Einwirkungen werden sowohl einzeln als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken beurteilt.
7 commentaries
Bei räumlich, zeitlich oder funktional verknüpften/eng verbundenen Teilprojekten müssen Emissionen (Lärm, Luftschadstoffe), Verkehrsmehrbelastungen und sonstige kumulative Umwelteinwirkungen gemeinsam beurteilt und ggf. in Monitoringkonzepten zusammengefasst werden.
“Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin überdies, wenn sie im hier zur Diskussion stehenden Plangenehmigungsgesuch einen Widerspruch zum Konzentrationsprinzip erblickt. Nach Art. 37 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 LFG erteilt die Vorinstanz mit der Plangenehmigung sämtliche nach Bundesrecht für die Erstellung oder Änderung von Bauten und Anlagen erforderlichen Bewilligungen. Die Genehmigung fällt damit - im Sinne des Konzentrationsprinzips und in Anwendung der Verfahrensbestimmungen des LFG und der VIL - ausschliesslich in die Zuständigkeit der Vorinstanz. Dies gilt auch für das strittige Projektänderungsgesuch. Inwiefern dieses gegen das Konzentrationsprinzip verstossen soll, wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert begründet und ist auch nicht ersichtlich. Das aus Art. 8 USG abgeleitete Prinzip der ganzheitlichen Betrachtungsweise verlangt im Übrigen eine gesamthafte Beurteilung aller Anlagen, die aufgrund ihres räumlichen, zeitlichen und funktionalen Zusammenhangs als Gesamtanlage erscheinen (BGE 142 II 20 E. 3.1 m.H.; Urteile des BGer 1C_291/2018 vom 3. Juli 2019 E. 5.2; 1C_99/2020, 1C_109/2020 vom 22. November 2023 E. 3.3 f., in: URP 2024 S. 45). Die Prüfung der Nutzungserweiterung umfasst sowohl die Auswirkungen der bisherigen als auch der neuen Vorfeldflächen, so dass eine gesamthafte Beurteilung der Lärmimmissionen gewährleistet bleibt und der Beschwerdeführerin aus dem etappenweisen Vorgehen der Beschwerdegegnerin kein Rechtsnachteil erwächst. Inwiefern das neue Plangenehmigungsgesuch gegen das Rechtsmissbrauchsverbot verstossen soll, ist bei dieser Sach- und Rechtslage nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht substanziiert dargelegt.”
“55) – aus, mittlerweile sei bekannt, dass die Belastungen an Land weit stärker als bisher kommuniziert seien und auch das Areal J einer altlastenrechtlichen Sanierung bedürfe. Zurzeit würden ver- schiedene Sanierungsvarianten geprüft, wobei insbesondere die Variante "Dichtwand am See" relevante Überschneidungen mit der Seegrundsanie- rung aufweise. Die im Rahmen dieser Variante vorgesehene ca. 10 m hohe Mauer entlang der seeseitigen Grundstücksgrenze würde nicht nur das Aus- waschen der Schadstoffe in den See verhindern, sondern auch die beste- hende, instabile Ufermauer ersetzen und so der als Hauptargument für die Projektänderung vorgebrachten Instabilität im Falle der ursprünglich vorge- sehenen Dekontamination seeseitig entgegenwirken. Umgekehrt könnte die Variante Dichtwand kaum mehr realisiert werden, wenn die Schüttung voll- zogen würde. Entsprechend habe der Kanton zu Recht postuliert, dass die landseitige Sanierung und die Arealentwicklung mit der Seegrundsanierung abzustimmen seien, doch könne von einer Koordination von Seegrund- und Landsanierung (die sachlich und rechtlich zwingend geboten wäre, wobei auf Art. 8 USG verwiesen wird) keine Rede sein. Der Entscheid zur strittigen Projektänderung sei gefällt worden, ohne die Erkenntnisse zu den landseiti- gen Belastungen zu berücksichtigen. Bei rechtskräftiger Bewilligung und Vollzug der Seeschüttung würden wertvolle Synergien mit der Landsanie- rung verhindert und diesbezüglich Fakten geschaffen, die sich nicht mehr beseitigen liessen. Die angefochtenen Entscheide seien auch vor diesem Hintergrund rechtsfehlerhaft, da sie auf einem unvollständigen Sachverhalt beruhen und die bundesrechtlichen Vorgaben betreffend Verfahrenskoordi- nation verletzen würden. Dabei sei davon auszugehen, dass das AWEL bei der ersten öffentlichen Auflage der Seeschüttung im Februar 2023 bzw. im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids die Resultate der 2021 gestarteten landseitigen Bohrkampagne bereits gekannt habe, so dass ihm die Unvoll- ständigkeit des Sachverhalts bewusst gewesen sei. Demgegenüber sei die Baukommission Uetikon soweit bekannt nicht entsprechend informiert gewe- sen und habe den Entscheid somit aufgrund einer unvollständigen Aktenlage gefällt.”
“Aufgrund der prognostizierten Verkehrszahlen für den neu geplanten Autobahnanschluss und wegen der prognostizierten Verkehrszunahme auf der Nationalstrasse N02 im Bereich des Autobahnanschlusses ist auch in der Umgebung des neuen Autobahnanschlusses mit einer Zunahme der Luftschadstoffimmissionen zu rechnen. Dies wird im UVB WOV nicht erwähnt und im genannten Übersichtsplan nicht ausgewiesen. Ob in der Betriebsphase die Grenzwerte der LRV auch in diesem Bereich eingehalten werden können, kann dem UVB WOV nicht entnommen werden. Art. 8 USG verlangt auch hinsichtlich der Luftschadstoffemissionen eine gesamthafte Beurteilung der beiden Teilprojekte. Wie von der Beschwerdeführerin verlangt, müsste neben der Anordnung allfälliger Massnahmen zur Reduktion der Luftschadstoffe (vgl. nachfolgend E. 6) zumindest die Umgebung des Halbanschlusses in das erwähnte Monitoring der Luftqualitätsmessungen eingeschlossen werden, was soweit ersichtlich weder in der Genehmigung der WOV noch in der Genehmigung des Ausführungsprojekts "N02 Halbanschluss Altdorf" angeordnet worden ist.”
