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Art. 36 Abs. 1 KV verbietet die Übertragung grundlegender und wichtiger Regelungskompetenzen auf andere Organe. Dementsprechend sind bei einer Delegation an die Exekutive die verfassungs‑ und gesetzlich vorgegebenen Grenzen der Zuständigkeitsübertragung zu beachten, damit die Gewaltenteilung gewahrt bleibt.
“Die Gewaltentrennung verlangt namentlich, dass Bestimmungen, die in einem formellen Gesetz stehen müssen, nicht durch andere Organe erlassen werden, es sei denn aufgrund gültiger Gesetzesdelegation (Urteil des Bundesgerichts 2C_418/2020 vom 21. Dezember 2021 E. 3.2.1, nicht publiziert in BGE 148 I 210). 5.3.2 Die Kantonsverfassung verankert den Grundsatz der Gewaltenteilung nicht ausdrücklich. Sie sieht jedoch eine gewaltenteilige Organisation des Kantons vor, weshalb der Grundsatz implizit in der Kantonsverfassung enthalten ist. Der Landrat ist die rechtsetzende Behörde des Kantons (§ 61 ff. KV). Der Vollzug der Gesetze (als administrative Rechtsanwendung) obliegt der Verwaltung und dem Regierungsrat (§ 71 ff. KV). Die Rechtsprechung ist Aufgabe der Gerichte (§ 82 ff. KV). Die Verfassung weist den drei voneinander unabhängigen Gewalten unterschiedliche Staatsfunktionen zu. Damit wird die staatliche Macht der einzelnen Staatsorgane im Interesse des Freiheitsschutzes und der Rationalisierung des staatlichen Entscheidungsprozesses begrenzt. § 36 Abs. 1 KV statuiert, dass die Befugnis zum Erlass grundlegender und wichtiger Bestimmungen vom Gesetzgeber nicht auf andere Organe übertragen werden darf, was insbesondere bedeutet, dass der Landrat sich seiner Regelungsverantwortung nicht entziehen darf ("Delegationsverbot" an die Exekutive; vgl. Biaggini, a.a.O., S. 40; BGE 130 I 1 E. 3.4.1). Die Auffächerung der Staatsgewalt und die gegenseitige Hemmung und Kontrolle von Organen ist ein grundlegendes Konstitutionsprinzip zur Sicherung des demokratischen Rechts-staats vor einer Machtballung und vor Machtmissbrauch. Der eigentliche Kern der organisatorischen Dimension der Gewaltenteilung besteht darin, dass kein Staatsorgan ohne verfassungsrechtliche Kompetenz in den durch Verfassung oder Gesetz festgelegten Zuständigkeitsbereich eines anderen Organs einwirken darf (vgl. KGE VV vom 23. August 2023 [810 23 175-182] E. 4.3.1; Auer, a.a.O., Rz. 132). Eine Verletzung der Gewaltenteilung könnte angenommen werden, wenn eine Behörde (z.B. eine Exekutivbehörde) Aufgaben wahrnimmt oder Kompetenzen ausübt, die Kraft Verfassung oder Gesetz eigentlich einer anderen Behörde (z.”
Die Festlegung grundlegender und wichtiger Bestimmungen (z.B. zu Reinigungsanforderungen) obliegt dem Landrat; der Regierungsrat ist hierzu nicht befugt. Als Ausnahme sieht § 74 Abs. 3 KV ein Notverordnungsrecht des Regierungsrats vor. Solche Notverordnungen sind unverzüglich dem Landrat zur Genehmigung vorzulegen und fallen spätestens ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten dahin.
“Im Kanton Basel-Landschaft sind das Legalitätsprinzip und das Gewaltenteilungsprinzip in den §§ 63 und 74 KV festgehalten. Nach § 63 Abs. 1 KV erlässt der Landrat alle grundlegenden und wichtigen Bestimmungen in der Form des Gesetzes. Unter dem Titel "Rechtsetzung" statuiert § 74 Abs. 2 KV, dass der Regierungsrat Verordnungen auf der Grundlage und im Rahmen der Gesetze und Staatsverträge erlässt, soweit nicht durch Gesetz ausnahmsweise der Landrat zum Erlass ausführender Bestimmungen ermächtigt ist. Gemäss § 36 Abs. 1 KV darf die Befugnis zum Erlass grundlegender und wichtiger Bestimmungen vom Gesetzgeber nicht auf andere Organe übertragen werden (vgl. KGE VV vom 18. Juli 2007 [810 07 104] E. 4.1). Gemäss KV ist der Regierungsrat damit nicht befugt, grundlegende und wichtige Bestimmungen zu erlassen. Eine Ausnahme sieht § 74 Abs. 3 KV vor, der dem Regierungsrat ein Notverordnungsrecht einräumt. Wobei solche Verordnungen sofort durch den Landrat genehmigen zu lassen sind. Sie fallen spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten dahin.”
