der gerichtliche Untersuchungsgrundsatz gebietet die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen (Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. § 23 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Das Gericht zieht dafür die Mithilfe der Parteien bei, was es auch hier getan hat, indem es den Beschwerdeführer, der näher am Beweis gewesen wäre, zur Einreichung der Steuerunterlagen aufgefordert hat (Urk. 15; Kieser, Kommentar zum ATSG, 4.A., Rz 122 zu Art. 61 ATSG). Diese waren für ihn nach eigenen Angaben nicht erhältlich, so dass ein direkter Beizug bei den Behörden notwendig war, die zur Herausgabe der sachbezogenen Akten verpflichtet sind (vgl. Art. 32 ATSG analog). Beigezogene Beweismittel sind den Parteien zur Stellungnahme zu unterbreiten (§ 23 Abs. 4 GSVGer), was auch hier geschehen ist.”
Art. 32 verpflichtet bzw. rechtfertigt die gegenseitige Übermittlung relevanter Erkenntnisse zur Klärung von Ansprüchen; praxisnah belegen die Entscheide die schriftliche Mitteilung etwa von Urteilsauszügen oder von Vermögensänderungen/Schenkungen an zuständige Stellen (z. B. Strafregister, kantonale Bevölkerungs-/Migrationsbehörde, zuständige Leistungsstellen).
“la communication du jugement par écrit au Service de coordination chargé du casier judiciaire en extrait, à P.________ SA (art. 32 LPGA) et à l’Office cantonal de la population et des migrations.”
“Infatti, prima dello scritto del 1° ottobre 2020 del Procuratore Pubblico, la Cassa sapeva, o comunque doveva sapere, dell'esistenza delle donazioni di Fr. 118'000.-, per cui la situazione era fino a quel momento chiara e definita da oltre tre anni e mezzo. Tra il 6 aprile 2017, ossia quando v'è stato l'accesso agli atti da parte dell'Ufficio AI presso il Ministero Pubblico, e il 1° ottobre 2020, la Cassa è rimasta inattiva, nonostante da tre anni e mezzo si parlasse soltanto di un importo di Fr. 118'000.-. Fondarsi sullo scritto del 1° ottobre 2020 per sostenere la non conoscenza dei fatti prima di allora è lesivo del principio della buona fede e il ricorrente si è chiesto come mai l'Ufficio AI non abbia avvisato il Servizio delle prestazioni complementari, visto che il 30 ottobre 2013 detto Ufficio ha informato il Procuratore Pubblico che l'assicurato beneficiava anche delle prestazioni complementari. La connessione tra i due tipi di prestazioni e il dovere di collaborazione nell'ambito della pubblica amministrazione previsto dall'art. 32 LPGA imponevano pertanto all'Ufficio AI che, saputo della donazione di Fr. 118'000.- al più tardi il 6 aprile 2017, ne desse comunicazione al Servizio PC. Il termine di perenzione essendo ormai decorso, dal calcolo delle prestazioni complementari vanno perciò eliminati i Fr. 118'000.-. 1.9. Con risposta del 29 ottobre 2021 (doc. III dell'inc. n. 33.2021.15) la Cassa cantonale di compensazione ha chiesto al Tribunale di respingere il ricorso in merito alla fissazione del nuovo diritto alle PC dal 1° dicembre 2020, giacché riproponeva sostanzialmente le medesime argomentazioni sollevate con l'opposizione e ha confermato quindi il computo di Fr. 48'000.- a titolo di rinuncia di sostanza a seguito della donazione di Fr. 118'000.- nel 2012. Nella risposta di pari data riferita all'ordine di restituzione (doc. III dell'inc. n. 33.2021.16), l'amministrazione si è rifatta al contenuto della decisione impugnata e ha ricordato che è solo nei mesi di ottobre/novembre 2020 che il Procuratore Pubblico ha deciso l'abbandono del procedimento per quei reati ipotizzati ai danni della denunciante, ciò che ha escluso la restituzione a quest'ultima della somma in questione e che ha quindi permesso un nuovo calcolo PC che tenesse conto di questi nuovi averi.”
Art. 32 Abs. 1 ATSG erlaubt es den Organen der Sozialversicherungen, von anderen Verwaltungs‑ und Justizbehörden auf schriftliche und begründete Anfrage kostenfrei die Daten zu verlangen, die für die in der Gesetzesbestimmung genannten Zwecke erforderlich sind (Leistungsfestsetzung/‑änderung, Rückerstattung/Verhinderungen unrechtmässiger Zahlungen, Beitragsfestsetzung/-eintreibung, Regress). Solche Auskunftsgesuche müssen an einen konkreten Erforderlichkeitszweck gebunden, schriftlich und motiviert sein. Die Rechtsprechung weist darauf hin, dass Art. 32 Abs. 1 nicht als Zulassung für allgemeine Namensfeststellungen oder blosse Erkundigungen ohne Zusammenhang zu einem konkreten Fall dient und dass bestehende Zuständigkeiten sowie öffentlich zugängliche Beschaffungswege (z. B. Register) zu berücksichtigen sind.
“c de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA ; RS 830.1]), il appartient alors à l'autorité de recours d'établir d'office l'ensemble des faits déterminants pour la solution du litige et d'administrer, le cas échéant, les preuves nécessaires (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa ; voir également TF 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.1). b) Selon l’art. 110 de la loi fédérale du 14 décembre 1990 sur l’impôt fédéral direct (LIFD ; RS 642.11), les personnes chargées de l’application de la loi ou qui y collaborent doivent garder le secret sur les faits dont elles ont connaissance dans l’exercice de leur fonction ainsi que sur les délibérations des autorités et refuser aux tiers la consultation des dossiers fiscaux (al. 1). Des renseignements peuvent être communiqués dans la mesure où une base légale de droit fédéral le prévoit expressément (al. 2 ; voir également l’art. 39 al. 1 de la loi fédérale du 14 décembre 1990 sur l’harmonisation des impôts directs des cantons et des communes [LHID ; RS 642.14]). c) En vertu de l’art. 32 al. 1 LPGA, les autorités administratives et judiciaires de la Confédération, des cantons, des districts, des circonscriptions et des communes fournissent gratuitement aux organes des assurances sociales, dans des cas particuliers et sur demande écrite et motivée, les données qui leur sont nécessaires pour : fixer ou modifier des prestations, ou encore en réclamer la restitution (let. a) ; prévenir des versements indus (let. b) ; fixer et percevoir les cotisations (let. c) ; faire valoir une prétention récursoire contre le tiers responsable (let. d). d) En l’occurrence, il ne fait aucun doute que l’intimée peut, dans le cadre de ses attributions, requérir des autorités fiscales les renseignements nécessaires afin de prévenir les versements indus (cf. art. 32 al. 1 let. b LPGA). Dans ces conditions, la Cour de céans, en tant qu’elle connaît des recours conformément à l’art. 57 LPGA, peine à concevoir qu’elle ne puisse pas, dans le cadre de la maxime inquisitoire applicable, requérir auprès des mêmes autorités les mêmes renseignements que les organes des assurances sociales.”
“Sie begründet ihr Gesuch um Namensbekanntgabe damit, es dränge "sich die Frage auf, ob Leistungen des Beschwerdegegners, die ohne eine (kantonale) Bewilligung zur fachlich eigenverantwortlichen Tätigkeit abgerechnet wurden, zurückzuerstatten sind". 2.2 Das Akteneinsichtsbegehren der Gesuchstellerin bezieht sich auf ein personal- und nicht ein sozialversicherungsrechtliches Verfahren. Das Interesse der Gesuchstellerin liegt einzig darin begründet, dass das Verwaltungsgericht zum Schluss kam, der Beschwerdegegner jenes Verfahrens habe über keine Berufsausübungsbewilligung verfügt, weshalb die Kündigung durch die Beschwerdeführerin zulässig gewesen sei. Das Begehren der Gesuchstellerin hat keinen Zusammenhang mit dem personalrechtlichen Verfahren und allfälligen daraus abgeleiteten Ansprüchen, vielmehr will sie den Namen des Gesuchgegners einzig deshalb in Erfahrung bringen, weil sie die Möglichkeit in Betracht zieht, allenfalls Leistungen des Gesuchgegners vergütet zu haben, obwohl dieser gar nicht als Leistungserbringer zugelassen sei. Dass die Gesuchstellerin diesbezüglich bereits einen konkreten Verdacht hat, behauptet sie indes nicht. Das Begehren der Gesuchstellerin sprengt damit den Rahmen der Amtshilfe nach Art. 32 Abs. 1 ATSG in mehrfacher Hinsicht. Zunächst ist das Verwaltungsgericht nicht zuständige Instanz für Daten betreffend die Berufsausübungsbewilligung einzelner Ärztinnen und Ärzte. Vom Datum, um das es der Gesuchstellerin geht – dem Bewilligungsstatus des Gesuchgegners – erhielt das Verwaltungsgericht nur Kenntnis im Rahmen des personalrechtlichen Verfahrens; hätte die Gesuchgegnerin keine Beschwerde erhoben, hätte das Verwaltungsgericht von diesem Datum nie Kenntnis erlangt. Sodann zielt das Begehren der Gesuchstellerin nicht auf einen konkreten Rückerstattungsfall ab, sondern versucht sie mit ihrem Gesuch – gewissermassen auf dem Umweg – in Erfahrung zu bringen, ob sie allenfalls Leistungen eines nicht zur Leistungserbringung zugelassenen Arztes vergütet hat. Schliesslich fehlt es auch an der Erforderlichkeit: Ob ein Arzt oder eine Ärztin über eine Berufsausübungsbewilligung verfügt, ergibt sich aus dem öffentlichen Medizinalberuferegister (vgl. hierzu Art. 51 ff. des Medizinalberuferegistergesetzes vom 23.”