Räumlich getrennte Teilprojekte können nur dann getrennt beurteilt werden, wenn objektive Abgrenzungen und unterschiedliche funktionale Ziele vorliegen; die gemeinsame Organisation/Planung kann ein praktisches Indiz für funktionalen Zusammenhang sein.
“8 de la loi fédérale du 7 octobre 1983 sur la protection de l'environnement (Loi sur la protection de l'environnement, LPE, RS 814.01) qui consacre le principe de l'évaluation globale des atteintes. 6.3.2 Selon la jurisprudence, le principe de l'évaluation globale des atteintes exige que les atteintes atmosphériques et sonores d'une installation soient évaluées globalement (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.3 ; 131 II 103 consid. 2.1.2). Il impose, en particulier dans le domaine de la limitation des émissions, d'évaluer ensemble toutes les installations qui apparaissent comme une installation unique d'un point de vue spatial, temporel et fonctionnel (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). Il permet de tenir compte du fait que différentes atteintes à l'environnement, en soi négligeables, peuvent, en se cumulant, conduire à des atteintes significatives. Il s'agit dès lors de tenir compte de ces effets cumulés sans s'arrêter aux limites spatiales, temporelles ou matérielles du projet (cf. ATF 142 II 517 consid. 3.3 ; arrêts du TF 1C_628/2019 du 22 décembre 2021 consid. 3.3 ; 1C_685/2013 du 6 mars 2015 consid. 6.3). L'art. 8 LPE n'empêche toutefois pas la réalisation d'un projet par étapes pour autant qu'une évaluation d'ensemble puisse avoir lieu (cf. ATF 118 Ib 76 consid. 2b ; arrêt du TF 1C_97/2017 du 19 septembre 2018 consid. 2.1). 6.3.3 Il découle du principe d'évaluation globale que l'étude d'impact doit s'étendre à toutes les parties qui forment ensemble une installation unique (cf. ATF 142 II 20 consid. 3.1). La question de savoir s'il existe un rapport suffisamment étroit entre différents projets au sens de l'art. 8 LPE est une question juridique (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). L'art. 9 al. 3 de l'ordonnance du 19 octobre 1988 relative à l'étude de l'impact sur l'environnement (OEIE, RS 814.011) confirme que le rapport d'impact doit rendre compte de tous les aspects de l'impact sur l'environnement imputables à la réalisation du projet et les évaluer aussi bien isolément que collectivement et dans leur action conjointe. Aucune de ces dispositions n'exige en revanche que des projets clairement distincts soient mis à l'enquête simultanément (cf.”
“Il impose, en particulier dans le domaine de la limitation des émissions, d'évaluer ensemble toutes les installations qui apparaissent comme une installation unique d'un point de vue spatial, temporel et fonctionnel (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). Il permet de tenir compte du fait que différentes atteintes à l'environnement, en soi négligeables, peuvent, en se cumulant, conduire à des atteintes significatives. Il s'agit dès lors de tenir compte de ces effets cumulés sans s'arrêter aux limites spatiales, temporelles ou matérielles du projet (cf. ATF 142 II 517 consid. 3.3 ; arrêts du TF 1C_628/2019 du 22 décembre 2021 consid. 3.3 ; 1C_685/2013 du 6 mars 2015 consid. 6.3). L'art. 8 LPE n'empêche toutefois pas la réalisation d'un projet par étapes pour autant qu'une évaluation d'ensemble puisse avoir lieu (cf. ATF 118 Ib 76 consid. 2b ; arrêt du TF 1C_97/2017 du 19 septembre 2018 consid. 2.1). 6.3.3 Il découle du principe d'évaluation globale que l'étude d'impact doit s'étendre à toutes les parties qui forment ensemble une installation unique (cf. ATF 142 II 20 consid. 3.1). La question de savoir s'il existe un rapport suffisamment étroit entre différents projets au sens de l'art. 8 LPE est une question juridique (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). L'art. 9 al. 3 de l'ordonnance du 19 octobre 1988 relative à l'étude de l'impact sur l'environnement (OEIE, RS 814.011) confirme que le rapport d'impact doit rendre compte de tous les aspects de l'impact sur l'environnement imputables à la réalisation du projet et les évaluer aussi bien isolément que collectivement et dans leur action conjointe. Aucune de ces dispositions n'exige en revanche que des projets clairement distincts soient mis à l'enquête simultanément (cf. arrêt du TF 1C_628/2019 précité consid. 3.3). Les exigences de liens fonctionnel et spatial pour pouvoir retenir une installation globale sont cumulatives et non alternatives (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.5 ; arrêt du TF 1C_381/2012 du 4 juin 2013 consid. 2.1). Ces liens existent en présence d'un faisceau d'indices, tels que la propriété d'une entité, l'interaction au moins partielle au-delà de ce que prévoient les prescriptions officielles, la soumission à une planification commune ou encore la proximité géographique ou temporelle (cf.”
“Il ne fait guère de doute que les deux projets sont liés sur le plan spatial et temporel, puisque les deux secteurs susmentionnés sont adjacents. Cependant, d'un point de vue fonctionnel, ce lien doit être relativisé. Si les deux projets portent sur des travaux d'entretien et de renouvellement de cette portion de route, seul le projet faisant l'objet de la présente procédure induit une transformation plus importante du tronçon concerné. Celle-ci résulte de la réaffectation temporaire de la bande d'arrêt d'urgence R-BAU, de l'élargissement des tunnels de Belmont, du réaménagement des portails et de l'adaptation de la route et de la signalisation (cf. sur ce point également l'arrêt du TAF rendu ce jour dans la cause parallèle A-1185/2022). En ce sens, les deux projets poursuivent des objectifs différents. Dans ces circonstances, la séparation opérée par l'autorité intimée au kilomètre 14.480 repose sur des considérations objectives qui n'ont rien d'arbitraire et une évaluation séparée des projets sous l'angle de l'art. 8 LPE n'était pas contestable. De plus, les deux projets ont été développés sur les mêmes bases et les données utilisées se fondent sur l'évolution prévisible du trafic à l'horizon 2030, respectivement 2040, intégrant les autres projets de grande ampleur de l'OFROU. L'autorité d'approbation des plans, l'office requérant et les diverses autorités cantonales et fédérales entendues sont les mêmes. Il n'en va pas autrement de l'autorité de recours qui rend d'ailleurs également ce jour son arrêt dans la cause parallèle. Toutes ces autorités ont une vision d'ensemble des deux projets et disposent des mêmes données. Partant, il n'y a pas de risque de décisions contradictoires. La recourante n'a par ailleurs pas démontré qu'une approbation des projets en deux étapes affecterait l'évaluation de l'ensemble du projet ni que l'évaluation des impacts en serait modifiée de manière contraire à la loi. Ainsi, la recourante ne saurait reprocher à l'autorité inférieure d'avoir violé la loi en séparant le périmètre visé par la décision attaquée.”
