Verwitwete Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten haben Anspruch auf einen Zuschlag von 20 Prozent zu ihrer Rente. Rente und Zuschlag dürfen den Höchstbetrag der Altersrente nicht übersteigen.
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Der 20%-Zuschlag nach Art. 35bis richtet sich nach der geltenden gesetzlichen Regelung an Ehegatten und eingetragene Partner; für Konkubinatspartner besteht dafür keine gesetzliche Grundlage und demnach kein Anspruch.
“S'agissant du partenariat enregistré, celui-ci est également célébré devant l'officier de l'état civil qui enregistre la déclaration de volonté des deux partenaires et leur fait signer l'acte de partenariat (cf. art. 7 de la loi fédérale sur le partenariat enregistré entre personnes du même sexe; LPart; RS 211.231) ; il ne concerne par ailleurs que l'union de deux personnes du même sexe (art. 2 LPart). 6.3.2 De plus, aucune loi ne réglemente le concubinage (ATF 140 I 77 consid. 6.1), à savoir la vie commune de deux personnes qui ne se sont pas mariées ou enregistrées comme partenaires au sens de la loi. De même, aucune base légale n'a été créée jusqu'à présent pour une protection spéciale des concubins en matière d'assurances sociales. Au contraire, dans le domaine de l'AVS, le mariage (civil) et le partenariat enregistré sont particulièrement protégés par la loi, dans la mesure où seuls les partenaires mariés (civilement) ou enregistrés ont droit, au décès de leur partenaire, à une rente de survivant (art. 23 ss LAVS) ou à un supplément de veuvage à la rente de vieillesse (art. 35bis LAVS) auxquels les concubins n'ont pas droit. Dans d'autres assurances sociales également, comme la prévoyance professionnelle (art. 19 et 19a LPP; RS 831.40), l'assurance-accidents (art. 29 LAA; RS 832.20) ou l'assurance militaire (art. 52 LAM; RS 833.1), les couples mariés (civilement) bénéficient d'une protection spéciale, voire de privilèges financiers par rapport aux autres assurés (ATF 140 I 77 consid. 6.2). Le Tribunal fédéral a estimé que cette inégalité de traitement ne doit pas être considérée de façon isolée - le traitement différencié de ces institutions est en effet nombreux dans la loi (par exemple s'agissant du devoir d'assistance, de l'obligation d'entretien, du droit des successions, du divorce etc.; art. 111 ss, 159 al. 3, 163 et 462 CC et LPart) - et qu'elle répond à des motifs objectifs. Ainsi, dans une affaire ayant eu trait au plafonnement des rentes de couples mariés et enregistrés, il a conclu que l'inégalité de traitement ne constitue pas une discrimination illicite et qu'elle n'est pas arbitraire au sens de la Constitution fédérale (art.”
“Secondo il diritto civile, negli effetti patrimoniali del matrimonio sono compresi il diritto successorio reciproco (art. 462 CC), l’obbligo di reciproca assistenza e fedeltà (art. 150 cpv. 3 CC) e il debito mantenimento della famiglia (art. 163 CC). Per il momento non vi è invece alcuna norma simile, a livello legislativo o di ordinanza, per quanto concerne i concubini. Manca ad esempio un obbligo legale di mantenimento reciproco. Il concubinato non soggiace ad alcuna restrizione materiale o formale e può essere sciolto informalmente in ogni momento. Al consid. 6.2 il TF ha rilevato che anche nell’ambito delle assicurazioni sociali non è stata creata alcuna base legale particolare per tutelare i concubini. Al contrario, nell’ambito dell’AVS, il matrimonio, e dal 1° gennaio 2007 il partenariato registrato, godono di una protezione particolare, nella misura in cui solo i coniugi o i partner registrati hanno diritto ad una rendita in caso di decesso del partner (art. 23 e seguenti LAVS) o ad un supplemento del 20% sulla rendita di vecchiaia in caso di vedovanza (art. 35bis LAVS). Vi è poi un’esenzione dal pagamento dei contributi ai sensi dell’art. 3 LAVS o il computo dei crediti educativi (art. 29septies LAVS). I coniugi ed i partner registrati, al contrario dei concubini, possono quindi percepire prestazioni dell’AVS e dell’AI o beneficiare di una riduzione nel pagamento dei contributi. Ciò vale anche per altre assicurazioni sociali. Complessivamente, nell’ambito delle assicurazioni sociali, secondo il Tribunale federale non vi è uno svantaggio o una discriminazione delle coppie sposate o in partenariato registrato rispetto ai concubini. Vi è semmai una solidarietà delle persone non sposate nei confronti delle persone coniugate (“Insgesamt liegt im Sozialversicherungsbereicheine Übervorteilung oder gar eine Diskriminierung der Ehepaare und der eingetragenen Partner gegenüber den Konkubinatspaaren jedenfalls nicht auf der Hand. In einer Gesamtbetrachtung der Sozialversicherungen finden sogar Solidaritätsflüsse von den unverheirateten zu den verheirateten Paaren statt (Bericht des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] vom 10.”
