Ausdruck gemäss Ziff. II 1 des BG vom 19. März 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2010 (AS 2010 3233;BBl 2009 5435). Diese Änd. wurde im ganzen Erlass berücksichtigt. ↩
1 commentary
Bei Überschreitung der Sanierungswerte bzw. Schwellenwerte sind kantonale Nutzungsbeschränkungen zwingend vorzusehen/anzuwenden; die Kantone prüfen Überschreitungen anhand der in der VBBo festgelegten Richt-, Prüf- und Sanierungswerte (Schwellenwerte) und beschränken die Nutzung, wenn eine konkrete Gefährdung vorliegt.
“La législation sur la protection des sols (art. 33 à 35 LPE) s'applique lorsque le terrain contaminé ne peut pas être qualifié de site pollué au sens de l'OSites (cf. TF 1C_609/2014 du 3 août 2015 consid. 3.1). L'objectif général du droit de la protection des sols est la conservation à long terme de la fertilité des sols (cf. art. 33 al. 1 LPE). Si les atteintes constituent une menace pour l’homme, pour les animaux ou pour les plantes, les cantons restreignent autant que nécessaire l’utilisation du sol (art. 34 al. 2 LPE). Le Conseil fédéral peut fixer des valeurs indicatives et des valeurs d’assainissement en vue d’évaluer les atteintes portées aux sols (art. 35 al. 1 LPE). Les valeurs indicatives indiquent le niveau de gravité des atteintes au-delà duquel, selon l’état de la science ou l’expérience, la fertilité des sols n’est plus garantie à long terme (art. 35 al. 2 LPE). Les valeurs d’assainissement indiquent le niveau de gravité des atteintes au-delà duquel, selon l’état de la science ou l’expérience, certaines exploitations mettent forcément en péril l’homme, les animaux ou les plantes (art. 35 al. 3 LPE). Les valeurs d'assainissement sont conçues comme une limite absolue. Si la pollution est supérieure, elle est considérée dans tous les cas comme dangereuse pour la santé (TF 1C_609/2014 du 3 août 2015 consid. 3.1). Les art. 9 et 10 de l'ordonnance fédérale du 1er juillet 1998 sur les atteintes portées aux sols (OSol; RS 814.12) règlent les mesures à prendre par les cantons en cas de dépassement des valeurs d'examen et d'assainissement.”
“Das Bundesgesetz über den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.0) bezweckt unter anderem den Erhalt der Fruchtbarkeit des Bodens (Art. 1 Abs. 1 und Art. 33 Abs. 1 USG). Bodenbelastungen sind physikalische, chemische und biologische Veränderungen der natürlichen Beschaffenheit des Bodens. Als Boden gilt nur die oberste, unversiegelte Erdschicht, in der Pflanzen wachsen können (Art. 7 Abs. 4bis USG). Gefährdet die Bodenbelastung Menschen, Tiere oder Pflanzen, so schränken die Kantone die Nutzung des Bodens im erforderlichen Mass ein (Art. 34 Abs. 2 USG). Der Bundesrat wird ermächtigt, zur Beurteilung der Bodenbelastungen Richt- und Sanierungswerte festzulegen (Art. 35 Abs. 1 USG). Die Richtwerte geben die Belastung an, bei deren Überschreitung die Fruchtbarkeit des Bodens nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung langfristig nicht mehr gewährleistet ist (Art. 35 Abs. 2 USG). Die Sanierungswerte geben die Belastung an, bei deren Überschreitung nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung bestimmte Nutzungen ohne Gefährdung von Menschen Tieren oder Pflanzen nicht möglich sind (Art. 35 Abs. 3 USG). Sanierungswerte sind als absolute Grenze konzipiert. Liegt die Belastung darüber, gilt diese in jedem Fall als gesundheitsgefährdend. Bund und Kantone beurteilen die Bodenbelastung anhand der in den Anhängen der VBBo festgelegten Richt-, Prüf- und Sanierungswerte (vgl. Art. 35 Abs. 1 USG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 VBBo). In Art. 8 ff. VBBo ist definiert, welche Massnahmen bei Überschreitung der jeweiligen Werte zu treffen sind. Werden die nach Nutzungsarten geordneten Grenzwerte überschritten, prüfen die Kantone, ob sich die Belastung zu einer konkreten Gefährdung von Menschen, Tieren oder Pflanzen manifestiert (Art.”
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