Kantonübergreifende oder grenzüberschreitende Projekte sind hinsichtlich ihrer Umwelteinwirkungen (insbesondere Lärm und Luftschadstoffe) gesamthaft zu beurteilen.
“km langen und ca. 10 m breiten Mitteldamms, der die beiden Aarekanäle voneinander trenne, werde nach Aussage des Regierungsrats zu erheblichen Lärm- sowie Staub- und Erschütterungsimmissionen führen (Regierungsratsbeschluss S. 12). Zudem hätten sie von ihren Liegenschaften aus direkten Blickkontakt auf den Mitteldamm, dessen Zerstörung sie in ihrer Aussicht beeinträchtigen werde. Die Vorinstanz gehe offenbar von dem Konzept aus, dass jeder Kanton nur isoliert diejenigen Massnahmen des Projekts "Optimierung" beurteile, die auf seinem eigenen Kantonsgebiet realisiert würden. Dies widerspreche dem Koordinationsgebot (Art. 25a RPG). Das Kraftwerk und die damit zusammenhängende Kanalanlage seien ein historisch gewachsenes, funktionell zusammenhängendes System. Auch die Umwelteinwirkungen könnten nicht sauber zwischen den Kantonen aufgeschlüsselt werden, sondern müssten gemäss Art. 8 USG gesamthaft betrachtet werden. Es drohten widersprüchliche Entscheide, wenn jedes Verwaltungsgericht nur den auf seinem Kantonsgebiet befindlichen Projektteil beurteilen würde. Das Koordinationsprinzip gebiete an sich die gemeinsame Eröffnung der verschiedenen Entscheide und ein einheitliches Rechtsmittelverfahren. Zumindest aber müsse ein Leitverfahren bestimmt und ein Rechtsmittel gegen den in diesem Verfahren getroffenen Entscheid ermöglicht werden (unter Berufung auf BGE 116 Ib 50 E. 4b). Sie beantragen, im bundesgerichtlichen Verfahren sei festzustellen, welches Rechtsmittelverfahren das Leitverfahren darstelle. Werde kein Leitverfahren bestimmt und zwei separate Rechtsmittelverfahren durchgeführt, müssten die Beschwerdeführenden mindestens in beiden Kantonen zur Beschwerde gegen die jeweiligen Genehmigungsentscheide zugelassen werden, um sich gegen das Projekt gesamthaft zur Wehr setzen zu können. Diesfalls könnten die Verfahren z.B. durch die Sistierung eines Verfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des anderen koordiniert werden.”
“Bevor eine Behörde über die Planung, Errichtung oder Änderung von Anlagen entscheidet, prüft sie möglichst frühzeitig die Umweltverträglichkeit (Art. 10a Abs. 1 USG). Wer eine Anlage, die der Umweltverträglichkeitsprüfung untersteht, planen, errichten oder ändern will, muss der zuständigen Behörde einen Umweltverträglichkeitsbericht unterbreiten. Dieser bildet die Grundlage der Umweltverträglichkeitsprüfung (Art. 10b Abs. 1 USG). Gemäss Art. 8 USG werden Einwirkungen sowohl einzeln als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken beurteilt. Art. 8 USG und das darin zugrunde liegende Prinzip der ganzheitlichen Betrachtungsweise verlangen - insbesondere für den Bereich der Emissionsbegrenzung - eine gesamthafte Beurteilung aller Anlagen, die aufgrund ihres räumlichen, zeitlichen und funktionalen Zusammenhangs als Gesamtanlage erscheinen. Daraus wird gefolgert, dass die UVP-Pflicht sich auf alle Teile erstrecken muss, die zusammen eine Gesamtanlage in diesem Sinne bilden (BGE 142 II 20 E. 3.1 mit Hinweisen; Urteil 1C_291/2018 vom 3. Juli 2019 E. 5.2; vgl. auch Urteil 1C_99/2020, 1C_109/2020 vom 22. November 2023 E. 3.3 f., in: URP 2024 S. 45). Eine Gesamtanlage liegt vor, wenn die einzelnen Teile sich derart ergänzen, dass sie gemeinsam eine betriebliche Einheit bilden oder bilden könnten. Gehören die Einzelanlagen demselben Eigentümer/Betreiber oder besteht eine gemeinsame Organisation oder Planung, so kann ein funktionaler Zusammenhang eher angenommen werden (BGE 142 II 20 E. 3.2; Urteil 1C_291/2018 vom 3. Juli 2019 E. 5.2).”
Bei räumlich, zeitlich oder funktional zusammenhängenden Anlagen ist deren Umweltverträglichkeit gesamthaft zu prüfen; die UVP‑Pflicht erstreckt sich auf alle Teile, die zusammen eine Gesamtanlage bilden.
