The requirement of cohabitation in terms of Articles 42–44 does not apply if good cause is shown for living separately and the family household continues to exist.
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Wirtschaftliche Differenzen (z. B. Streit über wirtschaftliche Selbständigkeit) sowie der blossen Wunsch, Betreibungen oder Pfändungen zu entgehen, begründen für sich allein keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG.
“Die Vorinstanz erwägt, für die Anrechnung der Trennungsphase liege weder der erforderliche gemeinsame Ehewille noch ein wichtiger Grund vor. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Eheleute ihre eheliche Gemeinschaft am 8. April 2019 aufgegeben haben, und dass ab diesem Zeitpunkt bis zur Wiederaufnahme des Zusammenlebens am 18. März 2020 kein gegenseitiger Ehewille mehr bestanden hat. Diese Feststellung ist für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG; vorstehend E. 4.2 und 4.3). Bei den von der Beschwerdeführerin - auch vor Bundesgericht - vorgebrachten Differenzen der Eheleute hinsichtlich wirtschaftlicher Selbständigkeit des damaligen Ehemannes handelt es sich nicht um einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG, sondern vielmehr um eine Ehekrise, die zur fast einjährigen Trennung geführt hat. Dass sich die Beschwerdeführerin damals vom Ehemann getrennt hat, bringt sie in der Beschwerdeschrift selbst vor. Die Familiengemeinschaft bestand in dieser Zeit nicht weiter, weshalb die Voraussetzungen von Art. 49 AIG nicht gegeben sind. Dass die Trennungsphase somit nicht an die dreijährige Ehedauer angerechnet wurde, ist bundesrechtlich nicht zu bestanden.”
“Mai 2021 (Rekursbeilage 8) verfügte ihr Ehemann in Deutschland über eine Festanstellung mit einem das Existenzminimum deckenden Lohn. Dass der Lohn ihres Ehemanns in Deutschland sein Existenzminimum überstiegen hätte, behauptet weder die Rekurrentin noch ihr Ehemann. Damit ist davon auszugehen, dass der Ehemann mit dem Einkommen aus seiner Erwerbstätigkeit in Deutschland nicht in besseren finanziellen Verhältnissen gelebt hat, wie wenn er in der Schweiz gearbeitet hätte und der das betreibungsrechtliche Existenzminimum übersteigende Teil seines Einkommens gepfändet worden wäre. Der blosse Wunsch, nicht betrieben zu werden und sich seinen Schuldpflichten zu entziehen, stellt keinen objektiv nachvollziehbaren Grund von einem gewissen Gewicht dar. Aus den vorstehenden Gründen kann die Rekurrentin aus der Behauptung, ihr Ehemann habe in der Schweiz erhebliche Schulden gehabt und sei fortwährend betrieben worden (Rekursbegründung Rz. 37 und 44), auch bei Wahrunterstellung keinen wichtigen Grund für getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG ableiten. Die Einvernahme des Ehemanns als Zeuge und der Rekurrentin als Partei sowie die Edition eines Betreibungsregisterauszugs des Ehemanns vermöchten daran nichts zu ändern. Die betreffenden Beweisanträge sind daher abzuweisen. Im Übrigen findet sich in den Akten eine Betreibungsauskunft vom 13. Juni 2021 (Akten BdM S. 31 f.). Darin sind eine hängige Betreibung und 92 Verlustscheine für einen Gesamtbetrag von CHF 136'576.40 verzeichnet. Inwiefern die berufliche Situation des Ehemanns in der Schweiz einen objektivierbaren Grund von gewissem Gewicht für einen Umzug nach Deutschland dargestellt haben sollte, haben die Rekurrentin und ihr Ehemann nicht dargelegt. Die Beweisanträge auf Einvernahme des Ehemanns als Zeuge und der Rekurrentin als Partei vermögen eine substantiierte Tatsachenbehauptung nicht zu ersetzen (vgl. VGE VD.2022.121 vom 24. März 2023 E. 5.2.2; vgl. ferner AGE ZB.2021.10 vom 15. Mai 2022 E. 4.6.2.3). Diese sind daher auch betreffend die Behauptung, der Ehemann habe mit seiner beruflichen Situation zu kämpfen gehabt (Rekursbegründung Rz.”
Angebotene Beweismittel, die das Fortbestehen der Familiengemeinschaft oder wichtige Gründe für getrennte Wohnorte nach Art. 49 AIG betreffen, sind von der Behörde begründet zu prüfen. Werden solche Belege ohne Begründung übergangen oder von vornherein unbeachtet gelassen, kann dies das rechtliche Gehör sowie die Untersuchungspflicht verletzen. Gleichzeitig trifft den Ausländer eine Mitwirkungspflicht, insoweit er Tatsachen darlegt, die nur er beweisen oder mit geringem Aufwand belegen kann.
“49 AIG ein allenfalls weitreichender Eingriff in eine tatsächlich noch gelebte familiäre Beziehung (Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950 bzw. Art. 13 BV) verbunden sein kann. Dabei ist zu beachten, dass die Organisation der Ehe in erster Linie Angelegenheit der Ehegatten ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Wenn also die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass dem Beschwerdeführer der Beweis obliegt, können die angebotenen Beweise nicht leichthin abgelehnt und insbesondere nicht ohne Begründung übergangen werden, da ansonsten die Verfahrensrechte des zur Mitwirkung Verpflichteten ausgehebelt würden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_613/2019 vom 14. November 2019 E. 3.6.4). Vielmehr hat der Regierungsrat den vom Beschwerdeführer, seiner Ehefrau und seiner aktuellen Vermieterin übereinstimmend geschilderten Sachverhalt zu Unrecht nicht weiter vertieft geprüft und allein gestützt auf die vom AFMB erhobenen Beweise die wichtigen Gründe im Sinne von Art. 49 AIG und das Bestehen einer Familiengemeinschaft verneint. Indem sich der Regierungsrat in keiner Weise mit den in seinem Verfahren erstmals angebotenen Beweismitteln auseinandergesetzt hat, auch nicht etwa, indem er diese in antizipierter Beweiswürdigung beurteilt hätte, hat er das Recht des Beschwerdeführers auf Abnahme der gehörig angebotenen Beweismittel und mithin das rechtliche Gehör verletzt. Ebenso hat er damit die Untersuchungspflicht verletzt.”
“Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zusammengefasst zum Schluss, dass die Bedingung des Zusammenwohnens im Sinne von Art. 42 AIG nicht mehr gegeben sei, weil der Beschwerdeführer seit 22 Monaten nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammenwohne. Zudem seien keine wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte im Sinne von Art. 49 AIG vorhanden. Weiter hielt die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vor, die von ihm geltend gemachten angeblichen Spannungen zwischen ihm und der Stieftochter, welche als Grund für den Auszug aus der ehelichen Wohnung angeführt würden, seien sehr vage und weder er noch seine Ehefrau würden die Art und die Intensität der Konflikte substantiieren. Weiter führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer hätte im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht darlegen müssen, inwiefern die familiären Probleme erheblich im Sinne von Art. 49 AIG bzw. Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 seien, sodass sich ein Getrenntleben als gerechtfertigt erweise. Es sei nicht an den Fremdenpolizeibehörden, Nachforschungen zu unternehmen, sondern am Ausländer von sich aus zu belegen, dass die Ehegemeinschaft trotz monatelanger getrennter Wohnsitze weiterbestehe und wichtige Gründe für das Getrenntleben vorlägen. Selbst wenn die Behörden den Sachverhalt im Rahmen der das Verwaltungsverfahren beherrschenden Untersuchungsmaxime von Amtes wegen festzustellen hätten, treffe den Beschwerdeführer - gerade angesichts der gegen ihn sprechenden tatsächlichen Vermutung - die Pflicht, diejenigen Tatsachen darzulegen, die nur ihm bekannt seien oder von ihm mit wesentlich geringerem Aufwand erhoben werden könnten.”
Krisenbedingtes Getrenntleben kann als wichtiger Grund im Sinne von Art. 49 AIG für eine Übergangszeit von etwa sechs bis zwölf Monaten anerkannt werden, wenn objektivierbare Wiederannäherungs‑ bzw. Versöhnungsbemühungen (z. B. regelmässige Kontakte, Besuch einer Ehetherapie) nachgewiesen werden. Fehlen solche Bemühungen, ist eine Trennung von über sechs Monaten in der Regel nicht mehr als Fortbestand der Familiengemeinschaft nach Art. 49 AIG zu qualifizieren.
“Im Rahmen des Familiennachzuges nach Art. 42 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Bedingung des Nachzugrechts ist eine gemeinsame Wohnung. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 können wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass die Gründe für das Getrenntleben objektivierbar sind und ein gewisses Gewicht aufweisen (Spescha, a.a.O., N 2 zu Art. 49; Urteil des Bundesgerichts 2C_596/2013 vom 18. Juli 2013 E. 3.1). Mit anderen Worten beschränkt der Ausnahmecharakter von Art. 49 AIG dessen Anwendbarkeit auf ʺbesondere Konstellationen bei der Trennung von Eheleutenʺ (Urteil des Bundesgerichts 2C_635/2009 vom 26. März 2010 E. 4.4). Gemäss Bundesgericht ist die Anwendbarkeit von Art. 49 AIG insbesondere auch im Falle einer krisenbedingten Trennung stark eingeschränkt. Regelmässige eheliche Kontakte und namentlich auch der Besuch einer Ehetherapie während eines krisenbedingten Getrenntlebens sind als Rechtfertigungsgründe des Getrenntlebens für eine Übergangszeit von sechs bis zwölf Monaten gelten zu lassen. Sofern dagegen keine Ehetherapiebesuche oder anderweitige Versöhnungsbemühungen nachgewiesen werden, kann ein krisenbedingtes Getrenntwohnen von über sechs Monaten im Regelfall nicht mehr unter Art.”
“Die Vorinstanz gibt die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 42, 49 (Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens) und 50 AIG zutreffend wieder: Hinsichtlich des relevanten Zeitpunkts der Trennung ist darauf abzustellen, wann die gemeinsame Wohnung aufgegeben worden und der Ehewille nach aussen wahrnehmbar dahingefallen ist (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347). Die eheliche Gemeinschaft, auf deren Dauer es ankommt, kann aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall aber auch schon während und trotz des weiteren Zusammenlebens dahingefallen sein, wobei für die Fristberechnung im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG dann auf diesen Zeitpunkt abzustellen ist. Irrelevant ist, wie lange die Ehe noch formell fortbesteht (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; Urteil 2C_970/2016 vom 6. März 2017 E. 2.4). Nach der Praxis können eheliche Schwierigkeiten zwar kurzfristig ein Getrenntleben im Rahmen von Art. 49 AIG rechtfertigen, doch gilt dies nicht mehr, wenn die Trennung - wie hier - über Monate hinweg aufrechterhalten wird, ohne dass es zu einer nennenswerten Wiederannäherung der Gatten kommt (Urteil 2C_1013/2020 vom 11. März 2021 E. 3.3 mit Hinweis).”
Zur Begründung wichtiger Gründe i.S.v. Art. 49 AIG genügen nach der Rechtsprechung nicht allein ein Vertrag mit einer Relocation‑Firma oder vereinzelte E‑Mails. Es müssen konkrete, dokumentierte Suchbemühungen nach geeigneten Wohnungen in der relevanten Region dargelegt werden; blosse Korrespondenz ist in der Regel unzureichend.
“On relève de surcroît que la recourante ne produit ni son contrat de bail actuel, ni celui de son conjoint. Quoi qu'il en soit, à supposer que les appartements en question aient été trop petits ou trop peuplés pour que la famille y vive, la recourante ne démontre pas avoir entrepris les démarches nécessaires pour trouver un logement suffisamment grand. Les deux uniques documents produits à cet égard consistent en la copie d'un contrat avec une société de relocation chargée de rechercher un appartement à Lausanne, ainsi qu'un courriel par lequel une gérance refuse la location d'un appartement à Lausanne. Aucun document ne permet en outre de retenir que des recherches auraient été effectuées pour des appartements situés à Genève, ou dans d'autres communes entre Lausanne et Genève. Les démarches entreprises par la recourante sont ainsi manifestement insuffisantes, en particulier au regard du temps écoulé depuis le mariage du couple. En définitive, la recourante n'établit pas l'existence de raisons majeures justifiant que le couple vive dans des domiciles séparés au sens des art. 49 LEI et 76 OASA. Il s'ensuit que les conditions de l'art. 42 LEI ne sont pas réunies. Ce grief doit être rejeté.”
Fehlende wichtige Gründe: Ein seit Jahren freiwillig gewähltes Getrenntleben begründet nach der zitierten Rechtsprechung keinen wichtigen Grund im Sinn von Art. 49 AIG. Fehlt ein solcher wichtiger Grund, besteht kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Soweit der Sachverhalt ausreichend aus den Akten ersichtlich ist, kann unter diesen Umständen auf weitere Beweiserhebungen (z. B. Parteibefragung oder Augenschein) verzichtet werden.
“Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass das Getrenntleben der Beschwerdeführer seit Jahren freiwillig gewählt ist. Abgesehen von einer kurzen Phase zu Beginn der eingetragenen Partnerschaft nennen die Beschwerdeführer keinen wichtigen Grund für getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG. Der Beschwerdeführer 1 hat damit gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AIG keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Unter diesen Umständen kann auf die Durchführung einer Parteibefragung oder eines Augenscheins der in der Zwischenzeit ohnehin aufgegebenen Hotelzimmer verzichtet werden (vgl. Beschwerde S. 11). Der Sachverhalt ergibt sich hinreichend aus den Akten und die rechtliche Beurteilung hängt nicht entscheidend vom persönlichen Eindruck ab (vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 21 N. 18). Die Beweisanträge werden daher abgewiesen (vgl. zur sog. antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BVR 2017 S. 556 E. 7.4; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 N. 27 f.).”
Vorübergehendes Getrenntwohnen zur Pflege eines kranken Familienmitglieds kann einen wichtigen familiären Grund im Sinn von Art. 49 AIG (LEI) darstellen. In diesem Fall können Zeiten der getrennten Wohnsitznahme bei der Beurteilung des Fortbestands der Familien- bzw. Ehegemeinschaft berücksichtigt werden.
“Etant donné que les déclarations des conjoints sont également divergentes s’agissant de la première date d’entrée en Suisse de la recourante, on ne saurait dès lors établir avec certitude à quel moment durant l’année 2015 elle aurait rejoint son époux. En revanche, la période pendant laquelle les conjoints ont vécu séparément du mois de juin 2016 jusqu’à la fin du mois de juillet 2017, peut compter dans la vie commune – les versions données concernant cette période étant concordantes – si l’on admet que le fait d'aller s'occuper d'un parent malade peut constituer une raison majeure d'ordre familial justifiant une vie séparée au sens de l’art. 49 LEI. Ces éléments font donc présumer que la communauté conjugale a existé durant”
Ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG muss objektivierbar und von gewichtigem Charakter sein. Die betroffene Person hat eine besondere Mitwirkungspflicht und hat darzulegen und, soweit möglich, mit geeigneten Belegen zu untermauern, dass die Familiengemeinschaft weiterbesteht und die getrennten Wohnorte gerechtfertigt sind. Als Belege kommen namentlich gemeinsame Rechnungen, Stellungnahmen gemeinsamer Freunde, gemeinsame Ferien oder der Besuch einer Ehetherapie in Betracht. Vage oder nicht objektivierbare Angaben genügen in der Regel nicht.
“Wie bereits erwähnt (vgl. oben. E. 2.1.1), muss ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. Die seitens des Ehemanns vorgebachte Behauptung (Rekursbegründung Rz. 28 ff.), er habe sich für eine Tätigkeit in [...] berufen gefühlt, obwohl er zuvor für Transportunternehmen gearbeitet hat, ist weder objektivierbar noch kann ihr ein relevantes Gewicht beigemessen werden. Zudem hätte er keinen wesentlichen Nachteil erlitten, wenn er statt in [...] wieder bei einem [...] gearbeitet hätte. Die Tatsache, dass er die Verwirklichung seiner angeblichen Berufung dem Zusammenwohnen mit der Rekurrentin vorgezogen hat, deutet vielmehr darauf hin, dass die Familiengemeinschaft bereits im Zeitpunkt des Stellenantritts in Deutschland am 1. Juni 2020 nicht mehr bestanden hat. Aus den vorstehenden Gründen hätte die Rekurrentin zum Nachweis eines wichtigen Grunds entgegen ihrer Ansicht (Rekursbegründung Rz.”
“Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zusammengefasst zum Schluss, dass die Bedingung des Zusammenwohnens im Sinne von Art. 42 AIG nicht mehr gegeben sei, weil der Beschwerdeführer seit 22 Monaten nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammenwohne. Zudem seien keine wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte im Sinne von Art. 49 AIG vorhanden. Weiter hielt die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vor, die von ihm geltend gemachten angeblichen Spannungen zwischen ihm und der Stieftochter, welche als Grund für den Auszug aus der ehelichen Wohnung angeführt würden, seien sehr vage und weder er noch seine Ehefrau würden die Art und die Intensität der Konflikte substantiieren. Weiter führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer hätte im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht darlegen müssen, inwiefern die familiären Probleme erheblich im Sinne von Art. 49 AIG bzw. Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 seien, sodass sich ein Getrenntleben als gerechtfertigt erweise. Es sei nicht an den Fremdenpolizeibehörden, Nachforschungen zu unternehmen, sondern am Ausländer von sich aus zu belegen, dass die Ehegemeinschaft trotz monatelanger getrennter Wohnsitze weiterbestehe und wichtige Gründe für das Getrenntleben vorlägen. Selbst wenn die Behörden den Sachverhalt im Rahmen der das Verwaltungsverfahren beherrschenden Untersuchungsmaxime von Amtes wegen festzustellen hätten, treffe den Beschwerdeführer - gerade angesichts der gegen ihn sprechenden tatsächlichen Vermutung - die Pflicht, diejenigen Tatsachen darzulegen, die nur ihm bekannt seien oder von ihm mit wesentlich geringerem Aufwand erhoben werden könnten.”
“Nach bundesgerichtlicher Praxis trifft die betroffene Person bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht, da es oftmals um Umstände geht, die sie besser kennt als die kantonalen Behörden. Es darf insbesondere erwartet werden, dass wer sich auf Art. 49 AIG beruft, dartut und soweit möglich anhand geeigneter Belege nachweist, dass die Ehegemeinschaft fortbesteht (BGer 2C_351/2020 vom 13. Juli 2020 E. 4.1, 2C_50/2010 vom 17. Juni 2010 E. 2.2, je mit Hinweisen). Dieser Nachweis kann namentlich durch gemeinsame Rechnungen, Stellungnahmen gemeinsamer Freunde, gemeinsame Ferien oder den Besuch einer Ehetherapie erbracht werden (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 49 AIG N 3).”
Beruflich bedingte Abwesenheit kann als wichtiger Grund i.S.v. Art. 49 AIG gelten, wenn die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Bei der Prüfung ist zu berücksichtigen, ob die eheliche Lebensgemeinschaft trotz getrennter Wohnorte erkennbar aufrechterhalten wird; die Wahrnehmbarkeit des Zusammenlebens nach aussen ist dabei ein relevantes Beurteilungskriterium.
“Selon l'art. 49 LEI, l'exigence du ménage commun prévue à l'art. 44 LEI (notamment) n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance fédérale du 24 octobre 2007 relative à l’admission, au séjour et à l’exercice d’une activité lucrative (OASA; RS 142.201) précise qu'une exception à l’exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. L'art. 49 LEI ne vise que des situations exceptionnelles. D'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important. La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI.”
“Les conditions posées par l'art. 77 OASA doivent cependant être interprétées et appliquées de manière identique à celles de l'art. 50 al. 1 LEI (CDAP PE.2019.0331 du 12 février 2020). Selon la jurisprudence, la durée minimale de trois ans de l'union conjugale prévue à l'art. 50 al. 1 let. a LEI et à l'art. 77 al. 1 let. a OASA commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; TF 2C_386/2021 du 26 mai 2021). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4). La notion d'union conjugale des art. 50 al. 1 let. a LEI et 77 al. 1 let. a OASA ne se confond pas avec celle du mariage au sens du droit civil. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI. Dans le calcul de sa durée, il y a surtout lieu de prendre en compte la période durant laquelle les époux ont fait ménage commun d'une manière perceptible par les tiers (TF 2C_24/2013 du 3 mai 2013 consid. 2.1). Cette notion ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux. La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI va ainsi plus loin que celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 et les arrêts cités). Selon cette dernière disposition, l'exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. Aux termes de l'art. 76 OASA, une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants.”
“a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation d'établissement et à la prolongation de sa durée de validité en vertu notamment de l'art. 42 LEI subsiste lorsque l'union conjugale a duré au moins trois ans et que l'intégration est réussie selon les critères définis à l'art. 58 a LEI. La limite légale de trois ans se calcule en fonction de la durée pendant laquelle les époux ont fait ménage commun en Suisse (ATF 136 II 113 consid. 3.3.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_1111/2015 précité consid. 4.1), soit depuis la date du mariage, à condition que la cohabitation ait lieu en Suisse, jusqu'à ce que les époux cessent d'habiter sous le même toit ; la cohabitation des intéressés avant leur mariage ne peut être prise en compte dans la durée de l'union conjugale (arrêts du Tribunal fédéral 2C_594/2010 du 24 novembre 2010 consid. 3.1 ; 2C_195/2010 du 23 juin 2010 consid. 5.1). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 ; 136 II 113 consid. 3.2). C'est donc la date de la fin de la communauté conjugale qui est déterminante pour calculer si la relation a duré trois ans, et non le moment où le divorce est prononcé (Cesla AMARELLE/Nathalie CHRISTEN in Code annoté du droit de la migration, 2017, vol II : LEI, ad. art. 50 p. 466 n. 10). L'exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (art. 49 LEI). Une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants (art. 76 OASA). b. En l'espèce, il n’est pas contesté que les époux ont vécu ensemble moins de trois ans, soit un peu plus de neuf mois seulement, de la date de leur mariage, le 22 mars 2019, jusqu'au 9 décembre 2019, date à laquelle le recourant dit avoir trouvé porte close et ses affaires sur le palier.”
“E. 2.1.2). Vom Erfordernis des dreijährigen Zusammenlebens nach Art. 50 Abs. 1 Bst. a AIG kann nach Art. 49 AIG abgesehen werden, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden können und die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE; vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5.1; BGer 2C_351/2020 vom”
Fehlen konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die Familiengemeinschaft trotz räumlicher Trennung weiterhin tatsächlich gelebt wird, ist die Anwendung von Art. 49 AIG ausgeschlossen. Entsprechend ist Art. 49 AIG auch nicht erfüllt, wenn die gemeinsame Lebensführung nie begonnen hat.
“En l'absence d'éléments concrets permettant de retenir le maintien de la communauté conjugale, l'application de l'art. 49 LEI est d'emblée exclue. Dans ces circonstances, l'autorité précédente n'a pas violé le droit fédéral en retenant que l'union conjugale avait pris fin le 18 février 2019, soit avant l'échéance du délai de trois ans prévue à l'art. 50 al. 1 let. a LEI. La première des deux conditions cumulatives imposées par cette disposition n'étant ainsi pas remplie, il importe dès lors peu que le recourant se prévale d'une intégration réussie.”
“Comme l'a constaté l'instance précédente sans être contredite sur ce point, le recourant n'a au surplus pas allégué de circonstances qui l'auraient empêché de revenir en Suisse auprès de sa nouvelle épouse pour faire ménage commun avec elle à compter de la célébration du mariage et il n'est pas étayé par les pièces de la procédure que son ex-épouse, entre janvier et le 5 mai 2013, serait retournée le rejoindre au Brésil. Les conditions de l'art. 49 LEI, à supposer que cette disposition soit applicable à un ménage dont les membres n'ont pas encore commencé la vie commune, ne sont pas remplies.”
“L'intéressé n'a, en particulier, jamais démontré que, postérieurement à la séparation du couple intervenue le 11 août 2018, l'un des époux aurait annoncé son changement d'adresse aux autorités compétentes en vue de s'installer au domicile du conjoint, et ceci ne ressort pas non plus des pièces de la procédure matrimoniale des époux (cf. act. TAF 24, annexe 2.6), ni du dossier cantonal. Dans ces conditions, force est de conclure, à l'instar de l'autorité inférieure, que la séparation du couple intervenue le 11 août 2018 - à savoir quelque treize mois seulement après la conclusion du mariage - était bel et bien définitive. 4.3.2 Or, selon la jurisprudence, l'application de l'art. 50 al. 1 let. a LEI est soumise à la condition que la communauté conjugale vécue par le couple (en Suisse) ait duré au moins trois ans, période qui commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux (après leur mariage) en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.1, 140 II 289 consid. 3.5.1), sous réserve de l'existence de domiciles séparés au sens de l'art. 49 LEI, exception qui n'est pas réalisée en l'espèce (cf. consid. 4.4.1.2 infra) car elle suppose le maintien d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque malgré les domiciles séparés (cf. ATF 138 II 229 consid. 2, 137 II 345 consid. 3.1.2, 136 II 113 consid. 3.2). C'est donc à juste titre que l'autorité inférieure a retenu que le recourant ne pouvait se prévaloir d'un droit à la poursuite de son séjour en Suisse (suite à la dissolution de la famille) fondé sur l'art. 50 al. 1 let. a LEI. 4.4 Le recourant reproche en outre à l'autorité inférieure d'avoir retenu à tort, dans sa décision, que l'ALCP n'était pas applicable. 4.4.1 Dans son recours, l'intéressé se prévaut de l'arrêt du Tribunal fédéral publié in : ATF 130 II 113 et, en particulier, de la jurisprudence de la Cour de justice des Communautés européennes (actuellement la Cour de justice de l'Union européenne ; ci-après : la Cour de justice) qui y est citée (cf. act. TAF 1, p. 9 à 11).”
“Die Aussage, dass die eheliche Gemeinschaft bis Ende Oktober 2019 gedauert habe, ist somit klarerweise unzutreffend – auch wenn sich nicht aus den Akten ergibt, wann genau D das Eheschutzgesuch stellte. Der Beschwerdeführer reichte ein Schreiben eines Bekannten, E, vom 7. August 2021 ein. Dieses soll belegen, dass er und D auch im Sommer 2019 eine eheliche Beziehung geführt hätten. Wie die Vorinstanz zutreffend erwägt, erscheint dieses aufgrund der gesamten Umstände als unglaubhaft und ist als Gefälligkeitsschreiben einzustufen. 6.4 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die erste Phase der ehelichen Gemeinschaft vom 11. Mai 2017 bis April 2019 gedauert hat. Die zweite Phase der ehelichen Gemeinschaft dauerte von Ende Januar oder Februar 2020 bis längstens zum 7. Dezember 2020. Da der Ehewille D's ab April 2019 erloschen war, ist irrelevant, ob der Beschwerdeführer und D weiterhin zusammenwohnten, während sie getrennt waren, da zu dieser Zeit ohnehin keine eheliche Gemeinschaft bestand. Entsprechend ist auch nicht ausschlaggebend, ob wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens im Sinn von Art. 49 AIG vorlagen, was im Übrigen auch nicht geltend gemacht wird. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer und D insgesamt weniger als drei Jahre in einer ehelichen Gemeinschaft lebten. Dies gilt selbst dann, wenn die Dauer der beiden Phasen der ehelichen Gemeinschaft zusammengerechnet würde. Die Frage, ob die Dauer der zwei Phasen vorliegend zusammenzurechnen ist (vgl. hierzu BGE 140 II 345 E. 4.5; BGr, 28. September 2017, 2C_394/2017, E. 3.2), kann somit offenbleiben. 6.5 Der Beschwerdeführer kann folglich aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG keinen Aufenthaltsanspruch ableiten. Ob er die Integrationskriterien gemäss Art. 58a AIG erfüllt, kann dementsprechend ebenfalls offenbleiben. 7. Die Vorinstanzen haben davon abgesehen, dem Beschwerdeführer im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, und auch einen schwerwiegenden persönlichen Härtefall im Sinn des Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG verneint. In solche Ermessensentscheide kann das Verwaltungsgericht nur eingreifen, wenn ein qualifizierter Ermessensfehler vorliegt, insbesondere wenn sich der Entscheid von sachfremden Motiven leiten lässt (§ 50 VRG; Marco Donatsch, Kommentar VRG, § 50 N.”
Bei Kindern wird ein begründetes Getrenntleben beispielsweise bejaht, wenn sie in einem Internat oder in einem Heim untergebracht sind.
“E. 5.1 [zur Publ. bestimmt]). Bei Kindern wird ein begründetes Getrenntleben etwa bejaht, wenn diese in einem Internat oder Heim untergebracht sind (Marc Spescha, in Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 49 AIG N. 1).”
Ein während eines zuvor rechtswidrigen Aufenthalts verbrachtes Zusammenleben begründet die dreijährige Frist nicht automatisch; der/die Ausländer/in trägt die Beweislast für das Vorliegen einer mindestens dreijährigen Familien- bzw. ehelichen Wohngemeinschaft und für allenfalls geltend gemachte «wichtige Gründe» im Sinne von Art. 49 AIG, die ein Getrenntleben rechtfertigen würden.
“L’union conjugale, au sens où l’entend l’art. 50 al. 1 let. a LEI, n’a dès lors pas duré trois ans, dans le meilleur des cas pour la recourante. Peu importe à cet égard que la recourante, comme elle l’indique, ait vécu en concubinage en Suisse avec son futur époux, avant de contracter mariage avec lui, ce d’autant moins que son séjour en Suisse était illégal, jusqu’à ce qu’il fût toléré pour cette raison (v. arrêt TF 2C_110/2021 du 12 mars 2021 consid. 4.3). Au surplus, aucune raison majeure ne justifie en l’occurrence que la recourante vive séparée de son époux au sens de l’art. 49 LEI. Dans ces conditions, il ne s’impose pas de vérifier en outre si la recourante remplit les critères d'intégration définis à l'art. 58a LEI.”
“Die Beweislast für eine mindestens dreijährige eheliche Gemeinschaft im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG liegt bei der Ausländerin bzw. dem Ausländer (VGr, 9. Dezember 2021, VB.2021.00430, E. 3.3 f. mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer und C heirateten am 18. Dezember 2015. Sie zogen jedoch erst am 18. Dezember 2016 in eine gemeinsame Wohnung. Bis zu diesem Zeitpunkt lebte der Beschwerdeführer als Wochenaufenthalter in E, wo er arbeitete, und besuchte seine Ehefrau – unterschiedlichen Aussagen der beiden Ehegatten zufolge – jedes zweite Wochenende oder dreimal pro Monat. Anlässlich einer polizeilichen Befragung im Juli 2016 gab C zu Protokoll, dass sie und der Beschwerdeführer bis zum damaligen Zeitpunkt noch nicht zusammengelebt hätten. Dementsprechend begann die eheliche Wohngemeinschaft des Beschwerdeführers erst am 18. Dezember 2016. Ob in der beruflichen Situation des Beschwerdeführers und in der familiären Situation seiner Ehegattin zwischen Dezember 2015 und Dezember 2016 wichtige Gründe im Sinn von Art. 49 AIG zu sehen sind (vgl. BGr, 23. Dezember 2010, 2C_544/2010, E. 2.3.1), welche während eines ganzen Jahres eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens begründet hätten, kann offenbleiben, da die eheliche Gemeinschaft – wie sogleich zu zeigen ist – auch unter Berücksichtigung dieses Jahres keine drei Jahre dauerte. Anlässlich einer polizeilichen Befragung im Februar 2018 gab C zu Protokoll, sie wolle sich scheiden lassen. Ihren Angaben zufolge lebte sie im Juli 2018 immer noch mit dem Beschwerdeführer zusammen, obwohl sie bereits ein Trennungsbegehren eingereicht hatte. Im August 2018 teilte C dem Beschwerdegegner schliesslich mit, ihr Ehewille sei seit längerer Zeit, sicher aber bereits im Jahr 2017 erloschen. Mit Urteil des Bezirksgerichts D vom 11. September 2018 wurde dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau das Getrenntleben ab 1. Oktober 2018 auf unbestimmte Dauer bewilligt. Im Dezember 2018 führte der Beschwerdeführer gegenüber dem Beschwerdegegner aus, er und seine Ehefrau würden trotz der gerichtlichen Trennung weiterhin zusammenleben, und es sei aus seiner Sicht nicht ausgeschlossen, dass sie wieder zusammenkämen.”
Praxisgemäss wird bei einer Trennung von mehr als etwa sechs bis zwölf Monaten in der Regel von einer definitiven Auflösung der für das Aufenthaltsrecht relevanten Ehegemeinschaft ausgegangen. Die Ausnahmeregelung von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE kommt demgegenüber überwiegend nur für kurze, vorübergehende Trennungen mit wichtigen Gründen (z. B. berufliche Verpflichtungen, erhebliche familiäre Probleme) in Betracht; bei längerem Getrenntleben sind die Nachweisanforderungen besonders hoch.
“Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht so lange, als die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist. Dabei ist hauptsächlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2), sofern keine wichtigen Gründe für eine vorübergehende Trennung im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) vorliegen, namentlich eine Trennung aufgrund beruflicher Verpflichtungen oder erheblicher familiärer Probleme. Praxisgemäss ermöglichen die genannten Bestimmungen in Krisensituationen aber nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9. Dezember 2013, VB.2013.00385, E. 2.2.2; vgl. auch BGE 136 II 113 E. 3.2 zur Massgeblichkeit einer "retrospektiven Berechnung" der Dauer der ehelichen Gemeinschaft).”
“Der anlässlich der Scheidungsverhandlung vom 17. November 2021 erklärte Rückzug der Scheidungsklage durch die Ehefrau erfolgte offenkundig aufgrund der Nichterfüllung der zweijährigen Trennungsfrist für eine Scheidungsklage und nicht aufgrund einer Wiederannäherung der Eheleute. Die noch nicht abgelaufene zweijährige Trennungsfrist erklärt sodann auch, weshalb die Ehefrau des Beschwerdeführers ihr Scheidungsbegehren bislang nicht erneuert hat, hätte dieses aufgrund der fehlenden Einwilligung des Beschwerdeführers derzeit doch noch keinerlei Erfolgsaussichten. Selbst nach Darstellung des Beschwerdeführers beschränkten sich die ehelichen Kontakte seit dessen Verhaftung am 26. November 2020 auf – wohl zufällige – Begegnungen "im Ausgang". Von einer intakten Ehegemeinschaft und einem ehelichen Zusammenleben kann damit keine Rede mehr sein. Aufgrund der klar geäusserten Scheidungsabsichten der Ehefrau und der Dauer der Trennung kann auch nicht mehr von einer lediglich vorübergehenden Trennung der Ehegatten im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE gesprochen und muss die Ehe als definitiv gescheitert betrachtet werden. Mangels fortbestehender und intakter Ehegemeinschaft kann der Beschwerdeführer sich damit nicht mehr auf ein Aufenthaltsrecht gestützt auf seine nur noch formal fortbestehende Ehe mit einer Schweizerin berufen. Aus denselben Gründen entfällt auch ein Aufenthaltsanspruch gestützt auf das konventions- und verfassungsrechtlich geschützte Recht auf Familienleben.”
Die Anwendung von Art. 49 AIG ist einzelfallabhängig anhand sämtlicher Umstände zu beurteilen. Für getrennte Wohnorte müssen objektiv gewichtige und nachvollziehbare Gründe vorliegen; ein rein freiwilliges „living apart together“ reicht praxisgemäss in der Regel nicht aus. Die Behörden haben Ermessensspielraum, müssen diesen aber begründet ausüben, angebotene Beweismittel und die relevanten Umstände prüfen und bei Zweifeln zusätzliche Abklärungen vornehmen; gerichtliche Eingriffe sind nur bei einem qualifizierten Ermessensfehler gerechtfertigt.
“Bei der Berechnung der Dreijahresfrist ist ausschliesslich die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft zu berücksichtigen (BGE 136 II 113 E. 3.3; Geiser/Blocher/Busslinger, in: Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 3. Auflage, Basel 2022, N 23.301). Eine (relevante) Ehegemeinschaft im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Ehegemeinschaft gestattet, aus wichtigen Gründen getrennt zu leben, ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 137 II 345 E. 3.1.2; VGE VD.2022.121 vom 23. März 2023 E. 2.1.2; vgl. BGE 138 II 229 E. 2). Zeiten, in denen die Ehegatten nicht zusammengewohnt haben, können jedenfalls bei der Berechnung der Dreijahresfrist nur dann berücksichtigt werden, wenn für getrennte Wohnorte ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG bestanden hat (vgl. Geiser/ Blocher/Busslinger, a.a.O., N 23.304; Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 50 AIG N 4). Da eine Ehegemeinschaft von mindestens drei Jahren Dauer für den Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG eine rechtsbegründende Tatsache ist, tragen gemäss Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB, SR 210) als allgemeinem Rechtsgrundsatz nicht die Behörden die Beweislast dafür, dass die Ehegemeinschaft nach weniger als drei Jahren geendet hat, sondern die Ausländerin die Beweislast dafür, dass eine relevante Ehegemeinschaft im Sinn dieser Bestimmung mindestens drei Jahre bestanden hat (VGE VD.2022.121 vom 24. März 2023 E. 2.1.3).”
“Diesbezüglich blendet die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid allerdings aus, dass der Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren zum Nachweis der wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte sowohl seine Befragung, die Befragung der Ehefrau, den Beizug der IV-Akten der Stieftochter und den Aktenbeizug betreffend das Einreisegesuch der Stieftochter für ihren ägyptischen Partner beantragt hatte. Zu diesen Beweisofferten äussert sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid mit keinem Wort. Vielmehr hält sie dem Beschwerdeführer diesbezüglich vor, seine Angaben seien vage geblieben. Unter Berücksichtigung der Beweisofferten für den Fall, dass die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer dargelegten Sachverhalt als ungenügend substantiiert erachten würde, lässt sich - entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid - nicht sagen, dass der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht nicht hinreichend nachgekommen sei. Auch wenn dem Betroffenen aufgrund seiner Mitwirkungspflicht eine Substantiierungspflicht obliegt, müssen die zuständigen Migrationsbehörden bzw. Rechtsmittelinstanzen umgekehrt vor einem Entscheid im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes die verschiedenen Umstände ihrerseits umfassend und fair prüfen und im Zweifelsfall zusätzliche Abklärungen vornehmen und geeigneten Beweisanerbieten entsprechen, zumal mit der Nichtanwendung von Art. 49 AIG ein allenfalls weitreichender Eingriff in eine tatsächlich noch gelebte familiäre Beziehung (Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950 bzw. Art. 13 BV) verbunden sein kann. Dabei ist zu beachten, dass die Organisation der Ehe in erster Linie Angelegenheit der Ehegatten ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Wenn also die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass dem Beschwerdeführer der Beweis obliegt, können die angebotenen Beweise nicht leichthin abgelehnt und insbesondere nicht ohne Begründung übergangen werden, da ansonsten die Verfahrensrechte des zur Mitwirkung Verpflichteten ausgehebelt würden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_613/2019 vom 14. November 2019 E. 3.6.4). Vielmehr hat der Regierungsrat den vom Beschwerdeführer, seiner Ehefrau und seiner aktuellen Vermieterin übereinstimmend geschilderten Sachverhalt zu Unrecht nicht weiter vertieft geprüft und allein gestützt auf die vom AFMB erhobenen Beweise die wichtigen Gründe im Sinne von Art.”
“In solche Ermessensentscheide kann das Verwaltungsgericht nur eingreifen, wenn ein qualifizierter Ermessensfehler vorliegt, der Entscheid sich insbesondere von sachfremden Motiven leiten lässt (§ 50 VRG; vgl. Marco Donatsch, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 50 N. 25 f.). 3.1 Nach Art. 44 Abs. 1 AIG kann ausländischen Ehegatten von aufenthaltsberechtigten Personen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und verlängert werden, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (lit. a), eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (lit. b), sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c), sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können (lit. d) und die nachziehende Person keine jährlichen Ergänzungsleistungen bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte (lit. e). Vom Erfordernis des Zusammenwohnens wird abgesehen, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht (Art. 49 AIG). Die Gründe müssen bei objektiver Betrachtung von einem gewissen Gewicht und nachvollziehbar sein (BGr, 23. Mai 2016, 2C_1085/2015, E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten – Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Alberto Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, Bern 2013, S. 31 ff., 51). Von einem wichtigen Grund kann umso eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können (BGr, 23. Dezember 2010, 2C_544/2010, E. 2.3.1; vgl. ferner BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinn von Art. 49 AIG dar (BGr, 8. Juni 2018, 2C_545/2017, E. 4.3.1). Seit der Ehegatte der Beschwerdeführerin nach seiner Pensionierung im Jahr 2019 wieder nach Serbien gezogen ist, lebt die Beschwerdeführerin nicht mehr mit ihm zusammen und erfüllt damit die Voraussetzungen von Art.”
“Erwägungen der Vorinstanz kann verwiesen werden: § 70 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 Satz 2 VRG). Der Beschwerdeführer kann somit keinen Anwesenheitsanspruch aus Art. 42 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 49 AIG ableiten. Auch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG (in der bis zum 31. Dezember 2018 gültigen Fassung) käme ein Anspruch mangels Erfüllens der dreijährigen Frist nicht infrage. Mehrere aufeinanderfolgende Ehegemeinschaften von kürzerer Dauer sind nämlich nicht zusammenzurechnen (BGE 140 II 289 E. 3.3). 4. 4.1 Wichtige persönliche Gründe im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG können namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AIG). Als wichtige persönliche Gründe fallen nur Umstände in Betracht, welche bei einem Wegfall der Anwesenheitsberechtigung für die ausländische Person Konsequenzen von erheblicher Intensität erwarten lassen (BGE 137 II 345 E. 3.2.3). Die Rückkehr in Lebensverhältnisse, welche im Herkunftsland allgemein üblich sind, stellt für sich allein noch keinen wichtigen Grund dar.”
Ein rein freiwilliger Entscheid, getrennt zu leben («living apart together»), stellt praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar.
“Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteile 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1; 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1; 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 143 II 425 E. 5.1; 130 II 482 E. 3.2; Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1).”
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AIG besteht ausnahmsweise dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG, vgl. E. 5.1). Solche wichtigen Gründe können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE). Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteile 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1; 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1; 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden.”
“d) und die nachziehende Person keine jährlichen Ergänzungsleistungen bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte (lit. e). Vom Erfordernis des Zusammenwohnens wird abgesehen, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht (Art. 49 AIG). Die Gründe müssen bei objektiver Betrachtung von einem gewissen Gewicht und nachvollziehbar sein (BGr, 23. Mai 2016, 2C_1085/2015, E. 3.1 mit Hinweisen; Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten – Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Alberto Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, Bern 2013, S. 31 ff., 51). Von einem wichtigen Grund kann umso eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können (BGr, 23. Dezember 2010, 2C_544/2010, E. 2.3.1; vgl. ferner BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinn von Art. 49 AIG dar (BGr, 8. Juni 2018, 2C_545/2017, E. 4.3.1). Seit der Ehegatte der Beschwerdeführerin nach seiner Pensionierung im Jahr 2019 wieder nach Serbien gezogen ist, lebt die Beschwerdeführerin nicht mehr mit ihm zusammen und erfüllt damit die Voraussetzungen von Art. 44 Abs. 1 AIG nicht mehr. Die Beschwerdeführerin und ihr Ehegatte haben sich im Jahr 2019 freiwillig dazu entschieden, fortan und bis zur Pensionierung der Beschwerdeführerin getrennt voneinander zu leben, da sich der Ehegatte der Beschwerdeführerin mit seiner AHV-Rente in Serbien einen höheren Lebensstandard als in der Schweiz leisten kann. Nach ihrer Pensionierung plant auch die Beschwerdeführerin, nach Serbien zurückzukehren. Da das Getrenntleben der Ehegatten in der Schweiz somit nicht vorübergehender Natur ist, ist fraglich, ob Art. 49 AIG vorliegend überhaupt anwendbar ist. Diese Frage braucht jedoch nicht geklärt zu werden, da das freiwillige Getrenntleben der Beschwerdeführerin und ihres Ehegatten keinen wichtigen Grund darstellt, um vom Erfordernis des Zusammenwohnens abzusehen.”
Eine Weg- oder Arbeitsaufnahme ausserhalb des gemeinsamen Wohnorts kann einen wichtigen Grund i.S.v. Art. 49 AIG bilden, namentlich wenn sie auf beruflichen Verpflichtungen beruht. Solche Gründe müssen jedoch objektivierbar, von erheblicher Gewichtung und im Regelfall aussergewöhnlich sein; ausserdem muss die Familiengemeinschaft trotz getrennten Wohnsitzen weiterhin bestehen. Die Darlegung dieser Umstände obliegt dem Ausländer, eine rein freiwillige Entscheidung, «getrennt zu leben», genügt nicht.
“2 ; arrêt du TF 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). 6.4 L'art. 49 LEI prévoit cependant une exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. 6.4.1 Aux termes de l'art. 76 OASA, une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. 6.4.2 Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure doivent être objectifs et d'une certaine consistance (cf. arrêts du TAF F-130/2021 du 21 juillet 2023 consid. 11.1 ; F-494/2021 du 4 avril 2023 consid. 5.1). Seules des situations exceptionnelles sont visées (cf. arrêt du TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2). La décision librement consentie des époux de « vivre ensemble séparément » ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le but de cette disposition n'est en effet pas de permettre aux époux de vivre séparés en Suisse pendant une longue période et exige que la communauté familiale soit maintenue (cf. arrêts du TF 2C_95/2020 du 24 avril 2020 consid. 4.1 ; 2C_525/2019 précité consid. 4.2). 6.4.3 De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence de la communauté conjugale en dépit des domiciles séparés. Cela vaut d'autant plus lorsque cette situation s'est prolongée dans le temps. Une séparation d'une certaine durée fait en effet présumer que la communauté conjugale a cessé d'exister (cf. arrêt du TF 2C_117/2014 du 27 juin 2014 consid. 3.2). 6.5 En l'espèce, il n'est pas remis en question que l'intéressée et son ex-époux n'ont plus fait ménage commun à partir du mois de juillet 2016. Certes, la prise de logements séparés était fondée sur le nouvel emploi obtenu par B._______ dans le canton de E._______ et la liquidation de leur domicile commun dans le canton de Genève pour des motifs économiques.”
“Wie bereits erwähnt (vgl. oben. E. 2.1.1), muss ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. Die seitens des Ehemanns vorgebachte Behauptung (Rekursbegründung Rz. 28 ff.), er habe sich für eine Tätigkeit in [...] berufen gefühlt, obwohl er zuvor für Transportunternehmen gearbeitet hat, ist weder objektivierbar noch kann ihr ein relevantes Gewicht beigemessen werden. Zudem hätte er keinen wesentlichen Nachteil erlitten, wenn er statt in [...] wieder bei einem [...] gearbeitet hätte. Die Tatsache, dass er die Verwirklichung seiner angeblichen Berufung dem Zusammenwohnen mit der Rekurrentin vorgezogen hat, deutet vielmehr darauf hin, dass die Familiengemeinschaft bereits im Zeitpunkt des Stellenantritts in Deutschland am 1. Juni 2020 nicht mehr bestanden hat. Aus den vorstehenden Gründen hätte die Rekurrentin zum Nachweis eines wichtigen Grunds entgegen ihrer Ansicht (Rekursbegründung Rz.”
Fehlende Voraussetzungen für ein gemeinsames Zusammenwohnen (insbesondere das Vorhandensein einer bedarfsgerechten Wohnung) können nach der Rechtsprechung von den betroffenen Personen selbst durch Erfüllung der Voraussetzungen von Art. 44 AIG beeinflusst bzw. beseitigt werden; das Fehlen solcher Gründe kann daher dazu führen, dass kein wichtiger Grund im Sinne von Art. 49 AIG vorliegt.
“Dass die Beschwerdeführenden ein erhebliches Interesse haben, gemeinsam in der Schweiz zu leben und eine Trennung der vier Kinder zu verhindern, stellt ebenfalls keinen wichtigen Grund nach Art. 49 AIG für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenlebens dar. Dabei ist nicht entscheidend, dass die Beschwerdeführenden die Ausreise 2014 bzw. 2015 und den damit einhergehenden Verlust der Niederlassungsbewilligungen mit der Wegweisung des Ehemanns bzw. Vaters wegen Straffälligkeit erklären (Beschwerde S. 5 f.). Die Beschwerdeführenden haben es selber in der Hand, dem «Auseinanderreissen» der Familie entgegenzuwirken, indem sie die Voraussetzungen nach Art. 44 AIG vollständig erfüllen, d.h. insbesondere eine bedarfsgerechte Wohnung für ein gemeinsames Zusammenwohnen finden. Sie können damit auf die Situation des Getrenntlebens ohne weiteres selber Einfluss nehmen (vgl. vorne E. 6.1). Zudem steht es ihnen nach wie vor offen, als Gesamtfamilie in Kosovo zu leben. Weitere Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens sind weder ersichtlich noch geltend gemacht.”
