RS 312.0 ↩
Nuovo testo giusta l’all. 1 cifra II n. 19 del Codice di procedura penale del 5 ott. 2007, in vigore dal 1° gen. 2011 (RU 2010 1881;FF 2006 989). ↩
RS 173.110 ↩
Nuovo testo giusta l’all. n. 12 della L del 17 giu. 2005 sul Tribunale federale, in vigore dal 1° gen. 2007 (RU 2006 1205;FF 2001 3764). ↩
Nuovo testo giusta l’all. 1 cifra II n. 19 del Codice di procedura penale del 5 ott. 2007, in vigore dal 1° gen. 2011 (RU 2010 1881;FF 2006 989). ↩
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Secondo la giurisprudenza, il perseguimento penale dei reati fiscali indicati negli art. 186–187 LIFD è disciplinato dalle disposizioni pertinenti del CodiÎ di procedura penale (art. 188 cpv. 2 LIFD).
“En premier lieu, les recourants ne sauraient fonder leur argumentation sur les règles applicables au code de procédure pénale. En effet et contrairement à ce qu'ils prétendent, les règles du CPP ne sont applicables ni aux procédures de rappel d'impôt, ni à celles relatives à la soustraction fiscale (cf. arrêt 2C_1052/2020 du 19 octobre 2021 consid. 2.2.2 et les références). En effet, selon la jurisprudence, seules les dispositions sur les principes généraux de procédure et les procédures de taxation et de recours s'appliquent par analogie dans ce cadre (art. 182 al. 3 LIFD; ATF 144 IV 136 consid. 5.3). Au contraire, la poursuite des délits au sens des art. 186 et 187 LIFD est régie par les dispositions pertinentes du CPP (art. 188 al. 2 LIFD; arrêt 2C_1052/2020 du 19 octobre 2021 consid. 2.2.2 et les références).”
Citazione: LIFD art. 188 n. 3 Nonostante le multe per contravvenzioni abbiano carattere penale, nella prassi la disciplina procedurale penale (CPP) non trova di frequente applicazione per quanto riguarÚ le notificazioni: i provvedimenti e le decisioni delle autorità fiscali vengono di regola notificati secondo le disposizioni procedurali fiscali (posta ordinaria); anche l'invio tramite A-Post Plus è riconosciuto come ammesso.
“Sie seien zudem mit dem Hinweis verbunden, dass nach Eintritt der Rechtskraft eine Meldung an das Strafregister erfolgen werde. Damit sei die Streitigkeit dem Strafrecht zuzuordnen. Im Strafverfahren genüge eine Zustellung mit A-Post Plus den Anforderungen von Art. 85 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) nicht. In «analoger Anwendung» könne es sich hier nicht anders verhalten, weshalb aufgrund der Zustellung der Einspracheentscheide per A-Post Plus von einer mangelhaften Eröffnung auszugehen sei, die dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil gereichen dürfe (Beschwerden Ziff. II Rz. 24). Die Steuerverwaltung hält dem entgegen, das Bundesgericht habe mehrfach bestätigt, dass die Eröffnung von Verfügungen der Steuerbehörden einschliesslich solcher betreffend Steuerbussen durch A-Post Plus zulässig sei (Beschwerdeantwort S. 1). 2.2 Übertretungsbussen haben zwar strafrechtlichen Charakter; anders als bei Steuervergehen, auf welche die StPO Anwendung findet (Art. 225 Abs. 2 StG; Art. 188 Abs. 2 DBG), wird das Steuerhinterziehungsverfahren indes durch die Steuergesetzgebung geregelt (Art. 225 Abs. 1 StG; vgl. auch Art. 182 Abs. 3 DBG; Art. 57bis Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]; BGer 2C_1052/2020 vom 19.10.2021 E. 2.2.2 mit Hinweisen; VGE 2016/54/55 vom 26.9.2017 E. 1.2, 2012/17/18 vom 30.5.2013 E. 3.2 [bestätigt durch BGer 2C_629/2013 und 2C_630/2013 vom 22.2.2014]). Demnach werden Verfügungen und Entscheide der Steuerbehörden der steuerpflichtigen Person in der Regel mit gewöhnlicher Post zugestellt (Art. 159 Abs. 2 StG bzw. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 159 Abs. 2 StG; anders: Art. 44 Abs. 2 VRPG, Art. 85 Abs. 2 StPO; Art. 138 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Zulässig ist namentlich auch der Versand mit A-Post Plus (vgl. BGer 2C_987/2017 vom 7.12.2017 E. 3.1, 2C_430/2009 vom 14.1.2010, in StR 65/2010 S. 396 E.”