“L’autorité qui nie le droit à l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail en raison du caractère évitable de la perte de travail doit pouvoir indiquer les mesures que l’employeur était tenu de prendre pour éviter de solliciter l’assurance-chômage (ATF 111 V 379 consid. 2a ; TFA C 218/02 du 22 novembre 2002 consid. 2 ; Boris Rubin, op. cit., n° 10 ad art. 32 LACI, p. 353). e) Selon l’art. 51 al. 3 OACI, la perte de travail n’est pas prise en considération lorsque les mesures des autorités sont consécutives à des circonstances dont l’employeur est responsable. 5. En l’occurrence, l’intimée a estimé que la décision rendue le 3 mars 2021 par la Police cantonale du commerce, par laquelle cette autorité a ordonné « le retrait de la licence et la fermeture du café-restaurant B.________, sis [...], à [...], pour une durée de quatre mois à compter du 17 février 2021, soit jusqu’au 16 juin 2021 » constituait un fait nouveau important permettant une révision procédurale en vertu de l’art. 53 al. 1 LPGA. 6. A titre liminaire, la recourante demande que la décision du 3 mars 2021 rendue par la Police cantonale du commerce soit retirée du dossier. Elle estime que cette pièce a été obtenue de manière illicite. a) En vertu de l’art. 32 al. 1 LPGA, les autorités administratives et judiciaires de la Confédération, des cantons, des districts, des circonscriptions et des communes fournissent gratuitement aux organes des assurances sociales, dans des cas particuliers et sur demande écrite et motivée, les données qui leur sont nécessaires pour : fixer ou modifier des prestations, ou encore en réclamer la restitution (let. a) ; prévenir des versements indus (let. b) ; fixer et percevoir les cotisations (let. c) ; faire valoir une prétention récursoire contre le tiers responsable (let. d). b) En l’occurrence, il ne fait aucun doute que l’intimée peut, dans le cadre de ses attributions, requérir de la Police cantonale du commerce les renseignements nécessaires afin de prévenir les versements indus (cf. art. 32 al. 1, let. b, LPGA). Dans la mesure où par ailleurs la décision litigieuse a été obtenue sur la base d’une requête motivée (cf. courriel du 27 avril 2021), force est de constater que l’intimée s’est conformée à la procédure exigée par la loi pour obtenir la décision précitée.”
Die versicherte Person bleibt unabhängig vom behördlichen Informationsaustausch verpflichtet, Änderungen von Einkommen oder Vermögen unverzüglich der zuständigen Stelle zu melden. Sie kann sich nicht darauf berufen, andere Behörden hätten die Mitteilung vornehmen müssen; ein solches Verhalten entbindet nicht von der Meldepflicht und kann, je nach Fall, als schwere Nachlässigkeit gewertet werden.
“Le comportement de l'assuré relève d'une négligence grave, ce qui exclut sa bonne foi et, partant, également la remise de l'obligation de restituer les montants en cause.". Inoltre, sempre secondo la giurisprudenza (STF 9C_834/2010 del 2 dicembre 2010, consid. 2.2. e 3.2), il beneficiario non può sottrarsi all'obbligo legale di notifica adducendo che altre autorità con cui ha avuto a che fare (autorità fiscali o di assistenza sociale, ufficio AI, altri uffici) avrebbero dovuto notificare alla Cassa di compensazione un cambiamento di reddito o di sostanza a loro noto o che quest'ultima avrebbe dovuto ottenere le informazioni di propria iniziativa. L'obbligo di informazione della persona assicurata secondo l'art. 24 OPC-AVS/AI mira proprio a garantire, indipendentemente dallo scambio di informazioni da parte delle autorità - scambio che non avviene automaticamente e senza ritardi, in particolare tra gli organi PC e le persone rispettivamente gli organi non incaricati dell'esecuzione delle assicurazioni sociali (comprese le autorità fiscali) (art. 31 cpv. 2 a contrario e art. 32 LPGA) -, il reperimento delle basi necessarie per un calcolo corretto delle prestazioni complementari (anche in termini di tempo). Pertanto, la persona assicurata commette una violazione dell'obbligo di informare, che non può essere definita di lieve entità, se presume che la corretta notifica alle autorità fiscali abbia adempiuto anche agli obblighi nei confronti dell'organo di esecuzione delle PC.”
Gemäss der Rechtsprechung zur Art. 32 ATSG erstreckt sich die gegenseitige Verwaltungshilfe der Organe der Sozialversicherungen auf die Bekanntgabe von Daten der versicherten Person selbst und nicht auf die Weitergabe von Daten Dritter.
“Das Bekanntgeben von Personendaten steht in engem Zusammenhang mit der Amts- und Verwaltungshilfe, die in Art. 32 ATSG geregelt ist und dem Grundsatz folgt, dass Verwaltungs- und Rechtspflegebehörden den Organen der Sozialversicherungen nur auf schriftliche und begründete Anfrage hin im Einzelfall kostenlos diejenigen Daten bekanntgeben, die aus bestimmten, in Art. 32 Abs. 1 lit. a bis lit. d ATSG abschliessend genannten Gründen erforderlich sind (Kurt Pärli, a.a.O., Art. 97 N 5). Gemäss Art. 32 Abs. 2 ATSG leisten die Organe der einzelnen Sozialversicherungen einander unter den gleichen Bedingungen Verwaltungshilfe. Sowohl die Amts- als auch die Verwaltungshilfe betrifft jeweils die Bekanntgabe von Daten der versicherten Person selber und nicht - wie im hier zu beurteilenden Fall - die Bekanntgabe von Daten einer Drittperson.”
“Das Bekanntgeben von Personendaten steht in engem Zusammenhang mit der Amts- und Verwaltungshilfe, die in Art. 32 ATSG geregelt ist und dem Grundsatz folgt, dass Verwaltungs- und Rechtspflegebehörden den Organen der Sozialversicherungen nur auf schriftliche und begründete Anfrage hin im Einzelfall kostenlos diejenigen Daten bekanntgeben, die aus bestimmten, in Art. 32 Abs. 1 lit. a bis lit. d ATSG abschliessend genannten Gründen erforderlich sind (Kurt Pärli, a.a.O., Art. 97 N 5). Gemäss Art. 32 Abs. 2 ATSG leisten die Organe der einzelnen Sozialversicherungen einander unter den gleichen Bedingungen Verwaltungshilfe. Sowohl die Amts- als auch die Verwaltungshilfe betrifft jeweils die Bekanntgabe von Daten der versicherten Person selber und nicht - wie im hier zu beurteilenden Fall - die Bekanntgabe von Daten einer Drittperson.”
Gerichtliche Beweisvorkehrungen, die erhebliche Hinweise auf einen unrechtmässigen Bezug von Leistungen ergeben, rechtfertigen die Mitteilung des Urteils an die zuständige Ausgleichskasse zur Einleitung weiterer Untersuchungen gemäss Art. 32 Abs. 2bis ATSG.
“Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. August 2023 (act. II 18-24) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene, offensichtlich unbegründete Beschwerde ist abzuweisen. Gestützt auf das Ergebnis der gerichtlichen Beweisvorkehrungen bestehen erhebliche Hinweise für einen die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllenden, unrechtmässigen Bezug von Covid-19-Leistungen durch die B.________ GmbH. Hierauf ist einerseits die Beschwerdegegnerin hinzuweisen und andererseits ist das vorliegende Urteil gemäss Art. 32 Abs. 2bis ATSG der Ausgleichskasse des Kantons Bern mitzuteilen, damit diese die erforderlichen Untersuchungen betreffend die B.________ GmbH einleiten kann.”
“Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. August 2023 (act. II 18-24) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene, offensichtlich unbegründete Beschwerde ist abzuweisen. Gestützt auf das Ergebnis der gerichtlichen Beweisvorkehrungen bestehen erhebliche Hinweise für einen die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllenden, unrechtmässigen Bezug von Covid-19-Leistungen durch die B.________ GmbH. Hierauf ist einerseits die Beschwerdegegnerin hinzuweisen und andererseits ist das vorliegende Urteil gemäss Art. 32 Abs. 2bis ATSG der Ausgleichskasse des Kantons Bern mitzuteilen, damit diese die erforderlichen Untersuchungen betreffend die B.________ GmbH einleiten kann.”
