Celui qui, malgré sommation, aura manqué intentionnellement ou par négligence à une obligation qui lui incombait en vertu de la présente loi ou d’une mesure prise en application de celle-ci, sera puni d’une amende de 1000 francs au plus; dans les cas graves ou en cas de récidive, l’amende sera de 10 000 francs au plus.
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Die Mahnung ist als verfahrensleitende (Zwischen-)Verfügung ausgestaltet und daher nicht selbständig anfechtbar; sie kann in der Regel erst in Verbindung mit dem verfahrensabschliessenden Endentscheid gerügt werden. Sie stellt die letzte peremptorische Aufforderung dar und setzt der betreffenden Person eine angemessene Frist zur Nachholung bislang versäumter Mitwirkungs- oder Einreichungspflichten.
“Nur und erst wenn die Allgemeinverfügung erfolglos geblieben ist, indem die steuerpflichtige Person die Steuererklärung und die notwendigen Beilagen nicht oder mangelhaft ausgefüllt einreicht, ist die steuerpflichtige Person in einem zweiten Schritt auf der individuell-konkreten Ebene aufzufordern, "das Versäumte innert angemessener Frist nachzuholen" (so § 180 Abs. 3 StG/AG; MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 4. Aufl. 2022 [nachfolgend: Komm. StHG], N. 35 zu Art. 46 StHG). Harmonisierungsrechtlich ist in diesem Zusammenhang von der "Mahnung" die Rede (Art. 46 Abs. 3 StHG). Aufgrund ihrer Eigenschaft als verfahrensleitende (Zwischen-) Verfügung ist die Mahnung nicht selbständig anfechtbar (ZWEIFEL/HUNZIKER, Komm. StHG, a.a.O., namentlich N. 16a zu Art. 41 StHG und N. 33 zu Art. 46 StHG), sondern nur in Verbindung mit dem (verfahrensabschliessenden) Endentscheid (ROMAN J. SIEBER/JASMIN MALLA, Komm. StHG, a.a.O., N. 17 zu Art. 55 StHG). Die Mahnung bringt die letzte (peremptorische) Aufforderung an eine steuerpflichtige Person zum Ausdruck, den bis dahin formell und/oder materiell versäumten Mitwirkungspflichten (dazu allgemein Art. 42 Abs. 1 StHG) nunmehr nachzukommen (Urteil 2C_404/2019 vom 29. Januar 2020 E. 2.2). Die Veranlagungsbehörde setzt der steuerpflichtigen Person in der Mahnung eine "angemessene" Frist zur Erfüllung der bislang versäumten Verfahrenspflichten (wiederum Urteil 2C_404/2019 vom 29. Januar 2020 E. 2.2).”
“Nur und erst wenn die Allgemeinverfügung erfolglos geblieben ist, indem die steuerpflichtige Person die Steuererklärung und die notwendigen Beilagen nicht oder mangelhaft ausgefüllt einreicht, ist die steuerpflichtige Person in einem zweiten Schritt auf der individuell-konkreten Ebene aufzufordern, "das Versäumte innert angemessener Frist nachzuholen" (so § 180 Abs. 3 StG/AG; MARTIN ZWEIFEL/SILVIA HUNZIKER, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 4. Aufl. 2022 [nachfolgend: Komm. StHG], N. 35 zu Art. 46 StHG). Harmonisierungsrechtlich ist in diesem Zusammenhang von der "Mahnung" die Rede (Art. 46 Abs. 3 StHG). Aufgrund ihrer Eigenschaft als verfahrensleitende (Zwischen-) Verfügung ist die Mahnung nicht selbständig anfechtbar (ZWEIFEL/HUNZIKER, Komm. StHG, a.a.O., namentlich N. 16a zu Art. 41 StHG und N. 33 zu Art. 46 StHG), sondern nur in Verbindung mit dem (verfahrensabschliessenden) Endentscheid (ROMAN J. SIEBER/JASMIN MALLA, Komm. StHG, a.a.O., N. 17 zu Art. 55 StHG). Die Mahnung bringt die letzte (peremptorische) Aufforderung an eine steuerpflichtige Person zum Ausdruck, den bis dahin formell und/oder materiell versäumten Mitwirkungspflichten (dazu allgemein Art. 42 Abs. 1 StHG) nunmehr nachzukommen (Urteil 2C_404/2019 vom 29. Januar 2020 E. 2.2). Die Veranlagungsbehörde setzt der steuerpflichtigen Person in der Mahnung eine "angemessene" Frist zur Erfüllung der bislang versäumten Verfahrenspflichten (wiederum Urteil 2C_404/2019 vom 29. Januar 2020 E. 2.2).”
Die harmonisierungskonforme Auslegung und Anwendung von Art. 55 StHG wurde gerichtlich als nicht zu beanstanden erachtet. Die im angeführten Entscheidsfall festgesetzte, sehr geringe Busse (Fr. 50.–) wurde im kantonalen Verfahren nicht gerügt.