Il CPP non si appliÊ direttamente nel procedimento per evasione fiscale (cfr. art. 188 cpv. 2 LIFD e contrario); il procedimento è regolato dalla legislazione fiscale. Ciò è in contrasto con le infrazioni fiscali, per le quali trova applicazione il CPP.
“Sie seien zudem mit dem Hinweis verbunden, dass nach Eintritt der Rechtskraft eine Meldung an das Strafregister erfolgen werde. Damit sei die Streitigkeit dem Strafrecht zuzuordnen. Im Strafverfahren genüge eine Zustellung mit A-Post Plus den Anforderungen von Art. 85 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) nicht. In «analoger Anwendung» könne es sich hier nicht anders verhalten, weshalb aufgrund der Zustellung der Einspracheentscheide per A-Post Plus von einer mangelhaften Eröffnung auszugehen sei, die dem Beschwerdeführer nicht zum Nachteil gereichen dürfe (Beschwerden Ziff. II Rz. 24). Die Steuerverwaltung hält dem entgegen, das Bundesgericht habe mehrfach bestätigt, dass die Eröffnung von Verfügungen der Steuerbehörden einschliesslich solcher betreffend Steuerbussen durch A-Post Plus zulässig sei (Beschwerdeantwort S. 1). 2.2 Übertretungsbussen haben zwar strafrechtlichen Charakter; anders als bei Steuervergehen, auf welche die StPO Anwendung findet (Art. 225 Abs. 2 StG; Art. 188 Abs. 2 DBG), wird das Steuerhinterziehungsverfahren indes durch die Steuergesetzgebung geregelt (Art. 225 Abs. 1 StG; vgl. auch Art. 182 Abs. 3 DBG; Art. 57bis Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]; BGer 2C_1052/2020 vom 19.10.2021 E. 2.2.2 mit Hinweisen; VGE 2016/54/55 vom 26.9.2017 E. 1.2, 2012/17/18 vom 30.5.2013 E. 3.2 [bestätigt durch BGer 2C_629/2013 und 2C_630/2013 vom 22.2.2014]). Demnach werden Verfügungen und Entscheide der Steuerbehörden der steuerpflichtigen Person in der Regel mit gewöhnlicher Post zugestellt (Art. 159 Abs. 2 StG bzw. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 159 Abs. 2 StG; anders: Art. 44 Abs. 2 VRPG, Art. 85 Abs. 2 StPO; Art. 138 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Zulässig ist namentlich auch der Versand mit A-Post Plus (vgl. BGer 2C_987/2017 vom 7.12.2017 E. 3.1, 2C_430/2009 vom 14.1.2010, in StR 65/2010 S. 396 E.”
“Nicht stichhaltig ist auch das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die entsprechenden Erkenntnisse seien wegen einer Verletzung der ihr als Beschuldigten zustehenden Teilnahmerechte von Art. 147 StPO bzw. Art. 6 (Ziff. 3) EMRK unverwertbar. Abgesehen davon, dass die Strafprozessordnung im Steuerhinterziehungsverfahren nicht direkt zur Anwendung kommt (vgl. Art. 182 Abs. 3 DBG; Art. 188 Abs. 2 DBG e contrario), ist das von der Beschwerdeführerin mit diesem Vorbringen wohl ausschliesslich angerufene Recht, an Beweiserhebungen anwesend zu sein und einvernommenen Personen Frage zu stellen (vgl. Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK; Art. 147 Abs. 1 StPO), schon deshalb nicht verletzt, weil die Beschwerdeführerin selbst am Veranlagungsverfahren beteiligt war und nicht ersichtlich ist, dass sie in diesem Verfahren keine Möglichkeit hatte, Fragen an allfällige auskunftspflichtige Dritte (wie die C.________ AG) zu richten.”