“8 de la loi fédérale du 7 octobre 1983 sur la protection de l'environnement (Loi sur la protection de l'environnement, LPE, RS 814.01) qui consacre le principe de l'évaluation globale des atteintes. 6.3.2 Selon la jurisprudence, le principe de l'évaluation globale des atteintes exige que les atteintes atmosphériques et sonores d'une installation soient évaluées globalement (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.3 ; 131 II 103 consid. 2.1.2). Il impose, en particulier dans le domaine de la limitation des émissions, d'évaluer ensemble toutes les installations qui apparaissent comme une installation unique d'un point de vue spatial, temporel et fonctionnel (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). Il permet de tenir compte du fait que différentes atteintes à l'environnement, en soi négligeables, peuvent, en se cumulant, conduire à des atteintes significatives. Il s'agit dès lors de tenir compte de ces effets cumulés sans s'arrêter aux limites spatiales, temporelles ou matérielles du projet (cf. ATF 142 II 517 consid. 3.3 ; arrêts du TF 1C_628/2019 du 22 décembre 2021 consid. 3.3 ; 1C_685/2013 du 6 mars 2015 consid. 6.3). L'art. 8 LPE n'empêche toutefois pas la réalisation d'un projet par étapes pour autant qu'une évaluation d'ensemble puisse avoir lieu (cf. ATF 118 Ib 76 consid. 2b ; arrêt du TF 1C_97/2017 du 19 septembre 2018 consid. 2.1). 6.3.3 Il découle du principe d'évaluation globale que l'étude d'impact doit s'étendre à toutes les parties qui forment ensemble une installation unique (cf. ATF 142 II 20 consid. 3.1). La question de savoir s'il existe un rapport suffisamment étroit entre différents projets au sens de l'art. 8 LPE est une question juridique (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). L'art. 9 al. 3 de l'ordonnance du 19 octobre 1988 relative à l'étude de l'impact sur l'environnement (OEIE, RS 814.011) confirme que le rapport d'impact doit rendre compte de tous les aspects de l'impact sur l'environnement imputables à la réalisation du projet et les évaluer aussi bien isolément que collectivement et dans leur action conjointe. Aucune de ces dispositions n'exige en revanche que des projets clairement distincts soient mis à l'enquête simultanément (cf.”
“Il impose, en particulier dans le domaine de la limitation des émissions, d'évaluer ensemble toutes les installations qui apparaissent comme une installation unique d'un point de vue spatial, temporel et fonctionnel (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). Il permet de tenir compte du fait que différentes atteintes à l'environnement, en soi négligeables, peuvent, en se cumulant, conduire à des atteintes significatives. Il s'agit dès lors de tenir compte de ces effets cumulés sans s'arrêter aux limites spatiales, temporelles ou matérielles du projet (cf. ATF 142 II 517 consid. 3.3 ; arrêts du TF 1C_628/2019 du 22 décembre 2021 consid. 3.3 ; 1C_685/2013 du 6 mars 2015 consid. 6.3). L'art. 8 LPE n'empêche toutefois pas la réalisation d'un projet par étapes pour autant qu'une évaluation d'ensemble puisse avoir lieu (cf. ATF 118 Ib 76 consid. 2b ; arrêt du TF 1C_97/2017 du 19 septembre 2018 consid. 2.1). 6.3.3 Il découle du principe d'évaluation globale que l'étude d'impact doit s'étendre à toutes les parties qui forment ensemble une installation unique (cf. ATF 142 II 20 consid. 3.1). La question de savoir s'il existe un rapport suffisamment étroit entre différents projets au sens de l'art. 8 LPE est une question juridique (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). L'art. 9 al. 3 de l'ordonnance du 19 octobre 1988 relative à l'étude de l'impact sur l'environnement (OEIE, RS 814.011) confirme que le rapport d'impact doit rendre compte de tous les aspects de l'impact sur l'environnement imputables à la réalisation du projet et les évaluer aussi bien isolément que collectivement et dans leur action conjointe. Aucune de ces dispositions n'exige en revanche que des projets clairement distincts soient mis à l'enquête simultanément (cf. arrêt du TF 1C_628/2019 précité consid. 3.3). Les exigences de liens fonctionnel et spatial pour pouvoir retenir une installation globale sont cumulatives et non alternatives (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.5 ; arrêt du TF 1C_381/2012 du 4 juin 2013 consid. 2.1). Ces liens existent en présence d'un faisceau d'indices, tels que la propriété d'une entité, l'interaction au moins partielle au-delà de ce que prévoient les prescriptions officielles, la soumission à une planification commune ou encore la proximité géographique ou temporelle (cf.”
“Il ne fait guère de doute que les deux projets sont liés sur le plan spatial et temporel, puisque les deux secteurs susmentionnés sont adjacents. Cependant, d'un point de vue fonctionnel, ce lien doit être relativisé. Si les deux projets portent sur des travaux d'entretien et de renouvellement de cette portion de route, seul le projet faisant l'objet de la présente procédure induit une transformation plus importante du tronçon concerné. Celle-ci résulte de la réaffectation temporaire de la bande d'arrêt d'urgence R-BAU, de l'élargissement des tunnels de Belmont, du réaménagement des portails et de l'adaptation de la route et de la signalisation (cf. sur ce point également l'arrêt du TAF rendu ce jour dans la cause parallèle A-1185/2022). En ce sens, les deux projets poursuivent des objectifs différents. Dans ces circonstances, la séparation opérée par l'autorité intimée au kilomètre 14.480 repose sur des considérations objectives qui n'ont rien d'arbitraire et une évaluation séparée des projets sous l'angle de l'art. 8 LPE n'était pas contestable. De plus, les deux projets ont été développés sur les mêmes bases et les données utilisées se fondent sur l'évolution prévisible du trafic à l'horizon 2030, respectivement 2040, intégrant les autres projets de grande ampleur de l'OFROU. L'autorité d'approbation des plans, l'office requérant et les diverses autorités cantonales et fédérales entendues sont les mêmes. Il n'en va pas autrement de l'autorité de recours qui rend d'ailleurs également ce jour son arrêt dans la cause parallèle. Toutes ces autorités ont une vision d'ensemble des deux projets et disposent des mêmes données. Partant, il n'y a pas de risque de décisions contradictoires. La recourante n'a par ailleurs pas démontré qu'une approbation des projets en deux étapes affecterait l'évaluation de l'ensemble du projet ni que l'évaluation des impacts en serait modifiée de manière contraire à la loi. Ainsi, la recourante ne saurait reprocher à l'autorité inférieure d'avoir violé la loi en séparant le périmètre visé par la décision attaquée.”
