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Bei Auslegungs- und Bemessungsfragen zu Art. 104 KV ist auf die einschlägige Rechtsprechung des Bundesgerichts abzustellen; kantonale Entscheide verweisen dazu regelmässig auf Bundesgerichtsentscheide und berücksichtigen deren Auslegungen als sachrelevante Leitlinien.
“Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2018 (Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 21. September 2022; 100 21 263, 200 21 179) Normen Bund Art. 93 BGG Art. 57 DBG Art. 58 DBG Rechtsprechung Bund BGE 149 II 34 BGE 148 II 285 BGE 147 II 209 2C_716/2022 9C_660/2022 2C_118/2021 Normen Kanton Art. 9 BStV Art. 104 KV Art. 11 Parteikostenverordnung Rechtsprechung Kanton VGE 31 VGE 2022/224/225 VGE 2018/357/358 Normen Bund/Kanton Art. 41 KAG Art. 41 KAG Art. 42 KAG”
“140 LIFDart. 140 LIFD Art. 151 StGart. 151 LIart. 151 StG Art. 81 VRPGart. 81 LPJAart. 81 VRPG Art. 32 VRPGart. 32 LPJAart. 32 VRPG Art. 145 DBGart. 145 LIFDart. 145 LIFD Art. 140 DBGart. 140 LIFDart. 140 LIFD BVR 2018 528 BVR 2010 411 BGE 136 II 539ATF 136 II 539DTF 136 II 539 BGE 142 II 293ATF 142 II 293DTF 142 II 293 BGE 135 II 260ATF 135 II 260DTF 135 II 260 BGE 130 II 509ATF 130 II 509DTF 130 II 509 Art. 80 VRPGart. 80 LPJAart. 80 VRPG Art. 1 StGart. 1 LIart. 1 StG Art. 1 DBGart. 1 LIFDart. 1 LIFD Art. 19 StGart. 19 LIart. 19 StG Art. 29 StGart. 29 LIart. 29 StG Art. 16 DBGart. 16 LIFDart. 16 LIFD Art. 24 DBGart. 24 LIFDart. 24 LIFD Art. 31 StGart. 31 LIart. 31 StG Art. 39 StGart. 39 LIart. 39 StG Art. 26 DBGart. 26 LIFDart. 26 LIFD Art. 33a DBGart. 33a LIFDart. 33a LIFD Art. 30 StGart. 30 LIart. 30 StG Art. 25 DBGart. 25 LIFDart. 25 LIFD Art. 40 StGart. 40 LIart. 40 StG Art. 35 DBGart. 35 LIFDart. 35 LIFD BGE 131 I 377ATF 131 I 377DTF 131 I 377 VGE 2020/10/11 Art. 104 KVart. 104 ConstCart. 104 KV BGE 141 II 338ATF 141 II 338DTF 141 II 338 BGE 133 II 305ATF 133 II 305DTF 133 II 305 2C_533/2021 Art. 40 StGart. 40 LIart. 40 StG Art. 35 DBGart. 35 LIFDart. 35 LIFD BVR 2011 249 VGE 2020/10/11 2C_357/2010 2C_235/2009 Art. 40 StGart. 40 LIart. 40 StG Art. 35 DBGart. 35 LIFDart. 35 LIFD Art. 38 StGart. 38 LIart. 38 StG Art. 33 DBGart. 33 LIFDart. 33 LIFD Art. 67 StGart. 67 LIart. 67 StG Art. 35 DBGart. 35 LIFDart. 35 LIFD Art. 38 StGart. 38 LIart. 38 StG Art. 33 DBGart. 33 LIFDart. 33 LIFD Art. 28 StGart. 28 LIart. 28 StG Art. 23 DBGart. 23 LIFDart. 23 LIFD JTA 2014/337/338 BGE 133 II 305ATF 133 II 305DTF 133 II 305 2C_544/2019 2C_139/2019 Art. 40 StGart. 40 LIart. 40 StG BGE 133 II 305ATF 133 II 305DTF 133 II 305 2C_533/2021 2C_380/2020 2C_905/2017 Art. 38 StGart. 38 LIart. 38 StG Art. 33 DBGart. 33 LIFDart. 33 LIFD BGE 144 III 481ATF 144 III 481DTF 144 III 481 JTA 2014/337/338 BGE 133 II 305ATF 133 II 305DTF 133 II 305 2C_580/2009 2C_581/2009 BGE 128 I 240ATF 128 I 240DTF 128 I 240 2C_533/2021 2C_87/2016 2C_88/2016 2C_835/2009 2C_580/2009 2C_581/2009 Art.”
