Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, halten sich an folgende Berufspflichten:1
Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gesundheitsberufegesetzes vom 30. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Febr. 2020 (AS 2020 57;BBl 2015 8715). ↩
Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 20. März 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2015 5081, 2017 2703;BBl 2013 6205). ↩
Fassung gemäss Anhang Ziff. 4 des Gesundheitsberufegesetzes vom 30. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Febr. 2020 (AS 2020 57;BBl 2015 8715). ↩
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Die Verletzung von Vorschriften des Heilmittelgesetzes begründet wegen der dadurch anzunehmenden abstrakten Gefährdung der Gesundheit eine relevante Pflichtverletzung im Sinne von Art. 40 MedBG und kann berufsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen (z. B. Entzug der Bewilligung, sofern die Bewilligungsvoraussetzungen damit nicht mehr erfüllt sind).
“Die Bewilligung wird erteilt, wenn die gesuchstellende Person ein entsprechendes eidgenössisches Diplom besitzt (Art. 36 Abs. 1 lit. a MedBG) und vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bietet (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Seit dem 1. Januar 2018 müssen Gesuchsteller ausserdem über einen anerkannten Weiterbildungstitel verfügen (Art. 36 Abs. 2 MedBG). Die Inhaber eines eidgenössischen Apothekerdiploms, die wie der Beschwerdeführer zuvor schon im Besitz einer kantonalen Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung waren, sind weiterhin berechtigt, ihren Beruf in der ganzen Schweiz ohne eidgenössischen Weiterbildungstitel in eigener fachlicher Verantwortung auszuüben (Art. 65 Abs. 1bis MedBG). Die Bewilligung wird entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder nachträglich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie hätte verweigert werden müssen (Art. 38 MedBG). 2.1.2 In eigener fachlicher Verantwortung tätige Apotheker halten sich an die in Art. 40 MedBG normierten Berufspflichten. Sie üben ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft aus; sie halten sich an die Grenzen der Kompetenzen, die sie im Rahmen der Aus‑, Weiter- und Fortbildung erworben haben (lit. a). Sie wahren die Rechte der Patientinnen und Patienten (lit. c). Nach Art. 3 Abs. 1 HMG muss, wer mit Heilmitteln umgeht, alle Massnahmen treffen, die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderlich sind, damit die Gesundheit von Mensch und Tier nicht gefährdet wird. Wird eine Vorschrift des HMG verletzt, ist von einer abstrakten Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier auszugehen. Eine weitergehende Auseinandersetzung mit möglichen Gesundheitsgefahren ist nicht erforderlich (BGr, 14. Juni 2018, 6B_1354/2017, E. 1.3). Bei der Verschreibung, Abgabe und Anwendung von Arzneimitteln müssen die anerkannten Regeln der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaften beachtet werden (Art. 26 Abs. 1 HMG). Dies gilt auch für Betäubungsmittel, die als Heilmittel verwendet werden, wobei die Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes dann weiterhin anwendbar bleiben, wenn das Heilmittelgesetz keine oder eine weniger weitgehende Regelung vorsieht (Art.”
Kantonale Regelungen zur Ausübung universitärer Medizinalberufe bleiben in vielen Bereichen relevant, insbesondere für Tätigkeiten, die nicht in eigener fachlicher Verantwortung erfolgen. Zugleich zeigt sich — gestützt auf die zitierten Entscheide und die Fachliteratur — dass der Bund durch Erlasse wie das MedBG und das GesBG gewisse Materien vereinheitlicht und damit kantonale Kompetenzen teilweise verdrängt; der kantonale Gesetzgeber hat den Rahmen von Bundesverfassung und einschlägigen Bundesgesetzen zu beachten.
“Das Gesundheitswesen ist nach wie vor in vielen Bereichen eine Domäne der Kantone, welche diesbezüglich und selbst betreffend die Ausübung universitärer Medizinalberufe weiterhin über gewisse Gesetzgebungskompetenzen verfügen (BGE 143 I 352 E. 3.1 in fine; Urteil 2C_236/2020 vom 28. August 2020 E. 3.3.2; insbesondere bezüglich der Berufsausübung, welche nicht in eigener fachlicher Verantwortung erfolgt; vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. e und Art. 40 MedBG). Der Erlass des MedBG und anderer Erlasse im Gesundheitswesen (z. B. Bundesgesetz vom 30. September 2016 über die Gesundheitsberufe [GesBG]; SR 811.21) zeigt allerdings auch, dass der Bundesgesetzgeber zunehmend Einfluss auf das Gesundheitswesen nimmt, gewisse Materien vereinheitlicht und entsprechende kantonale Kompetenzen verdrängt (YVES DONZALLAZ, Traité de droit médical, Vol. I, 2021 [droit médical I], Rz. 1152, 1166; GÄCHTER/RÜTSCHE, Gesundheitsrecht, N. 313 f.). Der kantonale Gesetzgeber hat den Rahmen der Bundesverfassung und der einschlägigen Bundesgesetze zu beachten.”
“Das Gesundheitswesen ist nach wie vor in vielen Bereichen eine Domäne der Kantone, welche diesbezüglich und selbst betreffend die Ausübung universitärer Medizinalberufe weiterhin über gewisse Gesetzgebungskompetenzen verfügen (BGE 143 I 352 E. 3.1 in fine; Urteil 2C_236/2020 vom 28. August 2020 E. 3.3.2; insbesondere bezüglich der Berufsausübung, welche nicht in eigener fachlicher Verantwortung erfolgt; vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. e und Art. 40 MedBG). Der Erlass des MedBG und anderer Erlasse im Gesundheitswesen (z. B. Bundesgesetz vom 30. September 2016 über die Gesundheitsberufe [GesBG]; SR 811.21) zeigt allerdings auch, dass der Bundesgesetzgeber zunehmend Einfluss auf das Gesundheitswesen nimmt, gewisse Materien vereinheitlicht und entsprechende kantonale Kompetenzen verdrängt (YVES DONZALLAZ, Traité de droit médical, Vol. I, 2021 [droit médical I], Rz. 1152, 1166; GÄCHTER/RÜTSCHE, Gesundheitsrecht, N. 313 f.). Der kantonale Gesetzgeber hat den Rahmen der Bundesverfassung und der einschlägigen Bundesgesetze zu beachten.”
Nach Art. 40 kann die Angabe des Titels ‚Professor‘ in werblicher Darstellung als missbräuchlich bewertet werden und disziplinarisch geahndet werden (z. B. Busse/Geldbusse), wie die zitierte Rechtsprechung zeigt.
“Come rammentato, chiamata a pronunciarsi sulla decisione del 7 febbraio 2018 del Dipartimento della sanità e della socialità, confermata dal Consiglio di Stato, la Corte cantonale ha parzialmente accolto il gravame davanti ad essa interposto. Da un lato, ha infatti constatato che non vi era stata nessuna pubblicità invadente (invio di un opuscolo pubblicitario ai membri dell'Ordine dei medici) e che anche il riferimento all'attività di ricerca non era ingannevole. D'altro lato, ha però confermato che il riferimento al titolo di professore contenuto nell'opuscolo pubblicitario inviato ai membri dell'Ordine dei medici era abusivo e che per questo l'insorgente andava sanzionato. In tale contesto, ha infatti rilevato che egli aveva leso l'art. 40 lett. d LPMed, valida base legale di riferimento, e andava astretto a pagare una multa di fr. 300.--. Questo secondo aspetto continua a essere oggetto di contesa in questa sede, nella quale l'insorgente fa valere sia un accertamento dei fatti manifestamente inesatto, sia una violazione del diritto federale. 4. 4.1. In base all'art. 40 LPMed, nella versione in vigore al momento dei fatti (RU 2007 4031; vLPMed), chi esercita liberamente una professione medica universitaria - come il ricorrente, titolare di uno Studio - deve osservare una serie di obblighi professionali, tra i quali rientra quello di praticare esclusivamente una pubblicità oggettiva e corrispondente all'interesse generale, non ingannevole né invadente (lett. d). Tale obbligo è stato poi ripreso anche nelle versioni successive, a seguito dell'estensione del campo d'applicazione della LPMed (sentenza 2C_636/2018 del 12 maggio 2020 consid. 6). In caso di violazione degli obblighi professionali, delle prescrizioni della LPMed o delle sue disposizioni d'esecuzione, l'autorità di vigilanza può ordinare le seguenti misure disciplinari: (a) un avvertimento; (b) un ammonimento; (c) una multa fino a fr. 20'000.--; (d) un divieto d'esercizio della professione sotto la propria responsabilità professionale per sei anni al massimo (divieto provvisorio); (e) un divieto definitivo d'esercizio della professione sotto la propria responsabilità professionale per l'intero campo d'attività o per una parte (art.”
Werbung fällt auch dann unter Art. 40 MedBG, wenn sie sich an Kolleginnen und Kollegen richtet. Angaben zu Referenzen, Titeln und Qualifikationen müssen objektiv sein und dürfen nicht irreführend dargestellt werden.
“________ medesima e al fatto che l'opuscolo nel quale viene usato tale titolo fosse inviato solo a dei colleghi, che non potevano essere confusi, la questione esula dall'accertamento dei fatti - perché tali fatti risultano anche dal giudizio impugnato - e necessario era semmai un confronto con l'argomentazione fornita dai Giudici ticinesi nel suo complesso, che qui però manca, perché il ricorrente prende posizione in merito ai contenuti del giudizio impugnato solo in modo frammentario e quindi lesivo dell'art. 42 cpv. 2 LTF (DTF 142 III 364 consid. 2.4). Indipendentemente da ciò, va ad ogni modo osservato che l'insorgente pare non considerare due aspetti importanti, ovvero: da un lato, che la pubblicità non comprende solo quella svolta da medico rivolgendosi ai pazienti, ma anche quella svolta nei confronti di altri colleghi, che potrebbero indirizzargli dei pazienti in seguito (DONZALLAZ, op. cit., n. 5505 pag. 2642); d'altro lato che, oltre all'obbligo di non ingannare, la LPMed prescrive anche quello di fornire informazioni oggettive (sentenza 2C_95/2021 del 27 agosto 2021 consid. 7, con riferimento ad un titolo di dottore; OLIVIER GUILLOD/FRÉDÉRIC ERARD, Droit médical, 2020, n. 266 pag. 208 segg.; DOMINIQUE SPRUMONT/JEAN-MARC GUINCHARD/DEBORAH SCHORNO, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont, Kommentar Medizinalberufegesetz [MedBG], 2009, n. 56 segg. ad art. 40 LPMed; BORIS ETTER, Medizinalberufegesetz, 2006, n. 16 segg. ad art. 40 LPMed), e ciò deve evidentemente valere anche quando il pubblico al quale ci si indirizza, riportando le proprie credenziali, referenze o titoli, è costituito da dei colleghi (sentenza 2C_95/2021 del 27 agosto 2021 consid. 7; DONZALLAZ, op. cit., n. 5505 pag. 2642). 6. 6.1. Sotto un capitolo intitolato "violazione del diritto federale" l'insorgente ritiene inoltre che l'art. 40 lett. d vLPMed manchi della determinatezza imposta dal diritto penale e che la sua applicazione contrasti pertanto con l'art. 1 del codice penale svizzero del 21 dicembre 1937 (CP; RS 311.0), nel quale è ancorato il principio nulla poena sine lege. Nel medesimo tempo, considera che violato sia anche l'art. 12 CP "dal momento che i fatti così come accertati... non permettono comunque di concludere per l'esistenza di un dolo". 6.2. Pure in questo caso, le argomentazioni esposte nel ricorso non possono essere tuttavia condivise. 6.2.1. In via di principio, le misure disciplinari hanno infatti un carattere amministrativo e non penale e ciò vale anche nella fattispecie, in cui è litigiosa una multa di fr.”
Ein Bewilligungsentzug (Art. 38 MedBG) hat im Sinne der Rechtsprechung nicht primär Disziplinarcharakter, sondern dient der Absicherung persönlicher Voraussetzungen und dem Schutz der öffentlichen Gesundheit. Da sich die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG inhaltlich teilweise mit den Bewilligungsvoraussetzungen überschneiden können, rechtfertigt es sich grundsätzlich, die Feststellung einer Berufspflichtverletzung und die Prüfung der Entzugsgründe jeweils in getrennten Entscheiden vorzunehmen.
“Ein Bewilligungsentzug nach Art. 38 MedBG hat - anders als Massnahmen, mit welchen ein Verstoss gegen die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG geahndet und die betroffene Person spezialpräventiv von weiteren Verfehlungen abgehalten werden soll - nicht Disziplinarcharakter, auch wenn er subjektiv derart empfunden werden mag. Vielmehr dient ein Bewilligungsentzug der Absicherung jener persönlichen Eigenschaften, über welche die betroffene Person bereits bei der Bewilligungserteilung verfügen musste und bezweckt dergestalt den Schutz der öffentlichen Gesundheit (vgl. Urteile 2C_907/2018 vom 2. April 2019 E. 4.3 und E. 5; 2C_897/2015 vom 25. Mai 2016 E. 5.2). Indessen überschneidet sich der Inhalt der Berufspflichten teilweise mit den Voraussetzungen der Berufsausübungsbewilligung, indem ihnen implizit das Element der Vertrauenswürdigkeit zugrunde liegt. Durch die Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinne von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden (vgl. Urteil 2C_853/2013 vom 17. Juni 2014 E. 5.3; vgl. auch Urteil 2C_897/2015 vom 25. Mai 2016 E. 5.2).Zwecks klarer Differenzierung zwischen Disziplinar- und Verwaltungsmassnahme rechtfertigt es sich im Grundsatz, die Beurteilung einer Berufspflichtverletzung sowie der Voraussetzungen für einen Bewilligungsentzug je in einen separaten Entscheid vorzunehmen (vgl.”
Standesregeln der Berufsorganisationen können die in Art. 40 MedBG enthaltenen Berufspflichten, namentlich die im Gesetz nur als Grundsatz formulierte Fortbildungspflicht, präzisieren. Sie dürfen jedoch die in Art. 40 abschliessend aufgezählten Pflichten nicht ergänzen.
“Die in Art. 40 MedBG verankerten Berufspflichten sind im Lichte der Standesregeln der Berufsorganisationen auszulegen. Die Pflicht zur Fortbildung wird im MedBG lediglich als Grundsatz festgelegt (Urteil 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 2.3 mit Hinweis auf die Botschaft zum MedBG). Die Standesregeln können - wie im Bereich der Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte - die Berufspflichten von Personen, die einen Medizinalberuf ausüben, präzisieren. Sie dürfen jedoch die in Art. 40 MedBG abschliessend aufgezählten Pflichten nicht ergänzen (BGE 149 II 109 E. 7.3.1; Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2; vorstehend E. 4.1). Die Regelungen der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) und der Vereinigung der Kantonszahnärztinnen und Kantonszahnärzte der Schweiz (VKZS) dürfen zur Präzisierung der Fortbildungspflicht von Art. 40 lit. b MedBG herangezogen werden, da sie die Behandlungsqualität gewährleisten und damit einem öffentlichen Interesse dienen (Urteil 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 3.1).”
