831 commentaries
Cas particuliers et questions de procédure : (a) Sur la détermination du statut de cotisant : si le statut de cotisation pour une périoÞ est fixé pour la première fois de manière contraignante, cela peut exclure une modification rétroactive selon l'art. 53 LPGA (cf. [0]). (b) Décisions simplifiées/implicites : des formes de communication au sens de l'art. 51 LPGA, qui sont devenues formellement effectives, peuvent produire le même effet juridique qu'une décision administrative et ne sont révisables qu'aux conditions de l'art. 53 LPGA (cf. [3]). (c) Contrôles par sondage (p. ex. pour les indemnités pour perte de gain liées au coronavirus) : si des prestations ont été versées à tort sur la base de déclarations simplifiées ou auto-déclarées, des vérifications par sondage peuvent entraîner des corrections rétroactives et donc des conséquences juridiques (réexamen/révision et, le cas échéant, recouvrement) selon l'art. 53 LPGA (cf. [4]).
“Die Beschwerdeführer bestreiten die im angefochtenen Entscheid dargelegten Arbeitsstunden für die C.________ GmbH (zu Recht, vgl. dazu act. II 10) nicht. Sie machen jedoch zunächst geltend, mit Blick auf frühere Beitragsverfügungen widerspreche das Vorgehen der Beschwerdegegnerin Treu und Glauben (Beschwerde, S. 3). Dem kann nicht gefolgt werden: Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort richtig festhält (vgl. S. 4), wurde das Beitragsstatut betreffend den nämlichen Zeitraum für die Beschwerdeführer erstmals verfügt. Dass dem nicht so wäre, behaupten und belegen sie nicht. Damit liegt – anders als noch im Einspracheverfahren geltend gemacht (act. II 8 S. 3 Ziff. 5) – keine allein unter dem Blickwinkel von Art. 53 ATSG zulässige rückwirkende Änderung formell rechtskräftiger Verfügungen vor. Auch aus den im vorliegenden Beschwerdeverfahren aufgelegten Dokumenten können die Beschwerdeführer nichts zu ihren Gunsten ableiten, beschlagen diese doch ausnahmslos einen (mehrere Jahre) vor 2016 liegenden Zeitraum respektive beziehen sich die ins Recht gelegten Verfügungen ausdrücklich und ausschliesslich auf die Jahre 2000 bzw. 2002-2004 (Akten der Beschwerdeführer [act. I] 4), 2005-2006 (act. I 5) und 2006-2008 (act. I 6 f.). Die nach den Akten letzte Beitragsverfügung datiert vom 24. Februar 2011 und bezieht sich – ebenso explizit und exklusiv – auf das Jahr 2011 (act. II 11). Schliesslich stellt die Schlussrechnung vom 3. März 2021 (act. I 8) einerseits keine(Beitrags-)Verfügung dar; andererseits werden darin keine irreführenden oder falschen Angaben weder zum Beitragsstatut im Allgemeinen noch betreffend die Beschwerdeführer für den hier streitigen Zeitraum im Konkreten gemacht, so dass sich gestützt darauf ebenso wenig eine von der materiellen Rechtslage abweichende Behandlung rechtfertigen lässt.”
“Les indemnités journalières de l'assurance-accidents peuvent faire l'objet d'une telle procédure simplifiée (cf. art. 124 OLAA a contrario; SVR 2009 UV n° 21 p. 78 consid. 3.2 [arrêt du Tribunal fédéral 8C_99/2008 du 26 novembre 2008]). Une communication effectuée conformément au droit sous la forme simplifiée de l'art. 51 al. 1 LPGA peut produire les mêmes effets qu'une décision entrée en force si l'assuré n'a pas, dans un délai d'examen et de réflexion convenable, manifesté son désaccord avec la solution adoptée par l'assureur social et exprimé sa volonté que celui-ci statue sur ses droits dans un acte administratif susceptible de recours (cf. ATF 134 V 145 consid. 5.2 ; 129 V 110 consid. 1.2.2 voir également DEFAGO GAUDIN, in Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 9 ad. art. 51 LPGA, n° 10). 11.2 Lorsque la prise de position de l’assureur prononcée en procédure simplifiée est entrée en force, elle ne peut être modifiée qu’aux conditions de la révision et de la reconsidération de l’art. 53 LPGA (voir DEFAGO GAUDIN, op. cit., n° 10). Selon l'art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cela vaut aussi pour les prestations qui ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle, mais d'une décision implicite prise dans le cadre d'une procédure simplifiée au sens de l'art. 51 al. 1 LPGA (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 et les références). 11.3 11.3.1 L'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées.”
“1 Unrechtmässig ausgerichtete Leistungen – worunter auch Corona-Erwerbsersatzentschädigungen fallen können – dürfen zurückgefordert werden, wenn die Voraussetzungen für ein wiedererwägungsoder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung gegeben sind (Art. 53 ATSG). Da im gegebenen Fall keine neuen Tatsachen oder Beweismittel vorliegen, steht nicht eine Revision, sondern eine Wiedererwägung zur Diskussion. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt demnach in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückforderung nach Art 25 Abs. 1 ATSG an, wonach unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten sind. 3.2 Gemäss Art. 15 Abs. 4 des Covid-19-Gesetzes vom 25. September 2020 (in Kraft bis 31. Dezember 2022) stellt der Bundesrat sicher, dass Entschädigungen auf der Grundlage des selbstdeklarierten Erwerbsausfalls ausgerichtet werden. Die Richtigkeit der Angaben wird insbesondere mittels Stichproben überprüft. Gemäss Art. 8a Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall werden in regelmässigen Zeitabständen die Anspruchsvoraussetzungen überprüft. Die Ausgleichskassen können zu diesem Zweck Stichproben selbst vornehmen oder durch externe Sachverständige vornehmen lassen. Bereits auf den Anmeldeformularen zum Bezug von Corona-Erwerbsersatzentschädigung wird vermerkt, dass mit Stichprobenkontrollen gerechnet werden müsse und allenfalls zu Unrecht bezogene Leistungen zurückzuerstatten seien. 3.3 Vorliegend zeigte die Ausgleichskasse der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 25.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 830 Le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est admissible que si la décision passée en forÎ de chose jugée ou la décision sur opposition, compte tenu de l'état de fait et de droit en vigueur à l'époque, est indubitablement erronée, c.-à-d. qu'il n'existe aucun doute raisonnable quant à son erreur, et que la rectification revêt une importanÎ considérable. La disposition vise à corriger une application initialement incorrecte du droit ou des constatations erronées (notamment en cas de violation manifeste du principe de l'investigation). Pour les prestations périodiques et continues, l'exigenÎ d'une «importanÎ considérable» est régulièrement retenue.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Von erheblicher Bedeutung ist die Berichtigung von rechtskräftigen Verfügungen oder Einspracheentscheiden stets, wenn sie periodische Leistungen zum Gegenstand haben (vgl. BGE 140 V 85 E. 4.4). 1.5 Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen (BGE 138 V 147 E. 2.3). Die Wiedererwägung ist zulässig, wenn der Vergleich zweifellos unrichtig war; das heisst, sie hängt entscheidend davon ab, was Gegenstand eines Vergleichs sein kann. Ein (öffentlich-rechtlicher) Vertrag bzw. Vergleich hat das Legalitätsprinzip zu beachten; es darf demnach keine vom Gesetzesrecht abweichende Regelung getroffen werden Die Befugnis zum Abschluss eines Vergleichs ermächtigt die Behörde somit nicht, bewusst eine gesetzwidrige Vereinbarung zu schliessen, also von einer von ihr als richtig erkannten Gesetzesanwendung im Sinne eines Kompromisses abzuweichen. Ist der Vergleich im Gesetzesrecht zugelassen, so wird aber damit den Parteien bei ungewisser Sach- oder Rechtslage die Befugnis eingeräumt, ein Rechtsverhältnis vertraglich zu ordnen, um die bestehende Rechtsunsicherheit zu beseitigen. Dabei und damit wird in Kauf genommen, dass der Vergleichsinhalt von der Regelung des Rechtsverhältnisses abweicht, zu der es bei umfassender Klärung des Sachverhalts und der Rechtslage allenfalls gekommen wäre.”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese nach damaliger Sach- und Rechtslage zweifellos unrichtig sind, und - was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (vgl. BGE 119 V 475 E. 1c) - ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. In diesem Sinn dient die Wiedererwägung der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung bei der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3; 138 V 324 E. 3.3). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
L'organisme d'assuranÎ peut, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur des décisions formellement définitives lorsqu'une erreur manifeste est constatée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Par exemple, dans la présente décision, la caisse n'a pris connaissanÎ de l'absenÎ de droit à prestations qu'à la réception d'un certificat médical français (attestation d'incapacité de travail) et a dès lors réclamé le remboursement des prestations indûment perçues.
“Cela étant, on constate que le recourant était au bénéfice d’une autorisation de séjour B jusqu’en février 2021 et qu’il a toutefois quitté la Suisse à fin décembre 2019 pour des raisons médicales (selon ses indications dans l’opposition) pour vivre chez son père en France ; dès lors que, selon son médecin, il était déjà en incapacité de travail pour des raisons médicales en juin 2019 et que son suivi médical a été régulier depuis lors, on ne peut que constater que le recourant n’avait pas l’intention de rester en Suisse durablement lorsqu’il s’est inscrit au chômage le 11 juin 2019 et que l’intimée était fondée à considérer qu’il ne remplissait pas les conditions d’octroi d’indemnités. b) En l’occurrence, la caisse intimée n'a pu se rendre compte que le droit aux prestations de l’assurance-chômage ne pouvait potentiellement être reconnu depuis l’ouverture du délai-cadre d’indemnisation le 12 juin 2019 faute pour l’assuré d’en remplir la condition du domicile en Suisse (cf. art. 8 al. 1 let. c LACI), qu’au plus tôt à réception, le 7 novembre 2019, d’un formulaire d’arrêt de travail français du Dr P.________, sans que sa créance ne soit périmée dès lors qu'elle a exigé la restitution du montant versé à tort par décision du 27 février 2020. La condition de l'importance notable est également réalisée, eu égard au montant (12'875 fr. 50) soumis à restitution. Les conditions d'une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA sont dès lors réunies. 5. Dans son recours, l’intéressé se prévaut de sa situation financière difficile. Cette question ne doit toutefois pas être examinée dans le cadre du présent litige. Elle sera appréciée, le cas échéant, à l’occasion d’une demande de remise de la prestation à restituer au sens des art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA et 4 OPGA (applicables par renvoi de l'art. 95 LACI) ; il sera loisible à l’intéressé de déposer une telle demande, au plus tard trente jours après l’entrée en force de la décision de restitution (cf. consid. 3c supra). 6. En définitive, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision litigieuse confirmée. Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA), ni d’allouer de dépens, dès lors que le recourant n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la juge unique prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision sur opposition rendue le 28 août 2020 par la Caisse cantonale de chômage, Division juridique, est confirmée.”
Citation : LPGA art. 53 n. 828 S'il n'existe que des indices d'un motif de révision, l'administration ou la caisse doit, d'offiÎ et dans un délai raisonnable, entreprendre les éclaircissements et mesures d'instruction nécessaires (p. ex. collecte de preuves, appréciation médicale). Le délai relatif de 90 jours ne commenÎ donc à courir que lorsque les pièces réunies offrent une base suffisante pour apprécier la portée du motif de révision allégué ; si l'autorité n'effectue pas les investigations requises, le délai ne commenÎ au plus tôt qu'à l'instant où il aurait pu être complété si elle avait agi de manière raisonnablement exigible.
“Au contraire, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard. Tel est le cas lorsqu’une observation de la personne assurée a été mise en place, les résultats de la surveillance devant en principe être appréciés par un médecin (arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.17 63). Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.36 140 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Il ressort des termes de l'art. 53 al. 1 LPGA (« sont soumises à révision » « müssen in Revision gezogen werden », « devono essere sottoposte a revisione ») que l’assureur social est tenu d’initier d’office une procédure de révision s’il a connaissance de faits ou de moyens de preuve nouveaux, que ce soit en faveur ou en défaveur de la personne concernée. Une requête en ce sens de la part de l’assuré ou d’une autre partie n’est pas nécessaire, à la différence de ce qui vaut dans d’autres domaines du droit administratif (cf. art. 66 al. 2 let. a PA) ou pour la révision d’une décision judiciaire (cf. p. ex. art. 122 ss LTF) (Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 58 ad art. 53 LPGA). 7.4 Aux termes de l’art. 5 al. 3 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 (Cst - RS 101), les organes de l’État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. Cela implique notamment qu’ils s’abstiennent d’adopter un comportement contradictoire ou abusif (ATF 136 I 254 consid. 5.3 et les arrêts cités).”
“Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (vgl. Art. 67 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen). Grundsätzlich bestimmt sich der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Die Revisionsfrist beginnt praxisgemäss zu laufen, sobald sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen. Bei noch unvollständiger Kenntnis sind medizinische Abklärungen innert angemessener Frist anzuordnen (BGE 143 V 105 E. 2.4).”
“Les dispositions visées seront citées ci-après dans leur teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2016. 3. a) Selon l'art. 25 al. 1, première phrase, LPGA (dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020 applicable en l’espèce conformément à l’art. 83 LPGA), les prestations indûment touchées doivent être restituées. L’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision dans laquelle l’assureur indique la possibilité d’une remise (art. 3 al. 1 et 2 OPGA). L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 p. 260; 130 V 380 consid. 2.3.1 p. 384; 318 consid. 5.2 p. 320). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). b) Conformément à l'art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s'agit là de délais (relatif et absolu) de péremption qui doivent être examinés d'office (ATF 140 V 521 consid. 2.1 p. 525). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde – quant à son principe et à son étendue – la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 140 V 521 consid. 2.1 ; 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
En cas de changement de situation comportant des éléments à caractère discrétionnaire (p. ex. radiation d'une entreprise individuelle, désignation du mari en tant que liquidateur), il existe l'obligation d'un examen au cas par cas du risque d'abus et de la pertinenÎ de la poursuite ou de la réorientation de la prestation. Si un tel examen est omis, cela peut conduire à une constatation incomplète des faits pertinents au regard du droit et, par conséquent, à une appréciation erronée au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Es ist fraglich, ob Verwaltung und Vorinstanz nach der Löschung des Einzelunternehmens B.________ vom 18. März 2020 im Handelsregister an ihrer Annahme eines Firmenkonglomerats mit einer verwobenen Beteiligungskonstruktion, welches es erlauben würde, die Beschwerdeführerin nach Belieben in einer weiteren Unternehmung ihres Ehemannes wieder zu beschäftigen, festhalten durften, indem sie weiterhin und ohne Analyse des konkreten Sachverhalts auf eine arbeitgeberähnliche Stellung des Ehemannes schlossen. Gemäss der zitierten Rechtsprechung (E. 5.1.2 hiervor) hätte jedenfalls für die Zeit ab 4. Mai 2020 (Einsetzung des Ehemannes als Liquidator der GmbH) Grund für eine Prüfung des Missbrauchsrisikos im Einzelfall bestanden. Denn ohne eine solche Prüfung lässt sich nicht feststellen, ob die Ausrichtung der Arbeitslosenentschädigung ab 23. März 2020 hier zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war. Diese Beurteilung beinhaltet ermessensgeprägte Anteile (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Indem das kantonale Gericht sich nicht mit der Frage befasst hat, ob die Leistungsausrichtung vor dem Hintergrund der konkreten Sachlage vertretbar war, hat es den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt. Darin liegt - wie von der Beschwerdeführerin zu Recht geltend gemacht - eine Verletzung materiellen Rechts aufgrund einer fehlerhaften Sachverhaltsermittlung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG (MARKUS SCHOTT, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 19 zu Art. 97 BGG). Das Bundesgericht kann bei dieser Ausgangslage in der Sache selbst entscheiden (Art. 107 Abs. 2 BGG) und allenfalls zu diesem Zweck die notwendigen tatsächlichen Erhebungen durchführen (Art. 55 BGG; MARKUS SCHOTT, a.a.O., N. 15 zu Art. 97 BGG).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 826 Si une interruption de formation non déclarée est découverte, l'assureur (offiÎ AI ou caisse) peut, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur des décisions formellement définitives lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“________ n’était pas en formation pendant le mois de janvier 2023, si bien que la recourante n’avait pas droit à une rente complémentaire pour enfant durant cette période. 7. Cela étant constaté, il convient d’examiner si l’office AI, par l’intermédiaire de la caisse, était en droit de réclamer à la recourante le montant de la rente pour enfant versée pour le mois de janvier 2023. a) L’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L’obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. b) La découverte par l’office AI de l’interruption des études suivies par la recourante auprès du Gymnase T.________ constitue à l’évidence un fait nouveau. En effet, cette formation devait durer jusqu’en juillet 2023 et l’office AI, respectivement la caisse, ont appris, sans en avoir été informés par l’intéressée, que celle-ci avait mis un terme à ses études en novembre 2022. Or, dans les communications des 5 et 14 octobre 2022 lui octroyant une rente extraordinaire pour enfant, la recourante avait été expressément rendue attentive à son obligation de renseigner et, en particulier, d’annoncer toute interruption de ses études. Il s’agit par ailleurs d’un élément important dans la mesure où il a pour conséquence que la recourante n’a pas droit à une rente extraordinaire pour enfant pendant la période d’interruption de la formation.”
Citation : art. 53 LPGA n. 825 Charge de la preuve et de l'exposé : Les motifs de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA exigent que, après l'édiction de la décision, des faits ou des moyens de preuve nouveaux et importants aient été découverts, dont la production n'a auparavant pas été effectivement possible. La révision vise à corriger une constatation initiale des faits ; la négligenÎ procédurale ou simplement une appréciation ultérieure différente des moyens de preuve déjà disponibles ne constituent en revanche pas un motif de révision.
“hiervor) und eine auf dem Privatgutachten basierende Argumentationslinie auch in einem zu erhebenden Beschwerdeverfahren hätte verfolgt werden können. Es obliegt den Prozessparteien, rechtzeitig und zur Klärung des Sachverhaltes entsprechend ihrer Beweispflicht beizutragen. Dass es ihnen unmöglich war, Tatsachen und Beweismittel im früheren Verfahren beizubringen, ist nur mit Zurückhaltung anzunehmen und vorliegend wie dargestellt - zu verneinen. So vermag der Beschwerdeführer keine nachvollziehbare und überzeugende Begründung darzulegen, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein sollte, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen um das Gutachten der Universitätsklinik E____ bereits in das ursprüngliche Verfahren einzubringen. Die prozessuale Revision hat namentlich nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen Nachlässigkeit zu ermöglichen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_523/2012 vom 7. November 2012 E.3.3; 8C_197/2013 vom 28. Mai 2013 E. 2.2). Dies käme einer nicht zulässigen Erweiterung der Beschwerdefrist gleich. Eine Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG scheidet daher vorliegend bereits unter diesem Gesichtspunkt aus. 5. 5.1. Den obigen Ausführungen zufolge ist die Beschwerde abzuweisen. 5.2. Das Verfahren ist kostenlos. 5.3. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Demgemäss erkennt das Sozialversicherungsgericht: ://: Die Beschwerde wird abgewiesen. Das Verfahren ist kostenlos. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Sozialversicherungsgericht BASEL-STADT Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin Dr. A. Pfleiderer MLaw N. Marbot Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG]). Die Beschwerdefrist kann nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegründe sind in Art. 95 ff. BGG geregelt. Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.”
“En raison de cette nouvelle situation, elle est d'avis que l'intimé aurait dû organiser une nouvelle enquête ménagère. Enfin, elle estime avoir droit à un abattement maximal de 25% sur son revenu d'invalide. 4. En préambule, il faut relever que l’intimé est entré en matière sur la demande de prestations du 8 mai 2019. Dans la mesure où cette question n’est pas litigieuse dans le cas présent, le TA n’a pas à revoir cet aspect de la procédure (ATF 109 V 108 c. 2b) et doit procéder à un examen matériel du cas d’espèce (ATF 141 V 9 c. 2.3, 117 V 198 c. 4b; SVR 2019 IV n° 39 c. 5). Dans ce contexte, il y a toutefois lieu de relever que, puisque la décision matérielle du 11 décembre 2012 est entrée en force, la recourante ne saurait la rediscuter (voir c. 2.5.2). En effet, la reconsidération d’une décision relève du seul pouvoir d'appréciation de l'intimé (art. 53 al. 2 LPGA) et ne peut lui être imposée par une autorité judiciaire (ATF 133 V 50 c. 4; SVR 2018 IV n° 33 c. 5.4, 2014 IV n° 7 c. 3.3). Quant à l'art. 53 al. 1 LPGA, cité par la recourante (p. 6 du recours), il se rapporte au cas où l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Cette norme tend ainsi à corriger une constatation inexacte des faits, à savoir une inexactitude initiale sur les faits (ATF 146 V 364 c. 4.2, 135 V 215 c. 4.1). En l'espèce toutefois, contrairement à ce que la recourante évoque, on ne peut déduire de l'expertise du 4 août 2020, ou d'un autre document produit, que la première décision du 11 décembre 2012 était basée sur des faits erronés. Une révision procédurale, fondée sur l'art. 53 al. 1 LPGA, n'entre donc pas non plus en ligne de compte. Du reste, même s'il fallait suivre la recourante et admettre que l'expertise révèle que l'état de santé pris en compte dans la décision du 11 décembre 2012 était en réalité moins bon à cette époque (ce qu'on ne peut toutefois déduire de l'expertise, voir notamment c. 6.4), on devrait considérer qu'il ne s'agirait que d'une appréciation différente d'un même était de fait.”
“2), dass die Vorinstanz ein Eintreten auf das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers in den erwähnten Schreiben offenkundig nicht nur nach dem Wortlaut, sondern auch gemäss dem tatsächlichen rechtlichen Bedeutungsgehalt nach einer summarischen Prüfung und mit kurzer Begründung formlos abgelehnt hat, weshalb hier kein anfechtbarer Sachentscheid vorliegt, dass das Nichteintreten auf das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers nach dem Gesagten somit im Ermessen der Vorinstanz lag und deshalb kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch des Beschwerdeführers auf die ersuchte Wiedererwägung besteht, was vorliegend zu einem Nichteintretensentscheid führt, dass mit der Vorinstanz zu erwähnen bleibt, dass aufgrund des gerügten Fehlers (Datum des Eintritts der vollständigen Arbeitsunfähigkeit: 15.8.2012 anstatt 1.1.2013), bei welchem es sich um ein Element der Invaliditätsbemessung handelt, eine zweifellose Unrichtigkeit der rentenzusprechenden Verfügung(en) ohnehin zu verneinen ist (vgl. Urteil des BGer 9C_994/2010 vom 12. April 2011 E. 3), zudem für die IV-Stelle B._______ angesichts des Zeitpunkts der vorliegenden Rentenanmeldung kein Anlass bestand, den Verlauf der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Jahre 2012 zu prüfen bzw. zu bestimmen (vgl. Art. 29 Abs. 1 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG), was für die Frage der Bindungswirkung der Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe von Bedeutung ist (vgl. statt vieler: Urteil des BGer 9C_896/2015 E. 4.2 m.H.), und die verlangte Korrektur deshalb auch nicht zu einem abweichenden Ergebnis führen würde (vgl. zum Ganzen: Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 49 Rz. 87 m.H., Art. 54 Rz. 64 f., je m.H.), dass Revisionsgründe im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG hier im Übrigen nicht vorliegen, da keine anfängliche Unrichtigkeit der Rentenzusprache(n) infolge eines unzutreffend festgestellten”
La jurisprudenÎ distingue entre une nouvelle demanÞ et un réexamen au sens de l'art. 53 al. 3 LPGA. Dans l'affaire jugée, l'offiÎ AI est manifestement parti de l'hypothèse d'une nouvelle demanÞ et n'entendait pas procéder à un réexamen au sens de l'art. 53 al. 3 LPGA.
“Es überzeugt auch die vorinstanzliche Annahme nicht, die IV-Stelle habe die Verfügung vom 6. März 2017 widerrufen. Dass die Verwaltung offensichtlich von einer Neuanmeldung ausging und zu keinem Zeitpunkt eine in ihrem Ermessen liegende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 3 ATSG beabsichtigte, erhellt bereits aus ihrer Nachfrage beim RAD betreffend eine relevante Veränderung seit dem 6. März 2017 (vgl. Stellungnahme des RAD vom 10. Juli 2018). Auch im Feststellungsblatt vom 13. Mai 2019 nahm die IV-Stelle Bezug auf eine Veränderung im Vergleich zur medizinischen Referenzsituation per 6. März 2017 und kam unter Hinweis auf das Gutachten der MEDAS Bern vom 15. April 2019 zum Schluss, eine solche Veränderung ergebe sich in erster Linie aus orthopädischer Sicht.”
“Es überzeugt auch die vorinstanzliche Annahme nicht, die IV-Stelle habe die Verfügung vom 6. März 2017 widerrufen. Dass die Verwaltung offensichtlich von einer Neuanmeldung ausging und zu keinem Zeitpunkt eine in ihrem Ermessen liegende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 3 ATSG beabsichtigte, erhellt bereits aus ihrer Nachfrage beim RAD betreffend eine relevante Veränderung seit dem 6. März 2017 (vgl. Stellungnahme des RAD vom 10. Juli 2018). Auch im Feststellungsblatt vom 13. Mai 2019 nahm die IV-Stelle Bezug auf eine Veränderung im Vergleich zur medizinischen Referenzsituation per 6. März 2017 und kam unter Hinweis auf das Gutachten der MEDAS Bern vom 15. April 2019 zum Schluss, eine solche Veränderung ergebe sich in erster Linie aus orthopädischer Sicht.”
LPGA art. 53 ch. 823 Il n'existe pas de seuil fixe pour l'«importanÎ significative» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA; l'appréciation se fait en fonction des circonstances de chaque cas (notamment du temps écoulé). La jurisprudenÎ a reconnu comme importante la prétention au recouvrement d'un montant de 706 fr.; d'autres décisions ont nié qu'il y ait une telle importanÎ pour des recouvrements de 601,20 fr., 568,10 fr. et 494 fr.
“25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent cependant être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). c) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). La jurisprudence n’a pas fixé de valeur limite s’agissant de l’importance notable de la rectification. Il convient de se fonder sur l’ensemble des circonstances du cas particulier et notamment sur le laps de temps qui s’est écoulé depuis le moment où des prestations indues ont été allouées (ATF 107 V 180 consid. 2b). Le Tribunal fédéral a nié l’importance notable de la rectification s’agissant de la restitution de 601 fr. 20 intervenant deux ans plus tard, de 568 fr. 10 et de 494 fr. survenant respectivement plus d’un an et demi et quelques mois après le versement (TFA C 205/00 du 8 octobre 2002 consid. 5 non publié à l’ATF 129 V 110, avec la jurisprudence citée). En revanche, il a admis une reconsidération portant sur la restitution d’un montant de 706 fr.”
Citation: LPGA art. 53 n. 822 Si des circonstances étaient déjà connues avant l'édiction d'une décision formellement passée en forÎ de chose jugée, elles ne sont pas considérées comme des «nouveaux faits» au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Celui qui, pour cette raison, n'exerÎ pas des recours soumis à des délais (p. ex. n'introduit pas de recours dans le délai imparti) ne peut ultérieurement invoquer comme motif de révision les mêmes raisons déjà connues antérieurement; dans de tels cas, la révision est en principe exclue.
“On relèvera en particulier que le recourant n’a pas demandé la prise en compte d’un éventuel revenu viticole dans le cadre de la détermination de son revenu sans invalidité. c) Dans les faits, le recourant cherche, par le biais des démarches qu’il a entreprises auprès de l’office intimé, à remettre en cause la manière dont ce dernier a évalué son degré d’invalidité dans le cadre de l’examen de son droit à la rente. Or, à ce moment précis, le recourant ne pouvait raisonnablement ignorer qu’il avait réalisé, au cours des années qui avaient précédé la survenance de son atteinte à la santé, des revenus relativement importants – à tout le moins bien supérieurs au montant retenu par l’office intimé pour fixer le revenu sans invalidité – dans le cadre de son activité de viticulteur. Le fait que ses revenus d’indépendant entre 2010 et 2016 ont fait l’objet d’une taxation fiscale postérieurement à la décision du 28 janvier 2022 ne saurait, dans ce contexte, constituer un fait nouveau au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. S’il n’était pas d’accord avec la méthode employée, pour fixer son revenu d’invalidité, singulièrement, avec le montant pris en compte au titre de revenu sans invalidité, il lui appartenait de recourir contre la décision du 28 janvier 2022. Dans la mesure où il ne l’a pas fait et que cette décision est entrée en force, il est forclos à en remettre en cause le bien-fondé. d) Sur le vu de ce qui précède, on ne peut que constater que les faits susmentionnés ne peuvent pas être pris en considération pour reconnaître l’existence d’un motif de révision procédurale. Cela étant, la question de savoir si la demande de révision procédurale est tardive peut demeurer indécise. 7. En définitive, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. 8. a) La procédure de recours en matière de contestations portant sur des prestations de l’assurance-invalidité est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis LAI). Il convient de les fixer à 600 fr.”
Citation: LPGA art. 53 N. 821 Avant l'envoi de la prise de position à l'autorité de recours, l'organe d'assuranÎ peut réexaminer les constatations de fait et celles pertinentes pour la procédure (p. ex. questions relatives aux prestations, périodes de cotisation ou de droit aux prestations) et, en conséquenÎ, réviser la décision attaquée ou la décision sur opposition, ou la remplacer par une décision rectifiée.
“________, vu le recours interjeté le 7 novembre 2020 contre la décision sur opposition du 13 octobre 2020 devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant principalement au versement de l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail et subsidiairement au renvoi de la cause au Service de l’emploi pour nouvelle décision au sens des considérants, vu la décision de reconsidération rendue le 16 février 2021 par le Service de l’emploi, annulant et remplaçant la décision du 13 octobre 2020, par laquelle ledit service a partiellement admis l’opposition et réformé la décision du 1er juillet 2020 en ce sens qu’il a reconnu le droit à l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail pour la période du 26 juin 2020 au 31 août 2020, pour autant que les autres conditions du droit fussent remplies, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant le 16 février 2021 une décision de reconsidération, par laquelle il a annulé et remplacé la décision du 13 octobre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions du recourant, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimé et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la présente décision est rendue sans frais (art. 61 let. a LPGA), que, bien qu’obtenant gain de cause, le recourant n’a pas droit à l’octroi de dépens ou d’une indemnité de partie dès lors qu’il n’est pas représenté en justice et que les efforts déployés dans le cadre de la présente procédure ne dépassent pas la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires personnelles (ATF 127 V 205 consid.”
“________ (ci-après : l’assuré ou le recourant) au motif qu’il ne remplissait pas les conditions relatives à la période de cotisation, celui-ci ne justifiant que de 11 mois et 16 jours d’activité soumise à cotisation, vu le recours interjeté le 29 décembre 2022 par l’assuré auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, dans lequel il a conclu principalement à la réforme de cette décision sur opposition en ce sens qu’il est constaté que la période de cotisation est de 18 mois et lui ouvre le droit au versement de 400 indemnités de chômage au maximum, subsidiairement à la réforme de cette décision en ce sens qu’il est constaté que la période de cotisation est de 14,24 mois et lui ouvre le droit au versement de 260 indemnités de chômage au maximum, plus subsidiairement à l’annulation de la décision entreprise et au renvoi du dossier à l’autorité intimée pour nouvelle décision dans le sens des considérants, vu la décision sur opposition rectificative rendue par l’intimée le 2 février 2023, admettant partiellement l’opposition de l’assuré et reconnaissant, compte tenu d’une période de cotisation de 14,380 mois, son droit à l’ouverture d’un délai-cadre d’indemnisation dès le 22 avril 2022 pour autant que les autres conditions posées par la LACI (loi fédérale du 25 juin 1982 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.0) soient réalisées, vu la réponse de l’intimée du même jour, qui renvoyait à la décision rectificative et concluait au rejet des conclusions auxquelles elle n’avait pas fait droit, sans suite de frais ni dépens, vu les déterminations du recourant du 21 février 2023, par lesquelles il a constaté que l’intimée admettait la conclusion subsidiaire de son recours, a retiré sa conclusion principale, ce qui rendait le recours sans objet, et a conclu à l’octroi de pleins dépens, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu’à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, que cette faculté est également prévue à l'art. 83 LPA-VD (applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) selon lequel, en lieu et place de ses déterminations, l'autorité intimée peut rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l'avantage du recourant (al. 1), l'autorité poursuivant alors l'instruction du recours, dans la mesure où celui-ci n'est pas devenu sans objet (al. 2), qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant une décision sur opposition rectificative le 2 février 2023, laquelle reconnaît le droit du recourant à l’ouverture d’un délai-cadre d’indemnisation dès le 22 avril 2022 pour autant que les autres conditions posées par la LACI soient réalisées, que dans cette décision, l’intimée a retenu que le recourant totalisait une période de cotisation de 14,38 mois, que cela lui permettrait de toucher un maximum de 260 indemnités journalières (art.”
“TRIBUNAL CANTONAL ACH 20/23 - 50/2023 ZQ23.008450 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 19 avril 2023 __________________ Composition : M. Neu, juge unique Greffière : Mme Mestre Carvalho ***** Cause pendante entre : C.________, à […], recourante, et Direction gÉnÉrale de l'emploi et du marchÉ du travail, à Lausanne, intimée. _______________ Art. 53 al. 3 LPGA ; art. 94 al. 1 let. c LPA-VD. E n f a i t e t e n d r o i t : Vu la décision du 24 octobre 2022, par laquelle l’Office régional de placement de [...] a suspendu le droit à l’indemnité de chômage de C.________ (ci-après : l’assurée ou la recourante) pour une durée de trente et un jours, au motif que l’intéressée avait refusé un emploi convenable, vu l’opposition formée par l’assurée contre cette décision le 11 novembre 2022, vu la décision sur opposition rendue le 2 février 2023 par la Direction générale de l'emploi et du marché du travail (ci-après : l’intimée), rejetant l’opposition de l’assurée et confirmant la décision du 24 octobre 2022, vu le recours déposé sous pli recommandé le 27 février 2023 par C.________, concluant implicitement à l’annulation de la décision sur opposition susdite et faisant plus particulièrement valoir qu’elle n’avait jamais reçu de proposition d’emploi dans le cas litigieux, vu la réponse de l’intimée du 6 avril 2023, indiquant qu’une décision sur opposition rectificative avait été rendue le même jour et que celle-ci annulait la décision sur opposition querellée, vu la décision sur opposition rectificative du 6 avril 2023 annexée à la réponse de l’intimée, exposant que la réception par l’assurée de l’assignation envoyée le 18 août 2022 par SMS ne pouvait pas être établie, qu’il y avait dès lors lieu de se fonder sur les déclarations de l’intéressée selon lesquelles elle n’avait pas reçu ladite assignation, qu’aucune faute ne pouvait en conséquence lui être imputée et que, partant, son opposition devait être admise et la décision contestée annulée, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art.”
Pour les décisions qui ont acquis formellement forÎ de chose jugée (y compris celles visées à l'art. 51), un recouvrement n'est possible que si les conditions du réexamen (art. 53 al. 2) ou de la révision procédurale sont remplies.
“Au vu de l’objet de la contestation, le recours en tant qu’il est dirigé contre une autre décision est irrecevable. En particulier, la décision du 18 mars 2022 de la DGEM déclarant la recourante inapte au placement durant la période précitée est étrangère au cadre défini par la décision entreprise et, de surcroît, est entrée en force, de sorte qu’elle ne saurait être remise en cause dans le cadre de la présente procédure. 3. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110 consid. 1.1 ; voir à cet égard TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3). c) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 819 Pour qu'un retrait au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA soit possible, il convient de se référer à la situation juridique et à la pratique existantes au moment de la décision initiale ; un simple changement de pratique ou de jurisprudenÎ ne justifie en principe pas le retrait. Le retrait n'est envisagé que pour une décision «manifestement erronée» (manifeste).
“a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Le litige porte sur la question de savoir si l’intimée était fondée à demander au recourant la restitution d’un montant de 41'441 fr. 50, correspondant à 210 indemnités de chômage qu’il aurait perçues à tort. 3. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA (applicable dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020 [art. 82a LPGA]), à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59c bis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). c) Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid.”
“Vu ces éléments, l’Office fédéral des assurances sociales (ci-après : l’OFAS) retient – dans ses directives sur les rentes (DR ; s’agissant de leur force contraignante, cf. ATF 129 V 204 consid. 3.2) – que les époux sont réputés ne plus vivre en ménage commun lorsque la séparation a été constatée par le juge ou que le couple est séparé temporairement ou pour une durée indéterminée suite à une constatation ou à une décision judiciaire dans le cadre des mesures protectrices de l’union conjugale. Les rentes doivent être plafonnées si les conjoints séparés continuent malgré tout à faire ménage commun ou s’ils reprennent la vie commune (ch. 5511 DR dans leur état au 1er juillet 2022). 5. a/aa) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). bb) Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 147 V 167 précité et les références). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération ne devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 818 Le délai relatif de révision ne commenÎ à courir que lorsque l'administration aurait, en déployant des efforts raisonnables, pu connaître ou établir complètement les faits ou éléments de preuve pertinents pour la révision. Ce délai (p. ex. le délai de 90 jours mentionné par la jurisprudenÎ) doit être vérifié d'offiÎ.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références citées; DTA 2006 p. 218 et DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 10.2. Le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020). Il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 133 V 579 consid. 4.1; 119 V 431 consid. 3a). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
“Ob es sich bei der nachträglich bekannt gewordenen Erwerbstätigkeit resp. höheren Arbeitsfähigkeit um eine erhebliche neue Tatsache (vgl. dazu BGE 143 V 105 E. 2.3) handelt, kann offenbleiben. Ebenso erübrigen sich Weiterungen zur Frage, ob für eine sichere Kenntnis ein neues medizinisches Gutachten unabdingbar war (analog BGE 143 V 105 E. 2.4 Abs. 2 in initio; vgl. aber Urteil 8C_658/2017 vom 23. Februar 2018 E. 5.1). Weiter ist auch nicht von entscheidender Bedeutung, ob die IV-Stelle die Revisionsfrist erst mit einer Verfügung oder bereits mit dem entsprechenden Vorbescheid wahren kann (vgl. THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 51 zu Art. 53 ATSG). Die IV-Stelle nahm am 15. September 2017 den Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) vom gleichen Tag, aus dem die hier interessierende Erwerbstätigkeit hervorging, zu ihren Unterlagen. Sodann gingen bei ihr am 28. September und 26. Oktober 2017 die einverlangten aktuellen Berichte der behandelnden Ärzte ein. Erst am 29. Mai 2019, mithin nach Sistierung der Rentenzahlungen vom 23. November 2018 und Erlass des Vorbescheids vom 18. Januar 2019, veranlasste sie das medaffairs-Gutachten. Dieses wurde rund sieben Monate später, d.h. am 6. Januar 2020 aktenkundig. Dementsprechend hätten die Resultate einer unverzüglich (d.h. Ende Oktober 2017) in Auftrag gegebenen Begutachtung schon Ende Mai 2018 vorliegen können. Mit anderen Worten: Die IV-Stelle hätte bei zumutbarem Einsatz ihre (allenfalls) unvollständige Kenntnis des (hier nicht näher zu prüfenden) Revisionstatbestands spätestens bis zum 4. Oktober 2018 ergänzen können. Demnach war die 90-tägige Revisionsfrist - unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes über den Jahreswechsel (vgl.”
Citation : LPGA art. 53 n. 817 Chez les personnes assimilées à l'employeur qui n'ont effectivement perçu aucun salaire et n'ont ainsi pas rempli les conditions nécessaires au droit à la prestation, une décision rendue sur cette base peut être qualifiée de manifestement erronée et les prestations versées peuvent être réclamées conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA.
“________, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist, in Erwägung, dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt, dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt (BGE 140 III 86 E. 2; 134 V 53 E. 3.3), wohingegen rein appellatorische Kritik nicht genügt (BGE 140 III 264 E. 2.3), dass das kantonale Gericht die für die Beurteilung wesentlichen rechtlichen Grundlagen, namentlich die Bestimmungen des ATSG zur Rückerstattung von bei zweifellos unrichtigen ursprünglichen Verfügungen respektive Einspracheentscheiden unrechtmässig erlangten Leistungen (Art. 25 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 2 ATSG) sowie der bundesrätlichen Verordnung vom 20. März 2020 über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19; Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall; SR 830.31), wiedergegeben hat, dass es gestützt darauf zum Ergebnis gelangt ist, dem Beschwerdeführer, der bei der B.________ AG als alleiniger Verwaltungsrat eine arbeitgeberähnliche Stellung bekleide, sei seit Aufnahme der entsprechenden Tätigkeit Mitte April 2020 bis Ende September 2021 unbestrittenermassen kein Lohn ausbezahlt worden, weshalb er das für die Corona-Erwerbsausfallentschädigung gemäss Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall erforderliche Mindesteinkommen zu keinem Zeitpunkt erreicht und somit auch keinen Lohnausfall erlitten habe, dass dem Beschwerdeführer daher, so die Vorinstanz im Weiteren, zweifellos zu Unrecht für die Monate Januar bis Mai, Juli und September 2021 Taggelder im Betrag von insgesamt Fr. 33'203.60 ausgerichtet worden seien, welche die Beschwerdegegnerin zurückfordern könne, dass es sich vor diesem Hintergrund erübrige, die vom Beschwerdeführer gerügte Höhe des Taggeldansatzes zu prüfen, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe nichts anführt, was darauf hindeuten würde, die vorinstanzlichen”
Citation: LPGA art. 53 n. 816 Si l'assureur rejette une demanÞ de réexamen, le tribunal doit, dans la procédure de recours subséquente, vérifier si les conditions légales permettant de revenir sur la décision (réexamen) au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies.
“ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501 E. 1.2, 122 V 34 E. 2a mit Hinweisen; BGer-Urteil 9C_309/2011 vom 12.12.2011 E. 5.1). 3.3. Die Voraussetzungen für eine Ausdehnung des Streitgegenstands sind vorliegend erfüllt: Die Frage nach dem Vorliegen eines Rückkommenstitels hängt mit dem bisherigen Streitgegenstand eng zusammen. Der Beschwerdeführer machte schon im Verfahren vor der Ausgleichskasse zumindest sinngemäss einen solchen geltend (E. 3.1); daran hält er im vorliegenden Verfahren fest. Die Ausgleichskasse stellt sich in ihrer Vernehmlassung – und damit in einer Prozesserklärung – auf den Standpunkt, ein Zurückkommen auf die Renteneinstellung stehe mit Blick auf die vom BSV formulierten Übergangsregelungen ausser Frage. Die Sache ist spruchreif. Unter diesen Umständen kann das Gericht vorliegend – nicht zuletzt aufgrund prozessökonomischer Überlegungen – (auch) über das Vorliegen eines Rückkommenstitels (Art. 17 Abs. 2, Art. 53 Abs. 1, Art. 53 Abs. 2 ATSG) befinden. Was insbesondere den Entscheid über die Vornahme einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) angeht, ist dieser zwar vollumfänglich in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt (Kieser, a.a.O., Art. 53 ATSG N 69); der Versicherungsträger kann weder von der betroffenen Person noch vom Gericht zu einem Eintreten auf ein entsprechendes Gesuch verhalten werden (BGE 133 V 50 E. 4). Tritt der Versicherungsträger aber auf ein entsprechendes Gesuch ein und lehnt er in der Folge die Wiedererwägung ab, hat das Gericht im nachfolgenden Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben sind (BGE 117 V 8 E. 2a). Nachdem sich die Verwaltung in ihrer Vernehmlassung zum Fehlen eines Wiedererwägungsgrunds sinngemäss geäussert und diesen verneint hat, steht der Ausdehnung des Streitgegenstands auch in dieser Hinsicht nichts entgegen (vgl. demgegenüber BGer-Urteil 9C_281/2022 vom 28.6.2023 E. 4.2). 4. 4.1. Die dem Beschwerdeführer seit 1. Juni 2008 ausgerichtete Witwerrente wurde gestützt auf Art.”
LPGA art. 53 n. 815 En cas de décisions ou de décisions prises à la suite d'une opposition manifestement erronées et formellement irrévocables, l'organe d'assuranÎ peut revenir sur celles-ci et les faire rectifier, pour autant que la rectification soit d'une importanÎ considérable.
“25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). c) En vertu de l'art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral [Message du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, FF 2018 1597). d) Selon l’art. 30 al. 1 let. d LACI, le droit de l’assuré à l’indemnité est suspendu lorsqu’il est établi que celui-ci n’observe pas les prescriptions de contrôle du chômage ou les instructions de l’autorité compétente notamment en refusant un travail convenable.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 al. 2 n. 814 Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'organisme d'assuranÎ peut réviser des décisions formellement définitives lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Une telle correction peut entraîner une adaptation rétroactive et le remboursement de prestations indûment perçues (p. ex. en cas de réduction rétroactive d'une rente d'invalidité).
“Compte tenu de ce qui précède et comme allégué par l’intimé, l’objet du litige se réduit à la contestation de la décision de demande de remboursement du trop- perçu, datée du 26 mai 2023, prise par la CCGC au nom de l’OAI et correspondant au montant total de l'API versée à l’assuré, après la décision de suppression de cette dernière. 7. En l’espèce, il sied tout d’abord de préciser qu’il n’est à aucun moment mentionné dans la décision de l’OAI du 19 mars 2019 que l’éventuel trop-perçu doit être restitué. Par conséquent, et à teneur des pièces du dossier, ce n’est que dans la décision de la CCGC du 26 mai 2023 que l’assuré a été informé, pour la première fois, de son obligation de restituer les montants de l'API versés après le 30 avril 2019. 7.1 Selon l’art. 25 al. 1 1re phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, il faut pour cela que les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision initiale soient remplies (ATF 130 V 380 consid. 2.3.1, ATF 130 V 318 consid. 5.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_469/2013 du 24 février 2014 consid. 2, non publié à l’ATF 140 V 70, mais in : SVR 2014 UV n° 14 p. 44 ; dans les deux cas avec références). En vertu de l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvrent subséquemment des faits nouveaux importants ou trouvent des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). 7.2 La suppression ou la réduction d’une rente d’invalidité de l’assurance-accidents intervient avec effet rétroactif (« ex tunc ») et les mensualités perçues ainsi indûment doivent être restituées même s'il n'y a pas eu violation de l'obligation d'annoncer (ATF 142 V 259 consid.”
LPGA art. 53 n. 813 Pour les prestations périodiques ou durables (en particulier les rentes et les paiements récurrents), la condition d'« importanÎ considérable » est régulièrement retenue par la jurisprudenÎ.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Die Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind. Bei periodischen Leistungen wird die Erheblichkeit praktisch immer bejaht, während bei punktuellen Leistungen die Grenze praxisgemäss bei einigen hundert Franken liegt. Die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung dient im Übrigen der Verwaltungs- und Prozessökonomie (BGE 107 V 180 E.”
“Cette dernière éventualité ne limite en rien le droit de l'intéressé au paiement de prestations arriérées lorsqu'il demande la rectification d'une décision passée en force de chose jugée ; l'intéressé dispose d'un droit à la rectification de la décision qui ne vise pas le réexamen de la décision dans son ensemble, mais permet simplement d'en obtenir la rectification – sur le plan mathématique – sans que l'administration soit liée par les conditions spécifiques de la reconsidération (ATF 138 V 298 consid. 5.2.1). La prise en compte des intérêts du produit de la vente de l’immeuble dans le calcul des PC plutôt que la valeur locative de ce bien ne constituait pas un élément nouveau (art. 53 al. 1 LPGA), ni une modification des circonstances personnelles ou économiques de l’assuré nécessitant d’adapter le montant de la prestation (art. 25 OPC-AVS/AI) ; il ne s’agissait pas non plus d’une simple correction sur le plan mathématique (ATF 138 V 298 consid. 5.2.1). En définitive, la décision sur opposition litigieuse ne peut être appréhendée que sous l’angle de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA ; voir dans le même sens TF 9C_836/2010 du 20 mai 2011 consid. 3.2), qui est soumise à deux conditions : la décision doit être entachée d’une erreur manifeste et sa rectification doit avoir une importance notable. L’exigence du caractère manifestement erroné de la décision est en règle générale réalisée lorsque le droit à la prestation d’assurance sociale a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n’ont pas été appliquées ou l’ont été de manière incorrecte (ATF 140 V 77 consid. 3.1 ; 138 V 324 consid. 3.3). Ce n’est pas seulement l’application erronée d’une loi ou d’une ordonnance, mais aussi celle de la jurisprudence qui peut entraîner l’erreur de droit manifeste de la décision (ATF 117 V 8 consid. 2c ; Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 72 ad art. 53). Concernant la condition de l’importance notable, elle est généralement considérée comme de toute évidence réalisée lorsqu’il s’agit de prestations périodiques (ATF 119 V 475 consid.”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese nach damaliger Sach- und Rechtslage zweifellos unrichtig sind, und - was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (vgl. BGE 119 V 475 E. 1c) - ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. In diesem Sinn dient die Wiedererwägung der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung bei der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3; 138 V 324 E. 3.3). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (BGE 148 V 195 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_335/2022 vom 2. März 2023 E. 2.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3). In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_343/2021 vom 26. Oktober 2021 E. 3.1 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 148 V 195 E.”
Citation : LPGA art. 53 n. 812 Le retour prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA a été admis, car l'octroi des allocations familiales aux travailleurs indépendants a été considéré comme manifestement erroné et la rectification était d'une importanÎ considérable eu égard au montant à recouvrer de Fr. 20'400.--.
“Mit Blick auf die vorliegend zu beurteilende Rückforderung ergibt sich damit aber, dass die Zusprache von Familienzulagen für Selbständigerwerbende zweifellos unrichtig war. Daher und da die Berichtigung der unzutreffenden Leistungsausrichtung angesichts des – im masslicher Hinsicht unbestrittenen – Rückforderungsbetrags von Fr. 20‘400.-- von erheblicher Bedeutung war, ist der Rückkommenstitel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG gegeben (E. 1.7 hiervor). Auch erging die Rückforderungsverfügung vom 5. November 2021 unbestritten innert der massgebenden Frist von Art. 25 Abs. 2 ATSG (E. 1.6), gilt doch als fristauslösender Moment nicht die erstmalige unzutreffende Leistungsausrichtung, sondern der sogenannte «zweite Anlass» (welcher vorliegend auf die Mitteilung der Beschwerdeführerin vom 10. Februar 2020 anzusetzen ist; vgl. statt vieler etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_328/2015 vom 23. September 2015 E. 2 [dort allerdings noch nach Massgabe der bis Ende 2020 gültig gewesenen einjährigen Frist). Die Leistungskorrektur bzw. Rückforderung der Zulagen für Selbständigerwerbende erweist sich somit im Grundsatz als korrekt.”
Citation : LPGA art. 53 n. 811 Une inexactituÞ qualifiée (indiscutable) peut être considérée comme une violation manifeste du principe d'investigation, notamment lorsque les examens médicaux spécialisés requis n'ont pas du tout été effectués ou n'ont pas été réalisés avì le soin nécessaire. Cela est particulièrement pertinent en présenÎ de tableaux cliniques complexes, subjectifs ou difficiles à cerner.
“Eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG wird vom Bundesgericht in erster Linie in solchen Fällen bejaht, in denen die ursprüngliche Rentenzusprechung etwa ohne gutachtliche Abklärung des Gesundheitszustands allein auf Grund der (haus-)ärztlichen Angaben, oder die Arbeitsfähigkeitsschätzung nur mit Bezug auf die angestammte Tätigkeit, nicht aber auf eine zumutbare Verweistätigkeit, mithin ausserhalb des Bereichs vertretbarer Ermessensausübung erfolgte (vgl. etwa Urteil I 64/06 vom 21. August 2006, E. 4.4.2). Bei Beschwerdebildern der hier vorliegenden Art, welche sich auf Grund ihrer Komplexität, Subjektivität, Unbestimmtheit und persönlichkeitsbedingten Einflüssen nur schwerlich erfassen lassen, bedeutet die Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit immer einen Ermessensentscheid, der nur dann als qualifiziert, eben zweifellos unrichtig, bezeichnet werden kann, wenn die fachmedizinischen Abklärungen der beteiligten Disziplinen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt worden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_307/2011 vom 23.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414; SVR 2021 UV Nr. 1 S. 4 E. 6.1, 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1).”
“Ob eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprache im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG vorliegt, muss anhand der damaligen Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) beurteilt werden (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414). So darf die Frage, ob nach Lage der Akten eine gutachterliche Abklärung notwendig gewesen wäre, nicht aufgrund der heute massgebenden Regeln beurteilt werden. Bereits zur Zeit der Leistungszusprechung am 16. Dezember 2015 galt aber, dass die Arbeitsunfähigkeit in komplexen Fällen fachärztlich eingeschätzt werden musste. Die Verfügung ist qualifiziert unrichtig, wenn solche Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137 E. 3.3.1 f.). Der Hausarzt Dr. G.___ schätzte die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vornehmlich gestützt auf ihre eigenen Angaben auf lediglich 30 % ein, ohne dass hierfür jedwelche Anhaltspunkte in den Berichten der Fachärzte gegeben waren. Die Beschwerdegegnerin übernahm diese unbegründete und nicht im Einklang mit der übrigen Aktenlage stehende Einschätzung in der Folge und berücksichtigte ausserdem nicht, dass die korrigierende Double-Arthrodese im Zeitpunkt der regionalärztlichen Stellungnahme vom 11.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (BGE 148 V 195 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_335/2022 vom 2. März 2023 E. 2.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3). In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_343/2021 vom 26.”
La révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA exige l'existenÎ de faits nouveaux importants ou de nouveaux éléments de preuve qui n'ont été découverts ou trouvés qu'après l'édiction de la décision formellement passée en forÎ de chose jugée ou de la décision sur opposition. Ces faits nouveaux ou éléments de preuve doivent être de nature à modifier la base factuelle de la décision et, en cas d'appréciation juridique correcte, à conduire à une décision différente. Il est déterminant qu'il s'agisse d'éléments nouveaux de nature factuelle, qui n'entraîneraient pas seulement une appréciation différente des faits, mais une modification de la constatation des faits.
“Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG), und die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469). Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Die prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprechungen zur Anwendung (BGE 143 V 105 E. 2.1 S. 107). Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2). Der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» ist bei der (prozessualen) Revision eines Verwaltungsentscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG gleich auszulegen wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss Art. 61 lit. i ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG (BGE 144 V 245 E. 5.1 mit Hinweisen, 143 V 105 E. 2.3). Im Rahmen von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind Tatsachen neu, wenn sie sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E. 5.2 und Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2017 vom 22. August 2017 E. 7.1). Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind. Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzunehmen ist, es hätte zu einem anderen Entscheid geführt, falls die Verwaltung im früheren Verfahren davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2). Der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» ist bei der (prozessualen) Revision eines Verwaltungsentscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG gleich auszulegen wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss Art. 61 lit. i ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG (BGE 144 V 245 E. 5.1 mit Hinweisen, 143 V 105 E. 2.3). Im Rahmen von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind Tatsachen neu, wenn sie sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E. 5.2 und Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2017 vom 22. August 2017 E. 7.1). Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 809 Dans des situations complexes, notamment comportant des aspects internationaux, la constatation qu'une décision formellement devenue définitive est indubitablement erronée peut n'apparaître qu'après un examen approfondi. Il n'est pas nécessaire que l'erreur soit déjà reconnaissable au premier coup d'œil ; l'essentiel est qu'elle soit clairement établie.
“Weiter kritisiert die Swica, das Bundesverwaltungsgericht habe den Anspruch auf medizinische Massnahmen "wie bei einem erstmaligen Leistungsentscheid" überprüft. Es liege kein derart grober, ins Auge springender Fehler vor, dass die Unrichtigkeit offensichtlich sei. Das ergebe sich schon aus dem Umfang des angefochtenen Entscheids und aus der rechtlichen Komplexität aufgrund der internationalen Aspekte. Für die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit ist nicht erforderlich, dass sie einfach erkennbar ist; vielmehr genügt es, wenn sie eindeutig feststeht (vgl. vorangehende E. 4.1). Dies kann sich bei komplexen Verhältnissen auch erst nach näherer Prüfung ergeben (THOMAS FLÜCKIGER, a.a.O., N. 60 zu Art. 53 ATSG; vgl. auch UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, N. 58 f. zu Art. 53 ATSG). Weshalb im Rahmen einer Wiedererwägung nur eine Art summarische rechtliche Überprüfung zulässig oder eine leichte Erkennbarkeit der Unrichtigkeit gefordert sein soll, leuchtet nicht ein und legt die Swica auch nicht substanziiert dar.”
Citation : LPGA art. 53, n° 808 Lors d'une nouvelle demanÞ au titre de l'art. 53 LPGA, il est nécessaire d'apporter une justification crédible qu'une modification substantielle des circonstances factuelles est intervenue depuis l'édiction de la décision. Un diagnostic établi ultérieurement ne suffit pas à lui seul, sauf s'il met en évidenÎ de nouveaux effets factuels sur la capacité de travail.
“Gemäss Aktenlage ist somit überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der leistungsabweisenden Verfügungen vom Februar 2014 nicht wesentlich veränderte, weshalb die angefochtene Verfügung im Resultat nicht zu beanstanden ist. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdegegnerin zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war, dass der Beschwerdeführer unter einer beidseitigen Hippocampussklerose litt. Zum einen ist für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht die Diagnose als solche, sondern deren konkrete funktionelle Auswirkungen auf das Leistungsvermögen der betroffenen Person entscheidend (Urteil des Bundesgerichts 9C_851/2018 vom 23. Mai 2019 E. 4.1.4 mit Hinweisen). Da der Beschwerdeführer schon seit seinem ersten epileptischen Anfall über Gedächtnisprobleme berichtete, wurden diese Einschränkungen berücksichtigt. Zum anderen wäre es dem Beschwerdeführer offen gestanden, eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 ATSG zu verlangen, als die Diagnose des amnestischen Syndroms mit beidseitiger Hippocampussklerose gestellt wurde. Bei einer Neuanmeldung müssen Veränderungen der tatsächlichen Verhältnisse ausgewiesen sein, was vorliegend gerade nicht der Fall ist, da die geltend gemachten Einschränkungen seit dem ersten epileptischen Anfall am 27. Januar 2012 konstant vorhanden sind.”
“Ausgangspunkt für die Beurteilung der hier massgeblichen Frage, ob eine wesentliche Tatsachenänderung seit Erlass der Verfügung vom 30. Dezember 2019 (vgl. Urk. 8/84) glaubhaft gemacht wurde, ist der jenem Entscheid zu Grunde gelegte Sachverhalt. Die Verfügung vom 30. Dezember 2019 blieb unangefochten und ist in Rechtskraft erwachsen. Die beschwerdeweise geltend gemachten Mängel an der Sachverhaltsabklärung vor Erlass der Verfügung vom 30. Dezember 2019 respektive am seinerzeitigen Entscheid sind verspätet. Auf die betreffenden Rügen in der Beschwerdeschrift ist demnach nicht einzugehen. Ebenso wenig sind die kritischen Äusserungen der Ärzte des Zentrums G.___ zur Expertise von Dr. A.___ in diesem Verfahren zu prüfen. Vorbehalten sind die gesetzlich vorgesehenen Rückkommensgründe der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 ATSG. Entsprechende Gesuche sind an die verfügende Behörde zu richten. Hier zu prüfen ist allein, ob mit der Neuanmeldung eine seit dem Erlass der Verfügung vom 30. Dezember 2019 eingetretene Sachverhaltsänderung glaubhaft gemacht wurde.”
Un simple nouveau rapport médical qui se contente d’apprécier le même fait différemment (p. ex. appréciation divergente, diagnostic différentiel ou seconÞ opinion) ne constitue en principe pas un motif de révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. Il faut en revanche des faits nouveaux ou des éléments de preuve importants dont il ressort que les bases de la décision initiale présentaient des vices objectifs et que l’autorité initiale ou le médecin examinateur, s’ils avaient connu ces faits, auraient nécessairement dû statuer autrement.
“Il s'ensuit que les conditions d'une révision matérielle, au sens de l'art. 17 LPGA, du droit à la rente n'étaient pas remplies lorsque l'OAI a rendu, le 22 août 2019, sa décision de suppression du quart de rente. 6.3.7. Au demeurant, le rapport final du Dr F.________ du 30 janvier 2017 n'est pas un moyen de preuve nouveau qui n'aurait pu être produit avant la première décision du 24 mai 2017, étant donné que, depuis le 3 juillet 2014, une « procédure de communication AVS/AI-AA » a cours entre la Suva et l'OAI (cf. dossier AI, pièce 9), et étant précisé que cette procédure a été renouvelée pour la dernière fois le 22 août 2018, lorsque l'OAI a demandé à la Suva de lui transmettre les pièces postérieures au 22 juin 2016 (cf. dossier AI, pièce 174). De plus, le contenu du rapport du Dr F.________ ne consiste pas en des faits médicaux nouveaux qui auraient été découverts subséquemment mais, comme déjà expliqué, en une appréciation différente d'un état de fait resté essentiellement le même. Les conditions d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ne sont donc pas remplies. 6.3.8. Enfin, il n'apparaît pas non plus que la décision du 24 mai 2017 soit manifestement erronée. En effet, cette première décision est non seulement le fruit d'une instruction médicale de prime abord complète, mais aussi d'un examen approfondi des conditions matérielles du droit aux prestations. Elle achève par ailleurs de donner sens aux mesures professionnelles entreprises et financées par l'assurance-invalidité, mesures que la décision querellée remet également implicitement en cause. Dans ce contexte, la seconde décision du 22 août 2019 semble avant tout résulter d'une nouvelle appréciation des faits – concomitante avec un changement de gestionnaire du dossier et avec la prise de connaissance de la solution adoptée entretemps par la Suva – d'une même situation, ce qui est insuffisant pour ouvrir la voie de la reconsidération (sur l'ensemble de la question, cf. notamment arrêt 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid. 2.2 et les références citées). Les conditions d'une reconsidération au sens de l'art.”
“Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Beschwerdegegnerin sei gestützt auf die Feststellungen im Einspracheentscheid vom 22. November 2001 (Urk. 12/A17) weiterhin für das Knie links leistungspflichtig, da die Beschwerdegegnerin damit den Unfall vom 22. Januar 1999 als richtunggebend qualifiziert habe und dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen sei. Damit sei Art. 53 ATSG beachtlich. Das Gutachten von Dr. A.___ vom 23. August 2016 sei revisionsrechtlich indes nicht von Relevanz. Denn diese medizinische Einschätzung stelle weder eine neue Tatsache noch ein neues Beweismittel dar, welche die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtfertigen würde, sondern lediglich eine von der Beurteilung von Dr. D.___ vom 13. November 2001 abweichende medizinische Beurteilung eines gleichbleibenden Sachverhaltes. Auch müsse die Beurteilung von Dr. A.___ als unzulässige second opinion im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung qualifiziert werden; denn der rechtserhebliche Sachverhalt sei mit dem Erkenntnis des Einspracheentscheides vom 22. November 2001 bereits rechtskräftig geklärt gewesen. Ebenso wenig liege eine nachträgliche Unrichtigkeit dieses Entscheides vor, da sich seit dem 22. November 2001 weder die rechtlichen noch tatsächlichen Leistungsvoraussetzungen geändert hätten. Da die Zürich Versicherung gemäss dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich UV.2016.00289 vom 31. Januar 2018 für den Unfall vom 5. Juni 2014 ab dem 5. Juni 2015 zudem nicht mehr leistungspflichtig sei und bis heute keine kausalitätsunterbrechenden oder -überholenden Umstände respektive kein neuer Unfall mit richtunggebender Verschlimmerung des Vorzustandes eingetreten seien, sei die Beschwerdegegnerin für den richtunggebenden Unfall vom 22.”
“A cet égard, le psychiatre traitant a souligné les difficultés de la recourante à gérer ses émotions et à s’investir dans une relation de soins (à savoir qu’elle adhérait à une consultation mensuelle selon ses disponibilités financières et refusait la prise d’un traitement pharmacologique), indiquant qu’il ne s’agissait pas d’une mauvaise volonté de collaborer de sa patiente, mais bien d’une incapacité à faire confiance liée à ses difficultés psychiques. D’après ce médecin les symptômes de la recourante duraient déjà depuis longtemps et constituaient une défense inadéquate rigide, sans qu’il n’existe de solution thérapeutique à proposer hormis une aide pour prévenir les rechutes dépressives, diminuer l’amplitude des épisodes d’impulsivité et agressivité tout en poursuivant les tentatives pour établir un lien de confiance. Le pronostic était très mauvais en regard des investigations et traitements psychiatriques mis en œuvre depuis plusieurs années (« presque 10 ans ») sans amélioration. d) A la lumière des rapports médicaux versés au dossier, il y a lieu de constater au final que la situation ne s’est pas sensiblement modifiée sur le plan médical depuis 2016 et que, partant, l’existence d’un motif de révision au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA doit être écartée. 5. a) Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision procédurale si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers. Ainsi, il ne suffit pas qu'un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs.”
“Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich aus den drei neuen Berichten keine neuen Befunde ergeben, welche im ursprünglichen Verfahren zwingend zu einer anderen Ermessensausübung hätten führen müssen, sodass es an erheblichen neuen Tatsachen oder Beweismittel fehlt. Vielmehr sind die neuen Erkenntnisse auf der Ebene der medizinischen Beurteilung anzusiedeln. Demnach ist kein Revisionstatbestand im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gegeben und die Beschwerdegegnerin hat es zu Recht abgelehnt, ihren früheren Entscheid prozessual zu revidieren. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.”
“Diesbezüglich sei zu beachten, dass die von den Gutachtern beurteilten Gesundheitsstörungen allesamt Folgen des bei der Gesuchsgegnerin versicherten Unfalls vom 11. September 2016 seien. Das Gutachten beziehe sich zudem auf den Zeitraum der mit dem erwähnten Urteil des Sozialversicherungsgerichts beurteilt worden sei. Diese Expertise stelle somit eine neue erhebliche Tatsache im Sinne von § 29 lit. a GSVGer dar (Urk. 1 S. 4). Dem kann nicht gefolgt werden, hat das Bundesgericht doch entschieden, dass keine im Revisionsverfahren zu beachtende «neue» Tatsache vorliege, wenn ein neues ärztliches Gutachten eine andere Beurteilung des (gleichen) Sachverhalts vornimmt. Es hat festgehalten, dass vielmehr neue Tatsachen erforderlich seien, aus denen folge, dass die Grundlagen der getroffenen Entscheidung objektive Mängel enthielten (BGE 127 V 353 E. 5b; vgl. dazu auch: Sabine Spross, in: Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Aufl., 2009, N 8 zu § 29 GSVGer). Entsprechend entschied das Bundesgericht in einem jüngeren Urteil betreffend prozessualen Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG. Unter Hinweis auf BGE 127 V 353 E. 5b und weitere Urteile führte es in E. 4.3.4 des Urteils 8C_154/2021 vom 11. Mai 2021 aus, dass ein (prozessrechtlicher) Revisionsgrund nur in Betracht falle, wenn bereits im ursprünglichen Verfahren der untersuchende Arzt und die entscheidende Behörde das Ermessen wegen eines neu erhobenen Befundes zwingend anders hätten ausüben und infolgedessen zu einem anderen Ergebnis hätten gelangen müssen. An diesem prozessualrevisionsrechtlich verlangten Erfordernis fehle es, wenn sich das Neue im Wesentlichen in (differenzial-)diagnostischen Überlegungen erschöpft, mithin auf der Ebene der medizinischen Beurteilung anzusiedeln sei. Entgegen der Ansicht des Gesuchstellers stellt somit der Umstand, dass die Y.___-Gutachter seine Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit anders als der Suva-Kreisarzt beurteilten, für sich allein noch keine neue Tatsache im Sinne von § 29 lit. a GSVGer dar. Andere Revisionsgründe sind vom Gesuchsteller nicht geltend gemacht worden.”
“Ainsi, il ne suffit pas qu'une nouvelle expertise donne une appréciation différente des faits ; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs. 7.3 Aux termes de l’art. 55 al. 1 LPGA, les points de procédure qui ne sont pas réglés de manière exhaustive aux art. 27 à 54 LPGA ou par les dispositions des lois spéciales sont régis par la loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative (PA ; RS 172.021). Selon l’art. 67 al. 1 PA, la demande de révision doit être adressée par écrit à l’autorité qui a rendu la décision dans les 90 jours dès la découverte du motif de révision, mais au plus tard dans les dix ans dès la notification de la décision. La jurisprudence considère que les règles sur les délais prévues à l’art. 67 PA s’appliquent, en vertu de l’art. 55 al. 1 LPGA, à la révision procédurale d’une décision administrative selon l’art. 53 al. 1 LPGA (ATF U 561/06 du 28 mai 2007 consid. 4). 7.4 La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s'apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d'une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d'un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d'un arrêt fondée sur l'ancien art. 137 lettre b OJ (ATFA non publié C 175/04 consid. 2.2 du 29 novembre 2005). 8. Le juge des assurances sociales fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible. Parmi tous les éléments de fait allégués ou envisageables, le juge doit, le cas échéant, retenir ceux qui lui paraissent les plus probables (ATF 130 III 321 consid. 3.2 et 3.3, ATF 126 V 353 consid. 5b, ATF 125 V 193 consid. 2 et les références). Aussi n’existe-t-il pas, en droit des assurances sociales, un principe selon lequel l’administration ou le juge devrait statuer, dans le doute, en faveur de l’assuré (ATF 126 V 319 consid.”
Pour le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, une simple appréciation médicale différente ou une critique des rapports d'expertise antérieurs ne suffit pas. De tels rapports nouvellement présentés constituent en règle générale qu'une autre appréciation d'un fait en substanÎ inchangé et ne justifient le réexamen que dans des cas exceptionnels. En revanche, des faits nouveaux importants ou des éléments de preuve qui n'auraient pas pu être produits antérieurement relèvent de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA.
“Les preuves doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références ; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3 ; CASSO PC 30/19 - 1/2021 du 11 décembre 2020 consid. 7b/aa). Ainsi, il ne suffit pas qu'un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits ; il faut des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs (TF 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4.2). En outre, si la décision est fondée sur une application erronée du droit (application initiale erronée du droit) ou sur une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits, il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération selon l’art. 53 al. 2 LPGA. Une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation, quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit. S'il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid. 2.2). 4.4 4.4.1 En l’espèce, il n’y a pas de circonstances nouvelles qui se seraient produites postérieurement à la décision de l’Office AI du 6 avril 2009, de sorte que la révision selon l’art. 17 LPGA est exclue. On ne saurait pas non plus envisager une reconsidération, dès lors que ce n’est pas une application erronée du droit qui est invoquée, ni une constatation erronée dans l’appréciation des faits. Il convient dès lors d’examiner si, comme l’ont retenu les premiers juges, une révision procédurale est envisageable au regard du rapport d’expertise produit le 27 février 2014 par le Dr S.”
“De jurisprudence en effet, le simple fait qu'un diagnostic ne soit plus retenu à la suite d'un examen ultérieur ne saurait justifier, à lui seul, la révision du droit à la rente, dans la mesure où un tel constat ne permet pas d'exclure l'existence d'une appréciation différente d'un état de fait qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé. Or, tel est précisément le cas en l'espèce, le Dr J._______ critiquant d'ailleurs expressément les conclusions de son confrère F._______ et son évaluation de la capacité de travail de l'assuré (s'agissant des traits d'appréciation inhérents aux expertises médicales, cf. ATF 148 V 49 consid. 6.2.1; pour le surplus, cf. arrêt du TF 9C_573/2019 du 20 décembre 2019 consid. 5.2.2 et réf. citées). 9.2 Indépendamment de leurs mérites, les expertises des Dr J._______ et I._______ ne constituent ainsi qu'une appréciation clinique différente de la situation médicale - demeurée inchangée - du recourant. Dans ces conditions, en l'absence d'un motif de révision, l'autorité précédente n'était pas en droit de revenir sur sa décision d'octroi de prestations (sur les règles en matière de fardeau de la preuve, cf. entre autres arrêt du TF 8C_2/2022 du 4 juillet 2022 consid. 6.4). La décision attaquée n'apparaitrait d'ailleurs pas davantage fondée si elle résultait d'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. La décision du 28 octobre 2003 ouvrant le droit à la rente d'invalidité n'a en effet pas lieu d'être qualifiée de manifestement erronée, mais apparait fondée sur une appréciation admissible des preuves compte tenu de la situation de fait et de droit prévalant au moment de son entrée en force (ATF 125 V 383 consid. 6a ; cf. également arrêt du TF 9C_212/2021 du 22 octobre 2021 consid. 4.5). 10. Dans ces conditions, le recours doit être admis et la décision attaquée doit être annulée sans qu'il soit nécessaire d'examiner les autres griefs du recourant ou de se prononcer sur le respect des principes prévalant en matière de révision de rentes allouées durant une période prolongée (à ce propos, cf. ATF 148 V 321 consid. 7 et réf. citées). 11. Etant donné l'issue du litige, il n'y a pas lieu de percevoir de frais de procédure (art. 63 PA). Partant, l'avance de frais versée sera restituée dès l'entrée en force du présent arrêt (TAF pces 3 et 4). Conformément aux art. 64 al. 1 PA et 7 ss du règlement du 21 février 2008 concernant les frais, dépens et indemnités fixés par le Tribunal administratif fédéral (FITAF, RS 173.”
“________ und lic. phil. I.________ vom 5. Februar 2024 (act. II 80) wird auch nur ansatzweise aufgezeigt, inwiefern sich die objektive Befundlage oder die Beschwerdesymptomatik im Verlauf massgebend verändert haben soll. Die besagten Berichte erschöpfen sich im Wesentlichen in einer Kritik an den früheren Beurteilungen von Dr. med. E.________ und M.Sc. F.________ bzw. am Gutachten des Dr. med. Andreas Liesch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. März 2018 (act. II 37.12/11-55), welches Grundlage der formlosen Mitteilung der C.________ vom 27. März 2018 (act. II 37.9) bildete. Auch die Beschwerdeführerin selbst hält die früheren Beurteilungen für unzutreffend (Beschwerde Rz. 15 f., 20). Der Beweiswert dieser früheren Einschätzungen ist hier angesichts der Beweiskraft der gestützt darauf erlassenen Verwaltungsakte (act. II 37.9, 66) indes von vornherein irrelevant, ist hier doch kein Rückkommenstitel im Sinne einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) zu beurteilen. Indem sowohl lic. phil. G.________ als auch Dr. med. H.________ und lic. phil. I.________ im Längsschnitt den Beginn der Störung in der frühen Entwicklungsphase verorteten (act. II 73/1, 80/1), machten sie klar, dass diese jedenfalls bereits im Zeitpunkt der Verfügung vom 28. Januar 2022 (act. II 66) vorlag. Bei dieser Ausgangslage stellen die neuen Berichte der behandelnden Fachpersonen eine unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel unerhebliche unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes dar (BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 S. 105). Dass die Beschwerdesymptomatik nach einer langen und nicht adäquat behandelten Leidenszeit durch die postulierte ASS erklärbar wurde und nun eine zielgerichtete adäquate Behandlung aufgenommen werden kann (Beschwerde Rz. 30 f.; act. II 80/2), betrifft keine im Rahmen der Beurteilung der leistungsspezifischen Invalidität massgebende Sachverhaltsänderung. Zwar könnten im Falle eines bestehenden invalidisierenden Gesundheitsschadens neue therapeutische Optionen prospektiv allenfalls zu einer Gesundheitsverbesserung führen.”
“Die vorliegende Beschwerde wird den formellen Anforderungen offensichtlich nicht gerecht: Soweit die Beschwerdeführerin eine Wiedererwägung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 30. Juli 2021 anstrebt, ist ihr darin bereits auf den frühestmöglichen Zeitpunkt hin - sechs Monate nach Erhalt der (erneuten) IV-Anmeldung (Art. 29 Abs. 1 IVG) vom März 2019 - ab September 2019 eine ganze Invalidenrente zugesprochen worden. Soweit überdies frühere negative Leistungsentscheide der Beschwerdegegnerin in Frage gestellt werden, hat das kantonale Gericht einlässlich ausgeführt, weshalb diese gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) keiner gerichtlich durchsetzbaren Neuüberprüfung unterliegen. Warum dem nicht so sein sollte, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Hingegen beruft sie sich auf Art. 53 Abs. 1 ATSG, wonach formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden müssen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (prozessuale Revision). Eine unterschiedliche Wertung bereits bekannter Tatsachen, wie sie vom Rechtsvertreter im psychotherapeutischen Gutachten vom 12. April 2019 für die fragliche Zeit selber vorgenommen und vor Vorinstanz wiederholt wurde, beschlägt indessen - wie vom kantonalen Gericht dargetan - allein Art. 53 Abs. 2 ATSG. Dennoch ohne Weiterungen auf einer Neuüberprüfung des bereits rechtskräftig Entschiedenen zu beharren, lässt die Prozessführung als querulatorisch erscheinen. Damit ist den Anforderungen an eine sachbezogene Begründung nicht Genüge getan.”
Citation: art. 53 LPGA n. 805 En cas d'actes manifestement imputables à la propre faute (p. ex. virement erroné), le délai de découverte au sens de l'art. 53 LPGA commenÎ en règle générale au plus tard à la date de paiement ou à la réception de l'extrait de compte ou de la comptabilité annuelle. L'argument ultérieur selon lequel la découverte n'aurait eu lieu que des années plus tard a été rejeté comme infondé dans les décisions citées.
“En effet, elle invoquait seulement qu’elle avait, au plus tôt le 9 mars 2023, découvert l’erreur d’avoir procédé au virement de CHF 12'600.- le 14 juillet 2021. Il semblait que l’intimée essayait de procéder à une révision de sa prestation du 14 juillet 2021, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, en invoquant son supposé constat du 9 mars 2023 comme une découverte subséquente de faits nouveaux importants ou de nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Il était insoutenable de considérer que l’intimée n’aurait découvert que le 9 mars 2023 avoir elle-même effectué un virement erroné près de deux ans auparavant. Elle n’établissait pas pourquoi elle n’aurait pas pu ou dû se rendre compte plus tôt de son erreur, ne serait-ce qu’en recevant son relevé bancaire mensuel ou à la fin de l’année 2021, lors de l’établissement de sa comptabilité, qui faisait d’ailleurs l’objet d’une surveillance stricte de la part des autorités compétentes. En conséquence, il n’existait aucun fait nouveau permettant à l’intimée de procéder à une révision au sens de l’art. 53 LPGA et de rendre une décision de restitution selon l’art. 25 LPGA. Pour cette raison la décision sur opposition du 24 mai 2023 devait être annulée. Lorsque la restitution était fondée sur un motif de révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, la révision procédurale était soumise au délai prévu par l’art. 67 PA, applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA. L’art. 67 PA prévoyait un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans dès la notification de la décision en cause. En l’espèce, même si l’assureur n’avait pas procédé à l’analyse des conditions de l’art. 53 LPGA, il semblait que la Bâloise estimait se trouver dans un cas de révision au sens de cette disposition. Aussi, le délai de nonante jours dès la découverte du motif de révision trouvait application. Ce délai commençait à courir dès le 16 juillet 2021, jour du virement par la Bâloise de CHF 12'600.-. L’intimée ne pouvait, si elle entendait se comporter avec un minimum de bonne foi, omettre le fait qu’elle avait elle-même sciemment procédé à ce virement.”
“Aussi, le délai commençait à courir le 16 juillet 2021 et se terminait le 14 septembre 2021. Quand bien même l’intimée ne se serait pas rendu compte de son erreur directement après avoir effectué ce paiement, elle aurait pu et dû s’en rendre compte en recevant son relevé bancaire mensuel, respectivement lorsqu’elle avait effectué sa comptabilité pour l’année 2021. Dans l’une ou l’autre de ces hypothèses, le délai de nonante jours était échu depuis longtemps au moment de sa demande de restitution. Le fait que, alors que cet argument avait été soulevé par la recourante dans son opposition du 8 mai 2023, l’intimée persistait estimer avoir découvert son erreur le 9 mars était arbitraire. Ainsi, la décision sur opposition du 24 mai 2023 et celle du 20 mars 2023 intervenaient au-delà du délai de l’art. 67 PA, qui était arrivé à échéance le 14 septembre 2021, et la décision sur opposition du 24 mai 2023 devait être annulée pour cette raison également. 4.1.2 Selon l’intimée, le renvoi à l’art. 53 LPGA n’avait pas lieu d’être, dès lors qu’elle n’avait prononcé aucune décision. En effet, suite aux messages du conseil de la recourante des 13 et 14 juillet 2021, l’intimée était censée lui verser CHF 215.- à titre de remboursement des frais de transport occasionnés par l’expertise. Or, l’intimée, au lieu de verser CHF 215.-, avait procédé par erreur au paiement de CHF 12'600.- le 16 juillet 2021 sur le compte bancaire de la recourante. Elle avait constaté cette erreur le 9 mars 2023 et, par décision du 20 mars suivant, avait réclamé à la recourante la restitution de ce montant versé à tort. En conséquence, tant le délai relatif que le délai absolu étaient respectés. 4.2 4.2.1 Selon l'art. 25 al. 1 phr. 1 LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l'ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ; RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l'art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision.”
Citation : LPGA art. 53 n. 804 Le délai relatif de 90 jours commenÎ à courir dès la connaissanÎ du motif de révision (découverte d'un fait nouveau ou d'un moyen de preuve). En outre, il existe un délai de forclusion absolu de dix ans, qui commenÎ à courir à partir de l'ouverture/notification de la décision ou de la décision sur opposition. Dans des cas particuliers, le point de départ des délais peut n'intervenir que lorsque les investigations nécessaires à la justification de la révision ont été effectuées ou auraient raisonnablement pu l'être; le commencement se détermine alors selon le principe de la bonne foi.
“L'appréciation inexacte doit être, bien plutôt, la conséquence de l'ignorance ou de l'absence de preuve de faits essentiels pour la décision (ATF 127 V 353 consid. 5b p. 358 et les références ; arrêts TF 9C_589/2013 du 2 mai 2014 consid. 4.2 et 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3) 6.3. L'art. 53 LPGA ne prévoit pas de délai pour procéder à une révision procédurale ou à une reconsidération d'une décision. Dès lors, il convient de faire application des principes figurant à l'art. 67 al. 1 et 2 de la loi du 20 décembre 1986 sur la procédure administrative (PA, RS 172.021) en vertu du renvoi figurant à l'art. 55 al. 1 LPGA. Cette disposition correspond au demeurant à un principe général du droit. Par conséquent, un délai relatif de 90 jours doit être respecté, qui commence à courir à la découverte du motif de recours (arrêt TF I 8/05 du 31 janvier 2006 consid. 4.2 et les références citées). En outre, un délai absolu de dix ans s'applique, dont le cours commence à l'ouverture de la décision (Kieser, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4e éd., 2020, n. 39 ad. art. 53 LPGA; Moser-Szeless, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 60ss ad art. 53). Néanmoins, des circonstances particulières peuvent survenir si les faits faisant l'objet du recours nécessitent des éclaircissements plus longs. Selon la jurisprudence, il suffit dans ce cas que l'assurance notifie à l'assuré les motifs de la révision et de la modification (probable) de sa décision en temps utile et que les éclaircissements nécessaires soient apportés dans un délai raisonnable. Il peut également arriver que le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les clarifications nécessaires ont été effectuées ou auraient pu être effectuées avec les efforts nécessaires et raisonnables (Kieser, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4e éd., 2020, n. 40 ad. art. 53 LPGA). Le moment à partir duquel la partie aurait pu découvrir le motif de révision invoqué se détermine selon le principe de la bonne foi. Le délai de 90 jours commence à courir dès le moment où la partie a une connaissance suffisamment sûre du fait nouveau ou du moyen de preuve déterminant pour pouvoir l'invoquer, même si elle n'est pas en mesure d'en apporter une preuve certaine ; une simple supposition ou voire même des rumeurs ne suffisent pas et ne sont pas susceptibles de faire débuter le délai de révision (Moser-Szeless, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n.”
art. 53 al. 2 LPGA exige la concomitanÎ d'une inexactituÞ indubitable et d'une importanÎ significative. En cas de rectification rétroactive, le fondement juridique des prestations accordées disparaît; celles-ci sont alors considérées comme indûment versées et doivent être remboursées (cf. art. 25 al. 1 LPGA).
“Damit ist es auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2.1 Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 2.2 An den Entscheid betreffend die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungsausrichtung schliesst sich der Entscheid über die Rückerstattung an, ob bei einer einmal festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs eine rückwirkende Korrektur zu erfolgen hat. Grundlage dafür bildet Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Danach sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten.”
Si une décision formellement définitive repose sur une base factuelle manifestement fausse (p. ex. une fausse hypothèse concernant les conditions de domicile) et que sa rectification revêt une importanÎ considérable, l'institution d'assuranÎ peut, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur la décision et réclamer le remboursement des prestations indûment versées.
“Partant, il faut retenir ces déclarations de la première heure et admettre que l'intéressé a quitté le domicile conjugal en mai 2019. Ceci n'est par ailleurs pas en contradiction avec ce qui figure dans l'opposition d'avril 2020 dans laquelle il a déclaré être parti au plus tard le 1er septembre 2019. Dans ces circonstances, c'est la date de mai 2019, évoquée en premier lieu par le recourant et retenue par la Caisse, qui doit être confirmée. Or, pour ce mois-là, le recourant n'est pas en mesure d'apporter une quelconque preuve de paiement de loyer. Le calcul de la Caisse ne prête pour le surplus pas le flan à la critique. Le recourant ne conteste d'ailleurs pas la prise en compte ou non de ses enfants dans le calcul des prestations et le montant du loyer retenu. 5. 5.1 A teneur de l'art. 25 al. 1 1ère phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 5.2. Il résulte du considérant 5 que les PC versées pour la période du 1er mai au 31 décembre 2019 qui tenaient encore compte du fait que le recourant vivait sous le même toit que sa femme et ses enfants l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA. C'est dès lors à juste titre que la Caisse a effectué un nouveau calcul et réclamé au recourant la somme de CHF 20'544.”
Citation : LPGA art. 53 n° 801 Le délai de forclusion relatif commenÎ au moment où l'administration, en faisant preuve de la diligenÎ raisonnable attendue d'elle, aurait dû constater que les conditions d'un remboursement étaient réunies ; cela suppose que lui étaient connus, ou auraient dû l'être, les éléments déterminants de la demanÞ de recouvrement (principe, étendue, destinataire). S'il n'existe que des indices laissant présumer un droit au recouvrement, l'administration ne peut rester inactive : elle doit, dans un délai raisonnable, procéder aux investigations nécessaires.
“Unter der Wendung "nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat", ist der Zeitpunkt zu verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen, oder mit andern Worten, in welchem sich der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grundsatz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs. Ist für die Leistungsfestsetzung (oder die Rückforderung) das Zusammenwirken mehrerer mit der Durchführung der Versicherung betrauter Behörden notwendig, genügt es für den Beginn des Fristenlaufs, dass die nach der Rechtsprechung erforderliche Kenntnis bei einer der zuständigen Verwaltungsstellen vorhanden ist (BGE 140 V 521 E. 2.1 mit Hinweisen). Bei den Fristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG handelt es sich um von Amtes wegen zu berücksichtigende Verwirkungsfristen. Diese sind gewahrt, wenn vor Ablauf der massgebenden Frist eine Rückerstattungsverfügung ergeht (Urteil BGer 8C_819/2018 vom 22. März 2019 E. 4.1. mit Hinweisen). Eine Rückforderung ist nur möglich, soweit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision der leistungszusprechenden Verfügungen erfüllt sind (BGE 126 V 46 E. 2b mit Hinweisen). Diese beiden Rückkommenstitel sind explizit in Art. 53 ATSG geregelt, welcher die frühere Rechtsprechung kodifizierte. So kann die Verwaltung gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Von der Wiedererwägung ist die prozessuale Revision zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Die prozessuale Revision von Verwaltungsverfügungen ist nur innerhalb der für die Revision von Beschwerdeentscheiden (Art. 67 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) massgebenden Fristen zulässig. Danach gilt nebst der absoluten zehnjährigen Frist, welche mit der Eröffnung des Entscheids einsetzt, eine relative 90-tägige Frist, welche mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; arrêts TF C 330/05 du 11 avril 2006 consid. 3 in DTA 2006 p. 218; C 80/05 du 3 février 2006 in DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 5.2. L'art. 25 al. 2 1ère phrase LPGA prescrit que le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références citées; DTA 2006 p. 218 et DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 10.2. Le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020). Il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 133 V 579 consid. 4.1; 119 V 431 consid. 3a). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
“Par les termes "après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait", il faut comprendre le moment auquel l'autorité, en faisant preuve de l'attention raisonnablement exigible, aurait dû s'apercevoir que les conditions en vue d'une restitution étaient réunies ou, en d'autres termes, le moment auquel l'assureur aurait dû se rendre compte du principe et de l'étendue de la créance en restitution et du débiteur de celle-ci. Cela présuppose l'existence d'une décision valable concernant l'irrégularité de la perception de la prestation (ou, en cas de recours, d'une décision judiciaire; ATF 146 V 217 c. 2.1 s., 140 V 521 c. 2.1; SVR 2017 BVG n° 7 c. 5.1, 2011 EL n° 7 c. 3.2.1). 3. 3.1 Dès l'abord, on précisera que les indemnités de chômage afférentes à la période de contrôle de septembre 2020 ont été payées au recourant sur la base d’un décompte établi le 25 septembre 2020 par sa caisse de chômage (dont les données ont été successivement revues par celle-ci; c. A supra). Compte tenu de ces modalités et de l'art. 51 LPGA, il y a lieu de considérer que l’acte administratif à la base de l'octroi et du versement des prestations dont la restitution est réclamée est à tout le moins susceptible d'être examiné sous l'angle d'une restitution (et des conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale selon l’art. 53 LPGA) au même titre qu'une décision formelle. Par ailleurs, rien au dossier n'indique que cet acte administratif aurait fait l'objet d'une contestation et ne serait pas entré en force (SVR 2003 KV n° 11 c. 4.1 et 4.2; U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2020, art. 25 n. 28). 3.2 Il y a ensuite lieu de spécifier que le délai de péremption relatif de trois ans prévu à l’art. 25 al. 2 LPGA (c. 2.2 supra) a été introduit au 1er janvier 2021 (il était auparavant d’une année). En l’espèce, le montant global exigé en restitution porte sur deux versements intervenus, pour le premier, le 25 septembre 2020 (trois indemnités par Fr. 419.60 nets) et, quant au second, le 27 mai 2021 (sept indemnités à hauteur de Fr. 979.20 nets). Ces deux créances sont soumises au délai de péremption relatif de trois ans introduit par l’actuel art. 25 al. 2 LPGA. La première créance née et devenue exigible sous l’ancien droit n’était en effet ni prescrite ni périmée au moment de l’entrée en vigueur du nouveau droit (voir ATF 102 V 206 c.”
“Elle n’établissait pas pourquoi elle n’aurait pas pu ou dû se rendre compte plus tôt de son erreur, ne serait-ce qu’en recevant son relevé bancaire mensuel ou à la fin de l’année 2021, lors de l’établissement de sa comptabilité, qui faisait d’ailleurs l’objet d’une surveillance stricte de la part des autorités compétentes. En conséquence, il n’existait aucun fait nouveau permettant à l’intimée de procéder à une révision au sens de l’art. 53 LPGA et de rendre une décision de restitution selon l’art. 25 LPGA. Pour cette raison la décision sur opposition du 24 mai 2023 devait être annulée. Lorsque la restitution était fondée sur un motif de révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, la révision procédurale était soumise au délai prévu par l’art. 67 PA, applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA. L’art. 67 PA prévoyait un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans dès la notification de la décision en cause. En l’espèce, même si l’assureur n’avait pas procédé à l’analyse des conditions de l’art. 53 LPGA, il semblait que la Bâloise estimait se trouver dans un cas de révision au sens de cette disposition. Aussi, le délai de nonante jours dès la découverte du motif de révision trouvait application. Ce délai commençait à courir dès le 16 juillet 2021, jour du virement par la Bâloise de CHF 12'600.-. L’intimée ne pouvait, si elle entendait se comporter avec un minimum de bonne foi, omettre le fait qu’elle avait elle-même sciemment procédé à ce virement. Aussi, le délai commençait à courir le 16 juillet 2021 et se terminait le 14 septembre 2021. Quand bien même l’intimée ne se serait pas rendu compte de son erreur directement après avoir effectué ce paiement, elle aurait pu et dû s’en rendre compte en recevant son relevé bancaire mensuel, respectivement lorsqu’elle avait effectué sa comptabilité pour l’année 2021. Dans l’une ou l’autre de ces hypothèses, le délai de nonante jours était échu depuis longtemps au moment de sa demande de restitution. Le fait que, alors que cet argument avait été soulevé par la recourante dans son opposition du 8 mai 2023, l’intimée persistait estimer avoir découvert son erreur le 9 mars était arbitraire.”
LPGA art. 53 n. 800 De simples présomptions, des rumeurs, des doutes légitimes ou des appréciations divergentes mais défendables ne suffisent pas à motiver un réexamen. Il convient notamment de faire preuve de retenue lorsque l'examen du droit à prestations implique un pouvoir d'appréciation ou l'évaluation des preuves : une erreur d'appréciation ou plusieurs appréciations encore soutenables n'établissent pas sans autre une inexactituÞ indiscutable ou manifeste et ne justifient donc pas un réexamen.
“En particulier, les organes d’application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits. Une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l’octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l’examen suppose un pouvoir d’appréciation, quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit. S’il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid. 2.2 ; TF I 907/06 du 7 mai 2007 consid. 3.2.1). c) Ces dispositions sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (TF 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2015, n° 19 ad art. 53 LPGA). d) Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, la révision procédurale est soumise aux délais prévus par l'art. 67 PA – applicable par renvoi de l'art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (TF 8C_207/2014 du 13 mars 2015 consid. 3 ; 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 ; RAMA 1994 n° U 191 p. 145 ; Kieser, op. cit., n° 38 ad art. 53 LPGA). De simples suppositions ou même des rumeurs ne sont pas suffisants pour que ces délais commencent à courir (TF 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4). 6. Aux termes de l'art. 25 al. 2 phr. 1 LPGA, le droit de demander la restitution de prestations indûment touchées s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du motif de restitution, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit là de délais (relatif et absolu) de péremption qui doivent être examinés d'office (cf.”
“La nouvelle décision de refus étant susceptible d’être attaquée par la voie d’un recours, le contrôle juridictionnel de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal se limite en pareil cas au point de savoir si, au sens de cette disposition, les deux conditions d’une reconsidération (soit l’inexactitude manifeste de la décision initiale et l’importance notable de la rectification) sont réunies (ATF 119 V 475 consid. 1b/cc). 3. a) L’assureur peut revenir sur les décisions et les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Le second titre de révocation prévu par l’art. 53 LPGA, à son alinéa 2, permet de corriger la décision ou la décision sur opposition qui est entrée en force de chose décidée, alors qu’elle reposait d’emblée sur une application initiale erronée du droit (y compris une application insoutenable des faits). La reconsidération est soumise à deux conditions : la décision doit être entachée d’une erreur manifeste et sa rectification doit avoir une importance notable (Margit Moser-Szeless in : Commentaire romand Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, nos 69 s. ad art. 53 LPGA). b) La notion d’erreur manifeste a été définie de manière restrictive par la jurisprudence, afin d’éviter que la reconsidération ne devienne un instrument autorisant sans autres limitations un nouvel examen (plus approfondi) des conditions à la base des prestations de longue durée. L’exigence du caractère manifestement erroné de la décision est en règle générale réalisée lorsque le droit à la prestation d’assurance sociale a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n’ont pas été appliquées ou l’ont été de manière incorrecte (ATF 140 V 77 consid. 3.1 ; 138 V 324 consid. 3.3). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 140 V 77 consid. 3.1 ; 138 V 147 ; 119 V 475 consid. 5b/cc). En particulier, lorsque l’octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l’examen suppose un pouvoir d’appréciation, comme c’est le cas, par exemple, pour le droit à une rente de l’assurance-invalidité, une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l’appréciation des différentes étapes pour établir les conditions du droit à la prestation (évaluation de l’incapacité de travail et de l’invalidité, appréciation des preuves, appréciation des questions relatives à l’exigibilité) apparaît admissible, compte tenu de la situation de fait et de droit telle qu’elle se présentait au moment de la décision entrée en force.”
“Wann die Unrichtigkeit zweifellos ist, beurteilt sich nicht nach der Grobheit des Fehlers. Massgebend muss vielmehr das Ausmass der Überzeugung sein, wonach die bisherige Entscheidung unrichtig war. Mit der Zweifellosigkeit wird dabei ein hoher Grad umschrieben. Es darf kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine Unrichtigkeit vorliegt; es ist also nur ein einziger Schluss - eben derjenige auf eine Unrichtigkeit - möglich. Dies schliesst es etwa aus, bei einer hinreichenden Ermessensbetätigung eine zweifellose Unrichtigkeit anzunehmen. Die Frage der Unrichtigkeit beurteilt sich dabei nach dem im Zeitpunkt des Erlasses der fraglichen Verfügung herrschenden Rechtszustand; dieser Zustand schliesst auch die damalige Rechtspraxis ein. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit also aus (vgl. Kieser, a.a.O, Art. 53 ATSG Rz. 59 ff. mit weiteren Hinweisen; BGE 141 V 405 E. 5.2). Bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit der Beurteilung von Leistungsvoraussetzungen ist daher Zurückhaltung geboten. Ansonsten würde die Wiedererwägung zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung des Anspruchs, was sich nicht mit dem Wesen der Rechtsbeständigkeit formell zugesprochener Leistungen verträgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 2020, 8C_277/2020, E. 4.1).”
“Pour justifier la révision d’une décision, il ne suffit pas que le médecin ou l’expert tire ultérieurement, des faits connus au moment du prononcé initial, d’autres conclusions que l’administration (ATF 127 V 353 consid. 5b). L’application inexacte doit être, bien plutôt, la conséquence de l’ignorance ou de l’absence de preuve de faits essentiels pour la décision (idem et TF 9C_365/2015 du 6 janvier 2016 consid. 3.1). c) Si la décision est fondée sur une application erronée du droit (application initiale erronée du droit) ou sur une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits, il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération. La décision ou décision sur opposition formellement passée en force doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA ; Margit Moser-Szeless, in : Dupont/Moser-Szeless [éd.], Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 2 ss ad art. 53 LPGA). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée. En particulier, les organes d'application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits. Ainsi, une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation, quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit.”
“In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn (in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes) die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405, 414 f. E. 5.2). Als nicht zweifellos unrichtig wurde eine Zusprache beurteilt, die gestützt auf ein Gutachten erfolgte, das eine verlässliche Beurteilung des Gesundheitszustandes erlaubte und bei der die gebotene eigenständige Adäquanzprüfung zumindest implizit und im Ergebnis vertretbar erfolgte (zum Ganzen Abschnitt: Frey Félix/Mosimann Hans-Jakob/Bollinger Susanne, AHVG/IVG Kommentar, Bundesgesetze über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, die Invalidenversicherung und den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] mit weiteren Erlassen, Zürich 2018, Art. 53 ATSG Rz. 3 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_425/2016 vom 16.12.2016 = SVR 2017 UV Nr. 16 E. 4.2 und 4.3.2). 4.6. Der Entscheid über die Vornahme der Wiedererwägung ist in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 53 ATSG Rz. 1 mit Hinweis auf BBl 1991 II 262). Ein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wiedererwägung besteht nicht. Als formaler Rechtsbehelf vermittelt die Wiedererwägung keinen Anspruch auf Behandlung. Vielmehr liegt das Zurückkommen im pflichtgemässen Ermessen der Verwaltungsbehörde. Die Praxis hat klargestellt, dass sofern die Verwaltung bzw. die Sozialversicherungsgerichte verpflichtet werden könnten, aufgrund eines Wiedererwägungsgesuchs die Gesetzmässigkeit einer früheren formell rechtskräftigen Verfügung zu überprüfen, "dies das Rechtsmittelsystem illusorisch machen" würde (vgl. BGE 106 V 78, 79 E. 2). Diese Auffassung wird auch in der neuesten Rechtsprechung vertreten (Ueli Kieser, a.”
L'absenÎ d'une indication de domicile déclarée aux autorités rend plus difficile la preuve qu'un nouveau domicile a été établi ; cela peut, en pratique, compliquer le retour de l'organisme d'assuranÎ à des décisions formellement définitives au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Vermutungen und Indizien würden keinen genügenden Beweis erbringen und die Vorinstanz müsste nicht nur nachweisen können, dass der Ehegatte seinen Wohnsitz in Deutschland aufgegeben, sondern auch, dass er einen neuen Wohnsitz ausserhalb der EU begründet habe. Denn erst die Begründung eines neuen Wohnsitzes lasse den bisherigen Wohnsitz wegfallen. Auch längere Abwesenheiten würden keinen Wohnsitz begründen. Über die von der Beschwerdeführerin eingereichten eindeutigen Beweismittel gehe die Vorinstanz grosszügig hinweg. Der gemeinsame Wohnsitz der Beschwerdeführerin und ihres Ehemanns in Deutschland sei aber eindeutig erstellt. Betont werden müsse zudem, dass sich die Verhältnisse in den letzten Jahren nicht verändert hätten (BVGer2-act. 1 Rz. 11-19). 4.2 Die Vorinstanz verweist in ihrer Vernehmlassung einerseits auf die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG, wonach formell rechtskräftige Verfügungen in Revision gezogen werden müssten, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Andererseits sei gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG vorgesehen, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen könne, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Versicherte hätten beim Vollzug der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Komme die versicherte Person, die Leistungen beanspruche, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so könne der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf Grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen. Im Revisionsverfahren verfüge die IV-Stelle entweder eine Leistungseinstellung oder eine Leistungsaufhebung. Im vorliegenden Verfahren sei der Wohnsitz des Ehemannes der Beschwerdeführerin streitig. Beschwerdeweise werde vorgebracht, der gemeinsame Wohnsitz der Beschwerdeführerin und ihres Ehemannes in Deutschland sei eindeutig erstellt. Allerdings halte auch der Rechtsvertreter hierzu fest, dass leider ein offizieller, also ein behördlich gemeldeter Wohnsitz fehle.”
Si l'assureur revient, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, sur une décision devenue formellement définitive, la rectification supprime le fondement juridique des prestations déjà accordées ; celles-ci deviennent rétroactivement des prestations indûment versées et peuvent être réclamées.
“Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
En cas de récupération en application de l'art. 53 al. 2 LPGA, la caisse est tenue d'indiquer clairement sur quel alinéa elle fonÞ la demanÞ de remboursement et d'exposer de manière compréhensible le calcul du montant réclamé; l'absenÎ d'une telle précision et de calculs concrets peut porter substantiellement atteinte à la possibilité de la personne concernée de contrôler et de contester la décision.
“________ qui n’auraient pas été prises en compte, la Caisse n’a pas précisé s’il s’agissait des heures de remplacement prévues en fonction du contrat de remplaçant du recourant ou s’il s’agirait d’heures faites en plus dans le cadre de son contrat de travail en tant qu’employé rémunéré au mois. A cet égard, on remarquera que l’attestation de gain intermédiaire de mars 2022 fait état de 51h50 à un tarif horaire de 36 fr. 16, ce qui implique que 51h50 ont bien été prises en compte à titre d’heures travaillées dans le cadre du contrat de travail payé à l’heure. De plus, on rappellera ici que la rétribution des heures supplémentaires ne sont pas prises en considération dans le calcul du gain assuré (cf. consid. 4e supra). c) Le 2 mai 2023, la Caisse a rejeté l’opposition du recourant en se fondant sur les mêmes tableaux que ceux présentés dans son courrier du 3 avril 2023 qui ne permettent cependant pas de comprendre la manière dont les gains intermédiaires ont été calculés par la Caisse pour parvenir au montant réclamé en restitution. On notera aussi que la Caisse a évoqué tant l’art. 53 al. 1 LPGA que l’art. 53 al. 2 LPGA dans la partie « en droit » de sa décision sur opposition sans expliciter sur quel alinéa elle se basait pour réclamer la restitution, se contentant d’indiquer que « les conditions de l’art. 53 LPGA étant remplies en l’espèce (la décision du 29.08.2022 étant intervenue sur la base de faits nouveaux postérieurs aux décomptes initiaux), il y a lieu de confirmer que les montants indûment versés doivent être remboursés ». Or, elle a invoqué tant le fait que les décomptes devaient être corrigés à la suite de la modification rétroactive du taux d’activité par la ville de K.________ que le fait que le droit aux vacances auprès de la Fondation G.________ et des heures supplémentaires auprès de la ville de K.________ n’avaient pas été pris en considération. Il s’agit là de motifs différents qui ne reposent pas sur la même base légale, ce que la Caisse n’a pas jugé utile de préciser. Sur ce point également, il faut constater que le recourant se retrouvait démuni d’explications et de calculs précis et ne pouvait attaquer la décision sur opposition en pleine connaissance de cause.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 796 Selon la jurisprudenÎ, le versement indû de prestations est considéré comme incontestablement erroné; en outre, la nécessité d'une rectification est régulièrement présumée pour les prestations périodiques.
“On notera toutefois que, bien que, dans son recours, l’assurée invoque des soucis privés importants avec sa mère pour expliquer l’annonce, qu’elle reconnaît tardive, de l’augmentation de sa masse salariale à l’AVS, le fait que cette annonce n’a eu lieu qu’en septembre 2021, de surcroît après que l’assurée a su que sa mère envisageait de la licencier, laisse la Cour dubitative. Cela étant, la Cour renonce à examiner le recours sous l’angle de la témérité. 6. Obligation de restitution des prestations perçues en trop Reste enfin à statuer sur la question de la restitution, que la Caisse exige de l’assurée, d’une somme de CHF 3'624.25 à titre de prestations perçues en trop par cette dernière. 6.1. Règles relatives à l’obligation de restitution 6.1.1 Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2; 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5; et les références citées). 6.1.2. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3; 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1; et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 6.2.”
Un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut être effectué avì effet rétroactif. Lorsqu'une décision est rectifiée rétroactivement, la base légale des prestations initialement accordées disparaît : celles-ci sont alors considérées comme indûment perçues et doivent être remboursées dans la mesure où elles ont été versées.
“Die Beschwerdegegnerin berechnet den Liegenschaftsertrag gemäss den vorliegenden Akten anhand des durchschnittlichen Liegenschaftsertrages während der Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Baute unter Abzug der zulässigen Pauschale und des Hypothekarzinses. Im Lichte der vorab zitierten Rechtsprechung (vgl. Ziff. 6.1. hiervor) ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht gerügt. 6. 6.1. Nach Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 6.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellungen des Sachverhalts. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG ist sie jederzeit möglich (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für ursprünglich zugesprochene Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Unrechtmässige bezogene Leistungen sind in demjenigen Umfang zurückzuerstatten, in dem sie ausgerichtet wurden (Urteil des Bundesgerichts 9C_564/2009, E.6.5 vom 22. Januar 2010). 6.3. Die Beschwerdegegnerin fordert mit Verfügungen vom 19. März 2019 für den Zeitraum von Dezember 2017 bis Februar 2019 Ergänzungsleistungen in der Höhe von CHF 36'211.00 und kantonale Beihilfen über den Betrag von CHF 336.00 und mit Verfügung vom 24. April 2019 für den Zeitraum von Januar 2018 bis zum 23. Juli 2018 Krankheitskosten im Umfang von CHF 1'000.”
Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut rectifier des décisions formellement définitives ou des décisions d'opposition lorsqu'elles sont manifestement incorrectes et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Si le trop‑perçu résulte d'une violation de l'obligation de renseigner, la modification de la prestation peut être opérée rétroactivement (ex tunc) et une obligation de restitution peut naître.
“Le calcul de la rente est déterminé par les années de cotisations, les revenus provenant d'une activité lucrative ainsi que les bonifications pour tâches éducatives ou pour tâches d'assistance entre le 1er janvier qui suit la date où l'ayant droit a eu 20 ans révolus et le 31 décembre qui précède la réalisation du risque assuré (art. 29bis al. 1 LAVS). En vertu de l’art. 35bis LAVS, les veuves et les veufs au bénéfice d’une rente de vieillesse ont droit à un supplément de 20 % sur leur rente, la rente et le supplément ne devant pas dépasser le montant maximal de la rente vieillesse. Le droit à ce supplément de veuvage présuppose l’état civil correspondant de l’ayant droit à la rente et ne doit plus être accordé en cas de remariage (cf. ATF 126 V 57 consid. 6 ; TFA H 79/00 du 25 septembre 2000 consid. 2b). b) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). En vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Ainsi, par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (TF 8C_658/2021 du 15 mars 2021 consid. 4.2.2 et les références citées). Tel est le cas lorsque le versement indu résulte d’une violation de l’obligation de renseigner au sens des art. 31 LPGA et 77 RAI et que cette violation est en relation de causalité avec la perception indue de prestations d’assurance. Dans ce cas, la modification de la prestation a un effet rétroactif (ex tunc), qui entraîne – sous réserve des autres conditions mises à la restitution – une obligation de restituer (art. 85 al. 2 et 88bis al. 2 let. b RAI ; TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.1.1). L’art. 88bis al. 2 let. b RAI prévoit que la diminution ou la suppression de la rente prend effet rétroactivement à la date où elle a cessé de correspondre aux droits de l'assuré, s'il se l'est fait attribuer irrégulièrement ou s'il a manqué, à un moment donné, à l'obligation de renseigner qui lui incombe raisonnablement selon l'art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 793 En cas de suppression d'une rente, il convient d'examiner si l'autorité aurait été tenue de soumettre la suppression initiale de la rente à une révision procédurale conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA.
“Nachdem sich die tatsächlichen Grundlagen des ursprünglichen Aufhebungsentscheids offensichtlich nicht (nachträglich) geändert haben, fällt eine Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG ausser Betracht (vgl. Ueli Kieser, a.a.O., Art. 17 N 9 f.). Als mögliche Rückkommenstitel sind jedoch Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) und Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) ins Auge zu fassen. Beide Bestimmungen regeln die Abänderung von formell rechtskräftigen Entscheiden; erfasst werden sowohl formelle Verfügungen und Einspracheentscheide als auch rechtsbeständig gewordene Entscheide im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG (vgl. BGE 143 V 105 E. 2.1). Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, die ursprüngliche Rentenaufhebung einer prozessualen Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu unterziehen.”
Citation: LPGA art. 53 n. 792 Si le fait prétendument nouveau ne survient qu'après l'édiction de la décision devenue formellement définitive, l'art. 53 al. 2 LPGA ne s'applique pas; de telles modifications postérieures ne doivent pas être qualifiées de réexamen au sens de l'al. 2, mais, le cas échéant, être examinées comme des modifications des faits relevant du droit de la révision ou comme d'autres changements factuels.
“Si les nouveaux moyens sont destinés à prouver des faits allégués antérieurement, le requérant doit aussi démontrer qu'il ne pouvait pas les invoquer dans la procédure précédente. Un moyen de preuve est considéré comme concluant lorsqu'il faut admettre qu'il aurait conduit l'autorité (administrative ou judiciaire) à statuer autrement si elle en avait eu connaissance dans la procédure principale (ATF 143 V 105 c. 2.3, 110 V 138 c. 2; SVR 2010 UV n° 22 c. 5.2). 6.1.3 Conformément à l'art. 55 al. 1 LPGA, la révision procédurale n'est admissible que dans les délais prévus à l'art. 67 al. 1 PA. Selon l’al. 1 de cette disposition, la demande doit être adressée par écrit à l’autorité de recours dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision, mais au plus tard dix ans après la notification de la décision sur recours (ATF 143 V 105 c. 2.1; SVR 2012 UV n° 17 c. 3). 6.2 L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). La reconsidération sert de correctif postérieur à l'application du droit ou à la constatation de faits initialement erronée de l'administration (ATF 117 V 8 c. 2c; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1; TF 9C_396/2012 du 30 octobre 2012 c. 2.1). 6.3 6.3.1 En l'espèce, se pose la question de savoir si la réception de l'acte de défaut de biens le 18 février 2020 par la recourante donne matière à permettre une révision de la décision du 18 octobre 2019. Il sied tout d'abord de relever que la demande de révision explicite déposée le 16 novembre 2020 est de toute façon tardive. En tout état de cause, même à admettre une demande dans les délais, la révision aurait été exclue. En effet, l'exécution de la saisie réalisée le 14 janvier 2020 ne saurait être considérée comme un fait nouveau, dès lors qu'elle est postérieure à la décision du 18 octobre 2019. De plus, l'acte de défaut de biens ne démontre pas que l'ancienne employeuse de la recourante était insolvable à cette date. Pour le surplus, il appartenait à la recourante d'attaquer la décision du 18 octobre 2019, si elle considérait que le cas d'insolvabilité au sens de l'art.”
“3 LPGA prévoit que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. 13. a) En l’espèce, il est établi que la recourante a perçu, le 27 août 2019, le montant de 213'338 fr. 10, ce qui justifie une modification de son droit aux prestations complémentaires dès le 1er septembre 2019. Il n’est par ailleurs pas contesté qu’elle a immédiatement informé l’intimée de ce nouvel état de fait. Il convient à ce stade de déterminer comment qualifier le changement intervenu dans la situation économique de la recourante, à savoir s’il constitue un motif de révision au sens de l’art. 17 al. 2 LPGA, un motif de révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA ou un motif de reconsidération en vertu de l’art. 53 al. 2 LPGA. b) On peut d’emblée exclure que les conditions posées par l’art. 53 al. 1 et 2 LPGA soient remplies en l’occurrence, dans la mesure où ni la décision du 20 décembre 2019, ni celles du 29 janvier 2020 ne sont formellement entrées en force. La seule décision entrée en force portant sur le montant des prestations complémentaires pour l’année 2019 est celle du 31 décembre 2018. Or, à cette date, le « fait nouveau » (à savoir la modification de la fortune brute de la recourante) n’était pas encore survenu, de sorte qu’une révision procédurale de la décision du 31 décembre 2018 est exclue (cf. à titre d’exemple similaire : TF 9C_328/2014 du 6 août 2014). De même, on ne peut pas considérer qu’au moment de son établissement, dite décision aurait été manifestement erronée, alors que la modification de la fortune brute de la recourante est survenue postérieurement. c) Compte tenu des constats ci-dessus, force est de conclure que le changement de la situation économique de la recourante constitue un motif de révision au sens de l’art.”
Citation : LPGA, art. 53 n. 791 Des appréciations approfondies et a posteriori des dossiers par des médecins-conseils ne font en principe pas partie du mandat prévu pour de telles consultations au titre de l'art. 53 al. 3 LPGA. Cela est notamment inapproprié lorsque la partie, dans la procédure de recours, ne produit aucun nouveau rapport médical.
“II A35) dargelegt, welche Vorbringen sie für erheblich hält und auf welche Überlegungen sich ihr Entscheid stützt. Den Bericht des Dr. med. G.________ vom 6. Februar 2020 (Anhang zu act. II A29) hat sie ihrem beratenden Arzt Dr. med. D.________ zur Stellungnahme unterbreitet, der die Ansicht des Dr. med. G.________ als nicht zutreffend erachtet hat (act. IIA M10 S. 2 Ziff. 5). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt insoweit nicht vor. Die Beschwerdegegnerin hat allerdings mit ihrer Beschwerdeantwort eine nach Erlass des Einspracheentscheids erstellte umfassende Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. E.________ vom 1. August 2020 (act. IIA M11) eingereicht. Dass die Beschwerdegegnerin zur fortlaufenden Beurteilung des Falls und zur Erarbeitung der von ihr als Partei im Gerichtsverfahren abzugebenden Stellungnahmen im Beschwerdeverfahren einen beratenden Arzt beizieht, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Dies dient nicht zuletzt auch der Klärung der Frage, ob die Verwaltung aufgrund neuer Erkenntnisse gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG ihre Verfügung in Wiedererwägung ziehen soll (SVR 2019 IV Nr. 93 S. 316 E. 5.3.3.3 in fine). Zu solchen Konsultationen von beratenden Ärzten gehört der Auftrag zur Erstellung einer umfassenden Aktenbeurteilung hingegen nicht. Dies auf jeden Fall dann nicht, wenn wie hier seitens des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren keinerlei neuen Arztberichte aufgelegt wurden (vgl. SVR 2019 IV Nr. 93 S.”
Si des doutes fondés subsistent quant à la fiabilité d'un rapport médical interne, cela peut justifier la réalisation d'une expertise médicale indépendante en vertu de l'art. 44 LPGA ou d'une expertise judiciaire. De même, des déclarations contradictoires ou des faits substantiels nouvellement découverts (p. ex. concernant la situation de logement) peuvent être pertinents pour la révision, pour autant qu'ils remplissent les conditions de l'art. 53 al. 1 LPGA.
“3b/ee et la référence citée ; TF 8C_565/2008 du 27 janvier 2009 consid. 3.3.2). Il résulte de ce qui précède que les rapports des médecins employés de l’assurance sont à prendre en considération tant qu’il n’existe aucun doute, même minime, sur l’exactitude de leurs conclusions (ATF 135 V 465 consid. 4.7 ; TF 8C_615/2021 du 31 mars 2022 consid. 3.2). cc) Lorsqu'une décision administrative s'appuie exclusivement sur l'appréciation d'un médecin interne à l'assureur social et que l'avis d'un médecin traitant ou d'un expert privé auquel on peut également attribuer un caractère probant laisse subsister des doutes même faibles quant à la fiabilité et la pertinence de cette appréciation, la cause ne saurait être tranchée en se fondant sur l'un ou sur l'autre de ces avis et il y a lieu de mettre en oeuvre une expertise par un médecin indépendant selon la procédure de l'art. 44 LPGA ou une expertise judiciaire (ATF 135 V 465 consid. 4.6 et 4.7; voir aussi l'arrêt 8C_796/2016 du 14 juin 2017 consid. 3.3). 4. a) Selon l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (qui correspond à l’ancien art. 137 let. b OJ et auquel s’applique la jurisprudence rendue à propos de cette norme, cf. ATF 144 V 245 consid. 5.1). La révision suppose ainsi la réalisation de cinq conditions : 1° le requérant invoque un ou des faits ; 2° ce ou ces faits sont « pertinents », dans le sens d’importants (« erhebliche »), c’est-à-dire qu’ils sont de nature à modifier l’état de fait qui est à la base du jugement et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte ; 3° ces faits existaient déjà lorsque le jugement a été rendu: il s'agit de pseudo-nova (« unechte Noven »), c’est-à-dire de faits antérieurs au jugement ou, plus précisément, de faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables ; 5° le requérant n’a pas pu, malgré toute sa diligence, invoquer ces faits dans la procédure précédente (ATF 143 III 272 consid.”
“27), dass der Versicherte an der G.___ als Wochenaufenthalter gemeldet sei und alleine im Haushalt wohne. Er beziehe keine Ergänzungsleistungen im Kanton Thurgau. Mit einer Verfügung vom 27. November 2019 hob die EL-Durchführungsstelle die Verfügung vom 3. Oktober 2019 auf, wies das Gesuch um Ergänzungsleistungen vom 22. Februar 2019 ab und entzog einer allfälligen Einsprache die aufschiebende Wirkung (EL-act. 26). Zur Begründung gab sie an, anlässlich einer persönlichen Vorsprache am 26. November 2019 bei der AHV-Zweigstelle C.___ und bei den Bevölkerungsdiensten C.___ habe D.___ angegeben, dass der Versicherte nie an der B.___ gewohnt habe. In der Folge sei dieser von den Bevölkerungsdiensten "nach unbekannt" abgemeldet worden. Eine Rückfrage beim Einwohneramt der Stadt E.___ habe ergeben, dass er an der G.___ mit Nebenniederlassung angemeldet sei. Die von D.___ zu Protokoll gebrachte Aussage habe die EL-Durchführungsstelle veranlasst, die Verfügung vom 3. Oktober 2019 prozessualrevisionsweise (Art. 53 Abs. 1 ATSG) aufzuheben. Im Anmeldeverfahren trage der EL-Ansprecher die Folgen der Beweislosigkeit. Es sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass ein EL-Anspruch in der geltend gemachten Höhe bestehe. Am 12. Dezember 2019 meldete die AHV-Zweigstelle C.___ (EL-act. 19), dass der Versicherte am 21. November 2019 "definitiv" an die G.___ in E.___ (gesetzlicher Wohnsitz) weggezogen sei. Gleichentags ging ein undatiertes Schreiben ein (EL-act. 18). Darin bestätigte D.___, dass der Versicherte an der B.___ gewohnt habe. Wegen Meinungsverschiedenheiten hätten sie sich getrennt und der Versicherte habe sich anschliessend in E.___ angemeldet. Der Versicherte erhob am 23. Dezember 2019 eine Einsprache gegen die Verfügung vom 27. November 2019 (EL-act. 15). Er machte im Wesentlichen geltend, dass er von Montag bis Freitag in E.___ und von Freitag bis Sonntag bei D.___ gewesen sei. Er habe mit D.___ Streit gehabt, weil dieser von ihm mehr Geld gewollt habe. Er habe sich nun in E.”
“Der Beschwerdeführer gesteht hinsichtlich der Forderungen der Firmen C____ GmbH, D____ AG und E____ AG ein, dass er diese wohl nicht angegeben habe. Das sei ein grosser Fehler, den er mit einer Ratenzahlung ausgleichen wolle. Hinsichtlich des Restbetrags führt er aus, er habe seine Zwischenverdienstbescheinigungen nach bestem Wissen und Gewissen eingereicht, in gutem Glauben gehandelt und sei sich keiner Schuld bewusst (Beschwerde, S. 1). 2.3. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob sich die Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 1 ATSG). 3.2. Zur Abklärung des Anspruchs auf Leistungen sind die vom Versicherungsträger unentgeltlich abzugebenden Formulare von der einen Anspruch stellenden Person vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem Versicherungsträger zuzustellen (Art. 29 Abs. 2 ATSG). Zudem ist aufgrund der sog. Meldepflicht jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen von den Bezügerinnen und Bezügern dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden (Art. 31 Abs. 1 ATSG). 3.3. Meldepflichten haben im Sozialversicherungsrecht eine grosse Bedeutung. Dies gilt aufgrund der Tatsache, dass oft Dauerleistungen ausgerichtet werden. Hier ist die Veränderung der Verhältnisse (zum Beispiel die Aufnahme einer Teilerwerbstätigkeit) durch den Versicherungsträger nur schwer zu erfassen. Es sind vielmehr andere Personen und Stellen (v.a. die versicherten und leistungsbeziehenden Personen), welche über die entsprechenden Kenntnisse verfügen (Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
LPGA art. 53 n° 789 Pour les décisions ayant acquis formellement l'autorité de la chose jugée, les prestations indûment perçues ne peuvent être réclamées que si les conditions du réexamen sont remplies, à savoir une inexactituÞ indubitable et une portée significative de la rectification.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wie-dererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Un retrait des décisions formellement devenues définitives selon l'art. 53 al. 2 LPGA n'est possible que si la décision est sans aucun doute erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“24 AVIG gilt als Zwischenverdienst jedes Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose versicherte Person innerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Die versicherte Person hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls (Abs. 1). Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst und dem versicherten Verdienst. 3.2 Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (BGE 142 V 259 E. 3.2, 130 V 318 E. 5. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass geben-den Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juli 2019, 8C_366/2019, E. 3.1). 4.1. Die Beschwerdegegnerin führte in der Verfügung vom 24. September 2020 aus, der Versicherte habe auf den von ihm unterschriebenen Formularen "Angaben der versicherten Person" für die Monate September 2018 bis November 2018 das Arbeitsverhältnis bei der C. AG nicht deklariert. Der dort erzielte Zwischenverdienst habe für die drei Monate Fr. 4'570.-- betragen.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n° 787 L'art. 53 al. 1 LPGA ouvre la voie à la révision procédurale lorsque, postérieurement, des faits ou des éléments de preuve nouveaux et importants sont découverts (p. ex. des indemnités journalières de maladie versées ultérieurement) et qu'il n'avait pas été possible de les produire auparavant. Selon la jurisprudenÎ citée, l'assuranÎ-chômage peut, dans de tels cas, demander le remboursement d'une prestation indûment versée pour la même périoÞ sur la base de l'art. 95 LACI en liaison avì l'art. 53 al. 1 LPGA.
“Art. 28 Abs. 2 AVIG legt fest, dass Krankentaggeldleistungen eines Versicherers nach dem VVG von der Arbeitslosenentschädigung abzuziehen sind. Um beim Zusammentreffen verschiedener sachlich kongruenter Leistungsansprüche eine Überentschädigung zu verhindern, kann grundsätzlich eine solche zu Unrecht erhaltene Leistung der Arbeitslosenversicherung aufgrund der im Nachhinein für denselben Zeitraum entrichteten Krankentaggelder nach dem VVG gestützt auf Art. 95 Abs. 1 AVIG in Kombination mit Art. 53 Abs. 1 ATSG) zurückgefordert werden (BGE 142 V 448). Nach Art. 28 Abs. 2 und 4 AVIG ist die Arbeitslosenversicherung subsidiär leistungspflichtig zur privaten Versicherung, die den Erwerbsausfall infolge Krankheit deckt (BGE 128 V 176 E. 5 S. 181; ARV 2017 S. 72, 8C_791/2016 E. 2.1.2 mit Hinweis). Der Privatversicherer ist nicht davon befreit, die vertraglich geschuldeten Leistungen zu erbringen, weil die Arbeitslosenversicherung der versicherten Person im Hinblick auf eine mögliche Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung provisorische Vorschüsse ausgerichtet hat (BGE 144 III 136 E. 4 S. 139 ff.).”
“Art. 28 Abs. 2 AVIG legt fest, dass Krankentaggeldleistungen eines Versicherers nach dem VVG von der Arbeitslosenentschädigung abzuziehen sind. Um beim Zusammentreffen verschiedener sachlich kongruenter Leistungsansprüche eine Überentschädigung zu verhindern, kann grundsätzlich eine solche zu Unrecht erhaltene Leistung der Arbeitslosenversicherung aufgrund der im Nachhinein für denselben Zeitraum entrichteten Krankentaggelder nach dem VVG gestützt auf Art. 95 Abs. 1 AVIG in Kombination mit Art. 53 Abs. 1 ATSG) zurückgefordert werden (BGE 142 V 448). Nach Art. 28 Abs. 2 und 4 AVIG ist die Arbeitslosenversicherung subsidiär leistungspflichtig zur privaten Versicherung, die den Erwerbsausfall infolge Krankheit deckt (BGE 128 V 176 E. 5 S. 181; ARV 2017 S. 72, 8C_791/2016 E. 2.1.2 mit Hinweis). Der Privatversicherer ist nicht davon befreit, die vertraglich geschuldeten Leistungen zu erbringen, weil die Arbeitslosenversicherung der versicherten Person im Hinblick auf eine mögliche Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung provisorische Vorschüsse ausgerichtet hat (BGE 144 III 136 E. 4 S. 139 ff.).” (sottolineature del redattore) Nella già citata sentenza 4A_228/2019 del 2 settembre 2019, il TF ha affermato: " (…)”
“Art. 28 Abs. 2 AVIG legt fest, dass Krankentaggeldleistungen eines Versicherers nach dem VVG von der Arbeitslosenentschädigung abzuziehen sind. Um beim Zusammentreffen verschiedener sachlich kongruenter Leistungsansprüche eine Überentschädigung zu verhindern, kann grundsätzlich eine solche zu Unrecht erhaltene Leistung der Arbeitslosenversicherung aufgrund der im Nachhinein für denselben Zeitraum entrichteten Krankentaggelder nach dem VVG gestützt auf Art. 95 Abs. 1 AVIG in Kombination mit Art. 53 Abs. 1 ATSG) zurückgefordert werden (BGE 142 V 448). Nach Art. 28 Abs. 2 und 4 AVIG ist die Arbeitslosenversicherung subsidiär leistungspflichtig zur privaten Versicherung, die den Erwerbsausfall infolge Krankheit deckt (BGE 128 V 176 E. 5 S. 181; ARV 2017 S. 72, 8C_791/2016 E. 2.1.2 mit Hinweis). Der Privatversicherer ist nicht davon befreit, die vertraglich geschuldeten Leistungen zu erbringen, weil die Arbeitslosenversicherung der versicherten Person im Hinblick auf eine mögliche Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung provisorische Vorschüsse ausgerichtet hat (BGE 144 III 136 E. 4 S. 139 ff.).” (sottolineature del redattore) Nella già citata sentenza 4A_228/2019 del 2 settembre 2019, il TF ha affermato: " (…)”
LPGA art. 53 n. 786 Si une décision devenue formellement définitive est rectifiée avì effet rétroactif, la base juridique des prestations initialement accordées disparaît; celles-ci sont alors considérées comme indûment perçues.
“1 Die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erfolgt grundsätzlich durch eine Verfügung (vgl. Art. 49 Abs. 1 ATSG). Steht diese mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage einer Korrektur der Verfügung. In Betracht kommt eine rückwirkende oder eine sich nur auf die Zukunft auswirkende Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung (wieder-) herzustellen (BGE 147 V 417 E. 7.3.2, 122 V 227). Gemäss Art. 95 Abs. 1 Satz 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG ist die Arbeitslosenkasse verpflichtet, zu Unrecht ausbezahlte Versicherungsleistungen vom Empfänger zurückzufordern. Eine aufgrund einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichtete Leistung ist nur zurückzuerstatten, wenn entweder die für die Wiedererwägung oder für eine prozessuale Revision erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1, 126 V 399 E. 1, je mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 31. Oktober 2020, 8C_521/2020, E. 3). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.2 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art.”
Des prestations pécuniaires indûment perçues, qui reposent sur une décision devenue formellement définitive, ne peuvent être réclamées en restitution que si sont réunies soit les conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA : inexactituÞ douteuse et importanÎ considérable de la rectification), soit celles de la révision judiciaire (art. 53 al. 1 LPGA : faits nouveaux ou éléments de preuve préexistants).
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 784 La forÎ de la chose jugée couvre, au moment de la décision, les conditions d'octroi et les éléments de calcul ; elle empêche en principe toute nouvelle vérification de ces faits. On ne peut revenir sur une décision devenue formellement définitive que si, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, la décision est indubitablement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable. Selon la jurisprudenÎ, cette importanÎ existe régulièrement pour les prestations périodiques ; si un réexamen est admissible, il peut alors y avoir recouvrement des prestations indûment perçues.
“Dem massgebenden Ergänzungsleistungsrecht ist auch jede Form einer „Kulanz“ fremd, die es bei einer „existenzbedrohenden Notlage“ erlauben würde, praeter oder sogar contra legem Ergänzungsleistungen „vorzuschiessen“, denn solche „Kulanzleistungen“ liessen sich augenscheinlich weder mit dem Legalitätsprinzip noch mit dem Gleichbehandlungsgebot in Übereinstimmung bringen. Selbst wenn solche „Kulanzleistungen“ grundsätzlich ausgerichtet werden könnten, wäre dies vorliegend nicht zulässig, denn damit würde die Beschwerdegegnerin vorsätzlich eine von Beginn weg falsche Leistungsverfügung in Kauf nehmen, die sie später nicht mehr korrigieren könnte, weil die im ATSG geregelten Instrumente zur Korrektur einer formell rechtskräftigen Verfügung die Korrektur eines bei der ursprünglichen Leistungszusprache vorsätzlich in Kauf genommenen Fehlers nicht zulassen: Die Revision nach Art. 17 Abs. 2 ATSG kann gar keine bei der ursprünglichen Leistungszusprache begangenen Fehler korrigieren, die sogenannt prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG setzt voraus, dass die von Beginn weg bestehende Fehlerhaftigkeit einer formell rechtskräftigen Verfügung auf eine Tatsache zurückzuführen ist, die bei der ursprünglichen Leistungszusprache objektiv noch nicht hat bekannt sein können, und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG erfordert eine bereits bei der ursprünglichen Leistungszusprache bestehende zweifellose Unrichtigkeit mit Blick auf die damalige Sach- und Rechtslage, die nicht vorliegen kann, wenn erst später rückwirkend Rentenleistungen der Invalidenversicherung zugesprochen werden. Zudem fällt die Überbrückung einer „existenzbedrohenden Notlage“ in den Anwendungsbereich des Sozialhilferechts, so dass keine derartige Notlage eintreten kann. Der Beschwerdegegnerin bleibt also nichts anderes übrig, als den Abschluss des IV-Rentenverfahrens abzuwarten (vgl. zum Ganzen auch den Entscheid EL 2018/19 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 30. August 2018, E. 2.2). Die angefochtene Sistierungsverfügung erweist sich damit als rechtmässig. Die Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten sind gemäss dem Art. 61 lit. fbis ATSG nicht zu erheben. Die unterliegenden Beschwerdeführer haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird abgewiesen.”
“Die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, unter anderem Renten der Alters- und Invalidenversicherung, ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen. Die vorstehenden Grundsätze gelten auch im Rahmen der Revision einer Dauerleistung im Sinne der Anpassung pro futuro an (nachträgliche) erhebliche Änderungen der tatsächlichen (und allenfalls rechtlichen) Grundlagen der ursprünglichen Leistungszusprechung. Damals bejahte Anspruchsvoraussetzungen und festgesetzte Leistungsbemessungsfaktoren, welche im Zeitpunkt der Verfügung oder des Einspracheentscheids abgeschlossene Sachverhalte betreffen, können zufolge Rechtskraft nicht erneut überprüft werden. Vorbehalten bleibt das Zurückkommen auf den ursprünglich leistungszusprechenden Entscheid unter dem Titel Wiedererwägung oder prozessuale Revision. Anders verhält es sich mangels sachlicher Identität bei einem neuen Versicherungsfall, d.h. bei Ablösung der bisherigen Rente durch eine neue Hauptrente, oder wenn zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung eine davon völlig verschiedene Gesundheitsstörung hinzugetreten ist und zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades geführt hat (vgl.”
“On notera toutefois que, bien que, dans son recours, l’assurée invoque des soucis privés importants avec sa mère pour expliquer l’annonce, qu’elle reconnaît tardive, de l’augmentation de sa masse salariale à l’AVS, le fait que cette annonce n’a eu lieu qu’en septembre 2021, de surcroît après que l’assurée a su que sa mère envisageait de la licencier, laisse la Cour dubitative. Cela étant, la Cour renonce à examiner le recours sous l’angle de la témérité. 6. Obligation de restitution des prestations perçues en trop Reste enfin à statuer sur la question de la restitution, que la Caisse exige de l’assurée, d’une somme de CHF 3'624.25 à titre de prestations perçues en trop par cette dernière. 6.1. Règles relatives à l’obligation de restitution 6.1.1 Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2; 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5; et les références citées). 6.1.2. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3; 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1; et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 6.2. Discussion En l’espèce, du fait que, de janvier à avril 2022, la Caisse a versé à l’assurée des indemnités de chômage calculées sur la base d’un gain assuré fixé à CHF 5'289.-, qui n’était en réalité que de CHF 1'700.-, ses décomptes mensuels devaient être considérés comme étant sans nul doute erronés.”
“Si l'attitude de l'assuré - qui doit être qualifiée de participation à une rixe ou à une bagarre - n'apparaît pas comme une cause essentielle de l'accident, l'assureur-accidents n'est pas autorisé à réduire ses prestations d'assurance. Il faut que le comportement à sanctionner soit propre, selon le cours ordinaire des choses et l'expérience générale de la vie, à provoquer une atteinte à la santé du genre de celle qui s'est produite. A cet égard, les diverses phases d'une rixe, respectivement d'une bagarre, forment un tout et ne peuvent pas être considérées indépendamment l'une de l'autre (arrêt TF 8C_773/2021 précité consid. 3.2.2). 4. Règles relatives à la restitution de prestations versées à tort 4.1. Selon l'art. 25 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2; 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5; et les références citées). A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 4.2. La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes : une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art.”
Citation : LPGA art. 53 N. 783 Des expertises nouvellement découvertes ou des prises de position ultérieures fondent une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA uniquement si elles portent effectivement sur des faits nouveaux ou des moyens de preuve réellement importants, dont la production dans la procédure antérieure était démontrablement impossible. Une simple réévaluation de faits déjà connus ne justifie pas une révision ; de même, la révision procédurale ne sert pas à corriger a posteriori une négligenÎ procédurale (le cas échéant, il convient d'examiner une demanÞ de réexamen).
“hiervor) und eine auf dem Privatgutachten basierende Argumentationslinie auch in einem zu erhebenden Beschwerdeverfahren hätte verfolgt werden können. Es obliegt den Prozessparteien, rechtzeitig und zur Klärung des Sachverhaltes entsprechend ihrer Beweispflicht beizutragen. Dass es ihnen unmöglich war, Tatsachen und Beweismittel im früheren Verfahren beizubringen, ist nur mit Zurückhaltung anzunehmen und vorliegend wie dargestellt - zu verneinen. So vermag der Beschwerdeführer keine nachvollziehbare und überzeugende Begründung darzulegen, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein sollte, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen um das Gutachten der Universitätsklinik E____ bereits in das ursprüngliche Verfahren einzubringen. Die prozessuale Revision hat namentlich nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen Nachlässigkeit zu ermöglichen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_523/2012 vom 7. November 2012 E.3.3; 8C_197/2013 vom 28. Mai 2013 E. 2.2). Dies käme einer nicht zulässigen Erweiterung der Beschwerdefrist gleich. Eine Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG scheidet daher vorliegend bereits unter diesem Gesichtspunkt aus. 5. 5.1. Den obigen Ausführungen zufolge ist die Beschwerde abzuweisen. 5.2. Das Verfahren ist kostenlos. 5.3. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Demgemäss erkennt das Sozialversicherungsgericht: ://: Die Beschwerde wird abgewiesen. Das Verfahren ist kostenlos. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Sozialversicherungsgericht BASEL-STADT Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin Dr. A. Pfleiderer MLaw N. Marbot Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG]). Die Beschwerdefrist kann nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegründe sind in Art. 95 ff. BGG geregelt. Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.”
“Aus dem Gesagten folgt, dass es sich bei der Stellungnahme des früheren psychiatrischen Gutachters Dr. O____ vom 26. April 2021 nicht um einen prozessualen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG handelt, weshalb auf die Verfügungen vom 5. Juni 2012 und vom 24. Juli 2017, welche dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 13. März 2018 zugrunde liegen, weiterhin abgestellt werden kann. Da der prozessualen Revision nicht stattzugeben ist, erübrigen sich Ausführungen zur Frage nach der Verwirkung des Anspruchs (Art. 24 ATSG) in Bezug auf rückwirkende Rentenleistungen. Es bleibt lediglich festzustellen, dass die Stellungnahme des Gutachters Dr. O____ vom 26. April 2021 nur im Zusammenhang mit einem Wiedererwägungsgesuch beleuchtet werden könnte, was aber nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein kann.”
“Hiervon abgesehen hat die Vorinstanz einlässlich und schlüssig begründet, weshalb gestützt auf die Einschätzungen des Dr. med. D.________ vom 6. Oktober 2020 und 5. Mai 2021 kein Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliege. Sie zeigte auch eingehend und nachvollziehbar auf, weshalb die Einwände der Beschwerdeführerin bzw. die von ihr angerufenen ärztlichen Berichte an diesem Ergebnis nichts zu ändern vermöchten. Mit diesen vorinstanzlichen Erwägungen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht hinreichend substanziiert auseinander, sondern beruft sich erneut auf den Bericht des Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2020 (inkl. Testresultate des Dr. med. G.________ vom 22. Juni 2020). Sie zeigt aber nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern im Lichte der überzeugenden Beweiswürdigung der Vorinstanz dennoch auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurteilungen des Dr. med. D.________ bestehen sollen (BGE 145 V 97 E. 8.5). Sie gibt im Wesentlichen die eigene Sicht wieder, wie die medizinischen Akten zu würdigen und welche Schlüsse daraus zu ziehen seien. Dies genügt nicht, um das vorinstanzliche Ergebnis, dass kein Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliege, in tatsächlicher Hinsicht als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen (Art.”
“Er zeigt nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit dieser Stellungnahme bestehen (BGE 145 V 97 E. 8.5) und die darauf basierenden vorinstanzlichen Feststellungen offensichtlich unrichtig oder anderweitig bundesrechtswidrig sein sollen. Unbehelflich ist in diesem Lichte sein blosses Vorbringen, Prof. Dr. med. D.________ habe gerügt, dass die von der IV-Stelle beauftragten medizinischen Gutachter mangels eines hinreichenden Fachwissens einen qualifiziert unzutreffenden Sachverhalt festgestellt hätten. Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass eine bloss neue Würdigung einer bereits bekannten Tatsache keine prozessuale Revision rechtfertigt (Urteil 8C_464/2016 vom 27. September 2016 E. 6.1). Insgesamt sind somit keine neuen Tatsachen erstellt, bei deren Kenntnis die BEGAZ-Gutachter am 7. Oktober 2019 bzw. am 27. April 2020 zwingend zu einer Ermessensausübung im Sinne der Einschätzung des Prof. Dr. med. D.________ vom 3. Oktober 2021 hätten gelangen müssen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Entsprechend stellte die Vorinstanz zutreffend fest, dass die Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind.”
L'organe d'assuranÎ peut réexaminer une décision administrative ou une décision prise à la suite d'une opposition, contre laquelle un recours a été formé, jusqu'au moment où il prend position vis-à-vis de l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Dans le cadre de ce réexamen, la jurisprudenÎ admet des investigations complémentaires ponctuelles, telles que l'obtention de certificats ou attestations médicales, des demandes de renseignements auprès des médecins ou des évaluations médicales internes. En revanche, des mesures d'investigation plus étendues ayant une incidenÎ importante sur les faits litigieux (p. ex. des expertises approfondies) ne sont en règle générale plus admises sans autre; ce qui compte est l'importanÎ de l'acte pour la question litigieuse et le temps nécessaire à son exécution.
“Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 8. April 2020, 8C_641/2019, E. 3.3.1 und vom 28. Februar 2019, 8C_701/2018, E. 4.1). Die Verwaltung darf die für die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts notwendigen Abklärungen nicht in das Einspracheverfahren verschieben (BGE 132 V 374 E. 5; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.2.1). Im Einspracheverfahren soll der Versicherungsträger jedoch als ungenügend erkannte Abklärungen, Fehlbeurteilungen oder Missverständnisse kostenlos und weitgehend formfrei ausräumen können, ohne dass ein Gericht angerufen werden muss (BGE 132 V 375 E. 6.1, 131 V 412 E. 2.1.2.1; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 3. November 2009, 8C_528/2009, E. 4.1). Der Versicherungsträger kann zudem Verfügungen oder Einspracheentscheide, gegen welche Einsprache oder Beschwerde erhoben wurde, so lange in Wiedererwägung ziehen, bis er im Beschwerdeverfahren gegenüber der Beschwerdeinstanz Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG; Thomas Flückiger, in: Steiger-Sackmann/Mosimann [Hrsg.], Recht der sozialen Sicherheit, Basel 2014, Rz. 4.297). Diesbezüglich kann der Versicherungsträger deshalb sogar im sozialversicherungsrechtlichen Beschwerdeverfahren - im Sinne des durch die Wiedererwägungsmöglichkeit relativierten Devolutiveffekts (vgl. Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 1168) - noch punktuelle Abklärungen wie das Einholen von Arztzeugnissen oder Rückfragen bei Ärzten vornehmen (BGE 136 V 6 E. 2.7, 127 V 233 E. 2b/bb; Thomas Flückiger, Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 53, Rz. 101).”
“ein Status quo sine oder ante. Auch bei der Beschwerdegegnerin löste der Bericht von Dr. C.___ offenbar Zweifel an der Beurteilung von Dr. K.___ und Dr. L.___ aus. Die Beschwerdegegnerin bat darauf Dr. C.___ um eine "aktuelle Standortbestimmung" (Suva-act. 349) und legte den Fall sodann Dr. M.___ zur Beurteilung vor (vgl. Suva-act. 356). Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG Devolutiveffekt zu. Der Devolutiveffekt besagt grundsätzlich, dass mit der Einreichung der Beschwerde die Entscheidzuständigkeit von der Vorinstanz auf die Beschwerdeinstanz übergeht (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, N 1194). Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3 ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die bzw. gegen den Beschwerde erhoben wurde, solange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Das Bundesgericht bejaht - mit Hinweis auf Art. 53 Abs. 3 ATSG - die Befugnis des Versicherungsträgers, weitere Beurteilungen einzuholen, nachdem die Partei zusammen mit ihrer Beschwerde neue Beweismittel eingereicht hatte (Urteil vom 14. Juni 2017, 8C_67/2017, E. 5.6). Vorliegend holte die Beschwerdegegnerin während des laufenden Beschwerdeverfahrens, also pendente lite, einen Bericht von Dr. C.___ sowie Beurteilungen von Dr. M.___ ein (Suva-act. 349, 356, 369, act. G11.1). Eine versicherungsinterne ärztliche Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin war jedoch angesichts des Inhalts der mit der Beschwerde eingereichten Stellungnahme von Dr. C.___ vom 20. Mai 2020 (act. G1.1.4) nach wie vor sachgerecht. Die interne versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung durch Dr. M.___ wurde sodann ohne Mitwirkung der Beschwerdeführerin erstellt und hat keine namhafte zeitliche Verzögerung des Beschwerdeverfahrens verursacht (vgl. dazu Art. 61 lit. a ATSG; BGE 136 V 6 E. 2.7 mit Hinweis auf BGE 127 V 231 ff. E. 2b/aa und bb). Sie wurde der Beschwerdeführerin zusammen mit der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt und sie konnte sich im Rahmen der Replik dazu äussern (vgl.”
“In formeller Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin, die Kurzbeurteilung von Dr. med. C.________ vom 10. September 2021 (in den Gerichtsakten) sei aus den Akten zu weisen, da sie in Verletzung des Devolutiveffekts ergangen sei (Stellungnahme vom 4. Oktober 2021 S. 1 f.). Vorliegend beschränkte sich die Beschwerdegegnerin – nachdem in der Beschwerde (S. 5 Ziff. 12 ff.) unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der konkreten Lokalisation des Ödems erwähnt worden waren (Beschwerde – einzig darauf, bei Dr. med. C.________ weitere Angaben zur Lokalisation des Ödems im MRI vom 27. November 2020 einzuholen. Es handelte sich somit um eine punktuelle Ergänzung, welche im Beschwerdeverfahren klarerweise vorgenommen werden darf. Dies gilt umso mehr, als Art. 53 Abs. 3 ATSG die Möglichkeit der Wiedererwägung des Einspracheentscheides bis zur Stellungnahme gegenüber der Beschwerdebehörde vorsieht und dabei auch Abklärungen möglich sind (Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 53 N. 89). Mithin durfte die Beschwerdegegnerin diese bloss punktuellen ergänzenden Angaben im Beschwerdeverfahren einholen. Die Beschwerdeführerin konnte sich zu dieser Ergänzung vom 10. September 2021 (in den Gerichtsakten) im Rahmen ihrer Stellungnahme vom 4. Oktober 2021 denn auch äussern, womit überdies eine Verletzung des rechtlichen Gehörs zu verneinen ist. Ob die Einschätzung in der Sache überzeugt, ist eine Frage der Beweiswürdigung (vgl. E. 4.4 hiernach).”
“Soweit der Beschwerdeführer im Übrigen im Zusammenhang mit der lite pendente eingereichten Beurteilung des beratenden Arztes vom 24. September 2023 (AB 35) bzw. der Bildanalyse vom 10. Oktober 2023 (AB 39) sinngemäss eine Missachtung des Devolutiveffekts rügt (Replik S. 5 Ziff. 3), ist dies nicht stichhaltig. Die Beschwerdegegnerin tätigte keine Rückfragen an einen verwaltungsexternen Sachverständigen (vgl. dazu SVR 2019 IV Nr. 93 S. 313 E. 5.3.3.3), sondern entgegnete lediglich mittels einer Beurteilung des beratenden Arztes einem vom Beschwerdeführer selbst ins Recht gelegten neuen Bericht des behandelnden Arztes (Akten des Beschwerdeführers, Beschwerdebeilage [BB] 3). Das Einholen derartiger punktueller Ergänzungen des beratenden Arztes während des Beschwerdeverfahrens sind durchaus zulässig (vgl. etwa Entscheid des BGer vom 19. August 2020, 8C_441/2020, E. 3.2.1). Dies gilt umso mehr, als Art. 53 Abs. 3 ATSG die Möglichkeit der Wiedererwägung des Einspracheentscheides bis zur Stellungnahme gegenüber der Beschwerdebehörde vorsieht und dabei auch Abklärungen möglich sind (Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 53 N. 89). Der Beschwerdeführer konnte sich zu dieser Beurteilung schliesslich im Rahmen der Replik äussern.”
“L'administration perd la maîtrise de l'objet du litige, en particulier celle des points de fait susceptibles de fonder la décision attaquée. Conformément à la maxime inquisitoire applicable, il appartient à l'autorité de recours d'établir d'office les faits déterminants pour la solution du litige et d'administrer les preuves nécessaires. Si l'état de fait doit être complété, elle est libre de procéder elle-même aux mesures d'instruction nécessaires ou d'annuler la décision attaquée et de renvoyer le dossier à l'administration pour qu'elle s'en charge. Après le dépôt d'un recours, il n'est en principe plus permis à l'administration d'ordonner de nouvelles mesures d'instruction qui concerneraient l'objet du litige et tendraient à une éventuelle modification de la décision attaquée (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa et les références). b) Le principe de l'effet dévolutif du recours connaît une exception, en tant que l'administration peut reconsidérer sa décision jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Pour des motifs liés à l'économie de procédure, il se justifie en effet de permettre à l'administration de revenir lite pendente sur sa décision, lorsque celle-ci s'avère, à la lecture de l'acte de recours, manifestement erronée. De fait, le droit fédéral n'exclut pas nécessairement la mise en œuvre par l'administration de mesures d'instruction lite pendente. Pour répondre à la question de savoir quels sont les actes encore admissibles à ce stade de la procédure, il convient d'examiner l'importance que revêt l'acte pour la solution du litige et le temps nécessaire pour y procéder. Des mesures d'instruction portant sur des aspects ponctuels, tels que le fait de requérir une attestation ou un certificat, ou de demander des précisions à un médecin ou une autre personne susceptible de fournir des renseignements sont en règle générale admissibles ; tel n'est en revanche pas le cas de la mise en œuvre d'une expertise médicale ou d'une mesure d'instruction similaire, compte tenu de leur portée sur l'état de fait à juger.”
En présenÎ d'une erreur manifeste (p. ex. une erreur de calcul évidente), celle-ci suffit comme motif de révision au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA; un manquement à l'obligation de notification ou la preuve d'une constatation incomplète des faits ne sont pas nécessaires.
“Wurde somit bei der Ergänzungsleistungsbemessung in den Verfügungen vom 6. Januar und vom 14. Mai 2020 ein deutlich zu niedriges Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers 2 einbezogen, so lässt dies diese beiden Verfügungen und die darauf basierende Ausrichtung von Ergänzungsleistungen in der berechneten Höhe als zweifellos unrichtig im Sinne der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erscheinen. Damit war die Grundlage für eine rückwirkende Neuberechnung und eine darauf basierende Rückforderung der zu viel bezahlten Ergänzungsleistungen grundsätzlich erfüllt, ohne dass es dafür einer Meldepflichtverletzung durch die Beschwerdeführerin 1 bedurft hätte. Mit der Erhebung der Rückforderung mit der Verfügung vom 19. Oktober 2020 und deren Erhöhung mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. November 2020 war sodann auch die einjährige Verwirkungsfrist nach Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG gewahrt. Denn entsprechend dem zutreffenden Hinweis der Beschwerdegegnerin (Urk. 7 S. 2) lagen die ursprünglichen, unrichtigen Berechnungen vom 6. Januar und vom 14. Mai 2020 im Zeitpunkt des Erlasses der Rückforderungsverfügung vom 19. Oktober 2020 noch kein Jahr zurück, und das Gleiche gilt immer noch für den Zeitpunkt der Erhebung der zusätzlichen Rückforderung mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. November”
“5 Ziffer 4 der Beschwerde eine Wiedererwägung im Hinblick auf die Rückforderung der zu viel ausgerichteten EO-Entschädigungen gleichwohl als unzulässig erachtet, ist Folgendes festzuhalten: Wie in E. 3.2.1 vorne dargelegt, ergibt sich die Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprachen aus einer fehlerhaften Anwendung der Art. 5 f. EOV. Ob und wenn ja inwieweit dies auf eine unzulängliche Abklärung zurückzuführen ist, ist dabei ohne Belang. Entscheidend ist allein, dass die zweifellose Unrichtigkeit – wie hier – feststeht (vgl. Entscheid des BGer vom 17. Mai 2021, 9C_415/2020, E. 4.4). Selbst jedoch, wenn die ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung die Folge einer in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) erfolgten unvollständigen Sachverhaltsabklärung gewesen wäre – was der Beschwerdeführer jedoch mit dem (zutreffenden) Hinweis, eine korrekte Berechnung wäre ursprünglich möglich gewesen, letztlich selber widerlegt (Beschwerde S. 5 Ziffer 4 Satz 5) – änderte sich nichts, wäre doch in Bezug auf die Berechnung des vordienstlichen Durchschnittseinkommens auch diesfalls die Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt (vgl. Entscheid des BGer vom 20. Januar 2020, 8C_235/2019, E. 2.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 780 Pour l'art. 53 LPGA, un délai de forclusion relatif de 90 jours s'applique (à compter de la découverte du motif de révision). Si ce délai n'est pas respecté, la révision procédurale est, en règle générale, périmée (forclose) et est donc exclue.
“b) Le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait fondant l’obligation de restituer, mais au plus tard 5 ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2 1re phrase LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31.12.2020 en relation avec l’art. 82a LPGA). Nonobstant la terminologie légale, il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption (ATF 142 V 20 cons. 3.2.2 et les références citées) qui doivent être examinés d'office (arrêt du TF du 11.03.2019 [8C_799/2017] cons. 5.1). Par ailleurs, lorsque la restitution est fondée sur l'existence d'un motif de révision (art. 53 al. 1 LPGA), la révision procédurale d'une décision est soumise au délai prévu par l'article 67 PA, applicable par renvoi de l'article 55 al. 1 LPGA, à savoir un délai (relatif) de 90 jours dès la découverte du motif de révision et un délai (absolu) de 10 ans dès la notification de la décision en cause (ATF 143 V 105 et les références citées; Moser-Szeless in: Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, no 60 ad art. 53 LPGA). c) En l'espèce, l'intimé fonde sa demande de restitution sur l'existence d'un motif de révision procédurale (découverte d'un fait nouveau), à savoir la conclusion d'un partenariat enregistré. A cet égard, il ressort du dossier que l'OAI était informé dès le 25 mars 2020 que "A.________ vit en couple avec A.________, (partenariat enregistré dès 16.09.2015)" (cf. notice contribution d'assistance du 25.03.2020). Il avait ainsi une connaissance suffisamment sûre de ce fait nouveau dès cette date, et non pas seulement dès réception le 9 octobre 2020 de la demande de rente de vieillesse de l'assurée comportant les indications relatives à son partenariat enregistré. Cela étant, le délai de 90 jours dès la découverte du motif de révision était échu au moment du prononcé de la décision de restitution du 27 octobre 2020. Le non-respect de ce délai a pour conséquence qu'une des conditions formelles de la révision procédurale n'étant pas remplie, celle-ci était ici périmée, ce qui à son tour empêche la réalisation des conditions permettant la restitution, laquelle était derechef aussi périmée.”
“1), qu'en outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt attaqué et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte, que les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas été prouvés, au détriment de la partie requérante, que dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid. 5.1 ss ; 143 V 105 consid. 2.3) ; que sur le plan procédural, en vertu de l’art. 67 al. 1 PA (loi fédérale sur la procédure administrative ; RS 172.021), applicable en cas de demande de révision auprès de l’autorité de recours, ainsi que par analogie dans le cadre de l’art. 53 al. 1 LPGA (par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA), la demande doit être adressé par écrit dans les nonante jours qui suivent la découverte du motif de révision (délai relatif), mais au plus tard dix ans après la notification de la décision sur recours (délai absolu), que le moment à partir duquel la personne assurée aurait pu découvrir le motif de révision invoqué se détermine selon le principe de la bonne foi, le délai de nonante jours commençant à courir dès le moment où elle a une connaissance suffisamment sûre du fait nouveau ou du moyen de preuve déterminant pour pouvoir l’invoquer, même si elle n’est pas en mesure d’en apporter une preuve certaine (Moser-Szeless op. cit. n° 61 ad. art. 53 LPGA), que l’assureur doit rendre une décision sur la requête de révision, qui peut à son tour être contestée par la voie de l’opposition, notamment en matière d’assurance-chômage (Moser-Szeless op. cit. n.° 65 ad. art. 53), qu’en revanche, l’assureur n’est pas tenu de revenir sur ses décisions qui réalisent les conditions de l’art. 53 al. 2 et le juge ne peut l’y contraindre, la reconsidération étant une faculté relevant de son pouvoir d’appréciation et non un droit de la personne assurée (ibid. n.° 88 à 90 ad. art. 53 LPGA), qu’aucune voie de droit n’est ouverte contre un refus d’entrer en matière sur une demande de reconsidération, qui ne peut faire l’objet d’une opposition ou d’un contrôle en justice, à moins qu’il ne ressorte des motifs de la décision que l’assureur a en réalité examiné les conditions de la reconsidération malgré son intitulé de non-entrée en matière (ibid. n.° 90 et 91 ad. art. 53 LPGA) ; attendu qu’en l’espèce, la décision sur opposition du 19 août 2015 n’a pas fait l’objet d’un recours, est entrée en force de chose décidée et devenue exécutoire, que cette décision est donc susceptible de révision ou de reconsidération ; attendu que la Caisse n’est en l’occurrence pas entrée en matière sur la demande du recourant en ce qu’elle portait sur une reconsidération, faisant usage de son pouvoir d’appréciation sur cette question, qu’il convient ainsi de déclarer irrecevable le recours du 11 septembre 2021 dans la mesure où il porte sur le refus de la Caisse d’entrer en matière sur sa demande de reconsidération, aucune voie de droit n’étant ouverte à cet égard in casu, conformément aux principes rappelés ci-avant ; attendu que s’agissant de la révision procédurale, le recourant a fait valoir comme motifs le fait que la société U.”
“53 LPGA con rinvii dottrinali; Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 2020, n. 36 ad art. 53 LPGA). Per costante giurisprudenza, i fatti nuovi e nuovi mezzi di prova devono essere fatti valere, di principio, entro novanta giorni dalla loro scoperta (termine relativo), rispettivamente entro dieci anni dalla notifica della decisione (termine assoluto); trattasi di termini di perenzione. Il termine di novanta giorni inizia a decorrere con la conoscenza certa del fatto nuovo o del nuovo mezzo di prova secondo il principio della buona fede ed è salvaguardato se il richiedente presenta una richiesta di revisione processuale o se l’assicuratore emana una decisione entro tale termine (nell’assicurazione invalidità è sufficiente il preavviso) (STF 9C_457/2022 del 3 aprile 2023 consid. 3.2. e seg.; Forster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrechts, in: RBS 2021, n. 14 e 16 ad art. 53 LPGA; Flückiger, op. cit., n. 47-54 ad art. 53 LPGA; Kieser, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA e Mächler, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, n. 1 e seg. ad art. 67 PA). 2.5. 2.5.1. In concreto, con giudizio dell’8 marzo 2024 il TCA aveva confermato la valutazione medica effettuata dall’Ufficio AI, conferendo piena valenza probatoria alla perizia pluridisciplinare che ha accertato un’incapacità lavorativa del 20% dal 2 ottobre 2019 ad agosto 2020 e del 30% da settembre 2020 (STCA 32.2023.109 consid. 1.3., 2.6.1.-2.6.3.). Il ricorso interposto dall’assicurata contro la citata sentenza cantonale è stato dichiarato inammissibile dal Tribunale federale (cfr. supra consid. 1.3.). L’assicurata ha presentato un’istanza di revisione della pronunzia cantonale, adducendo circostanze e producendo mezzi di prova che, a mente sua, ne giustificano la correzione. Questo Giudice, chiamato a verificare se con l’istanza del 12 giugno 2024 RI 1 ha provato l’esistenza di motivi di revisione, non ravvisa alcun motivo per mettere in dubbio la STCA 32.”
“Ebenso habe sich der psychische Gesundheitszustand bereits deutlich vor dem Zeitpunkt der Diagnosestellung verschlechtert, was durch den im April 2021 erfolgten Behandlungsbeginn bestätigt worden sei (Beschwerde, Rz. 4 mit Hinweis auf den Bericht des [...]spitals [...] vom 4. Mai 2021). Weiter verweist der Beschwerdeführer darauf, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage gewesen sei, die bisherige Leistung zu erbringen und dass der Arbeitgeber bereits anlässlich des Gesprächs vom 13. Februar 2020 ein Nachlassen der Leistung bemängelt habe. Schliesslich sei der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers der Grund für die arbeitgeberseitige Kündigung gewesen (Beschwerde, Rz. 6). 5. 5.1. Vorab ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 13. Juli 2021 einen Leistungsanspruch aufgrund fehlender Invalidität abgelehnt hat. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Eine Wiedererwägung, auf die kein Rechtsanspruch besteht, hat die Beschwerdegegnerin vorliegend nicht gemacht und für eine prozessuale Revision nach Art. 53 ATSG ist die relative Frist von 90 Tagen (vgl. Art. 67 Abs. 1 Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021]) nicht eingehalten. Bei dieser Ausgangslage besteht keine Möglichkeit auf die Verfügung vom 13. Juli 2021 zurückzukommen. Ein Rentenbeginn ab November 2020 fällt deshalb von vornherein ausser Betracht. 5.2. Der Beschwerdeführer meldete sich am 2. September 2021 (Datum des Einganges) (erneut) zum Leistungsbezug an (vgl. IV-Akte 22). Der IV-Rentenanspruch konnte daher frühestens am 1. März 2022 entstehen (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG). Für die einjährige Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist somit der Sachverhalt ab März 2021 bedeutsam, wobei es invalidenversicherungsrechtlich genügt, den letzten Tag des Monats zu berücksichtigen (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_12/2014 vom 30. Mai 2014 E. 2.3. mit Verweis auf Art. 29 Abs. 3 IVG). Geprüft werden kann damit lediglich noch ein möglicher Rentenbeginn ab März 2022, d.h. sechs Monate nach der erfolgten zweiten Anmeldung im September 2021.”
Si une prise de position informelle de l'assureur n'est pas contestée dans le délai imparti, elle peut, par toléranÎ tacite, acquérir formellement forÎ de chose jugée. De telles décisions définitives, initialement informelles, ne sont ensuite contestables que dans les conditions strictes prévues par les dispositions de révision de l'art. 53 LPGA; de plus, les prétentions aux prestations peuvent déjà être éteintes en raison des délais de prescription légaux.
“5). Lorsque l'assuré ne demande pas qu'une décision formelle soit rendue ou ne respecte pas le délai prévu à cet effet, la prise de position de l'assureur prononcée en procédure simplifiée entre en force. Le moment de l'entrée en force de la prise de position de l'assureur est différent à l'égard de l'assureur et de l'assuré : pour le premier l'entrée en force intervient à l'échéance du délai qui serait d'opposition ou de recours, soit généralement un délai de 30 jours dès réception, alors que pour le second, en revanche, il s'agit de tenir compte du délai plus long qui vaut pour demande une décision formelle, à savoir une année. Cependant, s'agissant d'un délai fixé par la jurisprudence en référence au principe de la bonne foi, ce dernier délai pourrait être fixé différemment selon les circonstances. Lorsque la prise de position de l'assureur prononcée en procédure simplifiée est entrée en force, elle ne peut être modifiée qu'aux conditions de la révision et de la reconsidération de l'art. 53 LPGA (Défago Gaudin, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 10 et 11 ad art. 51). 6.2. Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’al. 2 prévoit pour sa part que l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant.”
“Cet arrêt étant définitif, il aurait appartenu au recourant de faire valoir un éventuel motif de révision procédurale devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal. La CNA a également statué sur l’IPAI, certes de manière informelle, en mettant fin à ses prestations avec effet au 30 septembre 2001, à la suite d’un nouvel accident ayant entraîné des lésions du pied droit en mars 2000. Cette décision informelle est entrée en force au vu de l’absence de toute contestation de l’assuré dans un délai raisonnable. La CNA a enfin, une nouvelle fois, nié le droit à une IPAI par décision du 23 janvier 2013, également entrée en force. Le recourant ne peut prétendre de manière crédible ne pas avoir reçu cette décision alors qu’il l’avait expressément demandée à la CNA quelques semaines auparavant et qu’il ne s’est par la suite plus adressé à la CNA pendant près de cinq ans. c) La CNA a finalement admis la nouvelle demande d’octroi d’une IPAI formulée par le recourant en décembre 2017. Elle n’a cependant pas précisé dans sa décision si elle admettait un motif de révision procédurale au sens de l’art. 53 LPGA ou si elle reconnaissait l’existence de séquelles tardives. De son côté, le recourant n’a jamais indiqué clairement à partir de quelle date il sollicite le paiement d’intérêts moratoires. Dans son courrier du 6 juillet 2018, le recourant fait valoir que l’expertise J.________ constitue un motif de révision procédurale. Dans son recours, il laisse par ailleurs entendre que l’IPAI aurait dû lui être allouée en 2000 et que les intérêts devraient courir dès cette année-là, en raison de la stabilisation de son état de santé à l’époque, ce qui revient à faire valoir un motif de révision procédurale. Or, le droit à des prestations ou cotisations arriérées s’éteint cinq ans après la fin du mois pour lequel la prestation était due (art. 24 al. 1 LPGA). Ainsi, la créance en paiement d’une IPAI, fondée sur un motif de révision procédurale, serait prescrite depuis de nombreuses années. On peut au demeurant relever que d’éventuels intérêts moratoires ne pouvaient en tous les cas être dus qu’à partir du 1er janvier 2003, date d’entrée en vigueur de la LPGA (ATF 131 V 358 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 778 Un comportement de l'administration contraire à la bonne foi (venire contra factum proprium) peut — dans la mesure où il a fait naître chez l'assuré une confianÎ digne de protection — conduire à ce qu'un retour ultérieur conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA soit inadmissible.
“Februar 2008 zurückzukommen will, nachdem sie 2006 die Weiterausrichtung der Rente zugesichert hatte, so stellt dies ein venire contra factum proprium dar und sie verletzt damit den Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. E. 4.1 hiervor). Es stellt einen Rechtsmissbrauch dar, wenn die Beschwerdegegnerin als Sozialversicherungsträgerin die Beschwerdeführerin, die gleichzeitig Versicherte und … war, in umfassender Darlegung der zweifellosen Unrichtigkeit ihrer eigenen Verfügung dazu anhält, die Einsprache zurückzuziehen und für diesen Fall im Schreiben vom 17. August 2006 den Weiterbestand der Leistung zusichert (vgl. auch act. II 1118, 1127, 1131), ohne auch nur mit einem Wort eine Wiedererwägung (in absehbarer Zeit) in Aussicht zu stellen und danach den (ihrer Ansicht nach) rechtsfehlerhaften Zustand während fünfzehn Jahren zu belassen. Die Beschwerdegegnerin sicherte zwar die Weiterausrichtung der Rente vom Wortlaut her ohne Anerkennung einer Rechtspflicht zu, dies begründete jedoch offensichtlich keinen Rechtsvorbehalt, zu jedem späteren Zeitpunkt, wie z.B. hier nach fünfzehn Jahren, dennoch unter Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG auf die Verfügung zurückzukommen. Vielmehr ging es der Beschwerdegegnerin gemäss dem vollständigen Wortlaut ihres Schreibens klarerweise einzig darum, spätere Erhöhungen auszuschliessen. Weil dieser Fall singulär ist und das öffentliche Interesse an der korrekten Rechtsanwendung ausnahmsweise geringer erscheint, als dass durch das treuwidrige Verhalten der Beschwerdegegnerin bei der Beschwerdeführerin geschaffene Vertrauen, war die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügungen vom 19. Mai 2006 und 25. Februar 2008 unzulässig und der Einspracheentscheid vom 11. Juli 2023 ist entsprechend aufzuheben.”
Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, le législateur a, en principe, accordé une plus granÞ importanÎ à l'intérêt d'une correcte application de la loi qu'à l'intérêt à la stabilité des décisions formellement définitives. En conséquenÎ, l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur une promesse de décision lorsqu'elle est indubitablement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
Citation : LPGA art. 53 n. 776 Le paiement des prestations n'exclut pas le droit de révision de l'organisme d'assuranÎ au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Les paiements effectués ne confèrent aucun droit à l'insusceptibilité de révision ; l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement définitives lorsqu'elles sont sans aucun doute erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“On rappellera que le recourant était assuré de manière obligatoire contre le risque d'accident auprès de l'intimée, de sorte que celle-ci ne pouvait pas "résilier l'assurance conclue" mais avait l'obligation d'allouer ses prestations selon les dispositions de la LAA (cf. notamment art. 1a, 3, 68 et 77 LAA). Par ailleurs, le fait d'allouer à un assuré des prestations d'assurance (en l'espèce: indemnités journalières et frais de traitement) ne signifie pas pour autant que l'assureur n'a pas le droit d'effectuer un réexamen du cas, et en particulier de revenir sur des décisions qui, rétrospectivement, se révèlent être manifestement erronées (cf. art. 53 al. 2 LPGA, consid. 4.2.2 supra). Le recourant ne saurait donc se prévaloir d'un droit acquis en raison des prestations d'assurance versées.”
Condition du réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA: il faut que la décision formellement définitive (ou la décision sur opposition) ait été manifestement erronée dès le départ. «Manifestement erronée» signifie qu'aucun doute raisonnable quant à l'erreur n'est possible, de sorte qu'une seule conclusion est concevable. L'appréciation se fonÞ sur l'état de fait et de droit ainsi que sur la jurisprudenÎ en vigueur à la date de la prise de la décision initiale. En règle générale, l'erreur manifeste existe lorsqu'une prestation a été accordée en application de règles de droit erronées ou lorsque des dispositions déterminantes n'ont pas été appliquées ou ont été appliquées incorrectement; en revanche, l'existenÎ d'une appréciation admissible, relevant de l'exerciÎ d'un pouvoir d'appréciation, sur la question du droit à la prestation fait obstacle à la qualification d'erreur manifeste.
“Voraussetzung einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ist - nebst der erheblichen Bedeutung der Berichtigung -, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung (resp. des allfälligen Einspracheentscheids oder der formlosen Leistungszusprache [vgl. Art. 58 IVG i.V.m. Art. 74ter IVV; SVR 2020 UV Nr. 11 S. 39, 8C_383/2019 E. 4.3.1]) besteht, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist. Dieses Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Ob dies zutrifft, beurteilt sich nach der bei Erlass der Verfügung bestandenen Sach- und Rechtslage, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis (BGE 141 V 405 E. 5.2; 140 V 77 E. 3.1; 138 V 324 E. 3.3).”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund (Art. 17 Abs. 1 ATSG) kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
Citation : LPGA art. 53 n. 774 Dans les décomptes d'indemnités journalières, la jurisprudenÎ du Tribunal fédéral a reconnu un délai raisonnable d'examen et de réflexion de trois mois (env. 90 jours) à compter de la notification du montant du décompte. Des délais plus longs peuvent exceptionnellement être admis si l'assuré pouvait, de bonne foi, considérer que l'administration se trouvait encore en phase d'instruction ou d'éclaircissement et qu'il était en outre juridiquement inexpérimenté (sans conseil juridique).
“1 ha rammentato che una comunicazione emanata in forma semplificata ai sensi dell’art. 51 cpv. 1 LPGA, può produrre i medesimi effetti di una decisione cresciuta in giudicato se l’assicurato non ha manifestato il suo disaccordo con la soluzione adottata dall’assicuratore sociale ed espresso la sua volontà di emanare una decisione formale, entro un termine di esame e riflessione ragionevole, (cfr. DTF 134 V 145 consid. 5.2; DTF 129 V 110 consid. 1.2.2). Nell’ambito delle indennità giornaliere, la giurisprudenza del Tribunale federale ha fissato il termine di esame e di riflessione ragionevole in 3 mesi o 90 giorni a contare dalla comunicazione del conteggio dell’indennità giornaliera (STF 8C_82/2020 del 12 marzo 2021 consid. 3.1 con rinvio alla STF C 119/06 del 24 aprile 2007, consid. 3.2 = SVR 2007, AIV n. 24 [dove figura che invece per l’amministrazione la comunicazione cresce in giudicato dopo 30 giorni dalla notifica ed una sua modifica può avvenire solo alle condizioni della riconsiderazione o revisione ai sensi dell’art. 53 LPGA]; STF 8C_14/2011 del 13 aprile 2011, consid. 5). Le contestazioni dei conteggi del 22 aprile 2020, 5 maggio 2020, 16 maggio 2020, 26 maggio 2020, 21 luglio 2020, 5 agosto 2020, 2 settembre 2020 e 21 settembre 2020 sono pertanto tardive, essendone stata chiesta la loro modifica solo in data 21 agosto 2021 (doc. 5). Da rilevare inoltre che i conteggi del 2 settembre 2020 e del 21 settembre 2020 sono stati emessi in seguito ad un’opposizione del ricorrente (cfr. doc. 6: “con il presente conteggio la sua opposizione è accolta e conseguentemente è da ritenersi stralciata dai ruoli”; cfr. anche doc. F). Del resto al momento della loro emanazione erano corrette, non essendo ancora state emanate né la tassazione 2019, né la decisione definitiva di fissazione dei contributi 2019. 2.8. In queste condizioni la tassazione 2019 del 3 marzo 2021 (reddito da attività indipendente di fr. 56'500) e la decisione definitiva dei contributi del 2019 dell’11 agosto 2021 (reddito soggetto a contribuzione di fr.”
“En présence d'une telle réaction de l'assuré, l'assureur a l'obligation de statuer par une décision formelle selon l'art. 49 LPGA (cf. art. 51 al. 2 LPGA). Si ce dernier ne rend pas de décision, le recours pour déni de justice est ouvert (art. 56 al. 2 LPGA). En matière d'indemnités journalières, la jurisprudence du Tribunal fédéral a fixé le délai d'examen et de réflexion convenable à trois mois ou nonante jours à compter de la communication d'un décompte d'indemnité journalière (arrêts du Tribunal fédéral 8C_340/2018 précité consid. 4.2, 8C_14/2011 du 13 avril 2011 consid. 5 concernant l’assurance-accidents et C 119/06 du 24 avril 2007 portant sur l’assurance-chômage). Il est possible d'admettre des délais plus longs lorsque l'assuré pouvait croire de bonne foi que l'assureur en était encore au stade de l'instruction du cas, mais pour autant que l'assuré en question soit profane en droit et qu'il ne bénéficie pas de conseils juridiques (Boris RUBIN, op. cit., n. 18 ad 110 LACI et la référence citée). 6. 6.1 En vertu de l'art. 53 LPGA, intitulé « révision et reconsidération », les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cette disposition de la LPGA consacrée à la « révision et reconsidération » s'inscrit dans la thématique de la modification des décisions entrées en force de chose décidée, soit celles qui ne sont plus susceptibles d'un recours ordinaire (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 1 et 25 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). Si la révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l'inexactitude initiale d'une décision (" anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit " ; Ueli KIESER/Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5ème éd.”
Les prestations pécuniaires indûment perçues, qui reposent sur une décision devenue formellement définitive, ne peuvent être réclamées que si les conditions d'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur incontestable et importanÎ considérable de la rectification) sont remplies.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 772 Portée de la motivation / droit d'être entendu : Si une décision est annoncée ou prise en renvoyant à une révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, la motivation doit au minimum indiquer brièvement les considérations qui ont guidé l'autorité, de sorte que la personne assurée puisse vérifier l'applicabilité de l'art. 53 al. 1 LPGA et contester la décision de manière appropriée. L'absenÎ d'une motivation ainsi compréhensible peut porter atteinte au droit d'être entendu.
“März 2003 gewährte Invalidenrente aufzuheben. 2.2.2. Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt und dient so der Möglichkeit, eine Verfügung sachgerecht anzufechten (BGE 124 V 180, 181 E. 1a). Dafür muss eine Begründung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt. (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 49 N 66 und BGE 124 V 180 E. 1a S. 181). Zwar erschliesst sich auch in Verbindung mit dieser Stellungnahme des Rechtsdienstes nicht, warum gemäss Verfügung vom 29. Juni 2020 die Invalidenrente nun gerade rückwirkend per 31. Dezember 2013 aufzuheben sei. Aufgrund der Stellungnahme war der Beschwerdeführer aber jedenfalls darüber ins Bild gesetzt, dass die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision ziehen und damit rückwirkend aufheben wolle. Der Beschwerdeführer war damit in die Lage versetzt, mit Blick auf Anwendbarkeit von Art. 53 Abs. 1 ATSG die Verfügung sachgerecht anzufechten. Folgerichtig hat sich die Beschwerde (S. 4 Ziff. 5 2. Abschnitt sowie S. 5 f. Ziff. 7) mit dieser Revisionsnorm befasst. Somit ist eine Verletzung des Rechtlichen Gehörs, die zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen müsste, zu verneinen. 3. 3.1. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, vorliegend sei die Invalidenrente mit der angefochtenen Verfügung vom 29. Juni 2020 zu Recht im Rahmen einer prozessualen Revision im Sinne von Art. 53. Abs. 1 ATSG aufgehoben worden. Nach Massgabe von Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Die prozessuale Revision bezieht sich somit auf Konstellationen der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes (BSK ATSG-Flückiger, Art.”
“La motivation de la décision attaquée n’était à l’évidence pas suffisante pour que le recourant soit en mesure de comprendre les calculs effectués, malgré la bonne volonté qu’il y a déployée, celui-ci ayant par ailleurs procédé lui-même à ses propres calculs dans ses écritures. En omettant de motiver suffisamment sa décision en vue de permettre au recourant de l’attaquer – ou non – en pleine connaissance de cause, la Caisse a violé son droit d’être entendu. En effet, seule une connaissance spécifique des règles applicables en matière d’assurance-chômage permettait de comprendre les calculs effectués par la Caisse. Par ailleurs, la décision sur opposition n’expose pas sur quelle base légale la Caisse se fonde pour revenir sur des décomptes qui étaient, pour la plupart, entrés en force. Elle se limite à indiquer « qu’il n’était pas contesté que les conditions de l’art. 53 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) étaient manifestement remplies dans le cas d’espèce », ce qui ne permet pas de savoir si elle entendait se fonder sur l’existence d’un motif de révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, et le cas échéant lequel, ou si elle estimait que les décomptes étaient manifestement erronés au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. Sur ce point également, le recourant se retrouvait démuni d’explications et ne pouvait attaquer la décision sur opposition en pleine connaissance de cause. La Cour, après hésitation, renonce finalement à annuler la décision sur opposition litigieuse en raison de la violation du droit d’être entendu du recourant pour défaut de motivation. Une telle annulation mènerait en effet à un allongement inutile de la procédure pour le recourant en retardant encore davantage le moment où il recevrait les explications qui lui sont dues (cf. ATF 142 II 218 consid. 2.8.1 ; 137 I 195 consid. 2.3.2 et les références citées). 6. a) Il convient donc, à titre préliminaire, de donner au recourant les explications quant à la manière dont le gain intermédiaire, respectivement les indemnités de chômage, ont été calculés par la Caisse, qu’il a vainement essayé d’obtenir auprès de cette dernière.”
Lorsqu'une inexactituÞ indubitable résulte d'une violation manifeste du principe d'investigation, cette constatation habilite l'organisme d'assuranÎ à procéder à un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Dans de tels cas, il n'est pas nécessairement requis d'engager des investigations complémentaires approfondies sur les faits alors pertinents, d'autant que l'objectif est d'établir, à effet ex nunc et pro futuro, un état conforme au droit.
“8/22/6), eine verlässliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in diesem Zeitpunkt ist den Akten jedoch nicht zu entnehmen. Trotz dieser unklaren Situation diskutierte die beigezogene RAD-Ärztin Dr. F.___ die Frage der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in ihrer Stellungnahme vom 23. Februar 2004 nicht weiter, sondern erklärte sich ohne Weiteres mit der Einschätzung der Beschwerdegegnerin einverstanden, es sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 25. Oktober 2002 auszugehen (Urk. 8/23/2). Obwohl kein Arztbericht vorlag, welcher die für die Invaliditätsbemessung kardinale Frage nach der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten beantwortete, sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in der Folge mit Verfügung vom 1. April 2004 mit Wirkung ab 1. Oktober 2003 eine unbefristete ganze Rente zu (Urk. 8/26). Die Abklärung des medizinischen Sachverhaltes erweist sich vor diesem Hintergrund offensichtlich als ungenügend und die Verfügung vom 1. April 2004 ist folglich zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_862/2015 vom 23. Februar 2016 E. 2.2). Ohne Weiteres ist mit Blick auf den Charakter der zugesprochenen Invalidenrente als periodische Dauerleistung die Voraussetzung der erheblichen Bedeutung der Berichtigung zu bejahen. Der Umstand, dass eine Rentenverfügung anlässlich späterer Revisionen bestätigt worden ist, steht einer Wiedererwägung nicht entgegen. Die zwischenzeitliche Bestätigung der Rente ist wiedererwägungsrechtlich unerheblich (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 30-31 Rz 83 mit Hinweisen). 4.4.3 Bei zweifelloser Unrichtigkeit wegen einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erübrigt es sich, den damals rechtserheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und auf dieser nunmehr hinreichenden tatsächlichen Grundlage den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Abgesehen davon, dass Abklärungen, welche einen weiter zurückliegenden Zeitraum betreffen, häufig keine verwertbaren Ergebnisse zu liefern vermögen, geht es im Kontext darum, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_789/2017 vom 30.”
“8/22/6), eine verlässliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in diesem Zeitpunkt ist den Akten jedoch nicht zu entnehmen. Trotz dieser unklaren Situation diskutierte die beigezogene RAD-Ärztin Dr. F.___ die Frage der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in ihrer Stellungnahme vom 23. Februar 2004 nicht weiter, sondern erklärte sich ohne Weiteres mit der Einschätzung der Beschwerdegegnerin einverstanden, es sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 25. Oktober 2002 auszugehen (Urk. 8/23/2). Obwohl kein Arztbericht vorlag, welcher die für die Invaliditätsbemessung kardinale Frage nach der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten beantwortete, sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in der Folge mit Verfügung vom 1. April 2004 mit Wirkung ab 1. Oktober 2003 eine unbefristete ganze Rente zu (Urk. 8/26). Die Abklärung des medizinischen Sachverhaltes erweist sich vor diesem Hintergrund offensichtlich als ungenügend und die Verfügung vom 1. April 2004 ist folglich zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_862/2015 vom 23. Februar 2016 E. 2.2). Ohne Weiteres ist mit Blick auf den Charakter der zugesprochenen Invalidenrente als periodische Dauerleistung die Voraussetzung der erheblichen Bedeutung der Berichtigung zu bejahen. Der Umstand, dass eine Rentenverfügung anlässlich späterer Revisionen bestätigt worden ist, steht einer Wiedererwägung nicht entgegen. Die zwischenzeitliche Bestätigung der Rente ist wiedererwägungsrechtlich unerheblich (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 30-31 Rz 83 mit Hinweisen). 4.4.3 Bei zweifelloser Unrichtigkeit wegen einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erübrigt es sich, den damals rechtserheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und auf dieser nunmehr hinreichenden tatsächlichen Grundlage den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Abgesehen davon, dass Abklärungen, welche einen weiter zurückliegenden Zeitraum betreffen, häufig keine verwertbaren Ergebnisse zu liefern vermögen, geht es im Kontext darum, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_789/2017 vom 30.”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 148 V 195 E. 5.3). Es geht also um die Konstellation, in der die Leistung von Anfang an zu Unrecht zugesprochen wurde, jedenfalls sofern sich aufgrund der nachträglich korrekten Rechtsanwendung ergibt, dass die Leistung nicht geschuldet gewesen wäre (BGE 149 V 91 E. 7.7). Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3; 138 V 324 E.”
Citation : LPGA art. 53 n. 770 Lors du recouvrement de prestations indûment perçues, il convient d'examiner s'il existe un motif de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie in Bestätigung des Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin vom 5. Dezember 2022 einen Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG bejahte und gestützt auf Art. 25 Abs. 1 ATSG erkannte, die unrechtmässig bezogenen Leistungen für die Monate September bis November 2021 seien von der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 769 Jusqu'au dépôt de la prise de position de l'instanÎ inférieure, l'organisme d'assuranÎ peut réexaminer la décision attaquée ou la décision sur opposition ; cela répond à une exigenÎ d'économie de procédure (p. ex. complément d'éclaircissements, satisfaction des demandes ou renvoi pour instruction) et peut clore la procédure sans décision judiciaire. Après le dépôt de la prise de position, un réexamen est en principe exclu. Une décision rendue avant la prise de position met fin au litige uniquement dans la mesure où elle satisfait les demandes de la partie recourante ; les décisions rendues après ce délai sont, selon la jurisprudenÎ, plutôt considérées comme des requêtes à l'instanÎ de recours et sont réputées nulles.
“Der Beschwerde als ordentlichem Rechtsmittel kommt von Bundesrechts wegen Devolutiveffekt zu. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit der kantonalen Rechtsmittelbehörde, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung bzw. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2, 127 V 228 E. 2b/aa, je mit weiteren Hinweisen). Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand. Die gegenteilige Auffassung hat eine Vermengung von Administrativ- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge, was dem Gebot der Einfachheit des Prozesses (Art 61 lit. a ATSG) widerspricht (BGE 127 V 228 E. 2b/aa mit weiteren Hinweisen). Dieses Prinzip wird insofern durchbrochen, als gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG die Vorinstanz die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Einspracheentscheid bis zu ihrer Vernehmlassung in Wiedererwägung ziehen kann. Damit wird im Ergebnis der Eintritt der Devolutivwirkung der Beschwerde bis zur Einreichung der vorinstanzlichen Vernehmlassung aufgeschoben (vgl. BGE 127 V 228 ff.; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 189 f.). Daraus folgt, dass vom Sozialversicherungsträger durchgeführte Abklärungsmassnahmen während des bereits hängigen verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens nicht von Vornherein ausgeschlossen sind. Insbesondere kann die Verwaltung bis zur Einreichung ihrer eigenen Vernehmlassung den Anträgen einer versicherten Person - beispielsweise auf Rückweisung der Streitsache zur ergänzenden medizinischen Abklärung - entsprechen und so den Prozess ohne gerichtliche Überprüfung der Streitsache zur Erledigung bringen. Eine rechtzeitig pendente lite erlassene Verfügung beendet den Streit aber nur insoweit, als sie den Anträgen der Beschwerde führenden Person entspricht.”
“Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG Devolutiveffekt zu. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit der kantonalen Rechtsmittelbehörde, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung bzw. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2, 127 V 228 E. 2b/aa, je mit weiteren Hinweisen). Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand. Die gegenteilige Auffassung hat eine Vermengung von Administrativ- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge, was dem Gebot der Einfachheit des Prozesses (Art 61 lit. a ATSG) widerspricht (BGE 127 V 228 E. 2b/aa mit weiteren Hinweisen). Nach Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger jedoch eine Verfügung bzw. einen Einspracheentscheid so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Hinter dieser Regelung steht der Gedanke der Prozessökonomie im Sinne der Vereinfachung des Verfahrens. Der Versicherungsträger soll lite pendente auf seinen Entscheid zurückkommen können, wenn sich dieser, allenfalls im Lichte der Vorbringen in der Beschwerde, als unrichtig erweist (BGE 127 V 228 E. 2b/bb mit Hinweisen). Nach Einreichung der Vernehmlassung ist dem Versicherungsträger jedoch die Wiedererwägung für die Folgezeit untersagt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 Rz. 92). Einer nach diesem Zeitpunkt erlassenen Verfügung kommt immerhin der Charakter eines Antrags an das Gericht zu (BGE 109 V 234; Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 Rz. 92). Die Verfügung selbst wird jedoch von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als nichtig erachtet (SVR 2005 EL Nr. 3 S. 10 E. 3.2; Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 Rz.”
“Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG Devolutiveffekt zu. Die formell gültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit der kantonalen Rechtsmittelbehörde, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung bzw. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2; 127 V 228 E. 2b/aa; je mit Hinweisen). Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand. Die gegenteilige Auffassung hat eine Vermengung von Administrativ- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge, was dem Gebot der Einfachheit des Prozesses (Art. 61 lit. a ATSG) widerspricht (BGE 127 V 228 E. 2b/aa mit weiteren Hinweisen). Nach Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger jedoch eine Verfügung bzw. einen Einspracheentscheid so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Hinter dieser Regelung steht der Gedanke der Prozessökonomie im Sinne der Vereinfachung des Verfahrens (BGE 127 V 228 E. 2b/bb). Nach Einreichung der Vernehmlassung ist dem Versicherungsträger jedoch die Wiedererwägung für die Folgezeit untersagt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 N 92). Einer nach diesem Zeitpunkt erlassenen Verfügung kommt immerhin der Charakter eines Antrages an das Gericht zu (BGE 109 V 234; Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 N 92). Die Verfügung selbst wird jedoch von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als nichtig erachtet (SVR 2005 EL Nr. 3 S. 10; Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 N 92). Im Gegensatz dazu ist bei einer bis zur Einreichung der Vernehmlassung erlassenen Verfügung zu beachten, dass sie den Streit nur insoweit beendet, als damit dem Begehren der beschwerdeführenden Partei entsprochen wird.”
Si la personne assurée ou l'organisme d'assuranÎ découvre ultérieurement des faits nouveaux importants ou de nouveaux moyens de preuve dont la production n'avait pas été possible auparavant, cela constitue, selon l'art. 53 al. 1 LPGA, un motif de révision. Par la suite, l'administration peut réviser la décision devenue formellement définitive et — dans la mesure où les autres conditions (en particulier l'art. 25 LPGA et les délais de prescription respectifs) sont remplies — réclamer le remboursement des prestations indûment perçues. De telles révisions et les demandes de remboursement qui en résultent apparaissent dans la jurisprudenÎ notamment en matière de rentes, de prestations familiales, de prestations complémentaires et d'indemnités liées au COVID.
“Il sera fait état des arguments développés par les parties à l'appui de leurs conclusions dans les considérants de droit du présent arrêt, pour autant que cela soit utile à la solution du litige. en droit 1. Interjeté en temps utile et dans les formes légales par une recourante, dûment représentée, directement touchée par la décision sur opposition attaquée, le recours est recevable. Ses conclusions tendant à l'annulation de la décision initiale sont toutefois irrecevables, dès lors que la décision sur opposition a remplacé cette dernière. 2. 2.1. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA; RS 830.1], applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants; RS 831.10; LAVS) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. L'art. 25 al. 1 1ère ph. LPGA prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. 2.2. A teneur de l'art. 22ter al. 1 1ère ph. LAVS, les personnes auxquelles une rente de vieillesse a été allouée ont droit à une rente pour chacun des enfants qui, au décès de ces personnes, auraient droit à une rente d’orphelin. Selon l'art. 25 al. 5 1ère ph. LAVS, pour les enfants qui accomplissent une formation, le droit à la rente s’étend jusqu’au terme de cette formation, mais au plus jusqu’à l’âge de 25 ans révolus.”
“Laut Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Die Rückforderung zu Unrecht bezogener Geldleistungen ist in der Sozialversicherung jedoch nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 126 V 42 E. 2b S. 46; 110 V 176 E. 2a S. 178 f.). Unter dem Titel der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) hat die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, welche geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469 mit Hinweisen). So stellt (auch) die rückwirkende Zusprache einer Invalidenrente einen prozessualen Revisionsgrund dar, der Anlass für eine Neuberechnung des Anspruchs auf die ursprünglich gewährten Ergänzungsleistungen gibt, woraus sich entweder eine Rückforderung zu viel ausgerichteter Leistungen oder eine Nachzahlung ergeben kann (SVR 2018 EL Nr. 3 S. 7, 9C_341/2017 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 134 E. 2d S. 138). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung eines allfälligen Rückerstattungsbetrags ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden (zum Ganzen: SVR 2018 EL Nr. 20 S. 51, 9C_293/2018 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (zweifellose Unrichtigkeit und erhebliche Bedeutung der Berichtigung) oder die für die prozessuale Revision (neue Tatsachen oder Beweismittel) erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 380, 384 E. 2.3.1; BGE 129 V 110, 110 E. 1). Unter dem Titel der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) hat die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, welche geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466, 469 E. 2c mit Hinweisen). So stellt (auch) die rückwirkende Zusprache einer Invalidenrente einen prozessualen Revisionsgrund dar, der Anlass für eine Neuberechnung des Anspruchs auf die ursprünglich gewährten Ergänzungsleistungen gibt, woraus sich entweder eine Rückforderung zu viel ausgerichteter Leistungen oder eine Nachzahlung ergeben kann (SVR 2018 EL Nr. 3 S. 7, 9C_341/2017 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 134, 138 E. 2d). Die Nachzahlung von Dauerleistungen anderer Sozialversicherungen führt zwangsläufig zu einer Rückforderung von EL (vgl. Erwin Carigiet/Uwe Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl. 2009, S. 107; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 9C_313/2020 vom 3. März 2021 E. 3.1.). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung eines allfälligen Rückerstattungsbetrags ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden (zum Ganzen: SVR 2018 EL Nr.”
“Dès 2014, le recourant a continué à développer des activités pour vingt-deux sociétés dans le domaine de la création et de la reprise d’entreprises et ce, postérieurement à sa demande de prestations complémentaires initiale. L’intéressé a été inscrit aux Registres du commerce des cantons de Vaud, [...], [...] et [...] pour onze sociétés en 2014, inscription qui a perduré pour huit d’entre elles en 2015. L’inscription a concerné six sociétés en 2016, trois en 2017 et deux sociétés en 2018. Ce n’est que dans le cadre de la révision quadriennale de son dossier, initiée au mois d’avril 2018, que ces faits ont été découverts, respectivement dans le cadre de l’instruction complémentaire menée par l’intimée à la suite de l’affirmation de l’intéressé qu’il n’avait réalisé aucun revenu provenant d’une activité lucrative indépendante depuis 2014 (cf. courrier du 28 août 2018 à l’intimée). Or, la dissimulation de ces éléments de revenus, voire de fortune, constitue indéniablement un fait nouveau important au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. La fortune et les revenus de la personne assurée sont en effet des éléments qui influent de manière notable sur l’octroi – et le cas échéant le montant – des prestations complémentaires (art. 11 al. 1 let. a et c LPC). Au demeurant, comme relevé ci-avant, tout au long de la procédure administrative et judiciaire, le recourant n'a apporté aucun élément concret permettant d'établir précisément ses revenus et sa fortune de 2012 à 2018, manquant ainsi de se conformer à son obligation de collaborer à l'instruction. b) C’est donc à bon droit que l’intimée a, sur le principe, procédé à la révision procédurale des décisions d’octroi des prestations complémentaires erronées et, partant, exigé la restitution des prestations indûment perçues. C'est le lieu de préciser que le point de savoir si le recourant a violé son obligation de renseigner ne change rien à ce qui précède. En effet, s’agissant d’un cas de révision procédurale, l’obligation de restitution des prestations indûment touchées et son étendue dans le temps ne sont pas liées à une violation de l’obligation de renseigner (ATF 122 V 134 consid.”
“In masslicher Hinsicht ist die Rückforderung von insgesamt Fr. 5‘703.20 (Fr. 2'421.15 + Fr. 3'282.05) nicht zu beanstanden. Da der Beschwerdeführer in den Anmeldungen zum Bezug von Corona-Erwerbsersatzentschädigung der Monate September bis Dezember 2020 jeweils falsche Angaben hinsichtlich des Umsatzes machte (Urk. 5/42-43 und Urk. 5/50-51) und der Beschwerdegegnerin die tatsächlich erzielten Umsätze erst aufgrund des Berichts der Y.___ AG bekannt wurden, liegt für die Abrechnungen dieser Monate ein Rückkommenstitel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG vor (vgl. E. 1.6 ff.). Im Weiteren machte die Beschwerdegegnerin die Rückforderung mit Verfügungen vom 28. Juni 2022 (Urk. 5/80-82) rechtzeitig innert 90 Tagen seit Erhalt des Berichts der Y.___ AG vom 20. Mai 2022 (Urk. 5/88) geltend (vgl. E. 1.7.3). Offensichtlich gewahrt ist auch die dreijährige Frist zur Geltendmachung der Rückforderung seit Kenntnis des Anspruchs gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG.”
“] depuis septembre 2018 constitue un fait ignoré de l’intimée, mais qui existait déjà lorsqu’elle a accordé les allocations familiales en mars 2020 avec effet au 1er janvier 2019, et qui est de nature à modifier le droit auxdites prestations. Si l’intimée avait eu connaissance de ces circonstances en mars 2020, elle n’aurait pas alloué les allocations familiales litigieuses. Il existe donc un motif de révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, qui permet de demander la restitution des prestations indues, sur la base de l’art. 25 al. 1 LPGA. La recourante ne conteste pas que les conditions de la restitution soient réalisées en l’espèce ni du reste le montant des prestations indues arrêté à 12'910 fr. par l’intimée. Par ailleurs, l’intimée a agi dans le délai de l’art. 25 al. 2 LPGA, ce qui n’est non plus pas remis en cause par la recourante. c) En définitive, les allocations familiales versées à la recourante en faveur de sa fille A.R.________ ayant été indûment versées et les conditions d’une révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA étant réalisées, c’est à juste titre que l’intimée a exigé leur restitution. Comme vu plus haut, une remise de l’obligation de restituer ne fait pas l’objet de la présente procédure. Il appartiendra le cas échéant à la recourante de présenter une demande de remise dans les forme et délai prescrits par la loi (cf. consid. 2 supra). 7. En définitive, le recours, mal fondé, doit être rejeté et la décision sur opposition litigieuse confirmée. Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA), ni d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision sur opposition rendue le 1er décembre 2022 par T.________ est confirmée. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens. La présidente : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ Me Guy Longchamp (pour la recourante), ‑ T.”
La découverte d'avoirs importants précédemment dissimulés peut être considérée comme un «fait nouveau et essentiel» au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA et justifie dès lors la révision procédurale des décisions passées en forÎ de chose jugée; cela peut entraîner le recouvrement des prestations complémentaires indûment perçues.
“De telles infractions ne peuvent toutefois entrer en ligne de compte que dans la mesure où interviennent des circonstances qui dépassent la simple violation du devoir d'annoncer, sans quoi les dispositions pénales spéciales s'avéreraient superflues si on pouvait qualifier d'escroquerie une simple violation du devoir d'annoncer (ATF 140 IV 206 consid. 6.3.2.2 ; 140 V 11 consid. 2.4.6). 8. En l’occurrence, il ressort aussi bien de la demande de prestations complémentaires déposée le 3 septembre 2007 que du questionnaire rempli le 28 novembre 2012 dans le cadre de la révision quadriennale de son dossier que la recourante n’a pas déclaré à l’intimée qu’elle était membre d’une succession non partagée depuis 1985, respectivement qu’elle avait hérité d’un montant important en 2011. Ce n’est que dans le cadre de la révision quadriennale de son dossier initiée au mois de mai 2017 que ces faits ont été découverts. Or la dissimulation de ces éléments de fortune constitue indéniablement un fait nouveau important au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. La fortune de la personne assurée est en effet un élément qui influe de manière notable l’octroi – cas échéant le montant – des prestations complémentaires (art. 11 al. 1 let. c LPC ; cf. consid. 5c supra). C’est donc à bon droit que l’intimée a, sur le principe, procédé à la révision procédurale des décisions d’octroi des prestations complémentaires erronées et, partant, exigé la restitution des prestations indûment perçues. 9. a) N.________, mère de la recourante, a joui de l’usufruit viager sur la succession de son mari depuis le jour du décès de ce dernier, le 7 décembre 1984, jusqu’au jour de son propre décès, le 27 décembre 2007. L’usufruit confère à son titulaire le droit d’usage et de jouissance sur la chose grevée. Dans la mesure où celui-ci est toutefois limité à la jouissance, l’usufruitier ne peut pas, comme dans le cas de la propriété, disposer de la chose, ni en droit ni en fait (art. 745 ss CC). Il s’ensuit qu’un élément de fortune grevé d’un usufruit ne doit pas être pris en compte dans la fortune de l’usufruitier.”
Citation : LPGA art. 53 n° 766 Champ de l'examen : Lorsqu'il existe un motif de révision ou de retrait, le droit à la prestation doit être réexaminé dans tous ses aspects, tant au regard du droit que des faits ; l'autorité n'est pas liée par des appréciations antérieures. Examen au cas par cas en cas d'incertitudes : En présenÎ d'incertitudes concrètes (p. ex. risque d'abus), il est nécessaire d'examiner les faits concrets, car sans cet examen il n'est pas possible d'établir si la prestation était manifestement erronée au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Situation du rapport préalable : Selon l'art. 53 al. 3 LPGA, pour des raisons d'économie de procédure, l'autorité peut, jusqu'à l'envoi de son rapport préalable, réexaminer une décision déjà prise.
“Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424, 428 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. sinngemäss auch BGE 141 V 9, 10 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_ 248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108, 114 E. 5.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2.1. und E. 3.3). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. sinngemäss BGE 141 V 9, 10 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1). 3.5. Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung kann jederzeit, also ohne zeitliche Befristung, erfolgen und auf Gesuch hin oder von Amtes wegen vorgenommen werden (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 53 N 80; BGE 133 V 50, 55 E. 4.2.2) und dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (Urteil des Bundesgerichts 8C_1012/2008 vom 17. August 2009 E. 2.1; vgl. auch BGE 117 V 8, 17 E 2c). Der Versicherungsträger hat den Entscheid willkürfrei und unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots zu fällen (Ueli Kieser, Art. 53 N 70 mit Hinweisen). Zweifellos unrichtig ist eine Verfügung dann, wenn kein vernünftiger Zweifel an deren Unrichtigkeit möglich ist, wenn dies also der einzig denkbare Schluss ist der gezogen werden kann.”
“Es ist fraglich, ob Verwaltung und Vorinstanz nach der Löschung des Einzelunternehmens B.________ vom 18. März 2020 im Handelsregister an ihrer Annahme eines Firmenkonglomerats mit einer verwobenen Beteiligungskonstruktion, welches es erlauben würde, die Beschwerdeführerin nach Belieben in einer weiteren Unternehmung ihres Ehemannes wieder zu beschäftigen, festhalten durften, indem sie weiterhin und ohne Analyse des konkreten Sachverhalts auf eine arbeitgeberähnliche Stellung des Ehemannes schlossen. Gemäss der zitierten Rechtsprechung (E. 5.1.2 hiervor) hätte jedenfalls für die Zeit ab 4. Mai 2020 (Einsetzung des Ehemannes als Liquidator der GmbH) Grund für eine Prüfung des Missbrauchsrisikos im Einzelfall bestanden. Denn ohne eine solche Prüfung lässt sich nicht feststellen, ob die Ausrichtung der Arbeitslosenentschädigung ab 23. März 2020 hier zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war. Diese Beurteilung beinhaltet ermessensgeprägte Anteile (vgl. E. 5.1.1 hiervor). Indem das kantonale Gericht sich nicht mit der Frage befasst hat, ob die Leistungsausrichtung vor dem Hintergrund der konkreten Sachlage vertretbar war, hat es den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt. Darin liegt - wie von der Beschwerdeführerin zu Recht geltend gemacht - eine Verletzung materiellen Rechts aufgrund einer fehlerhaften Sachverhaltsermittlung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG (MARKUS SCHOTT, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 19 zu Art. 97 BGG). Das Bundesgericht kann bei dieser Ausgangslage in der Sache selbst entscheiden (Art. 107 Abs. 2 BGG) und allenfalls zu diesem Zweck die notwendigen tatsächlichen Erhebungen durchführen (Art. 55 BGG; MARKUS SCHOTT, a.a.O., N. 15 zu Art. 97 BGG).”
“2), sauf néanmoins des mesures d’instructions simples et ponctuelles (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 103 ad art. 53 LPGA ; Jean MÉTRAL, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 56 ad art. 56 LPGA). Que si le tribunal entre en matière et statue sur le fond, son jugement remplace la décision administrative et, en cas de recours, constitue l’objet de la contestation devant le Tribunal fédéral (ATF 111 V 58 consid. 1 ; Jean MÉTRAL, op. cit., n. 53 ad art. 56 LPGA) ; Que néanmoins, la portée de l’effet dévolutif est atténuée par l’art. 53 al. 3 LPGA – en vertu duquel, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé – (ATF 136 V 2 consid. 2.5), possibilité dont l’idée à l’origine est la simplification de la procédure (économie de procédure) et qui déroge aux conditions strictes d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 103 et 104 ad art. 53 LPGA) ; Que dans un arrêt de principe du 29 avril 2021 (ATAS/393/2021), la chambre de céans a modifié sa pratique et a considéré que l’autorité intimée pouvait rendre un préavis après sa première réponse – ou premier préavis –, mais dans le cadre d’un échange d’écritures prévu par le droit de procédure ou ordonné par la chambre des assurances sociales ; Qu’en l'espèce, l’intimée a procédé à l’annulation de la décision contestée dans le cadre d’un délai qui lui avait été octroyé par la chambre de céans pour se déterminer ; Qu’en ce qui concerne les conclusions constatatoires de la recourante, elles sont en principe irrecevables (cf. ATF 129 V 289 consid. 2.1) et n’ont pas de portée propre, puisqu’elles ne visent qu’à asseoir le fondement juridique des conclusions condamnatoires également formulées ; Que s’agissant des conclusions en annulation prises par la recourante, la détermination de l’intimée, datée du 28 mars 2025, correspond auxdites conclusions ; Qu’il y a lieu de constater que la recourante a ainsi obtenu satisfaction ; Que la recourante, qui n'est pas représentée en justice et n'a pas allégué ou démontré avoir déployé des efforts dépassant la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires, qu’elle n’a pas droit à des dépens ; Que pour le surplus, la procédure est gratuite, (art.”
Pour les rectifications fondées sur une promesse de rente erronée, la question de la «portée significative» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut être appréciée en fonction du montant à recouvrer (voir affaire avì recouvrement de Fr. 27'256.05).
“Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dem Vertrauensschutz mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG Genüge getan ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2018 [8C_680/2017] E. 4.1.3.1). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 116 V 298 ). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt der Beschwerdeführer indes nicht dar. Dabei ist zugleich in Erinnerung zu rufen, dass der blosse Verbrauch von Geldmitteln nach bisheriger Rechtsprechung zum Vertrauensschutz keine relevante Disposition darstellt (BGE 142 V 259 E. 3.2.2. mit Hinweisen). 4.4. Gesamthaft betrachtet erweist sich die Rentenzusprache an den Beschwerdeführer für die Monate Januar 2016 bis und mit Januar 2019 als zweifellos unrichtig. Da die Berichtigung bei einem Betrag von Fr. 27'256.05 von erheblicher Bedeutung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist, sind somit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben. Die dem Beschwerdeführer zugesprochenen Rentenleistungen sind daher unrechtmässig ausgerichtet worden. Der Rückforderungsbetrag wird vom Beschwerdeführer nicht bestritten und ist im Grundsatze auch nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht mit Einspracheentscheid vom 27. September 2021 die Rückforderung in Höhe von Fr. 27'256.05 verfügt. 5. 5.1. Zu prüfen bleibt, ob die Rückforderung in Höhe von Fr. 27'256.05 verwirkt ist. Dabei ist insbesondere umstritten, ob die einjährige relative Verwirkungsfrist gemäss dem bis 31. Dezember 2020 in Kraft gestandenen Art. 25 Abs. 2 ATSG oder die ab 1. Januar 2021 geltende dreijährige relative Verwirkungsfrist gemäss dem ab 1. Januar 2021 geltenden Art. 25 Abs. 2 ATSG zur Anwendung gelangt. 5.2. Die relative Frist von einem respektive drei Jahren läuft ab Kenntnis des Rückforderungsanspruchs durch den Versicherungsträger. Unter der Wendung «nach dem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat» ist der Zeitpunkt zu verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen, oder mit anderen Worten, in welchem sich der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grundsatz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs (BGE 140 V 521, E.”
Dans le cadre d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, l'organisme payeur peut réviser l'octroi antérieur de prestations lorsque, au cours de la révision, de nouveaux faits essentiels sont révélés. Si une violation fautive de l'obligation de déclaration ou de renseignement est constatée, et qu'il existe un lien de causalité entre cette violation et la perception irrégulière de prestations, la prestation peut être annulée rétroactivement (ex tunc) ; cela entraîne, sous les autres conditions légales, une obligation de restitution des prestations déjà perçues.
“In der Folge hat die IV-Stelle die Rente des Versicherten mit Verfügung vom 10. November 2016 rückwirkend aufgehoben. Damit hat die IV-Stelle die Rente innert 35 Tagen nach dem Abschluss ihrer Abklärungen zu den neuen erheblichen Tatsachen mittels Verfügung rückwirkend aufgehoben. Die 90tägige Frist ist demnach eingehalten. Somit hat die IV-Stelle die ganze Rente des Versicherten in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 zu Recht aufgehoben. Auch die rückwirkende Einstellung der Rente ist nicht zu beanstanden, zumal der Beschwerdeführer eine schuldhafte Meldepflichtverletzung begangen hat. Die dem Versicherten mit Verfügung vom 2. Oktober 2014 zugesprochene ganze Rente ist daher gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88bis Abs. 2 IVV rückwirkend ("ex tunc") ab Rentenbeginn, d.h. ab 1. September 2013, aufzuheben.”
“Le recourant ne produit au demeurant aucun justificatif à l’appui de l’allégation d’un revenu locatif de 7'000 fr., de sorte que son grief sera rejeté. Pour le surplus, le montant de 300'000 fr. pris en compte à titre de fortune, lequel n’est pas contesté, doit être confirmé. Celui-ci correspond à la valeur vénale de l’appartement en PPE, sis à A.________, telle que fixée par la DGCS le 17 décembre 2019, valeur qui fait foi en présence d’un bien immobilier ne servant pas d’habitation à l’assuré et à son épouse (cf. consid. 3b ci-dessus, art. 17 al. 4 OPC-AVS/AI et ch. 3444.02 DPC). 6. a) Les éléments de fortune et de revenu immobiliers de l’épouse constituent ainsi des faits nouveaux, découverts à la faveur de la révision périodique initiée le 3 avril 2019. Ils sont importants, ces éléments de fortune ayant une influence notable sur le droit aux prestations complémentaires du recourant, dans la mesure où ils modifient tant la fortune déterminante que les revenus déterminants à prendre en compte (art. 11 al. 1 let. b et c LPC). Les conditions d’une révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA sont donc réalisées. La Caisse était dès lors en droit de rendre de nouvelles décisions de prestations complémentaires et d’exiger la restitution des prestations indues, avec effet ex tunc en présence d’une violation de l’obligation de renseigner. Par ailleurs, en rendant ces décisions le 14 février 2020, l’intimée a agi dans le délai de péremption relatif d’une année, les faits lui ayant été connus au cours de la procédure de révision périodique débutée le 3 avril 2019. Le délai de péremption absolu de cinq n’est par ailleurs pas acquis. L’intimée était donc fondée à réclamer la restitution des prestations indûment versées pour la période du 1er février 2015 au 29 février 2020, soit un montant de 15'191 fr. 70. b) Les arguments du recourant relatifs à sa bonne foi et son insolvabilité relèvent de la procédure de remise au sens de l’art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA, qui doit faire l’objet d’une procédure séparée (TF 9C_110/2019 consid. 6). Il appartiendra à l’assuré de réitérer ses arguments auprès de l’intimée dans le cadre d’une demande de remise de son obligation de restituer, une fois que la décision qui fait l’objet de la présente procédure sera entrée en force.”
“Un droit d’être entendu devait toutefois être accordé avant de rendre la décision finale au sens de l’article 42 LPGA. Quoi qu’il en soit, ce vice n’a pas porté préjudice au recourant puisque le procédure d’opposition vise à garantir le droit d’être entendu de l’assuré, de sorte que l’article 42 LPGA a été respecté, même si la voie choisie est erronée. Pour examiner les conditions relatives à la restitution des indemnités versées, il convient de se fonder sur la LPGA dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020. 3. Est en premier lieu litigieuse la question de savoir si l’OAI était fondé à rendre la décision de restitution du 25 mars 2021, laquelle comporte implicitement la révision de la décision d’octroi de rente du 10 juillet 2009, respectivement la suppression du droit à la rente avec effet rétroactif, à la lumière de l'article 25 LPGA. a) Selon l'article 25 al. 1 LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 cons. 5.2 et les références citées ; arrêt du TF du 22.02.2022 [9C_398/2021] cons. 5.1). Si l'erreur porte sur un aspect ayant spécifiquement trait au droit de l'assurance-invalidité – on pense en particulier à tous les facteurs qui régissent l'évaluation du degré d'invalidité –, la modification de la prestation d'assurance intervient en principe avec effet ex nunc et pro futuro, de sorte qu'il n'y a pas lieu à restitution. Autre est la situation lorsque le versement indu résulte d'une violation de l'obligation de renseigner au sens des article 31 LPGA et 77 RAI et que cette violation est en relation de causalité avec la perception indue de prestations d'assurance. Dans ce cas, la modification de la prestation a un effet rétroactif (ex tunc), qui entraîne – sous réserve de la réalisation des autres conditions mises à la restitution – une obligation de restituer (ATF 119 V 431 cons. 2 et cons. 4a ; Pétremand, in Commentaire romand LPGA, 2018, n.”
“Art. 25 Abs. 1 ATSG knüpft die Rückerstattungspflicht an einen unrechtmässigen Bezug der Leistung. Die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung kann sich aus verschiedenen Gründen ergeben (vgl. dazu Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, N. 27 zu Art. 25 ATSG). Die Beschwerdegegnerin stützt sich hierzu auf den Tatbestand der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Das Sozialversicherungsgericht hat diesen Grund verworfen und ihn durch einen Revisionsgrund nach Art. 17 ATSG substituiert. Nach der konstanten Rechtsprechung ist beim Vorliegen einer Meldepflichtverletzung die rückwirkende Aufhebung der Rente im Revisionsverfahren möglich: Die Meldepflicht ist eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben, so dass die Rückerstattung der durch eine Pflichtwidrigkeit erwirkten Weiterausrichtung von unrechtmässigen Leistungen gerade eine Folge des treuwidrigen Verhaltens der versicherten Person ist und sie sich bezüglich der Rückwirkung nicht auf den Vertrauensschutz berufen kann, der einer sich korrekt verhaltenden Person bei einer Rentenrevision zusteht (Rentenaufhebung nur für die Zukunft) (BGE 145 V 141 E. 7.3.3-7.3.6 mit zahlreichen Hinweisen; E. 1.2.1 hiervor). Gemäss der Nebenstrafrechtsgesetzgebung wird eine Meldepflichtverletzung nach Art. 31 ATSG in verschiedenen Sozialversicherungszweigen (AHV, IV, EO, Familienzulagen, AV, KV, BV) explizit unter Strafe gestellt bei einer Sanktion von bis zu 180 Tagessätzen, was die Verpöntheit von Meldepflichtverletzungen unterstreicht (BGE 145 V 141 E.”
Citation : LPGA art. 53 n° 763 Avant toute ordonnanÎ de recouvrement, il convient d'abord, dans une décision distincte, de déterminer si les prestations ont été indûment versées (examen des conditions permettant de revenir sur la décision conformément à l'art. 53 al. 2). Ce n'est que dans une décision ultérieure qu'il sera statué sur le remboursement effectif.
“Selon l'article 66 LACI, les AIT couvrent la différence entre le salaire effectif et le salaire normal auquel l’assuré peut prétendre au terme de sa mise au courant, compte tenu de sa capacité de travail, mais tout au plus 60 % du salaire normal (al. 1) ; pendant le délai-cadre, les allocations sont versées pour six mois au plus, dans des cas exceptionnels, pour douze mois au plus (al. 2). Aux termes de l'article 90 al. 3 OACI, l’autorité cantonale vérifie auprès de l’employeur si les conditions dont dépend l’octroi d'AIT sont remplies ; elle peut exiger que les conditions selon l’article 65 let. b et c LACI fasse l’objet d’un contrat écrit. 4. Selon l’article 25 al. 1 LPGA, auquel renvoie l’article 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées (1re phrase). La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile (2e phrase). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une reconsidération (caractère sans nul doute erroné de la décision formellement passée en force et importance notable de la rectification ; cf. art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 cons. 5.2). Au regard de l’article 25 LPGA et de la jurisprudence y relative, la procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes : une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d’une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées ; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l’examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l’article 25 al. 1 1re phrase LPGA et des dispositions particulières et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l’obligation de restituer au sens de l’article 25 al. 1 2e phrase LPGA (arrêt du TF du 04.01.2012 [9C_678/2011] cons.”
Citation : LPGA art. 53 n. 762 Des prises de position ou expertises isolées, obtenues seulement après la notification de la décision (les « second opinions »), ne constituent pas automatiquement, selon les arrêts cités, un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. De telles nouvelles expertises peuvent éventuellement être pertinentes pour une demanÞ de réexamen, mais n'engendrent pas nécessairement la révision procédurale.
“Aus dem Gesagten folgt, dass es sich bei der Stellungnahme des früheren psychiatrischen Gutachters Dr. O____ vom 26. April 2021 nicht um einen prozessualen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG handelt, weshalb auf die Verfügungen vom 5. Juni 2012 und vom 24. Juli 2017, welche dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts vom 13. März 2018 zugrunde liegen, weiterhin abgestellt werden kann. Da der prozessualen Revision nicht stattzugeben ist, erübrigen sich Ausführungen zur Frage nach der Verwirkung des Anspruchs (Art. 24 ATSG) in Bezug auf rückwirkende Rentenleistungen. Es bleibt lediglich festzustellen, dass die Stellungnahme des Gutachters Dr. O____ vom 26. April 2021 nur im Zusammenhang mit einem Wiedererwägungsgesuch beleuchtet werden könnte, was aber nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sein kann.”
“Erklärt sich die versicherte Person, nachdem ihr die IV-Stelle Leistungen wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht verweigert hat, später zur Mitwirkung bereit, so ist dies als Neuanmeldung zu betrachten und damit lediglich für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (zum Ganzen vgl. Urteil 8C_404/2021 vom 22. März 2022 E. 5.2.1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer diese Konsequenz seiner früheren Mitwirkungsverweigerung auf dem Weg der prozessualen Revision der Verfügung vom 6. August 2014 abzuwenden versucht, verkennt er, dass der Leistungsanspruch im Erstanmeldungsverfahren keiner materiellen Prüfung unterzogen wurde. Die neuen Gutachten mögen allenfalls belegen, dass er seit dem Unfalltag zu 100 % arbeitsunfähig war; sie beziehen sich damit aber von vornherein nicht auf die damalige Entscheidgrundlage - nämlich die Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers - und sind daher auch nicht geeignet, ihre eindeutige Fehlerhaftigkeit aufzuzeigen (vgl. BGE 144 V 245 E. 5.5.5; Urteil 8C_720/2009 vom 15. Februar 2010 E. 5.2). Lediglich der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die neuen Gutachten selbst dann nicht zu einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG führen würden, wenn die leistungsverweigernde Verfügung der IV-Stelle vom 6. August 2014 auf einer Prüfung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die Aktenlage beruht hätte (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Revision hat nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen Nachlässigkeit zu ermöglichen (Urteil 8C_188/2023 vom 31. Mai 2024 E. 3.3 mit Hinweisen). Erst recht nicht vermag sie ein Versäumnis zu beheben, wie es hier mit der damaligen Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers offenkundig zu bejahen ist. Es wäre ihm unbenommen gewesen, sich der medizinischen Begutachtung zu unterziehen und der IV-Stelle damit die Abklärung seines Gesundheitszustands sowie seiner Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen oder, falls notwendig, ergänzende Abklärungen bezüglich seiner Handbeschwerden zu verlangen.”
Le recouvrement de prestations dont la décision est devenue formellement définitive, par voie de réexamen conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, n'est possible que si la décision est manifestement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 erster Satz ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020 [in BGE 147 V 417 nicht publizierte], E. 4.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 760 L'objet du litige était de savoir si, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, les prestations indûment perçues devaient être remboursées pour les mois de septembre à novembre 2021.
“Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie in Bestätigung des Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin vom 5. Dezember 2022 einen Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG bejahte und gestützt auf Art. 25 Abs. 1 ATSG erkannte, die unrechtmässig bezogenen Leistungen für die Monate September bis November 2021 seien von der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 759 Un simple rapport d'observation n'établit en règle générale pas, à lui seul, une connaissanÎ certaine du nouveau fait pertinent et ne déclenche donc pas directement le délai relatif de révision de 90 jours prévu à l'art. 53 LPGA. Le délai ne commenÎ à courir que dès que les pièces présentées ou les investigations effectuées permettent une certituÞ suffisante quant au nouveau fait (p. ex. par une appréciation médicale s'y rapportant) ou que l'instruction nécessaire aurait confirmé la pertinenÎ.
“sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2007, U 68/06, E. 2.2 mit Hinweisen). Die neuen Tatsachen oder Beweismittel im oben umschriebenen Sinn sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2011, 8C_434/2011, E. 3 mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 38 ff. zu Art. 53 ATSG). Besonderheiten können sich ergeben, wenn der Revisionstatbestand länger dauernde Abklärungen erforderlich macht. Nach der Rechtsprechung reicht es hier aus, dass der Versicherungsträger der versicherten Person den Revisionsgrund und die (voraussichtliche) Abänderung der Verfügung fristgerecht anzeigt und die erforderlichen Abklärungen innert nützlicher Frist nachholt; es kann sich auch so verhalten, dass überhaupt die 90-tägige Frist erst zu laufen beginnt, wenn die erforderlichen Abklärungen (zielgerichtet) durchgeführt wurden bzw. mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätten vorgenommen werden können. Nach der Rechtsprechung bildet namentlich ein Observationsbericht für sich allein noch keine sichere Basis für”
“Nach der Rechtsprechung reicht es hier aus, dass der Versicherungsträger der versicherten Person den Revisionsgrund und die (voraussichtliche) Abänderung der Verfügung fristgerecht anzeigt und die erforderlichen Abklärungen innert nützlicher Frist nachholt; es kann sich auch so verhalten, dass überhaupt die 90-tägige Frist erst zu laufen beginnt, wenn die erforderlichen Abklärungen (zielgerichtet) durchgeführt wurden bzw. mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätten vorgenommen werden können. Nach der Rechtsprechung bildet namentlich ein Observationsbericht für sich allein noch keine sichere Basis für Sachverhaltsfeststellungen bezüglich des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person und kann insoweit die 90-tägige Revisionsfrist noch nicht auslösen; dies ist erst der Fall, wenn eine darauf bezogene ärztliche Beurteilung vorliegt. Die relative 90-tägige Frist beginnt nämlich erst zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 40 f. zu Art. 53 ATSG mit weiteren Hinweisen).”
“Dans un cas dans lequel la question déterminante sous l’angle de la révision était de savoir à partir de quand la personne assurée présentait ou ne présentait plus un trouble de stress post-traumatique, le Tribunal fédéral a considéré que l’assureur-accidents n’avait eu une connaissance suffisante de la réponse qu’après que cette question ait été tranchée en instance fédérale à l’issue de la procédure en matière d’assurance-invalidité. Aussi, le délai de 90 jours pour la révision de la décision de l’assurance-accidents ne pouvait courir qu’après que l’assureur-accidents ait pris connaissance de l’arrêt fédéral (ATF 143 V 105 consid. 2.5.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 61 ad art. 53 LPGA). Par ailleurs, selon la jurisprudence, il appartient à la partie qui présente une requête de révision de rendre vraisemblable l’existence de faits ou moyens de preuve nouveaux (ATF 127 V 353 consid. 5b). Si elle n’y parvient pas, la demande de révision doit être rejetée par l’assureur social (arrêt du Tribunal fédéral 8C_797/2011 du 15 février 2012 consid. 5.2). En particulier, celui-ci n’est pas tenu d’établir à nouveau les faits de manière complète au sens de l’art. 43 LPGA et de rechercher de manière active des nouveaux faits ou moyens de preuve (arrêt du Tribunal fédéral 9C_955/2012 du 13 février 2013 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Au contraire, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard. Tel est le cas lorsqu’une observation de la personne assurée a été mise en place, les résultats de la surveillance devant en principe être appréciés par un médecin (arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.17 63). Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.36 140 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n.”
art. 53 al. 2 LPGA n'a pas été modifié dans le cadre du développement de l'AI. En ce qui concerne l'applicabilité de nouvelles dispositions légales, le principe veut que le droit applicable soit celui en vigueur au moment de la survenanÎ des faits juridiquement déterminants ; des questions d'ordre intertemporel relatives au réexamen ne se posent donc pas lorsque les faits pertinents sont antérieurs à l'entrée en vigueur des nouvelles règles.
“Am 1. Januar 2022 traten im Zuge der Weiterentwicklung der IV revidierte Bestimmungen im IVG (SR 831.20) sowie im ATSG (SR 830.1) in Kraft (Weiterentwicklung der IV [WEIV]; Änderung vom 19. Juni 2020, AS 2021 705, BBl 2017 2535), dies mitsamt entsprechendem Verordnungsrecht. In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1; 144 V 210 E. 4.3.1; je mit Hinweisen). Die gesetzliche Regelung betreffend Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen oder Einspracheentscheide (Art. 53 Abs. 2 ATSG; hierzu vgl. E. 4.1 hiernach) ist im Rahmen der besagten Weiterentwicklung der IV nicht geändert worden, weshalb sich diesbezüglich keine intertemporalrechtlichen Fragen stellen.”
“Les deux recours ont été interjetés en temps utile et dans les formes légales auprès de l'autorité judiciaire compétente à raison du lieu ainsi que de la matière (cf. art. 39 al. 2 et art. 60 al. 2 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales, LPGA; RS 830.1). Le recourant, dûment représenté, est en outre directement atteint par les décisions querellées et a dès lors un intérêt digne de protection à ce qu'elles soient, cas échéant, annulées ou modifiées. Partant, les recours sont recevables. 1.2. Dans le cadre du développement continu de l'AI, la loi du 19 juin 1959 sur l'assurance invalidité (LAI; RS 831.20), le règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité (RAI; RS 831.201) et la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) ont été modifiés avec effet au 1er janvier 2022 (modification du 19 juin 2020; RO 2021 705; FF 2017 2363). A juste titre, le recourant n'invoque pas que les conditions pour revenir sur une décision formellement passée en force, au sens où cette dernière est manifestement erronée et revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA), sont en l'espèce réunies. De façon générale, le droit applicable est déterminé par les règles en vigueur au moment où les faits juridiquement déterminants se sont produits, étant précisé que le juge n'a pas à prendre en considération les modifications du droit ou de l'état de fait postérieurs à la date déterminante de la décision litigieuse (ATF 130 V 445 consid. 1.2.1 et les références citées). Compte tenu de ce qui précède, les nouvelles dispositions légales introduites dans le cadre du développement continu de l'AI et entrées en vigueur le 1er janvier 2022, ne sont ici pas applicables dans la mesure où le droit à la rente a débuté le 1er juin 2020. 2. Le quart de rente d'invalidité octroyé au recourant à partir du 1er juin 2020 et la rente entière dès le 1er mars 2021 ne sont pas contestés par les parties. Est seul litigieux le montant de la rente d'invalidité versée au recourant, plus particulièrement le fait que des bonifications pour tâches éducatives n'ont pas été comptabilisées dans la prise en compte du revenu annuel moyen.”
Le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA n'est envisageable que si l'erreur de la décision administrative devenue formellement définitive ou de la décision sur opposition est établie de façon indubitable, c.-à-d. qu'aucun doute raisonnable quant à cette erreur n'est possible. S'il subsiste des doutes raisonnables concernant les constatations de fait ou la diligenÎ des investigations, le réexamen est exclu.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen. Diese für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1). Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war (Urteil des EVG vom 23. April 2004, C 214/03, E. 3.1.”
“Nach dem Gesagten rügt die Beschwerdeführerin zu Recht eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz. Es ist davon auszugehen, dass sie spätestens für die Zeit ab Mai 2016 keinen Lohn mehr erhalten hat. Eine zweifellose Unrichtigkeit (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) der seinerzeitigen Leistungsabrechnungen ist insoweit nicht ersichtlich. Wie sich aber aus dem Folgenden ergibt, bestand für den Monat Mai 2016 aus einem anderen Grund kein Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.”
“Fest steht, dass innerhalb des massgebenden Vergleichszeitraums zwischen 21. Juni 2016 (rechtskräftig verfügter Fallabschluss) und 9. Mai 2019 (Einspracheentscheid; vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen) laut angefochtenem Entscheid keine anspruchserhebliche Verschlechterung des Gesundheitsschadens eingetreten ist. Vielmehr stellte die Vorinstanz eine leichte Verbesserung fest. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was diese Sachverhaltsfeststellung in Frage zu stellen vermöchte. Ebenso wenig ist ersichtlich und wird sachbezogen substanziiert geltend gemacht, dass sich der am 21. Juni 2016 - abgesehen von der Zusprache einer Integritätsentschädigung von 7,5 % - folgenlos verfügte Fallabschluss als zweifellos unrichtig (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) erweisen würde.”
“________, worin auf die gesetzlichen Formerfordnernisse von Beschwerden hinsichtlich eigenhändige Unterschrift, Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist, in die Eingabe des A.________ vom 4. März 2021 (Poststempel), in Erwägung, dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des betreffenden Entscheids massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen (BGE 134 V 53 E. 3.3 und 133 V 286 E. 1.4), während rein appellatorische Kritik nicht genügt (BGE 145 I 26 E. 1.3; 140 III 264 E. 2.3), dass die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, es habe zu keinem Zeitpunkt eine zweifellose Unrichtigkeit der von der Verwaltung in den bisherigen rechtskräftigen Verfügungen vorgenommenen Rentenberechnungen vorgelegen, welche auf dem Weg der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen) zu korrigieren wäre, dass sich der Beschwerdeführer zwar auf gegenteilige Standpunkte stellt, indessen nicht darlegt, die vorinstanzliche Beweiswürdigung und”
RéférenÎ: LPGA art. 53 n. 756 La décision citée confirme que l'art. 53 al. 2 LPGA peut être appliqué pour la rectification de décisions formellement définitives en cas de prestations indûment versées, pour autant que la rectification soit importante en raison du montant élevé à récupérer (concrètement : indemnités pour chômage partiel indûment versées).
“Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-801/2022 vom 18. September 2023 E. 6.1). Materiell erfolgte die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung an Q._______, wie oben (E. 4.7) dargelegt, für die Abrechnungsperioden ab Juni 2020 eindeutig zu Unrecht. Unbestrittenermassen erhielt die Beschwerdeführerin fälschlicherweise auch Kurzarbeitsentschädigungen aufgrund nicht korrekter Deklaration von Feiertagsabwesenheiten und Sollstunden. Daher erweist sich die streitige Rückforderung von Fr. [...] als rechtmässig. Nach Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG fordert die Kasse zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeitsentschädigungen vom Arbeitgeber zurück (vgl. auch Art. 83a Abs. 3 AVIG); die Berichtigung ist auch angesichts des Betrags von erheblicher Bedeutung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
Distinction : art. 53 al. 1 LPGA (révision procédurale) concerne l'inexactituÞ factuelle initiale (faits ou éléments de preuve découverts postérieurement, auparavant impossibles à produire). L'art. 53 al. 2 LPGA permet à l'organisme d'assuranÎ de revenir sur une décision formellement devenue définitive ou sur une décision d'opposition lorsqu'elle est sans aucun doute erronée (erreur de droit initiale). En matière de rentes et de prestations périodiques, ces instituts doivent être distingués de la révision matérielle (art. 17 LPGA) et examinés en conséquenÎ.
“Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit aux prestations, avec une appréciation des preuves et une constatation des faits pertinents – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71). Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé est sans pertinence de ce point de vue (ATF 141 V 9 consid. 2.3). c) Indépendamment de ce qui précède, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5 ; 129 V 110). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5 ; 119 V 410 consid. 3a ; 117 V 8 consid. 2c). Dans les limites posées par l'art. 53 al. 3 LPGA, une reconsidération est possible en tout temps, spécialement lorsque les conditions de la révision au sens de l'art.”
“Beide Bestimmungen regeln die Abänderung von formell rechtskräftigen Entscheiden; erfasst werden sowohl formelle Verfügungen und Einspracheentscheide als auch rechtsbeständig gewordene Entscheide im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG (Flückiger, Basler Komm., Basel 2020, Art. 53 ATSG N 8 mit Verweis auf BGE 143 V 105 E. 2.1). 6. 6.1. Demnach stellt sich – unter Ausdehnung des Streitgegenstands (E. 3) – zunächst die Frage, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, die ursprüngliche Rentenaufhebung einer prozessualen Revision im Sinn von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu unterziehen. 6.2. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs.1 ATSG). Die prozessuale Revision bezieht sich mithin auf die Konstellation der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes. Die anfängliche Unrichtigkeit basiert in dieser Konstellation nicht auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung (hier kann eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG infrage kommen; E. 7 hiernach), sondern darauf, dass bestimmte Tatsachen oder Beweismittel nicht bekannt waren und im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt auch nicht vorgebracht werden konnten (Flückiger, a.a.O., Art. 53 ATSG N 18). 6.3. Dass ein Rückkommenstitel in diesem Sinn vorliegen würde, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Es sind keine neuen Tatsachen oder Beweismittel auszumachen, die als”
“Streitgegenstand resp. massgebliches Rechtsverhältnis (vgl. zu diesen Begriffen BGE 144 I 11 E. 4.3; 125 V 413 E. 1 und 2) war und ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente, insbesondere unter dem Teilaspekt des Rentenumfangs. Anders als die Vorinstanz anzunehmen scheint, führt dessen Beurteilung im Lichte unterschiedlicher Rechtsinstitute (z.B. materielle und prozessuale Revision), die grundsätzlich im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen zu berücksichtigen sind, nicht zu mehreren Streitgegenständen. Eine Rentenerhöhung bedarf mit Blick auf die unangefochten gebliebene Verfügung vom 4. August 2015 (Herabsetzung von einer ganzen auf eine halbe Invalidenrente) eines Rückkommenstitels. Dafür fallen alternativ die materielle Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (bei nachträglicher tatsächlicher Unrichtigkeit; dazu nachfolgende E. 3), die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (bei anfänglicher tat-sächlicher Unrichtigkeit; dazu nachfolgende E. 4) und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (bei anfänglicher rechtlicher Unrichtigkeit; dazu nachfolgende E. 5) in Betracht (vgl. Urteile 9C_73/2023 vom 21. November 2023 E. 3.2; 9C_212/2021 vom 22. Oktober 2021 E. 4.2; 8C_594/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.2).”
Des décisions formellement définitives peuvent être remises en cause lorsqu'elles sont indubitablement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable (art. 53 al. 2 LPGA).
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2). Im Verfahren betreffend Rückforderung zu viel bezahlter Arbeitslosenentschädigung steht somit die Frage im Zentrum, ob die Beschwerdeführerin Leistungen zu Unrecht erhalten hat und bejahendenfalls, ob auf die bisherigen Leistungsabrechnungen aufgrund eines Rückkommenstitels zurückgekommen werden kann.”
Les prestations pécuniaires indûment perçues, qui reposent sur une décision devenue formellement définitive, ne peuvent être reprises que si les conditions d'un réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur indubitable et importanÎ significative de la rectification) sont réunies.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publ. E. 4.2).”
Si les éléments déterminants pour le calcul des rentes ne sont pas contestés, la jurisprudenÎ citée n'exige pas nécessairement la notification d'un projet de calcul préalable. En l'absenÎ d'objections correspondantes, l'autorité peut procéder au calcul sans préavis distinct. De plus, le retrait ou le réexamen de décisions devenues juridiquement définitives est admissible conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA lorsque la décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Or ni lui, ni sa protection juridique, n’ont invoqué ce moyen au stade de la réplique. De plus, le recourant n’a jamais contesté les éléments de calcul retenus, pas plus que le montant des rentes accordé (cf. décisions de l’intimé des 16 juillet 2019 et 17 septembre 2019). Il ne conteste d’ailleurs pas non plus ces éléments dans son recours. Au regard de ces circonstances, il ne s’agit ainsi pas d’un cas susceptible de soulever de contestations particulières, justifiant l’envoi d’un projet de calcul préalable. C’est ainsi à juste titre que la Caisse de compensation N.________ n’a pas remis de préavis relatif au calcul de la rente avant de rendre la décision querellée. Il n’existe dès lors pas de violation du droit d’être entendu. La décision rendue par la Caisse de compensation N.________ le 27 août 2020 n’est ainsi pas non plus critiquable d’un point de vue formel. Pour le surplus, la Caisse de compensation N.________ a procédé, à bon droit, à une reconsidération en raison de faits nouveaux conformément à l’art. 53 al. 2 LPGA qui permet à l’assureur de revenir sur les décisions et les décisions formellement passée en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 3. a) Compte tenu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 200 fr. et mis à la charge du recourant, qui succombe. c) Il n’y a par ailleurs pas lieu d’allouer de dépens, le recourant n’obtenant pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la juge unique prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision rendue le 27 août 2020 par la Caisse de compensation N.________, au nom de l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud, est confirmée.”
“Or ni lui, ni sa protection juridique, n’ont invoqué ce moyen au stade de la réplique. De plus, le recourant n’a jamais contesté les éléments de calcul retenus, pas plus que le montant des rentes accordé (cf. décisions de l’intimé des 16 juillet 2019 et 17 septembre 2019). Il ne conteste d’ailleurs pas non plus ces éléments dans son recours. Au regard de ces circonstances, il ne s’agit ainsi pas d’un cas susceptible de soulever de contestations particulières, justifiant l’envoi d’un projet de calcul préalable. C’est ainsi à juste titre que la Caisse de compensation N.________ n’a pas remis de préavis relatif au calcul de la rente avant de rendre la décision querellée. Il n’existe dès lors pas de violation du droit d’être entendu. La décision rendue par la Caisse de compensation N.________ le 27 août 2020 n’est ainsi pas non plus critiquable d’un point de vue formel. Pour le surplus, la Caisse de compensation N.________ a procédé, à bon droit, à une reconsidération en raison de faits nouveaux conformément à l’art. 53 al. 2 LPGA qui permet à l’assureur de revenir sur les décisions et les décisions formellement passée en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 3. a) Compte tenu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision attaquée confirmée. b) La procédure de recours en matière de contestation portant sur l’octroi ou le refus de prestations de l’assurance-invalidité devant le tribunal cantonal des assurances est soumise à des frais de justice (art. 69 al. 1bis première phrase LAI). En l’espèce, les frais de justice doivent être fixés à 200 fr. et mis à la charge du recourant, qui succombe. c) Il n’y a par ailleurs pas lieu d’allouer de dépens, le recourant n’obtenant pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA). Par ces motifs, la juge unique prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision rendue le 27 août 2020 par la Caisse de compensation N.________, au nom de l’Office de l’assurance-invalidité pour le canton de Vaud, est confirmée.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 751 Si une attribution de prestations, rendue de façon définitive ou accordée de manière informelle, est indubitablement erronée et que sa rectification présente une importanÎ considérable, l'assureur peut exercer une action en restitution contre l'employeur (concrètement pour les prestations indûment perçues de l'assuranÎ-chômage).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG); die Kasse fordert sie vom Arbeitgeber zurück (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5, bestätigt durch Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019).”
Lors d'un réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'administration ne peut pas remplacer formellement une décision d'opposition annulée par une nouvelle décision d'opposition. Il convient plutôt d'édicter une nouvelle décision qui est susceptible d'opposition; cela découle notamment de l'art. 49 al. 1 LPGA et de l'effet dévolutif.
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG können einzig formell rechtskräftige Einspracheentscheide in Wiedererwägung gezogen werden. Zieht der Versicherungsträger den Einspracheentscheid in Wiedererwägung, hat dies in Nachachtung von Art. 49 Abs. 1 ATSG aber nicht mittels eines neuen Einspracheentscheids, sondern durch eine neue Verfügung zu erfolgen, die ihrerseits wiederum der Einsprache unterliegt. Nicht anders verhält es sich im Rahmen einer Revision von Art. 53 Abs. 1 ATSG oder in jenen Fällen, in welchen das kantonale Versicherungsgericht in Aufhebung eines Einspracheentscheids die Streitsache an die Vorinstanz zur ergänzenden Abklärung des Sachverhalts und anschliessend zum Erlass einer neuen Verfügung zurückweist. Die Verwaltung ist in seinem solchen Fall nicht nur in Nachachtung von Art. 49 Abs. 1 ATSG zum Erlass einer Verfügung verpflichtet ist, sondern gar nicht erst befugt, einen zuvor durch das Gericht aufgehobenen Einspracheentscheid zu ersetzen. Hintergrund bildet der sogenannte Devolutiveffekt (BGE 136 V 5), wonach die Behandlung einer Streitsache mit der Einreichung einer Beschwerde stets auf die Beschwerdeinstanz übergeht.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 749 En cas de questions relatives au réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, une appréciation globale des pièces médicales est nécessaire. En présenÎ d'expertises médicales contradictoires, il convient d'examiner l'ensemble des rapports médicaux, d'en évaluer la forÎ probante et d'exposer les motifs justifiant la préférenÎ accordée à une expertise par rapport à une autre (en particulier l'étendue et la qualité des examens, la prise en compte de l'anamnèse, la plausibilité et la motivation des conclusions).
“Selon lui, l’addiction semblait "être à l’origine de ses problèmes psychiques". Cela étant, il estimait que, mis à part des problèmes cognitifs et émotionnels en lien avec le trouble de la personnalité, l'assuré n'était pas limité dans l'exercice d'une activité lucrative (dossier OAI, p. 44). A la même époque, les médecins en charge du recourant au sein de F.________ retenaient les mêmes diagnostics que le médecin du SMR. Ils avaient néanmoins une vision plus pessimiste de la capacité de travail, estimant qu'il n'était en mesure de travailler qu'à 50% à une "place de travail adaptée à sa situation, au calme, sans exigences trop importantes, avec une équipe éducative qui sache gérer ses difficultés émotionnelles". En d'autres termes, ils estimaient que leur patient n'était en mesure de travailler qu'au sein de l'atelier protégé dans lequel il était alors occupé dans le cadre de l'exécution d'un travail d'intérêt général (dossier OAI, p. 32). Sous l'angle des règles de la reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA et la jurisprudence y relative, en particulier les ATF 125 V 383; 119 V 475; 117 V 8 et 115 V 308), cette décision du 17 octobre 2017 n'est manifestement pas erronée. Le recourant ne la conteste, au demeurant, pas plus aujourd’hui qu’à l’époque. 6.2. Sur le vu de ce qui précède, il convient d'examiner si l'état de santé du recourant a évolué au point d'impacter sa capacité de gain. Dans le cadre de l'instruction du dossier, l'OAI a mandaté la Dre D.________ pour réaliser une expertise de l'assuré. Cette dernière s'est fondée sur le dossier assécurologique mis à sa disposition ainsi qu'un entretien avec l'assuré d'une durée de 1h30. Le recourant se plaint que cette durée soit insuffisante. Cependant, la jurisprudence a maintes fois confirmé que la durée de l'entretien n'est à elle seule pas déterminante pour juger de la valeur probante d'une expertise. C'est bien plus le contenu qui importe. Or, à cette occasion, l'assuré a été en mesure de décrire son épuisement complet, son découragement général ainsi que ses importantes baisses de moral.”
“Tout changement important des circonstances propres à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'art. 17 LPGA. La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5 et 126 V 75 consid. 1b). 4.2. Le point de savoir si un tel changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la décision initiale de rente et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse (ATF 126 V 75 consid. 1b / VSI 2000 p. 314 et les références citées), respectivement du dernier examen matériel du droit à la rente (ATF 133 V 108, 103 V 71). 4.3. Lorsque les conditions de la révision de la rente ne sont pas ouvertes, il reste encore, cas échéant, à examiner celles de la reconsidération de la décision d'octroi de la rente (ATF 119 V 475 consid. 1b/cc), reconsidération notamment prévue par l'art. 53 al. 2 LPGA. Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 115 V 314 consid. 4a/cc). 5. Règles relatives à l’appréciation des documents médicaux En matière d'appréciation des preuves, le juge doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit leur provenance, puis décider s'ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. Il ne peut écarter un rapport médical au seul motif qu'il est établi par le médecin interne d'un assureur social, respectivement par le médecin traitant (ou l'expert privé) de la personne assurée, sans examiner autrement sa valeur probante (arrêt TF 8C_456/2010 du 19 avril 2011 consid. 3 et la référence citée). En présence d’avis médicaux contradictoires, le juge doit apprécier l’ensemble des preuves à disposition et indiquer les motifs pour lesquels il se fonde sur une appréciation plutôt que sur une autre. Il importe, pour conférer pleine valeur probante à un rapport médical, que les points litigieux importants aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance de l’anamnèse, que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions de l’expert soient dûment motivées (ATF 125 V 351 consid.”
Tant qu'une procédure de recours n'est pas encore close, l'organisme d'assuranÎ peut, au sens de l'art. 53 LPGA, soumettre la décision antérieure à un réexamen tant qu'il n'a pas déposé sa réponse au recours. Un tiers ne dispose toutefois d'aucun droit juridiquement exécutoire en vue d'obtenir un tel réexamen.
“Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen). 3.3. 3.3.1. Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die Rentenverfügung lediglich nach den für die Wiedererwägung und Revision rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden. Art. 53 ATSG betrifft jene Entscheide des Verwaltungsverfahrens, die anfänglich unrichtig waren, wobei es sich um eine auf die tatsächlichen Verhältnisse oder auf die anzuwendenden Normen bezogene Unrichtigkeit handeln kann (SK ATSG-Kieser, 4. Aufl. 2020, Art. 53 Rz. 12). 3.3.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Während eines laufenden Beschwerdeverfahrens kann der Versicherungsträger seinen bisherigen Entscheid so lange in Wiedererwägung ziehen, bis er die Beschwerdeantwort einreicht. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann der Versicherungsträger allerdings weder von der betroffenen Person noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung verhalten werden (BGE 119 V 180 E. 3a). Es besteht darum kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Verfügungen, mit denen das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch abgelehnt wird, sind demnach grundsätzlich nicht anfechtbar (BGE 117 V 8 E.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 747 En matière de recouvrements, les prestations versées sur la base d'une décision formellement devenue définitive ne peuvent être reprises que si sont réunies les conditions de la révision procédurale (LPGA art. 53 al. 1) ou du réexamen (LPGA art. 53 al. 2). En outre, il convient de respecter les délais de prescription/de forclusion mentionnés dans les sources (délai relatif : trois ans à compter de la connaissanÎ ; délai absolu : cinq ans à compter du paiement).
“30 relatif à des indemnités journalières versées à tort en mai et juin 2022. 3. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). c) En vertu de l'art. 25 al. 2 première phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral [Message du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales FF 2018 1597).”
“Le litige porte sur le point de savoir si l’intimée était fondée à demander au recourant la restitution du montant de 3'736 fr. 55. 3. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. b) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). c) En vertu de l'art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral [Message du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, FF 2018 1597).”
La reprise visée à l'art. 53 al. 2 LPGA est une disposition facultative. Il appartient à l'assureur d'apprécier s'il entre en matière sur une demanÞ de réexamen. Ni la personne assurée ni un tribunal ne peuvent contraindre l'assureur à procéder au réexamen. En conséquenÎ, l'obtention d'un tel examen ne peut en règle générale pas être imposée par voie judiciaire ; la décision de ne pas entrer en matière n'est généralement pas susceptible de recours.
“Ein Rückkommen auf den rechtskräftig abgeschlossenen Grundfall wäre, wie die Vorinstanz richtig darlegte, lediglich im Rahmen einer Wiedererwägung oder prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG möglich. Auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 2. September 2017 um Wiedererwägung des informellen Bescheids vom 28. November 2012 trat die Suva mit Verfügung vom 5. Oktober 2017, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 25. Juni 2018, nicht ein. Da das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen des Versicherungsträgers steht, ist das Nichteintreten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung - wie die Vorinstanz zutreffend ausführte - weder mit Einsprache noch mit Beschwerde anfechtbar (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54 ff.; vgl. auch MIRIAM LENDFERS, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 31 zu Art. 56 ATSG mit Hinweisen). Die Vorbringen der Versicherten gegen diese Praxis stellen keinen triftigen Grund für eine Rechtsprechungsänderung dar (zu den Voraussetzungen vgl. BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303 mit weiteren Hinweisen). Was sodann die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG anbelangt, zeigte das kantonale Gericht überzeugend auf, dass weder erhebliche neue Tatsachen noch neue Beweismittel vorgebracht worden waren. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge der ungenügenden Sachverhaltsabklärung ist nicht sachbezüglich, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Das Bemühen der Suva, lediglich diejenigen Versicherungsleistungen zu erbringen, auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht, stellt schliesslich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder einen Verstoss gegen das öffentliche Interesse noch gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung; Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 144 I 103 E. 2.2, 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1 mit Hinweis). Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG «kann» der Versicherungsträger wiedererwägen, muss aber nicht. Ob er eine Verfügung in Wiedererwägung zieht, liegt in seinem Ermessen. Er kann hierzu weder von der betroffenen Person noch vom Gericht verhalten werden. Es besteht mithin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Auf eine Beschwerde gegen ein Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch oder allenfalls gegen einen das Nichteintreten bestätigenden Einspracheentscheid (vgl. aber BGE 133 V 50 E. 4.2.2) kann das Gericht nicht eintreten (BGE 133 V 50 E. 4.2.1, 119 V 475 E. 1b/cc mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2017 vom 22. August 2017 E. 8.2 mit weiteren Hinweisen).”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung; Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 144 I 103 E. 2.2, 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1 mit Hinweis). Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG «kann» der Versicherungsträger wiedererwägen, muss aber nicht. Ob er eine Verfügung in Wiedererwägung zieht, liegt in seinem Ermessen. Er kann hierzu weder von der betroffenen Person noch vom Gericht verhalten werden. Es besteht mithin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Auf eine Beschwerde gegen ein Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch oder allenfalls gegen einen das Nichteintreten bestätigenden Einspracheentscheid (vgl. aber BGE 133 V 50 E. 4.2.2) kann das Gericht nicht eintreten (BGE 133 V 50 E. 4.2.1, 119 V 475 E. 1b/cc mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2017 vom 22. August 2017 E. 8.2 mit weiteren Hinweisen).”
“Mai 2020 bildet, dass beide Parteien davon ausgehen, dass die SAK mit diesem Schreiben auf das Gesuch des Beschwerdeführers um eine Wiedererwägung des Einspracheentscheids vom 17. Juli 2013 nicht eingetreten ist, dass die Beschwerde sinngemäss dahingehend verstanden werden könnte, dass das Gericht die SAK - entgegen deren Schreiben vom 8. Mai 2020 - zur Wiedererwägung dieses Einspracheentscheids im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG verpflichte, damit diese die Rente unter Berücksichtigung einer Korrektur der Lohndaten/AHV-Beiträge für den Zeitraum vom 1. Januar 1986 bis 14. Juli 1988 gemäss den eingereichten Lohnausweisen neu berechne und wiedererwägungsweise neu verfüge, dass die SAK geltend macht, dass es sich beim Schreiben vom 8. Mai 2020 nicht um eine Verfügung handle und daher kein Beschwerdeobjekt vorliege, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG), dass es sich bei Art. 53 Abs. 2 ATSG um eine "Kann-Vorschrift" handelt und das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 Ingress, E. 4.2.1; Urteil des BGer I 896/06 vom 19. März 2007 E. 3.2 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.2.1; Urteil des BGer 9C_901/2007 vom 8. Oktober 2008 E. 3 [nicht publiziert in BGE 134 V 401]), dass das Nichteintreten des Versicherungsträgers auf ein Wiedererwägungsgesuch auch in einfacher Briefform ohne Rechtsmittelbelehrung zulässig ist und die versicherte Person somit keinen Anspruch auf eine formelle Verfügung hat (vgl. Urteil I 896/06 E. 4.1 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.3), dass, wenn der Versicherungsträger mit formeller Verfügung auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht eintritt, keine Einsprachemöglichkeit im Sinne von Art. 52 Abs. 1 ATSG besteht (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1.3, 4.2.2; Urteil I 896/06 E. 3.2), dass somit kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht - unabhängig davon, ob das Nichteintreten des Versicherungsträgers mittels formlosem Schreiben, formeller Verfügung oder Einspracheentscheid erfolgt ist (vgl.”
LPGA art. 53 n. 745 Pour les décisions de prestations devenues formellement définitives, un recouvrement n'est possible que s'il existe une erreur manifeste et si la rectification de celle-ci revêt une importanÎ considérable.
“Le jugement de la cause incombe donc à un juge unique de la Cour des affaires de langue française du TA (art. 54 al. 1 let. c et art. 57 al. 1 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l'organisation des autorités judiciaires et du Ministère public [LOJM, RSB 161.1]). 1.5 Le Tribunal examine librement la décision contestée et n'est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et art. 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 95 al. 1 LACI en relation avec l'art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 147 V 417 c. 4.2, 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.2 Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Il faut que le moyen de preuve n'apporte pas uniquement une nouvelle appréciation de l'état de fait, mais qu'il serve à la détermination de cet état de fait. Il doit donc s'agir d'un élément de fait qui fasse paraître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes (ATF 138 V 324 c. 3.2). Les faits et moyens de preuve nouveaux au sens de l'art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 N. 744 Si l'assureur, au lieu d'une nouvelle décision, demanÞ le renvoi pour instruction complémentaire, cela doit être qualifié de proposition adressée au tribunal. Si la partie recourante y consent, le tribunal peut renvoyer l'affaire pour instruction complémentaire et statuer sur les frais et les indemnités.
“Le 9 janvier 2025, se référant à l’avis du service médical régional (SMR) du 6 janvier 2025, l’intimé a conclu au renvoi du dossier pour instruction complémentaire. i. Le 23 janvier 2025, la recourante a conclu à l’admission du recours, à l’annulation de la décision litigieuse, au renvoi de la cause à l’OAI pour instruction complémentaire et nouvelle décision, et à ce qu’une indemnité lui soit accordée à titre de participation à ses frais et dépens. EN DROIT 1. 1.1 Conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 2 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l'art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l’assurance-invalidité du 19 juin 1959 (LAI - RS 831.20). Sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. 1.2 Interjeté en temps utile, le recours est recevable. 2. 2.1 En vertu de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours est formé jusqu’à l’envoi de son préavis. En l’occurrence, l’intimé a proposé le renvoi du dossier pour instruction complémentaire, sans rendre de nouvelle décision. Sa requête doit ainsi être considérée comme une proposition au juge. La recourante ayant acquiescé au renvoi de la cause à l’intimé, il convient d’admettre partiellement le recours, d’annuler la décision querellée et de renvoyer la cause à l’intimé pour instruction complémentaire et nouvelle décision. 2.2 Selon l'art. 61 let. g LPGA, le recourant, représenté, qui obtient gain de cause a droit au remboursement de ses frais et dépens. En l’occurrence, la recourante obtient partiellement gain de cause et est assistée d’un conseil, elle a ainsi droit à des dépens, qui seront fixés à CHF 800.- et mis à la charge de l’intimé. Il sera renoncé à la perception d’un émolument. PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1.”
Citation : LPGA art. 53 n. 743 Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, une décision devenue formellement définitive peut être annulée ou modifiée par la voie de la révision procédurale. Dans la pratique, cela conduit — sous réserve des conditions procédurales — parfois à l'annulation ou à la réduction rétroactive de rentes. En outre, les arrêts et principes directeurs cités prévoient que les prestations indûment perçues doivent être récupérées et que l'effet rétroactif est régulièrement envisageable lorsque le bénéficiaire a, par faute, manqué à son obligation raisonnable de déclaration ou lorsque la prestation a été indûment perçue dès l'origine; cela vise à rétablir une situation économique conforme à l'état matériel des faits et au droit.
“In der Folge hat die IV-Stelle die Rente des Versicherten mit Verfügung vom 10. November 2016 rückwirkend aufgehoben. Damit hat die IV-Stelle die Rente innert 35 Tagen nach dem Abschluss ihrer Abklärungen zu den neuen erheblichen Tatsachen mittels Verfügung rückwirkend aufgehoben. Die 90tägige Frist ist demnach eingehalten. Somit hat die IV-Stelle die ganze Rente des Versicherten in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 zu Recht aufgehoben. Auch die rückwirkende Einstellung der Rente ist nicht zu beanstanden, zumal der Beschwerdeführer eine schuldhafte Meldepflichtverletzung begangen hat. Die dem Versicherten mit Verfügung vom 2. Oktober 2014 zugesprochene ganze Rente ist daher gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 88bis Abs. 2 IVV rückwirkend ("ex tunc") ab Rentenbeginn, d.h. ab 1. September 2013, aufzuheben.”
“Eine Invalidenrente kann gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG (Anpassung an geänderte tatsächliche Verhältnisse), Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) oder Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 IVV) - herabgesetzt oder aufgehoben werden (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). Die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV in der seit 1. Januar 2015 in Kraft stehenden Fassung erfolgt rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn der Bezüger oder die Bezügerin die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm oder ihr nach Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist, unabhängig davon, ob die Verletzung der Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war.”
“März 2020 zu erheben. Da er durch den abweisenden Einspracheentscheid vom 6. Mai 2020 berührt ist und an der Aufhebung des Einspracheentscheids ein schutzwürdiges Interesse hat (vgl. Art. 59 ATSG) – dieses besteht im Erlass der Rückforderung von Fr. 3'904.-- – ist er auch zur Erhebung der Beschwerde an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen legitimiert gewesen. Da die weiteren Eintretensvoraussetzungen offenkundig erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Unrechtmässig bezogene Leistungen, das heisst Leistungen, auf die nach der massgebenden materiellen Rechtslage an sich kein Anspruch bestanden hat und die sich – in aller Regel nach einer Korrektur einer früheren Verfügung – nicht auf eine verfügungsmässige Grundlage stützen können, sind gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG zurückzuerstatten. Zielt die (vorgängige) Korrektur einer früheren formell rechtskräftigen Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision im Sinne von Art. 17 ATSG, einer sogenannt prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG oder einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine Herstellung eines der materiellen Sach- und Rechtslage entsprechenden verfügungsmässigen Zustandes ab, bezweckt die Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen die Herstellung eines wirtschaftlich rechtmässigen Zustandes. Der EL-Bezügerin respektive deren Erben sollen nach der Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen "nur" jene Leistungen verbleiben, auf die die EL-Bezügerin angesichts der massgebenden Sach- und Rechtslage einen Anspruch gehabt hat. Dadurch wird dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, BV, SR 101) und dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) zum Durchbruch verholfen. Die in Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG vorgesehene Möglichkeit des Erlasses einer Rückforderung hebelt die für das Sozialversicherungsrecht elementare Verwirklichung des Legalitätsprinzips und des Gleichbehandlungsgebotes im Einzelfall aus, denn der Erlass hat zur Folge, dass die EL-Bezügerin respektive deren Erben nicht "nur" jene Leistungen, auf die jede andere Person in derselben Lage von Gesetzes wegen einen Anspruch gehabt hätte, sondern darüber hinaus auch noch die unrechtmässig bezogenen Leistungen behalten können.”
Dans les procédures de recouvrement ou de remboursement, il convient, dans le cadre d'un examen en plusieurs étapes, de décider d'abord si la prestation a été perçue indûment; pour cette question préliminaire, il faut se référer à l'art. 53 LPGA. Ce n'est qu'à partir de cette détermination que, le cas échéant, intervient la décision sur le remboursement.
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.4 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. 2.5 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprüfungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss/Daniela Thurn-herr/Denise Brühl-Moser, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen.”
“Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG.”
“Für die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen ist in einem ersten Schritt über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistungen zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Bei gegebener Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges schliesst sich daran der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu klären ist, ob eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt, was zu verneinen ist, sofern die Leistungen in gutem Glauben empfangen wurden und wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG, vgl. auch Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV] zum Ganzen: Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 12 ff. zu Art. 25 ATSG).”
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.2 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Schliesslich ist allenfalls über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung zu entscheiden; dafür ist auf Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG abzustellen. Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss, derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung möglich (vgl. Urteil des EVG vom 23. April 2004, C 214/03, E. 3.1.1; vgl. auch Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, S. 573, Rz 18; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
“Diese für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei auch in Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, und zwar unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung bzw. die ursprünglich Leistungszusprache unrichtig war (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2008: Bundesgericht, öffentlichrechtliche Abteilungen] vom 23. April 2004, C 214/03, E. 3.1.3). 2.2 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt dabei in einem mehrstufigen Prüfungsverfahren. Zunächst ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; dabei ist auf Art. 53 ATSG (oben, Erwägung 2.1) abzustellen. Daran schliesst sich sodann der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob – bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs – eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet – neben den einzelgesetzlichen Regelungen – Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. 3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder die Beweisanträge der Parteien, für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen”
Citation : LPGA art. 53 n. 741 Si des prestations (formelles ou informelles) ne sont pas encore définitives, l'organisme d'assuranÎ peut, dans le délai de recours (30 jours à compter de la décision ou du paiement), y revenir sans réexamen. Après l'expiration de ce délai, revenir sur la prestation exige un fondement juridique — notamment un réexamen ou la révision procédurale — conformément à l'art. 53 LPGA.
“Sind formell oder formlos zugesprochene Leistungen noch nicht rechtskräftig geworden, kann die Verwaltung innert der Rechtsmittelfrist (30 Tage) darauf zurückkommen, ohne dass – wie dies im Falle des Zurückkommens auf rechtskräftige Verfügungen der Fall ist – die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder Revision erfüllt sein müssen. Die Frist von 30 Tagen läuft ab Erlass der zu berichtigenden Verfügung oder ab Leistungsausrichtung (vgl. Kreisschreiben des Seco über Rückforderung, Verrechnung, Erlass und Inkasso [AVIG-Praxis RVEI], Januar 2020, Rz A3). Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf demnach das Zurückkommen auf eine faktische Verfügung, z.B. auf eine Taggeldabrechnung, eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (Urteil C 7/02 E. 3.1; BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Nachdem die Rückerstattung der für die Monate März 2016 bis Februar 2017 sowie November 2017 bis Februar 2018 ausgerichteten Taggelder am 7. Mai 2019 verfügt wurde (act. G5.1/87 ff.), ist die Beschwerdegegnerin offenkundig nicht innerhalb von 30 Tagen nach deren jeweiliger Auszahlung auf die Leistungsabrechnungen zurückgekommen. Demnach muss ein Rückkommenstitel gemäss Art. 53 ATSG gegeben sein. Mangels Vorliegens neuer Tatsachen oder Beweismittel kommt dafür einzig die Wiedererwägung in Frage. Ob die Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zweifellos ist und zu einer Wiedererwägung rechtfertigt, beurteilt sich nicht nach der Grobheit des Fehlers. Massgebend muss vielmehr das Ausmass der Überzeugung sein, dass die bisherige Entscheidung unrichtig war. Es darf kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine Unrichtigkeit vorliegt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 53 N 59). Eine Wiedererwägung kann des Weiteren nur dann vorgenommen werden, wenn die infrage stehende Korrektur erheblich ist. Eine erhebliche Bedeutung ist nach der Rechtsprechung dann anzunehmen, wenn ein Betrag von mehr als einigen Hundert Franken auf dem Spiel steht (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 N 65 f.). Die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung war zweifellos unrichtig, nachdem der Beschwerdeführer bei seiner vormaligen Arbeitgeberin eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte.”
“Die Rechtsbeständigkeit gilt bei zulässigerweise formlos ergangenen Entscheiden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG und betreffende spezialgesetzliche Bestimmungen) als eingetreten, wenn anzunehmen ist, die betroffene Person habe sich mit einer getroffenen Regelung abgefunden. Dies ist dann der Fall, wenn die nach den Umständen zu bemessende Überlegungs- und Prüfungsfrist abgelaufen ist, welche der betroffenen Person zusteht, um sich gegen den formlosen oder faktischen Verwaltungsentscheid zu verwahren (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG; BGE 134 V 145 E. 5.3.1, 132 V 412 E. 5, 129 V 110 E. 1.2.2, je mit Hinweisen). Nach Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht, darf hingegen der Versicherungsträger in einer unbeanstandet gebliebenen «formlosen Verfügung» oder «faktischen Verfügung» zugesprochene Leistungen nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder prozessualen Revision (Art. 53 ATSG) zurückfordern (BGE 129 V 110 Regeste; vgl. zu den Rückerstattungsvoraussetzungen auch BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen).”
RéférenÎ: LPGA art. 53 n. 740 L'art. 53 al. 1 LPGA ouvre la révision procédurale des décisions formellement passées en forÎ de chose jugée pour les cas où des faits ou éléments de preuve essentiels deviennent connus ultérieurement. Selon la doctrine citée, les voies de rectification usuelles (révision procédurale, réexamen, éventuellement révision rétroactive selon l'art. 17 LPGA) n'impliquent pas d'examen distinct du caractère digne de protection de la confianÎ dans la stabilité d'une décision formellement passée en forÎ de chose jugée. Dans la mesure où un droit à la protection de la confianÎ relatif à l'effet de stabilité d'une décision est invoqué, la procédure d'édiction de la décision (notamment en cas de perception de prestations de bonne foi) revêt une importanÎ particulière.
“1 Satz 2 ATSG ebenfalls nur die grosse Härte als Erlassvoraussetzung nennen, wäre es möglicherweise zulässig, zu seiner Interpretation mittels eines Analogieschlusses auf den Steuererlass zu verweisen, auch wenn der Erlass einer Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Sozialversicherungsleistungen nicht bezweckt, die wirtschaftliche Lage der rückerstattungspflichtigen Person zu sanieren. Sie dient nämlich dazu, diese Person davor zu bewahren, durch die Rückerstattung in eine existenzielle Notlage zu geraten. Die (kumulativ zu erfüllende) zweite Voraussetzung eines Rückerstattungserlasses, die Gutgläubigkeit beim Bezug der nun zurückgeforderten Sozialversicherungsleistungen, gibt dem Erlass aber eine Komponente, die dem Steuererlass vollständig fehlt. Der gutgläubige Bezug von Sozialversicherungsleistungen, auf die kein Anspruch besteht, ist nämlich nichts anderes als eine gesetzliche Konkretisierung des Anspruchs auf Vertrauensschutz. Ist einer Person mit einer Verfügung (oder einem Einspracheentscheid) eine Sozialversicherungsleistung zugesprochen worden, auf die kein (oder nur ein tieferer) Anspruch bestanden hat, muss diese Verfügung mittels einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder mittels einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), allenfalls auch mittels einer rückwirkenden Revision (Art. 17 ATSG), korrigiert werden. Aus dieser Korrektur resultiert dann die Rückforderung. Keines dieser Korrekturverfahren beinhaltet eine Prüfung des schutzwürdigen Vertrauens in den Bestand der Verfügung, obwohl diese aus der Sicht des Verfügungsadressaten sogar eine höhere Verbindlichkeit aufweisen dürfte als eine nach der allgemeinen Rechtsauffassung verbindliche falsche Auskunft der Behörde. Da die Prüfung der Schutzwürdigkeit eines Vertrauens in den Bestand einer formell rechtskräftigen Verfügung nicht vollständig fehlen darf, bleibt nur das Erlassverfahren, um diese Prüfung durchzuführen und um gegebenenfalls das Vertrauen zu schützen. Der Anspruch auf diese Prüfung und gegebenenfalls auf den Schutz des Vertrauens durch den Erlass der Rückforderung ist ein Rechtsanspruch, der sich wesensmässig nicht von einem Anspruch auf eine Sozialversicherungsleistung unterscheidet.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 739 L'assureur peut revenir sur des décisions ou ordonnances formellement définitives, y compris des décisions sur opposition, lorsque celles-ci sont manifestement erronées et que leur rectification présente une importanÎ considérable ; cela s'applique indépendamment des autres conditions de révision.
“25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) Le recourant ne conteste pas, sur le principe, que les prestations versées ont un caractère indu (cf. mémoire de recours du 12 juin 2023, p. 2), dès lors que, conformément à l’art. 42bis al. 4 LAI, il ne pouvait y prétendre pour les jours qu’il passait au sein de l’internat de l’Ecole O.________ à E.________. De même, l’office intimé ne conteste pas qu’il a eu connaissance du fait que le recourant ne passait plus toutes ses nuits à domicile depuis l’évaluation de l’impotence effectuée au mois de mai 2015 et, partant, que le droit de demander la restitution des prestations versées à tort jusqu’au 31 décembre 2019 est périmé. c) En vertu de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation.”
Un réexamen au sens de l'art. 53 LPGA est envisageable pour des décisions «manifestement incorrectes». Sont considérés comme tels tant des erreurs juridiques évidentes (p. ex. omission ou non-application de normes pertinentes telles que des règlements de l'UE) que des constatations factuelles manifestement erronées (p. ex. indications de domicile inexactes, non-prise en compte d'une succession indivise). Il est en outre nécessaire que la rectification soit d'une importanÎ considérable.
“Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, stellt die Nichtberücksichtigung der unverteilten Erbschaft eine zweifellos unrichtige Rechtsanwendung im Sinne der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG dar (Urteil 9C_567/2016 vom 3. Januar 2017 E. 3.2.1). Art. 25 ELV hat hingegen - auch wenn diese Bestimmung zur Konkretisierung herangezogen wurde, wann eine Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (Urteil 9C_321/2013 vom 19. September 2013 E. 4.4) - die Revision der Ergänzungsleistungen im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse zum Gegenstand (BGE 122 V 19 E. 3b; 119 V 189 E. 2c; UELI KIESER, a.a.O., N. 97 zu Art. 53 ATSG; RALPH JÖHL, SZS 2019, S. 357; URS MÜLLER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, N. 21 zu Art. 25 ATSG; CARIGIET/KOCH, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl. 2009, S. 68). Im Bereich der Ergänzungsleistungen gibt es somit keine eigene Regelung, welche eine Rückwirkung der Wiedererwägung ausschliesst oder an besondere Bedingungen knüpft (vgl. SVR 1998 EL Nr. 9 S. 21, P 66/94 E. 6a in fine).”
“Le Tribunal fédéral a notamment admis qu’il y avait erreur manifeste dans le cas où des indemnités de chômage ont été initialement fixées par la caisse de chômage sans appliquer les directives du SECO pertinentes qui reprenaient une jurisprudence constante, dans le cas où un calcul de rente AVS a été effectué de manière contraire au droit parce que les périodes de cotisations étrangères n’avaient pas été prises en considération conformément aux principes prévus par la convention bilatérale de sécurité sociale applicable, comme dans des circonstances inverses où une rente de l’assurance-invalidité avait à tort été calculée en fonction des périodes de cotisations accomplies non seulement en Suisse, mais également en France et au Portugal, ou encore dans le cas où l’assureur social a omis d’examiner l’éventualité d’une réduction des prestations selon l’art. 21 al. 4 LPGA malgré des indices suffisants et d’appliquer une disposition légale pertinente (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 74 ad art. 53 LPGA). Il apparait en l’occurrence que les indemnités de chômage en faveur de l’assuré ont été fixées par l’intimée sans tenir compte des dispositions légales du Règlement (CE) n° 883/2004 et que cela constitue une erreur manifeste de la part de la Caisse. En ne faisant pas application de ces dispositions ainsi qu’en ne suivant pas les directives émanant de la Circulaire IC 883 du SECO, la Caisse a ainsi accordé au recourant plus de prestations que celles auxquelles il avait droit. En vertu du principe de l’interdiction du cumul de prestations du même type, l’intimée devait prendre en compte les prestations versées par les autorités de chômage allemandes, les convertir en indemnités journalières selon le droit suisse avant de les déduire du nombre maximum d’indemnités journalières auxquelles l’assuré avait droit selon le droit suisse. C’est donc un nombre de 50 indemnités journalières qui pouvait être alloué au recourant en vertu du droit suisse. En se voyant allouer 260 indemnités, l’assuré a perçu 210 indemnités qui ne lui étaient pas dues.”
“Une décision est manifestement erronée lorsqu'il n'existe aucun doute, même futur, sur son inexactitude ; il peut en aller ainsi non seulement lorsqu'elle a été prise sur la base de règles de droit non correctes ou inappropriées, mais aussi lorsque des dispositions importantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière inappropriée ; de même, une constatation erronée des faits peut être corrigée par le biais de la reconsidération (arrêts du TF 9C_71/2008 du 14 mars 2008 ; 9C_215/2007 du 2 juillet 2007 consid. 3.1 ; ATF 126 V 399 consid. 2b/bb). Par ailleurs, pour qu'elle puisse donner lieu à reconsidération, il faut encore que la rectification de la décision revête une importance notable. Pour déterminer si elle présente ce caractère, il faut se fonder sur l'ensemble des circonstances du cas particulier, notamment sur le laps de temps qui s'est écoulé depuis le moment où des prestations indues ont été allouées ou sur le fait qu'il s'agit d'une prestation durable d'un montant important (Valterio, op. cit., n. m.°3133 à 3135 ; Margit Moser-Szeless, Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 71 à 87 ad art. 53 LPGA ; arrêt du TF I 308/03 du 22 septembre 2003 consid. 2.1 ; ATF 119 V 475 consid. 1c ; 110 V 273 consid. 3b). 5.4 En l'espèce, dans le cadre du traitement, courant 2019, de la demande de rente de vieillesse de l'ex-époux de l'intéressée, B._______, lequel, né en octobre 1954, a atteint l'âge de la retraite en octobre 2019 (art. 21 al. 1 LAVS), la CSC a constaté d'une part que l'intéressée avait été mariée une première fois et que le partage des revenus suite au divorce d'avec B._______ n'avait pas été effectué lors du premier calcul de la rente de vieillesse ; et, d'autre part, que la recourante, que l'autorité inférieure avait considérée comme domiciliée en Suisse de janvier 1968 à décembre 2013, ne l'avait en fait jamais été, étant frontalière et son ex-époux, ressortissant suisse, ayant été assuré à l'assurance facultative (voir extraits du compte individuel des 7 août et 23 septembre 2019, et feuilles de calcul ACOR procédant au partage des revenus entre époux [CSC pces 27, 28, 31] ; notes internes des 18 septembre et 1er octobre 2019, et feuilles de calcul ACOR tenant compte du domicile à l'étranger de la recourante et procédant au partage des revenus entre époux [CSC pces 30, 32, 35]).”
“1, 1ère phrase, LPGA ; elle comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations et indique une somme déterminée. Le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA est rendue si une telle demande écrite et motivée a été présentée (cf. art. 4 OPGA). L'autorité administrative peut très bien regrouper les deux premières étapes dans une seule décision et statuer sur la question des prestations indues, la reconsidération ou révision d'une décision et ordonner simultanément la restitution de l'indu (arrêt du TF 9C_564/2009 du 22 janvier 2010 consid. 5.3 confirmé par arrêt 9C_23/2015 du 17 juin 2015 consid. 2). Dans la mesure où, en principe, la demande de remise ne peut être traitée sur le fond que si la décision en restitution est entrée en force, la remise et son étendue font l'objet d'une procédure distincte (arrêts du TF 8C_799/2017 ; 8C_814/2017 du 11 mars 2019 consid. 6). 5.3 La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur. Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 127 V 466 consid. 2c et les réf. cit. ; Pétremand, op. cit., n. 29 ad art. 25 LPGA ; Michel Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. m. 3125 ss). Au regard de la sécurité juridique, une décision administrative entrée en force ne peut ainsi être modifiée par le biais de la reconsidération que si elle se révèle manifestement erronée. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
“Januar 2021 in Kraft getretenen Fassung), nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung (gemäss der bis zum 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung) respektive seit der Auszahlung (gemäss der seit 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Fassung) der einzelnen Leistung. Die Verwirkungsbestimmungen des neuen Rechts sind auf altrechtliche Ansprüche anwendbar, sofern diese vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts entstanden und fällig, aber vor diesem Zeitpunkt noch nicht verjährt oder verwirkt sind (BGE 131 V 425 E. 5.2; vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. 406 vom 22. Dezember 2020, angepasst am 31. März 2021). Die Rückforderung ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebend sind. Die zuständige Behörde hat dabei materiell über zweierlei zu verfügen (bzw. einspracheweise zu entscheiden): einerseits über den "neuen" Leistungsanspruch an sich (Wiedererwägung oder prozessuale Revision, vgl. Art. 53 ATSG), anderseits über den Umfang der Rückforderung (Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV; SR 830.11]). Es steht ihr grundsätzlich frei, formell beides in eine Verfügung zu verpacken oder in separaten Verfügungen zunächst über den neuen Anspruch auf Familienzulagen und in einem späteren Zeitpunkt über den Rückforderungsbetrag zu entscheiden (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Mai 2019, 9C_158/2019, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Nachdem gestützt auf die vorstehenden Erwägungen feststeht, dass die Beschwerdeführerin vom 1. September 2018 bis 31. Oktober 2022 ohne Gesetzesgrundlage Kinderzulagen nach dem FamZG bezogen hat, erweist sich die ursprüngliche Zusprache der Zulagen als unrichtig. Eine gesetzwidrige Leistungszusprechung gilt regelmässig als zweifellos unrichtig (BGE 126 V 399 E. 2bb mit Hinweis) und erfüllt daher die Voraussetzung für eine Wiedererwägung der seither verfügten und ausbezahlten Kinderzulagen durch die Beschwerdegegnerin.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision procédurale de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2; arrêt TC FR 608 2022 82 du 27 septembre 2022 consid. 4). 3.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 737 L'institution d'assuranÎ peut, conformément à l'art. 53 al. 3 LPGA, réexaminer une décision contestée ou une décision d'opposition pendant la durée de la procédure de recours et, en réexamen, rendre une nouvelle décision. Un tel réexamen peut entraîner que la procédure de recours devienne sans objet ou que l'affaire fasse l'objet d'une nouvelle décision.
“Unabhängig vom ursprünglichen Valideneinkommen sei von einem lnvalideneinkommen von Null auszugehen, womit ein IV-Grad von 100 % resultierte. Die Vorinstanz setze sich in keiner Weise mit dem Gutachten auseinander. Vielmehr begnüge sich der RAD mit dem Hinweis, dass das Gutachten betone, dass sich der psychische Gesamtzustand seit 2012 nicht verändert habe, womit keine plausible Verschlechterung vorliege. Damit verkenne der RAD insbesondere, dass der Vergleichszeitraum 2010/2011 sei. Im Gutachten werde zudem klar ausgeführt, dass sich die Auswirkungen im weiteren zeitlichen Verlauf intensiviert und zu einer chronifizierten und schweren Beeinträchtigung geführt hätten. In formeller Hinsicht wurde zudem eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die pauschalen, floskelhaften Begründungen gerügt. E.e Nachdem das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz zur Einreichung einer Duplik eingeladen hatte, teilte die Vorinstanz mit Schreiben vom 13. September 2021 mit, nach der Überprüfung des Sachverhalts und der Fassung eines neuen Beschlusses biete sich die Möglichkeit, in Anwendung von Art. 53 Abs. 3 ATSG eine neue Verfügung zu erlassen, weshalb um Erstreckung der Frist zur Einreichung einer Duplik ersucht werde (BVGer-act. 14 f.). E.f Mit Entscheid vom 5. Oktober 2021 zog die Vorinstanz die im Beschwerdeverfahren C-714/2021 angefochtene Verfügung vom 4. Februar 2021 in Wiedererwägung und sprach dem Beschwerdeführer ab 1. Dezember 2019 eine ordentliche ganze Invalidenrente in der Höhe von Fr. 179.- pro Monat zu. Der Rentenberechnung legte sie eine anrechenbare Beitragsdauer von drei Jahren, bei einer gesamten Beitragsdauer des Jahrganges von 35 Jahren, die Anwendung der Rentenskala 4 sowie ein massgebendes durchschnittliches Jahreseinkommen von Fr. 55'926.- zugrunde (BVGer-act. 17 Beilage 4; Akten im Beschwerdeverfahren C-4890/2021 [BVGer2-act.] 1 Beilage 2). E.g In ihrer Duplik vom 7. Oktober 2021 informierte die Vorinstanz im Beschwerdeverfahren C-714/2021 über die Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung vom 4. Februar 2021 und reichte insbesondere die IV-ärztliche Stellungnahme von Dr.”
“La décision sur opposition du 5 février de la caisse fédérale de compensation CFC rejetant l’opposition des recourants et confirmant les décisions « cotisations personnelles » pour les périodes de cotisation du 01.01.2021 – 31.12.2021 et 01.01.2022 – 31.12.2022 du 21.11.2023 concernant les cotisations personnelles de B.C.________ et A.C.________ est annulée, la cause étant renvoyée à l’autorité intimée pour complément d’instruction et/ou nouvelle décision dans le sens des considérants. », vu la décision sur opposition du 2 avril 2024, par laquelle la caisse de compensation a admis l’opposition du 9 décembre 2023 et annulé les décisions du 21 novembre 2023 concernant les cotisations personnelles dues par B.C.________ et A.C.________ pour les années 2021 et 2022, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant pendente lite une nouvelle décision sur opposition le 2 avril 2024, par laquelle elle a annulé les décisions du 21 novembre 2023, renonçant ainsi à la perception des cotisations personnelles litigieuses, que cette nouvelle décision sur opposition fait ainsi droit aux conclusions des recourants, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimée et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la procédure ne porte pas sur l’octroi ou le refus de prestations d’assurance au sens de l’art.”
Des bases de calcul erronées (p. ex. revenus non pris en compte ou mal déterminés, hypothèses de ménage erronées, revenu du valiÞ fixé à tort ou autres bases indubitablement inexactes) peuvent constituer un motif de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Dans de tels cas, l'assureur peut revenir sur la décision devenue définitive; une rétroactivité et, le cas échéant, une demanÞ de remboursement sont envisageables, pour autant que l'inexactituÞ soit établie et que sa rectification revête une importanÎ considérable.
“-- x 13) und unter Berücksichtigung der Nominallohnindexierung per April 2012 von einem Invalideneinkommen von Fr. 38'521.-- aus, entsprechend der Hälfte des ohne gesundheitliche Einschränkungen erzielbaren Einkommens in der angestammten Tätigkeit. Dabei berücksichtigte sie offenkundig einzig den „festen“ Lohnanteil, während anderweitige Sitzungs- und Tagungsgelder unberücksichtigt blieben. Dies wird namentlich dadurch gestützt, als gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK) für die Jahre 2013 bis 2015 (vgl. AB 71/3) jeweils ein über Fr. 3'500.-- höherer AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen abgerechnet wurde, als von der Arbeitgeberin in der zusammenstellenden Lohnbescheinigung vom 14. Januar 2019 (AB 65/4) für die betreffenden Jahre ausgewiesen wurde. Dies bestätigte die Arbeitgeberin auch mit E-Mail vom 8. April 2019 (vgl. AB 80/1) ausdrücklich. Unbesehen der Frage, ob angesichts der unrichtigen Vergleichseinkommen anlässlich der ursprünglichen Rentenzusprache ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG vorliegt, ergibt sich gestützt auf den IK-Auszug für das Jahr 2016 sowie die Folgejahre ein sprunghafter Anstieg des AHV-pflichtigen Einkommens (vgl. AB 71/1), während die Festlohnanteile im gleichen Zeitraum – mit Ausnahme der im Jahr 2019 erfolgten Anpassung der Lohneinreihung des Beschwerdeführers (vgl. dazu AB 77/3 Ziff. 5) – in einem markant geringeren Umfang anstiegen (vgl. AB 65/4). Namentlich für das Jahr 2016 ist der Lohnanstieg auf eine in diesem Jahr erfolgte Projektmitarbeit zurückzuführen (vgl. AB 80/1) und im Jahr 2018 wurde ein zusätzliches Einkommen für ein … bei der … Gesellschaft D.________ AG erzielt (AB 71/3, vgl. dazu AB 76/2). Schliesslich ist im Jahr 2017 die Differenz zwischen dem von der Arbeitgeberin ausgewiesenen Festlohnanteil (AB 65/4) und dem tatsächlichen AHV-pflichtigen Lohn (AB 73/1) ebenfalls deutlich höher als in den Beitragsjahren 2013 bis”
“Februar 2016 und auch weiterhin getrennt zu leben, wobei die eheliche Wohnung während der Dauer der Trennung der Versicherten zugewiesen wurde (AB 80, S. 3 Ziff. 1) und die EL-Neuberechnung für die Versicherte in der Folge ab 1. Juni 2016 aufgrund einer gesonderten Berechnung erfolgte (AB 85 ff.). Ferner ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer nicht ausgezogen ist bzw. die Versicherte in der hier massgebenden Zeit vom 1. Juni 2016 bis 31. Januar 2018 die Mietwohnung weiterhin mit ihrem Ehegatten teilte (Schreiben der Versicherten vom 12. Januar 2021 [in den Gerichtsakten], Beschwerde, S. 2). Angesichts des Umstandes, dass infolge der Trennungsvereinbarung vom 24. Mai 2016 bei der EL-Berechnung der Versicherten ab 1. Juni 2016 von getrennten Haushalten ausgegangen wurde, der Ehegatte der Versicherten jedoch weiterhin in der gemeinsamen Wohnung lebt, waren die zwei ursprünglichen Verfügungen vom 29. September 2016 (AB 85 ff.) zweifellos unrichtig und deren Berichtigung ist betraglich von erheblicher Bedeutung. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) erfüllt und es liegt ein Rückkommenstitel vor. Darüber hinaus ist auch eine Verletzung der Meldepflicht gemäss Art. 24 ELV zu bejahen, da von der Versicherten bzw. dem Beschwerdeführer nicht gemeldet wurde, dass der gemeinsame Haushalt fortgeführt wird. Dies wurde erst im Februar 2018 durch die Meldung der AHV-Zweigstelle festgestellt (AB 91, S. 1). Die Rückforderung von zu viel bezogenen EL für die Zeit vom 1. Oktober 2016 bis zum 31. Januar 2018 ist daher grundsätzlich zulässig (vgl. E. 2.3.1 hiervor).”
“Dies berücksichtigte das ASB jedoch nicht, als sie den Ergänzungsleistungsanspruch des Beschwerdeführers (und seiner Familie) berechnete (vgl. Berechnungsblätter zur Verfügung vom 12. November 2019, AB 8). Auch bei der Neuberechnung im August 2020 berücksichtigte sie die bis zum 31. Mai 2020 erhaltenen Unfalltaggelder nicht wenngleich die neu, ab dem 1. Juni 2020 ausgerichteten Invalidenrenten der Pensionskasse berücksichtigt wurden (vgl. Verfügung vom 25. August 2020 sowie das dazugehörige Berechnungsblatt, in den Vorakten). Erst nachdem es den Fehler festgestellt hatte berücksichtigte das ASB die Unfalltaggelder als Einkommen und erliess dann die Rückforderungsverfügungen vom 15. und 16. Dezember 2020 (AB 1 und 2). Die entsprechenden Berechnungen werden nicht in Frage gestellt und das Gericht hat auch ansonsten keine Veranlassung, diese zu kritisieren. Es steht somit unbestrittenermassen fest, dass die Verfügung vom 12. November 2019 und auch die Verfügung vom 25. August 2020 bzw. die ihnen zugrundeliegenden Berechnungen zweifellos unrichtig waren. Damit besteht ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 3.3.). Das ASB durfte somit auf seine vorangegangenen Verfügungen, namentlich jene vom 12. November 2019 und jene vom 25. August 2020, zurückkommen und demzufolge grundsätzlich auch zu Unrecht erbrachte Leistungen zurückfordern sofern nicht bereits mindestens eine der Verwirkungsfristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 3.2.) verstrichen war. 4.3. Die Parteien sind sich sodann zu Recht darüber einig, dass die relative Verwirkungsfrist nicht bereits mit dem Erlass der Verfügung vom 12. November 2019 zu laufen begann, da das erstmalige unrichtige Handeln nicht fristauslösend sein kann (vgl. E. 3.2.1). Nur drei Tage nach dem Erlass dieser Verfügung, am 15. November 2019 (auch dieses Datum ist unumstritten; vgl. Beschwerde N 23 und Beschwerdeantwort, Ziff. 2b), ging jedoch ein auf den 13. November 2019 datiertes Schreiben der Pensionskasse des Beschwerdeführers beim ASB ein (vgl. AB 9). In diesem wies die Pensionskasse darauf hin, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2016 auch einen Anspruch auf eine Invalidenrente der Pensionskasse habe.”
“Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, stellt die Nichtberücksichtigung der unverteilten Erbschaft eine zweifellos unrichtige Rechtsanwendung im Sinne der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG dar (Urteil 9C_567/2016 vom 3. Januar 2017 E. 3.2.1). Art. 25 ELV hat hingegen - auch wenn diese Bestimmung zur Konkretisierung herangezogen wurde, wann eine Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (Urteil 9C_321/2013 vom 19. September 2013 E. 4.4) - die Revision der Ergänzungsleistungen im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse zum Gegenstand (BGE 122 V 19 E. 3b; 119 V 189 E. 2c; UELI KIESER, a.a.O., N. 97 zu Art. 53 ATSG; RALPH JÖHL, SZS 2019, S. 357; URS MÜLLER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, N. 21 zu Art. 25 ATSG; CARIGIET/KOCH, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl. 2009, S. 68). Im Bereich der Ergänzungsleistungen gibt es somit keine eigene Regelung, welche eine Rückwirkung der Wiedererwägung ausschliesst oder an besondere Bedingungen knüpft (vgl. SVR 1998 EL Nr. 9 S. 21, P 66/94 E. 6a in fine).”
“Zwar ist der Versicherte in der körperlich belastenden Tätigkeit als Bauarbeiter aufgrund lumbaler Diskopathien (weiterhin) vollständig arbeitsunfähig. Nach einlässlicher persönlicher Untersuchung kamen die Dres. C.____ und D.____ aber zum überzeugenden Schluss, dass dem Versicherten (spätestens) im Zeitpunkt der Begutachtung angepasste Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten enthält das Gutachten des ZMB vom 18. Dezember 2003 nicht, was einen validen Vergleich mit der früheren Begutachtung verunmöglicht. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, in den aktuellen Expertisen seien die Auswirkungen eines gleichgebliebenen Gesundheitszustands auf die Leistungsfähigkeit neu beurteilt worden. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass der Zusprache einer Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100% ohne Prüfung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ein rechtlich falscher Invaliditätsbegriff zu Grunde lag, womit sie zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 15. Februar 2018, 8C_2/2018, E. 5.1 mit weiterem Hinweis). Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die aktuelle klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung als wichtigste Grundlage gutachtlicher Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht lege artis erfolgt wäre, sind nicht ersichtlich. Zudem liegen keine fachärztlichen Berichte vor, die Zweifel an der Zumutbarkeitsbeurteilung der Dres. C.____ und D.____ begründen könnten, oder die auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands schliessen lassen. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Zumutbarkeit im aktuellen bidisziplinären Gutachten vom 15./16. August 2017 basiere auf einem unzutreffenden Sachverhalt. Bei dieser Sachlage und der Tatsache, dass es den beteiligten Fachärzten möglich war, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl.”