Bei Zwangsversteigerung bzw. finanzieller Notlage kann Überschuldung als Ausschlussgrund für den Erlass der Grundstückgewinnsteuer nach Art. 104 KV in Betracht gezogen werden.
“Kantonale Steuern 2019 - Erlass der Grundstückgewinnsteuer / Zwangsversteigerung / Finanzielle Notlage / Ausschlussgrund der Überschuldung Normen Bund Art. 167 DBG Art. 167a DBG Art. 167g DBG Normen Kanton Art. 70 GSOG Art. 104 KV Art. 195 StG Rechtsprechung Kanton VGE 100 BVR 2016 261 BVR 2010 401”
Der Spitaltaggeldbeitrag von 15 CHF wird konkret für die Jahre 2022 und 2023 erhoben.
“Die Beschwerdegegnerin kam zunächst für die vorübergehenden Leistungen in Form von Heilbehandlung auf (vgl. act. II 6) und verneinte den Leistungsanspruch erst nach geltend gemachtem Rückfall im Februar 2022 (act. II 10). Die Trägerin der obligatorischen Krankenversicherung des Beschwerdeführers zog die erhobene Einsprache gegen die Verfügung vom 27. Mai 2022 (act. II 36) zurück (act. II 47) und akzeptierte dadurch gleichsam ihre Leistungspflicht (vgl. Ueli Kieser, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 49 N. 117). Bei Abweisung der Beschwerde müsste der Beschwerdeführer demnach einzig die Kostenbeteiligung nach Art. 64 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) für die Jahre 2022 und 2023 tragen (maximale Franchise von Fr. 2'500.-- [Art. 93 Abs. 1 der Verordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung {KVV; SR 832.102}], maximaler Selbstbehalt von Fr. 700.-- [Art. 103 Abs. 2 KVV] sowie Beitrag an die Kosten des Spitalaufenthalts von Fr. 15.-- pro Tag [Art. 104 Abs. 1 KVV]). Mit Blick darauf sowie der attestierten Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Zeit vom 10. Januar bis 26. Februar 2023 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 5 S. 3; zu den Lohnangaben des Beschwerdeführers vgl. act. II 10 S. 1 Ziff. 12 und zur Taggeldhöhe vgl. Art. 17 Abs. 1 UVG) liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--, weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).”
Ergibt sich unter Leistungsfähigkeitsgesichtspunkten eine deutliche Mehrbelastung, ist dem durch eine entsprechende Entlastung innerhalb der kantonalen Steuerbemessung Rechnung zu tragen; eine Ausgleichsmassnahme ausserhalb des Kantons kommt in diesem Zusammenhang nicht in Betracht.
“Eine hilfsweise Berechnung der Steuerreduktion unter Berücksichtigung auch der ausserkantonalen negativen Vermögenserträge nach Variante 3 lässt darauf schliessen, dass diese Mehrbelastung beträchtlich ist (konkret: Reduktion der effektiven [geschuldeten] Vermögenssteuer von Fr. 82'562.-- um Fr. 50'337.-- auf Fr. 32'225.--). Damit müsste es hier unter Leistungsfähigkeitsgesichtspunkten zu einer deutlichen Entlastung kommen. Eine solche kann dabei wie gesehen aus tatsächlichen Gründen nicht ausserkantonal, sondern allein im Rahmen der bernischen Vermögenssteuer erfolgen. Es liegt damit eine klare und erhebliche Missachtung des Schlechterstellungsverbots vor. Die akzessorische Kontrolle von Art. 66 Abs. 1 StG führt zum Schluss, dass dieser Norm auch unter Berücksichtigung der weiteren hier mitberührten Verfassungswerte wie v.a. des abgaberechtlichen Legalitätsprinzips (Art. 5 Abs. 1 und Art. 127 Abs. 1 BV bzw. Art. 66 Abs. 2 KV) und der anderen Grundsätze nach Art. 127 Abs. 2 und 3 BV (bzw. Art. 104 Abs. 1 KV) sowie der kantonalen Tarifhoheit (Art. 129 Abs. 2 BV; vgl. zum Ganzen vorne E. 4.2 f.; eine Missachtung des Verbots konfiskatorischer Besteuerung liegt allerdings nicht vor) im vorliegenden Fall – trotz der grundsätzlich gebotenen Zurückhaltung (vgl. vorne E. 4.4 f.) – die Anwendung zu versagen ist. Es bleibt zu klären, welche Rechtsfolgen an die festgestellte Verletzung des Schlechterstellungsverbots zu knüpfen sind (E. 6 hiernach).”