Art. 49 AIG erlaubt Ausnahmen vom Erfordernis des Zusammenwohnens, wenn die Familiengemeinschaft weiterhin besteht und wichtige Gründe für getrennte Wohnsitze vorliegen. Im Verfahren um nacheheliche Aufenthaltsansprüche kann Art. 49 dabei relevant sein, weil er die Frage beeinflusst, ob die Haushalts- bzw. Familiengemeinschaft als aufgelöst gilt.
“La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.1; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4.; TF 2C_331/2015 du 5 février 2016 consid. 2.1). Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1; 136 II 113 consid. 3.3.1 p. 118; arrêts TF 2C_705/2018 du 11 septembre 2018 consid. 4.2; 2C_178/2014 du 20 mars 2014 consid. 5.2), de sorte que l'éventuelle période de cohabitation des fiancés avant le mariage ne doit pas être prise en compte dans le calcul de la durée de l'union conjugale (arrêt TF 2C_9/2022 du 9 février 2022 consid. 5.2). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage; alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2; TF 2C_30/2016 consid. 3.1). Aux termes de l’art. 49 LEI, l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées.”
“Der nacheheliche Aufenthaltsanspruch ist im Freizügigkeitsabkommen nicht geregelt, weshalb ein solcher sich aufgrund des Diskriminierungsverbots von Art. 2 FZA und im Sinne einer günstigeren ausländerrechtlichen Regelung gemäss Art. 2 Abs. 2 AIG grundsätzlich nach den Bestimmungen richtet, die für Familienangehörige von Schweizerinnen und Schweizern gelten. Zu prüfen ist deshalb, ob der Beschwerdeführer landesrechtlich einen nachehelichen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat. 5.1 Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der bislang gestützt auf das Recht auf Familiennachzug (Art. 42 oder Art. 43 AIG) erteilten Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 58a AIG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, nachehelicher Härtefall). Dieser Artikel kommt im Verhältnis zu Art. 49 AIG zur Anwendung, wenn mindestens faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft auszugehen ist. Diesfalls gilt die Ehegemeinschaft als definitiv gescheitert, dergestalt, dass "die Ehegatten ihr Leben unabhängig voneinander gestalten, sich geistig-seelisch voneinander gelöst haben und ein wirtschaftlicher und emotionaler Bruch eingetreten ist" (BGE 136 II 113 E. 2). Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft – vorbehältlich eines Getrenntlebens gestützt auf Art. 49 AIG – im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen. Freilich kann die Annahme einer trennungsbedingten Auflösung der Ehegemeinschaft nur gelten, wo das Zusammenwohnen überhaupt Bewilligungsvoraussetzung ist, was bei Familiengemeinschaften auf der Grundlage von Art. 42 Abs. 2 AIG oder im Geltungsbereich des FZA auf der Grundlage von Art. 3 Anhang I FZA nicht der Fall ist. Bei diesen stellt sich allenfalls die Frage der rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe, was gemäss Art.”
Art. 49 AIG sieht vor, dass die Pflicht zum Zusammenwohnen entfällt, wenn die Familiengemeinschaft fortbesteht und für getrennte Wohnsitze wichtige Gründe vorliegen. Nach der Rechtsprechung kommt diese Ausnahme auch in Betracht, wenn der Ehegatte, von dem das ursprüngliche Aufenthaltsrecht abhing, sich aus wichtigem Grund vorübergehend ins Ausland begeben hat.
“2; TF 2C_983/2018 du 12 novembre 2018 consid. 4.1). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.1; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4.; TF 2C_331/2015 du 5 février 2016 consid. 2.1). Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1; 136 II 113 consid. 3.3.1 p. 118; arrêts TF 2C_705/2018 du 11 septembre 2018 consid. 4.2; 2C_178/2014 du 20 mars 2014 consid. 5.2), de sorte que l'éventuelle période de cohabitation des fiancés avant le mariage ne doit pas être prise en compte dans le calcul de la durée de l'union conjugale (arrêt TF 2C_9/2022 du 9 février 2022 consid. 5.2). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage; alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2; TF 2C_30/2016 consid. 3.1). Aux termes de l’art. 49 LEI, l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées.”
“Ces deux conditions sont cumulatives (cf. ATF 140 II 345 consid. 4 ; arrêt du TF 2D_25/2023 du 12 janvier 2024 consid. 5.2). 6.2 La durée minimale de l'union conjugale de trois ans commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. La cohabitation déterminante est celle qui a lieu en Suisse, après la célébration du mariage (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.1 ; 140 II 289 consid. 3.5.1 ; arrêt du TF 2C_301/2020 du 8 juin 2020 consid. 4.2.1). Cette durée minimale est une limite absolue et s'applique même si la fin de la vie conjugale est intervenue quelques semaines ou jours seulement avant la fin de cette période (cf. ATF 137 II 345 consid. 3.1.3 ; arrêt du TF 2C_301/2020 précité consid. 4.2.1). 6.2.1 La notion d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI - et au sens de l'art. 77 al. 1 let. a OASA par analogie - implique ainsi la vie en commun des époux, sous réserve de l'exception (non invoquée en l'espèce) prévue à l'art. 49 LEI, en relation avec l'art. 76 OASA. 6.2.2 Elle suppose, en outre, une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible. Il convient de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte (cf. arrêt du TF 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). 6.2.3 Selon la jurisprudence en vigueur, l'existence d'une volonté matrimoniale commune peut notamment être remise en cause, lorsque l'un des époux annonce au bureau des étrangers de sa commune de domicile son départ à l'étranger (cf. arrêt du TF 2C_30/2016 du 1er juin 2016 consid. 3.4), introduit une procédure de mesures protectrices de l'union conjugale avant l'échéance du délai de trois ans (cf.”
“3); que cette durée de trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour l'atteindre (arrêt TF 2C_645/2019 du 13 août 2019 consid. 7.1); que seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 137 II 1 consid. 3.1; 136 II 113 consid. 3.3.3; arrêt TF 2C_178/2014 du 20 mars 2014 consid. 5.2; Amarelle/Christen, p. 467); qu'en l'espèce, force est de constater que la communauté conjugale vécue en Suisse a duré deux ans et cinq mois - soit du 6 septembre 2017, date de l'arrivée en Suisse du recourant, à février 2020, date de la séparation du couple - de sorte que l'intéressé ne peut pas se prévaloir du droit au séjour prévu par l’art. 50 al. 1 let. a LEI, respectivement par l'art. 77 al. 1 let. a OASA; que se pose encore la question de savoir si le recourant peut invoquer des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés au sens de l'art. 49 LEI, dès lors que le mariage, en soi, a duré plus de trois ans; que le Tribunal fédéral a implicitement admis que l'art. 49 LEI s'appliquait également lorsque le conjoint suisse vivait à l'étranger séparé de son époux (arrêt TF 2C_871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2); que, confirmant ce qui précède, il a par la suite retenu que ni la lettre ni l'esprit de l'art. 49 LEI n'opèrent de distinction selon que les raisons majeures contraignent l'époux dont se déduit l'autorisation originaire à se constituer temporairement un domicile distinct en Suisse ou dans un Etat étranger (ATF 140 II 345 consid. 4.4.1); qu'il ressort de la formulation de l'art. 49 LEI ("raisons majeures"; voir aussi l'art. 76 OASA qui évoque des "problèmes familiaux importants") que ces dispositions visent des situations exceptionnelles (arrêt TF 2C_112/2020 du 9 juin 2020 consid. 4.5; 2C_1123/2014 du 24 avril 2015 consid. 3.1 et les arrêts cités); que, d'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important (cf.”
“2 FZA grundsätzlich nach den Bestimmungen, die für Familienangehörige von Schweizerinnen und Schweizern gelten, sofern der aus einem EU-Staat stammende (Ex-)Ehegatte, von welchem das eheliche Aufenthaltsrecht abgeleitet wurde, in der Schweiz weiterhin anwesenheitsberechtigt ist (BGE 144 II 1 E. 4.7; vgl. auch BGr, 13. März 2017, 2C_536/2016, E. 3.3). Demnach besteht nach Auflösung der Ehegemeinschaft gemäss Art. 42 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ein entsprechender Bewilligungsanspruch weiter, wenn die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ eine erfolgreiche Integration vorliegt (bis Ende 2018 gültige Fassung) bzw. die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG (ab 1. Januar 2019 gültige Fassung) erfüllt sind, sofern keine Erlöschensgründe nach Art. 51 AIG vorliegen. Für die Berechnung der Dreijahresfrist ist ausschliesslich die in der Schweiz in ehelicher Gemeinschaft verbrachte Zeit massgebend (BGE 136 II 113 E. 3.3; BGE 140 II 345 E. 4.1 = Pra 104 [2015] Nr. 75; BGr, 11. Oktober 2011, 2C_430/2011, E. 4.1.1). Zwar besteht gemäss Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) das Erfordernis des Zusammenlebens ausnahmsweise nicht, wenn für die (vorübergehend) getrennten Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familien- bzw. Ehegemeinschaft weiterbesteht. Entsprechend kann auch die (räumliche) Trennungszeit ausnahmsweise angerechnet werden, wenn der Ehegatte, von dem die ursprüngliche Bewilligung abhängt, sich aus wichtigem Grund vorübergehend ins Ausland begeben hat (BGE 140 II 345 E. 4.4.1). Die ausländische Ehegattin mit abgeleitetem Aufenthaltsrecht muss aber für einen anrechenbaren Aufenthalt in ehelicher Gemeinschaft in jedem Fall in der Schweiz verbleiben, ist die Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG doch in Zusammenhang mit dem kumulativen Erfordernis einer erfolgreichen Integration zu sehen und sind Auslandaufenthalte – auch solche aus wichtigen Gründen – nicht geeignet, die Integration in der Schweiz zu verstärken (VGr, 24.”
Art. 49 AIG erlaubt aus wichtigen Gründen getrennte Wohnorte, sofern die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Für die Frage, ob die eheliche Gemeinschaft weiterhin gegeben ist, ist auf die tatsächlich gelebte Beziehung abzustellen; dabei ist insbesondere die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft massgeblich.
“Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG). Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG, vgl. nachstehende E. 5.6). Gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG besteht nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten nach Art. 42 AIG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind. Die beiden Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 140 II 289 E. 3.8; Urteile 2C_378/2023 vom 13. Februar 2024 E. 4.1; 2C_266/2023 vom 2. August 2023 E. 3.1). Für die Anrechnung der dreijährigen Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzustellen (BGE 140 II 345 E. 4.1; 140 II 289 E. 3.5.1; Urteil 2C_378/2023 vom 13. Februar 2024 E. 4.1). Abzuklären ist, ob die eheliche Gemeinschaft rückblickend drei Jahre Bestand gehabt hat (BGE 136 II 113 E. 3.2; Urteil 2C_318/2023 vom 2. August 2023 E. 3.1). Eine relevante Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen.”
“Gemäss Art. 42 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG besteht nach Auflösung der Ehe der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 und 43 AIG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht. Die beiden Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 140 II 289 E. 3.8). Für die Anrechnung der dreijährigen Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzustellen (BGE 140 II 345 E. 4.1; 140 II 289 E. 3.5.1; 136 II 113 E. 3.3). Abzuklären ist, ob die eheliche Gemeinschaft rückblickend drei Jahre Bestand gehabt hat (BGE 136 II 113 E. 3.2; Urteil 2C_318/2023 vom 2. August 2023 E. 3.1). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen. Nicht relevant ist demgegenüber, bis zu welchem Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch weiter bestanden hat (BGE 138 II 229 E.”
“Eine (relevante) Ehegemeinschaft im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus wichtigen Gründen getrennt zu leben, was auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]), ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; vgl. BGE 138 II 229 E. 2 S. 231).”
“oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Für die Anrechnung der dreijährigen Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzustellen (BGE 140 II 345 E. 4.1; 140 II 289 E. 3.5.1; 136 II 113 E. 3.3). Abzuklären ist, ob die eheliche Gemeinschaft rückblickend drei Jahre Bestand gehabt hat (BGE 136 II 113 E. 3.2). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; 137 II 345 E. 3.1.2). Mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen Gründen" getrennt zu leben, was auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]), ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat (BGE 138 II 229 E. 2). Nicht relevant ist demgegenüber, bis zu welchem Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch weiter bestanden hat (Urteil 2C_202/2018 vom 19. Juli 2019 E. 3.3; vgl. Urteil 2C_416/2009 vom 8. September 2009 E. 2.1.2). Die zeitliche Grenze von drei Jahren gilt im Übrigen absolut: Selbst wenn sie nur um wenige Wochen oder Tage verpasst wird, besteht praxisgemäss kein Anspruch mehr auf Verlängerung der Bewilligung (BGE 137 II 345 E. 3.1.3; Urteil 2C_401/2018 vom 17. September 2018 E.”
Je eher die Ehegatten das Getrenntleben nicht beeinflussen können, desto eher liegt ein wichtiger Grund vor. Relevant ist insbesondere, ob die Ehegatten die getrennten Wohnorte nur durch Annahme eines erheblichen Nachteils vermeiden könnten; beeinflussbares Verhalten ohne solchen Nachteil spricht typischerweise gegen das Vorliegen eines wichtigen Grundes.
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 können wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass die Gründe für das Getrenntleben objektivierbar sind und ein gewisses Gewicht aufweisen. Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiterbestehen. Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_590/2023, a.a.O., E. 5.”
“und die nachziehende Person keine jährlichen Ergänzungsleistungen nach dem ELG bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte (lit. e). Gemäss Art. 49 AIG besteht das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 44 Abs. 1 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG muss objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGer 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Bei der auf Art. 44 Abs. 1 AIG gestützten Aufenthaltsbewilligung handelt es sich um eine abgeleitete Aufenthaltsberechtigung, die das Ziel verfolgt, das familiäre Zusammenleben in der Schweiz zu ermöglichen (vgl. BGer 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.1 zu Art. 43 Abs. 1 AIG). Somit setzt eine auf Art. 44 Abs. 1 AIG gestützte Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Ehefrau voraus, dass ihr Ehegatte weiterhin über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt, womit er seinerseits weiterhin in der Schweiz verbleiben darf (vgl. BGer 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.2 zu Art. 43 Abs. 1 AIG). Mit der Abweisung der Beschwerde des Ehemanns mit Urteil des Bundesgerichts vom 4. Februar 2021 wurde seine obligatorische Landesverweisung gemäss Art.”
“Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern haben gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG, SR 142.20) Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht gemäss Art. 49 AIG ausnahmsweise dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Als wichtige Gründe nennt Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE, SR 142.201) insbesondere berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssen die wichtigen Gründe objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Vom Vorliegen eines wichtigen Grundes kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne dabei einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. So stellt beispielsweise nicht jeder berufliche Grund einen wichtigen Grund, welcher eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens rechtfertigt, dar (BGer 2C_340/2013 vom 28. Juni 2013 E. 2.2, 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1).”
Fehlt das Zusammenwohnen und liegt kein wichtiger Grund für getrennte Wohnorte vor, besteht kein Anspruch auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 42 i.V.m. Art. 49 AIG.
“Zusammenfassend folgt aus den vorstehenden Erwägungen, dass davon auszugehen ist, dass die Rekurrentin und ihr Ehegatte seit dem 1. Juni 2020, jedenfalls aber etwa seit dem Jahreswechsel 2020/2021 nicht mehr zusammenwohnen (vgl. oben E. 3) und die Ehegemeinschaft seit diesem Zeitpunkt nicht mehr besteht (vgl. oben E. 4). Zudem fehlt es an einem wichtigen Grund für getrennte Wohnorte (vgl. oben E. 4). Folglich kommt eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Rekurrentin gestützt auf Art. 42 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 49 AIG nicht in Betracht. Eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Rekurrentin gestützt auf Art. 50 Abs. 1 AIG ist ausgeschlossen, weil die Ehegemeinschaft seit der Einreise der Rekurrentin vom 2. Februar 2018 in der Schweiz weniger als drei Jahre gelebt worden ist (vgl. oben E. 3 f.) und kein nachehelicher Härtefall vorliegt (vgl. oben E. 5). Schliesslich sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Rekurrentin sowie ihre Wegweisung aus der Schweiz und dem Schengen-Raum verhältnismässig. Daher ist der Rekurs abzuweisen.”
“Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern (Art. 42 AIG) haben, unter Vorbehalt von Erlöschensgründen (Art. 51 Abs. 1 AIG), Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, soweit sie mit diesen zusammenwohnen oder, bei fortdauernder Ehegemeinschaft, ein wichtiger Grund für das Getrenntleben besteht (Art. 49 AIG). Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. August 2010 getrennt von ihrem Schweizer Ehemann lebt, ohne dass die Voraussetzungen von Art. 49 AIG erfüllt wären. Sie kann sich deshalb nicht auf Art. 42 Abs. 1 AIG berufen.”
Sind die Feststellungen dazu, ob nach Art. 49 AIG «wichtige Gründe» vorliegen und die Familiengemeinschaft fortbesteht, unvollständig, hat die Vorinstanz die erforderlichen zusätzlichen Abklärungen und Beweisabnahmen vorzunehmen. Die Sache ist gegebenenfalls an die Vorinstanz zurückzuweisen; nicht durch das Kantonsgericht durchzuführende Abklärungen sind von der Vorinstanz zu treffen.
“Nach dem Gesagten hat der Regierungsrat den massgeblichen Sachverhalt in Bezug auf die Fragen, ob wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG vorliegen und ob die Familiengemeinschaft weiterhin besteht, unvollständig festgestellt (§ 45 Abs. 1 lit. b VPO). Die notwendigen zusätzlichen Abklärungen bzw. Beweisabnahmen sind - zur Vermeidung eines Instanzenverlusts und im Hinblick auf die eingeschränkte Kognition des Kantonsgerichts - nicht durch das Kantonsgericht, sondern die Vorinstanz vorzunehmen. Die Angelegenheit ist daher an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zurückzuweisen, damit dieser die erforderlichen zusätzlichen Abklärungen mittels Beweisabnahme bzw. Beweiswürdigung vornimmt und neu über die Angelegenheit befindet.”
Art. 49 erlaubt es, das Erfordernis des Zusammenwohnens zu verneinen, wenn wichtige Gründe für getrennte Wohnorte vorliegen und die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Entscheidend für das Weiterbestehen der Familiengemeinschaft ist eine tatsächlich gelebte eheliche Beziehung sowie ein gegenseitiger Ehewille; Art. 49 verlangt insoweit, dass trotz getrennter Wohnorte ein effektiver ehelicher Beziehungszusammenhang erhalten bleibt.
“2; 136 II 113 E. 3.2). Nicht relevant ist demgegenüber, bis zu welchem Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch weiter bestanden hat (Urteile 2C_888/2022 vom 10. März 2023 E. 3.1; 2C_202/2018 vom 19. Juli 2019 E. 3.3). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 138 II 229 E. 2; 137 II 345 E. 3.1.2). Die zeitliche Grenze von drei Jahren gilt dabei absolut (BGE 137 II 345 E. 3.1.3; Urteile 2C_202/2023 vom 28. August 2024 E. 3.2.1; 2C_401/2018 vom 17. September 2018 E. 3.2). Bezüglich der Frage, ob einzelne Phasen einer Ehegemeinschaft trotz vorübergehender Trennung zusammengerechnet werden können, ist insbesondere auf den Fortbestand des Ehewillens abzustellen (BGE 140 II 345 E. 4.5.2; 140 II 289 E. 3.5.1; Urteile 2C_202/2023 vom 28. August 2024 E. 3.2.2; 2C_394/2017 vom 28. September 2017 E. 3.2 f.). Hinsichtlich der Voraussetzung des Zusammenlebens ist Art. 49 AIG zu beachten, der den Eheleuten gestattet, bei Fortdauern der gelebten Ehegemeinschaft aus wichtigen Gründen getrennt zu leben (vgl. BGE 140 II 345 E. 4.4.2; Urteile 2C_888/2022 vom 10. März 2023 E. 3.1; 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1; vgl. auch Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE; SR 142.201]).”
“et la participation à la vie économique ou l'acquisition d'une formation (let. d). Selon la jurisprudence, la durée minimale de trois ans de l'union conjugale prévue à l'art. 50 al. 1 let. a LEI commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; TF 2C_386/2021 du 26 mai 2021). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4). Seules les années de mariage et non de concubinage sont prises en compte (ATF 140 II 345 consid. 4.1; 136 II 113 consid. 3.3.1; TF 2C_858/2021 du 21 décembre 2021 consid. 7.3). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond toutefois pas avec celle du mariage au sens du droit civil. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI. La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI va donc plus loin que celle du mariage (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 et les arrêts cités). Dans le calcul de la durée de trois ans, il y a surtout lieu de prendre en compte la période durant laquelle les époux ont fait ménage commun d'une manière perceptible par les tiers (TF 2C_24/2013 du 3 mai 2013 consid. 2.1). Cette notion ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux. A cet égard, la période durant laquelle les conjoints continuent provisoirement à cohabiter en attendant de pouvoir se constituer deux domiciles séparés ne peut pas être prise en compte dans le calcul de trois ans de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, faute de vie conjugale effective (arrêts TF 2C_1258/2012 du 2 août 2013 consid. 4.1; 2C_748/2011 du 11 juin 2012 consid. 2.1).”
“ATF 141 II 169 consid. 4). Il s'ensuit que ni le SEM ni, a fortiori, le Tribunal ne sont liés par le préavis du SMIG en faveur du renouvellement de l'autorisation de séjour du recourant et ils peuvent parfaitement s'écarter de l'appréciation faite par cette autorité. 5. 5.1 Selon l'art. 50 al. 1 LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 et 43 LEI subsiste lorsque l'union conjugale a duré au moins trois ans et que l'intégration est réussie (let. a), ou lorsque la poursuite du séjour en Suisse s'impose pour des raisons personnelles majeures (let. b). Les deux conditions de la let. a sont cumulatives (cf. ATF 140 II 345 consid. 4 ; 140 II 289 consid. 3.5.3). 5.2 La notion d'union conjugale ne se confond pas avec le mariage. Alors que ce dernier peut être purement formel, l'union conjugale implique en principe la vie en commun des époux, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (cf. ATF 136 II 113 consid. 3.2 ; arrêt du TF 2C_362/2021 du 20 septembre 2021 consid. 4.1). La notion d'union conjugale ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation, mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux (cf. ATF 138 II 229 consid. 2 ; 137 II 345 consid. 3.1.2 ; arrêt du TF 2C_30/2016 du 1er juin 2016 consid. 3.1). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.1 ; 138 II 229 consid. 2). 5.3 Pour déterminer le moment de la séparation, il y a en principe lieu de se référer au moment où les conjoints cessent de faire ménage commun, c'est-à-dire au moment où il est extérieurement perceptible que la volonté de former une communauté conjugale n'existe plus (cf. ATF 137 II 345 consid. 3.1.2). Il se peut toutefois que, malgré le maintien d'un domicile commun, il n'existe plus de vie conjugale effective ; la communauté conjugale peut en effet, selon les circonstances, avoir perdu de sa substance déjà pendant et malgré la vie commune.”
Die freiwillige Entscheidung der Ehegatten, «living apart together» zu leben, stellt für sich allein in der Rechtsprechung regelmässig keinen wichtigen Grund i.S.v. Art. 49 AIG dar; es bedarf objektivierbarer, gewichtiger und in der Regel aussergewöhnlicher Gründe, damit die Ausnahme greift.
“2 La durée minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. La cohabitation déterminante est celle qui a lieu en Suisse, après la célébration du mariage (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.1 ; 140 II 289 consid. 3.5.1 ; arrêt du TF 2C_301/2020 du 8 juin 2020 consid. 4.2.1). Cette durée minimale est une limite absolue et s'applique même si la fin de la vie conjugale est intervenue quelques semaines ou jours seulement avant la fin de cette période (cf. ATF 137 II 345 consid. 3.1.3 ; arrêt du TF 2C_301/2020 précité consid. 4.2.1). 6.3 La notion d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique la vie en commun des époux et suppose l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque et la volonté de la maintenir (cf. ATF 138 II 229 consid. 2 ; arrêt du TF 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). 6.4 L'art. 49 LEI prévoit cependant une exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. 6.4.1 Aux termes de l'art. 76 OASA, une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. 6.4.2 Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure doivent être objectifs et d'une certaine consistance (cf. arrêts du TAF F-130/2021 du 21 juillet 2023 consid. 11.1 ; F-494/2021 du 4 avril 2023 consid. 5.1). Seules des situations exceptionnelles sont visées (cf. arrêt du TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2). La décision librement consentie des époux de « vivre ensemble séparément » ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le but de cette disposition n'est en effet pas de permettre aux époux de vivre séparés en Suisse pendant une longue période et exige que la communauté familiale soit maintenue (cf.”
“Si la recherche d'un travail peut, selon les circonstances, être considérée comme une raison majeure justifiant un domicile séparé des époux au sens de l'art. 49 LEI, cela ne vaut que pour une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire à l'époux pour trouver un (nouvel) emploi (arrêt du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 ; 2C_871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2). Une détérioration de la santé n'est pas en soi une raison majeure et la vague possibilité d'une reprise de la vie commune un jour ne doit pas être assimilée au maintien de la communauté conjugale (arrêt du Tribunal fédéral 2C_1027/2012 du 20 décembre 2012 consid 3.3). La décision librement consentie des époux de « vivre ensemble séparément » (« living apart together » ; cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_505/2013 du 4 octobre 2013 consid. 4.2 ; 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4 ; 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 et 2C_720/2008 du 14 janvier 2009) en tant que telle et sans résulter d'autres motifs ne constitue pas non plus une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_204/2014 du 5 mai 2014 consid. 6.1 ; 2C_207/ 2011 du 5 septembre 2011 consid. 4.2 ; 2C_792/2010 du 25 mai 2011 consid. 3.1 ; 2C_388/2009 du 9 décembre 2009 consid. 4). L'existence de contacts purement amicaux entre les époux, même s'ils étaient entretenus à raison de deux ou trois fois par semaine, ne suffit pas à fonder une communauté conjugale réellement vécue (arrêts du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 ; 2C_575/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.6 ; 2C_285/ 2009 du 4 février 2010 consid. 2.2). Une telle communauté conjugale est présente lorsque les rapports conjugaux sont effectivement vécus et que subsiste la volonté réciproque des époux de maintenir leur lien conjugal (« ein gegenseitiger Ehewille besteht », « una reciproca volontà in relazione al vincolo del matrimonio » ; ATF 138 II 229 consid. 2 ; 137 II 345 consid. 3.1.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_547/2014 du 5 janvier 2015 consid. 2.1 ; 2C_48/2014 du 9 octobre 2014 consid.”
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AIG besteht ausnahmsweise dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG, vgl. E. 5.1). Solche wichtigen Gründe können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE). Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteile 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1; 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1; 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden.”
Für die Ausnahme nach Art. 49 AIG gilt, dass die Ehegatten in der Regel die Beweismittel für wichtige Gründe der räumlichen Trennung und für das Fortbestehen der Familiengemeinschaft beizubringen haben; ihnen obliegt eine besondere Mitwirkungspflicht. Die Gründe müssen objektivierbar und substantiell dargelegt werden. Die Behörden haben die vorgelegten Beweise zu prüfen und dürfen zulässige Beweisangebote nicht ohne Begründung unbeachtet lassen; im Zweifel sind weitergehende Abklärungen vorzunehmen. Unzureichend substantiiertes Vorbringen kann zur Versagung der Ausnahme führen.
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AIG besteht ausnahmsweise dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG, vgl. E. 5.1). Solche wichtigen Gründe können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE). Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteile 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1; 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1; 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 143 II 425 E. 5.1; 130 II 482 E. 3.2; Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1).”
“Diesbezüglich blendet die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid allerdings aus, dass der Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren zum Nachweis der wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte sowohl seine Befragung, die Befragung der Ehefrau, den Beizug der IV-Akten der Stieftochter und den Aktenbeizug betreffend das Einreisegesuch der Stieftochter für ihren ägyptischen Partner beantragt hatte. Zu diesen Beweisofferten äussert sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid mit keinem Wort. Vielmehr hält sie dem Beschwerdeführer diesbezüglich vor, seine Angaben seien vage geblieben. Unter Berücksichtigung der Beweisofferten für den Fall, dass die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer dargelegten Sachverhalt als ungenügend substantiiert erachten würde, lässt sich - entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid - nicht sagen, dass der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht nicht hinreichend nachgekommen sei. Auch wenn dem Betroffenen aufgrund seiner Mitwirkungspflicht eine Substantiierungspflicht obliegt, müssen die zuständigen Migrationsbehörden bzw. Rechtsmittelinstanzen umgekehrt vor einem Entscheid im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes die verschiedenen Umstände ihrerseits umfassend und fair prüfen und im Zweifelsfall zusätzliche Abklärungen vornehmen und geeigneten Beweisanerbieten entsprechen, zumal mit der Nichtanwendung von Art. 49 AIG ein allenfalls weitreichender Eingriff in eine tatsächlich noch gelebte familiäre Beziehung (Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950 bzw. Art. 13 BV) verbunden sein kann. Dabei ist zu beachten, dass die Organisation der Ehe in erster Linie Angelegenheit der Ehegatten ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Wenn also die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass dem Beschwerdeführer der Beweis obliegt, können die angebotenen Beweise nicht leichthin abgelehnt und insbesondere nicht ohne Begründung übergangen werden, da ansonsten die Verfahrensrechte des zur Mitwirkung Verpflichteten ausgehebelt würden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_613/2019 vom 14. November 2019 E. 3.6.4). Vielmehr hat der Regierungsrat den vom Beschwerdeführer, seiner Ehefrau und seiner aktuellen Vermieterin übereinstimmend geschilderten Sachverhalt zu Unrecht nicht weiter vertieft geprüft und allein gestützt auf die vom AFMB erhobenen Beweise die wichtigen Gründe im Sinne von Art.”
“On relève de surcroît que la recourante ne produit ni son contrat de bail actuel, ni celui de son conjoint. Quoi qu'il en soit, à supposer que les appartements en question aient été trop petits ou trop peuplés pour que la famille y vive, la recourante ne démontre pas avoir entrepris les démarches nécessaires pour trouver un logement suffisamment grand. Les deux uniques documents produits à cet égard consistent en la copie d'un contrat avec une société de relocation chargée de rechercher un appartement à Lausanne, ainsi qu'un courriel par lequel une gérance refuse la location d'un appartement à Lausanne. Aucun document ne permet en outre de retenir que des recherches auraient été effectuées pour des appartements situés à Genève, ou dans d'autres communes entre Lausanne et Genève. Les démarches entreprises par la recourante sont ainsi manifestement insuffisantes, en particulier au regard du temps écoulé depuis le mariage du couple. En définitive, la recourante n'établit pas l'existence de raisons majeures justifiant que le couple vive dans des domiciles séparés au sens des art. 49 LEI et 76 OASA. Il s'ensuit que les conditions de l'art. 42 LEI ne sont pas réunies. Ce grief doit être rejeté.”
“Il n’a produit aucune pièce ni fait état de recherches concrètes d’emploi effectuées entre juillet 2019 et juillet 2023, alors que l’OCPM lui avait expressément demandé, dans son courrier du 3 février 2021 déjà, de le renseigner au sujet de ses intentions et que le recourant a déjà prétendu, devant le TAPI, qu’il recherchait un emploi. Il n’a produit que récemment trois postulations, datant toutes du mois d’août 2023, qui ne permettent pas, au vu de la longue période qui s’est écoulée depuis l’obtention de son diplôme universitaire, de rendre vraisemblable qu’il est, depuis juillet 2019, régulièrement à la recherche active d’un emploi en Suisse. Ainsi, même à admettre que le domicile séparé du couple était destiné, après la fin de ses études, à permettre au recourant de trouver un emploi, seule une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire pour trouver un emploi aurait justifié le domicile séparé des époux. La durée de plus de quatre ans ne peut plus être qualifiée de période temporaire. Au vu de ce qui précède, le recourant n’a pas établi l’existence de raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés au sens de l’art. 49 LEI. Par conséquent, il ne peut se prévaloir de l’exception prévue par cette disposition, sans qu’il soit nécessaire de trancher la question de savoir si la communauté familiale a été maintenue, malgré les domiciles séparés des époux. En conclusion, l’OCPM n’a ni violé la loi ni commis d’abus de son pouvoir d’appréciation en refusant l’octroi d’une autorisation d’établissement. 3. Il convient encore d’examiner si le renvoi du recourant est fondé. 3.1 Selon l'art. 64 al. 1 let. c LEI, l'autorité compétente rend une décision de renvoi ordinaire à l'encontre d'un étranger auquel l'autorisation de séjour est refusée ou dont l'autorisation n'est pas prolongée. Elle ne dispose à ce titre d'aucun pouvoir d'appréciation, le renvoi constituant la conséquence du rejet d'une demande d'autorisation. Le renvoi d'une personne étrangère ne peut être ordonné que si l'exécution de celui-ci est possible, licite ou peut être raisonnablement exigée (art. 83 al. 1 LEI). 3.2 En l'espèce, dès lors qu'il a, à juste titre, refusé l’octroi d’une autorisation de d’établissement au recourant, l'intimé devait prononcer son renvoi.”
“a Le 14 octobre 2019, la prénommée a interjeté un recours contre cette décision auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : Tribunal ou TAF). Elle a conclu, avec suite de frais et de dépens, à l'annulation de la décision attaquée et à l'approbation de la prolongation de son autorisation de séjour. B.b Par arrêt F-5369/2019 du 19 avril 2021, le Tribunal a admis le recours précité, en annulant la décision du 18 septembre 2019 et en retournant le dossier à l'autorité intimée afin que celle-ci procède à une instruction complémentaire et rende une nouvelle décision. Il a, en particulier, enjoint l'autorité inférieure à auditionner l'intéressée et son ex-époux, à les inviter à produire tout moyen de preuve jugé utile démontrant qu'ils vivaient ensemble entre janvier 2014 et juillet 2016 ainsi qu'à donner des explications circonstanciées quant à la vie conjugale qui s'est déroulée de juillet 2016 à l'été 2018. Par ailleurs, le SEM a été prié d'inviter les ex-conjoints à produire tous les moyens de preuves utiles démontrant que, dès juillet 2016, malgré la prise de logement séparés, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (RS 142.20) était donnée, pour le moins jusqu'au 31 janvier 2017. B.c En date du 14 juin 2021, le SEM a entendu, de manière séparée, les ex-conjoints sur leur situation de couple, en particulier entre 2016 et 2018. B.d Par courrier posté le surlendemain, B._______ a transmis à cette autorité la convention de divorce mentionnée au cours de son audition, qu'il avait signée le 14 septembre 2016. B.e Le 14 juillet 2021, l'autorité inférieure a informé l'intéressée de son intention de refuser de donner son approbation à la prolongation de son séjour en Suisse et de prononcer son renvoi de Suisse. Elle lui a imparti un délai pour prendre position. B.f Le 30 juillet 2021, la requérante a fait parvenir ses observations. B.g Par décision du 22 février 2022, le SEM a refusé de donner son approbation à la prolongation de l'autorisation de séjour en faveur de A._______, a prononcé son renvoi et lui a imparti un délai de huit semaines dès l'entrée en force de dite décision pour quitter le territoire suisse.”
Die Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens gilt, wenn trotz getrennter Haushalte die Familiengemeinschaft fortbesteht und wichtige Gründe für getrennte Wohnsitze vorgebracht und nachgewiesen werden. Ein nur noch formelles Fortbestehen der Ehe kann insoweit als rechtsmissbräuchliche Berufung gewertet werden.
“Conformément à l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité peut subsister notamment lorsque l'union conjugale a duré au moins trois ans, ce qui implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI, qui prévoit que l'exigence du ménage commun n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. Quant à l'art. 50 al. 1 let. b et al. 2 LEI, il permet au conjoint étranger de demeurer en Suisse après la dissolution de l'union conjugale, lorsque la poursuite de son séjour s'impose pour des raisons personnelles majeures, notamment si sa réintégration sociale dans le pays de provenance semble fortement compromise.”
“Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der bislang gestützt auf das Recht auf Familiennachzug (Art. 42 oder Art. 43 AIG) erteilten Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 58a AIG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, "nachehelicher Härtefall"). Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft - vorbehältlich eines hier nicht vorliegenden Getrenntlebens gestützt auf Art. 49 AIG - im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen. Freilich kann die Annahme einer trennungsbedingten Auflösung der Ehegemeinschaft nur gelten, wo das Zusammenwohnen überhaupt Bewilligungsvoraussetzung ist, was bei Familiengemeinschaften auf der Grundlage von Art. 42 Abs. 2 AIG oder im Geltungsbereich des FZA auf der Grundlage von Art. 3 Anhang I FZA nicht der Fall ist. Bei diesen stellt sich allenfalls die Frage der rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe, was gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG namentlich zum Erlöschen des Verlängerungsanspruchs gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG führt (Marc Spescha, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Rz 5 zu Art. 51 AIG; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 11. November 2020 [810 20 117] E. 5.5). Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Ehegemeinschaft der Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann drei Jahre gedauert hat oder ob sie vor Ablauf dieser Frist aufgelöst worden ist.”
“La promesse d'embauche du 31 janvier 2019, de la société********, sur la base de laquelle il fondait initialement son droit au regroupement familial, a aussi été envoyée au recourant à son adresse de ******** en France. Ce n'est que le contrat du 11 février 2020, avec Partner transport, qui a été adressé au recourant à son adresse à Nyon. Enfin, lorsqu'il sollicite la levée de la mesure d'éloignement du territoire suisse, le 18 septembre 2019, le recourant indique également son adresse à ******** en France, où le Secrétariat d'Etat aux migrations (SEM) lui répond le 24 septembre 2019, par l'entremise de l'ambassade de Suisse à Paris. Ainsi, si la présence en Suisse du recourant, illégale jusqu'au mois d'octobre 2020, et celle de son épouse est attestée de manière très ponctuelle depuis septembre 2017, rien ne permet de conclure qu'ils auraient cohabité de manière continue depuis cette date. Au contraire, cette cohabitation a débuté au mois de février 2020 lorsque le recourant a déposé sa demande de regroupement familial. En outre, le recourant n'a pas démontré que les conditions de l'art. 49 LEI pour le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés seraient remplies en l'espèce. Il est par conséquent bien établi que la durée minimale de trois ans de l'union conjugale prévue à l'art. 50 al. 1 let. a LEI et à l'art. 77 al. 1 let. a OASA n'est en l'occurrence pas remplie. Dès lors que les conditions de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ou de l'art. 77 al. 1 let. a OASA, à savoir une union conjugale d'une durée de trois ans minimum et la réalisation des critères d'intégration de l'art. 58a LEI, sont cumulatives, il n'y a pas lieu d'examiner la question de l'intégration. S'agissant de la première condition, il apparaît donc que le SPOP n'a pas fait une mauvaise application du droit fédéral dans sa décision sur opposition.”
Nicht jede familiäre Spannung begründet gemäss Art. 49 AIG einen wichtigen Grund. Es müssen erhebliche, konkret darlegte Konflikte vorliegen; zudem ist erforderlich, dass die Trennung als vorübergehend ersichtlich ist und weiterhin eine Familiengemeinschaft besteht. Blosse alltägliche Reibereien oder unpräzis behauptete Probleme genügen in der Regel nicht.
“Die Vorinstanz hält insbesondere fest, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau hätten am 12. Dezember 2017 in Kairo geheiratet. Am 5. August 2018 sei der Beschwerdeführer in die Schweiz eingereist, wo er eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erhalten habe. Bereits per 1. Juni 2020 sei er aus der gemeinsamen 3-Zimmerwohnung ausgezogen und habe alleine eine neue Wohnung bezogen. Seither wohnten die Ehegatten durchwegs – bis zur Scheidung im Oktober 2023 – in getrennten Haushalten. Damit habe die Dauer der zumindest nach aussen wahrnehmbaren Wohngemeinschaft weniger als drei Jahre gedauert. Seitens des Beschwerdeführers werde die Tatsache der getrennten Haushalte nicht bestritten, jedoch hätten nach Ansicht des Beschwerdeführers wichtige Gründe für das Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG bestanden, weshalb für die Berechnung der Dreijahresfrist nicht auf das Auszugsdatum abgestellt werden könne. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten soziopsychologischen Probleme würden nicht per se angezweifelt, liege es doch auf der Hand, dass das Bewohnen einer Dreizimmerwohnung, trotz Vorhandenseins zweier getrennter Schlafräume (ein Zimmer für die Ehegatten und eines für die Tochter der Ehefrau und ihr Kind), durch drei Erwachsene und einen Säugling zu gewissen zwischenmenschlichen Spannungen zu führen vermöge. Indes liege es in der Natur der Sache, dass es in einer häuslichen Familiengemeinschaft, zu welcher offenkundig auch die Tochter der Ehegattin des Beschwerdeführers gehörte, ab und an zu Reibereien komme. Probleme, Uneinigkeiten und Streitereien würden in den besten Beziehungen vorkommen, weshalb die im Zusammenhang mit Art. 49 AIG ins Feld geführten familiären Schwierigkeiten ein gewisses Gewicht aufweisen müssten. Die vom Beschwerdeführer geäusserten, aber nach wie vor nicht eingehender präzisierten familiären Konflikte würden zwar nachvollziehbar erscheinen, aber nicht derart gravierend, dass ein zeitlich unbeschränkter Unterbruch der Wohngemeinschaft in objektiver Hinsicht notwendig erscheine.”
“Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids (20.10.2022) war das Paar rund 15 Monate getrennt und deutete nichts darauf hin, dass die Ehegemeinschaft wiederaufgenommen wird. Zwar können gemäss Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE erhebliche familiäre Probleme einen wichtigen Grund bilden, der eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens begründet und rechtfertigt, auch die Trennungszeit als eheliche Gemeinschaft zu berücksichtigen. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die Trennung «vorübergehend» ist und (kumulativ) dargelegt ist, dass weiterhin eine «Familiengemeinschaft» (im Rahmen des Möglichen) besteht (vgl. BGer 2C_525/2019 vom”
“E. 3.2) bzw. die Führung eines Ehelebens in der Schweiz weiterhin ernsthaft beabsichtigt ist (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5.1). Aus den Akten wird deutlich, dass das Paar vor dem Weggang des Ehemannes erhebliche eheliche Probleme hatte. Dies rechtfertigt indes den langen Unterbruch nicht. In Frage stehen nach Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE Trennungen in «Krisensituationen», die nicht so gravierend sind, dass eine Rückkehr in den gemeinsamen Haushalt ausgeschlossen erscheint, und die «kurzfristig» sind (BGE 138 II 229 E. 2), d.h. nicht länger als drei oder einige Monate dauern, wenn es an belegten Versöhnungsversuchen fehlt (BGer 2C_95/2020 vom”
Hält die häusliche Trennung über mehrere Monate bzw. deutlich über ein Jahr an, ohne dass nennenswerte Wiederannäherungsbemühungen oder konkrete Schritte zur Wiederaufnahme des Zusammenlebens erkennbar sind, rechtfertigt dies nach der Rechtsprechung nicht mehr die Anwendung von Art. 49 AIG. In solchen Fällen wird die Trennung nicht mehr als vorübergehende „Auszeit“ im Sinne von Art. 49 AIG qualifiziert.
“Dass es sich vorliegendenfalls nicht um eine lediglich zeitlich beschränkte Auszeit zur Klärung der familiären Schwierigkeiten gehandelt hat, bestätigen auch die Ausführungen in der Beschwerdebegründung, zumal darin mit keinem Wort etwaige Versuche hinsichtlich einer Verbesserung der familiären Situation sowie einer geplanten Wiederaufnahme des Zusammenlebens erwähnt werden, obwohl dies den Ehegatten in Anbetracht der Umstände durchaus zumutbar gewesen wäre. Dass die Ehegatten zunächst noch auf eine Besserung der Situation hofften und das Ziel hatten, das Zusammenleben wiederaufzunehmen, erscheint nicht völlig abwegig. Letzten Endes scheint es aber so, dass – aufgrund der anhaltenden häuslichen Trennung und der mangelnden Anstrengungen der Ehegatten hinsichtlich einer Wiedervereinigung der Familie – die räumliche Distanz und die hiermit einhergehenden Folgen für die Ehegatten in Bezug auf ihr Ehe- und Familienleben günstiger waren, weshalb der Umstand der getrennten Wohnsitze von den Ehegatten bewusst auf Dauer gebilligt wurde. Und dies ist der springende Punkt: Die zunächst "krisenbedingte" Trennung zufolge familiärer Probleme erwies sich nicht als vorübergehend und dauerte über ein Jahr respektive sogar mehrere Jahre an, weshalb nicht mehr von einer "Auszeit" im Sinne von Art. 49 AIG ausgegangen werden kann.”
“Auch sind die regierungsrätlichen Schlussfolgerungen nicht zu beanstanden. Beim Umstand des Zusammenwohnens im Zusammenhang mit dem abgeleiteten Aufenthaltsrecht der Ehegattin oder des Ehegatten handelt es sich um eine Bedingung für den Familiennachzug, weshalb ein Getrenntleben unter ausländerrechtlichen Aspekten nur ausnahmsweise und mit grosser Zurückhaltung gebilligt wird. Grundsätzlich haben Ehegatten in Ausländerehen also zusammenzuwohnen. Vor dieser Prämisse ist der vorliegende Fall zu beurteilen. Tatsache ist, dass die Ehegatten über Monate respektive mehrere Jahre hinweg in separaten Wohnungen lebten und zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise Anstrengungen unternahmen, diese Situation in irgendeiner Form zu ändern. Auch wenn die familiären Probleme aufgrund ihrer Erheblichkeit (zu Beginn) ein Getrenntleben zu rechtfertigen vermochten, bedeutet dies nicht automatisch, dass eine häusliche Trennung auch lang- bzw. längerfristig vom Gesetz geschützt wird. Wie im angefochtenen Beschluss ausführlich dargelegt, akzeptiert der Gesetzgeber im Rahmen von Art. 49 AIG lediglich vorübergehende "krisenbedingte" Trennungen; häusliche Trennungen auf Dauer ohne Aussicht auf eine Wiedervereinigung, auch wenn sie durch erhebliche familiäre Probleme veranlasst sind, verdienen keinen gesetzlichen Schutz. Die hier im Raum stehenden vorinstanzlichen Vorwürfe haben nichts mit der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beweisproblematik zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass die Ehegatten über die vom Bundesgericht gesetzte Limite von einem Jahr in getrennten Wohnungen lebten und in dieser Zeit – bis auf die vereinzelte Suche nach einer grösseren Wohnung – keinerlei Anstalten machten, die eheliche bzw. familiäre Situation dahingehend zu verbessern, dass ein Zusammenleben zumindest schrittweise wieder im Bereich des Möglichen gelegen hätte. Die Vorinstanz hat unter Zugrundelegung sämtlicher Umstände aufgezeigt, dass das Getrenntleben letzten Endes auf ein "living apart together", also eine Partnerschaft, welche nicht in einer gemeinsamen, sondern in getrennten Wohnungen gelebt wird, hinauslief.”
“Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG). Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Letzteres setzt voraus, dass der Ehewille trotz Trennung fortbesteht (so bereits das Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile 2C_590/2023 vom 8. Mai 2024 E. 5.6.1; 2C_974/2020 vom 12. März 2021 E. 4.2). Nach der Praxis können eheliche Schwierigkeiten zwar kurzfristig ein Getrenntleben im Rahmen von Art. 49 AIG rechtfertigen, doch gilt dies nicht mehr, wenn die Trennung über Monate hinweg aufrechterhalten wird, ohne dass es zu einer nennenswerten Wiederannäherung der Ehegatten kommt (Urteil 2C_144/2023 vom 6. November 2023 E. 5.3 mit Hinweis).”
“Die Vorinstanz gibt die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 42, 49 (Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens) und 50 AIG zutreffend wieder: Hinsichtlich des relevanten Zeitpunkts der Trennung ist darauf abzustellen, wann die gemeinsame Wohnung aufgegeben worden und der Ehewille nach aussen wahrnehmbar dahingefallen ist (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347). Die eheliche Gemeinschaft, auf deren Dauer es ankommt, kann aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall aber auch schon während und trotz des weiteren Zusammenlebens dahingefallen sein, wobei für die Fristberechnung im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG dann auf diesen Zeitpunkt abzustellen ist. Irrelevant ist, wie lange die Ehe noch formell fortbesteht (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2 S. 347; Urteil 2C_970/2016 vom 6. März 2017 E. 2.4). Nach der Praxis können eheliche Schwierigkeiten zwar kurzfristig ein Getrenntleben im Rahmen von Art. 49 AIG rechtfertigen, doch gilt dies nicht mehr, wenn die Trennung - wie hier - über Monate hinweg aufrechterhalten wird, ohne dass es zu einer nennenswerten Wiederannäherung der Gatten kommt (Urteil 2C_1013/2020 vom 11. März 2021 E. 3.3 mit Hinweis).”