Art. 24b AHVG verhindert die Kumulation von Elementen der Altersrente mit Hinterlassenenrenten; daraus folgt, dass einer Witwenrente grundsätzlich kein Zuschlag aus einer aufgeschobenen Altersrente der verstorbenen Person hinzugerechnet werden kann. Art. 35bis AHVG sieht für verwitwete Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten einen separaten Zuschlag von 20 % zur Kompensation von Splittingverlusten vor.
“Vorliegend hatte nicht der Verstorbene seine Altersrente aufgeschoben, sondern die Beschwerdeführerin als dessen Hinterlassene. Aus der historischen Auslegung lässt sich ebenfalls nichts Gegenteiliges gewinnen. Weder der Botschaft über die zehnte Revision der Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 5. März 1990 (vgl. BBI 1990 II 88), mit welcher die Bestimmung von Art. 24b AHVG eingeführt wurde, noch den neueren Materialien zum AHVG sind der Bestimmung etwaige Erläuterungen gewidmet. Dass der Rentenaufschubszuschlag nicht unter die Plafonierung nach Art. 35 Abs. 1 AHVG gefallen wäre (vgl. RWL, Rz. 6339), führt ebenfalls nicht zu einer anderen Einschätzung. Denn der Gesetzgeber hat mit Blick auf das Überentschädigungsverbot der Einfachheit halber in Art. 24b AHVG vorgesehen, dass entweder die eine oder die andere Rente ausbezahlt wird, damit keine Doppelzahlungen – auch nicht teilweise – fliessen. Zu beachten ist ebenfalls, dass verwitweten Bezügerinnen und Bezügern von Altersrenten (im Gegensatz zu verwitweten Bezügerinnen und Bezügern von Invalidenrenten) gemäss Art. 35bis AHVG ein Zuschlag von 20 % zu ihrer Rente gewährt wird. Dieser Zuschlag soll Splittingverluste von Verwitweten, die eine Altersrente beziehen, ausgleichen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 2007: Bundesgericht] vom 15. Oktober 1999, H 365/98, E. 2). Nach dem Gesagten steht fest, dass Art. 24b AHVG gerade verhindern möchte, dass Elemente der Altersrente mit den Hinterlassenenrenten kumuliert werden und einer Witwenrente grundsätzlich kein Zuschlag aus einer aufgeschobenen eigenen Altersrente der hinterlassenen Person hinzugerechnet werden kann. Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin korrekt vorgegangen ist, indem sie der Beschwerdeführerin die Witwenrente – trotz des laufenden Aufschubs der Altersrente – ab dem 1. September 2021 ausbezahlt und ihr die Nachzahlung der ihr zustehenden Altersrente ab dem 1. Dezember 2020 bis zum 31. August 2021 angeboten hat. Die Beschwerdeführerin gibt an, eine rückwirkende Auszahlung der nicht bezogenen Rentenleistung ab Erreichung ihres ordentlichen Rentenalters habe nicht stattgefunden und sei auch nicht der Sinn eines Rentenaufschubs.”
Der 20%-Zuschlag zu einer Altersrente darf zusammen mit der Rente den gesetzlichen Höchstbetrag der Altersrente nicht überschreiten. Ist die Gewährung des Zuschlags zusammen mit anderen Rentenleistungen mit Erreichen des Höchstbetrags nicht vereinbar, wird der Zuschlag entsprechend nicht ausgerichtet.