“Il impose, en particulier dans le domaine de la limitation des émissions, d'évaluer ensemble toutes les installations qui apparaissent comme une installation unique d'un point de vue spatial, temporel et fonctionnel (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). Il permet de tenir compte du fait que différentes atteintes à l'environnement, en soi négligeables, peuvent, en se cumulant, conduire à des atteintes significatives. Il s'agit dès lors de tenir compte de ces effets cumulés sans s'arrêter aux limites spatiales, temporelles ou matérielles du projet (cf. ATF 142 II 517 consid. 3.3 ; arrêts du TF 1C_628/2019 du 22 décembre 2021 consid. 3.3 ; 1C_685/2013 du 6 mars 2015 consid. 6.3). L'art. 8 LPE n'empêche toutefois pas la réalisation d'un projet par étapes pour autant qu'une évaluation d'ensemble puisse avoir lieu (cf. ATF 118 Ib 76 consid. 2b ; arrêt du TF 1C_97/2017 du 19 septembre 2018 consid. 2.1). 4.4.3 Il découle du principe d'évaluation globale que l'étude d'impact doit s'étendre à toutes les parties qui forment ensemble une installation unique (cf. ATF 142 II 20 consid. 3.1). La question de savoir s'il existe un rapport suffisamment étroit entre différents projets au sens de l'art. 8 LPE est une question juridique (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). L'art. 9 al. 3 de l'ordonnance du 19 octobre 1988 relative à l'étude de l'impact sur l'environnement (OEIE, RS 814.011) confirme que le rapport d'impact doit rendre compte de tous les aspects de l'impact sur l'environnement imputables à la réalisation du projet et les évaluer aussi bien isolément que collectivement et dans leur action conjointe. Aucune de ces dispositions n'exige en revanche que des projets clairement distincts soient mis à l'enquête simultanément (cf. arrêt du TF 1C_628/2019 précité consid. 3.3). Les exigences de liens fonctionnel et spatial pour pouvoir retenir une installation globale sont cumulatives et non alternatives (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.5 ; arrêt du TF 1C_381/2012 du 4 juin 2013 consid. 2.1). Ces liens existent en présence d'un faisceau d'indices, tels que la propriété d'une entité, l'interaction au moins partielle au-delà de ce que prévoient les prescriptions officielles, la soumission à une planification commune ou encore la proximité géographique ou temporelle (cf.”
“400. Il ne fait guère de doute que les deux projets sont liés sur le plan spatial et temporel, puisque les deux secteurs susmentionnés sont adjacents. Cependant, d'un point de vue fonctionnel, ce lien doit être relativisé. Si les deux projets portent sur des travaux d'entretien et de renouvellement de cette portion de route, seul le projet parallèle induit une transformation plus importante du tronçon concerné. Celle-ci résulte de la réaffectation temporaire de la bande d'arrêt d'urgence R-BAU, de l'élargissement des tunnels de Belmont, du réaménagement des portails et de l'adaptation de la route et de la signalisation (cf. sur ce point également l'arrêt du TAF rendu ce jour dans la cause parallèle A-3934/2022). En ce sens, les deux projets poursuivent des objectifs différents. Dans ces circonstances, la séparation opérée par l'autorité intimée au kilomètre 14.480 repose sur des considérations objectives qui n'ont rien d'arbitraire et une évaluation séparée des projets sous l'angle de l'art. 8 LPE n'était pas contestable. De plus, les deux projets ont été développés sur les mêmes bases et les données utilisées se fondent sur l'évolution prévisible du trafic à l'horizon 2030, respectivement 2040, intégrant les autres projets de grande ampleur de l'OFROU. L'autorité d'approbation des plans, l'office requérant et les diverses autorités cantonales et fédérales entendues sont les mêmes. Il n'en va pas autrement de l'autorité de recours qui rend d'ailleurs également ce jour son arrêt dans la cause parallèle. Toutes ces autorités ont une vision d'ensemble des deux projets et disposent des mêmes données. Partant, il n'y a pas de risque de décisions contradictoires. La recourante n'a par ailleurs pas démontré qu'une approbation des projets en deux étapes affecterait l'évaluation de l'ensemble du projet ni que l'évaluation des impacts en serait modifiée de manière contraire à la loi. Ainsi, la recourante ne saurait reprocher à l'autorité inférieure d'avoir séparé de manière arbitraire le périmètre visé par la décision attaquée.”
“8 de la loi fédérale du 7 octobre 1983 sur la protection de l'environnement (Loi sur la protection de l'environnement, LPE, RS 814.01) qui consacre le principe de l'évaluation globale des atteintes. 4.4.2 Selon la jurisprudence, le principe de l'évaluation globale des atteintes exige que les atteintes atmosphériques et sonores d'une installation soient évaluées globalement (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.3 ; 131 II 103 consid. 2.1.2). Il impose, en particulier dans le domaine de la limitation des émissions, d'évaluer ensemble toutes les installations qui apparaissent comme une installation unique d'un point de vue spatial, temporel et fonctionnel (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). Il permet de tenir compte du fait que différentes atteintes à l'environnement, en soi négligeables, peuvent, en se cumulant, conduire à des atteintes significatives. Il s'agit dès lors de tenir compte de ces effets cumulés sans s'arrêter aux limites spatiales, temporelles ou matérielles du projet (cf. ATF 142 II 517 consid. 3.3 ; arrêts du TF 1C_628/2019 du 22 décembre 2021 consid. 3.3 ; 1C_685/2013 du 6 mars 2015 consid. 6.3). L'art. 8 LPE n'empêche toutefois pas la réalisation d'un projet par étapes pour autant qu'une évaluation d'ensemble puisse avoir lieu (cf. ATF 118 Ib 76 consid. 2b ; arrêt du TF 1C_97/2017 du 19 septembre 2018 consid. 2.1). 4.4.3 Il découle du principe d'évaluation globale que l'étude d'impact doit s'étendre à toutes les parties qui forment ensemble une installation unique (cf. ATF 142 II 20 consid. 3.1). La question de savoir s'il existe un rapport suffisamment étroit entre différents projets au sens de l'art. 8 LPE est une question juridique (cf. ATF 146 II 36 consid. 3.4). L'art. 9 al. 3 de l'ordonnance du 19 octobre 1988 relative à l'étude de l'impact sur l'environnement (OEIE, RS 814.011) confirme que le rapport d'impact doit rendre compte de tous les aspects de l'impact sur l'environnement imputables à la réalisation du projet et les évaluer aussi bien isolément que collectivement et dans leur action conjointe. Aucune de ces dispositions n'exige en revanche que des projets clairement distincts soient mis à l'enquête simultanément (cf.”