“Im Kanton Basel-Landschaft sind das Legalitätsprinzip und das Gewaltenteilungsprinzip in den §§ 63 und 74 KV festgehalten. Nach § 63 Abs. 1 KV erlässt der Landrat alle grundlegenden und wichtigen Bestimmungen in der Form des Gesetzes. Unter dem Titel "Rechtsetzung" statuiert § 74 Abs. 2 KV, dass der Regierungsrat Verordnungen auf der Grundlage und im Rahmen der Gesetze und Staatsverträge erlässt, soweit nicht durch Gesetz ausnahmsweise der Landrat zum Erlass ausführender Bestimmungen ermächtigt ist. Gemäss § 36 Abs. 1 KV darf die Befugnis zum Erlass grundlegender und wichtiger Bestimmungen vom Gesetzgeber nicht auf andere Organe übertragen werden (vgl. KGE VV vom 18. Juli 2007 [810 07 104] E. 4.1). Gemäss KV ist der Regierungsrat damit nicht befugt, grundlegende und wichtige Bestimmungen zu erlassen. Eine Ausnahme sieht § 74 Abs. 3 KV vor, der dem Regierungsrat ein Notverordnungsrecht einräumt. Wobei solche Verordnungen sofort durch den Landrat genehmigen zu lassen sind. Sie fallen spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten dahin.”
“Im Kanton Basel-Landschaft sind das Legalitätsprinzip und das Gewaltenteilungsprinzip in den §§ 63 und 74 KV festgehalten. Nach § 63 Abs. 1 KV erlässt der Landrat alle grundlegenden und wichtigen Bestimmungen in der Form des Gesetzes. Unter dem Titel "Rechtsetzung" statuiert § 74 Abs. 2 KV, dass der Regierungsrat Verordnungen auf der Grundlage und im Rahmen der Gesetze und Staatsverträge erlässt, soweit nicht durch Gesetz ausnahmsweise der Landrat zum Erlass ausführender Bestimmungen ermächtigt ist. Gemäss § 36 Abs. 1 KV darf die Befugnis zum Erlass grundlegender und wichtiger Bestimmungen vom Gesetzgeber nicht auf andere Organe übertragen werden (vgl. KGE VV vom 18. Juli 2007 [810 07 104] E. 4.1). Gemäss KV ist der Regierungsrat damit nicht befugt, grundlegende und wichtige Bestimmungen zu erlassen. Eine Ausnahme sieht § 74 Abs. 3 KV vor, der dem Regierungsrat ein Notverordnungsrecht einräumt. Wobei solche Verordnungen sofort durch den Landrat genehmigen zu lassen sind. Sie fallen spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten dahin.”
Bei Berufung auf Art. 36 KV wird in der Praxis wiederholt auf obergerichtliche Rechtsprechung (BGE) Bezug genommen.
“3 TSchVart. 3 OPAnart. 3 OPAn Art. 3 TSchVart. 3 OPAnart. 3 OPAn Art. 4 TSchVart. 4 OPAnart. 4 OPAn Art. 5 TSchVart. 5 OPAnart. 5 OPAn Art. 7 TSchVart. 7 OPAnart. 7 OPAn Art. 7 TSchVart. 7 OPAnart. 7 OPAn Art. 10 TSchVart. 10 OPAnart. 10 OPAn Art. 37 TSchVart. 37 OPAnart. 37 OPAn Art. 37 TSchVart. 37 OPAnart. 37 OPAn Art. 38 TSchVart. 38 OPAnart. 38 OPAn Art. 39 TSchVart. 39 OPAnart. 39 OPAn Art. 40 TSchVart. 40 OPAnart. 40 OPAn Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 24 TSchGart. 24 LPAart. 24 LPAn 2C_958/2014 2C_378/2012 Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 3 TSchGart. 3 LPAart. 3 LPAn 2C_958/2014 2C_378/2012 2A.431/2002 Art. 27 KVart. 27 Cst.art. 27 KV Art. 27 BVart. 27 Cst.art. 27 Cost. Art. 27 KVart. 27 Cst.art. 27 KV Art. 27 BVart. 27 Cst.art. 27 Cost. BGE 143 I 403ATF 143 I 403DTF 143 I 403 BGE 141 V 557ATF 141 V 557DTF 141 V 557 Art. 27 KVart. 27 Cst.art. 27 KV Art. 27 BVart. 27 Cst.art. 27 Cost. Art. 36 KVart. 36 Cst.art. 36 KV Art. 36 BVart. 36 Cst.art. 36 Cost. BGE 145 II 229ATF 145 II 229DTF 145 II 229 BGE 140 I 168ATF 140 I 168DTF 140 I 168 BGE 119 Ia 362ATF 119 Ia 362DTF 119 Ia 362 BGE 115 Ia 333ATF 115 Ia 333DTF 115 Ia 333 BGE 108 Ia 33ATF 108 Ia 33DTF 108 Ia 33 Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 5 KVart. 5 Cst.art. 5 KV Art. 5 BVart. 5 Cst.art. 5 Cost. BGE 142 I 76ATF 142 I 76DTF 142 I 76 BGE 142 I 49ATF 142 I 49DTF 142 I 49 BGE 140 I 218ATF 140 I 218DTF 140 I 218 BGE 132 I 49ATF 132 I 49DTF 132 I 49 2C_216/2020 2C_804/2018 BGE 135 I 176ATF 135 I 176DTF 135 I 176 2C_32/2017 2C_1017/2011 Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn 2C_958/2014 2C_378/2012 603 2020 39 2C_689/2020 603 2020 39 603 2022 70 Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn 2C_416/2020 2C_958/2014 Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn Art. 23 TSchGart. 23 LPAart. 23 LPAn 2C_539/2020 BGE 108 Ia 230ATF 108 Ia 230DTF 108 Ia 230 BGE 106 Ia 100ATF 106 Ia 100DTF 106 Ia 100 2C_747/2022 2C_922/2018 2C_782/2020 BGE 144 IV 313ATF 144 IV 313DTF 144 IV 313 BGE 136 IV 55ATF 136 IV 55DTF 136 IV 55 2C_747/2022 2C_689/2020 Art.”
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