“E. 2.1.1 und 2.1.3; Marc Spescha, in Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 49 AIG N. 4). Die im Entscheidzeitpunkt deutlich über ein Jahr dauernde Trennung lässt sich nicht mehr als vorübergehend qualifizieren. Zudem hatte während dieser Zeit kein Familienleben mehr bestanden. B.________ hatte seinen Weggang geplant, ohne dass die Ehefrau davon wusste. Er verliess die eheliche Wohnung und liess sich anderswo nieder, ohne die Ehefrau später über seinen Verbleib zu orientieren. Er verliess die Ehefrau nicht für eine «Auszeit in einer Krise», sondern unter beträchtlichem Leidensdruck aus der für ihn unglücklich verlaufenen Ehe (vgl. vorne E. 2.4.1). Er blieb weg, ohne dass er dabei die Führung eines Ehelebens beabsichtigt hatte. Die Trennungszeit von Juli 2021 bis gegen Ende Oktober 2022 kann daher nicht an die von Anfang 2019 bis Juli 2021 dauernde Ehegemeinschaft angerechnet werden. Die Ehegemeinschaft war vielmehr faktisch im Juli 2021 aufgelöst. Dies hat sich in der Folgezeit noch Monate über Oktober 2022 hinaus bestätigt. Unerheblich wäre, wenn der Ehewille der Ehefrau in der Zeit der Trennung (fort-)bestanden hätte, und ohne Belang ist ihre Integration, weil Dreijahresdauer und erfolgreiche Integration kumulativ erfüllt sein müssen (BGE 140 II 289 E.”
Bei einer Trennung von mehr als einem Jahr besteht nach der Rechtsprechung die Vermutung, dass die Familien- bzw. eheliche Gemeinschaft aufgehört hat. In diesem Fall ist das Fortbestehen der Gemeinschaft nicht regelmässig anzunehmen; es obliegt dem Ausländer, das Fortbestehen trotz getrennter Wohnsitze zu beweisen (Ausnahmevoraussetzungen nach Art. 49 AIG).
“42 à 44 LEI n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance du 24 octobre 2007 relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative (OASA; RS 142.201) précise que l'exception à l’exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. Selon la jurisprudence, il appartient à l'étranger d'établir l'existence d'une exception au sens de l'art. 49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés. Cela vaut d'autant plus lorsque cette situation a duré plus de quelques mois, car une séparation de plus d'une année fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (cf. arrêts TF 2C_1051/2020 du 26 mars 2021 consid. 5.1; 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1). La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le seul fait que le mariage n'a pas été dissous et que les époux n'ont pas entrepris de démarches à cette fin ne suffit pas à établir le maintien de la communauté conjugale (arrêt TF 2C_1051/2020 du 26 mars 2021 consid. 5.1). 5.5. En l'espèce, force est de constater que la durée effective de la communauté conjugale n'a pas dépassé le délai absolu de trois ans prévu à l'art. 50 al. 1 let. a LEI. En effet, le mariage des époux a été célébré le 4 janvier 2022 et il n'est pas contesté qu'ils vivent séparés à tout le moins depuis le 25 janvier 2024. A cet égard, l'argument du recourant selon lequel sa séparation de son épouse ne serait que provisoire – de sorte que l'union conjugale ne serait pas rompue – ne convainc pas. Il ressort en effet du dossier qu'à la demande de l'épouse, le Président du Tribunal civil de l'arrondissement de la Glâne a autorisé les intéressés à vivre séparés. Par la suite, l'épouse a clairement et expressément déclaré que la séparation était définitive et qu'aucune reprise de la vie commune n'était envisagée, et l'intéressé ne remet du reste pas en cause ces déclarations.”
“Selon cette disposition, l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance fédérale du 24 octobre 2007 relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative (OASA; RS 142.201) précise qu'une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. L'art. 49 LEI ne vise que des situations exceptionnelles. D'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important. La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le but de cette disposition n'est en effet pas de permettre aux époux de vivre séparés pendant une longue période, mais exige que la communauté familiale soit maintenue. Une séparation de plus d'une année sans motifs majeurs fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (TF 2C_1051/2020 précité consid. 5.1; 2C_95/2020 du 24 avril 2020 consid. 4.1; 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1). Sous réserve d'un abus de droit, la jurisprudence admet que plusieurs périodes de vie commune en Suisse, même de courte durée et/ou qui sont interrompues par des temps de séparation prolongée, puissent être additionnées en vue de satisfaire à la condition de la durée minimale de l'union conjugale (art. 50 al. 1 let. a LEI), à condition que les époux soient véritablement et sérieusement déterminés à poursuivre leur communauté conjugale. Pour établir si la période pendant laquelle un couple vit à nouveau ensemble après une séparation doit ou non être comptabilisée, il faut savoir si les époux ont conservé la volonté sérieuse de maintenir une union conjugale pendant leur vie séparée.”
“49 LEI, l'exigence du ménage commun n'est pas applicable lorsque la communauté familiale (ou conjugale) est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées, ces conditions étant cumulatives (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.1 et les références). L'art. 76 de l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA; RS 142.201) précise que les raisons majeures sont dues notamment à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. Seules des situations exceptionnelles sont visées (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2 et les références). La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2; 2C_1085/2015 du 23 mai 2016 consid. 3.1 et les références citées). L'art. 49 LEI n'a en effet pas pour but de permettre aux époux de vivre séparés en Suisse pendant une longue période, mais exige que la communauté familiale soit maintenue (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2; TF 2C_308/2011 du 7 septembre 2011 consid. 3.2 et les références). Après plus d'un an de séparation sans motifs majeurs, il y a présomption que la communauté conjugale est rompue (cf. TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2 et les références). Sous réserve d'un éventuel abus de droit, la jurisprudence admet que plusieurs périodes de vie commune en Suisse, même de courte durée et/ou qui sont interrompues par des temps de séparation prolongée, peuvent être additionnées en vue de satisfaire à la condition de la durée minimale de l'union conjugale. Pour établir si la période pendant laquelle un couple vit à nouveau ensemble après une séparation doit ou non être comptabilisée, il faut déterminer si les époux ont conservé la volonté sérieuse de maintenir une union conjugale pendant leur vie séparée.”
“1 Il appartient dès lors au Tribunal d'examiner si l'intéressée peut prétendre à la prolongation de son autorisation de séjour en application du droit national. Selon l'art. 42 al. 1 LEI, le conjoint d'un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui, l'art. 49 LEI prévoyant cependant une exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (arrêt du TAF F-2504/2019 du 5 mai 2021 consid. 4.5). Aux termes de l'art. 76 de l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative (OASA), une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. Il ressort de la formulation des art. 49 LEI («raisons majeures») et 76 OASA («problèmes familiaux importants») que ces dispositions visent des situations exceptionnelles. Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure doivent dans tous les cas être objectifs et d'une certaine consistance. La décision librement consentie des époux de «vivre ensemble séparément» ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le but de cette disposition n'est en effet pas de permettre aux époux de vivre séparés en Suisse pendant une longue période et exige que la communauté familiale soit maintenue. Après plus d'un an de séparation, il y a présomption que la communauté conjugale est rompue (cf. ATF 130 II 113 consid. 10.3 ; arrêts du TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2 et 2C_117/2014 du 27 juin 2014 consid. 3.2). De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence de la communauté conjugale en dépit des domiciles séparés. La séparation due à une crise conjugale ne doit toutefois pas durer plus de quelques mois (cf.”
Für Ausnahmen nach Art. 49 AIG müssen die geltend gemachten Gründe objektivierbar und von gewissem Gewicht sein; blosse, unbelegte Behauptungen genügen nicht. Die Ehegatten haben die erforderlichen Nachweise zum Fortbestehen der Familien‑/Ehegemeinschaft und zur Substantiierung der Gründe beizubringen.
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 Abs. 1 AIG besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Solche wichtige Gründe können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3; 2C_845/2019 vom 19. Februar 2020 E. 4.2). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 143 II 425 E. 5.1; 130 II 482 E. 3.2; Urteil 2C_211/2016 vom 23. Februar 2017 E. 3.3.2 mit Hinweisen).”
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach den Art. 42 bis 44 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Art. 49 AlG setzt voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille bzw. Wille zur gleichgeschlechtlichen Partnerschaft trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3; 2C_845/2019 vom 19. Februar 2020 E. 4.2; 2C_575/2009 vom 1. Juni 2010 E. 3.5). Die wichtigen Gründe im Sinne von Art. 49 AIG müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe bzw. Partnerschaft sind durch die Ehegatten bzw. Partner beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bzw. die Partner bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art.”
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens im Sinne von Art. 43 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft als solche andauert (Art. 49 AIG). Der Artikel spricht von Familiengemeinschaft, dürfte sich im Regelfall aber auf die Ehegemeinschaft beziehen (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 49 AIG N 1). Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1). Die Voraussetzungen des wichtigen Grundes für getrennte Wohnorte und des Weiterbestehens der Familiengemeinschaft sind kumulativ (BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Wichtige Gründe müssen objektivierbar sein und eine gewisse Erheblichkeit aufweisen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_207/2011 vom 5. September 2011 E. 4.1). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl.”
Eine länger andauernde Trennung spricht gegen das Fortbestehen der Familiengemeinschaft; eine längere Trennungsphase begründet in der Praxis häufig die Vermutung, die eheliche Gemeinschaft sei erloschen, und macht die Annahme eines "wichtigen Grundes" im Sinne von Art. 49 AIG weniger wahrscheinlich.
“N'importe quel prétexte professionnel ne saurait ainsi justifier de faire exception à l'exigence d'un domicile commun. De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence de raisons majeures au sens de l'art. 49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2). Cela vaut d'autant plus que cette situation a duré longtemps, car une séparation d'une certaine durée fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (TF 2C_434/2018 du 15 juin 2018 consid. 5.1). Moins les époux peuvent influencer la situation de séparation sans avoir à accepter un désavantage majeur, plus il est probable qu'il soit question d'une raison importante (TF 2C_544/2010 du 23 décembre 2010 consid. 2.3.1). En revanche, la décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ("living apart together") en tant que telle et sans résulter d'autres motifs ne constitue pas une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (TF 2C_1085/2015 du 23 mai 2016 consid. 3.1 et les références citées).”
“hiervor). Folglich ist davon auszugehen, dass es an einem gegenseitigen Ehewillen während eines Teils der Trennungszeit zwischen den Phasen 3 und 4 (nämlich vom 17. April 2020 bis zum 9. September 2020) fehlte. Dieser mehrmonatige, nicht vom Ehewillen getragene Teil der Trennungszeit kann sodann nicht als kurzfristig bezeichnet werden, weswegen auch Art. 49 AIG keine Rechtfertigung bietet (vgl. E. 3.1 in fine hiervor). Angesichts dessen sind die in E. 3.2.2 hiervor genannten Voraussetzungen für die Anrechnung der Phase 4 an die Dauer der Ehegemeinschaft gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht erfüllt.”
“Il n’a produit aucune pièce ni fait état de recherches concrètes d’emploi effectuées entre juillet 2019 et juillet 2023, alors que l’OCPM lui avait expressément demandé, dans son courrier du 3 février 2021 déjà, de le renseigner au sujet de ses intentions et que le recourant a déjà prétendu, devant le TAPI, qu’il recherchait un emploi. Il n’a produit que récemment trois postulations, datant toutes du mois d’août 2023, qui ne permettent pas, au vu de la longue période qui s’est écoulée depuis l’obtention de son diplôme universitaire, de rendre vraisemblable qu’il est, depuis juillet 2019, régulièrement à la recherche active d’un emploi en Suisse. Ainsi, même à admettre que le domicile séparé du couple était destiné, après la fin de ses études, à permettre au recourant de trouver un emploi, seule une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire pour trouver un emploi aurait justifié le domicile séparé des époux. La durée de plus de quatre ans ne peut plus être qualifiée de période temporaire. Au vu de ce qui précède, le recourant n’a pas établi l’existence de raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés au sens de l’art. 49 LEI. Par conséquent, il ne peut se prévaloir de l’exception prévue par cette disposition, sans qu’il soit nécessaire de trancher la question de savoir si la communauté familiale a été maintenue, malgré les domiciles séparés des époux. En conclusion, l’OCPM n’a ni violé la loi ni commis d’abus de son pouvoir d’appréciation en refusant l’octroi d’une autorisation d’établissement. 3. Il convient encore d’examiner si le renvoi du recourant est fondé. 3.1 Selon l'art. 64 al. 1 let. c LEI, l'autorité compétente rend une décision de renvoi ordinaire à l'encontre d'un étranger auquel l'autorisation de séjour est refusée ou dont l'autorisation n'est pas prolongée. Elle ne dispose à ce titre d'aucun pouvoir d'appréciation, le renvoi constituant la conséquence du rejet d'une demande d'autorisation. Le renvoi d'une personne étrangère ne peut être ordonné que si l'exécution de celui-ci est possible, licite ou peut être raisonnablement exigée (art. 83 al. 1 LEI). 3.2 En l'espèce, dès lors qu'il a, à juste titre, refusé l’octroi d’une autorisation de d’établissement au recourant, l'intimé devait prononcer son renvoi.”
“3 Die Beschwerdeführerin reiste Ende Oktober 2016 in die Schweiz und bewohnte zunächst gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Einzimmerwohnung an der D-Strasse sowie ab März 2019 eine Einzimmerwohnung im Quartier E in der Stadt Zürich. Anfang April 2019 bezog sie ein eigenes Appartement im gleichen Gebäude, weil es zwischen ihr und ihrem Ehemann infolge der engen räumlichen Verhältnisse, einer ausserehelichen Beziehung des Letztgenannten und ihrer finanziellen Situation zu Differenzen gekommen sei. Per 1. Dezember 2019 verlegte die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz dann nach G, wo sie anfänglich allein eine Dreieinhalbzimmerwohnung bewohnte; ihr Ehemann folgte ihr erst im März 2021. Selbst wenn man die Periode mitberücksichtigte, während der die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann in getrennten Wohnungen innerhalb des gleichen Wohnhauses wohnten (vgl. BGr, 9. Oktober 2014, 2C_48/2014, E. 3.2), lebte das Ehepaar somit bislang noch keine fünf Jahre zusammen in einem Haushalt. Die über ein Jahr dauernde Phase des Getrenntlebens an unterschiedlichen Wohnorten kann jedenfalls bei der Berechnung der massgeblichen Frist nicht mitberücksichtigt werden, weil dafür keine qualifizierten Gründe im Sinn von Art. 49 AIG gegeben sind. So können familiäre Probleme zwar in Einzelfällen eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens rechtfertigen, dies allerdings praxisgemäss nur, wenn sie erheblich sind und das Getrenntleben bloss von kurzer Dauer war (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2; BGr, 26. März 2018, 2C_281/2017, E. 3.2.3; Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]). Solches machen die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann nicht geltend; vielmehr betonten sie während ihres monatelangen Getrenntlebens gegenüber dem Beschwerdegegner stets, regelmässig Zeit miteinander zu verbringen und "sonst eine normale Ehe zu führen". Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" stellt jedoch für sich betrachtet keinen wichtigen Grund gemäss Art. 49 AIG dar (BGr, 23. Februar 2017, 2C_211/2016, E. 3.1), was entgegen der Beschwerde auch dann zu gelten hat, wenn den Eheleuten ein freizügigkeitsrechtlicher Aufenthaltsanspruch zukommt, weil es um die Erteilung einer im Freizügigkeitsabkommen nicht geregelten Niederlassungsbewilligung geht und nicht um den Widerruf bzw.”
“Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern (Art. 42 AIG) haben, unter Vorbehalt von Erlöschensgründen (Art. 51 Abs. 1 AIG), Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, soweit sie mit diesen zusammenwohnen oder, bei fortdauernder Ehegemeinschaft, ein wichtiger Grund für das Getrenntleben besteht (Art. 49 AIG). Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. August 2010 getrennt von ihrem Schweizer Ehemann lebt, ohne dass die Voraussetzungen von Art. 49 AIG erfüllt wären. Sie kann sich deshalb nicht auf Art. 42 Abs. 1 AIG berufen.”
Für die Dreijahresfrist ist massgeblich, wie lange die Ehepartner in der Schweiz tatsächlich eine eheliche Haushaltsgemeinschaft geführt haben. Die Frist beginnt mit der effektiven gemeinsamen Wohnzeit in der Schweiz und endet, sobald die eheliche Wohngemeinschaft nach aussen erkennbar aufhört. Vor- oder ausländische Co‑habitation wird grundsätzlich nicht mitgerechnet; solche Zeiten können nur berücksichtigt werden, wenn für getrennte Wohnorte ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG vorliegt.
“Selon la jurisprudence, la durée minimale de trois ans de l'union conjugale prévue à l'art. 50 al. 1 let. a LEI commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; TF 2C_386/2021 du 26 mai 2021). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage au sens du droit civil. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI. Dans le calcul de sa durée, il y a surtout lieu de prendre en compte la période durant laquelle les époux ont fait ménage commun d'une manière perceptible par les tiers (TF 2C_24/2013 du 3 mai 2013 consid. 2.1). Cette notion ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux. A cet égard, la période durant laquelle les conjoints continuent provisoirement à cohabiter en attendant de pouvoir se constituer deux domiciles séparés ne peut pas être prise en compte dans le calcul de trois ans de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, faute de vie conjugale effective (TF 2C_1258/2012 du 2 août 2013 consid. 4.1; 2C_748/2011 du 11 juin 2012 consid. 2.1).”
“oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Bei der Berechnung der Dreijahresfrist ist ausschliesslich die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft zu berücksichtigen (BGE 136 II 113 E. 3.3; Geiser/Blocher/Busslinger, in: Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 3. Auflage, Basel 2022, N 23.301). Eine (relevante) Ehegemeinschaft im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Ehegemeinschaft gestattet, aus wichtigen Gründen getrennt zu leben, ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 137 II 345 E. 3.1.2; VGE VD.2022.121 vom 23. März 2023 E. 2.1.2; vgl. BGE 138 II 229 E. 2). Zeiten, in denen die Ehegatten nicht zusammengewohnt haben, können jedenfalls bei der Berechnung der Dreijahresfrist nur dann berücksichtigt werden, wenn für getrennte Wohnorte ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG bestanden hat (vgl. Geiser/ Blocher/Busslinger, a.a.O., N 23.304; Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 50 AIG N 4). Da eine Ehegemeinschaft von mindestens drei Jahren Dauer für den Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 50 Abs. 1 lit.”
“oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Für die Anrechnung der dreijährigen Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzustellen (BGE 140 II 345 E. 4.1; 140 II 289 E. 3.5.1; 136 II 113 E. 3.3). Abzuklären ist, ob die eheliche Gemeinschaft rückblickend drei Jahre Bestand gehabt hat (BGE 136 II 113 E. 3.2). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; 137 II 345 E. 3.1.2). Mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen Gründen" getrennt zu leben, was auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]), ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat (BGE 138 II 229 E. 2). Nicht relevant ist demgegenüber, bis zu welchem Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch weiter bestanden hat (Urteil 2C_202/2018 vom 19. Juli 2019 E. 3.3; vgl. Urteil 2C_416/2009 vom 8. September 2009 E. 2.1.2). Die zeitliche Grenze von drei Jahren gilt im Übrigen absolut: Selbst wenn sie nur um wenige Wochen oder Tage verpasst wird, besteht praxisgemäss kein Anspruch mehr auf Verlängerung der Bewilligung (BGE 137 II 345 E. 3.1.3; Urteil 2C_401/2018 vom 17. September 2018 E.”
“En l'espèce, c'est en vain que le recourant se prévaut de la période maritale vécue à l'étranger avant son entrée en Suisse, dans la mesure où, selon la jurisprudence constante, celle-ci n'est pas comptabilisée dans le calcul de la durée du ménage commun au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, seule celle ayant été vécue en Suisse étant décisive (cf. ATF 136 II 113 consid. 3.3.2; arrêts 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 5.1; 2C_50/2015 du 26 juin 2015 consid. 3.1). Dans ces circonstances, il n'est nul besoin d'examiner si les motifs dont se prévaut l'intéressé constituent des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés au sens de l'art. 49 LEI, pas plus que de savoir si la communauté familiale aurait été maintenue durant cette période. Dès lors qu'il n'est pas contesté que les époux, qui se sont mariés le 3 novembre 2016, mais qui n'ont fait ménage commun en Suisse que depuis l'entrée dans ce pays du recourant le 6 septembre 2017, se sont séparés en février 2020, et ont ainsi vécu en ménage commun durant moins de trois ans, c'est donc à tort que l'intéressé se plaint de la violation de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ainsi que de ses dispositions d'exécution figurant à l'art. 77 OASA.”
Praxisgemäss ist bei einer Trennung von mehr als ungefähr sechs bis zwölf Monaten in der Regel von einer dauerhaften Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehe- bzw. Familiengemeinschaft auszugehen. In solchen Fällen liegt meist kein «wichtiger Grund» im Sinn von Art. 49 AIG für getrennte Wohnorte mehr vor, sodass eine Anrechnung der Zeiten des Getrenntlebens auf die einschlägigen Fristen bzw. der Aufenthaltsanspruch entfallen kann. Die Aussage stellt eine praxisnahe Vermutung dar und ist nicht als absolute Regel zu verstehen; der Einzelfall entscheidet.
“1; vgl. auch VGr, 14. Mai 2014, VB.2014.00125, E. 6.2 mit Hinweisen). Ein im Ausland oder vorehelich im Konkubinat verbrachtes Zusammenleben wird bei der Berechnung der Dreijahresfrist nicht berücksichtigt (BGr, 9. August 2016, 2C_218/2016, E. 3.2.1; BGr, 13. August 2015, 2C_72/2015, E. 2.2 mit Hinweisen). Die Dreijahresfrist gilt zudem gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus Gründen der Rechtssicherheit und der Entscheidung des Gesetzgebers absolut, ohne dass hierin ein überspitzter Formalismus auszumachen ist (z. B. BGr, 26. März 2018, 2C_281/2017, E. 2.2; BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht so lange, als die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist. Dabei ist hauptsächlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2), sofern keine wichtigen Gründe für eine vorübergehende Trennung im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) vorliegen, namentlich eine Trennung aufgrund beruflicher Verpflichtungen oder erheblicher familiärer Probleme. Praxisgemäss ermöglichen die genannten Bestimmungen in Krisensituationen aber nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl.”
“a AIG ist nur gegeben, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 137 II 345 E. 3.1.2; BGr, 7. Juli 2011, 2C_155/2011, E. 3). Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2 mit Hinweisen; BGr, 16. März 2022, 2C_924/2021, E. 5.2). Die eheliche Gemeinschaft, auf deren Dauer es ankommt, kann aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall auch schon während und trotz des (weiteren) Zusammenlebens dahingefallen sein, wobei für die Fristberechnung dann auf diesen Zeitpunkt abzustellen ist (BGr, 8. Juni 2020, 2C_301/2020, E. 4.2.1; vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Mehrere Phasen des Zusammenlebens, unterbrochen durch Trennungsphasen, können bei der Berechnung der Dreijahresfrist addiert werden, sofern die ernsthafte Weiterführung der Ehegemeinschaft noch beabsichtigt wird (vgl. BGE 140 II 345 [= Pra. 104/2015 Nr. 75] E. 4.5.2 mit Hinweisen). Zeiten des Getrenntlebens können nach Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) nur dann an die Dreijahresfrist angerechnet werden, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden können und die Familien- bzw. Ehegemeinschaft weiterbesteht. Praxisgemäss ermöglicht Art. 49 AIG in Krisensituationen nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl.”
“Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht so lange, als die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist, ansonsten sie infolge Zweckerfüllung im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG widerrufen werden kann. Dabei ist hauptsächlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfür wichtige Gründe geltend gemacht werden können, so, wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiäre Probleme eine vorübergehende Trennung erfordern (Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). Führen die geltend gemachten Trennungsgründe zu einer dauerhaften Trennung, liegt hingegen unabhängig vom Willen der Ehegatten und den geltend gemachten Gründen kein wichtiger Grund für getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE vor. Praxisgemäss ermöglicht Art. 49 AIG in Krisensituationen nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9.”
“Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht so lange, als die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist, ansonsten die zum Verbleib beim Ehegatten erteilte Aufenthaltsbewilligung infolge Zweckerfüllung im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 AIG widerrufen oder nicht mehr verlängert werden kann. Dabei ist hauptsächlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfür wichtige Gründe geltend gemacht werden können, so, wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiäre Probleme eine vorübergehende Trennung erfordern (Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). Führen die geltend gemachten Trennungsgründe jedoch zu einer dauerhaften Trennung, liegt hingegen unabhängig vom Willen der Ehegatten und den geltend gemachten Gründen kein wichtiger Grund für getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE vor. Praxisgemäss ermöglicht Art. 49 AIG in Krisensituationen nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9.”
“Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht so lange, als die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist, ansonsten die zum Verbleib beim Ehegatten erteilte Aufenthaltsbewilligung infolge Zweckerfüllung im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG widerrufen werden kann. Dabei ist hauptsächlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfür wichtige Gründe geltend gemacht werden können, so, wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiäre Probleme eine vorübergehende Trennung erfordern (Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). Führen die geltend gemachten Trennungsgründe jedoch zu einer dauerhaften Trennung, liegt hingegen unabhängig vom Willen der Ehegatten und den geltend gemachten Gründen kein wichtiger Grund für getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE vor. Praxisgemäss ermöglicht Art. 49 AIG in Krisensituationen nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9.”
Praxisgemäss erlaubt Art. 49 AIG nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn‑ und Lebensgemeinschaft. In der Rechtsprechung wird dabei regelmässig von Zeiträumen von wenigen Monaten bis in der Regel höchstens sechs bis zwölf Monate ausgegangen; wird die Trennung über Monate hinweg aufrechterhalten ohne nennenswerte Wiederannäherung, gelten die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands der Ehe‑/Familiengemeinschaft als besonders streng.
“Doch auch wenn die Umstände des Zusammenwohnens ein harmonisches Ehe- und Familienleben aufgrund der sich daraus ergebenden Schwierigkeiten verunmöglichten und daher von einer besonderen Familienkonstellation auszugehen sei, welche einen Unterbruch der Lebensgemeinschaft erforderlich machten, so rechtfertige dies keineswegs, dass die Ehegatten über Monate, ja sogar Jahre hinweg ohne ernsthafte Aussichten auf eine Wiedervereinigung in getrennten Haushalten lebten. Im Rahmen von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE könnten nebst der Erheblichkeit der Probleme, welche in casu trotz erneuter amtlicher Abklärungen seitens des Beschwerdeführers nicht hinlänglich dokumentiert werden konnten, nur vorübergehende Trennungen im Sinne einer befristeten Auszeit akzeptiert werden. Das "krisenbedingte" Getrenntleben dürfe nicht zum Regelfall werden und daher nur kurze Zeit andauern, ansonsten der Aufenthaltsanspruch erlösche. Praxisgemäss ermögliche Art. 49 AIG bei einer krisenbedingten Trennung nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Lebensgemeinschaft von in der Regel nicht mehr als sechs bis zwölf Monaten. Vorliegend hätten die Ehegatten auch nach über einem Jahr Getrenntleben übereinstimmend angegeben, zusammen zu sein und regelmässig Kontakt zu haben. Fakt sei jedoch, dass die Ehegatten nach dem Auszug des Beschwerdeführers aus der ehelichen Wohnung ihre Familiengemeinschaft nicht wiederaufgenommen hätten, dies auch nicht kurzzeitig oder versuchsweise. Bis auf die gelegentliche Suche nach grösseren Wohnungen, ausschliesslich in der näheren Umgebung, seien die Ehegatten in Bezug auf die Verbesserung ihrer familiären bzw.”
“Die Rechtsprechung stellt für die Frage, ob einzelne Phasen der Ehegemeinschaft trotz einer vorübergehenden Trennung zusammengerechnet werden können und deren Dauer als Gesamtes zu betrachten ist, auf den Fortbestand des Ehewillens ab. Wenn der Ehewille wegfällt und die Führung eines Ehelebens somit nicht mehr ernsthaft beabsichtigt wird, kann eine spätere erneute Ehegemeinschaft hinsichtlich der Berechnung der Dauer nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht an die vor Aufgabe des Ehewillens in Ehegemeinschaft gelebte Zeit anknüpfen (BGE 140 II 345 E. 4.5.2; Urteil 2C_394/2017 vom 28. September 2017 E. 3.3). Mehrere Phasen des Zusammenlebens, unterbrochen durch Trennungsphasen, können bei der Berechnung der Dreijahresfrist somit nur dann addiert werden, wenn die Eheleute tatsächlich und ernsthaft entschlossen sind, ihre Ehegemeinschaft weiterzuführen (Urteil 2C_297/2021 vom 29. April 2021 E. 3.1). Nach der Praxis können eheliche Schwierigkeiten zwar kurzfristig ein Getrenntleben im Rahmen von Art. 49 AIG rechtfertigen, doch gilt dies nicht mehr, wenn die Trennung über Monate hinweg aufrechterhalten wird, ohne dass es zu einer nennenswerten Wiederannäherung der Ehegatten kommt (Urteil 2C_708/2021 vom 15. November 2021 E. 3 mit Hinweis).”
“Februar 2004, 2A.485/2003, E. 2.3). 2.4 Für die Berechnung der Dreijahresfrist von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ist ausschliesslich die in der Schweiz in ehelicher Gemeinschaft verbrachte Zeit massgebend (BGr, 11. Oktober 2011, 2C_430/2011, E. 4.1.1; vgl. auch VGr, 14. Mai 2014, VB.2014.00125, E. 6.2 mit Hinweisen). Diese Dreijahresfrist gilt zudem gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus Gründen der Rechtssicherheit und der Entscheidung des Gesetzgebers absolut, ohne dass hierin ein überspitzter Formalismus auszumachen ist (z. B. BGr, 26. März 2018, 2C_281/2017, E. 2.2; BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Zeiten des Getrenntlebens können nach Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE] nur dann an die Dreijahresfrist angerechnet werden, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden können und die Familien- bzw. Ehegemeinschaft weiterbesteht. Praxisgemäss ermöglicht Art. 49 AIG in Krisensituationen nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9. Dezember 2013, VB.2013.00385, E. 2.2.2; vgl. auch BGE 136 II 113 E.”
“Die Vorinstanz gibt die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 42, 49 (Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens) und Art. 50 AuG (heute: AIG) zutreffend wieder: Hinsichtlich des relevanten Zeitpunkts der Trennung ist darauf abzustellen, wann die gemeinsame Wohnung aufgegeben worden und der Ehewille nach aussen wahrnehmbar dahingefallen ist (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Irrelevant ist - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - wie lange die Ehe formell noch fortbesteht (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1; Urteil 2C_708/2021 vom 15. November 2021 E. 2.4). Nach der bundesgerichtlichen Praxis können eheliche Schwierigkeiten zwar kurzfristig ein Getrenntleben im Rahmen von Art. 49 AIG rechtfertigen, doch gilt dies nicht mehr, wenn die Trennung - wie hier - über Monate hinweg aufrechterhalten wird, ohne dass es zu einer nennenswerten Wiederannäherung der Gatten kommt (vgl. die Urteile 2C_708/2021 vom 15. November 2021 E. 3.1 und 2C_1013/2020 vom 11. März 2021 E. 3.3).”
Vorübergehende Trennungen nach Art. 49 AIG können anerkannt werden, wenn wichtige Gründe vorliegen und die Familiengemeinschaft fortbesteht. Als mögliche wichtige Gründe nennt die Praxis u.a. Heimataufenthalte, die wegen Flugverkehrseinschränkungen länger dauerten (sofern der Ehewille fortbesteht) und die Pflege kranker Angehöriger. Hingegen können länger andauernde Abwesenheiten zur Stellensuche — etwa eine Dauer von über vier Jahren — nicht mehr als vorübergehende Trennung im Sinne von Art. 49 AIG gelten.
“Das Bundesgericht erachtete es im ersten Rechtsgang (Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022) als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Schweiz am 10. März 2020 mit dem Flugzeug in Richtung Pakistan verlassen hatte und am 10. September 2020 in die Schweiz zurückgekehrt war. Es sei anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt in seiner Heimat geplant hatte und er die Rückreise aufgrund von Flugverkehrseinschränkungen nicht wie geplant antreten konnte. Daher erscheine es nicht von vornherein ausgeschlossen, dass dieser Heimatbesuch - bei fortbestehender ehelicher Gemeinschaft und fortbestehendem Ehewillen (vgl. dort E. 4.4) - als vorübergehende Trennung aus wichtigen Gründen gemäss Art. 49 AIG qualifiziert und an die Dauer der ehelichen Gemeinschaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG angerechnet werden könne (vgl. dort E. 4.3). Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau habe die Frage, ob der Ehewille vom 10. März 2020 bis zum 10. September 2020 fortbestanden habe, jedoch nicht abschliessend geprüft (vgl. dort E. 4.4.2), was im Rahmen der Rückweisung nachzuholen sei (vgl. dort E. 4.5). In der Folge hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut, hob das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 12. August 2021 auf und wies die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen ans Verwaltungsgericht zurück (vgl. B.c hiervor).”
“________/Service de la population (SPOP) AUTORISATION DE SÉJOUR REGROUPEMENT FAMILIAL UNION CONJUGALE MÉNAGE COMMUN DURÉE VIE SÉPARÉE CUMUL{QUANTITÉ} RESPECT DE LA VIE PRIVÉE ALCP-2ALCP-7-dCEDH-2CEDH-3CEDH-8LEI-30-1-bLEI-49LEI-50LEI-50-1LEI-50-1-a (01.01.2019)LEI-50-1-bLEI-50-2OASA-31-1OASA-77-6 Résumé contenant: Ressortissante brésilienne dont l'autorisation de séjour UE-AELE, obtenue suite à son mariage avec un ressortissant italien, n'a pas été prolongée suite à la séparation du couple. Calcul de la durée de l'union conjugale. Versions de la recourante et de son époux divergentes s'agissant de la première date d'entrée en Suisse de la recourante. En revanche, la période durant laquelle les conjoints ont vécu séparés de juin 2016 jusqu'à fin juillet 2017 peut compter dans la vie commune, les versions données concernant cette période étant concordantes: le fait d'aller s'occuper d'un parent malade pouvant constituer une raison majeure d'ordre familial justifiant une vie séparée au sens de l'art. 49 LEI. L'union conjugale a toutefois duré moins de trois ans. La recourante ne se trouve pas dans une situation où la poursuite de son séjour s'imposerait pour des raisons personnelles majeures. Elle ne peut davantage se prévaloir d'un cas individuel d'une extrême gravité au sens de l'art. 30 al. 1 let. b LEI. Le SPOP n'a pas abusé de son pouvoir d'appréciation en estimant que le renvoi de la recourante dans son pays d'origine était licite. La situation sanitaire liée à la pandémie de Covid-19 prévalant au Brésil n'est pas de nature à modifier ce constat. Enfin, le SPOP n'a pas violé la garantie de la vie privée découlant de l'art. 8 CEDH. Recours rejeté. TRIBUNAL CANTONAL COUR DE DROIT ADMINISTRATIF ET PUBLIC Arrêt du 21 octobre 2021 Composition Mme Annick Borda, présidente; Mme Claude-Marie Marcuard et M. Fernand Briguet ; Mme Leticia Blanc, greffière. Recourante A.”
“Il n’a produit aucune pièce ni fait état de recherches concrètes d’emploi effectuées entre juillet 2019 et juillet 2023, alors que l’OCPM lui avait expressément demandé, dans son courrier du 3 février 2021 déjà, de le renseigner au sujet de ses intentions et que le recourant a déjà prétendu, devant le TAPI, qu’il recherchait un emploi. Il n’a produit que récemment trois postulations, datant toutes du mois d’août 2023, qui ne permettent pas, au vu de la longue période qui s’est écoulée depuis l’obtention de son diplôme universitaire, de rendre vraisemblable qu’il est, depuis juillet 2019, régulièrement à la recherche active d’un emploi en Suisse. Ainsi, même à admettre que le domicile séparé du couple était destiné, après la fin de ses études, à permettre au recourant de trouver un emploi, seule une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire pour trouver un emploi aurait justifié le domicile séparé des époux. La durée de plus de quatre ans ne peut plus être qualifiée de période temporaire. Au vu de ce qui précède, le recourant n’a pas établi l’existence de raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés au sens de l’art. 49 LEI. Par conséquent, il ne peut se prévaloir de l’exception prévue par cette disposition, sans qu’il soit nécessaire de trancher la question de savoir si la communauté familiale a été maintenue, malgré les domiciles séparés des époux. En conclusion, l’OCPM n’a ni violé la loi ni commis d’abus de son pouvoir d’appréciation en refusant l’octroi d’une autorisation d’établissement. 3. Il convient encore d’examiner si le renvoi du recourant est fondé. 3.1 Selon l'art. 64 al. 1 let. c LEI, l'autorité compétente rend une décision de renvoi ordinaire à l'encontre d'un étranger auquel l'autorisation de séjour est refusée ou dont l'autorisation n'est pas prolongée. Elle ne dispose à ce titre d'aucun pouvoir d'appréciation, le renvoi constituant la conséquence du rejet d'une demande d'autorisation. Le renvoi d'une personne étrangère ne peut être ordonné que si l'exécution de celui-ci est possible, licite ou peut être raisonnablement exigée (art. 83 al. 1 LEI). 3.2 En l'espèce, dès lors qu'il a, à juste titre, refusé l’octroi d’une autorisation de d’établissement au recourant, l'intimé devait prononcer son renvoi.”
Bei Ausschluss des Zusammenwohnens nach Art. 49 AIG ist anerkannt, dass vorübergehende getrennte Wohnsitze aus wichtigen Gründen möglich sind. Für die Zusammenrechnung mehrerer Ehe-/Familienphasen ist erforderlich, dass während der Trennungszeiten die eheliche oder familiäre Gemeinschaft fortbesteht und ein gemeinsamer Wille zur Ehe/Familiengemeinschaft nachweisbar ist. Die Trennung muss als vorübergehend dargelegt werden und die Fortexistenz der Familiengemeinschaft belegt sein.
“2; 136 II 113 E. 3.2). Nicht relevant ist demgegenüber, bis zu welchem Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch weiter bestanden hat (Urteile 2C_888/2022 vom 10. März 2023 E. 3.1; 2C_202/2018 vom 19. Juli 2019 E. 3.3). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 138 II 229 E. 2; 137 II 345 E. 3.1.2). Die zeitliche Grenze von drei Jahren gilt dabei absolut (BGE 137 II 345 E. 3.1.3; Urteile 2C_202/2023 vom 28. August 2024 E. 3.2.1; 2C_401/2018 vom 17. September 2018 E. 3.2). Bezüglich der Frage, ob einzelne Phasen einer Ehegemeinschaft trotz vorübergehender Trennung zusammengerechnet werden können, ist insbesondere auf den Fortbestand des Ehewillens abzustellen (BGE 140 II 345 E. 4.5.2; 140 II 289 E. 3.5.1; Urteile 2C_202/2023 vom 28. August 2024 E. 3.2.2; 2C_394/2017 vom 28. September 2017 E. 3.2 f.). Hinsichtlich der Voraussetzung des Zusammenlebens ist Art. 49 AIG zu beachten, der den Eheleuten gestattet, bei Fortdauern der gelebten Ehegemeinschaft aus wichtigen Gründen getrennt zu leben (vgl. BGE 140 II 345 E. 4.4.2; Urteile 2C_888/2022 vom 10. März 2023 E. 3.1; 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1; vgl. auch Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE; SR 142.201]).”
“Selon l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint d'un ressortissant suisse à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et que les critères d'intégration définis à l'art. 58a LEI sont remplis. Ces conditions sont cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4, 289 consid. 3.8; 138 II 229 consid. 2; 136 II 113 consid. 3.3.3). Selon la jurisprudence, la période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1) S'il est possible de déroger au principe du ménage commun pour des raisons majeures (d'ordre professionnel, familial ou autre) qui justifient que les époux vivent provisoirement séparés (cf. art. 49 LEI), un lien conjugal effectif doit être maintenu durant ladite période. La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible (cf. art. 42 al. 1 et 49 LEI; ATF 138 II 229 consid. 2; arrêts 2C_431/2023 du 26 octobre 2023 consid. 6.2; 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). Il y a lieu de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte. En outre, dans le calcul des trois ans d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, il n'est possible de cumuler différentes phases d'union conjugale que si les époux conservent une volonté matrimoniale commune pendant les périodes de séparation (ATF 140 II 345 consid.”
“Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids (20.10.2022) war das Paar rund 15 Monate getrennt und deutete nichts darauf hin, dass die Ehegemeinschaft wiederaufgenommen wird. Zwar können gemäss Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE erhebliche familiäre Probleme einen wichtigen Grund bilden, der eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens begründet und rechtfertigt, auch die Trennungszeit als eheliche Gemeinschaft zu berücksichtigen. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die Trennung «vorübergehend» ist und (kumulativ) dargelegt ist, dass weiterhin eine «Familiengemeinschaft» (im Rahmen des Möglichen) besteht (vgl. BGer 2C_525/2019 vom”
Art. 49 AIG setzt voraus, dass die Familien‑/Ehegemeinschaft trotz getrennter Wohnorte weiterhin besteht und zugleich wichtige Gründe für das Getrenntwohnen vorliegen. Beide Voraussetzungen sind kumulativ zu erfüllen; die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Die Ehegatten tragen die Nachweispflicht für das Fortbestehen der Gemeinschaft.
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens im Sinne von Art. 43 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft als solche andauert (Art. 49 AIG). Der Artikel spricht von Familiengemeinschaft, dürfte sich im Regelfall aber auf die Ehegemeinschaft beziehen (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 49 AIG N 1). Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1). Die Voraussetzungen des wichtigen Grundes für getrennte Wohnorte und des Weiterbestehens der Familiengemeinschaft sind kumulativ (BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Wichtige Gründe müssen objektivierbar sein und eine gewisse Erheblichkeit aufweisen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_207/2011 vom 5. September 2011 E. 4.1). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl.”
“N'importe quel prétexte professionnel ne saurait ainsi justifier de faire exception à l'exigence d'un domicile commun. De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence de raisons majeures au sens de l'art. 49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2). Cela vaut d'autant plus que cette situation a duré longtemps, car une séparation d'une certaine durée fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (TF 2C_434/2018 du 15 juin 2018 consid. 5.1). Moins les époux peuvent influencer la situation de séparation sans avoir à accepter un désavantage majeur, plus il est probable qu'il soit question d'une raison importante (TF 2C_544/2010 du 23 décembre 2010 consid. 2.3.1). En revanche, la décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ("living apart together") en tant que telle et sans résulter d'autres motifs ne constitue pas une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (TF 2C_1085/2015 du 23 mai 2016 consid. 3.1 et les références citées).”
“Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion über Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 2. 2.1 Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Ausländer- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20) haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Bewilligungsanspruch besteht trotz Auflösens bzw. definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausländische Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG; BGE 136 II 113 E. 3.3.3). Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2, 137 II 345 E. 3.1.2). Mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familien- bzw. Ehegemeinschaft gestattet, aus "wichtigen Gründen" getrennt zu leben, was auch bei vorübergehenden Schwierigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]), ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (BGr, 27. Januar 2022, 2C_739/2021, E. 3.1 mit Hinweisen). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des”
Ausnahmegründe nach Art. 49 AIG kommen nur in Betracht bei aussergewöhnlichen, erheblichen Gründen (z.B. berufliche Pflichten oder vorübergehende Trennung wegen schwerwiegender familiärer Probleme). Die Prüfung ist restriktiv: Gründe müssen substanziiert und so gewichtig sein, dass den Ehegatten eine Wiederherstellung des gemeinsamen Wohnens sonst einen erheblichen Nachteil bedeuten würde. Ein von den Ehegatten freiwillig gewähltes "living apart together" begründet keinen wichtigen Grund. Eine Trennungsdauer von über einem Jahr ohne qualifizierte Gründe zieht die Vermutung nach sich, dass die Familiengemeinschaft erloschen ist.
“Aux termes de l’art. 49 LEI, l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. Selon cette disposition, l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance fédérale du 24 octobre 2007 relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative (OASA; RS 142.201) précise qu'une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. L'art. 49 LEI ne vise que des situations exceptionnelles. D'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important. La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le but de cette disposition n'est en effet pas de permettre aux époux de vivre séparés pendant une longue période, mais exige que la communauté familiale soit maintenue. Une séparation de plus d'une année sans motifs majeurs fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (TF 2C_1051/2020 précité consid. 5.1; 2C_95/2020 du 24 avril 2020 consid. 4.1; 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1). Sous réserve d'un abus de droit, la jurisprudence admet que plusieurs périodes de vie commune en Suisse, même de courte durée et/ou qui sont interrompues par des temps de séparation prolongée, puissent être additionnées en vue de satisfaire à la condition de la durée minimale de l'union conjugale (art.”
“Selon l'art. 49 LEI, l'exigence du ménage commun prévue à l'art. 44 LEI (notamment) n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance fédérale du 24 octobre 2007 relative à l’admission, au séjour et à l’exercice d’une activité lucrative (OASA; RS 142.201) précise qu'une exception à l’exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. L'art. 49 LEI ne vise que des situations exceptionnelles. D'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important. La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le but de cette disposition n'est en effet pas de permettre aux époux de vivre séparés pendant une longue période; après plus d'un an de séparation sans motifs majeurs, il y a présomption que la communauté conjugale est rompue (cf. TF 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1; 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2; voir aussi 2C_712/2014 du 12 juin 2015 consid. 2.3, dont il résulte qu'une séparation due à une crise conjugale ne doit pas durer plus de quelques mois).”
“Die über ein Jahr dauernde Phase des Getrenntlebens an unterschiedlichen Wohnorten kann jedenfalls bei der Berechnung der massgeblichen Frist nicht mitberücksichtigt werden, weil dafür keine qualifizierten Gründe im Sinn von Art. 49 AIG gegeben sind. So können familiäre Probleme zwar in Einzelfällen eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens rechtfertigen, dies allerdings praxisgemäss nur, wenn sie erheblich sind und das Getrenntleben bloss von kurzer Dauer war (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.1.2; BGr, 26. März 2018, 2C_281/2017, E. 3.2.3; Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]). Solches machen die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann nicht geltend; vielmehr betonten sie während ihres monatelangen Getrenntlebens gegenüber dem Beschwerdegegner stets, regelmässig Zeit miteinander zu verbringen und "sonst eine normale Ehe zu führen". Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" stellt jedoch für sich betrachtet keinen wichtigen Grund gemäss Art. 49 AIG dar (BGr, 23. Februar 2017, 2C_211/2016, E. 3.1), was entgegen der Beschwerde auch dann zu gelten hat, wenn den Eheleuten ein freizügigkeitsrechtlicher Aufenthaltsanspruch zukommt, weil es um die Erteilung einer im Freizügigkeitsabkommen nicht geregelten Niederlassungsbewilligung geht und nicht um den Widerruf bzw. die Nichtverlängerung des Aufenthaltsrechts. 2.4 In Anbetracht der Dauer des ehelichen Zusammenlebens kann sich die Beschwerdeführerin sodann auch nicht auf Art. 42 Abs. 3 AIG berufen und daraus einen landesrechtlichen Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung ableiten. Aktuell fällt daher nur eine ermessensweise Erteilung der Niederlassungsbewilligung an die Beschwerdeführerin in Betracht (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG). 3. 3.1 Die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung an eine ausländische Person im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens setzt grundsätzlich deren zehnjährigen bewilligten Aufenthalt in der Schweiz voraus (Art. 34 Abs. 2 lit. a AIG). Gemäss Art. 34 Abs.”
Räumliche Trennung kann nach der Rechtsprechung als «wichtiger Grund» im Sinne von Art. 49 AIG anerkannt werden. Solche Gründe können etwa enge Wohnverhältnisse, geringe finanzielle Mittel (einschliesslich Abhängigkeit von Sozialhilfe) und ein angespannter Wohnungsmarkt sowie daraus resultierende Spannungen (z. B. aussereheliche Beziehungen) sein. Anerkannt wird dies, wenn die Trennung auf Umständen beruht, die den Betroffenen nicht zuzurechnen sind.
