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Schuldhaft handelt nur der Jugendliche, der gemäss Art. 11 Abs. 2 JStG fähig ist, das Unrecht seiner Tat einzusehen und entsprechend zu handeln. Sind die in Art. 21 JStG genannten Strafbefreiungsgründe nicht gegeben, kommt bei Vorliegen von Schuldhaftigkeit eine Strafe in Betracht.
“Hat ein Jugendlicher schuldhaft gehandelt, so ist eine Strafe zu verhängen (Art. 11 Abs. 1 JStG). Schuldhaft handeln kann nur derjenige Jugendliche, der gemäss Art. 11 Abs. 2 JStG fähig ist, das Unrecht seiner Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln. Vorliegend ist davon auszugehen, dass der Be- schuldigte schuldhaft gehandelt hat (vgl. Urk. 1/7/4 S. 57 f.). Strafbefreiungsgrün- de nach Art. 21 JStG liegen nicht vor.”
Wird zu Art. 11 Abs. 1 JStG gleichzeitig eine Schutzmassnahme angeordnet (z. B. Unterbringung nach Art. 15 JStG), kann deren Vollzugsdauer die Dauer des auf Art. 11 Abs. 1 gestützten Freiheitsentzugs überschreiten. Nach der zitierten Praxis begründet die längere Dauer des Massnahmenvollzugs allein jedoch keinen Anspruch auf Entschädigung wegen Überhaft, da dafür keine gesetzliche Grundlage bzw. nachvollziehbare Grundlage ersichtlich ist.
“Die Dauer des Massnahmenvollzugs kann dagegen – im Gegensatz zu den Ausführungen des Beschwerdeführers – nicht zu einer Entschädigung wegen Überhaft führen. Hierfür besteht weder eine gesetzliche Grundlage noch ein nachvollziehbarer Grund. Mit Urteil des Jugendgerichts des Kantons Bern vom 27. Mai 2016 ordnete dieses die Schutzmassnahme der Unterbringung gemäss Art. 15 JStG an. Deren Dauer war nicht auf den gestützt auf Art. 11 Abs. 1 JStG ausgesprochenen Freiheitsentzug beschränkt, sondern innerhalb des Rahmens von Art. 19 Abs. 2 JStG grundsätzlich unbeschränkt, solange die Schutzmassnahme sachlich geboten bzw. bis sie als aussichts- und zwecklos erschien (Art. 32 Abs. 3 JStG). Der Massnahmenvollzug dauerte vorliegend länger als der gleichzeitig angeordnete Freiheitsentzug von 24 Monaten.”
“Die Dauer des Massnahmenvollzugs kann dagegen – im Gegensatz zu den Ausführungen des Beschwerdeführers – nicht zu einer Entschädigung wegen Überhaft führen. Hierfür besteht weder eine gesetzliche Grundlage noch ein nachvollziehbarer Grund. Mit Urteil des Jugendgerichts des Kantons Bern vom 27. Mai 2016 ordnete dieses die Schutzmassnahme der Unterbringung gemäss Art. 15 JStG an. Deren Dauer war nicht auf den gestützt auf Art. 11 Abs. 1 JStG ausgesprochenen Freiheitsentzug beschränkt, sondern innerhalb des Rahmens von Art. 19 Abs. 2 JStG grundsätzlich unbeschränkt, solange die Schutzmassnahme sachlich geboten bzw. bis sie als aussichts- und zwecklos erschien (Art. 32 Abs. 3 JStG). Der Massnahmenvollzug dauerte vorliegend länger als der gleichzeitig angeordnete Freiheitsentzug von 24 Monaten.”
Art. 11 Abs. 1 sieht bei schuldhaftem Handeln des Jugendlichen eine Strafe neben oder anstelle einer Schutzmassnahme vor. Nach Art. 26b kann auf Gesuch des Jugendlichen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten in eine gleich lange persönliche Leistung umgewandelt werden.
“Ce plaignant a reconnu l’appelant sur la planche photographique; il a mentionné que ce dernier lui avait pris sa casquette, mais ne l’avait pas frappé (cf. PV aud. 18). Il a réitéré ses affirmations à l’audience d’appel. Rien ne permet de mettre en doute les déclarations des deux plaignants, précises, mesurées et circonstanciées. Partant, la participation du prévenu aux brigandages du 7 avril 2019 à l’égard des deux victimes doit être admise. Les faits reprochés au prévenu sous chiffre 3.3 de l’état de fait doivent ainsi être retenus à sa charge, étant précisé que le prévenu n’a pas pris possession du collier, ni de la ceinture, du plaignant H.________, de sorte que seule la tentative sera retenue concernant les faits commis à l’encontre de ce plaignant. 5. 5.1 L’appelant conclut à la réduction de la peine privative de liberté à 30 jours, celle-ci étant en outre assortie d’un sursis complet. Subsidiairement, il conclut à ce que sa peine privative de liberté soit convertie en une prestation personnelle. 5.2 5.2.1 Selon l'art. 11 al. 1 DPMin (loi fédérale du 20 juin 2003 régissant la condition pénale des mineurs; RS 311.1), si le mineur a agi de manière coupable, l'autorité de jugement prononce une peine, en plus d'une mesure de protection ou comme seule mesure. Aux termes de l’art. 26b DPMin, à la demande du mineur, l’autorité de jugement peut convertir une privation de liberté de trois mois au plus en une prestation personnelle de durée égale, à moins que la privation de liberté n’ait été prononcée en lieu et place d’une prestation personnelle non exécutée. La conversion peut être ordonnée immédiatement pour toute la durée de la privation de liberté ou après coup pour le solde de la peine. 5.2.2 Aux termes de l'art. 35 al. 1 DPMin, l'autorité de jugement suspend totalement ou partiellement l'exécution d'une amende, d'une prestation personnelle ou d'une privation de liberté de 30 mois au plus lorsqu'une peine ferme ne paraît pas nécessaire pour détourner le mineur d'autres crimes ou délits. Si l'art 35 DPMin élargit le champ des peines susceptibles d'être assorties du sursis et si, à la différence de l'art.”
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