“km langen und ca. 10 m breiten Mitteldamms, der die beiden Aarekanäle voneinander trenne, werde nach Aussage des Regierungsrats zu erheblichen Lärm- sowie Staub- und Erschütterungsimmissionen führen (Regierungsratsbeschluss S. 12). Zudem hätten sie von ihren Liegenschaften aus direkten Blickkontakt auf den Mitteldamm, dessen Zerstörung sie in ihrer Aussicht beeinträchtigen werde. Die Vorinstanz gehe offenbar von dem Konzept aus, dass jeder Kanton nur isoliert diejenigen Massnahmen des Projekts "Optimierung" beurteile, die auf seinem eigenen Kantonsgebiet realisiert würden. Dies widerspreche dem Koordinationsgebot (Art. 25a RPG). Das Kraftwerk und die damit zusammenhängende Kanalanlage seien ein historisch gewachsenes, funktionell zusammenhängendes System. Auch die Umwelteinwirkungen könnten nicht sauber zwischen den Kantonen aufgeschlüsselt werden, sondern müssten gemäss Art. 8 USG gesamthaft betrachtet werden. Es drohten widersprüchliche Entscheide, wenn jedes Verwaltungsgericht nur den auf seinem Kantonsgebiet befindlichen Projektteil beurteilen würde. Das Koordinationsprinzip gebiete an sich die gemeinsame Eröffnung der verschiedenen Entscheide und ein einheitliches Rechtsmittelverfahren. Zumindest aber müsse ein Leitverfahren bestimmt und ein Rechtsmittel gegen den in diesem Verfahren getroffenen Entscheid ermöglicht werden (unter Berufung auf BGE 116 Ib 50 E. 4b). Sie beantragen, im bundesgerichtlichen Verfahren sei festzustellen, welches Rechtsmittelverfahren das Leitverfahren darstelle. Werde kein Leitverfahren bestimmt und zwei separate Rechtsmittelverfahren durchgeführt, müssten die Beschwerdeführenden mindestens in beiden Kantonen zur Beschwerde gegen die jeweiligen Genehmigungsentscheide zugelassen werden, um sich gegen das Projekt gesamthaft zur Wehr setzen zu können. Diesfalls könnten die Verfahren z.B. durch die Sistierung eines Verfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des anderen koordiniert werden.”
Bei Lärmbeurteilungen ist zu berücksichtigen, dass für verschiedene Lärmarten oftmals kein wissenschaftlich verlässliches Instrumentarium zur Gesamtkumulierung besteht; in der Praxis erfolgt Schutz deshalb häufig durch gesenkte Grenzwerte oder durch Summation gleichartiger Geräusche, wobei nur zusammenwirkende gleichartige Geräusche sinnvoll kumuliert werden können.
“Es trifft zwar zu, dass gemäss Art. 8 USG Einwirkungen sowohl einzeln als auch gesamthaft und nach ihrem Zusammenwirken zu beurteilen sind. Der damit festgelegte Grundsatz der ganzheitlichen Betrachtungsweise berücksichtigt die Möglichkeit, dass unterschiedliche Umweltbelastungen erst durch ihr Zusammentreffen zu ernsthaften Beeinträchtigungen führen können. Möglich sind namentlich kumulative und synergistische Effekte, weshalb Einwirkungen auch auf ihr mögliches Zusammenwirken oder ihre denkbare mehrfache Wirkung in der Umwelt zu beurteilen sind (BGE 150 II 547 E. 2.1; Urteil des BGer 1A.140/2003 vom 18. März 2004 E. 4.3). Für eine Gesamtbetrachtung fehlen jedoch zum Teil wissenschaftlich-technische Grundlagen. So hielt das Bundesgericht dazu fest, dass im Bereich des Lärmschutzes das notwendige Instrumentarium für eine Gesamtbetrachtung der bestehenden Lärmquellen fehle, weshalb den besonderen Belastungen rund um Flughäfen, wo sich regelmässig Strassenverkehrs-, Eisenbahn- und Fluglärm überlagern, derzeit nur dadurch Rechnung getragen werden könne, dass die Belastungsgrenzwerte für den Fluglärm tendenziell eher tief gehalten würden (Urteile des BGer 1C_685/2013 vom 6.”
“Selon l'art. 8 LPE, les atteintes seront évaluées isolément, collectivement et dans leur action conjointe. La jurisprudence a précisé qu'à défaut d'outils scientifiquement sûrs et fiables, il n'était pas possible d'apprécier correctement le cumul de bruits de différents types et que l'appréciation globale des nuisances prévue par l'art. 8 LPE se limitait à la prise en considération de la somme des bruits de même genre provenant de plusieurs installations conformément à l'art. 40 al. 2 OPB (ATF 126 II 522 consid. 37e; 1A.123/2003 du 7 juin 2004 consid. 3.4 in DEP 2004 p. 633). Ce principe n'est toutefois pas valable pour les valeurs de planification de nouvelles installations fixes (art. 7, al. 1).”
Bei Plan- oder Projektänderungen sind frühere und neue Anlagen gemeinsam zu prüfen; die Teile sind nicht isoliert zu betrachten, um widersprüchliche Entscheide und die Verhinderung synergistischer Sanierungen zu vermeiden.
“Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin überdies, wenn sie im hier zur Diskussion stehenden Plangenehmigungsgesuch einen Widerspruch zum Konzentrationsprinzip erblickt. Nach Art. 37 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 LFG erteilt die Vorinstanz mit der Plangenehmigung sämtliche nach Bundesrecht für die Erstellung oder Änderung von Bauten und Anlagen erforderlichen Bewilligungen. Die Genehmigung fällt damit - im Sinne des Konzentrationsprinzips und in Anwendung der Verfahrensbestimmungen des LFG und der VIL - ausschliesslich in die Zuständigkeit der Vorinstanz. Dies gilt auch für das strittige Projektänderungsgesuch. Inwiefern dieses gegen das Konzentrationsprinzip verstossen soll, wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert begründet und ist auch nicht ersichtlich. Das aus Art. 8 USG abgeleitete Prinzip der ganzheitlichen Betrachtungsweise verlangt im Übrigen eine gesamthafte Beurteilung aller Anlagen, die aufgrund ihres räumlichen, zeitlichen und funktionalen Zusammenhangs als Gesamtanlage erscheinen (BGE 142 II 20 E. 3.1 m.H.; Urteile des BGer 1C_291/2018 vom 3. Juli 2019 E. 5.2; 1C_99/2020, 1C_109/2020 vom 22. November 2023 E. 3.3 f., in: URP 2024 S. 45). Die Prüfung der Nutzungserweiterung umfasst sowohl die Auswirkungen der bisherigen als auch der neuen Vorfeldflächen, so dass eine gesamthafte Beurteilung der Lärmimmissionen gewährleistet bleibt und der Beschwerdeführerin aus dem etappenweisen Vorgehen der Beschwerdegegnerin kein Rechtsnachteil erwächst. Inwiefern das neue Plangenehmigungsgesuch gegen das Rechtsmissbrauchsverbot verstossen soll, ist bei dieser Sach- und Rechtslage nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht substanziiert dargelegt.”