“Die von der Vorinstanz angeführte bundesgerichtliche Rechtsprechung sei hier so auszulegen, dass es nicht auf die Länge des Arbeitsverhältnisses ankomme, sondern nur darauf, dass der Versicherte sein Leistungspotenzial (zumindest teilweise) ausschöpfe. Zudem habe es die Vorinstanz versäumt, die grosse berufliche Führungserfahrung des Versicherten in die Waagschale zu werfen. Angesichts der geschäftlichen resp. beruflichen Aktivitäten, die sich nicht mit einem Invaliditätsgrad von 100 % vereinbaren liessen, sei zumindest von einer Angewöhnung oder Anpassung an die gesundheitlichen Einschränkungen auszugehen. Auf das 2017 tatsächlich erzielte Einkommen hätte abgestellt werden müssen. Ein Revisionsgrund liege aber auch darin, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten infolge einer bariatrischen Operation vom 15. November 2021 (recte: 2012) mit anschliessendem Gewichtsverlust von ca. 35 kg massiv verbessert habe. Ausserdem habe auch Anlass für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 30. Oktober 2012 gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG bestanden. Die Rentenerhöhung sei zweifellos unrichtig gewesen, weil Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 12. Juli 2021 (recte: 2012) nur dann von einer Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sei, wenn der Versicherte nicht mit teureren Hörgeräten ausgestattet worden wäre, weil weiter die vom Hausarzt med. pract. E.________ diagnostizierte Persönlichkeitsstörung bereits im Administrativgutachten vom 17. Dezember 2007 verworfen worden sei, und weil schliesslich das Valideneinkommen qualifiziert falsch auf Fr. 166'905.- festgesetzt worden sei.”
Citation: LPGA art. 53 n. 735 Les recouvrements fondés sur des décisions devenues formellement définitives ne sont possibles que si les conditions strictes de l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies (erreur indubitable et importanÎ considérable de la rectification).
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2).”
Citation : LPGA art. 53 ch. 734 Explication : Les faits ou moyens de preuve nouvellement invoqués doivent en principe avoir existé avant le prononcé de la décision, mais n'avoir été découverts qu'après ce prononcé. En pratique, pour l'existenÎ des conditions de révision, c'est généralement le degré de preuve de la prépondéranÎ des probabilités qui est déterminant. De plus, les faits ou moyens de preuve nouvellement découverts doivent être invoqués dans les 90 jours suivant leur découverte ; par ailleurs, un délai de péremption absolu de 10 ans court à compter de la notification de la décision ou de la décision sur l'opposition.
“3), zielt sie insofern an der Sache vorbei, als vorliegend eine rückwirkende Änderung des Beitragsstatuts nicht im Rahmen einer materiell-rechtlichen Revision (Anpassung) gemäss Art. 17 ATSG, sondern einzig im Sinne einer prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG erfolgen könnte (vgl. E. 3.2 hiervor). Die beschwerdegegnerischen Parteien bringen demgegenüber weder vor, es sei eine erhebliche neue Tatsache entdeckt worden, welche sich vor Erlass der rechtsbeständigen Entscheidung vom 8. September 2016 (act. IIB 12) verwirklicht habe, noch, es seien Beweismittel aufgefunden worden, deren Beibringung zuvor nicht möglich gewesen sei (vgl. E. 2.2.1 hiervor). Solche sind denn auch nicht ersichtlich. Insbesondere musste der Beschwerdegegnerin 1 bereits bei der Beurteilung im Jahr 2016 bekannt sein, dass die Vertragspartner des Beschwerdegegners 2 die Materialkosten direkt vergüteten, lagen ihr doch die Abrechnungen mit dem Vermerk „das Material wurde von Ihnen direkt vergütet“ (act. IIB 11 S. 2 ff. und S. 7) vor. Demnach sind die Voraussetzungen, um im Rahmen einer prozessualen Revision i.S.v. Art. 53 Abs. 1 ATSG auf die rechtsbeständige Entscheidung vom 8. September 2016 (act. IIB 12) zurückzukommen, nicht erfüllt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch die Argumentation der Beschwerdegegnerin 1 in Bezug auf die veränderten Verhältnisse (act. IIA 14 S. 4 f. E. 3.1; act. IIB 41 S. 2 E. 1.3) nicht überzeugt. Insbesondere bei einem sich in Aufbau befindenden Einzelunternehmen liegt es gerade in der Natur der Sache, dass sich die geschäftlichen Beziehungen erst mit einiger Zeit zu entwickeln beginnen. Zudem war der Beschwerdegegnerin 1 bekannt, dass der Beschwerdegegner 2 die Absicht hatte, während dem Aufbau seines eigenen Gewerbes weiterhin in ... in temporären Arbeitsverhältnissen zu arbeiten (act. IIB 1 S. 7 Ziff. 8), was zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz in der Aufbauphase denn auch Sinn macht. Hinsichtlich der Abwicklung der vertraglichen Verhältnisse lassen sich keine Veränderungen feststellen. So wurden insbesondere bereits im Jahr 2016 die Materialkosten durch den Beschwerdeführer – wie mehrheitlich auch durch die übrigen Vertragspartner – direkt bezahlt (act.”
“Diese betreffen nicht den hier fraglichen Zeitraum und die dadurch gewonnenen Erkenntnisse hatten keinen Einfluss auf das Verfahren betreffend Aberkennung der Versicherungsunterstellung des Beschwerdeführers. Indem die Beschwerdegegnerin trotz sicherer Kenntnis der neuen Tatsachen Ende Juli 2019 die Versicherungsunterstellung erst mit Verfügung vom 20. März 2020 (act. IIA 10) aberkannte, wahrte sie die relative 90-tägige Frist (vgl. hiervor) nicht. Nebenbei bemerkt sei, dass ein Grossteil des Zeitraums von Mai 2001 bis März 2012 ohnehin unter die 10-jährige Verwirkungsfrist (vgl. hiervor) fällt. Im Übrigen ist festzuhalten, dass bei der vorliegenden Aktenlage (vgl. E. 3.3 f. hiervor) nicht mit dem im Rahmen der prozessualen Revision erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (Kieser, Kommentar, Art. 53 N. 27) erstellt ist, dass die bisherige Versicherungsunterstellung des Beschwerdeführers unrichtig war. Demnach sind auch die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt.”
“Die Beschwerdegegnerin macht weiter geltend, da sie von der Tatsache, dass der Beschwerdeführer und seine Familie acht Monate im Jahr im … verbracht habe und die Kinder dort eingeschult gewesen seien, erst im Rahmen eines Verfahrens betreffend Familienzulagen Kenntnis erhalten habe, seien auch die Voraussetzungen einer prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG (vgl. E. 2.4 hiervor) erfüllt. Im Januar 2020 habe sie Kenntnis über die notwendigen Sachverhaltselemente erlangt (Beschwerdeantwort S. 2). Rechtsprechungsgemäss sind neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen respektive ist eine relative 90-tägige Frist zu beachten; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 S. 107; Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, [nachfolgend: Kommentar], Art. 53 N. 39). Entgegen ihrer Ansicht (Beschwerdeantwort S. 2) hatte die Beschwerdegegnerin nicht erst im Januar 2020 sichere Kenntnis von sämtlichen Tatsachen, auf die sie sich bei der rückwirkenden Verneinung der Versicherungsunterstellung stützte. Spätestens mit Schreiben vom 6. Mai 2019 (act. IIA 41) orientierte der Beschwerdeführer bzw. dessen Rechtsvertreter die AHV-Zweigstelle insbesondere darüber, dass er in der Zeit vor April 2012 für Schweizer Unternehmen im … tätig war (act. IIA 41 S. 1) und er in dieser Zeit während acht Monaten im Jahr dort verweilte, jedoch den zivilrechtlichen Wohnsitz in der Schweiz gehabt habe (act.”
“17 Abs. 2 ATSG. Der Versicherungsträger kann deshalb diese Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund „ex nunc et pro futuro“ einstellen etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen. Anderes gilt für jene Fälle, in denen der Versicherungsträger die zu Unrecht erbrachten Leistungen zurückfordert (BGE 133 V 57 E. 6.8). Eine Rückforderung bereits erbrachter Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen ist demnach an die Voraussetzung eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung [wegen zweifelloser Unrichtigkeit der Leistungserbringung und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG] oder prozessuale Revision [wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG]) geknüpft (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_987/2010 vom 24. August 2011 E. 3.3.1). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1). Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_896/2011 vom 31. Januar 2012 E. 4.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 733 Le terme «annuel» concerne, selon la doctrine citée, le moÞ de calcul des prestations complémentaires (conversion sur 12 mois) et non la durée de la procédure. Dans la mesure où le droit des assurances sociales prévoit, pour les rapports juridiques donnant droit à des prestations d'une durée indéterminée, des engagements de prestations en principe illimités dans le temps, et eu égard aux instruments existants de correction (notamment la révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA), le caractère définitif d'une décision relative aux prestations complémentaires (PC) n'apparaît pas, selon cette conception, limité de manière générale à la fin de l'année civile.
“Der Begriff "jährlich" bezieht sich also nach der Intention des historischen Gesetzgebers nur auf die Art der Berechnung der Ergänzungsleistungen: Die Ergänzungsleistungen sind aufgrund von auf zwölf Monate umgerechneten anrechenbaren Einnahmen und anerkannten Ausgaben festzusetzen. Historisch betrachtet hat der Begriff "jährliche Ergänzungsleistung" also keine verfahrensrechtliche Bedeutung. Auch die systematische Interpretation spricht gegen eine Beschränkung der Wirksamkeit von EL-Verfügungen auf die Zeit bis zum Ende des entsprechenden Kalenderjahres, denn das Sozialversicherungsrecht sieht für Dauerleistungen, die auf einem auf unbestimmte Zeit anhaltenden anspruchsbegründenden Sachverhalt beruhen, immer eine unbefristete Leistungszusprache vor. Eine hiervon abweichende Ausnahme hätte daher explizit im ELG statuiert werden müssen. Zudem ist es aus systematischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb das Wort "jährlich" bzw. der Wortteil "Jahres-" in den materiellen Normen des ELG eine rein verwaltungsverfahrensrechtliche Regelung beinhalten soll. Auch die teleologische Interpretation spricht gegen die sog. Kalenderjahr-Praxis, da mit der Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 ELV), der sog. prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ein umfassendes Instrumentarium zur Korrektur fehlerhafter Dauerverfügungen vorhanden ist, so dass offensichtlich keine verfahrensrechtliche Notwendigkeit für eine Beschränkung der Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung bis zum Ablauf des Kalenderjahres besteht (zum Ganzen vgl. Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 15 ff.; vgl. auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2018, EL 2017/17 E. 2.2 [aufgehoben durch den Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Januar 2019, 9C_480/2018]). Die Kalenderjahr-Praxis des Bundesgerichts ist somit gesetzwidrig. Die Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung ist also nicht bis zum Ablauf des entsprechenden Kalenderjahres beschränkt. Bei der Beurteilung der Einsprache des Beschwerdeführers hätte sich die Beschwerdegegnerin also darauf beschränken müssen zu prüfen, ob die angefochtene Revisionsverfügung rechtmässig war.”
“Der Begriff "jährlich" bezieht sich also nach der Intention des historischen Gesetzgebers nur auf die Art der Berechnung der Ergänzungsleistungen: Die Ergänzungsleistungen sind aufgrund von auf zwölf Monate umgerechneten anrechenbaren Einnahmen und anerkannten Ausgaben festzusetzen. Historisch betrachtet hat der Begriff "jährliche Ergänzungsleistung" also keine verfahrensrechtliche Bedeutung. Auch die systematische Interpretation spricht gegen eine Beschränkung der Wirksamkeit von EL-Verfügungen auf die Zeit bis zum Ende des entsprechenden Kalenderjahres, denn das Sozialversicherungsrecht sieht für Dauerleistungen, die auf einem auf unbestimmte Zeit anhaltenden anspruchsbegründenden Sachverhalt beruhen, immer eine unbefristete Leistungszusprache vor. Eine hiervon abweichende Ausnahme hätte daher explizit im ELG statuiert werden müssen. Zudem ist es aus systematischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb das Wort "jährlich" bzw. der Wortteil "Jahres-" in den materiellen Normen des ELG eine rein verwaltungsverfahrensrechtliche Regelung beinhalten soll. Auch die teleologische Interpretation spricht gegen die sog. Kalenderjahr-Praxis, da mit der Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 ELV), der sog. prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ein umfassendes Instrumentarium zur Korrektur fehlerhafter Dauerverfügungen vorhanden ist, so dass offensichtlich keine verfahrensrechtliche Notwendigkeit für eine Beschränkung der Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung bis zum Ablauf des Kalenderjahres besteht (zum Ganzen vgl. Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 15 ff.; vgl. auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2018, EL 2017/17 E. 2.2 [aufgehoben durch den Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Januar 2019, 9C_480/2018]). Die Kalenderjahr-Praxis des Bundesgerichts ist somit gesetzwidrig. Die Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung ist also nicht bis zum Ablauf des entsprechenden Kalenderjahres beschränkt. Bei der Beurteilung der Einsprache des Beschwerdeführers hätte sich die Beschwerdegegnerin also darauf beschränken müssen zu prüfen, ob die angefochtene Revisionsverfügung rechtmässig war.”
Même lorsque le paiement indu de prestations est imputable à une faute ou à une erreur de l'administration, une obligation de restitution subsiste en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA; une telle obligation n'est pas écartée du seul fait d'erreurs administratives.
“1 Die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erfolgt grundsätzlich durch eine Verfügung (Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Steht diese mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage einer Korrektur derselben. In Betracht kommt eine rückwirkende oder eine sich nur auf die Zukunft auswirkende Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung wiederherzustellen (BGE 122 V 227). Gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind deshalb unrechtmässig bezogene Leistungen auch im Bereich der Arbeitslosenversicherung entsprechend zurückzuerstatten. 3.2 Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur dann zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 3.3 Eine rückwirkende Korrektur einer Leistungsausrichtung setzt nicht voraus, dass der Empfänger die fehlerhafte Leistungsausrichtung kausal zu verantworten hat. Selbst wenn der unrechtmässige Bezug auf das Verhalten der Verwaltung zurückzuführen ist, besteht eine Rückerstattungspflicht (Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Zürich 2020, Art.”
Pour certaines catégories de prestations, des considérations particulières s'appliquent : pour les indemnités journalières et les prestations de soins, le recouvrement des prestations déjà fournies est subordonné à l'existenÎ d'un titre permettant de revenir sur la décision. De même, on ne peut revenir sur des calculs de prestations complémentaires (PC), des indemnités COVID ou des engagements relatifs au chômage partiel que sur la base d'un tel titre ; pour les engagements de rentes, la révision procédurale conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA et d'autres titres permettant de revenir sur la décision entrent notamment en ligne de compte. Les faits ou moyens de preuve nouvellement découverts doivent être invoqués dans un délai de 90 jours ; par ailleurs, il existe un délai absolu de dix ans.
“1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Rechtsprechungsgemäss gehören Heilbehandlungen und Taggelder nicht zu den Dauerleistungen nach Art. 17 Abs. 2 ATSG. Der Versicherungsträger kann deshalb diese Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund „ex nunc et pro futuro“ einstellen etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen. Anderes gilt für jene Fälle, in denen der Versicherungsträger die zu Unrecht erbrachten Leistungen zurückfordert (BGE 133 V 57 E. 6.8). Eine Rückforderung bereits erbrachter Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen ist demnach an die Voraussetzung eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung [wegen zweifelloser Unrichtigkeit der Leistungserbringung und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG] oder prozessuale Revision [wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG]) geknüpft (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_987/2010 vom 24. August 2011 E. 3.3.1). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1). Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_896/2011 vom 31. Januar 2012 E. 4.2).”
“Wann diese Rechtskraft eintritt, ist im Verhältnis Versicherungsträger – Partei unterschiedlich zu beantworten. Während die Partei je nach den Umständen zwischen 30 bzw. 90 Tagen und einem Jahr Zeit hat, eine formelle Verfügung zu verlangen, kann der Versicherungsträger nur innerhalb von einer Frist von 30 Tagen ab Erlass des formlosen Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen. Danach muss er sich dafür auf einen Rückkommenstitel nach Art. 53 ATSG berufen können (Kieser, a.a.O., Art. 51 N 20 ff., N 29 und N 31). Unrechtmässig ausgerichtete Corona-Erwerbsausfallentschädigungen können zurückgefordert werden (Art. 1 Abs. 1 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG), falls die Voraussetzungen für ein revisions- oder wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die ursprüngliche Verfügung (oder formlose Leistungszusprechung; vgl. Art. 8 Abs. 5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall) gemäss Art. 53 ATSG erfüllt sind (BGE 138 V 324 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Mit Abrechnung vom 18. Januar 2021 sprach die Beschwerdegegnerin das Taggeld für die Zeit vom 17. September 2020 bis 31. Oktober 2020 aufgrund einer erheblichen Umsatzeinbusse bei einem Härtefall zu (act. G12.1/57). Am 10. Februar 2021 folgten die Zusprache für die Monate November und Dezember 2020 (act. G12.1/67 ff.), am 23. Februar 2021 jene für den Monat Januar 2021 (act. G12.1/75). Anschliessend verlangte die Beschwerdeführerin am 26. Mai 2021 telefonisch unter anderem eine Neuberechnung der Entschädigung und folgten diverse Kontakte, Zusendungen usw.”
“Februar 2021, womit er die Ausrichtung von Kurzarbeit - aufgrund einer prospektiven Beurteilung - für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2021 grundsätzlich bewilligte, jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig. Der Beschwerdegegner begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 18. Februar 2021 insbesondere mit der erst im Juni 2021 ergangenen Weisung des SECO, die sich auf die hier nicht massgebenden Abrechnungsperioden ab Juni 2021 bezieht, sowie die im Juli 2021 eingeholten Unterlagen (Fragebogen vom 2. Juli 2021 und damit eingereichte Umsatzzahlen). Damit lässt sich eine zweifellose Unrichtigkeit (im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 18. Februar 2021 nicht begründen. Soweit der Beschwerdegegner das Zurückkommen auf die Verfügung vom 18. Februar 2021 damit begründete, es sei nachträglich festgestellt worden, dass die Beschwerdeführerin ihren Personalbestand aufgestockt habe (vgl. Verfügung vom 3. August 2021, Urk. 7/4, vgl. E. 4.4), hat er nicht eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), sondern eine sogenannte prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG vorgenommen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2017 vom 23. Februar 2018 E. 5.3.2 und E. 6.1).”
“Mit Schreiben vom 14. Mai 2021 (act. IIA 108 S. 1 f.) informierte die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin erstmals darüber, dass sie seit September 2020 keine Ausbildungszulagen mehr erhalte. In diesem Zeitpunkt war – wie bereits dargelegt (vgl. E. 1.2.2 hiervor) – längst rechtskräftig über die EL September 2020 bis April 2021 verfügt worden. Demnach kann nur beim Vorliegen eines Rückkommenstitels (prozessuale Revision [Art. 53 Abs. 1 ATSG] oder Wiedererwägung [Art. 53 Abs. 2 ATSG]) auf diese EL-Berechnungen zurückgekommen werden, wobei vorliegend einzig die prozessuale Revision zu prüfen ist, da kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht (vgl. E. 1.2.2 hiervor).”
“Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 2015 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen definiert ein strukturiertes Beweisverfahren systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (sog. Indikatorenrechtsprechung BGE 143 V 418). 4. 4.1. Das Zurückkommen auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) möglich. Eine zu Unrecht gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG erfolgte Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente kann im Beschwerdeverfahren geschützt werden, wenn die Voraussetzungen für die prozessuale Revision oder die Wiedererwägung der rentenzusprechenden Verfügung erfüllt sind (SVR 2012 IV Nr. 36, 9C_896/2011 E. 4 mit Hinweisen). 4.2. Gemäss Art. 17 ATSG wird eine Rente herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Rente kann deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes sondern auch dann revidiert werden, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5). Eine revisionsrechtlich relevante Tatsachenänderung stellt insbesondere eine - nicht notwendigerweise gesundheitlich bedingte - Reduktion oder Erhöhung des erwerblichen Arbeitspensums dar, was zu einem Wechsel der Invaliditätsbemessung führen kann.”
“Eine Rentenaufhebung oder -herabsetzung bedarf mit Blick auf die rentenzusprechende Verfügung vom 5. Dezember 2013 eines Rückkommenstitels. Alternativ fallen dafür die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.3), die materielle Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.4) und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.5) in Betracht (vgl. Urteile 8C_594/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.2; 8C_214/2019 vom 27. Juni 2019 E. 4.3).”
Citation : LPGA art. 53 n. 730 Lorsque, en raison de la reprise d'une activité, des prestations déjà versées sont, à compter d'une certaine date, manifestement inexactes et que la somme à récupérer est importante, l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur des décomptes de prestations devenus formellement définitifs et les rectifier rétroactivement.
“Da der gesamte Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung mit der Wiederaufnahme der Parlamentstätigkeit per 28. April 2021 geendet hat (vgl. E. 3.4 hiervor), war die Ausrichtung von Taggeldern ab dem 28. April 2021 in der ausgewiesenen und nicht zu beanstandenden Höhe von Fr. 13'328.-- (vgl. AB 6, 9) zweifellos unrichtig und die Rückforderungssumme unbestrittenermassen erheblich (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. E. 2.4.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin durfte daher auf die Leistungsabrechnungen für die Monate April bis Juli 2021 zurückkommen und diese nachträglich korrigieren.”
Un recouvrement au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut également être envisagé lorsque les prestations initialement versées ont été accordées de manière informelle, pour autant qu'elles soient indubitablement erronées et que leur rectification revête une importanÎ considérable.
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 728 Un retrait ou un nouvel examen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est, selon la jurisprudenÎ citée, en principe soumis à aucun délai ; en revanche, les dispositions relatives aux délais concernent le remboursement des prestations.
“arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5; 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2; arrêts du TAF B—3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5; B—1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5; B—4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1; B—5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s.; B—2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et, partant, si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens: arrêt B—1806/2021 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général. Il s'ensuit que la demande de révision doit être adressée à l'autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision, mais au plus tard dans les dix ans après la notification de la décision (cf.”
Pour l'art. 53 LPGA, les règles de procédure et les délais prévus par l'OrdonnanÎ sur la procédure administrative (PA) restent pertinents. L'art. 53 ne règle pas expressément les délais ; on renvoie à la PA par l'art. 67 PA et par le renvoi opéré par l'art. 55 al. 1 LPGA, de sorte que les questions de procédure et les délais réglés dans la PA doivent être respectés.
“), Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, San Gallo 1996, pag. 291). L’Alta Corte ha ripreso tale prassi in una sentenza U 325/02 del 24 ottobre 2003, in cui ha confermato la precedente sentenza di questa Corte che aveva respinto il ricorso di un assicurato inoltrato contro una decisione su opposizione di un assicuratore LAINF che, da un lato, aveva ritenuto tardive tre domande di revisione inoltrate dopo dieci anni dall'emissione di una decisione con cui l'Istituto assicuratore aveva dichiarato estinto il proprio obbligo contributivo e, dall'altro lato, aveva considerato che le domande di revisione interposte prima del termine di dieci anni erano state evase con delle decisioni informali le quali, in assenza di una reazione tempestiva da parte dell'assicurato, erano cresciute in giudicato. I termini appena citati sono stati dichiarati applicabili anche successivamente all'entrata in vigore della LPGA. Infatti, benché l'art. 53 LPGA non li preveda espressamente, resta determinante quanto stabilito dall'art. 67 cpv. 1 e 2 PA. Alla PA rinvia, del resto, l'art. 55 cpv. 1 LPGA per quanto concerne le regole particolari di procedura non fissate in modo esaustivo nella LPGA o nelle singole leggi (cfr. STF 8C_756/2012 del 17 luglio 2013 consid. 4.3.; STF 8C_302/2010 del 25 agosto 2010 consid. 4.3.; STF 9C_1011/2008 del 9 marzo 2009; STF U 43/05 del 31 ottobre 2005 consid. 2). Al riguardo cfr. pure STF 9C_622/2023 del 27 maggio 2024 consid. 3.2.; DTF 143 V 105; STCA 42.2017.11-15 del 10 aprile 2017 consid. 2.6.; STCA 39.2011.4 del 12 dicembre 2011. 2.5. Nella presente evenienza va, dapprima, rilevato che la decisione del 19 luglio 2023 con la quale la Cassa ha chiesto alla società ricorrente di restituire la somma di fr. 6'505.41, corrispondente a parte della indennità per lavoro ridotto percepite per i mesi da marzo a maggio 2020 (cfr.”
“), Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, San Gallo 1996, pag. 291). L’Alta Corte ha ripreso tale prassi in una sentenza U 325/02 del 24 ottobre 2003, in cui ha confermato la precedente sentenza di questa Corte che aveva respinto il ricorso di un assicurato inoltrato contro una decisione su opposizione di un assicuratore LAINF che, da un lato, aveva ritenuto tardive tre domande di revisione inoltrate dopo dieci anni dall'emissione di una decisione con cui l'Istituto assicuratore aveva dichiarato estinto il proprio obbligo contributivo e, dall'altro lato, aveva considerato che le domande di revisione interposte prima del termine di dieci anni erano state evase con delle decisioni informali le quali, in assenza di una reazione tempestiva da parte dell'assicurato, erano cresciute in giudicato. I termini appena citati sono stati dichiarati applicabili anche successivamente all'entrata in vigore della LPGA. Infatti, benché l'art. 53 LPGA non li preveda espressamente, resta determinante quanto stabilito dall'art. 67 cpv. 1 e 2 PA. Alla PA rinvia, del resto, l'art. 55 cpv. 1 LPGA per quanto concerne le regole particolari di procedura non fissate in modo esaustivo nella LPGA o nelle singole leggi (cfr. STF 8C_756/2012 del 17 luglio 2013 consid. 4.3.; STF 8C_302/2010 del 25 agosto 2010 consid. 4.3.; STF 9C_1011/2008 del 9 marzo 2009; STF U 43/05 del 31 ottobre 2005 consid. 2). Al riguardo cfr. pure STF 9C_622/2023 del 27 maggio 2024 consid. 3.2.; DTF 143 V 105; STCA 42.2017.11-15 del 10 aprile 2017 consid. 2.6.; STCA 39.2011.4 del 12 dicembre 2011. 2.5. Nella presente evenienza va, dapprima, rilevato che la decisione del 19 luglio 2023 con la quale la Cassa ha chiesto alla società ricorrente di restituire la somma di fr. 6'505.41, corrispondente a parte della indennità per lavoro ridotto percepite per i mesi da marzo a maggio 2020 (cfr.”
Citation : LPGA art. 53 n. 726 Pour la révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA, plusieurs conditions doivent être remplies cumulativement : il faut exposer des faits nouveaux ou des éléments de preuve concrets et pertinents («importants») ; ceux-ci se rapportent déjà au moment de la décision initiale (les soi‑disant «unechte Noven») ; ils n'ont été découverts qu'après ce moment ; et, malgré la diligenÎ requise, ils n'ont pas pu être présentés au cours de la procédure de première instanÎ. En outre, la jurisprudenÎ exige qu'il soit démontré, avì une probabilité suffisante, que les faits nouvellement découverts font apparaître la décision antérieure comme erronée.
“141, 291 consid. 2a pag. 293; 108 V 170 consid. 1 pag. 171; cfr. pure DTF 118 II 199 consid. 5 pag. 205)." In proposito cfr. pure STF 8C_529/2020 del 3 maggio 2021 consid. 2.2.-2.3.; STF 8C_197/2020 dell’11 maggio 2020 consid. 3.2.-3.3.; STF 8C_244/2017 del 24 aprile 2017; STF 8C_120/2017 del 20 aprile 2017 consid. 2. Con giudizio 8C_ 562/2020 del 14 aprile 2021 l’Alta Corte ha evidenziato: " (…) 3.1. Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant. 3.2. La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s'apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d'une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d'un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d'un arrêt fondée sur l'art. 123 al. 2 let. a LTF (qui correspond à l'ancien art. 137 let. b OJ et auquel s'applique la jurisprudence rendue à propos de cette norme, cf. ATF 144 V 245 consid. 5.1 p. 248 s.). La révision suppose ainsi la réalisation de cinq conditions: 1° le requérant invoque un ou des faits; 2° ce ou ces faits sont "pertinents", dans le sens d'importants ("erhebliche"), c'est-à-dire qu'ils sont de nature à modifier l'état de fait qui est à la base du jugement et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte; 3° ces faits existaient déjà lorsque le jugement a été rendu: il s'agit de pseudo-nova (unechte Noven), c'est-à-dire de faits antérieurs au jugement ou, plus précisément, de faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables; 4° ces faits ont été découverts après coup (nachträglich), soit postérieurement au jugement, ou, plus précisément, après l'ultime moment auquel ils pouvaient encore être utilement invoqués dans la procédure principale; 5° le requérant n'a pas pu, malgré toute sa diligence, invoquer ces faits dans la procédure précédente (ATF 143 III 272 consid.”
“Diese betreffen nicht den hier fraglichen Zeitraum und die dadurch gewonnenen Erkenntnisse hatten keinen Einfluss auf das Verfahren betreffend Aberkennung der Versicherungsunterstellung des Beschwerdeführers. Indem die Beschwerdegegnerin trotz sicherer Kenntnis der neuen Tatsachen Ende Juli 2019 die Versicherungsunterstellung erst mit Verfügung vom 20. März 2020 (act. IIA 10) aberkannte, wahrte sie die relative 90-tägige Frist (vgl. hiervor) nicht. Nebenbei bemerkt sei, dass ein Grossteil des Zeitraums von Mai 2001 bis März 2012 ohnehin unter die 10-jährige Verwirkungsfrist (vgl. hiervor) fällt. Im Übrigen ist festzuhalten, dass bei der vorliegenden Aktenlage (vgl. E. 3.3 f. hiervor) nicht mit dem im Rahmen der prozessualen Revision erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (Kieser, Kommentar, Art. 53 N. 27) erstellt ist, dass die bisherige Versicherungsunterstellung des Beschwerdeführers unrichtig war. Demnach sind auch die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt.”
Pour les corrections rétroactives (p. ex. recalculs d'indemnités journalières ou de décomptes), la rectification d'une inexactituÞ initiale est, selon la jurisprudenÎ, en principe réservée à la révision procédurale ou au réexamen en vertu de l'art. 53 LPGA. Les ajustements de prestations périodiques en raison de modifications ultérieures du fait déterminant doivent en revanche être qualifiés de décision de révision au sens de l'art. 17 LPGA.
“Damit fehlt es hinsichtlich der in invalidenversicherungsrechtlicher Hinsicht massgebenden Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Versicherten im Umfang von 100% für eine abweichende Beurteilung der ab Mai 2021 massgebenden Vermittlungsfähigkeit in beweismässiger Hinsicht nicht nur an einer zuverlässigen Sachlage, sondern mit Blick auf das für eine rückwirkende Korrektur der Taggeldabrechnungen betreffend die Monate Mai bis Juli 2020 auch am hierfür vorausgesetzten Erfordernis einer prozessualen Revision oder einer Wiedererwägung, wie es gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG indes notwendig wäre (oben, E. 3.2 f.). Dem Versicherten steht damit in den strittigen Kontrollperioden Mai bis Juli 2020 (oben, E. 4) ein Taggeld auf der Basis eines Vollzeitpensums zu, weshalb sich die Kürzung seines versicherten Verdienstes um 80% als unrechtmässig erweist und die Beschwerdegegnerin verpflichtet ist, dem Beschwerdeführer über Mai 2020 hinaus die Arbeitslosentaggelder aufgrund eines ungekürzten versicherten Verdienstes auszurichten. Der angefochtene Einspracheentscheid der Kasse vom 23. April 2021 ist bei diesem Ergebnis in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben.”
“Januar 2023 die Prämienpauschale für die Krankenversicherung und der anrechenbare Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf erhöht haben, weil die Renten der AHV per 1. Januar 2023 der Teuerung angepasst worden sind und weil das angerechnete hypothetische Vermögen in Anwendung von Art. 17a Abs. 1 ELV um Fr. 10'000.-- zu vermindern ist, wodurch sich auch der anrechenbare hypothetische Vermögensertrag reduziert. Bei der Verfügung vom 16. Dezember 2022 hat es sich also eindeutig um eine Anpassung einer Dauerleistung infolge einer nachträglichen Veränderung des massgebenden Sachverhalts für die Zukunft und damit um eine Revisionsverfügung im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG gehandelt. In Bezug auf das hypothetische Vermögen ist per 1. Januar 2023 − abgesehen von der jährlichen Amortisation um Fr. 10'000.-- − keine Veränderung eingetreten. Der Beschwerdeführer hat hingegen klar eine ursprüngliche Unrichtigkeit geltend gemacht. Die Behebung einer solchen ist jedoch der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) vorbehalten. Aus diesem Grund muss sich der Gegenstand des vorliegenden Revisionsverfahrens nach der ständigen Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen auf jene Gegenstände beschränken, die sich nachträglich verändert haben (vgl. zum Ganzen Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Oktober 2017, EL 2016/31 E. 1.1 und vom 28. März 2023, EL 2022/36 E. 2.3). Im Einspracheentscheid hätte also untersucht werden müssen, ob alle Veränderungen von Ausgaben- und Einnahmenpositionen per 1. Januar 2023 richtig erfasst worden sind. Da dies nicht geschehen ist, ist es im Folgenden nachzuholen. Auf den 1. Januar 2021 sind neue Bestimmungen des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG, SR 831.30) in Kraft getreten (sog. EL-Reform). Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 22. März 2019 gilt für Bezüger von Ergänzungsleistungen, für die die EL-Reform insgesamt einen tieferen Betrag der jährlichen Ergänzungsleistungen oder einen Verlust des Anspruchs auf eine jährliche Ergänzungsleistung zur Folge hat, während dreier Jahre ab Inkrafttreten dieser Änderung das bisherige Recht.”
L'omission de prendre en compte un patrimoine situé à l'étranger peut constituer une erreur partiellement manifeste au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA et, pour autant que la correction soit d'une importanÎ considérable, justifier un retour sur la décision.
“En effet, née le 6 août 1960, elle était âgée de 60 ans révolus lorsque la décision sur opposition a été rendue le 3 décembre 2020 et a ainsi dépassé l'âge jusqu'auquel on peut présumer qu'elle aurait pu commencer à travailler. Le fait qu'elle ne maîtrise pas le français et l'absence de toute expérience professionnelle sont des facteurs défavorables qu'il y a également lieu de prendre en considération. Partant, la prise d'un emploi par l'épouse du recourant n'est pas exigible de sa part et il n'y a pas lieu de lui imputer un revenu hypothétique dans le calcul des PC. Il s'ensuit l'admission du recours sur ce point. Les questions d'un éventuel empêchement de travailler en raison de son état de santé et du montant du revenu hypothétique peuvent dès lors rester ouvertes. 6. 6.1. Finalement, en application de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 LPC) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références citées). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L'art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 6.2. Il résulte du considérant 4 que les PC versées dès le 1er novembre 2015 qui ne tenaient pas compte de l'immeuble au Kosovo dont le recourant est propriétaire l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA. Les autres montants pris en compte dans la décision litigieuse ne sont pas contestés et aucun indice au dossier ne laisse penser qu'ils ne représentent pas la situation financière des intéressés, de sorte qu'ils ne souffrent pas la critique.”
Si la qualification en tant qu'indépendant n'est pas manifestement erronée — notamment lorsqu'il existe des indices d'une activité indépendante — il y a absenÎ de «l'erreur indubitable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA; un retour en arrière de l'assureur est dès lors exclu.
“Ebenso bezeichnete sich der Beschwerdeführer in den aufgelegten Steuererklärungen als Selbständigerwerbender (vgl. Urk. 3/4-6). Weiter wurden im Rahmen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur beitragsrechtlichen Qualifikation von Z.___-Fahrern resp. von an einer Taxizentrale angeschlossenen Taxifahrern auch für eine selbständige Erwerbstätigkeit sprechende Elemente genannt resp. diskutiert (vgl. BGE 149 V 57; Urteil des Bundesgerichts 8C_571/2017 vom 3. November 2017). Unter diesen Umständen kann nicht gesagt werden, die Beschwerdegegnerin habe den Beschwerdeführer offensichtlich zu Unrecht als Selbständigerwerbenden qualifiziert. Damit erweist sich das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, gestützt darauf und unter Berücksichtigung von Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall dem Beschwerdeführer die Taggelder auszubezahlen, jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne, die bedingen würde, dass kein anderer Schluss als derjenige der zweifellosen Unrichtigkeit möglich wäre. Damit fehlt es auch an der Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG, so dass die Beschwerdegegnerin nicht auf die erfolgten Auszahlungen der Corona-Erwerbsausfallentschädigungen zurückkommen kann.”
Le recouvrement de prestations pécuniaires indûment perçues, qui se fondent sur une décision devenue formellement définitive, suppose les conditions de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Celle-ci exige la découverte ultérieure de faits nouveaux préexistants ou de nouveaux éléments de preuve dont la production n'avait pas été possible antérieurement.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fassung [vgl. Art. 83 ATSG]).”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung [Art. 53 Abs. 2 ATSG]) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel [Art. 53 Abs. 1 ATSG]) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2, 129 V 110 E. 1.1). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die Verwaltung allerdings während eines Zeitraumes, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht, voraussetzungslos, das heisst ohne Rechtstitel, auf ihren Entscheid zurückkommen (BGE 129 V 110 E. 1.2).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 721 Si, lors de l'édiction de la décision antérieure, un point spécifiquement lié au droit de l'assuranÎ-invalidité (AI) a été mal apprécié, cela n'entraîne pas nécessairement, au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, un recouvrement. Un recouvrement n'est envisageable dans de tels cas que s'il y a eu un versement indu d'une prestation ou un manquement à l'obligation de notification.
“Die eine frühere Verfügung berichtigende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zieht grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der von der Invalidenversicherung zu Unrecht bezogenen Leistung nach sich (Art. 25 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2, 130 V 380 E. 2.3.1, 110 V 298 Regeste). Wenn die Verwaltung bei Erlass der ursprünglichen Verfügung einen spezifisch IV-rechtlichen Gesichtspunkt falsch beurteilt hat, kommt eine Rückforderung der unrechtmässig bezogenen Leistungen jedoch nur im Fall einer unrechtmässigen Leistungserwirkung oder einer Verletzung der Meldepflicht (Art. 77 IVV) in Frage (vgl. Art. 85 Abs. 2 IVV und Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV). Per 1. Januar 2015 wurde Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV dahingehend ergänzt, dass bei verletzter Meldepflicht eine rückwirkende Herabsetzung unabhängig davon erfolgt, ob die Verletzung der Meldepflicht ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war.”
Dans les décisions de retrait au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, la jurisprudenÎ impose de faire preuve d'une retenue particulière lorsque la décision porte sur la réduction ou la suppression d'une rente déjà en cours et que la personne concernée a 55 ans ou plus ou que la rente est versée depuis au moins 15 ans. Dans de tels cas, l'offiÎ des assurances doit examiner dans quelle mesure des mesures professionnelles sont nécessaires ; il n'est pas justifié d'abandonner complètement un examen de réinsertion professionnelle. En outre, le critère d'appréciation légal de principe («manifestement erroné» et «d'importanÎ considérable») demeure déterminant.
“La jurisprudence considère qu'il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en oeuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (cf. arrêts 9C_211/2021 du 5 novembre 2021 consid. 3.1; 9C_276/2020 du 18 décembre 2020 consid. 6 et les arrêts cités).”
“Selon la jurisprudence applicable en assurance-invalidité (cf. arrêt 9C_276/2020 du 18 décembre 2020 consid. 6 et les arrêts cités), il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence, qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut pas, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en oeuvre de mesures d'ordre professionnel, même si celui-ci a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste.”
“Selon la jurisprudence à laquelle se réfère l'assurée, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (arrêt 9C_291/2023 du 30 janvier 2024 consid. 7.2 et les références).”
“Selon la jurisprudence applicable en assurance-invalidité, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence, qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut pas, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en oeuvre de mesures d'ordre professionnel, même si celui-ci a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (arrêts 9C_670/2021 du 26 octobre 2022 consid. 4.1; 8C_50/2022 du 11 août 2022 consid. 4.1; 9C_276/2020 du 18 décembre 2020 consid. 6 et les arrêts cités).”
Lorsqu'il s'agit de prestations fondées sur des décisions formellement définitives, le recouvrement n'est possible que si sont réunies les conditions exigées pour le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA (inexactituÞ indubitable et portée considérable de la rectification).
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG richtet sich die Rückforderung von Leistungen ausser in den Fällen nach den Art. 55 und 59cbis Abs. 4 nach Art. 25 ATSG. Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Réf. : LPGA art. 53 n. 718 Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur des décisions formellement définitives lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Tel est notamment le cas lorsqu'il apparaît qu'une prestation n'était plus due dès une date antérieure.
“25 LPGA et de la jurisprudence y relative, la procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et des dispositions particulières du RAI et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 OPGA; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 3.2. En l'espèce, les conditions d'une reconsidération sont clairement données, puisque la décision précédemment rendue le 16 août 2019 prévoyait l'octroi d'une prestation pour enfant en sus de l'indemnité journalière, alors que, dès le 1er octobre 2019, cette prestation n'était plus due, ce qui implique que la décision en question était manifestement erronée dès cette date. En outre, au vu du montant exigé en retour, on doit admettre que la rectification revêt une importance notable. Enfin, ce montant n'est nullement contesté par le recourant – ni d'ailleurs contestable. Il faut souligner que les arguments avancés dans le recours concernent en effet essentiellement les conditions de la remise, soit la bonne foi et la situation difficile. Or, ceux-ci n'ont pas à être examinés dans la présente procédure portant sur le principe même de l'obligation de restituer.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 717 En cas de révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, il convient, pour la détermination du moment pertinent, de se rapporter à l'état tel qu'il avait été constaté au moment de la dernière décision définitive ayant fait l'objet d'un examen au fond.
“La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. En revanche, une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle pas à une révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (arrêts TF 8C_139/2018 du 26 mars 2019 consid. 4.1, 8C_162/2016 du 2 mars 2017 consid. 3.1, et les références citées). Dans le cadre d’une révision comme d’une nouvelle demande, c'est la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4 et 130 V 71 consid. 3.2.). 5. Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Selon l'al. 2 de cette même disposition, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 6. Est litigieuse, en l'espèce, la question du maintien, à partir du 1er octobre 2019, du quart de rente d'invalidité dont bénéficiait l'assuré depuis le 1er juin 2016. Pour y répondre, il convient d'examiner en particulier si, et dans quelle mesure, la capacité de travail, respectivement de gain, de ce dernier a subi une modification notable depuis la première et précédente décision de l'OAI du 24 mai 2017, laquelle repose sur un examen matériel du droit aux prestations. 6.1. Situation au moment de la décision d'octroi du quart de rente du 24 mai 2017 En mai 2017, lorsque l'OAI a rendu sa décision octroyant à l'assuré une rente entière d'invalidité du 1er novembre 2014 au 31 mai 2016, puis un quart de rente dès le 1er juin 2016, la situation se résumait comme suit: 6.”
“IV-Revision) in viererlei Hinsicht durchbrochen werden: Einerseits kann sie es (rückwirkend) durch eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG oder Art. 61 lit. i ATSG, erster Grund) oder durch eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG, zweiter Grund) tun. Anderseits hat, wenn nach dem Erlass einer Verfügung eine anspruchsrelevante Änderung des Sachverhalts (nachträgliche tatsächliche Unrichtigkeit) eintritt, gegebenenfalls eine Anpassung im Rahmen einer Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (dritter Grund, vgl. unten E. 3.2 ff.) stattzufinden. Dazu kommen schliesslich Anpassungen an eine veränderte Rechtslage (vierter Grund, vgl. unten E. 3.5). Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Ob eine revisionsbegründende Änderung des Sachverhalts eingetreten ist, beurteilt sich nach der Rechtsprechung durch Vergleich des Zustands, wie er im Zeitpunkt der letzten (der versicherten Person eröffneten) rechtskräftigen Verfügung bestand, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl.”
“c) Tout changement important des circonstances propres à influencer le degré d’invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision ; la rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l’état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 133 V 545 consid. 6.1 ; 130 V 343 consid. 3.5). Une appréciation différente d’une situation demeurée inchangée pour l’essentiel ne constitue pas un motif de révision (ATF 141 V 9 consid. 2.3 ; TF 8C_339/2017 du 1er février 2018 consid. 3 et les références citées). d) Selon la jurisprudence, l’autorité de la chose jugée (formelle et matérielle) de décisions portant sur des prestations durables d’assurance sociale, soit notamment des rentes de l’assurance-invalidité, n’est en principe pas limitée dans le temps. Pour autant que la situation de fait ne soit plus susceptible d’évoluer au moment de la décision, cette autorité s’étend aussi bien aux conditions du droit à la prestation qu’aux facteurs qui en fixent l’étendue. Sous réserve d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), lesdits éléments ne peuvent pas être remis en question et réexaminés à tout moment, sauf si la loi prévoit expressément une autre réglementation. Ces principes valent également dans le cadre d’une procédure de révision au sens de l’art. 17 LPGA ou de nouvelle demande (ATF 136 V 369 consid. 3.1 et les références citées). 5. Selon le principe de la libre appréciation des preuves (art. 61 let. c LPGA), le tribunal apprécie librement les preuves médicales qu’il a recueillies, sans être lié par des règles formelles, en procédant à une appréciation complète et rigoureuse. Il doit examiner objectivement tous les documents à disposition, quelle que soit la provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux. En cas d’avis contradictoires, il ne peut trancher l’affaire sans indiquer les raisons pour lesquelles il se fonde sur une opinion plutôt qu’une autre. En ce qui concerne la valeur probante d’un rapport médical, il est déterminant que les points litigieux aient fait l’objet d’une étude circonstanciée, que le rapport se fonde sur des examens complets, qu’il prenne également en considération les plaintes exprimées par la personne examinée, qu’il ait été établi en pleine connaissance de l’anamnèse, que la description du contexte médical et l’appréciation de la situation médicale soient claires et enfin que les conclusions de l’expert soient dûment motivées.”
Citation : LPGA art. 53 n. 716 Devant le Tribunal fédéral, les moyens de preuve sur lesquels repose la procédure doivent être joints ; cela comprend notamment une copie de l'arrêt ainsi, le cas échéant, que la chemise qui le contenait. Les indications recueillies oralement ou par téléphone ne sont reconnues comme preuve valable que pour des éléments de fait accessoires ; pour les éléments constitutifs essentiels, des pièces justificatives écrites sont en principe requises.
“Les moyens de preuve en possession du (de la) recourant(e) doivent être joints au mémoire de même qu’une copie du jugement, avec l’enveloppe qui le contenait. La procédure devant le Tribunal fédéral n’est en principe pas gratuite. Fribourg, le 2 avril 2024/isc Le Président La Greffière-rapporteure 605 2023 56 Art. 41 AVIVart. 41 OACIart. 41 OADI Art. 23 AVIGart. 23 LACIart. 23 LADI Art. 9 AVIGart. 9 LACIart. 9 LADI Art. 13 AVIGart. 13 LACIart. 13 LADI BGE 133 V 515ATF 133 V 515DTF 133 V 515 Art. 14 AVIGart. 14 LACIart. 14 LADI Art. 3 ATSGart. 3 LPGAart. 3 LPGA Art. 4 ATSGart. 4 LPGAart. 4 LPGA Art. 5 ATSGart. 5 LPGAart. 5 LPGA Art. 13 AVIGart. 13 LACIart. 13 LADI Art. 40c ARAMISart. 40c ARAMISart. 40c ARAMIS Art. 40c RAUSart. 40c SRPAart. 40c URA Art. 14 AVIGart. 14 LACIart. 14 LADI Art. 23 AVIGart. 23 LACIart. 23 LADI Art. 23 AVIGart. 23 LACIart. 23 LADI Art. 23 AVIGart. 23 LACIart. 23 LADI Art. 41 AVIVart. 41 OACIart. 41 OADI Art. 23 AVIGart. 23 LACIart. 23 LADI Art. 40c AVIVart. 40c OACIart. 40c OADI Art. 95 AVIGart. 95 LACIart. 95 LADI Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA 8C_375/2020 8C_338/2019 Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA 8C_375/2020 8C_424/2019 8C_338/2019 8C_405/2020 8C_375/2020 Art. 25 ATSGart. 25 LPGAart. 25 LPGA 9C_86/2014 8C_203/2015 2C_951/2014 BGE 126 V 308ATF 126 V 308DTF 126 V 308 Art. 28 ATSGart. 28 LPGAart. 28 LPGA Art. 31 ATSGart. 31 LPGAart. 31 LPGA Art. 1 AVIGart. 1 LACIart. 1 LADI Art. 71d AVIGart. 71d LACIart. 71d LADI 8C_203/2015 8C_129/2015 8C_203/2015 8C_129/2015 Art. 95 AVIGart. 95 LACIart. 95 LADI Art. 119 AVIVart. 119 OACIart. 119 OADI Art. 95 AVIGart. 95 LACIart. 95 LADI Art. 41 AVIVart. 41 OACIart. 41 OADI Art. 25 ATSGart. 25 LPGAart. 25 LPGA Art. 41 AVIVart. 41 OACIart. 41 OADI Art. 23 AVIGart. 23 LACIart. 23 LADI Art. 41 AVIVart. 41 OACIart. 41 OADI Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 25 ATSGart. 25 LPGAart. 25 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 1 AVIGart. 1 LACIart. 1 LADI 8C_552/2009 9C_312/2008 erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos605 2023 5602.”
“En cas d’absence de preuve, c’est à la partie qui voulait en déduire un droit d’en supporter les conséquences (ATF 117 V 264 consid. 3), sauf si l’impossibilité de prouver un fait peut être imputée à son adverse partie (ATF 124 V 375 consid. 3). Le juge apprécie librement les preuves administrées, sans être lié par des règles formelles (art. 61 let. c LPGA). Il lui faut examiner de manière objective tous les moyens de preuve, quelle qu'en soit la provenance, puis décider s’ils permettent de porter un jugement valable sur le droit litigieux (ATF 125 V 351 consid. 3a). Selon la jurisprudence, un document qui fait état d'un renseignement recueilli oralement ou par téléphone ne constitue un moyen de preuve recevable et fiable que s'il porte sur des éléments d’importance secondaire, tels que des indices ou des points accessoires. Si les renseignements portent sur des aspects essentiels de l'état de fait, ils doivent faire l'objet d'une demande écrite (ATF 117 V 282 consid. 4c). 5. En vertu de l'art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cette disposition de la LPGA consacrée à la « révision et reconsidération » s'inscrit dans la thématique de la modification des décisions entrées en force de chose décidée, soit celles qui ne sont plus susceptibles d'un recours ordinaire (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 1 et 25 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). Si la révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l'inexactitude initiale d'une décision (« anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit » ; Ueli KIESER/Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2013, p.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 715 Pour un recouvrement fondé sur l'art. 53 al. 2 LPGA, les conditions du réexamen doivent être remplies : la décision est manifestement erronée et la rectification revêt une importanÎ considérable. Cela vaut indépendamment du fait que les prestations à recouvrer aient été ordonnées formellement ou de manière informelle.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publ. E. 4.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 714 Début du délai relatif : Le délai relatif d'un an prévu à l'art. 25 al. 2 LPGA ne commenÎ pas dès la simple constatation d'un besoin matériel de correction. Il ne court plutôt qu'à compter du moment où l'organisme d'assuranÎ a eu connaissanÎ certaine des faits déterminants pour la récupération ou où il aurait raisonnablement dû en avoir connaissanÎ. Dans les cas où la récupération ne naît qu'à la suite d'une décision de correction ou de révision (rétroactive), le délai ne peut commencer qu'à partir du moment où cette décision de correction est devenue définitive, ou où l'administration aurait dû détecter les erreurs sous-jacentes lors du contrôle raisonnablement exigible.
“2 ATSG ein Jahr, nachdem der Versicherungsträger Kenntnis davon erhalten hat, spätestens fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung oder, wenn sich der Rückforderungsanspruch aus einer strafbaren Handlung herleitet, für die das Strafrecht eine längere Verwirkungsfrist vorsieht, mit dem Ablauf einer Frist, die so lange ist wie die strafrechtliche Verjährungsfrist. Der Art. 25 Abs. 2 ATSG unterscheidet also zwischen zwei Verwirkungsfristen, nämlich zwischen einer sogenannten relativen Verwirkungsfrist von einem Jahr und einer sogenannten absoluten Verwirkungsfrist von fünf Jahren (oder mehr, wenn eine strafrechtliche Verwirkungsfrist zur Anwendung kommt). Bezüglich der relativen, einjährigen Verwirkungsfrist stellt sich zunächst die Frage, wann diese Verwirkungsfrist zu laufen beginnt. Hat eine versicherte Person gestützt auf eine formell rechtskräftige und damit verbindliche, materiell-rechtlich aber unrichtige Verfügung zu hohe Leistungen bezogen, besteht zunächst ein materieller Korrekturbedarf. Die falsche Verfügung muss mittels einer rückwirkenden Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG), einer sogenannt prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft korrigiert werden. Erst die rückwirkende Korrektur lässt die Rückforderung entstehen. Schon in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherungsträger den Korrekturbedarf hinsichtlich einer formell rechtskräftigen Verfügung erkennt, muss er also regelmässig davon ausgehen, dass er später eine Rückforderungsverfügung wird erlassen müssen. Damit kann er aber noch keine sichere Kenntnis von der Rückforderung haben, weil diese Rückforderung noch gar nicht existiert. Folglich hat er erst dann eine sichere Kenntnis von der Rückforderung, wenn die diese auslösende Korrekturverfügung verbindlich geworden ist. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Versicherungsträger nur mit der Möglichkeit einer Rückforderung rechnen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die einjährige, relative Verwirkungsfrist bereits mit der Kenntnis vom Korrekturbedarf oder erst mit der Kenntnis der Rückforderung zu laufen beginnt. Der Wortlaut des Art. 25 Abs. 2 ATSG, wonach die relative, einjährige Frist zu laufen beginnt, sobald der Versicherungsträger „davon“ Kenntnis erhalten hat, erlaubt die Beantwortung dieser Frage nicht, denn er ist zweideutig.”
“La Caisse cantonale de chômage n’avait, dans un premier temps, retenu aucun gain intermédiaire, versant ainsi à l’assurée 18 jours d’indemnités journalières (après soustraction de cinq jours de délai d’attente). Avec le gain intermédiaire, l’assurée n’avait droit en réalité qu’à 14.1 indemnités journalières. La Caisse cantonale de chômage a ainsi versé un montant de 284 fr. 15 en trop pour le mois de mars 2016. Vérifiés d’office, les montants de gain intermédiaire pris en compte par la caisse pour les mois de mars 2016 à février 2018 sont corrects et c’est un montant de 32'182 fr. 10 qui a été versé en trop pour la période de mars 2016 à février 2018. 7. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA. Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L’obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d’une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et références citées). Le droit de demander la restitution de prestations indûment touchées s’éteint un an après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2 LPGA). Il s’agit là de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; ATF 142 V 20 consid. 3.2.2 ; ATF 140 V 521 consid. 2.1). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d’une année commence à courir dès le moment où l’administration aurait dû connaître les faits fondant l’obligation de restituer, en faisant preuve de l’attention que l’on pouvait raisonnablement exiger d’elle (ATF 140 V 521 consid. 2.1 ; ATF 139 V 6 consid. 4.1 ; ATF 124 V 380 consid. 1). L’administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde – quant à son principe et à son étendue – la créance en restitution à l’encontre de la personne tenue à restitution (ATF 140 V 521 consid.”
“Il résulte encore de la décision lui octroyant le revenu d’insertion rendue par le Centre social régional de son domicile qu’elle cohabitait avec cette personne. Certes, lorsqu’elle a complété le formulaire de demande des PC, la recourante a répondu « non » à la question de savoir si elle faisait ménage commun avec une tierce personne. Cependant, comme exposé ci-avant, lors de l’examen de cette demande, l’intimée disposait d’un dossier relativement mince, dont plusieurs pièces établissaient indubitablement que la recourante habitait avec un tiers. Dans ces conditions, les décisions d’allocation des prestations complémentaires des 6 avril 2018, 30 décembre 2020 et 30 décembre 2021 étaient manifestement erronées, puisque l’intimée a fondé ses calculs sur la base d’une personne vivant seule, imputant en particulier l’entier du loyer à la recourante, en violation de l’art. 16c OPC-AVS/AI. Leur rectification portait par ailleurs sur un montant important (31'404 fr. au total), de sorte qu’elles pouvaient faire l’objet d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. b) La recourante soutient également que le délai relatif de péremption de l’art. 25 al. 2 LPGA était échu au moment de la reddition de la décision entreprise. Or, contrairement à ce qu’elle affirme, le point de départ du délai ne saurait être fixé au moment où l’intimée a commis une erreur dans ses calculs initiaux, ni lors du recalcul annuel du droit aux PC (cf. consid. 3.c ci-dessus). Le délai relatif d’une année n’a pu commencer à courir que lorsque l’intimée devait avoir raisonnablement connaissance de son erreur, lors du contrôle réalisé dans le courant de l’année 2022. En l’occurrence, la procédure de contrôle a été initiée au mois de mars 2022. Le délai d’un an a commencé à courir au plus tôt le 1er mars 2022, de sorte que moins d’une année s’était écoulée lorsque l’intimée a rendu sa décision le 22 novembre 2022, confirmée par décision sur opposition le 29 décembre 2022. Le droit de demander la restitution des prestations versées à tort n’était dès lors pas échu. Pour le surplus, le délai absolu de péremption de cinq ans est respecté, puisque la restitution porte sur la période de décembre 2017 à novembre 2022, ce qui n’est au demeurant pas contesté par la recourante.”
“erwähnt, ist zwischen der Korrekturverfügung, welche keinen Verwirkungsfristen unterliegt, und der Rückforderung an sich zu unterscheiden. Mit der Korrekturverfügung wird eine falsche EL-Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG), einer sogenannten prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) für die Vergangenheit wie auch für die Zukunft korrigiert. Erst die rückwirkende Korrektur lässt die Rückforderung entstehen. Solange die Korrekturverfügung nicht verbindlich ist, kann also objektiv keine definitive Kenntnis aller Einzelheiten des Rückforderungsanspruchs bestehen. Der frühestmögliche Zeitpunkt, in dem eine Rückforderungsverfügung erlassen werden kann, muss demnach der Tag sein, an dem die der Rückforderung zugrundeliegende Korrekturverfügung formell rechtskräftig wird. Die relative Verwirkungsfrist kann deshalb frühestens an diesem Tag zu laufen beginnen. Die Korrektur- und die Rückforderungsverfügung sind in einer gemeinsamen Verfügung am 27. Februar 2023 ergangen. Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen ist die relative Verwirkungsfrist offensichtlich gewahrt, nachdem sie aufgrund der noch nicht formell rechtskräftigen Korrekturverfügung noch gar nicht zu laufen begonnen hat (siehe zum Ganzen: Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St.”
“53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). La jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle (art. 53 al. 1 LPGA), à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond (art. 53 al. 2 LPGA), à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 et la référence). L'obligation de restituer des prestations complémentaires indûment touchées et son étendue dans le temps n’est pas liée à une violation de l'obligation de renseigner (ATF 122 V 134 consid. 2e). Il s'agit simplement de rétablir l'ordre légal après la découverte du fait nouveau (arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 consid. 5.1). Lorsque le versement de prestations indues repose sur une erreur de l'administration, on ne saurait considérer comme point de départ du délai d'une année le moment où l'erreur a été commise par l'administration, mais le moment auquel celle-ci aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l'occasion d'un contrôle) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l'attention requise.”
“4'858.55. En revanche, elle soutient que le montant à restituer pour le mois d'avril 2020 doit être réduit à Fr. 1'148.60, dans la mesure où les indemnités qui auraient dû être versées pour le mois litigieux, qu'elle a estimées sur la base d'une masse salariale totale de Fr. 23'280.-, s'élèvent à Fr. 13'409.60 (et non à Fr. 9'067.-). A l'appui de son recours, la société produit, entre autres, un (nouveau) formulaire de "demande et décompte d'indemnité" en cas de RHT, qu'elle a elle-même rempli, ainsi que des décomptes mensuels de salaires datés du 25 mars 2020, concernant ses trois salariés concernés par la RHT. 4. A titre liminaire, on précisera que les indemnités en cas de RHT afférentes aux mois de mars et avril 2020 ont été allouées sur la base de décomptes de la caisse de chômage (dossier [dos.] intimée [int.] 52, 73 et 75). De telles décisions informelles peuvent faire l'objet d'une reconsidération – telle qu'entreprise implicitement par l'intimée – aux conditions prescrites par l'art. 53 al. 2 LPGA (ATF 129 V 110 c. 1.1 ss; TF 8C_789/2014 du 7 septembre 2015 c. 2.2, in SVR 2015 ALV n° 15). Par ailleurs, il convient de relever que l'intimée a respecté les délais applicables en matière de restitution de prestations (art. 25 al. 2 LPGA), ce que la recourante ne conteste pas. En effet, dans le cas particulier, la restitution exigée par l'intimée résulte de la correction d'erreurs afférentes au calcul des indemnités en cas de RHT initialement accordées à la société (voir c. 5.2 et 5.4 ci‑dessous). Dans un tel cas de figure, le délai de péremption relatif de trois ans ne commence pas à courir dès que les erreurs ont été commises, mais dès le moment où l'intimée aurait dû s'en apercevoir dans un deuxième temps, en faisant preuve de l'attention requise (voir c. 2.5 ci‑dessus; voir également TF 8C_689/2016 du 5 juillet 2017 c. 5.1 s.). Or, ce n'est qu'au moment du contrôle des demandes de "paiement rétroactif […]" déposées par la société – vérification intervenue dans le courant du mois de novembre 2022 (dos.”
Dans le champ d'application de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'administration peut, dans le cadre du réexamen, revenir sur une décision formellement définitive, pour autant que celle-ci n'ait pas fait l'objet d'une appréciation matérielle par une juridiction. Dans ces conditions, les prestations complémentaires indûment perçues peuvent être récupérées.
“Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 46 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Sodann ist die Verwaltung im Rahmen einer prozessualen Revision verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt wurden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen. Unter diesen Voraussetzungen können zu Unrecht bezogene Ergänzungsleistungen zurückgefordert werden (vgl. auch Müller, a.a.O., S. 354 sowie Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 Rz 19 ff.).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 712 L'autorité ne peut rectifier d'offiÎ des décisions formellement passées en forÎ ou des décisions d'opposition que si celles-ci sont sans aucun doute inexactes et si la rectification revêt une importanÎ considérable. Ce réexamen doit être distingué de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA), qui intervient lorsqu'il s'agit de faits nouveaux importants ou d'éléments de preuve découverts ultérieurement.
“L’ayant droit doit communiquer sans retard à l’organe cantonal compétent tout changement dans la situation personnelle et toute modification sensible dans sa situation matérielle (art. 24 OPC-AVS/AI ; art. 31 al. 1 LPGA). Pour qu’il y ait violation de l’obligation de renseigner, il faut qu’il y ait un comportement fautif ; une légère négligence suffit déjà (ATF 112 V 97 consid. 2a ; TF 9C_400/2016 du 2 novembre 2016 consid. 3.3). En dehors de l’éventualité de la violation de l’obligation de renseigner, la jurisprudence a admis que l’ayant droit est tenu à restitution lorsque les conditions de l’art. 25 LPGA sont réunies (TF 9C_328/2014 du 6 août 2014 consid. 5.3). c) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. aa) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). bb) En vertu de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 140 V 521 consid. 2.1). Lorsqu’il statue sur la créance de l’institution d’assurance en restitution de prestations indûment versées, le juge doit examiner, à titre préjudiciel, si les circonstances correspondant à une infraction pénale sont réunies et, partant, si un délai de péremption plus long que les délais relatifs et absolus prévus par l’art.”
“Il existe différentes situations dans lesquelles le paiement de prestations complémentaires à titre rétroactif peut intervenir. En particulier, la modification peut avoir un effet ex tunc lorsque sont réalisées les conditions qui président à la révocation, par son auteur, d'une décision administrative (TFA P 26/02 du 20 janvier 2003 consid. 2.1). A cet égard, il y a lieu de distinguer la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA), d'avec la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose jugée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Cette dernière éventualité ne limite en rien le droit de l'intéressé au paiement de prestations arriérées lorsqu'il demande la rectification d'une décision passée en force de chose jugée ; l'intéressé dispose d'un droit à la rectification de la décision qui ne vise pas le réexamen de la décision dans son ensemble, mais permet simplement d'en obtenir la rectification – sur le plan mathématique – sans que l'administration soit liée par les conditions spécifiques de la reconsidération (ATF 138 V 298 consid. 5.2.1). La prise en compte des intérêts du produit de la vente de l’immeuble dans le calcul des PC plutôt que la valeur locative de ce bien ne constituait pas un élément nouveau (art. 53 al. 1 LPGA), ni une modification des circonstances personnelles ou économiques de l’assuré nécessitant d’adapter le montant de la prestation (art. 25 OPC-AVS/AI) ; il ne s’agissait pas non plus d’une simple correction sur le plan mathématique (ATF 138 V 298 consid. 5.2.1). En définitive, la décision sur opposition litigieuse ne peut être appréhendée que sous l’angle de la reconsidération (art.”
“La restitution des prestations indûment touchées doit être exigée quel que soit le motif qui a donné lieu à leur versement et même si leur octroi résulte en partie d’une éventuelle faute de l’autorité (Michel Valterio, Commentaire de la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI, Genève/Zurich/Bâle 2015, n. 121 ad art. 21 LPC). aa) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF. Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où des allégations de faits étaient encore recevables dans la procédure principale, mais qui n’étaient pas connus de la partie requérante malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment de la partie requérante.”
En cas d'erreurs manifestes de fait, l'art. 53 al. 2 LPGA peut permettre un réexamen ou une rectification ; il est en outre nécessaire que la rectification revête une importanÎ considérable.
“d) Le destinataire d’une décision de restitution qui entend la contester dispose en réalité de deux moyens qu’il convient de distinguer de façon claire : s’il prétend qu’il avait droit aux prestations en question ou conteste que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision procédurale sont réunies, il doit s’opposer à la décision de restitution dans un délai de trente jours. En revanche, s’il admet avoir perçu indûment les prestations, mais qu’il invoque sa bonne foi et les difficultés économiques qu’il rencontrerait en cas de remboursement, il doit présenter une demande de remise au sens des art. 3 à 5 OPGA (ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11). L’art. 4 al. 4 OPGA prévoit que la demande de remise doit être présentée par écrit. Elle doit être motivée, accompagnée des pièces nécessaires et déposée au plus tard trente jours à compter de l’entrée en force de la décision de restitution. 5. a) En l'espèce, les conditions d'une reconsidération, au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, sont remplies, ce qui n'est au demeurant pas remis en cause par les parties. En effet, la décision du 14 août 2018 d'octroi des allocations familiales est manifestement erronée, dans la mesure où l'intimée, d'une part, avait été informée que F.________ (soit le second parent) n'exerçait pas d'activité lucrative, alors qu'en réalité, celle-ci travaillait, à tout le moins, depuis le mois de juillet 2018. D'autre part, l'intimée ignorait que la garde des deux enfants avait été confiée à la mère et qu'ils étaient légalement domiciliés chez elle. De même, la rectification revêt une importance notable, s'agissant du droit au versement de prestations en espèce. Par conséquent, la voie de la restitution est ouverte à l'intimée. b) S'agissant de la détermination de l'ayant-droit des allocations familiales, les deux parents exercent en l'occurrence une activité lucrative et bénéficient de l'autorité parentale, de sorte que les art. 7 al. 1 let. a et let. b LAFam ne permettent pas de déterminer lequel des deux parents bénéficie d'un droit prioritaire.”
Pour un réexamen (reconsidération) au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, il est nécessaire que la décision soit «manifestement erronée» et que sa rectification soit «d'une importanÎ considérable». Dans le cadre des recouvrements (p. ex. de prestations complémentaires indûment perçues), la jurisprudenÎ relève que le recouvrement doit être réglé par une décision appropriée et peut nécessiter une révision ou une reconsidération de l'octroi initial.
“1 LPCC, le revenu déterminant est calculé conformément aux règles fixées dans la loi fédérale et ses dispositions d'exécution, moyennant certaines adaptations, notamment : les prestations complémentaires fédérales sont ajoutées au revenu déterminant (let. a) et en dérogation à l'art. 11 al. 1 let. c LPC, la part de la fortune nette prise en compte dans le calcul du revenu déterminant est de un huitième, respectivement de un cinquième pour les bénéficiaires de rentes de vieillesse, et ce après déduction notamment des franchises prévues par cette disposition (let. c). 7. 7.1 S'agissant de la restitution de prestations complémentaires fédérales, l'art. 25 al. 1 1ère phr. LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l'ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ‑ RS 830.11), énonce que les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l'art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). À cet égard, la jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid.”
Pour les décisions passées en forÎ, le recouvrement de prestations indûment versées n'est possible que si les conditions d'un réexamen (inexactituÞ manifeste et portée importante de la rectification; art. 53 al. 2 LPGA) sont remplies. En revanche, si le paiement a été effectué sur la base d'une décision qui n'est pas passée en forÎ, ces conditions de réexamen ne sont pas requises.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. BGE 150 V 249 E. 3.2; 142 V 259 E. 3.2; 130 V 318 E. 5.2). Bildete jedoch ein nicht rechtskräftiger Entscheid Basis für die zu Unrecht ausbezahlte Invalidenrente, muss kein Grund für eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung vorliegen, um die Rückerstattung zu verlangen (Urteile 8C_106/2024 vom 8. August 2024 E. 4.2; 9C_684/2023 vom 20. Juni 2024 E. 5.1.2; mit weiteren Hinweisen; 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2007 E. 6.2.2).”
Citation: LPGA art. 53 n. 708 L'art. 53 al. 2 ne fonÞ pas une prétention générale au maintien des droits acquis pour les personnes bénéficiant d'une rente de longue durée. En revanche, dans ce cadre de révision ou de réexamen, il est reconnu que, en raison de l'âge avancé ou d'une longue durée de perception de la rente, l'exigibilité d'une réinsertion professionnelle autonome disparaît en règle générale ; cela n'entraîne toutefois pas un droit général au maintien des droits acquis.
“Im Bereich der Wiedereingliederung nach langjährigem Rentenbezug wurden die beiden Abgrenzungskriterien (55+ und 15+) analog übernommen. Dies bedeutet nun allerdings nicht, dass die darunter fallenden Rentner/innen in dem revisions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) bzw. gegebenenfalls wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) Kontext einen Besitzstandsanspruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass - von Ausnahmen abgesehen - aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (SVR 2011 IV Nr. 73 E. 3.5).”
Le retrait / réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumis à aucun délai propre; s'appliquent en revanche les délais pertinents pour le remboursement des prestations.
“La détermination du dies a quo est interprétée de manière restrictive ; le délai de trois ans commence à courir dès le moment où l'assureur aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restitution en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger de lui (cf. arrêt du TF 8C_677/2017 du 23 février 2018 consid. 7.1). Aussi, lorsque la restitution est imputable à une faute de l'administration, on ne saurait considérer comme point de départ du délai de l'art. 25 al. 2 LPGA le moment où l'erreur a été commise par l'administration, mais le moment auquel celle-ci aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l'occasion d'un contrôle comptable) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l'attention requise (cf. ATF 148 V 217 consid. 5, 146 V 217 consid. 2.2 ; arrêt du TF 8C_652/2012 du 6 décembre 2012 consid. 6). 4.3 En l'occurrence, il a été démontré que, par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a reconsidéré sa décision d'octroi d'indemnités en application de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. supra consid. 3). Or, la reconsidération n'est soumise à aucun délai ; seuls s'appliquent les délais applicables à la restitution des prestations (cf. supra 4.2.2 s.). Sur ce point, il faut d'abord relever que la jurisprudence non publiée citée par la recourante - qui indique, en évoquant l'art. 67 PA, qu'une date limite à la reconsidération était souhaitable dans l'intérêt de la sécurité du droit (cf. arrêt du TF I 276/04 du 28 juillet 2004 consid. 2.1) - n'est plus d'actualité depuis l'arrêt publié aux ATF 140 V 514 consid. 3 qui tranche sans équivoque possible le point. De plus, même s'il n'est question dans cet arrêt que du seul délai absolu de dix ans de l'art. 67 PA, on ne saisit pas en quoi il pourrait en aller différemment pour le délai relatif de 90 jours. En effet, dans un cas comme dans l'autre, les délais de l'art. 25 al. 2 LPGA suffisent à satisfaire aux exigences du principe de la sécurité du droit (cf. ATF 140 V 514 consid. 3.5). En outre, le renvoi de l'art. 55 LPGA ne peut opérer puisque la PA ne traite pas de la reconsidération - à l'exclusion de l'art.”
Citation: LPGA art. 53 ch. 706 Sont considérés comme «nouveaux» au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, selon la jurisprudenÎ, en général les éléments nouveaux ‘‘inhabituels’’ : il s'agit de faits ou de pièces de preuve qui existaient déjà au moment de la décision ou qui sont intervenus jusqu'au moment où, en procédure principale, il était encore admissible de présenter un exposé factuel, mais qui, malgré une diligenÎ suffisante, n'étaient pas connus du requérant ou n'ont pas pu être fournis. En revanche, l'allégation de faits véritablement nouveaux — c'est‑à‑dire de faits nés seulement après la prise de décision — ne constitue en principe pas un motif de révision.
“September 2020 materiell in der Sache entschieden hat, weitergeleitet worden ist (vgl. Art. 16 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]); dass gemäss Art. 61 lit. i des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches auch im Bereich der Corona-Erwerbsersatzentschädigung anwendbar ist (vgl. Art. 1 der Verordnung vom 20. März 2020 über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus [Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall; SR 830.31]), die Revision von Entscheiden wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen gewährleistet sein muss, wobei die Ausgestaltung des Revisionsverfahrens dem kantonalen Recht überlassen ist (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Art. 61 N. 250); dass der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» gleich auszulegen ist wie bei der Revision formell rechtskräftiger Verfügungen und Einspracheentscheide nach Art. 53 Abs. 1 ATSG und der Revision eines Bundesgerichtsurteils nach Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110); dass diejenigen Tatsachen «neu» sind, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren (unechte Noven); die Geltendmachung echter Noven, also von Tatsachen, die sich erst nach Ausfällung des Urteils, das revidiert werden soll, zugetragen haben, ist ausgeschlossen (Urteil BGer 8C_714/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2 mit weiteren Hinweisen); dass auch der in Art. 53 Abs. 1 ATSG verwendete Begriff «entdecken» betont, dass es sich um neue Tatsachen handeln muss, die im Zeitpunkt der Entscheidfällung bereits vorlagen, indessen (noch) nicht bekannt waren, womit der Gesetzgeber die allgemeine Auffassung übernommen hat, dass der Revisionsgrund voraussetzt, dass die «neue Tatsache» bei Fällung des Entscheids bereits bestanden haben musste (Kieser, Art.”
“Der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss Art. 61 lit. i ATSG ist gleich auszulegen wie bei der (prozessualen) Revision eines Verwaltungsentscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; vgl. SVR 2010 IV Nr. 55 S. 169, Urteile des Bundesgerichts 9C_764/2009 vom 26. März 2009 E. 3.1 mit Hinweisen, 8C_422/2011 vom 5. Juni 2012 E. 4 und 8C_152/2012 vom 3. August 2012 E. 5.1). «Neue» Tatsachen sind solche, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren; es handelt sich somit um unechte Noven. Die Geltendmachung echter Noven, also von Tatsachen, die sich erst nach Ausfällung des Urteils, das revidiert werden soll, zugetragen haben, ist ausgeschlossen. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h., sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer andern Entscheidung zu führen.”
“Gemäss Art. 61 lit. i ATSG muss im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht die Revision von Entscheiden wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel (oder wegen Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen) gewährleistet sein. Der Begriff der neuen Tatsachen oder Beweismittel ist bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss Art. 61 lit. i ATSG gleich auszulegen wie bei der prozessualen Revision eines Verwaltungsentscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG. Neu sind Tatsachen, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Ausgeschlossen ist demgegenüber eine Revision aufgrund echter Noven, mithin aufgrund von Tatsachen oder Beweisen, die erst zu einem Zeitpunkt eingetreten bzw. vorhanden waren, an welchen sie nach den damals anwendbaren Verfahrensregeln nicht mehr vorgebracht werden konnten (ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 7 zu Art. 123 BGG; vgl. auch SUSANNE BOLLINGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 102 zu Art. 61 ATSG). Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst, sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen.”
“Wegen dieser Bindungswirkung der Gerichte ist es ihnen wie auch den Parteien, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind. Dementsprechend hat die kantonale Instanz, die sich erneut mit der Sache auseinanderzusetzen hat, die rechtliche Einschätzung, mit der die Rückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen, ohne dass im Dispositiv ausdrücklich auf die Erwägungen verwiesen wird (vgl. Urteil des BGer 8C_571/2023 vom 29. Februar 2024 E. 5.1 m.w.H.). Die Bindungswirkung steht unter dem Vorbehalt, dass im wieder aufzunehmenden Abklärungsverfahren keine erheblichen neuen Tatsachen entdeckt oder Beweismittel aufgefunden werden, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (prozessuale Revision; vgl. Urteil des BGer 9C_185/2022 vom 2. Mai 2023 E. 3.2 in fine mit Hinweis auf Urteil 8C_152/2012 E. 4.2 m.H.). 5.1.3 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind «neue Tatsachen» im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG, Art. 61 Bst. i ATSG und Art. 123 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110) solche, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren, weshalb es sich somit um unechte Noven handelt. Die Geltendmachung echter Noven, also von Tatsachen, die sich erst nach Ausfällung des Urteils, das revidiert werden soll, zugetragen haben, ist ausgeschlossen. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind.”
“Der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» ist bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gleich auszulegen wie bei der Revision formell rechtskräftiger Verfügungen und Einspracheentscheide nach Art. 53 Abs. 1 ATSG und der Revision eines Bundesgerichtsurteils nach Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) (Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2 m.w.H.). «Neue» Tatsachen sind solche, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren; es handelt sich somit um unechte Noven. Die Geltendmachung echter Noven, also von Tatsachen, die sich erst nach Ausfällung des Urteils, das revidiert werden soll, zugetragen haben, ist ausgeschlossen (Urteil des Bundesgerichts 9F_3/2020 vom 11. März 2020 E. 1.2 mit Hinweisen). Neu sind demnach Tatsachen, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der das Revisionsgesuch stellenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E.”
Citation : LPGA art. 53 n. 705 Lorsqu'un réexamen est effectué par l'organe d'assuranÎ pendant une procédure de recours pendante, il n'entraîne la caducité de la procédure que si la nouvelle décision rendue correspond pleinement aux conclusions présentées dans la procédure de recours. Si la nouvelle décision ne satisfait les demandes que partiellement, le recours doit être poursuivi dans la mesure où il n'est pas devenu sans objet du fait de cette nouvelle décision.
“Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (vgl. Art. 58 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG]). Die – nicht an die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG gebundene (vgl. BGE 107 V 191) – Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung beziehungsweise des angefochtenen Einspracheentscheides während eines hängigen Verfahrens führt nur dann zu dessen Gegenstandslosigkeit, wenn mit der Wiedererwägung den im Beschwerdeverfahren gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen worden ist. Entspricht die nach Wiedererwägung erlassene Verfügung indessen nur teilweise den gestellten Begehren, darf die Beschwerde nicht insgesamt als gegenstandslos betrachten werden; in diesem Fall ist das Beschwerdeverfahren weiterzuführen, soweit es durch die neue Verfügung nicht hinfällig geworden ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_1036/2012 vom 21. Mai 2013 E. 3.3 und 8C_526/2012 vom 19. September 2012 E. 4.2 mit Hinweis; vgl. BGE 127 V 228 E. 2b/bb mit Hinweisen).”
L'interprétation du terme «manifestement erroné» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA est une question de droit que le Tribunal fédéral examine librement. Les constatations de fait qui servent de base à l'appréciation de cette notion juridique indéterminée sont en revanche de nature factuelle et ne peuvent être vérifiées que pour erreur manifeste ou incomplétuÞ.
“Die Feststellungen, die der Beurteilung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zweifellosen Unrichtigkeit zugrunde liegen, sind tatsächlicher Natur und folglich nur auf offensichtliche Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit hin überprüfbar (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Dagegen ist die Auslegung (Konkretisierung) des Begriffs der zweifellosen Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht frei beurteilt. Ob die Verwaltung im Rahmen der ursprünglichen Verfügung den Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.) und andere bundesrechtliche Vorschriften beachtet hat, ist eine frei überprüfbare Rechtsfrage (Urteile 8C_597/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 3.2 und 8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).”
“Die Feststellungen, die der Beurteilung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zweifellosen Unrichtigkeit zugrunde liegen, sind tatsächlicher Natur und folglich nur auf offensichtliche Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit hin überprüfbar (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Dagegen ist die Auslegung (Konkretisierung) des Begriffs der zweifellosen Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht frei beurteilt. Ob die Verwaltung im Rahmen der ursprünglichen Verfügung den Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.) und andere bundesrechtliche Vorschriften beachtet hat, ist eine frei überprüfbare Rechtsfrage (Urteile 8C_597/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 3.2; 8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen). Sodann beziehen sich die gerichtlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit auf eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2). Ebenso betrifft die konkrete Beweiswürdigung eine Tatfrage. Um frei überprüfbare Rechtsfragen geht es hingegen, soweit die unvollständige Feststellung rechtserheblicher Tatsachen, die Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes und die Anforderungen an den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten beanstandet werden (statt vieler: Urteil 8C_153/2021 vom 10. August 2021 E. 1.3).”
“Die Feststellungen, die der Beurteilung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zweifellosen Unrichtigkeit zugrunde liegen, sind tatsächlicher Natur und folglich nur auf offensichtliche Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit hin überprüfbar (E. 2 vorne). Dagegen ist die Auslegung (Konkretisierung) des Begriffs der zweifellosen Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht frei beurteilt. Ob die Verwaltung im Rahmen der ursprünglichen Verfügung den Untersuchungsgrundsatz und andere bundesrechtliche Vorschriften beachtet hat, ist eine frei überprüfbare Rechtsfrage (Urteile 8C_426/2023 vom 16. April 2024 E. 3.4; 8C_597/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 3.2; 8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 703 Les faits ou moyens de preuve nouveaux et importants doivent en principe être invoqués dans les 90 jours suivant leur découverte (délai de péremption relatif) ; il existe en outre un délai absolu de dix ans à compter de l'ouverture/notification de la décision. Le délai de 90 jours ne commenÎ à courir que lorsque la partie a une «connaissanÎ certaine» de la nouvelle circonstanÎ ou du nouveau moyen de preuve (principe de la bonne foi) ; de simples présomptions ne suffisent pas. Dans les cas nécessitant des investigations plus longues, le délai peut être accordé à condition que l'organisme d'assuranÎ notifie en temps utile les résultats de la révision ou le motif de la révision et qu'il effectue les investigations nécessaires dans un délai utile/approprié (aménagements procéduraux particuliers possibles, notamment dans la pratique de l'AI).
“sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2007, U 68/06, E. 2.2 mit Hinweisen). Die neuen Tatsachen oder Beweismittel im oben umschriebenen Sinn sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2011, 8C_434/2011, E. 3 mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 38 ff. zu Art. 53 ATSG). Besonderheiten können sich ergeben, wenn der Revisionstatbestand länger dauernde Abklärungen erforderlich macht. Nach der Rechtsprechung reicht es hier aus, dass der Versicherungsträger der versicherten Person den Revisionsgrund und die (voraussichtliche) Abänderung der Verfügung fristgerecht anzeigt und die erforderlichen Abklärungen innert nützlicher Frist nachholt; es kann sich auch so verhalten, dass überhaupt die 90-tägige Frist erst zu laufen beginnt, wenn die erforderlichen Abklärungen (zielgerichtet) durchgeführt wurden bzw. mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätten vorgenommen werden können. Nach der Rechtsprechung bildet namentlich ein Observationsbericht für sich allein noch keine sichere Basis für”
“Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers. Ainsi, il ne suffit pas qu'un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits. Il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs. Pour justifier la révision d'une décision, il ne suffit pas que le médecin ou l'expert tire ultérieurement, des faits connus au moment du jugement principal, d'autres conclusions que l'administration ou le tribunal. Il n'y a pas non plus motif à révision du seul fait que l'administration ou le tribunal paraît avoir mal interprété des faits connus déjà lors de la procédure principale. L'appréciation inexacte doit être, bien plutôt, la conséquence de l'ignorance ou de l'absence de preuve de faits essentiels pour la décision (ATF 127 V 353 consid. 5b p. 358 et les références ; arrêts TF 9C_589/2013 du 2 mai 2014 consid. 4.2 et 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3) 6.3. L'art. 53 LPGA ne prévoit pas de délai pour procéder à une révision procédurale ou à une reconsidération d'une décision. Dès lors, il convient de faire application des principes figurant à l'art. 67 al. 1 et 2 de la loi du 20 décembre 1986 sur la procédure administrative (PA, RS 172.021) en vertu du renvoi figurant à l'art. 55 al. 1 LPGA. Cette disposition correspond au demeurant à un principe général du droit. Par conséquent, un délai relatif de 90 jours doit être respecté, qui commence à courir à la découverte du motif de recours (arrêt TF I 8/05 du 31 janvier 2006 consid. 4.2 et les références citées). En outre, un délai absolu de dix ans s'applique, dont le cours commence à l'ouverture de la décision (Kieser, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4e éd., 2020, n. 39 ad. art. 53 LPGA; Moser-Szeless, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 60ss ad art. 53). Néanmoins, des circonstances particulières peuvent survenir si les faits faisant l'objet du recours nécessitent des éclaircissements plus longs.”
“Februar 2013, 9C_955/2012, E. 3.1 mit Hinweisen). Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2007, U 68/06, E. 2.2 mit Hinweisen). 4.2 Die neuen Tatsachen oder Beweismittel im oben umschriebenen Sinn sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG] vom 20. Dezember 1968 in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2011, 8C_434/2011, E. 3 mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 38 ff. zu Art. 53 ATSG). Die relative 90-tägige Frist beginnt erst zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist (Kieser, a.a.O., Rz. 40 f. zu Art. 53 ATSG mit weiteren Hinweisen). 5.1 In ihrer leistungsablehnenden Mitteilung vom 4. Januar 2011 stützte sich die IV-Stelle bei der Beurteilung des medizinischen”
“53 LPGA con rinvii dottrinali; Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 2020, n. 36 ad art. 53 LPGA). Per costante giurisprudenza, i fatti nuovi e nuovi mezzi di prova devono essere fatti valere, di principio, entro novanta giorni dalla loro scoperta (termine relativo), rispettivamente entro dieci anni dalla notifica della decisione (termine assoluto); trattasi di termini di perenzione. Il termine di novanta giorni inizia a decorrere con la conoscenza certa del fatto nuovo o del nuovo mezzo di prova secondo il principio della buona fede ed è salvaguardato se il richiedente presenta una richiesta di revisione processuale o se l’assicuratore emana una decisione entro tale termine (nell’assicurazione invalidità è sufficiente il preavviso) (STF 9C_457/2022 del 3 aprile 2023 consid. 3.2. e seg.; Forster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrechts, in: RBS 2021, n. 14 e 16 ad art. 53 LPGA; Flückiger, op. cit., n. 47-54 ad art. 53 LPGA; Kieser, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA e Mächler, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, n. 1 e seg. ad art. 67 PA). 2.5. 2.5.1. In concreto, con giudizio dell’8 marzo 2024 il TCA aveva confermato la valutazione medica effettuata dall’Ufficio AI, conferendo piena valenza probatoria alla perizia pluridisciplinare che ha accertato un’incapacità lavorativa del 20% dal 2 ottobre 2019 ad agosto 2020 e del 30% da settembre 2020 (STCA 32.2023.109 consid. 1.3., 2.6.1.-2.6.3.). Il ricorso interposto dall’assicurata contro la citata sentenza cantonale è stato dichiarato inammissibile dal Tribunale federale (cfr. supra consid. 1.3.). L’assicurata ha presentato un’istanza di revisione della pronunzia cantonale, adducendo circostanze e producendo mezzi di prova che, a mente sua, ne giustificano la correzione. Questo Giudice, chiamato a verificare se con l’istanza del 12 giugno 2024 RI 1 ha provato l’esistenza di motivi di revisione, non ravvisa alcun motivo per mettere in dubbio la STCA 32.”
Citation : LPGA art. 53 n. 702 Une rectification au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA est envisageable lorsque la décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Dans la décision citée, un montant total à récupérer de 9 384 francs a été considéré comme une telle « importanÎ considérable ».
“L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) En l’occurrence, il résulte du considérant précédent que c’est de manière manifestement erronée que la Caisse a alloué des prestations complémentaires à A.H.________ de mai 2022 à août 2023, étant donné que la fortune de sa mère dépassait 100'000 fr. et excluait dès lors un éventuel droit à des prestations complémentaires. La rectification des décisions d’octroi de prestations complémentaires à A.H.________ revêt en outre une importance notable au vu des montants touchés, lesquels s’élèvent à un total de 9'384 francs. Les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA sont par conséquent remplies en l’occurrence. 6. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision sur opposition litigieuse confirmée. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA), ni d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause et a procédé sans mandataire qualifié (art. 61 let. g LPGA ; ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision sur opposition rendue le 17 octobre 2023 est confirmée. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens. La présidente : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ M. B.H.________ (pour A.H.________) ‑ Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS, - Office fédéral des assurances sociales, par l'envoi de photocopies.”
Pour les décisions fondées sur des transactions, en raison de leur caractère transactionnel, il convient d'appliquer des exigences plus élevées à un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Une application manifestement erronée du droit reste toutefois susceptible d'être retirée même si la décision repose sur une proposition de transaction.
“Die Befugnis zum Abschluss eines Vergleichs ermächtigt die Behörde nicht, bewusst eine gesetzwidrige Vereinbarung zu schliessen, also von einer von ihr als richtig erkannten Gesetzesanwendung im Sinne eines Kompromisses abzuweichen. Ist der Vergleich im Gesetzesrecht zugelassen, so wird aber damit den Parteien bei ungewisser Sach- oder Rechtslage die Befugnis eingeräumt, ein Rechtsverhältnis vertraglich zu ordnen, um die bestehende Rechtsunsicherheit zu beseitigen. Dabei und damit wird in Kauf genommen, dass der Vergleichsinhalt von der Regelung des Rechtsverhältnisses abweicht, zu der es bei umfassender Klärung des Sachverhalts und der Rechtslage allenfalls gekommen wäre. Ein Vergleich ist somit zulässig, soweit der Verwaltung ein Ermessensspielraum zukommt sowie zur Beseitigung rechtlicher und/oder tatsächlicher Unklarheiten (BGE 140 V 77 E. 3.2.1 S. 80). Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen (BGE 140 V 77 E. 3.2.2 S. 81).”
“Nach Lage der Akten belegt und unbestritten (Urk. 2 S. 7) ist, dass die Rentenzusprechung materiell vergleichsweise erfolgte, sie wurde jedoch in die Form einer Verfügung gekleidet (Urk. 8/1042). Der Umstand, dass sich die Verfügung auf einen Vergleich stützte, ändert nichts daran, dass die Voraussetzungen der Wiedererwägung hinsichtlich der rentenzusprechenden Verfügung erfüllt sind, da die Verwaltung im Rahmen eines Vergleichs keine rechtswidrige Vereinbarung abschliessen darf. Eine unterbliebene Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs der Beschwerden zum Unfallereignis nach dem damals massgebenden BGE 117 V 359 basiert nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf einer falschen Rechtsanwendung und ist als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zu qualifizieren ist, selbst wenn die Verfügung auf einem Vergleichsvorschlag beruhte (in BGE 149 V 91 nicht publizierte E. 6.3 des Urteils des Bundesgerichts 8C_616/2022 vom 15. März 2023; E. 1.9.2 vorstehend).”
Citation : LPGA art. 53 n. 700 Pour la récupération de prestations attribuées de manière définitive — lorsqu'il s'agit de la naissanÎ d'une action en restitution fondée sur une décision formellement définitive — la révision procédurale prévue à l'art. 53 al. 1 LPGA s'applique : une révision est possible lorsque, après l'édiction de la décision, des faits ou des éléments de preuve nouveaux et importants sont découverts, dont la production n'avait pas été possible auparavant. Les décisions rendues en procédure informelle peuvent alors être traitées de la même manière si elles présentent un caractère matériel de décision et, de ce fait, une stabilité juridique comparable.
“Gleich zu behandeln sind die Geschäftsführenden einer GmbH, besteht doch für diese eine praktisch identische Regelung der unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben wie für die Verwaltungsräte einer Aktiengesellschaft (Art. 810 OR; Urteile des Versicherungsgerichts vom 31. Oktober 2011, AVI 2010/94, E. 1.2, und des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2010, 8C_1000/2010). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach Entrichtung der einzelnen Leistung (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen und vorliegend anwendbaren Fassung). Die mit einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichteten Leistungen sind nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn die für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweis). Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Art. 53 N 52). Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenversicherung, die – wie im vorliegenden Fall – nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiellen Verfügungscharakter auf (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1.”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 699 S'il n'existe aucun droit à des prestations ou si celui-ci a déjà été définitivement nié, une demanÞ de révision procédurale fondée sur l'art. 53 al. 1 LPGA est exclue ou n'aurait aucune incidenÎ sur le résultat.
“Im Wesentlichen dasselbe gilt für das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin habe eine Revision der Verfügung vom 19. September 2011 nach Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Unrecht verweigert sowie das Begehren um Feststellung des Rentenbeginns. Da die Beschwerdeführerin wie ausgeführt ohnehin keinen Anspruch auf eine ordentliche oder ausserordentliche Rente hat, würde auch eine Revision Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG nichts ändern. Dass sich die Festlegung eines Rentenbeginns bei fehlendem Anspruch erübrigt, ist selbsterklärend.”
“Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin keine Revisionsgründe im Sinne neuer Tatsachen oder Beweismittel gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG beigebracht. Die prozessuale Revision des Einspracheentscheides vom 11. August 2017, mit dem der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin aus der Unfallversicherung bereits rechtskräftig abgeurteilt wurde, ist damit ausgeschlossen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Das Gericht erkennt:”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n. 698 Pour le remboursement des prestations indûment perçues, il convient de vérifier si les conditions d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA sont réunies. Selon la jurisprudenÎ constante, cela suppose que la personne assurée ou l'organisme payeur découvre, après l'édiction de la décision, des faits nouveaux importants ou des éléments de preuve dont la production n'était auparavant pas possible ; ce n'est que si ces conditions sont remplies que le remboursement peut être demandé.
“4 et 5 OPGA traitent respectivement de la remise et de la situation difficile. Au regard de l'art. 25 LPGA et de la jurisprudence y relative, la procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et des dispositions particulières du RAI et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 OPGA; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 3.2. En l'espèce, les conditions d'une reconsidération sont clairement données, puisque la décision précédemment rendue le 16 août 2019 prévoyait l'octroi d'une prestation pour enfant en sus de l'indemnité journalière, alors que, dès le 1er octobre 2019, cette prestation n'était plus due, ce qui implique que la décision en question était manifestement erronée dès cette date.”
“Le grief d’une "constatation inexacte de l’absence de couverture du cas d’assurance", formulé par l’assuré, selon lequel Generali, en l’absence d’une couverture d’assurance-accidents, aurait dû lui accorder sa couverture d’assurance perte de gain maladie en vertu de l’art. 70 LPGA, tombe dès lors à faux, étant précisé qu’un éventuel litige portant sur les prétentions de l’assuré découlant de cette dernière police LCA ne serait au demeurant pas du ressort de la Cour de céans. 10.4. C’est dès lors à bon droit que Generali a considéré que, bien qu’ayant déjà avancé à tort (cf. supra) des prestations LAA à titre provisoire, elle n’aurait en définitive pas été tenue de le faire. Sa décision sur opposition attaquée doit ainsi être confirmée sur ce point également. 11. Reste enfin à statuer sur la question de savoir si l’avance des prestations LAA qu’a faite Generali était manifestement erronée et dès lors sujette à reconsidération. 11.1. Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2; 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5; et les références citées). A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3; 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1; et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid.”
“Si l'attitude de l'assuré - qui doit être qualifiée de participation à une rixe ou à une bagarre - n'apparaît pas comme une cause essentielle de l'accident, l'assureur-accidents n'est pas autorisé à réduire ses prestations d'assurance. Il faut que le comportement à sanctionner soit propre, selon le cours ordinaire des choses et l'expérience générale de la vie, à provoquer une atteinte à la santé du genre de celle qui s'est produite. A cet égard, les diverses phases d'une rixe, respectivement d'une bagarre, forment un tout et ne peuvent pas être considérées indépendamment l'une de l'autre (arrêt TF 8C_773/2021 précité consid. 3.2.2). 4. Règles relatives à la restitution de prestations versées à tort 4.1. Selon l'art. 25 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2; 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5; et les références citées). A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 4.2. La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes : une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art.”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
Le recouvrement se fait en principe de manière graduée : il convient d'examiner d’abord, conformément à l’art. 53 LPGA, si la perception des prestations est irrégulière (révision ou réexamen). S’ensuit, le cas échéant, une décision portant sur le remboursement des prestations (en principe fondée sur l’art. 25 LPGA). Enfin, le cas échéant, une décision relative à une remise ou à une atténuation peut être prise.
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.4 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. 2.5 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprüfungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss/Daniela Thurn-herr/Denise Brühl-Moser, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision procédurale de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.2 et les références). La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). 3. Question litigieuse Se fondant sur de nouveaux éléments portés à sa connaissance, la Caisse a d’abord procédé à un nouveau calcul des PC en tenant compte d’un revenu supplémentaire à celui déclaré pour les années 2018 à 2021 et exigé sur cette base la restitution d’une partie des montants versés durant ces quatre années.”
“Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (al. 2). L'obligation de restituer des prestations indûment touchées et son étendue dans le temps a pour but simplement de rétablir l'ordre légal après la découverte du motif justifiant la reconsidération ou la révision procédurale de la décision initiale d'octroi de prestations (ATF 122 V 134 consid. 2 d-e ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 consid. 5.1). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). En vertu de l'art. 53 LPGA, intitulé « révision et reconsidération », les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cette disposition de la LPGA consacrée à la « révision et reconsidération » s'inscrit dans la thématique de la modification des décisions entrées en force de chose décidée, soit celles qui ne sont plus susceptibles d'un recours ordinaire (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n° 1 et 25 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). Si la révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l'inexactitude initiale d'une décision (« anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit » ; Ueli KIESER / Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5e éd.”
En cas de suspension conservatoire des prestations, ou lorsque l'administration agit en vue d'un retour au sens de l'art. 53 LPGA, elle doit motiver dans la décision en quoi il existe un titre de retour au sens de l'art. 53 LPGA ou un soupçon fondé d'obtention indue.
“hiervor ausgeführt, ist für die vorsorgliche Einstellung von Sozialversicherungsleistungen vorausgesetzt, dass der begründete Verdacht einer unrechtmässigen Erwirkung besteht. Ob ein solcher Verdacht bereits angenommen werden kann, wenn die Aufhebung einer akzessorischen Leistung in einem Vorbescheid in Aussicht gestellt wird, ist fraglich. Indem sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung darauf beschränkte, auf den Vorbescheid vom 6. September 2023 hinzuweisen, ist sie jedenfalls ihrer Pflicht, aufzuzeigen, ob die Voraussetzungen für eine vorsorgliche Leistungseinstellung im konkreten Fall erfüllt sind, nicht nachgekommen. Der angefochtenen Verfügung selbst sind keinerlei diesbezüglichen Ausführungen zu entnehmen. Erst in ihrer Vernehmlassung vom 23. November 2023 erläuterte die Beschwerdegegnerin ihren Standpunkt, dass aufgrund der Ausführungen der IV-Stelle im Vorbescheid ein Rückkommenstitel gemäss Art. 53 ATSG im Raum stehe, weshalb der Verdacht der unrechtmässigen Erwirkung begründet sei.”
RéférenÎ: LPGA art. 53 n. 695 Pour les paiements périodiques de rentes en cours, la rectification d'un seul mois peut être considérée comme ayant une «importanÎ considérable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA lorsque le montant du mois en question est substantiel (dans la décision citée, p. ex. Fr. 818.— pour janvier 2023).
“4 La capacité de gain suit les mêmes fluctuations de taux que le revenu avec handicap, si bien qu’elle s’élève à 0% du 1er février 2017 au 20 avril 2018, à 50% du 21 avril 2018 au 1er septembre 2019 et à 70% à partir du 2 septembre 2019. Il en résulte ainsi le droit à une rente entière du 1er mai 2017 au 31 juillet 2018, puis à une demi-rente du 1er août 2018 jusqu’à la cessation de cette prestation au 1er janvier 2023. 7. Il convient enfin de se prononcer sur la demande de restitution formulée dans la seconde décision contestée du 13 janvier 2023. 7.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 147 V 417 c. 4.2, 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 7.2 En l’espèce, les conditions posées à une reconsidération du versement de la rente pour janvier 2023 sont réunies, puisque ce paiement est manifestement erroné au vu de la suppression de la rente au 1er janvier 2023 et de l’importance notable que revêt cette rectification d'une prestation périodique (Fr. 818.- alloués pour ledit mois; voir ATF 119 V 475 c. 1c; TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 c. 5). L’assurée ne contestait au reste cette restitution que parce qu’elle s’estimait en droit de prétendre à la poursuite du versement d’une rente entière au-delà du 1er août 2018 ou, à tout le moins, à ce que sa cause continue d’être instruite par l’intimé. A mesure qu’elle succombe dans les conclusions prises dans son recours contre la décision de rente du 21 novembre 2022, elle échoue donc également à faire aboutir celles formulées à l’appui de son second recours dirigé contre la décision de restitution du 13 janvier 2023.”
Pour les demandes de recouvrement de prestations déjà versées (p. ex. indemnités journalières, soins), la récupération est subordonnée à l'existenÎ d'un titre permettant le recouvrement. Les faits ou éléments de preuve nouvellement découverts au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent être invoqués dans les 90 jours suivant leur découverte ; de plus, s'applique un délai absolu de 10 ans à compter de la notification de la décision ou de la décision sur l'opposition. S'il n'existe que des indices sérieux, des investigations approfondies doivent préalablement être effectuées ; le délai relatif de 90 jours ne commenÎ à courir que lorsqu'il existe une connaissanÎ certaine du nouveau fait important ou de l'élément de preuve décisif.
“Nach Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Rechtsprechungsgemäss gehören Heilbehandlungen und Taggelder nicht zu den Dauerleistungen nach Art. 17 Abs. 2 ATSG. Der Versicherungsträger kann deshalb diese Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund „ex nunc et pro futuro“ einstellen etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen; etwas Anderes gilt für jene Fälle, in denen der Versicherungsträger die zu Unrecht erbrachten Leistungen zurückfordert (BGE 133 V 57 E. 6.8). Eine Rückforderung bereits erbrachter Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen ist demnach an die Voraussetzung eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung [wegen zweifelloser Unrichtigkeit der Leistungserbringung und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 1 ATSG] oder prozessuale Revision [wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 2 ATSG]) geknüpft (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_987/2010 vom 24. August 2011 E. 3.3.1). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1). Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_896/2011 vom 31.”
“Nach Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) ist das Revisionsbegehren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der Beschwerdeinstanz innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des Beschwerdeentscheides schriftlich einzureichen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese zehnjährige Frist auf die prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil 8C_718/2016 vom 21. August 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Ganz allgemein werden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung die Fristen, die Art. 67 VwVG für die Revision von Beschwerdeentscheiden vorsieht, auch auf erstinstanzliche Verfügungen angewendet (Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2010 vom 25. August 2010 E. 4.1 mit Hinweis). Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen (BGE 143 V 105 E.”
“Nach Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) ist das Revisionsbegehren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der Beschwerdeinstanz innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des Beschwerdeentscheides schriftlich einzureichen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese zehnjährige Frist auf die prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil 8C_718/2016 vom 21. August 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Ganz allgemein werden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung die Fristen, die Art. 67 VwVG für die Revision von Beschwerdeentscheiden vorsieht, auch auf erstinstanzliche Verfügungen angewendet (Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2010 vom 25. August 2010 E. 4.1 mit Hinweis). Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen (BGE 143 V 105 E.”
Pour les prestations fondées sur une décision formellement passée en forÎ de chose jugée, un recouvrement n'est possible que si sont réunies les conditions du réexamen (LPGA art. 53 al. 2 : en cas d'erreur manifeste et si sa correction est d'une importanÎ considérable) ou de la révision procédurale (LPGA art. 53 al. 1).
“-, le jugement de la cause incombe à la Cour des affaires de langue française du TA, dans sa composition ordinaire de trois juges (art. 54 al. 1 let. c et art. 56 al. 1 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l'organisation des autorités judiciaires et du Ministère public [LOJM, RSB 161.1]). 1.5 Le TA examine librement la décision sur opposition et n'est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et art. 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 147 V 417 c. 4.2, 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.2 Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (art. 25 al. 2 LPGA). Le délai de péremption relatif de trois ans ne commence pas à courir dès le premier versement erroné d'une prestation. Par les termes "après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait", il faut comprendre le moment où celle-ci aurait dû se rendre compte, en faisant preuve de l’attention raisonnablement exigible, que les conditions en vue d'une restitution étaient réunies ou, en d'autres termes, le moment auquel l'assureur aurait dû se rendre compte du principe, de l'étendue et du destinataire de la créance en restitution (ATF 148 V 217 c.”
Citation : LPGA, art. 53 ch. 692 La révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA intervient typiquement dans les cas où, postérieurement, apparaissent des faits ou des éléments de preuve essentiels qui n'ont pas pu être produits antérieurement. La jurisprudenÎ permet d'illustrer, à titre d'exemples, les situations suivantes : la correction formelle d'ordonnances d'exécution tacites erronées ; la reconnaissanÎ de périodes de cotisations étrangères plus longues ; des impositions fiscales définitives ou des données fiscales/patrimoniales communiquées ultérieurement entraînant un recalcul ; ainsi que des modifications des données de personnel/de paie connues par la suite. Le retrait ultérieur ou la révocation de l'autorisation d'exploitation d'un institut d'expertise a également été reconnu comme motif objectif de révision. Ces exemples ne sont pas exhaustifs, mais illustrent l'éventail des configurations pertinentes pour l'art. 53 al. 1 LPGA.
“Als die Beschwerdegegnerin (respektive die intern zuständige Ausgleichskasse) gegen Ende des Jahres 2018 festgestellt hat, dass die (längst aufgehobene) Rentenverfügung vom 10. September 2015 in ihrem „AHV-rechtlichen Teil“ an einem Fehler gelitten hatte und dass damit auch die stillschweigende Vollzugsanordnung, laut der jene Rentenleistungen auf Zusehen hin im vollen Umfang auszurichten seien, und die Verfügung vom 13. September 2017 am selben Fehler litten, hat sie deshalb nicht formlos die Rentenzahlungen (rückwirkend) reduziert, sondern sie hat zu Recht eine förmliche Korrekturverfügung erlassen. Weil es sich um einen beim konkludenten „Erlass" der stillschweigenden Vollzugsanordnung begangenen und beim Erlass der Verfügung vom 13. September 2017 wiederholten Fehler gehandelt hat, die stillschweigende Vollzugsanordnung und die diese Anordnung ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 also von Beginn weg fehlerhaft gewesen sind, ist als Korrekturinstrument nur eine sogenannt prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage gekommen. Die Beschwerdegegnerin hat sich sinngemäss auf den Standpunkt gestellt (vgl. IV-act. 190), dass es sich bei der angefochtenen Korrekturverfügung vom 31. Januar 2019 um eine sogenannt prozessuale Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG aufgrund einer „neuen“ (eigentlich: neu entdeckten) Tatsache handle. Da dieses Beschwerdeverfahren eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit bezweckt, muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen, was bedeutet, dass sich der Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens auf die Frage beschränkt, ob die Korrektur der ursprünglichen stillschweigenden Vollzugsanordnung und der Verfügung vom 13. September 2017 mittels einer sogenannt prozessualen Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtmässig gewesen ist. Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat.”
“September 2017 wiederholten Fehler gehandelt hat, die stillschweigende Vollzugsanordnung und die diese Anordnung ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 also von Beginn weg fehlerhaft gewesen sind, ist als Korrekturinstrument nur eine sogenannt prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage gekommen. Die Beschwerdegegnerin hat sich sinngemäss auf den Standpunkt gestellt (vgl. IV-act. 190), dass es sich bei der angefochtenen Korrekturverfügung vom 31. Januar 2019 um eine sogenannt prozessuale Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG aufgrund einer „neuen“ (eigentlich: neu entdeckten) Tatsache handle. Da dieses Beschwerdeverfahren eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit bezweckt, muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen, was bedeutet, dass sich der Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens auf die Frage beschränkt, ob die Korrektur der ursprünglichen stillschweigenden Vollzugsanordnung und der Verfügung vom 13. September 2017 mittels einer sogenannt prozessualen Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtmässig gewesen ist. Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat. Zunächst ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt gewesen sind. Aus den Akten geht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hervor, dass die Beitragsdauer der Beschwerdeführerin im Herkunftsland länger gewesen ist, als die Beschwerdegegnerin respektive die intern zuständige Ausgleichskasse zunächst angenommen hat, und dass folglich von einer kürzeren schweizerischen Beitragsdauer ausgegangen werden muss. Die Vollzugsanordnung hat also von Beginn weg auf der falschen Sachverhaltsannahme beruht, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitraum keine ausländischen Beitragszeiten erfüllt habe.”
“September 2015 in ihrem „AHV-rechtlichen Teil“ an einem Fehler gelitten hatte und dass damit auch die stillschweigende Vollzugsanordnung, laut der jene Rentenleistungen auf Zusehen hin im vollen Umfang auszurichten seien, und die Verfügung vom 13. September 2017 am selben Fehler litten, hat sie deshalb nicht formlos die Rentenzahlungen (rückwirkend) reduziert, sondern sie hat zu Recht eine förmliche Korrekturverfügung erlassen. Weil es sich um einen beim konkludenten „Erlass" der stillschweigenden Vollzugsanordnung begangenen und beim Erlass der Verfügung vom 13. September 2017 wiederholten Fehler gehandelt hat, die stillschweigende Vollzugsanordnung und die diese Anordnung ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 also von Beginn weg fehlerhaft gewesen sind, ist als Korrekturinstrument nur eine sogenannt prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage gekommen. Die Beschwerdegegnerin hat sich sinngemäss auf den Standpunkt gestellt (vgl. IV-act. 190), dass es sich bei der angefochtenen Korrekturverfügung vom 31. Januar 2019 um eine sogenannt prozessuale Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG aufgrund einer „neuen“ (eigentlich: neu entdeckten) Tatsache handle. Da dieses Beschwerdeverfahren eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit bezweckt, muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen, was bedeutet, dass sich der Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens auf die Frage beschränkt, ob die Korrektur der ursprünglichen stillschweigenden Vollzugsanordnung und der Verfügung vom 13. September 2017 mittels einer sogenannt prozessualen Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtmässig gewesen ist. Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat. Zunächst ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt gewesen sind.”
“Als die Beschwerdegegnerin (respektive die intern zuständige Ausgleichskasse) gegen Ende des Jahres 2018 festgestellt hat, dass die (längst aufgehobene) Rentenverfügung vom 10. September 2015 in ihrem „AHV-rechtlichen Teil“ an einem Fehler gelitten hatte und dass damit auch die stillschweigende Vollzugsanordnung, laut der jene Rentenleistungen auf Zusehen hin im vollen Umfang auszurichten seien, und die Verfügung vom 13. September 2017 am selben Fehler litten, hat sie deshalb nicht formlos die Rentenzahlungen (rückwirkend) reduziert, sondern sie hat zu Recht eine förmliche Korrekturverfügung erlassen. Weil es sich um einen beim konkludenten „Erlass" der stillschweigenden Vollzugsanordnung begangenen und beim Erlass der Verfügung vom 13. September 2017 wiederholten Fehler gehandelt hat, die stillschweigende Vollzugsanordnung und die diese Anordnung ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 also von Beginn weg fehlerhaft gewesen sind, ist als Korrekturinstrument nur eine sogenannt prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage gekommen. Die Beschwerdegegnerin hat sich sinngemäss auf den Standpunkt gestellt (vgl. IV-act. 190), dass es sich bei der angefochtenen Korrekturverfügung vom 31. Januar 2019 um eine sogenannt prozessuale Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG aufgrund einer „neuen“ (eigentlich: neu entdeckten) Tatsache handle. Da dieses Beschwerdeverfahren eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit bezweckt, muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen, was bedeutet, dass sich der Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens auf die Frage beschränkt, ob die Korrektur der ursprünglichen stillschweigenden Vollzugsanordnung und der Verfügung vom 13. September 2017 mittels einer sogenannt prozessualen Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtmässig gewesen ist. Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 deuxième phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 OPGA; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; arrêts TF C 330/05 du 11 avril 2006 in DTA 2006 p. 218 consid. 3 et C 80/05 du 3 février 2006 in DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. En vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 4. Est en l'espèce litigieuse la question de savoir si la recourante doit restituer un montant de CHF 2'008.30, au motif que la Caisse a recalculé à la baisse le montant des allocations de maternité sur la base de la communication fiscale du revenu effectivement réalisé en 2018. 4.1. Il convient tout d'abord d'examiner la procédure suivie par la Caisse. 4.1.1. Dans un précédent arrêt, la Cour de céans avait retenu que le calcul des allocations de maternité repose, par la volonté clairement exprimée du législateur, sur la LAVS, en particulier sur le système de fixation des cotisations personnelles des indépendants (arrêt TC 605 2012 36 du 12 février 2014 consid.”
“Ce n'était dès lors qu'à partir de la communication par l'autorité fiscale des taxations définitives en novembre 2018 que la caisse de compensation avait été en mesure de réclamer, conformément à l'art. 39 RAVS, l'arriéré des cotisations sociales dues. Le recourant admettait par ailleurs la réalisation des conditions d'une révision (procédurale) au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Dans la même logique, dès lors qu'elle était fondée à réclamer les cotisations sociales sur l'ensemble des revenus du recourant des années 2005 à 2007, la juridiction cantonale a considéré que c'est à bon droit que la caisse de compensation avait facturé des intérêts moratoires.”
“Le formulaire de demande de soutien à l’activité indépendante est en effet daté du 18 août 2020. Le dossier ne comportait par ailleurs aucun indice qui aurait pu ou dû inciter la CCNAC à procéder à des vérifications au sujet de cette activité indépendante. Dans ces circonstances, on ne peut considérer que l’octroi des prestations jusqu’au 13 juillet 2020 était manifestement erroné au sens de l’article 53 al. 2 LPGA. Les conditions pour une reconsidération ne sont donc pas réunies et ne peuvent justifier la restitution des prestations indûment versées. En revanche, la volonté de développer une activité indépendante, constitue un élément qui a pour effet de modifier son aptitude au placement et partant, son droit à l’indemnité de chômage pour la période du 24 avril au 13 juillet 2020. Il s’agissait indéniablement d’un fait nouveau – c’est-à-dire un fait déterminant qui existait au moment de la décision, le bail commercial pour le restaurant ayant été signé le 6 juillet 2020, mais que la caisse ignorait – justifiant la révision des décisions matérielles d’octroi de prestations (art. 53 al. 1 LPGA) et, par conséquent la restitution des prestations perçues en trop. La décision de restitution est dès lors fondée. 4. Le recourant invoque sa bonne foi, faisant valoir qu’il est dans l’incapacité de rembourser le montant réclamé cela d’autant plus que l’établissement public qu’il avait voulu ouvrir a été fermé pendant plusieurs mois en raison des mesures sanitaires. Les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile (art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA; 4 al. 1 OPGA). Dans une telle situation, l'assuré peut demander la remise de l'obligation de restituer au plus tard 30 jours à compter de l’entrée en force de la décision de restitution (art. 4 al. 4 OPGA). L’assureur indique la possibilité d’une remise dans la décision en restitution (art. 3 al. 2 OPGA). Ainsi, lorsque le destinataire d'une décision de restitution admet avoir perçu indûment les prestations, mais qu'il invoque sa bonne foi et les difficultés économiques qu'il rencontrerait en cas d'un remboursement, il doit présenter une demande de remise.”
“Februar 2021, womit er die Ausrichtung von Kurzarbeit - aufgrund einer prospektiven Beurteilung - für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2021 grundsätzlich bewilligte, jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig. Der Beschwerdegegner begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 18. Februar 2021 insbesondere mit der erst im Juni 2021 ergangenen Weisung des SECO, die sich auf die hier nicht massgebenden Abrechnungsperioden ab Juni 2021 bezieht, sowie die im Juli 2021 eingeholten Unterlagen (Fragebogen vom 2. Juli 2021 und damit eingereichte Umsatzzahlen). Damit lässt sich eine zweifellose Unrichtigkeit (im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 18. Februar 2021 nicht begründen. Soweit der Beschwerdegegner das Zurückkommen auf die Verfügung vom 18. Februar 2021 damit begründete, es sei nachträglich festgestellt worden, dass die Beschwerdeführerin ihren Personalbestand aufgestockt habe (vgl. Verfügung vom 3. August 2021, Urk. 7/4, vgl. E. 4.4), hat er nicht eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), sondern eine sogenannte prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG vorgenommen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2017 vom 23. Februar 2018 E. 5.3.2 und E. 6.1).”
“Il convient dès lors, dans un premier temps, d'examiner si l'autorité inférieure était fondée à rejeter la demande de révision de la décision de suppression de rente du 6 septembre 2013, l'application de l'art. 53 al. 1 LPGA au cas d'espèce étant au demeurant incontestée, dans la mesure où la décision du 6 septembre 2013 se fondait sur une expertise effectuée en 2012 par la Clinique X._______ (à propos de l'art. 53 al. 1 LPGA : Margit Moser-Szeless, Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, art. 53 LPGA n° 42 ss, 51 et 52, 62 à 66 ; Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n. 50 et 51 ; ATF 143 V 105 consid. 2.3 ; 127 V 353 consid. 5b et les réf. cit. ; 143 III 272 consid. 2.2 ; arrêts du TF 8C_501/2014 du 5 août 2015 consid. 2 ; 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4 et les réf. citées ; 8C_368/2013 du 25 février 2014 consid. 5.1 ; 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). En effet, la question de la force probante des expertises réalisées par la Clinique X._______ a donné lieu à l'arrêt 2C_32/2017 relatif au retrait de l'autorisation d'exploitation de la clinique, puis à l'ATF 144 V 258, dans lequel le Tribunal fédéral a admis que la problématique liée au retrait de l'autorisation d'exploiter le « département expertise » de la Clinique X._______ constituait un motif de révision d'un arrêt, qu'il a par conséquent annulé, dans lequel il avait statué en se fondant uniquement sur une expertise émanant de cette institution.”
“Il convient dès lors, dans un premier temps, d'examiner si l'autorité inférieure était fondée à rejeter la demande de révision de la décision de suppression de rente du 6 septembre 2013, l'application de l'art. 53 al. 1 LPGA au cas d'espèce étant au demeurant incontestée, dans la mesure où la décision du 6 septembre 2013 se fondait sur une expertise effectuée en 2012 par la Clinique X._______ (à propos de l'art. 53 al. 1 LPGA : Margit Moser-Szeless, Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, art. 53 LPGA n° 42 ss, 51 et 52, 62 à 66 ; Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n. 50 et 51 ; ATF 143 V 105 consid. 2.3 ; 127 V 353 consid. 5b et les réf. cit. ; 143 III 272 consid. 2.2 ; arrêts du TF 8C_501/2014 du 5 août 2015 consid. 2 ; 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4 et les réf. citées ; 8C_368/2013 du 25 février 2014 consid. 5.1 ; 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). En effet, la question de la force probante des expertises réalisées par la Clinique X._______ a donné lieu à l'arrêt 2C_32/2017 relatif au retrait de l'autorisation d'exploitation de la clinique, puis à l'ATF 144 V 258, dans lequel le Tribunal fédéral a admis que la problématique liée au retrait de l'autorisation d'exploiter le « département expertise » de la Clinique X._______ constituait un motif de révision d'un arrêt, qu'il a par conséquent annulé, dans lequel il avait statué en se fondant uniquement sur une expertise émanant de cette institution.”
“Le fait qu'elle ne maîtrise pas le français et l'absence de toute expérience professionnelle sont des facteurs défavorables qu'il y a également lieu de prendre en considération. Partant, la prise d'un emploi par l'épouse du recourant n'est pas exigible de sa part et il n'y a pas lieu de lui imputer un revenu hypothétique dans le calcul des PC. Il s'ensuit l'admission du recours sur ce point. Les questions d'un éventuel empêchement de travailler en raison de son état de santé et du montant du revenu hypothétique peuvent dès lors rester ouvertes. 6. 6.1. Finalement, en application de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 LPC) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références citées). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L'art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 6.2. Il résulte du considérant 4 que les PC versées dès le 1er novembre 2015 qui ne tenaient pas compte de l'immeuble au Kosovo dont le recourant est propriétaire l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA. Les autres montants pris en compte dans la décision litigieuse ne sont pas contestés et aucun indice au dossier ne laisse penser qu'ils ne représentent pas la situation financière des intéressés, de sorte qu'ils ne souffrent pas la critique. C'est dès lors à juste titre que la Caisse a effectué un nouveau calcul et réclamé au recourant la somme de CHF 4'430.”
Le réexamen prévu à l'art. 53 al. 3 LPGA ne peut servir à régulariser un délai de recours déjà expiré ni à corriger, après l'expiration du délai, des irrégularités formelles. La régularisation d'irrégularités formelles n'est possible que pendant le délai ordinaire de recours.
“Bei einer in unzulässiger Weise per E-Mail eingereichten Einsprache kann eine Verbesserung des Formmangels gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung nur innerhalb der ordentlichen Rechtsmittelfrist vorgenommen werden (vgl. E. 2.3 hiervor), welche – wie vorstehend erwähnt – bereits am 11. Mai 2021 abgelaufen war. Hinzu kommt, dass mit dieser Eingabe das Formerfordernis der eigenhändigen Unterschrift weiterhin nicht erfüllt war. Dementsprechend hätte die Beschwerdegegnerin mangels innert Einsprachefrist formgültig erhobener Einsprache einen formellen Entscheid fällen müssen und auf die E-Mail-Eingabe vom 30. April 2021 (act. II 26) nicht eintreten dürfen (vgl. dazu Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 52 N. 72). Es steht nicht im Belieben der Verwaltung, den Ablauf der Rechtsmittelfrist unbeachtet zu lassen. Wurde innerhalb der Rechtsmittel keine formgültige Einsprache eingereicht, so wird dieser Mangel auch nicht etwa durch den Erlass eines materiellen Einspracheentscheids geheilt. Ebenso führt die der Verwaltung gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG zur Verfügung stehende Möglichkeit, einen Einspracheentscheid in Wiedererwägung zu ziehen, entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin in der Stellungnahme vom 2. November 2021 (in den Gerichtsakten) nicht dazu, dass sie damit eine abgelaufene Einsprachefrist heilen könnte.”
“Bei einer in unzulässiger Weise per E-Mail eingereichten Einsprache kann eine Verbesserung des Formmangels gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung nur innerhalb der ordentlichen Rechtsmittelfrist vorgenommen werden (vgl. E. 2.3 hiervor), welche – wie vorstehend erwähnt – bereits am 11. Mai 2021 abgelaufen war. Hinzu kommt, dass mit dieser Eingabe das Formerfordernis der eigenhändigen Unterschrift weiterhin nicht erfüllt war. Dementsprechend hätte die Beschwerdegegnerin mangels innert Einsprachefrist formgültig erhobener Einsprache einen formellen Entscheid fällen müssen und auf die E-Mail-Eingabe vom 30. April 2021 (act. II 26) nicht eintreten dürfen (vgl. dazu Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 52 N. 72). Es steht nicht im Belieben der Verwaltung, den Ablauf der Rechtsmittelfrist unbeachtet zu lassen. Wurde innerhalb der Rechtsmittel keine formgültige Einsprache eingereicht, so wird dieser Mangel auch nicht etwa durch den Erlass eines materiellen Einspracheentscheids geheilt. Ebenso führt die der Verwaltung gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG zur Verfügung stehende Möglichkeit, einen Einspracheentscheid in Wiedererwägung zu ziehen, entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin in der Stellungnahme vom 2. November 2021 (in den Gerichtsakten) nicht dazu, dass sie damit eine abgelaufene Einsprachefrist heilen könnte.”
art. 53 al. 1 LPGA autorise la révision des décisions formellement devenues définitives lorsque, postérieurement, des faits nouveaux importants ou des moyens de preuve sont découverts et n'ont pas pu être fournis auparavant. La jurisprudenÎ constate qu'une simple négligenÎ peut déjà constituer une violation de l'obligation d'information; si les conditions de l'art. 25 LPGA sont remplies, il existe une obligation de restitution. Pour la récupération des montants, les délais de forclusion relatifs et absolus s'appliquent (un an à compter de la connaissanÎ, respectivement au plus cinq ans à compter du versement).
“L’ayant droit doit communiquer sans retard à l’organe cantonal compétent tout changement dans la situation personnelle et toute modification sensible dans sa situation matérielle (art. 24 OPC-AVS/AI ; art. 31 al. 1 LPGA). Pour qu’il y ait violation de l’obligation de renseigner, il faut qu’il y ait un comportement fautif ; une légère négligence suffit déjà (ATF 112 V 97 consid. 2a ; TF 9C_400/2016 du 2 novembre 2016 consid. 3.3). En dehors de l’éventualité de la violation de l’obligation de renseigner, la jurisprudence a admis que l’ayant droit est tenu à restitution lorsque les conditions de l’art. 25 LPGA sont réunies (TF 9C_328/2014 du 6 août 2014 consid. 5.3). b) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. aa) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). bb) En vertu de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 140 V 521 consid.”
Pour les décisions formellement définitives, un recouvrement n'est possible que si sont réunies les conditions requises pour le réexamen visé à l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur indubitable et importanÎ substantielle de la rectification) ; à titre alternatif, les conditions de la révision procédurale prévues à l'art. 53 al. 1 LPGA s'appliquent.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020, E. 4.2, nicht publiziert in: BGE 147 V 417).”
Citation : LPGA art. 53 n. 688 Si l'autorité, pendant la pendenÎ de l'instanÎ, rend une nouvelle décision en faveur de la personne recourante, elle met fin au litige uniquement dans la mesure où cette décision satisfait aux conclusions de la recourante. Les questions litigieuses non résolues demeurent à la compétenÎ de l'instanÎ de recours. Une détérioration de la situation de la personne assurée (reformatio in peius) prononcée après la pendenÎ de l'instanÎ n'a, selon la jurisprudenÎ citée, que le caractère d'une requête adressée au tribunal.
“_______ contre cette décision devant le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), aux termes duquel il a requis, en substance, l'octroi d'une rente entière illimitée, les deux échanges d'écritures intervenus depuis lors, l'ordonnance du Tribunal du 1er novembre 2023, par laquelle il a ordonné formellement un nouvel échange d'écritures et invité l'OAIE à procéder à un nouvel examen du dossier sur la base des considérants, la décision du 18 janvier 2024, par laquelle l'OAIE a reconsidéré sa décision du 29 novembre 2019 et alloué une rente entière illimitée au recourant à compter du 1er mai 2018, et considérant que, sous réserve des exceptions prévues à l'art. 32 LTAF (RS 173.32), le Tribunal connaît, selon l'art. 31 LTAF en relation avec l'art. 33 let. d de cette même loi et l'art. 69 al. 1 let. b LAI (RS 831.20), des recours interjetés par les personnes résidant à l'étranger contre les décisions au sens de l'art. 5 PA (RS 172.021) prises par l'OAIE, que la procédure est régie par PA, sous réserve de dispositions particulières de la LPGA (RS 830.1 ; art. 3 let. dbis PA), qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé (reconsidération pendente lite ; cf. également l'art. 58 al. 1 PA), que, selon une pratique bien établie, une nouvelle décision prise pendente lite par l'autorité inférieure après sa réponse au recours peut encore être rendue si l'autorité de recours avait invité l'autorité inférieure à nouveau à un échange d'écritures (arrêts du TAF B-2583/2019 du 27 août 2020 consid. 3.1 et les réf. cit. et C-1945/2015 du 21 mars 2016 consid. 2.1 ; August Machler, in : Auer/Müller/Schindler [éd.], VwVg-Kommentar, 2e éd., 2019, art. 58 n° 16), que cette nouvelle décision ne met fin au litige qu'à la condition qu'elle corresponde aux conclusions de l'assuré, le litige subsistant dans la mesure où elle ne règle pas toutes les questions à satisfaction de la partie recourante (arrêt du TAF C-2868/2020 du 24 septembre 2020 et les réf. cit.”
“Der Versicherungsträger kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG). Nach der Rechtsprechung kommt diese Bestimmung nur zum Tragen, wenn die Behörde zu Gunsten der Beschwerde führenden Partei verfügt. Denn ein lite pendente erlassener Entscheid beendet den Streit nur insoweit, als damit den Begehren der Beschwerde führenden Partei entsprochen wird. Soweit im neuen Entscheid Streitfragen ungelöst bleiben, besteht der Streit über die nichterfüllten Begehren weiter. In diesem Falle muss die Beschwerdeinstanz auf die Sache eintreten, soweit darüber im neuen Entscheid nicht befunden worden ist, ohne dass die Beschwerde führende Person diese ebenfalls anzufechten braucht. Ist mit dem nach Rechtshängigkeit erlassenen Entscheid eine Schlechterstellung (reformatio in peius) der versicherten Person verbunden, kommt dieser lediglich der Charakter eines Antrages an das Gericht zu (BGE 127 V 228 E. 2b bb S. 233, 113 V 237 E. 1a S. 238; ZAK 1992 S. 117 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_22/2019 vom 7. Mai 2019 E. 3.1).”
Le législateur a, de manière abstraite, préféré l'application correcte du droit à l'intérêt attaché à la forÎ de chose jugée d'une décision. En conséquenÎ, l'autorité est tenue de réexaminer une décision devenue formellement définitive et, le cas échéant, de la réviser si les nouveaux faits ou éléments de preuve prévus à l'art. 53 al. 1 LPGA sont réunis.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
“-, correspondant aux prestations complémentaires fédérales et cantonales versées à tort au recourant entre le 1er mars 2022 et le 31 août 2023. 3. Dans le cadre de la réforme de la LPC, entrée en vigueur le 1er janvier 2021, de nombreuses dispositions ont été modifiées (FF 2016 7249 ; RO 2020 585). En l'occurrence, le recours porte sur le droit aux prestations complémentaires entre le 1er mars 2022 et le 31 août 2023, soit une période postérieure au 1er janvier 2021. Le présent litige est donc soumis au nouveau droit, de sorte que les dispositions légales seront citées ci-après dans leur teneur en vigueur dès le 1er janvier 2021. 4. 4.1 S'agissant des prestations complémentaires fédérales, l'art. 25 al. 1 LPGA prévoit, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l'ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ; RS 830.11), que les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). À cet égard, la jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid.”
Citation : LPGA art. 53 N. 686 Si la réconsidération conduit, en tout ou en partie, à une nouvelle décision en faveur du recourant, les instances de recours prennent souvent acte du recours et déclarent l'affaire sans objet ou la radient du rôle. La question des dépens est tranchée au cas par cas ; dans les décisions citées, une indemnisation ou l'octroi de dépens a été refusé, notamment lorsque la partie n'était pas représentée ou lorsque les efforts occasionnés par la procédure ont été considérés comme relevant de la prise en charge ordinaire par la personne elle-même.
“La décision sur opposition du 14 juin 2019 (suspension de 7 jours en raison d’un entretien manqué) a ainsi été confirmée, de même que les nouvelles décisions sur opposition rendues le 16 janvier 2020 (suspension réduite à 5 jours en raison de recherches insuffisantes avant l’inscription au chômage et suspension réduite à 6 jours en raison de recherches insuffisantes pour le mois de janvier 2019); que par courrier du 28 juillet 2020, le recourant a sollicité la reprise de la présente procédure de recours et demandé que la Caisse publique de chômage établisse de nouveaux décomptes quant aux montants à restituer, en prenant en considération la réduction des jours de suspension (18 jours au total au lieu de 23 jours au total); que par détermination du 21 août 2020, prenant acte que le recourant n’entendait pas contester l’arrêt précité du 17 juin 2020 dans la cause 605 2019 189, la Caisse de chômage a confirmé que le montant à restituer était réduit à CHF 2'612.95 (pour 18 jours de suspension) au lieu de CHF 3'338.75 (pour 23 jours de suspension). Estimant que la présente procédure de recours était devenue sans objet, elle a par ailleurs demandé que la cause soit rayée du rôle, sans allocation de dépens au recourant; que par détermination du 16 septembre 2020, le recourant a indiqué que la réduction du montant à restituer intervenait alors que la Caisse de chômage avait déjà déposé ses observations sur le recours, de telle sorte qu’il ne pouvait pas être simplement pris acte de cette reconsidération en application de l’art. 53 al. 3 LPGA; le recours devait ainsi être partiellement admis et une indemnité de partie allouée au recourant qui n’avait pas d’autre choix que de contester la décision sur opposition du 17 octobre 2020 par le dépôt d’un recours; que par détermination déposée spontanément le 23 septembre 2020, la Caisse de chômage a confirmé sa position selon laquelle le recourant n’avait pas droit à une indemnité de partie; considérant que le recours auprès du Tribunal cantonal contre une décision ou une décision sur opposition d’un assureur a effet dévolutif (Moser-Szeless in Commentaire romand, LPGA, 2018, art. 56 n. 53; voir également l’art. 85 al. 1 du code fribourgeois du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative, CPJA, RSF 150.1, à teneur duquel, dès le dépôt du recours, le pouvoir de traiter l’affaire qui en est l’objet passe à l’autorité de recours); que l’art. 53 al. 3 de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) prévoit toutefois que, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé.”
“________, vu le recours interjeté le 7 novembre 2020 contre la décision sur opposition du 13 octobre 2020 devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant principalement au versement de l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail et subsidiairement au renvoi de la cause au Service de l’emploi pour nouvelle décision au sens des considérants, vu la décision de reconsidération rendue le 16 février 2021 par le Service de l’emploi, annulant et remplaçant la décision du 13 octobre 2020, par laquelle ledit service a partiellement admis l’opposition et réformé la décision du 1er juillet 2020 en ce sens qu’il a reconnu le droit à l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail pour la période du 26 juin 2020 au 31 août 2020, pour autant que les autres conditions du droit fussent remplies, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant le 16 février 2021 une décision de reconsidération, par laquelle il a annulé et remplacé la décision du 13 octobre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions du recourant, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimé et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la présente décision est rendue sans frais (art. 61 let. a LPGA), que, bien qu’obtenant gain de cause, le recourant n’a pas droit à l’octroi de dépens ou d’une indemnité de partie dès lors qu’il n’est pas représenté en justice et que les efforts déployés dans le cadre de la présente procédure ne dépassent pas la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires personnelles (ATF 127 V 205 consid.”
“________ (ci-après : l’assurée ou la recourante) à l’allocation de prestations complémentaires, avec effet au 1er janvier 2024, vu le recours interjeté par l’assurée le 6 mars 2024, concluant, sous suite de dépens, à l’annulation de la décision entreprise, la cause étant renvoyée à la Caisse pour nouvelle décision sans prendre en compte l’assurance rente viagère dans la fortune déterminante, vu la décision sur opposition rendue le 15 avril 2024 par l’intimée, annulant et remplaçant la décision sur opposition du 8 février 2024, par laquelle elle a admis l’opposition formée par l’assurée, annulé la décision du 11 décembre 2023 et annoncé la reddition prochaine d’une décision ouvrant un nouveau droit aux prestations complémentaires dès le 1er janvier 2024, vu le courrier de l’intimée du même jour, indiquant que le recours semblait désormais être sans objet, vu le courrier de la recourante du 23 avril 2024, sollicitant l’allocation de dépens en sa faveur, vu les déterminations de l’intimée du 2 mai 2024, s’en remettant à justice s’agissant des dépens, soulignant cependant la difficulté toute relative de la cause et la rapidité avec laquelle il avait pu être mis fin au litige, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu’à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, que cette faculté est également prévue à l'art. 83 LPA-VD (applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) selon lequel, en lieu et place de ses déterminations, l'autorité intimée peut rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l'avantage du recourant (al. 1), l'autorité poursuivant alors l'instruction du recours, dans la mesure où celui-ci n'est pas devenu sans objet (al. 2), qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant une nouvelle décision sur opposition le 15 avril 2024, laquelle annule la suppression du droit de la recourante à l’allocation de prestations complémentaires et informe qu’une décision ouvrant à nouveau un droit à de telles prestations dès le 1er janvier 2024 serait prochainement rendue, qu’avec cette décision rectificative, l’intimée a fait droit aux conclusions de la recourante et rend par conséquent son recours sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
Des éléments de preuve nouveaux ou jusque-là inexploitatbles peuvent, en vertu de l'art. 53 al. 1 LPGA, entraîner une révision procédurale si leur découverte n'est intervenue qu'après l'édiction de la décision formellement passée en forÎ; ce qui importe est la découverte postérieure, et non le simple fait que l'élément existait déjà antérieurement. Les faits ou éléments de preuve nouveaux doivent en outre être pertinents et avoir déjà existé avant la décision attaquée. En outre, la personne demandant la révision doit expliquer dans sa requête pourquoi la production de ces éléments de preuve n'a pas été possible dans la procédure antérieure malgré la diligenÎ raisonnable (suffisante); en cas de manque de diligenÎ (les preuves auraient pu être obtenues plus tôt), le motif de révision n'est pas constitué.
“a) La LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-maladie (art. 1 al. 1 LAMal [loi fédérale du 18 mars 1994 sur l’assurance-maladie ; RS 832.10]). Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Le litige tient au respect des conditions relatives à la révision procédurale de la décision du 14 octobre 2021, singulièrement celle du respect du délai relatif de 90 jours dès la découverte du motif de révision. 3. a) Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. b) Sont nouveaux les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 144 V 245 consid. 5.2 et les références citées). La nouveauté se rapporte ainsi à la découverte et non au fait lui-même, lequel doit avoir existé avant l'arrêt dont la révision est demandée (TF 1F_12/2014 et 1F_13/2014 du 22 mai 2014 consid. 3.1). Il y a manque de diligence lorsque la découverte de faits résulte de recherches qui auraient pu et dû être effectuées dans la procédure précédente (TF 2F_3/2019 du 23 juillet 2019 consid. 2.1 et les références citées) En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte.”
“Lorsque l’autorité constate que le moyen allégué à l’appui de la demande de révision aurait pu être invoqué à un stade antérieur de la procédure, on peut hésiter sur la question de savoir si elle doit refuser d’entrer en matière ou rejeter la demande (cf. TF 1P.320/1996 du 24 janvier 1997 consid. 1c ; cf. Benoît Bovay/Thibault Blanchard/Clémence Grisel Rapin, Procédure administrative vaudoise, LPA-VD annotée, Bâle 2012 n° 2 ad art. 105 LPA-VD, p. 460). e) La présente procédure porte sur la révision de l’arrêt de la CASSO rendu le 24 juin 2019. La demande de révision de l’arrêt cantonal a été déposée le 2 novembre 2020 auprès de la cour compétente (cf. art. 102 LPA-VD). Cette demande fait suite à la réception, le 17 juillet 2020, du rapport d’expertise des Hôpitaux R.________ du 7 juillet 2020. La demande de révision a dès lors été déposée dans le délai légal de nonante jours dès la réception de l’expertise des Hôpitaux R.________ (cf. art. 101 LPA-VD), compte tenu des féries d’été, art. 96 al. 1 let. a LPA-VD et 105 al. 1 LPA-VD). 3. a) La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, de révision d’un jugement cantonal conformément à l’art. 61 let. i LPGA ou de révision d’un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (loi fédérale du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral ; RS 173.110 ; TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 2). b) Sont « nouveaux », au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 144 V 245 consid. 5.2 et les références citées). La nouveauté se rapporte ainsi à la découverte et non au fait lui-même, lequel doit avoir existé avant l'arrêt dont la révision est demandée (TF 1F_12/2014 & 1F_13/2014 du 22 mai 2014 consid. 3.1). Il y a manque de diligence lorsque la découverte de faits résulte de recherches qui auraient pu et dû être effectuées dans la procédure précédente (TF 2F_3/2019 du 23 juillet 2019 consid. 2.1 et les références citées). En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte (TF 8C_824/2014 du 29 décembre 2014, consid.”
“Entsprechend hat die gesuchstellende Person im Revisionsgesuch darzutun, dass sie die Beweismittel im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt nicht beibringen konnte (BGE 138 II 386 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_644/2022 vom 8. Februar 2023 E. 4.1.1 mit weiteren Hinweisen). Die Beschwerdeführerin machte weder im Revisionsgesuch vom 16. September 2020 (Urk. 7/109) noch mit der Beschwerde in diesem Verfahren geltend, die Beibringung der Tatsachen und Beweismittel, die sie nunmehr anruft, sei ihr im ursprünglichen Verfahren nicht möglich gewesen. Insbesondere legte sie nicht dar, weshalb sie mittels Anfechtung der Verfügung vom 11. September 2015 die Beweiskraft der Expertise von Dr. A.___ nicht hätte in Zweifel ziehen und dabei die nunmehr geltend gemachte ungenügende Erhebung und Berücksichtigung ihrer traumatischen Kindheitserlebnisse respektive ihrer Psychostruktur bei der Beurteilung ihres Gesundheitszustandes hätte monieren können. Bereits in formeller Hinsicht erfüllt das Revisionsgesuch folglich die gesetzlichen Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 1 ATSG (E. 1.3.2) nicht.”
“Sodann setze das Vorliegen eines Revisionsgrundes voraus, dass es sich um ein Beweismittel handle, das bei zumutbarer Sorgfalt vor der Entscheidfällung nicht hätte beigebracht werden können. Bei den nach Erlass der Verfügung vom 10. Juni 2020 eingegangenen Unterlagen (Arbeitgeberbescheinigung, Lohnquittungen, Sozialversicherungsbeitragsrechnungen) handle es sich entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin nicht um Unterlagen, welche sie nicht vor Erlass der Verfügung hätte beibringen können. Es seien keine Unterlagen in den Akten, welche ein Bemühen der Beschwerdeführerin gegenüber der Arbeitgeberin vor Erlass der Verfügung belegen würden. Es sei sodann aufgrund der als «Receipt» bezeichneten Lohnquittungen der Monate Mai und Juni nicht nachvollziehbar, weshalb der Barlohnbezug samt unterschriftlicher Bestätigung auf der Quittung ohne weiteres möglich gewesen war, im gleichen Zeitraum die Ausstellung respektive Einforderung der Arbeitgeberbescheinigung (allenfalls unter Zuhilfenahme der lohnauszahlenden Hilfsperson der Y.___ AG) dagegen nicht möglich gewesen sein sollte. Die revisionsrechtlichen Rückkommensvoraussetzungen von Art. 53 Abs. 1 ATSG seien nicht erfüllt (Urk. 2 S. 3-4).”
“Ob dieser Bericht vorliegend zu beachten sei, könne offen bleiben, da er ohnehin keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG darstelle. Soweit Dr. med. C.________ darin Berichte und Befunde interpretiere, die bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 bestanden hätten, sei darauf hinzuweisen, dass eine andere medizinische Beurteilung an sich keinen Revisionsgrund bilde. Weiter habe Dr. med. C.________ im letztgenannten Bericht auf Untersuchungen der Neurologen Dres. med. E.________ vom 2. Juli 2008 und F.________ vom 11. März 2009 verwiesen. Entsprechende Berichte seien in den Akten weder vorhanden noch erwähnt, weshalb davon auszugehen sei, dass sie der Suva nicht vorgelegt worden seien. Die Beschwerdeführerin äussere sich nicht dazu, weshalb sie diese von Dr. med. C.________ angeführten Berichte nicht rechtzeitig habe vorlegen können. Sie sei bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 anwaltlich vertreten gewesen. Somit könnten die Berichte der Dres. med. E.________ und F.________ sowie die diesbezüglichen Ausführungen des Dr. med. C.________ auch keinen Revisionsgrund nach Art.”
“Die Vorinstanz verneinte die Voraussetzungen der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG im Wesentlichen mit der Begründung, es wäre dem Beschwerdeführer resp. dessen Eltern möglich gewesen, die erforderlichen Beweise schon früher beizubringen. Ausserdem wäre es ihm unbenommen gewesen, im Vorbescheidverfahren gegen den vorgesehenen zweifellos unrichtigen Entscheid zu opponieren resp. die entsprechende Verfügung mittels Beschwerde anzufechten, was er indessen nicht getan habe.”
LPGA art. 53 n. 684 Lorsqu'il est constaté qu'une prestation a été perçue indûment, l'administration peut en principe en exiger le remboursement. Le fait que la personne bénéficiaire ait agi de bonne foi n'est pas déterminant pour la mise en œuvre du recouvrement ; la question de la bonne foi est examinée dans la procédure ultérieure relative à la remise (condonation/remise).
“26 Laps, concernente la restituzione di prestazioni percepite indebitamente e il relativo condono, è applicabile la consolidata giurisprudenza del TCA e del Tribunale federale delle assicurazioni (TFA; dal 1° gennaio 2007 Tribunale federale) in materia di prestazioni complementari (cfr. Messaggio N. 4773, p.to 12 ad art. 26). Secondo la giurisprudenza in vigore in materia di restituzione in ambito LAVS che rimane applicabile anche sotto l’egida della LPGA, applicabile alla LPC e quindi, secondo il tenore del Messaggio del 1° luglio 1998 menzionato sopra, anche alla Laps, la richiesta di rimborso è subordinata ai presupposti della revisione processuale o del riesame. In effetti l’amministrazione può riesaminare una decisione cresciuta in giudicato formale, che non è stata oggetto di un controllo giudiziario, nel caso in cui è senza dubbio errata e la correzione ha un’importanza rilevante oppure deve procedervi se si manifestano nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre ad una conclusione giuridica differente. Solo in tali casi può richiedere una restituzione (cfr. art. 53 LPGA; STF 8C_366 del 19 ottobre 2022 consid. 5.2.; STF 8C_562/2020 del 14 aprile 2021 consid. 3; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 3.1.; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STFA C 25/00 del 20 ottobre 2000; DTF 122 V 21; RCC 1989 p. 547; RCC 1985 p. 63; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zurigo 1994, ad art. 3 pag. 68). Giova ricordare che è tenuto alla restituzione ogni assicurato che ha beneficiato di una prestazione, alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto. Un assicurato deve restituire la prestazione che gli è stata erogata in contrasto con la legge. Infatti è determinante la necessità di ristabilire l’ordine legale dopo la scoperta del fatto nuovo. A questo stadio non è rilevante sapere se l'assicurato fosse in buona fede oppure no quando ha ricevuto l'indebita prestazione. La questione della buona fede è infatti oggetto di esame nell'ambito della procedura successiva di condono (cfr.”
“26 Laps, concernente la restituzione di prestazioni percepite indebitamente e il relativo condono, è applicabile la consolidata giurisprudenza del TCA e del Tribunale federale (TF) in materia di prestazioni complementari (cfr. Messaggio N. 4773, p.to 12 ad art. 26). Secondo la giurisprudenza in vigore in materia di restituzione in ambito LAVS che rimane applicabile anche sotto l’egida della LPGA, applicabile alla LPC e quindi, secondo il tenore del Messaggio del 1° luglio 1998 menzionato sopra, anche alla Laps, la richiesta di rimborso è subordinata ai presupposti della revisione processuale o del riesame. In effetti l’amministrazione può riesaminare una decisione cresciuta in giudicato formale, che non è stata oggetto di un controllo giudiziario, nel caso in cui è senza dubbio errata e la correzione ha un’importanza rilevante oppure deve procedervi se si manifestano nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre ad una conclusione giuridica differente. Solo in tali casi può richiedere una restituzione (cfr. art. 53 LPGA; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 3.1.; STF C 25/00 del 20 ottobre 2000; DTF 122 V 21; RCC 1989 p. 547; RCC 1985 p. 63; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zurigo 1994, ad art. 3 pag. 68). Per quel che concerne l’importanza della correzione non è possibile fissare un ammontare limite generalmente valido. È infatti determinante l’insieme delle circostanze del singolo caso (RCC 1989 p. 547). Giova ricordare che è tenuto alla restituzione ogni assicurato che ha beneficiato di una prestazione, alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto. Un assicurato deve restituire la prestazione che gli è stata erogata in contrasto con la legge. Infatti è determinante la necessità di ristabilire l’ordine legale dopo la scoperta del fatto nuovo. A questo stadio non è rilevante sapere se l'assicurato fosse in buona fede oppure no quando ha ricevuto l'indebita prestazione. La questione della buona fede è infatti oggetto di esame nell'ambito della procedura successiva di condono (cfr.”
“26 Laps, concernente la restituzione di prestazioni percepite indebitamente e il relativo condono, è applicabile la consolidata giurisprudenza del TCA e del Tribunale federale delle assicurazioni (TFA; dal 1° gennaio 2007 Tribunale federale) in materia di prestazioni complementari (cfr. Messaggio N. 4773, p.to 12 ad art. 26). Secondo la giurisprudenza in vigore in materia di restituzione in ambito LAVS che rimane applicabile anche sotto l’egida della LPGA, applicabile alla LPC e quindi, secondo il tenore del Messaggio del 1° luglio 1998 menzionato sopra, anche alla Laps, la richiesta di rimborso è subordinata ai presupposti della revisione processuale o del riesame. In effetti l’amministrazione può riesaminare una decisione cresciuta in giudicato formale, che non è stata oggetto di un controllo giudiziario, nel caso in cui è senza dubbio errata e la correzione ha un’importanza rilevante oppure deve procedervi se si manifestano nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre ad una conclusione giuridica differente. Solo in tali casi può richiedere una restituzione (cfr. art. 53 LPGA; STF 8C_793/2023 del 5 dicembre 2024; STF 9C_528/2023 del 9 ottobre 2024 consid. 3; STF 8C_366/2022 del 19 ottobre 2022 consid. 5.2.; STF 8C_562/2020 del 14 aprile 2021 consid. 3; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 3.1.; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STFA C 25/00 del 20 ottobre 2000; DTF 122 V 21; RCC 1989 p. 547; RCC 1985 p. 63; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zurigo 1994, ad art. 3 pag. 68). Giova ricordare che è tenuta alla restituzione ogni persona che ha beneficiato di una prestazione, alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto. La prestazione è, quindi, stata erogata in contrasto con la legge. Infatti è determinante la necessità di ristabilire l’ordine legale dopo la scoperta del fatto nuovo. A questo stadio è irrilevante sapere se l’interessato fosse in buona fede oppure no quando ha ricevuto l'indebita prestazione. Il problema della buona fede è oggetto di esame nell'ambito della procedura successiva di condono (cfr.”
Citation : LPGA art. 53 n° 683 Pendant l'instanÎ, l'autorité de décision peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, corriger des erreurs manifestes et, en règle générale, effectuer des vérifications ponctuelles peu chronophages (p. ex. demanÞ d'un certificat médical ou brève question à un expert). Il convient de respecter le droit d'être entendu ; en particulier, les personnes concernées doivent être informées et entendues si la réalisation d'investigations complémentaires ou l'introduction de nouveaux motifs ou moyens de preuve déterminants pour la décision affecte leurs droits d'audition ou leurs droits de la défense.
“1); que, si l'état de fait doit être complété sur le plan médical, un renvoi de la cause à l'assureur peut intervenir, par exemple, s'il est justifié par une question nécessaire demeurée jusqu’ici non éclaircie ou lorsque certaines affirmations d’experts nécessitent des éclaircissements, des précisions ou des compléments (ATF 137 V 210 consid. 4.4.1.4); qu'après le dépôt d'un recours, il n'est en principe plus permis à l'administration d'ordonner de nouvelles mesures d'instruction qui concerneraient l'objet du litige et tendraient à une éventuelle modification de la décision attaquée (arrêts TF 8C_410/2013 du 15 janvier 2014 consid. 5.2 et 9C_598/2011 précité consid. 5.2.1; ATF 127 V 228 consid. 2b/aa et les références citées); qu'en effet, la procédure de recours n'a pas pour fonction de pallier des lacunes de l'instruction menée par l'administration; que ce principe de l'effet dévolutif du recours connaît une exception en tant que l'administration peut reconsidérer sa décision jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Pour des motifs liés à l'économie de procédure, il se justifie en effet de permettre à l'administration de revenir lite pendente sur sa décision, lorsque celle-ci s'avère, à la lecture de l'acte de recours, manifestement erronée (arrêt TF 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.2); que, de fait, le droit fédéral n'exclut pas nécessairement la mise en œuvre par l'administration de mesures d'instruction lite pendente. Pour répondre à la question de savoir quels sont les actes encore admissibles au stade de la procédure de recours, il convient d'examiner l'importance que revêt l'acte pour la solution du litige et le temps nécessaire pour y procéder (arrêt TF 9C_403/2010 précité consid. 3.2); que des mesures d'instruction portant sur des aspects ponctuels, tels que le fait de requérir une attestation ou un certificat, ou de demander des précisions à un médecin ou une autre personne susceptible de fournir des renseignements sont en règle générale admissibles (arrêts TF 8C_410/2013 précité consid.”
“), en particulier, le droit pour le justiciable de s'expliquer avant qu'une décision ne soit prise à son détriment, celui de fournir des preuves quant aux faits de nature à influer sur le sort de la décision, celui d'avoir accès au dossier, celui de participer à l'administration des preuves, d'en prendre connaissance et de se déterminer à leur propos (ATF 142 II 218 consid. 2.3; 142 III 48 consid. 4.1.1; 141 V 557 consid. 3; 135 I 279 consid. 2.3; arrêt du TAF A-8271/2015 du 29 août 2016 consid. 3.1.2). Le droit d'être entendu impose en outre à l'autorité de motiver clairement sa décision (ATF 134 I 83 consid. 4.1; 133 III 439 consid. 3.3; arrêt du TF 4A_408/2010 du 7 octobre 2010 consid. 2.1; arrêt du TAF A-5228/2016 du 25 avril 2017 consid. 3.2.1). Le droit d'être entendu doit être reconnu et respecté lorsqu'une autorité envisage de fonder sa décision sur une norme ou un motif juridique non évoqué dans la procédure antérieure et dont aucune des parties en présence ne s'est prévalue et ne pouvait supputer la pertinence in casu (ATF 128 V 272 consid. 5b/bb et les références). Dans le contexte d'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), qui est possible en tout temps (dans les limites de l'art. 53 al. 3 LPGA), soit également au stade de la procédure judiciaire au terme de laquelle le tribunal peut confirmer par substitution de motif la suppression de la rente prononcée sur la base d'une révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (ATF 125 V 368 consid. 2; arrêt TF 9C_11/2008 du 29 avril 2008 consid. 2), la garantie du droit d'être entendu de l'assuré exige que celui-ci soit informé préalablement de la substitution de motif envisagée (ATF 125 V 368 consid. 4a et b; cf. aussi ATF 128 V 272 consid. 5b/bb). 2.2. Le droit de consulter le dossier s'étend à toutes les pièces décisives figurant au dossier et garantit que les parties puissent prendre connaissance des éléments fondant la décision et s'exprimer à leur sujet (ATF 132 II 485 consid. 3.2; 129 I 85 consid. 4.1; 125 II 473 consid. 4c/cc; 121 I 225 consid. 2a). La garantie constitutionnelle de l'accès au dossier comprend le droit de consulter des pièces au siège de l'autorité, de prendre des notes et de faire des photocopies, pour autant qu'il n'en résulte pas un surcroît de travail excessif pour l'autorité (ATF 126 I 7 consid.”
“Ainsi, le fait de revenir sur la décision du 21 février 2023 revêtait une importance particulière sur le plan financier. A cet égard, le recourant fait valoir que les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA ne seraient pas remplies. C’est exact dans la mesure où la première décision n’était ni entrée en force (art. 53 al. 1 et 2 LPGA), ni n’avait fait l’objet d’un recours (art 53 al. 3 LPGA). Néanmoins, doctrine et jurisprudence s’accordent pour reconnaître que, pendant le délai de recours – comme c’est en l’espèce le cas –, l’autorité de décision peut librement révoquer sa décision, laquelle n’est pas définitive puisqu’un recours est précisément encore possible (Margit Moser-Szeless, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, nos 101 ss ad art. 53 LPGA ; ATF 122 V 367). La possibilité de révoquer appartenant à l’autorité dont la décision est attaquée jusqu’au moment où elle aurait à déposer sa réponse en cas de recours (art. 54 et 58 PA [loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021] ; art. 53 al. 3 LPGA), force est de constater qu’elle a en l’occurrence agi en temps utile en rendant le 21 février 2023, à savoir le même jour que la décision erronée, dès qu’elle s’est aperçue de l’erreur manifeste, une nouvelle décision conforme au prononcé du 13 février 2023. 7. Cela étant, il convient d’éprouver la position de l’intimé sur le fond. a) A cet égard, ne sont à juste titre pas contestés le droit à une allocation pour impotent de degré moyen, ni le fait que la demande, datée du 25 mars 2022, ait été tardivement déposée, à savoir plus de douze mois après la naissance du droit (cf. considérants 5a et 5b supra). Apparaît ainsi seule litigieuse la question du droit à des prestations rétroactives, singulièrement la durée de la période d’octroi de ces dernières, au regard de l’art. 48 LAI. b) En application de l’art. 48 al. 1 LAI, l’intimée n’entend reconnaître le droit à des arriérés de prestations que pour les douze mois précédant le dépôt de la demande, estimant par ailleurs que les conditions d’octroi pour une période plus longue telles que prévues aux lettres a et b de l’alinéa 2 ne sont pas remplies, faute pour les intéressés d’avoir fait valoir le droit aux prestations dans le délai de douze mois dès la connaissance des faits établissant ce droit, ayant de surcroît manqué à leur devoir de se renseigner à ce propos lors de leur arrivée en Suisse.”
Lorsqu'une demanÞ de remise est présentée en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient d'examiner, au cours de la procédure, si des créances de restitution existent au titre de prestations indûment perçues et si, au regard des dispositions légales pertinentes, une remise doit être accordée.
“Da die Beschwerdeführerin im Betrag von Fr. 9'894.-- rückerstattungspflichtig ist, ist das Erlassgesuch unabhängig von den Beweggründen der Gemeinde E.___ zur Bezahlung der Fr. 2'584.-- im Umfang dieses Betrags nicht gegenstandslos geworden. Im Beschwerdeverfahren ist somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin die Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen im Umfang von Fr. 9'894.-- zu erlassen ist. Unrechtmässig bezogene Leistungen, das heisst Leistungen, auf die nach der massgebenden materiellen Rechtslage an sich kein Anspruch bestanden hat und die sich – in aller Regel nach einer Korrektur einer früheren Verfügung – nicht auf eine verfügungsmässige Grundlage stützen können, sind gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG zurückzuerstatten. Zielt die (vorgängige) Korrektur einer früheren formell rechtskräftigen Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision im Sinne von Art. 17 ATSG, einer sogenannt prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG oder einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine Herstellung eines der materiellen Sach- und Rechtslage entsprechenden verfügungsmässigen Zustandes ab, bezweckt die Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen die Herstellung eines wirtschaftlich rechtmässigen Zustandes. Der betroffenen Person sollen nach der Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen "nur" jene Leistungen verbleiben, auf die sie angesichts der massgebenden Sach- und Rechtslage einen Anspruch gehabt hat. Dadurch wird dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, BV, SR 101) und dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) zum Durchbruch verholfen. Die in Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG vorgesehene Möglichkeit des Erlasses einer Rückforderung hebelt die für das Sozialversicherungsrecht elementare Verwirklichung des Legalitätsprinzips und des Gleichbehandlungsgebotes im Einzelfall aus, denn der Erlass hat zur Folge, dass die betroffene Person nicht "nur" jene Leistungen, auf die jede andere Person in derselben Lage von Gesetzes wegen einen Anspruch gehabt hätte, sondern darüber hinaus auch noch die unrechtmässig bezogenen Leistungen behalten kann.”
La question de savoir si un événement assuré et l’atteinte à la santé sont liés par un lien de causalité naturel est une question de fait qui doit être appréciée selon le degré de preuve de la vraisemblanÎ prépondérante. Le fait que des symptômes n’apparaissent qu’après l’événement n’établit pas automatiquement un lien de causalité ; il convient plutôt d’examiner l’étiologie. En outre, les décisions et les décisions rendues sur opposition devenues formellement définitives peuvent être révisées en vertu de l’art. 53 LPGA lorsque des faits nouveaux importants ou de nouveaux éléments de preuve sont découverts et n’ont pas pu être produits antérieurement.
“Savoir si l'événement assuré et l'atteinte à la santé sont liés par un rapport de causalité naturelle est une question de fait, que l'administration ou, le cas échéant, le juge examine en se fondant essentiellement sur des renseignements d'ordre médical, et qui doit être tranchée en se conformant à la règle du degré de vraisemblance prépondérante, appliquée généralement à l'appréciation des preuves dans l'assurance sociale. Ainsi, lorsque l'existence d'un rapport de cause à effet entre l'accident et le dommage paraît possible, mais qu'elle ne peut pas être qualifiée de probable dans le cas particulier, le droit à des prestations fondées sur l'accident assuré doit être nié (ATF 129 V 177 consid. 3.1, ATF 119 V 335 consid. 1 et ATF 118 V 286 consid. 1b et les références). Le fait que des symptômes douloureux ne se sont manifestés qu'après la survenance d'un accident ne suffit pas à établir un rapport de causalité naturelle avec cet accident (raisonnement «post hoc, ergo propter hoc»; ATF 119 V 335 consid. 2b/bb; RAMA 1999 n° U 341 p. 408, consid. 3b). Il convient en principe d'en rechercher l'étiologie et de vérifier, sur cette base, l'existence du rapport de causalité avec l'événement assuré. 8. 8.1 En vertu de l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cette disposition de la LPGA consacrée à la « révision et reconsidération » s’inscrit dans la thématique de la modification des décisions entrées en force de chose décidée, soit celles qui ne sont plus susceptibles d’un recours ordinaire (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 1 et 25 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). Si la révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l’inexactitude initiale d’une décision (« anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit »; cf.”
“Savoir si l'événement assuré et l'atteinte à la santé sont liés par un rapport de causalité naturelle est une question de fait, que l'administration ou, le cas échéant, le juge examine en se fondant essentiellement sur des renseignements d'ordre médical, et qui doit être tranchée en se conformant à la règle du degré de vraisemblance prépondérante, appliquée généralement à l'appréciation des preuves dans l'assurance sociale. Ainsi, lorsque l'existence d'un rapport de cause à effet entre l'accident et le dommage paraît possible, mais qu'elle ne peut pas être qualifiée de probable dans le cas particulier, le droit à des prestations fondées sur l'accident assuré doit être nié (ATF 129 V 177 consid. 3.1, ATF 119 V 335 consid. 1 et ATF 118 V 286 consid. 1b et les références). Le fait que des symptômes douloureux ne se sont manifestés qu'après la survenance d'un accident ne suffit pas à établir un rapport de causalité naturelle avec cet accident (raisonnement «post hoc, ergo propter hoc»; ATF 119 V 335 consid. 2b/bb; RAMA 1999 n° U 341 p. 408, consid. 3b). Il convient en principe d'en rechercher l'étiologie et de vérifier, sur cette base, l'existence du rapport de causalité avec l'événement assuré. 8. 8.1 En vertu de l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cette disposition de la LPGA consacrée à la « révision et reconsidération » s’inscrit dans la thématique de la modification des décisions entrées en force de chose décidée, soit celles qui ne sont plus susceptibles d’un recours ordinaire (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 1 et 25 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). Si la révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l’inexactitude initiale d’une décision (« anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit »; cf.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 680 Si l'assureur social a connaissanÎ de faits nouveaux ou d'éléments de preuve susceptibles d'être pertinents pour la question de la révision, il est tenu d'ouvrir d'offiÎ un examen en vue d'une révision, indépendamment du fait que ces nouveaux éléments jouent en faveur ou à la charge de la personne assurée. Il doit prendre les mesures d'instruction nécessaires pour pouvoir apprécier la portée du motif de révision.
“Au contraire, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard. Tel est le cas lorsqu’une observation de la personne assurée a été mise en place, les résultats de la surveillance devant en principe être appréciés par un médecin (arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.17 63). Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.36 140 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Il ressort des termes de l'art. 53 al. 1 LPGA (« sont soumises à révision » « müssen in Revision gezogen werden », « devono essere sottoposte a revisione ») que l’assureur social est tenu d’initier d’office une procédure de révision s’il a connaissance de faits ou de moyens de preuve nouveaux, que ce soit en faveur ou en défaveur de la personne concernée. Une requête en ce sens de la part de l’assuré ou d’une autre partie n’est pas nécessaire, à la différence de ce qui vaut dans d’autres domaines du droit administratif (cf. art. 66 al. 2 let. a PA) ou pour la révision d’une décision judiciaire (cf. p. ex. art. 122 ss LTF) (Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 58 ad art. 53 LPGA). 7.4 Aux termes de l’art. 5 al. 3 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 (Cst - RS 101), les organes de l’État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. Cela implique notamment qu’ils s’abstiennent d’adopter un comportement contradictoire ou abusif (ATF 136 I 254 consid. 5.3 et les arrêts cités).”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n° 679 Pour qu'il y ait retour selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'absenÎ de forÎ formelle de la chose jugée ne suffit pas. La prestation attribuée doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 678 Lors d'un réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient de se fonder sur les circonstances de fait et sur l'état du droit et la pratique tels qu'ils existaient alors. Il est admissible de revenir sur une décision antérieure devenue formellement définitive ou sur la décision rendue sur l'opposition si celle-ci est indubitablement ou manifestement erronée. Cette appréciation se fait au regard des circonstances au moment de la décision initiale. Un changement ultérieur de la pratique administrative ou de la jurisprudenÎ ne justifie en principe pas un réexamen.
“aa) Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références ; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). bb) Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“des Leitentscheids). Trotzdem ist im Zusammenhang mit der Praxisänderung ein Wiedererwägungsgrund gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG zu verneinen (BGE 141 V 585 E. 5.4 mit Hinweis, vgl. auch E. 5.3). Daran ändern die Ausführungen der Beschwerdeführerin nichts. Inwiefern der vorliegende Fall ein Abweichen rechtfertigen sollte, ist nicht ersichtlich, war die (nicht selten grosse) Divergenz zwischen dem medizinischen Beweisergebnis und der Verfügung doch geradezu die Standardkonstellation einer Abweisung des Rentenanspruchs aus rechtlichen Gründen. Der Einwand, die Rechtsprechungsänderung sei ein "Beleg für die zweifellose Unrichtigkeit im Sinne der ausserordentlichen Rechtsmittel" zielt daher ins Leere. Die Beschwerdeführerin scheint zu verkennen, dass es somit einzig darum geht, ob das Recht aus damaliger Sicht, unter der damaligen Sach- und Rechtslage, falsch angewendet worden ist oder nicht. Durch die Verneinung dieser Frage findet - entgegen ihrer Ansicht - keine Übertragung der alten Rechtsprechung ins neue Recht statt, sondern es wird eine Korrektur unter Berücksichtigung der damaligen Gesichtspunkte abgelehnt. Die Rügen betreffend die Verletzung von Art.”
“La décision attaquée ne fait du reste pas état d’une obtention irrégulière de ces prestations, ni encore d’une violation de l’obligation de renseigner, lesquelles seraient susceptibles de justifier un effet rétroactif à la reconsidération (cf. art. 88bis al. 2 let. b RAI [règlement du 17 janvier 1961 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.201]). 2. Le litige porte sur le droit du recourant à la prise en charge financière de chaussures orthopédiques sur mesure à titre de moyen auxiliaire, respectivement sur la reconsidération de la décision du 8 mai 2014 qui lui reconnaissait un tel droit du 24 février 2014 au 23 février 2024. 3. L’entrée en vigueur le 1er janvier 2022 des modifications législatives et réglementaires dans le cadre du « développement continu de l'AI » (loi fédérale sur l’assurance-invalidité [LAI] [Développement continu de l’AI], modification du 19 juin 2020, RO 2021 705, et règlement sur l’assurance-invalidité [RAI], modification du 3 novembre 2021, RO 2021 706) n’a pas modifié les conditions du droit aux moyens auxiliaires de l’assurance-invalidité. 4. Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références citées). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
Citation : LPGA art. 53 n. 677 Des prestations pécuniaires indûment perçues, qui reposent sur une décision devenue formellement définitive, ne peuvent être récupérées que si les conditions requises pour le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies (inexactituÞ incontestable et portée significative de la rectification).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung [Art. 53 Abs. 2 ATSG]) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel [Art. 53 Abs. 1 ATSG]) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2, 129 V 110 E. 1.1). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die Verwaltung allerdings während eines Zeitraumes, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht, voraussetzungslos, das heisst ohne Rechtstitel, auf ihren Entscheid zurückkommen (BGE 129 V 110 E. 1.2).”
La révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA s'applique également aux promesses de prestations juridiquement définitives accordées de façon informelle. En outre, une modification de statut constatée ultérieurement ou un changement (p. ex. dans la procédure AI) peut, sous les conditions de l'art. 53 al. 1 LPGA, être pris en compte rétroactivement dans le calcul; il faut examiner au cas par cas si une modification de statut produit des effets dans le passé.
“f) Un changement de statut de cotisant, impliquant la remise en cause de décisions de cotisations antérieures entrées en force, est soumis aux conditions d’une révision procédurale ou d’une reconsidération posées par l’art. 53 LPGA (ATF 143 V 177 consid. 3.5 et les références). Si le changement de statut n’est pas de nature à produire ses effets dans le passé, mais au contraire dans le futur, il convient, en principe, d’examiner librement la question du statut de cotisant, tout en observant une certaine retenue dans les cas limites (ATF 122 V 169 consid. 4b ; 121 V 4 ; TFA H 74/01 du 20 août 2002 consid. 3.1). aa) Aux termes de l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF. Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où des allégations de faits étaient encore recevables dans la procédure principale, mais qui n’étaient pas connus de la partie requérante malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment de la partie requérante. Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je m.w.H.). Diese sogenannte prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprachen zur Anwendung (Urteil 8C_469/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2). Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex tunc und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex nunc vor.”
“Selon l'art. 53 al. 1 LPGA (RS 830.1), les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant. Cela vaut aussi lorsque les prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle mais que leur versement a acquis force de chose décidée (ATF 130 V 380 consid. 2.1; 129 V 110 consid. 1.1; arrêt 8C_39/2019 du 10 juillet 2019 consid. 4.2).”
“Diese Einsprachen werden von der Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid zu beurteilen sein (Art. 52 Abs. 2 ATSG). Bis anhin hat die Beschwerdegegnerin über die gegen die Verfügung vom 16. Januar 2024 (betreffend den EL-Anspruch im Januar 2024 [act. II 105]) erhobene Einsprache vom 26. Januar 2024 (act. II 107) nicht entschieden. Indem die Beschwerdegegnerin diesbezüglich nun während rund acht Monaten untätig geblieben ist und im Rahmen der Verfügung vom 6. September 2024 (act. II 120) einzig den EL-Anspruch ab Februar 2024 neu geregelt hat, gelangt sie mit ihrem Vorgehen an die Grenze dessen, was bei einem weiteren Zuwarten bzw. Untätigbleiben als Rechtsverzögerung zu betrachten wäre. Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdegegnerin dabei insbesondere, wenn sie ihr Untätigbleiben mit Verweis auf das – beim Verwaltungsgericht hängige – Verfahren bezüglich des IV-Rentenanspruchs begründet. Sollte das IV-Verfahren eine Veränderung hinsichtlich des IV-Grads ergeben, so wird es an der Beschwerdegegnerin sein, dies zu gegebener Zeit im Rahmen einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG rückwirkend in die Berechnung einfliessen zu lassen. Hinsichtlich weiterer vom Beschwerdeführer zur Diskussion gestellter Parameter kann ein Entscheid jedoch gefällt werden. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin darüber zu befinden. Dies gilt insbesondere für die seitens des Beschwerdeführers gerügte zu tiefe Anrechnung der Krankenkassenprämien (vgl. z.B. act. II 126 S. 8), welche die Beschwerdegegnerin im hiesigen Verfahren selbst als fehlerhaft bezeichnet und eine diesbezügliche Korrektur der EL-Berechnung in Aussicht gestellt hat (Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 2.4). Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin erfolgen entsprechende Berechnungen und Korrekturen von Amtes wegen im automatisierten Verfahren (vgl. Art. 54a der Verordnung vom 15. Januar 1971 über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [ELV; SR 831.301]). Die Fragen betreffend die Krankenkassenprämien, deren Beantwortung eine Änderung des EL-Anspruch zur Folge haben können, sind demnach vorweg zu entscheiden.”
LPGA art. 53 n. 675 L'institution d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement définitives ou des décisions rendues dans le cadre d'une opposition lorsqu'elles sont indubitablement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“Eine rechtskräftig verfügte Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. statt vieler etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1).”
La prise de position de l'assureur, effectuée selon une procédure simplifiée, présente en règle générale les caractères matériels d'une décision. La personne assurée peut exiger une décision formelle afin de préserver les possibilités de recours. Si aucune décision formelle n'est demandée, la prise de position simplifiée produit les mêmes effets juridiques qu'une décision devenue définitive et ne peut être modifiée que dans les conditions prévues à l'art. 53 LPGA (révision / réexamen).
“En effet, en droit des assurances sociales, la procédure doit être simple et rapide; bon nombre de cotisations sont ainsi fixées dans des relevés et de nombreuses indemnités sont versées sur la base de simples décomptes. Avec cette procédure, le formalisme imposé à l'assureur pour la mise en œuvre de la loi en est réduit à son minimum, puisque seul un support écrit est exigé. Malgré son formalisme restreint, la procédure simplifiée demeure une procédure de type décisionnel. La prise de position de l'assureur selon la procédure simplifiée revêt en règle générale les qualités matérielles de la décision. De plus, l'assuré peut prétendre à la prise d'une décision formelle, qu'il peut ensuite contester. Enfin, si une décision formelle n'est pas demandée, le prononcé de l'assureur selon la procédure simplifiée entre en force et déploie ses effets au même titre qu'une décision. Dans ce cas, la prise de position de l'assureur ne peut être modifiée qu'aux conditions de la révision et de la reconsidération de l'art. 53 LPGA (cf. Défago Gaudin in Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, art. 51 n. 1, 2 et 10). La prise de position de l'assureur selon cette procédure informelle n'est pas susceptible d'opposition ou de recours. Les droits de l'assuré sont garantis par la possibilité d'exiger qu'une décision formelle soit rendue (art. 51 al. 2 LPGA). La loi ne prévoit pas le délai dans lequel l'assuré peut former la demande tendant à obtenir une décision rendue conformément à l'art. 49 LPGA. Le législateur a renoncé à fixer un délai, tout en indiquant qu'il ne devrait pas excéder une année (cf. Défago Gaudin, art. 51 n. 9 et 13). 2.2. Conformément au chiffre 1089 de la Circulaire de l'OFAS sur l’allocation de maternité (ci-après: CAMat), dans sa version valable dès le 1er juillet 2005, pour les travailleuses indépendantes, est déterminant pour le calcul de l’allocation qui leur est due le revenu, converti en gain journalier, qui a été retenu pour fixer la dernière cotisation personnelle AVS avant l’accouchement.”
“Les indemnités journalières de l'assurance-accidents peuvent faire l'objet d'une telle procédure simplifiée (cf. art. 124 OLAA a contrario; SVR 2009 UV n° 21 p. 78 consid. 3.2 [arrêt du Tribunal fédéral 8C_99/2008 du 26 novembre 2008]). Une communication effectuée conformément au droit sous la forme simplifiée de l'art. 51 al. 1 LPGA peut produire les mêmes effets qu'une décision entrée en force si l'assuré n'a pas, dans un délai d'examen et de réflexion convenable, manifesté son désaccord avec la solution adoptée par l'assureur social et exprimé sa volonté que celui-ci statue sur ses droits dans un acte administratif susceptible de recours (cf. ATF 134 V 145 consid. 5.2 ; 129 V 110 consid. 1.2.2 voir également DEFAGO GAUDIN, in Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 9 ad. art. 51 LPGA, n° 10). 11.2 Lorsque la prise de position de l’assureur prononcée en procédure simplifiée est entrée en force, elle ne peut être modifiée qu’aux conditions de la révision et de la reconsidération de l’art. 53 LPGA (voir DEFAGO GAUDIN, op. cit., n° 10). Selon l'art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cela vaut aussi pour les prestations qui ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle, mais d'une décision implicite prise dans le cadre d'une procédure simplifiée au sens de l'art. 51 al. 1 LPGA (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 et les références). 11.3 11.3.1 L'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art.”
LPGA art. 53 n. 673 Si l'assureur retire une décision en réexamen pendant une procédure de recours en cours et que cela entraîne une détérioration de la situation de la partie recourante, celle-ci peut être indemnisée pour les frais de procédure supplémentaires ainsi occasionnés. Dans de tels cas, il aurait été opportun que l'administration présente, dans la procédure judiciaire, des demandes de modification; si elle omet de le faire et qu'il en résulte des frais supplémentaires pour la partie (p. ex. un écrit supplémentaire), ces frais peuvent être remboursés conformément aux principes exposés dans la décision.
“Oktober 2020 aufgehoben werden und neue Abklärungen getroffen werden müssen, was einem gänzlichen Obsiegen des Beschwerdeführers entspricht. Der Beschwerdeführer hat am 16. September 2020 Beschwerde gegen die Verfügung vom 21. August 2020 erhoben, worauf die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 18. September 2020 zur Einreichung der Beschwerdeantwort aufgefordert worden war (Urk. 4). Obwohl ihr somit bekannt war, dass hinsichtlich des gesamten, in der Verfügung vom 21. August 2020 geregelten Leistungsanspruchs - mithin auch den Auszahlungsmodalitäten - ein Rechtsmittelverfahren hängig war, zog sie diese während des laufenden Beschwerdeverfahrens mit Verfügung vom 28. Oktober 2020 (Urk. 11/2) in Wiedererwägung. Da die Beschwerdegegnerin damit den Anträgen des Beschwerdeführers jedoch nicht entsprach und die neu erlassene Verfügung in der Beschwerdeantwort vom 23. November 2020 mit keinem Wort erwähnte (vgl. Urk. 7), war der Beschwerdeführer zur Klärung der Sache gezwungen, dagegen Beschwerde einzureichen. Zwar war die Beschwerdegegnerin gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG grundsätzlich berechtigt, die Verfügung vom 21. August 2020 in Wiedererwägung zu ziehen. Da dies im vorliegenden Fall eine Schlechterstellung des Beschwerdeführers zur Folge hatte, hätte sie indessen im gerichtlichen Verfahren Anträge auf Abänderung der Verfügung vom 21. August 2020 stellen müssen. Hätte sie dies getan, wäre dem Beschwerdeführer vom Gericht Frist zur Stellungnahme zu den Anträgen der Beschwerdegegnerin angesetzt beziehungsweise ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet worden, im Rahmen dessen sich der Beschwerdeführer zu den Anträgen der Beschwerdegegnerin zu äussern gehabt hätte, wodurch ihm der für das Verfassen der Beschwerden aufgewendete Aufwand ebenfalls entstanden wäre. Richtig ist jedoch, dass er durch das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nach der Vereinigung der Verfahren zu einer zusätzlichen Eingabe aufgefordert wurde (Urk. 24), die andernfalls nicht notwendig gewesen wäre. Es ist ihm somit der gerechtfertigte, gesamte Aufwand für das Verfahren betreffend die beiden Rentenverfügungen zu entschädigen.”
Les prestations accordées sur la base d'une décision devenue irrévocable sur le plan formel ne peuvent être recouvrées que si les conditions de recouvrement prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies.
“La recourante ne saurait dès lors remettre en cause la quotité de cette suspension infligée dans l’exercice de son droit à l’indemnité journalière de chômage dans le cadre de la présente procédure qui ne porte que sur la restitution des prestations versées à tort par l’intimée. Les critiques de la recourante à cet égard excédent l’objet du litige et sont partant irrecevables. c) Cela étant, le litige porte sur l’obligation de la recourante de restituer la somme de 1'231 fr. 95 versée à tort, correspondant à cinq indemnités journalières de chômage. 3. a) Selon l’art. 95 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59c bis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Tant que la décision n’est pas formellement entrée en force, soit durant le délai pour former opposition ou recours, l’assureur peut la modifier, sans que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision procédurale ne soient réalisées (ATF 129 V 110 consid. 1.2.1 et la référence ; voir également ATF 121 II 273 consid. 1a/aa p. 276 ; TF 9C_172/2011 du 22 août 2011 consid. 3 ; TFA C 196/03 du 26 août 2004 consid. 2). b) La procédure de restitution d’une prestation versée à tort implique en principe trois étapes distinctes (Sylvie Pétremand, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 30 ad art. 25 LPGA).”
LPGA art. 53 N. 671 Le recouvrement suppose que l'octroi de la prestation, prononcé par décision devenue définitive ou accordé de façon informelle, soit indubitablement erroné et que sa rectification revête une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG) und werden durch die Kasse vom Arbeitgeber zurückgefordert (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.).”
Citation : LPGA art. 53 n. 670 Generali a pu revenir ultérieurement sur sa décision du 17 juin 2019, parÎ qu'elle a été jugée incontestablement erronée et que la rectification revêtait une importanÎ considérable (prestations concernées : CHF 180'436.05, dont CHF 167'706.70 d'indemnités journalières).
“Ce n’est au demeurant que par lettre du 17 juin 2019, soit près d’une année après la déclaration d’accident-bagatelle du 28 juin 2018, que Generali a informé l’assuré qu’elle continuerait de prester, dorénavant à titre provisoire et en sa qualité d’assureur-accidents LAA. L’on peut dès lors partir du principe que, durant cet intervalle, l’assuré ne pouvait se douter que le nombre d’indemnités journalières auquel il avait droit serait en définitive calculé selon la police d’assurance perte de gain maladie et, semble-t-il, inférieur à celui prévu par la police d’assurance-accidents obligatoire. 11.6. Cela étant, la rectification de cette erreur revêt par ailleurs une importance notable puisqu’elle porte sur des prestations représentant la somme de CHF 180'436.05, dont CHF 167'706.70 d’indemnités journalières que le recourant ne conteste pas avoir perçues, soit en très grande partie sur des prestations périodiques. 11.7. Par conséquent, Generali était en droit de revenir sur sa décision du 17 juin 2019 dont les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA étaient en l’espèce remplies. 11.8. Il s’agit là de la première des trois étapes distinctes – décrites ci-dessus – de la procédure de restitution de l’art. 25 LPGA, Generali ayant d’ores et déjà annoncé que la deuxième étape serait réalisée ultérieurement par le biais d’une procédure séparée. C’est pourquoi la Cour peine à saisir en quoi la décision querellée ne permettrait pas à l’assuré de comprendre si Generali entend se conformer à la procédure de restitution en trois étapes exigée par la jurisprudence, ce à quoi cette dernière a répondu par l’affirmative. Le grief d’"arbitraire, violation de la LPGA et des dispositions légales connexes" dirigé à ce sujet par l’assuré à l’encontre de Generali est ainsi infondé. 11.9. Il s’ensuit que la décision sur opposition attaquée doit aussi être confirmée en tant qu’elle retient que les prestations déjà versées par Generali en sa qualité d’assureur-accidents l’ont été indument et que les conditions d’une reconsidération sont remplies. 11.10. Sur ce dernier point, il y a lieu de préciser que, dans ses observations du 22 octobre 2022, Generali a expliqué avoir avancé 885 indemnités journalières LAA sur la période du 15 septembre 2017 au 31 mars 2020 alors que, dans le cadre du contrat d’assurance perte de gain maladie, l’assuré aurait eu droit à un maximum de 730 indemnités par cas d'assurance.”
Citation: LPGA art. 53 n. 669 Si le réexamen de la décision attaquée, opéré pendente lite, aboutit à ce que la nouvelle décision donne pleinement suite aux demandes formulées dans le recours, le recours devient en principe sans objet; l'affaire doit être radiée du rôle.
“correspondait à une compensation pour des prestations déjà versées à l’épouse de l’assuré, ensuite d’une modification du plafonnement des rentes, que les rentes complémentaires pour enfant dès le 1er avril 2019 faisaient l’objet de décisions séparées directement notifiées à leur mère et que la rente était réduite par plafonnement en application des art. 35 ou 37bis LAVS (loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l’assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10), que le 12 août 2020, Me Adrienne Favre a demandé à la Caisse cantonale de compensation AVS de lui indiquer pour quelles raisons la rente entière allouée à son mandant passait d’un montant de 1'703 fr. à 1'717 fr., puis à 2'161 fr., selon les différentes périodes prises en considérations, qu’elle a réitéré sa demande le 7 septembre 2020, que par acte du 14 septembre 2020, D.________, toujours représenté par Me Adrienne Favre, a recouru contre la décision du 10 juillet 2020 en soulevant le grief de défaut de motivation de cette décision et en concluant à l’octroi d’une rente entière d’un montant de 2'161 fr. par mois dès le 1er décembre 2016, ainsi qu’à l’octroi de rentes pour enfant « adaptées en conséquence », qu’aux termes de l’art. 53 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé, que dans la mesure où la nouvelle décision fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, que dans le cas contraire, la procédure de recours reste pendante pour les objets encore litigieux, la décision rendue pendente lite ne constituant, sur ces objets, qu’une proposition de la partie intimée au tribunal, que ce dernier doit ainsi continuer à traiter le recours dans la mesure où il n’est pas devenu sans objet, sans que l’intéressé soit obligé d’attaquer la nouvelle décision (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n. 106 ad art. 53 ; Jean Métral, in Dupont/Moser-Szeless [édit.”
“, versées pour les mois de mai à juillet 2020, au motif de l’interruption de la formation professionnelle du recourant, que, par acte du 3 septembre 2020, reçu le 7 septembre 2020, le recourant, agissant par sa mère, a recouru à l’encontre de cette décision auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant implicitement à son annulation, que, par réponse du 14 octobre 2020, l’intimé a indiqué qu’après examen de la situation, il avait procédé à l’annulation de la décision de restitution litigieuse du 6 août 2020 et avait rendu en place une nouvelle décision 8 octobre 2020 qui remplaçait la précédente et prévoyait le versement ininterrompu de la rente pour enfant à compter du 1er mai 2020, donnant ainsi entièrement raison à la partie recourante, que l’intéressé proposait dès lors de considérer que le recours était devenu sans objet ; attendu qu’aux termes de l’art. 56 al. 1 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours - compte tenu de la suspension du délai durant les féries estivales (art. 38 al. 4 let. b LPGA) - suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA) a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; attendu que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’occurrence, la nouvelle décision pendente lite de l’intimé du 8 octobre 2020 donne entièrement droit aux conclusions du recourant, tel qu’indiqué d’ailleurs par l’intimé dans sa réponse du 14 octobre 2020, que, partant, il convient de constater que cette reconsidération vide effectivement le litige de son objet et que la cause doit être radiée du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art. 82 et 94 al. 1 let. d LPA-VD (loi vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), qu’un juge unique du tribunal cantonal est compétent pour statuer (art. 94 al. 1 let. c LPA-VD), qu’il se prononce également sur les frais et dépens (art.”
“________, représenté par Me Rébecca Grand, auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, par lequel il a conclu, à titre principal, à l’annulation de la décision sur opposition du 16 juillet 2020 et, à titre subsidiaire, à son renvoi à l’intimée pour complément d’instruction et nouvelle décision, le tout sous suite de dépens, vu la décision de reconsidération rendue par l’intimée le 13 novembre 2020, par laquelle elle a annulé sa décision du 21 avril 2020, vu l’écriture du même jour de l’intimée par laquelle elle a transmis à la Cour de céans cette nouvelle décision et requis que la cause soit rayée du rôle, vu l’avis de la juge instructrice du 18 novembre 2020 impartissant à l’avocate du recourant un délai au 30 novembre 2020 pour se déterminer sur l’allocation de dépens, vu le courrier de l’avocate du recourant du 23 novembre 2020, par lequel elle a requis l’allocation de dépens dès lors que la décision de reconsidération du 13 novembre 2020 faisait droit à l’intégralité de ses prétentions, vu les pièces du dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile compte tenu des féries estivales, est recevable à la forme (art. 38 al. 4 let. b, 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en revenant sur la décision attaquée par une nouvelle décision du 13 novembre 2020, que cette nouvelle décision fait droit à l’intégralité des prétentions du recourant, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet par suite de la reconsidération opérée par l’intimée, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2000 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA), que le recourant, qui obtient gain de cause avec le concours d’un mandataire professionnel, a droit à une indemnité à titre de dépens à charge de l’intimée qu’il convient, compte tenu de la complexité du litige et des opérations effectuées, d’arrêter à 1'000 fr.”
“[…]”, vu la réponse de l’intimé du 15 janvier 2021 produisant en annexe une décision sur opposition du 15 janvier 2021 admettant l’opposition et annulant la décision du 7 juillet 2020 de l’ORP, vu les pièces au dossier ; attendu que, selon l’art. 56 al. 1 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LACI (loi fédérale du 25 juin 1982 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.0), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA), a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; attendu que, à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en procédant à une reconsidération pendente lite de la décision sur opposition du 13 novembre 2020, en admettant l’opposition de l’assurée et annulant la décision du 7 juillet 2020 de l’ORP, que si la nouvelle décision fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante, elle rend la procédure sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, que la décision sur opposition rectificative de l’intimé du 15 janvier 2021 fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu de prendre acte de cette décision de reconsidération et de constater que le recours interjeté contre la décision sur opposition du 13 novembre 2020 est devenu sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 668 Une augmentation rétroactive de la rente (p. ex. une rente AI plus élevée) peut être considérée comme une inexactituÞ ultérieure ou comme un fait nouveau important au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Dans ce cas, il convient de revenir sur les décisions formellement définitives. En outre, les prestations complémentaires indûment versées peuvent être reprises ; lorsque les rentes versées rétroactivement couvrent la même périoÞ, elles doivent être compensées lors de la reprise.
“Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Einspracheentscheid aus, mit der rückwirkenden Zusprechung einer höheren Invalidenrente, neu basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100 %, bestehe eine nachträgliche Unrichtigkeit der zugrundeliegenden Berechnungen und folglich der bereits bezogenen Zusatzleistungen. Die rückwirkend höheren Invalidenleistungen würden erhebliche neue Tatsachen darstellen, die zu einer anderen Berechnungsgrundlage führen würden. Es sei damit geboten gewesen, im Rahmen der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG auf die rechtskräftigen Verfügungen für die Zeit vom 1. Mai 2018 bis 31. Oktober 2019 zurückzukommen, diese neu zu beurteilen und die zu viel ausbezahlten Leistungen zurückzufordern. Nachträglich ausbezahlte Invalidenleistungen seien dabei direkt mit der Rückforderung der Ergänzungsleistungen zu verrechnen, wenn sie den gleichen Zeitraum beträfen. Insofern habe sie mit der Rückforderung in der Höhe von Fr. 5'824.-- eine Überentschädigung in der Zeitspanne vom 1. Mai 2018 bis 31. Oktober 2019 korrekterweise verhindert (Urk. 2 S. 3). Der Mietzins in der Ergänzungsleistungsberechnung vom 25. November 2019 liege zugegebenermassen unter dem maximal anrechenbaren Betrag von Fr. 1'100.--. Aus dem Mietvertrag gehe jedoch klar hervor, dass es sich beim Mietobjekt an der A.___-Strasse um ein möbliertes Zimmer handle. Nach gängiger Praxis, die vom kantonalen Sozialamt des Kantons Zürich bestätigt worden sei, werde hierfür ein Abzug von 20 % der Grundmiete - in diesem Fall von Fr. 196.-- pro Monat - berücksichtigt.”
Citation : LPGA art. 53 n. 667 L'organisme d'assuranÎ peut, jusqu'à l'envoi de sa prise de position à l'autorité de recours, réexaminer la décision attaquée ou la décision rendue à la suite d'une opposition et, le cas échéant, la remplacer par une nouvelle décision. Si la révision est intégralement favorable aux recourants, le recours devient sans objet et l'affaire doit être radiée. Cette disposition poursuit un objectif d'économie de procédure.
“37 LTAF, la procédure devant le Tribunal administratif fédéral est régie par la loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative (PA, RS 172.021), pour autant que la LTAF n'en dispose pas autrement, qu'en vertu de l'art. 3 let. dbis PA, la procédure en matière d'assurances sociales n'est pas régie par la PA dans la mesure où est applicable la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA, RS 830.1), qu'à cet égard, aux termes de l'art. 2 LPGA en relation avec l'art. 1 al. 1 LAI, les dispositions de la LPGA s'appliquent à l'assurance-invalidité (art. 1a à 26bis et art. 28 à 70 LAI), à moins que la LAI ne déroge expressément à la LPGA, que les conditions de l'art. 59 LPGA, qui prévoit que quiconque est touché par la décision ou la décision sur opposition et a un intérêt digne d'être protégé à ce qu'elle soit annulée ou modifiée a qualité pour recourir, sont remplies en l'espèce, que, déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et art. 52 PA), le recours est recevable, que selon l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que l'autorité de recours continue à traiter le recours, dans la mesure où la nouvelle décision de l'autorité inférieure ne l'a pas rendu sans objet (art. 58 al. 3 PA), que, par décision du 17 décembre 2020, l'OAIE a reconsidéré et annulé sa décision du 15 octobre 2020 rejetant la demande de prestation de l'assurance-invalidité de la recourante, et déclaré que l'OAI complétera l'instruction de la demande, sur la base des nouveaux éléments qui sont apparus et qu'une nouvelle décision sera notifiée à la recourante, qu'en conséquence, le recours est devenu sans objet et l'affaire doit être radiée du rôle, dans une procédure à juge unique (art. 23 al. 1 let. a LTAF), que lorsqu'une procédure devient sans objet, les frais sont en règle générale mis à la charge de la partie dont le comportement a occasionné cette issue (art.”
“lui est allouée dès le 1er octobre 2020, en précisant que l’OAI devait encore rendre une décision relative à l’octroi d’une rente entière d’invalidité pour la période du 1er mars 2019 au 30 septembre 2020, vu la décision rendue le 11 décembre 2020 par l’OAI, annulant et remplaçant la précédente, par laquelle une rente ordinaire mensuelle d’un montant de 1820 fr. a été octroyé à l’assurée dès le 1er mars 2019, vu le courrier du 18 décembre 2020, par lequel la recourante a produit la décision du 11 décembre 2020 précitée et requis l’allocation de dépens, dans la mesure où l’intimé avait fait droit à l’intégralité de ses prétentions, vu l’avis de la juge instructrice du 22 décembre 2020, impartissant à l’intimé un délai au 15 janvier 2021 pour indiquer si sa décision du 11 décembre 2020 était constitutive de sa réponse au recours, vu le courrier de l’intimé du 6 janvier 2021, par lequel il a notamment remis une prise de position de la K.________ du 11 décembre 2020 et déclaré qu’il avait fait usage de la possibilité prévue à l’art. 53 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), vu la prise de position de la K.________ du 11 décembre 2020, dans laquelle elle exposait que les pièces produites par le conseil de la recourante avaient permis de corriger une erreur dans l’enregistrement de ses revenus auprès d’une autre caisse et que la nouvelle décision rendue sur cette base rendait le recours sans objet, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en revenant sur la décision attaquée par une nouvelle décision le 11 décembre 2020, que cette nouvelle décision fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est ainsi devenu sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
“Dès le dépôt du recours, l’administration perd ainsi la maîtrise sur l’objet du litige, qui passe au tribunal (ATF 136 V 2 consid. 2.5 ; ATF 130 V 138 consid. 4.2), ce dont il découle notamment en principe qu’elle n’a plus, dès ce moment, la faculté de procéder à des mesures d’instruction nouvelles ou complémentaires (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa ; arrêt du Tribunal fédéral 5A_923/2018 du 6 mai 2019 consid. 3.2), sauf néanmoins des mesures d’instructions simples et ponctuelles (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 103 ad art. 53 LPGA ; Jean MÉTRAL, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 56 ad art. 56 LPGA). Si le tribunal entre en matière et statue sur le fond, son jugement remplace la décision administrative et, en cas de recours, constitue l’objet de la contestation devant le Tribunal fédéral (ATF 111 V 58 consid. 1 ; Jean MÉTRAL, op. cit., n. 53 ad art. 56 LPGA). La portée de l’effet dévolutif est atténuée par l’art. 53 al. 3 LPGA – en vertu duquel, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé – (ATF 136 V 2 consid. 2.5), possibilité dont l’idée à l’origine est la simplification de la procédure (économie de procédure) et qui déroge aux conditions strictes d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 103 et 104 ad art. 53 LPGA). Dans le cadre de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’autorité peut revoir librement sa décision, en faveur du recourant, sans être liée par les conditions restrictives de la reconsidération d’une décision entrée en force (cf. art. 53 al. 2 LPGA). Si la nouvelle décision rendue pendente lite fait entièrement droit aux conclusions du recourant, le recours devient sans objet et la cause doit être radiée du rôle, la décision y afférente de l’autorité de recours devant au surplus statuer sur les frais et dépens en tenant compte de l’intervention des deux parties.”
“Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG Devolutiveffekt zu. Die formell gültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit der kantonalen Rechtsmittelbehörde, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung bzw. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2; 127 V 228 E. 2b/aa; je mit Hinweisen). Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand. Die gegenteilige Auffassung hat eine Vermengung von Administrativ- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge, was dem Gebot der Einfachheit des Prozesses (Art. 61 lit. a ATSG) widerspricht (BGE 127 V 228 E. 2b/aa mit weiteren Hinweisen). Nach Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger jedoch eine Verfügung bzw. einen Einspracheentscheid so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Hinter dieser Regelung steht der Gedanke der Prozessökonomie im Sinne der Vereinfachung des Verfahrens (BGE 127 V 228 E. 2b/bb). Nach Einreichung der Vernehmlassung ist dem Versicherungsträger jedoch die Wiedererwägung für die Folgezeit untersagt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 N 92). Einer nach diesem Zeitpunkt erlassenen Verfügung kommt immerhin der Charakter eines Antrages an das Gericht zu (BGE 109 V 234; Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 N 92). Die Verfügung selbst wird jedoch von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als nichtig erachtet (SVR 2005 EL Nr. 3 S. 10; Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 N 92). Im Gegensatz dazu ist bei einer bis zur Einreichung der Vernehmlassung erlassenen Verfügung zu beachten, dass sie den Streit nur insoweit beendet, als damit dem Begehren der beschwerdeführenden Partei entsprochen wird.”
Même en l'absenÎ de faits nouveaux, un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est envisageable que si la décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Une telle erreur manifeste existe notamment lorsque le principe de l'investigation a été clairement méconnu ou lorsque les investigations médicales spécialisées nécessaires n'ont pas été effectuées du tout ou pas avì la diligenÎ requise. Pour les appréciations relevant d'un pouvoir d'appréciation (p. ex. l'aptituÞ au travail), une certaine retenue s'impose.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann der Versicherungsträger nach Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Eine unvollständige Sachverhaltsabklärung fällt als Wiedererwägungsgrund nur bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) in Betracht (vgl. E. 3.2 hievor; vgl. auch Urteil 8C_277/2020 vom 17. August 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Vorausgesetzt wird, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (Urteil 9C_427/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 2.2 mit Hinweisen), oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann der Versicherungsträger nach Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Eine unvollständige Sachverhaltsabklärung fällt als Wiedererwägungsgrund nur bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) in Betracht (vgl. E. 3.2 hievor; vgl. auch Urteil 8C_277/2020 vom 17. August 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Vorausgesetzt wird, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (Urteil 9C_427/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 2.2 mit Hinweisen), oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde.”
“Der Versicherungsträger kann nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 328 E. 3.3). Dies ist dann der Fall, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (BGE 141 V 414 E. 5.2). Die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist im Bereich der invaliditätsmässigen Leistungsvoraussetzungen - insbesondere hinsichtlich der ermessensgeprägten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (BGE 140 V 195 E. 3.1, 137 V 253 E. 3.4.2.3) - nur unter Vornahme der gebotenen Zurückhaltung zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 20. April 2018, 9C_886/2017, E. 3.2 und vom 13. Juli 2017, 9C_309/2017, E. 3.2 in fine). Das Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung liegt dabei grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers (BGE 133 V 54 E.”
“Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Ces principes sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (ATF 130 V 380 consid. 2.1 p. 381 s.; 129 V 110 consid. 1.1 p. 110, arrêt 8C_39/2019 du 10 juillet 2019 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (arrêt 8C_706/2019 du 28 août 2020 consid. 4.2, destiné à la publication). Selon la jurisprudence, la condition du caractère manifestement erroné est ainsi réalisée lorsque la décision a été rendue en violation manifeste du principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) sur la base d'un état de fait établi de manière incomplète. L'exigence du caractère manifestement erroné de la décision est également réalisée lorsque le droit à des prestations d'assurance a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière incorrecte (ATF 140 V 77 précité consid.”
Des communications ou décomptes de prestations établis sans forme particulière peuvent revêtir le caractère d'une décision matérielle. Si l'assureur modifie une décision valablement rendue sans forme, cela n'est en règle générale possible que dans un brï délai (que la jurisprudenÎ fixe à 30 jours) sans autre formalité; passé ce délai, les modifications ne peuvent plus intervenir que dans les conditions du réexamen ou de la révision procédurale prévue à l'art. 53 LPGA.
“Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Art. 53 N 52). Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenversicherung, die – wie im vorliegenden Fall – nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiellen Verfügungscharakter auf (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] C 7/02 vom 14. Juli 2003 E. 3; BGE 125 V 475 E. 1; BGE 122 V 367 E. 2 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Versicherungsträger, der einen formlosen Entscheid erlassen hat, diesen (von sich aus) nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen voraussetzungslos abändern. Ist diese Frist verstrichen, muss sich der Versicherungsträger auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund nach Art. 53 ATSG berufen (BGE 129 V 110 E. 1.2). Die Beschwerdegegnerin forderte mit Verfügung vom 11. Dezember 2019 Leistungen zurück, die sie dem Beschwerdeführer mit Abrechnung vom 24. Juli 2019 bereits ausgerichtet hatte (act. G 7.1/11 und 21). Dabei ist davon auszugehen, dass die als "Teilzahlung”
“Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG in der ab 1. Januar 2021 geltenden Fassung). 1.5 Die Rechtsbeständigkeit gilt bei zulässigerweise formlos ergangenen Entscheiden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG und betreffende spezialgesetzliche Bestimmungen) als eingetreten, wenn anzunehmen ist, die betroffene Person habe sich mit einer getroffenen Regelung abgefunden. Dies ist dann der Fall, wenn die nach den Umständen zu bemessende Überlegungs- und Prüfungsfrist abgelaufen ist, welche der betroffenen Person zusteht, um sich gegen den formlosen oder faktischen Verwaltungsentscheid zu verwahren (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG; BGE 134 V 145 E. 5.3.1, 132 V 412 E. 5, 129 V 110 E. 1.2.2, je mit Hinweisen). Nach Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht, darf hingegen der Versicherungsträger in einer unbeanstandet gebliebenen «formlosen Verfügung» oder «faktischen Verfügung» zugesprochene Leistungen nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder prozessualen Revision (Art. 53 ATSG) zurückfordern (BGE 129 V 110”
En cas d'inexactituÞ objectivement manifeste et lorsque la rectification revêt une importanÎ considérable, l'organisme d'assuranÎ peut, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur une décision devenue formellement définitive; en l'espèÎ, le remboursement de Fr. 10'045.30 a été exigé.
“86% – telle qu'annoncée dans la demande de RHT du 18 mai 2020 (dos. int. 89) – alors que cette perte s'élève en réalité à 27.76%, comme cela résulte des justificatifs figurant au dossier (143.64 heures de travail perdues, par rapport à un total de 517.44 heures à "effectuer normalement"; dos. int. 75 et 94-96). Dans son recours, la société ne soulève aucun grief contre le décompte rectificatif afférent au mois de mars 2020, auquel elle se rallie, tout en annonçant qu'elle procédera au remboursement du montant de Fr. 4'858.55 exigé en restitution. Aucun élément au dossier ne permet par ailleurs de mettre en doute le décompte précité. Le montant à restituer de Fr. 4'858.55 n'étant au demeurant pas contesté, il n'y a pas lieu de l'examiner plus avant (Rügeprinzip, ATF 125 V 413 c. 2c). 5.5 En conclusion, il faut tenir pour établi que l'octroi d'indemnités en cas de RHT à hauteur de 9'226.05 pour le mois de mars 2020, respectivement de Fr. 14'253.75 pour le mois d'avril 2020, était manifestement erroné au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. En outre, la rectification de cette erreur revêtait une importance notable au regard de l'ampleur du montant à restituer, totalisant Fr. 10'045.30 (Fr. 5'186.75 + Fr. 4'858.55) pour l'ensemble de la période couverte par la décision sur opposition (en ce sens, voir TF 8C_18/2017 du 4 mai 2017 c. 4.3). Partant, c'est à bon droit que l'intimée, dans le prononcé attaqué, a exigé la restitution d'une partie des prestations accordées pour la période du 19 mars au 30 avril 2020, à concurrence de Fr. 10'045.30. 6. 6.1 Il s'ensuit que le recours s'avère mal fondé et doit être rejeté. A toutes fins utiles, on rappellera qu’il est loisible à la recourante, si elle estime avoir reçu de bonne foi les prestations litigieuses et que leur remboursement la mettrait dans une situation difficile, de présenter par écrit, en l'adressant à la caisse de chômage (qui la soumettra au service juridique de l'OAC; art. 95 al. 3 LACI), une demande de remise de l'obligation de restituer. Cette requête devra être motivée et déposée au plus tard dans les 30 jours à compter de l’entrée en force du présent jugement (art.”
Pour qu'une restitution soit possible en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, la décision devenue définitive doit être manifestement erronée. « Manifestement erronée » signifie que l'octroi est démontré comme contraire à la loi et qu'il ne subsiste aucun doute raisonnable quant à son erreur.
“Die Bestimmbarkeit und ausreichende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls nach Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG ist eine materiell-rechtliche Anspruchsvoraussetzung (vgl. Urteile des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6; B-4559/2021 vom 20. Oktober 2022 E. 7.2.1; B-2480/2020 vom 9. November 2021 E. 5.1). Gebricht es an ihr, gelten zugesprochene Leistungen als unrichtig und sind erfolgte Leistungen aufgrund unrechtmässigen Bezugs grundsätzlich zurückzurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 und 2 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5). Schliesslich setzt die Rückforderung voraus, dass eine rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprache zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6). Zweifellos unrichtig ist eine Leistungszusprache, wenn sie erwiesenermassen gesetzeswidrig ist, sodass an ihrer Unrichtigkeit kein vernünftiger Zweifel besteht (vgl. BGE 126 V 399 E. 2b/bb; Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 662 Les instances précédentes exigent en pratique qu'il soit exposé pourquoi des faits ou éléments de preuve pertinents n'ont pas pu être présentés lors de la procédure de première instanÎ ; si une telle justification n'est pas fournie, elles refusent régulièrement la révision procédurale.
“Die Vorinstanz verneinte die Voraussetzungen der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG im Wesentlichen mit der Begründung, es wäre dem Beschwerdeführer resp. dessen Eltern möglich gewesen, die erforderlichen Beweise schon früher beizubringen. Ausserdem wäre es ihm unbenommen gewesen, im Vorbescheidverfahren gegen den vorgesehenen zweifellos unrichtigen Entscheid zu opponieren resp. die entsprechende Verfügung mittels Beschwerde anzufechten, was er indessen nicht getan habe.”
“Der Beschwerdeführer gesteht hinsichtlich der Forderungen der Firmen C____ GmbH, D____ AG und E____ AG ein, dass er diese wohl nicht angegeben habe. Das sei ein grosser Fehler, den er mit einer Ratenzahlung ausgleichen wolle. Hinsichtlich des Restbetrags führt er aus, er habe seine Zwischenverdienstbescheinigungen nach bestem Wissen und Gewissen eingereicht, in gutem Glauben gehandelt und sei sich keiner Schuld bewusst (Beschwerde, S. 1). 2.3. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob sich die Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 1 ATSG). 3.2. Zur Abklärung des Anspruchs auf Leistungen sind die vom Versicherungsträger unentgeltlich abzugebenden Formulare von der einen Anspruch stellenden Person vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem Versicherungsträger zuzustellen (Art. 29 Abs. 2 ATSG). Zudem ist aufgrund der sog. Meldepflicht jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen von den Bezügerinnen und Bezügern dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden (Art. 31 Abs. 1 ATSG). 3.3. Meldepflichten haben im Sozialversicherungsrecht eine grosse Bedeutung. Dies gilt aufgrund der Tatsache, dass oft Dauerleistungen ausgerichtet werden. Hier ist die Veränderung der Verhältnisse (zum Beispiel die Aufnahme einer Teilerwerbstätigkeit) durch den Versicherungsträger nur schwer zu erfassen. Es sind vielmehr andere Personen und Stellen (v.a. die versicherten und leistungsbeziehenden Personen), welche über die entsprechenden Kenntnisse verfügen (Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
LPGA, art. 53, n. 661 Conditions du réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA : il doit s'agir d'une décision manifestement erronée et sa correction doit revêtir une importanÎ considérable. De plus, toute appréciation médicale ultérieure différente ne suffit pas à elle seule pour justifier un réexamen : il faut des faits nouveaux ou des éléments de preuve pertinents pour la décision, d'où il ressort que les bases de la décision initiale présentaient des vices objectifs.
“Unter Würdigung aller Umstände fehlte es offenkundig an hinreichenden Anhaltspunkten dafür, dass die Beschwerdeführerin ohne das Schädelhirntrauma effektiv ein Medizinstudium abgeschlossen hätte. Der aufgrund des Einkommensvergleichs ermittelte Invaliditätsgrad war damit zu hoch. Die Verfügung vom 27. Mai 2016 erweist sich somit als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Ebenso ist die Voraussetzung der erheblichen Bedeutung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt (E. 1.3). Die Beschwerdegegnerin hat ihren Entscheid vom 27. Mai 2016 demnach berechtigterweise in Wiedererwägung gezogen.”
“Les preuves doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références ; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3 ; CASSO PC 30/19 - 1/2021 du 11 décembre 2020 consid. 7b/aa). Ainsi, il ne suffit pas qu'un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits ; il faut des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs (TF 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4.2). En outre, si la décision est fondée sur une application erronée du droit (application initiale erronée du droit) ou sur une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits, il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération selon l’art. 53 al. 2 LPGA. Une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation, quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit. S'il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid. 2.2). 4.4 4.4.1 En l’espèce, il n’y a pas de circonstances nouvelles qui se seraient produites postérieurement à la décision de l’Office AI du 6 avril 2009, de sorte que la révision selon l’art. 17 LPGA est exclue. On ne saurait pas non plus envisager une reconsidération, dès lors que ce n’est pas une application erronée du droit qui est invoquée, ni une constatation erronée dans l’appréciation des faits. Il convient dès lors d’examiner si, comme l’ont retenu les premiers juges, une révision procédurale est envisageable au regard du rapport d’expertise produit le 27 février 2014 par le Dr S.”
“1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile (al. 1). Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (al. 2). L'obligation de restituer des prestations indûment touchées et son étendue dans le temps a pour but simplement de rétablir l'ordre légal après la découverte du motif justifiant la reconsidération ou la révision procédurale de la décision initiale d'octroi de prestations (ATF 122 V 134 consid. 2 d-e ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 consid. 5.1). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). 4.1 Conformément à l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Sont « nouveaux » au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de la décision dont la révision est demandée et conduire à une solution différente en fonction d'une appréciation juridique correcte.”
“Ainsi, il ne suffit pas qu'un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits ; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs. Pour justifier la révision d'une décision, il ne suffit pas que le médecin ou l'expert tire ultérieurement, des faits connus au moment de la décision principale, d'autres conclusions que l'administration ou le tribunal. Il n'y a pas non plus motif à révision du seul fait que l'administration ou le tribunal paraît avoir mal interprété des faits connus déjà lors de la décision principale. L'appréciation inexacte doit être, bien plutôt, la conséquence de l'ignorance ou de l'absence de preuve de faits essentiels pour la décision (ATF 127 V 353 consid. 5b p. 358 et les références ; TF 8C_687/2017 du 24 octobre 2018 consid. 3). b) L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). 5. a) En l’occurrence, l’intimée est entrée en matière sur la demande de révision du 18 décembre 2020, quand bien même la recourante n’y a fait état d’aucun moyen de preuve ni faits nouveaux importants qui ne pouvaient pas être produits auparavant. Dans le rapport du 4 septembre 2020 de la Dre G.________, joint à la demande de révision du 18 décembre 2020, il est en effet fait état d’une patiente vue pour la première fois en 2018, soit postérieurement à la décision du 23 mai 2017. Les faits que cette médecin relate n’étaient donc pas connus au moment où l’intimée a rendu sa décision et ne constituent ainsi pas des faits nouveaux au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. b) Par ailleurs, les avis médicaux dont se prévaut la recourante ne font pas apparaître la décision du 23 mai 2017 comme manifestement erronée au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. c) Il apparaît ainsi que les conditions d’une révision (procédurale) de la décision du 23 mai 2017, entrée en force, n’étaient, au moment de la demande, pas remplies.”
LPGA art. 53 n. 660 En pratique, une rectification en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA peut entraîner le recouvrement de prestations versées indûment si les conditions (manifestement incorrectes ; rectification d'une importanÎ considérable) sont réunies.
“Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-801/2022 vom 18. September 2023 E. 6.1). Materiell erfolgte die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung an Q._______, wie oben (E. 4.7) dargelegt, für die Abrechnungsperioden ab Juni 2020 eindeutig zu Unrecht. Unbestrittenermassen erhielt die Beschwerdeführerin fälschlicherweise auch Kurzarbeitsentschädigungen aufgrund nicht korrekter Deklaration von Feiertagsabwesenheiten und Sollstunden. Daher erweist sich die streitige Rückforderung von Fr. [...] als rechtmässig. Nach Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG fordert die Kasse zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeitsentschädigungen vom Arbeitgeber zurück (vgl. auch Art. 83a Abs. 3 AVIG); die Berichtigung ist auch angesichts des Betrags von erheblicher Bedeutung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
Pour un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, deux conditions sont requises : la décision initiale ou la décision rendue à la suite d'une opposition doit être indubitablement erronée et la rectification doit revêtir une importanÎ significative. Si une telle correction rétroactive est effectuée, le fondement juridique des prestations initialement octroyées disparaît ; celles-ci sont alors considérées comme indûment perçues et doivent être remboursées conformément aux règles applicables.
“Damit ist es auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2.1 Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 2.2 An den Entscheid betreffend die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungsausrichtung schliesst sich der Entscheid über die Rückerstattung an, ob bei einer einmal festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs eine rückwirkende Korrektur zu erfolgen hat. Grundlage dafür bildet Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Danach sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten.”
Exigences de preuve : Pour pouvoir revenir sur une décision en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, la décision initiale doit avoir été manifestement erronée d'emblée, c'est‑à‑dire fondée sur des vices objectifs ou des erreurs manifestes existant au moment de la décision. De simples évaluations ou expertises postérieures contradictoires ne suffisent pas si, au moment de la décision initiale, il n'existait pas d'indices correspondants.
“Ainsi, il ne suffit pas qu’un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits ; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs. Pour justifier la révision d’une décision, il ne suffit pas que le médecin ou l’expert tire ultérieurement, des faits connus au moment du prononcé initial, d’autres conclusions que l’administration (ATF 127 V 353 consid. 5b). L’application inexacte doit être, bien plutôt, la conséquence de l’ignorance ou de l’absence de preuve de faits essentiels pour la décision (idem et TF 9C_365/2015 du 6 janvier 2016 consid. 3.1). c) Si la décision est fondée sur une application erronée du droit (application initiale erronée du droit) ou sur une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits, il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération. La décision ou décision sur opposition formellement passée en force doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA ; Margit Moser-Szeless, in : Dupont/Moser-Szeless [éd.], Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 2 ss ad art. 53 LPGA). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée. En particulier, les organes d'application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits. Ainsi, une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation, quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit.”
“Die Beschwerdeführerin beruft sich denn auch letztinstanzlich vielmehr darauf, dass das Gutachten der MEDAS Neurologie Toggenburg vom 11. September 2019 demjenigen der MEDAS Zentralschweiz, auf das sich die ursprüngliche Rentenverfügung stützte, diametral widerspreche. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich damit jedoch kein Rückkommen auf die ursprüngliche Verfügung begründen. Die Voraussetzungen für ein Rückkommen gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG sind nur dann gegeben, wenn jene Verfügung von Beginn weg unrichtig war. Wie die Beschwerdeführerin jedoch selber einräumt, liess erst das spätere Gutachten der MEDAS Neurologie Toggenburg die ursprüngliche Rentenverfügung als fehlerhaft erscheinen. Dies genügt nicht für die Annahme der ursprünglichen zweifellosen Unrichtigkeit. Inwiefern bereits bei der ursprünglichen Rentenzusprechung der Untersuchungsgrundsatz verletzt worden sein sollte, vermag die Beschwerdeführerin damit nicht aufzuzeigen. Jene Verfügung vom 21. August 2018 stützte sich ihrerseits auf eine gutachtliche Einschätzung, die auch nach Rückfrage durch die Beschwerdeführerin bestätigt wurde. Inwiefern bereits damals Indizien vorgelegen haben sollten, die Zweifel nicht nur am nunmehr beanstandeten orthopädischen Teilgutachten des Prof. Dr. med. C.________, sondern auch an der interdisziplinär von allen beteiligten Gutachtern der MEDAS Zentralschweiz bestätigten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätten erwecken können, wird beschwerdeweise nicht dargelegt und ist nicht erkennbar.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
La récupération des prestations indûment perçues, fondées sur des décisions devenues formellement définitives, n'est possible que dans les conditions strictes prévues pour la révision à l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur indubitable et importanÎ considérable de la rectification).
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Si un octroi de prestations initialement accordé ne peut être qualifié de «manifestement erroné» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, il n'existe aucun motif justificatif permettant de revenir sur la décision; la caisse ne peut pas réclamer le remboursement des prestations dans de tels cas.
“Ob das kantonale Gericht vor diesem Hintergrund, namentlich mit Blick auf die berufliche Neuausrichtung beider Ehepartner, in Bezug auf die Beschwerdeführerin gleichwohl ein über den 18. März 2020 hinaus, bis zur Löschung der GmbH im Handelsregister weiter bestehendes Missbrauchsrisiko durch die arbeitgeberähnliche Stellung des Ehemannes in der GmbH annehmen durfte, ist - wie bereits erwähnt - fraglich. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben. Denn die Bejahung eines Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung ab 23. März 2020 und die entsprechende Ausrichtung von Taggeldern bis Ende Juli 2020 durch die Arbeitslosenkasse lässt sich aufgrund einer Würdigung der gesamten Umstände in diesem konkreten Fall jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG qualifizieren. Für die Rückforderung der Leistungen fehlt damit ein Rückkommenstitel.”
Citation : LPGA art. 53 n. 655 Si l'organe d'assuranÎ retire formellement des décisions devenues définitives ou des décisions rendues à la suite d'une opposition en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, et que des prestations ont ainsi été indûment perçues, ces prestations doivent être remboursées.
“Nachdem die IV-Stelle ihre Kostengutsprache für die medizinischen Massnahmen (Art. 12 ff. IVG) in Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gezogen hat (vgl. Sachverhalt lit. A), sind die unrechtmässig bezogenen Leistungen zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 ATSG; Urteil 8C_512/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.3).”
Citation : LPGA art. 53 n. 654 Les nouveaux faits ou éléments de preuve doivent être pertinents. Ils ne doivent pas se limiter à une simple réévaluation d'un fait déjà connu, mais doivent comporter des éléments factuels réellement nouveaux qui font apparaître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes. Ces nouvelles indications doivent être susceptibles, en cas d'appréciation juridique correcte, d'entraîner une décision différente.
“Il s'ensuit que les conditions d'une révision matérielle, au sens de l'art. 17 LPGA, du droit à la rente n'étaient pas remplies lorsque l'OAI a rendu, le 22 août 2019, sa décision de suppression du quart de rente. 6.3.7. Au demeurant, le rapport final du Dr F.________ du 30 janvier 2017 n'est pas un moyen de preuve nouveau qui n'aurait pu être produit avant la première décision du 24 mai 2017, étant donné que, depuis le 3 juillet 2014, une « procédure de communication AVS/AI-AA » a cours entre la Suva et l'OAI (cf. dossier AI, pièce 9), et étant précisé que cette procédure a été renouvelée pour la dernière fois le 22 août 2018, lorsque l'OAI a demandé à la Suva de lui transmettre les pièces postérieures au 22 juin 2016 (cf. dossier AI, pièce 174). De plus, le contenu du rapport du Dr F.________ ne consiste pas en des faits médicaux nouveaux qui auraient été découverts subséquemment mais, comme déjà expliqué, en une appréciation différente d'un état de fait resté essentiellement le même. Les conditions d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ne sont donc pas remplies. 6.3.8. Enfin, il n'apparaît pas non plus que la décision du 24 mai 2017 soit manifestement erronée. En effet, cette première décision est non seulement le fruit d'une instruction médicale de prime abord complète, mais aussi d'un examen approfondi des conditions matérielles du droit aux prestations. Elle achève par ailleurs de donner sens aux mesures professionnelles entreprises et financées par l'assurance-invalidité, mesures que la décision querellée remet également implicitement en cause. Dans ce contexte, la seconde décision du 22 août 2019 semble avant tout résulter d'une nouvelle appréciation des faits – concomitante avec un changement de gestionnaire du dossier et avec la prise de connaissance de la solution adoptée entretemps par la Suva – d'une même situation, ce qui est insuffisant pour ouvrir la voie de la reconsidération (sur l'ensemble de la question, cf. notamment arrêt 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid. 2.2 et les références citées). Les conditions d'une reconsidération au sens de l'art.”
“Auch sei es ihm nicht möglich, alleine öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Auto zu fahren oder sich in grösseren Menschenansammlungen aufzuhalten. 5.1 Streitig ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 die ganze Rente des Versicherten zu Recht rückwirkend per 1. September 2013 aufgehoben hat. 5.2 Ein Zurückkommen der IV-Stelle auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung ihrer Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) - möglich (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). 5.3 Was die prozessuale Revision betrifft, müssen formell rechtskräftige Verfügungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4.”
“Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Il faut que le moyen de preuve n'apporte pas uniquement une nouvelle appréciation de l'état de fait, mais qu'il serve à la détermination de cet état de fait. Il doit donc s'agir d'un élément de fait qui fasse paraître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes (ATF 138 V 324 c. 3.2).”
“Formell rechtskräftige Verfügungen müssen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in prozessuale Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder neue Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu entdeckt sind Tatsachen, wenn sie sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung bereits verwirklicht haben, indessen noch nicht bekannt waren. Neue Beweismittel haben dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind (BGE 144 V 249 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. auch Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4. Aufl. Bern 2020, Art. 53, Rz. 24 ff.). Betrifft der Revisionsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung - vorliegend die wartefristbezogene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers -, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzung und Beweiswürdigung beruht und damit notwendigerweise Ermessenszüge aufweist, so ist eine vorgebrachte neue Tatsache als solche in der Regel nicht erheblich.”
“Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG), und die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469). Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Die prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprechungen zur Anwendung (BGE 143 V 105 E. 2.1 S. 107). Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E.”
Pour qu'il y ait retour en application de l'art. 53 al. 2 LPGA, le remboursement doit reposer sur les conditions du réexamen ; l'obligation de remboursement suppose, de manière générale, la réalisation des éléments constitutifs d'une révision (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'un réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision initiale.
“Selon l'art. 25 al. 1, 1re phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées (première phrase). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2; 138 V 426 consid. 5.2.1; 130 V 318 consid. 5.2 et les références citées).”
Si les décomptes des prestations sont indubitablement inexacts et que leur rectification revêt une importanÎ considérable, l'organisme d'assuranÎ peut, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur les décisions ; dans ce cas, les prestations indûment perçues peuvent devoir être restituées.
“Mai 2016 dokumentiert sind, kann der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung frühestens ab dem 2. Juni 2016 entstehen. Die Beschwerdeführerin selber machte denn auch erst ab Juni 2016 einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung geltend. Für die Zeit vor der Meldung liegt keine Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 10 Abs. 1 und 2 AVIG vor. Eine verspätete Anmeldung führt damit grundsätzlich zum Anspruchsverlust für die vor der kontrollierten Arbeitslosigkeit liegenden Tage (BGE 124 V 215 E. 2. S. 218; Urteil 8C_496/2017 vom 5. Februar 2018 E. 5.3.1; THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2309 Rz. 148 und FN 326). Soweit die Arbeitslosenkasse die Rahmenfrist für den Leistungsbezug bereits ab 1. Mai 2016 eröffnete und der Beschwerdeführerin ab diesem Zeitpunkt Arbeitslosenentschädigung ausrichtete, fehlte es dafür an einer Rechtsgrundlage, weshalb die entsprechenden Leistungsabrechnungen zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Art. 53 Abs. 2 ATSG) sind. Da die Korrektur zudem von erheblicher Bedeutung ist, sind die Voraussetzungen der Wiedererwägung erfüllt und die unrechtmässig bezogenen Leistungen - unter Vorbehalt der Verwirkung (vgl. E. 6.3 hiernach) - zurückzuerstatten (vgl. E. 3 hiervor; vgl. auch Urteil 8C_617/2017 vom 12. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).”
Réf. : LPGA art. 53 n. 651 Lors de l'examen d'une réouverture et d'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'obligation de motivation satisfait au droit d'être entendu lorsque les considérations essentielles qui ont guidé l'autorité sont apparentes. Il n'est pas exigé que l'autorité examine en détail chaque moyen avancé ni qu'elle réfute expressément chaque argument.
“Was die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu führen. Soweit sie eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) im Sinne der Begründungspflicht rügt, weil die Vorinstanz nicht auf die Voraussetzungen der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG eingegangen sei, ist dies nicht stichhaltig. Zwar verpflichtet der Gehörsanspruch die Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in ihrer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Die Begründung muss daher die wesentlichen Überlegungen enthalten, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid stützt. Dagegen wird nicht verlangt, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt (BGE 142 II 49 E. 9.2; 137 II 226 E. 3.2 mit Hinweisen). Im angefochtenen Urteil werden die entscheidwesentlichen Faktoren hinlänglich festgestellt und gewürdigt, weshalb sich die Beschwerdeführerin über dessen Tragweite ein Bild machen und dieses sachgerecht anfechten konnte.”
S'il survient ultérieurement des pièces médicales ou des expertises pertinentes, l'administration doit réviser formellement la décision devenue définitive et tenir compte des nouveaux éléments, le cas échéant au moyen d'un réexamen (art. 53 LPGA) ou par la modification de la décision préalable. Il ne suffit pas de se contenter de reconnaître partiellement les documents dans la réponse sans rectifier formellement la décision antérieure.
“Dans le cas contraire, la procédure se poursuit à propos de ce qui reste litigieux, sans qu’il soit nécessaire de recourir contre la nouvelle décision (ATF 113 V 238). En l’occurrence, le certificat émis par la Dre D.________, lequel atteste des douleurs aux deux seins et de lombalgies sévères, qui ont conduit la médecin à référer la recourante à un chirurgien plastique, date du 16 août 2019. Ce rapport a donc été établi postérieurement à la période déterminante pour la prise de décision d’A.________. Pour autant, le rapport se réfère à la période qui a précédé l’intervention chirurgicale, la Dre D.________ s’appuyant sur son système de prise de notes informatisé. Ainsi, il sied d’en tenir compte et l’intimée aurait dû revenir formellement sur sa décision, en modifiant ses conclusions en procédure. Or, l’intimée s’est contentée de reconnaître la valeur de maladie aux gestes chirurgicaux en question dans sa réponse, mais a maintenu ses conclusions s’agissant du bien-fondé de sa décision sur opposition. Ce faisant, elle n’a, à tort, pas fait usage de l’outil prévu à l’art. 53 LPGA, soit la reconsidération, avant ou avec l’envoi de son préavis à l’autorité de céans. Il y a donc lieu de donner gain de cause à la recourante sur ce point et de réformer la décision attaquée en ce sens que l’ablation de prothèses et la capsulectomie bilatérales sont prises en charges par l’AOS. 7. Demeure litigieuse la question de l’indemnisation du troisième geste chirurgical, soit la mastopexie bilatérale. La mastopexie est une intervention permettant de modifier la forme du sein en le remontant (Brigitte Pittet in Rev Med Suisse 2008, vol. 4, p. 253). Eu égard aux principes jurisprudentiels rappelés ci-avant, il convient de déterminer dans le cas d’espèce si la mastopexie a été pratiquée pour des raisons esthétiques ou pour des raisons médicalement justifiées. Dans le cas de motifs esthétiques, il s’agira encore d’établir si le défaut était tout à fait hors du commun, ou si les motifs esthétiques découlaient d’un état maladif. In casu, aucun élément au dossier ne permet de retenir que la pose initiale d’implants mammaires, en 2000, aurait était motivée par des raisons médicales.”
Si une décision au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA entraîne un retrait, cela crée en principe l'obligation de rembourser les prestations de rente indûment perçues auprès de l'assuranÎ-invalidité.
“17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substituierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014, Rn 77 zu Art. 30–31). 1.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 1.7 Die eine frühere Verfügung berichtigende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zieht grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der von der Invalidenversicherung zu Unrecht bezogenen Leistung nach sich (Art. 25 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2, 130 V 380 E. 2.3.1, 110 V 298”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 648 L'autorité peut réviser la décision attaquée jusqu'à l'envoi de sa prise de position à l'autorité de recours ; cela vaut également au plus tard jusqu'à l'expiration du délai qui lui a été imparti ou jusqu'à la clôture des échanges écrits. Si la décision de réexamen satisfait pleinement aux demandes du recourant, l'affaire devient sans objet.
“31 LTAF en relation avec l'art. 33 let. d LTAF et l'art. 69 al. 1 let. b de la loi fédérale du 19 juin 1959 sur l'assurance-invalidité (LAI ; RS 831.20), connaît des recours interjetés par les personnes résidant à l'étranger contre les décisions prises par l'OAIE, que la procédure devant le Tribunal administratif fédéral est en principe régie par la PA (art. 37 LTAF), sous réserve des dispositions particulières de la LPGA (RS 830.1 ; art. 3 let. dbis PA) ; selon les principes généraux du droit intertemporel, les règles de procédure s'appliquent dans leur version en vigueur au moment de l'examen du recours (ATF 130 V 1 consid. 3.2), que les conditions découlant des art. 48 PA et 59 LPGA, qui prévoient que quiconque est touché par la décision et a un intérêt digne de protection à ce qu'elle soit annulée ou modifiée a qualité pour recourir, sont remplies en l'espèce, que, déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et 52 PA), le recours est recevable, que selon l'art. 53 al. 3 LPGA, l'autorité inférieure peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé ; l'autorité de recours continue à traiter le recours, dans la mesure où la nouvelle décision de l'autorité inférieure ne l'a pas rendue sans objet, qu'en l'espèce, dans sa correspondance du 8 novembre 2023 (TAF pce 4), soit avant même qu'un délai ne lui soit imparti pour répondre au recours, l'autorité inférieure a reconsidéré la décision querellée et procédé à son annulation, tout en informant le recourant que l'instruction devait reprendre et qu'une nouvelle décision sera alors rendue à l'issue de celle-ci, qu'en procédant à l'annulation de la décision du 15 septembre 2023 (TAF pce 1 annexe au recours 3), l'autorité inférieure a fait droit à la conclusion subsidiaire du recourant dans son recours du 16 octobre 2023 (TAF pce 1), que pour le surplus, dans son courrier du 13 novembre 2023 (TAF pce 5), le recourant a, tout en se référant à l'annulation de la décision du 15 septembre 2023, transmis sa liste de frais afin que le TAF alloue à son client une indemnité de dépens de CHF 1'719.”
“1 RAVS lorsque l'activité (indépendante ou salariée) occupe une partie importante du temps de travail usuel dans la branche d'activité concernée. Selon la pratique administrative et la jurisprudence, cette condition est remplie lorsque la personne tenue de payer des cotisations exerce son activité pendant au moins la moitié du temps de travail habituel (ATF 140 V 338 consid. 1.2). Pour que les activités qui reposent à la fois sur une motivation bénévole et sur une motivation professionnelle puissent être considérées comme une activité lucrative à part entière au sens de l’art. 28bis al. 1 RAVS, il faut que l'intention d'exercer une activité lucrative s'exprime pour une partie correspondant au moins à la moitié du temps de travail habituel. Cela se fait sous la forme d'un rapport raisonnable entre la prestation et la rémunération (ATF 140 V 338 consid. 2.2.3). L’art. 28bis al. 1 RAVS a pour but d’empêcher les assurés d'éluder l'obligation de cotiser en tant que personnes non actives en exerçant une activité lucrative mineure ou simplement sporadique (ATF 115 V 161 consid. 8). b) A teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours. Par « envoi de son préavis », la loi entend l’envoi de déterminations dans un délai fixé à cet effet par le juge, à quelque stade de la procédure que ce soit (Moser-Szeless, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 101 ad art. 53). Lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle (Moser-Szeless, op. cit. n. 106 ad art. 53). c) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante.”
“________ auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal contre la décision sur opposition du 25 janvier 2024, concluant à son annulation et au renvoi de la cause à l’intimée pour nouvelle décision, vu la réponse déposée le 27 mai 2024 par l’intimée, au terme de laquelle elle s’est prévalue d’une décision de reconsidération rendue le même jour qui annulait la décision du 1er février 2023 et la décision sur opposition du 25 janvier 2024 et prévoyait de retourner le dossier pour instruction complémentaire et nouvelle décision, et a sollicité que la cause soit rayée du rôle, le procès étant devenu sans objet, vu la réplique du 27 juin 2024 de la recourante, concluant en substance à l’irrecevabilité de la décision de reconsidération du 27 mai 2024 au motif que les conditions d’une reconsidération n’étaient pas réalisées, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, interjeté dans le délai légal de trente jours dès la notification de la décision attaquée, est déposé en temps utile (art. 60 al. 1 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu'il satisfait en outre aux autres conditions légales (art. 61 let. b LPGA), de sorte qu'il est recevable à la forme ; attendu que, à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser Szeless (éd.), Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant une décision de reconsidération le 17 mai 2024, en parallèle du dépôt de sa réponse, que cette décision annule la décision du 1er février 2023 et la décision sur opposition du 25 janvier 2024 dont il est fait recours, qu’en procédant à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse pour complément d’instruction, la décision de reconsidération fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’en effet, cette dernière avait conclu à l’annulation de la décision sur opposition entreprise et au renvoi de la cause à l’intimée pour complément d’instruction, que la recourante se méprend lorsque, dans sa réplique, elle soutient que les conditions d’une reconsidération ne sont pas remplies, en particulier le caractère manifestement erroné de la décision initiale, qu’en effet, les conditions strictes de la reconsidération prévue par l’art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 647 ConséquenÎ du non‑respect du délai : Si le délai de 90 jours n'est pas respecté, cela peut entraîner la non‑entrée en matière ou le rejet de la requête en révision. La jurisprudenÎ contrôle strictement le respect du délai en pratique et refuse à plusieurs reprises l'admissibilité de nouveaux faits ou moyens de preuve invoqués tardivement.
“Bezüglich der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 21. Juni 2016 prüfte und verneinte das kantonale Gericht nach nicht zu beanstandender Würdigung der medizinischen Aktenlage bundesrechtskonform einen prozessualen Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG. Es erkannte zutreffend, dass verschiedene neue (ärtzliche) Tatsachen bzw. Beweismittel, auf welche die Beschwerdeführerin als Revisionsgründe nach Art. 53 Abs. 1 ATSG verwies, praxisgemäss verspätet nach Ablauf von 90 Tagen seit deren Entdeckung (vgl. BGE 143 V 105 E. 2.1 i.f. S. 107 mit Hinweisen) geltend gemacht wurden; so auch das zweite, im Auftrag der Invalidenversicherung vom 26. August 2019 erstellte und am 24. Oktober 2019 versandte interdisziplinäre Gutachten der Medexperts AG in St. Gallen (nachfolgend: zweites Medexperts-Gutachten). Als fristgerecht eingereicht anerkannte und prüfte das kantonale Gericht einzig den Bericht vom 2. Februar 2018 der Neurologin Dr. med. G.________. Es verneinte diesbezüglich jedoch eine neue erhebliche Tatsache bzw. ein neues erhebliches Beweismittel. Einerseits sei ein unfallkausales CRPS schon vor dem 21. Juni 2016 eingehend diskutiert, jedoch verworfen worden, weshalb es sich bei den Diagnosen der Dr. med. G.________ lediglich um eine abweichende Würdigung bereits bekannter Tatsachen handle.”
“Was die Beschwerdeführerin hiegegen vorbringt, ist offensichtlich unbegründet, soweit sie sich überhaupt mit den einschlägigen Erwägungen des angefochtenen Entscheids sachbezüglich auseinander setzt (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG). Ohne auf den angefochtenen Entscheid Bezug zu nehmen, zitiert die Beschwerdeführerin über mehrere Seiten hinweg aus dem zweiten Medexperts-Gutachten, obwohl die Vorinstanz darlegte, dass darauf infolge versäumter 90-Tage-Frist nicht weiter einzugehen sei. Überdies bemass sich die - trotz unfall- und krankheitsbedingt verbleibender Einschränkungen - medizinisch zumutbare Leistungsfähigkeit nach dem Verlust der angestammten Arbeitsstelle infolge Reorganisation schon vor Erlass der rechtskräftigen Verfügung vom 21. Juni 2016 mit Blick auf eine leidensadaptierte Tätigkeit. Soweit sich das kantonale Gericht mit dem als Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG angerufenen Bericht der Dr. med. G.________ vom 2. Februar 2018 ausführlich auseinandersetzte, erhebt die Beschwerdeführerin keine sachbezogenen Einwände.”
“Fondée sur l'art. 53 al. 1 LPGA et sur la situation médicale décrite par la doctoresse G.________ dans son rapport du 20 août 2018, la demande de révision de la décision du 9 février 2018 était à l'évidence tardive, à supposer de surcroît (ce qu'il n'y a pas lieu de trancher) que les faits invoqués puissent être qualifiés de nouveaux.”
“September 2020 (Urk. 8/105/1) und dem Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) komplett unterschiedlich aussieht, und es damit als fraglich erscheint, ob er letzteres Schreiben überhaupt selbst unterzeichnet hat. Selbst wenn dem so wäre, stellt das Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) aus verschiedenen Gründen keine erhebliche neue Tatsache oder ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Darauf hinzuweisen ist vorab, dass die Beschwerdeführerin das Schreiben von Z.___ vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) erst im Rahmen ihrer erneuten Anmeldung vom Juli 2023 einreichte, mithin die Frist von 90 Tagen nach Entdeckung des neuen Beweismittels (vorstehend E. 5.3.2) wohl nicht eingehalten wurde. Sodann merkte die Beschwerdegegnerin zu Recht an (vorstehend E. 2.1), dass das Schreiben vom 23. April 2021 erst gut einen Monat nach Erlass des Einspracheentscheides vom 15. März 2021 (Urk. 8/V/2) erstellt worden ist. Voraussetzung für eine Revision eines Entscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG wäre jedoch, dass das Beweismittel respektive die erhebliche Tatsache schon im Zeitpunkt des Entscheides bestanden hat, deren Beibringung jedoch zuvor nicht möglich war. Selbst wenn man davon ausginge, dass die erhebliche neue Tatsache respektive das Beweismittel der bereits zum Zeitpunkt des Entscheides bestehende Wille von Z.___ gewesen wäre, sich im Sinne des Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) abweichend zu seinem Bestätigungsschreiben vom 15. September 2020 (Urk. 8/105/1) zu äussern, muss hierzu ausgeführt werden, dass das Schreiben vom 15. September 2020 an die Beschwerdeführerin direkt adressiert war. Wäre sie mit dem Inhalt nicht einverstanden gewesen, hätte es ihr freigestanden, direkt mit Z.___ Kontakt aufzunehmen und um eine Präzisierung zu beten, zumal er klar ausführte, dass seine Unterstützung als Geschenk gedacht gewesen sei. Dies erfolgte aber nicht. Damit muss auch verneint werden, dass der Beschwerdeführerin trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt gewesen ist, dass Z.”
“September 2020 (Urk. 8/105/1) und dem Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) komplett unterschiedlich aussieht, und es damit als fraglich erscheint, ob er letzteres Schreiben überhaupt selbst unterzeichnet hat. Selbst wenn dem so wäre, stellt das Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) aus verschiedenen Gründen keine erhebliche neue Tatsache oder ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Darauf hinzuweisen ist vorab, dass die Beschwerdeführerin das Schreiben von Z.___ vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) erst im Rahmen ihrer erneuten Anmeldung vom Juli 2023 einreichte, mithin die Frist von 90 Tagen nach Entdeckung des neuen Beweismittels (vorstehend E. 5.3.2) wohl nicht eingehalten wurde. Sodann merkte die Beschwerdegegnerin zu Recht an (vorstehend E. 2.1), dass das Schreiben vom 23. April 2021 erst gut einen Monat nach Erlass des Einspracheentscheides vom 15. März 2021 (Urk. 8/V/2) erstellt worden ist. Voraussetzung für eine Revision eines Entscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG wäre jedoch, dass das Beweismittel respektive die erhebliche Tatsache schon im Zeitpunkt des Entscheides bestanden hat, deren Beibringung jedoch zuvor nicht möglich war. Selbst wenn man davon ausginge, dass die erhebliche neue Tatsache respektive das Beweismittel der bereits zum Zeitpunkt des Entscheides bestehende Wille von Z.___ gewesen wäre, sich im Sinne des Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) abweichend zu seinem Bestätigungsschreiben vom 15. September 2020 (Urk. 8/105/1) zu äussern, muss hierzu ausgeführt werden, dass das Schreiben vom 15. September 2020 an die Beschwerdeführerin direkt adressiert war. Wäre sie mit dem Inhalt nicht einverstanden gewesen, hätte es ihr freigestanden, direkt mit Z.___ Kontakt aufzunehmen und um eine Präzisierung zu beten, zumal er klar ausführte, dass seine Unterstützung als Geschenk gedacht gewesen sei. Dies erfolgte aber nicht. Damit muss auch verneint werden, dass der Beschwerdeführerin trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt gewesen ist, dass Z.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 646 La révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA ne peut servir à contourner ou à annuler les délais matériels de prescription ou de péremption d'autres domaines juridiques. Le pouvoir de révision porte sur le retour procédural à des décisions formellement devenues définitives et ne modifie pas les règles matérielles de prescription ou de fixation propres à d'autres systèmes (p. ex. fixation de l'impôt / fixation des cotisations).
“Il résulte de ce qui précède que le législateur fédéral a maintenu une règle spéciale permettant à l'organe d'exécution de la LAVS, dans les situations mentionnées par l'art. 16 al. 1, 2e phrase, LAVS, de fixer les cotisations devant être déterminées en fonction de la taxation fiscale dans un délai qui dépend de la date de l'entrée en force de cette taxation. Comme le fait valoir la recourante, ce délai peut excéder dix années, compte tenu du délai de 15 ans prévu par l'art. 152 al. 3 LIFD. Or le délai de l'art. 16 al. 1, 2 e phrase, LAVS ne saurait être en quelque sorte raccourci par le délai prévu en matière de révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA en relation avec l'art. 67 PA. Rien ne permet en effet de retenir qu'en considérant que les conditions d'une révision procédurale doivent être réalisées pour revenir sur une décision de cotisations entrée en force, le Tribunal fédéral a voulu modifier ou rendre inopérant le délai de fixation des cotisations à la suite d'une taxation fiscale (voir p. ex. ATF 115 V 183). Il s'agissait de reconnaître que l'administration ne peut pas modifier une décision de cotisations entrée en force sans disposer d'un titre particulier lui permettant d'y revenir et non de modifier le droit matériel concernant la péremption de la fixation des cotisations; ainsi, lorsque cette condition est réalisée, il est admissible de modifier de manière rétroactive la dette de cotisations concernant les mêmes rémunérations (cf. arrêt H 184/95 du 4 juillet 1997 consid. 5b et la référence; voir aussi ATF 115 V 183). Une telle intention ne peut pas non plus être imputée au législateur fédéral lors de l'adoption de la LPGA (consid.”
Citation: LPGA art. 53 n. 645 S'il apparaît ultérieurement qu'au moment de l'octroi de la prestation existait déjà une prestation de prévoyanÎ rétroactive (p. ex. une rente LPP rétroactive), l'organisme payeur peut revenir sur des décisions formellement définitives et réclamer le remboursement des montants indûment versés, dans la mesure où les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies et que la rectification revêt une importanÎ significative. Il n'est pas nécessaire qu'il y ait eu violation de l'obligation d'information de l'assuré; il suffit que le nouvel élément factuel ait déjà existé et aurait donc dû être pris en compte lors de la décision initiale.
“S’agissant des arguments du recourant quant à l’inutilisation d’un montant de CHF 31'368.- reçu par l’OAI, la chambre de céans constate que la décision contestée ne retient pas ce montant dans les éléments annoncés et dans les calculs des droits du recourant. Quant au bien immobilier du recourant, force est de constater que l’intimé a toujours retenu la valeur actualisée de ce bien telle qu’annoncée par le recourant. En tout état, la valeur de ce bien, même entière, additionnée à l’épargne du recourant (CHF 4'809.65) étant largement inférieure aux deniers de nécessité, aucun élément de fortune immobilière ou mobilière n’est pris en considération dans le calcul des droits du recourant. Seule se pose désormais la question de la prise en compte des rentes de prévoyance. 3. 3.1 Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). 3.2 Le Tribunal fédéral a, dans un cas similaire au présent litige, rappelé que l'obligation de restituer des prestations complémentaires en cas de versement ultérieur d'une prestation arriérée (dans les deux cas, la rente d'invalidité de la prévoyance professionnelle) n'est pas liée à une violation de l'obligation de renseigner. La restitution doit simplement permettre de rétablir l'ordre légal, après la découverte du fait nouveau, soit l'existence d'un élément de revenu inconnu au moment de la décision de prestations complémentaires, mais qui aurait dû être pris en compte parce qu'il existait déjà, du moins sous forme de créance ou de prétention (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 citant les ATF 146 V 331 consid. 5.4 ; 122 V 134 consid. 2 ; cf. aussi 9C_200/2021 du 1er juillet 2021 consid. 5.3). 3.3 Il en va de même s’agissant des prestations complémentaires cantonales (art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 644 Un simple changement de pratique ne justifie en principe pas de revenir sur des décisions formellement définitives au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA; il ne constitue à lui seul ni un réexamen ni une révision procédurale.
“Substanzkonsumstörungen zum Vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen, fallen gelassen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen (vgl. BGE 143 V 409 und 418) - auf der Grundlage eines strukturierten Beweisverfahrens (Standardindikatorenprüfung) nach BGE 141 V 281 zu ermitteln ist, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Dabei kann und muss im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (BGE 145 V 215 E. 6.3 und E. 7). Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2019, 8C_245/2019, E. 5 mit Hinweis). Hingegen bildet die neue Rechtsprechung per se keinen Grund für ein Zurückkommen auf rechtskräftig entschiedene Fälle, weder unter dem Titel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG noch unter dem Titel der Anpassung an eine geänderte Gerichtspraxis (BGE 135 V 201). Auf eine allfällige Neuanmeldung kann daher nur eingetreten werden, wenn die versicherte Person eine anspruchsrelevante Änderung des Gesundheitszustandes oder des Sachverhalts glaubhaft machen kann (Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV, Art. 17 ATSG; vgl. IV-Rundschreiben Nr. 395 des BSV vom 28. November 2019).”
“Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Praxisänderung zu den somatoformen Schmerzstörungen sowie deren Ausdehnung auf sämtliche psychischen Erkrankungen für sich allein keinen Neuanmeldungs- bzw. Revisionsgrund darstellt und auch nicht Anlass zu einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG gibt (vgl. vorstehende E. 1.3).”
“Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). Mit der Praxisänderung zu den somatoformen Schmerzstörungen wurde ein strukturiertes, ergebnisoffenes Beweisverfahren unter Berücksichtigung von Indikatoren zur Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit geschaffen (BGE 141 V 281), welches mit BGE 143 V 409 und 418 auf sämtliche psychischen Erkrankungen ausgedehnt wurde (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Die Abklärungen im Rahmen des Beweisverfahrens enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Diese Praxisänderung für sich allein stellt keinen Neuanmeldungs- bzw. Revisionsgrund dar und gibt auch nicht Anlass zu einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (Urteil des Bundesgerichts 8C_541/2019 vom 23. Dezember 2019 E. 5.4 mit Hinweisen).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 643 Un remboursement de prestations reposant sur des décisions formellement définitives n'est possible que si les conditions de la révision sont remplies (erreur incontestable et importanÎ significative de la rectification). Il convient en outre de respecter les délais de prescription : le droit au remboursement s'éteint un an après la connaissanÎ, au plus tard cinq ans après le versement de la prestation concernée ; des délais de prescription pénale plus longs sont déterminants.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fassung [vgl. Art. 83 ATSG]).”
Citation: LPGA art. 53 n. 642 L'organisme d'assuranÎ peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, réviser la décision attaquée. Une telle révision peut s'effectuer par une nouvelle décision ou par exécution (p. ex. paiement) ; elle peut ainsi rendre le recours sans objet et entraîner la radiation de l'affaire du rôle.
“lui est allouée dès le 1er octobre 2020, en précisant que l’OAI devait encore rendre une décision relative à l’octroi d’une rente entière d’invalidité pour la période du 1er mars 2019 au 30 septembre 2020, vu la décision rendue le 11 décembre 2020 par l’OAI, annulant et remplaçant la précédente, par laquelle une rente ordinaire mensuelle d’un montant de 1820 fr. a été octroyé à l’assurée dès le 1er mars 2019, vu le courrier du 18 décembre 2020, par lequel la recourante a produit la décision du 11 décembre 2020 précitée et requis l’allocation de dépens, dans la mesure où l’intimé avait fait droit à l’intégralité de ses prétentions, vu l’avis de la juge instructrice du 22 décembre 2020, impartissant à l’intimé un délai au 15 janvier 2021 pour indiquer si sa décision du 11 décembre 2020 était constitutive de sa réponse au recours, vu le courrier de l’intimé du 6 janvier 2021, par lequel il a notamment remis une prise de position de la K.________ du 11 décembre 2020 et déclaré qu’il avait fait usage de la possibilité prévue à l’art. 53 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), vu la prise de position de la K.________ du 11 décembre 2020, dans laquelle elle exposait que les pièces produites par le conseil de la recourante avaient permis de corriger une erreur dans l’enregistrement de ses revenus auprès d’une autre caisse et que la nouvelle décision rendue sur cette base rendait le recours sans objet, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en revenant sur la décision attaquée par une nouvelle décision le 11 décembre 2020, que cette nouvelle décision fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est ainsi devenu sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
“Par réplique du 19 août 2024, la recourante a persisté dans sa motivation. d. La chambre de céans a entendu les parties en audience de comparution personnelle le 20 janvier 2025. L’assurance a déclaré qu’elle était d’accord de solder le litige si l’assurée payait les primes de janvier à novembre 2023, soit un montant de CHF 5'329.50, ce qu’elle a confirmé le 23 janvier 2025. e. Le 14 mars 2025, l’assurance a informé la chambre de céans que la recourante avait versé le montant de CHF 5'329.50, de sorte qu’elle retirait les poursuites et que le litige était sans objet. EN DROIT 1. Conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 4 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la LAMal. Sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. 2. Selon l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. La reconsidération peut être prononcée dans le cadre de tous échanges d’écritures ordonnés par la chambre de céans (ATAS/393/2021). 3. En l’occurrence, l’intimée, dans sa dernière écriture du 14 mars 2025, en renonçant à toute poursuite à l’encontre de la recourante, a reconsidéré la décision litigieuse, de telle sorte que le présent recours n’a plus d’objet. Il sera en conséquence dit que le recours n’a plus d’objet et la cause sera rayée du rôle. Pour le surplus, la procédure est gratuite. PAR CES MOTIFS, LA PRÉSIDENTE : 1. Dit que le recours est sans objet. 2. Raye la cause du rôle. 3. Dit que la procédure est gratuite. 4. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art.”
LPGA art. 53 n. 641 Dans le cadre du réexamen, l'organe d'assuranÎ peut préciser la procédure en ordonnant la réalisation d'une expertise médicale ou en renvoyant l'affaire afin de déterminer s'il existe un tel besoin d'éclaircissement. En l'espèÎ, la question d'une expertise purement psychiatrique par rapport à une expertise bidisciplinaire (psychiatrie/orthopédie) a été soulevée lors du réexamen.
“»; que par détermination du 30 juin 2021, le recourant admet implicitement le renvoi de la cause à l’Office de l’assurance-invalidité, mais il requiert la mise en œuvre par celui-ci d’une expertise bidisciplinaire psychiatrique et orthopédique, conformément aux conclusions de son recours; qu’il ajoute d’une part qu’aucune faute ne peut lui être imputée, pas plus qu’à son psychiatre traitant, et d’autre part que le renvoi de la cause à l’autorité intimée équivaut à un gain de cause, de telle sorte que les frais de la procédure et une indemnité de dépens doivent être mis à la charge de celle-ci; qu’invité à déposer d’ultimes remarques, l’Office de l’assurance-invalidité n’a pas fait usage de cette possibilité. que par détermination du 3 septembre 2021, le recourant produit un rapport médical établi le 13 juillet 2021 par son chirurgien orthopédique traitant. Il précise que l’état de son genou droit s’est aggravé depuis lors et que des examens sont actuellement en cours. que cette détermination a été transmise à l’Office de l’assurance-invalidité pour information; considérant qu'en vertu de l'art. 53 al. 3 LPGA, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé; que la conclusion formulée par l’OAI dans ses observations du 19 avril 2021, tendant à ce que la cause lui soit renvoyée pour mise sur pied d’une expertise psychiatrique, peut être comprise comme une décision de reconsidération au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA; qu’il ressort de la détermination du 30 juin 2021 que le recourant admet cette reconsidération, sous réserve de la nature de l’expertise à ordonner, qui devrait être selon lui une expertise bidisciplinaire en psychiatrie et en orthopédie, en lieu et place d’une expertise uniquement psychiatrique comme le propose l’Office de l’assurance-invalidité; qu’il en résulte que le recours est devenu pour l’essentiel sans objet, le litige subsistant uniquement sur la question de l’éventuel ajout d’un volet de chirurgie orthopédique à l’expertise psychiatrique qui devra en tout état de cause être mise en œuvre; qu’en matière d’assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel il appartient à l’assureur d’établir d’office l’ensemble des faits déterminants et d’administrer, le cas échéant, les preuve nécessaires (voir art.”
Le recouvrement des prestations complémentaires versées à l'exécution d'une décision formellement passée en forÎ exige un fondement juridique permettant de revenir sur la décision ; cela n'est possible que si sont remplies les conditions de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA).
“Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind zu Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Nach der Rechtsprechung zu diesem Grundsatz dürfen jedoch formell rechtskräftig ausgerichtete Leistungen nur dann zurückgefordert werden, wenn ein Titel für das Zurückkommen auf eine ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung besteht, wenn also entweder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) des formell rechtskräftigen Entscheids erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 380 E. 2.3.1 und auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2, publiziert in BGE 142 V 259). Sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt, so besteht die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen unabhängig davon, ob die Bezügerin oder der Bezüger sich eine Meldepflichtverletzung haben zuschulden kommen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_200/2021 vom 1. Juli 2021 E. 5.3 und E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich 2021, S. 134 N 345 ff.). Nach Art. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung erlischt der Rückforderungsanspruch mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Satz 1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 639 Si la décision révisée de l'instanÎ d'assuranÎ donne pleinement raison au recourant, la procédure est souvent, en pratique, déclarée «sans objet» et l'affaire est rayée du rôle. Le tribunal s'abstient dans de tels cas, en règle générale, de procéder à un nouvel examen au fond, l'arrêt de révision ayant supprimé l'objet du litige.
“________ devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant implicitement à la réforme de la décision sur opposition du 10 septembre 2020, en ce sens que l’allocation perte de gain lui soit octroyée, et invoquant pour justifier sa baisse de revenus ses graves problèmes de santé, vu la décision de reconsidération rendue le 12 novembre 2020 par la Caisse, annulant et remplaçant implicitement la décision sur opposition du 10 septembre 2020, par laquelle elle a mis M.________ au bénéfice d’une allocation perte de gain fondée sur l’atténuation de cas de rigueur, pour la période du 17 mars au 16 septembre 2020, d’un montant journalier de 56 fr. 80, soit au total 10'451 fr. 20, sous déduction des cotisations AVS/AI/APG, vu le courrier du recourant du 24 novembre 2020, informant la Cour de céans qu’il acceptait la proposition de l’intimée, vu les pièces du dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu'en l'espèce, l'intimée a fait usage de cette faculté en rendant le 12 novembre 2020 une décision de reconsidération, par laquelle elle a annulé et remplacé la décision sur opposition du 10 septembre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions du recourant, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet par suite de la reconsidération opérée par l’intimée, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la présente décision est rendue sans frais (art. 61 let. a LPGA), qu’il n’y a pas lieu d’allouer de dépens, le recourant ayant agi sans le concours d’un mandataire (art.”
“________, vu le recours interjeté le 9 novembre 2020 contre la décision sur opposition du 12 octobre 2020 devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant principalement au versement de l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail et subsidiairement au renvoi de la cause au Service de l’emploi pour nouvelle décision au sens des considérants, vu la décision de reconsidération rendue le 16 février 2021 par le Service de l’emploi, annulant et remplaçant la décision sur opposition du 12 octobre 2020, par laquelle ledit service a admis l’opposition et réformé la décision du 28 mai 2020 en ce sens qu’il a reconnu le droit à l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail pour la période du 19 mars au 31 août 2020, pour autant que les autres conditions du droit fussent remplies, vu le courrier du Choeur L.________ daté du 1er mars 2021 informant la Cour de céans que le recours était devenu sans objet, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant le 16 février 2021 une décision de reconsidération, par laquelle il a annulé et remplacé la décision du 12 octobre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions du recourant, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimé et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la présente décision est rendue sans frais (art. 61 let. a LPGA), que, bien qu’obtenant gain de cause, le recourant n’a pas droit à l’octroi de dépens ou d’une indemnité de partie dès lors qu’il n’est pas représenté en justice et que les efforts déployés dans le cadre de la présente procédure ne dépassent pas la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires personnelles (ATF 127 V 205 consid.”
“, subsidiairement à l’annulation de la décision sur opposition du 13 août 2021 et au renvoi de la cause à la caisse de compensation pour complément d’instruction et nouvelle décision au sens des considérants, vu les décisions rendues le 25 août 2021 par la caisse de compensation, annulant et remplaçant les décisions du 7 juillet 2021, par lesquelles ladite caisse a fixé à 1'832 fr. 15 (plus 205 fr. 40 d’intérêts moratoires), respectivement 1'918 fr. 80 (plus 119 fr. 10 d’intérêts moratoires) le montant des cotisations personnelles AVS/AI/APG dues par A.____________ pour les années 2018 et 2019, vu le courrier d’A.____________ du 4 avril 2022 informant la Cour de céans qu’elle retirait son pourvoi et concluant à l’octroi de dépens en sa faveur, vu les pièces au dossier, attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant le 25 août 2021 deux décisions de reconsidération, par lesquelles elle a annulé et remplacé les décisions du 7 juillet 2021, que ces nouvelles décisions font droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu de prendre acte des reconsidérations opérées par l’intimée et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2000 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique, attendu que la procédure de recours en matière de cotisations d’assurance est soumise à des frais de justice (art. 61 let. fbis LPGA a contrario et art.”
“TRIBUNAL CANTONAL AA 74/23 - 111/2023 ZA23.036626 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 24 octobre 2023 __________________ Composition : Mme Gauron-Carlin, juge unique Greffière : Mme Tagliani ***** Cause pendante entre : J.________, à [...], recourant, représenté par Swiss Claims Network SA, à Fribourg, et Z.________ SA, à [...], intimée. _______________ Art. 53 al. 3 LPGA et 94 al. 1 let. c LPA-VD E n f a i t e t e n d r o i t : Vu le recours interjeté le 28 août 2023 par J.________ (ci-après : le recourant), représenté par Swiss Claims Network SA, par-devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, à l’encontre de la décision sur opposition rendue le 29 juin 2023 par Z.________ SA (ci-après : l’intimée), qui confirmait la décision du 20 mars 2023, laquelle refusait la prise en charge d’un événement au titre de l’assurance-accidents obligatoire, vu la réponse du 5 octobre 2023, par laquelle l’intimée a exposé qu’elle avait décidé de reconsidérer sa position, de sorte que le recours était devenu sans objet et qu’elle proposait de le rayer du rôle, sans frais ni dépens, vu la décision de reconsidération du 5 octobre 2023, jointe à la réponse, par laquelle l’intimée a annulé sa décision du 20 mars 2023, ainsi que sa décision sur opposition du 29 juin 2023, et a ordonné la reprise de l’instruction du cas, vu le courrier du 10 octobre 2023 du recourant, prenant acte de la décision de reconsidération et se ralliant à la conclusion de radiation du rôle formulée par l’intimée, tout en requérant que les frais et dépens soient mis à la charge de cette dernière, vu les pièces au dossier ; attendu que la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.”
“», vu les pièces au dossier ; attendu que la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-invalidité (art. 1 al. 1 LAI [loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20]), que les décisions des offices AI cantonaux peuvent directement faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du siège de l’office concerné (art. 56 al. 1 LPGA et art. 69 al. 1 let. a LAI) dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA), que, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le présent recours est recevable, attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s'étend jusqu'à l'échéance du délai dans lequel l'assureur social a été appeler à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l'absence de délai déterminé, jusqu'à la fin de l'échange d'écritures (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA) ; attendu qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant, le 15 août 2024, une décision de reconsidération, par laquelle il a annulé et remplacé la décision du 19 décembre 2023 et a procédé au versement des prestations pour la période du 1er octobre 2022 au 30 septembre 2023, qu’il a ainsi fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante en la présente cause, en ce sens qu’il lui a alloué un montant de 6'057 fr.”
“1 RAVS lorsque l'activité (indépendante ou salariée) occupe une partie importante du temps de travail usuel dans la branche d'activité concernée. Selon la pratique administrative et la jurisprudence, cette condition est remplie lorsque la personne tenue de payer des cotisations exerce son activité pendant au moins la moitié du temps de travail habituel (ATF 140 V 338 consid. 1.2). Pour que les activités qui reposent à la fois sur une motivation bénévole et sur une motivation professionnelle puissent être considérées comme une activité lucrative à part entière au sens de l’art. 28bis al. 1 RAVS, il faut que l'intention d'exercer une activité lucrative s'exprime pour une partie correspondant au moins à la moitié du temps de travail habituel. Cela se fait sous la forme d'un rapport raisonnable entre la prestation et la rémunération (ATF 140 V 338 consid. 2.2.3). L’art. 28bis al. 1 RAVS a pour but d’empêcher les assurés d'éluder l'obligation de cotiser en tant que personnes non actives en exerçant une activité lucrative mineure ou simplement sporadique (ATF 115 V 161 consid. 8). b) A teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours. Par « envoi de son préavis », la loi entend l’envoi de déterminations dans un délai fixé à cet effet par le juge, à quelque stade de la procédure que ce soit (Moser-Szeless, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 101 ad art. 53). Lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle (Moser-Szeless, op. cit. n. 106 ad art. 53). c) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 638 Obligation de motivation et d'audition lors du retour sur une décision : l'administration doit motiver suffisamment sa décision lorsqu'elle revient sur celle-ci, notamment en dévoilant, dans la mesure nécessaire, les bases de calcul sous-jacentes, afin que la partie puisse apprécier la décision et, le cas échéant, la contester. Si l'autorité fournit une motivation substitutive, cela peut — selon la configuration du cas — exiger qu'elle entenÞ préalablement les parties à ce sujet ; si une telle audition est omise, cela peut constituer une violation du droit d'être entendu, entraînant l'annulation de la décision.
“Contrairement à ce que soutient l'office recourant, la juridiction cantonale ne s'est pas prononcée sur le point de savoir si les conditions d'une révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) étaient en l'espèce remplies. Elle a examiné et jugé que la suppression de la rente ne pouvait pas intervenir en application des règles sur la reconsidération des décisions formellement entrées en force (art. 53 al. 2 LPGA). Si elle a envisagé une substitution de motifs, en rappelant notamment la règle posée par l'art. 31 al. 1 LAI, selon laquelle une amélioration du revenu dépassant 1500 fr. par an permet une révision de la rente conformément à l'art. 17 al. 1 LPGA, elle n'a cependant pas examiné si les conditions de ces dispositions étaient réalisées, ni partant constaté les faits y relatifs. Elle a retenu que l'office AI n'avait pas soutenu que l'éventualité d'une révision était réalisée, ni ne s'était prévalu d'une révision procédurale. A cet égard, l'office AI a motivé sa réponse au recours du 8 octobre 2019 en se référant uniquement aux conditions de la reconsidération, sans invoquer la possibilité d'une révision au sens de l'art. 17 LPGA. Aussi, les premiers juges n'ont-ils pas examiné la suppression de la rente en substituant une autre motivation à celle de l'administration, ce qui aurait au demeurant exigé, le cas échéant, d'entendre les parties sur ce point (cf. ATF 125 V 368 consid. 4 p. 370).”
“En omettant de motiver suffisamment sa décision en vue de permettre au recourant de l’attaquer – ou non – en pleine connaissance de cause, la Caisse a violé son droit d’être entendu. En effet, seule une connaissance spécifique des règles applicables en matière d’assurance-chômage permettait de comprendre les calculs effectués par la Caisse. Par ailleurs, la décision sur opposition n’expose pas sur quelle base légale la Caisse se fonde pour revenir sur des décomptes qui étaient, pour la plupart, entrés en force. Elle se limite à indiquer « qu’il n’était pas contesté que les conditions de l’art. 53 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) étaient manifestement remplies dans le cas d’espèce », ce qui ne permet pas de savoir si elle entendait se fonder sur l’existence d’un motif de révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, et le cas échéant lequel, ou si elle estimait que les décomptes étaient manifestement erronés au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. Sur ce point également, le recourant se retrouvait démuni d’explications et ne pouvait attaquer la décision sur opposition en pleine connaissance de cause. La Cour, après hésitation, renonce finalement à annuler la décision sur opposition litigieuse en raison de la violation du droit d’être entendu du recourant pour défaut de motivation. Une telle annulation mènerait en effet à un allongement inutile de la procédure pour le recourant en retardant encore davantage le moment où il recevrait les explications qui lui sont dues (cf. ATF 142 II 218 consid. 2.8.1 ; 137 I 195 consid. 2.3.2 et les références citées). 6. a) Il convient donc, à titre préliminaire, de donner au recourant les explications quant à la manière dont le gain intermédiaire, respectivement les indemnités de chômage, ont été calculés par la Caisse, qu’il a vainement essayé d’obtenir auprès de cette dernière. Pour chacun des mois en question, la Caisse a tenu compte du salaire fixe du recourant, à savoir 2'300 fr., auquel elle a rajouté la part afférent au treizième salaire, soit 191 fr.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 637 Le retour de l'organisme d'assuranÎ sur des décisions administratives formellement passées en forÎ de chose jugée s'effectue selon les conditions de la révision : la décision doit être indubitablement erronée et sa rectification doit revêtir une importanÎ considérable. Lorsqu'un tel réexamen rétroactif a lieu, la base juridique des prestations initialement accordées disparaît ; ces prestations sont alors réputées, a posteriori, indûment versées.
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.4 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. 2.5 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprüfungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss/Daniela Thurn-herr/Denise Brühl-Moser, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen.”
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.2 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Schliesslich ist allenfalls über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung zu entscheiden; dafür ist auf Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG abzustellen. Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss, derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung möglich (vgl. Urteil des EVG vom 23. April 2004, C 214/03, E. 3.1.1; vgl. auch Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, S. 573, Rz 18; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
“Juni 1982 kann der Bundesrat die örtliche Zuständigkeit in Abweichung von Art. 58 ATSG regeln. Auf der Grundlage dieser Delegationsnorm hat der Bundesrat Art. 128 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 erlassen, wonach sich die Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts nach Art. 119 AVIV richtet. Dieser bestimmt für die Kurzarbeitsentschädigung die örtliche Zuständigkeit nach dem Ort des Betriebes (vgl. Art. 119 Abs. 1 lit. b AVIV), im vorliegenden Fall D. , Kanton Basel-Landschaft. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten. 2.1 Unrechtmässig ausgerichtete Leistungen der Arbeitslosenversicherung können zurückgefordert werden (Art. 95 Abs. 1 Satz 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG), sofern die Voraussetzungen für ein wiedererwägungsoder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung gegeben sind (Art. 53 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2 und 129 V 110 mit Hinweisen). 2.2 Vorliegend steht die Wiedererwägung zur Diskussion. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). 2.3 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt demnach in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an (Art. 95 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG). 3. Als Erstes ist zu prüfen, ob ein Rückkommenstitel gegeben ist, mithin, ob rückwirkend betrachtet, ein Anspruch von C.”
Le recouvrement de prestations devenues formellement définitives n'est possible que si les conditions requises pour le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies, notamment une erreur incontestable et l'importanÎ significative de la rectification.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Pour le recouvrement des prestations d'assuranÎ-chômage indûment perçues, il est, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, nécessaire que la décision initiale d'octroi de prestations soit manifestement erronée et que sa correction revête une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG); die Kasse fordert sie vom Arbeitgeber zurück (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5, bestätigt durch Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019).”
Citation : LPGA art. 53 n. 634 En cas de recouvrement de prestations indûment versées qui reposent sur une décision formellement définitive, les conditions visées à l'art. 53 al. 2 LPGA doivent être réunies pour qu'une procédure de réexamen puisse avoir lieu : une erreur indubitable et l'importanÎ significative de la rectification.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Citation: LPGA art. 53 n. 633 Selon la jurisprudenÎ, le réexamen prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas lui-même soumis à une réserve liée à un délai de procédure; en revanche, la demanÞ de restitution des prestations est assujettie à un délai.
“Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5, B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêt du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations.”
Dans les procédures de remboursement concernant les prestations liées au COVID‑19, la jurisprudenÎ exige d'examiner si les conditions d'un retrait ou d'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies.
“Dès lors que l'intimée, sise dans le canton de Genève, a rendu la décision litigieuse de restitution en matière d'allocations en cas de perte de gain COVID-19, la chambre de céans est compétente à raison du lieu et de la matière pour juger du cas d’espèce. 1.2 Interjeté dans la forme (art. 61 let. b LPGA) et le délai de 30 jours (art. 60 al. 1 LPGA ; art. 62 al. 1 let. a de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 [LPA - E 5 10]) prévus par la loi, le recours est recevable. 2. Le litige porte sur une demande de restitution d'un montant de CHF 14'360.55 qui a été versé par l'intimée à la recourante à titre d'allocation pour perte de gain COVID-19 en faveur des trois associés de celle-ci pour la période du 17 septembre au 30 novembre 2020. 3. Aux termes de l'art. 25 al. 1 1re phrase LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 1 de l'ordonnance sur les pertes de gain COVID-19, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). Selon l'art. 25 al. 2 1re phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. 4. 4.1 L’ordonnance sur les pertes de gain COVID-19 a été adoptée le 20 mars 2020 dans le cadre des mesures prises pour lutter contre la pandémie liée au coronavirus, laquelle est entrée en vigueur rétroactivement au 17 mars 2020 (art. 11 al. 1). Selon son art. 2 al. 3 (dans sa teneur du 17 septembre 2020 au 16 février 2022 [RO 2020 4574 ; RO 2022 97]), ont droit à l'allocation, pour autant qu'elles remplissent la condition prévue à l'al. 1bis let. c – à savoir qu'elles soient assurées obligatoirement au sens de la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.”
Citation : LPGA art. 53 ch. 631 La récupération des prestations indûment perçues suppose que la décision initiale en matière de prestations soit rectifiée, soit par une révision de procédure (art. 53 al. 1 LPGA), soit par un réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) — tant sur le plan formel que matériel.
“La fortune est évaluée selon les règles de la loi sur l’imposition des personnes physiques, du 27 septembre 2009, à l’exception des règles concernant les diminutions de la valeur des immeubles et les déductions sociales sur la fortune, prévues aux art. 50 let. e et 58 de ladite loi, qui ne sont pas applicables. Les règles d’évaluation prévues par la loi fédérale et ses dispositions d’exécution sont réservées (al. 2). 4. 4.1 S’agissant des prestations complémentaires fédérales, selon l’art. 25 al. 1, 1ère phr. LPGA, en relation avec l’art. 2 al. 1 let. a de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA – RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l’art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L’obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). La révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l’inexactitude initiale d’une décision (anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit ; cf. Ueli KIESER, Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5e éd., 2013, p. 140). La révision est la modification d’une décision correcte au moment où elle a été prise, compte tenu des éléments connus à ce moment, mais qui apparaît ensuite dépassée en raison d’un élément nouveau. L’administration est ainsi tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références).”
Citation : LPGA art. 53 n. 630 Lorsque le motif de révision porte sur une condition matérielle du droit à une prestation, dont l'appréciation est essentiellement fondée sur des estimations et sur l'appréciation des éléments de preuve, les faits nouvellement invoqués ne sont en principe pas considérés comme «pertinents» au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ; un simple changement d'estimation ne suffit généralement pas.
“Formell rechtskräftige Verfügungen müssen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in prozessuale Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder neue Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu entdeckt sind Tatsachen, wenn sie sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung bereits verwirklicht haben, indessen noch nicht bekannt waren. Neue Beweismittel haben dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind (BGE 144 V 249 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. auch Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4. Aufl. Bern 2020, Art. 53, Rz. 24 ff.). Betrifft der Revisionsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung - vorliegend die wartefristbezogene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers -, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzung und Beweiswürdigung beruht und damit notwendigerweise Ermessenszüge aufweist, so ist eine vorgebrachte neue Tatsache als solche in der Regel nicht erheblich.”
“Formell rechtskräftige Verfügungen müssen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in prozessuale Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder neue Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu entdeckt sind Tatsachen, wenn sie sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung bereits verwirklicht haben, indessen noch nicht bekannt waren. Neue Beweismittel haben dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind (BGE 144 V 249 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. auch Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4. Aufl. Bern 2020, Art. 53, Rz. 24 ff.). Betrifft der Revisionsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung - vorliegend die wartefristbezogene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers -, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzung und Beweiswürdigung beruht und damit notwendigerweise Ermessenszüge aufweist, so ist eine vorgebrachte neue Tatsache als solche in der Regel nicht erheblich.”
LPGA art. 53 n. 629 Dans le cadre de recouvrements de prestations (p. ex. AC), le législateur a en principe accordé plus d'importanÎ à l'intérêt d'une application correcte du droit qu'à l'intérêt du caractère définitif d'une décision.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
En cas de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, le droit à la rente doit être réexaminé ex nunc et pro futuro ; l'autorité peut décider sans être liée par ses appréciations antérieures. Le degré d'invalidité doit être déterminé à nouveau sur la base de l'état de fait pertinent correctement et complètement constaté.
“Sind die Wiedererwägungsvoraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt, ist auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen und es ist unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein neuer Entscheid zu fällen. Mit anderen Worten ist der Rentenanspruch ex nunc et pro futuro ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in all seinen Teilen neu zu beurteilen (BGE 140 V 514 E. 5.2). Konkret steht dabei die Frage im Vordergrund, ob die vom Beschwerdeführer nach wie vor geklagten Beschwerden kausal auf das Unfallereignis vom 18. September 1994 zurückzuführen sind.”
“Dans ce cas, les troubles sont alors examinés comme s'il s'agissait d'évaluer une première demande de prestations, indépendamment des appréciations précédentes (cf. ATF 140 V 197 consid. 6.2.3; 139 V 547 consid. 10.1.2; TF 9C_688/2016 du 16 février 2017 consid. 3.2; TAF C-2820/2019 du 18 janvier 2021 consid. 5). En revanche, contrairement à l'avis de l'Office AI, ce réexamen est exclu pour les troubles psychiatriques ; leur examen est soumis aux conditions de la révision selon l'art. 17 LPGA, dépendant d'une modification de la situation depuis le 1er juin 2007 (cf. consid. 8.5.4). 9. 9.1 Dans la mesure où l'Office AI a appliqué à tort les dispositions finales sur le volet psychiatrique dont l'examen est limité par l'art. 17 LPGA (consid. 8.6), il se pose la question de savoir si la décision du 3 mai 2018 peut être entérinée par un autre motif permettant un examen plus étendu du droit à la rente (cf. consid. 6.4). 9.2 9.2.1 Ainsi, il convient de soulever que la reconsidération d'une décision de rente en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. consid. 6.3) l'emporte sur la procédure de révision selon l'art. 17 LPGA (consid. 6.1). En effet, lors d'une reconsidération, l'administration peut examiner librement le droit à la rente pour le futur sans tenir compte des appréciations précédentes (cf. ATF 125 V 368 consid. 2; TF 8C_846/2010 consid. 1.4; notamment : TAF C-4199/2019 du 20 mai 2021 consid. 4.1; C-4032/2014 du 13 mars 2018 consid. 6; voir aussi TAF C-2926/2018 du 29 septembre 2020 consid. 7.1; Michel Valterio, op. cit., art. 31 n° 56 s.). Par ailleurs, la jurisprudence a précisé que l'administration peut revenir sur une décision manifestement erronée par la voie de la reconsidération même dix ans après son prononcé (ATF 140 V 514 consid. 3). 9.2.2 Dans le cas concret, se pose donc la question de savoir si la communication du 1er juin 2007 qui a remplacé la décision initiale (cf. consid. 8.5.1) était au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA manifestement erronée (consid. 6.3) - ce que l'Office cantonal a d'ailleurs laissé sous-entendre - étant précisé que dans la mesure où une rente d'invalidité est en cause, la condition de l'importance notable d'une éventuelle reconsidération est remplie (cf.”
“Die Vorbringen des Beschwerdeführers zielen zunächst darauf ab, die Vorinstanz hätte den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 22. April 2013 im Rahmen der revisionsrechtlichen Beurteilung auf dessen zweifellose Unrichtigkeit prüfen müssen. Eine solche Pflicht ergibt sich indessen weder aus Art. 53 Abs. 2 ATSG noch aus der Rechtsprechung. Im zitierten BGE 141 V 9 wird einzig die langjährige Praxis bestätigt und präzisiert, dass dort, wo eine anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts im Sinne einer revisionsbegründenden erheblichen Gesundheitsveränderung bejaht werden muss, der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln ist (E. 5 und 6). Daraus ist einzig abzuleiten, dass der Rentenanspruch für die Zukunft (ex nunc et pro futuro) neu zu prüfen ist. Ob die erstmalige Rentenfestsetzung zweifellos unrichtig gewesen war, bildet nicht Gegenstand des Revisionsverfahrens nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Wohl kann das kantonale Gericht eine die Rente aufhebende Revisionsverfügung mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung schützen, die ursprüngliche Rentenzusprache sei zweifellos unrichtig gewesen (vgl. dazu BGE 125 V 368). Ein solcher Fall liegt indes hier offensichtlich nicht vor.”
“Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung (oder einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid) gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art. 85 Abs. 2, Art. 88bis Abs. 2 IVV). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung zu ermitteln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3). Stehen invalidenversicherungsrechtliche Aspekte zur Diskussion (vgl. dazu etwa BGE 119 V 431 E. 2, 110 V 298 E. 2, je mit Hinweisen), erfolgt die wiedererwägungsweise Rentenaufhebung oder -herabsetzung in der Regel vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV; vgl. BGE 142 V 259 E. 3.2.1 mit Hinweisen; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_880/2015 vom 21.”
“Dass die Berichtigung der Verfügung vom 21. November 2016 von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 140 V 85 E. 4.4; 119 V 475 E. 1c), wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Insgesamt verstösst es somit nicht gegen Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Voraussetzungen der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG bejaht und den Rentenanspruch ex nunc et pro futuro einer allseitigen Prüfung unterzogen hat.”
Les situations typiques d'erreur manifeste au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont en tout cas les suivantes : une attribution de prestations résultant d'une mauvaise application du droit, ou d'une omission ou d'une application incorrecte de dispositions pertinentes ; ainsi qu'une violation manifeste du principe d'investigation (en particulier lorsque des expertises spécialisées nécessaires n'ont pas du tout été effectuées ou ne l'ont pas été avì le soin requis). Par ailleurs, la jurisprudenÎ a à plusieurs reprises considéré comme manifestement erroné le fait que des contrôles essentiels, tels qu'un examen distinct de l'adéquation ou la vérification de la situation de domicile, aient été omis.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG (SR 830.1) kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Diese Bestimmung wurde in Anlehnung an die Kriterien erlassen, welche die Rechtsprechung bis zum Inkrafttreten des ATSG am 1. Januar 2003 entwickelt hatte (BGE 140 V 77 E. 3.1, 133 V 50 E. 4.1; vgl. auch BGE 138 V 147 E. 2.1). Voraussetzung einer Wiedererwägung ist - nebst der erheblichen Bedeutung der Berichtigung -, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung besteht, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist. Dieses Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 138 V 324 E. 3.3). Ob dies zutrifft, beurteilt sich nach der bei Erlass der Verfügung bestandenen Sach- und Rechtslage, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis (vgl.”
“Die Vorinstanz kam nach Würdigung der in den Zeitpunkten der Verfügungen vom 7. Februar 2002 und 10. August 2006 vorhandenen medizinischen Akten zum Schluss, dass das der Rentenzusprechung zu Grunde gelegene Beschwerdebild als typisch im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 und 117 V 369 E. 4b S. 382 f. zu qualifizieren sei. Den geltend gemachten Beschwerden sowohl nach dem Unfallereignis vom 7. Dezember 1995 als auch nach jenem vom 7. Februar 2002 habe es an einer objektivierbaren, bildgebend ausgewiesenen organischen Grundlage gefehlt. Damit hätte klarerweise eine separate Adäquanzprüfung erfolgen müssen. Eine solche sei aber weder im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung noch in demjenigen der Verfügung vom 10. August 2006 - auch nicht konkludent - erfolgt. Damit sei die zweifellose Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG gegeben.”
“nicht einschlägig. Nichterwerbstätige seien laut Art. 1b IVG i.V.m. Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG der Invalidenversicherung unterstellt, wenn sie in der Schweiz Wohnsitz (im Sinne von Art. 13 ATSG) haben. Sodann hat das Bundesverwaltungsgericht mit der Begründung, dass A.________ gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ZGB den Wohnsitz mit seinen Eltern resp. seiner Mutter teile, deren Wohnsitz im Zeitpunkt der Geburt überprüft. Es kam zum Schluss, dass die Eltern während ihres rund sechs Monate dauernden Aufenthaltes keinen Wohnsitz in der Schweiz begründet hätten. A.________ habe somit ebenfalls keinen schweizerischen Wohnsitz und deshalb auch keine Versicherteneigenschaft gehabt. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen habe aber hinsichtlich der Versicherungsunterstellung keine Abklärungen getroffen. Ihre Leistungszusprachen hätten demnach auf einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes von Art. 43 Abs. 1 ATSG beruht, weshalb sie gesetzeswidrig und zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG seien.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Der Versicherungsträger kann nach Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die vor dem Inkrafttreten des ATSG ergangene Rechtsprechung, wonach kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht (BGE 117 V 8 E. 2a), wurde in Art. 53 Abs. 2 ATSG ("Kann-Vorschrift") gesetzlich verankert. Damit liegt das Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe (weiterhin) im alleinigen Ermessen des Versicherungsträgers (statt vieler: BGE 133 V 50 E. 4.1). Vorausgesetzt wird, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (Urteil 9C_427/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 2.2 mit Hinweisen), oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt des Verfügungserlasses (BGE 125 V 383 E. 3) in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Zwar bestätigte die Basler im hier streitigen Einspracheentscheid hauptsächlich die mit Verfügung vom 20. Januar 2021 (UV-Akten S. 1130 ff.) vorgenommene Rentenaufhebung mittels Revision, sie hielt aber ebenso fest, bei der ursprünglichen Rentenzusprache habe sie auf die Prüfung der Adäquanz verzichtet. Eine separate Adäquanzprüfung hätte jedoch in keiner Weise fehlen dürfen. Damit sei eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung i. S. v. Art. 53 Abs. 2 ATSG gegeben. Die Basler ging somit auch von der Möglichkeit der Rentenaufhebung mittels der Wiedererwägung aus. Es stellt sich die Frage, ob die Voraussetzungen hierfür gegeben sind oder nicht. Die Beschwerdeführerin ist darauf hinzuweisen, dass das Gericht in seinem Urteil vom 8. November 2016 diese Frage explizit offengelassen hat, weil der damals streitige Einspracheentscheid bereits aus einem anderen Grund aufgehoben werden musste. Wie oben dargestellt, stellen Verfügungen der Unfallversicherer, bei welchen eine Rentenzusprechung ohne explizite oder wenigstens implizite Prüfung der Adäquanz erfolgte, eine Leistungszusprechung auf Grund falscher Rechtsanwendung und damit eine zweifellos rechtsfehlerhafte Verfügung dar, so dass der Unfallversicherer berechtigt ist, darauf zurückzukommen. Die Basler geht zu Recht von der zweifellosen Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenzusprache mit Einspracheentscheid vom 29. November 2004 aus, da darin weder explizit noch implizit eine separate Adäquanzprüfung vorgenommen wurde.”
“Ob eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprache im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG vorliegt, muss anhand der damaligen Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) beurteilt werden (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414). So darf die Frage, ob nach Lage der Akten eine gutachterliche Abklärung notwendig gewesen wäre, nicht aufgrund der heute massgebenden Regeln beurteilt werden. Bereits zur Zeit der Leistungszusprechung am 16. Dezember 2015 galt aber, dass die Arbeitsunfähigkeit in komplexen Fällen fachärztlich eingeschätzt werden musste. Die Verfügung ist qualifiziert unrichtig, wenn solche Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. SVR 2014 IV Nr. 39 S. 137 E. 3.3.1 f.). Der Hausarzt Dr. G.___ schätzte die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vornehmlich gestützt auf ihre eigenen Angaben auf lediglich 30 % ein, ohne dass hierfür jedwelche Anhaltspunkte in den Berichten der Fachärzte gegeben waren. Die Beschwerdegegnerin übernahm diese unbegründete und nicht im Einklang mit der übrigen Aktenlage stehende Einschätzung in der Folge und berücksichtigte ausserdem nicht, dass die korrigierende Double-Arthrodese im Zeitpunkt der regionalärztlichen Stellungnahme vom 11.”
Citation : LPGA art. 53 n. 626 Des périodes de cotisation étrangères nouvellement découvertes peuvent justifier une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, lorsque l'ordonnanÎ d'exécution initiale reposait dès le départ sur l'hypothèse factuelle erronée selon laquelle il n'existait pas de périodes de cotisation étrangères.
“September 2017 wiederholten Fehler gehandelt hat, die stillschweigende Vollzugsanordnung und die diese Anordnung ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 also von Beginn weg fehlerhaft gewesen sind, ist als Korrekturinstrument nur eine sogenannt prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage gekommen. Die Beschwerdegegnerin hat sich sinngemäss auf den Standpunkt gestellt (vgl. IV-act. 190), dass es sich bei der angefochtenen Korrekturverfügung vom 31. Januar 2019 um eine sogenannt prozessuale Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG aufgrund einer „neuen“ (eigentlich: neu entdeckten) Tatsache handle. Da dieses Beschwerdeverfahren eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit bezweckt, muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen, was bedeutet, dass sich der Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens auf die Frage beschränkt, ob die Korrektur der ursprünglichen stillschweigenden Vollzugsanordnung und der Verfügung vom 13. September 2017 mittels einer sogenannt prozessualen Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtmässig gewesen ist. Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat. Zunächst ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt gewesen sind. Aus den Akten geht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hervor, dass die Beitragsdauer der Beschwerdeführerin im Herkunftsland länger gewesen ist, als die Beschwerdegegnerin respektive die intern zuständige Ausgleichskasse zunächst angenommen hat, und dass folglich von einer kürzeren schweizerischen Beitragsdauer ausgegangen werden muss. Die Vollzugsanordnung hat also von Beginn weg auf der falschen Sachverhaltsannahme beruht, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitraum keine ausländischen Beitragszeiten erfüllt habe.”
“September 2017 wiederholten Fehler gehandelt hat, die stillschweigende Vollzugsanordnung und die diese Anordnung ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 also von Beginn weg fehlerhaft gewesen sind, ist als Korrekturinstrument nur eine sogenannt prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage gekommen. Die Beschwerdegegnerin hat sich sinngemäss auf den Standpunkt gestellt (vgl. IV-act. 190), dass es sich bei der angefochtenen Korrekturverfügung vom 31. Januar 2019 um eine sogenannt prozessuale Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG aufgrund einer „neuen“ (eigentlich: neu entdeckten) Tatsache handle. Da dieses Beschwerdeverfahren eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit bezweckt, muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen, was bedeutet, dass sich der Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens auf die Frage beschränkt, ob die Korrektur der ursprünglichen stillschweigenden Vollzugsanordnung und der Verfügung vom 13. September 2017 mittels einer sogenannt prozessualen Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtmässig gewesen ist. Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat. Zunächst ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt gewesen sind. Aus den Akten geht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hervor, dass die Beitragsdauer der Beschwerdeführerin im Herkunftsland länger gewesen ist, als die Beschwerdegegnerin respektive die intern zuständige Ausgleichskasse zunächst angenommen hat, und dass folglich von einer kürzeren schweizerischen Beitragsdauer ausgegangen werden muss. Die Vollzugsanordnung hat also von Beginn weg auf der falschen Sachverhaltsannahme beruht, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitraum keine ausländischen Beitragszeiten erfüllt habe.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 625 La simple critique d'un rapport d'expertise ayant acquis forÎ de chose jugée ne fonÞ en règle générale pas, à elle seule, une révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, lorsque les moyens critiqués auraient pu être soulevés dans la première instanÎ. Pour qu'une révision soit recevable, il faut en revanche démontrer l'existenÎ de faits nouveaux ou de moyens de preuve découverts seulement après l'édiction de la décision, ou qui n'ont pu être produits antérieurement.
“März 2016) bis zur neuerlichen Rentenablehnung (Verfügung vom 4. September 2019) eine erhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen stattgefunden hat, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente begründet (E. 3.1 hiervor), ist auf die Einwände der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten der Dres. A.___ und B.___ vom 12. März 2015 nicht näher einzugehen (Urk. 1 S. 2, Urk. 26 S. 1). Mit Urteil vom 17. Oktober 2017 wurde rechtskräftig entschieden, dass diesem Gutachten voller Beweiswert zukommt. Die nun geäusserte Kritik am Gutachten erschöpft sich im Wesentlichen in der angeblichen Versicherungsfreundlichkeit der beiden Gutachter (Urk. 1 S. 2, Urk. 26 S. 1). Dazu reichte die Beschwerdeführerin einen Artikel aus der Zeitschrift Plädoyer aus dem Jahre 2015 ein (Urk. 27/2). Abgesehen davon, dass damit eine fehlende Unparteilichkeit der beiden Gutachter nicht bewiesen ist, wäre dessen Beibringung bereits im ersten Verfahren möglich gewesen. Damit sind auch die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG, die ein Zurückkommen auf das rechtskräftige Urteil ermöglicht hätte, nicht gegeben.”
“Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwieweit die von der Vorinstanz dabei getroffenen Sachverhaltsfeststellungen offensichtlich unrichtig (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG) - mithin willkürlich (BGE 146 IV 88 E. 1.3.1 f. und 140 III 115 E. 2; je mit Hinweisen) - oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollen. Ebenso wenig tut er dar, weshalb die darauf beruhenden Erwägungen gegen Bundesrecht verstossen oder einen anderen Beschwerdegrund (vgl. Art. 95 lit. a-e BGG) gesetzt haben könnten. Insbesondere soweit er das Zusprechen einer höheren Hilflosenentschädigung wegen ursprünglicher Fehlerhaftigkeit der ihm erstmals am 23. Juli 2021 zugesprochenen Hilflosenentschädigung fordert, müsste er dies mit Tatsachen und Beweismitteln untermauern, die neu zum Vorschein gekommen sind oder früher nicht beigebracht werden konnten (Art. 53 Abs. 1 ATSG).”
Une appréciation d'expert judiciaire, confirmée par la juridiction et revêtant forÎ probante, exclut en règle générale tout contrôle juridique parallèle; lorsqu'une décision judiciaire antérieure est contraignante, il n'est pas possible de revenir sur celle-ci dans le cadre de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ni dans le cadre d'un réexamen. En outre, l'art. 53 al. 1 LPGA exige la découverte postérieure d'un fait nouveau et significatif; si le dossier repose sur un élément déjà connu, la révision procédurale est exclue.
“Die von der Gerichtsgutachterin gezogenen Schlüsse sind nachvollziehbar in mit den Qualitätsleitlinien zu vereinbarender Weise begründet und beruhen auf einer unvoreingenommenen Konsistenz- und Ressourcenbeurteilung im Kontext des Krankheitsbilds, wie es sowohl von der Gerichtsgutachterin als auch vor der Rentenzusprache durch die medizinischen Fachpersonen der Klinik G.___ erkannt wurde. Die Gerichtsgutachterin übte das ihr zustehende Ermessen bei der Verlaufsbeurteilung folglich rechtskonform bzw. in Nachachtung der aus Art. 7 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) fliessenden normativen Vorgaben aus, weshalb kein Platz für eine juristische Parallelüberprüfung bleibt. Mit der Gerichtsgutachterin ist folglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der ursprünglichen Rentenzusprache nicht in revisionsrechtlich wesentlicher Weise verändert hat und weiterhin von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die ursprüngliche Rentenzusprache auf einem Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Appenzell-Ausserrhoden beruht, womit ein Rückkommen gestützt auf die Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG oder die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ausgeschlossen ist. Bezüglich der Einstellung der Hilflosenentschädigung kann in tatsächlicher Hinsicht auf die beweiskräftige gerichtsgutachterliche Verlaufsbeurteilung (siehe hierzu vorstehende E. 2.2 f.) verwiesen werden. Die Gerichtsgutachterin legte schlüssig dar (act. G 39, S. 66), dass seit dem massgebenden Zeitpunkt (Verfügung vom 22. März 2013, IV-act. 67) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine revisionsrelevante Veränderung der Hilflosigkeit der Beschwerdeführerin eingetreten ist. Weder aus der Kritik der Beschwerdegegnerin (act. G 43, Rz 22) noch der Aktenlage ergibt sich etwas Gegenteiliges. Vielmehr zielt auch hier die Kritik der Beschwerdegegnerin auf eine im vorliegenden Revisionsverfahren unzulässige Neubeurteilung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung ab. Die revisionsweise Einstellung der Hilflosenentschädigung erweist sich damit ebenfalls als rechtswidrig. Schliesslich bleiben die Gesuche der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtsverbeiständung in beiden Verwaltungsverfahren betreffend die Einstellung der Rente und der Hilflosenentschädigung zu prüfen.”
“Die Beschwerde richtet sich gegen alle vier Streitgegenstände des Einspracheentscheids. Die gemeinsame Behandlung im Beschwerdeverfahren hat nur verfahrensökonomische Gründe. Den Parteien steht es frei, dieses Urteil nur bezüglich eines Streitgegenstands oder bezüglich mehrerer der Streitgegenstände beim Bundesgericht anzufechten. Diesem Umstand wird mit einer entsprechenden Aufteilung des Dispositivs Rechnung getragen. Die Beschwerdegegnerin hat mit der Verfügung vom 17. Juni 2020 den EL-Anspruch aufgrund einer Veränderung des Erwerbseinkommens der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 1. Januar 2017 korrigiert. Eine Verfügung betreffend den EL-Anspruch mit Wirkungszeitpunkt ab 1. Januar 2017 hat bereits existiert, nämlich die Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016, mit der die laufende Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2017 einer Erhöhung des Betrags für die obligatorische Krankenpflegeversicherung angepasst worden war (act. G 3.1.96). Die Verfügung vom 19. Dezember 2016 ist formell rechtskräftig gewesen. Sie hat deshalb nur mit einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder mit einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) aufgehoben und durch eine korrigierte Revisionsverfügung ersetzt werden können. Eine prozessuale Revision fällt vorliegend ausser Betracht, da es sich bei der Veränderung des Erwerbseinkommens der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2017 nicht um eine erhebliche neue Tatsache im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG gehandelt hat, denn beiden Parteien ist bewusst gewesen, dass sich das Erwerbseinkommen infolge der Kündigung der Arbeitsstelle per 31. Dezember 2016 verändern würde. Bei der Verfügung vom 17. Juni 2020 kann es sich deshalb nur um eine Wiedererwägung der Verfügung vom 19. Dezember 2016 gehandelt haben. Die Verfügung vom 19. Dezember 2016 ist aufgehoben worden, weshalb alle später ergangenen Revisionsverfügungen (Verfügungen vom 14. August 2017, 18. Dezember 2017, 14. Februar 2018, 20. Dezember 2018, 7. März 2019 und 19. Dezember 2019) sowie die Mitteilung vom 9. Mai 2018 ohne weiteres dahingefallen sind. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die Korrekturverfügung vom 17.”
Citation : LPGA art. 53 n. 623 L'administration peut rectifier d'offiÎ des décisions formellement devenues définitives même après un certain temps, lorsqu'elles sont manifestement erronées.
“Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4a edizione, Zurigo, Basilea, Ginevra 2020, n. 80 ad art. 53; con riferimento anche alla DTF 140 V 514, consid. 3, secondo cui l’amministrazione ha il diritto di riconsiderare una decisione manifestamente errata anche dopo dieci anni dalla sua emanazione [nel caso giudicato si trattava di una prestazione]). Cfr. anche SVR 2009, AHV n. 1, sentenza del Tribunale amministrativo federale, C-3839/2008 del 17 settembre 2008, consid. 3.4.2 (“Da die Rechtzeitigkeit der Gesuchseinreichung aus den genannten Gründen zu bejahen ist, brauchen die rechtlichen Konsequenzen dessen, dass die Vorinstanz einerseits auf das Gesuch 1995 - 2002 wegen Nichteinhaltens der für die Revision geltenden Frist von 90 Tagen nicht eintrat, anderseits ihre Eintretenspflicht mit dem Hinweis darauf verneinte, es handle sich um ein Wiedererwägungsgesuch, das keinen Anspruch auf Behandlung begründe (und sie damit übersah, dass Wiedererwägungsgesuche keinen Fristen für deren Einreichung unterliegen (Ueli Kieser, a.a.O. Kommentar zu Art. 53 ATSG N 26)), nicht weiter erörtert zu werden.”). 2.5. In concreto, con le decisioni formali del 7 aprile 2022 (doc. 8 e 9), confermate dalle decisioni su opposizione del 20 maggio 2022 (doc. 12 e 13), la Cassa CO 1, pur facendo riferimento al provvedimento del 18 agosto 2020 (doc. 7/2e), ha in realtà riconsiderato la decisione, informale (cfr. U. Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4a edizione, Zurigo, Basilea, Ginevra 2020, n. 52 ad art. 53), del 9 gennaio 2020 (doc. 3) con la quale, sulla base della dichiarazione dei salari e degli assegni famigliari per l’anno 2019 sottoscritta il 19 dicembre 2019 (doc. 2), aveva fissato i contributi paritetici del 2019 ed aveva dedotto dall’importo dovuto, l’ammontare di fr. 3'600.--, pari agli assegni familiari che la datrice di lavoro aveva anticipato alla propria dipendente (cfr. infatti pag. 2 delle decisioni formali: “ […] Gli stessi sono stati tuttavia dedotti in favore della signora __________ dalla somma che ella doveva corrispondere alla Cassa (cfr.”
Selon la jurisprudenÎ pertinente relative à l'art. 53 al. 2 (cf. décision citée), l'organisme d'assuranÎ peut également exiger le remboursement de prestations qui ont été versées en trop par suite d'une erreur de calcul de sa part, lorsque la décision initiale est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Le fait que l'erreur incombe uniquement à l'organisme n'exclut pas la possibilité de recouvrement.
“Ainsi, selon que l’on retienne un gain intermédiaire, erroné, de CHF 4'640.- ou, justement recalculé, de CHF 5'026.50, la perte de gain dépasse ou non le seuil des 30% du gain assuré. La rectification de l’erreur de calcul du gain intermédiaire a dès lors conduit la Caisse à constater que son assurée aurait dû être considérée comme sortie du chômage puisque son nouvel emploi était conforme aux normes du travail dit convenable selon l'art. 16 LACI, d’où son importance notable. La rectification de cette erreur porte par ailleurs sur des prestations périodiques représentant une somme de CHF 9'621.55 que la recourante ne conteste pas avoir perçue, d’où son importance notable pour ce motif également. 9.4. De ce qui précède, la Cour de céans retient que la Caisse était en droit de revenir sur sa décision (ressortant des décomptes mensuels d’indemnités selon la procédure simplifiée de l’art. 51 LPGA) de continuer de prester au-delà de la mi-janvier 2020, décision dont les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA étaient remplies. Le caractère indu des prestations versées par la Caisse à l’assurée durant la période de janvier à juin 2020 est ainsi confirmé à hauteur de CHF 9'621.55, montant dont la Caisse est dès lors en droit d’exiger de son assurée, rétroactivement, le remboursement. Et ce, indépendamment du fait que la Caisse soit seule à l’origine de cette erreur. 10. Il s’agit là des deux premières étapes – décrites ci-dessus – de la procédure de restitution de l’art. 25 LPGA. Quant à la troisième étape, relative à une remise de l’obligation de restituer la somme de CHF 9'621.55, elle sera mise œuvre, le cas échéant, par le biais d’une procédure ultérieure séparée conduite par l’administration. 10.1. En effet, aux termes de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA, la restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile. Ces deux conditions matérielles – bonne foi et situation (financière) difficile – sont cumulatives et leur réalisation est nécessaire pour que la remise de l'obligation de restituer soit accordée (arrêt TF 8C_203/2015 du 23 septembre 2015 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 621 Moment d'appréciation et effet : Pour apprécier s'il y a lieu de réviser ou de réexaminer une décision devenue formellement définitive, il convient de se référer aux circonstances factuelles et juridiques ainsi qu'à la pratique administrative en vigueur au moment de l'édiction de la décision initiale. La décision relative à la révision ou au réexamen repose sur une réévaluation au fond et a, de par sa nature, en règle générale un effet réformatif ; la nouvelle décision remplaÎ l'ancienne et produit, en principe, des effets ex tunc.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 3.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (ATF 126 V 46 consid. 2b et les références citées). La reconsidération et la révision sont désormais explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 consid. 2c et les références citées). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
“De par sa nature, la décision de révision a un effet réformateur; elle modifie en règle générale le prononcé précédent, en principe avec effet ex tunc, pour le passé (Moser-Szeless, op. cit., n. 65 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). c) Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose décidée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 127 V 466 cons. 2c). Ce principe est consacré à l’article 53 al. 2 LPGA. La jurisprudence a expressément admis qu’il trouve application lorsque le statut de l’assuré en matière de cotisations, fixé par une décision formelle en force, est modifié rétroactivement (ATF 143 V 177 cons. 3.5 et les références citées). Une décision est sans nul doute erronée lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait qu'elle était erronée, la seule conclusion possible étant que tel est le cas (ATF 125 V 383 ; arrêt du TF du 07.11.2006 [C 269/05] cons. 3 ; Kieser, ATSG-Kommentar, 3e éd., 2015, n. 52 ad art. 53 LPGA). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision, pour le motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 138 V 147 cons. 2.1, 125 V 383 cons. 3, 119 V 475 cons. 1b/cc). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des preuves. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 cons. 2c, 115 V 308 cons. 4a/cc). Une décision est sans nul doute erronée non seulement lorsqu'elle a été prise sur la base de règles de droit non correctes ou inappropriées, mais aussi lorsque des dispositions importantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière inappropriée. A l'inverse, une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation, quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision paraît admissible compte tenu de la situation de fait et de droit (arrêt du TF du 30.”
“________, il va de soi qu’il était dans l’impossibilité d’invoquer ce moyen de preuve nouveau précédemment. En outre, si l’intimé avait eu connaissance du rapport du Dr M.________ au cours de la procédure initiale, il est évident que cela aurait conduit à une décision différente, de sorte que ce nouveau moyen de preuve établit de manière indiscutable que l’état de fait retenu était erroné. Ces conditions supplémentaires d’application de l’art. 53 al. 1 sont ainsi également remplies. Partant, il y a lieu de procéder à une révision procédurale de la décision du 7 octobre 2013. 10. Il s’agit dès lors de déterminer la date du début du droit à la rente, compte tenu de la révision procédurale. a) Dès lors qu’un motif de révision procédurale est admis, les parties se trouvent replacées dans la situation existant lorsque la première décision a été rendue, sous réserve de l’état de fait corrigé ou complété. La décision de révision a un effet réformateur, elle modifie en règle générale le prononcé précédent, avec effet ex tunc, pour le passé (Moser-Szeless, op. cit. n° 66-67 ad art. 53 LPGA). La décision sur révision, qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents et une appréciation des preuves, se substitue à la décision initiale (ATF 147 V 167 consid. 6.2 ; voir aussi TF 9C_371/2008 du 2 février 2009, confirmant l’arrêt du Tribunal cantonal genevois des assurances sociales ATAS/331/2008 du 19 mars 2008). S’agissant du droit à une rente, la survenance de l’invalidité se situe au plus tôt à la date dès laquelle la personne assurée a présenté, en moyenne, une incapacité de travail de 40 % au moins pendant une année sans interruption notable (art. 28 al. 1 let. b LAI). Aux termes de l’art. 29 al. 1 LAI, le droit à la rente prend naissance au plus tôt à l’échéance d’une période de six mois à compter de la date à laquelle l’assuré a fait valoir son droit aux prestations conformément à l’art. 29 al. 1 LPGA, mais pas avant le mois qui suit son dix-huitième anniversaire. b) En ce que le recourant doit être replacé dans la situation qui aurait dû être la sienne si la décision du 7 octobre 2013 avait été basée sur le complexe de faits mis en lumière lors de la présente révision, il convient de déterminer la date d’ouverture de son droit à la rente si l’instruction d’alors avait révélé ce que l’on sait désormais.”
Conformément à l'art. 53 al. 3 LPGA, un réexamen est en principe possible à tout moment, notamment lorsque les conditions de la révision selon l'art. 17 LPGA ne sont pas réunies. Un tel réexamen peut conduire à des corrections rétroactives de décisions antérieures; si, de ce fait, la base juridique des prestations initialement attribuées disparaît, celles-ci peuvent être considérées comme indûment versées et être réclamées pour le montant correspondant.
“Die Beschwerdegegnerin berechnet den Liegenschaftsertrag gemäss den vorliegenden Akten anhand des durchschnittlichen Liegenschaftsertrages während der Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Baute unter Abzug der zulässigen Pauschale und des Hypothekarzinses. Im Lichte der vorab zitierten Rechtsprechung (vgl. Ziff. 6.1. hiervor) ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht gerügt. 6. 6.1. Nach Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 6.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellungen des Sachverhalts. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG ist sie jederzeit möglich (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für ursprünglich zugesprochene Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Unrechtmässige bezogene Leistungen sind in demjenigen Umfang zurückzuerstatten, in dem sie ausgerichtet wurden (Urteil des Bundesgerichts 9C_564/2009, E.6.5 vom 22. Januar 2010). 6.3. Die Beschwerdegegnerin fordert mit Verfügungen vom 19. März 2019 für den Zeitraum von Dezember 2017 bis Februar 2019 Ergänzungsleistungen in der Höhe von CHF 36'211.00 und kantonale Beihilfen über den Betrag von CHF 336.00 und mit Verfügung vom 24. April 2019 für den Zeitraum von Januar 2018 bis zum 23. Juli 2018 Krankheitskosten im Umfang von CHF 1'000.00 zurück. Die Neuberechnung erfolgte aufgrund der nun vorliegenden Verkehrswertschätzung vom 30. Januar 2019, welche einen Liegenschaftswert von EUR 217'440.”
“Was zunächst die generellen Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die ursprüngliche Verfügung der IV-Stelle vom 26. September 2016 und der damit verbundenen Leistungszusprache einer leichten HE per 1. Januar 2016 betrifft, ist auf Art. 53 Abs. 2 ATSG zu verweisen. Demnach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sie zweifellos von Anfang an unrichtig war und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 115 V 314 E. 4a/cc, 112 V 373 E. 2c mit weiteren Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 53 N 42 ff.). Die Wiedererwägung dient somit der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist grundsätzlich jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch, wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/2008, E. 5.1 mit Hinweisen). Die Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, welche bestand, als die ursprüngliche Verfügung erging (BGE 125 V 389 f. E. 3 mit Hinweisen; Rudolf Rüedi, Die Verfügungsanpassung als Grundfigur von Invalidenrentenrevisionen, in: Schaffhauser/Schlauri, Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 22 f.). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist - als Schranke für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungszusprechung - rechtsprechungsgemäss so zu handhaben, dass die Wiedererwägung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleistungen wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung entspricht, laufende Ansprüche zufolge nachträglich besserer Einsicht der Durchführungsorgane jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können.”
“Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen für eine revisionsweise Änderung der IV-Rente, so kann die Rentenverfügung allenfalls nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln aufgehoben werden. Demnach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG befugt, auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die in einem Revisionsverfahren verfügte Aufhebung der Rente mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 369 E. 2).”
“L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5 ; 129 V 110). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5 ; 119 V 410 consid. 3a ; 117 V 8 consid. 2c). Dans les limites posées par l'art. 53 al. 3 LPGA, une reconsidération est possible en tout temps, spécialement lorsque les conditions de la révision au sens de l'art. 17 LPGA ne sont pas réalisées. Dans l'éventualité où l'erreur manifeste de la décision initiale de rente n'est constatée qu'au stade de la procédure judiciaire, le tribunal peut confirmer, par substitution de motifs, la suppression de la rente prononcée sur la base d'une révision (ATF 125 V 368 consid. 2 ; TF 9C_361/2015 du 17 juillet 2015 consid. 5.1 ; 9C_11/2008 du 29 avril 2008 consid. 2). En vertu du droit d'être entendu, l'assuré doit, dans ce dernier cas, être informé préalablement de la substitution de motifs envisagée (ATF 125 V 368 consid. 4a et b ; cf. également ATF 128 V 272 consid. 5b/bb et les références). 4. a) En l’espèce, lors de l’octroi du moyen auxiliaire litigieux, l’intimé s’était principalement fondé sur un rapport de la FSCMA du 21 février 2018 et des rapports du Dr D.________ des 27 juillet, 24 octobre 2017 et 13 mars 2018. Ce médecin constatait une axonotmèse de la branche secondaire antérieure et interne du plexus brachial, lié à l’utilisation de cannes sous-axillaires par l’assuré.”
Pour la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA), les conditions suivantes sont requises : les faits considérés comme « nouveaux » doivent déjà avoir existé au moment de la décision attaquée, mais ont pu être inconnus du requérant en révision malgré la diligenÎ requise. Il en va de même pour les nouveaux moyens de preuve : ceux-ci doivent montrer que les faits pertinents n'ont pas pu être établis, ou pas avì la certituÞ nécessaire, au cours de la procédure de première instanÎ ; le requérant en révision doit, le cas échéant, exposer pourquoi ces moyens de preuve n'ont pas pu être obtenus antérieurement.
“5723 del 25 ottobre 2005 relativo alla Modifica della legge sull’armonizzazione e il coordinamento delle prestazioni sociali del 5 giugno 2000 (Laps) p.to 2.5.7.). L'art. 53 LPGA prevede che: " Le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l’assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza. (cpv. 1) L'assicuratore può tornare sulle decisioni o sulle decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato se è provato che erano manifestamente errate e se la loro rettifica ha una notevole importanza. (cpv. 2) L'assicuratore può riconsiderare una decisione o una decisione su opposizione, contro le quali è stato inoltrato ricorso, fino all'invio del suo preavviso all'autorità di ricorso. (cpv. 3)" I principi relativi alla riconsiderazione e alla revisione processuale sviluppati dalla giurisprudenza precedentemente all'entrata in vigore della LPGA, sono stati concretizzati all'art. 53 LPGA (cfr. sentenza del TF I 206/06 del 13 marzo 2007; sentenza del TF K 147/03 del 12 marzo 2004n consid. 5.3 in fine; sentenza del TF U 149/03 del 22 marzo 2004, consid. 1.2; sentenza del TF I 133/04 dell’8 febbraio 2005, consid. 1.2.). In una sentenza U 397/05 del 24 gennaio 2007 il Tribunale federale ha sviluppato le seguenti considerazioni: " 4.2 La nozione di fatti o mezzi di prova nuovi si apprezza allo stesso modo in caso di revisione (processuale) di una decisione amministrativa (art. 53 cpv. 1 LPGA), di revisione di un giudizio cantonale (art. 61 lett. i LPGA) o di revisione di una sentenza fondata sull'art. 137 lett. b OG (cfr. sentenza citata del 6 dicembre 2005 in re P., consid. 2.2). Sono nuovi ai sensi di queste disposizioni solo i fatti già esistenti all'epoca della procedura precedente, ma che non erano stati allegati poiché non ancora noti nonostante tutta la diligenza del caso; i fatti verificatisi dopo la fine del processo, e comunque dopo il momento in cui, secondo le regole di procedura applicabili, potevano ancora essere addotti, non vanno invece considerati e non possono quindi fondare una domanda di revisione (DTF 121 IV 317 consid.”
“94 al. 1 let. a LPA-VD) ; attendu que les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve de nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant (révision dite procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA), que l’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération, art. 53 al. 2 LPGA), que la révision procédurale tend à corriger une constatation initiale inexacte des faits alors que la reconsidération permet de corriger une décision ou une décision sur opposition reposant sur une application initiale erronée du droit (Margit Moser-Szeless, in : Dupont/Moser-Szeless [éd.], Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n.° 2 ad art. 53 LPGA), que sont "nouveaux", au sens de la révision procédurale, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables mais n’étaient pas connues du requérant malgré toute sa diligence, qu’il s’agit donc de faits antérieurs à la décision sur lesquels celle-ci se fonde, qui sont découverts après coup, que la nouveauté se rapporte ainsi à la découverte et non au fait lui-même, les faits postérieurs, soit les véritables nova, étant exclus, conformément au principe selon lequel le juge apprécie la légalité des décisions attaquées d’après l’état de fait existant au moment où la décision litigieuse a été rendue (ATF 144 V 210 consid. 4.3.1), qu'en outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt attaqué et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte, que les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas été prouvés, au détriment de la partie requérante, que dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid.”
“Per quanto riguarda i nuovi mezzi di prova, essi devono servire a dimostrare nuovi fatti rilevanti in grado di giustificare la revisione oppure fatti che già erano conosciuti in precedenza, ma che però non avevano potuto essere stabiliti con certezza, a pregiudizio del ricorrente (STF 9C_589/2013 del 2 maggio 2014, consid. 4.2.). Anche in quest'ultimo caso l'istante deve dimostrare che tale circostanza non sia stata cagionata dalla sua negligenza (cfr. STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4.3.; DTF 127 V 353 consid. 5b). In effetti, la revisione non può servire a sopperire ad una precedente omissione riconducibile ad una negligenza evitabile (STF 8F_9/2013 del 15 ottobre 2013, consid. 1.1. con rinvii dottrinali e giurisprudenziali, U 561/06 del 28 maggio 2007, consid. 6.1.; STFA I 183/02 del 18 settembre 2002, consid. 2.2.; Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4a ed., 2020, n. 33 ad art. 53 LPGA). Costituisce, dunque, fatto nuovo o nuovo mezzo di prova soltanto il fatto o il mezzo di prova che non era già conosciuto nella precedente procedura o che non avrebbe potuto venir prodotto dall'interessato anche qualora quest'ultimo avesse dato prova della necessaria diligenza (cfr. STF 8C_273/2016 del 7 giugno 2016 consid. 3; STFA C 175/04 del 29 novembre 2005 consid. 2.2.). La diligenza necessaria è valutata in modo meno severo in caso di ignoranza dei fatti nuovi, giacché la loro scoperta è spesso dovuta al caso, mentre una valutazione più severa si impone in caso di nuove prove relative a fatti noti, incombendo alla parte il dovere di fare tutto il possibile per provarli nel procedimento principale (cfr. la citata STF U 561/06, consid. 6.1. con rinvii dottrinali; Moser-Szeless, op. cit., n. 54 ad art. 53 LPGA con rinvii giurisprudenziali). In una sentenza C 223/06 del 16 gennaio 2008 il Tribunale federale ha così illustrato i principi che stanno alla base della revisione di una sentenza: " 3.”
Un recouvrement au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA est possible, indépendamment du fait que la décision initiale ait été rendue formellement ou informellement.
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je m.w.H.; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
S'il n'est pas établi que sont réunies les conditions permettant un réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) ou une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA), il convient de s'en tenir à une décision revêtue de l'autorité de la chose jugée ; un recouvrement ou toute autre réouverture exige que ces conditions respectives soient remplies.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
“Da weder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG noch jene für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt sind, muss sich der Beschwerdeführer die in der Verfügung vom 6. Juni 2016 vorgenommene rechtskräftige Feststellung des Grades der Arbeits(un)fähigkeit für den Zeitraum bis zum 6. Juni 2016 entgegenhalten lassen. Damit ist eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 13. Juli 2014 bis zum 19. September 2014, eine Arbeitsunfähigkeit von 50% vom 20. September 2014 bis zum 20. Oktober 2014 sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 0% vom 21. Oktober 2014 bis zum 6. Juni 2016 erstellt.”
“Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2010, 8C_207/2010, E. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
“Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann der Versicherungsträger auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Bei der prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG sind formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision zu ziehen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringen zuvor nicht möglich gewesen war.”
À l'encontre de la décision concrètement visée (p. ex. celle du 22 juin 2011), la voie procédurale est le recours en révision prévu à l'art. 53 al. 1 LPGA.
“S. 373 ff.; vgl. zur Invalidenversicherung BGE 147 V 133 , sowie MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, N. 134 zu Art. 30-31 IVG und URS MÜLLER, Die materiellen Voraussetzungen der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, 2003, S. 78 Rz. 281; allgemein vgl. sodann THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 56 zu Art. 17 ATSG). Als Möglichkeit verbliebe hier lediglich der Weg der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder derjenige der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 22. Juni 2011, wobei die Beschwerdeführerin zu letzterer vom Gericht - und zwar auch vom Bundesgericht - nicht verhalten werden kann ( BGE 133 V 50 E. 4.1 S. 52; Urteil 9C_671/2015 vom 3. Mai 2016 E. 4; je mit Hinweisen).”
Réf. : LPGA art. 53 n. 615 Des capacités fonctionnelles effectivement présentes, constatées par observation ou auparavant inconnues, peuvent constituer un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. De telles constatations peuvent entraîner une appréciation médicale différente et, par conséquent, conduire à des conclusions divergentes en matière de prestations, rendant la décision passée en forÎ de chose jugée susceptible de révision.
“Für die dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts zu Grunde liegenden Unfallereignisse bestehe auch eine Versicherungsdeckung nach UVG bei der Beschwerdegegnerin. Damit liessen sich die vom Gericht gezogenen Schlussfolgerungen nahtlos auch auf die UVG-Verwaltungsverfahren zu den jeweiligen Unfallereignissen übertragen. Auch wenn sie, die Beschwerdegegnerin, zum Zeitpunkt ihres Akteneinsichtsgesuchs an die IV-Stelle vom 22. April 2020 kein formelles Rentenrevisionsverfahren eingeleitet und deshalb auch keinen entsprechenden, vom Beschwerdeführer ausgefüllten Fragebogen zu seinen Beschwerden und beruflichen Aktivitäten eingeholt habe, stehe auch in Bezug auf das vorliegende UVG-Verfahren fest, dass die Beschwerdegegnerin bei einem früheren Vorliegen der durch die Observation aufgedeckten, beim Beschwerdeführer effektiv vorhandenen funktionellen Möglichkeiten veranlasst worden wäre, eine Begutachtung anzuordnen, und diese dann in schlüssiger Weise ergeben hätte, dass sich die bis anhin angenommene medizinische Einschränkung nicht nachvollziehen lasse. Somit sei ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG klar gegeben. Da zudem die 90-tägige Frist mit dem Erhalt der IV-Akten am 18. Mai 2020 und dem Erlass der Revisionsverfügung vom 30. Juni 2020 eingehalten worden sei, erweise sich das Rückkommen der Beschwerdegegnerin auf die ursprüngliche Rentenverfügung vom 17. Oktober 2003 als rechtens. Gemäss Y.___-Gutachten bestehe beim Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Im vorliegenden Verfahren könne von einem Einkommensvergleich abgesehen werden, da die gutachterlich als einzig invalidisierend angesehenen Beschwerden im Bereich der beiden Schultern und des rechten Kniegelenks nicht auf die Unfallereignisse zurückzuführen seien. Eine unfallbedingte Invalidität liege mithin nicht vor. Des Weiteren hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass der Beschwerdeführer spätestens seit 1. Oktober 2005 mangels unfallbedingter Invalidität keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe und die vom 1. Juli 2015 bis 31. Oktober 2017 zu Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen im Gesamtbetrag von Fr.”
“Für die dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts zu Grunde liegenden Unfallereignisse bestehe auch eine Versicherungsdeckung nach UVG bei der Beschwerdegegnerin. Damit liessen sich die vom Gericht gezogenen Schlussfolgerungen nahtlos auch auf die UVG-Verwaltungsverfahren zu den jeweiligen Unfallereignissen übertragen. Auch wenn sie, die Beschwerdegegnerin, zum Zeitpunkt ihres Akteneinsichtsgesuchs an die IV-Stelle vom 22. April 2020 kein formelles Rentenrevisionsverfahren eingeleitet und deshalb auch keinen entsprechenden, vom Beschwerdeführer ausgefüllten Fragebogen zu seinen Beschwerden und beruflichen Aktivitäten eingeholt habe, stehe auch in Bezug auf das vorliegende UVG-Verfahren fest, dass die Beschwerdegegnerin bei einem früheren Vorliegen der durch die Observation aufgedeckten, beim Beschwerdeführer effektiv vorhandenen funktionellen Möglichkeiten veranlasst worden wäre, eine Begutachtung anzuordnen, und diese dann in schlüssiger Weise ergeben hätte, dass sich die bis anhin angenommene medizinische Einschränkung nicht nachvollziehen lasse. Somit sei ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG klar gegeben. Da zudem die 90-tägige Frist mit dem Erhalt der IV-Akten am 18. Mai 2020 und dem Erlass der Revisionsverfügung vom 30. Juni 2020 eingehalten worden sei, erweise sich das Rückkommen der Beschwerdegegnerin auf die ursprüngliche Rentenverfügung vom 17. Oktober 2003 als rechtens. Gemäss Y.___-Gutachten bestehe beim Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Im vorliegenden Verfahren könne von einem Einkommensvergleich abgesehen werden, da die gutachterlich als einzig invalidisierend angesehenen Beschwerden im Bereich der beiden Schultern und des rechten Kniegelenks nicht auf die Unfallereignisse zurückzuführen seien. Eine unfallbedingte Invalidität liege mithin nicht vor. Des Weiteren hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass der Beschwerdeführer spätestens seit 1. Oktober 2005 mangels unfallbedingter Invalidität keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe und die vom 1. Juli 2015 bis 31. Oktober 2017 zu Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen im Gesamtbetrag von Fr.”
“Für die dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts zu Grunde liegenden Unfallereignisse bestehe auch eine Versicherungsdeckung nach UVG bei der Beschwerdegegnerin. Damit liessen sich die vom Gericht gezogenen Schlussfolgerungen nahtlos auch auf die UVG-Verwaltungsverfahren zu den jeweiligen Unfallereignissen übertragen. Auch wenn sie, die Beschwerdegegnerin, zum Zeitpunkt ihres Akteneinsichtsgesuchs an die IV-Stelle vom 22. April 2020 kein formelles Rentenrevisionsverfahren eingeleitet und deshalb auch keinen entsprechenden, vom Beschwerdeführer ausgefüllten Fragebogen zu seinen Beschwerden und beruflichen Aktivitäten eingeholt habe, stehe auch in Bezug auf das vorliegende UVG-Verfahren fest, dass die Beschwerdegegnerin bei einem früheren Vorliegen der durch die Observation aufgedeckten, beim Beschwerdeführer effektiv vorhandenen funktionellen Möglichkeiten veranlasst worden wäre, eine Begutachtung anzuordnen, und diese dann in schlüssiger Weise ergeben hätte, dass sich die bis anhin angenommene medizinische Einschränkung nicht nachvollziehen lasse. Somit sei ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG klar gegeben. Da zudem die 90-tägige Frist mit dem Erhalt der IV-Akten am 18. Mai 2020 und dem Erlass der Revisionsverfügung vom 30. Juni 2020 eingehalten worden sei, erweise sich das Rückkommen der Beschwerdegegnerin auf die ursprüngliche Rentenverfügung vom 17. Oktober 2003 als rechtens. Gemäss Y.___-Gutachten bestehe beim Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Im vorliegenden Verfahren könne von einem Einkommensvergleich abgesehen werden, da die gutachterlich als einzig invalidisierend angesehenen Beschwerden im Bereich der beiden Schultern und des rechten Kniegelenks nicht auf die Unfallereignisse zurückzuführen seien. Eine unfallbedingte Invalidität liege mithin nicht vor. Des Weiteren hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass der Beschwerdeführer spätestens seit 1. Oktober 2005 mangels unfallbedingter Invalidität keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe und die vom 1. Juli 2015 bis 31. Oktober 2017 zu Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen im Gesamtbetrag von Fr.”
Réf. : LPGA art. 53 n° 614 Des réévaluations spécialisées présentées isolément n'établissent un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA que si elles montrent qu'il est fortement probable qu'une autre appréciation de la capacité de travail ou de la situation d'ensemble aurait été posée à la date de la décision. À défaut d'une telle probabilité, ces rapports ne constituent pas un motif de révision.
“7.3). Im Weiteren ist auch nicht ersichtlich, dass sich in der Annahme, dass bereits im Verfügungszeitpunkt ein CRPS Typ I vorlag (was durch die medizinischen Akten indes nachvollziehbar verneint wurde [vgl. vorstehende E. 2.2 und 3.4.1]), eine relevant andere Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ergeben hätte. Dies lässt sich dem Bericht von Dr. K.___ nicht entnehmen und ist aus ihm auch nicht herzuleiten. Letztlich ist damit auch nicht rechtsgenüglich erstellt, dass der Bericht von Dr. K.___, würde er denn als neue Tatsache bzw. Beweismittel anerkannt, zu einer anderen Einschätzung der Lage geführt hätte. Anders gesagt könnte nicht als überwiegend wahrscheinlich erstellt gelten, ein bereits im Zeitpunkt der Verfügung diagnostiziertes CRPS Typ I hätte dazu geführt, dass von einer anderen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hätte ausgegangen werden müssen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der obigen Erwägungen keine Möglichkeit einer prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG besteht und die Beschwerde auch diesbezüglich abzuweisen ist. Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Entscheid im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP Die Beschwerde wird abgewiesen. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.”
“und 25. Juni 2020 ergäben sich betreffend Unfallfolgen auf neurologischem Fachgebiet betreffend neuropathische Schmerzen keine neuen Erkenntnisse. Insbesondere unter Berücksichtigung des zeitlichen Verlaufs der Beschwerden und der erhobenen Befunde könnten sie nur möglicherweise in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 2. Juli 2005 stehen. Nachdem die Beschwerdeführerin einen weiteren Bericht des Dr. med. C.________ vom 2. Februar 2021 eingereicht habe, habe Dr. med. D.________ am 5. Mai 2021 an seiner Einschätzung vom 6. Oktober 2020 festgehalten. Die Beurteilungen des Dr. med. D.________ erfüllten die Kriterien an beweiskräftige Berichte, weshalb darauf abgestellt werden könne. Die Berichte des Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2020 und 2. Februar 2021 bildeten somit keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG. Die Beschwerdeführerin habe vor Gericht einen weiteren Bericht des Dr. med. C.________ vom 15. August 2021 eingereicht. Dieser datiere nach dem strittigen Einspracheentscheid vom 30. Juli”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n° 613 Conformément à la jurisprudenÎ citée, l'assureur-accidents peut mettre fin à des prestations reconnues par une décision de cessation ayant effet ex nunc et pro futuro, sans devoir se prévaloir du fondement de reprise de la procédure de révision (art. 53 al. 1 LPGA) ni recourir au réexamen (art. 53 al. 2 LPGA). Une telle cessation des prestations n'est pas considérée comme un retour sur des prestations antérieurement accordées et permet un nouvel examen au fond pour l'avenir (notamment sur des questions de causalité ou de cessation des prestations).
“dargestellten Beweislastverteilung nichts. Im vorliegenden Fall ist die Frage der Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung per 31. Dezember 2018 zu prüfen, womit die Beschwerdegegnerin beweisbelastet ist (vgl. dazu SZS 2017, S. 658). Gemäss BGE 130 V 380 hat der Unfallversicherer bei Leistungseinstellungen die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeldern anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) einzustellen, da eine solche Leistungseinstellung kein Zurückkommen auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen bedeutet. Die Beschwerdegegnerin kann also auf ihren Entscheid der Anerkennung einer Unfallkausalität einer Schulterproblematik links ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen Rückkommenstitel zurückzukommen, dies mit der Begründung, es habe in Bezug auf diese gar nie eine Unfallkausalität vorgelegen. Nur im Rahmen einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvoraussetzungen zu beachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 6. Mai 2003, U 6/03, E. 4.2.1). Dies bedeutet, die Beschwerdegegnerin ist frei, für die Zukunft eine nochmalige materiellrechtliche Kausalitätsprüfung vorzunehmen und gestützt darauf zu einem anderen Schluss zu gelangen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren gilt es also die Frage zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin über den 31. Dezember 2018 hinaus für die Schulterbeschwerden links leistungspflichtig ist (vgl.”
“dargestellten Beweislastverteilung nichts ändern. Im vorliegenden Fall ist die Frage der Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung ab dem 17. Oktober 2019 zu prüfen, womit die Beschwerdegegnerin beweisbelastet ist (vgl. Erwägung 1.3; vgl. dazu SZS 2017, S. 658). Gemäss BGE 130 V 380 hat der Unfallversicherer bei Leistungseinstellungen die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) einzustellen, da eine solche Leistungseinstellung kein Zurückkommen auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen bedeutet. Die Beschwerdegegnerin darf also grundsätzlich auf ihren Entscheid der Anerkennung einer unfallkausalen vorübergehenden Knieverletzung rechts ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen Rückkommenstitel zurückkommen, dies mit der Begründung, es habe gar nie eine solche vorgelegen. Nur im Rahmen einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvoraussetzungen zu beachten (Urteil des EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03, E. 4.2.1). Dies bedeutet, dass die Beschwerdegegnerin frei sei, für die Zukunft eine nochmalige materiellrechtliche Kausalitätsprüfung vorzunehmen und gestützt darauf zu einem anderen Schluss zu gelangen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren gilt es also die Frage zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin über den 16. Oktober 2019 hinaus für die Kniebeschwerden rechts leistungspflichtig ist (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 5).”
Citation : LPGA art. 53 n. 612 De nouvelles connaissances médicales peuvent justifier un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA lorsqu'elles mettent en évidenÎ des faits nouveaux pertinents pour la décision, de sorte que la décision devenue formellement définitive apparaît manifestement erronée. Une simple progression ou une aggravation d'un dommage à la santé déjà connu ne constitue en principe pas un nouveau cas d'assuranÎ ; en revanche, l'apparition d'une cause matériellement différente peut fonder un nouveau cas d'assuranÎ et n'entrave pas la forÎ de chose jugée de la décision antérieure.
“Unter Würdigung aller Umstände fehlte es offenkundig an hinreichenden Anhaltspunkten dafür, dass die Beschwerdeführerin ohne das Schädelhirntrauma effektiv ein Medizinstudium abgeschlossen hätte. Der aufgrund des Einkommensvergleichs ermittelte Invaliditätsgrad war damit zu hoch. Die Verfügung vom 27. Mai 2016 erweist sich somit als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Ebenso ist die Voraussetzung der erheblichen Bedeutung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt (E. 1.3). Die Beschwerdegegnerin hat ihren Entscheid vom 27. Mai 2016 demnach berechtigterweise in Wiedererwägung gezogen.”
“BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 2015 E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen definiert ein strukturiertes Beweisverfahren systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (sog. Indikatorenrechtsprechung BGE 143 V 418). 4. 4.1. Das Zurückkommen auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) möglich. Eine zu Unrecht gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG erfolgte Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente kann im Beschwerdeverfahren geschützt werden, wenn die Voraussetzungen für die prozessuale Revision oder die Wiedererwägung der rentenzusprechenden Verfügung erfüllt sind (SVR 2012 IV Nr. 36, 9C_896/2011 E. 4 mit Hinweisen). 4.2. Gemäss Art. 17 ATSG wird eine Rente herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Rente kann deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes sondern auch dann revidiert werden, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343, 349 f. E. 3.5). Eine revisionsrechtlich relevante Tatsachenänderung stellt insbesondere eine - nicht notwendigerweise gesundheitlich bedingte - Reduktion oder Erhöhung des erwerblichen Arbeitspensums dar, was zu einem Wechsel der Invaliditätsbemessung führen kann.”
“Damit die IV für die Versicherungsfälle einsteht, braucht es die Erfüllung bestimmter formeller Voraussetzungen, welche die Inanspruchnahme der Versicherung rechtfertigen. Dazu zählen hauptsächlich die Staatsangehörigkeit, der Wohnsitz und der gewöhnliche Aufenthalt, vor Eintritt der Invalidität geleistete Beitragszahlungen u. a. m. (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung IVG, Art. 6 N1). Das IVG folgt dem System des leistungsspezifischen Versicherungsfalles, der im Rahmen jeder gesetzlichen Leistungsnorm autonom bestimmt werden muss (Urteil BGer 9C_782/2009 vom 16. April 2010 E. 3.2 mit Hinweisen). Die Rechtskraft von Verfügungen über Dauerleistungen ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit diese im Entscheidzeitpunkt zeitlich abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher, vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG), nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden. Vorbehalten bleibt eine Änderung der rechtlichen Grundlagen, welche den leistungsablehnenden Entscheid tragen, oder der Eintritt eines neuen Versicherungsfalles im Sinne einer Erhöhung des Invaliditätsgrades aufgrund einer von der ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung völlig verschiedenen Gesundheitsstörung. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustands begründet grundsätzlich keinen neuen Versicherungsfall. Indessen entsteht ein solcher bei materieller Verschiedenheit der Invaliditätsursachen mit der Folge, dass die der ersten Ablehnungsverfügung zugrunde liegende fehlende Versicherteneigenschaft das neue Leistungsgesuch nicht präjudiziert (Urteil BGer 8C_388/2021 vom 16. August 2021 E. 4.1 mit Hinweisen).”
“Die Vorinstanz hat im hier interessierenden Zusammenhang zutreffend erkannt, dass die Entstehung eines Rentenanspruchs gegenüber der Auffangeinrichtung (im Rahmen der dem Versicherten verbliebenen Erwerbsfähigkeit) voraussetzt, dass er auf einem neuen, aber noch während des Versicherungsverhältnisses eingetretenen Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers beruht. Bei "blosser" Verschlechterung des schon zuvor bestandenen Gesundheitsschadens ist die Leistungspflicht der Auffangeinrichtung zufolge der anhaltenden sachlichen und zeitlichen Konnexität zur vor dem Versicherungsverhältnis eingetretenen Arbeitsunfähigkeit ausgeschlossen. Weil die Art des Gesundheitsschadens nur in der beruflichen Vorsorge, nicht aber in der Invalidenversicherung von Belang ist, fällt eine Bindung (vgl. den Hinweis in vorangehender E. 3.1) an die invalidenversicherungsrechtliche Rentenerhöhung ausser Betracht. Entscheidend ist somit (vgl. vorangehende E. 2.3), ob die ab August 2017 erfolgte Ausrichtung der Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge zweifellos unrichtig (analog Art. 53 Abs. 2 ATSG) war. Das Fehlen einer neuen, insbesondere neurodegenerativen Erkrankung ergab sich bereits aus dem Bericht des Dr. med. G.________ vom 27. Oktober”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 611 Dans la mesure où des dispositions spéciales du droit positif existent pour la question de l'effet dans le temps ou des modalités d'un réexamen, celles-ci restreignent le pouvoir d'appréciation de l'administration et doivent être prises en compte lors de la nouvelle décision ; à titre d'exemple, la jurisprudenÎ évoque l'art. 88bis al. 1 let. c RAI, dans la mesure où il est applicable au cas d'espèÎ.
“Wie beschwerdeweise treffend vorgebracht wird, kann dies freilich nicht dahin missverstanden werden, dass der Verwaltung die Befugnis zukäme, sich über geltendes Recht hinwegzusetzen. Vielmehr bleibt für derartiges Ermessen nur dort Raum, wo eine positivrechtliche Vorgabe fehlt (vgl. Urteile 9C_836/2010 vom 20. Mai 2011 E. 3.2; 8C_516/2008 vom 8. Dezember 2008 E. 5.2: "à defaut d'une règle positive"; vgl. bereits BGE 119 V 180 E. 3b: "in difetto di una norma positiva" sowie BGE 110 V 291 zur zeitlichen Wirkung einer Wiedererwägung: "mangels eines gegenteiligen allgemeinen Rechtsgrundsatzes"). Wo eine solche Norm besteht, zählt sie fraglos zu den "massgebenden Umständen", die es bei der neuen Entscheidung zu berücksichtigen gilt (vgl. am Ende von E. 2.3 oben). Auch der vorinstanzlich angerufene Autor selbst verweist ausdrücklich darauf, dass BGE 119 V 180 betreffend Verzugszins unter Berücksichtigung des nunmehr geltenden Art. 26 ATSG nicht weitergeführt werden könnte (Kieser, a.a.O., N. 71 zu Art. 53 ATSG). Ebenso vermerkt er an anderer Stelle nach Hinweis auf das Verwaltungsermessen hinsichtlich der zeitlichen Wirkung einer Wiedererwägung (a.a.O., N. 77 zu Art. 53 ATSG), dass dafür in weiten Bereichen positivrechtliche Regelungen bestehen, so unter anderem auch in Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV (a.a.O., N. 78 f. zu Art. 53 ATSG; vgl. ferner BGE 110 V 291 E. 3c+d).”
“2 IVV schliesse eine rückwirkende Korrektur aus, da kein Anwendungsfall der lit. b (Meldepflichtverletzung oder unrechtmässige Einwirkung) vorliege. Diese Argumentation widerspricht zwar der bundesgerichtlichen Auffassung, laut der bei einer Herabsetzung oder einer Aufhebung einer Invalidenrente aufgrund des AHV-rechtlichen Teils eines Rentenanspruchs immer eine rückwirkende Korrektur zu erfolgen hat (vgl. etwa das Urteil des Bundesgerichtes 9C_216/2007 vom 1. Oktober 2007, E. 3.2, mit Hinweisen). Da das Bundesgericht diese Beschränkung in der Anwendbarkeit des Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV aber nie überzeugend hat begründet hat, ist eine Auseinandersetzung mit der korrekten Auslegung des Art. 88bis IVV unerlässlich. Dabei ist ausschlaggebend, ob der Art. 88bis Abs. 2 IVV die ihm zugrundeliegende Gesetzesbestimmung im Rahmen der Vollzugskompetenz des Verordnungsgebers (Art. 86 Abs. 2 Satz 1 IVG) richtig umsetzt. Beim Art. 88bis IVV handelt es sich offensichtlich um eine Ausführungsbestimmung zum Art. 17 ATSG und nicht auch um eine Ausführungsbestimmung zum Art. 53 ATSG. Das ergibt sich nicht nur aus der systematischen Stellung des Art. 88bis IVV, sondern auch aus dem Umstand, dass der Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV eine explizite Ausnahme von diesem Grundsatz vorsieht, nämlich die Anwendung des Art. 88bis IVV bei einer wiedererwägungsweisen Korrektur zugunsten der versicherten Person. Würde es sich beim Art. 88bis IVV um eine Ausführungsbestimmung sowohl des Art. 17 ATSG als auch des Art. 53 ATSG handeln, hätte die Anwendbarkeit des Art. 88bis IVV auf Wiedererwägungsfälle offensichtlich nicht explizit festgehalten werden müssen. Indem der Verordnungsgeber die Anwendung des Art. 88bis IVV auf die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen zugunsten der versicherten Person explizit erwähnt hat, hat er unmissverständlich klar gemacht, dass ausserhalb dieses Ausnahmefalles eine Anwendung des Art. 88bis IVV auf rückwirkende Korrekturen in Anwendung von Art. 53 ATSG nicht in Frage kommt. Selbst wenn man dieser Argumentation nicht folgen würde, wäre eine Anwendung des Art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 610 Si le recouvrement se fonÞ sur l'art. 53 al. 2 LPGA (réexamen), l'institution d'assuranÎ doit exposer expressément le titre concret du recouvrement et les conditions requises à cet égard, de sorte qu'il soit apparent sur quel titre elle se fonÞ.
“Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass den Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenkasse – aufgrund welcher die Arbeitslosenentschädigung ursprünglich ausbezahlt worden waren (vgl. Urk. 7/337-338) - materieller Verfügungscharakter zukommt (BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Voraussetzung für ein Zurückkommen auf eine Verfügung bildet das Vorliegen eines Rückkommenstitels. Als solcher kommen die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder die Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_294/2018 vom 28. Juni 2018 E. 4.1). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) nicht zu einem allfälligen Rückkommenstitel. Ebenso wenig finden sich in der ursprünglichen Verfügung vom 27. November 2019 (Urk. 7/152-156) Ausführungen dazu. Es ist unklar, auf welchen Rückkommenstitel sich die Beschwerdegegnerin tatsächlich stützte. Sollten ihre Abklärungen sie dahin führen, dass eine Rückforderung weiterhin angezeigt ist, wird sie sich deshalb auch zum Rückkommenstitel und dessen Voraussetzungen zu äussern haben.”
Citation : LPGA art. 53 n. 609 Pour les prestations indûment perçues sur la base de décisions formellement définitives, un recouvrement n'est possible que si les conditions du réexamen — notamment l'erreur indubitable et l'importanÎ significative de la rectification conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA — sont remplies.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
art. 53 al. 2 LPGA peut également s'appliquer aux prestations accordées sans décision formelle, notamment tacitement, dans la procédure simplifiée ou de manière informelle. Le recouvrement des prestations indûment perçues est soumis aux mêmes conditions que le réexamen ou la révision judiciaire; il convient en outre de respecter les délais prévus à l'art. 25 LPGA.
“Es ist im jeweils konkreten Fall zu eruieren, welche Methode zu einem realistischeren Ergebnis führt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2019, 9C_751/2018, E. 7.2; Urteil des EVG vom 8. November 2005, P 33/05, E. 4). Die Beschwerdegegnerin berechnet den Liegenschaftsertrag gemäss den vorliegenden Akten anhand des durchschnittlichen Liegenschaftsertrages während der Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Baute unter Abzug der zulässigen Pauschale und des Hypothekarzinses. Im Lichte der vorab zitierten Rechtsprechung (vgl. Ziff. 6.1. hiervor) ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht gerügt. 6. 6.1. Nach Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 6.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellungen des Sachverhalts. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG ist sie jederzeit möglich (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für ursprünglich zugesprochene Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Unrechtmässige bezogene Leistungen sind in demjenigen Umfang zurückzuerstatten, in dem sie ausgerichtet wurden (Urteil des Bundesgerichts 9C_564/2009, E.6.5 vom 22. Januar 2010). 6.3. Die Beschwerdegegnerin fordert mit Verfügungen vom 19.”
“Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant (révision procédurale; art. 53 al. 1 LPGA). Par ailleurs, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération; art. 53 al. 2 LPGA). Cela vaut aussi pour les prestations qui ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle, mais d'une décision implicite prise dans le cadre d'une procédure simplifiée au sens de l'art. 51 al. 1 LPGA (cf. arrêt 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 et les références).”
“Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2010, 8C_207/2010, E. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
Citation : LPGA art. 53 N. 607 Si l'offiÎ AI retire la prise en charge des frais dans la procédure visée à l'art. 53 al. 2 LPGA, les prestations indûment perçues doivent être remboursées (cf. art. 25 al. 1 LPGA).
“Nachdem die IV-Stelle ihre Kostengutsprache für die medizinischen Massnahmen (Art. 12 ff. IVG) in Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gezogen hat (vgl. Sachverhalt lit. A), sind die unrechtmässig bezogenen Leistungen zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 ATSG; Urteil 8C_512/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.3).”
art. 53 al. 2 LPGA autorise la rectification (réexamen) également pour des décisions rendues selon la procédure simplifiée aux termes de l'art. 51 LPGA et qui n'ont pas été contestées dans les délais. Il faut que la décision soit formellement passée en forÎ, qu'elle soit manifestement erronée et que sa rectification revête une importanÎ considérable.
“b) Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110 consid. 1.1 ; voir à cet égard TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3). c) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). d) Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, la révision procédurale est soumise aux délais prévus par l'art. 67 PA ([loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021], applicable par renvoi de l'art. 55 al. 1 LPGA), à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (TF 8C_207/2014 du 13 mars 2015 consid. 3 ; 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 ; RAMA 1994 n° U 191 p. 145). Le délai de nonante jours commence à courir dès le moment où la partie a une connaissance suffisamment sûre du fait nouveau ou du moyen de preuve déterminant pour pouvoir l’invoquer, même si elle n’est pas en mesure d’apporter une preuve certaine (TF 9C_753/2020 du 23 novembre 2021 consid.”
LPGA art. 53 N. 605 Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, des demandes de remboursement sont également possibles lorsque les prestations qui en font l'objet ont été ordonnées formellement ou informellement, pour autant que l'inexactituÞ soit indubitable et que la rectification soit d'importanÎ considérable.
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 604 La condition de la révision procédurale est que, après l'édiction de la décision devenue formellement définitive, des faits nouveaux importants soient découverts ou que des moyens de preuve soient retrouvés dont la production n'avait auparavant pas été possible. Cette condition de révision doit également être examinée de manière décisive pour les questions de recouvrement et pour les demandes d'adaptation des prestations (p. ex. réexamen des droits à une rente).
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2).”
“Dans un tel cas, selon l’art. 88 al. 1 RAI, la procédure en révision est menée par l’office AI qui, à la date du dépôt de la demande de révision ou à celle du réexamen du cas est compétente au sens de l’article 40 RAI. Partant, la chambre de céans n’est pas compétente pour entrer en matière sur la demande du recourant de réévaluer sa situation, étant rappelé qu’une telle demande doit être déposée auprès de l’OAI et qu’il est nécessaire d’établir, de façon plausible, que l’impotence de l’assuré s’est modifiée de manière à influencer ses droits. Dès lors, il convient de déclarer irrecevable la demande du recourant de procéder à ce qui apparait comme une demande de révision ou de réexamen de la décision du 19 mars 2019. 4. En ce qui concerne les griefs soulevés à l’encontre de la décision du 28 juin 2024 ; à teneur de l’art. 25 al. 1 1re phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, il faut pour cela que les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision initiale soient remplies (ATF 130 V 380 consid. 2.3.1, 130 V 318 consid. 5.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_469/2013 du 24 février 2014 consid. 2, non publié à l’ATF 140 V 70, mais in : SVR 2014 UV n° 14 p. 44 ; dans les deux cas avec références). En vertu de l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvrent subséquemment des faits nouveaux importants ou trouvent des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). La suppression ou la réduction d’une rente d’invalidité de l’assurance-accidents intervient avec effet rétroactif (« ex tunc ») et les mensualités perçues ainsi indûment doivent être restituées même s'il n'y a pas eu violation de l'obligation d'annoncer (ATF 142 V 259 consid.”
“Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, inwieweit die von der Vorinstanz dabei getroffenen Sachverhaltsfeststellungen offensichtlich unrichtig (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG) - mithin willkürlich (BGE 146 IV 88 E. 1.3.1 f. und 140 III 115 E. 2; je mit Hinweisen) - oder sonstwie bundesrechtswidrig sein sollen. Ebenso wenig tut er dar, weshalb die darauf beruhenden Erwägungen gegen Bundesrecht verstossen oder einen anderen Beschwerdegrund (vgl. Art. 95 lit. a-e BGG) gesetzt haben könnten. Insbesondere soweit er das Zusprechen einer höheren Hilflosenentschädigung wegen ursprünglicher Fehlerhaftigkeit der ihm erstmals am 23. Juli 2021 zugesprochenen Hilflosenentschädigung fordert, müsste er dies mit Tatsachen und Beweismitteln untermauern, die neu zum Vorschein gekommen sind oder früher nicht beigebracht werden konnten (Art. 53 Abs. 1 ATSG).”
Réf. : LPGA art. 53 n. 603 Une décision devenue formellement définitive ne peut être rectifiée en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA que si elle est indubitablement erronée et si la rectification revêt une importanÎ considérable. Des prestations indûment versées, qui se fondent sur une telle décision, ne peuvent être récupérées que si sont remplies les conditions requises pour le réexamen administratif (art. 53 al. 2 LPGA) ou pour la révision judiciaire (art. 53 al. 1 LPGA).
“Ist die versicherte Person beim Erlass der Einstellungsverfügung nicht mehr anspruchsberechtigt, so sind die Einstelltage mittels Rückforderung (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ATSG) der ausbezahlten Taggelder zu tilgen (Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], AVIG-Praxis ALE, D50). Danach können zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung resp. des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (vgl. Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1 S. 107; SVR 2023 IV Nr. 43 S. 148 E. 3.2, 2012 UV Nr. 17 S. 63 E. 3). Grundsätzlich bestimmt sich der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist.”
En pratique, le réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA a entraîné l'annulation a posteriori de décisions de remboursement déjà rendues (voir [0]).
“und 25. Januar 2019, mit denen die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die Jahre 2017 und 2018 Krankheits- und Behinderungskosten vergütet hatte, im Nachhinein als zweifellos unrichtig erwiesen, weshalb die Beschwerdegegnerin sie wiedererwägungsweise (Art. 53 Abs. 2 ATSG) aufgehoben hat. Den vierten Gegenstand des Verwaltungsverfahrens hat damit die Wiedererwägung der beiden Verfügungen vom”
Si des éléments nouveaux d'ordre pénal sont portés à connaissanÎ ultérieurement et qu'ils auraient, avì une probabilité prépondérante, conduit à une décision différente, cela peut justifier une révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Dans ce cas, un réexamen matériel et complet des faits est possible.
“Damit ergibt sich, dass nicht anzunehmen ist, dass Dr. C.___ und auch der RAD-Arzt Dr. G.___, hätten sie bereits Kenntnis über die durch das strafrechtliche Ermittlungsverfahren zu Tage getretenen Aktivitäten des Beschwerdeführers gehabt, im Rahmen des im Oktober 2012 eingeleiteten Revisionsverfahrens weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und die Beschwerdegegnerin gestützt darauf mit Mitteilung vom 13. Dezember 2012 (Urk. 21/101) weiterhin eine ganze Rente ausgerichtet hätte. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wäre bei zutreffender Würdigung der gesamten tatbeständlichen Grundlage eine andere Entscheidung resultiert. Aufgrund des Gesagten sind die Voraussetzungen der Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG mit Blick auf die Mitteilung vom 13. Dezember 2012 (Urk. 21/101) erfüllt, weshalb die Beschwerdegegnerin darauf zurückkommen durfte und eine umfassende uneingeschränkte Neubeurteilung des Sachverhaltes möglich ist.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 600 Si la condition de réexamen visée à l'art. 53 al. 2 LPGA est réalisée, il y a lieu de revenir sur la décision concernée ou sur la décision sur l'opposition et de rendre une nouvelle décision en tenant compte des circonstances pertinentes. Si l'autorité donne entièrement raison dans le cadre du réexamen, une procédure de recours pendante devient sans objet. Les modifications peuvent être opérées sur le fond avì effet ex nunc.
“1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-chômage (art. 1 al. 1 LACI [loi fédérale du 25 juin 1982 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.0]), que les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 al. 1 LPGA ; 100 al. 3 LACI, 128 al. 1 et 119 al. 1 OACI [ordonnance du 31 août 1983 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.02]), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). que, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable ; attendu qu’aux termes de l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable, qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, la décision sur opposition rectificative du 17 septembre 2024 a été rendue par l’intimée dans le délai de réponse et fait entièrement droit aux conclusions du recourant, qu’il y a ainsi lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet, à la suite de la reconsidération par l’intimée de la décision sur opposition rendue le 19 août 2024, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
“Wenn im Wiedererwägungsverfahren gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen und es ist unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein neuer Entscheid zu fällen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit war die Fähigkeit zur Selbstpflege jedenfalls im Gutachtenszeitpunkt im Juni 2019 nicht mehr negativ tangiert, als der Beschwerdeführer selbst festhielt, in diesem Bereich selbständig zu sein. Da damit ein aktueller regelmässiger und erheblicher Hilfsbedarf des Beschwerdeführers nicht ausgewiesen ist, ist die Aufhebung der bisher ausgerichteten Hilflosenentschädigung jedenfalls ex nunc et pro futuro nicht zu beanstanden (BGE 125 V 368 Regeste u. E. 3b, Urteil des Bundesgerichts 8C_634/2017 vom 20. Februar 2018 E. 5.3 mit Hinweisen).”
Citation : LPGA art. 53 n. 599 Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'administration — par exemple à la suite de signalements de rechute ou de nouvelles déclarations — peut examiner de manière approfondie les conditions matérielles d'octroi des prestations (y compris le lien de causalité naturel et adéquat), sans être liée par des décisions d'opposition antérieures. Les expertises antérieures doivent être appréciées, en matière probatoire, comme un moyen de preuve parmi d'autres.
“Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, nach der Rückfallmeldung vom 6. Januar 2015 (Urk. 12/A32) sämtliche Voraussetzungen für ihre Leistungspflicht, namentlich auch den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang, ohne Bindungswirkung an den Einspracheentscheid vom 22. November 2001 (Urk. 12/A17) zu überprüfen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin musste sie sich dabei auch nicht auf eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG oder auf eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG berufen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2010 vom 25. Oktober 2010 E. 4.5). Dies bedeutet auch, dass die Beschwerdegegnerin entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bei der Beurteilung ihrer Leistungspflicht nicht an die Stellungnahme des beratenden Arztes Dr. D.___ vom 13. November 2001 gebunden war, auf welche sie sich noch im Einspracheentscheid vom 22. November 2001 gestützt hatte (Urk. 12/A17 S. 3) und der von einer richtunggebenden Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung am linken Kniegelenk durch das Unfallereignis vom 22. Januar 1999 ausging (Urk. 12/M9). Diese Stellungnahme ist vielmehr zusammen mit den übrigen medizinischen Einschätzungen beweisrechtlich zu würdigen, was die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. März 2019 (Urk. 2) denn auch getan hat.”
“Par ailleurs, c’est en fonction de la nature du poste et non de la formation de l’assuré qu’il convient de déterminer si le salaire offert correspond à l’usage. Les salaires prévus dans les conventions collectives de travail et les contrats-types de travail servent de référence même lorsque ces instruments ne sont pas de force obligatoire (Boris Rubin, op. cit., nos 21 ad art. 16 LACI et 35 ad art. 24 LACI ; ATF 127 V 479 consid. 4). 4. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. b) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent cependant être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). c) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). La jurisprudence n’a pas fixé de valeur limite s’agissant de l’importance notable de la rectification.”
Citation : LPGA art. 53 n. 598 Pour qu’un remboursement soit effectué, il faut que les conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) ou celles de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) soient remplies.
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 597 Si une obligation de déclaration a été violée, cela peut constituer les conditions permettant une rectification rétroactive et un droit de recouvrement en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA. En revanche, si le fait déterminant résultait d'une communication en temps utile, il n'y a, dans les affaires tranchées, ni rétroactivité ni droit de recouvrement.
“Die Vorinstanz stellte fest, es sei im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zweifellos unrichtig gewesen, dass die unverteilte Erbschaft (betreffend den Tod des Vaters) nicht berücksichtigt worden sei. Die Erbschaft sei der Ausgleichskasse (spätestens) am 20. Oktober 2015 mitgeteilt worden. Es liege somit keine Verletzung der Meldepflicht vor und der Ergänzungsleistungsanspruch dürfe nicht rückwirkend, sondern erst für die Zukunft (ab Januar 2020) neu beurteilt werden (Art. 25 Abs. 2 lit. d ELV). Deshalb bestehe kein unrechtmässiger Bezug und kein Rückforderungsanspruch.”
“Zwar war der Beschwerdegegnerin bekannt, dass der Arbeitgeber den Lohn noch nicht angepasst hatte, als sie die Verfügung im Dezember 2016 erliess. Indes ging sie davon aus, diese Anpassung würde erfolgen, sobald der Entscheid ergangen wäre (Suva-Akte 108). Unter diesen Umständen erscheint es zweifelhaft, ob eine genügende Vertrauensgrundlage durch die Beschwerdegegnerin geschaffen worden ist. Dies gilt vorliegend umso mehr als dass es in Anbetracht der Aktenlage fraglich ist, ob der Beschwerdeführer seiner Meldepflicht nachgekommen ist. In der Verfügung vom 15. Dezember 2016 wurde der Beschwerdeführer darauf hingewiesen, dass wesentliche Verbesserungen in wirtschaftlicher und medizinischer Hinsicht zu melden sind (Suva-Akte 114). Dies hat er in der Folge unterlassen. Erst anlässlich des am 18. Januar 2019 eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens erlangte die Beschwerdegegnerin Kenntnis von den Lohnerhöhungen und dem Nebenverdienst (Suva-Akte 135). Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dem Vertrauensschutz mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG Genüge getan ist (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2018 [8C_680/2017] E. 4.1.3.1). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 116 V 298 ). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt der Beschwerdeführer indes nicht dar. Dabei ist zugleich in Erinnerung zu rufen, dass der blosse Verbrauch von Geldmitteln nach bisheriger Rechtsprechung zum Vertrauensschutz keine relevante Disposition darstellt (BGE 142 V 259 E. 3.2.2. mit Hinweisen). 4.4. Gesamthaft betrachtet erweist sich die Rentenzusprache an den Beschwerdeführer für die Monate Januar 2016 bis und mit Januar 2019 als zweifellos unrichtig. Da die Berichtigung bei einem Betrag von Fr. 27'256.05 von erheblicher Bedeutung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist, sind somit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben. Die dem Beschwerdeführer zugesprochenen Rentenleistungen sind daher unrechtmässig ausgerichtet worden.”
Citation : LPGA art. 53 n. 596 L'organisme d'assuranÎ peut annuler des décisions ou des décisions rendues sur opposition qui sont formellement définitives lorsque celles-ci sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“La restitution des prestations indûment touchées doit être exigée quel que soit le motif qui a donné lieu à leur versement et même si leur octroi résulte en partie d’une éventuelle faute de l’autorité (Michel Valterio, Commentaire de la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI, Genève/Zurich/Bâle 2015, n° 121 ad art. 21 LPC). aa) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). bb) En vertu de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA (dans sa version en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020 ; art. 82a LPGA), le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 140 V 521 consid. 2.1). La menace de péremption est ainsi double : d’une part le recouvrement est temporellement lié à ce que l’institution d’assurance rende une décision dans le délai d’un an dès qu’elle a eu connaissance de l’état de fait justifiant la restitution et, d’autre part, cette institution, qui rend sa décision en restitution dans ce délai d’un an, peut étendre la restitution seulement aux prestations versées durant les cinq dernières années, dans la mesure où le recouvrement est absolument périmé s’il se rapporte à des prestations perçues au-delà de cinq ans, voire au-delà du délai prévu par le droit pénal (Sylvie Pétremand, in Anne-Sylvie Dupont/Margrit Moser-Szeless (édit.”
Le réexamen prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA est exceptionnel : de simples doutes quant à l'exactituÞ ne suffisent pas. La jurisprudenÎ exige une erreur indubitable de la décision passée en forÎ de chose jugée ou de la décision rendue sur l'opposition, ainsi qu'une rectification d'importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG); die Kasse fordert sie von den Arbeitgebenden zurück (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 147 V 417 E. 7.3.2 und 142 V 259 E. 3.2.2). Für eine Wiedererwägung setzt Art. 53 Abs. 2 ATSG voraus, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1 je mit Hinweisen).”
Si des revenus d'une activité indépendante n'ont pas été pris en compte dans le calcul des prestations complémentaires et que la décision initiale en ressort donc trop élevée, cela peut constituer une inexactituÞ douteuse au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Si la rectification revêt ensuite une importanÎ significative, les conditions pour revenir sur la décision sont remplies et le montant indûment perçu doit en principe être remboursé.
“Es ist aktenkundig und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in der hier massgebenden Zeit vom 1. Februar 2012 bis 31. Oktober 2016 Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielte (act. II 44 S. 7, S. 9, S. 11; 45 S. 6; 46 S. 7, S. 9; 53 S. 9, S. 16 ff.; 55 S. 8, S. 10), diese Einnahmen bei den entsprechenden EL-Berechnungen nicht berücksichtigt wurden (act. II 20, 23, 29, 33 f., 36 f., 39 f.; vgl. E. 2.2 hiervor), die EL in dieser Zeit folglich zu hoch ausfielen (vgl. act. II 44 S. 2; 45 S. 2; 46 S. 2, 55 S. 2) und die Beschwerdeführerin die zu viel geleisteten bzw. zurückgeforderten EL damit unrechtmässig bezogen hat. Angesichts der nicht berücksichtigten Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit war die ursprüngliche Berechnung der EL betreffend den Zeitraum von 1. Februar 2012 bis 31. Oktober 2016 (act. II 20, 23, 29, 33 f., 36, 39 f.) zweifellos unrichtig und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) erfüllt, und es liegt ein Rückkommenstitel vor. Der zu viel bezogene Betrag ist demzufolge grundsätzlich zurückzuerstatten (vgl. E. 2.3 hiervor). Es bleibt festzuhalten, dass eine Rückerstattung von EL unabhängig von einem allfälligen Verschulden, insbesondere unabhängig von einer Meldepflichtverletzung der leistungsempfangenden Person oder ihres Vertreters, zu erfolgen hat. Sowohl die prozessuale Revision als auch die Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen, in materieller Hinsicht nicht gerichtlich beurteilten EL-Verfügung erfolgt im Hinblick auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes. Diese übereinstimmende Zielsetzung ruft bei beiden Rückkommenstiteln nach einer verschuldensunabhängigen rückwirkenden (ex tunc) EL-Aufhebung oder -Herabsetzung (vgl. E. 2.4 hiervor). Ob – neben dem Rückkommenstitel der Wiedererwägung – eine Meldepflichtverletzung vorliegt, muss damit im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht geklärt werden (vgl. E. 2.3 hiervor). Diese Frage ist im Rahmen des Verfahrens betreffend den Erlass der zurückgeforderten Leistungen von Bedeutung (vgl.”
Citation : LPGA art. 53 n. 593 Lorsque le motif de révision porte sur une condition matérielle du droit comportant des éléments d'appréciation discrétionnaire, un fait nouveau doit néanmoins être pris en compte si, eu égard à cette nouvelle constatation, l'autorité compétente aurait nécessairement dû exercer son pouvoir d'appréciation différemment dans la procédure initiale et que, par conséquent, le résultat en aurait été modifié.
“2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ist der Versicherungsträger verpflichtet, mittels sogenannter prozessualer Revision auf eine formell rechtskräftige Verfügung oder auf einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid zurückzukommen, wenn nach deren bzw. dessen Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel aufgefunden werden. Neu und erheblich ist eine Tatsache, wenn sie zur Zeit der Erstbeurteilung zwar bereits bestanden hat, der sich darauf berufenden Partei aber unverschuldeterweise nicht bekannt war oder die neue Tatsache unbewiesen geblieben ist, und wenn davon ausgegangen werden muss, dass der ursprüngliche Entscheid bei Kenntnis der bisher unentdeckt gebliebenen Tatsache anders ausgefallen wäre (BGE 143 V 105 E. 2.3). Betrifft der Revisionsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung, deren Beurteilung massgeblich auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen, so ist eine vorgebrachte neue Tatsache dennoch zu berücksichtigen, sofern die entscheidende Behörde ihr Ermessen wegen eines neu erhobenen Befundes bereits im ursprünglichen Verfahren zwingend hätte anders ausüben und infolgedessen zu einem anderen Ergebnis hätte gelangen müssen (Urteil des Bundesgerichts vom 1.”
S'il est reconnu par l'organe d'assuranÎ que les conditions permettant un retrait au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies, et qu'il exige le remboursement, il doit examiner les questions juridiques dans tous leurs aspects, en particulier lorsque le bénéficiaire allègue qu'un autre élément factuel ou juridique pourrait conduire à un résultat différent.
“On rappellera que lorsque, comme en l'occurrence, l'administration admet que les conditions de la reconsidération de la décision d'octroi des prestations complémentaires sont réalisées (art. 53 al. 2 LPGA) et requiert la restitution de celles-ci (cf. décision du 19 novembre 2020), elle est tenue d'examiner le rapport juridique sous tous ses aspects lorsque l'ayant droit fait valoir qu'un autre élément de fait ou de droit que celui justifiant, de l'avis de l'organe d'exécution, la reconsidération conduirait à un résultat différent (arrêt 9C_454/2022 du 15 juin 2023 consid. 3.2). Pour cette raison, c'est à bon droit que la juridiction cantonale a inclus dans son examen le point de savoir s'il se justifiait de prendre en compte un revenu hypothétique pour l'épouse de l'assuré, même si la décision de restitution du 19 novembre 2020 ne portait pas sur cet aspect.”
Des faits ou éléments de preuve nouveaux, impossibles à établir avant l'édiction de la décision, entraînent la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. À défaut de tels éléments nouveaux, la correction de décisions devenues formellement définitives n'est envisageable dans le cadre du réexamen prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA que si la décision est indubitablement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable. Un simple ajustement de décisions formellement définitives fondé uniquement sur une jurisprudenÎ modifiée n'ouvre en règle générale pas droit au réexamen.
“Interjeté en temps utile et dans les formes légales par une recourante, dûment représentée, directement touchée par la décision sur opposition attaquée, le recours est recevable. Ses conclusions tendant à l'annulation de la décision initiale sont toutefois irrecevables, dès lors que la décision sur opposition a remplacé cette dernière. 2. 2.1. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA; RS 830.1], applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants; RS 831.10; LAVS) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. L'art. 25 al. 1 1ère ph. LPGA prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. 2.2. A teneur de l'art. 22ter al. 1 1ère ph. LAVS, les personnes auxquelles une rente de vieillesse a été allouée ont droit à une rente pour chacun des enfants qui, au décès de ces personnes, auraient droit à une rente d’orphelin. Selon l'art. 25 al. 5 1ère ph. LAVS, pour les enfants qui accomplissent une formation, le droit à la rente s’étend jusqu’au terme de cette formation, mais au plus jusqu’à l’âge de 25 ans révolus. L'art. 22ter al. 2 2ème ph. réserve notamment les dispositions relatives à un emploi de la rente conforme à son but (cf. art. 20 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales, LPGA; RS 830.1). L'art. 49bis al. 1 RAVS prévoit qu'un enfant est réputé en formation lorsqu’il suit une formation régulière reconnue de jure ou de facto à laquelle il consacre la majeure partie de son temps et se prépare systématiquement à un diplôme professionnel ou obtient une formation générale qui sert de base en vue de différentes professions.”
“1 Vorliegend streitig und zu prüfen ist, ob die Arbeitslosenkasse zu Recht den Betrag von Fr. 426.15 an zu viel bezahlter Arbeitslosenentschädigung vom Beschwerdeführer zurückgefordert hat. 2.2 Die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erfolgt grundsätzlich durch eine Verfügung (vgl. Art. 49 Abs. 1 ATSG). Steht diese mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage einer Korrektur der Verfügung. In Betracht kommt eine rückwirkende oder eine sich nur auf die Zukunft auswirkende Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung (wieder-) herzustellen (BGE 122 V 227). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. 2.3 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.4 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art.”
“Regeste Art. 4 IVG; Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV; Art. 6-8, 17 Abs. 1 und Art. 53 Abs. 2 ATSG; Präxisänderung; Neuanmeldung. Die neue Rechtsprechung gemäss BGE 145 V 215 bildet keinen hinreichenden Anlass, um vom Grundsatz der Nichtanpassung eines formell rechtskräftigen Verwaltungsentscheides an eine geänderte Rechtspraxis abzuweichen und auf die Neuanmeldung einzutreten (E. 6).”
“In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die im Rahmen des Wiedererwägungs- und des Einspracheverfahrens vorgenommene revisionsweise (Art. 17 Abs. 2 ATSG) Neufestsetzung des Anspruchs auf eine Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2017, 1. Mai 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020 rechtmässig gewesen ist. Da es sich dabei um Revisionsverfahren gehandelt hat, die im Rahmen des Wiedererwägungsverfahrens nochmals durchgeführt worden sind (Ersetzen von ursprünglich fehlerhaften Revisionsverfügung durch neue Revisionsverfügungen), sind Art. 17 Abs. 2 ATSG und Art. 25 ELV betreffend die Revision einer laufenden Leistung unter dem "Dach" von Art. 53 Abs. 2 ATSG anwendbar. Würde es sich hingegen um eine Wiedererwägung einer Verfügung betreffend eine erstmalige Leistungszusprache handeln, wäre allein Art. 53 Abs. 2 ATSG massgebend. Eine formell rechtskräftige Verfügung kann in Wiedererwägung gezogen werden, wenn sie zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 ist zweifellos unrichtig gewesen, denn das Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin hat ab 1. Januar 2017 nicht demjenigen entsprochen, das in der der Verfügung vom 19. Dezember 2016 zugrundeliegenden Anspruchsberechnung berücksichtigt worden war, denn damals war das Erwerbseinkommen des Jahres 2015 (Fr. 14'187.--, act. G 3.2.13-2) berücksichtigt worden. Der EL-Anspruch ab 1. Januar 2017 hat ursprünglich der Minimalgarantie von Fr. 437.-- entsprochen. Mit der Verfügung vom 17. Juni 2020 ist er neu auf Fr. 0.-- festgesetzt worden. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin das Erwerbseinkommen erneut korrigiert und ab 1. Januar 2017 wiederum eine Ergänzungsleistung in der Höhe der Minimalgarantie von Fr. 437.-- zugesprochen. Ob die Berichtigung der Verfügung vom 19. Dezember 2016 von erheblicher Bedeutung gewesen ist, kann erst nach der Überprüfung der revisionsweisen Neufestsetzung des EL-Anspruchs ab 1. Januar 2017 beurteilt werden, denn erst dann steht fest, wie hoch der EL-Anspruch ab 1.”
“Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen für eine revisionsweise Änderung der IV-Rente, so kann die Rentenverfügung auch nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln aufgehoben werden. Demnach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG befugt, auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die in einem Revisionsverfahren verfügte Aufhebung der Rente mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 369 E. 2).”
LPGA art. 53 n. 590 En cas d'erreurs manifestes (évidentes) dans des décisions formellement définitives, qu'il s'agisse d'ordonnances ou de décisions en matière d'opposition, l'institution d'assuranÎ peut réclamer le remboursement des prestations complémentaires déjà versées, pour autant que la rectification soit d'une importanÎ considérable.
“Si, dans le calcul séparé auquel il y a lieu de procéder, l’on ne tenait pas compte de la fortune du parent excluant le droit aux prestations complémentaires, cela reviendrait à favoriser l’enfant qui vit séparé du parent ayant droit puisqu’il pourrait – en cas d’excédents de dépenses – toucher des prestations complémentaires, quand bien même il n’en aurait pas perçu s’il habitait avec le parent ayant droit. c) Il résulte de ce qui précède que A.H.________ n’a pas droit aux prestations complémentaires. Il convient encore d’examiner si la Caisse était en droit de lui réclamer les prestations qu’elle lui a versées de mai 2022 à août 2023. 5. a) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) En l’occurrence, il résulte du considérant précédent que c’est de manière manifestement erronée que la Caisse a alloué des prestations complémentaires à A.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 589 L'entrée en matière d'une demanÞ de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA relève du pouvoir d'appréciation de l'organe d'assuranÎ. Selon la jurisprudenÎ, une décision de ne pas entrer en matière sur une telle demanÞ n'est, en principe, pas susceptible de recours, et il n'existe aucun droit juridiquement exécutoire à l'obtention d'un réexamen.
“Ein Rückkommen auf den rechtskräftig abgeschlossenen Grundfall wäre, wie die Vorinstanz richtig darlegte, lediglich im Rahmen einer Wiedererwägung oder prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG möglich. Auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 2. September 2017 um Wiedererwägung des informellen Bescheids vom 28. November 2012 trat die Suva mit Verfügung vom 5. Oktober 2017, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 25. Juni 2018, nicht ein. Da das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen des Versicherungsträgers steht, ist das Nichteintreten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung - wie die Vorinstanz zutreffend ausführte - weder mit Einsprache noch mit Beschwerde anfechtbar (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54 ff.; vgl. auch MIRIAM LENDFERS, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 31 zu Art. 56 ATSG mit Hinweisen). Die Vorbringen der Versicherten gegen diese Praxis stellen keinen triftigen Grund für eine Rechtsprechungsänderung dar (zu den Voraussetzungen vgl. BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303 mit weiteren Hinweisen). Was sodann die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG anbelangt, zeigte das kantonale Gericht überzeugend auf, dass weder erhebliche neue Tatsachen noch neue Beweismittel vorgebracht worden waren. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge der ungenügenden Sachverhaltsabklärung ist nicht sachbezüglich, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Das Bemühen der Suva, lediglich diejenigen Versicherungsleistungen zu erbringen, auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht, stellt schliesslich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder einen Verstoss gegen das öffentliche Interesse noch gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art.”
“Soweit sich der Beschwerdeführer gegen das Ergebnis der vorinstanzlichen Prüfung der von ihm behaupteten Unrichtigkeit der Rentenverfügung vom 15. Dezember 2009 wendet, muss darauf hingewiesen werden, dass Verfügungen, mit denen das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch abgelehnt wird, weder beschwerde- noch einspracheweise anfechtbar sind. Der Versicherungsträger kann weder vom Betroffenen noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG verhalten werden. Es besteht mithin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung (BGE 133 V 50). Auf eine Beschwerde gegen das Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch hätte das kantonale Gericht hier folglich nicht eintreten können. Art. 56 Abs. 1 ATSG, wonach gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden kann, weist auf diese Ausnahme vom Beschwerderecht zwar nicht ausdrücklich hin. Sie ergibt sich aber ohne Weiteres aus dem Umstand, dass das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (Art. 53 Abs. 2 ATSG als "Kann-Vorschrift"; vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 und E. 4.2.1; Urteil 8C_196/2015 vom 4. August 2015 E. 4.1). Das kantonale Gericht hätte demgemäss im Rahmen des vorliegenden Verfahrens betreffend Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung keine Prüfung der Wiedererwägungsvoraussetzungen vornehmen dürfen. Es erübrigt sich bereits aus diesem Grund, auf die diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen und die dagegen vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen einzugehen (vgl. zudem E. 2 hiervor).”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung weder vom Gericht noch von der betroffenen Person zu einer Wiedererwägung verhalten werden. Es besteht demnach kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Anordnungen über das Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch sind deshalb ungeachtet einer allfälligen Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich nicht anfechtbar. Die versicherte Person hat ihre Rechte hinsichtlich der ursprünglichen Verfügung im Rechtsmittelverfahren zu wahren (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; SVR 2018 IV Nr. 33 S. 107 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 29 E. 3.3). Die Beschwerdeführerin hat die Verfügungen vom 30. Oktober 2020 (EL für die Monate September bis Dezember 2020; act. IIA 103 f.) und die Verfügung vom 7. Januar 2021 (EL ab Januar 2021; act. IIA 106) nicht angefochten, sodass diese in Rechtskraft erwachsen sind. Demnach wurde über die EL für die Monate September 2020 bis April 2021 bereits rechtskräftig verfügt. Soweit der Entscheid über die Wiedererwägung angefochten ist, kann darauf nicht eingetreten werden, denn nach der Rechtsprechung besteht – wie soeben dargelegt – kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung.”
Citation : LPGA art. 53 n. 588 Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les faits ne sont considérés comme «nouveaux» que s'ils existaient déjà au moment de la première appréciation, mais étaient restés inconnus ou non établis sans qu'il y ait eu de faute. Les faits qui n'ont été constatés qu'après l'édiction de la décision devenue formellement définitive — par exemple au cours d'un programme d'intégration — ne sont donc pas des faits «nouveaux» au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA.
“ff.). Der Schlussbericht der Eingliederungsstätte, der dem Revisionsgesuch zugrunde liege, enthalte keine neuen Tatsachen im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG. Denn gemäss dieser Definition seien nur diejenigen Tatsachen neu, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden beziehungsweise sich bereits vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung verwirklicht hätten, jedoch unverschuldeterweise unbekannt oder unbewiesen geblieben seien. Tatsachen, die während des Eingliederungsprogramms des Beschwerdeführers festgestellt worden seien, hätten selbstredend im Zeitpunkt der Verfügung vom 21. August 2021 noch nicht bestanden und könnten deshalb nicht neu im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sein. Abgesehen davon seien die geltend gemachten Tatsachen auch nicht erheblich, denn die Hand- und Handgelenksschmerzen seien bereits bei der Formulierung des Zumutbarkeitsprofils berücksichtigt worden (S. 6 Ziff. 2.5). Es seien keine weiteren Abklärungen nötig (S. 7 Ziff. 4). In ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 7) wies die Beschwerdegegnerin darauf hin, dass einzig zu prüfen sei, ob Gründe für eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG vorlägen.”
La jurisprudenÎ reconnaît que «l'importanÎ considérable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut également résulter d'une charge financière importante pesant sur des tiers ou sur la famille ; à titre d'exemple, la pratique a cité les coûts à prévoir pour des thérapies, de sorte que, dans de tels cas, une rectification de la décision revêtue de l'autorité de la chose jugée peut s'imposer.
“Die Ergotherapie hat dabei entgegen der unbegründeten Behauptung der Beschwerdegegnerin nicht allein einem rein pädagogischen Zweck (was auch immer das in diesem Zusammenhang heissen mag) gedient, sondern zum Ziel gehabt, die für die Ausbildung erforderlichen „Grundkompetenzen“ zu fördern. Sowohl die Ergotherapeutin als auch die Schule haben bestätigt, dass diese Zusammenarbeit wichtig und wirksam ist (vgl. dazu auch die Deutsch-österreichisch-schweizerische Versorgungsleitlinie zu Definition, Diagnostik, Behandlung und psychosozialen Aspekten bei umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen, AWMF-Register Nr. 022/017). Weil nicht mit der erforderlichen Prognoseplausibilität angenommen werden kann, dass die Beschwerdeführerin später selbst im geschützten Rahmen kein nennenswertes Erwerbseinkommen werde erzielen können, erweist sich die Verfügung vom 12. März 2018, mit der die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Ergotherapie gestützt auf den Art. 12 IVG verweigert hat, als zweifellos unrichtig im Sinne des Art. 53 Abs. 2 ATSG. Da auch die zweite Voraussetzung des Art. 53 Abs. 2 ATSG – die erhebliche Bedeutung der Berichtigung – erfüllt ist, weil sich die Eltern der Beschwerdeführerin mit erheblichen Kosten konfrontiert sähen, wenn sie die Ergotherapie selbst finanzieren müssten, hätte die Beschwerdegegnerin die ursprüngliche Verfügung vom 12. März 2018 im Wiedererwägungsverfahren durch eine leistungszusprechende Verfügung ersetzen müssen. Die Wiedererwägungsverfügung vom 1. Oktober 2020 erweist sich damit als rechtswidrig, weshalb sie aufzuheben ist. Dem ursprünglichen Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom Februar 2016 ist (wiedererwägungsweise) stattzugeben und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf den Art. 12 IVG einen Anspruch auf eine Ergotherapie hat. Die Sache ist zur Ausrichtung dieser Sachleistung (unter Berücksichtigung einer allfälligen Verwirkung des im Februar 2016 geltend gemachten Leistungsanspruchs) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Gerichtskosten, die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzen sind, sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.”
“Die Vorinstanz fasste die Neuanmeldung vom 16. März 2020 als Wiedererwägungsgesuch im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG auf und erkannte, die Beschwerdeführerin sei darauf eingetreten, habe eine materielle Prüfung vorgenommen und mit Wiedererwägungsverfügung vom 1. Oktober 2020 das ursprüngliche Begehren um eine Ergotherapie erneut abgewiesen. Das kantonale Gericht erachtete die Verfügung vom 12. März 2018 als zweifellos unrichtig und ging von einer erheblichen Bedeutung der Berichtigung aus (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Es hob die Verfügung vom 1. Oktober 2020 auf, hiess das ursprüngliche Leistungsbegehren der Beschwerdegegnerin vom Februar 2016 gut und bejahte einen Anspruch auf Ergotherapie gestützt auf Art. 12 IVG.”
Pour pouvoir revenir sur des décisions formellement entrées en forÎ ou sur des décisions d'opposition, il faut, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, à la fois l'incontestable inexactituÞ de ces décisions et l'importanÎ significative de la rectification pour la perception des prestations.
“Damit ist es auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 21. Mai 2021 ist demnach einzutreten. 2.1 Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 2.2 An den Entscheid betreffend die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungsausrichtung schliesst sich der Entscheid über die Rückerstattung an, ob bei einer einmal festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs eine rückwirkende Korrektur zu erfolgen hat. Grundlage dafür bildet Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Danach sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten.”
Le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas lui‑même soumis à un délai ; en revanche, pour un éventuel recouvrement, les délais de restitution prévus à l'art. 25 al. 2 LPGA s'appliquent.
“La détermination du dies a quo est interprétée de manière restrictive ; le délai de trois ans commence à courir dès le moment où l'assureur aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restitution en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger de lui (cf. arrêt du TF 8C_677/2017 du 23 février 2018 consid. 7.1). Aussi, lorsque la restitution est imputable à une faute de l'administration, on ne saurait considérer comme point de départ du délai de l'art. 25 al. 2 LPGA le moment où l'erreur a été commise par l'administration, mais le moment auquel celle-ci aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l'occasion d'un contrôle comptable) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l'attention requise (cf. ATF 148 V 217 consid. 5, 146 V 217 consid. 2.2 ; arrêt du TF 8C_652/2012 du 6 décembre 2012 consid. 6). 4.3 En l'occurrence, il a été démontré que, par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a reconsidéré sa décision d'octroi d'indemnités en application de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. supra consid. 3). Or, la reconsidération n'est soumise à aucun délai ; seuls s'appliquent les délais applicables à la restitution des prestations (cf. supra 4.2.2 s.). Sur ce point, il faut d'abord relever que la jurisprudence non publiée citée par la recourante - qui indique, en évoquant l'art. 67 PA, qu'une date limite à la reconsidération était souhaitable dans l'intérêt de la sécurité du droit (cf. arrêt du TF I 276/04 du 28 juillet 2004 consid. 2.1) - n'est plus d'actualité depuis l'arrêt publié aux ATF 140 V 514 consid. 3 qui tranche sans équivoque possible le point. De plus, même s'il n'est question dans cet arrêt que du seul délai absolu de dix ans de l'art. 67 PA, on ne saisit pas en quoi il pourrait en aller différemment pour le délai relatif de 90 jours. En effet, dans un cas comme dans l'autre, les délais de l'art. 25 al. 2 LPGA suffisent à satisfaire aux exigences du principe de la sécurité du droit (cf. ATF 140 V 514 consid. 3.5). En outre, le renvoi de l'art. 55 LPGA ne peut opérer puisque la PA ne traite pas de la reconsidération - à l'exclusion de l'art.”
Citation : art. 53 LPGA n° 584 En ce qui concerne les rentes périodiques ou durables, il existe, de par leur effet prolongé, un intérêt particulier à leur rectification. Les prestations périodiques indûment versées peuvent être réclamées en restitution sous les conditions d'une révision conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA (révision procédurale), pour autant que les conditions constitutives d'une telle révision soient remplies.
“7 LAFam, le Tribunal fédéral a jugé que celui-ci imposait qu'un arriéré de prestations soit versé à la personne désignée comme ayant droit prioritaire dès le moment où celle-ci en remplissait les conditions et non seulement à partir du dépôt de sa demande, tandis que la personne qui avait perçu indûment les prestations était appelée à les restituer. C'est dire que le comportement des ayants droit ne saurait modifier l'ordre de priorité légal par lequel est désigné l'ayant droit prioritaire qui a droit aux prestations familiales. Admettre le contraire reviendrait à conférer de facto un libre choix aux ayants droit, ce qui est incompatible avec la réglementation légale (ATF 142 V 583 consid. 4.2 et les références citées). 3.2. Les directives pour l’application de la LAFam (DAFam), édictées par l’Office fédéral des assurances sociales (OFAS) à l’intention de l’administration, opèrent un renvoi aux art. 6 et 7 LAFam précités (ch. 4 DAFam, version 13 ss, en vigueur depuis le 1er janvier 2017). 4. Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 4.1. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3, 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1, et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid.”
“201)], l’examen matériel doit être effectué de manière analogue à celui d’un cas de révision au sens de l’art. 17 al. 1 LPGA (ATF 133 V 108 consid. 5 ; 130 V 343 consid. 3.5.2 ; 130 V 71 consid. 3.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_899/2015 du 4 mars 2016 consid. 4.1). L’art. 17 al. 1 LPGA dispose que si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. Selon la jurisprudence, l’autorité de la chose jugée (formelle et matérielle) de décisions portant sur des prestations durables d’assurance sociale, soit notamment des rentes de l’assurance-invalidité, n’est en principe pas limitée dans le temps. Pour autant que la situation de fait ne soit plus susceptible d’évoluer au moment de la décision, cette autorité s’étend aussi bien aux conditions du droit à la prestation qu’aux facteurs qui en fixent l’étendue. Sous réserve d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), lesdits éléments ne peuvent pas être remis en question et réexaminés à tout moment, sauf si la loi prévoit expressément une autre réglementation (comme c’est le cas en matière de prestations complémentaires; ATF 128 V 39). Ces principes, qui valent également dans le cadre d’une procédure de révision au sens de l’art. 17 LPGA ou d’une nouvelle demande, ne font toutefois pas obstacle à la prise en compte d’un nouveau cas d’assurance, puisque celui-ci est dépourvu de connexité matérielle avec la situation de fait prévalant au moment du refus de la première demande de prestations (arrêt du Tribunal fédéral 9C_36/2015 du 29 avril 2015 consid. 5.1 et les références ; cf. aussi ci-dessus : consid. 7.3). En cas de révision au sens de l’art. 17 LPGA, le point de savoir si un changement notable des circonstances s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière révision de la rente entrée en force et les circonstances qui régnaient à l’époque de la décision litigieuse.”
Citation : LPGA art. 53 n. 583 Si, par le réexamen opéré par l'assureur, le recours devient sans objet, l'affaire est en règle générale radiée du rôle et aucun frais judiciaire n'est perçu. Une demanÞ de remboursement des frais ou d'indemnisation des parties se règle selon l'art. 61 LPGA (et les règles cantonales de renvoi applicables) et est fixée par le tribunal après examen sommaire, notamment en tenant compte du comportement des parties et de l'issue probable de la procédure.
“60, soutenant que les documents nécessaires à la rédaction du recours n’avaient pu être recueillis qu’au prix d’un effort considérable et que l’étude du dossier avait nécessité entre le 4 août et le 14 octobre 2020 quarante-et-une heures au tarif horaire de 210 fr., soit 8'610 fr., auxquels venaient s’ajouter les débours et la TVA, vu la détermination du 11 novembre 2020 de l’intimée selon laquelle les recourants n’avaient apporté qu’au stade du recours les nouveaux éléments et pièces lui ayant permis de reconsidérer ses décisions, raison pour laquelle il appartenait aux recourants de supporter des frais supplémentaires, soulignant qu’en tout état de cause, les dépens alloués ne devraient pas être supérieurs à 1'000 fr., vu les déterminations des recourants du 23 novembre 2020, vu les pièces du dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant le 6 octobre 2020 deux décisions de reconsidération, par lesquelles elle a annulé et remplacé les décisions sur opposition du 31 juillet 2020, que ces nouvelles décisions font droit aux conclusions des recourants, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet par suite de la reconsidération opérée par l’intimée, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA), que les recourants, qui obtiennent gain de cause avec le concours d’un mandataire professionnel, ont droit au remboursement de ses frais et dépens dans la mesure fixée par le tribunal, leur montant étant déterminé sans égard à la valeur litigieuse d’après l’importance et la complexité du litige (art.”
“3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en revenant sur la décision attaquée par une nouvelle décision du 18 février 2022, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimée et de constater que le recours est ainsi devenu sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que l’autorité statue sur les frais et dépens (art. 91 LPA-VD, applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD), que la présente décision est rendue sans frais (art. 61 let. f bis LPGA), que la recourante, qui obtient gain de cause avec le concours d’un mandataire professionnel, a droit à une indemnité à titre de dépens à charge de l’intimée, qu’il convient d’arrêter compte tenu de la complexité du litige et des opérations effectuées (cf. art. 61 let. g LPGA ; art. 55 LPA-VD ; art. 10 et 11 TFJDA [tarif du 28 avril 2015 des frais judiciaires et des dépens en matière administrative ; BLV 173.36.5.1]), que lorsque la cause devient sans objet, notamment à la suite d’une décision rendue pendente lite conformément à l’art. 53 al. 3 LPGA, le tribunal statue sur les dépens en prenant essentiellement en considération, sur la base d’un examen sommaire, l’issue probable du litige si un jugement avait été rendu ainsi que le comportement des parties en procédure administrative et dans la procédure de recours, qu’il détermine à cette fin quelle partie a provoqué la procédure devenue sans objet, chez qui sont intervenues les causes qui ont conduit à ce que celle-ci devienne sans objet et, en définitive, quelle partie a causé inutilement des frais (ATF 124 V 551 consid. 8.2 ; 125 V 373 consid. 2 ; Jean Métral, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 34 ad art. 61 ; Susanne Bollinger, in Ghislaine Frésard-Fellay et al. [édit.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, n° 82 ad art. 61), qu’en l’espèce, l’intimée a reconsidéré la décision sur opposition litigieuse dans le sens des conclusions de la recourante, ce qui justifie d’allouer des dépens à cette dernière à titre de participation aux honoraires de son conseil, que Me von Beust a produit une note d’honoraires de fr.”
“70 qui lui avait été versé à tort le 14 novembre 2022, soit sur la base des décisions annulées ; Vu le courrier adressé à la chambre de céans le 1er juin 2023 par lequel le recourant invitait la chambre de céans à prendre acte de l’annulation des décisions de la caisse du 10 novembre 2022, à constater que le recours n’avait plus d’objet et à lui octroyer une indemnité équitable pour ses frais de défense d’au minimum CHF 2'000.- ; Attendu que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 1 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l'art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA ‑ RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants, du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.10) ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Que selon l’art. 133 al. 4 let. a LOJ, le juge qui préside la composition peut prendre seul les décisions finales de radiation du rôle pour cause de retrait du recours, ainsi que de défaut ou de perte d’objet du recours ; Que le recours, interjeté dans les forme et délai prescrits par la loi, est recevable ; Que selon l’art. 53 al 3 LPGA, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, l'assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé ; Que selon l'art. 61 let. g LPGA, le recourant qui obtient gain de cause a droit au remboursement de ses frais et dépens ; Qu’en l’espèce, il se justifie, au vu de la jurisprudence précitée, de déclarer le recours sans objet, dès lors que l’intimée a reconsidéré et annulé la décision querellée et que le recourant a demandé des dépens ; Qu’en conséquence, le montant de CHF 163.70 versé au recourant par l’intimé le 14 novembre 2022 sur la base des décisions du 10 novembre 2022, annulées, doit être remboursé à l’intimé ; Qu’une indemnité de CHF 2'000.- sera octroyée au recourant, qui a obtenu gain de cause, à la charge de l’intimée. PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES Statuant d’accord entre les parties 1. Prend acte de l’annulation des décisions de l’intimée du 10 novembre 2022. 2. Constate que le recours n’a plus d’objet.”
“b LPGA notamment), le recours est recevable, qu’aux termes de l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s'étend jusqu'à l'échéance du délai dans lequel l'assureur social a été appeler à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l'absence de délai déterminé, jusqu'à la fin de l'échange d'écritures (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, par le biais de sa décision du 26 avril 2024 communiquée au tribunal dans le délai imparti pour le dépôt d'une éventuelle duplique, l’intimée a fait usage de la faculté prévue à l'art. 53 al. 3 LPGA en procédant à une reconsidération, en ce sens qu’elle a annulé la décision sur opposition prise le 2 novembre 2023 et a reconnu le droit de la recourante aux prestations de l'assurance-accidents au-delà du 30 juin 2021 pour les suites de l'accident du 27 mars 2020, qu’il convient de constater que l’intimée a ainsi fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, que la recourante l’a du reste admis dans sa détermination du 10 mai 2024, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est devenu sans objet, qu’il se justifie par conséquent de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD attribue à un membre du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), qu’au vu du sort de ses conclusions, la recourante a droit à une indemnité de dépens (art. 61 let. g LPGA ; art. 55 al. 1 LPA‑VD) à titre de participation aux honoraires de son conseil (art. 10, 11 al.”
“Vu la réponse du SAM du 30 janvier 2025, concluant à ce que le recours soit déclaré sans objet et joignant une décision de dispense en faveur de l’assuré du 30 janvier 2025, en relevant que la décision litigieuse ne concernait que l’assuré, les filles de celui-ci, majeures, ayant reçu des décisions séparées. Vu la réplique de l’assuré du 20 février 2025, selon laquelle il n’avait plus aucune contestation à l’encontre de la nouvelle décision du SAM et concluant au remboursement de ses frais d’avocat selon des factures jointes (dont CHF 2'162.- pour la procédure de recours). Attendu en droit que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 4 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-maladie, du 18 mars 1994 (LAMal - RS 832.10). Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. Que selon l’art. 53 al. 3 LPGA jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. Que tel est le cas en l’espèce, l’intimé ayant reconsidéré la décision litigieuse le 30 janvier 2025. Qu’au vu de la teneur de la nouvelle décision de l’intimé du 30 janvier 2025, le recours est sans objet. Que, selon l’art. 61 let. g LPGA, le recourant qui obtient gain de cause a droit au remboursement de ses frais et dépens dans la mesure fixée par le tribunal ; que leur montant est déterminé sans égard à la valeur litigieuse d’après l’importance et la complexité du litige Qu’il se justifie en conséquence d’allouer au recourant une indemnité de CHF 2'000.-. Que pour le surplus, la procédure est gratuite. PAR CES MOTIFS, La présidente : 1. Dit que le recours est sans objet. 2. Alloue au recourant une indemnité de CHF 2'000.-, à charge de l’intimé. 3. Raye la cause du rôle. 4. Dit que la procédure est gratuite.”
Citation : LPGA art. 53 N. 582 Le tribunal a aussi appliqué l'art. 53 al. 2 LPGA à une décision relative à une prestation fondée sur l'art. 12 LAI.
“Die Ergotherapie hat dabei entgegen der unbegründeten Behauptung der Beschwerdegegnerin nicht allein einem rein pädagogischen Zweck (was auch immer das in diesem Zusammenhang heissen mag) gedient, sondern zum Ziel gehabt, die für die Ausbildung erforderlichen „Grundkompetenzen“ zu fördern. Sowohl die Ergotherapeutin als auch die Schule haben bestätigt, dass diese Zusammenarbeit wichtig und wirksam ist (vgl. dazu auch die Deutsch-österreichisch-schweizerische Versorgungsleitlinie zu Definition, Diagnostik, Behandlung und psychosozialen Aspekten bei umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen, AWMF-Register Nr. 022/017). Weil nicht mit der erforderlichen Prognoseplausibilität angenommen werden kann, dass die Beschwerdeführerin später selbst im geschützten Rahmen kein nennenswertes Erwerbseinkommen werde erzielen können, erweist sich die Verfügung vom 12. März 2018, mit der die Beschwerdegegnerin einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Ergotherapie gestützt auf den Art. 12 IVG verweigert hat, als zweifellos unrichtig im Sinne des Art. 53 Abs. 2 ATSG. Da auch die zweite Voraussetzung des Art. 53 Abs. 2 ATSG – die erhebliche Bedeutung der Berichtigung – erfüllt ist, weil sich die Eltern der Beschwerdeführerin mit erheblichen Kosten konfrontiert sähen, wenn sie die Ergotherapie selbst finanzieren müssten, hätte die Beschwerdegegnerin die ursprüngliche Verfügung vom 12. März 2018 im Wiedererwägungsverfahren durch eine leistungszusprechende Verfügung ersetzen müssen. Die Wiedererwägungsverfügung vom 1. Oktober 2020 erweist sich damit als rechtswidrig, weshalb sie aufzuheben ist. Dem ursprünglichen Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom Februar 2016 ist (wiedererwägungsweise) stattzugeben und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf den Art. 12 IVG einen Anspruch auf eine Ergotherapie hat. Die Sache ist zur Ausrichtung dieser Sachleistung (unter Berücksichtigung einer allfälligen Verwirkung des im Februar 2016 geltend gemachten Leistungsanspruchs) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Gerichtskosten, die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf 600 Franken festzusetzen sind, sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.”
Selon le TAF (C‑3463/2018), l'OffiÎ cantonal de l'AI pouvait maintenir la décision initiale, en effet les expertises n'ont pas établi de modification certaine et rétroactive de la capacité de travail. Le tribunal a estimé que la décision n'était pas «manifestement erronée» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, de sorte qu'un retour sur la décision n'était pas justifié.
“En effet, l'Office AI s'était alors fondé essentiellement sur les conclusions de l'expertise polydisciplinaire décrites sous le consid. 8.5.2 ci-dessus qui était basée sur un examen très complet des atteintes de l'assurée. De plus, si l'experte rhumatologue a certes soulevé que selon son opinion la capacité de travail résiduelle de l'assurée dans une activité de substitution était entière dès 2002 déjà - ce qui mettait en cause les avis des experts précédents ainsi que la décision de rente initiale du 29 septembre 2003 qui avait alloué une demi-rente à compter du 1er avril 2002 sur la base d'une capacité de travail résiduelle de 50% attestée par les médecins (cf. notamment AI pce 39) - l'experte a néanmoins admis qu'une évaluation rétroactive certaine de la capacité de travail n'était pas possible (dans ce sens voir également les conclusions du rapport d'expertise rhumatologique du 23 août 2017 [AI pce 121 p. 8]). En conséquence, l'Office AI cantonal pouvait, à bon droit, en déduire que la décision initiale n'était pas manifestement erronée aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA cité. De surcroît, l'experte rhumatologique a encore clairement précisé qu'elle ne pouvait pas attester que la capacité de travail résiduelle de l'assurée s'était modifiée d'une manière notable depuis l'octroi de la demi-rente, et l'expert psychiatre, comme en 2003 déjà, a attesté depuis août 2005 une incapacité de travail de 30%. Ainsi, la conclusion de l'expertise polydisciplinaire selon laquelle l'état de santé de l'assurée était pour l'essentiel resté stable depuis 2003 et, qu'en conséquence, l'assurée présentait, comme auparavant, une capacité de travail résiduelle de 50% dans une activité adaptée, s'avérait convaincante et l'Office cantonal pouvait la suivre. Du reste, sur le volet économique, le dossier ne faisait pas non plus état d'un changement (voir aussi consid. 8.5.1). Partant, l'Office AI pouvait à juste titre conclure qu'aucune modification déterminante pour le droit à la rente n'était survenue au sens de l'art. 17 LPGA depuis la décision initiale. 9.3 Par ailleurs, il ne ressort pas non plus du dossier des nouveaux faits et moyens de preuve importants au sens de l'art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 580 Selon la jurisprudenÎ, l'institution d'assuranÎ peut, jusqu'à sa prise de position auprès de l'autorité de recours, tenir compte de nouveaux documents médicaux déposés avì le recours et, le cas échéant, pendente lite, demander des éclaircissements médicaux supplémentaires et reconsidérer la décision. Les droits de participation de la personne assurée et son droit d'être entendue doivent être respectés. En revanche, des investigations approfondies et chronophages impliquant la participation de la personne assurée peuvent dépasser le cadre admissible.
“a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 20. Mai 2020 ist demnach einzutreten. 2.1. In prozessualer Hinsicht wird vorab geltend gemacht, die erst im Beschwerdeverfahren eingeholte Suvainterne Beurteilung von Dr. H. sei unzulässig und daher aus dem Recht zu weisen. 2.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Einholung einer weiteren medizinischen Beurteilung durch die Suva, nachdem der Versicherte zusammen mit seiner Beschwerde ein neues Beweismittel – im vorliegenden Fall den Bericht von Dr. G. vom 19. Mai 2020 –eingereicht hatte, praxisgemäss zulässig. Dazu berechtigt sie einerseits der Grundsatz des rechtlichen Gehörs und andererseits die in Art. 53 Abs. 3 ATSG vorgesehene Möglichkeit der Wiedererwägung des Einspracheentscheides durch den Versicherungsträger bis zur Stellungnahme gegenüber der Beschwerdebehörde (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2019, 8C_18/2019 E. 5.2, mit Verweis auf SVR 2017 UV Nr. 43 S. 150, 8C_67/2017 E. 5.6; SZS 2014 S. 375, 8C_410/2013 E. 5; Urteil 8C_284/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 5.5). Der Bericht von Dr. H. vom 6. August 2020 ist daher in die Beweiswürdigung miteinzubeziehen. 3. In materieller Hinsicht strittig und zu prüfen ist die Frage, ob die Suva zu Recht ihre Leistungspflicht für die Operation vom 11. Oktober 2019 sowie für die verordneten Schuheinlagen abgelehnt hat. 4. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung).”
“Dass die Beschwerdegegnerin, (erst) mit einer Beschwerde eingereichte Berichte zur fortlaufenden Beurteilung des Falls und zur Erarbeitung der von ihr als Partei im Gerichtsverfahren abzugebenden Stellungnahmen dem RAD unterbreitet, ist nicht zu beanstanden und wird seitens des Beschwerdeführers zu Recht nicht bestritten. Dies dient nicht zuletzt auch der Klärung der Frage, ob die Verwaltung aufgrund neuer Erkenntnisse gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG ihre Verfügung in Wiedererwägung ziehen soll (SVR 2019 IV Nr. 93 S. 316 E. 5.3.3.3 in fine). Ob es der Beschwerdegegnerin mit Blick auf die höchstrichterlichen Ausführungen im Entscheid SVR 2019 IV Nr. 93 S. 315 E. 5.3.1 f. bzw. S. 316 E. 5.3.3.3 zur eigenen Meinungsbildung verboten war, den ihr vom Beschwerdeführer erstmals im vorliegenden Verfahren entgegen gehaltenen neuen Arztbericht ohne spezifische Fragen nicht einem Facharzt bzw. einer Fachärztin der Psychiatrie des RAD, sondern dem mit der Sache bereits befassten psychiatrischen Gutachter vorzulegen, braucht hier nicht abschliessend geklärt zu werden. Die vom Beschwerdeführer mit der Beschwerde bzw. unmittelbar danach eingereichten medizinischen Unterlagen sind nicht geeignet, die von der Beschwerdegegnerin gutachterlich abgeklärte und der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte medizinische Sachlage in Frage zu stellen (vgl. E. 4.3 hiernach).”
“___ vermag demnach auch nicht geringe Zweifel an der nachvollziehbaren und schlüssigen Beurteilung von med. pract. A.___ (vgl. E. 4.3 vorstehend) zu wecken. Es stehen sich demnach auch nicht zwei gleichwertige widersprechende Beurteilungen gegenüber (vgl. E. 2.4). Darüber hinaus ist anzumerken, dass es sich beim Schreiben von Dr. D.___ vom 23. Januar 2020 (E. 3.10) nach am 8. Januar 2020 (Urk. 2) ergangenem Einspracheentscheid um ein neu beigebrachtes Beweismittel handelt. In den vorangehenden Berichten von Dr. D.___ vom 31. August, 3. Oktober und 1. Dezember 2019 (Urk. 9/38, Urk. 9/40, Urk. 9/45), welche von der Beschwerdegegnerin allesamt für ihre Beurteilung eingeholt worden waren und damit für ihren Entscheid vorlagen, äusserte sich Dr. D.___ nie über die Ursache der Schädigung. Demnach durfte die Beschwerdegegnerin denn auch für ihre weitere Beurteilung die orthopädisch-chirurgischen Beurteilung von PD Dr. B.___ vom 22. April 2020 (E. 3.11) einholen. Dazu berechtigte sie einerseits der Grundsatz des rechtlichen Gehörs und andererseits die in Art. 53 Abs. 3 ATSG vorgesehene Möglichkeit der Wiedererwägung des Einspracheentscheides durch den Versicherungsträger bis zur Stellungnahme gegenüber der Beschwerdebehörde (Urteil des Bundesgerichts 8C_67/2017 vom 14. Juni 2017 E. 5.6), weshalb sehr wohl auch auf diese abgestützt werden kann (vgl. E. 2.4). Die Beurteilung erweist sich ebenfalls als schlüssig, vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Einschätzung gestellten Anforderungen zu erfüllen und bestätigt die Beurteilung von med. pract. A.___. Aus der vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. November 2020 (Urk. 13) eingereichten Studie der Swiss Orthopaedics vom 1. Oktober 2020 (Urk. 14) lässt sich für das vorliegenden Verfahren nichts ableiten. In der Studie wird das Urteil des Bundesgerichtes 8C_446/2019 vom 22. Oktober 2019 behandelt. Da spielte ein direktes Schultertrauma respektive eine direkte Krafteinwirkung eine Rolle, was vorliegend nicht der Fall ist.”
“Vorab ist in formeller Hinsicht zum Vorbringen des Beschwerdeführers, die von der Beschwerdegegnerin lite pendente vorgenommenen Abklärungen würden sowohl die Mitwirkungsrechte des Beschwerdeführers als auch dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzen, Stellung zu nehmen: Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist im erstinstanzlichen Beschwerdeverfahren eine Sachverhaltsvervollständigung durch die Verwaltung im Rahmen punktueller Abklärungen in aller Regel noch zulässig, wohingegen umfassendere Abklärungen wie eine medizinische Begutachtung mit Mitwirkung der versicherten Person oder vergleichbare zeitraubende Beweismassnahmen den Rahmen sprengen (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2014 [8C_410/2013], E. 5.4 mit Hinweis auf BGE 127 V 228). Vorliegend hat der Beschwerdeführer im Nachgang zu seiner Beschwerde mit Eingabe vom 18. Januar 2021 ein weiteres Beweismittel eingereicht. Die Beschwerdegegnerin hat in der Folge ein fachradiologisches Konsilium vom 5. März 2021 sowie eine orthopädisch-handchirurgische Beurteilung vom 22. März 2021 eingeholt und dieselben mit der Beschwerdeantwort vom 24. März 2021 eingereicht. Im Lichte der vorerwähnten Rechtsprechung ist dies grundsätzlich zulässig. Dazu berechtigte sie einerseits der Grundsatz des rechtlichen Gehörs und andererseits die in Art. 53 Abs. 3 ATSG vorgesehene Möglichkeit der Wiedererwägung des Einspracheentscheides durch den Versicherungsträger bis zur Stellungnahme gegenüber der Beschwerdebehörde (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2017 [8C_67/2017], E. 5.6. mit Hinweisen). Auch die Tatsache, dass es sich hierbei um eine umfassendere medizinische Abklärung handelt, führt nicht zu einer anderen Beurteilung der Sachlage. Denn die medizinischen Aktenbeurteilungen erfolgten ohne Mitwirkung des Versicherten und verursachten keine namhafte zeitliche Verzögerung des Verfahrens (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. Mai 2019 [8C_793/2018], E. 3.3.1). Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen der Replik dazu äussern konnte. Unter diesen Umständen wurden weder die Mitwirkungsrechte noch das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt. Weiter stellen die im Gerichtsverfahren eingereichten medizinischen Aktenbeurteilungen nicht reine Parteibehauptungen der Beschwerdegegnerin dar, wie der Beschwerdeführer unter Verweis auf das Bundesgerichtsurteil vom 6.”
“1b ; TF 9C_719/2016 du 1er mai 2017 consid. 2). Le juge doit cependant prendre en compte les faits survenus postérieurement dans la mesure où ils sont étroitement liés à l’objet du litige et de nature à influencer l’appréciation au moment où la décision attaquée a été rendue (ATF 99 V 98 consid. 4 ; TF 9C_34/2017 du 20 avril 2017 consid. 5.2). En particulier, même s’il a été rendu postérieurement à la date déterminante, un rapport médical doit être pris en considération s’il a trait à la situation antérieure à cette date (ATF 99 V 98 consid. 4 ; TF 9C_34/2017 du 20 avril 2017 consid. 5.2). L’assureur peut revenir sur les décisions et les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Indépendamment de ces conditions, il peut également reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Si la nouvelle décision fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante, elle rend la procédure de recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle. Dans le cas contraire, la procédure se poursuit à propos de ce qui reste litigieux, sans qu’il soit nécessaire de recourir contre la nouvelle décision (ATF 113 V 238). En l’occurrence, le certificat émis par la Dre D.________, lequel atteste des douleurs aux deux seins et de lombalgies sévères, qui ont conduit la médecin à référer la recourante à un chirurgien plastique, date du 16 août 2019. Ce rapport a donc été établi postérieurement à la période déterminante pour la prise de décision d’A.________. Pour autant, le rapport se réfère à la période qui a précédé l’intervention chirurgicale, la Dre D.________ s’appuyant sur son système de prise de notes informatisé. Ainsi, il sied d’en tenir compte et l’intimée aurait dû revenir formellement sur sa décision, en modifiant ses conclusions en procédure. Or, l’intimée s’est contentée de reconnaître la valeur de maladie aux gestes chirurgicaux en question dans sa réponse, mais a maintenu ses conclusions s’agissant du bien-fondé de sa décision sur opposition.”
“), en particulier, le droit pour le justiciable de s'expliquer avant qu'une décision ne soit prise à son détriment, celui de fournir des preuves quant aux faits de nature à influer sur le sort de la décision, celui d'avoir accès au dossier, celui de participer à l'administration des preuves, d'en prendre connaissance et de se déterminer à leur propos (ATF 142 II 218 consid. 2.3; 142 III 48 consid. 4.1.1; 141 V 557 consid. 3; 135 I 279 consid. 2.3; arrêt du TAF A-8271/2015 du 29 août 2016 consid. 3.1.2). Le droit d'être entendu impose en outre à l'autorité de motiver clairement sa décision (ATF 134 I 83 consid. 4.1; 133 III 439 consid. 3.3; arrêt du TF 4A_408/2010 du 7 octobre 2010 consid. 2.1; arrêt du TAF A-5228/2016 du 25 avril 2017 consid. 3.2.1). Le droit d'être entendu doit être reconnu et respecté lorsqu'une autorité envisage de fonder sa décision sur une norme ou un motif juridique non évoqué dans la procédure antérieure et dont aucune des parties en présence ne s'est prévalue et ne pouvait supputer la pertinence in casu (ATF 128 V 272 consid. 5b/bb et les références). Dans le contexte d'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), qui est possible en tout temps (dans les limites de l'art. 53 al. 3 LPGA), soit également au stade de la procédure judiciaire au terme de laquelle le tribunal peut confirmer par substitution de motif la suppression de la rente prononcée sur la base d'une révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (ATF 125 V 368 consid. 2; arrêt TF 9C_11/2008 du 29 avril 2008 consid. 2), la garantie du droit d'être entendu de l'assuré exige que celui-ci soit informé préalablement de la substitution de motif envisagée (ATF 125 V 368 consid. 4a et b; cf. aussi ATF 128 V 272 consid. 5b/bb). 2.2. Le droit de consulter le dossier s'étend à toutes les pièces décisives figurant au dossier et garantit que les parties puissent prendre connaissance des éléments fondant la décision et s'exprimer à leur sujet (ATF 132 II 485 consid. 3.2; 129 I 85 consid. 4.1; 125 II 473 consid. 4c/cc; 121 I 225 consid. 2a). La garantie constitutionnelle de l'accès au dossier comprend le droit de consulter des pièces au siège de l'autorité, de prendre des notes et de faire des photocopies, pour autant qu'il n'en résulte pas un surcroît de travail excessif pour l'autorité (ATF 126 I 7 consid.”
En l'absenÎ de faits nouveaux importants ou d'éléments de preuve auparavant impossibles à produire, les constatations revêtues de l'autorité de la chose jugée demeurent contraignantes; dans ce cas, les demandes ultérieures de prestations fondées sur ces mêmes constatations peuvent être rejetées. Un retour sur la décision devenue définitive n'est possible que si les conditions de la révision procédurale prévues à l'art. 53 al. 1 LPGA sont remplies; les actions en répétition pour prestations indûment perçues exigent également l'existenÎ d'un titre de révision (ou d'un autre titre légalement fondé).
“Die rechtskräftige Verneinung der Unfallkausalität eines Leidens führt - vorbehältlich der prozessualen Revision (wegen Entdeckung erheblicher neuer Tatsachen oder Auffinden von Beweismitteln, deren Beibringung zuvor nicht möglich war; Art. 53 Abs. 1 ATSG; ARV 2008 Nr. 16 S. 245 E. 2.2 [8C_93/2007]) oder der Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit; Art. 53 Abs. 2 ATSG; SVR 2010 IV Nr. 5 S. 10 E. 2 [8C_1012/2008]) - zur Ablehnung sämtlicher künftiger Leistungsbegehren aufgrund dieses Leidens; dies gilt auch hinsichtlich geltend gemachter Rückfälle oder Spätfolgen (RKUV 1998 Nr. U 310 S. 463 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_359/2013 vom 27. August 2013 E. 5.1 f.).”
“Da weder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG noch jene für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt sind, muss sich der Beschwerdeführer die in der Verfügung vom 6. Juni 2016 vorgenommene rechtskräftige Feststellung des Grades der Arbeits(un)fähigkeit für den Zeitraum bis zum 6. Juni 2016 entgegenhalten lassen. Damit ist eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 13. Juli 2014 bis zum 19. September 2014, eine Arbeitsunfähigkeit von 50% vom 20. September 2014 bis zum 20. Oktober 2014 sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 0% vom 21. Oktober 2014 bis zum 6. Juni 2016 erstellt.”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fassung [vgl. Art. 83 ATSG]).”
“Auch damit dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Er übersieht, dass der Fall mit Verfügung vom 9. November 2017 wegen Erreichens des medizinischen Endzustands rechtskräftig abgeschlossen wurde. Dass die Rechtskraft aufgrund der verpassten Einsprachefrist eingetreten ist, ändert nichts daran, dass er sich den Fallabschluss entgegenzuhalten hat. Da die Vorinstanz einen prozessualen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Recht verneinte - was auch der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt - und die Vornahme einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen der Suva liegt, ist ein neuerlicher Leistungsanspruch des Beschwerdeführers lediglich unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls oder von Spätfolgen im Sinne von Art. 11 UVV zu prüfen.”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 578 Il n'existe pas de limite fixe de montant pour la condition d'« importanÎ significative ». La jurisprudenÎ s'oriente selon les circonstances de chaque cas ; pour des prestations ponctuelles ou de courte durée, le seuil se situe typiquement dans la fourchette de « quelques centaines de francs ». En pratique, des montants plus faibles (notamment 165,90 CHF ; 265,20 CHF ; 324,00 CHF ; 494,00 CHF ; 568,10 CHF ; 606,20 CHF) ont été considérés comme insuffisants, tandis qu'un montant de 706,25 CHF a été jugé suffisant.
“Ainsi, pour qu’une décision de rente de l’assurance-invalidité puisse être reconsidérée en raison d’une évaluation incorrecte de l’invalidité, il doit être établi, au regard de la situation juridique et de fait prévalant à l’époque, qu’une évaluation correcte de l’invalidité en relation avec le droit à la prestation aurait conduit à un autre résultat (ATF 140 V 77 consid. 3.1). c) La jurisprudence n’a pas fixé de valeur limite s’agissant de l’importance notable de la rectification. Il convient de se fonder sur l’ensemble des circonstances du cas particulier et notamment sur le laps de temps qui s’est écoulé depuis le moment où des prestations indues ont été allouées (ATF 107 V 180 consid. 2b). Dans le cas de prestations uniques ou versées pendant une période de temps restreinte, la limite de l’importance notable se situe à quelques centaines de francs (TF 8C_18/2017 du 4 mai 2017 consid. 3.2.2). Des montants de 165 fr. 90, 265 fr. 20, 324 fr., 494 fr., 568 fr. 10 et 606 fr. 20 n’ont pas été jugés suffisamment importants pour justifier une reconsidération, à l’inverse d’un montant de 706 fr. 25 dont la restitution était demandée moins d’une année après l’octroi de la prestation (Margit Moser-Szeless, op. cit., n. 84 ad art. 53 LPGA). 4. a) En l’occurrence, s’agissant de l’existence d’une décision de rente d’invalidité initiale manifestement erronée, l’OAI se fonde sur le cas d’application de l’art. 29 LAI à teneur duquel le droit à la prestation ne naît que six mois après le dépôt de la demande, ainsi que sur le retour de l’assurée à une pleine capacité de travail et de gain à la date du 28 mars 2018 telle que retenue par l’assurance perte de gain S.________. Il ressort du dossier que le formulaire de demande formelle de prestations y a été versé le 27 octobre 2017. La recourante objecte que cette demande aurait été formulée antérieurement, soit en tout cas déjà le 11 octobre 2017, date correspondant à la formule « autorisation DP » qu’elle avait signée. Cet argument ne peut être reçu. En effet, la mise en œuvre de la procédure de détection précoce par la communication faite selon l’art. 3b al. 2 let. c LAI ne doit pas être confondue avec le dépôt d’une demande officielle de prestations qui seule, en application et aux conditions de l’art.”
“Aussi, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale, art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération, art. 53 al. 2 LPGA). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 135 V 215 cons. 5). L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 cons. 5.3 ; 138 V 324 cons. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 cons. 4.2 ; 144 I 103 cons. 2.2 ; 140 V 77 cons. 3.1), ainsi que de l'application erronée de la jurisprudence (Moser-Szeless, in : Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 72 ad art. 53 LPGA). La rectification revêt une importance notable en fonction du montant des prestations en cause. Il a par exemple été jugé qu'une créance en restitution d'un montant de 700 francs était suffisamment importante (DTA 2000 n. 40, p. 208). La restitution de prestations – au sens de l'article 25 al. 1 LPGA ainsi que de la jurisprudence qui en découle – nécessite en principe la mise en œuvre d'une procédure en trois étapes : la première étape porte sur l'examen du caractère indu des prestations ou, en d'autres termes, sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci avaient été octroyées sont réalisées ; la deuxième étape concerne la restitution des prestations et comprend, notamment, l'examen à l'aune de l'article 25 al. 1 1ère phrase LPGA des effets dans le temps de la correction à effectuer en raison du caractère indu des prestations ; la troisième étape porte sur la remise de l'obligation de restituer, au sens de l'article 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf.”
“L'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 126 V 42 consid. 2b ; arrêt du Tribunal fédéral C 402/00 du 12 mars 2001 consid. 1a). Le non-respect d'une norme dans une situation de fait qui en commande clairement l'application relève bien d'une décision sans nul doute erronée (arrêt du Tribunal fédéral 32/07 du 7 décembre 2007 consid. 3.2). Quant à l'importance notable de la rectification, ce critère est réalisé dès que la rectification porte sur un montant qui dépasse plusieurs centaines de francs (Boris RUBIN, Assurance-chômage, Droit fédéral, Survol des mesures cantonales, Procédure, 2e éd., Zurich, Bâle, Genève 2006, p. 827 ; ATAS/860/2023 du 8 novembre 2023 consid. 4.2). Le seul fait qu’une décision d’inaptitude au placement pour une période donnée a été rendue ne permet pas de conclure que le paiement d’indemnités journalières résulte d’une décision (matérielle) manifestement erronée (ATF 126 V 399 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C 454/2022 du 15 juin 2023 consid. 3.2). Les principes contenus à l’art. 53 LPGA sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l’objet d’une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (ATF 126 V 23 consid. 4b et les arrêts cités). 4.2 En vertu de l'art. 8 al. 1 let. f LACI, l'assuré a droit à l'indemnité de chômage s'il est apte au placement. Conformément à l’art. 15 al. 1 LACI, est réputé apte à être placé le chômeur qui est disposé à accepter un travail convenable et à participer à des mesures d'intégration et qui est en mesure et en droit de le faire. L'aptitude au placement comprend ainsi deux éléments : la capacité de travail d'une part, c'est-à-dire la faculté de fournir un travail - plus précisément d'exercer une activité lucrative salariée - sans que l'assuré en soit empêché pour des causes inhérentes à sa personne, et d'autre part la disposition à accepter un travail convenable au sens de l'art. 16 LACI, ce qui implique non seulement la volonté de prendre un tel travail s'il se présente, mais aussi une disponibilité suffisante quant au temps que l'assuré peut consacrer à un emploi et quant au nombre des employeurs potentiels (ATF 125 V 51 consid.”
Les prestations pécuniaires indûment versées, fondées sur une décision devenue formellement définitive, ne peuvent être réclamées que si les conditions requises pour le réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA — notamment l'erreur manifeste et l'importanÎ substantielle de la rectification — sont remplies.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Les prestations complémentaires qui ont été versées en exécution de décisions ayant acquis forÎ formelle peuvent être réclamées lorsque sont réunies les conditions du retour prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA (décision manifestement erronée et importanÎ considérable de la rectification).
“Ces dispositions cantonales n’ont pas connu de modification en lien avec la réforme du droit fédéral aux prestations complémentaires. 7. S’agissant de la restitution des prestations exigées, les principes suivants s’appliquent. 7.1 Aux termes de l’art. 25 LPGA dans sa teneur dès le 1er janvier 2021, les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile (al. 1). Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (al. 2). Les prestations complémentaires accordées en vertu de décisions qui ont formellement passé en force doivent être restituées si les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 130 V 318 consid. 5.2). Le principe de la restitution prévue par l'art. 25 al. 1 LPGA doit permettre de rétablir l'ordre légal après la découverte du fait nouveau. Il n'est tempéré ni par une éventuelle absence de violation de l'obligation de renseigner ni par un élément d'ordre subjectif comme la faute ; ces questions ne se posent que dans le cadre d'un éventuel examen sur la remise de la somme à restituer (arrêt du Tribunal fédéral 9C_513/2023 du 8 avril 2024 consid. 3.2.3). L’examen des difficultés économiques qu’un assuré rencontrerait en cas de remboursement se fait au stade de la demande de remise (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_799/2017 du 11 mars 2019 consid. 6). 7.2 Au plan cantonal, l’art. 24 al. 1 LPCC a la même teneur que l’art. 25 al. 1 LPGA. Selon l’art. 24 al. 2 LPCC, le règlement fixe la procédure de la demande de remise ainsi que les conditions de la situation difficile. Aux termes de l’art. 43A al. 2 LPCC, l’intimé peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable.”
Une fixation erronée du taux d'invalidité peut justifier un réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA. Le réexamen vise à corriger des applications du droit ou des constatations de fait indubitablement erronées, notamment lorsque la fixation du taux d'invalidité ne repose sur aucune appréciation médicale compréhensible ou lorsque l'établissement des faits est incomplet en raison d'une violation manifeste du principe d'instruction.
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung jederzeit auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Darunter fallen insbesondere eine Leistungszusprache ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen und eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; SVR 2020 IV Nr. 39 S. 137, 8C_235/2019 E. 2.2). Eine auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Urteile 8C_280/2017 vom 28. Juli 2017 E. 2.3 und 9C_201/2016 vom 18. Juli 2016 E. 4.3 mit Hinweisen).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 574 En principe, des décisions distinctes doivent être rendues sur l'illicéité de la perception des prestations (p. ex. au moyen d'un réexamen ou d'une révision selon l'art. 53 LPGA) et sur un éventuel remboursement. La jurisprudenÎ admet toutefois de regrouper ces deux volets en une seule décision pour des raisons d'économie de procédure.
“La demande de remise doit être présentée par écrit, motivée, accompagnée des pièces nécessaires et déposée au plus tard 30 jours à compter de l'entrée en force de la décision en restitution (art. 4 al. 4 OPGA). Cependant, lorsqu'il est manifeste que les conditions d'une remise sont remplies, à savoir lorsque les prestations allouées indûment ont été reçues de bonne foi et que la personne concernée se trouve dans une situation difficile (art. 4 al. 1 OPGA), cette question est réglée dans la décision de l'assureur au sujet de la restitution, pour des motifs d'économie de procédure (décision de renonciation à la restitution, selon l'art. 3 al. 3 OPGA ; Pétremand, op. cit., n. 60 ad art. 25 LPGA). 5.2 Ainsi, concrètement, la procédure de restitution d'une prestation versée à tort implique en principe trois étapes distinctes (Pétremand, op. cit., n. 30 ad art. 25 LPGA). La première décision porte sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision de la décision par laquelle ces prestations ont été initialement allouées sont réalisées au sens de l'art. 53 LPGA, respectivement de l'art. 17 LPGA (ATF 130 V 318 consid. 5.2 ; Pétremand, op. cit., n. 16 et 29 ad art. 25 LPGA). La seconde décision concerne la restitution en tant que telle des prestations indûment versées, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA ; elle comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations et indique une somme déterminée. Le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA est rendue si une telle demande écrite et motivée a été présentée (cf. art. 4 OPGA). L'autorité administrative peut très bien regrouper les deux premières étapes dans une seule décision et statuer sur la question des prestations indues, la reconsidération ou révision d'une décision et ordonner simultanément la restitution de l'indu (arrêt du TF 9C_564/2009 du 22 janvier 2010 consid. 5.3 confirmé par arrêt 9C_23/2015 du 17 juin 2015 consid. 2). Dans la mesure où, en principe, la demande de remise ne peut être traitée sur le fond que si la décision en restitution est entrée en force, la remise et son étendue font l'objet d'une procédure distincte (arrêts du TF 8C_799/2017 ; 8C_814/2017 du 11 mars 2019 consid.”
“Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistung zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Daran schliesst sich zweitens der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt. Die Rechtsprechung lässt es allerdings zu, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges und über die allfällige sich daraus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam entschieden wird (vgl. Urteil des BGer 9C_564/2009 vom 22. Januar 2010 E. 6.4; Ueli Kieser, Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen von Dritten, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2010, 2011, S. 224). Schliesslich ist drittens, auf entsprechendes Gesuch hin, über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG zu entscheiden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 25 Rz. 21), dies jedoch erst, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rückerstattungsforderung feststeht (Urteil des BGer 9C_466/2014 vom 2. Juli 2015 E.”
L'obligation de restitution a pour but de rétablir les rapports juridiques après la découverte d'un motif de révision ou de réexamen. Pour l'exerciÎ du droit à restitution, il convient de respecter les limites temporelles suivantes : le délai de connaissanÎ de trois ans, le délai absolu de cinq ans au plus à compter de la prestation, ainsi que, le cas échéant, un délai de prescription pénale plus long. (LPGA, art. 53 n. 573)
“Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (al. 2). L'obligation de restituer des prestations indûment touchées et son étendue dans le temps a pour but simplement de rétablir l'ordre légal après la découverte du motif justifiant la reconsidération ou la révision procédurale de la décision initiale d'octroi de prestations (ATF 122 V 134 consid. 2 d-e ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 consid. 5.1). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). En vertu de l'art. 53 LPGA, intitulé « révision et reconsidération », les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cette disposition de la LPGA consacrée à la « révision et reconsidération » s'inscrit dans la thématique de la modification des décisions entrées en force de chose décidée, soit celles qui ne sont plus susceptibles d'un recours ordinaire (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n° 1 et 25 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). Si la révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l'inexactitude initiale d'une décision (« anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit » ; Ueli KIESER / Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5e éd.”
Lors de l'examen de la « erreur manifeste » au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient de se fonder sur la situation de fait et de droit ainsi que sur la pratique administrative telles qu'elles existaient au moment de la prise ou de la notification de la décision initiale.
“61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. c) Vu la valeur litigieuse inférieure à 30'000 fr., la cause est de la compétence du juge unique (art. 94 al. 1 let. a LPA-VD). 2. Est en l’espèce litigieuse la question de savoir si la recourante doit restituer la somme de 108 fr. 10. 3. Les restitutions et les prestations dues en vertu de la présente loi peuvent être compensées les unes par les autres (art. 94 al. 1 LACI). a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5; 129 V 110). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 140 V 77 consid.”
“An sich müssten die nachfolgenden Erwägungen und das Urteilsdispositiv entsprechend aufgeteilt werden. Mit Blick darauf, dass im bundesrechtlichen Beschwerde- und im kantonalrechtlichen Rekursverfahren die Frage nach der Höhe des als Ausgabe anzuerkennenden Mietzinses im Mittelpunkt steht, rechtfertigt es sich hier zur Vermeidung von unnötigen Wiederholungen ausnahmsweise, von einer solchen Aufteilung abzusehen. Weil das Gerichtsverfahren aber sowohl die ausserordentliche als auch die ordentliche Ergänzungsleistung betrifft, ist der Rechtsmittelweg geteilt. Die Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen Verfügung setzt gemäss dem Art. 53 Abs. 2 ATSG (für die Wiedererwägung einer nach kantonalem Recht ergangenen Verfügung der Art. 13 ELG/SG i.V.m. dem Art. 53 Abs. 2 ELG) voraus, dass die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig und dass die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Für die Beantwortung der Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit ist nach der bundesgerichtlichen Auffassung entscheidend, ob der ursprüngliche rechtsgestaltende Entscheid bei der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der Eröffnung der ursprünglichen (möglicherweise zweifellos unrichtigen) Verfügung dargestellt haben, vertretbar gewesen ist (vgl. etwa Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 53 N 59 f., mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung). Die Verfügung pendente lite vom 12. März 2015 scheint auf den ersten Blick in sachverhaltlicher Hinsicht nicht zweifellos unrichtig gewesen zu sein, denn die dem Gericht vorliegenden Akten belegen mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass der Beschwerdeführer in der Zeit ab dem 1.”
“Fest steht und unbestritten ist, dass in Bezug auf die Frage nach einer anspruchserheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse als Vergleichsbasis der bei Erlass der Verfügung vom 24. September 2013 massgebend gewesene Sachverhalt ausschlaggebend ist. Es wird nicht geltend gemacht und ist nicht ersichtlich, dass die am 24. September 2013 verfügte Verneinung eines Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung zweifellos unrichtig war (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 571 Avant de réduire ou de supprimer une rente, il convient d'examiner si des mesures professionnelles ou de réadaptation préalables sont nécessaires. À l'égard des assurés ayant atteint l'âge de 55 ans ou percevant une rente depuis au moins 15 ans, une certaine retenue s'impose : on ne peut en règle générale pas exiger d'eux qu'ils se réinsèrent professionnellement par leurs propres moyens. Des exceptions sont possibles, notamment si la personne assurée est, malgré le versement de la rente, restée intégrée économiquement, fait preuve d'une agilité, d'une flexibilité ou d'une vaste expérienÎ professionnelle particulières, ou exerÎ encore une activité lucrative. De même, des motifs extramédicaux peuvent expliquer l'absenÎ d'un rattachement de longue date au marché du travail, de sorte que des mesures préalables ne sont pas nécessaires. Le droit à des mesures professionnelles suppose en outre l'aptituÞ subjective et objective de la personne assurée ; dans les cas évoqués, la mise en œuvre de telles mesures peut constituer une condition de l'efficacité de la suppression ou de la réduction de la rente.
“Il n'y a ainsi pas lieu d'allouer de mesures de réadaptation à une personne assurée qui disposait déjà d'une importante capacité résiduelle de travail, dès lors qu'elle peut mettre à profit la capacité de travail nouvellement acquise dans l'activité qu'elle exerce actuellement ou qu'elle pourrait normalement exercer (arrêt TF 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3 et les références citées). Le Tribunal fédéral a précisé qu'il existait deux situations dans lesquelles il y avait lieu d'admettre, à titre exceptionnel, que des mesures d'ordre professionnel préalables devaient être considérées en principe comme nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médicalement documentée. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision ou reconsidération, du droit à la rente concerne un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente depuis plus de quinze ans. Cela ne signifie cependant pas que ces assurés peuvent faire valoir des droits acquis dans le contexte de la révision (art. 17 al. 1 LPGA), respectivement de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA); on admet seulement qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'eux en raison de leur âge ou de la longue durée de la rente (arrêts TF 9C_228/2010 du 26 avril 2011 consid 3.1; 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3). Le droit à des mesures d’ordre professionnel présuppose en outre une aptitude subjective et objective de la personne assurée (arrêt TF 9C_355/2014 du 2 décembre 2014). Cela étant, même en présence d'un cas exceptionnel au sens de la jurisprudence, on ne saurait admettre que des mesures d'ordre professionnel préalables sont nécessaires lorsque l'absence de longue durée du marché du travail est liée à des motifs extra-médicaux (arrêt TF 9C_819/2014 du 19 juin 2015 consid. 4), lorsque l'assuré apparaît encore agile, alerte et intégré dans la vie économique (arrêt TF 9C_68/2011 du 16 mai 2011 consid. 3.3) ou lorsqu'il dispose d'une formation ou d'une expérience professionnelle particulièrement large (arrêt TF 8C_39/2012 du 24 avril 2012 consid. 5.”
“Le point de savoir si un changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force reposant sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit, et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse (arrêt TF 8C_162/2016 du 2 mars 2017 consid. 3.1 et la référence citée). 6. Avant de réduire ou de supprimer une rente d'invalidité, l'administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, par une diminution du degré d'invalidité, ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d'observation professionnelle (afin d'établir l'aptitude au travail, la résistance à l'effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi. La jurisprudence considère qu'il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par voie de révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou de reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération. Il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut pas, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (arrêts TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 5.2, 9C_92/2016 du 29 juin 2016 consid. 5.1, et les références citées). Des exceptions ont déjà été admises lorsque la personne concernée avait maintenu une activité lucrative malgré le versement de la rente – de sorte qu'il n'existait pas une longue période d'éloignement professionnel – ou lorsqu'elle disposait d'une agilité et d'une flexibilité particulières et était bien intégrée dans l'environnement social. Jusqu'à présent, la jurisprudence a laissé ouvert le point de savoir si la réalisation des critères (durée de 15 années d'allocation de la rente ou accomplissement de la 55ème année) doit être examinée par rapport au moment du prononcé de la décision de suppression de la rente ou à celui à partir duquel cette prestation a été supprimée (ibidem).”
“Il n'y a ainsi pas lieu d'allouer de mesures de réadaptation à une personne assurée qui disposait déjà d'une importante capacité résiduelle de travail, dès lors qu'elle peut mettre à profit la capacité de travail nouvellement acquise dans l'activité qu'elle exerce actuellement ou qu'elle pourrait normalement exercer (cf. TF 9C_178/2014 du 29 juillet 2014 consid. 7.1.2.1 ; 9C_368/2010 du 31 janvier 2011 consid. 5.2.2.1 et 9C_163/2009 du 10 septembre 2010 consid. 4.2.2 et les arrêts cités). b) Dans un arrêt 9C_228/2010 du 26 avril 2011 consid. 3.3 et 3.5 (RSAS 2011 p. 504), le Tribunal fédéral a précisé qu'il existait deux situations dans lesquelles il y avait lieu d'admettre, à titre exceptionnel, que des mesures d'ordre professionnel préalables devaient être considérées comme nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médicalement documentée. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision ou reconsidération, du droit à la rente concerne un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente depuis plus de quinze ans. Cela ne signifie cependant pas que ces assurés peuvent faire valoir des droits acquis dans le contexte de la révision (art. 17 al. 1 LPGA), respectivement de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ; on admet seulement que sauf exceptions, une réadaptation par soi-même ne peut pas être exigée d'eux en raison de leur âge ou de la longue durée de la rente (cf. également TF 9C_178/2014 précité consid. 7.1.2.2). De telles exceptions ont par exemple été admises lorsque l’assuré avait maintenu une activité lucrative malgré le versement de la rente, de sorte qu’il n’existait pas de longue période d’éloignement professionnel (cf. TF 9C_292/2015 du 27 janvier 2016 consid. 5.2 et 8C_597/2014 du 6 octobre 2015 consid. 3.2 et les références) ou lorsqu'il disposait d'une agilité particulière et était bien intégré dans l'environnement social (cf. TF 9C_625/2015 du 17 novembre 2015 consid. 5, 9C_68/2011 du 16 mai 2011 consid. 3.3 et la référence). Le point de savoir si les critères de la durée de 15 années d'allocation de la rente ou de l'accomplissement de la 55e année sont réalisés doit être examiné par rapport au moment du prononcé de la décision de suppression de la rente ou à celui à partir duquel cette prestation a été supprimée (ATF 141 V 5 consid.”
“Il n'y a ainsi pas lieu d'allouer de mesures de réadaptation à une personne assurée qui disposait déjà d'une importante capacité résiduelle de travail, dès lors qu'elle peut mettre à profit la capacité de travail nouvellement acquise dans l'activité qu'elle exerce actuellement ou qu'elle pourrait normalement exercer (arrêt TF 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3 et les références citées). Le Tribunal fédéral a précisé qu'il existait deux situations dans lesquelles il y avait lieu d'admettre, à titre exceptionnel, que des mesures d'ordre professionnel préalables devaient être considérées en principe comme nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médicalement documentée. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision ou reconsidération, du droit à la rente concerne un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente depuis plus de quinze ans. Cela ne signifie cependant pas que ces assurés peuvent faire valoir des droits acquis dans le contexte de la révision (art. 17 al. 1 LPGA), respectivement de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA); on admet seulement qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'eux en raison de leur âge ou de la longue durée de la rente (arrêts TF 9C_228/2010 du 26 avril 2011 consid 3.1; 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3). Le droit à des mesures d’ordre professionnel présuppose en outre une aptitude subjective et objective de la personne assurée (arrêt TF 9C_355/2014 du 2 décembre 2014). Même en présence d'un cas exceptionnel au sens de la jurisprudence, on ne saurait admettre que des mesures d'ordre professionnel préalables sont nécessaires lorsque l'absence de longue durée du marché du travail est liée à des motifs extra-médicaux (arrêt TF 9C_819/2014 du 19 juin 2015 consid. 4), lorsque l'assuré apparaît encore agile, alerte et intégré dans la vie économique (arrêt TF 9C_68/2011 du 16 mai 2011 consid. 3.3) ou lorsqu'il dispose d'une formation ou d'une expérience professionnelle particulièrement large (arrêt TF 8C_39/2012 du 24 avril 2012 consid. 5.2). 7.2. Dans le cas d'espèce, le recourant bénéficiait d'une rente entière depuis le 1er juillet 2006 et, au moment de la décision querellée du 23 septembre 2021, il percevait cette dernière depuis 15 ans et 3 mois.”
“8 LPGA) ont droit à des mesures de réadaptation pour autant que ces mesures soient nécessaires et de nature à rétablir, maintenir ou améliorer leur capacité de gain ou leur capacité d’accomplir leurs travaux habituels (let. a) et que les conditions d’octroi des différentes mesures soient remplies (let. b). L’art. 8 al. 3 let. b LAI dispose que les mesures de réadaptation comprennent notamment les mesures d’ordre professionnel au sens des art. 15 à 18d LAI (orientation professionnelle, formation professionnelle initiale, reclassement, placement et aide en capital). b) Il arrive que l’octroi préalable de mesures de réadaptation constitue une condition sine qua non, d’un point de vue professionnel, à la valorisation économique de la capacité de travail (TF 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7). Lorsque le droit à la rente d’une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d’une rente pendant quinze ans au moins est réduit ou supprimé par révision (art. 17 al. 1 LPGA), reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), ou dans le cadre d’une décision d’octroi, à titre rétroactif, d’une rente limitée dans le temps (ATF 145 V 209 consid. 5), la jurisprudence considère que cette personne appartient à la catégorie d’assurés dont il convient de présumer qu’ils ne peuvent en principe pas entreprendre de leur propre chef tout ce que l’on peut raisonnablement attendre d’eux pour tirer profit de leur capacité résiduelle de travail (TF 9C_407/2021 du 17 mai 2022 consid. 6.2). Par conséquent, dans ces situations, l'examen et l'exécution des éventuelles mesures constituent une condition de la suppression (ou réduction) de la rente, cette dernière ne pouvant prendre effet antérieurement (TF 8C_582/2017 du 22 mars 2018 consid. 6.4 et les références citées). Selon la jurisprudence, en l'absence d'aptitude subjective à la réadaptation, c'est-à-dire lorsque la volonté de se réadapter n'existe pas pour des raisons étrangères à l'invalidité, la rente peut être réduite ou supprimée sans examen préalable de mesures de réinsertion (TF 8C_19/2016 du 4 avril 2016 consid.”
Le recouvrement des prestations fondées sur une décision formellement définitive n'est possible que si les conditions strictes du réexamen prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, en particulier une erreur indubitable de la décision et l'importanÎ significative de sa rectification.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wie-dererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Des éclaircissements manquants ou insuffisants concernant des questions d'assuranÎ ou de statut (p. ex. assujettissement à l'assuranÎ, domicile, statut d'activité lucrative) peuvent faire apparaître une décision comme «manifestement inexacte» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA; de simples allégations ne suffisent pas. S'il existe des indices suffisants d'inexactituÞ, l'institution d'assuranÎ doit entreprendre les éclaircissements nécessaires et les mesures d'enquête appropriées.
“Anders als die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin anzunehmen scheinen, besteht in Bezug auf die Statusfrage keine Bindung an frühere Einschätzungen, und zwar auch wenn diese gerichtlich bestätigt wurden und die IV-Stelle die Versicherte lange als vollzeitlich Erwerbstätige "behandelte" (vgl. obenstehende E. 4.1). Weiter ist im hier interessierenden Punkt (Erwerbsstatus) weder eine Sachverhaltsveränderung notwendig, noch eine allenfalls anfängliche Unrichtigkeit (vgl. dazu Art. 53 Abs. 2 ATSG) der früheren Statusfeststellung von Bedeutung. Somit verbleibt die blosse Behauptung der Versicherten als alleinige Grundlage für die vorinstanzliche Annahme einer (hypothetischen) vollzeitlichen Erwerbstätigkeit, was indessen nicht genügt. Daran ändert auch nichts, dass eine solche aufgrund weggefallener Betreuungspflichten und der finanziellen Situation durchaus möglich und angezeigt (gewesen) wäre. Die entsprechende Feststellung des kantonalen Gerichts (obenstehende E. 4.3 in fine) beruht demnach auf einer Bundesrechtsverletzung (vgl. obenstehende E. 1).”
“nicht einschlägig. Nichterwerbstätige seien laut Art. 1b IVG i.V.m. Art. 1a Abs. 1 lit. a AHVG der Invalidenversicherung unterstellt, wenn sie in der Schweiz Wohnsitz (im Sinne von Art. 13 ATSG) haben. Sodann hat das Bundesverwaltungsgericht mit der Begründung, dass A.________ gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ZGB den Wohnsitz mit seinen Eltern resp. seiner Mutter teile, deren Wohnsitz im Zeitpunkt der Geburt überprüft. Es kam zum Schluss, dass die Eltern während ihres rund sechs Monate dauernden Aufenthaltes keinen Wohnsitz in der Schweiz begründet hätten. A.________ habe somit ebenfalls keinen schweizerischen Wohnsitz und deshalb auch keine Versicherteneigenschaft gehabt. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen habe aber hinsichtlich der Versicherungsunterstellung keine Abklärungen getroffen. Ihre Leistungszusprachen hätten demnach auf einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes von Art. 43 Abs. 1 ATSG beruht, weshalb sie gesetzeswidrig und zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG seien.”
“Die Beschwerdeführerin gebar am … 2018 einen Sohn (act. II 154 S. 1). Wie in E. 3.2 vorne gezeigt, war der Beschwerdegegnerin dieser Umstand im Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 21. September 2018 bekannt. Zwar ist der Beschwerdeführerin insoweit beizupflichten, als die Geburt eines Kindes noch nicht automatisch eine (potentiell anspruchsrelevante) Statusänderung nach sich zieht (Replik, S. 3, Art. 2). Weil jedoch die Ermittlung des Invaliditätsgrades von der zugrundeliegenden Methode abhängt (vgl. aArt. 28a Abs. 3 IVG; E. 6 hinten), hätte die Beschwerdegegnerin mit Blick auf die seit 1. Januar 2018 gültige Regelung (vgl. E. 3.4.1.2 vorne) entsprechende Sachverhaltsabklärungen tätigen müssen, worauf auch die Beschwerdeführerin replicando hinweist (vgl. S. 3, Art. 2; S. 5, Art. 5). Indem diese nicht erfolgten, ist die Verfügung vom 21. September 2018 (wie auch jene vom 26. Oktober 2018) als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zu qualifizieren (vgl. E. 3.4.1.1 vorne). Sodann ist die Berichtigung periodischer Rentenleistungen von erheblicher Bedeutung (vgl. Entscheid des BGer vom 24. Oktober 2018, 9C_332/2018, E. 2.3). Schliesslich konnte sich die Beschwerdeführerin im Rahmen der Replik zur in Frage stehenden Wiedererwägung äussern (BGE 125 V 368 E. 4 S. 370; SVR 2018 IV Nr. 38 S. 123 E. 3), womit die ursprüngliche Rentenverfügung nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln abgeändert werden kann (vgl. E. 2.4 vorne).”
“La demande de révision doit ainsi être adressée par écrit à l’autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision (délai relatif), mais au plus tard dix ans après la notification de la décision administrative ou de la décision sur opposition (délai absolu) (ATF 143 V 105 consid. 2.1 et les références). 3.4. Selon la jurisprudence, il appartient à la partie qui présente une requête de révision de rendre vraisemblable l’existence de faits ou moyens de preuve nouveaux. Si elle n’y parvient pas, la demande de révision doit être rejetée par l’assureur social. En particulier, celui-ci n’est pas tenu d’établir à nouveau les faits de manière complète au sens de l’art. 43 LPGA et de rechercher de manière active des nouveaux faits ou moyens de preuve. Cependant, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard (Moser-Szeless, art. 31 n. 62s. et les références). 3.5. L’art. 53 al. 2 LPGA traite pour sa part de la reconsidération, prévoyant que l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 4. Règles relatives à la révision de la rente en cas de modification du taux d’invalidité Selon l'art. 17 al. 1 LPGA, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. La question de savoir si l’on se trouve en présence d'une modification des circonstances propres à influer sur le taux d'invalidité et à justifier le droit à des prestations se tranche en comparant l'état de fait ayant fondé la première décision à celui existant au moment de la nouvelle décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5 et 130 V 343 consid. 3.5). 4.1. Tout changement important des circonstances propres à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'art.”
“2 Interjeté dans la forme (art. 61 let. b LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 LACI) et le délai de trente jours (art. 60 al. 1 LPGA ; art. 62 al. 1 let. a de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985 [LPA - E 5 10]) prévus par la loi, le recours est recevable. 2. Le litige porte sur une demande de restitution d'un montant de CHF 2'693.15 versé par l'intimée au recourant, singulièrement sur le droit de ce dernier à des indemnités de chômage, le cas échéant leur montant, pendant la période du 15 novembre 2022 au 31 janvier 2023, alors qu'il percevait des indemnités perte de gain maladie en raison d'une incapacité de travail partielle, et qu'il avait déposé une demande de prestations auprès de l'AI. 3. Aux termes de l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA, auquel renvoie l'art. 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). 4. 4.1 L'assuré a droit à l'indemnité de chômage si, entre autres conditions, il est apte au placement (art. 8 al. 1 let. f LACI). Un assuré est apte au placement lorsqu'il est disposé à accepter un travail convenable et à participer à des mesures d'intégration; il doit être en mesure et en droit de le faire (art. 15 al. 1 LACI). S'il existe des doutes sérieux quant à sa capacité de travail, l'autorité cantonale peut ordonner qu'il soit examiné par un médecin-conseil, aux frais de l'assurance (art. 15 al. 3 LACI). En cas de limitation durable de la capacité de travail, l'art. 15 al. 2 1ère phrase LACI prévoit par ailleurs que le handicapé physique ou mental est réputé apte à être placé lorsque, compte tenu de son infirmité et dans l'hypothèse d'une situation équilibrée sur le marché de l'emploi, un travail convenable pourrait lui être procuré sur ce marché.”
Citation : art. 53 LPGA, n. 568 S'il n'existe dès le départ aucun droit à prestations (p. ex. parÎ qu'aucun événement assuré n'est survenu), l'assureur peut suspendre ou adapter, avì effet ex nunc et pro futuro, des prestations déjà accordées ou en cours, sans avoir à recourir au titre de reprise qu'est le réexamen ni à la révision procédurale prévue à l'art. 53 LPGA. Cela vaut notamment pour les indemnités journalières et les indemnités comparables non durables (p. ex. Corona‑EEG / indemnités pour perte de gain), qui, selon la jurisprudenÎ, ne sont pas considérées comme des prestations de durée au sens de l'art. 17 LPGA et peuvent donc être modifiées ex nunc.
“Mai 2021 ihre Leistungen zunächst wegen eines aus ihrer Sicht dahingefallenen Kausalzusammenhangs zwischen der Vorfussproblematik und dem Ereignis vom 11. Mai 2020 per 1. Januar 2021 eingestellt (UV-act. 31). Im angefochtenen Einspracheentscheid hat sie ihre Leistungseinstellung zusätzlich auch damit begründet, dass das Ereignis vom 11. Mai 2020 nicht als Unfall und die natürliche Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden und dem Ereignis nicht mit dem erforderlichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei und sie von Beginn an nicht leistungspflichtig gewesen wäre. Auf eine Rückforderung der erbrachten Leistungen hat sie verzichtet (act. G. 1.1). Diese Vorgehensweise ist insofern nicht zu beanstanden, als der Unfallversicherer gemäss BGE 130 V 384 E. 2.3.1 die Möglichkeit hat, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung (und allenfalls Taggeld) anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision (vgl. dazu Art. 53 ATSG) einzustellen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. Es ist somit zunächst zu prüfen, ob es sich beim Ereignis vom 11. Mai 2020 um einen leistungsbegründenden Unfall gehandelt hat. Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall gemeldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung müssen über das konkrete Geschehen genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. BGE 114 V 305 E. 5b; Urteile des EVG vom 25. November 2004, U 209/04, E. 1.2, und 15. September 2004, U 234/04). Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Geschehensablauf können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Folge haben. Im Streitfall hat das Sozialversicherungsgericht zu beurteilen, ob die einzelnen Merkmale des Unfallbegriffs, insbesondere die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, gegeben sind.”
“3/2), dürfte sich ebenfalls nicht relevant auf den Umsatz ausgewirkt haben, galt doch für das Tanzen selbst eben gerade keine Maskentragpflicht. Dass die Tanzschule der Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1. bis 12. September 2021 irgendwelche Veranstaltungen nur eingeschränkt oder gar nicht hätte durchführen können, wird von der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht (vgl. Urk. 1 S. 2). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass in der Zeit vom 1. bis 12. September 2021 keine staatlichen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Kraft waren, welche den Betrieb der Tanzschule der Beschwerdeführerin massgeblich beeinträchtigt hätten (vgl. auch Musterschutzkonzept von Swissdance vom 24. Juni 2021, Urk. 3/2). Anzufügen bleibt, dass die Beschwerdeführerin aus der Tatsache, dass ihr bis Ende August 2021 eine Entschädigung ausgerichtet worden war, nichts zu ihren Gunsten ableiten kann, handelt es sich bei Taggeldleistungen doch nicht um eine Dauerleistung im Sinne von Art. 17 ATSG und können Taggeldleistungen ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 ATSG) ex nunc et pro futuro angepasst werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2016 vom 10. Juni 2016 E. 4.4; Schmid in: Hürzeler/Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Art. 16 N 30). Nachdem der Beschwerdeführerin bei denselben gesetzlichen Grundlagen wie anfangs September bis Ende August 2021 eine Entschädigung ausgerichtet worden war, erübrigen sich zudem Weiterungen zur Frage, ob der Beschwerdeführerin eine Anpassungszeit an geänderte Massnahmen zu entschädigen gewesen wäre.”
“Aus den Verfügungen vom 18. Januar (Urk. 6/47) und 23. Februar 2022 (Urk. 6/50) sowie dem Einspracheentscheid vom 9. Juni 2022 (Urk. 2) ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin einen Zusammenhang zwischen den in Kraft gewesenen Massnahmen von Bund und Kanton und der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Umsatzeinbusse verneinte. Es geht aus ihren Entscheiden somit klar hervor, von welchen Überlegungen sie sich leiten liess. Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es fehle eine Begründung, weshalb bei unveränderter Sach- und Rechtslage bis September 2021 eine Entschädigung erbracht worden sei, ab Oktober 2021 aber nicht mehr, lässt sie ausser Acht, dass es sich bei den Corona-Erwerbsersatz-Taggeldleistungen nicht um eine Dauerleistung im Sinne von Art. 17 ATSG handelt. Taggeldleistungen können grundsätzlich ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 ATSG) ex nunc et pro futuro angepasst werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_42/2016 vom 10. Juni 2016 E. 4.4; Schmid in: Hürzeler/Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Art. 16 N 30). Eine Begründung durch die Beschwerdegegnerin, weshalb der Anspruch ab Oktober 2021 anders beurteilt wurde als für die Zeit davor, war daher nicht zwingend erforderlich.”
Citation : LPGA art. 53 n. 567 Si, ultérieurement, d'autres actifs importants ou des éléments de preuve pertinents sont découverts, cela peut justifier une révision en application de l'art. 53 al. 1 LPGA et entraîner un recalcul défavorable ou le recouvrement de prestations versées en vertu de décisions déjà revêtues de l'autorité de la chose jugée.
“En effet, née le 6 août 1960, elle était âgée de 60 ans révolus lorsque la décision sur opposition a été rendue le 3 décembre 2020 et a ainsi dépassé l'âge jusqu'auquel on peut présumer qu'elle aurait pu commencer à travailler. Le fait qu'elle ne maîtrise pas le français et l'absence de toute expérience professionnelle sont des facteurs défavorables qu'il y a également lieu de prendre en considération. Partant, la prise d'un emploi par l'épouse du recourant n'est pas exigible de sa part et il n'y a pas lieu de lui imputer un revenu hypothétique dans le calcul des PC. Il s'ensuit l'admission du recours sur ce point. Les questions d'un éventuel empêchement de travailler en raison de son état de santé et du montant du revenu hypothétique peuvent dès lors rester ouvertes. 6. 6.1. Finalement, en application de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 LPC) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références citées). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L'art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 6.2. Il résulte du considérant 4 que les PC versées dès le 1er novembre 2015 qui ne tenaient pas compte de l'immeuble au Kosovo dont le recourant est propriétaire l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art.”
“Darüber hinaus bestehen keine Hinweise dafür, dass der Beschwerdeführer selbst bei der gemäss aktuellem Verfahrensstand vorzunehmenden Aufrechnung eines hypothetischen Einkommens Anspruch auf EL hätte und deshalb von der Beschwerdegegnerin vorderhand zumindest ein (reduzierter) Anspruch zu gewähren wäre, der später im Falle eines die Verwertbarkeit verneinenden Entscheids der IV-Stelle revisionsweise (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) rückwirkend zu erhöhen wäre. Vorliegend ergibt die im Gerichtsverfahren eingeholte Vergleichsrechnung, dass weder nach altem noch nach neuem Recht ein Anspruch besteht. Im Rahmen des weiteren Schriftenwechsels wies die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 26. Januar 2024 schliesslich glaubhaft darauf hin, dass aufgrund erst während des vorliegenden Verfahrens gewonnenen weiteren Erkenntnissen aus den vom Beschwerdeführer gegenüber den Steuerbehörden gemachten Angaben und entsprechend bekannt gewordener weiterer Finanzwerte (Steuererklärung des Beschwerdeführers mit erheblich höheren Vermögen [act. IIC 1 ff.] als gegenüber der Beschwerdegegnerin deklariert) die Berechnungsparameter gar inzwischen weiter zu Ungunsten des Beschwerdeführers angepasst werden müssen.”
LPGA art. 53 n. 566 Un recouvrement peut être effectué même en cas d'engagement d'octroi de prestations formellement définitif, lorsque cet engagement est indubitablement erroné et que sa rectification revêt une importanÎ considérable pour l'organisme d'assuranÎ.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG); die Kasse fordert sie vom Arbeitgeber zurück (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5, bestätigt durch Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019).”
LPGA art. 53 n. 565 Lorsque l'assureur procèÞ, conformément à la LPGA art. 53 al. 2, à une correction rétroactive de décisions formellement définitives ou de décisions rendues à la suite d'une opposition, la base juridique des prestations alors accordées disparaît. Celles-ci deviennent dès lors des prestations indûment perçues et peuvent être remboursées.
“Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht (mehr) in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer nachträglichen Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der früheren Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
RéférenÎ : LPGA, art. 53, n. 564 La caisse peut également exiger le remboursement des prestations indûment perçues, même en cas de faute de sa part.
“Ainsi, selon que l’on retienne un gain intermédiaire, erroné, de CHF 4'640.- ou, justement recalculé, de CHF 5'026.50, la perte de gain dépasse ou non le seuil des 30% du gain assuré. La rectification de l’erreur de calcul du gain intermédiaire a dès lors conduit la Caisse à constater que son assurée aurait dû être considérée comme sortie du chômage puisque son nouvel emploi était conforme aux normes du travail dit convenable selon l'art. 16 LACI, d’où son importance notable. La rectification de cette erreur porte par ailleurs sur des prestations périodiques représentant une somme de CHF 9'621.55 que la recourante ne conteste pas avoir perçue, d’où son importance notable pour ce motif également. 9.4. De ce qui précède, la Cour de céans retient que la Caisse était en droit de revenir sur sa décision (ressortant des décomptes mensuels d’indemnités selon la procédure simplifiée de l’art. 51 LPGA) de continuer de prester au-delà de la mi-janvier 2020, décision dont les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA étaient remplies. Le caractère indu des prestations versées par la Caisse à l’assurée durant la période de janvier à juin 2020 est ainsi confirmé à hauteur de CHF 9'621.55, montant dont la Caisse est dès lors en droit d’exiger de son assurée, rétroactivement, le remboursement. Et ce, indépendamment du fait que la Caisse soit seule à l’origine de cette erreur. 10. Il s’agit là des deux premières étapes – décrites ci-dessus – de la procédure de restitution de l’art. 25 LPGA. Quant à la troisième étape, relative à une remise de l’obligation de restituer la somme de CHF 9'621.55, elle sera mise œuvre, le cas échéant, par le biais d’une procédure ultérieure séparée conduite par l’administration. 10.1. En effet, aux termes de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA, la restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile. Ces deux conditions matérielles – bonne foi et situation (financière) difficile – sont cumulatives et leur réalisation est nécessaire pour que la remise de l'obligation de restituer soit accordée (arrêt TF 8C_203/2015 du 23 septembre 2015 consid.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 563 Effet temporel / récupération : Si un réexamen selon l'art. 53 LPGA est admissible, l'administration peut ensuite régler le recouvrement des prestations indûment versées conformément à l'art. 25 LPGA. Le nouveau droit aux prestations et le montant à recouvrer peuvent être tranchés formellement soit dans une décision unique, soit dans des décisions distinctes. En cas de prestations périodiques régulières ou d'une éventuelle multituÞ de cas analogues, la rectification revêt plus fréquemment une «importanÎ considérable» au sens de l'art. 53 LPGA.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; arrêts TF C 330/05 du 11 avril 2006 consid. 3 in DTA 2006 p. 218; C 80/05 du 3 février 2006 in DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. Depuis le 1er janvier 2021, le droit de demander la restitution s'éteint trois ans après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, première phrase, LPGA). Auparavant, ce droit s'éteignait un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020). Dans les deux cas, il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 133 V 579 consid. 4.1; 119 V 431 consid. 3a). 3.2. En matière de restitution, une première décision examine le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision d'octroi des prestations sont réalisées. Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable.”
“Ende Juni 2021 wies das SECO die kantonalen Amtsstellen an, die Voraussetzungen zur Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung bei Betrieben, die über eine bestehende Bewilligung verfügen und ab Juni 2021 weiterhin einen Arbeitsausfall von über 50 % geltend machen, in bestimmten Fällen zu überprüfen (vgl. vorstehend E. 3.1). Die in der Folge durch den Beschwerdegegner vorgenommene genauere Prüfung ergab, dass die Beschwerdeführerin die Anspruchsvoraussetzungen für Kurzarbeit im Zeitraum vom 1. Juni bis 11. November 2021 nicht zu erfüllen vermag, was - wie eingangs dargelegt (vorstehend E. 4) - nicht zu beanstanden ist. Die Verfügung vom 20. Mai 2021, mit welcher der Beschwerdegegner das Gesuch um Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung vom 12. Mai bis 11. November 2021 bewilligte, soweit die übrigen Anspruchsvoraussetzungen erfüllt seien (Urk. 7/3), erweist sich demnach als zweifellos unrichtig. Nachdem regelmässig wiederkehrende Leistungen sowie eine mögliche grosse Zahl analoger Fälle in Frage stehen (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, N 66 zu Art. 53 ATSG), ist deren Berichtigung sodann von erheblicher Bedeutung. Somit wurde ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigung im Zeitraum vom 1. Juni bis 11. November 2021 zu Recht verneint, weshalb die Voraussetzungen der Wiedererwägung erfüllt sind und ein Rückkommenstitel vorliegt. Für eine Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 12. August 2021 (Urk. 7/4) besteht somit keine Anspruchsgrundlage und der Beschwerdegegner zog den Entscheid zu Recht für die davor liegende Zeit in Wiedererwägung.”
“Diese Bestimmung kodifiziert die zeitliche Wirkung der Wiedererwägung von Verfügungen über Leistungen der genannten Art (BGE 129 V 433 E. 5.1; 110 V 291 E. 3b). Dem Wortlaut nach bezieht sie sich lediglich auf die Erhöhung, mithin auf bereits laufende Leistungen. Soweit es um die Beurteilung eines spezifisch invalidenversicherungsrechtlichen Gesichtspunkts geht (vgl. Urteil 8C_624/2021 vom 1. Juni 2022 E. 4.2.1), wird sie nach der Rechtsprechung analog auf Fälle angewendet, in denen sich die Abweisung eines Leistungsbegehrens nachträglich als zweifellos unrichtig erweist. Denn eine unterschiedliche Regelung der zeitlichen Wirkung der Wiedererwägung, je nachdem, ob dem oder der Versicherten zu Unrecht keine oder eine zu tiefe Leistung zugesprochen worden ist, liesse sich nicht halten (BGE 110 V 291 E. 3d; bestätigt in BGE 129 V 433 E. 5.2; Thomas Flückiger, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, Basel 2020, N. 86 zu Art. 53 ATSG).”
“Januar 2021 in Kraft getretenen Fassung), nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung (gemäss der bis zum 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung) respektive seit der Auszahlung (gemäss der seit 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Fassung) der einzelnen Leistung. Die Verwirkungsbestimmungen des neuen Rechts sind auf altrechtliche Ansprüche anwendbar, sofern diese vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts entstanden und fällig, aber vor diesem Zeitpunkt noch nicht verjährt oder verwirkt sind (BGE 131 V 425 E. 5.2; vgl. auch IV-Rundschreiben Nr. 406 vom 22. Dezember 2020, angepasst am 31. März 2021). Die Rückforderung ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebend sind. Die zuständige Behörde hat dabei materiell über zweierlei zu verfügen (bzw. einspracheweise zu entscheiden): einerseits über den "neuen" Leistungsanspruch an sich (Wiedererwägung oder prozessuale Revision, vgl. Art. 53 ATSG), anderseits über den Umfang der Rückforderung (Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV; SR 830.11]). Es steht ihr grundsätzlich frei, formell beides in eine Verfügung zu verpacken oder in separaten Verfügungen zunächst über den neuen Anspruch auf Familienzulagen und in einem späteren Zeitpunkt über den Rückforderungsbetrag zu entscheiden (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Mai 2019, 9C_158/2019, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Nachdem gestützt auf die vorstehenden Erwägungen feststeht, dass die Beschwerdeführerin vom 1. September 2018 bis 31. Oktober 2022 ohne Gesetzesgrundlage Kinderzulagen nach dem FamZG bezogen hat, erweist sich die ursprüngliche Zusprache der Zulagen als unrichtig. Eine gesetzwidrige Leistungszusprechung gilt regelmässig als zweifellos unrichtig (BGE 126 V 399 E. 2bb mit Hinweis) und erfüllt daher die Voraussetzung für eine Wiedererwägung der seither verfügten und ausbezahlten Kinderzulagen durch die Beschwerdegegnerin.”
LPGA art. 53 n. 562 S'il existe un motif procédural de révision, la décision initiale est privée de sa base factuelle. Un nouvel examen matériel complet au fond doit avoir lieu.
“Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen nach Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Liegt ein prozessualer Revisionsgrund vor, ist dem ursprünglichen Entscheid die tatbeständliche Grundlage entzogen. Es hat eine uneingeschränkte materiellrechtliche Neuprüfung stattzufinden (BGE 129 V 211 E. 3.2.2; vgl. auch THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, ATSG, 2020, N. 35 zu Art. 53 ATSG).”
Citation : LPGA art. 53 n. 561 Une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA peut être justifiée lorsque, après le prononcé de la décision, des faits nouveaux ou des éléments de preuve substantiels dans le domaine des coûts de logement sont présentés, rendant nécessaire un recalcul des frais de loyer imputables ou des revenus locatifs résultant d'une mise en location (p. ex. coûts de logement imputables constatés pour la première fois, sous-location / revenus de location).
“Es ist letztinstanzlich unbestritten, dass bezüglich der Wohnkosten ein Grund für eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der ursprünglichen Verfügungen vorliegt und deshalb eine Neuberechnung der jährlichen Ergänzungsleistungen zu erfolgen hat. Streitig ist demgegenüber die korrekte Berechnung der anrechenbaren Wohnkosten des Beschwerdeführers: Während das kantonale Gericht hierfür vom tatsächlich bezahlten Mietzins unter Abzug der Untermieteinnahmen ausgeht, macht der Beschwerdeführer geltend, es habe eine Aufteilung nach Köpfen zu erfolgen; mithin sei ihm ein Drittel des tatsächlich bezahlten Mietzinses anzurechnen.”
“Unbestritten ist, dass bezüglich der Wohnkosten ein Grund für eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der ursprünglichen Verfügungen vorliegt und deshalb eine Neuberechnung der jährlichen Zusatzleistungen zu erfolgen hat. Strittig und zu prüfen ist einerseits der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Zusatzleistungen, wobei sich die Beschwerde gegen die Höhe der anrechenbaren Wohnkosten und Einnahmen aus Vermietung richtet. Andererseits ist strittig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Betrag von Fr. 33'308.-- (Ergänzungsleistungen Fr. 24'860.--, Beihilfen Fr. 4'848.-- und Gemeindezuschüsse Fr. 3'600.--; Urk. 8/65) für von 1. Januar 2020 bis 30. November 2023 zu viel geleisteten Zusatzleistungen von der Beschwerdeführerin zurückgefordert hat.”
En cas de retour conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, il n'existe aucun délai pour la réouverture elle-même ; toutefois, les délais de remboursement prévus à l'art. 25 al. 2 LPGA sont applicables.
“La détermination du dies a quo est interprétée de manière restrictive ; le délai de trois ans commence à courir dès le moment où l'assureur aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restitution en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger de lui (cf. arrêt du TF 8C_677/2017 du 23 février 2018 consid. 7.1). Aussi, lorsque la restitution est imputable à une faute de l'administration, on ne saurait considérer comme point de départ du délai de l'art. 25 al. 2 LPGA le moment où l'erreur a été commise par l'administration, mais le moment auquel celle-ci aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l'occasion d'un contrôle comptable) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l'attention requise (cf. ATF 146 V 217 consid. 2.2 ; arrêt du TF 8C_652/2012 du 6 décembre 2012 consid. 6). 4.3 En l'occurrence, il a été démontré que, par décision du 20 février 2023, l'autorité inférieure a reconsidéré sa décision d'octroi d'indemnités en application de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. supra consid. 3). Or, la reconsidération n'est soumise à aucun délai ; seuls s'appliquent les délais applicables à la restitution des prestations (cf. supra 4.2.2 s.). Sur ce point, il faut d'abord relever que la jurisprudence non publiée citée par la recourante - qui indique, en évoquant l'art. 67 PA, qu'une date limite à la reconsidération était souhaitable dans l'intérêt de la sécurité du droit (cf. arrêt du TF I 276/04 du 28 juillet 2004 consid. 2.1) - n'est plus d'actualité depuis l'arrêt publié aux ATF 140 V 514 consid. 3 qui tranche sans équivoque possible le point. De plus, même s'il n'est question dans cet arrêt que du seul délai absolu de dix ans de l'art. 67 PA, on ne saisit pas en quoi il pourrait en aller différemment pour le délai relatif de 90 jours. En effet, dans un cas comme dans l'autre, les délais de l'art. 25 al. 2 LPGA suffisent à satisfaire aux exigences du principe de la sécurité du droit (cf. ATF 140 V 514 consid. 3.5). En outre, le renvoi de l'art. 55 LPGA ne peut opérer puisque la PA ne traite pas de la reconsidération - à l'exclusion de l'art.”
Pour les décisions formellement devenues définitives, un recouvrement n'est possible que si les conditions du réexamen sont remplies ; cela suppose une erreur incontestable de la décision et que sa rectification ait une importanÎ considérable (art. 53 al. 2 LPGA).
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
En cas d'engagements informels, l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur ceux-ci dans les 30 jours suivant leur prononcé sans titre de reprise ; passé ce délai, pour revenir sur sa décision, il doit se fonder sur un titre de reprise au sens de l'art. 53 LPGA.
“90 Tagen und einem Jahr Zeit hat, eine formelle Verfügung zu verlangen, kann der Versicherungsträger nur innerhalb von einer Frist von 30 Tagen ab Erlass des formlosen Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen. Danach muss er sich dafür auf einen Rückkommenstitel nach Art. 53 ATSG berufen können (Kieser, a.a.O., Art. 51 N 20 ff., N 29 und N 31). Unrechtmässig ausgerichtete Corona-Erwerbsausfallentschädigungen können zurückgefordert werden (Art. 1 Abs. 1 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG), falls die Voraussetzungen für ein revisions- oder wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die ursprüngliche Verfügung (oder formlose Leistungszusprechung; vgl. Art. 8 Abs. 5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall) gemäss Art. 53 ATSG erfüllt sind (BGE 138 V 324 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Mit Abrechnung vom 18. Januar 2021 sprach die Beschwerdegegnerin das Taggeld für die Zeit vom 17. September 2020 bis 31. Oktober 2020 aufgrund einer erheblichen Umsatzeinbusse bei einem Härtefall zu (act. G12.1/57). Am 10. Februar 2021 folgten die Zusprache für die Monate November und Dezember 2020 (act. G12.1/67 ff.), am 23. Februar 2021 jene für den Monat Januar 2021 (act. G12.1/75). Anschliessend verlangte die Beschwerdeführerin am 26. Mai 2021 telefonisch unter anderem eine Neuberechnung der Entschädigung und folgten diverse Kontakte, Zusendungen usw., die zum Ziel hatten, den (weiteren) Anspruch der Beschwerdeführerin auf Corona-Taggelder zu prüfen. Ihr wurde mehrfach Gelegenheit gegeben, ihre Umsatz- bzw. Erwerbseinbusse zu belegen (vgl. Sachverhalt vorstehend ab A.h.). Mit Verfügung vom 2.”
Citation : LPGA art. 53 n. 557 Par réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, une décision formellement devenue définitive peut être corrigée rétroactivement ; ce faisant, le fondement juridique des prestations initialement versées disparaît, si bien que celles-ci sont considérées comme indûment perçues et doivent être remboursées.
“Die Beschwerdegegnerin berechnet den Liegenschaftsertrag gemäss den vorliegenden Akten anhand des durchschnittlichen Liegenschaftsertrages während der Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Baute unter Abzug der zulässigen Pauschale und des Hypothekarzinses. Im Lichte der vorab zitierten Rechtsprechung (vgl. Ziff. 6.1. hiervor) ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht gerügt. 6. 6.1. Nach Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 6.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellungen des Sachverhalts. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG ist sie jederzeit möglich (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für ursprünglich zugesprochene Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Unrechtmässige bezogene Leistungen sind in demjenigen Umfang zurückzuerstatten, in dem sie ausgerichtet wurden (Urteil des Bundesgerichts 9C_564/2009, E.6.5 vom 22. Januar 2010). 6.3. Die Beschwerdegegnerin fordert mit Verfügungen vom 19. März 2019 für den Zeitraum von Dezember 2017 bis Februar 2019 Ergänzungsleistungen in der Höhe von CHF 36'211.00 und kantonale Beihilfen über den Betrag von CHF 336.00 und mit Verfügung vom 24. April 2019 für den Zeitraum von Januar 2018 bis zum 23. Juli 2018 Krankheitskosten im Umfang von CHF 1'000.”
Sur la base de l'art. 53 al. 1 LPGA, une rente d'invalidité peut être réduite ou supprimée. La décision peut produire effet ex nunc et pro futuro; dans des cas particuliers, un effet rétroactif (ex tunc) est également possible (voir art. 88bis RAI). Selon la jurisprudenÎ citée, l'effet rétroactif intervient notamment lorsque la prestation a été indûment perçue ou lorsque l'obligation raisonnable de déclaration (art. 77 RAI) n'a pas été respectée.
“Eine Invalidenrente kann gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG (Anpassung an geänderte tatsächliche Verhältnisse), Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) oder Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) - herabgesetzt oder aufgehoben werden (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). Die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV in der seit 1. Januar 2015 in Kraft stehenden Fassung erfolgt rückwirkend ab Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung, wenn der Bezüger oder die Bezügerin die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihm oder ihr nach Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist, unabhängig davon, ob die Verletzung der Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war.”
RéférenÎ: LPGA art. 53 n. 555 Moment et critère d'examen: Pour apprécier si une décision formellement devenue définitive est « manifestement erronée », c'est la situation de fait et de droit déterminante telle qu'elle prévalait au moment de l'édiction de la décision initiale qui fait foi, y compris la pratique et la jurisprudenÎ alors en vigueur. Des modifications ultérieures de la jurisprudenÎ ou de la pratique, ainsi que des connaissances postérieures, ne justifient en principe pas un réexamen.
“Eine Meldepflichtverletzung hat er dadurch jedoch nicht begangen, da er wohl davon ausgegangen ist, dass seine Ehefrau mindestens den doppelten Mindestbeitrag bezahlt, sodass seine Beiträge als bezahlt gelten (vgl. Urteil vom 11. Februar 2021, Verfahren Nr. 710 20 213/41, E. 3). Es kommt hinzu, dass seine Einkommenssituation auch den jährlichen Steuermeldungen zu entnehmen war. In Bezug auf die Beschwerdeführerin selber, namentlich in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit, liegen keine neuen Tatsachen vor. Die Höhe des von der Beschwerdeführerin erzielten Einkommens war der Beschwerdegegnerin bekannt und die Organisation der Einzelunternehmung C.____ blieb unverändert. Unter diesen Umständen fällt eine Änderung der Verfügungen gestützt auf die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ausser Betracht. Zu prüfen ist indessen nachfolgend, ob die ursprünglichen Verfügungen in Wiedererwägung gezogen werden können (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Gemäss dem gestützt auf Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG auch im Beitragsbereich der AHV anwendbaren Art. 53 Abs. 2 ATSG können die Ausgleichskassen formell rechtskräftige Verfügungen in Wiedererwägung ziehen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Frage der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, die im Zeitpunkt des damaligen Verfügungserlasses bestand (BGE 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine gesetzeswidrige Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde, wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden oder eine klare höchstrichterliche Praxis nicht beachtet wurde.”
“53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont « nouveaux » au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c’est que le moyen de preuve ne serve pas à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références citées ; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). d) Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 140 V 77 consid. 3.1 ; 138 V 147 ; 119 V 475 consid. 5b/cc). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 115 V 308 consid. 4a/dd ; 135 V 215 consid. 5 et les références citées). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG sind praxisgemäss nach der Aktenlage zu beurteilen, wie sie sich im Zeitpunkt des Erlasses der in Wiedererwägung zu ziehenden Verfügung - hier vom 8. Februar 2000 - dargeboten hat (vgl. BGE 125 V 383 E. 3; Urteil 8C_563/2023 vom 7. März 2024 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Nach der Rechtsprechung ist das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt war oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (in BGE 147 V 55 nicht, aber in SVR 2021 UV Nr. 1 S. 1 veröffentlichte E. 6. 1 des Urteils 8C_72/2020 vom 26. August 2022; SVR 2019 UV Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 E. 7.1). Eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung kann auch bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein.”
“Le principe et les conditions de la reconsidération d'une décision entrée en force sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Dès lors, la reconsidération est soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée (art. 53 al. 2 LPGA), il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 141 V 405 consid.”
“1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont « nouveaux » au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c’est que le moyen de preuve ne serve pas à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références citées ; TF 8C_531/2020 du 3 mai 2021 consid. 2.3). bb) Aux termes de l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références citées). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
LPGA art. 53 n. 554 La stabilité juridique des mesures professionnelles à durée déterminée ne couvre que la durée fixée lors de leur octroi ; elle est donc — contrairement aux prestations durables (p. ex. rente) — limitée au terme convenu.
“Bei dieser Ausgangslage ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Verfügung vom 27. Juli 2011 könne nicht in Wiedererwägung gezogen werden, da kein Revisions- oder Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 ATSG vorliege (Urk. 1 S. 5), nicht stichhaltig. Denn die Mitteilung vom 27. Juli 2011 bezog sich in zeitlicher Hinsicht allein auf die Ausbildung an der Hotelfachschule vom 16. Januar 2012 bis 15. Januar 2014 (Urk. 7/269). Der Endpunkt der Umschulung war damit bei der Zusprechung der beruflichen Massnahme bereits bestimmt und die Rechtsbeständigkeit dieser Mitteilung wurde - im Gegensatz zu Dauerleistungen wie etwa eine Rente (vgl. BGE 136 V 369 E. 3.1.1) - auf diese Dauer der gewährten beruflichen Massnahme beschränkt (vgl. SVR 2011 IV Nr. 15 S. 40, 9C_782/2009 E. 2 und E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2016 vom 10. März 2017 E. 4.3). Hinzu kommt, dass die Mitteilung vom 27. Juli 2011 (Urk. 7/215) mit Mitteilung vom 26. Februar 2013 (Urk. 7/269) aufgehoben wurde. Auch hat die Beschwerdegegnerin spätestens mit Mitteilung vom 25. April 2014 (Urk. 7/280) klargestellt, dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden, ein neues Gesuch zu stellen ist und allfällige Leistungen zur Fortführung der angefangenen Ausbildung an der Hotelfachschule jedenfalls eine bestandene Nachpromotionsprüfung sowie einen Ausbildungsplatz voraussetzen.”
“Nachdem der Beschwerdeführer die mit der Hotelfachschule H.___ vereinbarte Fortsetzung seiner Ausbildung per 13. Januar 2014 (Urk. 7/276) und die für diese Fortsetzung vorausgesetzte Nachpromotionsprüfung sowie die PC-Prüfungen vom 21. Oktober 2013 (Urk. 7/277) nicht angetreten hatte (Urk. 7/279/1-2), schloss die Beschwerdegegnerin den Beratungsauftrag mit Mitteilung vom 25. April 2014 mit dem Hinweis ab, der Beschwerdeführer könne ein schriftliches Zusatzgesuch einreichen, wenn er die Ausbildung zu einem späteren Zeitpunkt fortführen wolle. Dem Gesuch sei eine Bestätigung der bestandenen Nachpromotionsprüfung und eine Bestätigung des Ausbildungsplatzes beizulegen (Urk. 7/280). Diese Mitteilung wurde ebenfalls ohne Einwände entgegengenommen und es wurde wiederum keine anfechtbare Verfügung verlangt. 3.1.2 Bei dieser Ausgangslage ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Verfügung vom 27. Juli 2011 könne nicht in Wiedererwägung gezogen werden, da kein Revisions- oder Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 ATSG vorliege (Urk. 1 S. 5), nicht stichhaltig. Denn die Mitteilung vom 27. Juli 2011 bezog sich in zeitlicher Hinsicht allein auf die Ausbildung an der Hotelfachschule vom 16. Januar 2012 bis 15. Januar 2014 (Urk. 7/269). Der Endpunkt der Umschulung war damit bei der Zusprechung der beruflichen Massnahme bereits bestimmt und die Rechtsbeständigkeit dieser Mitteilung wurde - im Gegensatz zu Dauerleistungen wie etwa eine Rente (vgl. BGE 136 V 369 E. 3.1.1) - auf diese Dauer der gewährten beruflichen Massnahme beschränkt (vgl. SVR 2011 IV Nr. 15 S. 40, 9C_782/2009 E. 2 und E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2016 vom 10. März 2017 E. 4.3). Hinzu kommt, dass die Mitteilung vom 27. Juli 2011 (Urk. 7/215) mit Mitteilung vom 26. Februar 2013 (Urk. 7/269) aufgehoben wurde. Auch hat die Beschwerdegegnerin spätestens mit Mitteilung vom 25. April 2014 (Urk. 7/280) klargestellt, dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden, ein neues Gesuch zu stellen ist und allfällige Leistungen zur Fortführung der angefangenen Ausbildung an der Hotelfachschule jedenfalls eine bestandene Nachpromotionsprüfung sowie einen Ausbildungsplatz voraussetzen.”
“Nachdem der Beschwerdeführer die mit der Hotelfachschule H.___ vereinbarte Fortsetzung seiner Ausbildung per 13. Januar 2014 (Urk. 7/276) und die für diese Fortsetzung vorausgesetzte Nachpromotionsprüfung sowie die PC-Prüfungen vom 21. Oktober 2013 (Urk. 7/277) nicht angetreten hatte (Urk. 7/279/1-2), schloss die Beschwerdegegnerin den Beratungsauftrag mit Mitteilung vom 25. April 2014 mit dem Hinweis ab, der Beschwerdeführer könne ein schriftliches Zusatzgesuch einreichen, wenn er die Ausbildung zu einem späteren Zeitpunkt fortführen wolle. Dem Gesuch sei eine Bestätigung der bestandenen Nachpromotionsprüfung und eine Bestätigung des Ausbildungsplatzes beizulegen (Urk. 7/280). Diese Mitteilung wurde ebenfalls ohne Einwände entgegengenommen und es wurde wiederum keine anfechtbare Verfügung verlangt. 3.1.2 Bei dieser Ausgangslage ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Verfügung vom 27. Juli 2011 könne nicht in Wiedererwägung gezogen werden, da kein Revisions- oder Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 ATSG vorliege (Urk. 1 S. 5), nicht stichhaltig. Denn die Mitteilung vom 27. Juli 2011 bezog sich in zeitlicher Hinsicht allein auf die Ausbildung an der Hotelfachschule vom 16. Januar 2012 bis 15. Januar 2014 (Urk. 7/269). Der Endpunkt der Umschulung war damit bei der Zusprechung der beruflichen Massnahme bereits bestimmt und die Rechtsbeständigkeit dieser Mitteilung wurde - im Gegensatz zu Dauerleistungen wie etwa eine Rente (vgl. BGE 136 V 369 E. 3.1.1) - auf diese Dauer der gewährten beruflichen Massnahme beschränkt (vgl. SVR 2011 IV Nr. 15 S. 40, 9C_782/2009 E. 2 und E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2016 vom 10. März 2017 E. 4.3). Hinzu kommt, dass die Mitteilung vom 27. Juli 2011 (Urk. 7/215) mit Mitteilung vom 26. Februar 2013 (Urk. 7/269) aufgehoben wurde. Auch hat die Beschwerdegegnerin spätestens mit Mitteilung vom 25. April 2014 (Urk. 7/280) klargestellt, dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden, ein neues Gesuch zu stellen ist und allfällige Leistungen zur Fortführung der angefangenen Ausbildung an der Hotelfachschule jedenfalls eine bestandene Nachpromotionsprüfung sowie einen Ausbildungsplatz voraussetzen.”
Citation : LPGA, art. 53, n. 553 Pour les prestations périodiques et continues, une inexactituÞ manifeste de la décision satisfait généralement à la condition selon laquelle sa rectification est d'une importanÎ considérable. Le réexamen visé à l'art. 53 al. 2 LPGA a pour objet de corriger une application du droit initialement erronée ou des constatations inexactes et est possible indépendamment d'un motif matériel de révision.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). 1.6 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
LPGA art. 53 n. 552 Le délai relatif de 90 jours commenÎ à courir à compter de la connaissanÎ, de bonne foi et suffisamment certaine, du nouveau fait pertinent ou du nouvel élément de preuve. L'organe d'assuranÎ doit procéder à un examen et/ou prendre une décision dès qu'il a connaissanÎ de tels nouveaux éléments. Le délai est réputé respecté si la personne assurée dépose une demanÞ de révision dans les 90 jours ou si l'organe d'assuranÎ rend une décision correspondante dans ce délai.
“1), qu'en outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt attaqué et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte, que les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas été prouvés, au détriment de la partie requérante, que dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid. 5.1 ss ; 143 V 105 consid. 2.3) ; que sur le plan procédural, en vertu de l’art. 67 al. 1 PA (loi fédérale sur la procédure administrative ; RS 172.021), applicable en cas de demande de révision auprès de l’autorité de recours, ainsi que par analogie dans le cadre de l’art. 53 al. 1 LPGA (par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA), la demande doit être adressé par écrit dans les nonante jours qui suivent la découverte du motif de révision (délai relatif), mais au plus tard dix ans après la notification de la décision sur recours (délai absolu), que le moment à partir duquel la personne assurée aurait pu découvrir le motif de révision invoqué se détermine selon le principe de la bonne foi, le délai de nonante jours commençant à courir dès le moment où elle a une connaissance suffisamment sûre du fait nouveau ou du moyen de preuve déterminant pour pouvoir l’invoquer, même si elle n’est pas en mesure d’en apporter une preuve certaine (Moser-Szeless op. cit. n° 61 ad. art. 53 LPGA), que l’assureur doit rendre une décision sur la requête de révision, qui peut à son tour être contestée par la voie de l’opposition, notamment en matière d’assurance-chômage (Moser-Szeless op. cit. n.° 65 ad. art. 53), qu’en revanche, l’assureur n’est pas tenu de revenir sur ses décisions qui réalisent les conditions de l’art. 53 al. 2 et le juge ne peut l’y contraindre, la reconsidération étant une faculté relevant de son pouvoir d’appréciation et non un droit de la personne assurée (ibid. n.° 88 à 90 ad. art. 53 LPGA), qu’aucune voie de droit n’est ouverte contre un refus d’entrer en matière sur une demande de reconsidération, qui ne peut faire l’objet d’une opposition ou d’un contrôle en justice, à moins qu’il ne ressorte des motifs de la décision que l’assureur a en réalité examiné les conditions de la reconsidération malgré son intitulé de non-entrée en matière (ibid. n.° 90 et 91 ad. art. 53 LPGA) ; attendu qu’en l’espèce, la décision sur opposition du 19 août 2015 n’a pas fait l’objet d’un recours, est entrée en force de chose décidée et devenue exécutoire, que cette décision est donc susceptible de révision ou de reconsidération ; attendu que la Caisse n’est en l’occurrence pas entrée en matière sur la demande du recourant en ce qu’elle portait sur une reconsidération, faisant usage de son pouvoir d’appréciation sur cette question, qu’il convient ainsi de déclarer irrecevable le recours du 11 septembre 2021 dans la mesure où il porte sur le refus de la Caisse d’entrer en matière sur sa demande de reconsidération, aucune voie de droit n’étant ouverte à cet égard in casu, conformément aux principes rappelés ci-avant ; attendu que s’agissant de la révision procédurale, le recourant a fait valoir comme motifs le fait que la société U.”
“Nel valutare se si è in presenza di un nuovo mezzo di prova va applicato un rigore accresciuto, atteso che la revisione, quale rimedio giuridico straordinario, non ha quale scopo quello di colmare leggerezze procedurali successivamente all’emanazione della decisione di cui si chiede la revisione (STF 8C_197/2013 del 28 maggio 2013 consid. 2.2. e 8C_523/2012 del 7 novembre 2012 consid. 3.3.1. con molteplici rinvii giurisprudenziali). La revisione processuale può essere iniziata d’ufficio o su richiesta e l’assicuratore non dispone di un margine d’apprezzamento, nel senso che esso deve procedere in tal senso non appena viene a conoscenza di nuovi fatti rilevanti o di nuovi mezzi di prova, a prescindere dal fatto che vi sia stata un’esplicita richiesta di revisione (Flückiger, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA con rinvii dottrinali; Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 2020, n. 36 ad art. 53 LPGA). Per costante giurisprudenza, i fatti nuovi e nuovi mezzi di prova devono essere fatti valere, di principio, entro novanta giorni dalla loro scoperta (termine relativo), rispettivamente entro dieci anni dalla notifica della decisione (termine assoluto); trattasi di termini di perenzione. Il termine di novanta giorni inizia a decorrere con la conoscenza certa del fatto nuovo o del nuovo mezzo di prova secondo il principio della buona fede ed è salvaguardato se il richiedente presenta una richiesta di revisione processuale o se l’assicuratore emana una decisione entro tale termine (nell’assicurazione invalidità è sufficiente il preavviso) (STF 9C_457/2022 del 3 aprile 2023 consid. 3.2. e seg.; Forster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrechts, in: RBS 2021, n. 14 e 16 ad art. 53 LPGA; Flückiger, op. cit., n. 47-54 ad art. 53 LPGA; Kieser, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA e Mächler, Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, n.”
Citation : LPGA art. 53 n. 551 art. 53 codifie la jurisprudenÎ antérieure. Il distingue le motif de révision fondé sur des faits ou éléments de preuve nouvellement découverts et auparavant impossibles à produire de la possibilité pour l'assureur de rectifier des décisions revêtues de l'autorité de la chose jugée lorsqu'elles présentent une erreur manifeste et revêtent une importanÎ considérable. Les conditions développées par la jurisprudenÎ antérieure à la LPGA demeurent toutefois déterminantes.
“Per l'art. 53 cpv. 1 LPGA, le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza. Per il cpv. 2 dell'art. 53 LPGA, l'assicuratore può tornare sulle decisioni o sulle decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato se è provato che erano manifestamente errate e se la loro rettifica ha una notevole importanza. L'allora TFA (dal 1° gennaio 2007: Tribunale federale) ha stabilito che, in ambito di restituzione delle prestazioni, i principi applicabili al diritto precedentemente in vigore sono ancora attuali (STFA K 147/03 del 12 marzo 2004 = DTF 130 V 318). Dalla riconsiderazione (o riesame) va dunque distinta la revisione processuale delle decisioni amministrative. Per analogia con la revisione processuale delle decisioni emanate dalle autorità giudiziarie, l'amministrazione è tenuta a procedere alla revisione di una decisione formalmente cresciuta in giudicato quando sono scoperti fatti nuovi o nuovi mezzi di prova atti ad indurre ad una conclusione giuridica differente (DTF 129 V 110, DTF 126 V 42 consid. 2b con rinvii; STFA C 191/02 del 15 luglio 2003; STFA I 339/01 del 29 novembre 2002).”
“La restituzione non deve essere chiesta se l'interessato era in buona fede e verrebbe a trovarsi in gravi difficoltà. I principi giurisprudenziali attinenti alla restituzione di prestazioni elaborati dal TF anteriormente alla LPGA conservano tutta la loro validità anche sotto l’egida di questa legge (cfr. STF 8C_938/2008 del 22 settembre 2009 consid. 3.1.; DTF 130 V 318 consid. 5). L'obbligo di restituzione presuppone che siano adempiute le condizioni di una riconsiderazione o di una revisione della decisione con la quale sono state attribuite le prestazioni (cfr. STF 8C_665/2020 dell’8 giugno 2021 consid. 3.2.; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 4.1.; STF 8C 565/2016 del 26 ottobre 2016 consid. 2; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; DTF 129 V 110 consid. 1.1; DLA 2006 p. 218 e DLA 2006 pag. 158). La riconsiderazione e la revisione sono ormai esplicitamente regolate all'art. 53 LPGA, che ha codificato la giurisprudenza anteriore alla sua entrata in vigore (cfr. STF U 408/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; STF K 147/03 del 12 marzo 2004; STF U 149/03 del 22 marzo 2004; STF I 133/04 dell'8 febbraio 2005). Analogamente alla revisione delle sentenze delle autorità giudiziarie, l'amministrazione deve procedere alla revisione processuale di una decisione cresciuta in giudicato quando sono scoperti nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre a una conclusione giuridica differente (cfr. art. 53 cpv. 1 LPGA; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STF U 409/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; SVR 2004 ALV N° 14; DTF 127 V 466 consid. 2 a pag. 469). Più precisamente le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza (cfr.”
“1 LPGA stabilisce che le prestazioni indebitamente riscosse devono essere restituite. La restituzione non deve essere chiesta se l'interessato era in buona fede e verrebbe a trovarsi in gravi difficoltà. I principi giurisprudenziali attinenti alla restituzione di prestazioni elaborati dal Tribunale federale anteriormente alla LPGA conservano tutta la loro validità anche sotto l’egida di questa legge (cfr. STF 8C_938/2008 del 22 settembre 2009 consid. 3.1.; DTF 130 V 318 consid. 5). L'obbligo di restituzione presuppone che siano adempiute le condizioni di una riconsiderazione o di una revisione della decisione con la quale sono state attribuite le prestazioni (cfr. STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 4.1.; STF 8C 565/2016 del 26 ottobre 2016 consid. 2; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; DTF 129 V 110 consid. 1.1; DLA 2006 p. 218 e DLA 2006 pag. 158). La riconsiderazione e la revisione sono ormai esplicitamente regolate all'art. 53 LPGA, che ha codificato la giurisprudenza anteriore alla sua entrata in vigore (cfr. STF U 408/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; STF K 147/03 del 12 marzo 2004; STF U 149/03 del 22 marzo 2004; STF I 133/04 dell'8 febbraio 2005). Analogamente alla revisione delle sentenze delle autorità giudiziarie, l'amministrazione deve procedere alla revisione processuale di una decisione cresciuta in giudicato quando sono scoperti nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre a una conclusione giuridica differente (cfr. art. 53 cpv. 1 LPGA; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STF U 409/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; SVR 2004 ALV N° 14; DTF 127 V 466 consid. 2 a pag. 469). Più precisamente le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza (cfr.”
Des réexamens répétés et des recalculs qui ne sont pas clairement compréhensibles pour les destinataires peuvent rendre la procédure indûment complexe et porter atteinte aux exigences procédurales. Une telle pratique peut remettre en question l'application de l'art. 53 al. 2 LPGA (rectification de décisions formellement définitives manifestement erronées), notamment lorsque les motifs du retrait ou de la réévaluation ne sont pas communiqués de manière compréhensible à la personne concernée.
“Il a en effet rendu pas moins de six décisions en dates des 6 décembre, 19 décembre 2022, 17 avril, 1er juin, 17 juillet et 26 juillet 2023 sur le droit aux prestations durant le 1er semestre 2023, sans jamais mentionner – à l’exception de l’explication motivant la nouvelle décision du 1er juin 2023, liée au montant des primes d’assurance-maladie – les motifs de la reconsidération de ses précédentes décisions. On soulignera de plus que la recourante s’est opposée à la décision du 17 juillet – relative aux prestations complémentaires du 1er janvier au 31 juillet 2023 notamment – et que l’intimé s’est une nouvelle fois prononcé, non pas sur opposition comme il l’aurait dû, mais par une simple décision encore une fois sujette à opposition le 26 juillet 2023 sur le droit aux prestations pour une période partiellement identique, puisqu’elle porte sur le droit aux prestations du 1er février au 31 juillet 2023. Un tel procédé n’est pas conforme aux exigences procédurales. Comme le Tribunal fédéral l’a rappelé à l’intimé, celui-ci est tenu de soumettre aux administrés des calculs clairs et compréhensibles (arrêt du Tribunal fédéral 9C_777/2013 du 13 février 2014 consid. 5.3). Bien qu’une décision manifestement erronée, même entrée en force, puisse en principe faire l’objet d’une reconsidération en vertu de l’art. 53 al. 2 LPGA, le fait pour l’intimé de reprendre à réitérées reprises et sans motif clairement reconnaissable pour le destinataire des décisions le calcul des prestations complexifie de manière inacceptable la procédure, et contribue à opacifier les calculs portant sur d’éventuels trop-perçus. Il n’est pas anodin de relever que ceux-ci semblent nébuleux même pour l’intimé, lequel a admis dans sa décision du 24 août 2023 une erreur dans ses précédents décomptes, découlant précisément du fait que les décisions rendues en juillet 2023 portaient sur des périodes partiellement identiques. Au vu de ces éléments, il convient de rappeler une nouvelle fois à l’intimé les obligations que le Tribunal fédéral a déjà soulignées en la matière. 5. Selon la LPC dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, les personnes qui ont leur domicile et leur résidence habituelle en Suisse et qui remplissent les conditions (personnelles) prévues aux art. 4, 6 et 8 LPC ont droit à des prestations complémentaires.”
Citation : LPGA art. 53 n. 549 La non‑production en temps utile de rapports ne justifie en règle générale pas une requête en révision au sens du LPGA art. 53 al. 1, dans la mesure où la personne assurée était déjà représentée par un avocat lors de la procédure antérieure. La requête en révision doit démontrer que les moyens de preuve n'ont pas pu être apportés dans la procédure initiale malgré la diligenÎ requise ; la simple communication ultérieure de nouvelles expertises spécialisées ne suffit pas si celles‑ci se fondent sur des documents déjà existants ou accessibles à l'époque, ou si elles sont produites sans expliquer pourquoi leur production n'a pas été possible plus tôt.
“Ob dieser Bericht vorliegend zu beachten sei, könne offen bleiben, da er ohnehin keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG darstelle. Soweit Dr. med. C.________ darin Berichte und Befunde interpretiere, die bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 bestanden hätten, sei darauf hinzuweisen, dass eine andere medizinische Beurteilung an sich keinen Revisionsgrund bilde. Weiter habe Dr. med. C.________ im letztgenannten Bericht auf Untersuchungen der Neurologen Dres. med. E.________ vom 2. Juli 2008 und F.________ vom 11. März 2009 verwiesen. Entsprechende Berichte seien in den Akten weder vorhanden noch erwähnt, weshalb davon auszugehen sei, dass sie der Suva nicht vorgelegt worden seien. Die Beschwerdeführerin äussere sich nicht dazu, weshalb sie diese von Dr. med. C.________ angeführten Berichte nicht rechtzeitig habe vorlegen können. Sie sei bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 anwaltlich vertreten gewesen. Somit könnten die Berichte der Dres. med. E.________ und F.________ sowie die diesbezüglichen Ausführungen des Dr. med. C.________ auch keinen Revisionsgrund nach Art.”
“Entsprechend hat die gesuchstellende Person im Revisionsgesuch darzutun, dass sie die Beweismittel im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt nicht beibringen konnte (BGE 138 II 386 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_644/2022 vom 8. Februar 2023 E. 4.1.1 mit weiteren Hinweisen). Die Beschwerdeführerin machte weder im Revisionsgesuch vom 16. September 2020 (Urk. 7/109) noch mit der Beschwerde in diesem Verfahren geltend, die Beibringung der Tatsachen und Beweismittel, die sie nunmehr anruft, sei ihr im ursprünglichen Verfahren nicht möglich gewesen. Insbesondere legte sie nicht dar, weshalb sie mittels Anfechtung der Verfügung vom 11. September 2015 die Beweiskraft der Expertise von Dr. A.___ nicht hätte in Zweifel ziehen und dabei die nunmehr geltend gemachte ungenügende Erhebung und Berücksichtigung ihrer traumatischen Kindheitserlebnisse respektive ihrer Psychostruktur bei der Beurteilung ihres Gesundheitszustandes hätte monieren können. Bereits in formeller Hinsicht erfüllt das Revisionsgesuch folglich die gesetzlichen Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 1 ATSG (E. 1.3.2) nicht.”
“Die Vorinstanz verneinte die Voraussetzungen der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG im Wesentlichen mit der Begründung, es wäre dem Beschwerdeführer resp. dessen Eltern möglich gewesen, die erforderlichen Beweise schon früher beizubringen. Ausserdem wäre es ihm unbenommen gewesen, im Vorbescheidverfahren gegen den vorgesehenen zweifellos unrichtigen Entscheid zu opponieren resp. die entsprechende Verfügung mittels Beschwerde anzufechten, was er indessen nicht getan habe.”
Lors de la balanÎ des intérêts au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, la durée écoulée depuis l'octroi indu des prestations doit être prise en compte comme une circonstanÎ du cas d'espèÎ. Il n'existe pas de seuil chiffré applicable de manière générale ; toutefois, en principe, l'intérêt de l'administration à une application correcte du droit pèse d'autant moins, par rapport à l'intérêt à la sécurité juridique, que le montant des prestations indûment versées est moins élevé.
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des BGer vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des BGer vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind.”
Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'autorité ne dispose que d'une compétenÎ facultative de révision ou de réexamen ; elle n'est pas tenue d'intervenir. Un tribunal ne peut pas contraindre l'autorité à se prononcer de nouveau sur le fond dans un tel cas ; un recours formé contre la décision de non‑entrée a été déclaré irrecevable. Par ailleurs, le dépôt tardif d'une demanÞ de révision / de réexamen peut entraîner que l'autorité n'entre pas en matière.
“Quant à la scintigraphie osseuse du 24 février 2023 elle ne contient pas davantage d’éléments nouveaux permettant de donner lieu à une révision. Le recourant l’admet d’ailleurs lui-même dans son écriture du 19 avril 2024. Il se limite à remettre en cause l’absence de lien de causalité retenue par l’autorité précédente dans sa décision du 14 décembre 2022. Or, il ne saurait, pas le biais d’une demande en révision, contester l’appréciation juridique de l’intimée, ni faire valoir des arguments qu’il aurait pu invoquer par la voie d’un recours contre la décision sur opposition, qu’il n’a pas contestée. Enfin, comme l’a retenu l’autorité intimée, même à supposer que les faits invoqués puissent être qualifiés de nouveaux, la demande de révision, formée près de huit mois après la réalisation de la scintigraphie, serait de toute façon tardive. Les conditions d’une révision procédurale ne sont pas données. C’est partant à bon droit que l’intimée n’est pas entrée en matière. On précisera à toutes fins utiles que dans l’hypothèse où le recourant conteste également le refus d’entrer en matière sur la demande de reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), le recours serait irrecevable. En effet, l’administration n’est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peut l'y contraindre. Ainsi, le Tribunal qui est saisi d’un recours contre une décision d’un assureur refusant d’entrer en matière sur une demande de reconsidération doit le déclarer irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 8C_866/2009 du 27 avril 2010). 5. Dans un deuxième moyen, le recourant conteste la décision de l’intimée en tant qu’elle nie la présence de séquelles tardives de l’événement du 3 avril 2020. 5.1 Lorsque le cas d'un assuré a été liquidé par une décision de refus de prestations entrée en force, celui-ci peut toujours invoquer la survenance d'une modification dans les circonstances de fait à l'origine de sa demande de prestations (RAMA 1994 n° U 189 p. 138). Alors que dans le domaine de l'assurance-invalidité, cette situation est réglée par le biais de la nouvelle demande de prestations, l'assurance-accidents prévoit la possibilité pour l'assuré d'annoncer en tout temps une rechute ou des suites tardives d'un accident assuré (arrêts du Tribunal fédéral 8C_501/2014 consid.”
“Quant à la scintigraphie osseuse du 24 février 2023 elle ne contient pas davantage d’éléments nouveaux permettant de donner lieu à une révision. Le recourant l’admet d’ailleurs lui-même dans son écriture du 19 avril 2024. Il se limite à remettre en cause l’absence de lien de causalité retenue par l’autorité précédente dans sa décision du 14 décembre 2022. Or, il ne saurait, pas le biais d’une demande en révision, contester l’appréciation juridique de l’intimée, ni faire valoir des arguments qu’il aurait pu invoquer par la voie d’un recours contre la décision sur opposition, qu’il n’a pas contestée. Enfin, comme l’a retenu l’autorité intimée, même à supposer que les faits invoqués puissent être qualifiés de nouveaux, la demande de révision, formée près de huit mois après la réalisation de la scintigraphie, serait de toute façon tardive. Les conditions d’une révision procédurale ne sont pas données. C’est partant à bon droit que l’intimée n’est pas entrée en matière. On précisera à toutes fins utiles que dans l’hypothèse où le recourant conteste également le refus d’entrer en matière sur la demande de reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), le recours serait irrecevable. En effet, l’administration n’est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peut l'y contraindre. Ainsi, le Tribunal qui est saisi d’un recours contre une décision d’un assureur refusant d’entrer en matière sur une demande de reconsidération doit le déclarer irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 8C_866/2009 du 27 avril 2010). 5. Dans un deuxième moyen, le recourant conteste la décision de l’intimée en tant qu’elle nie la présence de séquelles tardives de l’événement du 3 avril 2020. 5.1 Lorsque le cas d'un assuré a été liquidé par une décision de refus de prestations entrée en force, celui-ci peut toujours invoquer la survenance d'une modification dans les circonstances de fait à l'origine de sa demande de prestations (RAMA 1994 n° U 189 p. 138). Alors que dans le domaine de l'assurance-invalidité, cette situation est réglée par le biais de la nouvelle demande de prestations, l'assurance-accidents prévoit la possibilité pour l'assuré d'annoncer en tout temps une rechute ou des suites tardives d'un accident assuré (arrêts du Tribunal fédéral 8C_501/2014 consid.”
Si les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies (erreur indubitable et importanÎ significative de la rectification), il convient en principe d'établir un état conforme au droit ex nunc et pro futuro. Pour les prestations périodiques, une correction est en pratique régulièrement effectuée avì effet rétroactif (ex tunc) et peut donner lieu à une demanÞ de remboursement ; il convient alors de respecter les délais et conditions procéduraux et matériels applicables au remboursement.
“Si les conditions de l'art. 17 LPGA font défaut, la décision de rente peut encore être modifiée si les exigences prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA pour la reconsidération d'une décision administrative entrée en force sont réalisées. Selon cette disposition, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Lorsque c'est le juge qui, le premier, constate le caractère sans nul doute erroné de la décision de rente initiale, il peut confirmer, en invoquant ce motif, la décision de révision prise par l'administration en application de l'art. 17 LPGA (ATF 125 V 368 consid. 2 et les arrêts cités). Lorsque le juge procède par substitution de motifs, cela implique qu'il procède à un double examen. En premier lieu, il doit se prononcer sur le caractère manifestement erroné de la décision initiale. S'il répond affirmativement à cette question, il doit alors examiner la situation existant au moment où la décision de révision de l'administration a été rendue, de façon à pouvoir rétablir une situation conforme au droit (arrêt TF 9C_187/2007 du 30 avril 2008 consid.”
“Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art. 85 Abs. 2, Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung zu ermitteln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3).”
“Wurde somit bei der Ergänzungsleistungsbemessung in den Verfügungen vom 6. Januar und vom 14. Mai 2020 ein deutlich zu niedriges Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers 2 einbezogen, so lässt dies diese beiden Verfügungen und die darauf basierende Ausrichtung von Ergänzungsleistungen in der berechneten Höhe als zweifellos unrichtig im Sinne der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erscheinen. Damit war die Grundlage für eine rückwirkende Neuberechnung und eine darauf basierende Rückforderung der zu viel bezahlten Ergänzungsleistungen grundsätzlich erfüllt, ohne dass es dafür einer Meldepflichtverletzung durch die Beschwerdeführerin 1 bedurft hätte. Mit der Erhebung der Rückforderung mit der Verfügung vom 19. Oktober 2020 und deren Erhöhung mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. November 2020 war sodann auch die einjährige Verwirkungsfrist nach Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG gewahrt. Denn entsprechend dem zutreffenden Hinweis der Beschwerdegegnerin (Urk. 7 S. 2) lagen die ursprünglichen, unrichtigen Berechnungen vom 6. Januar und vom 14. Mai 2020 im Zeitpunkt des Erlasses der Rückforderungsverfügung vom 19. Oktober 2020 noch kein Jahr zurück, und das Gleiche gilt immer noch für den Zeitpunkt der Erhebung der zusätzlichen Rückforderung mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. November”
“Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid. 5.1 ss ; 143 V 105 consid. 2.3). L’application inexacte doit être la conséquence de l’ignorance ou de l’absence de preuve de faits essentiels pour la décision (idem et TF 9C_365/2015 du 6 janvier 2016 consid. 3.1). La révision procédurale est soumise à un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et à un délai absolu de dix ans qui commence à courir dès la notification de la décision (art. 67 al. 1 PA [loi fédérale sur la procédure administrative ; RS 172.021] par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA). f) Si la décision est fondée sur une application erronée du droit (application initiale erronée du droit) ou sur une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits, il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération. La décision ou décision sur opposition formellement passée en force doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA ; Margit Moser-Szeless, in : Dupont/Moser-Szeless [éd.], Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 2 ss ad art. 53 LPGA). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). La jurisprudence n’a pas fixé de valeur limite s’agissant de l’importance notable de la rectification, toutefois la condition de l'importance notable de la rectification est en principe d’emblée réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (ATF 119 V 475 consid. 1c ; TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5). La reconsidération a trait au rapport juridique qui a été réglé initialement par la décision reconsidérée, de sorte qu’elle a en principe un effet rétroactif (Moser-Szeless op. cit., n° 96 ad. art. 53 LPGA).”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; DTA 2006 p. 218 consid. 3 [arrêt du 11 avril 2006, C 330/05] et DTA 2006 p. 158 [arrêt du 3 février 2006, C 80/05]). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 4.2. Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3; 119 V 475 consid. 1b/cc). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 117 V 8 consid. 2c; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée. En particulier, les organes d'application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits.”
Même en cas d'erreurs imputables à l'administration, le recouvrement de prestations définitivement attribuées est possible ; déterminantes sont les conditions du réexamen pour inexactituÞ manifeste et pour l'importanÎ significative de la rectification (art. 53 al. 2 LPGA).
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je m.w.H.; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1). Die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen besteht unabhängig von einem allfälligen Verschulden. Selbst ein der Verwaltung zuzurechnender Fehler ändert nichts an der Rückerstattungspflicht. Ferner besteht die Rückerstattungspflicht unabhängig von einer allfälligen Meldepflichtverletzung, weil es darum geht, die gesetzliche Ordnung nach Entdecken einer neuen Tatsache wiederherzustellen (Urteil des Bundesgerichts P 63/04 vom 2. Februar 2006 E. 2.2.3; Müller, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, S. 354 f. mit Hinweisen; Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, S. 134). Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist indessen nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E.”
Une révocation et la prise d'une décision de rectification « pendente lite » sont, par application analogue de l'art. 53 al. 3 LPGA, en principe admissibles. Il est toutefois nécessaire que la décision de rectification remplaÎ intégralement la décision attaquée; une révocation partielle est considérée comme inadmissible (illégale).
“Mai 2020 als Anpassungsgesuch wäre im Übrigen gar nicht zulässig gewesen, weil bei einem Anpassungsgesuch, das zu einer Erhöhung des Ausgabenüberschusses führt, die Ergänzungsleistung nicht rückwirkend, sondern auf den Beginn des Monats, in dem die Änderung gemeldet wurde, neu festgesetzt wird (Art. 25 Abs. 2 lit. b der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ELV, SR 831.301). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom 19. August 2020 den EL-Anspruch aber rückwirkend ab 1. Januar 2019 neu festgesetzt (Erhöhung der Ergänzungsleistung). Ein Einspracheentscheid, mit der die Verfügung vom 10. April 2020 auf ihre Rechtmässigkeit überprüft worden wäre, ist bislang nicht ergangen. Die Verfügung vom 10. April 2020 ist daher – entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin – nicht in formelle Rechtskraft erwachsen. Die Beschwerdegegnerin hat also statt einen Einspracheentscheid die Verfügung vom 19. August 2020 erlassen, mit der sie den EL-Anspruch ab 1. Januar 2019 neu festgesetzt hat. Der Widerruf einer Verfügung und der Erlass einer Korrekturverfügung "pendente lite", also während eines Einspracheverfahrens, ist in lückenfüllender, analoger Anwendung von Art. 53 Abs. 3 ATSG grundsätzlich zulässig, setzt jedoch definitionsgemäss voraus, dass die Korrekturverfügung die angefochtene, widerrufene Verfügung integral ersetzt, denn ein teilweiser Widerruf ist nicht zulässig (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Juli 2020, EL 2018/53, E. 1.2). Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt gewesen, da mit der einspracheweise angefochtenen Verfügung vom 10. April 2020 der EL-Anspruch ab 1. November 2017, mit der Verfügung "pendente lite" vom 19. August 2020 aber der EL-Anspruch ab 1. Januar 2019 neu festgesetzt worden ist. Hätte die Verfügung vom 19. August 2020 die Verfügung vom 10. April 2020 integral ersetzt, würden für den EL-Anspruch ab 1. November 2017 bis 31. Dezember 2018 noch die ursprünglichen Verfügungen gelten (Verfügung vom 6. Dezember 2017 betreffend EL-Anspruch ab 1. November 2017 und Verfügung vom 18. Dezember 2017 betreffend EL-Anspruch ab 1. Januar 2018) und die Beschwerdeführerin hätte weiterhin Anspruch auf möglicherweise zu hohe Ergänzungsleistungen.”
“Juni 2019 (konkludent) die aufschiebende Wirkung entzogen haben. Das muss für den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ersichtlich gewesen sein, weil die Beschwerdegegnerin den Vollzug nach der Erhebung der Einsprache nicht gestoppt, sondern die Ergänzungsleistung laufend ausgerichtet hat. Die Einsprache gegen die Verfügung vom 20. Juni 2019 hat sich nicht gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung gerichtet; die Beschwerdeführerin hat auch zu einem späteren Zeitpunkt kein Rechtsmittel dagegen ergriffen, weshalb der Entzug der aufschiebenden Wirkung verbindlich geworden ist. Mit der Verfügung vom 28. Oktober 2019 hat die Beschwerdegegnerin ihre ursprüngliche leistungszusprechende Verfügung vom 20. Juni 2019 „für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2017“ ersetzt. Da die ursprüngliche Verfügung vom 20. Juni 2019 gar nicht in formelle Rechtskraft erwachsen war, weil die Beschwerdeführerin sie einspracheweise angefochten hatte, kann dieses „Ersetzen“ – in lückenfüllender analoger Anwendung des Art. 53 Abs. 3 ATSG auf das Einspracheverfahren – nur ein Widerruf gewesen sein. Betrifft eine widerrufene Verfügung nur einen einzigen Gegenstand, wie dies bei der Verfügung vom 20. Juni 2019 der Fall gewesen ist, kann der Widerruf jedoch nur vollumfänglich oder gar nicht erfolgen. Ein teilweiser Widerruf ist also rechtswidrig, aber nicht nichtig. Das Dispositiv der Verfügung vom 28. Oktober 2019 muss natürlich ernst genommen werden. Das Einspracheverfahren betreffend die Verfügung vom 28. Oktober 2019 hat folglich nur die Anspruchsberechnung für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2017 (Herabsetzung der Ergänzungsleistung um den Betrag der Krankenkassenprämienpauschale) zum Gegenstand gehabt, weshalb die Beschwerdegegnerin auch – folgerichtig – das Einspracheverfahren betreffend die Verfügung vom 20. Juni 2019 nicht als gegenstandslos abgeschrieben hat. In vollzugsrechtlicher Hinsicht (Rückforderung der im Betrag der Krankenkassenprämienpauschale bereits ausgerichteten Ergänzungsleistungen) hat die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 28.”
Citation : LPGA art. 53 n. 543 Le recours en répétition pour erreurs manifestes suppose une décision de prestations devenue formellement définitive (décision initiale ou décision à la suite d'une opposition).
“Le 24 janvier 2020, la Caisse indique n'avoir aucune ultime remarque à formuler. Il sera fait état des arguments développés par les parties à l'appui de leurs conclusions dans les considérants de droit du présent arrêt, pour autant que cela soit utile à la solution du litige. en droit 1. Interjeté en temps utile et dans les formes légales par une recourante, dûment représentée, directement touchée par la décision sur opposition attaquée, le recours est recevable. Ses conclusions tendant à l'annulation de la décision initiale sont toutefois irrecevables, dès lors que la décision sur opposition a remplacé cette dernière. 2. 2.1. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA; RS 830.1], applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants; RS 831.10; LAVS) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. L'art. 25 al. 1 1ère ph. LPGA prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. 2.2. A teneur de l'art. 22ter al. 1 1ère ph. LAVS, les personnes auxquelles une rente de vieillesse a été allouée ont droit à une rente pour chacun des enfants qui, au décès de ces personnes, auraient droit à une rente d’orphelin.”
Pour le recouvrement mentionné dans la décision d'un montant de Fr. 6'429.30, le montant a été constaté dans les pièces du dossier et jugé «d'importanÎ notable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, de sorte qu'un retour sur la décision a été considéré comme possible.
“hiervor) somit zweifellos unrichtig (vgl. E. 4.1.2 hiervor). In masslicher Hinsicht ist die Rückforderung in der Höhe von Fr. 6'429.30 - wie oben aufgezeigt - aufgrund der Akten belegt und wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten. Angesichts der Höhe der zu Unrecht gewährten Leistungen ist die Berichtigung sodann von erheblicher Bedeutung, so dass die Voraussetzungen nach Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Leistungsausrichtungen erfüllt sind (vgl. E. 4.1.2 hiervor).”
Selon la jurisprudenÎ et la doctrine citées, l'art. 88bis RAI doit être compris principalement comme une disposition d'exécution de l'art. 17 LPGA; une transposabilité générale à l'art. 53 LPGA n'est donc pas envisageable, sauf là où l'ordonnanÎ prévoit expressément une exception. Dans l'assuranÎ-invalidité, la vérification des conditions d'invalidité en cas de réduction ou de suppression d'une rente entraîne en principe des effets ex nunc. Une correction rétroactive n'est admissible que si la prestation a été indûment perçue ou si l'obligation de déclaration a été violée.
“Da das Bundesgericht diese Beschränkung in der Anwendbarkeit des Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV aber nie überzeugend hat begründet hat, ist eine Auseinandersetzung mit der korrekten Auslegung des Art. 88bis IVV unerlässlich. Dabei ist ausschlaggebend, ob der Art. 88bis Abs. 2 IVV die ihm zugrundeliegende Gesetzesbestimmung im Rahmen der Vollzugskompetenz des Verordnungsgebers (Art. 86 Abs. 2 Satz 1 IVG) richtig umsetzt. Beim Art. 88bis IVV handelt es sich offensichtlich um eine Ausführungsbestimmung zum Art. 17 ATSG und nicht auch um eine Ausführungsbestimmung zum Art. 53 ATSG. Das ergibt sich nicht nur aus der systematischen Stellung des Art. 88bis IVV, sondern auch aus dem Umstand, dass der Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV eine explizite Ausnahme von diesem Grundsatz vorsieht, nämlich die Anwendung des Art. 88bis IVV bei einer wiedererwägungsweisen Korrektur zugunsten der versicherten Person. Würde es sich beim Art. 88bis IVV um eine Ausführungsbestimmung sowohl des Art. 17 ATSG als auch des Art. 53 ATSG handeln, hätte die Anwendbarkeit des Art. 88bis IVV auf Wiedererwägungsfälle offensichtlich nicht explizit festgehalten werden müssen. Indem der Verordnungsgeber die Anwendung des Art. 88bis IVV auf die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen zugunsten der versicherten Person explizit erwähnt hat, hat er unmissverständlich klar gemacht, dass ausserhalb dieses Ausnahmefalles eine Anwendung des Art. 88bis IVV auf rückwirkende Korrekturen in Anwendung von Art. 53 ATSG nicht in Frage kommt. Selbst wenn man dieser Argumentation nicht folgen würde, wäre eine Anwendung des Art. 88bis IVV bei einer rückwirkenden Korrektur zu Ungunsten der versicherten Person ausgeschlossen, weil der Art. 88bis Abs. 2 IVV, im Gegensatz zum Art. 88bis Abs. 1 IVV, keine Regelung in Bezug auf eine Wiedererwägung (oder auf eine prozessuale Revision) enthält. Zudem liesse sich der von der Beschwerdeführerin unterstellte generelle Verzicht auf eine rückwirkende Korrektur zu Ungunsten der versicherten Person selbst bei einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision nicht mit dem Art.”
“Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex tunc und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex nunc vor. Eine Rückwirkung ist nur zulässig, wenn die versicherte Person die Leistung zu Unrecht erwirkt oder die Meldepflicht nach Art. 77 IVV verletzt hat. Da im Rahmen einer prozessualen Revision die invaliditätsmässigen Voraussetzungen überprüft werden, gilt diese Regelung somit auch in der Invalidenversicherung (THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 36 f. zu Art. 53 ATSG mit Hinweis auf MARGIT MOSER-SZELESS, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales [LPGA], 2018, N. 68 zu Art. 53 ATSG).”
“Diese sogenannte prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprachen zur Anwendung (Urteil 8C_469/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2). Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex tunc und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex nunc vor. Eine Rückwirkung ist nur zulässig, wenn die versicherte Person die Leistung zu Unrecht erwirkt oder die Meldepflicht nach Art. 77 IVV verletzt hat. Da im Rahmen einer prozessualen Revision die invaliditätsmässigen Voraussetzungen überprüft werden, ist die (direkte, jedenfalls aber analoge) Anwendbarkeit dieser Regel gegeben (Thomas Flückiger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020 N 36 f. zu Art. 53 ATSG mit Hinweis).”
Citation : LPGA art. 53 n. 540 Le délai relatif de forclusion d'un an ne commenÎ pas dès la constatation d'un besoin matériel de rectification, mais seulement à partir du moment où la demanÞ de remboursement est établie de manière certaine en tant que telle, c.-à-d. en règle générale lors de l'édiction ou de l'entrée en forÎ de la décision de rectification/recouvrement qui déclenche la demanÞ de remboursement.
“2 ATSG ein Jahr, nachdem der Versicherungsträger Kenntnis davon erhalten hat, spätestens fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung oder, wenn sich der Rückforderungsanspruch aus einer strafbaren Handlung herleitet, für die das Strafrecht eine längere Verwirkungsfrist vorsieht, mit dem Ablauf einer Frist, die so lange ist wie die strafrechtliche Verjährungsfrist. Der Art. 25 Abs. 2 ATSG unterscheidet also zwischen zwei Verwirkungsfristen, nämlich zwischen einer sogenannten relativen Verwirkungsfrist von einem Jahr und einer sogenannten absoluten Verwirkungsfrist von fünf Jahren (oder mehr, wenn eine strafrechtliche Verwirkungsfrist zur Anwendung kommt). Bezüglich der relativen, einjährigen Verwirkungsfrist stellt sich zunächst die Frage, wann diese Verwirkungsfrist zu laufen beginnt. Hat eine versicherte Person gestützt auf eine formell rechtskräftige und damit verbindliche, materiell-rechtlich aber unrichtige Verfügung zu hohe Leistungen bezogen, besteht zunächst ein materieller Korrekturbedarf. Die falsche Verfügung muss mittels einer rückwirkenden Revision (Art. 17 Abs. 1 ATSG), einer sogenannt prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft korrigiert werden. Erst die rückwirkende Korrektur lässt die Rückforderung entstehen. Schon in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherungsträger den Korrekturbedarf hinsichtlich einer formell rechtskräftigen Verfügung erkennt, muss er also regelmässig davon ausgehen, dass er später eine Rückforderungsverfügung wird erlassen müssen. Damit kann er aber noch keine sichere Kenntnis von der Rückforderung haben, weil diese Rückforderung noch gar nicht existiert. Folglich hat er erst dann eine sichere Kenntnis von der Rückforderung, wenn die diese auslösende Korrekturverfügung verbindlich geworden ist. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Versicherungsträger nur mit der Möglichkeit einer Rückforderung rechnen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die einjährige, relative Verwirkungsfrist bereits mit der Kenntnis vom Korrekturbedarf oder erst mit der Kenntnis der Rückforderung zu laufen beginnt.”
Citation : LPGA art. 53 n. 539 Une suspension de la procédure administrative peut être indiquée ou nécessaire lorsque des éléments déterminants du fait ou des pièces à conviction ne peuvent être établis qu'après l'achèvement d'une procédure étrangère échappant à l'influenÎ de l'organe d'assuranÎ sociale chargé de l'instruction et ce, avì une probabilité prépondérante. Si, dans de tels cas, la suspension n'est pas ordonnée et qu'une décision est prise malgré des lacunes non comblées, l'organe pourra éventuellement revenir ultérieurement sur la décision devenue formellement définitive uniquement par le biais d'une révision procédurale ou d'un réexamen (art. 53 al. 1 LPGA) ; cela comporte le risque qu'une récupération ultérieure soit prescrite ou irrécouvrable. En raison de l'obligation d'accélération ancrée à l'art. 61 let. a LPGA, la suspension ne doit toutefois être accordée que si elle paraît utile et appropriée ou nécessaire.
“Art. 55 Abs. 1 ATSG) gesetzlich ausdrücklich geregelt. Das Verwaltungsverfahren besteht in einer ersten Phase in der Ermittlung des relevanten Sachverhalts (der dann in der zweiten Phase unter den Gesetzestatbestand zu subsumieren ist). In dieser ersten Phase kann – wie im vorliegenden Fall geschehen – die Situation eintreten, dass eines (oder mehrere) Elemente des relevanten Sachverhalts erst dann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt werden können, wenn ein anderes, vom abklärenden Sozialversicherungsträger nicht beeinflussbares Verfahren abgeschlossen ist. Würde der Sozialversicherungsträger auf die Abklärung des noch fehlenden Sachverhaltselements (bzw. der noch fehlenden Sachverhaltselemente) verzichten, die Lücke(n) im relevanten Sachverhalt (unter Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes und des Beweisrechts) durch eine wie auch immer geartete Sachverhaltsannahme „ersetzen“ und dann verfügen, könnte er später nur mittels einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder mittels einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) auf diese formell rechtskräftige Leistungsverfügung zurückkommen. Dies wäre für den Sozialversicherungsträger mit einem grossen Risiko behaftet: Wenn eine prozessuale Revision oder eine Wiedererwägung überhaupt zulässig wäre, könnte die daraus resultierende Rückforderung verwirken oder sich als uneinbringlich erweisen, d.h. die Beschwerdegegnerin müsste ein erhebliches Verlustrisiko in Kauf nehmen. Der Bedarf nach einer formellen Sistierungsmöglichkeit im Verwaltungsverfahren der Sozialversicherungsträger ist also offensichtlich ausgewiesen. Da weder das ELG noch das ATSG oder das VwVG eine Sistierungsmöglichkeit vorsehen, ist von einer ausfüllungsbedürftigen Gesetzeslücke auszugehen (siehe Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. März 2017, EL 2016/44 E. 2, vom 12. März 2021, EL 2020/47 E. 2.2 und vom 19. September 2023, EL 2023/25 E. 2.2). Unter Berücksichtigung des in Art. 61 lit. a ATSG verankerten Beschleunigungsgebots darf eine Sistierung eines Verfahrens jedoch nur dann erfolgen, wenn eine solche sinnvoll und zweckmässig oder sogar zwingend geboten ist (BGE 131 V 362 E.”
“30) noch im ATSG oder im Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021; vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG) gesetzlich geregelt. Das Verwaltungsverfahren besteht in einer ersten Phase in der Ermittlung des relevanten Sachverhalts (der dann in der zweiten Phase unter den Gesetzestatbestand zu subsumieren ist). In dieser ersten Phase kann – wie im vorliegenden Fall geschehen – die Situation eintreten, dass eines (oder mehrere) Elemente des relevanten Sachverhalts erst dann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt werden können, wenn ein anderes, vom abklärenden Sozialversicherungsträger nicht beeinflussbares Verfahren abgeschlossen ist. Würde der Sozialversicherungsträger auf die Abklärung des noch fehlenden Sachverhaltselements (bzw. der noch fehlenden Sachverhaltselemente) verzichten, die Lücke(n) im relevanten Sachverhalt (unter Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes und des Beweisrechts) durch eine wie auch immer geartete Sachverhaltsfiktion „ersetzen“ und dann verfügen, könnte er später nur mittels einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder mittels einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) auf diese formell rechtskräftige Leistungsverfügung zurückkommen. Dies wäre für den Sozialversicherungsträger mit einem grossen Risiko behaftet: Wenn eine prozessuale Revision oder eine Wiedererwägung überhaupt zulässig wäre, könnte die daraus resultierende Rückforderung verwirken oder sich als uneinbringlich erweisen, d.h. die Beschwerdegegnerin müsste ein erhebliches Verlustrisiko in Kauf nehmen. Der Bedarf nach einer formellen Sistierungsmöglichkeit im Verwaltungsverfahren der Sozialversicherungsträger ist also offensichtlich ausgewiesen. Da weder das ELG noch das ATSG oder das VwVG eine Sistierungsmöglichkeit vorsehen, ist von einer ausfüllungsbedürftigen Gesetzeslücke auszugehen (siehe Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. März 2017, EL 2016/44 E. 2, vom 12. März 2021, EL 2020/47 E. 2.2 und vom 19. September 2023, EL 2023/25 E. 2.2). Unter Berücksichtigung des in Art. 61 lit. a ATSG verankerten Beschleunigungsgebots darf eine Sistierung eines Verfahrens jedoch nur dann erfolgen, wenn eine solche sinnvoll und zweckmässig oder sogar zwingend geboten ist (BGE 131 V 362 E.”
Pour des montants importants, la rectification peut être considérée comme présentant une importanÎ considérable ; il s'ensuit que sont remplies les conditions requises pour le remboursement de prestations indûment versées antérieurement conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Die Berichtigung der unrichtigen Leistungszusprechung ist angesichts des in Frage stehenden Betrags von Fr. [...] zudem von erheblicher Bedeutung. Damit sind die beiden Voraussetzungen zur Rückerstattungspflicht bereits erfolgter Leistungszusprechung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt und die durch die Vorinstanz verfügte Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen ist daher nicht zu beanstanden.”
LPGA, art. 53 n. 537 — La condition de l'art. 53 al. 1 LPGA est que les faits réputés « nouveaux » n'aient pas été décelables par l'autorité au moment de l'édiction de la décision. De premiers indices, qui peuvent survenir antérieurement, ne suffisent pas si ce n'est qu'à une date ultérieure qu'intervient une confirmation définitive ou un étayage suffisant des faits (voir, en l'espèÎ, premier indiÎ en décembre 2017, confirmation définitive en novembre 2018).
“53 Abs. 1 ATSG aufgrund einer „neuen“ (eigentlich: neu entdeckten) Tatsache handle. Da dieses Beschwerdeverfahren eine Überprüfung der angefochtenen Verfügung auf deren Rechtmässigkeit bezweckt, muss sein Gegenstand jenem des vorangegangenen Verwaltungsverfahrens entsprechen, was bedeutet, dass sich der Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens auf die Frage beschränkt, ob die Korrektur der ursprünglichen stillschweigenden Vollzugsanordnung und der Verfügung vom 13. September 2017 mittels einer sogenannt prozessualen Revision im Sinne des Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtmässig gewesen ist. Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat. Zunächst ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt gewesen sind. Aus den Akten geht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hervor, dass die Beitragsdauer der Beschwerdeführerin im Herkunftsland länger gewesen ist, als die Beschwerdegegnerin respektive die intern zuständige Ausgleichskasse zunächst angenommen hat, und dass folglich von einer kürzeren schweizerischen Beitragsdauer ausgegangen werden muss. Die Vollzugsanordnung hat also von Beginn weg auf der falschen Sachverhaltsannahme beruht, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitraum keine ausländischen Beitragszeiten erfüllt habe. Das genügt allerdings noch nicht für die Anwendung des Art. 53 Abs. 1 ATSG, denn dieser setzt voraus, dass der Fehler bei der Ermittlung des Sachverhalts im ursprünglichen Verfahren noch nicht erkennbar gewesen ist. Die Ausgleichskasse hat erst im Dezember 2017 – im Zusammenhang mit einem Begehren der Beschwerdeführerin um eine provisorische Rentenberechnung – einen ersten Hinweis auf allfällige Beitragszeiten im Herkunftsland erhalten.”
“Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat. Zunächst ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt gewesen sind. Aus den Akten geht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hervor, dass die Beitragsdauer der Beschwerdeführerin im Herkunftsland länger gewesen ist, als die Beschwerdegegnerin respektive die intern zuständige Ausgleichskasse zunächst angenommen hat, und dass folglich von einer kürzeren schweizerischen Beitragsdauer ausgegangen werden muss. Die Vollzugsanordnung hat also von Beginn weg auf der falschen Sachverhaltsannahme beruht, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitraum keine ausländischen Beitragszeiten erfüllt habe. Das genügt allerdings noch nicht für die Anwendung des Art. 53 Abs. 1 ATSG, denn dieser setzt voraus, dass der Fehler bei der Ermittlung des Sachverhalts im ursprünglichen Verfahren noch nicht erkennbar gewesen ist. Die Ausgleichskasse hat erst im Dezember 2017 – im Zusammenhang mit einem Begehren der Beschwerdeführerin um eine provisorische Rentenberechnung – einen ersten Hinweis auf allfällige Beitragszeiten im Herkunftsland erhalten. Die zuständige Pensionsversicherungsanstalt des Herkunftslandes hat die entsprechende Bestätigung erst im November 2018 abgegeben, weshalb erst im November 2018 („definitiv“) erkennbar gewesen ist, dass die ursprüngliche stillschweigende Vollzugsanordnung sowie die sie ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 auf einer falschen Sachverhaltsannahme bezüglich der Beitragsdauer beruht hatten. Die Revisionsvoraussetzung einer qualifiziert neuen Tatsache ist deshalb erfüllt. Die intern zuständige Ausgleichskasse war bei der ursprünglichen Rentenberechnung davon ausgegangen, dass Beitragszeiten ab 1993 zu berücksichtigten seien, da die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz in der Schweiz gehabt und da ihr Ehemann in der Schweiz beitragspflichtige Erwerbseinkommen erzielt hatte.”
Citation : LPGA, art. 53, n° 536 Le législateur a, dans le cadre de l'art. 53 al. 2 LPGA, privilégié l'intérêt d'une application correcte du droit par rapport à l'intérêt au caractère définitif d'une décision.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
LPGA art. 53 n. 535 Pour les prestations formellement définitives, un recouvrement n'est possible que si les conditions d'un réexamen administratif ou d'une révision judiciaire sont réunies; de simples conséquences d'erreurs ne fondent en revanche pas un droit au recouvrement.
“-, le jugement de la cause incombe au juge unique de la Cour des affaires de langue française du TA (art. 54 al. 1 let. c et 57 al. 1 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l'organisation des autorités judiciaires et du Ministère public [LOJM, RSB 161.1]). 1.4 Le TA examine librement la décision sur opposition et n'est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 95 al. 1 LACI en corrélation avec l'art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1; TF 9C_321/2020 du 2 juillet 2021 [destiné à la publication] c. 4.2). La reconsidération sert de correctif postérieur à l'application du droit ou à la constatation de faits initialement erronée de l'administration (ATF 117 V 8 c. 2c; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1; TF 9C_396/2012 du 30 octobre 2012 c. 2.1). 2.2 Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (art. 25 al. 2 LPGA). Le délai de péremption relatif de trois ans ne commence pas à courir dès le premier versement erroné d'une prestation.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53, n. 534 Examen : Les conditions prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA doivent être remplies cumulativement : il faut une erreur indubitable et que la rectification revête une importanÎ significative. Ligne directriÎ pratique relative à l'importanÎ : à titre d'orientation, la jurisprudenÎ et la doctrine n'admettent qu'à partir d'une « importanÎ significative » lorsque sont en jeu des montants de récupération non négligeables (une valeur indicative de « plus que quelques centaines de francs » est souvent mentionnée) ; des décisions concrètes confirment cette pratique, notamment pour des montants de plusieurs milliers de francs. (Remarque : il s'agit d'un repère pratique et non d'une règle rigiÞ.)
“Die Frist von 30 Tagen läuft ab Erlass der zu berichtigenden Verfügung oder ab Leistungsausrichtung (vgl. Kreisschreiben des Seco über Rückforderung, Verrechnung, Erlass und Inkasso [AVIG-Praxis RVEI], Januar 2020, Rz A3). Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf demnach das Zurückkommen auf eine faktische Verfügung, z.B. auf eine Taggeldabrechnung, eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (Urteil C 7/02 E. 3.1; BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Nachdem die Rückerstattung der für die Monate März 2016 bis Februar 2017 sowie November 2017 bis Februar 2018 ausgerichteten Taggelder am 7. Mai 2019 verfügt wurde (act. G5.1/87 ff.), ist die Beschwerdegegnerin offenkundig nicht innerhalb von 30 Tagen nach deren jeweiliger Auszahlung auf die Leistungsabrechnungen zurückgekommen. Demnach muss ein Rückkommenstitel gemäss Art. 53 ATSG gegeben sein. Mangels Vorliegens neuer Tatsachen oder Beweismittel kommt dafür einzig die Wiedererwägung in Frage. Ob die Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zweifellos ist und zu einer Wiedererwägung rechtfertigt, beurteilt sich nicht nach der Grobheit des Fehlers. Massgebend muss vielmehr das Ausmass der Überzeugung sein, dass die bisherige Entscheidung unrichtig war. Es darf kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine Unrichtigkeit vorliegt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 53 N 59). Eine Wiedererwägung kann des Weiteren nur dann vorgenommen werden, wenn die infrage stehende Korrektur erheblich ist. Eine erhebliche Bedeutung ist nach der Rechtsprechung dann anzunehmen, wenn ein Betrag von mehr als einigen Hundert Franken auf dem Spiel steht (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 N 65 f.). Die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung war zweifellos unrichtig, nachdem der Beschwerdeführer bei seiner vormaligen Arbeitgeberin eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte. Die infrage stehende Korrektur ist angesichts des Rückforderungsbetrags von Fr. 31'476.05 zudem erheblich. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt.”
“hiervor) somit zweifellos unrichtig (vgl. E. 4.1.2 hiervor). In masslicher Hinsicht ist die Rückforderung in der Höhe von Fr. 6'429.30 - wie oben aufgezeigt - aufgrund der Akten belegt und wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten. Angesichts der Höhe der zu Unrecht gewährten Leistungen ist die Berichtigung sodann von erheblicher Bedeutung, so dass die Voraussetzungen nach Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Leistungsausrichtungen erfüllt sind (vgl. E. 4.1.2 hiervor).”
“Nach dem Ausgeführten erweisen sich die ursprünglichen Taggeldabrechnungen (Urk. 7/131), welche als formlose Verfügungen unangefochten in Rechtskraft erwachsen waren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_554/2015 vom 19. Oktober 2015 E. 3.4), als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne, da der Zwischenverdienst im Rahmen der Ermittlung des Leistungsanspruchs einzubeziehen gewesen wäre (vgl. Angaben in Urk. 7/93, 7/95, 7/97, 7/99-102). Sodann ist deren Berichtigung angesichts der Höhe des Rückforderungsbetrags von erheblicher Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin durfte daher unter dem Titel der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf die Abrechnungen zurückkommen (E. 1.5) und die erbrachten Leistungen soweit rechtens zurückfordern. In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdegegnerin frühestens am 21. Dezember 2018 – mit Erstellung des IK-Auszugs (Urk. 7/36) respektive dessen Kenntnisnahme – von den Einkünften des Beschwerdeführers erfahren hatte, war die in Art. 25 Abs. 2 ATSG statuierte (relative) einjährige Verwirkungsfrist (E. 1.6) mit Erlass der Rückforderungsverfügung vom 10. Dezember 2019 (Urk. 7/18) gewahrt.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 533 Pour les prestations pécuniaires ayant forÎ de chose jugée (p. ex. les rentes), un recouvrement ne peut intervenir que si les conditions du réexamen visées à l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies (erreur manifeste et correction d'importanÎ significative).
“14a LAI et des mesures de nouvelle réadaptation au sens de l’art. 8a LAI. L'art. 22 al. 5ter LAI précise à cet égard que, si l’assuré subit une perte de gain ou qu’il perd une indemnité journalière d’une autre assurance en raison de la mise en œuvre d’une mesure, l’assurance lui verse une indemnité journalière en plus de la rente. 2.4 Les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile (art. 25 al. 1 LPGA). Est déterminante la bonne foi au moment de la perception de la prestation allouée indûment (SVR 2018 EL n° 7 c. 1.1). 2.5 Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.6 Sur le plan procédural, l'extinction de la créance en restitution par voie de compensation ne peut intervenir, aux conditions requises, qu'une fois qu'il a été statué définitivement sur la restitution et sur une éventuelle demande de remise de l'obligation de restituer. L'opposition et le recours formés contre une décision en matière de restitution ont un effet suspensif. Une compensation immédiate ferait perdre à l'assuré la possibilité de contester la restitution et, le cas échéant, de demander une remise de l'obligation de restituer. Une remise de l'obligation de restituer n'entre toutefois pas en considération dans la mesure où cette obligation peut être éteinte par compensation avec des prestations d'autres assurances sociales, soit lorsque des prestations déjà versées sont remplacées par d'autres prestations, dues à un autre titre, et que la compensation intervient entre ces prestations conformément au principe de concordance temporelle.”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n. 532 Outre le délai de 90 jours à compter de la découverte du motif de révision, il existe, pour la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, un délai absolu de dix ans à compter de la notification de la décision. Une fois ce délai de dix ans écoulé, cela peut exclure la recevabilité de la révision ; cela a été expressément constaté dans le cadre de décisions relatives aux rentes.
“Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, die vorliegend aufgehobene Rentenverfügung stamme vom 17. August 2003 und sei am 18. Dezember 2003 eröffnet worden, weshalb die absolute Frist von 10 Jahren längst verstrichen sei (vgl. Beschwerde, S. 8). Nach Ablauf von zehn Jahren seit Eröffnung sei gemäss Art. 67 Abs. 2 VwVG eine Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG nur noch zulässig, wenn der zu revidierende Entscheid durch ein Verbrechen oder ein Vergehen beeinflusst wurde. Dies werde von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung jedoch nicht geltend gemacht (vgl. a.a.O.).”
“Unstreitig hat die Vorinstanz mit ihrem Urteil nicht nur die streitgegenständliche Verfügung vom 12. März 2021 mit der Motivsubstitution der prozessualen Revision im Ergebnis geschützt. Vielmehr ist sie, indem die Rentenverfügung vom 7. Januar 2008 dispositivmässig zwar nicht formal, aber, durch Aufhebung der Rente rückwirkend auf 1. Januar 2007, hinsichtlich ihres materiellen Gehalts entleert wurde, auf diese zurückgekommen. Nach dem in E. 3.2.2 hiervor Dargelegten gilt für die prozessuale Revision von Verwaltungsverfügungen und Einspracheentscheiden gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG grundsätzlich eine Frist von 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrunds sowie eine zehnjährige Frist ab Eröffnung des Entscheids. Letztere Frist war bezogen auf die Rentenverfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Januar 2008 im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils vom 6. Dezember 2022 indessen längst überschritten, weshalb es sich bereits aus diesem Grund als nicht bundesrechtskonform erweist und daher aufzuheben ist.”
Dans les décisions informelles (simplifiées), l'administration peut revenir sur celles-ci sans motifs de révision ou de réexamen tant que la décision n'a pas encore acquis la forÎ juridique ; ceci vaut pendant le délai de recours prévu à cet effet (en pratique, on mentionne souvent 30 jours). Une fois la stabilité juridique intervenue (comparable à l'expiration du délai de recours pour les décisions formelles), l'administration ne peut plus revenir que dans les conditions prévues pour la révision ou le réexamen (art. 53 al. 1 et al. 2 LPGA).
“Ein Beizug der Statuten wie vom Beschwerdeführer beantragt ist unter diesen Umständen nicht notwendig. Da der Beschwerdeführer bei seiner vormaligen Arbeitgeberin eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte, hat er keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG analog). Die Beschwerde ist demnach insofern abzuweisen, als der Beschwerdeführer die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung beantragt. Zu prüfen bleibt, ob die Rückforderung der Beschwerdegegnerin zu Recht erfolgt ist. Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben. Taggeldabrechnungen der Arbeitslosenversicherung, die nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiell Verfügungscharakter auf (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2003, C 7/02, E. 3.1; BGE 125 V 475 E. 1 mit Hinweis). Sind formell oder formlos zugesprochene Leistungen noch nicht rechtskräftig geworden, kann die Verwaltung innert der Rechtsmittelfrist (30 Tage) darauf zurückkommen, ohne dass – wie dies im Falle des Zurückkommens auf rechtskräftige Verfügungen der Fall ist – die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder Revision erfüllt sein müssen.”
“1), le droit de l’intimée d’exiger la restitution n’était en l’espèce pas frappé de péremption, singulièrement au vu de la jurisprudence constante du Tribunal fédéral, à teneur de laquelle si la restitution est imputable à une faute de l’administration, le délai de péremption ne commence pas à courir au moment où l’erreur a été commise, mais au moment où l’administration aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l’occasion d’un contrôle) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l’attention requise (ATF 124 V 380 consid. 1 ; TF 8C_689/2016 du 5 juillet 2017 consid. 1). b) Pour qu’une restitution se justifie, il importe que des prestations aient été versées indûment, c’est-à-dire sur la base d’une constatation erronée des faits déterminants et/ou en violation des normes juridiques applicables. Le point de savoir si ces prestations ont été allouées de manière indue doit être examiné objectivement, en ce qui concerne tant les faits déterminants que le droit applicable (cf. Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Genève/Zurich/Bâle 2014, p. 610 no 10 ad art. 95). Une prestation accordée sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peut être répétée que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA, comme c’est le cas en l’espèce (ATF 129 V 110). Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110 ; Rubin, op. cit, p. 612 no 16 ad art. 95). Par contre, aussi longtemps que les prestations accordées n’ont pas acquis force de chose décidée, l’autorité compétente peut les exiger en restitution sans que soient réalisées les conditions alternatives de la reconsidération ou d’une révision procédurale (ATF 122 V 367 ; Rubin, op. cit., p. 612 no 15 ad. art. 95). Dans le cas d’espèce, les prestations litigieuses ont été accordées pour le mois de mars 2015, conformément à un premier décompte d’indemnités du 31 mars 2015, corrigé par la suite par un second décompte d’indemnités du 30 septembre 2015, en raison de la décision sur opposition du 19 août 2015 qui, pour rappel, avait réduit la suspension du droit aux indemnités de chômage de 37 à 31 jours.”
“Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110).”
Citation : LPGA art. 53 N. 530 Une notification dans le cadre de la procédure simplifiée (art. 51 LPGA) peut, si la personne assurée ne réagit pas dans le délai d'examen/de recours, produire l'effet d'une décision devenue définitive ; une modification n'est, dans ce cas, possible que conformément à l'art. 53 LPGA. Lors de l'application de la procédure simplifiée, il convient de distinguer les décisions de révision des décisions de remboursement ; si elles sont réunies dans un même acte, cela doit être fait expressément et les éléments de calcul sous-jacents doivent être clairement apparents.
“A noter que le chiffre 5046 DAPG mentionne expressément que la Caisse doit fournir aux personnes intéressées une information appropriée quant à cette dernière possibilité. Tout cela pourrait se faire sous la forme d’informations standardisées figurant sur l’ensemble des communications de ce type, ce qui ne nuirait pas à la procédure simplifiée de l'art. 51 LPGA. 4.1.4. En ce qui concerne la demande de restitution, celle-ci doit être communiquée sous la forme d'une décision formelle au sens de l'art. 49 LPGA, ce qui a certes été fait dans le cas d'espèce. Toutefois, on doit à nouveau relever que la façon de procéder de la Caisse n'est pas claire. En effet, dans la mesure où la Caisse recourt à la procédure simplifiée de l'art. 51 LPGA, il sied de constater que, puisque l'assurée n'a pas demandé de décision formelle dans le délai d'une année depuis le prononcé du 12 février 2019, celui-ci est entré en force et déploie les mêmes effets qu'une décision, de sorte qu'il ne peut être modifié qu'aux conditions de la révision ou de la reconsidération de l'art. 53 LPGA. Ainsi, au moment de sa décision du 28 avril 2020, la Caisse aurait dû, dans un premier temps, rendre une décision de révision du montant de l'allocation de maternité ou du moins une nouvelle communication en application de la procédure simplifiée faisant état de la révision. Puis, dans un deuxième temps, rendre une décision de restitution des prestations touchées en trop. Dans le cas d'espèce, on peut partir de l'idée que la décision de révision du montant de l'allocation était englobée dans la décision de restitution du 28 avril 2020. Cependant, dans ce cas, l’intitulé de cet acte devrait être beaucoup plus explicite: p. ex. décision sur le droit aux allocations familiales – révision du montant des allocations sur la base de la décision définitive de cotisations – décision de restitution. En outre, il faut également souligner que les différents éléments de calcul pris en compte ne figurent pas clairement dans la décision et que c'est par déduction que l'on comprend comment l'autorité intimée est arrivée au montant à restituer.”
“Les indemnités journalières de l'assurance-accidents peuvent faire l'objet d'une telle procédure simplifiée (cf. art. 124 OLAA a contrario; SVR 2009 UV n° 21 p. 78 consid. 3.2 [arrêt du Tribunal fédéral 8C_99/2008 du 26 novembre 2008]). Une communication effectuée conformément au droit sous la forme simplifiée de l'art. 51 al. 1 LPGA peut produire les mêmes effets qu'une décision entrée en force si l'assuré n'a pas, dans un délai d'examen et de réflexion convenable, manifesté son désaccord avec la solution adoptée par l'assureur social et exprimé sa volonté que celui-ci statue sur ses droits dans un acte administratif susceptible de recours (cf. ATF 134 V 145 consid. 5.2 ; 129 V 110 consid. 1.2.2 voir également DEFAGO GAUDIN, in Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 9 ad. art. 51 LPGA, n° 10). 11.2 Lorsque la prise de position de l’assureur prononcée en procédure simplifiée est entrée en force, elle ne peut être modifiée qu’aux conditions de la révision et de la reconsidération de l’art. 53 LPGA (voir DEFAGO GAUDIN, op. cit., n° 10). Selon l'art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cela vaut aussi pour les prestations qui ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle, mais d'une décision implicite prise dans le cadre d'une procédure simplifiée au sens de l'art. 51 al. 1 LPGA (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 et les références). 11.3 11.3.1 L'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées.”
Réf. : art. 53 LPGA, n. 529 Sont considérés comme «nouveaux» au sens de l'art. 53 LPGA uniquement les faits ou éléments de preuve qui existaient déjà lors de la procédure antérieure, mais qui, malgré toute la diligenÎ requise, n'étaient pas connus et n'ont donc pas pu être produits. Les faits intervenus après la clôture de la procédure antérieure, ou apparus après la date jusqu'à laquelle, selon les règles de procédure applicables, ils pouvaient encore être présentés, ne sont pas considérés comme nouveaux et ne justifient pas une révision.
“5723 del 25 ottobre 2005 relativo alla Modifica della legge sull’armonizzazione e il coordinamento delle prestazioni sociali del 5 giugno 2000 (Laps) p.to 2.5.7.). L'art. 53 LPGA prevede che: " Le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l’assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza. (cpv. 1) L'assicuratore può tornare sulle decisioni o sulle decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato se è provato che erano manifestamente errate e se la loro rettifica ha una notevole importanza. (cpv. 2) L'assicuratore può riconsiderare una decisione o una decisione su opposizione, contro le quali è stato inoltrato ricorso, fino all'invio del suo preavviso all'autorità di ricorso. (cpv. 3)" I principi relativi alla riconsiderazione e alla revisione processuale sviluppati dalla giurisprudenza precedentemente all'entrata in vigore della LPGA, sono stati concretizzati all'art. 53 LPGA (cfr. sentenza del TF I 206/06 del 13 marzo 2007; sentenza del TF K 147/03 del 12 marzo 2004n consid. 5.3 in fine; sentenza del TF U 149/03 del 22 marzo 2004, consid. 1.2; sentenza del TF I 133/04 dell’8 febbraio 2005, consid. 1.2.). In una sentenza U 397/05 del 24 gennaio 2007 il Tribunale federale ha sviluppato le seguenti considerazioni: " 4.2 La nozione di fatti o mezzi di prova nuovi si apprezza allo stesso modo in caso di revisione (processuale) di una decisione amministrativa (art. 53 cpv. 1 LPGA), di revisione di un giudizio cantonale (art. 61 lett. i LPGA) o di revisione di una sentenza fondata sull'art. 137 lett. b OG (cfr. sentenza citata del 6 dicembre 2005 in re P., consid. 2.2). Sono nuovi ai sensi di queste disposizioni solo i fatti già esistenti all'epoca della procedura precedente, ma che non erano stati allegati poiché non ancora noti nonostante tutta la diligenza del caso; i fatti verificatisi dopo la fine del processo, e comunque dopo il momento in cui, secondo le regole di procedura applicabili, potevano ancora essere addotti, non vanno invece considerati e non possono quindi fondare una domanda di revisione (DTF 121 IV 317 consid.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n° 528 De nouveaux rapports d'expertise médicale ou des défauts nouvellement découverts dans des expertises antérieures peuvent être susceptibles d'entraîner une révision, dans la mesure où ils concernent des faits qui existaient déjà lors de la prise de la décision mais n'ont été découverts que par la suite, ou dans la mesure où une expertise établie postérieurement démontre sans équivoque que la constatation des faits initiale était erronée. Toute réévaluation médicale intervenue ultérieurement n'est pas suffisante en soi ; la nouvelle situation probatoire doit conduire à la constatation que les fondements de la décision initiale présentent des défauts objectifs (p. ex. modification de la forÎ probante d'une expertise antérieure, notamment en raison du retrait de l'habilitation de l'expert).
“1 LAA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. 3.2. La révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA suppose que soient mis en évidence des faits déterminants qui existaient déjà lorsque la décision a été rendue, ont été découverts subséquemment et n’avaient pas pu être invoqués dans la procédure précédente, ou que soit apparue une preuve nouvelle concluante, disponible après coup et qui n’avait pas pu être versée antérieurement à la procédure administrative. Le qualificatif « nouveaux » se rapporte donc exclusivement à la découverte après coup des faits ou moyens de preuve et pas à l’existence des faits ou moyens de preuve; ceux-ci étaient survenus ou existaient déjà au moment de la décision soumise à révision, mais n’étaient pas connus de l’assureur social ou de la personne assurée qui les invoque par la suite (Moser-Szeless in Commentaire romand, LPGA, 2018, art. 31 n. 43-46 et les références). Dans le contexte de l’art. 53 al. 1 LPGA, la jurisprudence admet toutefois qu’un moyen de preuve qui n’existait pas encore dans la première procédure, soit une preuve effectivement nouvelle, comme un rapport médical établi postérieurement à la décision de l’assureur social, peut entrer en considération aux fins de la révision procédurale, pour autant qu’elle se rapporte aux faits existants à l’époque et sur lesquels se fondait la décision initiale et qu’elle établisse de manière indiscutable que l’état de fait retenu était erroné. Souvent, les preuves nouvellement établies et invoquées pour modifier la décision de prestations d’assurance sociale n’apportent cependant pas des faits réellement inconnus au moment de la décision, mais relèvent d’une nouvelle appréciation médicale. Or, le nouveau moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs (Moser-Szeless, art.”
“Il convient dès lors, dans un premier temps, d'examiner si l'autorité inférieure était fondée à rejeter la demande de révision de la décision de suppression de rente du 6 septembre 2013, l'application de l'art. 53 al. 1 LPGA au cas d'espèce étant au demeurant incontestée, dans la mesure où la décision du 6 septembre 2013 se fondait sur une expertise effectuée en 2012 par la Clinique X._______ (à propos de l'art. 53 al. 1 LPGA : Margit Moser-Szeless, Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, art. 53 LPGA n° 42 ss, 51 et 52, 62 à 66 ; Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n. 50 et 51 ; ATF 143 V 105 consid. 2.3 ; 127 V 353 consid. 5b et les réf. cit. ; 143 III 272 consid. 2.2 ; arrêts du TF 8C_501/2014 du 5 août 2015 consid. 2 ; 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4 et les réf. citées ; 8C_368/2013 du 25 février 2014 consid. 5.1 ; 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). En effet, la question de la force probante des expertises réalisées par la Clinique X._______ a donné lieu à l'arrêt 2C_32/2017 relatif au retrait de l'autorisation d'exploitation de la clinique, puis à l'ATF 144 V 258, dans lequel le Tribunal fédéral a admis que la problématique liée au retrait de l'autorisation d'exploiter le « département expertise » de la Clinique X._______ constituait un motif de révision d'un arrêt, qu'il a par conséquent annulé, dans lequel il avait statué en se fondant uniquement sur une expertise émanant de cette institution.”
“________, l'ovariectomie de type Pfannenstiel était ainsi connue pour provoquer des lésions nerveuses touchant les nerfs de la région inguinale. Si d'autres médecins n'avaient pas été en mesure de poser ce diagnostic, c'était parce qu'ils n'avaient pas eu l'occasion d'observer des complications telles que celles décrites par l'intimée dans leur pratique, dès lors que l'ovariectomie se faisait en principe sous laparoscopie. L'avis du docteur M.________ du 10 septembre 2021 emportait dès lors la conviction des juges précédents. Cet avis constituait par ailleurs une preuve établissant un fait nouveau important et reposant sur des examens qui n'avaient pas été réalisés jusque-là. Il constituait ainsi un élément médical nouveau venant démontrer l'inexactitude de la décision du 25 juin 2013, elle-même fondée sur une expertise médicale qui n'avait pas pris en compte la problématique neurologique à l'origine des douleurs. En conséquence, la décision du 25 juin 2013 devait être révisée (conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA).”
Réf. : LPGA art. 53 n. 527 Pour des tableaux cliniques complexes, subjectifs ou indéterminés, le seuil requis pour une «erreur indubitable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA est élevé ; la décision initiale doit être appréciée au regard de l'état de fait et de droit applicable à l'époque. Un simple rapport d'expertise ultérieur, contredisant la première appréciation, ne suffit pas à motiver un réexamen, pour autant que la décision initiale ait reposé sur une appréciation professionnelle défendable et soigneuse. En revanche, si, déjà au moment de la décision initiale, des vices objectifs étaient présents (p. ex. violation du principe d'investigation ou absenÎ d'examen par un spécialiste), cela peut satisfaire à la condition d'erreur indubitable.
“5. Im bidisziplinären Gerichtsgutachten führten zwar sowohl Dr. med. K____ als auch Dr. med. L____ aus, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich nicht geändert. Sie gingen jedoch davon aus, dass die von ihnen gestellten Diagnosen bereits im Jahr 2015 vorlagen. Dies ist nicht weiter zu beanstanden, denn insbesondere Dr. med. K____, dessen psychiatrische Diagnosen im Vordergrund der gesundheitlichen Problematik stehen, hat diese einlässlich, nachvollziehbar und detailliert begründet hergeleitet. Die nun vorliegenden Daten über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ermöglichen den Gutachtern auch eine weiter zurückliegende, retrospektive Einschätzung. Die IV-Stelle stellt diese Diagnosen auch nicht in Frage, ebenso wenig wie die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Dres. med. K____ und L____, sie verweist jedoch darauf, dass keine revisionsrechtlich erhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes vorliege. 5.6. Bei dieser Sachlage steht auch eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG im Raum. Bei dem komplexen und auch ungewöhnlichen Beschwerdebild kann jedoch nicht gesagt werden, die Verfügung vom 13. Mai 2016 sei zweifellos unrichtig gewesen. Denn die diagnostische Einordnung im damaligen Zeitpunkt war schwierig, das Beschwerdebild zum Teil ungewöhnlich, die diagnostische Einordnung ungewiss und die Gutachter des G____ beschränkten sich insbesondere in psychiatrischer Hinsicht auf das Stellen von Verdachtsdiagnosen. Auch würde die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit den Nachweis voraussetzen, dass die damaligen Gutachter ihr medizinisches Ermessen geradezu fehlerhaft angewendet hätten. Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss nur vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar. Dies trifft in der Regel zu, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden.”
“2 ATSG wird vom Bundesgericht in erster Linie in solchen Fällen bejaht, in denen die ursprüngliche Rentenzusprechung etwa ohne gutachtliche Abklärung des Gesundheitszustands allein auf Grund der (haus-)ärztlichen Angaben, oder die Arbeitsfähigkeitsschätzung nur mit Bezug auf die angestammte Tätigkeit, nicht aber auf eine zumutbare Verweistätigkeit, mithin ausserhalb des Bereichs vertretbarer Ermessensausübung erfolgte (vgl. etwa Urteil I 64/06 vom 21. August 2006, E. 4.4.2). Bei Beschwerdebildern der hier vorliegenden Art, welche sich auf Grund ihrer Komplexität, Subjektivität, Unbestimmtheit und persönlichkeitsbedingten Einflüssen nur schwerlich erfassen lassen, bedeutet die Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit immer einen Ermessensentscheid, der nur dann als qualifiziert, eben zweifellos unrichtig, bezeichnet werden kann, wenn die fachmedizinischen Abklärungen der beteiligten Disziplinen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt worden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_307/2011 vom 23. November 2011 E. 3.2). Die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprechung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG muss anhand der damaligen Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) beurteilt werden. So darf die Frage, ob nach Lage der Akten weitere Abklärungen notwendig gewesen wären, nicht aufgrund der heute massgebenden Regeln beurteilt werden. Bereits zur Zeit der Leistungszusprechung galt aber, dass die Arbeitsunfähigkeit in komplexen Fällen fachärztlich eingeschätzt werden muss (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 3.3.2). 4.2 Ist das Vorliegen eines HWS-Schleudertraumas durch zuverlässige Angaben gesichert und der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränkenden Gesundheitsbeeinträchtigung aufgrund fachärztlicher Feststellung im konkreten Fall unbestritten, so kann die natürliche Kausalität in der Regel auch aus rechtlicher Sicht als erstellt gelten, wobei es genügt, dass der Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Teilursache der geklagten Beschwerden darstellt (Rechtslage zum Zeitpunkt der Rentenzusprache, vgl.”
“Die Beschwerdeführerin beruft sich denn auch letztinstanzlich vielmehr darauf, dass das Gutachten der MEDAS Neurologie Toggenburg vom 11. September 2019 demjenigen der MEDAS Zentralschweiz, auf das sich die ursprüngliche Rentenverfügung stützte, diametral widerspreche. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich damit jedoch kein Rückkommen auf die ursprüngliche Verfügung begründen. Die Voraussetzungen für ein Rückkommen gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG sind nur dann gegeben, wenn jene Verfügung von Beginn weg unrichtig war. Wie die Beschwerdeführerin jedoch selber einräumt, liess erst das spätere Gutachten der MEDAS Neurologie Toggenburg die ursprüngliche Rentenverfügung als fehlerhaft erscheinen. Dies genügt nicht für die Annahme der ursprünglichen zweifellosen Unrichtigkeit. Inwiefern bereits bei der ursprünglichen Rentenzusprechung der Untersuchungsgrundsatz verletzt worden sein sollte, vermag die Beschwerdeführerin damit nicht aufzuzeigen. Jene Verfügung vom 21. August 2018 stützte sich ihrerseits auf eine gutachtliche Einschätzung, die auch nach Rückfrage durch die Beschwerdeführerin bestätigt wurde. Inwiefern bereits damals Indizien vorgelegen haben sollten, die Zweifel nicht nur am nunmehr beanstandeten orthopädischen Teilgutachten des Prof. Dr. med. C.________, sondern auch an der interdisziplinär von allen beteiligten Gutachtern der MEDAS Zentralschweiz bestätigten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit hätten erwecken können, wird beschwerdeweise nicht dargelegt und ist nicht erkennbar.”
“Es sei im Hinblick auf die praktisch durchgeführte Therapie zweifellos festzustellen, dass diese therapeutischen Optionen nicht ausgeschöpft worden seien. Auch sei unter Gewichtung der durch den Gutachter nachvollziehbar hervorgehobenen Beziehungsaspekte in Betracht zu ziehen, dass eine zeitlich befristete Trennung von der Partnerin sinnvoll sein und auch andere psychotherapeutische Zugänge ermöglichen könnte. Von einer Ausschöpfung aller pharmakologischen und nichtpharmakologischen Verfahren könne eine Besserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit mit Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Unter den gegebenen Bedingungen - der beschriebenen Beziehungsproblematik und auch der geringen Toleranzschwelle im Hinblick auf Nebenwirkungen der Medikamente - empfehle sich eine stationäre psychiatrische Therapie (S. 6 f. Ziff. 14). 3.6 Nach Auferlegung einer Schadenminderungspflicht (Urk. 2/11/I/66) richtete die Beschwerdegegnerin gestützt auf die RAD-Beurteilung vom 18. Januar 2008 dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 25. Januar 2008 weiterhin eine ganze Rente aus (Urk. 2/11/I/67). 4. 4.1 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind, und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung besteht, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich nach der bei Erlass der Verfügung bestehenden Sach- und Rechtslage, einschliesslich der damaligen Rechtspraxis. Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder weil massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 144 I 103 E.”
Citation : LPGA art. 53 N. 526 Pour les prestations périodiques (p. ex. les rentes), la condition d'«importanÎ substantielle» est en règle générale réputée remplie ; la jurisprudenÎ retient donc, pour ces prestations, d'emblée le caractère significatif de la rectification.
“L’application inexacte doit être la conséquence de l’ignorance ou de l’absence de preuve de faits essentiels pour la décision (idem et TF 9C_365/2015 du 6 janvier 2016 consid. 3.1). La révision procédurale est soumise à un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et à un délai absolu de dix ans qui commence à courir dès la notification de la décision (art. 67 al. 1 PA [loi fédérale sur la procédure administrative ; RS 172.021] par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA). f) Si la décision est fondée sur une application erronée du droit (application initiale erronée du droit) ou sur une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits, il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération. La décision ou décision sur opposition formellement passée en force doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA ; Margit Moser-Szeless, in : Dupont/Moser-Szeless [éd.], Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 2 ss ad art. 53 LPGA). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). La jurisprudence n’a pas fixé de valeur limite s’agissant de l’importance notable de la rectification, toutefois la condition de l'importance notable de la rectification est en principe d’emblée réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (ATF 119 V 475 consid. 1c ; TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5). La reconsidération a trait au rapport juridique qui a été réglé initialement par la décision reconsidérée, de sorte qu’elle a en principe un effet rétroactif (Moser-Szeless op. cit., n° 96 ad. art. 53 LPGA). L’administration n’est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni la personne assurée ni le juge ne peuvent l’y contraindre (ATF 147 V 213 consid.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision procédurale de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2; arrêt TC FR 608 2022 82 du 27 septembre 2022 consid. 4). 3.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid.”
“c) La jurisprudence n’a pas fixé de valeur limite s’agissant de l’importance notable de la rectification. Il convient de se fonder sur l’ensemble des circonstances du cas particulier et notamment sur le laps de temps qui s’est écoulé depuis le moment où des prestations indues ont été allouées (ATF 107 V 180 consid. 2b). Le Tribunal fédéral a nié l’importance notable de la rectification s’agissant de la restitution de 601 fr. 20 intervenant deux ans plus tard, de 568 fr. 10 et de 494 fr. survenant respectivement plus d’un an et demi et quelques mois après le versement (TFA C 205/00 du 8 octobre 2002 consid. 5 non publié à l’ATF 129 V 110, avec la jurisprudence citée). En revanche, il a admis une reconsidération portant sur la restitution d’un montant de 706 fr. 25 moins d’une année après l’octroi de la prestation (DTA 2000 n° 40 p. 208). La condition de l’importance notable de la rectification est en principe d’emblée réalisée lorsqu’on est en présence d’une prestation périodique (ATF 119 V 475 consid. 1c ; TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5). d) L’art. 53 LPGA constitue une règle de droit positif sur la possibilité de modifier une décision, de sorte que la pesée des intérêts qui entre en ligne de compte à défaut ne joue pas de rôle. L’application correcte de la disposition légale est d’emblée compatible, du point de vue du droit constitutionnel, avec le principe de la protection de la bonne foi ; sont seules réservées les situations dans lesquelles l’ensemble des conditions de ce principe sont réalisées, ce qui implique de s’écarter d’une solution conforme au droit (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 39 ad art. 53 LPGA). e) En vertu du principe de la bonne foi découlant de l’art. 9 Cst (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101), un renseignement ou une décision erronée peut obliger l’administration à consentir à un administré un avantage contraire à la loi, à certaines conditions : il faut, notamment, que l’administré se soit fondé sur le renseignement ou la décision erronée pour prendre des dispositions qu’il ne saurait modifier sans subir un préjudice et que la loi n’ait pas changé depuis le moment où le renseignement a été donné (TF 2C_792/2009 du 17 mai 2010 consid.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 525 S'il n'existe pas de nouveaux résultats d'imagerie, une appréciation purement différente de constatations déjà connues (p. ex. leur qualification en tant que syndrome psycho-organique cérébral) ne constitue pas un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Il doit s'agir d'un constat nouveau, pertinent pour la prise de décision.
“Die Vorinstanz erwog, im (in Rechtskraft erwachsenen) Einspracheentscheid vom 14. September 2018 sei unter Berücksichtigung der Computertomografie vom 22. Oktober 2012, der Magnetresonanztomografien vom 29. Januar 2013 und 5. September 2014, welche keine strukturellen Unfallfolgen gezeigt hätten, von organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beeinträchtigungen ausgegangen worden. Die Beschwerdegegnerin habe in Anwendung der einschlägigen Adäquanzkriterien einen Kausalzusammenhang verneint. Demgegenüber werde in den neu eingereichten Berichten ein hirnorganisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma genannt, wobei keine neuen bildgebenden Befunde erhoben worden seien. Entsprechend sei lediglich von einer anderen Würdigung des bekannten Sachverhalts auszugehen. Aus den neuen Berichten ergäben sich keine neuen Befunde, welche im ursprünglichen Verfahren zwingend zu einer anderen Ermessensausübung hätten führen müssen. Es fehle an erheblichen neuen Tatsachen oder Beweismitteln. Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sei nicht gegeben.”
Citation : LPGA art. 53 n. 524 Pour les décisions formellement définitives, un recouvrement suppose un réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, c.-à-d. que la décision doit être «manifestement erronée» et que la rectification doit revêtir une importanÎ considérable.
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 523 Dans les questions médicales, il est souvent indiqué de procéder à un nouvel examen du dossier ou de l'expertise. Toutefois, si des investigations spécialisées nécessaires font défaut ou ont été insuffisamment menées, cela peut fonder la condition d'une « erreur manifeste ». Il convient de noter que le seuil pour constater une telle erreur manifeste est élevé et que le retour sur une décision formellement passée en forÎ de chose jugée relève de l'appréciation de l'organisme d'assuranÎ.
“In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn (in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes) die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405, 414 f. E. 5.2). Als nicht zweifellos unrichtig wurde eine Zusprache beurteilt, die gestützt auf ein Gutachten erfolgte, das eine verlässliche Beurteilung des Gesundheitszustandes erlaubte und bei der die gebotene eigenständige Adäquanzprüfung zumindest implizit und im Ergebnis vertretbar erfolgte (zum Ganzen Abschnitt: Frey Félix/Mosimann Hans-Jakob/Bollinger Susanne, AHVG/IVG Kommentar, Bundesgesetze über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, die Invalidenversicherung und den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] mit weiteren Erlassen, Zürich 2018, Art. 53 ATSG Rz. 3 mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_425/2016 vom 16.12.2016 = SVR 2017 UV Nr. 16 E. 4.2 und 4.3.2). 4.6. Der Entscheid über die Vornahme der Wiedererwägung ist in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 53 ATSG Rz. 1 mit Hinweis auf BBl 1991 II 262). Ein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wiedererwägung besteht nicht. Als formaler Rechtsbehelf vermittelt die Wiedererwägung keinen Anspruch auf Behandlung. Vielmehr liegt das Zurückkommen im pflichtgemässen Ermessen der Verwaltungsbehörde. Die Praxis hat klargestellt, dass sofern die Verwaltung bzw. die Sozialversicherungsgerichte verpflichtet werden könnten, aufgrund eines Wiedererwägungsgesuchs die Gesetzmässigkeit einer früheren formell rechtskräftigen Verfügung zu überprüfen, "dies das Rechtsmittelsystem illusorisch machen" würde (vgl. BGE 106 V 78, 79 E. 2). Diese Auffassung wird auch in der neuesten Rechtsprechung vertreten (Ueli Kieser, a.”
“Enfin, le contenu du rapport doit être plausible, motivé et rédigé de façon suffisamment détaillée en ce qui concerne les diverses limitations et correspondre aux indications relevées sur place. Lorsque le rapport constitue une base fiable de décision, le juge ne saurait remettre en cause l’appréciation de l’auteur de l’enquête que s’il est évident qu’elle repose sur des erreurs manifestes (ATF 140 V 543 consid. 3.2.1 ; 130 V 61 consid. 6 et les références citées ; TF 9C_687/2014 du 30 mars 2015 consid. 4.2.1). S’agissant de la prise en compte de l’empêchement dans le ménage dû à l’invalidité, singulièrement de l’aide des membres de la famille (obligation de diminuer le dommage), on admet que si la personne assurée n’accomplit plus que difficilement ou avec un investissement temporel beaucoup plus important certains travaux ménagers en raison de son handicap, elle doit en premier lieu organiser son travail et demander l’aide de ses proches dans une mesure convenable (ATF 133 V 504 consid. 4.2 et les références citées ; TF 9C_568/2017 du 11 janvier 2018 consid. 5.4). 6. Aux termes de l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve de nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1 ; révision procédurale). L’assureur peut également revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2 ; reconsidération). La condition de l’erreur manifeste est notamment réalisée lorsque la décision a été rendue en fonction d’un état de fait établi de manière incomplète en violation du principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA). Par exemple, une évaluation de l’invalidité qui n’est fondée sur aucune appréciation médicale suffisante et concluante n’est pas conforme au droit et la décision correspondante est manifestement erronée (Margit Moser-Szeless, op. cit., n° 75 ad art. 53 et les références citées).”
“c) Il convient cependant de rappeler que quoiqu’il en soit, selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur social n’est pas tenu de reconsidérer une décision, mais en a simplement la faculté, laquelle relève de son pouvoir d’appréciation ; ni la personne assurée ni le juge ne peuvent l’y contraindre (ATF 133 V 50 consid. 4.1 et 4.2.1 ; TF 9C_901/2007 du 8 octobre 2008 consid. 3 non publié in ATF 134 V 401 ; TF 9C_671/2015 du 3 mai 2016 consid. 4). d) D’autre part, la décision qui peut être potentiellement reconsidérée doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importance notable. Lorsque l’octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l’examen suppose un pouvoir d’appréciation, l’irrégularité de la décision n’est alors manifeste que lorsqu’il n’existe plus aucun doute raisonnable sur le fait que la décision est erronée (Margit Moser-Szeless, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n. 76 ad art. 53 LPGA et les références). La reconsidération ne doit pas non plus servir à faire un nouvel examen plus approfondi et à pallier l’absence de recours de l’assuré. Or dans le cas particulier et contrairement à ce que soutient le recourant, l’intimé n’a pas admis que les conditions de la reconsidération étaient données et n’est donc pas entré en matière sur cette dernière. On ne peut de surcroît pas admettre une irrégularité manifeste de la décision du 19 mars 2021, prise sur la base de rapports médicaux figurant au dossier qui tous allaient dans le sens d’une stabilisation et d’une évolution plutôt favorable du patient (rapports des 6 novembre 2018, 4 mars, 17 avril, 13 et 20 septembre et 4 octobre 2019 du Dr K.N.________ ; rapport des 5 mars et 18 décembre 2019 du Centre H.________ ; bilan cognitif de l’Institution de K.________ du 10 septembre 2019). Ainsi, dans son rapport du 20 septembre 2019 en particulier, le Dr K.N.________ avait fait savoir que son patient avait continué d’évoluer favorablement en particulier avec une normalisation de ses performances en expression orale, en mémoire de travail, en mémoire antérograde verbale, en initiation, en incitation non verbale ainsi qu’en attention divisée.”
“________ a-t-il relevé qu’entre 2012 et 2018, le recourant n’avait fait l’objet d’aucune prise en charge régulière et adaptée, et de ce fait, son état s’était dégradé, ce qui avait permis à l’expert d’observer de façon plus évidente ses caractéristiques autistiques de fonctionnement psychique. L’expert a encore indiqué que le diagnostic de trouble envahissant du développement qu’il posait était déjà présent lors de l’expertise du Dr L.________ et antérieurement, mais qu’il était moins sévère et plus difficile à identifier. Quoi qu’il en soit, et compte tenu des conclusions claires, non contestées et probantes du Dr M.________, il appert que l’invalidité du recourant n’a pas subi de changement notable entre le 7 octobre 2013 et le 12 mai 2021, de sorte que la voie de la révision matérielle doit être écartée. Le cas présent relève en effet d’une erreur originelle de la décision initiale de refus. 8. a) Dans la décision litigieuse, l’intimé a considéré que les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 étaient réunies, de sorte qu’il est entré en matière sur cette problématique, ce qui permet à la Cour de céans de l’examiner (Moser-Szeless, op. cit., n° 92 ad art. 53 LPGA). L’importance de la rectification de la décision ne fait aucun doute, puisqu’elle concerne le droit à une rente entière d’invalidité (cf. consid. 4c supra). Il s’agit ainsi déterminer si la décision de refus de rente du 7 octobre 2013 était manifestement erronée, ce sans nul doute, compte tenu de la situation juridique et de la pratique existantes à l’époque de sa reddition. Dite décision, niant tout degré d’invalidité, était fondée sur les conclusions du rapport d’expertise du Dr L.________, auquel le SMR s’était rallié. L’intimé a procédé à la reconsidération au motif que ce rapport n’était pas probant et qu’il aurait dû s’en apercevoir, ou du moins poursuivre l’instruction, avant de rendre la décision initiale. Il sied de rappeler à ce stade que la jurisprudence préconise de faire preuve de retenue dans l’acceptation de l’inexactitude indubitable lorsque le motif de réexamen concerne une condition matérielle du droit, comme l’invalidité, ce qui est le cas en l’occurrence. L’appréciation d’une telle condition repose en effet de manière déterminante sur une estimation ou une appréciation des preuves, c’est-à-dire sur des éléments qui présentent nécessairement des caractéristiques d’appréciation.”
Citation : LPGA art. 53 n. 522 L'art. 53 al. 2 LPGA autorise l'autorité d'assuranÎ à revenir sur des décisions devenues formellement définitives lorsque celles-ci sont indubitablement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Cela constitue — indépendamment des conditions d'une réévaluation matérielle selon l'art. 53 al. 1 — un motif de révision autonome.
“25 LPGA sont réunies (TF 9C_328/2014 du 6 août 2014 consid. 5.3). c) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). d) En vertu de l'art. 25 al. 2 première phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral [Message du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales FF 2018 1597). e) Lorsqu’il statue sur la créance de l’institution d’assurance en restitution de prestations indûment versées, le juge doit examiner, à titre préjudiciel, si les circonstances correspondant à une infraction pénale sont réunies et, partant, si un délai de péremption plus long que les délais relatifs et absolus prévus par l’art. 25 al. 2 deuxième phrase LPGA est applicable dans le cas particulier. Pour que le délai de péremption plus long prévu par le droit pénal s’applique, il n’est pas nécessaire que l’auteur de l’infraction ait été condamné (ATF 140 IV 206 consid.”
Citation: LPGA art. 53 n. 521 Le recouvrement des prestations indûment perçues suppose que la décision devenue formellement définitive soit réexaminée dans le cadre de la procédure prévue par les dispositions pertinentes; à cet égard, un réexamen conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA (ou la disposition correspondante en matière de révision) peut notamment être envisagé.
“Selon l'art. 25 al. 1, 1re phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées (première phrase). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2; 138 V 426 consid. 5.2.1; 130 V 318 consid. 5.2 et les références citées).”
RéférenÎ: LPGA art. 53 n. 520 Pendant la pendanÎ de l'instanÎ, les mesures susceptibles d'être mises en œuvre doivent, en principe, se limiter à des investigations ponctuelles et de courte durée (p. ex. l'obtention de certificats, de renseignements brefs ou de précisions). L'ordonnanÎ d'expertises médicales étendues ou d'examens approfondis du dossier est, en revanche, en règle générale, inadmissible.
“II A35) dargelegt, welche Vorbringen sie für erheblich hält und auf welche Überlegungen sich ihr Entscheid stützt. Den Bericht des Dr. med. G.________ vom 6. Februar 2020 (Anhang zu act. II A29) hat sie ihrem beratenden Arzt Dr. med. D.________ zur Stellungnahme unterbreitet, der die Ansicht des Dr. med. G.________ als nicht zutreffend erachtet hat (act. IIA M10 S. 2 Ziff. 5). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt insoweit nicht vor. Die Beschwerdegegnerin hat allerdings mit ihrer Beschwerdeantwort eine nach Erlass des Einspracheentscheids erstellte umfassende Aktenbeurteilung ihres beratenden Arztes Dr. med. E.________ vom 1. August 2020 (act. IIA M11) eingereicht. Dass die Beschwerdegegnerin zur fortlaufenden Beurteilung des Falls und zur Erarbeitung der von ihr als Partei im Gerichtsverfahren abzugebenden Stellungnahmen im Beschwerdeverfahren einen beratenden Arzt beizieht, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden. Dies dient nicht zuletzt auch der Klärung der Frage, ob die Verwaltung aufgrund neuer Erkenntnisse gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG ihre Verfügung in Wiedererwägung ziehen soll (SVR 2019 IV Nr. 93 S. 316 E. 5.3.3.3 in fine). Zu solchen Konsultationen von beratenden Ärzten gehört der Auftrag zur Erstellung einer umfassenden Aktenbeurteilung hingegen nicht. Dies auf jeden Fall dann nicht, wenn wie hier seitens des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren keinerlei neuen Arztberichte aufgelegt wurden (vgl. SVR 2019 IV Nr. 93 S.”