“Altersjahr vollendet haben und mindestens fünf Jahre verheiratet gewesen sind (Satz 1). Der Anspruch auf die Witwen- oder Witwerrente entsteht am ersten Tag des dem Tod des Ehegatten folgenden Monats (Art. 23 Abs. 3 AHVG) und erlischt (unter anderem) mit der Wiederverheiratung (Art. 23 Abs. 4 lit. a AHVG). Für die Berechnung der Witwenrente sind gestützt auf Art. 33 Abs. 1 AHVG die Beitragsdauer und das aufgrund der ungeteilten Einkommen der verstorbenen Person sowie ihrer Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften ermittelte durchschnittliche Jahreseinkommen massgebend. Gemäss Art. 36 AHVG beträgt die volle Witwenrente 80 % der dem massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen entsprechenden Altersrente. Für die Berechnung der Teilrente gilt Art. 38 AHVG. Verwitwete Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten haben Anspruch auf einen Zuschlag von 20 % zu ihrer Rente. Rente und Zuschlag dürfen den Höchstbetrag der Altersrente nicht übersteigen (Art. 35bis AHVG). Erfüllt eine Person gleichzeitig die Voraussetzungen für eine Witwen- oder Witwerrente und für eine Altersrente oder für eine Rente gemäss dem Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), so wird nur die höhere Rente ausbezahlt (Art. 24b AHVG). Dabei ist die Witwen- oder Witwerrente auf den Berechnungsgrundlagen des verstorbenen Ehegatten nach den allgemeinen Regeln zu ermitteln (Art. 33 Abs. 1 AHVG). Das Gesetz schreibt dabei ausdrücklich die Ausrichtung der höheren Rente vor. Damit ist ein Wahlrecht der versicherten Person ausgeschlossen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 10. Dezember 2008, C-3164/2006, E. 2.6.3). Auf die allenfalls höhere Witwen- oder Witwerrente besteht aber nur in jenen Fällen bzw. solange Anspruch, als dass der überlebende Ehegatte die Anspruchsvoraussetzungen für eine Witwen- oder Witwerrente erfüllt. Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin die gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 23 und 24 AHVG) zur Ausrichtung einer Witwenrente erfüllt.”
Der Zuschlag von 20 % soll Splittingverluste von Verwitweten, die eine Altersrente beziehen, ausgleichen.
“Vorliegend hatte nicht der Verstorbene seine Altersrente aufgeschoben, sondern die Beschwerdeführerin als dessen Hinterlassene. Aus der historischen Auslegung lässt sich ebenfalls nichts Gegenteiliges gewinnen. Weder der Botschaft über die zehnte Revision der Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 5. März 1990 (vgl. BBI 1990 II 88), mit welcher die Bestimmung von Art. 24b AHVG eingeführt wurde, noch den neueren Materialien zum AHVG sind der Bestimmung etwaige Erläuterungen gewidmet. Dass der Rentenaufschubszuschlag nicht unter die Plafonierung nach Art. 35 Abs. 1 AHVG gefallen wäre (vgl. RWL, Rz. 6339), führt ebenfalls nicht zu einer anderen Einschätzung. Denn der Gesetzgeber hat mit Blick auf das Überentschädigungsverbot der Einfachheit halber in Art. 24b AHVG vorgesehen, dass entweder die eine oder die andere Rente ausbezahlt wird, damit keine Doppelzahlungen – auch nicht teilweise – fliessen. Zu beachten ist ebenfalls, dass verwitweten Bezügerinnen und Bezügern von Altersrenten (im Gegensatz zu verwitweten Bezügerinnen und Bezügern von Invalidenrenten) gemäss Art. 35bis AHVG ein Zuschlag von 20 % zu ihrer Rente gewährt wird. Dieser Zuschlag soll Splittingverluste von Verwitweten, die eine Altersrente beziehen, ausgleichen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 2007: Bundesgericht] vom 15. Oktober 1999, H 365/98, E. 2). Nach dem Gesagten steht fest, dass Art. 24b AHVG gerade verhindern möchte, dass Elemente der Altersrente mit den Hinterlassenenrenten kumuliert werden und einer Witwenrente grundsätzlich kein Zuschlag aus einer aufgeschobenen eigenen Altersrente der hinterlassenen Person hinzugerechnet werden kann. Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin korrekt vorgegangen ist, indem sie der Beschwerdeführerin die Witwenrente – trotz des laufenden Aufschubs der Altersrente – ab dem 1. September 2021 ausbezahlt und ihr die Nachzahlung der ihr zustehenden Altersrente ab dem 1. Dezember 2020 bis zum 31. August 2021 angeboten hat. Die Beschwerdeführerin gibt an, eine rückwirkende Auszahlung der nicht bezogenen Rentenleistung ab Erreichung ihres ordentlichen Rentenalters habe nicht stattgefunden und sei auch nicht der Sinn eines Rentenaufschubs.”
Im AHV-Bereich sind Ehegatten und eingetragene Partner gegenüber Konkubinatspaaren privilegiert: Nur Ehegatten bzw. eingetragene Partner haben Anspruch auf Hinterlassenenrenten und auf den 20%-Zuschlag zur Altersrente nach Art. 35bis LAVS/AHVG; Konkubinatspaare erhalten diese Leistungen nicht. Die Rechtsprechung stellt fest, dass diese Differenzierung ein vom Gesetzgeber gewolltes Regelungsbild ist und innerhalb des sozialversicherungsrechtlichen Einschätzungs- und Gestaltungsspielraums verfassungskonform beurteilt worden ist.