“Die in Art. 40 MedBG verankerten Berufspflichten sind im Lichte der Standesregeln der Berufsorganisationen auszulegen. Die Pflicht zur Fortbildung wird im MedBG lediglich als Grundsatz festgelegt (Urteil 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 2.3 mit Hinweis auf die Botschaft zum MedBG). Die Standesregeln können - wie im Bereich der Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte - die Berufspflichten von Personen, die einen Medizinalberuf ausüben, präzisieren. Sie dürfen jedoch die in Art. 40 MedBG abschliessend aufgezählten Pflichten nicht ergänzen (BGE 149 II 109 E. 7.3.1; Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2; vorstehend E. 4.1). Die Regelungen der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) und der Vereinigung der Kantonszahnärztinnen und Kantonszahnärzte der Schweiz (VKZS) dürfen zur Präzisierung der Fortbildungspflicht von Art. 40 lit. b MedBG herangezogen werden, da sie die Behandlungsqualität gewährleisten und damit einem öffentlichen Interesse dienen (Urteil 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 3.1).”
Mehrfache oder gravierende Verletzungen der in Art. 40 MedBG geregelten Berufspflichten können dazu führen, dass die Vertrauenswürdigkeit der betreffenden Person im Sinne von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG nicht mehr gegeben ist. Damit können die Voraussetzungen für die Bewilligung zur selbständigen Ausübung des Berufs entfallen und ein Entzug der Bewilligung nach Art. 38 MedBG in Betracht fallen; daneben kommen disziplinarische Verbote nach kantonalem Recht in Frage. Als Praxisbeispiele, die in der Rechtsprechung genannt werden, gelten u. a. missbräuchliche Verschreibungen und wiederholte Fernbehandlungen ohne persönliche Konsultation.
“Vorliegend hat die Vorinstanz die gesetzlichen Voraussetzungen für die Erteilung und den Entzug der Bewilligung zur Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung (vgl. Art. 36 Abs. 1 und Art. 38 MedBG bzw. § 5 und § 10 Abs. 2 des Gesetzes [des Kantons Aargau] vom 20. Januar 2009 über das Gesundheitsgesetz [GesG/AG; SAR 301.100]), die Berufspflichten von Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben (vgl. Art. 40 MedBG bzw. § 15 i.V.m. § 28 GesG/AG), sowie die möglichen Disziplinarmassnahmen (vgl. Art. 43 MedBG und § 24 GesG/AG) dargelegt. Mit Bezug auf den Beschwerdeführer hat das Verwaltungsgericht im Wesentlichen festgehalten, dass er mit Urteil des Bezirksgerichts Baden vom 25. Oktober 2022 rechtskräftig wegen Widerhandlung gegen das BetmG verurteilt worden sei, wobei der Schuldspruch erfolgt sei, nachdem eine seiner Patientinnen an einer Mischintoxikation verstorben und in der Folge eine missbräuchliche Verschreibungspraxis sowie die Verletzung von ärztlichen Sorgfaltspflichten festgestellt worden sei. Insbesondere habe der Beschwerdeführer seiner verstorbenen Patientin während rund zehn Jahren nur aufgrund von kurzen Telefongesprächen und ohne persönliche Konsultation die Medikamente verschrieben, teilweise in einer die empfohlene Maximaldosis um das Doppelte überschreitende Dosierung. Ferner hat das Verwaltungsgericht, namentlich gestützt auf ein Gutachten betreffend Legalinspektion und Obduktion des Kantonsspitals Aarau, Institut für Rechtsmedizin, vom 19.”
“§ 3 des Gesundheitsgesetzes vom 2. April 2007 [GesG; LS 810.1] i. V. m. § 1 sowie Anhang 2 Ziff. 3 lit. c der Organisationsverordnung der Gesundheitsdirektion vom 23. Dezember 2021 [OV GD; LS 172.110.5]) – bei Verletzung der Berufspflichten, der Vorschriften dieses Gesetzes oder von Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz als Disziplinarmassnahmen eine Verwarnung (lit. a), einen Verweis (lit. b), eine Busse bis zu Fr. 20'000.- (lit. c), ein Verbot der Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung für längstens sechs Jahre (befristetes Verbot; lit. d) oder ein definitives Verbot der Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung für das ganze oder einen Teil des Tätigkeitsspektrums (lit. e) anordnen. Ein Verbot der selbständigen Berufsausübung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG gilt auf dem gesamten Gebiet der Schweiz; es setzt jede Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung ausser Kraft (Art. 45 MedBG). 2.2.2 Die Rechtsinstitute der Bewilligungspflicht nach Art. 34 MedBG und der Berufspflichten nach Art. 40 MedBG haben den Schutz der öffentlichen Gesundheit zum Ziel. Der Inhalt der Berufspflichten überschneidet sich teilweise mit den Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, indem ihnen das Element der Vertrauenswürdigkeit implizit zugrunde gelegt ist: Durch die mehrfache und gravierende Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden. Der Verlust der Vertrauenswürdigkeit kann also, muss aber nicht aus der Verletzung von Berufspflichten resultieren (BGr, 17. Juni 2014, 2C_853/2013, E. 5.3). Nach der Rechtsprechung sind an die Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG hohe Anforderungen zu stellen. Wie in vergleichbaren Fällen, so etwa der Löschung aus dem kantonalen Anwaltsregister (Art. 9 des Anwaltsgesetzes vom 23. Juni 2000 [BGFA; SR 935.61]), ist auch das Verhalten ausserhalb der eigentlichen Berufstätigkeit massgebend, wobei namentlich die charakterliche Eignung der betreffenden Person zu berücksichtigen ist.”
“40 MedBG normierten Berufspflichten. Neben anderem haben sie ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft auszuüben (lit. a) und die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren (lit. c). Werbung muss objektiv sein und dem öffentlichen Bedürfnis entsprechen und darf weder irreführend noch aufdringlich sein (lit. d). Bei der Zusammenarbeit mit Angehörigen anderer Gesundheitsberufe haben Arztpersonen ausschliesslich die Interessen der Patientinnen und Patienten zu wahren und unabhängig von finanziellen Vorteilen zu handeln (lit. e). Auch das kantonale Gesundheitsgesetz verlangt eine sorgfältige Berufsausübung von Arztpersonen, die auf die Interessen der Patientin oder des Patienten ausgerichtet ist und unter Wahrung der Unabhängigkeit erfolgt (§ 12 Abs. 1 GesG). Zur Pflicht der sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung gehört auch die Führung einer Patientendokumentation (VGr, 18. März 2021, VB.2019.00520, E. 2.1, mit Hinweisen). 2.3 Die Bewilligungspflicht nach Art. 34 MedBG und die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG richten sich an Personen, welche einen universitären Medizinalberuf selbständig ausüben. Beide Rechtsinstitute haben den Schutz der öffentlichen Gesundheit zum Ziel. Der Inhalt der Berufspflichten überschneidet sich teilweise mit den Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, indem ihnen das Element der Vertrauenswürdigkeit implizit zugrunde gelegt ist: Durch die mehrfache und gravierende Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden (zur Vertrauenswürdigkeit hinten E. 2.5). Der Verlust der Vertrauenswürdigkeit kann also, muss aber nicht, aus der Verletzung von Berufspflichten resultieren (BGr, 13. Januar 2015, 2C_504/2014, E. 3.3; VGr, 10. November 2022, VB.2022.00011, E. 2.3; 23. Oktober 2019, VB.2019.00152, E. 3.4). 2.4 Wie beispielsweise auch im Anwaltsrecht ist zwischen Administrativ- und Disziplinarmassnahmen zu unterscheiden. Der Entzug der Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung nach Art. 38 MedBG stellt eine prospektive Massnahme dar, weshalb er auch als "Sicherungsentzug" bezeichnet wird.”
“Die Bewilligung wird erteilt, wenn die gesuchstellende Person ein entsprechendes eidgenössisches Diplom besitzt (Art. 36 Abs. 1 lit. a MedBG) und vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bietet (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die Bewilligung wird entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder nachträglich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie hätte verweigert werden müssen (Art. 38 Abs. 1 MedBG). Gemäss Art. 37 MedBG kann der Kanton vorsehen, dass die Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung mit bestimmten Einschränkungen fachlicher, zeitlicher und räumlicher Art oder mit Auflagen verbunden wird, soweit sie sich aus Erlassen des Bundes ergeben oder dies für die Sicherung einer qualitativ hochstehenden und zuverlässigen medizinischen Versorgung erforderlich ist. § 4 Abs. 3 des Gesundheitsgesetzes des Kantons Zürich vom 2. April 2007 (GesG) sieht eine zeitliche Befristung der Berufsausübungsbewilligungen vor. 2.2 Selbständig bzw. in eigener fachlicher Verantwortung tätige Arztpersonen halten sich an die in Art. 40 MedBG normierten Berufspflichten. Demgemäss haben sie ihren Beruf unter anderem sorgfältig und gewissenhaft auszuüben (lit. a) und die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren (lit. c). Auch das kantonale Gesundheitsgesetz verlangt eine sorgfältige Berufsausübung von Ärzten, die auf die Interessen der Patientin oder des Patienten ausgerichtet ist und unter Wahrung der Unabhängigkeit erfolgt (§ 12 Abs. 1 GesG). 2.3 Die Bewilligungspflicht nach Art. 34 MedBG und die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG richten sich an Personen, welche einen universitären Medizinalberuf selbständig ausüben. Beide Rechtsinstitute haben den Schutz der öffentlichen Gesundheit zum Ziel. Der Inhalt der Berufspflichten überschneidet sich teilweise mit den Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, indem ihnen das Element der Vertrauenswürdigkeit implizit zugrunde gelegt ist: Durch die mehrfache und gravierende Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden (zur Vertrauenswürdigkeit unten E.”
Die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG gelten, sobald eine ärztliche Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung ausgeübt wird. Dies gilt auch dann, wenn die Tätigkeit nicht erwerbsmässig erfolgt bzw. kein Erwerbseinkommen erzielt wird.
“Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11; Stand der Fassung: 1. Januar 2018) ausgeübt, ist ihnen nicht zu folgen. Für den Geltungsbereich des sechsten Kapitels des Medizinalberufegesetzes zur Berufsausübung und Bewilligungspflicht ist bloss erforderlich, dass eine ärztliche Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung ausgeübt wird (vgl. Dumoulin, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 zu Art. 34; Fellmann, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 und N. 15 ff. zu Art. 40; vgl. auch E. 4.2 des angefochtenen Urteils; Art. 33a ff. MedBG). Diese Voraussetzung ist vorliegend zweifellos gegeben, da der beschwerdeführende Arzt seine ärztliche Tätigkeit im Rahmen des Betriebs der ebenfalls beschwerdeführenden Gesellschaft in eigener fachlicher Verantwortung ausübt. Nicht zutreffend ist die Auffassung der Beschwerdeführer, die Berufspflichten gemäss Art. 40 MedBG kämen nur zur Anwendung, wenn die ärztliche Tätigkeit als eigentlicher Beruf - mithin zur Erzielung eines Erwerbseinkommens - ausgeübt werde (vgl. Donzallaz, Traité de droit médical, Volume II, Le médecin et les soignants, 2021, N. 4847 ff.). Es ist nicht massgebend, dass die Beschwerdeführer ihren Angaben nach mit dem Praxisbetrieb in U.________ kein Einkommen erzielt hätten. Der Anwendungsbereich der Berufspflichten im Sinne von Art. 40 MedBG ist eröffnet.”
“], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 zu Art. 34; Fellmann, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 und N. 15 ff. zu Art. 40; vgl. auch E. 4.2 des angefochtenen Urteils; Art. 33a ff. MedBG). Diese Voraussetzung ist vorliegend zweifellos gegeben, da der beschwerdeführende Arzt seine ärztliche Tätigkeit im Rahmen des Betriebs der ebenfalls beschwerdeführenden Gesellschaft in eigener fachlicher Verantwortung ausübt. Nicht zutreffend ist die Auffassung der Beschwerdeführer, die Berufspflichten gemäss Art. 40 MedBG kämen nur zur Anwendung, wenn die ärztliche Tätigkeit als eigentlicher Beruf - mithin zur Erzielung eines Erwerbseinkommens - ausgeübt werde (vgl. Donzallaz, Traité de droit médical, Volume II, Le médecin et les soignants, 2021, N. 4847 ff.). Es ist nicht massgebend, dass die Beschwerdeführer ihren Angaben nach mit dem Praxisbetrieb in U.________ kein Einkommen erzielt hätten. Der Anwendungsbereich der Berufspflichten im Sinne von Art. 40 MedBG ist eröffnet.”
Die in Art. 18 der Standesordnung der FMH für anwendbar erklärten SAMW‑Richtlinien sind für alle FMH‑Mitglieder verbindlich. Im Kontext der Anwendung von Art. 40 MedBG können diese Richtlinien darüber hinaus als Auslegungshilfe dienen und – zurückhaltend verstanden – eine präzisierende Wirkung auf den Behandlungsalltag entfalten. Gleichwohl besitzen die Richtlinien keine Gesetzeskraft; Art. 40 MedBG regelt die Berufspflichten abschliessend.
“Unbestritten ist, dass allfällige künftige (Disziplinar-) Rechtsverhältnisse zwischen dem Gesundheitsamt und der den Beschwerdeführer behandelnden Ärzteschaft materiell dem Bundesrecht unterstehen. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, regelt Art. 40 MedBG die Berufspflichten von Personen, die in eigener fachlicher Verantwortung einen universitären Medizinalberuf ausüben, abschliessend, wobei die in Art. 18 der Standesordnung der FMH für anwendbar erklärten SAMW-Richtlinien für alle FMH-Mitglieder verbindlich seien und ihnen darüber hinaus im Kontext der Anwendung von Art. 40 MedBG generell die Funktion einer Auslegungshilfe zukommen könne (vgl. E. 2.5 und”
“Die Rechtslage ist nach Auffassung des Verwaltungsgerichts insofern klar, als die SAMW-Richtlinien keine Gesetzeskraft haben und mit den Vorinstanzen davon auszugehen ist, dass Art. 40 MedBG die Berufspflichten abschliessend regelt, diese mithin nicht gestützt auf SAMW-Richtlinien ergänzt werden können (vgl. vorne E. 2.5). Eine gewisse Rechtsunsicherheit bleibt allerdings, soweit die Standesregeln «Auslegungshilfe» sein sollen (vgl. Botschaft MedBG S. 228; kritisch Walter Fellmann, a.a.O., Art. 40 N. 28; ablehnend Boris Etter, SHK-Handkommentar MedBG, 2006, Art. 40 N. 2). Ein gewisser Einfluss auf den ärztlichen Behandlungsalltag kann den Richtlinien auch nicht abgesprochen werden, soweit ihnen – zurückhaltender – «präzisierende» Funktion zugeschrieben wird (BGE 149 II 109 E. 7.3.1 [Pra 112/2023 Nr. 59]; Walter Fellmann, a.a.O., Art. 40 N. 29). Es verbleibt insofern eine Unsicherheit in der Rechtslage (vgl. auch Yves Donzallaz, Vol. I, Rz. 2585 f.; ferner ders., Traité de droit médical, Vol. II, Le médecin et les soignants, 2021, Rz. 4885 f.). Diese Unsicherheit dürfte indes noch kein Feststellungsinteresse begründen, auch wenn sie für den Beschwerdeführer belastend sein mag und er die von der SAMW und der FMH geschürte «illegale Rechtsunsicherheit» förmlich aus der Welt schaffen will (vgl.”
Art. 40 findet Anwendung, wenn eine ärztliche Tätigkeit in eigener fachlicher Verantwortung ausgeübt wird. Für die Anwendbarkeit kommt es nicht darauf an, ob die Tätigkeit entgeltlich ist oder die Praxis Erwerbseinkommen erzielt.
“], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 zu Art. 34; Fellmann, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG], Kommentar, 2009, N. 13 und N. 15 ff. zu Art. 40; vgl. auch E. 4.2 des angefochtenen Urteils; Art. 33a ff. MedBG). Diese Voraussetzung ist vorliegend zweifellos gegeben, da der beschwerdeführende Arzt seine ärztliche Tätigkeit im Rahmen des Betriebs der ebenfalls beschwerdeführenden Gesellschaft in eigener fachlicher Verantwortung ausübt. Nicht zutreffend ist die Auffassung der Beschwerdeführer, die Berufspflichten gemäss Art. 40 MedBG kämen nur zur Anwendung, wenn die ärztliche Tätigkeit als eigentlicher Beruf - mithin zur Erzielung eines Erwerbseinkommens - ausgeübt werde (vgl. Donzallaz, Traité de droit médical, Volume II, Le médecin et les soignants, 2021, N. 4847 ff.). Es ist nicht massgebend, dass die Beschwerdeführer ihren Angaben nach mit dem Praxisbetrieb in U.________ kein Einkommen erzielt hätten. Der Anwendungsbereich der Berufspflichten im Sinne von Art. 40 MedBG ist eröffnet.”
Mehrfache oder gravierende Verletzungen der Berufspflichten können die für die Erteilung der Bewilligung erforderliche Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstören; in diesem Fall kann ein Bewilligungsentzug nach Art. 38 MedBG in Betracht kommen. Ein derartiger Vertrauenswürdigkeitsverlust folgt jedoch nicht automatisch aus jeder Pflichtverletzung.
“Ein Bewilligungsentzug nach Art. 38 Abs. 1 MedBG hat - anders als Massnahmen, mit welchen ein Verstoss gegen die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG geahndet und die betroffene Person spezialpräventiv von weiteren Verfehlungen abgehalten werden soll (vgl. E. 8.1 hiernach) - nicht Disziplinarcharakter, auch wenn er subjektiv derart empfunden werden mag. Vielmehr dient ein Bewilligungsentzug der Absicherung jener persönlichen Eigenschaften, über welche die betroffene Person bereits bei der Bewilligungserteilung verfügen musste und bezweckt dergestalt den Schutz der öffentlichen Gesundheit (vgl. Urteile 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 3.2.3; 2C_907/2018 vom 2. April 2019 E. 4.3 und E. 5; 2C_897/2015 vom 25. Mai 2016 E. 5.2). Indessen überschneidet sich der Inhalt der Berufspflichten teilweise mit den Voraussetzungen der Berufsausübungsbewilligung, indem ihnen implizit das Element der Vertrauenswürdigkeit zugrunde liegt. Durch die Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinne von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden (vgl. Urteil 2C_853/2013 vom 17. Juni 2014 E. 5.3; vgl. auch Urteil 2C_897/2015 vom 25. Mai 2016 E.”
“Ein Bewilligungsentzug nach Art. 38 MedBG hat - anders als Massnahmen, mit welchen ein Verstoss gegen die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG geahndet und die betroffene Person spezialpräventiv von weiteren Verfehlungen abgehalten werden soll - nicht Disziplinarcharakter, auch wenn er subjektiv derart empfunden werden mag. Vielmehr dient ein Bewilligungsentzug der Absicherung jener persönlichen Eigenschaften, über welche die betroffene Person bereits bei der Bewilligungserteilung verfügen musste und bezweckt dergestalt den Schutz der öffentlichen Gesundheit (vgl. Urteile 2C_907/2018 vom 2. April 2019 E. 4.3 und E. 5; 2C_897/2015 vom 25. Mai 2016 E. 5.2). Indessen überschneidet sich der Inhalt der Berufspflichten teilweise mit den Voraussetzungen der Berufsausübungsbewilligung, indem ihnen implizit das Element der Vertrauenswürdigkeit zugrunde liegt. Durch die Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinne von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden (vgl. Urteil 2C_853/2013 vom 17. Juni 2014 E. 5.3; vgl. auch Urteil 2C_897/2015 vom 25. Mai 2016 E. 5.2).Zwecks klarer Differenzierung zwischen Disziplinar- und Verwaltungsmassnahme rechtfertigt es sich im Grundsatz, die Beurteilung einer Berufspflichtverletzung sowie der Voraussetzungen für einen Bewilligungsentzug je in einen separaten Entscheid vorzunehmen (vgl.”
“§ 3 des Gesundheitsgesetzes vom 2. April 2007 [GesG; LS 810.1] i. V. m. § 1 sowie Anhang 2 Ziff. 3 lit. c der Organisationsverordnung der Gesundheitsdirektion vom 23. Dezember 2021 [OV GD; LS 172.110.5]) – bei Verletzung der Berufspflichten, der Vorschriften dieses Gesetzes oder von Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz als Disziplinarmassnahmen eine Verwarnung (lit. a), einen Verweis (lit. b), eine Busse bis zu Fr. 20'000.- (lit. c), ein Verbot der Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung für längstens sechs Jahre (befristetes Verbot; lit. d) oder ein definitives Verbot der Berufsausübung in eigener fachlicher Verantwortung für das ganze oder einen Teil des Tätigkeitsspektrums (lit. e) anordnen. Ein Verbot der selbständigen Berufsausübung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d und e MedBG gilt auf dem gesamten Gebiet der Schweiz; es setzt jede Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung ausser Kraft (Art. 45 MedBG). 2.2.2 Die Rechtsinstitute der Bewilligungspflicht nach Art. 34 MedBG und der Berufspflichten nach Art. 40 MedBG haben den Schutz der öffentlichen Gesundheit zum Ziel. Der Inhalt der Berufspflichten überschneidet sich teilweise mit den Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, indem ihnen das Element der Vertrauenswürdigkeit implizit zugrunde gelegt ist: Durch die mehrfache und gravierende Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden. Der Verlust der Vertrauenswürdigkeit kann also, muss aber nicht aus der Verletzung von Berufspflichten resultieren (BGr, 17. Juni 2014, 2C_853/2013, E. 5.3). Nach der Rechtsprechung sind an die Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG hohe Anforderungen zu stellen. Wie in vergleichbaren Fällen, so etwa der Löschung aus dem kantonalen Anwaltsregister (Art. 9 des Anwaltsgesetzes vom 23. Juni 2000 [BGFA; SR 935.61]), ist auch das Verhalten ausserhalb der eigentlichen Berufstätigkeit massgebend, wobei namentlich die charakterliche Eignung der betreffenden Person zu berücksichtigen ist.”
“Die Bewilligung wird erteilt, wenn die gesuchstellende Person ein entsprechendes eidgenössisches Diplom besitzt (Art. 36 Abs. 1 lit. a MedBG) und vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bietet (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die Bewilligung wird entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder nachträglich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie hätte verweigert werden müssen (Art. 38 Abs. 1 MedBG). Gemäss Art. 37 MedBG kann der Kanton vorsehen, dass die Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung mit bestimmten Einschränkungen fachlicher, zeitlicher und räumlicher Art oder mit Auflagen verbunden wird, soweit sie sich aus Erlassen des Bundes ergeben oder dies für die Sicherung einer qualitativ hochstehenden und zuverlässigen medizinischen Versorgung erforderlich ist. § 4 Abs. 3 des Gesundheitsgesetzes des Kantons Zürich vom 2. April 2007 (GesG) sieht eine zeitliche Befristung der Berufsausübungsbewilligungen vor. 2.2 Selbständig bzw. in eigener fachlicher Verantwortung tätige Arztpersonen halten sich an die in Art. 40 MedBG normierten Berufspflichten. Demgemäss haben sie ihren Beruf unter anderem sorgfältig und gewissenhaft auszuüben (lit. a) und die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren (lit. c). Auch das kantonale Gesundheitsgesetz verlangt eine sorgfältige Berufsausübung von Ärzten, die auf die Interessen der Patientin oder des Patienten ausgerichtet ist und unter Wahrung der Unabhängigkeit erfolgt (§ 12 Abs. 1 GesG). 2.3 Die Bewilligungspflicht nach Art. 34 MedBG und die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG richten sich an Personen, welche einen universitären Medizinalberuf selbständig ausüben. Beide Rechtsinstitute haben den Schutz der öffentlichen Gesundheit zum Ziel. Der Inhalt der Berufspflichten überschneidet sich teilweise mit den Voraussetzungen für die Bewilligungserteilung, indem ihnen das Element der Vertrauenswürdigkeit implizit zugrunde gelegt ist: Durch die mehrfache und gravierende Verletzung von Berufspflichten kann die Vertrauenswürdigkeit im Sinn von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG zerstört werden (zur Vertrauenswürdigkeit unten E.”
Praxisfolge: Ein Gesuch auf Feststellung, dass medizinisch‑ethische SAMW‑Richtlinien im Einzelfall nicht anwendbar seien, begründet nicht automatisch einen Anspruch auf materielle Prüfung; die Aufsichtsbehörde kann Nichteintreten anordnen. Zudem bleibt die berufsrechtliche Wirkung von Art. 40 MedBG bestehen und wird dadurch nicht automatisch durch berufsethische Richtlinien aufgehoben.
“Die rechtlichen Verhältnisse rechtfertigen jedoch die Überweisung an den ordentlichen Spruchkörper (Art. 57 Abs. 6 i.V.m. Art. 56 Abs. 1 GSOG; vgl. zum Ganzen Ruth Herzog, a.a.O., Art. 119 N. 25, 35 und 39). 2. Streitig ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine materielle Beurteilung seines Gesuchs um Erlass von Feststellungsverfügungen hat. 2.1 Der Beschwerdeführer will von der kantonalen Aufsichtsbehörde feststellen lassen, dass er sämtliche SAMW-Richtlinien, welche ethische Forderungen und/oder Postulate enthalten, «gültig abgewählt» hat, diese folglich in künftigen medizinischen Behandlungen im Kanton Bern nicht anwendbar sind, und dass sich aus der Nichtbeachtung solcher Richtlinien keine aufsichtsrechtlichen Verfahren gegen oder Sanktionierungen von FMH-Mitgliedern ergeben (vorne Bst. A und E. 1.2). Durch die Inkludierung von SAMW-Richtlinien im ärztlichen Standesrecht würde die FMH insinuieren, dass diese für FMH-Mitglieder allgemeinverbindlich sind. Die ärztlichen Berufspflichten würden sich indes ausschliesslich und abschliessend aus Art. 40 MedBG in Verbindung mit dem grundrechtlich verbrieften Selbstbestimmungsrecht ergeben; die «SAMW/FMH-Ethik» kollidiere mit seiner persönlichen Werthaltung. Der Beschwerdeführer ist 86 Jahre alt und leidet an einem metastasierenden, nicht-kleinzelligen Bronchuskarzinom, welches seit mehreren Jahren ärztlicher Behandlung bedarf (Gesuch Rz. 16), sowie an einem jüngst diagnostizierten Pankreaskarzinom (vorne Bst. C). 2.2 Die Berufspflichten von Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener beruflicher Verantwortung ausüben, sind in Art. 40 MedBG geregelt. Der Katalog enthält einerseits die generelle Pflicht, den Beruf sorgfältig und gewissenhaft auszuüben (Bst. a), andererseits nebst weiteren namentlich die Pflicht, die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren (Bst. c). Nach Art. 41 MedBG bezeichnet jeder Kanton eine Behörde, welche die von Art. 40 erfassten Personen beaufsichtigt, die ihren Medizinalberuf im betreffenden Kanton ausüben (Abs. 1). Diese Aufsichtsbehörde – im Kanton Bern das Gesundheitsamt – trifft die für die Einhaltung der Berufspflichten nötigen Massnahmen (Abs.”
“40 LPMédart. 40 LPMed Art. 40 MedBGart. 40 LPMédart. 40 LPMed 6B_646/2020 Art. 86 HMGart. 86 LPThart. 86 LATer Art. 49 VRPGart. 49 LPJAart. 49 VRPG Art. 5 VwVGart. 5 PAart. 5 PA BVR 2018 310 BVR 2015 263 BVR 2013 423 Art. 25 VwVGart. 25 PAart. 25 PA BGE 136 II 457ATF 136 II 457DTF 136 II 457 Art. 41 MedBGart. 41 LPMédart. 41 LPMed Art. 40 MedBGart. 40 LPMédart. 40 LPMed Art. 10 BVart. 10 Cst.art. 10 Cost. Art. 8 EMRKart. 8 CEDHart. 8 CEDU Art. 41 MedBGart. 41 LPMédart. 41 LPMed BGE 136 II 457ATF 136 II 457DTF 136 II 457 BVR 1986 289 BGE 136 II 457ATF 136 II 457DTF 136 II 457 BGE 131 II 587ATF 131 II 587DTF 131 II 587 2C_295/2021 2C_307/2021 2C_516/2017 2C_167/2016 BGE 135 II 60ATF 135 II 60DTF 135 II 60 2C_608/2017 2C_608/2017 2C_608/2017 Art. 12 VRPGart. 12 LPJAart. 12 VRPG Art. 50 VRPGart. 50 LPJAart. 50 VRPG Art. 65 VRPGart. 65 LPJAart. 65 VRPG Art. 79 VRPGart. 79 LPJAart. 79 VRPG BGE 126 II 300ATF 126 II 300DTF 126 II 300 BVR 2018 310 BVR 2016 273 2C_608/2017 Art. 40 MedBGart. 40 LPMédart. 40 LPMed BGE 149 II 109ATF 149 II 109DTF 149 II 109 Art. 5 BVart. 5 Cst.art. 5 Cost. Art. 10 BVart. 10 Cst.art. 10 Cost. Art. 8 EMRKart. 8 CEDHart. 8 CEDU Art. 8 EMRKart. 8 CEDHart. 8 CEDU Art. 9 EMRKart. 9 CEDHart. 9 CEDU Art. 6 EMRKart. 6 CEDHart. 6 CEDU Art. 13 EMRKart. 13 CEDHart. 13 CEDU Art. 29 BVart. 29 Cst.art. 29 Cost. Art. 29a BVart. 29a Cst.art. 29a Cost. Art. 6 EMRKart. 6 CEDHart. 6 CEDU Art. 13 EMRKart. 13 CEDHart. 13 CEDU Art. 29a BVart. 29a Cst.art. 29a Cost. BGE 143 I 344ATF 143 I 344DTF 143 I 344 BGE 137 II 409ATF 137 II 409DTF 137 II 409 Art. 13 EMRKart. 13 CEDHart. 13 CEDU BGE 137 I 296ATF 137 I 296DTF 137 I 296 BGE 137 II 199ATF 137 II 199DTF 137 II 199 BVR 2018 310 Art. 108 VRPGart. 108 LPJAart. 108 VRPG Art. 104 VRPGart. 104 LPJAart. 104 VRPG erster Eintragvorheriger Eintragnächster Eintragletzter EintragDokument im Originalformat anzeigenDossierinfos100 2023 25511.03.2024Gesuch um Bestätigung der Nichtanwendung der medizin-ethischen Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW; Nichteintreten (Entscheid der GSI v.”
Die gesundheitsaufsichtsrechtliche Bedeutung der SAMW‑Richtlinien und sonstiger privatrechtlicher Standesregeln hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Ohne hinreichend konkretisierten Sachverhalt lässt sich ihre Tragweite für die Anordnung von Disziplinarmassnahmen nach Art. 40 MedBG nicht allgemein verbindlich festlegen.