“Il avait épousé en seconde noce Mme B______, mère d’un enfant aujourd’hui âgé de seize ans. Sa relation de couple avait connu des difficultés jusqu’au dépôt d’une requête en mesures protectrices de l’union conjugale le 24 mars 2021. Mme B______ et lui s’étaient constitués deux domiciles séparés depuis le mois de juin 2021. Ils avaient toutefois continué à mener une vie commune. Aujourd’hui, il lui était impossible de réintégrer le domicile conjugal, qui ne comportait que deux pièces et demi, ce qui n’était pas suffisant pour accueillir deux adultes et un adolescent. Ils cherchaient activement un logement plus grand afin de pouvoir réemménager ensemble, mais la situation tendue sur le marché de l’immobilier genevois et leurs revenus modestes ne facilitaient pas leurs recherches, étant précisé que Mme B______ dépendait de l’aide sociale. Il fallait donc admettre que si le couple ne faisait pas ménage commun, c’était en raison de circonstances majeures indépendantes de leur volonté. Partant, il devait être mis au bénéfice de l’exception de l’art. 49 LEI. Pour le surplus, il était parfaitement intégré en Suisse, où il vivait depuis environ douze ans de manière ininterrompue. Il s’y était constitué un important réseau social, parlait le français, n’avait pas de poursuites, ne dépendait pas de l’aide sociale et avait toujours respecté l’ordre social suisse. Il entretenait avec son épouse une relation pérenne et durable et avait noué des liens étroits avec son beau-fils qu’il considérait comme son propre fils. Un renvoi vers son pays d’origine ne permettrait pas de maintenir ces liens. Sur le plan professionnel, il avait fait preuve d’une évolution remarquable, ayant débuté comme simple portier avant de devenir agent de nettoyage, puis d’exercer aujourd’hui en qualité d’intervenant socio-professionnel. En parallèle à ses activités professionnelles, il avait obtenu un CFC et suivi de nombreuses formations. Un renvoi dans son pays d’origine freinerait son ascension professionnelle et le mettrait dans une situation particulièrement rigoureuse, n’ayant aujourd’hui au Maroc que des attaches très tenues et n’y bénéficiant d’aucun soutien.”
“Wie die Vorinstanz zu Recht erwägt, erscheint es sachgerecht, zur Auslegung der Voraussetzungen für die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung in Ziff. I.3 Niederschrift das Ausländer- und Integrationsgesetz heranzuziehen, nachdem sich in Ziff. I.1 Niederschrift ein dynamischer Verweis auf die jeweils im Landesrecht geltende Regelung der Niederlassung ausländischer Personen findet (iehe auch VGr, 14. Mai 2020, VB.2019.00605, E. 2.2; ferner VGr, 26. August 2021, VB.2021.00406, E. 2.3; BGr, 9. Mai 2022, 2C_881/2021, E. 4.2 f.). Landesrechtlich aber wird für das Entstehen eines vom Ehegatten abgeleiteten Anspruchs auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung nach Art. 42 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 1 AIG und Art. 43 Abs. 2 AIG – entgegen der Beschwerde – das Bestehen einer Haushaltsgemeinschaft während fünf Jahren in der Schweiz verlangt (BGE 140 II 289 E. 3.6.2 mit Hinweisen) und werden Phasen des Getrenntlebens bei der Berechnung dieser Frist nur mitberücksichtigt, wenn dafür wichtige Gründe vorliegen (Art. 49 AIG; vgl. BGr, 12. März 2021, 2C_974/2020, E. 4.2, und 26. März 2018, 2C_281/2017, E. 3.2.1). 2.3 Die Beschwerdeführerin reiste Ende Oktober 2016 in die Schweiz und bewohnte zunächst gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Einzimmerwohnung an der D-Strasse sowie ab März 2019 eine Einzimmerwohnung im Quartier E in der Stadt Zürich. Anfang April 2019 bezog sie ein eigenes Appartement im gleichen Gebäude, weil es zwischen ihr und ihrem Ehemann infolge der engen räumlichen Verhältnisse, einer ausserehelichen Beziehung des Letztgenannten und ihrer finanziellen Situation zu Differenzen gekommen sei. Per 1. Dezember 2019 verlegte die Beschwerdeführerin ihren Wohnsitz dann nach G, wo sie anfänglich allein eine Dreieinhalbzimmerwohnung bewohnte; ihr Ehemann folgte ihr erst im März 2021. Selbst wenn man die Periode mitberücksichtigte, während der die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann in getrennten Wohnungen innerhalb des gleichen Wohnhauses wohnten (vgl. BGr, 9. Oktober 2014, 2C_48/2014, E. 3.2), lebte das Ehepaar somit bislang noch keine fünf Jahre zusammen in einem Haushalt.”
Leben die Ehegatten dauerhaft getrennt und sind die Voraussetzungen von Art. 49 AIG nicht erfüllt, besteht kein Anspruch des ausländischen Ehegatten auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AIG. In diesem Fall kann der ausländische Ehegatte sich nicht auf Art. 42 AIG berufen.
“Ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern (Art. 42 AIG) haben, unter Vorbehalt von Erlöschensgründen (Art. 51 Abs. 1 AIG), Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, soweit sie mit diesen zusammenwohnen oder, bei fortdauernder Ehegemeinschaft, ein wichtiger Grund für das Getrenntleben besteht (Art. 49 AIG). Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin seit dem 1. August 2010 getrennt von ihrem Schweizer Ehemann lebt, ohne dass die Voraussetzungen von Art. 49 AIG erfüllt wären. Sie kann sich deshalb nicht auf Art. 42 Abs. 1 AIG berufen.”
“________/Service de la population (SPOP) et CDAP DROIT DES ÉTRANGERS AUTORISATION DE SÉJOUR RÉVOCATION{EN GÉNÉRAL} RENVOI{DROIT DES ÉTRANGERS} MOTIVATION DE LA DÉCISION APPRÉCIATION DES PREUVES INTERDICTION DE L'ARBITRAIRE FIN CEDH RESPECT DE LA VIE PRIVÉE ALCP-2CEDH-8Cst-29-2LEI-49LEI-50LEI-61-2LTF-97 Résumé contenant: Arrêt du Tribunal cantonal confirmant la révocation de l'autorisation de séjour d'un ressortissant kosovar et son renvoi de Suisse. Rejet, dans la mesure de sa recevabilité, du recours en matière de droit public interjeté par l'intéressé auprès du Tribunal fédéral. Le Tribunal cantonal n'a pas commis de défaut de motivation dans son arrêt (consid. 3), ni fait preuve d'arbitraire dans l'établissement des faits (consid. 4). L'autorisation de séjour de l'épouse du recourant ayant automatiquement pris fin après le départ de celle-ci de Suisse, le recourant ne peut invoquer l'art. 50 LEI pour obtenir un droit dérivé de poursuivre son séjour en Suisse; l'art. 49 LEI ne lui est d'aucun secours à cet égard (consid. 5). Enfin, le recourant ne peut pas invoquer de manière défendable la protection de la vie privée garantie par l'art. 8 CEDH (consid. 6). Bundesgericht Tribunal fédéral Tribunale federale Tribunal federal 2C_72/2021 Arrêt du 7 mai 2021 IIe Cour de droit public Composition MM. et Mme les Juges fédéraux Seiler, Président, Aubry Girardin et Donzallaz. Greffier : M. Rastorfer. Participants à la procédure A.________, représenté par Me Samuel Pahud, avocat, recourant, contre Service de la population du canton de Vaud, avenue de Beaulieu 19, 1014 Lausanne, intimé. Objet Révocation d'une autorisation de séjour et renvoi de Suisse, recours contre l'arrêt du Tribunal cantonal du canton de Vaud, Cour de droit administratif et public, du 22 décembre 2020 (PE.2020.0131).”
Die Suche einer Erwerbstätigkeit kann nach Art. 49 AIG als wichtiger Grund für getrennte Wohnsitze anerkannt werden; dies gilt jedoch nur vorübergehend und beschränkt sich auf den Zeitraum, der vernünftigerweise erforderlich ist, um eine (neue) Anstellung zu finden. Die Gründe müssen objektivierbar und von erheblichem Gewicht sein; grundsätzlich obliegt es dem Ausländer, das Vorliegen der Ausnahme und das Fortbestehen der Familiengemeinschaft trotz getrennter Wohnsitze nachzuweisen.
“4 ; 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4 ; 2C_759/2010 du 28 janvier 2011 consid. 4.2). Les raisons majeures peuvent, notamment, être dues à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants (art. 76 OASA). Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure visent ainsi des situations exceptionnelles, fondées avant tout sur des raisons d'ordre professionnel ou familiales (arrêts du Tribunal fédéral 2C_204/2014 du 5 mai 2014 consid. 6.1 ; 2C_593/2011 du 19 mars 2012 consid. 3.1.1). Les raisons majeures doivent être objectivables et avoir un certain poids ; on tendra donc d'autant plus à estimer être en présence d'une raison majeure si les conjoints ne sont pas en mesure de remédier à la séparation sans subir un grand préjudice (arrêt du Tribunal fédéral 2C_703/2013 du 22 août 2013 consid. 2.1). Si la recherche d'un travail peut, selon les circonstances, être considérée comme une raison majeure justifiant un domicile séparé des époux au sens de l'art. 49 LEI, cela ne vaut que pour une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire à l'époux pour trouver un (nouvel) emploi (arrêt du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 ; 2C_871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2). Une détérioration de la santé n'est pas en soi une raison majeure et la vague possibilité d'une reprise de la vie commune un jour ne doit pas être assimilée au maintien de la communauté conjugale (arrêt du Tribunal fédéral 2C_1027/2012 du 20 décembre 2012 consid 3.3). La décision librement consentie des époux de « vivre ensemble séparément » (« living apart together » ; cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_505/2013 du 4 octobre 2013 consid. 4.2 ; 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4 ; 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 et 2C_720/2008 du 14 janvier 2009) en tant que telle et sans résulter d'autres motifs ne constitue pas non plus une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_204/2014 du 5 mai 2014 consid. 6.1 ; 2C_207/ 2011 du 5 septembre 2011 consid.”
“La notion d'union conjugale au sens des dispositions susmentionnées suppose toutefois l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque (ATF 138 II 229 consid. 2 ; 137 II 345 consid. 3.1.2 ; SEM, Domaine des étrangers, Directives et commentaires, version au 1er mars 2023 [ci-après : Directives LEI], ch. 6.15). L'union conjugale suppose le mariage en tant que condition formelle ainsi que la vie commune des époux (arrêts du Tribunal fédéral 2C_594/2010 du 24 novembre 2010 consid. 3.1 ; 2C_416/2009 du 8 septembre 2009 consid. 2.1.2 ; ATA/215/2020 du 25 février 2020 consid. 5b). 2.3 Selon l’art. 49 LEI, l’exigence du ménage commun prévue à l’art. 42 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. Les raisons majeures peuvent, notamment, être dues à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants (art. 76 OASA). Ainsi, la recherche d'un travail peut, selon les circonstances, être considérée comme une raison majeure justifiant un domicile séparé des époux au sens de l'art. 49 LEI, mais seulement pour une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire à l'époux pour trouver un emploi (arrêt du Tribunal fédéral 2C 871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2). 2.4 De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence d'une exception au sens de l'art.49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés. Cela vaut d'autant plus lorsque cette situation a duré plus de quelques mois, car une séparation de plus d'une année fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (arrêts du Tribunal fédéral 2C_1051/2020 du 26 mars 2021 consid. 5.1 et 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1). 2.5 En l’espèce, il convient, en premier lieu, de relever que le recourant n’est pas titulaire d’une autorisation de séjour durable. L’autorisation dont il a bénéficié jusqu’au 15 septembre 2019 était de nature temporaire, liée à ses études. Après son mariage, lui-même et son épouse ont indiqué, en février 2017, que le couple avait son domicile en France.”
“467); qu'en l'espèce, force est de constater que la communauté conjugale vécue en Suisse a duré deux ans et cinq mois - soit du 6 septembre 2017, date de l'arrivée en Suisse du recourant, à février 2020, date de la séparation du couple - de sorte que l'intéressé ne peut pas se prévaloir du droit au séjour prévu par l’art. 50 al. 1 let. a LEI, respectivement par l'art. 77 al. 1 let. a OASA; que se pose encore la question de savoir si le recourant peut invoquer des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés au sens de l'art. 49 LEI, dès lors que le mariage, en soi, a duré plus de trois ans; que le Tribunal fédéral a implicitement admis que l'art. 49 LEI s'appliquait également lorsque le conjoint suisse vivait à l'étranger séparé de son époux (arrêt TF 2C_871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2); que, confirmant ce qui précède, il a par la suite retenu que ni la lettre ni l'esprit de l'art. 49 LEI n'opèrent de distinction selon que les raisons majeures contraignent l'époux dont se déduit l'autorisation originaire à se constituer temporairement un domicile distinct en Suisse ou dans un Etat étranger (ATF 140 II 345 consid. 4.4.1); qu'il ressort de la formulation de l'art. 49 LEI ("raisons majeures"; voir aussi l'art. 76 OASA qui évoque des "problèmes familiaux importants") que ces dispositions visent des situations exceptionnelles (arrêt TF 2C_112/2020 du 9 juin 2020 consid. 4.5; 2C_1123/2014 du 24 avril 2015 consid. 3.1 et les arrêts cités); que, d'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important (cf. arrêt TF 2C_544/2010 du 23 décembre 2010 consid. 2.3.1). La recherche d'un travail peut constituer une raison majeure justifiant un domicile séparé des époux au sens de l'art. 49 LEI, mais seulement pour une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire à l'époux pour trouver un (nouvel) emploi (arrêt TF 2C_871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2). La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (arrêts TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid.”
Praktische Gründe (z. B. Mobilität, Bequemlichkeit) genügen allein nicht als «wichtige Gründe» i.S.v. Art. 49 AIG, wenn zumutbare Alternativen zum Zusammenwohnen (z. B. Nutzung oder Erwerb eines Fahrzeugs, gemeinsames Mieten an besser erschlossener Lage) bestehen.
“Le recourant, qui était alors au bénéfice d'un permis de conduire lui permettant de conduire en Suisse, aurait pu utiliser le véhicule de son épouse, ou cas échéant acquérir un véhicule, afin se déplacer en Suisse romande pour effectuer ses missions temporaires depuis son domicile de Saint-Légier plutôt que de louer un appartement à Froideville. On aurait également pu concevoir que les époux louent un logement et vivent ensemble à un endroit mieux desservi par les transports publics. Dans ces conditions, il y a lieu de retenir que le couple a décidé de ne plus faire ménage commun dès le mois de septembre 2019, sans que cela soit justifié par des raisons majeures au sens des art. 49 LEI et 76 OASA.”
Platzmangel und eine ausgeprägte Wohnungsknappheit können — etwa bei objektiv unzureichender Wohnfläche für die Familie in Verbindung mit einer angespannten Marktlage und eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten — als wichtige Gründe i.S.v. Art. 49 AIG anerkannt werden und die fehlende gemeinsame Wohnsitznahme trotz fortbestehender Familiengemeinschaft rechtfertigen.
“Il avait épousé en seconde noce Mme B______, mère d’un enfant aujourd’hui âgé de seize ans. Sa relation de couple avait connu des difficultés jusqu’au dépôt d’une requête en mesures protectrices de l’union conjugale le 24 mars 2021. Mme B______ et lui s’étaient constitués deux domiciles séparés depuis le mois de juin 2021. Ils avaient toutefois continué à mener une vie commune. Aujourd’hui, il lui était impossible de réintégrer le domicile conjugal, qui ne comportait que deux pièces et demi, ce qui n’était pas suffisant pour accueillir deux adultes et un adolescent. Ils cherchaient activement un logement plus grand afin de pouvoir réemménager ensemble, mais la situation tendue sur le marché de l’immobilier genevois et leurs revenus modestes ne facilitaient pas leurs recherches, étant précisé que Mme B______ dépendait de l’aide sociale. Il fallait donc admettre que si le couple ne faisait pas ménage commun, c’était en raison de circonstances majeures indépendantes de leur volonté. Partant, il devait être mis au bénéfice de l’exception de l’art. 49 LEI. Pour le surplus, il était parfaitement intégré en Suisse, où il vivait depuis environ douze ans de manière ininterrompue. Il s’y était constitué un important réseau social, parlait le français, n’avait pas de poursuites, ne dépendait pas de l’aide sociale et avait toujours respecté l’ordre social suisse. Il entretenait avec son épouse une relation pérenne et durable et avait noué des liens étroits avec son beau-fils qu’il considérait comme son propre fils. Un renvoi vers son pays d’origine ne permettrait pas de maintenir ces liens. Sur le plan professionnel, il avait fait preuve d’une évolution remarquable, ayant débuté comme simple portier avant de devenir agent de nettoyage, puis d’exercer aujourd’hui en qualité d’intervenant socio-professionnel. En parallèle à ses activités professionnelles, il avait obtenu un CFC et suivi de nombreuses formations. Un renvoi dans son pays d’origine freinerait son ascension professionnelle et le mettrait dans une situation particulièrement rigoureuse, n’ayant aujourd’hui au Maroc que des attaches très tenues et n’y bénéficiant d’aucun soutien.”
Die Wiederaufnahme des gemeinsamen Haushalts kann als Indiz für das Fortbestehen der Familiengemeinschaft i.S. von Art. 49 AIG gewertet werden.
“Les parties ayant été invitées à se déterminer suite à l'audience, l'OCPM a indiqué par écritures du 20 mars 2024 que les conjoints avaient confirmé qu'ils avaient repris la vie commune depuis le mois de janvier 2024, que Mme B______ avait cessé de recevoir des prestations financières de l'Hospice général depuis décembre 2023 et que c'était le recourant qui subvenait désormais aux besoins du couple, jusqu'à ce que son épouse termine ses études. Les conditions de l'art. 42 al. 1 LEI en lien avec l'art. 51 al. 1 LEI étaient donc réalisées, à tout le moins depuis le 29 janvier 2024, date à laquelle le recourant avait officiellement annoncé son retour au domicile familial. Il n'était pas non plus contesté que le recourant et son épouse avaient maintenu des liens étroits pouvant être assimilés à une communauté conjugale pendant les trois années où ils avaient cessé de vivre sous le même toit, soit entre juillet 2021 et décembre 2023, confirmant ainsi les explications fournies à l'appui du recours. S'agissant enfin de la question de savoir si les motifs allégués par le recourant pour justifier l'existence de domiciles séparés pendant plus de trois ans constituaient des raisons majeures au sens des art. 49 LEI et 76 OASA, l'OCPM s'en rapportait à justice. 19. Par écritures du 8 avril 2024, M. A______ a souligné la version similaire des faits donnée par les deux époux lors de leur audition et par conséquent son caractère probant. Il en résultait que le couple ne s'était jamais réellement séparé malgré l'existence de deux domiciles distincts. Par ailleurs, le couple faisait aujourd'hui à nouveau domicile commun et leur situation financière devrait prochainement s'améliorer avec la fin des études de Mme B______, ce qui devrait leur permettre d'avoir suffisamment de revenus pour obtenir enfin un logement adéquat. 20. Il ressort enfin du dossier de l’OCPM que le recourant a sollicité des visas de retour afin de se rendre notamment au Maroc le 27 avril 2018, pour une durée d’un mois et demi, le 27 novembre 2018, pour une durée d’un mois, et le 1er mai 2023, pour une durée de soixante jours. EN DROIT 1. Le Tribunal administratif de première instance connaît des recours dirigés, comme en l’espèce, contre les décisions de l'office cantonal de la population et des migrations relatives au statut d'étrangers dans le canton de Genève (art.”
“E. 3.2). Eine Ehe muss namentlich dann als fortbestehend im Sinn von Art. 49 AIG gelten, wenn die Ehegemeinschaft während der Trennung nachgewiesenermassen weiterhin bestanden hat, das Ehepaar trotz getrennter Haushalte (und späterem Scheitern der Ehe) beispielsweise weiterhin regelmässigen engen Kontakt gepflegt oder eine Ehetherapie besucht hat (vgl. BGer 2C_375/2020 vom”
Wer sich auf Art. 49 AIG beruft, muss grundsätzlich darlegen und, soweit möglich, nachweisen, dass die Familien- bzw. Ehegemeinschaft trotz räumlicher Trennung fortbesteht und dass wichtige Gründe für getrennte Wohnsitze vorliegen. Dauert die räumliche Trennung länger, begründet dies eine tatsächliche Vermutung, dass die Gemeinschaft aufgehoben ist; in der Praxis wird insbesondere eine Trennung von mehr als einem Jahr so gewertet. Die Beweislast für das Vorliegen der Ausnahme liegt demnach beim Ausländer.
“1) et 79 ss du code fribourgeois du 23 mai 1991 de procédure et de juridiction administrative (CPJA; RSF 150.1). Le Tribunal cantonal peut dès lors entrer en matière sur ses mérites; que, selon l'art. 77 al. 1 CPJA, le recours devant le Tribunal cantonal peut être formé pour violation du droit, y compris l'excès ou l'abus du pouvoir d'appréciation (let. a) et pour constatation inexacte ou incomplète des faits pertinents (let. b). En revanche, dans la mesure où aucune des situations prévues aux let. a à c de l'art. 78 al. 2 CPJA n'est réalisée, la Cour de céans ne peut pas, dans le cas particulier, revoir l'opportunité de la décision querellée; que, selon l’art. 44 de la loi du 16 décembre 2005 sur les étrangers et l’intégration (LEI; RS 142.20), le conjoint étranger du titulaire d’une autorisation de séjour ainsi que ses enfants célibataires étrangers de moins de 18 ans peuvent obtenir une autorisation de séjour et la prolongation de celle-ci à condition notamment de vivre en ménage avec lui; que l'art. 49 LEI permet toutefois de faire exception à l'exigence du ménage commun pour autant que la communauté familiale soit maintenue et que des raisons majeures justifient l'existence de domiciles séparés. Par raisons majeures, la jurisprudence entend notamment des obligations professionnelles ou des problèmes familiaux importants (arrêts TF 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4; 2C_593/2011 du 19 mars 2012 consid. 3.1.1). Il appartient au recourant de prouver le maintien de la communauté conjugale malgré des domiciles séparés (arrêt TF 2C_593/2011 du 19 mars 2012 consid. 3.1.1). La fin de la communauté conjugale est présumée après plus d'un an de séparation (arrêts TF 2C_672/2012 du 26 février 2013 consid. 2.2; 2C_575/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.5); que l'art. 50 al. 1 LEI prévoit cependant qu'après la dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 et 43 LEI subsiste dans les cas suivants: a.”
“1 ; 2C_388/2009 du 9 décembre 2009 consid. 4). L'existence de contacts purement amicaux entre les époux, même s'ils étaient entretenus à raison de deux ou trois fois par semaine, ne suffit pas à fonder une communauté conjugale réellement vécue (arrêts du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 ; 2C_575/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.6 ; 2C_285/ 2009 du 4 février 2010 consid. 2.2). Une telle communauté conjugale est présente lorsque les rapports conjugaux sont effectivement vécus et que subsiste la volonté réciproque des époux de maintenir leur lien conjugal (« ein gegenseitiger Ehewille besteht », « una reciproca volontà in relazione al vincolo del matrimonio » ; ATF 138 II 229 consid. 2 ; 137 II 345 consid. 3.1.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_547/2014 du 5 janvier 2015 consid. 2.1 ; 2C_48/2014 du 9 octobre 2014 consid. 2.2 ; 2C_761/2011 du 27 janvier 2012 consid. 3.2). 7. De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence d'une exception au sens de l'art.49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté conjugale en dépit des domiciles séparés. Cela vaut d'autant plus lorsque cette situation a duré plus de quelques mois, car une séparation de plus d'une année fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (arrêts du Tribunal fédéral 2C_1051/2020 du 26 mars 2021 consid. 5.1 et 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1). Cette obligation, qui se laisse déduire de l'art. 90 LEI, s'explique par le fait que la vie séparée des époux emporte la présomption de la dissolution de la communauté conjugale et que les faits à prouver ressortissent au domaine personnel des époux, que ceux-ci connaissent davantage et sont donc mieux à même d'étayer que l'autorité de police des étrangers (arrêt du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 et les références citées). Le but de l'art. 49 LEI n'est en effet pas de permettre aux époux étrangers de vivre séparés en Suisse pendant une longue période ; il exige que la communauté familiale soit maintenue.”
“La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4). La notion d'union conjugale des art. 50 al. 1 let. a LEI et 77 al. 1 let. a OASA ne se confond pas avec celle du mariage au sens du droit civil. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI. Dans le calcul de sa durée, il y a surtout lieu de prendre en compte la période durant laquelle les époux ont fait ménage commun d'une manière perceptible par les tiers (TF 2C_24/2013 du 3 mai 2013 consid. 2.1). Cette notion ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux. La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI va ainsi plus loin que celle du mariage (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 et les arrêts cités). Selon l'art. 49 LEI, l'exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence d'une exception au sens de l'art. 49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés. Cela vaut d'autant plus lorsque cette situation a duré plus de quelques mois, car une séparation de plus d'une année fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (cf. TF 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1 et les arrêts cités). La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le seul fait que le mariage n'a pas été dissous et que les époux n'ont pas entrepris de démarches à cette fin ne suffit pas à établir le maintien de la communauté conjugale (TF 2C_117/2014 du 27 juin 2014 consid.”
“Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zusammengefasst zum Schluss, dass die Bedingung des Zusammenwohnens im Sinne von Art. 42 AIG nicht mehr gegeben sei, weil der Beschwerdeführer seit 22 Monaten nicht mehr mit seiner Ehefrau zusammenwohne. Zudem seien keine wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte im Sinne von Art. 49 AIG vorhanden. Weiter hielt die Vorinstanz dem Beschwerdeführer vor, die von ihm geltend gemachten angeblichen Spannungen zwischen ihm und der Stieftochter, welche als Grund für den Auszug aus der ehelichen Wohnung angeführt würden, seien sehr vage und weder er noch seine Ehefrau würden die Art und die Intensität der Konflikte substantiieren. Weiter führte die Vorinstanz aus, der Beschwerdeführer hätte im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht darlegen müssen, inwiefern die familiären Probleme erheblich im Sinne von Art. 49 AIG bzw. Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 seien, sodass sich ein Getrenntleben als gerechtfertigt erweise. Es sei nicht an den Fremdenpolizeibehörden, Nachforschungen zu unternehmen, sondern am Ausländer von sich aus zu belegen, dass die Ehegemeinschaft trotz monatelanger getrennter Wohnsitze weiterbestehe und wichtige Gründe für das Getrenntleben vorlägen. Selbst wenn die Behörden den Sachverhalt im Rahmen der das Verwaltungsverfahren beherrschenden Untersuchungsmaxime von Amtes wegen festzustellen hätten, treffe den Beschwerdeführer - gerade angesichts der gegen ihn sprechenden tatsächlichen Vermutung - die Pflicht, diejenigen Tatsachen darzulegen, die nur ihm bekannt seien oder von ihm mit wesentlich geringerem Aufwand erhoben werden könnten.”
Bei Getrenntwohnen können gerichtliche oder vertragliche Trennungs‑/Scheidungsvereinbarungen als Beweismittel für das Vorliegen wichtiger Gründe im Sinne von Art. 49 AIG herangezogen werden.
“a Le 14 octobre 2019, la prénommée a interjeté un recours contre cette décision auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : Tribunal ou TAF). Elle a conclu, avec suite de frais et de dépens, à l'annulation de la décision attaquée et à l'approbation de la prolongation de son autorisation de séjour. B.b Par arrêt F-5369/2019 du 19 avril 2021, le Tribunal a admis le recours précité, en annulant la décision du 18 septembre 2019 et en retournant le dossier à l'autorité intimée afin que celle-ci procède à une instruction complémentaire et rende une nouvelle décision. Il a, en particulier, enjoint l'autorité inférieure à auditionner l'intéressée et son ex-époux, à les inviter à produire tout moyen de preuve jugé utile démontrant qu'ils vivaient ensemble entre janvier 2014 et juillet 2016 ainsi qu'à donner des explications circonstanciées quant à la vie conjugale qui s'est déroulée de juillet 2016 à l'été 2018. Par ailleurs, le SEM a été prié d'inviter les ex-conjoints à produire tous les moyens de preuves utiles démontrant que, dès juillet 2016, malgré la prise de logement séparés, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (RS 142.20) était donnée, pour le moins jusqu'au 31 janvier 2017. B.c En date du 14 juin 2021, le SEM a entendu, de manière séparée, les ex-conjoints sur leur situation de couple, en particulier entre 2016 et 2018. B.d Par courrier posté le surlendemain, B._______ a transmis à cette autorité la convention de divorce mentionnée au cours de son audition, qu'il avait signée le 14 septembre 2016. B.e Le 14 juillet 2021, l'autorité inférieure a informé l'intéressée de son intention de refuser de donner son approbation à la prolongation de son séjour en Suisse et de prononcer son renvoi de Suisse. Elle lui a imparti un délai pour prendre position. B.f Le 30 juillet 2021, la requérante a fait parvenir ses observations. B.g Par décision du 22 février 2022, le SEM a refusé de donner son approbation à la prolongation de l'autorisation de séjour en faveur de A._______, a prononcé son renvoi et lui a imparti un délai de huit semaines dès l'entrée en force de dite décision pour quitter le territoire suisse.”
Bei krisenbedingtem Getrenntleben sind objektivierbare und gewichtige Nachweise für «wichtige Gründe» nach Art. 49 AIG erforderlich. Als relevante Beweismittel gelten etwa der Besuch einer Ehetherapie und dokumentierte Versöhnungsversuche; fehlen solche Nachweise, ist eine längerfristige Trennung in der Regel nicht mehr als durch Art. 49 gedeckt (rechtsprechungsrechtlich wird eine Übergangszeit von etwa sechs bis zwölf Monaten genannt). Behörden können zudem gerichtliche oder verwaltungsrechtliche Unterlagen als Belege verlangen.
“1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Bedingung des Nachzugrechts ist eine gemeinsame Wohnung. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 können wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass die Gründe für das Getrenntleben objektivierbar sind und ein gewisses Gewicht aufweisen (Spescha, a.a.O., N 2 zu Art. 49; Urteil des Bundesgerichts 2C_596/2013 vom 18. Juli 2013 E. 3.1). Mit anderen Worten beschränkt der Ausnahmecharakter von Art. 49 AIG dessen Anwendbarkeit auf ʺbesondere Konstellationen bei der Trennung von Eheleutenʺ (Urteil des Bundesgerichts 2C_635/2009 vom 26. März 2010 E. 4.4). Gemäss Bundesgericht ist die Anwendbarkeit von Art. 49 AIG insbesondere auch im Falle einer krisenbedingten Trennung stark eingeschränkt. Regelmässige eheliche Kontakte und namentlich auch der Besuch einer Ehetherapie während eines krisenbedingten Getrenntlebens sind als Rechtfertigungsgründe des Getrenntlebens für eine Übergangszeit von sechs bis zwölf Monaten gelten zu lassen. Sofern dagegen keine Ehetherapiebesuche oder anderweitige Versöhnungsbemühungen nachgewiesen werden, kann ein krisenbedingtes Getrenntwohnen von über sechs Monaten im Regelfall nicht mehr unter Art. 49 AIG subsumiert beziehungsweise als Auflösung der Ehegemeinschaft interpretiert werden, deren Folgen nach Art. 50 AIG zu beurteilen sind (Spescha, a.a.O., N 4 zu Art. 49).”
“E. 3.2) bzw. die Führung eines Ehelebens in der Schweiz weiterhin ernsthaft beabsichtigt ist (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5.1). Aus den Akten wird deutlich, dass das Paar vor dem Weggang des Ehemannes erhebliche eheliche Probleme hatte. Dies rechtfertigt indes den langen Unterbruch nicht. In Frage stehen nach Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE Trennungen in «Krisensituationen», die nicht so gravierend sind, dass eine Rückkehr in den gemeinsamen Haushalt ausgeschlossen erscheint, und die «kurzfristig» sind (BGE 138 II 229 E. 2), d.h. nicht länger als drei oder einige Monate dauern, wenn es an belegten Versöhnungsversuchen fehlt (BGer 2C_95/2020 vom”
“a Le 14 octobre 2019, la prénommée a interjeté un recours contre cette décision auprès du Tribunal administratif fédéral (ci-après : Tribunal ou TAF). Elle a conclu, avec suite de frais et de dépens, à l'annulation de la décision attaquée et à l'approbation de la prolongation de son autorisation de séjour. B.b Par arrêt F-5369/2019 du 19 avril 2021, le Tribunal a admis le recours précité, en annulant la décision du 18 septembre 2019 et en retournant le dossier à l'autorité intimée afin que celle-ci procède à une instruction complémentaire et rende une nouvelle décision. Il a, en particulier, enjoint l'autorité inférieure à auditionner l'intéressée et son ex-époux, à les inviter à produire tout moyen de preuve jugé utile démontrant qu'ils vivaient ensemble entre janvier 2014 et juillet 2016 ainsi qu'à donner des explications circonstanciées quant à la vie conjugale qui s'est déroulée de juillet 2016 à l'été 2018. Par ailleurs, le SEM a été prié d'inviter les ex-conjoints à produire tous les moyens de preuves utiles démontrant que, dès juillet 2016, malgré la prise de logement séparés, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (RS 142.20) était donnée, pour le moins jusqu'au 31 janvier 2017. B.c En date du 14 juin 2021, le SEM a entendu, de manière séparée, les ex-conjoints sur leur situation de couple, en particulier entre 2016 et 2018. B.d Par courrier posté le surlendemain, B._______ a transmis à cette autorité la convention de divorce mentionnée au cours de son audition, qu'il avait signée le 14 septembre 2016. B.e Le 14 juillet 2021, l'autorité inférieure a informé l'intéressée de son intention de refuser de donner son approbation à la prolongation de son séjour en Suisse et de prononcer son renvoi de Suisse. Elle lui a imparti un délai pour prendre position. B.f Le 30 juillet 2021, la requérante a fait parvenir ses observations. B.g Par décision du 22 février 2022, le SEM a refusé de donner son approbation à la prolongation de l'autorisation de séjour en faveur de A._______, a prononcé son renvoi et lui a imparti un délai de huit semaines dès l'entrée en force de dite décision pour quitter le territoire suisse.”
Das Erfordernis des Zusammenwohnens bleibt die Regel. Art. 49 AIG erlaubt eine Ausnahme, wenn für getrennte Wohnsitze wichtige Gründe vorliegen und die Familiengemeinschaft beziehungsweise der gegenseitige Ehewille trotz des Getrenntlebens weiterbesteht; wer sich auf Art. 49 beruft, muss dies darlegen bzw. soweit möglich nachweisen.
“2 La LEI et ses ordonnances d'exécution, en particulier l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA - RS 142.201), règlent l'entrée, le séjour et la sortie des étrangers dont le statut juridique n'est pas réglé par d'autres dispositions du droit fédéral ou par des traités internationaux conclus par la Suisse (art. 1 et 2 LEI), ce qui est le cas pour les ressortissants des États-Unis. 2.3 Selon l'art. 50 al. 1 LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint et des enfants à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 LEI (membres étrangers de la famille d’un ressortissant suisse) et 43 LEI (conjoint et enfants étrangers du titulaire d’une autorisation d’établissement) subsiste lorsque l’union conjugale a duré au moins trois ans et que les critères d’intégration définis à l’art. 58a LEI sont remplis (let. a), ou lorsque la poursuite du séjour en Suisse s’impose pour des raisons personnelles majeures (let. b). L'art. 49 LEI permet cependant de faire exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté conjugale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (arrêt du Tribunal fédéral 2C_488/2010 du 2 novembre 2010 consid. 3.2). Celui qui se prévaut de l'art. 49 LEI doit faire valoir et, dans la mesure du possible, démontrer que la communauté familiale subsiste, même si les époux vivent séparés pour des raisons majeures (arrêt du Tribunal fédéral 2C_50/2010 du 17 juin 2010 consid. 2.2). En effet, le but de l'art. 49 LEI n'est pas de permettre aux époux étrangers de vivre séparés en Suisse pendant une longue période et exige que la communauté familiale soit maintenue (arrêt du Tribunal fédéral 2C_50/2010 du 17 juin 2010 consid. 2.3.2). La limite légale de trois ans se calcule en fonction de la durée pendant laquelle les époux ont fait ménage commun en Suisse (ATF 136 II 113 consid. 3.3.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_1111/2015 du 9 mai 2016 consid.”
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG können Ehegatten mit Niederlassungsbewilligung ihrem ausländischen Ehegatten einen Aufenthaltsanspruch vermitteln, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG besteht nach Auflösung der Ehe der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 und 43 AIG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht. Die beiden Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 140 II 289 E. 3.8). Artikel 50 Abs. 1 AIG ist im vorliegenden Fall, in dem sich die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin auf eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA des geschiedenen Ehemannes stützt, anwendbar (vorstehend Sachverhalt A.).”
“Die Anwendbarkeit von Art. 49 AIG setzt allerdings voraus, dass die eheliche Gemeinschaft und der Ehewille während des Getrenntlebens fortbesteht (BGE 140 II 345 E. 4.4.1; vgl. auch E. 3.1 hiervor).”
“Eine im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG relevante Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 137 II 345 E. 3.1.2; Urteile des Bundesgerichts 2C_287/2011 vom 5. April 2011 E. 2.1.1; 2C_288/2011 vom 7. April 2011 E. 2.2.1). Wann eine eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat, ist im Einzelfall aufgrund sämtlicher Umstände zu bestimmen, wobei im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen ist (BGE 137 II 345 E. 3.1.2 mit Hinweis). Gemäss Art. 49 AIG wird vom Erfordernis des Zusammenwohnens gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG ausnahmsweise abgesehen, wenn wichtige Gründe für das getrennte Wohnen vorliegen und die Ehegemeinschaft auch währenddessen weiterbesteht (Urteile des Bundesgerichts 2C_638/2014 vom 10. November 2014 E. 2.1; 2C_48/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.2). Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist nicht leichthin von einem Weiterbestehen der Ehegemeinschaft auszugehen (Urteil des Bundesgerichts 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1). Was das Vorliegen des gegenseitigen Ehewillens anbelangt, so kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ab dem Zeitpunkt der Anordnung von Eheschutzmassnahmen normalerweise nicht mehr von einer relevanten ehelichen Gemeinschaft ausgegangen werden. Wenn die Eheleute in solchen Fällen provisorisch weiter zusammenleben, bis der eine Partner eine Unterkunft findet und einen eigenen Wohnsitz begründen kann, ist dies bei der Berechnung der Frist von drei Jahren somit grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (Urteile des Bundesgerichts 2C_375/2020 vom 24.”
Bei geltend gemachten beruflichen Gründen sind diese zu belegen; blosse Behauptungen und unbewiesene Angaben zu täglichen Abwesenheiten reichen nicht aus. Gründe müssen objektivierbar und substanziiert werden, da die Ehegatten die Nachweispflicht tragen.
“Die Beschwerdeführerin beruft sich in erster Linie auf berufliche Gründe für das räumlich getrennte Wohnen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist aber nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund i.S.v. Art. 49 AIG (Urteile 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 3.1; 2C_48/2018 vom 5. September 2018 E. 2.1). Der (subjektive) Wunsch bzw. die angebliche "Berufung" des Ehemannes, in einem Erlebnispark - statt wie in der Vergangenheit in einem Transportunternehmen - zu arbeiten, ist als freiwilliger Entscheid und nicht als berufliche Verpflichtung zu qualifizieren. Es bestanden auch keine finanziellen Zwänge für den Branchenwechsel: Unbestrittenermassen ist die Tätigkeit im Erlebnispark nicht besser entlohnt. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass es dem Ehemann grundsätzlich zumutbar gewesen wäre, zur Vermeidung der getrennten Wohnorte eine Stelle im Raum Basel (z.B. im Transportwesen) zu suchen; entsprechende Suchbemühungen werden jedoch weder behauptet noch belegt. Selbst wenn man diesen Wunsch jedoch als wichtigen beruflichen Grund anerkennen wollte, wäre bei fortbestehendem Ehewillen zu erwarten, dass sich die Eheleute regelmässig besuchten, sie miteinander telefonierten und/oder über Textnachrichten kommunizierten - überzeugende Belege für einen solchen Austausch brachte die Beschwerdeführerin allerdings nicht bei.”
“März 2022 hätten sich der Beschwerdeführer und B persönlich gemeldet und mitgeteilt, dass sich der Beschwerdeführer "zwischenzeitlich im Kanton Aargau an verschiedenen Orten an einzelnen Tagen berufsbedingt aufgehalten [habe]". Ab sofort halte er sich ausschliesslich bei seiner Ehefrau an der D-Strasse 01 auf. Per 6. Mai 2022 meldete B den Beschwerdeführer jedoch erneut nach unbekannt ab. 2.2.6 Aufgrund der dargestellten zeitlichen Abläufe und insbesondere den zahlreichen von B gemachten Auszugsanzeigen und den in diesem Zusammenhang abgegebenen Erklärungen ist hinreichend erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Ende November 2019 nicht mehr mit B zusammenwohnt. Nicht dargetan ist dagegen, dass der Beschwerdeführer Ende November 2020 tatsächlich wieder in die Wohnung an der D-Strasse 01 einzog und wie lange er sich – wenn überhaupt – dort aufgehalten hat. An diesem Ergebnis vermögen auch die übereinstimmenden Aussagen der Eheleute anlässlich der Befragung vom 22. Juli 2021 nichts zu ändern. 2.3 Ausnahmen vom Erfordernis des Zusammenwohnens lässt das Gesetz gemäss Art. 49 AIG nur zu, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist jedoch nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen. Die Gründe müssen vielmehr objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen (BGr, 27. Januar 2022, 2C_739/2021, E. 3.1). Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGr, 26. Januar 2018, 2C_432/2016, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; zum Ganzen BGr, 24. Juli 2020, 2C_375/2020, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer auf seine Arbeitsstellen im Kanton Aargau verweist und vorbringt, er habe sich berufsbedingt dort aufgehalten, so stellt dies in der vorliegenden Konstellation keinen wichtigen Grund im Sinn von Art.”
Beim Verdacht auf eine Scheinehe oder Umgehungsehe können verschiedene Indizien die Annahme einer fehlenden echten Familiengemeinschaft stützen. Dazu zählen namentlich ein anfänglich überwiegendes Getrenntleben der Ehegatten, eine sehr kurze eheliche Dauer sowie das Fehlen erkennbarer gemeinsamer Lebensspuren (z. B. gemeinsame Fotos, persönliche Utensilien in der ehelichen Wohnung). Solche Indizien können gegen das Bestehen einer effektiven Ehegemeinschaft sprechen und sind im Rahmen von Art. 49 AIG zu berücksichtigen.
“Hinzu kommen weitere Umstände, welche die Vorinstanz in bundesrechtskonformer Weise als Indizien für eine Scheinehe betrachtete: Namentlich fällt ins Gewicht, dass die Ehegatten innert weniger als fünf Monaten seit dem ersten Kennenlernen und damit innert einer kurzen Frist geheiratet haben und bei einer polizeilichen Kontrolle in der ehelichen Wohnung keine gemeinsamen Fotos des Ehepaares gefunden wurden. Schon aufgrund der genannten Indizien durfte die Vorinstanz in bundesrechtskonformer Weise auf das Vorliegen einer Scheinehe schliessen. Unter diesen Umständen nicht geklärt zu werden braucht, ob auch für eine Scheinehe spricht, dass in der ehelichen Wohnung kaum Utensilien des Beschwerdeführers (wie etwa eine Zahnbürste im Badezimmer) gesichtet wurden, keine Fotos von der Hochzeit verfügbar sind, die Anschrift des Namens des Beschwerdeführers am Briefkasten sowie an der Klingel fehlte und sich der Beschwerdeführer (wie von ihm behauptet) aus beruflichen Gründen überwiegend bei seinem Vater in U.________/BL aufgehalten hat, so dass wichtige Gründe für ein Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG bestanden (vgl. E. 5.2 und”
“Dem mit hinreichender Begründungsdichte verfassten Rekursentscheid ist ohne Weiteres zu entnehmen, weshalb die Vorinstanz keine wichtigen Gründe für das Getrenntleben des Beschwerdeführers von seiner Ehegattin zu erkennen vermochte: Davon, dass die Arbeitssituation den Beschwerdeführer zum Auswärtswohnen zwinge, könne keine Rede sein, zumal der Beschwerdeführer gemäss einer Bestätigung der Arbeitgeberin vom 18. Oktober 2018 bereits zu jener Zeit hauptsächlich in der Filiale in Q gearbeitet habe. Selbst wenn der Beschwerdeführer von der Arbeitgeberin regelmässig im Raum bzw. in der Filiale D zur Arbeit angehalten worden wäre, sei angesichts des Arbeitswegs nicht nachvollziehbar, weshalb er nicht bei seiner Ehegattin in E habe wohnen und bei Bedarf gelegentlich bei seinem Vater in D übernachten können. Die Vorinstanz erachtete die vom Beschwerdeführer für das Getrenntleben vorgebrachten Argumente damit in nachvollziehbarer Weise als insgesamt nicht hinreichend für die Bejahung des als Ausnahmetatbestand konzipierten Getrenntlebens gemäss Art. 49 AIG, wenngleich sie in zulässiger Weise nicht jedes einzelne Gegenargument bzw. jeden Einwand des Beschwerdeführers gegen diesen Schluss ausdrücklich erwähnte bzw. widerlegte. Eine Gehörsverletzung liegt nicht vor. Wie nachfolgend zu zeigen sein wird, ist vorliegend ohnehin nicht entscheidend, inwiefern und für wie lange genau sich der Beschwerdeführer nach seiner Einreise in die Schweiz nur oder jedenfalls überwiegend in D, Kanton C bei seinem Vater aufgehalten hat und ob deshalb angesichts des Arbeitswegs die Voraussetzungen für berufsbedingt wichtige Gründe im Sinn von Art. 49 AIG – im Sinn eines Wochenaufenthalters (vgl. VGr, 11. März 2020, VB.2019.00329, E. 2.3) – gegeben wären oder nicht. Dies deshalb, weil bereits aufgrund der übrigen Indizienlage allein – siehe sogleich – davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer eine Umgehungsehe im Sinn von Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG eingegangen ist. Das zumindest anfängliche und jedenfalls im Rekursverfahren nicht mehr in Abrede gestellte zeitlich überwiegende Getrenntleben gleich nach der Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz stellt dafür nur, aber immerhin, ein weiteres Indiz dar.”
“La jurisprudence développée par le Tribunal fédéral concernant l’exigence d’une vie conjugale ayant duré au moins trois ans et la manière de calculer cette durée demeure en conséquence applicable (CDAP PE.2019.0358 du 1er juillet 2020 consid. 5a). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; 138 II 229 consid. 2; TF 2C_983/2018 du 12 novembre 2018 consid. 4.1). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.1; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4.; TF 2C_331/2015 du 5 février 2016 consid. 2.1). Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2; TF 2C_30/2016 consid. 3.1). Dans le calcul de sa durée, il y a surtout lieu de prendre en compte la période durant laquelle les époux ont fait ménage commun d'une manière perceptible par les tiers (TF 2C_24/2013 du 3 mai 2013 consid. 2.1). Cette notion ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux. A cet égard, la période durant laquelle les conjoints continuent provisoirement à cohabiter en attendant de pouvoir se constituer deux domiciles séparés ne peut pas être prise en compte dans le calcul de trois ans de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, faute de vie conjugale effective (TF 2C_1258/2012 du 2 août 2013 consid. 4.1; 2C_748/2011 du 11 juin 2012 consid. 2.1). A cela s’ajoute que si l'union conjugale entre l'étranger et son conjoint suisse ou titulaire d'une autorisation d'établissement a effectivement duré trois ans, il faut se demander si les conjoints ont seulement cohabité pour la forme et si la durée de la cohabitation, compte tenu de l'interdiction de l'abus de droit (art.”
Konkrete Umstände, die in der Praxis als «wichtige Gründe» im Sinne von Art. 49 AIG anerkannt werden können, umfassen nach der Rechtsprechung etwa die schwerwiegende gesundheitliche oder psychische Erkrankung bzw. die Pflegebedürftigkeit eines Ehegatten, wiederholte Haft- oder Suchterkrankungen sowie durch Umstände verursachte Reise‑ bzw. Rückkehrbeschränkungen (z. B. wegen Covid‑19). Ob ein solcher wichtiger Grund vorliegt, ist von den konkreten Umständen des Einzelfalls abhängig.
“Selbst wenn er in Zukunft trotz der Pflege seiner Ehefrau bei einer weiteren somatischen Verschlechterung, z.B. einem erneuten Hirnschlag, stationär aufgenommen werden müsste, habe er ein hohes Interesse, dass er von ihr weiter betreut und regelmässig besucht werde. Die Hauptsachenprognose sei daher eindeutig positiv. Im Rahmen der Interessensabwägung für ein nachträgliches Nachzugsgesuch stelle die Begrenzung der Einwanderung kein legitimes Interesse dar und dürfe allein jenes an der Integration der Ehefrau berücksichtigt werden (Art. 58a AIG). Aufgrund der Beziehung zu ihrer hier lebenden Tochter sei sie vor Vereinsamung sowie Desintegration geschützt und mit den hiesigen Verhältnissen bestens vertraut. Es bestehe auch kein Fürsorgerisiko. Schliesslich sprächen gewichtige öffentliche Interesse der Vermeidung von Gesundheitskosten und seines Schutzes vor Verwahrlosung für den nachträglichen Familiennachzug. Sein privates Interesse daran sei «extrem hoch». Schliesslich bezieht er sich auf Art. 49 AIG und leitet daraus ab, wenn bereits berufliche Gründe einen wichtigen Grund für den nachträglichen Familiennachzug darstellten, so gelte dies in der vorliegenden Konstellation erst recht.”
“Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz [AIG; SR 142.20]) haben ausländische Ehegattinnen und Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen oder – bei fortdauernder Ehegemeinschaft – ein wichtiger Grund für das Getrenntleben besteht (Art. 49 AIG). Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass das Kriterium des Zusammenlebens nach Art. 42 Abs. 1 AIG nicht erfüllt ist (Beschwerde S. 6 f.). Die Eheleute haben per Anfang des Jahres 2019 den gemeinsamen Haushalt aufgelöst und sind mit Trennungsvereinbarung vom 8. Februar 2019 übereingekommen, auf unbestimmte Zeit getrennt zu leben (Akten MIDI pag. 80 f.). Der Beschwerdeführer macht jedoch geltend, dass die Ehegemeinschaft nicht definitiv gescheitert sei; er könne sich weiterhin eine gemeinsame Zukunft mit seiner Ehefrau vorstellen. Deren schweren psychischen Probleme hätten die Ehe stark belastet und würden einen wichtigen Grund darstellen, um auf das Erfordernis des Zusammenlebens zu verzichten (Beschwerde S. 8). Ein erneutes Zusammenleben im Sommer 2019 sei gescheitert, weil die Ehefrau aufgrund ihres schwankenden Gesundheitszustands nicht in der Lage gewesen sei, eine stabile Beziehung zu führen (Beschwerde S. 7).”
“Der Beschwerdeführer bringt vor, sein Rückflug sei indessen aufgrund der Corona-Pandemie gestrichen worden und er habe keine Möglichkeit mehr gehabt, in die Schweiz zurückzukehren. Es besteht kein Anlass, an der Richtigkeit seiner Darstellungen zu zweifeln. So ist gerichtsnotorisch, dass im Frühjahr 2020 aufgrund der Covid-19-Epiedemie Reiseeinschränkungen beschlossen und zahlreiche Flugverbindungen gestrichen wurden. Es ist somit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt in seiner Heimat geplant hatte. Aufgrund der kurzen Dauer hätte dieser Heimatbesuch - bei fortbestehender ehelicher Gemeinschaft - grundsätzlich als vorübergehende Trennung aus wichtigen Gründen gemäss Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE qualifiziert werden können. Sodann ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Rückreise aufgrund von Flugverkehrseinschränkungen und somit von Umständen, auf die er keinen Einfluss hatte, nicht wie geplant antreten konnte. Mit Blick auf die konkreten Umstände erscheint eine Anwendung von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE im vorliegenden Fall nicht von vornherein ausgeschlossen.”
“En outre, en raison de sa toxicodépendance, elle se trouve en incapacité de travail totale, ce qui a justifié le dépôt d'une demande de prestations auprès de l'Office de l'assurance-invalidité. Cette procédure est en cours. Toutes ces circonstances constituent des raison familiales majeures au sens de l'art. 47 al. 4 LEI; que, se fondant sur l'art. 49 LEI, les recourants estiment qu'on ne saurait leur reprocher de ne pas avoir toujours fait ménage commun. Ils rappellent qu'en raison de sa toxicodépendance, l'épouse a commis des infractions pénales et qu’elle a été placée, respectivement détenue à plusieurs reprises. Il n'en demeure pas moins que les époux ont toujours vécu ensemble en dehors des périodes de détention de la recourante et des deux années durant lesquelles le recourant a été dans l'impossibilité de quitter l'Iran. Les intéressés indiquent que le couple projette d'habiter sous le même toit dès mars”
Bei der Berechnung der in Frage stehenden Fristen (z. B. die dreijährige bzw. fünfjährige Dauer der ehelichen bzw. familiären Wohngemeinschaft) werden Zeiten des Getrenntlebens nur dann angerechnet, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe im Sinn von Art. 49 AIG bestanden haben.
“Gemäss Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG können Ehegatten mit Niederlassungsbewilligung ihrem ausländischen Ehegatten einen Aufenthaltsanspruch vermitteln, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG besteht nach Auflösung der Ehe der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 und 43 AIG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht. Die beiden Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein (BGE 140 II 289 E. 3.8). Artikel 50 Abs. 1 AIG ist im vorliegenden Fall, in dem sich die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin auf eine Niederlassungsbewilligung EU/EFTA des geschiedenen Ehemannes stützt, anwendbar (vorstehend Sachverhalt A.).”
“oder wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Bei der Berechnung der Dreijahresfrist ist ausschliesslich die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft zu berücksichtigen (BGE 136 II 113 E. 3.3; Geiser/Blocher/Busslinger, in: Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 3. Auflage, Basel 2022, N 23.301). Eine (relevante) Ehegemeinschaft im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG liegt vor, solange die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Ehegemeinschaft gestattet, aus wichtigen Gründen getrennt zu leben, ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten hat. Dabei ist im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 137 II 345 E. 3.1.2; VGE VD.2022.121 vom 23. März 2023 E. 2.1.2; vgl. BGE 138 II 229 E. 2). Zeiten, in denen die Ehegatten nicht zusammengewohnt haben, können jedenfalls bei der Berechnung der Dreijahresfrist nur dann berücksichtigt werden, wenn für getrennte Wohnorte ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG bestanden hat (vgl. Geiser/ Blocher/Busslinger, a.a.O., N 23.304; Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 50 AIG N 4). Da eine Ehegemeinschaft von mindestens drei Jahren Dauer für den Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 50 Abs. 1 lit.”
“1 LEI, le conjoint d'un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui. Après dissolution de la famille, le droit du conjoint d'un ressortissant suisse à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu de l'art. 42 LEI subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et l'intégration est réussie (let. a) ou la poursuite du séjour en Suisse s'impose pour des raisons personnelles majeures (let. b ; art. 50 al. 1 LEI dans sa teneur jusqu'au 31 décembre 2018). Selon l'art. 49 LEI, l'exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. b. La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2018, ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 ; 136 II 113 consid. 3.2). C'est donc la date de la fin de la communauté conjugale qui est déterminante pour calculer si la relation a duré trois ans, et non le cas échéant le moment où le divorce est prononcé (Cesla AMARELLE/Nathalie CHRISTEN, in Minh SON NGUYEN/Cesla AMARELLE [éd.] Code annoté du droit de la migration, vol. II : LEI, 2017, ad art. 50 n. 10). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes. Il n'est pas nécessaire que la vie commune des époux en Suisse ait eu lieu d'une seule traite. Des séjours à l'étranger du couple ne font ainsi pas obstacle à l'application de cette disposition si l'addition des périodes de vie commune en Suisse aboutit à une durée supérieure à trois ans (ATF 140 II 345 consid. 4.1 p. 348 et références citées.”
Zeiten, die die Ehegatten im Ausland verbracht haben, sind grundsätzlich nicht auf die für Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG massgebliche Dreijahresfrist anzurechnen, da in dieser Zeit keine Integrationsleistungen in der Schweiz erbracht wurden. Eine Anrechnung kommt nur in Betracht, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe im Sinn von Art. 49 AIG (in Verbindung mit Art. 76 VZAE) vorliegen und die eheliche Gemeinschaft weiterhin besteht.
“Vor dem Wegzug ins Ausland verfügte der Ehemann lediglich über eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, weshalb sich die Beschwerdeführerin nach dargelegter Rechtslage grundsätzlich nicht auf die günstigeren Nachzugsbestimmungen von Art. 50 AIG berufen kann. Ihr weiterer Aufenthalt ist lediglich unter den Voraussetzungen von Art. 77 Abs. 1 VZAE oder eines persönlichen Härtefalls nach Art. 30 Abs. 1 lit. b AIG zu prüfen, ohne dass ein Verlängerungsanspruch besteht. Unabhängig davon würde ihr Aufenthaltsrecht im Sinn nachfolgender Ausführungen aber auch entfallen, wenn ihr Ehegatte die Schweiz entgegen der Aktenlage gar nie verlassen hätte und hier weiterhin anwesenheitsberechtigt wäre. 4. 4.1 Die Bewilligung eines nachehelichen Aufenthalts setzt sowohl nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG als auch nach Art. 77 Abs. 1 lit. a VZAE voraus, dass die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind. Die im Ausland verbrachte Zeit ist grundsätzlich unabhängig vom Vorliegen wichtiger Gründe für eine vorübergehende Trennung im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE und dem Fortbestand der ehelichen Gemeinschaft nicht an die Dreijahresfrist anzurechnen, da in dieser Zeit auch keine Integrationsleistungen in der Schweiz stattgefunden haben (VGr, 3. Februar 2021, VB.2020.00650, E. 3). 4.2 Die Beschwerdeführerin reiste nach ihrer Hochzeit in Italien am 28. Februar 2022 in die Schweiz ein und lebte nach ihren ursprünglichen Angaben lediglich wenige Wochen bis Mitte März 2022 mit ihrem Ehemann in ehelicher Gemeinschaft zusammen. Seither ist ihr Ehewille erloschen. Selbst wenn ihr Ehemann die Schweiz hierauf nicht unmittelbar verlassen oder gar noch bis März 2023 zeitweise mit der Beschwerdeführerin zusammengewohnt haben sollte, dauerte die in der Schweiz gelebte Ehe selbst nach der widersprüchlichen Darstellung der Beschwerdeführerin höchstens etwas länger als ein Jahr, womit unabhängig von den Integrationsleistungen der Beschwerdeführerin und der tatsächlichen Ausreise des Ehegatten bereits die zeitlichen Voraussetzungen für die Bewilligung eines nachehelichen Aufenthalts nicht erfüllt sind.”
“Die im Ausland verbrachte Zeit ist grundsätzlich unabhängig vom Vorliegen wichtiger Gründe für eine vorübergehende Trennung im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) und dem Fortbestand der ehelichen Gemeinschaft nicht an die Dreijahresfrist anzurechnen, da in dieser Zeit auch keine Integrationsleistungen in der Schweiz stattgefunden haben (VGr, 3. Februar 2021, VB.2020.00650, E. 3). Ebenso wenig sind mehrere aufeinanderfolgende Ehegemeinschaften von kürzerer Dauer zusammenzurechnen, selbst wenn sie dieselben Ehepartner betreffen (vgl. zum Ganzen Geiser/Blocher/Busslinger, Ausländerrecht, Rz.”
“Dezember 2005 (AIG) haben ausländische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen, eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist, sie weder auf Sozialhilfe angewiesen sind noch Ergänzungsleistungen beziehen oder beziehen könnten und sie sich in der am Wohnort gesprochenen Landessprache verständigen können oder sich zumindest zu einem entsprechenden Sprachförderungsangebot angemeldet haben. 2.1.2 Nach Auflösung der Ehegemeinschaft besteht gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 AIG ein entsprechender Bewilligungsanspruch weiter, wenn die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und kumulativ eine erfolgreiche Integration besteht (so die bis Ende 2018 gültige Fassung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) bzw. die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind (so die seit dem 1. Januar 2019 geltende und materiell gleichwertige Fassung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG, ausführlich dazu VGr, 17. April 2019, VB.2018.00796, E. 4.3). 2.1.3 Die im Ausland verbrachte Zeit ist grundsätzlich unabhängig vom Vorliegen wichtiger Gründe für eine vorübergehende Trennung im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) und dem Fortbestand der ehelichen Gemeinschaft nicht an die Dreijahresfrist anzurechnen, da in dieser Zeit auch keine Integrationsleistungen in der Schweiz stattgefunden haben (VGr, 3. Februar 2021, VB.2020.00650, E. 3). Ebenso wenig sind mehrere aufeinanderfolgende Ehegemeinschaften von kürzerer Dauer zusammenzurechnen, selbst wenn sie dieselben Ehepartner betreffen (vgl. zum Ganzen Thomas Geiser/Felix Blocher/Marc Busslinger, Ausländische Personen als Ehepartner und registrierte Partnerinnen, in: Peter Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, Handbücher für die Anwaltspraxis [HAP], 3. A., Basel 2022, Rz. 23.301 und 23.310, mit weiteren Hinweisen). Dies gilt auch dann, wenn die Ehe nie geschieden, jedoch zwischenzeitlich das Aufenthaltsrecht erloschen ist. Diesfalls kann ein in ehelicher Gemeinschaft verbrachter Voraufenthalt vor dem Erlöschen der Bewilligung nicht mehr an die Dreijahresfrist angerechnet werden, selbst wenn nachträglich erneut eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehepartner erteilt wurde (vgl.”
“En l'espèce, c'est en vain que le recourant se prévaut de la période maritale vécue à l'étranger avant son entrée en Suisse, dans la mesure où, selon la jurisprudence constante, celle-ci n'est pas comptabilisée dans le calcul de la durée du ménage commun au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, seule celle ayant été vécue en Suisse étant décisive (cf. ATF 136 II 113 consid. 3.3.2; arrêts 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 5.1; 2C_50/2015 du 26 juin 2015 consid. 3.1). Dans ces circonstances, il n'est nul besoin d'examiner si les motifs dont se prévaut l'intéressé constituent des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés au sens de l'art. 49 LEI, pas plus que de savoir si la communauté familiale aurait été maintenue durant cette période. Dès lors qu'il n'est pas contesté que les époux, qui se sont mariés le 3 novembre 2016, mais qui n'ont fait ménage commun en Suisse que depuis l'entrée dans ce pays du recourant le 6 septembre 2017, se sont séparés en février 2020, et ont ainsi vécu en ménage commun durant moins de trois ans, c'est donc à tort que l'intéressé se plaint de la violation de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ainsi que de ses dispositions d'exécution figurant à l'art. 77 OASA.”
Art. 49 schafft die Ausnahme, dass das Erfordernis des Zusammenwohnens entfällt, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe vorliegen und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Für die Beurteilung der Mindestdauer der ehelichen Gemeinschaft ist die tatsächlich in der Schweiz verbrachte gemeinsame Wohnzeit massgebend; Aufenthalte im Ausland schliessen die Anwendung nicht zwingend aus, da die in der Schweiz verbrachten Zeiten zusammengerechnet werden können.
“Il s'agit de deux conditions cumulatives (ATF 140 II 289 consid. 3.5.3 p. 295; 136 II 113 consid. 3.3.3 p. 119). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; 138 II 229 consid. 2; TF 2C_983/2018 du 12 novembre 2018 consid. 4.1). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.1; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4.; TF 2C_331/2015 du 5 février 2016 consid. 2.1). Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2; TF 2C_30/2016 consid. 3.1).”
“Aux termes de l'art. 42 al. 1 LEI, le conjoint d'un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui. Après dissolution de la famille, le droit du conjoint d'un ressortissant suisse à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu de l'art. 42 LEI subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et l'intégration est réussie (let. a) ou la poursuite du séjour en Suisse s'impose pour des raisons personnelles majeures (let. b ; art. 50 al. 1 LEI dans sa teneur jusqu'au 31 décembre 2018). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2018, ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 ; 136 II 113 consid. 3.2). C'est donc la date de la fin de la communauté conjugale qui est déterminante pour calculer si la relation a duré trois ans, et non - le cas échéant - le moment où le divorce est prononcé (Cesla AMARELLE/Nathalie CHRISTEN, in Code annoté du droit de la migration, vol. II : LEI, 2017, ad art. 50 n. 10). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes. Il n'est pas nécessaire que la vie commune des époux en Suisse ait eu lieu d'une seule traite. Des séjours à l'étranger du couple ne font ainsi pas obstacle à l'application de cette disposition si l'addition des périodes de vie commune en Suisse aboutit à une durée supérieure à trois ans (ATF 140 II 345 consid. 4.1 p. 348 et références citées. c. En l'espèce, le recourant et son ex-femme, une ressortissante suisse, ont indiqué, sans qu'aucun élément de la procédure ne le contredise, qu'ils se sont rendus à la fin de l'année 2012 au Brésil pour se présenter à leurs familles respectives.”
Vorübergehende Trennung aus wichtigen Gründen ist möglich (z.B. beruflich, familiär, Ausbildung; die Stellensuche kann je nach Umständen ebenfalls ein wichtiger Grund sein). Solche Gründe müssen tatsächlicher Natur und zeitlich begrenzt sein; eine längerfristige oder unbefristete Trennung rechtfertigt die Ausnahme in der Regel nicht. Während der Trennungszeit ist eine tatsächlich weiterbestehende Familiengemeinschaft bzw. ein fortbestehender gegenseitiger Ehewille erforderlich.
“Si la recherche d'un travail peut, selon les circonstances, être considérée comme une raison majeure justifiant un domicile séparé des époux au sens de l'art. 49 LEI, cela ne vaut que pour une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire à l'époux pour trouver un (nouvel) emploi (arrêt du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 ; 2C_871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2). Une détérioration de la santé n'est pas en soi une raison majeure et la vague possibilité d'une reprise de la vie commune un jour ne doit pas être assimilée au maintien de la communauté conjugale (arrêt du Tribunal fédéral 2C_1027/2012 du 20 décembre 2012 consid 3.3). La décision librement consentie des époux de « vivre ensemble séparément » (« living apart together » ; cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_505/2013 du 4 octobre 2013 consid. 4.2 ; 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4 ; 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 et 2C_720/2008 du 14 janvier 2009) en tant que telle et sans résulter d'autres motifs ne constitue pas non plus une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (cf. arrêts du Tribunal fédéral 2C_204/2014 du 5 mai 2014 consid. 6.1 ; 2C_207/ 2011 du 5 septembre 2011 consid. 4.2 ; 2C_792/2010 du 25 mai 2011 consid. 3.1 ; 2C_388/2009 du 9 décembre 2009 consid. 4). L'existence de contacts purement amicaux entre les époux, même s'ils étaient entretenus à raison de deux ou trois fois par semaine, ne suffit pas à fonder une communauté conjugale réellement vécue (arrêts du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 ; 2C_575/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.6 ; 2C_285/ 2009 du 4 février 2010 consid. 2.2). Une telle communauté conjugale est présente lorsque les rapports conjugaux sont effectivement vécus et que subsiste la volonté réciproque des époux de maintenir leur lien conjugal (« ein gegenseitiger Ehewille besteht », « una reciproca volontà in relazione al vincolo del matrimonio » ; ATF 138 II 229 consid. 2 ; 137 II 345 consid. 3.1.2 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_547/2014 du 5 janvier 2015 consid. 2.1 ; 2C_48/2014 du 9 octobre 2014 consid.”
“Selon l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint d'un ressortissant suisse à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et que les critères d'intégration définis à l'art. 58a LEI sont remplis. Ces conditions sont cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4, 289 consid. 3.8; 138 II 229 consid. 2; 136 II 113 consid. 3.3.3). Selon la jurisprudence, la période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1, 289 consid. 3.5.1) S'il est possible de déroger au principe du ménage commun pour des raisons majeures (d'ordre professionnel, familial ou autre) qui justifient que les époux vivent provisoirement séparés (cf. art. 49 LEI), un lien conjugal effectif doit être maintenu durant ladite période. La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible. Il y a lieu de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte. En outre, dans le calcul des trois ans d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, il n'est possible de cumuler différentes phases d'union conjugale que si les époux conservent une volonté matrimoniale commune pendant les périodes de séparation (ATF 140 II 345 consid. 4.4.1, 289 consid. 3.5.1 et 3.7; 138 II 229 consid. 2; 137 II 345 consid.”
“________/Service de la population (SPOP) AUTORISATION DE SÉJOUR REGROUPEMENT FAMILIAL UNION CONJUGALE MÉNAGE COMMUN DURÉE VIE SÉPARÉE CUMUL{QUANTITÉ} RESPECT DE LA VIE PRIVÉE ALCP-2ALCP-7-dCEDH-2CEDH-3CEDH-8LEI-30-1-bLEI-49LEI-50LEI-50-1LEI-50-1-a (01.01.2019)LEI-50-1-bLEI-50-2OASA-31-1OASA-77-6 Résumé contenant: Ressortissante brésilienne dont l'autorisation de séjour UE-AELE, obtenue suite à son mariage avec un ressortissant italien, n'a pas été prolongée suite à la séparation du couple. Calcul de la durée de l'union conjugale. Versions de la recourante et de son époux divergentes s'agissant de la première date d'entrée en Suisse de la recourante. En revanche, la période durant laquelle les conjoints ont vécu séparés de juin 2016 jusqu'à fin juillet 2017 peut compter dans la vie commune, les versions données concernant cette période étant concordantes: le fait d'aller s'occuper d'un parent malade pouvant constituer une raison majeure d'ordre familial justifiant une vie séparée au sens de l'art. 49 LEI. L'union conjugale a toutefois duré moins de trois ans. La recourante ne se trouve pas dans une situation où la poursuite de son séjour s'imposerait pour des raisons personnelles majeures. Elle ne peut davantage se prévaloir d'un cas individuel d'une extrême gravité au sens de l'art. 30 al. 1 let. b LEI. Le SPOP n'a pas abusé de son pouvoir d'appréciation en estimant que le renvoi de la recourante dans son pays d'origine était licite. La situation sanitaire liée à la pandémie de Covid-19 prévalant au Brésil n'est pas de nature à modifier ce constat. Enfin, le SPOP n'a pas violé la garantie de la vie privée découlant de l'art. 8 CEDH. Recours rejeté. TRIBUNAL CANTONAL COUR DE DROIT ADMINISTRATIF ET PUBLIC Arrêt du 21 octobre 2021 Composition Mme Annick Borda, présidente; Mme Claude-Marie Marcuard et M. Fernand Briguet ; Mme Leticia Blanc, greffière. Recourante A.”
“Il n’a produit aucune pièce ni fait état de recherches concrètes d’emploi effectuées entre juillet 2019 et juillet 2023, alors que l’OCPM lui avait expressément demandé, dans son courrier du 3 février 2021 déjà, de le renseigner au sujet de ses intentions et que le recourant a déjà prétendu, devant le TAPI, qu’il recherchait un emploi. Il n’a produit que récemment trois postulations, datant toutes du mois d’août 2023, qui ne permettent pas, au vu de la longue période qui s’est écoulée depuis l’obtention de son diplôme universitaire, de rendre vraisemblable qu’il est, depuis juillet 2019, régulièrement à la recherche active d’un emploi en Suisse. Ainsi, même à admettre que le domicile séparé du couple était destiné, après la fin de ses études, à permettre au recourant de trouver un emploi, seule une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire pour trouver un emploi aurait justifié le domicile séparé des époux. La durée de plus de quatre ans ne peut plus être qualifiée de période temporaire. Au vu de ce qui précède, le recourant n’a pas établi l’existence de raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés au sens de l’art. 49 LEI. Par conséquent, il ne peut se prévaloir de l’exception prévue par cette disposition, sans qu’il soit nécessaire de trancher la question de savoir si la communauté familiale a été maintenue, malgré les domiciles séparés des époux. En conclusion, l’OCPM n’a ni violé la loi ni commis d’abus de son pouvoir d’appréciation en refusant l’octroi d’une autorisation d’établissement. 3. Il convient encore d’examiner si le renvoi du recourant est fondé. 3.1 Selon l'art. 64 al. 1 let. c LEI, l'autorité compétente rend une décision de renvoi ordinaire à l'encontre d'un étranger auquel l'autorisation de séjour est refusée ou dont l'autorisation n'est pas prolongée. Elle ne dispose à ce titre d'aucun pouvoir d'appréciation, le renvoi constituant la conséquence du rejet d'une demande d'autorisation. Le renvoi d'une personne étrangère ne peut être ordonné que si l'exécution de celui-ci est possible, licite ou peut être raisonnablement exigée (art. 83 al. 1 LEI). 3.2 En l'espèce, dès lors qu'il a, à juste titre, refusé l’octroi d’une autorisation de d’établissement au recourant, l'intimé devait prononcer son renvoi.”
“Das Bundesgericht erachtete es im ersten Rechtsgang (Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022) als erstellt, dass der Beschwerdeführer die Schweiz am 10. März 2020 mit dem Flugzeug in Richtung Pakistan verlassen hatte und am 10. September 2020 in die Schweiz zurückgekehrt war. Es sei anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt in seiner Heimat geplant hatte und er die Rückreise aufgrund von Flugverkehrseinschränkungen nicht wie geplant antreten konnte. Daher erscheine es nicht von vornherein ausgeschlossen, dass dieser Heimatbesuch - bei fortbestehender ehelicher Gemeinschaft und fortbestehendem Ehewillen (vgl. dort E. 4.4) - als vorübergehende Trennung aus wichtigen Gründen gemäss Art. 49 AIG qualifiziert und an die Dauer der ehelichen Gemeinschaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG angerechnet werden könne (vgl. dort E. 4.3). Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau habe die Frage, ob der Ehewille vom 10. März 2020 bis zum 10. September 2020 fortbestanden habe, jedoch nicht abschliessend geprüft (vgl. dort E. 4.4.2), was im Rahmen der Rückweisung nachzuholen sei (vgl. dort E. 4.5). In der Folge hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut, hob das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 12. August 2021 auf und wies die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen ans Verwaltungsgericht zurück (vgl. B.c hiervor).”
Art. 49 AIG erlaubt die Ausnahme von der Pflicht zum Zusammenwohnen, wenn wichtige Gründe für getrennte Wohnorte geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Für die Beurteilung der Mindestdauer der ehelichen Gemeinschaft (dreijährige Frist) ist vorrangig auf die in der Schweiz tatsächlich gemeinsam geführte Haushaltsführung abzustellen.
“a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 et 43 LEI subsiste lorsque l'union conjugale a duré au moins trois ans et que l'intégration est réussie. Les deux conditions prévues par dite disposition sont cumulatives (cf. ATF 140 II 345 consid. 4 ; 140 II 289 consid. 3.5.3). 6.3 Pour déterminer la durée de l'union conjugale, il y a lieu de se référer essentiellement à la période durant laquelle le couple a fait ménage commun en Suisse (cf. notamment ATF 138 II 229 consid. 2 et ATF 136 II 113 consid. 3.3.5), à savoir la durée extérieurement perceptible du domicile matrimonial commun (cf. notamment ATF 137 II 345 consid. 3.1.2). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (cf. ATF 140 II 345 consid. 4). Si le droit selon l'art. 50 LEI a déjà disparu, par exemple parce qu'il n'y a pas eu de cohabitation, sans pouvoir justifier cela sur la base de l'art. 49 LEI, le droit selon l'art. 50 LEI ne peut en règle générale pas renaître (ATF 137 II 345 consid. 3.2.3 in fine). 6.4 La notion d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique la vie en commun des époux, sous réserve de l'exception prévue à l'art. 49 LEI (cf. ATF 136 II 113 consid. 3.2). Cette notion d'union conjugale ne se confond pas avec celle du mariage, qui peut n'être plus que formel, l'union conjugale supposant l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque et la volonté de la maintenir (cf. ATF 138 II 229 consid. 2 et 137 II 345 consid. 3.1.2). 6.5 Au cours de la procédure de première instance, l'intéressée et son ex-conjoint ont été entendus séparément sur les circonstances entourant leur mariage célébré au Sri Lanka le 23 août 2017 et les causes de leur séparation. Il ressort des déclarations faites, d'une part, par la recourante lors de l'audition administrative intervenue le 21 mai 2019 par-devant le SPOP et, d'autre part, des propos tenus par son actuel ex-époux lors de son audition du 3 juin 2019 par la même autorité ce qui suit (cf.”
Bei Entscheidungen nach Art. 49 AIG sind verwaltungspraktische Regeln zu beachten: Die Ehegatten tragen Nachweis- und Mitwirkungspflichten für das Fortbestehen der Familiengemeinschaft. In der Sozialhilfepraxis können nicht verbindliche CSIAS‑Normen berücksichtigt werden. Zudem haben unbelegte Wegzüge aufgestellte aufenthaltsrechtliche Folgen zur Folge (z. B. Ablauf der Bewilligung nach den einschlägigen Bestimmungen).
“März 2022 hätten sich der Beschwerdeführer und B persönlich gemeldet und mitgeteilt, dass sich der Beschwerdeführer "zwischenzeitlich im Kanton Aargau an verschiedenen Orten an einzelnen Tagen berufsbedingt aufgehalten [habe]". Ab sofort halte er sich ausschliesslich bei seiner Ehefrau an der D-Strasse 01 auf. Per 6. Mai 2022 meldete B den Beschwerdeführer jedoch erneut nach unbekannt ab. 2.2.6 Aufgrund der dargestellten zeitlichen Abläufe und insbesondere den zahlreichen von B gemachten Auszugsanzeigen und den in diesem Zusammenhang abgegebenen Erklärungen ist hinreichend erstellt, dass der Beschwerdeführer seit Ende November 2019 nicht mehr mit B zusammenwohnt. Nicht dargetan ist dagegen, dass der Beschwerdeführer Ende November 2020 tatsächlich wieder in die Wohnung an der D-Strasse 01 einzog und wie lange er sich – wenn überhaupt – dort aufgehalten hat. An diesem Ergebnis vermögen auch die übereinstimmenden Aussagen der Eheleute anlässlich der Befragung vom 22. Juli 2021 nichts zu ändern. 2.3 Ausnahmen vom Erfordernis des Zusammenwohnens lässt das Gesetz gemäss Art. 49 AIG nur zu, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist jedoch nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen. Die Gründe müssen vielmehr objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen (BGr, 27. Januar 2022, 2C_739/2021, E. 3.1). Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGr, 26. Januar 2018, 2C_432/2016, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; zum Ganzen BGr, 24. Juli 2020, 2C_375/2020, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdeführer auf seine Arbeitsstellen im Kanton Aargau verweist und vorbringt, er habe sich berufsbedingt dort aufgehalten, so stellt dies in der vorliegenden Konstellation keinen wichtigen Grund im Sinn von Art.”
“À teneur des normes de la conférence suisse des institutions d'action sociale, dans leur version en vigueur pour l'année 2020 (ci-après : normes CSIAS), non contraignantes mais jouant un rôle important en pratique, les coûts supplémentaires engendrés par le fait que des personnes mariées vivent séparées ne doivent être pris en compte que si cette séparation de corps est réglée par voie juridique ou si elle est motivée par d'autres raisons importantes. Ces dernières peuvent concerner des circonstances professionnelles ou une cohabitation devenue impossible. Dans de tels cas, lorsque les partenaires n'ont pas convenu d'une contribution d'entretien, c'est au bénéficiaire de l'aide sociale de demander dans les trente jours que cette contribution soit fixée par voie juridique (norme CSIAS F.3.2.). 5) Il ressort du dossier transmis par l'OCPM que les dispositions suivantes sont applicables au cas de l'époux de la recourante. a. L'art. 42 al. 1 de la loi fédérale sur les étrangers et l'intégration du 16 décembre 2005 (LEI - RS 142.20 ; anciennement dénommée loi fédérale sur les étrangers - LEtr) dispose que le conjoint d'un ressortissant suisse a droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui. L'art. 49 LEI prévoit une exception à la condition du ménage commun. En effet, cette exigence n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA - RS 142.201) précise qu'une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. b. Enfin, selon l'art. 61 al. 2 LEI, si un étranger quitte la Suisse sans déclarer son départ, l'autorisation de courte durée prend automatiquement fin après trois mois, l'autorisation de séjour ou d'établissement après six mois. Sur demande, l'autorisation d'établissement peut être maintenue pendant quatre ans. 6) En l'espèce, il n'est pas contesté que la recourante et ses deux enfants remplissent, en l'état, les conditions d'allocation de prestations financières.”
Bei vorübergehender oder krisenbedingter Trennung ist die Ausnahme des Art. 49 AIG nur zulässig, wenn während der getrennten Wohnorte ein effektiver ehelicher Zusammenhalt fortbesteht. Dies setzt Anhaltspunkte für eine weiterhin gelebte Beziehung und eine gemeinsame Ehewillensrichtung voraus (erhaltene eheliche Lebensgemeinschaft bzw. Wille, die Ehe aufrechtzuerhalten).
“Selon l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint d'un ressortissant suisse à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et que les critères d'intégration définis à l'art. 58a LEI sont remplis. Ces conditions sont cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4, 289 consid. 3.8; 138 II 229 consid. 2; 136 II 113 consid. 3.3.3). Selon la jurisprudence, la période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1) S'il est possible de déroger au principe du ménage commun pour des raisons majeures (d'ordre professionnel, familial ou autre) qui justifient que les époux vivent provisoirement séparés (cf. art. 49 LEI), un lien conjugal effectif doit être maintenu durant ladite période. La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible (cf. art. 42 al. 1 et 49 LEI; ATF 138 II 229 consid. 2; arrêts 2C_431/2023 du 26 octobre 2023 consid. 6.2; 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). Il y a lieu de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte. En outre, dans le calcul des trois ans d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, il n'est possible de cumuler différentes phases d'union conjugale que si les époux conservent une volonté matrimoniale commune pendant les périodes de séparation (ATF 140 II 345 consid.”
“Selon la jurisprudence, la période minimale de trois ans d'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1). Est en principe seule est décisive la durée de vie commune en Suisse (cf. ATF 140 II 289 consid. 3.5.1). S'il est possible de déroger au principe du ménage commun pour des raisons majeures (d'ordre professionnel, familial ou autre) qui justifient que les époux vivent provisoirement séparés (cf. art. 49 LEI), un lien conjugal effectif doit être maintenu durant ladite période (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.4.1; arrêts 2C_739/2021 du 27 janvier 2022 consid. 4.4; 2C_337/2020 du 23 juillet 2020 consid. 3.3). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible (cf. ATF 138 II 229 consid. 2; 137 II 345 consid. 3.1.2; arrêts 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2; 2C_974/2020 du 12 mars 2021 consid. 4.3). Il y a lieu de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte (arrêts 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2; 2C_974/2020 du 12 mars 2021 consid.”
“Selon la jurisprudence, la période minimale de trois ans d'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1). Est en principe seule est décisive la durée de vie commune en Suisse (cf. ATF 140 II 289 consid. 3.5.1). S'il est possible de déroger au principe du ménage commun pour des raisons majeures (d'ordre professionnel, familial ou autre) qui justifient que les époux vivent provisoirement séparés (cf. art. 49 LEI), un lien conjugal effectif doit être maintenu durant ladite période (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.4.1; arrêts 2C_739/2021 du 27 janvier 2022 consid. 4.4; 2C_337/2020 du 23 juillet 2020 consid. 3.3). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible (cf. ATF 138 II 229 consid. 2; 137 II 345 consid. 3.1.2; arrêts 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2; 2C_974/2020 du 12 mars 2021 consid. 4.3). Il y a lieu de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte (arrêts 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2; 2C_974/2020 du 12 mars 2021 consid.”
“3 Pour déterminer la durée de l'union conjugale, il y a lieu de se référer essentiellement à la période durant laquelle le couple a fait ménage commun en Suisse (cf. notamment ATF 138 II 229 consid. 2 et ATF 136 II 113 consid. 3.3.5), à savoir la durée extérieurement perceptible du domicile matrimonial commun (cf. notamment ATF 137 II 345 consid. 3.1.2). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (cf. ATF 140 II 345 consid. 4). Si le droit selon l'art. 50 LEI a déjà disparu, par exemple parce qu'il n'y a pas eu de cohabitation, sans pouvoir justifier cela sur la base de l'art. 49 LEI, le droit selon l'art. 50 LEI ne peut en règle générale pas renaître (ATF 137 II 345 consid. 3.2.3 in fine). 6.4 La notion d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique la vie en commun des époux, sous réserve de l'exception prévue à l'art. 49 LEI (cf. ATF 136 II 113 consid. 3.2). Cette notion d'union conjugale ne se confond pas avec celle du mariage, qui peut n'être plus que formel, l'union conjugale supposant l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque et la volonté de la maintenir (cf. ATF 138 II 229 consid. 2 et 137 II 345 consid. 3.1.2). 6.5 Au cours de la procédure de première instance, l'intéressée et son ex-conjoint ont été entendus séparément sur les circonstances entourant leur mariage célébré au Sri Lanka le 23 août 2017 et les causes de leur séparation. Il ressort des déclarations faites, d'une part, par la recourante lors de l'audition administrative intervenue le 21 mai 2019 par-devant le SPOP et, d'autre part, des propos tenus par son actuel ex-époux lors de son audition du 3 juin 2019 par la même autorité ce qui suit (cf. dossier cantonal et dossier SEM, Act. 1 p. 75). 6.5.1 Aux dires des intéressés, leur mariage a été arrangé par leurs familles respectives selon la tradition sri-lankaise.”
“a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de celle-ci subsiste lorsque l'union conjugale a duré au moins trois ans et que les critères d'intégration définis à l'art. 58a LEI sont remplis. Ces deux conditions sont cumulatives (ATF 140 II 289 consid. 3.5.3; 136 II 113 consid. 3.3.3; arrêt TF 2C_87/2014 du 27 octobre 2014 consid. 4.1). La durée de l'union conjugale d'au moins trois ans requise par cette disposition se calcule depuis la date du mariage, à condition que la cohabitation ait lieu en Suisse, jusqu'à ce que les époux cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; 138 II 229 consid. 2; 136 II 133 consid. 3.2 in fine et 3.3; TF 2C_983/2018 du 12 novembre 2018 consid. 4.1). Cette limite de trois ans (36 mois) est absolue et ne peut être assouplie même de quelques jours (ATF 137 II 345 consid. 3.1.1; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4.; TF 2C_331/2015 du 5 février 2016 consid. 2.1). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2; TF 2C_30/2016 consid. 3.1). Cette notion ne se confond pas avec celle de la seule cohabitation mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux. A cet égard, la période durant laquelle les conjoints continuent provisoirement à cohabiter en attendant de pouvoir se constituer deux domiciles séparés ne peut pas être prise en compte dans le calcul de trois ans de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, faute de vie conjugale effective (TF 2C_30/2016 du 1er juin 2016 consid. 3.1; 2C_1111/2015 du 9 mai 2016 consid. 4.1). Si l'union conjugale entre l'étranger et son conjoint suisse ou titulaire d'une autorisation d'établissement a effectivement duré trois ans, il faut se demander si les conjoints ont seulement cohabité pour la forme et si la durée de la cohabitation, compte tenu de l'interdiction de l'abus de droit (art. 51 al. 2 let. a LEI), ne doit pas être prise en compte ou ne l'être que partiellement (ATF 136 II 113 consid. 3.2 in fine). Est considérée comme abusive l'invocation d'un mariage qui n'a plus de substance et n'existe plus que formellement parce que l'union conjugale paraît définitivement rompue, faute de chances de réconciliation entre les époux (ATF 130 II 113 consid.”
Bei einem Ausbildungsaufenthalt im Grossraum Zürich können objektive Gründe für getrennte Wohnsitze vorliegen. In der hier dargestellten Konstellation sprechen die voraussichtlich dauerhaften getrennten Wohnsitze dafür, dass die familiäre Gemeinschaft nicht fortgeführt wird und damit die Annahme nahelegt, dass die Familienzusammenführung nicht Hauptzweck der Einreise ist (vgl. Art. 49 AIG).
“ein Weg von täglich 5 Stunden (bis Winterthur) resp. 4 Stunden (bis Zürich). Dass sich C.________ bei einer Bewilligung des Familiennachzugs zumindest unter der Woche nicht bei seinen im Kanton Freiburg (D.________) wohnenden Eltern aufhalten würde, liegt auf der Hand und wird nicht bestritten. Bleibt zu erwähnen, dass mit einer Ausbildung im Grossraum Zürich zwar objektive Gründe für getrennte Wohnsitze vorliegen. In der vorliegenden Konstellation gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass auch vor Beginn der Ausbildung nie eine Familiengemeinschaft bestanden hat (nach Lage der Akten war C.________ auch nie besuchsweise in der Schweiz); eine solche kann daher auch nicht weitergeführt werden (vgl. Art. 49 AIG). Auch sind die für die Dauer der Ausbildung getrennten Wohnsitze nicht bloss vorübergehender Natur, ist doch kaum davon auszugehen, dass der dannzumal über 18-‑jährige C.________ zu seinen Eltern ziehen wird, sobald er die Ausbildung abgeschlossen hat, da sich sein Lebensmittelpunkt dann an dem Ort befinden wird, wo er sich während der Dauer seiner Ausbildung hauptsächlich aufgehalten hat und soziale Kontakte knüpfen konnte (also im Grossraum Zürich), und nicht in D.________, wo er noch nie gelebt hat und – abgesehen von seiner Familie – auch niemanden kennt. Kommt hinzu, dass nicht einsichtig ist, weshalb C.________, der zum Zweck der Familienzusammenführung in die Schweiz geholt werden soll, eine Lehre im Grossraum Zürich absolviert und nicht an einem Ort, der vom Wohnsitz seiner Eltern aus erreichbar ist. Aus den genannten Gründen muss davon ausgegangen werden, dass nicht die Zusammenführung der Familie im Vordergrund steht, sondern es dem Beschwerdeführer vielmehr darum geht, seinem Sohn eine Ausbildung in der Schweiz zu ermöglichen.”
Bei wichtigen Gründen kann die Familiengemeinschaft trotz getrennten Wohnsitzes weiterbestehen; dies kann — je nach den Umständen, namentlich bei häuslicher Gewalt — eine Befreiung vom Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 49 AIG rechtfertigen. Eine getrennte Haushaltsführung führt nicht automatisch zum Wegfall der Familiengemeinschaft.
“Le recourant conteste la décision de l'OCPM, en se prévalant du fait que son mariage avait duré plus de trois ans. 6. La LEI et ses ordonnances d'exécution, en particulier l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA - RS 142.201), règlent l'entrée, le séjour et la sortie des étrangers dont le statut juridique n'est pas réglé par d'autres dispositions du droit fédéral ou par des traités internationaux conclus par la Suisse (art. 1 et 2 LEI). 7. Selon l'art. 42 al. 1 LEI, le conjoint d’un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui. 8. L’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (art. 49 LEI). 9. Aux termes de l'art. 50 al. 1 LEI, après la dissolution de la famille, le droit du conjoint et des enfants à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 et 43 subsiste si l’union conjugale a duré au moins trois ans et si les critères d’intégration définis à l’art. 58a sont remplis (let. a), ces conditions étant cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4 ; 136 II 113 consid. 3.3.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_522/2021 du 30 septembre 2021 consid. 4.1) ou si la poursuite du séjour en Suisse s’impose pour des raisons personnelles majeures (let. b), lesquelles sont notamment données, selon l'art. 50 al. 2 LEI, lorsque le conjoint est victime de violence conjugale, que le mariage a été conclu en violation de la libre volonté d’un des époux ou que la réintégration sociale dans le pays de provenance semble fortement compromise (voir aussi l'art. 77 OASA, qui reprend la teneur de l'art. 50 al. 2 LEI). 10. De jurisprudence constante, le calcul de la période minimale de trois ans commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid.”
“Es trifft zu, dass der Ehemann Mitte Juni 2020 die Beschwerdeführerin gemäss Strafbefehl vom 26. Juni 2020 erneut mehrfach aufsuchte und ihr gegenüber Tätlichkeiten beging: Insbesondere am 15. Juni 2020 versuchte er, ihr das Mobiltelefon aus den Händen zu reissen; dabei packte er die Beschwerdeführerin und brachte sie zweimal zu Fall, wobei sie sich die Knie aufschürfte und sich an zwei Fingern verletzte (vgl. vorstehende E. 5.2). Die nacheheliche Härtefallregelung zielt indes auch bei häuslicher Gewalt primär auf Sachverhalte ab, in denen bei der Gewaltanwendung oder unmittelbar davor noch ein Aufenthaltsanspruch bestand, weil die Eheleute zusammen wohnten oder weil sie aufgrund eines wichtigen Grundes davon befreit waren (vgl. Art. 49 AIG; BGE 137 II 345 E. 3.2.3; Urteile 2C_777/2018 vom 8. April 2019 E. 4.2; 2C_590/2010 vom 29. November 2010 E. 2.5.3). Die Vorfälle vom 10.,”
Ein reines Familieninteresse (z.B. der Wunsch, als Familie in der Schweiz zu bleiben oder die Trennung von Kindern zu verhindern) begründet allein keinen wichtigen Grund nach Art. 49 AIG für eine Ausnahme vom Zusammenwohnen. Die Betroffenen können entgegengetreten, indem sie die Voraussetzungen von Art. 44 AIG erfüllen, namentlich eine bedarfsgerechte Wohnung für das gemeinsame Zusammenleben beschaffen.
“Dass die Beschwerdeführenden ein erhebliches Interesse haben, gemeinsam in der Schweiz zu leben und eine Trennung der vier Kinder zu verhindern, stellt ebenfalls keinen wichtigen Grund nach Art. 49 AIG für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenlebens dar. Dabei ist nicht entscheidend, dass die Beschwerdeführenden die Ausreise 2014 bzw. 2015 und den damit einhergehenden Verlust der Niederlassungsbewilligungen mit der Wegweisung des Ehemanns bzw. Vaters wegen Straffälligkeit erklären (Beschwerde S. 5 f.). Die Beschwerdeführenden haben es selber in der Hand, dem «Auseinanderreissen» der Familie entgegenzuwirken, indem sie die Voraussetzungen nach Art. 44 AIG vollständig erfüllen, d.h. insbesondere eine bedarfsgerechte Wohnung für ein gemeinsames Zusammenwohnen finden. Sie können damit auf die Situation des Getrenntlebens ohne weiteres selber Einfluss nehmen (vgl. vorne E. 6.1). Zudem steht es ihnen nach wie vor offen, als Gesamtfamilie in Kosovo zu leben. Weitere Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens sind weder ersichtlich noch geltend gemacht.”
Art. 49 AIG setzt eine weiterhin bestehende Familiengemeinschaft und damit (mindestens) einen gegenseitigen Ehewillen voraus. Liegt dieser gegenseitige Ehewille nicht vor oder wurde das Zusammenwohnen bewusst und dauerhaft aufgegeben (z. B. «living apart together» oder einseitige, langandauernde Trennung), kommt Art. 49 insoweit nicht zur Anwendung und die entsprechende Anrechnungswirkung entfällt. In solchen Fällen ist ein nachträgliches Wiederaufleben eines bereits untergegangenen Anwesenheitsanspruchs kraft der Härtefallregelung (Art. 50 AIG) regelmässig nicht zu bejahen.
“Nach dem Gesagten durfte die Vorinstanz im angefochtenen Urteil willkürfrei schliessen, die eheliche Gemeinschaft sei in Folge des Wegfalls des Ehewillens (wenigstens) der Ex-Ehegattin des Beschwerdeführers bereits im Frühjahr 2017 faktisch aufgehoben worden. Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdeführer auch aus Art. 49 AIG nichts zu seinen Gunsten ableiten: diese Bestimmung setzt eine weiterhin bestehende Familiengemeinschaft und damit auch einen weiterhin bestehenden (beidseitigen) Ehewillen voraus. Somit hat die Vorinstanz die erste Voraussetzung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG zu Recht verneint. Da die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG kumulativ erfüllt sein müssen, hat das Verwaltungsgericht auch kein Bundesrecht verletzt, wenn es nicht mehr geprüft hat, ob die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind. Schliesslich hält sich der Beschwerdeführer seit weniger als 10 Jahren in der Schweiz auf und kann sich nicht auf eine besonders erfolgreiche Integration berufen, weshalb er auch keinen Aufenthaltsanspruch aus dem Recht auf Achtung des Privatlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 EMRK ableiten kann (vgl. BGE 149 I 207 E. 5.3; 149 I 66 E. 4.3; 144 I 266 E. 3.9). Etwas Gegenteiliges macht er auch nicht geltend. Nach dem Gesagten besteht schliesslich auch kein Anlass für die eventualiter beantragte Rückweisung.”
“hiervor). Folglich ist davon auszugehen, dass es an einem gegenseitigen Ehewillen während eines Teils der Trennungszeit zwischen den Phasen 3 und 4 (nämlich vom 17. April 2020 bis zum 9. September 2020) fehlte. Dieser mehrmonatige, nicht vom Ehewillen getragene Teil der Trennungszeit kann sodann nicht als kurzfristig bezeichnet werden, weswegen auch Art. 49 AIG keine Rechtfertigung bietet (vgl. E. 3.1 in fine hiervor). Angesichts dessen sind die in E. 3.2.2 hiervor genannten Voraussetzungen für die Anrechnung der Phase 4 an die Dauer der Ehegemeinschaft gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht erfüllt.”