“c LPGA), il appartient à l'autorité de recours d'établir d'office les faits déterminants pour la solution du litige et d'administrer les preuves nécessaires. Si l'état de fait doit être complété, elle est libre de procéder elle-même aux mesures d'instruction nécessaires, en ordonnant par exemple la réalisation d'une expertise judiciaire, ou d'annuler la décision attaquée et de renvoyer le dossier à l'administration pour qu'elle s'en charge. Après le dépôt d'un recours, il n'est, en principe, plus permis à l'administration d'ordonner de nouvelles mesures d'instruction qui concerneraient l'objet du litige et tendraient à une éventuelle modification de la décision attaquée (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa p. 231 et les références ; TF 9C_598/2011 du 19 avril 2012 consid. 5.2.1 ; TF 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.1). Le principe de l'effet dévolutif du recours connaît une exception, en tant que l'administration peut reconsidérer sa décision jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Pour des motifs liés à l'économie de procédure, il se justifie en effet de permettre à l'administration de revenir lite pendente sur sa décision, lorsque celle-ci s'avère, à la lecture de l'acte de recours, manifestement erronée. De fait, le droit fédéral n'exclut pas nécessairement la mise en œuvre par l'administration de mesures d'instruction lite pendente. Pour répondre à la question de savoir quels sont les actes encore admissibles à ce stade de la procédure, il convient d'examiner l'importance que revêt l'acte pour la solution du litige et le temps nécessaire pour y procéder. Des mesures d'instruction portant sur des aspects ponctuels, tels que le fait de requérir une attestation ou un certificat, ou de demander des précisions à un médecin ou une autre personne susceptible de fournir des renseignements sont en règle générale admissibles ; tel n'est en revanche pas le cas de la mise en œuvre d'une expertise médicale ou d'une mesure d'instruction similaire, compte tenu de leur portée sur l'état de fait à juger.”
“L'administration perd la maîtrise de l'objet du litige, en particulier celle des points de fait susceptibles de fonder la décision attaquée. Conformément à la maxime inquisitoire applicable, il appartient à l'autorité de recours d'établir d'office les faits déterminants pour la solution du litige et d'administrer les preuves nécessaires. Si l'état de fait doit être complété, elle est libre de procéder elle-même aux mesures d'instruction nécessaires ou d'annuler la décision attaquée et de renvoyer le dossier à l'administration pour qu'elle s'en charge. Après le dépôt d'un recours, il n'est en principe plus permis à l'administration d'ordonner de nouvelles mesures d'instruction qui concerneraient l'objet du litige et tendraient à une éventuelle modification de la décision attaquée (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa et les références). b) Le principe de l'effet dévolutif du recours connaît une exception, en tant que l'administration peut reconsidérer sa décision jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Pour des motifs liés à l'économie de procédure, il se justifie en effet de permettre à l'administration de revenir lite pendente sur sa décision, lorsque celle-ci s'avère, à la lecture de l'acte de recours, manifestement erronée. De fait, le droit fédéral n'exclut pas nécessairement la mise en œuvre par l'administration de mesures d'instruction lite pendente. Pour répondre à la question de savoir quels sont les actes encore admissibles à ce stade de la procédure, il convient d'examiner l'importance que revêt l'acte pour la solution du litige et le temps nécessaire pour y procéder. Des mesures d'instruction portant sur des aspects ponctuels, tels que le fait de requérir une attestation ou un certificat, ou de demander des précisions à un médecin ou une autre personne susceptible de fournir des renseignements sont en règle générale admissibles ; tel n'est en revanche pas le cas de la mise en œuvre d'une expertise médicale ou d'une mesure d'instruction similaire, compte tenu de leur portée sur l'état de fait à juger.”
Si une lettre qualifiée d'« opposition » contient en réalité une requête en révision procédurale conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA, l'administration aurait été tenue de la recevoir comme telle; une omission peut constituer une violation d'obligations procédurales.
“Dessen ungeachtet machte der Versicherte gegenüber der Verwaltung sinngemäss einen Rückkommenstitel geltend, indem er vorbrachte, mit Blick auf das Urteil des EGMR 78630/12 vom 11. Oktober 2022 (E. 4.3 hiernach) sei die Einstellung der Witwerrente gemäss Schreiben vom 4. August 2020 als diskriminierend einzustufen; überdies seien die vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) vorgesehenen Übergangsregelungen (E. 4.4 hiernach) willkürlich. Die Beschwerdegegnerin hat dahingehend keinen Entscheid gefällt; sie hat sich darauf beschränkt, die formelle Rechtskraft der ursprünglichen Verfügung vom 26. Juni 2008 bzw. der Mitteilung vom 4. August 2020 zu bekräftigen. Die formelle Rechtskraft der genannten Rechtsakte wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt (E. 2.4 hiervor). Die Ausgleichskasse wäre aufgrund der Vorbringen des Versicherten in seinem als "Einsprache" betitelten Schreiben aber gehalten gewesen, dieses (auch) als Gesuch um nachträgliche Anpassung (materielle Revision [Art. 17 Abs. 2 ATSG], prozessuale Revision [Art. 53 Abs. 1 ATSG] oder Wiedererwägung [Art. 53 Abs. 2 ATSG]) entgegenzunehmen. 3.2. Zum Anfechtungsgegenstand gehören nicht nur diejenigen Rechtsverhältnisse, über welche die Verwaltung tatsächlich eine Anordnung getroffen hat. Vielmehr bilden auch jene Rechtsverhältnisse Teil des Verfahrensgegenstands, hinsichtlich deren es die Verwaltung zu Unrecht – in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes sowie des Prinzips der Rechtsanwendung von Amtes wegen – unterlassen hat zu befinden, obwohl dazu nach der Aktenlage oder den Parteivorbringen hinreichender Anlass bestanden hätte (EVG-Urteil I 2/06 vom 23.5.2006 E. 2.1). Nach der Rechtsprechung kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfechtungsgegenstands, d.h. ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501 E.”
“Dessen ungeachtet machte der Versicherte gegenüber der Verwaltung sinngemäss einen Rückkommenstitel geltend, indem er vorbrachte, mit Blick auf das Urteil des EGMR 78630/12 vom 11. Oktober 2022 (E. 4.3 hiernach) sei die Einstellung der Witwerrente gemäss Schreiben vom 4. August 2020 als diskriminierend einzustufen; überdies seien die vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) vorgesehenen Übergangsregelungen (E. 4.4 hiernach) willkürlich. Die Beschwerdegegnerin hat dahingehend keinen Entscheid gefällt; sie hat sich darauf beschränkt, die formelle Rechtskraft der ursprünglichen Verfügung vom 26. Juni 2008 bzw. der Mitteilung vom 4. August 2020 zu bekräftigen. Die formelle Rechtskraft der genannten Rechtsakte wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt (E. 2.4 hiervor). Die Ausgleichskasse wäre aufgrund der Vorbringen des Versicherten in seinem als "Einsprache" betitelten Schreiben aber gehalten gewesen, dieses (auch) als Gesuch um nachträgliche Anpassung (materielle Revision [Art. 17 Abs. 2 ATSG], prozessuale Revision [Art. 53 Abs. 1 ATSG] oder Wiedererwägung [Art. 53 Abs. 2 ATSG]) entgegenzunehmen.”
Les résultats d'observation peuvent — dans la mesure où ils font apparaître des faits ou des pièces à conviction importants jusque-là inconnus et sont ensuite soumis à un contrôle médical — constituer un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA.
“Er gehe zwar täglich ins Geschäft, um ein bis zwei Telefongespräche zu führen, die Post zu öffnen und sich mit dem Mitinhaber der Garage zu besprechen oder sich mit Vertretern zu unterhalten. Eine eigentliche Leistung erbringe er jedoch nicht. Die Vorinstanz hielt weiter fest, gegenüber dem Kreisarzt habe der Beschwerdeführer am 20. Dezember 2002 angegeben, seine Kinder in die Schule zu bringen, die Post seiner Firma abzuholen und manchmal mit Kunden zu sprechen; lange Gespräche seien allerdings eine Tortur für ihn. Sitzen könne er nur einige Minuten. Bei einem Gespräch mit der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2003 bezüglich des Fallabschlusses sei festgehalten worden, in der bisherigen Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Dementsprechend sei die Beschwerdegegnerin bei der Rentenzusprache von keiner beruflichen Tätigkeit bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen. Erst durch die Erkenntnisse der Observation und die Eingeständnisse des Beschwerdeführers gegenüber der IV-Stelle am 5. November 2009 sowie durch die Ergebnisse der daraufhin erfolgten medizinischen Begutachtung am MZR seien erhebliche neue Tatsachen im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Tage getreten. Was die Rechtzeitigkeit der prozessualen Revision betreffe, könne erst die medizinische Beurteilung der Observationsergebnisse sichere Kenntnis des relevanten Sachverhalts liefern. Das Bundesgericht habe im Urteil 8C_626/2014 in E. 3.1 (vgl. Sachverhalt lit. A) erkannt, dass die 90-tägige Frist zur prozessualen Revision erst nach Eingang des MZR-Gutachtens vom 9. Mai 2011 am 12. Mai 2011, allenfalls nach medizinischer Überprüfung durch den RAD (bzw. hier durch den Kreisarzt), zu laufen begonnen habe. Diese Frist sei im vorliegenden Verfahren somit durch die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. Juli 2011 gewahrt. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von mindestens 10 %, wie der Beschwerdeführer geltend mache, ergebe sich aus den gutachterlichen Darlegungen gemäss MZR-Gutachten nicht. Danach sei er spätestens seit April 2009 (Zeitpunkt der Observation) vollständig arbeitsfähig als selbstständiger Automechaniker und Geschäftsführer. Selbst wenn ein gesundheitlicher Schaden vorliegen würde, habe sich dieser jedenfalls nicht erwerblich ausgewirkt, wie dies letztinstanzlich auch das Bundesgericht erkannt habe (bereits zitiertes Urteil 8C_626/2014 E.”
“Für die dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts zu Grunde liegenden Unfallereignisse bestehe auch eine Versicherungsdeckung nach UVG bei der Beschwerdegegnerin. Damit liessen sich die vom Gericht gezogenen Schlussfolgerungen nahtlos auch auf die UVG-Verwaltungsverfahren zu den jeweiligen Unfallereignissen übertragen. Auch wenn sie, die Beschwerdegegnerin, zum Zeitpunkt ihres Akteneinsichtsgesuchs an die IV-Stelle vom 22. April 2020 kein formelles Rentenrevisionsverfahren eingeleitet und deshalb auch keinen entsprechenden, vom Beschwerdeführer ausgefüllten Fragebogen zu seinen Beschwerden und beruflichen Aktivitäten eingeholt habe, stehe auch in Bezug auf das vorliegende UVG-Verfahren fest, dass die Beschwerdegegnerin bei einem früheren Vorliegen der durch die Observation aufgedeckten, beim Beschwerdeführer effektiv vorhandenen funktionellen Möglichkeiten veranlasst worden wäre, eine Begutachtung anzuordnen, und diese dann in schlüssiger Weise ergeben hätte, dass sich die bis anhin angenommene medizinische Einschränkung nicht nachvollziehen lasse. Somit sei ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG klar gegeben. Da zudem die 90-tägige Frist mit dem Erhalt der IV-Akten am 18. Mai 2020 und dem Erlass der Revisionsverfügung vom 30. Juni 2020 eingehalten worden sei, erweise sich das Rückkommen der Beschwerdegegnerin auf die ursprüngliche Rentenverfügung vom 17. Oktober 2003 als rechtens. Gemäss Y.___-Gutachten bestehe beim Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Im vorliegenden Verfahren könne von einem Einkommensvergleich abgesehen werden, da die gutachterlich als einzig invalidisierend angesehenen Beschwerden im Bereich der beiden Schultern und des rechten Kniegelenks nicht auf die Unfallereignisse zurückzuführen seien. Eine unfallbedingte Invalidität liege mithin nicht vor. Des Weiteren hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass der Beschwerdeführer spätestens seit 1. Oktober 2005 mangels unfallbedingter Invalidität keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe und die vom 1. Juli 2015 bis 31. Oktober 2017 zu Unrecht ausgerichteten Rentenleistungen im Gesamtbetrag von Fr.”
Citation : LPGA art. 53 n. 517 Dans le cadre du recouvrement des prestations indûment perçues, l'objectif principal est de rétablir une situation économiquement conforme au droit. Lors de la correction d'actes antérieurs (notamment la révision selon art. 53 al. 2 LPGA), le recouvrement vise à ce que seules subsistent les prestations auxquelles on avait droit au regard de la situation factuelle et juridique pertinente. En revanche, la possibilité d'abandonner une demanÞ de restitution peut, dans un cas concret, porter atteinte à l'application des principes de légalité et d'égalité de traitement.
“Da er durch den abweisenden Einspracheentscheid vom 6. Mai 2020 berührt ist und an der Aufhebung des Einspracheentscheids ein schutzwürdiges Interesse hat (vgl. Art. 59 ATSG) – dieses besteht im Erlass der Rückforderung von Fr. 3'904.-- – ist er auch zur Erhebung der Beschwerde an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen legitimiert gewesen. Da die weiteren Eintretensvoraussetzungen offenkundig erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Unrechtmässig bezogene Leistungen, das heisst Leistungen, auf die nach der massgebenden materiellen Rechtslage an sich kein Anspruch bestanden hat und die sich – in aller Regel nach einer Korrektur einer früheren Verfügung – nicht auf eine verfügungsmässige Grundlage stützen können, sind gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG zurückzuerstatten. Zielt die (vorgängige) Korrektur einer früheren formell rechtskräftigen Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision im Sinne von Art. 17 ATSG, einer sogenannt prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG oder einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine Herstellung eines der materiellen Sach- und Rechtslage entsprechenden verfügungsmässigen Zustandes ab, bezweckt die Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen die Herstellung eines wirtschaftlich rechtmässigen Zustandes. Der EL-Bezügerin respektive deren Erben sollen nach der Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen "nur" jene Leistungen verbleiben, auf die die EL-Bezügerin angesichts der massgebenden Sach- und Rechtslage einen Anspruch gehabt hat. Dadurch wird dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, BV, SR 101) und dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) zum Durchbruch verholfen. Die in Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG vorgesehene Möglichkeit des Erlasses einer Rückforderung hebelt die für das Sozialversicherungsrecht elementare Verwirklichung des Legalitätsprinzips und des Gleichbehandlungsgebotes im Einzelfall aus, denn der Erlass hat zur Folge, dass die EL-Bezügerin respektive deren Erben nicht "nur" jene Leistungen, auf die jede andere Person in derselben Lage von Gesetzes wegen einen Anspruch gehabt hätte, sondern darüber hinaus auch noch die unrechtmässig bezogenen Leistungen behalten können.”
Conformément à l'art. 53 al. 3 LPGA, l'organe d'assuranÎ peut, jusqu'à la remise de sa prise de position à l'autorité de recours, réexaminer une décision ou une décision rendue dans le cadre d'une opposition contre laquelle un recours a été formé et, le cas échéant, édicter une décision rectificative. De telles décisions rectificatives peuvent — sur la base des décisions produites — être prises avì effet rétroactif, pour autant que la modification intervienne avant l'envoi de la prise de position à l'autorité de recours.
“SAK-act. 19 und 29) mit Einspracheentscheid vom 18. Juli 2023 abgewiesen hat mit der Begründung, der Versicherte habe nach wie vor keinen Nachweis für seinen Wohnsitz im Ausland eingereicht (vgl. SAK-act. 30), dass der Beschwerdeführer, vertreten durch B._______, am 4. August 2023 (Datum Postaufgabe) bei der Vorinstanz sinngemäss eine Beschwerde gegen diesen Einspracheentscheid eingereicht hat, welche die Vorinstanz am 14. August 2023 samt angefochtenem Einspracheentscheid zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht übermittelt hat (vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: BVGer-act.] 1 und 2), dass die Vorinstanz innert der für eine Vernehmlassung angesetzten Frist mit Eingabe vom 4. Oktober 2023 mitgeteilt hat, sie habe aufgrund von am 21. Juni 2023 bei ihr eingegangenen Unterlagen, namentlich einer Anmeldung des Beschwerdeführers beim (zuständigen) Immigrationsamt vom 6. Dezember 2022 sowie einer vom 25. Mai 2023 bis 25. Mai 2024 dauernden Visumserteilung "im Rahmen von Art. 53 Abs. 3 ATSG eine berichtigte Verfügung" erlassen und den Beschwerdeführer per 1. Juli 2022 in die freiwillige AHV/IV aufgenommen, weshalb das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben sei (vgl. BVGer-act. 14), dass sie gleichzeitig eine Kopie der "Aufnahmebestätigung zur freiwilligen AHV/IV" betreffend den Beschwerdeführer vom 4. Oktober 2023 als Beilage zu den Akten reichte (vgl. Beilage zu BVGer-act. 4), dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern - wie hier - keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich freiwillige Versicherung vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (vgl. Art. 85bis Abs. 1 Satz 1 AHVG [SR 831.10]), dass auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, weshalb auf die Beschwerde vom 4. August 2023 einzutreten ist, dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG resp.”
“Vu la décision de l’OCE du 29 janvier 2025, par laquelle l’assuré est déclaré apte au placement, rétroactivement au 6 septembre 2024. Vu les écritures de l’OCE du 17 février 2025 et de l’assuré du 6 mars 2025, concluant à ce que le recours soit déclaré sans objet. Attendu en droit que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 3 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’assurance-vieillesse, survivants et invalidité du 6 octobre 2006 (LPC - RS 831.30). Elle statue aussi, en application de l'art. 134 al. 3 let. a LOJ, sur les contestations prévues à l'art. 43 de la loi cantonale sur les prestations complémentaires cantonales du 25 octobre 1968 (LPCC - J 4 25). Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. Que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. Que tel est le cas en l’espèce, l’intimé ayant reconsidéré sa décision du 5 décembre 2024. Que vu la teneur de la décision du 29 janvier 2025, le recours sera déclaré sans objet et la cause rayée du rôle. Que, pour le surplus, la procédure est gratuite. *** PAR CES MOTIFS, LA PRÉSIDENTE : 1. Prend acte de la décision rendue par l’intimé le 29 janvier 2025. 2. Dit que le recours est devenu sans objet. 3. Raye la cause du rôle. 4. Dit que la procédure est gratuite. 5. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art. 82 ss de la loi fédérale sur le Tribunal fédéral, du 17 juin 2005 (LTF - RS 173.”
LPGA art. 53 n. 515 Les faits nouveaux ou les éléments de preuve doivent être «pertinents». Cela signifie qu'ils doivent être susceptibles de modifier la base factuelle de la décision et, en cas d'appréciation juridique correcte, d'entraîner une décision différente.
“Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s'apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d'une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d'un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d'un arrêt fondée sur l'art. 123 al. 2 let. a LTF (qui correspond à l'ancien art. 137 let. b OJ et auquel s'applique la jurisprudence rendue à propos de cette norme, cf. ATF 144 V 245 consid. 5.1). La révision suppose la réalisation de cinq conditions: 1° le requérant invoque un ou des faits; 2° ce ou ces faits sont "pertinents", dans le sens d'importants ("erhebliche"), c'est-à-dire qu'ils sont de nature à modifier l'état de fait qui est à la base du jugement et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte; 3° ces faits existaient déjà lorsque le jugement a été rendu: il s'agit de pseudo-nova ("unechte Noven"), c'est-à-dire de faits antérieurs au jugement ou, plus précisément, de faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables; 4° ces faits ont été découverts après coup ("nachträglich"), soit postérieurement au jugement, ou, plus précisément, après l'ultime moment auquel ils pouvaient encore être utilement invoqués dans la procédure principale; 5° le requérant n'a pas pu, malgré toute sa diligence, invoquer ces faits dans la procédure précédente (ATF 143 III 272 consid.”
“Gemäss Art. 61 lit. i ATSG muss im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht die Revision von Entscheiden wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel (oder wegen Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen) gewährleistet sein. Der Begriff der neuen Tatsachen oder Beweismittel ist bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss Art. 61 lit. i ATSG gleich auszulegen wie bei der prozessualen Revision eines Verwaltungsentscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG. Neu sind Tatsachen, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Ausgeschlossen ist demgegenüber eine Revision aufgrund echter Noven, mithin aufgrund von Tatsachen oder Beweisen, die erst zu einem Zeitpunkt eingetreten bzw. vorhanden waren, an welchen sie nach den damals anwendbaren Verfahrensregeln nicht mehr vorgebracht werden konnten (ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N. 7 zu Art. 123 BGG; vgl. auch SUSANNE BOLLINGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 102 zu Art. 61 ATSG). Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst, sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen.”
“Wegen dieser Bindungswirkung der Gerichte ist es ihnen wie auch den Parteien, abgesehen von allenfalls zulässigen Noven, verwehrt, der Beurteilung des Rechtsstreits einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen, die im Rückweisungsentscheid ausdrücklich abgelehnt oder überhaupt nicht in Erwägung gezogen worden sind. Dementsprechend hat die kantonale Instanz, die sich erneut mit der Sache auseinanderzusetzen hat, die rechtliche Einschätzung, mit der die Rückweisung begründet wird, ihrer Entscheidung zugrunde zu legen, ohne dass im Dispositiv ausdrücklich auf die Erwägungen verwiesen wird (vgl. Urteil des BGer 8C_571/2023 vom 29. Februar 2024 E. 5.1 m.w.H.). Die Bindungswirkung steht unter dem Vorbehalt, dass im wieder aufzunehmenden Abklärungsverfahren keine erheblichen neuen Tatsachen entdeckt oder Beweismittel aufgefunden werden, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (prozessuale Revision; vgl. Urteil des BGer 9C_185/2022 vom 2. Mai 2023 E. 3.2 in fine mit Hinweis auf Urteil 8C_152/2012 E. 4.2 m.H.). 5.1.3 Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind «neue Tatsachen» im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG, Art. 61 Bst. i ATSG und Art. 123 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110) solche, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren, weshalb es sich somit um unechte Noven handelt. Die Geltendmachung echter Noven, also von Tatsachen, die sich erst nach Ausfällung des Urteils, das revidiert werden soll, zugetragen haben, ist ausgeschlossen. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind.”
Selon la jurisprudenÎ examinée dans la sourÎ, la réconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas, en principe, soumise à une exigenÎ de délai ; l'autorité administrative a expressément nié l'existenÎ d'une telle obligation de délai dans l'affaire tranchée et le Tribunal administratif fédéral n'a pas écarté cette argumentation.
“arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5, B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêt du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général.”
Citation : art. 53 al. 2 LPGA, n° 513 L'interprétation de la notion d'«inexactituÞ indubitable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA constitue une question de droit soumise à un examen libre. Les constatations de fait sous-jacentes, en revanche, n'admettent qu'un contrôle restreint ; elles ne peuvent être vérifiées que pour inexactituÞ ou incomplétuÞ manifestes.
“Die Feststellungen, die der Beurteilung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zweifellosen Unrichtigkeit zugrunde liegen, sind tatsächlicher Natur und folglich nur auf offensichtliche Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit hin überprüfbar (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Dagegen ist die Auslegung (Konkretisierung) des Begriffs der zweifellosen Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG eine Rechtsfrage, die das Bundesgericht frei beurteilt. Ob die Verwaltung im Rahmen der ursprünglichen Verfügung den Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.) und andere bundesrechtliche Vorschriften beachtet hat, ist eine frei überprüfbare Rechtsfrage (Urteile 8C_597/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 3.2 und 8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 E. 2 mit Hinweisen).”
“Aus den vorangehenden Erwägungen folgt, dass die Verfügung vom 16. Juli 2020 jedenfalls nicht deshalb als zweifellos unrichtig betrachtet werden kann, weil der von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Arbeitsausfall nicht auf eine behördliche Massnahme zurückzuführen gewesen und die Verfügung damit in falscher Rechtsanwendung ergangen sei. Das angefochtene Urteil verletzt insofern Bundesrecht (Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
LPGA art. 53 n. 512 Lorsqu'une décision repose exclusivement sur l'appréciation d'un médecin interne (de l'assureur) et qu'une expertise externe également probante soulève ne serait-ce que de faibles doutes quant à cette appréciation, une expertise indépendante doit être ordonnée. Les rapports des médecins de l'assureur doivent en principe être pris en compte, tant qu'il n'existe pas de doutes fondés quant à leurs conclusions.
“3b/ee et la référence citée ; TF 8C_565/2008 du 27 janvier 2009 consid. 3.3.2). Il résulte de ce qui précède que les rapports des médecins employés de l’assurance sont à prendre en considération tant qu’il n’existe aucun doute, même minime, sur l’exactitude de leurs conclusions (ATF 135 V 465 consid. 4.7 ; TF 8C_615/2021 du 31 mars 2022 consid. 3.2). cc) Lorsqu'une décision administrative s'appuie exclusivement sur l'appréciation d'un médecin interne à l'assureur social et que l'avis d'un médecin traitant ou d'un expert privé auquel on peut également attribuer un caractère probant laisse subsister des doutes même faibles quant à la fiabilité et la pertinence de cette appréciation, la cause ne saurait être tranchée en se fondant sur l'un ou sur l'autre de ces avis et il y a lieu de mettre en oeuvre une expertise par un médecin indépendant selon la procédure de l'art. 44 LPGA ou une expertise judiciaire (ATF 135 V 465 consid. 4.6 et 4.7; voir aussi l'arrêt 8C_796/2016 du 14 juin 2017 consid. 3.3). 4. a) Selon l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (qui correspond à l’ancien art. 137 let. b OJ et auquel s’applique la jurisprudence rendue à propos de cette norme, cf. ATF 144 V 245 consid. 5.1). La révision suppose ainsi la réalisation de cinq conditions : 1° le requérant invoque un ou des faits ; 2° ce ou ces faits sont « pertinents », dans le sens d’importants (« erhebliche »), c’est-à-dire qu’ils sont de nature à modifier l’état de fait qui est à la base du jugement et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte ; 3° ces faits existaient déjà lorsque le jugement a été rendu: il s'agit de pseudo-nova (« unechte Noven »), c’est-à-dire de faits antérieurs au jugement ou, plus précisément, de faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables ; 5° le requérant n’a pas pu, malgré toute sa diligence, invoquer ces faits dans la procédure précédente (ATF 143 III 272 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 511 Si une décision est devenue formellement définitive, il n'est pas possible de réattribuer ensuite, par voie de décision, la même prestation précédemment interrompue ; la décision en vigueur aurait dû être annulée au préalable, par exemple au moyen d'une révision ou d'un réexamen (voir décision IV 2021/199).
“Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2022 Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG. Unzulässigkeit sich wiedersprechender Verfügungen; vorgängige Aufhebung der bestehenden rechtswidrigen Verfügung. Liegt eine formell rechtskräftige, verbindliche Einstellungsverfügung per 30. September 2020 vor, kann später nicht per 1. Oktober 2020 verfügungsweise wieder jene Leistung zugesprochen werden, die Gegenstand der Einstellungsverfügung gebildet hat, weil sich diese beiden Verfügungen diametral widersprechen würden. Vorab hätte die Einstellungsverfügung per 30. September 2020 gestützt auf entweder Art. 53 Abs. 1 ATSG oder Art. 53 Abs. 2 ATSG aufgehoben werden müssen. Das ist aber nicht geschehen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2022, IV 2021/199). Entscheid vom 5. Juli 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2021/199 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, am Verfahren beteiligt B.___, Beigeladene, Gegenstand Kinderrente (für Tochter B.___)”
“Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2022 Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG. Unzulässigkeit sich wiedersprechender Verfügungen; vorgängige Aufhebung der bestehenden rechtswidrigen Verfügung. Liegt eine formell rechtskräftige, verbindliche Einstellungsverfügung per 30. September 2020 vor, kann später nicht per 1. Oktober 2020 verfügungsweise wieder jene Leistung zugesprochen werden, die Gegenstand der Einstellungsverfügung gebildet hat, weil sich diese beiden Verfügungen diametral widersprechen würden. Vorab hätte die Einstellungsverfügung per 30. September 2020 gestützt auf entweder Art. 53 Abs. 1 ATSG oder Art. 53 Abs. 2 ATSG aufgehoben werden müssen. Das ist aber nicht geschehen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2022, IV 2021/199). Entscheid vom 5. Juli 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2021/199 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, am Verfahren beteiligt B.___, Beigeladene, Gegenstand Kinderrente (für Tochter B.___)”
L'offiÎ AI peut engager une procédure de révision en vertu de l'art. 53 al. 1 LPGA lorsque des faits ou éléments de preuve nouvellement produits (p. ex. le dossier médical) montrent de manière évidente qu'un rapport d'expertise présente des lacunes substantielles ou qu'il est en grave contradiction avì le dossier médical.
“Dabei sei aber praxisgemäss keine Korrektur ex tunc vorzunehmen. Weiter gehe aus dem Gutachten hervor, dass spätestens 2011 eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten sei. Die Berichte vom 20. März 2008 und vom 10. Januar 2011 seien defizitär und stünden im Widerspruch zur Krankengeschichte. Aus der Krankengeschichte ergebe sich, dass die Psychiaterin den Versicherten am 7. Januar 2011 erstmals gesehen habe. Gemäss dem Gutachter habe die Psychiaterin im Bericht vom 10. Januar 2011 den Verlauf und die Remission der Symptomatologie nicht berücksichtigt. In der Krankengeschichte habe die Psychiaterin zwar gewisse Krankheitssymptome erwähnt, diese aber weder nachvollziehbar begründet noch kritisch hinterfragt. Durch den Beizug der Krankengeschichte sei der Fall in ein völlig neues Licht gerückt worden. Hätte die IV-Stelle um die Diskrepanzen gewusst, hätte sie das Verfahren am 20. Januar 2011 nicht abgeschlossen, sondern eine Begutachtung veranlasst. Das Revisionsverfahren sei deshalb gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 66 Abs. 1 VwVG wieder aufzunehmen. Einerseits hätten neue Tatsachen und Beweismittel vorgelegen. Andererseits erscheine der Bericht vom 10. Januar 2011 als derart mangelhaft, dass zumindest ein Verstoss gegen Art. 318 StGB, allenfalls sogar gegen Art. 146 StGB, anzunehmen sei. In Bezug auf das Handeln des Versicherten sei festzuhalten, dass weder seine Angaben auf dem Revisionsfragebogen noch seine Schilderungen gegenüber der Psychiaterin im Quervergleich mit den Eintragungen in der Krankengeschichte nachvollziehbar seien. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass er sowohl im Fragebogen als auch beim Abklärungsgespräch am 7. Januar 2011 unzutreffende Angaben gemacht und insbesondere die Verbesserung verschwiegen habe. Da bereits zum damaligen Zeitpunkt kein invalidisierender Gesundheitsschaden mehr vorgelegen habe, sei die Invalidenrente gestützt auf Art. 88a Abs. 2 (recte: Abs. 1) und Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV per Ende April 2011 einzustellen. Der Versicherte liess am 4.”
Pour les décisions formellement passées en forÎ, un recouvrement n'est possible que si les conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA : erreur incontestable et portée importante de la rectification) ou celles de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publizierte E. 4.2 des Entscheides vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020).”
Réf. : LPGA art. 53 n. 508 L'assureur ne peut revenir sur des décisions formellement définitives, y compris des décisions rendues sur opposition, que si celles-ci sont «manifestement erronées» et que leur rectification est «d'une importanÎ considérable».
“Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Rz. 8 zu Art. 25 ATSG). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung des Rückerstattungsbetrages ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden haben. Namentlich sind alle anspruchsrelevanten Tatsachenänderungen zu berücksichtigen (BGE 138 V 298 E. 5, 126 V 23 E. 4b). Rechtsprechungsgemäss ist für die Rückforderung von formell rechtskräftig ausgerichteten Leistungen erforderlich, dass entweder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision). Ferner bestimmt Art. 53 Abs. 2 ATSG, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung).”
Pour les prestations octroyées de manière informelle, une demanÞ de remboursement ultérieure, après l'expiration du délai correspondant au délai de recours applicable aux décisions formelles, n'est possible que sur la base d'un titre de reprise ; à ce titre, la révision au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA est notamment envisageable.
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochenen Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräfige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 506 Pour le recouvrement des prestations indûment perçues de l'assuranÎ-chômage, les conditions applicables sont celles prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA pour le réexamen des décisions devenues formellement définitives.
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (BGE 142 V 259 E. 3.2, 130 V 318 E. 5. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juli 2019, 8C_366/2019, E. 3.1).”
LPGA art. 53 n. 505 L'organisme d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement définitives (ordonnances ou décisions sur opposition) et réclamer le remboursement de prestations indûment perçues lorsque ces décisions sont manifestement erronées et que leur rectification présente une importanÎ considérable.
“Partant, la prise d'un emploi par l'épouse du recourant n'est pas exigible de sa part et il n'y a pas lieu de lui imputer un revenu hypothétique dans le calcul des PC. Il s'ensuit l'admission du recours sur ce point. Les questions d'un éventuel empêchement de travailler en raison de son état de santé et du montant du revenu hypothétique peuvent dès lors rester ouvertes. 6. 6.1. Finalement, en application de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA, applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 LPC) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références citées). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L'art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 6.2. Il résulte du considérant 4 que les PC versées dès le 1er novembre 2015 qui ne tenaient pas compte de l'immeuble au Kosovo dont le recourant est propriétaire l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA. Les autres montants pris en compte dans la décision litigieuse ne sont pas contestés et aucun indice au dossier ne laisse penser qu'ils ne représentent pas la situation financière des intéressés, de sorte qu'ils ne souffrent pas la critique. C'est dès lors à juste titre que la Caisse a effectué un nouveau calcul et réclamé au recourant la somme de CHF 4'430.-, laquelle n'est pas contestée. La compensation de cette somme à hauteur de CHF 3'053.- avec le rétroactif dû pour les PC du 1er mai au 30 septembre 2020 et le solde de CHF 1'377.”
L'art. 53 al. 2 LPGA n'est applicable que si les conditions de la reconsidération sont remplies : la décision formellement passée en forÎ doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importanÎ considérable. Ainsi, l'art. 53 al. 2 se distingue de la norme de révision fondée sur de nouveaux faits ou moyens de preuve (conditions de révision).
“Selon l'art. 25 al. 1, 1 re phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 95 al. 1 LACI (RS 837.0), les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2; 138 V 426 consid. 5.2.1; 130 V 318 consid. 5.2 et les références citées).”
“1 des dispositions transitoires de la modification du 22 mars 2019, l’ancien droit reste applicable trois ans à compter de l’entrée en vigueur de cette modification aux bénéficiaires de prestations complémentaires pour lesquels la réforme des PC entraîne, dans son ensemble, une diminution de la prestation complémentaire annuelle ou la perte du droit à la prestation complémentaire annuelle. 3.2 En l’occurrence, les calculs effectués dès le 1er janvier 2021 l’ont été sur la base de l’ancien droit plus favorable au recourant, ce qui n’est pas remis en cause. Les dispositions applicables seront citées dans leur ancienne teneur. 3.3 S'agissant des prestations complémentaires fédérales, selon l'art. 25 al. 1 1re phrase LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l'Ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ; RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. 3.4 Selon l'art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. 3.5 L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). 3.6 À cet égard, la jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 503 La révision selon l'art. 53 al. 2 LPGA entraîne, en principe, l'obligation de restituer les rentes indûment perçues.
“Der Beschwerdeführer hätte auch dann eine ganze Rente erhalten, wenn er einer Erwerbstätigkeit im Rahmen eines Pensums von 30 % nachgegangen wäre; weswegen es fraglich sei, ob ein Vermögensschaden entstanden sei und es lasse sich demnach auch kein Schädigungsvorsatz rechtsgenüglich erstellen (Urk. 34/67/26 f.). Richtig ist, dass bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente besteht (Art. 28 Abs. 2 IVG). Dies lässt in gewissem Umfang die Verwertung einer Restarbeitsfähigkeit zu. Aufgrund der Erkenntnisse in der Expertise von Dr. F.___ mangelt es indessen grundsätzlich am Nachweis eines im Sinne von Art. 7 Abs. 1 ATSG die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschadens im massgeblichen Zeitraum. Demgemäss fehlt es an der Rechtsgrundlage für die Zusprechung einer Rente und es ist aus invalidenversicherungsrechtlicher Optik überdies ohne Bedeutung, ob die Aktivitäten des Beschwerdeführers einer selbst beim Bezug einer ganzen Rente grundsätzlich noch zulässigen Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in geringfügigen Rahmen entsprach oder darüber hinausging. 5. 5.1 Die eine frühere Verfügung berichtigende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zieht grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der von der Invalidenversicherung zu Unrecht bezogenen Leistung nach sich (Art. 25 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2, 130 V 380 E. 2.3.1, 110 V 298”
Citation : LPGA art. 53 n. 502 Lorsqu'une demanÞ de remise est présentée, la question d'un droit au remboursement demeure susceptible d'être examinée et tranchée ; une demanÞ de remise ne rend pas automatiquement sans objet la question du recouvrement.
“Da die Beschwerdeführerin im Betrag von Fr. 9'894.-- rückerstattungspflichtig ist, ist das Erlassgesuch unabhängig von den Beweggründen der Gemeinde E.___ zur Bezahlung der Fr. 2'584.-- im Umfang dieses Betrags nicht gegenstandslos geworden. Im Beschwerdeverfahren ist somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin die Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen im Umfang von Fr. 9'894.-- zu erlassen ist. Unrechtmässig bezogene Leistungen, das heisst Leistungen, auf die nach der massgebenden materiellen Rechtslage an sich kein Anspruch bestanden hat und die sich – in aller Regel nach einer Korrektur einer früheren Verfügung – nicht auf eine verfügungsmässige Grundlage stützen können, sind gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG zurückzuerstatten. Zielt die (vorgängige) Korrektur einer früheren formell rechtskräftigen Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision im Sinne von Art. 17 ATSG, einer sogenannt prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG oder einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine Herstellung eines der materiellen Sach- und Rechtslage entsprechenden verfügungsmässigen Zustandes ab, bezweckt die Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen die Herstellung eines wirtschaftlich rechtmässigen Zustandes. Der betroffenen Person sollen nach der Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen "nur" jene Leistungen verbleiben, auf die sie angesichts der massgebenden Sach- und Rechtslage einen Anspruch gehabt hat. Dadurch wird dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, BV, SR 101) und dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) zum Durchbruch verholfen. Die in Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG vorgesehene Möglichkeit des Erlasses einer Rückforderung hebelt die für das Sozialversicherungsrecht elementare Verwirklichung des Legalitätsprinzips und des Gleichbehandlungsgebotes im Einzelfall aus, denn der Erlass hat zur Folge, dass die betroffene Person nicht "nur" jene Leistungen, auf die jede andere Person in derselben Lage von Gesetzes wegen einen Anspruch gehabt hätte, sondern darüber hinaus auch noch die unrechtmässig bezogenen Leistungen behalten kann.”
La révision selon l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la décision est manifestement erronée (aucun doute raisonnable possible) et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Ces conditions sont donc strictes ; la jurisprudenÎ cite notamment comme exemples l'application manifestement erronée du droit ou la violation flagrante du principe de l'instruction d'offiÎ.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020, E. 4.2).”
La récupération des prestations versées en vertu d'une décision devenue formellement définitive exige un titre de reprise. L'art. 53 al. 2 LPGA constitue un tel titre, pour autant que soient remplies les conditions du réexamen — décision manifestement erronée et correction d'importanÎ significative.
“24 ELV wird der Leistungsbezügerin und dem Leistungsbezüger auferlegt, dem Versicherungsträger beziehungsweise der Durchführungsstelle jede wesentliche Änderung in den leistungsrelevanten Verhältnissen zu melden. Des Weiteren hat nach Art. 31 Abs. 2 ATSG auch eine an der Durchführung der Sozialversicherung beteiligte Person, die von einer Änderung der für die Leistung massgebenden Verhältnisse erfährt, die Pflicht, dies dem Versicherungsträger zu melden. Geänderte Verhältnisse, die sich zuungunsten der Bezüger auswirken, sind grundsätzlich für die Zukunft zu berücksichtigen. Vorbehalten wird jedoch die Rückforderung bei Verletzung der Meldepflicht (Art. 25 Abs. 2 lit. c und lit. d ELV). Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind zu Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Nach der Rechtsprechung zu diesem Grundsatz dürfen jedoch formell rechtskräftig ausgerichtete Leistungen nur dann zurückgefordert werden, wenn ein Rückkommenstitel besteht, wenn also entweder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 380 E. 2.3.1 und auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2, publiziert in BGE 142 V 259). Sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision erfüllt - Entdeckung erheblicher neuer Tatsachen oder neuer Beweismittel, deren Beibringung zuvor nicht möglich war - so ist die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen unabhängig von einer Meldepflichtverletzung gegeben (Urteil des Bundesgerichts P 91/02 vom 8. März 2004 E. 3.2). Es bestehen somit Abgrenzungsfragen in Bezug auf das Verhältnis zwischen der Rückerstattungspflicht nach den allgemeinen Grundsätzen in Art. 25 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG und den Spezialvorschriften in Art. 25 Abs. 2 lit. c und lit. d ELV (vgl. Meyer-Blaser, Die Anpassung von Ergänzungsleistungen wegen Sachverhaltsänderungen, in: Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der Universität St.”
Citation: LPGA art. 53 n. 499 L'art. 53 al. 2 LPGA a été appliqué en l'espèÎ aux recouvrements relatifs à des indemnités pour perte de gain COVID‑19 indûment versées, parÎ que les décisions ont été considérées comme «manifestement incorrectes» et que la rectification, portant sur un montant de Fr. 29'989.50, a été réputée d'importanÎ considérable au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Gesamthaft betrachtet erweisen sich die Abrechnungen der Beschwerdegegnerin bezüglich der Corona-Erwerbsersatzentschädigung für C____ für die Monate Oktober 2020 bis Mai 2021 als zweifellos unrichtig. Da die Berichtigung bei einem Betrag von Fr. 29'989.50 von erheblicher Bedeutung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist, sind somit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben. Die der Beschwerdeführerin zugesprochene Corona-Erwerbsersatzleistungen sind daher unrechtmässig ausgerichtet worden. Der Rückforderungsbetrag wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten und ist im Grundsatze auch nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht mit Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2021 die Rückforderung in Höhe von Fr. 29'989.50 verfügt.”
Citation : LPGA art. 53 n. 498 L'institution d'assuranÎ peut, pendant la procédure, obtenir d'autres expertises médicales (p. ex. des examens médicaux internes ou des expertises SMR). Ces expertises peuvent être notifiées à la partie adverse, de sorte que celle-ci puisse y répondre dans le cadre de la réplique (cf. art. 53 al. 3 LPGA).
“ein Status quo sine oder ante. Auch bei der Beschwerdegegnerin löste der Bericht von Dr. C.___ offenbar Zweifel an der Beurteilung von Dr. K.___ und Dr. L.___ aus. Die Beschwerdegegnerin bat darauf Dr. C.___ um eine "aktuelle Standortbestimmung" (Suva-act. 349) und legte den Fall sodann Dr. M.___ zur Beurteilung vor (vgl. Suva-act. 356). Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG Devolutiveffekt zu. Der Devolutiveffekt besagt grundsätzlich, dass mit der Einreichung der Beschwerde die Entscheidzuständigkeit von der Vorinstanz auf die Beschwerdeinstanz übergeht (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, N 1194). Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3 ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die bzw. gegen den Beschwerde erhoben wurde, solange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Das Bundesgericht bejaht - mit Hinweis auf Art. 53 Abs. 3 ATSG - die Befugnis des Versicherungsträgers, weitere Beurteilungen einzuholen, nachdem die Partei zusammen mit ihrer Beschwerde neue Beweismittel eingereicht hatte (Urteil vom 14. Juni 2017, 8C_67/2017, E. 5.6). Vorliegend holte die Beschwerdegegnerin während des laufenden Beschwerdeverfahrens, also pendente lite, einen Bericht von Dr. C.___ sowie Beurteilungen von Dr. M.___ ein (Suva-act. 349, 356, 369, act. G11.1). Eine versicherungsinterne ärztliche Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin war jedoch angesichts des Inhalts der mit der Beschwerde eingereichten Stellungnahme von Dr. C.___ vom 20. Mai 2020 (act. G1.1.4) nach wie vor sachgerecht. Die interne versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung durch Dr. M.___ wurde sodann ohne Mitwirkung der Beschwerdeführerin erstellt und hat keine namhafte zeitliche Verzögerung des Beschwerdeverfahrens verursacht (vgl. dazu Art. 61 lit. a ATSG; BGE 136 V 6 E. 2.7 mit Hinweis auf BGE 127 V 231 ff. E. 2b/aa und bb). Sie wurde der Beschwerdeführerin zusammen mit der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin zugestellt und sie konnte sich im Rahmen der Replik dazu äussern (vgl.”
“Ainsi, les pièces du dossier de la SUVA ne permettent pas de mettre en doute la valeur probante de l’avis du SMR, ce que le recourant n’invoque d’ailleurs pas. Au contraire, l’analyse du médecin d’arrondissement de la SUVA est cohérente avec celle du SMR, arrêtée quelques mois plus tard, ce qui contribue à renforcer la valeur probante de cette dernière. cc) Durant la suite de la phase administrative, puis judiciaire, l’OAI a soumis au SMR chaque nouvel élément médical avancé par le recourant. À cet égard, l’affirmation de ce dernier selon laquelle la consultation du SMR après le dépôt du recours serait critiquable et pourrait faire douter de son objectivité tombe à faux. En effet, l’état de fait déterminant est fixé au moment de la reddition de la décision attaquée et le SMR se prononçait sur cette période déterminante, qui avait d’ores et déjà pris fin (ATF 131 V 242 consid. 2.1 ; 121 V 362 consid. 1b ; TF 9C_719/2016 du 1er mai 2017 consid. 2). De surcroît, l’intimé pouvait encore, jusqu’à l’envoi de son préavis à la Cour de céans, reconsidérer sa décision, ce qui justifie qu’il ait procédé à cette mesure d’instruction pendente lite (art. 53 al. 3 LPGA). dd) Les avis du SMR des 25 avril, 6 août et 9 décembre 2019 ne portent pas davantage le flanc à la critique sur le plan formel, eu égard aux réquisits jurisprudentiels relatifs à la valeur probante (cf. consid. 4b supra). En effet, ils reprennent l’anamnèse du recourant, tiennent compte des rapports des médecins qu’il a consultés, de ses plaintes rapportées et ne contiennent pas de contradiction. b) Sur le plan matériel, le recourant soutient que les certificats médicaux qu’il a produits contrediraient le contenu des avis du SMR, de sorte qu’ils n’auraient pas dû être suivis par l’intimé. aa) À l’appui de ce grief, le recourant fait valoir les rapports de son médecin traitant. Or, le Dr N.________ a pour le moins fluctué dans son appréciation du cas du recourant, sans objectiver ces modifications sur le plan médical. Dans un certificat du 22 décembre 2016, il faisait état d’une « récidive avec aggravation d’une pathologie rhumatismale de la main droite », évoquant ainsi pour la première fois une maladie rhumatismale, mais sans autre précision.”
Les indemnités journalières et le remboursement des frais de traitement médical sont considérés comme des prestations provisoires. Une appréciation définitive de ces prestations n'a lieu que dans le cadre de la décision relative à la rente ; celle-ci peut dès lors porter sur leur restitution, leur transformation ou une adaptation rétroactive (art. 53 al. 2 LPGA).
“3 LAA prévoient précisément un droit aux prestations d’assurance en cas de rechute et de séquelles tardives. Lorsque ces éventualités conduisent à une aggravation durable de la capacité de gain, la rente préexistante doit être révisée en application de l’art. 17 al. 1 LPGA (André NABOLD, in Marc HÜRZELER / Ueli KIESER [éditeurs], Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, UVG, 2018, n. 92 ad art. 6 LAA). En cas de rechute, la rente n'est pas suspendue. L'assurée peut prétendre à des indemnités journalières en plus de la rente. Celles-ci sont calculées sur la base du dernier salaire réalisé avant la rechute. Lorsque l'assuré ne réalisait pas de revenu, les indemnités journalières ne sont pas dues (SBVR Soziale Sicherheit - Jean-Maurice FRÉSARD/Margit MOSER-SZELESS, p. 993 ch. 290) 9.2 9.2.1 En l'occurrence, il n'est pas nécessaire d'examiner si les conditions de la reconsidération sont remplies pour supprimer rétroactivement le droit aux indemnités journalières et accorder une rente d'invalidité, aux conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA. En effet, comme mentionné ci-dessus, l'octroi des indemnités journalières et également le remboursement des traitements médicaux constituent des prestations provisoires, sur lesquelles l'assureur-accidents ne peut définitivement statuer qu'au moment où il prend une décision sur le droit à la rente. 9.2.2 De l'expertise judiciaire ressort que les atteintes sont restées initialement stables. En 2016, le recourant a échoué à reprendre une activité moins exposée dans le cadre de son emploi à plus de 35%. L'état clinique est resté ensuite sans amélioration notable. La stabilisation de l'état de santé du recourant en mars 2019 n'a pas été mise en cause par les médecins traitants ni même par le recourant (cf. son courrier du 28 octobre 2021). Sur la base d'un examen du recourant en mars 2019, les experts du C______ considèrent également que l'état est stabilisé dès lors qu'hormis la poursuite du traitement antalgique et des troubles du sommeil, aucun traitement ne permet d'améliorer fortement et sensiblement le résultat de guérison.”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n. 496 En cas de réductions temporaires des prestations, le seuil de «manifestement erroné» prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA doit être appliqué de manière restrictive ; une réduction purement provisoire ne constitue pas automatiquement une décision administrative nécessitant correction parÎ qu'elle serait manifestement erronée (cf. BGE 148 V 195). De même, des instructions ultérieures (p. ex. SECO) ou des documents de décompte déposés ultérieurement, ou des instructions fondées sur des périodes de décompte postérieures, ne justifient pas automatiquement de revenir sur une décision devenue formellement définitive au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. AL.2022.00027; EE.2022.00082).
“September 2010 die ihm zustehenden UVG-Geldleistungen gekürzt habe, die massgeblichen Unfall- bzw. Strafakten eingesehen habe. Die Beschwerdegegnerin habe aufgrund der edierten Unfall- bzw. Strafakten gewusst, was sich am 5. August 2009 zugetragen habe und wie es zum Motorradunfall gekommen sei. Sie habe nach Einsicht in die Strafakten entschieden, ihm die Geldleistungen lediglich für die Dauer von zwei Jahren zu kürzen. Dieses Ergebnis erscheine auch im Rahmen von Art. 37 Abs. 3 UVG keineswegs als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Denn es gelte zu beachten, dass die Möglichkeit, lediglich eine vorübergehende Leistungskürzung zu verfügen oder gar gänzlich von einer Leistungskürzung abzusehen, auch im Rahmen von Art. 37 Abs. 3 UVG zulässig bzw. möglich sei. Die bloss vorübergehend verfügte Kürzung von UVG-Geldleistungen während der ersten zwei Jahren nach dem Unfallereignis vom 5. August 2009 stelle keinen groben Fehler der Verwaltung dar, welcher in Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG zwingend korrigiert werden müsste. Indem die Vorinstanz in der mit Verfügung vom 8. September 2010 ursprünglich angeordneten, zeitlich limitierten Leistungskürzung von 20 % eine zweifellose Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erblickt habe, habe sie gegen Bundesrecht verstossen.”
“Unter Hinweis auf das unter E. 4.2 Gesagte kann der Versicherungsträger nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese - nach damaliger Sach- und Rechtslage - zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Im Zeitpunkt der Verfügung vom 18. Februar 2021 stellte sich die Rechtslage wie folgt dar: Ab dem 12. Dezember 2020 war die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen grundsätzlich verboten; ebenso die Durchführung von Messen und Märkten in Innenräumen (vgl. Art. 6 der Verordnung über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie, Covid-19-Verordnung besondere Lage, Stand: 12. Dezember 2020). Alsdann wurde die Bevölkerung vom Bundesrat am 18. Dezember 2020 dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben, ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken sowie auf nicht-notwendige Reisen und Ausflüge zu verzichten. Ab dem 22. Dezember 2020 wurden Kultur-, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe, namentlich Ausstellungshallen sowie Innenräume und nicht frei zugängliche Aussenbereiche von botanischen Gärten und Zoos, geschlossen (vgl.”
“Vor dem Hintergrund der geschilderten Sach- und Rechtslage erscheint der Entscheid des Beschwerdegegners vom 18. Februar 2021, womit er die Ausrichtung von Kurzarbeit - aufgrund einer prospektiven Beurteilung - für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2021 grundsätzlich bewilligte, jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig. Der Beschwerdegegner begründete die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vom 18. Februar 2021 insbesondere mit der erst im Juni 2021 ergangenen Weisung des SECO, die sich auf die hier nicht massgebenden Abrechnungsperioden ab Juni 2021 bezieht, sowie die im Juli 2021 eingeholten Unterlagen (Fragebogen vom 2. Juli 2021 und damit eingereichte Umsatzzahlen). Damit lässt sich eine zweifellose Unrichtigkeit (im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG) der Verfügung vom 18. Februar 2021 nicht begründen. Soweit der Beschwerdegegner das Zurückkommen auf die Verfügung vom 18. Februar 2021 damit begründete, es sei nachträglich festgestellt worden, dass die Beschwerdeführerin ihren Personalbestand aufgestockt habe (vgl. Verfügung vom 3. August 2021, Urk. 7/4, vgl. E. 4.4), hat er nicht eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), sondern eine sogenannte prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG vorgenommen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2017 vom 23. Februar 2018 E. 5.3.2 und E. 6.1).”
“Für die Abrechnungen bestehen zwei Methoden. Bei der Abrechnung nach vereinbarten Entgelten wird die Mehrwertsteuer zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung fällig (Art. 39 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer, MWSTG). Bei der Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten ist der Zeitpunkt der Zahlung einer Rechnung (sowohl Kunden- als auch Lieferantenrechnungen) relevant für die Steuerbemessung (Art. 39 Abs. 2 MWSTG). Weder die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall noch das KS CE enthalten Vorgaben dazu, auf Basis welcher Abrechnungsmethode der Umsatz zu berechnen ist. Damit erwies sich die Bestimmung des Umsatzes nach Massgabe der Buchhaltungspraxis der Y.___ GmbH und das Vorgehen der Beschwerde-gegnerin, gestützt darauf dem Beschwerdeführer die Taggelder auszubezahlen, jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne, die bedingen würde, dass kein anderer Schluss als derjenige der zweifellosen Unrichtigkeit möglich wäre. Damit fehlt es an der Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG, so dass die Beschwerdegegnerin nicht auf die Verfügung vom 12. März 2021 zurückkommen kann.”
Citation : LPGA art. 53 n. 495 Un retrait/une rectification en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA est possible lorsqu'est découvert ultérieurement un droit qui existait déjà au moment de la décision mais qui était alors inconnu (p. ex. une créanÎ de rente) ; cela constitue une inexactituÞ incontestable dont la correction peut revêtir une importanÎ considérable.
“S’agissant des arguments du recourant quant à l’inutilisation d’un montant de CHF 31'368.- reçu par l’OAI, la chambre de céans constate que la décision contestée ne retient pas ce montant dans les éléments annoncés et dans les calculs des droits du recourant. Quant au bien immobilier du recourant, force est de constater que l’intimé a toujours retenu la valeur actualisée de ce bien telle qu’annoncée par le recourant. En tout état, la valeur de ce bien, même entière, additionnée à l’épargne du recourant (CHF 4'809.65) étant largement inférieure aux deniers de nécessité, aucun élément de fortune immobilière ou mobilière n’est pris en considération dans le calcul des droits du recourant. Seule se pose désormais la question de la prise en compte des rentes de prévoyance. 3. 3.1 Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). 3.2 Le Tribunal fédéral a, dans un cas similaire au présent litige, rappelé que l'obligation de restituer des prestations complémentaires en cas de versement ultérieur d'une prestation arriérée (dans les deux cas, la rente d'invalidité de la prévoyance professionnelle) n'est pas liée à une violation de l'obligation de renseigner. La restitution doit simplement permettre de rétablir l'ordre légal, après la découverte du fait nouveau, soit l'existence d'un élément de revenu inconnu au moment de la décision de prestations complémentaires, mais qui aurait dû être pris en compte parce qu'il existait déjà, du moins sous forme de créance ou de prétention (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 citant les ATF 146 V 331 consid. 5.4 ; 122 V 134 consid. 2 ; cf. aussi 9C_200/2021 du 1er juillet 2021 consid. 5.3). 3.3 Il en va de même s’agissant des prestations complémentaires cantonales (art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 494 De nouveaux faits ou éléments de preuve justifient la révision uniquement s'ils étaient inconnus du demandeur malgré la diligenÎ requise ; le requérant doit, en cas de doute, démontrer pourquoi l'élément de preuve n'a pas pu être produit antérieurement. La révision est subsidiaire par rapport aux recours ordinaires. Pour le déroulement de la procédure (en particulier les questions de délais), s'appliquent les règles développées par la jurisprudenÎ, l'appréciation de la diligenÎ devant être pondérée différemment selon la nature de l'ignoranÎ (découverte fortuite de faits vs. insuffisanÎ de la collecte de preuves concernant des faits connus).
“1 LPGA, il faut que les faits ou moyens de preuve n’aient pas été connus de la personne requérant la révision ou de l’assureur social qui entend réviser sa décision, malgré toute sa diligence (Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 53 ad art. 53 LPGA). Il appartient au requérant qui se fonde sur un nouveau moyen de preuve destiné à prouver des faits allégués antérieurement dans la procédure précédente de démontrer qu’il ne pouvait pas invoquer ce moyen précédemment. Il doit pouvoir se prévaloir d’une excuse valable pour justifier le fait que le moyen en cause n’a pas été invoqué en temps utile. En effet, la révision ne doit pas servir à réparer une omission qui aurait pu être évitée par un requérant diligent ; en cela, elle est un moyen subsidiaire par rapport aux voies de droit ordinaires. La diligence requise sera appréciée avec moins de sévérité en ce qui concerne l’ignorance des faits, dont la découverte est souvent due au hasard, que l’insuffisance des preuves au sujet de faits connus, la partie ayant le devoir de tout mettre en œuvre pour prouver ceux-ci dans la procédure (Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 54 ad art. 53 LPGA). En dehors des conditions prévues par son art. 53 al. 1, la LPGA ne comprend pas de règles de procédure concernant la révision procédurale ; elle ne prévoit en particulier pas de délais dans lesquels la requête de révision devrait être présentée. La jurisprudence a posé des règles à ce sujet : en vertu du renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA, sont déterminants les délais applicables à la révision de décisions rendues sur recours par une autorité soumise à la loi fédérale sur la procédure administrative du 20 décembre 1968 (PA - RS 172.021 ; art. 67 al. 1 et 2 PA ; arrêt du Tribunal fédéral I 276/04 du 28 juillet 2005 consid. 2), cette réglementation constituant au demeurant un principe général (Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 60 ad art. 53 LPGA et les références citées). Pour ce qui est de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), l'administration peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit manifestement erronée et que sa rectification revête une importance notable.”
“Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (al. 2). L'obligation de restituer des prestations indûment touchées et son étendue dans le temps a pour but simplement de rétablir l'ordre légal après la découverte du motif justifiant la reconsidération ou la révision procédurale de la décision initiale d'octroi de prestations (ATF 122 V 134 consid. 2 d-e ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 consid. 5.1). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). 4.1 Conformément à l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Sont « nouveaux » au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de la décision dont la révision est demandée et conduire à une solution différente en fonction d'une appréciation juridique correcte.”
La sourÎ citée soutient que la soi-disant «pratique de l'année civile» du Tribunal fédéral est contraire au texte et au but de l'art. 53 al. 2 LPGA et apparaît dès lors comme illégale; sa mise en œuvre ne peut donc être justifiée.
“Januar nicht mehr macht und so wenigstens für die Zukunft einen als unerträglich empfundenen unrechtmässigen Leistungsbezug vermeidet. Der eigentliche Zweck, der hinter diesem Ergebnis der Anwendung der telelogischen Auslegungsmethode steckt, ist also die Umgehung des Art. 53 Abs. 2 ATSG. Dessen Voraussetzung einer zweifellos unrichtigen Leistungszusprache wird offenbar als zumindest für die Zukunft, d.h. für die Zeit ab dem 1. Januar des neuen Kalenderjahres als unbeachtlich interpretiert und deshalb umgangen. Allein damit wird die Interpretation des Wortes "jährlich" als materiellrechtliche Vorschrift (Umrechnung der anrechenbaren Einnahmen und der anerkannten Ausgaben auf zwölf Monate) und gleichzeitig als verfahrensrechtliche Vorschrift (Befristung der Verbindlichkeit einer Leistungszusprache auf das Ende des entsprechenden Kalenderjahres), also mit völlig verschiedenen Regelungsinhalten begründet. Dieser telelogischen Interpretation stehen nicht nur die Ergebnisse der Anwendung der übrigen Auslegungsmethoden, sondern auch der Sinn und Zweck des Art. 53 Abs. 2 ATSG entgegen. Dabei handelt es sich um eine abschliessende Regelung, bei deren Kodifizierung selbstverständlich in Kauf genommen worden ist, dass eine fehlerhafte, aber nicht zweifellos falsche Zusprache einer Dauerleistung nicht nur für die Zeit bis zur Entdeckung des Fehlers, sondern auch für die Zeit danach in Kauf zu nehmen ist, also keinen unerträglichen unrechtmässigen Leistungsbezug bewirkt. Damit erweist sich die sogenannte Kalenderjahrpraxis des Bundesgerichts als eindeutig gesetzwidrig, womit ihr die Anwendung versagt bleiben muss. Mit der dem angefochtenen Einspracheentscheid zugrunde liegenden Verfügung vom 16. Dezember 2022 hat die Beschwerdegegnerin die Ergänzungsleistungen neu berechnet, weil sich per 1. Januar 2023 die Prämienpauschale für die Krankenversicherung und der anrechenbare Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf erhöht haben, weil die Renten der AHV per 1. Januar 2023 der Teuerung angepasst worden sind und weil das angerechnete hypothetische Vermögen in Anwendung von Art.”
Réf. : art. 53 LPGA n. 492 Le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA constitue une prérogative facultative de l'institution d'assuranÎ. L'administration n'est pas tenue d'effectuer un réexamen ; ni la personne assurée ni le tribunal ne peuvent contraindre l'administration à entrer en matière sur une demanÞ de réexamen ni l'obliger à en fixer les modalités de procédure.
“Mai 2019 zog die Zürich diese Verfügung in Wiedererwägung mit der Begründung, dass die ursprüngliche Zusprechung der Invalidenrente und der Heilbehandlung zweifellos unrichtig gewesen und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei. Damit seien die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 19. Juli 2001 erfüllt. Da der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und dem Unfallereignis vom 15. Mai 1997 nach Massgabe der zu HWS-Beschwerden entwickelten Grundsätzen in BGE 117 V 359 nicht gegeben sei, sei die laufende Rente der Versicherten und die Vergütung der Heilbehandlungskosten per 31. Mai 2019 einzustellen. Diese Verfügung bestätigte sie mit Entscheid vom 28. Februar 2020. 2.2 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 UVG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dieses Zurückkommen liegt - beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) - im Ermessen des Versicherungsträgers (BGE 133 V 50). 2.3 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des”
“________, cet argument n’étant, quoi qu’il en soit, pas recevable dans la présente procédure. Conformément à la jurisprudence (cf. consid. 3c supra), les pièces déterminantes sont celles produites à l’appui de la nouvelle demande de prestations, et non celles produites au stade du recours, si bien que le rapport du 27 mai 2020 de la Dre B.________ n’a pas à être pris en compte. Dans ces circonstances, c’est à juste titre que l’intimé a refusé d’entrer en matière sur la nouvelle demande déposée par la recourante en juillet 2019, moins de trois mois après que la décision du 3 mai 2019 a été rendue. 5. Dans une argumentation subsidiaire, la recourante expose que son droit d’être entendue a été violé par les experts F.________ et L.________ du Centre d'expertise Q.________, qui ne l’ont pas convoquée en présence d’un interprète. Cela devrait selon elle conduire à annuler la décision du 19 mars 2020, et à reprendre l’instruction de son dossier. Ce faisant, elle semble ainsi invoquer que les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA seraient réalisées. Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, qui formalise un principe général du droit des assurances sociales, l’administration peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée quant au fond, à condition qu’elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 133 V 50 consid. 4.1). Toutefois, l'administration n'est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées; elle en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peut l'y contraindre ni, à plus forte raison, lui prescrire, à défaut d’une règle positive, les modalités d’un tel examen (ATF 133 V 50 consid. 4.1 et réf. cit. ; ATF 119 V 180 consid. 3b ; TF 9C_836/2010 du 20 mai 2011 consid. 3.2, in SVR 2011 EL n° 8 p. 25 ; TF 9C_517/2011 du 12 septembre 2011 ; cf. également Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2e éd., n° 44 ad art. 53 LPGA). Il suit de là que, même à supposer que les conditions d’une reconsidération soient remplies – ce qui resterait à démontrer –, la Cour de céans ne peut pas contraindre l’office intimé à reconsidérer sa décision, à défaut d’une règle positive prescrivant les modalités d’un tel réexamen.”
“), dass im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und beurteilen sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung oder eines Einspracheentscheids - Stellung genommen hat, dass die Verfügung insoweit den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand bestimmt und es umgekehrt an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1), dass beide Parteien davon ausgehen, dass die SAK mit E-Mail vom 11. November 2022 auf das Gesuch des Beschwerdeführers um eine Wiedererwägung des Beitragsverfügung vom 16. Oktober 2020 nicht eingetreten ist (vgl. BVGer-act. 1 und 7; SAK-act. 128), dass die Beschwerde sinngemäss dahingehend verstanden werden könnte, dass das Gericht die SAK zur Wiedererwägung der Verfügung vom 16. Oktober 2020 im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG verpflichte, damit diese die Beiträge für das Jahr 2019 neu berechne und wiedererwägungsweise neu verfüge, dass ein Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine formell rechtskräftige Verfügung bei Fehlen eigentlicher Revisionsgründe zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist, wobei es sich hierbei um eine «Kann-Vorschrift» handelt, weshalb das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 Ingress, E. 4.2.1; Urteil des BGer 9C_91/2023 vom 12. April 2023 E. 3.2 m.H.), dass das Nichteintreten des Versicherungsträgers auf ein Wiedererwägungsgesuch auch in einfacher Briefform ohne Rechtsmittelbelehrung zulässig ist und die versicherte Person somit keinen Anspruch auf eine formelle Verfügung hat (vgl. Urteil des BGer I 896/06 E. 4.1 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.3), dass, wenn der Versicherungsträger mit formeller Verfügung auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht eintritt, keine Einsprachemöglichkeit im Sinne von Art. 52 Abs. 1 ATSG besteht (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1.3, 4.2.2; Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG [nachfolgend: ATSG-Kommentar], 4.”
Les corrections de fond rétroactives par réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA doivent être considérées comme des décisions de fond autonomes. Lors d'un tel réexamen, le droit à la prestation pour la périoÞ concernée est réétabli ; cela concerne en règle générale non seulement le passé, mais souvent aussi la relation de prestations à venir. La nouvelle fixation au fond constitue simultanément la base des mesures d'exécution, telles que le recouvrement ou la compensation ; la composante de recouvrement doit dès lors être comprise comme la conséquenÎ en matière d'exécution de la correction de fond.
“Juni 2019 – eine „kombinierte“ Verfügung gewesen, denn sie hat einerseits die materielle, rückwirkende Korrektur der Ergänzungsleistung und andererseits die aus dieser materiellen Korrektur resultierende Vollzugsanordnung, nämlich die Rückforderung von zu viel ausbezahlten Ergänzungsleistungen, beinhaltet. Man könnte sich, der bundesgerichtlichen Auffassung folgend, auf den Standpunkt stellen, dass die materielle Korrektur lediglich eine verfahrensrechtliche „Vorbereitungshandlung“ sei, die die eigentliche rechtsgestaltende Anordnung, nämlich die Rückforderung von zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen, erlaube (vgl. etwa BGE 105 V 163 E. 6 S. 171). Dem ist entgegen zu halten, dass die materielle rückwirkende Korrektur auf eine neue (korrigierte) Festsetzung des materiellen Leistungsanspruchs abzielt, und zwar in aller Regel nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Zukunft. Dabei wird der massgebende Sachverhalt für den entsprechenden Zeitraum (erneut) unter den relevanten gesetzlichen Tatbestand subsumiert. Bei einer Wiedererwägung einer ursprünglichen leistungszusprechenden Verfügung im Sinne des Art. 53 Abs. 2 ATSG wird beispielsweise nochmals umfassend neu geprüft, ob alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und wie hoch der Anspruch unter Berücksichtigung sämtlicher Berechnungspositionen ausfallen muss. Dieser Rechtsanwendungs- respektive Subsumtionsvorgang entspricht seinem Wesen nach einer erstmaligen Leistungszusprache, weshalb er ebenso „eigenständig“ verfügungsfähig sein muss wie eine erstmalige Leistungszusprache. Weil eine solche rückwirkende Korrekturverfügung in aller Regel nicht nur einen abgeschlossenen Zeitraum in der Vergangenheit, sondern auch den Anspruch für die Zukunft betrifft, beschränkt sich ihr Daseinszweck augenscheinlich nicht allein darauf, nur eine verfahrensrechtliche Voraussetzung für eine Rückforderung zu schaffen. Sie wird vielmehr auch die materiell-rechtliche Grundlage für die weitere Leistungsausrichtung in der Zukunft und gegebenenfalls auch für eine spätere Revisionsverfügung im Sinne des Art. 17 Abs. 2 ATSG bilden, was zeigt, dass eine solche rückwirkende materielle Korrekturverfügung in Bezug auf den materiellen Leistungsanspruch an die Stelle einer früheren (z.”
“2 ATSG wird beispielsweise nochmals umfassend neu geprüft, ob alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind und wie hoch der Anspruch unter Berücksichtigung sämtlicher Berechnungspositionen ausfallen muss. Dieser Rechtsanwendungs- respektive Subsumtionsvorgang entspricht seinem Wesen nach einer erstmaligen Leistungszusprache, weshalb er ebenso „eigenständig“ verfügungsfähig sein muss wie eine erstmalige Leistungszusprache. Weil eine solche rückwirkende Korrekturverfügung in aller Regel nicht nur einen abgeschlossenen Zeitraum in der Vergangenheit, sondern auch den Anspruch für die Zukunft betrifft, beschränkt sich ihr Daseinszweck augenscheinlich nicht allein darauf, nur eine verfahrensrechtliche Voraussetzung für eine Rückforderung zu schaffen. Sie wird vielmehr auch die materiell-rechtliche Grundlage für die weitere Leistungsausrichtung in der Zukunft und gegebenenfalls auch für eine spätere Revisionsverfügung im Sinne des Art. 17 Abs. 2 ATSG bilden, was zeigt, dass eine solche rückwirkende materielle Korrekturverfügung in Bezug auf den materiellen Leistungsanspruch an die Stelle einer früheren (z.B. wiedererwägungsweise aufgehobenen) Verfügung tritt. Eine Wiedererwägungsverfügung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), eine sogenannt prozessuale Revisionsverfügung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine rückwirkende Revisionsverfügung (Art. 17 Abs. 2 ATSG) ist folglich ebenso eine „eigenständige“ materielle Verfügung wie eine leistungszusprechende Verfügung. Das gilt auch, wenn eine Verfügung ihrem Wortlaut nach nur eine Rückforderung anordnet, denn jede Rückforderung setzt eine vorgängige materielle Korrektur voraus. Die Frage, um was für eine Korrektur es sich handelt, muss in einem solchen Fall durch eine („lückenfüllende“) Auslegung der Rückforderungsverfügung ermittelt werden. Hier kommt entweder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder aber eine rückwirkende Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG) in Frage. Eine rückwirkende Revision würde allerdings eine relevante Sachverhaltsveränderung voraussetzen, die hier nicht eingetreten ist, da die Eheleute das Grundeigentum im Ausland bereits bei der ursprünglichen Leistungszusprache besessen haben und da ihnen die ausländische Rente für einen bis in die Zeit vor der ursprünglichen Leistungszusprache zurückreichenden Zeitraum zugesprochen worden ist.”
“Da die weiteren Eintretensvoraussetzungen offenkundig erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren ist deshalb A.___, die durch ihre Mutter (nachfolgend: Vertreterin) vertreten wird. Mit der Verfügung vom 24. August 2018 hat die Beschwerdegegnerin rückwirkend ab 1. März 2018 Ergänzungsleistungen von Fr. 431.-- monatlich zugesprochen. Die Nachzahlung für März bis und mit August 2018 hat sich also auf Fr. 2'586.-- belaufen. Die Beschwerdegegnerin hat in der genannten Verfügung festgehalten, diese Nachzahlung gehe direkt an die Gemeinde E.___, da diese auf die zu erwartenden Ergänzungsleistungen die Vorschussleistungen erbracht habe. Die Beschwerdegegnerin hat dementsprechend eine "Verrechnung" der Nachzahlung mit einer Forderung der Gemeinde E.___ angeordnet. Formal korrekt hat die Beschwerdegegnerin damit aber nur angeordnet, dass die Nachzahlung von Fr. 2'586.-- der Gemeinde E.___ (dritt-)ausbezahlt werde. Mit der Verfügung vom 21. Juli 2020 hat die Beschwerdegegnerin dann die Verfügung vom 24. August 2018 in Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise aufgehoben und durch die Zusprache einer tieferen Ergänzungsleistung rückwirkend ab 1. März 2018 ersetzt. Sie hat ausserdem die Rückforderung der im Sinne von Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG unrechtmässig bezogenen Ergänzungsleistungen im Umfang von Fr. 12'078.-- verfügt. Mit diesem Teil der Verfügung vom 21. Juli 2020 hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zur Rückerstattung von Fr. 9'894.-- und die Gemeinde E.___ zur Rückerstattung von Fr. 2'184.-- verpflichtet. Da es sich bei einer Rückforderung nur um die vollzugsrechtliche Konsequenz einer rückwirkenden Herabsetzung einer Sozialversicherungsleistung handelt, richtet sich der Rückforderungsteil der Verfügung vom 21. Juli 2020 nur im Umfang von Fr. 9'894.-- gegen die Beschwerdeführerin, auch wenn diese – rein materiellrechtlich betrachtet – im Umfang von Fr. 12'078.-- unrechtmässig Ergänzungsleistungen bezogen hat. Die Beschwerdeführerin ist also für den Teilbetrag von Fr. 2'184.-- nicht rückerstattungspflichtig, selbst wenn die Gemeinde E.”
Citation : LPGA art. 53 n. 490 Les expertises obtenues seulement après un refus initial de collaborer ne conduisent en principe pas à une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. De telles expertises ne modifient rien à la violation de l'obligation de collaborer commise à l'époque et ne sauraient dès lors démontrer que la décision initiale est juridiquement viciée. Dans la mesure où la décision reposait uniquement sur le refus de collaborer, la voie de la révision reste à cet égard exclue; ceci vaut même si les nouveaux rapports d'expertise constataient rétroactivement une incapacité de travail.
“Erklärt sich die versicherte Person, nachdem ihr die IV-Stelle Leistungen wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht verweigert hat, später zur Mitwirkung bereit, so ist dies als Neuanmeldung zu betrachten und damit lediglich für die Zukunft zu prüfen, ob auf die bisherige Leistungsablehnung zurückzukommen ist (zum Ganzen vgl. Urteil 8C_404/2021 vom 22. März 2022 E. 5.2.1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer diese Konsequenz seiner früheren Mitwirkungsverweigerung auf dem Weg der prozessualen Revision der Verfügung vom 6. August 2014 abzuwenden versucht, verkennt er, dass der Leistungsanspruch im Erstanmeldungsverfahren keiner materiellen Prüfung unterzogen wurde. Die neuen Gutachten mögen allenfalls belegen, dass er seit dem Unfalltag zu 100 % arbeitsunfähig war; sie beziehen sich damit aber von vornherein nicht auf die damalige Entscheidgrundlage - nämlich die Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers - und sind daher auch nicht geeignet, ihre eindeutige Fehlerhaftigkeit aufzuzeigen (vgl. BGE 144 V 245 E. 5.5.5; Urteil 8C_720/2009 vom 15. Februar 2010 E. 5.2). Lediglich der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die neuen Gutachten selbst dann nicht zu einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG führen würden, wenn die leistungsverweigernde Verfügung der IV-Stelle vom 6. August 2014 auf einer Prüfung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit gestützt auf die Aktenlage beruht hätte (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG). Die Revision hat nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen Nachlässigkeit zu ermöglichen (Urteil 8C_188/2023 vom 31. Mai 2024 E. 3.3 mit Hinweisen). Erst recht nicht vermag sie ein Versäumnis zu beheben, wie es hier mit der damaligen Mitwirkungsverweigerung des Beschwerdeführers offenkundig zu bejahen ist. Es wäre ihm unbenommen gewesen, sich der medizinischen Begutachtung zu unterziehen und der IV-Stelle damit die Abklärung seines Gesundheitszustands sowie seiner Arbeitsfähigkeit zu ermöglichen oder, falls notwendig, ergänzende Abklärungen bezüglich seiner Handbeschwerden zu verlangen.”
“1 IVG zu Recht auf den 1. März 2023, d.h. sechs Monate nach der Neuanmeldung vom 13. September 2022, festgesetzt hat. Bezüglich der Rügen des Beschwerdeführers gegen die im Jahr 2014 vorgesehene psychiatrische Begutachtung hat es zutreffend festgehalten, dass er seine Einwände bereits mit einer Beschwerde gegen die damalige Verfügung vom 11. April 2014 hätte vorbringen können und müssen. Hinsichtlich der von der IV-Stelle abgelehnten Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der leistungsverweigernden Verfügung vom 6. August 2014 hat das kantonale Gericht ebenso zutreffend darauf hingewiesen, dass kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine solche Wiedererwägung besteht (BGE 133 V 50 E. 4.2) und daher vorliegend auch keine gerichtliche Prüfung der Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 2 ATSG zu erfolgen hatte. Soweit der Beschwerdeführer gestützt auf die von der Suva neu eingeholten handchirurgischen und psychiatrischen Gutachten vom 14. Januar bzw. vom 29. März 2022 allenfalls eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) der Verfügung vom 6. August 2014 geltend machen wollte, ist ihm das kantonale Gericht nicht gefolgt. Insoweit hat es dargelegt, dass die gemäss Gutachten seit dem Unfall bestehende Arbeitsunfähigkeit zum einen nichts an der im früheren Verfahren begangenen Mitwirkungspflichtverletzung und damit an der Rechtskonformität der damaligen Verfügung ändere. Zum anderen seien offenkundig auch die Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt.”
L'autorité cantonale peut, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, réexaminer les décisions d'octroi de prestations en cas d'inexactitudes manifestes. Selon la jurisprudenÎ citée, ce réexamen n'est pas lui-même soumis à un délai ; en revanche, une éventuelle demanÞ de restitution est soumise aux règles de délai applicables.
“Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5; 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2; arrêts du TAF B—3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5; B—1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5; B—4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1; B—5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s.; B—2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et, partant, si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens: arrêt B—1806/2021 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 488 En cas d'inscription tardive, le droit à l'indemnité de chômage peut être supprimé pour les jours antérieurs à l'inscription ; si des prestations ont été versées pour cette périoÞ sans fondement juridique, les décomptes correspondants sont considérés comme manifestement inexacts au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA et les montants indûment versés peuvent être récupérés (sous réserve d'une éventuelle déchéanÎ).
“Mai 2016 dokumentiert sind, kann der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung frühestens ab dem 2. Juni 2016 entstehen. Die Beschwerdeführerin selber machte denn auch erst ab Juni 2016 einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung geltend. Für die Zeit vor der Meldung liegt keine Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 10 Abs. 1 und 2 AVIG vor. Eine verspätete Anmeldung führt damit grundsätzlich zum Anspruchsverlust für die vor der kontrollierten Arbeitslosigkeit liegenden Tage (BGE 124 V 215 E. 2. S. 218; Urteil 8C_496/2017 vom 5. Februar 2018 E. 5.3.1; THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2309 Rz. 148 und FN 326). Soweit die Arbeitslosenkasse die Rahmenfrist für den Leistungsbezug bereits ab 1. Mai 2016 eröffnete und der Beschwerdeführerin ab diesem Zeitpunkt Arbeitslosenentschädigung ausrichtete, fehlte es dafür an einer Rechtsgrundlage, weshalb die entsprechenden Leistungsabrechnungen zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne (Art. 53 Abs. 2 ATSG) sind. Da die Korrektur zudem von erheblicher Bedeutung ist, sind die Voraussetzungen der Wiedererwägung erfüllt und die unrechtmässig bezogenen Leistungen - unter Vorbehalt der Verwirkung (vgl. E. 6.3 hiernach) - zurückzuerstatten (vgl. E. 3 hiervor; vgl. auch Urteil 8C_617/2017 vom 12. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).”
Les aspects qui n'ont pas été critiqués dans la procédure d'opposition ne font pas partie de l'objet du litige et ne peuvent pas être examinés a posteriori par l'autorité de révision. De plus, l'autorité, lorsqu'elle revient sur une décision déjà entrée en forÎ, doit indiquer de manière claire sur quel titre de reprise elle se fonÞ (p. ex. art. 53 al. 1 ou al. 2 LPGA) et dans quelle mesure les conditions requises sont remplies. Dans la mesure où des calculs ou des décisions de récupération sont concernés, une motivation suffisante est en outre nécessaire, afin que la personne assurée puisse comprendre la base juridique et la base de calcul et, le cas échéant, les contester en procédure.
“Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde bzw. eine Eingabe auf ein nicht durch die Verfügung respektive den Einspracheentscheid bestimmtes Rechtsverhältnis, gehören die beanstandeten Aspekte weder zum Anfechtungs- noch zum Streitgegenstand (vgl. BGE 125 V 413 E. 1b). Diesfalls steht den Betroffenen keine Befugnis zu, verfügungsweise nicht geregelte Rechtsverhältnisse durch eine Beschwerde richterlich überprüfen zu lassen. Das Gericht kann auf eine diesbezügliche Beschwerde nicht eintreten (vgl. BGE 118 V 313 f. E. 3b mit Hinweisen; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 1989 S. 25). 3.2 Mit Schreiben vom 22. Oktober 2021 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Revision respektive Wiedererwägung des Rentenentscheids und des Entscheids betreffend Integritätsentschädigung gestützt auf Art. 17 und 53 ATSG. Gleichzeitig machte er einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung geltend. Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 28. Dezember 2021 die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG sowie den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung verneint hatte, erhob der Beschwerdeführer Einsprache. In dieser Einsprache vom 25. Januar 2022 brachte der Beschwerdeführer ausschliesslich vor, dass sich sein Gesundheitszustand in massgeblicher Weise verschlechtert habe, weshalb weitere Abklärungen und eine neue Beurteilung der Rente und der Integritätsentschädigung vorzunehmen seien. Die Verneinung der prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG sowie die Ablehnung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung wurden vom Beschwerdeführer in seiner Einsprache weder in den Begehren noch in der Begründung thematisiert. Sie bildeten damit mangels Beanstandung nicht Streitgegenstand des Einspracheverfahrens (bleiben indessen Teil des Anfechtungsobjekts, vgl. BGE 125 V 413 E. 1a in fine). Der Entscheid über die prozessuale Revision und die Hilflosenentschädigung in der Verfügung vom 28. Dezember 2021 ist damit rechtskräftig geworden. Ebenfalls nicht Streitgegenstand des Einspracheverfahrens war indes die verlangte Revision der Rente und Integritätsentschädigung nach Art.”
“Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass den Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenkasse – aufgrund welcher die Arbeitslosenentschädigung ursprünglich ausbezahlt worden waren (vgl. Urk. 7/337-338) - materieller Verfügungscharakter zukommt (BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Voraussetzung für ein Zurückkommen auf eine Verfügung bildet das Vorliegen eines Rückkommenstitels. Als solcher kommen die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder die Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_294/2018 vom 28. Juni 2018 E. 4.1). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) nicht zu einem allfälligen Rückkommenstitel. Ebenso wenig finden sich in der ursprünglichen Verfügung vom 27. November 2019 (Urk. 7/152-156) Ausführungen dazu. Es ist unklar, auf welchen Rückkommenstitel sich die Beschwerdegegnerin tatsächlich stützte. Sollten ihre Abklärungen sie dahin führen, dass eine Rückforderung weiterhin angezeigt ist, wird sie sich deshalb auch zum Rückkommenstitel und dessen Voraussetzungen zu äussern haben.”
“La motivation de la décision attaquée n’était à l’évidence pas suffisante pour que le recourant soit en mesure de comprendre les calculs effectués, malgré la bonne volonté qu’il y a déployée, celui-ci ayant par ailleurs procédé lui-même à ses propres calculs dans ses écritures. En omettant de motiver suffisamment sa décision en vue de permettre au recourant de l’attaquer – ou non – en pleine connaissance de cause, la Caisse a violé son droit d’être entendu. En effet, seule une connaissance spécifique des règles applicables en matière d’assurance-chômage permettait de comprendre les calculs effectués par la Caisse. Par ailleurs, la décision sur opposition n’expose pas sur quelle base légale la Caisse se fonde pour revenir sur des décomptes qui étaient, pour la plupart, entrés en force. Elle se limite à indiquer « qu’il n’était pas contesté que les conditions de l’art. 53 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) étaient manifestement remplies dans le cas d’espèce », ce qui ne permet pas de savoir si elle entendait se fonder sur l’existence d’un motif de révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, et le cas échéant lequel, ou si elle estimait que les décomptes étaient manifestement erronés au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. Sur ce point également, le recourant se retrouvait démuni d’explications et ne pouvait attaquer la décision sur opposition en pleine connaissance de cause. La Cour, après hésitation, renonce finalement à annuler la décision sur opposition litigieuse en raison de la violation du droit d’être entendu du recourant pour défaut de motivation. Une telle annulation mènerait en effet à un allongement inutile de la procédure pour le recourant en retardant encore davantage le moment où il recevrait les explications qui lui sont dues (cf. ATF 142 II 218 consid. 2.8.1 ; 137 I 195 consid. 2.3.2 et les références citées). 6. a) Il convient donc, à titre préliminaire, de donner au recourant les explications quant à la manière dont le gain intermédiaire, respectivement les indemnités de chômage, ont été calculés par la Caisse, qu’il a vainement essayé d’obtenir auprès de cette dernière.”
En cas d'attribution manifestement erronée d'une prestation, l'organisme d'assuranÎ peut mettre la décision en réexamen (art. 25 LPGA en liaison avì art. 53 al. 2 LPGA).
“August 2017 an den Versicherten, den rentenberechtigten Vater der Kinder, erfolgen müssen, nicht jedoch an die Beschwerdeführerin. Die Kinderrente werde grundsätzlich wie die Rente ausbezahlt, zu welcher sie gehöre. Der Bundesrat könne die Auszahlung in Abweichung von Art. 20 ATSG regeln; nach Art. 35 Abs. 4 IVG in Verbindung mit Art. 71ter AHVV könne die Kinderrente dem nicht rentenberechtigten Elternteil ausbezahlt werden, sofern das Kind bei diesem wohne und ihm die elterliche Sorge zustehe. Diese Voraussetzung sei vorliegend erst ab 24. August 2017 erfüllt gewesen, weshalb mangels gesetzlicher Grundlage oder anderweitiger zivilrechtlicher oder vormundschaftlicher Anordnungen die Kinderrenten nicht an die Kindsmutter hätten ausbezahlt werden dürfen. Wer in diesem Zeitraum den Unterhalt bestritten habe, sei dabei nicht massgebend für den Auszahlungsmodus. Weil die Kindsmutter die Leistungen folglich zu Unrecht erhalten habe, seien sie zurückzuerstatten. Bei offensichtlich unrichtiger Leistungszusprache könne der Versicherungsträger die Verfügung zudem in Wiedererwägung ziehen (Art. 25 ATSG in Verbindung mit Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urk. 2).”
Citation: LPGA art. 53 N. 485 En cas de connaissanÎ incomplète, des investigations médicales doivent être ordonnées dans un délai raisonnable. S'il existe des doutes fondés quant à la fiabilité de l'évaluation médicale d'un médecin-conseil interne, il convient d'envisager une expertise médicale indépendante.
“Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (vgl. Art. 67 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen). Grundsätzlich bestimmt sich der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Die Revisionsfrist beginnt praxisgemäss zu laufen, sobald sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen. Bei noch unvollständiger Kenntnis sind medizinische Abklärungen innert angemessener Frist anzuordnen (BGE 143 V 105 E. 2.4).”
“cc) Lorsqu'une décision administrative s'appuie exclusivement sur l'appréciation d'un médecin interne à l'assureur social et que l'avis d'un médecin traitant ou d'un expert privé auquel on peut également attribuer un caractère probant laisse subsister des doutes même faibles quant à la fiabilité et la pertinence de cette appréciation, la cause ne saurait être tranchée en se fondant sur l'un ou sur l'autre de ces avis et il y a lieu de mettre en oeuvre une expertise par un médecin indépendant selon la procédure de l'art. 44 LPGA ou une expertise judiciaire (ATF 135 V 465 consid. 4.6 et 4.7; voir aussi l'arrêt 8C_796/2016 du 14 juin 2017 consid. 3.3). 4. a) Selon l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (qui correspond à l’ancien art. 137 let. b OJ et auquel s’applique la jurisprudence rendue à propos de cette norme, cf. ATF 144 V 245 consid. 5.1). La révision suppose ainsi la réalisation de cinq conditions : 1° le requérant invoque un ou des faits ; 2° ce ou ces faits sont « pertinents », dans le sens d’importants (« erhebliche »), c’est-à-dire qu’ils sont de nature à modifier l’état de fait qui est à la base du jugement et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte ; 3° ces faits existaient déjà lorsque le jugement a été rendu: il s'agit de pseudo-nova (« unechte Noven »), c’est-à-dire de faits antérieurs au jugement ou, plus précisément, de faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables ; 5° le requérant n’a pas pu, malgré toute sa diligence, invoquer ces faits dans la procédure précédente (ATF 143 III 272 consid.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 484 Si l'absenÎ de possibilité de contrôle des pertes de temps de travail alléguées est constatée, la décision par laquelle des prestations ont été accordées peut être considérée comme manifestement erronée. En pareil cas, cela ouvre, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, la possibilité de reprendre la prestation (réexamen de la décision initiale).
“Lorsque ce n'est pas le cas, la décision octroyant des indemnités se révèle donc comme sans nul doute erronée ou entachée d'erreur manifeste. C'est à l'employeur requérant des indemnités pour ses travailleurs qu'incombe la détermination et la contrôlabilité de la perte de travail (cf. art. 46b OACI en lien avec l'art. 31. al. 3 LACI). Considérer que la constatation du défaut de contrôlabilité lors de la révision de l'entreprise par l'autorité inférieure consisterait en un fait nouveau au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA reviendrait à exiger de celle-ci qu'elle détermine et contrôle la perte de travail alléguée au stade de l'octroi déjà. Cela reviendrait alors à inverser le fardeau de la preuve qui, sur ce point particulier, incombe clairement à l'employeur (cf. arrêt du TF C 367/99 du 12 mai 2000 consid. 3 et les réf. cit.). Aussi, il y a lieu d'admettre que lorsque le caractère contrôlable de la perte de travail fait défaut, la décision d'octroi de prestations reposait sur une application initiale erronée du droit. Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est pas contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 20 février 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 483 Pour les recouvrements de prestations fondés sur des décisions formellement définitives, un recouvrement en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est possible que si les conditions du réexamen sont réunies, notamment une inexactituÞ indubitable de la décision et une importanÎ significative de la rectification.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 erster Satz ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020 [in BGE 147 V 417 nicht publizierte], E. 4.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 482 Pour les mesures professionnelles temporaires, la stabilité de la décision, selon la jurisprudenÎ, est limitée à la durée fixée lors de l'octroi ; elle prend fin à la date de fin déterminée, contrairement aux prestations durables. Aucune indication supplémentaire quant à la possibilité d'un réexamen après l'expiration ne peut être tirée des sources présentées.
“Bei dieser Ausgangslage ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Verfügung vom 27. Juli 2011 könne nicht in Wiedererwägung gezogen werden, da kein Revisions- oder Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 ATSG vorliege (Urk. 1 S. 5), nicht stichhaltig. Denn die Mitteilung vom 27. Juli 2011 bezog sich in zeitlicher Hinsicht allein auf die Ausbildung an der Hotelfachschule vom 16. Januar 2012 bis 15. Januar 2014 (Urk. 7/269). Der Endpunkt der Umschulung war damit bei der Zusprechung der beruflichen Massnahme bereits bestimmt und die Rechtsbeständigkeit dieser Mitteilung wurde - im Gegensatz zu Dauerleistungen wie etwa eine Rente (vgl. BGE 136 V 369 E. 3.1.1) - auf diese Dauer der gewährten beruflichen Massnahme beschränkt (vgl. SVR 2011 IV Nr. 15 S. 40, 9C_782/2009 E. 2 und E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2016 vom 10. März 2017 E. 4.3). Hinzu kommt, dass die Mitteilung vom 27. Juli 2011 (Urk. 7/215) mit Mitteilung vom 26. Februar 2013 (Urk. 7/269) aufgehoben wurde. Auch hat die Beschwerdegegnerin spätestens mit Mitteilung vom 25. April 2014 (Urk. 7/280) klargestellt, dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden, ein neues Gesuch zu stellen ist und allfällige Leistungen zur Fortführung der angefangenen Ausbildung an der Hotelfachschule jedenfalls eine bestandene Nachpromotionsprüfung sowie einen Ausbildungsplatz voraussetzen.”
“Nachdem der Beschwerdeführer die mit der Hotelfachschule H.___ vereinbarte Fortsetzung seiner Ausbildung per 13. Januar 2014 (Urk. 7/276) und die für diese Fortsetzung vorausgesetzte Nachpromotionsprüfung sowie die PC-Prüfungen vom 21. Oktober 2013 (Urk. 7/277) nicht angetreten hatte (Urk. 7/279/1-2), schloss die Beschwerdegegnerin den Beratungsauftrag mit Mitteilung vom 25. April 2014 mit dem Hinweis ab, der Beschwerdeführer könne ein schriftliches Zusatzgesuch einreichen, wenn er die Ausbildung zu einem späteren Zeitpunkt fortführen wolle. Dem Gesuch sei eine Bestätigung der bestandenen Nachpromotionsprüfung und eine Bestätigung des Ausbildungsplatzes beizulegen (Urk. 7/280). Diese Mitteilung wurde ebenfalls ohne Einwände entgegengenommen und es wurde wiederum keine anfechtbare Verfügung verlangt. 3.1.2 Bei dieser Ausgangslage ist das Vorbringen des Beschwerdeführers, die Verfügung vom 27. Juli 2011 könne nicht in Wiedererwägung gezogen werden, da kein Revisions- oder Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 ATSG vorliege (Urk. 1 S. 5), nicht stichhaltig. Denn die Mitteilung vom 27. Juli 2011 bezog sich in zeitlicher Hinsicht allein auf die Ausbildung an der Hotelfachschule vom 16. Januar 2012 bis 15. Januar 2014 (Urk. 7/269). Der Endpunkt der Umschulung war damit bei der Zusprechung der beruflichen Massnahme bereits bestimmt und die Rechtsbeständigkeit dieser Mitteilung wurde - im Gegensatz zu Dauerleistungen wie etwa eine Rente (vgl. BGE 136 V 369 E. 3.1.1) - auf diese Dauer der gewährten beruflichen Massnahme beschränkt (vgl. SVR 2011 IV Nr. 15 S. 40, 9C_782/2009 E. 2 und E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2016 vom 10. März 2017 E. 4.3). Hinzu kommt, dass die Mitteilung vom 27. Juli 2011 (Urk. 7/215) mit Mitteilung vom 26. Februar 2013 (Urk. 7/269) aufgehoben wurde. Auch hat die Beschwerdegegnerin spätestens mit Mitteilung vom 25. April 2014 (Urk. 7/280) klargestellt, dass die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden, ein neues Gesuch zu stellen ist und allfällige Leistungen zur Fortführung der angefangenen Ausbildung an der Hotelfachschule jedenfalls eine bestandene Nachpromotionsprüfung sowie einen Ausbildungsplatz voraussetzen.”
Citation : LPGA art. 53 n. 481 En cas de révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, l'autorité administrative qui a rendu la décision devenue formellement définitive est en principe compétente ; l'instanÎ de recours n'est pas habilitée à procéder à cette révision.
“L'art. 49 al. 1 LPGA prévoit que l'assureur doit rendre par écrit les décisions qui portent sur des prestations, créances ou injonctions importantes ou avec lesquelles l'intéressé n'est pas d'accord. Les décisions doivent être motivées si elles ne font pas entièrement droit aux demandes des parties (art. 49 al. 3 LPGA). Conformément à l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Seule l’autorité administrative qui a rendu la décision entrée en force de chose décidée a la compétence pour la réviser, et non pas l’autorité de recours (qui n’a précisément pas été appelé à examiner la conformité du droit du prononcé administratif initial) ; la révision procédurale n’a donc pas d’effet dévolutif (Margit Moser-Szeless, in : Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 57 ad art. 53 et les références citées).”
“1) est, sauf dérogation expresse, applicable aux prestations versées en vertu de la LPC (loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI ; RS 831.30), que les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), que la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal est compétente dans le canton de Vaud pour statuer (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]), que, pour être en présence d’un recours, il faut que le recourant s’identifie et manifeste clairement sa volonté de recourir contre une décision déterminée, c’est-à-dire qu’il exprime de manière reconnaissable sa volonté de modifier la situation juridique résultant de cette décision (ATF 116 V 353 consid. 2b ; Jean Métral, in : Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 43 ad art. 61), que l’art. 53 al. 1 LPGA prévoit que les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant, que seule l’autorité administrative qui a rendu la décision entrée en force de chose décidée a la compétence pour la réviser, et non pas l’autorité de recours, laquelle n’a précisément pas été appelé à examiner la conformité du droit du prononcé administratif initial (Margit Moser-Szeless, in : op. cit., n° 57 ad art. 53 et les références citées), que, selon l’art. 64 al. 1 LPA-VD, une partie peut demander à l'autorité (de première instance) de réexaminer sa décision, que, dans son acte du 17 juin 2022, l’assuré a formulé clairement sa volonté de déposer une demande de révision à l’encontre de la décision sur opposition du 9 juin 2022, citant les dispositions légales pertinentes, motivant minutieusement sur une dizaine de pages des arguments en lien avec la révision selon l’art.”
“________, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich, Beschwerdegegnerin. Gegenstand Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung), Beschwerde gegen den Beschluss des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 13. Mai 2024 (IV.2024.00218). Erwägungen: 1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG hat die Beschwerde unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten, wobei in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies bedingt bei angefochtenen Nichteintretensbeschlüssen praxisgemäss eine spezifische Auseinandersetzung mit den Nichteintretensgründen (BGE 123 V 335). 2. Die Beschwerdeführerin versuchte vor dem kantonalen Gericht mit Eingabe vom 14. April 2024 die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 26. Mai 2020 zu thematisieren. Diesem Ansinnen stellte das kantonale Gericht mit Beschluss vom 13. Mai 2024 die Rechtskraft der Verfügung entgegen. Es hielt dazu weiter fest, soweit die Beschwerdeführerin inhaltlich um eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ersuche, sei hierfür die Beschwerdegegnerin zuständig. Es werde daher die Eingabe vom 14. April 2024 nach Eintritt der Rechtskraft des Nicheintretensbeschlusses an die Beschwerdegegnerin zur Entgegennahme als Gesuch um prozessuale Revision der Verfügung vom 26. Mai 2020 überweisen. 3. Mit Eingabe vom 23. Juni 2024 gelangt die Beschwerdeführerin an das Bundesgericht, ohne dabei auch nur ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern das vorinstanzliche Vorgehen auf einer offensichtlich unrichtigen”
Citation : LPGA art. 53 n. 480 Pour le remboursement de prestations qui reposent sur des décisions formellement définitives, il faut satisfaire aux conditions applicables pour revenir sur une décision en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, en particulier l'existenÎ d'une erreur indubitable et l'importanÎ substantielle de la rectification.
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen entdeckter erheblicher neuer Tatsachen oder aufgefundener Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2). Im Verfahren betreffend Rückforderung zu viel bezahlter Kurzarbeitsentschädigungen steht somit die Frage im Zentrum, ob die Beschwerdeführerin Leistungen zu Unrecht erhalten hat und bejahendenfalls, ob aufgrund eines Rückkommenstitels darauf zurückgekommen werden kann (Urteile 8C_379/2022 vom 21. November 2022 E. 3.2; 8C_195/2022 vom 9. August 2022 E. 2.3; 8C_220/2021 vom 12. Mai 2021 E. 3.2; 8C_294/2018 vom 28. Juni 2018 E. 4.1).”
Pour qu'un remboursement soit accordé, les conditions du réexamen prévues à la LPGA art. 53 al. 2 doivent être remplies; le cas échéant, il convient d'examiner à titre alternatif les conditions de la révision procédurale prévues à la LPGA art. 53 al. 1.
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 478 Dans le cadre d'une action en répétition de l'assureur conformément à art. 53 al. 2 LPGA, des demandes de remboursement peuvent être invoquées en se fondant sur les règles pertinentes de prescription/forclusion (art. 25 al. 2 LPGA) : le droit au remboursement s'éteint trois ans après la connaissanÎ et, au plus tard, cinq ans après le versement de la prestation.
“- pour 2023 (76'771 - 53'317 + 52'660), ce dernier reste supérieur aux dépenses reconnues. Au vu de ce qui précède, les prestations versées du 1er janvier 2021 au 30 avril 2023 à hauteur de CHF 33'244.- l'avaient été à tort. En déduisant de ce montant le subside de CHF 6'416.- que l'intimé ne réclame pas (cf. courrier du 27 avril 2023), la somme à restituer s'élève à CHF 26'828.-, ce qui conduit à la reformatio in peius (cf. art. 61 let. d LPGA) de la décision querellée qui exigeait le remboursement de CHF 22'004.-. Il sera souligné que la chambre de céans, par pli du 17 octobre 2023, a donné l'occasion à la recourante de se prononcer à ce sujet, en attirant son attention sur le fait que l'intimé concluait à la reformatio in peius de cette décision. Or, la recourante a maintenu sa position. 6. 6.1 Selon l'art. 25 al. 1 1re phrase LPGA, applicable aux PCFam par renvoi de l’art. 1A al. 2 let. c LPCC, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). En vertu de l'art. 25 al. 2 phr. 1 LPGA (dans sa teneur en vigueur à compter du 1er janvier 2021), le droit de demander la restitution s'éteint trois ans après le moment où l'institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. 6.2 En l'occurrence, l'intimé a recalculé le droit aux PCFAm de la recourante pour la période de janvier 2021 à avril 2023, après avoir réceptionné certaines pièces requises dans le cadre de la révision périodique du dossier initiée en janvier 2023, sur la base desquelles il a mis à jour le montant du gain d'activité lucrative. En demandant la restitution du trop-perçu le 27 avril 2023 et en faisant rétroagir sa décision au 1er janvier 2021, il a respecté les délais de péremption de l'art. 25 al. 2 LPGA. Il est vrai que selon l'art. 25 al. 1 2e phrase LPGA, la restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile.”
Citation : LPGA art. 53 N. 477 La question de l'illégalité de la perception des prestations doit être examinée en premier lieu au regard de l'art. 53 LPGA ; en règle générale, la décision relative au remboursement ou à sa rétroactivité selon l'art. 25 al. 1 LPGA suit ensuite séparément. La jurisprudenÎ admet toutefois, à titre exceptionnel, que l'on statue simultanément sur l'illégalité et sur les obligations de remboursement qui en découlent.
“Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG.”
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.4 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. 2.5 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprüfungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss/Daniela Thurn-herr/Denise Brühl-Moser, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen.”
“1 je mit Hinweisen; Urteil des BGer 8C_843/2018 vom 22. Januar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). 4.1.2 Mangels besonderer Übergangsvorschriften - es besteht lediglich eine übergangsrechtliche Bestimmung, wonach für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Fassung von Art. 25 Abs. 2 ATSG vom 1. Januar 2021 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt (vgl. Art. 82a ATSG) - ist aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln vorliegend zu beachten, dass betreffend die bis Ende 2020 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen eine relative einjährige Verwirkungsfrist und für die im Jahr 2021 unrechtmässig ausgerichteten Leistungen eine solche von drei Jahren zur Anwendung gelangt (vgl. E. 3.2 hiervor). 4.2 Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistung zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Daran schliesst sich zweitens der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt. Die Rechtsprechung lässt es allerdings zu, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges und über die allfällige sich daraus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam entschieden wird (vgl. Urteil des BGer 9C_564/2009 vom 22. Januar 2010 E. 6.4; Ueli Kieser, Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen von Dritten, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2010, 2011, S. 224). Schliesslich ist drittens, auf entsprechendes Gesuch hin, über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG zu entscheiden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 25 Rz. 21), dies jedoch erst, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rückerstattungsforderung feststeht (Urteil BGer 9C_466/2014 vom 2. Juli 2015 E. 3.”
Des rapports ou expertises qui existaient déjà au moment de la décision initiale ne sont en principe pas considérés comme des «nouveaux moyens de preuve» au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, s'ils auraient pu être présentés à l'époque. S'il n'existe pas de justification excusable quant à leur non-dépôt dans le délai, ils sont, en règle générale, inadmissibles pour la révision. L'obligation pour la partie de collaborer à la production des éléments de preuve pertinents demeure centrale.
“Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers. Ainsi, il ne suffit pas qu’un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs. Pour justifier la révision d’une décision, il ne suffit pas que le médecin ou l’expert tire ultérieurement, des faits connus au moment du jugement principal, d’autres conclusions que le tribunal (ATF 127 V 353 consid. 5b). b) En l’espèce, le compte-rendu des examens neuropsychologiques pratiqués les 8 avril/1er mai 2014 et 6 décembre 2011 ainsi que le bilan ORL du 10 décembre 2010 ne constituent pas des moyens de preuve nouveaux au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. Dans la mesure où lesdits rapports existaient déjà au moment où la décision de refus de rente du 15 décembre 2014 a été rendue, ils auraient pu être invoqués à cette époque. La recourante ne fait valoir aucune excuse valable justifiant que lesdits rapports n’ont pas été produits en temps utile. A cet égard, il convient de souligner que le Dr K.________ avait été interpellé à plusieurs reprises par l’office AI dans le cadre de la procédure précédente (courriers des 5 février, 3 avril et 25 avril 2013) afin qu’il rédige un rapport médical sur la situation de sa patiente et qu’il n’a jamais daigné rendre réponse. c) Sur le vu de ce qui précède, on ne peut que constater que les rapports susmentionnés et les faits contenus dans ceux-ci ne peuvent pas être pris en considération pour reconnaître l’existence d’un motif de révision procédurale. 6. a) Le droit d’être entendu garanti par l’art. 29 al. 2 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101) comprend notamment le droit pour l’intéressé de produire des preuves pertinentes, d’obtenir qu’il soit donné suite à ses offres de preuves pertinentes, lorsque cela est de nature à influer sur la décision à rendre (ATF 143 V 71 consid.”
S'il y a perception indue de prestations, l'organisme d'assuranÎ peut annuler des décisions administratives formellement définitives ou des décisions sur opposition et réclamer le remboursement des prestations versées en trop, lorsque l'inexactituÞ est incontestablement établie et que la rectification présente une importanÎ considérable (art. 53 al. 2 LPGA).
“Die Beschwerdegegnerin forderte die zu viel ausgerichtete Witwenrente im Zeitraum zwischen dem 1. August und dem 30. September 2020 in der Höhe von Fr. 1'466.-- zurück (AB 4, 6). Da der Beschwerdeführer ab dem 1. August 2020 weder Anspruch auf eine Witwen- noch auf eine Witwerrente der AHV hat (vgl. vorne E. 4.5), bestand ab dem 1. August 2020 ein unrechtmässiger Leistungsbezug; infolge zweifelloser Unrichtigkeit und der erheblichen Bedeutung der Berichtigung konnte die Verwaltung deshalb auf die Leistungsausrichtung zurückkommen (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Rückerstattungsforderung wurde in betraglicher Hinsicht nicht beanstandet und die Rückerstattungsforderung erging innerhalb der Verjährungsfristen gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG. Mithin ist die im angefochtenen Einspracheentscheid bestätigte Rückerstattungsforderung von Fr. 1'466.-- nicht zu beanstanden.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 474 Le fait de ne pas tenir compte d'une succession non répartie peut constituer une décision «manifestement inexacte» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Si la correction conduit à une rectification d'importanÎ considérable (p. ex. en raison d'un montant élevé de la succession), une correction rétroactive accompagnée d'une demanÞ de remboursement correspondante est en principe possible.
“Nach der Rechtsprechung stellt die Nichtberücksichtigung einer unverteilten Erbschaft bei der Berechnung der Zusatzleistungen eine zweifellos unrichtige Rechtsanwendung im Sinne der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG dar. Die aufgrund der Nichtberücksichtigung zu viel ausgerichteten Leistungen können daher gestützt auf Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG zurückgefordert werden, sofern die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_200/2021 vom 1. Juli 2021 E. 5.2 und 9C_567/2016 vom 3. Januar 2017 E. 3.2.1). Angesichts der Höhe des Erbschaftsanteils von Fr. 194'523.-- ist die Berichtigung der Nichtanrechnung ohne Weiteres als von erheblicher Bedeutung einzustufen. Damit ist eine rückwirkende Korrektur mit entsprechender Rückforderung grundsätzlich zulässig, ungeachtet dessen, dass die Beschwerdeführerin ihre Wohngemeinde und damit auch die Beschwerdegegnerin unverzüglich über den Tod ihrer Mutter informiert hatte und sich somit keine Meldepflichtverletzung hatte zuschulden kommen lassen.”
Les prestations indûment perçues, fondées sur des décisions formellement définitives, ne peuvent être réclamées que si les conditions du réexamen sont remplies (erreur manifeste et importanÎ significative de la rectification ; art. 53 al. 2 LPGA).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2).”
Lorsque sont réunies les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA (inexactituÞ indubitable et importanÎ significative de la rectification), l'institution d'assuranÎ peut revenir sur une décision devenue formellement définitive ou sur une décision sur opposition. Dans ce cas, le droit en cause doit en principe être réexaminé; la correction s'effectue en règle générale ex nunc et pro futuro, l'autorité n'étant pas liée, lors du nouvel examen, à l'appréciation antérieure.
“Sind die Wiedererwägungsvoraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt, ist auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen und es ist unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein neuer Entscheid zu fällen. Mit anderen Worten ist der Rentenanspruch ex nunc et pro futuro ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in all seinen Teilen neu zu beurteilen (BGE 140 V 514 E. 5.2). Konkret steht dabei die Frage im Vordergrund, ob die vom Beschwerdeführer nach wie vor geklagten Beschwerden kausal auf das Unfallereignis vom 18. September 1994 zurückzuführen sind.”
“Das Bundesgericht hat im Urteil vom 13. Dezember 2013 (Urk. 7/239) festgehalten, dass die mit Verfügung vom 14. Februar 2008 erfolgte Leistungszusprache in fehlerhafter Anwendung der massgeblichen Regeln ergangen und daher als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zu qualifizieren ist, da das Schreiben des Psychiatrie-Zentrums Z.___ vom 27. November 2007 und die Stellungnahme des RAD vom 6. Dezember 2007, welche Grundlage dieser Verfügung bildeten, die Anforderungen an eine rechtskonforme Sachverhaltsabklärung nicht erfüllten (E. 4.3.2 des Urteils). Fraglich und nach Lage der vorhandenen Akten nicht abschliessend beurteilbar sei indes, wie sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bis zur am 19. Juli 2012 verfügten Rentenaufhebung entwickelt habe. Die Sache sei somit an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie die erforderlichen vertieften Abklärungen vornehme. Hernach werde sie erneut über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu befinden haben (E. 4.3.3). Steht die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung fest und ist die Berichtigung von erheblicher Bedeutung, was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft, gilt es, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art.”
“Die von der Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung vorgenommene Renteneinstellung und die Verneinung eines weiteren Rentenanspruchs sind demnach basierend auf den für eine Wiedererwägung geltenden Regeln materiell zu prüfen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen. Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung zu ermitteln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3). Die wiedererwägungsweise Rentenaufhebung oder -herabsetzung erfolgt in der Regel vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV; vgl. BGE 142 V 259 E. 3.2.1 mit Hinweisen; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_880/2015 vom 21. März 2016 E. 3.2 und 9C_258/2014 vom 3. September 2014 E. 3.2, je mit Hinweisen). Eine rückwirkende Rentenaufhebung oder -herabsetzung kommt im Fall einer unrechtmässigen Leistungserwirkung oder einer Verletzung der Meldepflicht in Frage (Art.”
“Selbst wenn vorliegend die Voraussetzungen einer Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG zu bejahen wären, würde eine solche im konkreten Fall keine rückwirkende Aufhebung der Leistungen ermöglichen. In Fällen der zweifellosen Unrichtigkeit einer Verfügung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erübrigt es sich rechtsprechungsgemäss, den damals rechtserheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und auf dieser nunmehr hinreichenden tatsächlichen Grundlage den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Abgesehen davon, dass einen weiter zurückliegenden Zeitraum betreffende Abklärungen häufig keine verwertbaren Ergebnisse zu liefern vermögen, geht es im Kontext darum, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Urteile 8C_456/2017 vom 23. Februar 2018 E. 3.1; 9C_19/2008 vom 29. April 2008 E. 2.1).”
Le réexamen prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la décision devenue formellement définitive était, eu égard à la situation de fait et de droit existante à l'époque, manifestement erronée. «Manifestement erronée» signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable quant à l'erreur, de sorte qu'aucune autre conclusion n'est envisageable. Le réexamen vise à corriger une application du droit initialement erronée ou une constatation erronée des faits déterminants (les deux appréciés à la lumière de la situation telle qu'elle se présentait alors).
“Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424, 428 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. sinngemäss auch BGE 141 V 9, 10 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_ 248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108, 114 E. 5.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2.1. und E. 3.3). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. sinngemäss BGE 141 V 9, 10 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1). 3.5. Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung kann jederzeit, also ohne zeitliche Befristung, erfolgen und auf Gesuch hin oder von Amtes wegen vorgenommen werden (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 53 N 80; BGE 133 V 50, 55 E. 4.2.2) und dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (Urteil des Bundesgerichts 8C_1012/2008 vom 17. August 2009 E. 2.1; vgl. auch BGE 117 V 8, 17 E 2c). Der Versicherungsträger hat den Entscheid willkürfrei und unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots zu fällen (Ueli Kieser, Art. 53 N 70 mit Hinweisen). Zweifellos unrichtig ist eine Verfügung dann, wenn kein vernünftiger Zweifel an deren Unrichtigkeit möglich ist, wenn dies also der einzig denkbare Schluss ist der gezogen werden kann.”
“aa) Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). bb) Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung betrifft die anfängliche rechtliche Unrichtigkeit eines formell rechtskräftigen Entscheids (Verfügung oder Einspracheentscheid). Ihr Gegenstand ist die Korrektur eines Fehlers in der Rechtsanwendung, der bei der ursprünglichen Anspruchsbeurteilung vorgekommen ist (Flückiger, a.a.O., Art. 53 ATSG N 56). Das Bundesgericht bejaht die zweifellose Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist (BGE 141 V 405 E. 5.2). Da es um die anfängliche Unrichtigkeit geht, ist diese aus damaliger Sicht zu beurteilen. Massgebend sind die damalige Sach- und Rechtslage, einschliesslich der damaligen Gerichts- und Verwaltungspraxis. Eine Wiedererwägung aufgrund späterer Erkenntnisse ist unzulässig (BGer-Urteil 8C_347/2011 vom”
“Le principe et les conditions de la reconsidération d'une décision entrée en force sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Dès lors, la reconsidération est soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée (art. 53 al. 2 LPGA), il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 141 V 405 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 470 Pour qu'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA soit possible, la décision formellement devenue définitive ou la décision d'opposition doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importanÎ considérable. Lorsqu'une telle correction rétroactive est opérée, le fondement juridique des prestations octroyées disparaît; ces prestations sont alors considérées comme indûment perçues et doivent être remboursées.
“Damit ist es auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2.1 Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 2.2 An den Entscheid betreffend die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungsausrichtung schliesst sich der Entscheid über die Rückerstattung an, ob bei einer einmal festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs eine rückwirkende Korrektur zu erfolgen hat. Grundlage dafür bildet Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Danach sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 469 Le recouvrement des prestations indûment perçues est abordé dans la jurisprudenÎ ; l'art. 53 LPGA y joue un rôle central.
“Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen und die Rechtsprechung betreffend die Berechnung der Invalidenrente (Art. 37 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 2, Art. 29 bis Abs. 1, Art. 30 bis AHVG), namentlich die Festlegung der Beitragsdauer (Art. 3, Art. 29 ter Abs. 1 und 2, Art. 30 ter Abs. 1 AHVG; Art. 50 AHVV), richtig wiedergegeben. Gleiches gilt betreffend das Diskriminierungsverbot (Art 14 EMRK; BGE 123 II 472 E. 4c; vgl. auch BGE 149 I 248 E. 7.3, 143 V 114 E. 5.3.2.2) sowie die Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen (Art. 53 ATSG; vgl. auch Art. 25 ATSG; BGE 130 V 380 E. 2.3.1, 318 E. 5.2 am Ende, 129 V 110 E. 1.1). Darauf wird verwiesen.”
“Unrechtmässig ausgerichtete Leistungen der Arbeitslosenversicherung können zurückgefordert werden (Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 und 2 ATSG), sofern die Voraussetzungen für ein wiedererwägungs- oder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung gegeben sind (Art. 53 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2; 129 V 110 mit Hinweisen; Urteil 8C_306/2023 vom 7. März 2024 E. 3.2, zur Publikation vorgesehen).”
Lorsque des prestations sont déjà en cours, la vérification du droit ne peut pas être menée comme un simple réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA lorsque l'examen présente, du point de vue factuel et juridique, le caractère d'une révision au sens de l'art. 17 al. 2 LPGA. Dans l'affaire tranchée, cela a eu pour conséquenÎ que l'autorité a dû, dans le cadre d'une procédure de révision, vérifier si la résidenÎ habituelle avait changé.
“Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen ist die Dauer eines Auslandaufenthaltes jedoch lediglich eines von mehreren Indizien, das für oder gegen einen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz spricht. Zu prüfen sind auch alle anderen Indizien, wozu beispielsweise familiäre und verwandtschaftliche Beziehungen in der Schweiz und im Herkunftsland, die Wohnsituation in der Schweiz und im Herkunftsland oder eine Vereinsmitgliedschaft in der Schweiz und im Herkunftsland gehören (siehe Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen vom 8. Dezember 2020, EL 2019/30 E. 2.4). Die Beschwerdegegnerin hat mit dem angefochtenen Einspracheentscheid einen EL-Anspruch rückwirkend ab 1. Januar 2018 mangels gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz verneint. Ab 1. Januar 2019 hat sie wieder einen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz angenommen. Beim angefochtenen Einspracheentscheid kann es sich nur um eine Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG − und nicht um eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG − gehandelt haben, da der Beschwerdeführer bereits seit dem 1. März 2016 Ergänzungsleistungen bezieht. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen Aufenthalt ab 1. Januar 2017, dem Zeitpunkt, ab dem die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt überprüft hat, nicht mehr in der Schweiz, sondern in D.___ gehabt hat. Aufgrund der eingereichten Reisebestätigungen eines Carunternehmens stehen die folgenden Aufenthalte in D.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest (der Tag der Ein- und Ausreise geltend nicht als Auslandaufenthalt, vgl. Rz.”
“Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen ist die Dauer eines Auslandaufenthaltes jedoch lediglich eines von mehreren Indizien, das für oder gegen einen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz spricht. Zu prüfen sind auch alle anderen Indizien, wozu beispielsweise familiäre und verwandtschaftliche Beziehungen in der Schweiz und im Herkunftsland, die Wohnsituation in der Schweiz und im Herkunftsland oder eine Vereinsmitgliedschaft in der Schweiz und im Herkunftsland gehören (siehe Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Gallen vom 8. Dezember 2020, EL 2019/30 E. 2.4). Die Beschwerdegegnerin hat mit dem angefochtenen Einspracheentscheid einen EL-Anspruch rückwirkend ab 1. Januar 2018 mangels gewöhnlichen Aufenthalts in der Schweiz verneint. Ab 1. Januar 2019 hat sie wieder einen gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz angenommen. Beim angefochtenen Einspracheentscheid kann es sich nur um eine Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 2 ATSG − und nicht um eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG − gehandelt haben, da der Beschwerdeführer bereits seit dem 1. März 2016 Ergänzungsleistungen bezieht. Nachfolgend ist somit zu prüfen, ob mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der Beschwerdeführer seinen gewöhnlichen Aufenthalt ab 1. Januar 2017, dem Zeitpunkt, ab dem die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt überprüft hat, nicht mehr in der Schweiz, sondern in D.___ gehabt hat. Aufgrund der eingereichten Reisebestätigungen eines Carunternehmens stehen die folgenden Aufenthalte in D.___ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest (der Tag der Ein- und Ausreise geltend nicht als Auslandaufenthalt, vgl. Rz.”
Un recouvrement des prestations versées dont la décision est devenue formellement définitive n'est possible que si les conditions d'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies. Si ces conditions sont remplies, l'obligation de remboursement s'impose indépendamment du fait que la bénéficiaire ou le bénéficiaire ait commis une violation de l'obligation de déclaration.
“Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind zu Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Nach der Rechtsprechung zu diesem Grundsatz dürfen jedoch formell rechtskräftig ausgerichtete Leistungen nur dann zurückgefordert werden, wenn ein Titel für das Zurückkommen auf eine ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung besteht, wenn also entweder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) des formell rechtskräftigen Entscheids erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 380 E. 2.3.1 und auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2, publiziert in BGE 142 V 259). Sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt, so besteht die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen unabhängig davon, ob die Bezügerin oder der Bezüger sich eine Meldepflichtverletzung haben zuschulden kommen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_200/2021 vom 1. Juli 2021 E. 5.3 und E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich 2021, S. 134 N 345 ff.). Nach Art. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung erlischt der Rückforderungsanspruch mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Satz 1).”
La pratique relative à l'art. 53 LPGA s'appuie principalement sur la jurisprudenÎ du Tribunal fédéral; les décisions cantonales renvoient en règle générale aux arrêts de principe pertinents du Tribunal fédéral.
“7 LPGA BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 130 V 396ATF 130 V 396DTF 130 V 396 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 143 V 409ATF 143 V 409DTF 143 V 409 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 132 V 65ATF 132 V 65DTF 132 V 65 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 28 IVGart. 28 LAIart. 28 LAI BGE 125 V 256ATF 125 V 256DTF 125 V 256 BGE 115 V 133ATF 115 V 133DTF 115 V 133 BGE 114 V 310ATF 114 V 310DTF 114 V 310 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 BGE 122 V 157ATF 122 V 157DTF 122 V 157 9C_276/2015 BGE 125 V 351ATF 125 V 351DTF 125 V 351 9C_201/2007 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 87 IVVart. 87 RAIart. 87 OAI Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 112 V 371ATF 112 V 371DTF 112 V 371 BGE 112 V 387ATF 112 V 387DTF 112 V 387 BGE 130 V 351ATF 130 V 351DTF 130 V 351 BGE 125 V 369ATF 125 V 369DTF 125 V 369 BGE 112 V 372ATF 112 V 372DTF 112 V 372 BGE 133 V 108ATF 133 V 108DTF 133 V 108 9C_46/2009 9C_910/2010 Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 17 ATSGart. 17 LPGAart. 17 LPGA BGE 125 V 368ATF 125 V 368DTF 125 V 368 9C_187/2007 BGE 125 V 383ATF 125 V 383DTF 125 V 383 BGE 119 V 475ATF 119 V 475DTF 119 V 475 BGE 117 V 8ATF 117 V 8DTF 117 V 8 BGE 115 V 308ATF 115 V 308DTF 115 V 308 9C_575/2007 EVG I 907/06 Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos608 2019 33618.11.2020Arrêt de la IIe Cour des assurances sociales du Tribunal cantonalNormen BundArt. 6 ATSGArt. 7 ATSGArt. 8 ATSGRechtsprechung BundBGE 143 V 418BGE 143 V 409BGE 141 V 2819C_276/20159C_910/20109C_46/2009EVG I 907/06Normen KantonRechtsprechung Kanton608 2019 336Normen Bund/Kanton”
“________ - Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Arbeitslosenkasse - Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst - Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. VGE 12 Art. 57 ATSGart. 57 LPGAart. 57 LPGA Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 59 ATSGart. 59 LPGAart. 59 LPGA Art. 100 AVIGart. 100 LACIart. 100 LADI Art. 128 AVIVart. 128 OACIart. 128 OADI Art. 119 AVIVart. 119 OACIart. 119 OADI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG Art. 57 GSOGart. 57 LOJMart. 57 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 24 AVIGart. 24 LACIart. 24 LADI Art. 95 AVIGart. 95 LACIart. 95 LADI Art. 25 ATSGart. 25 LPGAart. 25 LPGA Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA BGE 142 V 259ATF 142 V 259DTF 142 V 259 BGE 130 V 318ATF 130 V 318DTF 130 V 318 BGE 147 V 417ATF 147 V 417DTF 147 V 417 9C_321/2020 Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA BGE 117 V 8ATF 117 V 8DTF 117 V 8 9C_396/2012 BGE 107 V 180ATF 107 V 180DTF 107 V 180 8C_18/2017 Art. 25 ATSGart. 25 LPGAart. 25 LPGA Art. 24 AVIGart. 24 LACIart. 24 LADI Art. 24 AVIGart. 24 LACIart. 24 LADI Art. 22 AVIGart. 22 LACIart. 22 LADI Art. 25 ATSGart. 25 LPGAart. 25 LPGA 8C_764/2019 Art. 1 AVIGart. 1 LACIart. 1 LADI Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 39 BGGart. 39 LTFart. 39 LTF Art. 82 BGGart. 82 LTFart. 82 LTF Art. 90 BGGart. 90 LTFart. 90 LTF erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos200 2022 26412.07.2022Einspracheentscheid vom 30. März 2022Normen BundArt. 25 ATSGArt. 53 ATSGArt. 57 ATSGRechtsprechung BundBGE 147 V 417BGE 142 V 259BGE 130 V 3189C_321/20208C_764/20198C_18/2017Normen KantonArt. 54 GSOGArt.”
LPGA art. 53 n. 465 Le réexamen permet de corriger une application du droit initialement erronée ou une constatation factuelle inexacte. Il n'est admissible que si la décision antérieure est manifestement erronée et que sa correction revêt une importanÎ considérable.
“Dieser hat die Aufgabe seiner Erwerbstätigkeit im Oktober 2014 zwar keiner Ausgleichskasse umgehend gemeldet. Eine Meldepflichtverletzung hat er dadurch jedoch nicht begangen, da er wohl davon ausgegangen ist, dass seine Ehefrau mindestens den doppelten Mindestbeitrag bezahlt, sodass seine Beiträge als bezahlt gelten (vgl. Urteil vom 11. Februar 2021, Verfahren Nr. 710 20 213/41, E. 3). Es kommt hinzu, dass seine Einkommenssituation auch den jährlichen Steuermeldungen zu entnehmen war. In Bezug auf die Beschwerdeführerin selber, namentlich in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit, liegen keine neuen Tatsachen vor. Die Höhe des von der Beschwerdeführerin erzielten Einkommens war der Beschwerdegegnerin bekannt und die Organisation der Einzelunternehmung C.____ blieb unverändert. Unter diesen Umständen fällt eine Änderung der Verfügungen gestützt auf die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ausser Betracht. Zu prüfen ist indessen nachfolgend, ob die ursprünglichen Verfügungen in Wiedererwägung gezogen werden können (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Gemäss dem gestützt auf Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG auch im Beitragsbereich der AHV anwendbaren Art. 53 Abs. 2 ATSG können die Ausgleichskassen formell rechtskräftige Verfügungen in Wiedererwägung ziehen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Frage der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, die im Zeitpunkt des damaligen Verfügungserlasses bestand (BGE 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine gesetzeswidrige Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde, wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden oder eine klare höchstrichterliche Praxis nicht beachtet wurde.”
“Dans le même sens, les conclusions qui vont au-delà de l’objet de la contestation, tel que défini par la décision litigieuse, sont en principe irrecevables (ATF 142 I 155 consid. 4.4.2 ; 134 V 418 consid. 5.2.1). b) Le litige a pour seul et unique objet la question de savoir si c’est à bon droit que la caisse intimée est revenue a posteriori sur sa décision d’octroi de prestations, en considérant que la recourante ne pouvait prétendre à des indemnités en cas de réduction de l’horaire de travail en faveur de son collaborateur C.________ pour la période du 1er juin au 31 août 2020. c) La présente procédure ne vise pas la question de la restitution d’un montant de 7'882 fr. 90, dans la mesure où aucune décision n’a été rendue à propos de l’opposition formée par la recourante à l’encontre de la décision de restitution rendue par l’intimée. d) Il n’y a pas lieu non plus d’examiner le bien-fondé de la compensation du montant précité qu’aurait effectuée la caisse intimée avec des indemnités en cas d’intempéries dues à la recourante, cette question ne faisant pas non plus l’objet de la présente procédure. 3. Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références citées). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose décidée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 127 V 466 consid. 2c et les réf. cit. ; voir aussi Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 4e édition 2020, art. 53 n° 51). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation initiale erronée des faits (ATF 146 V 364 consid. 4.2). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée (arrêt du TF 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid.”
“Le principe et les conditions de la reconsidération d'une décision entrée en force sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Dès lors, la reconsidération est soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée (art. 53 al. 2 LPGA), il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 141 V 405 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n° 464 Pour les recouvrements fondés sur l'art. 95 LACI, les mêmes conditions s'appliquent que pour le réexamen des décisions formellement devenues définitives au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“24 AVIG gilt als Zwischenverdienst jedes Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose versicherte Person innerhalb einer Kontrollperiode erzielt. Die versicherte Person hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls (Abs. 1). Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst und dem versicherten Verdienst. 3.2 Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (BGE 142 V 259 E. 3.2, 130 V 318 E. 5. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass geben-den Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juli 2019, 8C_366/2019, E. 3.1). 4.1. Die Beschwerdegegnerin führte in der Verfügung vom 24. September 2020 aus, der Versicherte habe auf den von ihm unterschriebenen Formularen "Angaben der versicherten Person" für die Monate September 2018 bis November 2018 das Arbeitsverhältnis bei der C. AG nicht deklariert. Der dort erzielte Zwischenverdienst habe für die drei Monate Fr. 4'570.-- betragen.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 463 Le simple octroi ultérieur de prestations n'implique pas automatiquement que l'administration reconnaisse une décision antérieure comme «manifestement erronée» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Le simple fait de verser des prestations de manière tacite ne suffit pas ; l'administration doit traiter expressément la question (p. ex. comme une nouvelle demanÞ) ou préciser autrement qu'elle considère la décision antérieure comme manifestement erronée.
“1; arrêts 9C_483/2022 du 28 août 2023 consid. 4.3.3; 8C_736/2019 du 21 janvier 2020 consid. 5.2). Dans la mesure où l'arrêt du 11 janvier 2019 s'est substitué à la décision de l'office AI du 19 avril 2018 en vertu de l'effet dévolutif du recours (cf. ATF 136 II 539 consid. 1.2), la juridiction cantonale a rappelé à juste titre que la présente procédure ne portait pas sur la période courant jusqu'au 19 avril 2018 (s'agissant du cadre temporel de l'état de fait soumis à l'examen matériel de l'autorité judiciaire, voir ATF 132 V 215 consid. 3.1.1; 121 V 362 consid. 1b). Les points définitivement tranchés dans l'arrêt du Tribunal cantonal du 11 janvier 2019, confirmé par l'arrêt du Tribunal fédéral 9C_134/2019 du 15 avril 2019, bénéficient de l'autorité de force jugée. Dès lors, l'autorité précédente a refusé à juste titre de les reconsidérer. On ajoutera encore que, quoi qu'en dise le recourant, l'office AI n'a nullement admis "implicitement" le caractère manifestement erroné de la décision du 19 avril 2018 (au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA). Après avoir informé le recourant que sa demande du 13 mai 2019 serait traitée comme une nouvelle demande de prestations, l'office AI l'a admise et lui a octroyé les prestations dues conformément à l'art. 29 al. 1 LAI, soit après l'échéance d'une période de six mois à compter de la date de la demande de prestations (ATF 142 V 547 consid. 3.1; 140 V 2 consid. 5.2 et 5.3). L'administration a certes relevé que la capacité de gain du recourant était considérablement restreinte depuis le 1 er janvier”
La détermination d'un remboursement s'opère en règle générale en plusieurs étapes : premièrement, il convient de déterminer si les prestations ont été indûment perçues (le caractère définitif de la décision est vérifié par un réexamen ou une révision au sens de l'art. 53 LPGA). Deuxièmement, intervient la décision sur le remboursement lui‑même, y compris la question d'une éventuelle correction rétroactive et la fixation du montant du remboursement. Troisièmement, il peut être statué, sur présentation d'une demanÞ motivée, sur la remise du remboursement. L'administration est habilitée à regrouper la constatation de l'indu et la décision de remboursement en une seule décision.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; arrêts TF C 330/05 du 11 avril 2006 consid. 3 in DTA 2006 p. 218; C 80/05 du 3 février 2006 in DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 5.2. L'art. 25 al. 2 1ère phrase LPGA prescrit que le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision procédurale de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.2 et les références). La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). 3. Question litigieuse Se fondant sur de nouveaux éléments portés à sa connaissance, la Caisse a d’abord procédé à un nouveau calcul des PC en tenant compte d’un revenu supplémentaire à celui déclaré pour les années 2018 à 2021 et exigé sur cette base la restitution d’une partie des montants versés durant ces quatre années.”
“1 je mit Hinweisen; Urteil des BGer 8C_843/2018 vom 22. Januar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). 4.1.2 Mangels besonderer Übergangsvorschriften - es besteht lediglich eine übergangsrechtliche Bestimmung, wonach für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Fassung von Art. 25 Abs. 2 ATSG vom 1. Januar 2021 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt (vgl. Art. 82a ATSG) - ist aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln vorliegend zu beachten, dass betreffend die bis Ende 2020 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen eine relative einjährige Verwirkungsfrist und für die im Jahr 2021 unrechtmässig ausgerichteten Leistungen eine solche von drei Jahren zur Anwendung gelangt (vgl. E. 3.2 hiervor). 4.2 Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistung zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Daran schliesst sich zweitens der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt. Die Rechtsprechung lässt es allerdings zu, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges und über die allfällige sich daraus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam entschieden wird (vgl. Urteil des BGer 9C_564/2009 vom 22. Januar 2010 E. 6.4; Ueli Kieser, Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen von Dritten, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2010, 2011, S. 224). Schliesslich ist drittens, auf entsprechendes Gesuch hin, über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG zu entscheiden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 25 Rz. 21), dies jedoch erst, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rückerstattungsforderung feststeht (Urteil BGer 9C_466/2014 vom 2. Juli 2015 E. 3.”
“5a). b) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). c) La procédure de restitution d’une prestation versée à tort implique en principe trois étapes distinctes (Sylvie Pétremand, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n° 30 ad art. 25 LPGA). La première décision porte sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle ces prestations ont été initialement allouées sont réalisées au sens de l’art. 53 LPGA, respectivement de l’art. 17 LPGA (ATF 130 V 318 consid. 5.2 ; Pétremand, op. cit., nos 16 et 29 ad art. 25 LPGA). La deuxième décision concerne la restitution en tant que telle des prestations indûment versées, au sens de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA ; elle comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations et indique une somme déterminée. Le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA est rendue si une telle demande écrite et motivée a été présentée (cf. art. 4 OPGA). L'autorité administrative est toutefois autorisée à regrouper les deux premières étapes dans une seule décision et statuer sur la question des prestations indues, la reconsidération ou révision d’une décision et ordonner simultanément la restitution de l’indu (TF 9C_564/2009 du 22 janvier 2010 consid. 5.3 confirmé par : TF 9C_23/2015 du 17 juin 2015 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 461 L'organisme d'assuranÎ peut réexaminer la décision attaquée jusqu'à l'envoi de sa décision préalable à l'autorité de recours. Il doit informer sans délai les parties et l'autorité de recours d'un tel réexamen ou d'une nouvelle décision. Si l'assureur rend une nouvelle décision qui procure pleine satisfaction à la recourante, celle-ci remplaÎ la décision attaquée et peut rendre le recours sans objet. Si seules des conclusions modifiées ou des observations sont communiquées sans qu'une nouvelle décision formelle soit rendue, elles doivent être traitées comme des conclusions adressées à l'autorité de recours.
“La décision sur opposition du 14 juin 2019 (suspension de 7 jours en raison d’un entretien manqué) a ainsi été confirmée, de même que les nouvelles décisions sur opposition rendues le 16 janvier 2020 (suspension réduite à 5 jours en raison de recherches insuffisantes avant l’inscription au chômage et suspension réduite à 6 jours en raison de recherches insuffisantes pour le mois de janvier 2019); que par courrier du 28 juillet 2020, le recourant a sollicité la reprise de la présente procédure de recours et demandé que la Caisse publique de chômage établisse de nouveaux décomptes quant aux montants à restituer, en prenant en considération la réduction des jours de suspension (18 jours au total au lieu de 23 jours au total); que par détermination du 21 août 2020, prenant acte que le recourant n’entendait pas contester l’arrêt précité du 17 juin 2020 dans la cause 605 2019 189, la Caisse de chômage a confirmé que le montant à restituer était réduit à CHF 2'612.95 (pour 18 jours de suspension) au lieu de CHF 3'338.75 (pour 23 jours de suspension). Estimant que la présente procédure de recours était devenue sans objet, elle a par ailleurs demandé que la cause soit rayée du rôle, sans allocation de dépens au recourant; que par détermination du 16 septembre 2020, le recourant a indiqué que la réduction du montant à restituer intervenait alors que la Caisse de chômage avait déjà déposé ses observations sur le recours, de telle sorte qu’il ne pouvait pas être simplement pris acte de cette reconsidération en application de l’art. 53 al. 3 LPGA; le recours devait ainsi être partiellement admis et une indemnité de partie allouée au recourant qui n’avait pas d’autre choix que de contester la décision sur opposition du 17 octobre 2020 par le dépôt d’un recours; que par détermination déposée spontanément le 23 septembre 2020, la Caisse de chômage a confirmé sa position selon laquelle le recourant n’avait pas droit à une indemnité de partie; considérant que le recours auprès du Tribunal cantonal contre une décision ou une décision sur opposition d’un assureur a effet dévolutif (Moser-Szeless in Commentaire romand, LPGA, 2018, art. 56 n. 53; voir également l’art. 85 al. 1 du code fribourgeois du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative, CPJA, RSF 150.1, à teneur duquel, dès le dépôt du recours, le pouvoir de traiter l’affaire qui en est l’objet passe à l’autorité de recours); que l’art. 53 al. 3 de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) prévoit toutefois que, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé.”
“2 Dans la mesure où la recourante a expressément recouru contre la première décision et conclu à son annulation, il convient d’admettre que celle-ci fait partie de l’objet du litige, quand bien même la recourante concluait matériellement au maintien de celle-ci, de façon qui apparaît contradictoire, mais qui s’explique par le fait que l’objet principal du litige, soit la quotité de la rente dès juillet 2022, dépend du bien-fondé de la première décision. Il convient ainsi d’admettre que le litige porte sur le bien-fondé des deux décisions du 17 novembre 2022. Cela est d’autant plus le cas que la chambre de céans a attiré l’attention de la recourante sur le fait qu’il y avait, s’agissant de la première décision, un risque de reformatio in pejus et que celle-ci a maintenu ses recours, précisant souhaiter que la chambre tranche la question de la naissance du droit à la rente. 3.2.3 Dans sa réponse au recours, l’intimé a conclu à ce qu’il soit constaté que la première décision querellée était erronée, de sorte que la décision litigieuse devait être annulée sur ce point et les prestations versées à tort restituées. Il a ainsi reconsidéré sa décision en application de l’art. 53 al 3 LPGA, qui prévoit que jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, l'assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. L’assureur social est tenu de notifier sa décision de reconsidération, qui doit remplacer la décision contestée par voie de recours, sans délai aux parties et d’en donner connaissance à l’autorité de recours (art. 58 al. 2 PA, applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA). Quant à l’autorité de recours, elle doit continuer à traiter le recours dans la mesure où la nouvelle décision de l’assureur social ne l’a pas rendu sans objet (cf. art. 58 al. 3 PA; Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales éd. par Anne-Sylvie DUPONT / Margit MOSER-SZELESS, 2018, n. 105 et 106 ad art. 53). En l’occurrence, l’intimé n’a pas rendu de nouvelle décision, de sorte que ses nouvelles conclusions doivent être considérées comme une proposition au juge. 3.2.4 En conclusion, le litige porte sur le bien-fondé des deux décisions du 17 novembre 2022, et en particulier sur le moment auquel le droit de la recourante à une rente d’invalidité a pris naissance.”
“2022 [concernait] uniquement la police volontaire en Suisse payée selon le tarif Suisse/Genève », référence étant faite concernant ce caractère volontaire à l’art. 2 al. 1 let. f et g de l’ordonnance sur l'assurance-maladie du 27 juin 1995 (OAMal ‑ RS 832.102), et qu’« en plus, malgré le courrier du 14 mai 2023 [l’assurance n’avait] pas annulé [sa] dette / déjà plus de CHF 2'900.- pour les primes à partir du 01.01.2023 / et elle [lui envoyait] toujours les demandes de payer les primes / celui du 18 mai en annexe – doc. No 3/ » ; Que par pli du 4 juin 2024, la chambre de céans a informé les parties que la cause était gardée à juger. CONSIDERANT EN DROIT Que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 4 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la LAMal ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Qu’aux termes de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’autorité – l'assureur – peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours ; Que, selon la jurisprudence, une nouvelle décision de l’autorité intimée rendue même après sa première réponse – ou premier préavis –, mais dans le cadre d’un échange d’écritures prévu par le droit de procédure ou ordonné par la chambre des assurances sociales, sera considérée comme une décision dont ladite chambre n’aura pas à contrôler la conformité au droit si elle donne entière satisfaction à la partie recourante (ATAS/393/2021 du 29 avril 2021) ; Qu’en l’espèce, la prise de position contenue dans la réponse de l’intimée 14 mai 2024, qui, conformément à la demande de la mère, annule implicitement sa décision sur opposition du 20 mars 2024 et accepte et confirme expressément la résiliation de l’assurance obligatoire des soins de l’assurée avec effet au 31 décembre 2022, constitue une décision ; Que cette nouvelle décision (du 14 mai 2024) donne en outre entière satisfaction à la recourante (qui ne peut être que l’assurée, et non la mère) ; Qu’en effet, l’objet du litige, tel que fixé par la décision sur opposition du 20 mars 2024 présentement attaquée puis par le recours, consiste en la contestation par l’intéressée du maintien de sa qualité d’assurée en assurance-maladie obligatoire des soins (selon la LAMal) auprès de l’intimée après le 31 décembre 2022, donc pour la période qui commence le 1er janvier 2023, maintien d’assurance que la nouvelle décision (du 14 mai 2024) annule entièrement ; Qu’il est donc ici sans importance que la recourante ait été par le passé assurée selon la LAMal en Suisse à titre obligatoire (selon le règlement [CE] n° 883/2004 du Parlement européen et du Conseil du 29 avril 2004, comme indiqué par l’intimée) ou à titre volontaire (comme invoqué par l’intéressée avec référence à l’art.”
“L'intérêt digne de protection consiste en l'utilité pratique que l'admission du recours apporterait au recourant ou, en d'autres termes, dans le fait d'éviter un préjudice de nature économique, idéale, matérielle ou autre que la décision attaquée lui occasionnerait (ATF 130 V 196 consid. 3; ATAS/990/2018 précité consid. 3). En l’espèce, bien que la décision du 17 juin 2024 ne lui ait pas été adressée directement mais en copie, la recourante pouvait avoir un intérêt à recourir contre celle-ci puisqu’elle la concerne directement. Il se justifie ainsi de déclarer ce recours recevable, tout comme les trois autres qui lui étaient directement destinés. 2. Selon l'art. 70 LPA, l'autorité peut, d'office ou sur requête, joindre en une même procédure des affaires qui se rapportent à une situation identique ou à une cause juridique commune (al. 1). La jonction n'est toutefois pas ordonnée si la première procédure est en état d'être jugée alors que la ou les autres viennent d'être introduites (al. 2). En l’occurrence, il se justifie de prononcer la jonction des quatre procédures ouvertes (A/2316/2024, A/2318/2014, A/2320/2024 et A/2321/2024) sous A/2316/2024, dès lors qu’elles concernent une même situation. 3. Selon l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. Tel est le cas en l’espèce, puisque l’OCAS a rendu deux nouvelles décisions le 13 septembre 2024, recalculant le montant des rentes pour la recourante et sa fille en tenant compte de BTE pour dix années et demi, comme le requérait la recourante, pour la période du 1er février 2022 au 31 janvier 2023 et dès le 1er septembre 2023, annulant ainsi les décisions litigieuses des 5 juin et 17 juin 2024, qui étaient adressées à la recourante (en original). Les recours interjetés contre ces décisions n’ont ainsi plus d’objet et la cause sera rayée du rôle en ce qui les concerne (A/2316/2024, A/2318/2014 et A/2320/2024). S’agissant du recours interjeté contre la décision adressée en original à la Ville de Genève (A/2321/2024), il est également sans objet, la recourante ayant admis suite à la réponse de l’intimé qu’elle n’était pas touchée par celle-ci.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 460 L'organe d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement définitives lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Ce retour est indépendant des faits nouveaux exigés pour une révision judiciaire. Sont notamment considérés comme vices manifestes l'omission d'appliquer des dispositions claires; des conséquences financières importantes peuvent constituer une telle importanÎ déterminante. La jurisprudenÎ considère également les cas de tromperie comme un motif de revenir sur une décision.
“Lors d'une modification de la rente, la nouvelle décision doit porter effet dès le début du mois au cours duquel le droit à la rente s'éteint (art. 25 al. 2 let. a OPC-AVS/AI). b) aa) Les prestations indûment touchées doivent être restituées (art. 25 al. 1 ab initio LPGA). Selon la jurisprudence, l’obligation de restituer des prestations complémentaires suppose que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle ces prestations ont été allouées soient remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références citées). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s'apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d'une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d'un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d'un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l'art. 123 al. 2 let. a LTF (TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 2). Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 134 III 669 consid. 2.2). En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte. L'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid.”
“Dans ce cas, les prestations seront accordées à l’assuré dès le moment où toutes les conditions étaient objectivement réalisées pour le droit à l’allocation pour impotent. Conformément à l’art. 24 al. 1 LPGA, le paiement des prestations arriérées ne peut toutefois s’effectuer rétroactivement que dans un délai de cinq ans à compter du mois pendant lequel la demande a été présentée (ch. 8092.1 de la Circulaire sur l’invalidité et l’impotence dans l’assurance-invalidité [CIIAI], en vigueur jusqu’au 31 décembre 2021 ; cf. considérant 3 supra). 6. a) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). Quant à l’alinéa 3, il prévoit que, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. b) In casu, il n’est pas douteux que la décision du 21 février 2023 portant sur un rétroactif de 120'650 fr. à compter du […] 2014 était manifestement erronée, car elle n’était pas conforme au projet de décision du 23 décembre 2022 ayant donné lieu au prononcé motivé du 13 février 2023 communiqué à la caisse. En effet, celui-ci fixait le début du droit à la prestation au 1er mars 2021, ce qui correspondait à un arriéré de 28'740 francs. Ainsi, le fait de revenir sur la décision du 21 février 2023 revêtait une importance particulière sur le plan financier.”
“Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach die Weiterausrichtung der Rente infolge falscher Angaben und täuschenden Verhaltens des Beschwerdeführers zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war, werden von diesem nicht grundsätzlich infrage gestellt und vermögen zu überzeugen. In diesem Zusammenhang erübrigen sich Weiterungen zur Meldepflichtverletzung und der entsprechenden Sanktionierungsmöglichkeit (Art. 88 bis Abs. 2 lit. b IVV).”
“C'est finalement en vain que la recourante soutient que les conditions de la reconsidération (au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA) n'étaient pas réunies, parce que la caisse aurait appliqué correctement les art. 5 de l'ordonnance sur la perte de gain COVID-19 et 11 al. 1 LAPG. Au moment des décomptes de prestations, il n'existait en effet aucun doute sur le fait que la franchise pour rentiers aurait dû être déduite. Dès lors, le vice est manifeste, car il résulte d'une non-application d'une disposition univoque (art. 6quater RAVS, en lien avec les nos 1170 DIN et”
Citation : LPGA art. 53 n. 459 La révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA s'applique lorsque, après l'édiction d'une décision devenue formellement définitive, des faits nouveaux ou des éléments de preuve importants sont découverts, dont la production n'avait auparavant pas été possible. La décision de révision est de nature réformatriÎ et remplaÎ la décision initiale ; la nouvelle appréciation produit un effet rétroactif (ex tunc) et corrige l'évaluation du droit à prestations pour la périoÞ régie par la décision révisée.
“März 2003 gewährte Invalidenrente aufzuheben. 2.2.2. Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt und dient so der Möglichkeit, eine Verfügung sachgerecht anzufechten (BGE 124 V 180, 181 E. 1a). Dafür muss eine Begründung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt. (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 49 N 66 und BGE 124 V 180 E. 1a S. 181). Zwar erschliesst sich auch in Verbindung mit dieser Stellungnahme des Rechtsdienstes nicht, warum gemäss Verfügung vom 29. Juni 2020 die Invalidenrente nun gerade rückwirkend per 31. Dezember 2013 aufzuheben sei. Aufgrund der Stellungnahme war der Beschwerdeführer aber jedenfalls darüber ins Bild gesetzt, dass die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision ziehen und damit rückwirkend aufheben wolle. Der Beschwerdeführer war damit in die Lage versetzt, mit Blick auf Anwendbarkeit von Art. 53 Abs. 1 ATSG die Verfügung sachgerecht anzufechten. Folgerichtig hat sich die Beschwerde (S. 4 Ziff. 5 2. Abschnitt sowie S. 5 f. Ziff. 7) mit dieser Revisionsnorm befasst. Somit ist eine Verletzung des Rechtlichen Gehörs, die zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen müsste, zu verneinen. 3. 3.1. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, vorliegend sei die Invalidenrente mit der angefochtenen Verfügung vom 29. Juni 2020 zu Recht im Rahmen einer prozessualen Revision im Sinne von Art. 53. Abs. 1 ATSG aufgehoben worden. Nach Massgabe von Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Die prozessuale Revision bezieht sich somit auf Konstellationen der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes (BSK ATSG-Flückiger, Art.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid (dazu und zum Folgenden: Urteil 8C_38/2022 vom 13. Juli 2022 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Neubeurteilung wirkt zurück (ex tunc) und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je m.w.H.). Diese sogenannte prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprachen zur Anwendung (Urteil 8C_469/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2). Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex tunc und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex nunc vor.”
Citation : LPGA art. 53 N. 458 Si les conditions du réexamen visées à l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, la règle plaiÞ en faveur de l'application de la correction du droit objectif; la protection constitutionnelle de la confianÎ ne fait en principe pas obstacle à un tel réexamen. Ne sont exclues que les (rares) situations dans lesquelles sont effectivement réunies toutes les conditions spécifiques permettant, sur le fondement de la protection de la confianÎ, un traitement dérogatoire à la loi.
“Schliesslich wendet der Beschwerdeführer gegen den angefochtenen Einspracheentscheid sinngemäss ein, er sei angesichts der rechtskräftigen Entscheide vom 22. April (act. II 91) und 7. September 2020 (act. IIA 51) von einer rechtssicheren Situation ausgegangen und daher in seinem Vertrauen zu schützen. Dieser Einwand verfängt nicht. Wenn – wie vorliegend – die Voraussetzungen der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt sind, erübrigt sich grundsätzlich die im Rahmen des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes vorzunehmende Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft des in Wiedererwägung gezogenen Verwaltungsakts (vgl. BGE 138 V 258 E. 6 S. 269; Margit Moser-Szeless, a.a.O., N. 38 f. zu Art. 53 ATSG). Vorbehalten sind nur jene Situationen, in welchen sämtliche Voraussetzungen für eine – gestützt auf den Vertrauensschutz – vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 S. 269 f., 144 V 127 E. 6.4 S. 138). Inwiefern die spezifischen Voraussetzungen für den Vertrauensschutz (BGE 143 V 341 E. 5.2.1 S. 346, 131 V 472 E. 5 S. 480) vorliegend erfüllt sein sollten, macht der Beschwerdeführer nicht geltend und solches ist auch nicht erkennbar.”
“Der Beschwerdeführer wendet ein, es treffe ihn kein Verschulden an der zu hohen Leistungsausrichtung. Diese sei auf ein Nichtbeachten der effektiven Angaben des Beschwerdeführers auf dem Formular "Angaben der versicherten Person für den Monat Juni 2020" durch die Beschwerdegegnerin zurückzuführen. Dieser Umstand ist unerheblich. Rechtsprechungsgemäss sind unrechtmässig bezogene Leistungen unabhängig von einem eigenen Verschulden zurückzuerstatten (vgl. Entscheid des BGer vom 24. Juli 2013, 9C_478/2013, E. 3.1). Ein Verschulden wird dem Beschwerdeführer seitens der Beschwerdegegnerin denn auch nicht vorgeworfen. Schliesslich wendet der Beschwerdeführer ein, er habe diese Fr. 1'300.-- nicht (mehr), das sei für ihn sehr viel Geld (vgl. Beschwerde). Dieser Einwand verfängt nicht. Wenn – wie vorliegend – die Voraussetzungen der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt sind, erübrigt sich grundsätzlich die im Rahmen des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes vorzunehmende Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft des in Wiedererwägung gezogenen Verwaltungsakts (vgl. BGE 138 V 258 E. 6 S. 269; Margit Moser-Szeless, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, Art. 53 N. 38 f.). Vorbehalten sind nur jene Situationen, in welchen sämtliche Voraussetzungen für eine – gestützt auf den Vertrauensschutz – vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 S. 269 f., 144 V 127 E. 6.4 S. 138), was vorliegend mit Bezug auf das Erfordernis einer getätigten und ausgewiesenen Disposition (vgl. E. 2.4 hiervor) ohne weiteres zu verneinen ist. Der blosse Verbrauch von Geldmitteln für den Lebensunterhalt stellt keine nicht ohne Nachteil rückgängig zu machende Disposition dar (ARV 2017 S. 317 E. 4). Dem Beschwerdeführer steht es jedoch frei, spätestens 30 Tage nach dem rechtskräftigen Abschluss des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bei der Verwaltung ein Erlassgesuch zu stellen; für einen allfälligen Erlass der Rückforderung wäre vorausgesetzt, dass er die Leistungen in gutem Glauben empfangen hat und eine grosse Härte vorliegt (Art.”
“Die Vorinstanz hat die Gesetzesbestimmung und die Grundsätze zu den Voraussetzungen der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 140 V 77 E. 3.1; 138 V 324 E. 3.3; 133 V 50 E. 4.1, je mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Ergänzend ist anzufügen, dass der Gesetzgeber mit der positivrechtlichen Regelung der Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen in Art. 53 Abs. 2 ATSG die im Rahmen des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes vorzunehmende Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung abstrakt und für das Bundesgericht verbindlich vorgenommen hat (Art. 190 BV). Die richtige Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist somit von Verfassungs wegen mit dem Vertrauensschutz vereinbar. Vorbehalten sind nur jene Situationen, in welchen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 mit Hinweis auf BGE 116 V 298 und seitherige Rechtsprechung).”
“Das Erfordernis der erheblichen Bedeutung der Berichtigung ist sodann in Anbetracht der beantragten Kurzarbeitsentschädigung von gesamthaft Fr. 78'707.95 zweifellos erfüllt. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die Grundsätze des Vertrauensschutzes, der Rechtsbeständigkeit und der Rechtssicherheit beruft, stehen diese einer Wiedererwägung nicht entgegen (vgl. BGE 140 V 514 E. 3.5). Mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist diesen Prinzipien Genüge getan (vgl. SVR 2018 IV Nr. 59 S. 190, 8C_680/2017 E. 4.1.3.1). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 mit Hinweis auf BGE 116 V 298; SVR 2022 ALV Nr. 26 S. 92, 8C_458/2021 E. 3.1 f.). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich dar, indem sie einzig einwendet, sie hätte im Vertrauen auf die Richtigkeit der Verfügung vom 3. November 2021 Dispositionen getroffen, die den Stellenerhalt von Mitarbeitenden betreffen würden. Es ist auch nicht ersichtlich, wodurch hier ein Vertrauensschutz begründet sein könnte, nachdem ohnehin keine vorbehaltlose Bewilligung von Kurzarbeit erfolgte.”
Citation : LPGA art. 53 n. 457 Conformément à l'art. 53 al. 3 LPGA, l'organisme d'assuranÎ peut réexaminer (réviser) la décision attaquée jusqu'à l'envoi de son rapport préalable à l'autorité de recours. Dans la pratique, il arrive qu'il annule la décision attaquée et la remplaÎ par une nouvelle décision; si cette nouvelle décision satisfait intégralement les demandes du recourant, la procédure devant l'instanÎ de recours est en règle générale déclarée sans objet ou l'affaire est rayée du rôle. La jurisprudenÎ renonÎ dans de tels cas régulièrement à poursuivre l'instruction et statue, le cas échéant, sur la répartition des frais et dépens en fonction de l'issue.
“TRIBUNAL CANTONAL AI 266/20 - 355/2020 ZD20.034474 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 20 octobre 2020 __________________ Composition : M. Neu, juge unique Greffière : Mme Tedeschi ***** Cause pendante entre : C.________, à [...], recourant, agissant par B.________, et Office de l'assurance-invaliditÉ pour le canton de Vaud, à Vevey, intimé. _______________ Art. 53 al. 3 LPGA ; 94 al. 1 let. c et d LPA-VD. C o n s i d é r a n t e n f a i t e t e n d r o i t : que C.________ (ci-après : le recourant), né en 2002, est au bénéfice d’une rente pour enfant de l’Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud (ci-après : l’OAI ou l’intimé), que, par décision du 6 août 2020, l’OAI a requis la restitution d’un montant de 2'706 fr. à B.________, mère du recourant, correspondant à des prestations mensuelles de 902 fr., versées pour les mois de mai à juillet 2020, au motif de l’interruption de la formation professionnelle du recourant, que, par acte du 3 septembre 2020, reçu le 7 septembre 2020, le recourant, agissant par sa mère, a recouru à l’encontre de cette décision auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant implicitement à son annulation, que, par réponse du 14 octobre 2020, l’intimé a indiqué qu’après examen de la situation, il avait procédé à l’annulation de la décision de restitution litigieuse du 6 août 2020 et avait rendu en place une nouvelle décision 8 octobre 2020 qui remplaçait la précédente et prévoyait le versement ininterrompu de la rente pour enfant à compter du 1er mai 2020, donnant ainsi entièrement raison à la partie recourante, que l’intéressé proposait dès lors de considérer que le recours était devenu sans objet ; attendu qu’aux termes de l’art.”
“________ contre cette décision sur opposition auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal le 27 mai 2020, régularisé le 10 juin 2020, concluant implicitement à l’annulation de cette décision, en faisant notamment valoir qu’il n’avait pu réagir au recommandé du 28 [recte : 24] janvier 2020 en raison de sa mise en détention provisoire du 28 janvier au 15 mars 2020, vu la nouvelle décision sur opposition rendue par la Caisse le 14 juillet 2020, annulant et remplaçant celle du 29 avril 2020, qui déclare l’opposition de M.________ recevable, la rejette et confirme la décision en réparation du dommage du 13 janvier 2020, statuant sans frais ni dépens et retirant l’effet suspensif à un éventuel recours, vu les déterminations du recourant du 1er septembre 2020, vu le courrier de la Caisse du 30 octobre 2020, dans lequel elle a relevé que dans la mesure où elle avait rendu une nouvelle décision à la suite du recours, le dépôt de déterminations apparaissait sans objet, de sorte qu’elle y renonçait, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu’à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, que cette faculté est également prévue à l'art. 83 LPA-VD (applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) selon lequel, en lieu et place de ses déterminations, l'autorité intimée peut rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l'avantage du recourant (al. 1), l'autorité poursuivant alors l'instruction du recours, dans la mesure où celui-ci n'est pas devenu sans objet (al. 2), qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en reconsidérant et annulant sa décision sur opposition du 29 avril 2020 et en rendant une nouvelle décision sur opposition le 14 juillet 2020, que dans ses écritures, le recourant conclut implicitement à l’annulation de la décision sur opposition du 29 avril 2020, à la prise en compte de son opposition et à ce qu’il ne soit pas tenu responsable du paiement de la dette de 11'248 fr.”
“________ devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant implicitement à la réforme de la décision sur opposition du 10 septembre 2020, en ce sens que l’allocation perte de gain lui soit octroyée, et invoquant pour justifier sa baisse de revenus ses graves problèmes de santé, vu la décision de reconsidération rendue le 12 novembre 2020 par la Caisse, annulant et remplaçant implicitement la décision sur opposition du 10 septembre 2020, par laquelle elle a mis M.________ au bénéfice d’une allocation perte de gain fondée sur l’atténuation de cas de rigueur, pour la période du 17 mars au 16 septembre 2020, d’un montant journalier de 56 fr. 80, soit au total 10'451 fr. 20, sous déduction des cotisations AVS/AI/APG, vu le courrier du recourant du 24 novembre 2020, informant la Cour de céans qu’il acceptait la proposition de l’intimée, vu les pièces du dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu'en l'espèce, l'intimée a fait usage de cette faculté en rendant le 12 novembre 2020 une décision de reconsidération, par laquelle elle a annulé et remplacé la décision sur opposition du 10 septembre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions du recourant, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet par suite de la reconsidération opérée par l’intimée, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la présente décision est rendue sans frais (art. 61 let. a LPGA), qu’il n’y a pas lieu d’allouer de dépens, le recourant ayant agi sans le concours d’un mandataire (art.”
“________, vu le recours interjeté le 9 novembre 2020 contre la décision sur opposition du 12 octobre 2020 devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant principalement au versement de l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail et subsidiairement au renvoi de la cause au Service de l’emploi pour nouvelle décision au sens des considérants, vu la décision de reconsidération rendue le 16 février 2021 par le Service de l’emploi, annulant et remplaçant la décision sur opposition du 12 octobre 2020, par laquelle ledit service a admis l’opposition et réformé la décision du 28 mai 2020 en ce sens qu’il a reconnu le droit à l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail pour la période du 19 mars au 31 août 2020, pour autant que les autres conditions du droit fussent remplies, vu le courrier du Choeur L.________ daté du 1er mars 2021 informant la Cour de céans que le recours était devenu sans objet, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant le 16 février 2021 une décision de reconsidération, par laquelle il a annulé et remplacé la décision du 12 octobre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions du recourant, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimé et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la présente décision est rendue sans frais (art. 61 let. a LPGA), que, bien qu’obtenant gain de cause, le recourant n’a pas droit à l’octroi de dépens ou d’une indemnité de partie dès lors qu’il n’est pas représenté en justice et que les efforts déployés dans le cadre de la présente procédure ne dépassent pas la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires personnelles (ATF 127 V 205 consid.”
“________ du 1er mars 2021 informant la Cour de céans qu’il acceptait la décision rectificative du Service de l’emploi, sous réserve : - du versement par la caisse de chômage des indemnités en cas de réduction de l’horaire de travail pour les mois de mars à août 2020 conformément aux demandes et décomptes déjà en sa possession ; - de l’acceptation par le Service de l’emploi du préavis de réduction de l’horaire de travail déposé le 29 octobre 2020 pour la période du 24 octobre au 31 décembre 2020 ; - du versement par la caisse de chômage des indemnités en cas de réduction de l’horaire de travail pour les mois d’octobre à décembre 2020 conformément aux demandes et décomptes déjà en sa possession ; - de l’acceptation par le Service de l’emploi du préavis de réduction de l’horaire de travail déposé le 20 décembre 2020 pour la période du 1er janvier au 31 mars 2021 ; - du versement par la caisse de chômage des indemnités en cas de réduction de l’horaire de travail pour les mois de janvier et février 2021 conformément aux demandes et décomptes déjà en sa possession ; - de l’acceptation par le Service de l’emploi des éventuels futurs préavis de réduction de l’horaire de travail valables dès le 1er avril 2021 si l’entreprise devait encore être interdite d’exercer ; - du versement par la caisse de chômage des indemnités en cas de réduction de l’horaire de travail pour les mois de mars 2021 et suivants si l’entreprise devait encore être interdite d’exercer, vu le courrier du Service de l’emploi du 21 avril 2021, par lequel il a rappelé que, par le biais de la décision rectificative du 16 février 2021, il était entré en matière sur l’ensemble des revendications du Choeur F.________ et que, partant, la cause était devenue sans objet, tout en précisant que les requêtes relatives aux préavis des 29 octobre et 20 décembre 2020 ne faisaient pas l’objet du litige, vu le courrier du Choeur F.________ du 10 mai 2021, par lequel il a exposé que les réserves mentionnées dans son courrier du 1er mars 2021 n’avaient pas toutes été levées par le Service de l’emploi, s’agissant notamment du préavis déposé le 29 octobre 2020 relatif à la période du 24 octobre au 31 décembre 2020 et du préavis déposé le 5 avril 2021 relatif à la période du 29 avril au 28 octobre 2021, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant le 16 février 2021 une décision de reconsidération, par laquelle il a annulé et remplacé la décision du 13 octobre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions du recourant, dans la mesure où, sous réserve des autres conditions du droit, elle reconnaît le droit à l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail pour la période du 17 mars au 31 août 2020, qu’en procédure juridictionnelle administrative, l’objet du litige est circonscrit par la décision attaquée et les conclusions du recours formé par la partie recourante à l’encontre de celle-ci, que le juge n’entre donc pas en matière, en règle générale, sur des conclusions qui vont au-delà de l’objet du litige (cf. ATF 134 V 418 consid. 5.2.1 ; 131 V 164 consid. 2.1 ; 125 V 413 consid.”
“, fondée sur un taux d’invalidité de 12 %, ainsi qu’une indemnité pour atteinte à l’intégrité complémentaire de 20 %, vu le recours interjeté le 22 janvier 2021 devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant en substance à l’annulation de la décision sur opposition rendue le 17 décembre 2020, vu la réponse du 7 juin 2021 de la CNA selon laquelle la décision sur opposition du 17 décembre 2020 était annulée, l’état de santé du recourant ne pouvant pas être considéré comme stabilisé, vu l’ordonnance du 8 juin 2021 de la juge instructrice impartissant au recourant un délai au 18 juin 2021, puis prolongé au 5 juillet 2021, pour se déposer ses déterminations sur l’écriture de l’intimée, vu le courrier du conseil du recourant du 24 juin 2021, selon laquelle la procédure pouvait être close compte tenu de l’annulation de la décision sur opposition et requérant qu’il soit statué sur les frais et les dépens, ceux-ci devant mis à charge de l’intimée, vu les pièces du dossier ; attendu que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurance sociales ; RS 830.1]) a été déposé en temps utile compte tenu des féries (art. 38 al. 4 let. c LPGA), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a, après avoir eu connaissance du recours déposé le 22 janvier 2021, usé de la faculté susmentionnée en annulant purement et simplement sa décision sur opposition rendue le 17 décembre 2020, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimé et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la loi spéciale ne le prévoyant pas (art. 61 let. fbis LPGA), que le recourant, qui obtient gain de cause avec le concours d’un mandataire professionnel, a droit au remboursement de ses frais et dépens dans la mesure fixée par le tribunal, leur montant étant déterminé sans égard à la valeur litigieuse d’après l’importance et la complexité du litige (art.”
“________, par l’intermédiaire de sa représentante, conclut à ce qu’il soit constaté que le montant de la succession au 1er janvier 2022 se montait à 40'692 fr. 60, référence faite à la « décision de taxation et calcul de l’impôt » du 29 mars 2022, vu la réponse du 25 mai 2022, par laquelle la Caisse a admis l’opposition de la recourante et annulé la décision de restitution du 17 mars 2022, vu les pièces au dossier ; attendu que selon l’art. 56 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LPC (loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI ; RS 831.30), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, déposé en temps utile, est recevable en la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA) ; attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en annonçant, par réponse du 25 mai 2022, annuler la décision du 17 mars 2022, objet de la présente procédure, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération et de constater que la présente cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; que le présent arrêt est rendu sans frais (art. 61 let. fbis LPGA) ni dépens (art. 61 let. g LPGA et 55 LPA-VD). Par ces motifs, la juge unique prononce : I. La cause, devenue sans objet, est rayée du rôle. II. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens.”
“________, concluant implicitement à l’annulation de la décision sur opposition susdite et faisant plus particulièrement valoir qu’elle n’avait jamais reçu de proposition d’emploi dans le cas litigieux, vu la réponse de l’intimée du 6 avril 2023, indiquant qu’une décision sur opposition rectificative avait été rendue le même jour et que celle-ci annulait la décision sur opposition querellée, vu la décision sur opposition rectificative du 6 avril 2023 annexée à la réponse de l’intimée, exposant que la réception par l’assurée de l’assignation envoyée le 18 août 2022 par SMS ne pouvait pas être établie, qu’il y avait dès lors lieu de se fonder sur les déclarations de l’intéressée selon lesquelles elle n’avait pas reçu ladite assignation, qu’aucune faute ne pouvait en conséquence lui être imputée et que, partant, son opposition devait être admise et la décision contestée annulée, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu’à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant le 6 avril 2023 une décision de reconsidération par laquelle elle a annulé et remplacé la décision sur opposition litigieuse du 2 février 2023, que cette nouvelle décision reconnaît l’absence de comportement fautif justifiant le prononcé d’une sanction dans le cas particulier, qu’elle fait ainsi entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a par conséquent lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimée et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art.”
“TRIBUNAL CANTONAL AA 74/23 - 111/2023 ZA23.036626 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 24 octobre 2023 __________________ Composition : Mme Gauron-Carlin, juge unique Greffière : Mme Tagliani ***** Cause pendante entre : J.________, à [...], recourant, représenté par Swiss Claims Network SA, à Fribourg, et Z.________ SA, à [...], intimée. _______________ Art. 53 al. 3 LPGA et 94 al. 1 let. c LPA-VD E n f a i t e t e n d r o i t : Vu le recours interjeté le 28 août 2023 par J.________ (ci-après : le recourant), représenté par Swiss Claims Network SA, par-devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, à l’encontre de la décision sur opposition rendue le 29 juin 2023 par Z.________ SA (ci-après : l’intimée), qui confirmait la décision du 20 mars 2023, laquelle refusait la prise en charge d’un événement au titre de l’assurance-accidents obligatoire, vu la réponse du 5 octobre 2023, par laquelle l’intimée a exposé qu’elle avait décidé de reconsidérer sa position, de sorte que le recours était devenu sans objet et qu’elle proposait de le rayer du rôle, sans frais ni dépens, vu la décision de reconsidération du 5 octobre 2023, jointe à la réponse, par laquelle l’intimée a annulé sa décision du 20 mars 2023, ainsi que sa décision sur opposition du 29 juin 2023, et a ordonné la reprise de l’instruction du cas, vu le courrier du 10 octobre 2023 du recourant, prenant acte de la décision de reconsidération et se ralliant à la conclusion de radiation du rôle formulée par l’intimée, tout en requérant que les frais et dépens soient mis à la charge de cette dernière, vu les pièces au dossier ; attendu que la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.”
“», vu les pièces au dossier ; attendu que la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-invalidité (art. 1 al. 1 LAI [loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20]), que les décisions des offices AI cantonaux peuvent directement faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du siège de l’office concerné (art. 56 al. 1 LPGA et art. 69 al. 1 let. a LAI) dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA), que, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le présent recours est recevable, attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s'étend jusqu'à l'échéance du délai dans lequel l'assureur social a été appeler à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l'absence de délai déterminé, jusqu'à la fin de l'échange d'écritures (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA) ; attendu qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant, le 15 août 2024, une décision de reconsidération, par laquelle il a annulé et remplacé la décision du 19 décembre 2023 et a procédé au versement des prestations pour la période du 1er octobre 2022 au 30 septembre 2023, qu’il a ainsi fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante en la présente cause, en ce sens qu’il lui a alloué un montant de 6'057 fr.”
“Vu la réponse du SAM du 30 janvier 2025, concluant à ce que le recours soit déclaré sans objet et joignant une décision de dispense en faveur de l’assuré du 30 janvier 2025, en relevant que la décision litigieuse ne concernait que l’assuré, les filles de celui-ci, majeures, ayant reçu des décisions séparées. Vu la réplique de l’assuré du 20 février 2025, selon laquelle il n’avait plus aucune contestation à l’encontre de la nouvelle décision du SAM et concluant au remboursement de ses frais d’avocat selon des factures jointes (dont CHF 2'162.- pour la procédure de recours). Attendu en droit que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 4 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-maladie, du 18 mars 1994 (LAMal - RS 832.10). Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. Que selon l’art. 53 al. 3 LPGA jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. Que tel est le cas en l’espèce, l’intimé ayant reconsidéré la décision litigieuse le 30 janvier 2025. Qu’au vu de la teneur de la nouvelle décision de l’intimé du 30 janvier 2025, le recours est sans objet. Que, selon l’art. 61 let. g LPGA, le recourant qui obtient gain de cause a droit au remboursement de ses frais et dépens dans la mesure fixée par le tribunal ; que leur montant est déterminé sans égard à la valeur litigieuse d’après l’importance et la complexité du litige Qu’il se justifie en conséquence d’allouer au recourant une indemnité de CHF 2'000.-. Que pour le surplus, la procédure est gratuite. PAR CES MOTIFS, La présidente : 1. Dit que le recours est sans objet. 2. Alloue au recourant une indemnité de CHF 2'000.-, à charge de l’intimé. 3. Raye la cause du rôle. 4. Dit que la procédure est gratuite.”
“Que dès le dépôt du recours, l’administration perd ainsi la maîtrise sur l’objet du litige, qui passe au tribunal (ATF 136 V 2 consid. 2.5 ; 130 V 138 consid. 4.2), ce dont il découle notamment en principe qu’elle n’a plus, dès ce moment, la faculté de procéder à des mesures d’instruction nouvelles ou complémentaires (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa ; arrêt du Tribunal fédéral 5A_923/2018 du 6 mai 2019 consid. 3.2), sauf néanmoins des mesures d’instructions simples et ponctuelles (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 103 ad art. 53 LPGA ; Jean MÉTRAL, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 56 ad art. 56 LPGA). Que si le tribunal entre en matière et statue sur le fond, son jugement remplace la décision administrative et, en cas de recours, constitue l’objet de la contestation devant le Tribunal fédéral (ATF 111 V 58 consid. 1 ; Jean MÉTRAL, op. cit., n. 53 ad art. 56 LPGA) ; Que néanmoins, la portée de l’effet dévolutif est atténuée par l’art. 53 al. 3 LPGA – en vertu duquel, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé – (ATF 136 V 2 consid. 2.5), possibilité dont l’idée à l’origine est la simplification de la procédure (économie de procédure) et qui déroge aux conditions strictes d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 103 et 104 ad art. 53 LPGA) ; Que dans un arrêt de principe du 29 avril 2021 (ATAS/393/2021), la chambre de céans a modifié sa pratique et a considéré que l’autorité intimée pouvait rendre un préavis après sa première réponse – ou premier préavis –, mais dans le cadre d’un échange d’écritures prévu par le droit de procédure ou ordonné par la chambre des assurances sociales ; Qu’en l'espèce, l’intimée a procédé à l’annulation de la décision contestée dans le cadre d’un délai qui lui avait été octroyé par la chambre de céans pour se déterminer ; Qu’en ce qui concerne les conclusions constatatoires de la recourante, elles sont en principe irrecevables (cf.”
Citation : LPGA art. 53 n. 456 Exigences probatoires et pièces du dossier : pour qu'un retour au sens de l'art. 53 al. 2 soit possible, la décision doit être inexacte «en dehors de tout doute raisonnable». Les pièces disponibles au moment où la décision initiale a été rendue doivent permettre de constater cette inexactituÞ ; de simples affirmations contradictoires ou formulées dans le cadre d'un recours ne suffisent pas.
“Selon cette jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération (caractère sans nul doute erroné du prononcé passé en force de chose décidée, importance notable de la rectification) ou d'une révision procédurale (découverte de faits ou moyens de preuve nouveaux conduisant à une appréciation juridique différente) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 cons. 3.2, 138 V 426 cons. 5.2.1, ATF 130 V 318 cons. 5.2, 130 V 380 cons. 2.3.1). La reconsidération et la révision sont maintenant réglées à l'article 53 al. 1 et 2 LPGA qui codifie la jurisprudence antérieure. Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 146 V 364 cons. 4.2). Une décision est sans nul doute erronée lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait qu'elle était erronée, la seule conclusion possible étant que tel est le cas (ATF 125 V 383; arrêt du TF du 07.11.2006 [C 269/05] cons. 3; Kieser, ATSG-Kommentar, 3e éd., 2015, n° 52 ad art. 53). Pour conclure qu'une décision (formelle ou matérielle) est manifestement erronée, il faut que les éléments que l’assureur avait au dossier au moment où il a octroyé les prestations litigieuses lui permettent d'aboutir à la conclusion que l'assuré n'y avait pas droit (ATF 126 V 399; arrêt du TF du 07.11.2006 [C 269/05] cons. 5). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par des autorités judiciaires, l’assureur est tenu de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsqu’il découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art.”
“L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). La reconsidération sert de correctif postérieur à l'application du droit ou à la constatation de faits initialement erronée de l'administration (ATF 117 V 8 c. 2c; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1; TF 9C_396/2012 du 30 octobre 2012 c. 2.1). Selon la jurisprudence, la reconsidération de décisions ou de décisions sur opposition entrées en force n'est envisageable qu'en cas d'erreur manifeste de l'administration (RCC 1988 p. 566 c. 2b). Une erreur est manifeste lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait que la décision était erronée. Seule une conclusion s'impose, celle du caractère erroné de la décision (ATF 141 V 405 c. 5.2; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1).”
“Cette règle s'apparente à l'art. 53 al. 2 de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) codifiant la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée (ATF 127 V 469; CDAP PS.2007.0030 du 9 novembre 2007 consid 1b/aa). L'administration n'est toutefois pas tenue de reconsidérer ses décisions, elle en a simplement la faculté et ni l'assuré, ni le juge ne peuvent l'y contraindre (ATF 130 V 71). Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 p. 389 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c p. 17; 115 V 308 consid. 4a/cc p. 314). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Le contrôle juridictionnel dans la procédure de recours subséquente se limite alors au point de savoir si les conditions d'une reconsidération (inexactitude manifeste de la décision initiale et importance notable de la rectification) sont réunies (arrêt du Tribunal fédéral 8C_866/2009 du 27 avril 2010 consid. 2.3 et les références citées). 3.3 En l'espèce, la recourante se prévaut d'un cas de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA en invoquant, d'une part, de la radiation du RC de l'entreprise individuelle intervenue le 4 janvier 2022, ainsi que de la promesse de vente du fonds de commerce du 7 avril 2021 et du transfert du bail commercial du magasin du 26 avril 2021 pour requérir la modification de la décision du 12 août 2021 à l'encontre de laquelle elle n'avait pas fait recours et qui était donc entrée en force de chose décidée. En l'occurrence, la question de savoir si le fait et les moyens de preuve susmentionnés doivent être considérés comme nouveaux au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA peut rester ouverte au vu de ce qui suit. Au surplus, s'agissant d'une reconsidération de la décision du 12 août 2021 au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, il apparaît que celle-ci n'était pas manifestement erronée pour les motifs indiqués ci-après. 4. 4.1 En vertu de l’art. 8 al. 1 LACI, l’assuré a droit à l’indemnité de chômage s’il est sans emploi ou partiellement sans emploi (let. a), s’il a subi une perte de travail à prendre en considération (let. b), s’il est domicilié en Suisse (let. c), s’il a achevé sa scolarité obligatoire, s’il n’a pas encore atteint l’âge donnant droit à une rente AVS et ne touche pas de rente de vieillesse de l’AVS (let. d), s’il remplit les conditions relatives à la période de cotisation ou en est libéré (let. e), s’il est apte au placement (let. f) et s’il satisfait aux exigences du contrôle (let. g). Ces conditions sont cumulatives (ATF 124 V 215 consid. 2). Elles sont précisées par plusieurs dispositions de la LACI et de l’ordonnance sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité du 31 août 1983 (OACI – RS 837.02), ainsi que – dans les limites d’admissibilité de telles directives administratives (ATF 144 V 202 ; 144 V 195 ; ATAS/1191/2014 du 18 novembre 2014 consid.”
“Fest steht, dass innerhalb des massgebenden Vergleichszeitraums zwischen 21. Juni 2016 (rechtskräftig verfügter Fallabschluss) und 9. Mai 2019 (Einspracheentscheid; vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen) laut angefochtenem Entscheid keine anspruchserhebliche Verschlechterung des Gesundheitsschadens eingetreten ist. Vielmehr stellte die Vorinstanz eine leichte Verbesserung fest. Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was diese Sachverhaltsfeststellung in Frage zu stellen vermöchte. Ebenso wenig ist ersichtlich und wird sachbezogen substanziiert geltend gemacht, dass sich der am 21. Juni 2016 - abgesehen von der Zusprache einer Integritätsentschädigung von 7,5 % - folgenlos verfügte Fallabschluss als zweifellos unrichtig (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) erweisen würde.”
“________, worin auf die gesetzlichen Formerfordnernisse von Beschwerden hinsichtlich eigenhändige Unterschrift, Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist, in die Eingabe des A.________ vom 4. März 2021 (Poststempel), in Erwägung, dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des betreffenden Entscheids massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen (BGE 134 V 53 E. 3.3 und 133 V 286 E. 1.4), während rein appellatorische Kritik nicht genügt (BGE 145 I 26 E. 1.3; 140 III 264 E. 2.3), dass die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, es habe zu keinem Zeitpunkt eine zweifellose Unrichtigkeit der von der Verwaltung in den bisherigen rechtskräftigen Verfügungen vorgenommenen Rentenberechnungen vorgelegen, welche auf dem Weg der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen) zu korrigieren wäre, dass sich der Beschwerdeführer zwar auf gegenteilige Standpunkte stellt, indessen nicht darlegt, die vorinstanzliche Beweiswürdigung und”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 455 Remarque pratique de procédure : Selon l'art. 53 al. 3 (réexamen lite pendente), la décision peut être à nouveau examinée — et, le cas échéant, annulée ou modifiée — même pendant la procédure d'instruction fondée sur les échanges écrits ou jusqu'à la prise de position de l'autorité à l'égard de l'instanÎ de recours. Une demanÞ de retrait ou de réexamen correspondante suffit ; il n'existe toutefois aucun droit exécutoire à l'obtention d'un réexamen.
“April 2024 (AB 238) hielt die Beschwerdegegnerin am zuvor dem Beschwerdeführer dargelegten Vorgehen fest, ihn durch Gutachter der zugelosten MEDAS begutachten zu lassen (vgl. insbesondere Schreiben vom 19. Februar 2024 an den Rechtsvertreter, in welchem diesem die durch die Plattform SuisseMED@P zugewiesene Gutachterstelle, die vorgesehenen Gutachter sowie der Fragekatalog mitgeteilt wurden; AB 224). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, entspricht dem gesetzlichen vorgesehenen Prozedere und liegt in der Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin. Die angefochtene Verfügung ist entgegen der Annahme des Rechtsvertreters offensichtlich nicht nichtig, weshalb sie einzig im Beschwerdeverfahren korrigiert werden kann. Zwar hätte die Beschwerdegegnerin innert der Rechtsmittelfrist auf die Verfügung zurückkommen können (BGE 107 V 191 E. 1 S. 194; vgl. auch Thomas Flückiger, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 53 N. 97) und hätte dies, nachdem Beschwerde erhoben worden war, auch noch bis zur Stellungnahme im vorliegenden Verfahren tun können (Art. 53 Abs. 3 ATSG; Wiedererwägung lite pendente; vgl. auch Flückiger, a.a.O., Art. 53 N. 102), ein Anspruch hierauf besteht aber nicht. Da die Beschwerdegegnerin nicht auf die Verfügung zurückzukommen gedachte, musste sie die Eingabe an das Gericht weiterleiten und das Gericht hatte das Beschwerdeverfahren zu eröffnen. Dies hat die Beschwerdegegnerin entgegen dem Vorbringen des Rechtsvertreters (Beschwerdeergänzung S. 2 Ziff. 1.3) in nicht zu beanstandender Weise mit ihrer Weiterleitung getan. Seine diesbezüglichen Anträge, mit welchen er sinngemäss geltend zu machen scheint, das Gericht habe seine damalige Eingabe ausser Acht zu lassen bzw. an die Beschwerdegegnerin zur Behandlung zurückzuweisen, sind abzuweisen, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann. Zu prüfen sind die Gebotenheit der Begutachtung und die Ablehnung der Gutachterinnen und Gutachter.”
“________ contre cette décision également, vu le courrier de la CNA du 8 février 2024 impartissant à l’assuré un délai de quinze jours dès réception pour motiver ou retirer son opposition, vu la décision sur opposition du 13 mars 2024 par laquelle la CNA n’est pas entrée en matière sur l’opposition formée par l’assuré, considérant cette dernière irrecevable, vu le recours interjeté par l’assuré le 11 avril 2024 contre cette décision sur opposition auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant implicitement à son annulation, vu l’audience d’instruction qui s’est tenue le 16 juillet 2024 entre la CNA, l’assuré et H.________, à l’occasion de laquelle la CNA a accepté d’annuler la décision sur opposition précitée, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu’à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, ce par quoi il faut entendre la ou les déterminations que l’assureur social est invité à présenter dans le cadre de l’échange d’écritures ordonné par l’autorité de recours (Margit Moser-Szeless in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA), que cette faculté est également prévue à l'art. 83 LPA-VD (applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) selon lequel, en lieu et place de ses déterminations, l'autorité intimée peut rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l'avantage du recourant (al. 1), l'autorité poursuivant alors l'instruction du recours, dans la mesure où celui-ci n'est pas devenu sans objet (al. 2), qu’en l’espèce, l’intimée a annulé sa décision sur opposition du 13 mars 2024 à l’occasion de l’audience d’instruction du 16 juillet 2024, qu’elle fait ainsi droit aux conclusions du recourant et rend par conséquent son recours sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
“Objet Assurance-vieillesse et survivants, montant de la rente ordinaire et de la rente pour enfant (décision sur opposition du 13 mars 2024). Vu la décision sur opposition du 13 mars 2024 de la Caisse suisse de compensation (ci-après : CSC ou autorité inférieure) remplaçant la décision du 17 janvier 2024 en raison d'un changement de la base de calcul relatif à la rente de vieillesse de A._______ (ci-après : l'assuré, l'intéressé ou le recourant ; annexe à TAF pce 1), le recours du 8 avril 2024 (timbre postal) de l'intéressé interjeté contre ladite décision sur opposition par-devant l'autorité inférieure (TAF pce 1), le courrier du 24 avril 2024 de l'autorité inférieure transmettant ledit recours pour compétence au Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal ; TAF pce 2), l'ordonnance du 3 mai 2024 du Tribunal invitant l'autorité inférieure à déposer sa réponse jusqu'au 3 juin 2024 (TAF pce 3), la correspondance du 4 juin 2024 (timbre postal) de l'autorité inférieure transmettant au Tribunal une copie de sa nouvelle décision sur opposition du 3 juin 2024, laquelle annule et remplace, en application de l'art. 53 al. 3 LPGA (RS 830.1), la décision sur opposition du 13 mars 2024, et fixe le montant de la rente de vieillesse du recourant à 1'002 francs, complétée par la rente pour enfant liée de 401 francs (TAF pce 4), la correspondance spontanée du recourant du 11 juin 2024 (timbre postal ; TAF pce 5), l'ordonnance du 24 juin 2024 du Tribunal invitant notamment le recourant à lui communiquer par écrit, s'il est satisfait de la nouvelle décision de la CSC du 3 juin 2024 ou s'il estime ne pas avoir obtenu gain de cause par cette décision (TAF pce 6), la correspondance du 3 juillet 2024 (timbre postal) du recourant (TAF pce 8), l'ordonnance du 17 juillet 2024 du Tribunal signalant aux parties que l'échange d'écritures est en principe clos, d'autres mesures d'instruction demeurant toutefois réservées (TAF pce 9), et considérant que, sous réserve des exceptions - non réalisées en l'espèce - prévues à l'art. 32 LTAF (RS 173.32), le Tribunal administratif fédéral connaît des recours contre les décisions sur opposition prises par la CSC (cf.”
La protection de la confianÎ n'entraîne pas automatiquement la renonciation au recouvrement. Lorsque des prestations ont été versées «indubitablement à tort» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA et revêtent une importanÎ considérable, elles doivent en principe être remboursées ; une protection de la confianÎ tirée de la bonne foi a été invoquée comme moyen de défense, mais elle n'écarte pas automatiquement l'obligation de rembourser.
“x 80 %) ausging. Die Parteien sind sich somit grundsätzlich einig, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer Taggeldleistungen in der Höhe von Fr. 23'816.40 zweifellos zu Unrecht im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG ausgerichtet hat, weshalb sie grundsätzlich zurückzuerstatten sind (vgl. Urk. 1 S. 4 f.), zumal es sich um einen Betrag von erheblicher Bedeutung handelt. Der Beschwerdeführer macht indessen geltend, auf eine Rückforderung sei gestützt auf den aus dem Grundsatz von Treu und Glauben abgeleiteten Vertrauensschutz zu verzichten.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 453 En cas de créances de restitution de l'assuranÎ-chômage, une réouverture n'est envisageable que si l'octroi de la prestation, initialement devenu définitif ou accordé de façon informelle, est manifestement erroné et que sa correction revêt une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG) und werden durch die Kasse vom Arbeitgeber zurückgefordert (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.).”
Les prestations indûment perçues, qui reposent sur une décision formellement devenue définitive, ne peuvent être recouvrées que si sont réunies soit les conditions du réexamen prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA (inexactituÞ incontestable et importanÎ significative de la rectification), soit les conditions de la révision procédurale prévues à l'art. 53 al. 1 LPGA.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA permet à l'organe d'assuranÎ de revenir sur des décisions ou des décisions d'opposition formellement définitives lorsque celles-ci sont indubitablement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Sont notamment considérées comme des erreurs indubitables une attribution fondée sur des règles de droit erronées ou sur l'application incorrecte de dispositions pertinentes, des constatations de fait manifestement inexactes ou une violation flagrante du principe d'investigation. Lorsque les conditions sont réunies, la base juridique de la décision antérieure disparaît ; les prestations initialement accordées sont alors rétroactivement considérées comme indûment versées et peuvent être récupérées.
“Es ist im jeweils konkreten Fall zu eruieren, welche Methode zu einem realistischeren Ergebnis führt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2019, 9C_751/2018, E. 7.2; Urteil des EVG vom 8. November 2005, P 33/05, E. 4). Die Beschwerdegegnerin berechnet den Liegenschaftsertrag gemäss den vorliegenden Akten anhand des durchschnittlichen Liegenschaftsertrages während der Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Baute unter Abzug der zulässigen Pauschale und des Hypothekarzinses. Im Lichte der vorab zitierten Rechtsprechung (vgl. Ziff. 6.1. hiervor) ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht gerügt. 6. 6.1. Nach Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 6.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellungen des Sachverhalts. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG ist sie jederzeit möglich (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für ursprünglich zugesprochene Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Unrechtmässige bezogene Leistungen sind in demjenigen Umfang zurückzuerstatten, in dem sie ausgerichtet wurden (Urteil des Bundesgerichts 9C_564/2009, E.6.5 vom 22. Januar 2010). 6.3. Die Beschwerdegegnerin fordert mit Verfügungen vom 19.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“1 Vorliegend streitig und zu prüfen ist, ob die Arbeitslosenkasse zu Recht den Betrag von Fr. 426.15 an zu viel bezahlter Arbeitslosenentschädigung vom Beschwerdeführer zurückgefordert hat. 2.2 Die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erfolgt grundsätzlich durch eine Verfügung (vgl. Art. 49 Abs. 1 ATSG). Steht diese mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage einer Korrektur der Verfügung. In Betracht kommt eine rückwirkende oder eine sich nur auf die Zukunft auswirkende Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung (wieder-) herzustellen (BGE 122 V 227). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. 2.3 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.4 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 450 En cas de prestations manifestement calculées à tort, l'organisme d'assuranÎ peut, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur sa décision même après l'acquisition de la forÎ formelle de la chose jugée, lorsque la rectification revêt une importanÎ considérable en raison du montant à recouvrer.
“Nach dem Ausgeführten erweisen sich die Taggeldabrechnungen, welche als formlose Verfügungen unangefochten in Rechtskraft erwachsen waren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_554/2015 vom 19. Oktober 2015 E. 3.4), als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne, da der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung mangels Mindestbeitragszeit nicht erfüllt. Sodann ist deren Berichtigung angesichts der Höhe des Rückforderungsbetrags von erheblicher Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin durfte daher unter dem Titel der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf die Abrechnungen zurückkommen (E. 1.4) und die erbrachten Leistungen soweit rechtens zurückfordern. In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 15. Februar 2022 (Urk. 11/101 ff.) die zu viel ausbezahlten Leistungen zurückforderte, war die in Art. 25 Abs. 2 ATSG statuierte (relative) dreijährige Verwirkungsfrist ohne weiteres gewahrt.”
Le recouvrement de prestations pécuniaires formellement définitives suppose la réunion des conditions d'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA : la décision doit être indubitablement erronée et la rectification doit revêtir une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publ. E. 4.2).”
L'organisme d'assuranÎ peut réexaminer la décision attaquée ou la décision d'opposition selon l'art. 53 al. 3 LPGA pendant la procédure de recours pendante et, à ce staÞ, la modifier — par exemple au moyen de nouveaux calculs de prestations, de recouvrements ou d'intérêts. La pratique confirme que de telles corrections sont possibles jusqu'à l'envoi de la prise de position/prérapport communiqué à l'autorité de recours.
“La CCNAC explique finalement en quoi l’erreur initiale (absence de prise en compte de l’incapacité de travail et des règles de coordination de l’article 28 LACI) constitue un motif de reconsidération justifiant la restitution. On doit considérer ainsi que l’intimée a satisfait à son devoir minimum découlant des articles 29 al. 2 Cst. féd. et 49 al. 3 LPGA. Le grief de violation du droit d’être entendu est mal fondé. 3. a) Le recours devant le tribunal cantonal des assurances est une voie de droit ordinaire possédant un effet dévolutif : un recours présenté dans les formes requises a pour effet de transférer à la juridiction cantonale la compétence de statuer sur la situation juridique objet de la décision attaquée. L'administration perd la maîtrise de l'objet du litige, en particulier celle des points de fait susceptibles de fonder la décision attaquée (ATF 127 V 228 cons. 2b/aa et les références). Le principe de l'effet dévolutif du recours connaît une exception, en tant que l'administration peut reconsidérer sa décision jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). b) En l’occurrence, dans sa décision litigieuse, l’intimée a exigé la restitution d’un montant de 2'341.50 francs, correspondant aux indemnités de chômage versées à tort pour la période de septembre à octobre 2021. Après déduction de 1'159.05 francs correspondant au versement de la recourante, elle demande le remboursement de 1'182.45 francs. En dépit de la saisine de la Cour de céans, le 17 décembre 2021, suite au recours déposé par l’intéressée à l’encontre de la décision sur opposition du 15 novembre 2021, la CCNAC a procédé à de nouveaux décomptes pour les mois de septembre à novembre 2021 et exigé dans une décision du 6 janvier 2022 la restitution d’un montant de 1'245.20 francs. Il en résulte une restitution (supplémentaire) de 263.50 francs pour septembre 2021 (décompte du 06.01.2022) et de 541.10 francs pour octobre 2021 (décompte du 06.01.2022), à laquelle s’ajoute un remboursement de 440.60 francs pour novembre 2021 (décompte du 06.01.2022). Si la CCNAC pouvait librement rectifier le décompte initial de novembre 2021 (sous réserve que les conditions mises à la restitution de l’art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 447 Un montant important à imputer peut justifier le retrait d'une décision définitivement entrée en forÎ conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, pour autant que la décision soit indubitablement erronée et que sa rectification revête une importanÎ considérable.
“Die Nichtberücksichtigung des Verrechnungsanspruches der Beigeladenen führte zur zweifellosen Unrichtigkeit der Verfügung vom 4. Januar 2018 und angesichts des Verrechnungsbetrages von Fr. 15'300.-- war deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin diese in Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG in Wiedererwägung zog. Hier liegt denn auch – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 13 S. 6) – keine Beurteilung vor, die Ermessenszüge aufweist.”
art. 53 al. 2 LPGA permet à l'organisme d'assuranÎ de réexaminer des décisions ou des décisions sur opposition devenues formellement définitives, pour autant qu'elles soient incontestablement erronées et que la rectification soit d'une importanÎ considérable. Ces conditions (erreur incontestable et importanÎ considérable de la rectification) constituent les limites déterminantes du réexamen de décisions passées en forÎ de chose jugée.
“Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann der Versicherungsträger auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Bei der prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG sind formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision zu ziehen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringen zuvor nicht möglich gewesen war.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020, E. 4.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 445 En l'absenÎ de faits nouveaux ou de moyens de preuve importants, la révision procédurale est exclue. Si de tels éléments sont découverts ou retrouvés ultérieurement, la décision devenue formellement définitive peut être contestée par la voie de la révision procédurale et, le cas échéant, modifiée. Après renvoi, les instances cantonales doivent examiner les faits et preuves nouvellement découverts conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA.
“53 Abs. 1 oder 2 ATSG möglich. Auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 2. September 2017 um Wiedererwägung des informellen Bescheids vom 28. November 2012 trat die Suva mit Verfügung vom 5. Oktober 2017, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 25. Juni 2018, nicht ein. Da das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen des Versicherungsträgers steht, ist das Nichteintreten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung - wie die Vorinstanz zutreffend ausführte - weder mit Einsprache noch mit Beschwerde anfechtbar (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54 ff.; vgl. auch MIRIAM LENDFERS, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 31 zu Art. 56 ATSG mit Hinweisen). Die Vorbringen der Versicherten gegen diese Praxis stellen keinen triftigen Grund für eine Rechtsprechungsänderung dar (zu den Voraussetzungen vgl. BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303 mit weiteren Hinweisen). Was sodann die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG anbelangt, zeigte das kantonale Gericht überzeugend auf, dass weder erhebliche neue Tatsachen noch neue Beweismittel vorgebracht worden waren. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge der ungenügenden Sachverhaltsabklärung ist nicht sachbezüglich, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Das Bemühen der Suva, lediglich diejenigen Versicherungsleistungen zu erbringen, auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht, stellt schliesslich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder einen Verstoss gegen das öffentliche Interesse noch gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV) dar.”
“Ein Beizug der Statuten wie vom Beschwerdeführer beantragt ist unter diesen Umständen nicht notwendig. Da der Beschwerdeführer bei seiner vormaligen Arbeitgeberin eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte, hat er keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG analog). Die Beschwerde ist demnach insofern abzuweisen, als der Beschwerdeführer die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung beantragt. Zu prüfen bleibt, ob die Rückforderung der Beschwerdegegnerin zu Recht erfolgt ist. Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben. Taggeldabrechnungen der Arbeitslosenversicherung, die nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiell Verfügungscharakter auf (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Juli 2003, C 7/02, E. 3.1; BGE 125 V 475 E. 1 mit Hinweis). Sind formell oder formlos zugesprochene Leistungen noch nicht rechtskräftig geworden, kann die Verwaltung innert der Rechtsmittelfrist (30 Tage) darauf zurückkommen, ohne dass – wie dies im Falle des Zurückkommens auf rechtskräftige Verfügungen der Fall ist – die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder Revision erfüllt sein müssen.”
“1 und 1C_187/2017 vom 20. März 2018, indessen ohne weitere Begründung). So oder anders: Das kantonale Gericht hat übersehen, dass eine allfällige Zulässigkeit einer sogenannten "Sprungbeschwerde" an das Bundesgericht eine beschwerdeführende Partei nicht verpflichtet, einen Zwischenentscheid direkt mit Beschwerde beim Bundesgericht anzufechten, nachdem der in Nachachtung des kantonal letztinstanzlichen Rückweisungsentscheides ergangene erstinstanzliche Endentscheid vorliegt. Vielmehr obliegt diese Entscheidung einzig und allein der beschwerdeführenden Partei (BGE 145 III 42 E. 2.2.2 S. 47). Dafür gibt es gute Gründe, ist doch oft nicht eindeutig, über welche Punkte mit einem Rückweisungsentscheid abschliessend entschieden wurde (a.a.O., E. 2.2.2 S. 46) und muss sich ein kantonales Gericht, selbst wenn es über einen Aspekt abschliessend entschieden hat, mit neuen Tatsachen und Beweismitteln befassen und, soweit diese zulässig sind, den Sachverhalt in Berücksichtigung dieser neu feststellen (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG; Urteil 9C_554/2018 vom 10. Januar 2018 E. 1.4). Nach dem eingangs Gesagten bleibt hier die Vorinstanz zuständig, über die Beschwerde des BSV vom 29. August 2018 zu entscheiden, weshalb das Bundesgericht auf diese nicht eintritt (Art. 30 Abs. 1 BGG) und die Sache unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids an das kantonale Gericht zurück überweist.”
“Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin keine Revisionsgründe im Sinne neuer Tatsachen oder Beweismittel gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG beigebracht. Die prozessuale Revision des Einspracheentscheides vom 11. August 2017, mit dem der Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin aus der Unfallversicherung bereits rechtskräftig abgeurteilt wurde, ist damit ausgeschlossen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Das Gericht erkennt:”
“Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird in Anwendung von Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (sogenannte Rentenrevision). Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG in (prozessuale) Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Zudem kann der Versicherungsträger nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten erfolgt jedoch nur für die Zukunft, es sei denn, der unrichtigen Ausrichtung liege eine Verletzung der gemäss Art. 77 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) zumutbaren Meldepflicht oder eine unrechtmässige Erwirkung zugrunde; diesfalls erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung (Art. 88bis Abs. 2 IVV).”
Il n'existe pas de délai propre pour le retrait ou le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Ce sont les délais applicables au recouvrement qui sont déterminants, en particulier l'art. 25 al. 2 LPGA.
“La détermination du dies a quo est interprétée de manière restrictive; le délai de trois ans commence à courir dès le moment où l'assureur aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restitution en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger de lui (cf. arrêt du TF 8C_677/2017 du 23 février 2018 consid. 7.1). Aussi, lorsque la restitution est imputable à une faute de l'administration, on ne saurait considérer comme point de départ du délai de l'art. 25 al. 2 LPGA le moment où l'erreur a été commise par l'administration, mais le moment auquel celle-ci aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l'occasion d'un contrôle comptable), se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l'attention requise (cf. ATF 148 V 217 consid. 5; 146 V 217 consid. 2.2; arrêt du TF 8C_652/2012 du 6 décembre 2012 consid. 6). 4.3 En l'occurrence, il a été démontré que, par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a reconsidéré sa décision d'octroi d'indemnités en application de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. supra consid. 3). Or, la reconsidération n'est soumise à aucun délai; seuls s'appliquent les délais applicables à la restitution des prestations (cf. supra 4.2.2 s.). Sur ce point, il faut d'abord relever que la jurisprudence non publiée citée par la recourante - qui indique, en évoquant l'art. 67 PA, qu'une date limite à la reconsidération était souhaitable dans l'intérêt de la sécurité du droit (cf. arrêt du TF I 276/04 du 28 juillet 2005 consid. 2.1) - n'est plus d'actualité depuis l'arrêt publié aux ATF 140 V 514 consid. 3 qui tranche sans équivoque possible le point. De plus, même s'il n'est question dans cet arrêt que du seul délai absolu de dix ans de l'art. 67 PA, on ne saisit pas en quoi il pourrait en aller différemment pour le délai relatif de 90 jours. En effet, dans un cas comme dans l'autre, les délais de l'art. 25 al. 2 LPGA suffisent à satisfaire aux exigences du principe de la sécurité du droit (cf. ATF 140 V 514 consid. 3.5). En outre, le renvoi de l'art. 55 LPGA ne peut opérer, puisque la PA ne traite pas de la reconsidération - à l'exclusion de l'art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 443 Lors de l'examen de la question de savoir si une décision formellement définitive peut faire l'objet d'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient de se fonder sur la situation de fait et de droit existant au moment de l'édiction de la décision initiale. Sont également déterminantes, à cet égard, la pratique administrative et la jurisprudenÎ en vigueur à cette époque.
“Dieser hat die Aufgabe seiner Erwerbstätigkeit im Oktober 2014 zwar keiner Ausgleichskasse umgehend gemeldet. Eine Meldepflichtverletzung hat er dadurch jedoch nicht begangen, da er wohl davon ausgegangen ist, dass seine Ehefrau mindestens den doppelten Mindestbeitrag bezahlt, sodass seine Beiträge als bezahlt gelten (vgl. Urteil vom 11. Februar 2021, Verfahren Nr. 710 20 213/41, E. 3). Es kommt hinzu, dass seine Einkommenssituation auch den jährlichen Steuermeldungen zu entnehmen war. In Bezug auf die Beschwerdeführerin selber, namentlich in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit, liegen keine neuen Tatsachen vor. Die Höhe des von der Beschwerdeführerin erzielten Einkommens war der Beschwerdegegnerin bekannt und die Organisation der Einzelunternehmung C.____ blieb unverändert. Unter diesen Umständen fällt eine Änderung der Verfügungen gestützt auf die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ausser Betracht. Zu prüfen ist indessen nachfolgend, ob die ursprünglichen Verfügungen in Wiedererwägung gezogen werden können (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Gemäss dem gestützt auf Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG auch im Beitragsbereich der AHV anwendbaren Art. 53 Abs. 2 ATSG können die Ausgleichskassen formell rechtskräftige Verfügungen in Wiedererwägung ziehen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Frage der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, die im Zeitpunkt des damaligen Verfügungserlasses bestand (BGE 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine gesetzeswidrige Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde, wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden oder eine klare höchstrichterliche Praxis nicht beachtet wurde.”
“53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont « nouveaux » au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c’est que le moyen de preuve ne serve pas à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références citées ; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). bb) Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références citées). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Verwaltung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1). Bei der Prüfung der Voraussetzungen einer Wiedererwägung ist die Rechtslage im Zeitpunkt des Verfügungserlasses massgeblich unter Berücksichtigung der damals bestandenen Rechtspraxis (BGE 138 V 147 E. 2.1 mit Hinweisen).”
“Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose décidée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 127 V 466 consid. 2c et les réf. cit. ; voir aussi Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 4e édition 2020, art. 53 n° 51). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation initiale erronée des faits (ATF 146 V 364 consid. 4.2). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée (arrêt du TF 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid.”
“Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation initiale erronée des faits (ATF 146 V 364 consid. 4.2). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée (arrêt du Tribunal fédéral 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1). Une décision est manifestement erronée lorsqu'il n'existe aucun doute, même futur, sur son inexactitude.”
“Le principe et les conditions de la reconsidération d'une décision entrée en force sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Dès lors, la reconsidération est soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée (art. 53 al. 2 LPGA), il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 141 V 405 consid.”
En cas de retrait conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'obligation de restitution des prestations indûment perçues en vertu de l'art. 25 al. 1 LPGA demeure applicable.
“La procédure étant gratuite et n'étant pas représentée par un mandataire professionnel, dite demande est sans objet, ce dont la recourante a été informée le 28 août 2020. Dans ses observations du 14 septembre 2020, la Caisse propose le rejet du recours, considérant qu'aucun élément nouveau n'a été apporté. Autant qu’utiles à la solution du litige, il sera fait état des arguments développés par les parties à l’appui de leurs conclusions respectives dans les considérants de droit du présent arrêt. en droit 1. Interjeté en temps utile et dans les formes légales auprès de l'autorité judiciaire compétente, par une assurée directement touchée par la décision querellée et pouvant agir seule, au vu de la curatelle dont elle bénéficie, le recours est recevable. 2. 2.1. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA; RS 830.1], applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI [LPC; RS 831.30]) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. A teneur de l'art. 25 al. 1 1ère phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. 2.2. L'objectif de la LPC est de compléter les prestations servies par les deux assurances citées pour le cas où ces prestations ne suffiraient pas à couvrir de façon appropriée les besoins vitaux d'un assuré (arrêt TF 9C_846/2010 du 12 août 2011 consid.”
La caisse était, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, habilitée à rectifier les décomptes manifestement erronés et à réclamer rétroactivement le remboursement des prestations indûment versées à hauteur de CHF 15'955.30.
“25 LPGA, permet précisément la reconsidération ultérieure des décisions erronées, en particulier les décomptes d’indemnités par le biais desquels des prestations d’assurances ont été versées alors qu’elles n’auraient pas dû l’être. En l’espèce, la Caisse a effectivement établi des décomptes rectificatifs (DO 149 ss), par lesquels elle a reconsidéré les décomptes initiaux (DO 205, 211, 228, 244). Comme il vient d’être dit, le recourant n’avait pas droit à l’indemnité de chômage en lien avec son emploi auprès de B.________ SA, dont il était membre du conseil d’administration. En conséquence, les décomptes d’indemnités relatifs aux mois d’avril à juillet 2023 étaient manifestement erronés et ont ainsi procuré au recourant un enrichissement illégitime. La rectification de cette erreur revêt en outre une importance notable, compte tenu des montants en jeu, à savoir un total de CHF 15'955.30. Dans ces conditions, la Cour retient que la Caisse était en droit de revenir sur les décomptes mensuels d’indemnités journalières établis initialement, décisions dont les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA étaient remplies. Le caractère indu des prestations versées par la Caisse à l’assuré durant la période d’avril à juillet 2023 est ainsi confirmé à hauteur de CHF 15'955.30, montant dont la Caisse est dès lors en droit d’exiger de son assuré, rétroactivement, le remboursement. 8.3. Au vu de ce qui précède, les décisions de la Caisse relatives aux deux premières étapes de la procédure de restitution de l’art. 25 LPGA (cf. supra consid. 4) sont fondées. Quant à la troisième étape, relative à une éventuelle remise de l’obligation de restituer, elle a d’ores et déjà fait l’objet d’une décision de refus rendue le 15 novembre 2023 par le SPE (DO 7ss). Ce dernier devra encore, le cas échéant, statuer sur l’opposition formée par le recourant le 14 décembre 2023 contre ce refus. 9. Sort du recours et frais 9.1. Compte tenu de tout ce qui précède, le recours du 26 octobre 2023 doit être rejeté et les décisions sur opposition du 27 septembre 2023 confirmées. 9.2. En vertu du principe de la gratuité de la procédure, il n'est pas perçu de frais de justice (art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 440 L'erreur manifeste peut se rapporter uniquement à la capacité de travail résiduelle constatée. Condition pour revenir en application de l'art. 53 al. 2 LPGA : qu'il n'existe aucun doute raisonnable quant à l'inexactituÞ de la décision, c.-à-d. que seule cette conclusion soit envisageable.
“Mai 2017 kein neuer Einkommensvergleich durchgeführt worden war. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die SVA (...) in ihrer Verfügung vom 19. September 2003 (IVSTA-act. 64 und 65; vgl. auch Bst. A.e hiervor) ebenfalls von einer Teilarbeitsfähigkeit ausgegangen zu sein scheint, da sie damals einen Teilzeitabzug von 10% gewährte (vgl. dazu auch Vernehmlassung vom 25. Juni 2003, IVSTA-act. 61). Auch bei der Rentenzusprache mit Verfügung vom 20. Dezember 2002 war die SVA (...) von einer Restarbeitsfähigkeit von 70% ausgegangen (IVSTA-act. 50; vgl. auch Bst. A.b). Mit anderen Worten war ursprünglich von einer Restarbeitsfähigkeit von 70% die Rede gewesen. Medizinische Abklärungen, die vor Erlass des Entscheids vom 12. September 2006 resp. vom 15. Mai 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 0% bzw. eine Restarbeitsfähigkeit von 100% ausweisen, sind nicht aktenkundig. Die in der Verfügung vom 15. Mai 2017 festgestellte Restarbeitsfähigkeit erweist sich demnach offensichtlich als aktenwidrig. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 148 V 195 E. 6.2). Vorausgesetzt ist, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteil des BGer 8C_125/2015 vom 26. Juni 2015 E. 9.1 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend beschlägt die offensichtliche Unrichtigkeit nur die festgestellte Restarbeitsfähigkeit; indessen hat die Vorinstanz den Invaliditätsgrad in der Verfügung vom 15.”
Le recouvrement des prestations de chômage indûment perçues suppose que la prestation attribuée initialement, soit par décision devenue définitive, soit de manière informelle, était manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable (cf. art. 53 al. 2 LPGA).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG) und werden durch die Kasse vom Arbeitgeber zurückgefordert (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.).”
Citation : LPGA art. 53 n. 438 Est considérée comme «sans nul doute erronée» une décision lorsque, eu égard aux faits figurant au dossier au moment de son adoption et à la situation juridique alors applicable, il n'est possible de conclure que le droit n'a jamais existé dès le départ. Sont donc déterminantes les indications du dossier qui étaient alors à la disposition de l'autorité décisionnaire.
“5.2 et les références citées). Selon cette jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération (caractère sans nul doute erroné du prononcé passé en force de chose décidée, importance notable de la rectification) ou d'une révision procédurale (découverte de faits ou moyens de preuve nouveaux conduisant à une appréciation juridique différente) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 cons. 5.2, 130 V 380 cons. 2.3.1). La reconsidération et la révision sont maintenant réglées à l'article 53 al. 1 et 2 LPGA qui codifie la jurisprudence antérieure. Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Une décision est sans nul doute erronée lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait qu'elle était erronée, la seule conclusion possible étant que tel est le cas (ATF 125 V 383 ; arrêt du TF du 07.11.2006 [C 269/05] cons. 3 ; Kieser, ATSG-Kommentar, n. 20 ad art. 53). Pour conclure qu'une décision (formelle ou matérielle) est manifestement erronée, encore faut-il que les éléments que l’assureur avait au dossier, au moment où il a octroyé les prestations litigieuses, lui permettent d'aboutir à la conclusion que l'assuré n'y avait pas droit (ATF 126 V 399 ; arrêt du TF du 07.11.2006 [C 269/05] cons. 5,). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par des autorités judiciaires, l’assureur est tenu de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsqu’il découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA), susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 cons.”
“Dans ses observations du 16 mars 2021, la CCNAC conclut au rejet du recours et à la confirmation de la décision sur opposition du 4 février 2021. C O N S I D E R A N T en droit 1. Interjeté dans les formes et délai légaux, le recours est recevable. 2. a) Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision – formelle ou non (ATF 129 V 110 cons. 1.1 et les références) – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 138 V 426 cons. 5.2.1 et 130 V 380 cons. 2.3.1). La reconsidération et la révision sont maintenant réglées à l'article 53 al. 1 et 2 LPGA qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur. En particulier, selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation d'assurance dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments et que la décision paraît admissible en fait ou en droit. S'il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (Rubin, Commentaire de la loi sur l'assurance-chômage, 2014, p. 611, ch. 12 et les références). Pour conclure qu'une décision (formelle ou matérielle) est manifestement erronée, encore faut-il que les éléments que l’assureur avait au dossier, au moment où il a octroyé les prestations litigieuses, lui permettent d'aboutir à la conclusion que l'assuré n'y avait pas droit (arrêt du TF du 07.11.2006 [C 269/05] cons.5, ATF 126 V 399). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par des autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 cons.”
“Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation initiale erronée des faits (ATF 146 V 364 consid. 4.2). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée (arrêt du Tribunal fédéral 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1). Une décision est manifestement erronée lorsqu'il n'existe aucun doute, même futur, sur son inexactitude.”
Un manquement répété aux instructions des organes d'exécution — notamment dès le deuxième refus d'accepter un emploi convenable qui a été proposé ou dès la deuxième absenÎ de participation à une mesure raisonnable sur le marché du travail — conduit en pratique régulièrement à ce que l'on conclue à l'absenÎ d'aptituÞ au placement. Si des décisions formellement définitives sont rectifiées en vertu des conditions prévues à l'art. 53 LPGA (révision / réexamen), les prestations déjà versées peuvent être considérées rétroactivement comme indûment perçues et faire l'objet d'un recouvrement.
“Indessen ist zu berücksichtigen, dass eine wiederholte Nichtbefolgung der Weisungen der Durchführungsorgane sehr wohl auf eine fehlende Vermittlungsbereitschaft schliessen lässt (oben, Erwägung 2.2 a. E.). Namentlich ist bereits bei der zweiten Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit oder der zweiten Nichtteilnahme an einer zumutbaren arbeitsmarktlichen Massnahme die Vermittlungsfähigkeit praxisgemäss abzusprechen (Nussbaumer, a.a.O., Rz. 273). 3.1 Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4b). Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind die in einem formlosen Verfahren ergangenen Auszahlungsentscheide der Arbeitslosenkasse, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art.”
“Indessen ist zu berücksichtigen, dass eine wiederholte Nichtbefolgung der Weisungen der Durchführungsorgane sehr wohl auf eine fehlende Vermittlungsbereitschaft schliessen lässt (oben, Erwägung 2.2 a. E.). Namentlich ist bereits bei der zweiten Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit oder der zweiten Nichtteilnahme an einer zumutbaren arbeitsmarktlichen Massnahme die Vermittlungsfähigkeit praxisgemäss abzusprechen (Nussbaumer, a.a.O., Rz. 273). 3.1 Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4b). Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind die in einem formlosen Verfahren ergangenen Auszahlungsentscheide der Arbeitslosenkasse, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art.”
Le recouvrement des prestations indûment perçues suppose en principe les conditions d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (ou d'un réexamen en application de l'art. 53 al. 2 LPGA); il vise à rétablir la situation économique légale. Une remise du recouvrement n'est envisageable, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA, que si la prestation a été perçue de bonne foi et qu'il existe une granÞ disproportion. Il convient en outre de respecter les délais de forclusion (délai relatif à compter de la prise de connaissanÎ; délai absolu maximal à compter du versement).
“Gemäss dem Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG müssen unrechtmässig bezogene Sozialversicherungsleistungen zurückerstattet werden. Der Begriff „unrechtmässig bezogen“ enthält keine subjektive Komponente. Der rückerstattungspflichtigen Person wird also kein Verschulden an der Ausrichtung von zu hohen Ergänzungsleistungen unterstellt. Unrechtmässig bezogen sind Sozialversicherungsleistungen, die nach dem massgebenden Leistungsrecht nicht oder nicht in dieser Höhe hätten ausgerichtet werden dürfen, weil sie nicht dem effektiven Leistungsbedarf entsprochen haben, und die sich nach einer Revision (Art. 17 ATSG), einer sogenannt prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen (falschen) Leistungsverfügung nicht mehr auf eine verbindliche Leistungszusprache stützen. Die Rückforderung ist nur der Vollzug einer rückwirkenden Leistungsherabsetzung. Sie soll den rechtmässigen Zustand in wirtschaftlicher Hinsicht wieder herstellen: Nach der Rückerstattung verbleiben dem EL-Bezüger „nur“ jene Leistungen, auf die er nach der Sach- und Rechtslage einen Anspruch hat. Unrechtmässig bezogene Sozialversicherungsleistungen müssen laut dem Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG nicht zurückerstattet werden, wenn sie in gutem Glauben empfangen worden sind und wenn eine grosse Härte vorliegt. Jeder Erlass einer Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Sozialversicherungsleistungen müsste an sich zu einem Verstoss gegen das Legalitätsprinzip und gegen das Gleichbehandlungsgebot führen, weil er zur Folge hat, dass die versicherte Person, die unrechtmässige Sozialversicherungsleistungen bezogen hat, diese Leistungen behalten könnte, während andere versicherte Personen bei derselben Sach- und Rechtslage „nur“ die gesetzmässigen Leistungen erhalten haben.”
“Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 ELG). Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 3.2. Die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung kann sich aus verschiedenen Gründen ergeben. Wenn und solange ein Leistungsbezug auf einer rechtskräftigen Leistungszusprache beruht, ist er rechtmässig. Die Unrechtmässigkeit ergibt sich in solchen Fällen erst, wenn die Leistungszusprache rückwirkend (aufgrund ursprünglicher Unrichtigkeit) in Wiedererwägung resp. prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) gezogen oder aber (wegen nachträglicher Unrichtigkeit) angepasst (Art. 17 ATSG) wird (Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juni 2021, 9C_200/2021, E. 5.1. mit weiteren Hinweisen). 3.3. Es ist unbestritten, dass die Voraussetzungen einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliegen. Zu prüfen ist daher die Berechnung des Anspruchs. 4. 4.1. Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben insbesondere Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, wenn sie Anspruch auf eine Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) haben (Art. 4 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 über die Ergänzungsleistungen [ELG; SR 831.30]), sofern die gemäss ELG anerkannten Ausgaben die anerkannten Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). 4.2. Was zu den anerkannten Ausgaben gezählt wird, ist in Art. 10 ELG geregelt, was zu den anrechenbaren Einnahmen in Art. 11 ELG. Die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung ist in den Art. 9 ff. ELG und Art. 1 ff. der Verordnung vom 15. Januar 1971 über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) geregelt. 4.3. Gemäss Art. 10 Abs. 1 ELG wird bei zu Hause lebenden Personen u.a. der Mietzins einer Wohnung und die damit zusammenhängenden Nebenkosten als Ausgaben anerkannt (lit b).”
“B. BGE 146 V 217, 220 E. 2.2 mit Hinweisen, BGE 139 V 570, 572 E. 3.1 und Urteil des Bundesgerichts 9C_132/2018 vom 14. Mai 2018 E. 3.2. mit Hinweisen, sowie Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, Art. 25 N 85). 3.2.2 Die relative Verwirkungsfrist wurde per 1. Januar 2021 von einem auf drei Jahre erhöht. Gemäss dem IV-Rundschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) Nr. 406 vom 22. Dezember 2020, angepasst am 31. März 2021, ist die Anwendung der neuen Verwirkungsfristen auf bereits unter "altem Recht" entstandene und fällige Forderungen zulässig, soweit bereits unter dem alten Recht eine Verwirkung vorgesehen wurde und soweit diese Verwirkung im Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Bestimmungen noch nicht eingetreten ist. Ist die Verwirkung bereits eingetreten, ändert sich durch das neue Recht nichts. 3.3. Will der Versicherungsträger zu Unrecht bezogene Leistungen zurückfordern, müssen nach der Rechtsprechung die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sein (vgl. z.B. BGE 142 V 259, 260 E. 3.2 mit Hinweisen sowie Ueli Kieser, Art. 25 N 10 ff.). Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung kann jederzeit, also ohne zeitliche Befristung, erfolgen. Sie kann auf Gesuch hin oder von Amtes wegen vorgenommen werden (Ueli Kieser, Art. 53 N 80; BGE 133 V 50, 55 E. 4.2.2) und dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (Urteil des Bundesgerichts 8C_1012/2008 vom 17. August 2009 E. 2.1; vgl. auch BGE 117 V 8, 17 E 2c). Der Versicherungsträger hat den Entscheid willkürfrei und unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots zu fällen (Ueli Kieser, Art. 53 N 69 f. mit Hinweisen).”
“Enfin, l’intimée a bien indiqué qu'au cas où la demande du 20 mars 2020 devait être interprétée comme une demande de reconsidération de la décision sur opposition du 12 juin 2019, elle ne comptait pas entrer en matière sur celle-ci. Comme rappelé ci-dessus (cf. consid. 3b), le juge ne saurait imposer à un assureur social de reconsidérer sa décision si celui-ci s'y refuse, un refus d'entrer en matière sur une demande de reconsidération n'étant pas susceptible de faire l'objet d'un recours devant le juge des assurances sociales (cf. ATF 133 V 50 consid. 4 ; 119 V 475 consid. 1b/cc ; 117 V 8 consid. 2a). Il y a donc lieu d’en prendre acte. 6. La décision sur opposition a également pour objet la restitution des prestations versées à tort du 11 août au 30 novembre 2020, pour un montant de 12'891 fr. 20. a) L'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 146 V 364 consid. 4.2). Selon l'art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA, la restitution ne peut pas être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile. Selon l'art. 3 OPGA (ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 ; RS 830.11), l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision (al. 1). L’assureur indique la possibilité d’une remise dans la décision en restitution (al. 2). L’assureur décide dans sa décision de renoncer à la restitution lorsqu’il est manifeste que les conditions d’une remise sont réunies (al. 3). b) Aux termes de l'art. 51 al. 1 LPGA, les prestations, créances ou injonctions qui ne sont pas visées à l'art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 435 En cas de réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, le principe de la non-rétroactivité doit être pris en compte. Selon la jurisprudenÎ, une annulation ou une réduction rétroactive (notamment lorsqu'elle entraîne des conséquences importantes pour des tiers, telles que les institutions de prévoyanÎ) suppose en règle générale une violation de l'obligation de notification à l'institution de prévoyanÎ.
“Eine rückwirkende Aufhebung oder Herabsetzung der Rente auf den Eintritt der für den Anspruch erheblichen Änderung setzt in Analogie zu Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV eine Verletzung der Meldepflicht gegenüber der Vorsorgeeinrichtung voraus (Entscheid des BGer vom 19. Mai 2015, 9C_771/2014, E. 4.2.1; vgl. auch BGE 133 V 67). Mit BGE 133 V 67 E. 4.3.5 S. 70 hat das Bundesgericht sich einlässlich auch mit der Problemstellung auseinandergesetzt, dass Vorsorgeeinrichtungen nicht verfügen können und vor diesem Hintergrund unmissverständlich (für den Bereich der Revision im Sinne von Art. 17 ATSG) festgehalten, dass es sich rechtfertige, auch im Bereich der beruflichen Vorsorge vom Prinzip der Nichtrückwirkung auszugehen. Nach dem bereits Gesagten ist das Prinzip der Nichtrückwirkung im Bereich der Invalidenversicherung auch auf Fälle der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG anwendbar (vgl. E. 5.2.1 vorne). Wie dargelegt, hat die vorliegende rückkommensweise Beurteilung der Überentschädigungsberechnung vom 20. April 2017 (act. I 13) in sinngemässer Anwendung der Wiedererwägungsvoraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG zu erfolgen. Das höchstrichterlich im Zusammenhang mit Art. 24 Abs. 5 BVV 2 hervorgehobene Erfordernis einer konzeptionell bedingten materiellrechtlichen Koordination zwischen Erster und Zweiter Säule mit strikter Anwendbarkeit des Grundsatzes der Nichtrückwirkung (vgl. E. 4.2 vorne) kommt dementsprechend auch vorliegend zum Tragen. Dass der Klägerin eine Meldepflichtverletzung vorzuwerfen wäre, bzw. sie gar die Leistungsausrichtung zu Unrecht erwirkt hätte, wird zu Recht nicht geltend gemacht, so dass auf Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV abzustellen ist. Weil die Vorsorgeeinrichtung keine Verfügung erlässt, ist in zeitlicher Hinsicht im vorliegenden Fall das Schreiben vom 30. Juli 2019 (act. I 15) massgeblich, mit welchem die Beklagte die Korrektur der Klägerin mitgeteilt hat.”
Les erreurs manifestes de calcul ou de transcription (erreurs purement arithmétiques) dans une décision devenue formellement définitive peuvent être corrigées en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA ; il s'agit d'une simple correction arithmétique et cela n'exige pas une réévaluation matérielle complète de la décision.
“En particulier, la modification peut avoir un effet ex tunc lorsque sont réalisées les conditions qui président à la révocation, par son auteur, d'une décision administrative (TFA P 26/02 du 20 janvier 2003 consid. 2.1). A cet égard, il y a lieu de distinguer la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA), d'avec la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose jugée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Cette dernière éventualité ne limite en rien le droit de l'intéressé au paiement de prestations arriérées lorsqu'il demande la rectification d'une décision passée en force de chose jugée ; l'intéressé dispose d'un droit à la rectification de la décision qui ne vise pas le réexamen de la décision dans son ensemble, mais permet simplement d'en obtenir la rectification – sur le plan mathématique – sans que l'administration soit liée par les conditions spécifiques de la reconsidération (ATF 138 V 298 consid. 5.2.1).”
Les faits nouveaux ou les moyens de preuve au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent comporter des éléments effectivement nouveaux qui font apparaître les bases de la décision comme objectivement défectueuses et d'une importanÎ suffisante pour modifier la base factuelle de la décision. Les nouvelles expertises médicales ne suffisent que si elles révèlent, dans la procédure antérieure, une erreur diagnostique grave et inacceptable ou des vices d'égale gravité ; le simple fait de mettre en doute ou de critiquer des évaluations antérieures sans une telle démonstration ne satisfait pas au critère d'importanÎ.
“5 hiervor) – beschwerdeweise nicht in Frage stellt, beanstandet sie wie schon im ersten Beschwerdeverfahren IV/2022/103 ausschliesslich den Beweiswert der neuropsychologischen Begutachtung von Dipl.-Psych. G.________ vom 2. Mai 2021 (act. IIA 133.1; 160 S. 13 Ziff. 35). Soweit sie vorbringt, mit dem Dispositiv des Urteils vom 11. Mai 2022 sowie der psychiatrischen Begutachtung sei sie einverstanden gewesen, nicht hingegen mit der Begründung, wonach zur Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auf die neuropsychologische Testung vom 2. Mai 2021 von Dipl.-Psych. G.________ abgestellt werden könne (Beschwerde S. 5 Ziff. 20), verkennt sie, dass das Verwaltungsgericht an seine Erwägungen in VGE IV/2022/103 (act. IIA 166) vorbehältlich neuer Tatsachen oder Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 61 lit. i ATSG gebunden ist (vgl. E. 3.4.4 vorne), nachdem im Dispositiv (Ziff. 1) ausdrücklich auf die Erwägungen verwiesen wurde (act. IIA 166 S. 18). Dabei ist der Begriff "neue Tatsachen oder Beweismittel" gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG gleich auszulegen wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheids gemäss Art. 61 lit. i ATSG (BGE 144 V 245 E. 5.1 S. 248). Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Demnach müssen die neuen Tatsachen erheblich bzw. geeignet sein, die tatbestandliche Grundlage des Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E. 2.3 S. 107). Neue medizinische Expertisen, die im Verfahren, das zum früheren Entscheid geführt hat, keine gravierende und unvertretbare Fehldiagnose feststellen, erfüllen das Kriterium der Erheblichkeit nicht (BGE 144 V 245 E. 5.4 S. 249).”
“5 hiervor) – beschwerdeweise nicht in Frage stellt, beanstandet sie wie schon im ersten Beschwerdeverfahren IV/2022/103 ausschliesslich den Beweiswert der neuropsychologischen Begutachtung von Dipl.-Psych. G.________ vom 2. Mai 2021 (act. IIA 133.1; 160 S. 13 Ziff. 35). Soweit sie vorbringt, mit dem Dispositiv des Urteils vom 11. Mai 2022 sowie der psychiatrischen Begutachtung sei sie einverstanden gewesen, nicht hingegen mit der Begründung, wonach zur Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit auf die neuropsychologische Testung vom 2. Mai 2021 von Dipl.-Psych. G.________ abgestellt werden könne (Beschwerde S. 5 Ziff. 20), verkennt sie, dass das Verwaltungsgericht an seine Erwägungen in VGE IV/2022/103 (act. IIA 166) vorbehältlich neuer Tatsachen oder Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 61 lit. i ATSG gebunden ist (vgl. E. 3.4.4 vorne), nachdem im Dispositiv (Ziff. 1) ausdrücklich auf die Erwägungen verwiesen wurde (act. IIA 166 S. 18). Dabei ist der Begriff "neue Tatsachen oder Beweismittel" gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG gleich auszulegen wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheids gemäss Art. 61 lit. i ATSG (BGE 144 V 245 E. 5.1 S. 248). Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Demnach müssen die neuen Tatsachen erheblich bzw. geeignet sein, die tatbestandliche Grundlage des Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E. 2.3 S. 107). Neue medizinische Expertisen, die im Verfahren, das zum früheren Entscheid geführt hat, keine gravierende und unvertretbare Fehldiagnose feststellen, erfüllen das Kriterium der Erheblichkeit nicht (BGE 144 V 245 E. 5.4 S. 249).”
Citation : LPGA art. 53 n. 432 Jusqu'à la communication de la prise de position/du désaveu à l'autorité de recours, l'assureur peut réexaminer et modifier la décision attaquée (réexamen lite pendente). Dès la communication de cette prise de position, cette possibilité cesse. Le recourant n'a pas de droit au retrait ou au réexamen ; si l'administration ne revient pas sur sa décision, elle doit transmettre la requête à l'instanÎ de recours.
“1) sind devolutive und grundsätzlich reformatorische Rechtsmittel. Mit der Beschwerde gegen eine Verfügung resp. einen (an deren Stelle getretenen; vgl. BGE 133 V 50 E. 4.2.2; Urteil 9C_719/2020 vom 4. Januar 2022 E. 3.2) Einspracheentscheid verliert der Versicherungsträger grundsätzlich die Herrschaft über den Streitgegenstand (Devolutiveffekt). Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt indessen durch Art. 53 Abs. 3 ATSG resp. durch Art. 58 VwVG (gegebenenfalls i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG), wonach der Versicherungsträger eine angefochtene Verfügung resp. einen Einspracheentscheid so lange wiedererwägen kann, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (vgl. Urteil 8C_133/2022 vom 7. September 2022 E. 5.1). Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung resp. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2; Art. 86 BGG). Eine mit Art. 53 Abs. 3 ATSG oder Art. 58 VwVG vergleichbare Bestimmung fehlt im hier anwendbaren Prozessrecht (BGG und BZP i.V.m. Art. 71 BGG; Urteile 2C_299/2009 vom 28. Juni 2010 E. 1.3.4; 2C_229/2008 vom 13. Oktober 2008 E. 2). Weshalb der Devolutiveffekt analog den genannten Normen im letztinstanzlichen Verfahren eingeschränkt sein soll (was als Möglichkeit in BGE 130 V 138 E. 4.2 angedeutet wird), ist nicht ersichtlich und wird auch nicht begründet. Demnach steht fest, dass die Ausgleichskasse ihre funktionale Zuständigkeit überschreitet und den Devolutiveffekt missachtet, indem sie mit Verfügung vom 28. November 2022, mithin während des bundesgerichtlichen Verfahrens, dem Beschwerdeführer die bislang verweigerte Witwerrente ab dem 1. November 2020 zuspricht. Diese Verfügung ist formellrechtlich als nichtig und in diesem Verfahren als Antrag der Beschwerdegegnerin auf Gutheissung der Beschwerde zu betrachten (vgl. BGE 133 V 530 E. 2; 130 V 138 E. 4.2; Urteil 8C_133/2022 vom 7. September 2022 E. 5.4). Das zieht keine Gegenstandslosigkeit des Verfahrens, sondern eine materielle Beurteilung der Beschwerde nach sich (vgl.”
“L'administration perd la maîtrise de l'objet du litige, en particulier celle des points de fait susceptibles de fonder la décision attaquée. Conformément à la maxime inquisitoire applicable, il appartient à l'autorité de recours d'établir d'office les faits déterminants pour la solution du litige et d'administrer les preuves nécessaires. Si l'état de fait doit être complété, elle est libre de procéder elle-même aux mesures d'instruction nécessaires ou d'annuler la décision attaquée et de renvoyer le dossier à l'administration pour qu'elle s'en charge. Après le dépôt d'un recours, il n'est en principe plus permis à l'administration d'ordonner de nouvelles mesures d'instruction qui concerneraient l'objet du litige et tendraient à une éventuelle modification de la décision attaquée (ATF 127 V 228 consid. 2b/aa p. 231 et les références ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_403/2010 du 31 décembre 2010, consid. 3). Le principe de l'effet dévolutif du recours connaît une exception, en tant que l'administration peut reconsidérer sa décision jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Pour des motifs liés à l'économie de procédure, il se justifie en effet de permettre à l'administration de revenir lite pendente sur sa décision, lorsque celle-ci s'avère, à la lecture de l'acte de recours, manifestement erronée (arrêt du Tribunal fédéral 9C_403/2010 du 31 décembre 2010, consid. 3). Par ailleurs, en vertu de l'art. 67 LPA, le recours devant la chambre des assurances sociales de la Cour de justice a un effet dévolutif (al. 1er) et l'administration peut, en cours de procédure, reconsidérer ou retirer sa décision pour autant qu'elle notifie, sans délai, sa nouvelle décision aux parties et en donne connaissance à l'autorité de recours (al. 2). Toutefois, l'autorité de recours continue à traiter le recours dans la mesure où la nouvelle décision ne l'a pas rendu sans objet (al. 3). La décision prise pendente lite ne met donc fin au litige que dans la mesure où elle correspond aux conclusions du recourant. Le litige subsiste dans la mesure où la nouvelle décision ne règle pas toutes les questions à satisfaction du recourant ; l'autorité saisie doit alors entrer en matière sur le recours dans la mesure où l'intéressé n'a pas obtenu satisfaction, sans que celui-ci doive attaquer le nouvel acte administratif (ATF 113 V 237).”
“April 2024 (AB 238) hielt die Beschwerdegegnerin am zuvor dem Beschwerdeführer dargelegten Vorgehen fest, ihn durch Gutachter der zugelosten MEDAS begutachten zu lassen (vgl. insbesondere Schreiben vom 19. Februar 2024 an den Rechtsvertreter, in welchem diesem die durch die Plattform SuisseMED@P zugewiesene Gutachterstelle, die vorgesehenen Gutachter sowie der Fragekatalog mitgeteilt wurden; AB 224). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, entspricht dem gesetzlichen vorgesehenen Prozedere und liegt in der Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin. Die angefochtene Verfügung ist entgegen der Annahme des Rechtsvertreters offensichtlich nicht nichtig, weshalb sie einzig im Beschwerdeverfahren korrigiert werden kann. Zwar hätte die Beschwerdegegnerin innert der Rechtsmittelfrist auf die Verfügung zurückkommen können (BGE 107 V 191 E. 1 S. 194; vgl. auch Thomas Flückiger, in: Frésard-Fellay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, Art. 53 N. 97) und hätte dies, nachdem Beschwerde erhoben worden war, auch noch bis zur Stellungnahme im vorliegenden Verfahren tun können (Art. 53 Abs. 3 ATSG; Wiedererwägung lite pendente; vgl. auch Flückiger, a.a.O., Art. 53 N. 102), ein Anspruch hierauf besteht aber nicht. Da die Beschwerdegegnerin nicht auf die Verfügung zurückzukommen gedachte, musste sie die Eingabe an das Gericht weiterleiten und das Gericht hatte das Beschwerdeverfahren zu eröffnen. Dies hat die Beschwerdegegnerin entgegen dem Vorbringen des Rechtsvertreters (Beschwerdeergänzung S. 2 Ziff. 1.3) in nicht zu beanstandender Weise mit ihrer Weiterleitung getan. Seine diesbezüglichen Anträge, mit welchen er sinngemäss geltend zu machen scheint, das Gericht habe seine damalige Eingabe ausser Acht zu lassen bzw. an die Beschwerdegegnerin zur Behandlung zurückzuweisen, sind abzuweisen, soweit auf sie überhaupt eingetreten werden kann. Zu prüfen sind die Gebotenheit der Begutachtung und die Ablehnung der Gutachterinnen und Gutachter.”
Exemples d'une inexactituÞ «indubitable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont notamment : une application manifestement erronée du droit applicable ou des bases juridiques incorrectes ; une violation manifeste du principe d'enquête (p. ex. l'absenÎ d'examens spécialisés ou des examens spécialisés non effectués avì le soin requis) ; ainsi que des constatations manifestement insoutenables dans l'appréciation de la capacité de travail ou de l'invalidité. Il est nécessaire qu'il n'existe aucun doute raisonnable quant à l'inexactituÞ de la décision.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). 1.6 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“En matière d'assurances sociales, une décision entrée en force qui repose sur une application initialement erronée du droit peut faire l'objet d'une reconsidération. Le principe et les conditions de la reconsidération sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. La reconsidération est donc soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1), ainsi que de l'application erronée de la jurisprudence (MARGIT MOSER-SZELESS, Commentaire romand, LPGA, 2018, n° 72 ad art. 53 LPGA). Lorsque les conditions de la reconsidération sont réalisées, l'assureur rend une nouvelle décision sur le rapport juridique en cause, qui revient à annuler la décision reconsidérée.”
“Beruht die ursprüngliche rentenzusprechende oder rentenabweisende Verfügung auf einer nicht nachvollziehbaren Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so ist auch nicht feststellbar, ob sich seither die Arbeitsfähigkeit und der Invaliditätsgrad verändert haben. Es stellt sich die Frage, welche rechtlichen Auswirkungen die festgestellte Mangelhaftigkeit der ursprünglichen Verfügung auf das Revisionsverfahren hat. Das Gericht kann bei festgestellter zweifelloser Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) eine auf Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen. Zwar ist diese Rechtsprechung in erster Linie für Fälle gedacht, in denen sich die Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung zu Ungunsten des Versicherten (Herabsetzung oder Aufhebung der Rente) auswirkt. Wenn aber infolge Mangelhaftigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst gar nicht überprüft werden kann, ob sich seither der Invaliditätsgrad erheblich verändert hat, muss es in analoger Anwendung der genannten Rechtsprechung auch möglich sein, die Rentenverfügung zu Gunsten eines Versicherten abzuändern, selbst wenn die Revisionsvoraussetzungen nicht nachzuweisen sind. Hierin liegt keine gerichtliche Verpflichtung der Verwaltung, ihre Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen, was rechtsprechungsgemäss unzulässig wäre (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.2.1). Vielmehr wird damit lediglich der fehlenden Nachvollziehbarkeit der ursprünglichen Rentenzusprechung Rechnung getragen. Diesen Umstand hat nicht die versicherte Person zu vertreten, ansonsten ihr Anspruch auf revisionsrechtliche (Art.”
“Zwar ist der Versicherte in der körperlich belastenden Tätigkeit als Bauarbeiter aufgrund lumbaler Diskopathien (weiterhin) vollständig arbeitsunfähig. Nach einlässlicher persönlicher Untersuchung kamen die Dres. C.____ und D.____ aber zum überzeugenden Schluss, dass dem Versicherten (spätestens) im Zeitpunkt der Begutachtung angepasste Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten enthält das Gutachten des ZMB vom 18. Dezember 2003 nicht, was einen validen Vergleich mit der früheren Begutachtung verunmöglicht. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, in den aktuellen Expertisen seien die Auswirkungen eines gleichgebliebenen Gesundheitszustands auf die Leistungsfähigkeit neu beurteilt worden. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass der Zusprache einer Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100% ohne Prüfung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ein rechtlich falscher Invaliditätsbegriff zu Grunde lag, womit sie zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 15. Februar 2018, 8C_2/2018, E. 5.1 mit weiterem Hinweis). Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die aktuelle klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung als wichtigste Grundlage gutachtlicher Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht lege artis erfolgt wäre, sind nicht ersichtlich. Zudem liegen keine fachärztlichen Berichte vor, die Zweifel an der Zumutbarkeitsbeurteilung der Dres. C.____ und D.____ begründen könnten, oder die auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands schliessen lassen. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Zumutbarkeit im aktuellen bidisziplinären Gutachten vom 15./16. August 2017 basiere auf einem unzutreffenden Sachverhalt. Bei dieser Sachlage und der Tatsache, dass es den beteiligten Fachärzten möglich war, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl.”
“Wie bereits dargelegt (E. 1.4 hiervor), setzt die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss - nämlich eine eine ganze Rente ausschliessende Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses - denkbar ist. Diese Voraussetzung ist mit Blick auf die soeben dargelegte und bei Verfügungserlass bestandene Sachlage offensichtlich nicht erfüllt. Auch ist keine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes auszumachen, wurden doch von verschiedenen behandelnden Fachärzten Berichte und vom RAD mehrmals nachvollziehbare Stellungnahmen zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers eingeholt. Dass die nötigen Abklärungen nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt worden wären, ist weder ersichtlich, noch wurde dies von der Beschwerdegegnerin vorgebracht. Ebenso wenig kann von einer unrichtigen Anwendung der massgeblichen Bestimmungen gesprochen werden, besteht doch bei 100%iger Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit ohne Weiteres Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung.”
Jusqu'à l'envoi de son préavis à l'instanÎ de recours, l'organisme d'assuranÎ peut réexaminer une décision contestée et l'annuler, en tout ou en partie, dans le délai que la chambre ou l'autorité lui a accordé à cet effet. L'art. 53 al. 3 LPGA atténue ainsi les effets du droit dévolutif; la pratique admet la remise d'un préavis également dans le cadre d'un échange d'écrits ordonné par la procédure, ce qui est confirmé par la jurisprudenÎ pertinente.
“2), sauf néanmoins des mesures d’instructions simples et ponctuelles (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 103 ad art. 53 LPGA ; Jean MÉTRAL, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 56 ad art. 56 LPGA). Que si le tribunal entre en matière et statue sur le fond, son jugement remplace la décision administrative et, en cas de recours, constitue l’objet de la contestation devant le Tribunal fédéral (ATF 111 V 58 consid. 1 ; Jean MÉTRAL, op. cit., n. 53 ad art. 56 LPGA) ; Que néanmoins, la portée de l’effet dévolutif est atténuée par l’art. 53 al. 3 LPGA – en vertu duquel, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé – (ATF 136 V 2 consid. 2.5), possibilité dont l’idée à l’origine est la simplification de la procédure (économie de procédure) et qui déroge aux conditions strictes d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 103 et 104 ad art. 53 LPGA) ; Que dans un arrêt de principe du 29 avril 2021 (ATAS/393/2021), la chambre de céans a modifié sa pratique et a considéré que l’autorité intimée pouvait rendre un préavis après sa première réponse – ou premier préavis –, mais dans le cadre d’un échange d’écritures prévu par le droit de procédure ou ordonné par la chambre des assurances sociales ; Qu’en l'espèce, l’intimée a procédé à l’annulation de la décision contestée dans le cadre d’un délai qui lui avait été octroyé par la chambre de céans pour se déterminer ; Qu’en ce qui concerne les conclusions constatatoires de la recourante, elles sont en principe irrecevables (cf. ATF 129 V 289 consid. 2.1) et n’ont pas de portée propre, puisqu’elles ne visent qu’à asseoir le fondement juridique des conclusions condamnatoires également formulées ; Que s’agissant des conclusions en annulation prises par la recourante, la détermination de l’intimée, datée du 28 mars 2025, correspond auxdites conclusions ; Qu’il y a lieu de constater que la recourante a ainsi obtenu satisfaction ; Que la recourante, qui n'est pas représentée en justice et n'a pas allégué ou démontré avoir déployé des efforts dépassant la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires, qu’elle n’a pas droit à des dépens ; Que pour le surplus, la procédure est gratuite, (art.”
“2), sauf néanmoins des mesures d’instructions simples et ponctuelles (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_403/2010 du 31 décembre 2010 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 103 ad art. 53 LPGA ; Jean MÉTRAL, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 56 ad art. 56 LPGA). Que si le tribunal entre en matière et statue sur le fond, son jugement remplace la décision administrative et, en cas de recours, constitue l’objet de la contestation devant le Tribunal fédéral (ATF 111 V 58 consid. 1 ; Jean MÉTRAL, op. cit., n. 53 ad art. 56 LPGA) ; Que néanmoins, la portée de l’effet dévolutif est atténuée par l’art. 53 al. 3 LPGA – en vertu duquel, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé – (ATF 136 V 2 consid. 2.5), possibilité dont l’idée à l’origine est la simplification de la procédure (économie de procédure) et qui déroge aux conditions strictes d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 103 et 104 ad art. 53 LPGA) ; Que dans un arrêt de principe du 29 avril 2021 (ATAS/393/2021), la chambre de céans a modifié sa pratique et a considéré que l’autorité intimée pouvait rendre un préavis après sa première réponse – ou premier préavis –, mais dans le cadre d’un échange d’écritures prévu par le droit de procédure ou ordonné par la chambre des assurances sociales ; Qu’en l'espèce, l’intimée a procédé à l’annulation de la décision contestée dans le cadre d’un délai qui lui avait été octroyé par la chambre de céans pour se déterminer ; Qu’en ce qui concerne les conclusions constatatoires de la recourante, elles sont en principe irrecevables (cf. ATF 129 V 289 consid. 2.1) et n’ont pas de portée propre, puisqu’elles ne visent qu’à asseoir le fondement juridique des conclusions condamnatoires également formulées ; Que s’agissant des conclusions en annulation prises par la recourante, la détermination de l’intimée, datée du 28 mars 2025, correspond auxdites conclusions ; Qu’il y a lieu de constater que la recourante a ainsi obtenu satisfaction ; Que la recourante, qui n'est pas représentée en justice et n'a pas allégué ou démontré avoir déployé des efforts dépassant la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires, qu’elle n’a pas droit à des dépens ; Que pour le surplus, la procédure est gratuite, (art.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 429 Lors du réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'inexactituÞ matérielle alléguée a été vérifiée et corrigée. L'hypothèse selon laquelle l'assuré serait entré avì une atteinte à la santé entraînant une invalidité s'est révélée inexacte; la décision a donc été rectifiée et un droit à une rente a été reconnu.
“Entscheid Versicherungsgericht, 26.01.2023 Art. 6 Abs. 2 IVG; Art. 36 Abs. 1 IVG; Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG; Art. 53 Abs. 2 ATSG Abweisung des Rentengesuchs im Jahr 2009, da der Beschwerdeführer mit einem Gesundheitsschaden (an Gehörlosigkeit grenzende Schwerhörigkeit) eingereist sein soll. Wiederanmeldung und Eintreten auf Wiedererwägungsgesuch seitens der IV-Stelle. Nach richterlicher Überprüfung sind die Voraussetzungen für die Wiedererwägungen entgegen der Ansicht der IV-Stelle gegeben. Aus der Aktenlage und dem Gutachten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer nicht mit einem invalidisierenden Gesundheitsschaden eingereist ist. Die nun materielle Prüfung des Rentenanspruchs ergibt, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Viertelsrente hat (gutachterlich attestierte 60%ige Arbeitsfähigkeit, Prozentvergleich mit Abzug von 10%). Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Januar 2023, IV 2021/153). Entscheid vom 26. Januar 2023 Besetzung Versicherungsrichterinnen Corinne Schambeck (Vorsitz), Karin Huber-Studerus, Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner Geschäftsnr.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 428 La forÎ de chose jugée des décisions et des décisions rendues à l'issue d'une opposition ou d'un recours concernant des prestations périodiques est en principe sans limitation de durée. Les conditions d'octroi et les aspects de la détermination du montant des prestations, dans la mesure où ils portent sur des situations de fait définitivement établies, doivent être considérés comme des choses jugées et ne peuvent pas être réexaminés à chaque nouvelle périoÞ de perception. Une remise en cause n'est possible que dans le cadre d'une révision procédurale ou d'un réexamen (cf. art. 53 al. 1, al. 2 et art. 61 let. i LPGA, comme exposé dans la jurisprudenÎ).
“Die Vorinstanz hat zutreffend ausgeführt, dass die Rechtskraft von Verfügungen resp. Einsprache- oder Beschwerdeentscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, grundsätzlich zeitlich unbeschränkt ist. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen (BGE 136 V 369 E. 3.1.1 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_388/2021 vom 16. August 2021 E. 4 mit weiteren Hinweisen).”
Réf. : LPGA art. 53 n. 427 Si une décision devenue formellement définitive est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable, l'assureur peut revenir sur la décision selon l'art. 53 al. 2 LPGA ; cela permet la récupération des prestations indûment versées.
“1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). d) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5). 4. a) En l’espèce, le recourant conteste être tenu de restituer le montant de 2'739 fr. 65 au motif qu’il avait été malade, et non en vacances, au mois de janvier 2024, ce dont il avait avisé l’ORP. b) En l’occurrence, les indemnités journalières de chômage du mois janvier 2024, telles que réclamées, n’étaient pas dues dès lors que l’assuré n’y avait pas droit. Ce dernier ne disposait pas de jours sans contrôle s’agissant d’éventuelles vacances, ni pour cause de maladie, faute d’avoir annoncé le cas dans le délai, respectivement de n’avoir produit aucun certificat médical d’incapacité de travail, ce qui lui incombait. c) A l’aune de ce qui précède et en l’absence de critiques soulevées sur les conditions de la restitution décidée, la somme de 2'739 fr.”
Citation : LPGA art. 53 n. 426 L'assureur peut revenir sur des décisions administratives ou sur des décisions rendues sur opposition devenues formellement définitives lorsque celles-ci sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“L’assuré est tenu de présenter un certificat médical à partir du 4e jour d’incapacité de travail. Il peut présenter le certificat médical établi à l’attention de la caisse maladie ou accident. En cas de doute quant à la capacité ou à l’incapacité de travail, l’autorité cantonale ou la caisse peut toujours ordonner, aux frais de l’assurance, un examen médical par un médecin-conseil (Bulletin LACI IC, C170). c) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). d) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5). 4. a) En l’espèce, le recourant conteste être tenu de restituer le montant de 2'739 fr. 65 au motif qu’il avait été malade, et non en vacances, au mois de janvier 2024, ce dont il avait avisé l’ORP.”
Citation : LPGA art. 53 n. 425 En cas de privation de liberté : la suspension d'une rente pendant l'exécution d'une peine ou d'une mesure n'est pas levée automatiquement. Dans le cadre d'une rectification au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, la date d'effet et la suspension doivent être examinées séparément ; les assouplissements de la détention ou de la mesure ne sont pas pris en compte.
“Entscheid Versicherungsgericht, 16.06.2022 Art. 53 Abs. 2 ATSG. Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV. Art. 21 Abs. 5 ATSG. Wiedererwägungsweise Korrektur einer zweifellos unrichtigen rentenzusprechenden Verfügung. Wirkungszeitpunkt. Sistierung der Rente während eines Straf- oder Massnahmenvollzugs. Keine Berücksichtigung von Haft- oder Massnahmenerleichterungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2022, IV 2019/71). Beim Bundesgericht angefochten. Entscheid vom 16. Juni 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2019/71 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Anwaltskanzlei St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente”
Pour qu'il y ait recouvrement au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, la décision définitive d'octroi de prestations doit être «manifestement erronée». Cela signifie qu'aucun doute raisonnable ne doit subsister quant au caractère illégal de l'octroi; l'erreur doit être établie de façon probante.
“Die Bestimmbarkeit beziehungsweise ausreichende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls nach Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine materiell-rechtliche Anspruchsvoraussetzung (sog. condition de fond; vgl. BVGE 2021 V/2 E. 3.5.1; Urteile des BVGer B-823/2023 vom 18. Januar 2024 E. 8.2; B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.5 m.w.H.) deren Nichterfüllung die Unrichtigkeit der Leistungszusprache begründet (vgl. Urteile des BVGer B-2480/2020 vom 9. November 2021 E. 5.1 m.w.H.; B-2601/2017 vom 22. August 2018 E. 3.1.2). Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.1) und werden durch die Kasse vom Arbeitgeber zurückgefordert (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung für die Rückforderung ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprache zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6). Zweifellos unrichtig ist eine Leistungszusprache, wenn sie erwiesenermassen gesetzeswidrig ist. Nicht die Grobheit des Fehlers ist entscheidend, sondern das Ausmass der Überzeugung, dass die bisherige Entscheidung unrichtig war. Es darf kein vernünftiger Zweifel bestehen, dass eine Unrichtigkeit vorliegt (vgl. Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6; ferner BGE 126 V 399 E. 2b/bb). Eine gesetzeswidrige Leistungszusprache gilt regelmässig als zweifellos unrichtig (vgl. BGE 126 V 399 E. 2b/bb; Urteil des BGer 8C_136/2012 vom 27. Juni 2012 E. 2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 423 Une reprise ultérieure par l'institution d'assuranÎ d'ordonnances devenues formellement définitives ou de décisions rendues en procédure d'opposition suppose l'existenÎ d'un titre de réouverture, notamment un réexamen administratif ou une révision procédurale.
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochener Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
art. 53 al. 2 LPGA est une disposition facultative : l'organisme d'assuranÎ déciÞ s'il réexamine une décision devenue formellement définitive ou une décision rendue à la suite d'une opposition. Il n'existe pas de droit exécutoire devant les tribunaux à l'ouverture ou à la conduite d'un réexamen. Le pouvoir d'appréciation comprend également la détermination des modalités et du moment d'effet d'une éventuelle correction ; son exerciÎ n'est toutefois pas illimité et ne doit pas être arbitraire.
“AS 2020 5137, 5140), dass der Beschwerdeführer durch das Bundesverwaltungsgericht nur Rechtsverhältnisse überprüfen bzw. beurteilen lassen kann, zu denen die zuständige Behörde vorgängig und verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung genommen hat, dass Gegenstand des Beschwerdeverfahrens (Beschwerdeobjekt) deshalb nur sein kann, was Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens war oder bei richtiger Rechtsanwendung hätte sein sollen (vgl. für viele: Urteil des BVGer C-794/2017 vom 2. November 2017 E. 3.1 m.H.), dass Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfahrens das Schreiben der SAK vom 8. Mai 2020 bildet, dass beide Parteien davon ausgehen, dass die SAK mit diesem Schreiben auf das Gesuch des Beschwerdeführers um eine Wiedererwägung des Einspracheentscheids vom 17. Juli 2013 nicht eingetreten ist, dass die Beschwerde sinngemäss dahingehend verstanden werden könnte, dass das Gericht die SAK - entgegen deren Schreiben vom 8. Mai 2020 - zur Wiedererwägung dieses Einspracheentscheids im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG verpflichte, damit diese die Rente unter Berücksichtigung einer Korrektur der Lohndaten/AHV-Beiträge für den Zeitraum vom 1. Januar 1986 bis 14. Juli 1988 gemäss den eingereichten Lohnausweisen neu berechne und wiedererwägungsweise neu verfüge, dass die SAK geltend macht, dass es sich beim Schreiben vom 8. Mai 2020 nicht um eine Verfügung handle und daher kein Beschwerdeobjekt vorliege, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG), dass es sich bei Art. 53 Abs. 2 ATSG um eine "Kann-Vorschrift" handelt und das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 Ingress, E. 4.2.1; Urteil des BGer I 896/06 vom 19. März 2007 E. 3.2 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.2.1; Urteil des BGer 9C_901/2007 vom 8.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Der Entscheid über die Vornahme der Wiedererwägung liegt im Ermessen des Versicherungsträgers. Ein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wiedererwägung besteht nicht. Der Versicherungsträger kann also weder von einer Partei noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung angehalten werden. Weil dem Versicherungsträger der Entscheid über die Wiedererwägung überlassen bleibt, steht es ihm auch frei, über die Modalitäten einer Wiedererwägung zu entscheiden (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 2020 N 69 und 71 zu Art. 53 ATSG). Im Wiedererwägungsverfahren sind zwei getrennte Verfahrensschritte auseinanderzuhalten. In einem ersten Schritt ist zu klären, ob die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen (Kieser, ATSG-Kommentar, a.”
“Die Beschwerdegegnerin hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass es ihr gemäss der bundesgerichtlichen Auffassung frei gestanden habe, den Wirkungszeitpunkt der wiedererwägungsweisen Korrektur nach eigenem Belieben zu bestimmen: „ex tunc, ex nunc oder pro futuro“ (wobei nicht klar ist, worin der Unterschied zwischen einer Korrektur ex nunc und einer Korrektur pro futuro bestehen soll, es sei denn die Beschwerdegegnerin hätte damit andeuten wollen, dass sie ihren Fehler auch beispielsweise erst mit Wirkung ab dem 1. Juni 2032 hätte beheben können). Der von der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang ausdrücklich verwendete Begriff eines „schrankenlosen Ermessens“ ist nichts anderes als ein Euphemismus für „Willkür“. Die Beschwerdegegnerin hat also behauptet, dass der Art. 53 Abs. 2 ATSG nach der bundesgerichtlichen Auffassung dem Sozialversicherungsträger ausdrücklich eine willkürliche Bestimmung des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung erlaube. Im Folgenden ist zu prüfen, ob diese Interpretation des Art. 53 Abs. 2 ATSG richtig ist. Das den Versicherungsträgern angeblich zustehende „schrankenlose Ermessen“ bezüglich des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung wird damit begründet, dass ein Versicherungsträger gemäss dem Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht zur Eröffnung eines Wiedererwägungsverfahrens verpflichtet sei respektive gezwungen werden könne, weil der Art. 53 Abs. 2 ATSG – anders als der Art. 53 Abs. 1 ATSG – als eine „Kann-Bestimmung“ ausgestaltet sei; wenn aber der Versicherungsträger frei entscheiden könne, ob er sich überhaupt mit einem Wiedererwägungsbegehren materiell befassen wolle, müsse er erst recht frei über den Wirkungszeitpunkt einer allfälligen Wiedererwägung entscheiden können. Im Schrifttum wird das angebliche „schrankenlose Ermessen“ betreffend die Eintretensfrage allerdings schon seit Jahrzehnten kritisiert. Ulrich Meyer-Blaser stellte sich beispielsweise auf den Standpunkt (Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, in: ZBl 1994, S. 355), das Verständnis der Wiedererwägung als einer einseitigen, richterlich unüberprüfbaren Befugnis der Behörde, die den Betroffenen in die Rolle eines reinen Objekts behördlichen Handelns oder Unterlassens versetze, solle preisgegeben werden.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 421 Le recouvrement de prestations fondé sur une décision formellement définitive et erronée n'est possible que si sont réunies soit les conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA : inexactituÞ douteuse et importanÎ considérable de la rectification), soit celles de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA).
“Eine rechtskräftig verfügte Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. statt vieler etwa Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1).”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020, E. 4.2).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 al. 2 (n. 420) LPGA art. 53 al. 2 exige cumulativement que la décision ou la décision sur opposition soit «manifestement erronée» et que sa rectification soit «d'une importanÎ considérable». Si ces conditions sont remplies, l'organisme d'assuranÎ peut corriger rétroactivement ; ce faisant, le fondement juridique des prestations accordées disparaît, celles-ci devenant alors des prestations indûment versées. Ces conditions s'appliquent indépendamment du fait que les prestations sous-jacentes aient été octroyées par décision formelle ou de manière informelle.
“Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
La découverte postérieure de faits économiques pertinents (p. ex. des revenus locatifs non pris en compte ou leur répartition proportionnelle, une succession indivise, des indications ultérieures de l'employeur, une modification du statut de cotisant) peut justifier un réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA, pour autant que les décisions initialement rendues deviennent de ce fait «manifestement erronées» et que leur rectification revête une importanÎ considérable. Dans de tels cas, l'administration peut revenir sur des décisions devenues formellement définitives et déclencher un recouvrement ou un retrait.
“Es ist aktenkundig und unbestritten, dass die seit September 2014 in einem Heim lebende (vgl. AB 1) Beschwerdeführerin seit 1. Mai 2017 Mietzinseinnahmen für die Wohnung in … – an welcher sie ein lebenslängliches Nutzniessungsrecht hat (vgl. AB 11, S. 2 f.) – erzielt (AB 40, S. 5; 45, S. 6 und 9), diese Einnahmen bei der EL-Berechnung in der hier massgebenden Zeit vom 1. Mai 2017 bis 28. Februar 2019 nicht berücksichtigt worden sind (vgl. AB 27, S. 9; 29, S. 7; 31; 34, S. 8; 36 sowie E. 2.1 hiervor), die EL in dieser Periode folglich zu hoch ausfielen (vgl. AB 54, S. 1 und Beschwerde) und die Beschwerdeführerin die zu viel geleisteten bzw. zurückgeforderten EL damit unrechtmässig bezogen hat. Angesichts der nicht berücksichtigten Mietzinseinnahmen waren die ursprünglichen EL-Verfügungen betreffend den Zeitraum vom 1. Mai 2017 bis 28. Februar 2019 (AB 29, S. 1 ff.; 34, S. 1 ff.) zweifellos unrichtig und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) erfüllt, und es liegt ein Rückkommenstitel vor. Der zu viel bezogene Betrag ist demzufolge zurückzuerstatten (vgl. E. 2.2 hiervor). Es bleibt festzuhalten, dass eine Rückerstattung von EL unabhängig von einem allfälligen Verschulden, insbesondere unabhängig von einer Meldepflichtverletzung der leistungsempfangenden Person oder ihres Vertreters, zu erfolgen hat. Sowohl die prozessuale Revision als auch die Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen, in materieller Hinsicht nicht gerichtlich beurteilten EL-Verfügung erfolgt im Hinblick auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes. Diese übereinstimmende Zielsetzung ruft bei beiden Rückkommenstiteln nach einer verschuldensunabhängigen rückwirkenden (ex tunc) EL-Aufhebung oder -Herabsetzung (vgl. E. 2.4 hiervor). Ob – neben dem Rückkommenstitel der Wiedererwägung – eine Meldepflichtverletzung vorliegt, muss damit im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht geklärt werden (vgl. E. 2.3 hiervor). Diese Frage ist allenfalls in einem späteren Verfahren betreffend den Erlass der zurückgeforderten Leistungen von Bedeutung (vgl.”
“Der von der SVA erhobene Vorwurf, wissentlich eine Drittperson im gleichen Haushalt nicht deklariert zu haben, sei somit nicht gestützt. Sie reichte einen Auszug aus dem Schreiben der Ausgleichskasse vom 6. November 2017 mit ihren Antworten zur Wohnsituation ein. Am 31. Juli 2020 reichte sie in weiteres Schreiben der Ausgleichskasse vom 9. Mai 2019 betreffend die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums ein (act. G 3.1.14). Die EL-Bezügerin hatte darin am 26. Juni 2019 ebenfalls angegeben, dass sie mit ihrem Konkubinatspartner und mit ihrer Tochter zusammenwohne. Mit einem Entscheid vom 10. Dezember 2020 hiess die EL-Durchführungsstelle die Einsprache teilweise gut. Sie reduzierte die Rückforderung von Ergänzungsleistungen von Fr. 6'265.-- um Fr. 320.-- auf Fr. 5'945.--. Die Rückforderung von Krankheits- und Behinderungskosten von Fr. 2'643.70 reduzierte sie um Fr. 1'914.-- auf Fr. 729.70. Im Übrigen wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache ab. Zur Begründung gab sie an, in einem ersten Schritt sei zu prüfen, ob sie wiedererwägungsweise (Art. 53 Abs. 2 ATSG) auf die Verfügungen vom 14. August 2017, 18. Dezember 2017, 14. Februar 2019, 9. Mai 2018, 20. Dezember 2018, 7. März 2019 und 19. Dezember 2019 habe zurückkommen und die Mietausgaben habe anpassen dürfen. Unbestritten sei, dass die Tochter der EL-Bezügerin durchgehend im gleichen Haushalt wie die EL-Bezügerin und deren Konkubinatspartner gelebt habe. Entsprechend sei der Mietzins auch auf die Tochter aufzuteilen, womit bei der EL-Bezügerin seit Mai 2017 lediglich noch Mietzinsausgaben von Fr. 8'280.-- (unter Berücksichtigung der nicht anrechenbaren Kosten für den Aussenabstellplatz von Fr. 40.-- und den Tiefgaragenplatz von Fr. 80.--) anstelle von Fr. 12'420.-- anerkannt werden könnten. Ausgehend davon seien die genannten Verfügungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung sei von erheblicher Bedeutung. Die jährlichen Ergänzungsleistungen seien zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn eine voraussichtlich längere Zeit dauernde Verminderung oder Erhöhung der vom ELG anerkannten Ausgaben und anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermögens eintrete (Art.”
“L'assureur est tenu d'indiquer la possibilité d'une remise dans la décision de restitution (al. 2). 4.3.2 L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). À cet égard, la jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle (art. 53 al. 1 LPGA), à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond (art. 53 al. 2 LPGA), à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 et la référence). L'obligation de restituer des PC indûment touchées et son étendue dans le temps n'est pas liée à une violation de l'obligation de renseigner (ATF 122 V 134 consid. 2e). Il s'agit simplement de rétablir l'ordre légal après la découverte du fait nouveau (arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 consid. 5.1). La non-prise en compte d'une succession non partagée dans le calcul des PC constitue sans aucun doute un motif de reconsidération selon l'art. 53 al. 2 LPGA et entraîne en principe, si la rectification de la décision initiale d’octroi de PC revêt une importance notable, l'obligation de restituer les prestations indûment perçues conformément à l’art. 25 al. 1, 1ère phr., LPGA (arrêt du Tribunal fédéral 9C_567/2016 précité consid.”
“Rubin, Commentaire, art. 81 n. 13 et art. 85 n. 16). 4.4 Ce qui précède vaut d'ailleurs indépendamment du fait que, dans sa décision du 12 mai 2021, l'intimé avait d'abord admis un droit aux indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail de juin à novembre 2021. Cet acte avait en effet été prononcé sous réserve du respect des conditions de l'art. 39 LACI, qui, comme évoqué et par renvoi à l'art. 31 al. 3 LACI, se rapporte notamment au droit à l'indemnité pour les travailleurs sur appel. D'ailleurs, cette réserve exclut d'emblée que la recourante puisse se prévaloir d'un droit acquis aux indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail (voir à cet égard: ATF 137 V 105 c. 7.2). En outre, même si cette réserve n'avait pas été formulée, l'intimé aurait néanmoins été fondé à reconsidérer cette décision. En effet, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA; ATF 107 V 180 c. 2b; DTA 2000 p. 208 c. 3b; TF 8C_18/2017 du 4 mai 2017 c. 3.2.2). En l'espèce toutefois, force est de constater que l'acte du 12 mai 2021 a été rendu dans l'ignorance des déclarations de la recourante quant aux rapports de travail de ses employés. Si la nature de ceux-ci n'était certes pas pertinente lors de ce prononcé (puisque l'ordonnance COVID-19 assurance-chômage permettait alors de reconnaître le droit aux prestations en faveur des travailleurs sur appel, sans qu'il ne soit nécessaire que des mesures des autorités aient, en sus, empêché la reprise totale du travail), elle l'est devenue dès juillet, avec l'introduction de cette nouvelle condition, l'intimé ayant nié qu'elle ait été réalisée. Or, il n'a pu avoir conscience de la portée de cette condition qu'après que la recourante ait admis qu'elle employait des travailleurs sur appel, soit le 14 décembre 2021 (voir c. 5.2.1). A cette date et à l'invitation de la caisse de chômage, la recourante avait remis un questionnaire, dans lequel il était indiqué pour la première fois depuis mars 2020 qu'elle employait des travailleurs sur appel.”
“Gemäss dem kraft Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG auch im AHV-Beitragsbereich anwendbaren Art. 53 ATSG können die Ausgleichskassen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, dies im Rahmen einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG [nachträgliches Entdecken erheblicher neuer Tatsachen oder Auffinden von Beweismitteln, deren Beibringung zuvor nicht möglich war]) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG [zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Verfügungen oder Einspracheentscheide und erhebliche Bedeutung der Berichtigung]). Dass es eines der beiden Rückkommenstitel bedarf, gilt auch, wenn ein formell rechtskräftig festgestelltes Beitragsstatut rückwirkend geändert werden soll (BGE 143 V 177 E. 3.5 mit weiteren Hinweisen).”
Citation : LPGA art. 53 n. 418 Pour les prestations attribuées de manière informelle, un recouvrement direct n'est possible que pendant une périoÞ correspondant au délai de recours applicable aux décisions formelles. Par la suite, le recouvrement ne peut s'opérer que par l'intermédiaire d'un titre permettant de revenir sur la décision, notamment par réexamen administratif ou par révision judiciaire.
“Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochener Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
Des situations particulières peuvent entraîner un examen au titre de l'art. 53 al. 2 LPGA, mais ce n'est pas automatique. Ainsi, la question de la manifestation (p. ex. en cas de TSPT) peut motiver un réexamen, la jurisprudenÎ l'examinant toutefois avì retenue. Une déclaration de rechute autorise l'assuranÎ à procéder à une nouvelle vérification matérielle des conditions d'octroi des prestations, sans qu'il soit nécessaire de se fonder obligatoirement sur l'art. 53 al. 2 LPGA. Les modifications de la législation ou de la jurisprudenÎ ne justifient pas automatiquement un réexamen au titre de l'art. 53 al. 2 LPGA ; l'application de cet al. 2 doit être examinée de manière restrictive à cet égard. Le caractère significatif de la rectification est, en règle générale, constitué pour les prestations périodiques. En revanche, l'octroi rétroactif d'une rente peut souvent constituer un fait nouveau et significatif qui justifie plutôt une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA).
“Offen bleiben kann somit die Frage, ob nicht auch ein Grund für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der rentenzusprechenden Verfügung vom 12. Juli 2011 (Urk. 6/48) vorliegen würde. Die zum damaligen Zeitpunkt geltende Rechtsprechung hielt fest, eine posttraumatische Belastungsstörung müsse sich innert sechs Monaten seit dem schwerwiegenden Trauma manifestieren (Urteile 8C_103/2007 vom 17. August 2007 E. 3.3 und 9C_955/2008 vom 8. Mai 2009 E. 4.3.1; Urteile des damaligen Eidg. Versicherungsgerichts I 894/06 vom 16. Oktober 2007 E. 4, I 203/06 vom 28. Dezember 2006 E. 4.3 und I 715/05 vom 27. Januar 2006 E. 6.2; vgl. auch Urteil des damaligen Eidg. Versicherungsgerichts I 270/06 vom 8. Juni 2007 E. 3.1) und eine Ausnahme von dieser Latenz von höchstens sechs Monaten gelte nur, sofern die klinischen Merkmale typisch seien und keine andere Diagnose gestellt werden könne (vgl. Urteil 8C_103/2007 vom 17. August 2007 E. 3.3 und Urteil des damaligen Eidg. Versicherungsgerichts I 715/05 vom 27. Januar 2006 E. 6.2). In E. 4.2 von BGE 142 V 342 führte das Bundesgericht ausserdem aus, in den dort zitierten früheren Entscheiden in Zusammenhang mit posttraumatischen Belastungsstörungen sei verschiedentlich die Anwendbarkeit der Überwindungskriterien bejaht worden.”
“Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, nach der Rückfallmeldung vom 6. Januar 2015 (Urk. 12/A32) sämtliche Voraussetzungen für ihre Leistungspflicht, namentlich auch den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang, ohne Bindungswirkung an den Einspracheentscheid vom 22. November 2001 (Urk. 12/A17) zu überprüfen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin musste sie sich dabei auch nicht auf eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG oder auf eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG berufen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2010 vom 25. Oktober 2010 E. 4.5). Dies bedeutet auch, dass die Beschwerdegegnerin entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bei der Beurteilung ihrer Leistungspflicht nicht an die Stellungnahme des beratenden Arztes Dr. D.___ vom 13. November 2001 gebunden war, auf welche sie sich noch im Einspracheentscheid vom 22. November 2001 gestützt hatte (Urk. 12/A17 S. 3) und der von einer richtunggebenden Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung am linken Kniegelenk durch das Unfallereignis vom 22. Januar 1999 ausging (Urk. 12/M9). Diese Stellungnahme ist vielmehr zusammen mit den übrigen medizinischen Einschätzungen beweisrechtlich zu würdigen, was die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. März 2019 (Urk. 2) denn auch getan hat.”
“Die rechtskräftige Verneinung der Unfallkausalität eines Leidens führt - vorbehältlich der prozessualen Revision (wegen Entdeckung erheblicher neuer Tatsachen oder Auffinden von Beweismitteln, deren Beibringung zuvor nicht möglich war; Art. 53 Abs. 1 ATSG; ARV 2008 Nr. 16 S. 245 E. 2.2 [8C_93/2007]) oder der Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit; Art. 53 Abs. 2 ATSG; SVR 2010 IV Nr. 5 S. 10 E. 2 [8C_1012/2008]) - zur Ablehnung sämtlicher künftiger Leistungsbegehren aufgrund dieses Leidens; dies gilt auch hinsichtlich geltend gemachter Rückfälle oder Spätfolgen (RKUV 1998 Nr. U 310 S. 463 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_359/2013 vom 27. August 2013 E. 5.1 f.).”
“L’assuré qui a touché des indemnités de chômage et perçoit ensuite, pour la même période, une rente ou des indemnités journalières au titre de l’assurance-invalidité, de la prévoyance professionnelle, de la loi du 25 septembre 1952 sur les allocations pour perte de gain, de l’assurance militaire, de l’assurance-accidents obligatoire, de l’assurance-maladie ou des allocations familiales légales, est tenu de rembourser les indemnités journalières versées par l’assurance-chômage au cours de cette période. En dérogation à l’art. 25, al. 1, LPGA, la somme à restituer se limite à la somme des prestations versées pour la même période par ces institutions (art. 95 al. 1bis LACI). En cas de versement rétroactif de prestations des assurances sociales précitées, la restitution s’opère par compensation, au sens de l’art. 94 al. 1 LACI). Une prestation accordée sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peut être répétée que lorsque les conditions d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA (cf. Boris Rubin, op. cit., n. 16 ad art. 95 p. 612 et les références citées). Indépendamment des montants en cause, une décision entrée en force formelle est soumise à révision lorsque l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant. Ainsi, l’attribution d’une rente rétroactive d’invalidité constitue un fait nouveau important que la caisse de chômage n’est pas censée connaître et qui justifie une révision de la décision de versement des prestations (cf. Boris Rubin, op. cit., n. 18 ad art. 95 p. 613). bb) En l’occurrence, après avoir été indemnisé par l’assurance-chômage dès le 19 mars 2015, le recourant a rétroactivement été mis au bénéfice notamment d’une rente entière (invalidité 100 %) dès le 1er février 2014 (après trois mois) et un quart de rente (invalidité de 46 %) à partir du 1er mai 2015 (après trois mois), selon le projet de décision de l’OAI du 16 février 2017.”
“Das Bundesgericht berücksichtigt Folgendes von Amtes wegen (vgl. vorangehende E. 1.2) : Der mittels Neuanmeldung geltend gemachte Rentenanspruch setzt jedenfalls voraus, dass hinsichtlich der Verfügung vom 20. März 2018, mit der ein Rentenanspruch verneint wurde, ein Rückkommenstitel besteht. Dafür fallen neben der materiellen Revision analog Art. 17 Abs. 1 ATSG (bei nachträglicher tatsächlicher Unrichtigkeit) grundsätzlich auch weitere Institute wie die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (bei anfänglicher tatsächlicher Unrichtigkeit) und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (bei anfänglicher rechtlicher Unrichtigkeit) alternativ in Betracht (vgl. Urteile 9C_269/2024 vom 28. Juni 2024 E. 2.2; 9C_73/2023 vom 21. November 2023 E. 3.2; 8C_594/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.2). Die Rechtsprechung gemäss BGE 145 V 215 (vgl. vorangehende E. 2.4) bildet keinen hinreichenden Anlass, um vom Grundsatz der Nichtanpassung eines formell rechtskräftigen Verwaltungsentscheides an eine geänderte Rechtspraxis abzuweichen und auf eine Neuanmeldung zum Leistungsbezug einzutreten (BGE 147 V 234 E. 6). Als Rückkommenstitel im konkreten Fall kommt (mangels gegenteiliger Anhaltspunkte) einzig die materielle Revision zufolge eines verschlechterten Gesundheitszustandes in Frage (vgl. vorangehende E. 2.3).”
“A ce sujet, les directives du SECO précisent que, lorsqu'un assuré prend une activité dont le salaire est réputé convenable et l’exerce pendant au moins une période de contrôle, il est considéré comme étant sorti du chômage et le revenu qu’il retire de cette activité ne peut être considéré comme un gain intermédiaire (Bulletin LACI IC Marché du travail / assurance-chômage, C139). 6. La perte de gain est une condition essentielle du droit à la compensation de la perte de gain comme aussi à la compensation de la différence. Il y a perte de gain ouvrant droit à indemnité si le revenu réalisé est inférieur au montant de l’indemnité de chômage à laquelle a droit l'assuré. Il s'ensuit qu'une perte de gain ne dépassant pas 20 ou 30% du gain assuré n'ouvre pas droit à l'indemnité puisqu'elle reste dans les normes du travail convenable selon l'art. 16 LACI (Bulletin LACI IC Marché du travail / assurance-chômage, B94). 7. Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi des art. 1 al. 1 et 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 7.1. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3, 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1, et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 7.2. En vertu de l’art.”
“La situation du cas d’espèce est similaire à celle qui est à la base de l'arrêt précité de la CEDH du 11 octobre 2022, dans la mesure où la rente de veuf du recourant a également été supprimée uniquement en raison de la majorité de son plus jeune enfant. Toutefois, il est établi que la rente du recourant a été supprimée par décision du 10 mai 2016, qui est entrée en force. Conformément à la jurisprudence précitée, l’arrêt de la CEDH du 11 octobre 2022 ne justifie pas une reconsidération de la décision du 10 mai 2016. Par ailleurs, le recourant ne s'est prévalu d'aucun fait nouveau ni d'aucun moyen de preuve nouveau, de sorte que les conditions d'une révision (art. 53 al. 1 LPGA) ne sont pas remplies. L'arrêt du Tribunal des assurances du canton de Saint-Gall invoqué par le recourant porte sur un cas similaire (cf. AHV 2023/1 du 17 août 2023). La décision judiciaire cantonale a cependant été annulée par Tribunal fédéral, qui a jugé qu'elle violait le droit fédéral (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_543/2023 du 29 février 2024 consid. 4). Comme indiqué précédemment, la Haute Cour a jugé que les conditions d'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'étaient pas remplies. Les conditions d'une révision procédurale et celles d'une reconsidération n'étant pas remplies, le recourant n'a pas droit à une reprise du versement de la rente de veuf. Le recours doit en conséquence être rejeté. 5. 5.1 Sous réserve d’exceptions ici non réalisées, la procédure en matière d’assurances sociales, en particulier d’AVS, est gratuite pour les parties (art. 61 let. a aLPGA ; art. 89H al. 1 LPA). 5.2 Il n’y a pas lieu d’allouer d’indemnité de procédure au recourant, dès lors qu’il n’obtient pas gain de cause (art. 61 let. g LPGA ; art. 89H al. 3 LPA), ni à la caisse intimée, dès lors qu’il s’agit d’une administration publique dotée d’un service juridique (Jean METRAL, in Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 98 et 100 ad art. 61 ; Stéphane GRODECKI / Romain JORDAN, Code annoté de procédure administrative genevoise, 2017, n. 1041). * PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1.”
En cas de décisions formellement définitives manifestement erronées, l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur celles-ci et réclamer le remboursement des sommes versées, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA ; à cet égard, la faute ou la bonne foi des assurés n'est pas déterminante pour la question objective du remboursement.
“Par ailleurs, soulignons que la jurisprudence a considéré que si, nonobstant ce qui précède, il devait y avoir lieu de tenir compte du loyer tel que prévu dans le bail comme dépense, la renonciation du partenaire ou de l'ami devrait quant à elle être comptabilisée comme revenu, au titre d'une autre prestation périodique selon l'art. 11 al. 1 let. d LPC (cf. ATF 139 V 574 consid. 3.3.3). 4. 4.1. A teneur de l'art. 25 al. 1 1ère phrase de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 4.2. Il résulte du considérant 3 que les PC versées pour la période d'octobre 2016 à mai 2020 qui tenaient compte d'un loyer supérieur à celui effectivement versé l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA. La recourante allègue toutefois avoir communiqué à l'autorité intimée toutes les pièces nécessaires à l'examen de son dossier, dont le contrat de bail et l'arrangement avec le bailleur, de sorte qu'on ne saurait lui reprocher une violation de son obligation de renseigner. A ce stade, il n'est toutefois pas déterminant pour l'examen (objectif) de la question de savoir si une prestation doit être restituée, de savoir si l'assurée était de bonne foi, si elle a violé ou non une obligation de renseigner, si elle aurait dû se rendre compte du caractère indu de la prestation touchée, etc.”
Citation : LPGA art. 53 n. 415 La récupération des prestations indûment versées peut également être régularisée en application de l'art. 53 al. 2 LPGA, pour autant que les conditions de cet article soient remplies (voir affaire du Tribunal administratif fédéral (TAF) — recouvrement d'indemnités de chômage partiel indûment versées).
“Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-801/2022 vom 18. September 2023 E. 6.1). Materiell erfolgte die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung an Q._______, wie oben (E. 4.7) dargelegt, für die Abrechnungsperioden ab Juni 2020 eindeutig zu Unrecht. Unbestrittenermassen erhielt die Beschwerdeführerin fälschlicherweise auch Kurzarbeitsentschädigungen aufgrund nicht korrekter Deklaration von Feiertagsabwesenheiten und Sollstunden. Daher erweist sich die streitige Rückforderung von Fr. [...] als rechtmässig. Nach Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG fordert die Kasse zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeitsentschädigungen vom Arbeitgeber zurück (vgl. auch Art. 83a Abs. 3 AVIG); die Berichtigung ist auch angesichts des Betrags von erheblicher Bedeutung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 414 Conformément à la LPGA art. 53 al. 2, l'assureur peut revenir sur une décision devenue formellement définitive lorsqu'elle est manifestement erronée et que sa rectification est d'une importanÎ considérable. La jurisprudenÎ a confirmé cette solution en approuvant la demanÞ de remboursement de prestations indûment versées d'un montant important (en l'espèÎ CHF 180'436.05).
“Ce n’est au demeurant que par lettre du 17 juin 2019, soit près d’une année après la déclaration d’accident-bagatelle du 28 juin 2018, que Generali a informé l’assuré qu’elle continuerait de prester, dorénavant à titre provisoire et en sa qualité d’assureur-accidents LAA. L’on peut dès lors partir du principe que, durant cet intervalle, l’assuré ne pouvait se douter que le nombre d’indemnités journalières auquel il avait droit serait en définitive calculé selon la police d’assurance perte de gain maladie et, semble-t-il, inférieur à celui prévu par la police d’assurance-accidents obligatoire. 11.6. Cela étant, la rectification de cette erreur revêt par ailleurs une importance notable puisqu’elle porte sur des prestations représentant la somme de CHF 180'436.05, dont CHF 167'706.70 d’indemnités journalières que le recourant ne conteste pas avoir perçues, soit en très grande partie sur des prestations périodiques. 11.7. Par conséquent, Generali était en droit de revenir sur sa décision du 17 juin 2019 dont les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA étaient en l’espèce remplies. 11.8. Il s’agit là de la première des trois étapes distinctes – décrites ci-dessus – de la procédure de restitution de l’art. 25 LPGA, Generali ayant d’ores et déjà annoncé que la deuxième étape serait réalisée ultérieurement par le biais d’une procédure séparée. C’est pourquoi la Cour peine à saisir en quoi la décision querellée ne permettrait pas à l’assuré de comprendre si Generali entend se conformer à la procédure de restitution en trois étapes exigée par la jurisprudence, ce à quoi cette dernière a répondu par l’affirmative. Le grief d’"arbitraire, violation de la LPGA et des dispositions légales connexes" dirigé à ce sujet par l’assuré à l’encontre de Generali est ainsi infondé. 11.9. Il s’ensuit que la décision sur opposition attaquée doit aussi être confirmée en tant qu’elle retient que les prestations déjà versées par Generali en sa qualité d’assureur-accidents l’ont été indument et que les conditions d’une reconsidération sont remplies. 11.10. Sur ce dernier point, il y a lieu de préciser que, dans ses observations du 22 octobre 2022, Generali a expliqué avoir avancé 885 indemnités journalières LAA sur la période du 15 septembre 2017 au 31 mars 2020 alors que, dans le cadre du contrat d’assurance perte de gain maladie, l’assuré aurait eu droit à un maximum de 730 indemnités par cas d'assurance.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 413 Début du délai relatif de 90 jours : déterminant est le moment à partir duquel la partie a une connaissanÎ certaine du nouveau fait important ou de la pièÎ probante décisive. De simples présomptions ou rumeurs ne suffisent pas. Il n'est pas nécessaire de pouvoir déjà prouver définitivement le fait nouveau ; il suffit d'une connaissanÎ fondée sur des bases sûres.
“La révision suppose ainsi la réalisation de cinq conditions: 1) le requérant invoque un ou des faits; 2) ce ou ces faits sont "pertinents", dans le sens d'importants ("erhebliche"), c'est-à-dire qu'ils sont de nature à modifier l'état de fait qui est à la base du jugement et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte; 3) ces faits existaient déjà lorsque le jugement a été rendu: il s'agit de pseudo-nova (unechte Noven), c'est-à-dire de faits antérieurs au jugement ou, plus précisément, de faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables; 4) ces faits ont été découverts après coup ("nachträglich"), soit postérieurement au jugement ou, plus précisément, après l'ultime moment auquel ils pouvaient encore être utilement invoqués dans la procédure principale; 5) le demandeur n'a pas pu, malgré toute sa diligence, invoquer ces faits dans la procédure précédente (voir ATF 144 V 258 consid. 2.1; 143 III 272 consid. 2.2 et les références; arrêt TF 8C_562/2019 du 16 juin 2020 consid. 3.2). La question de savoir si le motif allégué remplit les conditions posées pour une révision ne concerne pas la recevabilité de la demande; en effet, il est évident que si un motif de révision est réalisé, la demande n'est pas simplement recevable, mais doit être admise (voir arrêt TF 4C.111/2006 du 7 novembre 2006 consid. 1.1 et les références). 2.3. La révision procédurale d’une décision administrative, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, est soumise aux délais prévus par l'art. 67 al. 1 PA, applicable par renvoi de l'art. 55 al. 1 LPGA, à savoir un délai relatif de 90 jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (arrêts TF 8C_434/2011 consid. 3; U 43/05 du 31 octobre 2005 consid. 2 et les références). Conformément à la pratique, le délai relatif de 90 jours commence à courir dès le moment où le demandeur dispose d’une connaissance suffisamment sûre des pseudo-nova qu’il invoque (« sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache […] vorhanden ist ») et non pas à partir du moment où il est en mesure d’en apporter la preuve certaine. De simples suppositions ou des rumeurs ne suffisent par contre pas et ne sont pas susceptibles de faire débuter le délai (ATF 143 V 105 consid. 2.4, arrêt TF 9C_2/2018 du 1er mars 2018 consid. 4) La question du respect du délai relatif de 90 jours dès la découverte du motif de révision relève de la recevabilité de la demande de révision.”