“km langen und ca. 10 m breiten Mitteldamms, der die beiden Aarekanäle voneinander trenne, werde nach Aussage des Regierungsrats zu erheblichen Lärm- sowie Staub- und Erschütterungsimmissionen führen (Regierungsratsbeschluss S. 12). Zudem hätten sie von ihren Liegenschaften aus direkten Blickkontakt auf den Mitteldamm, dessen Zerstörung sie in ihrer Aussicht beeinträchtigen werde. Die Vorinstanz gehe offenbar von dem Konzept aus, dass jeder Kanton nur isoliert diejenigen Massnahmen des Projekts "Optimierung" beurteile, die auf seinem eigenen Kantonsgebiet realisiert würden. Dies widerspreche dem Koordinationsgebot (Art. 25a RPG). Das Kraftwerk und die damit zusammenhängende Kanalanlage seien ein historisch gewachsenes, funktionell zusammenhängendes System. Auch die Umwelteinwirkungen könnten nicht sauber zwischen den Kantonen aufgeschlüsselt werden, sondern müssten gemäss Art. 8 USG gesamthaft betrachtet werden. Es drohten widersprüchliche Entscheide, wenn jedes Verwaltungsgericht nur den auf seinem Kantonsgebiet befindlichen Projektteil beurteilen würde. Das Koordinationsprinzip gebiete an sich die gemeinsame Eröffnung der verschiedenen Entscheide und ein einheitliches Rechtsmittelverfahren. Zumindest aber müsse ein Leitverfahren bestimmt und ein Rechtsmittel gegen den in diesem Verfahren getroffenen Entscheid ermöglicht werden (unter Berufung auf BGE 116 Ib 50 E. 4b). Sie beantragen, im bundesgerichtlichen Verfahren sei festzustellen, welches Rechtsmittelverfahren das Leitverfahren darstelle. Werde kein Leitverfahren bestimmt und zwei separate Rechtsmittelverfahren durchgeführt, müssten die Beschwerdeführenden mindestens in beiden Kantonen zur Beschwerde gegen die jeweiligen Genehmigungsentscheide zugelassen werden, um sich gegen das Projekt gesamthaft zur Wehr setzen zu können. Diesfalls könnten die Verfahren z.B. durch die Sistierung eines Verfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des anderen koordiniert werden.”
“Änderungen bestehender Anlagen, die nicht im Anhang der UVPV aufgeführt sind, unterliegen der Prüfung, wenn die Anlage nach der Änderung einer im Anhang genannten entspricht und über die Änderung im Verfahren entschieden wird, das bei neuen Anlagen für die Prüfung massgeblich ist (Art. 2 Abs. 2 UVPV). Der Begriff der Anlage wird in Art. 7 Abs. 7 USG definiert und in zahlreichen Bestimmungen des Umweltrechts vorausgesetzt. Darunter kann – je nach Regelungszusammenhang – eine Einzelanlage, eine Gesamtanlage oder eine räumlich und funktional zusammenhängende Mehrzahl von Anlagen verstanden werden. Art. 8 USG und das dieser zugrunde liegende Prinzip der ganzheitlichen Betrachtungsweise verlangen eine gesamthafte Beurteilung aller Anlagen, die aufgrund ihres räumlichen, zeitlichen und funktionalen Zusammenhangs als Gesamtanlage erscheinen. Daraus wird gefolgert, dass die UVP-Pflicht sich auf alle Teile erstrecken muss, die zusammen eine Gesamtanlage in diesem Sinn bilden (BGE 142 II 20 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen; BGer 1A.110/2006 vom 19.4.2007, in URP 2007 S. 485 E. 2.2; VGE 2017/121 vom”
“55) – aus, mittlerweile sei bekannt, dass die Belastungen an Land weit stärker als bisher kommuniziert seien und auch das Areal J einer altlastenrechtlichen Sanierung bedürfe. Zurzeit würden ver- schiedene Sanierungsvarianten geprüft, wobei insbesondere die Variante "Dichtwand am See" relevante Überschneidungen mit der Seegrundsanie- rung aufweise. Die im Rahmen dieser Variante vorgesehene ca. 10 m hohe Mauer entlang der seeseitigen Grundstücksgrenze würde nicht nur das Aus- waschen der Schadstoffe in den See verhindern, sondern auch die beste- hende, instabile Ufermauer ersetzen und so der als Hauptargument für die Projektänderung vorgebrachten Instabilität im Falle der ursprünglich vorge- sehenen Dekontamination seeseitig entgegenwirken. Umgekehrt könnte die Variante Dichtwand kaum mehr realisiert werden, wenn die Schüttung voll- zogen würde. Entsprechend habe der Kanton zu Recht postuliert, dass die landseitige Sanierung und die Arealentwicklung mit der Seegrundsanierung abzustimmen seien, doch könne von einer Koordination von Seegrund- und Landsanierung (die sachlich und rechtlich zwingend geboten wäre, wobei auf Art. 8 USG verwiesen wird) keine Rede sein. Der Entscheid zur strittigen Projektänderung sei gefällt worden, ohne die Erkenntnisse zu den landseiti- gen Belastungen zu berücksichtigen. Bei rechtskräftiger Bewilligung und Vollzug der Seeschüttung würden wertvolle Synergien mit der Landsanie- rung verhindert und diesbezüglich Fakten geschaffen, die sich nicht mehr beseitigen liessen. Die angefochtenen Entscheide seien auch vor diesem Hintergrund rechtsfehlerhaft, da sie auf einem unvollständigen Sachverhalt beruhen und die bundesrechtlichen Vorgaben betreffend Verfahrenskoordi- nation verletzen würden. Dabei sei davon auszugehen, dass das AWEL bei der ersten öffentlichen Auflage der Seeschüttung im Februar 2023 bzw. im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids die Resultate der 2021 gestarteten landseitigen Bohrkampagne bereits gekannt habe, so dass ihm die Unvoll- ständigkeit des Sachverhalts bewusst gewesen sei. Demgegenüber sei die Baukommission Uetikon soweit bekannt nicht entsprechend informiert gewe- sen und habe den Entscheid somit aufgrund einer unvollständigen Aktenlage gefällt.”