“L'interprétation conforme à la Constitution trouve toutefois ses limites lorsque le texte et le sens de la disposition légale sont absolument clairs, quand bien même ils seraient contraires à la Constitution (ATF 137 I 128 consid. 4.3.1 ; cf. également arrêt du TF 9C_400/2013 du 23 septembre 2013 consid. 4.2). A cet égard, il sied de relever que la différence de traitement entre les époux et les concubins est un régime voulu par le législateur et qu'effectivement, le plafonnement des rentes prévu à l'art. 35 LAVS conduit à une inégalité de traitement entre les couples mariés et les partenaires enregistrés d'une part et les couples vivant en concubinage d'autre part. Le désavantage subi en lien avec le montant de la rente de vieillesse ne doit pas être considéré de façon isolée, car celui-ci répond à des motifs objectifs. Si l'on se réfère à une vue d'ensemble du droit, la loi privilégie les couples mariés et les partenaires enregistrés à maints égards, par exemple, dans le domaine de l'AVS, seuls les partenaires mariés (civilement) ou enregistrés ont droit, au décès de leur partenaire, à une rente de survivant (art. 23 ss LAVS) ou à un supplément de veuvage à la rente de vieillesse (art. 35bis LAVS) auxquels les concubins n'ont pas droit (cf. ATF 140 I 77 consid. 6.2 pour de plus amples informations et exemples). Selon la jurisprudence du Tribunal fédéral, le plafonnement des rentes ne constitue pas une discrimination illicite au regard de la jurisprudence de la Cour européenne des droits de l'homme, laquelle n'interdit d'ailleurs pas à un Etat membre de traiter des groupes de manière différenciée pour corriger des « inégalités factuelles » entre eux et laisse à chaque Etat contractant une large marge d'appréciation dans la manière de mettre en oeuvre son système de sécurité sociale (ATF 140 I 77 consid. 6 à 9). Partant, l'argumentation du recourant liée à l'égalité de traitement et non-discrimination des couples mariés ne lui est donc d'aucun secours. 5.6 En outre, le recourant reproche à l'autorité inférieure de ne prendre en compte que 44 années de cotisations au lieu des 50 années réalisées. A cet égard, il convient de rappeler que l'échelle de rente afférente à une durée de cotisation complète est l'échelle 44 (cf.”
“Secondo il diritto civile, negli effetti patrimoniali del matrimonio sono compresi il diritto successorio reciproco (art. 462 CC), l’obbligo di reciproca assistenza e fedeltà (art. 150 cpv. 3 CC) e il debito mantenimento della famiglia (art. 163 CC). Per il momento non vi è invece alcuna norma simile, a livello legislativo o di ordinanza, per quanto concerne i concubini. Manca ad esempio un obbligo legale di mantenimento reciproco. Il concubinato non soggiace ad alcuna restrizione materiale o formale e può essere sciolto informalmente in ogni momento. Al consid. 6.2 il TF ha rilevato che anche nell’ambito delle assicurazioni sociali non è stata creata alcuna base legale particolare per tutelare i concubini. Al contrario, nell’ambito dell’AVS, il matrimonio, e dal 1° gennaio 2007 il partenariato registrato, godono di una protezione particolare, nella misura in cui solo i coniugi o i partner registrati hanno diritto ad una rendita in caso di decesso del partner (art. 23 e seguenti LAVS) o ad un supplemento del 20% sulla rendita di vecchiaia in caso di vedovanza (art. 35bis LAVS). Vi è poi un’esenzione dal pagamento dei contributi ai sensi dell’art. 3 LAVS o il computo dei crediti educativi (art. 29septies LAVS). I coniugi ed i partner registrati, al contrario dei concubini, possono quindi percepire prestazioni dell’AVS e dell’AI o beneficiare di una riduzione nel pagamento dei contributi. Ciò vale anche per altre assicurazioni sociali. Complessivamente, nell’ambito delle assicurazioni sociali, secondo il Tribunale federale non vi è uno svantaggio o una discriminazione delle coppie sposate o in partenariato registrato rispetto ai concubini. Vi è semmai una solidarietà delle persone non sposate nei confronti delle persone coniugate (“Insgesamt liegt im Sozialversicherungsbereicheine Übervorteilung oder gar eine Diskriminierung der Ehepaare und der eingetragenen Partner gegenüber den Konkubinatspaaren jedenfalls nicht auf der Hand. In einer Gesamtbetrachtung der Sozialversicherungen finden sogar Solidaritätsflüsse von den unverheirateten zu den verheirateten Paaren statt (Bericht des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] vom 10.”