“Die Vorinstanz erwägt, für die Anrechnung der Trennungsphase liege weder der erforderliche gemeinsame Ehewille noch ein wichtiger Grund vor. Die Vorinstanz stellte fest, dass die Eheleute ihre eheliche Gemeinschaft am 8. April 2019 aufgegeben haben, und dass ab diesem Zeitpunkt bis zur Wiederaufnahme des Zusammenlebens am 18. März 2020 kein gegenseitiger Ehewille mehr bestanden hat. Diese Feststellung ist für das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG; vorstehend E. 4.2 und 4.3). Bei den von der Beschwerdeführerin - auch vor Bundesgericht - vorgebrachten Differenzen der Eheleute hinsichtlich wirtschaftlicher Selbständigkeit des damaligen Ehemannes handelt es sich nicht um einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG, sondern vielmehr um eine Ehekrise, die zur fast einjährigen Trennung geführt hat. Dass sich die Beschwerdeführerin damals vom Ehemann getrennt hat, bringt sie in der Beschwerdeschrift selbst vor. Die Familiengemeinschaft bestand in dieser Zeit nicht weiter, weshalb die Voraussetzungen von Art. 49 AIG nicht gegeben sind. Dass die Trennungsphase somit nicht an die dreijährige Ehedauer angerechnet wurde, ist bundesrechtlich nicht zu bestanden.”
“Entsprechend ihrem Schutzgedanken zielt die Härtefallregelung in Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 AIG auf Sachverhalte ab, in denen bei Gewaltanwendung oder unmittelbar davor noch ein Aufenthaltsanspruch nach Art. 42 oder 43 AIG gegeben gewesen ist, sei es, weil die Eheleute zusammengewohnt haben oder weil wichtige Gründe im Sinn von Art. 49 AIG für das Getrenntleben vorgelegen haben. War der Anspruch nach Art. 42 oder 43 AIG bereits untergegangen, weil es am Zusammenwohnen gefehlt hatte und auch keine wichtigen Gründe für ein Getrenntleben gegeben waren, so kommt ein nachträgliches Wiederaufleben dieses Anspruchs gestützt auf Art. 50 AIG regelmässig nicht in Betracht (BGer 2C_590/2010 vom 29. November 2010 E. 2.5.3; VGE VD.2022.121 vom 24. März 2023 E. 3.2.4; vgl. auch VGE VD.2021.207 vom 31. Januar 2022 E. 3.4.4).”
“Demnach ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Vorliegen eines wichtigen Grundes i.S.v. Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE verneint und die Ehegemeinschaft per 1. Juni 2020 bzw. spätestens etwa per Jahreswechsel 2020/2021 als aufgelöst betrachtet hat.”
“Ungeachtet der vorgebrachten Hinweise auf eine angeblich weiterbestehende Ehegemeinschaft (Ehewille, regelmässigen Kontakt, Sex) würden die vorgenannten Ausführungen nahelegen, dass es sich bei der hier in Frage stehenden Trennung nicht nur um eine zeitlich beschränkte Auszeit zur Klärung der familiären Schwierigkeiten gehandelt habe, wie dies Art. 49 AIG für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens vorsehe. Vielmehr scheine es aufgrund der anhaltenden häuslichen Trennung und der mangelnden Anstrengungen der Ehegatten zur Verbesserung der Situation so, als wären die räumliche Distanz und die sich daraus ergebenden Folgen für die Ehegatten vorteilhafter für ein harmonisches Ehe- und Familienleben gewesen, weshalb der Umstand der getrennten Wohnsitze von den Ehegatten bewusst gewählt worden sei ("living apart together"). Da derartige häusliche Trennungen in ausländerrechtlichen Kontexten vom Gesetzgeber nicht geschützt würden, müsse die Ehe – ungeachtet des Willens der Ehegatten und der geltend gemachten Gründe –, mit der Aufhebung der Wohngemeinschaft, spätestens aber ein Jahr danach, also per Ende Mai bzw. Anfang Juni 2021, als faktisch endgültig aufgelöst gelten. Somit habe die Ehegemeinschaft in der Schweiz, welche am 5. August 2018 mit der Einreise des Beschwerdeführers begonnen habe, höchstens zwei Jahre und knapp zehn Monate (bis Ende Mai bzw.”
Die «Ehegemeinschaft» im Sinne von Art. 49 AIG setzt eine tatsächlich gelebte Ehebeziehung voraus, die auf gegenseitigem matrimonialen Willen beruht und in der Regel nach aussen als gemeinsamer Haushalt erkennbar ist. Ein reines formales Heiratsdatum oder blosses Zusammenleben ohne gemeinsame eheliche Lebensführung genügt nicht; von dieser Voraussetzung kann nur ausnahmsweise nach Art. 49 AIG abgewichen werden, wenn wichtige Gründe für getrennte Wohnsitze vorliegen und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht.
“Ces deux conditions sont cumulatives (cf. ATF 140 II 345 consid. 4 ; arrêt du TF 2D_25/2023 du 12 janvier 2024 consid. 5.2). 6.2 La durée minimale de l'union conjugale de trois ans commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. La cohabitation déterminante est celle qui a lieu en Suisse, après la célébration du mariage (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.1 ; 140 II 289 consid. 3.5.1 ; arrêt du TF 2C_301/2020 du 8 juin 2020 consid. 4.2.1). Cette durée minimale est une limite absolue et s'applique même si la fin de la vie conjugale est intervenue quelques semaines ou jours seulement avant la fin de cette période (cf. ATF 137 II 345 consid. 3.1.3 ; arrêt du TF 2C_301/2020 précité consid. 4.2.1). 6.2.1 La notion d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI - et au sens de l'art. 77 al. 1 let. a OASA par analogie - implique ainsi la vie en commun des époux, sous réserve de l'exception (non invoquée en l'espèce) prévue à l'art. 49 LEI, en relation avec l'art. 76 OASA. 6.2.2 Elle suppose, en outre, une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible. Il convient de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte (cf. arrêt du TF 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). 6.2.3 Selon la jurisprudence en vigueur, l'existence d'une volonté matrimoniale commune peut notamment être remise en cause, lorsque l'un des époux annonce au bureau des étrangers de sa commune de domicile son départ à l'étranger (cf. arrêt du TF 2C_30/2016 du 1er juin 2016 consid. 3.4), introduit une procédure de mesures protectrices de l'union conjugale avant l'échéance du délai de trois ans (cf.”
“Selon la jurisprudence, la période minimale de trois ans d'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1). Est en principe seule est décisive la durée de vie commune en Suisse (cf. ATF 140 II 289 consid. 3.5.1). S'il est possible de déroger au principe du ménage commun pour des raisons majeures (d'ordre professionnel, familial ou autre) qui justifient que les époux vivent provisoirement séparés (cf. art. 49 LEI), un lien conjugal effectif doit être maintenu durant ladite période (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.4.1; arrêts 2C_739/2021 du 27 janvier 2022 consid. 4.4; 2C_337/2020 du 23 juillet 2020 consid. 3.3). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique une relation conjugale effectivement vécue et une volonté matrimoniale commune de la part des époux. En règle générale, il convient de se baser sur la durée de cohabitation extérieurement perceptible (cf. ATF 138 II 229 consid. 2; 137 II 345 consid. 3.1.2; arrêts 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2; 2C_974/2020 du 12 mars 2021 consid. 4.3). Il y a lieu de s'écarter de cette règle lorsqu'il résulte des circonstances particulières du cas d'espèce qu'il n'existe plus qu'une cohabitation factuelle, soit lorsque la relation conjugale n'est plus vécue malgré la persistance d'un domicile commun et que la volonté matrimoniale d'au moins un des époux s'est éteinte (arrêts 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2; 2C_974/2020 du 12 mars 2021 consid.”
“Selon la jurisprudence, la durée minimale de trois ans de l'union conjugale prévue à l'art. 50 al. 1 let. a LEI commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; TF 2C_386/2021 du 26 mai 2021). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage au sens du droit civil. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI. Dans le calcul de sa durée, il y a surtout lieu de prendre en compte la période durant laquelle les époux ont fait ménage commun d'une manière perceptible par les tiers (TF 2C_24/2013 du 3 mai 2013 consid. 2.1). Cette notion ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation mais implique une volonté matrimoniale commune de la part des époux. A cet égard, la période durant laquelle les conjoints continuent provisoirement à cohabiter en attendant de pouvoir se constituer deux domiciles séparés ne peut pas être prise en compte dans le calcul de trois ans de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, faute de vie conjugale effective (TF 2C_1258/2012 du 2 août 2013 consid. 4.1; 2C_748/2011 du 11 juin 2012 consid. 2.1).”
Nach der Rechtsprechung trägt der ausländische Ehegatte die Darlegungs‑ und Mitwirkungspflicht dafür, dass eine Ausnahme nach Art. 49 AIG vorliegt und die Familiengemeinschaft trotz getrennten Wohnsitzen fortbesteht. Ab rund einem Jahr Getrenntleben besteht die Vermutung, die eheliche Gemeinschaft sei erloschen; in einem solchen Fall muss substantiiert dargelegt werden, dass weiterhin ein gemeinsamer Ehewille und damit die Familiengemeinschaft bestehen. Vage Hoffnungen auf eine spätere Wiederaufnahme des Zusammenlebens oder das blosse Bestehen der formellen Ehe genügen nicht.
“En outre, dans le calcul des trois ans d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, il n'est possible de cumuler différentes phases d'union conjugale que si les époux conservent une volonté matrimoniale commune pendant les périodes de séparation (cf. ATF 140 II 289 consid. 3.5.1 et 3.7; arrêts 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3; arrêt TF 2C_238/2024 du 25 juin 2024 consid. 5.1). A partir du moment où la première condition de l'art. 50 al. 1 let. a LEI – l'existence d'une véritable union conjugale pendant au moins trois ans – n'est pas réalisée, il devient inutile de réunir en outre tous les éléments nécessaires pour examiner si la seconde condition – une intégration réussie – est remplie, les deux conditions de l'art. 50 al. 1 let. a LEI étant cumulatives (cf. ATF 140 II 345 consid. 4). 5.4. Aux termes de l'art. 49 LEI, l'exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance du 24 octobre 2007 relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative (OASA; RS 142.201) précise que l'exception à l’exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. Selon la jurisprudence, il appartient à l'étranger d'établir l'existence d'une exception au sens de l'art. 49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés. Cela vaut d'autant plus lorsque cette situation a duré plus de quelques mois, car une séparation de plus d'une année fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (cf. arrêts TF 2C_1051/2020 du 26 mars 2021 consid. 5.”
“2 ; 2C_761/2011 du 27 janvier 2012 consid. 3.2). 7. De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence d'une exception au sens de l'art.49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté conjugale en dépit des domiciles séparés. Cela vaut d'autant plus lorsque cette situation a duré plus de quelques mois, car une séparation de plus d'une année fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (arrêts du Tribunal fédéral 2C_1051/2020 du 26 mars 2021 consid. 5.1 et 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1). Cette obligation, qui se laisse déduire de l'art. 90 LEI, s'explique par le fait que la vie séparée des époux emporte la présomption de la dissolution de la communauté conjugale et que les faits à prouver ressortissent au domaine personnel des époux, que ceux-ci connaissent davantage et sont donc mieux à même d'étayer que l'autorité de police des étrangers (arrêt du Tribunal fédéral 2C_212/2011 du 13 juillet 2011 consid. 7.1 et les références citées). Le but de l'art. 49 LEI n'est en effet pas de permettre aux époux étrangers de vivre séparés en Suisse pendant une longue période ; il exige que la communauté familiale soit maintenue. Il vise des situations exceptionnelles (arrêt du Tribunal fédéral 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4), non à permettre à des conjoints de faire le point sur leur relation (arrêts du Tribunal fédéral 2C_891/2012 du 7 juin 2013 consid. 2.3 ; 2C_575/2009 du 1er juin 2010 consid. 3.6). 8. Aux termes de l'art. 50 al. 1 LEI, après la dissolution de la famille, le droit du conjoint et des enfants à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 et 43 LEI subsiste si l’union conjugale a duré au moins trois ans et si les critères d’intégration définis à l’art. 58a sont remplis (let. a), ces conditions étant cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4 ; 136 II 113 consid. 3.3.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_522/2021 du 30 septembre 2021 consid. 4.1) ou si la poursuite du séjour en Suisse s’impose pour des raisons personnelles majeures (let.”
“Von einem wichtigen Grund könne demnach umso eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. Gerade die «erheblichen familiären Probleme» im Sinne von Art. 76 VZAE müssten dabei beispielsweise aus besonders schwierigen Situationen hervorgehen. Demgegenüber müsse von einem erloschenen Ehewillen dann ausgegangen werden, wenn für getrennte Wohnsitze weder rechtserhebliche Gründe noch starke Bindungen ersichtlich seien. Nach einer Trennung von mehr als einem Jahr sei in aller Regel davon auszugehen, dass die eheliche Gemeinschaft aufgelöst beziehungsweise die Ehe definitiv gescheitert sei. Diesen mit der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts und des Bundesgerichts übereinstimmenden Erwägungen kann in allen Teilen gefolgt werden. Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen (VGE VD.2021.43 vom 28. Dezember 2021 E. 2.4.1, m.H. auf BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1). Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe für das Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG nur restriktiv, erlaubt namentlich bei krisenbedingtem Getrenntleben in der Regel nur kurze Unterbrüche des Zusammenlebens von einigen Monaten und verlangt eine objektivierbare Erheblichkeit der Konfliktsituation (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 43 AIG N 1, m.w.H.). Jedenfalls müssen wichtige Gründe für getrennte Wohnorte und das Weiterbestehen der Familiengemeinschaft als kumulative Voraussetzungen für einen fortdauernden Anspruch gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG bestehen (VGE VD.2021.43 vom 28. Dezember 2021 E. 2.4.1, m.H. auf BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ab einem rund einjährigen Getrenntleben das Erlöschen des Ehewillens zu vermuten, vor allem, wenn das gemeinsame Eheleben in der Folge nicht wieder aufgenommen worden ist. In einem solchen Fall muss substantiiert dargelegt werden, dass weiterhin ein Ehewillen besteht (VGE VD.2020.116 vom 3. November 2020 E. 2.3, m.H. auf BGer 2C_845/2019 vom 19.”
“Jedenfalls müssen wichtige Gründe für getrennte Wohnorte und das Weiterbestehen der Familiengemeinschaft als kumulative Voraussetzungen für einen fortdauernden Anspruch gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG bestehen (VGE VD.2021.43 vom 28. Dezember 2021 E. 2.4.1, m.H. auf BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ab einem rund einjährigen Getrenntleben das Erlöschen des Ehewillens zu vermuten, vor allem, wenn das gemeinsame Eheleben in der Folge nicht wieder aufgenommen worden ist. In einem solchen Fall muss substantiiert dargelegt werden, dass weiterhin ein Ehewillen besteht (VGE VD.2020.116 vom 3. November 2020 E. 2.3, m.H. auf BGer 2C_845/2019 vom 19. Februar 2020 E. 4.2, m.H. auf BGer 2C_575/2009 vom 1. Juni 2010 E. 3.5 und 2C_40/2012 vom 15. Oktober 2012 E. 4). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (VGE VD.2021.43 vom 28. Dezember 2021 E. 2.4.1, m.H. auf Art. 90 AIG sowie BGE 130 II 482 E. 3.2; BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_211/2016 vom 23. Februar 2017 E. 3.3.2).”
“Die Familiengemeinschaft im Sinne der Ehegemeinschaft umfasst die gelebte eheliche Beziehung und einen gegenseitigen Ehewillen, der an den Bestand der Ehe glaubt und an ihr festhält (Amstutz, in: Caroni et al. [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar Ausländergesetz, Bern 2010, Art. 49 AuG N 29). Gestalten die Ehegatten ihr Leben nicht mehr gemeinsam und liegt ein unüberbrückbarer Bruch zwischen ihnen vor, so besteht die Ehegemeinschaft nicht fort (vgl. Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten, in: Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch Migrationsrecht 2012/2013, Bern 2013, S. 31, 50 f.). Praxisgemäss ermöglicht Art. 49 AIG bei krisenbedingten Trennungen nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Lebensgemeinschaft aufgrund einer objektiv erheblichen Konfliktsituation (BGer 2C_281/2011 vom 4. April 2011 E. 2.1.2, 2C_781/2010 vom 16. Februar 2011 E. 2.1.3; VGE VD.2020.116 vom 3. November 2020 E. 2.3). Ab einem rund einjährigen Getrenntleben ist das Erlöschen des Ehewillens zu vermuten, vor allem, wenn das gemeinsame Eheleben in der Folge nicht wieder aufgenommen worden ist. In einem solchen Fall muss substantiiert dargelegt werden, dass weiterhin ein Ehewille besteht (BGer 2C_845/2019 vom 19. Februar 2020 E. 4.2; VGE VD.2020.116 vom 3. November 2020 E. 2.3).”
Allein ein erhöhter Betreuungs- oder Pflegebedarf begründet nach der zitierten Rechtsprechung nicht automatisch einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG. Im entschiedenen Fall konnte aus den amtlichen Akten lediglich auf einen gesteigerten Unterstützungsbedarf der Tochter geschlossen werden; die Art und Intensität der behaupteten familiären Konflikte liessen sich aber nicht abschliessend feststellen. Deshalb war fraglich, ob eine Ausnahmesituation vorlag, welche ein Getrenntleben objektiv gerechtfertigt hätte.
“Die vom Beschwerdeführer geäusserten, aber nach wie vor nicht eingehender präzisierten familiären Konflikte würden zwar nachvollziehbar erscheinen, aber nicht derart gravierend, dass ein zeitlich unbeschränkter Unterbruch der Wohngemeinschaft in objektiver Hinsicht notwendig erscheine. Dem Argument, wonach aufgrund der gesundheitlichen Situation der Tochter eine Notwendigkeit zur Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft bestanden habe, könne – nach amtlicher Einsichtnahme in die Akten des IV-Verfahrens der Tochter – nicht ohne weiteres gefolgt werden. Es könne daraus höchstens abgeleitet werden, dass die Tochter, nicht zuletzt auch wegen gewisser kognitiver Einschränkungen, in ihrer Situation wohl in gesteigertem Masse auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen gewesen sei, was nicht bedeute, dass der gesundheitliche Zustand der Tochter per se ein Zusammenwohnen unmöglich gemacht hätte. Da sich aus den nachträglichen amtlichen Abklärungen die Art und Intensität der behaupteten familiären Konflikte jedoch (nach wie vor) nicht abschliessend habe ermitteln lassen und lediglich feststehe, dass seitens der Tochter ein gesteigerter Unterstützungsbedarf bestanden habe, sei fraglich, inwiefern eine Ausnahmesituation im Sinne von Art. 49 AIG vorgelegen habe, welche ein Getrenntleben objektiv gerechtfertigt habe.”
Schwere Pflegebedürftigkeit der hier lebenden Person bzw. das Bedürfnis, diese weiterhin zu betreuen und regelmässig zu besuchen, kann ein ausgeprägtes persönliches Interesse begründen, das einen nachträglichen Familiennachzug trotz fehlenden Zusammenwohnens rechtfertigen kann. Bei der Interessenabwägung sind in der zitierten Entscheidung Integrationsinteressen der hier lebenden Angehörigen sowie gewichtige öffentliche Interessen (z. B. Vermeidung von Gesundheitskosten, Schutz vor Verwahrlosung) berücksichtigt worden; eine pauschale Beschränkung der Einwanderung wurde im konkreten Fall nicht als vorrangiges Gegeninteresse angesehen.
“Selbst wenn er in Zukunft trotz der Pflege seiner Ehefrau bei einer weiteren somatischen Verschlechterung, z.B. einem erneuten Hirnschlag, stationär aufgenommen werden müsste, habe er ein hohes Interesse, dass er von ihr weiter betreut und regelmässig besucht werde. Die Hauptsachenprognose sei daher eindeutig positiv. Im Rahmen der Interessensabwägung für ein nachträgliches Nachzugsgesuch stelle die Begrenzung der Einwanderung kein legitimes Interesse dar und dürfe allein jenes an der Integration der Ehefrau berücksichtigt werden (Art. 58a AIG). Aufgrund der Beziehung zu ihrer hier lebenden Tochter sei sie vor Vereinsamung sowie Desintegration geschützt und mit den hiesigen Verhältnissen bestens vertraut. Es bestehe auch kein Fürsorgerisiko. Schliesslich sprächen gewichtige öffentliche Interesse der Vermeidung von Gesundheitskosten und seines Schutzes vor Verwahrlosung für den nachträglichen Familiennachzug. Sein privates Interesse daran sei «extrem hoch». Schliesslich bezieht er sich auf Art. 49 AIG und leitet daraus ab, wenn bereits berufliche Gründe einen wichtigen Grund für den nachträglichen Familiennachzug darstellten, so gelte dies in der vorliegenden Konstellation erst recht.”
Die Auflösung der Haushaltsgemeinschaft gilt im Regelfall als definitive Auflösung der Ehe- bzw. Familiengemeinschaft; der Zeitpunkt der Auflösung ist dabei grundsätzlich mit der Beendigung der gemeinsamen Haushaltsführung gleichzusetzen. Für die Annahme einer solchen Auflösung ist weder eine gerichtliche Trennung noch eine Scheidung erforderlich.
“1 Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der bislang gestützt auf das Recht auf Familiennachzug (Art. 42 oder Art. 43 AIG) erteilten Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 58a AIG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, nachehelicher Härtefall). Dieser Artikel kommt im Verhältnis zu Art. 49 AIG zur Anwendung, wenn mindestens faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft auszugehen ist. Diesfalls gilt die Ehegemeinschaft als definitiv gescheitert, dergestalt, dass "die Ehegatten ihr Leben unabhängig voneinander gestalten, sich geistig-seelisch voneinander gelöst haben und ein wirtschaftlicher und emotionaler Bruch eingetreten ist" (BGE 136 II 113 E. 2). Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft – vorbehältlich eines Getrenntlebens gestützt auf Art. 49 AIG – im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen. Freilich kann die Annahme einer trennungsbedingten Auflösung der Ehegemeinschaft nur gelten, wo das Zusammenwohnen überhaupt Bewilligungsvoraussetzung ist, was bei Familiengemeinschaften auf der Grundlage von Art. 42 Abs. 2 AIG oder im Geltungsbereich des FZA auf der Grundlage von Art. 3 Anhang I FZA nicht der Fall ist. Bei diesen stellt sich allenfalls die Frage der rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe, was gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG namentlich zum Erlöschen des Verlängerungsanspruchs gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG führt (Marc Spescha, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, N 1 zu Art. 58a AIG). Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Ehegemeinschaft des Beschwerdeführers mit seiner Ex-Frau drei Jahre gedauert hat oder ob sie vor Ablauf dieser Frist aufgelöst wurde. 5.2 Für die Anrechnung der dreijährigen Frist gemäss Art.”
“Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der bislang gestützt auf das Recht auf Familiennachzug (Art. 42 oder Art. 43 AIG) erteilten Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 58a AIG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, "nachehelicher Härtefall"). Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft - vorbehältlich eines hier nicht vorliegenden Getrenntlebens gestützt auf Art. 49 AIG - im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen. Freilich kann die Annahme einer trennungsbedingten Auflösung der Ehegemeinschaft nur gelten, wo das Zusammenwohnen überhaupt Bewilligungsvoraussetzung ist, was bei Familiengemeinschaften auf der Grundlage von Art. 42 Abs. 2 AIG oder im Geltungsbereich des FZA auf der Grundlage von Art. 3 Anhang I FZA nicht der Fall ist. Bei diesen stellt sich allenfalls die Frage der rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe, was gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG namentlich zum Erlöschen des Verlängerungsanspruchs gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG führt (Marc Spescha, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Rz 5 zu Art. 51 AIG; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 11. November 2020 [810 20 117] E. 5.5). Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Ehegemeinschaft der Beschwerdeführerin mit ihrem Ehemann drei Jahre gedauert hat oder ob sie vor Ablauf dieser Frist aufgelöst worden ist.”
“Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der bislang gestützt auf das Recht auf Familiennachzug (Art. 42 oder Art. 43 AIG) erteilten Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 58a AIG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, "nachehelicher Härtefall"). Dieser Artikel kommt im Verhältnis zu Art. 49 AIG zur Anwendung, wenn mindestens faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft auszugehen ist. Diesfalls gilt die Ehegemeinschaft als definitiv gescheitert, dergestalt, dass "die Ehegatten ihr Leben unabhängig voneinander gestalten, sich geistig-seelisch voneinander gelöst haben und ein wirtschaftlicher und emotionaler Bruch eingetreten ist" (BGE 136 II 113 E. 2). Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft - vorbehältlich eines Getrenntlebens gestützt auf Art. 49 AIG - im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen. Für die Annahme einer Auflösung der Familiengemeinschaft ist dabei weder eine eheschutzrichterliche oder gerichtliche Trennung noch eine Scheidung der Eheleute erforderlich. Freilich kann die Annahme einer trennungsbedingten Auflösung der Ehegemeinschaft nur gelten, wo das Zusammenwohnen überhaupt Bewilligungsvoraussetzung ist, was bei Familiengemeinschaften auf der Grundlage von Art. 42 Abs. 2 AIG oder im Geltungsbereich des FZA auf der Grundlage von Art.”
Bei Berufung auf Art. 49 AIG trifft die betroffene Person eine besondere Mitwirkungspflicht: Sie hat darzulegen und — soweit möglich — mittels geeigneter Belege nachzuweisen, dass die Familien- bzw. Ehegemeinschaft trotz getrennter Wohnorte fortbesteht. Als geeignete Anhaltspunkte gelten in der Praxis etwa gemeinsame Rechnungen, Stellungnahmen gemeinsamer Freunde, gemeinsame Ferien oder der Besuch einer Ehetherapie.
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AIG besteht ausnahmsweise dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG, vgl. E. 5.1). Solche wichtigen Gründe können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE). Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteile 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1; 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1; 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 143 II 425 E. 5.1; 130 II 482 E. 3.2; Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1).”
“43 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft als solche andauert (Art. 49 AIG). Der Artikel spricht von Familiengemeinschaft, dürfte sich im Regelfall aber auf die Ehegemeinschaft beziehen (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 49 AIG N 1). Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1). Die Voraussetzungen des wichtigen Grundes für getrennte Wohnorte und des Weiterbestehens der Familiengemeinschaft sind kumulativ (BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Wichtige Gründe müssen objektivierbar sein und eine gewisse Erheblichkeit aufweisen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_207/2011 vom 5. September 2011 E. 4.1). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.; BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_211/2016 vom 23. Februar 2017 E. 3.3.2). Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGer 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1, mit Hinweisen).”
“Nach bundesgerichtlicher Praxis trifft die betroffene Person bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht, da es oftmals um Umstände geht, die sie besser kennt als die kantonalen Behörden. Es darf insbesondere erwartet werden, dass wer sich auf Art. 49 AIG beruft, dartut und soweit möglich anhand geeigneter Belege nachweist, dass die Ehegemeinschaft fortbesteht (BGer 2C_351/2020 vom 13. Juli 2020 E. 4.1, 2C_50/2010 vom 17. Juni 2010 E. 2.2, je mit Hinweisen). Dieser Nachweis kann namentlich durch gemeinsame Rechnungen, Stellungnahmen gemeinsamer Freunde, gemeinsame Ferien oder den Besuch einer Ehetherapie erbracht werden (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 49 AIG N 3).”
Für die Feststellung der Auflösung der Ehe- bzw. Familiengemeinschaft im Sinne von Art. 49 AIG ist in der Regel die Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft bzw. das Ende des Zusammenwohnens massgeblich; das Datum der gerichtlichen Scheidung ist hierfür nicht entscheidend.
“Der nacheheliche Aufenthaltsanspruch ist im Freizügigkeitsabkommen nicht geregelt, weshalb ein solcher sich aufgrund des Diskriminierungsverbots von Art. 2 FZA und im Sinne einer günstigeren ausländerrechtlichen Regelung gemäss Art. 2 Abs. 2 AIG grundsätzlich nach den Bestimmungen richtet, die für Familienangehörige von Schweizerinnen und Schweizern gelten. Zu prüfen ist deshalb, ob der Beschwerdeführer landesrechtlich einen nachehelichen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat. 5.1 Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der bislang gestützt auf das Recht auf Familiennachzug (Art. 42 oder Art. 43 AIG) erteilten Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration vorliegt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG i.V.m. Art. 58a AIG) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, nachehelicher Härtefall). Dieser Artikel kommt im Verhältnis zu Art. 49 AIG zur Anwendung, wenn mindestens faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft auszugehen ist. Diesfalls gilt die Ehegemeinschaft als definitiv gescheitert, dergestalt, dass "die Ehegatten ihr Leben unabhängig voneinander gestalten, sich geistig-seelisch voneinander gelöst haben und ein wirtschaftlicher und emotionaler Bruch eingetreten ist" (BGE 136 II 113 E. 2). Gemäss Bundesgericht ist der Zeitpunkt der Auflösung der Ehegemeinschaft – vorbehältlich eines Getrenntlebens gestützt auf Art. 49 AIG – im Regelfall mit der Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft gleichzusetzen. Freilich kann die Annahme einer trennungsbedingten Auflösung der Ehegemeinschaft nur gelten, wo das Zusammenwohnen überhaupt Bewilligungsvoraussetzung ist, was bei Familiengemeinschaften auf der Grundlage von Art. 42 Abs. 2 AIG oder im Geltungsbereich des FZA auf der Grundlage von Art. 3 Anhang I FZA nicht der Fall ist. Bei diesen stellt sich allenfalls die Frage der rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe, was gemäss Art.”
“1 LEI), ce qui est le cas pour les ressortissants du Kosovo. Selon l'art. 42 a. 1 LEI, le conjoint d'un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui. Selon l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 et 43 LEI subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et que l'intégration est réussie. Il s'agit de deux conditions cumulatives (ATF 140 II 289 consid. 3.5.3 ; 136 II 113 consid. 3.3.3). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 décembre 2018, ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 ; 136 II 113 consid. 3.2). C'est donc la date de la fin de la communauté conjugale qui est déterminante pour calculer si la relation a duré trois ans, et non le cas échéant le moment où le divorce est prononcé (Cesla AMARELLE/Nathalie CHRISTEN, in Minh SON NGUYEN/ Cesla AMARELLE [éd.], Code annoté du droit de la migration, vol. II : LEI, 2017, ad art. 50 n. 10). La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. Il n'est pas nécessaire que la vie commune des époux en Suisse ait eu lieu d'une seule traite (ATF 140 II 345 consid. 4.1 et références citées). La limite légale de trois ans présente un caractère absolu et s'applique même s'il ne reste que quelques jours pour atteindre la durée de trente-six mois exigée par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3 p. 347 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_735/2010 du 1er février 2011 consid.”
Krisenbedingte, vorübergehende Trennungen können als "wichtige Gründe" im Sinne von Art. 49 AIG anerkannt werden. Die Rechtsprechung wendet diese Ausnahme jedoch restriktiv an: in der Regel kommen nur kurze Unterbrüche von einigen Monaten (annähernd bis zu drei Monaten) in Betracht und es ist eine objektivierbare Erheblichkeit der Konfliktsituation nachzuweisen. Fehlen belegte Versöhnungsbemühungen bzw. liegen längere, nicht gerechtfertigte Trennungszeiträume vor, steht dies der Annahme eines wichtigen Grundes entgegen. Unter bestimmten Umständen können auch unabwendbare Ereignisse (z. B. durch Reisebeschränkungen verursachte kurzfristige Abwesenheiten) als vorübergehender wichtiger Grund gelten.
“E. 3.2) bzw. die Führung eines Ehelebens in der Schweiz weiterhin ernsthaft beabsichtigt ist (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5.1). Aus den Akten wird deutlich, dass das Paar vor dem Weggang des Ehemannes erhebliche eheliche Probleme hatte. Dies rechtfertigt indes den langen Unterbruch nicht. In Frage stehen nach Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE Trennungen in «Krisensituationen», die nicht so gravierend sind, dass eine Rückkehr in den gemeinsamen Haushalt ausgeschlossen erscheint, und die «kurzfristig» sind (BGE 138 II 229 E. 2), d.h. nicht länger als drei oder einige Monate dauern, wenn es an belegten Versöhnungsversuchen fehlt (BGer 2C_95/2020 vom”
“49 AIG nur restriktiv, erlaubt namentlich bei krisenbedingtem Getrenntleben in der Regel nur kurze Unterbrüche des Zusammenlebens von einigen Monaten und verlangt eine objektivierbare Erheblichkeit der Konfliktsituation (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 43 AIG N 1, mit Hinweisen). Eine vorübergehende kurzfristige Ehekrise kann einen wichtigen Grund für eine Trennung darstellen. Das krisenbedingte Getrenntleben darf jedoch nur wenige Monate dauern, ansonsten der Anspruch auf eine Aufenthaltsberechtigung erlischt (betr. Art. 42 AuG: BGer 2C_712/2014 vom 12. Juni 2015 E. 2.3, mit Hinweis). Das System des Ausländerrechts ist nicht darauf angelegt, dass ausländische Eheleute längere Zeit voneinander getrennt in der Schweiz leben können, um sich über ihre Beziehung klar zu werden (BGer 2C_891/2012 vom 7. Juni 2013 E. 2.3). Der freiwillige Entscheid für ein «living apart together» stellt für sich allein genommen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_545/2017 vom 8. Juni 2018 E. 4.3.1, 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1, 2C_207/2011 vom 5. September 2011 E. 4.2).”
“Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE). Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE erlaubt aus bestimmten Gründen eine räumliche Trennung der Ehegatten nur, wenn die Ehegemeinschaft trotz dieser Trennung weiter besteht (BGer 2C_827/2017 vom 17. April 2018 E. 3.5). Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe für das Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG nur restriktiv, erlaubt namentlich bei krisenbedingtem Getrenntleben in der Regel nur kurze Unterbrüche des Zusammenlebens von einigen Monaten und verlangt eine objektivierbare Erheblichkeit der Konfliktsituation (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 43 AIG N 1, mit Hinweisen). Eine vorübergehende kurzfristige Ehekrise kann einen wichtigen Grund für eine Trennung darstellen. Das krisenbedingte Getrenntleben darf jedoch nur wenige Monate dauern, ansonsten der Anspruch auf eine Aufenthaltsberechtigung erlischt (betr. Art. 42 AuG: BGer 2C_712/2014 vom 12. Juni 2015 E. 2.3, mit Hinweis). Das System des Ausländerrechts ist nicht darauf angelegt, dass ausländische Eheleute längere Zeit voneinander getrennt in der Schweiz leben können, um sich über ihre Beziehung klar zu werden (BGer 2C_891/2012 vom 7. Juni 2013 E. 2.3). Der freiwillige Entscheid für ein «living apart together» stellt für sich allein genommen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art.”
“Der Beschwerdeführer bringt vor, sein Rückflug sei indessen aufgrund der Corona-Pandemie gestrichen worden und er habe keine Möglichkeit mehr gehabt, in die Schweiz zurückzukehren. Es besteht kein Anlass, an der Richtigkeit seiner Darstellungen zu zweifeln. So ist gerichtsnotorisch, dass im Frühjahr 2020 aufgrund der Covid-19-Epiedemie Reiseeinschränkungen beschlossen und zahlreiche Flugverbindungen gestrichen wurden. Es ist somit anzunehmen, dass der Beschwerdeführer ursprünglich nur einen kurzen Aufenthalt in seiner Heimat geplant hatte. Aufgrund der kurzen Dauer hätte dieser Heimatbesuch - bei fortbestehender ehelicher Gemeinschaft - grundsätzlich als vorübergehende Trennung aus wichtigen Gründen gemäss Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE qualifiziert werden können. Sodann ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer die Rückreise aufgrund von Flugverkehrseinschränkungen und somit von Umständen, auf die er keinen Einfluss hatte, nicht wie geplant antreten konnte. Mit Blick auf die konkreten Umstände erscheint eine Anwendung von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE im vorliegenden Fall nicht von vornherein ausgeschlossen.”
Wenn die eheliche Gemeinschaft bereits vor der Ausreise weggefallen ist, fehlt der für einen Anspruch nach Art. 50 AIG erforderliche Anknüpfungspunkt. Nach der zitierten Praxis kann Art. 61 Abs. 2 AIG eine zuvor gestützt auf Art. 50 erteilte oder verlängerte Bewilligung zum Erlöschen bringen, soweit die seinerzeit anspruchsbegründende Ehegemeinschaft während des Auslandaufenthalts oder schon vor der Ausreise nicht mehr bestand.
“Die Vorinstanz prüfte das Vorliegen der Voraussetzungen für einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG und gelangte zum Schluss, der Beschwerdeführer erfülle die Integrationskriterien von Art. 58a Abs. 1 lit. a und d AIG nicht. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers und der Vorinstanz ist Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG in der vorliegenden Konstellation nicht anwendbar: Wie das Bundesgericht in einem ähnlich gelagerten Fall (BGr, 26. Mai 2014, 2C_483/2014, E. 2.3) entschieden hat, lässt Art. 61 Abs. 2 AIG auch eine zuvor gestützt auf Art. 50 AIG verlängerte Aufenthaltsbewilligung erlöschen. Denn mit Art. 61 Abs. 2 AIG habe der Gesetzgeber einen – in jeder Hinsicht – absoluten Erlöschensgrund geschaffen. Voraussetzung für einen Bewilligungsanspruch bei Wiedereinreise wäre, dass in jenem Moment ein Anknüpfungspunkt zur früheren Bewilligung besteht; namentlich könnten Art. 42 und 43 AIG dann angerufen werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen (insbesondere Zusammenleben bzw. wichtige Gründe für Getrenntleben [Art. 49 AIG]) erfüllt schienen. An einem Anknüpfungspunkt fehle es hingegen, wenn während des die Bewilligung zum Erlöschen bringenden Auslandaufenthalts die seinerzeit anspruchsbegründende Ehegemeinschaft dahingefallen sei bzw. diese, wie in dem zu beurteilenden Fall, gar schon zum Zeitpunkt der Ausreise nicht mehr Bestand hatte. Eine Berufung auf Art. 50 AIG scheitere in einem solchen Fall am mit dieser Norm verbundenen Erfordernis der Akzessorietät ("weiter" bestehen). Ansonsten hätte der Ausländer selbst noch nach langjähriger Auslandabwesenheit einen quasi unbefristet fortbestehenden Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Diesen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen (vgl. auch VGr, 20. März 2019, VB.2019.00123, E. 4.2). Nachdem die Ehe A-C schon vor der Ausreise des Beschwerdeführers aus der Schweiz gescheitert ist, scheidet die Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG von vornherein aus und kommt dem Beschwerdeführer somit kein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu.”
Die im Ausland verbrachte Zeit wird grundsätzlich nicht auf die Dreijahresfrist angerechnet. Mehrere aufeinanderfolgende eheliche Gemeinschaften von kürzerer Dauer sind nicht zusammenzurechnen, auch wenn dieselben Ehepartner betroffen sind.
“Die im Ausland verbrachte Zeit ist grundsätzlich unabhängig vom Vorliegen wichtiger Gründe für eine vorübergehende Trennung im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) und dem Fortbestand der ehelichen Gemeinschaft nicht an die Dreijahresfrist anzurechnen, da in dieser Zeit auch keine Integrationsleistungen in der Schweiz stattgefunden haben (VGr, 3. Februar 2021, VB.2020.00650, E. 3). Ebenso wenig sind mehrere aufeinanderfolgende Ehegemeinschaften von kürzerer Dauer zusammenzurechnen, selbst wenn sie dieselben Ehepartner betreffen (vgl. zum Ganzen Geiser/Blocher/Busslinger, Ausländerrecht, Rz.”
Nach der Rechtsprechung ist eine nur kurzzeitige, krisenbedingte räumliche Trennung ("einige Monate") mit dem Fortbestand der Familiengemeinschaft vereinbar; bei etwa einjährigem Getrenntleben wird dagegen grundsätzlich die Vermutung des Erlöschens des Ehewillens aufgestellt. In einem solchen Fall muss substantiiert dargetan werden, dass die Familiengemeinschaft weiterhin besteht; dafür trifft die Ehegatten eine besondere Mitwirkungspflicht.
“De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence de la communauté conjugale en dépit des domiciles séparés. La séparation due à une crise conjugale ne doit toutefois pas durer plus de quelques mois (cf. ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 ; arrêts du TF 2C_95/2020 du 24 avril 2020 consid. 4.1 et 2C_712/2014 du 12 juin 2015 consid. 2.3). 11.2 En l'occurrence, la recourante et feu son époux ne faisaient plus ménage commun depuis le mois de juillet 2012, selon les mesures protectrices de l'union conjugale prononcées par le Président du Tribunal d'arrondissement de Lausanne (cf. supra, FAITS, lettre C). En raison de la durée de cette séparation, qui atteignait plus de huit ans au moment de la décision querellée (respectivement neuf ans au moment du décès de Y._______) et laissait donc présumer l'inexistence de la communauté familiale depuis cette date (cf. supra, consid. 11.1 in fine), il convient d'admettre que les intéressés étaient définitivement séparés et que leur union conjugale était rompue, en l'absence de motif relevant de l'art. 49 LEI (cf. notamment arrêt du TF 2C_117/2014 du 27 juin 2014 consid. 3.2 et arrêt du TAF F-494/2021 du 4 avril 2023 consid. 5.2). 11.3 Dès lors, il convient d'examiner si la recourante peut se prévaloir d'un droit à la poursuite de son séjour en Suisse en vertu de l'art. 50 LEI. 12.12.1 Aux termes de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et si les critères d'intégration définis à l'art. 58a LEI sont remplis. Les deux conditions posées par l'art. 50 al. 1 let. a LEI sont cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4 et 136 II 113 consid. 3.3.3). Pour déterminer la durée de l'union conjugale («Ehegemeinschaft»), il y a lieu de se référer essentiellement à la période durant laquelle le couple a fait ménage commun en Suisse (cf., notamment, ATF 138 II 229 consid. 2 et 136 II 113 consid. 3.3.5), à savoir à la durée extérieurement perceptible du domicile matrimonial commun (cf.”
“Jedenfalls müssen wichtige Gründe für getrennte Wohnorte und das Weiterbestehen der Familiengemeinschaft als kumulative Voraussetzungen für einen fortdauernden Anspruch gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG bestehen (VGE VD.2021.43 vom 28. Dezember 2021 E. 2.4.1, m.H. auf BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist ab einem rund einjährigen Getrenntleben das Erlöschen des Ehewillens zu vermuten, vor allem, wenn das gemeinsame Eheleben in der Folge nicht wieder aufgenommen worden ist. In einem solchen Fall muss substantiiert dargelegt werden, dass weiterhin ein Ehewillen besteht (VGE VD.2020.116 vom 3. November 2020 E. 2.3, m.H. auf BGer 2C_845/2019 vom 19. Februar 2020 E. 4.2, m.H. auf BGer 2C_575/2009 vom 1. Juni 2010 E. 3.5 und 2C_40/2012 vom 15. Oktober 2012 E. 4). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (VGE VD.2021.43 vom 28. Dezember 2021 E. 2.4.1, m.H. auf Art. 90 AIG sowie BGE 130 II 482 E. 3.2; BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_211/2016 vom 23. Februar 2017 E. 3.3.2).”
“Die Ehegatten hätten sich freiwillig getrennt, um einer Eskalation des ehelichen Konflikts vorzubeugen (vgl. E. 2.1 hiervor). Er macht jedoch nicht ansatzweise geltend, dass die ehelichen Probleme dank der räumlichen Trennung in der Folge hätten angegangen werden können. Er macht nicht einmal geltend, geschweige denn belegt er, nach seinem Auszug weiterhin Kontakt mit seiner Ehefrau gepflegt zu haben. Aufgrund seiner umfassenden Mitwirkungspflicht wäre es am Rekurrenten gelegen, den Nachweis für eine weiterhin gelebte Ehegemeinschaft beizubringen, wobei rein freundschaftliche Kontakte, auch zwei oder drei Mal wöchentlich nicht ausreichen (vgl. BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.4, 2C_575/2009 vom 1. Juni 2010 E. 3.6 f.). Aufgrund der mangelnden Bemühungen des Rekurrenten nur schon ansatzweise eine weiterhin bestehende Ehegemeinschaft trotz räumlicher Trennung zu substantiieren und zu belegen, ist aus den Akten zu schliessen, dass nach seinem Auszug aus der ehelichen Wohnung kein bloss vorübergehendes, krisenbedingtes Getrenntleben bestand, welches den Voraussetzungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE standhalten würde (vgl. dazu E. 2.4.2 hiervor). Die Ehefrau gab in ihrer Eingabe vom 16. Oktober 2019 im Rahmen der Befragung zur ehelichen Situation an, dass sich die Ehegatten «ca. [im] März 2019» getrennt hätten, weil sie sich «nicht verstanden» hätten. Man sehe sich seither «eigentlich nicht[,] nur wenns nötig ist». Eine Zukunft mit dem Ehemann sehe sie «gar nicht». Auch wenn sie aus Gründen, die sie nicht benennen konnte, noch keine Scheidung anstrebe, denke sie nicht an eine Wiederaufnahme der ehelichen Beziehung (act. 6/2 S. 7 von 86). Auch der Rekurrent hat mit Eingabe vom 4. November 2019 gegenüber dem Bereich BdM bestätigt, die Ehegatten hätten «Kontakt nur wenns nötig [sei]», was allerdings einmal pro Woche persönlich oder telefonisch der Fall sei. Konkretisiert wird dabei von keinem Ehegatten, worin die «Notwendigkeit» dieser wöchentlichen Kontakte liegt. Der Rekurrent gibt zwar auch an, dass er sich um die Ehe bemühen möchte (act. 6/2 S. 9 von 86). Ob diese Bemühungen stattgefunden haben und wie sie ausgesehen hätten, ist aus den Akten jedoch nicht ersichtlich und wird mit vorliegendem Rekurs auch nicht weiter ausgeführt.”
Gelangt die Behörde zum Ergebnis, dass die familiäre Gemeinschaft trotz räumlicher Trennung fortbesteht und für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe vorliegen, kann der Anspruch auf Aufenthalt trotz Getrenntlebens weiterbestehen. Zeiten des Getrenntlebens werden nur dann angerechnet, wenn die Trennung aus wichtigen Gründen erfolgt, die Familiengemeinschaft weiterhin besteht und der Unterbruch nur von kurzer Dauer ist. Wird dagegen ein Weiterbestehen der Familiengemeinschaft nur formell behauptet, ohne dass tatsächliche partnerschaftliche/ familiäre Beziehungen bestehen, kann dies als missbräuchliche Geltendmachung der Schutzvorschrift gewertet werden.
“Le recourant conteste la décision de l'OCPM, en se prévalant du fait que son mariage avait duré plus de trois ans. 6. La LEI et ses ordonnances d'exécution, en particulier l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA - RS 142.201), règlent l'entrée, le séjour et la sortie des étrangers dont le statut juridique n'est pas réglé par d'autres dispositions du droit fédéral ou par des traités internationaux conclus par la Suisse (art. 1 et 2 LEI). 7. Selon l'art. 42 al. 1 LEI, le conjoint d’un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui. 8. L’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (art. 49 LEI). 9. Aux termes de l'art. 50 al. 1 LEI, après la dissolution de la famille, le droit du conjoint et des enfants à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 et 43 subsiste si l’union conjugale a duré au moins trois ans et si les critères d’intégration définis à l’art. 58a sont remplis (let. a), ces conditions étant cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4 ; 136 II 113 consid. 3.3.3 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_522/2021 du 30 septembre 2021 consid. 4.1) ou si la poursuite du séjour en Suisse s’impose pour des raisons personnelles majeures (let. b), lesquelles sont notamment données, selon l'art. 50 al. 2 LEI, lorsque le conjoint est victime de violence conjugale, que le mariage a été conclu en violation de la libre volonté d’un des époux ou que la réintégration sociale dans le pays de provenance semble fortement compromise (voir aussi l'art. 77 OASA, qui reprend la teneur de l'art. 50 al. 2 LEI). De jurisprudence constante, le calcul de la période minimale de trois ans commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid.”
“Danach hätten sie sich nur getroffen, um über die Scheidungsbedingungen zu sprechen. Demgegenüber teilte er dem Migrationsamt am 16. November 2021 alsdann mit, dass das vorangegangene Schreiben mit sehr viel Wut und im Affekt erfolgt sei. Sie hätten zwischen April 2021 und Juli 2021 und auch danach regelmässig Kontakt gehabt, wie auch zurzeit. Die Zeit nach ihrer Rückkehr aus der Türkei bis zu seinem definitiven Auszug Ende Juni sei sehr intensiv gewesen. Es sei unklar, ob er sich überhaupt scheiden lassen wolle, sein Ehewille sei zu einem gewissen Grad wieder vorhanden. Es ist in Würdigung der gesamten Beweislage davon auszugehen, dass der Ehemann seit dem 16. Mai 2021 in der Wohnung seiner Eltern gelebt hat und die Beschwerdeführerin danach nur in der ehelichen Wohnung besucht hat. Zeiten des Getrenntlebens können nur dann an die Dreijahresfrist angerechnet werden, wenn für die getrennten Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden können, die Ehegemeinschaft weiterbesteht und der Unterbruch der Wohngemeinschaft nur kurz dauert (vgl. E. 2.2; Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE). Auch wenn es Gründe für die räumliche Trennung gegeben hatte, etwa weil der Ehemann die Wohnung seiner Eltern aufgrund deren Übersiedlung in die Türkei übernehmen wollte, haben die Ehegatten das eheliche Zusammenleben auch in den folgenden Monaten, als sie sich als Paar wieder angenähert haben wollen, nicht wiederaufgenommen. Es kann deshalb nicht von einer vorübergehenden räumlichen Trennung die Rede sein. 3.4 Die Frage, ob die Ehegemeinschaft drei Jahre gedauert hat, kann aber letztlich offengelassen werden, weil vorliegend entgegen der Feststellung der Vorinstanz wichtige Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG einen weiteren Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Schweiz erlauben. […] […] Die Beschwerde ist damit gutzuheissen und der Rekursentscheid vom 2. Juni 2022 ist aufzuheben. Der Beschwerdegegner ist anzuweisen, der Beschwerdeführerin eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. 4. 4.1 Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdegegner aufzuerlegen und es steht der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zu (§ 13 Abs.”