Dritte, namentlich Versicherungen, können bei berechtigtem Interesse Zugang zur Akte verlangen; die zuständige Behörde entscheidet darüber. Wird ein Recht auf Zugang anerkannt, kann der Antragsteller zur Einsicht in die Akte eingeladen werden; nur solche Aktenstücke werden kopiert und übermittelt, die in Bezug auf das Auskunftsrecht relevant sind. In klaren, einfachen Fällen kann die Behörde eine vollständige Kopie des Dossiers/Aktenbestands senden. Identität und Anspruch/Interesse des Antragstellers sind formell zu prüfen; der Umfang der gelieferten Kopien darf auf das beschränkt werden, was der Antragsteller als beteiligte Person während des Verfahrens erhalten hätte.
“Si la demande d’accès à la décision ou au dossier provient d’un «tiers concerné», par exemple une assurance dont l’intérêt et les droits résultent de la loi (art. 32 LPGA par exemple) ou d’un contrat (assurance RC d’un véhicule, assurance perte de gain d’un lésé, etc.), ou d’une personne ayant un lien particulier avec celle dont le décès a fait l’objet de l’enquête (frère ou sœur d’un suicidé), elle est traitée par le procureur qui a statué. Si le droit à l’accès est reconnu, le requérant est informé qu’il peut venir consulter le dossier au greffe durant une période dont le début et la fin sont indiqués. En ce qui concerne les demandes émanant des assurances, si, explicitement ou implicitement, le procureur constate que seules certaines pièces du dossier contiennent des éléments en relation avec les questions juridiques fondant leur droit à être renseigné, des copies des pièces leur sont envoyées. Dans les cas simples et limpides (par exemple accident de circulation « bagatelle » traité en affaire de masse), le procureur peut présumer que l’envoi d’une copie complète du dossier est justifié. Dans les autres cas, le tiers concerné – dont l’identité doit être formellement vérifiée – auquel l’accès est donné peut obtenir des copies dans la mesure où, en tant que personne intéressé, il aurait eu accès au dossier lorsque la procédure était en cours.”
Art. 32 Abs. 1 (ATSG/LPGA) erlaubt es den Verwaltungs- und Rechtspflegebehörden, auf schriftliche und begründete Anfrage den Organen der Sozialversicherungen Daten – namentlich auch von Steuerbehörden – zur Verfügung zu stellen. Die Gerichte, insbesondere die kantonalen Versicherungsgerichte, können diese Regelung nach der zitierten Rechtsprechung sinngemäss im Rahmen ihrer Untersuchungsbefugnis (maxime inquisitoire) anwenden, um für die Sachverhaltsfeststellung nötige Auskünfte zu verlangen. Soweit die Rechtsprechung ausführt, kann das öffentliche Interesse an der Verhinderung von Versicherungsmissbrauch das schutzwürdige Interesse der betroffenen Person am Nichtgebrauch solcher Beweismittel überwiegen.
“1 LPGA, les autorités administratives et judiciaires de la Confédération, des cantons, des districts, des circonscriptions et des communes fournissent gratuitement aux organes des assurances sociales, dans des cas particuliers et sur demande écrite et motivée, les données qui leur sont nécessaires pour : fixer ou modifier des prestations, ou encore en réclamer la restitution (let. a) ; prévenir des versements indus (let. b) ; fixer et percevoir les cotisations (let. c) ; faire valoir une prétention récursoire contre le tiers responsable (let. d). d) En l’occurrence, il ne fait aucun doute que l’intimée peut, dans le cadre de ses attributions, requérir des autorités fiscales les renseignements nécessaires afin de prévenir les versements indus (cf. art. 32 al. 1 let. b LPGA). Dans ces conditions, la Cour de céans, en tant qu’elle connaît des recours conformément à l’art. 57 LPGA, peine à concevoir qu’elle ne puisse pas, dans le cadre de la maxime inquisitoire applicable, requérir auprès des mêmes autorités les mêmes renseignements que les organes des assurances sociales. La thèse contraire reviendrait à restreindre la capacité du tribunal cantonal des assurances à établir les faits pertinents de la cause, ce qui ne correspond nullement à la volonté du législateur telle qu’exprimée à l’art. 61 let. c LPGA. Aussi convient-il d’admettre que le principe posé à l’art. 32 al. 1 LPGA est applicable par analogie au tribunal cantonal des assurances. Au surplus, il convient de souligner, comme le Tribunal fédéral a déjà eu l’occasion de le relever, que l’intérêt public à empêcher les abus dans l’assurance prime l’intérêt de la personne concernée à ce que le moyen de preuve ne soit pas exploité (cf. ATF 143 I 377 consid. 5). 4. Le litige porte sur le bien-fondé de la révision procédurale à laquelle a procédé l’intimée, respectivement le bien-fondé de la restitution par la recourante d’un montant de 174'663 fr. 05 correspondant aux prestations complémentaires à l’assurance-vieillesse et survivants qu’elle aurait indûment perçues entre le 1er septembre 2007 et le 31 janvier 2018. 5. a) Selon l'art. 4 al. 1 let. a de la loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI (LPC ; RS 831.30), les personnes qui ont leur domicile et leur résidence habituelle en Suisse ont droit à des prestations complémentaires dès lors qu'elles perçoivent une rente de vieillesse de l’assurance-vieillesse et survivants.”
“1 LPGA, les autorités administratives et judiciaires de la Confédération, des cantons, des districts, des circonscriptions et des communes fournissent gratuitement aux organes des assurances sociales, dans des cas particuliers et sur demande écrite et motivée, les données qui leur sont nécessaires pour : fixer ou modifier des prestations, ou encore en réclamer la restitution (let. a) ; prévenir des versements indus (let. b) ; fixer et percevoir les cotisations (let. c) ; faire valoir une prétention récursoire contre le tiers responsable (let. d). d) En l’occurrence, il ne fait aucun doute que l’intimée peut, dans le cadre de ses attributions, requérir des autorités fiscales les renseignements nécessaires afin de prévenir les versements indus (cf. art. 32 al. 1 let. b LPGA). Dans ces conditions, la Cour de céans, en tant qu’elle connaît des recours conformément à l’art. 57 LPGA, peine à concevoir qu’elle ne puisse pas, dans le cadre de la maxime inquisitoire applicable, requérir auprès des mêmes autorités les mêmes renseignements que les organes des assurances sociales. La thèse contraire reviendrait à restreindre la capacité du tribunal cantonal des assurances à établir les faits pertinents de la cause, ce qui ne correspond nullement à la volonté du législateur telle qu’exprimée à l’art. 61 let. c LPGA. Aussi convient-il d’admettre que le principe posé à l’art. 32 al. 1 LPGA est applicable par analogie au tribunal cantonal des assurances. Au surplus, il convient de souligner, comme le Tribunal fédéral a déjà eu l’occasion de le relever, que l’intérêt public à empêcher les abus dans l’assurance prime l’intérêt de la personne concernée à ce que le moyen de preuve ne soit pas exploité (cf. ATF 143 I 377 consid. 5). 4. Le litige porte sur le bien-fondé de la révision procédurale à laquelle a procédé l’intimée, respectivement le bien-fondé de la restitution par la recourante d’un montant de 174'663 fr. 05 correspondant aux prestations complémentaires à l’assurance-vieillesse et survivants qu’elle aurait indûment perçues entre le 1er septembre 2007 et le 31 janvier 2018. 5. a) Selon l'art. 4 al. 1 let. a de la loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI (LPC ; RS 831.30), les personnes qui ont leur domicile et leur résidence habituelle en Suisse ont droit à des prestations complémentaires dès lors qu'elles perçoivent une rente de vieillesse de l’assurance-vieillesse et survivants.”
“c de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA ; RS 830.1]), il appartient alors à l'autorité de recours d'établir d'office l'ensemble des faits déterminants pour la solution du litige et d'administrer, le cas échéant, les preuves nécessaires (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa ; voir également TF 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.1). b) Selon l’art. 110 de la loi fédérale du 14 décembre 1990 sur l’impôt fédéral direct (LIFD ; RS 642.11), les personnes chargées de l’application de la loi ou qui y collaborent doivent garder le secret sur les faits dont elles ont connaissance dans l’exercice de leur fonction ainsi que sur les délibérations des autorités et refuser aux tiers la consultation des dossiers fiscaux (al. 1). Des renseignements peuvent être communiqués dans la mesure où une base légale de droit fédéral le prévoit expressément (al. 2 ; voir également l’art. 39 al. 1 de la loi fédérale du 14 décembre 1990 sur l’harmonisation des impôts directs des cantons et des communes [LHID ; RS 642.14]). c) En vertu de l’art. 32 al. 1 LPGA, les autorités administratives et judiciaires de la Confédération, des cantons, des districts, des circonscriptions et des communes fournissent gratuitement aux organes des assurances sociales, dans des cas particuliers et sur demande écrite et motivée, les données qui leur sont nécessaires pour : fixer ou modifier des prestations, ou encore en réclamer la restitution (let. a) ; prévenir des versements indus (let. b) ; fixer et percevoir les cotisations (let. c) ; faire valoir une prétention récursoire contre le tiers responsable (let. d). d) En l’occurrence, il ne fait aucun doute que l’intimée peut, dans le cadre de ses attributions, requérir des autorités fiscales les renseignements nécessaires afin de prévenir les versements indus (cf. art. 32 al. 1 let. b LPGA). Dans ces conditions, la Cour de céans, en tant qu’elle connaît des recours conformément à l’art. 57 LPGA, peine à concevoir qu’elle ne puisse pas, dans le cadre de la maxime inquisitoire applicable, requérir auprès des mêmes autorités les mêmes renseignements que les organes des assurances sociales.”