Der Tod des Ehegatten kann einen neuen Berechnungsanlass darstellen. Nach der zitierten Entscheidung fiel der Anspruch auf den 20%-Zuschlag nach Art. 35bis AHVG erst mit der Mitteilung des Todes und der damit verbundenen Neuberechnung an. Fehlen weitere besondere Umstände oder nachträgliche Anhaltspunkte, kann der Kasse nicht vorgeworfen werden, sie habe den Fehler bereits vor dem Todesfall erkennen müssen.
“En d’autres termes, en l'absence d'éléments suffisants laissant supposer l'existence d'une créance en restitution – à savoir des circonstances autres que celles ressortant de la demande de rente de vieillesse déposée en avril et juin 2002 par l’intéressée et qui ont précisément échappé à la CCNC lors de ses décisions du 11 juin 2012 – soit des éléments à même d’attirer, compte tenu de la diligence pouvant raisonnablement être exigée d’elle, son attention sur son erreur initiale, on ne peut admettre que la caisse ait eu des occasions de se rendre compte de l'erreur, avant le décès de l’époux de la recourante. Il ressort en effet du dossier que c’est l’annonce de ce décès et plus spécifiquement le fait de devoir procéder non pas à une simple adaptation des rentes de vieillesse à l’évolution des salaires et des prix comme jusqu’alors, mais à un véritable nouveau calcul de la rente de l’assurée – pour tenir compte du fait que les veuves et veufs au bénéfice d’une rente de vieillesse ont droit à un supplément de 20 % sur leur rente (art. 35bis LAVS) – qui ont attiré l’attention de la CCNC sur son erreur. En l’absence de circonstances particulières et plus singulièrement d'indices subséquents à son erreur initiale laissant supposer l'existence d'une créance en restitution, on ne saurait donc reprocher à l’intimée, qui a continué à verser les rentes de vieillesse des époux en ayant uniquement eu à les adapter périodiquement, conformément à l’article 33ter LAVS, à l’évolution des salaires et des prix, de ne pas avoir procédé au cours de la période en cause à un contrôle de tous les éléments déterminants du dossier de l’intéressée, reproduisant ainsi l'erreur initiale contenue dans ses décisions du 11 juin”
Bei der Anspruchsprüfung nach dem Todesfall ist die für den verstorbenen Ehegatten massgebliche Rentenskala zu berücksichtigen. Nach Auffassung des Gerichts liegt hierzu keine echte Gesetzeslücke vor; die einschlägigen Bestimmungen (Art. 21, 23, 24b, 31, 33, 35bis AHVG) sind auslegbar und geben eine ausreichende Grundlage für die Bemessung der Leistungen.
“Im Umstand, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Berechnung der für sie günstigeren Altersrente - anstelle der Witwenrente - mangels entsprechender gesetzlicher Normen nicht von der höheren Rentenskala des verstorbenen Ehemannes profitieren kann, ist keine echte Gesetzeslücke zu erblicken, denn der Gesetzgeber hat nichts zu regeln unterlassen, was er hätte regeln sollen (vgl. BGE 141 V 481 E. 3.1 mit Hinweisen; zur Bestimmung der anwendbaren Rentenskala bzw. zur Nichtberücksichtigung von Jahren, in welchen nur eine Mitversicherung durch einen erwerbstätigen Ehegatten gegeben war, vgl. auch BGE 141 V 481 E. 3.3). Dies zeigt auch ein Blick in die Botschaft über die zehnte Revision der Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 5. März 1990 (AS 1996 2466; BBl 1990 II 1) zu den vorliegend im Fokus stehenden gesetzlichen Normen von Art. 21, Art. 23, Art. 24b, Art. 31, Art. 33 und Art. 35bis AHVG, welche hinsichtlich der Bemessung der Rentenleistungen für die Beschwerdeführerin zweifellos als klar und eindeutig zu qualifizieren sind. Selbst wenn davon ausgegangen würde, dass einer oder mehreren dieser gesetzlichen Bestimmungen im Fall der Beschwerdeführerin keine befriedigende Antwort zu entnehmen wäre, was jedoch nicht der Fall ist, könnte eine solche unechte oder rechtspolitische Lücke vorliegend vom Bundesverwaltungsgericht nicht korrigiert werden, da die Berufung auf den Wortsinn dieser Normen bei Weitem keinen Rechtsmissbrauch darstellen würde (BGE 136 III 96 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des BGer 6B_17/2010 vom 6. Juli 2010).”
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