“Mit Blick darauf ist die Auslegung und Anwendung von Art. 55 StHG bzw. des harmonisierungskonformen § 235 StG/AG nicht zu beanstanden. Die Bemessung der Busse, die mit Fr. 50.-- sehr moderat ausgefallen ist, hat der Steuerpflichtige im kantonalen Verfahren nicht gerügt (Sachverhalt, lit. D.c). Auf die rein verfassungs- und kantonalrechtlichen Rügen ist, wie dargelegt, mangels erfüllter prozessualer Voraussetzungen nicht einzugehen (vorne E. 2.3.1).”
Bei der Bemessung der Busse ist insbesondere zu prüfen, welche Bedeutung die verletzte Pflicht für eine der Rechtsordnung entsprechende Besteuerung hat. Dazu gehört die Berücksichtigung der vermuteten Höhe der betroffenen steuerbaren Elemente und damit des Einflusses fehlender oder unvollständiger Unterlagen auf die Besteuerung.
“1 de la loi fédérale du 14 décembre 1990 sur l'harmonisation des impôts directs des cantons et des communes [LHID; RS 642.14]; art. 176 al. 1 LI). Il doit en particulier, sur demande de l'autorité de taxation, fournir des renseignements oraux ou écrits, présenter ses livres comptables, les pièces justificatives et autres attestations ainsi que les pièces concernant ses relations d'affaires (art. 126 al. 2 LIFD; art. 42 al. 2 LHID; art. 176 al. 2 LI). Celui qui, malgré sommation, enfreint intentionnellement ou par négligence une obligation qui lui incombe en vertu de la LIFD ou de la LI ou d'une mesure prise en application de celles-ci sera punie d'une amende (art. 174 al. 1 LIFD; art. 55 LHID; art. 241 al. 1 LI). L'auteur de l'infraction peut également être une personne morale (cf. art. 181 al. 1 LIFD; art. 57 al. 1 LHID; art. 248 al. 1 LI). La peine prévue consiste en une amende plafonnée de 1'000 fr. au plus; elle peut toutefois s'élever jusqu'à 10'000 fr. au plus dans les cas graves ou lors de récidive (art. 174 al. 2 LIFD; art. 55 LHID; art. 241 al. 2 LI). La sanction prévue par les art. 174 al. 1 LIFD et 241 al. 1 LI n'a pas pour seule fonction de punir le contribuable; elle vise aussi à le contraindre à suivre les injonctions qui lui sont faites lorsqu'il n'obéit pas à une obligation qui lui est prescrite (ATF 143 IV 130 consid. 3.1 et les références). L'amende est fixée selon les principes généraux du Code pénal suisse du 21 décembre 1937 (CP; RS 311.0), dont l'art. 47 CP, qui prévoit comme critères la culpabilité de l'auteur, ses antécédents, sa situation personnelle et l'effet de la peine sur son avenir. Dans le cadre de l'application des art. 174 al. 1 LIFD et 241 al. 1 LI, il s'agira en particulier d'établir l'importance que peut avoir l'obligation violée pour une taxation conforme au droit, l'importance présumée du montant des éléments imposables constituant un facteur à prendre en considération dans ce cadre (ATF 143 IV 130 consid. 3.2 et 3.3). Le fait que l'auteur accomplisse l'obligation après le délai imparti dans l'injonction n'exclut par le prononcé de l'amende; il en sera toutefois tenu compte dans la fixation de la peine (Sansonetti/Hostettler, in Noël/Aubry Girardin (éd.”
“p. 135s.). Dans le cadre de l'application des art. 55 LHID et 174 LIFD, respectivement de l'art. 241 LI, il s'agit d'établir l'importance que peut avoir l'obligation violée pour une taxation conforme au droit, l'importance présumée du montant des éléments imposables constituant un facteur à prendre en considération dans ce cadre (143 IV 130 consid. 3.3 p. 135ss).”
Art. 55 StHG steht in Idealkonkurrenz zu entsprechenden Vorschriften für andere Steuerarten: Für dieselbe Unterlassung können deshalb getrennt bzw. kumulativ Bussen für verschiedene Steueransprüche (z. B. Bundes- und Kantonssteuern) verhängt werden, da unterschiedliche Rechtsgüter/Steueransprüche geschützt sind; hierin liegt keine unzulässige Doppelbestrafung.
“Wie das kantonale Gericht im angefochtenen Urteil korrekt dargelegt hat, besteht zwischen den Art. 55 StHG und Art. 174 DBG Idealkonkurrenz, da die Bestimmungen unterschiedliche Rechtsgüter schützen: zwar zielen beide darauf ab, die Erfüllung einer Verfahrenspflicht sicherzustellen, aber die eine Norm schützt letztlich den Steueranspruch des Bundes, die andere hingegen den Steueranspruch des Kantons und der Gemeinde, die beide durch das Verhalten des Steuerpflichtigen gefährdet werden (BGE 143 IV 130 E. 3.1; SIEBER/MALLA, a.a.O., Art. 174 DBG N. 37). Entsprechend liegt keine verbotene Doppelbestrafung vor, wenn dem Beschwerdeführer für jedes Steuerjahr zwei Bussen für beide Steuerarten auferlegt wurden. Aus dem Verweis auf das Urteil 6B_1053/2017 vom 17. Mai 2018 kann der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten, da dort nicht die Verletzung von Verfahrenspflichten durch das Nichteinreichen der Steuererklärung zu prüfen war, sondern eine allfällige Konkurrenz von Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Weitere Gründe, weshalb die Bussenhöhe zu reduzieren sei, nennt er nicht. Zu den ausgesprochenen Gebühren und Kosten äussert er sich nicht.”