“Sowohl der Beschwerdeführer wie auch die Vorinstanz gehen implizit davon aus, dass das Rechtsbegehren gemäss Ziff. 1b des Gesuchs vom 17. Februar 2023 - entgegen seinem Wortlaut - so zu interpretieren sei, als beziehe es sich bloss auf die Rechtsfolgen der Nichtbeachtung der SAMW-Richtlinien durch FMH-Mitglieder, die mit dem Beschwerdeführer in einem Behandlungsverhältnis stehen bzw. stehen werden (vgl. E. 3.2.2 des angefochtenen Urteils). Auch insofern fehlt es an einem hinreichend konkretisierten (künftigen) Sachverhalt: Die medizinethischen Richtlinien der SAMW sind ein weitläufiges privates Regelwerk mit diversen Empfehlungen und Stellungnahmen zu verschiedenen Themen, über deren gesundheitsaufsichtsrechtliche Tragweite sich ohne Bezugnahme auf die Umstände eines konkreten Einzelfalls, in welchem die Anordnung von Disziplinarmassnahmen wegen Verletzung ärztlicher Berufspflichten (vgl. Art. 43 i.V.m. Art. 40 MedBG sowie Art. 17a Abs. 1 des Gesundheitsgesetzes des Kantons Bern vom 2. Dezember 1984 [GesG/BE]) zur Diskussion steht, keine regelungs- bzw. verfügungsfähige behördliche Aussage machen lässt.”
Die SAMW‑Richtlinien besitzen keine Gesetzeskraft. Das MedBG enthält keine Ermächtigung, private Regelwerke zur ergänzenden Rechtsetzung über die ärztlichen Berufspflichten zu befähigen. Nach der Rechtsprechung und Lehre gelten die Berufspflichten des Art. 40 MedBG als einheitlich und abschliessend; SAMW‑Richtlinien können diese somit weder ergänzen noch zu objektivem Recht erheben.
“Vorab lässt sich zum Verhältnis zwischen den Berufspflichten nach Art. 40 MedBG und den SAMW-Richtlinien Folgendes festhalten: Es ist evident, dass diese Richtlinien keine Gesetzeskraft haben. Das MedBG enthält keine Ermächtigung zu ergänzender Rechtsetzung im Bereich der ärztlichen Berufspflichten durch Private. Könnten Normen in diesem Kontext überhaupt als so unwichtig bezeichnet werden, dass Regelwerke wie die SAMW-Richtlinien allenfalls als objektives Recht gelten könnten (vgl. Art. 164 Abs. 1 und 2 BV), müssten sie sich auf eine formellgesetzliche Delegation stützen (BGer 2C_39/2018 vom”
“40 MedBG und den SAMW-Richtlinien Folgendes festhalten: Es ist evident, dass diese Richtlinien keine Gesetzeskraft haben. Das MedBG enthält keine Ermächtigung zu ergänzender Rechtsetzung im Bereich der ärztlichen Berufspflichten durch Private. Könnten Normen in diesem Kontext überhaupt als so unwichtig bezeichnet werden, dass Regelwerke wie die SAMW-Richtlinien allenfalls als objektives Recht gelten könnten (vgl. Art. 164 Abs. 1 und 2 BV), müssten sie sich auf eine formellgesetzliche Delegation stützen (BGer 2C_39/2018 vom 18.6.2019 E. 4.4 betreffend die FMH; weiter dazu BGE 136 I 316 E. 2.4.1; Häfelin/Haller/Keller/Thurnherr, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 10. Aufl. 2020, N. 1890). Die Delegation müsste hinreichend klar und bestimmt sein. Rechtsetzungsbefugnisse werden somit namentlich nicht durch die im MedBG enthaltenen Hinweise auf die ethische Dimension ärztlichen Verhaltens vermittelt (vgl. Art. 7 Bst. b und Art. 8 Bst. i MedBG). Auch hieraus folgt, dass die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG «einheitlich und abschliessend» sind (Botschaft des Bundesrats zum MedBG, in BBl 2005 S. 173 ff., 228 [nachfolgend: Botschaft MedBG]; ebenso Walter Fellmann, in Ayer et al. [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG] – Loi sur les professions médicales [LPMéd], Kommentar/Commentaire, 2009, Art. 40 N. 10, 28; Sprumont/Guinchard/Schorno [im soeben genannten Kommentar enthaltene französische Kommentierung], Art. 40 N. 26). Sie können folglich nicht durch SAMW-Richtlinien ergänzt oder gar zu objektivem Recht erhoben werden (vgl. Tanja Ivanovic, Die Sorgfalt der Medizinalpersonen nach Art. 40 lit. a MedBG: Generalklausel und Konkretisierung, in ZBJV 2021 S. 126 ff., 133; vgl. dazu auch hinten E. 4.5.4). Das Bundesgericht hielt mit Urteil 6B_646/2020 vom 9. Dezember 2021 (Pra 112/2023 Nr. 5) im Kontext der Strafbestimmung von Art. 86 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21) im Übrigen fest, dass die SAMW-Richtlinien als Regelwerk einer privaten Standesorganisation «nicht verbindlich» seien («règles non contraignantes» [E.”
“E. 4.4 betreffend die FMH; weiter dazu BGE 136 I 316 E. 2.4.1; Häfelin/Haller/Keller/Thurnherr, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 10. Aufl. 2020, N. 1890). Die Delegation müsste hinreichend klar und bestimmt sein. Rechtsetzungsbefugnisse werden somit namentlich nicht durch die im MedBG enthaltenen Hinweise auf die ethische Dimension ärztlichen Verhaltens vermittelt (vgl. Art. 7 Bst. b und Art. 8 Bst. i MedBG). Auch hieraus folgt, dass die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG «einheitlich und abschliessend» sind (Botschaft des Bundesrats zum MedBG, in BBl 2005 S. 173 ff., 228 [nachfolgend: Botschaft MedBG]; ebenso Walter Fellmann, in Ayer et al. [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG] – Loi sur les professions médicales [LPMéd], Kommentar/Commentaire, 2009, Art. 40 N. 10, 28; Sprumont/Guinchard/Schorno [im soeben genannten Kommentar enthaltene französische Kommentierung], Art. 40 N. 26). Sie können folglich nicht durch SAMW-Richtlinien ergänzt oder gar zu objektivem Recht erhoben werden (vgl. Tanja Ivanovic, Die Sorgfalt der Medizinalpersonen nach Art. 40 lit. a MedBG: Generalklausel und Konkretisierung, in ZBJV 2021 S. 126 ff., 133; vgl. dazu auch hinten E. 4.5.4). Das Bundesgericht hielt mit Urteil 6B_646/2020 vom 9. Dezember 2021 (Pra 112/2023 Nr. 5) im Kontext der Strafbestimmung von Art. 86 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 15. Dezember 2000 über Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21) im Übrigen fest, dass die SAMW-Richtlinien als Regelwerk einer privaten Standesorganisation «nicht verbindlich» seien («règles non contraignantes» [E.”
Für Personen, die einen universitären Medizinalberuf frei ausüben, besteht nach Art. 40 MedBG eine Verpflichtung, ihre beruflichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen durch ständige Aktualisierung (aggiornamento permanente) zu vertiefen, zu erweitern und zu verbessern; zudem sind die Grenzen der im Rahmen von Ausbildung, Weiterbildung und Aktualisierung erworbenen Kompetenzen zu respektieren.
“Giusta l'art. 40 LPMed, chi esercita liberamente una professione medica universitaria deve osservare i seguenti obblighi professionali: a. esercitare la professione in modo accurato e coscienzioso; deve altresì rispettare i limiti delle competenze acquisite nell'ambito della formazione, del perfezionamento e dell'aggiornamento; b. approfondire, estendere e migliorare le proprie conoscenze, attitudini e capacità professionali grazie all'aggiornamento permanente; c. tutelare i diritti dei pazienti; d. praticare esclusivamente una pubblicità oggettiva e corrispondente all'interesse generale, non ingannevole né invadente; e. tutelare, nel collaborare con membri di altre professioni sanitarie, esclusivamente gli interessi dei pazienti e operare indipendentemente da vantaggi finanziari; f. osservare il segreto professionale conformemente alle prescrizioni pertinenti; g. prestare assistenza in casi di urgenza e partecipare ai servizi di emergenza conformemente alle prescrizioni cantonali; h.”
“Giusta l'art. 40 LPMed, chi esercita liberamente una professione medica universitaria deve osservare i seguenti obblighi professionali: a. esercitare la professione in modo accurato e coscienzioso; deve altresì rispettare i limiti delle competenze acquisite nell'ambito della formazione, del perfezionamento e dell'aggiornamento; b. approfondire, estendere e migliorare le proprie conoscenze, attitudini e capacità professionali grazie all'aggiornamento permanente; c. tutelare i diritti dei pazienti; d. praticare esclusivamente una pubblicità oggettiva e corrispondente all'interesse generale, non ingannevole né invadente; e. tutelare, nel collaborare con membri di altre professioni sanitarie, esclusivamente gli interessi dei pazienti e operare indipendentemente da vantaggi finanziari; f. osservare il segreto professionale conformemente alle prescrizioni pertinenti; g. prestare assistenza in casi di urgenza e partecipare ai servizi di emergenza conformemente alle prescrizioni cantonali; h.”
Art. 40 MedBG enthält eine Generalklausel: Die Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung (insbesondere Lit. a) ist allgemein formuliert und bedarf der Konkretisierung. Zur Auslegung und Konkretisierung können andere für die Tätigkeit der betroffenen Medizinalpersonen relevante Normen und Regeln herangezogen werden (z. B. Standesregeln der Berufsorganisationen und berufsrechtliche Normen). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung dienen die Bestimmungen des MedBG zur Verankerung der grundsätzlichen Berufspflichten; deren Präzisierung ist möglich, jedoch dürfen die in Art. 40 abschliessend aufgezählten Berufspflichten nicht erweitert werden.
“Indessen stellt die Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung im Sinne von Art. 40 lit. a MedBG eine Generalklausel dar, die der Auslegung bedarf. Für die Konkretisierung dieser Pflicht können andere Normen beigezogen werden, welche die Tätigkeit der betroffenen Medizinalperson regeln und ihr ein bestimmtes Verhalten vorschreiben. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung werden im Medizinalberufegesetz in verfassungskonformer Weise lediglich die grundsätzlichen Berufspflichten verankert, während deren Präzisierung beispielsweise durch die Standesregeln der Berufsorganisationen erfolgen darf. Jedoch dürfen die in Art. 40 MedBG abschliessend aufgezählten Pflichten nicht erweitert werden (Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2 mit Hinweisen). Gleich verhält es sich mit Blick auf das kantonale Recht. Die kantonalen Vorschriften sind mit dem Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts gemäss Art. 49 Abs. 1 BV solange vereinbar, als sie die bundesrechtlich geregelten Berufspflichten von Art. 40 MedBG präzisieren oder konkretisieren. Sie dürfen die Berufspflichten indes nicht erweitern (BGE 149 II 109 E. 7.3.1; Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2 mit Hinweisen).”
“Die Berufspflichten für Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, regelt das Bundesrecht in Art. 40 MedBG abschliessend (vgl. BGE 143 I 352 E. 3.3). Indessen stellt die Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung im Sinne von Art. 40 lit. a MedBG eine Generalklausel dar, die der Auslegung bedarf. Für die Konkretisierung dieser Pflicht können andere Normen beigezogen werden, welche die Tätigkeit der betroffenen Medizinalperson regeln und ihr ein bestimmtes Verhalten vorschreiben (vgl. Urteil 2C_901/2012 vom 30. Januar 2013 E. 3.2 f.). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung werden im Medizinalberufegesetz in verfassungskonformer Weise lediglich die grundsätzlichen Berufspflichten verankert, während deren Präzisierung beispielsweise durch die Standesregeln der Berufsorganisationen erfolgen darf. Jedoch dürfen die in Art. 40 MedBG abschliessend aufgezählten Pflichten nicht erweitert werden (vgl. Urteile 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 2.3; 2C_1083/2012 vom 21. Februar 2013 E. 5.1). Gleich verhält es sich mit Blick auf das kantonale Recht. Die kantonalen Vorschriften sind mit dem Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts gemäss Art.”
Die Dokumentationspflicht dient der Gewährleistung der medizinischen Behandlungsqualität und liegt im Interesse der öffentlichen Gesundheit. Sie ist zudem ein Aspekt der Wahrung der Rechte der Patientinnen und Patienten, weil die erfolgte Behandlung durch entsprechende Dokumentation jederzeit nachvollzogen werden kann.
“Auch die kantonalrechtlich geregelte Dokumentationspflicht gemäss § 36 GesG/ZG liegt im Interesse der öffentlichen Gesundheit und dient der Gewährleistung der medizinischen Behandlungsqualität (vgl. Urteil 2C_500/2012 vom 22. November 2012 E. 3.4). Überdies erwägt die Vorinstanz zu Recht, bei der Dokumentationspflicht handle es sich um einen Aspekt der Wahrung der Rechte der Patientinnen und Patienten im Sinne von Art. 40 lit. c MedBG (vgl. E. 7.4 des angefochtenen Urteils). Die Rechte der Patientinnen und Patienten werden massgeblich dadurch gewahrt, dass die erfolgte medizinische Behandlung durch eine entsprechende Dokumentation jederzeit nachvollzogen werden kann. Im Wesentlichen findet sich diese Regelung sodann auch in Art. 12 Abs. 1 der Standesordnung der FMH sowie in anderen kantonalen Gesetzen (vgl. bspw. Art. 57 Abs. 1 des Gesundheitsgesetzes des Kantons Freiburg vom 16. November 1999 [GesG/FR; SGF 821.0.1]). Die umstrittene kantonale Bestimmung präzisiert die Berufspflichten von Art. 40 MedBG, womit die Regelung mit dem Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts vereinbar ist. Insofern stösst auch die Rüge der Beschwerdeführer ins Leere, wonach § 36 GesG/ZG den Gesetzmässigkeitsgrundsatz im Sinne von Art. 5 Abs. 1 BV verletze.”
Art. 40 MedBG verweist für das Berufsgeheimnis auf die einschlägigen Vorschriften (insbesondere Art. 321 StGB). Nach Lehre und Rechtsprechung stellt diese Verweisung einen dynamischen Verweis auf die jeweils geltende Rechtsordnung dar.
“Gemäss Art. 40 lit. f des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) wahren Personen, die einen universitären Medizinalberuf ausüben, das Berufsgeheimnis nach Massgabe der einschlägigen Vorschriften. Diese Bestimmung enthält selber keine materiellen Vorschriften über das Berufsgeheimnis, sondern verweist auf andere massgebende Vorschriften, so insbesondere auf Art. 321 StGB. Gemäss der Lehre soll sie einen dynamischen Verweis auf die jeweils geltende Schweizer Rechtsordnung darstellen (vgl. Boris Etter, Handkommentar zum Medizinalberufegesetz MedBG, 2006, N. 38 zu Art. 40 MedBG; Sprumont/Guinchard/Schorno, in: Ayer/Kieser/Poledna/ Sprument [Hrsg.], Kommentar zum Medizinalberufegesetz [MedBG], 2009, N. 77 f. zu Art. 40 MedBG; Urteil 2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.2.1).”
Kantonales Recht kann näher regeln, in welchem Umfang Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, Assistenzpersonal zu beaufsichtigen haben. Solche Vorschriften stellen eine Konkretisierung der in Art. 40 MedBG verankerten Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung dar und können insbesondere auch Anwesenheits‑ und Aufsichtspflichten betreffen.