“3 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_1111/2015 du 9 mai 2016 consid. 4.1 ; ATA/1211/2017 du 22 août 2017 consid. 7b). Elle se calcule en fonction de la durée pendant laquelle les époux ont fait ménage commun en Suisse (ATF 136 II 113 consid. 3.3.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_1111/2015 précité consid. 4.1), soit depuis la date du mariage, à condition que la cohabitation ait lieu en Suisse, jusqu'à ce que les époux cessent d'habiter sous le même toit ; la cohabitation des intéressés avant leur mariage ne peut être prise en compte dans la durée de l'union conjugale (arrêts du Tribunal fédéral 2C_594/2010 du 24 novembre 2010 consid. 3.1 ; 2C_195/2010 du 23 juin 2010 consid. 5.1 ; ATA/1211/2017 précité consid. 7b). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, dans sa teneur en vigueur jusqu’au 31 décembre 2018, ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 ; 136 II 113 consid. 3.2). C'est donc la date de la fin de la communauté conjugale qui est déterminante pour calculer si la relation a duré trois ans, et non – le cas échéant – le moment où le divorce est prononcé (Cesla AMARELLE/Nathalie CHRISTEN, in Code annoté du droit de la migration, vol. II : LEI, 2017, ad art. 50 n. 10). La condition des trois ans au moins d'union conjugale et celle de la réussite de l’intégration sont cumulatives (ATF 140 II 289 consid. 3.8 ; arrêt du Tribunal fédéral 2D_48/2019 du 10 janvier 2020 consid. 7.1 ; ATA/203/2018 du 6 mars 2018 consid. 4a). 8) a. Les droits au regroupement familial prévus à l'art. 50 LEI s'éteignent lorsqu'ils sont invoqués abusivement, notamment pour éluder les dispositions de la loi sur les étrangers ou ses dispositions d'exécution (art. 51 al. 2 let. a LEI). Il y a abus de droit lorsqu’une institution juridique est utilisée pour réaliser des intérêts contraires à son but et que cette institution juridique ne veut pas protéger (ATF 121 I 367 ss ; 110 Ib 332 ss).”
In der zitierten Entscheidung wurde festgestellt, dass die Familiengemeinschaft nach einer kurzen Ehe und nach Aufnahme des Getrenntlebens nicht in Anwendung von Art. 49 AIG fortbestand. Deshalb konnte der Beschwerdeführer den Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht geltend machen.
“Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, dauerte die Ehegemeinschaft der Ehegatten seit der Einreise des Rekurrenten am 27. Juni 2020 in die Schweiz und der Aufnahme des Getrenntlebens am 2. November 2020 keine drei Jahre. Nach dem Gesagten dauerte die Familiengemeinschaft nach der Aufnahme des Getrenntlebens auch nicht in Anwendung von Art. 49 AIG fort. Der Rekurrent kann sich deshalb zur Begründung eines Aufenthaltsanspruchs nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG stützen. Er macht einen solchen Anspruch mit seinem Rekurs denn auch zu Recht nicht mehr geltend.”
Ein laufendes Visumsgesuch des Ehegatten begründet nach der Rechtsprechung nicht von sich aus einen wichtigen Grund im Sinn von Art. 49 AIG und ändert an der Erforderlichkeit des Zusammenwohnens nichts.
“Zusammenfassend sind die Voraussetzungen von Art. 44 Abs. 1 AIG nicht vollständig erfüllt. Die von der Beschwerdeführerin 1 gemietete Dreizimmerwohnung ist für sich allein nicht bedarfsgerecht im Sinn von Art. 44 Abs. 1 Bst. b AIG. Die fünf Beschwerdeführenden wohnten während ihres Aufenthalts in der Schweiz von März 2020 bis Januar 2021 denn auch nicht zusammen (Art. 44 Abs. 1 Bst. a AIG), sondern bewohnten zwei separate Wohnungen. Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 49 AIG sind nicht gegeben. Zu keiner anderen Beurteilung führt die Tatsache, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin 1 und Vater der vier gemeinsamen Kinder in der Zwischenzeit einen Visumsantrag zwecks Einreise und Wiederzulassung in der Schweiz gestellt hat (vorne Bst. C); soweit aktenkundig wurde hierüber noch nicht entschieden. Am Erfordernis des Zusammenwohnens in einer bedarfsgerechten Wohnung ändert dieses Gesuch aber ohnehin nichts. Da die Voraussetzungen von Art. 44 Abs. 1 AIG kumulativ erfüllt sein müssen, erübrigt sich mit der Vorinstanz die Prüfung der finanziellen Situation der Beschwerdeführenden (vgl. Art. 44 Abs. 1 Bst. c AIG; vgl. Beschwerde S. 7). Der vorinstanzliche Entscheid erweist sich auch im Licht von Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV sowie der KRK als rechtmässig (Beschwerde S. 7 ff.; vgl. vorne E. 3.2). Das ABEV hat mit der Verweigerung des Familiennachzugs weder sein Ermessen unterschritten (Beschwerde S. 9), noch haben die Vorinstanzen überspitzt formalistisch bzw.”
Art. 49 AIG wird restriktiv ausgelegt. Eine Ausnahme vom Zusammenwohnen kommt nur in Frage, wenn objektivierbare, gewichtige Gründe vorliegen (insbesondere berufliche Verpflichtungen oder vorübergehende Trennungen wegen erheblicher familiärer Probleme). Praxisgemäss sind damit nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn‑ und Lebensgemeinschaft gemeint (typischerweise einige Monate); bei längerer Trennung (regelmässig ab etwa sechs bis zwölf Monaten) ist in der Regel von einer definitiven Auflösung der Ehe‑/Familiengemeinschaft auszugehen.
“E. 3.2) bzw. die Führung eines Ehelebens in der Schweiz weiterhin ernsthaft beabsichtigt ist (vgl. BGE 140 II 289 E. 3.5.1). Aus den Akten wird deutlich, dass das Paar vor dem Weggang des Ehemannes erhebliche eheliche Probleme hatte. Dies rechtfertigt indes den langen Unterbruch nicht. In Frage stehen nach Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE Trennungen in «Krisensituationen», die nicht so gravierend sind, dass eine Rückkehr in den gemeinsamen Haushalt ausgeschlossen erscheint, und die «kurzfristig» sind (BGE 138 II 229 E. 2), d.h. nicht länger als drei oder einige Monate dauern, wenn es an belegten Versöhnungsversuchen fehlt (BGer 2C_95/2020 vom”
“Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht so lange, als die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist. Dabei ist hauptsächlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2), sofern keine wichtigen Gründe für eine vorübergehende Trennung im Sinn von Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE) vorliegen, namentlich eine Trennung aufgrund beruflicher Verpflichtungen oder erheblicher familiärer Probleme. Praxisgemäss ermöglichen die genannten Bestimmungen in Krisensituationen aber nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9. Dezember 2013, VB.2013.00385, E. 2.2.2; vgl. auch BGE 136 II 113 E. 3.2 zur Massgeblichkeit einer "retrospektiven Berechnung" der Dauer der ehelichen Gemeinschaft).”
“Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfür wichtige Gründe geltend gemacht werden können, so, wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiäre Probleme eine vorübergehende Trennung erfordern (Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]). Führen die geltend gemachten Trennungsgründe zu einer dauerhaften Trennung, liegt hingegen unabhängig vom Willen der Ehegatten und den geltend gemachten Gründen kein wichtiger Grund für getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE vor. Praxisgemäss ermöglicht Art. 49 AIG in Krisensituationen nur kurze, vorübergehende Unterbrüche der Wohn- und Lebensgemeinschaft (BGr, 16. Februar 2011, 2C_781/2010, E. 2.1.3). Die Anforderungen an den Nachweis des Fortbestands des Ehewillens und der ehelichen Gemeinschaft sind bei längerfristigem Getrenntleben der Ehegatten besonders streng, da die Ausnahmebestimmungen von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE nicht den Sinn haben, den Ehepartnern von Schweizer Bürgern das Aufenthaltsrecht zu sichern, bis feststeht, dass die Ehe endgültig gescheitert ist. Bei einer Trennung von mehr als sechs bis zwölf Monaten ist in der Regel unabhängig von den geltend gemachten Gründen von einer definitiven Trennung und Auflösung der bewilligungsrelevanten Ehegemeinschaft auszugehen und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten (vgl. BGr, 18. Juli 2013, 2C_596/2013, E. 3.1; VGr, 27. Januar 2016, VB.2015.00769, E. 2.1; VGr, 9. Dezember 2013, VB.2013.00385, E. 2.2.2; vgl. auch BGE 136 II 113 E. 3.2 zur Massgeblichkeit einer "retrospektiven Berechnung" der Dauer der ehelichen Gemeinschaft). 2.2 Es ist unbestritten, dass die eheliche Gemeinschaft nicht mehr gelebt wird. Der Beschwerdeführer macht indes geltend, der Ehewille sei noch nicht erloschen. Die Anschuldigungen der Ehefrau, die zum Strafbefehl vom 5. März 2021 und zu den Gewaltschutzmassnahmen geführt hätten, seien unwahr.”
“49 AIG nur restriktiv, erlaubt namentlich bei krisenbedingtem Getrenntleben in der Regel nur kurze Unterbrüche des Zusammenlebens von einigen Monaten und verlangt eine objektivierbare Erheblichkeit der Konfliktsituation (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 43 AIG N 1, mit Hinweisen). Eine vorübergehende kurzfristige Ehekrise kann einen wichtigen Grund für eine Trennung darstellen. Das krisenbedingte Getrenntleben darf jedoch nur wenige Monate dauern, ansonsten der Anspruch auf eine Aufenthaltsberechtigung erlischt (betr. Art. 42 AuG: BGer 2C_712/2014 vom 12. Juni 2015 E. 2.3, mit Hinweis). Das System des Ausländerrechts ist nicht darauf angelegt, dass ausländische Eheleute längere Zeit voneinander getrennt in der Schweiz leben können, um sich über ihre Beziehung klar zu werden (BGer 2C_891/2012 vom 7. Juni 2013 E. 2.3). Der freiwillige Entscheid für ein «living apart together» stellt für sich allein genommen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_545/2017 vom 8. Juni 2018 E. 4.3.1, 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1, 2C_207/2011 vom 5. September 2011 E. 4.2).”
“49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 können wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass die Gründe für das Getrenntleben objektivierbar sind und ein gewisses Gewicht aufweisen (Spescha, a.a.O., N 2 zu Art. 49; Urteil des Bundesgerichts 2C_596/2013 vom 18. Juli 2013 E. 3.1). Mit anderen Worten beschränkt der Ausnahmecharakter von Art. 49 AIG dessen Anwendbarkeit auf ʺbesondere Konstellationen bei der Trennung von Eheleutenʺ (Urteil des Bundesgerichts 2C_635/2009 vom 26. März 2010 E. 4.4). Gemäss Bundesgericht ist die Anwendbarkeit von Art. 49 AIG insbesondere auch im Falle einer krisenbedingten Trennung stark eingeschränkt. Regelmässige eheliche Kontakte und namentlich auch der Besuch einer Ehetherapie während eines krisenbedingten Getrenntlebens sind als Rechtfertigungsgründe des Getrenntlebens für eine Übergangszeit von sechs bis zwölf Monaten gelten zu lassen. Sofern dagegen keine Ehetherapiebesuche oder anderweitige Versöhnungsbemühungen nachgewiesen werden, kann ein krisenbedingtes Getrenntwohnen von über sechs Monaten im Regelfall nicht mehr unter Art. 49 AIG subsumiert beziehungsweise als Auflösung der Ehegemeinschaft interpretiert werden, deren Folgen nach Art. 50 AIG zu beurteilen sind (Spescha, a.a.O., N 4 zu Art. 49).”
Haft begründet nicht automatisch das Fortbestehen des Zusammenwohnens nach Art. 49 AIG. Entscheidend ist eine einzelfallbezogene Prüfung, ob während der Haft tatsächlich ein gemeinsamer Haushalt bestand oder vielmehr entgegenstehende Umstände vorlagen, die das Zusammenwohnen beendet oder getrennte Wohnorte aus wichtigen Gründen rechtfertigen.
“La limite légale de trois ans présente un caractère absolu et s'applique même s'il ne reste que quelques jours pour atteindre la durée de trente-six mois exigée par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3 p. 347 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_735/2010 du 1er février 2011 consid. 4.1 et 2C_711/2009 du 30 avril 2010 consid. 2.3.1 ; ATA/463/2013 du 30 juillet 2013). Il n'est pas nécessaire d'examiner la condition de la réussite de l'intégration lorsque l'union conjugale a duré moins de trois ans, les deux conditions étant cumulatives (arrêts du Tribunal fédéral 2C_352/2014 du 18 mars 2015 consid. 4 ; 2C_220/2014 du 4 juillet 2014 consid. 2.2 ; 2C_429/2013 du 12 juillet 2013 consid. 4.3 ; 2C_789/2010 du 31 janvier 2011 consid. 4.1 ; 2C_594/2010 du 24 novembre 2010 consid. 3.1 ; 2C_488/2010 du 2 novembre 2010 consid. 3.2 ; ATA/403/2015 précité ; ATA/444/2014 précité). L'exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (art. 49 LEI). Le principe de l'intégration doit permettre aux étrangers dont le séjour est légal et durable de participer à la vie économique, sociale et culturelle de la Suisse (art. 4 al. 2 LEI ; ATF 134 II 1 consid. 4.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C.385/2016 du 4 octobre 2016 consid. 4.1). Les autorités compétentes tiennent compte, en exerçant leur pouvoir d'appréciation, des intérêts publics, de la situation personnelle de l'étranger, ainsi que de son intégration (art. 96 al. 1 LEI). 5) En l'espèce, il n'est pas contesté que le recourant et son ex-femme, ressortissante suisse, se sont mariés le 15 septembre 2006 et qu'ils ont, depuis cette date, fait ménage commun jusqu'au 5 décembre 2008. Contrairement à ce que tente de faire valoir le recourant, ce n'est pas son incarcération qui a mis temporairement fin au ménage commun puisque qu'il a été arrêté pour la première fois plusieurs mois après la séparation des époux. Il ne peut donc être retenu que le recourant et son ex-épouse faisaient ménage commun pendant la durée de l'incarcération de l'intéressé.”
“La limite légale de trois ans présente un caractère absolu et s'applique même s'il ne reste que quelques jours pour atteindre la durée de trente-six mois exigée par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3 p. 347 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C_735/2010 du 1er février 2011 consid. 4.1 et 2C_711/2009 du 30 avril 2010 consid. 2.3.1 ; ATA/463/2013 du 30 juillet 2013). Il n'est pas nécessaire d'examiner la condition de la réussite de l'intégration lorsque l'union conjugale a duré moins de trois ans, les deux conditions étant cumulatives (arrêts du Tribunal fédéral 2C_352/2014 du 18 mars 2015 consid. 4 ; 2C_220/2014 du 4 juillet 2014 consid. 2.2 ; 2C_429/2013 du 12 juillet 2013 consid. 4.3 ; 2C_789/2010 du 31 janvier 2011 consid. 4.1 ; 2C_594/2010 du 24 novembre 2010 consid. 3.1 ; 2C_488/2010 du 2 novembre 2010 consid. 3.2 ; ATA/403/2015 précité ; ATA/444/2014 précité). L'exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 n'est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (art. 49 LEI). Le principe de l'intégration doit permettre aux étrangers dont le séjour est légal et durable de participer à la vie économique, sociale et culturelle de la Suisse (art. 4 al. 2 LEI ; ATF 134 II 1 consid. 4.1 ; arrêts du Tribunal fédéral 2C.385/2016 du 4 octobre 2016 consid. 4.1). Les autorités compétentes tiennent compte, en exerçant leur pouvoir d'appréciation, des intérêts publics, de la situation personnelle de l'étranger, ainsi que de son intégration (art. 96 al. 1 LEI). 5) En l'espèce, il n'est pas contesté que le recourant et son ex-femme, ressortissante suisse, se sont mariés le 15 septembre 2006 et qu'ils ont, depuis cette date, fait ménage commun jusqu'au 5 décembre 2008. Contrairement à ce que tente de faire valoir le recourant, ce n'est pas son incarcération qui a mis temporairement fin au ménage commun puisque qu'il a été arrêté pour la première fois plusieurs mois après la séparation des époux. Il ne peut donc être retenu que le recourant et son ex-épouse faisaient ménage commun pendant la durée de l'incarcération de l'intéressé.”
Die Rechtsprechung qualifiziert eine Trennung infolge Strafvollzugs/Haft als «wichtigen Grund» im Sinne von Art. 49 AIG. In solchen Fällen wird der Fortbestand der Familiengemeinschaft grundsätzlich anerkannt, sofern keine gegenläufigen Indizien vorliegen.
“2 Der Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung entsteht im Fall der Ehe mit einer Person mit Schweizer Bürgerrecht nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren (Art. 42 Abs. 3 AIG). Eine Person, die eingebürgert wird und deren Einbürgerung später für nichtig erklärt wird, hat gemäss der Bundesgerichtspraxis diesen Anspruch auch erworben, wenn die Fünfjahresfrist nach der Einbürgerung abgelaufen ist (vgl. BGr, 11. Juli 2013, 2C_1123/2012, E. 3.2 – 25. Juli 2011, 2C_431/2010, E. 1.2 – 27. Juli 2006, 2A.244/2006, E. 2.1.3; vgl. auch BGr, 21. Januar 2019, 2C_857/2017, E. 3.1). Nur der ununterbrochene Aufenthalt während der betreffenden Ehe wird an diese Frist angerechnet (BGE 140 II 289 E. 3.6.2; BGer, 3. Dezember 2020, 2C_723/2020, E. 4.2; vgl. SEM, Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich, Oktober 2013 [Stand: 1. September 2023], Ziff. 6.2.4.1). Die Ehegatten müssen während der fünf Jahre zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG), ausser wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Die Trennung aufgrund des Strafvollzugs bzw. einer Haft stellt einen solchen wichtigen Grund dar (BGer, 26. Januar 2018, 2C_432/2016, E. 5.3, und 14. Februar 2011, 2C_723/2010, E. 4.2; VGr, 1. Juli 2020, VB.2020.00290, E. 3). Das Bundesgericht anerkennt in einem solchen Fall den Fortbestand der ehelichen Gemeinschaft, sofern keine gegenläufigen Indizien vorliegen (BGr, 14. Februar 2011, 2C_723/2010, E. 4.2; Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten – Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, S. 31 ff., 56; vgl. auch BGr, 9. Juni 2020, 2C_112/2020, E. 4.5). Der Anspruch erlischt im Fall einer rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe (Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG; Marc Spescha, in: derselbe et al., Migrationsrecht, Kommentar, 5. A., Zürich 2019, Art. 51 N. 5) sowie bei Vorliegen von Widerrufsgründen nach Art. 63 AIG (Art. 51 Abs. 1 lit. b AIG). 6.2.3 Die betreffende Ehe dauerte vom 15.”
“Turquie du 2 novembre 2010, no 3976/05, § 94 et 96 et les références; Emonet et autres c. Suisse du 13 décembre 2007, no 39051/03, § 34 et 36). Enfin, si dans une affaire Keegan c. Irlande du 26 mai 1994, no 16969/90, ladite Cour a admis qu'une union libre qui n'avait duré que deux ans tombait sous l'empire de la protection de la vie familiale, c'était parce que les concubins avaient, d'une part, conçu un enfant ensemble et, d'autre part, formé le projet de se marier. Il convient en outre de préciser que le fait que le recourant se trouve incarcéré ne l'empêche pas de se prévaloir de l'art. 8 CEDH. Cela découle de l'art. 49 LEI, en vertu duquel l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. A cet égard, la jurisprudence a considéré qu'une incarcération constitue indéniablement une raison majeure justifiant l'existence de domiciles séparés, au sens de l'art. 49 LEI (arrêt 2C_723/2010 du 14 février 2011 consid. 4.2). En l'espèce, dans la mesure où le recourant et sa compagne ont eu trois enfants ensemble et ont entrepris les démarches en vue de se marier, leur relation doit être considérée comme un concubinage qualifié, laquelle devrait en principe pouvoir bénéficier de la protection de l'art. 8 par. 1 CEDH. Cependant, dans la pesée des intérêts en présence, l'intérêt public à l'éloignement du recourant doit l'emporter compte tenu du nombre et de la gravité des infractions commises par le recourant. En effet, dans ces circonstances, force est de constater que le recourant représente toujours une menace pour l'ordre public et la sécurité de la Suisse. A cela s'ajoute que, lorsque la relation s'est "consolidée" par la naissance des enfants, le recourant avait déjà été expulsé, de sorte que sa compagne devait s'attendre à ce que la vie commune se déroule à l'étranger. Au demeurant, comme on l'a vu, la compagne du recourant dispose de la nationalité portugaise, soit d'un Etat membre de l'Union européenne et le recourant prétend pouvoir s'établir en France, dont l'une de ses filles est ressortissante.”
Ehegatten, die sich auf Art. 49 AIG berufen, müssen darlegen und, soweit möglich, nachweisen, dass die familiäre Gemeinschaft und der Ehewille trotz getrennten Wohnens fortbestehen; ihnen obliegt dabei eine besondere Mitwirkungspflicht. Rein freundschaftliche Kontakte genügen für den Nachweis einer fortbestehenden ehelichen Gemeinschaft in der Praxis nicht.
“2 La LEI et ses ordonnances d'exécution, en particulier l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA - RS 142.201), règlent l'entrée, le séjour et la sortie des étrangers dont le statut juridique n'est pas réglé par d'autres dispositions du droit fédéral ou par des traités internationaux conclus par la Suisse (art. 1 et 2 LEI), ce qui est le cas pour les ressortissants des États-Unis. 2.3 Selon l'art. 50 al. 1 LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint et des enfants à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité en vertu des art. 42 LEI (membres étrangers de la famille d’un ressortissant suisse) et 43 LEI (conjoint et enfants étrangers du titulaire d’une autorisation d’établissement) subsiste lorsque l’union conjugale a duré au moins trois ans et que les critères d’intégration définis à l’art. 58a LEI sont remplis (let. a), ou lorsque la poursuite du séjour en Suisse s’impose pour des raisons personnelles majeures (let. b). L'art. 49 LEI permet cependant de faire exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté conjugale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (arrêt du Tribunal fédéral 2C_488/2010 du 2 novembre 2010 consid. 3.2). Celui qui se prévaut de l'art. 49 LEI doit faire valoir et, dans la mesure du possible, démontrer que la communauté familiale subsiste, même si les époux vivent séparés pour des raisons majeures (arrêt du Tribunal fédéral 2C_50/2010 du 17 juin 2010 consid. 2.2). En effet, le but de l'art. 49 LEI n'est pas de permettre aux époux étrangers de vivre séparés en Suisse pendant une longue période et exige que la communauté familiale soit maintenue (arrêt du Tribunal fédéral 2C_50/2010 du 17 juin 2010 consid. 2.3.2). La limite légale de trois ans se calcule en fonction de la durée pendant laquelle les époux ont fait ménage commun en Suisse (ATF 136 II 113 consid. 3.3.5 ; arrêt du Tribunal fédéral 2C_1111/2015 du 9 mai 2016 consid.”
“Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteile 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1; 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1; 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 143 II 425 E. 5.1; 130 II 482 E. 3.2; Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1).”
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AIG besteht ausnahmsweise dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG, vgl. E. 5.1). Solche wichtigen Gründe können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE). Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (Urteile 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1; 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (Urteil 2C_52/2022 vom 15. Februar 2022 E. 2.1.2 mit Hinweisen). Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiter bestehen (vgl. Urteile 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1; 2C_337/2020 vom 23. Juli 2020 E. 3.3). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden.”
“Die Anwendbarkeit von Art. 49 AIG setzt allerdings voraus, dass die eheliche Gemeinschaft und der Ehewille während des Getrenntlebens fortbesteht (BGE 140 II 345 E. 4.4.1; vgl. auch E. 3.1 hiervor).”
“E. 2.2.4; Marc Spescha, in Spescha et al. [Hrsg.], Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 49 AIG N. 3 f.). Bei getrennt wohnenden Eheleuten genügen rein freundschaftliche Kontakte für die Annahme einer gelebten Ehegemeinschaft allerdings nicht, selbst wenn solche zwei oder drei Mal die Woche stattfinden (BGer 2C_375/2020 vom”
Die Ausnahmebestimmung des Art. 49 AIG ist restriktiv auszulegen. Als «wichtige Gründe» kommen grundsätzlich nur aussergewöhnliche, objektivierbare und von gewisser Erheblichkeit getragene Umstände in Betracht; namentlich berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme können eine Ausnahme rechtfertigen. Ferner setzt Art. 49 voraus, dass die Familiengemeinschaft trotz Getrenntlebens fortbesteht.
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 können wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass die Gründe für das Getrenntleben objektivierbar sind und ein gewisses Gewicht aufweisen. Zudem setzt Art. 49 AlG voraus, dass die Familiengemeinschaft und der Ehewille trotz Trennung weiterbestehen. Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" für sich allein genommen stellt dagegen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_590/2023, a.a.O., E. 5.”
“Selon la jurisprudence, la période minimale de trois ans de l'union conjugale prévue à l'art. 50 al. 1 let. a LEI commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun (ATF 140 II 345 consid. 4.1; 138 II 229 consid. 2). La limite des trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigés (ATF 137 II 345 consid. 3.1.1; 136 II 113 consid. 3.2 et 3.4). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage au sens du droit civil. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 et les références). D'après l'art. 49 LEI, l'exigence du ménage commun n'est pas applicable lorsque la communauté familiale (ou conjugale) est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées, ces conditions étant cumulatives (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.1 et les références). L'art. 76 de l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA; RS 142.201) précise que les raisons majeures sont dues notamment à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. Seules des situations exceptionnelles sont visées (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2 et les références). La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2; 2C_1085/2015 du 23 mai 2016 consid. 3.1 et les références citées). L'art.”
“Les moyens financiers de la recourante doivent donc être considérés comme insuffisants au regard des art. 24 Annexe I ALCP et 16 al. 2 OLCP. Un droit de séjour ne saurait par conséquent lui être reconnu sur la base de ces dispositions (arrêt du TAF F-1514/2021 du 17 juin 2022 consid. 6.2). 10.3 Le Tribunal retient par conséquent que la recourante ne relève d'aucune des situations de libre circulation prévues par l'ALCP. Elle n'exerce plus d'activité professionnelle réelle et effective, ne peut pas se prévaloir d'un droit de demeurer en Suisse et ne remplit pas les conditions pour obtenir une autorisation de séjour sans activité économique. 11. 11.1 Il appartient dès lors au Tribunal d'examiner si l'intéressée peut prétendre à la prolongation de son autorisation de séjour en application du droit national. Selon l'art. 42 al. 1 LEI, le conjoint d'un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui, l'art. 49 LEI prévoyant cependant une exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (arrêt du TAF F-2504/2019 du 5 mai 2021 consid. 4.5). Aux termes de l'art. 76 de l'ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative (OASA), une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. Il ressort de la formulation des art. 49 LEI («raisons majeures») et 76 OASA («problèmes familiaux importants») que ces dispositions visent des situations exceptionnelles. Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure doivent dans tous les cas être objectifs et d'une certaine consistance. La décision librement consentie des époux de «vivre ensemble séparément» ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art.”
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens im Sinne von Art. 43 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft als solche andauert (Art. 49 AIG). Der Artikel spricht von Familiengemeinschaft, dürfte sich im Regelfall aber auf die Ehegemeinschaft beziehen (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 49 AIG N 1). Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1). Die Voraussetzungen des wichtigen Grundes für getrennte Wohnorte und des Weiterbestehens der Familiengemeinschaft sind kumulativ (BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Wichtige Gründe müssen objektivierbar sein und eine gewisse Erheblichkeit aufweisen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_207/2011 vom 5. September 2011 E. 4.1). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl.”
Art. 49 AIG bildet eine Ausnahme zur Voraussetzung des Zusammenwohnens: Das Zusammenleben ist nicht erforderlich, soweit die Familiengemeinschaft weiterhin besteht und wichtige Gründe für getrennte Wohnsitze geltend gemacht werden können.
“Il s'ensuit que, ni le SEM, ni a fortiori le Tribunal, ne sont liés par la décision du SMIG du 1er octobre 2020 d'octroyer une autorisation de séjour à l'intéressé et peuvent s'écarter de l'appréciation faite par l'autorité cantonale. 4. L'objet du litige porte sur la question du renouvellement de l'autorisation de séjour du recourant (cf. arrêt du TF 2C_800/2019 du 7 février 2020 consid. 3.4.3 et 3.4.4). Il convient donc de se pencher sur les bases légales régissant la poursuite de son séjour en Suisse. 4.1 L'étranger n'a en principe aucun droit à la délivrance d'une autorisation de séjour, à moins qu'il ne puisse invoquer en sa faveur une disposition particulière du droit fédéral ou d'un traité lui conférant un tel droit (ATF 135 II 1 consid. 1.1 et 131 II 339 consid. 1). Selon l'art. 42 al. 1 LEI, le conjoint d'un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui, l'art. 49 LEI prévoyant cependant une exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures propres à justifier l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées (arrêt du TAF F-2504/2019 du 5 mai 2021 consid. 4.5). 4.2 En l'espèce, le couple formé par le recourant et sa femme, marié en 2016, s'est séparé au plus tard suite à l'audience de conciliation qui s'est tenue le 30 avril 2018 par devant le Tribunal civil de Neuchâtel (cf. mémoire de recours, para. 20, page 6). Ensuite de la séparation du couple, le recourant ne peut plus se prévaloir de l'art. 42 al. 1 LEI pour demeurer sur territoire helvétique (ATF 141 II 169 consid. 5.2.1 ; arrêt du TF 2C_401/2018 du 17 septembre 2018 consid. 3.1). Dès lors, il convient d'examiner si le recourant peut se prévaloir d'un droit à la poursuite de son séjour en Suisse en vertu de l'art. 50 LEI (cf. arrêt du TF 2C_955/2017 du 5 mars 2018 consid. 3.1). 4.3 Aux termes de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et les critères d'intégration définis à l'art.”
“Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern - unter Vorbehalt von Erlöschensgründen (Art. 51 Abs. 1 AIG) - Anspruch auf Erteilung und Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, soweit sie mit diesen zusammenwohnen oder, bei fortdauernder Ehegemeinschaft, ein wichtiger Grund für das Getrenntleben besteht (Art. 49 AIG). Trotz Auflösens bzw. definitiven Scheiterns der Ehe besteht der Bewilligungsanspruch - unter Vorbehalt von Erlöschensgründen (Art. 51 Abs. 2 AIG) - fort, wenn das Zusammenleben mindestens drei Jahre gedauert hat und die betroffene Person die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ["Integrationsklausel"]; vgl. BGE 140 II 289 E. 3 mit Hinweisen), oder wichtige persönliche Gründe geltend gemacht werden, die ihren weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG ["nachehelicher Härtefall"]; BGE 138 II 229 E. 3).”
Bei richterlich angeordnetem Getrenntleben wird in der Regel nicht mehr von einer fortbestehenden ehelichen Gemeinschaft ausgegangen. Die Zeit der räumlichen Trennung wird üblicherweise nicht zur Ehedauer gerechnet und begründet in der Praxis regelmässig keinen Verzicht auf das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 49 AIG, insbesondere nicht bei einer dauerhaften/mehrjährigen gerichtlichen Trennung (vgl. hierzu die zitierte Rechtsprechung).
“Daraus folgt, dass mit dem JSD davon auszugehen ist, dass insbesondere bei der Ehefrau des Rekurrenten ab Aufnahme des Getrenntlebens kein Ehewille mehr bestand. Insofern kann vorliegend auch nicht von «living apart together» gesprochen werden was für sich allein genommen keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG darstellen würde , denn führen Paare ihre Beziehung im Rahmen von «living apart together», so entscheiden sie sich zwar gegen gemeinsame vier Wände, sind im Übrigen aber fest liiert. Ohnehin kann wie im vorliegenden Fall bei einem richterlich angeordneten Getrenntleben im Rahmen eines Eheschutzverfahrens in der Regel nicht davon ausgegangen werden, dass die eheliche Gemeinschaft noch gelebt wird (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.5, mit Hinweis auf BGer 2C_140/2011 vom 15. Juni 2011 E. 3.2). Die Zeit nach der räumlichen Trennung kann in casu bei der Berechnung der relevanten Ehedauer somit nicht berücksichtigt werden, auch nicht bis zum 14. August 2020, wie dies der Rekurrent gelten lassen möchte (vgl. E. 2.1). Dementsprechend dauerte die Ehegemeinschaft vom 29. November 2016 bis maximal zum 1. April 2019, und damit keine drei Jahre an. Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE erlaubt aus bestimmten Gründen eine räumliche Trennung der Ehegatten nur, wenn die Ehegemeinschaft trotz dieser Trennung weiter besteht (vgl.”
“Der Beschwerdeführer machte vorliegend keine wichtigen Gründe im zuvor beschriebenen Sinne substantiiert geltend, die einen Verzicht auf das Erfordernis des Zusammenwohnens rechtfertigen würden. Im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides lebte er bereits seit drei Jahren und vier Monaten gerichtlich von seiner Ehefrau getrennt. Bei dieser Ausgangslage liegt eine dauerhafte Trennung vor, die keine wichtigen Gründe im Sinne von Art. 49 AIG zu rechtfertigen vermag. Vielmehr ist die Ehe in einer solchen Konstellation spätestens mit dem Auszug eines Ehepartners aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten. Nur der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass Art. 49 AIG kumulativ auch den Weiterbestand der Familiengemeinschaft voraussetzt, was vorliegend nicht der Fall ist: Mit der Ehefrau befindet sich der Beschwerdeführer in Scheidung und der mittlerweile erwachsene Sohn wünscht keinen weiteren Kontakt zu seinem Vater. Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzuges gestützt auf Art. 42 Abs. 1 AIG hat.”
Wichtige Gründe können insbesondere berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme sein (vgl. Art. 76 VZAE). Art. 49 AIG ist als Ausnahmebestimmung ausgestaltet und greift nur in besonderen, nicht leichthin anzunehmenden Konstellationen.
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht (Art. 49 AIG). Wichtige Gründe können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Die Regelung von Art. 49 AIG trägt den Charakter einer Ausnahmebestimmung, die in besonderen, nicht leichthin anzunehmenden Konstellationen von der grundsätzlichen Notwendigkeit des Zusammenlebens befreit (vgl. BGer 2C_712/2014 vom”
“Eine ausländerrechtlich relevante Ehegemeinschaft besteht solange, als die eheliche Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist, ansonsten sie infolge Zweckerfüllung im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG widerrufen werden kann. Dabei ist hauptsächlich auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 138 II 229 E. 2; BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Getrennte Wohnorte schliessen bei fortbestehender Familien- respektive Ehegemeinschaft einen entsprechenden Bewilligungsanspruch nicht aus, wenn hierfür wichtige Gründe geltend gemacht werden können, so, wenn berufliche Verpflichtungen oder erhebliche familiäre Probleme eine vorübergehende Trennung erfordern (Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 [VZAE]).”
“und die nachziehende Person keine jährlichen Ergänzungsleistungen nach dem Bundesgesetz vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters‑, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte (lit. e). Bei ledigen Kindern unter 18 Jahren findet die Voraussetzung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d AIG (Verständigung in der am Wohnort gesprochenen Landessprache) keine Anwendung (Art. 43 Abs. 3 AIG). Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE).”
Wenn der Sachverhalt für die Anwendung von Art. 49 AIG unklar ist, haben die zuständigen Behörden bzw. Vorinstanzen im Rahmen ihrer Untersuchungspflicht zusätzliche Abklärungen vorzunehmen. Der Beschwerdeführer trifft zwar eine besondere Mitwirkungspflicht, doch dürfen in der Vorinstanz erstmals angebotene Beweismittel nicht ohne Begründung unbeachtet bleiben; werden sie unberücksichtigt gelassen, kann dies das rechtliche Gehör verletzen und eine Rückweisung zur ergänzten Beweisaufnahme rechtfertigen.
“49 AIG ein allenfalls weitreichender Eingriff in eine tatsächlich noch gelebte familiäre Beziehung (Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [EMRK] vom 4. November 1950 bzw. Art. 13 BV) verbunden sein kann. Dabei ist zu beachten, dass die Organisation der Ehe in erster Linie Angelegenheit der Ehegatten ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Wenn also die Vorinstanz davon ausgegangen ist, dass dem Beschwerdeführer der Beweis obliegt, können die angebotenen Beweise nicht leichthin abgelehnt und insbesondere nicht ohne Begründung übergangen werden, da ansonsten die Verfahrensrechte des zur Mitwirkung Verpflichteten ausgehebelt würden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_613/2019 vom 14. November 2019 E. 3.6.4). Vielmehr hat der Regierungsrat den vom Beschwerdeführer, seiner Ehefrau und seiner aktuellen Vermieterin übereinstimmend geschilderten Sachverhalt zu Unrecht nicht weiter vertieft geprüft und allein gestützt auf die vom AFMB erhobenen Beweise die wichtigen Gründe im Sinne von Art. 49 AIG und das Bestehen einer Familiengemeinschaft verneint. Indem sich der Regierungsrat in keiner Weise mit den in seinem Verfahren erstmals angebotenen Beweismitteln auseinandergesetzt hat, auch nicht etwa, indem er diese in antizipierter Beweiswürdigung beurteilt hätte, hat er das Recht des Beschwerdeführers auf Abnahme der gehörig angebotenen Beweismittel und mithin das rechtliche Gehör verletzt. Ebenso hat er damit die Untersuchungspflicht verletzt.”
“Den Beschwerdeführer trifft bei der Abklärung des Sachverhalts - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat - gestützt auf Art. 90 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht, soweit es um Umstände aus seinem Lebensbereich geht, die er besser kennt als die Behörden. Daher durfte von ihm erwartet werden, dass er die wichtigen Gründe für das Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG substantiiert darlegt und anhand geeigneter Belege nachweist, dass die Ehegemeinschaft trotz der bald zweijährigen Trennung der Haushalte weiterhin Bestand hat. Diesbezüglich blendet die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid allerdings aus, dass der Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren zum Nachweis der wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte sowohl seine Befragung, die Befragung der Ehefrau, den Beizug der IV-Akten der Stieftochter und den Aktenbeizug betreffend das Einreisegesuch der Stieftochter für ihren ägyptischen Partner beantragt hatte. Zu diesen Beweisofferten äussert sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid mit keinem Wort. Vielmehr hält sie dem Beschwerdeführer diesbezüglich vor, seine Angaben seien vage geblieben. Unter Berücksichtigung der Beweisofferten für den Fall, dass die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer dargelegten Sachverhalt als ungenügend substantiiert erachten würde, lässt sich - entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid - nicht sagen, dass der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht nicht hinreichend nachgekommen sei.”
“Nach dem Gesagten hat der Regierungsrat den massgeblichen Sachverhalt in Bezug auf die Fragen, ob wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG vorliegen und ob die Familiengemeinschaft weiterhin besteht, unvollständig festgestellt (§ 45 Abs. 1 lit. b VPO). Die notwendigen zusätzlichen Abklärungen bzw. Beweisabnahmen sind - zur Vermeidung eines Instanzenverlusts und im Hinblick auf die eingeschränkte Kognition des Kantonsgerichts - nicht durch das Kantonsgericht, sondern die Vorinstanz vorzunehmen. Die Angelegenheit ist daher an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zurückzuweisen, damit dieser die erforderlichen zusätzlichen Abklärungen mittels Beweisabnahme bzw. Beweiswürdigung vornimmt und neu über die Angelegenheit befindet.”
Berufliche Gründe können einen wichtigen Grund i.S.v. Art. 49 AIG bilden, müssen jedoch objektivierbar und von gewissem Gewicht sein; nicht jeder berufliche Grund rechtfertigt daher getrennte Wohnorte. Freiwillige Berufswechsel oder bloss geäusserte Jobwünsche sowie nicht belegte oder unzureichende Bemühungen um eine geeignetere Stelle genügen in der Praxis nicht, wenn die Ehegatten die Situation ohne erheblichen Nachteil beeinflussen könnten.
“Die Beschwerdeführerin beruft sich in erster Linie auf berufliche Gründe für das räumlich getrennte Wohnen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist aber nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund i.S.v. Art. 49 AIG (Urteile 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 3.1; 2C_48/2018 vom 5. September 2018 E. 2.1). Der (subjektive) Wunsch bzw. die angebliche "Berufung" des Ehemannes, in einem Erlebnispark - statt wie in der Vergangenheit in einem Transportunternehmen - zu arbeiten, ist als freiwilliger Entscheid und nicht als berufliche Verpflichtung zu qualifizieren. Es bestanden auch keine finanziellen Zwänge für den Branchenwechsel: Unbestrittenermassen ist die Tätigkeit im Erlebnispark nicht besser entlohnt. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass es dem Ehemann grundsätzlich zumutbar gewesen wäre, zur Vermeidung der getrennten Wohnorte eine Stelle im Raum Basel (z.B. im Transportwesen) zu suchen; entsprechende Suchbemühungen werden jedoch weder behauptet noch belegt. Selbst wenn man diesen Wunsch jedoch als wichtigen beruflichen Grund anerkennen wollte, wäre bei fortbestehendem Ehewillen zu erwarten, dass sich die Eheleute regelmässig besuchten, sie miteinander telefonierten und/oder über Textnachrichten kommunizierten - überzeugende Belege für einen solchen Austausch brachte die Beschwerdeführerin allerdings nicht bei.”
“und die nachziehende Person keine jährlichen Ergänzungsleistungen nach dem ELG bezieht oder wegen des Familiennachzugs beziehen könnte (lit. e). Gemäss Art. 49 AIG besteht das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 44 Abs. 1 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Ein wichtiger Grund im Sinn von Art. 49 AIG muss objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGer 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Bei der auf Art. 44 Abs. 1 AIG gestützten Aufenthaltsbewilligung handelt es sich um eine abgeleitete Aufenthaltsberechtigung, die das Ziel verfolgt, das familiäre Zusammenleben in der Schweiz zu ermöglichen (vgl. BGer 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.1 zu Art. 43 Abs. 1 AIG). Somit setzt eine auf Art. 44 Abs. 1 AIG gestützte Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Ehefrau voraus, dass ihr Ehegatte weiterhin über eine Aufenthaltsbewilligung verfügt, womit er seinerseits weiterhin in der Schweiz verbleiben darf (vgl. BGer 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.2 zu Art. 43 Abs. 1 AIG). Mit der Abweisung der Beschwerde des Ehemanns mit Urteil des Bundesgerichts vom 4. Februar 2021 wurde seine obligatorische Landesverweisung gemäss Art.”
“Il n’a produit aucune pièce ni fait état de recherches concrètes d’emploi effectuées entre juillet 2019 et juillet 2023, alors que l’OCPM lui avait expressément demandé, dans son courrier du 3 février 2021 déjà, de le renseigner au sujet de ses intentions et que le recourant a déjà prétendu, devant le TAPI, qu’il recherchait un emploi. Il n’a produit que récemment trois postulations, datant toutes du mois d’août 2023, qui ne permettent pas, au vu de la longue période qui s’est écoulée depuis l’obtention de son diplôme universitaire, de rendre vraisemblable qu’il est, depuis juillet 2019, régulièrement à la recherche active d’un emploi en Suisse. Ainsi, même à admettre que le domicile séparé du couple était destiné, après la fin de ses études, à permettre au recourant de trouver un emploi, seule une période temporaire correspondant au temps raisonnablement nécessaire pour trouver un emploi aurait justifié le domicile séparé des époux. La durée de plus de quatre ans ne peut plus être qualifiée de période temporaire. Au vu de ce qui précède, le recourant n’a pas établi l’existence de raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés au sens de l’art. 49 LEI. Par conséquent, il ne peut se prévaloir de l’exception prévue par cette disposition, sans qu’il soit nécessaire de trancher la question de savoir si la communauté familiale a été maintenue, malgré les domiciles séparés des époux. En conclusion, l’OCPM n’a ni violé la loi ni commis d’abus de son pouvoir d’appréciation en refusant l’octroi d’une autorisation d’établissement. 3. Il convient encore d’examiner si le renvoi du recourant est fondé. 3.1 Selon l'art. 64 al. 1 let. c LEI, l'autorité compétente rend une décision de renvoi ordinaire à l'encontre d'un étranger auquel l'autorisation de séjour est refusée ou dont l'autorisation n'est pas prolongée. Elle ne dispose à ce titre d'aucun pouvoir d'appréciation, le renvoi constituant la conséquence du rejet d'une demande d'autorisation. Le renvoi d'une personne étrangère ne peut être ordonné que si l'exécution de celui-ci est possible, licite ou peut être raisonnablement exigée (art. 83 al. 1 LEI). 3.2 En l'espèce, dès lors qu'il a, à juste titre, refusé l’octroi d’une autorisation de d’établissement au recourant, l'intimé devait prononcer son renvoi.”
“Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern haben gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (AIG, SR 142.20) Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht gemäss Art. 49 AIG ausnahmsweise dann nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Als wichtige Gründe nennt Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE, SR 142.201) insbesondere berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssen die wichtigen Gründe objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Vom Vorliegen eines wichtigen Grundes kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne dabei einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. So stellt beispielsweise nicht jeder berufliche Grund einen wichtigen Grund, welcher eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens rechtfertigt, dar (BGer 2C_340/2013 vom 28. Juni 2013 E. 2.2, 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1).”
Art. 49 AIG ist als Ausnahmevorschrift restriktiv auszulegen. Die Voraussetzungen (bestehende Familiengemeinschaft und das Vorliegen von «wichtigen Gründen») werden nur in besonderen, nicht leicht anzunehmenden Konstellationen bejaht. Erforderlich sind objektivierbare und gewichtige Gründe; typischerweise kommen berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme in Betracht. Bei krisenbedingtem Getrenntleben wird die Ausnahmepraxis besonders eng gehandhabt (nur kurze, nachweislich versöhnungsgerichtete Unterbrechungen werden meist akzeptiert).
“Les conditions d'octroi d'une autorisation de séjour aux membres étrangers de la famille d'un ressortissant suisse sont réglées à l'art. 42 LEI. Cet article dispose que le conjoint d'un ressortissant suisse ainsi que ses enfants célibataires de moins de 18 ans ont droit à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui (al. 1). Le droit au séjour suppose ainsi l’existence d'une communauté conjugale effectivement vécue. En vertu de l'art. 49 LEI, cette exigence n'est toutefois pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées, ces conditions étant cumulatives (TF 2C_759/2010 du 28 janvier 2011 consid. 4.2). L'art. 76 OASA précise que des raisons majeures sont dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure visent des situations exceptionnelles, fondées avant tout sur des raisons d'ordre professionnel ou familial (cf. à ce sujet, Message du Conseil fédéral concernant la loi sur les étrangers du 8 mars 2002, FF 2002 3709, 3795, au sujet de l’art. 48; TF 2C_112/2020 du 9 juin 2020 consid. 3; 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2; 2C_204/2014 du 5 mai 2014 consid. 6.1). Toutes les raisons professionnelles ne sont toutefois pas des raisons importantes (cf. TF 2C_544/2010 du 23 décembre 2010 consid.”
“Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 VZAE). Art. 49 AIG in Verbindung mit Art. 76 VZAE erlaubt aus bestimmten Gründen eine räumliche Trennung der Ehegatten nur, wenn die Ehegemeinschaft trotz dieser Trennung weiter besteht (BGer 2C_827/2017 vom 17. April 2018 E. 3.5). Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe für das Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG nur restriktiv, erlaubt namentlich bei krisenbedingtem Getrenntleben in der Regel nur kurze Unterbrüche des Zusammenlebens von einigen Monaten und verlangt eine objektivierbare Erheblichkeit der Konfliktsituation (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 43 AIG N 1, mit Hinweisen). Eine vorübergehende kurzfristige Ehekrise kann einen wichtigen Grund für eine Trennung darstellen. Das krisenbedingte Getrenntleben darf jedoch nur wenige Monate dauern, ansonsten der Anspruch auf eine Aufenthaltsberechtigung erlischt (betr. Art. 42 AuG: BGer 2C_712/2014 vom 12. Juni 2015 E. 2.3, mit Hinweis). Das System des Ausländerrechts ist nicht darauf angelegt, dass ausländische Eheleute längere Zeit voneinander getrennt in der Schweiz leben können, um sich über ihre Beziehung klar zu werden (BGer 2C_891/2012 vom 7. Juni 2013 E. 2.3). Der freiwillige Entscheid für ein «living apart together» stellt für sich allein genommen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art.”