“Il peut également arriver que le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les clarifications nécessaires ont été effectuées ou auraient pu être effectuées avec les efforts nécessaires et raisonnables (Kieser, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4e éd., 2020, n. 40 ad. art. 53 LPGA). Le moment à partir duquel la partie aurait pu découvrir le motif de révision invoqué se détermine selon le principe de la bonne foi. Le délai de 90 jours commence à courir dès le moment où la partie a une connaissance suffisamment sûre du fait nouveau ou du moyen de preuve déterminant pour pouvoir l'invoquer, même si elle n'est pas en mesure d'en apporter une preuve certaine ; une simple supposition ou voire même des rumeurs ne suffisent pas et ne sont pas susceptibles de faire débuter le délai de révision (Moser-Szeless, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 60ss ad art. 53). 7. Discussion quant à l’annulation de l'indemnité de chômage Est en l’espèce litigieuse la suppression rétroactive des prestations de chômage. En d'autres termes, il convient de déterminer si la Caisse était en droit de procéder à la révision (art. 53 al. 1 LPGA) ou à la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) des indemnités journalières qu'elle avait octroyées du 1er janvier au 10 octobre 2018 et du 26 février au 31 mai 2019. 7.1. Cela justifie, dans un premier temps, de rappeler les motifs ayant conduit SYNA à reconnaître à son assuré le droit à l'indemnité de chômage. Il ressort des formulaires de demande d'indemnité de chômage du 3 janvier 2018 et du 5 mars 2019 que l'assuré déclarait être sans emploi mais disposé à travailler à plein temps. Il a également toujours nié obtenir "un revenu d'une activité salariée ou indépendante" (dossier SYNA, p. 278 et 553). Durant les mois où il s'est vu verser une indemnité de chômage, il ne faisait pas mention d'un travail dans la plupart des différents formulaires d'"indications de la personne assurée". Il a uniquement évoqué une activité indépendante du 13 août au 24 août 2018 et du 10 septembre au 14 septembre 2018 ainsi qu'une incapacité de travail du 20 septembre au 3 octobre 2018 et du 2 au 25 mai 2019 (dossier SYNA, p.”
“Es habe stets eine invalidenversicherungsrechtlich bedeutsame gesundheitliche Beeinträchtigung vorgelegen. Wiedererwägungsgründe seien bei dieser Sachlage nicht gegeben, was auch eine Rückforderung von bereits erbrachten Leistungen verbiete. Es seien vielmehr die gesetzlichen Leistungen weiterhin auszurichten (Urk. 41 S. 2 ff.). 3. 3.1 Zunächst ist zu klären, welcher Rückkommenstitel dem angefochtenen Entscheid zu Grunde liegt. Die Beschwerdegegnerin machte in der Verfügung unklare Angaben. Zum einen sprach sie von einer Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (Urk. 1 S. 2), zum anderen von einer Revision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG und davon ausgehend von einer Leistungsanpassung gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; Urk. 2 S. 2). Der Beschwerdeführer geht demgegenüber von einer prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG aus, macht aber geltend, die hierfür massgebliche Frist ab Entdeckung des Revisionsgrundes sei verpasst worden (Urk. 1 S. 12 Rz 7). 3.2 3.2.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen). Der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, bestimmt sich grundsätzlich nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist.”
“Formell rechtskräftige Verfügungen sind in (prozessuale) Revision zu ziehen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Solche neue Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil 9C_321/2020 vom 2. Juli 2021 E. 4.1). Grundsätzlich bestimmt sich der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Die relative 90-tägige Revisionsfrist beginnt zu laufen, sobald bei der Partei, die sich auf einen Revisionsgrund beruft, eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Sind zur Erlangung der sicheren Kenntnis medizinische Abklärungen erforderlich, so hat die Verwaltung diese innert angemessener Frist durchzuführen. Tut sie dies nicht, ist der Beginn der relativen 90-tägigen Frist auf den Zeitpunkt festzusetzen, in welchem die Verwaltung ihre unvollständige Kenntnis mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätte hinreichend ergänzen können (BGE 143 V 105 E.”
“Les premiers juges ont exposé de manière complète les règles relatives à la révision procédurale d'une décision administrative dans le domaine des assurances sociales, ainsi qu'au respect du délai relatif de 90 jours dès la découverte du motif de révision (art. 53 al. 1 LPGA; art. 67 al. 1 PA, applicable en vertu du renvoi de l'art. 55 al. 1 LPGA; ATF 143 V 105 consid. 2.4; voir aussi ATF 144 V 258 consid. 2.1). Il suffit d'y renvoyer. A la suite de l'instance précédente, on rappellera que le moment à partir duquel la partie aurait pu découvrir le motif de révision invoqué se détermine selon le principe de la bonne foi. Le délai de 90 jours commence à courir dès le moment où la partie a une connaissance suffisamment sûre du fait nouveau ou du moyen de preuve déterminant pour pouvoir l'invoquer, même si elle n'est pas en mesure d'en apporter une preuve certaine; une simple supposition voire des rumeurs ne suffisent pas et ne sont pas susceptibles de faire débuter le délai de révision (cf. arrêts 8C_665/2020 du 8 juin 2021 consid. 5.2; U 120/06 du 13 mars 2007 consid. 4.1; U 465/04 du 16 juin 2005 consid. 1 et 2.2).”
En cas d'annulation ou de réduction rétroactive d'une rente (p. ex. à la suite d'une révision de rente), la récupération des prestations indûment perçues suffit en principe ; un titre distinct de réexamen au sens de l'art. 53 LPGA n'est pas nécessairement requis en sus lorsque, rétroactivement, le fondement du droit à la prestation disparaît. Toutefois, si des faits nouveaux ou des éléments de preuve importants sont communiqués ultérieurement, l'art. 53 LPGA (révision/réexamen) peut s'appliquer.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Die Voraussetzung für eine Rückforderung ist bei einer Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben, falls sie gemäss Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV rückwirkend erfolgt (BGer 9C_245/2012, E. 5.1.1). Ein (zusätzlicher) Rückkommenstitel im Sinne einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision gemäss Art. 53 ATSG ist diesfalls nicht erforderlich (vgl. Entscheid des BGer vom 22. April 2013, 8C_127/2013, E. 5). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Für den Beginn der relativen einjährigen Verwirkungsfrist ist nicht das erstmalige unrichtige Handeln und die daran anknüpfende unrechtmässige Leistungsausrichtung massgebend. Unter der Wendung „nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat“, ist der Zeitpunkt zu verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen, oder mit andern Worten, in welchem sich der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grundsatz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs (BGE 140 V 521 E. 2.1 S. 525; SVR 2011 EL Nr.”
“Dans les propositions thérapeutiques, une infiltration radiocarpienne au poignet droit est envisagée de même qu’une opération de libération du nerf ulnaire et du nerf radial à l’arcade de Frohse ; il s’agit de toute évidence de suggestions, sans fixation de date pour une éventuelle opération. Compte tenu de ces éléments, la chambre de céans ne peut pas retenir, au degré de la vraisemblance prépondérante, que la situation médicale du recourant s’est modifiée. Il résulte de ce qui précède que c’est à juste titre que la SUVA a mis fin au versement de la rente d’invalidité à compter du 1er juin 2022. 11. Reste à examiner le bien-fondé de la décision de restitution. 11.1 Selon l’art. 25 al. 1 1re phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, il faut pour cela que les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision initiale soient remplies (ATF 130 V 380 consid. 2.3.1, ATF 130 V 318 consid. 5.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_469/2013 du 24 février 2014 consid. 2, non publié à l’ATF 140 V 70, mais in : SVR 2014 UV n° 14 p. 44 ; dans les deux cas avec références). En vertu de l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvrent subséquemment des faits nouveaux importants ou trouvent des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). En l’état, des faits nouveaux importants ont été découverts par la SUVA, à savoir une reprise de travail à 100% dès le 1er juin 2022. Lesdits faits sont importants et postérieurs à la décision d’octroi de la rente de 2014 entrée en force. Ils revêtent de surcroît une importance notable dès lors qu’il s’agit du versement de prestations mensuelles d’un montant (en 2023) de CHF 912.05. 11.2 S’agissant de la restitution du trop-perçu, la suppression ou la réduction d’une rente d’invalidité de l’assurance-accidents intervient avec effet rétroactif (« ex tunc ») et les mensualités perçues ainsi indûment doivent être restituées même s'il n'y a pas eu violation de l'obligation d'annoncer (ATF 142 V 259 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 411 Pour les décisions devenues formellement définitives, un recouvrement n'est possible que si les conditions de la révision prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies, c.-à-d. que la décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 410 Pour les prestations pécuniaires formellement revêtues de l'autorité de la chose jugée, une demanÞ de remboursement n'est possible que si la décision est indubitablement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Le jugement de la cause incombe donc à un juge unique de la Cour des affaires de langue française du TA (art. 54 al. 1 let. c et art. 57 al. 1 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l'organisation des autorités judiciaires et du Ministère public [LOJM, RSB 161.1]). 1.5 Le Tribunal examine librement la décision contestée et n'est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et art. 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 95 al. 1 LACI en relation avec l'art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 147 V 417 c. 4.2, 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.2 Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Il faut que le moyen de preuve n'apporte pas uniquement une nouvelle appréciation de l'état de fait, mais qu'il serve à la détermination de cet état de fait. Il doit donc s'agir d'un élément de fait qui fasse paraître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes (ATF 138 V 324 c. 3.2). Les faits et moyens de preuve nouveaux au sens de l'art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 409 S'il est produit de nouveaux faits ou éléments de preuve qui sont encore incertains ou insuffisants, l'administration doit, lorsqu'il existe des indices correspondants, procéder aux investigations nécessaires dans un délai raisonnable. Cela peut — selon le cas — inclure le recours à des experts (p. ex. un expert psychiatrique). Le délai d'ouverture de la révision ne commenÎ qu'à compter du moment où les pièces essentielles à l'appréciation sont disponibles, ou lorsque l'administration aurait pu les obtenir en faisant preuve de la diligenÎ requise.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références citées; DTA 2006 p. 218 et DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 10.2. Le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020). Il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 133 V 579 consid. 4.1; 119 V 431 consid. 3a). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
“Dans un cas dans lequel la question déterminante sous l’angle de la révision était de savoir à partir de quand la personne assurée présentait ou ne présentait plus un trouble de stress post-traumatique, le Tribunal fédéral a considéré que l’assureur-accidents n’avait eu une connaissance suffisante de la réponse qu’après que cette question ait été tranchée en instance fédérale à l’issue de la procédure en matière d’assurance-invalidité. Aussi, le délai de 90 jours pour la révision de la décision de l’assurance-accidents ne pouvait courir qu’après que l’assureur-accidents ait pris connaissance de l’arrêt fédéral (ATF 143 V 105 consid. 2.5.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 61 ad art. 53 LPGA). Par ailleurs, selon la jurisprudence, il appartient à la partie qui présente une requête de révision de rendre vraisemblable l’existence de faits ou moyens de preuve nouveaux (ATF 127 V 353 consid. 5b). Si elle n’y parvient pas, la demande de révision doit être rejetée par l’assureur social (arrêt du Tribunal fédéral 8C_797/2011 du 15 février 2012 consid. 5.2). En particulier, celui-ci n’est pas tenu d’établir à nouveau les faits de manière complète au sens de l’art. 43 LPGA et de rechercher de manière active des nouveaux faits ou moyens de preuve (arrêt du Tribunal fédéral 9C_955/2012 du 13 février 2013 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Au contraire, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard. Tel est le cas lorsqu’une observation de la personne assurée a été mise en place, les résultats de la surveillance devant en principe être appréciés par un médecin (arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.17 63). Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.36 140 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n.”
“Enfin, la question du diagnostic n’est pas décisive en présence de plausibles nouvelles limitations fonctionnelles et d’une péjoration de l’état de santé psychique tout de même attestée par deux psychiatres différents (dissociation, difficultés dans le suivi des routines et des règles de la vie courante, isolement social, interaction en groupe). d) Aussi, c’est de manière contraire au droit fédéral que l’office intimé a refusé d’entrer en matière sur la nouvelle demande de prestations déposée par le recourant, si bien qu’il convient de renvoyer la cause à cet office afin qu’il entre en matière sur la nouvelle demande de prestations puis, conformément au principe inquisitoire qui régit la procédure dans le domaine des assurances sociales (art. 43 al. 1 LPGA), mette en œuvre les mesures d’instruction idoines aux fins d’éclaircir la situation sur le plan psychiatrique, le cas échéant par le biais d’une expertise. 6. a) L’institution de la révision au sens de l’art. 17 LPGA, qui suppose un changement de circonstances, doit être distinguée de deux autres institutions voisines, prévues à l’art. 53 LPGA, qui permettent également de modifier une décision pourvue de l’autorité de chose jugée. Il s’agit d’une part de la reconsidération, qui implique que la décision (administrative) initiale était manifestement erronée, et, d’autre part, de la révision procédurale de la décision initiale, qui suppose la découverte de faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (Moser-Szeless, Commentaire romand LPGA, no 6 ad art. 17 LPGA). La révision procédurale de jugement est quant à elle régie par l’art. 61 let. i LPGA, lequel prévoit que la procédure cantonale devant le tribunal cantonal des assurances sociale est réglée par le droit cantonal, qui doit prévoir que les jugements sont soumis à révision si des faits ou moyens de preuve nouveaux sont découverts ou si un crime ou un délit a influencé le jugement. b) La procédure devant le tribunal cantonal institué pour connaître du contentieux relatif au droit des assurances sociales, conformément aux art.”
Avis de procédure : les demandes de révision doivent être présentées en temps utile et être manifestement identifiables comme telles ; une lettre qui n'est pas expressément qualifiée de requête en révision ou qui n'expose pas les conditions requises peut compromettre les chances de succès. Dans la mesure où un retour selon l'art. 53 al. 2 LPGA est exclu (res iudicata), une requête en révision formulée par analogie peut devoir être adressée ou transmise à l'instanÎ supérieure compétente.
“April 2021 handelt es sich demgegenüber um ein Abbild bzw. um eine Darlegung des aktuellen Gesundheitszustands der Versicherten. Die darin enthaltenen Ausführungen bildeten noch keine hinreichende Basis für Sachverhaltsfeststellungen zur gesundheitlichen Situation, die geeignet wären, die ursprüngliche Beurteilung von Dr. D. vom 27. Februar 2017 infrage zu stellen. Zu berücksichtigen gilt es nun aber, dass sich der Rechtsvertreter der Versicherten daraufhin zwar mit Schreiben vom 22. Dezember 2021 innerhalb einer Frist von 90 Tagen an die Beschwerdegegnerin wandte. Das besagte Schreiben wurde jedoch weder als Gesuch um prozessuale Revision betitelt noch äusserte es sich inhaltlich zu den hierfür erforderlichen Voraussetzungen nach Art. 53 Abs. 1 ATSG. Erst mit Schreiben vom 26. April 2022 wurde explizit um prozessuale Revision ersucht, nachdem die Beschwerdegegnerin zuvor bereits mit Schreiben vom 6. Januar 2022 mitgeteilt hatte, dass sie eine (weitere) Leistungspflicht unter dem Titel einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ablehne. Dem Revisionsgesuch konnte wohl schon aus diesem Grund kein Erfolg beschieden sein. Die Frage, wie es sich mit der Rechtzeitigkeit des Revisionsgesuchs im Detail verhält bzw. ob die Beschwerdeführerin allenfalls aus ihren Darlegungen im Schreiben vom 22. Dezember 2021 etwas zu ihren Gunsten ableiten könnte, braucht vorliegend jedoch nicht abschliessend beantwortet zu werden. Auch können Weiterungen zur Frage unterbleiben, wie der Umstand mit Blick auf die Rechtzeitigkeit des Gesuchs zu werten ist, dass die Beschwerdeführerin nicht alle medizinischen Beurteilungen, die im Vorfeld an die Stellungnahme von PD Dr. C. vom 25. September 2021 ergangen sind, beigebracht hat. Wie die nachfolgenden”
“Die Vorinstanz wäre aufgrund der res iudicata gehalten gewesen, auf das erneute Gesuch der Gesuchstellerin vom 19. Juli 2022 um Witwenrente formell nicht einzutreten (vgl. dazu Urteil 9C_527/2016 E. 2.2.2). Mit Schreiben vom 20. September 2022 ist sie zumindest sinngemäss auf das neue Gesuch beziehungsweise das allenfalls sinngemässe Wiedererwägungsgesuch der Gesuchstellerin nicht eingetreten. Da der Vorinstanz ein Zurückkommen auf den materiell richterlich beurteilten Einspracheentscheid vom 7. September 2020 von vornherein nicht offenstand (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG), hat sie den «schriftlichen Widerspruch» vom 10. Oktober 2022 im Zusammenhang mit dem Antrag auf Witwenrente vom 19. Juli 2022 zu Recht als (sinngemässes) Gesuch um Revision des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts C-5067/2020 vom 7. September 2021 betrachtet und zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht übermittelt (vgl. auch Urteil des BVGer C-3943/2020 vom 14. September 2020 E. 1.4).”
Si des décisions administratives formellement définitives ou des décisions en matière d'opposition ne sont pas «manifestement erronées», il manque, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, la base juridique pour revenir sur la décision et, partant, pour le recouvrement des prestations déjà versées. En l'espèÎ, une telle erreur «manifestement erronée» a été écartée; le recouvrement n'était donc pas envisageable.
“Ob das kantonale Gericht vor diesem Hintergrund, namentlich mit Blick auf die berufliche Neuausrichtung beider Ehepartner, in Bezug auf die Beschwerdeführerin gleichwohl ein über den 18. März 2020 hinaus, bis zur Löschung der GmbH im Handelsregister weiter bestehendes Missbrauchsrisiko durch die arbeitgeberähnliche Stellung des Ehemannes in der GmbH annehmen durfte, ist - wie bereits erwähnt - fraglich. Wie es sich damit verhält, kann offen bleiben. Denn die Bejahung eines Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung ab 23. März 2020 und die entsprechende Ausrichtung von Taggeldern bis Ende Juli 2020 durch die Arbeitslosenkasse lässt sich aufgrund einer Würdigung der gesamten Umstände in diesem konkreten Fall jedenfalls nicht als zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG qualifizieren. Für die Rückforderung der Leistungen fehlt damit ein Rückkommenstitel.”
Citation : LPGA art. 53 n. 406 Les prestations accordées de manière informelle ne peuvent être récupérées que pendant une périoÞ correspondant au délai de recours applicable aux décisions formelles ; passé ce délai, leur récupération exige un titre autorisant la reprise, notamment un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA ou une révision procédurale.
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochener Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheids verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren.”
Il s'agit de la soi‑disant révision procédurale : les décisions et les décisions sur opposition devenues formellement définitives doivent faire l'objet d'une révision en vertu de l'art. 53 al. 1 LPGA lorsqu'une personne assurée ou l'assureur découvre ultérieurement des faits nouveaux importants ou trouve des éléments de preuve dont la production n'avait auparavant pas été possible (voir ATF 143 V 105; voir arrêts du Tribunal fédéral).
“Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2 und E. 3.3). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1). Zu beachten bleibt, dass gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden müssen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je m.w.H.).”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je m.w.H.).”
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Gemäss Abs. 2 kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Vorausgesetzt ist, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist. Dieses Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Urteile des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 3.2 und 9C_575/2007 vom 18. Oktober 2007 E. 2.2, je mit Hinweisen). Rückforderungspflichtig ist nach Art. 2 Abs.”
Citation : LPGA art. 53 n. 404 Une révision au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA ne peut être fondée uniquement sur une modification ultérieure de la jurisprudenÎ. Un changement de jurisprudenÎ ne constitue en principe pas un motif pour revenir sur des décisions ayant acquis l'autorité de la chose jugée ; pour qu'une nouvelle appréciation ait lieu, il faut en revanche une modification postérieure des éléments factuels pertinents pour le droit à la prestation (p. ex. de l'état de santé) ou l'existenÎ de faits ou de moyens de preuve nouveaux et importants. Dans les autres cas, il convient d'examiner la révision procédurale prévue à l'art. 53 al. 1 LPGA ou d'autres titres permettant de revenir sur une décision.
“Substanzkonsumstörungen zum Vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen, fallen gelassen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen (vgl. BGE 143 V 409 und 418) - auf der Grundlage eines strukturierten Beweisverfahrens (Standardindikatorenprüfung) nach BGE 141 V 281 zu ermitteln ist, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Dabei kann und muss im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (BGE 145 V 215 E. 6.3 und E. 7). Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2019, 8C_245/2019, E. 5 mit Hinweis). Hingegen bildet die neue Rechtsprechung per se keinen Grund für ein Zurückkommen auf rechtskräftig entschiedene Fälle, weder unter dem Titel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG noch unter dem Titel der Anpassung an eine geänderte Gerichtspraxis (BGE 135 V 201). Auf eine allfällige Neuanmeldung kann daher nur eingetreten werden, wenn die versicherte Person eine anspruchsrelevante Änderung des Gesundheitszustandes oder des”
“Die Leistungen seien also nicht mehr zeitlich befristet und erlöschten nur bei Tod, Wiederverheiratung oder Entstehung des Anspruchs auf eine höhere AHV-Altersrente bzw. Rente der Invalidenversicherung. Witwer, deren Renten aufgrund einer am 11. Oktober 2022 rechtskräftigen Verfügung nicht mehr gezahlt würden, seien von dieser Übergangsregelung nicht betroffen. Da eine Änderung der Gesetzeslage oder Rechtsprechung keinen Grund für eine Wiedererwägung darstelle, seien Anträge auf Wiederaufleben einer Witwerrente, die vor dem 11. Oktober 2022 aufgrund der Volljährigkeit des Kindes erloschen und über die rechtskräftig verfügt worden sei, demzufolge abzulehnen. 5. Nachdem sich die tatsächlichen Grundlagen des ursprünglichen Aufhebungsentscheids offensichtlich nicht (nachträglich) geändert haben, fällt eine Revision im Sinn von Art. 17 Abs. 2 ATSG ausser Betracht (vgl. Kieser, a.a.O., Art. 17 ATSG N 9 f.). Als mögliche Rückkommenstitel sind Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) und Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) ins Auge zu fassen. Beide Bestimmungen regeln die Abänderung von formell rechtskräftigen Entscheiden; erfasst werden sowohl formelle Verfügungen und Einspracheentscheide als auch rechtsbeständig gewordene Entscheide im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG (Flückiger, Basler Komm., Basel 2020, Art. 53 ATSG N 8 mit Verweis auf BGE 143 V 105 E. 2.1). 6. 6.1. Demnach stellt sich – unter Ausdehnung des Streitgegenstands (E. 3) – zunächst die Frage, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, die ursprüngliche Rentenaufhebung einer prozessualen Revision im Sinn von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu unterziehen. 6.2. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs.1 ATSG). Die prozessuale Revision bezieht sich mithin auf die Konstellation der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes.”
Citation : LPGA art. 53 n. 403 Si l'instanÎ précédente, dans le cadre du réexamen, rend une nouvelle décision en faveur de la personne assurée, elle doit la notifier sans délai aux parties et en porter connaissanÎ à l'autorité de recours. Le recours n'est poursuivi que dans la mesure où la nouvelle décision ne satisfait pas entièrement les demandes des recourants ; dans cette mesure, la nouvelle décision est réputée également contestée.
“Die Vorinstanz kann bis zu ihrer Vernehmlassung die angefochtene Verfügung resp. den angefochtenen Entscheid in Wiedererwägung ziehen (Art. 58 Abs. 1 VwVG; Art. 53 Abs. 3 ATSG). Sie eröffnet eine neue Verfügung ohne Verzug den Parteien und bringt sie der Beschwerdeinstanz zur Kenntnis (Art. 58 Abs. 2 VwVG). Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts I 115/06 vom 15. Juni 2007 E. 2). Sofern demzufolge diese neue Verfügung die Begehren der beschwerdeführenden Person nur teilweise erfüllt, ist eine Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit unzulässig und die neue Verfügung gilt als mitangefochten im fortzusetzenden Verfahren (vgl. Urteil des BGer 8C_329/2012 vom 21. September 2012 E. 4; vgl. auch Andrea Pfleiderer, a.a.O., Art. 58 Rz. 46). Abgesehen vom seitens der Vorinstanz im Rahmen ihrer Vernehmlassung geklärten Umstand, dass bei der Begründung des Einspracheentscheids vom 1. Dezember 2022 irrtümlicherweise auf eine amtliche Veranlagung der Beiträge 2009 vom 26. August 2010 Bezug genommen wurde, ist nicht ersichtlich, inwiefern sich der Wiedererwägungsentscheid vom 29.”
“Die Vorinstanz kann bis zu ihrer Vernehmlassung die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung ziehen (Art. 58 Abs. 1 VwVG, Art. 53 Abs. 3 ATSG). Sie eröffnet eine neue Verfügung ohne Verzug den Parteien und bringt sie der Beschwerdeinstanz zur Kenntnis (Art. 58 Abs. 2 VwVG). Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts I 115/06 vom 15. Juni 2007 E. 2). Sofern demzufolge diese neue Verfügung die Begehren der beschwerdeführenden Person nur teilweise erfüllt, ist eine Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit unzulässig und die neue Verfügung gilt als mitangefochten im fortzusetzenden Verfahren (vgl. Urteil des BGer 8C_329/2012 vom 21. September 2012 E. 4; vgl. auch Andrea Pfleiderer, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, Art. 58 N. 46).”
“Die Vorinstanz kann bis zu ihrer Vernehmlassung die angefochtene Verfügung in Wiedererwägung ziehen (Art. 58 Abs. 1 VwVG, Art. 53 Abs. 3 ATSG). Sie eröffnet eine neue Verfügung ohne Verzug den Parteien und bringt sie der Beschwerdeinstanz zur Kenntnis (Art. 58 Abs. 2 VwVG). Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde fort, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts I 115/06 vom 15. Juni 2007 E. 2). Sofern demzufolge diese neue Verfügung die Begehren der beschwerdeführenden Person nur teilweise erfüllt, ist eine Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit unzulässig und die neue Verfügung gilt als mitangefochten im fortzusetzenden Verfahren (vgl. Urteil des BGer 8C_329/2012 vom 21. September 2012 E. 4.1; vgl. auch Andrea Pfleiderer, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, Art. 58 N. 46).”
Citation : art. 53 LPGA n. 402 De simples doutes quant à l'exactituÞ d'une décision formellement devenue définitive ou de la décision sur opposition ne suffisent pas pour une révision ou un réexamen au sens de l'art. 53 LPGA. De même, l'absenÎ de présentation de faits nouveaux ou de moyens de preuve déterminants pour la décision conduit régulièrement au rejet de la demanÞ de révision/réexamen ; l'absenÎ de pièces nouvelles (p. ex. relatives à des dépenses courantes) n'autorise en règle générale pas l'administration à procéder à une nouvelle appréciation. De pures suppositions ou des rumeurs ne font pas courir les délais et ne remplissent pas les conditions de révision.
“Gemäss Aktenlage ist somit überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der leistungsabweisenden Verfügungen vom Februar 2014 nicht wesentlich veränderte, weshalb die angefochtene Verfügung im Resultat nicht zu beanstanden ist. Daran ändert nichts, dass der Beschwerdegegnerin zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war, dass der Beschwerdeführer unter einer beidseitigen Hippocampussklerose litt. Zum einen ist für die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit nicht die Diagnose als solche, sondern deren konkrete funktionelle Auswirkungen auf das Leistungsvermögen der betroffenen Person entscheidend (Urteil des Bundesgerichts 9C_851/2018 vom 23. Mai 2019 E. 4.1.4 mit Hinweisen). Da der Beschwerdeführer schon seit seinem ersten epileptischen Anfall über Gedächtnisprobleme berichtete, wurden diese Einschränkungen berücksichtigt. Zum anderen wäre es dem Beschwerdeführer offen gestanden, eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 ATSG zu verlangen, als die Diagnose des amnestischen Syndroms mit beidseitiger Hippocampussklerose gestellt wurde. Bei einer Neuanmeldung müssen Veränderungen der tatsächlichen Verhältnisse ausgewiesen sein, was vorliegend gerade nicht der Fall ist, da die geltend gemachten Einschränkungen seit dem ersten epileptischen Anfall am 27. Januar 2012 konstant vorhanden sind.”
“S’il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid. 2.2 ; TF I 907/06 du 7 mai 2007 consid. 3.2.1). c) Ces dispositions sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (TF 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2015, n° 19 ad art. 53 LPGA). d) Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, la révision procédurale est soumise aux délais prévus par l'art. 67 PA – applicable par renvoi de l'art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (TF 8C_207/2014 du 13 mars 2015 consid. 3 ; 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 ; RAMA 1994 n° U 191 p. 145 ; Kieser, op. cit., n° 38 ad art. 53 LPGA). De simples suppositions ou même des rumeurs ne sont pas suffisants pour que ces délais commencent à courir (TF 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4). 6. Aux termes de l'art. 25 al. 2 phr. 1 LPGA, le droit de demander la restitution de prestations indûment touchées s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du motif de restitution, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit là de délais (relatif et absolu) de péremption qui doivent être examinés d'office (cf. ATF 140 V 521 consid. 2.1). Le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 140 V 521 consid. 2.1 ; 139 V 6 consid. 4.1 ; 124 V 380 consid. 1). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde – quant à son principe et à son étendue – la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 140 V 521 consid.”
“Die Beschwerdeführer bestreiten die im angefochtenen Entscheid dargelegten Arbeitsstunden für die C.________ GmbH (zu Recht, vgl. dazu act. II 10) nicht. Sie machen jedoch zunächst geltend, mit Blick auf frühere Beitragsverfügungen widerspreche das Vorgehen der Beschwerdegegnerin Treu und Glauben (Beschwerde, S. 3). Dem kann nicht gefolgt werden: Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort richtig festhält (vgl. S. 4), wurde das Beitragsstatut betreffend den nämlichen Zeitraum für die Beschwerdeführer erstmals verfügt. Dass dem nicht so wäre, behaupten und belegen sie nicht. Damit liegt – anders als noch im Einspracheverfahren geltend gemacht (act. II 8 S. 3 Ziff. 5) – keine allein unter dem Blickwinkel von Art. 53 ATSG zulässige rückwirkende Änderung formell rechtskräftiger Verfügungen vor. Auch aus den im vorliegenden Beschwerdeverfahren aufgelegten Dokumenten können die Beschwerdeführer nichts zu ihren Gunsten ableiten, beschlagen diese doch ausnahmslos einen (mehrere Jahre) vor 2016 liegenden Zeitraum respektive beziehen sich die ins Recht gelegten Verfügungen ausdrücklich und ausschliesslich auf die Jahre 2000 bzw. 2002-2004 (Akten der Beschwerdeführer [act. I] 4), 2005-2006 (act. I 5) und 2006-2008 (act. I 6 f.). Die nach den Akten letzte Beitragsverfügung datiert vom 24. Februar 2011 und bezieht sich – ebenso explizit und exklusiv – auf das Jahr 2011 (act. II 11). Schliesslich stellt die Schlussrechnung vom 3. März 2021 (act. I 8) einerseits keine(Beitrags-)Verfügung dar; andererseits werden darin keine irreführenden oder falschen Angaben weder zum Beitragsstatut im Allgemeinen noch betreffend die Beschwerdeführer für den hier streitigen Zeitraum im Konkreten gemacht, so dass sich gestützt darauf ebenso wenig eine von der materiellen Rechtslage abweichende Behandlung rechtfertigen lässt.”
“L'amministrazione, ricordati i presupposti della revisione di una decisione ai sensi dell'art. 53 LPGA, ha rilevato che l'assicurato si è limitato a ribadire la sua situazione di indigenza, a sostenere l'illegalità della trattenuta effettuata dalla Cassa sulla sua rendita AVS, a contestare i calcoli del minimo vitale da essa effettuati e ad affermare di avere compiutamente ottemperato a quanto invece la Cassa gli rimproverava. Tuttavia, nemmeno con l'opposizione l'assicurato ha prodotto nuovi giustificativi attestanti le sue attuali uscite, non permettendo perciò alla Cassa di rivalutare giusta l'art. 53 LPGA se v'erano gli estremi per modificare il calcolo del minimo vitale alla base della decisione dell'11 gennaio”
Conséquences pratiques : les décisions de non‑entrée en matière sur une demanÞ de réexamen ou sur une requête au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA ne sont, en principe, pas susceptibles de recours ; l'administration ne peut pas être contrainte par voie judiciaire à procéder à un réexamen. La personne concernée doit faire valoir ses prétentions relatives à la décision initiale dans la procédure de recours prévue à cet effet.
“Soweit sich der Beschwerdeführer gegen das Ergebnis der vorinstanzlichen Prüfung der von ihm behaupteten Unrichtigkeit der Rentenverfügung vom 15. Dezember 2009 wendet, muss darauf hingewiesen werden, dass Verfügungen, mit denen das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch abgelehnt wird, weder beschwerde- noch einspracheweise anfechtbar sind. Der Versicherungsträger kann weder vom Betroffenen noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG verhalten werden. Es besteht mithin kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung (BGE 133 V 50). Auf eine Beschwerde gegen das Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch hätte das kantonale Gericht hier folglich nicht eintreten können. Art. 56 Abs. 1 ATSG, wonach gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden kann, weist auf diese Ausnahme vom Beschwerderecht zwar nicht ausdrücklich hin. Sie ergibt sich aber ohne Weiteres aus dem Umstand, dass das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (Art. 53 Abs. 2 ATSG als "Kann-Vorschrift"; vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 und E. 4.2.1; Urteil 8C_196/2015 vom 4. August 2015 E. 4.1). Das kantonale Gericht hätte demgemäss im Rahmen des vorliegenden Verfahrens betreffend Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung keine Prüfung der Wiedererwägungsvoraussetzungen vornehmen dürfen. Es erübrigt sich bereits aus diesem Grund, auf die diesbezüglichen vorinstanzlichen Erwägungen und die dagegen vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen einzugehen (vgl. zudem E. 2 hiervor).”
“Soweit die Beschwerdegegnerin auf das – in ihre funktionelle Zuständigkeit fallende (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) – Gesuch um Wiedererwägung des in Rechtskraft erwachsenen Einspracheentscheids vom 16. Februar 2017, mit dem im Rahmen eines Gesuchs um Anschluss an die AKB als Selbständigerwerbender über die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation der Tätigkeit des Beschwerdeführers für die C.________ GmbH befunden wurde (AB 97), nicht eintrat, besteht kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Anordnungen über das Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch sind deshalb (ungeachtet einer allfälligen Rechtsmittelbelehrung) grundsätzlich nicht anfechtbar. Die versicherte Person hat ihre Rechte hinsichtlich der ursprünglichen Verfügung im Rechtsmittelverfahren zu wahren (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; SVR 2018 IV Nr. 33 S. 107 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 29 E. 3.3). Mithin ist auf die Beschwerde, soweit sie sich gegen das Nichteintreten auf das (sinngemässe) Wiedererwägungsgesuch richtet, nicht einzutreten (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54).”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung weder vom Gericht noch von der betroffenen Person zu einer Wiedererwägung verhalten werden. Es besteht demnach kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Anordnungen über das Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch sind deshalb ungeachtet einer allfälligen Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich nicht anfechtbar. Die versicherte Person hat ihre Rechte hinsichtlich der ursprünglichen Verfügung im Rechtsmittelverfahren zu wahren (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52; SVR 2018 IV Nr. 33 S. 107 E. 5.4, 2014 IV Nr. 7 S. 29 E. 3.3). Die Beschwerdeführerin hat die Verfügungen vom 30. Oktober 2020 (EL für die Monate September bis Dezember 2020; act. IIA 103 f.) und die Verfügung vom 7. Januar 2021 (EL ab Januar 2021; act. IIA 106) nicht angefochten, sodass diese in Rechtskraft erwachsen sind. Demnach wurde über die EL für die Monate September 2020 bis April 2021 bereits rechtskräftig verfügt. Soweit der Entscheid über die Wiedererwägung angefochten ist, kann darauf nicht eingetreten werden, denn nach der Rechtsprechung besteht – wie soeben dargelegt – kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (BGE 148 V 195 E. 5.3 S. 202). Nach der Rechtsprechung kann die Verwaltung jedoch weder vom Gericht noch von der betroffenen Person zu einer Wiedererwägung verhalten werden. Es besteht demnach kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung. Anordnungen über das Nichteintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch sind deshalb ungeachtet einer allfälligen Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich nicht anfechtbar. Die versicherte Person hat ihre Rechte hinsichtlich der ursprünglichen Verfügung im Rechtsmittelverfahren zu wahren (BGE 133 V 50 E. 4 S. 52 mit weiteren Hinweisen; bestätigt in BGE 146 V 364 E. 5 S. 367 f. mit Feststellungen zu den Auswirkungen für das Gerichtsverfahren).”
“Die Beschwerdegegnerin habe das Revisionsgesuch daher zu Unrecht abgewiesen. 2.2. Die Beschwerdegegnerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, aus dem kreisärztlichen Bericht vom 26. Februar 2021 ergäben sich keine neuen medizinischen Tatsachen, welche für den angefochtenen Entscheid massgeblich gewesen wären, weshalb bereits vor diesem Hintergrund eine Gehörsverletzung verneint werden müsse. Doch selbst wenn von einer Gehörsverletzung ausgegangen werden könnte, würde diese im Rahmen des Beschwerdeverfahrens geheilt. Abgesehen davon enthalte der Bericht vom 3. Juni 2021 keine neuen Tatsachen und würde auch keine solchen beweisen, weshalb auch die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nicht gegeben seien. Der Einspracheentscheid vom 22. März 2021 sei daher zu schützen. 2.3. Streitig und zu beantworten ist somit, ob eine Verletzung des Gehörsanspruchs vorliegt und ob die Beschwerdegegnerin die Voraussetzung einer prozessualen Revision zu Recht verneinte. Zwischen den Parteien hingegen zu Recht nicht umstritten ist, dass die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet. Tritt nämlich der Versicherungsträger wie vorliegend auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht ein, ist eine Anfechtung beim zuständigen Gericht ausgeschlossen (BGE 133 V 50, 55 E. 4.2.2). 3. 3.1. Die Garantie eines fairen Verfahrens konkretisiert sich im Anspruch nach Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) und beinhaltet den Anspruch sich in einem Verfahren zu allen wesentlichen Punkten vorgängig äussern zu können und von den Behörden sämtliche dazu notwendigen Informationen zu erhalten (Jörg Paul Müller/Markus Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl., S. 860). Nimmt die Behörde neue Akten in das Verfahren auf, die ihr als Entscheidgrundlage dienen, hat sie die Betroffenen im Rahmen des Rechts auf Akteneinsicht als Teilgehalt des rechtlichen Gehörs darüber in Kenntnis zu setzen (vgl. hierzu BGE 124 II 132, 137 E. 2b). 3.2. Das vorliegend vom Beschwerdeführer gerügte Recht auf Akteneinsicht ist als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör formeller Natur.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 400 Le réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA permet à l'assureur de rectifier des décisions formellement définitives pour lesquelles il n'y a pas eu de décision juridictionnelle au fond. Les conditions sont (1) l'erreur indubitable de la décision (aucun doute raisonnable subsistant ; seule conclusion possible) et (2) que la rectification présente une importanÎ significative ou notable. Pour apprécier cela, il faut se fonder sur la situation de fait et de droit ainsi que sur la pratique en vigueur au moment de la décision initiale. Une appréciation purement défendable relevant de la marge d'appréciation ou conforme à la pratique exclut l'existenÎ d'une erreur indubitable.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Wie bereits dargelegt (E. 1.4 hiervor), setzt die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss - nämlich eine eine ganze Rente ausschliessende Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses - denkbar ist. Diese Voraussetzung ist mit Blick auf die soeben dargelegte und bei Verfügungserlass bestandene Sachlage offensichtlich nicht erfüllt. Auch ist keine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes auszumachen, wurden doch von verschiedenen behandelnden Fachärzten Berichte und vom RAD mehrmals nachvollziehbare Stellungnahmen zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers eingeholt. Dass die nötigen Abklärungen nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt worden wären, ist weder ersichtlich, noch wurde dies von der Beschwerdegegnerin vorgebracht. Ebenso wenig kann von einer unrichtigen Anwendung der massgeblichen Bestimmungen gesprochen werden, besteht doch bei 100%iger Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit ohne Weiteres Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung.”
“Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). 1.6 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“En matière d'assurances sociales, une décision entrée en force qui repose sur une application initialement erronée du droit peut faire l'objet d'une reconsidération. Le principe et les conditions de la reconsidération sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. La reconsidération est donc soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1), ainsi que de l'application erronée de la jurisprudence (MARGIT MOSER-SZELESS, Commentaire romand, LPGA, 2018, n° 72 ad art. 53 LPGA). Lorsque les conditions de la reconsidération sont réalisées, l'assureur rend une nouvelle décision sur le rapport juridique en cause, qui revient à annuler la décision reconsidérée.”
Un retour au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut également s'opérer de manière tacite; dans la décision citée, il a été retenu qu'il s'agissait d'un réexamen tacite ou d'une révocation tacite. La condition, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, est que la décision soit «manifestement erronée» (aucun doute raisonnable quant à son caractère erroné) et que la correction présente une importanÎ considérable.
“S. 3), wodurch zum Ausdruck kommt, dass die Verfügung vom 3. Juni 2021 ihres Erachtens nie hätte erlassen werden dürfen. Dies bestätigt die Vorinstanz mit ihren Ausführungen in der Vernehmlassung vom 31. Mai 2022, wo sie die Verfügung vom 3. Juni 2021 als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn bezeichnet hat (vgl. act. G 5 S. 5). Es ist somit anzunehmen, die Rückforderungsverfügung vom 25. Januar 2022 habe eine konkludente Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) bzw. einen konkludenten Widerruf (Art. 28 Abs. 1 VRP) der Verfügung vom 3. Juni 2021 enthalten. Zu prüfen ist nun, ob die seitens der Vorinstanz konkludent vorgenommene Wiedererwägung bzw. der konkludent vorgenommene Widerruf zu Recht erfolgt ist. Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf Entscheide voraus, dass diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Gemäss Bundesgericht meint die zweifellose Unrichtigkeit, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung bzw. des Entscheids denkbar ist (BGE 138 V 328 E. 3.3 mit Hinweisen). In der Regel betrifft die zweifellose Unrichtigkeit einen Entscheid wegen falsch bzw. unzutreffend verstandener Rechtsbestimmungen oder unterlassener bzw. unrichtiger Anwendung von Normen (vgl. BGE 141 V 414 f. E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts vom 3. April 2017, 9C_766/2016, E. 1.1.2; je mit Hinweisen). Nach Art. 28 Abs. 1 VRP ist ein Widerruf einer Verfügung dann möglich, wenn dieser die Betroffenen nicht belastet oder wenn er aus wichtigen öffentlichen Interessen geboten ist.”
Citation: LPGA art. 53 N. 398 Si le réexamen n'est opéré que partiellement, au sens où toutes les conclusions présentées dans la procédure de recours ne sont pas intégralement accueillies, la procédure de recours reste pendante dans la mesure où la nouvelle décision n'éteint pas complètement l'objet du litige. Dans ce cas, la décision rendue ultérieurement a, sur le plan procédural, l'effet d'une requête correspondante devant le tribunal.
“In prozessualer Hinsicht ist festzustellen, dass die Kasse den angefochtenen Einspracheentscheid zusammen mit ihrer Vernehmlassung gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG in Wiedererwägung gezogen und eine neue Verfügung lite pendente vom 19. August 2020 erlassen hat. Soweit die Wiedererwägung den beschwerdeweise geltend gemachten Anträgen entspricht, wird das Beschwerdeverfahren gegenstandslos. Andernfalls hat die Wiedererwägung lediglich die Wirkung eines entsprechenden Antrags an das Gericht (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., N 77 zu Art. 53). Dies gilt auch hier: Vorliegend hat sich die Beschwerdeführerin der Wiedererwägungsverfügung vom 19. August 2020 nur insoweit angeschlossen, als ihr eine Entschädigung im Umfang von 30 Taggeldern wegen Ausfalls der Fremdbetreuung für ihre Tochter zugesprochen worden ist. Nicht einverstanden erklärt hat sie sich hingegen hinsichtlich der Höhe des ihr zustehenden Taggeldansatzes dieser Entschädigung. Strittig und zu prüfen ist daher einzig noch, welches Einkommen der Taggeldberechnung zu Grunde zu legen ist.”
“Die angefochtenen Einspracheentscheide vom 5. Juni (Urk. 2; Verfügung Urk. 13/V1) und 14. Juli 2020 (Urk. 15/2; Rückerstattungsverfügung Urk. 13/V4) wurden von der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 11. September 2020 (Urk. 10/1 = Urk. 13/V8) lite pendente vor Stellungnahme wiedererwogen. Nach Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (vgl. Art. 58 VwVG). Die – nicht an die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG gebundene (vgl. BGE 107 V 191) – Wiedererwägung der angefochtenen Verfügung beziehungsweise des angefochtenen Einspracheentscheides während eines hängigen Verfahrens führt nur dann zu dessen Gegenstandslosigkeit, wenn mit der Wiedererwägung den im Beschwerdeverfahren gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen worden ist. Entspricht die nach Wiedererwägung erlassene Verfügung indessen nur teilweise den gestellten Begehren, darf die Beschwerde nicht insgesamt als gegenstandslos betrachten werden; in diesem Fall ist das Beschwerdeverfahren weiterzuführen, soweit es durch die neue Verfügung nicht hinfällig geworden ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_1036/2012 vom 21. Mai 2013 E. 3.3 und 8C_526/2012 vom 19. September 2012 E.”
Lors d'un réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'administration ne peut annuler une décision devenue formellement définitive que si celle-ci est indubitablement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable; ces deux conditions sont cumulatives.
“Quant à sa forme, il convient de relever que si la motivation est certes brève et confuse, elle n’en demeure pas moins présente, le recourant faisant valoir en substance que le montant qui lui est réclamé serait exagéré au vu des prestations dont il a bénéficié. Le recours est donc recevable. 6. Le litige porte sur la question de savoir si c’est à juste titre que l’intimé a requis du recourant la restitution de CHF 36'609.-, somme correspondant aux prestations complémentaires versées à tort du 1er janvier 2019 au 31 juillet 2023. 7. 7.1 À titre préalable, il convient d’examiner d’office si la demande de restitution notifiée le 4 août 2023 est intervenue en temps utile. 7.2 Au niveau fédéral, l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA - RS 830.11), prévoit que les prestations complémentaires fédérales indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). À cet égard, la jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid.”
Si font défaut les circonstances alléguées selon lesquelles des faits ou des éléments de preuve n'avaient pas pu être obtenus auparavant, ou si les éléments de preuve présentés ultérieurement ne sont pas pertinents pour l'objet du litige ou en sont extérieurs, cela ne justifie pas une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, et la décision passée en forÎ de chose jugée reste incontestée.
“Si aucune décision n’a été rendue, la contestation n’a pas d’objet et un jugement sur le fond ne peut pas être prononcé. Dans le même sens, les conclusions qui vont au-delà de l’objet de la contestation, tel que défini par la décision litigieuse, sont en principe irrecevables (ATF 144 II 359 consid. 4.3; 142 I 155 consid. 4.4.2 ; 134 V 418 consid. 5.2.1). b) Le présent litige porte uniquement sur le point de savoir si l’intimée était fondée, par sa décision sur opposition du 9 mars 2022, à demander la restitution d’un montant de 1'185 fr. 40 à la recourante, correspondant à des indemnités journalières de chômage versées à tort pour le mois de novembre 2021. c) La recourante conclut implicitement une nouvelle fois à l’annulation de la suspension de son droit à l’indemnité de chômage, durant 5 jours, qui avait été confirmée par décision sur opposition du 25 janvier 2022. Toutefois, cette décision n’a pas fait l’objet d’un recours et elle est entrée en force. La décision sur opposition du 9 mars 2022, objet du présent litige, ne porte pas sur une demande de révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou de reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision sur opposition du 25 janvier 2022. La recourante n’avance pas non plus de motif de nullité. Il ne se justifie ainsi pas de revenir sur cette décision sur opposition entrée en force (à ce sujet, voir également Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Genève/Zurich/Bâle 2014, n°7 ad art. 95 et la référence). Dès lors, le bien-fondé de la sanction de suspension de 5 jours, liée aux recherches d’emploi de la recourante pour le mois d’octobre 2021, ne saurait être discuté dans le cadre de la présente procédure. Partant, les arguments et conclusions de la recourante qui ont trait à la sanction de suspension prononcée à son encontre, en particulier quant à l’effectivité de ses recherches d’emploi, sortent de l’objet de la contestation. En outre, il n’y a pas lieu de donner suite à l’offre de preuves de la recourante, relative à ses recherches d’emploi, car elle est dénuée de pertinence dans le cadre de la présente cause (ATF 145 I 167 consid.”
“Als mögliche Rückkommenstitel sind Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) und Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) ins Auge zu fassen. Beide Bestimmungen regeln die Abänderung von formell rechtskräftigen Entscheiden; erfasst werden sowohl formelle Verfügungen und Einspracheentscheide als auch rechtsbeständig gewordene Entscheide im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG (Flückiger, Basler Komm., Basel 2020, Art. 53 ATSG N 8 mit Verweis auf BGE 143 V 105 E. 2.1). 6. 6.1. Demnach stellt sich – unter Ausdehnung des Streitgegenstands (E. 3) – zunächst die Frage, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, die ursprüngliche Rentenaufhebung einer prozessualen Revision im Sinn von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu unterziehen. 6.2. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs.1 ATSG). Die prozessuale Revision bezieht sich mithin auf die Konstellation der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes. Die anfängliche Unrichtigkeit basiert in dieser Konstellation nicht auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung (hier kann eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG infrage kommen; E. 7 hiernach), sondern darauf, dass bestimmte Tatsachen oder Beweismittel nicht bekannt waren und im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt auch nicht vorgebracht werden konnten (Flückiger, a.a.O., Art. 53 ATSG N 18). 6.3. Dass ein Rückkommenstitel in diesem Sinn vorliegen würde, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Es sind keine neuen Tatsachen oder Beweismittel auszumachen, die als”
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Gemäss Abs. 2 kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Vorausgesetzt ist, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist. Dieses Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Urteile des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 3.2 und 9C_575/2007 vom 18. Oktober 2007 E. 2.2, je mit Hinweisen). Rückforderungspflichtig ist nach Art. 2 Abs.”
L'organisme d'assuranÎ peut, dans la procédure pendente lite (art. 53 al. 3 LPGA), recalculer une décision déjà rendue ou une décision prise sur opposition au moyen d'une décision rectificative et ainsi, par exemple, corriger des erreurs de chiffres ou de calculs d'intérêts.
Citation : LPGA art. 53 n. 394 Le délai relatif de forclusion pour un recouvrement commenÎ au plus tôt à l'entrée en forÎ formelle de la décision de rectification qui fonÞ le recouvrement, car ce n'est qu'avì son caractère obligatoire que le contenu définitif de la créanÎ est déterminé.
“erwähnt, ist zwischen der Korrekturverfügung, welche keinen Verwirkungsfristen unterliegt, und der Rückforderung an sich zu unterscheiden. Mit der Korrekturverfügung wird eine falsche EL-Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG), einer sogenannten prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) für die Vergangenheit wie auch für die Zukunft korrigiert. Erst die rückwirkende Korrektur lässt die Rückforderung entstehen. Solange die Korrekturverfügung nicht verbindlich ist, kann also objektiv keine definitive Kenntnis aller Einzelheiten des Rückforderungsanspruchs bestehen. Der frühestmögliche Zeitpunkt, in dem eine Rückforderungsverfügung erlassen werden kann, muss demnach der Tag sein, an dem die der Rückforderung zugrundeliegende Korrekturverfügung formell rechtskräftig wird. Die relative Verwirkungsfrist kann deshalb frühestens an diesem Tag zu laufen beginnen. Die Korrektur- und die Rückforderungsverfügung sind in einer gemeinsamen Verfügung am 27. Februar 2023 ergangen. Nach der Praxis des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen ist die relative Verwirkungsfrist offensichtlich gewahrt, nachdem sie aufgrund der noch nicht formell rechtskräftigen Korrekturverfügung noch gar nicht zu laufen begonnen hat (siehe zum Ganzen: Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St.”
Pour les décisions formellement entrées en forÎ ou les paiements, un recouvrement n'est possible que s'il existe une erreur manifeste et que sa rectification présente une importanÎ considérable ; cela correspond aux conditions du réexamen prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA, telles qu'elles ont été dégagées par la jurisprudenÎ.
“-, le jugement de la cause incombe à la Cour des affaires de langue française du TA, dans sa composition ordinaire de trois juges (art. 54 al. 1 let. c et art. 56 al. 1 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l'organisation des autorités judiciaires et du Ministère public [LOJM, RSB 161.1]). 1.5 Le TA examine librement la décision sur opposition et n'est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et art. 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 147 V 417 c. 4.2, 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.2 Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (art. 25 al. 2 LPGA). Le délai de péremption relatif de trois ans ne commence pas à courir dès le premier versement erroné d'une prestation. Par les termes "après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait", il faut comprendre le moment où celle-ci aurait dû se rendre compte, en faisant preuve de l’attention raisonnablement exigible, que les conditions en vue d'une restitution étaient réunies ou, en d'autres termes, le moment auquel l'assureur aurait dû se rendre compte du principe, de l'étendue et du destinataire de la créance en restitution (ATF 148 V 217 c.”
L'administration ou l'institution d'assuranÎ est habilitée à réexaminer des décisions formellement définitives ou des décisions sur opposition au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA lorsque celles-ci sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Un tel réexamen peut, en principe, intervenir même après une longue périoÞ. Les tribunaux ne doivent pas se substituer à l'institution d'assuranÎ pour procéder à ce réexamen.
“Wie die Beschwerdeführerin zutreffend darlegt, wurde der Fall mit Verfügung vom 15. Juli 2010 abgeschlossen und der Beschwerdegegnerin eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 58 % zugesprochen. Der Invaliditätsgrad wurde aufgrund eines Einkommensvergleichs festgesetzt, wobei als Invalideneinkommen der von der Beschwerdegegnerin zu jenem Zeitpunkt beim Spital G.________ erzielte Lohn für ein 50 % Pensum berücksichtigt wurde. Es ändert nichts am Fallabschluss, dass in der erwähnten Verfügung in Aussicht gestellt wurde, die Rente per 1. Juli 2012 zu überprüfen. Soweit das kantonale Gericht faktisch eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG vornimmt, verkennt sie, dass gemäss Gesetzestext nur der Versicherungsträger dazu berechtigt ist. Selbst wenn somit der Fallabschluss im Jahre 2010 zu Unrecht erfolgt wäre, könnte die Verfügung vom 15. Juli 2010 nur von der Beschwerdeführerin in Wiedererwägung gezogen werden. Dass ein anderer Rückkommenstitel gegeben wäre, wird im vorinstanzlichen Entscheid nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Abgesehen davon zeigt die Beschwerdeführerin auf, dass der Fallabschluss aufgrund einer eingehenden Abklärung des Sachverhalts erfolgte und sich auf diverse medizinische Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit stützte. Das kantonale Gericht hätte daher entgegen seinen Ausführungen das Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 17 ATSG prüfen müssen.”
“Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen für eine revisionsweise Änderung der IV-Rente, so kann die Rentenverfügung allenfalls nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln aufgehoben werden. Demnach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG befugt, auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die in einem Revisionsverfahren verfügte Aufhebung der Rente mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 369 E. 2).”
“Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen für eine revisionsweise Änderung der IV-Rente, so kann die Rentenverfügung auch nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln aufgehoben werden. Demnach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG befugt, auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die in einem Revisionsverfahren verfügte Aufhebung der Rente mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 369 E. 2).”
“Par décision du 20 février 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêt du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général. Il s'ensuit que la demande de révision doit être adressée à l'autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision mais au plus tard dans les dix ans après la notification de la décision (cf. ATF 143 V 105 consid. 2.1; Moser-Szeless, op. cit., art. 53 LPGA n°60 ss). 4.2.2 L'art. 53 al. 2 LPGA ne prévoit pas de délai dans lequel l'assureur social serait tenu de reconsidérer ses décisions, sous peine de péremption. Un délai de 10 ans (comme le prévoit expressément l'art. 67 al. PA) courant à partir de la décision initiale dont la reconsidération est examinée a été évoqué par le Tribunal fédéral mais finalement écarté ; l'assureur social est ainsi en droit de revenir sur une décision par la voie de la reconsidération même plus de dix ans après son prononcé (cf.”
“Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, die im SECO geführt wird (Art. 83 Abs. 3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"] und Art. 110 Abs. 4 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grund-sätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
Si les conditions du réexamen prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies, cela peut entraîner l'irrégularité de prestations déjà perçues et, partant, fonder une obligation de remboursement en vertu de l'art. 25 LPGA.
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung kann sich daraus ergeben, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (vgl. BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen).”
Citation : LPGA art. 53 n. 390 Les rapports médicaux spécialisés ou neuropsychologiques déposés ultérieurement doivent attester de l'état de santé actuel et démontrer qu'une détérioration substantielle est survenue depuis la décision de première instanÎ. Les expertises datant d'avant la décision, ou les rapports généraux rédigés par des non-spécialistes, ne suffisent pas à cet égard, sauf s'ils satisfont aux exigences d'actualité et de démonstration concrète de la détérioration.
“En effet, ce médecin, qui ne remet pas en cause les évaluations effectuées sur le plan orthopédique, se limite à affirmer que sa patiente présente des troubles neuropsychologiques qui entraveraient toute activité nécessitant des compétences de mémoire et de concentration. Toutefois, les rapports auxquels il renvoie sont antérieurs à la décision de refus de rente du 15 décembre 2014 et ne permettent pas d’attester leur caractère actuel ainsi qu’une péjoration de l’état de santé de la recourante depuis cette date. La recourante ne saurait rien tirer non plus des troubles psychiques évoqués par le Dr K.________ dans la mesure où ils ne sont pas décrits précisément et ne font pas l’objet de rapports spécifiques établis par des médecins spécialistes. 5. Au regard des faits rapportés dans les rapports produits par le Dr K.________, à savoir le compte-rendu des examens neuropsychologiques pratiqués les 8 avril/1er mai 2014 et 6 décembre 2011 ainsi que le bilan ORL du 10 décembre 2010, la question se pose de savoir si les conditions pour procéder à une révision procédurale de la décision initiale de refus de rente sont remplies. a) Aux termes de l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 2). Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 134 III 669 consid. 2.2). En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte.”
L'administration peut revenir sur une décision devenue définitive sur le plan formel et réclamer le remboursement des prestations indûment perçues si la décision est manifestement erronée et que sa correction revêt une importanÎ considérable (art. 53 al. 2 LPGA).
“Die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen besteht unabhängig von einem allfälligen Verschulden. Selbst ein der Verwaltung zuzurechnender Fehler ändert nichts an der Rückerstattungspflicht. Ferner besteht die Rückerstattungspflicht unabhängig von einer allfälligen Meldepflichtverletzung, weil es darum geht, die gesetzliche Ordnung nach Entdecken einer neuen Tatsache wiederherzustellen (Urteil des Bundesgerichts P 63/04 vom 2. Februar 2006 E. 2.2.3; Müller, a.a.O., S. 354 f. mit Hinweisen; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 134). Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist indessen nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 46 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Sodann ist die Verwaltung im Rahmen einer prozessualen Revision verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt wurden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen. Unter diesen Voraussetzungen können zu Unrecht bezogene Ergänzungsleistungen zurückgefordert werden (vgl. auch Müller, a.a.O., Anhang 1 Art. 25 ATSG Rz 5 sowie Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 2020, Art. 53 Rz. 19 ff. und Rz. 45 ff.).”
Le législateur a, à l'art. 53 al. 2 LPGA, opéré un arbitrage abstrait et contraignant et, partant, a accordé en principe la primauté à la mise en œuvre du droit objectif sur l'intérêt à la stabilité de la décision.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
Des cas particuliers, tels que les indemnités pour perte de gain liées au COVID‑19, ont été versés sur la base d'autodéclarations et peuvent faire l'objet de contrôles par sondage conformément aux décisions cantonales. Si un contrôle révèle que le fondement juridique de la prestation déjà versée n'existe plus, des demandes de remboursement ou le retour de l'organisme d'assuranÎ sous la forme d'un réexamen au sens de l'art. 53 LPGA sont possibles.
“1 Unrechtmässig ausgerichtete Leistungen – worunter auch Corona-Erwerbsersatzentschädigungen fallen können – dürfen zurückgefordert werden, wenn die Voraussetzungen für ein wiedererwägungsoder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung gegeben sind (Art. 53 ATSG). Da im gegebenen Fall keine neuen Tatsachen oder Beweismittel vorliegen, steht nicht eine Revision, sondern eine Wiedererwägung zur Diskussion. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt demnach in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückforderung nach Art 25 Abs. 1 ATSG an, wonach unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten sind. 3.2 Gemäss Art. 15 Abs. 4 des Covid-19-Gesetzes vom 25. September 2020 (in Kraft bis 31. Dezember 2022) stellt der Bundesrat sicher, dass Entschädigungen auf der Grundlage des selbstdeklarierten Erwerbsausfalls ausgerichtet werden. Die Richtigkeit der Angaben wird insbesondere mittels Stichproben überprüft. Gemäss Art. 8a Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall werden in regelmässigen Zeitabständen die Anspruchsvoraussetzungen überprüft. Die Ausgleichskassen können zu diesem Zweck Stichproben selbst vornehmen oder durch externe Sachverständige vornehmen lassen. Bereits auf den Anmeldeformularen zum Bezug von Corona-Erwerbsersatzentschädigung wird vermerkt, dass mit Stichprobenkontrollen gerechnet werden müsse und allenfalls zu Unrecht bezogene Leistungen zurückzuerstatten seien. 3.3 Vorliegend zeigte die Ausgleichskasse der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 25.”
Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'institution d'assuranÎ peut réclamer le remboursement lorsque une décision devenue formellement définitive est manifestement erronée. S'il est établi — comme dans la décision citée — que la qualité d'assuré n'existait avì une probabilité prépondérante au moment pertinent, cela justifie la réclamation du remboursement des prestations déjà versées.
“Die Voraussetzungen der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG sind vorliegend erfüllt, womit nach dem Gesagten ein Rückkommenstitel gegeben ist. Wie vorstehend aufgezeigt, gelangte die AXA aufgrund ihrer Abklärungen zum Ergebnis, dass die Versicherteneigenschaft der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Unfallereignisses nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Sie schloss daraus, dass die Leistungsausrichtung zweifellos zu Unrecht erfolgt sei, weshalb die bereits ausgerichteten Leistungen zurückzuerstatten seien. Diese Beurteilung der AXA erweist sich als zutreffend und ist daher nicht zu beanstanden. Sie wird denn auch in der vorliegenden Beschwerde nicht substantiiert bestritten. Die Beschwerdeführerin macht auch in diesem Zusammenhang geltend, dass von einer Summenversicherung auszugehen sei, weshalb die Leistungen geschuldet seien. Wie bereits oben (vgl. E. 2 hiervor) aufgezeigt, trifft dieser Einwand jedoch nicht zu.”
RéférenÎ: LPGA, art. 53 n. 385 Si l'assureur examine une demanÞ de réexamen et refuse ensuite ce réexamen, cette décision administrative est susceptible de contrôle judiciaire. Le contrôle juridictionnel se limite à vérifier si les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies (erreur manifeste de la décision antérieure et portée significative de la rectification).
“ausserhalb des durch die Verfügung bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitgegenstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501 E. 1.2, 122 V 34 E. 2a mit Hinweisen; BGer-Urteil 9C_309/2011 vom 12.12.2011 E. 5.1). 3.3. Die Voraussetzungen für eine Ausdehnung des Streitgegenstands sind vorliegend erfüllt: Die Frage nach dem Vorliegen eines Rückkommenstitels hängt mit dem bisherigen Streitgegenstand eng zusammen. Der Beschwerdeführer machte schon im Verfahren vor der Ausgleichskasse zumindest sinngemäss einen solchen geltend (E. 3.1); daran hält er im vorliegenden Verfahren fest. Die Ausgleichskasse stellt sich in ihrer Vernehmlassung – und damit in einer Prozesserklärung – auf den Standpunkt, ein Zurückkommen auf die Renteneinstellung stehe mit Blick auf die vom BSV formulierten Übergangsregelungen ausser Frage. Die Sache ist spruchreif. Unter diesen Umständen kann das Gericht vorliegend – nicht zuletzt aufgrund prozessökonomischer Überlegungen – (auch) über das Vorliegen eines Rückkommenstitels (Art. 17 Abs. 2, Art. 53 Abs. 1, Art. 53 Abs. 2 ATSG) befinden. Was insbesondere den Entscheid über die Vornahme einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) angeht, ist dieser zwar vollumfänglich in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt (Kieser, a.a.O., Art. 53 ATSG N 69); der Versicherungsträger kann weder von der betroffenen Person noch vom Gericht zu einem Eintreten auf ein entsprechendes Gesuch verhalten werden (BGE 133 V 50 E. 4). Tritt der Versicherungsträger aber auf ein entsprechendes Gesuch ein und lehnt er in der Folge die Wiedererwägung ab, hat das Gericht im nachfolgenden Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben sind (BGE 117 V 8 E. 2a). Nachdem sich die Verwaltung in ihrer Vernehmlassung zum Fehlen eines Wiedererwägungsgrunds sinngemäss geäussert und diesen verneint hat, steht der Ausdehnung des Streitgegenstands auch in dieser Hinsicht nichts entgegen (vgl. demgegenüber BGer-Urteil 9C_281/2022 vom 28.6.2023 E. 4.2). 4. 4.1. Die dem Beschwerdeführer seit 1. Juni 2008 ausgerichtete Witwerrente wurde gestützt auf Art.”
“a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. c) Vu la valeur litigieuse inférieure à 30'000 francs, la cause est de la compétence du juge unique (art. 94 al. 1 let. a LPA-VD). 2. Le litige porte sur la question de savoir si les conditions d’une reconsidération de la décision du 30 décembre 2022 étaient remplies. 3. a) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Selon la jurisprudence, l'administration n'est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peuvent l'y contraindre. Cependant, lorsque l'administration entre en matière sur une demande de reconsidération et examine si les conditions requises sont remplies, avant de statuer au fond par une nouvelle décision de refus, celle-ci est susceptible d'être attaquée en justice ; le contrôle juridictionnel dans la procédure de recours subséquente se limite alors au point de savoir si les conditions d'une reconsidération – à savoir inexactitude manifeste de la décision initiale et importance notable de la rectification – sont réunies (TF 8C_82/2020 du 12 mars 2021 consid. 5.1 et les réf. citées). Une administration refuse d'entrer en matière sur une demande de reconsidération lorsqu'elle se borne à procéder à un examen sommaire de la requête et répète les motifs invoqués dans la décision initiale (ATF 117 V 8 consid.”
“Cependant, lorsque l'administration entre en matière sur une demande de reconsidération et examine si les conditions requises sont remplies, avant de statuer au fond par une nouvelle décision de refus, celle-ci est susceptible d'être attaquée en justice ; le contrôle juridictionnel dans la procédure de recours subséquente se limite alors au point de savoir si les conditions d'une reconsidération – à savoir inexactitude manifeste de la décision initiale et importance notable de la rectification – sont réunies (TF 8C_82/2020 du 12 mars 2021 consid. 5.1 et les réf. citées). Une administration refuse d'entrer en matière sur une demande de reconsidération lorsqu'elle se borne à procéder à un examen sommaire de la requête et répète les motifs invoqués dans la décision initiale (ATF 117 V 8 consid. 2b/aa ; TF 8C_609/2010 du 22 mars 2011 consid. 2.1). b) En l’occurrence, l’intimée, dans son écriture du 8 novembre 2023, a reconnu avoir accepté « d’analyser à nouveau la situation » du recourant. Dans la décision litigieuse, l’intimée a considéré que les conditions de l’art. 53 al. 2 LPGA n’étaient pas remplies, au motif que le recourant ne démontrait pas à satisfaction ne pas s’être dessaisi de sa fortune, ne pouvant dès lors pas se déterminer sur le caractère manifestement erroné de ses décisions. Ce faisant, l’intimée est entrée en matière sur la demande de reconsidération du recourant et l’a refusée. En conséquence, il y a lieu d’admettre que la Cour de céans est compétente pour examiner si les conditions d’une reconsidération sont réunies. c) La reconsidération sert à corriger une application du droit initialement erronée, y compris une constatation inexacte lors de l’appréciation des faits, notamment en cas de violation manifeste du principe de l’instruction (TF 8C_335/2022 du 2 mars 2023 consid. 2.2). L’erreur manifeste signifie qu’aucun doute raisonnable n’est possible quant à l’inexactitude de la décision (dès le début), c’est-à-dire que seule cette conclusion est envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3 ; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l’application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 384 Tant qu'une décision rendue en procédure simplifiée n'est pas formellement devenue définitive (pendant le délai d'opposition ou de recours), l'assureur peut la modifier sans que les conditions d'un réexamen ou d'une révision aux termes de l'art. 53 LPGA doivent être remplies. En matière de recouvrement des prestations indûment perçues, les phases de la procédure (constatation de l'indu, injonction de restitution, éventuelle remise de l'obligation de restitution) sont, en principe, distinctes ; toutefois, l'autorité peut regrouper les deux premières étapes dans une même décision.
“Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Tant que la décision n’est pas formellement entrée en force, soit durant le délai pour former opposition ou recours, l’assureur peut la modifier, sans que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision procédurale ne soient réalisées (ATF 129 V 110 consid. 1.2.1 et la référence ; voir également ATF 121 II 273 consid. 1a/aa p. 276 ; TF 9C_172/2011 du 22 août 2011 consid. 3 ; TFA C 196/03 du 26 août 2004 consid. 2). b) La procédure de restitution d’une prestation versée à tort implique en principe trois étapes distinctes (Sylvie Pétremand, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 30 ad art. 25 LPGA). La première décision porte sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle ces prestations ont été initialement allouées sont réalisées au sens de l’art. 53 LPGA, respectivement de l’art. 17 LPGA (ATF 130 V 318 consid. 5.2 ; Pétremand, op. cit., nos 16 et 29 ad art. 25 LPGA). La deuxième décision concerne la restitution en tant que telle des prestations indûment versées, au sens de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA ; elle comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations et indique une somme déterminée. Le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA est rendue si une telle demande écrite et motivée a été présentée (cf. art. 4 OPGA [ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11]). L'autorité administrative est toutefois autorisée à regrouper les deux premières étapes dans une seule décision et statuer sur la question des prestations indues, la reconsidération ou révision d’une décision et ordonner simultanément la restitution de l’indu (TF 9C_564/2009 du 22 janvier 2010 consid.”
“Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Tant que la décision n’est pas formellement entrée en force, soit durant le délai pour former opposition ou recours, l’assureur peut la modifier, sans que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision procédurale ne soient réalisées (ATF 129 V 110 consid. 1.2.1 et la référence ; voir également ATF 121 II 273 consid. 1a/aa p. 276 ; TF 9C_172/2011 du 22 août 2011 consid. 3 ; TFA C 196/03 du 26 août 2004 consid. 2). b) La procédure de restitution d’une prestation versée à tort implique en principe trois étapes distinctes (Sylvie Pétremand, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 30 ad art. 25 LPGA). La première décision porte sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle ces prestations ont été initialement allouées sont réalisées au sens de l’art. 53 LPGA, respectivement de l’art. 17 LPGA (ATF 130 V 318 consid. 5.2 ; Pétremand, op. cit., nos 16 et 29 ad art. 25 LPGA). La deuxième décision concerne la restitution en tant que telle des prestations indûment versées, au sens de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA ; elle comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations et indique une somme déterminée. Le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA est rendue si une telle demande écrite et motivée a été présentée (cf. art. 4 OPGA [ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11]). L'autorité administrative est toutefois autorisée à regrouper les deux premières étapes dans une seule décision et statuer sur la question des prestations indues, la reconsidération ou révision d’une décision et ordonner simultanément la restitution de l’indu (TF 9C_564/2009 du 22 janvier 2010 consid.”
“Les indemnités journalières de l'assurance-accidents peuvent faire l'objet d'une telle procédure simplifiée (cf. art. 124 OLAA a contrario; SVR 2009 UV n° 21 p. 78 consid. 3.2 [arrêt du Tribunal fédéral 8C_99/2008 du 26 novembre 2008]). Une communication effectuée conformément au droit sous la forme simplifiée de l'art. 51 al. 1 LPGA peut produire les mêmes effets qu'une décision entrée en force si l'assuré n'a pas, dans un délai d'examen et de réflexion convenable, manifesté son désaccord avec la solution adoptée par l'assureur social et exprimé sa volonté que celui-ci statue sur ses droits dans un acte administratif susceptible de recours (cf. ATF 134 V 145 consid. 5.2 ; 129 V 110 consid. 1.2.2 voir également DEFAGO GAUDIN, in Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 9 ad. art. 51 LPGA, n° 10). 11.2 Lorsque la prise de position de l’assureur prononcée en procédure simplifiée est entrée en force, elle ne peut être modifiée qu’aux conditions de la révision et de la reconsidération de l’art. 53 LPGA (voir DEFAGO GAUDIN, op. cit., n° 10). Selon l'art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cela vaut aussi pour les prestations qui ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle, mais d'une décision implicite prise dans le cadre d'une procédure simplifiée au sens de l'art. 51 al. 1 LPGA (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 et les références). 11.3 11.3.1 L'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art.”
Réf. : LPGA art. 53 ch. 383 En présenÎ de constatations syndromiques incertaines (p. ex. coup du lapin) et lorsque l'appréciation de l'époque, eu égard à la pratique alors en vigueur, paraît défendable, cela exclut la reconnaissanÎ d'une «erreur indubitable» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Bei Schleudertrauma-Fällen liegen im Wesentlichen pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlagen vor. Unter Berücksichtigung der Vereinbarung zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Beschwerdeführer vom Juli 2001, den gestellten Diagnosen, den kreisärztlichen Befundungen und Stellungnahmen sowie der damaligen Rechtspraxis entsprach die volle Berentung des Beschwerdeführers dem damaligen Zeitgeist; die damalige Beurteilung des Falles durch die Beschwerdegegnerin ist als vertretbar zu qualifizieren, was die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG ausschliesst (BGE 148 V 195 E. 5.3, 141 V 405 E. 5.2, 125 V 383 E. 3). Im Gegensatz zur Invalidenversicherung, bei der der Bundesgesetzgeber mit der”
“Soweit die Beschwerdeführerin das Vorliegen der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG bestreitet, macht sie geltend, die erstmalige Rentenzusprache habe auf den Berichten des Psychiaters med. pract. D.________, der Dr. med. G.________, des Spitals H.________ und des Dr. med. F.________ beruht, was aus heutiger Sicht zwar in der Tat erstaunlich erscheine. Die Frage der wiedererwägungsweisen Aufhebung der Verfügung vom 8. Februar 2000 sei aber nur unter dem Blickwinkel zu prüfen, ob die Rentenzusprache zum damaligen Zeitpunkt vertretbar gewesen sei. Ende der Neunzigerjahre sei es durchaus üblich gewesen, Invalidenrenten aufgrund von Hausarztberichten zuzusprechen. Im vorliegenden Fall lägen neben den Berichten des Psychiaters und der Hausärztin auch Berichte eines Neurologen und des Spitals H.________ vor. Die verwaltungsinterne Prüfung sei seinerzeit durch die Verwaltung erfolgt, da der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) erst 2004 geschaffen worden sei. Aus damaliger Sicht und Praxis sei die Rentenzusprache daher vertretbar gewesen. Zudem habe die Beschwerdegegnerin in der Folge fast alle zwei Jahre Revisionsverfahren durchgeführt.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 382 En cas de prestations indûment versées de faible montant, l'intérêt à la sécurité juridique l'emporte généralement sur l'intérêt de l'administration à une application et à une exécution correctes du droit. Un réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA suppose dès lors que la rectification soit, pour le cas d'espèÎ, d'« importanÎ considérable » ; il n'est pas possible de fixer un seuil monétaire général et l'appréciation s'effectue en tenant compte de l'ensemble des circonstances (notamment du temps écoulé depuis le versement).
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind.”
Citation : LPGA art. 53 n. 381 Le retour sur des décisions formellement définitives exige un titre juridique ; l'une des possibilités à cet effet est le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA. À titre alternatif, la révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA peut être applicable.
“Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind zu Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Nach der Rechtsprechung zu diesem Grundsatz dürfen jedoch formell rechtskräftig ausgerichtete Leistungen nur dann zurückgefordert werden, wenn ein Titel für das Zurückkommen auf eine ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung besteht, wenn also entweder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) des formell rechtskräftigen Entscheids erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 380 E. 2.3.1 und auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2, publiziert in BGE 142 V 259). Sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt, so besteht die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen unabhängig davon, ob die Bezügerin oder der Bezüger sich eine Meldepflichtverletzung haben zuschulden kommen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_200/2021 vom 1. Juli 2021 E. 5.3 und E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. Carigiet/Koch, a.a.O., S. 134 N 345 ff.). Nach Art. 25 Abs. 2 ATSG in der hier anwendbaren, bis Ende 2020 in Kraft gewesenen Fassung erlischt der Rückforderungsanspruch mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Satz 1).”
La condition «manifestement erronée» exige une erreur manifeste dans les constatations de fait ou dans l'application du droit (aucun doute raisonnable). Pour l'appréciation, il convient de se fonder sur la situation de fait et de droit ainsi que sur la pratique juridique en vigueur à l'époque. Un simple changement ultérieur de la pratique ou de la jurisprudenÎ ne justifie en règle générale pas un réexamen.
“Dieser hat die Aufgabe seiner Erwerbstätigkeit im Oktober 2014 zwar keiner Ausgleichskasse umgehend gemeldet. Eine Meldepflichtverletzung hat er dadurch jedoch nicht begangen, da er wohl davon ausgegangen ist, dass seine Ehefrau mindestens den doppelten Mindestbeitrag bezahlt, sodass seine Beiträge als bezahlt gelten (vgl. Urteil vom 11. Februar 2021, Verfahren Nr. 710 20 213/41, E. 3). Es kommt hinzu, dass seine Einkommenssituation auch den jährlichen Steuermeldungen zu entnehmen war. In Bezug auf die Beschwerdeführerin selber, namentlich in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit, liegen keine neuen Tatsachen vor. Die Höhe des von der Beschwerdeführerin erzielten Einkommens war der Beschwerdegegnerin bekannt und die Organisation der Einzelunternehmung C.____ blieb unverändert. Unter diesen Umständen fällt eine Änderung der Verfügungen gestützt auf die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ausser Betracht. Zu prüfen ist indessen nachfolgend, ob die ursprünglichen Verfügungen in Wiedererwägung gezogen werden können (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Gemäss dem gestützt auf Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG auch im Beitragsbereich der AHV anwendbaren Art. 53 Abs. 2 ATSG können die Ausgleichskassen formell rechtskräftige Verfügungen in Wiedererwägung ziehen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Frage der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, die im Zeitpunkt des damaligen Verfügungserlasses bestand (BGE 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine gesetzeswidrige Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde, wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden oder eine klare höchstrichterliche Praxis nicht beachtet wurde.”
“Dans le même sens, les conclusions qui vont au-delà de l’objet de la contestation, tel que défini par la décision litigieuse, sont en principe irrecevables (ATF 142 I 155 consid. 4.4.2 ; 134 V 418 consid. 5.2.1). b) Le litige a pour seul et unique objet la question de savoir si c’est à bon droit que la caisse intimée est revenue a posteriori sur sa décision d’octroi de prestations, en considérant que la recourante ne pouvait prétendre à des indemnités en cas de réduction de l’horaire de travail en faveur de son collaborateur C.________ pour la période du 1er juin au 31 août 2020. c) La présente procédure ne vise pas la question de la restitution d’un montant de 7'882 fr. 90, dans la mesure où aucune décision n’a été rendue à propos de l’opposition formée par la recourante à l’encontre de la décision de restitution rendue par l’intimée. d) Il n’y a pas lieu non plus d’examiner le bien-fondé de la compensation du montant précité qu’aurait effectuée la caisse intimée avec des indemnités en cas d’intempéries dues à la recourante, cette question ne faisant pas non plus l’objet de la présente procédure. 3. Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références citées). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Le principe et les conditions de la reconsidération d'une décision entrée en force sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Dès lors, la reconsidération est soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée (art. 53 al. 2 LPGA), il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 141 V 405 consid.”
Les prestations pécuniaires indûment perçues, fondées sur des décisions formellement définitives, ne peuvent être récupérées que si les conditions de la révision — à savoir l'erreur indubitable et l'importanÎ substantielle de la rectification (art. 53 al. 2 LPGA) — sont remplies.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020, E. 4.2).”
La caisse de compensation applique l'art. 53 al. 2 LPGA dans le cadre de révisions systématiques par échantillonnage des paiements (révision / contrôles des employeurs).
“Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, die im SECO geführt wird (Art. 83 Abs. 3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"] und Art. 110 Abs. 4 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grund-sätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
En cas de déclarations de retrait, il convient de déterminer s'il s'agit effectivement d'une renonciation à une prestation ou si la procédure administrative a simplement été radiée comme devenue sans objet. Cette distinction est importante pour la procédure au sens de l'art. 53 LPGA, notamment pour la question de savoir si les conditions d'un réexamen sont réunies (p. ex. erreur manifeste et caractère significatif de la rectification).
“Es tritt hinzu, dass die strittige Verfügung der IV-Stelle vom 17. November 2023 nur rudimentär begründet worden ist. Den Motiven, von welchen sich die IV-Stelle bei deren Erlass hat leiten lassen, ist einzig zu entnehmen, dass der Antrag auf Rückzug vom 1. Februar 2023 als Verzichtsgesuch auf die nunmehr doch zugesprochene Rente anzusehen sei. Diese aus dem Antwortschreiben des BSV vom 5. Oktober 2023 übernommene Begründung übersieht, dass die IV-Stelle unter dem Titel der «Bestätigung der Rückzugserklärung» vom 1. Februar 2023 das Verwaltungsverfahren als gegenstandslos abgeschrieben hatte (IV-Dok 76). In diesem Zusammenhang sind insbesondere keine Erwägungen ersichtlich, weshalb – namentlich auch mit Blick auf die für eine Wiedererwägung vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit sowie Erheblichkeit der Berichtigung ihrer Disposition vom 9. Februar 2023 – nicht von einem Rückzug des Leistungsgesuchs, sondern von einem Leistungsverzicht auszugehen sei (Kieser, a.a.O., Rz. 58 ff. zu Art. 53 ATSG). Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird (nachfolgend, Erwägungen”
Si la dernière confirmation d'une prestation fait l'objet d'une appréciation juridictionnelle au fond (res iudicata), un retour au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas ouvert. En l'absenÎ d'un titre autorisant ce retour, la prestation antérieure demeure protégée à son montant antérieur.
“Die Vorinstanz wäre aufgrund der res iudicata gehalten gewesen, auf das erneute Gesuch der Gesuchstellerin vom 19. Juli 2022 um Witwenrente formell nicht einzutreten (vgl. dazu Urteil 9C_527/2016 E. 2.2.2). Mit Schreiben vom 20. September 2022 ist sie zumindest sinngemäss auf das neue Gesuch beziehungsweise das allenfalls sinngemässe Wiedererwägungsgesuch der Gesuchstellerin nicht eingetreten. Da der Vorinstanz ein Zurückkommen auf den materiell richterlich beurteilten Einspracheentscheid vom 7. September 2020 von vornherein nicht offenstand (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG), hat sie den «schriftlichen Widerspruch» vom 10. Oktober 2022 im Zusammenhang mit dem Antrag auf Witwenrente vom 19. Juli 2022 zu Recht als (sinngemässes) Gesuch um Revision des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts C-5067/2020 vom 7. September 2021 betrachtet und zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht übermittelt (vgl. auch Urteil des BVGer C-3943/2020 vom 14. September 2020 E. 1.4).”
“Eine andere erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ist vorliegend nicht ersichtlich, womit kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG besteht. Die Möglichkeit, die Rentenaufhebung mittels einer substituierten Begründung aufgrund einer Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zu schützen (BGE 125 V 368 E. 2; vgl. auch Urteil 9C_73/2023 vom 21. November 2023 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen), besteht vorliegend bereits aus dem Grund nicht, weil die letzte Bestätigung der Rente Gegenstand einer materiellen richterlichen Beurteilung war (vgl. BGE 138 V 147 E. 2.1; Urteil 8C_736/2019 vom 21. Januar 2020 E. 5.2). Fehlt es demgemäss an einem Rückkommenstitel, so hat die Versicherte weiterhin Anspruch auf die Rente in bisheriger Höhe. Entsprechend ist die Beschwerde gutzuheissen und das kantonale Gerichtsurteil sowie die rentenaufhebende Verfügung der IV-Stelle sind ersatzlos aufzuheben.”
“Der damaligen Rentenzusprache lag das Gutachten von Dr. B. vom 27. Juni 2002 zugrunde, auf das in der Verfügung Bezug genommen wurde. Dr. B. setzte sich mit dem Gesundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer angepassten Verweistätigkeit auseinander. Er hielt diesbezüglich fest, dass erst nach therapeutischen Massnahmen und Behandlungen die Hoffnung bestehe, dass eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit möglich sei. Auch die MEDAS Zentralschweiz führte im Gutachten aus, dass die Rentenzusprache damals zu Recht erfolgte. Damit war der damalige Entscheid nicht zweifellos unrichtig und eine Einstellung der Invalidenrente gestützt auf Art. 53 Abs. 2 ATSG fällt ausser Betracht.”
Si l’erreur initiale n’est pas « indubitable », un retour sur des décisions formellement devenues définitives en application de l’art. 53 al. 2 LPGA n’est en pratique généralement pas possible ex tunc. Dans de tels cas, la correction reste le plus souvent limitée à l’avenir (p. ex. adaptation à partir du 1er janvier). Une rectification ex tunc suppose en revanche la présenÎ d’une erreur indubitable et le caractère significatif de la rectification.
“Auch die Anwendung der systematischen Auslegungsmethode liefert also keinen Hinweis für eine im Wort "jährliche" mitenthaltene verfahrensrechtliche Regelung in der Form einer immer mit dem Ende des Kalenderjahres endenden Verbindlichkeit einer formell rechtskräftigen Leistungszusprache. Somit bleibt noch zu prüfen, ob die Anwendung der telelogischen Auslegungsmethode die vom Bundesgericht behauptete Doppelbedeutung des Wortes "jährliche" zu belegen vermag. Ein Sinn eines zwingenden Endes der Entscheidverbindlichkeit per 31. Dezember ist nicht ohne weiteres erkennbar. Erst eine Analyse der Urteile des Bundesgerichts zu diesem Thema zeigt, was beabsichtigt ist. Anspruchsrelevante Sachverhaltsveränderungen, die unmittelbar vor dem Ende eines Kalenderjahres, also im Dezember, eintreten, sind problemlos, weil sie eine Anpassung der "jährlichen" Ergänzungsleistung auf den 1. Januar des folgenden Jahres gestützt auf den Art. 17 Abs. 2 ATSG zulassen. Dasselbe gilt für ursprüngliche fehlerhafte Leistungszusprachen, die mittels einer Wiederwägung ex tunc korrigiert werden können, weil die im Art. 53 Abs. 2 ATSG geregelten Voraussetzungen der zweifellosen Unrichtigkeit und der Erheblichkeit der Korrektur erfüllt sind. Einzig jene Fälle, in denen eine ursprünglich fehlerhafte Leistungszusprache nicht wiedererwägungsweise korrigiert werden kann, weil die ursprüngliche Unrichtigkeit keine zweifellose gewesen ist, haben das Bundesgericht veranlasst, im Wort "jährliche" eine verfahrensrechtliche Regelung, nämlich eine auf das Ende des jeweiligen Kalenderjahres befristete Verbindlichkeit einer Verfügung, eines Einspracheentscheides oder eines Urteils zu "entdecken". So tritt der Fehler nämlich zumindest ab dem Beginn des nächsten Kalenderjahres nicht mehr auf, weil die EL-Durchführungsstelle ihn bei der neuen Zusprache einer Ergänzungsleistung für die Zeit ab dem 1. Januar nicht mehr macht und so wenigstens für die Zukunft einen als unerträglich empfundenen unrechtmässigen Leistungsbezug vermeidet. Der eigentliche Zweck, der hinter diesem Ergebnis der Anwendung der telelogischen Auslegungsmethode steckt, ist also die Umgehung des Art.”
“Auch die Anwendung der systematischen Auslegungsmethode liefert also keinen Hinweis für eine im Wort "jährliche" mitenthaltene verfahrensrechtliche Regelung in der Form einer immer mit dem Ende des Kalenderjahres endenden Verbindlichkeit einer formell rechtskräftigen Leistungszusprache. Somit bleibt noch zu prüfen, ob die Anwendung der telelogischen Auslegungsmethode die vom Bundesgericht behauptete Doppelbedeutung des Wortes "jährliche" zu belegen vermag. Ein Sinn eines zwingenden Endes der Entscheidverbindlichkeit per 31. Dezember ist nicht ohne weiteres erkennbar. Erst eine Analyse der Urteile des Bundesgerichts zu diesem Thema zeigt, was beabsichtigt ist. Anspruchsrelevante Sachverhaltsveränderungen, die unmittelbar vor dem Ende eines Kalenderjahres, also im Dezember, eintreten, sind problemlos, weil sie eine Anpassung der "jährlichen" Ergänzungsleistung auf den 1. Januar des folgenden Jahres gestützt auf den Art. 17 Abs. 2 ATSG zulassen. Dasselbe gilt für ursprüngliche fehlerhafte Leistungszusprachen, die mittels einer Wiederwägung ex tunc korrigiert werden können, weil die im Art. 53 Abs. 2 ATSG geregelten Voraussetzungen der zweifellosen Unrichtigkeit und der Erheblichkeit der Korrektur erfüllt sind. Einzig jene Fälle, in denen eine ursprünglich fehlerhafte Leistungszusprache nicht wiedererwägungsweise korrigiert werden kann, weil die ursprüngliche Unrichtigkeit keine zweifellose gewesen ist, haben das Bundesgericht veranlasst, im Wort "jährliche" eine verfahrensrechtliche Regelung, nämlich eine auf das Ende des jeweiligen Kalenderjahres befristete Verbindlichkeit einer Verfügung, eines Einspracheentscheides oder eines Urteils zu "entdecken". So tritt der Fehler nämlich zumindest ab dem Beginn des nächsten Kalenderjahres nicht mehr auf, weil die EL-Durchführungsstelle ihn bei der neuen Zusprache einer Ergänzungsleistung für die Zeit ab dem 1. Januar nicht mehr macht und so wenigstens für die Zukunft einen als unerträglich empfundenen unrechtmässigen Leistungsbezug vermeidet. Der eigentliche Zweck, der hinter diesem Ergebnis der Anwendung der telelogischen Auslegungsmethode steckt, ist also die Umgehung des Art.”
Citation: LPGA art. 53 n. 374 Sur la violation de l'obligation de renseigner : il faut un comportement fautif ; la négligenÎ légère peut déjà suffire. Si une telle violation est établie, des prestations reposant sur une décision formellement définitive peuvent être récupérées au titre de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“L'adaptation des prestations complémentaires à la modification des circonstances personnelles ou économiques peut ainsi conduire à une obligation de restituer des prestations perçues à tort lorsque l’obligation de renseigner a été violée (ATF 138 V 298 consid. 5.2.1 ; TF 9C_328/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2 ; voir également ATF 145 V 141 consid. 7.3). e) L’ayant droit doit communiquer sans retard à l’organe cantonal compétent tout changement dans la situation personnelle et toute modification sensible dans sa situation matérielle (art. 24 OPC-AVS/AI ; art. 31 al. 1 LPGA). Pour qu’il y ait violation de l’obligation de renseigner, il faut qu’il y ait un comportement fautif ; une légère négligence suffit déjà (ATF 112 V 97 consid. 2a ; TF 9C_400/2016 du 2 novembre 2016 consid. 3.3). 4. a) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) En vertu de l'art. 25 al. 2 première phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral [Message du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales FF 2018 1597). c) Les prestations complémentaires indûment touchées, notamment en raison d’une violation de l’obligation de renseigner, doivent être restituées par le bénéficiaire, son représentant légal ou ses héritiers (art. 2 al. 1 let. a OPGA ; ch. 4610.01 DPC). L’obligation de restituer du défunt passe aux héritiers aumoment de l’ouverture de la succession.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 373 La décision doit être motivée de manière à ce qu'il soit apparent pour la personne concernée que l'autorité entend engager une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ou qu'elle considère cette disposition comme pertinente pour sa décision, afin que la décision puisse être contestée de manière adéquate.
“1 ATSG im vorliegenden Fall und kam zum Schluss, es sei die Verfügung vom 1. Oktober 2004 in prozessuale Revision zu ziehen und die ab 1. März 2003 gewährte Invalidenrente aufzuheben. 2.2.2. Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt und dient so der Möglichkeit, eine Verfügung sachgerecht anzufechten (BGE 124 V 180, 181 E. 1a). Dafür muss eine Begründung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt. (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 49 N 66 und BGE 124 V 180 E. 1a S. 181). Zwar erschliesst sich auch in Verbindung mit dieser Stellungnahme des Rechtsdienstes nicht, warum gemäss Verfügung vom 29. Juni 2020 die Invalidenrente nun gerade rückwirkend per 31. Dezember 2013 aufzuheben sei. Aufgrund der Stellungnahme war der Beschwerdeführer aber jedenfalls darüber ins Bild gesetzt, dass die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision ziehen und damit rückwirkend aufheben wolle. Der Beschwerdeführer war damit in die Lage versetzt, mit Blick auf Anwendbarkeit von Art. 53 Abs. 1 ATSG die Verfügung sachgerecht anzufechten. Folgerichtig hat sich die Beschwerde (S. 4 Ziff. 5 2. Abschnitt sowie S. 5 f. Ziff. 7) mit dieser Revisionsnorm befasst. Somit ist eine Verletzung des Rechtlichen Gehörs, die zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen müsste, zu verneinen. 3. 3.1. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, vorliegend sei die Invalidenrente mit der angefochtenen Verfügung vom 29. Juni 2020 zu Recht im Rahmen einer prozessualen Revision im Sinne von Art. 53. Abs. 1 ATSG aufgehoben worden. Nach Massgabe von Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war.”
Citation : LPGA art. 53 n. 372 L'administration peut revenir sur des décisions devenues formellement définitives lorsque celles-ci sont indubitablement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Dans ces conditions, le recouvrement des prestations indûment perçues est également possible.
“Die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen besteht unabhängig von einem allfälligen Verschulden. Selbst ein der Verwaltung zuzurechnender Fehler ändert nichts an der Rückerstattungspflicht. Ferner besteht die Rückerstattungspflicht unabhängig von einer allfälligen Meldepflichtverletzung, weil es darum geht, die gesetzliche Ordnung nach Entdecken einer neuen Tatsache wiederherzustellen (Urteil des Bundesgerichts P 63/04 vom 2. Februar 2006 E. 2.2.3; Müller, a.a.O., S. 354 f. mit Hinweisen; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 134). Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist indessen nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 46 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Sodann ist die Verwaltung im Rahmen einer prozessualen Revision verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt wurden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen. Unter diesen Voraussetzungen können zu Unrecht bezogene Ergänzungsleistungen zurückgefordert werden (vgl. auch Müller, a.a.O., Anhang 1 Art. 25 ATSG Rz 5 sowie Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 2020, Art. 53 Rz. 19 ff. und Rz. 45 ff.).”
Les prestations fondées sur une décision devenue formellement définitive ne peuvent être réclamées en remboursement que selon les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA. Un éventuel droit au remboursement se prescrit selon l'art. 25 al. 2 LPGA: trois ans dès la connaissanÎ, au plus tard cinq ans à compter du paiement de chaque prestation.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG; vgl. auch Ziff.10154 ff. RWL).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 370 L'organisme d'assuranÎ peut reconsidérer la décision attaquée ou la décision sur opposition jusqu'à l'envoi de sa prise de position à l'autorité de recours. En pratique, cette possibilité est utilisée pour procéder à des investigations complémentaires ou pour rendre une nouvelle décision. Si le réexamen donne pleinement satisfaction aux demandes des recourants, il rend souvent la procédure de recours en cours sans objet, de sorte que l'affaire est radiée du rôle par le tribunal.
“________ (ci-après : la recourante) auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, qui fait valoir qu’elle souffre encore de conséquences physiques et mentales de l’accident, et conclut à ce que l’assureur-accidents continue de lui verser ses prestations « dans le cas d’une aggravation durable », vu la réponse déposée le 16 octobre 2020, par laquelle W.________ déclare acquiescer au recours compte tenu des nouveaux éléments portés à sa connaissance dans le cadre du recours, et avoir reconsidéré sa décision, vu la copie de la « décision de reconsidération » du 15 octobre 2020 – également transmise par W.________ à la Cour de céans dans le délai de réponse – aux termes de laquelle l’intimée annule la décision du 30 mars 2020 et retourne le dossier à son secteur « Assurances Entreprises (LAA) afin qu’il prenne les mesures d’instruction qui s’imposent et rende une nouvelle décision » ; attendu qu’en l’occurrence, le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 831.20]) et qu’il répond en outre aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu’il est recevable ; attendu que, à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en procédant à une reconsidération de la décision sur opposition du 30 mars 2020, en ce sens que, compte tenu des explications complémentaires fournies dans le cadre du recours, elle a acquiescé au recours, qu’elle a rendu une « décision de reconsidération » le 15 octobre 2020, annulant la décision du 30 mars 2020 et retournant le dossier à son secteur « Assurances Entreprises (LAA) afin qu’il prenne les mesures d’instruction qui s’imposent et rende une nouvelle décision », que l’intimée a ainsi fait droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a dès lors lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est devenu sans objet, à la suite de la reconsidération par l’intimée de la décision litigieuse du 30 mars 2020, qu’il se justifie par conséquent de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
“, versées pour les mois de mai à juillet 2020, au motif de l’interruption de la formation professionnelle du recourant, que, par acte du 3 septembre 2020, reçu le 7 septembre 2020, le recourant, agissant par sa mère, a recouru à l’encontre de cette décision auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant implicitement à son annulation, que, par réponse du 14 octobre 2020, l’intimé a indiqué qu’après examen de la situation, il avait procédé à l’annulation de la décision de restitution litigieuse du 6 août 2020 et avait rendu en place une nouvelle décision 8 octobre 2020 qui remplaçait la précédente et prévoyait le versement ininterrompu de la rente pour enfant à compter du 1er mai 2020, donnant ainsi entièrement raison à la partie recourante, que l’intéressé proposait dès lors de considérer que le recours était devenu sans objet ; attendu qu’aux termes de l’art. 56 al. 1 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours - compte tenu de la suspension du délai durant les féries estivales (art. 38 al. 4 let. b LPGA) - suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA) a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; attendu que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’occurrence, la nouvelle décision pendente lite de l’intimé du 8 octobre 2020 donne entièrement droit aux conclusions du recourant, tel qu’indiqué d’ailleurs par l’intimé dans sa réponse du 14 octobre 2020, que, partant, il convient de constater que cette reconsidération vide effectivement le litige de son objet et que la cause doit être radiée du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art. 82 et 94 al. 1 let. d LPA-VD (loi vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), qu’un juge unique du tribunal cantonal est compétent pour statuer (art. 94 al. 1 let. c LPA-VD), qu’il se prononce également sur les frais et dépens (art.”
“________, représenté par Me Rébecca Grand, auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, par lequel il a conclu, à titre principal, à l’annulation de la décision sur opposition du 16 juillet 2020 et, à titre subsidiaire, à son renvoi à l’intimée pour complément d’instruction et nouvelle décision, le tout sous suite de dépens, vu la décision de reconsidération rendue par l’intimée le 13 novembre 2020, par laquelle elle a annulé sa décision du 21 avril 2020, vu l’écriture du même jour de l’intimée par laquelle elle a transmis à la Cour de céans cette nouvelle décision et requis que la cause soit rayée du rôle, vu l’avis de la juge instructrice du 18 novembre 2020 impartissant à l’avocate du recourant un délai au 30 novembre 2020 pour se déterminer sur l’allocation de dépens, vu le courrier de l’avocate du recourant du 23 novembre 2020, par lequel elle a requis l’allocation de dépens dès lors que la décision de reconsidération du 13 novembre 2020 faisait droit à l’intégralité de ses prétentions, vu les pièces du dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile compte tenu des féries estivales, est recevable à la forme (art. 38 al. 4 let. b, 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en revenant sur la décision attaquée par une nouvelle décision du 13 novembre 2020, que cette nouvelle décision fait droit à l’intégralité des prétentions du recourant, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet par suite de la reconsidération opérée par l’intimée, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2000 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA), que le recourant, qui obtient gain de cause avec le concours d’un mandataire professionnel, a droit à une indemnité à titre de dépens à charge de l’intimée qu’il convient, compte tenu de la complexité du litige et des opérations effectuées, d’arrêter à 1'000 fr.”
“b LPGA notamment) ; que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont / Moser Szeless (éd.), Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n°101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, dans le dernier délai imparti au 30 mars 2021 par le juge instructeur, dans son ordonnance du 8 février 2021, l’intimée a rendu une décision de reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, annulant la décision sur opposition litigieuse du 11 novembre 2013, que cette décision sur reconsidération fait entièrement droit à la conclusion du recourant contenue dans son acte de recours du 11 décembre 2013, confirmée ensuite dans sa réplique du 6 mai 2014, tendant à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse, qu’il y a ainsi lieu de prendre acte de la décision sur reconsidération du 30 mars 2021 et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art. 82 et 94 al. 1 let. d LPA-VD, qu’un juge unique du tribunal cantonal est compétent pour statuer (art. 94 al. 1 let. c LPA-VD), qu’il se prononce également sur les frais et dépens (art. 91 LPA-VD, par renvoi de l’art. 99 LPA-VD), qu’en l’espèce, il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA, en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, applicable conformément à l’art.”
“________ (ci-après : le recourant), représenté par CAP Protection Juridique SA, devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, par lequel il a conclu, avec dépens, à l’annulation de la décision sur opposition du 20 janvier 2022 ainsi qu’à l’octroi des prestations de l’assurance-accidents pour les suites de l’« accident » du 30 septembre 2021, et subsidiairement à l’annulation de la décision sur opposition attaquée ainsi qu’au renvoi de la cause à l’intimé pour complément d’instruction, vu également les nouveaux éléments portés à la connaissance de l’intimé dans le cadre du recours, vu la « décision de reconsidération » rendue le 27 avril 2022 par l’intimé, avec voies de droit, annulant la décision sur opposition du 20 janvier 2022 et retournant le dossier au secteur « Assurances Entreprise (LAA) » afin qu’il prenne les mesures d’instruction qui s’imposent et rende une nouvelle décision, vu l’acte déposé le 28 avril 2022 par l’intimé dans le délai pour répondre au recours, par lequel il a produit la décision rectificative précitée, a relevé avoir annulé sa décision sur opposition du 20 janvier 2022 et retourné le dossier au secteur « Assurances Entreprise (LAA) » pour reprise de l’instruction puis nouvelle décision, de sorte que le recours formé par le recourant devenait sans objet, et a demandé la radiation de la cause sans frais ni dépens, vu les déterminations du 17 mai 2022 déposées dans le délai imparti par avis du 3 mai 2022 de la juge en charge de l’instruction, par lesquelles le recourant, par son conseil, a indiqué que, dès lors que la décision rectificative du 27 avril 2022 reprenait les conclusions subsidiaires du recours du 18 février 2022, il ne voyait pas d’inconvénients à ce que la cause fût rayée du rôle, sans frais ni dépens, vu les pièces au dossier; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), que, à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, qu’en l’espèce, par le biais de sa décision du 27 avril 2022 communiquée au tribunal dans le délai de réponse, l’intimé a fait usage de cette faculté en procédant à une reconsidération, en ce sens qu’il a annulé la décision sur opposition prise le 20 janvier 2022 et a retourné le dossier au secteur « Assurances Entreprise (LAA) » afin qu’il prenne les mesures d’instruction qui s’imposent et rende une nouvelle décision, que l’intimé fait ainsi droit aux conclusions subsidiaires du recourant en la présente cause, qu’il y a dès lors lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est devenu sans objet, que les parties en conviennent, qu’il se justifie par conséquent de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal statuant en tant que juge unique; attendu que le présent arrêt doit être rendu sans frais, ni dépens, comme les parties en conviennent.”
“Der Beschwerde als ordentlichem Rechtsmittel kommt von Bundesrechts wegen Devolutiveffekt zu. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet die Zuständigkeit der kantonalen Rechtsmittelbehörde, über das in der angefochtenen Verfügung bzw. im angefochtenen Einspracheentscheid geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung bzw. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2, 127 V 228 E. 2b/aa, je mit weiteren Hinweisen). Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand. Die gegenteilige Auffassung hat eine Vermengung von Administrativ- und erstinstanzlichem Beschwerdeverfahren zur Folge, was dem Gebot der Einfachheit des Prozesses (Art 61 lit. a ATSG) widerspricht (BGE 127 V 228 E. 2b/aa mit weiteren Hinweisen). Dieses Prinzip wird insofern durchbrochen, als gestützt auf Art. 53 Abs. 3 ATSG die Vorinstanz die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Einspracheentscheid bis zu ihrer Vernehmlassung in Wiedererwägung ziehen kann. Damit wird im Ergebnis der Eintritt der Devolutivwirkung der Beschwerde bis zur Einreichung der vorinstanzlichen Vernehmlassung aufgeschoben (vgl. BGE 127 V 228 ff.; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 189 f.). Daraus folgt, dass vom Sozialversicherungsträger durchgeführte Abklärungsmassnahmen während des bereits hängigen verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens nicht von Vornherein ausgeschlossen sind. Insbesondere kann die Verwaltung bis zur Einreichung ihrer eigenen Vernehmlassung den Anträgen einer versicherten Person - beispielsweise auf Rückweisung der Streitsache zur ergänzenden medizinischen Abklärung - entsprechen und so den Prozess ohne gerichtliche Überprüfung der Streitsache zur Erledigung bringen. Eine rechtzeitig pendente lite erlassene Verfügung beendet den Streit aber nur insoweit, als sie den Anträgen der Beschwerde führenden Person entspricht.”
Citation : LPGA art. 53 n. 369 S'il n'existe pas de faits nouveaux découverts après le prononcé de la décision, ni de moyens de preuve qui n'auraient pas pu être produits antérieurement, il n'y a pas de motif procédural de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ; une simple modification ultérieure du contexte factuel, sans tels faits ou preuves nouveaux, ne justifie pas un changement rétroactif.
“Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die Voraussetzungen einer prozessualen Revision i.S.v. Art. 53 Abs. 1 ATSG noch jene der Wiedererwägung i.S.v. Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt sind, womit ein rückwirkender Wechsel des von der Beschwerdegegnerin 1 mit Schreiben vom 8. September 2016 (act. IIB 12) festgelegten Beitragsstatuts ausgeschlossen ist (vgl. E. 2.2 hiervor). Mithin bleibt es bei der im Jahr 2016 vorgenommenen Qualifikation der selbstständigen Erwerbstätigkeit. Die angefochtenen Einspracheentscheide (act. IIA 14; act. IIB 41) sind daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben.”
“Somit besteht vorliegend weder ein prozessualer Revisionsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG noch – angesichts des Fehlens der Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs (vgl. E. 2.3.3 hiervor) – eine Rückerstattungspflicht nach Art. 25 Abs. 1 ATSG respektive Art. 95 Abs. 1 AVIG (vgl. E. 2.3.4 hiervor).”
“Le Tribunal fédéral a considéré que le changement de jurisprudence suite à l'arrêt de la CEDH du 11 octobre 2022 précité ne justifiait pas un cas de reconsidération pour un veuf dont la décision de suppression de la rente était déjà entrée en force avant le 11 octobre 2022 en raison du fait que le plus jeune enfant était devenu majeur (arrêt 9C_543/2023 du 29 février 2024 consid. 4). 4. La situation du cas d’espèce est similaire à celle qui est à la base de l'arrêt précité de la CEDH du 11 octobre 2022, dans la mesure où la rente de veuf du recourant a également été supprimée uniquement en raison de la majorité de son plus jeune enfant. Toutefois, il est établi que la rente du recourant a été supprimée par décision du 10 mai 2016, qui est entrée en force. Conformément à la jurisprudence précitée, l’arrêt de la CEDH du 11 octobre 2022 ne justifie pas une reconsidération de la décision du 10 mai 2016. Par ailleurs, le recourant ne s'est prévalu d'aucun fait nouveau ni d'aucun moyen de preuve nouveau, de sorte que les conditions d'une révision (art. 53 al. 1 LPGA) ne sont pas remplies. L'arrêt du Tribunal des assurances du canton de Saint-Gall invoqué par le recourant porte sur un cas similaire (cf. AHV 2023/1 du 17 août 2023). La décision judiciaire cantonale a cependant été annulée par Tribunal fédéral, qui a jugé qu'elle violait le droit fédéral (cf. arrêt du Tribunal fédéral 9C_543/2023 du 29 février 2024 consid. 4). Comme indiqué précédemment, la Haute Cour a jugé que les conditions d'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'étaient pas remplies. Les conditions d'une révision procédurale et celles d'une reconsidération n'étant pas remplies, le recourant n'a pas droit à une reprise du versement de la rente de veuf. Le recours doit en conséquence être rejeté. 5. 5.1 Sous réserve d’exceptions ici non réalisées, la procédure en matière d’assurances sociales, en particulier d’AVS, est gratuite pour les parties (art. 61 let. a aLPGA ; art. 89H al. 1 LPA). 5.2 Il n’y a pas lieu d’allouer d’indemnité de procédure au recourant, dès lors qu’il n’obtient pas gain de cause (art.”
Citation : LPGA art. 53 ch. 368 Si l'organisme assureur procèÞ, en vertu de l'art. 53 LPGA, à une correction rétroactive d'une décision antérieure ou d'une décision de recours, la base juridique des prestations alors accordées disparaît. Ces prestations sont dès lors considérées comme indûment versées et doivent, en principe, être remboursées conformément à l'art. 25 LPGA. La détermination d'un éventuel remboursement s'effectue selon une procédure en plusieurs étapes : il convient d'abord d'examiner s'il existe un titre de reprise au sens de l'art. 53 LPGA ; ce n'est qu'ensuite qu'intervient, le cas échéant, la décision relative au remboursement.
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.4 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. 2.5 Dem Kantonsgericht kommt in Sozialversicherungssachen eine vollständige Überprüfungsbefugnis zu. Es ist in der Beweiswürdigung frei (vgl. § 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (vgl. René Rhinow/Heinrich Koller/Christina Kiss/Daniela Thurn-herr/Denise Brühl-Moser, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen.”
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Eine aufgrund einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichtete Leistung ist allerdings nur zurückzuerstatten, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung, Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel, Art. 53 Abs. 1 ATSG) erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Dies gilt auch für Entscheide, die formlos getroffen worden sind, insbesondere für Abrechnungen (Art. 53 ATSG, BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 399 E. 1, je mit Hinweisen). Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts vom 12. April 2010 [8C_1042/2009], E. 2.2).”
“1 Satz 1 ATSG), sofern die Voraussetzungen für ein wiedererwägungsoder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung gegeben sind (Art. 53 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2 und 129 V 110 mit Hinweisen). 2.2 Vorliegend steht die Wiedererwägung zur Diskussion. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). 2.3 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt demnach in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an (Art. 95 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG). 3. Als Erstes ist zu prüfen, ob ein Rückkommenstitel gegeben ist, mithin, ob rückwirkend betrachtet, ein Anspruch von C. auf Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 zu verneinen ist. 3.1 Nach Art. 31 Abs. 1 lit. a AVIG haben Arbeitnehmer, deren normale Arbeitszeit verkürzt oder deren Arbeit ganz eingestellt ist, Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung, wenn sie für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig sind oder das Mindestalter für die Beitragspflicht in der AHV noch nicht erreicht haben. Für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig sind Arbeitnehmer, die nach dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 versichert und für Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit beitragspflichtig sind (Art. 2 Abs. 1 lit. a AVIG). 3.2 Keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben der mitarbeitende Ehegatte des Arbeitgebers (Art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 367 art. 53 al. 2 permet à l'organisme d'assuranÎ, de manière facultative, de réviser des décisions devenues formellement définitives lorsque celles-ci sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ notable. L'organisme n'est pas tenu de le faire. Dans une procédure judiciaire ultérieure, le contrôle se limite à vérifier si les conditions d'un tel réexamen (erreur manifeste et importanÎ notable de la rectification) sont réunies.
“Le point de savoir si un tel changement s’est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu’ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force – qui reposait sur un examen matériel du droit aux prestations, avec une appréciation des preuves et une constatation des faits pertinents – et les circonstances régnant à l’époque de la décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5.2 ; 130 V 71). Une simple appréciation différente d’un état de fait, qui, pour l’essentiel, est demeuré inchangé est sans pertinence de ce point de vue (ATF 141 V 9 consid. 2.3). c) Indépendamment de ce qui précède, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5 ; 129 V 110). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5 ; 119 V 410 consid. 3a ; 117 V 8 consid. 2c). Dans les limites posées par l'art. 53 al. 3 LPGA, une reconsidération est possible en tout temps, spécialement lorsque les conditions de la révision au sens de l'art.”
“Faute de demande de décision formelle dans un délai d'examen et de réflexion convenable, la prise de position de l'assureur selon la procédure simplifiée entre en force et déploie ses effets au même titre qu'une décision. Elle ne peut être modifiée qu'aux conditions de la révision ou de la reconsidération de l'art. 53 LPGA (VALÉRIE DÉFAGO GAUDIN, Commentaire romand, LPGA, 2018, n° 10 ad art. 51 LPGA). L'assureur peut reconsidérer une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit manifestement erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Il n'est pas tenu de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées. Il en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peuvent l'y contraindre (ATF 133 V 50 consid. 4.1). Cependant, lorsqu'il entre en matière sur une demande de reconsidération et examine si les conditions requises sont remplies, avant de statuer au fond par une nouvelle décision de refus, celle-ci est susceptible d'être attaquée en justice. Le contrôle juridictionnel dans la procédure de recours subséquente se limite alors au point de savoir si les conditions d'une reconsidération (inexactitude manifeste de la décision initiale et importance notable de la rectification) sont réunies (ATF 119 V 475 consid. 1b/cc). En revenant dans ses décisions des 19 mars et 26 juin 2020 sur les décomptes annuels entrés en force pour les années 2013 et 2014, alors qu'elle n'y était pas obligée, l'intimée a en l'occurrence concrètement rendu une décision de reconsidération. La décision sur opposition du 26 juin 2020 pouvait donc être attaquée en justice aussi en tant qu'elle portait sur les années en cause.”
La décision de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA est de nature réformatriÎ et remplaÎ la décision initiale. La révision produit en principe des effets rétroactifs (ex tunc) et permet ainsi de corriger l'appréciation du droit pour la périoÞ régie par la décision révisée. Toutefois, pour l'assuranÎ-invalidité, des dispositions réglementaires pertinentes (RAI) prévoient des effets dérogatoires; il convient, à cet égard, de respecter des règles particulières.
“Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Une preuve est considérée comme concluante lorsqu’il faut admettre qu’elle aurait conduit le juge ou l’administration à statuer autrement s’il en avait eu connaissance dans la procédure principale. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (TF 9C_226/2014 précité consid. 4.2). Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l’administration est tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (TFA C 11/05 du 16 août 2005 consid. 3 ; ATF 126 V 23 consid. 4b et les références). Il est inhérent à la révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA que la nouvelle décision a des effets rétroactifs, soit ex tunc (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3ème édition, Zurich/Bâle/Genève 2015, n. 41 ad art. 53 LPGA et la référence). cc) La révision procédurale est soumise aux délais prévus par l’art. 67 PA (loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021) – applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (cf. également art. 101 LPA-VD ; cf. RAMA 1994 n° U 191 p. 145 et Ueli Kieser, op. cit., n. 38 ad art. 53 LPGA). Ainsi, en cas de révision d’office, l’administration doit en principe rendre une nouvelle décision dans un délai de nonante jours dès la connaissance du motif de révision. Une exception est réservée pour les cas où les faits justifiant la révision exigent des éclaircissements prenant plus de temps. Dans ce cas, il suffit que l’administration signale à l’assuré, dans le délai fixé, le motif de révision et les modifications de la décision prévues, puis qu’il procède aux éclaircissements et finalement prenne sa décision dans un délai raisonnable (TFA C 214/03 du 23 avril 2004 consid.”
“c) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). Une décision – formelle ou informelle – qui est entrée en force, est soumise à la révision procédurale lorsque l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont nouveaux au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure initiale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qu’ils n’étaient pas connus de l’autorité demandant la révision, malgré toute sa diligence. Les faits nouveaux doivent par ailleurs être importants, à savoir de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de la décision entreprise, et conduire à une décision différente en fonction d’une appréciation juridique correcte (cf. TF 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4.2 ; Boris Rubin, op. cit, nos 17 et 18 ad art. 95 LACI et les références). Il est inhérent à la révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA que la nouvelle décision a des effets rétroactifs, soit ex tunc (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3ème édition, Zurich/Bâle/Genève 2015, no 41 ad art. 53 LPGA et la référence). d) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (cf. ATF 139 V 176 consid. 5.3 et les références citées). Il n’existe aucun principe juridique dictant à l’administration ou au juge de statuer en faveur de l’assuré en cas de doute (cf.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid (dazu und zum Folgenden: Urteil 8C_38/2022 vom 13. Juli 2022 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Neubeurteilung wirkt zurück (ex tunc) und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je m.w.H.). Diese sogenannte prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprachen zur Anwendung (Urteil 8C_469/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2). Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex tunc und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex nunc vor.”
Si le fait pertinent pour une réévaluation est découvert, par exemple dans le cadre d’une enquête, il peut, conformément à l’art. 53 al. 2 LPGA, être envisageable de revenir sur une décision devenue définitive, pour autant que les conditions d’un tel réexamen soient réunies.
“Il n’est au demeurant pas contesté que la révision a été initiée dans le respect des délais de l’art. 67 PA. En effet, le motif de révision a été découvert au cours de la vaste enquête dirigée contre K.________ Sàrl et son dirigeant qui a abouti au défèrement séparé du recourant personnellement en 2018. 6. Il convient encore d’examiner si la restitution du montant de 708 fr. 15 pouvait être réclamée au recourant. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59c bis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. b) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). c) En vertu de l’art. 25 al. 2 première phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (applicable dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020 [art. 82a LPGA]). Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1). Depuis le 1er janvier 2021, le délai relatif est de trois ans, le délai absolu n’a pour sa part pas changé. L’art. 25 al. 2 deuxième phrase LPGA précise encore que si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. La teneur de cette phrase n’a pas changé au 1er janvier 2021. Les délais de péremption prévus à l’art.”
Réf. : LPGA art. 53 n° 364 Lorsqu'il existe une constatation des faits manifestement erronée (p. ex. prise en compte erronée du revenu d'activité lucrative), sa correction peut entraîner une révision substantielle du montant de la prestation ; dans le cas d'espèÎ, le droit aux prestations complémentaires (PC) est passé de Fr. 437.– à Fr. 0.–.
“Juni 2020 damit zu Recht als Wiedererwägungsverfügung qualifiziert. Im Folgenden ist in einem ersten Schritt zu prüfen, ob die Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 rechtmässig gewesen ist. In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die im Rahmen des Wiedererwägungs- und des Einspracheverfahrens vorgenommene revisionsweise (Art. 17 Abs. 2 ATSG) Neufestsetzung des Anspruchs auf eine Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2017, 1. Mai 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020 rechtmässig gewesen ist. Da es sich dabei um Revisionsverfahren gehandelt hat, die im Rahmen des Wiedererwägungsverfahrens nochmals durchgeführt worden sind (Ersetzen von ursprünglich fehlerhaften Revisionsverfügung durch neue Revisionsverfügungen), sind Art. 17 Abs. 2 ATSG und Art. 25 ELV betreffend die Revision einer laufenden Leistung unter dem "Dach" von Art. 53 Abs. 2 ATSG anwendbar. Würde es sich hingegen um eine Wiedererwägung einer Verfügung betreffend eine erstmalige Leistungszusprache handeln, wäre allein Art. 53 Abs. 2 ATSG massgebend. Eine formell rechtskräftige Verfügung kann in Wiedererwägung gezogen werden, wenn sie zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 ist zweifellos unrichtig gewesen, denn das Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin hat ab 1. Januar 2017 nicht demjenigen entsprochen, das in der der Verfügung vom 19. Dezember 2016 zugrundeliegenden Anspruchsberechnung berücksichtigt worden war, denn damals war das Erwerbseinkommen des Jahres 2015 (Fr. 14'187.--, act. G 3.2.13-2) berücksichtigt worden. Der EL-Anspruch ab 1. Januar 2017 hat ursprünglich der Minimalgarantie von Fr. 437.-- entsprochen. Mit der Verfügung vom 17. Juni 2020 ist er neu auf Fr. 0.-- festgesetzt worden. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin das Erwerbseinkommen erneut korrigiert und ab 1. Januar 2017 wiederum eine Ergänzungsleistung in der Höhe der Minimalgarantie von Fr. 437.-- zugesprochen.”
LPGA art. 53 n. 363 Portée temporelle : Le réexamen est possible jusqu'à l'envoi de la réponse (préavis) que l'organe d'assuranÎ doit adresser à l'autorité de recours. Cela correspond à l'expiration du délai dans lequel l'organe d'assuranÎ a été dernièrement invité à prendre position ; en l'absenÎ d'un délai expressément fixé, la possibilité s'étend jusqu'à la clôture des échanges écrits.
“”, vu l’avis du 18 mars 2021, par lequel le greffe du tribunal a remis, pour information, une copie de la lettre de la partie intimée du 16 mars 2021 et de son annexe au recourant, en l’informant qu’un arrêt prenant acte de la décision annexée serait prochainement rendu, vu l’avis du 20 avril 2021 adressé par la juge en charge de l’instruction informant les parties que l’avis du 18 mars 2021 devait être corrigé en ce sens que la décision rectificative du 16 mars 2021 devait être considérée comme une proposition déposée en procédure, laquelle ne rendait pas le recours sans objet, et que l’arrêt à intervenir statuerait sur les conclusions du recours, vu l’absence de réaction des parties dans le délai imparti au 4 mai 2021 pour d’éventuelles déterminations complémentaires, vu également les pièces au dossier ; attendu que le recours, formé en temps utile, remplit les autres conditions de forme, de sorte qu’il est recevable (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’aux termes de l’art. 82 LPA-VD (loi vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD, l’autorité peut renoncer à l’échange d’écritures ou, après celui-ci, à toute autre mesure d’instruction, lorsque le recours paraît manifestement irrecevable, bien ou mal fondé (al. 1), que, dans ces cas, elle rend à bref délai une décision d’irrecevabilité, d’admission ou de rejet sommairement motivée (art. 82 al. 2 LPA-VD) ; attendu que, à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, que l’art. 53 al. 3 LPGA règle le point de savoir jusqu’à quel moment l’assureur social qui s’aperçoit d’une erreur entachant sa décision (ou sa décision sur opposition) peut procéder à une reconsidération, alors que le prononcé a fait l’objet d’un recours de la personne assurée ou de toute autre partie intéressée, que ce cas particulier de reconsidération par l’assureur social est possible « [j]usqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours », que par préavis, il faut entendre la ou les déterminations que l’assureur social est invité à présenter dans le cadre de l’échange d’écritures ordonné par l’autorité de recours, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écritures, que passé ce moment, la décision de reconsidération a valeur de proposition au juge (cf. Margit Moser-Szeless, Commentaire romand de la loi sur la partie générale du droit des assurances sociales, Bâle 2018, n.”
“Elle a également transmis le projet de décision de l’OAI du 15 janvier 2024 annulant et remplaçant le projet du 14 septembre 2023 qui accordait à la recourante une demi-rente du 1er octobre 2019 au 30 avril 2021, puis une rente entière du 1er mai au 30 septembre 2021 avant de nier tout droit à une rente dès le 1er octobre 2021 dès lors que le degré d’invalidité calculé s’élevait à 19,10 %. E n d r o i t : 1. a) La LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-invalidité (art. 1 al. 1 LAI [loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20]). Les décisions des offices AI cantonaux peuvent directement faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du siège de l’office concerné (art. 56 al. 1 LPGA et art. 69 al. 1 let. a LAI), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. a) Conformément à l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours. Cette faculté est également prévue à l’art. 83 LPA-VD (applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD) selon lequel, en lieu et place de ses déterminations, l’autorité intimée peut rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l’avantage du recourant (al. 1), l’autorité poursuivant alors l’instruction du recours dans la mesure où celui-ci n’est pas devenu sans objet (al. 2). La possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écritures (Margrit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [éd.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA). Lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions de la personne recourante, le recours devient sans objet et le juge radie la cause du rôle et statue sur les frais et dépens (Margrit Moser-Szeless, op.”
“2024 ( LAMAL ) , ADMIS Par ces motifs rÉpublique et canton de genÈve POUVOIR JUDICIAIRE A/2704/2023 ATAS/183/2024 COUR DE JUSTICE Chambre des assurances sociales Arrêt du 21 mars 2024 Chambre 3 En la cause A______ représenté par l’Association suisse des assurés (ASSUAS), mandataire recourant contre EGK-GESUNDHEITSKASSE intimée ATTENDU EN FAIT Que par décision du 15 mars 2023, EGK-GESUNDHEITSKASSE (ci-après : l’assurance) a refusé de garantir à Monsieur A______ (ci-après : l’assuré) la prise en charge, par l'assurance obligatoire des soins, des coûts engendrés par la poursuite de sa psychothérapie ambulatoire à partir du 1er mai 2022 ; Que cette décision a été confirmée sur opposition le 1er juillet 2023, l'assurance considérant que l’assuré n’avait pas fourni de rapport suffisamment motivé de la part de son médecin traitant ; Que par acte du 30 août 2023, l’assuré a interjeté recours auprès de la Cour de céans en concluant, avec suite de frais et dépens, à ce que l’assurance soit condamnée à prendre en charge les coûts engendrés par la poursuite de sa psychothérapie ambulatoire au-delà du 1er mai 2022 ; Que, dans sa réponse du 25 septembre 2023, l’intimée a conclu implicitement au rejet du recours ; Que le 17 octobre 2023, le recourant a persisté dans ses conclusions ; Que le 27 novembre 2023, l’intimée a fait de même ; Qu’une audience de comparution personnelle et d’enquêtes s’est tenue en date du 8 février 2024, lors de laquelle a été entendu le docteur B______, psychiatre-psychothérapeute FMH traitant ; Qu’à l’issue de cette audience, un délai a été accordé à l’intimée pour soumettre le procès-verbal de l'audience à son médecin-conseil et se déterminer ; Que par écriture du 29 février 2024, l’intimée a indiqué avoir procédé à une reconsidération de la décision litigieuse ; qu'elle a ainsi reconnu à l'assuré le droit à une garantie de prise en charge des coûts de toutes les séances effectuées jusqu’au 29 février 2024, pour 24 séances entre le 1er mars 2024 et le 28 février 2025, ainsi que pour 24 autres séances entre le 1er mars 2025 et le 28 février 2026, ceci après déduction de la participation prévue par la loi ; Que par courrier du 7 mars 2024, le recourant a indiqué qu’il obtenait ainsi satisfaction ; qu’il a fait remarquer que, l’intimée ayant modifié sa position et acquiescé au recours, il convenait de la condamner aux frais et dépens de la procédure. CONSIDERANT EN DROIT Que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 4 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la Chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-maladie, du 18 mars 1994 (LAMal - RS 832.10) ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Qu’en vertu de l’art. 53 al. 3 LPGA, qui reprend le contenu de l’art. 58 al. 1 de la loi fédérale sur la procédure administrative du 20 décembre 1968 (PA - RS 172.021), l’autorité peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours ; Que selon la jurisprudence du Tribunal administratif fédéral et la doctrine majoritaire, par « préavis » ou « réponse » au sens de ces dispositions, il faut entendre la ou les déterminations que l’assureur social est invité à présenter dans le cadre de l’échange d’écritures ordonné par l’autorité de recours ; Que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement jusqu’à la fin de l’échange d’écritures, en d'autres termes jusqu'à l'échéance du délai dans lequel le droit de procédure ou le juge l'ont autorisé à s'exprimer pour la dernière fois ; Que cette application temporelle large de l’art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 N. 362 La jurisprudenÎ exige, pour qu'un réexamen soit recevable, à la fois une erreur manifeste et une correction d'une importanÎ notable. À titre d'exemple concret, une rente mensuelle erronée de Fr. 818.– est citée comme atteignant ce seuil.
“4 La capacité de gain suit les mêmes fluctuations de taux que le revenu avec handicap, si bien qu’elle s’élève à 0% du 1er février 2017 au 20 avril 2018, à 50% du 21 avril 2018 au 1er septembre 2019 et à 70% à partir du 2 septembre 2019. Il en résulte ainsi le droit à une rente entière du 1er mai 2017 au 31 juillet 2018, puis à une demi-rente du 1er août 2018 jusqu’à la cessation de cette prestation au 1er janvier 2023. 7. Il convient enfin de se prononcer sur la demande de restitution formulée dans la seconde décision contestée du 13 janvier 2023. 7.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 147 V 417 c. 4.2, 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 7.2 En l’espèce, les conditions posées à une reconsidération du versement de la rente pour janvier 2023 sont réunies, puisque ce paiement est manifestement erroné au vu de la suppression de la rente au 1er janvier 2023 et de l’importance notable que revêt cette rectification d'une prestation périodique (Fr. 818.- alloués pour ledit mois; voir ATF 119 V 475 c. 1c; TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 c. 5). L’assurée ne contestait au reste cette restitution que parce qu’elle s’estimait en droit de prétendre à la poursuite du versement d’une rente entière au-delà du 1er août 2018 ou, à tout le moins, à ce que sa cause continue d’être instruite par l’intimé. A mesure qu’elle succombe dans les conclusions prises dans son recours contre la décision de rente du 21 novembre 2022, elle échoue donc également à faire aboutir celles formulées à l’appui de son second recours dirigé contre la décision de restitution du 13 janvier 2023.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 361 La révision est possible lorsque, après l'entrée en forÎ de la décision, des faits nouveaux ou des éléments de preuve essentiels sont découverts, qui auparavant, malgré la diligenÎ requise, n'étaient pas connus. Les faits nouvellement exposés doivent être essentiels, c'est‑à‑dire susceptibles de modifier l'appréciation factuelle qui a servi de base à la décision et, par conséquent, d'entraîner une autre décision ; les nouveaux éléments de preuve servent soit à établir de tels faits nouveaux, soit à mieux étayer des faits déjà connus mais alors non démontrables.
“2 du règlement n°987/2009 - doivent être compris comme les documents qui, en l’absence d’une disposition conventionnelle expresse, devraient être transmis par la voie diplomatique pour être valablement notifiés, sauf s’il s’agit de communications de nature purement informative dépourvues d’effets juridiques (ATF 136 V 295 consid. 5.1 et 5.5 et les références). Cependant, dans un arrêt 2C_160/2019 du 5 novembre 2019 rendu en matière de fiscalité internationale, le Tribunal fédéral a considéré qu’une notification réalisée en violation des règles d’assistance administrative internationale prévues par un traité international liant la Suisse, et ainsi en violation de la souveraineté d’un autre État, devait néanmoins être considérée comme valable dès lors qu’elle avait atteint son but (cf. ci-après : consid. 2.3.3). 3.1.5 La nullité absolue d’une décision peut être invoquée en tout temps devant toute autorité et doit être constatée d’office (ATF 130 II 249 consid. 2.4 ; arrêt du Tribunal fédéral 6B_354/2015 du 21 janvier 2016 consid. 4.1). Entrent avant tout en considération comme motifs de nullité l’incompétence fonctionnelle et matérielle de l’autorité appelée à statuer ainsi qu’une erreur manifeste de procédure (ATF 129 I 361 consid. 2.1 et les arrêts cités). 3.2 Selon l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. 3.2.1 Sont « nouveaux » au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant (arrêt du Tribunal fédéral du 19 mai 2014 consid.”
Lors d'un réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient de se fonder sur les faits et la situation juridique (y compris la pratique en vigueur à l'époque) au moment de la décision initiale. Des modifications de la situation juridique, de la pratique ou des faits survenus postérieurement ne justifient en principe pas un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA; de tels changements peuvent éventuellement constituer d'autres fondements juridiques en vue d'une modification.
“Cette règle s'apparente à l'art. 53 al. 2 de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) codifiant la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée (ATF 127 V 469; CDAP PS.2007.0030 du 9 novembre 2007 consid 1b/aa). L'administration n'est toutefois pas tenue de reconsidérer ses décisions, elle en a simplement la faculté et ni l'assuré, ni le juge ne peuvent l'y contraindre (ATF 130 V 71). Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 p. 389 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c p. 17; 115 V 308 consid. 4a/cc p. 314). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Le principe et les conditions de la reconsidération d'une décision entrée en force sont prévus à l'art. 53 al. 2 LPGA, aux termes duquel l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Dès lors, la reconsidération est soumise à deux conditions: l'importance notable de la rectification et l'existence d'une erreur manifeste. L'erreur manifeste signifie qu'il n'existe aucun doute raisonnable sur l'irrégularité initiale de la décision, cette conclusion étant la seule envisageable (ATF 148 V 195 consid. 5.3; 138 V 324 consid. 3.3). Le vice peut résulter de l'application des mauvaises bases légales, de la non-application ou de la mauvaise application des normes déterminantes (ATF 147 V 167 consid. 4.2; 144 I 103 consid. 2.2; 140 V 77 consid. 3.1). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée (art. 53 al. 2 LPGA), il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 141 V 405 consid.”
“3 LPGA prévoit que si l’assuré ou d’autres requérants refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l’instruction, l’assureur peut se prononcer en l’état du dossier ou clore l’instruction et décider de ne pas entrer en matière. Il doit leur avoir adressé une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable. 13. a) En l’espèce, il est établi que la recourante a perçu, le 27 août 2019, le montant de 213'338 fr. 10, ce qui justifie une modification de son droit aux prestations complémentaires dès le 1er septembre 2019. Il n’est par ailleurs pas contesté qu’elle a immédiatement informé l’intimée de ce nouvel état de fait. Il convient à ce stade de déterminer comment qualifier le changement intervenu dans la situation économique de la recourante, à savoir s’il constitue un motif de révision au sens de l’art. 17 al. 2 LPGA, un motif de révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA ou un motif de reconsidération en vertu de l’art. 53 al. 2 LPGA. b) On peut d’emblée exclure que les conditions posées par l’art. 53 al. 1 et 2 LPGA soient remplies en l’occurrence, dans la mesure où ni la décision du 20 décembre 2019, ni celles du 29 janvier 2020 ne sont formellement entrées en force. La seule décision entrée en force portant sur le montant des prestations complémentaires pour l’année 2019 est celle du 31 décembre 2018. Or, à cette date, le « fait nouveau » (à savoir la modification de la fortune brute de la recourante) n’était pas encore survenu, de sorte qu’une révision procédurale de la décision du 31 décembre 2018 est exclue (cf. à titre d’exemple similaire : TF 9C_328/2014 du 6 août 2014). De même, on ne peut pas considérer qu’au moment de son établissement, dite décision aurait été manifestement erronée, alors que la modification de la fortune brute de la recourante est survenue postérieurement. c) Compte tenu des constats ci-dessus, force est de conclure que le changement de la situation économique de la recourante constitue un motif de révision au sens de l’art.”
Pour les prestations pécuniaires devenues formellement définitives, un recouvrement n'est possible que si les conditions du retrait pour erreur manifeste sont réunies, notamment une erreur manifeste dont la correction revêt une importanÎ considérable (art. 53 al. 2 LPGA).
“3). 2.3 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 95 al. 1 LACI en corrélation avec l'art. 25 al. 1 LPGA). Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (art. 25 al. 2 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.4 Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Sont "nouveaux" les faits qui se sont produits avant le prononcé de la décision ou de la décision sur opposition formellement passée en force et dont le requérant n'avait pas connaissance, malgré toute sa diligence. Les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt dont la révision est demandée et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte (ATF 144 V 245 c.”
LPGA art. 53 n. 358 Par le dépôt régulier du recours, l'organisme d'assuranÎ perd en principe la maîtrise de l'objet du litige ; l'administration est généralement empêchée, après la saisine du moyen de recours, d'entreprendre d'autres ou de nouvelles clarifications dans la mesure où celles-ci concernent l'objet du litige et visent à modifier la décision attaquée. L'instanÎ de recours doit établir d'offiÎ les faits pertinents ; par contraste, des demandes ponctuelles et peu chronophages de renseignements (p. ex. auprès de spécialistes médicaux ou d'autres personnes susceptibles de fournir des informations) sont en règle générale admissibles.
“Die Beschwerdeführerin beantragt in formeller Hinsicht, den Bericht von Dr. F.____ vom 2. März 2020 als verspätet aus dem Recht zu weisen. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet (zusammen mit der Beschwerdeantwort des Versicherungsträgers) die alleinige Zuständigkeit des kantonalen Gerichts, über das in der angefochtenen Verfügung (beziehungsweise im angefochtenen Einspracheentscheid) geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand, insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidungsgrundlagen (vgl. Art. 53 Abs. 3 ATSG und § 6 Abs. 2 VPO). Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechtsmittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen (BGE 136 V 2 E. 2.5). Die Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln (Art. 61 lit. c ATSG) und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. d ATSG). Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht muss gemäss Art. 61 lit. a ATSG einfach und rasch sein. Die anzustrebende Raschheit des Verfahrens schliesst es aus, dass die Verwaltung während des kantonalen Verfahrens umfangreiche und zeitraubende Zusatzabklärungen tätigt. Aufgrund der gebotenen Einfachheit des Prozesses kann der Versicherungsträger im Weiteren keine Abklärungsmassnahmen treffen, welche der Mitwirkung der versicherten Person bedürfen. Erlaubt sind der Verwaltung demgegenüber in aller Regel punktuelle Abklärungen wie Rückfragen bei medizinischen Fachpersonen oder anderen Auskunftspersonen (Urteil des Bundesgerichts vom 2.”
“Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ff. ATSG Devolutiveffekt zu. Eingeschränkt wird dieser Effekt indessen durch Art. 53 Abs. 3 ATSG, welcher bestimmt, der Ver-sicherungsträger könne eine Verfügung oder einen Einsprache-entscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die formgültige Beschwerdeerhebung begründet (zusammen mit der Beschwerdeantwort des Versicherungsträgers) die alleinige Zuständigkeit des kantonalen Gerichts resp. des Bundesverwaltungs-gerichts, über das in der angefochtenen Verfügung (beziehungsweise im angefochtenen Einspracheentscheid) geregelte Rechtsverhältnis zu entscheiden. Somit verliert der Versicherungsträger die Herrschaft über den Streitgegenstand, und zwar insbesondere auch in Bezug auf die tatsächlichen Verfügungs- und Entscheidungsgrundlagen. Die Beschwerdeinstanz hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln (Art. 61 lit. c ATSG) und ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden (Art. 61 lit. d ATSG). Folgerichtig ist es der Verwaltung grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung des Rechts-mittels weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, soweit sie den Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen (BGE 136 V 2 E.”
LPGA, art. 53 al. 2, n. 357 Comportement administratif : l'art. 53 al. 2 accorÞ à l'organisme d'assuranÎ une possibilité facultative (non contraignante) de réexaminer des décisions devenues formellement définitives lorsque la décision initiale est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Si l'autorité procèÞ à un tel réexamen, la décision administrative qui en découle n'est susceptible d'un contrôle juridictionnel que pour vérifier si les conditions du réexamen (erreur manifeste et importanÎ considérable de la rectification) sont remplies.
“Faute de demande de décision formelle dans un délai d'examen et de réflexion convenable, la prise de position de l'assureur selon la procédure simplifiée entre en force et déploie ses effets au même titre qu'une décision. Elle ne peut être modifiée qu'aux conditions de la révision ou de la reconsidération de l'art. 53 LPGA (VALÉRIE DÉFAGO GAUDIN, Commentaire romand, LPGA, 2018, n° 10 ad art. 51 LPGA). L'assureur peut reconsidérer une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit manifestement erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Il n'est pas tenu de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées. Il en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peuvent l'y contraindre (ATF 133 V 50 consid. 4.1). Cependant, lorsqu'il entre en matière sur une demande de reconsidération et examine si les conditions requises sont remplies, avant de statuer au fond par une nouvelle décision de refus, celle-ci est susceptible d'être attaquée en justice. Le contrôle juridictionnel dans la procédure de recours subséquente se limite alors au point de savoir si les conditions d'une reconsidération (inexactitude manifeste de la décision initiale et importance notable de la rectification) sont réunies (ATF 119 V 475 consid. 1b/cc). En revenant dans ses décisions des 19 mars et 26 juin 2020 sur les décomptes annuels entrés en force pour les années 2013 et 2014, alors qu'elle n'y était pas obligée, l'intimée a en l'occurrence concrètement rendu une décision de reconsidération. La décision sur opposition du 26 juin 2020 pouvait donc être attaquée en justice aussi en tant qu'elle portait sur les années en cause.”
“Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). c) En règle générale, la restitution des prestations indûment touchées (art. 25 al. 1, première phrase, LPGA) et la remise de l’obligation de restituer (art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA) doivent faire l'objet de décisions séparées rendues en deux étapes distinctes (art. 3 et 4 OPGA [ordonnance du 11 septembre 2001 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11] ; TF 9C_496/2014 du 22 octobre 2014 consid. 2 ; voir également TF 9C_747/2018 du 12 mars 2019 consid. 1.2 et TFA P 62/04 du 6 juin 2005 consid. 1.2). d) Le destinataire d’une décision de restitution qui entend la contester dispose en réalité de deux moyens qu’il convient de distinguer de façon claire : s’il prétend qu’il avait droit aux prestations en question ou conteste que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision procédurale sont réunies, il doit s’opposer à la décision de restitution dans un délai de trente jours. En revanche, s’il admet avoir perçu indûment les prestations, mais qu’il invoque sa bonne foi et les difficultés économiques qu’il rencontrerait en cas de remboursement, il doit présenter une demande de remise au sens des art.”
“Das SECO vertritt den Standpunkt, die strittige Leistungszusprechung erweise sich als zweifellos unrichtig, da sie gesetzwidrig sei. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hätten die Arbeitslosenkassen die Kontrollierbarkeit im Zeitpunkt der Geltendmachung von Kurzarbeitsentschädigung nicht vertieft zu prüfen. Ferner lösten fehlende Einwände während des Bewilligungsverfahrens keinen Vertrauensschutz aus. Die Beschwerdeführerin scheine fälschlicherweise davon auszugehen, dass für den Erlass einer Revisionsverfügung die Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 1 ATSG vorliegen müssten. Art. 53 Abs. 1 ATSG betreffe aber Fälle, in welchen eine Person einen Anspruch auf Revision habe. Eine Behörde könne eine formell rechtskräftige Verfügung jedoch auch in Fällen von Art. 53 Abs. 2 ATSG in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei. Die Beschwerdeführerin übersehe, dass die Bezeichnung der Verfügung [...] als Revisionsverfügung nicht mit dem in Art. 53 Abs. 1 ATSG genannten juristischen Begriff der Revision gleichzusetzen sei. Gemäss Art. 76 Abs. 1 Bst. g AVIG gehörten die Arbeitgeber zu den von der Vorinstanz zu revidierenden Durchführungsstellen.”
En présenÎ de faits nouveaux ou de moyens de preuve importants (art. 53 al. 1 LPGA), l'octroi rétroactif d'une rente d'invalidité peut notamment constituer un motif de révision et entraîner le recalcul des prestations déjà versées. Cela peut donner lieu à des demandes de remboursement de prestations versées en trop ou à des paiements complémentaires. Dans certains cas, un remboursement ou un montant de maintien entraîne en outre que la date d'épuisement ou la périoÞ de perception des prestations se décale ou se prolonge; lors du recalcul, il convient de se fonder sur les circonstances réelles pendant la périoÞ concernée par le remboursement.
“Laut Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Die Rückforderung zu Unrecht bezogener Geldleistungen ist in der Sozialversicherung jedoch nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 126 V 42 E. 2b S. 46; 110 V 176 E. 2a S. 178 f.). Unter dem Titel der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) hat die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, welche geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469 mit Hinweisen). So stellt (auch) die rückwirkende Zusprache einer Invalidenrente einen prozessualen Revisionsgrund dar, der Anlass für eine Neuberechnung des Anspruchs auf die ursprünglich gewährten Ergänzungsleistungen gibt, woraus sich entweder eine Rückforderung zu viel ausgerichteter Leistungen oder eine Nachzahlung ergeben kann (SVR 2018 EL Nr. 3 S. 7, 9C_341/2017 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 134 E. 2d S. 138). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung eines allfälligen Rückerstattungsbetrags ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden (zum Ganzen: SVR 2018 EL Nr. 20 S. 51, 9C_293/2018 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (zweifellose Unrichtigkeit und erhebliche Bedeutung der Berichtigung) oder die für die prozessuale Revision (neue Tatsachen oder Beweismittel) erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 380, 384 E. 2.3.1; BGE 129 V 110, 110 E. 1). Unter dem Titel der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) hat die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, welche geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466, 469 E. 2c mit Hinweisen). So stellt (auch) die rückwirkende Zusprache einer Invalidenrente einen prozessualen Revisionsgrund dar, der Anlass für eine Neuberechnung des Anspruchs auf die ursprünglich gewährten Ergänzungsleistungen gibt, woraus sich entweder eine Rückforderung zu viel ausgerichteter Leistungen oder eine Nachzahlung ergeben kann (SVR 2018 EL Nr. 3 S. 7, 9C_341/2017 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 134, 138 E. 2d). Die Nachzahlung von Dauerleistungen anderer Sozialversicherungen führt zwangsläufig zu einer Rückforderung von EL (vgl. Erwin Carigiet/Uwe Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl. 2009, S. 107; vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts 9C_313/2020 vom 3. März 2021 E. 3.1.). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung eines allfälligen Rückerstattungsbetrags ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden (zum Ganzen: SVR 2018 EL Nr.”
“Saisi d'une demande de prestations le 29 juin 2020, l'Office de l'assurance-invalidité pour le canton de Vaud (ci-après : l'OAI) a octroyé à l'assurée une rente entière d’invalidité (degré d’invalidité de 100 %) à compter du 1er décembre 2020, soit six mois après le dépôt de sa demande de prestations (décisions des 16 juin et 9 août 2022). Un montant de 26'043 fr. 35 a été versé par l’OAI à B.________ en raison de la surindemnisation pour la période allant du 1er décembre 2020 au 15 décembre 2021. Par décision du 21 novembre 2022 intitulée « décision de révision », B.________ a constaté que le concours de l’octroi rétroactif d’une rente entière d’invalidité depuis le 1er décembre 2020 et du versement d’indemnités journalières avait eu pour conséquence une surindemnisation, respectivement le remboursement de prestations par la Caisse de compensation AVS/AI. L’encaissement de ce montant entraînait une prolongation du droit aux prestations conformément à l’art. 72 al. 5 LAMal, si bien que la décision du 16 décembre 2021 devait être révisée au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, à savoir que la date de l’épuisement des prestations de l’assurée devait être reportée au 16 octobre 2027, sous réserve de toute modification de sa situation dans l’intervalle. Était joint à ce courrier un tableau récapitulatif du versement des indemnités journalières jusqu’au 15 décembre 2021. Le 15 décembre 2022, l’assurée s’est opposée à la décision précitée et a conclu à son annulation et au renvoi de la cause principalement pour nouvelle décision lui reconnaissant son droit au capital de prestations équivalant à 730 indemnités journalières complètes sans obligation du paiement des primes, subsidiairement à un calcul de la prime en fonction des prestations effectivement versées et/ou, cas échéant, à un nouveau calcul du montant de l’indemnité journalière et du délai de report de la date d’épuisement des indemnités. Elle a indiqué que par courriel du 2 décembre 2022, B.________ lui avait précisé que le montant de l’indemnité journalière à verser jusqu’au 16 octobre 2027 se montait à 12 fr.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 355 Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement définitives ou des décisions prises suite à opposition lorsque celles-ci sont «indubitablement erronées» et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. «Indubitablement erronées» signifie qu'aucun doute raisonnable quant à l'erreur n'est possible, autrement dit que seule la conclusion d'une erreur peut être retenue. Le réexamen vise à corriger une application initialement erronée du droit ou une constatation des faits inexacte. Les motifs typiques incluent, par exemple, l'application incorrecte des normes juridiques pertinentes ou une violation manifeste du principe d'investigation (p. ex. des examens médicaux spécialisés nécessaires ont été omis ou n'ont pas été effectués avì la diligenÎ requise). Les conditions sont strictes ; de plus, la rectification doit être d'une importanÎ considérable (dans la jurisprudenÎ, pour les prestations périodiques, un montant de plusieurs centaines de francs est déjà considéré comme pertinent).
“Die Frist von 30 Tagen läuft ab Erlass der zu berichtigenden Verfügung oder ab Leistungsausrichtung (vgl. Kreisschreiben des Seco über Rückforderung, Verrechnung, Erlass und Inkasso [AVIG-Praxis RVEI], Januar 2020, Rz A3). Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf demnach das Zurückkommen auf eine faktische Verfügung, z.B. auf eine Taggeldabrechnung, eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (Urteil C 7/02 E. 3.1; BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Nachdem die Rückerstattung der für die Monate März 2016 bis Februar 2017 sowie November 2017 bis Februar 2018 ausgerichteten Taggelder am 7. Mai 2019 verfügt wurde (act. G5.1/87 ff.), ist die Beschwerdegegnerin offenkundig nicht innerhalb von 30 Tagen nach deren jeweiliger Auszahlung auf die Leistungsabrechnungen zurückgekommen. Demnach muss ein Rückkommenstitel gemäss Art. 53 ATSG gegeben sein. Mangels Vorliegens neuer Tatsachen oder Beweismittel kommt dafür einzig die Wiedererwägung in Frage. Ob die Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zweifellos ist und zu einer Wiedererwägung rechtfertigt, beurteilt sich nicht nach der Grobheit des Fehlers. Massgebend muss vielmehr das Ausmass der Überzeugung sein, dass die bisherige Entscheidung unrichtig war. Es darf kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine Unrichtigkeit vorliegt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 53 N 59). Eine Wiedererwägung kann des Weiteren nur dann vorgenommen werden, wenn die infrage stehende Korrektur erheblich ist. Eine erhebliche Bedeutung ist nach der Rechtsprechung dann anzunehmen, wenn ein Betrag von mehr als einigen Hundert Franken auf dem Spiel steht (Ueli Kieser, a.a.O., Art. 53 N 65 f.). Die Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung war zweifellos unrichtig, nachdem der Beschwerdeführer bei seiner vormaligen Arbeitgeberin eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte. Die infrage stehende Korrektur ist angesichts des Rückforderungsbetrags von Fr. 31'476.05 zudem erheblich. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt.”
“Nachdem es im genannten Urteil einzig um die Frage ging, ob die Beschwerdeführerin eine Verschlechterung glaubhaft gemacht hat, hatte das Gericht nur die Eintretensfrage zu prüfen. Vorliegend ist jedoch der materielle Anspruch der Beschwerdeführerin und damit verbunden die Frage einer anspruchsrelevanten Veränderung zu prüfen, weshalb der Beweiswert des Gutachtens A.___/B.___ in die Prüfung einzubeziehen ist. Unter Verweis auf die obgenannten Erwägungen ist deshalb festzuhalten, dass zwar keine Anzeichen für eine offensichtliche Unrichtigkeit des Gutachtens A.___/B.___ bestehen. Die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der gestützt auf dieses Gutachten ergangenen Verfügung vom 29. April 2014 sind deshalb nicht erfüllt. Denn die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund (Art. 17 Abs. 1 ATSG) kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3.”
“Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424, 428 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. sinngemäss auch BGE 141 V 9, 10 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_ 248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108, 114 E. 5.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2.1. und E. 3.3). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. sinngemäss BGE 141 V 9, 10 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1). 3.5. Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung kann jederzeit, also ohne zeitliche Befristung, erfolgen und auf Gesuch hin oder von Amtes wegen vorgenommen werden (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 53 N 80; BGE 133 V 50, 55 E. 4.2.2) und dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (Urteil des Bundesgerichts 8C_1012/2008 vom 17. August 2009 E. 2.1; vgl. auch BGE 117 V 8, 17 E 2c). Der Versicherungsträger hat den Entscheid willkürfrei und unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots zu fällen (Ueli Kieser, Art. 53 N 70 mit Hinweisen). Zweifellos unrichtig ist eine Verfügung dann, wenn kein vernünftiger Zweifel an deren Unrichtigkeit möglich ist, wenn dies also der einzig denkbare Schluss ist der gezogen werden kann.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen bzw. Einspracheentscheide nur in Betracht kommen, wenn es sich um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 S. 555 E. 2b). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen (fachärztlichen) Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis).”
Citation: LPGA art. 53 n. 354 L'assureur peut, dans le cadre du réexamen, rétablir l'effet suspensif du recours. Il peut en outre interrompre les prestations ex nunc ou pro futuro ; s'agissant des prestations déjà versées, selon le cas, un recouvrement ou une renonciation peut être envisagé.
“Vu l’écriture de l’assuré du 5 janvier 2024, par laquelle il se déclare d’accord avec la suspension de la procédure, aux conditions énoncées par la caisse. Attendu en droit qu’aux termes de l’art. 14 al. 1 de la loi sur la procédure administrative, du 12 septembre 1985 (LPA - E 5 10), la procédure peut être suspendue lorsque son sort dépend de la solution d’une question de nature civile, pénale ou administrative pendante devant une autre autorité, jusqu’à droit connu sur ces questions. Qu’en l’occurrence, les parties se sont déclarées d’accord avec une suspension de la présente procédure, dans l’attente de l’issue de la procédure pénale en cours P/9292/2021, aux conditions prévues par l’intimée dans son écriture du 20 décembre 2023, soit moyennant le versement intégral de la rente jusqu’à l’issue de la présente procédure. Qu’il convient de constater que la caisse a reconsidéré la décision attaquée dans son écriture du 20 décembre 2023, en restituant l’effet suspensif au recours, ce qu’elle était en droit de faire (art. 53 al. 3 LPGA et ATAS/393/2021 du 29 avril 2021). Qu’au demeurant, il convient de prononcer la suspension de la présente procédure, jusqu’à l’issue de la procédure pénale en cours P/9292/2021. PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant sur incident 1. Suspend l’instruction de la cause en application de l’art. 14 al. 1 LPA, jusqu’à l’issue de la procédure pénale P/9292/2021. 2. Réserve la suite de la procédure. 3. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art. 82 ss de la loi fédérale sur le Tribunal fédéral, du 17 juin 2005 (LTF - RS 173.110) ; le mémoire de recours doit indiquer les conclusions, motifs et moyens de preuve et porter la signature du recourant ou de son mandataire ; il doit être adressé au Tribunal fédéral par voie postale ou par voie électronique aux conditions de l'art.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 20.11.2020 Art. 53 Abs. 3 ATSG: Verneinung einer Verletzung des Devolutiveffekts. Art. 6 Abs. 1 UVG: Leistungseinstellung ex nunc et pro futuro unter Verzicht auf eine Rückforderung bereits erbrachter Leistungen. Verneinung einer Unfallbeteiligung der linken Schulter. Selbst bei Bejahung einer unfallkausalen Frozen shoulder wäre die Leistungseinstellung infolge des fehlenden Nachweises einer Frozen shoulder per Datum der Leistungseinstellung zu Recht erfolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. November 2020, UV 2019/52). Entscheid vom 20. November 2020 Besetzung Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Katja Meili Geschäftsnr. UV 2019/52 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Urs Kröpfli, S-E-K Advokaten, Zürcherstrasse 310, 8500 Frauenfeld, gegen Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Versicherungsleistungen”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 353 Pour les prestations accordées de façon informelle, l'assureur ne peut engager un recouvrement que pendant une périoÞ correspondant au délai de recours applicable aux décisions formelles. Un recouvrement à une date ultérieure requiert un titre de reprise, notamment un réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA ou une révision procédurale.
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochener Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
RéférenÎ: LPGA art. 53 n. 352 Pour les attributions de rente, l'appréciation d'une erreur manifeste doit être opérée sur la base des pièces disponibles au moment de l'octroi initial. Si l'erreur résulte uniquement du fait que des faits ou des éléments de preuve sont demeurés cachés à l'administration sans que cela lui soit imputable, elle doit être corrigée non par réexamen administratif, mais par la voie procédurale de la révision.
“auch SVR 2015 ALV Nr. 15 S. 45, 8C_789/2014 E. 3.2.2; Urteil 8C_18/2013 vom 23. April 2013 E. 2 und 5; FLÜCKIGER, a.a.O., N. 71 zu Art. 53 ATSG). Aus der von der IV-Stelle angerufenen Rechtsprechung lässt sich nichts zu ihren Gunsten ableiten: Die Urteile 8C_789/2017 vom 30. Mai 2018 E. 3.2.1, 9C_19/2008 vom 29. April 2008 E. 2.1 und 9C_693/2007 vom 2. Juli 2008 E. 5.3 enthalten nur allgemeine Grundsätze. Im Urteil 9C_551/2012 vom 18. Februar 2013 E. 5.2 wurde die soeben wiedergegebene Regel angewandt und die zweifellose Unrichtigkeit anhand der bei der Rentenzusprache vorhandenen Unterlagen beurteilt. Soweit das Bundesgericht im Urteil 9C_603/2013 vom 24. März 2014 E. 6.2 (worauf sich die Beschwerdegegnerin ebenfalls beruft) ohne Begründung anders vorging, gibt dies keinen Anlass für eine Änderung der im Übrigen stetigen Rechtsprechung (vgl. zu den Voraussetzungen einer Praxisänderung BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1). Demnach ergibt sich Folgendes für die Abgrenzung zwischen Abs. 1 und 2 von Art. 53 ATSG (vgl. auch ULRICH MEYER, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff., in: Ausgewählte Schriften, 2013, S. 132 f.) : Ein Entscheid (Verfügung oder Einspracheentscheid), dessen ursprüngliche Fehlerhaftigkeit lediglich darauf beruht, dass der Verwaltung bestimmte Tatsachen oder Beweismittel unverschuldetermassen verborgen blieben, ist nicht auf dem Weg der Wiedererwägung, sondern mittels prozessualer Revision zu korrigieren. Die IV-Stelle erkennt richtig, dass ihr im Zusammenhang mit der Rentenzusprache keine ungenügende Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist. Eine sonstwie fehlerhafte Rechtsanwendung bei der damaligen Anspruchsbeurteilung wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Damit fällt auch eine Wiederwägung der Verfügung vom 5. Dezember 2013 ausser Betracht.”
Citation: LPGA art. 53 n. 351 «Manifestement erroné» signifie, selon la jurisprudenÎ, que la décision ou la décision sur l'opposition est, de manière avérée, contraire à la loi, de sorte qu'aucun doute raisonnable ne subsiste quant à son caractère erroné.
“Die Bestimmbarkeit und ausreichende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls nach Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG ist eine materiell-rechtliche Anspruchsvoraussetzung (vgl. Urteile des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6; B-4559/2021 vom 20. Oktober 2022 E. 7.2.1; B-2480/2020 vom 9. November 2021 E. 5.1). Gebricht es an ihr, gelten zugesprochene Leistungen als unrichtig und sind erfolgte Leistungen aufgrund unrechtmässigen Bezugs grundsätzlich zurückzurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 und 2 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5). Schliesslich setzt die Rückforderung voraus, dass eine rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprache zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6). Zweifellos unrichtig ist eine Leistungszusprache, wenn sie erwiesenermassen gesetzeswidrig ist, sodass an ihrer Unrichtigkeit kein vernünftiger Zweifel besteht (vgl. BGE 126 V 399 E. 2b/bb; Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6).”
La révision visée à l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la décision devenue formellement définitive ou la décision sur opposition soit indubitablement erronée au regard de l'état de fait et de droit de l'époque (aucun doute raisonnable possible) et qu'une correction soit d'une importanÎ considérable. En règle générale, tel est le cas lorsqu'une prestation a été accordée en raison d'une interprétation erronée des règles de droit ou du fait de l'application incorrecte ou de l'omission d'appliquer des dispositions pertinentes. Pour les motifs de réexamen portant sur des conditions matérielles du droit à la prestation et reposant essentiellement sur des estimations ou des appréciations de la preuve comportant des éléments d'appréciation discrétionnaire (p. ex. évaluation du taux d'invalidité, estimation de l'incapacité de travail, questions de ce qui est raisonnablement exigible), l'examen doit être prudent; si l'appréciation effectuée à l'époque apparaît, au vu de l'état de fait et de droit alors en vigueur, comme défendable, l'existenÎ d'une erreur indubitable est exclue.
“Die Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. E. 2.3.2 vorne) dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich (zweifellos) unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des BGer vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Zurückhaltung bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen bzw. Einspracheentscheide nur in Betracht kommen, wenn es sich um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 S. 555 E. 2b). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. Zurückhaltung bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen. Eine vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis vertretbare Beurteilung der (invaliditätsmässigen) Anspruchsvoraussetzungen kann nicht zweifellos unrichtig sein (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E.”
“Zu betonen ist Folgendes: Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese nach damaliger Sach- und Rechtslage zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die erstgenannte Voraussetzung meint, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt war oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 140 V 77 E. 3.1; 138 V 324 E. 3.3). Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese nach damaliger Sach- und Rechtslage zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die erstgenannte Voraussetzung meint, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt war oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 140 V 77 E. 3.1; 138 V 324 E. 3.3). Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 148 V 195 E.”
“Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (vgl. BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheids verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst, sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer andern Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E. 2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_21/2019 vom 10. April 2019 E. 3). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3, 138 V 324 E. 3.3).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n° 349 Le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA se déroule en deux étapes distinctes. Il convient d'abord d'examiner si les conditions permettant de revenir sur la décision (la recevabilité du réexamen) sont réunies ; ce n'est qu'en cas de réponse affirmative qu'intervient, dans un second temps, la réévaluation au fond et la prise d'une nouvelle décision.
“1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 8. Februar 2021 ist demnach einzutreten. 2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Das Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe wird damit in das Ermessen des Versicherungsträgers gelegt. Die Wiedererwägung wird auf Gesuch oder von Amtes wegen vorgenommen. Im Wiederwägungsverfahren sind zwei getrennte Verfahrensschritte auseinanderzuhalten. In einem ersten Schritt ist - falls auf das Begehren eingetreten wird - zu klären, ob die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen. Tritt der Versicherungsträger auf ein Wiedererwägungsbegehren ein, lehnt er hingegen in der Folge die Wiedererwägung ab, wird in einem gegen die Verfügung bzw.”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann die Verwaltung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Das Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe wird damit in das Ermessen des Versicherungsträgers gelegt. Die Wiedererwägung wird auf Gesuch oder von Amtes wegen vorgenommen. Im Wiederwägungsverfahren sind zwei getrennte Verfahrensschritte auseinanderzuhalten. In einem ersten Schritt ist - falls auf das Begehren eingetreten wird - zu klären, ob die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen. Tritt der Versicherungsträger auf ein Wiedererwägungsbegehren ein, lehnt er hingegen in der Folge die Wiedererwägung ab, wird in einem gegen die Verfügung bzw.”
Citation : LPGA art. 53 n. 348 Lorsque des décisions formellement définitives ou des décisions d'opposition sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable, des prestations indûment perçues peuvent être réclamées. La jurisprudenÎ citée concrétise cela, notamment pour des indemnités de chômage partiel versées par erreur.
“1 LACI, les travailleurs dont la durée normale du travail est réduite ou l'activité suspendue ont droit à l'indemnité en cas de réduction de l'horaire de travail lorsqu'ils sont tenus de cotiser à l'assurance ou qu'ils n'ont pas encore atteint l'âge minimum de l'assujettissement aux cotisations AVS (let. a), la perte de travail doit être prise en considération au sens de l'art. 32 LACI (let. b), le congé n'a pas été donné (let. c), la réduction de l'horaire de travail est vraisemblablement temporaire, et si l'on peut admettre qu'elle permettra de maintenir les emplois en question (let. d). L'art. 32 al. 1 LACI prévoit que la perte de travail est prise en considération lorsqu'elle est due à des facteurs d'ordre économique et est inévitable (let. a) et qu'elle est d'au moins 10 % de l'ensemble des heures normalement effectuées par les travailleurs de l'entreprise (let. b). 2.3 2.3.1 Les prestations indûment touchées doivent être restituées (art. 25 al. 1 in limine LPGA ; cf. art. 95 al. 1 LACI) si les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (cf. art. 53 al. 2 LPGA ; ATF 126 V 23 consid. 4b, ATF 122 V 367 consid. 3 ; arrêt du TF C 115/06 du 4 septembre 2006 consid. 1.2 ; arrêts du TAF B-2480/2020 du 9 novembre 2021 consid. 3.4 in fine et B-4226/2019 du 25 mai 2021 consid. 2.4 in fine). 2.3.2 L'organe de compensation - qui "est administré par le SECO" (art. 83 al. 3 LACI) - révise les paiements des caisses ou confie cette tâche, en tout ou partie, aux cantons ou à un autre organe (art. 83 al. 1 let. d LACI). Lorsqu'il constate que les prescriptions légales ne sont pas appliquées ou ne le sont pas correctement, il donne à la caisse ou à l'autorité compétente les instructions nécessaires (art. 83a al. 1 LACI). En matière de contrôles auprès des employeurs, l'organe de compensation prend les dispositions nécessaires par voie de décision ; la caisse est chargée de l'encaissement (art. 83a al. 3 LACI). La caisse exige de l'employeur la restitution de l'indemnité allouée en cas de réduction de l'horaire de travail ou d'intempéries quand cette indemnité a été versée à tort (art.”
Une simple appréciation différente de pièces déjà connues, ou un avis d'expert postérieur qui aboutit uniquement à une appréciation différente des mêmes faits, n'entraîne pas de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Sont en revanche nécessaires des faits nouveaux ou des moyens de preuve réellement nouveaux, qui n'ont pas été produits auparavant ou qui n'étaient pas exploitables, et qui ont un effet objectif sur les fondements de la décision attaquée.
“Il s'ensuit que les conditions d'une révision matérielle, au sens de l'art. 17 LPGA, du droit à la rente n'étaient pas remplies lorsque l'OAI a rendu, le 22 août 2019, sa décision de suppression du quart de rente. 6.3.7. Au demeurant, le rapport final du Dr F.________ du 30 janvier 2017 n'est pas un moyen de preuve nouveau qui n'aurait pu être produit avant la première décision du 24 mai 2017, étant donné que, depuis le 3 juillet 2014, une « procédure de communication AVS/AI-AA » a cours entre la Suva et l'OAI (cf. dossier AI, pièce 9), et étant précisé que cette procédure a été renouvelée pour la dernière fois le 22 août 2018, lorsque l'OAI a demandé à la Suva de lui transmettre les pièces postérieures au 22 juin 2016 (cf. dossier AI, pièce 174). De plus, le contenu du rapport du Dr F.________ ne consiste pas en des faits médicaux nouveaux qui auraient été découverts subséquemment mais, comme déjà expliqué, en une appréciation différente d'un état de fait resté essentiellement le même. Les conditions d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ne sont donc pas remplies. 6.3.8. Enfin, il n'apparaît pas non plus que la décision du 24 mai 2017 soit manifestement erronée. En effet, cette première décision est non seulement le fruit d'une instruction médicale de prime abord complète, mais aussi d'un examen approfondi des conditions matérielles du droit aux prestations. Elle achève par ailleurs de donner sens aux mesures professionnelles entreprises et financées par l'assurance-invalidité, mesures que la décision querellée remet également implicitement en cause. Dans ce contexte, la seconde décision du 22 août 2019 semble avant tout résulter d'une nouvelle appréciation des faits – concomitante avec un changement de gestionnaire du dossier et avec la prise de connaissance de la solution adoptée entretemps par la Suva – d'une même situation, ce qui est insuffisant pour ouvrir la voie de la reconsidération (sur l'ensemble de la question, cf. notamment arrêt 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid. 2.2 et les références citées). Les conditions d'une reconsidération au sens de l'art.”
“Soweit Dr. med. C.________ darin Berichte und Befunde interpretiere, die bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 bestanden hätten, sei darauf hinzuweisen, dass eine andere medizinische Beurteilung an sich keinen Revisionsgrund bilde. Weiter habe Dr. med. C.________ im letztgenannten Bericht auf Untersuchungen der Neurologen Dres. med. E.________ vom 2. Juli 2008 und F.________ vom 11. März 2009 verwiesen. Entsprechende Berichte seien in den Akten weder vorhanden noch erwähnt, weshalb davon auszugehen sei, dass sie der Suva nicht vorgelegt worden seien. Die Beschwerdeführerin äussere sich nicht dazu, weshalb sie diese von Dr. med. C.________ angeführten Berichte nicht rechtzeitig habe vorlegen können. Sie sei bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 anwaltlich vertreten gewesen. Somit könnten die Berichte der Dres. med. E.________ und F.________ sowie die diesbezüglichen Ausführungen des Dr. med. C.________ auch keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG begründen. Nach dem Gesagten seien die Voraussetzungen für eine Revision nach dieser Norm insgesamt nicht erfüllt.”
“Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment de la partie requérante. Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid. 5.1s. ; 143 V 105 consid. 2.3). Ainsi, il ne suffit pas qu’un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits ; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs. Pour justifier la révision d’une décision, il ne suffit pas que le médecin ou l’expert tire ultérieurement, des faits connus au moment du jugement principal, d’autres conclusions que le tribunal (ATF 127 V 353 consid. 5b). 4. A l’appui de son recours, la recourante a fait valoir pour l’essentiel que les rapports des Drs P.________ du 5 mai 2021, X.________ du 26 novembre 2021, de la psychologue R.________ du 4 mars 2022 ainsi que le rapport des Drs B.________ et H.________ du 2 mai 2022 constituaient de nouveaux moyens de preuve au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, estimant dès lors que les conditions d’une révision procédurale étaient réalisées. A titre liminaire, il est relevé que les rapports produits par la recourante, qui justifieraient selon elle une révision procédurale, sont les mêmes qu’elle a produits dans le cadre de son recours du 28 mars 2022 à l’encontre du refus de l’OAI d’entrer en matière sur sa deuxième demande ainsi qu’à l’appui de sa troisième demande de prestations d’octobre 2022. Il paraît déjà à ce stade contradictoire de se prévaloir de rapports médicaux identiques pour établir, d’une part, de nouvelles atteintes ou leur aggravation à compter du 12 février 2021 et, d’autre part, pour prouver que ces atteintes seraient antérieures à la décision précitée. A cela s’ajoute le fait que les rapports produits par la recourante ne permettent de toute façon pas de remettre en cause la décision du 12 février 2021. En effet, le diagnostic posé par le Dr P.________, dans son rapport du 5 mai 2021, de status post-contusion spinale dans le contexte d’une chute avec canal cervical étroit pluriétagé avec un syndrome centromédullaire et résidus de myélopathie aiguë n’est pas un diagnostic nouveau et a déjà été posé par l’ensemble des médecins ayant suivi la recourante (cf.”
“Dezember 2011 sei nochmals explizit gefolgert worden, es habe retrospektiv keine relevante thalamische Läsion erkannt werden können. Somit hätte die AXA bei hinreichender Sorgfalt erkennen können, dass ein Thalamusinfarkt mit bleibenden funktionellen Beeinträchtigungen nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt gewesen sei. Sie hätte daher weitere Abklärungen tätigen müssen. Hieran ändere nichts, dass ihr beratender Arzt in der Beurteilung vom 4. September 2013 das Gutachten der Gutachterstelle B.________ als nachvollziehbar erachtet habe. Zudem habe das Gericht mit Beschluss vom 25. März 2015, womit das ABI-Gutachten vom 30. Oktober 2015 angeordnet worden sei, dargelegt, inwiefern das Gutachten der Gutachterstelle B.________ vom 21. Dezember 2011 bezüglich der thalamischen Läsion widersprüchlich bzw. nicht nachvollziehbar sei. Somit stelle die Beurteilung der ABI-Gutachter vom 30. Oktober 2015, dass der Beschwerdegegner keinen thalamischen Infarkt mit bleibender Schädigung von Hirngewebe erlitten habe, keine neue Tatsache nach Art. 53 Abs. 1 ATSG dar. Die Voraussetzungen einer prozessualen Revision seien daher nicht erfüllt.”
Citation : LPGA art. 53 n. 346 Dans le cadre de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, dans la procédure de recours, proposer des mesures d'instruction complémentaires (p. ex. des examens d'imagerie tels qu'une IRM) et demander que l'affaire soit renvoyée à l'administration pour instruction complémentaire. Les tribunaux ont considéré de telles propositions comme une demanÞ de l'assureur et ont admis le renvoi pour instruction complémentaire.
“Elle reproche également à la CNA la prise en compte d’un montant erroné du gain assuré pour le calcul de la rente d’invalidité. A l’appui de son recours, elle a notamment produit un rapport du 9 septembre 2021 de la Dre T.________, spécialiste en neurologie. A titre de mesures d’instruction, elle requiert en particulier son audition, l’audition de témoins et la mise en œuvre d’une expertise avec spécialité en neurologie tendant à déterminer l’existence d’un rapport de causalité entre l’accident du 5 juillet 1995 et les troubles épileptiques, ainsi que l’acouphène et la fatigue dont elle souffre. Dans sa réponse du 7 février 2022, la CNA propose la mise en œuvre d’une IRM cérébrale 3 Tesla pour vérifier l’hypothèse de la survenance, dans les suites de l’accident de juillet 1995, de micro-saignements et/ou de lésions axonales diffuses à l’origine de l’épilepsie. L’intimée conclut à l’annulation de sa décision sur opposition du 15 octobre 2021 et au renvoi de la cause pour complément d’instruction, en application de l’art. 53 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1). Par réplique du 14 avril 2022, la recourante conteste, sur la base du rapport du 9 septembre 2021 de la Dre T.________, que la réalisation d’une IRM cérébrale soit le moyen de preuve approprié pour mettre en évidence une lésion causale de l’épilepsie. Elle requiert l’audition de la Dre T.________ et la mise en œuvre d’une expertise neurologique continue en milieu hospitalier, seule apte à déterminer l’existence d’un rapport de causalité entre l’accident de 1995 et les troubles épileptiques, ses acouphènes et la fatigue. Dans sa duplique du 20 mai 2022, la CNA nie la nécessité de mettre en œuvre une expertise, spécialement judiciaire, au motif qu’elle admet avoir nié le lien de causalité entre l’accident de 1995 et les troubles épileptiques, les acouphènes et la fatigue sur la base d’une instruction médicale lacunaire et considère que la question de ce lien n’est pas réglée. L’intimée fait valoir que l’IRM en cause a précisément pour but d’instruire l’origine d’une épilepsie focale traumatique et non temporale, en sorte que la mesure est adaptée.”
“Ce dernier proposait de reprendre l’instruction et de demander au rhumatologue traitant un nouveau rapport médical et dans le contexte de douleurs chroniques, de demander également un rapport au psychiatre traitant. c. Par écriture du 5 janvier 2024, le SPAd a donné son accord avec le renvoi du dossier à l’intimé pour instruction complémentaire. EN DROIT 1. Conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 2 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l'art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l’assurance-invalidité du 19 juin 1959 (LAI - RS 831.20). Sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. 2. Interjeté dans le délai et la forme requise, le recours est recevable (art. 60 LPGA et 89B de la loi sur la procédure administrative du 12 septembre 1985; LPA - E 5 10). 3. En vertu de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours est formé jusqu’à l’envoi de son préavis. En l’occurrence, l’intimé a proposé le renvoi du dossier dans sa réponse au recours sans rendre de décision formelle en ce sens. Sa requête doit ainsi être considérée comme une proposition au juge et il se justifie de l'accepter. En conséquence, le recours sera partiellement admis, la décision querellée annulée et la cause renvoyée à l’OAI pour instruction complémentaire et nouvelle décision. 4. La recourante obtenant partiellement gain de cause et étant assistée d’un conseil, elle a droit à des dépens qui seront fixés à CHF 1'000.- et mis à la charge de l’intimé (art. 61 let. g LPGA). Bien que la procédure ne soit pas gratuite en matière d'assurance-invalidité (art. 69 al. 1bis LAI), il n'y a pas lieu de percevoir un émolument, la recourante étant au bénéfice de l'assistance juridique (art. 12 al. 1 du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en procédure administrative du 30 juillet 1986 [RFPA - E 5 10.”
La fixation d'un éventuel remboursement s'effectue en règle générale en trois étapes : premièrement, il faut statuer sur la question de l'illicéité de la perception des prestations (à cet égard, l'art. 53 LPGA est déterminant). Deuxièmement, intervient, le cas échéant, la décision sur le remboursement (fixation du montant à rembourser, cf. art. 25 al. 1 LPGA). Troisièmement, il est statué, sur demanÞ appropriée, sur la remise (remission) du remboursement. La pratique permet de regrouper les deux premières étapes dans une même décision ; en revanche, la décision relative à la remise est généralement rendue séparément.
“2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.2 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art. 53 ATSG abzustellen. Daran schliesst sich gegebenenfalls der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - neben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Schliesslich ist allenfalls über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung zu entscheiden; dafür ist auf Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG abzustellen. Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss, derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung möglich (vgl. Urteil des EVG vom 23. April 2004, C 214/03, E. 3.1.1; vgl. auch Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Auflage, Bern 2014, S. 573, Rz 18; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
“Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistung zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Daran schliesst sich zweitens der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt. Die Rechtsprechung lässt es allerdings zu, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges und über die allfällige sich daraus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam entschieden wird (vgl. Urteil des BGer 9C_564/2009 vom 22. Januar 2010 E. 6.4; Ueli Kieser, Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen von Dritten, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2010, 2011, S. 224). Schliesslich ist drittens, auf entsprechendes Gesuch hin, über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG zu entscheiden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 25 Rz. 21), dies jedoch erst, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rückerstattungsforderung feststeht (Urteil BGer 9C_466/2014 vom 2. Juli 2015 E. 3.”
“La restitution ne peut toutefois pas être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile (2ème phrase). Le droit de demander la restitution s'éteint trois ans après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, 1ère phrase, LPGA). L'étendue de l'obligation de restituer est fixée par une décision (art. 3 al. 1 OPGA). L'assureur indique la possibilité d'une remise dans la décision en restitution (art. 3 al. 2 OPGA). La demande de remise doit être présentée par écrit, motivée, accompagnée des pièces nécessaires et déposée au plus tard 30 jours à compter de l'entrée en force de la décision de restitution (art. 4 al. 4 OPGA). Concrètement, la procédure de restitution d'une prestation versée à tort implique en principe trois étapes distinctes. La première décision porte sur le caractère indu des prestations et sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées au sens de l'art. 53 LPGA, respectivement de l'art. 17 LPGA. La seconde décision concerne ensuite la restitution en tant que telle au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA cité et indique une somme déterminée. Le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA est rendue si une telle demande écrite et motivée a été présentée (cf. art. 4 OPGA). L'autorité administrative peut très bien regrouper les deux premières étapes dans une seule décision et statuer sur la question des prestations indues, la reconsidération ou révision d'une décision, et ordonner simultanément la restitution de l'indu (arrêt du TF 9C_564/2009 du 22 janvier 2010 consid. 5.3 confirmé par arrêt 9C_23/2015 du 17 juin 2015 consid. 2). Dans la mesure où la demande de remise ne peut être traitée sur le fond que si la décision de restitution est entrée en force, la remise et son étendue font l'objet d'une procédure distincte (arrêts du TF 8C_799/2017, 8C_814/2017 du 11 mars 2019 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 344 Des décomptes d'indemnités journalières informels, devenus définitifs, peuvent être rectifiés selon l'art. 53 al. 2 LPGA lorsqu'ils s'avèrent manifestement inexacts (ici : durée minimale de cotisation manquante) et que la rectification revêt une importanÎ considérable (p. ex. en raison du montant à récupérer).
“Nach dem Ausgeführten erweisen sich die Taggeldabrechnungen, welche als formlose Verfügungen unangefochten in Rechtskraft erwachsen waren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_554/2015 vom 19. Oktober 2015 E. 3.4), als zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne, da der Beschwerdeführer die Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung mangels Mindestbeitragszeit nicht erfüllt. Sodann ist deren Berichtigung angesichts der Höhe des Rückforderungsbetrags von erheblicher Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin durfte daher unter dem Titel der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf die Abrechnungen zurückkommen (E. 1.4) und die erbrachten Leistungen soweit rechtens zurückfordern. In Anbetracht dessen, dass die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 15. Februar 2022 (Urk. 11/101 ff.) die zu viel ausbezahlten Leistungen zurückforderte, war die in Art. 25 Abs. 2 ATSG statuierte (relative) dreijährige Verwirkungsfrist ohne weiteres gewahrt.”
Lors du recouvrement de prestations indûment versées, il convient de vérifier les délais de péremption conformément à l'art. 25 LPGA : le délai de péremption relatif était auparavant d'un an et est, depuis le 1er janvier 2021, de trois ans ; le délai de péremption absolu reste inchangé à cinq ans. Ces délais limitent le recouvrement des prestations et doivent être examinés d'offiÎ.
“Aussi, c’est à juste titre que l’intimée a rendu une décision de révision procédurale niant le droit du recourant à l’indemnité en cas d’insolvabilité. Il n’est au demeurant pas contesté que la révision a été initiée dans le respect des délais de l’art. 67 PA. En effet, le motif de révision a été découvert au cours de la vaste enquête dirigée contre R.________ Sàrl et son dirigeant, qui a abouti au défèrement séparé du recourant personnellement en 2018. 6. Il convient encore d’examiner si la restitution du montant de 10'328 fr. 10 pouvait être réclamée au recourant. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59c bis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. b) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). c) En vertu de l’art. 25 al. 2 première phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (applicable dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020 [art. 82a LPGA]). Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1). Depuis le 1er janvier 2021, le délai relatif est de trois ans, le délai absolu n’a pour sa part pas changé. L’art. 25 al. 2 deuxième phrase LPGA précise encore que si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. La teneur de cette phrase n’a pas changé au 1er janvier 2021. Les délais de péremption prévus à l’art. 25 al. 2 LPGA ne peuvent pas être interrompus.”
“2 LPGA sont des délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 et les références ; 142 V 20 consid. 3.2.2 et les références). Contrairement à la prescription, la péremption prévue à l’art. 25 al. 2 LPGA ne peut être ni suspendue ni interrompue et lorsque s’accomplit l’acte conservatoire que prescrit la loi, comme la prise d’une décision (ATF 119 V 431 consid. 3c), le délai se trouve sauvegardé une fois pour toutes (ATF 138 V 74 consid. 5.2 et les références). En tant qu'il s'agit de délais de péremption, l’administration est déchue de son droit si elle n'a pas agi dans les délais requis (cf. ATF 134 V 353 consid. 3.1 et les références). Le délai de péremption absolu de cinq ans commence à courir à la date du versement effectif de la prestation, et non à la date à laquelle elle aurait dû être fournie (ATF 112 V 180 consid. 4a et les références). L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). 4.2 En l'occurrence, l'intimé a été informé en octobre 2023 que le recourant avait été mis au bénéfice, rétroactivement, d'une rente étrangère. Il s'agit d'un fait nouveau découvert après coup susceptible de modifier le calcul des prestations et justifiant avec effet ex tunc la révision procédurale des décisions précédemment rendues d'octroi de subsides. En réclamant, par décision du 21 mars 2024, la restitution des subsides versées, selon son appréciation, à tort en 2020, rétroactivement pour les années 2018, 2019 et 2020 (cf. art. 33 al. 1 et 2 LaLAMal), l'intimé a respecté tant le délai relatif de trois ans à compter du moment où il a eu connaissance des faits que le délai absolu de cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 1 1ère phrase et al. 2 – dans sa teneur en vigueur depuis le 1er janvier 2021 – LPGA).”
“Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). En ce qui concerne plus particulièrement la révision, l'obligation de restituer des prestations indûment touchées et son étendue dans le temps ne sont pas liées à une violation de l'obligation de renseigner (ATF 122 V 134 consid. 2e). Il s'agit simplement de rétablir l'ordre légal, après la découverte du fait nouveau. En vertu de l'art. 25 al. 2, 1ère phrase, LPGA (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020, applicable en l'espèce), le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 140 V 521 consid. 2.1).”
“La Caisse cantonale de chômage n’avait, dans un premier temps, retenu aucun gain intermédiaire, versant ainsi à l’assurée 18 jours d’indemnités journalières (après soustraction de cinq jours de délai d’attente). Avec le gain intermédiaire, l’assurée n’avait droit en réalité qu’à 14.1 indemnités journalières. La Caisse cantonale de chômage a ainsi versé un montant de 284 fr. 15 en trop pour le mois de mars 2016. Vérifiés d’office, les montants de gain intermédiaire pris en compte par la caisse pour les mois de mars 2016 à février 2018 sont corrects et c’est un montant de 32'182 fr. 10 qui a été versé en trop pour la période de mars 2016 à février 2018. 7. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA. Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L’obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d’une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et références citées). Le droit de demander la restitution de prestations indûment touchées s’éteint un an après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2 LPGA). Il s’agit là de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; ATF 142 V 20 consid. 3.2.2 ; ATF 140 V 521 consid. 2.1). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d’une année commence à courir dès le moment où l’administration aurait dû connaître les faits fondant l’obligation de restituer, en faisant preuve de l’attention que l’on pouvait raisonnablement exiger d’elle (ATF 140 V 521 consid. 2.1 ; ATF 139 V 6 consid. 4.1 ; ATF 124 V 380 consid. 1). L’administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde – quant à son principe et à son étendue – la créance en restitution à l’encontre de la personne tenue à restitution (ATF 140 V 521 consid.”
L'organe de compensation peut, en lieu et plaÎ de l'autorité administrative initiale, ordonner des reprises par voie de révision. La révision des paiements par l'organe de compensation s'effectue comme une procédure de réexamen menée de manière systématique et doit être appréciée selon les conditions énoncées à l'art. 53 al. 2 LPGA (inexactituÞ incontestable, correction d'importanÎ significative).
“Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, die im SECO geführt wird (Art. 83 Abs. 3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"] und Art. 110 Abs. 4 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grundsätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
Citation : LPGA art. 53 n. 341 L'institution d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement définitives, qu'il s'agisse de décisions administratives ou de décisions rendues à la suite d'une opposition, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable (reconsidération selon l'art. 53 al. 2).
“1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) Aux termes de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution de prestations indûment touchées s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du motif de restitution, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Selon la jurisprudence, il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1). Le délai de péremption relatif de trois ans commence à courir dès le moment où l’administration aurait dû connaître les faits fondant l’obligation de restituer, en faisant preuve de l’attention que l’on pouvait raisonnablement exiger d’elle.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 340 Pour qu'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA soit recevable, il ne suffit ni de simples appréciations médicales divergentes, ni de conclusions différentes tirées ultérieurement de faits qui étaient déjà connus à l'époque. La décision devenue formellement définitive doit au contraire se révéler objectivement erronée en raison de l'ignoranÎ ou de l'absenÎ de faits essentiels. En cas de nouveaux faits ou d'éléments de preuve, il convient de respecter les exigences formelles et les délais (notamment le délai relatif de 90 jours à compter de la découverte et le délai absolu de 10 ans), ainsi que de motiver la demanÞ de révision en temps utile et de manière suffisante.
“Ainsi, il ne suffit pas qu'un nouveau rapport médical donne une appréciation différente des faits ; il faut bien plutôt des éléments de fait nouveaux, dont il résulte que les bases de la décision entreprise comportaient des défauts objectifs. Pour justifier la révision d'une décision, il ne suffit pas que le médecin ou l'expert tire ultérieurement, des faits connus au moment de la décision principale, d'autres conclusions que l'administration ou le tribunal. Il n'y a pas non plus motif à révision du seul fait que l'administration ou le tribunal paraît avoir mal interprété des faits connus déjà lors de la décision principale. L'appréciation inexacte doit être, bien plutôt, la conséquence de l'ignorance ou de l'absence de preuve de faits essentiels pour la décision (ATF 127 V 353 consid. 5b p. 358 et les références ; TF 8C_687/2017 du 24 octobre 2018 consid. 3). b) L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). 5. a) En l’occurrence, l’intimée est entrée en matière sur la demande de révision du 18 décembre 2020, quand bien même la recourante n’y a fait état d’aucun moyen de preuve ni faits nouveaux importants qui ne pouvaient pas être produits auparavant. Dans le rapport du 4 septembre 2020 de la Dre G.________, joint à la demande de révision du 18 décembre 2020, il est en effet fait état d’une patiente vue pour la première fois en 2018, soit postérieurement à la décision du 23 mai 2017. Les faits que cette médecin relate n’étaient donc pas connus au moment où l’intimée a rendu sa décision et ne constituent ainsi pas des faits nouveaux au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. b) Par ailleurs, les avis médicaux dont se prévaut la recourante ne font pas apparaître la décision du 23 mai 2017 comme manifestement erronée au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. c) Il apparaît ainsi que les conditions d’une révision (procédurale) de la décision du 23 mai 2017, entrée en force, n’étaient, au moment de la demande, pas remplies.”
“April 2021 handelt es sich demgegenüber um ein Abbild bzw. um eine Darlegung des aktuellen Gesundheitszustands der Versicherten. Die darin enthaltenen Ausführungen bildeten noch keine hinreichende Basis für Sachverhaltsfeststellungen zur gesundheitlichen Situation, die geeignet wären, die ursprüngliche Beurteilung von Dr. D. vom 27. Februar 2017 infrage zu stellen. Zu berücksichtigen gilt es nun aber, dass sich der Rechtsvertreter der Versicherten daraufhin zwar mit Schreiben vom 22. Dezember 2021 innerhalb einer Frist von 90 Tagen an die Beschwerdegegnerin wandte. Das besagte Schreiben wurde jedoch weder als Gesuch um prozessuale Revision betitelt noch äusserte es sich inhaltlich zu den hierfür erforderlichen Voraussetzungen nach Art. 53 Abs. 1 ATSG. Erst mit Schreiben vom 26. April 2022 wurde explizit um prozessuale Revision ersucht, nachdem die Beschwerdegegnerin zuvor bereits mit Schreiben vom 6. Januar 2022 mitgeteilt hatte, dass sie eine (weitere) Leistungspflicht unter dem Titel einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ablehne. Dem Revisionsgesuch konnte wohl schon aus diesem Grund kein Erfolg beschieden sein. Die Frage, wie es sich mit der Rechtzeitigkeit des Revisionsgesuchs im Detail verhält bzw. ob die Beschwerdeführerin allenfalls aus ihren Darlegungen im Schreiben vom 22. Dezember 2021 etwas zu ihren Gunsten ableiten könnte, braucht vorliegend jedoch nicht abschliessend beantwortet zu werden. Auch können Weiterungen zur Frage unterbleiben, wie der Umstand mit Blick auf die Rechtzeitigkeit des Gesuchs zu werten ist, dass die Beschwerdeführerin nicht alle medizinischen Beurteilungen, die im Vorfeld an die Stellungnahme von PD Dr. C. vom 25. September 2021 ergangen sind, beigebracht hat. Wie die nachfolgenden”
“1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Rechtsprechungsgemäss gehören Heilbehandlungen und Taggelder nicht zu den Dauerleistungen nach Art. 17 Abs. 2 ATSG. Der Versicherungsträger kann deshalb diese Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund „ex nunc et pro futuro“ einstellen etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen; etwas Anderes gilt für jene Fälle, in denen der Versicherungsträger die zu Unrecht erbrachten Leistungen zurückfordert (BGE 133 V 57 E. 6.8). Eine Rückforderung bereits erbrachter Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen ist demnach an die Voraussetzung eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung [wegen zweifelloser Unrichtigkeit der Leistungserbringung und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 1 ATSG] oder prozessuale Revision [wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 2 ATSG]) geknüpft (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_987/2010 vom 24. August 2011 E. 3.3.1). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1). Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_896/2011 vom 31. Januar 2012 E. 4.2).”
Si les investigations nécessaires ne sont pas effectuées ou ne sont pas menées avì le soin requis, cela peut qualifier une décision de « manifestement erronée ». Une telle décision manifestement erronée peut être retirée par l'assureur conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA (réexamen), pour autant que la rectification présente une importanÎ considérable.
“La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 95 al. 1 LACI en relation avec l'art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.4 L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). La reconsidération sert de correctif à une application initialement erronée du droit, y compris à une constatation inexacte du point de vue de l'appréciation de l'état de fait (ATF 148 V 195 c. 5.3). Une erreur est manifeste lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait que la décision était erronée. Seule une conclusion s'impose – celle du caractère erroné de la décision. Une décision doit être qualifiée de manifestement erronée si les investigations nécessaires n'ont pas été entreprises ou qu'elles n'ont pas été effectuées avec la diligence requise, ou encore qu'une prestation a été allouée sur la base de fausses dispositions légales, sans appliquer les dispositions idoines ou en n'appliquant pas correctement celles-ci (ATF 141 V 405 c. 5.2; arrêt du Tribunal fédéral [TF] 8C_72/2020 du 26 août 2020 c. 6.1, non publié in ATF 147 V 55, mais in SVR 2021 UV n° 1, 9C_860/2017 du 20 décembre 2018 c. 2.1, in SVR 2019 IV n° 47). La reconsidération exige, en outre, que la correction de la décision manifestement erronée revête une importance notable.”
LPGA art. 53 n. 338 Début du délai relatif de 90 jours : le délai relatif de 90 jours ne commenÎ à courir que lorsque la partie dispose d'une connaissanÎ certaine de la nouvelle circonstanÎ importante ou de l'élément de preuve décisif. Il n'est donc pas déterminant qu'un premier quelconque indiÎ soit apparu, mais bien l'existenÎ, pour la partie, d'une conviction suffisamment certaine quant au fait ouvrant droit à la révision. Cela correspond à la position adoptée par la jurisprudenÎ et la littérature doctrinale.
“Nach der Rechtsprechung reicht es hier aus, dass der Versicherungsträger der versicherten Person den Revisionsgrund und die (voraussichtliche) Abänderung der Verfügung fristgerecht anzeigt und die erforderlichen Abklärungen innert nützlicher Frist nachholt; es kann sich auch so verhalten, dass überhaupt die 90-tägige Frist erst zu laufen beginnt, wenn die erforderlichen Abklärungen (zielgerichtet) durchgeführt wurden bzw. mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätten vorgenommen werden können. Nach der Rechtsprechung bildet namentlich ein Observationsbericht für sich allein noch keine sichere Basis für Sachverhaltsfeststellungen bezüglich des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person und kann insoweit die 90-tägige Revisionsfrist noch nicht auslösen; dies ist erst der Fall, wenn eine darauf bezogene ärztliche Beurteilung vorliegt. Die relative 90-tägige Frist beginnt nämlich erst zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 40 f. zu Art. 53 ATSG mit weiteren Hinweisen).”
“sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2007, U 68/06, E. 2.2 mit Hinweisen). Die neuen Tatsachen oder Beweismittel im oben umschriebenen Sinn sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2011, 8C_434/2011, E. 3 mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 38 ff. zu Art. 53 ATSG). Besonderheiten können sich ergeben, wenn der Revisionstatbestand länger dauernde Abklärungen erforderlich macht. Nach der Rechtsprechung reicht es hier aus, dass der Versicherungsträger der versicherten Person den Revisionsgrund und die (voraussichtliche) Abänderung der Verfügung fristgerecht anzeigt und die erforderlichen Abklärungen innert nützlicher Frist nachholt; es kann sich auch so verhalten, dass überhaupt die 90-tägige Frist erst zu laufen beginnt, wenn die erforderlichen Abklärungen (zielgerichtet) durchgeführt wurden bzw. mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätten vorgenommen werden können. Nach der Rechtsprechung bildet namentlich ein Observationsbericht für sich allein noch keine sichere Basis für Sachverhaltsfeststellungen bezüglich des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person und kann insoweit die 90-tägige Revisionsfrist noch nicht auslösen; dies ist erst der Fall, wenn eine darauf bezogene ärztliche Beurteilung vorliegt. Die relative 90-tägige Frist beginnt nämlich erst zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
“Die neuen Tatsachen oder Beweismittel im oben umschriebenen Sinn sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG] vom 20. Dezember 1968 in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2011, 8C_434/2011, E. 3 mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 38 ff. zu Art. 53 ATSG). Die relative 90-tägige Frist beginnt erst zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist (Kieser, a.a.O., Rz. 40 f. zu Art. 53 ATSG mit weiteren Hinweisen).”
Citation : LPGA art. 53 N. 337 Un recouvrement, ou le fait de revenir sur des décisions formellement définitives ou des décisions rendues sur opposition, peut intervenir lorsqu'il est constaté par la suite qu'une condition d'ouverture du droit n'était pas remplie, que la décision initiale doit dès lors être considérée comme manifestement erronée et que sa rectification est d'une importanÎ considérable.
“La question de savoir si ce comportement constitue une violation de son obligation de collaborer peut toutefois rester ouverte en l’espèce, le recours devant quoi qu’il en soit être admis pour une autre raison (voir ci-dessous consid. 6). 5. Motivation de la décision quant à la reconsidération des décisions initiales d’octroi des APG-Corona La recourante conteste ensuite sur le principe même toute reconsidération des décisions d’octroi d’APG-Corona pour les mois de janvier, février, avril, juin et juillet 2021. Elle invoque un défaut de motivation de la décision attaquée sur la question du motif de révision ou de reconsidération qui a conduit la Caisse à modifier ses décisions initiales. Sur ce point, il est constaté que la décision initiale du 7 mars 2022 se limitait certes à exiger la restitution des prestations sur la seule base d’une violation du devoir de collaborer de la recourante. Il n’en va toutefois pas de même de la décision sur opposition attaquée. Même si celle-ci ne fait pas expressément référence à l’art. 53 al. 2 LPGA, il en ressort en effet clairement que la restitution exigée se fondait sur la reconsidération des décisions initiales d’octroi d’APG-Corona, au motif que l’une des conditions d’octroi – soit la limitation significative de l’activité en raison de mesures de lutte contre le coronavirus – n’était pas remplie, ce qui faisait apparaître les décisions en question manifestement erronées. Il en résulte que la décision sur opposition attaquée était suffisamment motivée et que le recours est infondé sur ce point. 6. Limitation significative de l’activité en raison de mesures de lutte contre le coronavirus pour les mois de janvier, février, avril, juin et juillet 2021 6.1. Dans la suite du grief formel qui précède, la recourante conteste également sur le fond que les conditions d’une reconsidération des décisions initiales d’octroi étaient remplies. Elle affirme à cet égard qu’elle a effectivement subi durant les mois en question une limitation significative de son activité en raison de mesures de lutte contre le coronavirus, de telle sorte que les conditions d’octroi des APG-Corona étaient remplies.”
art. 53 al. 2 LPGA suppose que l'octroi initial de la prestation soit devenu formellement définitif. Cela vaut tant pour les prestations accordées par décision formelle que pour celles octroyées de manière informelle ou implicitement dans la procédure simplifiée, pour autant qu'elles soient devenues définitives. L'administration ne peut revenir sur sa décision que si la décision ou la prestation devenue définitive est indubitablement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
“Für die Rückerstattung bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Ein Rückkommenstitel muss auch vorliegen, wenn die Verwaltung eine Geldleistung nicht förmlich, sondern formlos zugesprochen hat, sofern die faktisch verfügte Leistung rechtsbeständig geworden ist, was im vorliegenden Fall auf die ausgerichteten Taggeldleistungen ohne weiteres zutrifft (BGE 122 V 368 f. E. 3 mit Hinweisen).”
“53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cela vaut aussi pour les prestations qui ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle, mais d'une décision implicite prise dans le cadre d'une procédure simplifiée au sens de l'art. 51 al. 1 LPGA (cf. arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 et les références). 11.3 11.3.1 L'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références; ATF 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références; ATF 130 V 318 consid. 5.2 et les références). En vertu de l'art. 25 al. 2 LPGA (dans sa teneur en vigueur à compter du 1er janvier 2021), le droit de demander la restitution s'éteint trois ans après le moment où l'institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d'un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. 11.3.2 L'art. 3 de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA - RS 830.11) précise que l'étendue de l'obligation de restituer est fixée par une décision (al. 1). L'assureur indique la possibilité d'une remise dans la décision en restitution (al. 2). L'assureur décide dans sa décision de renoncer à la restitution lorsqu'il est manifeste que les conditions d'une remise sont réunies (al.”
L'administration peut réexaminer sa décision jusqu'au moment prévu à l'art. 53 al. 3 (p. ex. jusqu'à l'envoi de sa décision préalable ou jusqu'au dépôt de sa réponse) et rendre une nouvelle décision, sans que les conditions strictes de l'art. 53 al. 2 doivent nécessairement déjà être remplies. Si la nouvelle décision satisfait pleinement les demandes de la partie, elle rend en règle générale le recours sans objet ; l'affaire peut dès lors être radiée du rôle.
“53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant une décision de reconsidération le 17 mai 2024, en parallèle du dépôt de sa réponse, que cette décision annule la décision du 1er février 2023 et la décision sur opposition du 25 janvier 2024 dont il est fait recours, qu’en procédant à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse pour complément d’instruction, la décision de reconsidération fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’en effet, cette dernière avait conclu à l’annulation de la décision sur opposition entreprise et au renvoi de la cause à l’intimée pour complément d’instruction, que la recourante se méprend lorsque, dans sa réplique, elle soutient que les conditions d’une reconsidération ne sont pas remplies, en particulier le caractère manifestement erroné de la décision initiale, qu’en effet, les conditions strictes de la reconsidération prévue par l’art. 53 al. 2 LPGA (erreur manifeste et importance notable) ne doivent pas être réalisées pour que l’assureur social puisse réexaminer sa décision et en rendre une nouvelle jusqu’au moment fixé par l’art. 53 al. 3 LPGA (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb), que dès lors, l’intimée était en droit de reconsidérer la décision sur opposition litigieuse, jusqu’au dépôt de sa réponse, qu’il y a ainsi lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi du 28 octobre 2000 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que le présent arrêt doit être rendu sans frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA) ; attendu qu'il y a lieu de statuer sur les dépens, que selon l’art. 61 let.”
“, et indiquant qu’après correction de ces décisions la cause pourrait être rayée du rôle, vu les décisions de prestations complémentaires nos 2020-092415 et 2020-092437 adressées à l’assurée le 13 novembre 2020 reconsidérant les décisions du 18 septembre 2020 conformément aux griefs de la recourante, vu l’envoi du 1er décembre de la recourante confirmant que suite aux corrections des décisions, la cause pouvait être rayée du rôle, vu les pièces au dossier ; attendu que la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable aux prestations versées en vertu de la LPC (loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI ; RS 831.30), que les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA), que déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable ; attendu qu’aux termes de l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable, qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser Szeless (éd.), Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, les décisions du 13 novembre 2020 rendues par l’intimée font entièrement droit aux conclusions de la recourante, que cette dernière a confirmé que la cause pouvait être rayée du rôle, qu’il y a ainsi lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet, à la suite de la reconsidération par l’intimée des décisions litigieuses du 21 février 2020, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
En cas de décision devenue formellement définitive, l'art. 53 al. 1 LPGA ouvre la voie de la révision procédurale : une reprise n'est possible que si, après le prononcé, des faits nouveaux ou des éléments de preuve importants, antérieurs à la décision, sont découverts et qu'il n'avait pas été possible de les produire auparavant.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fassung [vgl. Art. 83 ATSG]).”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
“Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind zu Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Nach der Rechtsprechung zu diesem Grundsatz dürfen jedoch formell rechtskräftig ausgerichtete Leistungen nur dann zurückgefordert werden, wenn ein Titel für das Zurückkommen auf eine ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung besteht, wenn also entweder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) des formell rechtskräftigen Entscheids erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 380 E. 2.3.1 und auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2, publiziert in BGE 142 V 259). Sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt, so besteht die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen unabhängig davon, ob die Bezügerin oder der Bezüger sich eine Meldepflichtverletzung haben zuschulden kommen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_200/2021 vom 1. Juli 2021 E. 5.3 und E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich 2021, S. 134 N 345 ff.). Nach Art. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Fassung erlischt der Rückforderungsanspruch mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Satz 1).”
Dans les affaires complexes, subjectives ou médicalement difficiles à appréhender, une décision ne saurait être réputée « manifestement erronée » au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA que si les examens spécialisés nécessaires n'ont pas du tout été effectués ou n'ont pas été réalisés avì le soin requis. Dans de telles configurations, un tel manquement suffit à lui seul à fonder le réexamen ou le retour sur la décision.
“August 2001 sei die Sachlage zusammen mit den Parteien ausführlich diskutiert worden, anschliessend hätten die Gutachter die notwendigen Berechnungen vornehmen können (S. 1 Mitte). Sie kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer ohne Unfallbeeinträchtigung ein Jahreseinkommen von rund Fr. 101'136.-- hätte erzielen können (S. 3 unten Ziff. 2). Die Restarbeitsfähigkeit lasse sich grundsätzlich ausschliesslich medizinisch begründen. Aufgrund der Erfolgsrechnungen 1997 und 1998 lasse sich aber zumindest sagen, dass in diesen Jahren auch trotz des Unfalls ein Umsatz aus Werbetätigkeit habe erzielt werden können. In der anschliessenden Diskussion hätten sich die Anwesenden provisorisch darauf geeinigt, vorläufig eine Restarbeitsfähigkeit von zirka 40 bis 50 % zu berücksichtigen. Die Anwesenden hätten dabei zur Kenntnis genommen, dass die Restarbeitsfähigkeit durch die vorliegende Analyse nicht abschliessend eruiert werden könne (S. 4 Ziff. 3). 4. 4.1 Eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG wird vom Bundesgericht in erster Linie in solchen Fällen bejaht, in denen die ursprüngliche Rentenzusprechung etwa ohne gutachtliche Abklärung des Gesundheitszustands allein auf Grund der (haus-)ärztlichen Angaben, oder die Arbeitsfähigkeitsschätzung nur mit Bezug auf die angestammte Tätigkeit, nicht aber auf eine zumutbare Verweistätigkeit, mithin ausserhalb des Bereichs vertretbarer Ermessensausübung erfolgte (vgl. etwa Urteil I 64/06 vom 21. August 2006, E. 4.4.2). Bei Beschwerdebildern der hier vorliegenden Art, welche sich auf Grund ihrer Komplexität, Subjektivität, Unbestimmtheit und persönlichkeitsbedingten Einflüssen nur schwerlich erfassen lassen, bedeutet die Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit immer einen Ermessensentscheid, der nur dann als qualifiziert, eben zweifellos unrichtig, bezeichnet werden kann, wenn die fachmedizinischen Abklärungen der beteiligten Disziplinen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt worden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_307/2011 vom 23.”
“Der Versicherungsträger kann nach Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die vor dem Inkrafttreten des ATSG ergangene Rechtsprechung, wonach kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht (BGE 117 V 8 E. 2a), wurde in Art. 53 Abs. 2 ATSG ("Kann-Vorschrift") gesetzlich verankert. Damit liegt das Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe (weiterhin) im alleinigen Ermessen des Versicherungsträgers (statt vieler: BGE 133 V 50 E. 4.1). Vorausgesetzt wird, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (Urteil 9C_427/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 2.2 mit Hinweisen), oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt des Verfügungserlasses (BGE 125 V 383 E. 3) in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 332 Lors du réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient de démontrer une erreur manifeste. L'autorité ou l'organe d'assuranÎ ne peut revenir sur sa décision que si une telle erreur manifeste existe, et le requérant doit en établir concrètement l'existenÎ ; de simples affirmations ne suffisent pas.
“________, worin auf die gesetzlichen Formerfordnernisse von Beschwerden hinsichtlich eigenhändige Unterschrift, Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist, in die Eingabe des A.________ vom 4. März 2021 (Poststempel), in Erwägung, dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des betreffenden Entscheids massgeblichen Erwägungen einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, welche Vorschriften und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen (BGE 134 V 53 E. 3.3 und 133 V 286 E. 1.4), während rein appellatorische Kritik nicht genügt (BGE 145 I 26 E. 1.3; 140 III 264 E. 2.3), dass die Vorinstanz zum Schluss gelangt ist, es habe zu keinem Zeitpunkt eine zweifellose Unrichtigkeit der von der Verwaltung in den bisherigen rechtskräftigen Verfügungen vorgenommenen Rentenberechnungen vorgelegen, welche auf dem Weg der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen) zu korrigieren wäre, dass sich der Beschwerdeführer zwar auf gegenteilige Standpunkte stellt, indessen nicht darlegt, die vorinstanzliche Beweiswürdigung und”
Dans le cadre de l'art. 53 al. 2 LPGA, le législateur a en principe accordé une importanÎ supérieure à l'intérêt d'une application correcte de la loi par rapport à la protection du caractère définitif d'une décision; ceci vaut en particulier également pour les demandes de récupération de prestations de l'assuranÎ-chômage, pour autant que les conditions légales permettant de revenir sur la décision soient remplies.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
Pour le réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, outre l'inexactituÞ indubitable, il est en outre nécessaire que la rectification revête une importanÎ considérable. La jurisprudenÎ souligne que ce critère d'importanÎ est, en règle générale, rempli pour les prestations périodiques et durables. Sont considérés comme indices typiques d'une «importanÎ considérable» les incidences sur le montant de la rente, notamment sur la future rente AVS, ainsi que des montants élevés à récupérer ou d'autres conséquences financières substantielles pour le bénéficiaire ou pour les fonds de compensation.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis).”
“aa) Force est de constater qu’en retenant un statut de personne sans activité lucrative pour 2015 dans le cas du recourant, l’intimée a agi de façon manifestement erronée. L’irrégularité commise par l’intimée est manifeste, dans le sens où l’on ne peut retenir un statut de personne sans activité lucrative en faveur d’un assuré qui a réalisé un revenu indépendant de 12'676 francs. En outre, la fixation des cotisations y afférentes n’impliquait à ce stade aucun pouvoir d’appréciation, puisqu’elles reposent sur un calcul arithmétique. bb) Pour qu’une reconsidération puisse s’imposer, il faut encore que la rectification de l’erreur revête une importance notable. Le critère de l’importance notable de la rectification doit s’apprécier notamment au regard des effets de l’erreur sur le calcul de la rente AVS future de l’assuré. Les cotisations réclamées ont au demeurant une importance pour le Fonds de compensation de l’AVS par l’encaissement de cotisations plus élevées pour le financement des rentes courantes. En conséquence, il sied de retenir que la correction de l’erreur précitée revêt une importance notable au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. cc) Le recourant invoque en vain implicitement la protection de sa bonne foi au motif que la décision portait sur des éléments déjà connus. En présence d’une erreur manifeste de l’autorité, au sens de l’article 53 al. 2 LPGA, il était loisible à celle-ci de revenir sur des décisions antérieures. Le droit à la protection de la bonne foi, expressément consacré à l’article 9 Cst., permet au citoyen d’exiger que l’autorité respecte ses promesses et qu’elle évite de se contredire. Ainsi, un renseignement ou une décision erronés peuvent obliger l’administration à consentir à un administré un avantage contraire à la loi, si les conditions cumulatives suivantes sont réunies : (1) il faut que l’autorité soit intervenue dans une situation concrète à l’égard de personnes déterminées ; (2) qu’elle ait agi ou soit censée avoir agi dans les limites de sa compétence ; (3) que l’administré n’ait pu se rendre compte immédiatement de l’inexactitude du renseignement obtenu ; (4) qu’il se soit fondé sur celui-ci pour prendre des dispositions qu’il ne saurait modifier sans subir un préjudice ; (5) que la loi n’ait pas changé depuis le moment où le renseignement a été donné (ATF 131 II 636 consid.”
“Gesamthaft betrachtet erweisen sich die Abrechnungen der Beschwerdegegnerin bezüglich der Corona-Erwerbsersatzentschädigung für C____ für die Monate Oktober 2020 bis Mai 2021 als zweifellos unrichtig. Da die Berichtigung bei einem Betrag von Fr. 29'989.50 von erheblicher Bedeutung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist, sind somit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben. Die der Beschwerdeführerin zugesprochene Corona-Erwerbsersatzleistungen sind daher unrechtmässig ausgerichtet worden. Der Rückforderungsbetrag wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten und ist im Grundsatze auch nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht mit Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2021 die Rückforderung in Höhe von Fr. 29'989.50 verfügt.”
“Si l'attitude de l'assuré - qui doit être qualifiée de participation à une rixe ou à une bagarre - n'apparaît pas comme une cause essentielle de l'accident, l'assureur-accidents n'est pas autorisé à réduire ses prestations d'assurance. Il faut que le comportement à sanctionner soit propre, selon le cours ordinaire des choses et l'expérience générale de la vie, à provoquer une atteinte à la santé du genre de celle qui s'est produite. A cet égard, les diverses phases d'une rixe, respectivement d'une bagarre, forment un tout et ne peuvent pas être considérées indépendamment l'une de l'autre (arrêt TF 8C_773/2021 précité consid. 3.2.2). 4. Règles relatives à la restitution de prestations versées à tort 4.1. Selon l'art. 25 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2; 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5; et les références citées). A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 4.2. La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes : une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art.”
“Pour le cas où les griefs soulevés pourraient également constituer une demande de remise, celle-ci serait alors transmise au SPE comme objet de sa compétence. 2. Règles relatives à la restitution de prestations versées à tort 2.1. Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi des art. 1 al. 1 et 95 al. 1 de la loi du 25 juin 1982 sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité (LACI; RS 837.0), les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 2.2. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3, 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1, et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 2.3. En vertu de l’art. 25 al. 2, 1ère phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois an après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s'agit de délais – relatif et absolu – de péremption, qui doivent être examinés d'office (arrêts TF 8C_405/2020 du 3 février 2021 consid.”
Si les conditions d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA sont remplies (faits nouveaux ou éléments de preuve découverts, importants, dont la production n'a pas pu être effectuée antérieurement), l'autorité administrative qui a rendu la décision initiale est tenue d'engager la révision. La révision doit être effectuée d'offiÎ; une requête en révision n'est pas nécessaire.
“Darauf hinzuweisen ist überdies, dass es nicht im Ermessen der Verwaltung liegt, ob sie ihre formell rechtskräftigen Entscheide prozessual revidieren will oder nicht. Im Gegensatz zur Wiederwägung (vgl. statt vieler: Urteile 8C_634/2017 vom 20. Februar 2018 E. 5.4, in: SVR 2018 IV Nr. 33 S. 106, 9C_762/2013 vom 24. Juni 2014 E. 4.2) ist sie dazu bei Vorliegen der diesbezüglichen Voraussetzungen verpflichtet. Sie hat eine prozessuale Revision nicht nur auf entsprechendes Gesuch hin, sondern nach dem Wortlaut von Art. 53 Abs. 1 ATSG auch von Amtes wegen vorzunehmen, wenn sie einen Revisionsgrund bemerkt. Die Gerichte haben eine (prozessuale) Revision demgegenüber nur auf Antrag mindestens einer Partei zu prüfen; eine Vornahme von Amtes wegen fällt hier ausser Betracht. Eine Revision in diesem Sinne kann nur die entscheidende und nicht die übergeordnete Instanz vornehmen (vgl. Miriam Lendfers, Möglichkeiten und Grenzen der Korrektur von Dauerleistungen mittels prozessualer Revision, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2011, S. 177 ff., insb. 185 unten f.; Ursina Beerli-Bonorand, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der Kantone, 1985, S. 151 oben; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N. 37 zu Art. 53 ATSG; Thomas Flückiger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 39 zu Art. 53 ATSG; Margit Moser-Szeless, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales [LPGA], 2018, N. 58 zu Art. 53 ATSG). Dies liegt darin begründet, dass der ursprünglich verfügenden Instanz nicht vorgeworfen werden kann, sie habe im damaligen Zeitpunkt auf Grund der Akten rechtswidrig entschieden; das ausserordentliche Rechtsmittel der prozessualen Revision ist also nicht devolutiv.”
“April 2024 an die SAK weiterzuleiten, damit diese sie als Einsprache gegen die Ausschlussverfügung entgegennehme und darüber materiell oder formell befinde (vgl. Art. 8 VwVG; Art. 30 ATSG). Auch soweit die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 2. April 2024 um Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Oktober 2021 ersucht, ist nicht das Bundesverwaltungsgericht zu deren Beurteilung zuständig, sondern die Vorinstanz. Denn gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Auch diesbezüglich ist daher die Eingabe vom 2. April 2024 zuständigkeitshalber an die Vorinstanz zu überweisen (Art. 8 Abs. 1 VwVG), damit diese prüfe, ob sie darauf eintreten will. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Vorinstanz nicht zu einer Wiedererwägung verpflichtet ist; eine solche fällt ausschliesslich in das Ermessen der Versicherungsträgerin (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.2.1). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass ein Revisionsverfahren i.S. von Art. 53 Abs. 1 ATSG bei Vorliegen eines Revisionsgrundes von der Vorinstanz von Amtes wegen einzuleiten wäre, d.h. es liegt nicht im Ermessen des Versicherungsträgers, ob er eine Revision vornehmen soll oder nicht (vgl. auch BBl 1991 II 262 und U. Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich 2020, ad Art. 53 Rz. 19 ff.; Urteil des BGer 9C_73/2023 vom 21. November 2023 E. 5.1). Das Bundesverwaltungsgericht kann unter diesen Umständen nicht prüfen, ob die Nichtaufnahme in die freiwillige Versicherung, d.h. die Abweisung des Beitrittsgesuchs, zulässig war.”
“Die prozessuale Revision formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG bezieht sich auf die anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes, das heisst sie basiert in dieser Konstellation nicht auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung (hier kann eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG infrage kommen; E. 7 hiernach), sondern darauf, dass bestimmte Tatsachen oder Beweismittel nicht bekannt waren und im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt auch nicht vorgebracht werden konnten. Anders als bei der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. E. 7.3. hiernach) steht es nicht im Ermessen des Versicherungsträgers, eine prozessuale Revision vorzunehmen oder nicht. Wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, hat die prozessuale Revision auch zugunsten der versicherten Person von Amtes wegen stattzufinden; ein Gesuch ist nicht erforderlich (vgl. BSK-ATSG-Flückiger, Art. 53 ATSG N 18 f., in: Ghislaine Frésard-Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger Naef (Hrsg.), Basler Kommentar zum Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 1. Auflage, Basel 2020).”
Lors de la suspension de prestations en cours, l'assureur peut les interrompre avì effet ex nunc et pro futuro et réexaminer la situation matérielle du droit aux prestations pour l'avenir, sans devoir recourir, pour cela, aux titres de retour que sont la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou le réexamen (art. 53 al. 2 LPGA). Les conditions permettant de revenir sur la décision doivent toutefois être respectées dans la mesure où il s'agit du recouvrement des prestations déjà versées (remboursement des prestations).
“dargestellten Beweislastverteilung nichts. Im vorliegenden Fall ist die Frage der Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung per 31. Dezember 2018 zu prüfen, womit die Beschwerdegegnerin beweisbelastet ist (vgl. dazu SZS 2017, S. 658). Gemäss BGE 130 V 380 hat der Unfallversicherer bei Leistungseinstellungen die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeldern anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) einzustellen, da eine solche Leistungseinstellung kein Zurückkommen auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen bedeutet. Die Beschwerdegegnerin kann also auf ihren Entscheid der Anerkennung einer Unfallkausalität einer Schulterproblematik links ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen Rückkommenstitel zurückzukommen, dies mit der Begründung, es habe in Bezug auf diese gar nie eine Unfallkausalität vorgelegen. Nur im Rahmen einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvoraussetzungen zu beachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 6. Mai 2003, U 6/03, E. 4.2.1). Dies bedeutet, die Beschwerdegegnerin ist frei, für die Zukunft eine nochmalige materiellrechtliche Kausalitätsprüfung vorzunehmen und gestützt darauf zu einem anderen Schluss zu gelangen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren gilt es also die Frage zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin über den 31. Dezember 2018 hinaus für die Schulterbeschwerden links leistungspflichtig ist (vgl.”
“dargestellten Beweislastverteilung nichts ändern. Im vorliegenden Fall ist die Frage der Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung ab dem 17. Oktober 2019 zu prüfen, womit die Beschwerdegegnerin beweisbelastet ist (vgl. Erwägung 1.3; vgl. dazu SZS 2017, S. 658). Gemäss BGE 130 V 380 hat der Unfallversicherer bei Leistungseinstellungen die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) einzustellen, da eine solche Leistungseinstellung kein Zurückkommen auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen bedeutet. Die Beschwerdegegnerin darf also grundsätzlich auf ihren Entscheid der Anerkennung einer unfallkausalen vorübergehenden Knieverletzung rechts ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen Rückkommenstitel zurückkommen, dies mit der Begründung, es habe gar nie eine solche vorgelegen. Nur im Rahmen einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvoraussetzungen zu beachten (Urteil des EVG vom 6. Mai 2003, U 6/03, E. 4.2.1). Dies bedeutet, dass die Beschwerdegegnerin frei sei, für die Zukunft eine nochmalige materiellrechtliche Kausalitätsprüfung vorzunehmen und gestützt darauf zu einem anderen Schluss zu gelangen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren gilt es also die Frage zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin über den 16. Oktober 2019 hinaus für die Kniebeschwerden rechts leistungspflichtig ist (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 5). Diese Frage gilt es angesichts der im Einspracheentscheid und in der Beschwerdeantwort von der Beschwerdegegnerin neu vorgebrachten, rechtlich zulässigen Argumentation auch unter Zugrundelegung des möglichen Sachverhalts einer von Anfang an fehlenden Unfallkausalität von Kniebeschwerden rechts im Sinne einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes zu prüfen.”
LPGA art. 53 n. 327 Brï commentaire : Après une notification de rechute ou la survenanÎ d'un nouveau cas ouvrant droit, l'autorité peut réexaminer les conditions d'octroi des prestations — y compris la causalité — sans être liée par d'anciennes décisions de recours (cf. sources 0, 1). S'il existe déjà une vérification matérielle récente et approfondie, cela peut conduire à ce qu'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ne soit pas applicable dans le cas concret (cf. sourÎ 6). Une décision de révision doit être traitée comme une décision matérielle autonome ; en particulier, une décision matérielle de rectification rétroactive peut constituer la base juridique matérielle pour le calcul futur des prestations (cf. sources 4, 5).
“Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, nach der Rückfallmeldung vom 6. Januar 2015 (Urk. 12/A32) sämtliche Voraussetzungen für ihre Leistungspflicht, namentlich auch den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang, ohne Bindungswirkung an den Einspracheentscheid vom 22. November 2001 (Urk. 12/A17) zu überprüfen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin musste sie sich dabei auch nicht auf eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG oder auf eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG berufen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2010 vom 25. Oktober 2010 E. 4.5). Dies bedeutet auch, dass die Beschwerdegegnerin entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bei der Beurteilung ihrer Leistungspflicht nicht an die Stellungnahme des beratenden Arztes Dr. D.___ vom 13. November 2001 gebunden war, auf welche sie sich noch im Einspracheentscheid vom 22. November 2001 gestützt hatte (Urk. 12/A17 S. 3) und der von einer richtunggebenden Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung am linken Kniegelenk durch das Unfallereignis vom 22. Januar 1999 ausging (Urk. 12/M9). Diese Stellungnahme ist vielmehr zusammen mit den übrigen medizinischen Einschätzungen beweisrechtlich zu würdigen, was die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. März 2019 (Urk. 2) denn auch getan hat.”
“Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, nach der Rückfallmeldung vom 6. Januar 2015 (Urk. 12/A32) sämtliche Voraussetzungen für ihre Leistungspflicht, namentlich auch den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang, ohne Bindungswirkung an den Einspracheentscheid vom 22. November 2001 (Urk. 12/A17) zu überprüfen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin musste sie sich dabei auch nicht auf eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG oder auf eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG berufen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_344/2010 vom 25. Oktober 2010 E. 4.5). Dies bedeutet auch, dass die Beschwerdegegnerin entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bei der Beurteilung ihrer Leistungspflicht nicht an die Stellungnahme des beratenden Arztes Dr. D.___ vom 13. November 2001 gebunden war, auf welche sie sich noch im Einspracheentscheid vom 22. November 2001 gestützt hatte (Urk. 12/A17 S. 3) und der von einer richtunggebenden Verschlimmerung der Gesundheitsschädigung am linken Kniegelenk durch das Unfallereignis vom 22. Januar 1999 ausging (Urk. 12/M9). Diese Stellungnahme ist vielmehr zusammen mit den übrigen medizinischen Einschätzungen beweisrechtlich zu würdigen, was die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 8. März 2019 (Urk. 2) denn auch getan hat.”
“Eine Invalidenrente kann gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG (Anpassung an geänderte tatsächliche Verhältnisse), Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) oder Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961) - herabgesetzt oder aufgehoben werden (Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). Nachdem eine einlässliche materielle Prüfung der Leistungsansprüche des Beschwerdeführers mit einer vertieften Abklärung des medizinischen Sachverhalts letztmals im Rahmen der am 10. Juni 2011 in die Wege geleiteten Revision (IV-Dok 56) und der in der Folge gestützt auf die Ergebnisse der gerichtlichen Begutachtung durch die Dres. C.____ und F.____ vom 29. November 2014 bzw. 16. März 2015 (IV-Dok 123) ergangenen Beurteilung durch das Urteil des Kantonsgerichts vom 11. Juni 2015 erfolgt ist, fällt für eine allfällige Einstellung der bisher ausgerichteten IV-Rente der Rückkommenstitel einer Wiedererwägung gemäss Art.”
“Dieser Rechtsanwendungs- respektive Subsumtionsvorgang entspricht seinem Wesen nach einer erstmaligen Leistungszusprache, weshalb er ebenso „eigenständig“ verfügungsfähig sein muss wie eine erstmalige Leistungszusprache. Weil eine solche rückwirkende Korrekturverfügung in aller Regel nicht nur einen abgeschlossenen Zeitraum in der Vergangenheit, sondern auch den Anspruch für die Zukunft betrifft, beschränkt sich ihr Daseinszweck augenscheinlich nicht allein darauf, nur eine verfahrensrechtliche Voraussetzung für eine Rückforderung zu schaffen. Sie wird vielmehr auch die materiell-rechtliche Grundlage für die weitere Leistungsausrichtung in der Zukunft und gegebenenfalls auch für eine spätere Revisionsverfügung im Sinne des Art. 17 Abs. 2 ATSG bilden, was zeigt, dass eine solche rückwirkende materielle Korrekturverfügung in Bezug auf den materiellen Leistungsanspruch an die Stelle einer früheren (z.B. wiedererwägungsweise aufgehobenen) Verfügung tritt. Eine Wiedererwägungsverfügung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), eine sogenannt prozessuale Revisionsverfügung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine rückwirkende Revisionsverfügung (Art. 17 Abs. 2 ATSG) ist folglich ebenso eine „eigenständige“ materielle Verfügung wie eine leistungszusprechende Verfügung. Das gilt auch, wenn eine Verfügung ihrem Wortlaut nach nur eine Rückforderung anordnet, denn jede Rückforderung setzt eine vorgängige materielle Korrektur voraus. Die Frage, um was für eine Korrektur es sich handelt, muss in einem solchen Fall durch eine („lückenfüllende“) Auslegung der Rückforderungsverfügung ermittelt werden. Hier kommt entweder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder aber eine rückwirkende Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG) in Frage. Eine rückwirkende Revision würde allerdings eine relevante Sachverhaltsveränderung voraussetzen, die hier nicht eingetreten ist, da die Eheleute das Grundeigentum im Ausland bereits bei der ursprünglichen Leistungszusprache besessen haben und da ihnen die ausländische Rente für einen bis in die Zeit vor der ursprünglichen Leistungszusprache zurückreichenden Zeitraum zugesprochen worden ist.”
“Dieser Rechtsanwendungs- respektive Subsumtionsvorgang entspricht seinem Wesen nach einer erstmaligen Leistungszusprache, weshalb er ebenso „eigenständig“ verfügungsfähig sein muss wie eine erstmalige Leistungszusprache. Weil eine solche rückwirkende Korrekturverfügung in aller Regel nicht nur einen abgeschlossenen Zeitraum in der Vergangenheit, sondern auch den Anspruch für die Zukunft betrifft, beschränkt sich ihr Daseinszweck augenscheinlich nicht allein darauf, nur eine verfahrensrechtliche Voraussetzung für eine Rückforderung zu schaffen. Sie wird vielmehr auch die materiell-rechtliche Grundlage für die weitere Leistungsausrichtung in der Zukunft und gegebenenfalls auch für eine spätere Revisionsverfügung im Sinne des Art. 17 Abs. 2 ATSG bilden, was zeigt, dass eine solche rückwirkende materielle Korrekturverfügung in Bezug auf den materiellen Leistungsanspruch an die Stelle einer früheren (z.B. wiedererwägungsweise aufgehobenen) Verfügung tritt. Eine Wiedererwägungsverfügung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), eine sogenannt prozessuale Revisionsverfügung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine rückwirkende Revisionsverfügung (Art. 17 Abs. 2 ATSG) ist folglich ebenso eine „eigenständige“ materielle Verfügung wie eine leistungszusprechende Verfügung. Das gilt auch, wenn eine Verfügung ihrem Wortlaut nach nur eine Rückforderung anordnet, denn jede Rückforderung setzt eine vorgängige materielle Korrektur voraus. Die Frage, um was für eine Korrektur es sich handelt, muss in einem solchen Fall durch eine („lückenfüllende“) Auslegung der Rückforderungsverfügung ermittelt werden. Hier kommt entweder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder aber eine rückwirkende Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG) in Frage. Eine rückwirkende Revision würde allerdings eine relevante Sachverhaltsveränderung voraussetzen, die hier nicht eingetreten ist, da die Eheleute das Grundeigentum im Ausland bereits bei der ursprünglichen Leistungszusprache besessen haben und da ihnen die ausländische Rente für einen bis in die Zeit vor der ursprünglichen Leistungszusprache zurückreichenden Zeitraum zugesprochen worden ist.”
Des dispositions matérielles ou procédurales spéciales peuvent prévoir, par dérogation à la règle générale de révision de l'art. 53 al. 1 LPGA, des règles d'adaptation ou de recouvrement différentes (éventuellement plus généreuses) ; elles peuvent permettre un recalcul rétroactif ou l'application d'autres délais de prescription ou de forclusion. La question de savoir si et dans quelle mesure une telle règle dérogatoire trouve application dépend de la norme spéciale concernée et de ses délais.
“5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall (gültig gewesen bis 18. Juni 2020) gab es die fragliche Befristung noch nicht. Vielmehr wurde dort für die Bemessung der Entschädigung einzig auf Art. 11 Abs. 1 EOG verwiesen, welche Bestimmung ihrerseits wiederum den Bundesrat ermächtigt, Vorschriften zur Bemessung der Entschädigung zu erlassen. Dies hat der Bundesrat getan, indem er unter anderem bestimmt hat, dass eine Neuberechnung der Entschädigung verlangt werden könne, wenn für das Jahr der Dienstleistung später ein anderer AHV-Beitrag verfügt werde (Art. 7 Abs. 1 Satz 2 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz (SR 834.11; abgekürzt: EOV [in der bis 30. Juni 2021 gültig gewesenen Fassung; seit 1. Juli 2021 inhaltlich unverändert in Art. 7 Abs. 1bis EOV]). Auf Grund dieser Regelung ist davon auszugehen, dass grundsätzlich jederzeit eine Anpassung der Erwerbsersatzentschädigung (für Dienstleistende oder bei Mutter- und Vaterschaft) verlangt werden kann. Mithin besteht diesbezüglich soweit ersichtlich eine gegenüber der allgemeinen Revisionsregelung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) grosszügigere Regelung, indem weder eine 90-tägige Revisionsfrist (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [SR 172.021; abgekürzt: VwVG]; vgl. auch Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Schulthess 2020, Art. 53 N 39) einzuhalten ist noch eine "neue Tatsache" vorliegen muss (was etwa dann nicht der Fall wäre, wenn die versicherte [selbstständigerwerbende] Person ihrer Meldepflicht gemäss Art. 24 Abs. 4 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101; abgekürzt: AHVV [wesentliche Abweichung vom voraussichtlichen Einkommen] nicht nachkommt und damit eine zu tiefe Festsetzung der Beiträge selbst zu verantworten hat). Auch gemäss der Regelung des BSV in Rz”
“Au vu de ce qui précède, les prestations versées du 1er janvier 2021 au 30 avril 2023 à hauteur de CHF 33'244.- l'avaient été à tort. En déduisant de ce montant le subside de CHF 6'416.- que l'intimé ne réclame pas (cf. courrier du 27 avril 2023), la somme à restituer s'élève à CHF 26'828.-, ce qui conduit à la reformatio in peius (cf. art. 61 let. d LPGA) de la décision querellée qui exigeait le remboursement de CHF 22'004.-. Il sera souligné que la chambre de céans, par pli du 17 octobre 2023, a donné l'occasion à la recourante de se prononcer à ce sujet, en attirant son attention sur le fait que l'intimé concluait à la reformatio in peius de cette décision. Or, la recourante a maintenu sa position. 6. 6.1 Selon l'art. 25 al. 1 1re phrase LPGA, applicable aux PCFam par renvoi de l’art. 1A al. 2 let. c LPCC, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). En vertu de l'art. 25 al. 2 phr. 1 LPGA (dans sa teneur en vigueur à compter du 1er janvier 2021), le droit de demander la restitution s'éteint trois ans après le moment où l'institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. 6.2 En l'occurrence, l'intimé a recalculé le droit aux PCFAm de la recourante pour la période de janvier 2021 à avril 2023, après avoir réceptionné certaines pièces requises dans le cadre de la révision périodique du dossier initiée en janvier 2023, sur la base desquelles il a mis à jour le montant du gain d'activité lucrative. En demandant la restitution du trop-perçu le 27 avril 2023 et en faisant rétroagir sa décision au 1er janvier 2021, il a respecté les délais de péremption de l'art. 25 al. 2 LPGA. Il est vrai que selon l'art. 25 al. 1 2e phrase LPGA, la restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile.”
En cas de recouvrement en vertu de l'art. 95 LACI, les conditions strictes de l'art. 53 LPGA s'appliquent; concrètement, les prestations reposant sur une décision formellement devenue définitive ne peuvent être recouvrées que si sont remplies les conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) ou de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA).
“3 lettre c LACI était à nouveau applicable et excluait du droit à l'indemnité de RHT les personnes qui fixent les décisions que prend l’employeur en qualité d’associé, de membre d’un organe dirigeant de l’entreprise ou encore de détenteur d’une participation financière à l’entreprise ainsi que les conjoints de ces personnes qui travaillent dans l'entreprise. c) Au vu de ce qui précède, la décision sur opposition du 14 juillet 2021 niant le droit de la recourante aux indemnités de RHT pour la période courant dès le 1er septembre 2020 est fondée. 4. Doit encore être examiné si c'est de manière fondée que l'intimée a réclamé à la recourante la restitution du montant de 12'558 fr. 90, correspondant aux indemnités de RHT allouées pour les mois de juin et juillet 2020. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59c bis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110 consid. 1.1 ; voir à cet égard TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3). b) Dans le cas d'espèce, la caisse a considéré que les indemnités de RHT allouées pour les mois de juin et juillet 2020 avaient été versées à tort et qu'il lui appartenait de reconsidérer sa décision d'octroi et de demander le remboursement des montants concernés. Elle a tranché la question du principe de la reconsidération du droit accordé dès le 1er juin 2020 par décision du 18 septembre 2020, aux termes de laquelle la recourante n'avait pas de droit aux indemnités de RHT pour la période courant dès le 1er juin 2020, G.”
Citation : LPGA art. 53 n. 324 Dans la procédure de réexamen, il convient de distinguer deux étapes procédurales : d’abord, il faut examiner si les conditions du réexamen (erreur indubitable au regard de la situation de fait et de droit à l’époque ainsi que importanÎ considérable) sont réunies. Si tel est le cas, il faut, en second lieu, statuer à nouveau en tenant compte des circonstances pertinentes. La décision relative à la demanÞ de réexamen constitue en elle‑même une décision susceptible de recours.
“Anfechtungsobjekt ist vorliegend einzig die Verfügung vom 28. September 2021, mit welcher die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der IV verneinte, da ihrer Ansicht nach kein IV-relevanter Gesundheitsschaden bestehe. 3.2.2. Die den Datenschutz betreffenden Rügen sind vordergründig nicht von der vorgenannten Verfügung erfasst. Doch selbst wenn man zu Gunsten des Beschwerdeführers einen impliziten Einschluss der datenschutzrechtlichen Fragen annehmen würde ist Folgendes zu bemerken: Zwar gilt die Beschwerdegegnerin als Bundesorgan im Sinne von Art. 2 Abs. 1 lit. b Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG, SR.235.1, vgl. BGE 133 V 359, 361, E. 6.4) und hat folglich dieses Gesetz zu beachten. Jedoch fällt die Beurteilung datenschutzrechtlicher Fragen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Sozialversicherungsgerichts Basel-Stadt. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege (Art. 33 Abs. 1 DSG). Insoweit ist auf die Rügen des Beschwerdeführers nicht einzutreten. 3.3. 3.3.1. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese nach damaliger Sach- und Rechtslage zweifellos unrichtig sind (BGE 138 V 324, 328 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 125 V 383, 389 E. 3; BGE 119 V 75, 480 E 1c mit Hinweisen) und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. 3.3.2. Im Wiedererwägungsverfahren sind zwei getrennte Verfahrensschritte auseinanderzuhalten. In einem ersten Schritt ist falls auf das Begehren eingetreten wird zu klären, ob die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wird das bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurück zu kommen) ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein neuer Entscheid zu fällen (Urteil des Bundesgerichts 8C_321/2012 vom 14. August 2012 mit Hinweisen auf SVR 2006 IV Nr. 21, I 45/02. E. 1.3). Der Entscheid über ein Wiedererwägungsgesuch stellt einen grundsätzlich einer gerichtlichen Überprüfung unterstehenden Anfechtungsgegenstand dar.”
Une révision fondée sur l'art. 53 al. 2 LPGA peut, en principe, entraîner l'obligation de rembourser des prestations indûment perçues de l'assuranÎ-invalidité.
“Der Beschwerdeführer hätte auch dann eine ganze Rente erhalten, wenn er einer Erwerbstätigkeit im Rahmen eines Pensums von 30 % nachgegangen wäre; weswegen es fraglich sei, ob ein Vermögensschaden entstanden sei, und es lasse sich demnach auch kein Schädigungsvorsatz rechtsgenüglich erstellen (Urk. 2/34/67/26 f.). Richtig ist, dass bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente besteht (Art. 28 Abs. 2 IVG). Dies lässt in gewissem Umfang die Verwertung einer Restarbeitsfähigkeit zu. Aufgrund der Erkenntnisse in der Expertise von Dr. E.___ mangelt es indessen grundsätzlich am Nachweis eines im Sinne von Art. 7 Abs. 1 ATSG die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschadens im massgeblichen Zeitraum. Demgemäss fehlt es an der Rechtsgrundlage für die Zusprechung einer Rente und es ist aus invalidenversicherungsrechtlicher Optik überdies ohne Bedeutung, ob die Aktivitäten des Beschwerdeführers einer selbst beim Bezug einer ganzen Rente grundsätzlich noch zulässigen Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in geringfügigen Rahmen entsprachen oder darüber hinausgingen. 8. 8.1 Die eine frühere Verfügung berichtigende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zieht grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der von der Invalidenversicherung zu Unrecht bezogenen Leistung nach sich (Art. 25 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2, 130 V 380 E. 2.3.1, 110 V 298”
LPGA art. 53 n. 322 En cas de recouvrement de prestations pécuniaires fondées sur des décisions devenues formellement définitives, les conditions d'un réexamen doivent être remplies; cela concerne en particulier l'incontestable inexactituÞ constatée et l'importanÎ significative de la rectification.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Si la possibilité de contrôler de manière suffisante les pertes de travail alléguées fait défaut, la décision initiale attribuant des prestations peut être considérée comme manifestement erronée. Dans ce cas, cela ouvre la possibilité d'un réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA (et non pas prioritairement l'instanÎ formelle de révision), pour autant que les autres conditions prévues par cette disposition soient remplies.
“Lorsque ce n'est pas le cas, la décision octroyant des indemnités se révèle donc comme sans nul doute erronée ou entachée d'erreur manifeste. C'est à l'employeur requérant des indemnités pour ses travailleurs qu'incombe la détermination et la contrôlabilité de la perte de travail (cf. art. 46b OACI en lien avec l'art. 31. al. 3 LACI). Considérer que la constatation du défaut de contrôlabilité lors de la révision de l'entreprise par l'autorité inférieure consisterait en un fait nouveau au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA reviendrait à exiger de celle-ci qu'elle détermine et contrôle la perte de travail alléguée au stade de l'octroi déjà. Cela reviendrait alors à inverser le fardeau de la preuve qui, sur ce point particulier, incombe clairement à l'employeur (cf. arrêt du TF C 367/99 du 12 mai 2000 consid. 3 et les réf. cit.). Aussi, il y a lieu d'admettre que lorsque le caractère contrôlable de la perte de travail fait défaut, la décision d'octroi de prestations est initialement contraire au droit. Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5, B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art.”
“Lorsque ce n'est pas le cas, la décision octroyant des indemnités se révèle donc comme sans nul doute erronée ou entachée d'erreur manifeste. C'est à l'employeur requérant des indemnités pour ses travailleurs qu'incombe la détermination et la contrôlabilité de la perte de travail (cf. art. 46b OACI en lien avec l'art. 31. al. 3 LACI). Considérer que la constatation du défaut de contrôlabilité lors de la révision de l'entreprise par l'autorité inférieure consisterait en un fait nouveau au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA reviendrait à exiger de celle-ci qu'elle détermine et contrôle la perte de travail alléguée au stade de l'octroi déjà. Cela reviendrait alors à inverser le fardeau de la preuve qui, sur ce point particulier, incombe clairement à l'employeur (cf. arrêt du TF C 367/99 du 12 mai 2000 consid. 3 et les réf. cit.). Aussi, il y a lieu d'admettre que lorsque le caractère contrôlable de la perte de travail fait défaut, la décision d'octroi de prestations est initialement contraire au droit. Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5, B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art.”
“Aussi, il y a lieu d'admettre que lorsque le caractère contrôlable de la perte de travail fait défaut, la décision d'octroi de prestations est initialement contraire au droit. Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5, B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5 et B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1). 3.7 Dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de la révision était possible ne convainc pas. Par décision du 15 juin 2022, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un second temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 S'agissant de la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail, il est évident qu'elle revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêts du TAF B-2785/2023 du 19 mars 2024 consid. 4.1 et B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté par le SECO. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'État de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 320 Pour le recouvrement des prestations de l'assuranÎ-chômage, il faut tenir compte des conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA : la décision devenue définitive — qu'il s'agisse d'une décision ou d'un octroi de prestations — doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG); die Kasse fordert sie vom Arbeitgeber zurück (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5, bestätigt durch Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019).”
Citation : LPGA art. 53 n. 319 Pour qu'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA soit recevable, il doit exister, antérieurement à la décision déjà rendue, des faits ou des éléments de preuve effectivement nouveaux dont la production n'avait pas été possible auparavant. De simples doutes à l'égard de la décision initiale ou des indications insignifiantes ou accessoires ne suffisent pas; il faut en revanche que les circonstances nouvellement apportables revêtent une importanÎ substantielle pour l'appréciation de la prétention.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wie-dererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020, E. 4.2, nicht publiziert in: BGE 147 V 417).”
“Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können insbesondere Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593 f. mit Hinweis). 3.4. Nach Art. 25 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Abs. 1). Eine aufgrund einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichtete Leistung ist allerdings nur zurückzuerstatten, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung, Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel, Art. 53 Abs. 1 ATSG) erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 138 V 324 E. 3.1, BGE 122 V 367, E. 3). Die Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Darunter fallen insbesondere eine Leistungszusprache ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen und eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 17. August 2020 [8C_277/2020] E. 4.1. mit Hinweisen). 3.5. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres (gemäss der bis zum 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung) beziehungsweise mit dem Ablauf dreier Jahre (gemäss der seit 1. Januar 2021 in Kraft getretenen Fassung), nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung (gemäss der bis zum 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung) respektive seit der Auszahlung (gemäss der seit 1.”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publ. E. 4.2).”
Si une décision d'octroi de prestations devenue formellement définitive est manifestement erronée et revêt une importanÎ considérable, l'institution d'assuranÎ revient sur cette décision en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA. À titre d'exemples cités par la jurisprudenÎ figurent notamment une notion d'invalidité juridiquement erronée, un revenu d'assuré valiÞ fixé de manière manifestement incorrecte, ou une prestation accordée sans justification probante.
“zulassen würden, aus medizinisch-theoretischer Sicht als zu 100 % arbeitsfähig zu erachten sei. Diese Einschätzung gelte mit Sicherheit bereits seit Eintritt des Gesundheitsschadens. Vor diesem Hintergrund sei die mit Blick auf die Festsetzung der Ergänzungsleistungen vorgenommene Ermittlung eines Invaliditätsgrads von 100 % schlicht unhaltbar. Tatsächlich sei dieser IV-Grad alleine auf der Annahme einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit ermittelt worden, wobei gänzlich unbeachtet geblieben sei, dass der Beschwerdeführer in einer blindenangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit durchaus hätte erwerblich umsetzen können. Vor diesem Hintergrund sei die per 1. März 1989 vorgenommene Festsetzung des IV-Grades zweifellos falsch und im Resultat unhaltbar im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Da keine invalidenversicherungsrechtliche Leistungszusprache stattgefunden habe, erübrige sich eine Leistungsanpassung nach wiedererwägungsrechtlichen Grundsätzen (S. 1).”
“Zwar ist der Versicherte in der körperlich belastenden Tätigkeit als Bauarbeiter aufgrund lumbaler Diskopathien (weiterhin) vollständig arbeitsunfähig. Nach einlässlicher persönlicher Untersuchung kamen die Dres. C.____ und D.____ aber zum überzeugenden Schluss, dass dem Versicherten (spätestens) im Zeitpunkt der Begutachtung angepasste Tätigkeiten ganztags zumutbar seien. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten enthält das Gutachten des ZMB vom 18. Dezember 2003 nicht, was einen validen Vergleich mit der früheren Begutachtung verunmöglicht. Daraus kann aber nicht geschlossen werden, in den aktuellen Expertisen seien die Auswirkungen eines gleichgebliebenen Gesundheitszustands auf die Leistungsfähigkeit neu beurteilt worden. Anzumerken ist in diesem Zusammenhang, dass der Zusprache einer Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 100% ohne Prüfung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ein rechtlich falscher Invaliditätsbegriff zu Grunde lag, womit sie zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 15. Februar 2018, 8C_2/2018, E. 5.1 mit weiterem Hinweis). Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die aktuelle klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung als wichtigste Grundlage gutachtlicher Feststellungen und Schlussfolgerungen nicht lege artis erfolgt wäre, sind nicht ersichtlich. Zudem liegen keine fachärztlichen Berichte vor, die Zweifel an der Zumutbarkeitsbeurteilung der Dres. C.____ und D.____ begründen könnten, oder die auf eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesundheitszustands schliessen lassen. Vor diesem Hintergrund kann nicht gesagt werden, die Beurteilung des Gesundheitszustands und der Zumutbarkeit im aktuellen bidisziplinären Gutachten vom 15./16. August 2017 basiere auf einem unzutreffenden Sachverhalt. Bei dieser Sachlage und der Tatsache, dass es den beteiligten Fachärzten möglich war, eine zuverlässige Einschätzung des leistungsmässig Machbaren vorzunehmen, kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl.”
“Die von der Vorinstanz angeführte bundesgerichtliche Rechtsprechung sei hier so auszulegen, dass es nicht auf die Länge des Arbeitsverhältnisses ankomme, sondern nur darauf, dass der Versicherte sein Leistungspotenzial (zumindest teilweise) ausschöpfe. Zudem habe es die Vorinstanz versäumt, die grosse berufliche Führungserfahrung des Versicherten in die Waagschale zu werfen. Angesichts der geschäftlichen resp. beruflichen Aktivitäten, die sich nicht mit einem Invaliditätsgrad von 100 % vereinbaren liessen, sei zumindest von einer Angewöhnung oder Anpassung an die gesundheitlichen Einschränkungen auszugehen. Auf das 2017 tatsächlich erzielte Einkommen hätte abgestellt werden müssen. Ein Revisionsgrund liege aber auch darin, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten infolge einer bariatrischen Operation vom 15. November 2021 (recte: 2012) mit anschliessendem Gewichtsverlust von ca. 35 kg massiv verbessert habe. Ausserdem habe auch Anlass für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 30. Oktober 2012 gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG bestanden. Die Rentenerhöhung sei zweifellos unrichtig gewesen, weil Dr. med. D.________ in seinem Bericht vom 12. Juli 2021 (recte: 2012) nur dann von einer Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sei, wenn der Versicherte nicht mit teureren Hörgeräten ausgestattet worden wäre, weil weiter die vom Hausarzt med. pract. E.________ diagnostizierte Persönlichkeitsstörung bereits im Administrativgutachten vom 17. Dezember 2007 verworfen worden sei, und weil schliesslich das Valideneinkommen qualifiziert falsch auf Fr. 166'905.- festgesetzt worden sei.”
Si le fait pertinent au regard du droit n'est pas suffisamment établi, l'organe d'assuranÎ ne peut pas rendre une décision en cours d'instanÎ (lite pendente) qui laisse en suspens des questions déterminantes pour le prononcé. Dans de tels cas, des éclaircissements complémentaires doivent être effectués ou l'affaire renvoyée à l'administration; art. 53 al. 3 LPGA permet à l'organe d'assuranÎ de procéder à un réexamen jusqu'au moment où il formule sa prise de position auprès de l'autorité de recours.
“___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, bestätige in seinen Berichten, dass sie nicht in der Lage sei, ihre heutige Tätigkeit (gemeint wohl: angestammte Tätigkeit) zu 100 % auszuüben. Ihr Gesundheitsschaden sei ziemlich schwerwiegend, so dass sie in absehbarer Zeit nicht wieder gesund werden könne; ihre Erwerbsunfähigkeit sei andauernd und erheblich. Dr. E.___ habe ausgeführt, dass mit einer baldigen Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit nicht zu rechnen sei. Die Beschwerdegegnerin habe den rechtserheblichen Sachverhalt nicht genügend abgeklärt. Dem Bericht des MEDAS A.___ (A.___) sei zu entnehmen, dass zur Klärung des Sachverhaltes zwingend weitere Abklärungen durchzuführen seien. Sie, die Beschwerdeführerin, sei seit vielen Jahren körperlich behindert und könne nicht arbeiten. Sie könne ihre Hände und Arme nicht richtig heben. Die Rüge richte sich gegen die Verfügung, mit welcher ihr eine 30%ige Rente der Invalidenversicherung zugesprochen worden sei. Die Versicherungsträgerin könne nach Art. 53 Abs. 3 ATSG einen Entscheid, gegen die Beschwerde beziehungsweise Einwand erhoben worden sei, so lange wiedererwägen, bis sie gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nehme. Eine lite pendente erlassene Verfügung beende den Streit indes nur insoweit, als damit den Begehren der Beschwerde führenden Partei entsprochen werde. Die kantonale IV-Stelle habe die Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfügung prüfen müssen; dies unter Beachtung der Verfahrensrechte der Parteien, wie sie sich unter anderem aus Art. 61 lit. d ATSG ergeben würden, welche Bestimmung gemäss BGE 137 V 314 auch bei einer beabsichtigten Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzenden Abklärungen und zu neuer Verfügung zur Anwendung komme. Die lite pendente erlassene Verfügung vom 13. August 2021 sei nach dem Gesagten unzulässig und hätte daher von der Vorinstanz aufgehoben werden müssen. Der angefochtene Entscheid verletze somit Bundesrecht und sei aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, den erlassenen Entscheid in Erwägung (gemeint wohl: in Wiedererwägung) zu ziehen.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 316 Même en cas d'erreurs de l'administration, une obligation de restitution peut, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, s'imposer; la faute du bénéficiaire de prestations n'est pas une condition nécessaire.
“1 Die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erfolgt grundsätzlich durch eine Verfügung (Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Steht diese mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage einer Korrektur derselben. In Betracht kommt eine rückwirkende oder eine sich nur auf die Zukunft auswirkende Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung wiederherzustellen (BGE 122 V 227). Gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind deshalb unrechtmässig bezogene Leistungen auch im Bereich der Arbeitslosenversicherung entsprechend zurückzuerstatten. 3.2 Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur dann zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 3.3 Eine rückwirkende Korrektur einer Leistungsausrichtung setzt nicht voraus, dass der Empfänger die fehlerhafte Leistungsausrichtung kausal zu verantworten hat. Selbst wenn der unrechtmässige Bezug auf das Verhalten der Verwaltung zurückzuführen ist, besteht eine Rückerstattungspflicht (Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Zürich 2020, Art.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 315 Selon la position soutenue dans l'affaire citée, le réexamen visé à l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas lui-même soumis à un délai ; en revanche, le cas échéant, le remboursement des prestations déjà versées peut être soumis à une règle de forclusion ou de prescription.
“Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5, B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêt du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations.”
LPGA art. 53 n. 314 Dans une procédure de réexamen, des expertises médicales nouvellement sollicitées ou des expertises privées/externes peuvent exercer une influenÎ pratique sur la prise de décision.
“Sachverhalt: A. A.a. Der 1957 geborene A.________, Staatsangehöriger der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), reiste im Jahr 2002 in die Schweiz ein, wo er in der Folge als Sprachlehrer für verschiedene Arbeitgeber sowie als Selbstständigerwerbender tätig war. Unter Hinweis auf eine psychische Beeinträchtigung meldete er sich am 20. Dezember 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 13. Februar 2014 lehnte die IV-Stelle des Kantons Zürich sein Leistungsgesuch mit der Begründung ab, A.________ sei bereits in den USA arbeitsunfähig gewesen und mit dem Gesundheitsschaden in die Schweiz eingereist, weshalb er die versicherungsmässigen Voraussetzungen nicht erfülle. Dieser Entscheid blieb unangefochten. A.b. Mit Eingabe vom 29. Dezember 2014 ersuchte A.________ die IV-Stelle darum, ihm gestützt auf Art. 53 ATSG rückwirkend per 1. Juli 2013 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Die Verwaltung holte in der Folge bei der Medizinischen Abklärungsstelle ZVMB GmbH (MEDAS Bern) ein polydisziplinäres Gutachten ein (Expertise vom 9. Mai 2016). Mit Verfügung vom 16. Juni 2017 hob sie diejenige vom 13. Februar 2014 wiedererwägungsweise auf, wies aber das Leistungsbegehren mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades erneut ab. B. B.a. Die hiergegen geführte Beschwerde, mit welcher A.________ ein Privatgutachten der Dr. med. B.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. Juli 2017 auflegte, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 10. Januar 2019 ab. Mit Urteil 8C_111/2019 vom 14. Juni 2019 hiess das Bundesgericht die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde teilweise gut. Es hob den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung im Sinne der”
Citation : LPGA art. 53 N. 313 En cas d'erreurs manifestes et indiscutables, l'assureur peut également réclamer des remboursements d'un montant considérable ; la jurisprudenÎ apprécie alors si la correction est « d'importanÎ considérable » et intègre le montant de la somme à rembourser dans cette appréciation des intérêts (cf. en l'espèÎ demanÞ de remboursement d'un total de Fr. 10'045.30).
“86% – telle qu'annoncée dans la demande de RHT du 18 mai 2020 (dos. int. 89) – alors que cette perte s'élève en réalité à 27.76%, comme cela résulte des justificatifs figurant au dossier (143.64 heures de travail perdues, par rapport à un total de 517.44 heures à "effectuer normalement"; dos. int. 75 et 94-96). Dans son recours, la société ne soulève aucun grief contre le décompte rectificatif afférent au mois de mars 2020, auquel elle se rallie, tout en annonçant qu'elle procédera au remboursement du montant de Fr. 4'858.55 exigé en restitution. Aucun élément au dossier ne permet par ailleurs de mettre en doute le décompte précité. Le montant à restituer de Fr. 4'858.55 n'étant au demeurant pas contesté, il n'y a pas lieu de l'examiner plus avant (Rügeprinzip, ATF 125 V 413 c. 2c). 5.5 En conclusion, il faut tenir pour établi que l'octroi d'indemnités en cas de RHT à hauteur de 9'226.05 pour le mois de mars 2020, respectivement de Fr. 14'253.75 pour le mois d'avril 2020, était manifestement erroné au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. En outre, la rectification de cette erreur revêtait une importance notable au regard de l'ampleur du montant à restituer, totalisant Fr. 10'045.30 (Fr. 5'186.75 + Fr. 4'858.55) pour l'ensemble de la période couverte par la décision sur opposition (en ce sens, voir TF 8C_18/2017 du 4 mai 2017 c. 4.3). Partant, c'est à bon droit que l'intimée, dans le prononcé attaqué, a exigé la restitution d'une partie des prestations accordées pour la période du 19 mars au 30 avril 2020, à concurrence de Fr. 10'045.30. 6. 6.1 Il s'ensuit que le recours s'avère mal fondé et doit être rejeté. A toutes fins utiles, on rappellera qu’il est loisible à la recourante, si elle estime avoir reçu de bonne foi les prestations litigieuses et que leur remboursement la mettrait dans une situation difficile, de présenter par écrit, en l'adressant à la caisse de chômage (qui la soumettra au service juridique de l'OAC; art. 95 al. 3 LACI), une demande de remise de l'obligation de restituer. Cette requête devra être motivée et déposée au plus tard dans les 30 jours à compter de l’entrée en force du présent jugement (art.”
Le recouvrement des prestations indûment perçues est possible en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, même si le versement erroné des prestations est imputable à une faute ou à une erreur de l'administration.
“1 Die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erfolgt grundsätzlich durch eine Verfügung (Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Steht diese mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage einer Korrektur derselben. In Betracht kommt eine rückwirkende oder eine sich nur auf die Zukunft auswirkende Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung wiederherzustellen (BGE 122 V 227). Gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind deshalb unrechtmässig bezogene Leistungen auch im Bereich der Arbeitslosenversicherung entsprechend zurückzuerstatten. 3.2 Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur dann zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 3.3 Eine rückwirkende Korrektur einer Leistungsausrichtung setzt nicht voraus, dass der Empfänger die fehlerhafte Leistungsausrichtung kausal zu verantworten hat. Selbst wenn der unrechtmässige Bezug auf das Verhalten der Verwaltung zurückzuführen ist, besteht eine Rückerstattungspflicht (Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Zürich 2020, Art.”
Citation: LPGA art. 53 n. 311 Selon l'art. 53 LPGA, la jurisprudenÎ constante exige que l'administration examine et, le cas échéant, réexamine par voie de révision les décisions devenues formellement définitives — ordonnances ou décisions sur opposition — lorsque sont découverts ultérieurement des faits ou des éléments de preuve pertinents qui n'avaient pas pu être fournis auparavant. De même, l'art. 53 prévoit que l'administration peut revenir sur une décision en cas d'erreur manifeste d'importanÎ considérable (réexamen).
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 3.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (ATF 126 V 46 consid. 2b et les références citées). La reconsidération et la révision sont désormais explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 consid. 2c et les références citées). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
“1 LPGA stabilisce che le prestazioni indebitamente riscosse devono essere restituite. La restituzione non deve essere chiesta se l'interessato era in buona fede e verrebbe a trovarsi in gravi difficoltà. I principi giurisprudenziali attinenti alla restituzione di prestazioni elaborati dal TF anteriormente alla LPGA conservano tutta la loro validità anche sotto l’egida di questa legge (cfr. STF 8C_938/2008 del 22 settembre 2009 consid. 3.1.; DTF 130 V 318 consid. 5). L'obbligo di restituzione presuppone che siano adempiute le condizioni di una riconsiderazione o di una revisione della decisione con la quale sono state attribuite le prestazioni (cfr. STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 4.1.; STF 8C_677/2017 del 23 febbraio 2018 consid. 3.1.; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; DTF 129 V 110 consid. 1.1; DLA 2006 p. 218 e DLA 2006 pag. 158). La riconsiderazione e la revisione sono ormai esplicitamente regolate all'art. 53 LPGA, che ha codificato la giurisprudenza anteriore alla sua entrata in vigore (cfr. STF U 408/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; STFA K 147/03 del 12 marzo 2004; STFA U 149/03 del 22 marzo 2004; STFA I 133/04 dell'8 febbraio 2005). Analogamente alla revisione delle sentenze delle autorità giudiziarie, l'amministrazione deve procedere alla revisione processuale di una decisione cresciuta in giudicato quando sono scoperti nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre a una conclusione giuridica differente (cfr. art. 53 cpv. 1 LPGA, STF U 409/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; SVR 2004 ALV N° 14; DTF 127 V 466 consid. 2 a pag. 469). Più precisamente le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza (cfr.”
“La restituzione non deve essere chiesta se l'interessato era in buona fede e verrebbe a trovarsi in gravi difficoltà. I principi giurisprudenziali attinenti alla restituzione di prestazioni elaborati dal Tribunale federale anteriormente alla LPGA conservano tutta la loro validità anche sotto l’egida di questa legge (cfr. STF 8C_938/2008 del 22 settembre 2009 consid. 3.1.; DTF 130 V 318 consid. 5). L'obbligo di restituzione presuppone che siano adempiute le condizioni di una riconsiderazione o di una revisione della decisione con la quale sono state attribuite le prestazioni (cfr. STF 8C_665/2020 dell’8 giugno 2021 consid. 3.2.; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 4.1.; STF 8C 565/2016 del 26 ottobre 2016 consid. 2; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; DTF 129 V 110 consid. 1.1; DLA 2006 p. 218 e DLA 2006 pag. 158). La riconsiderazione e la revisione sono ormai esplicitamente regolate all'art. 53 LPGA, che ha codificato la giurisprudenza anteriore alla sua entrata in vigore (cfr. STF U 408/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; STF K 147/03 del 12 marzo 2004; STF U 149/03 del 22 marzo 2004; STF I 133/04 dell'8 febbraio 2005). Analogamente alla revisione delle sentenze delle autorità giudiziarie, l'amministrazione deve procedere alla revisione processuale di una decisione cresciuta in giudicato quando sono scoperti nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre a una conclusione giuridica differente (cfr. art. 53 cpv. 1 LPGA; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STF U 409/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; SVR 2004 ALV N° 14; DTF 127 V 466 consid. 2 a pag. 469). Più precisamente le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza (cfr.”
Citation : LPGA art. 53 n. 310 La compétenÎ matérielle pour le retrait ou le réexamen des décisions définitives visées à l'art. 53 al. 2 LPGA appartient à l'institution d'assuranÎ. Dans la mesure où les tribunaux cantonaux procèdent à des constatations de fait équivalant à un réexamen de fait, cela est, selon les décisions citées, contraire au droit fédéral.
“Die Vorinstanz begründet die Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen mit dem von der Gutachterin D.________ beschriebenen "Crescendo" der Beschwerden (vorinstanzliche E. 8.4 und 8.5). Dies steht - wie die IV-Stelle zu Recht geltend macht - in einem unauflösbaren Widerspruch zur expliziten Feststellung der Gutachterin D.________, wonach sich zwischen dem 13. Juli 2015 und dem 29. Juni 2018 keine relevante Änderung der gesundheitlichen Verhältnisse ergeben habe. Zudem trifft das kantonale Gericht auch Sachverhaltsfeststellungen zum Zeitraum vor dem 13. Juli 2015, was ihm jedoch angesichts der Rechtskraft der Verfügung vom 13. Juli 2015 im Rahmen des Art. 87 Abs. 3 IVV resp. des Art. 17 Abs. 1 ATSG verwehrt ist (vgl. etwa die vorinstanzliche E. 6.3 Absatz 3 bezüglich der relevanten Diagnosen, E. 6.4 bezüglich der Massgeblichkeit des Gutachtens der Dr. med. E.________ vom März 2013 sowie E. 8.3 bezüglich des Gesundheitszustandes im Juli 2015). Soweit die Vorinstanz faktisch eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG vornimmt (vorinstanzliche E. 8.2 und 8.3), verkennt sie, dass gemäss explizitem Gesetzestext nur der Versicherungsträger dazu berechtigt ist. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung resp. der festgestellte Sachverhalt ist nach dem Gesagten widersprüchlich und daher willkürlich, mithin bundesrechtswidrig (vgl. E. 2.2).”
“Juli 2019), Lactoseintoleranz sowie einen Status nach Polytoxikomanie. Daneben erwähnt sie rezidivierende Durchfälle (wohl Reizdarm), zunehmend unter Stress wie die Narkolepsie. Die 2015 eingegangene Ehe sei problematisch gewesen. Die Trennung 2017 habe zu einer Krise mit Notfalleinweisung wegen Mischtoxikation sowie zu Phasen mit vermehrter Angst und depressiver Symptomatik geführt. Die vor der Einreise vorliegenden Beschwerden können auch weiterhin nicht berücksichtigt werden. Die vorher nicht bekannten neuen Diagnosen führten gemäss den Akten nicht zu einer fachärztlich attestierten dauerhaften Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Im Vordergrund stehen weiterhin die Diagnosen, die bereits bei der Einreise vorlagen. Wie dargestellt (supra E. 3.1) liegt diesbezüglich eine abgeurteilte Sache (res iudicata) vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher, vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG), nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden. Die IV-Stelle hat damit zu Recht das Leistungsgesuch abgelehnt.”
Une correction rétroactive en application de l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la décision devenue formellement définitive est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Si une telle correction est opérée, la base juridique des prestations accordées disparaît; celles-ci sont alors réputées indûment perçues et peuvent faire l'objet d'une restitution.
“1 Die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen erfolgt grundsätzlich durch eine Verfügung (vgl. Art. 49 Abs. 1 ATSG). Steht diese mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage einer Korrektur der Verfügung. In Betracht kommt eine rückwirkende oder eine sich nur auf die Zukunft auswirkende Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung (wieder-) herzustellen (BGE 147 V 417 E. 7.3.2, 122 V 227). Gemäss Art. 95 Abs. 1 Satz 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG ist die Arbeitslosenkasse verpflichtet, zu Unrecht ausbezahlte Versicherungsleistungen vom Empfänger zurückzufordern. Eine aufgrund einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichtete Leistung ist nur zurückzuerstatten, wenn entweder die für die Wiedererwägung oder für eine prozessuale Revision erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1, 126 V 399 E. 1, je mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 31. Oktober 2020, 8C_521/2020, E. 3). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur. 2.2 Die Festlegung einer allfälligen Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden; hier ist auf Art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 308 Si la décision de révision de l'organe d'assuranÎ est rendue pendente lite entièrement en faveur des recourants (c.-à-d. qu'elle satisfait leur demanÞ entièrement ou dans les parties pertinentes), l'objet du litige est en règle générale éteint. Dans ce cas, le recours déjà formé est considéré comme sans objet et l'affaire peut être rayée du rôle. Cette conséquenÎ juridique découle de l'exerciÎ de la faculté de réexamen prévue à l'art. 53 al. 3 LPGA.
“[…]”, vu la réponse de l’intimé du 15 janvier 2021 produisant en annexe une décision sur opposition du 15 janvier 2021 admettant l’opposition et annulant la décision du 7 juillet 2020 de l’ORP, vu les pièces au dossier ; attendu que, selon l’art. 56 al. 1 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LACI (loi fédérale du 25 juin 1982 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.0), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA), a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; attendu que, à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en procédant à une reconsidération pendente lite de la décision sur opposition du 13 novembre 2020, en admettant l’opposition de l’assurée et annulant la décision du 7 juillet 2020 de l’ORP, que si la nouvelle décision fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante, elle rend la procédure sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, que la décision sur opposition rectificative de l’intimé du 15 janvier 2021 fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu de prendre acte de cette décision de reconsidération et de constater que le recours interjeté contre la décision sur opposition du 13 novembre 2020 est devenu sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let.”
“3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), annulant la décision de réparation initiale du 20 novembre 2012 et la décision sur opposition litigieuse du 11 novembre 2013, que dans cette décision sur reconsidération du 30 mars 2021, l’intimée a considéré qu’on ne pouvait reprocher au recourant, tout au plus, qu’une négligence légère, de sorte que les conditions de la responsabilité posées à l’art. 52 LAVS n’étaient pas remplies ; qu’aux termes de l’art. 56 al. 1 LPGA, applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LAVS, peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent, les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA), a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont / Moser Szeless (éd.), Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n°101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, dans le dernier délai imparti au 30 mars 2021 par le juge instructeur, dans son ordonnance du 8 février 2021, l’intimée a rendu une décision de reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, annulant la décision sur opposition litigieuse du 11 novembre 2013, que cette décision sur reconsidération fait entièrement droit à la conclusion du recourant contenue dans son acte de recours du 11 décembre 2013, confirmée ensuite dans sa réplique du 6 mai 2014, tendant à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse, qu’il y a ainsi lieu de prendre acte de la décision sur reconsidération du 30 mars 2021 et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art.”
“________ devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant principalement à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse et subsidiairement au renvoi de la cause à la Caisse AVS pour nouvelle décision, en plaidant que les montres n’étaient pas la contrepartie d’un travail de sorte qu’aucune cotisation sociale ne devait être retenue sur leur valeur, vu la production par la recourante, le 20 juillet 2022, de la décision de taxation pour l’année 2016, rendue le 6 juillet 2022 par l’administration fiscale (ci-après : l’ACI), considérant que la remise des montres aux actionnaires était une prestation appréciable en argent en faveur d’actionnaires, vu le courrier du 26 août 2022 de l’intimée prenant note que pour l’ACI, la valeur des montres devait être considérée comme un bénéfice imposable, de sorte qu’il ne s’agissait pas d’un revenu déterminant au sens de l’AVS et que sa décision concernant l’assujettissement de ces prestations aux cotisations AVS pouvait être annulée, le recours étant ainsi sans objet, vu la lettre du 9 septembre 2022 de la recourante, faisant valoir que l’intimée a acquiescé à ses conclusions, estimant ainsi obtenir gain de cause et concluant à l’octroi de dépens et à ce que les frais judiciaires soient mis à la charge de l’intimée ; Attendu que d’après l’art. 53 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, que cette faculté est également prévue par l’art. 83 LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), selon lequel l’autorité intimée peut, en lieu et place de ses déterminations, rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l’avantage de la partie recourante, l’autorité poursuivant l’instruction du recours dans la mesure où celui-ci n’est pas devenu sans objet, qu’en l’espèce, par le biais de sa communication du 26 août 2022, la Caisse AVS a fait usage de cette faculté en procédant à une reconsidération, en ce sens qu’elle a annulé la décision sur opposition du 15 février 2021, renonçant ainsi à la perception des cotisations sociales litigieuses, que l’intimée fait ainsi droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a dès lors lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est devenu sans objet, qu’il se justifie par conséquent de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
“________ (ci-après : l’assuré ou le recourant), vu le recours interjeté le 30 mars 2024 par le recourant auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal à l’encontre de cette décision sur opposition, concluant en substance à son annulation, vu la réponse du 22 mai 2024 par laquelle l’intimée a indiqué avoir rendu une nouvelle décision sur opposition le jour même qui annulait et remplaçait la décision sur opposition litigieuse, ce qui avait pour conséquence de rendre le recours sans objet, la cause pouvant être rayée du rôle, vu la décision sur opposition rectificative rendue le 22 mai 2024 par l’intimée, au terme de laquelle elle a admis l’opposition de l’assuré et annulé la décision contestée, vu l’ordonnance du 29 mai 2024 par laquelle la juge instructrice a exposé au recourant que la décision du 22 mai 2024 valait décision de reconsidération, que le recours ne semblait plus avoir d’objet et qu’une décision radiant la cause du rôle serait rendue pour ce motif sans remarque de sa part d’ici au 10 juin 2024, vu l’absence de réaction du recourant, vu les pièces au dossier ; attendu que que la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-chômage (art. 1 al. 1 LACI [loi fédérale du 25 juin 1982 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.0]), que les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA), qu'en l'occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 al. 1 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable ; attendu qu’aux termes de l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s'étend jusqu'à l'échéance du délai dans lequel l'assureur social a été appeler à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l'absence de délai déterminé, jusqu'à la fin de l'échange d'écritures (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle ; attendu qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de la faculté prévue à l’art. 53 al. 3 LPGA et a rendu une décision rectificative le 22 mai 2024, au terme de laquelle elle a admis l’opposition de l’assuré et annulé la décision litigieuse, que l’intimée a ainsi fait entièrement droit aux conclusions du recourant en la présente cause, qu’il y a dès lors lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est devenu sans objet, qu’il se justifie donc de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
“00 Montant total CHF -25'830.00 Solde en votre faveur CHF 3'280.00 vu les pièces du dossier ; attendu que, sauf dérogation expresse, la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) s’applique aux prestations versées en vertu de l’art. 1 al. 1 LPC (loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI du 6 octobre 2006 ; RS 831.30), que le recours, interjeté dans le délai légal de trente jours dès la notification de la décision attaquée, est déposé en temps utile (art. 60 al. 1 LPGA), qu'il satisfait en outre aux autres conditions légales (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable à la forme ; attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, que, lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en procédant, par nouvelles décisions du 15 novembre 2024, à une reconsidération pendente lite de la décision sur opposition du 1er juillet 2024, que dans son écriture du 15 novembre 2024, l’intimée souligne que ces décisions vont dans le sens des conclusions de la recourante, qu’il ressort en effet du récapitulatif des prestations complémentaires octroyées annexé aux décisions du 15 novembre 2024 que la restitution d’un montant de 25'830 fr. n’est plus réclamée à l’assurée et qu’il est par ailleurs fait état d’un solde de 3'280 fr.”
“2025 ( CHOMAG ) , SANS OBJET rÉpublique et canton de genÈve POUVOIR JUDICIAIRE A/532/2025 ATAS/173/2025 COUR DE JUSTICE Chambre des assurances sociales Arrêt du 20 mars 2025 Chambre 6 En la cause A______ Représentée par Syndicat SIT, mandataire recourante contre OFFICE CANTONAL DE L'EMPLOI intimé Vu en fait la décision de l’office cantonal de l’emploi (ci-après : OCE) du 16 janvier 2025, rejetant l’opposition formée par A______ (ci-après : l’assurée) à l’encontre d’une décision de sanction. Vu le recours de l’assurée, représentée par le Syndicat SIT, déposé auprès de la chambre des assurances sociales de la Cour de justice le 17 février 2025 à l’encontre de la décision précitée. Vu la réponse de l’OCE du 18 mars 2025, joignant une nouvelle décision du même jour, laquelle admet l’opposition de l’assurée et annule la décision de sanction. Attendu en droit que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 8 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l'art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-chômage obligatoire et l'indemnité en cas d'insolvabilité, du 25 juin 1982 (loi sur l’assurance-chômage, LACI - RS 837.0). Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. Que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. Que tel est le cas en l’espèce, l’intimé ayant reconsidéré la décision litigieuse le 18 mars 2025. Qu’au vu de l’admission de l’opposition, le recours n’a plus d’objet. Qu’il sera en conséquence dit que le recours n’a plus d’objet et la cause sera rayée du rôle. Qu’au vu du sort du recours, une indemnité de CHF 600.- sera accordée à la recourante à titre de participation à ses frais et dépens (art. 61 let. g LPGA ; art. 6 du règlement sur les frais, émolument et indemnités en matière administrative du 30 juillet 1986 [RFPA – E 5 10.03]). Que pour le surplus, la procédure est gratuite (art. 61 let. fbis LPGA a contrario). PAR CES MOTIFS, LA PRÉSIDENTE : 1. Dit que le recours est sans objet. 2. Raye la cause du rôle. 3. Alloue à la recourante une indemnité de CHF 600.- à charge de l’intimé.”
Les demandes de remboursement d'allocations de formation indûment octroyées peuvent être considérées comme des cas de révision au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, si les conditions d'une révision de la décision initiale sont remplies.
“L'arrêt entrepris expose de manière complète les dispositions légales et les principes jurisprudentiels relatifs à l'octroi d'allocations de formation (cf. art. 3 al. 1 let. b de la loi fédérale du 24 mars 2006 sur les allocations familiales [LAFam; RS 836.2], art. 1 al. 1 de l'ordonnance du 31 octobre 2007 sur les allocations familiales [OAFam; RS 836.21] qui renvoie aux art. 49biset 49ter du règlement du 31 octobre 1947 sur l'assurance-vieillesse et survivants [RAVS; RS 831.101]) et à l'obligation de restituer des prestations indûment touchées (art. 25 al. 1, 1re phrase, LPGA; RS 830.1) lorsque sont réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Il suffit d'y renvoyer.”
En cas de comportement trompeur concerté ou de fausses informations dolosives établies, la condition d'une «décision manifestement inexacte» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut être remplie. De même, des choix délibérés (p. ex. une activité lucrative volontairement réduite), qui ne reposent pas sur une erreur, peuvent conduire à ce que la décision soit à juste titre qualifiée d'inexacte et qu'un retrait ou une demanÞ de remboursement soit envisagée.
“Umso weniger konnten (und haben) diese bis zur Selbstanzeige der Beigeladenen über den Status der Beigeladenen bei der Beschwerdeführerin verbindlich entscheiden. Dass die Ausgleichskasse F.________ bei der Beigeladenen auf der Basis der Steuermeldungen (im Ergebnis unter buchhalterischem Einbezug der Zahlungen der Beschwerdegegnerin) Beiträge erhoben hat und diese seitens der Beigeladenen unbestritten bezahlt wurden, ändert daran nichts. Es bedurfte weder seitens der Ausgleichskasse F.________ noch der Beschwerdegegnerin einer formellen Wiedererwägung bzw. prozessualen Revision nach Art. 53 ATSG. Ein in Wiedererwägung zu ziehender, einstufender Entscheid war bis anhin nicht ergangen (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 8. September 2021, 9C_278/2021, E. 2.3 f.). Selbst wenn davon auszugehen wäre, die (damals allein der Beigeladenen zugestellten) Beitragsverfügungen hätten auch eine (falsche) Statusfestlegung gegenüber Beschwerdeführerin und Beigeladener enthalten, die in Wiedererwägung zu ziehen wäre, würde sich nichts ändern. Die Voraussetzungen nach Art. 53 Abs. 2 ATSG sind angesichts der zweifellos unrichtigen Einstufung bei gemeinsamem täuschendem Verhalten von Beschwerdeführerin und Beigeladener bereits gegenüber den Steuerbehörden offensichtlich erfüllt. Die Beschwerdegegnerin hat mit der Verfügung vom 19. November 2019 (act. IIA 30), zugestellt an die Beschwerdeführerin und die Beigeladene, unter Festlegung des Status‘ die Beitragsnachforderung verfügt. Parallel dazu ist die Ausgleichskasse F.________ mit Schreiben vom 11. Dezember 2019 an die Beschwerdegegnerin und Kopie an die Beigeladene (wiedererwägungsweise) auf ihre Beitragsverfügungen zurückgekommen und hat darin die Rückabwicklung der von der Beigeladenen bezahlten Beiträge angeordnet und berechnet (act. IIIB 69 f.). Sie hat in nicht zu beanstandender Weise bestimmt, dass der Anteil der Beigeladenen als Arbeitnehmerin an die Beschwerdegegnerin überwiesen wird und die Restanz an die Beigeladene zurückbezahlt wird. Dieses Vorgehen entspricht dem von der gegenüber der Ausgleichskasse F.________ beitragsabrechnenden Beigeladenen im vorliegenden Verfahren vertretenen Standpunkt und blieb von dieser unwidersprochen.”
“Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach die Weiterausrichtung der Rente infolge falscher Angaben und täuschenden Verhaltens des Beschwerdeführers zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war, werden von diesem nicht grundsätzlich infrage gestellt und vermögen zu überzeugen. In diesem Zusammenhang erübrigen sich Weiterungen zur Meldepflichtverletzung und der entsprechenden Sanktionierungsmöglichkeit (Art. 88 bis Abs. 2 lit. b IVV).”
“Ce n’est que plusieurs semaines plus tard, soit par mail du 27 juillet 2023, qu’il a sollicité une augmentation du taux d’activité recherché de 50% à 100% en expliquant qu’au vu de sa situation financière, il avait besoin d’une rémunération suffisante. Au vu de ce qui précède, les éléments pris dans leur ensemble permettent de retenir selon un degré de vraisemblance prépondérante et sans qu’il soit nécessaire de procéder à d’autres mesures d’instruction que le taux de 50% mentionné par le recourant dans son inscription et sa demande d’indemnités de chômage ne découlent pas d’une erreur comme il l’a allégué, mais d’une volonté de travailler à un taux de 50%. Par conséquent, l’intimée a conclu à bon droit que les pleines indemnités avaient été versées à tort. 8. 8.1 Selon l’art. 95 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 (al. 1). Aux termes de l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). 8.2 Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 117 V 17 consid. 2c ; 115 V 314 consid. 4a/cc). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 126 V 23 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 305 Les nouvelles inscriptions ou réinscriptions peuvent être qualifiées de demandes de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. En revanche, lorsqu'il existe des motifs de révision, il convient en principe d'effectuer un nouvel examen exhaustif (global) du droit à prestations et non de procéder uniquement à une correction ponctuelle de certains éléments.
“1 ATSG enthält nur die Pflicht der Versicherten, sich zum Leistungsbezug anzumelden. Folglich kann dem Gesetzgeber nicht unterstellt werden, er habe mit dem Art. 29 Abs. 1 ATSG die Verbindlichkeit von formell rechtskräftigen (Abweisungs-) Verfügungen einschränken wollen. Das bedeutet, dass die Neuanmeldung im März 2020 bei genauer Betrachtung auf eine Korrektur der Abweisungsverfügung vom 12. März 2018 abgezielt hat: Die Eltern der Beschwerdeführerin haben mit ihrer Neuanmeldung die Beschwerdegegnerin dazu bewegen wollen, auf ihren ablehnenden Entscheid vom 12. März 2018 zurückzukommen und der Beschwerdeführerin doch noch eine Ergotherapie zuzusprechen. Die Neuanmeldung vom März 2020 ist also nichts anderes als ein Wiedererwägungsgesuch im Sinne des Art. 53 Abs. 2 ATSG gewesen. Die Beschwerdegegnerin ist auf dieses Wiedererwägungsgesuch eingetreten und sie hat es materiell geprüft. Die das entsprechende Verwaltungsverfahren abschliessende, hier zu beurteilende Verfügung vom 1. Oktober 2020 ist also eine Wiedererwägungsverfügung im Sinne des Art. 53 Abs. 2 ATSG gewesen, mit der die Beschwerdegegnerin das ursprüngliche Begehren um eine Ergotherapie (wiedererwägungsweise) erneut abgewiesen hat. In diesem Beschwerdeverfahren ist folglich zu prüfen, ob die wiedererwägungsweise Abweisung des Begehrens um eine Ergotherapie vom Februar 2016 rechtmässig gewesen ist. Gemäss dem Art. 12 IVG haben Versicherte einen Anspruch auf jene medizinischen Massnahmen, die nicht auf die Behandlung eines Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor einer wesentlichen Beeinträchtigung zu bewahren. Dieser Anspruch auf medizinische Eingliederungsmassnahmen ist mit der fünften IVG-Revision auf Versicherte beschränkt worden, die das”
“Es ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte Tatsache zu einer Neufestsetzung der Invalidenrente führt; vielmehr kann sich bei der allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes Anspruchselement zu einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente führt (Urteile des Bundesgerichts vom 21. Oktober 2014, 9C_378/2014, E. 4.2 und vom 18. November 2014, 8C_510/2014, E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen). 6.2 In BGE 136 V 369 befasste sich das Bundesgericht mit der Rechtskraft von Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung. Es hielt fest, dass die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, grundsätzlich zeitlich unbeschränkt ist. Sie erfasse die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte beträfen. Es liege insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren könnten daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor (BGE 136 V 369 E. 3 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Im zitierten Entscheid findet sich hingegen keine Aussage des Inhalts, dass im Falle einer Revision nach Art. 17 ATSG die früheren Rentenberechnungselemente wie Arbeitsunfähigkeitsgrad oder hypothetische Validen- und Invalideneinkommen zufolge Rechtskraft nicht mehr überprüft werden könnten (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, E. 3.1). Vielmehr sind diese Elemente (vgl. BGE 141 V 15) im Rahmen der umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs im Revisionsverfahren zu beurteilen. So hat denn auch das Bundesgericht in verschiedenen Fällen die revisionsweise Überprüfung des Valideneinkommens zugelassen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, vom 21. Oktober 2014, 9C_378/2014, vom 18. November 2014, 8C_510/2014 und vom 1. Mai 2020, 8C_700/2019). Eine umfassende Anspruchsprüfung unter Einbezug der übrigen Elemente hat auch dann zu erfolgen, wenn die Revisionstatsache eine Änderung des Invalideneinkommens darstellt (vgl.”
“Soweit er in diesem Zusammenhang geltend macht, es liege weder ein Grund für eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG noch für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG vor, ist er an den Grundsatz zu erinnern, dass bei Vorliegen eines Revisionsgrundes eine umfassende Neuprüfung des Anspruchs stattzufinden hat (vgl. E. 5.2). Da vorliegend bezüglich der Frage der Wohnkosten unbestrittenermassen ein Revisionsgrund für die Verfügungen betreffend Ergänzungsleistungen für die Jahre 2019, 2020 und 2021 gegeben ist (vgl. E. 6.2), ist auch die Frage des Verzichtsvermögens unabhängig davon, ob diesbezüglich ein Revisions- oder Wiedererwägungsgrund bestehen würde, neu zu prüfen. Seine diesbezüglichen Vorbringen zielen somit ins Leere.”
LPGA art. 53 n. 304 S'il apparaît qu'une prestation est manifestement incorrecte — par exemple parÎ que l'assureur n'a pas éclairci la nouvelle activité lucrative ni déterminé les revenus en résultant et, de ce fait, a versé des prestations malgré l'erreur manifeste — il est possible, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, de revenir sur la décision formellement devenue définitive.
“Dès lors, en omettant de se renseigner sur la nouvelle activité exercée par celui-ci, respectivement sur les revenus qui en résultaient, l'intimée avait versé des prestations en violation manifeste du principe inquisitoire et la condition du caractère manifestement erroné (art. 53 al. 2 LPGA) du versement des allocations familiales pour l'année civile 2019 était ainsi réalisée.”
La révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA n'est pas envisageable lorsque l'administration constate par la suite simplement que les cotisations ont été fixées trop bas, de sorte qu'il n'existe pas de fait nouveau susceptible d'entraîner une appréciation juridique différente. En outre, la révision procédurale exige des faits nouveaux ou des moyens de preuve atteignant le degré de preuve requis en pratique (prépondéranÎ des probabilités) ; si tel n'est pas le cas, les conditions de l'art. 53 al. 1 LPGA ne sont pas remplies.
“September 2022, welche die Beschwerdeführerin richtigerweise einer nichterwerbstätigen Person gleichstellen, Bestand haben können, weil die ursprünglichen Beitragsverfügungen sie als Selbständigerwerbende erfassten und inzwischen allesamt in Rechtskraft erwachsen sind. 5.1 Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG, der gemäss Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 AHVG auf die Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar ist, kann der Versicherungsträger eine formell rechtskräftige Verfügung in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Frage der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, die im Zeitpunkt des damaligen Verfügungserlasses bestand (BGE 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweisen). Im Rahmen der prozessualen Revision ist die Verwaltung verpflichtet, auf einen formell rechtskräftigen Entscheid zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (Art. 53 Abs. 1 ATSG; BGE 121 V 4 E. 6 mit Hinweisen). 5.2 Im vorliegenden Fall eindeutig und von den Parteien auch nicht weiter beanstandet ist, dass die Verfügungen vom 19. September 2022 nicht auf Grundlage neuer Tatsachen oder Beweismittel erlassen wurden. Stattdessen stellte die Ausgleichskasse lediglich fest, dass die von der Beschwerdeführerin gezahlten Beiträge zu tief seien, um sie als Selbständigerwerbende statt als Nichterwerbstätige zu behandeln. Somit ist ein Zurückkommen auf die ursprünglichen Beitragsverfügungen unter dem Titel der prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ausgeschlossen. 5.3 In ihrer Beschwerde vom 16. Mai 2023 führte die Beschwerdeführerin aus, dass die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung nicht gegeben seien. Vorliegend sei weder eine gesetzeswidrige Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen noch seien massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt oder höchstrichterliche Rechtsprechung missachtet worden. Da die Beschwerdeführerin aufgrund der eingereichten Verwaltungshonorare unbestrittenermassen im fraglichen Zeitraum erwerbstätig gewesen sei, sei es ohne Weiteres zulässig, Beiträge aus selbständiger Erwerbstätigkeit einzufordern, was die offensichtliche Unrichtigkeit der ursprünglichen Beitragsverfügungen ausschliesse.”
“Diese betreffen nicht den hier fraglichen Zeitraum und die dadurch gewonnenen Erkenntnisse hatten keinen Einfluss auf das Verfahren betreffend Aberkennung der Versicherungsunterstellung des Beschwerdeführers. Indem die Beschwerdegegnerin trotz sicherer Kenntnis der neuen Tatsachen Ende Juli 2019 die Versicherungsunterstellung erst mit Verfügung vom 20. März 2020 (act. IIA 10) aberkannte, wahrte sie die relative 90-tägige Frist (vgl. hiervor) nicht. Nebenbei bemerkt sei, dass ein Grossteil des Zeitraums von Mai 2001 bis März 2012 ohnehin unter die 10-jährige Verwirkungsfrist (vgl. hiervor) fällt. Im Übrigen ist festzuhalten, dass bei der vorliegenden Aktenlage (vgl. E. 3.3 f. hiervor) nicht mit dem im Rahmen der prozessualen Revision erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (Kieser, Kommentar, Art. 53 N. 27) erstellt ist, dass die bisherige Versicherungsunterstellung des Beschwerdeführers unrichtig war. Demnach sind auch die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt.”
“Hinsichtlich der Leistungszusprachen vom 15. Mai 2023 (act. II 4) erging die Verfügung vom 5. Juni 2023 (act. II 8) innerhalb des Zeitraums, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Demnach ist im Hinblick auf die geltend gemachte Rückforderung entgegen dem Beschwerdeführer insoweit kein Rückkommenstitel gemäss Art. 53 ATSG erforderlich (vgl. E. 2.2.3 vorne). Anders gestaltet sich die Rechtslage hinsichtlich der Leistungszusprachen vom 13. April 2023 (act. II 2/3 f.): Insoweit sind ein Rückkommen und eine Rückforderung nur unter den Voraussetzungen von Art. 53 ATSG zulässig, woran nichts ändert, dass diese Taggeldabrechnungen vom Beschwerdeführer mit Blick auf die maximal 90tägige Bedenkfrist (vgl. BGE 148 V 427 E. 4.1 S. 434) noch hätten beanstandet werden können (vgl. E. 2.2.3 vorne). Dabei fällt unbestrittenermassen eine Rückforderung einzig unter dem Titel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Betracht, da die Voraussetzungen einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht gegeben sind. Demnach müsste die ursprüngliche bzw. die mit (formlosem) Schreiben vom 13. April 2023 (act. II 2/3 f.) erfolgten Leistungszusprachen zweifellos unrichtig und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung sein (vgl. E. 2.2.1 f. vorne). Wie in E. 2.1.2 vorne gezeigt, hängt die Ermittlung des vordienstlichen Durchschnittseinkommens und in der Folge die Höhe der EO-Entschädigung massgeblich von der Qualifikation des vor dem Einrücken erzielten Einkommens als regelmässig oder unregelmässig ab. Dabei räumen die hierfür massgeblichen Art. 5 f. EOV der rechtsanwendenden Behörde nach ihrem klaren Wortlaut und ihrer systematischen Stellung keinen Spielraum für eine Ermessensausübung ein, verhält sich Art. 6 EOV zu Art. 5 EOV doch alternativ in dem Sinne, als Einkommen aus anderen als regelmässigen Arbeitsverhältnissen im Sinne von Art. 5 EOV als unregelmässig gelten (BGE 136 V 231 E. 5.2 S. 236). Anders gewendet liegt im Falle einer nach der falschen Rechtsregel erfolgten Ermittlung des vordienstlichen Durchschnittseinkommens entgegen dem Beschwerdeführer (Beschwerde S.”