“Das kantonale Recht regelt detailliert, wie eine Assistenz zu beaufsichtigen ist (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Damit bezweckt es die Sicherstellung der medizinischen Behandlungsqualität. Die Regelungen liegen damit ohne Weiteres im Interesse der öffentlichen Gesundheit und gewährleisten in diesem Sinne eine zuverlässige medizinische Versorgung der Bevölkerung sowie eine hohe Qualität der medizinischen Dienstleistungen (vgl. auch Urteil 2C_901/2012 vom 30. Januar 2013 E. 3.4). Im Lichte des Dargelegten stellen die kantonalen Vorschriften zur Beaufsichtigung von Assistentinnen und Assistenten eine Konkretisierung der Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung im Sinne von Art. 40 lit. a MedBG dar. Insofern darf das kantonale Recht auch präzisieren, in welchem Umfang eine Person, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausübt, zur Beaufsichtigung der Assistenz vor Ort anwesend sein muss. Die kantonale Aufsichts- und Anwesenheitspflicht ist folglich mit den in Art. 40 MedBG abschliessend geregelten Berufspflichten vereinbar.”
Art. 40 MedBG enthält keine eigenen materiellen Vorschriften zum Berufsgeheimnis, sondern verweist auf die jeweils einschlägigen Rechtsvorschriften. Die Bestimmung ist demnach als dynamischer Verweis zu verstehen; als massgebliche Norm wird in der Lehre und Rechtsprechung insbesondere Art. 321 StGB genannt.
“Gemäss Art. 40 lit. f des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) wahren Personen, die einen universitären Medizinalberuf ausüben, das Berufsgeheimnis nach Massgabe der einschlägigen Vorschriften. Diese Bestimmung enthält selber keine materiellen Vorschriften über das Berufsgeheimnis, sondern verweist auf andere massgebende Vorschriften, so insbesondere auf Art. 321 StGB. Gemäss der Lehre soll sie einen dynamischen Verweis auf die jeweils geltende Schweizer Rechtsordnung darstellen (vgl. Boris Etter, Handkommentar zum Medizinalberufegesetz MedBG, 2006, N. 38 zu Art. 40 MedBG; Sprumont/Guinchard/Schorno, in: Ayer/Kieser/Poledna/ Sprument [Hrsg.], Kommentar zum Medizinalberufegesetz [MedBG], 2009, N. 77 f. zu Art. 40 MedBG; Urteil 2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.2.1).”
“Gemäss Art. 40 lit. f des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) wahren Personen, die einen universitären Medizinalberuf ausüben, das Berufsgeheimnis nach Massgabe der einschlägigen Vorschriften. Diese Bestimmung enthält selber keine materiellen Vorschriften über das Berufsgeheimnis, sondern verweist auf andere massgebende Vorschriften, so insbesondere auf Art. 321 StGB. Gemäss der Lehre soll sie einen dynamischen Verweis auf die jeweils geltende Schweizer Rechtsordnung darstellen (vgl. Boris Etter, Handkommentar zum Medizinalberufegesetz MedBG, 2006, N. 38 zu Art. 40 MedBG; Sprumont/Guinchard/Schorno, in: Ayer/Kieser/Poledna/ Sprument [Hrsg.], Kommentar zum Medizinalberufegesetz [MedBG], 2009, N. 77 f. zu Art. 40 MedBG; Urteil 2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.2.1).”
“Gemäss Art. 40 lit. f des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) wahren Personen, die einen universitären Medizinalberuf ausüben, das Berufsgeheimnis nach Massgabe der einschlägigen Vorschriften. Diese Bestimmung enthält selber keine materiellen Vorschriften über das Berufsgeheimnis, sondern verweist auf andere massgebende Vorschriften, so insbesondere auf Art. 321 StGB. Gemäss der Lehre soll sie einen dynamischen Verweis auf die jeweils geltende Schweizer Rechtsordnung darstellen (vgl. Boris Etter, Handkommentar zum Medizinalberufegesetz MedBG, 2006, N. 38 zu Art. 40 MedBG; Sprumont/Guinchard/Schorno, in: Ayer/Kieser/Poledna/ Sprument [Hrsg.], Kommentar zum Medizinalberufegesetz [MedBG], 2009, N. 77 f. zu Art. 40 MedBG; Urteil 2C_37/2018 vom 15. August 2018 E. 6.2.1).”
Berufspflichten nach Art. 40 gelten primär für das berufliche Verhalten; sie können sich jedoch auch auf ausserberufliche Handlungen erstrecken, sofern deren Schwere das Vertrauen in die Ärzteschaft ernstlich beeinträchtigen kann. In solchen Fällen sind ausserdienstliche Verfehlungen disziplinarisch relevant.
“a LPMed, poiché non è possibile enumerare precisamente tutte le possibili violazioni ai doveri professionali (Donzallaz, op. cit., n. 4914). Data la formulazione ampia di questi obblighi, la loro applicazione concreta necessita di un'interpretazione fondata sull'insieme delle norme e principi generalmente riconosciuti in seno alla professione (Donzallaz, op. cit., n. 4955, e 4961; Christinat/Sprumont, op. cit., pag. 107). In questo senso, ogni azione, mancamento o omissione può provocare una sanzione disciplinare se è incompatibile con il comportamento che può essere legittimamente preteso da un simile professionista (Donzallaz, op. cit., n. 5000; Hirsig-Vouilloz, op. cit., pag. 223). La regola vale chiaramente e in primo luogo per tutti gli atti commessi nell'esercizio della professione; essa si estende anche alle attività extraprofessionali qualora la gravità del caso rischi di ledere il sentimento di fiducia nei confronti del medico in quanto tale (Donzallaz, op. cit., n. 5001). Nel caso concreto l'Autorità rimprovera al ricorrente la violazione delle lett. a e c dell'art. 40 LPMed. Giusta l'art. 40 lett. a LPMed il medico deve esercitare la professione medica in modo accurato e coscienzioso: benché scopo della norma sia principalmente quello di prevenire le infrazioni alle regole dell'arte, di natura piuttosto tecnica, la stessa presuppone altresì un'obbligazione generale d'intrattenere delle relazioni adeguate con i pazienti, le autorità, i colleghi e pure terze persone (Donzallaz, op. cit., n. 4845 e segg e n. 4999 e segg.). Il medico deve dimostrarsi altresì degno di fiducia, condizione da rapportare a quella di cui all'art. 36 cpv. 1 lett. b LPMed (cfr. pure art. 56 cpv. 1 lett. b LSan), e questo non solo nei confronti del paziente ma anche verso l'Autorità sanitaria (cfr. STF 2C_460/2020 del 29 settembre 2020 consid. 6.1, Donzallaz, op. cit., n. 4999). Il personale medico deve dunque fornire garanzia di un comportamento personale integro di modo che il paziente e più in generale il pubblico possano fare affidamento sulla professione e non possano dubitare della moralità e onestà dei suoi membri (Donzallaz, op.”
“a LPMed, poiché non è possibile enumerare precisamente tutte le possibili violazioni ai doveri professionali (Donzallaz, op. cit., n. 4914). Data la formulazione ampia di questi obblighi, la loro applicazione concreta necessita di un'interpretazione fondata sull'insieme delle norme e principi generalmente riconosciuti in seno alla professione (Donzallaz, op. cit., n. 4955, e 4961; Christinat/Sprumont, op. cit., pag. 107). In questo senso, ogni azione, mancamento o omissione può provocare una sanzione disciplinare se è incompatibile con il comportamento che può essere legittimamente preteso da un simile professionista (Donzallaz, op. cit., n. 5000; Hirsig-Vouilloz, op. cit., pag. 223). La regola vale chiaramente e in primo luogo per tutti gli atti commessi nell'esercizio della professione; essa si estende anche alle attività extraprofessionali qualora la gravità del caso rischi di ledere il sentimento di fiducia nei confronti del medico in quanto tale (Donzallaz, op. cit., n. 5001). Nel caso concreto l'Autorità rimprovera al ricorrente la violazione delle lett. a e c dell'art. 40 LPMed. Giusta l'art. 40 lett. a LPMed il medico deve esercitare la professione medica in modo accurato e coscienzioso: benché scopo della norma sia principalmente quello di prevenire le infrazioni alle regole dell'arte, di natura piuttosto tecnica, la stessa presuppone altresì un'obbligazione generale d'intrattenere delle relazioni adeguate con i pazienti, le autorità, i colleghi e pure terze persone (Donzallaz, op. cit., n. 4845 e segg e n. 4999 e segg.). Il medico deve dimostrarsi altresì degno di fiducia, condizione da rapportare a quella di cui all'art. 36 cpv. 1 lett. b LPMed (cfr. pure art. 56 cpv. 1 lett. b LSan), e questo non solo nei confronti del paziente ma anche verso l'Autorità sanitaria (cfr. STF 2C_460/2020 del 29 settembre 2020 consid. 6.1, Donzallaz, op. cit., n. 4999). Il personale medico deve dunque fornire garanzia di un comportamento personale integro di modo che il paziente e più in generale il pubblico possano fare affidamento sulla professione e non possano dubitare della moralità e onestà dei suoi membri (Donzallaz, op.”
“a LPMed, poiché non è possibile enumerare precisamente tutte le possibili violazioni ai doveri professionali (Donzallaz, op. cit., n. 4914). Data la formulazione ampia di questi obblighi, la loro applicazione concreta necessita di un'interpretazione fondata sull'insieme delle norme e principi generalmente riconosciuti in seno alla professione (Donzallaz, op. cit., n. 4955, e 4961; Christinat/ Sprumont, op. cit., pag. 107). In questo senso, ogni azione, mancamento o omissione può provocare una sanzione disciplinare se è incompatibile con il comportamento che può essere legittimamente preteso da un simile professionista (Donzallaz, op. cit., n. 5000; Hirsig-Vouilloz, op. cit., pag. 223). La regola vale chiaramente e in primo luogo per tutti gli atti commessi nell'esercizio della professione; essa si estende anche alle attività extraprofessionali qualora la gravità del caso rischi di ledere il sentimento di fiducia nei confronti del medico in quanto tale (Donzallaz, op. cit., n. 5001). Nel caso concreto l'Autorità rimprovera al ricorrente la violazione delle lett. a e c dell'art. 40 LPMed. Giusta l'art. 40 lett. a LPMed il medico deve esercitare la professione medica in modo accurato e coscienzioso: benché scopo della norma sia principalmente quello di prevenire le infrazioni alle regole dell'arte, di natura piuttosto tecnica, la stessa presuppone altresì un'obbligazione generale d'intrattenere delle relazioni adeguate con i pazienti, le autorità, i colleghi e pure terze persone (Donzallaz, op. cit., n. 4845 e segg e n. 4999 e segg.). Il medico deve dimostrarsi altresì degno di fiducia, condizione da rapportare a quella di cui all'art. 36 cpv. 1 lett. b LPMed (cfr. pure art. 56 cpv. 1 lett. b LSan), e questo non solo nei confronti del paziente ma anche verso l'Autorità sanitaria (cfr. STF 2C_460/2020 del 29 settembre 2020 consid. 6.1, Donzallaz, op. cit., n. 4999). Il personale medico deve dunque fornire garanzia di un comportamento personale integro di modo che il paziente e più in generale il pubblico possano fare affidamento sulla professione e non possano dubitare della moralità e onestà dei suoi membri (Donzallaz, op.”
Art. 40 lit. g MedBG räumt den Kantonen einen weiten Gestaltungsspielraum für die Regelung des Notfalldienstes ein. Dieser kantonale Spielraum ist jedoch nicht so weit auszulegen, dass einem Apotheker, der bereit ist, persönlich Notfalldienst zu leisten, faktisch jede Möglichkeit hierzu genommen wird. Eine Regelung, die dem Apotheker lediglich die Wahl zwischen finanzieller Beteiligung an einer zentralen Notfallapotheke oder der Bezahlung einer Ersatzabgabe lässt, überschreitet nach der erwähnten Rechtsprechung den Rahmen von Art. 40 lit. g MedBG und ist bundesrechtswidrig.
“Art. 40 lit. g MedBG ist deshalb so auszulegen, dass es einem Apotheker, der gewillt ist, persönlich Notfalldienst zu leisten, möglich sein muss, in diesem Sinne beim Notfalldienst mitzuwirken. Die Lehre geht zwar - nicht zuletzt aufgrund des Wortlauts von Art. 40 lit. g MedBG ("[...] nach Massgabe der kantonalen Vorschriften [...]") - bezüglich der Regelung des Notfalldienstes von einer weit zu verstehenden kantonalen Kompetenz aus (vgl. MARTI/STRAUB, Arzt und Berufsrecht, in: Arztrecht in der Praxis, S. 236; BORIS ETTER, SHK, Medizinalberufegesetz, 2006, N. 45 zu Art. 40 MedBG; WALTER FELLMANN, in: Kommentar MedBG 2009, N. 143 zu Art. 40 MedBG; SPRUMONT/GUINCHARD/SCHORNO, in: Kommentar MedBG 2009, N. 84 zu Art. 40 MedBG; GÄCHTER/TREMP, Arzt und seine Grundrechte, in: Arztrecht in der Praxis, S. 34). Es ist in der Tat Sache der Kantone, den Notfalldienst weitgehend zu regeln. Die kantonale Kompetenz geht aber nicht soweit, dass sie eine Regelung vorsehen kann, welche einem Apotheker, der gewillt ist, persönlich Notfalldienst zu leisten, nur die Wahl zwischen der finanziellen Beteiligung an einer zentralen Notfallapotheke oder Bezahlung einer Ersatzabgabe lässt. Dies würde den Rahmen von Art. 40 lit. g MedBG sprengen. Art. 11 des Notfalldienstreglements ist insoweit bundesrechtswidrig.”
Für den Entzug der Bewilligung nach Art. 34 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 MedBG ist das Vorliegen einer Berufspflichtverletzung im Sinne von Art. 40 MedBG nicht erforderlich. Entscheidend kann vielmehr der Wegfall der Bewilligungsvoraussetzungen von Art. 36 Abs. 1 sein; insbesondere kann fehlende Vertrauenswürdigkeit (und das Fehlen physisch/psychischer Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung) zum Entzug führen.
“Der Entzug einer (allgemeinen) Bewilligung im Sinne von Art. 34 MedBG gestützt auf Art. 38 Abs. 1 MedBG erfordert unter anderem den Wegfall der Bewilligungsvoraussetzungen von Art. 36 Abs. 1 MedBG. Das Vorliegen einer Berufspflichtverletzung im Sinne von Art. 40 MedBG ist für den Bewilligungsentzug nicht erforderlich (vgl. E. 4.1 und E. 4.3 hiervor). Die Bewilligung wird entzogen, wenn die gesuchstellende Person nicht mehr vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch keine Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung mehr bietet (vgl. Art. 38 Abs. 1 MedBG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die Vorinstanz erwägt, dass die Vertrauenswürdigkeit im Sinne von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG nicht mehr vorliegt, weshalb ihr gestützt auf § 7 Abs. 3 HMV/ZH die Methadonbewilligung im Sinne von Art. 3e Abs. 1 BetmG entzogen werden könne (vgl. E. 4.2.3.3 des angefochtenen Urteils). Bei einer mit Blick auf das Strafmass vergleichbaren (strafrechtlichen) Verurteilung im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittel- und Heilmittelgesetz hat das Bundesgericht den Entzug der Berufsausübungsbewilligung als Arzt in eigener fachlicher Verantwortung mangels Vertrauenswürdigkeit des betreffenden Arztes bestätigt (vgl. Urteil 2C_907/2018 vom 2. April 2018 E. 8, wo der Beschwerdeführer zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr.”