“Im Rahmen des Familiennachzuges nach Art. 42 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Bedingung des Nachzugrechts ist eine gemeinsame Wohnung. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 können wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass die Gründe für das Getrenntleben objektivierbar sind und ein gewisses Gewicht aufweisen (Spescha, a.a.O., N 2 zu Art. 49; Urteil des Bundesgerichts 2C_596/2013 vom 18. Juli 2013 E. 3.1). Mit anderen Worten beschränkt der Ausnahmecharakter von Art. 49 AIG dessen Anwendbarkeit auf ʺbesondere Konstellationen bei der Trennung von Eheleutenʺ (Urteil des Bundesgerichts 2C_635/2009 vom 26. März 2010 E. 4.4). Gemäss Bundesgericht ist die Anwendbarkeit von Art. 49 AIG insbesondere auch im Falle einer krisenbedingten Trennung stark eingeschränkt. Regelmässige eheliche Kontakte und namentlich auch der Besuch einer Ehetherapie während eines krisenbedingten Getrenntlebens sind als Rechtfertigungsgründe des Getrenntlebens für eine Übergangszeit von sechs bis zwölf Monaten gelten zu lassen. Sofern dagegen keine Ehetherapiebesuche oder anderweitige Versöhnungsbemühungen nachgewiesen werden, kann ein krisenbedingtes Getrenntwohnen von über sechs Monaten im Regelfall nicht mehr unter Art.”
“Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 44 Abs. 1 Bst. a AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Die Regelung von Art. 49 AIG trägt den Charakter einer Ausnahmebestimmung, die in besonderen, nicht leichthin anzunehmenden Konstellationen von der grundsätzlichen Notwendigkeit des Zusammenlebens befreit (vgl. BGer 2C_712/2014 vom”
Eine durch Strafvollzug/Haft bedingte räumliche Trennung kann als "wichtiger Grund" im Sinne von Art. 49 AIG gelten. Das Bundesgericht erkennt in solchen Fällen den Fortbestand der Ehe- bzw. Familiengemeinschaft an, sofern keine entgegenstehenden Indizien vorliegen.
“Der Anspruch auf eine Niederlassungsbewilligung entsteht im Fall der Ehe mit einer Person mit Schweizer Bürgerrecht nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren (Art. 42 Abs. 3 AIG). Eine Person, die eingebürgert wird und deren Einbürgerung später für nichtig erklärt wird, hat gemäss der Bundesgerichtspraxis diesen Anspruch auch erworben, wenn die Fünfjahresfrist nach der Einbürgerung abgelaufen ist (vgl. BGr, 11. Juli 2013, 2C_1123/2012, E. 3.2 – 25. Juli 2011, 2C_431/2010, E. 1.2 – 27. Juli 2006, 2A.244/2006, E. 2.1.3; vgl. auch BGr, 21. Januar 2019, 2C_857/2017, E. 3.1). Nur der ununterbrochene Aufenthalt während der betreffenden Ehe wird an diese Frist angerechnet (BGE 140 II 289 E. 3.6.2; BGer, 3. Dezember 2020, 2C_723/2020, E. 4.2; vgl. SEM, Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich, Oktober 2013 [Stand: 1. September 2023], Ziff. 6.2.4.1). Die Ehegatten müssen während der fünf Jahre zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG), ausser wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Die Trennung aufgrund des Strafvollzugs bzw. einer Haft stellt einen solchen wichtigen Grund dar (BGer, 26. Januar 2018, 2C_432/2016, E. 5.3, und 14. Februar 2011, 2C_723/2010, E. 4.2; VGr, 1. Juli 2020, VB.2020.00290, E. 3). Das Bundesgericht anerkennt in einem solchen Fall den Fortbestand der ehelichen Gemeinschaft, sofern keine gegenläufigen Indizien vorliegen (BGr, 14. Februar 2011, 2C_723/2010, E. 4.2; Thomas Hugi Yar, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten – Ausländerrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, Jahrbuch für Migrationsrecht 2012/2013, S. 31 ff., 56; vgl. auch BGr, 9. Juni 2020, 2C_112/2020, E. 4.5). Der Anspruch erlischt im Fall einer rechtsmissbräuchlichen Berufung auf eine nur noch formell bestehende Ehe (Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG; Marc Spescha, in: derselbe et al., Migrationsrecht, Kommentar,”
Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche können einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG darstellen, wenn sie nur wenige Wochen andauern; eine über Jahre andauernde Wohnungssuche begründet nach den angeführten Entscheiden hingegen in der Regel keinen wichtigen Grund.
“Die von den Beschwerdeführenden während ihrer (unbewilligten) gemeinsamen Anwesenheit in der Schweiz gewählte Wohnsituation mag für sie stimmig sein. Der Grund für diese Lösung liegt jedoch einzig im Nichtvorhandensein bzw. Nichtfinden einer bedarfsgerechten Wohnung (vgl. Beschwerde S. 5 f.). Dies reicht für die Anwendung von Art. 49 AIG nicht aus. Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche mögen während Wochen, jedoch nicht während Jahren einen wichtigen Grund nach Art. 49 AIG darstellen (vgl. zu sechs Wochen Suchzeit im äusserst knappen Wohnungsangebot im Grossraum Zürich BGer 2C_544/2010 vom”
Nachweislich weiterhin gepflegte enge Kontakte oder gemeinsame Ehetherapie können das Fortbestehen der Ehe trotz getrennter Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG belegen. Dagegen kann das Ausbleiben konkreter Schritte zur Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenwohnens gegen das Vorliegen wichtiger Gründe für getrennte Wohnorte sprechen.
“E. 3.2). Eine Ehe muss namentlich dann als fortbestehend im Sinn von Art. 49 AIG gelten, wenn die Ehegemeinschaft während der Trennung nachgewiesenermassen weiterhin bestanden hat, das Ehepaar trotz getrennter Haushalte (und späterem Scheitern der Ehe) beispielsweise weiterhin regelmässigen engen Kontakt gepflegt oder eine Ehetherapie besucht hat (vgl. BGer 2C_375/2020 vom”
“August 2020 durchgeführte Paar- und Eheberatung zum "Wiederaufbau von Vertrauen" zwischen den Ehegatten "als Grundlage für eine erneute Beziehungsaufnahme" (vgl. Bestätigung der Paarberatungsstelle vom 21. August 2020) sind keinerlei konkreten Schritte dokumentiert, welche auf eine baldige Wiederaufnahme des ehelichen Zusammenlebens hindeuten. Insbesondere wurden trotz verwaltungsgerichtlicher Aufforderung vom 18. Juni 2020 bislang keinerlei Belege für Wohnungs- und Nachmietersuchen bzw. Wohnungskündigungen eingereicht, die eine baldige Wiederaufnahme der ehelichen Wohngemeinschaft dokumentieren könnten. Sodann erhellt sich aus dem Gesprächsthema der besuchten Paartherapie, dass die Eheleute zumindest zum Zeitpunkt der ersten Sitzung keine intakte Ehe führten, da zunächst wieder Vertrauen als Grundlage für eine erneute Beziehungsaufnahme aufgebaut werden sollte. Nach dargelegter Praxis liegt damit unabhängig vom Willen der Ehegatten und den geltend gemachten Gründen kein wichtiger Grund für getrennte Wohnorte im Sinn von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE mehr vor und die Ehe ist spätestens mit dem Auszug des Beschwerdeführers aus der ehelichen Wohnung als aufgehoben zu betrachten. Selbst unter Berücksichtigung der vorübergehenden Natur der ersten Trennung zwischen April und Oktober 2018 hat das eheliche Zusammenleben in der Schweiz maximal vom 18. August 2017 (Einreise Beschwerdeführer) bis zum 1. August 2019 (Trennungsdatum gemäss eheschutzrichterlichem Entscheid) gedauert, mithin weniger als die gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG erforderlichen drei Jahre. Damit entfallen unabhängig vom Integrationserfolg des Beschwerdeführers, den für die Trennung geltend gemachten Gründen und einem allenfalls fortbestehenden Ehewillen die Voraussetzungen für einen ehelichen oder nachehelichen Aufenthaltsanspruch gemäss Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG.”
Getrenntleben nach Art. 49 AIG ist nur bei wichtigen ("raisons majeures") Gründen möglich. Diese Ausnahmevoraussetzungen sind eng auszulegen; es bedarf ernsthafter, objektiver und konkreter Indizien, die das Fortbestehen der familiären Gemeinschaft trotz getrennter Wohnsitze belegen. Eine rein einvernehmliche Praxis des "living apart together" genügt als solche nicht.
“N'importe quel prétexte professionnel ne saurait ainsi justifier de faire exception à l'exigence d'un domicile commun. De manière générale, il appartient à l'étranger d'établir l'existence de raisons majeures au sens de l'art. 49 LEI, ainsi que le maintien de la communauté familiale en dépit des domiciles séparés (TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2). Cela vaut d'autant plus que cette situation a duré longtemps, car une séparation d'une certaine durée fait présumer que la communauté familiale a cessé d'exister (TF 2C_434/2018 du 15 juin 2018 consid. 5.1). Moins les époux peuvent influencer la situation de séparation sans avoir à accepter un désavantage majeur, plus il est probable qu'il soit question d'une raison importante (TF 2C_544/2010 du 23 décembre 2010 consid. 2.3.1). En revanche, la décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ("living apart together") en tant que telle et sans résulter d'autres motifs ne constitue pas une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI (TF 2C_1085/2015 du 23 mai 2016 consid. 3.1 et les références citées).”
“Die Rechtsprechung stellt für die Frage, ob einzelne Phasen der Ehegemeinschaft trotz einer vorübergehenden Trennung zusammengerechnet werden können und deren Dauer als Gesamtes zu betrachten ist, auf den Fortbestand des Ehewillens ab. Wenn der Ehewille wegfällt und die Führung eines Ehelebens somit nicht mehr ernsthaft beabsichtigt wird, kann eine spätere erneute Ehegemeinschaft hinsichtlich der Berechnung der Dauer nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG nicht an die vor Aufgabe des Ehewillens in Ehegemeinschaft gelebte Zeit anknüpfen (BGE 140 II 345 E. 4.5.2; Urteil 2C_394/2017 vom 28. September 2017 E. 3.3). Mehrere Phasen des Zusammenlebens, unterbrochen durch Trennungsphasen, können bei der Berechnung der Dreijahresfrist somit nur dann addiert werden, wenn die Eheleute tatsächlich und ernsthaft entschlossen sind, ihre Ehegemeinschaft weiterzuführen (Urteil 2C_297/2021 vom 29. April 2021 E. 3.1). Nach der Praxis können eheliche Schwierigkeiten zwar kurzfristig ein Getrenntleben im Rahmen von Art. 49 AIG rechtfertigen, doch gilt dies nicht mehr, wenn die Trennung über Monate hinweg aufrechterhalten wird, ohne dass es zu einer nennenswerten Wiederannäherung der Ehegatten kommt (Urteil 2C_708/2021 vom 15. November 2021 E. 3 mit Hinweis).”
“Partant, le recourant ne peut déduire aucun droit à une autorisation de séjour au titre de l'art. 3 Annexe I ALCP ni se prévaloir des dispositions de l'art. 43 LEI (arrêt du TF 2C_1148/2012 du 22 avril 2013 consid. 4 ; arrêt du TAF F-2718/2018 du 20 avril 2020 consid. 7.2). 6. Il convient dès lors d'examiner si le recourant peut se prévaloir d'un droit au renouvellement de son autorisation de son séjour en Suisse en vertu de l'art. 50 LEI. 6.1 Aux termes de l'art. 50 al. 1 let. a LEI, après dissolution de la famille, le droit du conjoint à l'octroi d'une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité subsiste si l'union conjugale a duré au moins trois ans et si les critères d'intégration définis à l'art. 58a LEI sont remplis. Les deux conditions posées par l'art. 50 al. 1 let. a LEI sont cumulatives (ATF 140 II 345 consid. 4 et 136 II 113 consid. 3.3.3). 6.2 La notion d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique la vie en commun des époux, sous réserve de l'exception prévue à l'art. 49 LEI (cf. ATF 136 II 113 consid. 3.2). Cette notion d'union conjugale ne se confond pas avec celle du mariage, qui peut n'être plus que formel, l'union conjugale supposant toutefois l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque et la volonté de la maintenir (cf. ATF 138 II 229 consid. 2 et 137 II 345 consid. 3.1.2). Si les époux ont fait ménage commun plus de trois ans, l'absence de volonté matrimoniale réciproque ne peut être admise à la légère ; le contraire reviendrait en effet à vider de toute substance les conditions posées à l'admission d'un abus de droit en vertu de l'art. 51 al. 1 let. a et al. 2 let. a LEI et de la jurisprudence (restrictive) applicable en la matière (arrêt du TAF F-2504/2019 du 5 mai 2021 consid. 4.3). Par conséquent, il est nécessaire d'avoir des indices sérieux, objectifs et concrets, qui démontrent clairement que la communauté conjugale n'existe plus que formellement, que la relation entre les époux n'est pas effectivement vécue ou que la volonté matrimoniale d'au moins l'un des époux n'existe plus (cf.”
“La période minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun ; la durée du mariage n'est ainsi pas déterminante (ATF 140 II 345 consid. 4.1 et 138 II 229 consid. 2). Cette durée minimale est une limite absolue et s'applique même s'il ne reste que quelques jours pour atteindre la durée des trente-six mois exigée par l'art. 50 al. 1 let. a LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.3; arrêt du TF 2C_808/2015 du 23 octobre 2015 consid. 3.1). L'art. 50 al. 1 let. a LEI confère donc à l'étranger, dont l'union conjugale a duré au moins trois ans et dont l'intégration en Suisse est réussie, un droit au renouvellement de son autorisation de séjour, les cas de rigueur de l'art. 50 al. 1 let. b LEI étant plus spécialement prévus pour les situations dans lesquelles les conditions de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne sont pas réalisées (ATF 138 II 393 consid. 3.1 et 137 II 345 consid. 3.2.1). 5.3 La notion d'union conjugale (« Ehegemeinschaft ») au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique la vie en commun des époux, sous réserve de l'exception prévue à l'art. 49 LEI (cf. ATF 136 II 113 consid. 3.2). Cette notion d'union conjugale ne se confond pas avec celle du mariage, qui peut n'être plus que formel, l'union conjugale supposant toutefois l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque et la volonté de la maintenir (cf. ATF 138 II 229 consid. 2 et 137 II 345 consid. 3.1.2). Elle ne se confond pas non plus avec celle de la seule cohabitation (cf., notamment, les arrêts du TF 2C_30/2016 du 1er juin 2016 consid. 3.1 et 2C_1111/2015 du 9 mai 2016 consid. 4.1). Si la cohabitation des époux a formellement duré plus de trois ans, l'absence de volonté matrimoniale réciproque ne peut être admise à la légère; le contraire reviendrait en effet à vider de toute substance les conditions posées à l'admission d'un abus de droit en vertu de l'art. 51 al. 1 let. a et al. 2 let. a LEI et de la jurisprudence (restrictive) applicable en la matière (arrêt du TAF F-2504 /2019 du 5 mai 2021 consid. 4.3). Par conséquent, il est nécessaire d'avoir des indices sérieux, objectifs et concrets, qui indiquent clairement que la communauté conjugale n'existe plus que formellement, que la relation entre les époux n'est pas effectivement vécue ou que la volonté matrimoniale d'au moins l'un des époux n'existe plus (cf.”
“3); que cette durée de trois ans est absolue et s'applique même s'il ne manque que quelques jours pour l'atteindre (arrêt TF 2C_645/2019 du 13 août 2019 consid. 7.1); que seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 137 II 1 consid. 3.1; 136 II 113 consid. 3.3.3; arrêt TF 2C_178/2014 du 20 mars 2014 consid. 5.2; Amarelle/Christen, p. 467); qu'en l'espèce, force est de constater que la communauté conjugale vécue en Suisse a duré deux ans et cinq mois - soit du 6 septembre 2017, date de l'arrivée en Suisse du recourant, à février 2020, date de la séparation du couple - de sorte que l'intéressé ne peut pas se prévaloir du droit au séjour prévu par l’art. 50 al. 1 let. a LEI, respectivement par l'art. 77 al. 1 let. a OASA; que se pose encore la question de savoir si le recourant peut invoquer des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés au sens de l'art. 49 LEI, dès lors que le mariage, en soi, a duré plus de trois ans; que le Tribunal fédéral a implicitement admis que l'art. 49 LEI s'appliquait également lorsque le conjoint suisse vivait à l'étranger séparé de son époux (arrêt TF 2C_871/2010 du 7 avril 2011 consid. 3.2); que, confirmant ce qui précède, il a par la suite retenu que ni la lettre ni l'esprit de l'art. 49 LEI n'opèrent de distinction selon que les raisons majeures contraignent l'époux dont se déduit l'autorisation originaire à se constituer temporairement un domicile distinct en Suisse ou dans un Etat étranger (ATF 140 II 345 consid. 4.4.1); qu'il ressort de la formulation de l'art. 49 LEI ("raisons majeures"; voir aussi l'art. 76 OASA qui évoque des "problèmes familiaux importants") que ces dispositions visent des situations exceptionnelles (arrêt TF 2C_112/2020 du 9 juin 2020 consid. 4.5; 2C_1123/2014 du 24 avril 2015 consid. 3.1 et les arrêts cités); que, d'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important (cf.”
Erhebliche familiäre Probleme können einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG bilden; die Rechtsprechung fordert dafür jedoch objektivierbare und gewichtige Gründe. Krisenbedingtes Getrenntleben ist nur eingeschränkt zulässig: Bei nachgewiesenen regelmässigen ehelichen Kontakten bzw. dem Besuch einer Ehetherapie kann eine Übergangszeit von etwa sechs bis zwölf Monaten gerechtfertigt sein. Fehlen derartige Versöhnungsbemühungen, wird ein krisenbedingtes Getrenntwohnen von über sechs Monaten im Regelfall nicht mehr unter Art. 49 AIG subsumiert.
“Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AIG). Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AIG). Letzteres setzt voraus, dass der Ehewille trotz Trennung fortbesteht (so bereits das Urteil 2C_739/2021 vom 27. Januar 2022 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile 2C_590/2023 vom 8. Mai 2024 E. 5.6.1; 2C_974/2020 vom 12. März 2021 E. 4.2). Nach der Praxis können eheliche Schwierigkeiten zwar kurzfristig ein Getrenntleben im Rahmen von Art. 49 AIG rechtfertigen, doch gilt dies nicht mehr, wenn die Trennung über Monate hinweg aufrechterhalten wird, ohne dass es zu einer nennenswerten Wiederannäherung der Ehegatten kommt (Urteil 2C_144/2023 vom 6. November 2023 E. 5.3 mit Hinweis).”
“Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids (20.10.2022) war das Paar rund 15 Monate getrennt und deutete nichts darauf hin, dass die Ehegemeinschaft wiederaufgenommen wird. Zwar können gemäss Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE erhebliche familiäre Probleme einen wichtigen Grund bilden, der eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens begründet und rechtfertigt, auch die Trennungszeit als eheliche Gemeinschaft zu berücksichtigen. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die Trennung «vorübergehend» ist und (kumulativ) dargelegt ist, dass weiterhin eine «Familiengemeinschaft» (im Rahmen des Möglichen) besteht (vgl. BGer 2C_525/2019 vom”
“Im Rahmen des Familiennachzuges nach Art. 42 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Bedingung des Nachzugrechts ist eine gemeinsame Wohnung. Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterhin besteht. Nach Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 können wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Das Bundesgericht bejaht wichtige Gründe im Sinne von Art. 49 AIG i.V.m. Art. 76 VZAE nur sehr zurückhaltend und verlangt insbesondere, dass die Gründe für das Getrenntleben objektivierbar sind und ein gewisses Gewicht aufweisen (Spescha, a.a.O., N 2 zu Art. 49; Urteil des Bundesgerichts 2C_596/2013 vom 18. Juli 2013 E. 3.1). Mit anderen Worten beschränkt der Ausnahmecharakter von Art. 49 AIG dessen Anwendbarkeit auf ʺbesondere Konstellationen bei der Trennung von Eheleutenʺ (Urteil des Bundesgerichts 2C_635/2009 vom 26. März 2010 E. 4.4). Gemäss Bundesgericht ist die Anwendbarkeit von Art. 49 AIG insbesondere auch im Falle einer krisenbedingten Trennung stark eingeschränkt. Regelmässige eheliche Kontakte und namentlich auch der Besuch einer Ehetherapie während eines krisenbedingten Getrenntlebens sind als Rechtfertigungsgründe des Getrenntlebens für eine Übergangszeit von sechs bis zwölf Monaten gelten zu lassen. Sofern dagegen keine Ehetherapiebesuche oder anderweitige Versöhnungsbemühungen nachgewiesen werden, kann ein krisenbedingtes Getrenntwohnen von über sechs Monaten im Regelfall nicht mehr unter Art.”
Dauerhafte häusliche Trennung – namentlich eine über die in der Rechtsprechung genannte Grenze von rund einem Jahr hinausgehende bzw. bewusst beibehaltene räumliche Trennung ohne ernsthafte Bestrebungen zur Wiederaufnahme des Zusammenwohnens – wird in der Praxis regelmässig dahingehend gewertet, dass die eheliche/familiäre Gemeinschaft nicht mehr fortbesteht. In solchen Fällen kommt der Ausnahme von Art. 49 AIG nicht zur Anwendung.
“Ungeachtet der vorgebrachten Hinweise auf eine angeblich weiterbestehende Ehegemeinschaft (Ehewille, regelmässigen Kontakt, Sex) würden die vorgenannten Ausführungen nahelegen, dass es sich bei der hier in Frage stehenden Trennung nicht nur um eine zeitlich beschränkte Auszeit zur Klärung der familiären Schwierigkeiten gehandelt habe, wie dies Art. 49 AIG für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens vorsehe. Vielmehr scheine es aufgrund der anhaltenden häuslichen Trennung und der mangelnden Anstrengungen der Ehegatten zur Verbesserung der Situation so, als wären die räumliche Distanz und die sich daraus ergebenden Folgen für die Ehegatten vorteilhafter für ein harmonisches Ehe- und Familienleben gewesen, weshalb der Umstand der getrennten Wohnsitze von den Ehegatten bewusst gewählt worden sei ("living apart together"). Da derartige häusliche Trennungen in ausländerrechtlichen Kontexten vom Gesetzgeber nicht geschützt würden, müsse die Ehe – ungeachtet des Willens der Ehegatten und der geltend gemachten Gründe –, mit der Aufhebung der Wohngemeinschaft, spätestens aber ein Jahr danach, also per Ende Mai bzw. Anfang Juni 2021, als faktisch endgültig aufgelöst gelten. Somit habe die Ehegemeinschaft in der Schweiz, welche am 5. August 2018 mit der Einreise des Beschwerdeführers begonnen habe, höchstens zwei Jahre und knapp zehn Monate (bis Ende Mai bzw.”
“Auch sind die regierungsrätlichen Schlussfolgerungen nicht zu beanstanden. Beim Umstand des Zusammenwohnens im Zusammenhang mit dem abgeleiteten Aufenthaltsrecht der Ehegattin oder des Ehegatten handelt es sich um eine Bedingung für den Familiennachzug, weshalb ein Getrenntleben unter ausländerrechtlichen Aspekten nur ausnahmsweise und mit grosser Zurückhaltung gebilligt wird. Grundsätzlich haben Ehegatten in Ausländerehen also zusammenzuwohnen. Vor dieser Prämisse ist der vorliegende Fall zu beurteilen. Tatsache ist, dass die Ehegatten über Monate respektive mehrere Jahre hinweg in separaten Wohnungen lebten und zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise Anstrengungen unternahmen, diese Situation in irgendeiner Form zu ändern. Auch wenn die familiären Probleme aufgrund ihrer Erheblichkeit (zu Beginn) ein Getrenntleben zu rechtfertigen vermochten, bedeutet dies nicht automatisch, dass eine häusliche Trennung auch lang- bzw. längerfristig vom Gesetz geschützt wird. Wie im angefochtenen Beschluss ausführlich dargelegt, akzeptiert der Gesetzgeber im Rahmen von Art. 49 AIG lediglich vorübergehende "krisenbedingte" Trennungen; häusliche Trennungen auf Dauer ohne Aussicht auf eine Wiedervereinigung, auch wenn sie durch erhebliche familiäre Probleme veranlasst sind, verdienen keinen gesetzlichen Schutz. Die hier im Raum stehenden vorinstanzlichen Vorwürfe haben nichts mit der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beweisproblematik zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass die Ehegatten über die vom Bundesgericht gesetzte Limite von einem Jahr in getrennten Wohnungen lebten und in dieser Zeit – bis auf die vereinzelte Suche nach einer grösseren Wohnung – keinerlei Anstalten machten, die eheliche bzw. familiäre Situation dahingehend zu verbessern, dass ein Zusammenleben zumindest schrittweise wieder im Bereich des Möglichen gelegen hätte. Die Vorinstanz hat unter Zugrundelegung sämtlicher Umstände aufgezeigt, dass das Getrenntleben letzten Endes auf ein "living apart together", also eine Partnerschaft, welche nicht in einer gemeinsamen, sondern in getrennten Wohnungen gelebt wird, hinauslief.”
“Es ist vorliegend unbestritten, dass die in der Schweiz verbrachte häusliche Gemeinschaft der Ehegatten nur bis Ende März 2019 und damit seit der Einreise des Rekurrenten vom 29. November 2016 nach erfolgtem Eheschluss weniger als drei Jahre gedauert hat. Der Rekurrent lässt jedoch geltend machen, die Ehegemeinschaft habe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG in Anwendung von Art. 49 AIG und Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) aufgrund eines auf seinen Auszug aus der ehelichen Wohnung folgenden «living apart together» fortbestanden. Darin kann dem Rekurrenten nicht gefolgt werden.”
“C'est en vain que le recourant tente de se prévaloir de l'art. 3 Annexe I ALCP et de l'art. 49 LEI pour s'opposer à la révocation de son autorisation de séjour. Le droit au regroupement en Suisse au sens de l'art. 3 Annexe I ALCP est en effet exclu pour les unions qui ont perdu toute substance. Quant à l'art. 49 LEI, celui-ci suppose que la communauté conjugale soit maintenue en dépit du fait que les époux aient des domiciles séparés. Or, il a été constaté, d'une manière dénuée d'arbitraire, que les époux se sont séparés depuis le 5 janvier 2019, qu'ils ne font plus ménage commun depuis cette date et qu'il n'ont jamais repris la vie commune. L'allégation du recourant, selon laquelle les époux auraient persisté à garder le contact, "tant par téléphone que physiquement", est non seulement présentée de manière purement appellatoire, et partant irrecevable, mais n'est par ailleurs nullement démontrée. Sur le vu de ces éléments, le Tribunal cantonal pouvait de façon parfaitement soutenable retenir que le mariage des intéressés n'existait plus que formellement et que la communauté conjugale n'était plus maintenue.”
Bei Getrenntleben trifft die Ehegatten eine besondere Mitwirkungspflicht: Sie müssen die für getrennte Wohnorte geltend gemachten wichtigen Gründe substantiiert darlegen und geeignete Nachweise beibringen. Die wichtigen Gründe müssen objektivierbar und von gewisser Erheblichkeit sein. Unterbleibt eine genügende Substanziierung, kann die Behörde/Instanz die Ausnahme nach Art. 49 AIG verneinen.
“43 AIG besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft als solche andauert (Art. 49 AIG). Der Artikel spricht von Familiengemeinschaft, dürfte sich im Regelfall aber auf die Ehegemeinschaft beziehen (Spescha, in: Spescha et al. [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 5. Auflage, Zürich 2019, Art. 49 AIG N 1). Bei einem Getrenntleben der Ehegatten ist nicht leichthin von einer fortbestehenden Ehegemeinschaft auszugehen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1). Die Voraussetzungen des wichtigen Grundes für getrennte Wohnorte und des Weiterbestehens der Familiengemeinschaft sind kumulativ (BGer 2C_204/2014 vom 5. Mai 2014 E. 6.1). Wichtige Gründe müssen objektivierbar sein und eine gewisse Erheblichkeit aufweisen (BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_207/2011 vom 5. September 2011 E. 4.1). Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f.; BGer 2C_375/2020 vom 24. Juli 2020 E. 2.2.1, 2C_211/2016 vom 23. Februar 2017 E. 3.3.2). Ein wichtiger Grund liegt desto eher vor, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGer 2C_432/2016 vom 26. Januar 2018 E. 5.3.1, mit Hinweisen).”
“Den Beschwerdeführer trifft bei der Abklärung des Sachverhalts - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat - gestützt auf Art. 90 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht, soweit es um Umstände aus seinem Lebensbereich geht, die er besser kennt als die Behörden. Daher durfte von ihm erwartet werden, dass er die wichtigen Gründe für das Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG substantiiert darlegt und anhand geeigneter Belege nachweist, dass die Ehegemeinschaft trotz der bald zweijährigen Trennung der Haushalte weiterhin Bestand hat. Diesbezüglich blendet die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid allerdings aus, dass der Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren zum Nachweis der wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte sowohl seine Befragung, die Befragung der Ehefrau, den Beizug der IV-Akten der Stieftochter und den Aktenbeizug betreffend das Einreisegesuch der Stieftochter für ihren ägyptischen Partner beantragt hatte. Zu diesen Beweisofferten äussert sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid mit keinem Wort. Vielmehr hält sie dem Beschwerdeführer diesbezüglich vor, seine Angaben seien vage geblieben. Unter Berücksichtigung der Beweisofferten für den Fall, dass die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer dargelegten Sachverhalt als ungenügend substantiiert erachten würde, lässt sich - entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid - nicht sagen, dass der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht nicht hinreichend nachgekommen sei.”
“Diese Mitwirkungspflicht kommt insbesondere bei der Ermittlung von Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können (BGE 124 II 361 E. 2b; BGr, 8. Oktober 2020, 2C_651/2020, E. 3.1). Gerade in Fällen wie dem vorliegenden, in welchem dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer bewusst sein musste, dass gewichtige Argumente für eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sprechen, kann und darf von ihm erwartet werden, dass er seiner Mitwirkungspflicht (vollumfänglich) nachkommt (vgl. BGr, 16. September 2019, 2C_186/2019, E. 4.5 mit Hinweisen). Dennoch hat es der Beschwerdeführer unterlassen, Dokumente einzureichen, welche die gesundheitlichen Beschwerden seiner Schwiegermutter ärztlich belegen würden. Doch selbst wenn diese psychischen Leiden hinreichend erstellt wären, würden diese vorliegend keine erheblichen Zweifel an der Vermutung einer Scheinehe erwecken. Denn damit versucht der Beschwerdeführer lediglich zu begründen, weshalb er und seine Ehefrau zwischen dem 19. Dezember 2017 und dem 14. Mai 2018 nicht in einer gemeinsamen Wohnung wohnten. Dadurch zielt er auf Art. 49 AIG ab, wo die Ausnahmen vom Erfordernis des Zusammenwohnens gemäss den Art. 42–44 AIG geregelt sind. Ob ein wichtiger Grund für die getrennten Wohnorte vorlag, braucht indes nicht geklärt zu werden; denn selbst wenn ein solcher angenommen werden könnte, würden weder die Depression der Schwiegermutter noch der damit verbundene Pflegeaufwand erklären, weshalb der Beschwerdeführer zwischen September und November 2018 anlässlich zweier Wohnungskontrollen sowie mehreren versuchten polizeilichen Vorführungen nie an seinem angeblichen Wohnort angetroffen werden konnte. Vor diesem Hintergrund kann offenbleiben, ob die vom Beschwerdegegner geforderten Angaben "völlig unverhältnismässig" waren, wie der Beschwerdeführer moniert. 3.3.3 Mit Blick auf die Glaubwürdigkeit der Auskünfte D's ist Folgendes anzumerken: Es trifft zwar zu, dass Letztere ihre Angaben gegenüber dem Beschwerdegegner mehrmals geändert hat und diese deshalb teilweise widersprüchlich sind. Insgesamt erscheint jedoch der Schluss naheliegend, dass sich D mehrfach vom Beschwerdeführer bzw.”
Art. 49 ist eine Ausnahmevorschrift: Die Pflicht zum Zusammenwohnen entfällt nur in Ausnahmesituationen, wenn die Familiengemeinschaft weiterhin besteht und gewichtige Gründe für getrennte Wohnsitze vorliegen. Als mögliche wichtige Gründe nennt die Praxis etwa berufliche Verpflichtungen oder eine vorübergehende Trennung wegen schwerer familiärer Probleme. Ein Grund ist umso eher zu berücksichtigen, je eher die getrennte Lebensführung nur zum Preis eines erheblichen Nachteils behoben werden könnte.
“Aux termes de l’art. 49 LEI, l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. Selon cette disposition, l’exigence du ménage commun prévue aux art. 42 à 44 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 de l'ordonnance fédérale du 24 octobre 2007 relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative (OASA; RS 142.201) précise qu'une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. L'art. 49 LEI ne vise que des situations exceptionnelles. D'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important.”
“p. 116 s.; TF 2C_72/2019 du 7 juin 2019 consid. 4.1). Seules les années de mariage et non de concubinage sont pertinentes (ATF 140 II 345 consid. 4.1 p. 348). La notion d'union conjugale de l'art. 50 al. 1 let. a LEI ne se confond pas avec celle du mariage. Alors que celui-ci peut n'être plus que formel, l'union conjugale implique une vie conjugale effective, sous réserve des exceptions mentionnées à l'art. 49 LEI (ATF 137 II 345 consid. 3.1.2 p. 347; TF 2C_95/2020 du 24 avril 2020 consid. 4.1). En vertu de l'art. 49 LEI, l’exigence du ménage commun prévue à l'art. 42 al. 1 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. L'art. 76 OASA précise qu'une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. L'art. 49 LEI ne vise que des situations exceptionnelles; d'une façon générale, un motif apparaît d'autant plus sérieux et digne d'être pris en considération que les époux ne peuvent remédier à leur situation de vie séparée qu'au prix d'un préjudice important (arrêt TF 2C_603/2019 du 16 décembre 2019 consid. 4.1 et la référence). La décision librement consentie des époux de "vivre ensemble séparément" ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art.”
Zeitlich vorübergehende Abwesenheiten im Ausland können als zulässiges Getrenntleben und damit zur Dauer der ehelichen Gemeinschaft angerechnet werden, wenn die Ehegemeinschaft (Ehewille) währenddessen fortbesteht und die Abwesenheit aus wichtigen Gründen vorübergehend war.
“49 AIG nicht an die Dauer der Ehegemeinschaft anzurechnen, weil sich der Beschwerdeführer während dieser Zeit nicht in der Schweiz aufgehalten habe. Die Voraussetzung der dreijährigen Ehegemeinschaft gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG sei daher mit zwei Jahren und 335 Tagen knapp nicht erfüllt; es fehlten 30 Tage (vgl. E. II.3.3 des angefochtenen Urteils). Für den Fall, so die Vorinstanz weiter, dass das Bundesgericht die vorgenannte Rechtsauffassung nicht teilen sollte bzw. unter Berücksichtigung von Art. 49 AIG eine Anrechnung von Zeiträumen, während derer sich der ausländische Ehegatte bei fortbestehender Ehegemeinschaft aus wichtigen Gründen vorübergehend im Ausland aufgehalten hat, in Betracht ziehen sollte, erachtete sie im Rahmen ihrer Eventualerwägung als erstellt, dass der Ehewille der Ehefrau (erst) am 17. April 2020 erloschen sei (vgl. A.c hiervor). Entsprechend sei im Anschluss an die Phase 3 noch während mehr als 30 Tagen von einer beidseitig gewollten Ehegemeinschaft im Sinne von Art. 49 AIG auszugehen, womit - unter Anrechnung dieses Zeitraums an die zwei Jahre und 335 Tage - die gesetzlich verlangte Gesamtdauer von drei Jahren erreicht würde. Diesfalls käme dem Beschwerdeführer, welcher die Integrationskriterien von Art. 58a AIG erfülle (zweite Voraussetzung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG), ein Aufenthaltsanspruch gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG zu (vgl. E. II.4 [insbesondere E. II.4.6] und II.5 des angefochtenen Urteils).”
“Es liegen somit verschiedene Indizien vor, wonach die eheliche Gemeinschaft nach der Abreise des Beschwerdeführers am 10. März 2020 fortbestanden hat. Weil die Vorinstanz diese Frage jedoch nicht abschliessend geprüft hat, ist die Beschwerde gutzuheissen und die Sache an das Verwaltungsgericht zwecks Abklärung des Fortbestands des Ehewillens während des Auslandsaufenthalts des Beschwerdeführers im Zeitraum vom 10. März 2020 bis 10. September 2020 zurückzuweisen. Sollte das Verwaltungsgericht zum Schluss gelangen, dass der Ehewille, wie der Beschwerdeführer behauptet, zumindest bis zum 17. April 2020 bestanden hat, wäre der Zeitraum vom 10. März bis und mit dem 16. April 2020 als zulässiges Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG und Art. 76 VZAE zur Dauer der ehelichen Gemeinschaft hinzuzurechnen, womit die erste Voraussetzung von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG erfüllt wäre. Weil die Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung kumulativ voraussetzt, dass die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG erfüllt sind (vgl. E. 3.2 hiervor), wäre anschliessend die Integration des Beschwerdeführers zu prüfen.”
Die geltend gemachten Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Bei der Würdigung ist zu berücksichtigen, in welchem Umfang die Ehegatten die räumliche Trennung ohne erheblichen Nachteil hätten vermeiden können; je weniger Einfluss sie hierauf nehmen können, desto eher liegt ein wichtiger Grund vor. Ein bewusstes, frei gewähltes „living apart together“ stellt für sich allein praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AIG dar.
“La LEI et ses ordonnances d'exécution, en particulier l’ordonnance relative à l'admission, au séjour et à l'exercice d'une activité lucrative du 24 octobre 2007 (OASA - RS 142.201), règlent l'entrée, le séjour et la sortie des étrangers dont le statut juridique n'est pas réglé par d'autres dispositions du droit fédéral ou par des traités internationaux conclus par la Suisse (cf. art. 1 et 2 LEI), ce qui est le cas en l'espèce. 5. Selon l’art. 42 al. 1 LEI, le conjoint d’un ressortissant suisse a droit à l’octroi d’une autorisation de séjour et à la prolongation de sa durée de validité à condition de vivre en ménage commun avec lui. Cette disposition requiert non seulement le mariage des époux, mais aussi leur ménage commun (ATF 136 II 113 consid. 3.2). La notion d'union conjugale suppose l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque (ATF 138 II 229 consid. 2 ; 137 II 345 consid. 3.1.2). 6. Selon l’art. 49 LEI, l’exigence du ménage commune prévue à l’art. 42 LEI n’est pas applicable lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l’existence de domiciles séparés peuvent être invoquées ; ces conditions sont cumulatives (arrêts du Tribunal fédéral 2C_204/2014 du 5 mai 2014 consid. 6.1 ; 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4 ; 2C_40/2012 du 15 octobre 2012 consid. 4 ; 2C_759/2010 du 28 janvier 2011 consid. 4.2). Les raisons majeures peuvent, notamment, être dues à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants (art. 76 OASA). Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure visent ainsi des situations exceptionnelles, fondées avant tout sur des raisons d'ordre professionnel ou familiales (arrêts du Tribunal fédéral 2C_204/2014 du 5 mai 2014 consid. 6.1 ; 2C_593/2011 du 19 mars 2012 consid. 3.1.1). Les raisons majeures doivent être objectivables et avoir un certain poids ; on tendra donc d'autant plus à estimer être en présence d'une raison majeure si les conjoints ne sont pas en mesure de remédier à la séparation sans subir un grand préjudice (arrêt du Tribunal fédéral 2C_703/2013 du 22 août 2013 consid.”
“2 La durée minimale de trois ans de l'union conjugale commence à courir dès le début de la cohabitation effective des époux en Suisse et s'achève au moment où ceux-ci cessent de faire ménage commun. La cohabitation déterminante est celle qui a lieu en Suisse, après la célébration du mariage (cf. ATF 140 II 345 consid. 4.1 ; 140 II 289 consid. 3.5.1 ; arrêt du TF 2C_301/2020 du 8 juin 2020 consid. 4.2.1). Cette durée minimale est une limite absolue et s'applique même si la fin de la vie conjugale est intervenue quelques semaines ou jours seulement avant la fin de cette période (cf. ATF 137 II 345 consid. 3.1.3 ; arrêt du TF 2C_301/2020 précité consid. 4.2.1). 6.3 La notion d'union conjugale au sens de l'art. 50 al. 1 let. a LEI implique la vie en commun des époux et suppose l'existence d'une communauté conjugale effectivement vécue et reposant sur une volonté matrimoniale réciproque et la volonté de la maintenir (cf. ATF 138 II 229 consid. 2 ; arrêt du TF 2C_516/2022 du 22 mars 2023 consid. 4.2). 6.4 L'art. 49 LEI prévoit cependant une exception à l'exigence du ménage commun lorsque la communauté familiale est maintenue et que des raisons majeures justifiant l'existence de domiciles séparés peuvent être invoquées. 6.4.1 Aux termes de l'art. 76 OASA, une exception à l'exigence du ménage commun peut résulter de raisons majeures dues, notamment, à des obligations professionnelles ou à une séparation provisoire en raison de problèmes familiaux importants. 6.4.2 Les motifs susceptibles de constituer une raison majeure doivent être objectifs et d'une certaine consistance (cf. arrêts du TAF F-130/2021 du 21 juillet 2023 consid. 11.1 ; F-494/2021 du 4 avril 2023 consid. 5.1). Seules des situations exceptionnelles sont visées (cf. arrêt du TF 2C_525/2019 du 16 septembre 2019 consid. 4.2). La décision librement consentie des époux de « vivre ensemble séparément » ne constitue pas, à elle seule, une raison majeure au sens de l'art. 49 LEI. Le but de cette disposition n'est en effet pas de permettre aux époux de vivre séparés en Suisse pendant une longue période et exige que la communauté familiale soit maintenue (cf.”
“Das Erfordernis des gemeinsamen Wohnsitzes nach Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG besteht laut Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht. Wichtige Gründe für die Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können gemäss Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit vom 24. Oktober 2007 (VZAE; SR 142.201) insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Ehegatten auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. Dementsprechend ist nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund, um eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zu rechtfertigen (vgl. Urteile BGer 2C_511/2019 vom 28. November 2019 E. 3.1; 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.3.1). Auch ist ein bewusstes Getrenntleben, sogenanntes "living apart together", nach der Rechtsprechung an sich kein wichtiger Grund im Sinne von Art.”
“42 Abs. 1 AIG besteht nach Art. 49 AIG nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Wichtige Gründe für eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen (Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE]). Von einem wichtigen Grund kann desto eher gesprochen werden, je weniger die Eheleute auf die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen Nachteil in Kauf nehmen zu müssen. Dementsprechend ist nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger Grund, um eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zu rechtfertigen (vgl. BGr, 28. November 2019, 2C_511/2019, E. 3.1). Ein freiwilliger Entscheid für ein "living apart together" stellt für sich allein genommen praxisgemäss keinen wichtigen Grund im Sinn von Art. 49 AIG dar (vgl. BGr, 24. Juli 2020, 2C_375/2020, E. 2.2.1). Die Gründe müssen objektivierbar sein und ein gewisses Gewicht aufweisen. Entsprechende Nachweise für das Fortbestehen der Ehe sind durch die Ehegatten beizubringen, da es dabei um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen als die Behörden. Insofern trifft die Ehegatten bei der Abklärung des Sachverhalts im Rahmen von Art. 49 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 AIG; BGE 143 II 425 E. 5.1; BGE 130 II 482 E. 3.2). 2.2 Gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. d AIG kann die zuständige Behörde die Aufenthaltsbewilligung widerrufen, wenn die Ausländerin oder der Ausländer eine mit der Verfügung verbundene Bedingung – wie beispielsweise das Erfordernis des Zusammenwohnens – nicht einhält. 2.3 Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht gemäss Art. 50 Abs. 1 AIG der Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 bzw. 43 AIG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und die Integrationskriterien nach Art.”
Bei der Prüfung von Ausnahmen nach Art. 49 AIG trifft die betroffene Person eine besondere Mitwirkungspflicht; wichtige Gründe für getrennte Wohnorte sind substantiiert darzulegen und nach Möglichkeit durch geeignete Belege zu stützen. Das Unterlassen der Vorlage relevanter Nachweise (z. B. ärztliche Atteste) kann sich nachteilig auswirken, soweit dadurch die dargelegten Gründe nicht hinreichend belegt werden.
“Diese Mitwirkungspflicht kommt insbesondere bei der Ermittlung von Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erhoben werden können (BGE 124 II 361 E. 2b; BGr, 8. Oktober 2020, 2C_651/2020, E. 3.1). Gerade in Fällen wie dem vorliegenden, in welchem dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer bewusst sein musste, dass gewichtige Argumente für eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sprechen, kann und darf von ihm erwartet werden, dass er seiner Mitwirkungspflicht (vollumfänglich) nachkommt (vgl. BGr, 16. September 2019, 2C_186/2019, E. 4.5 mit Hinweisen). Dennoch hat es der Beschwerdeführer unterlassen, Dokumente einzureichen, welche die gesundheitlichen Beschwerden seiner Schwiegermutter ärztlich belegen würden. Doch selbst wenn diese psychischen Leiden hinreichend erstellt wären, würden diese vorliegend keine erheblichen Zweifel an der Vermutung einer Scheinehe erwecken. Denn damit versucht der Beschwerdeführer lediglich zu begründen, weshalb er und seine Ehefrau zwischen dem 19. Dezember 2017 und dem 14. Mai 2018 nicht in einer gemeinsamen Wohnung wohnten. Dadurch zielt er auf Art. 49 AIG ab, wo die Ausnahmen vom Erfordernis des Zusammenwohnens gemäss den Art. 42–44 AIG geregelt sind. Ob ein wichtiger Grund für die getrennten Wohnorte vorlag, braucht indes nicht geklärt zu werden; denn selbst wenn ein solcher angenommen werden könnte, würden weder die Depression der Schwiegermutter noch der damit verbundene Pflegeaufwand erklären, weshalb der Beschwerdeführer zwischen September und November 2018 anlässlich zweier Wohnungskontrollen sowie mehreren versuchten polizeilichen Vorführungen nie an seinem angeblichen Wohnort angetroffen werden konnte. Vor diesem Hintergrund kann offenbleiben, ob die vom Beschwerdegegner geforderten Angaben "völlig unverhältnismässig" waren, wie der Beschwerdeführer moniert. 3.3.3 Mit Blick auf die Glaubwürdigkeit der Auskünfte D's ist Folgendes anzumerken: Es trifft zwar zu, dass Letztere ihre Angaben gegenüber dem Beschwerdegegner mehrmals geändert hat und diese deshalb teilweise widersprüchlich sind. Insgesamt erscheint jedoch der Schluss naheliegend, dass sich D mehrfach vom Beschwerdeführer bzw.”
“Den Beschwerdeführer trifft bei der Abklärung des Sachverhalts - wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat - gestützt auf Art. 90 AIG eine besondere Mitwirkungspflicht, soweit es um Umstände aus seinem Lebensbereich geht, die er besser kennt als die Behörden. Daher durfte von ihm erwartet werden, dass er die wichtigen Gründe für das Getrenntleben im Sinne von Art. 49 AIG substantiiert darlegt und anhand geeigneter Belege nachweist, dass die Ehegemeinschaft trotz der bald zweijährigen Trennung der Haushalte weiterhin Bestand hat. Diesbezüglich blendet die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid allerdings aus, dass der Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren zum Nachweis der wichtigen Gründe für getrennte Wohnorte sowohl seine Befragung, die Befragung der Ehefrau, den Beizug der IV-Akten der Stieftochter und den Aktenbeizug betreffend das Einreisegesuch der Stieftochter für ihren ägyptischen Partner beantragt hatte. Zu diesen Beweisofferten äussert sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid mit keinem Wort. Vielmehr hält sie dem Beschwerdeführer diesbezüglich vor, seine Angaben seien vage geblieben. Unter Berücksichtigung der Beweisofferten für den Fall, dass die Vorinstanz den vom Beschwerdeführer dargelegten Sachverhalt als ungenügend substantiiert erachten würde, lässt sich - entgegen den Ausführungen im angefochtenen Entscheid - nicht sagen, dass der Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht nicht hinreichend nachgekommen sei.”
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