Réf. : art. 53 LPGA n. 302 Lorsqu'on tient compte de décisions formellement définitives en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient, en cas de réduction ou de suppression de la rente, d'examiner en principe si des mesures de réinsertion professionnelle sont nécessaires lorsque la personne assurée est âgée de 55 ans ou plus ou a perçu la rente pendant au moins 15 ans. Cela n'ouvre pas un droit acquis à des mesures de réinsertion; on part plutôt du principe qu'en pareil cas la réinsertion autonome ne peut, en règle générale, être présumée. Des exceptions sont possibles, notamment si subsiste une capacité de travail résiduelle importante, si la personne assurée paraît déjà intégrée professionnellement ou bénéficie d'une formation ou d'une expérienÎ professionnelle particulièrement large.
“Le recourant ne conteste enfin pas que, sur un plan médico-théorique, l’activité habituelle d’agriculteur qu’il exerce depuis près de quarante ans est adaptée à la diminution légère de ses facultés intellectuelles. 8.5. Il convient dès lors de privilégier les conclusions de l’expert à celles du psychiatre traitant et de retenir que le recourant a récupéré une capacité de travail entière dans son activité habituelle d’agriculteur indépendant à compter du 1er janvier 2018. 9. Il reste à examiner si l’office intimé a renoncé à juste titre à vérifier si la capacité de travail que le recourant a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de sa capacité de gain et, partant, une diminution de son degré d'invalidité. 9.1. Selon la jurisprudence, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en œuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (arrêt TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références). Dans l’arrêt 8C_494/2018 du 6 juin 2019 (ATF 145 V 209), rendu postérieurement à la décision attaquée, le Tribunal fédéral a précisé qu’en cas de réduction ou de suppression de la rente d'invalidité d'un assuré âgé de plus de 55 ans, il y a lieu, en principe, de mettre en œuvre des mesures de réadaptation également lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente.”
“Il n'y a ainsi pas lieu d'allouer de mesures de réadaptation à une personne assurée qui disposait déjà d'une importante capacité résiduelle de travail, dès lors qu'elle peut mettre à profit la capacité de travail nouvellement acquise dans l'activité qu'elle exerce actuellement ou qu'elle pourrait normalement exercer (arrêt TF 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3 et les références citées). Le Tribunal fédéral a précisé qu'il existait deux situations dans lesquelles il y avait lieu d'admettre, à titre exceptionnel, que des mesures d'ordre professionnel préalables devaient être considérées en principe comme nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médicalement documentée. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision ou reconsidération, du droit à la rente concerne un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente depuis plus de quinze ans. Cela ne signifie cependant pas que ces assurés peuvent faire valoir des droits acquis dans le contexte de la révision (art. 17 al. 1 LPGA), respectivement de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA); on admet seulement qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'eux en raison de leur âge ou de la longue durée de la rente (arrêts TF 9C_228/2010 du 26 avril 2011 consid 3.1; 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3). Le droit à des mesures d’ordre professionnel présuppose en outre une aptitude subjective et objective de la personne assurée (arrêt TF 9C_355/2014 du 2 décembre 2014). Cela étant, même en présence d'un cas exceptionnel au sens de la jurisprudence, on ne saurait admettre que des mesures d'ordre professionnel préalables sont nécessaires lorsque l'absence de longue durée du marché du travail est liée à des motifs extra-médicaux (arrêt TF 9C_819/2014 du 19 juin 2015 consid. 4), lorsque l'assuré apparaît encore agile, alerte et intégré dans la vie économique (arrêt TF 9C_68/2011 du 16 mai 2011 consid. 3.3) ou lorsqu'il dispose d'une formation ou d'une expérience professionnelle particulièrement large (arrêt TF 8C_39/2012 du 24 avril 2012 consid. 5.”
Citation : LPGA art. 53 ch. 301 Le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la décision initiale, formellement passée en forÎ, soit dès le départ manifestement erronée, c.-à-d. qu'il ne puisse exister de doute raisonnable quant à son inexactituÞ. La disposition exige en outre que la rectification revête une importanÎ considérable ; cela concerne régulièrement les prestations périodiques. Le réexamen vise à corriger une application du droit erronée dès l'origine et comprend également la correction de constatations erronées affectant l'appréciation des faits.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). 1.5 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts (BGE 148 V 195 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_335/2022 vom 2. März 2023 E. 2.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3). In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_343/2021 vom 26.”
LPGA art. 53 n. 300 L'assureur peut (mais n'est pas tenu de) revenir sur des décisions administratives ou des décisions rendues à la suite d'une opposition si celles-ci sont manifestement erronées et si leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“La demande de révision doit ainsi être adressée par écrit à l’autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision (délai relatif), mais au plus tard dix ans après la notification de la décision administrative ou de la décision sur opposition (délai absolu) (ATF 143 V 105 consid. 2.1 et les références). 3.4. Selon la jurisprudence, il appartient à la partie qui présente une requête de révision de rendre vraisemblable l’existence de faits ou moyens de preuve nouveaux. Si elle n’y parvient pas, la demande de révision doit être rejetée par l’assureur social. En particulier, celui-ci n’est pas tenu d’établir à nouveau les faits de manière complète au sens de l’art. 43 LPGA et de rechercher de manière active des nouveaux faits ou moyens de preuve. Cependant, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard (Moser-Szeless, art. 31 n. 62s. et les références). 3.5. L’art. 53 al. 2 LPGA traite pour sa part de la reconsidération, prévoyant que l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 4. Règles relatives à la révision de la rente en cas de modification du taux d’invalidité Selon l'art. 17 al. 1 LPGA, si le taux d’invalidité du bénéficiaire de la rente subit une modification notable, la rente est, d’office ou sur demande, révisée pour l’avenir, à savoir augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée. La question de savoir si l’on se trouve en présence d'une modification des circonstances propres à influer sur le taux d'invalidité et à justifier le droit à des prestations se tranche en comparant l'état de fait ayant fondé la première décision à celui existant au moment de la nouvelle décision litigieuse (ATF 133 V 108 consid. 5 et 130 V 343 consid. 3.5). 4.1. Tout changement important des circonstances propres à influencer le degré d'invalidité, et donc le droit à la rente, peut motiver une révision selon l'art.”
“1 de la LAFam énonce ainsi que le salarié a droit aux allocations familiales ; c'est-à-dire qu'en cas de non-versement par l'employeur, le salarié a un droit direct envers la caisse d'allocations familiales (KIESER/REICHMUTH, n. 15 ad art. 15 LAFam) (ATF 140 V 233 consid. 3.1.). 4.2. Responsabilité de l’employeur Quant à l’art. 25 let. c LAFam, il renvoie pour sa part à l’art. 52 LAVS, dont le premier alinéa indique que l’employeur qui, intentionnellement ou par négligence grave, n’observe pas des prescriptions et cause ainsi un dommage à l’assurance, est tenu à réparation. 5. Restitution des prestations Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi de l’art. 1 al. 1 de la LFam, les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile. 5.1. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 5.2. La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid.”
“25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). c) En vertu de l'art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral [Message du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, FF 2018 1597). d) Selon l’art. 30 al. 1 let. d LACI, le droit de l’assuré à l’indemnité est suspendu lorsqu’il est établi que celui-ci n’observe pas les prescriptions de contrôle du chômage ou les instructions de l’autorité compétente notamment en refusant un travail convenable.”
Pour le recouvrement des prestations indûment perçues, la jurisprudenÎ exige que les conditions procédurales d'une révision (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'un réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) soient réunies. L'octroi de prestations accordées illégalement est sans aucun doute erroné; l'exigenÎ selon laquelle une rectification doit revêtir une importanÎ considérable est, en pratique, en tout cas considérée comme satisfaite pour les prestations périodiques.
“7 LAFam, le Tribunal fédéral a jugé que celui-ci imposait qu'un arriéré de prestations soit versé à la personne désignée comme ayant droit prioritaire dès le moment où celle-ci en remplissait les conditions et non seulement à partir du dépôt de sa demande, tandis que la personne qui avait perçu indûment les prestations était appelée à les restituer. C'est dire que le comportement des ayants droit ne saurait modifier l'ordre de priorité légal par lequel est désigné l'ayant droit prioritaire qui a droit aux prestations familiales. Admettre le contraire reviendrait à conférer de facto un libre choix aux ayants droit, ce qui est incompatible avec la réglementation légale (ATF 142 V 583 consid. 4.2 et les références citées). 3.2. Les directives pour l’application de la LAFam (DAFam), édictées par l’Office fédéral des assurances sociales (OFAS) à l’intention de l’administration, opèrent un renvoi aux art. 6 et 7 LAFam précités (ch. 4 DAFam, version 13 ss, en vigueur depuis le 1er janvier 2017). 4. Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 4.1. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3, 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1, et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 4.2. En vertu de l’art.”
“A ce sujet, les directives du SECO précisent que, lorsqu'un assuré prend une activité dont le salaire est réputé convenable et l’exerce pendant au moins une période de contrôle, il est considéré comme étant sorti du chômage et le revenu qu’il retire de cette activité ne peut être considéré comme un gain intermédiaire (Bulletin LACI IC Marché du travail / assurance-chômage, C139). 6. La perte de gain est une condition essentielle du droit à la compensation de la perte de gain comme aussi à la compensation de la différence. Il y a perte de gain ouvrant droit à indemnité si le revenu réalisé est inférieur au montant de l’indemnité de chômage à laquelle a droit l'assuré. Il s'ensuit qu'une perte de gain ne dépassant pas 20 ou 30% du gain assuré n'ouvre pas droit à l'indemnité puisqu'elle reste dans les normes du travail convenable selon l'art. 16 LACI (Bulletin LACI IC Marché du travail / assurance-chômage, B94). 7. Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi des art. 1 al. 1 et 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 7.1. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3, 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1, et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 7.2. En vertu de l’art.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 298 Pour l'exigenÎ de la «portée significative», l'ensemble des circonstances du cas d'espèÎ est déterminant. Cela comprend notamment le temps écoulé depuis l'octroi injustifié de la prestation ; le montant indûment versé est également pertinent, la jurisprudenÎ précisant expressément qu'il ne se déduit pas de là une limite générale de montant et que l'intérêt de l'administration à la correcte application du droit pèse tendanciellement moins lorsqu'il s'agit de faibles montants.
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Zweifellos unrichtig ist ein Verwaltungsakt gemäss Lehre und Rechtsprechung namentlich dann, wenn die massgeblichen Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 53 N. 61; Margit Moser-Szeless, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, N. 72 zu Art. 53 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414, 140 V 77 E. 3.1 S. 79, 138 V 324 E. 3.3 S. 328). Massgebend für die Beantwortung der Frage nach der erheblichen Bedeutung sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des BGer vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind.”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n. 297 Seules les décisions définitives devenues formellement irrévocables peuvent faire l'objet d'une révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ; les décisions antérieures qui ne constituent pas la décision de dernier ressort, devenue exécutoire, ne sont pas susceptibles de révision (vgl. p. ex. la décision qui n'était révisable que comme «arrêt»). Dans la mesure où un jugement comprend une partie tranchée définitivement et une partie purement renvoyée ou incidente, un recours judiciaire peut être exercé immédiatement contre la partie définitive (partielle). La compétenÎ pour la révision au fond appartient à l'autorité qui a rendu la décision devenue définitive ; l'instanÎ de recours n'est en principe pas compétente à cet égard.
“Or le recourant invoquait uniquement de faux novas, soit des faits antérieurs à cet arrêt mais découverts ultérieurement. Force était de constater que si le recourant invoquait des documents postérieurs à l'arrêt du 22 août 2012, ceux-ci n'avaient pas pour but de démontrer une modification de son état de santé postérieure à cet arrêt (vrais novas), mais d'amener des éléments censés permettre de revoir son état de santé tel que retenu dans ledit arrêt (faux novas). La conclusion principale formulée dans son recours contre la décision sur opposition du 6 avril 2017, par laquelle il sollicitait l'octroi de prestations dès le 1 er juillet 2005, impliquait de revoir le dispositif de l'arrêt du 22 août 2012, ce qui ne pouvait pas être effectué par l'application des art. 17 LPGA ou 11 OLAA, mais par le bais d'une révision procédurale. Sa demande du 19 février 2016 était dès lors effectivement irrecevable au regard de ces deux dispositions. Cette demande était également irrecevable en tant que demande de révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. En effet, la décision finale entrée en force et refusant l'octroi de prestations au recourant pour les suites de morsures de tiques n'était pas la décision sur opposition de l'intimée du 23 mars 2011, mais l'arrêt du 22 août 2012, qui seul pouvait faire l'objet d'une demande de révision procédurale en application de l'art. 61 let. i LPGA.”
“En l'espèce, en tant que l'autorité de recours s'est prononcée de manière définitive (sous réserve d'un recours) sur le droit du recourant à une révision procédurale des décisions des 15 novembre 2007 et 29 août 2013 (au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA) et a renvoyé la cause à l'administration pour nouvelle décision concernant la révision de la décision du 29 août 2013 (au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA), le jugement attaqué constitue une décision partielle au sens de l'art. 91 let. a LTF pour la partie de la décision qui se rapporte à la question définitivement tranchée et une décision incidente au sens de l'art. 93 al. 1 LTF pour la seconde partie du prononcé portant sur le renvoi. Aussi, le recourant dirige à juste titre exclusivement son recours contre la décision partielle, qui peut et doit être immédiatement portée devant le Tribunal fédéral (ATF 144 III 298 consid. 6.2.3 et 6.3.1; 137 III 421 consid. 1.1 et la référence). Le recours est donc recevable.”
“1 LPGA prévoit que les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant, que seule l’autorité administrative qui a rendu la décision entrée en force de chose décidée a la compétence pour la réviser, et non pas l’autorité de recours, laquelle n’a précisément pas été appelé à examiner la conformité du droit du prononcé administratif initial (Margit Moser-Szeless, in : op. cit., n° 57 ad art. 53 et les références citées), que, selon l’art. 64 al. 1 LPA-VD, une partie peut demander à l'autorité (de première instance) de réexaminer sa décision, que, dans son acte du 17 juin 2022, l’assuré a formulé clairement sa volonté de déposer une demande de révision à l’encontre de la décision sur opposition du 9 juin 2022, citant les dispositions légales pertinentes, motivant minutieusement sur une dizaine de pages des arguments en lien avec la révision selon l’art. 53 al. 1 LPGA, respectivement le réexamen au sens de l’art. 64 LPA-VD, n’évoquant aucune intention de recourir auprès de la Cour de céans – malgré avoir été dûment informé de cette voie de droit dans la décision sur opposition du 9 juin 2022 –, concluant expressément à la révision et à l’annulation de ladite décision sur opposition, avec réouverture de sa demande de prestations du 30 avril 2021, et notifiant son acte du 17 juin 2022 à l’autorité compétente en matière de révision, à savoir la Caisse, que l’acte du 17 juin 2022 de l’assuré ne saurait donc être assimilé à un recours, qu’il s’agit en réalité d’une demande de révision / reconsidération de la décision sur opposition du 9 juin 2022 de la Caisse, que, dans ces conditions, il y a lieu de retenir que la volonté de recourir devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal fait défaut, qu’il convient par conséquent de rayer la cause du rôle, ce qui relève de la compétence d’un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal statuant comme juge unique (art.”
Un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est envisageable que si la décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ significative. Le seuil est strict : l'erreur doit être évidente et la correction doit avoir une incidenÎ pertinente (p. ex. sur le montant des prestations). L'assureur peut recourir à cette possibilité, mais ne doit pas s'en servir pour procéder, à sa guise, à un nouvel examen des questions de qualification juridique (subsomption) ou d'appréciation des faits.
“Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheids verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst, sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer andern Entscheidung zu führen (BGE 143 V 105 E. 2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_21/2019 vom 10. April 2019 E. 3). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3; 138 V 324 E. 3.3).”
“3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales [OPGA; RS 830.11]; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 4.3. Concernant la première étape, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; DTA 2006 p. 218 consid. 3 [arrêt TF C 330/05 du 11 avril 2006] et DTA 2006 p. 158 [arrêt TF C 80/05 du 3 février 2006]). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 4.4. Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits. L'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). 4.5. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3; 119 V 475 consid. 1b/cc). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 117 V 8 consid. 2c; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée. En particulier, les organes d'application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits. Ainsi, une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit (arrêts TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid.”
“Aux termes de l'art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5). La rectification revêt une importance notable en fonction du montant des prestations en cause. Il a par exemple été jugé qu'une créance en restitution d'un montant de 706 fr. était suffisamment importante (DTA 2000 n° 40 p. 208). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 126 V 23 consid. 4b et les références). c) Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art.”
“L'art. 25 al. 1, 1 e phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2; 138 V 426 consid. 5.2.1). Le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, 1 re phrase, LPGA, dans sa teneur en vigueur avant le 1 er janvier 2021 [cf. art. 83 LPGA]). Aux termes de l'art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve de nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1; révision procédurale). L'assureur peut également revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2; reconsidération).”
Le recouvrement des prestations accordées de façon informelle, lorsque les engagements sont devenus formellement définitifs, suppose que soient remplies les conditions du réexamen prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA, sauf si sont réunies les conditions de la révision procédurale prévues à l'art. 53 al. 1 LPGA.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Rückforderung auch nicht mittels Verfügung zugesprochener, sondern formlos gewährter Taggelder als zu Unrecht bezogen setzt voraus, dass entweder die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder aber eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung (oder formlosen Leistungszusprache) erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2 in fine, 129 V 110 E. 1.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_232/2011 vom 12. Oktober 2011 E. 8.5 und 8C_987/2010 vom 24. August 2011 E. 2; zum Ganzen vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_127/2012 vom 30. August 2012 E. 5). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war.”
Citation : LPGA art. 53 n° 294 Pour les prestations accordées de manière informelle, un recouvrement après l'expiration du délai correspondant au délai de recours n'est possible que sur la base d'un titre de reprise, notamment par réexamen administratif (art. 53 al. 2 LPGA) ou par révision judiciaire (art. 53 al. 1 LPGA).
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiederer-wägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochenen Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
Réf. : art. 53 LPGA n. 293 Dans les procédures simplifiées, l'avis de l'assureur acquiert forÎ juridique à des moments différents pour l'assureur et pour l'assuré : pour l'assureur, cela survient en règle générale à l'expiration du délai d'opposition ou de recours (en principe env. 30 jours après réception). Pour l'assuré, il convient en revanche de tenir compte du délai plus long admis par la jurisprudenÎ pour l'exigenÎ d'une décision formelle (habituellement jusqu'à un an ; ce principe jurisprudentiel peut varier selon les circonstances). Un avis simplifié une fois formellement entré en forÎ ne peut être modifié que dans les conditions de la révision ou du réexamen prévues à l'art. 53 LPGA.
“5). Lorsque l'assuré ne demande pas qu'une décision formelle soit rendue ou ne respecte pas le délai prévu à cet effet, la prise de position de l'assureur prononcée en procédure simplifiée entre en force. Le moment de l'entrée en force de la prise de position de l'assureur est différent à l'égard de l'assureur et de l'assuré : pour le premier l'entrée en force intervient à l'échéance du délai qui serait d'opposition ou de recours, soit généralement un délai de 30 jours dès réception, alors que pour le second, en revanche, il s'agit de tenir compte du délai plus long qui vaut pour demande une décision formelle, à savoir une année. Cependant, s'agissant d'un délai fixé par la jurisprudence en référence au principe de la bonne foi, ce dernier délai pourrait être fixé différemment selon les circonstances. Lorsque la prise de position de l'assureur prononcée en procédure simplifiée est entrée en force, elle ne peut être modifiée qu'aux conditions de la révision et de la reconsidération de l'art. 53 LPGA (Défago Gaudin, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 10 et 11 ad art. 51). 6.2. Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’al. 2 prévoit pour sa part que l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant.”
“5). Lorsque l'assuré ne demande pas qu'une décision formelle soit rendue ou ne respecte pas le délai prévu à cet effet, la prise de position de l'assureur prononcée en procédure simplifiée entre en force. Le moment de l'entrée en force de la prise de position de l'assureur est différent à l'égard de l'assureur et de l'assuré : pour le premier l'entrée en force intervient à l'échéance du délai qui serait d'opposition ou de recours, soit généralement un délai de 30 jours dès réception, alors que pour le second, en revanche, il s'agit de tenir compte du délai plus long qui vaut pour demande une décision formelle, à savoir une année. Cependant, s'agissant d'un délai fixé par la jurisprudence en référence au principe de la bonne foi, ce dernier délai pourrait être fixé différemment selon les circonstances. Lorsque la prise de position de l'assureur prononcée en procédure simplifiée est entrée en force, elle ne peut être modifiée qu'aux conditions de la révision et de la reconsidération de l'art. 53 LPGA (Défago Gaudin, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 10 et 11 ad art. 51). 6.2. Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’al. 2 prévoit pour sa part que l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant.”
Les décisions formellement définitives ne peuvent être remises en cause que si les conditions du réexamen visées à l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, notamment une erreur indubitable et une portée significative de la rectification.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publizierte E. 4.2 des Entscheids des Bundesgerichts [BGer] vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020).”
Citation : LPGA art. 53 N. 291 Lorsque les décomptes de chômage partiel sont manifestement inexacts, l'art. 53 al. 2 LPGA justifie le recouvrement même de montants importants si leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-801/2022 vom 18. September 2023 E. 6.1). Materiell erfolgte die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung an Q._______, wie oben (E. 4.7) dargelegt, für die Abrechnungsperioden ab Juni 2020 eindeutig zu Unrecht. Unbestrittenermassen erhielt die Beschwerdeführerin fälschlicherweise auch Kurzarbeitsentschädigungen aufgrund nicht korrekter Deklaration von Feiertagsabwesenheiten und Sollstunden. Daher erweist sich die streitige Rückforderung von Fr. [...] als rechtmässig. Nach Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG fordert die Kasse zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeitsentschädigungen vom Arbeitgeber zurück (vgl. auch Art. 83a Abs. 3 AVIG); die Berichtigung ist auch angesichts des Betrags von erheblicher Bedeutung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
LPGA art. 53 n. 290 De nouveaux faits ou éléments de preuve doivent être significatifs. « Significatif » signifie qu'ils sont susceptibles de modifier le fondement factuel de la décision contestée et, en cas d'appréciation juridique correcte, d'entraîner une décision différente ; un élément de preuve est déterminant s'il faut présumer qu'il aurait conduit, dans la procédure principale, à un jugement différent.
“Auch sei es ihm nicht möglich, alleine öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Auto zu fahren oder sich in grösseren Menschenansammlungen aufzuhalten. 5.1 Streitig ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 die ganze Rente des Versicherten zu Recht rückwirkend per 1. September 2013 aufgehoben hat. 5.2 Ein Zurückkommen der IV-Stelle auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung ihrer Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) - möglich (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). 5.3 Was die prozessuale Revision betrifft, müssen formell rechtskräftige Verfügungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4.”
“Als mögliche Rückkommenstitel sind Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) und Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) ins Auge zu fassen. Beide Bestimmungen regeln die Abänderung von formell rechtskräftigen Entscheiden; erfasst werden sowohl formelle Verfügungen und Einspracheentscheide als auch rechtsbeständig gewordene Entscheide im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG (Flückiger, Basler Komm., Basel 2020, Art. 53 ATSG N 8 mit Verweis auf BGE 143 V 105 E. 2.1). 6. 6.1. Demnach stellt sich – unter Ausdehnung des Streitgegenstands (E. 3) – zunächst die Frage, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, die ursprüngliche Rentenaufhebung einer prozessualen Revision im Sinn von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu unterziehen. 6.2. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs.1 ATSG). Die prozessuale Revision bezieht sich mithin auf die Konstellation der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes. Die anfängliche Unrichtigkeit basiert in dieser Konstellation nicht auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung (hier kann eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG infrage kommen; E. 7 hiernach), sondern darauf, dass bestimmte Tatsachen oder Beweismittel nicht bekannt waren und im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt auch nicht vorgebracht werden konnten (Flückiger, a.a.O., Art. 53 ATSG N 18). 6.3. Dass ein Rückkommenstitel in diesem Sinn vorliegen würde, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Es sind keine neuen Tatsachen oder Beweismittel auszumachen, die als”
Les décisions formellement définitives peuvent — pour les rapports juridiques de longue durée, sous réserve des droits acquis — être modifiées en raison d'une modification ultérieure du droit, lorsque cette modification fait paraître la décision comme illégale. Selon les décisions citées, une telle adaptation ne saurait être qualifiée de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Verfügungen vom 21. April 2021 (act. IIA 50 ff.) und vom 24. Juni 2021 (act. IIB 49 ff.) seien in Rechtskraft erwachsen und die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414; SVR 2021 UV Nr. 1 S. 4 E. 6.1, 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1) seien nicht erfüllt, weshalb der Beschwerdegegner über die gleiche Sache nicht nochmals habe verfügen dürfen (Beschwerde S. 5 f. Ziff. II/4 ff.), verkennt er, dass es vorliegend nicht um die Korrektur einer ursprünglich (zweifellos) unrichtigen Verfügung geht. Damit liegt – ungeachtet der Bezeichnung im Entscheid Nr. 342467527 vom 3. November 2021 (act. IIA 30) – kein Fall von Art. 53 Abs. 2 ATSG vor. Nach der Rechtsprechung zum Sozialversicherungsrecht muss eine formell rechtskräftige Verfügung – die Existenz wohlerworbener Rechte vorbehalten – abgeändert werden, wenn seit deren Erlass eine Rechtsänderung eingetreten ist, welche die Verfügung als rechtswidrig erscheinen lässt (BGE 135 V 201 E. 6.1.1 S. 205, 121 V 157 E. 4a S. 162). In diesem Sinne wurde der Beschwerdeführer in den ursprünglichen Verfügungen (act. IIA 50 ff.; act. IIB 49 ff.) denn auch darüber informiert, dass Anspruchs- und Abrechnungsbedingungen während der Gültigkeit der Bewilligung ändern können. Die ursprünglich fehlerfreien Verfügungen vom 21. April 2021 (act. IIA 50 ff.) und vom 24. Juni 2021 (act. IIB 49 ff.) wurden zu Recht der danach – am 1. Juli 2021 (vgl. E. 2.2.3 hiervor) – in Kraft getretenen Rechtslage angepasst.”
“Aufgrund des Dargelegten hatte die Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. April bis 30. Juni 2022 keinen Anspruch auf Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung. Bei der Verfügung vom 15. Juni 2022 (act. IIA 29 ff.), mit welcher der Beschwerdegegner auf seine ursprüngliche Verfügung vom Januar 2022 (act. IIA 234 ff.) zurückkam, diese aufhob und annullierte und insbesondere einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigung ab 1. April 2022 verneinte, handelt es sich nicht um die Korrektur einer ursprünglich (zweifellos) unrichtigen Verfügung. Damit liegt – ungeachtet der Bezeichnung im Entscheid vom 15. Juni 2022 – kein Fall von Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) vor. Nach der Rechtsprechung muss eine formell rechtskräftige Verfügung über ein Dauerrechtsverhältnis – die Existenz wohlerworbener Rechte vorbehalten – abgeändert werden, wenn seit deren Erlass eine Rechtsänderung eingetreten ist, welche die Verfügung als rechtswidrig erscheinen lässt (BGE 135 V 201 E. 6.1.1 S. 205, 121 V 157 E. 4a S. 162). In diesem Sinne wurde die Beschwerdeführerin in der ursprünglichen Verfügung vom 3. Januar 2022 denn auch darüber informiert, dass Anspruchs- und Abrechnungsbedingungen während der Gültigkeit der Bewilligung ändern können (act. IIA] 234 ff.). Die Verfügung vom 3. Januar 2022 war ursprünglich korrekt und wurde später – zu Recht – der inzwischen geänderten Rechtslage angepasst.”
En cas de notifications de rechute et de nouvelles demandes de prestations, l'obligation de verser des prestations pour la périoÞ concernée doit être réexaminée; on peut s'écarter des décisions d'opposition antérieures ou d'un titre de reprise (art. 53 LPGA).
“Im Folgenden ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin und insbesondere der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden am linken Kniegelenk ab der rückwirkenden Einstellung per 31. März 2003 respektive ab der Rückfallmeldung vom 6. Januar 2015 (Urk. 12/A32) und dem Unfallereignis vom 22. Januar 1999 daher unabhängig vom Einspracheentscheid vom 22. November 2001 und von einem Rückkommenstitel (Art. 53 ATSG) zu beurteilen.”
Citation : LPGA art. 53 n. 287 Selon la jurisprudenÎ, la forÎ juridique formelle à l'égard de l'administration intervient à l'expiration du délai ordinaire de recours (en principe 30 jours). Par la suite, l'administration ne peut modifier une décision que dans les conditions de la révision prévues à l'art. 53 LPGA.
“Februar 2011, 8C_804/2010, E. 7.1). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer die Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG in Verbindung mit Art. 4 f. der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [SR 830.11; abgekürzt: ATSV]). Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG, in der seit dem 1. Januar 2021 gültigen, vorliegend anwendbaren Fassung). Zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigungen fordert die Kasse von den Arbeitgebenden zurück. Hat der Arbeitgeber die unrechtmässige Auszahlung zu verantworten, so ist für ihn jede Rückforderung gegenüber den Arbeitnehmern ausgeschlossen (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dies gilt auch, wenn die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen formlos verfügt worden sind (z. B. Taggeldabrechnungen). Auch solche Verfügungen erwachsen in formelle Rechtskraft, wenn die versicherte Person innert angemessener Frist (90 Tage) keine anfechtbare Verfügung verlangt. Gegenüber der Verwaltung tritt die formelle Rechtskraft rechtsprechungsgemäss bereits mit Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist von 30 Tagen ein. Danach kann die Verwaltung die (formlose) Verfügung nicht mehr voraussetzungslos abändern (z.”
“Februar 2011, 8C_804/2010, E. 7.1). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer die Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG in Verbindung mit Art. 4 f. der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [SR 830.11; abgekürzt: ATSV]). Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG, in der seit dem 1. Januar 2021 gültigen, vorliegend anwendbaren Fassung). Zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigungen fordert die Kasse von den Arbeitgebenden zurück. Hat der Arbeitgeber die unrechtmässige Auszahlung zu verantworten, so ist für ihn jede Rückforderung gegenüber den Arbeitnehmern ausgeschlossen (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dies gilt auch, wenn die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen formlos verfügt worden sind (z. B. Taggeldabrechnungen). Auch solche Verfügungen erwachsen in formelle Rechtskraft, wenn die versicherte Person innert angemessener Frist (90 Tage) keine anfechtbare Verfügung verlangt. Gegenüber der Verwaltung tritt die formelle Rechtskraft rechtsprechungsgemäss bereits mit Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist von 30 Tagen ein. Danach kann die Verwaltung die (formlose) Verfügung nicht mehr voraussetzungslos abändern (z.”
Citation : LPGA art. 53 n. 286 Lors de la détermination des effets temporels d'une révision ou d'un retrait, la confianÎ du bénéficiaire (bonne foi) doit être prise en compte. En particulier, la bonne foi peut conduire à ce que la correction soit moins rétroactive ou n'entre en vigueur qu'avì un certain retard ; plus la confianÎ de l'assuré mérite protection, plus il convient de se montrer réservé quant à l'application d'effets rétroactifs.
“Nella correzione di decisioni prestative a causa di un errore iniziale è necessario tener presente il principio della buona fede. A tal proposito, nella ponderazione degli interessi – di regola – quello nell’applicazione corretta del diritto materiale risulta preponderante. Ciò non implica che il principio della buona fede sia irrilevante. Anzi, esso esplica i suoi effetti in particolare per quanto riguarda l’aspetto temporale della revisione e della riconsiderazione: infatti, se contestualmente alla revisione o riconsiderazione viene invocato il principio della buona fede, la correzione deve essere tanto meno invasiva (eingreifend) quanto la fiducia dell’assicurato è meritevole di tutela. In questo contesto gioca un ruolo fondamentale il fatto che l’assicurato abbia fino a questo momento beneficiato di prestazioni. Nell’AI, contesto nel quale le riconsiderazioni sono frequenti, l’art. 88bis OAI regola gli effetti temporali della riconsiderazione (cfr. Kieser, op. cit., n. 2 e segg. ad art. 53 LPGA). In concreto, sia nel progetto di decisione che nella decisione impugnata l’UAI ha correttamente indicato che “La decisione del 23.09.2016 […] verrà annullata e non sarà più valida alla fine del mese che segue la notifica della decisione in oggetto (art. 88bis, cpv. 2, lett. a dell’Ordinanza sull’assicurazione invalidità (OAI)).” (doc. 82, pag. 141 e doc. 90, pag. 161 incarto AI). Così facendo, l’UAI ha debitamente considerato la buona fede del ricorrente, la quale, come visto sopra, viene tenuta in considerazione tramite la dilazione degli effetti della decisione in via di riconsiderazione, conformemente all’art. 88bis cpv. 2 lett. a OAI esplicitamente menzionato dall’amministrazione. Infatti, qualora l’assicurato fosse stato in malafede, sarebbe tornato applicabile l’art. 88bis cpv. 2 lett. b OAI che, per contro, prevede la retroattività degli effetti della decisione. Nella DTF 135 V 201 il Tribunale federale ha stabilito che una divergenza tra la situazione giuridica attuale ed una decisione precedente cresciuta in giudicato formale può nascere in quattro casi: - nel caso in cui vi fosse un errore nei fatti nella decisione precedente.”
“Il est possible d'admettre des délais plus longs lorsque l'assuré pouvait croire de bonne foi que l'assureur en était encore au stade de l'instruction du cas, mais pour autant que l'assuré en question soit profane en droit et qu'il ne bénéficie pas de conseils juridiques (Boris RUBIN, op. cit., n. 18 ad 110 LACI et la référence citée). 6. 6.1 En vertu de l'art. 53 LPGA, intitulé « révision et reconsidération », les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). Cette disposition de la LPGA consacrée à la « révision et reconsidération » s'inscrit dans la thématique de la modification des décisions entrées en force de chose décidée, soit celles qui ne sont plus susceptibles d'un recours ordinaire (Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 1 et 25 ss ad art. 53 LPGA et les références citées). Si la révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l'inexactitude initiale d'une décision (" anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit " ; Ueli KIESER/Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5ème éd., 2013, p. 140), la révision est la modification d'une décision correcte au moment où elle a été prise, compte tenu des éléments connus à ce moment, mais qui apparaît ensuite dépassée en raison d'un élément nouveau. En revanche, la reconsidération a pour objet la correction d'une décision qui était déjà erronée, dans la constatation des faits ou dans l'application du droit, au moment où elle a été prise (ATAS/1244/2020 du 10 décembre 2020 consid. 7b ; ATAS/154/2019 du 25 février 2019 consid. 3b ; ATAS/1163/2014 du 12 novembre 2014 consid. 5c). 6.2 Sont « nouveaux » au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA (révision), les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence.”
L'autorité doit indiquer sur quel titre de recouvrement visé à l'art. 53 al. 1 LPGA elle se fonÞ; si cela ne ressort pas, elle doit s'en expliquer dans la suite de la procédure.
“Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass den Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenkasse – aufgrund welcher die Arbeitslosenentschädigung ursprünglich ausbezahlt worden waren (vgl. Urk. 7/337-338) - materieller Verfügungscharakter zukommt (BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Voraussetzung für ein Zurückkommen auf eine Verfügung bildet das Vorliegen eines Rückkommenstitels. Als solcher kommen die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder die Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_294/2018 vom 28. Juni 2018 E. 4.1). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) nicht zu einem allfälligen Rückkommenstitel. Ebenso wenig finden sich in der ursprünglichen Verfügung vom 27. November 2019 (Urk. 7/152-156) Ausführungen dazu. Es ist unklar, auf welchen Rückkommenstitel sich die Beschwerdegegnerin tatsächlich stützte. Sollten ihre Abklärungen sie dahin führen, dass eine Rückforderung weiterhin angezeigt ist, wird sie sich deshalb auch zum Rückkommenstitel und dessen Voraussetzungen zu äussern haben.”
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4b). Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind die in einem formlosen Verfahren ergangenen Auszahlungsentscheide der Arbeitslosenkasse, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53, n° 284 L'administration peut recalculer des montants de prestations ayant acquis forÎ de chose jugée formelle (p. ex. rentes, montants complémentaires) à la suite de revenus ou de décisions portés à sa connaissanÎ ultérieurement. De telles adaptations ne sont pas nécessairement qualifiables de révision au sens de l'art. 53 LPGA ; les modifications qui ne concernent que des situations futures ou qui ajustent des prestations temporaires peuvent intervenir sans motif de révision. En revanche, l'art. 53 peut s'appliquer lorsque de nouveaux faits ou éléments de preuve sont découverts, ou lorsqu'une décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision procédurale de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1) et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.2 et les références). La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). 3. Question litigieuse Se fondant sur de nouveaux éléments portés à sa connaissance, la Caisse a d’abord procédé à un nouveau calcul des PC en tenant compte d’un revenu supplémentaire à celui déclaré pour les années 2018 à 2021 et exigé sur cette base la restitution d’une partie des montants versés durant ces quatre années.”
“Am 17. Februar 2022 wurden seitens des Bundesrates die Corona-Massnahmen aufgehoben, ausser die Isolationspflicht für positiv getestete Personen und die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr und in Gesundheitseinrichtungen. Am 1. April 2022 wurde die Rückkehr zur normalen Lage erklärt und es wurden alle Coronamassnahmen aufgehoben (Medienmitteilung des Bundesratsbeschlusses vom 16. Februar 2022). Indem der Beschwerdegegner mit Verfügung vom 16. Juni 2022 die Verfügung vom 13. Januar 2022 widerrufen hat, passte er die Situation an die seiner Ansicht nach geänderten Verhältnisse an. Eine Rückerstattungspflicht irgendwelcher Leistungen war damit nicht verbunden. Wie das Bundesgericht festgestellt hat, erfordert eine solche Anpassung der Kurzarbeitsbewilligung an geänderte Verhältnisse weder einen Rückkommenstitel nach Art. 53 ATSG noch einen Revisionsgrund im Sinne von Art.17 Abs. 2 ATSG, da es sich bei der Kurzarbeitsentschädigung um vorübergehende Leistungen handelt (Urteil des Bundesgerichts 8C_89/2023 vom 2. Mai 2023 E. 4.5 f.). Aufgrund der nur unter Vorbehalt und nur unter der Bedingung, dass die übrigen Anspruchsvoraussetzungen gegeben seien (Urk. 9/30), bewilligten Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung kann nicht von einer Vertrauensgrundlage gesprochen werden, die den Schutz des Vertrauens in eine behördliche bedingungslose Zusicherung begründen kann (vgl. BGE 143 V 341 E. 5.2.1).”
“a) En l’espèce, les montants des subsides attribués au recourant et aux membres de son unité économique a été durant de nombreuses années celui des personnes bénéficiant des prestations complémentaires AVS/AI, en application de l’art. 18 al. 2 LVLAMal. Dans ce contexte, l’intimé a rendu une décision en novembre 2021 renouvelant automatiquement ce subside pour toute l’année 2022. Ayant appris ultérieurement que le droit du recourant aux prestations complémentaires avait pris fin, il a pris deux nouvelles décisions entraînant la modification du droit au subside à compter du 1er mars 2022. La fin du droit aux prestations complémentaires justifiait que le droit au subside soit recalculé selon les règles posées par les art. 11ss LVLAMal, l’art. 18 LVLAMal n’étant plus applicable. La décision prise par l’intimé le 1er février 2022, en tant qu’elle prend effet le mois suivant et ne remet pas en question les prestations déjà versées, ne constitue pas une révision ou une reconsidération au sens de l’art. 53 LPGA. b) Dans cette deuxième décision, l’intimé a repris les données financières utilisées par la Caisse de compensation pour déterminer l’existence d’un éventuel droit aux prestations complémentaires pour le second semestre 2021. Contestant la réduction de ses subsides dès mars 2022, le recourant a sollicité un calcul fondé sur sa situation économique réelle en 2022. A cette fin, il a produit diverses pièces relatives aux revenus de son épouse dès janvier 2022 et aux rentes qui lui ont été versées en février 2022. L’intimé a procédé à un nouveau calcul et rendu une nouvelle décision le 27 avril 2022, octroyant un montant plus élevé. Le recourant ayant contesté cette troisième décision, l’intimé en a rendu une quatrième, attribuant un montant plus élevé pour le recourant et son épouse en précisant qu’il s’agissait d’un subside provisoire relevant d’une procédure extraordinaire. Sur la nouvelle contestation du recourant, l’intimé a confirmé ce montant dans sa décision sur réclamation du 31 mai 2023 en explicitant que le subside extraordinaire s’élevait à 85 fr.”
LPGA art. 53 n. 283 L'organisme d'assuranÎ peut, pendant la procédure de recours (pendente lite), obtenir d'autres expertises médicales ; cela vaut notamment lorsque la partie a déposé, avì le recours, de nouveaux éléments de preuve.
“Die schwankenden Messwerte ergeben sich aus den beigelegten Untersuchungsunterlagen (act. G1.1.4). Daraus lässt sich entsprechend der Ansicht von Dr. C.___ jedoch nicht folgern, es bestehe im Zeitpunkt seines Berichts vom 20. Mai 2020 ein Zustand wie vor der beruflichen Exposition zu Acrylaten bzw. ein Status quo sine oder ante. Auch bei der Beschwerdegegnerin löste der Bericht von Dr. C.___ offenbar Zweifel an der Beurteilung von Dr. K.___ und Dr. L.___ aus. Die Beschwerdegegnerin bat darauf Dr. C.___ um eine "aktuelle Standortbestimmung" (Suva-act. 349) und legte den Fall sodann Dr. M.___ zur Beurteilung vor (vgl. Suva-act. 356). Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG Devolutiveffekt zu. Der Devolutiveffekt besagt grundsätzlich, dass mit der Einreichung der Beschwerde die Entscheidzuständigkeit von der Vorinstanz auf die Beschwerdeinstanz übergeht (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, N 1194). Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3 ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die bzw. gegen den Beschwerde erhoben wurde, solange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Das Bundesgericht bejaht - mit Hinweis auf Art. 53 Abs. 3 ATSG - die Befugnis des Versicherungsträgers, weitere Beurteilungen einzuholen, nachdem die Partei zusammen mit ihrer Beschwerde neue Beweismittel eingereicht hatte (Urteil vom 14. Juni 2017, 8C_67/2017, E. 5.6). Vorliegend holte die Beschwerdegegnerin während des laufenden Beschwerdeverfahrens, also pendente lite, einen Bericht von Dr. C.___ sowie Beurteilungen von Dr. M.___ ein (Suva-act. 349, 356, 369, act. G11.1). Eine versicherungsinterne ärztliche Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin war jedoch angesichts des Inhalts der mit der Beschwerde eingereichten Stellungnahme von Dr. C.___ vom 20. Mai 2020 (act. G1.1.4) nach wie vor sachgerecht. Die interne versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung durch Dr.”
“Die schwankenden Messwerte ergeben sich aus den beigelegten Untersuchungsunterlagen (act. G1.1.4). Daraus lässt sich entsprechend der Ansicht von Dr. C.___ jedoch nicht folgern, es bestehe im Zeitpunkt seines Berichts vom 20. Mai 2020 ein Zustand wie vor der beruflichen Exposition zu Acrylaten bzw. ein Status quo sine oder ante. Auch bei der Beschwerdegegnerin löste der Bericht von Dr. C.___ offenbar Zweifel an der Beurteilung von Dr. K.___ und Dr. L.___ aus. Die Beschwerdegegnerin bat darauf Dr. C.___ um eine "aktuelle Standortbestimmung" (Suva-act. 349) und legte den Fall sodann Dr. M.___ zur Beurteilung vor (vgl. Suva-act. 356). Als ordentlichem Rechtsmittel kommt der Beschwerde nach Art. 56 ATSG Devolutiveffekt zu. Der Devolutiveffekt besagt grundsätzlich, dass mit der Einreichung der Beschwerde die Entscheidzuständigkeit von der Vorinstanz auf die Beschwerdeinstanz übergeht (Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, N 1194). Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt durch Art. 53 Abs. 3 ATSG, welcher bestimmt, der Versicherungsträger könne eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die bzw. gegen den Beschwerde erhoben wurde, solange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Das Bundesgericht bejaht - mit Hinweis auf Art. 53 Abs. 3 ATSG - die Befugnis des Versicherungsträgers, weitere Beurteilungen einzuholen, nachdem die Partei zusammen mit ihrer Beschwerde neue Beweismittel eingereicht hatte (Urteil vom 14. Juni 2017, 8C_67/2017, E. 5.6). Vorliegend holte die Beschwerdegegnerin während des laufenden Beschwerdeverfahrens, also pendente lite, einen Bericht von Dr. C.___ sowie Beurteilungen von Dr. M.___ ein (Suva-act. 349, 356, 369, act. G11.1). Eine versicherungsinterne ärztliche Überprüfung durch die Beschwerdegegnerin war jedoch angesichts des Inhalts der mit der Beschwerde eingereichten Stellungnahme von Dr. C.___ vom 20. Mai 2020 (act. G1.1.4) nach wie vor sachgerecht. Die interne versicherungsmedizinische Aktenbeurteilung durch Dr.”
Si l'assureur, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, revient sur une décision devenue formellement définitive et manifestement erronée, et que ce retour entraîne l'annulation ou la réduction rétroactive d'une rente, les prestations mensuelles indûment perçues ou les rentes mensuelles doivent être remboursées. Cela vaut même sans violation de l'obligation de déclaration.
“1 RAI, la procédure en révision est menée par l’office AI qui, à la date du dépôt de la demande de révision ou à celle du réexamen du cas est compétente au sens de l’article 40 RAI. Partant, la chambre de céans n’est pas compétente pour entrer en matière sur la demande du recourant de réévaluer sa situation, étant rappelé qu’une telle demande doit être déposée auprès de l’OAI et qu’il est nécessaire d’établir, de façon plausible, que l’impotence de l’assuré s’est modifiée de manière à influencer ses droits. Dès lors, il convient de déclarer irrecevable la demande du recourant de procéder à ce qui apparait comme une demande de révision ou de réexamen de la décision du 19 mars 2019. 4. En ce qui concerne les griefs soulevés à l’encontre de la décision du 28 juin 2024 ; à teneur de l’art. 25 al. 1 1re phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, il faut pour cela que les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision initiale soient remplies (ATF 130 V 380 consid. 2.3.1, 130 V 318 consid. 5.2 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_469/2013 du 24 février 2014 consid. 2, non publié à l’ATF 140 V 70, mais in : SVR 2014 UV n° 14 p. 44 ; dans les deux cas avec références). En vertu de l’art. 53 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvrent subséquemment des faits nouveaux importants ou trouvent des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (al. 1). L’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (al. 2). La suppression ou la réduction d’une rente d’invalidité de l’assurance-accidents intervient avec effet rétroactif (« ex tunc ») et les mensualités perçues ainsi indûment doivent être restituées même s'il n'y a pas eu violation de l'obligation d'annoncer (ATF 142 V 259 consid.”
Citation : LPGA art. 53 N. 281 Dans les mesures de recouvrement ou de révision fondées sur l'art. 53 LPGA, la caisse doit exposer de manière compréhensible la base juridique concrète ainsi que les faits et les méthodes de calcul utilisés pour déterminer le montant à recouvrer. L'absenÎ d'une telle explication (en particulier l'absenÎ de présentation des calculs ou une référenÎ peu claire quant à savoir si elle se fonÞ sur l'art. 53 al. 1 ou al. 2 LPGA) peut constituer une motivation insuffisante et une atteinte au droit d'être entendu.
“A cet égard, on remarquera que l’attestation de gain intermédiaire de mars 2022 fait état de 51h50 à un tarif horaire de 36 fr. 16, ce qui implique que 51h50 ont bien été prises en compte à titre d’heures travaillées dans le cadre du contrat de travail payé à l’heure. De plus, on rappellera ici que la rétribution des heures supplémentaires ne sont pas prises en considération dans le calcul du gain assuré (cf. consid. 4e supra). c) Le 2 mai 2023, la Caisse a rejeté l’opposition du recourant en se fondant sur les mêmes tableaux que ceux présentés dans son courrier du 3 avril 2023 qui ne permettent cependant pas de comprendre la manière dont les gains intermédiaires ont été calculés par la Caisse pour parvenir au montant réclamé en restitution. On notera aussi que la Caisse a évoqué tant l’art. 53 al. 1 LPGA que l’art. 53 al. 2 LPGA dans la partie « en droit » de sa décision sur opposition sans expliciter sur quel alinéa elle se basait pour réclamer la restitution, se contentant d’indiquer que « les conditions de l’art. 53 LPGA étant remplies en l’espèce (la décision du 29.08.2022 étant intervenue sur la base de faits nouveaux postérieurs aux décomptes initiaux), il y a lieu de confirmer que les montants indûment versés doivent être remboursés ». Or, elle a invoqué tant le fait que les décomptes devaient être corrigés à la suite de la modification rétroactive du taux d’activité par la ville de K.________ que le fait que le droit aux vacances auprès de la Fondation G.________ et des heures supplémentaires auprès de la ville de K.________ n’avaient pas été pris en considération. Il s’agit là de motifs différents qui ne reposent pas sur la même base légale, ce que la Caisse n’a pas jugé utile de préciser. Sur ce point également, il faut constater que le recourant se retrouvait démuni d’explications et de calculs précis et ne pouvait attaquer la décision sur opposition en pleine connaissance de cause. Au vu de ce qui précède, il y a lieu de reconnaître une violation du droit d’être entendu du recourant au motif d’une motivation insuffisante.”
“Da un’attenta lettura della decisione formale del 24 novembre 2023 (doc. 23) e della decisione su opposizione del 10 gennaio 2024 (doc. 38) emerge che le medesime non contengono alcun riferimento alle condizioni alle quali una decisione formale cresciuta in giudicato può essere oggetto di revisione e/o di riconsiderazione (cfr. art. 53 LPGA) e ai requisiti da adempiere per una restituzione di prestazioni nell’ambito della LAMal (cfr. art. 25 LPGA). Non vi è neppure un accenno alla possibilità di applicare tali principi anche alle prestazioni accordate senza una decisione formale, ma con una decisione informale presa nell’ambito della procedura semplificata di cui all’art. 51 cpv. 1 LPGA. L’assicuratore non ha nemmeno sostenuto che l’insorgente ha beneficiato di una prestazione alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto e dunque che la restituzione non presupponeva un motivo e quindi una decisione di riconsiderazione. Ciò, neppure nella risposta di causa. In violazione dell’art. 49 cpv. 3 seconda frase LPGA l’assicuratore non ha pertanto citato alcuna motivazione giuridica, in applicazione degli art. 25 e 53 LPGA, alla base della richiesta di restituzione. Ancora recentemente il Tribunale federale ha precisato che la procedura di restituzione delle prestazioni non necessita l’emissione di tre diverse decisioni, ma implica comunque tre tappe distinte: l’esame delle condizioni di una riconsiderazione o di una revisione procedurale, l’esame della restituzione in quanto tale e l’esame del condono (STF 9C_294/2023 del 20 dicembre 2023, consid.”
Si une décision a déjà été examinée au fond par une juridiction (par un jugement), il n'est en règle générale pas possible de revenir dessus après les décisions de justiÎ. Lorsqu'une décision devient définitive parÎ qu'elle n'a pas été contestée dans les délais (forlossion / forÎ de chose décidée), cela entraîne également l'effet de « forÎ de chose décidée » ; un réexamen possible d'une décision manifestement erronée en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA reste certes théoriquement envisageable, mais constitue une mesure facultative de l'administration, que ni la personne assurée ni le tribunal ne peuvent exiger comme un droit.
“1 ci-avant), les bases de calcul pour le nouveau montant de la rente (échelle de rente et revenu annuel moyen déterminant) restent dès lors les mêmes que celles appliquées pour la rente allouée jusque-là. Elles ont été fixées dans la décision du 17 mars 2016. Par le biais de l'OAI, la Caisse de compensation y retenait, en particulier, le nombre d'années de cotisations pertinentes (19 ans et 2 mois), la classe d'âge applicable (26 ans) ainsi que l'échelle de rente (33) en découlant et à prendre en compte (dossier OAI, p. 758). Cette décision n'a pas été contestée par l'assuré à l'époque, bien qu'il était alors déjà représenté par un avocat. Elle possède ainsi force de chose jugée. Elle ne peut aujourd'hui être remise en question – y compris pour l'avenir – que par le biais d'une révision procédurale ou d'une reconsidération. Même si l'on devait considérer le présent recours comme une requête dans ce sens, force est de constater que le recourant n'apporte aucun élément permettant de conclure à l'existence de motifs de révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA), de reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou de révision (art. 105 du code fribourgeois du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative, CPJA; RSF 150.1). En particulier, il ne fait état d'aucun fait ou moyen de preuve nouveau, ni n'affirme que la prétendue erreur de calcul de la Caisse de compensation – pour autant qu'il y en ait une puisque l'assuré n'avait pas demandé à bénéficier des dispositions de la Convention de sécurité sociale du 11 septembre 1975 entre la Suisse et le Portugal à l'époque (cf. ATF 142 V 112 consid. 4) – soit manifeste. Il est au demeurant évident que le délai de 90 jours (art. 106 CPJA; cf. ATF 143 III 272 consid. 2.2) pour obtenir la révision d'une décision administrative est désormais échu, étant par exemple constaté l'échange survenu entre l'OAI et l'ancien mandataire en mai 2016 (cf. dossier OAI, p. 809). Le recourant est dès lors forclos lorsqu'il demande la réévaluation du montant de sa rente. En d'autres termes, en ne contestant pas en temps utile la décision du 17 mars 2016 fixant les bases de calcul de sa rente, le recourant a renoncé à se prévaloir des dispositions de la convention bilatérale et choisi de percevoir une rente partielle de la Suisse et du Portugal.”
“Die Vorinstanz wäre aufgrund der res iudicata gehalten gewesen, auf das erneute Gesuch der Gesuchstellerin vom 19. Juli 2022 um Witwenrente formell nicht einzutreten (vgl. dazu Urteil 9C_527/2016 E. 2.2.2). Mit Schreiben vom 20. September 2022 ist sie zumindest sinngemäss auf das neue Gesuch beziehungsweise das allenfalls sinngemässe Wiedererwägungsgesuch der Gesuchstellerin nicht eingetreten. Da der Vorinstanz ein Zurückkommen auf den materiell richterlich beurteilten Einspracheentscheid vom 7. September 2020 von vornherein nicht offenstand (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG), hat sie den «schriftlichen Widerspruch» vom 10. Oktober 2022 im Zusammenhang mit dem Antrag auf Witwenrente vom 19. Juli 2022 zu Recht als (sinngemässes) Gesuch um Revision des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts C-5067/2020 vom 7. September 2021 betrachtet und zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht übermittelt (vgl. auch Urteil des BVGer C-3943/2020 vom 14. September 2020 E. 1.4).”
“supra). D'autre part, il oublie que seules des décisions administratives n'ayant pas fait l'objet d'un jugement sur le fond peuvent être reconsidérées au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. ATF 119 V 180 consid. 3a et les références). Or, vu que la décision du 4 février 2015 confirmée sur opposition le 14 avril 2015 (seule décision visée par le demande de révision) a été entérinée par la Cour des assurances sociales dans son arrêt du 9 mai 2016, sa reconsidération n'était en l'occurrence pas possible. L'argumentation de l'assuré sur ce point est donc infondée.”
“1 Dans la procédure juridictionnelle administrative, seuls peuvent en principe être examinés et jugés les rapports juridiques à propos desquels l'autorité administrative compétente s'est prononcée préalablement d'une manière qui la lie, sous la forme d'une décision, en règle générale sur opposition. Dans cette mesure, la décision détermine l'objet de la contestation qui peut être déféré en justice par voie de recours (ATF 131 V 164 consid. 2.1 ; arrêt du Tribunal fédéral des assurances I 12/01 du 9 juillet 2001 consid. 1). 3.2 Il y a lieu de rappeler que lorsqu'une décision n'est plus susceptible de recours ordinaire, par exemple lorsque le délai de recours est échu sans avoir été utilisé, elle est définitive et bénéficie de la force de chose décidée. L'application du régime qu'elle établit est conforme à l'ordre juridique même si, en réalité, il est permis de penser que la décision était viciée (Pierre MOOR / Etienne POLTIER, Droit administratif, vol. II, 3ème éd., Berne 2011, p. 378). La reconsidération d'une décision manifestement erronée au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA reste certes possible, mais il s'agit là d'une simple faculté de l'administration, et ni l'assuré ni le juge ne peuvent l'y contraindre (ATF 117 V 8 consid. 2a ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_447/2007 du 10 juillet 2008 consid. 1). 3.3 En l’espèce, la décision dont est recours est celle du 31 janvier 2023, qui écarte l’opposition à la décision du 4 février 2022. Elle porte exclusivement sur le droit à une rente complémentaire de l’assurance-accidents dès le 1er juillet 2018 et sur le montant de l’IPAI. Les conclusions prises par la recourante dans sa réplique, tendant à l’octroi d’indemnités journalières du 1er janvier 2013 au 1er juillet 2018, sont ainsi exorbitantes à l’objet du litige. De plus, le droit aux indemnités journalières – en particulier le dies a quo de leur versement en raison de la rechute admise par l’intimée – a fait l’objet de la décision du 5 octobre 2021, entrée en force à la suite du retrait de son opposition par la recourante. Il convient par ailleurs de souligner que la décision rendue par l’intimée le 14 février 2023, refusant de reconsidérer sa décision du 27 juin 2012, ne fait pas non plus l’objet du présent litige.”
Le fait qu'une décision devienne définitive en raison du non-respect du délai d'opposition n'empêche pas la forÎ de chose jugée ; l'art. 53 al. 1 LPGA est appliqué de manière restrictive. À défaut d'un motif procédural de révision au sens de l'art. 53 al. 1, la décision conserve sa forÎ de chose jugée ; un nouveau droit à prestation n'est, le cas échéant, envisageable que dans le cadre d'une rechute ou de séquelles tardives (conformément à l'art. 11 OLAA).
“Auch damit dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Er übersieht, dass der Fall mit Verfügung vom 9. November 2017 wegen Erreichens des medizinischen Endzustands rechtskräftig abgeschlossen wurde. Dass die Rechtskraft aufgrund der verpassten Einsprachefrist eingetreten ist, ändert nichts daran, dass er sich den Fallabschluss entgegenzuhalten hat. Da die Vorinstanz einen prozessualen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Recht verneinte - was auch der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt - und die Vornahme einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen der Suva liegt, ist ein neuerlicher Leistungsanspruch des Beschwerdeführers lediglich unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls oder von Spätfolgen im Sinne von Art. 11 UVV zu prüfen.”
“Auch damit dringt der Beschwerdeführer nicht durch. Er übersieht, dass der Fall mit Verfügung vom 9. November 2017 wegen Erreichens des medizinischen Endzustands rechtskräftig abgeschlossen wurde. Dass die Rechtskraft aufgrund der verpassten Einsprachefrist eingetreten ist, ändert nichts daran, dass er sich den Fallabschluss entgegenzuhalten hat. Da die Vorinstanz einen prozessualen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Recht verneinte - was auch der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt - und die Vornahme einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen der Suva liegt, ist ein neuerlicher Leistungsanspruch des Beschwerdeführers lediglich unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls oder von Spätfolgen im Sinne von Art. 11 UVV zu prüfen.”
LPGA art. 53 n. 278 Une nouvelle appréciation intervenue pendant la procédure de recours remplaÎ la décision initiale; elle n'autorise pas, de façon générale, le renvoi de l'affaire à l'administration. Si la nouvelle décision laisse des questions en suspens ou si la partie demeure insatisfaite, l'autorité de recours doit intervenir dans la procédure en ce qui concerne les points pour lesquels la personne concernée n'a pas obtenu satisfaction.
“1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-chômage (art. 1 al. 1 LACI [loi fédérale du 25 juin 1982 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.0]). Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 al. 1 LPGA ; 100 al. 3 LACI, 128 al. 1 et 119 al. 1 OACI [ordonnance du 31 août 1983 sur l’assurance-chômage obligatoire et l’indemnité en cas d’insolvabilité ; RS 837.02]), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. 2. Le litige porte sur le montant du gain assuré et de l’indemnité journalière de la recourante. 3. a) En vertu de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. La décision prise pendente lite conformément à cette disposition ne met fin au litige que dans la mesure où elle correspond aux conclusions de la partie recourante. Le litige subsiste dans la mesure où la nouvelle décision ne règle pas toutes les questions à satisfaction de la partie recourante ; l’autorité saisie doit alors entrer en matière sur le recours dans la mesure où l’intéressé n’a pas obtenu satisfaction, sans que ce dernier ne doive attaquer le nouvel acte administratif (ATF 113 V 237). Si la nouvelle décision est défavorable à la partie recourante, elle ne constitue qu’une simple proposition de jugement à l’autorité de recours (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb). b) Il convient de constater qu’une décision de reconsidération prise pendente lite ne peut que remplacer la décision initialement rendue ; elle ne saurait conclure, compte tenu de l’effet dévolutif du recours, au renvoi de la cause à l’administration afin qu’elle rende une nouvelle décision, comme l’a fait la Caisse en l’espèce.”
Citation: LPGA art. 53 n. 277 L'obligation de restitution s'étend également aux décisions de paiement de la caisse de chômage rendues dans le cadre d'une procédure informelle, pour autant qu'elles aient acquis une stabilité juridique comparable à celle résultant de l'expiration du délai de recours applicable aux décisions formelles.
“Namentlich ist bereits bei der zweiten Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit oder der zweiten Nichtteilnahme an einer zumutbaren arbeitsmarktlichen Massnahme die Vermittlungsfähigkeit praxisgemäss abzusprechen (Nussbaumer, a.a.O., Rz. 273). 3.1 Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4b). Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind die in einem formlosen Verfahren ergangenen Auszahlungsentscheide der Arbeitslosenkasse, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 Rz. 20 und 52). Die für die Wiedererwägung und die Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten deshalb auch in Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E.”
Citation : LPGA, art. 53 n. 276 Si l'administration réexamine la décision attaquée en application de l'art. 53 al. 3 LPGA et l'annule ou renonÎ à une récupération (p. ex. décision de remboursement), la décision relative au recours pendant l'instanÎ peut être déclarée sans objet; dans ces cas, il est d'usage de prononcer des décisions sur les frais ou les dépens et d'accorder, le cas échéant, des indemnités au recourant.
“Unbestritten nicht mehr zu prüfen ist vorliegend die Rechtmässigkeit der durch die IV-Stelle bzw. die C.____ am 26. August 2021 erlassenen Rückerstattungsverfügung, mit welcher vom Beschwerdeführer der Betrag von Fr. 16'419.-- wegen unrechtmässig bezogener Leistungen zurückgefordert wurde. Diese Verfügung wurde unter Hinweis auf Art. 53 Abs. 3 ATSG lite pendente aufgehoben (vgl. Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 18. November 2021) und auf eine Rückforderung der strittigen Rentenbetreffnisse wurde verzichtet. Unter diesen Umständen ist die Beschwerde diesbezüglich als gegenstandlos abzuschreiben.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 20.05.2022 Art. 53 Abs. 3 ATSG. Widerruf einer Verfügung. Anfechtung der widerrufenen, aber nicht der neuen Verfügung. Vertrauensschutz (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Mai 2022, IV 2021/214). Entscheid vom 20. Mai 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiber Tobias Bolt Geschäftsnr. IV 2021/214 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand IV-Leistungen”
“70 qui lui avait été versé à tort le 14 novembre 2022, soit sur la base des décisions annulées ; Vu le courrier adressé à la chambre de céans le 1er juin 2023 par lequel le recourant invitait la chambre de céans à prendre acte de l’annulation des décisions de la caisse du 10 novembre 2022, à constater que le recours n’avait plus d’objet et à lui octroyer une indemnité équitable pour ses frais de défense d’au minimum CHF 2'000.- ; Attendu que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 1 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l'art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA ‑ RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants, du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.10) ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Que selon l’art. 133 al. 4 let. a LOJ, le juge qui préside la composition peut prendre seul les décisions finales de radiation du rôle pour cause de retrait du recours, ainsi que de défaut ou de perte d’objet du recours ; Que le recours, interjeté dans les forme et délai prescrits par la loi, est recevable ; Que selon l’art. 53 al 3 LPGA, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, l'assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé ; Que selon l'art. 61 let. g LPGA, le recourant qui obtient gain de cause a droit au remboursement de ses frais et dépens ; Qu’en l’espèce, il se justifie, au vu de la jurisprudence précitée, de déclarer le recours sans objet, dès lors que l’intimée a reconsidéré et annulé la décision querellée et que le recourant a demandé des dépens ; Qu’en conséquence, le montant de CHF 163.70 versé au recourant par l’intimé le 14 novembre 2022 sur la base des décisions du 10 novembre 2022, annulées, doit être remboursé à l’intimé ; Qu’une indemnité de CHF 2'000.- sera octroyée au recourant, qui a obtenu gain de cause, à la charge de l’intimée. PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES Statuant d’accord entre les parties 1. Prend acte de l’annulation des décisions de l’intimée du 10 novembre 2022. 2. Constate que le recours n’a plus d’objet.”
“- ; Vu l’écriture du SPC du 28 juin 2024 s’opposant à l’allocation de dépens à la recourante ; Vu la réplique de l'assurée du 9 juillet 2024, relevant que la nouvelle décision du SPC faisait entièrement droit à ses conclusions et réclamant une indemnité de dépens. Attendu en droit que, conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 3 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05) en vigueur dès le 1er janvier 2011, la chambre des assurances sociales connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’assurance-vieillesse, survivants et invalidité du 6 octobre 2006 (LPC - RS 831.30). Elle statue aussi, en application de l'art. 134 al. 3 let. a LOJ, sur les contestations prévues à l'art. 43 de la loi cantonale sur les prestations complémentaires cantonales du 25 octobre 1968 (LPCC ‑J 4 25) ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Que selon l'art. 53 al. 3 LPGA, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, l'assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé ; Que tel est le cas en l'espèce, l'intimé ayant reconsidéré le 31 mai 2024 sa décision du 30 avril 2024 ; Que la recourante a indiqué, le 9 juillet 2024, que la nouvelle décision sur opposition faisait entièrement droit à ses conclusions ; Qu'en conséquence, le recours est devenu sans objet ; Que la cause sera rayée du rôle ; Qu’il se justifie d’allouer à la recourante, qui obtient gain de cause grâce aux allégués et arguments contenus dans son recours et est représentée par un avocat, une indemnité fixée à CHF 1'000.-, à la charge de l'intimé (art. 61 let. g de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales du 6 octobre 2000 - LPGA - RS 830.1 ; art. 6 du règlement sur les frais, émoluments et indemnités en matière administrative du 30 juillet 1986 [RFPA - E 5 10.03]). PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant Au fond : 1.”
“Vu la réponse du SAM du 30 janvier 2025, concluant à ce que le recours soit déclaré sans objet et joignant une décision de dispense en faveur de l’assuré du 30 janvier 2025, en relevant que la décision litigieuse ne concernait que l’assuré, les filles de celui-ci, majeures, ayant reçu des décisions séparées. Vu la réplique de l’assuré du 20 février 2025, selon laquelle il n’avait plus aucune contestation à l’encontre de la nouvelle décision du SAM et concluant au remboursement de ses frais d’avocat selon des factures jointes (dont CHF 2'162.- pour la procédure de recours). Attendu en droit que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 4 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-maladie, du 18 mars 1994 (LAMal - RS 832.10). Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. Que selon l’art. 53 al. 3 LPGA jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. Que tel est le cas en l’espèce, l’intimé ayant reconsidéré la décision litigieuse le 30 janvier 2025. Qu’au vu de la teneur de la nouvelle décision de l’intimé du 30 janvier 2025, le recours est sans objet. Que, selon l’art. 61 let. g LPGA, le recourant qui obtient gain de cause a droit au remboursement de ses frais et dépens dans la mesure fixée par le tribunal ; que leur montant est déterminé sans égard à la valeur litigieuse d’après l’importance et la complexité du litige Qu’il se justifie en conséquence d’allouer au recourant une indemnité de CHF 2'000.-. Que pour le surplus, la procédure est gratuite. PAR CES MOTIFS, La présidente : 1. Dit que le recours est sans objet. 2. Alloue au recourant une indemnité de CHF 2'000.-, à charge de l’intimé. 3. Raye la cause du rôle. 4. Dit que la procédure est gratuite.”
Citation: LPGA, art. 53 N. 275 Pour qu'un recouvrement au titre de l'art. 53 al. 2 LPGA soit possible, la décision devenue définitive ou la décision sur opposition doit être «incontestablement erronée». Tel est le cas lorsque l'octroi est démontré comme étant contraire à la loi et qu'il n'existe aucun doute raisonnable quant à cette erreur.
“Die Bestimmbarkeit beziehungsweise ausreichende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls nach Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine materiell-rechtliche Anspruchsvoraussetzung (sog. condition de fond; vgl. BVGE 2021 V/2 E. 3.5.1; Urteile des BVGer B-823/2023 vom 18. Januar 2024 E. 8.2; B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.5 m.w.H.) deren Nichterfüllung die Unrichtigkeit der Leistungszusprache begründet (vgl. Urteile des BVGer B-2480/2020 vom 9. November 2021 E. 5.1 m.w.H.; B-2601/2017 vom 22. August 2018 E. 3.1.2). Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.1) und werden durch die Kasse vom Arbeitgeber zurückgefordert (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung für die Rückforderung ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprache zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6). Zweifellos unrichtig ist eine Leistungszusprache, wenn sie erwiesenermassen gesetzeswidrig ist. Nicht die Grobheit des Fehlers ist entscheidend, sondern das Ausmass der Überzeugung, dass die bisherige Entscheidung unrichtig war. Es darf kein vernünftiger Zweifel bestehen, dass eine Unrichtigkeit vorliegt (vgl. Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6; ferner BGE 126 V 399 E. 2b/bb). Eine gesetzeswidrige Leistungszusprache gilt regelmässig als zweifellos unrichtig (vgl. BGE 126 V 399 E. 2b/bb; Urteil des BGer 8C_136/2012 vom 27. Juni 2012 E. 2).”
Citation : LPGA, art. 53 n. 274 Si un recours est accueilli pour d'autres motifs ou si la rente est confirmée ultérieurement, la partie qui a obtenu gain de cause a néanmoins droit à une indemnité de procédure, pour autant que le recours ait été nécessaire à la sauvegarÞ de ses droits. Le droit à une indemnité de procédure n'est pas écarté uniquement parÎ que le jugement se fonÞ sur d'autres motifs.
“g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere Bemessungskriterien nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer] sowie § 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [GebV SVGer]) den Zeitaufwand und die Barauslagen. Gestützt auf diese Regelung steht der obsiegenden Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin eine Prozessentschädigung zu. Daran ändert nichts, dass die Weitergewährung der ganzen Rente, auf welcher die Gutheissung der Beschwerde basiert, erst mit dem Urteil des Bundesgerichts 9C_254/2020 vom 3. Dezember 2020 angeordnet worden ist. Denn auch wenn das bundesgerichtliche Urteil einen Grund für eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gebildet hätte, war die Beschwerdeführerin dennoch zur Anfechtung des Einspracheentscheids vom 29. Oktober 2020 gehalten, um ihre Rechte zu wahren, namentlich um im Sinne der dargelegten Rechtsprechung Umstände darzutun, die auch bei Rechtmässigkeit der Rentenherabsetzung die Realisierung eines Erwerbseinkommens verhindert oder erschwert hätten. Dass diese Umstände infolge des fortbestehenden Anspruchs auf eine ganze Rente nicht mehr zu prüfen sind, lässt den Prozessentschädigungsanspruch nicht dahinfallen; der Anspruch auf eine Prozessentschädigung ist auch dann gegeben, wenn die Beschwerde aus anderen Gründen als den vorgebrachten gutgeheissen wird (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts C 28/05 vom 13. Dezember 2005). Damit rechtfertigt es sich, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung zuzusprechen, die unter Berücksichtigung der massgebenden Kriterien auf Fr. 1’500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Der Antrag auf die unentgeltliche Rechtsvertretung wird dadurch gegenstandslos.”
“g des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere Bemessungskriterien nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer] sowie § 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [GebV SVGer]) den Zeitaufwand und die Barauslagen. Gestützt auf diese Regelung steht der obsiegenden Beschwerdeführerin gegenüber der Beschwerdegegnerin eine Prozessentschädigung zu. Daran ändert nichts, dass die Weitergewährung der ganzen Rente, auf welcher die Gutheissung der Beschwerde basiert, erst mit dem Urteil des Bundesgerichts 9C_254/2020 vom 3. Dezember 2020 angeordnet worden ist. Denn auch wenn das bundesgerichtliche Urteil einen Grund für eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG gebildet hätte, war die Beschwerdeführerin dennoch zur Anfechtung des Einspracheentscheids vom 29. Oktober 2020 gehalten, um ihre Rechte zu wahren, namentlich um im Sinne der dargelegten Rechtsprechung Umstände darzutun, die auch bei Rechtmässigkeit der Rentenherabsetzung die Realisierung eines Erwerbseinkommens verhindert oder erschwert hätten. Dass diese Umstände infolge des fortbestehenden Anspruchs auf eine ganze Rente nicht mehr zu prüfen sind, lässt den Prozessentschädigungsanspruch nicht dahinfallen; der Anspruch auf eine Prozessentschädigung ist auch dann gegeben, wenn die Beschwerde aus anderen Gründen als den vorgebrachten gutgeheissen wird (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts C 28/05 vom 13. Dezember 2005). Damit rechtfertigt es sich, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung zuzusprechen, die unter Berücksichtigung der massgebenden Kriterien auf Fr. 1’500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Der Antrag auf die unentgeltliche Rechtsvertretung wird dadurch gegenstandslos.”
Si un réexamen intervient lite pendente, il n'achève la procédure que dans la mesure où la nouvelle décision satisfait intégralement les conclusions formulées dans le recours. Si la nouvelle décision ne satisfait que partiellement les conclusions, le recours demeure pendant et l'instanÎ de recours poursuit la procédure ; dans ce cas, la nouvelle décision est réputée également contestée.
“In ihrer Vernehmlassung vom 21. November 2019 beantragte die IV-Stelle unter Hinweis auf die gleichentags erlassene Verfügung lite pendente, es sei das Beschwerdeverfahren als erledigt von der Kontrolle abzuschreiben. Diesem Begehren kann jedoch nicht entsprochen werden. Nach Art. 53 Abs. 3 ATSG kann zwar der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Erfüllt diese lite pendente erlassene neue Verfügung die Begehren der Beschwerde führenden Person vollumfänglich, hat sie kein Rechtsschutzinteresse am hängigen Verfahren mehr, so dass dieses gegenstandslos wird und abgeschrieben werden kann. Entspricht aber die Wiedererwägung nicht dem im Beschwerdeverfahren gestellten Antrag, kommt sie bloss einem Antrag an das Gericht gleich (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53, Rz. 90). Vorliegend entspricht die von der IV-Stelle lite pendente erlassene Verfügung vom 21. November 2019 resp. ihr Vorhaben, eine bidisziplinäre Begutachtung anzuordnen, dem Begehren der Versicherten, wonach eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen sei, nicht vollumfänglich, sodass über die Beschwerde im Rahmen eines Sachurteils zu befinden ist.”
“Der Versicherungsträger kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG; vgl. auch Art. 58 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde indessen fort, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (vgl. Art. 58 Abs. 3 VwVG; Urteil des Bundesgerichts I 115/06 vom 15. Juni 2007 E. 2). Sofern diese neue Verfügung die Begehren der beschwerdeführenden Person nur teilweise erfüllt, ist eine Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit unzulässig und die neue Verfügung gilt als mitangefochten im fortzusetzenden Verfahren (vgl. Urteil des BGer 8C_329/2012 vom 21. September 2012 E. 4; vgl. auch Andrea Pfleiderer, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 2. Aufl., Zürich 2016, Art. 58 Rz. 46).”
“Wie der Versicherte richtig erkannt hat, handelte es sich bei der Verfügung der IV-Stelle vom 28. August 2018 um eine Wiedererwägung lite pendente. Der Versicherungsträger kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG). Nach der Rechtsprechung kommt diese Bestimmung nur zum Tragen, wenn die Behörde zu Gunsten der Beschwerde führenden Partei verfügt. Denn eine lite pendente erlassene Verfügung beendet den Streit nur insoweit, als damit den Begehren der Beschwerde führenden Partei entsprochen wird (BGE 127 V 228 E. 2b/bb; Urteile 9C_22/2019 vom 7. Mai 2019 E. 3.1; I 653/03 vom 20. April 2004 E. 1; vgl. auch Urteil 2C_553/2015 vom 26. November 2015 E. 2.3).”
“Un calcul comparatif doit être établi pour les cas où des prestations complémentaires sont versées le 31 décembre 2020 et continueront vraisemblablement d’être versées après le 1er janvier 2021, ou lorsque des prestations complémentaires sont octroyées après l’entrée en vigueur de la réforme des PC avec effet rétroactif au mois de décembre 2020 ou à une date antérieure (ch. 2101 et 2102). 2.3 En l’espèce, la réforme des PC entraîne une diminution des prestations pour la recourante selon les calculs comparatifs de l’intimé, de sorte que l’ancien droit reste applicable à leur établissement jusqu’au 31 décembre 2023. Le droit sera ainsi cité selon sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020. 3. Le litige porte sur le montant des prestations complémentaires du 1er janvier au 31 juillet 2023, et sur la restitution qui découle des nouveaux calculs auxquels l’intimé a procédé. On relèvera au vu de la proposition de l’intimé de renoncer à l’imputation d’un gain hypothétique dès février 2023 que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. A contrario, si l'assureur a déjà envoyé sa réponse, il ne peut plus reconsidérer sa décision (arrêt du Tribunal fédéral 8C_1/2011 du 5 septembre 2011 consid. 1.1 et les références). Si la nouvelle décision rendue pendente lite fait entièrement droit aux conclusions du recourant, en d'autres termes donne entière satisfaction à celui-ci, le recours devient sans objet et la cause doit être radiée du rôle, la décision y afférente de l’autorité de recours devant au surplus statuer sur les frais et dépens en tenant compte de l’intervention des deux parties. Dans le cas contraire, la procédure se poursuit à propos du litige, sans qu’il soit nécessaire de recourir contre la nouvelle décision (arrêt du Tribunal fédéral 8C_1036/2012 du 21 mai 2013 consid. 3.3). Dans un arrêt de principe du 29 avril 2021, la chambre de céans a modifié sa pratique relative à la reconsidération pendente lite en ce sens qu’une nouvelle décision de l’autorité intimée rendue après sa première réponse ou premier préavis, mais dans le cadre d’un échange d’écritures prévu par le droit de procédure ou ordonné par la chambre de céans, doit être considérée comme une décision dont il n’y a pas à contrôler la conformité au droit si elle donne entière satisfaction à la partie recourante (ATAS/393/2021 consid.”
Un réexamen peut, pendant l'instanÎ, intervenir en application de l'art. 53 al. 3 LPGA jusqu'à la prise de position (préavis) de l'organe d'assuranÎ adressée à l'autorité de recours. Si l'organe d'assuranÎ se prononÎ au fond sur la demanÞ de réexamen, l'examen dans la procédure de recours se limite à savoir si les conditions légales du réexamen sont remplies; si le réexamen satisfait pleinement les demandes, la procédure devient sans objet.
“1 LAVS, peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent, les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA), a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont / Moser Szeless (éd.), Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n°101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, dans le dernier délai imparti au 30 mars 2021 par le juge instructeur, dans son ordonnance du 8 février 2021, l’intimée a rendu une décision de reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, annulant la décision sur opposition litigieuse du 11 novembre 2013, que cette décision sur reconsidération fait entièrement droit à la conclusion du recourant contenue dans son acte de recours du 11 décembre 2013, confirmée ensuite dans sa réplique du 6 mai 2014, tendant à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse, qu’il y a ainsi lieu de prendre acte de la décision sur reconsidération du 30 mars 2021 et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art. 82 et 94 al. 1 let. d LPA-VD, qu’un juge unique du tribunal cantonal est compétent pour statuer (art.”
“Der Versicherungsträger nimmt in diesem Rahmen - soweit nötig - weitere Abklärungen vor und überprüft die eigenen Anordnungen aufgrund des vervollständigten Sachverhalts. Daher ist es nach Massgabe der Organisation der Verwaltung allenfalls erforderlich und im Übrigen auch sinnvoll, die Einsprache durch eine andere als die im Verfügungsverfahren zuständig gewesene Person oder Einheit behandeln zu lassen. Bei Erhebung einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren erst durch den Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung ersetzt. Will ein Versicherer dem Einsprachebegehren im Wesentlichen entsprechen, hat er ferner die Möglichkeit, die einspracheweise angefochtene Verfügung zu widerrufen, eine neue Verfügung zu erlassen und festzustellen, dass die Einsprache gegenstandslos geworden ist. In dieser neuen Verfügung, welche wiederum der Einsprache unterliegt, wird auch über allfällige nicht gegenstandslos gewordene Punkte befunden (Thomas Flückiger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 98 zu Art. 53 ATSG mit Hinweisen). Diese Vorgabe entspricht der Wiedererwägung lite pendente (Art. 53 Abs. 3 ATSG) insofern, als ein Beschwerdeverfahren nur dann als gegenstandslos abgeschrieben werden kann, wenn die lite pendente erlassene neue Verfügung des Versicherungsträgers die Begehren der Beschwerde führenden Person vollumfänglich erfüllt und damit ihr Rechtsschutzinteresse entfällt (vgl. Kieser, a.a.O., Art. 53 Rz. 90).”
“Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen. Tritt der Versicherungsträger auf ein Wiedererwägungsbegehren ein, lehnt er hingegen in der Folge die Wiedererwägung ab, wird in einem gegen die Verfügung bzw. den Einspracheentscheid gerichteten Beschwerdeverfahren lediglich überprüft, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben sind. Thema eines solchen Beschwerdeverfahrens bildet also einzig die Frage, ob der Versicherungsträger zu Recht die ursprüngliche Verfügung (nicht) als zweifellos unrichtig und/oder deren Korrektur als von erheblicher Bedeutung qualifiziert hat. Während das blosse Entgegennehmen und Aktuieren des Wiedererwägungsgesuchs noch kein Eintreten auf das Gesuch bedeuten kann, verhält es sich anders, wenn der Versicherungsträger mit der materiellen Prüfung der Wiedererwägungsvoraussetzungen einsetzt (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 ATSG Rz. 80 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend ist unbestritten, dass die Suva auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist, einen Wiedererwägungsgrund aber als nicht gegeben erachtet hat. Zu prüfen ist folglich, ob sie die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung zu Recht verneint hat. 3. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des”
LPGA art. 53 n. 271 Le pouvoir de révision vise la récupération des prestations indûment versées; ainsi, les organismes réclament par exemple les indemnités de chômage partiel ou les indemnités pour intempéries versées à tort lorsque des décisions administratives ou des décisions rendues à la suite d'une opposition, formellement définitives, sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“1 LACI, les travailleurs dont la durée normale du travail est réduite ou l'activité suspendue ont droit à l'indemnité en cas de réduction de l'horaire de travail lorsqu'ils sont tenus de cotiser à l'assurance ou qu'ils n'ont pas encore atteint l'âge minimum de l'assujettissement aux cotisations AVS (let. a), la perte de travail doit être prise en considération au sens de l'art. 32 LACI (let. b), le congé n'a pas été donné (let. c), la réduction de l'horaire de travail est vraisemblablement temporaire, et si l'on peut admettre qu'elle permettra de maintenir les emplois en question (let. d). L'art. 32 al. 1 LACI prévoit que la perte de travail est prise en considération lorsqu'elle est due à des facteurs d'ordre économique et est inévitable (let. a) et qu'elle est d'au moins 10 % de l'ensemble des heures normalement effectuées par les travailleurs de l'entreprise (let. b). 2.3 2.3.1 Les prestations indûment touchées doivent être restituées (art. 25 al. 1 in limine LPGA ; cf. art. 95 al. 1 LACI) si les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (cf. art. 53 al. 2 LPGA ; ATF 126 V 23 consid. 4b, ATF 122 V 367 consid. 3 ; arrêt du TF C 115/06 du 4 septembre 2006 consid. 1.2 ; arrêts du TAF B-2480/2020 du 9 novembre 2021 consid. 3.4 in fine et B-4226/2019 du 25 mai 2021 consid. 2.4 in fine). 2.3.2 L'organe de compensation - qui "est administré par le SECO" (art. 83 al. 3 LACI) - révise les paiements des caisses ou confie cette tâche, en tout ou partie, aux cantons ou à un autre organe (art. 83 al. 1 let. d LACI). Lorsqu'il constate que les prescriptions légales ne sont pas appliquées ou ne le sont pas correctement, il donne à la caisse ou à l'autorité compétente les instructions nécessaires (art. 83a al. 1 LACI). En matière de contrôles auprès des employeurs, l'organe de compensation prend les dispositions nécessaires par voie de décision ; la caisse est chargée de l'encaissement (art. 83a al. 3 LACI). La caisse exige de l'employeur la restitution de l'indemnité allouée en cas de réduction de l'horaire de travail ou d'intempéries quand cette indemnité a été versée à tort (art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 270 Des confirmations répétées d’un droit à une rente dans le cadre de procédures de révision n’excluent pas le réexamen au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. Le réexamen sert à corriger une application du droit initialement erronée ; il suppose qu’il n’existe aucun doute raisonnable quant à l’erronéité de la décision devenue formellement définitive.
“Der Umstand, dass der Rentenanspruch in der Vergangenheit im Rahmen periodisch durchgeführter Revisionsverfahren - wie hier - mehrfach bestätigt worden ist, steht der wiedererwägungsweisen Aufhebung einer zweifellos unrichtigen Verfügung nicht entgegen (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 147 V 167 E. 6.1.1; SVR 2018 IV Nr. 59 S. 190, 8C_680/2017 E. 4.1.1; Urteil 8C_83/2022 vom 29. Juni 2022 E. 5.2.2; je mit Hinweisen).”
“L'art. 25 al. 1, 1re phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2; 138 V 426 consid. 5.2.1). Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Ainsi, par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 et 146 V 364 consid. 4.2). Selon l'art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA, la restitution ne peut pas être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
LPGA art. 53 al. 2 autorise l'institution d'assuranÎ à rectifier des décisions formellement définitives lorsque celles-ci sont manifestement erronées et que la rectification revêt une importanÎ considérable. La disposition pose ainsi des conditions restrictives pour le réexamen de décisions formellement définitives.
“Si le tribunal entre en matière et statue sur le fond, son jugement remplace la décision administrative et, en cas de recours, constitue l’objet de la contestation devant le Tribunal fédéral (ATF 111 V 58 consid. 1 ; Jean MÉTRAL, op. cit., n. 53 ad art. 56 LPGA). La portée de l’effet dévolutif est atténuée par l’art. 53 al. 3 LPGA – en vertu duquel, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé – (ATF 136 V 2 consid. 2.5), possibilité dont l’idée à l’origine est la simplification de la procédure (économie de procédure) et qui déroge aux conditions strictes d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 103 et 104 ad art. 53 LPGA). Dans le cadre de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’autorité peut revoir librement sa décision, en faveur du recourant, sans être liée par les conditions restrictives de la reconsidération d’une décision entrée en force (cf. art. 53 al. 2 LPGA). Si la nouvelle décision rendue pendente lite fait entièrement droit aux conclusions du recourant, le recours devient sans objet et la cause doit être radiée du rôle, la décision y afférente de l’autorité de recours devant au surplus statuer sur les frais et dépens en tenant compte de l’intervention des deux parties. Dans le cas contraire, la procédure se poursuit à propos de ce qui reste litigieux, sans qu’il soit nécessaire de recourir contre la nouvelle décision (ATF 127 V 228 consid. 2b/bb ; ATF 113 V 237 ; ATF 107 V 250 ; arrêts du Tribunal fédéral 9C_22/2019 du 7 mai 2019 consid. 3.1, 8C_1036/2012 précité consid. 3.3 et 8C_18/2009 du 31 juillet 2009 consid. 3 ; ATAS/173/2021 précité consid. 7b ; Thomas FLÜCKIGER, in Basler Kommentar, 2020, n. 102 ad art. 53 LPGA ; Jean MÉTRAL, op. cit., n. 54 ad art. 56 LPGA ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 106 ad art. 53 LPGA ; en cas de reformatio in peius [art. 61 let. d LPGA], cf. Thomas FLÜCKIGER, op. cit., n. 104 ad art. 53 LPGA ; Ueli KIESER, op.”
“Ces contrôles a posteriori auprès des employeurs sont ensuite effectués par l'organe de compensation administré par le SECO qui vérifiera l'ampleur et le caractère contrôlable de la réduction de l'horaire de travail et réclamera la restitution des prestations perçues indûment (arrêt B-3732/2023 précité consid. 3.1.3). 3.2 De manière générale, l'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (cf. ATF 142 V 259 consid. 3.2, 138 V 426 consid. 5.2.1 et 130 V 318 consid. 5.2) ; il doit exister un titre de révocation (cf. Margit Moser-Szeless, in : Commentaire romand, Loi fédérale sur la partie générale des assurances sociales, 2018, [ci-après : Commentaire romand] art. 53 LPGA n°33). L'assureur peut reconsidérer une décision formellement entrée en force de chose décidée - et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond -, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). En outre, par analogie avec la révision des décisions judiciaires, l'assureur est tenu de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (art. 53 al. 1 LPGA). 3.3 Les positions de la recourante et de l'autorité inférieure divergent quant à la qualification de la décision ordonnant la restitution des prestations perçues de la part de la Caisse de chômage : la recourante est d'avis que l'obligation de restituer ne peut résulter que d'une révision procédurale alors que l'autorité inférieure considère avoir procédé à une reconsidération. 3.4 3.4.1 La révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA a été calquée sur la voie extraordinaire de la révision de la procédure judiciaire. On en tient compte en cas de découverte de faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente.”
Citation : LPGA art. 53 n. 268 La révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA est admissible dans les délais prévus à l'art. 67 PA : elle doit être introduite dans les 90 jours dès la découverte du motif de révision ; en outre, un délai absolu de dix ans à compter de la notification de la décision s'applique. Selon la jurisprudenÎ, ce délai de dix ans est également appliqué aux décisions de première instanÎ.
“Die prozessuale Revision bezieht sich somit auf Konstellationen der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes (BSK ATSG-Flückiger, Art. 53 N 18). Die Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG ist gestützt auf Art. 55 Abs. 1 ATSG nur innerhalb der in Art. 67 VwVG enthaltenen Fristen zulässig. Nach Abs.1 dieser Bestimmung ist eine relative 90-tägige Frist zu beachten, die mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt. Zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, deren Lauf mit der Eröffnung des Entscheides einsetzt (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2018 vom 6. Juli 2018 E. 5.5.1 mit Hinweisen). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin wie erwähnt mit Verfügung vom 1. Oktober 2004 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Es folgten noch Bestätigungen dieser Rentenleistung mit Mitteilungen aus den Jahren 2006 und 2009 (IV-Akten 45 und 51). Seitherige, in Rechtskraft getretene Verfügungen zur definitiven Klärung der Rentenfrage liegen nicht vor. Bereits mit Blick hierauf wird klar, dass eine Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG nur schon darum nicht zum Zuge kommen kann, weil zum Zeitpunkt des Erlasses der hier strittigen Verfügung vom 29. Juni 2020 die absolute Frist von 10 Jahren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG verstrichen war. 3.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, kann es die auf Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c S. 469, 125 V 368 E. 2 S. 369). Mit Blick auf die angeführten Grundsätze bleibt vorliegend aber zunächst zu prüfen, ob die Revisionsvoraussetzungen im Sinne von Art.”
“Nach Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) ist das Revisionsbegehren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der Beschwerdeinstanz innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des Beschwerdeentscheides schriftlich einzureichen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese zehnjährige Frist auf die prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil 8C_718/2016 vom 21. August 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Ganz allgemein werden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung die Fristen, die Art. 67 VwVG für die Revision von Beschwerdeentscheiden vorsieht, auch auf erstinstanzliche Verfügungen angewendet (Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2010 vom 25. August 2010 E. 4.1 mit Hinweis).”
“Nach Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) ist das Revisionsbegehren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der Beschwerdeinstanz innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des Beschwerdeentscheides schriftlich einzureichen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese zehnjährige Frist auf die prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil 8C_718/2016 vom 21. August 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Ganz allgemein werden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung die Fristen, die Art. 67 VwVG für die Revision von Beschwerdeentscheiden vorsieht, auch auf erstinstanzliche Verfügungen angewendet (Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2010 vom 25. August 2010 E. 4.1 mit Hinweis). Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen (BGE 143 V 105 E.”
“Nach Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) ist das Revisionsbegehren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der Beschwerdeinstanz innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des Beschwerdeentscheides schriftlich einzureichen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese zehnjährige Frist auf die prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil 8C_718/2016 vom 21. August 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Ganz allgemein werden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung die Fristen, die Art. 67 VwVG für die Revision von Beschwerdeentscheiden vorsieht, auch auf erstinstanzliche Verfügungen angewendet (Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2010 vom 25. August 2010 E. 4.1 mit Hinweis). Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen (BGE 143 V 105 E.”
Une simple communication téléphonique ou écrite ne remplaÎ pas une révision formelle au sens de l'art. 53 LPGA. La révision doit prendre la forme d'une décision qui remplaÎ la décision contestée ; cette décision doit être notifiée sans délai aux parties et communiquée à l'autorité de recours. Un simple « acquiescement » ne rend pas la procédure sans objet et n'exonère pas le tribunal de l'examen de fond requis.
“b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu'en l'espèce, en date du 3 juillet 2023, l'intimée a annoncé qu'il y avait lieu d'annuler la décision sur opposition du 21 décembre 2022 et que le versement des indemnités journalières en faveur du recourant allait être repris, que ces indications ne constituent pas une reconsidération pendente lite au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, hypothèse dans laquelle le recours serait alors devenu sans objet, qu’en effet, une telle reconsidération doit prendre la forme d’une décision – remplaçant la décision sur opposition litigieuse – que l’assureur social est tenu de notifier sans délai aux parties et dont il doit donner connaissance à l’autorité de recours (cf. art. 58 al. 2 PA [loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021], applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA ; cf. également TF 8C_526/2012 du 19 septembre 2012 consid. 3.2 et Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 105 ad art. 53 LPGA), que l’intimée n’a pas transmis à la Cour de céans une décision de reconsidération qu’elle aurait notifiée au recourant, que la teneur de sa réponse vaut en définitive acquiescement aux conclusions du recours, qu’un acquiescement est en principe inopérant en droit des assurances sociales, en ce sens qu’il ne rend pas le litige sans objet et ne dispense ainsi pas le juge de se prononcer sur le recours (TF 8C_18/2009 du 31 juillet 2009 consid. 3 ; Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], op. cit., p. 647, note de bas de page n° 168 ad art. 53 LPGA), que compte tenu des documents médicaux versés au dossier durant la procédure, il y a lieu sur le fond de se rallier à la position de l’intimée, que le rapport médical du 8 juin 2023 émanant de la Dre K.________ et le rapport du médecin-conseil de l'intimée du 21 juin 2023 justifient en effet de faire droit aux conclusions du recourant, attendu qu'en définitive, il convient d'admettre le recours et d'annuler la décision sur opposition litigieuse, le recourant ayant droit au versement des indemnités journalières au-delà du 30 novembre 2022, attendu que l'autorité statue sur les frais et dépens (art.”
“En effet, une telle reconsidération doit prendre la forme d’une décision – remplaçant la décision litigieuse – que l’assureur social est tenu de notifier sans délai aux parties et dont il doit donner connaissance à l’autorité de recours (cf. art. 58 al. 2 PA [loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021], applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA ; cf. également TF 8C_526/2012 du 19 septembre 2012 consid. 3.2 et Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 105 ad art. 53 LPGA). Or l’intimé n’était pas en mesure de transmettre à la Cour de céans une telle décision de reconsidération dès lors qu’elle avait déjà produit une réponse le 10 novembre 2022. Cela étant, un acquiescement – en l’occurrence celui contenu dans les déterminations du 6 avril 2023 – est en principe inopérant en droit des assurances sociales, en ce sens qu’il ne rend pas le litige sans objet et ne dispense ainsi pas le juge de se prononcer sur le recours (TF 8C_18/2009 du 31 juillet 2009 consid. 3 ; Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], op. cit., note de bas de page n° 168 ad art. 53 LPGA), si bien qu’il y a lieu de rendre un arrêt statuant sur le sort de la présente procédure. 7. a) En l’espèce, par décision du 13 octobre 2005, l’OAI a octroyé à l’assuré une rente entière d’invalidité dès le 1er juillet 2002 en raison d’atteintes à la santé psychique. A la suite d’une procédure de révision d’office, l’OAI a supprimé la rente d’invalidité de l’intéressé par décision du 8 septembre 2010 en se fondant sur le rapport d’expertise du 18 septembre 2009 du Dr B.________. b) Le 9 septembre 2021, le recourant a déposé une nouvelle demande de prestations de l’assurance-invalidité tendant à l’octroi d’une rente d’invalidité et à une mesure de reclassement faisant état d’une atteinte à l’épaule gauche suite à un accident professionnel du 2 mars 2020 entraînant des limitations fonctionnelles (pas d’activités qui sollicitent l’épaule gauche, pas de port de charges lourdes, pas de travaux avec les bras au niveau de l'horizontale, gestes répétitifs) (cf. rapport du 19 janvier 2022 du Dr D.”
“2), qu’en l’espèce, l’intimé a, dans sa réponse du 9 septembre 2024, conclu à la réforme de la décision querellée dans le sens de la réduction de la rente entière allouée à une rente d’invalidité de 64 % d’une rente entière d’invalidité à compter du 1er août 2024, que ces indications ne sauraient toutefois constituer une reconsidération pendente lite au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, hypothèse dans laquelle le recours serait alors devenu sans objet, qu’en effet, une telle reconsidération doit prendre la forme d’une décision – remplaçant la décision litigieuse – que l’assureur social est tenu de notifier sans délai aux parties et dont il doit donner connaissance à l’autorité de recours (cf. art. 58 al. 2 PA [loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021], applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA ; cf. également TF 8C_526/2012 du 19 septembre 2012 consid. 3.2 et Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 105 ad art. 53 LPGA), que l’intimé n’a pas transmis à la Cour de céans une décision de reconsidération qu’il aurait notifiée à la recourante, que la teneur de sa réponse vaut en définitive acquiescement aux conclusions du recours, qu’un acquiescement est en principe inopérant en droit des assurances sociales, en ce sens qu’il ne rend pas le litige sans objet et ne dispense ainsi pas le juge de se prononcer sur le recours (TF 8C_331/2020 du 4 mars 2021 consid. 2.1 ; 9C_149/2017 du 10 octobre 2017 consid. 1 et la référence citée ; Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], op. cit., p. 647, note de bas de page n° 168 ad art. 53 LPGA), que cela étant précisé, il y a lieu sur le fond de se rallier à la position de l’intimé ; attendu que l’assuré a droit à une rente si sa capacité de gain ou sa capacité d’accomplir ses travaux habituels ne peut pas être rétablie, maintenue ou améliorée par des mesures de réadaptation raisonnablement exigibles, s’il a présenté une incapacité de travail d’au moins 40 % en moyenne durant une année sans interruption notable et si, au terme de cette année, il est invalide à 40 % au moins (art.”
LPGA art. 53 n. 266 Selon la jurisprudenÎ, l'administration n'est pas tenue d'ouvrir une révision ; ni la personne assurée ni le tribunal ne peuvent l'y contraindre. Les décisions de l'administration par lesquelles elle ne donne pas suite à une demanÞ de révision ne sont en règle générale pas justiciables et peuvent être communiquées de manière informelle (notamment par écrit).
“Il sied toutefois de rappeler que, selon la jurisprudence, l'administration n'est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni l’intéressé, ni le juge ne peuvent l'y contraindre. Le corollaire en est que les décisions portant sur un refus d'entrer en matière sur une demande de reconsidération ne peuvent pas faire l'objet d'un contrôle en justice (ATF 133 V 50 consid. 4.1 p. 52 ; 119 V 475 consid. 1b/cc p. 479 ; 117 V 8 consid. 2a p. 12 s. ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_447/2007 du 10 juillet 2008 consid. 1 ; UELI KIESER, ATSG Kommentar, 2ème éd., no 44 ad art. 53). Un assureur social refuse d'entrer en matière sur une demande de reconsidération lorsqu'il se borne à procéder à un examen sommaire de la requête et répète les motifs invoqués dans la décision initiale (ATF 117 V 8 consid. 2b/aa p. 14 ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_866/2009 du 27 avril 2010 consid. 2.2). Il est en droit de communiquer ce refus à la personne assurée au moyen d'une simple lettre, sans indication des voies de droit ni motivation détaillée (Margit MOSER-SZELESS, Commentaire romand de la LPGA, no. 91 ad art. 53 LPGA, p. 643). 9. Le recourant, qui n'est pas représenté en justice et qui n'a pas allégué ou démontré avoir déployé des efforts dépassant la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires, n'a pas droit à des dépens. 10. Pour le surplus, en l’absence de loi spéciale prévoyant des frais judiciaires, la procédure est gratuite (art. 61 let. fbis LPGA en lien avec l’art. 1 al. 1 LACI). PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant À la forme : 1. Déclare le recours recevable. Au fond : 2. L’admet et annule la décision sur opposition de l’intimé du 30 août 2023. 3. Dit que la procédure est gratuite. 4. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art.”
“1 LPGA, il termine di perenzione di novanta giorni dalla conoscenza del rapporto peritale del 21 febbraio 2019 era già ampiamente decorso, circostanza, anche questa, che conformemente alla surriferita giurisprudenza preclude una revisione processuale. Visto quanto precede, i presupposti per una revisione processuale non sono in concreto adempiuti. 2.6.3.2. Per quanto concerne la riconsiderazione ex art. 53 cpv. 2 LPGA, essa è prerogativa esclusiva dell’amministrazione, come rettamente rilevato dall’Ufficio AI (XII, pag. 5; doc. 178 incarto AI): né l’assicurato, né l’autorità giudiziaria (ma tutt’al più l’UFAS, STF 9C_505/2007 del 7 maggio 2008 consid. 2.3.) possono imporre una riconsiderazione di una decisione cresciuta in giudicato formale (DTF 133 V 50 consid. 4.1. con riferimenti; Flückiger, op. cit., n. 2, 55, 56, 60 e segg. e 91-92 ad art. 53 LPGA; CIRAI, cifra 6104). Inoltre, una decisione cresciuta in giudicato materiale, ossia la decisione amministrativa valutata sotto il profilo materiale dall’autorità giudiziaria, non può formare oggetto di una riconsiderazione (STF 9C_483/2022 del 28 agosto 2023; DTF 138 V 147 consid. 2.1.; Flückiger, op. cit., n. 77 ad art. 53 LPGA; Forster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, in: RBS 2021, pag. 496 e seg.). Infine, la decisione dell’amministrazione di non entrata in materia su una richiesta di riconsiderazione può essere comunicata per iscritto, senza ulteriori vincoli di forma, non potendo essere impugnata (Flückiger, op. cit., n. 91 ad art. 54 LPGA). In concreto, la decisione del 9 maggio 2018 è cresciuta in giudicato formale (cfr. supra consid. 1.1.), ragione per cui la decisione – comunicata all’assicurato in forma scritta (doc. 171, pag. 992 incarto AI) – dell’Ufficio AI di non procedere ad una riconsiderazione della decisione in parola risulta conforme ai surriferiti dettami giurisprudenziali e dottrinali. Pertanto, l’agire dell’amministrazione è corretto. 2.7. Come accennato (cfr. supra consid. 1.3. e 2.6.1.), il ricorrente contesta l’ammontare della rendita, sostenendo che devono essere computati anche i periodi durante i quali egli ha lavorato in Svizzera e all’estero come ricercatore (tramite borse di studio) e nell’ambito di un perfezionamento/riqualifica professionale durante il quale era a beneficio di prestazioni LADI, circostanze che comporterebbero l’applicazione di una scala di rendite superiore a quella applicata (37).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 265 Les décisions, y compris les décisions prises sur opposition, concernant des prestations périodiques sont en règle générale définitives tant sur le plan formel que sur le plan matériel (res iudicata). Elles couvrent les conditions du droit à prestation et les éléments de calcul dans la mesure où ceux-ci reposent sur des faits clos au moment de la décision, et ne doivent pas être réexaminées à chaque nouvelle périoÞ de versement. L'administration ne peut revenir sur une décision devenue formellement définitive que pour les titres de reprise reconnus par la jurisprudenÎ, notamment par la voie de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou par réexamen (art. 53 al. 2 LPGA); dans les cas pertinents, il convient également d'examiner la révision au sens de l'art. 17 LPGA.
“Die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, unter anderem Renten der Alters- und Invalidenversicherung, ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen. Die vorstehenden Grundsätze gelten auch im Rahmen der Revision einer Dauerleistung im Sinne der Anpassung pro futuro an (nachträgliche) erhebliche Änderungen der tatsächlichen (und allenfalls rechtlichen) Grundlagen der ursprünglichen Leistungszusprechung (vgl. in Bezug auf die hier interessierenden Renten der Invalidenversicherung Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Damals bejahte Anspruchsvoraussetzungen und festgesetzte Leistungsbemessungsfaktoren, welche im Zeitpunkt der Verfügung oder des Einspracheentscheids abgeschlossene Sachverhalte betreffen, können zufolge Rechtskraft nicht erneut überprüft werden. Vorbehalten bleibt das Zurückkommen auf den ursprünglich leistungszusprechenden Entscheid unter dem Titel Wiedererwägung oder prozessuale Revision. Anders verhält es sich mangels sachlicher Identität bei einem neuen Versicherungsfall, das heisst bei Ablösung der bisherigen Rente durch eine neue Hauptrente, oder wenn zur ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung eine davon völlig verschiedene Gesundheitsstörung hinzugetreten ist und zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades geführt hat (vgl.”
“17 ATSG geht der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung; Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 144 I 103 E. 2.2, 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (vgl. BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). 2.3.2 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Die Vorinstanz hat zutreffend ausgeführt, dass die Rechtskraft von Verfügungen resp. Einsprache- oder Beschwerdeentscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, grundsätzlich zeitlich unbeschränkt ist. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen (BGE 136 V 369 E. 3.1.1 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch Urteil 8C_388/2021 vom 16. August 2021 E. 4 mit weiteren Hinweisen).”
LPGA art. 53 n. 264 L'organisme d'assuranÎ n'est pas tenu de réviser des ordonnances ou des décisions sur opposition devenues formellement définitives; il s'agit d'une compétenÎ facultative. Ni la personne assurée ni le tribunal ne peuvent contraindre l'organisme d'assuranÎ à procéder à une révision.
“Au vu de l’ensemble de ces éléments, la chambre de céans est convaincue, au degré de la vraisemblance prépondérante, que le recourant avait sa résidence effective à Genève dès le 1er juin 2022, avec l’intention de la conserver et d’en faire le centre de ses relations personnelles. On soulignera encore que lorsque le recourant s’est installé à Genève, le 1er juin 2022, il était alors déjà au bénéfice de prestations de chômage versées par le canton de Vaud, de sorte qu’on ne saurait conclure que, par le biais d’une hypothétique domiciliation fictive à Genève, le recourant cherchait à obtenir des prestations du chômage suisse. Partant, c’est à tort que l’intimé a retenu que le recourant ne remplissait pas la condition du domicile en Suisse à compter du 1er juin 2022. Cela étant, la chambre de céans ne dispose pas des éléments pour se prononcer sur les autres conditions auxquelles est soumis le droit à l’indemnité, de sorte qu’il y a lieu de renvoyer la cause à l’intimé sur ce point, à charge pour lui de les examiner avant de rendre une nouvelle décision. 10. Dans son écriture du 3 décembre 2023, le recourant a requis la reconsidération des décisions entrées en force rendues par l’intimé. Aux termes de l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. L'administration n'est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peut l'y contraindre (cf. ATF 133 V 50 consid. 4.1 ; 119 V 475 consid. 1b/cc ; 117 V 8 consid. 2a ; arrêt du Tribunal fédéral 8C_866/2009 du 27 avril 2010 consid. 2.2). En l’occurrence, dans la mesure où la décision sur opposition du 27 avril 2021 a été rendue par l’intimé, seul ce dernier a la faculté de la reconsidérer et la chambre de céans ne peut l’y contraindre. Toutefois, il est loisible au recourant de déposer, s’il le souhaite, une demande de reconsidération de la décision précitée auprès de l’intimé. 11. En conséquence, le recours est partiellement admis et la décision sur opposition de l’intimé, du 31 janvier 2023, est annulée.”
Citation: LPGA art. 53 n. 263 Si la prestation indûment versée trouve son fondement dans une décision non encore passée en forÎ, la suspension du recouvrement applicable aux décisions formellement passées en forÎ ne s'applique pas. Il n'est donc pas nécessaire que soient remplies les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA (manifestement erronée et importanÎ notable) pour exiger le remboursement.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. BGE 150 V 249 E. 3.2; 142 V 259 E. 3.2; 130 V 318 E. 5.2). Bildete jedoch ein nicht rechtskräftiger Entscheid Basis für die zu Unrecht ausbezahlte Invalidenrente, muss kein Grund für eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung vorliegen, um die Rückerstattung zu verlangen (Urteile 8C_106/2024 vom 8. August 2024 E. 4.2; 9C_684/2023 vom 20. Juni 2024 E. 5.1.2; mit weiteren Hinweisen; 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2007 E. 6.2.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 262 La révision d'une décision formellement passée en forÎ relève en principe de l'autorité administrative qui a rendu la décision initiale; l'instanÎ de recours ou la juridiction n'est pas compétente à cet égard.
“1 La jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; ATF 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 et la référence). Seule l’autorité administrative qui a rendu la décision entrée en force de chose décidée a la compétence pour la réviser, et non pas l’autorité de recours (qui n’a précisément pas été appelée à examiner la conformité au droit du prononcé administratif initial ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 57 ad art. 53 LPGA ; Thomas FLÜCKIGER, in Basler Kommentar, ATSG, 2020, n. 38 ad art. 53 LPGA). 4.2 En l’occurrence, par décision du 3 juillet 2023, la caisse de chômage du canton de Zurich a constaté que le délai-cadre pour la perception de prestations de l’assurance-chômage avait commencé le 10 mars 2023 et que l’assuré n’avait pas droit à l’indemnité de chômage pour la période du 17 janvier au 9 mars 2023, et a réclamé à celui-ci la restitution des indemnités de chômage reçues d’elle durant cette période à concurrence de CHF 4'801.40. Le recourant n’allègue pas avoir contesté cette décision du 3 juillet 2023. Il semble dès lors prima facie que la question du droit de l’intéressé aux indemnités de chômage pour la période litigieuse (du 17 janvier au 9 mars 2023) a été et reste entièrement de la compétence des autorités zurichoises, qui ont rendu une décision (du 3 juillet 2023) entrée en force de chose décidée, de sorte que ni l’intimé ni la chambre de céans ne seraient habilités à se prononcer à ce sujet. 4.3 Quoi qu’il en soit, la question de la recevabilité ou non du recours sur ce point pourra demeurer indécise, pour les motifs qui suivent.”
“1 La jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; ATF 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 et la référence). Seule l’autorité administrative qui a rendu la décision entrée en force de chose décidée a la compétence pour la réviser, et non pas l’autorité de recours (qui n’a précisément pas été appelée à examiner la conformité au droit du prononcé administratif initial ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 57 ad art. 53 LPGA ; Thomas FLÜCKIGER, in Basler Kommentar, ATSG, 2020, n. 38 ad art. 53 LPGA). 4.2 En l’occurrence, par décision du 3 juillet 2023, la caisse de chômage du canton de Zurich a constaté que le délai-cadre pour la perception de prestations de l’assurance-chômage avait commencé le 10 mars 2023 et que l’assuré n’avait pas droit à l’indemnité de chômage pour la période du 17 janvier au 9 mars 2023, et a réclamé à celui-ci la restitution des indemnités de chômage reçues d’elle durant cette période à concurrence de CHF 4'801.40. Le recourant n’allègue pas avoir contesté cette décision du 3 juillet 2023. Il semble dès lors prima facie que la question du droit de l’intéressé aux indemnités de chômage pour la période litigieuse (du 17 janvier au 9 mars 2023) a été et reste entièrement de la compétence des autorités zurichoises, qui ont rendu une décision (du 3 juillet 2023) entrée en force de chose décidée, de sorte que ni l’intimé ni la chambre de céans ne seraient habilités à se prononcer à ce sujet. 4.3 Quoi qu’il en soit, la question de la recevabilité ou non du recours sur ce point pourra demeurer indécise, pour les motifs qui suivent.”
Réf. : LPGA art. 53 al. 3, n. 261 Les décomptes établis ultérieurement ou substantiellement modifiés, ainsi que les décisions nouvellement rendues par l'autorité requérante, peuvent être considérés, en vertu de l'art. 53 al. 3 LPGA, comme une modification de fait de la prise de position antérieure ; ils peuvent entraîner l'ajustement du montant à rembourser ou rendre la procédure de recours sans objet.
“3, 1ère phrase, CPJA); qu’en l’espèce, suite à l’arrêt du 17 juin 2020 dans la cause 605 2019 189 par lequel la Cour de céans a pris acte de nouvelles décisions sur opposition du Service public de l’emploi ayant pour effet de réduire globalement la durée de suspension des indemnités de 23 jours à 18 jours, le recourant a demandé par courrier du 28 juillet 2020 que la Caisse publique de chômage établisse de nouveaux décomptes quant aux montants à restituer, en prenant en considération la réduction des jours de suspension (18 jours au total au lieu de 23 jours au total); qu’en cela, il a modifié les conclusions de son recours par lequel il demande désormais uniquement que le montant à restituer soit adapté à la nouvelle durée des suspensions prononcées, le recours étant ainsi devenu sans objet pour le reste; que la Caisse de chômage intimée a ensuite établi de nouveaux décomptes tenant compte de cette nouvelle durée des suspensions prononcées, ayant pour effet de réduire de CHF 3'338.75 à CHF 2'612.95 le montant des indemnités à restituer par le recourant, ce qui rendait selon elle la procédure de recours sans objet (voir détermination du 21 août 2020); que, établis par ailleurs après les observations du 20 novembre 2019, les nouveaux décomptes ainsi que la détermination du 21 août 2020 ne constituent pas formellement une nouvelle décision sur opposition qui annulerait et remplacerait celle du 16 septembre 2019 et dont il y aurait simplement lieu de prendre acte, au sens des art. 53 al. 3 LPGA et 85 al. 2 CPJA; que ces nouveaux décomptes associés à la détermination du 21 août 2020 valent toutefois conclusions qui reviennent à admettre les conclusions modifiées du recourant et à la modification de sa décision sur opposition du 16 septembre 2019 dans le sens que le montant des indemnités à restituer doit être réduit de CHF 3'338.75 à CHF 2'612.95; que sur le vu des nouveaux décomptes produits, ce montant modifié correspond aux 18 jours de suspension d’indemnités ressortant de l’arrêt du 17 juin 2020 précité; qu’il y a dès lors lieu d’admettre le recours, dans la mesure où il n’est pas devenu sans objet suite au courrier du recourant du 28 juillet 2020, et de modifier la décision sur opposition du 16 septembre 2019 dans le sens que le montant des indemnités à restituer doit être réduit de CHF 3'338.75 à CHF 2'612.95; qu’il ne sera pas perçu de frais; que la Caisse de chômage s’oppose à ce qu’une indemnité de partie soit allouée au recourant pour ses frais d’avocat. Elle soutient en substance que, représenté par un avocat depuis le 23 septembre 2019, il aurait pu et dû lui indiquer à ce stade déjà qu’il avait déposé un recours auprès du Service public de l’emploi contre les décisions de suspension des 14 juin 2019 et 1er juillet 2019, au lieu de laisser son mandataire effectuer un travail conséquent en lien avec le dépôt d’un recours contre la décision sur opposition concernant la restitution.”
“75 (voir également la lettre d'accompagnement du 9 mai 2023 de la décision du même jour et celle du 10 mai 2023 de la CSC au Tribunal ; TAF pces 3 et 4), l'ordonnance du Tribunal administratif fédéral du 23 mai 2023, notifiée à la recourante le 24 mai 2023 (TAF pce 6), lui transmettant une copie de la décision de la CSC du 9 mai 2023, lui impartissant un délai au 23 juin 2023 pour indiquer par écrit si elle est satisfaite de cette nouvelle décision ou si elle estime ne pas avoir obtenu gain de cause, et l'avertissant qu'en l'absence de réponse de sa part dans le délai imparti, le Tribunal considérera que la nouvelle décision du 9 mai 2023 rend le recours du 17 mars 2023 sans objet (TAF pce 5), l'absence de réponse de la part de la recourante, et considérant que le Tribunal administratif fédéral connaît des recours interjetés par les personnes résidant à l'étranger contre les décisions prises par la CSC, sous réserve des exceptions non réalisées en l'espèce (art. 31, 32 et 33 let. d LTAF, et art. 85bis al. 1 LAVS [RS 831.10]), que la procédure devant le Tribunal administratif fédéral est en principe régie par la PA (art. 37 LTAF), sous réserve des dispositions particulières de la LPGA (RS 830.1 ; art. 3 let. dbis PA), qu'à cet égard, aux termes de l'art. 2 LPGA, en relation avec l'art. 1 al. 1 LAVS, les dispositions de la LPGA s'appliquent à l'AVS réglée dans la première partie de la loi, à moins que la LAVS ne déroge expressément à la LPGA, que les conditions de l'art. 59 LPGA, qui prévoit que quiconque est touché par la décision et a un intérêt digne de protection à ce qu'elle soit annulée ou modifiée a qualité pour recourir, sont remplies en l'espèce, que, déposé en temps utile et dans les formes requises par la loi (art. 60 LPGA et art. 52 PA), le recours est recevable, que selon l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que l'autorité de recours continue à traiter le recours, dans la mesure où la nouvelle décision de l'autorité inférieure ne l'a pas rendu sans objet (art. 58 al. 3 PA), que la recourante, dans son recours, demande que lui soit versée la somme de cotisations qu'elle estime lui être due, se référant en particulier à la décision de la CSC du 24 octobre 2022 qui lui accordait le remboursement de ses cotisations AVS à hauteur de CHF 66'638.55, moins un impôt à la source s'élevant à CHF 2'920.10 (4.38204%), que la nouvelle décision de la CSC du 9 mai 2023 accorde précisément à la recourante le remboursement de ses cotisations AVS, à hauteur de CHF 66'638.55, moins un impôt à la source s'élevant dorénavant à CHF 2'898.80 (4.35%), et s'avère ainsi plus favorable encore à la recourante que la décision du 24 octobre 2022, à laquelle l'intéressée ne s'était d'ailleurs pas opposée, que dans cette mesure, l'autorité inférieure fait droit aux conclusions de la recourante, laquelle ne le conteste pas, qu'en conséquence, la nouvelle décision de la CSC du 9 mai 2023 rend le recours sans objet, de sorte que l'affaire doit être radiée du rôle, dans une procédure à juge unique (art.”
“La période de suspension d’une durée de 31 jours » et indiquant qu’il avait débuté un nouveau travail le 20 février 2023. Attend en droit que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 3 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît en instance unique des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’assurance-vieillesse, survivants et invalidité du 6 octobre 2006 (LPC - RS 831.30). Elle statue aussi, en application de l'art. 134 al. 3 let. a LOJ, sur les contestations prévues à l'art. 43 de la loi cantonale sur les prestations complémentaires cantonales du 25 octobre 1968 (LPCC - J 4 25). Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie. Qu’interjeté en temps utile, le recours est recevable. Que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. Que tel est le cas en l’espèce, l’intimé ayant rendu le 27 janvier 2023 une nouvelle décision réduisant la sanction de 31 à 3 jours de suspension du droit à l’indemnité du recourant. Que le recourant, dans sa dernière écriture, ne conteste pas celle-ci. Qu’en conséquence, le recours n’a plus d’objet et la cause sera rayée du rôle. Que pour le surplus, la procédure est gratuite. PAR CES MOTIFS, La présidente : 1. Dit que le recours est devenu sans objet. 2. Raye la cause du rôle. La greffière Adriana MALANGA La présidente Valérie MONTANI Une copie conforme du présent arrêt est notifiée aux parties par le greffe le”
Citation: LPGA art. 53 n. 260 L'arrêt ne comporte pas de renvoi exprès à l'art. 53 LPGA; il se borne à fixer une indemnité des frais de partie au tarif.
“Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in diesem Verfahren auf Fr. 3'707.05 (inkl. Auslagen und MWSt.) festgesetzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'787.30 festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO. Zu eröffnen (R): - Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin - IV-Stelle Bern - Bundesamt für Sozialversicherungen - Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 3001 Bern Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber: Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden. VGE 18 Art. 53 ATSGart. 53 LPGAart. 53 LPGA Art. 57 ATSGart. 57 LPGAart. 57 LPGA Art. 54 GSOGart. 54 LOJMart. 54 GSOG Art. 59 ATSGart. 59 LPGAart. 59 LPGA Art. 69 IVGart. 69 LAIart. 69 LAI Art. 60 ATSGart. 60 LPGAart. 60 LPGA Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG Art. 56 GSOGart. 56 LOJMart. 56 GSOG Art. 61 ATSGart. 61 LPGAart. 61 LPGA Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 84 VRPGart. 84 LPJAart. 84 VRPG Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 130 V 343ATF 130 V 343DTF 130 V 343 Art. 8 ATSGart. 8 LPGAart. 8 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA Art. 4 IVGart. 4 LAIart. 4 LAI Art. 6 ATSGart. 6 LPGAart. 6 LPGA Art. 7 ATSGart. 7 LPGAart. 7 LPGA BGE 145 V 215ATF 145 V 215DTF 145 V 215 BGE 143 V 124ATF 143 V 124DTF 143 V 124 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 141 V 281ATF 141 V 281DTF 141 V 281 BGE 143 V 418ATF 143 V 418DTF 143 V 418 BGE 131 V 49ATF 131 V 49DTF 131 V 49 BGE 127 V 294ATF 127 V 294DTF 127 V 294 Art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 259 Motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA : il s'agit de faits nouveaux ou de moyens de preuve importants découverts ou retrouvés après l'édiction de la décision devenue formellement définitive ou de la décision sur opposition. Un fait est nouveau et important s'il existait déjà au moment de la première appréciation, mais dont la partie qui s'en prévaut, sans faute de sa part, n'avait pas connaissanÎ ou qui était demeuré non prouvé, et s'il faut supposer que, si ce fait avait été connu, la décision initiale aurait été différente.
“2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen und Einspracheentscheide einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die beim sachlich und örtlich zuständigen Gericht form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 2. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ist der Versicherungsträger verpflichtet, mittels sogenannter prozessualer Revision auf eine formell rechtskräftige Verfügung oder auf einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid zurückzukommen, wenn nach deren bzw. dessen Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel aufgefunden werden. Neu und erheblich ist eine Tatsache, wenn sie zur Zeit der Erstbeurteilung zwar bereits bestanden hat, der sich darauf berufenden Partei aber unverschuldeterweise nicht bekannt war oder die neue Tatsache unbewiesen geblieben ist, und wenn davon ausgegangen werden muss, dass der ursprüngliche Entscheid bei Kenntnis der bisher unentdeckt gebliebenen Tatsache anders ausgefallen wäre (BGE 143 V 105 E. 2.3). Betrifft der Revisionsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung, deren Beurteilung massgeblich auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen, so ist eine vorgebrachte neue Tatsache dennoch zu berücksichtigen, sofern die entscheidende Behörde ihr Ermessen wegen eines neu erhobenen Befundes bereits im ursprünglichen Verfahren zwingend hätte anders ausüben und infolgedessen zu einem anderen Ergebnis hätte gelangen müssen (Urteil des Bundesgerichts vom 1.”
Citation: LPGA art. 53 N. 258 Après l'expiration du délai d'opposition, le recouvrement des prestations ne peut intervenir que si les conditions d'un réexamen ou d'une révision procédurale sont remplies.
“1), le droit de l’intimée d’exiger la restitution n’était en l’espèce pas frappé de péremption, singulièrement au vu de la jurisprudence constante du Tribunal fédéral, à teneur de laquelle si la restitution est imputable à une faute de l’administration, le délai de péremption ne commence pas à courir au moment où l’erreur a été commise, mais au moment où l’administration aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l’occasion d’un contrôle) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l’attention requise (ATF 124 V 380 consid. 1 ; TF 8C_689/2016 du 5 juillet 2017 consid. 1). b) Pour qu’une restitution se justifie, il importe que des prestations aient été versées indûment, c’est-à-dire sur la base d’une constatation erronée des faits déterminants et/ou en violation des normes juridiques applicables. Le point de savoir si ces prestations ont été allouées de manière indue doit être examiné objectivement, en ce qui concerne tant les faits déterminants que le droit applicable (cf. Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Genève/Zurich/Bâle 2014, p. 610 no 10 ad art. 95). Une prestation accordée sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peut être répétée que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA, comme c’est le cas en l’espèce (ATF 129 V 110). Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110 ; Rubin, op. cit, p. 612 no 16 ad art. 95). Par contre, aussi longtemps que les prestations accordées n’ont pas acquis force de chose décidée, l’autorité compétente peut les exiger en restitution sans que soient réalisées les conditions alternatives de la reconsidération ou d’une révision procédurale (ATF 122 V 367 ; Rubin, op. cit., p. 612 no 15 ad.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 257 En cas de prestations pécuniaires indûment perçues qui reposent sur une décision formellement passée en forÎ de chose jugée, le recouvrement suppose les conditions du réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur incontestable et importanÎ considérable de la rectification) ; en alternative, la jurisprudenÎ admet que peuvent s'appliquer les conditions de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA).
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n° 256 Dans la mesure où les nouvelles dispositions de l'EOV/EOG s'appliquent, un nouveau calcul de l'indemnité pour perte de gain peut en principe être demandé rétroactivement (p. ex. si pour l'année de serviÎ un autre taux de cotisation AVS est fixé ultérieurement). Ainsi, la réglementation de l'EOV/EOG comporte — d'après ce qui ressort des sources citées — une application plus généreuse que la règle générale de révision prévue à l'art. 53 al. 1 LPGA, puisqu'elle ne suppose pas expressément le délai de 90 jours ni l'exigenÎ d'un «fait nouveau».
“5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall (gültig gewesen bis 18. Juni 2020) gab es die fragliche Befristung noch nicht. Vielmehr wurde dort für die Bemessung der Entschädigung einzig auf Art. 11 Abs. 1 EOG verwiesen, welche Bestimmung ihrerseits wiederum den Bundesrat ermächtigt, Vorschriften zur Bemessung der Entschädigung zu erlassen. Dies hat der Bundesrat getan, indem er unter anderem bestimmt hat, dass eine Neuberechnung der Entschädigung verlangt werden könne, wenn für das Jahr der Dienstleistung später ein anderer AHV-Beitrag verfügt werde (Art. 7 Abs. 1 Satz 2 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz (SR 834.11; abgekürzt: EOV [in der bis 30. Juni 2021 gültig gewesenen Fassung; seit 1. Juli 2021 inhaltlich unverändert in Art. 7 Abs. 1bis EOV]). Auf Grund dieser Regelung ist davon auszugehen, dass grundsätzlich jederzeit eine Anpassung der Erwerbsersatzentschädigung (für Dienstleistende oder bei Mutter- und Vaterschaft) verlangt werden kann. Mithin besteht diesbezüglich soweit ersichtlich eine gegenüber der allgemeinen Revisionsregelung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) grosszügigere Regelung, indem weder eine 90-tägige Revisionsfrist (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [SR 172.021; abgekürzt: VwVG]; vgl. auch Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Schulthess 2020, Art. 53 N 39) einzuhalten ist noch eine "neue Tatsache" vorliegen muss (was etwa dann nicht der Fall wäre, wenn die versicherte [selbstständigerwerbende] Person ihrer Meldepflicht gemäss Art. 24 Abs. 4 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101; abgekürzt: AHVV [wesentliche Abweichung vom voraussichtlichen Einkommen] nicht nachkommt und damit eine zu tiefe Festsetzung der Beiträge selbst zu verantworten hat). Auch gemäss der Regelung des BSV in Rz”
“5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall (gültig gewesen bis 18. Juni 2020) gab es die fragliche Befristung noch nicht. Vielmehr wurde dort für die Bemessung der Entschädigung einzig auf Art. 11 Abs. 1 EOG verwiesen, welche Bestimmung ihrerseits wiederum den Bundesrat ermächtigt, Vorschriften zur Bemessung der Entschädigung zu erlassen. Dies hat der Bundesrat getan, indem er unter anderem bestimmt hat, dass eine Neuberechnung der Entschädigung verlangt werden könne, wenn für das Jahr der Dienstleistung später ein anderer AHV-Beitrag verfügt werde (Art. 7 Abs. 1 Satz 2 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz (SR 834.11; abgekürzt: EOV [in der bis 30. Juni 2021 gültig gewesenen Fassung; seit 1. Juli 2021 inhaltlich unverändert in Art. 7 Abs. 1bis EOV]). Auf Grund dieser Regelung ist davon auszugehen, dass grundsätzlich jederzeit eine Anpassung der Erwerbsersatzentschädigung (für Dienstleistende oder bei Mutter- und Vaterschaft) verlangt werden kann. Mithin besteht diesbezüglich soweit ersichtlich eine gegenüber der allgemeinen Revisionsregelung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) grosszügigere Regelung, indem weder eine 90-tägige Revisionsfrist (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [SR 172.021; abgekürzt: VwVG]; vgl. auch Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Schulthess 2020, Art. 53 N 39) einzuhalten ist noch eine "neue Tatsache" vorliegen muss (was etwa dann nicht der Fall wäre, wenn die versicherte [selbstständigerwerbende] Person ihrer Meldepflicht gemäss Art. 24 Abs. 4 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101; abgekürzt: AHVV [wesentliche Abweichung vom voraussichtlichen Einkommen] nicht nachkommt und damit eine zu tiefe Festsetzung der Beiträge selbst zu verantworten hat). Auch gemäss der Regelung des BSV in Rz”
LPGA art. 53 al. 2 Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut rectifier une décision formellement définitive en raison d'une inexactituÞ manifeste, et il dispose à cet égard d'une marge d'appréciation, y compris quant au commencement des effets d'une correction (p.ex. correction à partir du 1er juin 2019). Cette décision est considérée en pratique comme relevant de la compétenÎ de l'assureur ; simultanément, la doctrine et la jurisprudenÎ relèvent avì réserve que cela ne peut signifier un pouvoir d'appréciation illimité et arbitraire.
“Die EL-Durchführungsstelle habe den Fehler zwar per 1. Juni 2019 korrigiert, aber sie verweigere die aus einer rückwirkenden Korrektur resultierende Nachzahlung von rund 2’000 Franken. Er fühle sich „ohnmächtig, in einem rechtsfreien Raum“ und er bitte deshalb nun um Hilfe. Ein Mitarbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte im August 2019 (EL-act. I/1), erst aufgrund der im Juni 2019 eingereichten Unterlagen sei für die EL-Durchführungsstelle ersichtlich gewesen, dass die ursprüngliche leistungszusprechende Verfügung vom 1. September 2016 an einem Fehler gelitten habe. In jener Verfügung sei aber „ausführlich und für Laien klar erkennbar erklärt“ worden, dass und weshalb ein Abzug von 20 Franken vom Mietzins vorgenommen worden sei. Für den EL-Bezüger sei der Fehler damals also – anders als für die EL-Durchführungsstelle – offensichtlich zu erkennen gewesen. Trotzdem habe er die Verfügung in Rechtskraft erwachsen lassen. Die Korrektur des Fehlers sei nun lediglich noch gestützt auf den Art. 53 Abs. 2 ATSG möglich. Der Art. 25 ELV, auf den in der Verfügung vom 19. Juni 2019 hingewiesen worden sei, sei nicht einschlägig, denn er betreffe nur revisionsweise Korrekturen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stehe es der EL-Durchführungsstelle völlig frei, ob und in welchem Umfang sie eine Wiedererwägung durchführen wolle. Man habe sich hier für eine Korrektur ab Juni 2019 entschieden. Das Schreiben vom 18. Juni 2019 sei so zu verstehen, dass man „nur“ keine rückwirkende Korrektur habe vornehmen wollen. Das sei nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zulässig gewesen. Am 13. August 2019 beantragte die EL-Durchführungsstelle unter Hinweis auf die Ausführungen des Sachbearbeiters die Abweisung der Beschwerde (EL-act. II/24). Das Versicherungsgericht trat mit einem Entscheid vom 12. Dezember 2019 nicht auf die vermeintliche Rechtsverweigerungsbeschwerde ein, da es die Eingabe vom 18. Juli 2019 als eine Einsprache gegen die Verfügung vom 19. Juni 2019 interpretierte und diese deshalb zuständigkeitshalber an die EL-Durchführungsstelle zur Bearbeitung überwies (EL 2019/46; vgl.”
“Die Beschwerdegegnerin hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass es ihr gemäss der bundesgerichtlichen Auffassung frei gestanden habe, den Wirkungszeitpunkt der wiedererwägungsweisen Korrektur nach eigenem Belieben zu bestimmen: „ex tunc, ex nunc oder pro futuro“ (wobei nicht klar ist, worin der Unterschied zwischen einer Korrektur ex nunc und einer Korrektur pro futuro bestehen soll, es sei denn die Beschwerdegegnerin hätte damit andeuten wollen, dass sie ihren Fehler auch beispielsweise erst mit Wirkung ab dem 1. Juni 2032 hätte beheben können). Der von der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang ausdrücklich verwendete Begriff eines „schrankenlosen Ermessens“ ist nichts anderes als ein Euphemismus für „Willkür“. Die Beschwerdegegnerin hat also behauptet, dass der Art. 53 Abs. 2 ATSG nach der bundesgerichtlichen Auffassung dem Sozialversicherungsträger ausdrücklich eine willkürliche Bestimmung des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung erlaube. Im Folgenden ist zu prüfen, ob diese Interpretation des Art. 53 Abs. 2 ATSG richtig ist. Das den Versicherungsträgern angeblich zustehende „schrankenlose Ermessen“ bezüglich des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung wird damit begründet, dass ein Versicherungsträger gemäss dem Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht zur Eröffnung eines Wiedererwägungsverfahrens verpflichtet sei respektive gezwungen werden könne, weil der Art. 53 Abs. 2 ATSG – anders als der Art. 53 Abs. 1 ATSG – als eine „Kann-Bestimmung“ ausgestaltet sei; wenn aber der Versicherungsträger frei entscheiden könne, ob er sich überhaupt mit einem Wiedererwägungsbegehren materiell befassen wolle, müsse er erst recht frei über den Wirkungszeitpunkt einer allfälligen Wiedererwägung entscheiden können. Im Schrifttum wird das angebliche „schrankenlose Ermessen“ betreffend die Eintretensfrage allerdings schon seit Jahrzehnten kritisiert. Ulrich Meyer-Blaser stellte sich beispielsweise auf den Standpunkt (Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, in: ZBl 1994, S. 355), das Verständnis der Wiedererwägung als einer einseitigen, richterlich unüberprüfbaren Befugnis der Behörde, die den Betroffenen in die Rolle eines reinen Objekts behördlichen Handelns oder Unterlassens versetze, solle preisgegeben werden.”
“Die EL-Durchführungsstelle habe den Fehler zwar per 1. Juni 2019 korrigiert, aber sie verweigere die aus einer rückwirkenden Korrektur resultierende Nachzahlung von rund 2’000 Franken. Er fühle sich „ohnmächtig, in einem rechtsfreien Raum“ und er bitte deshalb nun um Hilfe. Ein Mitarbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte im August 2019 (EL-act. I/1), erst aufgrund der im Juni 2019 eingereichten Unterlagen sei für die EL-Durchführungsstelle ersichtlich gewesen, dass die ursprüngliche leistungszusprechende Verfügung vom 1. September 2016 an einem Fehler gelitten habe. In jener Verfügung sei aber „ausführlich und für Laien klar erkennbar erklärt“ worden, dass und weshalb ein Abzug von 20 Franken vom Mietzins vorgenommen worden sei. Für den EL-Bezüger sei der Fehler damals also – anders als für die EL-Durchführungsstelle – offensichtlich zu erkennen gewesen. Trotzdem habe er die Verfügung in Rechtskraft erwachsen lassen. Die Korrektur des Fehlers sei nun lediglich noch gestützt auf den Art. 53 Abs. 2 ATSG möglich. Der Art. 25 ELV, auf den in der Verfügung vom 19. Juni 2019 hingewiesen worden sei, sei nicht einschlägig, denn er betreffe nur revisionsweise Korrekturen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stehe es der EL-Durchführungsstelle völlig frei, ob und in welchem Umfang sie eine Wiedererwägung durchführen wolle. Man habe sich hier für eine Korrektur ab Juni 2019 entschieden. Das Schreiben vom 18. Juni 2019 sei so zu verstehen, dass man „nur“ keine rückwirkende Korrektur habe vornehmen wollen. Das sei nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zulässig gewesen. Am 13. August 2019 beantragte die EL-Durchführungsstelle unter Hinweis auf die Ausführungen des Sachbearbeiters die Abweisung der Beschwerde (EL-act. II/24). Das Versicherungsgericht trat mit einem Entscheid vom 12. Dezember 2019 nicht auf die vermeintliche Rechtsverweigerungsbeschwerde ein, da es die Eingabe vom 18. Juli 2019 als eine Einsprache gegen die Verfügung vom 19. Juni 2019 interpretierte und diese deshalb zuständigkeitshalber an die EL-Durchführungsstelle zur Bearbeitung überwies (EL 2019/46; vgl.”
Pour la récupération prévue à l'art. 53 LPGA, il convient prioritairement d'examiner de manière objective si la perception des prestations était indue. La bonne foi personnelle ou une faute du bénéficiaire est, à ce staÞ, en règle générale sans incidenÎ; les questions de bonne foi sont traitées uniquement à l'étape procédurale suivante (demanÞ de remise/condono, cf. art. 25 LPGA).
“Für die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen ist in einem ersten Schritt über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistungen zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Bei gegebener Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges schliesst sich daran der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu klären ist, ob eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt, was zu verneinen ist, sofern die Leistungen in gutem Glauben empfangen wurden und wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG, vgl. auch Art. 4 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV] zum Ganzen: Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 12 ff. zu Art. 25 ATSG).”
“1 je mit Hinweisen; Urteil des BGer 8C_843/2018 vom 22. Januar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). 4.1.2 Mangels besonderer Übergangsvorschriften - es besteht lediglich eine übergangsrechtliche Bestimmung, wonach für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Fassung von Art. 25 Abs. 2 ATSG vom 1. Januar 2021 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt (vgl. Art. 82a ATSG) - ist aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln vorliegend zu beachten, dass betreffend die bis Ende 2020 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen eine relative einjährige Verwirkungsfrist und für die im Jahr 2021 unrechtmässig ausgerichteten Leistungen eine solche von drei Jahren zur Anwendung gelangt (vgl. E. 3.2 hiervor). 4.2 Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistung zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Daran schliesst sich zweitens der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt. Die Rechtsprechung lässt es allerdings zu, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges und über die allfällige sich daraus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam entschieden wird (vgl. Urteil des BGer 9C_564/2009 vom 22. Januar 2010 E. 6.4; Ueli Kieser, Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen von Dritten, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2010, 2011, S. 224). Schliesslich ist drittens, auf entsprechendes Gesuch hin, über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG zu entscheiden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 25 Rz. 21), dies jedoch erst, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rückerstattungsforderung feststeht (Urteil BGer 9C_466/2014 vom 2. Juli 2015 E. 3.”
“" Ai sensi degli art. 48 Las e 2 Reg.Las competente a emettere decisioni sulle domande d’assistenza, come pure sulle relative modifiche, nonché in materia di rimborso è l’USSI. Secondo la giurisprudenza in vigore in materia di restituzione in ambito LAVS che rimane applicabile anche sotto l’egida della LPGA, applicabile alla LPC e quindi, secondo il tenore del Messaggio del 1° luglio 1998 menzionato sopra, anche alla Laps, la richiesta di rimborso è subordinata ai presupposti della revisione processuale o del riesame. In effetti l’amministrazione può riesaminare una decisione cresciuta in giudicato formale, che non è stata oggetto di un controllo giudiziario, nel caso in cui è senza dubbio errata e la correzione ha un’importanza rilevante oppure deve procedervi se si manifestano nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre ad una conclusione giuridica differente. Solo in tali casi può richiedere una restituzione (cfr. art. 53 LPGA; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 3.1.; STF C 25/00 del 20 ottobre 2000; DTF 122 V 21; RCC 1989 p. 547; RCC 1985 p. 63; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zurigo 1994, ad art. 3 pag. 68). Per quel che concerne l’importanza della correzione non è possibile fissare un ammontare limite generalmente valido. È infatti determinante l’insieme delle circostanze del singolo caso (RCC 1989 p. 547). È tenuto alla restituzione ogni assicurato che ha beneficiato di una prestazione, alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto. La prestazione è quindi stata erogata in contrasto con la legge. Infatti è determinante la necessità di ristabilire l’ordine legale dopo la scoperta del fatto nuovo. A questo stadio non è determinante sapere se l'assicurato era in buona fede oppure no quando ha ricevuto l'indebita prestazione. Il problema della buona fede è oggetto di esame nell'ambito della procedura successiva di condono (cfr.”
“26 Laps, concernente la restituzione di prestazioni percepite indebitamente e il relativo condono, è applicabile la consolidata giurisprudenza del TCA e del Tribunale federale (TF) in materia di prestazioni complementari (cfr. Messaggio N. 4773, p.to 12 ad art. 26). Secondo la giurisprudenza in vigore in materia di restituzione in ambito LAVS che rimane applicabile anche sotto l’egida della LPGA, applicabile alla LPC e quindi, secondo il tenore del Messaggio del 1° luglio 1998 menzionato sopra, anche alla Laps, la richiesta di rimborso è subordinata ai presupposti della revisione processuale o del riesame. In effetti l’amministrazione può riesaminare una decisione cresciuta in giudicato formale, che non è stata oggetto di un controllo giudiziario, nel caso in cui è senza dubbio errata e la correzione ha un’importanza rilevante oppure deve procedervi se si manifestano nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre ad una conclusione giuridica differente. Solo in tali casi può richiedere una restituzione (cfr. art. 53 LPGA; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 3.1.; STF C 25/00 del 20 ottobre 2000; DTF 122 V 21; RCC 1989 p. 547; RCC 1985 p. 63; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zurigo 1994, ad art. 3 pag. 68). Per quel che concerne l’importanza della correzione non è possibile fissare un ammontare limite generalmente valido. È infatti determinante l’insieme delle circostanze del singolo caso (RCC 1989 p. 547). Giova ricordare che è tenuto alla restituzione ogni assicurato che ha beneficiato di una prestazione, alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto. Un assicurato deve restituire la prestazione che gli è stata erogata in contrasto con la legge. Infatti è determinante la necessità di ristabilire l’ordine legale dopo la scoperta del fatto nuovo. A questo stadio non è rilevante sapere se l'assicurato fosse in buona fede oppure no quando ha ricevuto l'indebita prestazione. La questione della buona fede è infatti oggetto di esame nell'ambito della procedura successiva di condono (cfr.”
“26 Laps, concernente la restituzione di prestazioni percepite indebitamente e il relativo condono, è applicabile la consolidata giurisprudenza del TCA e del Tribunale federale delle assicurazioni (TFA; dal 1° gennaio 2007 Tribunale federale) in materia di prestazioni complementari (cfr. Messaggio N. 4773, p.to 12 ad art. 26). Secondo la giurisprudenza in vigore in materia di restituzione in ambito LAVS che rimane applicabile anche sotto l’egida della LPGA, applicabile alla LPC e quindi, secondo il tenore del Messaggio del 1° luglio 1998 menzionato sopra, anche alla Laps, la richiesta di rimborso è subordinata ai presupposti della revisione processuale o del riesame. In effetti l’amministrazione può riesaminare una decisione cresciuta in giudicato formale, che non è stata oggetto di un controllo giudiziario, nel caso in cui è senza dubbio errata e la correzione ha un’importanza rilevante oppure deve procedervi se si manifestano nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre ad una conclusione giuridica differente. Solo in tali casi può richiedere una restituzione (cfr. art. 53 LPGA; STF 8C_366 del 19 ottobre 2022 consid. 5.2.; STF 8C_562/2020 del 14 aprile 2021 consid. 3; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 3.1.; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STFA C 25/00 del 20 ottobre 2000; DTF 122 V 21; RCC 1989 p. 547; RCC 1985 p. 63; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zurigo 1994, ad art. 3 pag. 68). Giova ricordare che è tenuto alla restituzione ogni assicurato che ha beneficiato di una prestazione, alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto. Un assicurato deve restituire la prestazione che gli è stata erogata in contrasto con la legge. Infatti è determinante la necessità di ristabilire l’ordine legale dopo la scoperta del fatto nuovo. A questo stadio non è rilevante sapere se l'assicurato fosse in buona fede oppure no quando ha ricevuto l'indebita prestazione. La questione della buona fede è infatti oggetto di esame nell'ambito della procedura successiva di condono (cfr.”
Pour la révision procédurale en vertu de l'art. 53 al. 1 LPGA, il est nécessaire que, après l'édiction d'une décision formellement définitive ou d'une décision d'opposition, des faits nouveaux ou des moyens de preuve importants aient été découverts, dont la production n'avait pas été possible auparavant. Ces nouveaux éléments doivent servir à la constatation des faits (et non seulement à leur appréciation) et faire apparaître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes. Ils doivent en outre être susceptibles, en cas d'une appréciation juridique correcte, d'entraîner une appréciation différente. Selon la jurisprudenÎ, les faits nouveaux doivent déjà avoir existé avant l'édiction de la décision, mais être demeurés inconnus du requérant malgré une diligenÎ suffisante.
“Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG), und die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469). Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 328). Die prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprechungen zur Anwendung (BGE 143 V 105 E. 2.1 S. 107). Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E.”
“Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Il faut que le moyen de preuve n'apporte pas uniquement une nouvelle appréciation de l'état de fait, mais qu'il serve à la détermination de cet état de fait. Il doit donc s'agir d'un élément de fait qui fasse paraître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes (ATF 138 V 324 c. 3.2).”
“2 L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). La reconsidération sert de correctif postérieur à l'application du droit ou à la constatation de faits initialement erronée de l'administration (ATF 117 V 8 c. 2c; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1; TF 9C_396/2012 du 30 octobre 2012 c. 2.1). Selon la jurisprudence, la reconsidération de décisions ou de décisions sur opposition entrées en force n'est envisageable qu'en cas d'erreur crasse de l'administration (RCC 1988 p. 566 c. 2b). Une erreur est manifeste lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait que la décision était erronée. Seule une conclusion s'impose, celle du caractère erroné de la décision (ATF 141 V 405 c. 5.2; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1). 2.3 Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Il faut que le moyen de preuve n'apporte pas uniquement une nouvelle appréciation de l'état de fait, mais qu'il serve à la détermination de cet état de fait. Il doit donc s'agir d'un élément de fait qui fasse paraître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes (ATF 138 V 324 c. 3.2). L'institution de la révision procédurale vise à concrétiser le droit matériel en permettant de revenir sur une décision qui repose sur une situation de fait fausse dès le départ (ATF 115 V 308 c. 4a/aa). 3. 3.1 Dans la décision attaquée et ses écrits ultérieurs, l'intimé a retenu qu'au vu de nouveaux faits, il n'existait plus aucun droit à un versement rétroactif d'une rente d'invalidité à partir du 1er novembre 2019. L'intimé a en effet souligné que le recourant avait perçu Fr. 1'896.- au titre de rente de l'assurance-invalidité (AI) pour chacun des mois de novembre et de décembre 2019 (soit un total de Fr.”
“4 Le Tribunal examine librement la décision contestée et n'est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 95 al. 1 LACI en relation avec l'art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1; arrêt du Tribunal fédéral [TF] 9C_321/2020 du 2 juillet 2021 [destiné à la publication] c. 4.2). 2.2 Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Il faut que le moyen de preuve n'apporte pas uniquement une nouvelle appréciation de l'état de fait, mais qu'il serve à la détermination de cet état de fait. Il doit donc s'agir d'un élément de fait qui fasse paraître les bases de la décision comme objectivement insuffisantes (ATF 138 V 324 c. 3.2). L'institution de la révision procédurale vise à concrétiser le droit matériel en permettant de revenir sur une décision qui repose sur une situation de fait fausse dès le départ (ATF 115 V 308 c.”
LPGA art. 53 n. 252 Avant une suppression définitive ou une réduction d'une rente d'invalidité au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'administration compétente doit vérifier si la reprise de la capacité de gain constatée médicalement peut, en pratique, se traduire par une augmentation effective de la capacité de gain, ou si des investigations professionnelles, des mesures d'observation ou des mesures de réinsertion professionnelle sont préalablement nécessaires. La jurisprudenÎ estime notamment qu'une telle vérification est indiquée lorsque la personne assurée a atteint l'âge de 55 ans ou lorsque la rente a été perçue pendant au moins 15 ans. Dans de tels cas, on ne peut en principe exiger de l'administration qu'elle demanÞ à la personne assurée de s'insérer de manière autonome ; éventuellement, des exceptions (p. ex. poursuite d'une activité professionnelle ou flexibilité particulière de la personne assurée) constituent une dérogation à ce principe.
“1 Dans une jurisprudence récente, le Tribunal fédéral a jugé que, en cas de réduction ou de suppression de la rente d'invalidité d'un assuré âgé de plus de 55 ans, il y a lieu, en principe, de mettre en œuvre des mesures de réadaptation également lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5; arrêt TF 9C_27612020 du 18 décembre 2020 consid. 6). Il fait, en cela, référence à la jurisprudence relative aux assurés de plus de 55 ans ou ayant perçu une rente durant plus de 15 ans. Dans l'arrêt 9C_228/2010 du 26 avril 2011 (consid. 3.3 et 3.5, in RSAS 2011 p. 504), la Haute Cour a précisé qu'il existait deux situations dans lesquelles il y avait lieu d'admettre, à titre exceptionnel, que des mesures d'ordre professionnel préalables devaient être considérées comme nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médicalement documentée. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision ou reconsidération, du droit à la rente concerne un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente depuis plus de quinze ans. Ce principe trouve application dans le contexte de la révision (art. 17 al. 1 LPGA), respectivement de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) mais également lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145V 209 consid.5). Cela ne signifie cependant pas que ces assurés peuvent faire valoir des droits acquis. L'on admet seulement qu'une réadaptation par soi-même ne peut pas être exigée d'eux en raison de leur âge ou de la longue durée de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en œuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (arrêt TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références citées). Ce n'est qu'à l'issue de cet examen et de la mise en œuvre d'éventuelles mesures de réintégration sur le marché du travail que l'administration pourra définitivement statuer sur la révision ou la reconsidération de la rente d'invalidité (cf. arrêt TF 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid.”
“201), si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. A l’inverse, si la capacité de gain de l'assuré ou sa capacité d'accomplir les travaux habituels se dégrade, ou si son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'aggrave, ce changement est déterminant pour l'accroissement du droit aux prestations dès qu'il a duré trois mois sans interruption notable. 2.6. La jurisprudence considère qu'il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en œuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (arrêts TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7.1). Ce n'est qu'à l'issue de cet examen et de la mise en œuvre d'éventuelles mesures de réintégration sur le marché du travail que l'administration pourra définitivement statuer sur la révision ou la reconsidération de la rente d'invalidité (cf.”
“Le point de savoir si un changement s'est produit doit être tranché en comparant les faits tels qu'ils se présentaient au moment de la dernière décision entrée en force reposant sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit, et les circonstances régnant à l'époque de la décision litigieuse (arrêt TF 8C_162/2016 du 2 mars 2017 consid. 3.1 et la référence citée). 6. Avant de réduire ou de supprimer une rente d'invalidité, l'administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, par une diminution du degré d'invalidité, ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d'observation professionnelle (afin d'établir l'aptitude au travail, la résistance à l'effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi. La jurisprudence considère qu'il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par voie de révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou de reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération. Il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut pas, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (arrêts TF 8C_510/2020 du 15 avril 2021 consid. 5.2, 9C_92/2016 du 29 juin 2016 consid. 5.1, et les références citées). Des exceptions ont déjà été admises lorsque la personne concernée avait maintenu une activité lucrative malgré le versement de la rente – de sorte qu'il n'existait pas une longue période d'éloignement professionnel – ou lorsqu'elle disposait d'une agilité et d'une flexibilité particulières et était bien intégrée dans l'environnement social. Jusqu'à présent, la jurisprudence a laissé ouvert le point de savoir si la réalisation des critères (durée de 15 années d'allocation de la rente ou accomplissement de la 55ème année) doit être examinée par rapport au moment du prononcé de la décision de suppression de la rente ou à celui à partir duquel cette prestation a été supprimée (ibidem).”
“a) Le Tribunal fédéral a admis que l'octroi de mesures de réadaptation pouvait dans certaines circonstances particulières constituer une condition sine qua non, d’un point de vue professionnel, à la valorisation économique de la capacité de travail (TF 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7). Il a ainsi considéré qu'il existe des situations dans lesquelles, avant de réduire ou de supprimer une rente d’invalidité – y compris dans le cadre d’une décision d’octroi, à titre rétroactif, d’une rente limitée dans le temps (ATF 145 V 209) –, l’administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d’invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d’observation professionnelle (afin d’établir l’aptitude au travail, la résistance à l’effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi. Il s’agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d’une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d’un droit acquis dans le cadre d’une procédure de révision ou de reconsidération ; il est seulement admis qu’une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d’elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (TF 9C_707/2018 du 26 mars 2019 et les références citées ; TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références citées ; TF 9C_800/2014 du 31 janvier 2015 ; TF 9C_920/2013 du 20 mai 2014 consid. 4.4 et les références citées). Il en découle – sous réserve de cas où l'assuré dispose d'emblée de capacités suffisantes lui permettant une réadaptation par soi-même (TF 8C_582/2017 du 22 mars 2018 consid. 6.3 ; TF 9C_183/2015 du 19 août 2015 consid. 5) – que ce n'est qu'à l'issue d'un examen concret de la situation de l'assuré et de la mise en œuvre d'éventuelles mesures de réadaptation sur le marché du travail que l'office AI peut définitivement statuer sur la révision de la rente d'invalidité et, le cas échéant, réduire ou supprimer le droit à la rente.”
“Selon la jurisprudence, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en oeuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (cf. arrêt 9C_276/2020 du 18 décembre 2020 consid. 6 et les arrêts cités).”
Citation : LPGA art. 53 n. 251 Les constatations relevant de l'exerciÎ d'un pouvoir d'appréciation et les appréciations techniques défendables (p. ex. concernant la capacité de travail ou la détermination du taux d'invalidité) font en règle générale obstacle à un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Si l'évaluation initiale pouvait être présentée comme défendable au regard de la situation de fait et de droit existant au moment de la décision, la condition de «erreur manifeste» n'est pas remplie.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund (Art. 17 Abs. 1 ATSG) kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3.”
“Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung unvertretbar war, weil sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder weil massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 138 V 324 E. 3.3). Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 138 V 324 E.”
“In Frage steht insbesondere, ob ein Zurückkommen auf die Verfügung vom 27. Mai 2016 unter dem Titel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG rechtens ist (vgl. Urteile 8C_471/2018 vom 17. Oktober 2018 E. 3.4; 8C_405/2017 vom 7. November 2017 E. 2.2; je mit Hinweisen). Danach kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 324 E. 3.3 S. 328). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'administration peut revenir sur des décisions ou actes formellement définitifs lorsqu'ils sont indubitablement incorrects et qu'une rectification revêt une importanÎ considérable ; cela peut permettre le recouvrement de prestations indûment versées (p. ex. prestations complémentaires).
“Quant à sa forme, il convient de relever que si la motivation est certes brève et confuse, elle n’en demeure pas moins présente, le recourant faisant valoir en substance que le montant qui lui est réclamé serait exagéré au vu des prestations dont il a bénéficié. Le recours est donc recevable. 6. Le litige porte sur la question de savoir si c’est à juste titre que l’intimé a requis du recourant la restitution de CHF 36'609.-, somme correspondant aux prestations complémentaires versées à tort du 1er janvier 2019 au 31 juillet 2023. 7. 7.1 À titre préalable, il convient d’examiner d’office si la demande de restitution notifiée le 4 août 2023 est intervenue en temps utile. 7.2 Au niveau fédéral, l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA - RS 830.11), prévoit que les prestations complémentaires fédérales indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). À cet égard, la jurisprudence constante distingue la révision d'une décision entrée en force formelle, à laquelle l'administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références), de la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à laquelle l'administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 249 Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'institution d'assuranÎ peut également revenir sur des décisions de versement informelles de la caisse de chômage, pour autant que celles-ci aient acquis une permanenÎ juridique comparable à celle des décisions formelles, que la décision soit manifestement erronée et que sa rectification revête une importanÎ considérable.
“Namentlich ist bereits bei der zweiten Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit oder der zweiten Nichtteilnahme an einer zumutbaren arbeitsmarktlichen Massnahme die Vermittlungsfähigkeit praxisgemäss abzusprechen (Nussbaumer, a.a.O., Rz. 273). 3.1 Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4b). Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind die in einem formlosen Verfahren ergangenen Auszahlungsentscheide der Arbeitslosenkasse, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 Rz. 20 und 52). Die für die Wiedererwägung und die Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten deshalb auch in Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E.”
Citation : LPGA art. 53 n. 248 Pour les questions médicales, une nouvelle appréciation médicale ne suffit pas à elle seule pour une révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Sont nécessaires des faits médicaux ou des expertises nouvellement disponibles ou auparavant impossibles à produire, qui peuvent modifier substantiellement la base factuelle (p. ex. des séquelles traumatiques connues seulement par la suite ou une nouvelle constatation médicale), et qui n'ont pas pu être obtenus auparavant malgré toute diligenÎ requise ; une simple réévaluation d'un état de fait essentiellement inchangé n'est pas suffisante.
“Il s'ensuit que les conditions d'une révision matérielle, au sens de l'art. 17 LPGA, du droit à la rente n'étaient pas remplies lorsque l'OAI a rendu, le 22 août 2019, sa décision de suppression du quart de rente. 6.3.7. Au demeurant, le rapport final du Dr F.________ du 30 janvier 2017 n'est pas un moyen de preuve nouveau qui n'aurait pu être produit avant la première décision du 24 mai 2017, étant donné que, depuis le 3 juillet 2014, une « procédure de communication AVS/AI-AA » a cours entre la Suva et l'OAI (cf. dossier AI, pièce 9), et étant précisé que cette procédure a été renouvelée pour la dernière fois le 22 août 2018, lorsque l'OAI a demandé à la Suva de lui transmettre les pièces postérieures au 22 juin 2016 (cf. dossier AI, pièce 174). De plus, le contenu du rapport du Dr F.________ ne consiste pas en des faits médicaux nouveaux qui auraient été découverts subséquemment mais, comme déjà expliqué, en une appréciation différente d'un état de fait resté essentiellement le même. Les conditions d'une révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ne sont donc pas remplies. 6.3.8. Enfin, il n'apparaît pas non plus que la décision du 24 mai 2017 soit manifestement erronée. En effet, cette première décision est non seulement le fruit d'une instruction médicale de prime abord complète, mais aussi d'un examen approfondi des conditions matérielles du droit aux prestations. Elle achève par ailleurs de donner sens aux mesures professionnelles entreprises et financées par l'assurance-invalidité, mesures que la décision querellée remet également implicitement en cause. Dans ce contexte, la seconde décision du 22 août 2019 semble avant tout résulter d'une nouvelle appréciation des faits – concomitante avec un changement de gestionnaire du dossier et avec la prise de connaissance de la solution adoptée entretemps par la Suva – d'une même situation, ce qui est insuffisant pour ouvrir la voie de la reconsidération (sur l'ensemble de la question, cf. notamment arrêt 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid. 2.2 et les références citées). Les conditions d'une reconsidération au sens de l'art.”
“Weiter habe der Beschwerdeführer dem Gutachter berichtet, dass er sich häufig nur noch zu Hause aufhalten könne und seit zwei Jahren gar nichts mehr von seinem ganzen aktiven und sehr erfüllten Leben, vor allem seinem früheren Berufsleben, habe. Aufgrund seiner Angstsymptome könne er sich nicht mehr konzentrieren, so dass er auch nicht mehr in der Lage sei, dem TV-Programm zu folgen oder seinem Modellbau-Hobby nachzugehen. Nach Italien sei er schon viele Jahre nicht mehr gereist, da dies mit seinen Ängsten gar nicht machbar wäre. Auch sei es ihm nicht möglich, alleine öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Auto zu fahren oder sich in grösseren Menschenansammlungen aufzuhalten. 5.1 Streitig ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 die ganze Rente des Versicherten zu Recht rückwirkend per 1. September 2013 aufgehoben hat. 5.2 Ein Zurückkommen der IV-Stelle auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung ihrer Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) - möglich (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). 5.3 Was die prozessuale Revision betrifft, müssen formell rechtskräftige Verfügungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.”
“Auch sei es ihm nicht möglich, alleine öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Auto zu fahren oder sich in grösseren Menschenansammlungen aufzuhalten. 5.1 Streitig ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 die ganze Rente des Versicherten zu Recht rückwirkend per 1. September 2013 aufgehoben hat. 5.2 Ein Zurückkommen der IV-Stelle auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung ihrer Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) - möglich (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). 5.3 Was die prozessuale Revision betrifft, müssen formell rechtskräftige Verfügungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4.”
“Im aktuellen Gutachten werde zudem ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin einen wichtigen Symptomkomplex mit jahrelanger körperlicher Misshandlung durch den Ex-Ehemann lange Zeit, das heisst bis vor etwa vier Jahren, verschwiegen habe. Dieser Symptomkomplex sei also 2009 noch gar nicht bekannt gewesen, wodurch die adäquate traumaspezifische Behandlung erst vor vier Jahren überhaupt habe begonnen werden können. Es sei dadurch von einer Chronifizierung und Begünstigung weiterer Symptome auszugehen. Insbesondere sei deshalb die Ansicht, es handle sich um eine andere Einschätzung des medizinisch gleichen Sachverhalts, falsch. Denn die Traumatisierung und deren Folgen hätten gar keinen Eingang in das Gutachten im Jahr 2008 finden können (S. 6 f.). Gemäss Gutachten sei es zudem im Jahr 2017 aufgrund der erstmals begonnenen Traumatherapie zu einer Verbesserung und anschliessend wieder zu einer Verschlechterung der Symptome gekommen, was aber folglich auch bedeute, dass nicht von einem unveränderten Sachverhalt ausgegangen werde könne (S. 7). Falls keine Revision nach Art. 17 ATSG geprüft werde, müsse eine solche nach Art. 53 Abs. 1 ATSG geprüft werden, da der Gutachter im Jahr 2008 gar kein vollständiges Gutachten habe erstellen können, da die Beschwerdeführerin noch gar nicht über ihre Traumatisierungen habe sprechen können. Insbesondere auch, da es sich damals um einen männlichen Gutachter gehandelt habe. Würde der Fall umgekehrt liegen und sie bereits eine Rente beziehen, würde die Beschwerdegegnerin auf jeden Fall eine Revision beziehungsweise Wiedererwägung prüfen (S. 7 f.).”
“Le nouveau diagnostic posé tend bien plutôt à fournir une explication médicale et objective aux douleurs et plaintes ressenties de longue date par l'intéressé. Les constatations du Dr P.________ et ce nouveau diagnostic – s'il devait être confirmé –, sont dès lors des éléments susceptibles de constituer un motif de révision procédurale, selon l'art. 53 al. 1 LPGA, la problématique de cette procédure étant développée ci-dessous (cf. consid. 5 supra). Ils ne permettent cependant pas de rendre plausible que l'invalidité de l'intéressé s’est modifiée de manière à influencer ses droits depuis la décision du 9 février 2015, au sens de l'art. 87 al. 2 et 3 RAI, et de justifier qu'il soit entré en matière sur la troisième demande de prestations du 19 août”
Après l'expiration du délai d'opposition, les prestations qui ont été accordées dans une décision simplifiée rendue en vertu de l'art. 51 LPGA et qui n'ont pas été contestées ne peuvent être réclamées que si les conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) ou de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies.
“Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA. Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110).”
Citation: LPGA art. 53 n. 246 La jurisprudenÎ admet en principe l'octroi d'une indemnité de partie dans la procédure d'opposition ; le texte de l'art. 53 al. 3 LPGA n'impose pas de restriction expresse aux cas de représentation gratuite autorisée. De plus, le principe d'égalité s'oppose à une différenciation arbitraire entre les cas avì et sans autorisation de représentation gratuite. En l'espèÎ, toutefois, aucune indemnité de partie n'est due, dès lors que le mandat du représentant juridique n'a été accordé qu'après le prononcé de la décision sur l'opposition.
“Das Bundesgericht hat die Frage, ob die Zusprechung einer Parteientschädigung auch unabhängig von der Bewilligung einer unentgeltlichen Vertretung zulässig ist, bis anhin offengelassen (BGE 130 V 573 f. E. 2.3, Urteile des Bundesgerichts vom 15. Oktober 2013, 9C_396/2013, 9C_397/2013 und 9C_398/2013, E. 12.1 und vom 12. August 2010, 9C_370/2010, E. 2.1). Die Beschränkung auf jene Fälle, in denen eine unentgeltliche Vertretung bestellt wurde, geht aus dem Wortlaut der Bestimmung allerdings nicht hervor (Hansjörg Seiler, Rechtsfragen des Einspracheverfahrens in der Sozialversicherung [Art. 52 ATSG], in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2007, St. Gallen 2007, S. 107). Eine weite Auslegung des Art. 52 Abs. 3 ATSG ergibt sich ausserdem auch aus dem Gebot der Rechtsgleichheit. So sind kaum sachliche Gründe ersichtlich, die bei der Zusprechung von Parteientschädigungen im Einspracheverfahren eine Differenzierung zwischen Fällen mit und ohne Bewilligung einer unentgeltlichen Prozessführung notwendig machen würden. Auch wenn es der Wortlaut der Bestimmung von Art. 53 Abs. 3 ATSG im Grundsatz mithin zulassen würde, dass die Zusprechung einer Parteientschädigung ausnahmsweise auch für das Einspracheverfahren erfolgen könnte (auch Ueli Kieser, a.a.O., Art. 52 Rz. 69), ist eine solche im vorliegenden Fall klarerweise nicht geschuldet. Gemäss der bei den Beschwerdeakten liegenden Vollmacht ist der Rechtsvertreter von der Beschwerdeführerin am 17. November 2020 und damit erst nach Erlass des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids vom 28. Oktober 2020 bevollmächtigt worden. Die Einsprache gegen die vorausgegangenen Verfügungen der Kasse vom”
En cas de décisions manifestement erronées — par exemple en raison d'une erreur de calcul — l'assureur peut, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, requalifier rétroactivement les prestations concernées comme indûment versées et en exiger le remboursement, pour autant que la rectification revête une importanÎ considérable ; le fait que l'erreur incombe exclusivement à l'assureur n'y fait pas obstacle.
“29 ss), soit moins d’un mois après que la Caisse a pris connaissance de son erreur, lors d’un contrôle interne le 26 janvier 2024, respectivement moins de trois mois après qu’elle a commis son erreur de calcul initial du gain assuré selon le décompte d’indemnités du mois de novembre 2023, daté du 13 décembre 2023 (dossier, p. 60). Cela étant, il n’est ni contesté ni contestable que la Caisse a commis une erreur de calcul du gain assuré de la recourante, de sorte que les décomptes d’indemnités relatifs aux mois de novembre 2022 à janvier 2023, que la Caisse a initialement établis en reproduisant cette erreur, étaient manifestement erronés, procurant à la recourante un enrichissement illégitime. La rectification de cette erreur revêt en outre une importance notable, compte tenu de l’ampleur de la différence entre le gain assuré initialement fixé à CHF 6'175.- et le montant correct de CHF 4'567.-, et du fait que cette erreur porte sur des prestations périodiques. Dans ces conditions, la Cour retient que la Caisse était en droit de revenir sur les décomptes mensuels d’indemnités journalières établis initialement, décisions dont les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA étaient remplies. Le caractère indu des prestations versées par la Caisse à l’assurée durant la période de novembre 2022 à janvier 2023 est ainsi confirmé à hauteur de CHF 3'163.60, montant dont la Caisse est dès lors en droit d’exiger de son assurée, rétroactivement, le remboursement. Le fait que la Caisse soit seule à l’origine de cette erreur n’y change rien. 6.3. Au vu de ce qui précède, les décisions de la Caisse relatives aux deux premières étapes de la procédure de restitution de l’art. 25 LPGA (cf. supra consid. 4.3) sont fondées. Quant à la troisième étape, relative à une éventuelle remise de l’obligation de restituer d’ores et déjà motivée dans le recours, elle sera mise en œuvre par le biais d’une procédure ultérieure distincte conduite par le SPE. Le recours du 25 avril 2023 lui est donc transmis comme objet de sa compétence pour examiner si les conditions de la bonne foi et de la situation financière difficile invoquées par la recourante sont remplies en l’espèce. 7. Sort du recours et frais 7.”
En cas d'obligations de restitution, il convient de vérifier si les conditions d'une règle de révision (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) sont remplies à l'égard de la décision par laquelle les prestations ont été accordées.
“Dans la mesure où les montants soumis à restitution ne sont pas contestés en tant que tels et n’apparaissent pas non plus contestables, c’est en principe à juste titre que l’intimé a fixé à CHF 75’534.- la somme des prestations à rembourser. 9. Il reste en revanche à déterminer si, comme le fait valoir la recourante, l’intimé aurait tardé à faire valoir ses droits. En d’autres termes, il convient de vérifier si les conditions de la restitution sont réalisées. 9.1 S’agissant des prestations complémentaires fédérales, selon l’art. 25 al. 1, 1ère phr. LPGA, en relation avec l’art. 2 al. 1 let. a de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ‑ RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l’art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L’obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). La révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l’inexactitude initiale d’une décision (anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit ; cf. Ueli KIESER, Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5e éd., 2013, p. 140). La révision est la modification d’une décision correcte au moment où elle a été prise, compte tenu des éléments connus à ce moment, mais qui apparaît ensuite dépassée en raison d’un élément nouveau. L’administration est ainsi tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références).”
Si l'offiÎ AI retire, dans la procédure de réexamen (art. 53 al. 2 LPGA), une prise en charge des frais préalablement accordée, les prestations indûment perçues en résultant doivent être remboursées.
“Nachdem die IV-Stelle ihre Kostengutsprache für die medizinischen Massnahmen (Art. 12 ff. IVG) in Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gezogen hat (vgl. Sachverhalt lit. A), sind die unrechtmässig bezogenen Leistungen zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 ATSG; Urteil 8C_512/2008 vom 14. Januar 2009 E. 3.3).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 242 Si l'assureur retire l'affaire lite pendente (art. 53 al. 3 LPGA) pour la soumettre à un réexamen et que l'autorité de recours classe ensuite la procédure comme sans objet, la décision de radiation correspondante peut être considérée comme une décision incidente au sens de l'art. 93 LTF. Il convient dès lors de respecter les limitations de recours et les règles applicables aux décisions incidentes (notamment en matière d'indemnisation des parties).
“Nichts anderes kann gelten, wenn kein Rückweisungsentscheid ergeht, sondern der Versicherungsträger - wie vorliegend - einen Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde erhoben wurde, lite pendente in Wiedererwägung zieht (Art. 53 Abs. 3 ATSG), um den rechtserheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und anschliessend neu über den Leistungsanspruch des Versicherten zu entscheiden. Schreibt die "Beschwerdebehörde" das Verfahren in der Folge als gegenstandslos ab, handelt es sich bei der entsprechenden Verfügung mithin nicht um einen End-, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Auch hinsichtlich der Parteientschädigung in Dispositiv-Ziffer 3 der vorinstanzlichen Abschreibungsverfügung vom 21. April 2021 kommen somit die dargelegten Grundsätze über die Anfechtung der in einem Zwischenentscheid enthaltenen Kostenregelungen (E. 2.2 hiervor) zur Anwendung. In der unrichtigen Annahme, es liege ein Endentscheid vor, legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern ihm durch die angefochtene Verfügung ein nicht wieder gutzumachender Nachteil erwachsen könnte (vgl. E. 1.2 hiervor). Ein solcher ist auch nicht ersichtlich: Die mit der Rückweisung verbundene Verfahrensverlängerung genügt hier nicht (vgl. E. 1.1), abgesehen davon, dass sich der Beschwerdeführer in dieser Hinsicht schon vor Vorinstanz dem Antrag der Verwaltung angeschlossen hat.”
Dans la pratique, pour les demandes de remboursement fondées sur des décisions devenues formellement définitives, on exige régulièrement le niveau élevé de preuve de «l'irrégularité indubitable» et, en outre, la nécessité que la rectification revête une «importanÎ considérable».
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG richtet sich die Rückforderung von Leistungen ausser in den Fällen nach den Art. 55 und 59cbis Abs. 4 nach Art. 25 ATSG. Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des BGer vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020, E. 4.2, nicht publiziert in: BGE 147 V 417).”
La décision doit être si manifestement erronée qu'il ne subsiste plus de doute raisonnable quant à cette erreur; ce n'est que dans ce cas qu'un retrait en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA peut être envisagé. Sont notamment considérés comme exemples d'une telle erreur indubitable l'application de règles de droit incorrectes ainsi qu'une violation manifeste du principe de l'enquête (p. ex. lorsque des examens médicaux spécialisés nécessaires ont été complètement omis ou n'ont pas été effectués avì le soin requis).
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen). 1.6 Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
Si des éléments de preuve pertinents ont déjà été recueillis avant l'édiction de la décision, ils ne peuvent constituer un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA que s'il est établi pourquoi leur production en temps utile n'a pas été possible auparavant. À défaut d'une telle justification, la révision est en règle générale exclue.
“Ob dieser Bericht vorliegend zu beachten sei, könne offen bleiben, da er ohnehin keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG darstelle. Soweit Dr. med. C.________ darin Berichte und Befunde interpretiere, die bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 bestanden hätten, sei darauf hinzuweisen, dass eine andere medizinische Beurteilung an sich keinen Revisionsgrund bilde. Weiter habe Dr. med. C.________ im letztgenannten Bericht auf Untersuchungen der Neurologen Dres. med. E.________ vom 2. Juli 2008 und F.________ vom 11. März 2009 verwiesen. Entsprechende Berichte seien in den Akten weder vorhanden noch erwähnt, weshalb davon auszugehen sei, dass sie der Suva nicht vorgelegt worden seien. Die Beschwerdeführerin äussere sich nicht dazu, weshalb sie diese von Dr. med. C.________ angeführten Berichte nicht rechtzeitig habe vorlegen können. Sie sei bereits im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 22. August 2011 anwaltlich vertreten gewesen. Somit könnten die Berichte der Dres. med. E.________ und F.________ sowie die diesbezüglichen Ausführungen des Dr. med. C.________ auch keinen Revisionsgrund nach Art.”
RéférenÎ : art. 53 LPGA, n. 238 Le législateur a réglé, par l'art. 53 LPGA, la mise en balanÎ entre la sécurité juridique et l'exactituÞ matérielle. La jurisprudenÎ confirme que l'administration, dans les conditions qui y sont énoncées, peut revenir, même après un long laps de temps — par exemple plusieurs années — sur des décisions devenues formellement définitives au moyen d'une procédure de révision ou de réexamen, lorsque la décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Le raisonnement de la recourante ne peut pas être suivi. A l'ATF 140 V 514, le Tribunal fédéral a jugé que l'administration était en droit de revenir sur une décision manifestement erronée par la voie de la reconsidération même dix ans après son prononcé. Il a examiné cette question au regard de l'exigence de sécurité juridique, qu'il a considérée comme étant suffisamment garantie par l'art. 25 al. 2 LPGA, relevant également qu'il serait difficilement justifiable de maintenir le versement d'une prestation qui n'est manifestement pas due, uniquement parce que l'erreur de l'administration remonte à plusieurs années (cf. consid. 3, en particulier consid. 3.5). Dans l'arrêt 8C_680/2017 du 7 mai 2018 (consid. 4.1.3.1), les juges fédéraux ont expressément relevé que la pesée des intérêts entre l'application du droit objectif et l'intérêt à la pérennité des décisions avait été effectuée par le législateur, de manière abstraite et contraignante (art. 191 Cst.), en édictant l'art. 53 LPGA, sur la base des principes spécifiques au droit des assurances sociales développés par l'ancien Tribunal fédéral des assurances; ainsi, en présence d'une décision manifestement inexacte et dont la rectification est d'importance considérable, l'application correcte du droit matériel primait (cf. arrêt I 464/02 du 1er juillet 2003 consid. 1.5). Aussi les principes de la protection de la confiance (sous réserve des cas où les conditions pour un traitement dérogeant à la loi seraient remplies), de la stabilité du droit et de la sécurité juridique ne s'opposaient-ils pas à une reconsidération (cf. également arrêts 8C_177/2023 du 6 octobre 2023 consid. 4.4.3; 8C_441/2022 du 12 juin 2023 consid. 4.2.5.2; 8C_552/2022 9 mai 2023 consid. 4.3.1). Récemment le Tribunal fédéral a précisé la lecture qu'il fallait faire de l'ATF 140 V 514 (consid. 3.5), à savoir que cet arrêt répondait par la négative à la question soulevée dans l'ATF 97 V 144 de la limitation dans le temps d'une reconsidération (arrêt 8C_83/2022 du 29 juin 2022 consid.”
LPGA art. 53 n. 237 L'organisme d'assuranÎ peut réviser une décision formellement définitive si elle est manifestement erronée et si sa rectification présente une importanÎ considérable. Cela vaut également pour les décisions dont le fond n'a pas été tranché par une instanÎ judiciaire.
“Or, en l’occurrence, la recourante ne bénéficie d’aucune prestation servie par l’AVS ou l’AI, de sorte qu’elle ne remplit pas les conditions d’octroi des prestations complémentaires, ce qu’elle ne conteste au demeurant pas. C’est donc bel et bien à tort que lesdites prestations lui ont été accordées à compter de février 2021 et ce, durant deux ans. 4. Il convient de vérifier que les conditions de la restitution réclamée sont réalisées. 4.1 S’agissant des prestations complémentaires fédérales, selon l’art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA, en relation avec l’art. 2 al. 1 let. a de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ; RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l’art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L’obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). La révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l’inexactitude initiale d’une décision (anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit ; cf. Ueli KIESER, Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5ème éd., 2013, p. 140). La reconsidération a pour objet la correction d’une décision qui était déjà erronée dans la constatation des faits ou dans l’application du droit au moment où elle a été prise (ATAS/1244/2020 du 10 décembre 2020 consid. 7b ; ATAS/154/2019 du 25 février 2019 consid. 3b ; ATAS/1163/2014 du 12 novembre 2014 consid. 5c ; Ueli KIESER, ATSG-Kommentar, 4ème éd. 2020, n. 20 ad art. 17 LPGA). L’administration peut procéder à la reconsidération d’une décision formellement entrée en force de chose décidée, sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée quant au fond, pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 147 V 167 consid.”
Pour les prestations indûment perçues fondées sur des décisions formellement définitives, un recouvrement n'est possible que si sont remplies les conditions applicables au réexamen (art. 53 al. 2 LPGA : erreur indubitable et importanÎ considérable) ou à la révision juridictionnelle (art. 53 al. 1 LPGA : faits ou éléments de preuve nouveaux antérieurs).
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. BGE 150 V 249 E. 3.2; 142 V 259 E. 3.2; 130 V 318 E. 5.2). Bildete jedoch ein nicht rechtskräftiger Entscheid Basis für die zu Unrecht ausbezahlte Invalidenrente, muss kein Grund für eine prozessuale Revision oder Wiedererwägung vorliegen, um die Rückerstattung zu verlangen (Urteile 8C_106/2024 vom 8. August 2024 E. 4.2; 9C_684/2023 vom 20. Juni 2024 E. 5.1.2; mit weiteren Hinweisen; 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2007 E. 6.2.2).”
LPGA art. 53 ch. 235 L'organe d'assuranÎ peut, d'offiÎ, revenir sur des décisions manifestement erronées et formellement définitives et réclamer le remboursement des prestations indûment versées, pour autant que leur rectification revête une importanÎ considérable.
“25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) Le recourant ne conteste pas, sur le principe, que les prestations versées ont un caractère indu (cf. mémoire de recours du 12 juin 2023, p. 2), dès lors que, conformément à l’art. 42bis al. 4 LAI, il ne pouvait y prétendre pour les jours qu’il passait au sein de l’internat de l’Ecole O.________ à E.________. De même, l’office intimé ne conteste pas qu’il a eu connaissance du fait que le recourant ne passait plus toutes ses nuits à domicile depuis l’évaluation de l’impotence effectuée au mois de mai 2015 et, partant, que le droit de demander la restitution des prestations versées à tort jusqu’au 31 décembre 2019 est périmé. c) En vertu de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 234 La reprise des décisions devenues définitives n'est possible que si les conditions du réexamen sont réunies, notamment une erreur manifeste de la décision et une portée significative de la rectification.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, une erreur manifeste existe typiquement lorsqu'une décision repose sur un état de fait incomplet, notamment en cas de violation évidente du principe d'investigation (art. 43 al. 1 LPGA). En particulier, des examens médicaux spécialisés omis ou effectués sans la diligenÎ requise, ainsi que l'absenÎ d'une vérification (distincte) de l'adéquation, peuvent conduire à qualifier la décision d'erreur manifeste.
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen bzw. Einspracheentscheide nur in Betracht kommen, wenn es sich um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 S. 555 E. 2b). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen (fachärztlichen) Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde.”
“Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Ces principes sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (ATF 130 V 380 consid. 2.1 p. 381 s.; 129 V 110 consid. 1.1 p. 110, arrêt 8C_39/2019 du 10 juillet 2019 consid. 4.2). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (arrêt 8C_706/2019 du 28 août 2020 consid. 4.2, destiné à la publication). Selon la jurisprudence, la condition du caractère manifestement erroné est ainsi réalisée lorsque la décision a été rendue en violation manifeste du principe inquisitoire (cf. art. 43 al. 1 LPGA) sur la base d'un état de fait établi de manière incomplète. L'exigence du caractère manifestement erroné de la décision est également réalisée lorsque le droit à des prestations d'assurance a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière incorrecte (ATF 140 V 77 précité consid.”
“Die Vorinstanz kam nach Würdigung der in den Zeitpunkten der Verfügungen vom 7. Februar 2002 und 10. August 2006 vorhandenen medizinischen Akten zum Schluss, dass das der Rentenzusprechung zu Grunde gelegene Beschwerdebild als typisch im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gemäss BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 und 117 V 369 E. 4b S. 382 f. zu qualifizieren sei. Den geltend gemachten Beschwerden sowohl nach dem Unfallereignis vom 7. Dezember 1995 als auch nach jenem vom 7. Februar 2002 habe es an einer objektivierbaren, bildgebend ausgewiesenen organischen Grundlage gefehlt. Damit hätte klarerweise eine separate Adäquanzprüfung erfolgen müssen. Eine solche sei aber weder im Zeitpunkt der ursprünglichen Verfügung noch in demjenigen der Verfügung vom 10. August 2006 - auch nicht konkludent - erfolgt. Damit sei die zweifellose Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG gegeben.”
“2 ATSG wird vom Bundesgericht in erster Linie in solchen Fällen bejaht, in denen die ursprüngliche Rentenzusprechung etwa ohne gutachtliche Abklärung des Gesundheitszustands allein auf Grund der (haus-)ärztlichen Angaben, oder die Arbeitsfähigkeitsschätzung nur mit Bezug auf die angestammte Tätigkeit, nicht aber auf eine zumutbare Verweistätigkeit, mithin ausserhalb des Bereichs vertretbarer Ermessensausübung erfolgte (vgl. etwa Urteil I 64/06 vom 21. August 2006, E. 4.4.2). Bei Beschwerdebildern der hier vorliegenden Art, welche sich auf Grund ihrer Komplexität, Subjektivität, Unbestimmtheit und persönlichkeitsbedingten Einflüssen nur schwerlich erfassen lassen, bedeutet die Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit immer einen Ermessensentscheid, der nur dann als qualifiziert, eben zweifellos unrichtig, bezeichnet werden kann, wenn die fachmedizinischen Abklärungen der beteiligten Disziplinen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt worden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_307/2011 vom 23. November 2011 E. 3.2). Die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprechung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG muss anhand der damaligen Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) beurteilt werden. So darf die Frage, ob nach Lage der Akten weitere Abklärungen notwendig gewesen wären, nicht aufgrund der heute massgebenden Regeln beurteilt werden. Bereits zur Zeit der Leistungszusprechung galt aber, dass die Arbeitsunfähigkeit in komplexen Fällen fachärztlich eingeschätzt werden muss (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 3.3.2).”
“8/22/6), eine verlässliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in diesem Zeitpunkt ist den Akten jedoch nicht zu entnehmen. Trotz dieser unklaren Situation diskutierte die beigezogene RAD-Ärztin Dr. F.___ die Frage der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit in ihrer Stellungnahme vom 23. Februar 2004 nicht weiter, sondern erklärte sich ohne Weiteres mit der Einschätzung der Beschwerdegegnerin einverstanden, es sei von einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 25. Oktober 2002 auszugehen (Urk. 8/23/2). Obwohl kein Arztbericht vorlag, welcher die für die Invaliditätsbemessung kardinale Frage nach der zumutbaren Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten beantwortete, sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in der Folge mit Verfügung vom 1. April 2004 mit Wirkung ab 1. Oktober 2003 eine unbefristete ganze Rente zu (Urk. 8/26). Die Abklärung des medizinischen Sachverhaltes erweist sich vor diesem Hintergrund offensichtlich als ungenügend und die Verfügung vom 1. April 2004 ist folglich zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_862/2015 vom 23. Februar 2016 E. 2.2). Ohne Weiteres ist mit Blick auf den Charakter der zugesprochenen Invalidenrente als periodische Dauerleistung die Voraussetzung der erheblichen Bedeutung der Berichtigung zu bejahen. Der Umstand, dass eine Rentenverfügung anlässlich späterer Revisionen bestätigt worden ist, steht einer Wiedererwägung nicht entgegen. Die zwischenzeitliche Bestätigung der Rente ist wiedererwägungsrechtlich unerheblich (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 30-31 Rz 83 mit Hinweisen). 4.4.3 Bei zweifelloser Unrichtigkeit wegen einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes erübrigt es sich, den damals rechtserheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und auf dieser nunmehr hinreichenden tatsächlichen Grundlage den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Abgesehen davon, dass Abklärungen, welche einen weiter zurückliegenden Zeitraum betreffen, häufig keine verwertbaren Ergebnisse zu liefern vermögen, geht es im Kontext darum, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_789/2017 vom 30.”
Pour qu'un réexamen ou une révision procédurale fondée sur l'art. 53 LPGA soit admis, la jurisprudenÎ exige soit que la décision initiale soit indubitablement erronée, soit qu'il existe des faits nouveaux importants ou des éléments de preuve dont la communication n'a pas été possible auparavant. De plus, la rectification doit présenter une importanÎ significative ; celle-ci n'est pas liée à un montant minimal forfaitaire, mais est appréciée au cas par cas. Le fait qu'il y ait eu une erreur de l'administration n'exclut pas la possibilité de revenir sur la décision.
“52 LAVS, dont le premier alinéa indique que l’employeur qui, intentionnellement ou par négligence grave, n’observe pas des prescriptions et cause ainsi un dommage à l’assurance, est tenu à réparation. 5. Restitution des prestations Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi de l’art. 1 al. 1 de la LFam, les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile. 5.1. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 5.2. La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (arrêt TC FR 608 2021 137 du 2 décembre 2021 consid. 3.3 et les références). 6. Est en l’espèce litigieux le remboursement, respectivement la restitution, d’un montant de CHF 17'880.- d’allocations familiales. La Caisse de compensation réclame une partie des allocations à l’employeur (CHF 14'730.”
“26 Laps, concernente la restituzione di prestazioni percepite indebitamente e il relativo condono, è applicabile la consolidata giurisprudenza del TCA e del Tribunale federale (TF) in materia di prestazioni complementari (cfr. Messaggio N. 4773, p.to 12 ad art. 26). Secondo la giurisprudenza in vigore in materia di restituzione in ambito LAVS che rimane applicabile anche sotto l’egida della LPGA, applicabile alla LPC e quindi, secondo il tenore del Messaggio del 1° luglio 1998 menzionato sopra, anche alla Laps, la richiesta di rimborso è subordinata ai presupposti della revisione processuale o del riesame. In effetti l’amministrazione può riesaminare una decisione cresciuta in giudicato formale, che non è stata oggetto di un controllo giudiziario, nel caso in cui è senza dubbio errata e la correzione ha un’importanza rilevante oppure deve procedervi se si manifestano nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre ad una conclusione giuridica differente. Solo in tali casi può richiedere una restituzione (cfr. art. 53 LPGA; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 3.1.; STF C 25/00 del 20 ottobre 2000; DTF 122 V 21; RCC 1989 p. 547; RCC 1985 p. 63; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zurigo 1994, ad art. 3 pag. 68). Per quel che concerne l’importanza della correzione non è possibile fissare un ammontare limite generalmente valido. È infatti determinante l’insieme delle circostanze del singolo caso (RCC 1989 p. 547). È tenuto alla restituzione ogni assicurato che ha beneficiato di una prestazione, alla quale, da un profilo oggettivo, non aveva diritto. La prestazione è quindi stata erogata in contrasto con la legge. Infatti è determinante la necessità di ristabilire l’ordine legale dopo la scoperta del fatto nuovo. A questo stadio non è determinante sapere se l'assicurato era in buona fede oppure no quando ha ricevuto l'indebita prestazione. Il problema della buona fede è oggetto di esame nell'ambito della procedura successiva di condono (cfr.”
“; DTF 122 V 134 consid. 2e; STFA P 91/02 dell'8 marzo 2004 consid. 3.2.; STF P 17/02 del 2 dicembre 2002; STF P 40/99 del 16 maggio 2001; STFA C 25/00 del 20 ottobre 2000; Widmer, Die Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen in den Sozialversicherungen, Tesi, Basilea 1984, pag. 125 a 127; FF 1946 II p. 527-528, edizione francese). Il fatto, poi, che si possano rimproverare degli errori o delle inavvertenze alla Cassa è ininfluente. In effetti non è raro che una domanda di restituzione sia imputabile a uno sbaglio dell’amministrazione ed è precisamente per permettere di correggere tali errori che la legge prevede, a certe condizioni, la restituzione di prestazioni versate a torto (cfr. STF 8C_799/2017, 8C_814/2017 dell’11 marzo 2019; STFA C 402/00 del 12 marzo 2001 consid. 2; DTF 124 V 382 consid. 1). A fronte delle contestazioni ricorsuali, secondo cui in concreto non sarebbero dati i presupposti di cui all’art. 53 LPGA ed alla luce di quanto esposto ai considerandi precedenti risulta che il ricorrente, nel periodo da marzo a settembre 2022, ha beneficiato a torto - tramite decisioni informali di attribuzione delle prestazioni LADI - di indennità di disoccupazione a cui non aveva diritto siccome l’attività svolta per conto della __________ doveva ritenersi prestata al 100% e non al 60% ed il guadagno intermedio che ne derivava essere preso in considerazione nella misura di fr. 3'900.- in luogo di quanto erroneamente ritenuto dalla Cassa (cfr. supra consid. 2.2.). Questa Corte ritiene, dunque, che nella presente fattispecie sia dato l’adempimento dell’art. 53 cpv. 1 e 2 LPGA (“revisione e riconsiderazione”) che sottende l’obbligo di restituzione (cfr. supra consid. 2). Più precisamente nel caso in cui dagli atti a disposizione dell’amministrazione poteva da sempre o a partire da un determinato momento essere desunto che l’attività svolta dall’insorgente doveva essere considerata a tempo pieno, si tratterebbe di una riconsiderazione, almeno per un certo lasso di tempo.”
En cas de mandats de conseil d'administration assimilés à ceux d'un employeur, l'assureur peut revenir sur l'octroi en application de l'art. 53 al. 2 LPGA lorsqu'il est établi qu'aucun salaire versé n'existe et que, dès lors, le revenu minimum exigé pour l'indemnité pour perte de gain liée au COVID‑19 n'a pas été atteint ; dans ce cas, il n'existe aucun droit à des indemnités journalières et les prestations déjà versées peuvent être récupérées.
“________, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist, in Erwägung, dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt, dass konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen aufzuzeigen ist, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt (BGE 140 III 86 E. 2; 134 V 53 E. 3.3), wohingegen rein appellatorische Kritik nicht genügt (BGE 140 III 264 E. 2.3), dass das kantonale Gericht die für die Beurteilung wesentlichen rechtlichen Grundlagen, namentlich die Bestimmungen des ATSG zur Rückerstattung von bei zweifellos unrichtigen ursprünglichen Verfügungen respektive Einspracheentscheiden unrechtmässig erlangten Leistungen (Art. 25 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 2 ATSG) sowie der bundesrätlichen Verordnung vom 20. März 2020 über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19; Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall; SR 830.31), wiedergegeben hat, dass es gestützt darauf zum Ergebnis gelangt ist, dem Beschwerdeführer, der bei der B.________ AG als alleiniger Verwaltungsrat eine arbeitgeberähnliche Stellung bekleide, sei seit Aufnahme der entsprechenden Tätigkeit Mitte April 2020 bis Ende September 2021 unbestrittenermassen kein Lohn ausbezahlt worden, weshalb er das für die Corona-Erwerbsausfallentschädigung gemäss Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall erforderliche Mindesteinkommen zu keinem Zeitpunkt erreicht und somit auch keinen Lohnausfall erlitten habe, dass dem Beschwerdeführer daher, so die Vorinstanz im Weiteren, zweifellos zu Unrecht für die Monate Januar bis Mai, Juli und September 2021 Taggelder im Betrag von insgesamt Fr. 33'203.60 ausgerichtet worden seien, welche die Beschwerdegegnerin zurückfordern könne, dass es sich vor diesem Hintergrund erübrige, die vom Beschwerdeführer gerügte Höhe des Taggeldansatzes zu prüfen, dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe nichts anführt, was darauf hindeuten würde, die vorinstanzlichen”
Les conditions pertinentes au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA pour une correction rétroactive et le remboursement qui en découle de prestations indûment perçues s'appliquent également lorsque les prestations donnant lieu au recouvrement ont été fournies formellement ou sans formalités.
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur.”
S'il existe une procédure connexe pendante au sujet du même fait, la forÎ de chose jugée d'une décision peut être subordonnée à une révision formelle conformément à l'art. 53 al. 1 LPGA; l'administration peut suspendre l'exécution de la décision jusqu'à l'issue de l'autre procédure ou prévoir une révision ultérieure.
“Erst danach, am 6. Dezember 2019, setzte die Ausgleichskasse (mit Hinweis auf die Meldung der Steuerbehörde über das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit) ausgehend von einem Erwerbseinkommen von Fr. 127'027.- Beiträge für Selbständigerwerbende für das Jahr 2018 "definitiv" fest. Das unter dem Titel eines selbständigen Erwerbs veranlagte Einkommen geht betraglich in demjenigen gemäss Nachzahlungsverfügung vom 26. August 2019 (AHV-beitragspflichtige Lohnsumme: Fr. 161'128.-) auf. Zum Zeitpunkt der Verfügung vom 6. Dezember 2019, auf deren Rechtskraft sich die Beschwerdeführer berufen, war die Frage des Beitragsstatuts für das nämliche Einkommen rechtshängig. Die spätere Verfügung stand somit immer unter dem Vorbehalt einer formellen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG), je nach Ausgang des vorliegenden Verfahrens betreffend die Nachzahlung (vgl. unten E. 6).”
Les constatations d'imagerie (p. ex. IRM, scintigraphie) peuvent, selon l'art. 53 al. 1 LPGA, être considérées comme de nouveaux moyens de preuve, dans la mesure où elles établissent des faits qui, dans la procédure antérieure, étaient non établis ou impossibles à établir et qu'elles sont susceptibles de modifier la base factuelle de la décision antérieure de sorte qu'une appréciation différente paraisse indiquée.
“________ ont finalement réussi à rendre vraisemblable que cette déchirure était d’ordre accidentel, cela en se fondant sur divers indices – dont la pertinence a été validée scientifiquement –, tels que l’âge au moment de la survenance de la lésion et l’absence de symptomatologie douloureuse préalable. Il s’agit donc d’un élément de fait nouveau au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, lequel était inconnu dans le cadre la première procédure, initiée en 2013. Celui-ci doit qui plus est être qualifié d’important, dans la mesure où il est susceptible de modifier l'état de fait à l’origine de la décision litigieuse de l’intimée et de conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte (cf. supra consid. 5b). De surcroît, le Dr T.________ a mis en évidence un nouveau diagnostic, en relevant la présence d’un syndrome douloureux régional complexe (ci-après : SDRC), lequel aurait déjà pu être suspecté en 2014. Il s’agit-là aussi d’un élément de fait nouveau important en vertu de l’art. 53 al. 1 LPGA, responsable de douleurs handicapantes. Certes, comme le fait valoir le Dr O.________ dans son avis du 10 janvier 2024, ce diagnostic n’a d’une part pas été posé en référence aux critères cliniques dits « de Budapest », mais à l’aide d’une scintigraphie osseuse réalisée le 14 mars 2023, et, d’autre part, le lien de causalité entre lui et l’événement traumatique de février 2013 n’a pas été établi dans un délai de trois à quatre mois. Toutefois, suivant la jurisprudence, l'utilisation de l'imagerie garde un rôle notamment lorsque les signes cliniques sont discrets ou incomplets ainsi que dans certaines formes atypiques. Il n'existe de plus pas de consensus médical sur la question de savoir dans quel délai après une blessure un SDRC peut être diagnostiqué (cf. TF 8C_416/2019 du 15 juillet 2020 consid. 5.1). Dès lors, on ne peut reprocher au Dr T.________ de s’être reposé sur le résultat de la scintigraphie pour mettre en évidence – dix ans après l’accident – cette atteinte à la santé. d) Il s’ensuit que la demande de révision déposée le 12 mars 2020 par la recourante doit être admise.”
“September 2013 habe für die AXA somit kein begründeter Anlass bestanden, am Vorliegen eines Thalamusinfarkts zu zweifeln. Die Einholung eines weiteren Gutachtens durch sie wäre somit als "second opinion" unzulässig gewesen. Erst die im Rahmen des ABI-Gutachtens vom 30. Oktober 2015 erfolgte neuroradiologische Abklärung mit einer MRI-Untersuchung des Neurocraniums vom 3. September 2015 habe zuverlässig den Schluss zugelassen, dass in den Gutachten der Gutachterstelle B.________ (und den medizinischen Berichten davor) mit der Bejahung eines Thalamusinfarkts eine Fehldiagnose gestellt worden sei. Selbst wenn mit der Vorinstanz davon ausgegangen würde, dass das Gutachten der Gutachterstelle B.________ vom 21. Dezember 2011 gemäss ihrem Beschluss vom 25. März 2015 nicht überzeugt habe, ändere dies nichts daran, dass erst mit dem ABI-Gutachten vom 30. Oktober 2015 und somit nach dem Einspracheentscheid vom 23. September 2013 ein Thalamusinfarkt habe ausgeschlossen werden können. Dieses Gutachten sei somit ein neues Beweismittel nach Art. 53 Abs. 1 ATSG, das Tatsachen belege, die zwar im früheren Verfahren allenfalls bereits hätten bekannt sein können, aber unbewiesen bzw. nicht beweisbar gewesen seien. Weil die Vorinstanz sich nicht damit auseinandergesetzt habe, dass ein neues Beweismittel vorgelegen habe, habe sie auch die Tatsache nicht berücksichtigt, dass am 10. Februar 2008 kein Thalamusinfarkt stattgefunden habe. Es liege damit eine neue Tatsache und nicht einzig eine neue Würdigung einer bekannten Tatsache vor. Diese neue Tatsache sei auch erheblich. Sie verändere die tatsächliche Grundlage des Einspracheentscheids vom 23. September 2013 und führe zu einer anderen Entscheidung, da laut dem ABI-Gutachten vom 30. Oktober 2015 kein relevanter Insult erfolgt sei, der die geklagten Beschwerden hätte erklären können.”
Le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA peut également avoir lieu lorsque la décision à la base du recouvrement a été rendue sans forme particulière; l'applicabilité de l'al. 2 n'est ainsi pas subordonnée à la forme de la décision.
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 226 Décision de référenÎ : Pour le lien temporel, la décision la plus récente devenue formellement définitive est déterminante, dès lors qu'elle repose sur un examen matériel du droit à la prestation accompagné d'un établissement des faits et d'une appréciation des preuves conformes au droit. C'est par comparaison avì cette décision que la situation de fait doit être examinée lorsque sont invoqués des motifs de révision ou de retrait (p. ex. amélioration ou aggravation de l'état de santé).
“Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424, 428 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. sinngemäss auch BGE 141 V 9, 10 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_ 248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108, 114 E. 5.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2.1. und E. 3.3). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. sinngemäss BGE 141 V 9, 10 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1). 3.5. Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung kann jederzeit, also ohne zeitliche Befristung, erfolgen und auf Gesuch hin oder von Amtes wegen vorgenommen werden (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 53 N 80; BGE 133 V 50, 55 E. 4.2.2) und dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (Urteil des Bundesgerichts 8C_1012/2008 vom 17. August 2009 E. 2.1; vgl. auch BGE 117 V 8, 17 E 2c). Der Versicherungsträger hat den Entscheid willkürfrei und unter Beachtung des Rechtsgleichheitsgebots zu fällen (Ueli Kieser, Art. 53 N 70 mit Hinweisen). Zweifellos unrichtig ist eine Verfügung dann, wenn kein vernünftiger Zweifel an deren Unrichtigkeit möglich ist, wenn dies also der einzig denkbare Schluss ist der gezogen werden kann.”
“Die Einwände der Beschwerdeführerin sind stichhaltig. Entgegen ihrer Auffassung ist zwar unerheblich, dass der Rentenanspruch in verschiedenen Revisionsverfahren jeweils bestätigt worden ist, sind doch, wie bereits dargelegt, die Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 2 ATSG aufgrund der Aktenlage im Zeitpunkt des Erlasses der in Wiedererwägung zu ziehenden Verfügung zu beurteilen (vgl. vorne E. 4.4.1). Diesbezüglich gilt es hier die ursprünglich rentenzusprechende Verfügung vom 8. Februar 2000 in den Blick zu nehmen, die gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen den massgeblichen Referenzpunkt bildet (BGE 133 V 108 E. 5; 130 V 71 E. 3). Anders als die Vorinstanz erwogen hat, kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass im Zeitpunkt der damals erfolgten Zusprache der ganzen Invalidenrente eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vorlag:”
Pour les prestations indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en forÎ de chose jugée, le recouvrement n'est possible que si sont remplies soit les conditions du réexamen (pour erreur manifeste et importanÎ considérable de la correction; art. 53 al. 2 LPGA), soit celles de la révision judiciaire (en raison de faits nouveaux préexistants à la décision ou de nouveaux éléments de preuve; art. 53 al. 1 LPGA).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 erster Satz ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020 [in BGE 147 V 417 nicht publizierte], E. 4.2).”
En cas d'erreurs administratives manifestes, le retrait au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la correction présente une «importanÎ significative». L'importanÎ est appréciée en fonction des circonstances de l'espèÎ (notamment du temps écoulé depuis la prestation) ; il n'en ressort pas de limite supérieure du montant applicable de manière générale.
“53 al. 1 LPGA sont réunies en vue d’une révision procédurale du décompte initial d’indemnité du 25 septembre 2020 concernant les jours de contrôle des 28, 29 et 30 septembre 2020. En conséquence, l’intimée était fondée à exiger de l’intéressé la restitution des trois indemnités y afférentes indûment perçues à hauteur d’un montant net de Fr. 419.80. Aucun élément au dossier ne permet par ailleurs de mettre en doute ce montant qui n’est du reste pas contesté en tant que tel dans le recours, de sorte qu’il n’est pas besoin de l’examiner plus avant (Rügeprinzip, ATF 125 V 413 c. 2c). 5. Il convient en second lieu d’examiner si la Caisse était également en droit de demander le remboursement des sept indemnités journalières pour un total net de Fr. 979.20 versées le 27 mai 2021 à l’assuré. 5.1 L'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). La reconsidération sert de correctif postérieur à l'application du droit ou à la constatation de faits initialement erronée de l'administration (ATF 117 V 8 c. 2c; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1; TF 9C_396/2012 du 30 octobre 2012 c. 2.1). Selon la jurisprudence, la reconsidération de décisions ou de décisions sur opposition entrées en force n'est envisageable qu'en cas d'erreur crasse de l'administration (RCC 1988 p. 566 c. 2b). Une erreur est manifeste lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait que la décision était erronée. Seule une conclusion s'impose - celle du caractère erroné de la décision (ATF 141 V 405 c. 5.2; SVR 2021 UV n° 1 c. 6.1, 2019 IV n° 47 c. 2.1). La reconsidération exige que la correction de la décision manifestement erronée revête une importance notable. Selon la jurisprudence, s’avère à cet égard déterminant l’ensemble des circonstances du cas d’espèce, soit notamment le temps qui s’est écoulé depuis l’octroi injustifié des prestations. Un montant limite applicable de manière générale ne peut cependant pas être défini.”
Selon la LPGA, art. 53 al. 2, l'organe d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement passées en forÎ de chose jugée lorsque celles-ci sont manifestement erronées. Tel est par exemple le cas lorsque, à partir d'une date déterminée, une prestation pour enfant antérieurement accordée n'était manifestement plus due, de sorte que la décision antérieure est, dès cette date, manifestement erronée.
“25 LPGA et de la jurisprudence y relative, la procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et des dispositions particulières du RAI et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 OPGA; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 3.2. En l'espèce, les conditions d'une reconsidération sont clairement données, puisque la décision précédemment rendue le 16 août 2019 prévoyait l'octroi d'une prestation pour enfant en sus de l'indemnité journalière, alors que, dès le 1er octobre 2019, cette prestation n'était plus due, ce qui implique que la décision en question était manifestement erronée dès cette date.”
Citation : LPGA art. 53 n. 222 L'inexactituÞ doit être appréciée d'après l'état de fait et de droit existant au moment de l'édiction de la décision initiale, en tenant compte de la pratique alors en vigueur. Un changement ultérieur de la jurisprudenÎ ou de la pratique administrative ne justifie, en principe, pas le réexamen.
“Offen bleiben kann somit die Frage, ob nicht auch ein Grund für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der rentenzusprechenden Verfügung vom 12. Juli 2011 (Urk. 6/48) vorliegen würde. Die zum damaligen Zeitpunkt geltende Rechtsprechung hielt fest, eine posttraumatische Belastungsstörung müsse sich innert sechs Monaten seit dem schwerwiegenden Trauma manifestieren (Urteile 8C_103/2007 vom 17. August 2007 E. 3.3 und 9C_955/2008 vom 8. Mai 2009 E. 4.3.1; Urteile des damaligen Eidg. Versicherungsgerichts I 894/06 vom 16. Oktober 2007 E. 4, I 203/06 vom 28. Dezember 2006 E. 4.3 und I 715/05 vom 27. Januar 2006 E. 6.2; vgl. auch Urteil des damaligen Eidg. Versicherungsgerichts I 270/06 vom 8. Juni 2007 E. 3.1) und eine Ausnahme von dieser Latenz von höchstens sechs Monaten gelte nur, sofern die klinischen Merkmale typisch seien und keine andere Diagnose gestellt werden könne (vgl. Urteil 8C_103/2007 vom 17. August 2007 E. 3.3 und Urteil des damaligen Eidg. Versicherungsgerichts I 715/05 vom 27. Januar 2006 E. 6.2). In E. 4.2 von BGE 142 V 342 führte das Bundesgericht ausserdem aus, in den dort zitierten früheren Entscheiden in Zusammenhang mit posttraumatischen Belastungsstörungen sei verschiedentlich die Anwendbarkeit der Überwindungskriterien bejaht worden.”
“aa) Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). bb) Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c ; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque ( ATF 140 V 77 consid. 3.1 p. 79; cf. ATF 138 V 147 consid. 2.1 p. 149; ATF 125 V 383 consid. 3 p. 389 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit ( ATF 146 V 364 consid. 4.2 p. 366). Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération ( ATF 117 V 8 consid. 2c p. 17; ATF 115 V 308 consid. 4a/cc p. 314). L'exigence du caractère manifestement erroné de la décision est en règle générale réalisée lorsque le droit à des prestations d'assurance a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière incorrecte ( ATF 140 V 77 précité consid.”
“16c de l'ordonnance du 15 janvier 1971 sur les prestations complémentaires à l'assurance-vieillesse, survivants et invalidité (OPC-AVS/AI; RS 831.301) précise que lorsque des appartements ou des maisons familiales sont aussi occupés par des personnes non comprises dans le calcul des PC, le loyer doit être réparti entre toutes les personnes. Les parts de loyer des personnes non comprises dans le calcul des PC ne sont pas prises en compte lors du calcul de la prestation complémentaire annuelle (al. 1). En principe, le montant du loyer est réparti à parts égales entre toutes les personnes (al. 2). Le Tribunal fédéral a jugé cette disposition conforme à la loi dans la mesure où elle vise à empêcher le financement indirect de personnes non comprises dans le calcul des prestations complémentaires (ATF 127 V 10 consid. 5d). Il a cependant également affirmé que cet article laisse une place à une répartition différente du loyer et que des exceptions sont possibles, ce que l'expression "en principe" laisse clairement entendre (cf. ég. ATF 142 V 299 consid. 3.2.1). 2.3. Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3; 119 V 475 consid. 1b/cc). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 117 V 8 consid. 2c; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée. En particulier, les organes d'application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits.”
“Die Rechtskraft von Verfügungen resp. Einsprache- oder Beschwerdeentscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen (BGE 136 V 369 E. 3.1.1 S. 373 f. mit zahlreichen Hinweisen; vgl. auch Urteile 8C_378/2020 vom 21. Januar 2021 E. 6.2.2 und 9C_179/2020 vom 16. November 2020 E. 5.1, beide zur Publikation vorgesehen).”
Un recouvrement au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut intervenir lorsque des prestations ont été manifestement indûment versées en raison d'une fausse déclaration d'absences pour jours fériés ou d'heures de travail prévues; la rectification doit revêtir une importanÎ notable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-801/2022 vom 18. September 2023 E. 6.1). Materiell erfolgte die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung an Q._______, wie oben (E. 4.7) dargelegt, für die Abrechnungsperioden ab Juni 2020 eindeutig zu Unrecht. Unbestrittenermassen erhielt die Beschwerdeführerin fälschlicherweise auch Kurzarbeitsentschädigungen aufgrund nicht korrekter Deklaration von Feiertagsabwesenheiten und Sollstunden. Daher erweist sich die streitige Rückforderung von Fr. [...] als rechtmässig. Nach Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG fordert die Kasse zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeitsentschädigungen vom Arbeitgeber zurück (vgl. auch Art. 83a Abs. 3 AVIG); die Berichtigung ist auch angesichts des Betrags von erheblicher Bedeutung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
Citation : LPGA art. 53 n. 220 Si le réexamen prononcé ou annoncé par l'assureur pendant l'instanÎ ne satisfait pas pleinement aux demandes exposées dans le recours, l'intérêt à la protection juridique de la personne recourante subsiste. Dans ce cas, la procédure de recours ne doit pas être radiée comme étant devenue sans objet, car le réexamen n'équivaut qu'à une demanÞ adressée au tribunal et il appartient au tribunal de statuer au fond sur le recours.
“In ihrer Vernehmlassung vom 21. November 2019 beantragte die IV-Stelle unter Hinweis auf die gleichentags erlassene Verfügung lite pendente, es sei das Beschwerdeverfahren als erledigt von der Kontrolle abzuschreiben. Diesem Begehren kann jedoch nicht entsprochen werden. Nach Art. 53 Abs. 3 ATSG kann zwar der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Erfüllt diese lite pendente erlassene neue Verfügung die Begehren der Beschwerde führenden Person vollumfänglich, hat sie kein Rechtsschutzinteresse am hängigen Verfahren mehr, so dass dieses gegenstandslos wird und abgeschrieben werden kann. Entspricht aber die Wiedererwägung nicht dem im Beschwerdeverfahren gestellten Antrag, kommt sie bloss einem Antrag an das Gericht gleich (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53, Rz. 90). Vorliegend entspricht die von der IV-Stelle lite pendente erlassene Verfügung vom 21. November 2019 resp. ihr Vorhaben, eine bidisziplinäre Begutachtung anzuordnen, dem Begehren der Versicherten, wonach eine polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen sei, nicht vollumfänglich, sodass über die Beschwerde im Rahmen eines Sachurteils zu befinden ist.”
Citation : LPGA art. 53 n. 219 Délais : les faits ou éléments de preuve nouvellement découverts doivent être invoqués dans les 90 jours suivant leur découverte. Par ailleurs, il existe un délai péremptoire de dix ans qui commenÎ à courir à compter de la notification de la décision ou de la décision sur l'opposition.
“Damit hat die IV-Stelle nach dem Erlass der Verfügung vom 2. Oktober 2014 neue Tatsachen entdeckt, welche auch erheblich, d.h. geeignet sind, die tatbeständliche Grundlage der ursprünglichen Rentenzusprache zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Die neuen erheblichen Tatsachen nach Art. 53 Abs. 1 ATSG sind wie bereits erwähnt innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt. Nachdem die IV-Stelle durch die Staatsanwaltschaft über den polizeilichen Finanzermittlungsbericht vom 3. Juni 2015 in Kenntnis gesetzt worden war, hat sie weitere Abklärungen vorgenommen. Namentlich hat sie den Gutachter PD Dr. C.____ und ihren RAD Arzt pract. med. E.____ zu Stellungnahmen aufgefordert. Auf Einwand des Beschwerdeführers hin hat sie ferner einen Bericht von dessen behandelnden Arzt eingeholt. Dieser letzte Bericht von Dr. F.____ datiert vom 6. Oktober”
“Nachdem es aber – wie erwähnt – auch dadurch im relevanten Zeitraum unbestrittenermassen zu keiner Verschlechterung der Beschwerden und Funktionalität an der rechten Hand gekommen ist, würde auch die Annahme, dieses Syndrom bestehe, nicht dazu führen, dass von einem verschlechterten Gesundheitszustand bzw. einer nachträglichen Änderung der anspruchsrelevanten Verhältnisse auszugehen wäre. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass im vorliegend relevanten Zeitraum (21. Juni 2016 [Fallabschluss] bis 9. Mai 2019 [Einspracheentscheid]) keine Verschlechterung des Gesundheitsschadens mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ausgewiesen ist. Gegenteils ist von einer leichten Verbesserung auszugehen. Damit besteht kein Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde Revisionsgründe nach Art. 53 Abs. 1 ATSG geltend (G 1 S. 8 Ziff. 27). Eine substituierte Begründung, wie sie das Gericht gestützt auf den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen in seinem Entscheid vornehmen kann (BGE 125 V 368 E. 3b mit Hinweis), ist in jedem möglichen Verhältnis unter den in Betracht fallenden Rückkommenstiteln zulässig (Urteile des Bundesgerichts vom 9. Mai 2017, 9C_800/2016, E. 2). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach dem Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (prozessuale Revision [vgl. BGE 115 V 313 E. 4aa]). Solche neuen Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Januar 2012, 9C_896/2011, E. 4.2). Neu sind Tatsachen, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbestandliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen.”
“Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind. Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzunehmen ist, es hätte zu einem anderen Entscheid geführt, falls die Verwaltung im früheren Verfahren davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (vgl. BGE 143 V 105 E. 2.3, 138 V 324 E. 3.2, je mit Hinweisen). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat im (prozessualen) Revisionsverfahren der Gesuchsteller die erhebliche neue Tatsache nachzuweisen (BGE 127 V 353 E. 5b; statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_291/2015 vom 12. Juni 2015 E. 3.2 mit Hinweisen). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung resp. des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen).”
Citation : LPGA art. 53 n. 218 Un titre de reprise est nécessaire pour revenir ultérieurement sur des décisions formellement définitives. Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur ne peut revenir sur une décision que si celle-ci est indubitablement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable (conditions de la révision selon l'art. 53 al. 2).
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochenen Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräfige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
Quiconque, en vertu de l'art. 53 al. 1 LPGA, demanÞ une révision pour des faits nouveaux importants ne peut faire valoir des actions en restitution que dans la mesure où les conditions de la révision procédurale sont remplies. Il convient d'examiner les délais de forclusion selon l'art. 25 al. 2 LPGA : relatif (jusqu'au 31.12.2020 : 1 an ; depuis le 1.1.2021 : 3 ans) et absolu (en principe 5 ans). Ces délais doivent être observés d'offiÎ.
“L’ayant droit doit communiquer sans retard à l’organe cantonal compétent tout changement dans la situation personnelle et toute modification sensible dans sa situation matérielle (art. 24 OPC-AVS/AI ; art. 31 al. 1 LPGA). Pour qu’il y ait violation de l’obligation de renseigner, il faut qu’il y ait un comportement fautif ; une légère négligence suffit déjà (ATF 112 V 97 consid. 2a ; TF 9C_400/2016 du 2 novembre 2016 consid. 3.3). En dehors de l’éventualité de la violation de l’obligation de renseigner, la jurisprudence a admis que l’ayant droit est tenu à restitution lorsque les conditions de l’art. 25 LPGA sont réunies (TF 9C_328/2014 du 6 août 2014 consid. 5.3). b) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. aa) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). bb) En vertu de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 140 V 521 consid. 2.1). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d’une année commence à courir dès le moment où l’administration aurait dû connaître les faits fondant l’obligation de restituer, en faisant preuve de l’attention que l’on pouvait raisonnablement exiger d’elle (ATF 140 V 521 consid.”
“2 ; voir également ATF 145 V 141 consid. 7.3). En dehors de l’éventualité de la violation de l’obligation de renseigner, la jurisprudence a admis que l’ayant droit est tenu à restitution lorsque les conditions de l’art. 25 LPGA sont réunies (TF 9C_328/2014 du 6 août 2014 consid. 5.3). c) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). d) En vertu de l'art. 25 al. 2 première phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral [Message du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales FF 2018 1597). e) Lorsqu’il statue sur la créance de l’institution d’assurance en restitution de prestations indûment versées, le juge doit examiner, à titre préjudiciel, si les circonstances correspondant à une infraction pénale sont réunies et, partant, si un délai de péremption plus long que les délais relatifs et absolus prévus par l’art.”
“La restitution des prestations indûment touchées doit être exigée quel que soit le motif qui a donné lieu à leur versement et même si leur octroi résulte en partie d’une éventuelle faute de l’autorité (Michel Valterio, Commentaire de la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI, Genève/Zurich/Bâle 2015, n° 121 ad art. 21 LPC). b) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). c) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). 7. a) En vertu de l’art. 25 al. 2, 2ème phrase, LPGA (dans sa version en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020), le droit de demander la restitution s’éteint un an (respectivement trois ans dès le 1er janvier 2021) après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 140 V 521 consid. 2.1). La menace de péremption est ainsi double : d’une part le recouvrement est temporellement lié à ce que l’institution d’assurance rende une décision dans le délai d’un an dès qu’elle a eu connaissance de l’état de fait justifiant la restitution et, d’autre part, cette institution, qui rend sa décision en restitution dans ce délai d’un an, peut étendre la restitution seulement aux prestations versées durant les cinq dernières années, dans la mesure où le recouvrement est absolument périmé s’il se rapporte à des prestations perçues au-delà de cinq ans, voire au-delà du délai prévu par le droit pénal (Sylvie Pétremand, in : Anne-Sylvie Dupont/Margrit Moser-Szeless (édit.”
“2 LPGA (dans sa teneur en vigueur depuis le 1er janvier 2021), le droit de demander la restitution des prestations indûment touchées s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation ; si la créance naît d’un acte punissable, pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. Il s’agit là de délais – relatif et absolu – de péremption qui doivent être examinés d’office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 ; 142 V 20 consid. 3.2.2 ; 140 V 521 consid. 2.1 ; Message du Conseil fédéral du 2 mars 2018 concernant la modification de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales in FF 2018 1597). b) Les prestations indûment touchées doivent être restituées (art. 25 al. 1 ab initio LPGA). Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu’une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 147 V 167 précité et les références). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s'apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d'une décision administrative (art.”
“Il ressort du calcul comparatif selon l’ancien et le nouveau droit que cette réforme n'entraîne pas une diminution de ces prestations ou la perte du droit à celles-ci dès le 1er janvier 2021. Ainsi, au regard des dispositions transitoires, la recourante ne remplit pas les conditions permettant l'application de l'ancien droit pendant trois ans. C'est donc à juste titre que le calcul desdites prestations a été établi sur la base du nouveau droit à compter du 1er janvier 2021. La période litigieuse concernant le droit aux prestations à compter du 1er juin 2022, le présent contentieux doit dont être tranché à l’aune du nouveau droit. 6. 6.1 S'agissant des prestations complémentaires fédérales, selon l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l'Ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ; RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; ATF 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; ATF 130 V 318 consid. 5.2 et les références). En vertu de l'art. 25 al. 2 1ère phrase LPGA (dans sa teneur en vigueur à compter du 1er janvier 2021), le droit de demander la restitution s'éteint trois ans après le moment où l'institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. 6.2 Au plan cantonal, l'art. 24 al. 1 1ère phrase LPCC prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. Conformément à l’art. 43A LPCC, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si le bénéficiaire ou le service découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (al.”
Il n'existe pas de limitation temporelle pour un retour selon l'art. 53 al. 2 LPGA; les délais de forclusion prévus à l'art. 25 LPGA restent toutefois réservés.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet. Eine zeitliche Befristung der Wiedererwägungsmöglichkeit besteht nicht (BGE 149 V 91 E. 7.7). Vorbehalten bleiben die Verwirkungsfristen von Art. 25 ATSG.”
Une révision selon l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas envisageable au seul motif de modifications de la pratique ou de la jurisprudenÎ. Une telle modification de la pratique ou de la jurisprudenÎ ne justifie pas, en soi, un retour sur des décisions ayant acquis l'autorité de la chose jugée; un nouvel examen ne peut être engagé que si la personne assurée établit de façon crédible une modification, pertinente pour le droit aux prestations, de son état de santé ou des circonstances de fait.
“Substanzkonsumstörungen zum Vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen, fallen gelassen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen (vgl. BGE 143 V 409 und 418) - auf der Grundlage eines strukturierten Beweisverfahrens (Standardindikatorenprüfung) nach BGE 141 V 281 zu ermitteln ist, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Dabei kann und muss im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (BGE 145 V 215 E. 6.3 und E. 7). Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2019, 8C_245/2019, E. 5 mit Hinweis). Hingegen bildet die neue Rechtsprechung per se keinen Grund für ein Zurückkommen auf rechtskräftig entschiedene Fälle, weder unter dem Titel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG noch unter dem Titel der Anpassung an eine geänderte Gerichtspraxis (BGE 135 V 201). Auf eine allfällige Neuanmeldung kann daher nur eingetreten werden, wenn die versicherte Person eine anspruchsrelevante Änderung des Gesundheitszustandes oder des”
“Substanzkonsumstörungen zum Vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsschäden darstellen können und ihre funktionellen Auswirkungen deshalb keiner näheren Abklärung bedürfen, fallen gelassen. Das Bundesgericht hat entschieden, dass fortan - gleich wie bei allen anderen psychischen Erkrankungen (vgl. BGE 143 V 409 und 418) - auf der Grundlage eines strukturierten Beweisverfahrens (Standardindikatorenprüfung) nach BGE 141 V 281 zu ermitteln ist, ob und gegebenenfalls inwieweit sich ein fachärztlich diagnostiziertes Abhängigkeitssyndrom im Einzelfall auf die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auswirkt. Dabei kann und muss im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens insbesondere dem Schweregrad der Abhängigkeit im konkreten Einzelfall Rechnung getragen werden (BGE 145 V 215 E. 6.3 und E. 7). Diese neue Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2019, 8C_245/2019, E. 5 mit Hinweis). Hingegen bildet die neue Rechtsprechung per se keinen Grund für ein Zurückkommen auf rechtskräftig entschiedene Fälle, weder unter dem Titel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG noch unter dem Titel der Anpassung an eine geänderte Gerichtspraxis (BGE 135 V 201). Auf eine allfällige Neuanmeldung kann daher nur eingetreten werden, wenn die versicherte Person eine anspruchsrelevante Änderung des Gesundheitszustandes oder des Sachverhalts glaubhaft machen kann (Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV, Art. 17 ATSG; vgl. IV-Rundschreiben Nr. 395 des BSV vom 28. November 2019).”
“Ainsi, force est de constater que la décision sur opposition du 17 juin 2019 contient des instructions impératives adressées à la Caisse susceptibles de porter préjudice à la recourante, dont il y a par conséquent lieu d’admettre la qualité pour recourir. Or, bien que légitimée à le faire, la recourante, déjà assistée par un mandataire professionnel, n’a pas recouru contre la décision sur opposition du 17 juin 2019. Dite décision étant entrée en force, il n’y a pas matière à revenir sur la question du début du délai-cadre d’indemnisation. La conclusion de la recourante sur ce point est ainsi irrecevable. 4. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l'art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et références citées). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid.”
“et les références citées). Selon cette jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération (caractère sans nul doute erroné du prononcé passé en force de chose décidée, importance notable de la rectification) ou d'une révision procédurale (découverte de faits ou moyens de preuve nouveaux conduisant à une appréciation juridique différente) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 cons. 5.2, 130 V 380 cons. 2.3.1). La reconsidération et la révision sont maintenant réglées à l'article 53 al. 1 et 2 LPGA qui codifie la jurisprudence antérieure. Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Une décision est sans nul doute erronée lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait qu'elle était erronée, la seule conclusion possible étant que tel est le cas (ATF 125 V 383; arrêt du TF du”
Citation : LPGA art. 53 n. 214 Le réexamen au sens de l'art. 53 al. 3 LPGA vise à corriger une application du droit initialement erronée ou une constatation inexacte des faits. Pour apprécier l'inexactituÞ manifeste, il convient de se référer aux faits et aux situations juridiques existant au moment de la décision initiale. La jurisprudenÎ souligne que le réexamen ne doit pas servir d'instrument à une nouvelle appréciation générale et à tout moment des prestations en cours.
“Was zunächst die generellen Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die ursprüngliche Verfügung der IV-Stelle vom 26. September 2016 und der damit verbundenen Leistungszusprache einer leichten HE per 1. Januar 2016 betrifft, ist auf Art. 53 Abs. 2 ATSG zu verweisen. Demnach ist die Verwaltung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sie zweifellos von Anfang an unrichtig war und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 115 V 314 E. 4a/cc, 112 V 373 E. 2c mit weiteren Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 53 N 42 ff.). Die Wiedererwägung dient somit der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist grundsätzlich jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch, wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/2008, E. 5.1 mit Hinweisen). Die Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, welche bestand, als die ursprüngliche Verfügung erging (BGE 125 V 389 f. E. 3 mit Hinweisen; Rudolf Rüedi, Die Verfügungsanpassung als Grundfigur von Invalidenrentenrevisionen, in: Schaffhauser/Schlauri, Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 22 f.). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist - als Schranke für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Leistungszusprechung - rechtsprechungsgemäss so zu handhaben, dass die Wiedererwägung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprüfung von Dauerleistungen wird, zumal es nicht dem Sinn der Wiedererwägung entspricht, laufende Ansprüche zufolge nachträglich besserer Einsicht der Durchführungsorgane jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können.”
“L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5 ; 129 V 110). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5 ; 119 V 410 consid. 3a ; 117 V 8 consid. 2c). Dans les limites posées par l'art. 53 al. 3 LPGA, une reconsidération est possible en tout temps, spécialement lorsque les conditions de la révision au sens de l'art. 17 LPGA ne sont pas réalisées. Dans l'éventualité où l'erreur manifeste de la décision initiale de rente n'est constatée qu'au stade de la procédure judiciaire, le tribunal peut confirmer, par substitution de motifs, la suppression de la rente prononcée sur la base d'une révision (ATF 125 V 368 consid. 2 ; TF 9C_361/2015 du 17 juillet 2015 consid. 5.1 ; 9C_11/2008 du 29 avril 2008 consid. 2). En vertu du droit d'être entendu, l'assuré doit, dans ce dernier cas, être informé préalablement de la substitution de motifs envisagée (ATF 125 V 368 consid. 4a et b ; cf. également ATF 128 V 272 consid. 5b/bb et les références). 4. a) En l’espèce, lors de l’octroi du moyen auxiliaire litigieux, l’intimé s’était principalement fondé sur un rapport de la FSCMA du 21 février 2018 et des rapports du Dr D.________ des 27 juillet, 24 octobre 2017 et 13 mars 2018. Ce médecin constatait une axonotmèse de la branche secondaire antérieure et interne du plexus brachial, lié à l’utilisation de cannes sous-axillaires par l’assuré.”
“Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen für eine revisionsweise Änderung der IV-Rente, so kann die Rentenverfügung allenfalls nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen geltenden Regeln aufgehoben werden. Demnach ist die Verwaltung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG befugt, auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Sie ist jederzeit möglich (Art. 53 Abs. 3 ATSG), insbesondere auch wenn die Voraussetzungen der Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die in einem Revisionsverfahren verfügte Aufhebung der Rente mit dieser substituierten Begründung schützen (BGE 125 V 369 E. 2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 213 La question de savoir si une décision devenue formellement définitive au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut être rectifiée (réexamen) ne doit pas être examinée dans le cadre d'une procédure de révision, mais être traitée dans une procédure distincte de réexamen.
“% resp. Fr. 991.--) sind also auf dem gesamten Bruttolohn von Fr. 11'462.-- erhoben worden. Da Kinderzulagen beitragsfrei sind, dürften sie in dem im Lohnausweis angegebenen Bruttolohn eigentlich nicht enthalten gewesen sein. Auch aus den bei den Akten liegenden Lohnabrechnungen vom Mai, Juni und Juli 2014 ist nicht ersichtlich, dass die Kinderzulagen im Lohn enthalten gewesen wären (EL-act. 103-8 ff.). Und schliesslich sind die Kinderzulagen auch in der Aufstellung der Beiständin (Budget 1. April 2019) separat ausgewiesen (Lohn Fr. 743.30, Kinderzulagen Fr. 400.--). Eine allfällige (rückwirkende) Anpassung des Erwerbseinkommens wegen zu viel abgezogener Kinderzulagen wäre jedoch nicht Gegenstand des vorliegenden Revisionsverfahrens, sondern eines separat durchzuführenden Wiedererwägungsverfahrens (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gegen die Verfügung vom 4. März 2016 (EL ab 1. Dezember 2015). Für die Zeit ab dem 1. Januar 2019 hat die Beschwerdegegnerin weiterhin das ab 1. Oktober 2018 angerechnete Erwerbseinkommen von brutto Fr. 5'864.-- berücksichtigt. Der Lohnausweis (EL-act. 13) weist für das Jahr 2018 ein Erwerbseinkommen von brutto Fr. 36'731.--, jedoch lediglich Sozialversicherungs- und NBU-Beiträge von Fr. 951.--, aus. Am 21. Januar 2020 hat die Beschwerdegegnerin per E-Mail bei der Gemeinde B.___ nachgefragt, wie hoch die im Lohn enthaltene Nachzahlung der Kinderzulagen gewesen sei (EL-act. 11). Die Antwort der Gemeinde liegt nicht bei den Akten. Im Feststellungsblatt vom 3. Februar 2020 hat die zuständige EL-Sachbearbeiterin notiert, dass im Lohn 2018 Nachzahlungen von Kinderzulagen von Fr. 23'800.-- sowie die laufenden Kinderzulagen von Fr. 4'800.-- enthalten seien. Der effektive Lohn habe im Jahr 2018 somit Fr. 10'531.-- betragen (EL-act. 10). Sollte sich das Erwerbseinkommen per 1. Januar 2019 erhöht haben (gemäss Art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 212 Si des examens médicaux sont nécessaires pour obtenir une connaissanÎ certaine, l'administration doit les effectuer dans un délai raisonnable. Si l'administration ne commenÎ pas en temps utile, le point de départ du délai relatif de 90 jours doit être fixé au moment où elle aurait pu compléter l'état de fait incomplet avì l'effort nécessaire et raisonnable. En revanche, le délai de 90 jours ne court que lorsque la partie a une connaissanÎ certaine du nouveau fait important ou de l'élément de preuve décisif.
“Formell rechtskräftige Verfügungen sind in (prozessuale) Revision zu ziehen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Solche neue Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil 9C_321/2020 vom 2. Juli 2021 E. 4.1). Grundsätzlich bestimmt sich der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Die relative 90-tägige Revisionsfrist beginnt zu laufen, sobald bei der Partei, die sich auf einen Revisionsgrund beruft, eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Sind zur Erlangung der sicheren Kenntnis medizinische Abklärungen erforderlich, so hat die Verwaltung diese innert angemessener Frist durchzuführen. Tut sie dies nicht, ist der Beginn der relativen 90-tägigen Frist auf den Zeitpunkt festzusetzen, in welchem die Verwaltung ihre unvollständige Kenntnis mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätte hinreichend ergänzen können (BGE 143 V 105 E.”
“Er gehe zwar täglich ins Geschäft, um ein bis zwei Telefongespräche zu führen, die Post zu öffnen und sich mit dem Mitinhaber der Garage zu besprechen oder sich mit Vertretern zu unterhalten. Eine eigentliche Leistung erbringe er jedoch nicht. Die Vorinstanz hielt weiter fest, gegenüber dem Kreisarzt habe der Beschwerdeführer am 20. Dezember 2002 angegeben, seine Kinder in die Schule zu bringen, die Post seiner Firma abzuholen und manchmal mit Kunden zu sprechen; lange Gespräche seien allerdings eine Tortur für ihn. Sitzen könne er nur einige Minuten. Bei einem Gespräch mit der Beschwerdegegnerin vom 12. März 2003 bezüglich des Fallabschlusses sei festgehalten worden, in der bisherigen Tätigkeit bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Dementsprechend sei die Beschwerdegegnerin bei der Rentenzusprache von keiner beruflichen Tätigkeit bei vollständiger Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen. Erst durch die Erkenntnisse der Observation und die Eingeständnisse des Beschwerdeführers gegenüber der IV-Stelle am 5. November 2009 sowie durch die Ergebnisse der daraufhin erfolgten medizinischen Begutachtung am MZR seien erhebliche neue Tatsachen im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu Tage getreten. Was die Rechtzeitigkeit der prozessualen Revision betreffe, könne erst die medizinische Beurteilung der Observationsergebnisse sichere Kenntnis des relevanten Sachverhalts liefern. Das Bundesgericht habe im Urteil 8C_626/2014 in E. 3.1 (vgl. Sachverhalt lit. A) erkannt, dass die 90-tägige Frist zur prozessualen Revision erst nach Eingang des MZR-Gutachtens vom 9. Mai 2011 am 12. Mai 2011, allenfalls nach medizinischer Überprüfung durch den RAD (bzw. hier durch den Kreisarzt), zu laufen begonnen habe. Diese Frist sei im vorliegenden Verfahren somit durch die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 28. Juli 2011 gewahrt. Eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von mindestens 10 %, wie der Beschwerdeführer geltend mache, ergebe sich aus den gutachterlichen Darlegungen gemäss MZR-Gutachten nicht. Danach sei er spätestens seit April 2009 (Zeitpunkt der Observation) vollständig arbeitsfähig als selbstständiger Automechaniker und Geschäftsführer. Selbst wenn ein gesundheitlicher Schaden vorliegen würde, habe sich dieser jedenfalls nicht erwerblich ausgewirkt, wie dies letztinstanzlich auch das Bundesgericht erkannt habe (bereits zitiertes Urteil 8C_626/2014 E.”
“Weiter im Streit liegt die Frage, ob die Beschwerdegegnerin das vom 12. Dezember 2019 bis 29. Februar 2020 gestützt auf vorstehende Ausführungen zu Unrecht geleistete Taggeld in Höhe von Fr. 5'881.60 zurückfordern resp. verrechnen durfte. Nach Art. 25 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Abs. 1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Abs. 2 Satz 1). Die Rückforderung zu Unrecht ausbezahlter Leistungen ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) der ursprünglichen Verfügung (oder formlosen Leistungszusprechung) erfüllt sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Januar 2013, 8C_155/2012, E. 6.1, mit Hinweisen). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Solche neue Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG). Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben oder bei Säumnis in dem Zeitpunkt, in welchem der Versicherungsträger den unvollständigen Sachverhalt mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätte hinreichend ergänzen können (vgl.”
“1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.4 Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Sont "nouveaux" les faits qui se sont produits avant le prononcé de la décision ou de la décision sur opposition formellement passée en force et dont le requérant n'avait pas connaissance, malgré toute sa diligence. Les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt dont la révision est demandée et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte (ATF 144 V 245 c. 5.2). Les faits et moyens de preuve nouveaux au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent être invoqués dans les 90 jours qui suivent leur découverte. Outre ce délai relatif, il existe un délai absolu de dix ans, qui commence à courir dès la notification de la décision, respectivement de la décision sur opposition (art. 67 al. 1 PA en relation avec l'art. 55 al. 1 LPGA; voir également ATF 143 V 105 c. 2.1; SVR 2023 IV n° 43 c. 3.2, 2012 UV n° 17 c. 3). Si les nouveaux faits ou moyens de preuve font montre d'indices importants en faveur de l'existence d'un cas de révision, il est nécessaire de procéder à des clarifications dans un délai convenable, afin d'obtenir une certitude suffisante. Dans de tels cas de figure, le délai de révision de 90 jours ne commence à courir qu'à partir du moment où les documents permettent l'examen du motif de révision avancé ou, si les documents ne sont pas disponibles, à partir du moment où l'on peut attendre de l'assureur qu'il ait pris toutes les dispositions nécessaires et raisonnables pour compléter l'état de fait incomplet (ATF 143 V 105 c.”
Dans certains cas (p. ex. la réduction d'une rente dans l'assuranÎ-invalidité), une décision de révision produit en principe des effets ex nunc; une correction rétroactive n'est admise que dans des cas limités, notamment lorsque la prestation a été indûment perçue ou qu'une obligation de déclaration a été enfreinte. L'art. 53 LPGA doit être pris en compte dans les étapes procédurales (constatation de l'illégitimité au moyen d'une révision/réexamen et décision subséquente de remboursement).
“Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex tunc und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex nunc vor. Eine Rückwirkung ist nur zulässig, wenn die versicherte Person die Leistung zu Unrecht erwirkt oder die Meldepflicht nach Art. 77 IVV verletzt hat. Da im Rahmen einer prozessualen Revision die invaliditätsmässigen Voraussetzungen überprüft werden, gilt diese Regelung somit auch in der Invalidenversicherung (THOMAS FLÜCKIGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 36 f. zu Art. 53 ATSG mit Hinweis auf MARGIT MOSER-SZELESS, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales [LPGA], 2018, N. 68 zu Art. 53 ATSG).”
“1 je mit Hinweisen; Urteil des BGer 8C_843/2018 vom 22. Januar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). 4.1.2 Mangels besonderer Übergangsvorschriften - es besteht lediglich eine übergangsrechtliche Bestimmung, wonach für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Fassung von Art. 25 Abs. 2 ATSG vom 1. Januar 2021 beim erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt (vgl. Art. 82a ATSG) - ist aufgrund der allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln vorliegend zu beachten, dass betreffend die bis Ende 2020 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen eine relative einjährige Verwirkungsfrist und für die im Jahr 2021 unrechtmässig ausgerichteten Leistungen eine solche von drei Jahren zur Anwendung gelangt (vgl. E. 3.2 hiervor). 4.2 Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der Unrechtmässigkeit des Bezuges der Leistung zu befinden (in der Regel mittels Wiedererwägung oder Revision, vgl. Art. 53 ATSG bzw. Art. 17 ATSG). Daran schliesst sich zweitens der Entscheid über die Rückerstattung an, in dem zu beantworten ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine rückwirkende Korrektur gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG erfolgt. Die Rechtsprechung lässt es allerdings zu, dass über die Unrechtmässigkeit des Leistungsbezuges und über die allfällige sich daraus ergebende Rückerstattungspflicht gemeinsam entschieden wird (vgl. Urteil des BGer 9C_564/2009 vom 22. Januar 2010 E. 6.4; Ueli Kieser, Rückforderung unrechtmässig bezogener Leistungen von Dritten, in: Sozialversicherungsrechtstagung 2010, 2011, S. 224). Schliesslich ist drittens, auf entsprechendes Gesuch hin, über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG zu entscheiden (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 25 Rz. 21), dies jedoch erst, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rückerstattungsforderung feststeht (Urteil BGer 9C_466/2014 vom 2. Juli 2015 E. 3.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 210 Pour les recouvrements de prestations indûment perçues de l'assuranÎ-chômage, il convient d'examiner les conditions énoncées à l'art. 53 al. 2 LPGA — à savoir que la décision devenue définitive ou la décision rendue sur opposition est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG); die Kasse fordert sie vom Arbeitgeber zurück (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2; C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5, bestätigt durch Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019).”
Une transaction peut, en principe, faire l'objet d'un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA, de la même manière qu'une décision. En raison du caractère transactionnel, des exigences plus strictes s'imposent toutefois. L'appréciation des intérêts s'opère de façon identique; les différences tiennent à la pondération — en particulier, la protection de la confianÎ légitime dans le maintien de la situation doit être prise en compte de manière généralement plus marquée pour la transaction. De plus, les transactions dans le domaine des assurances sociales reposent souvent sur une appréciation globale de différents éléments déterminants du droit aux prestations, ce qui rend cette pondération particulière pertinente.
“Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen (BGE 138 V 147 E. 2.3 S. 149). Der Mechanismus der Interessenabwägung ist somit bei der Wiedererwägung eines Vergleichs bzw. einer Verfügung der gleiche; Unterschiede ergeben sich jedoch bei der Gewichtung, namentlich des Schutzes des berechtigten Vertrauens in den Bestand, der tendenzmässig beim Vergleich stärker als bei der Verfügung ausfällt (BGE 138 V 147 E. 2.4 S. 150). Zu beachten ist dabei auch, dass die Zusprechung von Sozialversicherungsleistungen in der Regel auf verschiedenen Anspruchsgrundlagen beruht. Im UVG sind dies, nebst etwa der Versicherungsdeckung und den notwendigen kausalen Zusammenhängen, bei der Invalidenrente in erster Linie der Invaliditätsgrad - mit den diesem zugrundeliegenden Faktoren der Invaliditätsbemessung - und der versicherte Verdienst, bei der Integritätsentschädigung die Integritätseinbusse. Werden Sozialversicherungsleistungen gestützt auf einen Vergleich verfügt, umfasst dieser für gewöhnlich eine gesamthafte Würdigung aller relevanten Anspruchsfaktoren.”
“Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich, wie das kantonale Gericht darlegte, grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen. Der Mechanismus der Interessenabwägung ist somit bei der Wiedererwägung eines Vergleichs bzw. einer Verfügung der gleiche. Unterschiede ergeben sich jedoch bei der Gewichtung, namentlich des Schutzes des berechtigten Vertrauens in den Bestand, der tendenzmässig beim Vergleich stärker als bei der Verfügung ausfällt (BGE 140 V 77 E. 3.2.2 mit Hinweis). Zu beachten ist dabei, dass ein Vergleich, gestützt auf den Sozialversicherungsleistungen zugesprochen werden, für gewöhnlich eine gesamthafte Würdigung aller relevanten Anspruchsfaktoren umfasst. Das heisst, jede Vergleichspartei bezieht in ihre Überlegungen mit ein und nimmt in Kauf, dass bei der vergleichsweisen Erledigung einige Anspruchsfaktoren eher zu ihren Gunsten, andere eher zu ihren Ungunsten ausgelegt werden als bei einer umfassenden Prüfung. Sie wägt in diesem Sinne ab, welchem Ergebnis sie bei gesamthafter Betrachtung zustimmen will. Der Versicherungsträger hat sich hierbei im Rahmen des ihm zustehenden Ermessens zu halten.”
“Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen (BGE 138 V 147 E. 2.3). Der Mechanismus der Interessenabwägung ist somit bei der Wiedererwägung eines Vergleichs beziehungsweise einer Verfügung der gleiche; Unterschiede ergeben sich jedoch bei der Gewichtung, namentlich des Schutzes des berechtigten Vertrauens in den Bestand, der tendenzmässig beim Vergleich stärker als bei der Verfügung ausfällt (BGE 138 V 147 E. 2.4). Zu beachten ist dabei auch, dass die Zusprache von Sozialversicherungsleistungen in der Regel auf verschiedenen Anspruchsgrundlagen beruht. Im UVG sind dies, nebst etwa der Versicherungsdeckung und den notwendigen kausalen Zusammenhängen, bei der Invalidenrente in erster Linie der Invaliditätsgrad - mit den diesem zugrunde liegenden Faktoren der Invaliditätsbemessung - und der versicherte Verdienst, bei der Integritätsentschädigung die Integritätseinbusse. Werden Sozialversicherungsleistungen gestützt auf einen Vergleich verfügt, umfasst dieser für gewöhnlich eine gesamthafte Würdigung aller relevanten Anspruchsfaktoren.”
“Offenbleiben kann bei diesem Ergebnis, ob vorliegend auch der Schutz des berechtigten Vertrauens des Beschwerdeführers in den Bestand des Vergleichs einer Wiedererwägung entgegensteht. Zwar ist ein wiedererwägungsweises Rückkommen auf eine zweifellos unrichtige Verfügung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG grundsätzlich auch mehr als zehn Jahre nach deren Erlass zulässig (BGE 140 V 514 Regeste a; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1 und 8C_394/2017 vom 8. August 2017 E. 2.2). Vorliegend steht jedoch ein Vergleich beziehungsweise eine gestützt auf diesen ergangene Verfügung zur Diskussion, weshalb der Schutz des berechtigten Vertrauens stärker ausfällt als bei einer im strittigen Verfahren erlassenen Verfügung (vgl. vorstehend E. 1.5), was umso mehr gelten muss, als seither schon fast 20 Jahre vergangen sind.”
En principe, l'autorité est libre de statuer, dans la même décision, à la fois sur le «nouveau» droit à prestations (réexamen ou révision procédurale conformément à l'art. 53 LPGA) et sur l'étendue d'un recouvrement. Elle peut toutefois aussi le faire par décisions séparées (d'abord constatation du nouveau droit, puis décision ultérieure sur le montant à recouvrer).
“Es steht der Behörde grundsätzlich frei, in ein und derselben Verfügung über den neuen Leistungsanspruch an sich (Wiedererwägung oder prozessuale Revision, Art. 53 ATSG) zu befinden, und andererseits über den Umfang der Rückforderung zu entscheiden oder in separaten Verfügungen zunächst über den neuen EL-Anspruch und in einem späteren Zeitpunkt über den Rückforderungsbetrag zu entscheiden (vgl. u.a. das Urteil des Bundesgerichts 9C_158/2019 vom 17. Mai 2019 E. 3.1.).”
“Christian Schaeppi, Der Anspruch auf Kinderzulagen, unter besonderer Berücksichtigung der sanktgallischen Gesetzgebung, Winterthur 1974, S. 303). Gemäss Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über die Familienzulagen (FamZV; SR 836.21) i. V. m. Art. 49bis Abs. 3 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101) gilt ein Kind nicht als in Ausbildung, wenn es ein durchschnittliches monatliches Erwerbseinkommen erzielt, das höher ist als die maximale volle Altersrente der AHV. Nach Art. 1 FamZG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Deren Rückforderung ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebend sind. Die zuständige Behörde hat dabei materiell über zweierlei zu verfügen (bzw. einspracheweise zu entscheiden): einerseits über den "neuen" Leistungsanspruch an sich (Wiedererwägung oder prozessuale Revision, vgl. Art. 53 ATSG), anderseits über den Umfang der Rückforderung (Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV; SR 830.11]). Es steht ihr grundsätzlich frei, formell beides in eine Verfügung zu verpacken oder in separaten Verfügungen zunächst über den neuen Anspruch auf Familienzulagen und in einem späteren Zeitpunkt über den Rückforderungsbetrag zu entscheiden (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Mai 2019, 9C_158/2019, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Über den Umfang der Rückforderung wird eine Verfügung erlassen (Art. 3 Abs. 1 ATSV). In dieser weist der Versicherer auf die Möglichkeit des Erlasses hin, sofern nicht ohnehin eine Verfügung zum Verzicht auf die Rückforderung angezeigt ist (Art. 3 Abs. 2 und 3 ATSV). Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör. Sie müssen nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 Abs. 2 ATSG). Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art.”
Citation: LPGA art. 53 n. 207 La caisse a pu, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur des décisions de fixation des prestations formellement définitives, parÎ qu'elles ont été jugées manifestement erronées ; elle a recalculé les prestations pour 2019 et a réclamé leur remboursement.
“Or, pour ce mois-là, le recourant n'est pas en mesure d'apporter une quelconque preuve de paiement de loyer. Le calcul de la Caisse ne prête pour le surplus pas le flan à la critique. Le recourant ne conteste d'ailleurs pas la prise en compte ou non de ses enfants dans le calcul des prestations et le montant du loyer retenu. 5. 5.1 A teneur de l'art. 25 al. 1 1ère phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 5.2. Il résulte du considérant 5 que les PC versées pour la période du 1er mai au 31 décembre 2019 qui tenaient encore compte du fait que le recourant vivait sous le même toit que sa femme et ses enfants l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA. C'est dès lors à juste titre que la Caisse a effectué un nouveau calcul et réclamé au recourant la somme de CHF 20'544.-, laquelle n'est pas contestée. Enfin, en demandant la restitution de cette somme courant 2020 alors que les prestations ont été versées en 2019, voire au début 2020, les délais de péremption sont respectés. 6. Le recourant ne conteste enfin par contre pas devoir restituer les frais maladie par CHF 427.-. Partant, s'agissant du droit du recourant aux PC et de la restitution, le recours doit être rejeté en tous points.”
Pour les prestations périodiques ou de durée indéterminée (p.ex. rentes, prestations complémentaires (PC)), une rectification selon l'art. 53 al. 2 LPGA revêt généralement une importanÎ considérable; le réexamen constitue dès lors un instrument central pour corriger de telles décisions à effet durable. En ce qui concerne les prestations complémentaires, la soi-disant pratique de l'année civile n'est pas considérée comme protectriÎ; le caractère définitif d'une décision relative aux PC n'est pas limité à l'année civile concernée.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis).”
“Es ist im jeweils konkreten Fall zu eruieren, welche Methode zu einem realistischeren Ergebnis führt (Urteil des Bundesgerichts vom 16. April 2019, 9C_751/2018, E. 7.2; Urteil des EVG vom 8. November 2005, P 33/05, E. 4). Die Beschwerdegegnerin berechnet den Liegenschaftsertrag gemäss den vorliegenden Akten anhand des durchschnittlichen Liegenschaftsertrages während der Lebensdauer der auf dem Grundstück stehenden Baute unter Abzug der zulässigen Pauschale und des Hypothekarzinses. Im Lichte der vorab zitierten Rechtsprechung (vgl. Ziff. 6.1. hiervor) ist dieses Vorgehen nicht zu beanstanden und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht gerügt. 6. 6.1. Nach Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 6.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellungen des Sachverhalts. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG ist sie jederzeit möglich (Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 9C_342/208, E. 5.1 mit Hinweisen). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für ursprünglich zugesprochene Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Unrechtmässige bezogene Leistungen sind in demjenigen Umfang zurückzuerstatten, in dem sie ausgerichtet wurden (Urteil des Bundesgerichts 9C_564/2009, E.6.5 vom 22. Januar 2010). 6.3. Die Beschwerdegegnerin fordert mit Verfügungen vom 19.”
“Es ist aktenkundig und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in der hier massgebenden Zeit vom 1. Februar 2012 bis 31. Oktober 2016 Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielte (act. II 44 S. 7, S. 9, S. 11; 45 S. 6; 46 S. 7, S. 9; 53 S. 9, S. 16 ff.; 55 S. 8, S. 10), diese Einnahmen bei den entsprechenden EL-Berechnungen nicht berücksichtigt wurden (act. II 20, 23, 29, 33 f., 36 f., 39 f.; vgl. E. 2.2 hiervor), die EL in dieser Zeit folglich zu hoch ausfielen (vgl. act. II 44 S. 2; 45 S. 2; 46 S. 2, 55 S. 2) und die Beschwerdeführerin die zu viel geleisteten bzw. zurückgeforderten EL damit unrechtmässig bezogen hat. Angesichts der nicht berücksichtigten Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit war die ursprüngliche Berechnung der EL betreffend den Zeitraum von 1. Februar 2012 bis 31. Oktober 2016 (act. II 20, 23, 29, 33 f., 36, 39 f.) zweifellos unrichtig und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung. Damit sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) erfüllt, und es liegt ein Rückkommenstitel vor. Der zu viel bezogene Betrag ist demzufolge grundsätzlich zurückzuerstatten (vgl. E. 2.3 hiervor). Es bleibt festzuhalten, dass eine Rückerstattung von EL unabhängig von einem allfälligen Verschulden, insbesondere unabhängig von einer Meldepflichtverletzung der leistungsempfangenden Person oder ihres Vertreters, zu erfolgen hat. Sowohl die prozessuale Revision als auch die Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen, in materieller Hinsicht nicht gerichtlich beurteilten EL-Verfügung erfolgt im Hinblick auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes. Diese übereinstimmende Zielsetzung ruft bei beiden Rückkommenstiteln nach einer verschuldensunabhängigen rückwirkenden (ex tunc) EL-Aufhebung oder -Herabsetzung (vgl. E. 2.4 hiervor). Ob – neben dem Rückkommenstitel der Wiedererwägung – eine Meldepflichtverletzung vorliegt, muss damit im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht geklärt werden (vgl. E. 2.3 hiervor). Diese Frage ist im Rahmen des Verfahrens betreffend den Erlass der zurückgeforderten Leistungen von Bedeutung (vgl.”
“Historisch betrachtet hat der Begriff "jährliche Ergänzungsleistung" also keine verfahrensrechtliche Bedeutung. Auch die systematische Interpretation spricht gegen eine Beschränkung der Wirksamkeit von EL-Verfügungen auf die Zeit bis zum Ende des entsprechenden Kalenderjahres, denn das Sozialversicherungsrecht sieht für Dauerleistungen, die auf einem auf unbestimmte Zeit anhaltenden anspruchsbegründenden Sachverhalt beruhen, immer eine unbefristete Leistungszusprache vor. Eine hiervon abweichende Ausnahme hätte daher explizit im ELG statuiert werden müssen. Zudem ist es aus systematischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb das Wort "jährlich" bzw. der Wortteil "Jahres-" in den materiellen Normen des ELG eine rein verwaltungsverfahrensrechtliche Regelung beinhalten soll. Auch die teleologische Interpretation spricht gegen die sog. Kalenderjahr-Praxis, da mit der Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 ELV), der sog. prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ein umfassendes Instrumentarium zur Korrektur fehlerhafter Dauerverfügungen vorhanden ist, so dass offensichtlich keine verfahrensrechtliche Notwendigkeit für eine Beschränkung der Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung bis zum Ablauf des Kalenderjahres besteht (zum Ganzen vgl. Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 15 ff.; vgl. auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2018, EL 2017/17 E. 2.2 [aufgehoben durch den Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Januar 2019, 9C_480/2018]). Die Kalenderjahr-Praxis des Bundesgerichts ist somit gesetzwidrig. Die Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung ist also nicht bis zum Ablauf des entsprechenden Kalenderjahres beschränkt. Bei der Beurteilung der Einsprache des Beschwerdeführers hätte sich die Beschwerdegegnerin also darauf beschränken müssen zu prüfen, ob die angefochtene Revisionsverfügung rechtmässig war.”
Les faits nouveaux ou moyens de preuve doivent être de nature à influer de façon substantielle, c.-à-d. propres à modifier les éléments factuels ayant servi de base à la décision et à conduire, en cas d'appréciation juridique correcte, à une décision différente. La révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA produit effet ex tunc. Les décisions manifestement erronées relèvent du champ d'application de l'art. 53 al. 2 LPGA (réexamen), pour lesquelles des conditions particulières s'appliquent.
“c) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). Une décision – formelle ou informelle – qui est entrée en force, est soumise à la révision procédurale lorsque l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont nouveaux au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure initiale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qu’ils n’étaient pas connus de l’autorité demandant la révision, malgré toute sa diligence. Les faits nouveaux doivent par ailleurs être importants, à savoir de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de la décision entreprise, et conduire à une décision différente en fonction d’une appréciation juridique correcte (cf. TF 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4.2 ; Boris Rubin, op. cit, nos 17 et 18 ad art. 95 LACI et les références). Il est inhérent à la révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA que la nouvelle décision a des effets rétroactifs, soit ex tunc (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3ème édition, Zurich/Bâle/Genève 2015, no 41 ad art. 53 LPGA et la référence). d) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d'être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c'est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu'un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d'un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l'exactitude d'une allégation, sans que d'autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n'entrent raisonnablement en considération (cf. ATF 139 V 176 consid. 5.3 et les références citées). Il n’existe aucun principe juridique dictant à l’administration ou au juge de statuer en faveur de l’assuré en cas de doute (cf.”
“4 et 5 OPGA traitent respectivement de la remise et de la situation difficile. Au regard de l'art. 25 LPGA et de la jurisprudence y relative, la procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et des dispositions particulières du RAI et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 OPGA; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 3.2. En l'espèce, les conditions d'une reconsidération sont clairement données, puisque la décision précédemment rendue le 16 août 2019 prévoyait l'octroi d'une prestation pour enfant en sus de l'indemnité journalière, alors que, dès le 1er octobre 2019, cette prestation n'était plus due, ce qui implique que la décision en question était manifestement erronée dès cette date.”
“Si, dans le calcul séparé auquel il y a lieu de procéder, l’on ne tenait pas compte de la fortune du parent excluant le droit aux prestations complémentaires, cela reviendrait à favoriser l’enfant qui vit séparé du parent ayant droit puisqu’il pourrait – en cas d’excédents de dépenses – toucher des prestations complémentaires, quand bien même il n’en aurait pas perçu s’il habitait avec le parent ayant droit. c) Il résulte de ce qui précède que A.H.________ n’a pas droit aux prestations complémentaires. Il convient encore d’examiner si la Caisse était en droit de lui réclamer les prestations qu’elle lui a versées de mai 2022 à août 2023. 5. a) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) En l’occurrence, il résulte du considérant précédent que c’est de manière manifestement erronée que la Caisse a alloué des prestations complémentaires à A.”
“Die Voraussetzungen zur Eröffnung eines Revisionsverfahrens nach Art. 53 Abs. 1 ATSG sind vorliegend erfüllt gewesen: Die AHV-Zweigstelle hat der Beschwerdegegnerin im September 2019 gemeldet, sie habe durch Zufall erfahren, dass der Beschwerdeführer gar nie an der B.___strasse 1 in C.___ gewohnt habe. Hierbei hat es sich um eine neue Tatsache gehandelt, denn die Beschwerdegegnerin hat bis zum Zeitpunkt der Meldung im September 2019 aufgrund des eingereichten Mietvertrags und der wiederholten Bestätigung der Gültigkeit des Mietvertrags und der Mietzinszahlungen durch Frau D.___ davon ausgehen müssen, dass der Beschwerdeführer an der B.___strasse 1 wohne. Diese neue Tatsache ist zudem erheblich gewesen: Sollte sich herausstellen, dass der Beschwerdeführer im hier relevanten Zeitraum weder an der B.___strasse 1 noch an einem anderen Ort im Kanton St. Gallen oder sogar der Schweiz gewohnt hat, so müsste für den gesamten Zeitraum ein EL-Anspruch verneint werden. Die (prozessuale) Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG setzt eine ursprüngliche Unrichtigkeit bezogen auf die tatsächlichen Grundlagen des Entscheides voraus (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Ausgabe 2020, Rz. 7 zu Art. 53). Die Beschwerdegegnerin hat die Ergänzungsleistungen jedoch nicht ab Anspruchsbeginn (1. Oktober 2004), sondern erst ab 1. August 2005 korrigiert. Der Grund hierfür ist wohl gewesen, dass die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen ist, dass sie nur diejenigen Leistungen zurückfordern könne, die in den letzten 15 Jahren bezogen worden seien (Art. 25 Abs. 2 ATSG), d.h. dass mit Bezug auf die im Zeitraum 1. Oktober 2004 bis 31. Juli 2005 zu Unrecht ausgerichteten Leistungen bereits die absolute Verjährung resp. Verwirkung eingetreten sei. Korrekterweise hätte die Beschwerdeführerin jedoch in einem ersten Schritt die Ergänzungsleistungen rückwirkend ab 1. Oktober 2004 neu festsetzen (da die ursprüngliche Verfügung vom 25. November 2004 in prozessuale Revision gezogen worden ist) bzw. einen EL-Anspruch für den Zeitraum 1. Oktober 2004 bis 31.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 204 La révision d'une décision d'octroi de prestations devenue formellement définitive suppose que la décision soit indubitablement erronée et que sa rectification présente une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig ausgerichtete Leistungen der Arbeitslosenversicherung können zurückgefordert werden (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 und 2 ATSG), sofern die Voraussetzungen für ein wiedererwägungs- oder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung gegeben sind (Art. 53 ATSG; BGE 142 V 259 E. 3.2; 129 V 110 E. 1.2.3; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Zusprache von Leistungen (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Hat der Arbeitgeber die unrechtmässige Auszahlung zu verantworten, so ist für ihn jede Rückforderung gegenüber den Arbeitnehmern ausgeschlossen (Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG). Rückerstattungspflichtig sind der Bezüger oder die Bezügerin der unrechtmässig gewährten Leistungen und seine oder ihre Erben (Art. 2 Abs. 1 Bst. a der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 11. September 2002 [ATSV, SR 830.11]; vgl. dazu BGE 147 V 417 E. 7.2.1).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 203 L'assureur peut, profitant d'un recours formé contre lui, réexaminer la décision attaquée jusqu'à sa prise de position devant l'autorité de recours ou jusqu'à la clôture des échanges d'écritures, et rendre une nouvelle décision (reconsidération pendente lite).
“b) En l'espèce, le recours a été interjeté en temps utile auprès du tribunal compétent (cf. art. 60 al. 1 LPGA ; art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]). Il respecte pour le surplus les formalités prévues par la loi (cf. art. 61 let. b LPGA), de sorte qu'il est recevable. 2. a) En procédure juridictionnelle administrative, ne peuvent être examinés et jugés que les rapports juridiques à propos desquels l’autorité administrative compétente s’est prononcée préalablement d’une manière qui la lie, sous la forme d’une décision. La décision détermine ainsi l’objet de la contestation qui peut être déféré en justice par voie de recours. Si aucune décision n’a été rendue, la contestation n’a pas d’objet et un jugement sur le fond ne peut pas être prononcé (ATF 134 V 418 consid. 5.2.1). Dans le même sens, les conclusions qui vont au-delà de l’objet de la contestation, tel que défini par la décision litigieuse, sont en principe irrecevables (ATF 142 I 155 consid. 4.4.2 ; 134 V 418 consid. 5.2.1). b) A teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours. Cette faculté est également prévue à l’art. 83 LPA-VD (applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD) selon lequel, en lieu et place de ses déterminations, l’autorité intimée peut rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l’avantage du recourant (al. 1), l’autorité poursuivant l’instruction du recours dans la mesure où celui-ci n’est pas devenu sans objet (al. 2). c) En l’espèce, l’intimée a reconsidéré sa décision sur opposition du 1er mai 2020 et l’a remplacée par celle du 2 juin 2020. Dans cette seconde décision, elle a partiellement admis l’opposition formulée en son temps par la recourante, en retenant pour le calcul de l’allocation pour perte de gain la dernière décision définitive de cotisation relative à l’année 2016, fondée sur un revenu déterminant de 30’100 fr., alors que la recourante prétend à une allocation basée sur le chiffre d’affaires réalisé en 2018, à hauteur de 56'521 francs.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Der Versicherungsträger kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG). Nach der Praxis des Verwaltungsgerichts ist eine neue Verfügung zugunsten des Versicherten bis zum Abschluss des Schriftenwechsels zulässig. Eine danach erlassene Wiedererwägungsverfügung wird nicht mehr akzeptiert und hat prozessual lediglich den Charakter eines Antrages an den Richter, er möge im Sinne der Verfügung urteilen (BVR 1991 S. 143 E. 3). Der Versicherungsträger kann nicht zu einer Wiedererwägung verpflichtet werden (Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 53 N. 48).”
“_______ contre cette décision devant le Tribunal administratif fédéral (ci-après : le Tribunal), aux termes duquel il a requis, en substance, l'octroi d'une rente entière illimitée, les deux échanges d'écritures intervenus depuis lors, l'ordonnance du Tribunal du 1er novembre 2023, par laquelle il a ordonné formellement un nouvel échange d'écritures et invité l'OAIE à procéder à un nouvel examen du dossier sur la base des considérants, la décision du 18 janvier 2024, par laquelle l'OAIE a reconsidéré sa décision du 29 novembre 2019 et alloué une rente entière illimitée au recourant à compter du 1er mai 2018, et considérant que, sous réserve des exceptions prévues à l'art. 32 LTAF (RS 173.32), le Tribunal connaît, selon l'art. 31 LTAF en relation avec l'art. 33 let. d de cette même loi et l'art. 69 al. 1 let. b LAI (RS 831.20), des recours interjetés par les personnes résidant à l'étranger contre les décisions au sens de l'art. 5 PA (RS 172.021) prises par l'OAIE, que la procédure est régie par PA, sous réserve de dispositions particulières de la LPGA (RS 830.1 ; art. 3 let. dbis PA), qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé (reconsidération pendente lite ; cf. également l'art. 58 al. 1 PA), que, selon une pratique bien établie, une nouvelle décision prise pendente lite par l'autorité inférieure après sa réponse au recours peut encore être rendue si l'autorité de recours avait invité l'autorité inférieure à nouveau à un échange d'écritures (arrêts du TAF B-2583/2019 du 27 août 2020 consid. 3.1 et les réf. cit. et C-1945/2015 du 21 mars 2016 consid. 2.1 ; August Machler, in : Auer/Müller/Schindler [éd.], VwVg-Kommentar, 2e éd., 2019, art. 58 n° 16), que cette nouvelle décision ne met fin au litige qu'à la condition qu'elle corresponde aux conclusions de l'assuré, le litige subsistant dans la mesure où elle ne règle pas toutes les questions à satisfaction de la partie recourante (arrêt du TAF C-2868/2020 du 24 septembre 2020 et les réf. cit.”
LPGA art. 53 n. 202 Pour les décisions administratives formellement définitives ou les décisions statuant sur une opposition, un recouvrement n'est possible que si la décision est sans aucun doute erronée et si la rectification revêt une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 201 Lors du réexamen des transactions, la jurisprudenÎ impose des exigences accrues : une transaction ne peut être révisée que si elle était indubitablement erronée. En conséquenÎ, pour les appréciations discrétionnaires, une erreur indubitable est, en règle générale, exclue, pour autant que la décision initiale ait été défendable au regard de la situation de fait et de droit existant à l'époque.
“Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Von erheblicher Bedeutung ist die Berichtigung von rechtskräftigen Verfügungen oder Einspracheentscheiden stets, wenn sie periodische Leistungen zum Gegenstand haben (vgl. BGE 140 V 85 E. 4.4). 1.5 Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen (BGE 138 V 147 E. 2.3). Die Wiedererwägung ist zulässig, wenn der Vergleich zweifellos unrichtig war; das heisst, sie hängt entscheidend davon ab, was Gegenstand eines Vergleichs sein kann. Ein (öffentlich-rechtlicher) Vertrag bzw. Vergleich hat das Legalitätsprinzip zu beachten; es darf demnach keine vom Gesetzesrecht abweichende Regelung getroffen werden Die Befugnis zum Abschluss eines Vergleichs ermächtigt die Behörde somit nicht, bewusst eine gesetzwidrige Vereinbarung zu schliessen, also von einer von ihr als richtig erkannten Gesetzesanwendung im Sinne eines Kompromisses abzuweichen. Ist der Vergleich im Gesetzesrecht zugelassen, so wird aber damit den Parteien bei ungewisser Sach- oder Rechtslage die Befugnis eingeräumt, ein Rechtsverhältnis vertraglich zu ordnen, um die bestehende Rechtsunsicherheit zu beseitigen. Dabei und damit wird in Kauf genommen, dass der Vergleichsinhalt von der Regelung des Rechtsverhältnisses abweicht, zu der es bei umfassender Klärung des Sachverhalts und der Rechtslage allenfalls gekommen wäre.”
“3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales [OPGA; RS 830.11]; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 4.3. Concernant la première étape, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; DTA 2006 p. 218 consid. 3 [arrêt TF C 330/05 du 11 avril 2006] et DTA 2006 p. 158 [arrêt TF C 80/05 du 3 février 2006]). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 4.4. Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits. L'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). 4.5. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3; 119 V 475 consid. 1b/cc). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 117 V 8 consid. 2c; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée. En particulier, les organes d'application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits. Ainsi, une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit (arrêts TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid.”
Distinction par rapport à l'art. 53 al. 1 LPGA : La révision procédurale (al. 1) porte sur des faits ou éléments de preuve nouvellement découverts, auparavant indisponibles et de nature à être déterminants. Le réexamen visé à l'al. 2 a, en revanche, pour objet la correction de décisions formellement définitives qui sont «sans aucun doute erronées» et dont la rectification revêt une importanÎ considérable. Il intervient notamment en cas d'application initialement erronée du droit ou de constatation de faits manifestement erronée. Pour apprécier si une décision est «sans aucun doute erronée», il convient de se référer aux circonstances et à la pratique en vigueur au moment de l'édiction de la décision initiale ; un changement ultérieur de pratique ou du droit ne fonÞ en règle générale pas un réexamen.
“Beide Bestimmungen regeln die Abänderung von formell rechtskräftigen Entscheiden; erfasst werden sowohl formelle Verfügungen und Einspracheentscheide als auch rechtsbeständig gewordene Entscheide im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG (Flückiger, Basler Komm., Basel 2020, Art. 53 ATSG N 8 mit Verweis auf BGE 143 V 105 E. 2.1). 6. 6.1. Demnach stellt sich – unter Ausdehnung des Streitgegenstands (E. 3) – zunächst die Frage, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, die ursprüngliche Rentenaufhebung einer prozessualen Revision im Sinn von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu unterziehen. 6.2. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs.1 ATSG). Die prozessuale Revision bezieht sich mithin auf die Konstellation der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes. Die anfängliche Unrichtigkeit basiert in dieser Konstellation nicht auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung (hier kann eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG infrage kommen; E. 7 hiernach), sondern darauf, dass bestimmte Tatsachen oder Beweismittel nicht bekannt waren und im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt auch nicht vorgebracht werden konnten (Flückiger, a.a.O., Art. 53 ATSG N 18). 6.3. Dass ein Rückkommenstitel in diesem Sinn vorliegen würde, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Es sind keine neuen Tatsachen oder Beweismittel auszumachen, die als”
“La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important (ATF 130 V 343 consid. 3.5 et 126 V 75 consid. 1b). 3.2. Selon l’art. 88a al. 1 du règlement du 17 janvier 1961 sur l'assurance-invalidité (RAI ; RS 831.201), si la capacité de gain ou la capacité d'accomplir les travaux habituels de l'assuré s'améliore ou que son impotence ou encore le besoin de soins ou le besoin d'aide découlant de son invalidité s'atténue, ce changement n'est déterminant pour la suppression de tout ou partie du droit aux prestations qu'à partir du moment où on peut s'attendre à ce que l'amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu'un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu'une complication prochaine soit à craindre. 3.3. Lorsque les conditions d’une révision de rente ne sont pas ouvertes, il reste encore, cas échéant, à examiner celles de la reconsidération de la décision d'octroi de la rente (ATF 119 V 475 consid. 1b/cc), reconsidération notamment prévue par l'art. 53 al. 2 LPGA. 3.3.1. Cette disposition prévoit que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par ce biais, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 115 V 314 consid. 4a/cc). 3.3.2. Selon la jurisprudence, pour juger s'il est admissible de reconsidérer pour le motif qu'une décision est sans doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision est rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références citées). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid.”
“1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont « nouveaux », au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où des allégations de faits étaient encore recevables dans la procédure principale, mais qui n’étaient pas connus de la partie requérante malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment de la partie requérante. Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid. 5.1s. ; 143 V 105 consid. 2.3). cc) Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 147 V 167 susmentionné et les références). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“et les références citées). Selon cette jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération (caractère sans nul doute erroné du prononcé passé en force de chose décidée, importance notable de la rectification) ou d'une révision procédurale (découverte de faits ou moyens de preuve nouveaux conduisant à une appréciation juridique différente) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 cons. 5.2, 130 V 380 cons. 2.3.1). La reconsidération et la révision sont maintenant réglées à l'article 53 al. 1 et 2 LPGA qui codifie la jurisprudence antérieure. Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Une décision est sans nul doute erronée lorsqu'il n'existe aucun doute raisonnable sur le fait qu'elle était erronée, la seule conclusion possible étant que tel est le cas (ATF 125 V 383; arrêt du TF du”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 199 L'organisme d'assuranÎ peut réexaminer une décision ou une décision sur opposition jusqu'au dépôt de sa prise de position auprès de l'autorité de recours et adapter en conséquenÎ son appréciation de l'octroi des prestations. Selon la jurisprudenÎ et la doctrine, cela est notamment admissible lorsque l'assuré produit, dans la procédure de recours, de nouveaux documents médicaux justifiant une réévaluation.
“a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des Versicherten vom 20. Mai 2020 ist demnach einzutreten. 2.1. In prozessualer Hinsicht wird vorab geltend gemacht, die erst im Beschwerdeverfahren eingeholte Suvainterne Beurteilung von Dr. H. sei unzulässig und daher aus dem Recht zu weisen. 2.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Einholung einer weiteren medizinischen Beurteilung durch die Suva, nachdem der Versicherte zusammen mit seiner Beschwerde ein neues Beweismittel – im vorliegenden Fall den Bericht von Dr. G. vom 19. Mai 2020 –eingereicht hatte, praxisgemäss zulässig. Dazu berechtigt sie einerseits der Grundsatz des rechtlichen Gehörs und andererseits die in Art. 53 Abs. 3 ATSG vorgesehene Möglichkeit der Wiedererwägung des Einspracheentscheides durch den Versicherungsträger bis zur Stellungnahme gegenüber der Beschwerdebehörde (Urteil des Bundesgerichts vom 1. April 2019, 8C_18/2019 E. 5.2, mit Verweis auf SVR 2017 UV Nr. 43 S. 150, 8C_67/2017 E. 5.6; SZS 2014 S. 375, 8C_410/2013 E. 5; Urteil 8C_284/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 5.5). Der Bericht von Dr. H. vom 6. August 2020 ist daher in die Beweiswürdigung miteinzubeziehen. 3. In materieller Hinsicht strittig und zu prüfen ist die Frage, ob die Suva zu Recht ihre Leistungspflicht für die Operation vom 11. Oktober 2019 sowie für die verordneten Schuheinlagen abgelehnt hat. 4. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung).”
“Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. c) Vu la valeur litigieuse inférieure à 30’000 fr., la cause est de la compétence du juge unique (art. 94 al. 1 let. a LPA-VD). 2. a) Est litigieuse la question de savoir si l’intimée a, à juste titre, refusé de prendre en charge les frais de traitements dentaires à hauteur de 1'289 fr. 50, correspondant à la réalisation d’un overlay, et n’a accepté que la prise en charge du montant correspondant à une réparation en composite directement effectuée en bouche. b) A teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours. Cette faculté est également prévue à l’art. 83 LPA-VD (applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD) selon lequel, en lieu et place de ses déterminations, l’autorité intimée peut rendre une nouvelle décision partiellement ou totalement à l’avantage du recourant (al. 1), l’autorité poursuivant l’instruction du recours dans la mesure où celui-ci n’est pas devenu sans objet (al. 2). c) En l’espèce, l’intimée a d’abord admis la prise en charge d’un montant de 384 fr. 40 dans sa décision du 6 mars 2019, confirmée sur opposition le 8 mai 2019. Par duplique du 10 décembre 2019, R.________ a, sur la base du rapport du Dr L.________ du 14 novembre 2019, modifié sa décision en ce sens qu’elle prenait en charge un montant de 430 fr. 90 pour une obturation à trois faces au lieu de deux faces. Il faut constater que l’intimée n’a pas reconsidéré sa décision dans le délai de réponse et ne fait, en outre, pas entièrement ou très largement droit aux conclusions du recourant, si bien que ce changement de position ne peut que constituer une proposition adressée à la Cour de céans (Margit Moser-Szeless, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.”
Pour les décisions de paiement formellement définitives, un recouvrement n'est possible que si sont réunies les conditions du réexamen prévues à la LPGA art. 53 al. 2 (erreur manifeste et importanÎ significative de la rectification) ou les motifs de révision prévus à la LPGA art. 53 al. 1.
“-, le jugement de la cause incombe au juge unique de la Cour des affaires de langue française du TA (art. 54 al. 1 let. c et art. 57 al. 1 de la loi cantonale du 11 juin 2009 sur l’organisation des autorités judiciaires et du Ministère public [LOJM, RSB 161.1]). 1.4 Le TA examine librement la décision sur opposition et n’est pas lié par les conclusions des parties (art. 61 let. c et d LPGA; art. 80 let. c ch. 1 et art. 84 al. 3 LPJA). 2. 2.1 Les prestations indûment perçues doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque la personne intéressée était de bonne foi et qu’elle la mettrait dans une situation difficile (art. 95 al. 1 LACI en relation avec l'art. 25 al. 1 LPGA). Les prestations en espèces indûment perçues reposant sur une décision formellement passée en force ne peuvent, indépendamment du fait de savoir si les prestations qui donnent lieu à la restitution ont été octroyées de manière formelle ou non, être réclamées que si les conditions d'une reconsidération (en cas d'inexactitude manifeste dont la rectification revêt une importance notable; art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (en raison de faits nouveaux importants découverts subséquemment ou de la mise à jour de nouveaux moyens de preuves qui ne pouvaient être produits auparavant; art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1; TF 9C_321/2020 du 2 juillet 2021 [destiné à la publication] c. 4.2). 2.2 Le droit de demander la restitution s’éteint trois ans après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant (art. 25 al. 2 LPGA). Le délai de péremption relatif de trois ans ne commence pas à courir dès le premier versement erroné d'une prestation. Par les termes "après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait", il faut comprendre le moment auquel l'autorité, en faisant preuve de l'attention raisonnablement exigible, aurait dû s'apercevoir que les conditions en vue d'une restitution étaient réunies ou, en d'autres termes, le moment auquel l'assureur aurait dû se rendre compte du principe et de l'étendue de la créance en restitution et du débiteur de celle-ci.”
LPGA art. 53 n. 197 La forÎ matérielle de la chose jugée fait en sorte qu'une décision devenue formellement définitive — y compris pour le tribunal ayant statué — lie les procédures ultérieures ; en règle générale, un tribunal ne peut pas revenir sur sa propre décision pendant que le délai de recours est en cours.
“Nach der Rechtsprechung bedeutet materielle Rechtskraft, dass ein formell rechtskräftiges Urteil in jedem späteren Verfahren mit denselben Parteien verbindlich ist (BGE 145 III 143 E. 5.1; 139 III 126 E. 3.1; vgl. auch BGE 142 III 210 E. 2; Urteil 9C_335/2020 vom 25. August 2020 E. 1.3). Auch das urteilende Gericht selbst ist nicht zur Abänderung einer bereits abgeurteilten Sache ( res iudicata) befugt. Die Frage, unter welchen Voraussetzungen ein Urteil materiell rechtskräftig wird, richtet sich nach Bundes- oder kantonalem Recht, je nachdem, worauf sich die Regelung stützt (vgl. BGE 144 I 11 E. 4.2; 125 III 241 E. 1). Der im Prozessentscheid vom 15. Juli 2021 verneinte Gerichtsstand betrifft Bundesrecht (Art. 58 ATSG). Die materielle Rechtskraft setzt freilich nicht unter allen Umständen voraus, dass das Urteil bereits formell rechtskräftig ist. In der Regel kann ein Gericht schon während laufender Rechtsmittelfrist nicht mehr auf seinen eigenen Entscheid zurückkommen (UELI KIESER, in: Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, N 11 zu Art. 53 ATSG; DERSELBE, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 1999, Rz. 590).”
Citation : LPGA art. 53 n. 196 Pour les décisions formellement passées en forÎ, l'effet contraignant matériel subsiste en principe ; une remise en cause n'est possible que dans le cadre des voies de retour prévues par la jurisprudenÎ, dont relève également le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. En cas de réduction ou de suppression d'une rente, la jurisprudenÎ exige en règle générale un égard particulier lorsque l'assuré a 55 ans ou plus ou lorsque la rente a été perçue pendant au moins 15 ans : il convient notamment d'examiner si des mesures de réhabilitation sont nécessaires et raisonnablement exigibles pour la personne assurée avant de pouvoir retenir l'hypothèse d'une réhabilitation autonome. L'art. 53 al. 2 LPGA peut dès lors servir de base (réexamen) pour revenir sur la décision, sous réserve du respect des considérations liées à l'âge et à la durée mentionnées.
“Le recourant ne conteste enfin pas que, sur un plan médico-théorique, l’activité habituelle d’agriculteur qu’il exerce depuis près de quarante ans est adaptée à la diminution légère de ses facultés intellectuelles. 8.5. Il convient dès lors de privilégier les conclusions de l’expert à celles du psychiatre traitant et de retenir que le recourant a récupéré une capacité de travail entière dans son activité habituelle d’agriculteur indépendant à compter du 1er janvier 2018. 9. Il reste à examiner si l’office intimé a renoncé à juste titre à vérifier si la capacité de travail que le recourant a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de sa capacité de gain et, partant, une diminution de son degré d'invalidité. 9.1. Selon la jurisprudence, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en œuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (arrêt TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références). Dans l’arrêt 8C_494/2018 du 6 juin 2019 (ATF 145 V 209), rendu postérieurement à la décision attaquée, le Tribunal fédéral a précisé qu’en cas de réduction ou de suppression de la rente d'invalidité d'un assuré âgé de plus de 55 ans, il y a lieu, en principe, de mettre en œuvre des mesures de réadaptation également lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente.”
“Eine Rentenherabsetzung bedarf mit Blick auf die Verfügung vom 30. Oktober 2012 (Zusprache einer ganzen Invalidenrente) eines Rückkommenstitels. Dafür fallen in concreto alternativ die materielle Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.3) und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.4) in Betracht (vgl. Urteile 9C_212/2021 vom 22. Oktober 2021 E. 4.2; 8C_594/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.2; 8C_214/2019 vom 27. Juni 2019 E. 4.3).”
“Il n'y a ainsi pas lieu d'allouer de mesures de réadaptation à une personne assurée qui disposait déjà d'une importante capacité résiduelle de travail, dès lors qu'elle peut mettre à profit la capacité de travail nouvellement acquise dans l'activité qu'elle exerce actuellement ou qu'elle pourrait normalement exercer (arrêt TF 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3 et les références citées). Le Tribunal fédéral a précisé qu'il existait deux situations dans lesquelles il y avait lieu d'admettre, à titre exceptionnel, que des mesures d'ordre professionnel préalables devaient être considérées en principe comme nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médicalement documentée. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision ou reconsidération, du droit à la rente concerne un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente depuis plus de quinze ans. Cela ne signifie cependant pas que ces assurés peuvent faire valoir des droits acquis dans le contexte de la révision (art. 17 al. 1 LPGA), respectivement de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA); on admet seulement qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'eux en raison de leur âge ou de la longue durée de la rente (arrêts TF 9C_228/2010 du 26 avril 2011 consid 3.1; 9C_152/2013 du 3 septembre 2013 consid. 3). Le droit à des mesures d’ordre professionnel présuppose en outre une aptitude subjective et objective de la personne assurée (arrêt TF 9C_355/2014 du 2 décembre 2014). Même en présence d'un cas exceptionnel au sens de la jurisprudence, on ne saurait admettre que des mesures d'ordre professionnel préalables sont nécessaires lorsque l'absence de longue durée du marché du travail est liée à des motifs extra-médicaux (arrêt TF 9C_819/2014 du 19 juin 2015 consid. 4), lorsque l'assuré apparaît encore agile, alerte et intégré dans la vie économique (arrêt TF 9C_68/2011 du 16 mai 2011 consid. 3.3) ou lorsqu'il dispose d'une formation ou d'une expérience professionnelle particulièrement large (arrêt TF 8C_39/2012 du 24 avril 2012 consid. 5.2). 7.2. Dans le cas d'espèce, le recourant bénéficiait d'une rente entière depuis le 1er juillet 2006 et, au moment de la décision querellée du 23 septembre 2021, il percevait cette dernière depuis 15 ans et 3 mois.”
“Selon la jurisprudence, l'autorité de la chose décidée formelle - qui ne s'attache en principe qu'au seul dispositif de la décision et non à ses motifs (arrêt 9C_782/2009 du 16 avril 2010 consid. 2 et les références) - relative à des décisions portant sur des prestations du rables d'assurance sociale, soit notamment des rentes de l'assurance-invalidité, n'est en principe pas limitée dans le temps. Pour autant que la situation de fait ne soit plus susceptible d'évoluer au moment de la décision, cette autorité s'étend aussi bien aux conditions du droit à la prestation qu'aux facteurs qui en fixent l'étendue. Sous réserve d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), lesdits éléments ne peuvent pas être remis en question et réexaminés à tout moment, sauf si la loi prévoit expressément une autre réglementation (comme c'est le cas en matière de prestations complémentaires; ATF 128 V 39). Ces principes valent également dans le cadre d'une procédure de révision au sens de l'art. 17 LPGA ou de nouvelle demande (ATF 136 V 369 consid. 3.1; arrêt 9C_36/2015 du 29 avril 2015 consid. 5.1).”
“Selon la jurisprudence à laquelle se réfère l'assurée, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (arrêt 9C_291/2023 du 30 janvier 2024 consid. 7.2 et les références).”
Pour les décisions devenues formellement définitives, le recouvrement de prestations pécuniaires indûment perçues n'est possible que si la décision est indubitablement erronée et si la rectification revêt une importanÎ considérable (conditions du réexamen visées à l'art. 53 al. 2 LPGA).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publ. E. 4.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 194 La caisse était en droit d'exiger le remboursement des prestations complémentaires déjà versées, parÎ que l'attribution initiale était manifestement erronée et que sa rectification revêtait une importanÎ considérable.
“Si, dans le calcul séparé auquel il y a lieu de procéder, l’on ne tenait pas compte de la fortune du parent excluant le droit aux prestations complémentaires, cela reviendrait à favoriser l’enfant qui vit séparé du parent ayant droit puisqu’il pourrait – en cas d’excédents de dépenses – toucher des prestations complémentaires, quand bien même il n’en aurait pas perçu s’il habitait avec le parent ayant droit. c) Il résulte de ce qui précède que A.H.________ n’a pas droit aux prestations complémentaires. Il convient encore d’examiner si la Caisse était en droit de lui réclamer les prestations qu’elle lui a versées de mai 2022 à août 2023. 5. a) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) En l’occurrence, il résulte du considérant précédent que c’est de manière manifestement erronée que la Caisse a alloué des prestations complémentaires à A.”
LPGA art. 53 n. 193 L'inexactituÞ d'une décision formellement définitive ou d'une décision d'opposition n'a pas à porter nécessairement sur des erreurs aisément ou manifestement reconnaissables. Il suffit que l'inexactituÞ soit clairement établie ; dans des situations complexes ou internationales, cela ne peut ressortir qu'après un examen approfondi.
“Weiter kritisiert die Swica, das Bundesverwaltungsgericht habe den Anspruch auf medizinische Massnahmen "wie bei einem erstmaligen Leistungsentscheid" überprüft. Es liege kein derart grober, ins Auge springender Fehler vor, dass die Unrichtigkeit offensichtlich sei. Das ergebe sich schon aus dem Umfang des angefochtenen Entscheids und aus der rechtlichen Komplexität aufgrund der internationalen Aspekte. Für die Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit ist nicht erforderlich, dass sie einfach erkennbar ist; vielmehr genügt es, wenn sie eindeutig feststeht (vgl. vorangehende E. 4.1). Dies kann sich bei komplexen Verhältnissen auch erst nach näherer Prüfung ergeben (THOMAS FLÜCKIGER, a.a.O., N. 60 zu Art. 53 ATSG; vgl. auch UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, N. 58 f. zu Art. 53 ATSG). Weshalb im Rahmen einer Wiedererwägung nur eine Art summarische rechtliche Überprüfung zulässig oder eine leichte Erkennbarkeit der Unrichtigkeit gefordert sein soll, leuchtet nicht ein und legt die Swica auch nicht substanziiert dar.”
LPGA art. 53 n. 192 Les prestations pécuniaires indûment perçues, fondées sur une décision devenue formellement définitive, ne peuvent être réclamées que si les conditions d'un réexamen sont réunies, notamment une erreur indubitable de la décision et l'importanÎ significative de sa rectification ; cela vaut quelle que soit la forme des décisions sous-jacentes, formelle ou informelle.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 191 En cas de demandes de restitution ou de remboursement, il existe des délais de forclusion relatifs et absolus ; ces délais limitent dans le temps le droit d'action et doivent être examinés d'offiÎ.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références citées; DTA 2006 p. 218 et DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 2.2. Le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020). Il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 133 V 579 consid. 4.1; 119 V 431 consid. 3a). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références citées; DTA 2006 p. 218 et DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 2.2. Le droit de demander la restitution s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, dans sa version en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020). Il s'agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 133 V 579 consid. 4.1; 119 V 431 consid. 3a). Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
Citation : LPGA art. 53 n. 190 Si les conditions de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ne sont pas réunies, l'organe d'assuranÎ peut, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur des décisions devenues formellement définitives lorsqu'elles sont indubitablement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. La décision de procéder au réexamen relève du pouvoir d'appréciation de l'organe d'assuranÎ ; ce pouvoir doit toutefois être exercé conformément au devoir (sans arbitraire). En règle générale, l'exerciÎ discrétionnaire du réexamen n'engendre pas de droit exécutoire à l'obtention d'un réexamen.
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 UVG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dieses Zurückkommen liegt - beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) - im Ermessen des Versicherungsträgers (BGE 133 V 50).”