“Der Entzug einer (allgemeinen) Bewilligung im Sinne von Art. 34 MedBG gestützt auf Art. 38 Abs. 1 MedBG erfordert unter anderem den Wegfall der Bewilligungsvoraussetzungen von Art. 36 Abs. 1 MedBG. Das Vorliegen einer Berufspflichtverletzung im Sinne von Art. 40 MedBG ist für den Bewilligungsentzug nicht erforderlich (vgl. E. 4.1 und E. 4.3 hiervor). Die Bewilligung wird entzogen, wenn die gesuchstellende Person nicht mehr vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch keine Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung mehr bietet (vgl. Art. 38 Abs. 1 MedBG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die Vorinstanz erwägt, dass die Vertrauenswürdigkeit im Sinne von Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG nicht mehr vorliegt, weshalb ihr gestützt auf § 7 Abs. 3 HMV/ZH die Methadonbewilligung im Sinne von Art. 3e Abs. 1 BetmG entzogen werden könne (vgl. E. 4.2.3.3 des angefochtenen Urteils). Bei einer mit Blick auf das Strafmass vergleichbaren (strafrechtlichen) Verurteilung im Zusammenhang mit dem Betäubungsmittel- und Heilmittelgesetz hat das Bundesgericht den Entzug der Berufsausübungsbewilligung als Arzt in eigener fachlicher Verantwortung mangels Vertrauenswürdigkeit des betreffenden Arztes bestätigt (vgl. Urteil 2C_907/2018 vom 2. April 2018 E. 8, wo der Beschwerdeführer zu einer bedingten Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr.”
Auch ausserberufliches Fehlverhalten kann berufsrechtlich relevant sein, sofern seine Schwere das Vertrauen in die ärztliche Standeswürdigkeit beeinträchtigt. Art. 40 verlangt ein persönliches, integres und vertrauenswürdiges Verhalten gegenüber Patientinnen und Patienten, Behörden, Kolleginnen und Kollegen sowie der Öffentlichkeit.
“a LPMed, poiché non è possibile enumerare precisamente tutte le possibili violazioni ai doveri professionali (Donzallaz, op. cit., n. 4914). Data la formulazione ampia di questi obblighi, la loro applicazione concreta necessita di un'interpretazione fondata sull'insieme delle norme e principi generalmente riconosciuti in seno alla professione (Donzallaz, op. cit., n. 4955, e 4961; Christinat/ Sprumont, op. cit., pag. 107). In questo senso, ogni azione, mancamento o omissione può provocare una sanzione disciplinare se è incompatibile con il comportamento che può essere legittimamente preteso da un simile professionista (Donzallaz, op. cit., n. 5000; Hirsig-Vouilloz, op. cit., pag. 223). La regola vale chiaramente e in primo luogo per tutti gli atti commessi nell'esercizio della professione; essa si estende anche alle attività extraprofessionali qualora la gravità del caso rischi di ledere il sentimento di fiducia nei confronti del medico in quanto tale (Donzallaz, op. cit., n. 5001). Nel caso concreto l'Autorità rimprovera al ricorrente la violazione delle lett. a e c dell'art. 40 LPMed. Giusta l'art. 40 lett. a LPMed il medico deve esercitare la professione medica in modo accurato e coscienzioso: benché scopo della norma sia principalmente quello di prevenire le infrazioni alle regole dell'arte, di natura piuttosto tecnica, la stessa presuppone altresì un'obbligazione generale d'intrattenere delle relazioni adeguate con i pazienti, le autorità, i colleghi e pure terze persone (Donzallaz, op. cit., n. 4845 e segg e n. 4999 e segg.). Il medico deve dimostrarsi altresì degno di fiducia, condizione da rapportare a quella di cui all'art. 36 cpv. 1 lett. b LPMed (cfr. pure art. 56 cpv. 1 lett. b LSan), e questo non solo nei confronti del paziente ma anche verso l'Autorità sanitaria (cfr. STF 2C_460/2020 del 29 settembre 2020 consid. 6.1, Donzallaz, op. cit., n. 4999). Il personale medico deve dunque fornire garanzia di un comportamento personale integro di modo che il paziente e più in generale il pubblico possano fare affidamento sulla professione e non possano dubitare della moralità e onestà dei suoi membri (Donzallaz, op.”
Berufsrechtliche Vorgaben der FMH (z.B. zur Titelführung und zur Angabe der Herkunft akademischer Grade) verfolgen nach Rechtsprechung Zwecke wie Qualitätsschutz, Verlässlichkeit und Transparenz im Angebot medizinischer Leistungen und dienen damit auch dem Gesundheitsschutz. Deshalb können solche berufsrechtlichen Regeln im Rahmen der sich aus Art. 40 MedBG ergebenden Berufspflichten berücksichtigt werden.
“21 del codice deontologico della Federazione dei medici svizzeri (FMH) secondo cui "l'uso abusivo di titoli è vietato", "il medico può usare unicamente titoli universitari rilasciati da un'università svizzera o da un'università estera riconosciuta equivalente" e "i titolo accademici esteri devono sempre essere citati con il loro luogo di provenienza". Alla base di questo disposto non vi sono infatti dei meri interessi di categoria, bensì quello di tutelare la qualità, l'affidabilità e la trasparenza in materia di offerta di cure mediche, quindi la salute pubblica, ciò che ne permette il richiamo anche nel caso in esame (sentenze 2C_95/2021 del 27 agosto 2021 consid. 5.3.2 e 7.3, proprio con specifico riferimento al codice deontologico FMH; 2C_782/2017 del 27 marzo 2018 consid. 2.2 e 2.3; 2C_1083/2012 del 21 febbraio 2013 consid. 5.1 e 2C_901/2012 del 30 gennaio 2013 consid. 3.4, sempre con specifico riferimento al codice deontologico FMH; SPRUMONT/GUINCHARD/SCHORNO, op. cit., n. 26 segg. ad art. 40 LPMed). 7. 7.1. Sotto un capitolo intitolato "domanda in via subordinata" l'insorgente si lamenta infine del fatto che la Corte cantonale non abbia verificato e poi riconosciuto, sulla base dei documenti agli atti: (a) che utilizzando il titolo di professore egli era in buona fede; (b) che, in conseguenza di questo fatto, gli andava concessa "l'attenuante" di avere agito in stato di errore di diritto giusta l'art. 21 CP, applicabile per analogia anche nell'ambito del diritto penale amministrativo, in base all'art. 2 della legge federale del 22 marzo 1974 sul diritto penale amministrativo (DPA; RS 313.0) in relazione con l'art. 333 cpv. 1 CP. 7.2. Pure in quest'ultimo caso, a torto tuttavia. Nella misura in cui l'insorgente fa valere la mancata verifica delle critiche esposte ai p.ti 28-31 del ricorso presentato davanti all'istanza inferiore, va infatti rilevato che un diniego di giustizia non è dato, perché la Corte cantonale ha escluso anche la possibilità di richiamo al principio della buona fede, indicando nel suo giudizio: da un lato, che l'autorizzazione a portare titoli accademici di università private o estere spettava al Dipartimento della sanità e della socialità; d'altro lato, che neppure corrispondeva al vero che egli avesse utilizzato il termine di professore in corrispondenza al periodo di docenza presso C.”
Werbung muss objektiv und dem öffentlichen Bedürfnis entsprechend sein; sie darf weder irreführend noch aufdringlich erfolgen.
“Giusta l'art. 40 LPMed, chi esercita liberamente una professione medica universitaria deve osservare i seguenti obblighi professionali: a. esercitare la professione in modo accurato e coscienzioso; deve altresì rispettare i limiti delle competenze acquisite nell'ambito della formazione, del perfezionamento e dell'aggiornamento; b. approfondire, estendere e migliorare le proprie conoscenze, attitudini e capacità professionali grazie all'aggiornamento permanente; c. tutelare i diritti dei pazienti; d. praticare esclusivamente una pubblicità oggettiva e corrispondente all'interesse generale, non ingannevole né invadente; e. tutelare, nel collaborare con membri di altre professioni sanitarie, esclusivamente gli interessi dei pazienti e operare indipendentemente da vantaggi finanziari; f. osservare il segreto professionale conformemente alle prescrizioni pertinenti; g. prestare assistenza in casi di urgenza e partecipare ai servizi di emergenza conformemente alle prescrizioni cantonali; h.”
“Giusta l'art. 40 LPMed, chi esercita liberamente una professione medica universitaria deve osservare i seguenti obblighi professionali: a. esercitare la professione in modo accurato e coscienzioso; deve altresì rispettare i limiti delle competenze acquisite nell'ambito della formazione, del perfezionamento e dell'aggiornamento; b. approfondire, estendere e migliorare le proprie conoscenze, attitudini e capacità professionali grazie all'aggiornamento permanente; c. tutelare i diritti dei pazienti; d. praticare esclusivamente una pubblicità oggettiva e corrispondente all'interesse generale, non ingannevole né invadente; e. tutelare, nel collaborare con membri di altre professioni sanitarie, esclusivamente gli interessi dei pazienti e operare indipendentemente da vantaggi finanziari; f. osservare il segreto professionale conformemente alle prescrizioni pertinenti; g. prestare assistenza in casi di urgenza e partecipare ai servizi di emergenza conformemente alle prescrizioni cantonali; h.”
“36 Abs. 1 lit. a MedBG) und vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bietet (Art. 36 Abs. 1 lit. b MedBG). Die Bewilligung wird entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder nachträglich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie hätte verweigert werden müssen (Art. 38 Abs. 1 MedBG). Gemäss Art. 37 MedBG kann der Kanton vorsehen, dass die Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung mit bestimmten Einschränkungen fachlicher, zeitlicher und räumlicher Art oder mit Auflagen verbunden wird, soweit sie sich aus Erlassen des Bundes ergeben oder dies für die Sicherung einer qualitativ hochstehenden und zuverlässigen medizinischen Versorgung erforderlich ist. § 4 Abs. 3 des Gesundheitsgesetzes des Kantons Zürich vom 2. April 2007 (GesG; LS 810.1) sieht eine zeitliche Befristung der Berufsausübungsbewilligungen vor. 2.2 Selbständig bzw. in eigener fachlicher Verantwortung tätige Arztpersonen halten sich an die in Art. 40 MedBG normierten Berufspflichten. Neben anderem haben sie ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft auszuüben (lit. a) und die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren (lit. c). Werbung muss objektiv sein und dem öffentlichen Bedürfnis entsprechen und darf weder irreführend noch aufdringlich sein (lit. d). Bei der Zusammenarbeit mit Angehörigen anderer Gesundheitsberufe haben Arztpersonen ausschliesslich die Interessen der Patientinnen und Patienten zu wahren und unabhängig von finanziellen Vorteilen zu handeln (lit. e). Auch das kantonale Gesundheitsgesetz verlangt eine sorgfältige Berufsausübung von Arztpersonen, die auf die Interessen der Patientin oder des Patienten ausgerichtet ist und unter Wahrung der Unabhängigkeit erfolgt (§ 12 Abs. 1 GesG). Zur Pflicht der sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung gehört auch die Führung einer Patientendokumentation (VGr, 18. März 2021, VB.2019.00520, E. 2.1, mit Hinweisen). 2.3 Die Bewilligungspflicht nach Art. 34 MedBG und die Berufspflichten nach Art.”
Wegen der weiten Formulierung von Art. 40 wird seine konkrete Anwendung in der Praxis anhand berufsüblicher Normen, Standesregeln, anerkannten fachlichen Prinzipien und sonstiger berufsrechtlicher Standards ausgelegt. Diese Elemente dienen als Auslegungsmassstab zur Konkretisierung beruflicher Pflichten und zur Abgrenzung von Grenzfällen.
“Scopo principale delle misure disciplinari previste dalla LPMed è quello di mantenere l'ordine nella professione, di assicurarne il funzionamento corretto, di salvaguardarne il buon nome e la fiducia che i cittadini devono poter riporre nei confronti di questa professione, così come proteggere il pubblico contro quei membri che potrebbero non avere le necessarie qualità (STF 2C_922/2018 del 13 maggio 2019 consid. 6.2.2; Yves Donzallaz, Traité de droit médical, Berna 2021, n. 4833 e 4989; Rachel Christinat/Dominique Sprumont, La surveillance disciplinaire dans le domaine de la santé in: Thierry Tanquerel/ François Bellanger, Le droit disciplinaire, Zurigo 2018, pag. 107; Madeleine Hirsig-Vouilloz, La responsabilité du médecin, Berna 2017, pag. 219). A tal fine, l'art. 40 LPMed elenca, in modo esaustivo, le norme di comportamento che ogni medico deve rispettare nell'ambito della relazione individuale tra paziente e curante, doveri che comportano effetti anche sul rapporto con la comunità, i colleghi, il personale e le autorità (Donzallaz, op. cit., n. 4842) e che se (colpevolmente) violati possono determinare una responsabilità amministrativa del medico. A differenza tuttavia di quanto avviene in diritto penale, dove le norme che prevedono le infrazioni indicano precisamente gli elementi costitutivi del reato, nel diritto disciplinare la definizione degli atti punibili è generalmente fissata mediante una clausola generale (Donzallaz, op. cit., n. 4913), in particolare quella di cui all'art. 40 lett. a LPMed, poiché non è possibile enumerare precisamente tutte le possibili violazioni ai doveri professionali (Donzallaz, op. cit., n. 4914). Data la formulazione ampia di questi obblighi, la loro applicazione concreta necessita di un'interpretazione fondata sull'insieme delle norme e principi generalmente riconosciuti in seno alla professione (Donzallaz, op.”
“Scopo principale delle misure disciplinari previste dalla LPMed è quello di mantenere l'ordine nella professione, di assicurarne il funzionamento corretto, di salvaguardarne il buon nome e la fiducia che i cittadini devono poter riporre nei confronti di questa professione, così come proteggere il pubblico contro quei membri che potrebbero non avere le necessarie qualità (STF 2C_922/2018 del 13 maggio 2019 consid. 6.2.2; Yves Donzallaz, Traité de droit médical, Berna 2021, n. 4833 e 4989; Rachel Christinat/Dominique Sprumont, La surveillance disciplinaire dans le domaine de la santé in: Thierry Tanquerel/ François Bellanger, Le droit disciplinaire, Zurigo 2018, pag. 107; Madeleine Hirsig-Vouilloz, La responsabilité du médecin, Berna 2017, pag. 219). A tal fine, l'art. 40 LPMed elenca, in modo esaustivo, le norme di comportamento che ogni medico deve rispettare nell'ambito della relazione individuale tra paziente e curante, doveri che comportano effetti anche sul rapporto con la comunità, i colleghi, il personale e le autorità (Donzallaz, op. cit., n. 4842) e che se (colpevolmente) violati possono determinare una responsabilità amministrativa del medico. A differenza tuttavia di quanto avviene in diritto penale, dove le norme che prevedono le infrazioni indicano precisamente gli elementi costitutivi del reato, nel diritto disciplinare la definizione degli atti punibili è generalmente fissata mediante una clausola generale (Donzallaz, op. cit., n. 4913), in particolare quella di cui all'art. 40 lett. a LPMed, poiché non è possibile enumerare precisamente tutte le possibili violazioni ai doveri professionali (Donzallaz, op. cit., n. 4914). Data la formulazione ampia di questi obblighi, la loro applicazione concreta necessita di un'interpretazione fondata sull'insieme delle norme e principi generalmente riconosciuti in seno alla professione (Donzallaz, op.”
Die Berufspflichten für Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, sind bundesrechtlich in Art. 40 MedBG abschliessend geregelt. Kantonale Vorschriften sind mit dem Vorrang des Bundesrechts (Art. 49 BV) vereinbar, soweit sie die in Art. 40 enthaltenen Berufspflichten präzisieren oder konkretisieren; sie dürfen diese jedoch nicht erweitern.