Ein schriftliches, begründetes Gesuch nach Art. 32 ATSG kann in der Praxis oft durch den Hinweis auf ein anhängiges Strafverfahren begründet werden. Das Gesuch muss jedoch mindestens kurz und konkret darlegen, weshalb die Einsicht (z. B. weil das Strafverfahren für die Leistungsprüfung relevant ist) für die Erfüllung der in Art. 32 genannten Zwecke erforderlich ist.
“L’obbligo di motivazione impone di menzionare, almeno brevemente, i motivi che hanno spinto l’autorità a decidere in un senso piuttosto che nell’altro e di porre dunque l’interessato nelle condizioni di rendersi conto della portata della pronuncia e delle eventuali possibilità di una sua censura presso un’istanza superiore, che deve poter esercitare il controllo (decisione TF 6B_106/2021 del 29.11.2021 consid. 3.1.; ZK StPO – D. BRÜSCHWEILER / R. NADIG / R. SCHNEEBELI, op. cit., art. 80 CPP n. 2). 2.4. 2.4.1. Il reclamante censura la carenza di motivazione dell’istanza della SUVA Prestazioni assicurative e del decreto 4.10.2021. 2.4.2. Si è detto che con istanza 8/10.9.2021 la SUVA Prestazioni assicurative, in relazione all’inc. MP 2021.1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio il 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Essa stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. Ora, con tale motivazione l’istante ha compiutamente spiegato i motivi che la inducevano a presentare istanza di accesso agli atti: preso atto dell’esistenza di un procedimento penale promosso nel 2021, come risultava dall’estratto del casellario giudiziario, si trattava di rivalutare la posizione di RE 1, che il 27.3.2020 aveva subito un infortunio per il quale percepiva prestazioni da parte della SUVA Prestazioni assicurative. Il riferimento all’art. 32 LPGA [secondo cui le autorità amministrative e giudiziarie della Confederazione, dei Cantoni, distretti, circoli e Comuni comunicano gratuitamente agli organi delle singole assicurazioni sociali, su richiesta scritta e motivata nei singoli casi, i dati necessari per: a. determinare o modificare prestazioni o chiederne la restituzione; b. prevenire versamenti indebiti; c. fissare e riscuotere i contributi; d.”
“1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio il 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Essa stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. Ora, con tale motivazione l’istante ha compiutamente spiegato i motivi che la inducevano a presentare istanza di accesso agli atti: preso atto dell’esistenza di un procedimento penale promosso nel 2021, come risultava dall’estratto del casellario giudiziario, si trattava di rivalutare la posizione di RE 1, che il 27.3.2020 aveva subito un infortunio per il quale percepiva prestazioni da parte della SUVA Prestazioni assicurative. Il riferimento all’art. 32 LPGA [secondo cui le autorità amministrative e giudiziarie della Confederazione, dei Cantoni, distretti, circoli e Comuni comunicano gratuitamente agli organi delle singole assicurazioni sociali, su richiesta scritta e motivata nei singoli casi, i dati necessari per: a. determinare o modificare prestazioni o chiederne la restituzione; b. prevenire versamenti indebiti; c. fissare e riscuotere i contributi; d. intraprendere azioni di regresso contro terzi responsabili (cpv. 1)] confermava del resto le ragioni dell’istanza. 2.4.3. 2.4.3.1. Anche il decreto 4.10.2021 è sufficientemente motivato. Il magistrato inquirente ha spiegato che gli atti del procedimento penale servivano alla SUVA Prestazioni assicurative per valutare la sua responsabilità in merito alle prestazioni erogate per l’infortunio di RE 1 del 27.3.2020 rispettivamente per valutare la posizione di quest’ultimo nell’azienda.”
“1447 è in seguito stato esteso, per questi fatti e per fattispecie analoghe, anche ad altre persone, tra le quali RE 1: i coimputati, che hanno sostanzialmente ammesso i fatti, l’hanno indicato come la persona che avrebbe fornito la documentazione (in particolare i bilanci) fittizia da allegare alle richieste dei crediti covid e che, per questo, avrebbe percepito il 30% del credito covid ricevuto dalle società richiedenti. Il procedimento penale in questione è ancora in corso. c. Con istanza 8/10.9.2021 la SUVA Prestazioni assicurative, in relazione all’inc. MP 2021.1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio in data 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Ha aggiunto che stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. d. Con decreto 4.10.2021 il pubblico ministero ha accolto l’istanza. Il magistrato inquirente, preso atto che RE 1 si era opposto all’istanza e che le altre parti al procedimento si erano rimesse al giudizio del procuratore pubblico senza osservazioni, richiamato il diritto applicabile, ha anzitutto ritenuto che la SUVA Prestazioni assicurative fosse pacificamente qualificabile come terzo giusta l’art. 101 cpv. 3 CPP. L’istanza era inoltre sufficientemente motivata, posto come gli atti del procedimento servivano all’assicurazione per valutare la sua responsabilità in merito alle prestazioni erogate per l’infortunio di RE 1 del 27.3.2020 rispettivamente per valutare la posizione di questi nell’azienda. Ha quindi concluso che la SUVA Prestazioni assicurative fosse legittimata a ricevere gli atti, in particolare in considerazione del fatto che il periodo successivo all’infortunio, durante il quale erano state erogate le prestazioni assicurative, coincideva con il periodo contestato all’imputato nel corso del quale avrebbe agito illecitamente per ottenere l’incasso di più crediti covid.”
In der Praxis werden nach Art. 32 ATSG unter anderem Mitteilungen an Koordinationsstellen (z. B. VOSTRA, KOST), an kantonale Bevölkerungs-/Migrationsstellen sowie an betroffene Versicherer weitergeleitet. Diese Praxis ergibt sich aus den zitierten Fällen.
“Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an − die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an − die Vorinstanz mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilungen (betr. erstinstanzliche Dispositiv-Ziffern 6, 7 und 8) - 11 - − die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 21/2 − die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten − die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG) − die D._____ AG als Unfallversicherer der Geschädigten (Art. 32 ATSG, Vers.-Nr. ...).”
“________ la différence entre cette rémunération et les honoraires que celle-ci aurait touchés comme défenseuse privée (art. 135 al. 4 CPP) ; - ordonné : 1. la destruction des deux couteaux saisis (art. 69 CP) ; 2. que l’effacement du profil d’ADN prélevé sur la personne de A.________ et répertorié sous le numéro PCN ________ soit effectué après l’échéance du délai prévu par la loi, le présent jugement valant approbation (art. 16 al. 1 let. e de la Loi sur les profils d’ADN) ; 3. que l’effacement des données signalétiques biométriques prélevées sur la personne de A.________ et répertoriées sous le numéro PCN ________ soit effectué par le service chargé de la gestion d’AFIS après l’échéance du délai prévu par la loi, le présent jugement valant approbation (art. 17 al. 1 let. e en relation avec l’art. 19 al. 1 de l’Ordonnance sur le traitement des données signalétiques biométriques) ; 4. la notification du jugement par écrit aux parties ; 5. la communication du jugement par écrit au Service de coordination chargé du casier judiciaire en extrait, à P.________ SA (art. 32 LPGA) et à l’Office cantonal de la population et des migrations. 2.3 Par courrier du 6 novembre 2019 (D. 569), le Ministère public du canton de Berne, Région Jura bernois-Seeland, a annoncé l'appel. 3. Deuxième instance 3.1 Par mémoire du 15 juin 2019 (D. 645), le Parquet général a déclaré l'appel, en précisant que ce dernier est dirigé contre le jugement attaqué dans sa quasi-totalité. 3.2 Suite à l’ordonnance du 19 juin 2020 (D. 648), A.________ a renoncé à déclarer un appel joint et à présenter une demande de non-entrée en matière (courrier du 8 juillet 2020, D. 658). 3.3 Un nouvel extrait du casier judiciaire suisse a été requis (D. 660). 3.4 En vue des débats en appel, il a été ordonné la comparution personnelle de A.________, Me B.________, un(e) représentant(e) du Parquet général et D.________ en qualité de traductrice (voir les citations, D. 661-664 et 688-690). 3.5 Lors de l’audience des débats en appel le 11 novembre 2020, les parties ont retenu les conclusions finales suivantes, étant rappelé qu’il est conforme au droit fédéral de faire plaider la partie appelante en premier (arrêt du Tribunal fédéral 6B_532/2012 du 8 avril 2013 consid.”
Bei Abweisung des Auskunftsgesuchs sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 32 Abs. 1 ATSG).