“Mai 2019 zog die Zürich diese Verfügung in Wiedererwägung mit der Begründung, dass die ursprüngliche Zusprechung der Invalidenrente und der Heilbehandlung zweifellos unrichtig gewesen und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei. Damit seien die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung der Verfügung vom 19. Juli 2001 erfüllt. Da der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und dem Unfallereignis vom 15. Mai 1997 nach Massgabe der zu HWS-Beschwerden entwickelten Grundsätzen in BGE 117 V 359 nicht gegeben sei, sei die laufende Rente der Versicherten und die Vergütung der Heilbehandlungskosten per 31. Mai 2019 einzustellen. Diese Verfügung bestätigte sie mit Entscheid vom 28. Februar 2020. 2.2 Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 UVG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dieses Zurückkommen liegt - beim Fehlen eigentlicher Revisionsgründe (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) - im Ermessen des Versicherungsträgers (BGE 133 V 50). 2.3 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des”
“Der Entscheid über die Vornahme der Wiedererwägung ist – anders als der Entscheid über die Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG – in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt. Der Versicherungsträger kann also weder von einer Partei noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung angehalten werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_901/2007 vom 8. Oktober 2008 E. 3). Immerhin hat aber der Versicherungsträger den Entscheid über die Vornahme der Wiedererwägung willkürfrei und unter Beachtung des Gebots der Rechtsgleichheit zu fällen. Eine spätere Änderung der Rechtsprechung kann ausnahmsweise Grund für eine Wiedererwägung einer formell rechtskräftigen Verfügung bilden, soweit dies wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes geboten erscheint; dabei geht es aber im Vordergrund um die Frage, ob die betreffende Verfügung der neuen Praxis anzupassen ist. Dies ist nur ausnahmsweise der Fall; es geht nämlich um die Frage, ob das Festhalten an der ursprünglichen Entscheidung aus Sicht der neuen Rechtspraxis schlechterdings nicht mehr vertretbar ist und diese eine so allgemeine Verbreitung findet, dass ihr Nichtbeachten in einem einzelnen Fall als dessen stossende Privilegierung oder Diskriminierung erscheint (Kieser, ATSG-Kommentar, 4.”
“Ein Zurückkommen auf die ursprüngliche Rentenverfügung fällt alternativ unter den Titeln der materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG, der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG sowie der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Betracht. Gestützt auf den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen kann das Gericht eine Motivsubstitution vornehmen. Diese ist in jedem möglichen Verhältnis unter allen in Betracht fallenden Rückkommenstiteln zulässig (SVR 2018 IV Nr. 33 S. 106, 8C_634/2017 E. 5.3 mit Hinweisen; Urteil 8C_471/2018 vom 17. Oktober 2018 E. 3.4 mit Hinweis). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind, und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist.”
“Gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind, und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung besteht, also einzig dieser Schluss denkbar ist.”
LPGA art. 53 n. 189 Pour le recouvrement des prestations indûment perçues dans le cadre de l'assuranÎ-chômage, il est nécessaire que la prestation préalablement attribuée — qu'elle ait été accordée par décision devenue définitive ou de manière informelle — soit manifestement erronée et que sa rectification revête une importanÎ considérable.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG) und werden durch die Kasse vom Arbeitgeber zurückgefordert (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.).”
Lors de la réception de nouveaux documents, le délai relatif de 90 jours pour invoquer la révision procédurale commenÎ en principe à courir à partir de la découverte du motif de révision par l'autorité ou à compter du moment où les pièces reçues permettent d'examiner la pertinenÎ du motif. Si les documents ne révèlent qu'un indiÎ nécessitant des éclaircissements complémentaires, le point de départ du délai ne peut être fixé que lorsque les pièces ou les investigations complémentaires fournissent une base suffisante pour apprécier le motif de révision, ou lorsqu'il peut raisonnablement être attendu de l'autorité qu'elle ait procédé aux investigations complémentaires nécessaires.
“Le délai relatif de révision de nonante jours dès la découverte du fait nouveau et le délai absolu de dix ans (consid. 4c supra) ont commencé à courir lors de la réception par l’intimée du courrier du 30 janvier 2017 de la Fiduciaire C.________, ainsi que des pièces produites. Après avoir pris connaissance des documents précités, l’intimée a informé le recourant le 22 février 2017 que des faits nouveaux étaient apparus, respectivement des doutes sérieux quant à son engagement auprès de Z.________, contrairement aux informations données dès la remise de la déclaration LAA du 6 juin 2014, sur la base desquelles la décision de prise en charge du cas a été rendue. En effet, les décomptes d’indemnités journalières et de frais de traitement qui ont été alloués au recourant dès avril 2014 ne prennent pas en compte le fait que l’intéressé ne bénéficiait pas d'une couverture d'assurance-accidents auprès de l'intimée à l'époque des événements accidentels. Il s’agit par ailleurs d’un fait important dans la mesure où il permet à la CNA de refuser ses prestations. Les conditions de l’art. 53 al. 1 LPGA étant données, l’intimée était en droit de procéder à une révision des décisions informelles des 12 juin et 6 novembre 2014 et de décider de refuser ses prestations. Vu les décisions du 13 avril 2017, les délais de révision ont été respectés. 10. a) Cela étant, la CNA était donc légitimée à demander au recourant la restitution des prestations versées à tort pour les événements des 1er avril et 31 juillet 2014, soit respectivement 23'576 fr. 40 et 181'315 fr. 80. Pour le surplus, le recourant ne soutient ni ne démontre que le calcul effectué par la CNA pour déterminer les montants soumis à restitution – soit 23'576 fr. 40 et 181'315 fr. 80 – seraient erronés et l’examen du dossier n’apporte aucun élément concret incitant à s’en écarter. b) Les décisions de restitution, rendues le 13 avril 2017, sont par ailleurs intervenues dans le délai utile (art. 25 al. 2 LPGA). En l’occurrence, il ressort du dossier que, le 23 juin 2015, l'intimée a demandé à l'entreprise Z.________ qu'elle produise le contrat de travail du recourant ainsi que les fiches de salaire pour les mois de mars 2014 ainsi que mars et avril 2015, requête restée sans réponse.”
“Vom Unfall bzw. den durch die Suva bezahlten Unfalltaggeldern erhielt die Beschwerdegegnerin erst mit Unfallmeldung des Beschwerdeführers vom 30. Januar 2021 (AB 76) bzw. Schreiben der Suva vom 5. Februar 2021 (AB 72) Kenntnis. Damit lagen neue Tatsachen bzw. Beweismittel i.S.v. Art. 53 Abs. 1 ATSG vor, womit ein Rückkommenstitel in Form der prozessualen Revision gegeben war, welcher der Beschwerdegegnerin erlaubte, auf die formlos zugesprochene Leistung der Arbeitslosentaggelder für den Monat Dezember 2020 zurückzukommen (vgl. E. 2.3 hiervor). Die 90-tägige Frist, die mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen begann (vgl. E. 2.4 hiervor), wurde mit Erlass der Rückforderungsverfügung vom 22. Februar 2021 (AB 67-69) offenkundig gewahrt, ebenso wie die Rückforderungsfristen gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 2.5 hiervor). Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, er habe die Taggeldleistungen in gutem Glauben empfangen (Beschwerde S. 5 Ziff. 2 lit. C), ist darauf hinzuweisen, dass die Voraussetzung des guten Glaubens im Rahmen seines von der Beschwerdegegnerin weiterzuleitenden Erlassgesuches (vgl. Einspracheentscheid vom 25. Mai 2021 [AB 26-30]) relevant und zu prüfen sein wird, indes im vorliegenden Verfahren unbeachtlich ist.”
“Die Beschwerdegegnerin forderte nach der vorsorglichen Leistungseinstellung mit Verfügung vom 9. Oktober 2019 die bereits ausgerichteten Versicherungsleistungen im Betrag von Fr. 48'328.-- zurück. Die Beschwerdegegnerin hatte am 24. September 2019 (Urk. 8/73) die eingeforderten Unterlagen des Steueramts und am 7. Oktober 2019 die zusätzlich einverlangten Akten der Concordia erhalten (Urk. 8/80). Dabei handelte es sich um neue Tatsachen und Beweismittel (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2020, N 33 ff. zu Art. 53 ATSG). Da die Beschwerdegegnerin die Revision bereits mit Verfügung vom 9. Oktober 2019 (Urk. 8/81) geltend gemacht hat, wurde die Frist von 90 Tagen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ohne Weiteres gewahrt. Der zurückzuzahlende Betrag blieb in masslicher Hinsicht unbeanstandet, und es bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Rückforderung insofern fehlerhaft sein könnte. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. Das Gericht erkennt:”
“Zu Recht unbestritten blieb dabei, dass sie das Gutachten erst im September 2020 erhalten hatte (vgl. dazu: E. 2.2, Urk. 7/99) und am 16. September 2020 ihr Revisionsgesuch (Urk. 7/109/2-3) innert der 90-tägigen Frist rechtzeitig im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG stellte.”
“1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 c. 3.2, 130 V 318 c. 5.2; SVR 2019 UV n° 3 c. 3.1). 2.4 Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits avant (art. 53 al. 1 LPGA) et qui sont aptes à conduire à une autre motivation juridique (ATF 127 V 466 c. 2c). Sont "nouveaux" les faits qui se sont produits avant le prononcé de la décision ou de la décision sur opposition formellement passée en force et dont le requérant n'avait pas connaissance, malgré toute sa diligence. Les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt dont la révision est demandée et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte (ATF 144 V 245 c. 5.2). Les faits et moyens de preuve nouveaux au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent être invoqués dans les 90 jours qui suivent leur découverte. Outre ce délai relatif, il existe un délai absolu de dix ans, qui commence à courir dès la notification de la décision, respectivement de la décision sur opposition (art. 67 al. 1 PA en relation avec l'art. 55 al. 1 LPGA; voir également ATF 143 V 105 c. 2.1; SVR 2023 IV n° 43 c. 3.2, 2012 UV n° 17 c. 3). Si les nouveaux faits ou moyens de preuve font montre d'indices importants en faveur de l'existence d'un cas de révision, il est nécessaire de procéder à des clarifications dans un délai convenable, afin d'obtenir une certitude suffisante. Dans de tels cas de figure, le délai de révision de 90 jours ne commence à courir qu'à partir du moment où les documents permettent l'examen du motif de révision avancé ou, si les documents ne sont pas disponibles, à partir du moment où l'on peut attendre de l'assureur qu'il ait pris toutes les dispositions nécessaires et raisonnables pour compléter l'état de fait incomplet (ATF 143 V 105 c.”
“Les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt dont la révision est demandée et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte (ATF 144 V 245 c. 5.2). Les moyens de preuve, quant à eux, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Un moyen de preuve est considéré comme concluant lorsqu'il faut admettre qu'il aurait conduit l'autorité (administrative ou judiciaire) à statuer autrement si elle en avait eu connaissance dans la procédure principale. L'appréciation inexacte doit être la conséquence de l'ignorance ou de l'absence de preuve de faits essentiels pour la décision. Le moyen de preuve doit se rapporter à un fait qui fonde cas échéant la décision à revoir (ATF 143 V 105 c. 2.3, 110 V 138 c. 2; SVR 2010 UV n° 22 c. 5.2). 6.2 Les faits et moyens de preuve nouveaux au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent être invoqués dans les 90 jours qui suivent leur découverte. Outre ce délai relatif, il existe un délai absolu de dix ans, qui commence à courir dès la notification de la décision, respectivement de la décision sur opposition (art. 67 al. 1 de la loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative [PA, RS 172.021] en relation avec l'art. 55 al. 1 LPGA; voir également ATF 143 V 105 c. 2.1; SVR 2023 IV n° 43 c. 3.2, 2012 UV n° 17 c. 3). En principe, le moment à partir duquel une partie aurait pu découvrir le motif de révision invoqué se détermine selon le principe de la bonne foi. D’après la pratique, le délai de révision relatif de 90 jours commence à courir dès que l’intéressé a une connaissance sûre des faits nouveaux importants ou que les preuves déterminantes sont disponibles. Si les nouveaux faits ou moyens de preuve font montre d'indices importants en faveur de l'existence d'un cas de révision, il est nécessaire de procéder à des clarifications dans un délai convenable, afin d'obtenir une certitude suffisante.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 187 La découverte doit être intervenue après l'édiction de la décision formellement passée en forÎ de chose jugée. Sont considérés comme «nouveaux» uniquement les faits ou éléments de preuve qui ont pu être présents lors de la procédure principale, mais qui n'étaient pas connus du requérant en révision malgré l'exerciÎ d'une diligenÎ suffisante ; de tels éléments de preuve ne sont exploitables que si leur production était impossible dans la procédure antérieure et qu'ils auraient, s'ils avaient été connus, pu conduire à une décision différente.
“Auch sei es ihm nicht möglich, alleine öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Auto zu fahren oder sich in grösseren Menschenansammlungen aufzuhalten. 5.1 Streitig ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 die ganze Rente des Versicherten zu Recht rückwirkend per 1. September 2013 aufgehoben hat. 5.2 Ein Zurückkommen der IV-Stelle auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung ihrer Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) - möglich (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). 5.3 Was die prozessuale Revision betrifft, müssen formell rechtskräftige Verfügungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4.”
“Les décisions sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte peuvent faire l’objet d’un recours auprès du tribunal des assurances compétent (art. 56 et 58 LPGA), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. c) Vu la valeur litigieuse inférieure à 30’000 fr., la cause est de la compétence du juge unique (art. 94 al. 1 let. a LPA-VD). 2. Le litige porte sur le droit du recourant à des intérêts moratoires sur l’IPAI allouée par décision du 20 novembre 2018. 3. a) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5 ; 129 V 110). b) La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017, consid. 2). Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 134 III 669 consid.”
“53 Abs. 1 oder 2 ATSG möglich. Auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 2. September 2017 um Wiedererwägung des informellen Bescheids vom 28. November 2012 trat die Suva mit Verfügung vom 5. Oktober 2017, bestätigt durch den Einspracheentscheid vom 25. Juni 2018, nicht ein. Da das Eintreten auf ein Wiedererwägungsgesuch gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG im Ermessen des Versicherungsträgers steht, ist das Nichteintreten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung - wie die Vorinstanz zutreffend ausführte - weder mit Einsprache noch mit Beschwerde anfechtbar (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54 ff.; vgl. auch MIRIAM LENDFERS, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 31 zu Art. 56 ATSG mit Hinweisen). Die Vorbringen der Versicherten gegen diese Praxis stellen keinen triftigen Grund für eine Rechtsprechungsänderung dar (zu den Voraussetzungen vgl. BGE 141 II 297 E. 5.5.1 S. 303 mit weiteren Hinweisen). Was sodann die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG anbelangt, zeigte das kantonale Gericht überzeugend auf, dass weder erhebliche neue Tatsachen noch neue Beweismittel vorgebracht worden waren. Die in diesem Zusammenhang vorgebrachte Rüge der ungenügenden Sachverhaltsabklärung ist nicht sachbezüglich, weshalb darauf nicht näher einzugehen ist. Das Bemühen der Suva, lediglich diejenigen Versicherungsleistungen zu erbringen, auf die ein gesetzlicher Anspruch besteht, stellt schliesslich entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin weder einen Verstoss gegen das öffentliche Interesse noch gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV) dar.”
“[C_269/2005] cons. 5,). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par des autorités judiciaires, l’assureur est tenu de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsqu’il découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA), susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 cons. 2c et les références citées). La nouveauté a donc trait à la découverte de faits ou de moyens de preuve qui existaient déjà au moment de la décision (arrêt du TF du”
Citation: LPGA art. 53 n. 186 Si les conditions du réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur indubitable et importanÎ considérable de la rectification) sont réunies, il est possible de revenir sur des décisions devenues définitives sur le plan formel; dans ce cas, il existe une obligation de restitution des prestations indûment perçues.
“Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind zu Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Nach der Rechtsprechung zu diesem Grundsatz dürfen jedoch formell rechtskräftig ausgerichtete Leistungen nur dann zurückgefordert werden, wenn ein Titel für das Zurückkommen auf eine ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung besteht, wenn also entweder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (neue Tatsachen oder neue Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (zweifellose Unrichtigkeit und erhebliche Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) des formell rechtskräftigen Entscheids erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 380 E. 2.3.1 und auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2, publiziert in BGE 142 V 259). Sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt, so besteht die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen unabhängig davon, ob sich die Bezügerin oder der Bezüger eine Meldepflichtverletzung hat zuschulden kommen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_200/2021 vom 1. Juli 2021 E. 5.3 und E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. Carigiet/Koch, a.a.O., S. 134 N 345 ff.). Nach Art. 25 Abs. 2 ATSG erlischt der Rückforderungsanspruch mit dem Ablauf eines Jahres (Fassung bis Ende 2020) beziehungsweise dreier Jahre (Fassung seit Anfang 2021), nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat (relative Verwirkungsfrist), spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren (absolute Verwirkungsfrist) nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Satz 1).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 185 Si la décision de réexamen rendue pendant la procédure de recours ne satisfait pas pleinement aux demandes de la partie recourante, la procédure de recours ne doit pas être poursuivie comme étant devenue sans objet. De telles décisions de réexamen pendente‑lite doivent être qualifiées, sur le plan procédural, de demanÞ de l'assureur adressée à l'instanÎ de recours ; dans les décisions citées, cette conséquenÎ a été désignée en partie comme la nullité de la seconÞ décision.
“Wie der Beschwerdeführer richtig dargelegt hat, wurde die ursprüngliche, rentenzusprechende Verfügung vom 21. August 2020 (Urk. 2) litis pendente noch vor der Beschwerdeantwort mit der Verfügung vom 28. Oktober 2020 wiedererwogen (Art. 53 Abs. 3 ATSG; Urk. 11/2). Weil sich der Nachzahlungsbetrag verringerte und auch hinsichtlich des Rentenanspruchs nicht dem Begehren des Beschwerdeführers entsprochen wurde, stellt diese zweite Verfügung nur einen Antrag an das Gericht dar, wie zu entscheiden ist (Kieser, ATSG-Kommentar,”
“Die IV-Stelle zog die ursprüngliche rentenzusprechende Verfügung vom 4. August 2023 (Urk. 2) lite pendente noch vor Erstatten der Beschwerdeantwort in Wiedererwägung und ersetzte sie durch die Verfügung vom 21. August 2023 (Urk. 8). Nach Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger eine Verfügung, gegen welche Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Entspricht der Entscheid einer solchen – nicht an die Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG gebundenen (vgl. BGE 107 V 191) – Wiedererwägung den Begehren der beschwerdeführenden Partei nicht, ist das Beschwerdeverfahren nicht gegenstandslos, sondern weiterzuführen. Weil sich durch den Wiedererwägungsentscheid, die Verfügung der IV-Stelle vom 21. August 2023 (Urk. 8), vorliegend der Nachzahlungsbetrag an die Beschwerdeführerin verringerte, stellt diese zweite Verfügung indes bloss einen Antrag an das Gericht dar, wie zu entscheiden ist (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 N 90). Die Verfügung vom 21. August 2023 (Urk. 8) ist nichtig (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_1036/2012 vom 21. Mai 2013 E. 3.3; ferner BGE 127 V 228 E. 2b/bb).”
“Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 17. August 2023 (act. IIA 81 - 87), mit welchem die Rückforderung von zu viel bezahlter Arbeitslosenentschädigung für die Kontrollperioden Juli 2020 bis Januar 2021, März bis Juni 2021, Januar bis März 2022 sowie Mai bis Juni 2022 auf Fr. 11'931.25 reduziert wurde. Während des Beschwerdeverfahrens zog die Beschwerdegegnerin den angefochtenen Entscheid in Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 3 ATSG) und reduzierte die Rückforderung – unter Neuberechnung der Kontrollperioden Juli bis Oktober 2020 und Juni 2022 – auf Fr. 10'987.85 (Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 [act. IIA 22 - 32]). Mit Eingabe vom 5. Januar 2024 zeigte sich die Beschwerdeführerin mit dem Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 insoweit nicht einverstanden, als die Rückforderung auf Fr. 10'356.-- festzulegen sei. Somit hat die Beschwerdegegnerin mit dem pendente lite erlassenen Entscheid vom 1. November 2023 dem Antrag der Beschwerdeführerin nicht vollumfänglich entsprochen (vgl. E. 1.2.1 hiervor), weshalb das Beschwerdeverfahren nicht als gegenstandlos geworden vom Protokoll abzuschreiben, sondern fortzusetzen und auf die Beschwerde einzutreten ist (vgl. Art. 71 Abs. 2 VRPG). Der Wiedererwägungsentscheid vom 1. November 2023 (act. IIA 22 - 32) kann damit lediglich als Antrag an das Gericht betrachtet werden, wie nach Auffassung der Beschwerdegegnerin zu urteilen sei.”
LPGA art. 53 N. 184 Avant tout retrait, l'organisme d'assuranÎ doit vérifier si la capacité de travail constatée sur le plan médico-théorique se traduit concrètement par une capacité de gain accrue. Si l'examen du dossier n'indique aucune possibilité d'emploi économiquement exploitable, il peut être nécessaire d'effectuer préalablement une phase d'observation professionnelle ou des mesures de réadaptation. Cela vaut notamment dans les cas cités par la jurisprudenÎ (p. ex. assurés âgés de 55 ans et plus ou bénéficiaires de rentes de longue durée), où une capacité de travail purement théorique ne peut pas être aisément convertie en une capacité de gain réelle.
“a) Il arrive que l’octroi préalable de mesures de réadaptation constitue une conditio sine qua non, d’un point de vue professionnel, à la valorisation économique de la capacité de travail (TF 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7). La jurisprudence considère ainsi qu’il existe des situations dans lesquelles, avant de réduire ou de supprimer une rente d’invalidité – y compris dans le cadre d’une décision d’octroi, à titre rétroactif, d’une rente limitée dans le temps (cf. ATF 145 V 209) –, l’administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d’invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d’observation professionnelle (afin d’établir l’aptitude au travail, la résistance à l’effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi. Il s’agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d’une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d’un droit acquis dans le cadre d’une procédure de révision ou de reconsidération ; il est seulement admis qu’une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d’elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (TF 9C_707/2018 du 26 mars 2019 et les références citées ; TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références citées ; TF 9C_800/2014 du 31 janvier 2015 ; TF 9C_920/2013 du 20 mai 2014 consid. 4.4 et les références citées ). Il en découle – sous réserve de cas où l'assuré dispose d'emblée de capacités suffisantes lui permettant une réadaptation par soi-même (TF 8C_582/2017 du 22 mars 2018 consid. 6.3 ; TF 9C_183/2015 du 19 août 2015 consid. 5) – que ce n'est qu'à l'issue d'un examen concret de la situation de l'assuré et de la mise en œuvre d'éventuelles mesures de réadaptation sur le marché du travail que l'office AI peut définitivement statuer sur la révision de la rente d'invalidité et, le cas échéant, réduire ou supprimer le droit à la rente.”
“a) Le Tribunal fédéral a admis que l'octroi de mesures de réadaptation pouvait dans certaines circonstances particulières constituer une condition sine qua non, d’un point de vue professionnel, à la valorisation économique de la capacité de travail (TF 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7). Il a ainsi considéré qu'il existe des situations dans lesquelles, avant de réduire ou de supprimer une rente d’invalidité – y compris dans le cadre d’une décision d’octroi, à titre rétroactif, d’une rente limitée dans le temps (ATF 145 V 209) –, l’administration doit examiner si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d’invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d’observation professionnelle (afin d’établir l’aptitude au travail, la résistance à l’effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi. Il s’agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d’une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d’un droit acquis dans le cadre d’une procédure de révision ou de reconsidération ; il est seulement admis qu’une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d’elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (TF 9C_707/2018 du 26 mars 2019 et les références citées ; TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références citées ; TF 9C_800/2014 du 31 janvier 2015 ; TF 9C_920/2013 du 20 mai 2014 consid. 4.4 et les références citées). Il en découle – sous réserve de cas où l'assuré dispose d'emblée de capacités suffisantes lui permettant une réadaptation par soi-même (TF 8C_582/2017 du 22 mars 2018 consid. 6.3 ; TF 9C_183/2015 du 19 août 2015 consid. 5) – que ce n'est qu'à l'issue d'un examen concret de la situation de l'assuré et de la mise en œuvre d'éventuelles mesures de réadaptation sur le marché du travail que l'office AI peut définitivement statuer sur la révision de la rente d'invalidité et, le cas échéant, réduire ou supprimer le droit à la rente.”
“Il peut en effet arriver que les exigences du marché du travail ne permettent pas l'exploitation immédiate d'une capacité de travail médicalement documentée ; c'est le cas lorsqu'il ressort clairement du dossier que la personne concernée n'est pas en mesure pour des motifs objectifs et/ou subjectifs liés principalement à la longue absence du marché du travail de mettre à profit par ses propres moyens les possibilités théoriques qui lui ont été reconnues et nécessite de ce fait l'octroi d'une aide préalable (arrêts du Tribunal fédéral 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7.1.2.1 et 9C_163/2009 du 10 septembre 2010 consid. 4.2.2). Ainsi, avant de réduire ou de supprimer une rente d'invalidité, l'administration doit examiner si la capacité de travail que la personne concernée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d'invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en oeuvre une mesure d'observation professionnelle (afin d'établir l'aptitude au travail, la résistance à l'effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi. La jurisprudence considère qu'il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (cf. art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant 15 ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne concernée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération ; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'Office AI doit vérifier dans quelle mesure la personne concernée a besoin de la mise en oeuvre de mesures d'ordre professionnel (arrêts du Tribunal fédéral 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid. 5.2 et 9C_920/2013 du 20 mai 2014 consid. 4.4 et les références citées), à moins toutefois que le manque de volonté ou de capacité subjective à la réadaptation ne fasse objectivement défaut à la personne concernée (arrêts du Tribunal fédéral 8C_19/2016 du 4 avril 2016 consid. 5.2.3 et 8C_569/2015 du 17 février 2016 consid. 5.1 et les références citées ; arrêt du Tribunal administratif fédéral C-7370/2016 du 23 mars 2018 consid.”
“________, déjà produit dans le cadre de la procédure administrative, lequel posait le diagnostic de trouble dépressif récurrent, épisode actuel moyen, il a été soumis au SMR. Dans son avis du 10 novembre 2022, le Dr L.________ a relevé que le Dr G.________ ne faisait état d’aucune aggravation et se basait sur le même état de fait, par ailleurs connu des experts. Il s’agissait donc d’une appréciation différente d’un même état de fait. 9. Dans un autre moyen, le recourant, se référant à l’ATF 145 V 209, soutient que dans la mesure où il avait l’âge de 55 ans révolus au moment de la décision du 11 janvier 2023, il pouvait prétendre à l’octroi de mesures de réadaptation. a) Selon la jurisprudence, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis ; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en œuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (cf. TF 9C_211/2021 du 5 novembre 2021 consid. 3.1 ; 9C_276/2020 du 18 décembre 2020 consid. 6 et les arrêts cités). En l'absence d'aptitude subjective à la réadaptation, c'est-à-dire lorsque la volonté de se réadapter n'existe pas pour des raisons étrangères à l'invalidité, la rente peut être réduite ou supprimée sans examen préalable de mesures de réinsertion et sans qu'il soit nécessaire d'engager préalablement une procédure de mise en demeure avec un délai de réflexion au sens de l'art.”
“Or, selon la jurisprudence, les restrictions de santé déjà intégrées dans l'évaluation de la capacité de travail au plan médical ne peuvent être également prises en compte dans la fixation de l'abattement lié au handicap, sous peine de donner lieu à une double comptabilisation du même aspect (SVR 2018 IV n° 45 c. 2.2). S'agissant des emplois entrant en ligne de compte pour le recourant, il n'existe aucun motif pertinent susceptible de justifier la substitution d'une autre appréciation à celle de l'intimé, qui a fixé l'abattement à 10% (l'intimé demeurant ainsi dans les limites de son pouvoir d'appréciation; ATF 135 V 297 c. 5.2, 134 V 322 c. 5.2; SVR 2018 IV n° 46 c. 3.3). 9. Finalement, il convient encore de s'intéresser aux conséquences juridiques de l'amélioration de santé du recourant intervenue en septembre 2019. 9.1 9.1.1 Selon la jurisprudence, il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 c. 5.4), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (TF 8C_233/2021 du 7 juin 2021 c. 2.3 et 2.4). Une exception à cette inexigibilité (présumée) d'une réadaptation personnelle de la personne assurée existe notamment lorsque l'absence prolongée de celle-ci du marché du travail est due à des facteurs étrangers à l'invalidité, lorsque la personne assurée est particulièrement agile, adroite et intégrée dans la société, ou qu'elle dispose d'une formation et d'une expérience professionnelle éminemment étendues.”
Citation : LPGA art. 53 n. 183 Lors de l'application de l'art. 53 al. 1 LPGA, la décision doit exposer suffisamment les raisons pour lesquelles la décision devenue formellement définitive est annulée rétroactivement ou mise en révision procédurale. La motivation doit au minimum indiquer brièvement les considérations qui ont guidé l'autorité, afin que la personne assurée puisse contester valablement la décision.
“1 ATSG im vorliegenden Fall und kam zum Schluss, es sei die Verfügung vom 1. Oktober 2004 in prozessuale Revision zu ziehen und die ab 1. März 2003 gewährte Invalidenrente aufzuheben. 2.2.2. Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt und dient so der Möglichkeit, eine Verfügung sachgerecht anzufechten (BGE 124 V 180, 181 E. 1a). Dafür muss eine Begründung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt. (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 49 N 66 und BGE 124 V 180 E. 1a S. 181). Zwar erschliesst sich auch in Verbindung mit dieser Stellungnahme des Rechtsdienstes nicht, warum gemäss Verfügung vom 29. Juni 2020 die Invalidenrente nun gerade rückwirkend per 31. Dezember 2013 aufzuheben sei. Aufgrund der Stellungnahme war der Beschwerdeführer aber jedenfalls darüber ins Bild gesetzt, dass die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision ziehen und damit rückwirkend aufheben wolle. Der Beschwerdeführer war damit in die Lage versetzt, mit Blick auf Anwendbarkeit von Art. 53 Abs. 1 ATSG die Verfügung sachgerecht anzufechten. Folgerichtig hat sich die Beschwerde (S. 4 Ziff. 5 2. Abschnitt sowie S. 5 f. Ziff. 7) mit dieser Revisionsnorm befasst. Somit ist eine Verletzung des Rechtlichen Gehörs, die zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen müsste, zu verneinen. 3. 3.1. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, vorliegend sei die Invalidenrente mit der angefochtenen Verfügung vom 29. Juni 2020 zu Recht im Rahmen einer prozessualen Revision im Sinne von Art. 53. Abs. 1 ATSG aufgehoben worden. Nach Massgabe von Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war.”
“März 2003 gewährte Invalidenrente aufzuheben. 2.2.2. Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt und dient so der Möglichkeit, eine Verfügung sachgerecht anzufechten (BGE 124 V 180, 181 E. 1a). Dafür muss eine Begründung wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützt. (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich 2015, Art. 49 N 66 und BGE 124 V 180 E. 1a S. 181). Zwar erschliesst sich auch in Verbindung mit dieser Stellungnahme des Rechtsdienstes nicht, warum gemäss Verfügung vom 29. Juni 2020 die Invalidenrente nun gerade rückwirkend per 31. Dezember 2013 aufzuheben sei. Aufgrund der Stellungnahme war der Beschwerdeführer aber jedenfalls darüber ins Bild gesetzt, dass die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente gestützt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision ziehen und damit rückwirkend aufheben wolle. Der Beschwerdeführer war damit in die Lage versetzt, mit Blick auf Anwendbarkeit von Art. 53 Abs. 1 ATSG die Verfügung sachgerecht anzufechten. Folgerichtig hat sich die Beschwerde (S. 4 Ziff. 5 2. Abschnitt sowie S. 5 f. Ziff. 7) mit dieser Revisionsnorm befasst. Somit ist eine Verletzung des Rechtlichen Gehörs, die zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung führen müsste, zu verneinen. 3. 3.1. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, vorliegend sei die Invalidenrente mit der angefochtenen Verfügung vom 29. Juni 2020 zu Recht im Rahmen einer prozessualen Revision im Sinne von Art. 53. Abs. 1 ATSG aufgehoben worden. Nach Massgabe von Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Die prozessuale Revision bezieht sich somit auf Konstellationen der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes (BSK ATSG-Flückiger, Art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 182 Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur des décisions ou décisions d'opposition formellement définitives lorsque celles-ci sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ significative. Un réexamen en vertu de cette règle vise à corriger des erreurs manifestes d'application ou de constatation ; pour apprécier l'« importanÎ significative », la jurisprudenÎ cite notamment la périodicité des prestations et le montant financier de la correction. Un simple changement de pratique ou de jurisprudenÎ ne justifie en règle générale pas un retour au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“5.4.2 Ces corrections de la prise en compte conforme au droit des PC du droit de jouissance conventionnel de la recourante permettraient en soi à l'intimée de revenir sur ses décisions par le biais d'une reconsidération. En effet, la décision du 3 août 2006 revêt un caractère manifestement erroné et le même constat s’impose pour le calcul des PC pour les années qui ont suivi jusqu’à la demande de révision du 23 août 2018 et en particulier pour la période litigieuse, à savoir de janvier 2014 à décembre 2018 (dos. CCB 30, 39, 42, 45, 47, 50 et 52; ATF 141 V 405 c. 5.2; SVR 2019 IV n° 47 c. 2.1). En outre, l’importance notable de la rectification des décisions d'octroi de PC est indéniablement réalisée, notamment au vu de la périodicité des prestations et du montant réclamé (TF 8C_18/2017 du 4 mai 2017 c. 4.3; U. Kieser, op. cit., art. 53 n. 66 avec références citées; M. Moser-Szeless, op. cit., art. 53 n. 85). Ces erreurs commises par l'intimée, qui remplissent les conditions posées à l'art. 53 al. 2 LPGA en vue d'une reconsidération, justifieraient donc aussi une demande de restitution (voir c. 3.1 ci-dessus). 5.5 5.5.1 Cependant, en l'espèce, le motif de restitution que représente la reconsidération est absorbé par le motif de restitution que constitue la révision procédurale. En présence d'un motif de révision (révision au sens de l'art. 17 LPGA ou révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, qui implique le cas échéant un effet ex tunc), le droit à la prestation doit être examiné tant sous l'angle des faits que du droit de manière complète, c'est-à-dire en tenant compte du spectre entier des éléments déterminant ce droit, ainsi qu’avec un regard neuf et sans être lié à de précédentes estimations (ATF 129 V 211 c. 3.2.2; U. Kieser, op. cit., art. 53 n. 43 et 44; M. Moser-Szeless, op. cit., art. 53 n. 66 et 67; s'agissant de l'art. 17 al. 1 LPGA voir: ATF 141 V 9 c. 2.3, 117 V 198 c. 4b; SVR 2019 IV n° 39 c. 5). 5.5.2 Dans ce contexte, il importe peu de se préoccuper du fait que sous l'angle de la restitution, l’intimée, sur la base de la reconsidération, à première vue, ne serait en droit de réclamer la restitution des PC que pour la période courant du 1er janvier au 31 décembre 2018.”
“Aux termes de l'art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et références citées). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5 ; 127 V 466 consid. 2c). La rectification revêt une importance notable en fonction du montant des prestations en cause. Il a par exemple été jugé qu'une créance en restitution d'un montant de 706 fr. était suffisamment importante (DTA 2000 n° 40 p. 208). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid.”
“67 VwVG enthaltenen Fristen zulässig. Nach Abs.1 dieser Bestimmung ist eine relative 90-tägige Frist zu beachten, die mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt. Zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, deren Lauf mit der Eröffnung des Entscheides einsetzt (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2018 vom 6. Juli 2018 E. 5.5.1 mit Hinweisen). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin wie erwähnt mit Verfügung vom 1. Oktober 2004 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Es folgten noch Bestätigungen dieser Rentenleistung mit Mitteilungen aus den Jahren 2006 und 2009 (IV-Akten 45 und 51). Seitherige, in Rechtskraft getretene Verfügungen zur definitiven Klärung der Rentenfrage liegen nicht vor. Bereits mit Blick hierauf wird klar, dass eine Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG nur schon darum nicht zum Zuge kommen kann, weil zum Zeitpunkt des Erlasses der hier strittigen Verfügung vom 29. Juni 2020 die absolute Frist von 10 Jahren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG verstrichen war. 3.2. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, kann es die auf Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c S. 469, 125 V 368 E. 2 S. 369). Mit Blick auf die angeführten Grundsätze bleibt vorliegend aber zunächst zu prüfen, ob die Revisionsvoraussetzungen im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG erfüllt sind. Sollte dies zu bejahen sein, erübrigt sich die Prüfung, ob die Rentenverfügung aus dem Jahr 2004 bzw. die Bestätigungen dieser verfügten Berentung im Jahre 2006 bzw. 2009 der Wiederwägung zugänglich wären.”
“2 LPGA, applicable aux prestations complémentaires, toute prestation durable accordée en vertu d’une décision entrée en force est, d’office ou sur demande, augmentée ou réduite en conséquence, ou encore supprimée si les circonstances dont dépendait son octroi changent notablement (TF 9C_336/2020 du 3 septembre 2020 consid. 2.2 ; TF 9C_328/2014 du 6 août 2014 consid. 5.2). Les prestations indûment touchées doivent être restituées (art. 25 al. 1 ab initio LPGA). Selon la jurisprudence, l’obligation de restituer des prestations complémentaires suppose que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle ces prestations ont été allouées soient remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références citées). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s'apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d'une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d'un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d'un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l'art. 123 al. 2 let. a LTF (TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 2). Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 134 III 669 consid. 2.2). En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte. L'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid.”
“5 Ziffer 4 der Beschwerde eine Wiedererwägung im Hinblick auf die Rückforderung der zu viel ausgerichteten EO-Entschädigungen gleichwohl als unzulässig erachtet, ist Folgendes festzuhalten: Wie in E. 3.2.1 vorne dargelegt, ergibt sich die Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprachen aus einer fehlerhaften Anwendung der Art. 5 f. EOV. Ob und wenn ja inwieweit dies auf eine unzulängliche Abklärung zurückzuführen ist, ist dabei ohne Belang. Entscheidend ist allein, dass die zweifellose Unrichtigkeit – wie hier – feststeht (vgl. Entscheid des BGer vom 17. Mai 2021, 9C_415/2020, E. 4.4). Selbst jedoch, wenn die ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung die Folge einer in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) erfolgten unvollständigen Sachverhaltsabklärung gewesen wäre – was der Beschwerdeführer jedoch mit dem (zutreffenden) Hinweis, eine korrekte Berechnung wäre ursprünglich möglich gewesen, letztlich selber widerlegt (Beschwerde S. 5 Ziffer 4 Satz 5) – änderte sich nichts, wäre doch in Bezug auf die Berechnung des vordienstlichen Durchschnittseinkommens auch diesfalls die Voraussetzung der zweifellosen Unrichtigkeit im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt (vgl. Entscheid des BGer vom 20. Januar 2020, 8C_235/2019, E. 2.2).”
“La juridiction cantonale a retenu que la caisse de compensation était fondée à demander à la recourante la restitution des indemnités versées en trop. En se fondant sur l'art. 11 al. 1 LAPG, elle a constaté que le revenu moyen servant de base de calcul à l'allocation pour perte de gain COVID-19 était le revenu déterminant pour le calcul des cotisations dues conformément à la LAVS. Or, à partir de l'âge de la retraite (64 ans pour les femmes), un assuré ne paie des cotisations que sur le revenu excédant la "franchise rentiers" de 16'800 fr (art. 6 quater al. 1 RAVS). Dans la mesure où la caisse de compensation avait omis de prendre en compte cette "franchise rentiers", l'erreur était manifeste. La rectification de cette erreur revêtait en outre une importance notable. Les conditions d'une reconsidération selon l'art. 53 al. 2 LPGA étaient par conséquent remplies. La demande de restitution avait enfin été déposée dans le délai de péremption de l'art. 25 al. 2 LPGA.”
En cas de demandes de recouvrement, il convient, du point de vue procédural, de distinguer en général plusieurs étapes : il faut d'abord déterminer si la décision antérieure est manifestement erronée (motif de réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA). Ensuite, il faut statuer sur le recouvrement des prestations indûment perçues (notamment sur leur effet rétroactif). Enfin, le cas échéant, il convient de décider de l'octroi d'une remise. Il faut en outre respecter les délais de forclusion applicables, notamment l'art. 25 al. 2 LPGA.
“25 LPGA et de la jurisprudence y relative, la procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 première phrase LPGA et des dispositions particulières du RAI et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 OPGA; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 3.2. En l'espèce, les conditions d'une reconsidération sont clairement données, puisque la décision précédemment rendue le 16 août 2019 prévoyait l'octroi d'une prestation pour enfant en sus de l'indemnité journalière, alors que, dès le 1er octobre 2019, cette prestation n'était plus due, ce qui implique que la décision en question était manifestement erronée dès cette date.”
“L'assuré concerné peut demander la remise de l'obligation de restituer, lorsque la restitution des prestations allouées indûment, mais reçues de bonne foi, le mettrait dans une situation difficile (cf. art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision – formelle ou non (ATF 129 V 110 cons. 1.1 et les références) – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 138 V 426 cons. 5.2.1 et 130 V 380 cons. 2.3.1). La reconsidération et la révision sont maintenant réglées à l'article 53 al. 1 et 2 LPGA qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur. En particulier, selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation d'assurance dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments et que la décision paraît admissible en fait ou en droit. S'il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (Rubin, Commentaire de la loi sur l'assurance-chômage, 2014, p. 611, ch. 12 et les références). Pour conclure qu'une décision (formelle ou matérielle) est manifestement erronée, encore faut-il que les éléments que l’assureur avait au dossier, au moment où il a octroyé les prestations litigieuses, lui permettent d'aboutir à la conclusion que l'assuré n'y avait pas droit (arrêt du TF du 07.11.2006 [C 269/05] cons.5, 126 V 399). b) La procédure d’une restitution d’une prestation versée à tort implique en principe trois étapes distinctes. La première décision porte sur le caractère indu des prestations et sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées au sens de l’article 53 LPGA.”
“Dies berücksichtigte das ASB jedoch nicht, als sie den Ergänzungsleistungsanspruch des Beschwerdeführers (und seiner Familie) berechnete (vgl. Berechnungsblätter zur Verfügung vom 12. November 2019, AB 8). Auch bei der Neuberechnung im August 2020 berücksichtigte sie die bis zum 31. Mai 2020 erhaltenen Unfalltaggelder nicht wenngleich die neu, ab dem 1. Juni 2020 ausgerichteten Invalidenrenten der Pensionskasse berücksichtigt wurden (vgl. Verfügung vom 25. August 2020 sowie das dazugehörige Berechnungsblatt, in den Vorakten). Erst nachdem es den Fehler festgestellt hatte berücksichtigte das ASB die Unfalltaggelder als Einkommen und erliess dann die Rückforderungsverfügungen vom 15. und 16. Dezember 2020 (AB 1 und 2). Die entsprechenden Berechnungen werden nicht in Frage gestellt und das Gericht hat auch ansonsten keine Veranlassung, diese zu kritisieren. Es steht somit unbestrittenermassen fest, dass die Verfügung vom 12. November 2019 und auch die Verfügung vom 25. August 2020 bzw. die ihnen zugrundeliegenden Berechnungen zweifellos unrichtig waren. Damit besteht ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 3.3.). Das ASB durfte somit auf seine vorangegangenen Verfügungen, namentlich jene vom 12. November 2019 und jene vom 25. August 2020, zurückkommen und demzufolge grundsätzlich auch zu Unrecht erbrachte Leistungen zurückfordern sofern nicht bereits mindestens eine der Verwirkungsfristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 3.2.) verstrichen war. 4.3. Die Parteien sind sich sodann zu Recht darüber einig, dass die relative Verwirkungsfrist nicht bereits mit dem Erlass der Verfügung vom 12. November 2019 zu laufen begann, da das erstmalige unrichtige Handeln nicht fristauslösend sein kann (vgl. E. 3.2.1). Nur drei Tage nach dem Erlass dieser Verfügung, am 15. November 2019 (auch dieses Datum ist unumstritten; vgl. Beschwerde N 23 und Beschwerdeantwort, Ziff. 2b), ging jedoch ein auf den 13. November 2019 datiertes Schreiben der Pensionskasse des Beschwerdeführers beim ASB ein (vgl. AB 9). In diesem wies die Pensionskasse darauf hin, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2016 auch einen Anspruch auf eine Invalidenrente der Pensionskasse habe.”
“Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2010, 8C_207/2010, E. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
Citation: LPGA art. 53 n. 180 En cas d'aggravation constatée de l'état de santé, la jurisprudenÎ reconnaît un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA ; la prétention doit alors être réexaminée de manière exhaustive sur le plan juridique et factuel, sans être liée aux appréciations antérieures. La jurisprudenÎ admet également, dans un tel cas, la réalisation a posteriori d'une réduction qui n'avait pas été opérée auparavant.
“Es ist unbestritten, dass aufgrund der Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ein Revisionsgrund vorliegt, so dass der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend "allseitig" zu prüfen ist, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3). Die Beschwerdegegnerin hatte in ihrer Verfügung vom 7. Februar 2018 die Invalidenrente gestützt auf diese Rechtsprechung gekürzt, obschon sie im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache von einer solchen Kürzung noch abgesehen hatte. Die Vorinstanz liess offen, ob dies zulässig ist, da sie wie dargelegt mit Bezug auf die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. November 2013 die Voraussetzungen der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG bejahte.”
Les prestations qui reposent sur une décision devenue formellement définitive ne peuvent être réclamées que si les conditions de la révision au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies, notamment l'inexactituÞ indubitable et l'importanÎ considérable de la rectification.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
LPGA, art. 53 n. 178 Si les faits donnant lieu à la révision exigent des éclaircissements supplémentaires, il suffit, dans le délai imparti, de communiquer en temps utile le motif de la révision et la modification envisagée. Les investigations complémentaires doivent ensuite être menées dans un délai raisonnable avant que la nouvelle décision ne soit rendue.
“67 PA (loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021) – applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (cf. également art. 101 LPA-VD ; cf. RAMA 1994 n° U 191 p. 145 et Ueli Kieser, op. cit., n. 38 ad art. 53 LPGA). Ainsi, en cas de révision d’office, l’administration doit en principe rendre une nouvelle décision dans un délai de nonante jours dès la connaissance du motif de révision. Une exception est réservée pour les cas où les faits justifiant la révision exigent des éclaircissements prenant plus de temps. Dans ce cas, il suffit que l’administration signale à l’assuré, dans le délai fixé, le motif de révision et les modifications de la décision prévues, puis qu’il procède aux éclaircissements et finalement prenne sa décision dans un délai raisonnable (TFA C 214/03 du 23 avril 2004 consid. 3.1.2 ; cf. également Ueli Kieser, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA). b) Un assuré déclaré inapte au placement a droit à l’indemnité de chômage s’il remplit les autres conditions du droit (matérielles et formelles) et que le motif ayant justifié l’inaptitude au placement a disparu. L’autorité qui doit réexaminer l’aptitude au placement dans cette hypothèse procède non à une révision ou à une reconsidération d’une décision erronée (la décision initiale étant correcte), mais à un nouvel examen justifié par l’évolution des circonstances (art. 17 LPGA ; Boris Rubin, op. cit., n. 106 ad art. 15 LACI). c) En l’espèce, l’autorité intimée est revenu sur sa décision initiale du 1er février 2021 déclarant l’assuré apte au placement pour une disponibilité de 80 % à compter du 1er décembre 2020 en lien avec la rédaction de sa thèse de doctorat. Elle a finalement reconnu le recourant apte au placement pour une disponibilité de 80 % du 1er au 31 décembre 2020, puis inapte au placement du 1er janvier au 4 février 2021. Le motif à la base de ce réexamen était le dépôt d’une demande de bourse le 1er janvier 2021 par l’intéressé pour pouvoir se consacrer pleinement à la finalisation de sa thèse de doctorat, ce qui le rendait inapte au placement jusqu’au 4 février 2021, soit la date de la clôture de son dossier de chômage après avoir obtenu une réponse positive d’octroi d’une bourse d’étude.”
L'offiÎ de compensation contrôle systématiquement et par sondages les paiements ainsi que les décisions de prestations formellement définitives et peut, dans le cadre de cette procédure de réexamen, ordonner le recouvrement. Cette procédure de contrôle doit être comprise comme un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA ; l'offiÎ de compensation se substitue alors à l'autorité administrative qui a initialement rendu la décision.
“Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, die im SECO geführt wird (Art. 83 Abs. 3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"] und Art. 110 Abs. 4 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grundsätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
“Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, die im SECO geführt wird (Art. 83 Abs. 3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"] und Art. 110 Abs. 4 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grundsätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
“3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"]; Art. 110 Abs. 4 AVIV). Sie eröffnet mittels Verfügung dem Arbeitgeber das Ergebnis der Arbeitgeberkontrolle (Art. 111 Abs. 2 Satz 1 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt - in Abweichung von Art. 95 Abs. 2 Satz 1 AVIG - die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 Satz 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grundsätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
L'institution d'assuranÎ peut, en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, revenir sur d'anciens décomptes de prestations et exiger le remboursement des prestations trop versées lorsque les paiements initiaux étaient manifestement erronés et que la correction est importante. Ainsi, dans l'affaire citée, le versement d'indemnités journalières à compter de la date à laquelle le droit avait pris fin du fait de la reprise de l'activité parlementaire a été considéré comme manifestement erroné, et la demanÞ de remboursement comme importante.
“Da der gesamte Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung mit der Wiederaufnahme der Parlamentstätigkeit per 28. April 2021 geendet hat (vgl. E. 3.4 hiervor), war die Ausrichtung von Taggeldern ab dem 28. April 2021 in der ausgewiesenen und nicht zu beanstandenden Höhe von Fr. 13'328.-- (vgl. AB 6, 9) zweifellos unrichtig und die Rückforderungssumme unbestrittenermassen erheblich (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. E. 2.4.3 hiervor). Die Beschwerdegegnerin durfte daher auf die Leistungsabrechnungen für die Monate April bis Juli 2021 zurückkommen und diese nachträglich korrigieren.”
Citation : LPGA, art. 53 n. 175 Selon la jurisprudenÎ actuelle, il n'existe pas de limitation temporelle pour la reconsidération selon l'art. 53 al. 2 LPGA : les autorités peuvent donc, en principe, revenir à tout moment sur des décisions devenues formellement définitives, à condition que soient réunies les conditions de l'erreur manifeste et de l'importanÎ significative de la rectification. En revanche, pour la révision procédurale, s'appliquent d'autres règles soumises à des délais. Dans la mesure où des titres de recouvrement sont émis, les délais applicables (p. ex. art. 25 LPGA) doivent être observés séparément.
“arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5, B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêt du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général.”
“arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5; 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2; arrêts du TAF B—3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5; B—1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5; B—4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1; B—5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s.; B—2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et, partant, si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens: arrêt B—1806/2021 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général. Il s'ensuit que la demande de révision doit être adressée à l'autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision, mais au plus tard dans les dix ans après la notification de la décision (cf.”
“1 est échu, de savoir si le titre de restitution avait été rendu en temps utile mais s'est limité à examiner si la demande de restitution était ou non périmée au sens de l'art. 25 al. 2 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_719/2008 du 1er avril 2008 consid. 4, 8C_218/2015 du 7 septembre 2015 consid. 5.2 et 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 2). Enfin, le fait de soumettre la révision procédurale (art. 53 la. 1 LPGA) à des délais à l'exclusion de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) n'apparaît nullement injustifié puisque la première intervient pour des motifs bien déterminés, notamment des faits et moyens de preuve nouveaux, alors que la seconde repose sur une erreur de droit manifeste (cf. supra consid. 3.5). 4.4 Il suit de là que la décision rendue par le SECO le 5 avril 2023 à la suite du contrôle du bien-fondé des prestations allouées à la recourante et constatant que celles-ci étaient indues n'était soumis aucun délai dès lors qu'elle consistait en une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. On ne saurait en outre en aucun cas la considérer comme tardive en application des règles de la bonne foi puisqu'elle a été rendue moins de quatre mois après le contrôle du 13 septembre 2022. Le titre donnant lieu à restitution est dès lors pleinement valable. Pour le surplus, il y a lieu de relever que la décision du 5 avril 2023, qui réclame également la restitution des prestations perçues indument par la recourante, satisfait aux délais de l'art. 25 al. 1 et 2 LPGA puisqu'elle est intervenue moins de trois ans après le contrôle du 13 septembre 2022 et moins de cinq ans depuis l'allocation de prestations en mars 2020. 5. En définitive, c'est à juste titre que l'autorité inférieure a considéré comme indues les indemnités perçues de mars 2020 à novembre 2021 et que, en conséquence, elle a exigé de la recourante leur restitution pour un total de (...) francs. Mal fondé, le recours doit dès lors être rejeté. 6. Vu l'issue de la procédure, les frais de procédure comprenant l'émolument judiciaire et les débours doivent être mis à la charge de la recourante qui succombe (cf.”
“Récemment le Tribunal fédéral a précisé la lecture qu'il fallait faire de l'ATF 140 V 514 (consid. 3.5), à savoir que cet arrêt répondait par la négative à la question soulevée dans l'ATF 97 V 144 de la limitation dans le temps d'une reconsidération (arrêt 8C_83/2022 du 29 juin 2022 consid. 5.2.2; cf. aussi arrêt 8C_441/2022 précité consid. 4.2.5.1); il a relevé en particulier qu'il n'apparaissait pas que l'ATF 140 V 514 ne concernerait pas le délai relatif de 90 jours de l'art. 67 al. 1 PA. Autrement dit, il ne fallait pas déduire de cet arrêt publié que seul le délai absolu de dix ans ne s'appliquait pas à la reconsidération et que le délai relatif de 90 jours devait dans tous les cas être respecté. A l'ATF 149 V 91 (consid. 7.7), les juges fédéraux ont confirmé, une nouvelle fois, qu'il n'existait pas de limitation dans le temps de la possibilité de procéder à une reconsidération. On relèvera enfin que les motifs pouvant justifier une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA; découverte de faits ou moyens de preuve nouveaux), respectivement une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA; erreur manifeste et importance de la rectification) sont différents, de sorte que la recourante ne saurait invoquer la nécessité d'un traitement identique au sens de l'art. 8 Cst.”
“Récemment le Tribunal fédéral a précisé la lecture qu'il fallait faire de l'ATF 140 V 514 (consid. 3.5), à savoir que cet arrêt répondait par la négative à la question soulevée dans l'ATF 97 V 144 de la limitation dans le temps d'une reconsidération (arrêt 8C_83/2022 du 29 juin 2022 consid. 5.2.2; cf. aussi arrêt 8C_441/2022 précité consid. 4.2.5.1); il a relevé en particulier qu'il n'apparaissait pas que l'ATF 140 V 514 ne concernerait pas le délai relatif de 90 jours de l'art. 67 al. 1 PA. Autrement dit, il ne fallait pas déduire de cet arrêt publié que seul le délai absolu de dix ans ne s'appliquait pas à la reconsidération et que le délai relatif de 90 jours devait dans tous les cas être respecté. A l'ATF 149 V 91 (consid. 7.7), les juges fédéraux ont confirmé, une nouvelle fois, qu'il n'existait pas de limitation dans le temps de la possibilité de procéder à une reconsidération. On relèvera enfin que les motifs pouvant justifier une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA; découverte de faits ou moyens de preuve nouveaux), respectivement une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA; erreur manifeste et importance de la rectification) sont différents, de sorte que la recourante ne saurait invoquer la nécessité d'un traitement identique au sens de l'art. 8 Cst.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 174 Si un octroi de prestations, bien que formellement définitif, s'avère manifestement erroné et que sa rectification présente une importanÎ considérable, l'organisme d'assuranÎ peut, même après l'entrée en forÎ de la décision, demander la restitution. La pratique le confirme notamment pour les indemnités de réduction de l'horaire de travail versées indûment, que l'organisme payeur peut réclamer à l'employeur.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind zurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 ATSG). Voraussetzung dafür ist, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteile des EVG C 115/06 vom 4. September 2006 E. 1.2 und C 114/05 vom 26. Oktober 2005 E. 1, je m.H.; vgl. Urteil des BVGer B-801/2022 vom 18. September 2023 E. 6.1). Materiell erfolgte die Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung an Q._______, wie oben (E. 4.7) dargelegt, für die Abrechnungsperioden ab Juni 2020 eindeutig zu Unrecht. Unbestrittenermassen erhielt die Beschwerdeführerin fälschlicherweise auch Kurzarbeitsentschädigungen aufgrund nicht korrekter Deklaration von Feiertagsabwesenheiten und Sollstunden. Daher erweist sich die streitige Rückforderung von Fr. [...] als rechtmässig. Nach Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG fordert die Kasse zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeitsentschädigungen vom Arbeitgeber zurück (vgl. auch Art. 83a Abs. 3 AVIG); die Berichtigung ist auch angesichts des Betrags von erheblicher Bedeutung (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
Des communications intermédiaires ou des décisions préalables peuvent produire un effet conservatoire sur les délais et, ce faisant, influer sur l'échéanÎ relative à une demanÞ de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Une telle communication, fondée sur un examen au fond, peut se substituer à la décision antérieure et la consommer, ce qui peut modifier le point de départ ou le cours des délais en matière de révision.
“Januar 2008 zeigten. Ein Zurückkommen auf die zugesprochene Rente unter Art. 17 ATSG oder eine prozessuale Revision fallen nach Feststellung des Bundesgerichts somit nicht in Betracht. Zudem verletzt gemäss Bundesgericht die Beurteilung des Sozialversicherungsgerichts, wonach mit Blick auf das Gutachten von Dr. E.___ vom 19. Dezember 2012 eine prozessuale Revision abzulehnen ist, da mit der Verfügung vom 13. Januar 2016 die Frist von 90 Tagen bereits verstrichen sei, kein Bundesrecht, auch wenn hinsichtlich des Beginns der relativen 90-tägigen Revisionsfrist die Stellungnahme des RAD vom 14. Januar 2013 sowie die telefonische Rücksprache mit dem Gutachter am 18. April 2013 berücksichtigt würden (vgl. Urteil 8C_18/2013 vom 23. April 2013 E. 3.2), und selbst wenn der Vorbescheid vom 18. Dezember 2013 als fristwahrend anzusehen wäre (vgl. Urteil 9C_212/2021 vom 22. Oktober 2021 E. 4.3.3). Somit ist die Frage eines Revisionsgrundes nach Art. 17 ATSG oder einer prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht mehr zu prüfen. Auf die diesbezüglichen Vorbringen der Parteien (Urk. 9 S. S. 4 ff; Urk. 19 S. 9 ff) ist deshalb nicht einzugehen. 2. 2.1 Das Bundesgericht hielt in E. 4.2 seines Urteils vom 29. März 2022 (Urk. 1) Folgendes fest: «Die Vorinstanz erachtete die Mitteilung vom 25. Januar 2008 ohne weitere Begründung als wiedererwägungsrechtlich unerheblich. Dem ist entgegenzuhalten, dass die einen Rentenanspruch bestätigende Mitteilung, die auf einer materiellen Rentenüberprüfung basiert, grundsätzlich an die Stelle der bisherigen Verfügung tritt und diese konsumiert (…). Wie im angefochtenen Urteil im Zusammenhang mit der Prüfung der Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG aufgezeigt wurde, hatte die Beschwerdegegnerin nach Erlass der Verfügung vom 12. Juni 2006 im Rahmen des im März 2007 eingeleiteten Revisionsverfahrens (insbesondere) ein Gutachten des Dr. A.___ vom 25. Juli 2007 und einen Untersuchungsbericht des PD Dr. B.___ vom RAD vom 25. Januar 2008 eingeholt. Die Mitteilung vom 25.”
Si une décision de prestations formellement définitive est manifestement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable, l'institution d'assuranÎ peut, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, réviser la décision et, le cas échéant, réclamer le remboursement des prestations indûment perçues ou corriger la décision.
“2 Interjeté dans les forme et délai prévus par la loi, le présent recours est recevable (art. 49 al. 3 LMC, art. 89B de la loi sur la procédure administrative, du 12 septembre 1985 - LPA ; RS E 5 10). 2. Le litige porte sur le bien-fondé de la décision de restitution d'un montant de CHF 6'948.20, réclamée au recourant. 3. 3.1 L'art. 7 let. a LMC prévoit à titre de prestations complémentaires cantonales de chômage les prestations en cas d’incapacité passagère de travail, totale ou partielle. Selon l'art. 11 al. 1 LMC, les prestations sont égales aux indemnités de chômage perçues immédiatement avant l'incapacité de travail; la réalisation d'un gain intermédiaire est réservée. 3.2 En vertu de l'art. 19 LMC et de l'art. 25 LPGA, applicable par analogie, l'autorité compétente peut exiger la restitution de prestations indûment versées. Aux termes de l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée et sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 117 V 17 consid. 2c ; 115 V 314 consid. 4a/cc). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 126 V 23 consid.”
LPGA art. 53 n. 171 Pour les questions reposant sur l'appréciation (p. ex. degré d'invalidité, appréciation de l'incapacité de travail ou de ce qui est raisonnablement exigible, ainsi que l'évaluation des preuves), l'admission d'une «erreur indubitable» est en principe exclue, pour autant que l'appréciation opérée à l'époque de la décision devenue définitive apparaisse défendable au regard de la situation de fait et de droit existante à ce moment-là. Une annulation en réexamen n'est donc envisageable que si l'appréciation initiale ne peut être considérée comme défendable.
“Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung unvertretbar war, weil sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder weil massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 138 V 324 E. 3.3). Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 138 V 324 E.”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 324 E. 3.3). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 324 E. 3.3). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Eine Wiedererwägung setzt nach Art. 53 Abs. 2 ATSG einerseits voraus, dass der Entscheid nicht Gegenstand gerichtlicher Beurteilung bildete. Andererseits muss er zweifellos unrichtig und seine Berichtigung von erheblicher Bedeutung sein. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprechung aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (BGE 140 V 77 E. 3.1). Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 170 En cas de réserve contractuelle subordonnant l'octroi de la prestation au respect du contrat de travail, il s'agit d'une réserve portant sur les conditions du droit à la prestation : si l'employeur manque à ses obligations contractuelles, les conditions du droit à la prestation sont réputées ne pas être remplies. Une renonciation au remboursement (art. 25 LPGA) est, en pareil cas, exclue, car le bénéficiaire de la prestation doit s'attendre à une obligation de remboursement et ne peut dès lors invoquer la bonne foi.
“Il a jugé que l’autorité cantonale peut introduire de telles conditions, qui font l’objet d’une clause accessoire, dans le cadre des compétences qui lui sont conférées par l’art. 90 al. 3 OACI, dès lors qu’elles servent à la réalisation des exigences posées par la loi (arrêt du Tribunal fédéral des assurances C 14/ 02 du 10 juillet 2002 consid. 3.1 et les références citées). Dans un arrêt C 15/05 du 23 mars 2006, le Tribunal fédéral des assurances a confirmé que ce formulaire est une clause accessoire au contrat de travail, laquelle prime tout accord contenant des clauses contraires. 3.3.1 L’art. 95 al. 1 LACI prévoit que la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, sous réserve de cas particuliers – non pertinents en l’espèce – relatifs à l’indemnité en cas d’insolvabilité (art. 55 LACI) et aux subventions accordées aux organisateurs de mesures collectives de marché du travail (art. 59cbis al. 4 LACI). Ainsi, la restitution de prestations suppose, en règle ordinaire, que soient remplies les conditions relatives à la révocation des décisions (révision procédurale [art. 53 al. 1 LPGA] ou reconsidération [art. 53 al. 2 LPGA]). Tel n’est cependant pas le cas lorsque l’octroi des AIT est soumis à la condition du respect du contrat de travail. Dans cette hypothèse, il s’agit d’une réserve de révocation qui a explicitement pour effet qu’en cas de violation des obligations contractuelles par l’employeur, notamment la durée minimale de l’engagement de l’assuré – sous réserve d’une résiliation pour justes motifs –, les conditions du droit aux AIT ne sont pas remplies. Une telle réserve est tout à fait admissible au regard du but de la mesure, qui est de favoriser l’engagement durable de personnes au chômage dont le placement est fortement entravé, ainsi que d’éviter une sous-enchère sur les salaires, ainsi qu’un subventionnement des employeurs par l’assurance-chômage. En outre, une remise de l’obligation de restituer selon l’art. 25 al. 1, 2ème phrase LPGA est exclue, car le débiteur doit s’attendre à devoir rembourser les prestations en cas de non-respect des conditions fixées, ce qui ne lui permet pas d’invoquer sa bonne foi (ATF 126 V 45 consid.”
Citation : LPGA art. 53 n. 169 Révocation/réexamen pendente lite : Selon l'art. 53 al. 3 LPGA, l'organe d'assuranÎ peut réexaminer une décision contestée tant qu'il n'a pas encore pris position auprès de l'autorité de recours. Si la révocation d'une décision attribuant des prestations entraîne une détérioration définitive (au moins possible) pour la recourante / le recourant, une telle révocation pendente lite doit, selon la jurisprudenÎ antérieure, être qualifiée de simple requête devant le tribunal (et non d'une décision définitive). S'il n'existe pas une telle détérioration définitive, le retrait demeure possible en tant que décision.
“Mit Verfügung vom 11. Dezember 2018 widerrief die Beschwerdegegnerin beide angefochtenen Verfügungen pendente lite ersatzlos. - Der Versicherungsträger kann eine Verfügung, gegen welche Beschwerde erhoben wurde, nach Art. 53 Abs. 3 ATSG so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. - Letzteres hatte die Beschwerdegegnerin damals noch nicht getan, so dass gegen das Vorgehen unter diesem Aspekt nichts einzuwenden ist. Indessen handelte es sich bei der widerrufenen Verfügung vom 12. September 2018 um eine leistungszusprechende Verfügung. Mit dem Widerruf war somit für den Beschwerdeführer - jedenfalls möglicherweise auch endgültig - eine Verschlechterung verbunden. Ein solcher Widerruf pendente lite war daher nach älterer Praxis, welche durch das ATSG weitergeführt wurde, als blosser Antrag an das Gericht (und nicht als Verfügung) zu verstehen (vgl. dazu BGE 127 V 228 E. 2.b.bb). Eine pendente lite erlassene Verfügung beendet den Streit nur insoweit, als damit den Begehren der Beschwerde führenden Partei entsprochen wird (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. Mai 2019, 9C_22/2019 E. 3.1; BGE 127 V 228 E. 2b/bb; vgl. zu Art. 61 lit. d ATSG bei Rückweisung BGE 137 V 314 E. 3.2.4). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat an seinen Anträgen festgehalten.”
Citation : LPGA art. 53 ch. 168 Si, à la suite d'une révision ou d'un réexamen, le remboursement de prestations est envisagé, il convient d'examiner si la personne concernée a agi de bonne foi et si la restitution l'entraînerait dans une difficulté considérable. S'il existe une bonne foi et que le remboursement entraînerait un préjudiÎ important, on peut, conformément aux règles énoncées dans les décisions judiciaires, renoncer à la demanÞ de remboursement.
“L'art. 25 al. 1, 1re phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2; 138 V 426 consid. 5.2.1). Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Ainsi, par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 et 146 V 364 consid. 4.2). Selon l'art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA, la restitution ne peut pas être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile.”
“Hinsichtlich der Einkommen bei der Firma F____ AG, welche der Beschwerdeführer stets vollumfänglich als Zwischenverdienst deklariert hat, begründet die Beschwerdegegnerin die Rückforderung mit einer fehlerhaften Abrechnung ihrerseits, verweist jedoch (sinngemäss) darauf, dass die Rückforderung auch bei einem guten Glauben zu erfolgen habe und dieser erst beim Erlass der Rückforderung zu prüfen sei (Einspracheentscheid, S. 3). 2.2. Der Beschwerdeführer gesteht hinsichtlich der Forderungen der Firmen C____ GmbH, D____ AG und E____ AG ein, dass er diese wohl nicht angegeben habe. Das sei ein grosser Fehler, den er mit einer Ratenzahlung ausgleichen wolle. Hinsichtlich des Restbetrags führt er aus, er habe seine Zwischenverdienstbescheinigungen nach bestem Wissen und Gewissen eingereicht, in gutem Glauben gehandelt und sei sich keiner Schuld bewusst (Beschwerde, S. 1). 2.3. Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob sich die Verfügung mit Blick auf die Beschwerde halten lässt. 3. 3.1. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 1 ATSG). 3.2. Zur Abklärung des Anspruchs auf Leistungen sind die vom Versicherungsträger unentgeltlich abzugebenden Formulare von der einen Anspruch stellenden Person vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem Versicherungsträger zuzustellen (Art. 29 Abs. 2 ATSG). Zudem ist aufgrund der sog. Meldepflicht jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen von den Bezügerinnen und Bezügern dem Versicherungsträger oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden (Art. 31 Abs. 1 ATSG). 3.3. Meldepflichten haben im Sozialversicherungsrecht eine grosse Bedeutung. Dies gilt aufgrund der Tatsache, dass oft Dauerleistungen ausgerichtet werden. Hier ist die Veränderung der Verhältnisse (zum Beispiel die Aufnahme einer Teilerwerbstätigkeit) durch den Versicherungsträger nur schwer zu erfassen.”
Citation : LPGA art. 53 n° 167 Une demanÞ de recouvrement fondée sur l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la décision devenue définitive ou la décision sur opposition soit «sans aucun doute erronée». Tel est le cas lorsque l'octroi de la prestation est, de manière établie, contraire à la loi, de sorte qu'il n'existe aucun doute raisonnable quant à son caractère erroné.
“Die Bestimmbarkeit und ausreichende Kontrollierbarkeit des Arbeitsausfalls nach Art. 31 Abs. 3 Bst. a AVIG ist eine materiell-rechtliche Anspruchsvoraussetzung (vgl. Urteile des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6; B-4559/2021 vom 20. Oktober 2022 E. 7.2.1; B-2480/2020 vom 9. November 2021 E. 5.1). Gebricht es an ihr, gelten zugesprochene Leistungen als unrichtig und sind erfolgte Leistungen aufgrund unrechtmässigen Bezugs grundsätzlich zurückzurückzuerstatten (Art. 95 Abs. 1 und 2 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 ATSG; vgl. Urteil des BVGer B-664/2017 vom 7. März 2019 E. 2.5). Schliesslich setzt die Rückforderung voraus, dass eine rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprache zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; vgl. Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6). Zweifellos unrichtig ist eine Leistungszusprache, wenn sie erwiesenermassen gesetzeswidrig ist, sodass an ihrer Unrichtigkeit kein vernünftiger Zweifel besteht (vgl. BGE 126 V 399 E. 2b/bb; Urteil des BVGer B-5851/2020 vom 12. Dezember 2022 E. 2.2.6).”
Les décomptes de prestations ou les paiements qui ne sont pas émis sous forme d'une décision formelle peuvent revêtir un caractère disposif matériel et, de ce fait, acquérir une stabilité juridique comparable à celle des décisions formelles. Lorsqu'ils sont devenus définitifs, l'art. 53 al. 1 LPGA s'applique.
“Gleich zu behandeln sind die Geschäftsführenden einer GmbH, besteht doch für diese eine praktisch identische Regelung der unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben wie für die Verwaltungsräte einer Aktiengesellschaft (Art. 810 OR; Urteile des Versicherungsgerichts vom 31. Oktober 2011, AVI 2010/94, E. 1.2, und des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2010, 8C_1000/2010). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach Entrichtung der einzelnen Leistung (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen und vorliegend anwendbaren Fassung). Die mit einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichteten Leistungen sind nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn die für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweis). Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Art. 53 N 52). Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenversicherung, die – wie im vorliegenden Fall – nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiellen Verfügungscharakter auf (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1.”
“Selon l'art. 53 al. 1 LPGA (RS 830.1), les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient pas être produits auparavant. Cela vaut aussi lorsque les prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle mais que leur versement a acquis force de chose décidée (ATF 130 V 380 consid. 2.1; 129 V 110 consid. 1.1; arrêt 8C_39/2019 du 10 juillet 2019 consid. 4.2).”
Une réserve s'impose pour les prestations, notamment pour l'octroi d'une rente, lorsque des appréciations discrétionnaires ont été prises, au moment de l'octroi devenu définitif, sur la base de la situation factuelle et juridique de l'époque, de manière justifiable ; dans de tels cas, une « erreur indubitable » est exclue. Une reprise en application de l'art. 53 al. 2 LPGA entre notamment en ligne de compte lorsque l'octroi repose sur une application manifestement erronée du droit ou sur un examen incomplet des faits, par exemple parÎ que des examens spécialisés n'ont pas été réalisés du tout ou pas avì la diligenÎ requise.
“Zu wiederholen ist, dass im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG vor dem Hintergrund der damaligen Rechtslage und Rechtspraxis (BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 149) kein vernünftiger Zweifel an der von Beginn weg vorliegenden Unrichtigkeit der Verfügung bestehen darf. Eine Leistungszusprache ist in der Regel als zweifellos unrichtig anzusehen, wenn sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Darunter fällt insbesondere eine auf klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221, 122 V 157 E. 1a S. 158) beruhende unvollständige Sachverhaltsabklärung (Urteil 8C_730/2018 vom 1. April 2019 E. 4 mit Hinweis). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprache in vertretbarer Weise beurteilt wurden, scheidet eine zweifellose Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f.). Bei deren Annahme im Bereich der invaliditätsmässigen Leistungsvoraussetzungen ist daher Zurückhaltung geboten (SVR 2011 IV Nr.”
“2 ATSG wird vom Bundesgericht in erster Linie in solchen Fällen bejaht, in denen die ursprüngliche Rentenzusprechung etwa ohne gutachtliche Abklärung des Gesundheitszustands allein auf Grund der (haus-)ärztlichen Angaben, oder die Arbeitsfähigkeitsschätzung nur mit Bezug auf die angestammte Tätigkeit, nicht aber auf eine zumutbare Verweistätigkeit, mithin ausserhalb des Bereichs vertretbarer Ermessensausübung erfolgte (vgl. etwa Urteil I 64/06 vom 21. August 2006, E. 4.4.2). Bei Beschwerdebildern der hier vorliegenden Art, welche sich auf Grund ihrer Komplexität, Subjektivität, Unbestimmtheit und persönlichkeitsbedingten Einflüssen nur schwerlich erfassen lassen, bedeutet die Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit immer einen Ermessensentscheid, der nur dann als qualifiziert, eben zweifellos unrichtig, bezeichnet werden kann, wenn die fachmedizinischen Abklärungen der beteiligten Disziplinen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt worden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_307/2011 vom 23. November 2011 E. 3.2). Die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Leistungszusprechung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG muss anhand der damaligen Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) beurteilt werden. So darf die Frage, ob nach Lage der Akten weitere Abklärungen notwendig gewesen wären, nicht aufgrund der heute massgebenden Regeln beurteilt werden. Bereits zur Zeit der Leistungszusprechung galt aber, dass die Arbeitsunfähigkeit in komplexen Fällen fachärztlich eingeschätzt werden muss (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom 3. September 2014 E. 3.3.2).”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige BGE 148 V 195 S. 202 Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 324 E. 3.3). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Die IV-Stelle kann nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf ihre Rentenzusprache zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 148 V 195 E. 5.3 mit Hinweisen).”
Un retrait selon l'art. 53 al. 2 LPGA est notamment possible lorsque des prestations déjà versées étaient irrégulières et que leur rectification revêt une importanÎ considérable.
“und 25. Januar 2019, mit denen die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die Krankheits- und Behinderungskosten vergütet hatte, sind damit als zweifellos unrichtig im Sinne des Art. 53 Abs. 2 ATSG zu qualifizieren; die Berichtigung der Verfügungen ist von erheblicher Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin hat ihre Kostengutsprachen deshalb zu Recht wiedererwägungsweise aufgehoben. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich diesbezüglich als rechtmässig. Der Beschwerdeführer hat in den Jahren 2017 und 2018 Vergütungen von Krankheits- und Behinderungskosten im Gesamtbetrag von 897.30 Franken erhalten. Diese Vergütungen hat er unrechtmässig im Sinne des Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG bezogen, weil sie von Gesetzes wegen nicht geschuldet gewesen sind und weil die ursprünglichen leistungszusprechenden Verfügungen vom”
La règle générale de révision de l'art. 53 al. 1 LPGA s'applique, dans le cadre du droit procédural de l'administration, conformément à l'art. 67 PA (délai absolu de dix ans). Parallèlement, des normes spéciales prévoient des possibilités dérogatoires ou plus étendues de fixation ultérieure ou de nouvelle fixation (notamment art. 16 al. 1 LAVS ; dispositions contenues dans les EOV/EOG), de sorte que, dans ces domaines, l'applicabilité pratique du délai général de révision peut être limitée ou complétée.
“Regeste Art. 16 Abs. 1 Satz 2 AHVG; Art. 53 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 67 VwVG; Befristung des Rechts zur Beitragsfestsetzung in Folge eines Steuerhinterziehungverfahrens. Der Bundesgesetzgeber hat in Art. 16 Abs. 1 AHVG eine Spezialregelung getroffen, wonach die Verwaltung innerhalb eines Jahres nach Ablauf des Kalenderjahres, in welchem die massgebende Steuerveranlagung rechtskräftig wurde, die AHV/IV-Beiträge in den erwähnten Situationen festsetzen kann. Damit kann die Frist unter Umständen zehn Jahre (gerechnet ab der ursprünglichen Veranlagungsverfügung) übersteigen; die absolute zehnjährige Frist, um eine prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG und Art. 67 VwVG vorzunehmen, ändert daran nichts (E. 5).”
“En matière d'assurances sociales, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision formellement passée en force (cf. ATF 126 V 42 consid. 2b) lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 consid. 2c et les références). S'agissant des délais applicables en matière de révision, l'art. 53 al. 1 LPGA n'en prévoit pas. En vertu du renvoi prévu par l'art. 55 al. 1 PA, sont déterminants les délais applicables à la révision de BGE 148 V 277 S. 283 décisions rendues sur recours par une autorité soumise à la PA (art. 67 al. 1 et 2 PA; ATF 143 V 105 consid. 2.1). L'art. 67 al. 1 PA prévoit un délai absolu de dix ans dès la notification de la décision sur recours (soit la décision soumise à révision).”
“5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall (gültig gewesen bis 18. Juni 2020) gab es die fragliche Befristung noch nicht. Vielmehr wurde dort für die Bemessung der Entschädigung einzig auf Art. 11 Abs. 1 EOG verwiesen, welche Bestimmung ihrerseits wiederum den Bundesrat ermächtigt, Vorschriften zur Bemessung der Entschädigung zu erlassen. Dies hat der Bundesrat getan, indem er unter anderem bestimmt hat, dass eine Neuberechnung der Entschädigung verlangt werden könne, wenn für das Jahr der Dienstleistung später ein anderer AHV-Beitrag verfügt werde (Art. 7 Abs. 1 Satz 2 der Verordnung zum Erwerbsersatzgesetz (SR 834.11; abgekürzt: EOV [in der bis 30. Juni 2021 gültig gewesenen Fassung; seit 1. Juli 2021 inhaltlich unverändert in Art. 7 Abs. 1bis EOV]). Auf Grund dieser Regelung ist davon auszugehen, dass grundsätzlich jederzeit eine Anpassung der Erwerbsersatzentschädigung (für Dienstleistende oder bei Mutter- und Vaterschaft) verlangt werden kann. Mithin besteht diesbezüglich soweit ersichtlich eine gegenüber der allgemeinen Revisionsregelung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) grosszügigere Regelung, indem weder eine 90-tägige Revisionsfrist (vgl. Art. 55 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [SR 172.021; abgekürzt: VwVG]; vgl. auch Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Schulthess 2020, Art. 53 N 39) einzuhalten ist noch eine "neue Tatsache" vorliegen muss (was etwa dann nicht der Fall wäre, wenn die versicherte [selbstständigerwerbende] Person ihrer Meldepflicht gemäss Art. 24 Abs. 4 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.101; abgekürzt: AHVV [wesentliche Abweichung vom voraussichtlichen Einkommen] nicht nachkommt und damit eine zu tiefe Festsetzung der Beiträge selbst zu verantworten hat). Auch gemäss der Regelung des BSV in Rz”
Dans la procédure de révision (art. 17 LPGA en liaison avì l'art. 53 al. 2 LPGA), des éléments antérieurs du calcul de la rente — tels que le revenu du valiÞ, le revenu d'invalidité ou le degré d'incapacité de travail — peuvent être vérifiés dans le cadre de l'examen complet du droit à la prestation. Cela n'est donc pas, en principe, incompatible avì l'autorité de la chose jugée des décisions portant sur des prestations périodiques, pour autant que la révision soit recevable sur le plan procédural et que les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA soient remplies.
“In BGE 136 V 369 befasste sich das Bundesgericht mit der Rechtskraft von Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung. Es hielt fest, dass die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, grundsätzlich zeitlich unbeschränkt ist. Sie erfasse die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte beträfen. Es liege insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren könnten daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor (BGE 136 V 369 E. 3mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Im zitierten Entscheid findet sich hingegen keine Aussage des Inhalts, dass im Falle einer Revision nach Art. 17 ATSG die früheren Rentenberechnungselemente wie Arbeitsunfähigkeitsgrad oder hypothetische Validen- und Invalideneinkommen zufolge Rechtskraft nicht mehr überprüft werden könnten (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, E. 3.1). Vielmehr sind diese Elemente, wie auch die angewendete Bemessungsmethode (vgl. BGE 141 V 15), im Rahmen der umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs im Revisionsverfahren zu beurteilen. So hat denn auch das Bundesgericht in verschiedenen Fällen die revisionsweise Überprüfung des Valideneinkommens zugelassen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, vom 21. Oktober 2014, 9C_378/2014, vom 18. November 2014, 8C_510/2014 und vom 1.”
“Es ist nicht erforderlich, dass gerade die geänderte Tatsache zu einer Neufestsetzung der Invalidenrente führt; vielmehr kann sich bei der allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs ergeben, dass ein anderes Anspruchselement zu einer Herauf-, Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente führt (Urteile des Bundesgerichts vom 21. Oktober 2014, 9C_378/2014, E. 4.2 und vom 18. November 2014, 8C_510/2014, E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen). 6.2 In BGE 136 V 369 befasste sich das Bundesgericht mit der Rechtskraft von Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung. Es hielt fest, dass die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, grundsätzlich zeitlich unbeschränkt ist. Sie erfasse die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte beträfen. Es liege insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren könnten daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor (BGE 136 V 369 E. 3 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Im zitierten Entscheid findet sich hingegen keine Aussage des Inhalts, dass im Falle einer Revision nach Art. 17 ATSG die früheren Rentenberechnungselemente wie Arbeitsunfähigkeitsgrad oder hypothetische Validen- und Invalideneinkommen zufolge Rechtskraft nicht mehr überprüft werden könnten (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, E. 3.1). Vielmehr sind diese Elemente (vgl. BGE 141 V 15) im Rahmen der umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs im Revisionsverfahren zu beurteilen. So hat denn auch das Bundesgericht in verschiedenen Fällen die revisionsweise Überprüfung des Valideneinkommens zugelassen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 2. Juli 2014, 9C_185/2014, vom 21. Oktober 2014, 9C_378/2014, vom 18. November 2014, 8C_510/2014 und vom 1. Mai 2020, 8C_700/2019). Eine umfassende Anspruchsprüfung unter Einbezug der übrigen Elemente hat auch dann zu erfolgen, wenn die Revisionstatsache eine Änderung des Invalideneinkommens darstellt (vgl.”
Citation : LPGA art. 53 n. 161 Des faits ou éléments de preuve découverts ultérieurement — par exemple des actifs non pris en compte (p.ex. biens immobiliers, successions, donations), des rentes versées rétroactivement, des indications sur des périodes de cotisation à l'étranger ou des changements d'état civil (p.ex. mariage) — peuvent constituer des « faits nouveaux importants » au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Cela peut justifier une révision procédurale formelle et — dans la mesure où il en résulte un nouveau calcul — le recouvrement des prestations indûment perçues.
“Par neuf décisions séparées du 1er février 2019, l’autorité intimée a reconsidéré ses décisions antérieures relatives à l’octroi de prestations complémentaires pour la période débutant le 1er juin 2013, au motif que les décisions antérieures, entrées en force, reposaient sur un état de fait manifestement inexact dans la mesure où elles ne tenaient pas compte d’un bien immobilier ainsi que d’un héritage. a) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral ; RS 173.110 ; TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 2). Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 134 III 669 consid. 2.2). En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant.”
“40 correspondant aux suppléments AF versés du 1er janvier au 30 avril 2018 et du 1er décembre 2018 au 31 janvier 2019. 5.1. Cette question nécessite que l'on examine dans un premier temps si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale exposées ci-dessus (cf. consid. 2.3) sont remplies dans le cas présent. 5.1.1. Il ressort du dossier de la cause que la Caisse a alloué des prestations de chômage à son assuré durant les mois de février à avril 2016, décembre 2016 à mars 2017, décembre 2017 à avril 2018 et décembre 2018 à janvier 2019 pour un total de CHF 35'427.50 dont CHF 2'178.35 de suppléments AF. En juillet 2019, elle a été informée par la Caisse de compensation du canton de B.________ (ci-après: la Caisse de compensation) que l'institution du Portugal allouait des prestations familiales pour le fils du recourant depuis 2016 selon un formulaire E411 établi par ladite institution (dossier Caisse, p. 71). La Caisse a donc découvert subséquemment un nouveau moyen de preuve qui ouvrait la voie à la révision formelle au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA et justifiait d'établir une décision de restitution le 22 juillet 2019, pour les prestations indûment perçues au cours des années 2016-2019 au titre de supplément AF, à hauteur de CHF 2'178.35 (dossier Caisse, p. 68 s.), étant précisé que le délai d'un an prévu par l'art. 25 al. 2 LPGA a été respecté. 5.1.2. A la suite de l'opposition de l'assuré contre cette décision, la Caisse a demandé des informations supplémentaires à la Caisse de compensation, qui lui a confirmé avoir versé des prestations familiales en 2016 et 2017 sur la base de formulaires E411 datés du 23 mars 2016, 17 octobre 2018 et 10 mai 2019. Cette dernière a également précisé qu'en 2018 et 2017 c'est le Portugal, pays de résidence de l'enfant du recourant, qui avait accordé des prestations à la mère (cf. courriel du 31 octobre 2019, dossier Caisse, p. 28). Compte tenu de ces nouveaux éléments, la Caisse a fini par réduire le montant de la restitution à CHF 938.40 dans sa décision sur opposition du 12 novembre 2019. Cela étant, même si cet élément ne peut plus faire l'objet d'une révision (le délai d'un an prévu par l'art.”
“Il s’agit simplement de rétablir l’ordre légal, après la découverte du fait nouveau (ATF 122 V 134). A cet égard, il importe peu que le recourant ne s’attendait pas à ce que sa rente française soit versée rétroactivement. Le seul fait que des arriérés de rente ont été versés suffit à justifier un nouveau calcul des prestations et à fonder une décision de restitution. En effet, le versement de cette rente vient modifier les revenus mensuels du recourant, sur la base desquels son droit aux prestations complémentaires avait été fixé, si bien que le calcul initial des prestations complémentaires à partir d’octobre 2018 s’avère erroné. Il est par ailleurs admis que cette rente, d’origine française, doit être prise en compte dans le calcul de ses revenus (TF P 38/06 du 11 octobre 2007 consid. 3.1 et les références citées ; ch. 3452 des Directives concernant les prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI [DPC] édictées par l’Office fédéral des assurances sociales [OFAS]). La décision d’octroi de rente de la CARSAT constitue dès lors un fait nouveau et important au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, qui justifie un nouveau calcul du droit aux prestations complémentaires, et ce de manière rétroactive compte tenu du versement rétroactif de la rente. b) Le recourant conteste ensuite le montant des prestations à restituer, faisant valoir qu’il a touché 3'148 CHF de rente selon les versements intervenus les 16 décembre 2019 et 9 janvier 2020, et non les 3'535 CHF qui lui sont demandés. Il faut tout d’abord relever que les sommes qu’il compare ne se rapportent pas aux mêmes périodes. Il ressort en effet de la décision de la CARSAT que le montant de la rente qui lui était dû de manière rétroactive pour la période du 1er octobre 2018 au 30 novembre 2019 était de 2'723,78 EUR. Ce montant lui a été versé en date du 16 décembre 2019 et a été converti par sa banque en 2'940,30 CHF. Le recourant a ensuite reçu un versement de 194,68 EUR le 9 janvier 2020, converti en 207,70 CHF. Or, ce versement supplémentaire correspond à un seul mois de rente, a priori celui de décembre 2019, qui n’était pas compris dans le versement du 16 décembre 2019.”
“Une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l'octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l'examen suppose un pouvoir d'appréciation, quant à certains de leurs aspects ou de leurs éléments, et que la décision initiale paraît admissible compte tenu de la situation antérieure de fait et de droit. S'il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid. 2.2 ; TF I 907/06 du 7 mai 2007 consid. 3.2.1). c) Ainsi que cela été constaté précédemment, le recourant a reçu des donations de 63'950 EUR (en 2018) et 12'500 EUR (en 2019) de la part de son père, une donation de 23'000 EUR de la part de sa sœur ainsi qu’un héritage de 9'570 EUR dans le cadre de la succession de sa mère. Dans la mesure où ces versements doivent être intégrés à la fortune pour le calcul du droit aux prestations complémentaires, les décisions de prestations rendues pour les mois de novembre 2018 à septembre 2019 étaient manifestement erronées. C’est donc à bon droit que la caisse intimée a procédé à une révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA des décomptes de prestations des mois de novembre 2018 à septembre 2019 et, partant, exigé la restitution des prestations indûment perçues. d) aa) Au vu du récapitulatif des prestations complémentaires octroyées établi le 20 septembre 2019 par la caisse intimée, le recourant a reçu une prestation complémentaire de 583 fr. pour les mois de novembre et décembre 2018 et de 585 fr. pour les mois de janvier à septembre 2019, soit un montant total de 6'431 francs. bb) Comme constaté précédemment (cf. supra consid. 6f), le recourant pouvait prétendre à une prestation complémentaire de 451 fr. pour le mois de novembre 2018, de 387 fr. pour le mois de décembre 2018, de 440 fr. pour le mois de janvier 2019, de 379 fr. pour le mois de février 2019, de 230 fr. pour les mois de mars et avril 2019 et de 239 fr. pour le mois de mai à septembre 2019, soit à un montant total de 3'312 francs. cc) Le montant que le recourant doit restituer à la caisse intimée pour la période litigieuse s’élève par conséquent à 3'119 francs.”
“________ qu'après la procédure de révision d'août 2018. Depuis 2014 à tout le moins, les rémunérations de l'appelé en cause échappaient donc totalement (en tant qu'indépendant et en tant que salarié, à tout le moins en ce qui concerne ses prestations pour la recourante) au système de prélèvement des cotisations sociales et il n'était pas assuré en cas d'accidents professionnels. Il est donc évident qu'en prenant connaissance, lors de la procédure de révision d'août 2018, des rémunérations substantielles versées par la recourante à l'appelé en cause, l'intimé pouvait se prévaloir d'un motif de révision procédurale, ce qui lui permettait de réexaminer et modifier le statut de l'appelé en cause par rapport aux prestations qu'il fournissait à la recourante (SVR 2010 AHV n° 12 c. 2.4). Il s'agissait incontestablement de faits nouveaux (et de moyens de preuve nouveaux) importants (revenus échappant totalement aux cotisations sociales en général et primes d'assurance-accidents) qui ne pouvaient être découverts et produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). Dans la mesure où les factures de primes de la période 2013-2017 étaient devenues définitives (décisions passées en force; dos. Suva 136/1, 170/1, 189/1, 198/1 et 207/1), l'intimée devait les réviser car les nouveaux éléments de fait les faisaient paraître comme objectivement insuffisantes (ATF 138 V 324 c. 3.2). Il s'imposait, de par l'institution de la révision procédurale, de concrétiser le droit matériel en revenant sur des décisions qui reposaient sur une situation de fait fausse dès le départ (ATF 115 V 308 c. 4a/aa). 5. Reste à examiner matériellement la qualification (salariée-indépendante) des activités déployées par l'appelé en cause pour la société durant la période allant du 1er janvier 2014 au 31 décembre 2017. 5.1 Il incombe aux assurés et employeurs de collaborer gratuitement à l'exécution des différentes lois sur les assurances sociales. En pareilles circonstances, si la personne assurée ou d'autres personnes requérantes refusent de manière inexcusable de se conformer à leur obligation de renseigner ou de collaborer à l'instruction, l'assureur (ou le tribunal cantonal des assurances) peut se prononcer en l'état du dossier ou clore l'instruction et décider de ne pas entrer en matière après leur avoir adressé préalablement une mise en demeure écrite les avertissant des conséquences juridiques et leur impartissant un délai de réflexion convenable (art.”
“Auf die über diesen Gegenstand hinausgehenden, den materiellen Rentenanspruch (insbesondere den Invaliditätsgrad) betreffenden Beschwerdeanträge kann folglich nicht eingetreten werden, weil es diesbezüglich an einem Anfechtungsgegenstand fehlt, da die Beschwerdegegnerin ja noch gar nicht abschliessend über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verfügt hat. Zunächst ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 1 ATSG erfüllt gewesen sind. Aus den Akten geht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hervor, dass die Beitragsdauer der Beschwerdeführerin im Herkunftsland länger gewesen ist, als die Beschwerdegegnerin respektive die intern zuständige Ausgleichskasse zunächst angenommen hat, und dass folglich von einer kürzeren schweizerischen Beitragsdauer ausgegangen werden muss. Die Vollzugsanordnung hat also von Beginn weg auf der falschen Sachverhaltsannahme beruht, dass die Beschwerdeführerin im massgebenden Zeitraum keine ausländischen Beitragszeiten erfüllt habe. Das genügt allerdings noch nicht für die Anwendung des Art. 53 Abs. 1 ATSG, denn dieser setzt voraus, dass der Fehler bei der Ermittlung des Sachverhalts im ursprünglichen Verfahren noch nicht erkennbar gewesen ist. Die Ausgleichskasse hat erst im Dezember 2017 – im Zusammenhang mit einem Begehren der Beschwerdeführerin um eine provisorische Rentenberechnung – einen ersten Hinweis auf allfällige Beitragszeiten im Herkunftsland erhalten. Die zuständige Pensionsversicherungsanstalt des Herkunftslandes hat die entsprechende Bestätigung erst im November 2018 abgegeben, weshalb erst im November 2018 („definitiv“) erkennbar gewesen ist, dass die ursprüngliche stillschweigende Vollzugsanordnung sowie die sie ergänzende Verfügung vom 13. September 2017 auf einer falschen Sachverhaltsannahme bezüglich der Beitragsdauer beruht hatten. Die Revisionsvoraussetzung einer qualifiziert neuen Tatsache ist deshalb erfüllt. Die intern zuständige Ausgleichskasse war bei der ursprünglichen Rentenberechnung davon ausgegangen, dass Beitragszeiten ab 1993 zu berücksichtigten seien, da die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz in der Schweiz gehabt und da ihr Ehemann in der Schweiz beitragspflichtige Erwerbseinkommen erzielt hatte.”
“a) En l’espèce, l’intimée a eu connaissance dans le courant du mois de juillet 2020 que l’assuré s’était marié le 5 février 2020. Il s’agit d’un changement de circonstance notable, qui permet de réviser pour l’avenir le droit du recourant aux prestations complémentaires en application de l’art. 17 LPGA. L’intimée était autorisée à supprimer, pour l’avenir, les prestations complémentaires pour personne seule dont le recourant bénéficiait auparavant de par son statut de « divorcé ». En effet, le calcul des prestations complémentaires s’effectue différemment pour une personne seule que pour un couple ; les dépenses reconnues et les revenus déterminants des conjoints sont additionnés (cf. consid. 3a ci-dessus), quand bien même celui-ci allègue que le mariage n’a pas eu d’impact sur sa situation financière. Le mariage de l’assuré constitue également un fait nouveau important découvert subséquemment par l’intimée, justifiant de procéder à une révision procédurale de la décision d’octroi des prestations complémentaires du 1er avril 2020 en application de l’art. 53 al. 1 LPGA. L’assuré a perçu, durant les mois de février à juillet 2020, des prestations complémentaires pour personne seule alors qu’il était marié. Il a donc touché indument ces prestations qui doivent être restituées. La demande de restitution est en outre intervenue dans les délais légaux. L’assuré a en effet failli à son obligation de renseigner en ne communiquant pas immédiatement son nouveau statut marital à l’intimée. Cette obligation de renseigner lui a pourtant été rappelée dans chaque décision d’octroi qu’il a reçue, de sorte qu’il ne pouvait l’ignorer. En présence d’une infraction à l’art. 31 al. 1 LPC, le délai de péremption n’est ainsi pas de cinq ans mais de sept ans (cf. art. 97 al. 1 CP). Le montant à restituer n’est pas contesté en tant que tel et n’apparaît pas critiquable. Il peut être confirmé. b) L’intimée était par conséquent en droit de rendre une décision supprimant le droit aux prestations complémentaires pour personne seule à partir du mois de mars 2020 et d’exiger la restitution des prestations indûment perçues pour la période de mars à juillet 2020.”
“Laut Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Die Rückforderung zu Unrecht bezogener Geldleistungen ist in der Sozialversicherung jedoch nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 126 V 42 E. 2b S. 46; 110 V 176 E. 2a S. 178 f.). Unter dem Titel der prozessualen Revision (vgl. Art. 53 Abs. 1 ATSG) hat die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel vorliegen, welche geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c S. 469 mit Hinweisen). So stellt (auch) die rückwirkende Zusprache einer Invalidenrente einen prozessualen Revisionsgrund dar, der Anlass für eine Neuberechnung des Anspruchs auf die ursprünglich gewährten Ergänzungsleistungen gibt, woraus sich entweder eine Rückforderung zu viel ausgerichteter Leistungen oder eine Nachzahlung ergeben kann (SVR 2018 EL Nr. 3 S. 7, 9C_341/2017 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 134 E. 2d S. 138). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung eines allfälligen Rückerstattungsbetrags ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden (zum Ganzen: SVR 2018 EL Nr. 20 S. 51, 9C_293/2018 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).”
Si l'autorité souhaite revenir sur une décision devenue formellement définitive (réexamen selon l’art. 53 al. 2 LPGA), elle doit exposer expressément le fondement juridique du retour ainsi que les conditions requises à cet effet.
“Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass den Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenkasse – aufgrund welcher die Arbeitslosenentschädigung ursprünglich ausbezahlt worden waren (vgl. Urk. 7/337-338) - materieller Verfügungscharakter zukommt (BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Voraussetzung für ein Zurückkommen auf eine Verfügung bildet das Vorliegen eines Rückkommenstitels. Als solcher kommen die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder die Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_294/2018 vom 28. Juni 2018 E. 4.1). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 15. Juni 2020 (Urk. 2) nicht zu einem allfälligen Rückkommenstitel. Ebenso wenig finden sich in der ursprünglichen Verfügung vom 27. November 2019 (Urk. 7/152-156) Ausführungen dazu. Es ist unklar, auf welchen Rückkommenstitel sich die Beschwerdegegnerin tatsächlich stützte. Sollten ihre Abklärungen sie dahin führen, dass eine Rückforderung weiterhin angezeigt ist, wird sie sich deshalb auch zum Rückkommenstitel und dessen Voraussetzungen zu äussern haben.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 159 Pour déterminer si une décision est « manifestement erronée », il faut se fonder sur la situation de fait et de droit ainsi que sur la pratique administrative en vigueur à l'époque ; une modification ultérieure de cette pratique ne suffit pas, par elle‑même, à caractériser une erreur manifeste.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1, 1ère phr. LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phr. LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 2.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (ATF 126 V 46 consid. 2b et les références citées). La reconsidération et la révision sont désormais explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 consid. 2c et les références citées). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
“La nouvelle décision de refus étant susceptible d’être attaquée par la voie d’un recours, le contrôle juridictionnel de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal se limite en pareil cas au point de savoir si, au sens de cette disposition, les deux conditions d’une reconsidération (soit l’inexactitude manifeste de la décision initiale et l’importance notable de la rectification) sont réunies (ATF 119 V 475 consid. 1b/cc). 3. a) L’assureur peut revenir sur les décisions et les décisions formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA). Le second titre de révocation prévu par l’art. 53 LPGA, à son alinéa 2, permet de corriger la décision ou la décision sur opposition qui est entrée en force de chose décidée, alors qu’elle reposait d’emblée sur une application initiale erronée du droit (y compris une application insoutenable des faits). La reconsidération est soumise à deux conditions : la décision doit être entachée d’une erreur manifeste et sa rectification doit avoir une importance notable (Margit Moser-Szeless in : Commentaire romand Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, nos 69 s. ad art. 53 LPGA). b) La notion d’erreur manifeste a été définie de manière restrictive par la jurisprudence, afin d’éviter que la reconsidération ne devienne un instrument autorisant sans autres limitations un nouvel examen (plus approfondi) des conditions à la base des prestations de longue durée. L’exigence du caractère manifestement erroné de la décision est en règle générale réalisée lorsque le droit à la prestation d’assurance sociale a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n’ont pas été appliquées ou l’ont été de manière incorrecte (ATF 140 V 77 consid. 3.1 ; 138 V 324 consid. 3.3). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 140 V 77 consid. 3.1 ; 138 V 147 ; 119 V 475 consid. 5b/cc). En particulier, lorsque l’octroi de la prestation dépend de conditions matérielles dont l’examen suppose un pouvoir d’appréciation, comme c’est le cas, par exemple, pour le droit à une rente de l’assurance-invalidité, une inexactitude manifeste ne saurait être admise lorsque l’appréciation des différentes étapes pour établir les conditions du droit à la prestation (évaluation de l’incapacité de travail et de l’invalidité, appréciation des preuves, appréciation des questions relatives à l’exigibilité) apparaît admissible, compte tenu de la situation de fait et de droit telle qu’elle se présentait au moment de la décision entrée en force.”
“Entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin beurteilt sich die Frage, ob die Rentenzusprache zweifellos unrichtig war, insbesondere auf der Grundlage des dabei bekannt gewesenen Sachverhalts resp. der damaligen Aktenlage (vgl. vorangehende E. 4.5.1; vgl. auch SVR 2015 ALV Nr. 15 S. 45, 8C_789/2014 E. 3.2.2; Urteil 8C_18/2013 vom 23. April 2013 E. 2 und 5; FLÜCKIGER, a.a.O., N. 71 zu Art. 53 ATSG). Aus der von der IV-Stelle angerufenen Rechtsprechung lässt sich nichts zu ihren Gunsten ableiten: Die Urteile 8C_789/2017 vom 30. Mai 2018 E. 3.2.1, 9C_19/2008 vom 29. April 2008 E. 2.1 und 9C_693/2007 vom 2. Juli 2008 E. 5.3 enthalten nur allgemeine Grundsätze. Im Urteil 9C_551/2012 vom 18. Februar 2013 E. 5.2 wurde die soeben wiedergegebene Regel angewandt und die zweifellose Unrichtigkeit anhand der bei der Rentenzusprache vorhandenen Unterlagen beurteilt. Soweit das Bundesgericht im Urteil 9C_603/2013 vom 24. März 2014 E. 6.2 (worauf sich die Beschwerdegegnerin ebenfalls beruft) ohne Begründung anders vorging, gibt dies keinen Anlass für eine Änderung der im Übrigen stetigen Rechtsprechung (vgl. zu den Voraussetzungen einer Praxisänderung BGE 145 V 304 E. 4.4; 141 II 297 E. 5.5.1). Demnach ergibt sich Folgendes für die Abgrenzung zwischen Abs. 1 und 2 von Art. 53 ATSG (vgl. auch ULRICH MEYER, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S.”
“1, 1ère phrase, LPGA ; elle comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations et indique une somme déterminée. Le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA est rendue si une telle demande écrite et motivée a été présentée (cf. art. 4 OPGA). L'autorité administrative peut très bien regrouper les deux premières étapes dans une seule décision et statuer sur la question des prestations indues, la reconsidération ou révision d'une décision et ordonner simultanément la restitution de l'indu (arrêt du TF 9C_564/2009 du 22 janvier 2010 consid. 5.3 confirmé par arrêt 9C_23/2015 du 17 juin 2015 consid. 2). Dans la mesure où, en principe, la demande de remise ne peut être traitée sur le fond que si la décision en restitution est entrée en force, la remise et son étendue font l'objet d'une procédure distincte (arrêts du TF 8C_799/2017 ; 8C_814/2017 du 11 mars 2019 consid. 6). 5.3 La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur. Selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 127 V 466 consid. 2c et les réf. cit. ; Pétremand, op. cit., n. 29 ad art. 25 LPGA ; Michel Valterio, Droit de l'assurance-vieillesse et survivants [AVS] et de l'assurance-invalidité [AI], 2011, n. m. 3125 ss). Au regard de la sécurité juridique, une décision administrative entrée en force ne peut ainsi être modifiée par le biais de la reconsidération que si elle se révèle manifestement erronée. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
LPGA, art. 53 n. 158 Une révision rectificative en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA peut entraîner l'obligation de rembourser les prestations indûment perçues au sens de l'art. 25 LPGA; il convient, du point de vue du droit de l'assuranÎ-invalidité, d'examiner s'il existait une base juridique au droit à la rente.
“Der Beschwerdeführer hätte auch dann eine ganze Rente erhalten, wenn er einer Erwerbstätigkeit im Rahmen eines Pensums von 30 % nachgegangen wäre; weswegen es fraglich sei, ob ein Vermögensschaden entstanden sei und es lasse sich demnach auch kein Schädigungsvorsatz rechtsgenüglich erstellen (Urk. 34/67/26 f.). Richtig ist, dass bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente besteht (Art. 28 Abs. 2 IVG). Dies lässt in gewissem Umfang die Verwertung einer Restarbeitsfähigkeit zu. Aufgrund der Erkenntnisse in der Expertise von Dr. F.___ mangelt es indessen grundsätzlich am Nachweis eines im Sinne von Art. 7 Abs. 1 ATSG die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden Gesundheitsschadens im massgeblichen Zeitraum. Demgemäss fehlt es an der Rechtsgrundlage für die Zusprechung einer Rente und es ist aus invalidenversicherungsrechtlicher Optik überdies ohne Bedeutung, ob die Aktivitäten des Beschwerdeführers einer selbst beim Bezug einer ganzen Rente grundsätzlich noch zulässigen Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in geringfügigen Rahmen entsprach oder darüber hinausging. 5. 5.1 Die eine frühere Verfügung berichtigende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zieht grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der von der Invalidenversicherung zu Unrecht bezogenen Leistung nach sich (Art. 25 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2, 130 V 380 E. 2.3.1, 110 V 298”
art. 53 LPGA codifie la jurisprudenÎ antérieure relative au réexamen et à la révision procédurale. La révision est possible lorsque, après l'édiction d'une décision formellement définitive ou d'une décision sur opposition, des faits nouveaux ou des éléments de preuve importants sont découverts ultérieurement et n'ont pas pu être produits auparavant. L'administration peut procéder à un réexamen lorsqu'une décision formellement définitive est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Pour les décisions de restitution : l'obligation de rembourser suppose que sont réunies les conditions d'un réexamen ou d'une révision de la décision qui avait initialement fondé la prestation.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 3.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (ATF 126 V 46 consid. 2b et les références citées). La reconsidération et la révision sont désormais explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 consid. 2c et les références citées). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
“1 LPGA stabilisce che le prestazioni indebitamente riscosse devono essere restituite. La restituzione non deve essere chiesta se l'interessato era in buona fede e verrebbe a trovarsi in gravi difficoltà. I principi giurisprudenziali attinenti alla restituzione di prestazioni elaborati dal TF anteriormente alla LPGA conservano tutta la loro validità anche sotto l’egida di questa legge (cfr. STF 8C_938/2008 del 22 settembre 2009 consid. 3.1.; DTF 130 V 318 consid. 5). L'obbligo di restituzione presuppone che siano adempiute le condizioni di una riconsiderazione o di una revisione della decisione con la quale sono state attribuite le prestazioni (cfr. STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 4.1.; STF 8C_677/2017 del 23 febbraio 2018 consid. 3.1.; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; DTF 129 V 110 consid. 1.1; DLA 2006 p. 218 e DLA 2006 pag. 158). La riconsiderazione e la revisione sono ormai esplicitamente regolate all'art. 53 LPGA, che ha codificato la giurisprudenza anteriore alla sua entrata in vigore (cfr. STF U 408/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; STFA K 147/03 del 12 marzo 2004; STFA U 149/03 del 22 marzo 2004; STFA I 133/04 dell'8 febbraio 2005). Analogamente alla revisione delle sentenze delle autorità giudiziarie, l'amministrazione deve procedere alla revisione processuale di una decisione cresciuta in giudicato quando sono scoperti nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre a una conclusione giuridica differente (cfr. art. 53 cpv. 1 LPGA, STF U 409/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; SVR 2004 ALV N° 14; DTF 127 V 466 consid. 2 a pag. 469). Più precisamente le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza (cfr.”
“La restituzione non deve essere chiesta se l'interessato era in buona fede e verrebbe a trovarsi in gravi difficoltà. I principi giurisprudenziali attinenti alla restituzione di prestazioni elaborati dal Tribunale federale anteriormente alla LPGA conservano tutta la loro validità anche sotto l’egida di questa legge (cfr. STF 8C_938/2008 del 22 settembre 2009 consid. 3.1.; DTF 130 V 318 consid. 5). L'obbligo di restituzione presuppone che siano adempiute le condizioni di una riconsiderazione o di una revisione della decisione con la quale sono state attribuite le prestazioni (cfr. STF 8C_665/2020 dell’8 giugno 2021 consid. 3.2.; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 4.1.; STF 8C 565/2016 del 26 ottobre 2016 consid. 2; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; DTF 129 V 110 consid. 1.1; DLA 2006 p. 218 e DLA 2006 pag. 158). La riconsiderazione e la revisione sono ormai esplicitamente regolate all'art. 53 LPGA, che ha codificato la giurisprudenza anteriore alla sua entrata in vigore (cfr. STF U 408/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; STF K 147/03 del 12 marzo 2004; STF U 149/03 del 22 marzo 2004; STF I 133/04 dell'8 febbraio 2005). Analogamente alla revisione delle sentenze delle autorità giudiziarie, l'amministrazione deve procedere alla revisione processuale di una decisione cresciuta in giudicato quando sono scoperti nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti a indurre a una conclusione giuridica differente (cfr. art. 53 cpv. 1 LPGA; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STF U 409/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; SVR 2004 ALV N° 14; DTF 127 V 466 consid. 2 a pag. 469). Più precisamente le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza (cfr.”
Avant que la rente d'invalidité visée à l'art. 53 al. 2 LPGA ne soit réduite ou supprimée, l'administration doit vérifier si la capacité de gain médicalement et théoriquement retrouvée se traduit effectivement par une capacité de gain améliorée ou par une augmentation des chances d'emploi. Si cela n'est pas de toute évidenÎ prévisible, des mesures professionnelles préalables (p.ex. stage d'observation, mesures de réintégration ou de réadaptation) doivent être envisagées et, le cas échéant, mises en œuvre. Cet examen et, le cas échéant, la mise en œuvre de telles mesures s'imposent notamment lorsque la personne assurée a 55 ans ou plus ou perçoit la rente depuis au moins 15 ans. Des exceptions peuvent être envisagées, par exemple lorsque la personne assurée dispose d'une capacité suffisante de réinsertion autonome ou lorsque la longue absenÎ du monÞ du travail n'est pas due à l'invalidité.
“Selon la jurisprudence, l'administration doit, avant de réduire ou supprimer le droit à la rente d'invalidité d'un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), vérifier si la capacité de travail résiduelle médico-théorique permet d'inférer sans autres démarches une amélioration de la capacité de gain ou s'il est nécessaire au préalable de mettre en oeuvre une mesure d'observation professionnelle et/ou des mesures légales de réadaptation (arrêts 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid. 5.2; 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références). Il en découle - sous réserve de cas où l'assuré dispose d'emblée de capacités suffisantes lui permettant une réadaptation par soi-même (arrêts 8C_582/2017 du 22 mars 2018 consid. 6.3; 9C_183/2015 du 19 août 2015 consid. 5) - que ce n'est qu'à l'issue d'un examen concret de la situation de l'assuré et de la mise en oeuvre d'éventuelles mesures de réadaptation sur le marché du travail que l'office AI peut définitivement statuer sur la révision de la rente d'invalidité et, le cas échéant, réduire ou supprimer le droit à la rente. Par conséquent, dans ces situations, l'examen et l'exécution des éventuelles mesures constituent une condition de la suppression (ou réduction) de la rente, cette suppression (ou réduction) ne pouvant prendre effet antérieurement (arrêt 9C_707/2018 du 26 mars 2019 consid.”
“3.3). Conformément à cette dernière disposition, si la capacité de gain ou la capacité d’accomplir les travaux habituels d’un assuré s’améliore ou que son impotence ou le besoin de soins découlant de l’invalidité s’atténue, il y a lieu de considérer que ce changement supprime, le cas échéant, tout ou partie de son droit aux prestations dès que l'on peut s’attendre à ce que l’amélioration constatée se maintienne durant une assez longue période. Il en va de même lorsqu’un tel changement déterminant a duré trois mois déjà, sans interruption notable et sans qu’une complication prochaine ne soit à craindre (arrêt TF I 689/04 du 27 décembre 2005 consid. 2.3). 5. Malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique, le Tribunal fédéral considère qu’il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (arrêts TF 9C_283/2016 du 5 décembre 2016 consid. 6.2 et les références; 9C_920/2013 du 20 mai 2014 consid. 4.4 et les références). Dans de telles situations, l’administration doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en œuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (arrêts TF 9C_517/2016 du 7 mars 2017 consid. 5.2 et les références; 9C_254/2011 du 15 novembre 2011 consid. 7.1). Ce n'est qu'à l'issue de cet examen et de la mise en œuvre d'éventuelles mesures de réintégration sur le marché du travail que l'administration pourra définitivement statuer sur la révision ou la reconsidération de la rente d'invalidité (cf.”
“Il suit de là que l’autorité intimée était fondée à considérer que la capacité de travail de l’assuré dans une activité adaptée à son affection de la main droite n’était désormais plus réduite en raison des troubles psychiques et que, dans cette mesure, l’état de santé du recourant s’était amélioré. 8.2. Droit à des mesures professionnelles Avant de réduire ou de supprimer une rente d'invalidité, l'administration doit cependant examiner encore si la capacité de travail que la personne assurée a recouvrée sur le plan médico-théorique se traduit pratiquement par une amélioration de la capacité de gain et, partant, une diminution du degré d'invalidité ou si, le cas échéant, il est nécessaire de mettre préalablement en œuvre une mesure d'observation professionnelle (afin d'établir l'aptitude au travail, la résistance à l'effort, etc.), voire des mesures de réadaptation au sens de la loi. La jurisprudence considère qu'il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant 15 ans au moins. Cela ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis dans le cadre d'une procédure de révision ou de reconsidération; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente (arrêt TF 9C_920/2013 du 20 mai 2014 consid. 4.4 et les arrêts cités). 8.2.1. En l’espèce, au moment de rendre la décision entreprise, le recourant était âgé de 53 ans et bénéficiait d'une demi-rente d’invalidité depuis plus de 15 ans. Cela étant, l’autorité intimée a mis en place un stage de préparation à une activité professionnelle auprès de N.________ à O.________ pour une durée de trois mois du 24 septembre au 23 décembre 2018 (cf. lettre de l’OAI du 17 avril 2018 et communication du 13 septembre 2018). Contrairement à ce que laisse entendre le recourant à ce sujet, il s’agissait bel et bien d’une mesure d’observation professionnelle – que le recourant a suivi à temps partiel après avoir produit un certificat d’incapacité de travail de 50% à compter du 26 septembre 2018 – au sens requis par la jurisprudence.”
“En d'autres termes, dans le domaine de l'assurance-invalidité, le principe est qu'un invalide doit, avant de requérir des prestations, entreprendre de son propre chef tout ce qu'on peut raisonnablement attendre de lui, pour atténuer le mieux possible les conséquences de son invalidité (cf. arrêt TF 9C_36/2018 du 17 mai 2018 consid. 4.2 et les références); il n'a pas droit à une rente lorsqu'il serait en mesure, au besoin en changeant de profession, d'obtenir un revenu excluant une invalidité ouvrant droit à une rente; la réadaptation par soi-même est un aspect de l'obligation de diminuer le dommage et prime aussi bien le droit à une rente que celui à des mesures de réadaptation. Selon la jurisprudence (cf. ATF 145 V 209 consid. 5; 142 V 523 consid. 6.3), il existe des situations dans lesquelles il convient d’admettre que des mesures d’ordre professionnel sont nécessaires, malgré l’existence d’une capacité de travail médico-théorique. Il s’agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne un assuré qui est âgé de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d’une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l’on statue sur la limitation et/ou l’échelonnement en même temps que sur l’octroi de la rente, ne signifie pas que l'assuré peut se prévaloir d’un droit acquis; il est seulement admis qu’une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée de lui en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, les organes de l’assurance-invalidité doivent vérifier dans quelle mesure l’assuré a besoin de la mise en œuvre de mesures d’ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d’invalidité qui subsiste. Peut notamment constituer une exception à la règle générale de mise en œuvre de mesures préalables de réadaptation le fait que l'éloignement de longue durée du marché du travail est dû à des motifs étrangers à l'invalidité ou lorsque, avec une vraisemblance prépondérante, l'assuré ne présente d'aptitude à la réadaptation ni objective ni subjective (cf.”
Le réexamen prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA suppose qu'une décision formellement devenue définitive ou une décision sur opposition soit indubitablement erronée et que sa rectification serait d'une importanÎ considérable. Un recouvrement n'entre en ligne de compte en vertu de cette disposition que si ces conditions strictes sont réunies.
“Hinsichtlich der Leistungszusprachen vom 15. Mai 2023 (act. II 4) erging die Verfügung vom 5. Juni 2023 (act. II 8) innerhalb des Zeitraums, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Demnach ist im Hinblick auf die geltend gemachte Rückforderung entgegen dem Beschwerdeführer insoweit kein Rückkommenstitel gemäss Art. 53 ATSG erforderlich (vgl. E. 2.2.3 vorne). Anders gestaltet sich die Rechtslage hinsichtlich der Leistungszusprachen vom 13. April 2023 (act. II 2/3 f.): Insoweit sind ein Rückkommen und eine Rückforderung nur unter den Voraussetzungen von Art. 53 ATSG zulässig, woran nichts ändert, dass diese Taggeldabrechnungen vom Beschwerdeführer mit Blick auf die maximal 90tägige Bedenkfrist (vgl. BGE 148 V 427 E. 4.1 S. 434) noch hätten beanstandet werden können (vgl. E. 2.2.3 vorne). Dabei fällt unbestrittenermassen eine Rückforderung einzig unter dem Titel der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Betracht, da die Voraussetzungen einer prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht gegeben sind. Demnach müsste die ursprüngliche bzw. die mit (formlosem) Schreiben vom 13. April 2023 (act. II 2/3 f.) erfolgten Leistungszusprachen zweifellos unrichtig und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung sein (vgl. E. 2.2.1 f. vorne). Wie in E. 2.1.2 vorne gezeigt, hängt die Ermittlung des vordienstlichen Durchschnittseinkommens und in der Folge die Höhe der EO-Entschädigung massgeblich von der Qualifikation des vor dem Einrücken erzielten Einkommens als regelmässig oder unregelmässig ab. Dabei räumen die hierfür massgeblichen Art. 5 f. EOV der rechtsanwendenden Behörde nach ihrem klaren Wortlaut und ihrer systematischen Stellung keinen Spielraum für eine Ermessensausübung ein, verhält sich Art. 6 EOV zu Art. 5 EOV doch alternativ in dem Sinne, als Einkommen aus anderen als regelmässigen Arbeitsverhältnissen im Sinne von Art. 5 EOV als unregelmässig gelten (BGE 136 V 231 E. 5.2 S.”
“Die Beschwerdeführerin hält vor Bundesgericht an ihrem Standpunkt fest, wonach die Verfügung vom 14. Oktober 1993 nicht in Wiedererwägung gezogen werden dürfe. Im Rahmen ihrer Begründung beschränkt sie sich jedoch im Wesentlichen darauf, Textpassagen ihrer vorinstanzlichen Einsprache- und Beschwerdeschrift geringfügig umzustrukturieren und sodann wörtlich zu wiederholen. "Copy and Paste" genügt indessen den Anforderungen an eine Beschwerde an das Bundesgericht nicht (vorne E. 1.1). Bezüglich dieser Rügen kann ohne Weiteres auf die überzeugenden Erörterungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen in der Beschwerde nichts Substanzielles entgegengesetzt wird (vgl. vorne E. 4.2). Die verbleibenden, den Anforderungen an eine letztinstanzliche Beschwerde gerade noch genügenden Rügen zielen sodann ins Leere: Dass Art. 22 UVG nach seinem klaren Wortlaut entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nur eine Revision der Rente gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG und nicht auch eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ausschliesst (BGE 149 V 91 E. 7.6 ff.), hat die Vorinstanz ebenso zutreffend festgehalten wie den Umstand, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Verfügung vom 25. März 2021 ohnehin noch nicht 64 Jahre alt war (zur Fristwahrung vgl. BGE 103 V 30 E. 2). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin lässt sich aus BGE 117 V 359 E. 4b, wonach der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeitsunfähigkeit in der Regel zu bejahen ist, wenn ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert wird und ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild vorliegt, nicht ableiten, dass deshalb auf eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs verzichtet werden kann. Auch kann nicht angenommen werden, dass die medizinischen Gründe der der Rentenzusprache zugrunde liegenden Nackenschmerzen, der verminderten Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und der schnelleren Ermüdbarkeit im Zeitpunkt der Rentenzusprache als organisch nachweisbar galten (BGE 117 V 359 E.”
Citation : LPGA art. 53 n. 154 La jurisprudenÎ considère qu'un réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas soumis à un délai; en revanche, la restitution est soumise à un délai.
“2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est pas contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 20 février 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêt du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général.”
Citation : LPGA art. 53 n. 153 Dès que l'objet du litige est dévolu à l'instanÎ de recours par le biais d'un recours, l'organisme d'assuranÎ perd en principe la maîtrise de celui-ci (effet dévolutif). Toutefois, l'art. 53 al. 3 LPGA permet à l'organisme d'assuranÎ de réexaminer la décision attaquée ou la décision sur opposition jusqu'au moment où il prend position auprès de l'autorité de recours. Si l'administration n'a pas, pendente lite, annulé les éléments dévolus en vertu de l'art. 53 al. 3 LPGA ou ne les a pas laissés à l'instanÎ de recours, les décisions citées estiment que des nouvelles déterminations unilatérales de ces éléments dévolus sont problématiques et peuvent être nulles sur le plan formel.
“En dépit de la saisine de la Cour de céans, le 17 décembre 2021, suite au recours déposé par l’intéressée à l’encontre de la décision sur opposition du 15 novembre 2021, la CCNAC a procédé à de nouveaux décomptes pour les mois de septembre à novembre 2021 et exigé dans une décision du 6 janvier 2022 la restitution d’un montant de 1'245.20 francs. Il en résulte une restitution (supplémentaire) de 263.50 francs pour septembre 2021 (décompte du 06.01.2022) et de 541.10 francs pour octobre 2021 (décompte du 06.01.2022), à laquelle s’ajoute un remboursement de 440.60 francs pour novembre 2021 (décompte du 06.01.2022). Si la CCNAC pouvait librement rectifier le décompte initial de novembre 2021 (sous réserve que les conditions mises à la restitution de l’art. 25 LPGA soient remplies), elle ne pouvait en principe pas en faire de même pour septembre et octobre 2021, l'administration ayant perdu la maîtrise de cette partie du litige qui a été déférée devant la Cour de céans. Dans la mesure où elle considérait que ces deux mois devaient encore faire l’objet de nouveaux correctifs, l’intimée aurait dû, compte tenu des principes dégagés ci-dessus, soit annuler pendente lite sa décision sur opposition du 15 novembre 2021 (art. 53 al. 3 LPGA), soit laisser la Cour de céans traiter les questions litigieuses sans examiner les mois de septembre et octobre 2021. Elle a renoncé à la première option par le dépôt le 27 janvier 2022 de ses observations en concluant au rejet du recours, de sorte qu’elle ne pouvait en principe plus rectifier les montants de septembre et octobre 2021 avant de connaître le sort du présent recours. En tant qu’elle porte sur ces deux mois, la voie choisie par l’intimée dans sa décision du 6 janvier 2022 viole ainsi le principe de l’effet dévolutif et est problématique à plusieurs égards, notamment sous l’angle de la sécurité juridique. La Cour de céans ayant toujours la maîtrise de l’objet de la contestation concernant septembre et octobre 2021, elle peut examiner librement si les montants à restituer sont corrects sans être liée à la décision du 6 janvier 2022. Cela revient à déterminer l’indemnité de chômage à laquelle la recourante a droit en septembre et octobre 2021 (cons. 4 ci-dessous), et, le cas échéant, le montant à restituer (cons.”
“1) sind devolutive und grundsätzlich reformatorische Rechtsmittel. Mit der Beschwerde gegen eine Verfügung resp. einen (an deren Stelle getretenen; vgl. BGE 133 V 50 E. 4.2.2; Urteil 9C_719/2020 vom 4. Januar 2022 E. 3.2) Einspracheentscheid verliert der Versicherungsträger grundsätzlich die Herrschaft über den Streitgegenstand (Devolutiveffekt). Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt indessen durch Art. 53 Abs. 3 ATSG resp. durch Art. 58 VwVG (gegebenenfalls i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG), wonach der Versicherungsträger eine angefochtene Verfügung resp. einen Einspracheentscheid so lange wiedererwägen kann, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (vgl. Urteil 8C_133/2022 vom 7. September 2022 E. 5.1). Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung resp. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2; Art. 86 BGG). Eine mit Art. 53 Abs. 3 ATSG oder Art. 58 VwVG vergleichbare Bestimmung fehlt im hier anwendbaren Prozessrecht (BGG und BZP i.V.m. Art. 71 BGG; Urteile 2C_299/2009 vom 28. Juni 2010 E. 1.3.4; 2C_229/2008 vom 13. Oktober 2008 E. 2). Weshalb der Devolutiveffekt analog den genannten Normen im letztinstanzlichen Verfahren eingeschränkt sein soll (was als Möglichkeit in BGE 130 V 138 E. 4.2 angedeutet wird), ist nicht ersichtlich und wird auch nicht begründet. Demnach steht fest, dass die Ausgleichskasse ihre funktionale Zuständigkeit überschreitet und den Devolutiveffekt missachtet, indem sie mit Verfügung vom 28. November 2022, mithin während des bundesgerichtlichen Verfahrens, dem Beschwerdeführer die bislang verweigerte Witwerrente ab dem 1. November 2020 zuspricht. Diese Verfügung ist formellrechtlich als nichtig und in diesem Verfahren als Antrag der Beschwerdegegnerin auf Gutheissung der Beschwerde zu betrachten (vgl. BGE 133 V 530 E. 2; 130 V 138 E. 4.2; Urteil 8C_133/2022 vom 7. September 2022 E. 5.4). Das zieht keine Gegenstandslosigkeit des Verfahrens, sondern eine materielle Beurteilung der Beschwerde nach sich (vgl.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 al. 2, n. 152 Lorsque sont réunies les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA (inexactituÞ douteuse et importanÎ considérable de la rectification), l'assureur peut revenir sur des décisions administratives ou des décisions rendues en procédure d'opposition qui ont acquis forÎ de chose jugée. Si la correction est opérée avì effet rétroactif, la base juridique des prestations déjà octroyées disparaît, de sorte que ces prestations deviennent des prestations indûes.
“Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht (mehr) in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer nachträglichen Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der früheren Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 151 ConséquenÎ juridique : Le recouvrement des prestations indûment perçues s'effectue comme conséquenÎ en matière d'exécution d'une révision fondée sur l'art. 53 al. 2 LPGA (réduction rétroactive). Lors de la mise en recouvrement, il convient de respecter les délais de déchéanÎ et de prescription (relatifs et absolus) mentionnés dans les sources.
“Die Rückforderung ist nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder prozessualen Revision der formell rechtskräftigen Verfügung, mit welcher die betreffende Leistung zugesprochen worden ist, zulässig (BGE 122 V 19 E. 3a S. 21). Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1).”
“Da die weiteren Eintretensvoraussetzungen offenkundig erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren ist deshalb A.___, die durch ihre Mutter (nachfolgend: Vertreterin) vertreten wird. Mit der Verfügung vom 24. August 2018 hat die Beschwerdegegnerin rückwirkend ab 1. März 2018 Ergänzungsleistungen von Fr. 431.-- monatlich zugesprochen. Die Nachzahlung für März bis und mit August 2018 hat sich also auf Fr. 2'586.-- belaufen. Die Beschwerdegegnerin hat in der genannten Verfügung festgehalten, diese Nachzahlung gehe direkt an die Gemeinde E.___, da diese auf die zu erwartenden Ergänzungsleistungen die Vorschussleistungen erbracht habe. Die Beschwerdegegnerin hat dementsprechend eine "Verrechnung" der Nachzahlung mit einer Forderung der Gemeinde E.___ angeordnet. Formal korrekt hat die Beschwerdegegnerin damit aber nur angeordnet, dass die Nachzahlung von Fr. 2'586.-- der Gemeinde E.___ (dritt-)ausbezahlt werde. Mit der Verfügung vom 21. Juli 2020 hat die Beschwerdegegnerin dann die Verfügung vom 24. August 2018 in Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise aufgehoben und durch die Zusprache einer tieferen Ergänzungsleistung rückwirkend ab 1. März 2018 ersetzt. Sie hat ausserdem die Rückforderung der im Sinne von Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG unrechtmässig bezogenen Ergänzungsleistungen im Umfang von Fr. 12'078.-- verfügt. Mit diesem Teil der Verfügung vom 21. Juli 2020 hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zur Rückerstattung von Fr. 9'894.-- und die Gemeinde E.___ zur Rückerstattung von Fr. 2'184.-- verpflichtet. Da es sich bei einer Rückforderung nur um die vollzugsrechtliche Konsequenz einer rückwirkenden Herabsetzung einer Sozialversicherungsleistung handelt, richtet sich der Rückforderungsteil der Verfügung vom 21. Juli 2020 nur im Umfang von Fr. 9'894.-- gegen die Beschwerdeführerin, auch wenn diese – rein materiellrechtlich betrachtet – im Umfang von Fr. 12'078.-- unrechtmässig Ergänzungsleistungen bezogen hat. Die Beschwerdeführerin ist also für den Teilbetrag von Fr. 2'184.-- nicht rückerstattungspflichtig, selbst wenn die Gemeinde E.”
“5.3). b) Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. aa) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). bb) En vertu de l’art. 25 al. 2, première phrase, LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d’un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 140 V 521 consid. 2.1). La menace de péremption est ainsi double : d’une part le recouvrement est temporellement lié à ce que l’institution d’assurance rende une décision dans le délai d’un an dès qu’elle a eu connaissance de l’état de fait justifiant la restitution et, d’autre part, cette institution, qui rend sa décision en restitution dans ce délai d’un an, peut étendre la restitution seulement aux prestations versées durant les cinq dernières années, dans la mesure où le recouvrement est absolument périmé s’il se rapporte à des prestations perçues au-delà de cinq ans, voire au-delà du délai prévu par le droit pénal (Sylvie Pétremand, in Anne-Sylvie Dupont/Margrit Moser-Szeless (édit.”
“Partant, il faut retenir ces déclarations de la première heure et admettre que l'intéressé a quitté le domicile conjugal en mai 2019. Ceci n'est par ailleurs pas en contradiction avec ce qui figure dans l'opposition d'avril 2020 dans laquelle il a déclaré être parti au plus tard le 1er septembre 2019. Dans ces circonstances, c'est la date de mai 2019, évoquée en premier lieu par le recourant et retenue par la Caisse, qui doit être confirmée. Or, pour ce mois-là, le recourant n'est pas en mesure d'apporter une quelconque preuve de paiement de loyer. Le calcul de la Caisse ne prête pour le surplus pas le flan à la critique. Le recourant ne conteste d'ailleurs pas la prise en compte ou non de ses enfants dans le calcul des prestations et le montant du loyer retenu. 5. 5.1 A teneur de l'art. 25 al. 1 1ère phr. LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 5.2. Il résulte du considérant 5 que les PC versées pour la période du 1er mai au 31 décembre 2019 qui tenaient encore compte du fait que le recourant vivait sous le même toit que sa femme et ses enfants l'ont été ainsi de manière partiellement erronée, au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA. C'est dès lors à juste titre que la Caisse a effectué un nouveau calcul et réclamé au recourant la somme de CHF 20'544.”
Un réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA peut entraîner le recouvrement de prestations déjà attribuées de manière définitive ; cela vaut en cas d'erreur indiscutable et de rectification d'importanÎ substantielle, et indépendamment du fait que la prestation initiale ait été ordonnée formellement ou de façon informelle.
“1-3) und begründete insbesondere, weshalb vorliegend eine Verzögerung der beruflichen Ausbildung aus invaliditätsfremden Gründen vorliege, inwiefern die Voraussetzungen für eine Revision oder Wiedererwägung gegeben seien und sie die einjährige Frist zur Rückforderung der IV-Taggelder eingehalten habe. Mithin nahm die Beschwerdegegnerin zu sämtlichen Einwendungen der Beschwerdeführerin Stellung (vgl. Urk. 10/162); der Sachverhalt war jedoch bereits mit dem Vorbescheid vom 23. Oktober 2019 bekannt und eine sachgerechte Anfechtung der Verfügung ohne weiteres möglich. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin ihre Anliegen mit der Beschwerde gegen die Verfügung vom 5. Februar 2021 vor einer Beschwerdeinstanz, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen, vortragen konnte, womit eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt zu betrachten wäre (vgl. BGE 127 V 431 E. 3d/aa). 3. 3.1 Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1). 3.2 Die eine frühere Verfügung berichtigende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zieht grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der von der Invalidenversicherung zu Unrecht bezogenen Leistung nach sich (Art. 25 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2, 130 V 380 E. 2.3.1, 110 V 298”
Citation : LPGA art. 53 n. 149 Lors d'une révision de la rente (contrôle matériel), le point de départ temporel pertinent est la dernière décision devenue définitive qui se fonÞ sur un examen matériel du droit à la rente. Autrement dit : la dernière décision entrée en forÎ comportant une constatation factuelle, une appréciation des preuves et un examen comparatif des revenus conforme au droit constitue le moment à partir duquel doit être vérifiée une modification du degré d'invalidité.
“La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. En revanche, une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle pas à une révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (arrêts TF 8C_139/2018 du 26 mars 2019 consid. 4.1, 8C_162/2016 du 2 mars 2017 consid. 3.1, et les références citées). Dans le cadre d’une révision comme d’une nouvelle demande, c'est la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4 et 130 V 71 consid. 3.2.). 5. Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Selon l'al. 2 de cette même disposition, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 6. Est litigieuse, en l'espèce, la question du maintien, à partir du 1er octobre 2019, du quart de rente d'invalidité dont bénéficiait l'assuré depuis le 1er juin 2016. Pour y répondre, il convient d'examiner en particulier si, et dans quelle mesure, la capacité de travail, respectivement de gain, de ce dernier a subi une modification notable depuis la première et précédente décision de l'OAI du 24 mai 2017, laquelle repose sur un examen matériel du droit aux prestations. 6.1. Situation au moment de la décision d'octroi du quart de rente du 24 mai 2017 En mai 2017, lorsque l'OAI a rendu sa décision octroyant à l'assuré une rente entière d'invalidité du 1er novembre 2014 au 31 mai 2016, puis un quart de rente dès le 1er juin 2016, la situation se résumait comme suit: 6.”
“La rente peut être révisée non seulement en cas de modification sensible de l'état de santé, mais aussi lorsque celui-ci est resté en soi le même, mais que ses conséquences sur la capacité de gain ont subi un changement important. En revanche, une simple appréciation différente d'un état de fait, qui, pour l'essentiel, est demeuré inchangé n'appelle pas à une révision au sens de l'art. 17 al. 1 LPGA (arrêts TF 8C_139/2018 du 26 mars 2019 consid. 4.1, 8C_162/2016 du 2 mars 2017 consid. 3.1, et les références citées). Dans le cadre d’une révision comme d’une nouvelle demande, c'est la dernière décision entrée en force qui repose sur un examen matériel du droit à la rente avec une constatation des faits pertinents, une appréciation des preuves et une comparaison des revenus conformes au droit qui constitue le point de départ temporel pour l'examen d'une modification du degré d'invalidité lors d'une révision de la rente (ATF 133 V 108 consid. 5.4 et 130 V 71 consid. 3.2.). 5. Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Selon l'al. 2 de cette même disposition, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. 6. Est litigieuse, en l'espèce, la question du maintien, à partir du 1er octobre 2019, du quart de rente d'invalidité dont bénéficiait l'assuré depuis le 1er juin 2016. Pour y répondre, il convient d'examiner en particulier si, et dans quelle mesure, la capacité de travail, respectivement de gain, de ce dernier a subi une modification notable depuis la première et précédente décision de l'OAI du 24 mai 2017, laquelle repose sur un examen matériel du droit aux prestations. 6.1. Situation au moment de la décision d'octroi du quart de rente du 24 mai 2017 En mai 2017, lorsque l'OAI a rendu sa décision octroyant à l'assuré une rente entière d'invalidité du 1er novembre 2014 au 31 mai 2016, puis un quart de rente dès le 1er juin 2016, la situation se résumait comme suit: 6.”
Des prestations attribuées formellement ou informellement peuvent également être réclamées en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA lorsque la mesure ou la décision est indubitablement erronée et que la rectification revêt une importanÎ considérable.
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
Conditions de la révision selon l'art. 53 al. 2 LPGA : L'administration ne peut revenir sur des décisions formellement définitives ou sur des décisions sur opposition que si celles-ci sont hors de tout doute raisonnable inexactes et si leur rectification revêt une importanÎ considérable (notable). Ces deux conditions sont cumulatives ; dans ces conditions, une correction rétroactive peut être effectuée, ce qui peut à son tour permettre le recouvrement de prestations indûment perçues.
“17 ATSG geht der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückzukommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung; Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 144 I 103 E. 2.2, 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des Art. 17 ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf Art. 17 ATSG gestützte Revisionsverfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (vgl. BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). 2.3.2 Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Steht die Zusprechung von sozialversicherungsrechtlichen Leistungen mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen nicht mehr in Übereinstimmung, stellt sich die Frage ihrer Korrektur. Eine bereits erhaltene Leistung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung allerdings nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1, 126 V 23 E. 4b). Diese sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Was insbesondere die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochener Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
L'art. 53 al. 1 LPGA constitue, conjointement avì le réexamen (l'art. 53 al. 2 LPGA) et les possibilités de révision juridictionnelle, un instrumentarium de correction couvrant la substanÎ des décisions devenues définitives. Dans ce contexte, la pratique consistant à limiter formellement les décisions à la durée d'une année civile n'est pas sans réserve compatible avì la systématique légale ainsi exposée.
“Der Begriff "jährlich" bezieht sich also nach der Intention des historischen Gesetzgebers nur auf die Art der Berechnung der Ergänzungsleistungen: Die Ergänzungsleistungen sind aufgrund von auf zwölf Monate umgerechneten anrechenbaren Einnahmen und anerkannten Ausgaben festzusetzen. Historisch betrachtet hat der Begriff "jährliche Ergänzungsleistung" also keine verfahrensrechtliche Bedeutung. Auch die systematische Interpretation spricht gegen eine Beschränkung der Wirksamkeit von EL-Verfügungen auf die Zeit bis zum Ende des entsprechenden Kalenderjahres, denn das Sozialversicherungsrecht sieht für Dauerleistungen, die auf einem auf unbestimmte Zeit anhaltenden anspruchsbegründenden Sachverhalt beruhen, immer eine unbefristete Leistungszusprache vor. Eine hiervon abweichende Ausnahme hätte daher explizit im ELG statuiert werden müssen. Zudem ist es aus systematischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb das Wort "jährlich" bzw. der Wortteil "Jahres-" in den materiellen Normen des ELG eine rein verwaltungsverfahrensrechtliche Regelung beinhalten soll. Auch die teleologische Interpretation spricht gegen die sog. Kalenderjahr-Praxis, da mit der Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 ELV), der sog. prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ein umfassendes Instrumentarium zur Korrektur fehlerhafter Dauerverfügungen vorhanden ist, so dass offensichtlich keine verfahrensrechtliche Notwendigkeit für eine Beschränkung der Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung bis zum Ablauf des Kalenderjahres besteht (zum Ganzen vgl. Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 15 ff.; vgl. auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2018, EL 2017/17 E. 2.2 [aufgehoben durch den Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Januar 2019, 9C_480/2018]). Die Kalenderjahr-Praxis des Bundesgerichts ist somit gesetzwidrig. Die Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung ist also nicht bis zum Ablauf des entsprechenden Kalenderjahres beschränkt. Bei der Beurteilung der Einsprache des Beschwerdeführers hätte sich die Beschwerdegegnerin also darauf beschränken müssen zu prüfen, ob die angefochtene Revisionsverfügung rechtmässig war.”
Les décisions devenues formellement définitives, qui ont entraîné le versement de prestations indûment perçues, ne peuvent être reprises que si les conditions du réexamen prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies (erreur indubitable et importanÎ considérable de la rectification).
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Citation : LPGA art. 53 n. 144 ConnaissanÎ par plusieurs autorités : la connaissanÎ requise pour le début du délai existe déjà lorsqu'elle est présente auprès de l'une des instances administratives compétentes. Cela suffit pour que le délai commenÎ à courir, même si la fixation de la prestation ou son recouvrement exigent l'intervention conjointe de plusieurs autorités.
“Unter der Wendung "nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat", ist der Zeitpunkt zu verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen, oder mit andern Worten, in welchem sich der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grundsatz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs. Ist für die Leistungsfestsetzung (oder die Rückforderung) das Zusammenwirken mehrerer mit der Durchführung der Versicherung betrauter Behörden notwendig, genügt es für den Beginn des Fristenlaufs, dass die nach der Rechtsprechung erforderliche Kenntnis bei einer der zuständigen Verwaltungsstellen vorhanden ist (BGE 140 V 521 E. 2.1 mit Hinweisen). Bei den Fristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG handelt es sich um von Amtes wegen zu berücksichtigende Verwirkungsfristen. Diese sind gewahrt, wenn vor Ablauf der massgebenden Frist eine Rückerstattungsverfügung ergeht (Urteil BGer 8C_819/2018 vom 22. März 2019 E. 4.1. mit Hinweisen). Eine Rückforderung ist nur möglich, soweit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision der leistungszusprechenden Verfügungen erfüllt sind (BGE 126 V 46 E. 2b mit Hinweisen). Diese beiden Rückkommenstitel sind explizit in Art. 53 ATSG geregelt, welcher die frühere Rechtsprechung kodifizierte. So kann die Verwaltung gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Von der Wiedererwägung ist die prozessuale Revision zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Die prozessuale Revision von Verwaltungsverfügungen ist nur innerhalb der für die Revision von Beschwerdeentscheiden (Art. 67 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) massgebenden Fristen zulässig. Danach gilt nebst der absoluten zehnjährigen Frist, welche mit der Eröffnung des Entscheids einsetzt, eine relative 90-tägige Frist, welche mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt.”
“Unter der Wendung "nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat", ist der Zeitpunkt zu verstehen, in dem die Verwaltung bei Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit hätte erkennen müssen, dass die Voraussetzungen für eine Rückerstattung bestehen, oder mit andern Worten, in welchem sich der Versicherungsträger hätte Rechenschaft geben müssen über Grundsatz, Ausmass und Adressat des Rückforderungsanspruchs. Ist für die Leistungsfestsetzung (oder die Rückforderung) das Zusammenwirken mehrerer mit der Durchführung der Versicherung betrauter Behörden notwendig, genügt es für den Beginn des Fristenlaufs, dass die nach der Rechtsprechung erforderliche Kenntnis bei einer der zuständigen Verwaltungsstellen vorhanden ist (BGE 140 V 521 E. 2.1 mit Hinweisen). Bei den Fristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG handelt es sich um von Amtes wegen zu berücksichtigende Verwirkungsfristen. Diese sind gewahrt, wenn vor Ablauf der massgebenden Frist eine Rückerstattungsverfügung ergeht (Urteil BGer 8C_819/2018 vom 22. März 2019 E. 4.1. mit Hinweisen). Eine Rückforderung ist nur möglich, soweit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision der leistungszusprechenden Verfügungen erfüllt sind (BGE 126 V 46 E. 2b mit Hinweisen). Diese beiden Rückkommenstitel sind explizit in Art. 53 ATSG geregelt, welcher die frühere Rechtsprechung kodifizierte. So kann die Verwaltung gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Von der Wiedererwägung ist die prozessuale Revision zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Die prozessuale Revision von Verwaltungsverfügungen ist nur innerhalb der für die Revision von Beschwerdeentscheiden (Art. 67 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) massgebenden Fristen zulässig. Danach gilt nebst der absoluten zehnjährigen Frist, welche mit der Eröffnung des Entscheids einsetzt, eine relative 90-tägige Frist, welche mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 143 Pour qu’un recouvrement soit opéré par voie de réexamen, les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA doivent être remplies : la décision ou la décision rendue sur l’opposition doit être indubitablement erronée et sa rectification doit revêtir une importanÎ considérable.
“Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Rz. 8 zu Art. 25 ATSG). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung des Rückerstattungsbetrages ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden haben. Namentlich sind alle anspruchsrelevanten Tatsachenänderungen zu berücksichtigen (BGE 138 V 298 E. 5, 126 V 23 E. 4b). Rechtsprechungsgemäss ist für die Rückforderung von formell rechtskräftig ausgerichteten Leistungen erforderlich, dass entweder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision). Ferner bestimmt Art. 53 Abs. 2 ATSG, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung).”
Selon l'art. 53 al. 3 LPGA, l'organisme d'assuranÎ peut reconsidérer une décision ou une décision d'opposition contre laquelle un recours a été formé, jusqu'à l'envoi de sa décision préliminaire à l'instanÎ de recours (reconsidération).
“requis par la recourante, vu la décision de reconsidération du 29 septembre 2020, annulant et remplaçant celle du 24 janvier 2020, par laquelle la Caisse a retenu que Z.________ était effectivement domicilié au Lichtenstein et n’avait jamais travaillé en Suisse pour le compte de la recourante, les rémunérations perçues n’étant ainsi pas soumises aux charges sociales suisses, vu le courrier du 29 septembre 2020 de la Caisse informant la Cour de céans de l’émission d’une nouvelle décision sur opposition faisant droit à l’opposition formée par R.________ Sàrl, vu la conclusion de la Caisse contestant devoir à la recourante toute somme à titre de dépens, vu le courrier du 13 octobre 2020, par lequel la recourante a constaté que son recours précédemment formé était devenu sans objet, la somme de 3'766 fr. restant due à titre de dépens, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]) et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en date du 29 septembre 2020 en reconsidérant sa décision sur opposition du 24 janvier 2020 par le biais d’une nouvelle décision sur opposition, que par cette décision de reconsidération, l’intimée a reconnu que les rémunérations perçues par Z.________ de la part de la recourante n’étaient pas soumises aux charges sociales suisses, faisant ainsi entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu de constater que la cause est ainsi devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que l'autorité statue sur les frais et dépens (art.”
“11), à l’intimée, laquelle l’a accueillie favorablement sur le principe et a, dès lors, requis du juge instructeur un délai pour en examiner les conditions légales, que le juge instructeur a, séance tenante, prononcé la suspension de la procédure jusqu’à sa reprise par la partie la plus diligente, que par ordonnance du 7 septembre 2020, le juge instructeur a confirmé ladite suspension de l'instruction de la cause, que par courrier du 3 novembre 2020, l’intimée a indiqué au juge instructeur que la transaction n’avait pas abouti, de sorte qu’elle sollicitait la reprise de l’instruction, que dans une correspondance du 20 novembre 2020, le recourant a communiqué sa surprise au juge instructeur, dans la mesure où il avait respecté ses engagements pris auprès de l’intimée dans le sens d’une transaction, et n’avait plus reçu de nouvelles de la part de cette dernière, excepté le dernier courrier adressé au juge instructeur le 3 novembre précédent, qu’il a mentionné demeurer toutefois dans l’attente d’une détermination de l’intimée au sujet de sa demande de remise, que par ordonnance du 23 novembre 2020, respectivement du 10 décembre 2020 et 12 janvier 2021, le juge instructeur a imparti un délai au 8 décembre 2020, prolongé respectivement au 11 janvier 2021 et au 5 février 2021, à l’intimée pour déposer ses déterminations, respectivement pour statuer sur la demande de remise formulée par le recourant, que dans sa correspondance du 3 février 2021, l’intimée a requis une nouvelle suspension de l'instruction de la cause, afin de procéder à la reconsidération de sa décision sur opposition du 11 novembre 2013, que par avis du 8 février 2021, le juge instructeur a refusé la suspension de l’instruction de la cause et a fixé un délai au 30 mars 2021 à l’intimée pour finaliser la reconsidération de sa décision, que dans un courrier du 30 mars 2021, l’intimée a informé le juge instructeur de sa décision de reconsidération du même jour, rendue au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), annulant la décision de réparation initiale du 20 novembre 2012 et la décision sur opposition litigieuse du 11 novembre 2013, que dans cette décision sur reconsidération du 30 mars 2021, l’intimée a considéré qu’on ne pouvait reprocher au recourant, tout au plus, qu’une négligence légère, de sorte que les conditions de la responsabilité posées à l’art. 52 LAVS n’étaient pas remplies ; qu’aux termes de l’art. 56 al. 1 LPGA, applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LAVS, peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent, les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA), a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art.”
“2024 ( AVS ) , SANS OBJET rÉpublique et canton de genÈve POUVOIR JUDICIAIRE A/42/2024 ATAS/69/2024 COUR DE JUSTICE Chambre des assurances sociales Arrêt du 6 février 2024 Chambre 3 En la cause A______ recourant contre CAISSE CANTONALE GENEVOISE DE COMPENSATION intimée ATTENDU EN FAIT Que par décision du 3 novembre 2023, confirmée sur opposition le 6 décembre 2023, la caisse cantonale genevoise de compensation (ci-après : CCGC) a clôturé le compte d'indépendant de Monsieur A______ (ci-après : l'assuré) avec effet au 31 décembre 2022, faute d'adresse commerciale valable à Genève ; Que l'assuré a interjeté recours auprès de la Cour de céans en date du 5 janvier 2024 ; Qu’invitée à se déterminer, l’intimée a indiqué à la Cour de céans, en date du 5 février 2024, qu’après avoir pris connaissance des explications et pièces apportées à l’appui du recours, elle avait décidé de reconsidérer sa décision ; Que par décision de reconsidération du même jour, la CCGC a renvoyé le dossier à son service des indépendants pour réouverture du compte du recourant. CONSIDERANT EN DROIT Que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 3 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la Chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l'art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l'assurance-vieillesse et survivants du 20 décembre 1946 (LAVS - RS 831.10) ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Qu’en vertu de l’art. 53 al. 3 LPGA, qui reprend le contenu de l’art. 58 al. 1 de la loi fédérale sur la procédure administrative du 20 décembre 1968 (PA - RS 172.021), l’autorité peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours ; Qu’en l'occurrence, l'intimée a ainsi rendu en date du 5 février 2024 une décision de reconsidération donnant gain de cause au recourant ; Qu’il convient d’en prendre acte, de constater que le recours est ainsi devenu sans objet et de rayer la cause du rôle ; Que le recourant, qui n’est pas représenté, n’a pas droit à des dépens ; Que pour le surplus, la procédure est gratuite (art. 89H al. 1 LPA et vu l'art. 61 let. fbis LPGA) ; *** PAR CES MOTIFS, La présidente DE LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Vu l'art. 133 al. 3 et 4 let. a de la loi sur l’organisation judiciaire du 26 septembre 2010 (LOJ ‑ E 2 05) 1. Prend acte de la décision rendue par l’intimée le 5 février 2024. 2. Constate que le recours est devenu sans objet.”
Seules de nouvelles constatations neuropsychologiques, ou le seul fait qu’elles soient inédites, ne suffisent pas automatiquement à justifier une révision au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. La jurisprudenÎ exige typiquement des faits nouveaux ou des éléments de preuve nouveaux, étayés et pertinents pour la révision ; des résultats neuropsychologiques généraux ne peuvent, pris isolément, établir l’existenÎ d’une lésion cérébrale organique. En outre, des descriptions détaillées des constatations et, lorsqu’il y a lieu, des rapports de médecins spécialistes sont pris en compte afin que les conditions de la révision puissent être réputées satisfaites.
“La recourante ne saurait rien tirer non plus des troubles psychiques évoqués par le Dr K.________ dans la mesure où ils ne sont pas décrits précisément et ne font pas l’objet de rapports spécifiques établis par des médecins spécialistes. 5. Au regard des faits rapportés dans les rapports produits par le Dr K.________, à savoir le compte-rendu des examens neuropsychologiques pratiqués les 8 avril/1er mai 2014 et 6 décembre 2011 ainsi que le bilan ORL du 10 décembre 2010, la question se pose de savoir si les conditions pour procéder à une révision procédurale de la décision initiale de refus de rente sont remplies. a) Aux termes de l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s’apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d’une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d’un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d’un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l’art. 123 al. 2 let. a LTF (TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 2). Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n’étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 134 III 669 consid. 2.2). En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers.”
“Entgegen der von ihm vertretenen Ansicht ist somit eine organische Hirnverletzung nach wie vor nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad ausgewiesen. Daran ändern die neuen Einschätzungen in den Berichten der Psychiatrischen Klinik D.________ vom 12. Dezember 2018 und 11. Juni 2019 sowie des dipl. analyt. psych. E.________ vom 22. Februar 2021 nichts, worin eine Verletzung des Frontalhirns aufgrund von neuropsychologischen Abklärungsergebnissen postuliert wurde. Denn solche Untersuchungen können den Nachweis einer organischen Hirnverletzung nicht erbringen (vgl. BGE 138 V 248 E. 5.1; Urteil 8C_123/2016 vom 12. April 2016 E. 4 mit Hinweisen). Die Vorinstanz verletzte somit kein Bundesrecht, indem sie zum Schluss kam, es lägen keine neuen Befunde vor, bei deren Kenntnis der im ursprünglichen Verfahren untersuchende Arzt bzw. die ursprünglich entscheidende Behörde zu einer anderen Ermessensausübung hätten gelangen müssen. Entsprechend stellte das kantonale Gericht zutreffend fest, dass die Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 140 Pour les prestations complémentaires, il n'existe pas de restriction légale limitant l'effet des décisions au seul exerciÎ civil. L'art. 53 al. 2 LPGA permet le réexamen de décisions formellement définitives et donc également une rectification rétroactive; dans le domaine des prestations complémentaires, aucune règle légale spéciale n'exclut la rétroactivité du réexamen. En pratique, toutefois, les offices d'exécution disposent d'une marge d'appréciation quant à la question de savoir s'ils procèdent à des corrections rétroactives et, le cas échéant, dans quelle mesure.
“Historisch betrachtet hat der Begriff "jährliche Ergänzungsleistung" also keine verfahrensrechtliche Bedeutung. Auch die systematische Interpretation spricht gegen eine Beschränkung der Wirksamkeit von EL-Verfügungen auf die Zeit bis zum Ende des entsprechenden Kalenderjahres, denn das Sozialversicherungsrecht sieht für Dauerleistungen, die auf einem auf unbestimmte Zeit anhaltenden anspruchsbegründenden Sachverhalt beruhen, immer eine unbefristete Leistungszusprache vor. Eine hiervon abweichende Ausnahme hätte daher explizit im ELG statuiert werden müssen. Zudem ist es aus systematischer Sicht nicht nachvollziehbar, weshalb das Wort "jährlich" bzw. der Wortteil "Jahres-" in den materiellen Normen des ELG eine rein verwaltungsverfahrensrechtliche Regelung beinhalten soll. Auch die teleologische Interpretation spricht gegen die sog. Kalenderjahr-Praxis, da mit der Revision (Art. 17 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 25 ELV), der sog. prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ein umfassendes Instrumentarium zur Korrektur fehlerhafter Dauerverfügungen vorhanden ist, so dass offensichtlich keine verfahrensrechtliche Notwendigkeit für eine Beschränkung der Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung bis zum Ablauf des Kalenderjahres besteht (zum Ganzen vgl. Ralph Jöhl/Patricia Usinger-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: Ulrich Meyer (Hrsg.), Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 15 ff.; vgl. auch den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2018, EL 2017/17 E. 2.2 [aufgehoben durch den Entscheid des Bundesgerichts vom 30. Januar 2019, 9C_480/2018]). Die Kalenderjahr-Praxis des Bundesgerichts ist somit gesetzwidrig. Die Rechtsbeständigkeit einer EL-Verfügung ist also nicht bis zum Ablauf des entsprechenden Kalenderjahres beschränkt. Bei der Beurteilung der Einsprache des Beschwerdeführers hätte sich die Beschwerdegegnerin also darauf beschränken müssen zu prüfen, ob die angefochtene Revisionsverfügung rechtmässig war.”
“Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, stellt die Nichtberücksichtigung der unverteilten Erbschaft eine zweifellos unrichtige Rechtsanwendung im Sinne der Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG dar (Urteil 9C_567/2016 vom 3. Januar 2017 E. 3.2.1). Art. 25 ELV hat hingegen - auch wenn diese Bestimmung zur Konkretisierung herangezogen wurde, wann eine Korrektur von erheblicher Bedeutung ist (Urteil 9C_321/2013 vom 19. September 2013 E. 4.4) - die Revision der Ergänzungsleistungen im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse zum Gegenstand (BGE 122 V 19 E. 3b; 119 V 189 E. 2c; UELI KIESER, a.a.O., N. 97 zu Art. 53 ATSG; RALPH JÖHL, SZS 2019, S. 357; URS MÜLLER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, N. 21 zu Art. 25 ATSG; CARIGIET/KOCH, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Aufl. 2009, S. 68). Im Bereich der Ergänzungsleistungen gibt es somit keine eigene Regelung, welche eine Rückwirkung der Wiedererwägung ausschliesst oder an besondere Bedingungen knüpft (vgl. SVR 1998 EL Nr. 9 S. 21, P 66/94 E. 6a in fine).”
“Die EL-Durchführungsstelle habe den Fehler zwar per 1. Juni 2019 korrigiert, aber sie verweigere die aus einer rückwirkenden Korrektur resultierende Nachzahlung von rund 2’000 Franken. Er fühle sich „ohnmächtig, in einem rechtsfreien Raum“ und er bitte deshalb nun um Hilfe. Ein Mitarbeiter der EL-Durchführungsstelle notierte im August 2019 (EL-act. I/1), erst aufgrund der im Juni 2019 eingereichten Unterlagen sei für die EL-Durchführungsstelle ersichtlich gewesen, dass die ursprüngliche leistungszusprechende Verfügung vom 1. September 2016 an einem Fehler gelitten habe. In jener Verfügung sei aber „ausführlich und für Laien klar erkennbar erklärt“ worden, dass und weshalb ein Abzug von 20 Franken vom Mietzins vorgenommen worden sei. Für den EL-Bezüger sei der Fehler damals also – anders als für die EL-Durchführungsstelle – offensichtlich zu erkennen gewesen. Trotzdem habe er die Verfügung in Rechtskraft erwachsen lassen. Die Korrektur des Fehlers sei nun lediglich noch gestützt auf den Art. 53 Abs. 2 ATSG möglich. Der Art. 25 ELV, auf den in der Verfügung vom 19. Juni 2019 hingewiesen worden sei, sei nicht einschlägig, denn er betreffe nur revisionsweise Korrekturen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung stehe es der EL-Durchführungsstelle völlig frei, ob und in welchem Umfang sie eine Wiedererwägung durchführen wolle. Man habe sich hier für eine Korrektur ab Juni 2019 entschieden. Das Schreiben vom 18. Juni 2019 sei so zu verstehen, dass man „nur“ keine rückwirkende Korrektur habe vornehmen wollen. Das sei nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zulässig gewesen. Am 13. August 2019 beantragte die EL-Durchführungsstelle unter Hinweis auf die Ausführungen des Sachbearbeiters die Abweisung der Beschwerde (EL-act. II/24). Das Versicherungsgericht trat mit einem Entscheid vom 12. Dezember 2019 nicht auf die vermeintliche Rechtsverweigerungsbeschwerde ein, da es die Eingabe vom 18. Juli 2019 als eine Einsprache gegen die Verfügung vom 19. Juni 2019 interpretierte und diese deshalb zuständigkeitshalber an die EL-Durchführungsstelle zur Bearbeitung überwies (EL 2019/46; vgl.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 139 Lors du recouvrement de prestations qui ont été versées en vertu d'une décision devenue formellement définitive, il convient de tenir compte de la bonne foi ainsi que des questions de proportionnalité et des éventuelles difficultés économiques. Toute personne invoquant la bonne foi et des difficultés économiques peut présenter une demanÞ de remise conformément aux dispositions applicables.
“La condition préalable à cette sanction est ainsi que les informations erronées figurant dans la déclaration d’accident aient été faites intentionnellement et que l’intention ait été précisément d’inciter l’assureur-accident à verser des prestations non dues ou trop élevées. Tombe sous le coup de cette disposition la déclaration intentionnelle d’un salaire trop élevé, lorsque cela conduit au versement de prestations en espèces fixées sur la base d’un gain assuré trop élevé. L'assureur doit examiner une telle éventualité pour chaque prestation en particulier en respectant l'interdiction de l'arbitraire, ainsi que les principes de l'égalité de traitement et de la proportionnalité. Une condamnation pénale, en particulier pour escroquerie, n'est pas une condition nécessaire pour faire usage de l'art. 46 al. 2 LAA (ATF 143 V 393 consid. 6.2 et 7.3 ; TF 8C_68/2017 du 4 septembre 2017 consid. 4.3). c) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). d) Le destinataire d’une décision de restitution qui entend la contester dispose en réalité de deux moyens qu’il convient de distinguer de façon claire : s’il prétend qu’il avait droit aux prestations en question ou conteste que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision procédurale sont réunies, il doit s’opposer à la décision de restitution dans un délai de trente jours. En revanche, s’il admet avoir perçu indûment les prestations, mais qu’il invoque sa bonne foi et les difficultés économiques qu’il rencontrerait en cas de remboursement, il doit présenter une demande de remise au sens des art. 3 à 5 OPGA (ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11). L’art. 4 al. 4 OPGA prévoit que la demande de remise doit être présentée par écrit. Elle doit être motivée, accompagnée des pièces nécessaires et déposée au plus tard trente jours à compter de l’entrée en force de la décision de restitution.”
En cas de réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA, le fondement juridique des prestations initialement accordées disparaît; celles-ci deviennent rétroactivement des prestations indûment perçues et doivent en principe être recouvrées. Une demanÞ de remboursement peut également être dirigée contre des tiers (p. ex. la commune), dans la mesure où ceux-ci ont déjà perçu ces prestations. Il convient de distinguer entre la mise en œuvre exécutoire du recouvrement et les questions de responsabilité au fond.
“Was die Wiedererwägung betrifft, so kann der Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide dann zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung - wie hier - von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134; vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 25 ATSG Rz. 13). Diese für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
“Da die weiteren Eintretensvoraussetzungen offenkundig erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren ist deshalb A.___, die durch ihre Mutter (nachfolgend: Vertreterin) vertreten wird. Mit der Verfügung vom 24. August 2018 hat die Beschwerdegegnerin rückwirkend ab 1. März 2018 Ergänzungsleistungen von Fr. 431.-- monatlich zugesprochen. Die Nachzahlung für März bis und mit August 2018 hat sich also auf Fr. 2'586.-- belaufen. Die Beschwerdegegnerin hat in der genannten Verfügung festgehalten, diese Nachzahlung gehe direkt an die Gemeinde E.___, da diese auf die zu erwartenden Ergänzungsleistungen die Vorschussleistungen erbracht habe. Die Beschwerdegegnerin hat dementsprechend eine "Verrechnung" der Nachzahlung mit einer Forderung der Gemeinde E.___ angeordnet. Formal korrekt hat die Beschwerdegegnerin damit aber nur angeordnet, dass die Nachzahlung von Fr. 2'586.-- der Gemeinde E.___ (dritt-)ausbezahlt werde. Mit der Verfügung vom 21. Juli 2020 hat die Beschwerdegegnerin dann die Verfügung vom 24. August 2018 in Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererwägungsweise aufgehoben und durch die Zusprache einer tieferen Ergänzungsleistung rückwirkend ab 1. März 2018 ersetzt. Sie hat ausserdem die Rückforderung der im Sinne von Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG unrechtmässig bezogenen Ergänzungsleistungen im Umfang von Fr. 12'078.-- verfügt. Mit diesem Teil der Verfügung vom 21. Juli 2020 hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zur Rückerstattung von Fr. 9'894.-- und die Gemeinde E.___ zur Rückerstattung von Fr. 2'184.-- verpflichtet. Da es sich bei einer Rückforderung nur um die vollzugsrechtliche Konsequenz einer rückwirkenden Herabsetzung einer Sozialversicherungsleistung handelt, richtet sich der Rückforderungsteil der Verfügung vom 21. Juli 2020 nur im Umfang von Fr. 9'894.-- gegen die Beschwerdeführerin, auch wenn diese – rein materiellrechtlich betrachtet – im Umfang von Fr. 12'078.-- unrechtmässig Ergänzungsleistungen bezogen hat. Die Beschwerdeführerin ist also für den Teilbetrag von Fr. 2'184.-- nicht rückerstattungspflichtig, selbst wenn die Gemeinde E.”
“BGE 135 V 297 E. 5.2), ist ein solcher auch nicht angezeigt. Der Beschwerdeführer macht im Übrigen auch nicht geltend, dass ein zusätzlicher Abzug vorzunehmen sei. Insgesamt ist somit von einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 25 % (100 - [100 / Fr. 91’968.-- x Fr. 68'906.--]) auszugehen. Steht aufgrund des Abklärungsergebnisses fest, dass weder im Zeitpunkt der Rentenzusprechung am 1. April 2004 noch im weiteren Verlauf ein zu einer Invalidenrente berechtigender Invaliditätsgrad vorlag respektive vorliegt, dann waren nicht nur die Zusprechung der Rente mit Verfügung vom 1. April 2004 (Urk. 8/26) und deren spätere Bestätigungen der Rente am 21. Dezember 2004, 28. Januar 2008, 11. Mai 2011 und 27. September 2016 (Urk. 8/ 45, Urk. 8/79, Urk. 8/104, Urk. 8/130) ungerechtfertigt, sondern es besteht auch bezogen auf den Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung kein Rentenanspruch. 6. 6.1 6.1.1 Die eine frühere Verfügung berichtigende Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zieht grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der von der Invalidenversicherung zu Unrecht bezogenen Leistung nach sich (Art. 25 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2, 130 V 380 E. 2.3.1, 110 V 298”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 137 Dans les cas où la personne assurée a 55 ans ou plus ou perçoit une rente depuis au moins 15 ans, la jurisprudenÎ n'établit pas un droit acquis absolu. Néanmoins, dans ces situations — à quelques exceptions près — on ne peut généralement pas exiger que la personne assurée se réinsère par ses propres moyens. L'organe d'assuranÎ doit donc examiner dans quelle mesure des mesures de réinsertion professionnelle sont nécessaires, même s'il existe, d'un point de vue médico‑théorique, une capacité de travail.
“Altersjahr zurückgelegt haben, praxisgemäss in der Regel vorgängig Massnahmen zur Eingliederung durchzuführen, bis sie in der Lage sind, das medizinisch-theoretisch (wieder) ausgewiesene Leistungspotenzial mittels Eigenanstrengung auszuschöpfen und erwerblich zu verwerten (BGE 145 V 209 E. 5.1 mit Hinweisen). Die Übernahme dieser beiden Abgrenzungskriterien von lit. a Abs. 4 SchlB IVG bedeutet indes nicht, dass die darunter fallenden versicherten Personen im revisions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) oder wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) Kontext einen Besitzstandsanspruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass - von Ausnahmen abgesehen - aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_367/2011 vom 10. August 2011 E. 3.3 und 9C_228/2010 vom 26. April 2011 E. 3.5).”
“Im Bereich der Wiedereingliederung nach langjährigem Rentenbezug wurden die beiden Abgrenzungskriterien (55+ und 15+) analog übernommen. Dies bedeutet nun allerdings nicht, dass die darunter fallenden Rentner/innen in dem revisions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) bzw. gegebenenfalls wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) Kontext einen Besitzstandsanspruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass - von Ausnahmen abgesehen - aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (SVR 2011 IV Nr. 73 E. 3.5).”
“La jurisprudence considère qu'il existe des situations dans lesquelles il convient d'admettre que des mesures d'ordre professionnel sont nécessaires, malgré l'existence d'une capacité de travail médico-théorique. Il s'agit des cas dans lesquels la réduction ou la suppression, par révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), du droit à la rente concerne une personne assurée qui est âgée de 55 ans révolus ou qui a bénéficié d'une rente pendant quinze ans au moins. Cette jurisprudence qui est également applicable lorsque l'on statue sur la limitation et/ou l'échelonnement en même temps que sur l'octroi de la rente (ATF 145 V 209 consid. 5), ne signifie pas que la personne assurée peut se prévaloir d'un droit acquis; il est seulement admis qu'une réadaptation par soi-même ne peut, sauf exception, être exigée d'elle en raison de son âge ou de la durée du versement de la rente. Dans de telles situations, l'office de l'assurance-invalidité doit vérifier dans quelle mesure l'assuré a besoin de la mise en oeuvre de mesures d'ordre professionnel, même si ce dernier a recouvré une capacité de travail et indépendamment du taux d'invalidité qui subsiste (cf. arrêts 9C_211/2021 du 5 novembre 2021 consid. 3.1; 9C_276/2020 du 18 décembre 2020 consid. 6 et les arrêts cités).”
Citation : LPGA art. 53 N. 136 L'administration peut réviser une décision formellement définitive lorsque la personne assurée ou l'assureur découvre ultérieurement de nouveaux faits ou éléments de preuve qui n'avaient pas pu être produits auparavant et qui sont susceptibles d'entraîner une appréciation juridique différente. En outre, l'assureur peut revenir sur une telle décision lorsque celle-ci est incontestablement erronée et que sa rectification présente une importanÎ considérable.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1, 1ère phr. LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phr. LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 2.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (ATF 126 V 46 consid. 2b et les références citées). La reconsidération et la révision sont désormais explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 consid. 2c et les références citées). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations, au sens de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1, 2ème phrase, LPGA (voir art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, OPGA; RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). 3.3. La première décision sur le caractère indu des prestations vise à déterminer si les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale des décisions par lesquelles les prestations litigieuses ont été allouées sont remplies (ATF 126 V 46 consid. 2b et les références citées). La reconsidération et la révision sont explicitement réglées à l'art. 53 LPGA, qui codifie la jurisprudence antérieure à son entrée en vigueur: selon un principe général du droit des assurances sociales, l'administration peut reconsidérer une décision formellement passée en force de chose jugée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, à condition qu'elle soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve, pouvant conduire à une appréciation juridique différente (ATF 127 V 466 consid. 2c et les références citées). Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid.”
“La restituzione non deve essere chiesta se l'interessato era in buona fede e verrebbe a trovarsi in gravi difficoltà. I principi giurisprudenziali attinenti alla restituzione di prestazioni elaborati dal Tribunale federale delle assicurazioni (TFA; dal 1° gennaio 2007: Tribunale federale) anteriormente alla LPGA conservano tutta la loro validità anche sotto l’egida di questa legge (cfr. STF 8C_938/2008 del 22 settembre 2009 consid. 3.1.; DTF 130 V 318 consid. 5). L'obbligo di restituzione presuppone che siano adempiute le condizioni di una riconsiderazione o di una revisione della decisione con la quale sono state attribuite le prestazioni (cfr. cfr. STF 8C_665/2020 dell’8 giugno 2021 consid. 3.2.; STF 8C_294/2018 del 28 giugno 2018 consid. 4.1.; STF 8C 565/2016 del 26 ottobre 2016 consid. 2; STF 128/06 del 10 maggio 2007; DTF 129 V 110 consid. 1.1; DLA 2006 p. 218 e DLA 2006 pag. 158). La riconsiderazione e la revisione sono ormai esplicitamente regolate all'art. 53 LPGA, che ha codificato la giurisprudenza anteriore alla sua entrata in vigore (cfr. STF U 408/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; STFA K 147/03 del 12 marzo 2004; STFA U 149/03 del 22 marzo 2004; STFA I 133/04 dell'8 febbraio 2005). Analogamente alla revisione delle sentenze delle autorità giudiziarie, l'amministrazione deve procedere alla revisione processuale di una decisione cresciuta in giudicato quando sono scoperti nuovi elementi o nuovi mezzi di prova atti ad indurre ad una conclusione giuridica differente (cfr. art. 53 cpv. 1 LPGA; STF 8C_549/2015 del 28 ottobre 2015 consid. 4; STF U 409/06 del 25 giugno 2007; STF C 128/06 del 10 maggio 2007; SVR 2004 ALV N° 14; DTF 127 V 466 consid. 2 a pag. 469). Più precisamente le decisioni e le decisioni su opposizione formalmente passate in giudicato devono essere sottoposte a revisione se l'assicurato o l'assicuratore scoprono successivamente nuovi fatti rilevanti o nuovi mezzi di prova che non potevano essere prodotti in precedenza (cfr.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 135 Si des décisions formellement devenues définitives sont «manifestement erronées» et que leur rectification revêt une importanÎ considérable, l'assureur peut revenir sur ces décisions et réclamer le remboursement des prestations indûment versées. Cela est possible même après un délai prolongé, sous réserve des conditions de la forclusion (art. 25 al. 2 LPGA).
“Dies berücksichtigte das ASB jedoch nicht, als sie den Ergänzungsleistungsanspruch des Beschwerdeführers (und seiner Familie) berechnete (vgl. Berechnungsblätter zur Verfügung vom 12. November 2019, AB 8). Auch bei der Neuberechnung im August 2020 berücksichtigte sie die bis zum 31. Mai 2020 erhaltenen Unfalltaggelder nicht wenngleich die neu, ab dem 1. Juni 2020 ausgerichteten Invalidenrenten der Pensionskasse berücksichtigt wurden (vgl. Verfügung vom 25. August 2020 sowie das dazugehörige Berechnungsblatt, in den Vorakten). Erst nachdem es den Fehler festgestellt hatte berücksichtigte das ASB die Unfalltaggelder als Einkommen und erliess dann die Rückforderungsverfügungen vom 15. und 16. Dezember 2020 (AB 1 und 2). Die entsprechenden Berechnungen werden nicht in Frage gestellt und das Gericht hat auch ansonsten keine Veranlassung, diese zu kritisieren. Es steht somit unbestrittenermassen fest, dass die Verfügung vom 12. November 2019 und auch die Verfügung vom 25. August 2020 bzw. die ihnen zugrundeliegenden Berechnungen zweifellos unrichtig waren. Damit besteht ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 3.3.). Das ASB durfte somit auf seine vorangegangenen Verfügungen, namentlich jene vom 12. November 2019 und jene vom 25. August 2020, zurückkommen und demzufolge grundsätzlich auch zu Unrecht erbrachte Leistungen zurückfordern sofern nicht bereits mindestens eine der Verwirkungsfristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG (vgl. E. 3.2.) verstrichen war. 4.3. Die Parteien sind sich sodann zu Recht darüber einig, dass die relative Verwirkungsfrist nicht bereits mit dem Erlass der Verfügung vom 12. November 2019 zu laufen begann, da das erstmalige unrichtige Handeln nicht fristauslösend sein kann (vgl. E. 3.2.1). Nur drei Tage nach dem Erlass dieser Verfügung, am 15. November 2019 (auch dieses Datum ist unumstritten; vgl. Beschwerde N 23 und Beschwerdeantwort, Ziff. 2b), ging jedoch ein auf den 13. November 2019 datiertes Schreiben der Pensionskasse des Beschwerdeführers beim ASB ein (vgl. AB 9). In diesem wies die Pensionskasse darauf hin, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2016 auch einen Anspruch auf eine Invalidenrente der Pensionskasse habe.”
Pour les prestations périodiques et de longue durée (p. ex. rentes, PC), la condition selon laquelle une correction est «d'une importanÎ considérable» est régulièrement remplie; en conséquenÎ, la pertinenÎ de ce critère est souvent avérée lors de l'examen d'une demanÞ de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA.
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Der Entscheid über die Vornahme der Wiedererwägung liegt im Ermessen des Versicherungsträgers. Ein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wiedererwägung besteht nicht. Der Versicherungsträger kann also weder von einer Partei noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung angehalten werden. Weil dem Versicherungsträger der Entscheid über die Wiedererwägung überlassen bleibt, steht es ihm auch frei, über die Modalitäten einer Wiedererwägung zu entscheiden (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 2020 N 69 und 71 zu Art. 53 ATSG). Im Wiedererwägungsverfahren sind zwei getrennte Verfahrensschritte auseinanderzuhalten. In einem ersten Schritt ist zu klären, ob die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen (Kieser, ATSG-Kommentar, a.”
Dans le cas de nouvelles fixations opérées à titre de révision dans le cadre d’une procédure de réexamen, l’art. 17 al. 2 LPGA (révision) et l’art. 25 OPC-AVS/AI sont applicables sous le chapeau de l’art. 53 al. 2 LPGA. En revanche, lorsque le réexamen porte sur une décision d’octroi d’une prestation pour la première fois, seul l’art. 53 al. 2 LPGA est applicable.
“In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die im Rahmen des Wiedererwägungs- und des Einspracheverfahrens vorgenommene revisionsweise (Art. 17 Abs. 2 ATSG) Neufestsetzung des Anspruchs auf eine Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2017, 1. Mai 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020 rechtmässig gewesen ist. Da es sich dabei um Revisionsverfahren gehandelt hat, die im Rahmen des Wiedererwägungsverfahrens nochmals durchgeführt worden sind (Ersetzen von ursprünglich fehlerhaften Revisionsverfügung durch neue Revisionsverfügungen), sind Art. 17 Abs. 2 ATSG und Art. 25 ELV betreffend die Revision einer laufenden Leistung unter dem "Dach" von Art. 53 Abs. 2 ATSG anwendbar. Würde es sich hingegen um eine Wiedererwägung einer Verfügung betreffend eine erstmalige Leistungszusprache handeln, wäre allein Art. 53 Abs. 2 ATSG massgebend. Eine formell rechtskräftige Verfügung kann in Wiedererwägung gezogen werden, wenn sie zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 ist zweifellos unrichtig gewesen, denn das Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin hat ab 1. Januar 2017 nicht demjenigen entsprochen, das in der der Verfügung vom 19. Dezember 2016 zugrundeliegenden Anspruchsberechnung berücksichtigt worden war, denn damals war das Erwerbseinkommen des Jahres 2015 (Fr. 14'187.--, act. G 3.2.13-2) berücksichtigt worden. Der EL-Anspruch ab 1. Januar 2017 hat ursprünglich der Minimalgarantie von Fr. 437.-- entsprochen. Mit der Verfügung vom 17. Juni 2020 ist er neu auf Fr. 0.-- festgesetzt worden. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin das Erwerbseinkommen erneut korrigiert und ab 1. Januar 2017 wiederum eine Ergänzungsleistung in der Höhe der Minimalgarantie von Fr. 437.-- zugesprochen. Ob die Berichtigung der Verfügung vom 19. Dezember 2016 von erheblicher Bedeutung gewesen ist, kann erst nach der Überprüfung der revisionsweisen Neufestsetzung des EL-Anspruchs ab 1. Januar 2017 beurteilt werden, denn erst dann steht fest, wie hoch der EL-Anspruch ab 1.”
“Juni 2020 damit zu Recht als Wiedererwägungsverfügung qualifiziert. Im Folgenden ist in einem ersten Schritt zu prüfen, ob die Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 rechtmässig gewesen ist. In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die im Rahmen des Wiedererwägungs- und des Einspracheverfahrens vorgenommene revisionsweise (Art. 17 Abs. 2 ATSG) Neufestsetzung des Anspruchs auf eine Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2017, 1. Mai 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020 rechtmässig gewesen ist. Da es sich dabei um Revisionsverfahren gehandelt hat, die im Rahmen des Wiedererwägungsverfahrens nochmals durchgeführt worden sind (Ersetzen von ursprünglich fehlerhaften Revisionsverfügung durch neue Revisionsverfügungen), sind Art. 17 Abs. 2 ATSG und Art. 25 ELV betreffend die Revision einer laufenden Leistung unter dem "Dach" von Art. 53 Abs. 2 ATSG anwendbar. Würde es sich hingegen um eine Wiedererwägung einer Verfügung betreffend eine erstmalige Leistungszusprache handeln, wäre allein Art. 53 Abs. 2 ATSG massgebend. Eine formell rechtskräftige Verfügung kann in Wiedererwägung gezogen werden, wenn sie zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 ist zweifellos unrichtig gewesen, denn das Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin hat ab 1. Januar 2017 nicht demjenigen entsprochen, das in der der Verfügung vom 19. Dezember 2016 zugrundeliegenden Anspruchsberechnung berücksichtigt worden war, denn damals war das Erwerbseinkommen des Jahres 2015 (Fr. 14'187.--, act. G 3.2.13-2) berücksichtigt worden. Der EL-Anspruch ab 1. Januar 2017 hat ursprünglich der Minimalgarantie von Fr. 437.-- entsprochen. Mit der Verfügung vom 17. Juni 2020 ist er neu auf Fr. 0.-- festgesetzt worden. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin das Erwerbseinkommen erneut korrigiert und ab 1. Januar 2017 wiederum eine Ergänzungsleistung in der Höhe der Minimalgarantie von Fr. 437.-- zugesprochen.”
“In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die im Rahmen des Wiedererwägungs- und des Einspracheverfahrens vorgenommene revisionsweise (Art. 17 Abs. 2 ATSG) Neufestsetzung des Anspruchs auf eine Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2017, 1. Mai 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020 rechtmässig gewesen ist. Da es sich dabei um Revisionsverfahren gehandelt hat, die im Rahmen des Wiedererwägungsverfahrens nochmals durchgeführt worden sind (Ersetzen von ursprünglich fehlerhaften Revisionsverfügung durch neue Revisionsverfügungen), sind Art. 17 Abs. 2 ATSG und Art. 25 ELV betreffend die Revision einer laufenden Leistung unter dem "Dach" von Art. 53 Abs. 2 ATSG anwendbar. Würde es sich hingegen um eine Wiedererwägung einer Verfügung betreffend eine erstmalige Leistungszusprache handeln, wäre allein Art. 53 Abs. 2 ATSG massgebend. Eine formell rechtskräftige Verfügung kann in Wiedererwägung gezogen werden, wenn sie zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 ist zweifellos unrichtig gewesen, denn das Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin hat ab 1. Januar 2017 nicht demjenigen entsprochen, das in der der Verfügung vom 19. Dezember 2016 zugrundeliegenden Anspruchsberechnung berücksichtigt worden war, denn damals war das Erwerbseinkommen des Jahres 2015 (Fr. 14'187.--, act. G 3.2.13-2) berücksichtigt worden. Der EL-Anspruch ab 1. Januar 2017 hat ursprünglich der Minimalgarantie von Fr. 437.-- entsprochen. Mit der Verfügung vom 17. Juni 2020 ist er neu auf Fr. 0.-- festgesetzt worden. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin das Erwerbseinkommen erneut korrigiert und ab 1. Januar 2017 wiederum eine Ergänzungsleistung in der Höhe der Minimalgarantie von Fr. 437.-- zugesprochen. Ob die Berichtigung der Verfügung vom 19. Dezember 2016 von erheblicher Bedeutung gewesen ist, kann erst nach der Überprüfung der revisionsweisen Neufestsetzung des EL-Anspruchs ab 1. Januar 2017 beurteilt werden, denn erst dann steht fest, wie hoch der EL-Anspruch ab 1.”
En l'absenÎ d'appartenanÎ au régime suisse AVS/AI (p. ex. en raison de l'absenÎ de domicile ou d'activité lucrative en Suisse), cela peut exclure le droit à de nouvelles mesures de réintégration selon l'art. 53 LPGA. Selon la jurisprudenÎ, les conditions d'octroi de telles mesures sont notamment qu'elles soient utiles et nécessaires, que la personne assurée soit objectivement susceptible d'une réadaptation et que les conditions prévues par le droit des assurances (en particulier l'art. 9 al. 1bis LAI) soient remplies.
“Pour avoir droit aux mesures de nouvelle réadaptation qui font suite à la réduction ou à la suppression de la rente (TF 9C_30/2019 du 1er mai 2019, notamment consid. 3.1.2, 3.3 et 3.4), les mesures doivent être utiles et nécessaires. De plus, la personne assurée doit être objectivement capable de se réadapter (ATF 145 V 266 consid. 4.1; 141 V 385 consid. 5.3) et remplir les conditions d'assurance selon l'art. 9 al. 1bis LAI (ATF 145 V 266 consid. 4.2). Selon la jurisprudence, l'exclusion au droit à des mesures de nouvelle réadaptation ainsi qu'au droit accessoire au maintien de la rente pendant la durée de la mise en oeuvre de ces mesures des personnes qui ne sont pas assujetties à l'assurance-vieillesse, survivants et invalidité suisse (AVS/AI), faute de domicilie et d'activité lucrative en Suisse, est compatible avec le droit communautaire (cf. consid. 3.3), en particulier avec l'interdiction de discrimination (ATF 145 V 266 consid. 6, notamment consid. 6.3). 6.3 Conformément à l'art. 53 LPGA, l'assureur peut encore revenir sur une décision ou sur une décision sur opposition formellement passée en force, et, le cas échéant, augmenter, réduire ou supprimer une rente d'invalidité allouée, lorsque des faits nouveaux importants ou des nouveaux moyens de preuve, qui ne pouvaient pas être produits auparavant, ont été découverts (al. 1) - l'on parle de révision procédurale - ou lorsque la décision était manifestement erronée et que son rectification revêt une importance notable (al. 2) - il s'agit de la reconsidération. 6.4 Selon la jurisprudence, lorsque le motif invoqué par l'Office AI pour justifier une réduction ou une suppression de la rente d'invalidité s'avère infondé, le Tribunal, qui applique le droit d'office (cf. notamment l'art. 62 al. 4 PA), est tenu d'examiner si la décision contestée peut être entérinée par un motif substitué (TF 9C_416/2020 du 11 mars 2021 consid. 3.3; 8C_634/2017 du 20 février 2018 consid. 5.3 et références). Cette jurisprudence s'applique également lorsque les dispositions finales ont été appliquées à tort (TF 9C_121/2014 du 3 septembre 2014 consid.”
Si l'institution d'assuranÎ omet de vérifier une nouvelle activité lucrative ou les revenus qui en découlent, les prestations versées de ce fait peuvent être considérées comme «manifestement erronées» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA et, dès lors, être récupérées.
“Dès lors, en omettant de se renseigner sur la nouvelle activité exercée par celui-ci, respectivement sur les revenus qui en résultaient, l'intimée avait versé des prestations en violation manifeste du principe inquisitoire et la condition du caractère manifestement erroné (art. 53 al. 2 LPGA) du versement des allocations familiales pour l'année civile 2019 était ainsi réalisée.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 130 Le recouvrement visé à l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que l'octroi initial de la prestation était fondé sur une erreur de fait initiale.
“Dans la mesure où les montants soumis à restitution ne sont pas contestés en tant que tels et n’apparaissent pas non plus contestables, c’est en principe à juste titre que l’intimé a fixé à CHF 75’534.- la somme des prestations à rembourser. 9. Il reste en revanche à déterminer si, comme le fait valoir la recourante, l’intimé aurait tardé à faire valoir ses droits. En d’autres termes, il convient de vérifier si les conditions de la restitution sont réalisées. 9.1 S’agissant des prestations complémentaires fédérales, selon l’art. 25 al. 1, 1ère phr. LPGA, en relation avec l’art. 2 al. 1 let. a de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ‑ RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l’art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L’obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). La révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l’inexactitude initiale d’une décision (anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit ; cf. Ueli KIESER, Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5e éd., 2013, p. 140). La révision est la modification d’une décision correcte au moment où elle a été prise, compte tenu des éléments connus à ce moment, mais qui apparaît ensuite dépassée en raison d’un élément nouveau. L’administration est ainsi tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références).”
Le délai pour l'acquisition de la connaissanÎ ne commenÎ qu'au moment où l'institution d'assuranÎ, par la remise de nouveaux documents ou par un nouvel acte de procédure (p. ex. séanÎ de conciliation, dépôt ultérieur de documents salariaux), obtient une connaissanÎ certaine des faits déterminants pour l'appréciation. Sur cette base, l'institution peut, en vertu de l'art. 53 LPGA, réviser des décisions formellement définitives ou réclamer le remboursement de prestations déjà versées, pour autant que les conditions légales soient remplies.
“Bei Erlass der Verfügung vom 27. Juni 2023 (AB 63 ff.) waren die Taggelder für die Kontrollperioden Februar und März 2023 bereits ausbezahlt (AB 116 f.) und die Abmeldung bereits erfolgt (AB 174), womit der Beschwerdeführer (im Zeitpunkt der Einstellungsverfügung) nicht mehr anspruchsberechtigt war. Demnach konnte die Einstellung nicht mit Taggeldern getilgt werden, womit der Beschwerdegegner die bereits ausgerichteten Taggelder grundsätzlich zu Recht zurückgefordert hat (vgl. E. 5.1.2 hiervor). Die Rückforderung erging am 27. Juni 2023 und damit ausserhalb der 30-tägigen Frist, innert welcher der Beschwerdegegner voraussetzungslos auf die am 2. Mai 2023 ausbezahlte Arbeitslosenentschädigung (AB 116 f.) hätte zurückkommen können (BGE 129 V 110 E. 1.2.3 S. 112; SVR 2015 ALV Nr. 15 S. 45 E. 2.2). Damit ist die Rückforderung von der Erfüllung eines Rückkommensgrundes im Sinne von Art. 53 ATSG abhängig (vgl. E. 5.1.2 hiervor). Dieser ist vorliegend in Form einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) gegeben. Im Zeitpunkt der Auszahlung der Taggelder (AB 116 f.) waren dem Beschwerdegegner noch nicht alle im konkreten Einzelfall erheblichen Umstände (BGE 148 V 217 E. 5.2.1 S. 223, 112 V 180 E. 4a S. 181) zugänglich, welche zuverlässig auf eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit mit Sanktionsfolge (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV) schliessen liessen. Erst nach der Schlichtungsverhandlung vom 30. Mai 2023 (AB 85 ff.) hatte er von der Tatsache sichere Kenntnis, wonach dem Beschwerdeführer der Verbleib am bisherigen Arbeitsplatz zumutbar gewesen wäre (vgl. auch E. 4.1 hiervor). Damit hat er mit der am 27. Juni 2023 verfügten Rückforderung sowohl die sechsmonatige Einstellungsfrist (Beginn der Arbeitslosigkeit am 11. Februar 2023 [AB 355 Ziff. 16]) als auch die für die prozessuale Revision geltende Frist erfüllt (vgl. E. 5.1.2 hiervor). Dies wird vom anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten.”
“Il semble seulement remettre en cause le principe de la prise en compte des revenus de celle-ci, sans toutefois qu'il ne conteste vivre en ménage commun avec elle (comp. § 3.1.4.1 a contrario DPC). c) Il convient ainsi d'emblée de souligner que c'est à juste titre que l'intimée tient compte, à concurrence de 80 %, des revenus de l'épouse du recourant pour calculer le droit aux prestations complémentaires de celui-ci. Cela résulte de l'application de l'art. 9 al. 2, première phrase, LPC, lequel traduit, en matière de prestations complémentaires à l'AVS et à l'AI, le principe de solidarité entre époux ancré à l'art. 163 CC (Code civil suisse du 10 décembre 1907 ; RS 210), ainsi que de l'art. 11 al. 1 LPC. d) Les décisions arrêtant les prestations complémentaires en faveur du recourant des 30 décembre 2021, 11 février, 7 octobre, 30 décembre 2022 et 3 janvier 2024 sont formellement passées en force, sans qu'une autorité judiciaire ne se soit prononcée sur elles sous l’angle matériel. Elles sont donc sujettes à révision et reconsidération aux conditions de l'art. 53 LPGA. S'agissant de leur révision à la suite de la découverte des revenus réellement perçus par l'épouse du recourant, on constate que l'intimée l'a opérée après qu'elle a procédé à la révision périodique du droit aux prestations complémentaires de l'assuré, la dernière décision établie à la suite de la révision légale de son dossier l'ayant été le 18 octobre 2019 (comp. ch. 3745.01 DPC). Dans le cadre de cette révision, le recourant a ainsi renseigné l'intimée sur la situation économique effective de son épouse en 2022 par la remise, les 4 et 14 septembre 2023, des certificats de salaire reçus par son épouse en lien avec les activités lucratives exercées par celle-ci en 2022 et du questionnaire spécial dûment rempli, daté et signé par lui-même. Le recourant n'établit pas qu'il aurait auparavant renseigné l'intimée sur l'augmentation des revenus de son épouse à compter du 1er janvier 2022 et l'intimée rend vraisemblable que c'est à l'examen de ces nouvelles pièces qu'elle a pris connaissance des revenus réellement perçus par l’épouse du recourant en 2022.”
Lorsqu'il y a une application manifestement erronée du droit, cela peut justifier la récupération et le recalcul d'indemnités COVID pour réduction de l'horaire de travail (RHT) déjà versées; ainsi, dans la décision citée, la prestation RHT calculée trop élevée a été examinée et corrigée en raison d'une erreur dans la détermination du salaire, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA.
“83-85), sur la base de laquelle des indemnités de Fr. 14'253.75 ont été octroyées pour le mois d'avril 2020, englobait à tort la totalité du salaire de l'administratrice de la société (Fr. 14'045.60), alors que celui-ci aurait dû être plafonné à Fr. 4'150.‑ (l'indemnité étant fixée à 80% de la perte de gain, selon l'art. 34 al. 1 LACI, le salaire devait être arrêté à Fr. 4'150.- pour que la prestation versée soit de Fr. 3'320.-, voir c. 2.2 ci‑dessus), conformément à l'art. 5 let. b de l'ordonnance COVID-19 assurance chômage, dans sa teneur en vigueur pendant la période déterminante (sur l'applicabilité des dispositions en vigueur au moment où les faits juridiquement déterminants se sont produits, voir ATF 148 V 162 c. 3.2.1). En conséquence, il appert que le calcul des indemnités en cas de RHT initialement versées à la société résultait d'une application erronée du droit, les normes pertinentes n'ayant pas (ou pas complètement) été appliquées, ce qui, sur le principe, justifiait une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA (en ce sens, voir ATF 138 V 324 c. 3.3; voir également arrêts du Tribunal fédéral des assurances [TFA, ancienne dénomination des Cours de droit social du TF] C 32/07 du 7 décembre 2007 c. 3.2, C 115/06 du 4 septembre 2006 c. 2.3). 5.3 5.3.1 Dans le décompte rectificatif qu'elle a établi pour le mois d'avril 2020, à l'appui de sa décision de restitution, l'intimée a fixé à Fr. 9'067.- le montant des indemnités qui auraient dû être versées conformément au droit. Elle a fondé son calcul, notamment, sur une masse salariale soumise à cotisations AVS de Fr. 15'741.- et sur une perte de travail de 57.63% (dos. int. 38). De son côté, la société estime elle aussi à 57.63% la perte de travail de ses employés, mais sollicite la prise en considération d'une masse salariale de Fr. 23'280.-, tout en précisant que, pour parvenir au montant précité, elle a "plafonné" à Fr. 12'350.- le salaire de l'administratrice, comme cela ressort du décompte qu'elle produit devant le TA (pièce justificative [PJ] 4 annexée au recours).”
Le réexamen prévu à l'art. 53 al. 2 LPGA n'est, selon la jurisprudenÎ, en principe pas soumis à un délai ; l'autorité peut donc revenir sur une décision devenue formellement définitive même après un long laps de temps — y compris après plus de dix ans. Toutefois, l'autorité peut, au cas par cas, qualifier une demanÞ de réexamen de tardive au regard des règles de bonne foi. En revanche, pour le recouvrement (remboursement) s'appliquent les délais matériels de remboursement (voir art. 25 LPGA et la jurisprudenÎ pertinente).
“Wie das Bundesgericht dargelegt hat, ist eine solche Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG – anders als eine prozessuale Revision - an keine Fristen gebunden (vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar,”
“Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5; 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2; arrêts du TAF B—3764/2023 du 3 avril 2024 consid. 5; B—1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5; B—4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1; B—5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s.; B—2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est plus contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et, partant, si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens: arrêt B—1806/2021 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général.”
“2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général. Il s'ensuit que la demande de révision doit être adressée à l'autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision, mais au plus tard dans les dix ans après la notification de la décision (cf. ATF 143 V 105 consid. 2.1; Moser-Szeless, op. cit., art. 53 LPGA no 60 ss). 4.2.2 L'art. 53 al. 2 LPGA ne prévoit pas de délai dans lequel l'assureur social serait tenu de reconsidérer ses décisions, sous peine de péremption. Un délai de 10 ans (comme le prévoit expressément l'art. 67 al. 1 PA) courant à partir de la décision initiale dont la reconsidération est examinée a été évoqué par le Tribunal fédéral mais finalement écarté; l'assureur social est ainsi en droit de revenir sur une décision par la voie de la reconsidération même plus de dix ans après son prononcé (cf. ATF 140 V 514 consid. 3; arrêts du TAF B—1806/2021 consid. 6.5; B—1858/2022 du 17 mars 2023 consid. 5.2; B—5863/2020 du 1er mars 2022 consid. 4.2; Moser-Szeless, op. cit., art. 53 LPGA no 93; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4e éd. 2020, art. 53 LPGA no 80). Cette règle a pour corollaire que l'administré peut requérir en tout temps la reconsidération d'une décision entrée en force (cf. ATF 113 Ia 146 consid. 3a; Dubey/Zufferey, Droit administratif général, no 2143). L'autorité saisie peut néanmoins la considérer comme tardive, en application des règles de la bonne foi.”
“La détermination du dies a quo est interprétée de manière restrictive ; le délai de trois ans commence à courir dès le moment où l'assureur aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restitution en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger de lui (cf. arrêt du TF 8C_677/2017 du 23 février 2018 consid. 7.1). Aussi, lorsque la restitution est imputable à une faute de l'administration, on ne saurait considérer comme point de départ du délai de l'art. 25 al. 2 LPGA le moment où l'erreur a été commise par l'administration, mais le moment auquel celle-ci aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l'occasion d'un contrôle comptable) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l'attention requise (cf. ATF 148 V 217 consid. 5, 146 V 217 consid. 2.2 ; arrêt du TF 8C_652/2012 du 6 décembre 2012 consid. 6). 4.3 En l'occurrence, il a été démontré que, par décision du 5 avril 2023, l'autorité inférieure a reconsidéré sa décision d'octroi d'indemnités en application de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. supra consid. 3). Or, la reconsidération n'est soumise à aucun délai ; seuls s'appliquent les délais applicables à la restitution des prestations (cf. supra 4.2.2 s.). Sur ce point, il faut d'abord relever que la jurisprudence non publiée citée par la recourante - qui indique, en évoquant l'art. 67 PA, qu'une date limite à la reconsidération était souhaitable dans l'intérêt de la sécurité du droit (cf. arrêt du TF I 276/04 du 28 juillet 2004 consid. 2.1) - n'est plus d'actualité depuis l'arrêt publié aux ATF 140 V 514 consid. 3 qui tranche sans équivoque possible le point. De plus, même s'il n'est question dans cet arrêt que du seul délai absolu de dix ans de l'art. 67 PA, on ne saisit pas en quoi il pourrait en aller différemment pour le délai relatif de 90 jours. En effet, dans un cas comme dans l'autre, les délais de l'art. 25 al. 2 LPGA suffisent à satisfaire aux exigences du principe de la sécurité du droit (cf. ATF 140 V 514 consid. 3.5). En outre, le renvoi de l'art. 55 LPGA ne peut opérer puisque la PA ne traite pas de la reconsidération - à l'exclusion de l'art.”
“2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général. Il s'ensuit que la demande de révision doit être adressée à l'autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision mais au plus tard dans les dix ans après la notification de la décision (cf. ATF 143 V 105 consid. 2.1; Moser-Szeless, op. cit., art. 53 LPGA n°60 ss). 4.2.2 L'art. 53 al. 2 LPGA ne prévoit pas de délai dans lequel l'assureur social serait tenu de reconsidérer ses décisions, sous peine de péremption. Un délai de 10 ans (comme le prévoit expressément l'art. 67 al. 1 PA) courant à partir de la décision initiale dont la reconsidération est examinée a été évoqué par le Tribunal fédéral mais finalement écarté ; l'assureur social est ainsi en droit de revenir sur une décision par la voie de la reconsidération même plus de dix ans après son prononcé (cf. ATF 140 V 514 consid. 3 ; arrêts du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-1858/2022 du 17 mars 2023 consid. 5.2 et B-5863/2020 du 1er mars 2022 consid. 4.2 ; Moser-Szeless, op. cit., art. 53 LPGA n° 93; Ueli Kieser, in : Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4ème éd., art. 53 LPGA n° 80). Cette règle a pour corolaire que l'administré peut requérir en tout temps la reconsidération d'une décision entrée en force (cf. ATF 113 Ia 146 consid. 3a ; Dubey/Zufferey, op.”
“1 est échu, de savoir si le titre de restitution avait été rendu en temps utile mais s'est limité à examiner si la demande de restitution était ou non périmée au sens de l'art. 25 al. 2 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_719/2008 du 1er avril 2008 consid. 4, 8C_218/2015 du 7 septembre 2015 consid. 5.2 et 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 2). Enfin, le fait de soumettre la révision procédurale (art. 53 la. 1 LPGA) à des délais à l'exclusion de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) n'apparaît nullement injustifié puisque la première intervient pour des motifs bien déterminés, notamment des faits et moyens de preuve nouveaux, alors que la seconde repose sur une erreur de droit manifeste (cf. supra consid. 3.5). 4.4 Il suit de là que la décision rendue par le SECO le 20 février 2023 à la suite du contrôle du bien-fondé des prestations allouées à la recourante et constatant que celles-ci étaient indues n'était soumis aucun délai dès lors qu'elle consistait en une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. On ne saurait en outre en aucun cas la considérer comme tardive en application des règles de la bonne foi puisqu'elle a été rendue moins de quatre mois après le contrôle du 2 novembre 2022. Le titre donnant lieu à restitution est dès lors pleinement valable. Pour le surplus, il y a lieu de relever que la décision du 20 février 2023, qui réclame également la restitution des prestations perçues indument par la recourante, satisfait aux délais de l'art. 25 al. 1 et 2 LPGA puisqu'elle est intervenue moins de trois ans après le contrôle du 2 novembre 2022 et moins de cinq ans depuis l'allocation de prestations en mars 2020. 5. En définitive, c'est à juste titre que l'autorité inférieure a considéré comme indues les indemnités perçues de mars 2020 à avril 2021 et que, en conséquence, elle a exigé de la recourante leur restitution pour un total de 102'823.15 francs. Mal fondé, le recours doit dès lors être rejeté. 6. Vu l'issue de la procédure, les frais de procédure comprenant l'émolument judiciaire et les débours doivent être mis à la charge de la recourante qui succombe (cf.”
“arrêt du TC FR précité consid. 8). De même, lorsqu'il se réfère au délai de l'art. 67 al. 1 et 2 PA, il cite expressément un arrêt du Tribunal fédéral ayant trait à la révision procédurale et nullement à la reconsidération (arrêt du TF I 8/05 du 31 janvier 2006 consid. 4.2). Il suit de là que la recourante ne saurait rien déduire de l'arrêt cantonal cité. De même, on constate qu'en présence d'une reconsidération, le Tribunal fédéral ne s'est jusqu'ici jamais soucié, lorsque la tardiveté d'une décision est invoquée et qu'en outre le délai de l'art. 67 al. 1 est échu, de savoir si le titre de restitution avait été rendu en temps utile mais s'est limité à examiner si la demande de restitution était ou non périmée au sens de l'art. 25 al. 2 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_719/2008 du 1er avril 2008 consid. 4, 8C_218/2015 du 7 septembre 2015 consid. 5.2 et 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 2). Enfin, le fait de soumettre la révision procédurale (art. 53 la. 1 LPGA) à des délais à l'exclusion de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) n'apparaît nullement injustifié puisque la première intervient pour des motifs bien déterminés, notamment des faits et moyens de preuve nouveaux, alors que la seconde repose sur une erreur de droit manifeste (cf. supra consid. 3.5). 4.4 Il suit de là que la décision rendue par le SECO le 5 avril 2023 à la suite du contrôle du bien-fondé des prestations allouées à la recourante et constatant que celles-ci étaient indues n'était soumis aucun délai dès lors qu'elle consistait en une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. On ne saurait en outre en aucun cas la considérer comme tardive en application des règles de la bonne foi puisqu'elle a été rendue moins de quatre mois après le contrôle du 13 septembre 2022. Le titre donnant lieu à restitution est dès lors pleinement valable. Pour le surplus, il y a lieu de relever que la décision du 5 avril 2023, qui réclame également la restitution des prestations perçues indument par la recourante, satisfait aux délais de l'art. 25 al. 1 et 2 LPGA puisqu'elle est intervenue moins de trois ans après le contrôle du 13 septembre 2022 et moins de cinq ans depuis l'allocation de prestations en mars 2020.”
“2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté par le SECO. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'État de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations. 4.2.1 En cas de révision, les délais de la PA sont applicables dès lors que cette réglementation constitue un principe général. Il s'ensuit que la demande de révision doit être adressée à l'autorité qui a pris la décision dont le requérant souhaite la révision dans les 90 jours qui suivent la découverte du motif de révision mais au plus tard dans les dix ans après la notification de la décision (cf. ATF 143 V 105 consid. 2.1; Moser-Szeless, op. cit., art. 53 LPGA nos 60 ss). 4.2.2 L'art. 53 al. 2 LPGA ne prévoit pas de délai dans lequel l'assureur social serait tenu de reconsidérer ses décisions, sous peine de péremption. Un délai de 10 ans (comme le prévoit expressément l'art. 67 al. 1 PA) courant à partir de la décision initiale dont la reconsidération est examinée a été évoqué par le Tribunal fédéral mais finalement écarté ; l'assureur social est ainsi en droit de revenir sur une décision par la voie de la reconsidération même plus de dix ans après son prononcé (cf. ATF 140 V 514 consid. 3 ; arrêts du TF 8C_256/2024 du 14 octobre 2024 consid. 6.1, 8C_407/2024 du 14 octobre 2024 consid. 6.1, 8C_410/2024 du 14 octobre 2024 consid. 6.1 ; arrêts du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-1858/2022 du 17 mars 2023 consid. 5.2 et B-5863/2020 du 1er mars 2022 consid. 4.2 ; Moser-Szeless, op. cit., art. 53 LPGA n° 93; Ueli Kieser, in : Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4ème éd., art. 53 LPGA n° 80). Cette règle a pour corollaire que l'administré peut requérir en tout temps la reconsidération d'une décision entrée en force (cf.”
Citation : LPGA art. 53 n. 126 L'art. 53 al. 2 LPGA peut — notamment dans le domaine des allocations familiales — être invoqué pour le recouvrement de prestations indûment versées lorsque la décision devenue définitive est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Dans l'affaire jugée, il est resté ouvert de déterminer si le versement erroné de prestations devait être qualifié de réexamen (art. 53 al. 2) ou de révision procédurale (art. 53 al. 1), puisque cela n'aurait pas conduit à un résultat différent.
“Die Beschwerdegegnerin liess bei der Differenzzahlung für den am TT. Dezember 2015 geborenen Sohn die Kinderbetreuungsgelder gemäss Anspruchsausweis vom 20. April 2017 unberücksichtigt (vgl. act. II 18). Damit erfolgte die Zahlung der Familienzulagen mit Blick auf das Dargelegte (vgl. E. 4.4 f. vorne) in diesem Umfang zu Unrecht, wobei offen bleiben kann, ob die fehlerhafte Leistungsausrichtung im Sinne der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) zu beurteilen ist, da dies zum selben Ergebnis führt (vgl. E. 2.4.1 vorne).”
Citation : LPGA art. 53 n. 125 La restitution des prestations indûment perçues peut intervenir même lorsque les prestations donnant lieu à la demanÞ de remboursement ont été accordées de manière informelle. Dans la mesure où une correction rétroactive concerne une décision formellement entrée en forÎ, les conditions applicables au réexamen s'appliquent de manière analogue à la restitution.
“Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur dann zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).”
LPGA art. 53 n. 124 Lorsque l'administration annule une décision antérieure et la remplaÎ par une nouvelle décision, un recours formé contre la décision initiale peut devenir sans objet ; décisive est alors la décision de remplacement, dans la mesure où l'administration l'a rendue dans le délai de procédure et a apprécié la nouvelle situation de fait.
“2 in fondo), verosimilmente siccome le due decisioni aventi sostanzialmente il medesimo contenuto e la stessa argomentazione, e siccome essa già aveva tempestivamente contestato la decisione su opposizione del 5 maggio 2022. Occorre quindi verificare se il ricorso qui all’esame non sia da considerare privo d’oggetto siccome formulato avverso una decisione che l’amministrazione interessata ha annullato e sostituito con altra decisione entro il termine d’impugnativa. Detto altrimenti occorre verificare se la decisione 25 maggio 2022 debba essere considerata la sola ad essere determinante e impugnabile con ricorso davanti al TCA secondo l'art. 56 cpv. 1 LPGA. Come rilevato questa decisione su opposizione ha annullato e sostituito quella precedente. Il ricorso del 3 giugno 2022, siccome formulato contro una decisione poi annullata (prima della scadenza del termine d’impugnazione) potrebbe essere ritenuto inammissibile. 2.2. Va qui preliminarmente evocato come l’assicuratore sociale possa, a norma dell’art. 53 LPGA, procedere a una revisione o a una riconsiderazione della decisione (o della decisione resa su opposizione) che ha emesso. Questo avviene, come rammenta la dottrina (CR LPGA, Moser-Szeless, art. 53 n. 1 e segg.), quando la decisione sia entrata in forza, rispettivamente nei casi di decisioni non suscettibili di un rimedio ordinario di diritto. Ciò si avvera in casi di constatazione inesatta dei fatti posti alla base della decisione, rispettivamente quando subentri una modifica dello stato di fatto successivamente all’emanazione del provvedimento non impugnato. In terzo luogo, qualora la decisione si fondi su di un’errata applicazione del diritto iniziale “il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération” (Moser-Szeless, op. cit. ad art. 53 n. 2). Revisione e riconsiderazione sono soggette al realizzarsi di condizioni specifiche (Moser-Szeless, op. cit. ad art. 53 n. 11), condizioni che traggono la loro origine nella giurisprudenza federale antecedente la vigenza della LPGA (DTF 119 V 475 consid.”
“025457 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 30 septembre 2021 __________________ Composition : Mme Röthenbacher, juge unique Greffier : M. Germond ***** Cause pendante entre : G.________, à [...], recourant, et H.________, à Aarau, intimée. _______________ Art. 53 al. 3 LPGA ; 94 al. 1 let. c LPA-VD En fait et en droit : Vu la décision sur opposition rendue le 26 mai 2021 par H.________ (ci-après : la caisse ou l’intimée) confirmant une décision du 21 avril 2021 qui demandait la restitution des allocations familiales versées en trop pour les mois de janvier à août 2020, pour un montant total de 2'880 fr., au motif que le revenu minimum n’était pas atteint, vu le recours déposé le 11 juin 2021 (timbre postal) par G.________ (ci-après : le recourant) contre cette décision sur opposition, concluant implicitement à son annulation, vu la réponse du 12 juillet 2021, par laquelle l’intimée a conclu au rejet du recours déposé le 11 juin 2021 en renvoyant à la décision sur opposition du 26 mai 2021 attaquée et précisant qu’un éventuel réajustement du salaire soumis à l’AVS par l’employeur donnerait lieu à une révision selon l’art. 53 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) mais que toutefois, un éventuel réajustement ne faisait pas l’objet de la présente procédure et n’était donc pas pertinent, vu la réplique du 19 août 2021 du recourant annonçant qu’à sa demande son employeur avait effectué une rectification (correction des salaires) du certificat de salaire pour l’année 2020, espérant ainsi être « dans les règles pour l’annulation de la demande de ristourne du 21.04.2021 » en restant dans l’attente de la nouvelle décision de la caisse, vu les pièces jointes en annexe à la réplique du 19 août 2021 dont en particulier un certificat de salaire pour l’année 2020 du 22 juillet 2021 de l’employeur du recourant P.________ SA à [...] indiquant un salaire brut total de 23'964 fr. pour cette année-là, vu la duplique du 10 septembre 2021, par laquelle l’intimée a confirmé l’allégation du recourant selon laquelle l’employeur avait déclaré un supplément de salaire, avec la précision que la facture de cotisations avait déjà pu être établie le 11 août 2021, et demandant au tribunal de « bien vouloir prolonger le délai de réponse jusqu’au 30 septembre 2021, afin que nous puissions revoir la demande et le recouvrement sur la base de cette nouvelle situation au dossier », vu la communication de cette écriture le 14 septembre 2021 par le tribunal au recourant pour information, vu le courrier du 29 septembre 2021, par lequel l’intimée a informé le tribunal que sur la base, du salaire supplémentaire versé par l’employeur, le recourant atteignait désormais le revenu minimum justifiant la perception d’allocations familiales pour un montant total de 2'880 fr.”
LPGA art. 53 n. 123 Faute de motif ou si l'exposé des conditions ouvrant droit à la révision est insuffisant, la requête en révision est rejetée ou déclarée irrecevable. Les parties doivent notamment expliquer pourquoi il leur était impossible de produire les nouveaux faits ou éléments de preuve déjà lors de la procédure antérieure; une négligenÎ procédurale n'autorise généralement pas la révision.
“Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, dass die Beschwerdegegnerin das Wiedererwägungsgesuch vom 16. Dezember 2019 auch als Gesuch um prozessuale Revision hätte entgegennehmen müssen, ist mit der Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass dieses ausschliesslich als Wiedererwägungsgesuch betitelt worden ist. Alsdann fehlt es sowohl im Gesuch vom 16. Dezember 2019 als auch in der vorliegenden Beschwerde an der Darlegung der hierfür erforderlichen Voraussetzungen nach Art. 53 Abs. 1 ATSG. Der schon im damaligen Zeitpunkt anwaltlich vertretene Beschwerdeführer kann daher aus diesem Vorbringen nichts zu seinen Gunsten ableiten.”
“hiervor) und eine auf dem Privatgutachten basierende Argumentationslinie auch in einem zu erhebenden Beschwerdeverfahren hätte verfolgt werden können. Es obliegt den Prozessparteien, rechtzeitig und zur Klärung des Sachverhaltes entsprechend ihrer Beweispflicht beizutragen. Dass es ihnen unmöglich war, Tatsachen und Beweismittel im früheren Verfahren beizubringen, ist nur mit Zurückhaltung anzunehmen und vorliegend wie dargestellt - zu verneinen. So vermag der Beschwerdeführer keine nachvollziehbare und überzeugende Begründung darzulegen, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein sollte, die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen um das Gutachten der Universitätsklinik E____ bereits in das ursprüngliche Verfahren einzubringen. Die prozessuale Revision hat namentlich nicht den Zweck, die nachträgliche Korrektur einer prozessualen Nachlässigkeit zu ermöglichen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_523/2012 vom 7. November 2012 E.3.3; 8C_197/2013 vom 28. Mai 2013 E. 2.2). Dies käme einer nicht zulässigen Erweiterung der Beschwerdefrist gleich. Eine Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG scheidet daher vorliegend bereits unter diesem Gesichtspunkt aus. 5. 5.1. Den obigen Ausführungen zufolge ist die Beschwerde abzuweisen. 5.2. Das Verfahren ist kostenlos. 5.3. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Demgemäss erkennt das Sozialversicherungsgericht: ://: Die Beschwerde wird abgewiesen. Das Verfahren ist kostenlos. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. Sozialversicherungsgericht BASEL-STADT Die Präsidentin Die Gerichtsschreiberin Dr. A. Pfleiderer MLaw N. Marbot Rechtsmittelbelehrung Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG]). Die Beschwerdefrist kann nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegründe sind in Art. 95 ff. BGG geregelt. Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, in dreifacher Ausfertigung zuzustellen.”
LPGA art. 53 n. 122 L'exerciÎ du réexamen est limité : une reformatio in pejus ne doit être opérée qu'avì retenue et se limiter aux cas où la décision attaquée est sans aucun doute erronée et où sa correction revêt une importanÎ considérable (erreur manifeste ; protection de la sécurité juridique). Une simple évolution de la jurisprudenÎ ne justifie en principe pas un réexamen.
“Il en va de même si l'autorité intimée a rendu une ou plusieurs décisions séparées du même jour (ATF 131 V 164 consid. 2.3). 3.3. Selon l'art. art. 61 let. d LPGA, le tribunal n'est pas lié par les conclusions des parties; il peut réformer, au détriment du recourant, la décision attaquée ou accorder plus que le recourant n'avait demandé; il doit cependant donner aux parties l'occasion de se prononcer ou de retirer le recours. Si la loi permet à l’autorité de recours de procéder à une reformatio in pejus, il s'agit là d'une simple faculté (cf. ATF 119 V 241 consid. 5). Cette faculté doit être exercée avec modération et limitée aux cas où la décision contestée est manifestement incorrecte et où la correction est d'une importance considérable (arrêt TF H 161/06 du 6 août 2007 consid. 5.6 in SVR 2008 AHV n. 8), ce qui correspond à la notion d'arbitraire selon l'art. 9 Cst. Bien que le libellé soit différent, l'on applique les mêmes conditions que pour la reconsidération des décisions au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA (arrêt TF 8C_440/2017 du 25 juin 2018 consid. 4.2.1). Selon la jurisprudence applicable à cette dernière disposition, pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3; 119 V 475 consid. 1b/cc). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits (ATF 117 V 8 consid. 2c; 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée. En particulier, les organes d'application ne sauraient procéder en tout temps à une nouvelle appréciation de la situation après un examen plus approfondi des faits.”
“1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont « nouveaux », au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où des allégations de faits étaient encore recevables dans la procédure principale, mais qui n’étaient pas connus de la partie requérante malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment de la partie requérante. Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid. 5.1s. ; 143 V 105 consid. 2.3). cc) Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 147 V 167 susmentionné et les références). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
“Das Bundesgericht berücksichtigt Folgendes von Amtes wegen (vgl. vorangehende E. 1.2) : Der mittels Neuanmeldung geltend gemachte Rentenanspruch setzt jedenfalls voraus, dass hinsichtlich der Verfügung vom 20. März 2018, mit der ein Rentenanspruch verneint wurde, ein Rückkommenstitel besteht. Dafür fallen neben der materiellen Revision analog Art. 17 Abs. 1 ATSG (bei nachträglicher tatsächlicher Unrichtigkeit) grundsätzlich auch weitere Institute wie die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (bei anfänglicher tatsächlicher Unrichtigkeit) und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (bei anfänglicher rechtlicher Unrichtigkeit) alternativ in Betracht (vgl. Urteile 9C_269/2024 vom 28. Juni 2024 E. 2.2; 9C_73/2023 vom 21. November 2023 E. 3.2; 8C_594/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.2). Die Rechtsprechung gemäss BGE 145 V 215 (vgl. vorangehende E. 2.4) bildet keinen hinreichenden Anlass, um vom Grundsatz der Nichtanpassung eines formell rechtskräftigen Verwaltungsentscheides an eine geänderte Rechtspraxis abzuweichen und auf eine Neuanmeldung zum Leistungsbezug einzutreten (BGE 147 V 234 E. 6). Als Rückkommenstitel im konkreten Fall kommt (mangels gegenteiliger Anhaltspunkte) einzig die materielle Revision zufolge eines verschlechterten Gesundheitszustandes in Frage (vgl. vorangehende E. 2.3).”
LPGA art. 53 n. 121 Pour l'appréciation de la «portée significative» d'une rectification, toutes les circonstances de l'espèÎ sont déterminantes; il convient en particulier de tenir compte du temps écoulé depuis l'octroi intervenu à tort de la prestation et du montant des sommes indûment versées. Il est impossible de fixer un seuil général en matière de montant; plus les prestations indûment versées sont faibles, plus l'intérêt à la sécurité juridique peut prévaloir sur l'intérêt à l'application correcte du droit.
“Dans les deux cas de figure, le délai (relatif) de 90 jours, de même que celui (absolu) de dix ans, ont été respectés avec le prononcé de la décision attaquée du 14 juillet 2020. La reconsidération n'est quant à elle soumise à aucun délai, l’administration étant en droit de revenir sur une décision manifestement erronée par la voie de la reconsidération même dix ans après son prononcé (ATF 140 V 514 c. 5). En outre, la demande de restitution sur révision/reconsidération est également intervenue dans les délais prescrits pour ce faire par l'art. 25 al. 2 phr. 1 LPGA (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2020, voir art. 83 LPGA), soit dans l'année suivant le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait (voir à ce propos: ATF 146 V 217 c. 2.1 s., 140 V 521 c. 2.1; SVR 2017 BVG n° 7 c. 5.1, 2011 EL n° 7 c. 3.2.1), mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. 6.4 A noter encore que, dans le contexte de la reconsidération, se pose la question de savoir si celle-ci revêt une importance notable (voir art. 53 al. 2 LPGA). Selon la jurisprudence, s’avère à cet égard déterminant l’ensemble des circonstances du cas d’espèce, soit notamment le temps qui s’est écoulé depuis l’octroi injustifié des prestations. Un montant limite applicable de manière générale ne peut cependant pas être défini. L’ampleur des montants versés indûment revêt néanmoins de l’importance, dans la mesure où l’intérêt de l’administration à ce que le droit objectif soit correctement appliqué pèsera d’autant moins face à celui lié à la sécurité du droit que les prestations versées indûment s’avèrent peu élevées (ATF 107 V 180 c. 2b; DTA 2000 p. 208 c. 3b; TF 8C_18/2017 du 4 mai 2017 c. 3.2.2). En l'espèce, le montant litigieux de Fr. 2'830.90 doit être considéré comme revêtant une importance notable (voir dans le même sens, à propos d'une somme de Fr. 2'593.75: TF 8C_18/2017 du 4 mai 2017 c. 4.3). Par ailleurs, l'intimé a réclamé la restitution de ce montant quelques mois seulement après le versement. Dans ces circonstances, l'intérêt à la correcte application du droit doit dès lors l'emporter.”
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des BGer vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Die Wiedererwägung setzt voraus, dass die Berichtigung der zweifellos unrichtigen Verfügung von erheblicher Bedeutung ist. Massgebend für die Beantwortung dieser Frage sind nach der Rechtsprechung die gesamten Umstände des Einzelfalls, zu denen auch die Zeitspanne gehört, die seit der zu Unrecht erfolgten Leistungsgewährung verstrichen ist. Eine allgemeingültige betragliche Grenze lässt sich allerdings nicht festlegen. Die Höhe des unrechtmässig ausbezahlten Betrages ist dabei insofern von Bedeutung, als das Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit in der Regel umso weniger ins Gewicht fällt, je geringer die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen sind.”
Aucune simple déclaration dans la réponse de procédure (p. ex. acceptation informelle, demanÞ d'annulation ou de renvoi) ne remplaÎ un réexamen au sens de l'art. 53 al. 3 LPGA. Pour qu'un réexamen pendente lite intervienne, il faut une nouvelle décision formelle qui ait été communiquée aux parties et à l'autorité de recours ; à défaut d'une telle décision, la procédure reste pendante et le tribunal doit statuer sur le recours.
“bb) En l’occurrence, la décision litigieuse rendue le 8 novembre 2022 faite suite à une demande de prestations déposée en décembre 2021. La naissance du droit éventuel à la rente ne peut intervenir que six mois après le dépôt de la demande (cf. art. 29 al. 1 LAI), soit le 1er juin 2022, en sorte qu’il convient d’appliquer le droit en vigueur dès le 1er janvier 2022. 3. A titre liminaire, il y a lieu de relever que l’art. 53 al. 3 LPGA prescrit que jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. En l’espèce, l’intimé a conclu dans le cadre de sa réponse du 6 avril 2023 à la réforme de la décision litigieuse dans le sens de la reconnaissance du droit à une rente d’invalidité en faveur de la recourante, subsidiairement à son annulation et au renvoi du dossier pour nouvelle instruction. Ces conclusions ne sauraient toutefois constituer une reconsidération pendente lite, au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, hypothèse dans laquelle le recours serait alors devenu sans objet. En effet, une telle reconsidération doit prendre la forme d’une décision – remplaçant la décision litigieuse – que l’assureur social est tenu de notifier sans délai aux parties et dont il doit donner connaissance à l’autorité de recours (cf. art. 58 al. 2 PA [loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021], applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA ; cf. également TF 8C_526/2012 du 19 septembre 2012 consid. 3.2 et Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 105 ad art. 53 LPGA). Or l’intimé n’a pas transmis à la Cour de céans une décision de reconsidération. Cela étant, un acquiescement – en l’occurrence celui contenu dans la réponse du 6 avril 2023 de l’intimé – est en principe inopérant en droit des assurances sociales, en ce sens qu’il ne rend pas le litige sans objet et ne dispense ainsi pas le juge de se prononcer sur le recours (TF 8C_18/2009 du 31 juillet 2009 consid.”
“e) Les affections psychiques, les affections psychosomatiques et les syndromes de dépendance à des substances psychotropes doivent en principe faire l’objet d’une procédure probatoire structurée (ATF 145 V 215 ; 143 V 418 consid. 6 et 7 ; 141 V 281 et les références citées). Ainsi, le caractère invalidant de telles atteintes doit être établi dans le cadre d’un examen global, en tenant compte de différents indicateurs, au sein desquels figurent notamment les limitations fonctionnelles et les ressources de la personne assurée, de même que le critère de la résistance à un traitement conduit dans les règles de l’art (ATF 141 V 281 consid. 4.3 et 4.4). 6. a) A titre liminaire, il y a lieu de relever que l’art. 53 al. 3 LPGA prescrit que, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. b) En l’espèce, l’intimé a proposé dans le cadre de ses déterminations du 6 avril 2023 l’annulation de la décision litigieuse et le renvoi de la cause pour instruction complémentaire. Ces indications ne sauraient toutefois constituer une reconsidération pendente lite, au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, hypothèse dans laquelle le recours serait alors devenu sans objet. En effet, une telle reconsidération doit prendre la forme d’une décision – remplaçant la décision litigieuse – que l’assureur social est tenu de notifier sans délai aux parties et dont il doit donner connaissance à l’autorité de recours (cf. art. 58 al. 2 PA [loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021], applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA ; cf. également TF 8C_526/2012 du 19 septembre 2012 consid. 3.2 et Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 105 ad art. 53 LPGA). Or l’intimé n’était pas en mesure de transmettre à la Cour de céans une telle décision de reconsidération dès lors qu’elle avait déjà produit une réponse le 10 novembre 2022. Cela étant, un acquiescement – en l’occurrence celui contenu dans les déterminations du 6 avril 2023 – est en principe inopérant en droit des assurances sociales, en ce sens qu’il ne rend pas le litige sans objet et ne dispense ainsi pas le juge de se prononcer sur le recours (TF 8C_18/2009 du 31 juillet 2009 consid.”
“1 LPGA), a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; attendu qu’aux termes de l’art. 82 LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), l’autorité peut renoncer à l’échange d’écritures ou, après celui-ci, à toute autre mesure d’instruction, lorsque le recours paraît manifestement irrecevable, bien ou mal fondé (al. 1), rendant dans ces cas à bref délai une décision d’irrecevabilité, d’admission ou de rejet, sommairement motivée (al. 2), qu’en l’espèce, l’intimé a, dans sa réponse du 9 septembre 2024, conclu à la réforme de la décision querellée dans le sens de la réduction de la rente entière allouée à une rente d’invalidité de 64 % d’une rente entière d’invalidité à compter du 1er août 2024, que ces indications ne sauraient toutefois constituer une reconsidération pendente lite au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, hypothèse dans laquelle le recours serait alors devenu sans objet, qu’en effet, une telle reconsidération doit prendre la forme d’une décision – remplaçant la décision litigieuse – que l’assureur social est tenu de notifier sans délai aux parties et dont il doit donner connaissance à l’autorité de recours (cf. art. 58 al. 2 PA [loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021], applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA ; cf. également TF 8C_526/2012 du 19 septembre 2012 consid. 3.2 et Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 105 ad art. 53 LPGA), que l’intimé n’a pas transmis à la Cour de céans une décision de reconsidération qu’il aurait notifiée à la recourante, que la teneur de sa réponse vaut en définitive acquiescement aux conclusions du recours, qu’un acquiescement est en principe inopérant en droit des assurances sociales, en ce sens qu’il ne rend pas le litige sans objet et ne dispense ainsi pas le juge de se prononcer sur le recours (TF 8C_331/2020 du 4 mars 2021 consid.”
“c) Dans le domaine des assurances sociales, le juge fonde sa décision, sauf dispositions contraires de la loi, sur les faits qui, faute d’être établis de manière irréfutable, apparaissent comme les plus vraisemblables, c’est-à-dire qui présentent un degré de vraisemblance prépondérante. Il ne suffit donc pas qu’un fait puisse être considéré seulement comme une hypothèse possible ; la vraisemblance prépondérante suppose que, d’un point de vue objectif, des motifs importants plaident pour l’exactitude d’une allégation, sans que d’autres possibilités ne revêtent une importance significative ou n’entrent raisonnablement en considération (ATF 144 V 427 consid. 3.2 ; 139 V 176 consid. 5.3 et les références citées). 4. En l’espèce, dans le délai qui lui a été imparti par le juge pour déposer une duplique, l’intimée n’a certes pas rendu une nouvelle décision, mais elle a déposé une duplique dans laquelle elle a annoncé, sans y mettre d’autre condition que la clôture de la procédure de recours, son intention de rendre une décision dans le sens des conclusions de la recourante. Un tel procédé ne constitue pas une reconsidération pendente lite telle que prévue à l’art. 53 al. 3 LPGA – puisque l’intimée n’a pas formellement rendu de nouvelle décision – mais un acquiescement aux conclusions du recours. Cependant, l’acquiescement est en principe inopérant en droit des assurances sociales, en ce sens qu’il ne dispense pas le juge de se prononcer sur le recours et de rendre une décision sur le fond (TF 8C_331/2020 du 4 mars 2021 consid. 2.1 ; TF 9C_149/2017 du 10 octobre 2017 consid. 1 et la référence citée). Il apparaît en l’occurrence que les nouvelles pièces transmises par la recourante avec sa réplique – notamment l’avenant à son contrat de travail prévoyant dorénavant une rémunération annuelle de 30'000 fr. – permettent d’admettre, au degré de la vraisemblance prépondérante, que son activité pour E.________ Sàrl est effectivement exercée à plus de 50 % dans un but lucratif et qu’il ne s’agit pas d’une activité insignifiante ou occupationnelle. Ses cotisations doivent dès lors être perçues sur le revenu de son activité lucrative et non en tant que personne sans activité lucrative, une application de l’art.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 119 Pour les conditions matérielles du droit à prestation qui sont de nature discrétionnaire ou qui reposent sur des estimations/appréciations de la preuve, il convient de faire preuve de retenue avant de conclure à une «erreur indubitable». Une appréciation qui, au regard de la situation factuelle et juridique de l'époque (y compris de la jurisprudenÎ alors en vigueur), était défendable n'est en règle générale pas considérée comme indubitablement erronée.
“Der Versicherungsträger kann nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 328 E. 3.3). Dies ist dann der Fall, wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (BGE 141 V 414 E. 5.2). Die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist im Bereich der invaliditätsmässigen Leistungsvoraussetzungen - insbesondere hinsichtlich der ermessensgeprägten Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (BGE 140 V 195 E. 3.1, 137 V 253 E. 3.4.2.3) - nur unter Vornahme der gebotenen Zurückhaltung zulässig (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 20. April 2018, 9C_886/2017, E. 3.2 und vom 13. Juli 2017, 9C_309/2017, E. 3.2 in fine). Das Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung liegt dabei grundsätzlich im Ermessen des Versicherungsträgers (BGE 133 V 54 E.”
“Zu wiederholen ist, dass im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG vor dem Hintergrund der damaligen Rechtslage und Rechtspraxis (BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 149) kein vernünftiger Zweifel an der von Beginn weg vorliegenden Unrichtigkeit der Verfügung bestehen darf. Eine Leistungszusprache ist in der Regel als zweifellos unrichtig anzusehen, wenn sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Darunter fällt insbesondere eine auf klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221, 122 V 157 E. 1a S. 158) beruhende unvollständige Sachverhaltsabklärung (Urteil 8C_730/2018 vom 1. April 2019 E. 4 mit Hinweis). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprache in vertretbarer Weise beurteilt wurden, scheidet eine zweifellose Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f.). Bei deren Annahme im Bereich der invaliditätsmässigen Leistungsvoraussetzungen ist daher Zurückhaltung geboten (SVR 2011 IV Nr.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen bzw. Einspracheentscheide nur in Betracht kommen, wenn es sich um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 S. 555 E. 2b). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. Zurückhaltung bei der Annahme zweifelloser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, wenn der Wiedererwägungsgrund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren Beurteilung massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Elementen beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen. Eine vor dem Hintergrund der seinerzeitigen Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis vertretbare Beurteilung der (invaliditätsmässigen) Anspruchsvoraussetzungen kann nicht zweifellos unrichtig sein (BGE 141 V 405 E.”
“Die IV-Stelle kann auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
LPGA art. 53 n. 118 Si l'administration dispose d'indices laissant présumer une obligation de restitution ou une obligation de révision, elle doit, dans un délai raisonnable, effectuer les vérifications nécessaires. Le délai de prescription relative d'un an commenÎ à courir dès que l'administration aurait dû connaître, avì la diligenÎ requise, les faits déterminants pour la demanÞ de restitution.
“La procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes: une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d'une reconsidération de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l'examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l'art. 25 al. 1 1ère phrase LPGA et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l'obligation de restituer au sens de l'art. 25 al. 1 2ème phrase LPGA (cf. art. 3 et 4 de l'ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales, RS 830.11; arrêt TF 9C_678/2011 du 4 janvier 2012 consid. 5.2). Selon la jurisprudence, l'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une reconsidération ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 129 V 110 consid. 1.1 et les références; arrêts TF C 330/05 du 11 avril 2006 consid. 3 in DTA 2006 p. 218; C 80/05 du 3 février 2006 in DTA 2006 p. 158). Toutes deux sont réglées à l'art. 53 LPGA. 5.2. L'art. 25 al. 2 1ère phrase LPGA prescrit que le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Selon la jurisprudence, le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 122 V 270 consid. 5a). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde - quant à son principe et à son étendue - la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 111 V 14 consid. 3). Si l'administration dispose d'indices laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, mais que les éléments disponibles ne suffisent pas encore à en établir le bien-fondé, elle doit procéder, dans un délai raisonnable, aux investigations nécessaires.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n° 117 Pour les prestations accordées de manière informelle, un recouvrement immédiat n'est possible que pendant un délai correspondant au délai de recours applicable aux décisions formelles. Un recouvrement ultérieur suppose un réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) ou une révision judiciaire (art. 53 al. 1 LPGA).
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochenen Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (vgl. BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheids verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren.”
De nouveaux déficits diagnostiqués sur le plan neuropsychologique peuvent constituer un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, dès lors qu'ils constituent des faits nouveaux et importants dont la production n'a pas été possible avant l'édiction de la décision et qui, établis par des examens spécialisés, sont susceptibles de justifier une décision différente.
“Oktober 2017 (AB 187) vorsorglich erhobene Beschwerde vom 27. November 2017 (AB 193/4 ff.) tags darauf zurückgezogen (AB 193/12), mit der Folge, dass das Beschwerdeverfahren (IV/2017/1034) vom Geschäftsverzeichnis des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern abgeschrieben wurde (AB 193/1 f.) und die erwähnte Verfügung in Rechtskraft erwuchs. Am 29. Dezember 2017 ersuchte sie unter Hinweis auf eine Geburts- und Frühinvalidität (in Form einer zystischen Fibrose) und die ihrer Ansicht nach unterlassene neurologische, neuropsychologische und psychiatrische Abklärung (trotz entsprechender aktenkundiger Hinweise) um Wiedererwägung der erwähnten Verfügung und Zusprache einer Rente ex tunc (AB 194). Die Beschwerdeführerin liess sich am 12. Februar und 15. März 2018 neuropsychologisch untersuchen; die dabei neu diagnostizierten neuropsychologischen Defizite mit erheblicher Verminderung der Leistungsfähigkeit (gemäss Untersuchungsbericht des Spitals C.________ vom 19. März 2018 [AB 202/9]) stellten ihrer Meinung nach einen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG dar (vgl. dazu ihre Schreiben vom 23. März [AB 202/1] und 24. April 2018 [AB 207/1]) und berechtigten zu einer Rente ab Erreichen des”
Dans le cadre du réexamen, l'administration peut revenir sur des décisions formellement définitives et ainsi réclamer le remboursement de prestations complémentaires indûment perçues, lorsque la décision est manifestement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable (art. 53 al. 2 LPGA).
“Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 46 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Sodann ist die Verwaltung im Rahmen einer prozessualen Revision verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt wurden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen. Unter diesen Voraussetzungen können zu Unrecht bezogene Ergänzungsleistungen zurückgefordert werden (vgl. auch Müller, a.a.O., S. 354 sowie Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 Rz 19 ff.).”
Citation : LPGA art. 53 n. 114 Selon la doctrine et la jurisprudenÎ, les demandes de réexamen ne sont en principe soumises à aucun délai de dépôt ; elles peuvent donc, en théorie, être présentées même longtemps après. En revanche, la révision procédurale est limitée par les délais prévus par la loi : un délai relatif de 90 jours s'applique à compter de la découverte du motif de révision, ainsi qu'un délai absolu de dix ans à compter de la notification de la décision.
“Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4a edizione, Zurigo, Basilea, Ginevra 2020, n. 80 ad art. 53; con riferimento anche alla DTF 140 V 514, consid. 3, secondo cui l’amministrazione ha il diritto di riconsiderare una decisione manifestamente errata anche dopo dieci anni dalla sua emanazione [nel caso giudicato si trattava di una prestazione]). Cfr. anche SVR 2009, AHV n. 1, sentenza del Tribunale amministrativo federale, C-3839/2008 del 17 settembre 2008, consid. 3.4.2 (“Da die Rechtzeitigkeit der Gesuchseinreichung aus den genannten Gründen zu bejahen ist, brauchen die rechtlichen Konsequenzen dessen, dass die Vorinstanz einerseits auf das Gesuch 1995 - 2002 wegen Nichteinhaltens der für die Revision geltenden Frist von 90 Tagen nicht eintrat, anderseits ihre Eintretenspflicht mit dem Hinweis darauf verneinte, es handle sich um ein Wiedererwägungsgesuch, das keinen Anspruch auf Behandlung begründe (und sie damit übersah, dass Wiedererwägungsgesuche keinen Fristen für deren Einreichung unterliegen (Ueli Kieser, a.a.O. Kommentar zu Art. 53 ATSG N 26)), nicht weiter erörtert zu werden.”). 2.5. In concreto, con le decisioni formali del 7 aprile 2022 (doc. 8 e 9), confermate dalle decisioni su opposizione del 20 maggio 2022 (doc. 12 e 13), la Cassa CO 1, pur facendo riferimento al provvedimento del 18 agosto 2020 (doc. 7/2e), ha in realtà riconsiderato la decisione, informale (cfr. U. Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4a edizione, Zurigo, Basilea, Ginevra 2020, n. 52 ad art. 53), del 9 gennaio 2020 (doc. 3) con la quale, sulla base della dichiarazione dei salari e degli assegni famigliari per l’anno 2019 sottoscritta il 19 dicembre 2019 (doc. 2), aveva fissato i contributi paritetici del 2019 ed aveva dedotto dall’importo dovuto, l’ammontare di fr. 3'600.--, pari agli assegni familiari che la datrice di lavoro aveva anticipato alla propria dipendente (cfr. infatti pag. 2 delle decisioni formali: “ […] Gli stessi sono stati tuttavia dedotti in favore della signora __________ dalla somma che ella doveva corrispondere alla Cassa (cfr.”
“Ist für die Leistungsfestsetzung (oder die Rückforderung) das Zusammenwirken mehrerer mit der Durchführung der Versicherung betrauter Behörden notwendig, genügt es für den Beginn des Fristenlaufs, dass die nach der Rechtsprechung erforderliche Kenntnis bei einer der zuständigen Verwaltungsstellen vorhanden ist (BGE 140 V 521 E. 2.1 mit Hinweisen). Die absolute Frist von fünf Jahren setzt mit dem Bezug der einzelnen Leistung ein; dabei ist auf den tatsächlichen Bezug der Leistung und nicht auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem die Leistung hätte erbracht werden müssen (Kieser, Rz. 92 zu Art. 25). Bei den Fristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG handelt es sich um von Amtes wegen zu berücksichtigende Verwirkungsfristen. Diese sind gewahrt, wenn vor Ablauf der massgebenden Frist eine Rückerstattungsverfügung ergeht (Urteil BGer 8C_819/2018 vom 22. März 2019 E. 4.1. mit Hinweisen). Eine Rückforderung ist nur möglich, soweit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision der leistungszusprechenden Verfügungen erfüllt sind (BGE 126 V 46 E. 2b mit Hinweisen). Diese beiden Rückkommenstitel sind explizit in Art. 53 ATSG geregelt, welcher die frühere Rechtsprechung kodifizierte. So kann die Verwaltung gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Von der Wiedererwägung ist die prozessuale Revision zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Die prozessuale Revision von Verwaltungsverfügungen ist nur innerhalb der für die Revision von Beschwerdeentscheiden (Art. 67 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) massgebenden Fristen zulässig. Danach gilt nebst der absoluten zehnjährigen Frist, welche mit der Eröffnung des Entscheids einsetzt, eine relative 90-tägige Frist, welche mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt.”
Les nouveaux faits ou éléments de preuve importants au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent être faits valoir dans les 90 jours à compter de leur découverte; par ailleurs, il existe un délai absolu de dix ans qui commenÎ à courir dès la notification de la décision ou de la décision sur l'opposition.
“Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung resp. des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen). Der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, bestimmt sich grundsätzlich nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen. Die sichere Kenntnis ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erst dann gegeben, wenn der Revisionsgesuchsteller die neue Tatsache sicher beweisen kann, sondern es genügt ein auf sicheren Grundlagen fussendes Wissen darüber (BGE 143 V 105 E. 2.4 mit Hinweisen; vgl.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen). Der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, bestimmt sich grundsätzlich nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen. Die sichere Kenntnis ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erst dann gegeben, wenn der Revisionsgesuchsteller die neue Tatsache sicher beweisen kann, sondern es genügt ein auf sicheren Grundlagen fussendes Wissen darüber (BGE 143 V 105 E.”
“Nach Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) ist das Revisionsbegehren im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG der Beschwerdeinstanz innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des Beschwerdeentscheides schriftlich einzureichen. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts ist diese zehnjährige Frist auf die prozessuale Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG anwendbar (Urteil 8C_718/2016 vom 21. August 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). Ganz allgemein werden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung die Fristen, die Art. 67 VwVG für die Revision von Beschwerdeentscheiden vorsieht, auch auf erstinstanzliche Verfügungen angewendet (Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2010 vom 25. August 2010 E. 4.1 mit Hinweis). Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen (BGE 143 V 105 E. 2.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_132/2018 vom 27. Juni 2018 E. 2.2.1). Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten.”
“Formell rechtskräftige Verfügungen sind in (prozessuale) Revision zu ziehen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs. 1 ATSG). Solche neue Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil 9C_321/2020 vom 2. Juli 2021 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 147 V 417). Grundsätzlich bestimmt sich der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte entdecken können, nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Die relative 90-tägige Revisionsfrist beginnt zu laufen, sobald bei der Partei, die sich auf einen Revisionsgrund beruft, eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Sind zur Erlangung der sicheren Kenntnis weitere Abklärungen erforderlich, so hat die Verwaltung diese innert angemessener Frist durchzuführen. Tut sie dies nicht, ist der Beginn der relativen 90-tägigen Frist auf den Zeitpunkt festzusetzen, in welchem die Verwaltung ihre unvollständige Kenntnis mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätte hinreichend ergänzen können (BGE 143 V 105 E.”
La reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA doit être distinguée de la restitution (titre de la restitution) : selon la jurisprudenÎ, la reconsidération n'est soumise à aucun délai, alors que la mise en œuvre ou l'exécution de la restitution peut être assortie de limitations temporelles.
“Cette constatation par l'autorité inférieure ouvre donc bien en principe la voie de la reconsidération de l'art. 53 al. 2 LPGA et non de la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA (cf. arrêts du TF 8C_469/2011 du 29 décembre 2011 consid. 5, 8C_731/2011 du 24 janvier 2012 consid. 2 ; arrêts du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.5, B-4559/2021 du 20 octobre 2022 consid. 2.3.1, B-5208/2017 du 14 janvier 2019 consid. 2.3 s. et B-2418/2012 du 15 novembre 2012 consid. 3.2). 3.7 En l'espèce, dès lors qu'il n'est pas contesté que les heures prétendument perdues ne sont pas suffisamment contrôlables, il y a lieu de retenir que les décisions par lesquelles les indemnités ont été versées à la recourante étaient entachées d'inexactitude manifeste. L'argumentation de la recourante selon laquelle seule la voie de révision était possible ne convainc pas. Par décision du 20 février 2023, l'autorité inférieure a ainsi bel et bien procédé à une reconsidération de sa décision d'octroi d'indemnités au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. 4. Dans un deuxième temps, il convient d'examiner si les autres conditions de la reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies, et partant si le titre de restitution des prestations est valable. 4.1 D'abord, il est évident que la rectification des décisions d'octroi d'indemnités en cas de réduction de l'horaire de travail revêt une importance notable (cf. dans le même sens : arrêt du TAF B-1806/2021 du 22 février 2022 consid. 6.7). La recourante ne le conteste d'ailleurs pas. 4.2 La recourante prétend en revanche que l'autorité inférieure aurait agi de manière tardive. En d'autres termes, elle estime que la reconsidération est, comme la révision procédurale, soumise à délai et que celui-ci n'a pas été respecté en l'espèce. Elle se fonde notamment pour cela sur un arrêt du Tribunal cantonal de l'Etat de Fribourg. L'autorité inférieure est quant à elle d'avis qu'une reconsidération au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est soumise à aucun délai ; seule l'est la restitution des prestations.”
Le recouvrement des indemnités journalières et des prestations de traitement médical déjà versées suppose l'existenÎ d'un titre de recouvrement; un tel recouvrement peut être fondé sur un réexamen lorsque la décision ou la décision sur opposition est manifestement erronée et que la rectification est d'une importanÎ considérable (art. 53 al. 2 LPGA).
“Nach Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Rechtsprechungsgemäss gehören Heilbehandlungen und Taggelder nicht zu den Dauerleistungen nach Art. 17 Abs. 2 ATSG. Der Versicherungsträger kann deshalb diese Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund „ex nunc et pro futuro“ einstellen etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfolgen. Anderes gilt für jene Fälle, in denen der Versicherungsträger die zu Unrecht erbrachten Leistungen zurückfordert (BGE 133 V 57 E. 6.8). Eine Rückforderung bereits erbrachter Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen ist demnach an die Voraussetzung eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung [wegen zweifelloser Unrichtigkeit der Leistungserbringung und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG] oder prozessuale Revision [wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG]) geknüpft (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_987/2010 vom 24. August 2011 E. 3.3.1). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung respektive des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1). Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_896/2011 vom 31.”
Pour le recouvrement de prestations indûment perçues, l'examen d'une réconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) revêt une importanÎ pratique : la réconsidération permet de corriger une application du droit erronée initialement et constitue ainsi une condition préalable à la demanÞ de restitution.
“Enfin, l’intimée a bien indiqué qu'au cas où la demande du 20 mars 2020 devait être interprétée comme une demande de reconsidération de la décision sur opposition du 12 juin 2019, elle ne comptait pas entrer en matière sur celle-ci. Comme rappelé ci-dessus (cf. consid. 3b), le juge ne saurait imposer à un assureur social de reconsidérer sa décision si celui-ci s'y refuse, un refus d'entrer en matière sur une demande de reconsidération n'étant pas susceptible de faire l'objet d'un recours devant le juge des assurances sociales (cf. ATF 133 V 50 consid. 4 ; 119 V 475 consid. 1b/cc ; 117 V 8 consid. 2a). Il y a donc lieu d’en prendre acte. 6. La décision sur opposition a également pour objet la restitution des prestations versées à tort du 11 août au 30 novembre 2020, pour un montant de 12'891 fr. 20. a) L'art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAA, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 146 V 364 consid. 4.2). Selon l'art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA, la restitution ne peut pas être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile. Selon l'art. 3 OPGA (ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 ; RS 830.11), l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision (al. 1). L’assureur indique la possibilité d’une remise dans la décision en restitution (al. 2). L’assureur décide dans sa décision de renoncer à la restitution lorsqu’il est manifeste que les conditions d’une remise sont réunies (al. 3). b) Aux termes de l'art. 51 al. 1 LPGA, les prestations, créances ou injonctions qui ne sont pas visées à l'art. 49 al. 1 peuvent être traitées selon une procédure simplifiée.”
LPGA art. 53 n. 109 En cas de déclarations de retrait, l'autorité administrative est tenue d'examiner et d'exposer si le retrait doit être qualifié de renonciation à des prestations ou simplement de déclaration que la procédure est devenue sans objet.
“Es tritt hinzu, dass die strittige Verfügung der IV-Stelle vom 17. November 2023 nur rudimentär begründet worden ist. Den Motiven, von welchen sich die IV-Stelle bei deren Erlass hat leiten lassen, ist einzig zu entnehmen, dass der Antrag auf Rückzug vom 1. Februar 2023 als Verzichtsgesuch auf die nunmehr doch zugesprochene Rente anzusehen sei. Diese aus dem Antwortschreiben des BSV vom 5. Oktober 2023 übernommene Begründung übersieht, dass die IV-Stelle unter dem Titel der «Bestätigung der Rückzugserklärung» vom 1. Februar 2023 das Verwaltungsverfahren als gegenstandslos abgeschrieben hatte (IV-Dok 76). In diesem Zusammenhang sind insbesondere keine Erwägungen ersichtlich, weshalb – namentlich auch mit Blick auf die für eine Wiedererwägung vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit sowie Erheblichkeit der Berichtigung ihrer Disposition vom 9. Februar 2023 – nicht von einem Rückzug des Leistungsgesuchs, sondern von einem Leistungsverzicht auszugehen sei (Kieser, a.a.O., Rz. 58 ff. zu Art. 53 ATSG). Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird (nachfolgend, Erwägungen”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 108 Avant toute récupération, il convient d'examiner d'abord si les conditions d'un réexamen sont réunies ; cela suppose notamment de constater que la décision formellement devenue définitive est manifestement erronée et que sa rectification a une incidenÎ significative sur le versement des prestations.
“Selon l'article 66 LACI, les AIT couvrent la différence entre le salaire effectif et le salaire normal auquel l’assuré peut prétendre au terme de sa mise au courant, compte tenu de sa capacité de travail, mais tout au plus 60 % du salaire normal (al. 1) ; pendant le délai-cadre, les allocations sont versées pour six mois au plus, dans des cas exceptionnels, pour douze mois au plus (al. 2). Aux termes de l'article 90 al. 3 OACI, l’autorité cantonale vérifie auprès de l’employeur si les conditions dont dépend l’octroi d'AIT sont remplies ; elle peut exiger que les conditions selon l’article 65 let. b et c LACI fasse l’objet d’un contrat écrit. 4. Selon l’article 25 al. 1 LPGA, auquel renvoie l’article 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées (1re phrase). La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile (2e phrase). L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une reconsidération (caractère sans nul doute erroné de la décision formellement passée en force et importance notable de la rectification ; cf. art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 cons. 5.2). Au regard de l’article 25 LPGA et de la jurisprudence y relative, la procédure de restitution de prestations implique trois étapes en principe distinctes : une première décision sur le caractère indu des prestations, soit sur le point de savoir si les conditions d’une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle celles-ci étaient allouées sont réalisées ; une seconde décision sur la restitution en tant que telle des prestations, qui comprend en particulier l’examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations, à la lumière de l’article 25 al. 1 1re phrase LPGA et des dispositions particulières et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l’obligation de restituer au sens de l’article 25 al. 1 2e phrase LPGA (arrêt du TF du 04.01.2012 [9C_678/2011] cons.”
Dans le contexte du recouvrement des prestations de l'assuranÎ-chômage, le législateur a d'emblée attribué un poids supérieur à l'intérêt d'une application correcte du droit qu'à l'intérêt de la forÎ de chose jugée de la décision (art. 53 al. 2 LPGA).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen der Arbeitslosenversicherung sind gemäss Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten. Dazu bedarf es, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Die Rückerstattungsnorm von Art. 25 ATSG dient letztlich der Durchsetzung des Legalitätsprinzips (BGE 142 V 259 E. 3.2.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) Zusprache von Leistungen zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Die Abwägung zwischen der Durchsetzung des objektiven Rechts und dem Interesse an der Bestandeskraft der Verfügung ist damit durch den Gesetzgeber abstrakt und verbindlich vorgenommen worden (Urteil des BGer 8C_680/2017 vom 7. Mai 2018 E. 4.1.3.1). Der Gesetzgeber hat dem Interesse an einer richtigen Gesetzesanwendung gegenüber dem Interesse am Bestand einer Verfügung von vornherein das grössere Gewicht zugeordnet.”
Si une tromperie découverte ultérieurement ou des pièces de preuve falsifiées existent et ont été inconnues de l'autorité au moment de la décision de prestations, elles peuvent, d'après la jurisprudenÎ, être considérées comme des «nouveaux faits» au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA et justifier une révision, à condition que la tromperie ait effectivement été constatée.
“Il est en effet clairement constaté dans l’ordonnance pénale que le recourant a accepté de participer à la tromperie commise à l’encontre de la Caisse. Quand bien même la demande d’indemnités à laquelle fût annexé un dossier composé des pièces mensongères (fausses fiches de salaire, réquisition de poursuite et production de créances injustifiées, etc.) a été déposée par son représentant, le syndicat Unia, l’ordonnance pénale établit et retient que le recourant avait mandaté le syndicat et savait que sa demande serait déposée dans ces circonstances mensongères. Le recourant avait d’ailleurs signé des documents destinés à établir sa prétendue créance, à savoir une reconnaissance de dettes pour les salaires d’août à octobre 2013 et une production de créances dans la faillite de son employeur pour les mêmes prétentions salariales. Dès lors que l’intimée n’avait pas connaissance des faits constatés dans l’ordonnance pénale lorsqu’elle a octroyé les prestations à l’assuré, ceux-ci constituent des faits nouveaux au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. Aucune faute ne peut être retenue à l’encontre de la Caisse qui a été trompée par les fausses pièces et déclarations établies par le recourant et son employeur pour étayer la demande de prestations. Aussi, c’est à juste titre que l’intimée a rendu une décision de révision procédurale niant le droit du recourant à l’indemnité en cas d’insolvabilité. Il n’est au demeurant pas contesté que la révision a été initiée dans le respect des délais de l’art. 67 PA. En effet, le motif de révision a été découvert au cours de la vaste enquête dirigée contre R.________ Sàrl et son dirigeant, qui a abouti au défèrement séparé du recourant personnellement en 2018. 6. Il convient encore d’examiner si la restitution du montant de 10'328 fr. 10 pouvait être réclamée au recourant. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59c bis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. b) Aux termes de l’art.”
L'art. 53 al. 1 LPGA permet la révision procédurale lorsqu'une décision initialement rendue doit être retirée ou modifiée en raison d'une inexactituÞ de fait initiale. Par ailleurs, comme autres fondements de reprise, peuvent être envisagés la révision matérielle au sens de l'art. 17 LPGA (en cas d'inexactituÞ de fait survenant ultérieurement) ainsi que le réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA (en cas d'erreur de droit initiale).
“Ein Zurückkommen auf die ursprüngliche Rentenverfügung fällt alternativ unter den Titeln der materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (nachträgliche tatsächliche Unrichtigkeit; dazu E. 3.2.1 hiernach), der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit; dazu E. 3.2.2 hiernach) sowie der - hier nicht weiter interessierenden - Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 f. ATSG (anfängliche rechtliche Unrichtigkeit) und der Revision nach den SchlBest. IVG in Betracht (BGE 146 V 364 E. 4.2; Urteil 8C_441/2022 vom 1. Juni 2023 E. 4.1). Eine substituierte Begründung (oder Motivsubstitution), wie sie das Gericht gestützt auf den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen in seinem Urteil vornehmen kann, ist dabei in jedem möglichen Verhältnis unter all diesen in Frage kommenden Rückkommenstiteln zulässig (Urteile 9C_417/2017 vom 19. April 2018 E. 2.4, 8C_634/2017 vom 20. Februar 2018 E. 5.3, in: SVR 2018 IV Nr. 33 S. 106, je mit Hinweisen).”
“17 ATSG mit Hinweis auf BGE 136 V 369 E. 3.1.1; vgl. BGE 148 V 195 S. 207 auch ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 1989, S. 391; im gleichen Sinne wohl auch MARGIT MOSER-SZELESS, in: Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales [LPGA], 2018, N. 27 zu Art. 17 ATSG). So hat das Bundesgericht im Fall einer revisionsweisen Rentenerhöhung entschieden, dass der versicherte Verdienst als Rentenberechnungsfaktor zu den im Zeitpunkt der Verfügung resp. des Einspracheentscheids zeitlich abgeschlossenen Sachverhalten zähle. Als solcher habe er folglich an der Rechtskraft und der damit verbundenen Rechtsbeständigkeit teil und könne im Rahmen einer (allein auf den Invaliditätsgrad abzielenden) Revision des Rentenanspruchs im Sinne einer Anpassung für die Zukunft ("ex nunc et pro futuro") selbst im Rahmen einer allseitigen Prüfung des Rentenanspruchs nicht korrigiert werden (vgl. BGE 147 V 213 E. 6.2.2 mit Hinweisen). Als Möglichkeit verbleibe lediglich der Weg der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder derjenige der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG). In Bezug auf die hier streitige Leistungskürzung verhält es sich genau gleich. Diese ist denn auch von vornherein nicht geeignet, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen (Art. 17 Abs. 1 ATSG).”
“Eine Rentenaufhebung oder -herabsetzung bedarf mit Blick auf die rentenzusprechende Verfügung vom 5. Dezember 2013 eines Rückkommenstitels. Alternativ fallen dafür die prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.3), die materielle Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.4) und die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG (dazu nachfolgende E. 4.5) in Betracht (vgl. Urteile 8C_594/2019 vom 28. Mai 2020 E. 2.2; 8C_214/2019 vom 27. Juni 2019 E. 4.3).”
Citation: LPGA art. 53 n. 104 Pour des montants de dommages ou des prestations très élevés (par exemple des indemnités mensuelles très élevées), l'exigenÎ d'une «importanÎ significative» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA est régulièrement retenue. La protection de la confianÎ, la stabilité du droit et la sécurité juridique n'empêchent pas d'emblée un réexamen; à cet égard, il suffit d'appliquer correctement l'art. 53 al. 2 LPGA. Des traitements dérogatoires favorables à la protection de la confianÎ ne sont possibles que si toutes les conditions reconnues à cet effet sont remplies.
“(siehe weitere Beispiele in BGE 129 V 110 E. 5). Das Erfordernis der erheblichen Bedeutung der Berichtigung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG - mit einem überwiegenden Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit - ist in Anbetracht der beantragten Kurzarbeitsentschädigung von monatlich jeweils Fr. 41'432.30 hier zweifellos erfüllt. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die Grundsätze des Vertrauensschutzes, der Rechtsbeständigkeit und der Rechtssicherheit beruft, stehen diese einer Wiedererwägung nicht entgegen (vgl. BGE 140 V 514 E. 3.5). Mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist diesen Prinzipien Genüge getan (vgl. SVR 2018 IV Nr. 59 S. 190, 8C_680/2017 E. 4.1.3.1). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 mit Hinweis auf BGE 116 V 298; SVR 2022 ALV Nr. 26 S. 92, 8C_458/2021 E. 3.1 f.). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich dar, indem sie einzig einwendet, sie hätte im Vertrauen auf die Richtigkeit der Verfügungen vom 31.”
“(siehe weitere Beispiele in BGE 129 V 110 E. 5). Das Erfordernis der erheblichen Bedeutung der Berichtigung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG - mit einem überwiegenden Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit - ist in Anbetracht der beantragten Kurzarbeitsentschädigung von monatlich jeweils Fr. 41'432.30 hier zweifellos erfüllt. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die Grundsätze des Vertrauensschutzes, der Rechtsbeständigkeit und der Rechtssicherheit beruft, stehen diese einer Wiedererwägung nicht entgegen (vgl. BGE 140 V 514 E. 3.5). Mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist diesen Prinzipien Genüge getan (vgl. SVR 2018 IV Nr. 59 S. 190, 8C_680/2017 E. 4.1.3.1). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 mit Hinweis auf BGE 116 V 298; SVR 2022 ALV Nr. 26 S. 92, 8C_458/2021 E. 3.1 f.). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich dar, indem sie einzig einwendet, sie hätte im Vertrauen auf die Richtigkeit der Verfügungen vom 31. März und 24. September 2021 Dispositionen getroffen, die den Stellenerhalt von Mitarbeitenden betreffen würden. Es ist auch nicht ersichtlich, wodurch hier ein Vertrauensschutz begründet sein könnte, nachdem ohnehin keine vorbehaltlose Bewilligung von Kurzarbeit erfolgte.”
“(siehe weitere Beispiele in BGE 129 V 110 E. 5). Das Erfordernis der erheblichen Bedeutung der Berichtigung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG - mit einem überwiegenden Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit - ist in Anbetracht der beantragten Kurzarbeitsentschädigung von monatlich jeweils Fr. 41'432.30 hier zweifellos erfüllt. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die Grundsätze des Vertrauensschutzes, der Rechtsbeständigkeit und der Rechtssicherheit beruft, stehen diese einer Wiedererwägung nicht entgegen (vgl. BGE 140 V 514 E. 3.5). Mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist diesen Prinzipien Genüge getan (vgl. SVR 2018 IV Nr. 59 S. 190, 8C_680/2017 E. 4.1.3.1). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 mit Hinweis auf BGE 116 V 298; SVR 2022 ALV Nr. 26 S. 92, 8C_458/2021 E. 3.1 f.). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich dar, indem sie einzig einwendet, sie hätte im Vertrauen auf die Richtigkeit der Verfügungen vom 31. März und 24. September 2021 Dispositionen getroffen, die den Stellenerhalt von Mitarbeitenden betreffen würden. Es ist auch nicht ersichtlich, wodurch hier ein Vertrauensschutz begründet sein könnte, nachdem ohnehin keine vorbehaltlose Bewilligung von Kurzarbeit erfolgte.”
“(siehe weitere Beispiele in BGE 129 V 110 E. 5). Das Erfordernis der erheblichen Bedeutung der Berichtigung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG - mit einem überwiegenden Interesse der Verwaltung an der richtigen Durchführung des objektiven Rechts gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit - ist in Anbetracht der beantragten Kurzarbeitsentschädigung von monatlich jeweils Fr. 41'432.30 hier zweifellos erfüllt. Soweit sich die Beschwerdeführerin auf die Grundsätze des Vertrauensschutzes, der Rechtsbeständigkeit und der Rechtssicherheit beruft, stehen diese einer Wiedererwägung nicht entgegen (vgl. BGE 140 V 514 E. 3.5). Mit der richtigen Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG ist diesen Prinzipien Genüge getan (vgl. SVR 2018 IV Nr. 59 S. 190, 8C_680/2017 E. 4.1.3.1). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 138 V 258 E. 6 mit Hinweis auf BGE 116 V 298; SVR 2022 ALV Nr. 26 S. 92, 8C_458/2021 E. 3.1 f.). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt die Beschwerdeführerin nicht rechtsgenüglich dar, indem sie einzig einwendet, sie hätte im Vertrauen auf die Richtigkeit der Verfügungen vom 31.”
Citation : LPGA art. 53 n. 103 Si le juge constate pour la première fois qu'une décision passée en forÎ de chose jugée est «sans aucun doute» ou manifestement erronée, il peut confirmer le réexamen effectué par l'administration. Si le juge procèÞ par substitution de la motivation, cela exige un double examen : 1) appréciation de savoir si la décision initiale était manifestement incorrecte ; 2) examen de la situation de fait et de droit au moment de la révision administrative (ou du moment visé par la correction), afin de rétablir la situation juridique conforme à la jurisprudenÎ.
“Si les conditions de l'art. 17 LPGA font défaut, la décision de rente peut encore être modifiée si les exigences prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA pour la reconsidération d'une décision administrative entrée en force sont réalisées. Selon cette disposition, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Lorsque c'est le juge qui, le premier, constate le caractère sans nul doute erroné de la décision de rente initiale, il peut confirmer, en invoquant ce motif, la décision de révision prise par l'administration en application de l'art. 17 LPGA (ATF 125 V 368 consid. 2 et les arrêts cités). Lorsque le juge procède par substitution de motifs, cela implique qu'il procède à un double examen. En premier lieu, il doit se prononcer sur le caractère manifestement erroné de la décision initiale. S'il répond affirmativement à cette question, il doit alors examiner la situation existant au moment où la décision de révision de l'administration a été rendue, de façon à pouvoir rétablir une situation conforme au droit (arrêt TF 9C_187/2007 du 30 avril 2008 consid.”
“Aux termes de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est manifestement erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque ( ATF 140 V 77 consid. 3.1 p. 79; cf. ATF 138 V 147 consid. 2.1 p. 149; ATF 125 V 383 consid. 3 p. 389 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit ( ATF 146 V 364 consid. 4.2 p. 366). Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération ( ATF 117 V 8 consid. 2c p. 17; ATF 115 V 308 consid. 4a/cc p. 314). L'exigence du caractère manifestement erroné de la décision est en règle générale réalisée lorsque le droit à des prestations d'assurance a été admis en application des fausses bases légales ou que les normes déterminantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière incorrecte ( ATF 140 V 77 précité consid.”
La découverte ultérieure de faits importants, pertinents pour la question du droit à prestations ou du recouvrement (p. ex. une durée prolongée de séjour à l'étranger), peut constituer un motif de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Si la nouveauté des circonstances montre que des prestations ont été indûment perçues, cela justifie la révision et la mise en œuvre d'un recouvrement. Les répercussions économiques d'un recouvrement (p. ex. sur la situation financière de la personne assurée) ne doivent pas être prises en compte dans le cadre de l'examen du motif de révision; elles peuvent en revanche faire l'objet d'une demanÞ distincte en vue d'une remise ou d'un assouplissement du recouvrement.
“________ n’était plus liée à des motifs impérieux et que l’intéressé a pris la décision de s’y établir durablement dans le courant du mois d’août 2020 indépendamment de son état de santé. Or, si l’on prend en considération la période du 17 janvier au 12 avril 2020 pour laquelle il avait choisi librement de séjourner au L.________, soit 85 jours hors dates d’arrivée et de départ, ainsi que celle du 1er septembre au 31 décembre 2020 pour laquelle il faut considérer qu’il ne résidait plus en Suisse, soit 122 jours, il apparaît que le recourant a séjourné par choix au L.________ pendant plus de 200 jours, donc pendant plus de six mois. c) En conséquence, compte tenu de la législation et des directives administratives applicables en 2020, l’intimée était légitimée à retenir que le recourant n’avait pas droit aux prestations complémentaires durant toute l’année 2020. 6. La découverte par l’intimée, en début d’année 2021, du séjour prolongé du recourant à l’étranger au cours de l’année 2020 constitue un fait nouveau important justifiant une révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA. Dès lors, les conditions d’une restitution des prestations complémentaires touchées indûment durant toute l’année 2020 étaient réunies. A ce propos, le recourant a uniquement fait valoir qu’il avait utilisé les prestations perçues indûment pour s’acquitter du loyer de son appartement en Suisse. Cet argument relève des conséquences de la décision de restitution sur la situation économique du recourant, qui ne peut pas être pris en compte dans l’examen du bien-fondé de la demande de restitution. Cette problématique pourra en revanche être examinée dans le cadre d’une demande de remise de l’obligation de restituer (art. 3 à 5 OPGA) pour autant que le recourant en fasse la demande dans le délai légal. 7. a) En définitive, le recours doit être rejeté et la décision sur opposition litigieuse confirmée. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause et a procédé sans mandataire qualifié (art.”
Le recouvrement des prestations indûment perçues est régi par l'art. 25 al. 1 LPGA. Si le recouvrement se fonÞ sur une décision formellement devenue définitive, il n'est admis que si les conditions permettant de revenir sur la décision au sens de l'art. 53 LPGA sont remplies (réexamen selon l'al. 2 ou révision procédurale selon l'al. 1).
“Laut Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Deren Rückforderung ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebend sind (Art. 53 ATSG; Urteil 9C_158/2019 vom 17. Mai 2019 E. 3.1).”
“Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das der Arbeitslose innerhalb einer Kontrollperiode erzielt (Art. 24 Abs. 1 AVIG). Der Versicherte hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls. Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst (Art. 24 Abs. 3 AVIG). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 53 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2 in fine S. 320; 129 V 110 E. 1.1).”
“Unrechtmässig ausgerichtete Leistungen der Arbeitslosenversicherung können zurückgefordert werden (Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 und 2 ATSG), sofern die Voraussetzungen für ein wiedererwägungs- oder revisionsweises Zurückkommen auf die formell rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Leistungszusprechung gegeben sind (Art. 53 ATSG; BGE 142 V 259 E. 3.2; 129 V 110 E. 1.2.3; Urteil des BGer 8C_276/2019 vom 23. August 2019 E. 3.2). Voraussetzungen für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die Auszahlungen sind, dass die rechtskräftig verfügte oder formlos erfolgte Zusprache von Leistungen (vgl. Art. 100 Abs. 1 AVIG) zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; Urteil des BGer 8C_652/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 6). Hat der Arbeitgeber die unrechtmässige Auszahlung zu verantworten, so ist für ihn jede Rückforderung gegenüber den Arbeitnehmern ausgeschlossen (Art. 95 Abs. 2 Satz 2 AVIG). Rückerstattungspflichtig sind der Bezüger oder die Bezügerin der unrechtmässig gewährten Leistungen und seine oder ihre Erben (Art. 2 Abs. 1 Bst. a der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 11. September 2002 [ATSV, SR 830.11]; vgl. dazu BGE 147 V 417 E. 7.2.1).”
Dans le cas de décisions rendues en procédure informelle, l'assureur peut, sans condition préalable, revenir sur la décision dans les 30 jours à compter de sa notification. Après l'expiration de ce délai, une modification n'est possible que si les conditions du réexamen ou de la révision prévues à l'art. 53 LPGA sont remplies.
“Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Art. 53 N 52). Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenversicherung, die – wie im vorliegenden Fall – nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiellen Verfügungscharakter auf (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] C 7/02 vom 14. Juli 2003 E. 3; BGE 125 V 475 E. 1; BGE 122 V 367 E. 2 mit Hinweisen). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann der Versicherungsträger, der einen formlosen Entscheid erlassen hat, diesen (von sich aus) nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen voraussetzungslos abändern. Ist diese Frist verstrichen, muss sich der Versicherungsträger auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund nach Art. 53 ATSG berufen (BGE 129 V 110 E. 1.2). Die Beschwerdegegnerin forderte mit Verfügung vom 11. Dezember 2019 Leistungen zurück, die sie dem Beschwerdeführer mit Abrechnung vom 24. Juli 2019 bereits ausgerichtet hatte (act. G 7.1/11 und 21). Dabei ist davon auszugehen, dass die als "Teilzahlung”
“7 Abs. 1 Satz 2 EOV [in der bis 30. Juni 2021 gültig gewesenen Fassung; seit 1. Juli 2021 inhaltlich unverändert in Art. 7 Abs. 1bis EOV]). Die Entschädigung wird gemäss Art. 8 Abs. 5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG festgesetzt. Dies gilt in Abweichung von Art. 49 Abs. 1 ATSG auch für erhebliche Entschädigungen. Der im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG erlassene Entscheid zeichnet sich dadurch aus, dass er – wie die Verfügung im Anwendungsbereich von Art. 49 ATSG – in Rechtskraft erwachsen kann. Wann diese Rechtskraft eintritt, ist im Verhältnis Versicherungsträger – Partei unterschiedlich zu beantworten. Während die Partei je nach den Umständen zwischen 30 bzw. 90 Tagen und einem Jahr Zeit hat, eine formelle Verfügung zu verlangen, kann der Versicherungsträger nur innerhalb von einer Frist von 30 Tagen ab Erlass des formlosen Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen. Danach muss er sich dafür auf einen Rückkommenstitel nach Art. 53 ATSG berufen können (Kieser, a.a.O., Art. 51 N 20 ff., N 29 und N 31). Unrechtmässig ausgerichtete Corona-Erwerbsausfallentschädigungen können zurückgefordert werden (Art. 1 Abs. 1 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG), falls die Voraussetzungen für ein revisions- oder wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die ursprüngliche Verfügung (oder formlose Leistungszusprechung; vgl. Art. 8 Abs. 5 COVID-19-Verordnung Erwerbsausfall) gemäss Art. 53 ATSG erfüllt sind (BGE 138 V 324 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
“Was die Form betrifft, innert welcher das Gesuch um Erlass einer formellen Verfügung gestellt wird, bestehen keine besonderen Anforderungen. Deshalb ist es auch zulässig, den Erlass per Telefon zu verlangen (Kieser, a.a.O., Art. 51 N 27). Der im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG erlassene Entscheid zeichnet sich dadurch aus, dass er – wie die Verfügung im Anwendungsbereich von Art. 49 ATSG – in Rechtskraft erwachsen kann. Ist dies geschehen, ist es auch dem Versicherungsträger benommen, voraussetzungslos auf den formlosen Entscheid zurückzukommen. Wann diese Rechtskraft eintritt, ist im Verhältnis Versicherungsträger – Partei unterschiedlich zu beantworten. Wie aufgezeigt, hat die Partei innert einer bestimmten (oft längeren) Frist zu verlangen, dass eine formelle Verfügung erlassen wird. Der Versicherungsträger kann hingegen nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erlass des formlosen Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen. Danach muss er sich dafür auf einen Rückkommenstitel nach Art. 53 ATSG berufen können (Kieser, a.a.O., Art. 51 N 29 und N 31). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Art. 51 Abs. 1 ATSG regelt selbst keine Revisionsfrist. Gemäss Art. 55 Abs. 1 ATSG bestimmen sich in den Art. 27 bis 54 ATSG oder in den Einzelgesetzen nicht abschliessend geregelte Verfahrensbereiche jedoch grundsätzlich nach dem Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021). Gemäss diesem ist das Revisionsbegehren innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens aber innert 10 Jahren nach Eröffnung des zu revidierenden Entscheides einzureichen (vgl. Art. 67 Abs. 1 VwVG). Das Revisionsverfahren richtet sich im Übrigen nach den allgemeinen Verfahrensbestimmungen der Art. 34 ff. ATSG. Zur Anwendung gelangen etwa die Bestimmungen über die Fristen (Art.”
“In diesem Zeitpunkt waren die Abklärungen der IV-Stelle in Form der ausstehenden Antwort des BSV nämlich noch nicht abgeschlossen. Nichts am wiedererwägungsweisen Charakter der angefochtenen Verfügung vom 17. November 2023 zu ändern vermag schliesslich die Tatsache, dass die IV-Stelle mit Antwortschreiben vom 2. Juni 2023 – mithin ebenfalls erst mehr als drei Monate nach Erlass ihrer Rückzugsbestätigung vom 9. Februar 2023 – auf den zunächst erhobenen Einwand der B. vom 9. März 2023 reagiert hatte. Davon, dass die IV-Stelle das zuvor von ihr am 9. Februar 2023 abgeschlossene Verwaltungsverfahren mit Blick auf allenfalls schutzwürdige Drittinteressen seiner Vorsorgeeinrichtung wiedererwägungsweise erneut aufnehmen würde, erhielt der Versicherte wie zuvor erwähnt erst Kenntnis durch eine Kopie des Schreibens der IV-Stelle vom 4. September 2023. In diesem Zeitpunkt aber war die 30-tägige Frist, innert welcher der Versicherungsträger voraussetzungslos auf den Erlass eines formlosen Entscheids zurückkommen kann, längst verstrichen und dessen Änderung deshalb nur noch im Rahmen von Art. 53 ATSG zulässig (BGE 129 V 111; Kieser, a.a.O., Rz. 10 und 29 ff. zu Art. 51 ATSG). 3.4 Das formal fehlerhafte Vorgehen der IV-Stelle beim Erlass ihrer Verfügung vom 17. November 2023 wiegt umso schwerer, weil der Versicherte bereits in seinem ursprünglichen Einwand vom 2. Dezember 2022 explizit darum ersucht hatte, ihn über einen allenfalls vorgesehenen Rentenentscheid zu informieren (IV-Dok 67). Mit ihrer – aus Sicht des Versicherten – wiedererwägungsweise ergangenen Verfügung vom 17. November 2023 ordnete die IV-Stelle jedoch plötzlich wieder eine strittige Leistungszusprache an, ohne dass der Beschwerdeführer vorgängig dazu angehört worden wäre. Da die nachträgliche Rentenzusprache und mit ihr die aus seiner Sicht wiedererwägungsweise Umdeutung der zuvor bestätigten Rückzugserklärung schwer in die Rechtsstellung des Leistungsbezügers eingreift und mithin ein gravierender Mangel formeller Natur vorliegt (BGE 127 V 431 E. 3 d/aa), kann in Anlehnung an die zitierte Rechtsprechung des Bundesgerichts (oben,”
Pour les prestations accordées de manière informelle, l'administration peut renoncer à en demander le remboursement sans titre de reprise tant que la prestation n'est pas devenue définitive ; cette périoÞ correspond au délai de recours applicable aux décisions formelles. En revanche, si les prestations fournies de manière informelle sont devenues de fait définitives, une demanÞ ultérieure de restitution peut exiger la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, si ses conditions (découverte de faits nouveaux importants ou d'éléments de preuve nouvellement découverts dont la production n'avait pas été possible auparavant) sont remplies.
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässige Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochener Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines der vorgenannten Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist.”
“Für die Rückerstattung bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Ein Rückkommenstitel muss auch vorliegen, wenn die Verwaltung eine Geldleistung nicht förmlich, sondern formlos zugesprochen hat, sofern die faktisch verfügte Leistung rechtsbeständig geworden ist, was im vorliegenden Fall auf die ausgerichteten Taggeldleistungen ohne weiteres zutrifft (BGE 122 V 368 f. E. 3 mit Hinweisen).”
“Gemäss Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochenen Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Neu sind Tatsachen, die sich vor Erlass der formell rechtskräftigen Verfügung oder des Einspracheentscheids verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren.”
LPGA art. 53 n. 98 Le réexamen des décisions devenues formellement définitives est une disposition facultative; l'assureur tranche à l'exerciÎ de son pouvoir d'appréciation dans le respect de ses devoirs. Il n'existe pas de droit exécutoire devant les tribunaux à l'ouverture d'un réexamen; l'assureur ne peut être contraint à le faire ni par les parties ni par le tribunal. Si une demanÞ de réexamen n'est pas répondue par une décision formelle, cela peut — tout comme l'absenÎ d'entrée en matière effectuée de manière informelle — être licite et ne crée pas de droit à un contrôle juridictionnel.
“2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Der Entscheid über die Vornahme der Wiedererwägung liegt im Ermessen des Versicherungsträgers. Ein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf eine Wiedererwägung besteht nicht. Der Versicherungsträger kann also weder von einer Partei noch vom Gericht zu einer Wiedererwägung angehalten werden. Weil dem Versicherungsträger der Entscheid über die Wiedererwägung überlassen bleibt, steht es ihm auch frei, über die Modalitäten einer Wiedererwägung zu entscheiden (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 2020 N 69 und 71 zu Art. 53 ATSG). Im Wiedererwägungsverfahren sind zwei getrennte Verfahrensschritte auseinanderzuhalten. In einem ersten Schritt ist zu klären, ob die Wiedererwägungsvoraussetzungen erfüllt sind. Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen (Kieser, ATSG-Kommentar, a.a.O., N 82 zu Art. 53 ATSG).”
“Sous suite de frais et dépens », qu'à l'appui des conclusions précitées, il soutient, en substance, que la décision du 12 août 2019 de l'intimée confinerait à une application arbitraire de l'art. 52 LAVS (loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l’assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10) et allègue au reste qu'il « n'a[vait] plus les capacités psychiques pour traiter son administratif » lorsque cette décision lui a été notifiée (cf. acte du 28 novembre 2024, all. 12), qu'il a par ailleurs requis d'être mis au bénéfice de l'assistance judiciaire dans le cadre de la présente cause ; considérant que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA [loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), que la reconsidération d'une décision ou d'une décision sur opposition entrée en force peut être examinée par l'assureur social d'office ou à la demande de la personne concernée (Margit Moser-Szeless, art. 53 LPGA, in Anne-Sylvie Dupont / Margit Moser-Szeless (édit.), Commentaire romand – Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, no 88 ad art. 53 LPGA), que l'assureur social n'est pas tenu de reconsidérer les décisions qui réalisent les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA, que la faculté de l'assureur social de reconsidérer ou non sa décision a pour corollaire qu'il n'existe pas de droit à la reconsidération que l'assuré pourrait faire valoir en justice, qu'en d'autres termes, si l'administration rend une décision de non-entrée en matière sur une demande de reconsidération présentée par la personne assurée, voire ne rend pas de décision, aucune voie de droit n'est ouverte et le refus d'entrer en matière ne peut pas faire l'objet d'un contrôle en justice (ATF 133 V 50 conisd. 4.1 ; TF 8C_866/2009 du 27 avril 2010 consid. 2), que la nullité d'une décision peut cependant être invoquée en tout temps, devant toute autorité et doit être constatée d'office (TF 9C_333/2007 du 24 juillet 2008 consid.”
“2 ATSG auf eine formell rechtskräftige Verfügung bei Fehlen eigentlicher Revisionsgründe zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist, wobei es sich hierbei um eine «Kann-Vorschrift» handelt, weshalb das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 Ingress, E. 4.2.1; Urteil des BGer 9C_91/2023 vom 12. April 2023 E. 3.2 m.H.), dass das Nichteintreten des Versicherungsträgers auf ein Wiedererwägungsgesuch auch in einfacher Briefform ohne Rechtsmittelbelehrung zulässig ist und die versicherte Person somit keinen Anspruch auf eine formelle Verfügung hat (vgl. Urteil des BGer I 896/06 E. 4.1 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.3), dass, wenn der Versicherungsträger mit formeller Verfügung auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht eintritt, keine Einsprachemöglichkeit im Sinne von Art. 52 Abs. 1 ATSG besteht (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1.3, 4.2.2; Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG [nachfolgend: ATSG-Kommentar], 4. Aufl. 2020, Art. 53 ATSG N. 85), dass somit kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht - unabhängig davon, ob das Nichteintreten des Versicherungsträgers mittels formlosem Schreiben, formeller Verfügung oder Einspracheentscheid erfolgt ist (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 Ingress, E. 4.2.1; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 53 ATSG N. 69), dass daher, soweit beschwerdeweise beantragt wird, dass das Gericht die SAK zu einer Wiedererwägung der Verfügung vom 16. Oktober 2020 verpflichte, auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, dass die Beschwerde auch dahingehend verstanden werden könnte, dass das Gericht eine Wiedererwägung der Verfügung vom 16. Oktober 2020 vornehme, dass in Bezug auf solche materiellen Anträge des Beschwerdeführers nicht einzutreten ist, da im E-Mail vom 11. November 2022 diesbezüglich kein (materieller) Entscheid (weder Verfügung noch Einspracheentscheid) ergangen ist, und es damit an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt, dass der Vollständigkeit halber festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer gemäss den vorinstanzlichen Akten erst mit Schreiben vom 14.”
Conformément à l'art. 53 al. 3 LPGA, l'organe d'assuranÎ peut réviser une décision ou une décision rendue en matière d'opposition contre laquelle un recours a été formé, jusqu'à l'envoi de son avis (préavis) à l'autorité de recours (reformatio/reconsidération pendente lite). Si, par la nouvelle décision rendue dans ce cadre, le recourant obtient gain de cause dans son intégralité, l'intérêt à la protection juridique s'éteint; la procédure est dès lors considérée comme sans objet et l'affaire est, en pratique, radiée du rôle ou retirée de la procédure. (Voir la jurisprudenÎ relative à la reconsidération pendente lite et le Basler Kommentar sur l'art. 53 LPGA.)
“Der Versicherungsträger nimmt in diesem Rahmen - soweit nötig - weitere Abklärungen vor und überprüft die eigenen Anordnungen aufgrund des vervollständigten Sachverhalts. Daher ist es nach Massgabe der Organisation der Verwaltung allenfalls erforderlich und im Übrigen auch sinnvoll, die Einsprache durch eine andere als die im Verfügungsverfahren zuständig gewesene Person oder Einheit behandeln zu lassen. Bei Erhebung einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren erst durch den Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung ersetzt. Will ein Versicherer dem Einsprachebegehren im Wesentlichen entsprechen, hat er ferner die Möglichkeit, die einspracheweise angefochtene Verfügung zu widerrufen, eine neue Verfügung zu erlassen und festzustellen, dass die Einsprache gegenstandslos geworden ist. In dieser neuen Verfügung, welche wiederum der Einsprache unterliegt, wird auch über allfällige nicht gegenstandslos gewordene Punkte befunden (Thomas Flückiger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 98 zu Art. 53 ATSG mit Hinweisen). Diese Vorgabe entspricht der Wiedererwägung lite pendente (Art. 53 Abs. 3 ATSG) insofern, als ein Beschwerdeverfahren nur dann als gegenstandslos abgeschrieben werden kann, wenn die lite pendente erlassene neue Verfügung des Versicherungsträgers die Begehren der Beschwerde führenden Person vollumfänglich erfüllt und damit ihr Rechtsschutzinteresse entfällt (vgl. Kieser, a.a.O., Art. 53 Rz. 90).”
“, versées pour les mois de mai à juillet 2020, au motif de l’interruption de la formation professionnelle du recourant, que, par acte du 3 septembre 2020, reçu le 7 septembre 2020, le recourant, agissant par sa mère, a recouru à l’encontre de cette décision auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant implicitement à son annulation, que, par réponse du 14 octobre 2020, l’intimé a indiqué qu’après examen de la situation, il avait procédé à l’annulation de la décision de restitution litigieuse du 6 août 2020 et avait rendu en place une nouvelle décision 8 octobre 2020 qui remplaçait la précédente et prévoyait le versement ininterrompu de la rente pour enfant à compter du 1er mai 2020, donnant ainsi entièrement raison à la partie recourante, que l’intéressé proposait dès lors de considérer que le recours était devenu sans objet ; attendu qu’aux termes de l’art. 56 al. 1 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 LAI (loi fédérale du 19 juin 1959 sur l’assurance-invalidité ; RS 831.20), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, interjeté dans le respect du délai légal de trente jours - compte tenu de la suspension du délai durant les féries estivales (art. 38 al. 4 let. b LPGA) - suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA) a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; attendu que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’occurrence, la nouvelle décision pendente lite de l’intimé du 8 octobre 2020 donne entièrement droit aux conclusions du recourant, tel qu’indiqué d’ailleurs par l’intimé dans sa réponse du 14 octobre 2020, que, partant, il convient de constater que cette reconsidération vide effectivement le litige de son objet et que la cause doit être radiée du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art. 82 et 94 al. 1 let. d LPA-VD (loi vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36), qu’un juge unique du tribunal cantonal est compétent pour statuer (art. 94 al. 1 let. c LPA-VD), qu’il se prononce également sur les frais et dépens (art.”
“b LPGA notamment) ; que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont / Moser Szeless (éd.), Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n°101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, dans le dernier délai imparti au 30 mars 2021 par le juge instructeur, dans son ordonnance du 8 février 2021, l’intimée a rendu une décision de reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, annulant la décision sur opposition litigieuse du 11 novembre 2013, que cette décision sur reconsidération fait entièrement droit à la conclusion du recourant contenue dans son acte de recours du 11 décembre 2013, confirmée ensuite dans sa réplique du 6 mai 2014, tendant à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse, qu’il y a ainsi lieu de prendre acte de la décision sur reconsidération du 30 mars 2021 et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art. 82 et 94 al. 1 let. d LPA-VD, qu’un juge unique du tribunal cantonal est compétent pour statuer (art. 94 al. 1 let. c LPA-VD), qu’il se prononce également sur les frais et dépens (art. 91 LPA-VD, par renvoi de l’art. 99 LPA-VD), qu’en l’espèce, il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA, en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, applicable conformément à l’art.”
Les réexamens au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA doivent être effectués par une décision et non par une nouvelle décision sur opposition. Lorsqu'une décision de cessation antérieure ayant forÎ de chose jugée existe, une décision ultérieure ne peut pas simplement lui être contraire ; l'ancienne décision aurait dû être annulée préalablement. Pour déterminer si une décision formellement définitive est manifestement erronée, c'est le dispositif de la décision (et non principalement sa motivation) qui importe. Si la motivation initiale est remplacée par une autre (motif substitué), cela peut rendre nécessaire l'audition des parties.
“Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG können einzig formell rechtskräftige Einspracheentscheide in Wiedererwägung gezogen werden. Zieht der Versicherungsträger den Einspracheentscheid in Wiedererwägung, hat dies in Nachachtung von Art. 49 Abs. 1 ATSG aber nicht mittels eines neuen Einspracheentscheids, sondern durch eine neue Verfügung zu erfolgen, die ihrerseits wiederum der Einsprache unterliegt. Nicht anders verhält es sich im Rahmen einer Revision von Art. 53 Abs. 1 ATSG oder in jenen Fällen, in welchen das kantonale Versicherungsgericht in Aufhebung eines Einspracheentscheids die Streitsache an die Vorinstanz zur ergänzenden Abklärung des Sachverhalts und anschliessend zum Erlass einer neuen Verfügung zurückweist. Die Verwaltung ist in seinem solchen Fall nicht nur in Nachachtung von Art. 49 Abs. 1 ATSG zum Erlass einer Verfügung verpflichtet ist, sondern gar nicht erst befugt, einen zuvor durch das Gericht aufgehobenen Einspracheentscheid zu ersetzen. Hintergrund bildet der sogenannte Devolutiveffekt (BGE 136 V 5), wonach die Behandlung einer Streitsache mit der Einreichung einer Beschwerde stets auf die Beschwerdeinstanz übergeht.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 05.07.2022 Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG. Unzulässigkeit sich wiedersprechender Verfügungen; vorgängige Aufhebung der bestehenden rechtswidrigen Verfügung. Liegt eine formell rechtskräftige, verbindliche Einstellungsverfügung per 30. September 2020 vor, kann später nicht per 1. Oktober 2020 verfügungsweise wieder jene Leistung zugesprochen werden, die Gegenstand der Einstellungsverfügung gebildet hat, weil sich diese beiden Verfügungen diametral widersprechen würden. Vorab hätte die Einstellungsverfügung per 30. September 2020 gestützt auf entweder Art. 53 Abs. 1 ATSG oder Art. 53 Abs. 2 ATSG aufgehoben werden müssen. Das ist aber nicht geschehen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. Juli 2022, IV 2021/199). Entscheid vom 5. Juli 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger Geschäftsnr. IV 2021/199 Parteien A.___, Beschwerdeführer, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, am Verfahren beteiligt B.___, Beigeladene, Gegenstand Kinderrente (für Tochter B.___)”
“Die Vorinstanz qualifizierte diesen Widerspruch als zweifellose Unrichtigkeit der Verfügungen und erkannte daher auf die Zulässigkeit einer Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Die Beschwerdeführerin macht geltend, eine zweifellose Unrichtigkeit der Verfügungen sei nicht gegeben. Der Argumentation der Vorinstanz, dass die Begründung nicht dem Willen der Verwaltung entsprochen habe, könne nicht gefolgt werden, weil nicht die Begründung, sondern das Dispositiv der (bereits rechtskräftigen) Verfügungen massgeblich sei.”