“Die Berufspflichten von Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, sind bundesrechtlich in Art. 40 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (MedBG; SR 811.11) abschliessend geregelt (BGE 149 II 109 E. 7.3.1; 143 I 352 E. 3.3). Kantonale Bestimmungen zu diesen Berufspflichten sind mit dem Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts vereinbar (vgl. Art. 49 Abs. 1 BV), soweit sie die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG präzisieren oder konkretisieren. Sie dürfen diese jedoch nicht erweitern (BGE 149 II 109 E. 7.3.1 mit Hinweisen; Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2). Im Folgenden werden die Bestimmungen des kantonalen Rechts insoweit zitiert, als sie Art. 40 lit. b und h MedBG spezifizieren und in diesem Rahmen bei der Auslegung des Bundesrechts berücksichtigt werden. Die Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts bleibt jedoch frei (vgl. vorstehend E. 2.1; BGE 149 II 107 E. 7.3.2).”
“Die Berufspflichten von Personen, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, sind bundesrechtlich in Art. 40 des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (MedBG; SR 811.11) abschliessend geregelt (BGE 149 II 109 E. 7.3.1; 143 I 352 E. 3.3). Kantonale Bestimmungen zu diesen Berufspflichten sind mit dem Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts vereinbar (vgl. Art. 49 Abs. 1 BV), soweit sie die Berufspflichten nach Art. 40 MedBG präzisieren oder konkretisieren. Sie dürfen diese jedoch nicht erweitern (BGE 149 II 109 E. 7.3.1 mit Hinweisen; Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2). Im Folgenden werden die Bestimmungen des kantonalen Rechts insoweit zitiert, als sie Art. 40 lit. b und h MedBG spezifizieren und in diesem Rahmen bei der Auslegung des Bundesrechts berücksichtigt werden. Die Prüfungsbefugnis des Bundesgerichts bleibt jedoch frei (vgl. vorstehend E. 2.1; BGE 149 II 107 E. 7.3.2).”
Kantonale Aufsichtsbehörden können den von ihnen Beaufsichtigten einzelfallbezogene, konkretisierende Weisungen erteilen, sofern diese der Konkretisierung öffentlich-rechtlicher Vorgaben dienen, an welche die Beaufsichtigten gebunden sind. In der Aufsicht über Medizinalpersonen sind als derartige Vorgaben namentlich die in Art. 40 MedBG geregelten Berufspflichten relevant. Aufgrund der in Art. 40 lit. c verankerten Pflicht, die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren, können sich solche Anordnungen auch darauf beziehen, wie die Wahrung des patientenrechtlichen Selbstbestimmungsrechts in einem konkreten privatrechtlichen Behandlungsverhältnis auszugestalten ist.
“Dass das Feststellungsbegehren des Beschwerdeführers auch dem Privatrecht unterstehende Rechtsverhältnisse beschlägt, steht dem Erlass einer Feststellungsverfügung durch das Gesundheitsamt nicht von vornherein entgegen. Eine Aufsichtsbehörde kann den von ihr Beaufsichtigten unter Wahrung des Verhältnismässigkeitsgebots auch darüber einzelfallbezogene Weisungen erteilen, wie sie sich in einer bestimmten privatrechtlichen Rechtsbeziehung zu verhalten haben, sofern die betreffenden Anordnungen der Konkretisierung öffentlich-rechtlicher Vorgaben dienen, an welche die Beaufsichtigten gebunden sind (vgl. BGE 136 II 457 E. 6.2 f.). In Zusammenhang mit der Aufsicht über Medizinalpersonen sind als derlei öffentlich-rechtliche Vorgaben namentlich die in Art. 40 MedBG statuierten Berufspflichten relevant. Aufgrund der in Art. 40 lit. c MedBG verankerten Pflicht der Ärztinnen und Ärzte, die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren, können sich Anordnungen der kantonalen Aufsichtsbehörde (vgl. Art. 41 Abs. 2 Satz 1 MedBG) nach dem Gesagten auch auf die Rechtsfolgen einer bestimmten Ausübung des aus Art. 10 Abs. 2 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK fliessenden Rechts der Patientinnen und Patienten auf Selbstbestimmung im privatrechtlichen Behandlungsverhältnis beziehen (vgl. zur ärztlichen Berufspflicht zur Wahrung des Selbstbestimmungsrechts der Patientinnen und Patienten etwa YVES DONZALLAZ, Traité de droit medical, Bd. II, 2021, N. 5483; VIRGILIA RUMETSCH, Medizinalberufegesetz [MedBG], in: Gesundheitsrecht, SBVR Bd. VIII/1, 2. Aufl. 2023, N. 543). Ärztinnen und Ärzte nehmen im Rahmen privatrechtlicher Behandlungsverhältnisse zwar keine staatlichen Aufgaben wahr; sie agieren hier aber dennoch von Gesetzes wegen teilweise grundrechtsgebunden (vgl. in diesem Kontext Art.”
“Dass das Feststellungsbegehren des Beschwerdeführers auch dem Privatrecht unterstehende Rechtsverhältnisse beschlägt, steht dem Erlass einer Feststellungsverfügung durch das Gesundheitsamt nicht von vornherein entgegen. Eine Aufsichtsbehörde kann den von ihr Beaufsichtigten unter Wahrung des Verhältnismässigkeitsgebots auch darüber einzelfallbezogene Weisungen erteilen, wie sie sich in einer bestimmten privatrechtlichen Rechtsbeziehung zu verhalten haben, sofern die betreffenden Anordnungen der Konkretisierung öffentlich-rechtlicher Vorgaben dienen, an welche die Beaufsichtigten gebunden sind (vgl. BGE 136 II 457 E. 6.2 f.). In Zusammenhang mit der Aufsicht über Medizinalpersonen sind als derlei öffentlich-rechtliche Vorgaben namentlich die in Art. 40 MedBG statuierten Berufspflichten relevant. Aufgrund der in Art. 40 lit. c MedBG verankerten Pflicht der Ärztinnen und Ärzte, die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren, können sich Anordnungen der kantonalen Aufsichtsbehörde (vgl. Art. 41 Abs. 2 Satz 1 MedBG) nach dem Gesagten auch auf die Rechtsfolgen einer bestimmten Ausübung des aus Art. 10 Abs. 2 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK fliessenden Rechts der Patientinnen und Patienten auf Selbstbestimmung im privatrechtlichen Behandlungsverhältnis beziehen (vgl. zur ärztlichen Berufspflicht zur Wahrung des Selbstbestimmungsrechts der Patientinnen und Patienten etwa YVES DONZALLAZ, Traité de droit medical, Bd. II, 2021, N. 5483; VIRGILIA RUMETSCH, Medizinalberufegesetz [MedBG], in: Gesundheitsrecht, SBVR Bd. VIII/1, 2. Aufl. 2023, N. 543). Ärztinnen und Ärzte nehmen im Rahmen privatrechtlicher Behandlungsverhältnisse zwar keine staatlichen Aufgaben wahr; sie agieren hier aber dennoch von Gesetzes wegen teilweise grundrechtsgebunden (vgl. in diesem Kontext Art.”
Art. 40 verpflichtet dazu, in Notfällen assistierend Hilfe zu leisten und an Rettungs- und Notfalldiensten gemäss den kantonalen Vorschriften teilzunehmen.
“Giusta l'art. 40 LPMed, chi esercita liberamente una professione medica universitaria deve osservare i seguenti obblighi professionali: a. esercitare la professione in modo accurato e coscienzioso; deve altresì rispettare i limiti delle competenze acquisite nell'ambito della formazione, del perfezionamento e dell'aggiornamento; b. approfondire, estendere e migliorare le proprie conoscenze, attitudini e capacità professionali grazie all'aggiornamento permanente; c. tutelare i diritti dei pazienti; d. praticare esclusivamente una pubblicità oggettiva e corrispondente all'interesse generale, non ingannevole né invadente; e. tutelare, nel collaborare con membri di altre professioni sanitarie, esclusivamente gli interessi dei pazienti e operare indipendentemente da vantaggi finanziari; f. osservare il segreto professionale conformemente alle prescrizioni pertinenti; g. prestare assistenza in casi di urgenza e partecipare ai servizi di emergenza conformemente alle prescrizioni cantonali; h.”
Kantonale Vorschriften können die Ausgestaltung der Beaufsichtigung näher regeln. Insbesondere dürfen sie bestimmen, in welchem Umfang und in welcher örtlichen Präsenz eine Person, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausübt, Assistierende zu beaufsichtigen hat. Solche Regelungen stellen eine Konkretisierung der in Art. 40 lit. a MedBG verankerten Pflicht zur sorgfältigen Berufsausübung dar und sind damit mit den Berufspflichten nach Art. 40 vereinbar.
“Das kantonale Recht regelt detailliert, wie eine Assistenz zu beaufsichtigen ist (vgl. E. 5.3.1 hiervor). Damit bezweckt es die Sicherstellung der medizinischen Behandlungsqualität. Die Regelungen liegen damit ohne Weiteres im Interesse der öffentlichen Gesundheit und gewährleisten in diesem Sinne eine zuverlässige medizinische Versorgung der Bevölkerung sowie eine hohe Qualität der medizinischen Dienstleistungen (vgl. auch Urteil 2C_901/2012 vom 30. Januar 2013 E. 3.4). Im Lichte des Dargelegten stellen die kantonalen Vorschriften zur Beaufsichtigung von Assistentinnen und Assistenten eine Konkretisierung der Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung im Sinne von Art. 40 lit. a MedBG dar. Insofern darf das kantonale Recht auch präzisieren, in welchem Umfang eine Person, die einen universitären Medizinalberuf in eigener fachlicher Verantwortung ausübt, zur Beaufsichtigung der Assistenz vor Ort anwesend sein muss. Die kantonale Aufsichts- und Anwesenheitspflicht ist folglich mit den in Art. 40 MedBG abschliessend geregelten Berufspflichten vereinbar.”
Fehlen der Medizinalperson im Einzelfall die fachlichen Kompetenzen für das erforderliche Vorgehen, verpflichtet Art. 40 MedBG sie, zur Sicherstellung der Behandlung gegebenenfalls einen fachärztlichen Spezialisten beizuziehen.
“Liegt eine unrichtige Beurteilung vor, so hat der Arzt für diese insbesondere dann einzustehen, wenn er auf objektiv ungenügender Untersuchung beruht (vgl. BGE 120 Ib 411 E. 4.a). Gemäss Art. 40 lit. a des Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe vom 23. Juni 2006 (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) üben Medizinalpersonen ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft aus und halten sich an die Grenzen der Kompetenzen, die sie im Rahmen ihrer Aus-, Weiter- und Fortbildung erworben haben. Von dieser Bestimmung erfasst sind gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. a MedBG diejenigen Ärztinnen und Ärzte, die ihren Beruf selbständig ausüben (vgl. Walter Fellmann, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG] Kommentar, 2009, Art. 40 N 13 sowie 15 ff.). Im Einzelfall verpflichtet Art. 40 lit. a MedBG die Medizinalperson, einen Spezialisten beizuziehen, wenn ihr die fachlichen Kompetenzen für das Vorgehen fehlen, welches zum Wohl der Patientin erforderlich ist (Fellmann, a.a.O., Art. 40 MedBG N 86). In diesem Zusammenhang legt Art. 17 Abs. 2 lit. a MedBG fest, dass die Weiterbildung gemäss MedBG die Ärztinnen und Ärzte dazu befähigen solle, sichere Diagnosen zu stellen. Zu den vom MedBG genannten Weiterbildungen zählen insbesondere gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. b MedBV die Facharzttitel. Dementsprechend wird im Schrifttum darauf hingewiesen, dass nur Medizinalpersonen mit Facharzttitel die zu ihrem jeweiligen Fachgebiet zählenden Eingriffe und Behandlungen ausführen dürfen (vgl. Hardy Landolt/Iris Herzog-Zwitter, Sorgfaltspflicht der Ärzte, HAVE 2016, S. 108). Ein Behandlungsfehler ist einem Arzt deshalb bereits dann vorzuwerfen, wenn er infolge unzureichender fachlicher Zuständigkeit nicht zu einem sicheren Befund gelangen kann und dennoch die gesteigerten Möglichkeiten einer Medizinalperson mit Fachspezialisierung nicht beizieht (vgl. Bernd-Rüdiger Kern/Martin Rehborn, in: Laufs/Kern/Rehborn [Hrsg.], Handbuch des Arztrechts, 5. Aufl. 2019, § 96 Rz. 32; Antoine Roggo/Daniel Staffelbach, Offenbarung von Behandlungsfehlern/Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflicht - Plädoyer für konstruktive Kommunikation, AJP 2006, S.”
“Liegt eine unrichtige Beurteilung vor, so hat der Arzt für diese insbesondere dann einzustehen, wenn er auf objektiv ungenügender Untersuchung beruht (vgl. BGE 120 Ib 411 E. 4.a). Gemäss Art. 40 lit. a des Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe vom 23. Juni 2006 (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 811.11) üben Medizinalpersonen ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft aus und halten sich an die Grenzen der Kompetenzen, die sie im Rahmen ihrer Aus-, Weiter- und Fortbildung erworben haben. Von dieser Bestimmung erfasst sind gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. a MedBG diejenigen Ärztinnen und Ärzte, die ihren Beruf selbständig ausüben (vgl. Walter Fellmann, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], Medizinalberufegesetz [MedBG] Kommentar, 2009, Art. 40 N 13 sowie 15 ff.). Im Einzelfall verpflichtet Art. 40 lit. a MedBG die Medizinalperson, einen Spezialisten beizuziehen, wenn ihr die fachlichen Kompetenzen für das Vorgehen fehlen, welches zum Wohl der Patientin erforderlich ist (Fellmann, a.a.O., Art. 40 MedBG N 86). In diesem Zusammenhang legt Art. 17 Abs. 2 lit. a MedBG fest, dass die Weiterbildung gemäss MedBG die Ärztinnen und Ärzte dazu befähigen solle, sichere Diagnosen zu stellen. Zu den vom MedBG genannten Weiterbildungen zählen insbesondere gemäss Art. 2 Abs. 1 lit. b MedBV die Facharzttitel. Dementsprechend wird im Schrifttum darauf hingewiesen, dass nur Medizinalpersonen mit Facharzttitel die zu ihrem jeweiligen Fachgebiet zählenden Eingriffe und Behandlungen ausführen dürfen (vgl. Hardy Landolt/Iris Herzog-Zwitter, Sorgfaltspflicht der Ärzte, HAVE 2016, S. 108). Ein Behandlungsfehler ist einem Arzt deshalb bereits dann vorzuwerfen, wenn er infolge unzureichender fachlicher Zuständigkeit nicht zu einem sicheren Befund gelangen kann und dennoch die gesteigerten Möglichkeiten einer Medizinalperson mit Fachspezialisierung nicht beizieht (vgl. Bernd-Rüdiger Kern/Martin Rehborn, in: Laufs/Kern/Rehborn [Hrsg.], Handbuch des Arztrechts, 5. Aufl. 2019, § 96 Rz. 32; Antoine Roggo/Daniel Staffelbach, Offenbarung von Behandlungsfehlern/Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflicht - Plädoyer für konstruktive Kommunikation, AJP 2006, S.”
Auch die gegenüber Kolleginnen und Kollegen gerichtete berufliche Kommunikation und Werbung muss sachlich und nicht-irreführend sein; insoweit gilt die Pflicht, nur objektive Angaben zu machen.