“2 Vorliegend haben die möglichen Ansprüche der Gesuchstellerin nach dem bereits Ausgeführten keinen direkten Zusammenhang mit dem Verfahren VB.2021.00363 und bleibt gar unklar, ob sie überhaupt Leistungen des Gesuchgegners vergütet hat, also überhaupt ein Rückforderungsanspruch vorliegen könnte. Es kommt hinzu, dass die Gesuchstellerin auf der Grundlage des Medizinalberuferegisters ohne grossen Aufwand klären kann, ob einzelne Ärztinnen und Ärzte über eine Berufsausübungsbewilligung verfügen, und damit auf die verlangte Auskunft gar nicht angewiesen ist. Demgegenüber enthält das Urteil nicht nur Informationen über den Bewilligungsstatus des Gesuchsgegners, sondern auch über dessen Lohnhöhe sowie das Anstellungsverhältnis bei der Gesuchsgegnerin. Der Gesuchgegner hat ein schützenswertes Interesse an der Geheimhaltung dieser Informationen, das unter den vorliegenden Umständen dem Interesse der Gesuchstellerin an der Kenntnisnahme seines Namens vorgeht. 4. Nach dem Gesagten ist das Gesuch abzuweisen. Verfahrenskosten sind keine aufzuerlegen (siehe Art. 32 Abs. 1 ATSG). Weil es sich vorliegend um ein erstinstanzliches Verfahren der Justizverwaltung handelt, steht dem Gesuchgegner keine Parteientschädigung zu (§ 17 Abs. 1 VRG). 5. Zur Rechtsmittelbelehrung im nachfolgenden Dispositiv ist Folgendes anzumerken: Bei der vorliegenden Verfügung handelt es sich um einen Justizverwaltungsakt des Verwaltungsgerichts. Nach § 43 Abs. 2 lit. a VRG sind Justizverwaltungsakte des Verwaltungsgerichts, die dieses – wie hier – als einzige Instanz getroffen hat, mit Beschwerde beim Obergericht anzufechten. Zwar erklärt § 8a Satz 1 der Organisationsverordnung des Verwaltungsgerichts vom 23. August 2010 (LS 175.21) die Verwaltungskommission als zuständige Instanz für "Rechtsmittel gegen gerichtsinterne Entscheide in Justizverwaltungsgeschäften", ein solches gerichtsinternes Rechtsmittel kennt das Verwaltungsrechtspflegegesetz indes nicht. Nach der Weisung zu § 43 Abs. 2 lit. a VRG sollen die obersten Gerichte einen gerichtsinternen Rechtsmittelzug in ihren Organisationserlassen selbst regeln können, "soweit überhaupt Normierungsbedarf besteht" (ABl.”
Sozialversicherungen (z. B. SUVA) können auf Grundlage von Art. 32 ATSG ein berechtigtes rechtliches Interesse an der Einsicht in strafprozessuale Akten geltend machen und entsprechende Akteneinsicht beantragen, sofern diese Einsicht für die Beurteilung oder Anpassung von Leistungen bzw. zur Verhinderung oder Rückforderung unrechtmässig erbrachter Zahlungen erforderlich und begründet ist.
“2021 da lei presentata – è assicurato anche RE 1, fatto – questo – da lui non contestato. Essa, in tale veste, giusta il già citato art. 32 cpv. 1 LPGA – ovvero per legge – può esaminare i dati necessari, anche delle autorità giudiziarie, per segnatamente determinare o modificare prestazioni o chiederne la restituzione e prevenire versamenti indebiti. Ritenuto che il 27.3.2020 RE 1 avrebbe subito un infortunio, per il quale la SUVA gli eroga prestazioni, fatto non negato dal reclamante, e che il periodo successivo all’infortunio, durante il quale sono state versate le prestazioni assicurative, coincide con il periodo contestato all’imputato nel corso del quale avrebbe agito illecitamente per ottenere l’incasso di più crediti covid, come evidenziato dal magistrato inquirente, si giustifica permettere alla SUVA Prestazioni assicurative l’esame degli atti del procedimento penale. E questo proprio in ragione delle sue competenze di cui all’art. 32 LPGA, ovvero – segnatamente – per valutare se modificare le prestazioni a favore di RE 1 o, se del caso, se chiederne la restituzione oppure prevenire indebiti versamenti. I menzionati compiti dell’assicurazione istante fondano un suo interesse personale ed effettivo ad accedere agli atti del procedimento prevalente sugli interessi di RE 1: è infatti manifesto che essa, in considerazione dei compiti di legge, debba tempestivamente intervenire per contrastare possibili indebiti versamenti di prestazioni e/o per evitare possibili abusi in merito. Dagli atti non si evincono peraltro (ulteriori) interessi privati rispettivamente interessi pubblici contrari all’accesso agli atti del procedimento, che difatti RE 1 medesimo non menziona. Si deve quindi riconoscere alla SUVA Prestazioni assicurative un interesse giuridico legittimo giusta l’art. 101 cpv. 3 CPP ad accedere agli atti del procedimento che concerne RE 1.”
“1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio il 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Essa stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. Ora, con tale motivazione l’istante ha compiutamente spiegato i motivi che la inducevano a presentare istanza di accesso agli atti: preso atto dell’esistenza di un procedimento penale promosso nel 2021, come risultava dall’estratto del casellario giudiziario, si trattava di rivalutare la posizione di RE 1, che il 27.3.2020 aveva subito un infortunio per il quale percepiva prestazioni da parte della SUVA Prestazioni assicurative. Il riferimento all’art. 32 LPGA [secondo cui le autorità amministrative e giudiziarie della Confederazione, dei Cantoni, distretti, circoli e Comuni comunicano gratuitamente agli organi delle singole assicurazioni sociali, su richiesta scritta e motivata nei singoli casi, i dati necessari per: a. determinare o modificare prestazioni o chiederne la restituzione; b. prevenire versamenti indebiti; c. fissare e riscuotere i contributi; d. intraprendere azioni di regresso contro terzi responsabili (cpv. 1)] confermava del resto le ragioni dell’istanza. 2.4.3. 2.4.3.1. Anche il decreto 4.10.2021 è sufficientemente motivato. Il magistrato inquirente ha spiegato che gli atti del procedimento penale servivano alla SUVA Prestazioni assicurative per valutare la sua responsabilità in merito alle prestazioni erogate per l’infortunio di RE 1 del 27.3.2020 rispettivamente per valutare la posizione di quest’ultimo nell’azienda.”
Angaben zur Haushaltszugehörigkeit können, soweit sie zur Verhütung unrechtmässiger Leistungen erforderlich sind, im Rahmen von Art. 32 übermittelt werden.
“d) Les griefs formulés à réitérées reprises par la recourante quant à la transmission de données sensibles entre l’intimée, l’AAS et le CSR, ne sauraient être examinés par la Cour de céans dans la mesure où ils excèdent l’objet du litige circonscrit par la décision sur opposition querellée. On soulignera toutefois, à titre informatif, la teneur de l’art. 32 LPGA. Cette disposition a trait à l’assistance administrative et prévoit expressément que les autorités administratives et judiciaires de la Confédération, des cantons, des districts, des circonscriptions et des communes fournissent gratuitement aux organes des assurances sociales, dans des cas particuliers et sur demande écrite et motivée, les données qui leur sont nécessaires pour notamment fixer et modifier des prestations, ou encore en réclamer la restitution (al. 1 let. a), ainsi que prévenir des versements indus (al. 1 let. b). Quoi que soutienne la recourante, qui ne conteste pas faire ménage commun avec son fils, la transmission d’informations entre les organes compétents en matière de revenu d’insertion, servi à ce dernier, et l’intimée n’apparaît pas excéder les buts déterminés par l’art. 32 LPGA. 3. Des modifications législatives et réglementaires sont entrées en vigueur au 1er janvier 2021 dans le cadre de la Réforme des PC (LPC, modification du 22 mars 2019, RO 2020 585 ; OPC-AVS/AI [ordonnance du 15 janvier 1971 sur les prestations complémentaires à l’assurance-vieillesse, survivants et invalidité ; RS 831.301], modification du 14 octobre 2020, RO 2020 4617). Conformément aux principes généraux en matière de droit transitoire, le nouveau droit est applicable au cas particulier, au vu de la date de la décision litigieuse et de la période concernée (ATF 144 V 210 consid 4.3.1 ; 138 V 176 consid. 7.1 ; TF 9C_881/2018 du 6 mars 2019 consid. 4.1). 4. a) Les personnes qui ont leur domicile et leur résidence habituelle (art. 13 LPGA) en Suisse ont droit à des prestations complémentaires, notamment dès lors qu'elles perçoivent une rente de vieillesse de l’assurance-vieillesse et survivants (art. 4 al. 1, let. a, LPC). En vertu de l'art. 3 al. 1 LPC, les prestations complémentaires se composent de la prestation complémentaire annuelle (let.”
Der Austausch von Informationen zwischen Behörden entbindet die versicherte Person nicht von ihrer Mitwirkungspflicht. Die versicherte Person bleibt verpflichtet, Änderungen selbst zu melden und erforderliche Auskünfte zu erteilen, weil ein behördlicher Informationsaustausch nicht automatisch und verzögerungsfrei erfolgt.