“Contrairement à ce que soutient l'office recourant, la juridiction cantonale ne s'est pas prononcée sur le point de savoir si les conditions d'une révision (art. 17 al. 1 LPGA) ou d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) étaient en l'espèce remplies. Elle a examiné et jugé que la suppression de la rente ne pouvait pas intervenir en application des règles sur la reconsidération des décisions formellement entrées en force (art. 53 al. 2 LPGA). Si elle a envisagé une substitution de motifs, en rappelant notamment la règle posée par l'art. 31 al. 1 LAI, selon laquelle une amélioration du revenu dépassant 1500 fr. par an permet une révision de la rente conformément à l'art. 17 al. 1 LPGA, elle n'a cependant pas examiné si les conditions de ces dispositions étaient réalisées, ni partant constaté les faits y relatifs. Elle a retenu que l'office AI n'avait pas soutenu que l'éventualité d'une révision était réalisée, ni ne s'était prévalu d'une révision procédurale. A cet égard, l'office AI a motivé sa réponse au recours du 8 octobre 2019 en se référant uniquement aux conditions de la reconsidération, sans invoquer la possibilité d'une révision au sens de l'art. 17 LPGA. Aussi, les premiers juges n'ont-ils pas examiné la suppression de la rente en substituant une autre motivation à celle de l'administration, ce qui aurait au demeurant exigé, le cas échéant, d'entendre les parties sur ce point (cf. ATF 125 V 368 consid. 4 p. 370).”
Une reprise au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut être applicable lorsque, en raison de fausses déclarations et d'un comportement trompeur du bénéficiaire, une rente doit être qualifiée de «manifestement erronée».
“Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach die Weiterausrichtung der Rente infolge falscher Angaben und täuschenden Verhaltens des Beschwerdeführers zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG war, werden von diesem nicht grundsätzlich infrage gestellt und vermögen zu überzeugen. In diesem Zusammenhang erübrigen sich Weiterungen zur Meldepflichtverletzung und der entsprechenden Sanktionierungsmöglichkeit (Art. 88 bis Abs. 2 lit. b IVV).”
LPGA, art. 53 n. 94 Si une décision visée à l'art. 53 al. 3 LPGA est remplacée pendente lite uniquement de manière partielle, la procédure se poursuit quant aux points demeurant contestés ; une nouvelle contestation de la décision modifiée n'est pas nécessaire.
“Les décisions et les décisions sur opposition prises par les caisses cantonales de compensation peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du canton où la caisse de compensation a son siège (art. 56 al. 1 LPGA et 84 LAVS), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a de la loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative [LPA-VD ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), les recours sont recevables. 2. a) Le litige porte sur le bien-fondé de la révision procédurale à laquelle a procédé l’intimée, respectivement le bien-fondé de la restitution par les recourants des montants de 35’450 fr., respectivement 35’510 fr., correspondant aux rentes de l’assurance-vieillesse et survivants (ci-après : l’AVS) qu’ils auraient indûment perçues entre le 1er juin 2017 et le 31 mai 2022. b) L’intimée a reconsidéré pendente lite les décisions sur opposition litigieuses du 14 juin 2022 en les annulant et les remplaçant par deux nouvelles décisions sur opposition rendues le 4 août 2022 (cf. art. 53 al. 3 LPGA). Dans le cas où, comme en l’espèce, les nouvelles décisions ne font pas entièrement droit aux conclusions des parties recourantes, la procédure se poursuit à propos de ce qui reste litigieux, sans qu’il soit nécessaire de recourir contre les nouvelles décisions (ATF 113 V 238). 3. a) A titre préliminaire, on peut se demander si la caisse intimée a respecté en l’espèce les garanties procédurales offertes aux assurés. b/aa) Aux termes de l’art. 49 al. 3 LPGA, l’assureur doit motiver ses décisions si elles ne font pas entièrement droit aux demandes des parties. Cette obligation, qui découle également du droit d’être entendu, garanti par l’art. 29 al. 2 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 (Cst. ; RS 101), a pour but que la personne destinataire de la décision puisse la comprendre, la contester utilement s’il y a lieu et que l’instance de recours soit en mesure, si elle est saisie, d’exercer pleinement son contrôle. Pour répondre à ces exigences, l’autorité doit mentionner, au moins brièvement, les motifs qui l’ont guidée et sur lesquels elle a fondé sa décision, de manière à ce que la personne concernée puisse se rendre compte de la portée de celle-ci et l’attaquer en connaissance de cause.”
“1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-vieillesse et survivants (art. 1 al. 1 LAVS [loi fédérale du 20 décembre 1946 sur l’assurance-vieillesse et survivants ; RS 831.10]). Les décisions et les décisions sur opposition prises par les caisses cantonales de compensation peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances du canton où la caisse de compensation a son siège (art. 56 al. 1 LPGA et 84 LAVS), dans les trente jours suivant leur notification (art. 60 al. 1 LPGA). b) En l’occurrence, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent (art. 93 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36]) et respectant les autres conditions formelles prévues par la loi (art. 61 let. b LPGA notamment), le recours est recevable. c) Vu la valeur litigieuse inférieure à 30'000 fr., la cause est de la compétence du juge unique (art. 94 al. 1 let. a LPA-VD). 2. a) Selon l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours. Si la nouvelle décision fait entièrement droit aux conclusions de la partie recourante, elle rend la procédure de recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle. Dans le cas contraire, la procédure se poursuit à propos de ce qui reste litigieux, sans qu’il soit nécessaire de recourir contre la nouvelle décision (ATF 113 V 238). b) En l’occurrence, par décisions des 21 et 23 août 2024, l’intimée a annulé et remplacé les décisions litigieuses du 17 avril 2023, estimant que l’affiliation du recourant auprès d’elle s’était clôturée le 31 décembre 2021. Dès lors, au vu de la reconsidération pendente lite des décisions attaquées, le litige a pour objet le montant des cotisations dues par le recourant sur les revenus réalisés en qualité d’indépendant en 2020 et 2021, ainsi que le montant des intérêts moratoires dus sur la somme à payer.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 93 Sont considérés comme «nouveaux», au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, les faits ou moyens de preuve qui existaient déjà à l'époque où, dans la procédure principale, il était encore procéduralement admissible de présenter des allégations de fait, mais qui sont restés inconnus du requérant en révision malgré une diligenÎ suffisante. Cela correspond à la doctrine dite des «noven inauthentiques».
“Was die prozessuale Revision betrifft, müssen formell rechtskräftige Verfügungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4.”
“3, 5 et 8 de l’ordonnance du 3 mars 1997 sur la prévoyance professionnelle obligatoire des chômeurs (RS ; 837.174) ; ** Cf. art 19a ss de la loi du 5 juillet 2005 sur l’emploi (LEmp ; BLV 822.11). e) Il s’ensuit que la recourante pouvait prétendre à une indemnité de chômage de 1'098 fr. 40 pour le mois de janvier 2019, de 1'258 fr. 25 pour le mois de février 2019 et de 330 fr. 35 pour le mois de juin 2019. 8. Il y a lieu ensuite d’examiner la problématique de la restitution des prestations versées à la recourante au cours de la période litigieuse. a) Aux termes de l’art. 25 al. 1, 1ère phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. b) L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une reconsidération (caractère sans nul doute erroné de la décision et importance notable de la rectification) ou d'une révision procédurale de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 consid. 5.2 et les références). aa) Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). bb) Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable.”
“31]), die Revision von Entscheiden wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen gewährleistet sein muss, wobei die Ausgestaltung des Revisionsverfahrens dem kantonalen Recht überlassen ist (Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage 2020, Art. 61 N. 250); dass der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» gleich auszulegen ist wie bei der Revision formell rechtskräftiger Verfügungen und Einspracheentscheide nach Art. 53 Abs. 1 ATSG und der Revision eines Bundesgerichtsurteils nach Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110); dass diejenigen Tatsachen «neu» sind, die sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren (unechte Noven); die Geltendmachung echter Noven, also von Tatsachen, die sich erst nach Ausfällung des Urteils, das revidiert werden soll, zugetragen haben, ist ausgeschlossen (Urteil BGer 8C_714/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 2 mit weiteren Hinweisen); dass auch der in Art. 53 Abs. 1 ATSG verwendete Begriff «entdecken» betont, dass es sich um neue Tatsachen handeln muss, die im Zeitpunkt der Entscheidfällung bereits vorlagen, indessen (noch) nicht bekannt waren, womit der Gesetzgeber die allgemeine Auffassung übernommen hat, dass der Revisionsgrund voraussetzt, dass die «neue Tatsache» bei Fällung des Entscheids bereits bestanden haben musste (Kieser, Art. 53 N. 24); dass die Revision als ausserordentliches Rechtsmittel nicht dazu dienen kann, Fehler und Unterlassungen der Prozessparteien nachträglich zu korrigieren (Urteile BGer 8C_714/2016 vom 16. Dezember 2016 E. 4.2.2; 8C_200/2020 vom 5. Juni 2020 E. 5.2.1; vgl. auch Kieser, Art. 61 N. 251); dass sich die Gesuchstellerin im konkreten Fall nicht auf eine neue Tatsache beruft, die bereits im Zeitpunkt des zu revidierenden Urteils vom 25. September 2020 vorgelegen hat, erfolgte doch die Anmeldung als Selbständigerwerbende am 16. November 2020 und ihre Erfassung als solche am 16. Dezember 2020; dass auch die Tatsache, dass die Gesuchstellerin rückwirkend per 1.”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2). Der Begriff «neue Tatsachen oder Beweismittel» ist bei der (prozessualen) Revision eines Verwaltungsentscheides nach Art. 53 Abs. 1 ATSG gleich auszulegen wie bei der Revision eines kantonalen Gerichtsentscheides gemäss Art. 61 lit. i ATSG oder bei der Revision eines Bundesgerichtsurteils gemäss Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG (BGE 144 V 245 E. 5.1 mit Hinweisen, 143 V 105 E. 2.3). Im Rahmen von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind Tatsachen neu, wenn sie sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung oder des Einspracheentscheides verwirklicht haben, jedoch dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, das heisst sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 144 V 245 E. 5.2 und Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2017 vom 22. August 2017 E. 7.1). Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 92 En cas de prestations indûment accordées, il convient de vérifier si les conditions permettant un retour conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies ; ce n'est qu'alors qu'un éventuel remboursement pourra être envisagé.
“4 de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA - RS 830.11), la restitution entière ou partielle des prestations allouées indûment, mais reçues de bonne foi, ne peut être exigée si l’intéressé se trouve dans une situation difficile (al. 1). La demande de remise doit être présentée par écrit ; qu’elle doit être motivée, accompagnée des pièces nécessaires et déposée au plus tard trente jours à compter de l’entrée en force de la décision de restitution (al. 4). La remise fait l’objet d’une décision (al. 5). Selon l'art. 25 al. 2 LPGA, dans sa teneur – applicable en l’occurrence – depuis le 1er janvier 2021, le droit de demander la restitution s'éteint trois ans après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Si la créance naît d'un acte punissable pour lequel le droit pénal prévoit un délai de prescription plus long, celui-ci est déterminant. L'obligation de restituer implique que soient réunies les conditions d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (cf. ATF 130 V 318 consid. 5.2). Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont "nouveaux" au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers.”
Après l'expiration du délai d'opposition contre une décision qui est ensuite devenue formellement définitive, ou dès que la décision n'est plus contestée, une demanÞ de remboursement exigée par l'assureur ne peut être invoquée que dans les conditions strictes d'une procédure de réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) ou d'une procédure de révision. Selon la jurisprudenÎ mentionnée, une simple réclamation fondée sur une erreur constatée postérieurement est donc exclue.
“1), le droit de l’intimée d’exiger la restitution n’était en l’espèce pas frappé de péremption, singulièrement au vu de la jurisprudence constante du Tribunal fédéral, à teneur de laquelle si la restitution est imputable à une faute de l’administration, le délai de péremption ne commence pas à courir au moment où l’erreur a été commise, mais au moment où l’administration aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l’occasion d’un contrôle) se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l’attention requise (ATF 124 V 380 consid. 1 ; TF 8C_689/2016 du 5 juillet 2017 consid. 1). b) Pour qu’une restitution se justifie, il importe que des prestations aient été versées indûment, c’est-à-dire sur la base d’une constatation erronée des faits déterminants et/ou en violation des normes juridiques applicables. Le point de savoir si ces prestations ont été allouées de manière indue doit être examiné objectivement, en ce qui concerne tant les faits déterminants que le droit applicable (cf. Boris Rubin, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, Genève/Zurich/Bâle 2014, p. 610 no 10 ad art. 95). Une prestation accordée sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peut être répétée que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont réalisées (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Ce principe s’applique également lorsque les prestations à restituer n’ont pas été allouées par une décision formelle, mais par une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA, comme c’est le cas en l’espèce (ATF 129 V 110). Après un laps de temps correspondant au délai d’opposition contre une décision formelle, l’administration ne peut demander la restitution des prestations allouées par une décision selon l’art. 51 LPGA et non contestée qu’aux conditions de la reconsidération ou de la révision procédurale (ATF 129 V 110 ; Rubin, op. cit, p. 612 no 16 ad art. 95). Par contre, aussi longtemps que les prestations accordées n’ont pas acquis force de chose décidée, l’autorité compétente peut les exiger en restitution sans que soient réalisées les conditions alternatives de la reconsidération ou d’une révision procédurale (ATF 122 V 367 ; Rubin, op. cit., p. 612 no 15 ad.”
Citation : LPGA art. 53 n. 90 Charge de la preuve et caractère pertinent : le requérant doit exposer et prouver les faits nouveaux et pertinents. Un moyen de preuve est réputé pertinent s'il est susceptible, s'il avait été porté à la connaissanÎ de l'administration dans la procédure antérieure, d'avoir entraîné une décision différente. Ne sont pas considérés comme « nouveaux » au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA les rapports ou pièces probantes qui se trouvaient déjà dans le dossier au moment de la décision sur l'opposition.
“Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind. Erheblich ist ein Beweismittel, wenn anzunehmen ist, es hätte zu einem anderen Entscheid geführt, falls die Verwaltung im früheren Verfahren davon Kenntnis gehabt hätte. Ausschlaggebend ist, dass das Beweismittel nicht bloss der Sachverhaltswürdigung, sondern der Sachverhaltsfeststellung dient. Es bedarf dazu neuer Elemente tatsächlicher Natur, welche die Entscheidungsgrundlagen als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (vgl. BGE 143 V 105 E. 2.3, 138 V 324 E. 3.2, je mit Hinweisen). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat im (prozessualen) Revisionsverfahren der Gesuchsteller die erhebliche neue Tatsache nachzuweisen (BGE 127 V 353 E. 5b; statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_291/2015 vom 12. Juni 2015 E. 3.2 mit Hinweisen). Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung resp. des Einspracheentscheides zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen).”
“La révision suppose ainsi la réalisation de cinq conditions: 1) le requérant invoque un ou des faits; 2) ce ou ces faits sont "pertinents", dans le sens d'importants ("erhebliche"), c'est-à-dire qu'ils sont de nature à modifier l'état de fait qui est à la base du jugement et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte; 3) ces faits existaient déjà lorsque le jugement a été rendu: il s'agit de pseudo-nova (unechte Noven), c'est-à-dire de faits antérieurs au jugement ou, plus précisément, de faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables; 4) ces faits ont été découverts après coup ("nachträglich"), soit postérieurement au jugement ou, plus précisément, après l'ultime moment auquel ils pouvaient encore être utilement invoqués dans la procédure principale; 5) le demandeur n'a pas pu, malgré toute sa diligence, invoquer ces faits dans la procédure précédente (voir ATF 144 V 258 consid. 2.1; 143 III 272 consid. 2.2 et les références; arrêt TF 8C_562/2019 du 16 juin 2020 consid. 3.2). La question de savoir si le motif allégué remplit les conditions posées pour une révision ne concerne pas la recevabilité de la demande; en effet, il est évident que si un motif de révision est réalisé, la demande n'est pas simplement recevable, mais doit être admise (voir arrêt TF 4C.111/2006 du 7 novembre 2006 consid. 1.1 et les références). 2.3. La révision procédurale d’une décision administrative, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, est soumise aux délais prévus par l'art. 67 al. 1 PA, applicable par renvoi de l'art. 55 al. 1 LPGA, à savoir un délai relatif de 90 jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (arrêts TF 8C_434/2011 consid. 3; U 43/05 du 31 octobre 2005 consid. 2 et les références). Conformément à la pratique, le délai relatif de 90 jours commence à courir dès le moment où le demandeur dispose d’une connaissance suffisamment sûre des pseudo-nova qu’il invoque (« sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache […] vorhanden ist ») et non pas à partir du moment où il est en mesure d’en apporter la preuve certaine. De simples suppositions ou des rumeurs ne suffisent par contre pas et ne sont pas susceptibles de faire débuter le délai (ATF 143 V 105 consid. 2.4, arrêt TF 9C_2/2018 du 1er mars 2018 consid. 4) La question du respect du délai relatif de 90 jours dès la découverte du motif de révision relève de la recevabilité de la demande de révision.”
“13) zu Recht ausführte, lagen die von der Beschwerdeführerin als neue Tatsachen und Beweismittel aufgeführten Berichte im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 11. August 2017 bereits wie folgt vor: - Berichte von Prof. Dr. med. A.___, Facharzt für Radiologie, vom 27. Juli 2016 (Urk. 14/M13), 9. September 2016 (Urk. 14/M11) und vom 25. November 2016 (Urk. 14/M41) - Bericht des Spitals B.___ von Prof. Dr. med. C.___ und Dr. med. D.___ vom 27. September 2016 (Urk. 14/M10) - Berichte von pract. med. E.___ vom 30. September 2016 (Urk. 14/M14) und 2. Januar 2017 (Urk. 14/M44, S. 2) - Bericht der Zahnärztin Dr. F.___, Fachzahnarzt für Oralchirurgie vom 16. Januar 2017 (Urk. 15/A90/B4) Da die von der Beschwerdeführerin genannten Berichte bei Erlass des Einspracheentscheides vom 11. August 2017 bereits in den Akten lagen, ist nicht einzusehen, inwiefern es sich dabei um neue Beweismittel handeln sollte. Im Übrigen ergibt sich bereits aus den von der Beschwerdeführerin aufgeführten Daten, dass die Berichte vor Erlass des Einspracheentscheids erstellt wurden, weshalb sich diese nicht als neue Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG eignen. Die Beschwerdeführerin legte zudem psychiatrische Berichte sowie einen Bericht einer Fachärztin für Innere Medizin auf (Urk. 9/Q-S, Urk. 9/U). Diese Berichte datieren vom Jahr 2019, und damit nach Entscheiderlass. Die Fachärzte äusserten sich darin zu den von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden sowie zu den von ihnen gestellten Diagnosen. Eine Stellungnahme zu einem allfälligen Zusammenhang mit dem im Jahr 2016 erlittenen Unfall findet sich darin jedoch nicht. In einem Bericht wird sogar explizit darauf hingewiesen, es sei mit der Patientin besprochen worden, dass nicht beurteilt werden könne, ob und in welchem Ausmass es durch den Sturz zu einer hirnorganischen Schädigung gekommen sei bzw. welcher Anteil der Störung psychogen sei (Urk. 9/R). Daher lässt sich aus diesen Berichten nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin herleiten. Gleiches gilt für die Aussage von Dr. A.___ vom 2. August 2019 (Urk. 6/3), wonach er der Beschwerdeführerin eine Abklärung in einem spezialisierten Traumazentrum empfahl.”
LPGA art. 53 n° 89 En vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'institution d'assuranÎ peut, dès qu'elle a connaissanÎ d'une transaction, réclamer le remboursement des prestations déjà versées.
“Die an die Versicherte wie auch an die Gemeinde Maur ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung erfolgte durch die fehlende Leistungspflicht der Arbeitslosenversicherung demnach zu Unrecht. Hierauf konnte die Arbeitslosenkasse - nachdem sie vom Abschluss des Vergleichs zwischen den Krankentaggeldversicherer und der Versicherten Kenntnis erhalten hatte - unter dem Titel der Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) zurückkommen (vgl. BGE 142 V 448 E. 5.4 S. 456) und die Rückerstattung der an die Gemeinde Maur und die Versicherte geleisteten Beträge verlangen. Somit durfte sie die vom 1. September 2016 bis 23. August 2017 ausgerichtete Arbeitslosenentschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 33'029.20 zurückfordern, davon Fr. 19'829.75 von der Sozialbehörde der Gemeinde Maur, an welche A.________ die Taggeldleistungen bis Ende März 2017 abgetreten hatte (Abtretungserklärung vom 8. Oktober 2015), und Fr. 13'199.45 von der Versicherten für ab 1. April 2017 direkt erhaltene Arbeitslosenentschädigung.”
Citation : LPGA art. 53 n. 88 Des décisions antérieures devenues formellement définitives, qui n'ont pas été contestées dans les délais, ne peuvent en principe plus être remises en cause. Elles ne peuvent être contestées que dans le cadre d'une révision procédurale ou d'un réexamen, ou pour des motifs de révision de nature procédurale ; cela exige en règle générale des faits nouveaux et révélateurs ou des vices de procédure. Il convient de signaler qu'en cas de contestation tardive, une exigenÎ de déchéanÎ ou de forclusion s'impose.
“1 ci-avant), les bases de calcul pour le nouveau montant de la rente (échelle de rente et revenu annuel moyen déterminant) restent dès lors les mêmes que celles appliquées pour la rente allouée jusque-là. Elles ont été fixées dans la décision du 17 mars 2016. Par le biais de l'OAI, la Caisse de compensation y retenait, en particulier, le nombre d'années de cotisations pertinentes (19 ans et 2 mois), la classe d'âge applicable (26 ans) ainsi que l'échelle de rente (33) en découlant et à prendre en compte (dossier OAI, p. 758). Cette décision n'a pas été contestée par l'assuré à l'époque, bien qu'il était alors déjà représenté par un avocat. Elle possède ainsi force de chose jugée. Elle ne peut aujourd'hui être remise en question – y compris pour l'avenir – que par le biais d'une révision procédurale ou d'une reconsidération. Même si l'on devait considérer le présent recours comme une requête dans ce sens, force est de constater que le recourant n'apporte aucun élément permettant de conclure à l'existence de motifs de révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA), de reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou de révision (art. 105 du code fribourgeois du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative, CPJA; RSF 150.1). En particulier, il ne fait état d'aucun fait ou moyen de preuve nouveau, ni n'affirme que la prétendue erreur de calcul de la Caisse de compensation – pour autant qu'il y en ait une puisque l'assuré n'avait pas demandé à bénéficier des dispositions de la Convention de sécurité sociale du 11 septembre 1975 entre la Suisse et le Portugal à l'époque (cf. ATF 142 V 112 consid. 4) – soit manifeste. Il est au demeurant évident que le délai de 90 jours (art. 106 CPJA; cf. ATF 143 III 272 consid. 2.2) pour obtenir la révision d'une décision administrative est désormais échu, étant par exemple constaté l'échange survenu entre l'OAI et l'ancien mandataire en mai 2016 (cf. dossier OAI, p. 809). Le recourant est dès lors forclos lorsqu'il demande la réévaluation du montant de sa rente. En d'autres termes, en ne contestant pas en temps utile la décision du 17 mars 2016 fixant les bases de calcul de sa rente, le recourant a renoncé à se prévaloir des dispositions de la convention bilatérale et choisi de percevoir une rente partielle de la Suisse et du Portugal.”
LPGA art. 53 n. 87 Si l'organisme d'assuranÎ annonÎ ou procèÞ à un réexamen et que le recourant l'accepte (même tacitement/implicitement), le recours devient en règle générale sans objet et l'affaire peut être radiée du rôle. Les questions de transfert des frais ou d'attribution des dépens peuvent, dans de tels cas, être tranchées séparément (l'octroi, la suppression ou la fixation des dépens dépend des circonstances de chaque cas).
“________, par l’intermédiaire de son conseil, Me Hofstetter, conclut à son annulation, dans la mesure où la Caisse n’a nullement motivé l’obligation de restitution à hauteur de 12'950 francs, vu la réponse du 11 juin 2019, la Caisse préavisant au rejet du recours ainsi qu’au maintien de la décision attaquée, vu l’échange d’écriture qui s’en est suivi, vu qu’à l’occasion de l’audience d’instruction tenue le 27 octobre 2020, la Caisse a consenti à la reconsidération des décisions du 29 octobre 2018, tant par soucis de clarification que par respect du droit d’être entendu du recourant, vu qu’à cette occasion, le conseil du recourant a pris acte de la reconsidération prochaine des décisions entreprises et a conclu à l’allocation de dépens, vu les pièces au dossier ; attendu que selon l’art. 56 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LPC (loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI ; RS 831.30), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, déposé en temps utile, est recevable en la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA) ; attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en annonçant, à l’occasion de l’audience du 27 octobre 2020, l’émission prochaine de décisions de reconsidération vouées à remplacer et annuler les décisions du 29 octobre 2018, objets de la présente procédure, que le recourant pourra cas échéant contester les décisions de reconsidération, qu’il y a ainsi lieu de prendre acte de la reconsidération à intervenir et de constater que la présente cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que le recourant – qui obtient partiellement gain de cause en ce sens que l’intimée s’est engagée à détailler plus en avant le calcul entrepris – a droit à une équitable indemnité à titre de dépens à la charge de l’intimée, dont il convient d’arrêter le montant à 1'200 fr.”
“________, représenté par Me Rébecca Grand, auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, par lequel il a conclu, à titre principal, à l’annulation de la décision sur opposition du 16 juillet 2020 et, à titre subsidiaire, à son renvoi à l’intimée pour complément d’instruction et nouvelle décision, le tout sous suite de dépens, vu la décision de reconsidération rendue par l’intimée le 13 novembre 2020, par laquelle elle a annulé sa décision du 21 avril 2020, vu l’écriture du même jour de l’intimée par laquelle elle a transmis à la Cour de céans cette nouvelle décision et requis que la cause soit rayée du rôle, vu l’avis de la juge instructrice du 18 novembre 2020 impartissant à l’avocate du recourant un délai au 30 novembre 2020 pour se déterminer sur l’allocation de dépens, vu le courrier de l’avocate du recourant du 23 novembre 2020, par lequel elle a requis l’allocation de dépens dès lors que la décision de reconsidération du 13 novembre 2020 faisait droit à l’intégralité de ses prétentions, vu les pièces du dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile compte tenu des féries estivales, est recevable à la forme (art. 38 al. 4 let. b, 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en revenant sur la décision attaquée par une nouvelle décision du 13 novembre 2020, que cette nouvelle décision fait droit à l’intégralité des prétentions du recourant, qu’il y a lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet par suite de la reconsidération opérée par l’intimée, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2000 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA), que le recourant, qui obtient gain de cause avec le concours d’un mandataire professionnel, a droit à une indemnité à titre de dépens à charge de l’intimée qu’il convient, compte tenu de la complexité du litige et des opérations effectuées, d’arrêter à 1'000 fr.”
“b LPGA notamment) ; que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, un assureur social peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont / Moser Szeless (éd.), Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n°101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions du recourant, elle rend le recours sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, dans le dernier délai imparti au 30 mars 2021 par le juge instructeur, dans son ordonnance du 8 février 2021, l’intimée a rendu une décision de reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA, annulant la décision sur opposition litigieuse du 11 novembre 2013, que cette décision sur reconsidération fait entièrement droit à la conclusion du recourant contenue dans son acte de recours du 11 décembre 2013, confirmée ensuite dans sa réplique du 6 mai 2014, tendant à l’annulation de la décision sur opposition litigieuse, qu’il y a ainsi lieu de prendre acte de la décision sur reconsidération du 30 mars 2021 et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle ; que le présent arrêt est rendu selon la procédure prévue par les art. 82 et 94 al. 1 let. d LPA-VD, qu’un juge unique du tribunal cantonal est compétent pour statuer (art. 94 al. 1 let. c LPA-VD), qu’il se prononce également sur les frais et dépens (art. 91 LPA-VD, par renvoi de l’art. 99 LPA-VD), qu’en l’espèce, il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires, la procédure étant gratuite (art. 61 let. a LPGA, en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020, applicable conformément à l’art.”
“________ SA à l’indemnité en cas de réduction de l’horaire de travail pour la période du 4 novembre 2020 au 13 février 2021, pour autant que les autres conditions du droit fussent remplies, vu le courrier du 14 avril 2021, dans lequel le Service de l’emploi a indiqué que la décision du 13 avril 2021 annexée faisait application de la législation en vigueur à compter du 20 mars 2021, tout en relevant avoir rendu la décision sur opposition du 10 février 2021 conformément au droit alors en vigueur, de sorte qu’elle ne saurait pâtir de cette modification législative en se voyant condamnée au versement de dépens en faveur de la société A.________ SA, vu le courrier d’A.________ SA du 20 avril 2021, informant la Cour de céans que le recours était devenu sans objet dans la mesure où la décision de reconsidération du 13 avril 2021 était conforme à la conclusion principale de son recours et concluant à l’octroi de dépens en sa faveur, vu les déterminations d’A.________ SA du 23 avril 2021, dans lesquelles elle a déclaré que la consultation d’un conseil justifiait l’octroi de dépens quand bien même la décision du 25 novembre 2020 avait été rendue en application de la législation en vigueur à cette date, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimé a fait usage de cette faculté en rendant le 13 avril 2021 une décision de reconsidération, par laquelle il a réformé la décision du 25 novembre 2020, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimé et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il reste à statuer sur les frais et les dépens (art. 91 LPA-VD, applicable par renvoi de l’art. 99 LPA-VD), qu’en l’espèce, il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires dans la mesure où la loi spéciale ne le prévoit pas (art.”
“________ pour la mise en œuvre d’une expertise puis nouvelle décision au sens des considérants, vu la décision de reconsidération rendue le 31 août 2021 par U.________, annulant et remplaçant la décision sur opposition du 28 avril 2021, par laquelle ladite caisse a admis l’opposition et pris en charge les prestations d’assurance-accidents jusqu’au 31 décembre 2020, vu le courrier du même jour d’U.________, désormais représentée par Me Patrick Moser, par lequel elle a rappelé que, par le biais de la décision de reconsidération du 31 août 2021, elle était entrée en matière sur l’ensemble des revendications d’A.________ et que, partant, la cause était devenue sans objet, vu le courrier d’A.________ du 21 septembre 2021 informant la Cour de céans que le recours était devenu sans objet et que la cause pouvait être rayée du rôle, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours, déposé en temps utile, est recevable à la forme (art. 60 et 61 let. b de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA ; RS 830.1]), qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en rendant le 31 août 2021 une décision de reconsidération, par laquelle elle a annulé et remplacé la décision du 28 avril 2021, que cette nouvelle décision fait droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération opérée par l’intimée et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c de la loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative (LPA-VD ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu qu’il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. fbis LPGA), ni d’allouer de dépens, la partie recourante ayant procédé sans mandataire qualifié (ATF 127 V 205 consid.”
“»; que par détermination du 30 juin 2021, le recourant admet implicitement le renvoi de la cause à l’Office de l’assurance-invalidité, mais il requiert la mise en œuvre par celui-ci d’une expertise bidisciplinaire psychiatrique et orthopédique, conformément aux conclusions de son recours; qu’il ajoute d’une part qu’aucune faute ne peut lui être imputée, pas plus qu’à son psychiatre traitant, et d’autre part que le renvoi de la cause à l’autorité intimée équivaut à un gain de cause, de telle sorte que les frais de la procédure et une indemnité de dépens doivent être mis à la charge de celle-ci; qu’invité à déposer d’ultimes remarques, l’Office de l’assurance-invalidité n’a pas fait usage de cette possibilité. que par détermination du 3 septembre 2021, le recourant produit un rapport médical établi le 13 juillet 2021 par son chirurgien orthopédique traitant. Il précise que l’état de son genou droit s’est aggravé depuis lors et que des examens sont actuellement en cours. que cette détermination a été transmise à l’Office de l’assurance-invalidité pour information; considérant qu'en vertu de l'art. 53 al. 3 LPGA, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, l'assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours a été formé; que la conclusion formulée par l’OAI dans ses observations du 19 avril 2021, tendant à ce que la cause lui soit renvoyée pour mise sur pied d’une expertise psychiatrique, peut être comprise comme une décision de reconsidération au sens de l’art. 53 al. 3 LPGA; qu’il ressort de la détermination du 30 juin 2021 que le recourant admet cette reconsidération, sous réserve de la nature de l’expertise à ordonner, qui devrait être selon lui une expertise bidisciplinaire en psychiatrie et en orthopédie, en lieu et place d’une expertise uniquement psychiatrique comme le propose l’Office de l’assurance-invalidité; qu’il en résulte que le recours est devenu pour l’essentiel sans objet, le litige subsistant uniquement sur la question de l’éventuel ajout d’un volet de chirurgie orthopédique à l’expertise psychiatrique qui devra en tout état de cause être mise en œuvre; qu’en matière d’assurances sociales, la procédure est régie par le principe inquisitoire, selon lequel il appartient à l’assureur d’établir d’office l’ensemble des faits déterminants et d’administrer, le cas échéant, les preuve nécessaires (voir art.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 86 L'assureur peut réexaminer la décision contestée jusqu'au moment où il prend position auprès de l'autorité de recours (art. 53 al. 3 LPGA). Il peut, sur la base de la jurisprudenÎ, rétablir l'effet suspensif. Si la décision ultérieure paraît satisfaire totalement le recourant, la procédure de recours devient sans objet et l'affaire doit être traitée comme réglée. Cependant, si la possibilité de réexamen disparaît à partir du moment où l'assureur a déjà envoyé sa prise de position à l'autorité de recours, il ne peut en principe plus prendre de décision de réexamen. La pratique admet toutefois qu'une nouvelle décision ultérieure, rendue dans le cadre d'un échange de courrier prévu ou ordonné après la première prise de position et qui satisfait entièrement le recourant, puisse être considérée comme efficaÎ et mettre ainsi fin à la procédure.
“TRIBUNAL CANTONAL PC 23/22 - 30/2022 ZH22.022907 COUR DES ASSURANCES SOCIALES _____________________________________________ Arrêt du 30 août 2022 __________________ Composition : Mme Berberat, juge unique Greffière : Mme Tagliani ***** Cause pendante entre : X.________, à [...], recourant, et Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS, à Vevey, intimée. _______________ Art. 53 al. 3 LPGA et 94 al. 1 let. c LPA-VD E n f a i t e t e n d r o i t : Vu la décision sur opposition du 6 mai 2022, rendue par la Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS (ci-après : l’intimée), confirmant la décision du 21 février 2022, supprimant le droit de X.________ (ci-après également : le recourant) aux prestations complémentaires, motif pris qu’il ne s’était pas confirmé à son obligation de renseigner et de collaborer à l’instruction de son dossier, vu l’acte du 8 juin 2022, par lequel X.________ a formé recours à l’encontre de la décision sur opposition précitée, par-devant la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, concluant à son annulation et au maintien de son droit aux prestations complémentaires, contestant pour l’essentiel qu’il ne se serait pas conformé à son obligation de renseigner et produisant un lot de douze pièces numérotées, vu la décision rendue le 8 août 2022 par l’intimée, acceptant de reconsidérer exceptionnellement la décision sur opposition du 6 mai 2022 et de rouvrir le droit partiel de l’intéressé aux prestations complémentaires à compter du 1er mars 2022, vu le courrier de l’intimée adressé à la Cour de céans le 8 août 2022, par lequel elle a produit la décision précitée et déclaré qu’elle avait procédé à une reconsidération pendente lite, en application de l’art.”
“Vu l’écriture de l’assuré du 5 janvier 2024, par laquelle il se déclare d’accord avec la suspension de la procédure, aux conditions énoncées par la caisse. Attendu en droit qu’aux termes de l’art. 14 al. 1 de la loi sur la procédure administrative, du 12 septembre 1985 (LPA - E 5 10), la procédure peut être suspendue lorsque son sort dépend de la solution d’une question de nature civile, pénale ou administrative pendante devant une autre autorité, jusqu’à droit connu sur ces questions. Qu’en l’occurrence, les parties se sont déclarées d’accord avec une suspension de la présente procédure, dans l’attente de l’issue de la procédure pénale en cours P/9292/2021, aux conditions prévues par l’intimée dans son écriture du 20 décembre 2023, soit moyennant le versement intégral de la rente jusqu’à l’issue de la présente procédure. Qu’il convient de constater que la caisse a reconsidéré la décision attaquée dans son écriture du 20 décembre 2023, en restituant l’effet suspensif au recours, ce qu’elle était en droit de faire (art. 53 al. 3 LPGA et ATAS/393/2021 du 29 avril 2021). Qu’au demeurant, il convient de prononcer la suspension de la présente procédure, jusqu’à l’issue de la procédure pénale en cours P/9292/2021. PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : Statuant sur incident 1. Suspend l’instruction de la cause en application de l’art. 14 al. 1 LPA, jusqu’à l’issue de la procédure pénale P/9292/2021. 2. Réserve la suite de la procédure. 3. Informe les parties de ce qu’elles peuvent former recours contre le présent arrêt dans un délai de 30 jours dès sa notification auprès du Tribunal fédéral (Schweizerhofquai 6, 6004 LUCERNE), par la voie du recours en matière de droit public, conformément aux art. 82 ss de la loi fédérale sur le Tribunal fédéral, du 17 juin 2005 (LTF - RS 173.110) ; le mémoire de recours doit indiquer les conclusions, motifs et moyens de preuve et porter la signature du recourant ou de son mandataire ; il doit être adressé au Tribunal fédéral par voie postale ou par voie électronique aux conditions de l'art.”
“Un calcul comparatif doit être établi pour les cas où des prestations complémentaires sont versées le 31 décembre 2020 et continueront vraisemblablement d’être versées après le 1er janvier 2021, ou lorsque des prestations complémentaires sont octroyées après l’entrée en vigueur de la réforme des PC avec effet rétroactif au mois de décembre 2020 ou à une date antérieure (ch. 2101 et 2102). 2.3 En l’espèce, la réforme des PC entraîne une diminution des prestations pour la recourante selon les calculs comparatifs de l’intimé, de sorte que l’ancien droit reste applicable à leur établissement jusqu’au 31 décembre 2023. Le droit sera ainsi cité selon sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2020. 3. Le litige porte sur le montant des prestations complémentaires du 1er janvier au 31 juillet 2023, et sur la restitution qui découle des nouveaux calculs auxquels l’intimé a procédé. On relèvera au vu de la proposition de l’intimé de renoncer à l’imputation d’un gain hypothétique dès février 2023 que selon l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé. A contrario, si l'assureur a déjà envoyé sa réponse, il ne peut plus reconsidérer sa décision (arrêt du Tribunal fédéral 8C_1/2011 du 5 septembre 2011 consid. 1.1 et les références). Si la nouvelle décision rendue pendente lite fait entièrement droit aux conclusions du recourant, en d'autres termes donne entière satisfaction à celui-ci, le recours devient sans objet et la cause doit être radiée du rôle, la décision y afférente de l’autorité de recours devant au surplus statuer sur les frais et dépens en tenant compte de l’intervention des deux parties. Dans le cas contraire, la procédure se poursuit à propos du litige, sans qu’il soit nécessaire de recourir contre la nouvelle décision (arrêt du Tribunal fédéral 8C_1036/2012 du 21 mai 2013 consid. 3.3). Dans un arrêt de principe du 29 avril 2021, la chambre de céans a modifié sa pratique relative à la reconsidération pendente lite en ce sens qu’une nouvelle décision de l’autorité intimée rendue après sa première réponse ou premier préavis, mais dans le cadre d’un échange d’écritures prévu par le droit de procédure ou ordonné par la chambre de céans, doit être considérée comme une décision dont il n’y a pas à contrôler la conformité au droit si elle donne entière satisfaction à la partie recourante (ATAS/393/2021 consid.”
La restitution des prestations perçues indûment suppose que la décision formellement définitive qui a fondé la prestation puisse être réexaminée au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. L'art. 53 al. 2 permet à l'institution d'assuranÎ de revenir sur des décisions formellement définitives ou des décisions rendues sur opposition lorsque celles-ci sont indubitablement erronées et que leur correction revêt une importanÎ considérable. Pour la question de la restitution, il convient donc d'examiner les mêmes conditions que pour le réexamen; des exceptions telles que la bonne foi et le cas de rigueur ainsi que les règles de prescription/d'extinction prévues à l'art. 25 LPGA doivent être appréciées séparément.
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind gemäss Art. 1 Abs. 1 ELG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG zurückzuerstatten (Satz 1); wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Satz 2). Art. 25 Abs. 1 ATSG knüpft die Rückerstattungspflicht an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer prozessualen Revision oder aus einer Wiedererwägung der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Im Rahmen einer Wiedererwägung kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG).”
“Aux termes de l'art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et références citées). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5 ; 127 V 466 consid. 2c). La rectification revêt une importance notable en fonction du montant des prestations en cause. Il a par exemple été jugé qu'une créance en restitution d'un montant de 706 fr. était suffisamment importante (DTA 2000 n° 40 p. 208). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid.”
“Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 3.3 Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2010, 8C_207/2010, E. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen”
La révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA est l'instrument permettant de revenir sur des dispositions et des décisions sur opposition formellement définitives, lorsque, après leur prononcé, des faits nouveaux importants sont découverts ou que des éléments de preuve antérieurement non apportables sont retrouvés. La jurisprudenÎ applique également la révision procédurale aux promesses de prestation accordées de manière informelle et devenues définitives, et en fait une condition préalable lorsqu'il s'agit de réclamer le remboursement de prestations définitivement accordées.
“Gleich zu behandeln sind die Geschäftsführenden einer GmbH, besteht doch für diese eine praktisch identische Regelung der unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben wie für die Verwaltungsräte einer Aktiengesellschaft (Art. 810 OR; Urteile des Versicherungsgerichts vom 31. Oktober 2011, AVI 2010/94, E. 1.2, und des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2010, 8C_1000/2010). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach Entrichtung der einzelnen Leistung (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen und vorliegend anwendbaren Fassung). Die mit einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichteten Leistungen sind nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur zurückzuerstatten, wenn die für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweis). Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind auch die im formlosen Verfahren ergangenen Entscheide, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Art. 53 N 52). Leistungsabrechnungen der Arbeitslosenversicherung, die – wie im vorliegenden Fall – nicht in die Form einer formellen Verfügung gekleidet werden, weisen materiellen Verfügungscharakter auf (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit dem 1.”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Diese sogenannte prozessuale Revision kommt auch bei formlosen, rechtsbeständig gewordenen Leistungszusprechungen zur Anwendung (Urteil 8C_469/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2, nicht publ. in: BGE 140 V 70, aber in: SVR 2014 UV Nr. 14 S. 44; SVR 2012 UV Nr. 17 S. 63, 8C_434/2011 E. 3; 2007 ALV Nr. 24 S. 75, C 119/06 E. 3.2; vgl. auch BGE 138 V 324 E. 3.1; je mit Hinweisen). Die Revisionsverfügung ist reformatorischer Natur und ersetzt den ursprünglichen Entscheid. Die Neubeurteilung wirkt ex tunc und beinhaltet eine rückwirkende Korrektur der Anspruchsbeurteilung für den durch die revidierte Verfügung geregelten Zeitraum. In der Invalidenversicherung schreibt Art. 85 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 88bis Abs. 2 IVV bei einer Rentenreduktion oder Aufhebung zufolge "Überprüfung der invaliditätsmässigen Voraussetzungen" allerdings grundsätzlich die Wirkung ex nunc vor.”
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Rückforderung auch nicht mittels Verfügung zugesprochener, sondern formlos gewährter Taggelder als zu Unrecht bezogen setzt voraus, dass entweder die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder aber eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung (oder formlosen Leistungszusprache) erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2 in fine, 129 V 110 E. 1.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_232/2011 vom 12. Oktober 2011 E. 8.5 und 8C_987/2010 vom 24. August 2011 E. 2; zum Ganzen vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_127/2012 vom 30. August 2012 E. 5). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war.”
Citation: LPGA art. 53 n. 83 «manifestement erroné» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA existe lorsqu'il n'y a aucun doute raisonnable quant à l'inexactituÞ de la décision dès son origine, de sorte que seule l'hypothèse de son inexactituÞ peut être envisagée. L'appréciation se fait selon la situation de fait et de droit existant au moment de l'édiction de la décision (y compris la jurisprudenÎ de l'époque). En règle générale, tel est notamment le cas lorsqu'une prestation a été accordée en vertu de règles de droit erronées ou à la suite d'une application manquante ou incorrecte de dispositions pertinentes, ou lorsque le principe d'investigation a été clairement violé (p. ex. absenÎ d'examens spécialisés ou examens spécialisés insuffisants). En revanche, une appréciation défendable, empreinte d'un pouvoir d'appréciation discrétionnaire lors de l'examen du droit à la prestation, exclut une erreur manifeste.
“Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiedererwägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung (BGE 117 V 8 E. 2c S. 17; SVR 2019 IV Nr. 47 S. 153 E. 2.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Oktober 2012, 9C_396/2012, E. 2.1). Nach der Rechtsprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen bzw. Einspracheentscheide nur in Betracht kommen, wenn es sich um die Korrektur grober Fehler der Verwaltung handelt (ZAK 1988 S. 555 E. 2b). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn die notwendigen (fachärztlichen) Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden, oder wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln bzw. ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde.”
“Zu wiederholen ist, dass im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG vor dem Hintergrund der damaligen Rechtslage und Rechtspraxis (BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 149) kein vernünftiger Zweifel an der von Beginn weg vorliegenden Unrichtigkeit der Verfügung bestehen darf. Eine Leistungszusprache ist in der Regel als zweifellos unrichtig anzusehen, wenn sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Darunter fällt insbesondere eine auf klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221, 122 V 157 E. 1a S. 158) beruhende unvollständige Sachverhaltsabklärung (Urteil 8C_730/2018 vom 1. April 2019 E. 4 mit Hinweis). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprache in vertretbarer Weise beurteilt wurden, scheidet eine zweifellose Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f.). Bei deren Annahme im Bereich der invaliditätsmässigen Leistungsvoraussetzungen ist daher Zurückhaltung geboten (SVR 2011 IV Nr.”
“Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“Die IV-Stelle kann nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf ihre Rentenzusprache zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 148 V 195 E. 5.3 mit Hinweisen).”
Les caisses de compensation ne peuvent revenir sur des décisions devenues formellement définitives — qu'il s'agisse de décisions administratives ou de décisions prises à la suite d'une opposition — que dans les formes prévues par la loi : par révision selon l'art. 53 al. 1 LPGA ou par réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA. Cela vaut également lorsque le statut des cotisations, constaté formellement et revêtu de l'autorité de la chose jugée, doit être modifié rétroactivement.
“Gemäss dem kraft Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG auch im AHV-Beitragsbereich anwendbaren Art. 53 ATSG können die Ausgleichskassen auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, dies im Rahmen einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG [nachträgliches Entdecken erheblicher neuer Tatsachen oder Auffinden von Beweismitteln, deren Beibringung zuvor nicht möglich war]) oder einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG [zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Verfügungen oder Einspracheentscheide und erhebliche Bedeutung der Berichtigung]). Dass es eines der beiden Rückkommenstitel bedarf, gilt auch, wenn ein formell rechtskräftig festgestelltes Beitragsstatut rückwirkend geändert werden soll (BGE 143 V 177 E. 3.5 mit weiteren Hinweisen).”
L'exerciÎ du pouvoir d'appréciation visé à l'art. 53 al. 2 LPGA n'est pas illimité. Dans la mesure où l'administration, en vertu de cet article, déciÞ de l'entrée en matière, du moment d'effet ou des conséquences matérielles d'un réexamen, elle doit exercer ce pouvoir d'appréciation conformément à ses obligations et respecter des principes constitutionnels tels que la proportionnalité, la bonne foi, l'égalité de traitement et l'interdiction de l'arbitraire. Cela vaut en particulier pour les cas de prestations périodiques, pour lesquels le respect de ces principes revêt une importanÎ particulière.
“Selbst wenn die Sozialversicherungsträger nach eigenem Ermessen über die Eintretensfrage entscheiden könnten, müsste dieses Ermessen – wie jeder andere Ermessensspielraum auch – pflichtgemäss, das heisst in Übereinstimmung mit dem Normzweck und unter Beachtung der Verfassungsnormen, wie etwa dem Verhältnismässigkeitsprinzip, dem Gleichbehandlungsgebot und dem Grundsatz von Treu und Glauben, ausgeübt werden (vgl. Benjamin Schindler, Verwaltungsermessen, 2010, S. 176). Das Bundesgericht hat sich bislang nie zum Zusammenspiel zwischen dem angeblich im Art. 53 Abs. 2 ATSG verankerten Ermessensspielraum und seiner eigenen Rechtsprechung zur Pflicht des Sozialversicherungsträgers geäussert, ein ihm zukommendes Ermessen pflichtgemäss auszuüben, auf die es zum Beispiel im BGE 98 V 129 hingewiesen hat: „Ermessensmissbrauch ist gegeben, wenn die Behörde im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt“ (E. 2, S. 131 f.). Eine überzeugende Erklärung dafür, weshalb der Gesetzgeber nur bei der Anwendung des Art. 53 Abs. 2 ATSG diese fundamentalen verfassungsmässigen beziehungsweise rechtsstaatlichen Grundsätze vollständig über Bord geworfen haben soll, hat das Bundesgericht nicht liefern können. Bei einer den rechtsstaatlichen Prinzipien Rechnung tragenden Interpretation kann kein „schrankenloses“ Ermessen bezüglich der Eintretensfrage und erst recht kein „schrankenloses“ Ermessen bezüglich der materiellen Entscheidung gerechtfertigt werden. Die bundesgerichtliche Interpretation des Art. 53 Abs. 2 ATSG und des darin enthaltenen Wortes „kann“ ist somit gesetzes- und verfassungswidrig. Selbst wenn der Sozialversicherungsträger mit einem „schrankenlosen Ermessen“ über die Eintretensfrage entscheiden könnte, könnte er nicht mit derselben „schrankenlosen“ Freiheit über die materiellen Wirkungen der Wiedererwägung verfügen, denn die Frage nach dem Wirkungszeitpunkt ist nicht, wie das Bundesgericht offenbar glaubt, „das Kleinere“, das in der Frage nach der Eröffnung eines Wiedererwägungsverfahrens als „dem Grösseren“ (in maiore minus) eingeschlossen wäre.”
“Würde die Korrektur nicht rückwirkend, sondern nur für die Zukunft vorgenommen, bliebe ja die als zweifellos unrichtig erkannte Verfügung für eine bestimmte Periode in der Vergangenheit weiterhin wirksam, obwohl deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist; es würde also bewusst eine weiter bestehende „Teil“-Rechtswidrigkeit in Kauf genommen, was dem Sinn und Zweck der Wiedererwägung diametral zuwiderlaufen würde. Die Beschwerdegegnerin hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass es ihr gemäss der bundesgerichtlichen Auffassung frei gestanden habe, den Wirkungszeitpunkt der wiedererwägungsweisen Korrektur nach eigenem Belieben zu bestimmen: „ex tunc, ex nunc oder pro futuro“ (wobei nicht klar ist, worin der Unterschied zwischen einer Korrektur ex nunc und einer Korrektur pro futuro bestehen soll, es sei denn die Beschwerdegegnerin hätte damit andeuten wollen, dass sie ihren Fehler auch beispielsweise erst mit Wirkung ab dem 1. Juni 2032 hätte beheben können). Der von der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang ausdrücklich verwendete Begriff eines „schrankenlosen Ermessens“ ist nichts anderes als ein Euphemismus für „Willkür“. Die Beschwerdegegnerin hat also behauptet, dass der Art. 53 Abs. 2 ATSG nach der bundesgerichtlichen Auffassung dem Sozialversicherungsträger ausdrücklich eine willkürliche Bestimmung des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung erlaube. Im Folgenden ist zu prüfen, ob diese Interpretation des Art. 53 Abs. 2 ATSG richtig ist. Das den Versicherungsträgern angeblich zustehende „schrankenlose Ermessen“ bezüglich des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung wird damit begründet, dass ein Versicherungsträger gemäss dem Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht zur Eröffnung eines Wiedererwägungsverfahrens verpflichtet sei respektive gezwungen werden könne, weil der Art. 53 Abs. 2 ATSG – anders als der Art. 53 Abs. 1 ATSG – als eine „Kann-Bestimmung“ ausgestaltet sei; wenn aber der Versicherungsträger frei entscheiden könne, ob er sich überhaupt mit einem Wiedererwägungsbegehren materiell befassen wolle, müsse er erst recht frei über den Wirkungszeitpunkt einer allfälligen Wiedererwägung entscheiden können. Im Schrifttum wird das angebliche „schrankenlose Ermessen“ betreffend die Eintretensfrage allerdings schon seit Jahrzehnten kritisiert.”
“Zu beachten ist auch, dass der Gesetzgeber sowohl auf dem Weg der sogenannt prozessualen Revision als auch auf dem Weg der Wiedererwägung für Fälle, in denen das Interesse an der Durchsetzung des materiellen Rechtes in einem besonders ausgeprägten Widerspruch zum Interesse an der Rechtsverbindlichkeit einer formell rechtskräftigen Verfügung steht, dem Interesse an der Durchsetzung des materiellen Rechtes den Vorzug eingeräumt hat, dass dieser klare gesetzgeberische Wille aber ins Leere läuft, wenn die Wiedererwägung zu einem „Rechtsbehelf“ herabgestuft wird, auf den die Verwaltung nach freiem Belieben eintreten kann – oder auch nicht. Zu besonders stossenden Ergebnissen führt diese Sichtweise in jenen Fällen, die Dauerleistungen betreffen. Selbst wenn die Sozialversicherungsträger nach eigenem Ermessen über die Eintretensfrage entscheiden könnten, müsste dieses Ermessen – wie jeder andere Ermessensspielraum auch – pflichtgemäss, das heisst in Übereinstimmung mit dem Normzweck und unter Beachtung der Verfassungsnormen, wie etwa dem Verhältnismässigkeitsprinzip, dem Gleichbehandlungsgebot und dem Grundsatz von Treu und Glauben, ausgeübt werden (vgl. Benjamin Schindler, Verwaltungsermessen, 2010, S. 176). Das Bundesgericht hat sich bislang nie zum Zusammenspiel zwischen dem angeblich im Art. 53 Abs. 2 ATSG verankerten Ermessensspielraum und seiner eigenen Rechtsprechung zur Pflicht des Sozialversicherungsträgers geäussert, ein ihm zukommendes Ermessen pflichtgemäss auszuüben, auf die es zum Beispiel im BGE 98 V 129 hingewiesen hat: „Ermessensmissbrauch ist gegeben, wenn die Behörde im Rahmen des ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der massgebenden Vorschriften fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür und von rechtsungleicher Behandlung, das Gebot von Treu und Glauben sowie den Grundsatz der Verhältnismässigkeit verletzt“ (E. 2, S. 131 f.). Eine überzeugende Erklärung dafür, weshalb der Gesetzgeber nur bei der Anwendung des Art. 53 Abs. 2 ATSG diese fundamentalen verfassungsmässigen beziehungsweise rechtsstaatlichen Grundsätze vollständig über Bord geworfen haben soll, hat das Bundesgericht nicht liefern können. Bei einer den rechtsstaatlichen Prinzipien Rechnung tragenden Interpretation kann kein „schrankenloses“ Ermessen bezüglich der Eintretensfrage und erst recht kein „schrankenloses“ Ermessen bezüglich der materiellen Entscheidung gerechtfertigt werden.”
Les décisions de révision en vertu de l'art. 53 al. 1 LPGA sont considérées comme des décisions et contre elles l'opposition selon l'art. 52 al. 1 LPGA est possible. Les faits nouveaux ou les moyens de preuve doivent être de nature à modifier le fondement factuel de la décision attaquée. Ces nouveaux éléments doivent être invoqués dans les 90 jours suivant leur découverte; en outre, un délai absolu de dix ans s'applique à compter de la notification de la décision.
“sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des zur Revision beantragten Entscheids zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Neue Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil des Gesuchstellers unbewiesen geblieben sind (vgl. BGE 144 V 245 E. 5.2 mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2020, 8C_154/2020, E. 3.4.). 3.3. Solche neuen Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 31. Januar 2012, 9C_896/2011, E. 4.2 mit Hinweisen). 3.4. Im Revisionsverfahren wird auf neuer sachlicher Grundlage über einen Anspruch entschieden, wobei vorerst das Vorliegen der formellen Revisionsvoraussetzungen als Eintretensvoraussetzung zu prüfen ist. Der Umstand, dass es bei der Revision im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG um die Korrektur rechtskräftiger Entscheide der Versicherungsträger für den Fall geht, dass sich herausstellt, dass diese auf einem falschen Sachverhalt beruhen, lässt darauf schliessen, dass der Versicherungsträger mit dem Revisionsentscheid eine Verfügung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 ATSG erlässt, gegen welche nach Art. 52 Abs. 1 ATSG die Einsprache zulässig ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2009, 8C_121/2009, E. 3.4, siehe auch E. 3.6 des zitierten Urteils). 3.5. Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person mit Unterstützung des Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Bemühungen nachweisen können. Diese Bestimmung regelt allgemein die materiellen Pflichten der versicherten Person. Mit der Formel, der Versicherte habe alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, statuiert sie die Pflicht zur Schadenminderung, aus welcher sich verschiedene Einzelpflichten ergeben.”
LPGA art. 53 n. 79 L'obligation de rembourser des prestations indûment perçues suppose que sont réunies les conditions permettant d'ouvrir une révision procédurale ou d'obtenir le réexamen de la décision par laquelle les prestations ont été versées.
“Selon l'art. 25 al. 1, 1 re phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 95 al. 1 LACI (RS 837.0), les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2; 138 V 426 consid. 5.2.1; 130 V 318 consid. 5.2 et les références citées).”
Les décisions peuvent être révisées en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification est d'une importanÎ considérable. À titre d'exemple, les décisions retiennent que la poursuite du cohabitation, malgré la présentation de documents de séparation, peut constituer un tel état de fait manifestement erroné et que la caisse est dès lors habilitée à procéder à un réexamen. Un recouvrement suppose en outre que les conditions d'une révision ou d'un réexamen soient remplies.
“Il reste que le couple n’a jamais adressé sa convention de séparation en 2017, l’intimée ayant reçu le 2 juin 2017 uniquement le procès-verbal d’audience de mesures protectrices de l’union conjugale du 24 mai 2017 du Tribunal de [...], indiquant la suspension de la vie commune entre les recourants. C’est sur cette seule base que le plafonnement a été supprimé alors que le couple continuait à vivre sous le même toit, à savoir dans le même appartement. Outre le fait que les recourants font ménage commun, il faut souligner la teneur des art. 2 et 3 de la convention de séparation du 22 février 2017 précédemment exposés, dont il ressort clairement qu’ils partagent leurs repas et leurs charges et forment toujours une unité économique. Par conséquent, les conditions de l’art. 35 al. 2 LAVS ne sont pas remplies dans le cas particulier. Le fait que les recourants continuent à vivre sous le même toit, à savoir dans le même appartement, et fassent toujours ménage commun, au sens de l’art. 35 al. 2 LAVS et de la jurisprudence rappelée ci-avant, autorise indéniablement l’intimée, sur le principe, à reconsidérer ses décisions octroyant une rente AVS entière sans plafonnement aux recourants (cf. art. 53 al. 2 LPGA). 7. Les délais – relatif et absolu – de péremption de l’art. 25 al. 2 LPGA apparaissent respectés. Lorsque l’intimée a rendu, le 2 juin 2017, ses décisions supprimant le plafonnement des rentes du couple avec effet dès le 1er février 2017, elle ne pouvait pas savoir que les recourants continueraient à faire ménage commun, le procès-verbal d’audience de mesures protectrices de l’union conjugale du 24 mai 2017 du Tribunal de [...], produit par les recourants, indiquant que leur vie commune était suspendue pour une durée indéterminée, avec effet dès le 1er janvier 2017, sans autre précision. La convention de séparation du 22 février 2017, réglant les modalités de la séparation des recourants, n’est pas mentionnée dans le procès-verbal d’audience et aucun élément ne permettait à l’intimée de deviner son existence. En outre, on ne saurait reprocher à l’intimée de ne pas s’être interrogée quant au fait que les recourants étaient toujours domiciliés à la même adresse, lors de la notification de ses décisions du 2 juin 2017.”
“2 LPGA sont des délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d'office (ATF 146 V 217 consid. 2.1 et les références ; 142 V 20 consid. 3.2.2 et les références). Contrairement à la prescription, la péremption prévue à l’art. 25 al. 2 LPGA ne peut être ni suspendue ni interrompue et lorsque s’accomplit l’acte conservatoire que prescrit la loi, comme la prise d’une décision (ATF 119 V 431 consid. 3c), le délai se trouve sauvegardé une fois pour toutes (ATF 138 V 74 consid. 5.2 et les références). En tant qu'il s'agit de délais de péremption, l’administration est déchue de son droit si elle n'a pas agi dans les délais requis (cf. ATF 134 V 353 consid. 3.1 et les références). Le délai de péremption absolu de cinq ans commence à courir à la date du versement effectif de la prestation, et non à la date à laquelle elle aurait dû être fournie (ATF 112 V 180 consid. 4a et les références). L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). 4.2 En l'occurrence, l'intimé a été informé en octobre 2023 que le recourant avait été mis au bénéfice, rétroactivement, d'une rente étrangère. Il s'agit d'un fait nouveau découvert après coup susceptible de modifier le calcul des prestations et justifiant avec effet ex tunc la révision procédurale des décisions précédemment rendues d'octroi de subsides. En réclamant, par décision du 21 mars 2024, la restitution des subsides versées, selon son appréciation, à tort en 2020, rétroactivement pour les années 2018, 2019 et 2020 (cf. art. 33 al. 1 et 2 LaLAMal), l'intimé a respecté tant le délai relatif de trois ans à compter du moment où il a eu connaissance des faits que le délai absolu de cinq ans après le versement de la prestation (art. 25 al. 1 1ère phrase et al. 2 – dans sa teneur en vigueur depuis le 1er janvier 2021 – LPGA).”
Si une décision peut être constatée comme erronée dans le cadre du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA), cela constitue la condition d'une obligation de restitution au sens de l'art. 25 al. 1 LPGA; l'illégalité de la prestation peut ainsi résulter d'un réexamen concluant.
“Art. 25 Abs. 1 ATSG knüpft die Rückerstattungspflicht an einen unrechtmässigen Leistungsbezug. Die Unrechtmässigkeit der Leistung kann sich aus verschiedenen Gründen ergeben. Sie kann nach der Rechtsprechung vorliegen, wenn die Bedingungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 130 V 380 E. 2.3.1, 142 V 259 E. 3.2). Auch kann die Ausrichtung einer Leistung unter einer (in der Folge nicht erfüllten) Bedingung zur Rückerstattungspflicht führen (BGE 126 V 42 ff.).”
Si l'assureur procèÞ à une révision rétroactive conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, le fondement juridique des prestations antérieurement octroyées disparaît; celles-ci sont alors considérées comme des prestations indûment perçues et peuvent être réclamées.
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (vgl. BGE 122 V 138). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Vorliegend geht es um eine rückwirkende Korrektur.”
Risques pratiques de procédure pour les caisses : si les organismes d'assuranÎ sociale renoncent à des clarifications préalables et prennent des décisions malgré des éléments factuels non élucidés, ils ne peuvent ultérieurement revenir sur la décision formellement définitive que par la voie d'une révision procédurale ou d'un réexamen (art. 53 al. 1 LPGA). Selon la jurisprudenÎ citée, cela présente le risque qu'une prestation susceptible d'être récupérée se révèle perdue (forclusion) ou irrécouvrable. C'est pourquoi, d'après la jurisprudenÎ, il convient d'envisager une suspension préalable ou, à tout le moins, une appréciation soigneuse ; toutefois, une suspension n'est justifiable que si elle est utile et appropriée eu égard à l'obligation d'accélération ancrée à l'art. 61 let. a LPGA.
“Das Verwaltungsverfahren besteht in einer ersten Phase in der Ermittlung des relevanten Sachverhalts (der dann in der zweiten Phase unter den Gesetzestatbestand zu subsumieren ist). In dieser ersten Phase kann – wie im vorliegenden Fall geschehen – die Situation eintreten, dass eines (oder mehrere) Elemente des relevanten Sachverhalts erst dann mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt werden können, wenn ein anderes, vom abklärenden Sozialversicherungsträger nicht beeinflussbares Verfahren abgeschlossen ist. Würde der Sozialversicherungsträger auf die Abklärung des noch fehlenden Sachverhaltselements (bzw. der noch fehlenden Sachverhaltselemente) verzichten, die Lücke(n) im relevanten Sachverhalt (unter Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes und des Beweisrechts) durch eine wie auch immer geartete Sachverhaltsannahme „ersetzen“ und dann verfügen, könnte er später nur mittels einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder mittels einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 1 ATSG) auf diese formell rechtskräftige Leistungsverfügung zurückkommen. Dies wäre für den Sozialversicherungsträger mit einem grossen Risiko behaftet: Wenn eine prozessuale Revision oder eine Wiedererwägung überhaupt zulässig wäre, könnte die daraus resultierende Rückforderung verwirken oder sich als uneinbringlich erweisen, d.h. die Beschwerdegegnerin müsste ein erhebliches Verlustrisiko in Kauf nehmen. Der Bedarf nach einer formellen Sistierungsmöglichkeit im Verwaltungsverfahren der Sozialversicherungsträger ist also offensichtlich ausgewiesen. Da weder das ELG noch das ATSG oder das VwVG eine Sistierungsmöglichkeit vorsehen, ist von einer ausfüllungsbedürftigen Gesetzeslücke auszugehen (siehe Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. März 2017, EL 2016/44 E. 2, vom 12. März 2021, EL 2020/47 E. 2.2 und vom 19. September 2023, EL 2023/25 E. 2.2). Unter Berücksichtigung des in Art. 61 lit. a ATSG verankerten Beschleunigungsgebots darf eine Sistierung eines Verfahrens jedoch nur dann erfolgen, wenn eine solche sinnvoll und zweckmässig oder sogar zwingend geboten ist (BGE 131 V 362 E.”
Réf. : LPGA art. 53 n. 74 Le recouvrement des prestations perçues à tort n'est, lorsqu'il concerne des décisions formellement passées en forÎ de chose jugée ou des décisions factuelles ou informelles, admissible que dans les conditions applicables au réexamen administratif ou à la révision judiciaire. De plus, il convient de respecter les délais de déchéanÎ et de prescription pertinents pour les actions en recouvrement.
“Laut Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Deren Rückforderung ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebend sind (Art. 53 ATSG; Urteil 9C_158/2019 vom 17. Mai 2019 E. 3.1).”
“Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das der Arbeitslose innerhalb einer Kontrollperiode erzielt (Art. 24 Abs. 1 AVIG). Der Versicherte hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalls. Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst (Art. 24 Abs. 3 AVIG). Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 53 ATSG; BGE 130 V 318 E. 5.2 in fine S. 320; 129 V 110 E. 1.1).”
“Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG in der ab 1. Januar 2021 geltenden Fassung). 1.5 Die Rechtsbeständigkeit gilt bei zulässigerweise formlos ergangenen Entscheiden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG und betreffende spezialgesetzliche Bestimmungen) als eingetreten, wenn anzunehmen ist, die betroffene Person habe sich mit einer getroffenen Regelung abgefunden. Dies ist dann der Fall, wenn die nach den Umständen zu bemessende Überlegungs- und Prüfungsfrist abgelaufen ist, welche der betroffenen Person zusteht, um sich gegen den formlosen oder faktischen Verwaltungsentscheid zu verwahren (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG; BGE 134 V 145 E. 5.3.1, 132 V 412 E. 5, 129 V 110 E. 1.2.2, je mit Hinweisen). Nach Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht, darf hingegen der Versicherungsträger in einer unbeanstandet gebliebenen «formlosen Verfügung» oder «faktischen Verfügung» zugesprochene Leistungen nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder prozessualen Revision (Art. 53 ATSG) zurückfordern (BGE 129 V 110”
“S’il subsiste des doutes raisonnables sur le caractère erroné de la décision initiale, les conditions de la reconsidération ne sont pas remplies (TF 9C_575/2007 du 18 octobre 2007 consid. 2.2 ; TF I 907/06 du 7 mai 2007 consid. 3.2.1). c) Ces dispositions sont aussi applicables lorsque des prestations ont été accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle et que leur versement, néanmoins, a acquis force de chose décidée (TF 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 ; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3ème éd., Zurich/Bâle/Genève 2015, n° 19 ad art. 53 LPGA). d) Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, la révision procédurale est soumise aux délais prévus par l'art. 67 PA – applicable par renvoi de l'art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (TF 8C_207/2014 du 13 mars 2015 consid. 3 ; 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 3 ; RAMA 1994 n° U 191 p. 145 ; Kieser, op. cit., n° 38 ad art. 53 LPGA). De simples suppositions ou même des rumeurs ne sont pas suffisants pour que ces délais commencent à courir (TF 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4). 6. Aux termes de l'art. 25 al. 2 phr. 1 LPGA, le droit de demander la restitution de prestations indûment touchées s'éteint un an après le moment où l'institution d'assurance a eu connaissance du motif de restitution, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit là de délais (relatif et absolu) de péremption qui doivent être examinés d'office (cf. ATF 140 V 521 consid. 2.1). Le délai de péremption relatif d'une année commence à courir dès le moment où l'administration aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restituer, en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger d'elle (ATF 140 V 521 consid. 2.1 ; 139 V 6 consid. 4.1 ; 124 V 380 consid. 1). L'administration doit disposer de tous les éléments qui sont décisifs dans le cas concret et dont la connaissance fonde – quant à son principe et à son étendue – la créance en restitution à l'encontre de la personne tenue à restitution (ATF 140 V 521 consid.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 73 Si l'assureur a l'intention de modifier une décision en sa faveur ou au détriment de la partie adverse à l'opposition (reformatio in pejus), il doit informer la personne concernée du risque d'aggravation et lui offrir la possibilité de retirer son opposition. Si l'opposition est retirée, l'assureur peut modifier la décision initiale dans les conditions prévues à l'art. 53 LPGA.
“La reformatio in pejus ne peut intervenir que dans le cadre de l'objet du litige, lequel est déterminé par la décision initiale et les conclusions formées par l'opposant. Il est important que l'assuré, dans ses conclusions, désigne avec précision l'aspect de la décision qu'il entend contester. Lorsque l'opposition concerne une rente, celle-ci est considérée comme un tout de sorte que la contestation d'un aspect de celle-ci, comme le taux d'invalidité, peut amener l'assureur à en revoir d'autres aspects, comme le jour où elle prend effet ou le salaire déterminant (Défago Gaudin, n. 31 ad art. 52 LPGA). Si l'assureur envisage de modifier la décision au détriment de l'opposant, il donne à ce dernier l'occasion de retirer son opposition (art. 12 al. 2 OPGA). Selon la jurisprudence, cette disposition fonde un double devoir d'information ; l'assureur doit non seulement avertir l'opposant du risque de se retrouver dans une position plus défavorable (reformatio in pejus), mais également de la possibilité de retirer son opposition. En cas de retrait de l'opposition, il reste à l'assureur la possibilité de modifier la décision initiale aux conditions de l'art. 53 LPGA (ATF 131 V 414 consid. 1 et 2). 4. a) En l'occurrence, il apparaît que lors de l'opposition de la recourante du 18 juillet 2019 à l’encontre de la décision rendue le 18 juin 2019, l'Agence s'est rendu compte qu'elle avait, par erreur, sanctionné l’assurée, alors qu'elle aurait dû reporter l'ouverture du droit de l'assurée aux indemnités de chômage. A l'instar de la recourante, on constate que la procédure suivie par l'intimée n'était pas heureuse. En effet, pour bien faire, la Caisse intimée aurait dû admettre l'opposition du 18 juillet 2019 de la recourante et annuler la décision de suspension rendue le 18 juin 2019. Dans un second temps, l'Agence aurait rendu une nouvelle décision, portant sur le report du délai-cadre d’indemnisation, susceptible d'opposition. L’Agence ne pouvait à la fois annuler la décision du 18 juin 2019 portant sur la suspension et à la fois la remplacer par la décision du 13 novembre 2019 portant sur le report du délai-cadre non pas en raison de l'effet dévolutif de l'opposition – qu'elle n'a pas (cf.”
“2 OPGA (ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 ; RS 830.11), dont le but découle directement des principes des garanties constitutionnelles du droit d'être entendu et du droit à un procès équitable (art. 29 al. 2 Cst. [Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101]), impose à l'assureur qui envisage de modifier une décision au détriment de l'opposant (reformatio in peius) d'en avertir ce dernier et de lui donner l'occasion de retirer son opposition (ATF 131 V 414 consid. 1 et références citées ; TFA C 200/06 du 3 août 2007 consid. 3). Selon la jurisprudence, cette disposition fonde un double devoir d’information : l'assureur doit non seulement avertir l'opposant du risque de se retrouver dans une position plus défavorable (reformatio in peius), mais également de la possibilité de retirer son opposition. En cas de retrait de l'opposition, il reste à l'assureur la possibilité de modifier la décision initiale aux conditions de l'art. 53 LPGA (Valerie Défago Gaudin in : Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 32 ad art. 52 LPGA, p. 619). 4. En l’espèce, l’intimée, par décision du 17 octobre 2023, a initialement reconnu au recourant une aptitude au placement de 60 %, compte tenu de ses disponibilités, ainsi que celles de son épouse, pour garder leur enfant. Cela étant, à la suite de l’opposition du 25 octobre 2023 déposée par le recourant, lequel faisait valoir une aptitude au placement de 100 %, l’intimée, estimant qu’il ne pouvait être tenu compte de la solution de garde proposée par son épouse – celle-ci étant inscrite au chômage avec une disponibilité de 100 % – a, par décision sur opposition du 20 décembre 2023, réformée sa décision du 17 octobre 2023 au détriment du recourant en lui reconnaissant une aptitude au placement de 40 %, en lieu et place de 60 %. Toutefois, force est de constater qu’aucun élément au dossier n’indique que le recourant aurait été averti par l’intimée de son intention de modifier la décision à son détriment, ni qu’il se serait vu offert la possibilité de retirer son opposition.”
LPGA art. 53 n. 72 L'assureur peut réexaminer une décision attaquée jusqu'à la transmission de ses observations à l'instanÎ de recours/de plainte. Si ce nouveau réexamen aboutit entièrement en faveur des recourants, la procédure devient dès lors sans objet et l'affaire peut être radiée du rôle.
“, étant à verser directement en mains de l’intéressée, vu la réponse du 11 juin 2019, la Caisse préavisant au rejet du recours ainsi qu’au maintien de la décision attaquée, vu l’échange d’écriture qui s’en est suivi, vu qu’à l’occasion de l’audience d’instruction tenue le 27 octobre 2020, la Caisse a consenti à la reconsidération des décisions du 29 octobre 2018, tant par soucis de clarification que par respect du droit d’être entendu de la recourante, vu qu’à cette occasion, le conseil de la recourante a pris acte de la reconsidération prochaine des décisions entreprises et a conclu à l’allocation de dépens, vu les pièces au dossier ; attendu que selon l’art. 56 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 al. 1 LPC (loi fédérale du 6 octobre 2006 sur les prestations complémentaires à l’AVS et à l’AI ; RS 831.30), peuvent faire l’objet d’un recours devant le tribunal des assurances compétent les décisions rendues sur opposition et celles contre lesquelles la voie de l’opposition n’est pas ouverte, que le recours, déposé en temps utile, est recevable en la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA) ; attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en annonçant, à l’occasion de l’audience tenue le 27 octobre 2020, l’émission de décisions de reconsidération vouées à remplacer et annuler les décisions du 29 octobre 2018, objets de la présente procédure, que la recourante pourra cas échéant contester les décisions de reconsidération, qu’il y a lieu de prendre acte de la reconsidération à intervenir et de constater que la présente cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que la recourante – qui obtient partiellement gain de cause en ce sens que l’intimée s’est engagée à détailler plus en avant le calcul entrepris – a droit à une équitable indemnité à titre de dépens à la charge de l’intimée, dont il convient d’arrêter le montant à 1'200 fr.”
“S’il y a bien un principe primordial à respecter lors de l’indication d’opérations électives, c’est que celles-ci ne doivent être réalisées et n’ont une bonne chance d’aboutir favorablement que si le patient y adhère pleinement et souhaite leur réalisation, même après mûre réflexion et en pleine connaissance de cause. Par contre, une opération imposée, subie à contrecœur, n’a, elle, guère de chance d’aboutir à un résultat favorable. En conséquence de ce raisonnement et tenant compte que l’hémi-endoprothèse ne représente pas une alternative vraiment inappropriée, nous recommandons de ne pas refuser à Monsieur R.________ le choix de cette option en cas d’indication confirmée à la prise en charge chirurgicale de ce genou.”, vu les pièces du dossier ; attendu qu’en l’occurrence, le recours, interjeté dans le respect du délai de trente jours suivant la notification de la décision entreprise (art. 60 al. 1 LPGA), a été déposé en temps utile, qu’il satisfait en outre aux autres conditions de recevabilité (art. 61 let. b LPGA notamment) ; attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, qu’en l’espèce, par le biais de sa réponse du 9 novembre 2020 et son annexe au tribunal, l’intimée a fait usage de cette faculté, ceci en octroyant la prestation litigieuse, que l’intimée fait ainsi droit aux conclusions du recourant, qu’il y a dès lors lieu d’en prendre acte et de constater que le recours est devenu sans objet dans la mesure où la décision sur opposition litigieuse est annulée, qu’il se justifie par conséquent de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal statuant en tant que juge unique ; attendu que l’autorité statue sur les frais et dépens (art. 91 par renvoi de l’art. 99 LPA-VD), que selon l’art. 61 let. g LPGA, le recourant qui obtient gain de cause a droit au remboursement de ses frais et dépens dans la mesure fixée par le tribunal, leur montant étant déterminé sans égard à la valeur litigieuse d’après l’importance et la complexité du litige, que les frais et dépens sont supportés en premier lieu par la partie qui a provoqué la procédure devenue sans objet ou chez qui sont intervenues les causes qui ont conduit à ce que cette procédure devienne sans objet (ATF 125 V 373 ; 118 la 488 consid.”
“________ (ci-après : l’assurée ou la recourante) la prise en charge d’une intervention de lipoaspiration des membres supérieurs, vu le recours déposé le 10 septembre 2021 (date du timbre postal) par l’assurée auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal contre la décision sur opposition précitée, concluant à son annulation et à la prise en charge par l’intimée du traitement susmentionné, vu le rapport du 9 septembre 2021, transmis à la Cour de céans le 23 septembre 2021, émanant de la Dre B.________, spécialiste en médecine interne générale et en angiologie, selon lequel l’assurée remplissait les nouvelles conditions de l’OPAS (ordonnance sur les prestations de l’assurance de soins), vu la réponse du 7 octobre 2021 de Q.________, informant la Cour de céans que compte tenu du rapport médical produit, elle acceptait la prise en charge de la liposuccion aux membres supérieurs, motif pris que les conditions de l’OPAS valables depuis le 1er juillet 2021 étaient remplies, et requérant que la cause soit rayée du rôle, vu les pièces au dossier ; attendu que le recours a été déposé en temps utile (art. 60 LPGA [loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]) – compte tenu des féries estivales (art. 38 al. 4 let. b LPGA) – et répond aux exigences de forme (art. 61 let. b LPGA notamment), de sorte qu'il est recevable, qu'à teneur de l'art. 53 al. 3 LPGA, l'assureur peut, jusqu'à l'envoi de son préavis à l'autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en date du 7 octobre 2021 en informant la Cour de céans qu’elle allait prendre en charge les frais relatifs à la liposuccion et demandant à ce que la cause soit rayée du rôle, qu’elle a ainsi reconsidéré implicitement sa décision sur opposition du 23 juillet 2021 et fait entièrement droit aux conclusions de la recourante, qu’il y a ainsi lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art. 94 al. 1 let. c LPA-VD (loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36) attribue à un membre de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal, statuant en tant que juge unique ; attendu que l'autorité statue sur les frais et dépens (art.”
“________ SA (ci-après : l’intimée), qui confirmait la décision du 20 mars 2023, laquelle refusait la prise en charge d’un événement au titre de l’assurance-accidents obligatoire, vu la réponse du 5 octobre 2023, par laquelle l’intimée a exposé qu’elle avait décidé de reconsidérer sa position, de sorte que le recours était devenu sans objet et qu’elle proposait de le rayer du rôle, sans frais ni dépens, vu la décision de reconsidération du 5 octobre 2023, jointe à la réponse, par laquelle l’intimée a annulé sa décision du 20 mars 2023, ainsi que sa décision sur opposition du 29 juin 2023, et a ordonné la reprise de l’instruction du cas, vu le courrier du 10 octobre 2023 du recourant, prenant acte de la décision de reconsidération et se ralliant à la conclusion de radiation du rôle formulée par l’intimée, tout en requérant que les frais et dépens soient mis à la charge de cette dernière, vu les pièces au dossier ; attendu que la LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1) est, sauf dérogation expresse, applicable en matière d’assurance-accidents (art. 1 al. 1 LAA [loi fédérale du 20 mars 1981 sur l’assurance-accidents ; RS 832.20]), que le recours, déposé en temps utile auprès du tribunal compétent, est recevable à la forme (art. 93 al. 1 let. a LPA-VD [loi cantonale vaudoise du 28 octobre 2008 sur la procédure administrative ; BLV 173.36] ; art. 60 et 61 let. b LPGA) ; attendu qu’aux termes de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut, jusqu’à l’envoi de son préavis de l’autorité de recours, reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer pour la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écritures (Margrit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [éd.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA), que lorsque cette reconsidération fait entièrement droit aux conclusions de la personne recourante, elle rend le litige sans objet, ce qui entraîne la radiation de la cause du rôle, qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en revenant sur la décision sur opposition attaquée en l’annulant, ainsi que la décision initiale, et en reprenant l’instruction de la cause, par une décision de reconsidération du 5 octobre 2023, que cette décision a été rendue pendente lite et fait droit aux conclusions du recourant, dans la mesure où l’intimée a accepté de reconsidérer sa décision sur opposition du 29 juin 2023 et de rouvrir l’instruction du cas litigieux, que le recourant a confirmé son adhésion à cette décision de reconsidération, qu’il y a ainsi lieu d’en prendre acte et de constater que la cause est devenue sans objet, à la suite de la reconsidération de l’intimée, qu’il se justifie dès lors de rayer la cause du rôle, compétence que l’art.”
Selon la jurisprudenÎ et la doctrine citées, le seuil de signification pour un réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA se situe, pour des montants uniques, dans la fourchette moyenne à supérieure des trois chiffres.
“Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Erheblichkeitsgrenze liegt dabei bei einmaligen Beträgen im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich (Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Zürich 2020, Art. 53 RZ 66). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4 c). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E.”
“Eine Leistung in der Sozialversicherung ist nach ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung indes nur zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Erheblichkeitsgrenze liegt dabei bei einmaligen Beträgen im mittleren bis oberen dreistelligen Bereich (Ueli Kieser, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, Zürich 2020, Art. 53 RZ 66). Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden - im Nachhinein - zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4 c). Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E.”
Selon la pratique, il y a une «erreur indubitable» lorsque aucun doute raisonnable ne subsiste quant à l'inexactituÞ de la décision. Les conditions requises par l'art. 53 al. 2 LPGA s'appliquent également au remboursement des prestations indûment perçues de l'assuranÎ-chômage.
“Strittig und zu prüfen ist, ob die OeKa unter dem Titel zu Unrecht ausgerichteter Arbeitslosenentschädigung zu Recht den Betrag von Fr. 4'181.25 zurückgefordert hat. 2.1 Steht die Zusprechung sozialversicherungsrechtlicher Leistungen nicht bzw. nicht mehr in Übereinstimmung mit den massgebenden rechtlichen oder tatsächlichen Grundlagen, stellt sich die Frage ihrer nachträglichen Korrektur. Ziel ist, die gesetzliche Ordnung wiederherzustellen. Gemäss Art. 95 Abs. 1 Satz 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG ist die OeKa deshalb verpflichtet, ursprünglich zu Unrecht ausbezahlte Versicherungsleistungen von den Empfängerinnen und Empfängern zurückzufordern. Eine aufgrund einer formell rechtskräftigen Verfügung ausgerichtete Leistung ist allerdings nur dann rückerstattungspflichtig, wenn entweder die für die Wiedererwägung oder die für eine prozessuale Revision erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1, 126 V 399 E. 1, je mit Hinweisen). Grundlage bildet insbesondere Art. 53 Abs. 2 ATSG, wonach der Versicherungsträger in Form der Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden – im Nachhinein – zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 2c). Diese für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten dabei auch in Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, und zwar unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Die für die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen vorausgesetzte zweifellose Unrichtigkeit liegt praxisgemäss dann vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung bzw.”
Une décision juridiquement définitive peut, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, faire l'objet d'un réexamen si elle est manifestement erronée et si sa rectification revêt une importanÎ considérable. La jurisprudenÎ a notamment considéré comme importante les situations où la rectification entraîne des modifications substantielles de l'évaluation des prestations (p. ex. le montant de la rente) ou des conséquences significatives en matière de recouvrement ou de compensation.
“Altersjahres den Rentenzuschlag gemäss Art. 37 Abs. 2 IVG von 133 1/3 Prozent aus. Andererseits wurde ein zu kurzer Bemessungszeitraum (2009 bis 2012) mit damit einhergehender anderer Berechnung des massgebenden durchschnittlichen Einkommens berücksichtigt. Insgesamt basierte die Verfügung auf unzutreffenden Feststellungen und legte insbesondere auf Grund der Berücksichtigung des Zuschlags einen zu hohen Rentenanspruch fest (vgl. auch Stellungnahme des Fachbereichs vom 3. Dezember 2020, act. G 4.2/1). Angesichts der Rentenhöhe sowie der noch bevorstehenden Rentendauer war die Korrektur zudem von erheblicher Bedeutung. Die Beschwerdegegnerin war somit berechtigt, die Verfügung vom 22. August 2019 in Wiedererwägung zu ziehen und das Rentenbetreffnis neu festzulegen (Art. 53 Abs. 2 ATSG). In der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 16. September 2020 (Neuberechnung des Rentenanspruchs) wurde auch ein Rückforderungsanspruch der Arbeitslosenversicherung im Umfang von Fr. 12'748.80 berücksichtigt, indem dieser mit der Nachzahlung (bzw. mit dem neu berechneten Rentenbetreffnis) verrechnet wurde (act. G 4.2/12.2). Diese Rückforderung der Arbeitslosenversicherung geht zurück auf eine Verfügung der Arbeitslosenkasse des Kantons St. Gallen vom 10. September”
“Mai 2018 ohne weiteres dahingefallen sind. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid die Korrekturverfügung vom 17. Juni 2020 damit zu Recht als Wiedererwägungsverfügung qualifiziert. Im Folgenden ist in einem ersten Schritt zu prüfen, ob die Wiedererwägung der Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 rechtmässig gewesen ist. In einem zweiten Schritt ist zu prüfen, ob die im Rahmen des Wiedererwägungs- und des Einspracheverfahrens vorgenommene revisionsweise (Art. 17 Abs. 2 ATSG) Neufestsetzung des Anspruchs auf eine Ergänzungsleistung ab 1. Januar 2017, 1. Mai 2017, 1. Januar 2018, 1. März 2018, 1. Januar 2019, 1. Februar 2019 und 1. Januar 2020 rechtmässig gewesen ist. Da es sich dabei um Revisionsverfahren gehandelt hat, die im Rahmen des Wiedererwägungsverfahrens nochmals durchgeführt worden sind (Ersetzen von ursprünglich fehlerhaften Revisionsverfügung durch neue Revisionsverfügungen), sind Art. 17 Abs. 2 ATSG und Art. 25 ELV betreffend die Revision einer laufenden Leistung unter dem "Dach" von Art. 53 Abs. 2 ATSG anwendbar. Würde es sich hingegen um eine Wiedererwägung einer Verfügung betreffend eine erstmalige Leistungszusprache handeln, wäre allein Art. 53 Abs. 2 ATSG massgebend. Eine formell rechtskräftige Verfügung kann in Wiedererwägung gezogen werden, wenn sie zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Revisionsverfügung vom 19. Dezember 2016 ist zweifellos unrichtig gewesen, denn das Erwerbseinkommen der Beschwerdeführerin hat ab 1. Januar 2017 nicht demjenigen entsprochen, das in der der Verfügung vom 19. Dezember 2016 zugrundeliegenden Anspruchsberechnung berücksichtigt worden war, denn damals war das Erwerbseinkommen des Jahres 2015 (Fr. 14'187.--, act. G 3.2.13-2) berücksichtigt worden. Der EL-Anspruch ab 1. Januar 2017 hat ursprünglich der Minimalgarantie von Fr. 437.-- entsprochen. Mit der Verfügung vom 17. Juni 2020 ist er neu auf Fr. 0.-- festgesetzt worden. Im angefochtenen Einspracheentscheid hat die Beschwerdegegnerin das Erwerbseinkommen erneut korrigiert und ab 1.”
“Dies spricht klar für ein sehr geringes, jedenfalls unter der halben üblichen Arbeitszeit liegendes tatsächlich erbrachtes Arbeitspensum und somit für eine selbstständige Nebenerwerbstätigkeit. In damit zu vereinbarender Weise gab die Beschwerdeführerin auch am __. Dezember 2016 an, erst ab diesem Datum einem Haupterwerb nachgehen zu wollen (act. G 5.1/70). Allein aus den geschäftlichen Ausgaben (siehe hierzu E. 2.3) kann für sich allein vorliegend nicht auf das Arbeitspensum der Beschwerdeführerin für das Jahr 2016 geschlossen werden, zumal das Geschäft der Kollektivgesellschaft auch von ihrer Mitgesellschafterin (mit)betrieben wurde. Aufgrund der diesbezüglich klaren Angaben der Beschwerdeführerin ist vielmehr davon auszugehen, dass sie im Jahr 2016 wohl nicht dauernd voll erwerbstätig im Sinn von Art. 28bis Abs. 1 AHVV gewesen war und folglich als Nichterwerbstätige mit (selbstständiger) Nebenerwerbstätigkeit gelten würde (vgl. BGE 125 V 377). Ob sich die Qualifikation als im Hauptberuf (selbstständig) Erwerbstätige als zweifellos unrichtig im Sinn von Art. 53 Abs. 2 ATSG erweist, kann letztlich offenbleiben. Denn die für eine Wiedererwägung zusätzlich zu beachtende Voraussetzung der erheblichen Bedeutung der Berichtigung ist vorliegend nicht erfüllt. Selbst wenn die Beschwerdeführerin im Jahr 2016 als Nichterwerbstätige zu qualifizieren wäre, ist nicht erkennbar, dass sie über für die Beitragsbemessung ins Gewicht fallendes Vermögen und Renteneinkommen verfügt hätte (siehe zur Unzulässigkeit des Einbezugs des Kindesvermögens und der an den Sohn ausgerichteten Waisenrenten nachstehende E. 3.2.3 ff.), die zu einem – zumindest nicht in erheblicher Weise – über dem AHV/IV/EO-Mindestbeitrag für das Jahr 2019 von Fr. 479.-- (Fr. 392.-- + Fr. 66.-- + Fr. 21.--) liegenden Beitrag führen würden. Die Beschwerdeführerin war zwar mit 15 % am Vermögen der Stiftung G.___ (das insgesamt höchstens Fr. 1'700'000.-- betrug) begünstigt (act. G 5.1/58). Die Frage, ob ihr Anteil im Jahr 2016 noch vorhanden war, kann offenbleiben, weil er ohnehin den Schwellenwert für den Mindestbeitrag von Fr.”
“Cela étant constaté, il convient d’examiner la question de la restitution du montant de 32'750 fr. réclamé par la caisse intimée à la recourante. a) Les prestations indûment touchées doivent être restituées (art. 25 al. 1 ab initio LPGA). Selon la jurisprudence, l’obligation de restituer des prestations complémentaires suppose que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision de la décision par laquelle ces prestations ont été allouées soient remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références citées). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). La notion de faits ou moyens de preuve nouveaux s'apprécie de la même manière en cas de révision (procédurale) d'une décision administrative (art. 53 al. 1 LPGA), de révision d'un jugement cantonal (art. 61 let. i LPGA) ou de révision d'un arrêt du Tribunal fédéral fondée sur l'art. 123 al. 2 let. a LTF (loi du 17 juin 2005 sur le Tribunal fédéral ; RS 173.110 ; TF 8C_120/2017 du 20 avril 2017 consid. 2). Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (ATF 134 III 669 consid. 2.2). En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c'est-à-dire qu'ils doivent être de nature à modifier l'état de fait qui est à la base de l'arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d'une appréciation juridique correcte. L'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid.”
Citation : LPGA art. 53 ch. 68 Pour qu'une requête en révision soit recevable, les conditions de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent être exposées de manière concrète; une requête formelle doit être déposée. Selon la jurisprudenÎ, des allégations générales ou des moyens de preuve présentés pour la première fois dans des écritures ultérieures ne suffisent pas à fonder une requête en révision.
“Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, dass die Beschwerdegegnerin das Wiedererwägungsgesuch vom 16. Dezember 2019 auch als Gesuch um prozessuale Revision hätte entgegennehmen müssen, ist mit der Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass dieses ausschliesslich als Wiedererwägungsgesuch betitelt worden ist. Alsdann fehlt es sowohl im Gesuch vom 16. Dezember 2019 als auch in der vorliegenden Beschwerde an der Darlegung der hierfür erforderlichen Voraussetzungen nach Art. 53 Abs. 1 ATSG. Der schon im damaligen Zeitpunkt anwaltlich vertretene Beschwerdeführer kann daher aus diesem Vorbringen nichts zu seinen Gunsten ableiten.”
“Seitens des Beschwerdeführers wird geltend gemacht (Beschwerde S. 3 III./Art. 2), es liege gemäss dem behandelnden Psychiater Dr. med. G.________ und dem Gutachter Dr. med. I.________ eine Verschlechterung vor. Zudem wird vorgebracht (Beschwerde S. 3 III./Art. 2), bereits der ursprüngliche Entscheid (Verfügung vom 7. September 2018 [act. II 84]) bzw. das MEDAS-Gutachten vom 23. Januar 2018 (act. II 69.1) seien falsch gewesen und nach Art. 53 ATSG zu korrigieren. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Ein entsprechendes Gesuch (auf prozessuale Revision der rentenzusprechenden Verfügung vom 7. September 2018 [act. II 84]) wurde jedoch zu Recht bei der Beschwerdegegnerin nicht gestellt und lässt sich auch aus den Rechtsschriften des vorliegenden Verfahrens nicht entnehmen. Es liegen offensichtlich keine Gründe für eine prozessuale Revision vor. Die angebliche und von Dr. med. G.________ im Übrigen erst in der letzten Stellungnahme behauptete Fehlerhaftigkeit hätte im Rahmen der gegen die ursprüngliche Rentenzusprache zur Verfügung stehenden Rechtsmittel geltend gemacht werden können und müssen. Gegen die entsprechende Verfügung vom 7. September 2018 (act. II 84) hat einzig die zuständige Vorsorgeeinrichtung Beschwerde erhoben (act.”
art. 53 al. 3 LPGA permet à l'organisme d'assuranÎ de réexaminer ou de retirer une décision attaquée ou une décision sur opposition pendant la procédure de recours en cours, jusqu'au moment où il prend position auprès de l'autorité de recours. Ce faisant, l'effet dévolutif de la procédure de recours est limité dans le temps.
“Die Beschwerde an das kantonale Sozialversicherungsgericht (BGE 136 V 2 E. 2.5; Urteil 8C_133/2022 vom 7. September 2022 E. 5.1) resp. an das Bundesverwaltungsgericht (vgl. Art. 61 VwVG [SR 172.021] i.V.m. Art. 85bis Abs. 1 Satz 1 AHVG und Art. 37 VGG [SR 173.32]) und jene in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht (BGE 138 II 169 E. 3.3; Urteil 8F_7/2022 vom 9. September 2022 E. 1.1) sind devolutive und grundsätzlich reformatorische Rechtsmittel. Mit der Beschwerde gegen eine Verfügung resp. einen (an deren Stelle getretenen; vgl. BGE 133 V 50 E. 4.2.2; Urteil 9C_719/2020 vom 4. Januar 2022 E. 3.2) Einspracheentscheid verliert der Versicherungsträger grundsätzlich die Herrschaft über den Streitgegenstand (Devolutiveffekt). Eingeschränkt wird der Devolutiveffekt indessen durch Art. 53 Abs. 3 ATSG resp. durch Art. 58 VwVG (gegebenenfalls i.V.m. Art. 55 Abs. 1 ATSG), wonach der Versicherungsträger eine angefochtene Verfügung resp. einen Einspracheentscheid so lange wiedererwägen kann, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (vgl. Urteil 8C_133/2022 vom 7. September 2022 E. 5.1). Der Devolutiveffekt bewirkt zudem, dass der Entscheid der Beschwerdeinstanz prozessual die angefochtene Verfügung resp. den angefochtenen Einspracheentscheid ersetzt und damit alleiniger Anfechtungsgegenstand für einen nachfolgenden Instanzenzug bildet (BGE 130 V 138 E. 4.2; Art. 86 BGG). Eine mit Art. 53 Abs. 3 ATSG oder Art. 58 VwVG vergleichbare Bestimmung fehlt im hier anwendbaren Prozessrecht (BGG und BZP i.V.m. Art. 71 BGG; Urteile 2C_299/2009 vom 28. Juni 2010 E. 1.3.4; 2C_229/2008 vom 13. Oktober 2008 E. 2). Weshalb der Devolutiveffekt analog den genannten Normen im letztinstanzlichen Verfahren eingeschränkt sein soll, was die Ausgleichskasse anzunehmen scheint (und als Möglichkeit in BGE 130 V 138 E.”
“Gemäss dem vorliegend in erster Linie anwendbaren Art. 53 Abs. 3 ATSG (vgl. dazu Art. 3 Bst. dbis VwVG) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid während einem laufenden Beschwerdeverfahren so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Eine analoge Bestimmung enthält zudem Art. 58 Abs. 1 VwVG (vgl. dazu Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Art. 53 Rz. 88), wonach die Vorinstanz die angefochtene Verfügung bis zu ihrer Vernehmlassung in Wiedererwägung ziehen kann. Mangels weiterer Regelungen im ATSG sind gemäss Art. 55 Abs. 1 ATSG auch die Absätze 2 und 3 des Art. 58 VwVG anwendbar (vgl. Peter Forster, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, 2021, Art. 53 Rz. 41 mit Hinweis auf Urteil des BGer 8C_526/2012 vom 19. September 2012 E. 3.2).”
Citation : LPGA art. 53 n. 66 Lorsque la décision relative à la révision procédurale dans une procédure d'opposition ou de révision ultérieure n'est ni invoquée dans les conclusions ni critiquée dans les motifs, elle ne constitue pas l'objet du litige de la procédure et est réputée avoir acquis forÎ de chose jugée.
“Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde bzw. eine Eingabe auf ein nicht durch die Verfügung respektive den Einspracheentscheid bestimmtes Rechtsverhältnis, gehören die beanstandeten Aspekte weder zum Anfechtungs- noch zum Streitgegenstand (vgl. BGE 125 V 413 E. 1b). Diesfalls steht den Betroffenen keine Befugnis zu, verfügungsweise nicht geregelte Rechtsverhältnisse durch eine Beschwerde richterlich überprüfen zu lassen. Das Gericht kann auf eine diesbezügliche Beschwerde nicht eintreten (vgl. BGE 118 V 313 f. E. 3b mit Hinweisen; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: BJM 1989 S. 25). 3.2 Mit Schreiben vom 22. Oktober 2021 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Revision respektive Wiedererwägung des Rentenentscheids und des Entscheids betreffend Integritätsentschädigung gestützt auf Art. 17 und 53 ATSG. Gleichzeitig machte er einen Anspruch auf Hilflosenentschädigung geltend. Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 28. Dezember 2021 die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG sowie den Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung verneint hatte, erhob der Beschwerdeführer Einsprache. In dieser Einsprache vom 25. Januar 2022 brachte der Beschwerdeführer ausschliesslich vor, dass sich sein Gesundheitszustand in massgeblicher Weise verschlechtert habe, weshalb weitere Abklärungen und eine neue Beurteilung der Rente und der Integritätsentschädigung vorzunehmen seien. Die Verneinung der prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG sowie die Ablehnung des Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung wurden vom Beschwerdeführer in seiner Einsprache weder in den Begehren noch in der Begründung thematisiert. Sie bildeten damit mangels Beanstandung nicht Streitgegenstand des Einspracheverfahrens (bleiben indessen Teil des Anfechtungsobjekts, vgl. BGE 125 V 413 E. 1a in fine). Der Entscheid über die prozessuale Revision und die Hilflosenentschädigung in der Verfügung vom 28. Dezember 2021 ist damit rechtskräftig geworden. Ebenfalls nicht Streitgegenstand des Einspracheverfahrens war indes die verlangte Revision der Rente und Integritätsentschädigung nach Art.”
Citation: LPGA art. 53 n. 65 Les prestations qui n'ont été accordées que de manière informelle peuvent être retirées tant qu'elles ne sont pas juridiquement définitives (non tranchées au fond). En revanche, si les prestations accordées de façon informelle sont devenues de facto définitives, il faut un titre permettant de revenir sur l'octroi (réexamen conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA ou révision procédurale selon l'art. 53 al. 1 LPGA).
“Für die Rückerstattung bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Ein Rückkommenstitel muss auch vorliegen, wenn die Verwaltung eine Geldleistung nicht förmlich, sondern formlos zugesprochen hat, sofern die faktisch verfügte Leistung rechtsbeständig geworden ist, was im vorliegenden Fall auf die ausgerichteten Taggeldleistungen ohne weiteres zutrifft (BGE 122 V 368 f. E. 3 mit Hinweisen).”
“2 En l’occurrence, le recourant était au bénéfice de prestations complémentaires lorsque la réforme des PC est entrée en vigueur et il ressort du dossier que les calculs comparatifs effectués le 11 décembre 2020 en prévision de l'entrée en vigueur du nouveau droit montrent que celui-ci n'entraînait ni une perte du droit à la prestation complémentaire annuelle, ni une diminution de celle-ci. Le nouveau droit a donc été appliqué depuis le 1er janvier 2021, de sorte qu'il doit continuer à l'être. Les dispositions applicables seront par conséquent citées dans leur nouvelle teneur. 4. 4.1 S'agissant de la restitution des prestations complémentaires fédérales, selon l'art. 25 al. 1 phr. 1 LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l'ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA - RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l'art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). Cependant, tant que des prestations accordées sans avoir fait l'objet d'une décision formelle, n'ont pas acquis force de chose décidée, l'administration peut revenir sur leur octroi, sans que soient réalisées les conditions qui président à la révocation des décisions administratives (reconsidération ou révision procédurale ; ATF 122 V 367 consid. 3). 4.2 Au plan cantonal, l'art. 24 al. 1 phr. 1 LPCC prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'art. 14 du règlement relatif aux prestations cantonales complémentaires à l'assurance-vieillesse et survivants et à l’assurance-invalidité du 25 juin 1999 (RPCC-AVS/AI - J 4 25.03) précise que le SPC doit demander la restitution des prestations indûment touchées au bénéficiaire, à ses héritiers ou aux autres personnes mentionnées à l'art.”
Un retour au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA peut entraîner la récupération de prestations indûment perçues, puisque l'obligation de restitution suppose les conditions d'une révision (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'un réexamen/reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées.
“L'art. 25 al. 1, 1re phrase, LPGA (RS 830.1), auquel renvoie l'art. 1 al. 1 LAFam, prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 p. 260; 138 V 426 consid. 5.2.1 p. 431; 130 V 318 consid. 5.2 p. 319 s. et les références).”
LPGA art. 53 n. 63 Même après la forÎ juridique formelle, un recouvrement ou un réexamen est possible lorsque la décision ou le paiement est manifestement erroné et que sa rectification revêt une importanÎ considérable — par exemple en cas de paiements indus découverts tardivement.
“- à titre de remboursement des frais de transport occasionnés par l’expertise. Or, l’intimée, au lieu de verser CHF 215.-, avait procédé par erreur au paiement de CHF 12'600.- le 16 juillet 2021 sur le compte bancaire de la recourante. Elle avait constaté cette erreur le 9 mars 2023 et, par décision du 20 mars suivant, avait réclamé à la recourante la restitution de ce montant versé à tort. En conséquence, tant le délai relatif que le délai absolu étaient respectés. 4.2 4.2.1 Selon l'art. 25 al. 1 phr. 1 LPGA, en relation avec l'art. 2 al. 1 let. a de l'ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA ; RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l'art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références; ATF 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références; ATF 130 V 318 consid. 5.2 et les références). L'administration peut procéder la reconsidération d'une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s'est pas prononcée quant au fond, pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable. Ainsi, par le biais d'une reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit (ATF 147 V 167 consid. 4.2 et la référence). L'obligation de restituer des prestations complémentaires indûment touchées et son étendue dans le temps n’est pas liée à une violation de l'obligation de renseigner (ATF 122 V 134 consid. 2e). Il s'agit simplement de rétablir l'ordre légal après la découverte du fait nouveau (arrêt du Tribunal fédéral 9C_398/2021 du 22 février 2022 consid.”
Citation : LPGA, art. 53, n. 62 Les décisions revêtues de l'autorité de la chose jugée sur le plan formel ne peuvent être retirées, ni les prestations récupérées, que si les conditions du réexamen sont remplies — notamment que la décision est manifestement erronée et que sa correction revêt une importanÎ considérable.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wie-dererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Les décisions reposant sur des conventions de transaction peuvent, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, être modifiées de façon plus restrictive lors d'un réexamen; la protection de la confianÎ légitime revêt ici généralement une importanÎ accrue.
“IIA 423-425, 427 f., 430, 433 f., 436, 438-443). Dies hing allenfalls auch damit zusammen, dass der Bonus vom Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIB] 552, 582) ausgeglichen und schliesslich arbeitsvertraglich gestrichen wurde (act. IIA 360 S. 2). Ob bei dieser Ausgangslage nicht der Tabellenlohn hätte herangezogen werden dürfen (vgl. Beschwerde Rz. 27) und sich das Invalideneinkommen damit letztlich ebenfalls auf einen Vergleich im Sinne von Art. 50 ATSG stützt, kann offenbleiben. So oder anders ist als Basis zur Feststellung, ob sich seit der Rentenverfügung etwas geändert hat – entgegen der sinngemässen Argumentation in der Beschwerde (Rz. 28) –, der in jenem Verwaltungsakt festgesetzte IV-Grad von 39 % massgebend (vgl. Entscheid des BGer vom 14. Mai 2020, 8C_86/2020, E. 5.1). Die Praxis, wonach Verfügungen, welche einen Vergleich bestätigen, nur zurückhaltend und unter Berücksichtigung des Vergleichscharakters in Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) gezogen werden dürfen (vgl. BGE 138 V 147 m.w.H.), gilt im Übrigen für die hier zu prüfende materielle Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG von vornherein nicht (vgl. Entscheid des BGer vom 25. April 2018, 8C_581/2017, E. 5).”
“Rechtsprechungsgemäss kann ein Vergleich grundsätzlich ebenso in Wiedererwägung gezogen werden wie eine Verfügung. Es sind jedoch im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG höhere Anforderungen zu stellen, um dem Vergleichscharakter Rechnung zu tragen (BGE 138 V 147 E. 2.3 S. 149). Der Mechanismus der Interessenabwägung ist somit bei der Wiedererwägung eines Vergleichs bzw. einer Verfügung der gleiche; Unterschiede ergeben sich jedoch bei der Gewichtung, namentlich des Schutzes des berechtigten Vertrauens in den Bestand, der tendenzmässig beim Vergleich stärker als bei der Verfügung ausfällt (BGE 138 V 147 E. 2.4 S. 150). Zu beachten ist dabei auch, dass die Zusprechung von Sozialversicherungsleistungen in der Regel auf verschiedenen Anspruchsgrundlagen beruht. Im UVG sind dies, nebst etwa der Versicherungsdeckung und den notwendigen kausalen Zusammenhängen, bei der Invalidenrente in erster Linie der Invaliditätsgrad - mit den diesem zugrundeliegenden Faktoren der Invaliditätsbemessung - und der versicherte Verdienst, bei der Integritätsentschädigung die Integritätseinbusse. Werden Sozialversicherungsleistungen gestützt auf einen Vergleich verfügt, umfasst dieser für gewöhnlich eine gesamthafte Würdigung aller relevanten Anspruchsfaktoren.”
RéférenÎ : LPGA, art. 53 n. 60 Pour les prestations accordées sans formalités, le recouvrement sans application des conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA) n'est possible que pendant un délai correspondant au délai de recours applicable aux décisions formelles. Au-delà, le recouvrement exige un titre de reprise sous la forme d'un réexamen ou d'un recours judiciaire.
“1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Dazu bedarf es nach der Rechtsprechung, dass die Bedingungen für eine prozessuale Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG oder für eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG der ursprünglichen Verfügung erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen). Bei formlos zugesprochenen Leistungen ist eine ohne Bindung an die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfolgende Rückforderung nur während eines Zeitraums möglich, welcher der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht. Zu einem späteren Zeitpunkt bedarf die Rückforderung eines Rückkommenstitels in Form einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision (BGE 129 V 110 E. 1.2.3). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräfige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 148 V 195 E. 5.3; 138 V 324 E. 3.3).”
Citation : LPGA art. 53 ch. 59 Le recouvrement de prestations devenues formellement définitives en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA n'est possible que si les conditions du réexamen sont remplies, notamment une erreur indubitable de la décision et la portée significative de la rectification.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Les rapports ou expertises qui figuraient déjà dans les dossiers au moment de l'adoption de la décision administrative ou de la décision sur l'opposition ne sont pas considérés comme des éléments de preuve nouveaux au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA.
“13) zu Recht ausführte, lagen die von der Beschwerdeführerin als neue Tatsachen und Beweismittel aufgeführten Berichte im Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 11. August 2017 bereits wie folgt vor: - Berichte von Prof. Dr. med. A.___, Facharzt für Radiologie, vom 27. Juli 2016 (Urk. 14/M13), 9. September 2016 (Urk. 14/M11) und vom 25. November 2016 (Urk. 14/M41) - Bericht des Spitals B.___ von Prof. Dr. med. C.___ und Dr. med. D.___ vom 27. September 2016 (Urk. 14/M10) - Berichte von pract. med. E.___ vom 30. September 2016 (Urk. 14/M14) und 2. Januar 2017 (Urk. 14/M44, S. 2) - Bericht der Zahnärztin Dr. F.___, Fachzahnarzt für Oralchirurgie vom 16. Januar 2017 (Urk. 15/A90/B4) Da die von der Beschwerdeführerin genannten Berichte bei Erlass des Einspracheentscheides vom 11. August 2017 bereits in den Akten lagen, ist nicht einzusehen, inwiefern es sich dabei um neue Beweismittel handeln sollte. Im Übrigen ergibt sich bereits aus den von der Beschwerdeführerin aufgeführten Daten, dass die Berichte vor Erlass des Einspracheentscheids erstellt wurden, weshalb sich diese nicht als neue Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG eignen. Die Beschwerdeführerin legte zudem psychiatrische Berichte sowie einen Bericht einer Fachärztin für Innere Medizin auf (Urk. 9/Q-S, Urk. 9/U). Diese Berichte datieren vom Jahr 2019, und damit nach Entscheiderlass. Die Fachärzte äusserten sich darin zu den von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden sowie zu den von ihnen gestellten Diagnosen. Eine Stellungnahme zu einem allfälligen Zusammenhang mit dem im Jahr 2016 erlittenen Unfall findet sich darin jedoch nicht. In einem Bericht wird sogar explizit darauf hingewiesen, es sei mit der Patientin besprochen worden, dass nicht beurteilt werden könne, ob und in welchem Ausmass es durch den Sturz zu einer hirnorganischen Schädigung gekommen sei bzw. welcher Anteil der Störung psychogen sei (Urk. 9/R). Daher lässt sich aus diesen Berichten nichts zu Gunsten der Beschwerdeführerin herleiten. Gleiches gilt für die Aussage von Dr. A.___ vom 2. August 2019 (Urk. 6/3), wonach er der Beschwerdeführerin eine Abklärung in einem spezialisierten Traumazentrum empfahl.”
“November 2019 nicht beibringen können, ist ihm entgegenzuhalten, dass es an ihm gelegen wäre, eine entsprechende Abklärung zu beantragen. Bei genügender Sorgfalt hätte er demnach ein solches Beweismittel im früheren Verfahren beibringen können (Urteil 8C_523/2012 vom 7. November 2012 E. 3.3.2; vgl. auch I 635/99 vom 18. April 2000 E. 5). Dass der rechtsunkundige Beschwerdeführer damals nicht anwaltlich vertreten war, ändert daran nichts, wäre es ihm resp. seinen Eltern doch zumutbar gewesen, innert der Rechtsmittelfrist bei einer rechtskundigen Person Rat zu suchen (vgl. BGE 111 Ib 209 E. 1). Der Sichtweise des Beschwerdeführers zu folgen liefe darauf hinaus, dass frühere Unterlassungen nachträglich korrigiert werden könnten, was nicht Sinn der prozessualen Revision als ausserordentliches Rechtsmittel ist (vgl. ARV 2013 S. 356, 8C_334/2013 E. 3.3; Urteil 9C_830/2015 vom 6. April 2016 E. 5.3.3). Beim heilpädagogischen Fachbericht vom 7. Oktober 2015 handelt es sich nicht um ein neues Beweismittel im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG, lag dieser dem Beschwerdeführer doch schon vor der Verfügung vom 19. November 2019 vor. Wie der Beschwerdeführer im Übrigen selber vorbringt, wäre der Bericht nicht geeignet gewesen, eine Hilflosigkeit mittleren Grades zu belegen. Dafür wäre vielmehr eine Abklärung vor Ort notwendig gewesen.”
LPGA art. 53 n. 57 Pour les prestations périodiques (p. ex. les rentes), la jurisprudenÎ admet régulièrement que la condition selon laquelle la rectification est « d'une importanÎ considérable » est remplie. De faibles montants de recouvrement peuvent également suffire ; l'importanÎ est appréciée en fonction de l'étendue des prestations concernées (dans la pratique, par exemple, un montant de CHF 706 a été jugé suffisant).
“Aux termes de l'art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d'une révision procédurale (cf. art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (cf. art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 ; 138 V 426 consid. 5.2.1 ; 130 V 318 consid. 5.2 et références citées). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits ; un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 135 V 215 consid. 5 ; 127 V 466 consid. 2c). La rectification revêt une importance notable en fonction du montant des prestations en cause. Il a par exemple été jugé qu'une créance en restitution d'un montant de 706 fr. était suffisamment importante (DTA 2000 n° 40 p. 208). En outre, par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l'administration est tenue de procéder à la révision d'une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid.”
“A ce sujet, les directives du SECO précisent que, lorsqu'un assuré prend une activité dont le salaire est réputé convenable et l’exerce pendant au moins une période de contrôle, il est considéré comme étant sorti du chômage et le revenu qu’il retire de cette activité ne peut être considéré comme un gain intermédiaire (Bulletin LACI IC Marché du travail / assurance-chômage, C139). 6. La perte de gain est une condition essentielle du droit à la compensation de la perte de gain comme aussi à la compensation de la différence. Il y a perte de gain ouvrant droit à indemnité si le revenu réalisé est inférieur au montant de l’indemnité de chômage à laquelle a droit l'assuré. Il s'ensuit qu'une perte de gain ne dépassant pas 20 ou 30% du gain assuré n'ouvre pas droit à l'indemnité puisqu'elle reste dans les normes du travail convenable selon l'art. 16 LACI (Bulletin LACI IC Marché du travail / assurance-chômage, B94). 7. Aux termes de l'art. 25 al. 1, 1ère phrase, de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 830.1), applicable par le renvoi des art. 1 al. 1 et 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées. L'obligation de restituer suppose que soient réunies les conditions d'une révision procédurale, au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA, ou d'une reconsidération, au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA, de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.2, 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5, et les références citées). 7.1. A teneur de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Par le biais de la reconsidération, on corrigera (notamment) une application initiale erronée du droit (arrêts TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3, 8C_424/2019 du 3 juin 2020 consid. 5.1, et les références citées). D’après la jurisprudence, l'octroi illégal de prestations est réputé sans nul doute erroné. Quant à la condition de l'importance notable de la rectification, elle est de toute évidence réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (arrêt TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5 et les références citées). 7.2. En vertu de l’art.”
Le recouvrement de prestations fondées sur des décisions formellement définitives n'est possible que dans des conditions strictes. Il faut remplir les conditions applicables au réexamen — en particulier l'erreur indubitable de la décision et l'importanÎ substantielle de la rectification (art. 53 al. 2 LPGA) — ou, selon le cas, les conditions d'une révision judiciaire.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Les prestations indûment perçues, qui reposent sur une décision formellement définitive, ne peuvent être récupérées que si sont réunies les conditions du réexamen (erreur indubitable et incidenÎ importante de la rectification; art. 53 al. 2 LPGA) ou de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA).
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wie-dererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).”
Lors de l'examen d'un réexamen sur la base de l'art. 53 al. 2 LPGA, il convient de se fonder sur la situation de fait et de droit telle qu'elle existait au moment de l'édiction de la décision initiale; la pratique administrative et, le cas échéant, la pratique jurisprudentielle en vigueur à cette époque doivent être prises en considération.
“Aux termes de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 132 V 412 consid. 5; 129 V 110). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 140 V 77 consid. 3.1 ; 138 V 147; 119 V 475 consid. 5b/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l’irrégularité doit être manifeste, de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée (TF 9C_308/2018 du 17 août 2018 consid. 2.2 et les références citées). La restitution ne peut être exigée lorsque l’intéressé était de bonne foi et qu’elle le mettrait dans une situation difficile (art. 25 al.”
“Dieser hat die Aufgabe seiner Erwerbstätigkeit im Oktober 2014 zwar keiner Ausgleichskasse umgehend gemeldet. Eine Meldepflichtverletzung hat er dadurch jedoch nicht begangen, da er wohl davon ausgegangen ist, dass seine Ehefrau mindestens den doppelten Mindestbeitrag bezahlt, sodass seine Beiträge als bezahlt gelten (vgl. Urteil vom 11. Februar 2021, Verfahren Nr. 710 20 213/41, E. 3). Es kommt hinzu, dass seine Einkommenssituation auch den jährlichen Steuermeldungen zu entnehmen war. In Bezug auf die Beschwerdeführerin selber, namentlich in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit, liegen keine neuen Tatsachen vor. Die Höhe des von der Beschwerdeführerin erzielten Einkommens war der Beschwerdegegnerin bekannt und die Organisation der Einzelunternehmung C.____ blieb unverändert. Unter diesen Umständen fällt eine Änderung der Verfügungen gestützt auf die prozessuale Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG ausser Betracht. Zu prüfen ist indessen nachfolgend, ob die ursprünglichen Verfügungen in Wiedererwägung gezogen werden können (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Gemäss dem gestützt auf Art. 1 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 2 ATSG auch im Beitragsbereich der AHV anwendbaren Art. 53 Abs. 2 ATSG können die Ausgleichskassen formell rechtskräftige Verfügungen in Wiedererwägung ziehen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Frage der zweifellosen Unrichtigkeit als Voraussetzung für die Wiedererwägung ist gemäss ständiger Praxis nach der Sach- und Rechtslage zu beurteilen, die im Zeitpunkt des damaligen Verfügungserlasses bestand (BGE 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine gesetzeswidrige Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen wurde, wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden oder eine klare höchstrichterliche Praxis nicht beachtet wurde.”
“Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Verwaltung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zurückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1). Bei der Prüfung der Voraussetzungen einer Wiedererwägung ist die Rechtslage im Zeitpunkt des Verfügungserlasses massgeblich unter Berücksichtigung der damals bestandenen Rechtspraxis (BGE 138 V 147 E. 2.1 mit Hinweisen).”
“a) Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont « nouveaux » au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références; TF 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). b) Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. Pour juger s'il est admissible de reconsidérer une décision pour le motif qu'elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur les faits et la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l'époque (ATF 125 V 383 consid. 3 et les références). Par le biais de la reconsidération, on corrigera une application initiale erronée du droit, de même qu'une constatation erronée résultant de l'appréciation des faits. Un changement de pratique ou de jurisprudence ne saurait en principe justifier une reconsidération (ATF 117 V 8 consid. 2c, 115 V 308 consid. 4a/cc). Pour des motifs de sécurité juridique, l'irrégularité doit être manifeste (« zweifellos unrichtig »), de manière à éviter que la reconsidération devienne un instrument autorisant sans autre limitation un nouvel examen des conditions à la base des prestations de longue durée.”
Citation : LPGA art. 53 n. 53 Si une décision n'est pas contestée (dans le délai) par voie d'opposition et devient dès lors définitive, la personne concernée est liée par cette décision. Une modification ultérieure d'une décision définitive n'est possible que dans le cadre de l'art. 53 al. 1 LPGA ; il faut, après l'édiction de la décision, découvrir des faits nouveaux essentiels ou de nouveaux éléments de preuve qui n'ont pas pu être produits auparavant.
“Ainsi, la décision du 3 mars 2021 de l’intimée notifiée par pli simple au recourant, par laquelle cette dernière lui a refusé son affiliation en qualité de personne de condition indépendante dans le cadre de sa relation avec la société X.________ Limited entre le 1er février et le 30 avril 2021, est une décision sujette à opposition. Elle comporte d’ailleurs une indication de la voie d’opposition. Le recourant ne conteste pas avoir reçu la décision précitée ; il en a accusé réception le 26 avril 2021. Il admet à teneur de ses déterminations du 14 mars 2024 qu’il ne l’a pas contestée. En d’autres termes, il n’a formé aucune opposition à son encontre. La décision du 3 mars 2021 de l’intimée est donc devenue définitive. Son affiliation en qualité de personne salariée dont l’employeur n’est pas soumis à cotisations pour la période du 1er février au 30 avril 2021 revêt force de chose décidée. c) Une fois définitive, le recourant ne peut plus solliciter la modification de la décision précitée, sauf à faire valoir un motif de révision ou de reconsidération au sens de l’art. 53 LPGA. Aux termes de l’art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Sont « nouveaux » au sens de cette disposition, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence. Les preuves, quant à elles, doivent servir à prouver soit les faits nouveaux importants, qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (ATF 127 V 353 consid. 5b et les références citées ; cf. également ATF 122 V 173 consid. 4b).”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n. 52 Un jugement devenu définitif qui confirme une décision antérieure ou qui constate définitivement les fondements des prétentions pour la périoÞ concernée crée la chose jugée et exclut en règle générale toute réouverture ultérieure et toute demanÞ de remboursement pour cette périoÞ. Dans la mesure où elles sont mentionnées dans les sources, les exceptions procédurales (voies de révision ou de réexamen selon l'art. 53 LPGA et dispositions connexes) restent réservées.
“2 LPA-VD); attendu qu’en vertu de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées, qu’au regard de cette disposition et de la jurisprudence y relative (TF 9C_86/2014 du 5 juin 2014 consid. 3.2 et la référence citée), la procédure de restitution implique trois étapes distinctes, à savoir une première décision sur le caractère indu des prestations, une deuxième décision sur la restitution en tant que telle des prestations – qui comprend en particulier l’examen des effets rétroactifs ou non de la correction à opérer en raison du caractère indu des prestations à la lumière de l’art. 25 al. 1, première phrase, LPGA – et, le cas échéant, une troisième décision sur la remise de l’obligation de restituer au sens de l’art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA (cf. art. 3 et 4 OPGA [ordonnance du 11 septembre 2002 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11]), que l’obligation de restituer implique que soient réunies les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2), qu’en l’espèce, par décision du 16 février 2017 l’office intimé a ordonné la restitution des prestations versées à la recourante entre le 1er mars 2016 et le 28 février 2017, compte tenu de la communication du 29 mars 2016 annulant sa décision d’octroi de rentes d’invalidité du 24 février 2016 et de la décision de refus du 3 février 2017, que cette dernière décision a toutefois été annulée et réformée par la Cour de céans par arrêt du 4 mars 2021 (CASSO AI 84/17 – 76/2021 du 4 mars 2021), en ce sens que J.________ a droit à une rente d’invalidité entière dès le 1er février 2014, qu’en l’absence de contestation, cet arrêt cantonal AI 84/17 – 76/2021 du 4 mars 2021 est désormais définitif et exécutoire, que par voie de conséquence, les prestations versées entre le 1er mars 2016 et le 28 février 2017, à hauteur d’un total de 40'428 fr., ne peuvent être qualifiées d’indues, qu’en d’autres termes, il n’y a plus matière à restitution au sens de l’art.”
“Die Rechtskraft von Verfügungen resp. Einsprache- oder Beschwerdeentscheiden über Dauerleistungen im Bereich der Sozialversicherung, u.a. Renten der Alters- und Invalidenversicherung, ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit diese im Entscheidzeitpunkt zeitlich abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und Leistungsbemessungsfaktoren können daher, vorbehältlich einer prozessualen Revision oder Wiedererwägung des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 lit. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG), nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden, es sei denn, das Gesetz sehe ausdrücklich eine andere Regelung vor, wie etwa im Bereich der Ergänzungsleistungen (BGE 136 V 369 E. 3.1.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile 8C_378/2020 vom 21. Januar 2021 E. 6.2.2 und 9C_179/2020 vom 16. November 2020 E. 5.1, beide zur Publikation vorgesehen).”
Citation : LPGA art. 53 n. 51 Si une décision de révocation remplaÎ intégralement une décision antérieure, la décision révoquée est abrogée. La procédure d'opposition/recours dirigée contre la décision révoquée doit, dans cette mesure, être radiée comme sans objet; on n'aurait pas dû entrer en matière au fond sur cette partie de la procédure. Une décision d'opposition rendue au fond concernant la décision révoquée est dès lors illégale et doit être remplacée par une décision de radiation ou par une décision de non-entrée en matière.
“Die Beschwerdegegnerin hat allerdings die Einsprache gegen die „Umrechnungsverfügung“ vom 19. Dezember 2019 zum Anlass genommen, jene direkt mittels einer neuen Verfügung zu korrigieren, denn sie hat am 19./20. März 2020 eine weitere Verfügung erlassen, mit der sie die Ergänzungsleistung für die Zeit ab dem 1. Januar 2020 neu festgesetzt hat. Diese Verfügung vom 19./20. März 2020 hat jene vom 19. Dezember 2019 integral ersetzt, und zwar noch während des hängigen Einspracheverfahrens, weshalb es sich dabei nur um eine Widerrufsverfügung im Sinne des Art. 53 Abs. 3 ATSG gehandelt haben kann. Mit diesem Widerruf hat die Beschwerdegegnerin einem der beiden (vereinigten) Einspracheverfahren den Gegenstand entzogen: Die Verfügung vom 19. Dezember 2019 hat nicht mehr länger existiert. Folglich hätte das entsprechende Einspracheverfahren (respektive der entsprechende Teil des vereinigten Einspracheverfahrens) als gegenstandslos abgeschrieben werden müssen. Der Beschwerdeführerin ist daraus kein Nachteil entstanden, denn sie hat die neue Verfügung vom 19./20. März 2020 mittels einer weiteren Einsprache anfechten können, was sie ja auch getan hat. Jedenfalls ist die materielle Behandlung der sich gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2019 richtenden Einsprache angesichts des Widerrufs der Verfügung vom 19. Dezember 2019 rechtswidrig gewesen, weshalb der Einspracheentscheid diesbezüglich aufgehoben und durch einen Abschreibungsbeschluss ersetzt werden muss. Damit ist in diesem Verfahren nur die Rechtmässigkeit der Revisionsverfügung vom 5. Dezember 2019 mit Wirkung per 1.”
“Dieses Vorgehen hat nicht nur einer gesetzlichen Grundlage entbehrt, sondern es hat auch eine offensichtlich unzulässige Verkürzung des Rechtsmittelweges zur Folge gehabt, denn der Beschwerdeführer hat diesen Teil des Einspracheentscheides nicht mehr mittels Einsprache anfechten können; er hat sich nur noch beschwerdeweise dagegen wehren können. Soweit er die Sachverhaltsentwicklung nach dem 19. Dezember 2018 betrifft, muss der angefochtene Einspracheentscheid nach der konstanten Rechtsprechung des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen (vgl. etwa den Entscheid EL 2012/37 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 2. März 2015) als rechtswidrig qualifiziert werden und deshalb aufgehoben werden. Die Beschwerdegegnerin wird das Revisionsbegehren in einem noch zu eröffnenden Verwaltungsverfahren prüfen und dann darüber verfügen. Die Verfügung vom 19. Dezember 2018, deren Überprüfung das mit dem angefochtenen Entscheid abgeschlossene Einspracheverfahren bezweckt hat, ist in formeller Hinsicht eine Widerrufsverfügung im Sinne des Art. 53 Abs. 3 ATSG gewesen, denn mit ihr hat die Beschwerdegegnerin ihre frühere Verfügung vom 4. Januar 2018 noch während des hängigen Einspracheverfahrens ersetzt. Dieses Vorgehen ist rechtmässig gewesen. Es hat zur Folge gehabt, dass das (erste) Einspracheverfahren betreffend die Verfügung vom 4. Januar 2018 gegenstandslos geworden ist, weshalb die Beschwerdegegnerin es zu Recht abgeschrieben hat. In materieller Hinsicht hat es sich bei der Widerrufsverfügung vom 19. Dezember 2018 um eine erstmalige Zusprache von Ergänzungsleistungen für die Zeit ab Januar 2014 gehandelt, weshalb im anschliessenden, mit dem angefochtenen Entscheid vom 4. März 2019 abgeschlossenen Einspracheverfahren sämtliche Anspruchsvoraussetzungen und Berechnungspositionen ab Januar 2014 strittig gewesen sind. Auch in diesem Beschwerdeverfahren sind folglich sämtliche Anspruchsvoraussetzungen und Berechnungspositionen ab Januar 2014 zu prüfen. Der Beschwerdeführer hat sich weniger als sechs Monate nach der Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung per 1.”
“Entscheid Versicherungsgericht, 17.03.2022 Art. 53 Abs. 3 ATSG. Qualifikation einer Verfügung als Widerrufsverfügung. Die Widerrufsverfügung hat die widerrufene Verfügung integral ersetzt. Die Beschwerdegegnerin hätte mangels eines Anfechtungsgegenstands nicht auf die Einsprache gegen die widerrufene Verfügung eintreten dürfen, sondern hätte das Einspracheverfahren als gegenstandslos abschreiben müssen. Der (materielle) Einspracheentscheid gegen die widerrufene Verfügung ist deshalb rechtswidrig und durch einen Nichteintretensentscheid zu ersetzen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. März 2022, EL 2021/27). Entscheid vom 17. März 2022 Besetzung Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull Geschäftsnr. EL 2021/27 Parteien A.___, Beschwerdeführerin, vertreten durch C.___, gegen Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, EL-Durchführungsstelle, Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Krankheitskostenvergütung (EL zur AHV)”
LPGA art. 53 N. 50 En cas d'erreurs manifestes (évidentes), l'organe d'assuranÎ peut revenir sur ses décisions, y compris sur les décisions prises en procédure d'opposition, même après leur entrée en forÎ, à condition que la rectification soit d'une importanÎ considérable. Cette possibilité de revenir existe indépendamment des autres conditions de révision.
“5.3). c) Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. aa) Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). bb) En vertu de l’art. 25 al. 2 première phrase LPGA, le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation. Il s’agit de délais (relatif et absolu) de péremption, qui doivent être examinés d’office (ATF 140 V 521 consid. 2.1). 4. a) Le recourant s’oppose tout d’abord au fait de devoir restituer des prestations en tant que tel. Il n’est pas contesté qu’il a respecté son obligation de renseigner et a notamment tenu la CCVD au courant de l’existence de sa demande de retraite française, puis a transmis sans retard la décision d’octroi de rente qu’il a reçue de la CARSAT. Cela étant, l’obligation de restituer des prestations complémentaires en cas de paiement ultérieur de rentes arriérées n’est pas liée à une violation de l’obligation de renseigner. Il s’agit simplement de rétablir l’ordre légal, après la découverte du fait nouveau (ATF 122 V 134). A cet égard, il importe peu que le recourant ne s’attendait pas à ce que sa rente française soit versée rétroactivement.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 49 En cas d'erreurs de calcul manifestes et clairement identifiables ou de bases erronées (p. ex. un revenu d'activité fixé trop bas), la condition de «manifestement erroné» au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA est remplie. Dans un tel cas, cette inexactituÞ incontestable suffit pour un nouveau calcul rétroactif et le recouvrement des prestations indûment versées, sans qu'il soit nécessaire qu'il y ait violation d'une obligation de déclaration.
“Wurde somit bei der Ergänzungsleistungsbemessung in den Verfügungen vom 6. Januar und vom 14. Mai 2020 ein deutlich zu niedriges Erwerbseinkommen des Beschwerdeführers 2 einbezogen, so lässt dies diese beiden Verfügungen und die darauf basierende Ausrichtung von Ergänzungsleistungen in der berechneten Höhe als zweifellos unrichtig im Sinne der Voraussetzungen für eine Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG erscheinen. Damit war die Grundlage für eine rückwirkende Neuberechnung und eine darauf basierende Rückforderung der zu viel bezahlten Ergänzungsleistungen grundsätzlich erfüllt, ohne dass es dafür einer Meldepflichtverletzung durch die Beschwerdeführerin 1 bedurft hätte. Mit der Erhebung der Rückforderung mit der Verfügung vom 19. Oktober 2020 und deren Erhöhung mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. November 2020 war sodann auch die einjährige Verwirkungsfrist nach Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG gewahrt. Denn entsprechend dem zutreffenden Hinweis der Beschwerdegegnerin (Urk. 7 S. 2) lagen die ursprünglichen, unrichtigen Berechnungen vom 6. Januar und vom 14. Mai 2020 im Zeitpunkt des Erlasses der Rückforderungsverfügung vom 19. Oktober 2020 noch kein Jahr zurück, und das Gleiche gilt immer noch für den Zeitpunkt der Erhebung der zusätzlichen Rückforderung mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 18. November”
Réf. : LPGA art. 53 n. 48 Pour la récupération de prestations versées et devenues formellement définitives, la jurisprudenÎ exige que soient réunies soit les conditions du réexamen (art. 53 al. 2 LPGA), soit celles de la révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA).
“1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Die Unrechtmässigkeit des Bezugs von Ergänzungsleistungen ergibt sich dadurch, dass die Berechnungsgrundlagen rückwirkend so angepasst werden, dass aus der Neuberechnung ein tieferer Anspruch resultiert, als ursprünglich ausgerichtet (Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, S. 134). Rechtsprechungsgemäss ist für die Rückforderung von formell rechtskräftig ausgerichteten Leistungen erforderlich, dass entweder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG) erfüllt sind (BGE 129 V 110 E. 1.1). Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision). Ferner bestimmt Art. 53 Abs. 2 ATSG, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung).”
La non-entrée en matière d'une demanÞ de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA relève de l'appréciation de l'organisme d'assuranÎ et peut être effectuée sans forme particulière (p. ex. lettre simple). L'autorité n'est pas tenue d'adopter, pour cette non-entrée en matière, une décision formelle accompagnée d'une indication des voies de recours.
“Mai 2020 bildet, dass beide Parteien davon ausgehen, dass die SAK mit diesem Schreiben auf das Gesuch des Beschwerdeführers um eine Wiedererwägung des Einspracheentscheids vom 17. Juli 2013 nicht eingetreten ist, dass die Beschwerde sinngemäss dahingehend verstanden werden könnte, dass das Gericht die SAK - entgegen deren Schreiben vom 8. Mai 2020 - zur Wiedererwägung dieses Einspracheentscheids im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG verpflichte, damit diese die Rente unter Berücksichtigung einer Korrektur der Lohndaten/AHV-Beiträge für den Zeitraum vom 1. Januar 1986 bis 14. Juli 1988 gemäss den eingereichten Lohnausweisen neu berechne und wiedererwägungsweise neu verfüge, dass die SAK geltend macht, dass es sich beim Schreiben vom 8. Mai 2020 nicht um eine Verfügung handle und daher kein Beschwerdeobjekt vorliege, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten sei, dass der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG), dass es sich bei Art. 53 Abs. 2 ATSG um eine "Kann-Vorschrift" handelt und das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf formell rechtskräftige Verfügungen im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 Ingress, E. 4.2.1; Urteil des BGer I 896/06 vom 19. März 2007 E. 3.2 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.2.1; Urteil des BGer 9C_901/2007 vom 8. Oktober 2008 E. 3 [nicht publiziert in BGE 134 V 401]), dass das Nichteintreten des Versicherungsträgers auf ein Wiedererwägungsgesuch auch in einfacher Briefform ohne Rechtsmittelbelehrung zulässig ist und die versicherte Person somit keinen Anspruch auf eine formelle Verfügung hat (vgl. Urteil I 896/06 E. 4.1 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.3), dass, wenn der Versicherungsträger mit formeller Verfügung auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht eintritt, keine Einsprachemöglichkeit im Sinne von Art. 52 Abs. 1 ATSG besteht (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1.3, 4.2.2; Urteil I 896/06 E. 3.2), dass somit kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Wiedererwägung besteht - unabhängig davon, ob das Nichteintreten des Versicherungsträgers mittels formlosem Schreiben, formeller Verfügung oder Einspracheentscheid erfolgt ist (vgl.”
“In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin verlangte, von der Beschwerdegegnerin aber unterlassene Wiedererwägung der rentenabweisenden Verfügung vom 8. Mai 2019 (AB 153) ist festzuhalten, dass das Nichteintreten auf das Wiedererwägungsgesuch vom 4. April 2023 (AB 243) im alleinigen Ermessen der Beschwerdegegnerin liegt. Die Beschwerdegegnerin kann deshalb nicht zur Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG verhalten werden (vgl. E. 1.3.1 hiervor). Entsprechend ist diese auch nicht gehalten, in diesem Zusammenhang eine Verfügung zu erlassen. Zudem bestände, auch wenn eine (auf Nichteintreten lautende) Verfügung erlassen worden wäre, keine Möglichkeit, diese mit Beschwerde anzufechten, bzw. kann das Gericht auf eine dagegen gerichtete Beschwerde nicht eintreten (BGE 133 V 50 E. 4.2.1 S. 54; vgl. auch E. 1.3.1 hiervor). Selbst wenn also mit der Beschwerdeführerin davon ausgegangen würde, dass das Schreiben vom 12. Mai 2023 (AB 246) als Verfügung zu betrachten wäre (Beschwerde, S. 2 Ziff. I.1), was nicht der Fall ist, würde sich nichts daran ändern, dass das Gericht auf die dagegen gerichtete Beschwerde nicht eintreten kann. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin darauf verzichtet hat, eine Verfügung zu erlassen, bzw. dass sie das Begehren um Erlass einer Verfügung formlos mittels Schreiben vom 12. Mai bzw. 3. August 2023 (AB 246, 265) zurückgewiesen hat.”
“10]), dass das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition prüft, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und auf die Beschwerde einzutreten ist (Art. 7 Abs. 1 VwVG; BVGE 2007/6 E. 1 m.H.), dass im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen und beurteilen sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung oder eines Einspracheentscheids - Stellung genommen hat, dass die Verfügung insoweit den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand bestimmt und es umgekehrt an einer Sachurteilsvoraussetzung fehlt, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1), dass beide Parteien davon ausgehen, dass die SAK mit E-Mail vom 11. November 2022 auf das Gesuch des Beschwerdeführers um eine Wiedererwägung des Beitragsverfügung vom 16. Oktober 2020 nicht eingetreten ist (vgl. BVGer-act. 1 und 7; SAK-act. 128), dass die Beschwerde sinngemäss dahingehend verstanden werden könnte, dass das Gericht die SAK zur Wiedererwägung der Verfügung vom 16. Oktober 2020 im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG verpflichte, damit diese die Beiträge für das Jahr 2019 neu berechne und wiedererwägungsweise neu verfüge, dass ein Versicherungsträger gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine formell rechtskräftige Verfügung bei Fehlen eigentlicher Revisionsgründe zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig ist und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist, wobei es sich hierbei um eine «Kann-Vorschrift» handelt, weshalb das wiedererwägungsweise Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung im Ermessen des Versicherungsträgers liegt (vgl. BGE 133 V 50 E. 4.1 Ingress, E. 4.2.1; Urteil des BGer 9C_91/2023 vom 12. April 2023 E. 3.2 m.H.), dass das Nichteintreten des Versicherungsträgers auf ein Wiedererwägungsgesuch auch in einfacher Briefform ohne Rechtsmittelbelehrung zulässig ist und die versicherte Person somit keinen Anspruch auf eine formelle Verfügung hat (vgl. Urteil des BGer I 896/06 E. 4.1 m.H. auf BGE 133 V 50 E. 4.3), dass, wenn der Versicherungsträger mit formeller Verfügung auf ein Wiedererwägungsgesuch nicht eintritt, keine Einsprachemöglichkeit im Sinne von Art.”
Pour les décisions formellement définitives, un examen de fond dans le cadre d’une reconsidération selon l’art. 53 al. 2 LPGA est possible; cela peut intervenir lorsque sont contestées les conditions du recouvrement (art. 25 LPGA) ou celles de la reconsidération.
“35) inférieure à 30’000 fr., la cause est de la compétence du juge unique (art. 94 al. 1 let. a LPA-VD). 2. Le litige porte sur le point de savoir si la Caisse était fondée à réclamer à la recourante la somme de 8'256 fr. 35 qu’elle aurait perçue indûment compte tenu des revenus touchés dans le cadre de son gain intermédiaire pour les mois de décembre 2022, janvier, février et juillet 2023. 3. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59cbis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). b) En règle générale, la restitution des prestations indûment touchées (art. 25 al. 1, première phrase, LPGA) et la remise de l’obligation de restituer (art. 25 al. 1, deuxième phrase, LPGA) doivent faire l'objet de décisions séparées rendues en deux étapes distinctes (art. 3 et 4 OPGA [ordonnance du 11 septembre 2001 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.11] ; TF 9C_496/2014 du 22 octobre 2014 consid. 2 ; voir également TF 9C_747/2018 du 12 mars 2019 consid. 1.2 et TFA P 62/04 du 6 juin 2005 consid. 1.2). c) Le destinataire d’une décision de restitution qui entend la contester dispose en réalité de deux moyens qu’il convient de distinguer de façon claire : s’il prétend qu’il avait droit aux prestations en question ou conteste que les conditions d’une reconsidération ou d’une révision procédurale sont réunies, il doit s’opposer à la décision de restitution dans un délai de trente jours.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 45 En cas d'investigations de longue durée ou nécessitant des éclaircissements, le délai de 90 jours ne commenÎ pas déjà au premier élément incertain. Il ne court que lorsque les investigations nécessaires permettent d'avoir une connaissanÎ suffisamment certaine du motif de révision, ou lorsqu'elles auraient pu être achevées en déployant les moyens requis et raisonnables. En alternative, la jurisprudenÎ considère comme suffisant que l'organisme d'assuranÎ notifie le motif de révision dans les délais et effectue ensuite les investigations nécessaires dans un délai utile (respectant le délai prescrit).
“sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2007, U 68/06, E. 2.2 mit Hinweisen). Die neuen Tatsachen oder Beweismittel im oben umschriebenen Sinn sind innert 90 Tagen nach deren Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehnjährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (Art. 67 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 55 Abs. 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Dezember 2011, 8C_434/2011, E. 3 mit Hinweisen; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 38 ff. zu Art. 53 ATSG). Besonderheiten können sich ergeben, wenn der Revisionstatbestand länger dauernde Abklärungen erforderlich macht. Nach der Rechtsprechung reicht es hier aus, dass der Versicherungsträger der versicherten Person den Revisionsgrund und die (voraussichtliche) Abänderung der Verfügung fristgerecht anzeigt und die erforderlichen Abklärungen innert nützlicher Frist nachholt; es kann sich auch so verhalten, dass überhaupt die 90-tägige Frist erst zu laufen beginnt, wenn die erforderlichen Abklärungen (zielgerichtet) durchgeführt wurden bzw. mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätten vorgenommen werden können. Nach der Rechtsprechung bildet namentlich ein Observationsbericht für sich allein noch keine sichere Basis für”
“En outre, un délai absolu de dix ans s'applique, dont le cours commence à l'ouverture de la décision (Kieser, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4e éd., 2020, n. 39 ad. art. 53 LPGA; Moser-Szeless, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 60ss ad art. 53). Néanmoins, des circonstances particulières peuvent survenir si les faits faisant l'objet du recours nécessitent des éclaircissements plus longs. Selon la jurisprudence, il suffit dans ce cas que l'assurance notifie à l'assuré les motifs de la révision et de la modification (probable) de sa décision en temps utile et que les éclaircissements nécessaires soient apportés dans un délai raisonnable. Il peut également arriver que le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les clarifications nécessaires ont été effectuées ou auraient pu être effectuées avec les efforts nécessaires et raisonnables (Kieser, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, 4e éd., 2020, n. 40 ad. art. 53 LPGA). Le moment à partir duquel la partie aurait pu découvrir le motif de révision invoqué se détermine selon le principe de la bonne foi. Le délai de 90 jours commence à courir dès le moment où la partie a une connaissance suffisamment sûre du fait nouveau ou du moyen de preuve déterminant pour pouvoir l'invoquer, même si elle n'est pas en mesure d'en apporter une preuve certaine ; une simple supposition ou voire même des rumeurs ne suffisent pas et ne sont pas susceptibles de faire débuter le délai de révision (Moser-Szeless, in: Dupont/Moser-Szeless, Commentaire Romand LPGA, 2018, n. 60ss ad art. 53). 7. Discussion quant à l’annulation de l'indemnité de chômage Est en l’espèce litigieuse la suppression rétroactive des prestations de chômage. En d'autres termes, il convient de déterminer si la Caisse était en droit de procéder à la révision (art. 53 al. 1 LPGA) ou à la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) des indemnités journalières qu'elle avait octroyées du 1er janvier au 10 octobre 2018 et du 26 février au 31 mai 2019.”
“Il n'y a pas non plus motif à révision du seul fait que l’administration ou le tribunal paraît avoir mal interprété des faits connus déjà lors de la procédure principale. L'appréciation inexacte doit être, bien plutôt, la conséquence de l'ignorance ou de l'absence de preuve de faits essentiels pour le jugement (ATF 127 V 358 cons. 5b et les références citées ; arrêts du TF des 17.08.2012 [8C_583/2011] cons. 3.1 et 31.01.2006 [I 8/05] cons. 5). La révision procédurale d’une décision est soumise aux délais prévus par l’article 67 PA, applicable par renvoi de l’article 55 al. 1 LPGA, à savoir un délai (relatif) de 90 jours dès la découverte du motif de révision et un délai (absolu) de 10 ans dès la notification de la décision en cause (ATF 143 V 105 et les références citées; arrêts du TF des 31.01.2012 [9C_896/2011] cons. 4.2, 08.12.2011 [8C_434/2011] cons. 3, 25.08.2010 [8C_302/2010] cons. 4.3, 23.04.2004 [C 214/03] cons. 3.1.2; Moser-Szeless, in : Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, no 60 ad art. 53 LPGA). Si l’autorité découvre des indices qu’un motif de révision procédurale pourrait entrer en considération et que des mesures d’instruction sont nécessaires pour s’en assurer, le délai relatif de 90 jours commence à courir dès le moment où l’instruction a permis de le confirmer, ou l’aurait permis si elle avait été menée avec la diligence requise (arrêts du TF précités). L’assureur social rend une décision par laquelle il admet l’existence du motif de révision allégué ou découvert et modifie la décision soumise à révision. La décision qui est ainsi révisée cesse de porter effets; elle fait place à la nouvelle décision rendue sur la base d’un nouvel examen matériel illimité du rapport juridique en cause (uneingeschränkte materiellrechtliche Neuprüfung). De par sa nature, la décision de révision a un effet réformateur; elle modifie en règle générale le prononcé précédent, en principe avec effet ex tunc, pour le passé (Moser-Szeless, op. cit., n. 65 ss ad art. 53 LPGA et les références citées).”
“Dans un cas dans lequel la question déterminante sous l’angle de la révision était de savoir à partir de quand la personne assurée présentait ou ne présentait plus un trouble de stress post-traumatique, le Tribunal fédéral a considéré que l’assureur-accidents n’avait eu une connaissance suffisante de la réponse qu’après que cette question ait été tranchée en instance fédérale à l’issue de la procédure en matière d’assurance-invalidité. Aussi, le délai de 90 jours pour la révision de la décision de l’assurance-accidents ne pouvait courir qu’après que l’assureur-accidents ait pris connaissance de l’arrêt fédéral (ATF 143 V 105 consid. 2.5.2 ; Margit MOSER-SZELESS, in Commentaire romand, LPGA, 2018, n. 61 ad art. 53 LPGA). Par ailleurs, selon la jurisprudence, il appartient à la partie qui présente une requête de révision de rendre vraisemblable l’existence de faits ou moyens de preuve nouveaux (ATF 127 V 353 consid. 5b). Si elle n’y parvient pas, la demande de révision doit être rejetée par l’assureur social (arrêt du Tribunal fédéral 8C_797/2011 du 15 février 2012 consid. 5.2). En particulier, celui-ci n’est pas tenu d’établir à nouveau les faits de manière complète au sens de l’art. 43 LPGA et de rechercher de manière active des nouveaux faits ou moyens de preuve (arrêt du Tribunal fédéral 9C_955/2012 du 13 février 2013 consid. 3.2 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Au contraire, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard. Tel est le cas lorsqu’une observation de la personne assurée a été mise en place, les résultats de la surveillance devant en principe être appréciés par un médecin (arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.17 63). Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.36 140 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n.”
“Au contraire, lorsque les faits ou moyens de preuve nouveaux invoqués par le requérant mettent en évidence des indices suffisants en faveur d’un motif de révision, l’assureur social doit prendre les mesures d’instruction nécessaires pour acquérir une certitude suffisante à cet égard. Tel est le cas lorsqu’une observation de la personne assurée a été mise en place, les résultats de la surveillance devant en principe être appréciés par un médecin (arrêt du Tribunal fédéral 8C_434/2011 du 8 décembre 2011 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.17 63). Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.36 140 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Il ressort des termes de l'art. 53 al. 1 LPGA (« sont soumises à révision » « müssen in Revision gezogen werden », « devono essere sottoposte a revisione ») que l’assureur social est tenu d’initier d’office une procédure de révision s’il a connaissance de faits ou de moyens de preuve nouveaux, que ce soit en faveur ou en défaveur de la personne concernée. Une requête en ce sens de la part de l’assuré ou d’une autre partie n’est pas nécessaire, à la différence de ce qui vaut dans d’autres domaines du droit administratif (cf. art. 66 al. 2 let. a PA) ou pour la révision d’une décision judiciaire (cf. p. ex. art. 122 ss LTF) (Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 58 ad art. 53 LPGA). 7.4 Aux termes de l’art. 5 al. 3 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 (Cst - RS 101), les organes de l’État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. Cela implique notamment qu’ils s’abstiennent d’adopter un comportement contradictoire ou abusif (ATF 136 I 254 consid.”
“Le délai de 90 jours ne commence à courir que lorsque les pièces recueillies permettent d’examiner l’importance du motif de révision invoqué ou, si l’assureur social manque de prendre les mesures nécessaires, au moment où il aurait pu compléter l’état de fait en faisant preuve de l’engagement attendu et exigible de sa part (arrêt du Tribunal fédéral 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2 ; SVR 2012 IV n.36 140 ; Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 62 ad art. 53 LPGA). Il ressort des termes de l'art. 53 al. 1 LPGA (« sont soumises à révision » « müssen in Revision gezogen werden », « devono essere sottoposte a revisione ») que l’assureur social est tenu d’initier d’office une procédure de révision s’il a connaissance de faits ou de moyens de preuve nouveaux, que ce soit en faveur ou en défaveur de la personne concernée. Une requête en ce sens de la part de l’assuré ou d’une autre partie n’est pas nécessaire, à la différence de ce qui vaut dans d’autres domaines du droit administratif (cf. art. 66 al. 2 let. a PA) ou pour la révision d’une décision judiciaire (cf. p. ex. art. 122 ss LTF) (Margit MOSER-SZELESS, op. cit., n. 58 ad art. 53 LPGA). 7.4 Aux termes de l’art. 5 al. 3 de la Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 (Cst - RS 101), les organes de l’État et les particuliers doivent agir de manière conforme aux règles de la bonne foi. Cela implique notamment qu’ils s’abstiennent d’adopter un comportement contradictoire ou abusif (ATF 136 I 254 consid. 5.3 et les arrêts cités). De ce principe général découle notamment le droit fondamental du particulier à la protection de sa bonne foi dans ses relations avec l’État, consacré à l’art. 9 in fine Cst. (ATF 138 I 49 consid. 8.3.1 et les arrêts cités). Le principe de la bonne foi protège le citoyen, à certaines conditions, dans la confiance légitime qu’il met dans les assurances reçues des autorités, notamment lorsqu’il a réglé sa conduite d’après des décisions, des déclarations ou un comportement déterminé de l’administration et qu’il a pris sur cette base des dispositions qu’il ne saurait modifier sans subir de préjudice (ATF 139 V 21 consid. 3.2 ; ATF 137 I 69 consid.”
Remarques sur l'application de l'art. 53 al. 2 LPGA : selon la jurisprudenÎ, le réexamen en tant que tel n'est pas soumis à un délai ; il convient toutefois de tenir compte des délais de restitution prévus à l'art. 25 LPGA. Une erreur imputable à l'administration n'ôte pas l'obligation de restitution. Enfin, lorsque les conditions sont réunies, l'administration a la faculté, mais non l'obligation, de revenir sur une décision devenue formellement définitive en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA ; le refus d'accéder à une demanÞ de réexamen ne peut être imposé par la voie judiciaire.
“La détermination du dies a quo est interprétée de manière restrictive ; le délai de trois ans commence à courir dès le moment où l'assureur aurait dû connaître les faits fondant l'obligation de restitution en faisant preuve de l'attention que l'on pouvait raisonnablement exiger de lui (cf. arrêt du TF 8C_677/2017 du 23 février 2018 consid. 7.1). Aussi, lorsque la restitution est imputable à une faute de l'administration, on ne saurait considérer comme point de départ du délai de l'art. 25 al. 2 LPGA le moment où l'erreur a été commise par l'administration, mais le moment auquel celle-ci aurait dû, dans un deuxième temps (par exemple à l'occasion d'un contrôle comptable), se rendre compte de son erreur en faisant preuve de l'attention requise (cf. ATF 148 V 217 consid. 5, 146 V 217 consid. 2.2 ; arrêt du TF 8C_652/2012 du 6 décembre 2012 consid. 6). 4.3 En l'occurrence, il a été démontré que, par décision du 15 juin 2022, l'autorité inférieure a reconsidéré sa décision d'octroi d'indemnités en application de l'art. 53 al. 2 LPGA (cf. supra consid. 3). Or, la reconsidération n'est soumise à aucun délai ; seuls s'appliquent les délais relatifs à la restitution des prestations (cf. supra consid. 4.2.2 s.). Sur ce point, il faut d'abord relever que la jurisprudence non publiée citée par la recourante - qui indique, en invoquant l'art. 67 PA, qu'une date limite à la reconsidération était souhaitable dans l'intérêt de la sécurité du droit (cf. arrêt du TF I 276/04 du 28 juillet 2005 consid. 2.1) - n'est plus d'actualité depuis l'arrêt publié aux ATF 140 V 514 consid. 3 qui tranche sans équivoque possible ce point. Ensuite, même s'il n'est question dans cet arrêt que du seul délai absolu de dix ans de l'art. 67 PA, on ne saisit pas en quoi il pourrait en aller différemment pour le délai relatif de 90 jours. En effet, dans un cas comme dans l'autre, les délais de l'art. 25 al. 2 LPGA suffisent à satisfaire aux exigences du principe de la sécurité du droit (cf. ATF 140 V 514 consid. 3.5 ; arrêts du TF 8C_256/2024 du 14 octobre 2024 consid.”
“Selbst ein der Verwaltung zuzurechnender Fehler ändert nichts an der Rückerstattungspflicht. Ferner besteht die Rückerstattungspflicht unabhängig von einer allfälligen Meldepflichtverletzung, weil es darum geht, die gesetzliche Ordnung nach Entdecken einer neuen Tatsache wiederherzustellen (Urteil des Bundesgerichts P 63/04 vom 2. Februar 2006 E. 2.2.3; Müller, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, S. 354 f. mit Hinweisen; Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2021, S. 134). Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist indessen nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgebenden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 46 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann die Verwaltung auf eine formell rechtskräftige Verfügung, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Sodann ist die Verwaltung im Rahmen einer prozessualen Revision verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt wurden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen. Unter diesen Voraussetzungen können zu Unrecht bezogene Ergänzungsleistungen zurückgefordert werden (vgl. auch Müller, a.a.O., Anhang 1 Art. 25 ATSG Rz. 5 sowie Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, 2020, Art. 53 Rz. 19 ff. und Rz. 45 ff.).”
“Comme retenu par la chambre de céans, les absences aux entretiens de conseil, depuis le 1er avril 2023, ne peuvent pas être prises en compte dans la décision d’inaptitude au placement, dès lors que ces manquements ne sont pas fautifs, mais dus aux troubles psychiques de l’assuré, en incapacité de travail pour raison de maladie, depuis le 1er avril 2023 à tout le moins. Compte tenu de ce qui précède, la décision querellée sera annulée. 8.3 À titre superfétatoire, la chambre de céans constate que les décisions de sanctions des 3, 4, 5 et 30 mai 2023 ne peuvent pas être examinées par elle, dès lors qu’elles sont déjà entrées en force et que les conditions d’une révision ne sont pas remplies, puisque l’assuré était au courant des effets que ses troubles psychiques pouvaient avoir sur ses obligations de demandeur d’emploi et qu’il ne s’agit donc pas d’un fait nouveau, ni d’un moyen de preuve nouveau (art. 53 al. 1 LPGA). Cependant, à toutes fins utiles, la chambre de céans rappelle qu’en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, qui formalise un principe général du droit des assurances sociales, l'assureur peut reconsidérer les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force, lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (ATF 133 V 50 consid. 4.1). Les problèmes psychiques établis à l’occasion de la présente espèce pourraient donner lieu à une reconsidération, par l’intimé, des précédentes sanctions entrées en force, depuis le 1er avril 2023, à la lumière des certificats médicaux transmis par l’assuré et des explications fournies en audience par le psychiatre traitant. Il sied toutefois de rappeler que, selon la jurisprudence, l'administration n'est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni l’intéressé, ni le juge ne peuvent l'y contraindre. Le corollaire en est que les décisions portant sur un refus d'entrer en matière sur une demande de reconsidération ne peuvent pas faire l'objet d'un contrôle en justice (ATF 133 V 50 consid.”
“Le domicile fiscal, le lieu où les papiers d’identité et autres documents officiels ont été déposés ainsi que d’éventuelles indications dans des documents officiels ou des décisions judiciaires ne sont que des indices permettant de déterminer le lieu du domicile (ATF 136 II 405 consid. 4.3 ; arrêt du Tribunal fédéral précité C 149/01 du 13 mars 2002 consid. 3). Le centre des intérêts personnels se détermine notamment au regard du lieu où se trouvent la famille, les amis, les activités professionnelles et sociales, le logement, le mobilier et les affaires personnelles, de même que le lieu où les enfants sont scolarisés. Davantage de poids doit être attribué aux critères objectifs qu’aux critères subjectifs (Boris RUBIN, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, 2014, n. 10 et ss ad art. 8). 4.2 Les prestations sont indûment touchées si les conditions d’octroi du droit au chômage ne sont pas réalisées. Aux termes de l’art. 25 al. 1 LPGA, auquel renvoie l’art. 95 al. 1 LACI, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Selon la jurisprudence, cela implique que soient réunies les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) de la décision par laquelle les prestations ont été accordées (ATF 130 V 318 consid. 5.2). À cet égard, la jurisprudence constante distingue la révision d’une décision entrée en force formelle, à laquelle l’administration est tenue de procéder lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 122 V 19 consid. 3a ; ATF 122 V 134 consid. 2c ; 122 V 169 V consid. 4a ; 121 V 1 consid. 6), de la reconsidération d’une décision formellement passée en force de chose décidée sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée quant au fond, à laquelle l’administration peut procéder pour autant que la décision soit sans nul doute erronée et que sa rectification revête une importance notable (ATF 122 V 19 consid. 3a ; ATF 122 V 169 consid. 4a ; 121 V 1 consid. 6). Selon l’art. 85 al. 1 let. e LACI, les autorités cantonales de chômage statuent sur les cas qui leur sont soumis par les caisses de chômage, au sujet notamment du droit de l’assuré à l’indemnité (art.”
l'art. 53 LPGA est applicable à titre complémentaire en se référant aux délais prévus par le droit de la procédure administrative; en particulier, l'art. 67 PA est déterminant. La jurisprudenÎ maintient ce renvoi, bien que l'art. 53 lui‑même ne fixe pas expressément de délais.
“Rumo-Jungo, Die Instrumente zur Korrektur der Sozialversicherungsverfügung, in R. Schaffauser/F. Schlauri (Hrsg.), Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, San Gallo 1996, pag. 291). L'Alta Corte ha ripreso tale prassi nella sentenza U 325/02 del 24 ottobre 2003, in cui ha confermato la precedente sentenza di questa Corte che aveva respinto il ricorso di un assicurato inoltrato contro una decisione su opposizione di un assicuratore LAINF che, da un lato, aveva ritenuto tardive tre domande di revisione inoltrate dopo dieci anni dall'emissione di una decisione con cui l'Istituto assicuratore aveva dichiarato estinto il proprio obbligo contributivo e, dall'altro lato, aveva considerato che le domande di revisione interposte prima del termine di dieci anni erano state evase con delle decisioni informali le quali, in assenza di una reazione tempestiva da parte dell'assicurato, erano cresciute in giudicato. I termini appena citati sono stati dichiarati applicabili anche successivamente all'entrata in vigore della LPGA. Infatti, benché l'art. 53 LPGA non li preveda espressamente, resta determinante quanto stabilito dall'art. 67 cpv. 1 e 2 PA. Alla PA (Procedura Amministrativa) rinvia, del resto, l'art. 55 cpv. 1 LPGA per quanto concerne le regole particolari di procedura non fissate in modo esaustivo nella LPGA o nelle singole leggi (STF 8C_756/2012 del 17 luglio 2013 consid. 4.3.; STF 8C_302/2010 del 25 agosto 2010 consid. 4.3.; STF 9C_1011/2008 del 9 marzo 2009; STF U 43/05 del 31 ottobre 2005 consid. 2). Al riguardo cfr. pure DTF 143 V 105; STCA 30.2019.8-9 del 3 luglio 2019; STCA 42.2017.11-15 del 10 aprile 2017 consid. 2.6.; STCA”
Selon la jurisprudenÎ du Tribunal fédéral, l'application de l'art. 53 al. 2 LPGA suffit à satisfaire l'exigenÎ de sécurité juridique et la protection de la confianÎ. En revanche, dans la mesure où il s'agit de l'examen et de la protection effective d'une confianÎ digne de protection dans le cadre du recouvrement de prestations indûment perçues, selon la doctrine, cet examen relève de la procédure de remise.
“1 Satz 2 ATSG ebenfalls nur die grosse Härte als Erlassvoraussetzung nennen, wäre es möglicherweise zulässig, zu seiner Interpretation mittels eines Analogieschlusses auf den Steuererlass zu verweisen, auch wenn der Erlass einer Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Sozialversicherungsleistungen nicht bezweckt, die wirtschaftliche Lage der rückerstattungspflichtigen Person zu sanieren. Sie dient nämlich dazu, diese Person davor zu bewahren, durch die Rückerstattung in eine existenzielle Notlage zu geraten. Die (kumulativ zu erfüllende) zweite Voraussetzung eines Rückerstattungserlasses, die Gutgläubigkeit beim Bezug der nun zurückgeforderten Sozialversicherungsleistungen, gibt dem Erlass aber eine Komponente, die dem Steuererlass vollständig fehlt. Der gutgläubige Bezug von Sozialversicherungsleistungen, auf die kein Anspruch besteht, ist nämlich nichts anderes als eine gesetzliche Konkretisierung des Anspruchs auf Vertrauensschutz. Ist einer Person mit einer Verfügung (oder einem Einspracheentscheid) eine Sozialversicherungsleistung zugesprochen worden, auf die kein (oder nur ein tieferer) Anspruch bestanden hat, muss diese Verfügung mittels einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder mittels einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), allenfalls auch mittels einer rückwirkenden Revision (Art. 17 ATSG), korrigiert werden. Aus dieser Korrektur resultiert dann die Rückforderung. Keines dieser Korrekturverfahren beinhaltet eine Prüfung des schutzwürdigen Vertrauens in den Bestand der Verfügung, obwohl diese aus der Sicht des Verfügungsadressaten sogar eine höhere Verbindlichkeit aufweisen dürfte als eine nach der allgemeinen Rechtsauffassung verbindliche falsche Auskunft der Behörde. Da die Prüfung der Schutzwürdigkeit eines Vertrauens in den Bestand einer formell rechtskräftigen Verfügung nicht vollständig fehlen darf, bleibt nur das Erlassverfahren, um diese Prüfung durchzuführen und um gegebenenfalls das Vertrauen zu schützen. Der Anspruch auf diese Prüfung und gegebenenfalls auf den Schutz des Vertrauens durch den Erlass der Rückforderung ist ein Rechtsanspruch, der sich wesensmässig nicht von einem Anspruch auf eine Sozialversicherungsleistung unterscheidet. Stirbt die versicherte Person, die einen Anspruch auf eine Sozialversicherungsleistung geltend gemacht hat, vor dem Abschluss des Verfahrens zur Prüfung dieses Anspruchs, so können ihre Erben, der herrschenden Rechtsauffassung gemäss, ohne weiteres in das laufende Verfahren eintreten und den Leistungsanspruch der verstorbenen versicherten Person weiter geltend machen.”
“Dieser Umstand legt nahe, dass der Kasse die Unrechtmässigkeit ihrer Leistungsausrichtung mit Blick auf das lediglich summarische Prüfungsverfahren letztlich wohl kaum bewusst war. Wie es sich damit verhält, kann jedoch offenbleiben. So ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung mit der Anwendung von Art. 53 Abs. 2 ATSG sowohl dem Gebot der Rechtssicherheit als auch dem Vertrauensschutz nämlich Genüge getan (SVR 2018 IV Nr. 59 S. 190). Dies gilt vorbehältlich jener Situationen, in denen sämtliche Voraussetzungen für eine - gestützt auf den Vertrauensschutz - vom Gesetz abweichende Behandlung gegeben sind (BGE 116 V 298; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2008, Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] U 378/05 vom 10. Mai 2006 E. 4.5). Dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt wären, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Die Frage des guten Glaubens und ein allfälliger Schutz ihres guten Glaubens können mithin einzig bei einem möglichen Erlass der Rückforderung eine allfällige Rolle spielen. Im vorliegenden Verfahren, bei dem es um die Feststellung der Rechtmässigkeit der Rückforderung geht, ist die Frage des guten Glaubens indessen ohne Belang.”
Les décisions de prestation informelles qui sont devenues formellement définitives (p. ex. décomptes d'indemnités journalières, indemnités de chômage partiel ou d'intempéries) ne peuvent être révisées ou récupérées que sous les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur indubitable et rectification d'importanÎ significative) ; par ailleurs, la révision procédurale au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA peut éventuellement être envisagée. Des contrôles systématiques effectués et les décisions subséquentes de récupération dans ce cadre peuvent être pris par les caisses de compensation compétentes ou par les instances supérieures.
“der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [SR 830.11; abgekürzt: ATSV]). Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG, in der seit dem 1. Januar 2021 gültigen, vorliegend anwendbaren Fassung). Zu Unrecht ausbezahlte Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigungen fordert die Kasse von den Arbeitgebenden zurück. Hat der Arbeitgeber die unrechtmässige Auszahlung zu verantworten, so ist für ihn jede Rückforderung gegenüber den Arbeitnehmern ausgeschlossen (Art. 95 Abs. 2 AVIG). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision). Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger wiedererwägungsweise auf formell rechtskräftige Verfügungen zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Dies gilt auch, wenn die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen formlos verfügt worden sind (z. B. Taggeldabrechnungen). Auch solche Verfügungen erwachsen in formelle Rechtskraft, wenn die versicherte Person innert angemessener Frist (90 Tage) keine anfechtbare Verfügung verlangt. Gegenüber der Verwaltung tritt die formelle Rechtskraft rechtsprechungsgemäss bereits mit Ablauf der ordentlichen Rechtsmittelfrist von 30 Tagen ein. Danach kann die Verwaltung die (formlose) Verfügung nicht mehr voraussetzungslos abändern (z.B. Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2022, 8C_379/2022, E. 3.2; Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Art. 51 N 29 ff. und Art. 53 N 53 mit Hinweis auf BGE 129 V 110 E. 1.2.1). Vorliegend verneint die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung für die Mitarbeitenden der Beschwerdeführerin aufgrund der fehlenden Bestimmbarkeit des Arbeitsausfalls und fordert die ab 12.”
“Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt. Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 3.3 Die Rückerstattungspflicht knüpft an einen unrechtmässigen Leistungsbezug an, wobei sich die Unrechtmässigkeit einer bereits bezogenen Leistung insbesondere aus einer Wiedererwägung oder einer prozessualen Revision der leistungszusprechenden Verfügung ergeben kann. Für eine Rückerstattung nach Art. 25 Abs. 1 ATSG gelten daher die gleichen Voraussetzungen wie für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision (Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2010, 8C_207/2010, E. 2). Art. 53 Abs. 2 ATSG schreibt vor, dass ein Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die für die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten auch mit Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung gemäss Art. 95 AVIG, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). 4.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen”
“Die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung, die im SECO geführt wird (Art. 83 Abs. 3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"] und Art. 110 Abs. 4 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grund-sätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
“________, ce qui donne un total de 2'195 francs. Or, comme l’a constaté la Caisse, le droit aux indemnités journalières de la recourante, compte tenu d’un gain assuré de 2'699 fr. et d’un taux d’indemnisation de 80 %, se monte à 2'159 fr. 20 et est donc inférieur au revenu mensuel brut qu’elle touche. C’est dès lors à bon droit que la Caisse a nié le droit de la recourante à des indemnités de chômage à compter du 1er janvier 2019. 8. a) Selon l’art. 95 al. 1 LACI, la demande de restitution est régie par l’art. 25 LPGA, à l’exception des cas relevant des art. 55 et 59c bis al. 4 LACI, lesquels ne sont toutefois pas applicables en l’espèce. Aux termes de l’art. 25 al. 1 première phrase LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent toutefois être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2). Les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si la personne assurée ou l’assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant (révision procédurale ; art. 53 al. 1 LPGA). L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) En l’occurrence, la connaissance par la Caisse des deux autres emplois que la recourante exerçait avant son inscription au chômage et qu’elle a continué d’exercer par la suite constitue à l’évidence un fait nouveau important au sens de l’art.”
Lorsque l'institution d'assuranÎ rend, en vertu de l'art. 53 al. 3 LPGA, une nouvelle décision qui n'accèÞ qu'en partie aux demandes de la personne recourante, la radiation du recours pour cause d'absenÎ d'objet est irrecevable; la nouvelle décision est alors considérée comme faisant également l'objet du recours et la procédure doit être poursuivie.
“Der Versicherungsträger kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt (Art. 53 Abs. 3 ATSG; vgl. auch Art. 58 Abs. 1 VwVG). Die Beschwerdeinstanz setzt die Behandlung der Beschwerde indessen fort, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegenstandslos geworden ist (vgl. Art. 58 Abs. 3 VwVG; Urteil des Bundesgerichts I 115/06 vom 15. Juni 2007 E. 2). Sofern diese neue Verfügung die Begehren der beschwerdeführenden Person nur teilweise erfüllt, ist eine Abschreibung infolge Gegenstandslosigkeit unzulässig und die neue Verfügung gilt als mitangefochten im fortzusetzenden Verfahren (vgl. Urteil des BGer 8C_329/2012 vom 21. September 2012 E. 4; vgl. auch Andrea Pfleiderer, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 2. Aufl., Zürich 2016, Art. 58 Rz. 46).”
“Der Versicherungsträger nimmt in diesem Rahmen - soweit nötig - weitere Abklärungen vor und überprüft die eigenen Anordnungen aufgrund des vervollständigten Sachverhalts. Daher ist es nach Massgabe der Organisation der Verwaltung allenfalls erforderlich und im Übrigen auch sinnvoll, die Einsprache durch eine andere als die im Verfügungsverfahren zuständig gewesene Person oder Einheit behandeln zu lassen. Bei Erhebung einer Einsprache wird das Verwaltungsverfahren erst durch den Einspracheentscheid abgeschlossen, welcher die ursprüngliche Verfügung ersetzt. Will ein Versicherer dem Einsprachebegehren im Wesentlichen entsprechen, hat er ferner die Möglichkeit, die einspracheweise angefochtene Verfügung zu widerrufen, eine neue Verfügung zu erlassen und festzustellen, dass die Einsprache gegenstandslos geworden ist. In dieser neuen Verfügung, welche wiederum der Einsprache unterliegt, wird auch über allfällige nicht gegenstandslos gewordene Punkte befunden (Thomas Flückiger, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 2020, N. 98 zu Art. 53 ATSG mit Hinweisen). Diese Vorgabe entspricht der Wiedererwägung lite pendente (Art. 53 Abs. 3 ATSG) insofern, als ein Beschwerdeverfahren nur dann als gegenstandslos abgeschrieben werden kann, wenn die lite pendente erlassene neue Verfügung des Versicherungsträgers die Begehren der Beschwerde führenden Person vollumfänglich erfüllt und damit ihr Rechtsschutzinteresse entfällt (vgl. Kieser, a.a.O., Art. 53 Rz. 90).”
RéférenÎ : art. 53 LPGA n. 39 En cas de doute sur l'authenticité ou de valeur probante réduite de pièces nouvellement produites, la seule absenÎ d'une obligation de remboursement mentionnée ne justifie pas nécessairement une révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA ; il convient d'examiner les questions d'authenticité et de valeur probante.
“Das Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) stellt auch keinen Grund dar, den Entscheid vom 15. März 2021 (Urk. 8/V/2) in Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG zu ziehen. Zu nennen sind hier, wie bereits im Rahmen der Ausführungen zur prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG (vorstehend E. 5.3.3) erwähnt, die fragliche Authentizität des Beweismittels infolge der unterschiedlichen Unterschriften auf den beiden Schreiben (Urk. 8/105/1-2) sowie dessen Beweiswertminderung vor dem Hintergrund der Prämisse der Aussage der ersten Stunde. Zudem geht aus dem Schreiben vom 23. April 2021 (Urk. 8/105/2) genauso wenig wie aus dem Schreiben vom 15. September 2020 (Urk. 8/105/1) eine Rückerstattungspflicht der Beschwerdeführerin hervor. Eine zweifelhafte Unrichtigkeit des Einspracheentscheides vom 15. März 2021 (Urk. 8/V/2) lässt sich demnach nicht begründen.”
Selon la jurisprudenÎ, pour le délai de révision s'appliquent les dispositions de la PA qui renvoient à la procédure administrative. L'art. 67 al. 1 PA prévoit une péremption absolue de dix ans à compter de la notification de la décision. À l'expiration de ce délai de dix ans, une révision n'est en principe plus possible; une réouverture n'est envisageable que sur la base de l'art. 66 al. 1 PA si un crime ou un délit a influencé la formation de la décision. (voir la jurisprudenÎ citée relative à l'application de l'art. 55 PA et des art. 67/66 PA.)
“S'agissant des délais applicables en matière de révision, l'art. 53 al. 1 LPGA n'en prévoit pas. En vertu du renvoi prévu par l'art. 55 al. 1 PA, sont déterminants les délais applicables à la révision de décisions rendues sur recours par une autorité soumise à la PA (ATF 143 V 105 consid. 2.1). A cet égard, l'art. 67 al. 1 PA prévoit un délai (de péremption) absolu de dix ans dès la notification de la décision sur recours (soit la décision soumise à révision; ATF 148 V 277 consid. 4.3). La jurisprudence a précisé que ce délai absolu de dix ans était aussi applicable lorsque la révision procédurale porte sur une décision de l'administration (ATF 140 V 514 consid. 3.3; arrêt 8C_377/2017 du 28 février 2018 consid. 7.2 et la référence). Après dix ans, la révision ne peut être demandée qu'en vertu de l'art. 66 al. 1 PA (art. 67 al. 2 PA; ATF 140 V 514 consid. 3.3). Aux termes de cette disposition, l'autorité de recours procède, d'office ou à la demande d'une partie, à la révision de sa décision lorsqu'un crime ou un délit l'a influencée.”
Dans une action en révision visant la réduction ou la suppression d'une prestation, il incombe à l'institution d'assuranÎ de prouver que les conditions de l'art. 53 al. 1 LPGA sont remplies. Si l'assureur ne peut apporter ces preuves, la décision initiale ou la décision sur opposition demeure en vigueur.
“Sont nouveaux, au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu’au moment où des allégations de faits étaient encore recevables dans la procédure principale, mais qui n’étaient pas connus de la partie requérante malgré toute sa diligence. En outre, les faits nouveaux doivent être importants, c’est-à-dire qu’ils doivent être de nature à modifier l’état de fait qui est à la base de l’arrêt entrepris et à conduire à un jugement différent en fonction d’une appréciation juridique correcte. Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment de la partie requérante. Dans ce contexte, le moyen de preuve ne doit pas servir à l’appréciation des faits seulement, mais à l’établissement de ces derniers (ATF 144 V 245 consid. 5.1 ; 143 V 105 consid. 2.3). Lorsque la contestation porte sur la réduction ou la suppression d’une prestation d’assurance au motif d’une révision procédurale, il appartient à l’assureur social de démontrer que les conditions de l’art. 53 al. 1 LPGA sont réalisées. A défaut, il doit subir les conséquences de l’absence de preuve et maintenir la décision initiale (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, n° 64 ad art. 53 LPGA). 6. a) Ancré à l'art. 9 Cst. (Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999 ; RS 101), et valant pour l'ensemble de l'activité étatique, le principe de la bonne foi exige que l'administration et les administrés se comportent réciproquement de manière loyale. En particulier, l'administration doit s'abstenir de tout comportement propre à tromper l'administré et elle ne saurait tirer aucun avantage des conséquences d'une incorrection ou d'une insuffisance de sa part (ATF 129 II 361 consid. 7.1 et les références citées). La protection de la confiance dans les déclarations de l'administration est également ancrée à l'art. 9 Cst. (Boris Rubin, Assurance-chômage, 2ème édition, Zürich/Bâle/Genève, 2006, n° 12.”
“L'autorité inférieure confirme qu'en l'absence de documents certifiant un système de contrôle des heures de travail, la condition de la contrôlabilité des heures de travail n'est pas réalisée. Partant, il lui est impossible de vérifier combien de jours ont réellement été chômés. Elle considère donc ne pas se trouver en présence de conditions justifiant le réexamen de sa décision. 4.1 4.1.1 Selon l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l'assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. Cette révision dite procédurale s'applique également aux décisions informelles d'octroi de prestations devenues juridiquement valables (cf. ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 140 V 70, in: RSA 2014 AA no 14 p. 44 ; arrêt du TF 8C_469/ 2013 du 24 février 2014 consid. 2, non publié). Aux termes de l'art. 67 al. 1 PA, les faits et moyens de preuve nouveaux au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA doivent être invoqués dans les 90 jours suivant leur découverte ; outre ce délai relatif, il existe un délai absolu de 10 ans qui commence à courir dès la notification de la décision ou de la décision sur opposition (cf. TF 9C_896/2011 du 31 janvier 2012 consid. 4.2). 4.1.2 Sont « nouveaux » au sens de ces dispositions, les faits qui se sont produits jusqu'au moment où, dans la procédure principale, des allégations de faits étaient encore recevables, mais qui n'étaient pas connus du requérant malgré toute sa diligence (cf. arrêt du TF 8C_600/2015 du 11 mai 2016 consid. 4.3 ; Margit Moser-Szeless, Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, art. 53 LPGA no 44). Les preuves doivent servir à prouver soit des faits nouveaux importants qui motivent la révision - c'est-à-dire des faits qui n'étaient pas connus à l'époque - soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n'avaient pas pu être prouvés. Le qualificatif « nouveaux » se rapporte donc exclusivement à la découverte après coup des faits ou moyens de preuve et non pas à l'existence des faits ou moyens de preuve ; ceux-ci étaient survenus ou existaient déjà au moment de la décision soumise à révision, mais n'étaient pas connus de l'assureur social ou de la personne assurée qui les invoque par la suite.”
RéférenÎ : art. 53 ch. 36 LPGA Lors d'attributions de rentes, une obligation de restitution peut naître si les conditions d'un réexamen conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA sont remplies ; la restitution suppose ainsi l'existenÎ d'une erreur manifeste et son importanÎ considérable (voir aussi le lien avì l'obligation de restitution en cas de prestations indûment perçues).
“Interjeté en temps utile et dans les formes légales par une recourante, dûment représentée, directement touchée par la décision sur opposition attaquée, le recours est recevable. Ses conclusions tendant à l'annulation de la décision initiale sont toutefois irrecevables, dès lors que la décision sur opposition a remplacé cette dernière. 2. 2.1. L'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales [LPGA; RS 830.1], applicable par le renvoi de l'art. 1 al. 1 de la loi du 20 décembre 1946 sur l'assurance-vieillesse et survivants; RS 831.10; LAVS) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références). Aux termes de l'art. 53 al. 1 LPGA, les décisions et les décisions sur opposition formellement passées en force sont soumises à révision si l’assuré ou l'assureur découvre subséquemment des faits nouveaux importants ou trouve des nouveaux moyens de preuve qui ne pouvaient être produits auparavant. L’art. 53 al. 2 LPGA énonce quant à lui que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. L'art. 25 al. 1 1ère ph. LPGA prévoit que les prestations indûment touchées doivent être restituées. 2.2. A teneur de l'art. 22ter al. 1 1ère ph. LAVS, les personnes auxquelles une rente de vieillesse a été allouée ont droit à une rente pour chacun des enfants qui, au décès de ces personnes, auraient droit à une rente d’orphelin. Selon l'art. 25 al. 5 1ère ph. LAVS, pour les enfants qui accomplissent une formation, le droit à la rente s’étend jusqu’au terme de cette formation, mais au plus jusqu’à l’âge de 25 ans révolus. L'art. 22ter al. 2 2ème ph. réserve notamment les dispositions relatives à un emploi de la rente conforme à son but (cf. art. 20 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales, LPGA; RS 830.1). L'art. 49bis al. 1 RAVS prévoit qu'un enfant est réputé en formation lorsqu’il suit une formation régulière reconnue de jure ou de facto à laquelle il consacre la majeure partie de son temps et se prépare systématiquement à un diplôme professionnel ou obtient une formation générale qui sert de base en vue de différentes professions.”
Les prestations définitivement octroyées peuvent, conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, être récupérées par réexamen lorsque la décision sous-jacente est manifestement erronée et que la correction revêt une importanÎ considérable. Cela vaut indépendamment du fait que l'octroi initial ait été prononcé par une décision formelle ou de manière informelle.
“Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Leistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen der prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 142 V 259 E. 3.2, 129 V 110 E. 1.1, je mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_790/2018 vom 9. April 2019 E. 4.1).”
art. 53 al. 1 LPGA exige l'existenÎ de faits nouveaux ou d'éléments de preuve importants dont la production n'a pas été possible après l'édiction de la décision. En pratique, l'administration peut provisoirement ne pas traiter une demanÞ de réexamen/de révision tant que les faits sous-jacents (p. ex. un partage successoral) ne sont pas éclaircis.
“Unrechtmässig ausgerichtete Corona-Erwerbsausfallentschädigungen können zurückgefordert werden (Art. 1 Abs. 1 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1, ATSG), falls die Voraussetzungen für ein revisions- oder wiedererwägungsweises Zurückkommen auf die ursprüngliche Verfügung (oder formlose Leistungszusprechung; vgl. Art. 8 Abs. 5 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall) gemäss Art. 53 ATSG erfüllt sind (BGE 138 V 324 E. 3.1). Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Gemäss Abs. 2 kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Vorausgesetzt ist, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist. Dieses Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Urteile des Bundesgerichts 9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 3.2 und 9C_575/2007 vom 18. Oktober 2007 E. 2.2, je mit Hinweisen).”
“April 2019 wies die EL-Durchführungsstelle die Einsprache gegen die Verfügung vom 22. November 2018 ab (EL-act. 8). Zur Begründung hielt sie fest, Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilde lediglich die Anpassung des Sparguthabens des Versicherten auf dem Konto der Bank D.___ an den Vermögensstand per 31. Juli 2018. Der EL-Anspruch sei auf den Beginn des Monats September 2018, in welchem die Änderung gemeldet worden sei, erhöht worden. Diesbezüglich sei die angefochtene Verfügung vom 22. November 2018 korrekt. Den Anteil des Versicherten an der unverteilten Erbschaft habe die EL-Durchführungsstelle bereits in der Verfügung vom 31. Mai 2018 angerechnet, welche unangefochten in Rechtskraft erwachsen sei. In Bezug auf diesen Anteil seien seither keine Sachverhaltsveränderungen eingetreten bzw. solche seien bislang nicht geltend gemacht worden. Deswegen könne der angerechnete Anteil an der unverteilten Erbschaft nicht im Rahmen der angefochtenen Anpassungsverfügung vom 22. November 2018 überprüft werden. Auch die Voraussetzungen der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG seien nicht erfüllt. Ein Wiedererwägungsgesuch betreffend die Verfügung vom 31. Mai 2018 wäre bei der EL-Durchführungsstelle einzureichen, was offenbar mit der Eingabe vom 15. März 2019 bereits gemacht worden sei. Am 12. August 2019 trat die EL-Durchführungsstelle nicht auf das Wiedererwägungsgesuch der Beiständin vom 15. März 2019 ein (EL-act. 2). Sie hielt fest, dass ein neues Wiedererwägungsgesuch gestellt werden könne, sobald sich die Erbengemeinschaft bezüglich der Liegenschaft geeinigt habe und die Verhältnisse absolut klar seien. Am 31. Mai 2019 beantragte die Beiständin des Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) eine Fristverlängerung für die Beschwerdeerhebung (act. G 1). Das Gericht teilte der Beiständin am 5. Juni 2019 mit, dass ihre Eingabe den gesetzlichen Anforderungen an eine Beschwerde nicht genügten (act. G 2). Es gewährte ihr ausnahmsweise eine Nachfrist zur Verbesserung ihrer Eingabe. Zudem forderte es die Beiständin auf, eine Ermächtigung der KESB zur Beschwerdeerhebung einzureichen.”
RéférenÎ: LPGA art. 53 n. 33 Lors du réexamen en vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, la réévaluation médicale des activités quotidiennes pertinentes (p. ex. gestion du ménage, besoin d'assistanÎ) peut être déterminante. Une violation manifeste du principe d'investigation ou des investigations professionnelles insuffisantes lors de la collecte de telles constatations peuvent justifier une rectification.
“Des activités de ce type ne pouvaient donc pas être prises en compte comme un accompagnement pour faire face aux nécessités de la vie. Le fait que l’assurée doive faire des pauses pendant les tâches ménagères ou qu’elle ne puisse réaliser certaines tâches spécifiques qu’à certains moments ou que certains jours ne suffisait pas à reconnaître un besoin d’accompagnement. De plus, il convenait d’envisager le recours à des cours ou à des thérapies pour apprendre à utiliser des moyens auxiliaires adaptés afin d’exécuter les tâches ménagères compte tenu de l’obligation de réduire le dommage. Pour le cas d’espèce, l’OAI a indiqué que l’assurée était en mesure de préparer ses repas, faire les courses courantes et les tâches ménagères légères, l’aide d’une femme de ménage étant nécessaire pour les travaux lourds. Par décision du 21 novembre 2023 notifiée le 13 décembre 2023 à l’avocate de l’assurée, l’OAI a réduit l’allocation pour impotent de l’assurée à un degré faible dès le premier jour du deuxième mois suivant sa notification (soit dès le 1er janvier 2024), faisant application de l’art. 53 al. 2 LPGA. F. Par acte du 22 décembre 2023, E.________, agissant toujours par Me Monney, a recouru contre la décision précitée auprès de la Cour des assurances sociales du Tribunal cantonal. Elle a conclu principalement à sa réforme en ce sens qu’il lui soit octroyé une allocation pour impotent de degré moyen dès le 1er décembre 2021, subsidiairement à son annulation et au renvoi du dossier à l’autorité intimée pour instruction complémentaire puis nouvelle décision. Elle a également requis d’être mise au bénéfice de l’assistance judicaire. En substance, la recourante a repris les motifs soulevés dans son courrier du 1er mai 2023, à savoir qu’elle remettait en cause la valeur probante du rapport d’enquête du 18 juillet 2022 dès lors que l’évaluation s’était faite par téléphone par une évaluatrice en formation qui n’avait pas tenu compte de son besoin d’aide importante pour le ménage. Elle a rappelé qu’elle avait besoin de l’aide de tiers pour vivre de manière indépendante, notamment une aide pour les travaux de ménage, pour étendre la lessive, pour ouvrir des conserves ou bocaux, une aide pour certaines activités administratives ainsi qu’une aide pour se déplacer.”
“Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2). Die Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 32 Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, les prestations indûment versées doivent être remboursées lorsque les paiements sont manifestement erronés et que la rectification revêt une importanÎ considérable. Cela peut être le cas même pour des montants de recouvrement élevés, notamment si des revenus intermédiaires n'ont pas été déclarés. Dans la décision citée, il est en outre rappelé que les revenus intermédiaires doivent être déclarés intégralement et qu'aucun «abattement» n'est applicable.
“September 2019 als … für D.________ (act. II 91 f., 97 f.), vom 1. Oktober bis 30. November 2019 als … auf Abruf für E.________ (act. II 112 ff.) und vom 1. Dezember bis 31. Dezember 2019 als … für die F.________ AG (act. II 101 f.) sowie vom 21. Oktober 2019 bis 30. Juni 2021 als … in Teilzeit (26 Stunden pro Woche) für G.________ und H.________ (act. II 94 ff., 109 ff.) tätig war und dabei Einkommen erzielte. Die Höhe der ausbezahlen ALE ist somit unrichtig: Weil die Beschwerdegegnerin Taggelder von Fr. 21'841.30 (act. II 62 f.) ausrichtete, obwohl sie solche von Fr. 2'617.75 hätte leisten müssen, zahlte sie zweifellos zu Unrecht Taggelder in der Höhe von Fr. 19’223.55 (Fr. 21'841.30 abzüglich Fr. 2'617.75) aus, weshalb diese nun grundsätzlich zurückzuerstatten sind (act. II 45 ff.; vgl. E. 2.1 hiervor). Die erhebliche Bedeutung der Berichtigung (vgl. E. 2.2 hiervor) ist – mit Blick auf den Rückforderungsbetrag –gegeben. Vorliegend sind die Voraussetzungen der Wiedererwägung gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG – zweifellose Unrichtigkeit der Auszahlungen und erhebliche Bedeutung der Berichtigung – erfüllt und die unrechtmässig bezogenen Leistungen sind zurückzuerstatten (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG). Daran ändern auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts. Entgegen ihrer Meinung gibt es keinen "Freibetrag" von Fr. 2'195.-- bzw. Fr. 2'000.--. Vielmehr ist jeder Zwischenverdienst zu melden, und zwar vollständig. In den Formularen "Angaben der versicherten Person für den Monat" ist jeweils angemerkt "Melden Sie Ihrer Kasse unbedingt jede Arbeit, die Sie während des Bezugs von Arbeitslosenentschädigung ausführen". Es gibt für diese Meldepflicht (Art. 31 Abs. 1 ATSG) keine Ausnahme. Entgegen ihrer Angabe in der Beschwerde, die Beschwerdeführerin habe das RAV über alle Zwischenanstellungen immer informiert, hat sie – wie erwähnt – die Zwischenverdienste weder mittels Formular "Angaben der versicherten Person für den Monat" noch anderweitig der Arbeitslosenkasse, welche die Taggeldleistungen vornimmt, gemeldet.”
Une décision devenue formellement définitive peut, selon l'art. 53 al. 2 LPGA, être réexaminée par l'organe d'assuranÎ uniquement si elle est manifestement erronée, c'est‑à‑dire indubitablement inexacte, et si sa rectification revêt une importanÎ considérable. Le réexamen porte sur la situation juridique initialement réglée et produit, en principe, un effet ex tunc; à défaut de dispositions légales particulières, l'autorité détermine, au cas concret, les effets temporels.
“08.2011 [9C_837/2010] cons. 2.4 et 28.07.2005 [I 276/04] cons. 2.2 ; Moser-Szeless, op. cit., n. 93 ad art. 53 LPGA). Lorsque les conditions de la reconsidération sont réalisées, l’organe d’exécution des assurances sociales rend une nouvelle décision sur le rapport juridique en cause, généralement le droit aux prestations d’assurance sociale, qui revient à annuler la décision reconsidérée. Le rapport juridique est examiné sous tous ses aspects, en fonction d’un état de fait établi de manière exacte et complète; il s’agit de rétablir une situation conforme au droit. La reconsidération a trait au rapport juridique qui a été réglé initialement par la décision reconsidérée, de sorte qu’elle a en principe un effet rétroactif (ex tunc). Selon la jurisprudence, il appartient à l’assureur social de déterminer les effets dans le temps de la reconsidération dans le cas particulier, en l’absence de dispositions légales à ce sujet (ATF 142 V 259 cons. 3.2.2 ; Moser-Szeless, op. cit., n. 94 et 96 ad art. 53 LPGA et les références citées). 4. a) En l’espèce, l'intimée n’a pas mentionné de base légale dans ses décisions du 9 mars 2020, par lesquelles elle a procédé au changement de statut de la recourante en la considérant comme assurée sans activité lucrative pour les années 2015 à 2020. Dans sa décision sur opposition, ici querellée, l’intimée a en particulier fait état de l’article 53 al. 2 LPGA et de la jurisprudence y relative, aux termes de laquelle « l’assureur peut revenir sur les décisions formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable ». Elle a en substance expliqué que, sur le vu des informations en sa possession, soit tout particulièrement du revenu communiqué par l’autorité fiscale, elle avait constaté au premier trimestre 2020 que l’assurée ne tirait pas de rémunération de son entreprise individuelle, et ce quand bien même son activité économique était conséquente. Au contraire, au regard de ses taxations fiscales, son activité en tant qu’indépendante essuyait des pertes importantes depuis sa demande d’affiliation en janvier 2016 pour le 1er janvier 2015, alors que sa fortune s’élevait depuis de nombreuses années à plusieurs millions de francs.”
“L’application inexacte doit être la conséquence de l’ignorance ou de l’absence de preuve de faits essentiels pour la décision (idem et TF 9C_365/2015 du 6 janvier 2016 consid. 3.1). La révision procédurale est soumise à un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et à un délai absolu de dix ans qui commence à courir dès la notification de la décision (art. 67 al. 1 PA [loi fédérale sur la procédure administrative ; RS 172.021] par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA). f) Si la décision est fondée sur une application erronée du droit (application initiale erronée du droit) ou sur une constatation erronée résultant de l’appréciation des faits, il y a lieu d’envisager une révocation sous l’angle de la reconsidération. La décision ou décision sur opposition formellement passée en force doit être manifestement erronée et sa rectification doit revêtir une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA ; Margit Moser-Szeless, in : Dupont/Moser-Szeless [éd.], Commentaire romand de la loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 2 ss ad art. 53 LPGA). Pour juger s’il est admissible de reconsidérer une décision, au motif qu’elle est sans nul doute erronée, il faut se fonder sur la situation juridique existant au moment où cette décision a été rendue, compte tenu de la pratique en vigueur à l’époque (ATF 147 V 167 consid. 4.2 ; 140 V 77 consid. 3.1). La jurisprudence n’a pas fixé de valeur limite s’agissant de l’importance notable de la rectification, toutefois la condition de l'importance notable de la rectification est en principe d’emblée réalisée lorsqu'on est en présence d'une prestation périodique (ATF 119 V 475 consid. 1c ; TF 8C_338/2019 du 8 mai 2020 consid. 5). La reconsidération a trait au rapport juridique qui a été réglé initialement par la décision reconsidérée, de sorte qu’elle a en principe un effet rétroactif (Moser-Szeless op. cit., n° 96 ad. art. 53 LPGA). L’administration n’est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni la personne assurée ni le juge ne peuvent l’y contraindre (ATF 147 V 213 consid.”
“Une décision est manifestement erronée lorsqu'il n'existe aucun doute, même futur, sur son inexactitude ; il peut en aller ainsi non seulement lorsqu'elle a été prise sur la base de règles de droit non correctes ou inappropriées, mais aussi lorsque des dispositions importantes n'ont pas été appliquées ou l'ont été de manière inappropriée ; de même, une constatation erronée des faits peut être corrigée par le biais de la reconsidération (arrêts du TF 9C_71/2008 du 14 mars 2008 ; 9C_215/2007 du 2 juillet 2007 consid. 3.1 ; ATF 126 V 399 consid. 2b/bb). Par ailleurs, pour qu'elle puisse donner lieu à reconsidération, il faut encore que la rectification de la décision revête une importance notable. Pour déterminer si elle présente ce caractère, il faut se fonder sur l'ensemble des circonstances du cas particulier, notamment sur le laps de temps qui s'est écoulé depuis le moment où des prestations indues ont été allouées ou sur le fait qu'il s'agit d'une prestation durable d'un montant important (Valterio, op. cit., n. m.°3133 à 3135 ; Margit Moser-Szeless, Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, n. 71 à 87 ad art. 53 LPGA ; arrêt du TF I 308/03 du 22 septembre 2003 consid. 2.1 ; ATF 119 V 475 consid. 1c ; 110 V 273 consid. 3b). 5.4 En l'espèce, dans le cadre du traitement, courant 2019, de la demande de rente de vieillesse de l'ex-époux de l'intéressée, B._______, lequel, né en octobre 1954, a atteint l'âge de la retraite en octobre 2019 (art. 21 al. 1 LAVS), la CSC a constaté d'une part que l'intéressée avait été mariée une première fois et que le partage des revenus suite au divorce d'avec B._______ n'avait pas été effectué lors du premier calcul de la rente de vieillesse ; et, d'autre part, que la recourante, que l'autorité inférieure avait considérée comme domiciliée en Suisse de janvier 1968 à décembre 2013, ne l'avait en fait jamais été, étant frontalière et son ex-époux, ressortissant suisse, ayant été assuré à l'assurance facultative (voir extraits du compte individuel des 7 août et 23 septembre 2019, et feuilles de calcul ACOR procédant au partage des revenus entre époux [CSC pces 27, 28, 31] ; notes internes des 18 septembre et 1er octobre 2019, et feuilles de calcul ACOR tenant compte du domicile à l'étranger de la recourante et procédant au partage des revenus entre époux [CSC pces 30, 32, 35]).”
Selon l'art. 53 al. 2 LPGA, on ne peut revenir sur une décision devenue formellement définitive que si son inexactituÞ «sans aucun doute» ressort dès l'origine et si la rectification revêt une importanÎ considérable. Une inexactituÞ indubitable existe notamment lorsqu'une prestation a été accordée en application de règles de droit erronées ou en raison de l'omission ou de la mauvaise application de dispositions pertinentes, ou encore en cas de violation manifeste du principe de l'investigation. En revanche, l'hypothèse d'une inexactituÞ indubitable est exclue dans la mesure où des éléments de l'examen du droit à la prestation présentent un caractère discrétionnaire et ont été, au moment de l'octroi devenu définitif, appréciés de manière défendable au vu de la situation factuelle et juridique (y compris la jurisprudenÎ).
“Zu wiederholen ist, dass im Rahmen von Art. 53 Abs. 2 ATSG vor dem Hintergrund der damaligen Rechtslage und Rechtspraxis (BGE 138 V 147 E. 2.1 S. 149) kein vernünftiger Zweifel an der von Beginn weg vorliegenden Unrichtigkeit der Verfügung bestehen darf. Eine Leistungszusprache ist in der Regel als zweifellos unrichtig anzusehen, wenn sie aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Darunter fällt insbesondere eine auf klarer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221, 122 V 157 E. 1a S. 158) beruhende unvollständige Sachverhaltsabklärung (Urteil 8C_730/2018 vom 1. April 2019 E. 4 mit Hinweis). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprache in vertretbarer Weise beurteilt wurden, scheidet eine zweifellose Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f.). Bei deren Annahme im Bereich der invaliditätsmässigen Leistungsvoraussetzungen ist daher Zurückhaltung geboten (SVR 2011 IV Nr.”
“Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - oder im Beschwerdefall das Gericht - auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts, insbesondere bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Zweifellose Unrichtigkeit meint dabei, dass kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der Verfügung möglich, also einzig dieser Schluss denkbar ist (BGE 138 V 324 E. 3.3). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage (einschliesslich der Rechtspraxis) im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E.”
“In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom 2. August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen). Bei Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG für ein wiedererwägungsweises Zurückkommen auf eine formell rechtskräftige Verfügung (oder einen formell rechtskräftigen Einspracheentscheid) gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex nunc et pro futuro einen rechtskonformen Zustand herzustellen (Art. 85 Abs. 2, Art. 88bis Abs. 2 IVV). Dabei ist – wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der Verfügung (oder des Einspracheentscheides) zu ermitteln (BGE 144 I 103 E. 4.4.1 mit Hinweisen, 141 V 9 E. 2.3).”
La forÎ probante des expertises est déterminante pour l'examen des demandes de révision au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA. Si des doutes persistants subsistent quant à la forÎ probante d'une expertise ou à la fiabilité de l'institution d'expertise, cela peut rendre la production de nouvelles expertises pertinente pour la révision. À l'inverse, des contre-expertises faisant preuve de forÎ probante peuvent infirmer des constatations nouvellement produites et ainsi exclure un motif de révision.
“und 25. Juni 2020 ergäben sich betreffend Unfallfolgen auf neurologischem Fachgebiet betreffend neuropathische Schmerzen keine neuen Erkenntnisse. Insbesondere unter Berücksichtigung des zeitlichen Verlaufs der Beschwerden und der erhobenen Befunde könnten sie nur möglicherweise in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 2. Juli 2005 stehen. Nachdem die Beschwerdeführerin einen weiteren Bericht des Dr. med. C.________ vom 2. Februar 2021 eingereicht habe, habe Dr. med. D.________ am 5. Mai 2021 an seiner Einschätzung vom 6. Oktober 2020 festgehalten. Die Beurteilungen des Dr. med. D.________ erfüllten die Kriterien an beweiskräftige Berichte, weshalb darauf abgestellt werden könne. Die Berichte des Dr. med. C.________ vom 25. Juni 2020 und 2. Februar 2021 bildeten somit keinen Revisionsgrund nach Art. 53 Abs. 1 ATSG. Die Beschwerdeführerin habe vor Gericht einen weiteren Bericht des Dr. med. C.________ vom 15. August 2021 eingereicht. Dieser datiere nach dem strittigen Einspracheentscheid vom 30. Juli”
“Il convient dès lors, dans un premier temps, d'examiner si l'autorité inférieure était fondée à rejeter la demande de révision de la décision de suppression de rente du 6 septembre 2013, l'application de l'art. 53 al. 1 LPGA au cas d'espèce étant au demeurant incontestée, dans la mesure où la décision du 6 septembre 2013 se fondait sur une expertise effectuée en 2012 par la Clinique X._______ (à propos de l'art. 53 al. 1 LPGA : Margit Moser-Szeless, Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, 2018, art. 53 LPGA n° 42 ss, 51 et 52, 62 à 66 ; Michel Valterio, Commentaire, Loi fédérale sur l'assurance-invalidité [LAI], 2018, art. 31 n. 50 et 51 ; ATF 143 V 105 consid. 2.3 ; 127 V 353 consid. 5b et les réf. cit. ; 143 III 272 consid. 2.2 ; arrêts du TF 8C_501/2014 du 5 août 2015 consid. 2 ; 9C_226/2014 du 19 mai 2014 consid. 4 et les réf. citées ; 8C_368/2013 du 25 février 2014 consid. 5.1 ; 9C_371/2008 du 2 février 2009 consid. 2.3). En effet, la question de la force probante des expertises réalisées par la Clinique X._______ a donné lieu à l'arrêt 2C_32/2017 relatif au retrait de l'autorisation d'exploitation de la clinique, puis à l'ATF 144 V 258, dans lequel le Tribunal fédéral a admis que la problématique liée au retrait de l'autorisation d'exploiter le « département expertise » de la Clinique X.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 28 Les décisions rendues formellement et devenues définitives ne peuvent être remises en cause que si les conditions du réexamen sont remplies, notamment lorsqu'il existe une erreur indubitable et que la rectification présente une importanÎ significative (art. 53 al. 2 LPGA).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
Citation: LPGA art. 53 n. 27 En cas de recouvrement de prestations complémentaires, il convient de ne prendre en compte que la quote‑part du loyer imputable au bénéficiaire; la prestation ne doit pas servir à couvrir les frais de logement d'autres personnes vivant dans le même logement.
“2 précise que le montant du loyer est en principe réparti à parts égales entre toutes les personnes; que, sur la base de cette disposition, qui sert à distinguer clairement les besoins financiers de chaque personne individuellement, il appert que la prestation complémentaire ne peut pas tenir compte de l’entier du loyer si plusieurs personnes partagent un appartement et qu’il se justifie de faire supporter à chacune sa part du loyer, peu importe si en réalité une telle participation n’est pas prévue en interne; que, dans un arrêt publié aux ATF 127 V 16, le Tribunal fédéral des assurances a jugé cette disposition - entrée en vigueur le 1er janvier 1998 (RO 1997 2961) - conforme à la loi dans la mesure où elle vise à empêcher le financement indirect de personnes non comprises dans le calcul des prestations complémentaires; que, par la suite, le Tribunal fédéral a confirmé à diverses reprises que la prise en compte du loyer au titre de dépense dans le calcul des prestations complémentaires vise à couvrir les besoins d'existence du bénéficiaire desdites prestations et ne doit dès lors pas conduire à couvrir des frais de logement d'autres personnes qui n'ont pas droit à ces prestations (pour un résumé de la jurisprudence à ce sujet, cf. ATF 142 V 299 consid. 3.2); qu'en outre, aux termes de l'art. 25 al. 1 de la loi du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales (LPGA; RS 831.0), les prestations indûment touchées doivent être restituées. La restitution ne peut être exigée lorsque l'intéressé était de bonne foi et qu'elle le mettrait dans une situation difficile; que, selon l'art. 25 al. 2, 1ère phrase, LPGA le droit de demander la restitution s’éteint un an après le moment où l’institution d’assurance a eu connaissance du fait, mais au plus tard cinq ans après le versement de la prestation; que l'obligation de restituer suppose que soient réalisées les conditions d'une révision procédurale (voir art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (voir art. 53 al. 2 LPGA) de la décision - formelle ou non - par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 130 V 318 et les références); que l’art. 53 al. 2 LPGA énonce que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable; que l'administration n'est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées; elle en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peut l'y contraindre ni, à plus forte raison, lui prescrire, à défaut d’une règle positive, les modalités d’un tel examen (ATF 119 V 180 consid. 3b; arrêt TF 9C_836/2010 du 20 mai 2011 consid. 3.2 in SVR 2011 EL n° 8 p. 25); qu'en l'espèce, il convient d'emblée de rappeler qu'en procédure juridictionnelle administrative, ne peuvent être examinés et jugés, en principe, que les rapports juridiques à propos desquels l'autorité administrative compétente s'est prononcée préalablement, d'une manière qui la lie sous la forme d'une décision; que, dans cette mesure, la décision détermine l'objet de la contestation qui peut être déféré en justice par la voie d'un recours (cf.”
Citation : LPGA art. 53 n. 26 Les décisions formellement devenues définitives ne peuvent être révisées que s'il existe une erreur indubitable et si la rectification revêt une importanÎ notable. En cas de recouvrements, il convient de respecter les délais de prescription applicables (notamment 1 an dès la connaissanÎ, au maximum 5 ans à compter du paiement ; en cas d'actes punissables, éventuellement des délais plus longs en droit pénal).
“Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (aArt. 25 Abs. 2 ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen und hier anwendbaren Fassung [vgl. Art. 83 ATSG]).”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 25 Des prestations pécuniaires indûment perçues, qui reposent sur une décision devenue formellement définitive, ne peuvent être réclamées en remboursement que si l'inexactituÞ indubitable et l'importanÎ considérable de la rectification requises pour le réexamen selon l'art. 53 al. 2 LPGA sont réunies.
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1; in BGE 147 V 417 nicht publizierte E. 4.2 des Entscheides vom 2. Juli 2021, 9C_321/2020).”
Citation : LPGA art. 53 n. 24 Dans le cadre d'une décision de révision conformément à la LPGA art. 53 al. 2, le recouvrement des prestations déjà versées peut être réclamé, dans la mesure où le délai de prescription absolue de cinq ans n'est pas dépassé.
“c) En définitive, aucun élément du dossier ne permet de remettre en cause l’inscription figurant au SiTi, selon laquelle le fils de la recourante a vécu au domicile familial du 1er mars 2019 au 26 février 2023. L’intimée a par conséquent retenu à juste titre qu’il devait être tenu compte de sa présence dans le calcul de la prestation complémentaire mensuelle due à la recourante, singulièrement concernant le montant du loyer retenu dans les charges de celle-ci dès le 1er mars 2019. Dans ces conditions, les décisions d’allocation des prestations complémentaires rendues précédemment, portant sur les périodes du 1er mars 2019 au 26 février 2023, étaient manifestement erronées, puisque l’intimée avait alors fondé ses calculs sur la base d’un ménage comprenant une adulte et une enfant, et non deux adultes et une enfant, imputant en particulier l’entier du loyer à la recourante, en violation de l’art. 16c OPC-AVS/AI. Leur rectification portait par ailleurs sur un montant important, de sorte qu’elles pouvaient faire l’objet d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. Le droit de demander la restitution des prestations versées à tort n’était pour le surplus pas échu, dans la mesure où il s’est écoulé moins de trois ans entre la procédure de révision initiée au mois de mars 2022 et la décision de restitution rendue le 7 octobre de la même année, ce qui n’est au demeurant pas contesté par la recourante. Le délai de prescription absolu de cinq ans a également été respecté, puisque la restitution porte sur la période courant de mars 2019 à octobre 2022. Le calcul du montant réclamé au titre de restitution de prestations complémentaires versées à tort semble en outre correct au regard des décomptes établis par l’intimée et n’est au demeurant pas contesté par la recourante, de sorte qu’il ne prête pas le flanc à la critique. 7. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision sur opposition entreprise confirmée. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA), ni d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause et a procédé sans mandataire qualifié (art.”
Citation : LPGA art. 53 n. 23 L'organe d'assuranÎ ne peut pas fixer la date d'effet d'un réexamen de manière arbitraire. Une décision reconnue «manifestement erronée» doit en principe être rectifiée rétroactivement ; une correction purement prospective laisserait subsister dans le passé la décision reconnue erronée et irait ainsi à l'encontre de l'objectif du réexamen. L'affirmation d'un «pouvoir d'appréciation sans limites» est critiquée dans la doctrine comme un simple euphémisme pour l'arbitraire.
“Würde die Korrektur nicht rückwirkend, sondern nur für die Zukunft vorgenommen, bliebe ja die als zweifellos unrichtig erkannte Verfügung für eine bestimmte Periode in der Vergangenheit weiterhin wirksam, obwohl deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist; es würde also bewusst eine weiter bestehende „Teil“-Rechtswidrigkeit in Kauf genommen, was dem Sinn und Zweck der Wiedererwägung diametral zuwiderlaufen würde. Die Beschwerdegegnerin hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass es ihr gemäss der bundesgerichtlichen Auffassung frei gestanden habe, den Wirkungszeitpunkt der wiedererwägungsweisen Korrektur nach eigenem Belieben zu bestimmen: „ex tunc, ex nunc oder pro futuro“ (wobei nicht klar ist, worin der Unterschied zwischen einer Korrektur ex nunc und einer Korrektur pro futuro bestehen soll, es sei denn die Beschwerdegegnerin hätte damit andeuten wollen, dass sie ihren Fehler auch beispielsweise erst mit Wirkung ab dem 1. Juni 2032 hätte beheben können). Der von der Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang ausdrücklich verwendete Begriff eines „schrankenlosen Ermessens“ ist nichts anderes als ein Euphemismus für „Willkür“. Die Beschwerdegegnerin hat also behauptet, dass der Art. 53 Abs. 2 ATSG nach der bundesgerichtlichen Auffassung dem Sozialversicherungsträger ausdrücklich eine willkürliche Bestimmung des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung erlaube. Im Folgenden ist zu prüfen, ob diese Interpretation des Art. 53 Abs. 2 ATSG richtig ist. Das den Versicherungsträgern angeblich zustehende „schrankenlose Ermessen“ bezüglich des Wirkungszeitpunktes einer Wiedererwägung wird damit begründet, dass ein Versicherungsträger gemäss dem Art. 53 Abs. 2 ATSG nicht zur Eröffnung eines Wiedererwägungsverfahrens verpflichtet sei respektive gezwungen werden könne, weil der Art. 53 Abs. 2 ATSG – anders als der Art. 53 Abs. 1 ATSG – als eine „Kann-Bestimmung“ ausgestaltet sei; wenn aber der Versicherungsträger frei entscheiden könne, ob er sich überhaupt mit einem Wiedererwägungsbegehren materiell befassen wolle, müsse er erst recht frei über den Wirkungszeitpunkt einer allfälligen Wiedererwägung entscheiden können. Im Schrifttum wird das angebliche „schrankenlose Ermessen“ betreffend die Eintretensfrage allerdings schon seit Jahrzehnten kritisiert.”
Si une décision ultérieure révèle une contradiction manifeste avì une précédente décision devenue formellement définitive, l'administration doit exposer si, et sur quelle base, elle a abrogé ou réexaminé la décision antérieure conformément à l'art. 53 LPGA. À défaut d'une telle indication, le tribunal peut, dans le cadre du recours, intervenir pour trancher le conflit existant.
“Das in jedem Begehren enthaltene Grundanliegen, gesetzmässig behandelt zu werden, muss deshalb auch das schutzwürdige Interesse definieren: Auch das Begehren, rechtmässig, aber wirtschaftlich nachteilig behandelt zu werden, muss schutzwürdig sein. Niemand kann gezwungen sein, eine zu seinem wirtschaftlichen Vorteil ausgefallene, aber rechtswidrige Verfügung zu akzeptieren, weil auf eine Beschwerde gegen diese Verfügung mangels eines schutzwürdigen Interesses nicht eingetreten würde. Auf die Beschwerde ist deshalb einzutreten. Mit einer Verfügung vom 9. Oktober 2020 hatte die Beschwerdegegnerin die damals laufende Kinderrente für die Tochter per 30. September 2020 eingestellt, weil die Tochter ihre Lehre aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen hatte; die Beschwerdegegnerin hatte die bereits ausbezahlte Kinderrente für Oktober 2020 zurückgefordert. Mit der angefochtenen Verfügung vom 1. Oktober 2021 hat die Beschwerdegegnerin rückwirkend ab dem 1. Oktober 2020 wieder eine Kinderrente für die Tochter zugesprochen. Diese Verfügung enthält keinen Hinweis darauf, dass die Beschwerdegegnerin die formell rechtskräftige Einstellungsverfügung vom 9. Oktober 2020 vorgängig gestützt auf den Absatz 1 oder 2 des Art. 53 ATSG aufgehoben hätte. Würde das Gericht die Beschwerde abweisen, lägen also zwei Entscheide vor, die sich gegenseitig ausschliessen würden: Kein Anspruch auf eine Kinderrente für die Tochter ab dem 1. Oktober 2020 – Anspruch auf eine Kinderrente für die Tochter ab dem 1. Oktober”
Un réexamen fondé sur l'art. 53 al. 2 LPGA suppose que la décision devenue formellement définitive est indubitablement erronée et que sa rectification revêt une importanÎ considérable. Ce n'est qu'à ces conditions que des prestations indûment perçues peuvent être recouvrées sur cette base.
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestehender neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) geltenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2).”
Citation : LPGA art. 53 ch. 20 art. 53 al. 2 exige à la fois une décision manifestement erronée et une rectification d'importanÎ considérable. Dans la présente décision, l'importanÎ de la rectification a été jugée « considérable » précisément en raison des montants totaux à reprendre s'élevant à CHF 9'384.
“L’assureur peut également revenir sur de telles décisions, indépendamment des conditions mentionnées ci-avant, lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (reconsidération ; art. 53 al. 2 LPGA). Les mêmes conditions s’appliquent pour le réexamen d’une décision rendue en procédure simplifiée (art. 51 LPGA) qui n’a pas été contestée dans un délai raisonnable (ATF 143 V 105 consid. 2.1 ; 138 V 324 consid. 3 ; 134 V 145 consid. 5.3.1 ; 129 V 110). b) En l’occurrence, il résulte du considérant précédent que c’est de manière manifestement erronée que la Caisse a alloué des prestations complémentaires à A.H.________ de mai 2022 à août 2023, étant donné que la fortune de sa mère dépassait 100'000 fr. et excluait dès lors un éventuel droit à des prestations complémentaires. La rectification des décisions d’octroi de prestations complémentaires à A.H.________ revêt en outre une importance notable au vu des montants touchés, lesquels s’élèvent à un total de 9'384 francs. Les conditions d’une reconsidération au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA sont par conséquent remplies en l’occurrence. 6. a) Au vu de ce qui précède, le recours doit être rejeté et la décision sur opposition litigieuse confirmée. b) Il n’y a pas lieu de percevoir de frais judiciaires (art. 61 let. f bis LPGA), ni d’allouer de dépens à la partie recourante, qui n’obtient pas gain de cause et a procédé sans mandataire qualifié (art. 61 let. g LPGA ; ATF 127 V 205 consid. 4b). Par ces motifs, la Cour des assurances sociales prononce : I. Le recours est rejeté. II. La décision sur opposition rendue le 17 octobre 2023 est confirmée. III. Il n’est pas perçu de frais judiciaires, ni alloué de dépens. La présidente : La greffière : Du L'arrêt qui précède, dont la rédaction a été approuvée à huis clos, est notifié à : ‑ M. B.H.________ (pour A.H.________) ‑ Caisse cantonale vaudoise de compensation AVS, - Office fédéral des assurances sociales, par l'envoi de photocopies.”
Citation : LPGA art. 53 n. 19 En cas d'engagements de prestations informels ou factuels (art. 51 LPGA), l'assureur peut revenir sur sa décision sans recourir à l'art. 53 LPGA tant que le délai de réflexion ou le délai de recours dont dispose la personne concernée n'est pas écoulé. Si ce délai — ou la périoÞ déterminante pour l'acquisition de la forÎ de chose jugée — est écoulé et que la prestation accordée de manière informelle est demeurée incontestée, les demandes de remboursement ne peuvent plus être formulées que dans les conditions du réexamen ou de la révision procédurale prévues à l'art. 53 LPGA.
“Die Rechtsbeständigkeit gilt bei zulässigerweise formlos ergangenen Entscheiden (vgl. Art. 51 Abs. 1 ATSG und betreffende spezialgesetzliche Bestimmungen) als eingetreten, wenn anzunehmen ist, die betroffene Person habe sich mit einer getroffenen Regelung abgefunden. Dies ist dann der Fall, wenn die nach den Umständen zu bemessende Überlegungs- und Prüfungsfrist abgelaufen ist, welche der betroffenen Person zusteht, um sich gegen den formlosen oder faktischen Verwaltungsentscheid zu verwahren (vgl. Art. 51 Abs. 2 ATSG; BGE 134 V 145 E. 5.3.1, 132 V 412 E. 5, 129 V 110 E. 1.2.2, je mit Hinweisen). Nach Ablauf einer Zeitspanne, die der Rechtsmittelfrist bei formellen Verfügungen entspricht, darf hingegen der Versicherungsträger in einer unbeanstandet gebliebenen «formlosen Verfügung» oder «faktischen Verfügung» zugesprochene Leistungen nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder prozessualen Revision (Art. 53 ATSG) zurückfordern (BGE 129 V 110 Regeste; vgl. zu den Rückerstattungsvoraussetzungen auch BGE 142 V 259 E. 3.2 mit Hinweisen).”
“La jurisprudence a précisé que les indemnités journalières de l’assurance-invalidité ne sont pas des prestations absolument insaisissables au sens de l’art. 92 al. 1 ch. 9a LP (loi fédérale du 11 avril 1889 sur la poursuite pour dettes et la faillite, RS 281.1 ; ATF 130 III 400 consid. 3.4). b) Aux termes de l’art. 25 al. 1, 1re phrase, LPGA, les prestations indûment touchées doivent être restituées. Lorsque la prestation a été allouée par un acte informel de l’administration visé par l’art. 51 LPGA, notamment au moyen d’une simple lettre ou par le versement d’une somme d’argent, l’assureur social dispose d’un laps de temps correspondant au délai de recours (ou d’opposition) contre une décision formelle pour demander la répétition des prestations allouées – et non contestées par l’assuré –, sans être lié par les conditions d’une révision procédurale ou d’une reconsidération (cf. Margit Moser-Szeless, in Anne-Sylvie Dupont/Margit Moser-Szeless [édit.], Loi sur la partie générale des assurances sociales, Commentaire romand, Bâle 2018, nn. 24 et 32 ad art. 53 LPGA). En revanche, les prestations allouées sur la base d’une décision formellement passée en force et sur laquelle une autorité judiciaire ne s’est pas prononcée sous l’angle matériel ne peuvent être répétées que lorsque les conditions d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) ou d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) sont remplies (ATF 142 V 259 consid. 3.2), principes également applicables dans le cas d’une décision traitée selon la procédure simplifiée prévue par l’art. 51 LPGA (ATF 129 V 110 consid. 1.1 ; voir à cet égard TF 8C_375/2020 du 2 février 2021 consid. 4.3). c) Conformément à l’art. 25 al. 1, 2e phrase, LPGA, l’assuré peut demander la remise de l'obligation de restituer lorsque la restitution des prestations allouées indûment, mais reçues de bonne foi, le mettrait dans une situation difficile. Cependant, le destinataire d'une décision de restitution qui entend la contester dispose en réalité de deux moyens qu'il convient de distinguer de façon claire : s'il prétend qu'il avait droit aux prestations en question, il doit s'opposer à la décision de restitution dans un délai de 30 jours ; en revanche, s'il admet avoir perçu indûment des prestations, mais qu'il invoque sa bonne foi et des difficultés économiques qu'il rencontrerait en cas de remboursement, il doit présenter une demande de remise (cf.”
Les prestations versées et devenues formellement définitives peuvent être récupérées, pour autant que les conditions d'une révision prévues à l'art. 53 al. 2 LPGA soient remplies.
“Nach dem allgemeinen Grundsatz in Art. 25 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sind zu Unrecht ausgerichtete Ergänzungsleistungen zurückzuerstatten. Nach der Rechtsprechung zu diesem Grundsatz dürfen jedoch formell rechtskräftig ausgerichtete Leistungen nur dann zurückgefordert werden, wenn ein Titel für das Zurückkommen auf eine ursprünglich unrichtige Leistungszusprechung besteht, wenn also entweder die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) des formell rechtskräftigen Entscheids erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_695/2015 vom 9. August 2016 E. 2.1 mit Hinweis auf BGE 130 V 380 E. 2.3.1 und auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_792/2015 vom 31. Mai 2016 E. 3.2, publiziert in BGE 142 V 259). Sind die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt, so besteht die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen unabhängig davon, ob sich die Bezügerin oder der Bezüger eine Meldepflichtverletzung haben zuschulden kommen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_200/2021 vom 1. Juli 2021 E. 5.3 und E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. Carigiet/Koch, a.a.O., S. 134 N 345 ff.). Nach Art. 25 Abs. 2 ATSG erlischt der Rückforderungsanspruch mit dem Ablauf eines Jahres (Fassung bis Ende 2020) beziehungsweise dreier Jahre (Fassung ab Anfang 2021), nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Satz 1).”
Il s'agit, pour des contrôles systématiques des paiements (p. ex. pour les indemnités de chômage partiel), d'une procédure de réexamen au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA. Dans de tels cas, ce n'est pas l'autorité qui a rendu les décisions de prestations initiales qui est compétente, mais l'offiÎ de compensation prévu à cet effet. L'offiÎ de compensation peut, le cas échéant, prendre des décisions de recouvrement; le recouvrement incombe à la caisse de chômage.
“3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 110 Abs. 4 AVIV; Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"]). Sie eröffnet mittels Verfügung dem Arbeitgeber das Ergebnis der Arbeitgeberkontrolle (Art. 111 Abs. 2 Satz 1 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt - in Abweichung von Art. 95 Abs. 2 Satz 1 AVIG - die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 Satz 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grundsätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
“3 AVIG), überprüft unter anderem die Auszahlungen der Kassen und überwacht die Entscheide der kantonalen Amtsstellen (Art. 83 Abs. 1 Bst. d und l AVIG). Sie und die von ihr beauftragten Treuhandstellen prüfen stichprobenweise bei den Arbeitgebern die ausbezahlten Kurzarbeitsentschädigungen (Art. 110 Abs. 4 AVIV; Art. 83a AVIG ["Revision und Arbeitgeberkontrolle"]). Sie eröffnet mittels Verfügung dem Arbeitgeber das Ergebnis der Arbeitgeberkontrolle (Art. 111 Abs. 2 Satz 1 AVIV). Allfällige Rückforderungen im Anschluss an Arbeitgeberkontrollen verfügt - in Abweichung von Art. 95 Abs. 2 Satz 1 AVIG - die Ausgleichsstelle, wobei das Inkasso der Arbeitslosenkasse obliegt (Art. 83a Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 111 Abs. 2 Satz 2 AVIV). Die Revision der Auszahlungen stellt ein systematisch durchgeführtes und methodisch auf die Erfassung einer Vielzahl von Fällen ausgerichtetes Wiedererwägungsverfahren (mit den dabei geltenden Grundsätzen: zweifellose Unrichtigkeit der formell rechtskräftigen Leistungsverfügung, Berichtigung von erheblicher Bedeutung; vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG) dar, wobei nicht die Verwaltungsstelle, welche die Leistungsverfügungen erlassen hat, auf die Angelegenheit zurückkommt, sondern die dafür vom Gesetz vorgesehene höchste verantwortliche Instanz in Form der Ausgleichsstelle (Urteil des BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 5).”
Le tribunal peut — par exemple pour des raisons d’économie de procédure ou en raison de prises de position procédurales de l’administration — constater l’existenÎ d’un titre de réouverture au sens de l’art. 53 al. 2 LPGA. Si l’assureur examine une demanÞ mais refuse le réexamen, le tribunal doit, dans la procédure de recours, vérifier si les conditions du réexamen (réouverture pour inexactituÞ manifeste) sont réunies. Le tribunal peut, dans ce cadre, procéder à une substitution de motifs.
“Ein Zurückkommen auf die ursprüngliche Rentenverfügung fällt alternativ unter den Titeln der materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG, der prozessualen Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG sowie der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit nach Art. 53 Abs. 2 ATSG in Betracht. Gestützt auf den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen kann das Gericht eine Motivsubstitution vornehmen. Diese ist in jedem möglichen Verhältnis unter allen in Betracht fallenden Rückkommenstiteln zulässig (SVR 2018 IV Nr. 33 S. 106, 8C_634/2017 E. 5.3 mit Hinweisen; Urteil 8C_471/2018 vom 17. Oktober 2018 E. 3.4 mit Hinweis).”
“Die Voraussetzungen für eine Ausdehnung des Streitgegenstands sind vorliegend erfüllt: Die Frage nach dem Vorliegen eines Rückkommenstitels hängt mit dem bisherigen Streitgegenstand eng zusammen. Der Beschwerdeführer machte schon im Verfahren vor der Ausgleichskasse zumindest sinngemäss einen solchen geltend (E. 3.1); daran hält er im vorliegenden Verfahren fest. Die Ausgleichskasse stellt sich in ihrer Vernehmlassung – und damit in einer Prozesserklärung – auf den Standpunkt, ein Zurückkommen auf die Renteneinstellung stehe mit Blick auf die vom BSV formulierten Übergangsregelungen ausser Frage. Die Sache ist spruchreif. Unter diesen Umständen kann das Gericht vorliegend – nicht zuletzt aufgrund prozessökonomischer Überlegungen – (auch) über das Vorliegen eines Rückkommenstitels (Art. 17 Abs. 2, Art. 53 Abs. 1, Art. 53 Abs. 2 ATSG) befinden. Was insbesondere den Entscheid über die Vornahme einer Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) angeht, ist dieser zwar vollumfänglich in das Ermessen des Versicherungsträgers gestellt (Kieser, a.a.O., Art. 53 ATSG N 69); der Versicherungsträger kann weder von der betroffenen Person noch vom Gericht zu einem Eintreten auf ein entsprechendes Gesuch verhalten werden (BGE 133 V 50 E. 4). Tritt der Versicherungsträger aber auf ein entsprechendes Gesuch ein und lehnt er in der Folge die Wiedererwägung ab, hat das Gericht im nachfolgenden Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben sind (BGE 117 V 8 E. 2a). Nachdem sich die Verwaltung in ihrer Vernehmlassung zum Fehlen eines Wiedererwägungsgrunds sinngemäss geäussert und diesen verneint hat, steht der Ausdehnung des Streitgegenstands auch in dieser Hinsicht nichts entgegen (vgl. demgegenüber BGer-Urteil 9C_281/2022 vom”
L'organisme d'assuranÎ peut, conformément à l'art. 53 al. 3 LPGA, réexaminer sa décision ou la décision d'opposition pendant la procédure de recours et, ce faisant, déterminer a posteriori le salaire mensuel pertinent ou d'autres bases de calcul (p. ex. en utilisant le calculateur statistique des salaires), ce qui peut avoir des répercussions sur le montant des prestations.
“par mois, calculé au moyen du calculateur individuel de salaires de l’Office fédéral de la statistique, précisant que les allocations pour perte de gain calculées sur la base de ces éléments seraient versées une fois le jugement du Tribunal cantonal définitif et exécutoire, vu les déterminations du 25 avril 2022 du recourant, indiquant qu’il déduisait de la décision de la caisse qu’elle octroyait une allocation pour perte de gain de 175 fr. 20 par jour, sur la base du revenu déterminant de 6'570 fr. par mois, et concluant à ce que la Cour de céans se prononce sur le montant de l’allocation ainsi que sur les frais judiciaires et les dépens, vu les pièces au dossier ; attendu que selon l’art. 56 LPGA (loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1), applicable par renvoi de l’art. 1 LAPG (loi fédérale du 25 septembre 1952 sur les allocations pour perte de gain en cas de service et de maternité ; RS 834.1), les décisions et les décisions sur opposition prises par les caisses cantonales de compensation peuvent faire l’objet d’un recours au tribunal des assurances du canton où la caisse de compensation a son siège, que le recours, déposé en temps utile, est recevable en la forme (art. 60 et 61 let. b LPGA) ; attendu qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, l’assureur peut reconsidérer une décision ou une décision sur opposition contre laquelle un recours a été formé jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, que la possibilité de reconsidérer s’étend jusqu’à l’échéance du délai dans lequel l’assureur social a été appelé à se déterminer la dernière fois, respectivement, en l’absence de délai déterminé, jusqu’à la fin de l’échange d’écriture (Margit Moser-Szeless, in Dupont/Moser-Szeless [édit.], Commentaire romand, Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, n° 101 ad art. 53 LPGA), qu’en l’espèce, l’intimée a fait usage de cette faculté en annonçant, par réponse du 30 novembre 2021, que le recourant pouvait être assimilé à une personne avec activité lucrative au sens de l’art. 1 al. 2 RAPG, que son droit à l’allocation pouvait être calculé à l’instar de celui des personnes ayant terminé une formation immédiatement avant d’entrer en service, que sur la base du calculateur statistique 2018, le salaire mensuel déterminant était arrêté à 6'570 fr.”
LPGA art. 53 n. 14 Lorsque l'assureur procèÞ à l'examen au fond de la demanÞ de réexamen, il est réputé être entré en matière sur la demanÞ. S'il a ensuite rejeté le réexamen au fond, le contrôle juridictionnel dans la procédure de recours se limite à la question de savoir si les conditions d'un réexamen (p. ex. erreur manifeste / importanÎ considérable) sont réunies. En revanche, la simple réception ou l'inscription de la demanÞ au dossier ne constitue pas encore une entrée en matière.
“Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen. Tritt der Versicherungsträger auf ein Wiedererwägungsbegehren ein, lehnt er hingegen in der Folge die Wiedererwägung ab, wird in einem gegen die Verfügung bzw. den Einspracheentscheid gerichteten Beschwerdeverfahren lediglich überprüft, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben sind. Thema eines solchen Beschwerdeverfahrens bildet also einzig die Frage, ob der Versicherungsträger zu Recht die ursprüngliche Verfügung (nicht) als zweifellos unrichtig und/oder deren Korrektur als von erheblicher Bedeutung qualifiziert hat. Während das blosse Entgegennehmen und Aktuieren des Wiedererwägungsgesuchs noch kein Eintreten auf das Gesuch bedeuten kann, verhält es sich anders, wenn der Versicherungsträger mit der materiellen Prüfung der Wiedererwägungsvoraussetzungen einsetzt (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 ATSG Rz. 80 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend ist unbestritten, dass die Suva auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist, einen Wiedererwägungsgrund aber als nicht gegeben erachtet hat. Zu prüfen ist folglich, ob sie die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung zu Recht verneint hat. 3. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des”
“Wird dies bejaht (und ist deshalb auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen), ist in einem zweiten Schritt unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen. Tritt der Versicherungsträger auf ein Wiedererwägungsbegehren ein, lehnt er hingegen in der Folge die Wiedererwägung ab, wird in einem gegen die Verfügung bzw. den Einspracheentscheid gerichteten Beschwerdeverfahren lediglich überprüft, ob die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung gegeben sind. Thema eines solchen Beschwerdeverfahrens bildet also einzig die Frage, ob der Versicherungsträger zu Recht die ursprüngliche Verfügung (nicht) als zweifellos unrichtig und/oder deren Korrektur als von erheblicher Bedeutung qualifiziert hat. Während das blosse Entgegennehmen und Aktuieren des Wiedererwägungsgesuchs noch kein Eintreten auf das Gesuch bedeuten kann, verhält es sich anders, wenn der Versicherungsträger mit der materiellen Prüfung der Wiedererwägungsvoraussetzungen einsetzt (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 ATSG Rz. 80 ff. mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend ist unbestritten, dass die Suva auf das Wiedererwägungsgesuch eingetreten ist, einen Wiedererwägungsgrund aber als nicht gegeben erachtet hat. Zu prüfen ist folglich, ob sie die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung zu Recht verneint hat.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 13 Les prestations indûment perçues doivent en principe être remboursées; en même temps, le droit (art. 25 al. 1 LPGA) prévoit la possibilité d'une remise de la créanÎ de restitution. Dans le cadre d'une révision (processuelle) au sens de l'art. 53 al. 1 LPGA, il convient, dans la procédure concernée, d'examiner si, au cas par cas, il y a lieu de renoncer au remboursement.
“Juli 2020 gestützt auf Art. 53 Abs. 1 oder 2 ATSG. Da die Beschwerdeführerin im Betrag von Fr. 9'894.-- rückerstattungspflichtig ist, ist das Erlassgesuch unabhängig von den Beweggründen der Gemeinde E.___ zur Bezahlung der Fr. 2'584.-- im Umfang dieses Betrags nicht gegenstandslos geworden. Im Beschwerdeverfahren ist somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführerin die Rückerstattung unrechtmässig bezogener Ergänzungsleistungen im Umfang von Fr. 9'894.-- zu erlassen ist. Unrechtmässig bezogene Leistungen, das heisst Leistungen, auf die nach der massgebenden materiellen Rechtslage an sich kein Anspruch bestanden hat und die sich – in aller Regel nach einer Korrektur einer früheren Verfügung – nicht auf eine verfügungsmässige Grundlage stützen können, sind gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG zurückzuerstatten. Zielt die (vorgängige) Korrektur einer früheren formell rechtskräftigen Verfügung mittels einer (rückwirkenden) Revision im Sinne von Art. 17 ATSG, einer sogenannt prozessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG oder einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG auf eine Herstellung eines der materiellen Sach- und Rechtslage entsprechenden verfügungsmässigen Zustandes ab, bezweckt die Rückforderung von unrechtmässig bezogenen Leistungen die Herstellung eines wirtschaftlich rechtmässigen Zustandes. Der betroffenen Person sollen nach der Rückerstattung der unrechtmässig bezogenen Leistungen "nur" jene Leistungen verbleiben, auf die sie angesichts der massgebenden Sach- und Rechtslage einen Anspruch gehabt hat. Dadurch wird dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 der Bundesverfassung, BV, SR 101) und dem Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) zum Durchbruch verholfen. Die in Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG vorgesehene Möglichkeit des Erlasses einer Rückforderung hebelt die für das Sozialversicherungsrecht elementare Verwirklichung des Legalitätsprinzips und des Gleichbehandlungsgebotes im Einzelfall aus, denn der Erlass hat zur Folge, dass die betroffene Person nicht "nur" jene Leistungen, auf die jede andere Person in derselben Lage von Gesetzes wegen einen Anspruch gehabt hätte, sondern darüber hinaus auch noch die unrechtmässig bezogenen Leistungen behalten kann.”
Une récupération au sens de l'art. 25 LPGA exige que la décision de prestations, devenue formellement définitive, ne puisse être retirée que dans la mesure où sont réunies les conditions du réexamen ou de la révision (art. 53 LPGA). Autrement dit : une récupération n'est possible que si existent les fondements de reprise prévus à l'art. 53.
“Laut Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Deren Rückforderung ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, die für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebend sind (Art. 53 ATSG; Urteil 9C_158/2019 vom 17. Mai 2019 E. 3.1).”
“Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Abs. 2). Bei den genannten Fristen handelt es sich um von Amtes wegen zu berücksichtigende Verwirkungsfristen. Diese sind gewahrt, wenn vor Ablauf der massgebenden Frist eine Rückerstattungsverfügung ergeht (Urteil BGer 8C_469/2011 vom 29. Dezember 2011 E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, Rz. 95 zu Art. 25). Eine Rückforderung ist nur möglich, soweit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision der leistungszusprechenden Verfügungen erfüllt sind (BGE 126 V 46 E. 2b mit Hinweisen). Diese beiden Rückkommenstitel sind heute explizit in Art. 53 ATSG geregelt, welcher die frühere Rechtsprechung kodifizierte. So kann die Verwaltung gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Von der Wiedererwägung ist die prozessuale Revision zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer andern rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Diese Prinzipien gelten im Bereich der Arbeitslosenversicherung unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen). Gemäss Art. 3 der Verordnung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 830.”
“Ist für die Leistungsfestsetzung (oder die Rückforderung) das Zusammenwirken mehrerer mit der Durchführung der Versicherung betrauter Behörden notwendig, genügt es für den Beginn des Fristenlaufs, dass die nach der Rechtsprechung erforderliche Kenntnis bei einer der zuständigen Verwaltungsstellen vorhanden ist (BGE 140 V 521 E. 2.1 mit Hinweisen). Die absolute Frist von fünf Jahren setzt mit dem Bezug der einzelnen Leistung ein; dabei ist auf den tatsächlichen Bezug der Leistung und nicht auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem die Leistung hätte erbracht werden müssen (Kieser, Rz. 92 zu Art. 25). Bei den Fristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG handelt es sich um von Amtes wegen zu berücksichtigende Verwirkungsfristen. Diese sind gewahrt, wenn vor Ablauf der massgebenden Frist eine Rückerstattungsverfügung ergeht (Urteil BGer 8C_819/2018 vom 22. März 2019 E. 4.1. mit Hinweisen). Eine Rückforderung ist nur möglich, soweit die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung oder eine prozessuale Revision der leistungszusprechenden Verfügungen erfüllt sind (BGE 126 V 46 E. 2b mit Hinweisen). Diese beiden Rückkommenstitel sind explizit in Art. 53 ATSG geregelt, welcher die frühere Rechtsprechung kodifizierte. So kann die Verwaltung gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, in Wiedererwägung ziehen, wenn sie zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Von der Wiedererwägung ist die prozessuale Revision zu unterscheiden. Danach ist die Verwaltung verpflichtet, auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückzukommen, wenn neue Tatsachen oder neue Beweismittel entdeckt werden, die geeignet sind, zu einer anderen rechtlichen Beurteilung zu führen (BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen). Die prozessuale Revision von Verwaltungsverfügungen ist nur innerhalb der für die Revision von Beschwerdeentscheiden (Art. 67 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) massgebenden Fristen zulässig. Danach gilt nebst der absoluten zehnjährigen Frist, welche mit der Eröffnung des Entscheids einsetzt, eine relative 90-tägige Frist, welche mit der Entdeckung des Revisionsgrundes zu laufen beginnt.”
art. 53 al. 1 LPGA autorise la révision procédurale de décisions et de décisions rendues sur opposition ayant acquis forÎ formelle de chose jugée lorsque, après leur prononcé, des faits nouveaux importants sont découverts ou des pièces à conviction retrouvées dont la production dans la procédure antérieure n'a pas été possible malgré une diligenÎ suffisante. Sont «nouveaux», selon la jurisprudenÎ, les faits qui sont intervenus ou ont pu devenir connus jusqu'au moment où, dans la procédure principale, il était encore permis de présenter des éléments factuels, mais que le requérant en révision ne connaissait pas malgré la diligenÎ requise. Les faits ou pièces nouvelles doivent être importants, c.-à-d. aptes à modifier la base factuelle de la décision attaquée et, en cas d'appréciation juridique correcte, à conduire à une décision différente.
“Auch sei es ihm nicht möglich, alleine öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, Auto zu fahren oder sich in grösseren Menschenansammlungen aufzuhalten. 5.1 Streitig ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2016 die ganze Rente des Versicherten zu Recht rückwirkend per 1. September 2013 aufgehoben hat. 5.2 Ein Zurückkommen der IV-Stelle auf eine rechtskräftig zugesprochene Rente ist grundsätzlich unter den Titeln der Revision im Sinne der Anpassung an geänderte Verhältnisse (Art. 17 Abs. 1 ATSG), der prozessualen Revision wegen neu entdeckter und vorbestandener Tatsachen und Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) und der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung ihrer Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) - mit Wirkung ex nunc et pro futuro oder allenfalls ex tunc (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]) - möglich (vgl. Ulrich Meyer, Die Abänderung formell rechtskräftiger Verwaltungsverfügungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff.). 5.3 Was die prozessuale Revision betrifft, müssen formell rechtskräftige Verfügungen gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG dann in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Als "neu" gelten Tatsachen, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren noch tatsächliche Vorbringen prozessual zulässig waren, verwirklicht haben, jedoch der um Revision ersuchenden Person trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt waren. Die neuen Tatsachen müssen ferner erheblich sein, d.h. sie müssen geeignet sein, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen. Beweismittel haben entweder dem Beweis der die Revision begründenden neuen erheblichen Tatsachen oder dem Beweis von Tatsachen zu dienen, die zwar im früheren Verfahren bekannt gewesen, aber zum Nachteil der gesuchstellenden Person unbewiesen geblieben sind. Entscheidend ist ein Beweismittel, wenn angenommen werden muss, es hätte zu einem anderen Urteil geführt, falls das Gericht im Hauptverfahren hievon Kenntnis gehabt hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 4.”
“Als mögliche Rückkommenstitel sind Art. 53 Abs. 1 ATSG (prozessuale Revision) und Art. 53 Abs. 2 ATSG (Wiedererwägung) ins Auge zu fassen. Beide Bestimmungen regeln die Abänderung von formell rechtskräftigen Entscheiden; erfasst werden sowohl formelle Verfügungen und Einspracheentscheide als auch rechtsbeständig gewordene Entscheide im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG (Flückiger, Basler Komm., Basel 2020, Art. 53 ATSG N 8 mit Verweis auf BGE 143 V 105 E. 2.1). 6. 6.1. Demnach stellt sich – unter Ausdehnung des Streitgegenstands (E. 3) – zunächst die Frage, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen wäre, die ursprüngliche Rentenaufhebung einer prozessualen Revision im Sinn von Art. 53 Abs. 1 ATSG zu unterziehen. 6.2. Formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (Art. 53 Abs.1 ATSG). Die prozessuale Revision bezieht sich mithin auf die Konstellation der anfänglichen tatsächlichen Unrichtigkeit eines Verwaltungsaktes. Die anfängliche Unrichtigkeit basiert in dieser Konstellation nicht auf einer fehlerhaften Rechtsanwendung (hier kann eine Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG infrage kommen; E. 7 hiernach), sondern darauf, dass bestimmte Tatsachen oder Beweismittel nicht bekannt waren und im früheren Verfahren trotz hinreichender Sorgfalt auch nicht vorgebracht werden konnten (Flückiger, a.a.O., Art. 53 ATSG N 18). 6.3. Dass ein Rückkommenstitel in diesem Sinn vorliegen würde, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Es sind keine neuen Tatsachen oder Beweismittel auszumachen, die als”
“Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2 und E. 3.3). Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf Hilflosenentschädigung in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1). Zu beachten bleibt, dass gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden müssen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je m.w.H.).”
Le recouvrement d'indemnités journalières indûment perçues, reposant sur une décision formellement définitive, suppose la réunion des conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA (inexactituÞ manifeste et importanÎ significative de la rectification).
“Ist die versicherte Person beim Erlass der Einstellungsverfügung nicht mehr anspruchsberechtigt, so sind die Einstelltage mittels Rückforderung (Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG) der bereits ausbezahlten Taggelder zu tilgen (AVIG-Praxis ALE, D50). Danach können zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung [Art. 53 Abs. 2 ATSG]) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel [Art. 53 Abs. 1 ATSG]) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. Entscheid des BGer vom 7. September 2015, 8C_789/2014, E. 2.1). Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 67 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]) zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen (vgl. Entscheid des BGer vom 27. Juni 2018, 8C_132/2018, E. 2.2.1). Schliesslich muss die Rückforderung gemäss SECO innerhalb der sechsmonatigen Einstellungsfrist verfügt werden (AVIG-Praxis ALE, D50).”
La disposition de révision de l'art. 53 LPGA est soumise aux délais de l'art. 67 PA (délai relatif de 90 jours à compter de la découverte du motif de révision ; délai absolu de péremption de 10 ans à compter de la décision). En règle générale, l'administration doit statuer dans un délai de 90 jours lors d'un examen en révision. Des investigations plus longues sont toutefois possibles ; dans ce cas, il suffit que l'administration, dans le délai, communique le motif de révision et les modifications envisagées, qu'elle mène ensuite à terme les investigations complémentaires et qu'elle renÞ sa décision dans un délai raisonnable.
“Rumo-Jungo, Die Instrumente zur Korrektur der Sozialversicherungsverfügung, in R. Schaffauser/F. Schlauri (Hrsg.), Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, San Gallo 1996, pag. 291). L'Alta Corte ha ripreso tale prassi nella sentenza U 325/02 del 24 ottobre 2003, in cui ha confermato la precedente sentenza di questa Corte che aveva respinto il ricorso di un assicurato inoltrato contro una decisione su opposizione di un assicuratore LAINF che, da un lato, aveva ritenuto tardive tre domande di revisione inoltrate dopo dieci anni dall'emissione di una decisione con cui l'Istituto assicuratore aveva dichiarato estinto il proprio obbligo contributivo e, dall'altro lato, aveva considerato che le domande di revisione interposte prima del termine di dieci anni erano state evase con delle decisioni informali le quali, in assenza di una reazione tempestiva da parte dell'assicurato, erano cresciute in giudicato. I termini appena citati sono stati dichiarati applicabili anche successivamente all'entrata in vigore della LPGA. Infatti, benché l'art. 53 LPGA non li preveda espressamente, resta determinante quanto stabilito dall'art. 67 cpv. 1 e 2 PA. Alla PA (Procedura Amministrativa) rinvia, del resto, l'art. 55 cpv. 1 LPGA per quanto concerne le regole particolari di procedura non fissate in modo esaustivo nella LPGA o nelle singole leggi (STF 8C_756/2012 del 17 luglio 2013 consid. 4.3.; STF 8C_302/2010 del 25 agosto 2010 consid. 4.3.; STF 9C_1011/2008 del 9 marzo 2009; STF U 43/05 del 31 ottobre 2005 consid. 2). Al riguardo cfr. pure DTF 143 V 105; STCA 30.2019.8-9 del 3 luglio 2019; STCA 42.2017.11-15 del 10 aprile 2017 consid. 2.6.; STCA”
“Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l’administration est tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (TFA C 11/05 du 16 août 2005 consid. 3 ; ATF 126 V 23 consid. 4b et les références). Il est inhérent à la révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA que la nouvelle décision a des effets rétroactifs, soit ex tunc (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3ème édition, Zurich/Bâle/Genève 2015, n. 41 ad art. 53 LPGA et la référence). cc) La révision procédurale est soumise aux délais prévus par l’art. 67 PA (loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021) – applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (cf. également art. 101 LPA-VD ; cf. RAMA 1994 n° U 191 p. 145 et Ueli Kieser, op. cit., n. 38 ad art. 53 LPGA). Ainsi, en cas de révision d’office, l’administration doit en principe rendre une nouvelle décision dans un délai de nonante jours dès la connaissance du motif de révision. Une exception est réservée pour les cas où les faits justifiant la révision exigent des éclaircissements prenant plus de temps. Dans ce cas, il suffit que l’administration signale à l’assuré, dans le délai fixé, le motif de révision et les modifications de la décision prévues, puis qu’il procède aux éclaircissements et finalement prenne sa décision dans un délai raisonnable (TFA C 214/03 du 23 avril 2004 consid. 3.1.2 ; cf. également Ueli Kieser, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA). b) Un assuré déclaré inapte au placement a droit à l’indemnité de chômage s’il remplit les autres conditions du droit (matérielles et formelles) et que le motif ayant justifié l’inaptitude au placement a disparu. L’autorité qui doit réexaminer l’aptitude au placement dans cette hypothèse procède non à une révision ou à une reconsidération d’une décision erronée (la décision initiale étant correcte), mais à un nouvel examen justifié par l’évolution des circonstances (art.”
“67 PA (loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021) – applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (cf. également art. 101 LPA-VD ; cf. RAMA 1994 n° U 191 p. 145 et Ueli Kieser, op. cit., n. 38 ad art. 53 LPGA). Ainsi, en cas de révision d’office, l’administration doit en principe rendre une nouvelle décision dans un délai de nonante jours dès la connaissance du motif de révision. Une exception est réservée pour les cas où les faits justifiant la révision exigent des éclaircissements prenant plus de temps. Dans ce cas, il suffit que l’administration signale à l’assuré, dans le délai fixé, le motif de révision et les modifications de la décision prévues, puis qu’il procède aux éclaircissements et finalement prenne sa décision dans un délai raisonnable (TFA C 214/03 du 23 avril 2004 consid. 3.1.2 ; cf. également Ueli Kieser, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA). b) Un assuré déclaré inapte au placement a droit à l’indemnité de chômage s’il remplit les autres conditions du droit (matérielles et formelles) et que le motif ayant justifié l’inaptitude au placement a disparu. L’autorité qui doit réexaminer l’aptitude au placement dans cette hypothèse procède non à une révision ou à une reconsidération d’une décision erronée (la décision initiale étant correcte), mais à un nouvel examen justifié par l’évolution des circonstances (art. 17 LPGA ; Boris Rubin, op. cit., n. 106 ad art. 15 LACI). c) En l’espèce, l’autorité intimée est revenu sur sa décision initiale du 1er février 2021 déclarant l’assuré apte au placement pour une disponibilité de 80 % à compter du 1er décembre 2020 en lien avec la rédaction de sa thèse de doctorat. Elle a finalement reconnu le recourant apte au placement pour une disponibilité de 80 % du 1er au 31 décembre 2020, puis inapte au placement du 1er janvier au 4 février 2021. Le motif à la base de ce réexamen était le dépôt d’une demande de bourse le 1er janvier 2021 par l’intéressé pour pouvoir se consacrer pleinement à la finalisation de sa thèse de doctorat, ce qui le rendait inapte au placement jusqu’au 4 février 2021, soit la date de la clôture de son dossier de chômage après avoir obtenu une réponse positive d’octroi d’une bourse d’étude.”
“Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l’administration est tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (TFA C 11/05 du 16 août 2005 consid. 3 ; ATF 126 V 23 consid. 4b et les références). Il est inhérent à la révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA que la nouvelle décision a des effets rétroactifs, soit ex tunc (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3ème édition, Zurich/Bâle/Genève 2015, n. 41 ad art. 53 LPGA et la référence). cc) La révision procédurale est soumise aux délais prévus par l’art. 67 PA (loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021) – applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (cf. également art. 101 LPA-VD ; cf. RAMA 1994 n° U 191 p. 145 et Ueli Kieser, op. cit., n. 38 ad art. 53 LPGA). Ainsi, en cas de révision d’office, l’administration doit en principe rendre une nouvelle décision dans un délai de nonante jours dès la connaissance du motif de révision. Une exception est réservée pour les cas où les faits justifiant la révision exigent des éclaircissements prenant plus de temps. Dans ce cas, il suffit que l’administration signale à l’assuré, dans le délai fixé, le motif de révision et les modifications de la décision prévues, puis qu’il procède aux éclaircissements et finalement prenne sa décision dans un délai raisonnable (TFA C 214/03 du 23 avril 2004 consid. 3.1.2 ; cf. également Ueli Kieser, op. cit., n. 39 ad art. 53 LPGA). b) Un assuré déclaré inapte au placement a droit à l’indemnité de chômage s’il remplit les autres conditions du droit (matérielles et formelles) et que le motif ayant justifié l’inaptitude au placement a disparu. L’autorité qui doit réexaminer l’aptitude au placement dans cette hypothèse procède non à une révision ou à une reconsidération d’une décision erronée (la décision initiale étant correcte), mais à un nouvel examen justifié par l’évolution des circonstances (art.”
“Les preuves, quant à elles, doivent servir à établir soit les faits nouveaux importants qui motivent la révision, soit des faits qui étaient certes connus lors de la procédure précédente, mais qui n’avaient pas pu être prouvés, au détriment du requérant. Une preuve est considérée comme concluante lorsqu’il faut admettre qu’elle aurait conduit le juge ou l’administration à statuer autrement s’il en avait eu connaissance dans la procédure principale. Ce qui est décisif, c'est que le moyen de preuve ne serve pas à l'appréciation des faits seulement, mais à l'établissement de ces derniers (TF 9C_226/2014 précité consid. 4.2). Par analogie avec la révision des décisions rendues par les autorités judiciaires, l’administration est tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force formelle, lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuves susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (TFA C 11/05 du 16 août 2005 consid. 3 ; ATF 126 V 23 consid. 4b et les références). Il est inhérent à la révision procédurale au sens de l’art. 53 al. 1 LPGA que la nouvelle décision a des effets rétroactifs, soit ex tunc (Ueli Kieser, ATSG Kommentar, 3ème édition, Zurich/Bâle/Genève 2015, n. 41 ad art. 53 LPGA et la référence). cc) La révision procédurale est soumise aux délais prévus par l’art. 67 PA (loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative ; RS 172.021) – applicable par renvoi de l’art. 55 al. 1 LPGA –, à savoir un délai relatif de nonante jours dès la découverte du motif de révision et un délai absolu de dix ans qui commence à courir avec la notification de la décision (cf. également art. 101 LPA-VD ; cf. RAMA 1994 n° U 191 p. 145 et Ueli Kieser, op. cit., n. 38 ad art. 53 LPGA). Ainsi, en cas de révision d’office, l’administration doit en principe rendre une nouvelle décision dans un délai de nonante jours dès la connaissance du motif de révision. Une exception est réservée pour les cas où les faits justifiant la révision exigent des éclaircissements prenant plus de temps. Dans ce cas, il suffit que l’administration signale à l’assuré, dans le délai fixé, le motif de révision et les modifications de la décision prévues, puis qu’il procède aux éclaircissements et finalement prenne sa décision dans un délai raisonnable (TFA C 214/03 du 23 avril 2004 consid.”
“Rumo-Jungo, Die Instrumente zur Korrektur der Sozialversicherungsverfügung, in R. Schaffauser/F. Schlauri (Hrsg.), Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, San Gallo 1996, pag. 291). L'Alta Corte ha ripreso tale prassi nella sentenza U 325/02 del 24 ottobre 2003, in cui ha confermato la precedente sentenza di questa Corte che aveva respinto il ricorso di un assicurato inoltrato contro una decisione su opposizione di un assicuratore LAINF che, da un lato, aveva ritenuto tardive tre domande di revisione inoltrate dopo dieci anni dall'emissione di una decisione con cui l'Istituto assicuratore aveva dichiarato estinto il proprio obbligo contributivo e, dall'altro lato, aveva considerato che le domande di revisione interposte prima del termine di dieci anni erano state evase con delle decisioni informali le quali, in assenza di una reazione tempestiva da parte dell'assicurato, erano cresciute in giudicato. I termini appena citati sono stati dichiarati applicabili anche successivamente all'entrata in vigore della LPGA. Infatti, benché l'art. 53 LPGA non li preveda espressamente, resta determinante quanto stabilito dall'art. 67 cpv. 1 e 2 PA. Alla PA (Procedura Amministrativa) rinvia, del resto, l'art. 55 cpv. 1 LPGA per quanto concerne le regole particolari di procedura non fissate in modo esaustivo nella LPGA o nelle singole leggi (STF 8C_756/2012 del 17 luglio 2013 consid. 4.3.; STF 8C_302/2010 del 25 agosto 2010 consid. 4.3.; STF 9C_1011/2008 del 9 marzo 2009; STF U 43/05 del 31 ottobre 2005 consid. 2). Al riguardo cfr. pure DTF 143 V 105; STCA 30.2019.8-9 del 3 luglio 2019; STCA 42.2017.11-15 del 10 aprile 2017 consid. 2.6.; STCA”
Conformément à l'art. 53 al. 2 LPGA, l'organisme d'assuranÎ peut revenir sur des décisions formellement définitives ou des décisions rendues sur opposition lorsque celles‑ci sont indubitablement erronées et que leur rectification revêt une importanÎ considérable. Ce réexamen relève du seul pouvoir d'appréciation de l'administration; celle‑ci n'est donc pas tenue d'en procéder, et ni la personne assurée ni le tribunal ne peuvent en principe contraindre l'administration à le faire. En conséquenÎ, les décisions de l'administration portant refus d'entrer en matière sur une demanÞ de réexamen ne sont, selon la jurisprudenÎ constante, en règle générale pas susceptibles de contrôle juridictionnel.
“9 de la loi cantonale du 14 octobre 1965 sur les prestations fédérales complémentaires à l'assurance-vieillesse et survivants et à l'assurance-invalidité [LPFC - J 4 20]) auprès du tribunal des assurances du canton de domicile de l'assuré (art. 58 al. 1 LPGA). S'agissant des prestations complémentaires cantonales, l'art. 43 LPCC ouvre les mêmes voies de droit. 3.2 Un recours unique a été interjeté contre les deux décisions émises par l’intimé le 20 juin 2023, portant respectivement sur le refus de reconsidérer ses décisions entrées en force fixant le montant des prestations complémentaires depuis décembre 2018, d’une part, sur le droit aux prestations complémentaires dès janvier 2023, d’autre part. 3.2.1 Selon l’art. 53 al. 2 LPGA, l’assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. La reconsidération d'une décision manifestement erronée au sens de l'art. 53 al. 2 LPGA relève d'une simple faculté de l'administration, et ni l'assuré ni le juge ne peuvent l'y contraindre (ATF 117 V 8 consid. 2a ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_447/2007 du 10 juillet 2008 consid. 1). On précisera que même si l’on admet que la non-entrée en matière sur une demande de reconsidération constitue une décision, la procédure d’opposition n’est pas ouverte (ATF 133 V 50 consid. 4.2.1 et 4.2.2). Compte tenu du fait que la reconsidération est laissée à l’appréciation de l’administration, le juge ne saurait entrer en matière sur un refus de l’administration d’y procéder. Un recours contre une décision refusant d’entrer en matière sur une demande de reconsidération de l'assuré est irrecevable (arrêt du Tribunal fédéral 9C_680/2023 du 1er mai 2024 consid. 4.3 et les références). 3.2.2 Compte tenu de ce qui précède, le recours est irrecevable en tant qu’il tend à l’annulation de la décision du 20 juin 2023 refusant la reconsidération des décisions portant sur la période du 1er décembre 2018 au 31 décembre 2022.”
“Les assureurs peuvent donc introduire une poursuite pour leurs créances pécuniaires, même sans titre de mainlevée entré en force, rendre après coup, en cas d'opposition, une décision formelle portant condamnation à payer les arriérés de primes ou participations aux coûts et, après l'entrée en force de cette dernière, requérir la continuation de la poursuite. Si le dispositif de la décision administrative se réfère avec précision à la poursuite en cours et lève expressément l'opposition à celle-ci, ils pourront requérir la continuation de la poursuite sans passer par la procédure de mainlevée de l'art. 80 LP. Dans sa décision, l'autorité administrative prononcera non seulement une décision au fond selon le droit des assurances sociales sur l'obligation pécuniaire de l'assuré, mais elle statuera simultanément sur l'annulation de l'opposition comme autorité de mainlevée. Il en va de même des tribunaux en cas de recours (ATF 119 V 329 consid. 2b ; RKUV 2004 Nr. KV 274 S. 129 E. 4.2.1, K 107/02 ; arrêt du Tribunal fédéral 9C_903/2009 du 11 décembre 2009 consid. 2.1). 4. En vertu de l'art. 53 al. 2 LPGA, l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu'elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable. La reconsidération a pour objet la correction d’une décision qui était déjà erronée, dans la constatation des faits ou dans l’application du droit, au moment où elle a été prise (ATAS/1244/2020 du 10 décembre 2020 consid. 7b ; ATAS/154/2019 du 25 février 2019 consid. 3b ; ATAS/1163/2014 du 12 novembre 2014 consid. 5c ; Ueli KIESER, ATSG-Kommentar, 4ème éd. 2020, n. 20 ad art. 17). Selon la jurisprudence, l'administration n'est pas tenue de reconsidérer les décisions qui remplissent les conditions fixées ; elle en a simplement la faculté et ni l'assuré ni le juge ne peuvent l'y contraindre. Le corollaire en est que les décisions portant sur un refus d'entrer en matière sur une demande de reconsidération ne peuvent pas faire l'objet d'un contrôle en justice (ATF 133 V 50 consid. 4.1 p. 52 ; 119 V 475 consid.”
“acte du 28 novembre 2024, all. 12), qu'il a par ailleurs requis d'être mis au bénéfice de l'assistance judiciaire dans le cadre de la présente cause ; considérant que l'assureur peut revenir sur les décisions ou les décisions sur opposition formellement passées en force lorsqu’elles sont manifestement erronées et que leur rectification revêt une importance notable (art. 53 al. 2 LPGA [loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales ; RS 830.1]), que la reconsidération d'une décision ou d'une décision sur opposition entrée en force peut être examinée par l'assureur social d'office ou à la demande de la personne concernée (Margit Moser-Szeless, art. 53 LPGA, in Anne-Sylvie Dupont / Margit Moser-Szeless (édit.), Commentaire romand – Loi sur la partie générale des assurances sociales, Bâle 2018, no 88 ad art. 53 LPGA), que l'assureur social n'est pas tenu de reconsidérer les décisions qui réalisent les conditions de l'art. 53 al. 2 LPGA, que la faculté de l'assureur social de reconsidérer ou non sa décision a pour corollaire qu'il n'existe pas de droit à la reconsidération que l'assuré pourrait faire valoir en justice, qu'en d'autres termes, si l'administration rend une décision de non-entrée en matière sur une demande de reconsidération présentée par la personne assurée, voire ne rend pas de décision, aucune voie de droit n'est ouverte et le refus d'entrer en matière ne peut pas faire l'objet d'un contrôle en justice (ATF 133 V 50 conisd. 4.1 ; TF 8C_866/2009 du 27 avril 2010 consid. 2), que la nullité d'une décision peut cependant être invoquée en tout temps, devant toute autorité et doit être constatée d'office (TF 9C_333/2007 du 24 juillet 2008 consid. 2.1), qu'elle ne frappe cependant que les décisions les plus graves, manifestes ou du moins facilement décelables, pour autant que sa constatation ne mette pas sérieusement en danger la sécurité du droit (loc.”
Citation : LPGA art. 53 ch. 7 Pour les décisions formellement définitives, les prestations pécuniaires indûment perçues ne peuvent être réclamées que si les conditions d'une reprise fondée sur l'art. 53 al. 2 LPGA (erreur indubitable et importanÎ significative) sont réunies ou, à titre alternatif, si les conditions d'une révision procédurale sont remplies.
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 E. 5.2). Im Verfahren betreffend Rückforderung zu viel bezahlter Arbeitslosenentschädigung steht somit die Frage im Zentrum, ob die Beschwerdeführerin Leistungen zu Unrecht erhalten hat und bejahendenfalls, ob auf die bisherigen Leistungsabrechnungen aufgrund eines Rückkommenstitels zurückgekommen werden kann.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 n. 6 Le recouvrement des prestations indûment perçues est subordonné à la réunion des conditions d'une révision de procédure (art. 53 al. 1) ou de la reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la notification de la décision ou de l'ordonnanÎ.
“La fortune est évaluée selon les règles de la loi sur l’imposition des personnes physiques, du 27 septembre 2009, à l’exception des règles concernant les diminutions de la valeur des immeubles et les déductions sociales sur la fortune, prévues aux art. 50 let. e et 58 de ladite loi, qui ne sont pas applicables. Les règles d’évaluation prévues par la loi fédérale et ses dispositions d’exécution sont réservées (al. 2). 4. 4.1 S’agissant des prestations complémentaires fédérales, selon l’art. 25 al. 1, 1ère phr. LPGA, en relation avec l’art. 2 al. 1 let. a de l’ordonnance sur la partie générale du droit des assurances sociales du 11 septembre 2002 (OPGA – RS 830.11), les prestations indûment touchées doivent être restituées par le bénéficiaire ou par ses héritiers. Selon l’art. 3 al. 1 OPGA, l’étendue de l’obligation de restituer est fixée par une décision. L’obligation de restituer suppose que soient remplies les conditions d’une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d’une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA) de la décision – formelle ou non – par laquelle les prestations en cause ont été allouées (ATF 142 V 259 consid. 3.2 et les références ; 138 V 426 consid. 5.2.1 et les références ; 130 V 318 consid. 5.2 et les références). La révision procédurale et la reconsidération ont pour point commun de remédier à l’inexactitude initiale d’une décision (anfängliche tatsächliche Unrichtigkeit ; cf. Ueli KIESER, Gabriela RIEMER-KAFKA, Tafeln zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 5e éd., 2013, p. 140). La révision est la modification d’une décision correcte au moment où elle a été prise, compte tenu des éléments connus à ce moment, mais qui apparaît ensuite dépassée en raison d’un élément nouveau. L’administration est ainsi tenue de procéder à la révision d’une décision entrée en force lorsque sont découverts des faits nouveaux ou de nouveaux moyens de preuve susceptibles de conduire à une appréciation juridique différente (ATF 129 V 200 consid. 1.1 ; 127 V 466 consid. 2c et les références).”
Si l'autorité d'assuranÎ révoque ou remplaÎ une décision pendant la procédure d'opposition en cours (art. 53 al. 3 LPGA), la procédure d'opposition initiale devient sans objet et doit être radiée. Contre la nouvelle décision, la possibilité de former opposition reste ouverte.
“Die gemeinsame Eröffnung dieser beiden Entscheide hat nicht zur Folge gehabt, dass die beiden Streitgegenstände „verschmolzen“ wären. Der Beschwerdeführerin hat es frei gestanden, beide oder auch nur einen dieser Entscheide anzufechten. Die Beschwerde vom 1. April 2020 richtet sich ausschliesslich gegen den materiellen Einspracheentscheid betreffend die Verfügung vom 13. November 2019, was bedeutet, dass der Abschreibungsbeschluss betreffend die Einsprache gegen die Verfügung vom 13. November 2019 zufolge einer Gegenstandslosigkeit des Einspracheverfahrens nach dem Widerruf der Verfügung vom 28. Juni 2019 lite pendente im Sinne des Art. 53 Abs. 3 ATSG unangefochten in formelle Rechtskraft erwachsen und damit verbindlich geworden ist. Den Inhalt dieses Beschwerdeverfahrens bildet folglich ausschliesslich die Frage nach der Rechtmässigkeit des die Verfügung vom 13. November 2019 betreffenden Teils des angefochtenen Einspracheentscheides, weshalb der Gegenstand des Beschwerdeverfahrens jenem des am 13. November 2019 (respektive ursprünglich am 28. Juni 2019) abgeschlossenen Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Die Verfügung vom 13. November 2019 ist – wie bereits jene vom 28. Juni 2019 – eine „kombinierte“ Verfügung gewesen, denn sie hat einerseits die materielle, rückwirkende Korrektur der Ergänzungsleistung und andererseits die aus dieser materiellen Korrektur resultierende Vollzugsanordnung, nämlich die Rückforderung von zu viel ausbezahlten Ergänzungsleistungen, beinhaltet. Man könnte sich, der bundesgerichtlichen Auffassung folgend, auf den Standpunkt stellen, dass die materielle Korrektur lediglich eine verfahrensrechtliche „Vorbereitungshandlung“ sei, die die eigentliche rechtsgestaltende Anordnung, nämlich die Rückforderung von zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen, erlaube (vgl.”
“Die Beschwerdegegnerin hat allerdings die Einsprache gegen die „Umrechnungsverfügung“ vom 19. Dezember 2019 zum Anlass genommen, jene direkt mittels einer neuen Verfügung zu korrigieren, denn sie hat am 19./20. März 2020 eine weitere Verfügung erlassen, mit der sie die Ergänzungsleistung für die Zeit ab dem 1. Januar 2020 neu festgesetzt hat. Diese Verfügung vom 19./20. März 2020 hat jene vom 19. Dezember 2019 integral ersetzt, und zwar noch während des hängigen Einspracheverfahrens, weshalb es sich dabei nur um eine Widerrufsverfügung im Sinne des Art. 53 Abs. 3 ATSG gehandelt haben kann. Mit diesem Widerruf hat die Beschwerdegegnerin einem der beiden (vereinigten) Einspracheverfahren den Gegenstand entzogen: Die Verfügung vom 19. Dezember 2019 hat nicht mehr länger existiert. Folglich hätte das entsprechende Einspracheverfahren (respektive der entsprechende Teil des vereinigten Einspracheverfahrens) als gegenstandslos abgeschrieben werden müssen. Der Beschwerdeführerin ist daraus kein Nachteil entstanden, denn sie hat die neue Verfügung vom 19./20. März 2020 mittels einer weiteren Einsprache anfechten können, was sie ja auch getan hat. Jedenfalls ist die materielle Behandlung der sich gegen die Verfügung vom 19. Dezember 2019 richtenden Einsprache angesichts des Widerrufs der Verfügung vom 19. Dezember 2019 rechtswidrig gewesen, weshalb der Einspracheentscheid diesbezüglich aufgehoben und durch einen Abschreibungsbeschluss ersetzt werden muss. Damit ist in diesem Verfahren nur die Rechtmässigkeit der Revisionsverfügung vom 5. Dezember 2019 mit Wirkung per 1.”
“Dieses Vorgehen hat nicht nur einer gesetzlichen Grundlage entbehrt, sondern es hat auch eine offensichtlich unzulässige Verkürzung des Rechtsmittelweges zur Folge gehabt, denn der Beschwerdeführer hat diesen Teil des Einspracheentscheides nicht mehr mittels Einsprache anfechten können; er hat sich nur noch beschwerdeweise dagegen wehren können. Soweit er die Sachverhaltsentwicklung nach dem 19. Dezember 2018 betrifft, muss der angefochtene Einspracheentscheid nach der konstanten Rechtsprechung des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen (vgl. etwa den Entscheid EL 2012/37 des St. Galler Versicherungsgerichtes vom 2. März 2015) als rechtswidrig qualifiziert werden und deshalb aufgehoben werden. Die Beschwerdegegnerin wird das Revisionsbegehren in einem noch zu eröffnenden Verwaltungsverfahren prüfen und dann darüber verfügen. Die Verfügung vom 19. Dezember 2018, deren Überprüfung das mit dem angefochtenen Entscheid abgeschlossene Einspracheverfahren bezweckt hat, ist in formeller Hinsicht eine Widerrufsverfügung im Sinne des Art. 53 Abs. 3 ATSG gewesen, denn mit ihr hat die Beschwerdegegnerin ihre frühere Verfügung vom 4. Januar 2018 noch während des hängigen Einspracheverfahrens ersetzt. Dieses Vorgehen ist rechtmässig gewesen. Es hat zur Folge gehabt, dass das (erste) Einspracheverfahren betreffend die Verfügung vom 4. Januar 2018 gegenstandslos geworden ist, weshalb die Beschwerdegegnerin es zu Recht abgeschrieben hat. In materieller Hinsicht hat es sich bei der Widerrufsverfügung vom 19. Dezember 2018 um eine erstmalige Zusprache von Ergänzungsleistungen für die Zeit ab Januar 2014 gehandelt, weshalb im anschliessenden, mit dem angefochtenen Entscheid vom 4. März 2019 abgeschlossenen Einspracheverfahren sämtliche Anspruchsvoraussetzungen und Berechnungspositionen ab Januar 2014 strittig gewesen sind. Auch in diesem Beschwerdeverfahren sind folglich sämtliche Anspruchsvoraussetzungen und Berechnungspositionen ab Januar 2014 zu prüfen. Der Beschwerdeführer hat sich weniger als sechs Monate nach der Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung per 1.”
Selon l'art. 53 al. 3 LPGA, l'organisme d'assuranÎ peut réexaminer la décision attaquée contre laquelle un recours a été formé jusqu'à sa prise de position devant l'autorité de recours et, le cas échéant, l'annuler ou la remplacer par une décision rectificative. S'il en résulte que l'autorité qui a rendu la décision n'était pas compétente (p. ex. compétenÎ d'une autre instanÎ cantonale), elle peut annuler ou remplacer la décision pour incompétenÎ, rendant ainsi souvent le recours sans objet.
“1canton de genÈve POUVOIR JUDICIAIRE A/1808/2024 ATAS/517/2024 COUR DE JUSTICE Chambre des assurances sociales Arrêt du 26 juin 2024 Chambre 5 En la cause A______ recourante contre OFFICE DE L'ASSURANCE-INVALIDITÉ DU CANTON DE GENÈVE intimé ATTENDU EN FAIT Que Madame A______ (ci-après : l’assurée), née en ______ 1962, est domiciliée à B______, en France ; Qu’alors qu’elle exerçait une activité lucrative à Genève en qualité de frontalière, l’assurée a déposé une demande de prestations invalidité qui a abouti à une décision de refus de prestations invalidité, datée du 22 avril 2024, et rendue par l’office de l'assurance-invalidité du canton de Genève (ci‑après : l’OAI) ; Que par acte posté en date du 21 mai 2024, l’assurée a recouru contre la décision du 22 avril 2024 auprès de la chambre des assurances sociales de la Cour de justice (ci‑après : la chambre de céans) ; Que par courrier du 25 juin 2024, l’OAI a informé la chambre de céans que dès lors que l’assurée était domiciliée en France, il appartenait à l’office de l’assurance-invalidité pour les assurés résidant à l’étranger (ci-après : l'OAIE) de notifier la décision et non pas à l’intimé, raison pour laquelle la décision litigieuse du 22 avril 2024 était annulée, ce qui était confirmé par un courrier annexé, du 25 juin 2024, adressé par l’intimé à la recourante. CONSIDÉRANT EN DROIT Que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 2 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l'art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA ‑ RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur l’assurance-invalidité du 19 juin 1959 (LAI - RS 831.20) ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Qu’interjeté dans la forme et le délai légal, le recours est recevable ; Qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours été formé ; Que c’est ce qu’a fait l’intimé dans la présente espèce, au motif qu’il était incompétent à raison de la matière, pour rendre la décision querellée ; Qu’à teneur de l’art. 40 al. 2 du règlement sur l’assurance-invalidité du 17 janvier 1961 (RAI - RS 831.201), l’OAI du secteur d’activité dans lequel le frontalier exerce une activité lucrative est compétent pour enregistrer et examiner les demandes présentées par les frontaliers ; Que selon l’art. 40 al. 2 dernière phr. RAI, c’est en revanche l’OAIE qui est compétent pour notifier les décisions concernant les assurés résidant à l’étranger ; Que l’assurée résidant à l’étranger, c’était à l’OAIE et non pas à l’OAI de notifier la décision concernant sa demande de prestations invalidité ; Attendu qu’il résulte de ce qui précède que l’OAI n’est pas compétent pour rendre la décision querellée ; Que conformément à la détermination de l’intimé, la décision querellée doit être annulée pour raison d’incompétence ; Que l’assurée n’étant pas assistée d’un avocat, et n’ayant pas allégué ou démontré avoir déployé des efforts dépassant la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires, n'a pas droit à des dépens ; Que pour le surplus, il sera renoncé à la perception d’un émolument et la cause sera rayée du rôle dès lors que le recours est sans objet.”
“1canton de genÈve POUVOIR JUDICIAIRE A/1989/2024 ATAS/518/2024 COUR DE JUSTICE Chambre des assurances sociales Arrêt du 26 juin 2024 Chambre 5 En la cause A______ recourante contre SERVICE DES PRESTATIONS COMPLÉMENTAIRES intimé ATTENDU EN FAIT Que Madame A______ (ci-après : l’assurée), née en ______ 1963, perçoit des prestations complémentaires du service des prestations complémentaires (ci-après : le SPC) ; Que par décision sur opposition du 13 mai 2024, le SPC a admis partiellement les oppositions de l’assurée, respectivement celle du 20 novembre 2023 contre la décision du 30 octobre 2023 et celle du 29 janvier 2024 contre la décision du 5 janvier 2024 ; qu’il a par ailleurs confirmé les montants pris en compte et le gain potentiel pour la période allant du 1er novembre 2019 au 31 août 2021, puis pour la période allant du 1er juin 2022 jusqu’au 30 juin 2023 ; Que par acte posté en date du 12 juin 2024, l’assurée a recouru contre la décision sur opposition du 13 mai 2024 auprès de la chambre des assurances sociales de la Cour de justice (ci-après : la chambre de céans), qu’elle a fait valoir que c’était à tort que le SPC avait appliqué la règle du revenu hypothétique pour un conjoint non valide, pendant la période allant du 1er juin 2022 au 30 juin 2023 alors qu’il devait prendre en compte un revenu hypothétique pour une personne bénéficiant d’une rente invalidité partielle ou totale ; Que par nouvelle décision sur opposition du 24 juin 2024, annulant et remplaçant celle du 13 mai 2024, le SPC a corrigé les gains potentiels pendant la période allant du 1er juin 2022 au 30 juin 2023 et supprimé les gains potentiels à compter du 1er juillet 2023 ; Qu’à teneur du courrier du 24 juin 2024 adressé à la chambre de céans, et comportant, en annexe, la nouvelle décision sur opposition du même jour, le SPC a considéré que la recourante avait obtenu satisfaction et a conclu à ce que le recours soit déclaré sans objet. CONSIDÉRANT EN DROIT Que conformément à l'art. 134 al. 1 let. a ch. 3 de la loi sur l'organisation judiciaire, du 26 septembre 2010 (LOJ - E 2 05), la chambre des assurances sociales de la Cour de justice connaît, en instance unique, des contestations prévues à l’art. 56 de la loi fédérale sur la partie générale du droit des assurances sociales, du 6 octobre 2000 (LPGA - RS 830.1) relatives à la loi fédérale sur les prestations complémentaires à l’assurance-vieillesse, survivants et invalidité du 6 octobre 2006 (LPC - RS 831.30). Elle statue aussi, en application de l'art. 134 al. 3 let. a LOJ, sur les contestations prévues à l'art. 43 de la loi cantonale sur les prestations complémentaires cantonales du 25 octobre 1968 (LPCC ‑ J 4 25) ; Que sa compétence pour juger du cas d’espèce est ainsi établie ; Qu’interjeté dans la forme et le délai légal, le recours est recevable ; Qu’à teneur de l’art. 53 al. 3 LPGA, jusqu’à l’envoi de son préavis à l’autorité de recours, l’assureur peut reconsidérer une décision contre laquelle un recours été formé ; Que c’est ce qu’a fait l’intimé dans la présente espèce, au motif que la décision querellée devait être annulée et remplacée par une nouvelle décision, donnant droit aux conclusions de la recourante ; Que par ailleurs, les calculs joints à la décision semblent corrects ; Attendu qu’il résulte de ce qui précède que le SPC a annulé la décision querellée et l’a remplacée par une nouvelle décision sur opposition, donnant droit aux conclusions de la recourante ; Que conformément à la détermination de l’intimé, le recours doit être déclaré sans objet et rayé du rôle ; Que la recourante n’étant pas assistée d’un avocat, et n’ayant pas allégué ou démontré avoir déployé des efforts dépassant la mesure de ce que tout un chacun consacre à la gestion courante de ses affaires, n'a pas droit à des dépens ; Que pour le surplus, la procédure est gratuite. PAR CES MOTIFS, LA CHAMBRE DES ASSURANCES SOCIALES : statuant en application de l'art.”
Les décisions administratives formellement passées en forÎ et les décisions rendues dans le cadre d'une opposition lient en principe; une réévaluation n'est possible que dans les conditions strictes de la révision procédurale prévues à l'art. 53 al. 1 LPGA. Selon la jurisprudenÎ du Tribunal fédéral et la pratique cantonale, ceci vaut également pour les décisions de prestations de caractère durable (p.ex. les rentes) ainsi que pour les décisions prises de façon informelle, pour autant qu'elles aient acquis une stabilité juridique comparable à celle résultant du délai de recours applicable aux décisions formelles.
“Die rechtskräftige Verneinung der Unfallkausalität eines Leidens führt - vorbehältlich der prozessualen Revision (wegen Entdeckung erheblicher neuer Tatsachen oder Auffinden von Beweismitteln, deren Beibringung zuvor nicht möglich war; Art. 53 Abs. 1 ATSG; ARV 2008 Nr. 16 S. 245 E. 2.2 [8C_93/2007]) oder der Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit; Art. 53 Abs. 2 ATSG; SVR 2010 IV Nr. 5 S. 10 E. 2 [8C_1012/2008]) - zur Ablehnung sämtlicher künftiger Leistungsbegehren aufgrund dieses Leidens; dies gilt auch hinsichtlich geltend gemachter Rückfälle oder Spätfolgen (RKUV 1998 Nr. U 310 S. 463 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 8C_359/2013 vom 27. August 2013 E. 5.1 f.).”
“Selon la jurisprudence, l'autorité de la chose décidée formelle - qui ne s'attache en principe qu'au seul dispositif de la décision et non à ses motifs (arrêt 9C_782/2009 du 16 avril 2010 consid. 2 et les références) - relative à des décisions portant sur des prestations du rables d'assurance sociale, soit notamment des rentes de l'assurance-invalidité, n'est en principe pas limitée dans le temps. Pour autant que la situation de fait ne soit plus susceptible d'évoluer au moment de la décision, cette autorité s'étend aussi bien aux conditions du droit à la prestation qu'aux facteurs qui en fixent l'étendue. Sous réserve d'une révision procédurale (art. 53 al. 1 LPGA) ou d'une reconsidération (art. 53 al. 2 LPGA), lesdits éléments ne peuvent pas être remis en question et réexaminés à tout moment, sauf si la loi prévoit expressément une autre réglementation (comme c'est le cas en matière de prestations complémentaires; ATF 128 V 39). Ces principes valent également dans le cadre d'une procédure de révision au sens de l'art. 17 LPGA ou de nouvelle demande (ATF 136 V 369 consid. 3.1; arrêt 9C_36/2015 du 29 avril 2015 consid. 5.1).”
“Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sog. prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_206/2020 vom 1. Mai 2020 E. 4.1, je m.w.H.). Keine ausdrückliche Regelung hat die Frage erfahren, ob sich die Revision auch auf Entscheide beziehen kann, die im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG gefällt wurden. Dies ist – in Entsprechung zu den Verhältnissen bei der Wiedererwägung – zu bejahen, soweit solche Entscheide eine mit dem Ablauf der Rechtsmittelfrist bei formellen Entscheiden vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben, was der Fall ist, wenn beim formlosen Entscheid die der Rechtsmittelfrist entsprechende Zeitspanne – das heisst in der Regel mindestens 30 Tage – verstrichen ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_415/2020 vom 17.”
“Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4b). Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind die in einem formlosen Verfahren ergangenen Auszahlungsentscheide der Arbeitslosenkasse, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art.”
“Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1).”
art. 53 al. 2 LPGA s'applique aux décisions de versement rendues dans le cadre d'une procédure informelle lorsque celles-ci ont acquis une stabilité juridique comparable à celle résultant de l'expiration du délai de recours applicable aux décisions formelles ; dans ce cas, les conditions permettant de revenir sur la décision et, partant, d'exiger un remboursement peuvent s'appliquer en conséquenÎ.
“Namentlich ist bereits bei der zweiten Nichtannahme einer zugewiesenen zumutbaren Arbeit oder der zweiten Nichtteilnahme an einer zumutbaren arbeitsmarktlichen Massnahme die Vermittlungsfähigkeit praxisgemäss abzusprechen (Nussbaumer, a.a.O., Rz. 273). 3.1 Nach Art. 95 Abs. 1 AVIG in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten, wenn in verfahrensrechtlicher Hinsicht entweder die für die (prozessuale) Revision oder die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind in Art. 53 Abs. 1 und 2 ATSG umschrieben, wobei es sich im Wesentlichen um eine Kodifizierung der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anforderungen an ein Zurückkommen auf eine rechtsbeständig gewordene Verfügung handelt. Gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und Einspracheentscheide in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird eine solche rückwirkende Korrektur einer Verfügung vorgenommen, entfällt die rechtliche Grundlage für die zugesprochenen Leistungen. Diese werden im Nachhinein zu unrechtmässigen Leistungen (BGE 122 V 134 E. 4b). Den formell rechtskräftigen Verfügungen gleichgestellt sind die in einem formlosen Verfahren ergangenen Auszahlungsentscheide der Arbeitslosenkasse, soweit sie eine mit dem Ablauf der Beschwerdefrist bei formellen Verfügungen vergleichbare Rechtsbeständigkeit erreicht haben (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 53 Rz. 20 und 52). Die für die Wiedererwägung und die Revision formell rechtskräftiger Verfügungen massgebenden Voraussetzungen gelten deshalb auch in Bezug auf die Rückerstattung zu Unrecht bezogener Geldleistungen der Arbeitslosenversicherung, unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt worden sind (BGE 129 V 110 E.”
RéférenÎ : LPGA art. 53 ch. 1 Si, par réexamen, une décision déjà formellement définitive et ayant une portée matérielle est modifiée ou annulée, l'assuré doit se voir garantir le droit d'être entendu avant l'édiction de la nouvelle décision ; ceci peut, selon le cas, être mis en œuvre par une nouvelle procédure de décision préalable (voir renvoi à U. Kieser et ATF 122 V 173 dans la jurisprudenÎ citée).
“Februar 2023 disponierte Gegenstandslosigkeit des Leistungsgesuchs Gelegenheit zu geben gewesen, noch vor Erlass einer formellen Verfügung auch hierzu Stellung zu nehmen. Bei der von ihr am 17. November 2023 verfügten Leistungszusprache handelte es sich nämlich nicht nur um eine leistungszusprechende Disposition von massgebender Erheblichkeit, sondern infolge der mehr als neun Monate später formell verfügten Wiedererwägung ihrer materiellen Entscheidung vom 9. Februar 2023 aus Sicht des Versicherten auch um einen neuen und davon vor allem diametral abweichenden Endentscheid gemäss Art. 57a IVG. Zumal der IV-Stelle mit Blick auf die Vorakten zweifellos bewusst sein musste, dass eine wiederwägungsweise Aufhebung ihrer zuvor noch bestätigten Gegenstandlosigkeit des IV-Verfahrens den Interessen des Versicherten zuwiderlaufen werde, hätte sie das auch im Wiedererwägungsverfahren gemäss Art. 42 ATSG zu berücksichtigende rechtliche Gehör mit anderen Worten umso mehr zunächst in ein erneutes Vorbescheidverfahren giessen müssen (Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Rz. 80 zu Art. 53 ATSG, mit Hinweis auf BGE 122 V 173). Die Missachtung dieses Vorgehens wiegt schwer, woran namentlich auch nichts ändern kann, dass sich der Versicherte im Nachgang zum Schreiben der IV-Stelle an das BSV am 8. September 2023 bereits auf eigene Veranlassung hin hat vernehmen lassen (IV-Dok 90). In diesem Zeitpunkt waren die Abklärungen der IV-Stelle in Form der ausstehenden Antwort des BSV nämlich noch nicht abgeschlossen. Nichts am wiedererwägungsweisen Charakter der angefochtenen Verfügung vom 17. November 2023 zu ändern vermag schliesslich die Tatsache, dass die IV-Stelle mit Antwortschreiben vom 2. Juni 2023 – mithin ebenfalls erst mehr als drei Monate nach Erlass ihrer Rückzugsbestätigung vom 9. Februar 2023 – auf den zunächst erhobenen Einwand der B. vom 9. März 2023 reagiert hatte. Davon, dass die IV-Stelle das zuvor von ihr am 9. Februar 2023 abgeschlossene Verwaltungsverfahren mit Blick auf allenfalls schutzwürdige Drittinteressen seiner Vorsorgeeinrichtung wiedererwägungsweise erneut aufnehmen würde, erhielt der Versicherte wie zuvor erwähnt erst Kenntnis durch eine Kopie des Schreibens der IV-Stelle vom 4.”
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