“________ medesima e al fatto che l'opuscolo nel quale viene usato tale titolo fosse inviato solo a dei colleghi, che non potevano essere confusi, la questione esula dall'accertamento dei fatti - perché tali fatti risultano anche dal giudizio impugnato - e necessario era semmai un confronto con l'argomentazione fornita dai Giudici ticinesi nel suo complesso, che qui però manca, perché il ricorrente prende posizione in merito ai contenuti del giudizio impugnato solo in modo frammentario e quindi lesivo dell'art. 42 cpv. 2 LTF (DTF 142 III 364 consid. 2.4). Indipendentemente da ciò, va ad ogni modo osservato che l'insorgente pare non considerare due aspetti importanti, ovvero: da un lato, che la pubblicità non comprende solo quella svolta da medico rivolgendosi ai pazienti, ma anche quella svolta nei confronti di altri colleghi, che potrebbero indirizzargli dei pazienti in seguito (DONZALLAZ, op. cit., n. 5505 pag. 2642); d'altro lato che, oltre all'obbligo di non ingannare, la LPMed prescrive anche quello di fornire informazioni oggettive (sentenza 2C_95/2021 del 27 agosto 2021 consid. 7, con riferimento ad un titolo di dottore; OLIVIER GUILLOD/FRÉDÉRIC ERARD, Droit médical, 2020, n. 266 pag. 208 segg.; DOMINIQUE SPRUMONT/JEAN-MARC GUINCHARD/DEBORAH SCHORNO, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont, Kommentar Medizinalberufegesetz [MedBG], 2009, n. 56 segg. ad art. 40 LPMed; BORIS ETTER, Medizinalberufegesetz, 2006, n. 16 segg. ad art. 40 LPMed), e ciò deve evidentemente valere anche quando il pubblico al quale ci si indirizza, riportando le proprie credenziali, referenze o titoli, è costituito da dei colleghi (sentenza 2C_95/2021 del 27 agosto 2021 consid. 7; DONZALLAZ, op. cit., n. 5505 pag. 2642). 6. 6.1. Sotto un capitolo intitolato "violazione del diritto federale" l'insorgente ritiene inoltre che l'art. 40 lett. d vLPMed manchi della determinatezza imposta dal diritto penale e che la sua applicazione contrasti pertanto con l'art. 1 del codice penale svizzero del 21 dicembre 1937 (CP; RS 311.0), nel quale è ancorato il principio nulla poena sine lege. Nel medesimo tempo, considera che violato sia anche l'art. 12 CP "dal momento che i fatti così come accertati... non permettono comunque di concludere per l'esistenza di un dolo". 6.2. Pure in questo caso, le argomentazioni esposte nel ricorso non possono essere tuttavia condivise. 6.2.1. In via di principio, le misure disciplinari hanno infatti un carattere amministrativo e non penale e ciò vale anche nella fattispecie, in cui è litigiosa una multa di fr.”
Bei fachlich eigenverantwortlich tätigen Ärztinnen und Ärzten können Verletzungen der Berufspflichten aufsichtsrechtlich und gestützt auf Art. 43 i.V.m. Art. 40 MedBG sanktioniert werden. Begehrensweisen, die darauf abzielen, die künftige Meinungsbildung der Aufsichtsbehörde in allfälligen späteren Disziplinarverfahren zu beeinflussen, betreffen den internen Entscheidungsprozess und sind nicht in Form einer materiellen Verfügung zu treffen.
“des angefochtenen Urteils mit Hinweisen auf Lehre und Praxis sowie die bundesrätliche Botschaft zum MedBG; vgl. auch BGE 142 I 195 E. 3.1; Urteil 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 2.3; RUMETSCH, a.a.O., N. 482 ff.). Angesichts dieses intrikaten Zusammenspiels zwischen gesetzlicher Ordnung und Standesregeln ist eine Feststellung konkreter Rechte und/oder Pflichten der Ärzteschaft in Zusammenhang mit sämtlichen medizinischen Behandlungen, die der Beschwerdeführer derzeit benötigt und in Zukunft benötigen könnte, nicht vorstellbar. Sodann beschlägt das diesbezügliche Begehren des Beschwerdeführers - zumal von fachlich eigenverantwortlich tätigen Ärztinnen und Ärzten begangene Berufspflichtverletzungen ausschliesslich gestützt auf Art. 43 i.V.m. Art. 40 MedBG aufsichtsrechtlich sanktioniert werden können (eine Disziplinarordnung für der fachlichen Aufsicht unterstehende Ärztinnen und Ärzte kennt der Kanton Bern nicht; vgl. zur Kompetenzordnung Urteil 2C_236/2020 vom 28. August 2020 E. 3.3.2; DONZALLAZ, a.a.O., Bd. II, 2021, N. 5730) - lediglich den Meinungsbildungsprozess der Aufsichtsbehörde in allfälligen künftigen, seine medizinische Behandlung betreffenden Disziplinarverfahren, was von vornherein nicht Gegenstand einer (materiellen) Verfügung sein kann. Das seitens des Beschwerdeführers Anbegehrte liefe letztlich auf die Abgabe eines Versprechens der Aufsichtsbehörde hinaus, anlässlich einer dereinst möglicherweise erfolgenden Ergreifung aufsichtsrechtlicher Massnahmen gegenüber bestimmten Ärztinnen und Ärzten - im Sinne eines "Berücksichtigungsverbots" - gewisse Überlegungen nicht anzustellen. Dazu, welche Begründungselemente sie im Hinblick auf einen in Zukunft allenfalls zu fällenden Entscheid heranziehen könnte, kann sich eine Behörde in der Form einer unverbindlichen Auskunft äussern; einer materiellen Verfügung zugänglich ist eine solche Mitteilung jedoch nicht (vgl.”
SAMW‑Richtlinien können Teil des ärztlichen Standesrechts werden; ihre Verletzung kann vereinsinterne standesrechtliche Sanktionen nach sich ziehen. Das Gesundheitsamt ist nicht sachlich zuständig, private Standesordnungen verbindlich festzulegen oder diesbezügliche Feststellungen zu treffen.
“Die Richtlinien der SAMW werden so Bestandteil des ärztlichen Standesrechts. FMH-Organe überwachen die Einhaltung der Standesordnung und können Verstösse nach Massgabe des Sanktionskatalogs (Art. 47) vereinsintern sanktionieren (vgl. Art. 43 ff. FMH-StO). Eine Verletzung der Richtlinien kann somit für einen Grossteil aller Ärztinnen und Ärzte, die in der Schweiz ihren Beruf ausüben, standesrechtliche Sanktionen zur Folge haben (vgl. zum Ganzen Virgilia Rumetsch, in Poledna/Rumetsch [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. VIII/1 Gesundheitsrecht, 2. Aufl. 2023, Rz. 482 ff.; weiterführend zur SAMW und deren Richtlinien Yves Donzallaz, Traité de droit médical, Vol. I, L’État, le medecin, les soignants et le patient: entre droit, éthique et règles de l’art [nachfolgend: Vol. I], 2021, Rz. 2575 ff.). 2.3 Das Gesundheitsamt hat einen Anspruch auf die verlangten Feststellungen verneint, weil es dafür sachlich nicht zuständig sei und auch keine andere Behörde im Kanton zuständig sei. Art. 40 MedBG regle die Berufspflichten für die von ihm erfassten Medizinalpersonen einheitlich und abschliessend. Als Aufsichtsbehörde im Sinn von Art. 41 MedBG treffe das Gesundheitsamt im Kanton Bern die für die Einhaltung der Berufspflichten nötigen Massnahmen und ordne nötigenfalls Disziplinarmassnahmen nach Art. 43 MedBG an. Die SAMW-Richtlinien seien hingegen nicht Teil der öffentlich-rechtlichen Berufspflichten. Sowohl die Richtlinien als auch die Standesordnung der FMH bildeten private Regelwerke, wobei die Standesordnung nur für Ärztinnen und Ärzte gelte, die Mitglied der FMH seien, und die Standesorganisation nicht der öffentlich-rechtlichen Aufsicht unterstehe. Das Gesundheitsamt sei daher weder zuständig, dem Beschwerdeführer die «Abwahl sämtlicher SAMW-Richtlinien» zu bestätigen noch die Befreiung von aufsichtsrechtlichen Verfahren und möglichen Sanktionierungen, die FMH-Mitgliedern nach dem privatrechtlichen Standesrecht bei Nichtbeachtung von SAMW-Richtlinien drohen. Seine Zuständigkeit beziehe sich auf die einzelnen Ärztinnen und Ärzte (Berufsausübungsbewilligung, aufsichtsrechtliche Massnahmen).”
“Die Richtlinien der SAMW werden so Bestandteil des ärztlichen Standesrechts. FMH-Organe überwachen die Einhaltung der Standesordnung und können Verstösse nach Massgabe des Sanktionskatalogs (Art. 47) vereinsintern sanktionieren (vgl. Art. 43 ff. FMH-StO). Eine Verletzung der Richtlinien kann somit für einen Grossteil aller Ärztinnen und Ärzte, die in der Schweiz ihren Beruf ausüben, standesrechtliche Sanktionen zur Folge haben (vgl. zum Ganzen Virgilia Rumetsch, in Poledna/Rumetsch [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. VIII/1 Gesundheitsrecht, 2. Aufl. 2023, Rz. 482 ff.; weiterführend zur SAMW und deren Richtlinien Yves Donzallaz, Traité de droit médical, Vol. I, L’État, le medecin, les soignants et le patient: entre droit, éthique et règles de l’art [nachfolgend: Vol. I], 2021, Rz. 2575 ff.). 2.3 Das Gesundheitsamt hat einen Anspruch auf die verlangten Feststellungen verneint, weil es dafür sachlich nicht zuständig sei und auch keine andere Behörde im Kanton zuständig sei. Art. 40 MedBG regle die Berufspflichten für die von ihm erfassten Medizinalpersonen einheitlich und abschliessend. Als Aufsichtsbehörde im Sinn von Art. 41 MedBG treffe das Gesundheitsamt im Kanton Bern die für die Einhaltung der Berufspflichten nötigen Massnahmen und ordne nötigenfalls Disziplinarmassnahmen nach Art. 43 MedBG an. Die SAMW-Richtlinien seien hingegen nicht Teil der öffentlich-rechtlichen Berufspflichten. Sowohl die Richtlinien als auch die Standesordnung der FMH bildeten private Regelwerke, wobei die Standesordnung nur für Ärztinnen und Ärzte gelte, die Mitglied der FMH seien, und die Standesorganisation nicht der öffentlich-rechtlichen Aufsicht unterstehe. Das Gesundheitsamt sei daher weder zuständig, dem Beschwerdeführer die «Abwahl sämtlicher SAMW-Richtlinien» zu bestätigen noch die Befreiung von aufsichtsrechtlichen Verfahren und möglichen Sanktionierungen, die FMH-Mitgliedern nach dem privatrechtlichen Standesrecht bei Nichtbeachtung von SAMW-Richtlinien drohen. Seine Zuständigkeit beziehe sich auf die einzelnen Ärztinnen und Ärzte (Berufsausübungsbewilligung, aufsichtsrechtliche Massnahmen).”
Personen haben ihren universitären Medizinalberuf sorgfältig und gewissenhaft auszuüben und müssen sich an die Kompetenzgrenzen halten, die sie in Aus-, Weiter- und Fortbildung erworben haben. Verletzungen dieser Berufspflichten können die Aufsichtsbehörde zur Anordnung von Disziplinarmassnahmen nach Art. 43 MedBG berechtigen (z. B. Verwarnung, Verweis, Busse bis Fr. 20'000, befristetes oder definitives Berufsausübungsverbot).
“Die als Ärztinnen oder Ärzte (bis 31. Dezember 2017: selbständig; bis 31. Januar 2020: privatwirtschaftlich in eigener fachlicher Verantwortung; ab 1. Februar 2020: in eigener fachlicher Verantwortung) tätigen Personen haben sich an die in Art. 40 MedBG normierten Berufspflichten zu halten. Hierunter fällt insbesondere die Pflicht, ihren Beruf sorgfältig und gewissenhaft auszuüben, wobei sie sich an die Grenzen ihrer Kompetenz halten müssen, die sie im Rahmen der Aus-, Weiter- und Fortbildung erworben haben (vgl. Art. 40 lit. a MedBG). Sie haben die Rechte der Patientinnen und Patienten zu wahren (vgl. Art. 40 lit. c MedBG). Verletzen sie diese Berufspflichten oder andere Vorschriften der Medizinalberufegesetzgebung, kann die Aufsichtsbehörde als Disziplinarmassnahmen eine Verwarnung, einen Verweis, eine Busse bis zu Fr. 20'000.--, ein für längstens sechs Jahre befristetes Berufsausübungsverbot oder ein definitives Berufsausübungsverbot für das ganze oder einen Teil des Tätigkeitsspektrums anordnen (vgl. Art. 43 Abs. 1 MedBG). Eine Busse kann zusätzlich zu einem Berufsausübungsverbot auferlegt werden (vgl. Art. 43 Abs. 3 MedBG).”
Art. 40 MedBG enthält eine Generalklausel zur sorgfalts- und gewissenhaften Berufsausübung, die einer Auslegung bedarf. Die in Art. 40 geregelten Berufspflichten sind abschliessend; Standesregeln der Berufsorganisationen dürfen diese Grundsätze zur Konkretisierung heranziehen, nicht jedoch um zusätzliche, eigenständige Berufspflichten erweitern.
“Die Berufspflichten für Personen, die einen universitären Medizinalberuf - wie die Beschwerdegegnerin - in eigener fachlicher Verantwortung ausüben, regelt das Bundesrecht in Art. 40 MedBG abschliessend (vgl. BGE 149 II 109 E. 7.3.1; 143 I 352 E. 3.3; Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2). Indessen stellt die Pflicht zur sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung im Sinne von Art. 40 lit. a MedBG eine Generalklausel dar, die der Auslegung bedarf. Für die Konkretisierung dieser Pflicht können andere Normen beigezogen werden, welche die Tätigkeit der betroffenen Medizinalperson regeln und ihr ein bestimmtes Verhalten vorschreiben. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung werden im Medizinalberufegesetz in verfassungskonformer Weise lediglich die grundsätzlichen Berufspflichten verankert, während deren Präzisierung beispielsweise durch die Standesregeln der Berufsorganisationen erfolgen darf. Jedoch dürfen die in Art. 40 MedBG abschliessend aufgezählten Pflichten nicht erweitert werden (Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2 mit Hinweisen). Gleich verhält es sich mit Blick auf das kantonale Recht. Die kantonalen Vorschriften sind mit dem Grundsatz des Vorrangs des Bundesrechts gemäss Art.”
“Die in Art. 40 MedBG verankerten Berufspflichten sind im Lichte der Standesregeln der Berufsorganisationen auszulegen. Die Pflicht zur Fortbildung wird im MedBG lediglich als Grundsatz festgelegt (Urteil 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 2.3 mit Hinweis auf die Botschaft zum MedBG). Die Standesregeln können - wie im Bereich der Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte - die Berufspflichten von Personen, die einen Medizinalberuf ausüben, präzisieren. Sie dürfen jedoch die in Art. 40 MedBG abschliessend aufgezählten Pflichten nicht ergänzen (BGE 149 II 109 E. 7.3.1; Urteil 2C_95/2021 vom 27. August 2021 E. 5.3.2; vorstehend E. 4.1). Die Regelungen der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) und der Vereinigung der Kantonszahnärztinnen und Kantonszahnärzte der Schweiz (VKZS) dürfen zur Präzisierung der Fortbildungspflicht von Art. 40 lit. b MedBG herangezogen werden, da sie die Behandlungsqualität gewährleisten und damit einem öffentlichen Interesse dienen (Urteil 2C_782/2017 vom 27. März 2018 E. 3.1).”