“e 3.2), il beneficiario non può sottrarsi all'obbligo legale di notifica adducendo che altre autorità con cui ha avuto a che fare (autorità fiscali o di assistenza sociale, ufficio AI, altri uffici) avrebbero dovuto notificare alla Cassa di compensazione un cambiamento di reddito o di sostanza a loro noto o che quest'ultima avrebbe dovuto ottenere le informazioni di propria iniziativa. L'obbligo di informazione della persona assicurata secondo l'art. 24 OPC-AVS/AI mira proprio a garantire, indipendentemente dallo scambio di informazioni da parte delle autorità - scambio che non avviene automaticamente e senza ritardi, in particolare tra gli organi PC e le persone rispettivamente gli organi non incaricati dell'esecuzione delle assicurazioni sociali (comprese le autorità fiscali) (art. 31 cpv. 2 a contrario e art. 32 LPGA) -, il reperimento delle basi necessarie per un calcolo corretto delle prestazioni complementari (anche in termini di tempo). Pertanto, la persona assicurata commette una violazione dell'obbligo di informare, che non può essere definita di lieve entità, se presume che la corretta notifica alle autorità fiscali abbia adempiuto anche agli obblighi nei confronti dell'organo di esecuzione delle PC. In concreto, la ricorrente non si è peraltro informata e non ha verificato se ciò fosse effettivamente il caso e se la Cassa cantonale di compensazione fosse stata messa a conoscenza dell'esistenza della rendita di vedovanza straniera (Valterio, Commentaire de la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI, 2015, n. 120 pag. 294).”
“Le comportement de l'assuré relève d'une négligence grave, ce qui exclut sa bonne foi et, partant, également la remise de l'obligation de restituer les montants en cause.". Inoltre, sempre secondo la giurisprudenza (STF 9C_834/2010 del 2 dicembre 2010, consid. 2.2. e 3.2), il beneficiario non può sottrarsi all'obbligo legale di notifica adducendo che altre autorità con cui ha avuto a che fare (autorità fiscali o di assistenza sociale, ufficio AI, altri uffici) avrebbero dovuto notificare alla Cassa di compensazione un cambiamento di reddito o di sostanza a loro noto o che quest'ultima avrebbe dovuto ottenere le informazioni di propria iniziativa. L'obbligo di informazione della persona assicurata secondo l'art. 24 OPC-AVS/AI mira proprio a garantire, indipendentemente dallo scambio di informazioni da parte delle autorità - scambio che non avviene automaticamente e senza ritardi, in particolare tra gli organi PC e le persone rispettivamente gli organi non incaricati dell'esecuzione delle assicurazioni sociali (comprese le autorità fiscali) (art. 31 cpv. 2 a contrario e art. 32 LPGA) -, il reperimento delle basi necessarie per un calcolo corretto delle prestazioni complementari (anche in termini di tempo). Pertanto, la persona assicurata commette una violazione dell'obbligo di informare, che non può essere definita di lieve entità, se presume che la corretta notifica alle autorità fiscali abbia adempiuto anche agli obblighi nei confronti dell'organo di esecuzione delle PC.”
„Unter den gleichen Bedingungen" bedeutet, dass die gegenseitige Verwaltungshilfe der Organe der einzelnen Sozialversicherungen auf schriftliche und begründete Anfrage im Einzelfall und unentgeltlich zu erfolgen hat. Die damit verbundene Datenbekanntgabe erstreckt sich auf die in Art. 32 Abs. 1 lit. a–d genannten Zwecke (Festsetzung/Änderung/Rückforderung von Leistungen; Verhinderung ungerechtfertigter Bezüge; Festsetzung und Bezug der Beiträge; Rückgriff auf haftpflichtige Dritte).
“Gemäss Art. 32 Abs. 1 ATSG geben die Verwaltungs- und Rechtspflegebehörden des Bundes, der Kantone, Bezirke, Kreise und Gemeinden den Organen der einzelnen Sozialversicherungen auf schriftliche und begründete Anfrage im Einzelfall kostenlos diejenigen Daten bekannt, die erforderlich sind für: a.) die Festsetzung, Änderung oder Rückforderung von Leistungen; b.) die Verhinderung ungerechtfertigter Bezüge; c.) die Festsetzung und den Bezug der Beiträge; d.) den Rückgriff auf haftpflichtige Dritte. Unter den gleichen Bedingungen leisten die Organe der einzelnen Sozialversicherungen einander Verwaltungshilfe (Art. 32 Abs. 2 ATSG).”
“Gemäss Art. 32 Abs. 1 ATSG geben die Verwaltungs- und Rechtspflegebehörden des Bundes, der Kantone, Bezirke, Kreise und Gemeinden den Organen der einzelnen Sozialversicherungen auf schriftliche und begründete Anfrage im Einzelfall kostenlos diejenigen Daten bekannt, die erforderlich sind für: a.) die Festsetzung, Änderung oder Rückforderung von Leistungen; b.) die Verhinderung ungerechtfertigter Bezüge; c.) die Festsetzung und den Bezug der Beiträge; d.) den Rückgriff auf haftpflichtige Dritte. Unter den gleichen Bedingungen leisten die Organe der einzelnen Sozialversicherungen einander Verwaltungshilfe (Art. 32 Abs. 2 ATSG).”
Vor dem Abweisungsentscheid hat die Verwaltung im Rahmen ihres Untersuchungsauftrags geeignete Abklärungen zu treffen und, soweit zumutbar, fehlende Unterlagen aktiv bei zuständigen Stellen (z. B. USSI, Ausgleichskasse) anzufordern. Ein sofortiger Abweisungsentscheid allein wegen fehlender Unterlagen ist vermeidbar, wenn die benötigten Daten vernünftigerweise und ohne unverhältnismässigen Aufwand von anderen Behörden beschafft werden können.
“In effetti, conformemente al dianzi richiamato principio inquisitorio, incombe primariamente all’amministrazione di determinare, in base allo stato dei fatti da chiarire, quali sono le più opportune misure istruttorie da mettere in pratica, ritenuto che “se elle estime que l'état de fait déterminant n'est pas suffisamment établi, ou qu'il existe des doutes sérieux quant à la valeur probante des éléments recueillis, l'administration doit mettre en oeuvre les mesures nécessaires au complément de l'instruction“ (cfr. STFA U 316/06 del 6 luglio 2007 consid. 3.1.1). Per venire alla fattispecie qui in oggetto, vista la giurisprudenza menzionata sopra, l’Ufficio AI, confrontato con il mancato invio, da parte dell’assicurato, dei documenti richiesti (ovvero copia della sentenza di divorzio, del certificato di famiglia o dei documenti d'identità dei figli e della decisione rilasciata dall'USSI), avrebbe potuto e dovuto, a mente di questo TCA, tentare di acquisire i dati richiesti direttamente, segnatamente richiedendoli presso l’USSI - il quale eroga all’assicurato prestazioni di sostegno sociale almeno a far tempo dal mese di ottobre 2020, come si evince dallo scritto inviato dal medesimo USSI all’Ufficio AI il 15 aprile 2021; doc. AI pag. 171 - o presso la Cassa di compensazione (cfr. l’art. 43 cpv. 1 LPGA in relazione all’art. 28 cpv. 3 LPGA, all’art. 32 LPGA (Assistenza giudiziaria e amministrativa) e agli art. 6 a LAI e art. 69 OAI), o ancora, presso i responsabili del __________ che già avevano preso contatto con l’Ufficio AI (doc. AI pag. 147) o eventualmente anche tramite lo psichiatra curante. Avrebbe pure potuto tentare di convocare l’assicurato per un colloquio (art. 69 OAI). Dall’incarto si evince tra l’altro come l’USSI avesse nel luglio 2015 provveduto ad acquisire dall’assicurato parte dei documenti richiesti dall’Ufficio AI (doc. AI pag. 129). Tali passi istruttori non avrebbero in effetti presentato particolari difficoltà o complicazioni. Sia peraltro sottolineato che la sanzione dell’amministrazione, consistente nel rigetto della richiesta di prestazioni, appare in ogni modo a maggior ragione affrettata e non condivisibile ove si osservi che la documentazione richiesta e non prodotta dall’assicurato non riguarda l’accertamento del suo stato di salute e della sua abilità lavorativa e, quindi, i presupposti materiali del diritto ad una rendita d’invalidità (cfr.”
Die Einholung von Verwaltungshilfe nach Art. 32 Abs. 2 ATSG kann im Verfahren zu merklichen Verzögerungen führen. Im vorliegenden Entscheid wurde die Fristüberschreitung dadurch verursacht, dass notwendige Abklärungen durch die IV einzuleiten waren und zugleich Verzögerungsursachen in der Sphäre der Anspruchsinhaberin sowie in nur beschränkt beeinflussbaren internen Abläufen der IV lagen; die verfahrensführende Behörde wurde dafür nicht als allein verantwortlich angesehen.
“Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens IV/2019/584 legte sie dar, dass – und weshalb – aufgrund der Ehescheidung sowie des Umzugs der Beschwerdeführerin ein erneuter Abklärungsbedarf in Form einer weiteren Abklärung an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 IVV; Rz. 2114 ff. KSVI) entstand (act. IIa 215, 218), wobei die materielle Frage der Notwendigkeit dieser Sachverhaltserhebungen im VGE IV/2019/584 (act. IIa 223) nicht zu beurteilen war. Im Nachgang zu diesem gerichtlichen Erkenntnis, in welchem eine Rechtsverzögerung festgestellt und die Beschwerdegegnerin aufgefordert worden war, innert 30 Tagen entweder einen weiteren Vorbescheid oder eine anfechtbare Verfügung zu erlassen, setzte die Beschwerdegegnerin alles daran, das Verwaltungsverfahren zeitnah abzuschliessen. Da sie jedoch den besagten weiteren Abklärungsbedarf ortete, der auf eine Veränderung der persönlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin zurückzuführen war, konnte sie die angesetzte 30-tägige Frist nicht einhalten, zumal hierfür die Verwaltungshilfe der IV... initiiert werden musste (act. IIa 229; vgl. Art. 32 Abs. 2 ATSG), was zu weiteren Verzögerungen führte. Gegen die von der Beschwerdegegnerin veranlassten Abklärungen opponierte die Beschwerdeführerin nicht (act. IIa 237), sondern bat lediglich um beförderliche Behandlung und ersuchte für sich selber um grosszügige Fristerstreckungen (act. IIa 252). Auch die wiederholten Akteneinsichtsgesuche (act. IIa 240-244, 247-251, 272-276) führten zu einer Verfahrensverzögerung, musste die Beschwerdegegnerin doch annehmen, gestützt auf die verlangte Akteneinsicht erfolge eine weitere Eingabe. Die Fristversäumnis hatte nach dem Gesagten nicht die Beschwerdegegnerin selbst zu verantworten, hatte sie ihren Ursprung doch in der Sphäre der Beschwerdeführerin sowie in den nur beschränkt beeinflussbaren internen Abläufen der IV.... Die Beschwerdegegnerin blieb indessen nicht untätig, sie aktualisierte die medizinische Aktenlage (act. II 226 f., 230) und wirkte bei der IV... auf eine Beschleunigung der Angelegenheit hin (act. IIa 233, 235, 239, 243). Nach dem Eingang des Abklärungsberichts (act.”
“Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens IV/2019/584 legte sie dar, dass – und weshalb – aufgrund der Ehescheidung sowie des Umzugs der Beschwerdeführerin ein erneuter Abklärungsbedarf in Form einer weiteren Abklärung an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 IVV; Rz. 2114 ff. KSVI) entstand (act. IIa 215, 218), wobei die materielle Frage der Notwendigkeit dieser Sachverhaltserhebungen im VGE IV/2019/584 (act. IIa 223) nicht zu beurteilen war. Im Nachgang zu diesem gerichtlichen Erkenntnis, in welchem eine Rechtsverzögerung festgestellt und die Beschwerdegegnerin aufgefordert worden war, innert 30 Tagen entweder einen weiteren Vorbescheid oder eine anfechtbare Verfügung zu erlassen, setzte die Beschwerdegegnerin alles daran, das Verwaltungsverfahren zeitnah abzuschliessen. Da sie jedoch den besagten weiteren Abklärungsbedarf ortete, der auf eine Veränderung der persönlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin zurückzuführen war, konnte sie die angesetzte 30-tägige Frist nicht einhalten, zumal hierfür die Verwaltungshilfe der IV... initiiert werden musste (act. IIa 229; vgl. Art. 32 Abs. 2 ATSG), was zu weiteren Verzögerungen führte. Gegen die von der Beschwerdegegnerin veranlassten Abklärungen opponierte die Beschwerdeführerin nicht (act. IIa 237), sondern bat lediglich um beförderliche Behandlung und ersuchte für sich selber um grosszügige Fristerstreckungen (act. IIa 252). Auch die wiederholten Akteneinsichtsgesuche (act. IIa 240-244, 247-251, 272-276) führten zu einer Verfahrensverzögerung, musste die Beschwerdegegnerin doch annehmen, gestützt auf die verlangte Akteneinsicht erfolge eine weitere Eingabe. Die Fristversäumnis hatte nach dem Gesagten nicht die Beschwerdegegnerin selbst zu verantworten, hatte sie ihren Ursprung doch in der Sphäre der Beschwerdeführerin sowie in den nur beschränkt beeinflussbaren internen Abläufen der IV.... Die Beschwerdegegnerin blieb indessen nicht untätig, sie aktualisierte die medizinische Aktenlage (act. II 226 f., 230) und wirkte bei der IV... auf eine Beschleunigung der Angelegenheit hin (act. IIa 233, 235, 239, 243). Nach dem Eingang des Abklärungsberichts (act.”
Nach Art. 32 ATSG/LPGA kann ein Träger der Sozialversicherung (z. B. SUVA) beim Strafverfahren die Übermittlung oder Einsicht in die Akten schriftlich und mit Gründen beantragen, soweit dies zur Beurteilung der Leistungspflicht, zur Prüfung der Leistungsberechtigung oder für Regressfragen erforderlich ist. Solche Anträge sind zu begründen; das vorliegende Entscheidsmaterial zeigt, dass ein staatsanwaltschaftliches Zugeständnis in der Praxis erteilt werden kann, wenn die Relevanz der Akten für die versicherungsrechtliche Prüfung hinreichend dargelegt ist.
“1447 è in seguito stato esteso, per questi fatti e per fattispecie analoghe, anche ad altre persone, tra le quali RE 1: i coimputati, che hanno sostanzialmente ammesso i fatti, l’hanno indicato come la persona che avrebbe fornito la documentazione (in particolare i bilanci) fittizia da allegare alle richieste dei crediti covid e che, per questo, avrebbe percepito il 30% del credito covid ricevuto dalle società richiedenti. Il procedimento penale in questione è ancora in corso. c. Con istanza 8/10.9.2021 la SUVA Prestazioni assicurative, in relazione all’inc. MP 2021.1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio in data 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Ha aggiunto che stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. d. Con decreto 4.10.2021 il pubblico ministero ha accolto l’istanza. Il magistrato inquirente, preso atto che RE 1 si era opposto all’istanza e che le altre parti al procedimento si erano rimesse al giudizio del procuratore pubblico senza osservazioni, richiamato il diritto applicabile, ha anzitutto ritenuto che la SUVA Prestazioni assicurative fosse pacificamente qualificabile come terzo giusta l’art. 101 cpv. 3 CPP. L’istanza era inoltre sufficientemente motivata, posto come gli atti del procedimento servivano all’assicurazione per valutare la sua responsabilità in merito alle prestazioni erogate per l’infortunio di RE 1 del 27.3.2020 rispettivamente per valutare la posizione di questi nell’azienda. Ha quindi concluso che la SUVA Prestazioni assicurative fosse legittimata a ricevere gli atti, in particolare in considerazione del fatto che il periodo successivo all’infortunio, durante il quale erano state erogate le prestazioni assicurative, coincideva con il periodo contestato all’imputato nel corso del quale avrebbe agito illecitamente per ottenere l’incasso di più crediti covid.”
“1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio il 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Essa stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. Ora, con tale motivazione l’istante ha compiutamente spiegato i motivi che la inducevano a presentare istanza di accesso agli atti: preso atto dell’esistenza di un procedimento penale promosso nel 2021, come risultava dall’estratto del casellario giudiziario, si trattava di rivalutare la posizione di RE 1, che il 27.3.2020 aveva subito un infortunio per il quale percepiva prestazioni da parte della SUVA Prestazioni assicurative. Il riferimento all’art. 32 LPGA [secondo cui le autorità amministrative e giudiziarie della Confederazione, dei Cantoni, distretti, circoli e Comuni comunicano gratuitamente agli organi delle singole assicurazioni sociali, su richiesta scritta e motivata nei singoli casi, i dati necessari per: a. determinare o modificare prestazioni o chiederne la restituzione; b. prevenire versamenti indebiti; c. fissare e riscuotere i contributi; d. intraprendere azioni di regresso contro terzi responsabili (cpv. 1)] confermava del resto le ragioni dell’istanza. 2.4.3. 2.4.3.1. Anche il decreto 4.10.2021 è sufficientemente motivato. Il magistrato inquirente ha spiegato che gli atti del procedimento penale servivano alla SUVA Prestazioni assicurative per valutare la sua responsabilità in merito alle prestazioni erogate per l’infortunio di RE 1 del 27.3.2020 rispettivamente per valutare la posizione di quest’ultimo nell’azienda.”
“L’obbligo di motivazione impone di menzionare, almeno brevemente, i motivi che hanno spinto l’autorità a decidere in un senso piuttosto che nell’altro e di porre dunque l’interessato nelle condizioni di rendersi conto della portata della pronuncia e delle eventuali possibilità di una sua censura presso un’istanza superiore, che deve poter esercitare il controllo (decisione TF 6B_106/2021 del 29.11.2021 consid. 3.1.; ZK StPO – D. BRÜSCHWEILER / R. NADIG / R. SCHNEEBELI, op. cit., art. 80 CPP n. 2). 2.4. 2.4.1. Il reclamante censura la carenza di motivazione dell’istanza della SUVA Prestazioni assicurative e del decreto 4.10.2021. 2.4.2. Si è detto che con istanza 8/10.9.2021 la SUVA Prestazioni assicurative, in relazione all’inc. MP 2021.1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio il 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Essa stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. Ora, con tale motivazione l’istante ha compiutamente spiegato i motivi che la inducevano a presentare istanza di accesso agli atti: preso atto dell’esistenza di un procedimento penale promosso nel 2021, come risultava dall’estratto del casellario giudiziario, si trattava di rivalutare la posizione di RE 1, che il 27.3.2020 aveva subito un infortunio per il quale percepiva prestazioni da parte della SUVA Prestazioni assicurative. Il riferimento all’art. 32 LPGA [secondo cui le autorità amministrative e giudiziarie della Confederazione, dei Cantoni, distretti, circoli e Comuni comunicano gratuitamente agli organi delle singole assicurazioni sociali, su richiesta scritta e motivata nei singoli casi, i dati necessari per: a. determinare o modificare prestazioni o chiederne la restituzione; b. prevenire versamenti indebiti; c. fissare e riscuotere i contributi; d.”