l'art. 188 cpv. 2 LIFD esprime che la CPP si appliÊ, nei procedimenti penali in materia di imposte dirette, agli illeciti fiscali (art. 186 ss. LIFD; in particolare alla froÞ fiscale); per le contravvenzioni in materia di imposte dirette e per l'evasione fiscale, inveÎ, manÊ una disposizione corrispondente.
“Im Bereich der direktsteuerlichen Strafverfahren ist die Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO; SR 312.0) einzig im Bereich der Steuervergehen (Art. 186 ff. DBG) anwendbar, also insbesondere hinsichtlich des Steuerbetrugs. Zu diesen hält Art. 188 Abs. 2 DBG fest, dass das Verfahren sich nach den Vorschriften der StPO richte (Urteil 2C_581/2019 vom 12. Juli 2019 E. 3.2.1). Für die direktsteuerlichen Übertretungen (Art. 174 ff. DBG) und damit auch die Steuerhinterziehung (Art. 175 ff. DBG) fehlt eine gleichlautende Vorschrift. Gegenteils bestimmt Art. 182 Abs. 3 DBG, dass die Vorschriften über die Verfahrensgrundsätze, das Veranlagungs- und das Beschwerdeverfahren sinngemäss gälten (Pietro Sansonetti/ Danielle Hostettler, in: Yves Noël/Florence Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire romand, LIFD, 2. Aufl. 2017 [nachfolgend: CR-LIFD], N. 3 ff. zu Art. 182 DBG). Der Gesetzgeber hat damit eine klare Trennlinie gezogen (Urteil 2C_181/2019 vom 11. März 2019 E. 2.3.2; Andreas Donatsch/Omar Abo Youssef, in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar DBG, 3. Aufl. 2017 [nachfolgend: BSK-DBG], N. 45 zu Art. 186 DBG). Auf die Steuerhinterziehung sind die Bestimmungen der StPO nicht anwendbar.”
“Im Bereich der direktsteuerlichen Strafverfahren ist die Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO; SR 312.0) einzig im Bereich der Steuervergehen (Art. 186 ff. DBG) anwendbar, also insbesondere hinsichtlich des Steuerbetrugs. Zu diesen hält Art. 188 Abs. 2 DBG fest, dass das Verfahren sich nach den Vorschriften der StPO richte (Urteil 2C_581/2019 vom 12. Juli 2019 E. 3.2.1). Für die direktsteuerlichen Übertretungen (Art. 174 ff. DBG) und damit auch die Steuerhinterziehung (Art. 175 ff. DBG) fehlt eine gleichlautende Vorschrift. Gegenteils bestimmt Art. 182 Abs. 3 DBG, dass die Vorschriften über die Verfahrensgrundsätze, das Veranlagungs- und das Beschwerdeverfahren sinngemäss gälten (Pietro Sansonetti/ Danielle Hostettler, in: Yves Noël/Florence Aubry Girardin [Hrsg.], Commentaire romand, LIFD, 2. Aufl. 2017 [nachfolgend: CR-LIFD], N. 3 ff. zu Art. 182 DBG). Der Gesetzgeber hat damit eine klare Trennlinie gezogen (Urteil 2C_181/2019 vom 11. März 2019 E. 2.3.2; Andreas Donatsch/Omar Abo Youssef, in: Martin Zweifel/Michael Beusch [Hrsg.], Kommentar DBG, 3. Aufl. 2017 [nachfolgend: BSK-DBG], N. 45 zu Art. 186 DBG). Auf die Steuerhinterziehung sind die Bestimmungen der StPO nicht anwendbar.”