Bei bestehenden Betrieben in enger räumlicher Beziehung ist eine konkrete kumulative Lärmprognose (unter Einbezug von Messdaten) erforderlich; abstrakte Leitlinien genügen häufig nicht.
“Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdeführerin überdies, wenn sie im hier zur Diskussion stehenden Plangenehmigungsgesuch einen Widerspruch zum Konzentrationsprinzip erblickt. Nach Art. 37 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 LFG erteilt die Vorinstanz mit der Plangenehmigung sämtliche nach Bundesrecht für die Erstellung oder Änderung von Bauten und Anlagen erforderlichen Bewilligungen. Die Genehmigung fällt damit - im Sinne des Konzentrationsprinzips und in Anwendung der Verfahrensbestimmungen des LFG und der VIL - ausschliesslich in die Zuständigkeit der Vorinstanz. Dies gilt auch für das strittige Projektänderungsgesuch. Inwiefern dieses gegen das Konzentrationsprinzip verstossen soll, wird von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert begründet und ist auch nicht ersichtlich. Das aus Art. 8 USG abgeleitete Prinzip der ganzheitlichen Betrachtungsweise verlangt im Übrigen eine gesamthafte Beurteilung aller Anlagen, die aufgrund ihres räumlichen, zeitlichen und funktionalen Zusammenhangs als Gesamtanlage erscheinen (BGE 142 II 20 E. 3.1 m.H.; Urteile des BGer 1C_291/2018 vom 3. Juli 2019 E. 5.2; 1C_99/2020, 1C_109/2020 vom 22. November 2023 E. 3.3 f., in: URP 2024 S. 45). Die Prüfung der Nutzungserweiterung umfasst sowohl die Auswirkungen der bisherigen als auch der neuen Vorfeldflächen, so dass eine gesamthafte Beurteilung der Lärmimmissionen gewährleistet bleibt und der Beschwerdeführerin aus dem etappenweisen Vorgehen der Beschwerdegegnerin kein Rechtsnachteil erwächst. Inwiefern das neue Plangenehmigungsgesuch gegen das Rechtsmissbrauchsverbot verstossen soll, ist bei dieser Sach- und Rechtslage nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin denn auch nicht substanziiert dargelegt.”
“Die Rekurrentschaft 2 macht übermässige Lärmimmissionen durch die Gast- wirtschaftsbetriebe geltend. Wegen des engen baulichen, räumlichen und funktionellen Zusammenhangs mit dem bestehenden "Klub A" müssten sämtliche Gastwirtschaftsbetriebe gesamthaft und nach ihrem Zusammen- wirken beurteilt werden, insbesondere bei der Beurteilung des Gästeverhal- tens (sog. Sekundärimmissionen; Art. 8 USG). Die Auswirkungen des beste- henden Gastwirtschaftsbetriebes seien aber nicht berücksichtigt worden. In- sofern sei die Sachverhaltsermittlung lückenhaft und werde die Untersu- chungspflicht (§ 7 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRG]) verletzt. Die Baubehörde habe keine Einzelfallbeurteilung und keine konkrete Lärm- prognose (mit Lärmmessungen) vorgenommen, sondern sich mit der Kon- sultation der Vollzugshilfe des "cercle bruit" und damit einer abstrakten Be- urteilung begnügt. In Fällen wie hier, wo ein Gastwirtschaftsbetrieb bereits bestehe (Klub A) und die Lärmemissionen konkret ermittelt werden könnten, genüge dies nicht; vielmehr müsse in solchen Fällen eine Lärmprognose ein- geholt werden (BGE 137 II 37 E. 3.5 f.). Zumindest hätte die Baubehörde auf die Lärmberechnung der H AG vom 22. Februar 2021 abstellen müssen. Weiter sei die Baubehörde fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Orte mit lärmempfindlichen Räumen rund 25 m entfernt liegen würden (Er- wägung Ed). Tatsächlich würden die Liegenschaften der Rekurrenten (D- R1S.”
“05181 Seite 12 Nachdem eine Aufstockung auf einem Schutzobjekt einerseits und auch die Lärmauswirkungen der Gastronomienutzung anderseits zur Diskussion stün- den, gehe es nicht an, derart wichtige Aspekte in einen "weiteren Planungs- schritt" (Erwägung lit. D/1) zu verschieben. Gleiches gelte bezüglich der Ka- mine. Die Kenntnis der konkreten Ausgestaltung sei unabdingbar um zu be- urteilen, ob genügend Rücksicht auf das Schutzobjekt genommen werde. 8.2. Es kann auf die Erwägungen 5.2.2. weiter oben verwiesen werden; die Rüge ist unbegründet. Ergänzend ist anzufügen, dass die fraglichen Installationen die Bewilligungsfähigkeit auch in lärmrechtlicher Hinsicht nicht infrage stellen und ein vorschriftsgemässer Zustand fraglos erreicht werden kann. 9.1. Die Rekurrentschaft 2 macht übermässige Lärmimmissionen durch die Gast- wirtschaftsbetriebe geltend. Wegen des engen baulichen, räumlichen und funktionellen Zusammenhangs mit dem bestehenden "Klub A" müssten sämtliche Gastwirtschaftsbetriebe gesamthaft und nach ihrem Zusammen- wirken beurteilt werden, insbesondere bei der Beurteilung des Gästeverhal- tens (sog. Sekundärimmissionen; Art. 8 USG). Die Auswirkungen des beste- henden Gastwirtschaftsbetriebes seien aber nicht berücksichtigt worden. In- sofern sei die”
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