“1447 è in seguito stato esteso, per questi fatti e per fattispecie analoghe, anche ad altre persone, tra le quali RE 1: i coimputati, che hanno sostanzialmente ammesso i fatti, l’hanno indicato come la persona che avrebbe fornito la documentazione (in particolare i bilanci) fittizia da allegare alle richieste dei crediti covid e che, per questo, avrebbe percepito il 30% del credito covid ricevuto dalle società richiedenti. Il procedimento penale in questione è ancora in corso. c. Con istanza 8/10.9.2021 la SUVA Prestazioni assicurative, in relazione all’inc. MP 2021.1447, ha indicato che RE 1, suo assicurato, aveva subito un infortunio in data 27.3.2020, per il quale stava percependo prestazioni. Ha aggiunto che stava rivalutando la di lei responsabilità per quanto atteneva all’erogazione di prestazioni per questo infortunio rispettivamente la di lui funzione all’interno dell’azienda al momento dell’infortunio. L’estratto del casellario giudiziario mostrava che era in corso il citato procedimento. Giusta l’art. 32 LPGA ha chiesto di trasmettere il dossier o di permettere l’accesso all’incarto presso il Ministero pubblico. d. Con decreto 4.10.2021 il pubblico ministero ha accolto l’istanza. Il magistrato inquirente, preso atto che RE 1 si era opposto all’istanza e che le altre parti al procedimento si erano rimesse al giudizio del procuratore pubblico senza osservazioni, richiamato il diritto applicabile, ha anzitutto ritenuto che la SUVA Prestazioni assicurative fosse pacificamente qualificabile come terzo giusta l’art. 101 cpv. 3 CPP. L’istanza era inoltre sufficientemente motivata, posto come gli atti del procedimento servivano all’assicurazione per valutare la sua responsabilità in merito alle prestazioni erogate per l’infortunio di RE 1 del 27.3.2020 rispettivamente per valutare la posizione di questi nell’azienda. Ha quindi concluso che la SUVA Prestazioni assicurative fosse legittimata a ricevere gli atti, in particolare in considerazione del fatto che il periodo successivo all’infortunio, durante il quale erano state erogate le prestazioni assicurative, coincideva con il periodo contestato all’imputato nel corso del quale avrebbe agito illecitamente per ottenere l’incasso di più crediti covid.”
Organe der Sozialversicherungen können gestützt auf Art. 32 ATSG (bzw. unter Verweis auf Art. 32 ATSG analog) bei den zuständigen Behörden schriftlich und begründet Akteneinsicht bzw. Herausgabe von Straf-, gerichtlichen oder sonstigen behördlichen Akten beantragen, soweit dies zur Sachverhaltsklärung oder zur Beurteilung von Versicherungsleistungen erforderlich ist. Solche Anfragen dienen der Amts- und Verwaltungshilfe; die zitierten Entscheide erkennen diese Möglichkeit in konkreten Fällen an.
“Diese Frage muss in diesem Verfahren aber nicht abschliessend geklärt werden. Denn selbst wenn die Aktenübermittlung aus dem laufenden Strafverfahren ohne gesetzliche Grundlage erfolgt wäre, würde dies in sozialversicherungsrechtlicher Hinsicht nicht ohne weiteres zu einem absoluten Verwertungsverbot dieser Unterlagen führen. In Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach selbst die im Rahmen einer ohne gesetzliche Grundlage angeordneten Observation gewonnenen Erkenntnisse verwertet werden können, wenn der Eingriff in die Grundrechte einer versicherten Person nicht gravierend ist (BGE 143 I 377), ist den Unterlagen aus dem Strafverfahren, namentlich den polizeilichen Überwachungsberichten, Beweiswert zuzuerkennen. Dies gilt vorliegend umso mehr, als die IV-Stelle über die Strafuntersuchung informiert war und sich mittels schriftlicher und begründeter Anfrage bei der Staatsanwaltschaft selbst Zugang zu den Strafakten hätte verschaffen können (Amts- und Verwaltungshilfe; vgl. Art. 32 ATSG), der Beschwerdeführer die Rechtmässigkeit der Berichte über die (vor Inkrafttreten von Art. 43a ATSG erfolgte) polizeiliche Observation nicht in Frage stellt und zudem ein erhebliches und überwiegendes öffentliches Interesse besteht, unrechtmässige Leistungsbezüge zu verhindern. Unter diesen Umständen ist die Verwertbarkeit der polizeilichen Observationsergebnisse (und damit auch der gestützt darauf ergangenen weiteren Beweise) zulässig.”
“Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Eingliederungsmassnahmen und dabei vor allem die Frage nach der Erfüllung seiner Versicherteneigenschaft im Zeitpunkt der Beanspruchung der Eingliederungsmassnahmen, was vorliegend das Jahr 2018 ist. Zur Klärung des Sachverhalts hat das Gericht Akten der Ausgleichskasse und der Steuerbehörden betreffend den Beschwerdeführer beigezogen und hat diese auszugsweise der Beschwerdegegnerin zur Stellungnahme unterbreitet, was vom Beschwerdeführer hinsichtlich der Steuerunterlagen gerügt wurde (Urk. 28). Der gerichtliche Untersuchungsgrundsatz gebietet die Sachverhaltsabklärung von Amtes wegen (Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. § 23 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Das Gericht zieht dafür die Mithilfe der Parteien bei, was es auch hier getan hat, indem es den Beschwerdeführer, der näher am Beweis gewesen wäre, zur Einreichung der Steuerunterlagen aufgefordert hat (Urk. 15; Kieser, Kommentar zum ATSG, 4.A., Rz 122 zu Art. 61 ATSG). Diese waren für ihn nach eigenen Angaben nicht erhältlich, so dass ein direkter Beizug bei den Behörden notwendig war, die zur Herausgabe der sachbezogenen Akten verpflichtet sind (vgl. Art. 32 ATSG analog). Beigezogene Beweismittel sind den Parteien zur Stellungnahme zu unterbreiten (§ 23 Abs. 4 GSVGer), was auch hier geschehen ist.”
Unfallversicherer können Empfänger von Personenangaben im Sinne von Art. 32 ATSG sein.
“Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an − die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten − die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an − die Vorinstanz mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilungen (betr. erstinstanzliche Dispositiv-Ziffern 6, 7 und 8) - 11 - − die Koordinationsstelle VOSTRA zur Entfernung der Daten gemäss Art. 12 Abs. 1 lit. d VOSTRA mittels Kopie von Urk. 21/2 − die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten − die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG) − die D._____ AG als Unfallversicherer der Geschädigten (Art. 32 ATSG, Vers.-Nr. ...).”
Nach Art. 32 Abs. 1 ATSG ist für die Bekanntgabe der Daten eine schriftliche und im Einzelfall begründete Anfrage erforderlich. Ersuchen, die diese Formvoraussetzung nicht erfüllen (z. B. rein mündliche Ersuchen), begründen nach dem Wortlaut des Artikels nicht die kostenlose Auskunftspflicht.
“Gemäss Art. 32 Abs. 1 ATSG geben die Verwaltungs- und Rechtspflegebehörden des Bundes, der Kantone, Bezirke, Kreise und Gemeinden den Organen der einzelnen Sozialversicherungen auf schriftliche und begründete Anfrage im Einzelfall kostenlos diejenigen Daten bekannt, die erforderlich sind für: a.) die Festsetzung, Änderung oder Rückforderung von Leistungen; b.) die Verhinderung ungerechtfertigter Bezüge; c.) die Festsetzung und den Bezug der Beiträge; d.) den Rückgriff auf haftpflichtige Dritte. Unter den gleichen Bedingungen leisten die Organe der einzelnen Sozialversicherungen einander Verwaltungshilfe (Art. 32 Abs. 2 ATSG).”
“Gemäss Art. 32 Abs. 1 ATSG geben die Verwaltungs- und Rechtspflegebehörden des Bundes, der Kantone, Bezirke, Kreise und Gemeinden den Organen der einzelnen Sozialversicherungen auf schriftliche und begründete Anfrage im Einzelfall kostenlos diejenigen Daten bekannt, die erforderlich sind für: a.) die Festsetzung, Änderung oder Rückforderung von Leistungen; b.) die Verhinderung ungerechtfertigter Bezüge; c.) die Festsetzung und den Bezug der Beiträge; d.) den Rückgriff auf haftpflichtige Dritte. Unter den gleichen Bedingungen leisten die Organe der einzelnen Sozialversicherungen einander Verwaltungshilfe (Art. 32 Abs. 2 ATSG).”