Der Grundsatz der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit bedeutet, dass jede Person zur Deckung des staatlichen Finanzbedarfs beiträgt nach Massgabe der ihr zur Verfügung stehenden Mittel und der ihre Leistungsfähigkeit beeinflussenden persönlichen Verhältnisse.
“Der in Art. 127 Abs. 2 BV (wie auch in Art. 104 Abs. 1 KV) festgelegte Grundsatz der Bemessung der direkten Steuern nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen bedeutet, dass jede Person nach Massgabe der ihr zur Verfügung stehenden Mittel und der ihre Leistungsfähigkeit beeinflussenden persönlichen Verhältnisse zur Deckung des staatlichen Finanzbedarfs beitragen soll (BGE 147 I 16 E. 4.2.3 [Pra 109/2020 Nr. 116], 145 II 206 E. 2.4.2, 144 II 313 E. 6.1 [Pra 108/2019 Nr. 38], 141 I 78 E. 9.1 f. [Pra 104/2015 Nr. 101]; VGE 2018/227 vom”
“Der in Art. 127 Abs. 2 BV (wie auch in Art. 104 Abs. 1 KV) festgelegte Grundsatz der Bemessung der direkten Steuern nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen bedeutet, dass jede Person nach Massgabe der ihr zur Verfügung stehenden Mittel und der ihre Leistungsfähigkeit beeinflussenden persönlichen Verhältnisse zur Deckung des staatlichen Finanzbedarfs beitragen soll (BGE 147 I 16 E. 4.2.3 [Pra 109/2020 Nr. 116], 145 II 206 E. 2.4.2, 144 II 313 E. 6.1 [Pra 108/2019 Nr. 38], 141 I 78 E. 9.1 f. [Pra 104/2015 Nr. 101]; VGE 2018/227 vom”
Bei einer klaren und erheblichen Verletzung des Schlechterstellungsverbots kann die Anwendung einer kantonalen Steuerregelung trotz kantonaler Tarifhoheit versagt werden.
“Eine hilfsweise Berechnung der Steuerreduktion unter Berücksichtigung auch der ausserkantonalen negativen Vermögenserträge nach Variante 3 lässt darauf schliessen, dass diese Mehrbelastung beträchtlich ist (konkret: Reduktion der effektiven [geschuldeten] Vermögenssteuer von Fr. 82'562.-- um Fr. 50'337.-- auf Fr. 32'225.--). Damit müsste es hier unter Leistungsfähigkeitsgesichtspunkten zu einer deutlichen Entlastung kommen. Eine solche kann dabei wie gesehen aus tatsächlichen Gründen nicht ausserkantonal, sondern allein im Rahmen der bernischen Vermögenssteuer erfolgen. Es liegt damit eine klare und erhebliche Missachtung des Schlechterstellungsverbots vor. Die akzessorische Kontrolle von Art. 66 Abs. 1 StG führt zum Schluss, dass dieser Norm auch unter Berücksichtigung der weiteren hier mitberührten Verfassungswerte wie v.a. des abgaberechtlichen Legalitätsprinzips (Art. 5 Abs. 1 und Art. 127 Abs. 1 BV bzw. Art. 66 Abs. 2 KV) und der anderen Grundsätze nach Art. 127 Abs. 2 und 3 BV (bzw. Art. 104 Abs. 1 KV) sowie der kantonalen Tarifhoheit (Art. 129 Abs. 2 BV; vgl. zum Ganzen vorne E. 4.2 f.; eine Missachtung des Verbots konfiskatorischer Besteuerung liegt allerdings nicht vor) im vorliegenden Fall – trotz der grundsätzlich gebotenen Zurückhaltung (vgl. vorne E. 4.4 f.) – die Anwendung zu versagen ist. Es bleibt zu klären, welche Rechtsfolgen an die festgestellte Verletzung des Schlechterstellungsverbots zu knüpfen sind (E. 6 hiernach).”
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