“Wer einer Pflicht, die ihm nach den Vorschriften dieses Gesetzes oder nach einer aufgrund dieses Gesetzes getroffenen Anordnung obliegt, trotz Mahnung vorsätzlich oder fahrlässig nicht nachkommt, insbesondere die Steuererklärung oder die dazu verlangten Beilagen nicht einreicht, wird mit Busse bestraft (Art. 174 Abs. 1 lit. a DBG bzw. Art. 55StHG, hier in Verbindung mit § 188 Abs. 1 lit. b des Gesetzes [des Kantons Solothurn] vom 1. Dezember 1985 über die Staats- und Gemeindesteuern (StG/SO; BGS 614.11). Die Busse beträgt bis zu Fr. 1'000.--, in schweren Fällen oder bei Rückfall bis zu Fr. 10'000.-- (Art. 174 Abs. 2 DBG bzw. Art. 55 StHG in Verbindung mit § 188 Abs. 2 StG/SO). Die beiden bundesrechtlichen Normen stehen in Idealkonkurrenz (BGE 143 IV 130 E. 3.1 S. 134) und sind übereinstimmend auszulegen (BGE 143 IV 130 E. 2.1 S. 133). Die beiden Steuerarten können daher gemeinsam behandelt werden, zumal die Vorinstanz eine Gesamtbusse ausgesprochen hat, ohne zwischen den beiden Steuerarten näher zu differenzieren.”
Auch wenn das Harmonisierungsrecht keinen ausdrücklichen Hinweis in der Mahnung vorschreibt, wird in der Praxis empfohlen, in der Mahnung auf die Möglichkeit einer Bestrafung wegen Verletzung von Verfahrenspflichten (Art. 55 StHG) hinzuweisen.
“Die Mahnung ist grundsätzlich nicht näher zu begründen, nachdem das harmonisierte Steuerrecht von Kantonen und Gemeinden bzw. das kantonale Verfahrensrecht keine solche Anforderung kennen. Ebenso wenig schreibt das Harmonisierungsrecht vor, dass in der Mahnung auf die drohenden Rechtsnachteile hinzuweisen sei (Urteil 2C_938/2016 / 2C_939/2016 vom 15. Februar 2017 E. 2.7.1). Die Praxis geht dahin, dass dennoch auf die Möglichkeit der Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen (Art. 46 Abs. 3 StHG) bzw. die Bestrafung wegen Verletzung von Verfahrenspflichten (Art. 55 StHG) hinzuweisen sei (unter vielen: Urteile 2C_404/2019 vom 29. Januar 2020 E. 2.2; 2C_551/2018 vom 11. Juni 2019 E. 3.2.1; 2C_292/2011 vom 31. August 2011 E. 3.1; ZWEIFEL/HUNZIKER, Komm. StHG, a.a.O., N. 35 zu Art. 46 StHG; ISABELLE ALTHAUS-HOURIET, in: Commentaire Romand, Impôt fédéral direct, 2. Aufl. 2017 [nachfolgend: CR-LIFD], N. 18 zu Art. 130 DBG).”
“Die Mahnung ist grundsätzlich nicht näher zu begründen, nachdem das harmonisierte Steuerrecht von Kantonen und Gemeinden bzw. das kantonale Verfahrensrecht keine solche Anforderung kennen. Ebenso wenig schreibt das Harmonisierungsrecht vor, dass in der Mahnung auf die drohenden Rechtsnachteile hinzuweisen sei (Urteil 2C_938/2016 / 2C_939/2016 vom 15. Februar 2017 E. 2.7.1). Die Praxis geht dahin, dass dennoch auf die Möglichkeit der Veranlagung nach pflichtgemässem Ermessen (Art. 46 Abs. 3 StHG) bzw. die Bestrafung wegen Verletzung von Verfahrenspflichten (Art. 55 StHG) hinzuweisen sei (unter vielen: Urteile 2C_404/2019 vom 29. Januar 2020 E. 2.2; 2C_551/2018 vom 11. Juni 2019 E. 3.2.1; 2C_292/2011 vom 31. August 2011 E. 3.1; ZWEIFEL/HUNZIKER, Komm. StHG, a.a.O., N. 35 zu Art. 46 StHG; ISABELLE ALTHAUS-HOURIET, in: Commentaire Romand, Impôt fédéral direct, 2. Aufl. 2017 [nachfolgend: CR-LIFD], N. 18 zu Art. 130 DBG).”
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